Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der LschechaflowaNschen Republik «rschetut mit««»»ahme de« Montag tSglich früh/ EtnzelPret« 70 Heller Redaktion und Verwaltung: Prag XII., Fochova62-.' Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Verantwortlich« Redakteur: Karl Kern, Prag 17. Jahrgang Sonntag, IS.Äeptembjyk 1S37 Aus dem Inhalt: Ein Kranz der deutschen Sozialdemokratie Warnung Delbos an Rom und Berlin Roosevelt gegen die Diktatur Tauziehen in diar SdP. Fabrikarbeiter-Verbandstag In Bodenbach Aenderungen in der Urania-Leitung Nr. 221 Ein Volk in Trauer Hunderttausende ziehen an der Bahre vorbei Prag. Ungeheuere Menschenmassen strömten feit dem frühen' Morgen de- SamStag non allen Seiten zur Prager Burg, um sich vor T. G. Maßarhk ein letzteömal in Ehrfurcht zu verneigen. Der Zustrom von Menschen übertraf aste noch so hoch gegriffenen Schätzmigen und v«< stärkte sich im Lause d« Abend- und Nachtstunde» noch, immer mehr. Man schätzt, daß van' 0 Uhr früh biS Mitternacht.etwa 100.000 Personen in vollster Disziplin dir Bahre postiert, haben.• Schließlich mußten die Neuhinzukommenden bis zum Prager Stadion hinauSgehen, erfi dort' kannte« sie sich in den kilometerlangen Zug der geduldig Wartenden einreihen. Der Weg da« dort bis zur Bahre MasarykS dauerte in den Abendstunden bereits f ü n f S t u n d r n. Um Mitternacht war noch immer kein Abflauen des unabsehbaren Stromes zu bemerken. So ehrt ein freies Volk seine« größten Loteni (E. B.) SamStag um neun Uhr früh wurde der Säulensaal der Prager Burg(Pleäntk- Saal), der sich.im Parterre des Traktes zwischen dem ersten; und zweiten Burghof befindet und wo Altpräsident T. G. Masaryk aufgebahrt ist, dem Publikum geöffnet. Der Saal bleibt durch drei Tage und zwei Nächt« ununterbrochen zugänglich. Mr Abend vor der Beerdi gung, Montag-um 16 Uhr, wird der Zutritt gesperrt. Sarg und Katafalk sind in eine große Staatsflagge eingehüllt. Neben ihm steht eine militärische Ehrenwache, ergänzt durch ein« Ehrenwache der Legionäre, des Sokol, der Arbeiterturner, der katholischen Turnvereins Orel und der Metallarbeiter. Die Ehrenwachen werden halbstündig abgeläst. \ Bereits um sieben Uhr morgens begannen sich auf dem groß« Platz' vor hex Purg hie Besucher zu MaeN^'«menDAslökmÄr Heß' Nestchllk dw'letzte Ehr« erweisen tvöllteN. Als um' nenn Uhr früh der Schlotzhof geöffnet wurde, stand die in Vierreihen formierte Menge bereits bis weit hinter dem Strahower Kloster angestellt, ständig verstärkt durch massenhaften Zustrom au» der Stadt,' der sich von Stunde zu Stunde steigerte. Der Zugang zu der Schlohrampe war gesperrt und die Zuzüglxr mußten vom Pohokel« an entlang, der Straße zum Weißen Berg aufschließen. ES muß bemerkt werden, daß die Masten musterhafte Disziplin hielten,.wodurch hie. schwere Aufgabe der Polizei, die'zunächst mit, der Formierung der Marschkolonne vor der Bupg voll beschäftigt war, sehr erleichtert wurde. Auf dem Puch vor der Burg wurde eine fünffache Schlangenlinie formiert, wodurch ein.gleich«, mäßige» Abströmen der nach vielen Zehntausenden zählenden Massen erreicht werden konnte und die Kolonnen in Bewegung«halten wurden, sv daß ein ermüdende» Stillstehen unterblieb und di« ständig in Massen eintreffenden neuen Teil- nehmer glatt anschließen konnten.' Der beispiellos« Massenbe- s u ch, der gleich am. ersten Tage der Ausstellung des Sarges, einem gewöhnlichen Arbeitstag, zu verzeichnet)' Ivar, läßt erwarten, daß die Zähl der Besucher'in diesen drei Tagen in die vielen Hunderttausende.gehen wird, zumal ständig, stärkster! Zustrom aus. der Provinz'gemeldet wird und die i Beförderungsmittel.die. ungeheure Frequenz, nur| mit größter Anstrengung bewältigen können.,", 5,,-Unter der Meng« derer,, die amSarge' MasarykS defilierten, waren alle Altersklassen und: Berufsstände- deptretess.'Greise und Schuljugend, Arbeiter und Bauern, Angestellte, ÄeamtL und' Militär-Personen,. Städter. und,. Landbewohner. Nach offizieller Feststellung pastierten den Trau«-\ 'WH'KqMüfaWnsidrn,j durchschnittlich hundert Leute in der Minute..' Beim Betreten' des mit, schwarzem-- Baldachin überdachten? BlirghofeS' verstuwmt«: auch- das leiseste'Gespräch. An ehrfürchtiger Stille defilier» ten die MasseMvor dem Sarge'MasarykS. Hi« Und' da wird«in Aufschluchzen hörbar und" in! vielen Augen.stehen Tränens?------'. u.dl'.ü ES kommest auch zahlreiche Delegationen vpn,i Be'reliien, Kpkpökätlö.nen.- und/ ptAastisajig». .'N.e.ni.lSi^fraMi'sich'stn'-ichid' Kond'olLnzböhen ein? Biele,'-diöstk'DelegatiosteN iindiüniformierti Im», mer neue'Däitzt'-ßchlchai^tzuf die- Burg gebracht/ und herb.eigeführt, einige'von riesthdn Ausmaßen. Me fÜÜeNsHwei Stockwerke^der Galerien des Pleinik-SeyieMÜnd den ganzen Barsaal der'W«> präsentatio'n'sräume der Burg. Im Träu'ersaale selststiistchäld^ ei« B l a b- m e>b rlfür' sie/ vor«' hayddn's.'::0:'l.' In den Mittagsstunden erschien eine- Delegation der Hauptstadt mit Primator Dr. Zenkl an der Spitze, um sich vor den sterblichen UÜberresten MasarykS zu verneigen. ES waren erschienen di« Mitglieder des Stadtrates, der Zentralvertretung-des Prager Rathauses, alle Bürgermeister der einzelnen Prager Gemeinden mit den Mitgliedern der Ortsausschüsse, Vertreter der Beamtenschaft und der Angestellten der Gemeinde Prag. Besonders lang war die Reihe der Angestellten der Elektrischen Unternehmungen. Die Delegation der Stadt legte einen großen Kranz nieder.. Um 21 Uhr abends hat der Strom. der Menschenmaffen,. die sich' von dem Präsiden^ Befreier.'verabschieden wollen, an Stärke noch micht-im-mmdeften nachgÄaffen und-'-ausdem Dunkel' tauchen immer neue und neue-Menschenschlangen. auf. Und. immer Wied« treffest' neue Delegationen ein, die Kränze bringen. Auch, die bei festlichen Anläßen benützte Stiege im Mät« thiaS-Tor ist.schon mit Kränzen überfüllt und die Veranstalter suchen einen Platz für neue Kränz«. Die Menschenmaffen, die bis beim Stadion stehen, strömen in voller Stille durch die Burg weit«. Und wer durch die Nerudova herabstieg, träf neue Menschenmaffen. Er traf sie auf der Karlsbrücke und alle hatten das gleiche Ziel— die Burg.' Prag Überfüllt Amtliche Warnung vor weiterem Zuirag Pro g. Das Tschechoslowakische Pressebüro meldet: Der, Zustrom der Bevölk«ung au» der ganzen Republik«ach Prag wächst.mit jeder Stunde, und zwar in einem solchen Maße», daß es bereits heute zweifelhaft ist, ob die«roße Mehrzahl dies« Besuch« Gelegenhrit haben wir», den Trauerzug de» Präsidenten Masaryk verfolgen zu können. Wir w ar ne n daher«achdrvck-, ! lich vor weiteren Reisen nach Prag und empfrh- i lru denen, di« daS Andenken L. G. MasarykS ehren wollen, in' ihren Gemeinden am Tage der Beisetzung Trauerfeiern für den ersten Präsidenten unseres Staate» zu veranstalten. Delegation der Stadt Paris eingetroffen SamStag um.18 Uhr 25 ist die Delegation der Stadt Paris zum Begräbnis T. G. MasarykS mit dem Pariser Schnellzug in Prag eingetrofsen. Mit dem Vorsitzenden des Pariser Munlzlpalra» ter Rens F a i l l i o t trafen- die Mitglied« des Munizipalrate» Tor chaussi und Lanotte ein. Die Pariser Gäste wurden im Salon des Wil» sonbahnhofe» vom Primator Dr. Zenkl begrüßt. Nach der Begrüßung fuhren, die. Gäste in» Hotel Alcron. Ankunft Blums Montag abends . Der Präsident der Französischen Republik Lebrun wird auf-dem Begräbnis de» Präsidenten Masaryk von einem Mitglied der Militärkanzlei des Präsidenten Lebrun und vom Kapitän der Kriegsmarine Krantz vertreten, dessen Rang dem eines Obersten der Infanterie gleichkommt. Die französische Delegation,, welche an dem 1 LicheNbegangM. T.. G. MasarykS.tzilmHnrn wird, verläßt Sonntag uch Mitternacht Paris und Wird Montag um 21.30 Uhr in Präg eintreffen. ' Bisher 121 Auslandsjournalisten angemeldet j. Im Außenministerium meldeten sich bisher 1H1 Journalisten- aus allen europäischen und Uäbersee-Staaten zur Teilnahme an- dem-Begräbnis des Präsident-Befreiers. Im Außenministerium fand sich der Prcffe-Attachö der jugo- slavischen Gesandtschaft, Jng. Marcs, ein, um fein Beileid zum Ableben des Präsident-Befreiers auszusprechen. Uber 8000 Beileidstelegramme t' Die Zahl der Beileidstelegrammen die an» läßlich des Todes T. G. MasarykS aus dem AuS- lande und. aus der Republik-in Prag eintrafen, überschritt bereits die. Zahl von 8000.. Ihr« Absender sind Freunde der Familie Masaryk, aus» ländische- Staatsoberhäupter,-tschechoslowakische Staats«„und Selbstverwaltungsbehöcden, Schulen,^ Vereine usw, und auch sehr viele Einzelpersonen.... (gewissen und Ist IViasarvks Bedeutung als Philosoph und Belehrter Ein deutscher Gelehrter hat einmal das Wort von den Machtphilosophen und den Währ» heitsphilosophen geprägt. Während jene durch epochemachende Entdeckungen von neuen Systemen und Worten das Denken ihrer Zeit mächtig beeinflussen, aber die Erkenntnis wenig weiterbringen, schaffen die andern, die Wahrheitssucher, im Stillen und ohne nachhaltige Wirkung auf die Masse, aber sie helfen durch ihr« Arbeit der menschlichen Erkenntnis ein Stück weiter. Gehören die Kant, Fichte, Hegel, Schopenhauer, Nietzsche zu jener Gruppe, so die vielen, ganz. oder halb vergessenen Schulphilosophen zu der zweiten. Es würde schwer fallen, Masaryk in eine der beiden Gruppen einzureihen und wir wollen damit zeigen, daß es überhaupt-sehr schwer ist, zst dem Gelehrten und Philosophen Masaryk vom deutschen Standort aus in ein richtiges Verhältnis zu kommen, ihn gerecht und voll zu würdigen. Masaryk hat kein neues philosophisches Eystein geschaffen, das sich den großen Lehrgebäuden der Philosophie an die Seite stellen ließe, das umwälzende Bedeutung erlangt hätte- ein„Ereignis" gewesen wäre. Die Schriften, Rede», Taten, die Masaryk berühmt gemacht haben, knüpfen-an' Tagesereignisse an, oft an Erscheinungen und Schicksale, die der Masse der Zeitgenossen höchst unwichtig erschienen, wie das Geschick, des Juden HilSner, die Frage der Handschrift«», der Fried- jung-Prozeß u. a. m. Man müßte Masaryk also «her den Wahrheitssuchern, de.» stillen Aybestern und abseits des Getriebe» stehenden Forschern zu« zählen, wollte man bei der typisch-d'eütschen Einteilung der Philosophen bleiben. Aber der Wabr» heitSsucher Masaryk, der Philosoph, Logiker, Forscher Masaryk unterscheidet sich von seinen deutschen.Fach- und Schulgenoffen au» der Gefolgschaft Franz Brentanos eben dadurch, daß sein Ka.mpf um dde Wahrheit niemals eine rein wissenschaftliche Arbeit im Stillen war, sondern stet» unmittelbare g« s ch i ch t S b-i I« den de Kraft.. Masaryk stellt einen GclehrtentypuS dar, den wir unter den Deutschen seit langem nicht mehr kennen. Es ist kein Zufall, daß der große Tscheche unter den deutschen Meistern keinen fo sehr schätzt wie Leibniz: der für das deutsche Geistesleben selbst«ine ferne Erinnerung, aber keine lebendige Kraft mehr ist. Wahrscheinlich war Leibnitz tatsächlich der letzte große Typus eine» deutschen Philosophen, un dem Masaryk gemessen werden kann. Seither hat die deutsche Philosophie sich zur Hälfte zur reinen Schulphilosophie, zu abseitiger Gelehrsamkeit, Zünste- lei und oft Fachsimpelei entwickelt, zur andern Hälfte zu jener Machtphilosophie der- großen spekulativen Systeme, die seit Kant und bi» Nietzsche die Welt verblüfften, ab« dem unmittelbaren Leben wenig gaben. Masaryk war d e r g r o ß e Polyhistor der. europäi.scheu Welt, ein allseitig gebildeter, viel erfahrener, zu selbständigem Ur« teil auf den verschiedensten Gebieten des-Lebens befähigter Denker. Mehr Soziologe als Philosoph verstand er doch auch die Soziologie wieder nicht in dem engen Sinne einer begrenzten Schuldisziplin: den ihr-die deutschen Professoren. sehr bald gaben, sondern wie Auguste Eomte, bet große französische Begründer der modernen. Soziologie, al» die umfassende Wissenschaft vgm. gesellschaftlichen Leben.‘ Man kann in foichem Sinne freilich nur dann Philosophie, und Soziologie betreiben, wenn man, wie-es Masaryk. von Jugend auf.tat,, mit. einem wahren. Heißhunger nach Wisse», mit zähem Fleiß, allseitigem Iss», teresse um Erkenntnis, ringt, mit offenen Augen durch die Welt geht, Über alles nachdesskt, wa» einem in den Weg kommt, jeder^Erscheinung auf den Grund zu kommen sucht. Masaryk, las und sprach ein halbes. Dutzend Sprachen," er schrieb in einigen Sprachen, er hatte zahllose Lästder,'bereist, er war in den Naturwissenschaften',«bestso daheim wie in den. humanistischen Disziplinen,.er verfolgt« hie literarischen Zeiterscheinungen systematisch und mit brennendem.'Interesse. Eiye .Antwort, wie sie.deutsche Professorenprspaf Uffd. ! öffentlich auf die Frage nach ihrer' Lektüre oder ihrem Urteil' über irgendein«'literarische Erscheinung sehr oft geben:„Ich hatte keine Zeit etwa» außerhalb meines Fachgebietes Liegende». zu. Dia, Aufbahrung das Toten auf der Frager' Burg Belte 2 Sonntag, 19. September 1937 Nr. 221 lesen"— eine sulche meist noch mit dem Banausenstolz Les engstirnigen Zünftlers vorgetragene .Antwort wäre bet Masaryk"unmöglich gewesen. Für ihn Ivar es selbstverständlich, zu lesen, viel und gründlich zu lesen, einen möglichst weiten Kreis des geistigen Leben» aller Nationen zu überblicken. Seine Bücher, feint Vorträge entsprangen stets dem Bedürfnis, allgemeine und aktuelle Probleme pes gesamten gesellschaftlichen Lebens zu beleuchten/ zu durchforschen," zu lösen. Bücher wie„Die soziale Frage",»Die bhhmische Frage" oder auch wie däS große Rußlandwerl Wären von dpujschen Fachgelehrten kaum als voll- Wertige'wissenschaftliche Arbeiten anerkannt worden. Um sich als deutscher Gelehrte durchzusetzen, hätte Masarhl seinen Gesichtskreis gewaltsam verengern, seine Leidenschaft, bändigen, sein Gewissen ersticken, seinen umfassenden Geist auf irgendeine.Nebensächlichkeit konzentrieren müssen. Was er schrieb ustd vortrug, wäre nach deutschem Ge- lehrtenbraüch„Literatur" und Grund genug, ihn von den-Akademien zu verbannen. Rur in der angelsächsischen Welt, der sich Masarhl auch zeit seines Lebens verwandt fühlte, gibt es nochiheute^ Gelehrte seines Formats, Nur in Englaud^ünd' Amerika sind allgemeine Bildung, Weltbckenutuiö, Lebenserfahrung, kritisches Urteil, Mut und.eine enge Beziehung zum wirklichen Leben noch Vorbedingung, nicht Hindernis wissenschaftlicher Geltung. Aus diesem„Realismus" Masarhks entspringt die eine Komponente seiner Philosophie, daß sie zur Tat drängt. In einer Zeit, da sich di« Gelehrten in die Seminare uno Laboratorien zurückzogen und den Demagogen oder Bürokratin das Feld des öffentlichen Lebens räumten, ging Masarhl aus dem Hörsaal aus die Straße, aus dem Seminar ins Parlament, aus der Bibliothek In die Revolution. Er hat den Sah des jungen Marx, daß es darauf anlomme, die Welt zu verändern,, nicht nur sie zu erllären, wirklich gelebt. Richs war ihm so zuwider wie tatenloses Zuschauen, geistreiche» Glossieren oder stumpfsinniges Klügeln.„Der Fehler des Positivismus— sagt er einmal— liegt darin, daß er vor lauter Geschichte, vor.lauter Rechnen mit Tatsachen und Dokumenten daS Gewissen vergißt, als ob es keine Tatsache, nicht ebenso positiv wäre. Und bei dem ständigen Voraussehen dessen, was geschehen wird, wird„es" nicht geschehen, sondern i ch muh«S machen,.! ch muh es durch meinen Willen und mein Gewissen entscheiden." In diesen Worten ist zugleich die Begründung beschlossen, warum es Masaryk zur Tat drängte. Da» Gewissen verbietet ihm, zu schweigen oder tatenlos zuzusehen und Fakten zu registrieren, wenn um ihn Geschichte gemacht wird. MasarhlS Ethos, seine tiefe Religiosität — eine protestantisch-calvinistische Religiosität, wie ein katholischer, sehr nobler Nekrolog(von Suhmann inr-Mhristlichen Ständestaat") treffend bemerkt—'sind die zweite Komponente seines Wesens als Philosoph. Sein erster großer Auftritt auf der Bühne der Wissenschaft, die Studie über den„Selbstmord als soziale Massenerscheinung", ist ein Aufruf zur Religion. In einer Zeit, da die Wissenschaft es für richtig hielt, vom Religiösen nicht zu redendes als eine nicht existente Sphäre abseits liegen zu lassen, und da die kämpferischen Freidenker ä la Renan oder Haeckel noch diejenigen waren, die es am ehesten ernst mit der immerhin bekämpften Religion nahmen, während die große Masse der Gelehrten glaubte, sich mit den religiösen Problemen nicht mehr befassen zu müssen, verkündete Masaryk den Primat des Religiösen im Leben. Es ss EINE GESCHICHTE VON BILDERN UND ANTIQUITÄTEN Copyright by Saturn Varias 1935 „Was wollen Sie bon mir wissen?" entgegnete Valeria» und erhob sich gleichfalls. Er war leider kleiner als sie. Er fühlte eS. Es schmerzte ihn. Es machte ihn notwendigerweise noch kühner. „Was wollen Sie von mir wissen?" fragte er und wiegte sich auf den Fußspitzen,„Sie sind eine Frau. Sie sind schön— und ich, nun, ich bin ein Mann...Vielleicht erschrecke ich Sie?" Er zögerte und sah sie an. Sein Blick klammerte sich an, packte sie, unterwarf sie sich— so fühlte er eS wenigstens. „Vielleicht", antwortete sie und sah zur Seitei (Oh, dieses Vielleicht der fast schon besiegten Frau, oh, dieses gekünstelte zur Seite- Schauen; Uebergroß und überstark" fühlte er die magische Kraft des eigenen Lebenswillens, die erotische Dämonie, der leider so wenig Frauen bis jetzt erlegen waren.). „Ich weiß auch nicht, wer Sie sind", sagte er und steigerte die Kraft seines Blickes,'„Sie sind russische Emigrantin, wahrscheinlich Aristokratin. Vielleicht sind Sie arm? Vielleicht sind Sie reich? WaS kümmert«s mich," wer..Sie sind! Warum wollen Sie wissen, wer ich. bin? Ich mache Geschäfte, weil heute Geschäfte, allein i noch roman- tssch sind; zu einer anderen Zeit Hjire ich vielleicht Heerführer oder Politiker geworden— heute verdiene ich Geld". ES wär, als ob eine innere Stimme ihn in diesem Augenblick warnte, braucht hier nicht gesagt zu werden, daß Masaryk dahei nicht an Frömmelei, nicht än'Dogmenglau- ben oder Kluikerherxschaft dächte," Aber für ihn war,, das, wa» hinter den.kiWstHchMhMcheG nnngen steht, wa» die iWlt WegtlMenMest«? scheu ausmacht, immer das EntschWnW daS Wesentliche. M Diese» Grundelemistit seiner Philosophie und ftiM Lebens, dMReligläst vor Mm al- sittlicher Antrieb und al» sittliche Verpflichtung verstanden, die dauernde Auseinandersetzung mit dem Gewissen, bedingt,den;Ujeberg^im vom senken zur Tat, von der ErkemnW ziMMllen. Esse machen' daS Wesen der Lesstüng Mäsaryks aus, der ebendarum nicht als Philosoph, oder, al» Politiker, sondern nur al» eine geschlossene Persönlichkeit betrachte^ werden kann, in der Wissenschaft und Tat einander ergänzen, befruchten und bedingen.-' Bon der Erkenntnis de« Wahren und Rechten kommt, der Philosoph Masaryk notwendig zur Tat, aber die Probleme de» tätigen Lebens zwingen ihn^vieder zu neuer Gedankenarbeit, denn wie kein«-Wahrheit gefunden, werden kann;,ohne daß sie Konsequenzen des HomdelnS,'erforderte; sy kannkeine-Tat gesetzt sweDst, sahne daß ihr« sittlichen Voraussetzungen geklärt ivÄden. Ist Masaryk eine HätMte schon ve»M« lentt eurötzäischu GSsittüng—"-ist.i er.«iw vor« läufer kommenderMpochen? Das ist geradeWW Schicksalsfrage unseres Jahrhunderts. Aber auch sie beantwortet sich nicht von selbst, auch sie will Vyn den Menschen beantwortet sein, die. selbst ihre esaxäLDeschichtt machen. Bftft Gedanken, die Masaryk vor Jahrzehnten ausgesprochen hat, sind Heus« erst voll zu würdigen-und.jetzt erst aktuell geworden. Ob sie sich durchsetzen, ob sitt« liches Verantwortungsgefühl des Einzelnen, unbedingte Liebe zur Wahrheit und freudiger Wil« len zur guten Tat wieder- das Gesetz- der'Gesellschaft werde,;, das, wird über unser aller Geschick entscheldtli.' Wo kann dasPuhlikwnSpalier stehen? Die Polizeidirektion in Prag^verlaittbart. Das Staatsbegräbnis T. G. Masaryks findet am Dienstag um 19 Uhr vom ersten Pustr- Hof äu» statt. Der Trauerzug'wird sichübev die Staubbrücke, die Marienschanzen, die Ehotkovä und den Klärov, die Manesbrücke, am Parlament vorüber, durch die Sanytrovä, Patijskä, am Altstädter Rathaus vorbei zum Kleinen-Ring, in die Platnerskä, Kkijovnickä, über einest Teil der Karolina Svötlä-Gaffe zum Masarhk-Kai, in die Närodni tkida, Ulice 28. rijna, Wenzelsplatz, Hooverovä zum Wilson-Bahnhof bewegen.' Für das Publikum werden folgende Gassen und Abschnitte gesperrt werden: 1. Der Raum vor dem 1. Burghof auf dem H.adäanskt näniisti nach den Weisungen der Wach«.' 2. Die Staultrllcke. 3. Die Ehotel-Anlagen. 4. Die Karolina Soktlt-Gass« lm Abschnitt zwischen dem Kreuzherrenplatz und dem Ro- votuysteg. k. Mir« 28. kljna zu beiden Selten. 9. Die MuseumSrampe. 7. Hooverovä vom Deutschen Theater bis zur Bolzanovt zu beiden Seiten.' In den nicht gbgesperrten Strasse« muss das Publikum auf den Gehsteigen bleiben und darf unter keinen Umständen die Fahrbahn betreten. ES ist dem Publikum verboten, sich auf den Gehsteigen auf Stühle, Tische, Kisten, Leitern, oder Laternenpfähle, zu stellen, Masten, oder, Bäume zu. erklettern etc,?.. Da» Publikum wird aufgefordert, beim, Auseinandergehen die nächsten Seitengassen l i n- ker Hand zu benützen und.dse.Hauptstraßen und Sassen mit großer Frequenz in.diesen Tagen nicht zu überfüllen. Die Inhaber von Motorfahrzeugen im Sprengel von Groß-Prag werden ersucht, am Begräbnistage ihre Fahrten auf das unerläßlich notwendig« Maß zu beschränken. Die Inhaber von Motorfahrzeugen aus der Provinz werden mit ihren Fahrzeugen n i ch t. m die innere Stadt eingelassen und Müssen die Fahrzeuge auf vorbereiteten Parkplätzen an. der Peripherie«insteflen. "" Zur Zeit des Begräbnisse» dürfen die Lenker von Motorfahrzeugen Lautsignale nur in den äußersten,-Fällen anwenden. Zwelminutenstlile als eindrucksvolle Totenehrung Samstag Punkt 12 Uhr mittag» ehrten die tschechoslowakischen Motoristen da» Andenken T. G. Masaryks durch eine Zweiminutenstille. Wie ein Mann standen die nach Tausenden zählenden, Menschenmassen auf, dem Wenzelsplatze Washington. Präsident Roqsevelt sprach anläßlich der 150-Jahrfeierlichkeitcn der amerikanischen Verfassung vom Sockel des Washington-Denkmals in einer großangelegten Rede Wer die wachsende Gefahr der diktatorischen Systeme, wobei er u. a. ausführte: In letzter Zeit vernahmen wir des öfteren Kampfansagen an den demokratischen Gedanken, welche von jenen Regienmgen stammten, die bloss von einem einzigen Menschen repräsentiert werden. ES kann nicht geleugnet werden, dass ihre Methoden— seien es jetzt kommunistische»der diktatorisch«—.keinem von denen, welch« unter der Regierung dieser Regime leben, irgendwelche materiellen Borteile einbrachten, dir ihnen an ynd. für.sich auch die Demokratie nicht, gewähre» würde," Sie behaupten, dass die Arbeitslosigkeit gesunken ist, doch wurde dieser Rückgang bloss durch eine wahnwitzig« Waffrnerzeugung herieigrführt. Die Ordnung herrscht bei ihnen bloss unter dem Regime deSTerrors «ad auf Kosten aller persönlichen Freiheiten und Rechte. Ihr« Führer sprechen allen konstitutionellen Predigten Hohn, indem ste der Demokratie auf der gapzen Welt da» baldige Ende vormiS» sagen. - Diese Behauptung lehnen aber in entschiedener Weise alle diejenigen ab, welche bisher an die Demokratie glauben, und die» ist d i c erdrückend e Meh rhrit drr R a t io n« n bergan zrnWelt und die erdrückende zur Ehrung des großen Toten. Die Autotnobile und Motorräder, die Wagen der elektrischenWah« neu und Autobyffe blieben auft das-Lröyipeten« ;zcichmder- Hvrnistessder Rationalggrde- stehen. Buchen den übrigen HäuhlberkehMwern^der Hauptstadt ruhte der ve««hrMiejentgen, welche MravMnder Straßinblwn fuhren, ehrtest da» Andenken Masaryks- durch Erheben",' von' b«n Sitzen und Entblößung des Haupte»."'Ist dieser Stille waren,nstv die Glocken der Prager Kirchen, die zu Mittag läuteten, zu hären. Nach dieser Zweiminutenstille, die mustergültig eingehalten wurde, setzte wie auf einen" Schlag der Verkehr wieder ein... Belleldskundgebungen der Arbeiterorganisationen Der R e ich» v e r ein der.Kinder« freunde hat in einem Telegramm der Kamille des verstorbenen Präsidenten Masaryk das Beileid ausgesprochen, der S o z t a list i s ch e Fugendverband telegraphierte dem Staatspräsidenten. Die Hauptleitung.., der Reichsvereinigung deutscher sozialdemokratischer Lehrer hielt eine Traüersitzung ab und sandte dem Staatspräsidenten ein Beileidstelegramm. DaS Inter- n a tio na l e BerusSsekretariat der Le h r e r in Brüssel hat der R«ich»ver- einigung deutscher sozialdemokratischer Lehrer zum Tode des großen Demokraten Masaryk das Beileid ausgesprochen.* Bei der Trauerkundgebung des Gesamtvorstandes der Deutschen P«stalozzige- sellschäft, die SamStag llattfand, hielt Univ.-Prof. Dr. E. Otto die Gedenkrede. Mehrheit ihrer Böller. Diese Männer und Frauen lehnen es ab, sich einem einzigen M«- schen«der einer Gruppe von entscheidenden Personen»nterzimrdnen und ihnen die Herrschaft über sich anzuvertrauen, da diese neuen Forme» des Regieren» die Dinge drr ganz« Welt so«eit treibe» würden, dass die Zivilisation dadurch bedroht wär«. Große italienische Truppen? Sendungen nach Spanten Tanger. Man meldet, dass am 6.. September 709V italienisch« Soldaten in Melilla »»'Land gegangen stnd.Drei Divisionen sind sq- sort nach Spanien weitergeschickt worden. Die italienischen Offiziere erklärten, dass diese Sendung nurdieBorhnt von grossen Truppentransporten sei, dir in diestn Tagen in Melilla erwartet werden, Weiter wird gemeldet, dass vor einer Woche deutsche Ingenieure noch Spanisch- Marokko gekommen sind. Sie studieren di« Gegend drr französisch-spanischen Grenze daranshi», ob dort Befestigungsanlagen und welcher Art anzulegen wären. AuS Deutschland sind ferner einige grosskalibrig« Kanpnentatt.erte« eingelangt» di« bei Eabo Billa und Alueema» ausgestellt worden sind. Roosevelt: Die Demokratie ist stärker Scharfe Sprache gegen die diktatorischen Regime weiterzureden; aber er wies sie zurück, diese innere Stimme.„Viel Geld", sagte er und lächelte grausam,„aber kann Ihnen das nicht gleichgültig sein?" „Es ist mir gleichgültig", erwiderte sie, ohne aufzusehen, mit einer Stimme, in der ein Ozean von Gleichgültigkeit lag,„Ich gehe jetzt.. ," setzte sie tonlos hinzu und sah auf daS Tischtuch;' „Darf ich Sie begleiten?" fragte Valerian ganz langsam-.und- deutlich akzentuierst üft Sie schüttelte den Kopf;(eine vergebliche Geste; ste hatte.nicht die Kraft, aufzusehen, aber sie schüttelte den Kovf)-.-/---A,"7-!-^WM «Haben Sie poch den Mut, mich anzusehen..." flüsterte Balerimt. J Sie warf ihm swie gezwungen);eine» ihrer schnellen SekundeMicke zu und sah wieder.auf das Tischtuch. „Wie heißen Sie?"- ftagte Btckerian. .„Tatjana", murmelt« sie. MRA.> „Tatjana..." sagte er,i.ststok er fügte es leist, leidenschaftlich; sinnlich.. /' „Heute nicht...", hauchte sie und goib ihm schnell die Hqnd. Während er sie ganz ttmgsam an die Lippen führte und küßte,' sah er zu ihr auf und. ftagte mit harter Stimme:„Mchegen?" „Uebermorgen", flüsterte sst und ritte davon. Sein» Äugest folgten ihr bis zur Mr, dann setzt« er sich, Durch«inenBlickstelfte'tr ftst.daß niemand sich um ihnkümmerte. Kjer-Verlehrftn nur. M«nschen,>die viel mit sich, zu,Mst,! hättest; russische Emigranten. Sie säßen mÜMviersoM an'.allem uninteressiert, hinftrihrestTtschen und stubiertestÄie'Zeitungenst« suchten, in allen Sprachest der Welt Meldungen.die vielleicht gün- stig für sie. wärest. valerian lehstie sich zurück und schloß die Augen. Uebermorgen also. WürdeM ihm' nochmäl» entwischen?' ReW diesmal nichst Gtsälle ich ihr? ftagte er sich. Ich bin nicht, gstoßl" ich bin nicht-schön Und dennoch! Destn'ich'bin'M Zufall, die schwache Stunde oder wie mast,es nennest will. Sie kann nicht mehr aus. Vielleicht haßt sie mich, weil ich diese Regungen in ihr erwecke. Aber gerade darum ist sie mir verfallen: so konnte es Frau Ute mit Alberich ergangen sein... Dieser letzte Vergleich, vermutlich ein Produkt der vielfachen Beschäftigung mit der germanischen Mythologie, bracht« ihn wieder auf ändere, unliebsame"Gedanken. .^rellncr, zahlen.... l" rief er stift», verließ dann das Lokal. Langsam und gedankenvoll ging er die Rue Büa hinunter bis zum Luxembourg. Dst Straß« war ziemlich finster. Erft ast ter Ecke waren.einige, Schaufenster, aus denen«ine Lichtflut sich Wer daSTrottoir ergoß. Baftrian Für ihn heißt vppositie» nur politische Feindschaft. And den Feind bekömpft er unerbittlichl... Er ist der Wächter, daß dir Organisation sauber und ohne„Opposition" bleibt... Mit anderen Worten: muckst du auf, wirst du otrdroschen."Bist du gegen die„mannschaftliche Führung", wirst du daS zu büßen haben. Oder auf gut preußisch:„Wgt, Opposition? Strammftandnl Haut.ihn! Schnauze haltenI Schädel«inschlachnt Sauber bleibenI Es lebe der Führer!"—Gibt» noch kein KZ und istder Fememord noch zn.riSkanWö gibts doch dunkle Ecken-und Hohlwege, wo Ordner für.He beruirg" sorgest können... Hitler 4- oberste Instanz Der.Minpser" beklagt e», daß die,,verant<) wörtlichen Stellen" Grosse« Aussehen erregte die Rede de« französischen Aussenminister« D e l b»«, der«. a. erklärt», die Nichtinterventionspolitik sei offensichtlich st»rdannmögkich, wenn ste von a l l« n unter wirksamer Konwolle eingehalten wird und wenn von den einzelnen Staaten fhr« Untertanen, welche an dem Bürgerkrieg wilnehmen, a b t e- rufe» werde». Im gegenteiligen Fall« würde die Gefahr im Hinblick auf eine ändere S e i t« die feSProblemsinS Ungeheuerliche und zu der Drohung anwachsen, dass da« Gleichgewicht zum Schaden der Interessen «Nd der Letensnotwendigkelten der übrigen Länder' g e ft ö« t wird. Frankreich sowie auch dir anderen Staaten, die hier verweten sind, erklärte Delbo«, werden niemals einen Angriff zulaffen und niemals N«d vor keinem Opfer zurückschpeckrn, um die Freiheit«Nd Unabhängigkeit sicherzustellen. Es ist«otwendig, sagte er weiter«, eine friedliebende Art zwischrn un« und jenen zu finde«, welche Wider den Geist«och-die Methoden de» Völkerbunde« annehmen. Die sicherste Art ist der Re- Wckff gegenüber den übernommenen Verpflichtungen, derdieGrundlage der Zivilisation selbst ist. Sristd Überschrift zu respektieren, ist nicht Nur eine Frage der Ehr«, sonderst auch de» Leben« oder Tode« für alle Völker, welch«, wenn sie sticht nebeneinander zusammenarbritr» könnten,'sie- meistsam in einen tiefest Ab grstnd stürzen wüeta». lLSmpke sn allen krönten Schanghai. Vom chinesischen Generalstab wird der Presse mitgcteilt: Die japanisch«: Truppen haben Freitag abendS Lotien zurückerobert. Die llhüwsen haben jetzt di« Stellung südöstlich von Lotte», zwei Kilometer vor der großen Straße Lotieu-Takau, besetzt. Freitag habei: die japanischen Truppen Janmutschian besetzt, aber die Chinesen unternehinen einet: G e- g e n a n g r i f f und bcnu'ichtigteil sich wieder des Dorfes. Die Japaner uuternahluetl eine» neuen Angriff, alS ste Verstärkuilg von 3000 Mann erhielten, doch wurde nach mehrstündigem Kampf auch dieser Angriff znrückgcschlagcn. Ein japanisches Bombardierungflugzeug wurde abgeschossen. EM japanisches Arineekorps ist aus Limig- sing nach Peitschenglo, 20 Kilometer»ordlvestlich von Tschutschau, vorgerückt. Ein anderes japanisches Armeekorps ist von Kuang, 13 Kilometer südwestlich von Tschutschau, vorgerückt. Dadurch ist die Umzingelung von vier chinesischen Divisionen im Gebiete von Tschutschau vollzogen. Nach heftigen Kämpf«: ziehet: sich die chinesischen Truppen in Unordnung zurück. Meldungen aus Pciping zufolge haben die Chinesen südwestlich von Peiping absichtlich d i e F l u ss d ä m n: e d u r ch st o ch e n, um durch Uebcrflutcn des umliegende» Termin« den Vormarsch der japanische» Truppon aufzuhalten. Auf diese Weise soll zur Rettung der 50.000 chinesischen Soldaten bcigctragcn werden, welche an dieser Stelle von der Umzingelung bedroht sind. krau Tschlangkalschek In Schanghai Schanghai. Die Gemahlin des Marschalls Tschiangkaischek ist am Samstag trotz der Gefahr, von Flugzeugen beschossen zu lverden, in Begleitung einer Miliiärwachc im Automobil aus Nanking hier eingetrofsen. Nach Feststellung ihrer Identität wurde sie durch den britischen Berteidigungsabschnitt durchgelaffen. Es kommt allerhand ans Tageslicht Paris. Trotz der angestrengten Such« nach den Tätern des samstägigen terroristischen Attentates in Paris ist«S der Polizei bisher nicht gelungen, eine verlässlich« Spur zu finke», die zum Ziele führen würde. Die polizeilichen Nachforschungen führten in der Provinz zur Anhaltung zahlreicher verdächtiger Personen. So wurden z. B. in Montauban zwei jugoslawische Staatsangehörige verhaftet, von denen einer 8er» selbcn Mitglied der Organisation U st a s ch a ist. -- WaS die extrem rechtsgerichtete Organisation der„Vermnmmten" betrifft, so scheint eS daß st« den Polizeiorganen schon länger« Zett hindurch bekannt war. Der öffentliche Teil der Organisation ist ordnungsgemäß auf der Polizei unter dem Namen„Rationalrevolutionäre «nd Sozialparwi" gemeldet. Entgegen den Er-' Wartungen wurden keine weiteren Anhänger dieser Organisation verhaftet; Haussuchungen wurden namentlich in Siidostfrankreich vorgenom- men. Die Verhafteten werden wegen unberechtigter Waffenaufbcwahrung verfolgt werden. Die Polizei untersucht weiter, wer diese Bewegung finanzierte und auch die Kosten für die Ausrüstung trug. Einige Mitglieder dieser Bewegung stehen, auch im Verdachte» daß sie zwei unbequeme Anhänger aus dem Wege geschafft haben. Der Anarchist T a m b u r i n i, der im Zu- fammenhang mit dem Pariser Attentat verhaftet wurde, weigerte sich bei dem Verhör, den Name« seiner Organisation zu nennen. Durch die Untersuchnng wurde festgestellt, da sich Tamburin! zur Zeit des Anschlages in Toulouse befand. Die Mehrzahl der Anterfuchungsorgane ist jedoch der Ansicht, daß Tamburin! die Urheber de« Attentates kennt. Scharfer Kurs gegen die ungarischen Faschisten Budapest. Der Innenminister Hat die in Budapest erscheinende und die politische Richtung der Pseilkreuzler vertretende Wochenschrift„O s- szettarta 8" für 30 Tage verboten,' weil die Zeitschrift unter der Ueberschrist:„Warum wurde die Nürnberger Gesellschaftsreise verboten?" einen Artikel veröffentlicht Hatte, dessen Inhalt die außenpolitischen Interessen des Landes schwer gefährdete. Ferner hat der Innenminister dem in Budapest erscheinenden Abendblatt„Magyaror- szag" für drei Tage das Kolportagerecht entzogen, weil das Blatt unter der Ueberschrist: „Wer sind die Ausländsdeutschen?" einen Artikel, brachte, der die öffentliche Ordnung-mittelbar gefährdete. Die gleiche Maß»ahn e wurde auch gegen das Soproner Tagblätt„Sopronvarmegye" wegen Mittelbarer Gefährdung der öffentlichen Ordnung ergriffen. Der beanstandete Artikel trug die Ueberschrist:„Ungarn und der Nationalsozialismus". Verstärkungen nach Libyen Rom. Samstag abends ist aus Neapel ein weiterer/Truppentransport nach Tripolis abge» »gangen/ der die libyschen Garnisonen verstärken soll. Cs handelt sich um 231 Offiziere sowie Um >2799 Unteroffiziere und Soldaten. Seite 4 Sonntag, 19. September 1937 Sir. 221 Alt TGM noth; zu Pferd« saß.< (Iw Stadion während des Sokölfestes) f\ ü Jl 1■ 1 Jageaiewfffceiten. Aus der ältesten germanischen Steinzeit der sogenannten Schicklgruber-Epoche, in der die Troglodyten zwar sehr stolz auf die arteigene, der Ncander.tal-Kultur überlegene nordische Kunst der Erbauung von Autobahnen und Konzentrationslagern, aber doch noch sehr weit hinter den Anfängen der Zivilisation zurückgeblieben waren, dürfte folgendes Dokument stammmen: „Die deutsche Kultur, die seit der Machtergreifung des Nationalsozialismus gehetzt und geschändet ans dem Reiche fliehen und sich in der „Emigration" häuslich niederlassen mußte, hat endlich eine Heimstätte gefunden. Der„deutsche Sender in der Tschechoslowakei" wird der sprechende Mittelpunkt der wahren deutschen Kultur sein, wie sie noch in den Reihen der auchdeutschen tschechischen Regierungsparteien hochgehalten wird. Wir sind überzeugt, daß er Prag ein leichter sein wird, der Welt das hächstkultivierte deutsche Programm zu bieten. Thomas Manu hat bereits zugesagt und Goethe steht schon außer Urheberschutz." ES ist, wie der Leser merken wird, nämlich Ironie. Der Hinweis auf Thomas Mann und Goethe soll beweisen, wie tief die Tschechen bereits gesunken sind. Im Herzen Europas eine Nation, die Thomas Mann über Alfred Rosenberg und Goethe über Karl May stellt! Es ist „Bolschewismus" gefährlichster Form und wäre eigentlid) schon Anlaß genug, zu einer ener- gischen„Nichtinterventton". Die nordische Kul- tur wird durch die Nachbarschaft solcher Barba- reu am Lebensnerv bedroht. Der Troglodyt fühlt sich herauSgefordert und zeigt nach Bäterbrauch zornig die errötende Kehrseite. Gedruckt ist die Schicklgruber-Satire zu- nächst einmal in den parteioffiziellen ,,M n n ch- n e r Neuesten N a ch r i ch t e n". Einer breiten stammverwandten Oessentlichkeit in den Sudeten wird sie zur Kennntis— nicht ohne empfehlende Einleitung— durch die„Z e i t". Daß der t s ch e ch i sch e Zensor nicht einschrei- tet, wenn ein angeblich deuts cheS Blatt, das Bein hebt, um Goethe und Thomas Mann, mit Verlaub zu sagen, anpitzt, kann mgk i h m wohl nicht übel nehmen. DaS haben die Deutschen der Schicklgruber-Periode sich selbst verdient.> Verlängerung der bvprozeniigen Fahrpreisermäßigung für die Fahrt zum Begräbnis deS Alt- prästdentrn. Für die Fahrt nach Prag werden Fahrkarten mit öOprozeniiger Ermäßigung noch an diesenigen Reisenden auSgegeben, welche die Fahrt in der Zeit von Montag, den 29. September, 12 Uhr, bis Dienstag, den 21. September, 8 Uhr, antreten. Die Ermäßigung wird aber in dieser Zeit nur für P e r s o n e n z ü g e(nicht für Schnellzüge und Eilzüge) und nur nach folgenden Stationen: Smichov, Bubny, VrSovice, Libeü oberer Bahnhof, Vysoöany und HoleSovice gelten. Diese Fahrkarten werden auch für die Rückfahrt bis Donnerstag, den 28. September, 24 Uhr, aber nur von den Stationen gelten, au: welche sie lauten.(Vom Eisenbahnministerium.) Reichsdeutscher Zug in Oderberg entgleist. Die Staatsbahndirektion in Olmütz teilt mit: Freitag, den 17. d. M., fuhr in Oderberg der reichsdeutsche Personenzug Nr. 217 auf ein verlegtes Geleise, wodurch drei Wagen enWeisten. Hiebei wurden acht Personen verwundet. Der Mörder Blajjek— lebenslänglich. Bor den Brünner Geschivorenen wurde Samstag das Urteil gegen den 89jährigen Augustin Blasjek gefällt, der am 89. März d. I. auf der Bezirksstraße bei Sirowih seine 84jährige Gattin durch 15 Beilhiebe erschlagen hatte. Die Geschworenen sprachen Blaset einstimmig des Mordes schuldig und der Gerichtshof verurteilte ihn zu lebenslänglichem Kerker, verschärft durch Dunkelhaft an jedem Jahrestage der Tat. Blase! hielt sich Bedenkzeit vor. Kinder ösfnen den GaShahn. Im 17. Wiener Bezirk öffneten die Kinder des Arbeiters F. Binal in Abwesenheit der Eltern den Gashahn. Als die Eltern nach Hause zurückkehrten, waren die Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren bereits tot. Die Mutter erlitt einen Nerven- zilsammenbruch. Massenerlrankung an Paratyphus. Fast daS gesamte Personal eines großen GasthauSbetrie- bes auf dem Gelände des Freilichtmuseums Skansen in Stockholm ist an Paratyphus erkrankt. 118 Personen mußten im epidemischen Krankenhaus untergebracht werden. Bis jetzt ist eine Person gestorben/ 95 Häuser abgebrannt. Samstag.brach in der"Gemeinde Toporoe bei Käsmark in der Ost- Militärs lokalisiert werden. Die Mehrzahl der von dem Feuer betroffenen Bewohner des Dorfes find obdachlos. Die Ursache des Brandes konnte bisher nicht festgestellt werden.. Im Zeichen der„Konjunktur"., Donnerstag wurde der 72jährige Ortsarme Franz Chlopän aus Lubnä ins Kremsierer städtische Krankenhaus eingeliefert. Zwei Bauern hatten ihn bewußt» l o.S und völlig entkräft et in einem Straßengraben aufgesunden. Der Greis hatte sich bei dem Sturz in den Graben Rißwunden am Kopf und schwere innere Verletzungen zugezogen. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Explosion in einer—Konditorei. In einem Konditorei-Betrieb In Algier explodierte ein Kühlapparat, wobei die Werkstatt zerstört und alle umliegenden Kaufläden starkbeschädigtwurden. Während die Angestellten der Konditorei ünd die Kunden ohne Verletzungen" davonkamen, wurden etwa 59 Passanten, hauptsächlich Fahrgäste einer Straßenbahn, verletzt. Bei. zwei Personen besteht Lebensgefahr. Herriot als„Gutsbesitzer". Edouard. Her- riot ist persönlich außerordentlich bedürfnislos, und so war es ihm bis heute nicht"einmalgelungen, den Traum jedes Franzosen zu verwirklichen, einen. Grundbesitz sein eigen zu nennen. Erst jetzt ist er so weit," und wer hat das alte. Presbyterium von Saint-Ponange gekauft/wo er seine Jugend verbrachte und seinen ersten Unterricht durch den Dorfgeistlichen erhielt Als Kaufpreis waren 49.999 Francs ausgemacht, aber Herriot, der besonderen Wert auf daS alte Pfarrhaus legte", hat für die Gemeinde noch ein neues Pfarrhaus gestiftet. Die Ausfertigung des KanfakteS fand in' Gegenwart feiner„näheren" Freunde statt, und das waren angefangen vom Ministerpräsidenten" Chautemps so ziemlich' alle'bedeutenden Leute Frankreichs, sofern sie nicht gerade durch, politische Pflichten in Genf oder anderswo zurückgehalten waren. Die Honoratioren kamen in schönen AuioS an, aber her Curö, der sie begrüßte, war außer sich/ er hatte nämlich den Schlüssel zum alten Pfarrhaus nicht finden können.. Und so stiegen Herriot, Chautemps und die änderen durchs Fenster ins neue Haus des-französischen Staatsmannes ein. Reisende ins Dritte Reich find gewarnt l, Um die Spionage bei"den nächsten" großen Ma- uöveru in Deutschland unmöglich zu machen, werden außerordentliche Maßnahmen geirosfen werden. In dem amtlichen Bericht in'dieser Angelegenheit heißt es:„Es ist- offenbar, daß- der ausländische Spionagedienst bemüht ist, Informationen über die Wirlsgmkeit der deutschen Kriegsfahrzeuge- zu erlangen. Die Behörden ha- ben bereits für die notwendigen Vorkehrungen gesorgt, um Verrat zu verhindern-und unsere Wehrmacht, zu schützen.. Verräter müssen damit rechnen, daß sie denKopf uni e r dem Beil d e S He n k e r S verlieren wür» den. Wer immer etwas Verdächtiges, bemerkt, muß sofort" die.Polizei'verständigest./ Buntes Aluminium. Lu Birmangham wird" neuerdings buntes Aluminium hergestellt. Das grauweiße Metall wird-demnächst in den-schönsten und buntesten. Farbenauf- dem- Markt- er«, scheinen. Dabei ist daS neue Aluminiumgeschirr nicht etwa später mit mehr oder minder, haltbä« ren Farben bestriche^ sondern die Farbbeimi- schuug erfolgt schon-während des HerstellmigS- Prozesses: das Aluminium ,ist"nicht/nur- außen, sondern auch innen, bunt, sodaß die Farben unzerstörbar sind. Die Erfindung des-bunten Aluminiums ist einem deutschen, Chemiker-gelungen,, der. als" E m i g t ä n t in England, lebt. Lebens auf den Feldern und in den Gärten von Alabama gearbeitet. Er kennt wie-niemand sonst die Vielfältigkeit der Obst- und Gemüsesorten, und er hat. das Seine dazugetan, auf dem fruchtbaren Boden des amerikanischen Südens noch mehr Obst-und Gemüse-Arten zu züchtep. So ist" es ihm gelungen, die verschiedensten Kar- toffelsorten miteinander zu kreuzen, Aber seine Hauptleistnng liegt in der Herstellung von chemischen Produkten aus den Pflanzen. So-hat er aus seinen Kartoffelzüchtungen 118, und aus Erdnüssen sogar 285 chemisch verschiedene Abbaustoffe hergestellt. Aus den Nüssen hat er insbesondere Oele- gewonnen, die- pharmazeutisch, wichtig sind; eins dieser Oele soll sogar mit Erfolg bei. spinaler"Kinderlähmung angewandt worden.sein.. Kunstfett- aus Holz,(mb.) Die„New Aork Herold Tribüne" berichtet aus Berlin, daß deutsche Chemiker ein Verfahren gefunden haben, um aus Kohlenstoffen und Glyzerin, die aus Holz gewonnen"werden, ein absolut reines, als menschliche Nahrung geeignetes Fett herzustellen. Bei den Experimenten, die in Oberhausen (Rheinland) durchgeführt wurden," hat man zunächst. ein brauchbares Maschinenöl heraus- destilliert. Die JG-Färben übernahm vor etwa einem Jahr-daS-Patent und ihre Chemiker-haben nun die nächste Stufe, das Nährfett, gefunden. Bevor-man der Oeffentlichkeit Mitteilung wachte, probierte man das neue" Fett aus, und zwar an. Leuten, die sich nicht dagegen wehren konnten, nämlich an Insassen deutscher.Gefängnisse. Das Reichsgesundheitsamt hat es für durchaus- zur menschlichen Nahrung geeignet erklärt. Den Herren Hitler und Blomberg sind angeblich Probesendungen zugestellt worden. (Eigentlich hätte Man ja annehmen sollen, daß die„Führer" auch bei den Eßproben während der" Experimentierperiöde vorausgegangen wären. Aber es ist wie im Krieg:,Führer heißen die Leute, die am weitesten hinten sind. Das Pfund„HG-Fett" soll im Verkaufspreis aUf ungefähr 45 Pfennig kommen.— Wenn die Nachricht stimmt,.sind die Aussichten, für die sowieso bedrohten deutschen Wälder noch trüber" als bisher. Rechtsschutz für die polnischen Bauern.-Ist Warschau wurde in.einer Beratung der der Vereinigten Volkspariei öngehörenden Rechtsan» ,wälte beschlossen,--allen im Zusammenhang mit dem letzten Bauernstreik verhafteten Parteimitgliedern unentgeltlichen Rechtsschutz bei den gegen sie eingeleiteten Strafverfahren zu gewähren. Dem Vernehmen nach plant die.Leitung der Bereinigten Volkspartei die Einberufung eines großen Bauernkongresses nach Warschau noch-im Laufe des Oktober. Auf diesem- ikongreh sollen-Beschlüsse betreffend das weitere Vorgehen der ouvositionellen Bauernschaft gefaßt werden. DaS griechische Schiff„KaieiS" ist auf dem Rio Plata gesunken. Der Kapitän deS TnmpserS, ein Offizier und ein Matrose lehnten es ab, daS Schiff-zu verlassen."Die" übrigsn.Mitglieder-der Besatzung brachten sichschnell in Sicherheit." Ziehung der pessenlonerih (Ohne Gewähr.) Prag. Bei der Sam St an»Ziehung'"der IV..Klasse der 87.. tschechoslowakischen Klassen, lolicrie wurden nächslehchwe" Gewinste, gezogen: 80.000 X6 111287. 20.000 Kfi 107103, 59460. 10.000 K6 81273, 113408,.108140, 20789.- 5000 K« 14292, 117226, 68258, 26077, 97624, 25963, 84991, 111890, 86425, 16412, 58758, 80988. 2000X6 7864, 55665, 64068, 59865, 76492, 68076 62975, 83840, 99611, 85694, 80175, 54559, 24833, 55049, 61757, 110254, 86716, 62955, 62192, 104294, 13691, 4245, 41307, 50489, 110415, 37085. 2107, 109452, 12441, 2956, 41266, 62628, 48240, 78583, 106094, 41166, 33726, 102791, 42360,19472, 25629. Eine Stadt, die kein Geld braucht. Alle amerikanischen Zeitungen sind plötzlich voll von Nachrichten" aus Sunnery-Hill in Pensylvanien, einer Stadt, deren Namen man bisher noch nie gehört hatte. Das hat freilich seinen"guten Grund, denn die Finanzlage der Stadt ist scheinbar wirklich beneidenSivert. Ihre Bewohner brauchen nämlich ganz einfach kein Geld. Wie sie das machen, ist ihr Geheimnis, aber jedenfalls hat die einzige Bank von SuNnery-Hill soeben ihre Pforten geschlossen. Sie hat einen Bericht veröffentlicht,, in dem die Gründe auSein- andergeseht werden. Zunächst einmal sind im Laufe des letzten Jahres nur Einzahlungen, aber keine irgendwie nennenswerten Abhebungen von den laufenden Konten erfolgt. Der Scheckverkehr lag vollkommen brach, ebenso wurden überhaupt keine Wechsel eingezogen, oder gar protestiert. Selbst«bei Börsentransaktionen zogen es die Kunden vor, diese mit Bargeld durchzusühren. Infolgedessen hat die Bank keine Umsätze und ist einfach nicht existenzfähig, zumal da es ihr auch nicht gelang, wiederholt angebotene Kredite zu den günstigsten Bedingungen an den Mann zu bringen. Die Koöra als Lebensretterin. Eine" Engländerin, die in- der Stabt Gunput lebt, wurde vor kurzem von einer Kobra nicht etwa in Todesgefahr gebrächt, sondern vielmehr aus Todesgefahr errettet. Die Dame, die schon jahrelang in Andien lebt, hatte eine junge Kobra aufgezogen und das Reptil derartig an sich gewöhnt, daß sie mit der Schlange umgehen konnte, wie sie wollte. Run wurde sie neu/ llch überfallen. Der-Räuber drang in ihr Schlafzimmer ein und war gerade damit beschäftigt, die Frau zu fesseln, als die Kobra, die in ihrem Korb am Fußende der Bettes schlief, durch den Lärm erwachte und sofort auf den Eindringling loSging. Noch bevor der Bandit dar Tier bemerkte, hatte er ihn gebissen und er fiel nach wenigen Minuten tot um.(MTP) DaS wird den Berg aber freuen! Sechs sowjetrussische Bergsteiger erstiegen am, 18.. September zum ersten Male den höchsten Berggipfel der Sowjetunion, den 7945"Meter hohe» Pik Stalin im Hochland von Pamir. Sie stellten auf dem Gipfel .eine B ü si e Stalins auf. Glückspilz. Wie die Zeitungen berichten,, fand in.der Umgebung von PrSee(Serbien) ein.Schäfer einen Champion im Gewichte von 5.70 Kilo, Der Schwamm wies einen kurzen Stiel auf, dagegen war die Kappe von der Größe eines Brotlaibes und reichte bis zur Erde. Gegen den" Alkohol. Freitag abends wurde in Warschau nach sechstägigen Beratungen der 21. intet, nationale Antt-AIkoholiker-Koiigreß geschlossen. Vertreter aus 19 Staaten, erstatteten 120 Referate.. ES wurde insbesondere beschlossen, ein internationaler Abkommen Wer den Kampf gegen den NlkoholisimiS anzustreben. Der nächste Kongreß wird im Jahre 1940 in Helsinki stattsinden. . Die-Ausstellung„Alte Kunst in der Slowakei" ehrt Mäsaryk, das ÄuSstellungSkomitee hat beschlossen, daS Andenken deS großen Präsidenten in schlichter"aber deshalb um so geeigneterer Weise zu ehren: ES hat beschlossen, den Eintrittspreis aufzuheben. Die Tore der Ausstellung werden die ganze Woche hindurch bis zum Sonntag, den 26. ds., für einen bloßen Evidenz- Beitrag den breitesten Schichten des Publikums offenstehen. Brieftelegramme, die bisher nur an Werktagen zugestellt wurden,• werden seit Anfang September des laufenden Jahres auch an Sonntagen zugestellt, und zwar in Orten mit-Telegraphenamt zuschlagsfrei,-in anderen Orten gegen Botengebühr. (Vom Post- und Telegraphenamt)!- Wahrscheinliches Wetter Sonntag: Veränderliche Bewölkung, bis auf vereinzelte Schauer trocken, ziemlich warm, SW-Wind.— W e i t e r a u s f ich ten für Montag: Roch relativ warm,-im Westen des Staates im-ganzen jedoch schlechteres Wetter als im übrigen Gebiet. slowakei ein katastrophales Schadenfeuer aus, dar sich-bei dem starken Winde sehr rasch auSbreiteie und von den 176 Häusern 95 mit den zugehörigen Wirtschaftsgebäuden zum Opfer fielen. Sn den ReitungS- und Lokalisierungsarbeiten nahmen außer der Ortsbevölkerung— unter der sich rund 40 Prozent Deutsche befinden— und der Feuerwehren die Feuerwehren aus-80 umliegenden Gemeinden teil. Das Feuer konnte erst mit Hisse des DerOtst.Zauberer von Alabama. Vor der Neger-Universität von Tuskegee in Alabama soll demnächst.ein- Denkmal des. Agrikulturchemikers George Washington Carven errichtet werden, dar von dem bekannienBildhaüer Steffen Thvmasgeschaffen/. wurde: Ca-rven> ist. von»Beruf Privatgelehrter und Obstzüchier. aber-der ganze Süden der-Vereinigten Staaten-kennt-ihn! unter dem Namen,„deni Obst-Zauberec. Van Rlabamn".- Er ist noch als Sklave geboren'und-hat zeit seines --Am- 7. Rvvembir-1987" eventuell am 6. November 1987Mndett-im ganzen- Gebiete/ in dem sich Arbeitergesangvereine- des-deutschen 'Arbeitersängerbundes/ befinden, Veranstaltungen statt, die»!dem L i'ew e‘ gewidmet iseiwi werden. Der"Besuch- die- srr Veranstaltungen'ist/für jrden organisierten-Arbeiter .und" jede Arbeiterin ein Äe« bot proletarischer Pflicht,’>'■- Nr. 221 Sonntag, 19. SHtemSer 1037 Seite 5 MMMMDmul 5»siaipHLi,A Verbandstag des Fabrikarbeiterverbandes des Rabbiners von Munkacz, der aus denten Masaryk..N a e tz-Oslo sprach»für den Verband der'Arbeiterschaft..der.chemischen Industrie Norwegens.» Den Willkomnigruß des Verbandes'der Arbeiter in der chemischen Industrie, Prag, überbrachte Albert H o S e k und für den Verband de«! Tonarbeiter in der Tschechoslowäki- schen Republik sprach Gergely.' Unter lebhaftem Beifall sprach.dann der Vertreter deS'Deutschen GewerlschaftSbundeS Abgeordnete^ Franz' M a c o u n, der in einer längeren Rede die. Leistungen des Deutschen Ge« werkschaftSbstndeS erörterte., Namens des Parteivorstandes und des Klubs der sozialdemokratischen Abgeordneten und Senatoren sprach sodann Genosse K ö.g l e r, der besonders di« Verdienst« der Genossen Dr. Ezech und Jng. NeLaS hervorhob, di« sich, in ihren Funktionen als Minister ein bleibendes Verdienst, für die arbeitenden Menschen dieses Staates erworben haben. Er betonte die stete Kampfbrüderschaft zwischen der Partei und dm Gewerkschaften. Nach den Ausführungen des .Genossen Kogler wurde die Tagung abgebrochen. vesrvlunssedend Am Abend fand zu Ehren der Gäste, und der Delegierten ein gut besuchter BegrüßungSabend mit einem auserlesenen künstlerischen Programm 'statt. Im Mittelpunkt des Abends stand die Rede, die Gen. Abgeordneter Kögl« r dem Andenken des verstorbenen Präsidenten T. G. Mafaryk widmete. Genosse K ö g l e r würdigte das LebenSwerl T. G. MafarykS, feine ftefe Einsicht in die sozialen Probleme, seinen Jdeenkampf gegen jede Ge- waltpolitik und seine beispielhaften menschlichen Tugendm, vor aUem seine Wahrhaftigkeit und Tapferkeit. Sein Vorbild mutz auch uns leuchten, damit uns Kleinmütigkeit fernbleibe und damit wir uns in fester Zuversicht den Sozialismus erkämpfen. Tschapka der Verstorbenen des.Verbände-, deren Zahl in der Berichtsperiode 287 betrug. Ferner erinnerte er an die Leiden in Spaniem''' . Als erster begrüßt« den Kongreß der Bürgermeister von Bodenbach, Fritz Kehler, namens des.Stadtrates.. Er führte u..a. aus,- in welchem Umfang die gegenwärtige. Stadtvertretung ihren sozialen-Pflichten, gegenüber, dm Arbeitern in der Stadt gerecht wird und fand stürmischen Beifall/ Dann sprach der Vertreter der Internationale des Fabrikarbeiterverbandes, de Aong«-Amsterdam, der seiner Trauer über den Tod des Präsident«» Mafaryk Ausdruck gab und dann ein anschauliches Bild über die Entwicklung der Fabrikarbeiter« Jnternationale entrollte. OsterhoiS begrüßte nun den Berbandstag namens der niederländischen Bruderorganisation und schilderte denAus« stieg und die Kämpfe der niederländischen Arbeiterklasse. ES sprachen weiters Olsen für den Verband der ungelernten Fabrikarbeiter in Dänemark und E r i k s o n für den Verband der Papierarbeiter Schwedens, der besonders betonte, daß jeder achte Schwede oder zwölf Prozent der Bevölkerung der Gewerkschaftsbewegung angehörm. Karl B o m vom Verband der Grob« und Fabrikarbeiter Schwedens ergänzte die Ausführungen des Vorredners und fand warme Worte für den verstorbenen Präsi« Neuer Kollektivvertrag für da» Buchdruckgewerbe Nach schwierigen Verhandlungen, welche zivischen dem Verbände der graphischen Gremien und dem Verbände der Buchdrucker in Prag ge- sührt wurden, ist nunmehr eine Einigung über einen'neuen Kollektivvcrtrag für das Buchdruckergewerbe in Böhmen, Mähren und Schlesien zu- standegekommen und somit ein gespanntes Verhältnis abgeschasft worden, welches zwischen den beiden Parteien mehr als«in Jahr dauerte. Der neue Kollektivvertrag wurde auf zwei Jahre abgeschlossen und enthält die Regelung einiger untergeordneter Bestimmungen des bisherigen Kollektivvertrages, eine neue Lehrlingsskala, neue Bestimmungen über die paritätischen Arbeitsnachweise und eine Lohnerhöhung. Die Lohnerhöhung beträgt bei Gehilfen im zweiten Jahre nach der All Sichre biszüm 28. Löbhüsjähke 8'PöVjenst'be?' jenen,' die das Alter von 28 Jähren überschrit- ten haben, 5 Prozent der Minimallöhne. Die Erhöhung der Löhne bewegt sich zwischen Kfi 6.80 und KL 15.70 wöchentlich. Der neue Vertrag tritt am 1. Oktober 1087 in Kraft und die erhöhte Lohnzahlung erfolgt am Samstag,, den 2. Oktober d. I. Die beiden Vertragsparteien haben auch ein Uebereinkommen, welches sich gegen die desolaten Konkurrenzverhältnisse richtet, getroffen und wollen gemeinsam für die Festsetzung von Richtpreisen für Drucksor- ten eintreten. Einstellungen landwirtschaftlicher Ausgleiche überflügeln Anmeldungen. In den Monaten Juni ünd. Juli wurden insgesamt 207 landwirtschaftliche Ausgleiche bestätigt,, d. h. von den Gläubigern angenommen und gerichtlich genehmigt. Dahingegen wurden in der gleichen Zeit 506 landwirtschaftliche. Ausgleiche abberusen, bzw. eingestellt., Di« Weizeneinfuhr aus Jugoslawien. Anläßlich seines Belgrader Aufenthaltes verhandelte Dr. Feierabend auch über die Aussichten der Ein« fuhr jugoflawischen Weizens nach der Tschechoslo- wakei. Der diesjährige jugoslawische Weizenüber« schuß wird auf 25.000 bis 80.000 Waggons geschätzt. Hievon hat die halbstaatliche Exportgesell- schast„Prisad" 10.000 Waggons zum Preise von rund 100 Dinar aufgekaust und si« nach Oesterreich ausgeführt. Unter den gegebenen Umständen sind Angebote jugoslawischen Weizens nach der Tschechoslowake: nicht zu erwarten, wiewohl unsere handelspolitische Verpflichtung zur Abnahme von 10.000 Waggons jährlich weiterhin besteht.(DND) Antwort der Unternehmerverbände auf die Angestelltenfordcrimgen. Von den Spitzenorganisationen der Unternehmer hat bereits eine Anzahl auf die Aufforderuna des EinheitSverbandeS der Privatangestellten, über eine allgemeine Neuregelung du Gehalts- und. Arbeitsverhältnisse der Angestellten mündlich zu Verhandeln, geantwortet. Vor allem fand dieser Tage im Zentralverband der tschechoslowakischen Industriellen eine längere mündliche Aussprache statt. Die Antwort des ArbeitSgeber-HauptverbandeS der deutschen Industrie in Reichenberg ist zunächst formal; sie kündigt eine sachliche Erledigung für später an. Die Vereinigung der«kaufmännischen Gremien Böhmens in Prag teilt j mit, daß die nächste Sitzung ihres Ausschusses den Vorschlag deS EinheitSverbandeS behandeln werde. Die kaufmännische Bereinigung in Brünn verweist darauf, daß sie den Notwendigkeiten der Privatangestellten immer fteundlich und mit Verständnis gegenübergestanden sei. Damit sei auch ihr Standpunkt gegenüber der Anregung deS Einheitsverbandes gegeben. Die Bereinigung hebt mit. Genugtuung hervor, daß die von ihr gegenüber begründeten Wünschen der Angestellten z. B. soweit es sich um die ganzstaatliche Regelung der Sonntagsruhe handelt— eingenommene bejahende Haltung, die Zustimmung der mährischen Gremien gefunden habe..— In den Kreisen der Angestellten erwartet man ein rasche» günstiges Ergebnis der.vom Einheitsverband eingeleiteten Aktion. Eine hinaus- In Trauer um Masaryk Bodenbach.(C.-B) lieber dem sechsten Ver« bandstag des Fabrikarbeiterberbandes, der Samstag, um 4 Uhr nachmittags im' Saale der Volkshalle. in Bodenbach eröffnet wurde und der sich tzurch«ine besonders zahlreiche Delegation von ausländischen Gästen auszeichnete und dadurch internationalen Eharakter erhielt, liegt tiefe Trauer. Trauer um den großen Menschenfreund und Staatsmann T. G. Masaryk, der nun auf der Prager Burg sein« letzte Rast hält. Die Dekorationen des ÄralcS tragen dieser Trauer Rechnung. Der Hintergrund' des Präsidiums ist geschmückt mtt der Staatsflagge.- Unter dieser blickt das schwärz umflorte Bild des Unvergeßlichen in den Saal. Hell leuchten fein« Worte den Delegierten entgegen:»Die Wahrheit siegt." Im Hintergrund der Bühne, etwas seitwärts, steht die Büste von. Karl Marx. Eingeleitet wurde die Tagung mit einem Bläserchor, der dem Andenken Masaryks gewidmet war. Dünn sangen die Bodenbacher Acbciiersän- gcr den Begrüßungschor:„Seid gegrüßt, ihr wak- kern Streiter." Ein Arbeitermädel begrüßte den Berbandstag namens der Jugend des Verbandes. Nun eröffnete der Berbandsobmann Tschapka« Aussig den Berbandstag und gedachte in bewegten Worten des toten Präsidenten. Es wurde über seinem Antrag beschlossen, folgende Telegramme abzusenden: An den Staatspräsidenten Dr. Eduard Benes: Hochverehrter Herr Prästbentk Der Ber- LandStag der deutschen Fabrikarbeiter trauert schmerzbewegt mit Ihnen um unseren Präsident- Befreier T. G. Masaryk, dem väterliche» Freund der Arbeiterschaft. Dir ganze Liebe und Verehrung, welche die deutschen Fabrikarbeiter immer für dm großen Denker und Staatsmann empfanden, währt über fein Grab hinaus. Indem wir Ihnen im Namen der ganzm Mitgliedschaft unser« aufrichtige und schmerzliche Anteilnahme an dem unersetzlichen Verlust unserer Republik bekunden, geloben wir, dem großen Toten für sein unvergeßliches Werk dadurch zu danken, daß wir seinem Geiste treu bleiben. An den Gesandten Jan Masaryk: ' Sehr geehrter Herr Minister! In Trauer und Schmer» um dm Verlust unsere- Präsident- Befreier- T. G. Masaryk mtbietm wir Ihnen und allen Ihren Angehörigen unser aufrichtiges und herzliche-'Beiletd. , Anschließend an die Gedenkwort« de'S Vorsitzenden Tschapka verharrte di« Delegation in minutenlangem Schweigen. Nach der Konstituierung des Präsidiums, dem Tschapka, John, Dinnebier, Spiegel, Krohig und Thoma angehören, wurde die Absendung eines HuldigungStelegrammeS an den Staatspräsidenten Dr. Benes folgenden Inhaltes beschlossen: Hochverehrter Herr Präsident! In den Stunden tiessttr Trauer um den unersetzlichen Verlust, dm unsere Republik durch dm Tod d«S Präsident- Befreiers T. G. Mafaryk erlitt, ist es uns rin Trost, die Geschicke unseres Landes Und damit auch jene der dmtschen Arbeiterschaft in der Hand dessen zu wissen, der alS ein Freund deS unvergleichlichen Toten fein Werk übernimmt, nm eS in feinen« Geiste weitrrzuführm. Dann'-folgte die Begrüßung der ausländischen Gäste,' bei deren Namensnennung immer, wieder.lauter Beifall einsetzte. U. a. nehmen am Berbandstag als Gäste teil: Abgeordneter Kö g« l e r für den parlamentarischen Klub deS DSAP und Sch weich hart für den Parteiborstand. Tie Liste.der auswärtigen Gäste werden wir nach-, träglich veröffentlichen. Schließlich gedachte Die Gänserupierinncn .' Bon Umtß -'In'der letzten Zeit standen in Nürnbergs der Stadt, die sich, rühmen darf, die besterhal« tene Folterkammer Deutschlands mit ihren originalen.Folterinstrumenlen zu besitzen.« Minner auf der Tribüne,'um den, versammelten Deut« schen, aber auch fremden Diplomaten. .. zu zeigen, wie diese Instrumente, im zwanzig« ; stsn Jahrhundert, an wehrlosen Men'chen aus- . probiert,'werden;.man Hat ,für diese Opfer ,. wahnsinniger Machthaber' sogar eigene A N» l,lage,hzi.nke. aufgejtellt-7-.,. gelb ge« streichen!'" Als der deutsch« Herkules, der Minister, General, Chef der deutschen Jagden,(auLTlere)., und der^Pestäpo.(der Jirgd muf Menschen)')'Trä» ger von zehn Aemtcrn und zwanzig Uniforme«« (die FeHrwehiiuniförsti legt- er«lur Mist' Gedenktag deS'Reich-tagSbräntzeS ani), dieser Hans Da.miss Diallin-Gaffett'de- Drlttenl-Reich-i-ver« fprqchi'-den deutschen KunststaWo'tzsMmMNSi«- „SBöS Wirb.VeiWild?rn Rka^ Lieb'er-' yrastns aWW.'Mikhest'ssG ä n's>'e'v.st-st'fP' woroenj'Mich/.neue'Äniforin wird M/Göxüig, in seinem Amt als Renhskuns«sachverständiger zu- i legen? Als Kunstausmister?. Als KunstauSräu« cherer? Ich,rgte zu.einer Kammerjäger» uniform," mit zwei' goldenen Wanzen am Kragen, mit Floh-Stichereien aus schwabenbraunem Tuch. Warum soll der Narr nicht sein Nar« renkleid haben?— Ein anderer Minister, Minister der deutschen Lügenpropaganda, Goebbels, nennt auf. dem Parteitag die Juden, deren Erzvater Abraham (man lese in Heinrich MannS„Josef" daS Nähere!)• für die,Menschheit Gotterfun« d e» hat, deren Führer, MoseS, die zehn Gebote in d e n Stein gemeißelt.hat, auf dem hie ganze abendländische Kultur sich aufbaut, die T e u f e l u n t e r' d e n V ö l k e r nt-Dieser Mann(dem selbst der Pferdefuß nicht fehlt!), der nach Lüge! riecht„ soweit, die Radiowellen reichen, nennt die' Juden' Teufel^hüMit ek ste'a'U S t r'e'i b e n kann,'« .wse sich dah sür-Achtige.Teufel,gfzlemti Und das, Unfaßliche: Die Diplomaten demokratischer Län«' der, in dey.en.Juden,höchste..?l«mtßr bekleiden und- würdig- aüsfüllitft'wte'^in Amerika, und' England! und Frankreich,Mren diesem Lügenteufel.zu, und! keiner der Herreipstsht auf,j um den Saal osten«) tativ zu vcrlasscn l So Höch ist die H ö f l i ch l e i t mer-Diplomattegöstietzeni' !f''< Wie. an Hohen Festtagen: Vormittag feiere! licheS Geläut, Kirchgang, Messe, Prozession; nach«! 'Mittäg?.Musik,''.-Bier,' Mnz;' Käsperl«f t h^e attvr.^BormittngS' spricht^derKanzler eineH W8e».WWb,)7WW«ah-«HW''sest».'KönM S tü r m c r sein Kasperltheater: den gutmütige«!) .deutschen, Kaspcrl uB den'T e u f e l,'in Gestalt dem sudetendeutschen Volk27,000.000 KL— von jedem einzelnen Sudetendeutschen 7 KL— herausgepreßt hat, um die Hochzeitskosten für seine Tochter zu bezahlen I Und daran glauben Tausende so fest, wie ihre Voreltern daran glaubten, daß der Teufel mtt sechzigjäh« ttgen Frauen und sechsjährigen Kindern Buhlschaft treibe!— Die große Säuberung, darf sich aber nicht auf-,die Ausmistung Liebermannscher Werke beschränken; auch der katholische„Kunstmist" muß aus der neuen deutschen Kunst verschwinden I Was soll uns die ganz« jüdische Mischpoche, die in unzähligen Bildern der Rafael, Rubens, Leonardo,da Vinci, und wie die Anstreicher alle heißen) an den Wänden deutscher Galerien hängen? Ja,. wenn'» noch dieModelle selber wären, diese Jesusse, Josephs, diese Petrusse und Pauluffe, diese Lazavusse und Sebastiane, diese Marien, Magdalenen und Agnesen— alles w a s ch e ch t« I u d« n und Jüdinnen? ausmistenl Na, ein Kraftmeier, wie Göring, HM. auch da» zustande bringen. Man soll aber !nur)nicht meinen, er, schaffe nur für sich, er wird stüch.^dem Reich Devssest,-beschaffenl^ Der ganz«M i st w i r d verk a u f-tl Wird so ein. New gorker Jude für die Dresdner' Six« tin i s ch«'Madonna gern seine 5,000.000 Dollax auf den Tisch legen,, so wirdWst ver- jüdeker'Holländer auch für die„G änserup- s.e,r'in ne'N": gerne 5000-Gulden bezahlen!-' zögernde Behandlung der Angestellienforderunge» hält man wegen der sachlich und stimmungSgemäß gegebenen Lana nicht für gut möglich. Der BierauSstoß ist im Juli 1037 um 0.3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, und zwar von 894.387 auf 077.144 Hektoliter.. In der Zeit vom Jänner bis Juli ist die Menge um 7.2 Prozent, von 4,476.186 auf 4,701.838 Hektoliter gestiegen, von welchen 57.070(im Vorjahr 47.365) für den Export bestiinmt wa- ren. Prager Lebensmittelmärkte Gemüse. Junge Tomaten sind in den letzten Tagen um 40 Heller teuerer(0.80—1.80 Xi per ein Kilo), Einlegegurken teuerer bis um 9 Kö(8 bis 24 Ki), Salatgurken, Stück 0.70—1.50 Kö, Karfiol um 40 Heller teuerer(0.50—2.50 Kö), Spinat dagegen um 40 Heller billiger(ein Kilo 1.60 bis 2 Kö), Kartoffeln, gewöhnliche 60—70 Heller per Kilo, Blauaugen 80 Heller, Kipfel la Qualität 1 bis 1.20 Kö, Sellerie, Bund 1.50—7 Kö, Fisolenschoten 8—4 Kö per Kilo, Erbsenschoten 8—5 Kö, Kohl, Stück 0.50—2 Kö, Kohlrübe, Bund 1.50—2 Kö, Karotten, Bund 0.70-—1.50 Kö. rote Rüben, Bund 0.80—1.20 Kö, Weißkraut, Stück 1—1.80 Kö, Rotkraut 1.50—2 Kö. Obstmarkt. Erste Kokosnüsse ans der hcuri« gen Ernte, ein Stück 2—4 Kö. Heimische Zwetschken um 1 Kö teuerer(8.80—5 Kö), bosnische um l>0 Heller teuerer(4.50—6 Kö), Preiselbeeren um 2 Kö teuerer(5—6 Kö), heimische Acpfcl 2—4 Kö, ausländische 8.50—5 Kö, Birnen 1—6 Kö, Heidelbeeren 2.50—3.50 Kö, Brombeeren 8—4 Kö, Nüsse 5—12 Kö, Weintrauben, heimische 2.50—5 Kö, ausländische 5—10 Kö. Schwämme. Erste Herbstschwämme 4—5 Kö, Pilze um 4 Kö teuerer(8—14 KL), Eierschwämme um 2 Kö teuerer(8—5 Kö), Rötlinge um 4 KL billiger(6—8 Kö), Champions 16—22 Kö. Fleischmarkt. Rindfleisch, vorderes mit Zuwaage 10—14 KL, hinteres 12—17 Kö, vorderes ohne Zuwaage 12—16 Kö, hinteres ohne Zuwaage 14—19 Kö; Lungenbraten mit Zuwaage 18—20 Kö, ohne Zuwaage 20—28 Kö; Kalbfleisch, vord. m. Zuwaage 8—11 Kö, hinteres 12—14 Kö, vorderes ohne Zuwaage 10—18 Kö, hinteres ohne 14—24 Kö; Schweinesleisch, vorderes mit Zuwaage 10—12 Kö, hinterer mit Zuwaage. 12—16 Kö, vorderes ohne Zuwaage 11—14 Kö, hinteres 14—-20 Kö; Rindsleber 8—12 KL, Rinds,unge, roh 11—14 Kö, RindS. hirn 16—18 Kö, Kalbs- und SchweinShirn 18—24 Kk, Selchfleisch, roh, vorderes 14—18 Kö, hinteres 16—18 Kk. vorderes, gelocht 20—24 KL, hinteres, gekocht 24—28 Kk; Rindszunge, geselcht 16—18 Kö, Kuttelflecke, ein Kilo 6—7 Kö- Fette. Landbutter, ein Kilo 19—21 Kö, Teebutter 22—24 Kö. Rindsfett, roh 5—7 Kk, ausgelassen 7—8 Kö, Rierenfctt 8 Kö, Schweineschmalz, tschechisches, roh 11—18 Kö, ausgelassen 18—15 Kk, Bagonerschmalz 12—13 Kk, Speck 13—15 Kö, Margarine, ein Kilo 10—12 Kö. Fische. Karpfen, ein Kilo 14 Kö, Hecht 16 bi» 18 Kö. Schleie 8—12 KL, Aal 80—38 Kö, Lachs 40—45 Kö, Forellenbarsch 14—18 Kö, Stockfisch 6—10 Kö, Seelachs 5—8 Kö. ' Geflügel und Wild. Fasane um 14 bis 22 Kö und erstes Hirschfleisch, vorderes 6—10 Kö, hinteres 16 Kö, Rebhühner um 1 Kö teuerer(Stück 5—8 KL), Hühner um 2 KL billiger(ein Kilo 20 Kö), Gansleber um 5 Kö billiger(ein Kilo 85 bis 40 Kö), heimische Gans, Stück 45—100 Kk, geschlachtet, ein Kilo 12—14 Kö, Schmalzgans, ein Kilo 14—16 KL, abgehackt 18—20 Kö. Gansgekröse, Stück 9—12 Kö, ohne Magen 8—5 Kö, Hausente, Stück 25—40 Kö, Wildente. Stück 18—18 KL, Henne, Stück 15—35 Kö, Tauben, Paar 10—16 Kö. Hasen, ein Kilo 6 Kö, abgezogen, Vorderteil, Stück 4—6 Kö, Hinterteil, Stück 12—24 Kö, Rehfleischi Brust, ein Kilo 10 KL, Schulter 14 KL, Schlegel 18—20 KL. Verschiedenes. Eier, böhmische um fünf Heller teuerer(Stück 70 Heller), flowakische ebenso, Honig, ein Kilo 14—16 Kö, Topfen, frisch, ein Kilo 4—6 KL. Cklafaflrt Die„bolschewistischen** Attentäter — In Wahrheit Faschisten! Paris. Die Geheimorganisation„Les Ca« goulards", welche von der Polizei bei der Nachforschung nach den Tätern des Bombenattentätes in Paris und Umgebung aufgedeckt'wurde, seht sich aus Elementen zusammen, die der extremen Rechten angehören. Meldungen einiger' Zeitungen zufolge gehörten dieser Organisation Dissidenten der royalistischen Jugend. an. Der Name der Organisation stammt vom französischen Worte„La Cagoule" ab, welches so viel wie Mönchskutte bedeutet, welche das Gesicht ähnlich wie die Kutte der bekannten Organisation Kü- Klux-Klan verhüllt. Ihre Angehörigen sind kn' Gruppen zu zwölf Personen organisiert. Jede Gruppe besaß eine bestimmte Misswst sowie auch eine eigene militärische Ausrüstung. Die Organisation Ku-Klux-Klan soll der Pariser Organisation als Beispiel gedient habest. Bisher verijaf-, tete die Polizei vier Mitglieder, davon find drei' Ingenieure. In ihren Wohnungen deckte'die, Po-' lizei ein ganzes kleines Waffen«' und Munition--, magazin auf. So fand man dort Mäschinenge»' wehre, Maschinenpistolen, Revolvermunition sowie 17 Kisten, von denen jede einzelne 20 Petarden enthielt. Für heute werden weiter« Verhaftungen erwartet.- Außerdem deckte die Polizei.eine Organisation eines Spionagedienstes unter den Soldaten an.der Ostgrenze Frankreichs auf, Nähere- Einzelheiten über dies« Aufdeckung werden, der Oesfentlichkeit bisher vetschwiegen.'.'• ü Seite 6 „Sozialdemokrat' Sonntag, 19. September 1987.. Nr. 221 lull’, vlb|IIIU UlU UUimjCIlf Ul|U 01Ul|UJCIl> VV V II lll u y C II, vU'AClCylupiJbll* Ullv 11 Uhr abends und 6 Uhr früh 2Kc, sonst Ki 1.20.1 verkehr aber Ivie an Wochentagen versehen werden. Der Nim Kunst und Wtem 3898 I Zwelganstalt: ,. Helena Buoovii in„Frau nnterm Kreuz" IXittMingaite»Urania« Urania-Kino:„Meuterei auf der Bouniy. ger, wo eine schwere Gehirnerschütterung und ein Bruch der- Schädelbasis festgestellt wurde.- Da» Kind verschied einige Stunden nach seiner Einlieferung. Dem Wagenlenker wurde der Führerschein entzogen. Auch.morgen die ganze Rächt Straßenbahn- und Autobusverkehr. Wie in der Nacht auf heute, wird auch in der von heute, auf Montag der Straßenbahn« verkehr zwischen der inneren Stadt und der Burg ununterbrochen stattfinden. Hiezu sind vier neue Rundfahrtwagen eingestellt, die besonders bezeichnet sind; die Fahrpreise sind die üblichen, also zwischen Masaryk-Gedenkfeler der Republikanischen Wehr Die Ortsgruppe Prag der Republikanischen Wehr hatte am Freitag, den 17; September, ihre Mitglieder zu einer schlichten, aber würdigen Ge« denifeier für den verstorbenen ersten Präsidenten versammelt. A» der Stirnseite des BortragSsaaleS im Partciheim stand die trauerumslorte, blumengeschmückte Büste. des Präsidenten. Nach der Staatshymne und dem Traucrmarsch von Chopin und nach den Erösfnungsworten des.Vorsitzenden S ch ö n f eI de r erhoben sich die Versammelten zum schweigenden Gedenke» an den großen Toten. An seiner' Gedenkrede würdigte der Reichsleiter der Republikanische» Wehr, Ernst Paul, MasarykS Leben und Werk in tief gefühlten Worte». Er feierte-de» Verstorbenen als einen-der größten-Männer nicht nur unserer Tage, sondern -aller Feiten.' Wir sind durch den Tod MasarykS alle ärmer geworden, aber auch reicher.durch-die Tatsache, Zeitgenosse» dieses unvergleichlichen Lebens' gewesen zu sein.• Masaryk ist das große Leuchtfeuer der Demokratie,-an dem- wir uns orientieren und unter dessen Schein wir auch in Zukunft unseren Weg finden werden. Die tapferen Kapitäne Rudyard Kiplings Erzählung, von dem ameri« konischen Millionärssohn, der von einem Fischer au», dem Ozean gerettet wurde und diesen-Mann und' seine Kameraden— nach anfänglichem Sträuben! — so liebgewinnt, daß ihm. der Abschied, schwer fällt' und ihn der Tod seine» Retters tief-ergreift,—' diese Geschichte von der Wanblusig eines verzogenen und vernachlässigten reichen Knaben. angesichts der harten und gefährlichen. Arbeit der Hochsee« fischer ist in Hollywood wirkungsvoll verfilmt ,wor« den! Sehr schöne Meeresbilder wechseln mit Bildern der- Arbeit,-Romantik-der Segelschiffe mit rauhen Schiffer-Reden, Rauhe» mit Rührendem, und auch die Darsteller sind lebendig und eindrucksvoll: Spencer Tracy vor allem als widerborstiger Schiffer mit zartem Herzen,«reddie Bartholome w als fug,endlicher Held des Film» und Lionel B ä t' r'y'märt als alter Seebär, schlichter und stolzer Kapitän eine» Schoners, den er mit väterlicher Liebe und sportlichem Ehrgeiz beherrscht. —eis— Mitteilungen aus dein Publikum,;, i. Hunderte von medizinischen Gutachten' bezeugen bi«: erprobte Heilkraft»du. Mattoni'S Maarsalz und Moorlauge bei Erkrankungen de» Blutkreislaufes, Sehnen-'und"' Gelenkskrankheiten,' Rheumatismus, Gicht, Ischia»,.Unterleibserkrankungen bei Frauen 4- GebärmUtterentzündungen sowie Skrofulose. Professor Delhanco, Hambürg-Barmbeck, berichtet in sei» yeM" Gutachten„Beitrag' zur Behandlung- der Psoriasis l,',Schuppenfltchte") über-günstige Erfolge .Uitt.Mätwnt's Moorsalz und Möorlaugk beider hart- [ nackigen Schuppenflechf'e.- Prospekte-Über diese- Heilbäder>-tm Haus«-, berscndet.-di« Heinrich. Mattöni A.-G.,' Gicßhübl-Sauerbrunn bei Karlsbad.- Wochenspielplan de» Deutschen Theater». Sonntag halb 8: Oberon, B 2, neuinszeniert.— Montag 8: Masaryk-Trauerfeier, Abonnement ausgehoben.— Dienstag: geschlossen.— Mittwoch halb 8: Der Rosenkavalier, BL.— Donnerstag halb 8: Oberon, Festvorstellung anläßlich de» 4. internationalen Kongresse» für die Geschichte der Realwissenschaften, C 2.— Freitag halb 8: Dar Dorf ohne Männer, D, Uraufführung.— Samstag halb 8: Pariser Leben, A 2, neuinszeniert.— Sonntag 7: Carmen, C 1. Wochenspiclplan der Kleinen Bühne. Sonntag 8' Uhr:' Rausch.^-Montag; geschlossen.—'Dienstag:- geschloffen.— Mittwoch 8:' Nora.—'Dost» ncrstag 8: Rausch. Freitag 8: Bei"Kerzenlicht. Samstag halb 8: Die Reise, Erstaufführung.— Sonntag 8: Bei. Kerzenlicht.... , Musik-Unterricht. Adressen qualifizierter Lehrkräfte durch, den Deutschen Musik-Padag. Verband, Prag X.,' Päleckeho 117, öder telephonisch Mr. 89^-188 voy., 2. bi». ch.Uhr,.....4275 Urania-Kino.„M euterei aufder Bounty" lPreniicre in'deutscher Sprache) amerikanischer Film mit'.Charles Laughton, Clark Gable und Franchot.Tone. In der Wochenschau: Letzte Aufnahmen au» Lana und Prag.. Beginn: Sonntag halb 4, 8 und halb 9 Uhr, wochentags halb 6.’40 Uhr. Film in Prager Lichtspielhäusern lDeutsche Premiere.)—Adria:.Die weiße Schwadron." Jt.— Apollo: ,Jarl Hynek Mächa." Tsch.— Avion:.Der Feind der Unterwelt." Karloff. A.— Bernnek:.Gefährliche» Spiel." D.— Flora:.Da» Flugzeug ohne Piloten." A.— Hollywood:»Frauenliebe, Frauenleid." D.— Hviizda:„Der letzte Sklavenhändler" W. Beery. A.— Juli»:.Die ganz großen Torheiten." Weffely, Forster. D.— Kinema D. L. B.: Journale, Reportage.— Koruna: Akt.- Th.: Journale, Reportage.— Kotva:»DIe gut« Erde." P. Muni, L. Rainer. A.— Metro:„Die ganz großen Torheiten." Weffely, Forster. D.— Praha:„Der Feind der Unterwelt." A.— Radio: »Die Unbekannte." D.— Staut:.Trafalgar." E. — Svitozor:»Der letzte Sklavenhändler." W. Beery. A.— Alma:»Cavalcade." E.— Laikal:„Zu neuen Ufern." Zarah Leander. D.— Belvedere:„Die Unbekannte." D.— Bcseda:„Trafalgar." E.—Carlton:„Spione über dem Ozean." A.— Illusion:„Menschen aus der Eisscholle." Tsch. — Lido II:»Geheimagent Nr. 18." Ä. Cooper. A. — Louvre:.Geheimagent Nr. 18." A.— Maretka: .Trafalgar." E.— Olympier„Sturm über dem Chinesischen Meer." A.— PerStynr.Die SpicWlle an der Äolpküste." A.— Roxy:„Zu neuen Ufern." Zarah Leander. D. Hochlalstunas-Drehbänke v Fräsmaschinen, Radialbohrmaschinen, Behrwerhe, Shaplm- n. Hobelmaschinen Spannfutter In modernster Ausführung erzeugt: Weriaeuumaschlhenfabrik Arno Plauert Warnsdorf,