Aus dem Inhalt 17. Zahrganq Nr. 207 Freitag, z. September 1937 Präsident Masaryk schwer erkrankt Kritische Stunden in Lana, Präsident Dr. BeneS und Dr. Hodia am Krankenbett (gefertigt: Aerzie verständigte * z c i und Herstellung des klaglosen Zusnmmcn- wirkens mit der Wehrmacht zu wartenl) de» zu- Drei japanische Divisionen vor Schanghai Die Krise der polnischen Diktatur Erbitterte Kämpfe vor Saragossa Genosse Franz Link gestorben Sudetendeutsche Kinder verschleppt England verstärkt Mittelmeerflotte Konferenz der Mittelmeermächte geplant Erregte Stimmung Im Westen/ Hohn und Drohungen der„Achsenpresse'* Während die französische und britische Presse den stündlich wachsenden Besorgnissen um di« Erhaltung des Friedens im Mittelmeer lebhaften Ausdruck leiht und bei aller begreifliche». Erregung nach einem friedliche» Ausweg sucht, beginnt di« italienisch« und di« deutsche Presse wieder' sehr bedrohliche Töne anzuschlagen. Die Drohungen sind besonders in den deutschen Zei» tungen mit offenen Lerhöhüngen Englands verbunden, fo wenn man auf die Torpedierung der „Leipzig", dir längst- als Schwindel entlarvt wurde» al» Parallel« hinwkist und Boote der spanischen Regierung der lleberfälle bezichtigt. /I» Stuttgart hat Göring«i»e Red« gehalten, die von Drohungen und Zweideutig, leite» strotzt. So verweist er auf, die deutschen Schlachtschiff« und Fluggeschwader, die demnächst" dem„befreundeten Ausland" deutsche„Grüsse" überbringe» würden. Deutschland wolle den Frieden, aber nur einen„Frieden der Ehre",, Bon der französisch-schweizerischen Presse liegt«ine sehr ernst zu nehmende Meldung vor, daß der italienische Gen er al stab im, .Einvernehmen mit M uff»lin i b e f ch lo s»' s e n habe, noch imHerbst ei««E n tisch«i- dung in Spanien herbeizuWreniund da» demokratische Europa vor eine vollendete' Tat- fache zu stellen^ Daher fei ein Großteil der, Truppe», die bei den,fizillani f chen M a n ü»e rn- mitgewirkt habe»,' nicht heintge- fandt, sondern»ach Spanien v»rschiff* worden.•■ ■-. Ein Landung-Versuch bei Baleneia' könnte allerdings schwerste internationale Fplge« Halen, VIC übrigen Bulletins Läng. Donnerstag früh wurde über den Gesundheitszustand deS Altpräsidenten M a s a- rhk folgendes Bulletin ausgegeben: " Der Präsident-Befreier, dessen Gesund- ' heitSzustand in der letzten Zeit sehr gut wär, . wurde heute um Mitternacht von einem schwe- ren Unwohlsein befallen, daS aber in einigen .Stunden wieder behoben war, so daß in Morgenstunden sein.Gesundheitszustand friedenstellend ist. Länh, 2. September, S Uhr früh. Dr. Maixner Prof. P e l n- k u. zw. der Kreuzer„Galathea" und vier Zerstörer, sowie'«in französisches Kriegsschiff vor Baleneia ankern. - Die Reise Mussolinis nach Deutschland soll für den 20. September festgesetzt sei», und angeblich wird Hitler daS Ereignis schon in Nürnberg erwähne». Mussolini wird von Eiano und einigen Generalen begleitet .seins im"Flugzeug reise» und den, dettischen Manöver» beiwohnen;;!','V iin aus. Der.Inhalt dieser ärztlichen Berichte ist bereits bekannt. Professor Pelnäb kehrte von Läny nach Prag zurück und fuhr um die Mittagsstunde nach Paris. Der Anfall, von dem Präsident Masaryk betroffen wurde, dauerte lange und war anfangs sehr heftig. Bor%8 Uhr früh begann die Heftigkeit des Anfalles nachzulaffen und das Gesamtbefinden des Erkrankten gab zur Beröffentlichung des ersten Bulletins Veranlassung. Der Borsibende der Regierung Dr. Milan HodZa erschien bereits in der Nacht am Krankenbett des Präsidcnten-Befreiers in Läny. Donnerstag vormittags kam der Stellvertreter des Vorsitzenden der Regierung, Eisenbahnministcr B e ch y n l nach Läny, um sich über das Befinden T. G. Masaryks zu informieren. Mittags kam der Präsident der Republik Dr. Benes mit seiner Gemahlin und gegen Abend trafen im Schlosse Kanzler Dr. S ä m a l und Gesandter S t r i m p l ein. ✓ Im Verlaufe des ganzen Tages liefe» in Läny sehr zahlreiche Anfragen nach dem Befinden des Präsidenten, seitens der RegiernngSmitglieder, der Repräsentanten der Nationalversammlung und zahlreicher.anderer öffentlich tätiger Personen sowie vonvielen Korporationen ein.. Sehr viele Tclephongespräche wurden von den Dclega- jiönen der inländischen und der ausländischen Presse nsit dem Schloss,,ip Läny geführt.' Europa blickt nach Läria Ans allen Städten des Kontinents, insbesondere aus Paris und L o n d o n, laufen stündlich zahlreiche Anfragen in Prag und Lana ei». Die Presse Westeuropas und anderer befreundeter Länder widlhet der Erkrankung des Präsidenten besorgte unst teilnahmsvolle K o m- m e n t a r e, in denen ans die Weltbedeutung der einzigartigen Persönlichkeit MasarykS verwiesen t wird.. «rschelRt mit««»«ahme de» Montag tflgltch früh/«Inzelprei« 70 Heller Redaktion und Verwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Verantwortlicher Redakteur: Karl Kern, Prag Sucht Mussolini die Entscheidung? Neuer Piratenakt; britischer Dampfer versenkt Gez. Dr. Maixner. die Wälder von Läny unternommen, von der er nach 18 llhr zurückkehrte. Nach feiner Rückkehr und vor dem Abendessen empfing er wie sonst immer seinen Sekretär Dr. Schenk, der ihm das übliche Tagesrcferat erstattete. Auch das Abendessen ging, wie sonst immer, vor sich. Der Präsident befand sich, hiebei in der Gesellschaft seiner Tochter Dr. Alice Masarykovä. Nach dem Abendessen hörte er bis fast 22 Uhr Rundfunk und hörte u. a. auch die ganze im Rundfunk gesendete Schubert-Symphonie an. Wie auch sonst begab sich der Präsident nach dem Abendessen um 23 Uhr herum zu Beit. Kurz nach Mitternacht fühlte der Präsident Anzeichen eines Unwohlseins. Die Pslegcschwester rief den Kammerdiener Pri- hodä, der den in Läny auf Urlaub weilenden Gesandten Jan Masaryk verständigte.(Sä wurde unverzüglich der Läuycr.Arzt Dr. Svoboda ge- rufen, der die erste Hilfe leistete. Bon Läny wurde auch ein Wagen' zum Leibarzt des Präsidenten 'Dr, M e i r n t'r gesandt. Bereits um 1 Uhr nachts" VcsMtd'fsch'Dk.^MekxnerintLäny. An^dao Lager deS Präsidenten- wurde auch der Professor der KarlSuniversität Dr. P e l n ä r berufen, per etwa um die vierte Morgenstunde im Schlosse eintraf; In Läny war auch der Borsihende-Gtellver- treter des Tschechoslowakischen Roten Kreuzes, General deS Gesundheitswesens Dr. H a e r i.n.g anwesend. Professor Pelnäb und Dr. Meixner untersuchten den Kranken- und gaben um 6 Uhr früh das erste ärztliche Bulletin aus. Dr. Meixner verblieb, in Läny und gab um 11 Uhr vormittags das zweite und uni 16 Uhr das dritte Bullo- Die gesamte tschechoslowakische jOesfentlich- keii, die Bürger aller Böller dieses Staates,, ja darüber hinaus die ganze Kulturwelt verfolgen mit banger Sorge die Nachrichten, welch« aus dem stillen Lana, dem Sih des Staatsmannes, und Denkers Masaryk kommen. Bei dem hohen Alter des Präsidenten-Patriarchen ist eine jede Erkrankung eine ernst« Sache, anderseits aber gibt der„widerstandsfähige Organismus", wie es in einem der Berichte über den Zustand Masaryks heisst, doch die Möglichkeit,. an die sich die Hoffnungen der Menschen.klammem, dass der.greise Patient die Kris« übersteht: ES ist.daS dritte oder viertemal seit 1018, dass der Präsident-Bes«»er ernstlich erkrankt ist, seine Konstiiution-hat immer wieder- erfolgreich. allen Anfällen widerstanden. Das.heissest« Sehnen aller gslt heute der Gesundheit des grossen Mannes, der Wunsch der französischen Presse„dass der Tschechoslowakischen Republik ihre grösste lebende Persönlichkeit noch lange erhalten bleiben möge" drückt alles ans, waSwir empfinden.-- * Nach der Ankunft der mMMMN der Gesandte San Masaryk den Präsidenten der Republik und de» Borsitzenden der Regierung. Der Präsident der Republik mit seiner Gemahlin und der Vorsitzende der Regierung trafen in der Nacht in Läntz-ein. * Um 11 Uhr vormittags wurde ein zweite» Bulletin auSgegeben, da» besagt: In dem Gesundheitszustand deS Präsi- dent-BefreterS, der sich in der heutigen Rächt ' plötzlich durch atheromatöfe Störungen einiger kleiner Gehirnaterim verschlechterte, wie die» , iin Jahre 1034 der Fall war, ist seit 0,Uhr s früh keine wesentlich« Aenderung -' eingetreten. Die Symptome ändern sich in bezug ans i.deren.Ernst, der. widerftandökräftige Organismus wehrt sich, die Herztätigkeit ist gut.' ., Gefertigt: Dr. Maixner. - L ä n y» am 2. Septeinier. um 11 Uhr vormittag».' Um 21 Uhr: unverändert . Län y. Um 21 Uhr abends hat der behandelnde Arzt de» Präsident-Befreier» T-G. Masaryk folgende Nachricht über dessen Befinden auSgegeben: z/„Die Erkrankung de» Prästdent-BefroierS hgt feit 16 Uhr keine.wesentlichen. Aenderungen erfahren.- Die'Temperntur ist leicht- auf,-37.6 angestiegen und wieder auf 87.1 zursick,eganiM Pul» 112, regefmiißig. ' Läny) den September,«in 21. Uhr..' - piiterzeWsi De- ')-!^Mint Mafaryk'.haÜ«/!d?y" Mittwoch fo verlebt wie jeden anderen vörhergöhenden Tag. -------- 1 wiV.'JnravilM.« mi!li. / London. Die Zuspitzung der Lage im Mittelmeer, die neuerlich durch die Bombardie rung der„W o» d.s'o r d". drastisch bewiesen wyrde,.. Hai den dreieinhalbstüttdigen britischen Ministerrat am Donnerstag zu zwei sehr bedeut samen'Entschlüssen.veranlaßt, die nach telepho nischer Rücksprache, mit llhamberlai» gefaßt wur den. Diese findr- ,,.- 1. Eine B e r st ä r k u n g der britischen 3 e r störe tfl o 11 e im westlichen Mittel meer, die nicht durch Abziehung von Einheiten au»' denr östlichm Mittelmeer erfolgen soll, somit fine: allgemeine Berftäekung der hritischei» Mittel- meerflotte darstellt. .. 2. A n nah m'« d e 8 französischen Barsch! a g atz ans Beschickung einer demnächst‘ nach Genf einzuberufenden Tagung aller M.-,Üt.'r,-e- I nt e« r m ä ch t«-- znr Erörterung der' Lage im Mittelmeer. Wann diese stattsind«» wird, diWÄe"E während""d«^Bölkerbundta,ung ML l/T“ T ? Nznau bis zur B° llcn. fein wird. Teiltzehmen sollen' all. Mittelmeer-"""«-.«.« <(Fortsetzung auf Seite 2) Das um 16 Ahr ausgegebene Bulletin meldet: Im Befinden deck erkrankten Präsident-Befreiers tritt allmählich eher ein Umschwung zum Bessern ein: Das Sensorium, da- getrübt war, heut sich auf. Die Atmung, die Spuren von TehirnstSrungen aufwies, wird regel- -mäßiger und tiefer. Die Herztätigkeit wird noch ausgiebiger. Die Temperatur ist nur wenig erhöht(37.4). Länh, 2. September 1937, 16 Ahr, Oesterreichs neuestes Sozialistengesetz —l.—Kt.— Wien, 30. August 1987. Ende August trat in Oesterreich eines jener Gesetze in Kraft, an deren Fertigstellung, ja Entstehung die sogenanntett gesetzgebenden Körperschaften keinerlei Anteil haben. Also auch keine Verantwortung. Ein Werk des Ministerrates, belastet das neue„Ordnungsschuhgesetz" ausschliesslich seine Urheber, die— wie cs scheint— auch nicht ganz gerne verantwortlich zeichnen, cs aber tun mussten, weil sic nicht einmal der Zustimmung der so frommen gesetzgebenden Körperschaften sicher waren. Wie immer: das neue„Gesetz" bringt unleugbar einige Neuerungen, die, so klein sie sind, als k r a m p f h a f t e B e r s u ch e bezeichnet werden können, das kleine Oesterreich mit seinen zahlreichen grossen Ungeheuerlichkeiten, nach den „Abirrungen" seit 1983, tvieder in die Reihen der Rechtsstaaten zurückzufiihren. Als Beginn eines solchen Versuches muss man es als stümper- hast und unbeholfen bezeichnen, als vollendete Neuordnung, als die es sich präsentiert, al» Provokation ärgster Art, vor allem als Verhöhnung des gesunden Menschenverstandes. Oesterreich tvird also sorta» seine Ordnung durch Gesetz schützen. Wer tvollte im Grunde an einem solch löblichen Beginnen' eines' Staates Anstoss nehmen? Man könnte höchstens fragen.' warum das erst so spät geschieht; aber wie wäre es den Wcgcbnern und Schöpsern des„neuen" Oesterreich ergangen, wenn die demokratische Rc- puvlik ein solches Gesetz sürangehracht,.für zweck-... mässig erachtet hätte? Herr Schuschnigg Hai übrigens dieser Frag« die Berechtigung nehmen wol- lcn, weshalb er in der amtlichen Begründung des „Gesetzes"— so etwas gibt es auch in autoritä- ren Staatenl— sagt,„nach dem Umsturz von 1918 seien, den SichcrhcitSbchördcn nahezu alle gesetzlichen Möglichkeiten zu einem lvirksamen uns nachhaltigen Einschreiten gegen staatsfeindliche Aktionen grösseren Stils und gegen staatsfeindliche Unitriebe überhaupt genommen worden". Es handelt sich also um die Ausfüllung einer Lücke, die sich aber— das muss int-Interesse der geschichtlichen Wahrheit festgehaltcn werden— erstseitdc.m Auftreten der verschied e n c n B o r st u f e n u n d Abarten des ö st e r r e i ch i s ch e n Faschismus gezeigt hat. Die Demokraten, die sozialistischen an der Spitze, haben keine staatsfeindliche» Aktionen, die behördlich oder gerichtlich hätten geahndet lverden müssen, nnternom» mcn. Der Versuch, ihnen etwas Derartiges anzudichten, ist sowohl Seipel(iin I. 1927) als auch dein unedlen Brüdcrpaar Dollfuss—Fey(iin Jähre 1981) schmählich misslungen. Im Lahre 1927 durch die zahlreichen Gerichtsurteile, die in keinem einzigen Fa11e ein'Kolle k t i v v e r b r e ch e n zu konstatieren in dcr Lage waren I im Jahre 1984 aber durch das grosse, nur für den snnern Gebrauch der Heeres- I-itung verfasste und gedruckte Werk über den „Februaraufstand 1934", das der Oesfentlichkeit nicht zugänglich worden.durfte, weil es das s e n s a t i o n e l l e B e k r n n t n i S enthält, dass seit Jahren in enger Zusammenarbeit zwischen Heeresleitung' und Wiener Polizeidirektion alle Vorkehrungen„für den mit Sicherheit als Atitlvort auf die angeblich, unausweichliche Notwendigkeit, den Arbeitern die ihnen in der Revolution zugefallenen Rechte zu entziehen, erwarteten Abwehrkampf", de»„Bürgerkrieg der Sozialdemokratie" getroffen lvurden; dass die Wiener Polizei in den militärischen Kasernen gedrillt wurde, nachdem man seit 1929, dein.- Lahre der Aufmärsche und des PutscheS der Heimwehr, ihre Reihen unauffällig, aberj um so ausgiebiger vermehrt und sie nach allen Regeln der Kriegskuiist ausgerüstet habe— gegen sie Sozialdemokraten I(Wie nett und zuvorkommend war es doch von den Sozialdemokraten, allen Gewalttaten und Rechtsbeugungen, der Auslösung des Schutzbundes, der„Selbstaus- schaltung" deg Parlaments, ben gesetzwidrigen 1| Durchsuchungen der Arbeiterheime, aber auch der ' unerhörten Schonung der Putschisten um Star- Hemberg und Fey. zum Trotz mit. dem„erwarte- Sette 2 Freiing, 3. September 1037 Nr. 207 Damals, also schon fast ein Jahr nach Beginn der autoritären Aera, gab cs kein„Ordnung»- schutzgesetz". In Oesterreich war, die Ordnung von der Demokratie nie gefährdet; deshalb brauchte» Gerichte und VerwaltungSbehövden keine gesetzlichen Maßnahmen zur Erleichterung des Ordnungsschutzes gegen sie. ES wat ein Fehler, ein Mangel von dem Augenblicke an, da die Feinde der Demokratie mit ihrem frevelhaften Beginnen einsetzten und die Demokratie noch so gesund und stark war, daß die bürgerlichen Parteien, welche die Regierung stellten, allerdings ohne hiezu noch vom Volke legitimiert zu sein, auf die Demokratie keine ttiülksicht nehmen zu müssen glaubten. Zu derZeit hätte' man ein »Ordnungsschutzgesetz" schassen müssen. Erst"nachdem sich die verräterischen bürgerlichen Parteiführer" der verratene» pseudodemo- kratischen Parteien Wit dem faschistischen Gelichter verschworen haben oder— was auch borkain — ihnen durch ihr feiges Schweigen zuzustimmen schienen, kamen jene»Ordnungsschutzmahnahmen", welche jede Abtvehr der Demokratie unmöglich niachen sollten, jede so berechtigte Revanche behindern sollten, und die nuii zum Teil „gemildert", zum Teil„vereinheitlicht" und „vereinfacht", als„O r dn u n g s sch u tz g e s e tz" — gegen die Demokratie weiter, dauernd in Geltung bleiben sollen. Was bisher, in der Zeit von 1988 bis 193V geschaffen, als Provisorium, natürlich behaftet mit allen Schlak- len von GelegenheitSgesetzen, als Provisorium den Februarsiegern zur Verfügung stmid, soll nun nach vielmonatlicher Bearbeitung als definitives Gesetz gelten. Die demokratische Republik glaubte gegen ihre Feinde ohne solche Biahnahmen auskommen zu können; der faschistische»Bundesstaat" will und wird— wie bisher— seine demokratischen Gegner verfolgen— weil» er auch vorschützen faii», das Gesetz gegen die Hakenkreuzler zu brauchen, gegen die er sich doch mit Rücksicht auf Deutschland nicht vorzugehen traut. In der letzten Zeit muhte erst ein hoher kirchlicher Funktionär die Regierung erinnern, dah die Kirche die Duldung deS Hakenkreuzes unliebsam empfindet Nur die aufreizendsten Begleiterscheinungen deS Schreckensregimes von 1934 werden ausgehoben oder gemildert, weil man die Tünche retten möchte: angeblich will man die bisher so beliebte doppelte Bestrafung eines Deliktes durch Gericht und Polizei(die bekanntlich auch freigefprochene„Missetäter" nach WöllerSdors entsandte, weil sie, die beste Polizei, eben„Verdacht hatte") behindern und untersagen; will man das. Recht der Berufung gegen Schuld und Strafe, wenn auch nicht allgemein, so doch auch sür einzelne Vergehen gegen die Ordnung wieder Herstellen, weil das verschiedenen Delegationen aus dem Ausland zugesagt wurde; will man die dauernde A u ft e ch.t erhaltung W üllersdorfs durch Erstreckung seiner Gastfreundschaft" auf das„den sozialen Frieden störende Verhalten", also auf„unsoziale"" Unternehmer undzum Streik„aufhetzende" Arbeiter, verdaulicher machen. Alle die bisherigen Tücken und Brutalitäten werden nur scheinbar beseitigt, da man sich durch Bestimmungen sür den„verschärften Ordnungsschutz" dazu bevollmächtigt,„falls die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit in ausgedehnteren Gebieten in bedrohlichem Mähe gestört wird", eine Reihe von Verschärfungen in Kraft zu setzen. Es sollen für diesen Fall die Strafsähe des normalen Ordnungsschutzgesetzes verdoppelt werden, die Berufung erschwert wer den, das Briefgeheimnis, das schon normal aufs schwerste bedroht ist, ganz aufgehoben und gegen die öffentliche;! Bediensteten noch höSartigxre Bestimmungen apgewöndet werden. Sieht es denn, nach der Meinung der Regierung>in Oesterreich von heute so aus, dah sojche Vorsichtsmahnahmen wirklich nötig sind? Das Wesentlichste ist, dah auch j nach dem neuen Gesetz die sozialdemokratische (neben der kommunistischen, nationalsozialistischen und der steirischen Hetmatschutzpartei) verboten bleiben. Als verbotene Parteibetätigung wird auch jede Werbung und F"ürde» ru n g, z. B. durch Gebrauch von Fahnen: Siandartcn, Uniformen und Abzeiche« usw. angesehen und gestraft, aber natürlich aüch Streuaktionen und Anbringung von politischen Bildern oder Schriften an fremdem Eigentum, als auch Beleidigung der verschiedenen Amtsträger, Vorführung von Filmen, Schallplatte» oder Rundfunksendungen für andere Personen, Verbreitung verbotener ausländischer Zeitungen. Wie wenig die Zusage der Abschaffung der Doppelbestrafungen eingehalten,wird, ersteht man darauf, dah bei gerichtlichem" Freispruch die, „Verwahrung" uderUntersüchunglhaft auf d i e V e r iv alt u n g S st r'a f e a n z u r e ch» neu ist;„ebenso ist die Anhaltung(da» ist das Konzentrationslager) zu berücksichtigen.„Bel Gefahr" kann die Polizei Hau»- und Personen« durchsuchungen ganz willkürlich vornehmen; wann die„Gefahr" gegeben ist, entscheidet die Sicher« heitsivache allein! Nun richtet sich das Gesetz eben doch vor allein, gegen die soziali- st i s ch e Arbeiterschaft, die heute eine ehrliche und' wirkliche Verteidigungskraft der österreichischen Freiheit und Unabhängigkeit sein könnte, wenn man sie nicht mit solchen„Schützgesetzen" außerhalb des Rechtes stellte. Das Ordnungsschutzgesetz" ist, bei der notorischen amtlichen Förderung des Nazismus, eine Neuauffas« sung des Sozialistengesetzes. Um iso bestimmter ist in Oesterreich"die Hoffnung, dah es auch das l Schicksal seiner Vorgänger teilen wird, deckte, wird angenommen, daß daS Unterseeboot, welches den Angriff unternahm, getrofhen wurde. * Hinsichtlich berTättgkeit der Kriegsflotte wird bestätigt, daß die bereits früher der eng- lffchen Flotte gegebenen Instruktionen erweitert wurden: Die Kriegsschiffe werden nicht nur jedes englische Schiff, auf das ein Angriff unternommen wird, beschützen und einen Gegenangriff gegen den Angreifer unternehmen, sondern eS werden sogar alle Maßnahmen getroffen werden, um den Angreifer zu verfolgen und dort zu versenken, wo er gestellt werden kann. Ueber die allgemeinen Maßnahmen wird eben verhandelt. ES ist notwendig, diefelben mit den französtschen Vorschlägen zu vergleichen. Das Ringen an der Aragon-Front Valencia.(HavaS.) Das amtliche Kommunique der Regierung berichtet über die Aktwnen an der Aragon-Frontr Regierungstruppe« schließen Belchite immer enger ei» und sind bereits bi» zu den ersten Vorstadthäusern vorgedrnngen..Der Druck deS Gegners nördlich von Mediana hat«nS einen gewissen Terrainverlust gebracht. Zwei Angriffe der Gegner auf Zaera und Billa Mahor de Balego wurden abgeschlagen. An der Front von Teruel stehen die RegierungSalteilungen bis auf Schußweite vor Azota. Dem Feinde gelang. eS nach" einem heftigen Bombardement, die Stellungen auf dem Berge Santa Barbara zu besetzen. An der Südfront bei Granada haben Abteilungen der Aufständischen CEortizo beseht, die Regierungstrup- pen konnten jedoch den Gegner au» den neuen Stellungen durch einen Gegenangriff vertreiben. Bei Pozoblanco haben RegierungSabteilungen Aldea de Cuenca und Sierra Ravalearazo besetzt. ' Flaue Landung bei Schanghai Schanghai.(Reuter.) In der Umgebung Liuho-Wusung entflammte ein neuer heftiger Kampf. Die Chinesen unternahmen auf Lotten einen Gegenangriff, sttehen aber auf hartnäckigen Widerstand. Der japanische Sprecher erklärte, dah der Durchbruch in der japanischen Front zwischen Lotten und Wusung wiederum wettgemacht wurde, fügte aber hinzu, dah eine vorzeitige Meldung über die Einnahme PaoschanS durch die Japaner zu berichten wuhte. ■ In der Nacht wurden in Schanghai fünf japanische Soldatentransporte und Materialladungen ausgebootet. Schanghai.(Reuter.) Die Japaner hübe» im Gebiet'von". Schanghai bereits die dritte Division auSgebootet, doch zweifelt man, ob diese Truppen genügen werden, denn der Widerstand des chinesischen Heeres ist ungewöhnlich zähe. Die amtliche chinesische Nachrichten-Agentur behauptet, dah der japanische Oberbefehlshaber vor Schanghai in Tokio telegraphisch die Entsendung von zwei weiteren Divisionen angefordert habe. Diskontherabsetzung In Frankreich Paris. Die Bank von Frankreich ermäßigte den Erkomptesatz von 4 auf 8.8 Prozent, den Lombardsatz von 8 auf 4.8 Prozent und den Satz für 8l>tägtge» Geld von 4 auf 8.6 Prozent. Piraten Im Mittelmeer (Fortsetzung von Seite 1) staaten, also Frankreich, England, Italien, Jugoslawien, Griechenland, die Türkei, Aeghpten und Spanien. Beide Entschließungen sind äußerst bemerkenswert, weil sie erkennen fassen, in welchem" Ausmaß Großbritannien sowohl der dauernd sich vergrößernden Spannung im Mittelmoer als auch der zum großen Teil durch die italienische Politik im westlichen Mittelmeerbecken hervorgerufenen Besorgiriste Frankreichs Rechnung trägt und dessen Befürchtungen teilt. Der französische Ehargt d'AsfaireS in London, lla m b o n, der in Abwesenheit deS Botschafters ein zweites Mal im Foreign Office vorsprach, soll nach Kenntnisnahme der brittschen Entschließungen bekanntgegeben haben, daß Frankreich vorläufig seine Absicht, leim Nichtinterventionskomitee zu protestieren, zurttckziche. Auch die russischen Vorschläge, die dahin ginge», daß eine gemeinsame Protestkundgebung ak>> a« der Mittelmeerschiffahrt interessierten Staaten erfolgen soll, werden damit zumindest vorübergehend zurückgestellt. Kommende Woche wird ein Bollministerrat unter Vorsitz Chamberlains stattfinden, der sich angesichts der Lage doch entschlossen hat, seinen Urlaub früher alS geplant war, zu beenden. Er sollte erst am 18. September nach London zurückkehren. In diesein Ministerrat werden auch die endgültigen Instruktionen sür die englische Delegation zür Völkerbundtagnng beschlossen werden. Englischer Dampfer versenkt" Loudon. Wie„Preß Association" meldet, wurde der britische 7000-Tonnen-Tankdampfer ,,W o p d f o r d" ans der Fahrt von Barcelona nach Valencia, 13 Mellen von der Küste entfernt, torpediert. Ein Mann wurde getötet, sechs Mann wurden verwundet. Der Dampfer ist drei Stunden nach der Torpedierung gesunken. Die Mannschaft konnte in Rettungsbooten Denicarlo erreichen. Der Londoner Reeder Vassilios erklärte, baß man für daS Schiff für de» Mittelmeerhandel keine englische Mannschaft habe bekommen können und der Dampfer daher fast ganz mit Ausländern bemannt gewesen sei. DaS Schiff habe Benzin von, Rumänien nach Barcelona bringen solle». In' Barcelona hätten jedoch keine Löschmöglichkeiten bestanden, so daß da- Schiff seine Fahrt von Barcelona nach Valencia habe fortsetzen müssen. Wie verlautet, ist der versenkte Dampfer ein ehemaliges griechisches Schiff, über dessen Ueberführung in englischen Besitz gerade zur Zeit Verhandlungen schwebten. Bordeaux(HavaS.) DaS Blatt„Li- vcrtc Sudouest" schreibt: Am 31. August traf im Hafen von Arachon die spanische Schaluppe „Nuestra Senora de Carmen" mit 11 Mann an Bord ein. Der zweite Offizier sagte ans, daß daS Schiff am 27. August unweit der Küste von Santander von einem Franco-Schisse verfolgt wurde, doch gelang eS ihm,»n entkommen. Dann begegnete die Schaluppe einem italieni- sch en Kriegsschiff, welches sie sofort zum Halten zwang. Italienische Offiziere und Matrosen kamen an Bord und befahlen dem Kapitän, nach Bilbao zu fahren. Nm die Ausführung dieses Befehles zu sichern, nahmen die Italiener den Heizer der Schaluppe mit sich an Bord des Kriegsschiffes. Die Schaluppe fuhr aber anstatt nach Bilbao nach Arachon. Such«In russischer Dampfer versenkt Athen.(Reuter.) Ei» Unterseeboot, daS die Flagge der spanischen Nationalisten gehißt haben soll, hat bei der Insel Dkpr den Sowjet- . dampf«„M o l a j k e w" versenkt. Ein Be- satzungSmitglied des DampferS wurde durch die Explosion getötet, die übrigen konnte» sich retten. Das U-Boot beschädigt? Gibraltar. Die britischen Torpedobootzerstörer„Havock" und„Hast!,", die zur Verfolgung deS unbekannten Unterseebootes, daS einen Angriff auf die„Havock" unternommen hatte, auSgefandt worden waren, stnd Donnerstag vormittags nach Gibraltar zurückgekehrt. Mitteilungen der Besatzung des angegriffene» Zerstörers.»«folge wnrden fünf Explosionsminen ins Meer atgefeuert. Da sich die Meeresoberfläche nach ihrer Explosion mit Oel be« Copyright by Saturn Verlas 1836 „Finden Sie?" entgegnete Monsieur Perrin mit heiserer Stimme und der Blick, den er Valerian zuwarf, hatte nichts Fürstliches mehr, „finden Sie, dah es wie ein Cranach aussieht? Hm..." Er schien noch etwas sagen zu wollen, aber es war, als ob die Stimme den Dienst versage. Valerian lieh ihm auch keine Zeit zu weiteren Aeuherungen. Es stand zu befürchten, dah der alte, in seiner Noblesse-oblige-Rolle gefangene Komödiant ausbrechen könnte. „Was kostet denn so ein Bildchen?" sagte Valerian daher rasch und blickte Monsieur Perrin durchdringend an, mahnend, forschend, anstachelnd in die Augen. „ES gehört nicht mir", stieß Monsieur Perrin hervor und die Art, in der er ValerianS Blick erwiderte, hätte selbst einem alten Zuchthäusler die Schamröte ins Gesicht getrieben. „Man fordert zweihunderttausend Francs..." setzte er hinzu,„über, Madame, ich würde eS Ihnen nicht empfehlen; keineswegs l" „Nein, das ist entschieden zu. teuer", murmelte Valerian und nahm Mrs. Bump das Pild aus der Hand. Man verlieh daS Allerheiligste und wanderte durch die drei Säle- zurück. Mrs. Bump dankte mit einer gewiffen Ironie und erklärte, gelegentlich' wiederkommen zu wollen. Sie hatte kaum die Galerie verlaffen, als Monsieur Perrin— noch war das liobenswürdige Abschiedslächeln nicht ganz von seinen Lippen geschwunden— sich nach Valerian umwandte und' vor ihm aufpflanzte. „Ah, mein guter Aronas",., sagte er und seine Stimme zitterte,„ich habe schon allerhand erlebt im Bilderhandel, ich bin ja nicht mehr der Jüngste. Aber eine solche Frechheit, eine derartige lknverschämtheit hat sich iwch keiner der kleinen Gauner-von Ihrem Schlag, die sich an mich heranmachen, erlaubt. Wie, mein Lieber, Sie offerieren. Ihren Schund in meiner Galerie? Halten Sie mich, mein guter AronaS, für dumm und altersschwach? Wie, Sie wagen es, in meinem Geschäft Ihre Gaunereien.mit falschen Zuschreibungen unter meiner erzwungenen Assistegz- durchzufiihren? Sie glauben, mein Guter, Jean- Marie Honorö Perrin zu Ihrem Komplicen, zu Ihrem Komplicen sage ich, machen zu können?, Rufen Sie Alberti" donnerte er der Empfangsdame zu, die sogleich verschwand.«Sie möchten gerne, dah die Galerie Perrin Ihre Bilder legitimiert oder gar verkauft? Das, mein' Freunds ist Ihnen mißlungen. Hätte ich die, Situation gleich ganz durchschaut, ich hätte gäyz.anders gesprochen. Aber dieses Uebermah, erpresserischer Frechheit, mein guter Aronas, ist Mir ja nicht gleich erkennbar gewesen.'Albert, nehmen Sie da» Bild, das auf meinem Schreibtisch liegt und stellxn Sie er auf die Gaffel Geradewegs auf die Gaffel" „Monsieur Perrin","erwiderte sehr hal- tungSvoll Valerian.„Sie sind im Irrtum. Mer Sie haben mich beleidigt— ich werde Ihr Geschäft nie wieder betreten."' Monsieur Perrin brüllte fast:„Dafür, dah Sie mein Geschäft nie wieder betreten, wird Albert sorgen, mein guter Arona»!" Ohne ein weiteres Wort verlieh Valeria« die Gabrie Perrtni Dem Diener, der'ihmdrei. Minuten später das Bild" in daS-Taxi stellte, gab" "er lächelnd fünf Francs. '„Er ist manchmal so", sagte Albert verlegen, i „ein bißchen aufbrausend. Aber er meins es nicht, so schliiüm. Bicot hat er in einer ähnlichen Ge-| schichte auch htnausgeworfe» und jetzt kaust er dochj wieder von ihm. Machen Sie sich nicht» darau»I" -Nicht das Geringste"," erwiderte. Valerian strahlend und gab dem Chauffeur eine Adresse im Boulevard St. Germain an. Eine halbe Stunde später hing da» Bild bereits" bei Baron Wladimtr Oritzky, -„Alles geht nach Wunsch. Ich komme wie ver. abredet", sagte Valerian und- fuhr in» Hotel Ritz.—r. Die Beratung fand zu dritt statt. Valerian nahm an der Besprechung der weiteren geschäftlichen Schritte anscMg» keinen Anteil. Er hatte sich- mehrere, biographische und sttlkritische Werke üher Lukas Cranach d. Ae. besorgt, durchblätterte sieMit-fieberhaftem Interesse und unterbrach da» Geschäftliche immer, wieder durch"kleine Freuden» auSbrüche. .^.>Mt!"-"xicf er,.„Haiti WasM ich.,da? Hören.Sie, Mrs. Bump, hören Sie doch:,. So umfangreich der Vorrat an Werken Cranachs und seiner Werkstatt, noch heütesich datstcllt, so sicher blesbt' es doch, dah auch er nur.einen..klemm Ausschnitt des einstmals Borhandegen bedeutet,' Berstehe» Sie, Mr». Bump, verstehen Sie? Üiid hier wi eder: So reichen» b|e' Zahl des'Vorhandenen dünkt, so verschwindend muh sie" gegenüber der Masse'de» Verlorenen in Wahrheit sein.- Ja," ver«" loren l Da» ist da» richtige Wort. Wa» verloren giügp> kann sich wieder finden. sJch' habe meine bestimmtenVermutungens"Da» Bild'weist in die Wittenberger Frühzeit Cranach»:„Im Jahre 1894", begann er'wieder zu lesen- ,!wurde^stuka» Cranach von-Kürfürst Friederich dem Weisen«nach Wittenberg berufen, Er hatte eftie Frau au» dsmangeschenen Gothaer Familie Brengblerlhesül« geführt....zwei Söhne-üpd> drei Töchter gingen Im- Laufe der Jahre jauch Cranach» Ehe mit Barbara Brengbier hervor..." Barbara Breng- hidr-... Gibt eS ein. Porträt dc» angesehenen Gothaer Patriziers Brengbier, des Schwiegervaters unseres Luka»?" Er suchte hastig im Gesamtverzeichnis der Werke Cranachs. „Oh, dear man", sagte Mrs. Bump verärgert,„war habe ich davon, ob eS da» Porträt von seinem Schwiegervater oder von seiner Großmutter ist, wenn ich es nicht bekomme? Zuerst muh ich e» doch haben!" .„Madame", erwiderte Valerian, au» dem Buch aussehend,„wollen Sie sich begaunern lassen? Wollen Sie zwethunderttauseiw Francs für ein Bild bezahlen, das Perrin.vielleicht um hun- dertsllnfzigtausend Francs, oder noch billiger•— die Kerle sind ja. zu allem fähig— in der Hand hat?" „Nein, Ich kaufe e» überhaupt nicht.von ihm. Ich,will wissen, Werder Besitzer ist. Sie haben es mip versprochen." „DaS ist Sache.unseres Freunde» Laruse", erwiderte Balerlan trocken und vertiefte sich wieder iw sein." Büch.„Sehen Sie:„1617 übersiedelte Cranach nach Weimar. Hier entwickelte sich sein Spätstil, der zu de«-schwierigsten und anziehendsten Kapiteln in der Geschichte der deutschen Malerei".'.!-'. „Monsieur Aronas", sagte Laruse, der eitlen, klägliche« Eindruck machte,„selbstverständlich hoffe ich,.den Besitzer des Bilde» fcststellen zu können,. Mer ich dachte, dah Sie miis dabei, wie Sie eS versprachen,, an die Hand gehen würden." Välermn ltzsste unwillig da» Buch weg. i,Aber natürlich, Laruse," sagte er,„natürlich tue ich das.' Da» wird"Die allerdings der. härtesten Arbeit nicht entheben.' Perrin ist bekannt dafür, dah er nur von Aristokraten' kauft. Sie haben alsy ein ganz begrenztes Feld« Solche Wunderwerke wie diesen Cranach findet man nicht im Faübouvg St. Antonie. Dah der Besitzer irgendein, hoher Aristokrgt ist, dah.Sie im Fau- bourg St. Germain, in einem der alten Ädels- paläste dieser. GegendsüchenmUssen—, daran ist kein Zweifel.' rlFottschjUNg- foMM- Nr. 207 Freitag, 3. September 1937 Seite 8 Gesandter Dr. Flieder aus Lissabon abserelst Lissabon.< Reuter.) Der tfchechoslo- watische Gesandte bei der Valencia-Negiernng, Dr. F l i e d e r, der gleichzeitig bei der portugiesischen Regierung in Lissabon beglaubigt war, ist Donnerstag früh mit seiner Gattin und Tochter mit der Bahn auS Lissabon abgereist. Bei seiner Abreise war daS hervorragende Mitglied des AuftenministerinmS Ribatamega und von ausländischen Diplomaten nur der französische Geschäftsträger zugegen. Bor der Abreise hätte sich der Gesandte in daS Gedenlbuch des Präsidenten der Portugiesischen Republik eingetragen. Ole Manöver abgeblasen Erfolgreicher Durchbruch einer roten Kavalleriebrigade Pisek. Donnerstag um 12 Uhr mittags wurden die Schlußübungen der 8. Manövergruppe in der Nähe von Blatnä abgeblasen. Ueber die Beendigung-der Schlußübungen wurde folgender amtlicher Bericht ausgegeben: t Die Nacht vom 1. zum 2. September benützten beide Parteien zur Vorbereitung der Aktionen, durch welche sie eine Entscheidung der Kämpfe herbciführen wollten. Der Schwerpunkt der Kämpfe übertrug sich in die Mitte des Raumes auf die Achse Blatnä-Bkeznice. Am westlichen Flügel Im Raume von Kasejovice beschränkten sich beide Parteien nur auf Operationen, welche die Sicherung dieses Flügels zum Ziele hatten. Die Blauen setzten friih eine durch einen Nachtmarsch herangeholte höhere Einheit mit der Aufgabe ein, von Norden gegen Blatnä vorzurücken und den Gegner aus Lomnice zu verdrängen. Diese Aktion unterstützten die Blauen durch «inen Angriff einer Kavalleriebrigade und motorisierter Einheiten im Raume nordwestlich von Blatnä. Die Roten setzten den Vormarsch nördlich von Blatnä fort, ohne jedoch wesentlichere Erfolge zu erzielen. Dagegen b r a ch im östlichen Teile des Raumes in der Richtung Bkeznice— Rojjmitäl erfolgreich eine Ravalle riebrigade durch, so daß sie die östliche Flanke der Blauen bedrohte. In dieser Lag« wurde um 12 Uhr das Manöver auf dem Beobachtungsstand nordwestlich von Blatnä abgeblasen. Nach dem Abblasen traten die Manöverein- heiten den Marsch in ihre Quartiere an, von wo aus sie Freitag zu einer bom Nationalverteidi» gungSminister M a ch n.i k bei Tchokovice abzunehmenden- Parade antreton werden. Rach dieser Parade werden dieTruppen vor' dem Ministerpräsidenten Dr. tz o d von feinem ständigen Wohnsitz in der Schweizpge-. schickt hat., Jn-dieser Erklärung befchäft sich .Paderewski mit der gegenwärtigen ernsten ner- politischen Lage Polens sund erklärt- sich mein Kurz vor Blattschlnss erreicht uns die telegraphische Nachricht, daß Genosse Franz Link, seinerzeit Senator in der ersten gewählten Nationalversammlung der Republik, am 2. September im Alter von 68 Jahren gestorben ist. Wir werden auf das LebeuSwerk und die Persönlichkeit des Verstorbenen, der eine der markantesten Figuren der mährisch-schlesischen Arbeiterbewegung war, noch znrückkommen. Aktivistischer Erfolg Im Schulwesen . Wie das„Trauienauer Echo" meldet, wurde für S t a r k st a d t und Umgebung die allgemeine deutsche Bürgerschule mit 1. September bewilligt. Diese Versügung, dir von der ganzen Bevölkerung ausS freudigste begrüßt wird, ist ein voller Ersolg der aktivistischen Parteien und insbesondere ein solcher der Genossen Taub, Krejäi und Strauß, die wiederholt in dieser Frage bei den zuständigen Stellen einschrittcn und die Notwendigkeit dieser Einrichtung vom pädagogischen und wirtschaftlichen Standpunkte aus betont haben. Ein schwerer Motorradunfall In Komotau . Mittwoch abends fuhr der Baumeister Karl K o i d aus Hawran auf seinem Motorrad Nr. 26.824 die Prager Straße entlang, wahrscheinlich heiinzu. Obwohl e» schon fast finster Ivar, brannte er kein Licht. Auf der Saazer Straße fuhr der Arbeiter Johann Prohaska aus Saaz auf seinem Fahrrad gegen Komotau. In der Nähe der„alten Maut" in Komotau stießen die beiden Fahrzeuge zusaimnen. Prohaska wurde von dem Motorrad erfaßt, etwa 18 Meter mitgenommen und schließlich zu Boden geschleudert. Auch der Motorradfahrer kam zu Sturze. Beide blieben bewußtlos mit schweren Gehirnerschütterungen und Kopfverletzungen liegen. Vom Komo- tauer Rettungsauto wurden sie dem Krankenhaus« eingeliefert. Donnerstag, in den Abendstunden hatten sie daS Bewußtsein noch"nicht wiedererlangt. Henlein und die Minnesänger. Die„Z e i t" wartet regelmäßig, gewissermaßen als Motto, neben dem Blattlopf nut einer Art Spruch vom Tage auf. Gestern ward^dort der deutsche Minnesänger Reinmar von Zweier mit folgenden Versen zitiert: Gerne gewähren, ungerne bitten. Niedrer verheißen. Hohe» lei st en: Sind stolzer Ehre beste Sitten, Der nur ein Edler sich mag erdreisten. Wir fragen uns, was das mit der SdP zu tun hat. Wann hat sie je„Niederes" verheißen? Und wann gar hätte sie„Hohes" geleistet? Aber vielleicht bemüht sich Konrad von Asch, von-Reinmar von Ztveter endlich etwas zu lernen I SdP-Leute beschimpf« ihre Gefolgschaft. Die„Zucker"-Versammlungen der SdP waren ein Versager und haben die SdP-Führung sehr nervös gemacht. In Z n a i m beteiligten sich an einer solchen Versammlung hundert Personen und der Redner, Wbg. Jill y. beschimpfte darob seine bürgerliche Gefolgschaft als fei g e, Dieser Ausspruch Jillys hat in den Kreisen der Znaimer SdP große Verstimmung ausgelöst und wird weiteren Versammlungen dieser Partei kaum förderlich sein. SdP-BersammlungSstörer. In Metzen- sei fen in der Slowakei versuchten einige Hen- ieinleute unter Führung eines gewissen Jng. B i h a l eine sozialdemokratische Versammlung zu stören, in der Landessekretär T e j e s s y sprach. Die StärungSversuche scheiterten an dem Widerstand der sozialdemokratischen Arbeiter, Drei junge SdP-Leute wurden wegen„Heil Hitleri"- Rufen verhaftet. „Der Pulsschlag de» Böhmerwaldes." Im SdP-,Leimatruf" lesen wir: War schon die Fahrt Konrad Henlein» anfangs Juni... und die mit ihr verbundenen Kundgebungen unter freiem Himmel ein. T r i u m p h z u g, wie er in unserer Heimat seit Jahrhunderten noch niemals erlebt- wurde, hat sich schon damals bewiesen, daß Konrad Henlein, der Pul»- s ch l a g d e s B ö h m« r w ä l d e Ss ist, so war Krmnan ein Höhepunkt, wie er in'diesem Ausmaß kaum gedacht werden konnte.,.'."—- Wie das schön so ist mit einem Punkt: er gilt weder nach der Länge, noch nach der Breite etwas. Aber die- Produkte des Herrn Schmock haben riesige Dimensionen. Willi Schlamin «Vlktatur Wer Ute 1* Preis im Buchhandel Kfi 28.— Zu beziehen durch die Zentralstelle für da» Bildungswesen, Prag XU, Slezskä 13. Seite 4 Freitag, 3. September. 1937 Nr. 207 NAesMü-keite» Ist der Mensch? So hat Man in den letzten Jahren oft fragen müssen, wenn man in dem gigantischen Prozeß der sogenannten Rationalisierung, einer ohne jede Ratio, ohne jede Vernunft, betriebenen Steigerung der Technik, den Menschen zum Beiwerk, zum Maschinenteil, zur Nummer werden sah, zurechtprobiert, montiert, benützt und weggeworsen, wie er die große Maschine verlangte,„Was ist der Mensch?" so hat man im Kriege gefragt und in besinnliche» Stunden nach dem Krieg, wenn man erlebte, hörte und sah, wie der Mensch zum Bestandteil-der großen HeereSmäschinerie wurde, die in der Formel„40 Mann oder 6 Pferde" noch den mildesten,- menschlichsten Ausdruck für die Nichtigkeit der Persönlichkeit fand, die sich weit unmenschlicher offenbarte, wenn sie von„Gewehren",„Säbeln",„Rohren" sprach,-von„Bataillonen, Divisionen, Einheiten", wo cs sich doch immer um soundsoviele lebendige Menschen, b c sc e lt e Menschen, Herzen, Hirne, um Söhne, Väter,-Brüder, Geliebte handelte, die da als bloßer', anfangs recht leicht zu ersehender Bestand- tcil eines Werkzeugs-angesprochen wurden, die Man numerierte, einkleidcte, einsehte, opfert?, die' ausgerieben, niedergemacht, dezimiert, kampfunfähig gemacht wurden oder wie man sonst die Tatsache umschrieb, daß Menschensleisch in einer Hölle von Feuer und Stahl verbrannt und zersetzt wurde, Menschenschreie im Donner der Kanonen verhallten, Menschenseelen entwürdigt,-verdorben, entheiligt wurden.- Aber was war der Weltkrieg für ein alt» mvdischcs, geradezu von Humanitätsduselei durchtränktes Geschäft, gemessen an dem Grauen, das der. technische Fortschritt auch in diese Sphäre trägt! Was war Verdun, wo achthunderttausend Männer starben, was war die, 20 Monate währende Stein» und Eisen», Feuer» und Sonnen- Hölle-am Jsönzo gegen das Sterben der Kinder von Madrid und Guerniea, gegen die Stunden, in denen auf die Millionenstadt Schanghai wie auf ein neues Sodom und Gomorrha Pech und Schwefel regnen I -- Was war die Entwertung- des Menschenlebens-in der Materialschlacht gegen das„lebend«Torpedo", das die Japaner erfunden und die Chinesen bereits übernommen haben! Ein Mann kriecht in das Geschoß, wird abgefeuert, lenktseinenSarg selbstmörderisch ans-Ziel und wird) in Millionen Moleküle zerrissen, wenn er cs-erreicht hat.- Das ist der Mensch im Jähren des Herrn 1.937. Eine ernst zu nehmende mWärische'Zeitfchrift-Englaods.propagiert-eine "Mio? vfeStm'XäDawrpeM kaum Nachsicht: Man solle'- Bombenflugzeuge durch„R a m m flug- z-euge" bekämpfen. Das soll so'auSsehen: '----Da» Rammflugzeug soll sehr schnell und steigfähig sein. Der Fortfall der Bewaffnung«rmö- - licht er, daß der Flugzeugführer durch eine Pan» zervorrichtung gegen Stahlmantelgeschosse geschützt werde. Dar sei notwendig, weil er dem Bomber dicht auf den Leib rücken müsse und daher in schwerer Feuer gerate. Der Sitz der Pilo» . ten müsse hinten lügen und ablösbar sein. So müsse er dem Piloten möglich werden, -im Augenblick der Rammens mit dem Sitze abzuspringen und am Fallschirm auf den Erdboden zu gelangen. Dar Ziel der Mamm- flugzeugcr bestehe darin, mit dem Leitwerke oder den Flügeln des Bomber» zusammenzustoßen, am zweckmäßigsten mit dem verwundbarsten Leitwerke am:Rümpfende.- Die beste Angriffsart für dar Rammflugzeug würde ein steiler Sturz» flug aus etwa 450 0 Meterüber dem Bomber sein, wobei er ein sehr schwer zu treffender Ziel darstelle. Glaubt man, daß jene winzig« Chance des Rammfliegers, den Angriff zu überlebe», abspringen, den stürzenden, brennenden Apparaten, dem Feuer der Maschinengewehre entgehen zu können, dem Beruf des Rammfliegers einen Vorzug vor dem des Torpedomenschcn gibt? Wir möchten er nicht glauben. Waz ist der Mensch, der solchen Entschluß, solchen TodeS» stnrz überlebt? Was kann er noch sein? War wird eine Menschheit sein, die nach der Höllenfahrt und dem TodcSsturz eines tcchnochcmischcn Krieger. merken- wird, daß sie immer noch lebt?! Nun Haifisch braten! fJTF) Bor etwa einem Jahr wurde im Dritten Reich Walfischfleisch als Ersatz, für Schweinefleisch angepriesen, Da eS den Nazis aber nicht gelang, diese Bereicherung der deutschen Speisekarte durchzusehen, wird.da»- Walfischslcisch jetzt vermahlen und als Schweincfutter verwendet. Dafür wird jetzt Hai- fis.ch fleisch empfohlen. In der„Freien Stunde", di« von. den gleichgeschalteten Deutschen. Konsumgenossenschaften- heraüSgegeben Wird,- kann- man(in Heft 8) ein derartiges Rezept Nachlesen. Raubmord. Mittwoch wurde-im Walde bei St. Lorenz in Steiermark, nächst der jugosläwi» scheu Grenze der 38jährige Landbriefträger Alois Garder erschaffen aufgefunden, Da feine Dienst» tasche mit 2000 Schilling verschwunden,ist, wird Raubmord vermutet. Vom Täter fehlt jede Spur. — Der ebenfalls Mittwoch verübte Raubmord an der',74jährigenPostadjunktS-Mt-ve Marie Lorenz in Graz wurde bereits aufgeklärt. Als Täter wurde die 40jährige Aloisia Kyautsack verhaftet, die unter den drückenden-Beweisen den Morden der.Greisin-gestand.- Die Beute- des Landung japanischer Truppentransporte In Schanghai cä düng liegt zunächst darin, daß durch l- Luftkrieg große-Bedeutung gewin» Raubmordes betrug 40 Schilling und einige Schmuckgegenstände. Gegen die Mörderin wurde beim Standgericht Anzeige erstattet. Scherz oder Mord. In einem Hotel im 18. Wiener Bezirk wurde Donnerstag nachts die 28» jährige Hilfsarbeiterin Berta Liepold mit durchschossenem Herzen tot aufgesunden. Nach der Aussage ihres Geliebten, des Schlossers Ferdinand Prokop, in dessen Gesellschaft sie das Hotel aufgesucht hatte, soll sich die Liepold den Revolver angeschaut und ihn in der Annahme, daß die Waffe nicht geladen sei, im Scherz gegen sich abgedrückt haben. Der Schuß ging los und das Mädchen tvar auf der Stelle tot. Die Untersuchung des. Falles wird fortgesetzt. Auch die Bakterien dringen„Neuheiten". Gegenwärtig herrscht in England eine neue F o r m v o n I n f l u e n z a. Sie dauert durchschnittlich vier Taget ist eine Art Kehlkopsentzün»- dung und tritt insbesondere bei Personen aus, die vom Urlaub zurückkehrcn. Die Krankheit beginnt mit einem rauhen Hals am ersten Tage, der sich am zweiten Tag verschlimmert, wobei eine allgemeine Abgespanntheit eintritt. Am dritten Tag stellt sich leichtes Fieber ein. Am vierten Tag lassen die Halsschmerzen nach, doch wird der Patient vollständig heiser, worauf dann am fünften Tag die Wenvuna zum. B».ss»r»n-intr-itt. Eine furchtbare Geissel.-In den nordamerikanischen Zentralstaaten einschließlich des Staates Ontario in Kanada nehmen die Kinderlähmungs-- Erkrankungen epidimieartig zu. In Chicago wurden die Schulferien, die in dieser Woche zu Ende gehen, auf unbestimmt« Zeit verlängert. Die öffentlichen Schwimmbäder wurden wegen Ansteckungsgefahr geschloffen. Seit dem Monat Juni wurden 727, Erkrankungen gemeldet, von denen 20 tödlich verliefe». In den letzten drei Tagen wurden im Staate Michigan allein 72 Krankheitsfälle verzeichnet.— In Bayern ist eine Kinderlähmungs- Epidemie ausgcbrochen. In Oberbayern-wurde» 308 Fälle und in München allein 140 Fälle sestgestellt, mit 28, b'zw. 28 Todes f ä l l e n. Die Schulen'sind bis zum 14. September geschloffen worden. Die Pfeifmraucher aw Sprachschöpser. lieber die Ursprünge der englischen Sprache glaubte man genügend Bescheid zu wissen. Eine soeben erschienene Schrift des bekamüen englischen Philologen Ernest Curzon belehrt die wissenschaftliche und die Laienwelt-jedoch eines besseren und kommt zu dem Ergebnis, daß weder-historische noch geographische oder ethnologische Gründe für die Aussprache des Englischen maßgebend sind, sondern der Einfluß des Pfeisenrauchens. So seltsam das klingt, so ernst ist cs gemeint. Bekanntlich raucht man in England seit Jahrhunderten Pfeife, und die Pfeifcnraucher haben tatsächlich bestimmte Sprachgewohnhciten. Sie können zum Beispiel nur sehr schwer lange Sätze, geschweige denn Perioden bilden, sie mühten dazu die Pfeife aus dem Mund' nehmen. Und das tut ein Pfeifenrauchcr- außerordentlich ungern, denn die Pfeife geht dann aus, und eine neu ange» zündete schmeckt niemals so gut wie-die erste. Wenn man aber mit der Pfeife im Mund spricht, so bleiben eben die Zähne zusaMmengepreßt, die Sähe werden verkürzt, und wenn gar die Pfeife schlecht zieht,»ist der Sprecher nur gerade in der Lage,'ein. paar kurze Worte zwischen-zwei Zügen hervorzustoßen. Es wird niemand leugnen, daß dies eine sehr exakte Beschreibung der Art ist, wie man das Englische ausspricht. Die Jahrhunderte alte Gewohnheit wird sicherlich, wenn auch vielleicht nicht-in der von Curzon behäüpteten Ausschließlichkeit, ihren Einfluß auf d.ie Sprache ausgeübt hüben, Angriffe auf DreiserS„Amerikanische Tragödie". DaS berühmt«-Werk von Theodore Dreiser«Eine amerikanische Tragödie" ist im Augen- bljck-wieder Gegenständ zahlreiches: Preffeätigmsfei' von-denen-Manche sogar soweit-'gehen,: das- Verbot deS Buches mindestens für Jugendliche zu fordern. Diese' neü< Kampagne istpdyrch ein, Verbrechen auSgelöst Morden, das sich in-der Nähe von Hollh- wood ereignete.'-.Mani'fand auf der Landstraße küssen verlangten.- Die Aufträge wurden sogar spezialisiert,'und«» wurde ausdrücklich gebeten, daß die Briefträger blond und schlank oder untersetzt und schwarz sein müßten. Auch die Einsetzung von Briefträgerinnen wurde gelegentlich gefordert. Jetzt hat eine der Gesellschaften Mitgeteilt, daß sie solche Ans» träge ablehnen müsse, da ihre Angestellten sich weigerten, zu den bisherigen Lohnsätzen zu küssen. Insbesondere verlangten di« Briefträger bei Küssen von Frauen über 88 eine Zulage von fünf Dollar. Der ZwilltngS-Kongretz.. In Fort Wayne im Staate Indiana ist ein eigenartiger Kongreß zusam« menge trete».. 1800 Zwillinge— das heißt 8000. Personen— sind dort eingetrosfen, um die Gründung eine» allamerikanischcn Verbände» von Zwillingen, Drillinge» und Vierlinge» zu beschließen. Die Veranstalter de» Kongresse» rechnen damit, daß demnächst nicht Weniger als vier Millionen Menschen dem Verbände beitreten werde», denn er gibt in Amerika tatsächlich rund zwei Millionen Zwillinge. Jede 68. Geburt ist nach der Statistik«Ine Zwillings- Geburt. Auf der Veranstaltung in Fort Wayne Ist übrigen» auch«In Ehrenzeichen geschaffen und erstmalig verliehen worden. Die Trägerin'dieser Zeichen» heißt Mrr. Slingluff, die Vierlinge geboren hatte, die 21 Pfund'schwer waren, da» heißt, zu viert mehr wogen als die kanadischen Fünflinge. Ob e.in Huldigungstelegramm an die kanadische» Fünflinge mit der Bitte, den Ehrenvorsttz der neuen Vereinigung zu übernehmen, abgeschickt wurde, wird leider nicht gemeldet.- Rach 40 Jahren. Wie unlängst gemeldet wurde,' hat der Schiffer-Ottar Davidson, der mit seinem kleinen Fangschiff„Gudrun", im Polärsommer Seehund», Walroß» und Eirbärjagden bei Spitzbergen betreibt, eine Schwimmboje der verunglückten Freiballon-Expedition de» Schweden Andröe aus dem Jahre 1897 mitgebracht. Diese Boje wurde am Süd- auSgang der HInlopen-Straße, welche die Hauptinsel von Spitzbergen von dem.sogenannten Nordostland trennt, auf dem. Strand eine» kleinen Eilande» gefunden.-, Ihr Inhalt lautet:„Schwimmboje Nr. 2, Montag, den 12. Julii-1.80 Uhr vormittags Greenwicher Zeit. Wir bewegen uns in 20 Meter Höhe fast genau ostwärts über großen Meereisfeldern mit geringen Eispressungen und großen offenen Stessen« Unsere jetzige Position ist ungefähr 82 Grad 8 Minuten nördlicher Breite und 28 Grad östlicher Länge. Der Ballon wird langsam-getrieben und steht manchmal ganz still. Alle» wohl.: Andrte, Strindberg, Frenckell." Bekanntlich wurden im Sommer 1080 die sterblichen Ueberrest« Andröe» und seiner Begleiter auf der kleinen Insel Kviweya, die östlich de» Norb- ostlande» von Spitzbergen im Polarmeer liegt, entdeckt. Die Fundstelle der jetzt gefundenen Boje liegt ziemlich genau in der Mitte'zwischen Danske Osy» an der Westseite von Spitzbergen, von wo Anvrö» Flug seinen Ausgang Nahm,- und dem Todeslager von Kvitoeya.. ,- ' Neber 2800 Atrzte in Mähren-Schlesien. Räch' dem Stand vom 1. Juni gehörten der Aerztekammer 2860 Aerzte al» Mitglieder an, davon 716 Deutsche, 1628 Tschechoslotvaken. Der Rest verteilt sich auf verschiedene ander« Nationalitäten.(DND) und jetzt auch Alpä-Zahneremel Die bekannte. Franzbranntwein-Fabrik Alpa erweiterte ihren Wirkungskreis um die Herstellung von.Zahncreme. So wie der Alpa-Franzbranntwein, wird auch die Alpa-Zahncreme au» den besten«inen Rohstoffen erzeugt. Sie ist nicht fest und brüchig wie iine Pasta, sondern schön geschmeidig wie-«ine richtige. Creme. Sie enthält die feinsten aromatischen Stoss«, welche die Mundhöhle gut desinfizieren,-hat einen, besonderen würzigen Geschmack und hinterläßt' ei» Gefühl angenehmer Erfrischung. Sie schäumt kräftig und. reinigt gut die Zähne. Zahnstein. entfernt. der Arzt, die Alpa-Zahncreme aber verhindert ein Zersetzen der Speisereste im Munde. Durch Putzen Ihrer Zähne'mit Alpa-Zahncreme stärken Sie da»-Zahnfleisch und festigen Sie die Zähne. Aipa-Franz- branntwein und Alpa-Zahncreme find Qualitätserzeugnisse.— Die bekannte geschmackvolle, symbolische Ausstattung der Alpa-Fabrikate erweckt Sympathie. Der Name und Ruf der Niatke Alpa verbürgen eine gut« Zähncreme. 1 Wetterprognose, Schiw mid warm. Jin Bereich eine» DruckhochS über Mitteleuropa herrscht in unseren Gegenden schöne» Wetter und die Temperatur ist überall gestiegen.-Donnerstag nachmittag» wurden in' den'Niederungen der Republik an vielen Octen bereits 26 bi» 26 Grad Celsius, in Frankreich. bis zu 80 Grad verzeichnet. Vom Ozean strömt nun» mehr gegen da»' Festland etwa» kühlere Luft, der gesamte Witterungscharakter dürste jedoch bei un»' noch günstig.bleiben.— Wahrscheinliche» W« tt« rvonhe u t«: Schön und warm.— W ett er a u»sichten für S am» t a g: Im Westen de» Staates etwa» stärkere Bewölkung und ganz vereinzelte Gewitter oder Schauer;- sonst' noch schön und warm. tcrter Eltern,.namens Charles Long.--Er war Opfer eines Autou'nfalls. geworden. Das Auto fand man zertrümmert am Fuße der Bergstraße; es war angeblich gegen die Brüstung gefahren. Unter den Trümmern-befand sich die Leiche der Freundin von Long, einer gewissen Betty-Tay. Es erschien gleich sehr unwahrscheinlich, daß. Long hatte abfpringen können. Und.'im Kreuzverhör gestand Long, daß er den Unfall inszeniert hatte, um seine Freundin, die ein Kind erwartete, loszu- Iverden. Die äußeren Umstände'waren denen, die Dreiser in seinem-Roman schildert,- fast, völlig gleich, und Long bekannte, daß die. Lektüre'des Buches, ihn auf den Gedanken gebracht Habe, wie sein Vorhaben durchzuführen fest Nur habe er anStelle eines Bootes e,ist Auto gewählt.- Dies ist bereits der dritte Fall, in dem sich ein Verbrechen nach dem Vorbild des Dreiserschcn Romans abge- spielt hat........ Der Maharadscha ohne Geld.. Dem Maharadscha von Givalior, einen: der reichsten Vasal- lcnsiirsicn Indiens- ist auf seiner soeben beendeten Englandreise ein reizendes Abenteuer-passiert. Er hatte den englischen. Behörden seinen Wunsch ausgedrückt, London, einmal.inkognito ohne jegliche.Begleitung zu.durchstreifen...Dabei bestieg er auch einen-Autobus. Ms. der Schaffner jedoch kassieren wollte.verwies es-sich, daß per Maharadscha, für den sonst stets sein ihn begleitender Intendant bezahlt,' nicht einen'-blanken Penny bei.-sich trug. Der Schaffner fordert« ihn auf, abzusteigen. Der Maharadscha, dem das bisher unbekannte Beförderungsmittel offensichtlich gefiel, weigerte sich. Der Wagen hielt, man rief einen Policeman, und es kam-zu einer langen Diskussion. In diesem Augenblick erklärte ein mitsahrender Arbeiter, der zu spät-zur, Arbeit zu kommen- fürchtete, er werde„für den. Herrn mitbezahlen".- Der Zwischenfall Ivar behoben, und der Autobus rollte weiter. Der Maharadscha bedankte sich höflich, bat den Arbeiter um feine Adresse ustd erklärte:„Ich werde Sie selbstver» stündlich entschädigen; ich bin der Maharadscha von Gwalior!"-- Der Arbeiter, der sich verulkt glaubte',, erwiderte:„Bemühen Sie sich nicht! Ich bin der König von Belgien!" Am nächsten Morgen erhielt, er jedoch zu seinem Erstaunen' einen Brief mit ocr Karte des Maharadschas und einer 500 Pfuna-Note... Der mechanische Pilot, lmb) Am-25. August ist In Dayton lUSA) zum erstenmal.ein Flugzeug ohne/Zutun, des Führers programmgemäß gelandet. Der' Flieger, hörte auf ein gegebenes Signal hiiu aus, den Apparat zu bedienen,- uyd die Jngenieicre des Fliegerkorps übernahyren von der Code a« die^Landung. Sie vollzog sich'exakt, ohye/Mvisch eingrcifen: lüffeii. Die.Einzelheiteiu.--der Ersin, düng-—..‘ ,7.7/7*“. boter— w< rden einstweilengeheimgehaltefl. Wie weWher ist Staaten en billig.er her>estellt^verdenkanN.— Der Wert der nxsteji Ersü sie-Apparat n-/möglich gemacht. wird, auch-bei Dunkelheit der-Nebel-zu lästden; er versteht sich aber von, sei ist, daß sie, wennifie ausgebant wird, WMfWP neu Ian».. Meuiefei aus See. Auf dem südafrikanischen Handelrschlnc„Sherard Osborn", das fich zur Zeit auf den, Mae von Madeira nach Rotterdam-befindet, fiyd fckvuert Unruhen ausgedrochen, die ian. Meuterei miwSooewae grenzen,'Der Zerstörer.„Brotes ging sofort.- uf»yinnouth in See, um die Läge zu untersuchest....,'j■ Amekilanische Probleme. Es gibt in Amerika eine ganze Reihe privater Telegraphen'eKompagnien, die iuSllmondere gern für Glückwunschtelegramme aller,AL bemwW,-werden,/-,cha/,sie,Mrder-'küiift-, -lerifchenkGcstalMS ber Foryrulare Hr-solche.ZwÄ« 'msk.eiiMder lKtte.Ifer'y-,.yM/ auch7söstst4 geeignete' Austragü zuM'Htispiel hie lleberbripguug von Blumen mit dem Glückwunschtelegramm, übernehmen. - Mit'« im ec r' Zew'hat jodoch'chie Sitte.eingerissen/ baß ,' dieMbiUwcr.nicht nur Blumen sptstdist, söndrrn auch öinen- 18jährigen jungen Mann, Sohn sehr begü« die U tr irmi itlung-von-Geburt-r-tag»- VomRuiidfunk •apfeNaawertw aw ckem Prasfasanem- '. Samstag’' Prag, Sender 1:10.05: Deutsche Presse.-10.80: Schallplatte«, 12il0:Opernvorschele,14.40:TaNz- musik- 17.88: Deutsche.Sendung:.Sportvorschau, 18: Humor,wer Heimat: Tief im BohMerwältz,»u«. sammengestesst von- Multerer, 18.46:...Deutsche .Presse, 18.68; Deutsche Aktualitäten', 10.16 r Slowakische- Lieder, 22i85: Schrammeikonzert.-—Präg,' Sender H: 16: Smetana:„Au» meinem Leben". —. Brünn: 17.40: Deutsche Sendung: Schrammelmusik, 18.16: Tanzmusik, 21.08: Rundfunkyrchester« konzert.— Pressburgr 12.85: Rundfunkorchesterkonzert. 4- Mähr. Oftran: 14.20: SchÄlplattene konzert;■■■'■■ Unfall und ohne daß der-Pilot-hätte handelt sich um einen elektrischen Ao» chanische Pilot-in den Bereinigten geführt wird, Hn.ngt. davon- ab, wie Nr. 207 Freitag, 8. September 1037 igelte. B WEfowirbcfiofi im4 Somlpolttife Die sozialen Selten des wirtschaftlichen Aufschwungs PM. Der wirtschaftliche Aufschwung der letzten- Lahre- ist in den verschiedenen Teilen der Welt von mannigfachen sozialen Auswirkungen begleitet. Eingehende Unterlagen darüber enthält das-vom Internationalen Arbeitsamt herauSge« gebene, demnächst auch in deutscher Sprache erscheinende„Internationale Jahrbuch der Sozialpolitik 1838/37». Die deutlichste uüd unmittelbarste Wirkung ist die. Zunahme der Menge der erzeugten Güter,.-die Steigerung der Preise und die wesentliche-Erhöhung der. Zahl der beschäftigten Personen. Wenn es auch, keinen genauen Maßstab gibt, der eine Gesamtbeurteilung der sozialen Entwicklung erlaubte, so kann man' doch- schon sagen, daß sich die Lage der breiten Volksschichten im' allgemeinen im Jahre 1888, verglichen mit den vorhergegangenen fünf Jahren, gebessert hat. Diese umnistelbaren Wirkungen der wirtschaftlichen Gesundung bilden jedoch keineswegs die einzigen sozialen Gesichtspunkte von Bedeutung, die die wirtschaftliche Entwicklung des lebten Jahres ausweist. DaS zeitliche Zusammentreffen der Neubelebung der Wirtschaft,in verschiedenen Ländern durch Preisgabe der Deflationspolitik und" die"Durchführung währungspolitischer Maßnahmen und expansionistischer Wirtschaftsverfahren gehören zu den aufschlußreichsten Erscheinungen deS wirtschaftlichen und sozialen Geschehens; für die Arbeitgeber wie für die Arbeitnehmer ergibt sich daraus eine Lehre von außerordentlicher Bedeutung. Die Arbeitgeber haben aus Erfahrung gelernt, daß der Staat mit Unterstützung der Banken Maßnahmen zur Vermehrung," zur Verminderung oder zur Aufrechterhaltung des GefamtumfangeS der tatsächlichen Nachfrage ergreifen kann und daß, falls die Güter in der Welt keinen Absatz mehr zu ausreichend gewinnbringenden Preisen finden, durch das planmäßige Eingreifen in einem gewissen Umfang Abhilfe geschaffen werden kann. Die Arbeitnehmer dagegen haben erfahren, daß der Gesamt» umfang der Beschäftigung in westem Umfang im Zusammenhang mit der Finanz- und Geldpolitik steht. Die in'den Jahrei» 1828 bis 1838 gesammelten Erfahrungen berechtigen durchaus zu der Hoffnung, daß die Durchführung zweckmäßiger geld- und finanzpolitischer Maßnahmen in den einzelne»» Ländern, vorausgesetzt, daß ihnen ein einheitlicher tnternatwnaler Plan zugrundeliegt, dazu'beitragen'k«nn,'-die Wiederkehr-einer" so schweren" Krise wie der letzten'zu verhüten. Die in der Geld« und Finanzpolitik erzielten Fortschritte sind, jedoch nur eine Seite einer noch tiefer greifenden Entwicklung, nämlich-der fortschreitenden Einmischung des Staates in die- Wirtschaft." Die„Planwirtschaft», wie man" dieses Eingreifen des Staates mitunter nennt, die ursprünglich nur eh» Mittel zur Abwendung der verhängnisvollen Folgen der Krise war, wird allmählich'zu einer positiven Aufbaumethode, die mehr sein will als ein einfacher Notbehelf für verzweifelte.Lagey.. Allerdings haben-die meisten Läi»der noch nicht die Organe geschaffen, die die verschiedenen staatlichen Eingriffe so miteinander in Zusammenhang bringen, daß damit auf sozia« lem"Gebiet"die besten denkbaren Erfolge erzielt, werden. Die angewandten Verfahren entsprechen in dieser Hinsicht nur sehr unvollkommen den Voraussetzungen einer wirklichen„Planung», und selbst,"soweit sie es tun, sind sie meist auf andere als soziale Ziele gerichtet.•' Unter den wirtschaftlichen Ereignissen des abgelaufenen Jahres, die"in sozialer Hinsicht ein besonderes Interesse bieten, dürfte das Währungsabkommen vom 28. September 1Ü88(vor der Devalvierung des Franc) die meisten Möglichkeiten für ejne spätere gesunde Entwicklung bieten. Seine tatsächlichen Ergebnisse sind hwar bis jetzt, nur bescheiden, gewesen,. Seine Bedeutung, betlcht jedoch in der Tatsache, daß man tpenigsten» ein gememsames Vorgehen auf inter- nationalem Plan für möglich erkannt hat. Die richtige Durchführung einer, internationalen Zusammenarbeit in WIrtschastSfragen könnte sich in sozialer Hinsicht nach drei Richtungen wohltuend auswirken: 1. Solange noch nicht durch ein internationales Währungsabkommen die allgemeinen- Richtlinien festgelegt-sind", die die größeren Staaten" künftig in ihrer Finanzpolitik zu befol« - Man erhalt für- ■ K8 100 Reichsmark.«». . 708.— " Markmünzen--.-j -." 765.— 100»sttrreichifche SMtiitz .! 526.50 100 rumänische Leb, :-.il6;47’-- 100 polnische Zloty.. .518.50 100 ungarische Pengö.. . 548.50 100 Schweizer Franken. . 655.50 100 französische Franc». ; 10740"> - 1 englische» Pfund . 141.50 1 ancerlkanischer Dollar . 28.50 100 italienische Lire.. V 188.40' .100 holländische Gulden„ . 1577.— 100 jugoslawische Dinare. .£ 61.82 100 Belga» 7’."""".". . 482.50 1 100 dänische Kronen.. , 684.— 100" schwedische Krone»»... "... 782,—' Igen gedenken, kann kein Staat mit Gewißheit auf die Aufrechterhaltung der tatsächlichen Nachfrage' auf den Auslandsmärkten rechnen, mag er im übrigen"zur, Regelung der-Nachfrage auf seinem Binnenmarkt auch noch so. durchgreifende"Maßnahmen treffen; solange diese Lage andauert, wird der Befchäftlflungsstand nicht auf zuverläs.-.. siqen-Grundlagen ruhen. 2. Solange dem inier-" nationalen Austausch nicht wieder eine größere Freiheit zügestanden wird und die Eingriffe in- die Regelungen-des Handels und die Erschwe- rungen, die man ihm in den Weg stellt, nicht seltener geworden sind, wird es unmöglich sein, den Lebenshaltungsstand in' den einzelnen Ländern zu heben. 8. Endlich— und dies ist in mancher Hinsicht der wichtigste Punkt— wird, solange die langfristigen Kapitalien nicht erneut' den Ländern zuströmen können, die für ihre Industrie nicht die erforderliche Ausrüstung besit< gen, die beträchtliche Verbesserung der Lebenshaltung, die davon zu'erwarten wäre, unmöglich sein. ,- Das Jahr' 1886 war gekennzeichnet durch Fortschritte, hierdurch währungs» und finanzpolitische Maßnahmen sowie die Ansätze einer internationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiete der Wirtschaft erzielt wurden. In allen Fällen aber bedeute»» die bisherigen Ergebnisse erst einen Anfang. Solange die Kriegsgefahr den Horizont verdüstert und der Ausbruch einer neuen Wirtschaftskrise zu befürchten ist, bleiben die Aussichten des sozialen Fortschrittes ungewiß. Sdiwerlndustrielle Produktion auf Rekordhöhe Die tschechoslowakische Roheisen- und Rohstahlgewinnung konnte im Juli neuerlich geftei- gert werden. Bei Roheisen ergab sich eine Zunahme Von 188.800 Tonnen im Juni auf 138.000 Tonnen im Juli. Liegt die Juli-Erzeugung mit 2 Prozent über dem Vormonate, so Freigelassene österreichische Freigewerkschafter Freitag, den 27. August, wurden die gang grundlos im WöllerSdorfer Konzentrationslager zurückbehaltenen Freigewerkschafter M a n t l e r, Trojan, Hummel und andere endlich aus dir-Haft euÄassen. Biele Monate verbrachten sie zuerst»im Polizeigefangenenhaus, dann in der Untersuchungshaft im Landesgericht und— nachdem die Untersuchung Nichts Strafbares ergab— im Konzentrationslager. Vor ihrer längst fälligen Freilassung mußten sie noch die ihnen diktierte polizeiliche Strafe dafür, daß sie der -Polizei verdächtig waren; absihen. Aerztllche Hilfe ffQr das spanische Volk Die Prager Acrzteseltion des Ausschusses für Unterstützung des demokratischen Spanien hat kürzlich nach dem Muster anderer Länder ein tschechoslowakisches Lazarett„I ä n A m o s K o me n- sktz" nach Spanien entsändt. DaSLazarettverfügtüberlOO Betten. Um allen Anforderungen zu entsprechen, wurden folgende Abteilungen eingerichtet: 1. eine vollständige chirurgische Abteilung, 2. eine interne Abteilung, 8. eine röntgenologische Abteilung (amerikanischer Halbwellenapparat„ vollständige Dunkelkammer mit Tankeinrichtung, bedeutende Vorräte an Filmen und Chemikalien), 4.-eine Apotheke(Medikamente, Verbandmaterial, großer Serumvorrat, Desinfektionsmittel), 8. ein chemisches und mikroskopisches Laboratorium, 8. eine Gasabwehrabteilung(Gasmasken und Anzüge, Medikamente und Chemikalien), 7. eine Desinfektionsabteil,ung (Desinfizierung von, Kleidern und Lokalitäten, Bummiwannen, Brausen)," 8. eine.Wirtschaftsabteilung(vollständiges Krankenhausinventar"für 200 Betten, ein SanitätSauto, eiserner LebenSmittelvorrat 8000 Kg., Wäscherei, Küche und Kücheneinrichtung), - 8. B ü ch" er ei(ärztliche Fachliteraturund Belletristik).' DerGesamtwertderLazarett- einrichtun g beträgt SO 0.000 KL." Da» Lazarettpersonal zählt IS Personen. An der Spitze steht ein Chef-Chir u rg mit einer mehrjährigen chirurgischen Praxis- in einem großen, modernen Krankenhaus.-- Die Aerztesektion hat das Pro- t e k t o r a t über da? Lazarett übernommen und bleibt auch nach seirftr Abfahrt mit ihm in engster Verbindung: Aufgabe diese» Protektorats ist: die ständige Ergänzung des SanitatSmaterials, eventueller Austausch des Sanitätspersonals und die .moralische Anferstützpng.'' ' V: Jn'M u r c i a wurde ein aus den Spenden der internationalen Solidarität errichtetes und für die Internationalen Brigaden bestimmtes Hospi- ergibt sich gegenüber der Juli-Produktion des Kahres 1886 eine Steigerung um" 68.1 Pro» !zent. Gegenüber 1828, wo 187.000 Tonnen erzeugt wurden, beträgt die Zunahme 1 Prozent. Die Rohstahlerzeuaung stieg von-202.000 Tonnen im Juni auf 204.000 Tonnet» in» Juli, gegenüber dem gleichen Vorjahrsmonat aber um "84.5 Prozent. Von» Jänner bis Juli ergeben sich -folgende Produktionsziffern: 1887— 1,045.000 Tonnen(i. V. 822.000) Roheisen und"1,808.000 ^Tonnen(824.000).Rohstahl. In gleich günstiger Weise vollzog sich auch der Absatz von, Roheisen sind Walzware. '• Neuer Konflikt Im ostböhmischen Glasindustriegebiet Im Mai und, Juni d. I. streikten bekannt« lich 15.000. Glasarbeiter des Gablonzer und Turnauer Gebietes um einen Lohnvertrag und das Zustandekommen von Lohnlisten. Wiewohl -nun die Turnauer Genossenschaft das Protokoll über die Streilliquidierung am 10. Juni d. A. und die festgesetzte Lohnliste der Quadrantenschleifer unterfertigt hatte, lehnen die Genossenschaftsmitglieder nunmehr den Vertrag, die Lohnliste, sowie die dainit verbundene Kontrolle ab. Da auch ein Vermittlungsversuch des Reichenberger Gewerbeinspektorates erfolglos blieb, droht im Gablonzer und Turnauer Gebiet ein neuer Streik. Einführung einer Arbeitslosenversicherung In der Südafrikanischen Union In der Südafrikanischen Union wurde ein Gesetzentwurf über die Arbeitslosenversicherung der Arbeitnehmer in verschiedenen WirtschastS- zweigei» angenommen. Es handelt sich insbesondere um das Baugewerbe, den Maschinenbau, die elektrotechnische Industrie, den Motorenbau, die Möbelindustrie, die Goldgewinnung(in gewissen Bezirken), die Leder« und Schuhindustrie, das Druckgewerbe und die Bekleidungsindustrie. Die Regierung kann die Liste dieser Gewerbe erweitern. tal eröffnet, das den Namen des Gesundheitsministers Fredcrica Montseny trägt. An diesem Werke hat sich durch ihre Propaganda für das spanische Boll in hervorragender Weise die Internationale Sanitätszentrale in Paris(Centre Sanitaire) beteiligt. Es sind hier 180 Acrzte der verschiedensten Nationalitäten und viele von ihnen sind aus fernen Ländern gekommen, um dem republikanischen Spanien zu Helsen. Das Hospital hat 1000 Betten, drei transportable Operationssäle, eine komplette Röntgenausrüstung Astv,.und.. unterhält in-der nächsten.- Nähe.- der Feuerlinie chirurgische Feldambulanzen..- Die Schweizer Arbeiter haben ihre Solidarität mit dem spanischen Bolle durch Blutspenden für ihre Bcrwun-deten der BollSarmee und die Opfer der verbrecherischen Bombardierungen wehrloser Städte bewiesen. In Lausanne allein haben 30 Arbeiter»sieben Liter Blut gespendet. Das Blut Ivurdej in eisgekühlte Behälter nach Spanien geschasst. ES hat sich bereits eine große Anzahl weiterer Blutspender gemeldet. Eine von der Abgeordneten Isabelle Blüm geführte belgische Delegation übergab dieser Tage der spanischen Regierung im Namen der Sozialistischen Arbeiter-Internationale" und des Internationalen Gewerkschaftsbundes neun Ambulanzen und vierzehn Lastautos mit Sanitätsmäte- rial. Das ist die erste Sendung fiir das Hospital, das die beiden Organisationen in Spanien errichten. Es wird 8000 Bette»» enthalten und soll von den besten englischen Äerzten geleitet werden. Moskauer Gerüchte MoSkau. Der Reuterkorrespondent erfahrt, daß Donnerstag in Moskau die Nachricht von dem Selbstmord des Ministerpräsidenten der ukrainischen Republik Apanase Lnbcncnko verbreitet war. Lubeninko soll der antistaatlichen Tätigkeit verdächtig gewesen sein und aus Angst Selbstmord verübt haben. Ehre Warnung der»Times» Die»„Times» beschäftigen sich in einem Leitartikel mit der Stuttgarter Konferenz, der nätsonalsozialjstischen Auslandsorganisation und insbesondere mit dein Vorschlag, bei den deutschen -Gesandtschaften— und zwar zuerst bei der Londoner Botschaft—„Kultur-AttachtS» zu ernennen. - In dem Artikel heißt es:»Der Vorschlag folgt so schnell, auf die Ausweisung der drei deutschen, Journalisten aus England, daß es notwendigerweise als ein Wunsch erscheint,. die Arbeit, mit, der die drei außerhalb ihres Journalisten« berufeS beschäftigt waren, von Personen- fortführen zu lassen, die diplomatische Immunität genießen: Wenn das die richtige-Erklärung für den.Borschlag ist, dann muß man sofort feststellen,, datz- i die- Ernennung der Kultur-AttqchkS unerwünscht sein-würde... Der Austausch kultureller Jdeen^zwischen den Ländern kann nur. durch gegenseitige Verständigung erfolgen.- Aber der deutsch^ Vorschlag muß im.Lichte, dessen betrachtet Werden,' was fnan schon von den Nazi-Methoden iy»,(Ausland sind,- von der Behandlung der im Ausland lebenden Deutschen kennt,. Die Auslandsorganisation hat ein scharfes Auge" auf- die dor'dein'- Nqzi-Regime Geflüchteten Uüd Macht es sich'zür'.Aufgabe, darauf zu sehen, daß"kein"int Victor McLaglen in dem Fox-Film„Er versündigt sich an Nancy Steel». Ausland lebender Deutscher,-der nicht der Organisation angehört, die Chance hat, Arbeit oder Stellung zu finden, wenn er nach Deutschland zu- rückkehrt... Zu. dieser Tätigkeit gehört in gewissem Grade die Spionage gegen die, Deutschen, die nicht zur Organisation gehören... Es erscheint wünschenswert, daß die Tätigkeit dieser. Organisation streng bewacht wird—- was in unserem Lande nach den kürzlichen Vorfällen bereits zu geschehen scheint— und es erscheint uner» wünscht, daß Personen, die mit der Arbeit- der Organisation direkt zusannnenhängen, diplomatischer Rang gegeben werde. Dkan darf nie vergessen, daß die Theorie des Nazismus völlig antiinternational ist..."Es ist daher schwer einzusehen, wie die Befürwortung von Nazi-Prinzipien in England der Sache der gegenseitigen Verständigung dienen können sollte." Terror in Genua (JTF) Der neue" Direktor der Genueser Straßenbahn, ein Offizier der faschistischen Miliz, reinigt den Betrieb von allen Straßenbahnern,, die in» Verdacht stehen, mit den spanischen Frei- hcjtskäinpferü^'ßu.MwPathifirren"." Etwa 30 Straßen'bah"»»er'.würoen"ftvie^Mustiziä" e Liberia" am 23. Juli berichtet) mißhandelt und dann als„Nevolutwnäre" fristlos entlassen. Einige blieben in Haft, sie werden unter der Beschuldigung,„W erbüngen für das rote S p.a n i e»»" unterstützt zu haben, vor den» Son-, dergericht erscheinen. Aus dem gleichen Grunde wurden auch einige unständige Hafenarbeiter verhaftet. Kurz nach der Verhaftung hörte inan, daß einer von ihnen sich im Gefängnis erhängt hätte. Nieniand glaubte dieser Meldung,' die Hafenarbeiter sind überzeugt, daß" die faschistische Polizei den Kaineraden ermordet hat. Auf- dein Hause der Vereinigung der. unständigen Hafenarbeiter wurde die Fahne auf Halbstock- ge-- seht. Das-erregte großes Aufsehen. Die Polizei- verhaftete den Leiter der Bereinigung. Unter den-. Hafenarbeitern Genuas herrscht große Unruhe.' Der totale Krieg General I. F. C. Fuller,, der.geistige Baier der englischen Tankwaffe, resümiert.im»The, Journal of the Royal Artillery» die.deutsche Theorie deS totalen Krieges, wie folgt: 1. Der Erfolg hängt von der Schnellig». keitderAktion ab. Die Mobilisierung wird auf ein Minimum verkürzt, der Staat auf die Kriegsversorgung eingestellt.. Der Krieg ist nicht- mehr die Fortsetzung des politischen Handelns, sondern die F r i e d e n s p o l i t i k isst die Fort setz uu.gdeSKriegeS mit anderen Mitteln.. 2. Die ganze Nation muß so erzogen werden,- daß sie eine feste moralische Basis für die Angriffstätigkeit gewährt. Diese Disziplin bildet die moralische Grundlage deS Staates. 8. Die Nation muß fähig sein aus e.ige«. nen Mitteln zu leben. Landwirtschaft und Industrie müssen so selbstgenügend sein, daß sie einer Blockade widerstehen können. Sie müssen deshalb kriegsmäßig organisiert fein. Dies ist die ökonomische Grundlage des kriegsführenden Staates. 4, Zwei Armeen:-eine— didLuftarnlee--- vollkommen vorbereitet zur Aktion,, die zweite— die Landarmee— fähig, in kürzester Zelt mobilisiert zu werden. Das Ziel der Luftarmee.besteht darin, die feindliche Zivilbevölkerung in eine Panik zu stürzen, jenes der Landarmee, die Moral der Nation zu erhalten, di? Basis für die Tätig-, kett d?r, Flugarmee, zu schaffen und das feindliche Gebiet, zu hesetzen. Diedemokratischen Nationen mit ihrer Bore kriegspolitik/.und niit. ihren Borkriegsmethoden -befinden sich jetzt, in einer Situation, wd es sich -darum handelt, die-kollektive Sicherheit mit-.-der-. totalitären Taktik auszugleichen-■" Sette 6 „Sozialdemokrat' Frci'ng, 3, September 1937. Nr. Emlsrantenlos - Nach zwei mißglückten Selbstmordversuchen — Freitod auf den Schienen! Die faschistischen und balbfaschistischen Blätter beider Hunnen werden nicht milde, gegen die Emigranten zu liehen, sie zu schmähen, ihre Drangsalierung zu fordern. Liest man diese Blätter und wollte man ihnen glauben, so leben die Emigranten hier ein herrlicher Leben, womöglich auf Kosten der heimischen Bevölkerung. An Wahrheit sieht es anders aus. Man hört nicht Wiel und spricht nicht diel von der täglichen Not der Flüchtlinge, die nur zu ost dem Beil der Henkers und der Peitsche de» braunen Kulturträgers entronnen sind, nm den H u n g e r t o d in der Fremde zu sterben. Nur dann und wann fällt ein Blitzlicht auf die Not von Hunderten, wenn ein tragischer Einzelfall für einen Augenblick die triste Lage der Bertriebenen sichtbar macht. Ein solcher Fall hat sich vergangenen Sonntag ereignet. In Smichov hat sich der deutsche Emigrant Eberhard Wiskow vor einen Zug geworfen. Das Leben, das unter den Rädern endete, ist den Tod nicht zum erstenmal wohlfeil angeboten worden. Wiskow— einer der Männer, die in Deutschland lange Zeit illegal gewirkt und für, die Neuorientierung der deutschen Arbeiter viel getan haben— war in der Enge und demütigenden Not des Emigrantendaseins bald verzweiselt. Er halte Frau und Kind zu ernähren und wußte'sich keinen Rat. Stoßen doch die Emigranten mehr und mehr auf Gleichgültigkeit und Herzenshärte, bei denen, die helfen könnten, auf erschöpfte Kassen bei denen, die gern helfen wollen und bisher wo er ging geholfen haben, auf tückische Bosheit der politischen Gegner, die dem Entigranten durch Schikanen aller Art die Möglichkeit des Broterwerbs zu beschränken, ihn als Menschen zu verletzen suchen. Wiskow gehörte zu den Menschen, die alles eher aushalten, als das Elend der anderen, ihrer Angehörigen mit ansehen zu müssen, als Demütigungen zu ertragen. Zweimal versuchte ex feinem LebeneinEndezumachen. indem er sich die Adern öffnete. Zweimal wurde er durch ärztliche Kunst„g e r e t t e t". Welche Todessehnsucht. welche Oual, welche heroische Willenskraft muß nötig gewesen sein, den Mann zu einem drit- ten Versuch, zu treibenI Welche Tragödie verbirgt sich hinter den dürren Worten des Polizeiberichtes, daß der Zug einen armen Körper zerfleischt hat, in dem doch eine große Seele wohnte, von der kein Polizeibericht künden kann, weil„Seelisches" nicht in das Ressort der Polizei gehört. Heute, Freitag, nachmittags um halb 8 Uhr wird, was von Eberhard Wiskow blieb, auf dem Smichover Friedhof Malva« zinka z u r R u h e b e ft a t t e t. Sei» Geilt, der', nm Großes heldenhaft kämpfend, dar Kleinliche und Kleine nicht ertragen konnte, hat die ersehnte Ruhe schon gefunden, als der widerstrebende Tod dar dargebotene Opfer endlich annahpi. Den Freunden der Löten und seiner Familie wird auf diesem Wege von der Bestattung Kenntnis gegeben. Regelung der Angestelltengehälter im Prager Kohlenhandel. Die— den größten Teil des Prager Kohlenhandels umfassende— Prager Kohlenverlanfsgesellschast lPrajskä prodejna uhlt sp. s r. o.) forderte die ihr angeschloffenen Unternehmungen auf, eine Regelung der Gehälter ihrer Beamtenschaft dikrchzuführen. Die Gehälter, die vor der 1984 vorgenommenen ersten Gehaltsherabsetzung bezahlt wurden, sollen wieder herTod eines Sperlings Gestern, gegen Abend, als ich nach Hause kam, zappelte vor der Tür ein kleiner Vogel herum, ein Spatz. Er war jung, beneidenswert jung und unreif, und zugleich bemitleidenswert Unglücklich. Denn-er befand sich allein in der. Fremde, fern von Mutter und Nest, und umstanden von einigen bedrohlichen, entsetzeneinjagenden Figuren. Da waren einige Chauffeure der vor dem Hotel wartenden Taxis, noch ein Mann oder zwei, einer davon hatte ein kleines Kind bei sich und forderte es auf, sich über den herumhüpfen- dcn Vogel zu freuen. Was es tat, denn es verstand nichts von dem Elend und der Verzweiflung dieses halbnackten, des Fliegens erst sehr unvollkommen' kundigen und in diesem Novizenstadium bereits durch.ein. besonderes Verhängnis betroffenen Geschöpfes. Wenn ich sage besonderes Verhängnis, so meine ich- damit, daß der Bogel, offenbar apf einem seiner ersten UebungSslüge, mit einer widerlichen, zähen dicken Flüffigkeit in Berührung geraten war, die ihm nun die Flügel und den für den Flug und die Steuerung so nötigen Schwänz verklebte. Selbst sein Rücken zeigte Spuren davon, und am Hinterende seines Köpfchens stand ein vor Näffe glänzender Fleck starr nach oben. Wir fühlten alle die Verpflichtung, etwas zu. tun für dieses unansehnliche und mit den nackten Stellen rosigen Fleisches, die im. Nacken freilagen, mit seinem unausgewachsenen, eckigen, fast nackten Körper, den cs bei seinen ungeschickten Hupf-Flügen enthüllte, geradezu, abstoßend, ja beinahe obszön wirkende Wesen. Aber«S ekelte- uns ein wenig und wenn wir zuzugreifen versuchten, er aber, angstvoll und laut schreiend um einige Dezimeter davonslatterte, nahmen wir. dieses Entweichen gfrue.als einen billigen Vorwand, der Pflicht,'düs' schmierige Dings in die Hand zu nehmen, enthoben zu sein.,.• gestellt werden. Mit diesem Zugeständnis wollen sich aber die Angestellten nicht begnügen. Sie verlangen eine weitergehende allgemeine Regelung. Sie soll durch einen abzuschließenden Kollektivvertrag erreicht werden. Der Einheitsverband der Privatangestellten hat der Prager Kohlenverkaufsgesellschaft dieser Tage den Entwurf eines solchen Vertrages vorgelegt. Was alles gestohlen wird. Bor einigen Tagen konnten die Bewohner des Hauser Pod Klevkou 1 in Prag-Weinberge zu ihrer Ileberraschung den Per- soneuaufzng nicht mehr benutzen, da der elektrische Motor im Werte von etwa lii 4000.—, der. ihn in Bewegung setzte, gestohlen worden war. Als Täter wurden zwei Minderjährige, die in der nächsten Umgebung wohnen, gestern verhaftet. Sie hatten den Motor einem Autobesiber aus der Provinz verlausen wollen, der ihn daun auf ihre Bitte zu einem Bekannten in Smichow schaffte. Die beiden leugnen und suchen die Schuld gegenseitig aufeinander zu schieben; die Anzeige ans Jugendgericht wurde erstattet. Fünfjähriges Mädchen von einem Anw getötet. In der Rumburger Straße in Kohplir stieß gestern vormittags der Kraftwagen des 81jährigen Beamten Han» Leitenberger aus Turnau dafünfjährige Töchterchen Marie des Polizisten Shkora aus Kobplis zu Boden und Überfuhr sie. Das Kind erlitt einen Bruch der Schädelbasis, sowie eine schwere Gehirnerschütterung, und eine Rißwunde am Kopfe und wurde vom gleichen Auto in sterbendem Zustand ins Krankenhaus auf der Bulovka gebracht. Dem Wagenlenker wurde der Führerschein entzogen, er selbst in Hast belaffen. Straßenbahn überfährt ein Kohlenfuhrwerk. Gestern nachmittags um 8 Uhr bog das mit Kohle beladene Fuhrwerk des Kuffchers Wenzel Petrü aus Smichow in die Preßlgaffe in Smichow ein, wobei Schließlich, als er' sich zwischen die" Beine eines ntaffiven Arbeiters mit starken; breiten Hän- den'geflüchtet und sich hart an die Innenseite seines linken Schuhes gekauert hatte, griff, der Mann sacht und vorsichtig nach unten und verhaftete ihn.' Wir waren alle der Ansicht, es tue. not, das Geschöpf zu traschen, und da ich ja vor meiner Haustüre stand, war cs denn selbstverständlich das Einfachste, wenn ich ihn gleich mit hinaufnahm. Sa wurde ich der für seinen Tod unmittelbar Verantwortliche. Natürlich wäre er auch sonst zugrunde-gegangen, durch Hunger, durch die nächtliche Kälte, durch eine Katze; aber nun geschah ihm das durch mein Zutun. Ich machte eine Seitenlange und wusch Ihn;' Das Wasser färbte sich gri'm-schlvarz. Ach nahm ein Tuch und trocknete ihn oberflächlich ab; dann, ging ich hinunter in die Küche zur Wirtin und hielt ihn zum Nachtröcknen über die warme Herdplatte. Die Wirtin dachte über sein Schicksal'von' vornherein peffimistisch. Sie sagte, es sei. nichts mehr mit ihm zu machen; er würde stepben. Mir war's nicht so. Als das Tierchen einigermaßen angetrocknet war— die Feuchtigkeit hielt noch immer die Federchcn klumpig zusammen--- setzte ich' es vor dem-Haus ins Gras. Ach stieg wieder hinauf und versuchte zu schreiben. Aber es wüxde nichts damit. Wenn nun eine der Katzen aus der Nachbarschaft den Kleinen fand? Kurzum, ich ging wieder hinunter und holte ihn mir. Er hockte noch immer, an derselben Stelle im Gras. Als wir im Zimmer ängekomMen, waren, fand ich meine Hand olivgrün beschmiert. Die Reinigung schien also kein hundertprozentiger Er», folg-gewesen zu sein. Erst jetzt merkte ich; daß e» Mit. der Flüffigkeit etwas Besonderes haben mußte; sie war viel klebriger, und'zäher,'als ich gedacht hatte, vielleicht-irgendeine Art Lack. Ach machte eine zweite' Lauge,-füllte nur den untersten Grund-des Beckens, und setzte-ihn in die seichte See. Er schlug.'verzweifelt Mit-den Füßen !und strampelte,, um zu entkommen, aber die glats e» an der.KreuzunoSstelle mit der Palackhstraße von öinem Straßenbahnwagen.der ISer-Linie ersaßt, einige Meter weit geschleift und schließlich umge- stürzt wurde. Hiebe! wurde der Wagen zertrümmert und die Kohle auf dem Geleise zerstreut,'so daß der Straßenbahnverkehr etwa eine halbe Stunde lang unterbrochen blieb. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, auch nicht die- Pferde. t'. Den Finger abgehackt. Dem 18jährigen Lehrling Miroslav Airäsek aus Holleschowstz wurden gestern in der Werkstatt seine» Meisters in Hloubktin zwei Glieder des Zeigefingers der rechten Hand von einer Maschine abgehackt. Er wprde in» Krankenhaus auf der Bulovka gebracht und verbunden. - Rätselhafter Selbstmord. Gestein früh gab die Hausmeisterin de» Hause» Nr. LIV in der Ka- minckä in Bubentsch auf der Polizei an, daß ein unbekannter' Mann, nur mit Hose und Hemd bekleidet, im Lichthof ihre» Hanse» liege und wahrscheinlich schon tot-fest Die Polizei stellte in dem inzwischen-tatsächlich bereit» Gestorbenen den 81jäbrlgen im selben Hause wohnenden Buchhalter Richard Aavräuek fest. Nach.der Lage de» Falle» scheint«in Selbstmord vorzuliegen, obwohl Havräuek» Schwester, mit der er, obgleich verheiratet, seit längerer Zeit zusammen lebte, eine solche Tat bei ihm absolut nicht verstehen kann. Havränel lebte nach ihren Angaben sowohl mit seiner eigenen Familie, al» mit der seiner Frau, die in-Podibrad wohnt, in bestem Einvernehmen. Au»flug»zÜge der ffchechoflowakischen Staatsbahnen r vom 4. bi» 12. September quer durch den Böhmerwald 440 KL, vom 4. bi» 12. September in» Niese ugebirge auf die Koliner Baude 800 KL, vom- 6. bi» 27. September Kuraufenthalt in Sliai 1180 KC, vom 11. bis 19. September ins R i e f e n g e b i r ge 880 Kf, in die Beskiden 480 KL. Alle diese AuSflngSztige sind sichergestellt. Anmeldungen und Ansörmationen im Basar neben dem Wilsonbahnhof, Telephon 888-88. Verlanget überall Volkszünder ten, ansteigenden Wände boten-ihm keinen Halt. Mach einer Weile-. nahm- ich ihn in die Hand, in her Hoffnung, es sei nicht nur vsel von dem Zeug» durch seine energischen Freiübungen abgcgangen, sondern auch. anuchmend, der Rest. sei' genügend äufgoweicht. Ach rieb und putzte ihn sorgfältig,, dyun hielt ich ihn unter, das laufende Wasser, um ihn" von Schmutz und Seife, endgültig reinzuspü- len. Er war nun ganz, still geworden, erschöpft, apathisch und verzichtete selbst, aufs Schreien. Ich wickelte ihn. in alte Lappen und das ganze Bündel in ein Polohemd und setzte ihn einen. Schritt, von der offenen Balkontür weg auf den Boden.,- Er steckte bis zum Kopf in dem unförmigen-, warmen Ballen, und sagte, nichts. Sein breiter, gelbgerandeter Schnabel blieb fest geschloffen, die Kehle klopfte, und der ganze Kopf-machte regelmäßige ruckartige Bewegungen. Die Augen, dunkle, runde Wölbungen,, standen weit offen;, aber als die Dämmerung kam, zog sich.von unieu über sie ein graues Lid. Um fünf Uhr in der Früh erwachte ich. Der 'Spatz saß königlich auf dem Gipfel des Berges Bon Lappen; er hatte den Kopf-unters Gefieder gesteckt und,,schlief. Ich ging; zur-Wasserleitung, trank eineu Schluck, und'als ich wieder bei ihm Vorbeikam. war. er.wach.. Es lögr. schon ziemlich hdll. Ich; nahm ihn in die Hand und besah ihn 'mix. Er war lpbendsg und laut, protestierte'durch -gesundes Geschrei, Aber, flugfähig war. er noch Zimmer nicht; sein'Körper wartrocken, aber-Flügel und Schwanz verkleistert.' Sie'glänzten wie > Lack. M bli^b nichts anderes übrig: er mubte noch -einmäl ins Wasser. Dieses Mal'kämmte ich die verklebten Teile nist/feinem Kämm durch. Dann jwürdewv wieder verpackt. Er-war wie früher völlig', teilnahmslos uiid ließ'alles mit- sich machen. 'Ach lag'noch eine Stunde oder so wach und machte'mir Gedapken, Md Sorgen- Wevühy.'-Dann kam die'Soijne und beschien den Balkon draußen. Ach setzte das'gäßze- Bündel hinaus, und legte uiich JCuflsl und Wtesm Friedrich Kühne, der bekannte ehemalige' Berliner Reinhardt-Schauspieler'ist für die kommende Saison nach Brünn engagiert worden.. Ein neue».Orchester in Wien. Hermann Scherchen gründet im Rahmen seiner bereit» bestehenden Organisation„Musica Viva" ein- Orchester, da» sich zur Aufgabe machen wird, moderne und klastische Musik zu fördern. Da» Orchester Wird am 1. November zu arbeiten beginnen:-«». ist'bereit» auf den Namen Scherchen» hin-zu Tourneen nach Italien, dem Balkan, und Aegypten, fest verpflichtet worden.. In. Wien wird. dar Orchester Hahdn» Chorwerk„Applausui", da» noch niemals anfgesithrt worden ist, herau»bringen, außerdem einen„Oesterreichischüi Abend" mit Arnold Schönbergs„Kammersymphonie". Wochenspielplan de» Renen Deutschen Theater». Sonntag, halb 8: Die Fledermaus, Abonnement aufgehoben.— Montag: Geschloffen.— Dienstag halb 8: Carnien, neuinszeniert, Ä 1,— Mittwoch halb 8: Der Außenseiter, Uraufführung, B 2.— Donnerstag halb 8: FieSko, einmalige» Gastspiel Ernst Deutsch, E 2. Wochenspielplan der Kleinen Bühne. SamStag 8 Uhr: Man kann nie wissen.— Sonntag 8Ü': Ein idealer Gatte.— Montag: Geschloffen.— Dienstag 8: Nina, volkstümliche Vorstellung.— Mittwoch 8 Uhr: Ein Kuß und sonst gar nicht», volkstümliche Vorstellung.-- Donnerstag 8 Uhr: Bei Kerzenlicht. Erstaufführung,•,■/ Der Mm Premieren der Woche. Freitag gelangen drei Filme in Prag zur Uraufführung, und zwar zwei amerikanische und ein deutscher. E» lausen in-den BioS:.„Der geliebte Feind" mit Merle Oberon: .^Gefährliches Spiel" mit Theo Lingen;„Ranch Steele wird vermißt" mit Anne Lang-Vlafkovä. Sensationserfolg v»n„Fänotik" in Wien. An Wien läuft der tschechoslowakische Film„Jänoiiik" mit starkem PublikumSerfotz bereit» die neunte Woche. In der Sieben-Uhr-Vorstellung wird die Originalversion gezeigt, während in der Abendvorstellung die denffch gedubbte Version vorgeführt wird. RW Prag. SamStag, den 4. September, Aufmarsch auf die Raturfteundehütte im..Brdywald. Treffpunkt am Smichower Bahnhof um iä Uhr, Abfahrt 18.10 Uhr. Wanderkleidung I 4!achzügler fahren um 16.05 Uhr. PflichtbeteiligungI'-••'’ Sozialistische Jugend, Freitag. 8 Uhr, FBSA- Helm, Spälenä 46, Kreisleitung; e Ortsgruppe Prag. Sonntag, 8. September, Treffpunkt Smichower. BaW- . Hof. um Ä8 Uhr; Fahrt nach Terno» iice, Wanderung KarlSstein-^Sbrskö, Führt Lcküer. Preis etwa 8 UL.— ES- wird- gebeten, die' Naturfreundehütte auf'den Hkebeny an diesem Sonntag nicht zü besuchen',' La sie an einen Verein vergeben ist. Uranla'Klno, Kllmenhkä 4. Feraatfracher 61828;.. Lumpazinagabundus Lustspiel'.. Gegen sieben Uhr wurde ich von seinen Rufen wach. Ach richtete mich, auf und sah schon vom Bett aus, daß fein Kopf nicht mehr aus der Verpackung hervorkugte. Ich lief hinaus; er war weg. Aber zu sehen war. er nicht. Sollte er eS fertig gebracht haben, in die Robinie gegenüber dem-Balkon zu segeln?. Alle Achtung und viel Glück! Seine Schreie hgtten aufgchört. Am Hof drunten schien er nicht zu sein; darf liefen nur di« Hühner des Wirts herum und stocherten-und hackten nach irgendwelchen Körnern.-- Eine Weile darauf hörte Ich ihn von-neuem' schreien:.'Aber es-klang verdächtig nahe. Ich-sah auf^em Schrank--nach, hinter der Balitontür, stNter-hem-Bett und fand ihn schließlich unter dem Schrank. Statt sich in der Morgensonne-zu-Ende zu trocknen, hatte er sich, kaum dem Pett entschlüpft, ins Zimmer zurückgezogen." A bersositrd Kranke; wissen nie, was gut- ist für. sie!.;*,:•' * Ach setzte ihn auf den Balkon in die warme' Sonne und legte ihm einigs. Brot-- und-Käsekrümel zur Auswahl vor. Er sah mich-an; zuckte mit de» Flügeln, schrie«in-paar Mal- in die Welt- hinaus, und plötzlich nahm er«Inen Anlauf und, schwang sich über den, durch keine erhöht« ftm« randüng begrenzten.Balkon-zwischen den Gitterstäben hindurch hinab in den Hof. Er konnte,-in seinem Zustand, nun einmal nicht*flidg«m und so schlug.er hart qus-.dig Exde auf. Die Hühner liefen zusammen und. umstanden Ihn im Kreis. Er lag auf der.rechten Seite,-versuchte.sich'zweiöder, dreimal.aufzurichten, dann lag er still, ruckte ein paar Male mit. dem Kopf, Di schließlich riß er den Schnabel. nanz weft auft'hielt ihn eipeiSe- kun-de offen, dann schloß.»«,ihm kurz und desinitiv. Er regte sich nicht mehr,'Er liegt drpntÄij'gestrdckt und still. Di« Hühner. kommen von Zett?zp' Ztit,' heügen sich langsam'mnd schärf, beobachtend übev. ihn.-wieProfefforen.sich- über'«ineNn Kranken neigen, und gehen dann- wieder wäg; ihren Ge- schästen nach.... MaxBarih,,, Kanalsdiwimmer dreier Nationen warten auf gutes Wetter Drei Konkurrenten warten in der Nähe von Dover auf'günstige Witterung,' um den Kanal zu.durchschwimmen. Links ist Fräulein Morwell Abrahamsen, eine- dänische'.Schwimmerin,, in der Mitte der Engländer Haydon Ääylor' und-rechtsEva Morrison aus, Amerika. M -'''-'''■■"-" i-'--,■■ 9■• BezugSbedingü na« N: Bei Zustellung ins Hmi» oder bej. Bezug durch-die Post monatlich XL 18.—,-.vierteljährlich\Ki 48.—, halbjährig AL 96.—. ganzjährig^ 192.—.— Inserate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öftekem Einschaltungen Preirnachlgß.- Rückstellung^on Manuskripten erfolgt nur ibei Emsendüng. der Rewurmärken:-— Die Zeitungsfrankatur wurde,tzop der Post- und Lele»- gräphendirektioü,-mit Erlaß Nk-' 1Ü.8v0/VlI/lS8ö bewilligt," lKontrollpostäntt'Ppäbä 28./— Druckerei: ,!Orbis", Druck-,f Verlag»- ünd^ZiItung»»A,-G.-Pratz,'-