Tszialüemolrat Erscheint mit««»«ahme de. Montag tSgttch frAH/«i«,-l»r>ei. 70--Her aktionunb Verwaltung. Prag XII., Fochova 62- Telephon 88677- Herausgeber: Siegfried Tabb- Verantwortlicher Redakteur: Karl Kern, Prag 17. Jahrgang Dienstag, 31. August 1937 Qu» dem Inhalt: NeBas über die Ueberwindung der Krisenreste Abg. Schüfe Uber den 18. Feber Rote Jugendfahnen über Zwickau Adele Sandrodc gestorben Nr. 204 Nichtangriffspakt zwischen China und Sowjetrußland » Amerikanischer Dampfer bombardiert Von chinesischen Fliegern• China»enGM Schadenersatz SM Das Befinden des verwundeten britischen Botschafter. Hugessen hat sich bereits wesentlich gebessert.. Es. wurde daher die Ausgabe von Bulletins über seinen Gesundheitszustand eingestellt. "Die Rote stellt, wie verlautet,,!» Koni« p v»an t ß zwischen zwei in London vorhandenen Richtungen dar. WaS geschehen soll, wenn dir Bedsngungep der Rote von den Javanern nicht erfüllt werden, wird in London noch nicht erörtert. White Hall hält die Annahme der Rote für wahrscheinlich, erklärt jedoch, daß im Falle der Nichiannahine toe it ere Dchr itte zu er- «arten sind. . Schanghai. Der amerikanische SS.OOÜ»- ^mnen-Lamfif« ,,P res sdentH»»v er", Hex DienSta, in Schanghai eintreffen i. sollte, ,wurd^ isus hssrsiW.Pst^r,'' Meilen von' der Küste entfernt, von vier chinesischen Flugzeugen angegriffen und mit Bomben belegt. Durch daS Bombardement mürben sieben Mann der Besatzung — -- London. DaS britische Außenministerium veröffentlichte Sonntag abendS den Trzt der der japanische»' Regierung in der Angelegenheit de« Verwundung der britischen Botschafter- in China gesandten Note. Die Rote betont, daß es nach den Prinzipien des internationalen Rechtes absolut unzu» l ä s s.i g sei, direkte und durchdacht« Angriffe auf dir nichtkömpfende Bevölkerung, gleich ob Innerhalb«der außerhalb der Kampfzone, zu unternehmen. Bpn dieser Regel sind auch Flugzeuge nicht ausgenommen. Schon di« Tatsache, daß di« Flieger einen' Angriff auf' einen Rtchtkämpfer Unternahmen,, ist. illegal, wenn sie. auch keine Ahnung davon hatten, daß.sie den britischen Botschafter angreifeu. Die Rot«, hebt weit««» hervor, daß der Angriffiünrso unentschuldbarer ist, als ein. Krieg»wischen China und Japan nicht erklärt wurde, Die britische Regierung sehe sich daher genötigt zu ftzrdern: 1. Stur formale Entschuldigung der japanischen Regierung»ei der britischen Regierung» S. ordentliche Bestrafung der für dm An- griff verantwortlichen Personen und-. 3. eine Versicherung der japanischen Behörden, daß»sie!nI«itzmuP»rilrhrun«rn. getroffen werdm, damit in-Hinkunft solche Zwischenfalle »«miedenwerden. Aufschub der brltlsch*ltallenlschen Besprechungen London.„Norishire Post" berichtet, daß der britische Botschafter, in-Rom, Lord Perth, d« gegenwärtig in England auf Urlaub weilt, ep.st End« September,»ach Italien zurückkehren werdet Als Grund wird hie„Ordnung von.Privatangelegenheiten" angegeben. Die ettglisch-italienischen. Gespräche, die bekanntlich noch v.o r der Bölkerbundtagung beginnen sollten»'«fahre» somit.«inen-Aufschub. Nationalitätenfrage vielfach zum Mittelpunkt ieincr Betrachtungen gemacht. Er hat ganz besonders bei seiner Ansprache in Troppau die antzerordentliche Bedeutung des RegierungSbeschlusicS vom 18. Feber 11)87 hervorgchoben und vermerkt, dast dieses Programm verwirklicht werden wird.(Beifall.) Wir sind dem Herrn Präsidenten für alle diese Aeußerungen unendlich dankbar. Wir haben die RegierinigSerklä- rung vom 18. Feber ganz besonders warm begrüßt und wir konnten mit öiecht von einem autzerordenl« lichcn Erfolg der deutschen aktivistischen Arbeit in der Regierung sprechen. Wir find davon durchdrungen, daß er den die Befriedung der Böller anstrebenden Kräften gelingen wird, mit der Zeit daS Programm der Regierung vom 18. Feber restlos nicht nur dem Worte, sondern auch dem Gei'te nach durch- zusühren.(Starker Beifall.) Diese Einstellung enthebt uns aber nicht der Verpflichtung, darauf mit allem Nachdruck zu.verweisen, daß das Tempo der Behandlung dieser lebenswichtigen Fragen beschleunigt werden muß und daß man mit gewissen Erscheinungen, die wir auch nach dieser Regierungserklärung zu verzeichnen habe», mit aller Entschiedenheit wird ausräumcn müßen.(Zustimmung, sehr richtig!) ES muß jedem Beamten zum Bewußtsein kommen, daß jeder Berste!) gegen die Regierungserklärung geahndet wird.(Großer Beifall. Sehr rich- tig-Rusel) Der von uns im„Sozialdemokrat" und im„Volkswille" erfolgte Hinweis auf gewisse.Mängel bei der Durchführung der Zusicherungen an die 'Mutschens würde voll Mel.dtsttfchen'Mlldepn,' densg' Aufgabe eS ist, die deutsche BevölikdrungÄ der Tschc». choslowakei systematisch zu verhetzen,.und selbstverständlich auch von der SdP dazu benützt, de» Schluß zu ziehen,. daß die Regierungserklärung vom 18. Feber überhaupt nicht verwirklicht wird. So rührend diese Sorge um das Wohl der deutschen Bevölkerung bei uns.ist,.so sei ihnen mit allem Nachdruck gesagt, daß die maßgebenden Kreise vollkommen hinter der Erklärung vom 18. Feber stehen und daß sie selbst, alle Mißgriffe der angedcuteteu Art, die sporadisch festgestellt werden können,. verurteilen. J ' Die Unablässige Verunglimpfung der Tschechoslowakei, die wir immer Und immer'wieder tm deüt- schen Rundfunk feststellen können, sollte-ein Ansporn■ fein, um den schön seit langem in Aussicht gestellte» deutschen Sender' endlich zu aktivieren. (Stürmische Zustimmung.) Tie Errichtung dielt» Sender- ist im eminenten Jntereffe des Staate- gelegen. Wir werden- in dem Kampfe nach Erfüllung, der Versprechungen, der Negierung vom 18. Feber' fortsahren, weil wtr von dör Ueberzeugnnsi durch- drüngen■ sind,.-. daß wir dadurch dem Sjaate und unserem Volke Yen allerbesten Dienst''hrwölsen, Reallohn, Betriebsterror, r .soziale Fürsorge Wir dürfen, bei dieser Gelegenheit nicht an der -einen Tatsache.vorübergeheii, daß die Lebenshaltung der Arbeiterklaffe noch sehr viel zu lvünschen übrig läßt.. Wir können die Tatsache nicht verleugnen, daß trotz aller ehrlichen-Bemühungen und Bestrebungen der Regierung doch ein« Verteuerung der Lebensmittel in Erscheinung getreten ist, was, wie wir alle Nüssen, immer eine Folgeerscheinung der Belebung der Konjunktur ist. Nach einer Statistik der Zentral- sozialveisicherüng-anstält hat der durchschnittlich versicherte Tagesverdienst im Monat Juni lli 17.08 gegenüber Kä 16.10 im Juni 1986 betragen. Im Ilovember 1929 konnte ein'Betrag von Ke 19.49 au-getviesen werden. Wir sehen schon-aus dieser Zahlengegenüberstellung, daß eine Aufbesserung der -Bezüge der Arbeiter und Angestellten unerläßlich notwendig ist und wir werden, die Bestrebinmen unser« freien Gewerkschaften nach Besserung der wirtschaftlichen' Berhältnisse der arbeitenden! Bevölkerung init allen un» zu Gebest stehenden Mitteln unterstützen. Wir müssest-unS indiesem Zusammenhang« auch mit einer Erscheifiung- befasien, die in'der-letzten Zdit-ffnniier' hästfiger ststzustelleitäst: Dar ist. die Frage-' de» unerhörten- Betrieb S t e r r o r z, der itn'vielen- Betrieben)ünd.) bei einzelnen- Industriellen -feststellbar'M. Der HesinimngSterror:- der da- gu-gt« Lbt wird, muß-seitens. der zuständigen Kreise- entsprechend beachiet'werden. ES muß Borwrge getroffen, Werse»? daß diese«- BetriebSterrörift«' Ende. gesetzt -wirb.'sZ'usftrmnung.).-- .) Die Behebung'der Arbeitslosigkeit, die Wieder-. einsührung dec Arbeitslosen in den Produktionsprozeß, ist«astre vorstehmste Aufgabe. Jnsolang« de» Radiodepesche wird ein amerikanischer GeschäftS- neann namens Norman Harris vttrnitzt. r-,;•■.■■■-•. 1 Amtlich Wird gemeldet, daß China die voll« B«antwortung- für die Bombardierüng des Dampfers Übernommen hat«nd zum Schade n e r s» tz t e r:e k t- ist^Di« chistefischrRe- gi«un,«Uärt, zu dem Zwischenfall sei«S gekommen, weil der amerikanische Dampfer irrtümlich als japanisches TritPpentranSporlschifs ange- stheii wnrde.> räumt, mn so der Umzingelung zu entgehen, die Ihnen nach dem Falle von Kalgan drohte. Die chinesischen Abteilungeir werden Ivahrscheinlich Stellungen entlang der Eisenbahn Peiping— Hankau beziehen. Im Heeresbericht derKwan» tung-Armee heißt es, daß die Japaner vor des» Einzug In Kalgan der dortigen- chinesischen Garnison, die ein Teil der 29. Armee ist, freien Abzug in nordöstlicher Richtung gewährt hätten, nm unnötige Straßenkämpfe zu vermeiden. In der Nähe der Stadt L i a n u a n, 25 Kilometer südlich von Tientsin, sind heftig« Kämpfe zwischen chinesischen und japanischen Abteilungen entflammt. Die Japaner haben die Chinesen in der Nabe von Matschan angegriffen, wurden aber mit schweren Verlusten zurückge- schlagen. Neues Bombardement von Tschapel Bei dem Bombardement von Tschapel durch japanische Bombenflugzeuge wurden Sonntag mittags üb« 200 Personen getötet und viel« verwundet. Japanische Abteilung bei der Landung aufgerieben ~ Der Sprech«r d«- chittestschett GeneMfstbtz» erklärte. den Preffe»ertreiern,»aß die Reste der, b«t TschanhnapanaüSgeschisften Japaner Sonntag nachmittag umzingelt und»usammengeschoffen wurden. An der Front von Lotien, wo die Japa- n« umzingelt wurde»,'find neue chinesische Ber- stärkungen eingetrosfen. Drei britische Forderungen Entschuldigung/ Bestrafung/ Vorkehrungen für die Zukunft Die deutschen Sozialdemokraten dM Abs. Siegfried Taub und die Innenpolitik Abg. Siegfried Taub, der Generalsekretär der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpar tei, hielt auf dem BezirkLarbdiiertag in Meier- hösen eine große Rede, in der er sich mit den außen- und innenpolitischen Problemen auS- einandersetzte. Wir geben-im folgenden auS- d zngiweise die Stellungnahme zu innerpoli- tischen Fragen wieder: DI» besten Maschinengewehre der Welt In der letzten Zeit sollte auch die Tschechoslo- wakei in einen politischen Konflikt verwickelt werden. Die Differenzen, die sich bei dem Abschluß' eines Vertrages auf Lieferung von Maschinengewehren bei einer Firma ergaben, wurden als Grund angenommen, um die diplomatischen Beziehungen zu lösen. In früherer Zeit mutzte ein derartiger Vorgang als ein überaus ernstes Shmptom gewertet werden; für die diktatorischen Mächte scheint, wie au- den Zeitungen PprtügalS geschloffen werden kann, auch diese Handlung nur eine Geste für die Untertanen zu sein. Zu den faschistischen Stimmen de» Auslandes, die diesen-Bvrfcül gegen die-Tschechoslowakei zu frukti» siziere» bestrebt waren, gesellten sich unglaublicherweise auch einige inländische Zeitungen. Ta» wirklich« Posttwum für uns ist di«'Erkenntnis, daß wir über dl« besten Nkaschinengewehr« ter Welt verfügen. Der 18. Feber .''Unser Präsident täuipft.nicht nur für den Welt« ktzstdesk^rchäir«» sür'wlne'Pfsicht,'bei^allerr . Kundgebungen,'hier seit sein« Reichenberger'Reise vetaiistaüet hat,' immer und-immer wieder daran, hinzuweisen,' datz eine Befriedung der unseren Staat bewohnenden Völker eine der vornehmsten Aufgaben ist,-vor die-unsere Innenpolitik gestellt wird.-Unser Präsident hat auch'bei- der' jetzigen Reis« wieder di« Neue Pastoren-Verhaftungen l -Berlin.Hff-BeiM und. im ührigeiEetch.ist -wieder' M Reihe- bimMastostn.der Pestßntfftsie. - lirch« vWaftet.Wdhii.-Die GesqmiiiW'd«r t>etf -WWWWWWHWWM ^sktztteil'iesi Müubet^Ä-b«h'ävkenl""' f< der wi>ff«HnU beschädigt. Rach einer fpäkeren Nanking. Amtlich wird der Abschluß ein«, Nichtangriffspaktes mit Sowjetrußlandbe- stätigt. Dieser Pakt ist, s, heißt«S in d« amt- nche» chinesischen Erklärung, bereits am 21. «luBuft abgeschloffen worden und enthält folgende vier Artikel: 1. Der Krieg wird al« Mittel zur Lösung internationaler Streitigkeiten sowie als Instrument der nationalen Politik abgelehnt und beide Vertragspartner verzichten auf gegenfeitige An- gnffShandlnngen. ._ 2- Im Falle eines AngrisfeS feiten« ein« »ritten Macht auf einen der vertragschließenden verpflichtet sich der nichtangegriffene Partner, den Angreifer weder zu unterstützen, noch mit ihm irgend welche Verträge einzugehen, noch mit ihm Handlrmgen zum Nachteil de- angegriffenen - Partners zu unternehmen. S. Recht« und Verpflichtungen aus früheren Verträge» beider vertragschließenden Staaten bleiben bestehe». 4. Di« Dauer deS NichtangriffpakteS ist auf fünf Jahre festgelegt, jedoch läuft der Pakt, falls er nicht sechs Monate vor Ablauf dieser Frist gekündigt wird, jeweils automatisch fünf Jahre «eit«. . Hiezu wird weiter erklärt, dah Uber Abschluß eines solchen Pakte» auf chinesische Initiative hin schog seit einem.Jahr m.ft. Moskau verhandelt ' Ivbtdfti'seK' Did" llegiMäNislei^'BttWIffck'lif China haften Nqnking veranlaßt, die,Berhand« lungen nunmehr zum Abschluß zu führen! Sinn des.' PglteS sei, China Rückendeckung zu der« schassest. Der Pakt bedeute, ke i n..chinesisches Bündnis, mit Sowjetrußland., China fei aber ' daran.interessiert, daß. der Kommunismus in . China nicht dazu ßbergehe, die Nänkingregie- rung zu bekämpfen. So fei auch die Fistilaffung von kontmüsttstischen Führern in China zu bewerten..' Japan vermutet Waffenhilfe Schanghai. Dei^ Sprecher de»-, japanischen' s Generalkonsulates in Schanghai erklärte, daß der .'chiN'esisch-wwjetriiffische' Vertrag- ein-' direkte» Eingeständnis-der'Ententi' Chinas mit dem 'KöstiWniSmüS sei. Dktz--berSffentllchte Vertrag - sei offenbar nur ein Teil de»-.geschloffenen' Abkommens. Ich hege den begründeten Glauben, er- . klärte-der Sprech«, daß die Sowjetregierung Waffe n lieferun g e n nach China bewil« - Ilgt und die, Beistandsleistung. durch militärische Fachleute.zugesagt hat. Das Toklöwr Blatt„Aomiuri"-behauptet, datz-der Nichtangriffspaft drei geheime Artikef enthalten soll:' . 1. Gegenseitig«'Hilst und militärische Zu« sammenärbeit''gegen Angreifer im Fälle eines UebersälleS-astf'dteft.-nnet!« oder äußere Mong-ol.ei;.---.-:i . 2. Entsendung von sowjetrussischen Beratern,- Waffenlieferungen, Lieferung■, von Muffst tion, Lebensmitteln und Petroleum. f J.; 8.®le offizielle Asterstnnüng der chinest- - schen konüstunistischen Parwi durch die Nankinger . Regieruyg-mit dem Recht« der. Mitarbeit, in der Regierung- sowie Garanften.-keine-antifommu« nistischen Abkommen Mit, driften Mächjm abzuschließen.-' /- rüumen den Nankau-PaB ■• f Abteilüffgen-hchhen-.-stch im siMeUMvMchtung zurjtckgezogen uffd hie - Paffe.''vch?.^-A>t'.'äÄ,ffnd G ch wj ff k.u a n- ge« E-iie 2 DieuStag, 31. August 1 337 Nr. 204 handelt. Vor mir liegt die Nummer des„VolkS- rus" vom Donnerstag, den 18. August, in welcher unter großer Ueberschtist„Schluß mit aller Lum- verei, Korruption, Schacher kie, Aaaliti«»"'»in'Artikel aus der erste« Seite enthalten ist. Kann man sich wundern, wenn sich angesichts dieser-Haltung der Zensur unser« Leute di« Frage vorlegen, ob denn wirklich die Herren, di« ihre Tätigkeit im.„Maul- aufreißcn"sehen, sich alles erlauben dürfen. ES sollte Schluß mit aller Lumperei gemacht werden? diese Lumperei Ist aber anderweitig feststellbar. Einheitsfront und USSR Die Kommunisten rufen in der letzten Zeit wieder erneut nach der Einheitsfront. Wir haben schon wiederholt Gelegenheit gehabt, den Herren Aarzulegen, war sie angesichts der gegenwärtigen außenpolitischen Situation zu tun'hätten.' Jnsolänge sie die Ratschläge, die wir ihnen gemeinsam mit den tschechischen Genosien geben, nicht restlos beachten, insolangc können sie als ein Faktor In der positiven Politik, die die demokratischen Kräfte setzt zu befolgen haben, Nicht In Frage lammen. Wir lehnen die Einheitsfront mit den Kommunisten ab, wir lehnen auch das Angebot ab, bei gewissen Kundgebungen' einheitlich aufzumarschieren und so der Arbeiterschaft und der Bevölkerung vorzutänschen, als ob zwischen uns und den Kommunisten volle Einmütigkeit bestünde. Ein derartiger Vorgang hieße nichts anderes, als die Arbeiterklasse Irre zu f Uhren, ein Vorgang, zu dem wir uns unter keinen Umstanden be- «itfinden. Wir haben er immer für unsere Aufgabe erachtet, die ArbeiterAasse vor die nackten und wahren Tatsachen hinzustellen. Tatsache ist, daß die Kommunisten die Einheit der Proletariats nicht wol- Jn Aungbunzlau sprach am Sonntag FUr- sorgeminister Jng. Neöas über aktuelle politische und wirtschaftliche Fragen. Nach einer außenpolitischen Einleitung sagte er: Wir haben vor allem für die C r h ö h u n g der Ausfuhr gearbeitet. Trotz der Unruhe in der Welt ist eS eben durch die Durchführung der di« Ausfuhr unterstützenden durchdachten Aktionen gelungen, den Außenhandel derart zu steigern, daß der Umfang dcS Außenhandel- vom Jänner bis Juli 1337 gegenüber der gleichen Zeit deS JahreS 1933 von 6479 Millionen Kö auf 12.509 Millionen AS, demnach um' 93 Prozent»«genommen'hat. Dabei ist der.Wert der Einfuhr von' 3270 Millionen AL auf- 6136 Millionen AL,demimch um 87 Prozent, der - Wert der«utzsuhr SrOÜLMGmest M? auf 6361 Millionen«L d^.'^tn S1S1 MM Honen AL, demnach um fast 39 Prozent gestiegen. Auch wenn die geänderten Preis« und Währungsverhältnisse sowie die Tatsache, berücksichtigt werden müssen, daß ein Teil der Ausfuhr dec zeitweiligen Rüstungskonjunktur oder der Rohstoff-(Getreide-) Ausfuhr zugeschrieben werden muß, ist die große Belebung unserer Ausfuhr eine unbestreitbare und freudige Erscheinung. Erfreulich ist insbesondere die Zunahme unserer Ausfuhr in die sogenannten freien Länder. Wir werden mit allen Kräften«in« weitere Erhöhung unserer Ausfuhr anstreben. Auf unsere Ausfuhr legen wir deshalb einen so große?« Nachdruck, weil wir für den Herbst und len, daß alle Ihre Angebote nur von.der einen Absicht getragen sind, die positive Arbeit, die wir im 'Interesse der Arbeiterklasse und der demokratische?« .Bevölftriing^mit Aufgebot'aller'-Kräfte leistest; zu diskreditieren. Unsere Einstellung- zu der kommstni» stischen Partei in der-Tschechossowakei hat mit uns«», rcr Haltung zu Sowjetrußland nichts zu tun. So sehr wir die Methoden, die in Sowjetrußkand häufig zu beobachten sind,-verurteilen, so sehr wir auf dem Standpunkte stehen, daß diese von Sowjetrußland beobachteten Methoden den Diktaturen als Vorwand dienen, um in ihrem eigenen Lande gleiche Maßnahmen in noch brutalerer und gesteigerter Form anzuwenden, so sehr treten wir für freundschaftliche Be- zichungen zu'Sowjetrußland'«in, so treu stehen wir zu dem Bündnisvertrag, der mit Sowjetrußland abgeschlossen wurde? Der richtige Weg Wir können feststellen, daß dir Politik, die wir gemacht haben, sich im Interesse de» arbeitenden Volke»««»gewirkt hat. Wir befinden«n» a«f de« richtigem Wege. Jeder Tag beweist un» von neuem die Nichtigkeit unserer Politik, jeder Tag bringt von neuem de« Menschen»um Bewußtsein, daß wir«ine ehrliche, selbstlos« Arbeit geleistet haben. Diesen Weg werdm wir unbeirrt fortsehen. Wir glauben, dadurch de?« besten Dienst dem Staate und seiner Bevölkerung zu- leiste«, wir glaube«, dadurch dl« Bora«»seh«ng zu schasse«, die««tweudig- sind, um den Kamps gegen den Faschismus, für die Demokratie, den Kampf für di« Freiheit, gegen di« Despotie und Diktatur, den Kampf für den Frieden,«egen den Krieg, den Kampf sllr unsere Republik und de« Sozialismus erfolgreich führen zu können. in den Wintermonaten wieder mit einer erhöhten Arbeitslosigkeit rechnen müssen, tvenn wir uns Mich beträchtlich unter der Arbeitslosigkeit dcS Vorjahres halten werden. Die Höhe der Arbeitslosigkeit ivlrd sich in Zukunft danach richten, wie sich unser« Finanzpolitik und unser Außenhandel entwickeln iverden und wie wir gegen die Arbeitslosigkeit auf dem Gebiete' der öffentlichen Arbeiten, der Baubewegung und der Besserung oder Umorientierung der industriellen und landwirtschaftlichen Erzeugung werden anzükäinpfen vermögen.. Er wäre unmöglich und für unseren Staat untragbar, wenn wir die Zahl von 269,009 Arbeitslosen, die sich aus der sogenannten techno-' logische?« Arbeitslosigkeit ergeben, als dauernd ansehei« wollten. ... Wir können mit Recht, vielleicht bi» auf eine«» Teil der Metall-Industrie, dainit rechnen, daß, ' sobald' die mll'd'en'NÜstüttge«« zusammenhängende Belebung aushören wird, dirs« Brle- büng, allerdings lei einer guten Wirtschaftspolitik, durch rin« Erhöhung deS Außenhandels bri einer ruhigen internationalen Atmosphäre ersetzt und Übertroffen werde«« wird. Wir werde?« jetzt, da sich die bisherige?« Erfahrungen mit den öffentlichen Arbeiten bewährt haben, für eine weitere.erhöhte öffentliche Investitionsarbeit durch Einsetzung der notwendigen Posten im ordentlichen und äußerordentlichen Budget''und. durch Hilfe für die Selbstverwaltung Sorge tragen. Wir-müssen unter Einsatz aller- Kräfte— damit der soziale Friede bei un» gesichert werde '•— die Lignidiccnng auch der restlichen Arbeit»« losigleit, eine richtige Finanzpolitik, die-weitere Ausfuhrsteigerung, die"intensivere Durchführung dpr öffentliches Arbeiten-und der pribatest Bau« biüvcgung verfolgen.'"\ Znr Ueberwindmig der strukturellen Ar-' beitSlosigkeit wird e» ferner der Umorientierung unserer Industrie, deS Ausbaues von Er» fatzindustrlen Und auch durchgreifender Veränderungen in der agrarischen Produktiv?« bedürfen, wie die- nach der Konsolidierung der gegenwärtig«»' aufgewühlten außenpolitische?« Lag« notwendig erscheinen wird. Es besteht lein Zweifel.darüber, daß bei der Bcwältigu?«g der' sogenannten strukturellen Ar-. beitSlosigkeit,. die? fälschlich-als dauernd, bezeichnet wird, auch andere Mittel und zwar Im in»? terimtionalen Maßstab in Anwendung kommen' werden. Zu diesen gehören auch die Verkür- z u n g d er A rb c i tSz e i t, die Erhöhung der Konsumkraft der Bevölkerung, die innereKo-' Ionisation, die Rckultivierungetc. - Die Republik wird umso fester sein, je weniger Arbeitslos« wir.haben werden und je zufriedener ihre'-Bevöllerungsciw wird. Nir- die Durchführung des 18. Feber . Tschechische Stimme Uber deutsche Beschwerden Der Artikel deS Abgeordneten Jaks ch über' die Benachteiligung der Deutschen Im Bereich der Tabakregie wird von einer Reihe von Bläk- tern zitiert. Die„Lidovö Noviny" bringen da« zu folgende beachtenswerte Betrachtung: Wir verzeichnen- Fälschens Beschwerde mit dem Wunsche, die Negierung möge diesen Dinge?« nachdrückliche Ausmerksamleit widmen. Als die Regierung im Feber die Hauptgrnndsätze ihrer Vereinbarung mit den Aktivisten bckanntgab, insbesondere den Grundsatz, daß die Minderheiten im öffentlichen Dienst ein« verhältnismäßige Vertretung haben solle??, hat sie auch versichert, daß sie de?« untergeordneten Acmter?? detaillierte Richtlinien gegeben hat, und daß sie die führenden Beamten für deren Durchführu?ig persönlich ver- antwortlich gemacht hat. Ast dem so, dann wird in jedem Staatsamt oder,!?? jeder Unternehmung, -deren verantwortliche Verwalter sich an den Richtlinien der Regierung versündigen, leicht Abhilfe geschaffen werden. Es ist allerdings auch möglich» daß die Richtlinien.gewisse Lücken haben. In diesem Falle wäre eS'wieder gut, sie nach den bisherigen Erfahrungei? zu revidieren und dies unter Teilitghine..diw..jdesttscheir,Megieru?igsmItgliÄerl Der^PtÄWßtt dtr.RSpüvIif^usid,die,"WgjerllM haben sich'in' dieser'Angelegenheit so exponiert, daß es unmöglich ist? auch Nur oen geringsten Versuch der Sabotage der, Feber-Vereinbarungen zu., dulden.- Die Henlein-Opposition behauptet Immer wieder, daß dar Feber-Programm völlig gescheitert ist und wünscht auch,' daß e» scheitere. In einer Sache, von derartiger staatlicher Bedeutung darf die Regierung nicht dulden, daß. die Opposition durch die Schuld untergeordneter Acmter einen leichte?« Sieg«Inheimse. Der Vorsitzende, der Regierung Dr. Milan Hodja ist Montag nach Prag zurückgekehrt- und hat die-Leitung seines Amtes übernommen. An« Dienstag, wird er den Armeeschlußübungen in SUdböhmen beiwohnen.- ,...... Fürsorgeminister Necas über die Ueberwindung der Krisenreste Arbeitern und Angestellte« keine Arbeit»möglichkelt gegeben wird, müsse?« sie die vorgesehene?« Unterstützungen bekommen. Kleinliche Schikanen, die wir bei der Durchführung der. Unterstützungsaktionen rin einzelnen Fällen zn beobachte?? Gelegenheit haben, sind nicht am Platze? sie sind vielfach geeignet,.die ansonsten schwierige Arbeit nnsercr Vertrauensmänner in» unermeßliche zu steigern. Ole Demagogie der SdP Tic SdP hat der Welt vcrküiidet, daß die deutsche«? Aktivistc?« n«ir r.e d e n, daß aber die von ihr in» Lebe,, gerufene Bewegung arbeite« werde. Ter Gegensatz zlvischen„Reden" üiid„Arbeiten" war in??ncr da» Ilm und Aus der Argumentation der SdP-Lcnte. Welche Taten hat. nun. die SdP seit ihrem Bestände wirklich gesetzt?(Gelächter.) ES werden bald vier Jähre her sein, daß wir-mit dieser Dcwcgiing beglückt wurden. Wir glauben aber, sagen zu dürsen, daß er niemanden gibt, der dieser Bewegung wird da» Zeugnis ausstellen können, daß sie dieses Versprechen iit die Tat umgesetzt hätte. Bon einer Arbeit der Sudetcndcutschci? Partei im Interesse der deutsche?« Bevölkerung kon??t« nichts wahr- genomme«? werden. Es. mutz im Gegenteil sestgestellt werden, daß die SdP alle» dazu getan hat, um die Situation des deutschen Volke». zu verschlechtern. Wenn irg«??d jemand noch-die Auffassung vertreten konnte, al» ob irgendwelche demokratischen Ansätze in der SdP vorhanden tvärcn, nach der Lektüre der bekannte?« SdP-Anträgc, nach der Diktion ihrer einzelnen Bestimmiingen wird cs wohl niemanden geben, der nicht zu der Auffassung-gelange?« müßte, daß ei' sich um eine auf Totalität eingestellte Bewegung handel?««vürde. Diese Partei, di« als» i?« Wirtlichkeit von Demokratie kein« blasse Ahnung, hat, di« f«lbst all« diktatorisch«« Matznahmm v«rhorrlicht, dies« Partei wirst' sich mm al» Hüterin der D«n«okratie auf. Sie verlangt die Turchsührung der Gemrindewahlen und sie stellt«» al» Verletzung der Demokratie hin, wenn di« Gem«indew»hlen nicht rechtzeitig durchgesiihrt werdm. Dies« Partki wird sich schon damit bescheiden miiffm, daß di« F«ftsetzung darüber, wa» für dm Starrt, für die Denukmtie förderlich ist, anderen Faktorei? überlassen bleibt. Zucker und Zensur Die SdP glastbt jetzt einen ganz besonderen Schlager gesunde?« zu haben. Sir geht da vielfach konform mit den Kommunisten...Er wird die Zuckeraktion als Zeichen einer Korruption hingestellt. Ich.möchte gmiz trocken feststellen, daß wir von vornherein, im Gegensatz zu den Methoden der SdP bei der Boltichilfe, den Standpunkt vertreten haben, daß der billige Zucker allen sozial Bedürftigen gegeben werden muß. Auf diesen Grundsatz haben wir uni mit de?« deutsche?« aktivistischen Parteien geeinigt und so wird auchhei dex. Verteilung der. Zucker?, vorge- gangen lverdei«. Wer wagt, es, uns..darob eine?« Vorwurf zu'machen, daß wir diesen Schichte?!'einen billigen Zucker schaffen wollenl Es ist nur ein Zeichen der politischen Verrohung, wem« man behauptet, daß wir durch diesen billigen Zucker, der in einem beschränkten Matze zur Verfügung gestellt wurde, den Kampf um die Verbilligung deS Zucker» äufge- gebe?« hätten. ES ist selbstverständlich, daß wir den Kamps um die Verbilligung de» Zucker» weiser fort-' führe» und er wird sich schon Leim Zusammentritt de» Parlaments zeigen, mit welcher Intensität der Er- nähru>?gsaurschuß, dessen Vorsitzender unser Wenzel Falsch ist, diese Frage behandeln wird. ES kann ater bei dieser Gelegenheit nicht vor» Llergegangen werdm an der außerordentlichm Toleranz, mit welcher unsere Zensur die in» Zusammenhang« mit der Zuckeroktion««führten Angriff« l«- Copyright by Saturn Vertag 1905 „Was den?« haben Sie geglaubt", sagte Achille lauernd,«vielleicht, daß Sie«in solches Bild«in? achtzigtausend Francs in Kommission bekämen? Das möchte Ahnen so paffen— was?" „Nicht einmal um sechzigsausend würde ich es nehmen I Keine?« Sou über fünfzig— oder der Fall ist erledigt."- „Für wen halten Sie mich?" fauchte Achille und trat wutzitternd zu Valeria?«.„Was denken Sie von mir? Stehle'ich meine Bilder oder kaufe ich sie? Gehen Sie zu Binault.und nehmen Sie dort de?« falschen Rubens I Den kriegen. Sie um dreißigtausend- Francs. Für echte Bilder haben Sie kein Verständnis? Sie nicht!" Valeria«? Aronas stand bei der Tür. Er nahm die-Klink« zur Hand. «Wolle?» Sie sünfzigtausend Francs für den Cranach? Ja oder nein?"' „Kein Wort mehr darüber", schrie Achille, „entweder siebzigtausend oder Sie lassen mich i?« Rubel Da» ist doch unerhört.- Ein solches Bild in Kommission verlangen und so unverschämt handeln, lein Wort'mehr!" „Sechzigtausend und adieu", sagte Valerian. Sie standen einander gegenüber. Balerian nahni, als er adieu sagte, die Hand von der Klinke.' „Adieu", sagte Achille,„adieu I Wie'lange hätte?« Sic dar Bild denn iibcrhaupt benötigt?" »Zwei Tage. Erledigt öder nicht?"' „Erledigt", sagte Achille und schlug in die dargebotene Rechte Valerian». Am nächsten Vormittag erledigte Balerian noch zwsi ähnliche Geschäfte. Das erste führte ihn in einen der vornehmste?« Antiquitätenläden der Rue du Faubourg St. Honori. Diese Firma repräsentierte sich dem Publikum durch ein einziges riesiges Schaufenster, in dem sich ein einzige» Bsld befand. Eine sehr distinguierte junge Dame kam Valerian entgegen. Sie fragte mit un- gewöhnlsch leiser Stimme nach seinem Begehr. Er tvünsche Monsieur Perrin zu sprechen, den Besitzer selbst, erwiderte Valerian. und überreichte, mit einer Geste nicht geringerer Distinguiertheit seine Visitenkarte. Die Abwesenheit der jungen Danje benutzte Valerian dazu, die wenigen Bilder an den Wänden näher anzusehen. Er schüttelte einige Mal« den Kopf, als befriedige ihn da» nicht sonderlich. Dann erschien die junge Dam« wieder und bat ihn, weiterzukommen. Er folgte ihr. durch einige feierlich-stille Räume, auf deren silzbespanntem Boden der Schritt gedämpft verklang. In der Abgeschiedenheit de» dritten Raumes bemächtigte sich sogar Balerian» eine gewiffe Ehrfurcht. Die Wände waren mit altem Brokat bespannt. An jeder hing nur«in Bild,; unter dieses stand manchmal ein kleine» Möbel;? in der MW. jedes Saales.immer ein Fauteuil, Valerian.gedachte einen Augenblick des überfülltestMagazinS Achille», in dem die Bilder zu.Hunderten geschlich- tet standen. Und er gedachte seiner um so eher, al» er unter den hier in feierlicher Einsamkeit-thronenden Gemälden bereit»- zwei wiedererkannt hatte, die er-einige Monate vorher in den wohlassortierten-Reihen Achille'» gesehen, hatte. Schließlich, gelangte er. in,ein Reines Gemach,-in dem«in Mann an- einem-Schreibtisch saß: M. Perrin selbst, ein etwa-sechzigjähriger,.- äußerst soignierter Herr mit«in wenig zu, klein geratenem, j Cäsarenkopf..' «Ah, mein guter Aronas", sagte aufsehend M. Perrin und winkte mit der Hand dem Eintretenden entgegen— das getragene fürstliche Winken, mit den« reisend« Potentaten, wenn ihr Wagen durch die jubelnd« Menge fährt, die überströmende Liebe de» Volke» zu noch schnellerem Herzschlag steigern,„ah, mein guter Arona», was bringen Sie mir Schön«»?" „Einen wunderbaren kleinen Cranach", er« widerte Balerian und nahm den angebotenen Platz in dem Henri Il.-Fauteuil'ein,„ein bezauberndes kleines Meisterwerk au» erster Hand... niemand kennt es. '„Reizend von Ihnen, mein Buterl Ein Porträt? Sie wissen, daß man heute nur die Porträtwerke- Cranachs schätzt." '.Selbstverständlich«in'Porträt, Monsieur Perrin. Käme ich sonst zu Ihnen? Ein alter bärtiger Mann von höchster Delikatesse de» Ausdrucks^ Sie werden«in so entzückende» Bild noch kaum gesehen haben."- .„Ein großer' Wort, liebster Jreuiid, ein große» Wort. Destn-ich habe schon di« schönsten Cranache gesehen.- Kannten Sie da» kleine Frauenporträt au» der Sammlung meine»- lieben Freundes, des Lord Derby? Ach,«in-Kabinettstückchen I Ach verkaufte e» geradezu-ungern. Die Princeffe de Montalon bat mich mit ausgehovenen Hände??. Wäre- sie ntir picht eine so.Hebe Freundin gewesen,jch hätte mich nicht«piveichen lassest — aber ich fthe. Miri,Ahren..Cranach.gerne,-an;, habest Sie ihn da?"’'.*•$.£?.,„ P „Nein, Monsieur Perrin!! der Besitzer, den ich a«?s.Diskretion nicht preisgeben darf.i „Oh, das hör« ich. nicht geW", üsttprhpäch Monsieur Perri«? und schiittelte, ernst. den,'.KpPf, „oh, das ist schlistW,'bester. Freund. Ach.lg'ufk, Bilder nicht bon>jedermtlün. Gl«.' wissest/ daßich meine PrinziHen häbe'."- „Sie kaufen daS-BIld von'mir, Monsieur Perrin?":’■ M'.MW! Dr«,Natürlich,- ich verstehe«- Mein Pcue.rster, Aber- es gehört' zu meinen Prinzipsest,'! nieuials von Händlern zu kaufen.- Ich kaust mich einer Kollegen und besonders eine» so geschätzten Kollegen wie Sie es sind« gerne als Mittelsmann«» bedienen,-aber ein Bild muß ein Pedigree haben. Es muß au» einer guten Hand kommen, es geht durch eine gute Hand(M. Perrin wies lächelnd auf feine eigene, dunkelüehaarte, eist wenig fleischige Hand) und seien Sie versichert, es gelangt wieder in gute Hände.' In diesen Sälen hat nicht jedermann Zutritt." „Ich. weiß, ich weiß", erwiderte Valerian, „ganz Pari» weiß eS."» »Vielleicht bin ich mit solche«» Grundsätzen ein bißchen altmodisch", unterbrach wieder Monsieur Petrin.„Man- verübelt es mir, daß ich kürzlich einem Warschauer Industriellen einbc- stimmteS Bild nicht verkaufen wollte. Aber, mein bester Aton'a», sagen Sie selbst:.kann-' ich ,ein Porträt- König Karls kl. au» der Galerie des Herzog» von-Nörthamvton, meines altest Freundes und Aolfpartner», einen«' Geschäftsmann aus Warschau, verkaufen k-.- i?'Ist denn- Geld alle»? Die Vorstellung ist zu absurd; nicht wahr?"-?- »Sie sind bewundernswert,. M,o>jsi«inr Perrin?, r sagte Balerian, ein- wenig»zerstreut, dem? sein Blick hatte eben Weder.jein Bild, entdeckt, das-er- aus' dem- L?iger-Achille LW»' kstnnie. (Wenn- Achille- ihn-beliefert,' sagte«st sich, Hat-er den Cranach vielleicht doch gesehen?)„Ich verstehe Ihren, Standpunkt",'.fuhr'er.laut'fort,-',?ich werde Lhpesi da» Bild zupächst zeigen. Mpsällp es Ihnen, so. mache ich Sic mit dein Besitzer bekaststt ja-Sie kaufen-. e»..direkt-vost-'shÄ! Einverstanden, Mönsteur) Perbm?." :-.'.''»Durchaus,, meist Wer Arosta?. dhs/ssi: M..dstrchäus'lotiglei!'Vorschlag,'-','Äestst, ,'M'W annehtne, das'Bild- wirklich ast». guter Hand MMmtLweW'!ich desti Besitzer, MMsthst.^Jch- gkaWei-nIE/Mte er lächMd, PuhitsHdasjIch auch ipstrSWurfertttchten--,Winkel deMMWe, 'stilr tliiveiWtnt.tvärd^ -.tFörtsetzunsifosgt)''s- Wr. 204 aiettStng, 31. August 1937 Seite S 1 Teilansicht vom Jugend aufmarsch in Zwickau * Als Abschluß der offiziellen Veranstaltung des KreiSjugendtageS fand ein Schlußappell statt, bet dem die SIS mit ihren Kampfmannschaften antrat. Kreisftihrer Weisbach nahm die Meldungen entgegen und richtete den Appell an die Versammelten, weiter an dem Ausbau des Ju- gendverbandeS und der SIS zu arbeiten. Er übergab der Siegermannschaft, der Bezirksabteilung Böhm.»Kam ii ist, die KreiSfahnederSLS und forderte sie auf, treu zu dieser Fahne zu stehen in guten und in bösen Tagen. Die Kahne wurde vom BezirkSfüh- rer Richter feierlich übernommen. Schließlich sprach noch der Kreissekretär unserer Jugend Lande, der ebenfalls zu rastloser, unermüdlicher Arbeit für unsere Bewegung aufforderte. Nachdem noch der KreiSfühcerstcllvertreter der SIS Hesse gesprochen hatte, schloß Weis- b a ch den Appell, der mit dem Gesang des Kampfliedes„Brüder, zur Sonne zur Freiheit" seinen schöne Geste d e S R e s P e k t S, die der Gruß des Bürgermeisters bedeutete, wohl verstanden und freudig quittiert. Auch an Aeußerungen des Hasics hat eS nicht gefehlt: Sonntag morgens war die Straße vor dem Haufe des SdP-Abgeordneten Hirte mit Nägeln bestreut. Die BerÜber dieses häßlichen Stdeichs wollten den Zuzug von roten Radfahrern verhindern, zumindest aber ihnen Schäden zufügen. Die SdP-Burfchen haben durch diese Tat auch die Verachtung der anständigen Bürger geerntet. ■ Zwickau.(E i g c n b e r i ch t.) Samstag und Sonntag stand die alte nordböhmische Weberstadt Zwickau Im Zeichen des K r e i s füge n d t a g e S, den der Kreis Nordböhmen des Sozialistischen Lugendverbandes veranstaltete. Dieser Kreisjugendtag war eine Solidarität von besonderem Wert und besonderer Wirkung und hat wieder einmal die mitreißende Kraft unserer Jugendbewegung und ihren politischen Sinn ge- «ffenbart. Denn Zwickau ist jener Ortwin Nordböhmen, in dem die Wirtschaftskrise die sichtbarsten und am längsten währenden Spuren hinterlaßen hat. Noch immer ist die einst blühende Stadt bewohnt von feiernden Menschen, die Tag nm Tag an den stillgelegten Fabriken vorübergehen und ihr Leben von den kargen Unterstützungen fristen, die ihnen der Staat-gewährt/ Die Wirtschaftsbelebung ist an Zwickau fast spurlos vorübergegangen und wer da sehen-will, was die Arbeitsmenschen dieser Stadt in den langen Jahren der Arbeitslosigkeit mitgemacht haben, der betrachte auf einem Gang durch die Straßen die K i n d e r: Selten wird man aus soviel Kindergesichtern soviel Not und Entbehrung lesen können wie hier. Im Wachstum zurückgeblieben, vom Hunger gezeichnet— so bringen sie ihr freudloses Dasein in freudloser Umgebung dahin. Kaum daß die Mittel der Eltern zur Beschaffung der notwendigsten Klei- dungsstückc für die Kleinen reichen..; Grau und trostlos ist die Atmosphäre der leidenden Stadt, müde-und hosfnungsarm der Blick der Menschen. Zulange schon haben sie vergeblich gehofft, als daß sie an eine Besserung glauben könnten. Aber auch p o I i t i s ch ist die Stadt ein Triimmerfeld. Die kommunistische SpaltungSar- veit hat di« einst stolze Arbeiterbewegung Vernich, tet gehabt, die Wirtschaftskrise trieb den Bolks- betrügern der SdP einen großen Teil der Be« vötterung in die Arme; er nahm die gleißneri- fchen Versprechungen des Stammesführers ernst. Die sozialdemokratische Bewegung hat hier also«inen schweren Kampf zu bestehen. Aber die Menschen, die ihr treu sind, führen ihn mit Zuversicht und starkem Trotz. Bedrängt von den politischen Gegnern und der Wirtschaftskrise zugleich, künden sie-immer wieder das Wort der Wahrheit uüd der Vernunft^ Kaum, da^sie einmal im Jahr neue Kraft schöpfen können aus so- zialdemokratischcn Aufmärschen in der Umgebung:-Sie haben nicht die Mittel, Kundgebungen der-Partei in großer Zahl, mitzumachen. Wie schwierig die Arbeit der Zwickauer Sozialdemo, traten ist, geht wohl auch daraus hervor, daß in dieser Stadt.seit s i,e b z e h n Jahren kein« sozialdemokratisch«Kund- g e b ü n g stattfinden konnte. Um so mehr ist der Entschluß unserer SL zu würdigen, durch die Veranstaltung: ihres Kreir- ausmarschcs in' Zwickau den Sozialdemokraten dieser Stadt Unterstützung zu leihen. Unsere Jugendbewegung, der finanziell sehr schlecht gestellte Mitglieder-angehören, Jugendliche, welchen die Teilnahme-an den verschiedenen Aufmärschen ein großes Opfer bedeutet, hat Zwickau zum.Ort ihres Aufmarsches gewählt, nicht o b w.o h l, son- dcrii weil es so entlegen ist: Die Leitung.der SJ wußte, daß sie sich auf,- den Opfersinn-der tapferen-Lungen.und Mädchen verlassen kann, und diese sind in Hellen Scharen gekommen, der Zwickauer Bevölkerung Kunde zu geben von.der jungen Kraft.der sozialdemokratischen Bewegung, die Zwickauer Arbeiter für ihre Treue und ihren Mut.zu-ehren. An die-'siebenhundert Jugendlichen marschierten, Ihre kräftigen Kampflieder singend, im Blauhemd hinter den leuchtenden roten Fahnen durch die graue Stadt, sie-mit ihren,Frohsinn und jungen Ernst^ersüllend. Immer mehr wuchs am, Samstag das Staunen der Bürger: Daß die totgesagte Sozialdemokratie iiher soviel Jugend uyd über eine s o l ch e Jugend- verfügt, deren Schwung und Disziplin auch die Gegner stark beeindruckte— das hatten sie nicht geglaubt. Und manch ein Bürgerhaus entschloß sich-zu Ehren der jungen Gäste zu flaggen--.,‘ Samstag abends versammelte sich die- Jugend iln großen Saal des Hotels„Reichshof"- zu einereindrucksvollen Abendfeier, deren Programm von der Svielfchar der Haidaer SB gestritten wurde, Eine bunte Szenenfölge zeigte das- Ringen-- der Unterdrückten Im Ablauf der Jahrhunderte bis in die heutige Zeit. Der Vorsitzende-heS Verbandes, Karl K e r ni und der KreiSfünfiionärKarl B e ck sprachen ermunternde» Worte.—Sonntag . hortnittagS marschierte die Jugend, verstärkt durch Hunderte Parfelmitglieder aus der Umgebung, zur Kundgebung auf dem.Marktpsätz auf,-zur e-rste n sozialdemokratischen Kundgebung seit langen, langen.Jahreii. Die SpielmannSHUge der Jugendlichen wecktendie Bürger, aus dem.- Schlaf.' Die ganze Bevölkerung war. auf den-Beinen und bildete^ e.in dichtes Spalier, Bald leuchtete der Marktplatz in den Farben derJuffenhiBlauund. rot wogte es-a.uf-KM'äb. Die Staatshymnen erklangen, dann entbot Kreisvcrtraucnsmann P a d den Gruß.der, Kreisleitung, nach ihm iimriß' tn . einer klugen Rede BerbändssekretäriG e iß l e r die Aufgaben der sozialistischen Jugend in dieser Kote Jugend-Fahnen über Zwickau Eine Kundgebung sozialistischen Wollens und sozialistischer Kraft Schadenfeuer in Moldau. In der Nacht von Sonntag auf Montag brannte, die bekannte Glöcknerbaude bei Moldau trotz fieberhafter. Anstrengungen der rasch hcrbeigeeilten Feuerwehren der umliegenden Orte bis auf die Grundniauern nieder.. Der Brand dürfte nach den bisherigen Erhebungen am Dachboden des Gebäudes entstan, den sein. Der- herrschende' Wassermangel er- schtverte die Arbeiten der Feuerwehren, die sich infolgedessen^nur. bemühen konnten, von den Eiu- richtuilgSgegenständdp soviel als möglich zu retten. von herabstürzendcr Kohle getötet. Sonntag nachmittags nach 4 Uhr wurde der in Wiese bei OberleutenSdörf. wohnhafte Bergmann Anion Wanke- bei der Arbeit- ami„Paul Il"-Schacht von einer Schicht herabfallender Kohl« verschüttet nnd getötet. Der herbeigerufene Arzt Dr. Oktabed ans OberleutenSdörf. stellte- fest, daß dem Unglück- lichen-die-Schädeldecke zertrümmert worden war. Rach den Angaben des am gleichen Schachte beschäftigten Jng. Marghöld kam die, Kohle durch Nachgeben einer Holzstütze-In-Rutschen.'' - Freitod eines Arbeitslose» auf den Schiene». Nach. dem Passieren des BäderzugeS wurde >muvest-der'Stätion,Schönfeld bei Karbitz ein menschlicher-Körper- neben,- dem Geleise, bemerkt. Die- vondem Fund verständigie Gendarmerie In. Wiklitz nahmden.Tatbestand. auf und. ließ die Letche nach^dein Friedhof. überführen, In dem Ge- töteten wurde der. frühere und zuletzt arbeitslose -Betgarheiter P a v,l i k aür Sch ö n f e l d festgestellt. Die Frau Pavliks weilte zur Zeit der Verzweiflungstat mit. ihren Kindern, bei ihren Eltern. Abg. Schüft Uber den 18. Feber In einer Parteiversammlung in Schluckenau befaßte sich der christlichsoziale Abg. Hans Schütz vor allem mit der Bedeutung der bevorstehenden Gemeindewahlen und im Zusammenhang damit auch mit den Richtlinien der deutschaktivistischen Politik.„Wir bereuen", sagte Schütz unter anderem,„den Schritt v o m 18. Feber nicht und, würde» ihn h c u t c wiederhol e n. Wir haben noch- eine ganze Menge Beschwerden: Sprachschikanen kleiner und kleinster Art, unverständliche Praktiken der Tabakrcgie, einiger Postdirektionen usw. Aber das sudetendeutsche Volk werd« zwischen Tat und Agitation Wohl zu unterscheiden wissen." Der Schriftsteller Walter Seidl In Neapel gestorben Der sudelendeutsche Schriftsteller Walter Seidl, der sich auf einer Urlaubsreife in Italien befand, wurde in Neapel von einer akuten Darmerkrankung befallen und in das Krankenhaus eingeliefert,. Zu der ersten Krankheit kam eine Lungenentzündung hinzu und als sich auch noch Herzschwäche einstellt«,, erlag-der Organismus des jungen, erst 82 Jahre zählenden Mannes dem Ansturm der Leiden. Walter Seidl war ein Sohn des Mitbegründers der Deutfchvölkifchen Arbeiterpartei und Vorläufers Hitlers, Ferdinand Seidl, der als Reichsratsabgeordnetcr 1914 kriegsfreiwillig einrückte und in den ersten Kämpfen fiel. Walter Seidl besuchte militärische Schulen, studierte später in Frankreich, widmete sich der Musiki der Musikkritik und der Literatur. Er Ivar seit Jahren Redakteur und Musik- Kritiker des„P r a g e r Tagblat t". Seine Romane haben ihn sehr früh bekannt gemacht und ihm reichen schriftstellerischen Erfolg gebracht. -,,A n ä st a s e oder das ll n t i e r Richard W a g n e r" setzt sich,>vie der Titel sagt, mit dem Problem der Wagnerschen Musik auseinander,' will sägen mit dem Eindruck, den das Werk Wagners auf die heutige Generation macht. s,R o m e o Im Fegefeu e r" ist«in Klein- städtroman mit stark satirischer Tendenz, das letzte größere-Werl Seidls„Der Berg der Liebenden" ist«ine dichterisch änsgeschmiickte § e l b st ü i ographi c, die neben manchen banalen Partien und- manchen Zügellosigkeiten- einige sehr schöne und einprägsame Kapitel enthält. Weniges: glücklich' waren die dramatischen Versucht Seidls. In' jüngster Zeit hat'Seidl durch eine Aitfsatzreihe über di« Kunst im Dritten Reich, die' im„Pr. Tagblatt" erschien, größere Ailfmerksamkeit erregt,' wenn auch- keineswegs allgemeinen'Beifall gefunden.' Er-versuchte in diesen Artikeln dem nazifizier-ten Deutschland gewisse Lichtseiten abzugewinnen, obschon er, der Sohn-eines der bcdentsämsten geistige» Ahnen des Hitlerlsiitus,' sönst in" der demokratischen Front instand. An Seidls Bahre trauern von nä- hdrcii Angehörigen scliie Mutter und' sein'Bruder-Kurt Seidl. Die sudctendeutschc Literatur verliert inWalter Seidl ein«-Ihrer stärkstenBe- gabnngcn, einen-jungen Dichter, vo» dem-man. glauben durste,-daß er doch erst am Anfang stehe. ;, In dem autobiographischen Roman„Der Berg der. Liebenden" läßt Seidl seinen Heldenalso * An der Abendfeier nahm auch der christlich soziale Bürgermeister der Stadt, Herr Salo mon teil. Er begrüßte in schlichten, eindringlichen Worten die Jugend in der alten Weberstadt und schilderte deren Schicksale in der Wirtschaftskrise. Starker Beifall klang auf: Die rote Lugend ehrte in diesem Bürgermeister die ganze darbende Bevölkerung Zwickaus. Und sie hat die i Abschluß fand. Zeit. Abgeordneter Franz K ö g l e r sprach über die Arbeit der Sozialdemokratie für die Opfer der Wirtschaftskrise und insbesondere für Zwickau, überbrachte die Botschaft der Solidarität, welche die Partei auch fernerhin üben wird und forderie die Zwickauer Arbeiter zum Mitkämpfen auf. „Sie sollen sich als Kämpfer fühlen nnd betätigen", sagte er,„nicht als Schafe, die einem Hirten folgen I" Die Kundgebung war von solcher Wucht und Eindringlichkeit, daß viele Zwickauer Arbeiter in tiefer Ergriffenheit weinten. Mit der„Internationale" wurde die Versammlung gcfchlossen, am Nachmittag gab es fröhliches Treiben auf dem Fcstplatz. Da waren auch die tschechischen Sozialdemokraten aus Röhrsdorf gekommen, um einige Stunden mit ihren deutschen Gesinnungsgenossen zu verbringen.— Noch lange wird Zwickau an diesen Kreisjugendtag denken,, der den Zwickauer Sozialdemokraten neue Kraft und neuen ÄampfeS- mut gab. -sich— jung sterben, gerade als er im Leben feste« Wurzel zu schlagen scheint. Der lebensfreudige und optimistische Roman verblüffte durch diesen merkwürdigen, auch romantechnisch ungenügend motivierten Schluß lder Held der Erzählung, Hermann Keßler, zecht mit einem Freund in verschiedenen Prager Wirtshäusern, weil er von der Geliebten, die er hatte verlassen müssen, eine glückliche Botschaft erhalten hat; in einer Üblen Kneipe lassen sich die Burschen in eine Schlägerei ein, bei der Hermann Keßler mit einem Glas erschlagen wird). Fast will cs einen bedünken, der junge Dichter habe Todesahnungen gehabt. Vie Radball-UnionmeistersM 1937 Eine sportliche Veranstaltung der Atas-Union Am Samstag, den 28. August, nahm um 8 Uhr nachmittags die erste Veranstaltung der Fachgruppe Rad- und Krastfahren in der AtuS-llnion mit den ersten Spielen im Radballturnier für Dreier- und Zweier-Mannschaften ihren Anfang. Dreieinhalb Stunden währte der Kanipf um den Ball und die antretenden Mannschaften zeigten, daß sie mit ganz wenigen Ausnahme» sich für die Meisterschaft gut vorbereitet haben. Ganz prächtig waren die Leistungen der Mannschaften SteinschLnau und Straußnitz im ersten Spiele der Zweier-Mannschaften. Die Spieler sind unermüdlich tätig; ein spannender Spielmoment löst den anderen ab. Schließlich sind die für Samstag vorgesehenen Spiele beendet, ohne daß eS einer Mannschaft gelungen wäre, so wie in den früheren Jahren eS noch möglich war. einen erheblichen Vorsprung vor den anderen zu erkämpfen. Der Festabend Vor Vertretern der Tetschener Garnison, der Partei, der Stadt Tetschcn, der sozialistischen Presse und zahlreichen Gästen zeigten Kunstfahrer, Reigenfahrer, Radturner, Turner und Turnerinnen, zum Teil an Geräte», vorzügliche Leistungen. Wen» etwas davon hervorgehoben werden soll, dann die glänzende Vorführung der WarnSdorscr Rcigenfah- rer, welche einen prachwollen Steuerrohrreigen im schmucken Dreß vorführten. Eingelcitet und abgeschlossen wurde der Festabend durch lebende Bilder. Verbindende und aufrüttelnde Worte hiezu sprach H e i tz e r. Der Sonntag-Vormittag sieht die Radballer fünf Stunden lang bei der Fortsetzung des Meisterschaftsturniers.' Das allgemeine Interesse konzentriert sich jedoch nur auf den Einlauf der Radrennfahrer, welche am frühen Morgen in Komotau gestartet find. Kurz vor 8 Uhr treffen die Jugcndfahrer beim Ziel ein, sie haben die Strecke von Turn, nach Tetfchen in hervorragender Zeit bewältigt. Dann starten die Motorradfahrer zu dem öO-Kilomeier-ZnverlässißkeitSfahrcn Tetschen—Aussig—Tetschcn. Die Union-Jugend, welche auf dem Sportplätze in Tetschen ihr Kreiszeltlager aufgeschlagen hat, marschiert mit ihrem SpielmannSzug zum Ziel und übernimmt- in vorbildlicher Weise den Ordnerdienst. Kaum ist dies geschehen, als auch schon die Brüder Gößnitzer aüS Altsattl, miteinander um den erste» Platz ringend', als Sieger des Radrennens Koniotäu—Tetschen das Ziel passieren. In größerem Abstand folgt F e i- st a u c r-Karbitz als Dritter. Der Sieger, welcher eine Zeit von 2 Stunden 18 Minuten für die Strecke benötigte, unterbot mit feiner Leistung die des Vorjahres. Dagegen erreichen die Mannschaftsfahrer di« im Vorjahre erzielte Zeit nicht; um 86 Minuten brauchen sie mehr als der Sieger im Einzelrennen. Die Mannfchaftsfahrer sind noch nicht alle eingetroffen, als in kurzen Zeitabftänden die Motorfahrer daS Ziel erreichen, mit verhältnismäßig wenigen Strafpunkten haben alle die Strecke bewältigt. Sieger wird W i n t e r-Neudek mit einem Strafpunkt, er erhält damit für ein Jahr den Wanderpreis der Union, gestiftel vom Verbandsobmann Müller- Aussig, eine herrliche Silberpläkette; während Anton G ö ß n i tz e r-Altsattl den Pokal des GefundhiitS« Ministers als Sieger im Einzelrennen Komotau—- Tetschcn und die Mannschaft der Aruk Biela zum zweiten Male den Aruk-Wanderwimpel für das Mannschaftsfahren Komotau—Tetschen erringt. Am Sonntag-Nachmittag wird die Veranstaltung mit einer Kundgebung fortgesetzt. Nach einleitenden Worten K. W. H a u- feS für den Fachausschuß Rad»-und Äraftfahren spricht, der. VerbandSvorsitzende Heinrich Mülle r. Seine'Ausführungen gipfeln in der Forderung, die Arbeitersportler als Gleichberechtigte vor dem Gesetz endlich anzuerkennrn. Sein Hinweis, daß die Ar- bciiersportler im Kampfe um Freiheit, Frieden und Demokratie in den vordersten Reihen stehen, findet begeistert«, jubelnde Zustimmung, Mit der Staats« bvmne und der„Internationale" wird die Kundgebung geschloffen. Dann finden die Schlußkämpfe in Dreier- und Zweier-Radball statt. Bi» zum letzten Spiele ist die Entscheidung ungewiß. Immer wieder werden die blitzschnellen Aktionen auf dem. Rade bewundernd akklgmicrt.. Ilm 6 llhr ist das Turnier unter großem Beifall der Zuschauer beendet. Auch ein anschließendes Wcrbespicl Nentjt« schein gegen Türmitz findet noch aufmerksame, das Splelaeschehcn interessiert verfolgende Zuschauer. Däniit findet die Radballmeisterschaft 1987 ihr Ende. Da» SvielkönneN der Fabrer iind Mannschaften ist seit den lebten Meisterschaften bedeutend gesteigert worden ii»d das läßt über manche kleinliche Mänäel hinwegsehen. Die sportlichen Ergebnisse tragen wir morgen nach. besinn der Manöver In Sildböhmen Pisek. I» der Nacht zum, 86. August^hat die Mehrzahl der Truppen,, die an den Heurigen Schlugübungen. der dritten Manövergnippe- teil» nehmen, in Südwestböhmen den Aufmarsch he- endct.' Leiter- der Schluhübungen ist Divisionsgeneral E. B. Linhart. Kommandant des 1. Armeekorps in Prag. Die ständige Manöverleitung befindet sich in Blatnä. Am Montag um 12'il.hr tvuüden die Aktionen der F l lege r.beider.Parteien eröffnet, wodurch die sich könzen- 'trierendefl., Truppen gezwungen Ivurden,- Flug- abwehrmaßnahmen zu treffen. Dienstag-früh um 4 Uhr wevL.en.die.,,Fcindseligfeiten." eröffnet- Seite l DieuStng, 31. August 1037 Rr..S0L Erhöhte Gefechtst&tlglcelt vor Madrid Madrid.(HavaS.) Die Aufständischen griffen Montag früh die nördlichen Mertel von Madrid an und seiften ihrebereitsseit drei Tagen anhaltenden Aktionen in der Provinz Guadalajara fort. Bei der Franzoseubriicke und heim Univer« sitätSviertel unternahmen die Francotruppen einige Angriffsversuchr, ohne jedoch Erfolge zu erziele n. In der Provinz Guadalajara unternahmen die Aufständischen einen Angriff auf die republikanischen Stellungen bei Belena, westlich von der Strafte nach Aragon. Aber auch dort hat. ten ihre Anstrengungen keinen Erfolg, denn dje RegirrungStrnppen blieben im Besitze der Etel- lungen, die sie vordem bereits innehatten. * An der Aragonfront sind alle Stellungen lm Sektor von Belchite in der Hand der Negierungstruppen. Diese Stellungen waren die stärksten des Feindes an der ganzen Aragonfront. Die RegierungStrnppen haben viel Kriegsmaterial erobert und viele Gefangene gemacht. Ganze Feindeskolonnen ergaben sich, als die republikanischen Truppen anstiirmten. An der Siidsront gingen die RegierungS- Iruppen am Sonntag ebenfalls zur Offensive über. Es wurden El Caler, Guljar-Sierra in der Provinz Granada und El Mornajo eingenommen und die Strafte»ach San Franeisco abgeschnitten,- so dah die feindlichen Truppen in Roseles del duque vollkonunen eingeschlossen sind. D?>; letzten Nachrichten nutz Almeria zufolge rücken die NegierungSabteilungen in der Provinz Granada vor und sie sollen die Dörfer Lanjarott und Ergiva besetzt haben. Eine Tankabteilung soll den Flugplatz Armilla, einige Kilometer von Granada entfernt, erreicht Haien. Sinala bringt Annäherung an Ungarn? Sinai«. Die erste Sitzung des Ständigen Nates der Kleinen Entente begann unter Teilnahme der Minister Montag vormittags um viertel 12 Uhr Im Hotel„Palaee" und dauerte beinahe zlvei Stunden, worauf ein gemeinsames Mittagessen stattfand..Die Unterredung betraf, wie das Tschechoslowakische Pressebüro meldet, in erster Linie die allgenieine internationale Situation. Bon den aktuellen, die Kleine Entente unmittelbar interessierenden Problemen werde u. a. unzweifelhaft auch die Frage deS Verhältnisses der Kleinen Entente-Staaten zu Ungarn zur Erörterung gelangen. ES könne konstatiert werden, daß in dieser Hinsicht eine Separatlösung mit den einzelnen Staaten überhaupt nicht in Erwägung gezogen wirdstisandern bloss eine. Regelung von selten der Kleinen" Entente-Staaten als Ganzem. Die Atmosphäre für eine solche Regelung sei auf beiden Seiten, sowohl selten- der Kleinen Entente als auch Ungarns, ziemlich günstig. 417ots lm polnischen Bauernstrelk amtlich zuseseben Warschau. Sn einem amtlichen, vom Ministerpräsidenten Skladkowski gezeichneter» Kommunique wird zugegeben, daft bei den jüngsten Bauernunruhen 41 Personen getötet und 34 verletzt wurden. Diese Zahl sei noch nicht vollständig, weil, ein Teil der Streikenden aus Furcht vor der Verantwortung in die Wälder geflohen sei. Der Missbrauch deS Jahrestages des Sieges polnischer Truppen durch die Proklamierung des Streiks werde nicht ohne Widerhall bleiben und besonders für die Führer deS Streiks die entsprechenden Folgen'haben. Dia Achse wird versteift R o in. In gut informierten', jedoch nicht offiziellen Kreisen wird erklärt, daft Musiolini am 25. September nach Berlin reisen wird. Ha- vas meldet, Mnffollni werde mit Hitler in Berchtesgaden znsammeutreffen und sich dann mit ihm zusamiueu nach Berlin begeben. Musiolini werde sich in Deutschland bloss z w e i T a g e anshalte». Auch Horthy fährt zu Hitler? Salzburg. Der ungarische Reichsverweser Horthy und Gemahlin haben vormittags mit dem Auto Oesterreich in Richtung auf München verlasse». Vom Rundfunk empl«hlen>werie> au» d«n Programm»»! Mittwoch; Prag, Sender l: 10.08: Deutsche Presie, 10.18: Feierliche Eröffnung des deutschen Schulrundfunks, 12.10: Populäres Schallplattenkonzert, 18.40: Deutscher Arbeitsmarkt, 14.40: Schallplatte». 17.40: Lustige Lieder von Neövara, 18.05: Deutsche Sendung: Direktor Orlet: Mittelalterliches Städteleben im Spiegel von Redensarten, 18.20: Deutsche Arbeitersenduug! Brun» Schwab-Aussig: Die soziale Funktion und das Budget der Gemeinde, 18.40: Sozialinformationen, 18.48: Deutsche Presse, 20.80: Rundfunkorchesterkouzert: Schulhosf, Haba, Franz Schubert, 22.20: Schallplatten.— Prag, Sender II: 18.15: Deutsche Sendung: Kinder« stimde, 18.88: Schallplatten.— Brünn 11.08: Salomrio, 18.20: Schallplattenkonzert, 17.40: Deutsche Sendung: Ballade», rezitiert von Habel, 18.18: Liebeslieder von Tagore.— Preftburg 14.18: Opernarien. 10.10; Äundfuukorchesterkon- gert, 22.88: Tanzmusik.— Kascha» 12.35: Mili- tärkonzert, 20.05: Kompositionen von Dvokät.— Mährisch.Oftran 18: Liederkonzert. Weekend an de Pieöt'anp. Sonntag, den 20. August, gegen 18 Uhr fuhr der Pieskaner Chauffeur Josef N e r p a s mit seinem Personenwagen, in dem sich sechs Personen befanden, Von Nove Misto nach Piestany. Bei dem Dürfe Sväih Krij geriet ein elfjähriges Mädchen unter den Wagen, das sofort getötet wurde. Das Auto stieft bei dem Unglück gegen eigen Baum und wurde zertrümmert. Eine der im Auto sitzenden Personen muhte ins Krankenhaus geschafft werden. Nerchaus. Am Samstag fuhr auf der Strafte nach Prag ein von Stabskapitän Sar. Wend! gelenktes Auto bei Kardaöovy-Reiice einem Krankentransportauto vor, verfing sich dabei aus bisher unbekannter Ursache in diesem und beide Autos fuhren in den Strassengraben. Stabskapitän Wend! selbst, deffen 85jähriger Vater, dessen Enkelinnen Ludmila A l b r e ch- tovä und Bojena Moravovä wurden schwer verletzt. Obwohl auch das Kraicken- transportauto schwer beschädigt wurde, erlitten weder deffen Chauffeur noch der in eine Prager Klinik unterwegs befindliche Kranke irgendwelche nennenswerte Verletzung/ Llmütz. Samstag, den 28. August, um 17 Uhr 20 zerbrach im Kilometer 108.45 zwischen den Stationen Leipnik an der Beöva und Prase- nice-Radvanire ein Motorrad einen beschädigten Bahnschranken, der von einem Bahnbediensteten bewacht war. Der Motorradfahrer fuhr aus einen gerade ankommenden Zug auf, lvobei der M i t- fahrergetötet und der L e n k e r des Motorrades schwer verletzt wurde, Der Eine durch den Sport veredelte Menschheit Hat Sonntag, de» Berichten des„Pr. Montags- blatt" zufolge, an der Kulturfront so bestanden: Im Wektkurort Zu einem wilden, rohen Spiel kam eS In Karlsbad. ES«ab«nqezählteRohettSakte, einige Male Spielunterbrechungen, Polizeiinterventionen am Platze und im Publikum und in diesem bösen Durcheinander pstff ein hilfloser, energieloser Schiedsrichter Dick aus Komotau, neunzig Minuten Fehler aus. Fehler; Da er fast alle^Entscheidungen, gegen'KarlSbitd traf, k,n.qjv^'ei n sch't/ w»st. d e e n, daft das Publikum gegen ihn stürmisch Stet- lang nahm. Das Spiel begann, gleich mit einem Tor. Ulanov II kickte den Karlsbader Tormann den Ball aus der Hand und die Prager führten-1:0. Als Hawlitfchek gleich darauf dasselbe versuchte, gab es einen Freistoft gegen Karlsbad... Gleich darauf wird Köttig von Mothell schwer gefoult und mutz weggetragenwerden. Der ihn der- tretende Skala wird schon eine Minute später v»n Hocke gefoult. Bel beiden Bor- sällen gab eS Spielunterbrechungen und die Polizei mutzte intervenieren. Nach der Panse kommen die Karlsbader wieder mit Köttig, aber schon nach einer Minute mutz d I e s e r, als er von Kindl einen Freistotz ins Tor abfälschte und stürzte, für immer das Tor verlassen. Skala vertritt ihn nun bis zum Schlutz... Während des Spieles wurden einigcPragcr Schlachtenbummler von Kalsbader Zuschauern verprügelt. 2500 Zuschauer nahmen an den Borgängen lauten Anteil. Schreckenstein— würdig der Raubritter Die mit großer Härte mid Wucht kämpfenden Gäste stellten die Platzherren vor eine schwere Aufgabe. Daß eS zum Schluß zu den üblichen häßlichen Begleiterscheinungen der D i v i s i» n k a m, ist vor allem ein Verdienst des Schiedsrichters Heller(Gablonz), der 00 Minuten von einer Nachsicht war, die sich in keiner Welse entschuldigen läßt. Beiderseitige nt»' sichtliche ganz große Fouls, Ohrfeigen und ähnliche schöne Dinge, beantwortete er nur mit Verwarnungen, die natürlich ignoriert wurden. Kurz vor Schlutz drangen zweimal Zuschauer ins Spielfeld ein. Staatspolizei intervenierte und erlaubte die Fortführung deS Kampfes nur deshalb, weil noch eine halbe Minute zum Abpfiff fehlte. In den Ka- binenkam eS nachher,uTätlichkeiten nnter den Spielern...» Trotz zeitweise klarer Ileberlegenheit kamen die Heimischen nach der Pause»n keinen weiteren Erfolgen, d a die Gäste,u gute Abweb rarbeit leisteten, wobei ihnen jede» Mittel recht war. Die Heimischen blieben ihnen nicht» schuldig und so kam eS zu den eingangs geschilderten Zwischenfällen. Lm nahen Osten- Beim Spiel Testveriseg gegen Dornkappel in Domkappel(Slowakei> kam e» zu sehr schweren R a u f s» e n e n, die Anhänger derPlatz- erren per Prügelten Gegner, SchiedSri ch- ter, Gand elegierte und Sektionsleiter,< Demnächst aber wird man uns wieder er- zählen, daft der Sport die Quelle von Kraft und Freude einer neuen, angeblich fchönercu und :r Auto-Front Schrankenwärter wurde von dem Motorrad ersaht und"erlitt ebenfalls sehr schwere Verletzungen. « Die nordböhmischen Sicherheitsbehörden teilen mit: Samstag, den 28. August d. I., zwischen 22 Uhr 80 bis 28 Uhr 15 wurde auf'der Staats st ratze Teplitz-Schönau —V o d enbach zwischen den Gemeinden Kulm und P r i e st e n, Bezirk Aussig ä. E„ wahrscheinlich durch ein Auto ein Mann überfahren, der verschiedene Schriftstücke auf den Namen Robert H r o m ä d k a, Techniker, bei sich hatte. Der Mann ist 40 bis 45 Jahre alt, hat kastanienbraunes Haar und einen kurz gestutzten Schnurrbart. Er trug eine blaue, gestreifte Bluse, blaue Hosen und glatt zurvckgekämmtes Haar, sotvie eine schwarz gefatzte Brille. Bei sich hatte er eine Aktentasche, verdächtig, den Mann getötet zu haben, sind zwei Lenker von Personenautos, die um die 23. Stunde die Staatsstrafte nach Bodenbach passierten. Das Auto dürste lvahrscheinlich beschädigt sein. Alle, die in der Lage sind, Angaben über diese Automobilisten zu machen, werden gebeten, dies bei der Gendarmerie oder Polizei zu tun. Benghasi.(HavaS.) Nachrichten zufolge Ivurden der hiesige österreichische Konsul und seine Tochter bei einem Autounglück gelötet. Die Gemahlin deS Konsuls wurde leicht verletzt. Das Unglück erfolgte dadurch, datz bei voller.Fahrt eine Pneumatik platzte. Der Konsul hatte eine Ausfahrt in der Richtung der ägyptischen Grenze unternommen. besseren Generation sei. Und man wird sich aufs neue wundern, datz unser durch Sport, veredeltes Jahrhundert so hätzliche Erscheinungen zeitigt wie den. spanischen oder chinesischen Krieg... Und inan wird wetteifern in Huldi- gungen und Liebesgaben für' die Helden der Futzballplätze, der Fluren, aus denen, der Geist dieser Epoche gesät wird, dessen Früchte auf den Schlachtfeldern aufgehen. Adele Sandrock gestorben. Montag abends ist in Berlin im Alter von 74 Jahren Adele Sandrock gestorben, eine der populärsten Dar- stellerinnen der deutschen Bühne. Sie kam noch aus der ganz großen Zeit des deutschen Theaters, sie stand schon auf den Brettern, als der Glanz dos alten BurgthoaterL noch daü deutsche Büh- nenleben Überstrahlte.. Die Sandrock, nicht-nur -eine temperamentvolle Darstellerin, sondern auch eine sehr gescheite, geistreiche und energische Frau, war in den achtziger und neunziger Iah- ren nicht minder in den literarischen Salons als hinter den Kulissen und an der Rampe daheim. Ihre Biographie ist ein Ausschnitt aus der Gc- schichte des deutschen Kunst- und Geisteslebens von den Anfängen der„Moderne" bis zur— Barbarisierung Deutschlands.— Wirklich Po- pulär wurde die Sandrock freilich erst im letzten Jahrzehnt ihres ereignisreichen Lebens durch ihre vielen Filmrollen. Als energische.alte Dame, die>nit steinerner Miene und tiefem Batz über ihre Umgebung gebietet, wird sie den meisten in' Erinnerung bleiben. Zahllos sind die Anekdoten, die man über sie und ihre bissigen Bonmots erzählt. Unvergessen sei'ihr, datz sie vor Jahr und Tag, als Goebbels seine dressierten Koryphäen im Rundfunk vorführte und hersagen ließ, was sie der Jugend an BildungSwer- ten empfohlen, gegen alles Drängen und gegen alle SuggestionSsragcn des Animierburschen und Ausfratscherls fest blieb und mit ihrer„Hinden- burgstimmo" daraus beharrte, daß sie der Heu- tigen Jugend nur- die Klassiker, immer nur die Klassiker und nichts als diese empfehlen könne. Nichts, ivas nach ihnen komme, sei der Erwähnung wert. Das. war vielleicht die tapferste Tat dieser mutigen Frau» die mitten unter gleichge- 'schalteten Larven noch eine Persönlichkeit von menschlichem Format blieb. Um die Berlängerung der Weltausstellung. Ministerpräsident ChautempS hat vor einiger Zeit den Generalsekretär- der Pariser Weltausstellung Edmond Labbö beauftragt, mit allen zuständigen Stellen Fühlung zu nehmen, um fest- jjustellen, ob die Ausstellung bis ins nächste Jahr hinein verlängert werden soll. Neben den Verhandlungen mit den städtischen und französischen Provinzbehörden, von deren Seite ckeine Schwie- rigkeiten gemacht wurden, hat der Generalsekretär auch mit den Kommissaren der ausländischen Pavillons gesprochen. Wie sich herausstellt,> sst eine ganze Reihe von den bisher eingegangenen Antworten negativ.' Insbesondere hat Deutschland mitgeteilt, daß sein'Pavillon unbedingt im Winter abgetragen werden muh, weil er im Frühjahr in Nürnberg wieder aufgebautwerden, soll. Auch der belgische Pavillon wird'nicht bis zum nächsten Jahr bestehen bleiben. Die Amerikaner haben kurzerhand mitgeteilt, daft fiel schon, stllein mit Rücksicht auf die Netv-Aorker-Weltausstellung 1980'gegen eine Verlängerung;bet Pariser Weltausstellung siüd, und'.'auch die Schweiz wünscht eine'Iängere Dauer her Ausstellung nicht. Italien i'-und Söwjetrntzlanst haben bisher noch leige Antwort erteilt. Ohne die Teil» Neuer Erfolg unserer Flieger- - Sonntag Vormittag endete in- Rom der zweite internationale Flugwettbewerb Aviv Ra« duna Littorio. Die Tschechoslowakei, die Mit vier Flugzeugen Leickyeten war, hat sich-unter den er«, sten 14 der 58-FlügzellFe placiert, die von 70 den Wettbewerb beendet haben. Die gute tschechoslowakische Klassifikation-ist umso bedeutsamer, als die tschechoslowakischen Flieger auf gewöhnlichen Serienflugzeugen starteten, die für den Wettflug nicht eigens hergerichtet waren, wie dies hauptsächlich bei den italienischen, reichsdeutschen und österreichischen Maschinen der Fall war. Die tschechoslowakischen Maschinen sind überdies mit verhältnismähig schwachen Motoren ausgerüstet, was ein weiteres Handicap des WettfliegenS bildete, bei dem häufig gegen starken Wind geflogen werden muhte. An der Konkurrenz beteiligten sich insgesamt elf flugtechnisch sehr fortgeschrittene Nationen, von zwölf reichsdeutschen Maschinen haben nur acht den Wettflug beendet. Von diesen acht trafen mit den ersten' 15 bloft drei ein. Die Tschechoslowaken gingen mit fünf Maschinen in den Kampf, doch muhte das Flugzeug Väclav Sloufs am 25. August bet Venedig aufs Meer niedergehen, so datz nur vier Flugzeuge die Konkurrenz beendet haben. Sloufs Flugzeug landete ohne Unfall. Die definitwe Klassifikation lautett 1. Lattugo(Italien) 1701 Punkte, 2. Schmidt sDeutschland) 1814.0 Punkte, 3. Graf Kinsky (Oesterreich) 1245.1 Punkte, 4. Stabskapitän Polma(Tschechoslowakei) 1204.8 Punkte, 5« Fischer(Deutschland) 1188.7 Punkte. Es folgen Italien, Polen, Deutschland, Italien, Italien, dann als 11. Oldkich Stop(Tschechoslowakei) 1088 Punkte, 18. Steinbauer(Tschechoslo- tvakei) 1070 Punkte und 14. Poläk(Tschechoslowakei) 1044.8 Punkte. Das tschechoslowakische Flugzeug mit der Besatzung Steinbauer-Svoboda wurde in der letzten Etappe des Wettsluges 18 Kilometer vor dem Ziele, von einem Unfall betroffen. Gerade über dem römischen Militärflugplatz ritz vom Propeller ein Stück los und es entstand eine derartige Vibration, dah der Motor sofort abgestellt werden und die Landung vorgenommen lverden muhte. Nach Feststellung der Ursache haben die Flieger das zweite Propellerende abgebrochen und nach dieser improvisierten Reparatur starteten sie mit Velvilligung des Flug» plahkommandanten zum römischen Zivilflugplatz Littoria, wo sie mit einer Verspätung von ungefähr 40 Minuten eintrafen, jedoch noch rechtzeitig, um nicht die Klassifikation einzubüften. nähme des Auslandes würde aber eine Wiedereröffnung im nächsten Jahr mindestens 250 Millionen Francs kosten, und es ist kaum anzunehmen,-datz der Finanzminister eine. solch», Summe in das Budegt des-nächsten Jahres,..ausnehmen wird. Sabotage-Akt. In der Nacht auf Sonntag brach in einem Hangar auf dem Privatflugplatz Tousus bei Paris, in dem schon seit Monaten Flugzeuge eines ausländischen Typs lagerten, die in Havre ausgeladen worden waren und einer französischen Gesellschaft gehörten, ein Brand aus. Der Brand brach in einem von zwei Hangars ohne Dach aus, in dem sich zwei Eindecker befanden. Eine der Maschinen ivurde vollständig vernichtet und in der zweiten wurde eine Art von Höllenmaschine in einer Thermoflasche, die mit einer grünön Flüssigkeit gefüllt und mit einer Trockenbatterie versehen war," gefunden. Die Untersuchung dieser Angelegenheit lvurde angeordnet. Tragödie auf der Farm. Auf einer kleinen| Farm in der Nähe von Tennison(Iowa), hat die Frau eines Farmers sich und ihre sechs Kinder wegen Fämilienzwistigleiten ums Leben gebracht. Alle, sieben Personen atmeten Auspuffgase eines KrastwagenS ein, die mit Hilfe eines Schlauches von der Garage in das Schlafzimmer geleitet worden waren.- v Bei Zusammenstößen zwischen Moslems und SikhS in der Ortschaft Jandiala Sherkan im Pundschab(Indien) wurden drei Moslems und ein Sikh, getötet und mehrere verwundet. Es ist dies bereits der fünfte ernstliche Zusammenstotz seit Inkrafttreten der Autonomie im Pundschab. Memento vom Olymp? Während eine» Fuss« ballwettspieles schlug in Krakau ein, Blitz.in eine mit mehreren Tausend Personen besetzte Tribüne ein. Zwanzig Personen erlitten, teilweise sehr schwere, Verletzungen. Abgestürzt. Ein von dem, Franzosen Keim ge« steuerte» Privatflugzeüg, in dem sich zwei Passagiere befanden, stürzte nacht» in der.Grafschaft Buckingham ab, wobei e» vollkommen zertrümmert wurde. Einer der! Reisenden wurde auf der Stelle getötet, der zweite Reisende und der Pilot'-würden schwer verletzt.■ Regen prophezeit— schön geworben. In-Mitteleuropa hat sich der Himmel unter Einwirkung eicke» Druckhoch» auSgeheifert. Gewitter»der Re» geäschaue.r wurddn nunmehr au» dem Alpenvor- lande und aus Polen gemeldet. Die-Temperaturen blieben in den^ Niederungen bei Nordwind meist Unter 28 Grad CelsiüS. Er^ist zu erwarten, daft auch Dienstag das. im ganzen-heitere, aber nur mäßig -warme Wetter andauern wird) Im Osten dürften siich auch! vereinzelte. Gewitter aUSbilden.'! Wahrscheinliches Wetter.Dienstag: vorwiegend heiter- veressszelte Gewitter im Osten), de» StstäteS nicht ausgeschlossen, Nachmittagstemperaturen 20 bis 28 -Grab die Mächte ist den MlfrÄi;kÄtÄ;'aksü'40- Grad, Morgennebel, Wind aus nördlichen». Richtün- gen.vWette'raüssichtep für Mittwoch': Wechselnd.^ 6 m wölkt; mätzig warm, Nord» bl» NordwestwiE- «r. 204 DienStag, 31. August 1987 Stile 5 Der Bauarbeiterstreik In Kladno beendet Sanistag wurde im Streik der Kladnocr Bauarbeiter eine Einigung erzielt, welche'nun» exportiert wird— an bedürftige Menschen verkaufen könnte. Warum exportiert man Butter und überläßt sie nicht zu niedrigen Preisen den inländischen Verbrauchern! Beschicht das wirklich nur deswegen, damit die agrarischen Molkereien die subventionierten Butterexporte durchführen können, die ihnen sicherlich reich« Profite bringen? ' Wie gut es den agrarischen und sonstigen Großmolkereien geht, zeigen die Bilanzen mit sehr guten Gewinnen, erzielt in der Zeit der größten Margarineproduktion und(oder wegen) der niedrigen Milchpreis«, die den Bauern für ihre Milch bezahlt werden. niehr dem Gewerbcinspektorat in Prag vorgclegt werden wird. Alle Arbeiter werden wieder aufge- nommen werden und keiner wird wegen des Streiks entlassen werden. Die Arbeiter hingegen verpflichteten sich, die Arbeit vor Abschluß der Verhandlungen nicht wieder zu unterbrechen. Das Abkommen sicht für die Hilfsarbeiter einen Stundenlohn von 3.15, für Maurer 1.60 bis 4.80, für Zimmerer 4.60 bis 4.80 und«ine zchnpro- zentige Zulage für Erdarbeiter, die im Wasser arbeiten, vor. Margarlnegeset und Viehbestand Vor einigen Tagen wurde gemeldet, daß der Schweinebcstand in einem Jahre um 21 Prozent auf rund 8,860.000 Stück gestiegen ist. In der „Konsumgenossenschaft" schreibt dazu F. Svojöe: Diese Steigerung fällt in die Zeit der höchsten Margarineproduktion. Dies beweist eindeutig, daß unsere Behauptungen, die Margarineproduktion schade dem Viehbestand' nicht, richtig sind..Damit wird jedoch auch ausgezeigt, daß di« agrarischen Arguinente unrichtig sind. Die vielbenutzt« Behauptung der Agrarier, die Margarineproduktion schade dem Viehbestand, ist jedoch nur eine unter den vielen andern, mit denen gegen die Margarineproduktion gekämpft wird. Läge den Großagrariern ernstlich daran, eine Steigerung des Viehbestandes herbeizuführen, so könnten sie das Getreidemonopol dazu verhalten, die hohen Monopolgebühren für Futtermittel den kleinen Landwirten abzubauen. Dies brauchte kei« neswegs auch für die Großagrarier der Fall zu sein, die ja als die Einzigen von der agrarisch orientierten Wirtschaftspolitik— und nicht zu knapp— profitieren. Mit den andern agrarischen Argumenten gegen die Margarineproduktton sieht«r genau so windig aus. Wie steht er um di« Buitererzeugung? Es ist nicht wahr, daß wir ständig Uebcrsluß an Butter haben. Das kommt ein» bis zweimal im Jahre vor. Der Ueberschuß beträgt auch zu diesen Zeiten etwa 60 Waggons, bei einer Jahresproduktion von 8—10.000 Waggons. Auch hier war bei steigender Margarineproduktion— ein ausgesprochener Mangel an Butter festzustellen, der zu beträchtlichen Butterimporten, bei sehr hohen Zollssätzen— bis KS 6.80 je Kilogramm — führte. Die Preise für inländische Bittter steigen ununterbrochen und erst vor wenigen Tagen hat die agrarisch« ButterhandelSgesellschaft an ihre Betriebe die Weisung herauSgegeben, die Butterpreise zu erhöhen. Wäre eS den Großagrariern um die wirt« schafüiche Seite der Margarinefrag« zu tun, und handelt« eS sich dabei nicht nur um einen politi- schen Schlager für sie, dann müßten sie die qanze Buttevwirtschaft umorgaiilsiercn. Bei uns bestehen neun Zehntel der gesamten Butterproduktion aus der nicht haltbaren Bauernbutter, die natürlich sofort auf den Markt gebracht und verkauft werden muß, weil sie nicht haltbar ist. In andern Ländern, mit kultivierter Milchwirtschaft, ist das Verhältnis umgekehrt. Dort beträgt die Produktion der nicht haltbaren Butter höchstens ein Zehntel. Molkereibutter kann in Zeiten großen Angebots eingelägert und erstbei größerer Nachfrage zum Berkaus gebracht werden. Die inländischen Molkereidirektoren machen jede Weile Studienreisen nach Amerika, Deutschland, Dänemark usw. Vergeblich erwartet man jedoch die-Nutzanwendung des Gesehenen. Liegt den Molkereien vielleicht mehr daran, den bisherigen Zustand aufrechtzuerhalten? Besonders jetzt, wo wir„glücklicherweise" zum Butterexport ge- . langt sind? ES liegt di« Vermutung nahe, daß den agrarischen Molkereien, die den Butterexport organisieren! der Export lieber ist als eine zweck- mäßige inländische Buttererzeugung. . Sollten nicht die. vielen Millionen Subventionen, die das Landwirtschaftsministerium zur Verfügung stellt, für die agrarische Butterhandelsgesellschaft verlockender sein als ein« gute zweckmäßige Butterwirtschaft zum Nutzen der Bauern und der Verbraucher? Jeder vernünftig« Mensch fragt sich, warum wird denn unser« Teebutter in das Ausland zu .tiefen Verlustpreisen exportiert? Es* ist wohl sicher, daß man auch im' Inland« Teebutter mit KC 8.—W 12.7—— das ist der Preis,.hu dem Man erhält für K8 100 Reichsmark..,>.. 683.— Markmünzen.".... 755.— 100 österreichische Schilling.. 526.50 .100.rumänische..Lei.......... 16.60 100 Polnische.Zloty....... 518,50, 160 ungarische Pengö.«'.. 548.50 lOO Schweizer Franke«.... 655.50 100 französische Francs• V..107.10 1 englisches Pfund...... 141.87 1 amerikanischer sdtllar.. 28.50 100 italienische Lire..... 132:40 100 holländische Gulden l..157t— 100 jugoslawische Dinare-.. 61.92 100 Belga»...■.....;..;;482.50 100 dänische Kronen"“•?.. 685.— 100 schwedische Kronen... 788^— Die Aufteilung der Margarinekontingente Die Gesamtproduktion im Jahre 1932(vor dein Margarinegesetz) betrug 4566 Waggons; dar heurige Kontingent beträgt vorläufig 6500 Waggons. Die in Deutschböhmen liegenden Fabriken waren an der Produktion des Jahres 1982 mit 68:86 Prozent.beteiligt; ihr Anteil im heurigen Jahr beträgt nur. noch 48.88 Prozent. Im Jahre 1082 gab eS in Dcntschböhmen elf Produktionsstätten, heute sind es 13; im tschechischen Teil« Böhmens gab es im Jahre 1932 nur fünf Fabriken, heute sind«S 22. Im Jahre 1982 tvarcn insgesamt 18 Pro- duktionSstättcn zu verzeichnen, heute bestehen 48. Trotzdem das Margarinegeseh die Errichtung neuer Margarinefabriken verbietet, Ist die Anzahl der ProdnktionSstätten von 18 Fabriken im Jahre Von Hitler bis HaSek Aus Wien wird un» geschrieben: Der August war im Wiener politischen Leben„Saure-Gurkenzeit". Der Bundeskanzler und die verantwortlichen Minister befanden sich auf Urlaub, und so waren keine besonderen polikischen Sensationen, ja kaum, bedeutungsvolle Ministerreden zu erwarten. Nur Staatssekretär Dr. Schmidt, der Oesterreichs Außenpolitik leitet, nahm anläßlich eines Vortrages eine Haltung ein, die als Abkehr vom Nazismus und als Bekenntnis zu einer mitteleuropäischen Politik hätte gewertet werden können. Wie die Dinge unter der scheinbar ruhigen Oberfläche in Wirklichkeit aussehen, darüber geben zwei Erscheinungen auf dem österreichischen Büchermarkt beredteren Aufschluß, als all« gehaltenen und nicht gehaltenen Ministcrreden. Seit Anfang August sieht man in den Schaufenstern der Buchhandlungen wieder Hitlers „Mein Kampf", und wo er nicht in den Schaufenstern ist, versucht eine intensive, systematische Aktion der„Austronazi" dafür zu sorgen. An einigen Stellen haben diese Bücher, die mit dem Bilde der„Führers" geschmückt sind, zu Unruhen geführt, die aber kein« weiteren Folgen naw sich zogen. Dafür wurde aber in den letzten Tagen Jaroslav HaSekS berühmte 8 B n ch„S ch w e i k" k 0 n s i S z i e r t, da eS angeblich das Drückebergertum verherrliche und fördere. Zloei Ereignisse am Buchmarkt, die weit mehr als nur das sind, da sie die innerpolitische Lage Oesterreichs blitzhell erleuchten. Scheinbar ohne Zusammenhang, sind Freigabe und Verbot dieser Bücher doch Ausdruck eines Systems, das man als das der.Hilf- und Ausweglosigkeit bezeichnen kann.' Wenn' hier von„Austronazi" gesprochen wurde, geschah das nicht ohne Absicht. Denn gewiff« Kreise in Oesterreich lieben«S noch immer, von einem„österreichischen National- Drd veiimcn am nüchternen Natten Wunderglaube In der Volksapotheke . Wer am kalten Fieber leidet, muß auf nüchternen Magen drei Veilchen verschlucken. Wie—, das schmeckt nicht? Nein, aber«S hilft, wenn man daran glaubt. E» können übrigen» auch drei junge Windröschen sein, wenn gerade keine Veilchen bei der Hand sind; aber die drei Veilchen haben außerdem noch die Kraft, vor „bösen Augen" zu bewähren, wenn män sich mit ihnen die Lider bestreicht. Wer an Sodbrennen leibet, frühstückt ein paar frisch« Blüten dcS SeideibasH....... Wir aufgeklärte Menschen de» zwanzigsten Jahrhundert» lächeln über solchen Aberglauben. Aber feien wir nicht.zu stolz auf unsere Skepsis! E» ist noch gar nicht so lang« her, da lächelt« man auch über den ilbccglauben vom„bösen Mick"—• bis eine» Tage» die Hypnose von der Schulmedizin ossiziell gnerkgimt. wurde. Unzählige Kräuter und Säfte. au» der„BylkSapotheke" mußten nach wissenschaftlicher Prüfung in di« Heilkunde ausgenommen werden. Natürlich blieb wber auch ein großer. Rest' von menfchlich-pflänz- liH«n Beziehungen übrig, der ohy« weitere» als r« tsi st e r Ab e r glä'ub eabgefän-tverden kann; aber wenn der Mediziner au» diesen alten 1932 auf 31 Betriebe im^ahre 1933 sin diesem Jahre hörte man das erstemal von einem Marga- rinegcsctz), aus 88 im Jahre 1934 und auf 48 Fabriken im Jahre 1937 gestiegen. Die Bedeutung der neuen Fabriken Ist nebensächlich. Entscheidend ist, daß auch dieser Teil des MargarinegesetzeS nicht eingehalten wurde. Nur in einem Fall ist da» Handelsministerium konsequent geblieben; bei dem Ansuchen des Gee-verbandeS um die Bewilligung zur Errichtung einer genossenschaftlichen Margarinefabrik I Den zuständigen Behörden sei mit aller Deutlichkeit gesagt, daß diese Einstellung gegen die deutschen Verbraucherorganisationen bei gleichzeitiger Bewilligung neuer Fabriksstätten für privatkapitalistische Unternehmer als ein schweres Unrecht empfunden wird. Weitere Erfolge genossenschaftlicher Arbeit Der ProduktionSplan, welchen der Gec-Ver- band im Jahre 1935 fiir die genossenschaftliche Schuherzeugung ausgestellt hat, wurde int ersten Planjahr bekanntlich nicht nur erreicht, sondern sogar überschritten. Statt der Steigerung um 38 Prozent gegenüber dem Stand vom Wirtschaftsjahr 1934-85 wurde im Wirtschaftsjahr 1935-36 eine Steigerung um 41 Prozent erzielt. Jetzt wurde das zweite Planjahr abgeschlossen. Es sollten nach dem Plan 173 Prozent des Standes vom Jahre 1984-35 erreicht werden. DaS Ziel wurde aber mit 117 Prozent erreicht bztv. überschritten! Die genossenschaftliche Eigenproduktion hat sich auch auf diesem Gebiete trotz der gerade hier sehr schweren Konkurrenz mit glänzendem Erfolg durchsetzen können und den Beweis erbracht, daß die qualitativ hochwertigen gcnosscuschastlichen Erzeugnisse immer giehr Verbreitung finden. sozlalismuS" zu sprechen und so zumindest die Möglichkeit offen zu lassen, als ob eS einen vom deutschen verschiedenen Nationalsozialismus gäbe. DaS soll Beruhigung schaffen und über Dinge Hinwegtäuschen, die man sonst nicht so ruhig hinnehmen dürfte. Wozu die österreichische Politik dcS Zutvar- tenS und Feilschens, statt des Zuschlagens führt, zeigte sich vor nicht allzulangcr Zeit, als österreichische amtliche Stellen als Zeichen ihrer„Friedensliebe" öffentlich erklärten, sie hätten einem iviedcrholt bestraften Nazi nahcgelegt, um die Wiedergewährung seiner Staatspension anzusuchen, wobei ihm eine wohlwollende Erledigung zugesichert wurde. Daß.zur gleichen Zeit noch tausenden sozial! st ischen Arbeitern jede politische und wirtschaftliche A m- nestie versagt blieb, wurde nicht erwähnt. Die Antwort der„Austronazi" war ein« erhöhte Aktivität, deren Leitung vielfach in den Aemtern, den Ministerien und auch in der Vaterländischen Front zu suchen ist. Während auf der einen Seite in den Vorzimmern mancher Minister geeichte Nationalsozialisten— mit dem rot-weiß-roten Bändchen getarnt— sitzen, wird in den Vorzimmern anderer Minister alles ängstlich vermieden, was das«deutsche Brudervolk" verstimmen könnte, wobei ost die unglaublichsten Kapriolen geschlagen werden. Der Grund fiir dieses Gewährenlaffen ist die ?lngst vor dem brutalen„Bruder", dem man mit Mätzchen beizukommen glaubt. Eine» dieser Mätzchen ist da» Verbot*des„Schwcjk", mit dem weniger da» nicht vorhandene„Drückebergertum" al» die vom Nationalsozialismus gehaßte Tschechoslowakei getroffen werden soll, wozu noch kommt, daß in den Kreisen der sogenannten„A u st r 0 n a z i" in Wort und Schrift die„t s ch e ch i s ch e G e f a h r" für Oesterreich" verkündet Ivird. ' Schien es manchmal, als ob die österreichische Staatsführung sich nach dem Westen und zur Kleinen Entente hinneigen würde, so war es notwendig, durch solche Bücherverbote zu zeigen, daß gewiffe Kreis««in« politische Linie zu stören verstehen. Im Augenblick hat„Mein Kampf" über den unschuldigen„Schwejk" gesiegt und damit die nationalsozialistischen Diktaturgedanken Kapiteln der Bolkrheillunde nichts profitieren kann, so-intereffiert sich um so mehr der Kultur« Historiker, der Sprachforscher und der Psychologe dafür. Man weiß heute, daß der primitive Mensch einst alle Pflanzen auf ihre Eßbarkeit hin prüfte und wenn er eine giftige oder narkotische Wirkung spürte, sie dem Einfluß unsichtbarer Mächte zuschrIÄ, ander« Pflanzen aber, deren Heilwir- kung er verspürte, als Zauberinittel guter Geister ansah. Noch heute lebt fast in jeder ländlichen Gegend ein Rest dieser Wunderglauben» an mystische Pslqnzenkräste. Vielfach, gilt es unter den Bauern Mitteleuropas al» Vprzeichen kommender Ueberschwem- mungen, wenn das Schaumkraut besonders licht auf den Wiesen steht. Hier mischen sich Aberglaube und Erfahrung; denn das Schaumkraut wächst meist auf feuchten Wiesen an Fluhufern. Vöblischen Ursprung» ist die Sitte, der Wöchnerin gelbes Labkraut auf» Bett zu streuen, um böse Geister fernzuhalten; der Legende nach ist cs Strich von Labkraut gewesen, da» Maria in die Kripp« des Jesuskindes legte. : Das Orakelspiel der jungen Leyte mit der Marguerite:„Er liebt Mich— von Herzen" ist viele hundert Jahr« alt; anderePslanzew wiederum„darf" man njcht abreißen und nach Hause mitnehmen, weil sockst— der Blitz einschlägt: in Reser Gegend sind e» Glockenblumen/ /in. jener Friihlingseuzian ober Bachnelkenwurz. Es gibt ober auch ausgesprochene Blitzschutz-Pflanzen: in Heirategerüchte um Grete Garbo In der letzten Zeit tauchten wiederholt Gerüchte auf, die von einer Heirat Greta GarboS wissen wollen. Wie eine schwedische Zeitung mitteilt, soll cs dieses Mal der Künstlerin ganz ernst mit der Absicht sein, und zwar ist der AuSerwählte der bekannte Dirigent des Philadelphia-Sym- Phonie-Orchester, Leopold S t 0 k 0 w s k i, den Greta Garbo bei einem seiner Konzerte in Lor Angeles kenncugclernt haben soll. über den Geist der Demokratie, der einen Moment lang im Vordringen zu sein schien. Die schtvankende Politik, die solche Lächerlichkeiten gebiert, ist nur möglich, weil die einzige wirksame Kraft gegen die nationalsozialistische Gefahr, die österreichische Arbeiterschaft, abseits steht. Die Versprechen, die ihr gegeben wurden, sind nie gehalten worden, weil die Regierung und die Feberinteresscnten eine neue Arbeiterbewegung fürchten. ES fehlt zwar nicht an Ivarnendcn Stimmen in Oesterreich, die diese Kurzsichtigkeit verurteilen, aber wer, ohne genügend klar zu scheu, schwierige politische Klettertouren unternimmt, darf sich schließlich nicht wundern, loenn er eines Tages notwendigerweise stürzen und unten zerschellen muß.—y— Jnterparlamcutarische Union Am 1. September wird in Pari» di« 83. Konferenz ter Interparlamentarischen Union unter dem Vorsitz de» Präsidenten der' französischen Senat» Jeanneney unter Teilnahme von 860 Delegierten aus 23 Staaten, u. a. auch au» der Tschechoslowakei eröffnet. Bei der Konferenz werd«» auch die Bereinigten Staaten und Japan vertreten sein. Die Konferenz wird über regionale Verträge, über da» Rohstosiproblem, die Arbeitslosigkeit der Intellektuellen und über die Inkompatibilität bei Parlamentsmitgliedern verhandeln. Ter ständige Aurschuß für Intellektuelle Beziehungen wird die Reorganisierung des Mittelschulstudium» im Sinne de» Antrages eine» einheitlichen System» im Mitielschulwesen studieren. Berichterstatter zu diesem Thema wird der jugoslawische Abgeordnete Dimitrijevii sein. Bon der Belgischen Arbeiterpartei Brüssel. Der Rat der Belgischen Arbeiterpartei POB findet am 9. und 10. Oktober mit nachstehendem Programm statt: 1. a) Regie« rungSpolitik und Programm, b) Stellung der POB zu den anderen Parteien, 2. Die sozialistische wallonische Jugend, 3. Kolonialprogramm der POB, 4. Geltendmachung der Verordnung über die Häufung von Funktionen auf Einzelpersonen und Stand des Fonds zum 1. Mai« 5. Ernennung des neuen Sekretärs und Neuwahl des vlämischen Sekretärs. Mitteldeutschland gehört im Hochsommer Arnika unters Dach, in Anhalt brennt man bei Ge« wittern Arnika an und singt dazu:„Steckt dir« nika an, steckt Arnika an, daß sich das Wetter scheiden kann!" In Schtvaben und Franken sammelt man Himmelfahrtsblümchen, bindet sie zu Kränzlein und hängt sie als Blitzschutz in die Stube. In Süddeutschland und manchen Gebieten DeutschböhmenS steckt man zu demselben Zweck Johanniskraut ins Fenster. Der blaßgelbe Hcideziest erfüllt in Brandenburg eine besondere Aufgabe: wenn.man ihn abbrennt, dabei dreimal den Namen Gottes nennt Und mit dem Absud das Euter einer«verhexten" Kuh bespritzt, so gibt sie wieder Milch. Hexen tverden auch vom Baldrian vertrieben, und wenn sich in Mecklenburg die Milch, infolge„Verzauberung"« nicht buttern lassen will, so gießt man sie durch einen Kranz von Baldrian. Der alte Volksglaube verlieh denk Baldrian, der heute in der offiziellen Medizin als Heilmittel anerkannt ist, wohl deshalb eine jo magische Wirkung, weil der stark riechende Wur- zelstock dieser Pflanze so recht dazu geeignet schien, die bösen Geister zu vertreiben. Ein Körnchen Wahrheit, wenn auch ost recht versteckt, enthält wohl jeder.iPflanzenzauber", und die drei verschluckten Veilchen— oder Schlüsselblumen, di« das ganze Jahr vor Fieber schlitzen sollen— haben sicher einen längst vergessenen Sinn; der des Interesses der modernen Wissenschaft wert wäre. Gelte S „Sozialdemokrat" DIen-tag, 31. August 1037. Nr. 204 T Ein halbes Mittagessen. (—M. P.—) Kuweit vom Altstädler Ring, tn der Kleinen Teingaffe, befindet sich eine Notkiiche. Im ersten Stock kommt.man in ein kleiner Borzimmer. Hier werden wir vom Berwalter der Notküche empfangen. Ihm werden die sogenannteil„Freikarten" abgegeben. Eine„Freikarte" sichert ein Mittagessen. Diese„Freikarten", auch„Esskarten" genannt, verteilen verschiedene Vereine unter leidende oder arbeitslose Intelligenzler. Einer Tagcö kämen In die Küche zwei junge Leute. Ein arbeitsloser Kanzleibcamter und sein Freund. Der Arbeitslose hatte«ine Karte und wie» Ach mit ihr aus. slun ging er in das Nebenzimmer, wo einige bedeckte Tische standen und mehrere Stühle. Der zlveite ging ihm wie ein Schatten nach. An einem Ecktisch nahmen beide Platz. Ein junger Mädchen brachte Suppe. Aus dem Teller stieg ein duftiges Aroma auf. Die Supve war noch heiß, aber der junge Mann wartete nicht, löffelte fleissig und als die Hälfte der Suppe verschwunden war, schob er den Teller seinem Freund zu. Und Lsefer tat der Suppe alle Ehre an. '"Beim zweiten" Gang, er gab Knödel mit Marmeladesaft, wiederholte sich die Geschichte. Die Hälfte der Gerichtes hat der eine gegessen, die zweite Häli«: der Freund, lind aller ging still, ruhig, fast unbemerkt vor sich.. Als die ztvci fertig waren, verlieben sie dar Speisezimmer. Ihr stiller Gruss ging im Lärm der Küche verloren. Würde mail es glauben, dab noch heute, da die Zeit so schrecklich egoistisch ist, sich Herzen finden, für welche die Freundschaft mehr als alle anderen Werte gilt? Non Natur aus ist der Mensch egoistisch und alle ivisscti, dab Hunger ein schlechier Ratgeher ist. Trotzdem überwältigt ein junger Mensch sich selbst und überlasst seinem Frtund die Hälfte an dem, was auch er geschenkt bekommen hat. Tödliches Wochenende. Der 22jährige Handlungsgehilfe Franz Kahonn aus Michle und der 21jährige Bäckergeselle Josef Kalousek aus Nusle Ivurde in der Nacht auf gestern, nachdem sie einen Motorradausflug unternommen hatten, bewussilo» auf der Beneschaucr Ländstrabe gesunden und von der RcttungSgcsellschaft ins allgemeine Krankenhaus eingelicfert, wo sie kurz nach der Ankunft starben. S3'/> Fahrpreisermäßigung— Auskünfte und Messeausweise bei den Verkaufsstellen und dem Messeamte, Frag VII 4266 Besonders Kahoun war in einem sürchterlichen Zustand; er hatte Stirn und SchädelbajiS sowie das Nasenbein zertrümmert und das rechte Auge au»- geschlagen. Kalousek hatte einen Schädelbruch erlitten, der ebenfalls tödlich wgr. Selbstmord einer 80jährigen. Gestern nachis wurde die 89jährige Emilie Aeinbach in ihrer Wohnung in Cntichow mit Leuchtgas vergiftet tot aufgefunden. Sie hatte vorhex die Wohnung abgesperrt uiid die Schlüssellöcher und Türspalten mit Watie Verstopft. In einem AbschicdSbries gibt sie LebenS- iiberdrub als Grund ihrer Tat an. Arbeitsunfälle. Gestern nachmittags wurde die 18jährige Arbeiterin der Finna Kolben-Danik, Justine Honkäkovä aus Wyfotschan, mit Brandwunden ersten und zlveiten Grades ins Krankenhaus auf der Bulovka gebracht. Ein vorübergehender Arbeiter war neben ihr gestolpert"und hatte einen Kessel mit siedenden Teer auf sie auSgegosien.— Der 87jährige Arbeiter Zdenik M a r h 0 u l aus Wrschowitz fiel gestern lvährend der Arbeit auf einem Neubau in Karolinental fünf Meter tief in eine Grube und wurde mit mehreren Nippcnbrüchen und einem Bruch der rechten Hand auf die Klinik Schlosser gebracht.— Der 29jährige Chauffeur Jan B 0 s ä k aus Smichow stürzte während der Arbeit an einem Neubau in Prag-Weinberge und brach den rechten Fub.. Er wurde ebenfalls auf die Klinik Schlaffer gebracht. Betrunkene ohne Schutzengel. Gestern vormittags wurde der 49jährige Maurer Josef Zeman aus Koöir auf die Klinik Jiräsek gebracht. Er war vorgestern etwa nm 19 Uhr in betrunkenem Zustand nach Hause gekommen und im finstern Stiegenhaus über das Geländer gestürzt. Obwohl er nur einen Meter tief gefallen war, hatte er sich einen Schädelbruch zugczogcn; die Verletzung ist tödlich.— Vorgestern abends bemerkte die Polizei in Kobvlir, dass sich ein Man» in offenbar betrunkenem Zustand an, einen Bannt zu erhängen versuchte. Auf der Polizei erklärte der Unbekannte, der als der 48jährige Arbeiter Franz K 0 Z m l n sichcrgcslelll werden konnte, das; er den Selbstmordversuch wiederholen werde. Die polizeiärztlichc Untersuchung ergab, daß er gei- steStrauk sei, worauf er nach Bohnitz gebracht wurde. Auto flöht drei Pfeiler in» Waffe». In der Nacht auf Sonntag stieb der 87jährige Wagenlenker Adolf Stastnh auf dem Pkemhslkal in Nusle in der Mhe des BoiikbacheS mit dem Lastauto des 85jäh- rigen Josef Haiek.zusammen, der leere Kannen geladen hatte. DaS Auto" Haseks, das nach Angabe Stastnh» übermäbig schnell.fuhr, wurde gegen da» Geländer geschleudert, stieb drei Pfeiler in» Waffer, durchbrach das Geländer und blieb mit dem Vorder- teil über dem Wasser hängen.. Verletzt.wurde niemand, nur die beiden Wagen stark beschädigt. Die gewerblichen Fortbildungsschulen de» Deutschen Handwerkerverein«» in Prag II, Bi Smeiläch 22, 8. Stock, gliedern sich a) in eine zweiklassige allgemein-gewerbliche Fortbildungsschule für Lehrknaben und Lehrmädchen gewerblicher Berufe; b) in eine zweiklassige gaftaewerbliche Fortbildungsschule für Lchrknabcn des Gast- und Kaffeehausgewerbes. Einschreibungen jm Sekretariat de» Deutschen Hand« werkervcreincs in Prag II, Vc Smeikäch 22, 1. Stock, von 10 bis 1 und 8 bis"6 Uhr bis zum 15. September. Dauer des Schuljahres: 1. September bis Ende Juni. Erhaltung gelockerter Zähne. Euboitische Beratungsstelle mit llntcrftützung durch das Ministerium sür Oeffentliches Gesundheitswesen, Prag I., Bci- lcmskä ul. 9. 2. Stock. Kunst und Wfeaen Ausstellung Ernest Neuschul In Aussig Ernest Neuschul gehört zu jenen Malern, deren Werke zunächst thematisch den Beschauer interessieren. Das Thema fesselt, man vertieft sich in da» Bild und entdeckt, dab der Maler auch ein Kiinstler ist. Jm Spezialsalle Neuschul ist da» Thema meist Arbeit und Arbeiter in allen nur möglichen Erscheinungsformen. Die Form ist realistisch, die Zeichnung präzis, die Kompdsition ausgewogen. Ein aktueller Moment wird sestge- halten und dargestellt," aber gleichzeitig ent- aktualisiert und künstlerisch gültig gemacht.. Das illustrative Moment, das etwa in den Industriebildern aussällt, trift, vollkommen in den Hintergrund, sobald sich der Beschauer die Tatsache klarmacht, dah es dem Maler weniger auf die Darstellung, als vielmehr auf die Verdeutlichung eines optischen und seelischen Erlebnisies ankommt. Dazu trägt in besonderem Maße die Farbe bei, die sür Neuschul Träger der wichtigsten auch seelischen Akzente wird. Wie die Zeichnung die Komposition diszipliniert, so dämpft die Farbe alles Gegensätzliche und ordnet wertmässig die' einzelnen Teile ein. DaS Ergebnis ist dann ein ausgeglichenes Werk, bei dem da».Thema nur noch Anlab zum Schaffen ist.'— Die Ausstellung in der Nussiger Stadlbücherei zeigt, dab Neuschul sich konsequent in der angedeuteten Richtung entwickelt. Die soziale und sozialistische Grundhaltung der Bilder ist nicht revolutionär aufpeitschend, sondern eher optimistisch real, auch darin ein Beweis, der.Konseqeunz. Die Schaffensfreude wird so zum Spiegelbild der Freude am Schaffen'," zum künstlerischen Bekenntnis, das sich‘ zum Kunstwerk verdichtet.— Die Ausstellung wurde mit einer Aussprache des Bürgermeisters Leopold P ö lz c l eröffnet, der NeuschulS"künstlerische Bedeutung würdigte.(—d—r) Der Ntm Trafalgar Der groste englische Film-PairiotiSmuS wird in Holltzwood gemacht. Die Engländer sind teils zu stolz, teils zu wenig prahlerisch dafür. Während man in London Heinrich VIII. als Popanz und Wellington als schrulligen alten Herrn auf. die Leinwand gebracht hat, der nach der Schlacht von Waterloo ergriffen die Toten beweint, heroisiert man in Holltzwood die britischen Siege und die Grösse des Empire, und in diesem Film, der eigentlich„Lloyd» of London" heisst, hat man nun eine Verherrlichung Nelsons mit einer Verherrlichung des englischen Aersicherungsspekulanten verbunden, der sein ganze» Vermögen(und das seiner Freundin) und ausserdem noch die britische Handelsflotte aufs Spiel fetzie, um seinem Jugendfreund Nelson den Sieg bei Trafalgar zu ermöglichen,— der nach der hier borge-, brächten Schilderung der Ereignisse in Gefahr war, weil di« ängstlicheren Spekulanten und Schiffreigen- tümer die Abkommandierung der halben Kriegsflotte zum Schube der Handelsschiffahrt gefordert hatten. Es ist nun durchaus nicht einzusehen, warum man einen Mann, der mit frommem Betrug und schliesslichem Erfolg auf den Sieg de» eigenen" Landes spekuliert, als Helden feiern soll, während bei dem Sieg selbst Leute mehr als ein Vermögen; nämlich ihr Leben riskierten, ohne, damit ein Vermögen gewinnen zu können. Aber die Autoren diese» Films haben" geschickterweise auch den Spekulanten in Lebensgefahr gebracht und so zwischen Nelsons Tod in der' Schlacht und dem Schicksal seines Jugendfreundes in, London eine Beziehung hergestellt, und der Regisseur Henrtz K in g hat durch die Spiegelung der historischen Ereignisse während" der Napoleonischen Kriege in den Schicksalen der berühmten Schiffsvcr- ficherung Lloyd ldie sich aus einem Kaffeehaus ent-" wickelt hat) ein Stück Geschichte de» englischen Bürgertums und der englischen Seemacht in den Film gebracht, die viele grobe Unwahrscheinlichkeiten der Handlung aufwiegt. Da der. Film auch in der Darstellung geschmackvoll ist(Tyr a n« P 0 w e r Und Madeleine C a rol l spielen die Hauptrollen mit nobler Haltung), wirkt er trotz seineranfecht-. baren Ideologie nicht; peinlich, sopdern interessant, eifl—'■ „Mädchen, hütet euch!" Mädchenschulen. sind seit einigen Jahren beliebte Komödienschauplätze, unter-" geschobene Kinder spielen; seit längerer Zeit im Film dankbare Rollen, und eine Schülerin, die sich in den Lehrer verliebt,.ist hei den Filmautoren nicht.unbeliebt,, D'ugoHaa», der sich■— äl» Autor, Regisseur uiid Hauptdarsteller— dieser Komponenten bedient hat, hat sich also altbewährte Vorbilder gehalten. Immerhin: Ware er nicht der Häudtdärsteller. der«inen linkischen Lehrer und unfreiwilligen Pflegevater mit sympathischer Unbeholfenheit, dezenter Komik, und sehr viel Herzlichkeit spielt, dann ergäbe das Ganze wohl doch keinen Erfoig. Denn die weder neuartig noch besonders flott geführte Handlung ist nicht mit jener Zähl von Einfällen bereichert worden, di« zur Wirkung notwendig sind" lein Nachttopf ist noch kein Witz, und. er ist er um so weniger, je öfter er erscheint) und die Zusammensetzung von Ulk und Rührung schmeckt zu sehr nach Absicht, um als Genuss empfunden werden zu können.. Aber Hugo Haas in der Hauptrolle rettet, wie gesagt, viel, ein winziger Kind namens Jana ist«in idealer Partner, und auch Adina Mandlovä(die oft HerauSgestellt«, bei der sich schliesslich doch Talent herauSgestellt hat) weicht in der Darstellung eine» verliebten Backfisches von der Üblichen Karikatur angenehm ab.—eis— „Strassinmuflk." Di« Urania bringt dir Ber- filmnng des viel gespielten Stücke» von Paul Schu- r e k, da» Pech und Glück dreier Stratzenmusikanten zeigt. Ein heiterer Film, dessen Handlung freilich au» Wien in eine reich-deutsche Stadt verlegt wurde und dessen Humor an der Spree etwa» spröder geworden Ist. Eine anmutige Musik begleitet die leichte und ein bisschen sentimentale Handlung. Neben Han» Deppe, der auch'al» Regisseur zeichnet, sieht man auch den Komiker Valentin. Da» Programm de» Uraniakino» bringt auch die neueste Wochenschau „Aktualita" und auf der Bühne den Hellseher W. A. Cumberland.- jk. DTJ-Frauen-Leichtathletik um das Hummelhansovi-Memorial Jm Stadion der DTJ Pilsen! wurden am Sonntag die leichtathletischen Mehr, kam Pfmeisterschaften für Frauen und Mädchen burchgefiihrt,.zu denen 89 der besten Sportlerinnen de» Verbandes der DTJl! an» den Kreisen Prag, Pilsen, Königgrätz und Jungbunzlau erschienen waren. Die Wettkämpfe— Fünfkampf der Sportlerinnen und Dreitampf der Mädchen—, welche gleichzeitig für das Hummelhansovä-M em0- rial galten, wurden noch umrahnst von den Meisterschaften des Pilsener Kreises für männliche Zögling« und von rund 50 Teilnehmern bestritten. Jm Dreikampf der Mädchen ver, besserte die Pilsenerin Sokolovä mit 770 Punkten die bestehende Leistuiig der Pragerin Cernä mit 782 Punkten. " Den Fünfkampf gewann RaZkovä(Äönig- grätz) mit 1508 vor Cernä(Prag) 1495 und Po» korovä lImigbunzlau) 1884 Punkten. Damit blieb RaZkovä schon zum vierten Male in dieser Disziplin erfolgreich. Die wichtigsten Einzelergebnisse: 80 Meter: RaZkovä 8.8 Sek., Weitsprung: Cernä 4.52 Meter.. Kugel: Poköröbä 1.84 Meter, Schleuserball: Cernä. "Im Dreikampf siegte Sokolovä lPilsen) mit 779 vor Cniovä(Prag) 694 und Neumeierovä lPilsen) 984 Punkten. Die wichtigsten Elnzeleraeb- nisse sind: 89 Meter: Neumeierovä 8.8 Sek., Schleu- dcrball: Cubovä und Sokolovä je 80.05 Meter, Weitsprung: Sokolovä 4.50 Meter. Die Kreismeisterschaften der männlichen Jugend ergaben einige gute Leistungen, von denen zu erwähnen sind: Kugel: 12.51 Meter, DU- kuS: 32.85 Meter, Speer: 41.88 Meter, Hochsprung: 1.58 Meter, Stabhoch: 2.50 Meter, 100 Meter: 11.8 Sek. In der Gesamtwertung trug Pilsen-Leina mit 41 Punkten den Sieg davon. Spartas erste Niederlage Slavia verliert neuerdings Die Ligarunde de» Sonntags brachte den beiden Präger ,S" verdiente Niederlagen. Spartas "Spielwcife hat mm auch ihr Fiasko erlitten und dass dieses gerade durch den Neuling Schlei.- O ft rau herbe!geführt wurde, bildet die Ueberraschustg. Die Ostrauer erwiesen der"Sparta keinen Respekt) auch die grossen PlatzauSmasse waren kein Hemmnis und wen» schon die Spieler nicht" jene blasierte Technik der Sparta-Leute befassen, so jedoch eine grosse Einsatzbereitschaft und den Willen zum Erfolg. All das fand Anklang beim Publikum, das nicht sparte, den Sparta-Spielern'mit Spott ihre Missgunst fühlen zu lassen, den,sich die«teuren Sterne":auch verdient haften. Sparta glaubte einen Spaziergang mit abschliessenden Torsegen absolvieren zukönnen,-,denn den,Eindruck mackste.eS, äl» sic 2:1 führte. Al» aber kurz vor der Pause der.Ausgleich"fiel nndnach ihr die- Gäste erst recht aufdrehtsn usso^in'drittes Tor schossen, Ivar die«Gelassenheit!' der Prager dahin. In der zweiten Halbzeit stutzten die elf Spartaner beinahe nicht mehr, wozu sie eigentlich da sind und eine„Offensive" ihrerseits blick" schon nach steni- gen Mjnuten.ohne Erfolg stecken.: Dass die Ostrauer in.dieser Hälfte nicht mehr Tore, erzielte», war dem Glück, der Sparta zuzuschreiben..^Doch sei trotz des verdientest Erfolges der Ostrauer sestgestellf, dass bei ihnen auch nicht viel von technisch hochstehendem Fnss- ball zu sehen war. Mst 8:2(2.2) siegte"SK. Schic. sisch-Ostraii...' "4 Im Vorspiel besiegte B i k t 0 r ia 8 t Z k 0 v den SK Pilsen, bei dem die Stürmer vor dem Tore versagten, mit 8:1(1:0)." Slavia kam auch trotz oder vielleicht wegen- Bican(ehemals Admira Wiest) in K l a d n 0 gegen den SK zu keinen Erfolg. Mit 1:0(l:0) ist die N!e-, dcrlage noch knapp ausgefallen,-. Die Kohlenstädter waren hist der Gesamtheit doch besser^und gewannen verdient, wenngleich dieser. Sieg durch.«Inen, Elfer erfolgte. Slavia mnsstt uuu schon die dritte Liga«, Niederlage elnsiecken; für eisten.«Meister" esn'biss-, chen viel... ; n,!::Fn> P i l s« n'blieb Bf k-to rf a über,:>- vcrtrcier auf den neuen Mann einigen. Heber die trostlosen Kassenverhältnisse wurde zwar debattiert, aber ohye eine» Weg zur Besserung zu finden..• Die tschechischen Divisionen. Mittelböhmen: Libeü gegen Kralup 4:0, Union ZiZkov-gegen SK Nusle 5:4, Äikwrla Nusle gegen Altbunzlau 5:0, Nuselsky SK gegen AFK Kolin>2:2(2:2), Sparta Kojik gegen Meteor VIII 8:1; SamStag: Cechie Karlin gegen Bohcmian» 5:1, Hvizda Koöir gegen Slavoj VIII 2:2(2:1).— Böhmen-Land: Ostgruppe: Königinhos gegen Aston Billa Jungbunz- lau 9:1. Königgrätz gegen Polaban Rimburg 8:8 (1:2); AFK Chrudim gegen Jungbunzlauer SK 8:8 (8:0), AFK Pardubitz gegen Tkebechowitz 11:1, Ex- plosia Semtin gegen Rotkofteletz 7:2; Äcstgruppe: Kopist» gegen CSK B.-Budwei» 4:1, Doudlevce gegen Hvkzda Turn 8:8(2!1), Stadion B.-Budtvei» gegen Peiiin 8:1, Hokovice gegen Slavia Karlsbad 4:8, Cesty Lev Beraun gegen Bilin 2:2(0:2).— Mähren-Schlesien: Bata Zlin gegen Kral. Pole 2:0, Han. Slavia gegen Slavia Michalkowitz 2:0, Preran gegen Slovan Ä.-Ostrau 4:0, Arsenal Huffowitz gegen Morävia Brünn 1:0, Mor. Slavia gegen Zabovkesky 2:2(0:1), OlmÜtz gegen Ostrauer Slavia 2:1. Sonstige Fnffballergebniffe.Saaz: DSB gegen Eintracht Aitenbcrg 8:1.— Budapest: Hungaria gegen BocSkai 4:0, Ferenevaros gegen Nemzett 5:4, lljpest gegen KiSpest 8:1.— Wien: Admira gegen Wacker 1:1(1:0), Austria gegen Fav. AC 8:2, Rapid gegen FC Wien 5:0, Vienna gegen Florids- dorfcr AC 2:2(0:1).— Königsberg: Estland gegen Deutschland 1:4. Der leichtathletische Wettkampf USA gegen Japan in T 0 k i 0 endete mit dem Siege der Ameri- kancr von 94:84 Puntten. Neuer tschechoslowakischer Rekord." Bei dem Prager Haalbor-Meeting erzielte Hoöek(Witkowitz) über 8000 Meter in 8:42.9 Min. einen neuen tschechoslowakischen Rekord.",- Da» Stesnnik-Marathon, da» am Sonntag ans der Strecke Pressburg—Ccklis—Pressburg dnrchgc- führt wurde, gewastn Takacs(Slavia Plag). in 2:52:82,4 Stunden," - Der^ Schwimmwettkampf Jugoslawien gegen. Tschechoslowakei in Dubrownik wurde von den Jugoslawen mit 82:58 Pünkien gewonnen. Jm Wasserball siegte Samstag Jugoslawien,4:8,)lnd^Sonntäa, endete" däS Sjilkk 2)2"(1:1)'.""Ucker.'100""Meter. Freistil erzielte die tschechoslowakische Schwimmerin Schramek mit 1:11.9 Mist, tjnen, neuen, Pekord'.s. Weitere ischechoskowäkische Rekorde gab es. Über 8mäl 109 Meftr Lägen'(Frauen) In 4:14.6 Mn..und" übepssX-lOg Meter, Freistil(Jrmiest) in ötüv Min. Schuppenflechte 1>(Pseriasis) kann man jetzt erfolgreich behandeln ' mit Salbe nach.Pros„Dr. Finger. Einige Tage -Pehandlung, genilgtsv üm'säintllch«"Krandhe^ts- u erscheinungen zum BerschstiM»' zu-'bWgen, - Kürpdckung'Xi.80:—::(Dreißig" Ai) t PH. Mr,. F. Kupka, M.-Ostrava, Gymnasiumgasse 4. .....".. 4252 Bezugsbedingungen: Bei Zustellung InSHauS oder bei Bezug durch die Post monatlich stt 18.2*. vierteljährlich Ai" 48.^-, halbjährig 98— gqnziHrlg ss 192.—, Inserat«, werden laute Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlass.- Rückstellung dost Manuskripten erfalgt*nur bei Einsendisiig her.RetoUrmadken.— Die'ZeltungSfranlattzr ivurdevon der Pöst-'und.Telegraphendirektion Mit Erlaß Nr. 18.8Ü0/VII/1980bewilligt.(Kontrollvöstamt Praha 25— Druckerei:„OrbiS", Druck-, BersagS« und; ZeitUNgS-ÄeG. Prägt" V"