Mittwoch, 8. September 1937 Nr. 211 17. Jahrgang (Aus einem Flugblatt der SdP.*Oppositlon) schm Außenminister Grafen lliano überreichte Rote veröffentlicht. Sie berichtigt Italien der Torpedierung zweier sowjetrussischer Dampfer,' nämlich des„Timirjazr w" und des„Blagoje w". Die Rote hat einen festm, jedoch gemäßigten Ton. Die Torpedierung der beiden Dauipfer wird als rin„AngriffSakt der italienischen Marine gegen unter sowjetrussischer Flagge fahrende Handelsschiffe" bezeichnet. Inzwischen ist nicht bekannt geworden, welche Maßnahmen die Regierung der Sowjetunion im Falle einer Zurückweisung dieser Protestnote ergreifen wird. Man nimmt aber jedenfalls an, daß Moskau seinen Standpunkt In Sachen der Zusammenarbeit mit London und Paris nicht abznändern beab- Wie stark diese Ermühungsscheinungon sind,■ ‘T*“MmMi«’ Presse entnehnien. Immer mehr operiert sie, wenn sie über SdP-Kundgebungen berichtet, mit Teilnehmerzahlen, die sie durch Multiplikation erreicht, immer mehr versucht sie einen Elait vorzutäuschen, den sie nicht mehr hat, immer mehr verlernt sie, an ihre eigene Kraft zu glauben, immer.mehr hofft sie auf Hilfe aus dem Ausland. So hat sich am vergangenen Sonntag der SdP-Abgeordnete Wollner in einer Rede wieder einmal aus Hitler und auf die Tagungen in Breslau und Stuttgart berufen und mit dem Drucke des Auslandes gedroht, der zugunsten der SdP-Zielsetzungen unternommen werden soll... Zudem macht die Zientek-Opposttion der SdP immer mehr zu schaffe». Zwar versucht die SdP, diese Opposition als bedeutungslos hinzu-" stell«», aber di« SdP-Leute scheuen sich nicht, gegen sie mit dem übelsten Terror zu arbeiten/ Die Flugblätter dieser Opposition. fürchtet die. SdP wie der Teufel das Weihwasser, und aüt Sonntag hat sie ganze Kolonnen ausgerüstet, inn ihre Verteilung zu verhindern. Mehr noch: di« SdP-Führer, die sonst nur über die„Splitterparteien" zu spotten gewohnt sind und. ständig versichern, daß das Sudetendentschtuin über sie zur Tagesordnung übergehen werde, die Krczal, Scbekowskh und anderen Germanen sind so empfindlich geworden, daß sie die„Splitterparteien" der Finanzierung der SdP-Opposition verdächtigen. Wenn schon diese Parteien keine Bedeutung haben und nicht Ivert sind, daß, man* über sie spricht: wie könnten sie wohl auf dein Umiveg über die angeblich noch bedeutungslosere SdP-Opposition zur Geltung kommen? Wirklichkeit fürchtet sich die SdP vor ihrer Opposition, die sie durch den verlogenen Hinweis ans einen Zusammenhang zwischen ihr und den Regierungsparteien zu diffamieren versucht. Zuletzt schien der SdP die Berteilung billigen Zuckers an sozial Bedürftige ein politischer Rkttungsanker zu sein: sie ließ die dicksten Verleumdungen vom Stapel, schrie und schrieb übex „Korruption" und„Korruptionisten" und ries das Volk auf gegen das von den deutschen Regierungsparteien organisierte Hilsswerk. Besonders eindringlich wandten sich die Bolksgemeiiischaft- ler an die Arbeitslosen, die sie in eigenen Versammlungen gegen die deutschen Regierungsparteien scharf zu machen versuchten. Mittlerweile ist e8° still geworden um den Zucker. Der bittere Geschmack, den. das Bolk seit dem Genuß der SdP-Politik auf der Zunge hat, ließ sich, nicht vertreiben. Die Versammlungen blieben leer, so leer, daß die SdP-Funktionäre ihre, Gefolgschaft der Feigheit ziehen. Richt geringere Pleiten waren die Erntedankfeste, die von der SdP veranstaltet wurden: die Bauern blieben ihnen vieltfach fern: die Teilnehmer an den Erntedankfesten der SdP rekrutierten sich aus den unentwegten städtischen Parteigängern der. SdP. '• Die SdP hat seinerzeit ihre Gefolgschaft Mit billigen Versprechungen gewonnen, die fiiij, auf die Gestaltung unserer Innenpolitik, bezogen. Diese Versprechungen zogen sehr bald uich/mehr. „Und wie unglaublich komisch — der arme Turnlehrer von gestern gefällt sich auch schon in der Rolle eines Kunstmäzens und spendet das BagateU von 80.000 Kö für ein Relief. Es ist für jeden leicht auszurechnen, wie hoch das Einkommen des„Rührers" sein muß, wenn sein Leben auf 1 Million K6 versichert ist. Wieviel deutschen hungernden Familien hätten diese 80.000 Kö plus den mysteriösen 64.000 Kö Zollspesen für den obenerwähnten Luxuswagen aus ärgsten Not und Verzweiflung ge-■ holfenf' 1 Vertreter beider Staaten haben auch. über die j» p a» i s ch« B l o ck a d e verhandelt, fast» «tu britischer oder amerikanischer Dampfer auf hwjtr'S« angehalte« würde. Die Marknebehör- den sagen ausdrücklich, daß eine Blockade gegen IaPanl« ichter sei al» eine solch« gegen Italien, weil die Schiffe mit japanischen.Erzeugfliffen zwei Seebasen pasiierrn müßten, nämlich Singapode und Panama. Di« amerikanischen und britisch«« Marinebehörden Haden dem Präsidenten Roosevelt mitgeteilt, daß eine Blockade SingaporeS und Panamas die japanisch«» Bestreblmgeiz in vier-Monaten zunichte macht» würde, und sagen ferner, daß eine folche Bl» ckade nach Artikel IS der Bölker- Sundsatzungen möglich sei. Man»nutz aber darauf" verweisen, daß diese Beratiinge» die Bereinigten Staaten in keiner Weise bindcn.und daß sich hin Großteil deS amerikanischen BolkeS gegen den Krieg stellt::-'! I« Schwere Verluste der Japaner In Nordchina , Heftige Kämpfe entwickelten sich in einer Entfernung von 50 Kilometern westlich von Pei- ping. Japanische Infanterie, welche durch Artil- teriefeuer und von Flugzeugen unterstützt wurde, uutörnahm einen Angriff auf di« chinesischen Di- vifionen, welche sich an den Hängen der Berge «iNgegraben hatten. Dir Chinesen behaupten» daß sie diesen Angriff znrückgeschlagen, sodann selbst eicksn Gegenangriff unternommen und den Japanern schwere Verluste lelgebracht haben.. Dir Japanergeftehen ein, daß Ihre Berlnste groß.sind. Mit'der Eisenbahn werden nach Peiping zahl» wiche verwundet« transportiert^'", Japanische Hugbasls vor Hongkong ‘.‘IC'Die Inseln Praia,'die in chinesischem.Besitz sind und ungefähr 180 Meilen südlich von Hongkong'-liegen/ sollen. unlängst! von den Japanern beseht und in«ine Basis für-die japanischen Was- serffugzeNge umgewandelt worden sein. Ange- ZUier Widerstand der Chinesen Schanghai.(Reuter.) Trotzdem d.ir Japaner versichern, daß di« von ihnen ansirkündigt« große Offensive noch nicht begonnen hat, wütet in de» Abschnitten Äantsep und Wnpun bereits der heftigste Kampf seit'Beginti der Feindseligkeiten. Dir Japaner sind bestrebt, die Moral der chinesischen Truppen durch schwere» Feuer der Land- und Seegeschütze zu erschüttern. Die Chinesen leiste» jedoch zähen Widerstand und luffen sich eher"«» Ott»nid Stelle töte», al» daß sie auch nur nm eine» Schritt zurückweichr» würden. Iw der Rächt auf DienStag hat eine japanische Abteilung«inen Angriff auf K i a n g- w a n g unternommen, wo sie aber auf einenhart- ckäckigen Widerstund der Chinesen stieß.' Beim Morgengrauen dauert« der Kampf»och an.',, Paoschan zurilckerobert AuS chinesischer Quelle wird berichtet, daß die Stadt P a o s ch a n nach heftigem Kampfe von den Chinese» zürückerobert wurde, wobei sich insbesondere«In' chinesisches Bataillon auszeichnete, welche» den Namen»Tapfer bis in den Lod« führt. Bei einem Luftangriff-nuf die japanische Flott« bei W«s»ng haben die Chinesen zwetTor- pedobvotzekstörer und einen japanischen Kreuzer »«schädig,. Japanisch, Flugzeuge unternahmen mehrere Anflüge siegen die chinesischen Pgfitiönen bei. Kiangwang, doch gelang.«» ihnen nicht, di« chi-" ««fischen BatterieniNPutn« auSfindigzu machen., Die"Japaner sind in der Provinz'Schonst' einsiedrun-en und haben die Stadt T i e»'s ch en, dieaufhglbem WegezWischen'Kalian^und'Kaung liösih»«seht. Neue Ullllarden bewilligt Ä^MDvtiö.'' Dqs' zUeDeckullsj/ der'Mt den VWIscheNfäM vjii- Chinä""'veWlideneKMösten bestinlinte-'"dritte RachträgSbüdget'-ist Höhe'von über 2 Milliarden. Ae.n ist, DjenStag-siachmittagS vWMvntördiftteiihaus ohne' Opp.ösitlän'/'innge- nhmMn'ljnd'hieräuf'veni'Scnät'zu'r'Geii'chmi- gung unterbreitet worden. dieser Frage hat sich,«ie erklärt wird, n i ch t g e ändert.' stellt, einer dortigen Fabrik, die auf einem Mo-| Also ging sie dazu über, die Hoffnungen ihrer torhoot eintrafen, gaben bekannt daß sie von den Anhänger auf die KriegSpvlitik Hitlers zu lenken. Japanern, mißkandelt wurden.'- s»?|Jn dem Mäße, ckn dem die offensive Kraft d°» Dritten Reiches geringer wird und sein, Kriegsdrohungen angesichts der Ivehrbcreiten'Demokratien an Wirkung verlieren, schwinden auch diese Hosfnnngen./Hingegen gewinnt die Friedenspropaganda auch in den. Reihen der SdP ständig iieuen Boden.' Jetzt/ bleibt der SdP noch die Erwartung ans einen'Fehlschlag des 18. Feber. Bon dein Versprechen, dem sudetendeutschtum zu helfen, Blockade Japans wird erwogen Ole britisch-amerikanischen Verhandlungen Ernste Wendung Im Pazifik! Konferenz von Nyon ohne Italien? He russische Mott ab Vorwsnd rur Fortsetzung Sei Piraterie SdP in Gärung • Der Versuch der SdP, ihre Anhänger in ständiger politischer Hochspannung zu halten, beginnt zu scheitern. Austnerksamen Beobachter» der SdP-Kundgebungen entgeht es nicht, daß sie geringere Teilnehmerzahlen ausweisen als früher und daß auch das Herbeischleppen des Stammesführers nicht imstande ist, die Flautestimmung besonders zu heben. Selbst wenn mm, wie die. SdP-Führer, das Volk für einen Schwamm hält, dessen einzige Ausgabe es ist, die lvässerigen Redender Volksgemeinschastlcr aufzusaugen und da- „ JE. durch gewichtiger zu werden, muß man schließlich sichtige,«S wird aber vorausgesetzt, daß der Ver-' merken, daß das Aufnahmevermögen eine Grenztreter der Sowjetunion in Genf von diesen bei- hat. Das Volk ist ein lebendiger Organismus und de» Großmächten fordern wird, daß sie«Inen M ist wie er Ermüdungserscheinungen unterstrenge» Standpunkt gegenüber den„faschistischen. warfen.. Angreifern" einnehmen. Inzwischen nimmt die F”''~“ S-wjetpreffe die Tatsache, daß Deutschland und' kann«an auch dem nervösen Geschreibe der SdP. Italien znr Beteiligung an der Konferenz der~'*' Mittelmeermächte eingeladen worden sind, über aus kühl auf. Erscheint alt MM«»»'•ingelueei« 70«eilet ‘- x„so»,iu,kwn 58077- Herausgeber: Siegfried Taub- Verantwortlicher Redakteur: Karl Kern,Prag Reaktion und Verwaltung: Prag XII., S-ch--° e»«der t.' Paris verstimmt Uber die Sowletnote Pari». Die französischen diplomatischen Stellen stellen die tiefe Ueberraschung und Verwunderung nicht in Abrede, die in Paris die in Rom überreichte Sowjetnote hervorgerufen hat. Frankreich wurde von den entsprechenden Moskauer Faktoren auf diese Rote nicht aufmerksam gemacht. Man ist. hier der Ansicht, daß es noch viel, zu bald ist, die Reichweite und die Konsequenzen des Sowjetschrittes abzuschätzen. vor Standpunkt Moskaus Moskau.(Havas.) In Moskau wurde die vom Sowjetbotschafter in Rom dem italieni- Sozialdemokrat g t lorgan der Deutsche« soztaldemokratischen Arbetteryartei in der Tschechoslowakischen Republik ' Rom. sStefanl) Der diplomatische Redak- Hüt der Agenzia Stefan! schreibt: Rach Jnfor- matiocke» an amtlichen Stelle» Rom» wird die s Charge d'affaires der 2-wj-tuni°n dem italienischen Außenminfter Grafen Cian» über- reichte Note übereinstimmend als b ö s w k r- big«-Provokation gegen Italien und al» Torpedierung der Mittelmeerkonferen, angesehen. Durch sein provokativ«««erhalten»ur Konferen» vor Eröffnung der Berhandlungm habe Moskau bewußt eine Lage gefchaften, dir«»Italien unmöglich mache, an der Seite der Sowjetunion an der Konferenz trilzunehmr». - ch- Anderc römische Bericht« behaupte« allerdings, e« sei de» Italiener««icht so ernst mtt ihrer Empörung und würde« zur Äonsermz komme». Die Rächte Haie« sich dom Schweizer Bundesrat bereit» die Bewillig»»» zur Abhaltung der Beralunge» in Rdo» erteile« laffen. Bo» dem Ergebnis der Koaftreu, verspricht man sich nicht all,»viel. Selbst rnglische Blätter be- tone», daß die rustische Rote«»gesicht» der offe- nen Bekenntnisse Italiens zur Jntetventton in Spanien nicht so»»begründet ist und daß Jta- lita sei« zweideutige Politik fortsetze. Jn»be- sondere hat der Abschluß eines Freund- schaftsvertrage»-wische« Italien und Jemen(dem sndarabischen Staat, der Ade» und de« Ausgang de» Rote« .»f'Meere» bo»ach»«t ift)- i« London verstimmt. Mack ist ick arabischen Fnlge» setzt doch empfindlich geworden. Die rnglischen Blätter deut«» an, daß E« gla»d gezwungen sei» werd«, im'Mittelmeer s lb st Ordnung zu mach e n, wen« die Konferenz scheitere. Allerdings ist England znr Zeit an zwei Punkten schwer bedrackgt, in Schanghai und im Mittel- meer. Es wird rntweder in beide« Zonen kneifen ünd lavieren müsse», oder es muß auf einem Pnnft völlignachgeben,um auf dem anderen machtvoll anftrrte« zu können. . feste Nsltuns Londons . Freitag um 4 Ahr nachmittag», an dem gl«k- chen Tag«, an dem die Bölkerbundsratstagung ' beginnt, wird dir Piratrn-Konfrrrnz in R tz» n am Genfer: See»usammrnwrten. Aeghpten, Bulgarien, Griechenland, Rumänien-und di« Türket haben die Einladung herett» angenommen. Weder von Rom»och von Berlin«och von Moskau ist bisher«in« offizielle Stellungnahme erfolgt, doch erscheinet» London die Teilnahme Italien» und Deutschland» wahrscheinlich. ES wird aber in White Hall'mit Nachdruck erklärt, daß die Tagung «w ch im Falle einer Absa»« stattfinden würde.•• - In der Beurteilung der Aü»sicht«n der Pftaten-Koüfrrinz-Hat sich durch dir rckffisch« Rote tcktd^ deren Zurückweisung durch Italien nach offiziell«« englischer Auffafsün» n i ch t s g r> ändert. Di« Besprechungen der Mächte über die Wiederherstellung der Sicherheit für die Mit- telmeerschifsahrt und die schleunige Beschlußfassung üb«, alle/ hiezp zweckdienlich erscheinenden Maßnahmen werden al»« n N m, ü n gl t ch bezeichnet.. Man hofft, daß di« Mächte im Ägenm Jüteresie dfr Aufrollmig von Problemen, die nicht von, diesem Gremium entschieden'werden könne», t«Wridr».wrrtztfi. Dietz siilt lnstrsondere für die Zübilligung der Sriegsrechte an' die beide» spani- schon,«ampspyrieien. Die britisch« Einstellung zu Washington.(Havas.) E» hat den I de« Angreifern eine deutliche Warnung sein. Die Anschein, al» ob die englisch-amerikanischen Ber- handlmigen bereit» den Rahmen einer bloßen Forderung an Java» und China»ach EpakM-,, rang Schanghai» überschritten habe«.' Man ist per Ansicht, daß über die Zusammenarbeit de« beiden Mächte für dm Fall eine» japanische» Angriffes auf britische und- amerikanische Handelsschiff« verhamdrlt wird. Die Beratungen tragen streng vertraulichen Sharafter. Aber man erfährt den noch, daß die Bereinigten Staaten England auf- gefordert haben, wenigsten» sechs Panzer-. f ch if f e a u» d em Mi tt e l m«er nach demFernenvstenzu entsenden. Die Engländer nehmen aber, wie di« Nachrichten tesägm, eine« abwartenden Standpunkt ei» und wenden rin, daß-sie wichtigere Jntrrrffen im Mittelnieer hätten. DI« amerikanischm Marinebehörden hal ten den» entgegen, daß dm britischen Interessen Im Mittelmerr durch schneller« Einheitm besser gedient sei. Die Panzerschiffe würden da» Gewicht Großbritannien» im Femen Ostm erhöhen und .7". s Nationalpreisträger Rosenberg **!.['.. D^, Gpesibtl» verkündete Mif' d«« Kultürta« gung do» Reichsparteliägl'e» die ersten Preisträger de», deifffchest'^NatiönalPreise»'füi:!'Kunst im» Wiffensthaft", din Hitler am Iv. Jänner i0S7 AM,- silrWeltigem verbot-der. Annahme de» NoSel-PrciseS gestiftet hat.te. Die' drei National« wceist'ban-lOO.ÖOO Biark; erhielten Mfred M n.ber qüftrckjlr diöKkcknntM«erzteProf. .Augckst B l e r'. und?-Prof.' Dr! MdinM »b r ü ch E.eckdlich dei'Foickchunasi. Menve Dr- HtlhMH(l ch n«Ä' PrüpEmier« vrstch.und' Prof,' Bier Men sich in estiin Preis. Seite 2 Mittwoch, 8. September 1937 «frMl. Hat sie zur Hoffnung hinübergewechselt, daß ihm auch die aktivistische Politik nicht helfen wird, Die EdP versinkt immer mehr in einen fruchtlosen Negativismus, aus dem sie auch der ölige Appell an die Treu« ihrer Anhänger nicht zu befreien vermag. Jede Kritik, die von aktivistischer Seite an der Durchführung der Feberverein- ibarungen geübt wird, erscheint der SdP als Hoffnungsstrahl und' als Rechtfertigung ihrer Politik. Auch dabei befindet sie sich auf dem Holzwege: denn die Kritik der Aktivisten hat nicht die V e r n e i n u n g des 18. Feber zum Inhalt, sondern ist auf seine Ersüllun g gerichtet und sie kann nicht die Ileberzeugung der Volksmassen erschüttern, daß es keinen anderen Weg zur natio nalen Befriedung unseres LanheS-und zur Befriedigung des SndetendeutschtumS gibt als den zielbewußten'-Hanipf/ÄM diu positiven Inhalt der Fcbervcreinbarungcn. Auch' die.Stellungnahme der SdP zum 18. FdbeL-beweM dw-NeMsität' der SdP-Führung. Das. ist uns ein Gründ-,stiehr;, die BoltsMassen'zum Kampf um den 18. Feber zu bewegen, der zugleich ein Kampf gegeü dir Negativisten und Saboteure in beiden nationalen Lagern sein mutz. Die politische Vernebelung, der Sudetendeutschtums durch die. SdP beginnt.zu"weichen. Wir werden dafür sorgen, daß sich dieser Prozeß sortseht. Dr. Hodza im Sparausschuß; Bedeckungsschwieriskeiten, aber keine Budgetkrise Bedachtnahme auf die Tragfähigkeit der Wirtschaft Prag, lieber die erste Sitzung des Sparausschusses nach den Ferien, dem die undankbare Auf« gelbe zugedacht ist, die von den einzelnen Ressorts ausgestellten Teilbudgets zu überprüfen und zü- sammenzustreichen, wurde folgendes amtliches Kommunique ausgegeben: In der heutigen Sitzung des parlamentarischen Spar- und Kontrollausschusses, der außer dem Ministerpräsidentell und Minister Doktor Franke auch der Obmann des Budgetausschusses Abg. Teplanskh beiwohnte, wurden die Verhandlungen über die Ausgabenseite des Budgets 1988 ausgenommen. Ausschußobmann Abgeordneter Beran begrüßte den Ministerpräsidenten und den neuernannten Finanzminister Doktor Franke. Er gedachte der Verdienste des ehemaligen Finanzministcrs Dr. K a l f u S und dankte ihm für die bewährte Zusammenarbeit mit dem Sparausschuß. Den neuernannten Finanzminister Dr. Franke versicherte Abg. Beran der loyalen Unterstützung der parlamentarischen Sparund Kontrollkommission. Ministerpräsident Dr. H o d j a hob dann Ih seinem Expose den Umstand hervor» daß wir in eine vom Gesichtspunkt der Budgetpolitik g a n z außerordentlich ernst« Etappe eintreten, vi.e llrichtdieern sie st«überhaupt. Zum Glück sei es der Tschechoslowakei bereits gelungen» sich doll in den Besscrungspro- zeß der Weltwirtschaft einzuschalten, und schon heute könne man sagen, daß die Wirtschaftsgrundlage» unserer Produktion und unseres Staatswesens gesund und s e st seien. Man müsse zwar mit budgetären und Bedeckungshindernissen rechnen, keinesfalls aber mit einer Krise. Vor allem könne man heut« schon konstatieren, daß sich das Budget i m Gleichgewicht befinden werde. Mit Rücksicht auf einzelne Budgetposten, die man insbesondere aus Grüirden der Nationalverteidigmig und der Sicherheit werde erhöhen müssen, werde man die Pedeckuugsschwierigkeiten mit Bedacht darauf überwinden, damit sie in de» BerbesserungSpro- zeß der Wirtschaft und Produktion nicht störend eingreifen. Di« diversen Meldungen der Tagespresse über die Art der Bedeckung dieser erhöhten Posten seien nichts weiter als gutgemeinte, aber ungenaue Und oft unrichtige Kombinationen. Die Regierung lege wie bisher immer auch diesmal Nachdruck aus eine dauernde Zusammenarbeit mit dem Parlament, also in diesem Falle auch mit dem Spar- und Kontrollausschutz. Darauf erstattete Fiuanzminister Doktor Franke Bericht über die gesamt« finanzielle Situation des Staates sowohl In budgetärer Hinsicht, als auch in Hinsicht auf den Kredit und auf den Kassenbestand. Ausführlich referiert« er über die Forderungen der einzelnen Ressorts an daS Budget 1938 und über den Standpunkt des Finanzministeriums dazu. Er hob dabei den Umstand hervor, daß mit Rücksicht aus den Emst der Zeit die Forderungen an daS Budget 1938 auf daS unerläßlich« Maß reduziert werden müssen mid daß dabei daS relle Budget gleichgewicht sichergestellt werden muß, waS die Regierung bereits grundsätzlich beschlösse»., habe. AlS die wichtigste Aufgabe sehe er die U e v e r- Prüfung der.Budgetast,t rüge nach der Ausgaienseite an, und. zwar vom'Gesichtspunkt der st r« n g si e n S P a r s a m k e i t. Dabei quittiert« er mit Dank die Bereitwilligkeit des Ausschusses zur Zusammenarbeit mit den« Finanzministerium. Erst n a ch Abschluß dieser Arbeiten«erde man von der B e d e ck u n g d e S eventuelle» Defizits sprechen können, wobei jedoch der Umstand zu unterstreichen sei, daß hei solchen Erwägungen die Regierung trachten werde, daß die Produktivität der BolkS- chirtschaft nicht untergrabm werde. Die Berichte aus Uny andauernd gut Der behandelnde Arzt der Präsidenten Masaryk Dr. Maixner gab Dienstag um 1V Uhr vormittags folgendes ärztliches Bulletin auS: Der gestrege Tag verlief bei iwrmaler Temperatur(36.5 und 36.3) und regelmäßiger Herztätigkeit(72 PulSschläge) unter Symptomen einer a r n e h m« n d e n Reizbarkeit» welche in der Nacht auf gestem den Schlaf bi» über Mitternacht gestört hatte. Diese Erregung ist eine. Folge der in einigen Endartcricn der Hirn- rinde, verursacht«, Störung, welche sich allmählich regel». Di« RiizbaMt hat sich gestem gemildert,!» daß di« heutige Rächt im ganzen ruhig war; im Schlafe zeigte stchMpr selten 'PnchMchttKrregünUi Der Patient genoß M r»ng in hinreichender Menge. Dir heutig« Früh- teinperntur: 36.5, Pulö 72. Der Präsident verbracht« auch den DienStag in Ruhe. Rach dem Mittagessen schlief er zwei Stunden,....,,,.. Jaroslav Aster sechzig Jahr« alt. Am ge- striqcn Tage hat der auch vielen-deutsche»! So-! zialdemokraten durch sein langjähriges Wirken in Teplitz bekannte ehemalige tschechische, sozialdemokratische Abgeordnete Jaroslav Aster sein 60. Lebensjahr vollendet. Aster stammt■ aus Prag,, geriet,in seiner Jugend unter dem Einfluß'bet' Omladimsten und kam bald in die sozialdemokratische Bewegung. Er war erst ist' Mährisch-Schönberg tätig, dann viele Jahre in Teplitz, Ivo er Beamter der Bezirkskrankenkassa war und der führende Mann in der tschechische» Sozialdemokratie des Teplitzer Kreises würde. Nach dem Umsturz wurde er.Kommissär.des Ministers des Innern für Nordböhmcn,'würde 1920 zum Abgeordneten gewählt und hat der tschechischen sozialdemokratischen Partei nach der Spaltung durch die Kommunisten als Zentralsekretär der Partei in Prag wertvolle Dienste geleistet. Er wurde dann Direktor der Bezirks- krankenversichdrüngSanstalt in Prag und ist seit einiger Zeit in Pension. In verschiedenen Organisationen der tschechischen Arbeiterbewegung ist er noch immer tätig. Die vielen Freunde, welche Aster auch in der deutschen Sozialdemokratie hat, wünschen dem Mann, der für die Arbeiterbewegung seines Volkes fo viel geleistet hat, er möge seiner Partei noch lange erhalten bleiben. 2d*kilgmeter Uber Belchite hinaus B a l c n e i a. Die«rputlilanischen Truppeq sind fcho» 2.Ü Kilonieter über B« l ch i t e hin« aus vWedmüge», MMWikanischt Fahnp weht über alle» Punkten der Stadt. Die Garnison von Belchite setztie'siMhquptsächllch auS Phalangisten zusammen, dochAvarrn auch RequeteS darunter. Wir erbeuteten, vier.Geschütze, mehrere Mösts« und Waffen deutscher Herkunft, sowie GasmaSken itälienifche'rHttkiinst.'JndenÄträßenderStadt sammelten die, Republikaner.«ine zersprengte Rinderherde von 5000 Stück und" beschlagnahmte große LcbenSniittclvorrätc. Belchite. ist ziemlich stark hergenommen, da eS zuerst durch die republikanische, Artillerie. und später durch di« Bombe« der Rebellenflieger großen Schaden erlitt. ...GpNMl P o z a S,, der Oberstkommandie- rendean der Aragonsront, erklärte Journalisten, daß die Verluste der republikanischen Truppen Während der Offensive in Aragonien verhältnismäßig gcringstigig gtwesen' sei. Sie: hatten nicht einmal 1000 Verletzte. Dagegen verlor der Feind 6000 Mann. In-zidölf-Tagen haben wir 900 Quadratkilometer Boden erobert. Dieser Erfolg zeigt ein« wichtige Tatsache auf: Die»eue, reorganisierte Front, die zu einem Hauptfaktor und Unterpfand unseres schließlichen Erfolge» gewor- Lest ist. Unser Vormarsch hätte zweifellos noch großartiger gestaltet werden können. Aber wir sparen mit dem' Blut unserer Soldaten.:. Teuer erkaufte Siege sinh- keine Siege mehr., ♦ In Gibraltar sind Dienstag früh vier britische Zerstörer eingetrossen, und. zwar„Fury", »Forester",„Ftredrake" und„Fortune".. Sie sollen die brittschen Seestreitlräfte im westlichen Teile des Mittelmeeres verstärken. Gemäßigte Proklamation Hitlers Forderung nach Kolonien mit wirtschaftlicher Not begründet Nürnberg. Bei der Eröffnung des Parteikongresse» in der Luitpold-Halle verlas Gaülditer Wagner die P r o k l a m a t i o n de» Re'ich s- k an z I e r S. „Wir befinden uns", heißt e» in der Prolla- niaiion,„inmitten eines Kampfe», in dein e» sich um die Frage der Erhaltung»der der Vernichtung der überkommenen menschlichen Gesellschaftsordnung und ihrer Kulturen an sich handelt. Kriegen und Niederlagen kommt tm Leben der Völker nicht jene'furchtbar« Bedeutung zu, wie den inneren Krisen der Gefellschafilordnung. Entscheidend für.da»-. Leben des.einzelnen ist nicht die gedruckte B a n k n o t e, die er erhält, sondern da», was er sich dafür zu kaufen vermag. Rach der nationalsozialistischen Grundauffaffung gibt«».weder eine sozialisierte, noch eine freie, sondern nur«ine„verpflichtete Volkswirtschaft", der die Ausgabe zukommt, einem Volke die höchsten und besten LebenS- bedingungcn zu verschaffen. In der deutschen Wirtschaft, sagt Hitler, gibt es nur ein« einzig« Frage, die fortgesetzt seit Jahren, die Deutschen mit schwerster Sorge erfüllt, «S ist die» die S ch w i e r.i g k e i t der Le- benSmittelversorg ung. Der deutsche LebenSraum ist ohne kolonial« Ergänzung zu Kein, um eine ungestört« sichere,, dauernde Ernährung des deutschen Bolle» zu garantieren. ES ist«In auf die Dauer unerträglicher Gedanke, Jahr für' Jahr: vom Zufall einer guten oder schlechten Ernt« abhängig»».sein., ES ist,daher die Forderung nach einem dem Reich gehörende» Kolonialbesitz, in der,, wirtschaftlichen.Rot begründet und die'Einstellung der anderen Mächte zu dieser' Forderung einfach nicht verständlich.,. Gerade auf dem Gebiet, dey Wirtschaft müßtest alle der Führung des Reiche» b'l iss d vertrauen,'.'Zur V o l i t i k übergehend, stellt di« Proklamation fest: Deutschland'ist heute Nichtisolicrt, sondern mit mächtigen Staaten in engir Freundschaft verbunden,-Die natürliche JntereffeügeMefnschaft zwischen' Deutschland und-Italien' habe sich in den letzten-Monaten immer mehr alS eiN'Element der. Sicherung Europas vor.-, dem-:.chaotischen Wahnsinn erwiesen. Es werde-in ,Zukunft nicht möglich sein, an- irgendeiner. Stelle,. über diese WillenSgemeinschgft hinweg einfach zur Tagesordnung schreiten zu können. Das Abkommen issit Japan diene deö' gleichen Ätifgabet Die größte Revolution aber, so, schließt.di« Proklamatiöü/ hat Deutschland erlebt'durch die in diesem Landf-zum^rsten Male.sslarmnißsa,in, Angriff genommene' Völls«'und' dimm M Ass« n« IhY.Ü.i.en, f Copyright by Saturn Verlag 1985 „Das nennen Sie ein Anbot?" fragt« Achill« höhnisch und trat einen Schritt näher,„das bietet Ihnen der Dienstmann an der Ecke dort auch." „Kenne ich Sie nicht?" schrie Balerian. „Weiß ich nicht, daß cs sinnlos ist, mit Ihnen Geschäfte machen zu wollen?" „Fünfzigtansend Franc»— ein Anbot i" höhnte Achill«,„und warum haben Sie mich nicht gefragt?" „Hätten Sie es gegeben?" „Hätten?" überschrie ihn Lövy,„Neig, natürlich nichil Mer wenn Sie wirklich ein Anbot gehabt hätten! wären Sie schon gekommen..." «Fünfzigtausend Francs hat man mir geboten...." tobtePalerian,„aber zehn-Prozent muß ich selbst verdienen..." „Warum" rief Achille mit dünner, sich überschlagender Stimme,„warum müssen Sie zehn Prozent verdienen? Eine Frechheitl Zahlen Sie Steuern? Zahlen Sie Miete? Halben Sie eine Familie zu erhalten? Wer sind Sie, daß Sie zehn Prozent verdienen müssen? Aber.glauben Sie, ich glaube Ihnen, daß Sie wirklich fünfzigtansend Francs Anbot gehabt haben?" „Ich schwöre es Ihnen." .„Dann sind Sie der dümmste Kerl, den es in ganz Paris gibt." -„Hätten Sie denn fünfzigtansend Francs genommen?" schrie Balerian wieder auf. Haben Sie sie denn gehabt?" „Ja." „Nein." „Jg." „Dann geben Sie siel Ich nehme fünfzig» tausend." Balerian trat ruhig an den Tisch, ergriff das Bild und zahlte mit der anderen Hand Achille fünfzigtansend Francs aus. „Jetzt haben Hie. mich gut hereingelegt" sagte Achille langsam und beinahe traurig,„das ist Ihnen diesmal gelungen, Sie sind doch der tüchtigst« Mensch der Branche."- „Ich verdienen keinen Sou" erwiderte Balerian ernst. «Nach, der Art zu schließen, in. der Sie das gemacht Höchen" erklärte Achille,'während er da» Geld zu sich nahm", verdienen Sie hundert Prozent, Sie haben das Bild um hunderttausend Francs-verkauft-". „Lächerlich", erwiderte Balerian,„aber nach dem zu schließen,' was Sie nachgelassen haben, kostet es Sie höchstens zwayzigtausind." ..„Kindisch," sagt« Achille Lkvy, ükommen Sie wieder,-Wenn'Sie was brauchen.", „Gerne" sagt« Balerian und trat auf die Straße. Breit und stark-schritt er. den Quai d'Orsay hinunter. Den Mantel offen, denKnotenstockin der Hand schwenkend, sang er das alle schön« Liedchen:.- Le roi a fait batire tambour Pour voir tonte» seS dames... et la premiire qu'il a vue,„ lüba 1 ravt fin’&ih«.'— „Zweihundertachtzig Francs," rief der Auk« tionator,„Aweihundertachtzig, ein Empirebett mit vergoldeten Bronzebeschlägen, gibt niemand mehr? Zum ersten." Balerian musterte die Interessenten; die schwerhörige bissig« Madam« Ker-Lebequ aus der Rue des Miroir», den kleinen Binjardin und di« drei Brüder Flcuron. Sie saßen in der ersten Reihe beisammen und warfen ihm gehässige'Blicke zu;..er setzte sich hinter sie. ''„Zweihundertachtzig zum zweiten," rief der Auktionator. Madame.Ker-Lebequ bot zweihundcrlfunf- undachtzig.- «Zweihundertneunzig," sagte Balerian angewidert und gleichgültig......---'-I „Schon wieder" murmelte der. ein« Bruder Fleuron und. bot zweihundertfünfundneunzig.i>' .„Dreihundert," sagte Balerian ungerührt, ..„Dreihundertzehn" rief der, zweite.derBrü« der Fleuron.und halb nach, rückwärts gewandt, frggte er Binjardist, ob er schon einmal'Leute gesehen habe, die grundsätzlich nur di«, Objekte steigerten, für die andere, ehrliche, steuerzahlende Geschäftsleute sich intepessierten?., . i!„Aasgeier,"erwiderte Monsieur.Binjardin an Stelle einer.direkten Antwort. „Dreihundertzwanzig," sagte Balepigi«.„ „Soll er haben",-erklärte jetzt laut,.--und deutlich der- jüngst« Fleuron,-und da-sich- kein Bieter mehr fand, war Palerian gleich daraußBe- siher eines zu kükzen und zu niedrigen Empirebettes mit falschen Bronzebeschlägen. Es, freute ihn nicht- übermäßig. Nichtsdestoweniger".vermehrte er diesen- Besitz, in der«nächsten halben Stunde-noch-um ein« klimprig schlagende Spin- deluhr, zwei vergoldete Feuerböcke und--einen nackten Bronzeengel; auch dies« Dinge entriß er dem Fjistfgespann. durch,. hartnäckige-, Bieten. Solche, Erwerbungen, waren-lästig,,, aber-unvermeidlich. Der Klejnkriig, den Balerian,. seitcer zu Geld gekommen war, gegen die Gesellschaft schosier Borstadtqistiquare ,führte, erforderte da». Sehr haso, nach hem Beistauf de» Cranach- tpa» Balerian.,wiedey, im Hotel Drouot aufgetaucht. Binnen kurz«m war er,der Schrecken.-der-klefn-en Händler. Er Pachte,ihnen,das Leben/sauep. Er steigerte, er trieb die. Preis«,„auSnähinSspS-astezi Objekte, für die, einer dieser ,niederen Rauhpogel Interesse zeigte, und konzentrierte'schließlich seine empörenden Aktionen auf das Konsortium' Ker- Lebequ, Binjardin- und- Fleuron ffrireS).- Er kämpfte-— es war- bald allen klar:r—t um-den Eintritt in ihre ,Klippe". , Im, Grunde-ist die-Kippe etwas sehr-Einfaches. Die- Hauptschwierigkeit de» Antiquitäten« Handels ist der Einkauf.-In Pari» und in-London sind die nie versiegenden Einkaufsquellen-de» Kunsthandels die großen-Auktionshäuser.-- Die Kippen sind fallweise- gebildet«. Einkaufsorgani- sationen. der Antiquitätenhändler, die- den Mechanismus der Auktion zum Schaden der, Auk« tionshäuser verbiegen.. ES gibt große und kleine Kippen,>interyqttqyql«I,.Mppen undden besten Ring der-eingesessenen-Händler, Alle diese Kippen dienen desn eisten, Zweck,. dqm.Auksipnatpp, der mil der Konkurrenz User den Händlern rechnehj einen Strich duMchse Rechnung zu machen. Denn anstatt einaiwer,. zu lizitieren, einigen sich„tzli» Händler.in kleineun oder größeren Gruppen ich« das Höchstangebot,Ux die Gegenstände,,,.dfg,si« haben wollen., Hach,. dfx„ Auktion setzen sie sich -stsomrizen, undversteigern die auf Dsp, Weis« erworbenen Lchjekt« noch,emnMMter fich^. jetzt erst findet.jeder Gegenstand, seinest definitiven Besitzer. Was geschieht nun mit dem in der Kippekasse zusa'mmenfließenden Geld? Es wird.untess die Kippeteilnehmer'gleichmätztg verteilt? Also» die Objette erteichen in der üffEichen Versteigerung durch Ausschaltung.der Konkurrenz',- nur niedrige'Preise; di« späteren, in' der Kippeauktion höher gestiegenen Preise werden durch den ander Kippekasse,zurückfließenden Anteil igemindert. Die Zugehörigkeit zueister, Kippe verbürgt, wenn yian. es geschickt gnstellt, geradezu ein,stäudfgetz kleinere».,oder größeres Einfflststnen»-,Manchen kleinen Händser» sst es nicht run! verbilligten Eist- kauf, sondern nur pm-den Asttefl an Bargeld zu tun,-,der. unabhängig von den Einzahlungen und' Ankäufen nach der KstpszaU ver Teilnehmer aus» geworfen wird. E»-wivd- nietstassdem verborgen geblieben,sein, daß Balerian-Arona» zur gefürchteten.,mch,gehaßten Sorte'dieser Kippegeier gehören wollte.<'(Fortsetzung folgt,). M. 211 Mittwoch, 8. September 1837 Seit« S Ein schwerer Unfall ereignete sich in Schmihof bei Kaaden. Dort war auf dem Meierhof der Dr. Feierabend die 28 Jahre alte Magd Klara Schul« d e S mit dem Einlegen des Getreides in die Dampf« dreschmaschine beschäftigt. Die Einlegetrommel hatte sich verstopft und die Arbeiterin wollte die Stockung beheben! Dabei geriet ste mit der linken Hand in die Trommel, die nicht abgestellt war. Der Landavbei« teriw wurde die linke Hand fast abgetrennt. Im Podcrsamer Krankenhaus mußte ihr die Hand ampu« tiert Iverden. Der unbekannte Tote vom Genfer See Paß falsch, Ndmen falsch— die Mörder Russen? SudtttiMteulsditof ißjtskiüul Im Falle des in Lausanne ermordeten Her- tnann Eberhardt hat sich herauSgestellt, daß sei« vom Bezirksamt in Komotau am 7. November 1833 ausgestellter Paß Nr. 7/1014, nach dem er v« 1. März 1899 in Troppau geboren ist, ganz »der zum Teil gefälscht sein muß. Die Anmeldung im Lausanner Hotel war zwar auch auf den Namen Eberhardt ausgefüllt; die Nachforschungen haben jedoch ergeben, daß«in Mann dieses Namens in Prag unbekannt ist und weder in der polizeilichen Evidenz geführt ist»»och je in einem Hotel oder einer Privat- vwhnung in Prag gemeldet war. Die Polizei ersucht die Oeffentlichkeit um Mitwirkung bei der Feststellung der Identität beS Ermordeten. * Bern.Ptinz in Berlin eintreffen. Die offizielle Begrüßung wurde für den 18;' September-' festgesetzt. >■ Militärputsch In Paraguay . Aspycion, Die Trvppen in der paräguay- ischen Hauptstadt haben sich Mer' her Führung des Oberstleutnants I a r a mit Hilfe ehemaliger Frontkämpfer/empört.* Sie fordern die' Rückkehr des ehemaligen" Präsidenten, des Obersten F r.am,c d,'der?mtt'dem Obersten Ayala üstd Smith ein MiliiarttiUmviiat bilden soll.' Die Kriegsschiffe haben sich dem Äüfständ'astgeschlos« sen. DaS MärjÄchiMterlum bereitetMit' Hilfe eines Kavallerieregiments eine Widerstandsaktion Vor. „Speichellecker des sudetendeutschen Kapitals“ Zu dem„feurigen** SdP*Krach In BrUnn Bei Brünn gab es am letzten Sonntag bekanntlich ein Paar kräftige Zusammenstöße mit, oder richtiger gesagt: innerhalb der„Bolks- gemeinschaft".. SdP-Leute schossen auf SdP-Leute aus Revolvern. Es Ivurde zwar Niemand verletzt, aber Herrn Henleins„Idee" und Partei verließen das innervölkische Schlachtfeld erheblich blessiert und ramponiert. Di« Borfälle von Auspitz und Schöllschih beweisen, daß die Zähl der St>P-Anhänger, die den Schwindel gründlich satt haben, ständig wächst. Und über die Stimmung, die in den OpposittonSgruppen herrscht, gibt deutlich' jenes Flugblatt ÄlSkustst, das die Zientck-Gruppe vor den schußreichen Kundgebungen verteilen ließ und aus dem tvir heute ein Zitat mn Kopf unseres Mattes bringen. Dieses Flugblatt beginnt allo:' „Deutscher Arlette« und Klelniauerk Mit bekannt überlautem Eifer versucht die Sudetendeutsche Partei mit der Brranstaltunli der drei bombastisch aufgezogenen Kundgebungen in MS- dritz, Auspitz und Taßwitz die breite deutsche Ar- leider- und Kleinlandwirtrösfentlichkett Südmäh- renS über die tiefen Riffe und natürlichen Aersetz nngSerscheinu» gen in der Su- detendeutschen Partei hinwegzutSuschen. All oppositioneller Arlelterslügel in der Sudetendeutschen Partei lenützen wir diese einzigartige günstige und nicht so lall wiederkehrende Gelegenheit, die Anwesenheit des„Führer" und einiger„Prominenter de» FührungSrateS" auf mifere Art zu ehren, indem wir im Name« der vielen Tausend« auSgeschlof- Partei heut« eine Entwicklung zu einer»a- ttonalbürgerlichen Partei durch, in der vornehmlich die„Klaffen"-Jntereffen des besitzenden Standes Berücksichtigung und Verständnis finden, was sich innerparteilich derart auSdrückt, daß die Führung der Partei absurdum. '„Die Elektrizität ist eine Naturerscheinung, deren Wesens noch nicht eindeutig erkannt ist"; Was wär mit dem Froschschenkel?. Die Schenkel des Frosches-sollen eßbar sein. Ich bekenne; daß ich aus eigener Erfahrung darüber nichts sagen kann. Keineswegs«in- Verächterkulinarischer Genüsse; auch nicht Vegetarier, sondern durchaus bereit,,vom gekochten,- gebrate nen, gepökelten oder geräucherten Schenkel eines der zur menschlichen Nahrung gemeinhin verwendeten Tiere zu kosten, habe ich doch nie recht jenen Snobismus' der Tafel verstanden, der sich an Vogelnestern, Schnepfeneingeweiden oder' Froschschenkeln zu delektieren vorgibt. Dagegen hänge ich sehr jener Bewegung an, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Quälerei der Tiere zu verhindern, sei cs nun, daß diese zur Speise oder zu wissenschaftlichen Versuchen gebraucht werden sollen. Daß diese notwendig stnd, darüber scheint mir kein Zweifel, und so bleibt mir nur die Hoffnung, daß, als vor 150 Jahren, anno 1787', der italienische Arzt Luigi Galvani seinen in der Wsssenschäft'berühmten Froschschenkel-Bevsuch machte, die dazu, benötigten Frösche auf' recht schmerzlose Weise getötet oder, falls sie.leben; bleiben durften, ohne Schmerzen wieder«Mässen wurden: -Die Versuche Gasvanis bestanden darin, daß er zwei-verschiedene Metall« durch«inen Froschschenkel verband. Indem er das kleine..feuchte Stück Materie diesseits-und jxnseits mit einem Metallin Berührung.brachte, fand er,'daß ein, Strom von unbekannter Intensität durch denKör- per zuckte. Und so kam er der Elektrizität auf di« Spur. Mit dem Grafen Alessandro,V ol t a zusammen,- der sich mit: ganz ähnlichen Dingen befaßte, hat er den Anstoß zur' Entwicklung der Lehrevon der Elektrizität gegeben. Denn diese selbst;:dvren^Namen von dem Leibarzt Wilhelm Gslbert- der Königin- Elisabeth- von England stammte.'£1544-2-1608), war altbekannt!- bereits iim Altcrtüm-hattc man zumBeispiel entdeckt, daß Blirnsteinstleiue Gegenstände anzieht und abstößt, wenn man ihn reibt. Der Froschschenkelversuch GalvaniS' führte zu- Erkenntnissen, di« den Rainen dieser'Mannes bis auf den heutigen Tag—- galvanisiert haben- Bon: Froschschenkel zur Galvanoplastik Galvani war am 9. September 1787 in Bo- logna geboren. Mit 25 Jahren bereits lehrte er an der Universität seiner Geburtsstadt, Beweis für di« außerordentlichen Befähigungen, die dem jungen Mann« eigen gewesen sein müssen. Die Bilder, die von ihm übermittelt find, zeigen einen' scharfgeschnittenen intelligenten Kopf,, kluge, stechende Augen: das Gesicht eines Arztes und Philosophen, eines Menschen-gleichsam, der tiefer sicht. In der Tat ging- Galvanik vom Menschen und seiger Phhsiologie aus. Naturwissenschaftler und Frauenarzt, wittert« er die geheimnisvollen Kräfte der Körper und, spürte'ihnen nachi Er schrieb über die Kräfte! der Elektrizität bei-MuSkel- bewegungen— als er, am 4. Dezember 1798, starb, war, man bereits soweit, daß man die auf Grund' seiner- Entdeckungen gefundenen galvani«' scheu-.„Elemente"- und'„Säulen* zu elektrischen Strömen von längerer Dauer vervollkommnet hatte.■, Die Methode, nachher dieser vor 200 Jahren Gchorene, mit seinen Froschschenkeln arbeitete, ist: in-unseren Tagen der unveräußerliche, Bestand, von Technik, und Industrie. Die Galvanisation, die Galvanoplastik, der Galvanometer', die. Galz banotherapie,---«ine ganze-Welt stoischen Krane, kenbehandtung und Klifcheeherstellung bezieht ihre Mittel unterehrender Anerkennung;.seines Namens von Hm,. Elektrische Ströme, die nach ihm heißen, begegnen uns Hnstchibar alle Tage, und alle! Tage sichren sie»uns' weiter'ist unbekanntes Land.'- ü Deutlicher. und klarer werden usts, od'ör richtiger gesagt:' der. Wissenschaft,'.die zwar mihn braucht,«cher nse.,ohne ihre Objektivität bestehe« kann, hie,'GMDsdieW^SjrMe^/,Wi^w)KMän aste Tagg-poch von unserem kleinen Planeten auS neue Gestirne entdeckt im Weltenran-m, so ist auch das letzse Geheimnis des zwischen den Metalle« zückendest.F'roschschinkels.nW.'nichcilitziffe«...^.,' Nr. S1I Mittwoch, 8. September 1937 B-»e 5 Rechtswahrer, Rechtsbrecher, Rechtsverfälscher 1988 um rund eine Viertel» Sie beträgt 1,088.886 Voll- und 206.871 teilweise Be» Schwierigkeiten der Hopfenausfuhr nach Frankreich. Wie Deutschland vor zwei Jähren hat nun auch die französische Regierung den franzö- Eröff nung des Internationalen Genossenschaftskongresses . Montag wurde in Paris der 16. Kongreß der Internationalen Genossenschafts-Alliance in Anwesenheit' von 600 Delegierten aus 88 Staaten- darunter auch aus der Tschechoftowakei eröffnet. Die Teilnehmer vertreten Genossenschaftsorganisationen mit insgesamt etwa 70 Millionen Mitgliedern. des Jahres 1988 erreicht; das bestätigt die Erfahrung, daß die großen Schwankungen in der Weltwirtschaft unser Land stets um ungefHhiHürt halbes Jahr später erreichen all die großen Industriestaaten. So hat auch die Krise sich in öder Tschechoslowakei erst um. einige Monate spsst« voll ausgewirlt; doch auch die Rückkehr zu besseren Verhältnissen verzögerte sich. Eine' Anwendung der Meßmethode, di« oben im Weltmaßstab loder wenigstens auf die Gesamtheit der großen Industriestaaten) durchgeführt wurde, würde für die Tschechoslowakei wesentlich ungünstigere Resultate zeigen. Aehnlich verhält eS sich mit den Meßzsffern der Beschäftigtenzahl, die(1929 wiederum gleich 100), in den zur Berechnung herangezogenen Staaten im Jahre 1986 noch 98, im März 1987 aber schon 97 betrug. In einigen Staaten ist die Zahl der Beschäftigten bekanntlich schon über den Stand des Jahres 1929 hinausgekommen, tn der Tschechoslowakei wurde dieser aber noch nicht erreicht. •. Im Monate August ist die Arbeitslosenzahl in England gegenüber dem Vormonat Am 21.000, gegenüber August Million gesunken. beschäftigungslose fchästigte. Oeffentliche Arbeiten filr weitere 73 h/lilllonen Im August hat das Arbeitenministeriuni für insgesamt mehr als 78 Millionen öffentliche Arbeiten vergeben. Die größten Cinzelposten darunter find Erd» und Wasserbauten, Straßen, und zwar sowohl staatliche als auch nichtstaatliche, und Brückenbauten. Seit Jahresbeginn wurden Arbeiten für 494 Millionen, also fast eine halbe Milliarde Kronen, vergeben. . Ole internationale Arbeitslosigkeit Das vom Internationalen Arbeitsamt her» ausgegebene Jahrbuch der ArbeitSstatistik berichtet auf.'Grund der Meldüngen aus den 16 wich» tigsten Industriestaaten die Meßziffern der Arbeitslosigkeit finden letzten Jahren. Als Grund- lage wird das Jahr. 1929 genommen und 100 gleschgesctzt. Danach, war. die, größte ArheitSlosig- keit im Jahre. 1929,, wo sie 291 betrug. An oen folgenden Jahren sänk sie auf über 277 und,226 auf 196 im Jahre 1985 und 161 im vergange- nen'Jahr.' Im" April 1987 betrug die Meßziffer mürmehr 118. Än der.Tschechoftowakei würde der höchst« Arbeitslosenstand' bekanntlich' zu Beginn xe 688.— 755.— 526:50 17— 514.50 548.50 655.50 106.70, 141.37 ' 28.50 132.27 .1577;—' 1 61.92 . 482.— . 633.— fr 782.• Lehrterstraße in Berlin nehmen würde, wo der Rekord auf Wanzenjagd auf eine Strecke von 86 Stück in 24 Stunden steht. Und warum laßt ihr den Dienst von stellungslosen SA- oder SS-Männern versehen, die, wenn fie ihren perversen sadistischen Prügelgefühlen nicht gerade freien Lauf lassen können, ihn dasür durch hundsgemeine Schikanen kompensieren? Warum wurde vor wenigen Tagen erst wieder ein B i b e l f o r s ch e r, ter seine Strafe abgesehen hatte, während seine Familie Hungers leiden mußte, sofort auf der Straße wieder von der Gestapo verhaftet und jede Auskunft über seinen Verbleib, verweigert? Weil Ihr feige seid, hundsjämmerlich feige! ,, Weil Ihr genau„wißt,, daß euer.rechtsbreche- tifchcs verhalten, soweit eS sich um där Rechtsempfinden'det Voller handelt, unnachsichtlich geahndet wird, wenn die Stund'« der Befteiung schlägt. Euer Dünkel ist verantwortlich für ein 1918, er wird auch für« i n e n N a ch f o l g e r verantwortlich sein. Was wißt denn ihr von der Seele der Bolle». Selbst wenn euch der Parade- Herrmann oder der Joseph al» sogenannter„Ar- beiirr" in daß Boll hinausschickt, damit ihr eure Volksverbundenheit zeigen sollt, dann seid ihr schon kurz nach eurer Rückkehr gezwungen,, offiziell in eurer allzu willfährigen Presie Stellung zu nehmen zu dem Unverständnis, mit dem man euch begegnete. Mer nicht am Voll lag e», sondern nur an euch und eurer Unfähigkeit, cs überhaupt verstehen zu können. Eine ungeheure Zahl von Beispielen ließe sich ansühren, daß euer juristische» System sich in einem Zustand der Erstarrung befindet, der einst sehr schwer zu lösen sein wird. Denn wenn e» in dem bisherigen Tempo weiter geht, dann setzt sich tatsächlich dieses 1000jährige Reich, dem man eine wesentlich kürzere Lebensdauer zu geben geneigt ist, binnen kurzem nur noch au» den drei Gruppen unseres Thema» zusammen, jedoch, müssen wir zu ihrer Charakterisierung von hinten anfangen und stellen fest: ,' Die R echtsverfälscher find diejenigen, die nachträglich Gesetz« bewilligen und ihnen rückwirkende Kraft verleihen, wenn«» ihnen gerade in den Kram paßt und sie gezwungen sind, ihr eigene» schlechte» Gewissen zu beruhigen. Die da den Verlust der Staatsbürgerschaft aussprechen, wenn ihnen einer überlegen ist, sie aber befürchten müssen, daß er ihr« perversen Bonzenanmaßungen anprangert. Die sich nachträglich von einer diätensüchtigen Reich»tagSversammlung ihr« Verbrechen sanktionieren klaffen. Die da bald reif sein werden, zu ihrer rassischen, Unwertigkeit'zurückgeschickt zu werden- d. h. zum Teufel!' Gefährlicher sind> dagegen di« R echt S b'd ich ei, da» sind diejenigen, die trotz ihre» jüristischen Studium» uiid ihr«».„angeborenen" Rechtsempfinden» tagtäglich mitansehen und miterleben, wie ein „Volksgerichtshof" und et».Sondergericht und'eine dwenvunzähligen HilfSftrafkammern Urteile fällen, dieiweit davon entfernt find, dem Sinne de» Volke» zu: entsprechen. Die allerwenigsten, di« ihr dort ver-' urteilt, gehören vor ein derartiges Gericht, über das Rechtsbrecher eurer Kategorie sitzt». Gewiß,' ihr habt, ein» erreicht: da» deutsche Volk'flüstert, weil e»,seine bessere Meinung nicht laut sagen darf, ohne riskieren zu müssen, geprügelt zu werden. In: Herzen aber sind gerade diese, die da mehr und mehr ihre, Stimme erheben, die w a h renR echt»- w a h r t,nr Au» jahrhundertealter Ueberlieferung haben sie sicheren Instinkt für wahre» Recht«rhal- ten-ümd begtimen darauf zu brennen,'ihn„Folkrgf- richtshofmäßig" anwenden zu können. Einst, habt'ihr Mit/Ho Prozent jongliert, heute habt ihr trotz eütrer. ( Man erhält für ,100 Reichsmark.'‘ Marktniinzrn,.. 100»sterfrichische Schilling 160 rüwäysW Hei' li.'l.,' lOOpplnifcheZloty. 100 ungarische Pengö. ,< 100 Schweizer Franken'. 100 ftniijüfifrfic Francs;. ,, 1 englisches Pfund ' jr 1 amerikanischer Dollar "100 itälienifchp Lirt.''. 100 holländische Gulden' 100 jugoslawische Dinare.. lOO VelgaS.',-.-.-i 106 dänische Kronen; 100 schwedische Kronen.'«'. 'Oie Stimmung in Deutschland Auf einem Umweg erhalten wir folgenden Beitrag, der al» der A u'f s ch r e i eine» Menschen gewertet sein will, eine» Menschen, der im Dritten Reich lebt, der eine sozial höhere Stelle bekleidet und al» alter Stahlhelmerund Nationaler dem System nicht immer fern stand. Wa» der Mann hier schreibt, ist nicht neu, mindesten» für un» nicht, aber daß er e» schreibt, daß er allerhand Gefahren riskiert, um diese Worte zu Papier zu bringen, ist für die Stimmung in Deutschland, vor allem in gewissen konser» vatwen und JnteUigenzkreisen ungeheuer bezeichnend. Noch wagen viele Leute nicht zu .meckern" und sich offen gegen da» Regime zu stellen, da» jede Opposition, mit dem Tode bedroht, aber sie hallen e» auch nicht mehr qu». ' zu schwetgen.sie glauben'-zn''ersticken.'-wennAe ''sich nicht irgendwie Luft, machen und--an irgendeiner Stelle ihr Urteil über die Verkommenheit de» System» abgeben. So ist dieser Brief entstanden. Über dessen Msender wir genügend und einwandftei unterrichtet sind. Al» S y m p t o m der S t i m m ü n a e n im Reich drucken wir ab. wa» un»— keineswegs ohne schwere Gefahr für den Schreiber und den Aeberbringer— mitgeteilt wird: . In Genua betrat vor einiger Zell«In beinahe würdig auisehender Herr mit'seiner Frau den Lesesaal eine» sehr bekannten Hotel» mit den. Worten: „Golt sei Dank, daß wir endlich'einmal andere Zeitungen zu lesen bekommen" und ergriff da» damal» noch scharf gegen Deutschland eingestellte„Wiener Journal": Dieser gleiche'Mann,'""«In' LandgerichtS- direllor, der mit den objßen Worten seine Unzufriedenheit über die rcichSdeutsche Presse dokumentierte, verurteilte nach Ablauf seine» Urlaubs irgend einen anderen sogenannten BdlkSgenossen zu mehreren Monaten Gefängnis, weil er«ine ausländische Zeitung gelesen hatte. Und wenn e» auch nicht der gleiche gewesen ist, so ist doch seine Geisteshaltung kennzeichnend für die Verlogenheit und zitternde Furcht sogenannter deutscher Juristen. Wenn ein Landgerichtsdirektor in»Ehren" 80 oder 40 Jahre gedient hat, dann wird er für diese „treuen", wahrscheinlich rassisch-nordisch bedingten Dienste mit einem Handschreiben de» Danke» von einem Manne bedient, der selbst einer der schlimmsten Rechtsbrecher der Geschichte gewesen ist. Sn jenem Dankschreiben aber hat man vergessen zum Ausdruck zu bringen, daß der gleiche Richter au» eÄärprlicher Angst um seine Position im Laufe seine». so erfolglosen Leben» immerhin schon zwei Meineid« geleistet hat und bei«wer neuerlichen Uniwälzung auch' bereit sein würde,«inen 'dritten-zu leisten, ohne daß sein Gewissen in irgend Siner, Form'belastet werden würde. Andere aber, wie die in. Ostpreußen öder. Schlesien, haben den Allohol auf ihre Privatfahne geschrieben, und zwar au» der ganz richtigen Erkenntnis, herau», daß sie in einem rechtsbrecherischen Reich nur noch im Rausch Urteile fällen können. Uebrigen» sind.. gerade diese sehr milde.,.... ,.... ,,.........* Meine Herren Rechtswahrer, di«.Sie täglich, tyll Rechtsbrechern, zu, tun haben, warum haben Sie nicht selbst nur,«in einzige» Mal den Mut zu. der selhsterkennenden- Wahrheit, daß Sie gerade am meisten, da». Recht brechen?,Und zwar meist auf Anordnung derjenigen, die da» Recht verfälschen? Glauben Sie denn im:Ernst-' daß«».Wille der Volke», auch des national hetonten BylksteilS ist, wenn die.Gefängnisse,überfüllt-find mit- Verbrechern, deren-einzige»-.verbrechen v darin. bestand,? Zustände der Hitlerbongen zu geißeln? - Wie leicht sgeißelt ihr doch di« Zustände-der russischen Äefängnissei-'-Mer wie herrlich'wäre"«»,' wenn' einer von eiich ruhigey Gehaltsempfänger ein« mal einen kleinen Aufenthalt im ZellengesängniS :'i i,.'»' Zi'-Su vi,•'.... In einet zweiten Sitzung erstattete Waller Citri ne einen Bericht über die Lage in Spanien. E» wurde eine Resolution angenommen, in der die„mörderischen Angriffe der Franco- Faschisten, welche deutsche, italienische und arabische Abteilungen auf wehrlose Männer, Frauen uiid Kinder verüben", verurteilt werden. Die Resolution bringt auch die Solidarität des Kongresse» mit, der spanischen Regierung und ihrem' Aufruf an den Böllerbund zum Ausdruck. Die Resolution wirft der britischen Regierung vor, daß sie der spanischen,Regierung das Recht de» Was» feneinkauscs, die sie zu ihrer Verteidigung brauche, ständig vorenthalte. Die Resolution wurde ein» ■ ss>.gnsienommen..... fischen Brauereien die Verpflichtung auferlegt, für die Biererzeugung zumindest 50 Prozent heimischen Hopfen.zn verwenden. Durch diese Maß- nahme ist der Hopfenexport nach Frankreich ernstlich-gefährdet. " Mährisch.schlesische Gemeinden ohne Arbeitslose. Die ArbeitSvermittlungSstelle in Tki- nctz verwaltet in ihrem Bereich bereits sieben Gemeinden ohne Arbeitslose. I» Trinetz selbst, wo eS noch vor einem Jahr 280 Arbeitslose gab, konnten die letzten bei verschiedenen öffentlichen Bauten uniergebracht werden. Die Eisenwerke der Berg und Hütten nehmen dauernd qualifizierte Arbeiter auf.(DND) Weitere tschechoslowakische Bergleute nach Belgien. Für die belgischen Bergwerke wurden in Polen während der abgelausenen Wochen etwa 2000 Arbeiter angeworben. Nachdem weitere Aufnahmen in der zweiten September-Hälfte folgen sollten, meldet nun die polnische Presse, daß die belgische Regierung keine polnischen Arbeiter mehr zu beschäftigen gedenke und statt dessen weitere 8000. tschechoslowakische Bergarbeiter anwerben werde. Diese Aenderung der ursprünglichen Absichten hängt damit zusammen, daß die bisher aufgenommenen polnischen Arbeiter bald nach ihrer Ankunft in Belgien in den Streik traten.(DND) ■ Roggeneinfuhr. Nachdem die Frage des Zolles bei der Roggeneinfuhr provisorisch geregelt wurde— der Zoll wurde mit 78 KL festgesetzt —, wird die Getreidegesellschaft durch Einfuhr von noch rund 7600 Waggons an die Versorgung der an Roggenmangel leidenden Gebiete schreiten. Der Verkaufspreis des Roggens wird unverändert bleiben.(DND) lÜMIM M MM Die Forderungen der englischen Gewerkschaften Bei der am Montag erfolgten. Eröffnung der heurigen Jahreskonferenz des englischen Gewerkschaftskongresses in Norwich erklärte der Konferenzvorsitzende Ernest Bevin: Wir sehen mit Befürchtungen den Dingen entgegen, die nach Beendigung des AuftüstungSprogranunes kommen: ES ist sehr bedauerlich, daß scheinbar ArbeitS» Möglichkeiten erst dann bestehen, wenn Krieg ist oder Kriegsvorbereitungen getroffen werden. Der Kongreß der Trade Union» nahm eine Resolution an, in der legislative Schutzmaßnahmen in der Industrie, insbesondere die Einführung der 40stündigen Arbeitswoche, das Verbot der Ueberzeitarbeit für Personen unter 18 Jahren und die Erhöhung des schulpflichtigen Alters auf 16 Jahre, verlangt werden. Da» Programm für di« Erhaltung, der Konjunktur zählt 18 Punkt«. Unter dessen Forderungen befinden sich u. a.:- Keine Rückkehr zum Goldstandard, «in-umsangreiches Programm öffentlicher Arbeiten, welche sofort in dem Augenblicke einzusehen haben, in welchen die Konjunktur abflaut, . die Schaffung eines nationalen Entwick- lüngsfönds, die Erhöhung und Verbesserung der Arbeitslosenversicherung, . eine Erhöhung des allgemeinen Lebens- standardcs auf dem. Lande mit gleichzeitiger Hebung der Kaufkraft aller englischen landwirtschaftlichen Arbeiter sowie einen Abbau der Handelshemmnisse. Außenpolitisch trat Bevin gegen eine Verletzung der BölkerbundSverpflichtungen durch Anerkennung der Eroberung Abessiniens auf. Bevin gab seiner Zuversicht Ausdruck, daß das demokratische Spanien einen- Sieg davontragen werde und daß auch China aus dem letzten Konflikt siegreich hervörgehen würde. Der„Daily Herald" schreibt In seinem Leitartikel, der Arbeitslosenfonds, der einzige dieser Art, welcher in Groß-Britannien besteht, verfüge lediglich über 18 Millionen Pfund Sterling verglichen mit den jährlichen Aufbringungen von 80 Millionen Pfund Sterling für Rüstungsfinanzierungen. Noih elnnial Icon Harlow mit Robert Taylor in„Ihr Hausfreund". bekannten Methoden nicht mehr den Mut, einen wirklichen Volksentscheid herbeizuriifen. Eure Göttin mag ruhig weiter die Binde vor den Augen tragen, der Mehrzahl de» deutschen volles ist sie gefallen! Qualdful Die Latour-Party und die englische Aufrüstung Der Nationalrat der Labour-Party, die höchste Instanz in der Organisation der englischen Arbeiterpartei, hat eine Henkschrift über. „Internationale Politik und Verteidigung" ausgearbeitet, die dem in Norwich tagenden britischen Gewerkschaftskongreß und dem im nächsten Monat in Bournemouth stattfindendcn Parteikongreß der Labour-Party vorgelegt werden soll. In dieser Denkschrift wird die ernste außenpolitische Lage eindringlich dargestellt, die Forderung einer Politik der kollektiven Sicherheit und der Festigung des Völkerbundes erneut erhoben, zugleich aber in eindeufiger Weise die Notwendigkeit des gegenwärtigen britischen Rüstungspro» g r a m m e s anerkannt. Dio entscheidenden Sätze der Denkschrift, die sich auf die Aufgaben einer kommenden Labour-Regierung beziehen, haben folgenden Wortlaut:. ' Läge sein, an die faschistischen Staaten einen maßvollen Appell zu richten, in den Abbruch des Wettrüstens und in die Annahme eines allgemeinen AbrüstungspakteS einzuwilligen. Sie muß'- auch, bei der gegenwärtigen Weltlage, stark gerüstet sein, um unser Land zu verteidigen, ihre Aufgabe bei der kollektiven Sicherheit voll zu erfüllen und der Einschüchterung durch die faschistischen Mächte, welche darauf abzielen, die Erfüllung der britischen Verpflichtungen zu verhindern. Widerstand leisten zu können. Eine solche Negierung würde daher, solange die durch ihren Machtantritt verursachte Aenderung in der internationalen Situation kein«-Wirkung hat, nicht imstande sein, das. gegenwärtige Aufrüstungsprogramm aufzugeben."— Der„Daily Herald", die Tageszeitung der Labour-Party, kommentiert den Beschluß des Nationalrates in einem Leitartikel, in dem bemerkt wird, daß man das Rüstungsprogramm der britischen Regierung nur von zwei Standpunkten aus ablehncn könne: ent-, weder vom Standpunkt eines unbedingten Pazi-' sismus, den die Labour-Party nie geteilt habe, oder in der Befürchtung, daß die britische Aufrüstung dem Faschismus zugute kommen könnte, wenn die britische Negierung ein Bündnis mit faschistischen Staaten eingehen sollte. Der„Daily Herald" lehnt diese Befürchtung ab, mit dem Hinweis darauf, daß die gegenwärtige englische Regierung außenpolitisch aufs engste mit Frankreich zusammenarbeite und daß im Falle eines Bünd-' nisses der britischen Negierung mit faschistischen Staaten eine Kriegsdienstverweigerung der englischen Massen erfolgen und das Bündnis un-' wirksam- machen würde.' Der„Daily Herald" be-' merkt außerdem freimütig, daß die bisherige' Opposition eines Teils der Labour-Party der' Partei in den Augen der Oeffentlichkeit geschadet habe, hzi die von der Labour-Party erhobene For-- derung einer Politik der kollektiven Sicherheit nur dann zu erfüllen'sei,-' wenn England genügend' gerüstet ist. Deutschland und Sowjetrußland- Die sowjetrüssische Ausfuhr hon Manganerz'' nach Deutschland-hatte im zweiten Halbjahr 1986 so gut wie ganz ausgehört. Es wurden In dieser Zeit-ganze 1886 Tonnen dieses wichtigen'- Rüstungsstoffes an das Dritte Reich geliefert. Im ersten Halbjahr 1987 haben die Lieferungen ein«: beträchtliche-Erhöhung erfahren. Deutschlands Einfuhr voü Manganerz au» Sowjetrußland ist auf 20:208 Tonnen gestiegen. Rußland hat'dem» nach-starken'Anteil, daran, daß es den National-.-- sozialisteü gelingt, die Versorgungslücke in Erzen zu schließen:— An der anläßlich des Nürnberger. Pqrteitäges stattfindenben großen Lust- und Tpupppuparade wird übrigens, der sowjetrüssische Miti.täratta.chi teilnehmen. Sette 6 Sozialdemokrat Mittwoch,' 8. September 1837, Skr. 211.> kittlsrs„KuItui'-^ttacKLs" sn der Arbeit Mit eindringlicher Warnung hat sich erst die englische, dann die amerikanische Presse gegen die Errichtung von„Kultiir-AttachLS" des Hitlersystem» gewandt, die ihre„Arbeit" Im Rahmen der deutschen AuSlandSuertretungen und unter dem Schutze der diplomatischen Immunität verrichten sollen. Nunmehr wird aus Chile ein Fall bekannt, der wie an einem Schulbeispiel Absichten, Methoden und Gefährlichkeit diese» neuen Zweige» hitlerischer Expansion vor Augen führt, zugleich auch erfreulicherweise Zeugnis ablegt, daß dar Ausland diesen „geistigen Imperialismus" mit aller Energie ablehnt. I» Santiago de Chile hatte ein chilenischer Verlag ein in der Landessprache gehaltenes Buch über den Kam p f der Schwarzen Front in Deutschland, über die Zielsetzung Otto StraherS und seine Gegnerschaft zu Hitler herauSgebracht, das gerade durch seine innere Verwandtschaft mit der südamerikanischen Apra-Bewegung*) große Bedeutung zu erlangen versprach. Durch einen in der Druckerei beschäftigten Mit- ielSnuum halte diedeutsche Gesandtschaft Kenntnis von dem Buch erhalten und darüber sofort nach Berlin berichtet. Auf Weisung au» Berlin, forderte der deutsche Gesandte daraufhin die chilenische Regierung auf, da» Erscheinen de» Buche» über Otto Straßer und die Schwarze Front zu verbieten. Da ein solches Verbot nach der Berfoffung von Chile unstatchaft ist, lehnte die chilenische Regierung ein Einschreiten ab. Daraufhin verstärkte der deutsche Gosandte den politischen Druck und verband ihn mit der Ankündigung wirtschaftlicher Zwangsmaßnahmen, so daß sich die chilenische Regierung schließlich zu „freundschaftlichen Vorstellungen" hei Autor und Verlag bereit fand. Beide lehnten die Zumutung des RegierungSunterhändlerS unter Berufung auf die Verfassung ab, welch negative» Ergebnis da» chilenische Außenministerium dem deutschen Gesandten zur KegntniS brachte. Darauf entschloß sich Hitler» Vertreter zu einer „friedlichen" Methode: er kaufte vom Verlag die gesamte, versandtfertige Auflage samt Verlagsrecht zu einem Mehrfachen de» Ladenpreise» auf, in der Hoffnung, auf diese Weise da» Erscheinen des gefürchteten Buche» zu verhindern. Aber hier hätte er die Rechnung ohne dem Autor und da» freiheitsliebende nationale chilenische Volk gemacht: in leidenschaftlicher Weise ncchm die, gesamte nationale Preffe Chiles gegen diesen Eingriff de» HitlerstzstemS in die inneren Verhältnisse Chiles Stellung, sekundiert von der liberalen Presse, die' sich gegen die Bedrohung der Preffefreiheit wandte/ Einer pgr grüßten Verlage Chile» dot sich sofort zum Neudruck de» Buche« an, kündigt« neben der allgemeine» Ausgabe noch eine besondere„Volkr- auSgabe" an und erwarb gleichzeitig da» spanische Verlagsrecht für die Schrift Otto Straßer»„W o- hin treibt Hitler?"- So hat der Angriff der Hitlerpropaganda, dank der Tapferkeit der chilenischen Oeffentlichkeit, nicht nur keinen Erfolg gehabt, sondern zu einer schweren Niederlage Hitler» in Chile geführt, die für alle ähnlichen Fälle ein Vorbild ist. •) APRA— Alianza Populär Revolueionaria Americana, eine nationale, sozialistische und pan- anierikanische Erneuerungsbewegung. E* geht nichts , über einen gemütlichen Bahnbetriebl Ein Leser schreibt un»: Klüglich wartete ich auf dem Masaryk-Bahnhof auf dIe"Anknnft«Ine» Zuge» von Komoiau.'Jch war knapp zur fahrplanmäßigen Zeit gekommen, nun waren zehn Minuten vergangen, der Zug war nicht du und Verspätung war keine ausgeschrieben. Sollte der'Zug aurnahmsweise pünktlich gewesen sein und Icki ihn versäumt haben? Ich fragte den Portier, wieviel Verspätung der Komotauer Zug habe. — Keine. — Er soll doch schon 10 Minuten da sein? •— Portier tim freundlichsten und belehrenden Tone):„Ja, w a n n er kommt, da» kann ich Ihnen natürlich nicht sagen, aber Verspätung Ist da» keine. Verspätung ist e» nur, w e n.n etwas a.n geschrieben stehti" Nu» wissen wir wenigsten», ton rum Verspätungen unter 18 Minuten grundsätzlich nicht, solche bi» zu einer Stunde nur a>» Iv-Minnten-Perspätung angeschrieben werden. E» ist die einfache Art, die Unpünktlicheit zu bekämpfen: man ignoriert sie. Eine andere Zuschrift: Ich kam Sonntag früh mit dem Personenzug nach fünf Uhr in Dejviee an. Au» dem Zug stiegen etwa anderthalb Dutzend Leute au».(An Wochentagen sind e» ost an 100 Menschen, die mit die- seni Zug«»kommen.) Als. wir in die Bahnhofstraße kamen, fanden wir den A u S g a n g v« r« schloffen. Man rief nach dem Portier. Einige Angestellte liefen aufgeregt hin und her, aber e» scheint, daß sich der Schlüssel zum Bahn- hofsior nicht-sand.. Man bedeutete un», de» Bahnhof seitlich durch' den Zaun bei der Verladerampe zu verlassen, wo sich ein Loch befand. Der Zug fuhr unterdessen weiter. Ob vor dem Bahnhof vielleicht einlaßbegehrende Leute gewartet hatten. um mit dem fahrplanmäßigen Zug von Defvice »ach Prag zu fahren, vermag ich nicht zu sagen." Lastwagenrevision— mehr al» die Hälfte der Chauffeure bestraft. Am 27. August wurde zwischen 1 bi» 8 Uhr nachmittag» eine Revision der Lastkraftwagen in Zlichov'und beim Karolinenialer Hafen vorgtnommen. Wie jetzt gemeldet' tvird, wurden bei 87 von 60 revidierten Wagen Inkorrektheiten festgestellt und die Lenker bestraft. 88 von ihnen wurden wegen Ueberlastung de» Wagens, zwei wegen anderer Delikte mit Geldstrafen belegt, die zusammen 710 Xi aurmachen. Ein Rohling. Gestern nachmittag» geriet am Smichover Lastbahnhof in, der dort befindlichen Werkstatt einer Parkettfabrik der 80jährige AI os» S o j k a mit der 17jährigen Arbeiterin Marie Kkipal in Streit und stieß sie hiebei so heftig von der Kiste, auf der sie stand', daß die Kiste umkippte und die Kkipal, die mit dem Kopf gegen den Betonfußhoden fiel, betvnßtlö» liegen blieb. Die RettungSgesellschast brachte sie auf die Klinik Jiräsek, wo eine Gehirnerschütterung und mehrere Quetschungen feftgestelli wurden. Da» Verfahren wurde eingeleitet. Autozusammenstoß: Drei Verletzte. Gestern stieß kurz nach Mitternacht da» Personenauto P—9786 de» Jng. Franz Maeoun aus Prag II in der Bahnhoffttaße in Smichov mit dem Lastkraftwagen der Josef Somer zusammen. Der Zusammenstoß war so heftig, daß der Wagen Maeoun»—' der den Unfall verschuldet hatte— gegen die Mauer der Brauerei geschleudert wurde und sich dort zerschlug. Die 44jährig« Jindra Maeoun und die 88jährige Staubsauger für die Londoner Parks In den Londoner Park»-werden gyoß« Staubsauger ausprobiert,.die'den- Rasen und. die -„ Weg« von-Papier. ündLquh-reinigen.sollen.,> Milada B o l a, die im Auto saßen,, erlittest Heids schwere Kopfverletzungen und wurden in» allgemeine Krankenhau» gebracht. Ingenieur Maeoun, der. leichtere Verletzungen an Kopf und Händen erlitte» hat, wurde im Krankenhau» verbunden und dann auf di« Smichover Pollzeiivachstube borge führt, wo er elnst- lveilen in Haft blieb. Da» Lastauto wurde leicht beschädigt. Somer blieb unverletzt....- Betrunkener ohne Schutzengel. Vorgestern abend» stand der 68jährige Baumeister Karl Zalud au» Klasan in betrunkenem Zustand auf dem Sira- ßenbahngeleise in der Podibrader Straße s» Zijjkov und entfernte sich, al» der Lenker eine» herankom- wenden 12er-Wagen» da» Zeichen gab, nicht'nur nicht, sondern ging noch mit ausgebreiteten Armen auf den Wagen zu. Er wurde zu Boden gestoßen, jedoch nur leicht verletzt; nachdem er, auf der Klinik Jiräsek verbunden worden war, wurde er bi».zu.seiner Ernüchterung auf der Zijkover Polizeiwachstube belassen. Kunst und Mssen Spielplan de» Neuen Deutschen TheaterS.Mttwoch halb 8: Der Außenseiter, Uraufführung. 8 2.— Donnerstag halb 8: FieSko,' einmalige» Gastspiel Ernst Deutsch, C 2.— Freitag: Der Außenseiter (D).— Sanis tag: Die CzardaSsürstin tC 1).' Spielplan der Kleinen' Bühne. Heute, Mittwoch 8 Mr: Ein Kuß und sonst gar nicht»,' volkstümliche Vorstellung.— Donnerstag 8 Uhr: Bei Kerzenlicht. Erstaufführung.— Samstag:„R aus ch".. Der Dim Nancy Steole wird vermißt Sie ist, diese Nancy Steel«, die Tochter,«ine» amerikanischen ÄüstungHndustriellen au» Irland, und sie wird von einem Klubkellner entführt, der, gleichfalls ein Ire. au» Erfahrung zum Kriegshasser geworden ist. Er prophezeit im Jahve 1916 den Eintritt der Vereinigten Staaten in den Weltkrieg, er wütet gegen alle, die daran mitschuldig sind. Und au» Haß gegen den Munittonsfmrikanten Steele stiehlt er ihm sein Kind. Wittlich nur au» Haß? Al» der Entführer dann wegen einer Rauferei im Gefängni» sitzt, stellt sich heran», daß er auch auf die ausgesetzte Belohnung von 100.000 Dollar spekuliert, und al» er schließlich— unschuldig zu lebenslänglichem Kerker verurteilt und nach zwanzig Jahren freigelassen— in» Leben zurückkehrt, stellt sich heraus, daß der gehaßte Rüstungsmagnat ein reizender Mensch ist, der sich de» entlassenen Sträfling» freundschaftlich annimmt. Fast mochte der ihm die inzwischen erwachsene Tächter zurückgoben, aber er tut e» erst dann, al» ein Mörder und Gauner- dsm armen Vaser eine falsche Tochftr zstsühtt, um seinerseits die 100.000 Dollar zü verdienen. Der Held diese» Film» ist'also ein fragwürdiger Charakter, die Handlung ist nicht sehr geradlinig, und wenn man anfang» glaubte, er handÄe sich um einen Film von Krieg»- und JuftizprMeMen, so sieht man am Ende, daß e» nur ein Reißer war. Aber er ist— unter George Marshalls Regie— geschickt zubereitet, und er hat in den Hauptrollen routinierte Darsteller. Victor MacLeglen verkörpert den aufbrausenden und brutalen Helden^ der Handlung mit allen Mitteln einer realistischen Charakterkunst und darüber hinau» mit dem Einsatz seine» kraftvollen Naturell». Peter Lorr« erweist sich wieder al» Spezialist für lächelnde und maßlose Schurken, und Walter Connolly, den man bisher fast nur in komischen Rollen sah, spielt dey trauernden Vater annehmbar seriö».—ei»— Beruf Pferdedieb Von Manfred Amon Bel den seßhaften Zigeunern Bosniens Gestank, Geschrei, das ist der Eindruck, de» der Besucher, eines Zigeunerdorfes empfängt. Schmutzige, zerlumpte Kinder und Frauen wim- meln bettelnd um ihn herum. Der Tourist, der da glaubt, in einem der Zigeunerdörfer West- Bosnien» volkskundliche Studien treiben zu können, tvird bittere Enttäuschungen erleben. Wenn er näher hinsieht, wird er vielleicht bemerken, daß diese in Fetzen gekleideten Frauen und Mädchen gefärbte Haare und Fingernägel haben wie die Damen der vornehmen Gesellschaft. Vielleicht wird er auch bemerken, daß die Ackerbau jreibenden Zigeuner den Pflug noch nicht anwenden und ihre Felder ebenso wie primitive Ackerbauer in Afrika mit der Hacke bearbeiten. Aber- viel mehr wird er nicht erfahret» und erforschen. Denn diese armen Teufel sind dem Fremden gegenüber furchtbar mißtrauisch und kaum bereit, Auskünfte über ihre Lebensgewohnheiten zu geben. Daher wissm wir mehr über die Sitten von Kopfjägern und Kannibalen, als von den Bräuchen der Zigeuner. Der Ruf der Zigemier ist heute noch nicht der beste, trotzdem die Zeiten vorbei sindi in denen man sagen konnte, daß der am'meisten bei ihnen verbreitete Beruf der des Pferdediebe» sei. Sie hatten es in diesem Metier zu einer unübertroffenen Meisterschaft, gebracht. Hatten Zigeuner ein Pferd gestohlen^ dann war es vollkommen sinnlos, den Versuch zu machen, es wieder-zu bekommen, Sie brauchten nicht. länger als eine Stunde, um es aus einen Schimmel in einen Rappen zu verwandeln und es auch sonst vollkommen unkenntlich zu machen. Mit. großer Fixigkeit, paschten sie dann das entwendete Tier.nach Slowenien und der bestohlen« Bguer konnte, seinen Gaul suchen, wo er wollte, er fand das Pferd chen in diesem Leben-faum-mehr:wieder.'-^-'Die braunen- Burschen haben' jetzt da». Pserdestehlen wohl so-ziemlich aufgegeben,-sind aber unübertroffene Roßtäuscher geblieben. Die Kniffe, Mit denen sie leichtgläubige, aber auch gewiegte Käufer betrügen; sind Legion,, Der Taschendieb ohne Hände ' Der Pferdediebstahl floriert nicht mehr, aber die diebische Kleinarbeit wurde deshalb noch lange nicht aufgegeben. Noch immer lebt unter seinem Volke das Andenken jenes Manne», der einer der geschicktesten Taschendiebe seiner Zeit gewesen ist) trotzdem ihm die Hände, fehlten. Die Roma, so heißen die Zigeuner in ihrer eigenen Sprache, die ein verdorbenes-Sanskrit sein solli geben sich Mer den Ruf und-die Wert, schätzung, die sie genießen, auch keiner Täuschung hin. Ihre Verschlossenheit und ihr Mißtrauen sind die direkte Folge-ihres Wissens um die Verachtung, die sie umgibt! Man behauptet heute vielfach, daß die Zigeuner Nachkommen indischer Pa-' riaS sind, dje aus ihrer. Heimat auswanderten. Biel gewonnen haben sie durch die Flucht au» dem Laude der- Kasten jedenfalls nicht, Eine eigenartige Wirkung! haben ihre Lebensverhältnisse-auf die Sprache' der Zigeuner gehabt.. Jede» Wort, das sie verwenden, hat näm-- lich doppelte Bedeutung,-so'heißt Rom,, die Ein», zahl von-Roma, nicht nur Zigeuner,.sondern auch Mensch. Die ein« Wortbedeutung, hat Geltung^ wenn fremde Leute einem Zigeunergespräch zuhären oder wenn der Zigeuner mit dem Freistdest! spricht. Die andere Bedeutung gilt,.wenn dje Zigeuner unter sich sind. Menn Zigeuner also unbeobachtet miteinander schwatzen,- dann fetzen, sie,ihr verachtetes Volk mit. der,'Menschheit schlechthin-gleich.: Neben,' dieser- Ueherheblichkeit! und Arroganz wohnt aber: in. der Seele ides Zi< geuners ein starker Hang zur.« Selbstverspottüng und Selbstverachtung..'> : Seitdem sind'dis Zigeuner ein Pack Die kleinen primitiven Geschichten, die der Zigeuner selbstvon seinem Volke erzählt, sind voll von dieser Selbstironisierung und Selbstverachtung. So. die Geschichte von Dundul, der, nach der Behauptung der bosnischen-Zigeuner, nicht nur der erst« Zigeuner, sondern auch Kaiser von Bosnien war. Dieser Dundul also beherrschte die Leute, die jetzt die Zigeuner-so verachten. Aber seine Herrlichkeit dauerte nur vierundzwanzig Stunden. Er hat auch eine Burg für sich gebaut, die war aber aus Käse. Die Geschichte von Hutta ist ernster. Dieser Hurta war auch Kaiser und stano Gott sehr nahe. Einmal säte er Gerste, die Saat ging aber nicht auf. Da bat er Gott, seine Frucht auf dem Felde gedeihen zu lassen, er werde, so versprach er,, von der-Gerste allen Armen geben. Gott erfüllte die Bitte des Hurta und ließ sein« Gerste gedeihen. Aber als. gedroschen war,.kam«in Bettler, so einer wie ich e».jetzt'hin,- fügt der Erzähler der Geschichte hier ein, und batden Hurta um eine Gabe. Dieser abetzgab ihm nichts und schlug den Armen noch mit'der Schaufel. Darüber erzürnte Gott sehr,«» kant'ein gewaltiger Regen und schwemmte dem-Hurta alle'Gerste fort. Und seitdem sind alle Zigeuner ein Pack..H Die Zigeuner wären wohl' schon längst un- tergegäflgen, hielte st« ihr stärk Entwickeltes Soli- daritätsgesühl-und ihre Sorglosigkeit nicht- qm Leben. Der Zigeuner weiß sehr gut, wie weh Hunger tut,'>Trotzdem und- eben' deshalb teilt er die'letzte Rinde'!' den letzten Rest Kasse« mit sei« nein Bruder..Nichts schätzt der Zigeuner' so sehr wie dest Tabak, nichts entbehrt er so schwer. Trotzdeist teilt? ep bedenkenlos di« einzige und- letzte ZigaretteHüft di«, er besitzt. Deshalb hakten. sich Lebensmittel in den armseligen' Röhrhüttest-der Zigeuner.sticht lange.- denn ivenn eines tva» zu heißest Wtj^bstyn ißt das' ganze Dorf niit.'. Zehnmal Hochzeit Will ein Zigeuner heiraten,"dann sieht' ex nicht so sehr auf die Schönheit der Frau,: wie auf ihre Qualitäten al» Bettlerin. Jm Uebrigen muß der Freier nicht so heikel sein, dmn die Eh« de» Zigeuners währt bedeutend kürzer al» die Ewigkeit. Ebenso rasch wie er heiratet, scheidet sich der braune Mann. Zur Eheschlteßung braucht er weder einen Priester, noch einen Beamten. Jeder ältere Herr der Siedlung kopuliert da» Brautpaar. Allerdings ist da» Band, da» er knüpft, sticht sehrckest, oft geht das Paar nach zwei Monaten wieder auseinander. Da ist«s denn kein Wunder, wenn die Zigeuner Rekorde im Heirä« ten und Sich-scheiden-lassen halten, die.kein Filmstar brechen kann. Leute, die schon fünf«, bi»- zehnmal verheiratet waren, sind kein« besondere' Seltenheit. Trotzdem aber ziehen es. viele-junge Burschen vor,-'nicht zu heiraten, um dec größeren. Freiheit des Junggesellenleben» nicht,'verlustig, zu werden,'. Ganz formlos ist so«in«: Zigeunerhochzeit aber wieder auch nicht. Der Zigeuner kauft ftine Braut noch immer dein. Vater ab. Kommt. di«, junge, Frau zum ersten Male. ist. ihre» Gatten Hütte, dann Muß sie die Schwelle, küssest und unter ihre»'Mannes Hand, in'die Hütte eingehest. In der Hütte wird-sie von der Schwiegermutter empfangen und mit Getreide beworfen.Die junge Frau muß den Herb küssest und beim Hochzefts« mahl die Gäste bedienen. AbendS tritt,zuerst die Braut in di«' Hütte. Sie'muß dort stehpnd hdst Gattenccwaricn'. Vorder Hütte placiert sich, ein Trommler, der unablässig in sein Instrument schlägt, um die bösen Geister,, die'sich.der, Prstut bemächtigen wollen,' abzuhalten. Die HochzeitS- brästche haben eine klare Tendenz,.,sie sollest döm jungen Weibe das„Er'soIl dein Herr sein"recht eindringlich vor Augen führen.., :::- B e z u g» b e d i n g u n g en: Bei Zustellung in» Hau» oder bei Btzug durch dl« Poft monatlich Ast-16.—.^vierteljährlich AL 48.—, halbjährig AL 86.—. ganzjährig K 102.—.— Inserate werden laut! Tarif billigst berechnet. Bei. öfteren Einschaltungen Preisnachlaß.- Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Rctourmarkcn.— Die ZeitungSfrankälurwnrde von dirPost-uodTelefs-l gräphendirektitn-mit-Erlaß'Är.' 18.8v0/VII/1080 bewilligt. lKüntrollbostamt Praha 28s"—Druckerei:.^Orbi»", Druck», BerlagS< mnd 8eiiung»«A.-G. Prags-- F