d) geutralorgan der Deutschen s«ztalde«»rrattschen Ariekterparttsliu der Tschechoslowarischen Republik «eschetnt mit hl«omt«U t»««ch srLH /.•Uaelgteie 70 Heller Redaktion und Verwaltung: Prag XII., Fochova 62— Telephon VSV77— Hrrauogebrr: Siegfried Taub- DerantworUichrrRedalteur:KarlKrrn,Prag Aus«Ium Inhalt: Walter« Jungturner In WestbUhmen verhaftet Furchtbarer Luftangriff auf Nanking und Kanton Rüteelhafte Entführung In Parte 17. Jahrgang Freitag, 24. September 1937 Nr. 225 I brauner Kriezsplan zegen 6en inneren Feind Eine Gehelmrede des Gestapochefs'Himmler über den kriesM^tauplatz Innerdeutschland | schon ans Mangel an Fnnktienären>nti Führer« nicht möglich ist."' Eie Keuler Mittelmeer-Verhandluigen -Generalverstlndlsuna oder neue Henöver?->• Osslstzkl, Hellmann, Mlarendorff'? und die Zahnbürste Der humane Himmler, bei dessen Wirten die HUnnen vor Neid erblassen Mitten,bcgnligt sich nicht mit der Festsetzung der anderSdenksndK Volksgenossen/ er beschimpft,fje auch, in niedrig- ster-Weise, eben so, wie«S sich für einen Trägt?, der neudeutschen Kultur geziemt:.- '»Ban, de«» sitzt keiner z« Unrecht; es ist srr X B t et»Ny venMiß. aoteofc^ÄF chtt«nie ftetetösee» Dtew-sitettte' fSt Ht 8rt< sn* Ressetefttze, ats» ter tk llw, vir Dr. Gült Ihnen v»k,rtr»»en sei, als se ei» Kenzentratienllager. Da sink Lent,«t t Wn s- serlöpfen, Schielens», verwachsen«, Hall ins en,. eine Umntes« ras ft s ch-» in- serwertiaen Zenas. La» ist.da»les sei» sammen. Lia Ergiehim»«rselat»Nrch vrsnnn,. Lies« ivrdnnn» beginnt damit, saß sie Lent, in sanseren Baracke» lesen. S, etwa» srin«»» an »ns für sich»nr wir Dentsche fertig, kaum rin ansere» Belk wsres, human. Die Wäsch« wirs öfters gewechselt- Di« Lent«, wer- den.daran«wähnt, sah. sie sich zweimal täglich»u Wäsche« Hat«», Wersen mit. den» Gesranch- einer Zähnstrsia»ertrant grwacht, di, sie weiften noch tat nicht kannten. Ich wiederhelr: S» etwa» an.Ttzpen^werden Bi«»ar nicht fär wöglich halten. Unendlich siele Lerseftraft, sind»arnnter, gerade h«i den pvlttischte Lersrechrrn.«..' Genauigkeit beim Foltern. . Was für«in Rechtsstaat dieses heutige" Deutschland ist, unterläßt'Himmler nicht zu. belegen. Nach seinen Angäen werden z.B.A u t o» diebe lebenSlän gl.ich''eingesperrt.■ Mit der Begtetndung ist Himmler schnellchei'der Hand: di« Ueberwachung von verbrfchernlost«' zu viel däß hlafwachrn«ine« nteen Äteälte Dtztelsattte nicht aulgeliesert z» sein, sendern seinerseits zwei Eiste im Neuer zu haben, wen««in Berlin der»' hMü...;':f... ,■ Eine nicht»um erstenmal austauchrnd« und Mit weißer. Vorsicht- aufzunehmend« Darstellung, ds» aber in sehr ernsten Blättern mit großer Be- WWjWt,.-»orgetragrn wurde-(,. v. in der WW-^Ratiteal-Zeiten»") will wissen, daßdi« Weftmächte mit Italien über Spanien- völlig «iniAdmoorsen seien,»yd daß auch die seiden spa- Nmbte Partei«» sich Englands wünschen gefügt hsilW^-Re»rinnnd Gil RableS hätten tep, Phkemmen ihre Sankti»» gegeben. Demnach würde Spanten eine parlamentarische Monarchie «M. Alfons Xsll- verzichte für sich und sein« Nawilte geßen ein« sehr- Hohe Entschädigung ans MMM und. der. larllsttsche Kandidat,- der MM Dächer vDnvvNshte. lein Brudtr der eh« MMM»Kaiserin. MäDcheM,König- vpn.Spa^ nischt D^r lkönig»erpflichte.sich, eine weitgehende tWs'ewMf chvteiWchzüsührenUM auch sonst TM, das. Prägramms vdn valenrla zu akzepttr- «ch. was mit. Srane, geschehe» soll,"der. W das spanische voll auf jeden Kalk stntragtä'r ist, sagen RessWrrtcht»«scht. 'Der„Reue vorwärts" ist in der Lage, der europäischen Oessentlichkeit ein sensationelles. Dokument grauenhaften Inhalt» mitzuteilen: ein-« Rede, dir der. Ehef,der relchSdeütschen. Polizei, Himmler, vor den Führern der'Wehrmacht über dte Ausbau der.SS und über deren Aufgaten im Falle eine! Krieges gehalten hat. Der Test der Rede ist. aisälnt authentisch. Sie ist ein Beweis für die' planmäßigen' Kriegsvorbereitungen deS Dritte» RtichS. und ein ZeugüiS dafür, wie»»sicher sich die nationalsozialistische Führerschaft fühlt.' Denn Himmler verkündet,■ daß eS im kommende» Krieg änßer den„normal«»" Kriegsschauplätze» noch einen änderen gebe» wird, nämlich den Kriegsschauplatz S n n» r deutsch la n d, auf dem sich. d»r- Kampf gegen die Widersacher deS braunen Systems unter' Zuhilfenahme der, schärfsten Mittel und einer eigens geschulten Polizei abspielen wird. Die braune», Herren scheinen sich.besten bewußt zu sein, daß sie, wen».sie Deutschland in«inen Krieg hetzen, zugleich auch einen' plan», mäßigen Krieg gegen' daS friedenswillige deutsche Boll,führe» müssen. Sä rüst denn Himmler jetzt schon nach mehr Konzentrationslagern, nach mehr. Verhaftungen, nach mehr Terror!—. Die Rede ist als G e h«i m V o r t r a g gehalten worden. Kein Wunder! was. Himmler., sagt,', hat daS Licht der deutsche» und der europäische» Oeffrnttichkett zu scheue». Mehr Konzentrationslager! Himmler entwickelt zunächst seine„Gedan ken" Wer die Aufzucht der&S. ES seien nur blutreine Menschen ausgenommen worden, und .nur Menschen von,einer bestimmten Größe, denn di« hätten daS beste Blut. Nachdem sich di« ReichS- wehrosfiziere diesen krausen Unsinn angehört halten, ohne mit' der. Wimper zu zucken oder gar mit- dem Kopf, zu schütteln, legt« Himmler dar, in«, welche Gefahren Deutschland kommen könne, wenn, nicht.jetzt, schon für. den Fall des Krieges gegen die'Staatsfeinde im Innern, Maßnahmen ergriffen würden.- Er-habe nicht begriffen, daß "stuck^dfi^Äirs»f s t n d'er.-"K>»wD-«!N'kie«> t Von St age r zum Teil' wieder sttlgeglbkn habe.'DaS beste' sei, die Leut« dcinnzubchalte» und noch mehr Kon z e n tr ati on S- l a g e r zu schaffen. Im Zusammenhang mit«inet Aufzählung der Lager spricht Himmler auch über di«>T o t e n k o p f v e r b ä n d e", die bei Kriegsausbruch den KriegsschauplatzJnnerdeutsch- land zu besorgen haben. Himmler führt auS: „Sch kämme zu de» Totenkopsver- r ä» d en. Ueber di« Verwendung und die Aus gate» der, Verfügungstruppe werde ich nachher im.Zusammenhäng mit der Polizei sprechen. Die Totenkopsverbände find entstanden aus den Be- wa chungömannschaften. der Konzentrationslager. Zu diesen SonzentrationSlagern darf ich«in Paar Zahlen anführen. Wir haben heute, in Dentfch- land, noch folgende^KonzrnträttonSläger'— ich darf gleich sagen, ich glaube nicht, daß'str.weniger werden, sonder» ich. bin der Ansicht, daß sie für bestimmt« Fälle mehr' werde» müsse»—r '.. 1. D a ch»» hei München,. ,, 2. Sachsenhausen in der Nähe von Berlin. Da» ist daS frühere Lager Esterwege im EmSland. Dieses LagerimEmSwnd hat« ich auf gelöst auf die Vorstellungen deS ReichSarbrttS- fühcerS Hier! hin, der mir'ebenso, wie die'Justiz erklärte, eS sei falsch, wen« man'dem«ine« sag«, der'Dienst im Moor, der'Dienste ein Land urbar zn machte, sei rin Ehrendienst, während man'de» anderen alS.Häftling dorthin fetze«ad ihm fssge r Dir ,Bursche» werde ich schon Mores ieitringen, dich schicke, ich in».Moor. Da» ist in der-Tat un logisch,, und ich hate näch einem haltrn oder drei viertel Lahr das Lager inEsterwege aufgelöst ' und habe«S in Rr Räte von lvrantrnburg«ach Sachsenhausen verlest. Dann besteht ein Lager t« L'i ch t r n b«« g bei, Torgau,-, . rin Lgger jn Sachse» t u r.g bei llhrm- nitz. und außerdem«äch ei n p a a r k l e i»« r« Lager. Der St'aüd der Schutzhäftlinge ist rNNd 8VÜ0. warum wir. sävtrl häbrn mvstrn, warum wir noch mehr haben müsste,! darf ich Ahnte Erst».«..''.! sifie^rDMIIngel\ ■•!. /H.ünMler iist daraus sein Programm'.in-die Tat umzusetzen: er gibt zu, daß. er dieZähl der -»Schutz"-Häftlinge erhöht, und zwar im-Aüfttege jenes Mannes' der Europa^ einer neuen Kultur ,»kittsttetessthden will,:' t": 1 -«Ich bin«mi mtt d r« Ein» rrständnis .Hs es-F. ü h-r« r s. allmählich da»»-übrrgrgtesr»,.»teest größerenTtel ter Funttsonäre.»ied«r fist»»- .»«.jm.ru, soweit wir st,«»reichen können,«md da- «tt Rvhe zu schasten. wir' weichte die Zahl»rrad« im Hinblick auf jede außtePälMchp Grsähr s» weit .' steigerns-daß wir wirklich garantierte können, daß Dir vrrhandlnngrn, dir'D rl'b äs.in Grns mit dem.italienikchr» Gesandte»- Se»ppa führt, werde» von»rr' wrstruropäischrn Presse lebhaft rommtetiert n»i. teils t»ff»mig»v«ll, tritt auch mit großer Skepsis perfelst. Arft steht- vor- läufig nur,, daß Drlto» im> EinprrlwhWrs mit England vor,eht und librr dr«. London»» L»t- schafter mit E d r n in dauernder Verbindung ist, daß»io«estmächt,«in«.-Orteiniwngl erstrebte» die' Spanien, als, dir Altetesnn» der italienischen Truppen äinschließt und daß i man.sich über die Frag». der Anrrktennni drs'.^Jmper»« doch immer nicht iü« klarte ist», obwohl man Italien ist diesem Punkt« tetgeg«^»m«te:Mkchw.. wa» Italien» Halten, betrifft, so liege» zwei verfipne« vor,' di«' rin» behauptet, daß.Jtalien.-tatttchltch zu«stur jhiteut« mit de» weftmächtte brrelt sei und auch in der Mnsschte Frage«ächttern'werde. Dja-BNd««,.bäsaM daß Mustolini le^glich vor der Reise Hach Dtettchland ein» bessere Situation schaffen wollt«,«« Hitler Geld, da sei. es gleich' bester, sie' dauernd festzusetzen. ' Auch über die Behandlung der Haft« 'linge erfährt man ans diesem»berufenen" Munde t.sniges, was die Hilferzeitungen. in und außer Deutschland bisher mit Eifer als„Greuel» Mitr-chen" abgestritten haben. Himmler erzählt über di« Konzentrationslager u. a.: Die Lager sind«mjäimt mif. Stacheldraht, mit elektrischem Draht. ES ist seltftverftändlich: Wenn einer ein» verboten« Zone»der einen verboten«« Weg betritt,« ir d,, s ch o ff en. Wenn einer ans dem Arbeitsplatz, sagen wir im Moor»der sonstwo, Mich nur dte Ansatz macht,'zu fttehen, wird geschossen. Wenn einer frecht und widersetzlich ist, Und daS kommt hier'und sä vor, wird wenigstens äerfncht,' kämmt«r entweder in Einzelhaft, in Dunkelarrest teiWasserundvrot,»der — ich bitte hier'nicht, zn erschrecken, ich Hase dir akte ZnchthUn'so'rdnUni Preußens vom Jähr« ISIS'tiS ISIS genommen-— er kann in fchtimme« Fällte Sü.Hirt« bekommen. Grausamkeiten, sadistische Sachte,, wie«S di« Auslands» presse vielfach behauptet, stnd dabei völlig»nm-g- lich."Erstens kann.di« Strafe, nur de« Inspekteur sämtlicher Lager»erhängte, als» nicht' einmal^ der Lagerkommandant,\ zweitens wirs di» Strafe vor einer BewachungSkämpanie'»ollzogen, so saß immer .'test Zug, 20»f» Sh Ltew. sähet finsi schließlich ist .Wuchs Bestrmichst«Mi Am dähick m» ein ArätMoll- teWk.'.'kkrs'w'ckst^'.räW,.'w!ust'«»'OHd! »!.<»,*•'''.'" : Selbst beim. Prügeln gibt eS deutsche Zucht und Ordnung: Wenn sich gleich ein ganzer Zug sadistisch begeilt, ist- das rationeller. Die Mitglieder der Totenkopfverbände verdienen'ja eine solche Abwechslung! in.ihrem schweren Menst. Massenverhaftungen bei Kriegsbeginn' -> All« diese Dinge, sagt Himmler entschuldigend, seien notwendig, denn:'•' .'„senft würde Man dies» Verbrecher niemals im Zäum hält«« könnte'. Für den Fall«ine» Kriege» müsste, wir un» klar darüber sei«, saß wir«in« recht, «teebltch« Anzahl unstchere, Kant,nisten hier hrran- N«h««n müssen, wenn wir«nS nicht.den Nährboden für höchst unangenehme Entwicklungen im Fall,«wes Krieg«» schaffe« wollen." -Ole Totenkopfverbände Die.» alles hätte wahrscheinlich die deutsche Wehrmacht nicht allzusehr interessiert. Der Zweck de».PortragS wär vielmehr, die Unentbehrlichkeit './'(Fortsetzung anf Sette 2) Lchsttenfleck der Konjunktur 'Der Umfang der Gütererzeugung In der Tschechoslowakei hat im heurigen Frühjahr jenen des letzten Hochkonjunkturjahres 1929 überschritten: setzt man' den Produktionsindex von 1929 mit 199 fest, war er.im Mai 191.2. Man sollie. demnach glauben, daß so wie. vor acht Jahren alles vollbeschäftigt ist und daß ein Problem der Arbeitslosigkeit'bei uns nicht besteht. Leider ist dies nicht der Fall. Selbst am 31. August, da wir die niedrigste ArbeitSlosenziffer' des heurigen Jahres erreicht haben, waren bei den ArbeitSlosenvermittluiigSämtern 283.198 Menschen angemeldet, die Arbeit suchten aber keine fanden. Wielo ist dies möglich und wa- muss geschehen, um die Armee von fast einer Viertelmillion Arbeitsloser wieder unterzubringen, um ihnen mit einer regelmäßigen Arbeit wieder. Brot, Glück und Menschenwürde zu geben? Darauf, geben uns eine klare Antwort die BerhÄtniffe in unserem Kohlenbergbau, in welchem von allen Produktionszweigen die genauesten Erhebungen gepflogen werden. Betrachten wir erst den Steinkohlenbergbau: Wir haben im Jahre 1921 ruNh.11,689.999 Tonnen Steinkohle gefördert, 1939 aber 12,889.999 Tonnen, also, um.799.999 Tonnen oder sechs Prozent meht. Beschäftigte' wir dementsprechend auch sechs Prozent, mehr Bergarbeiter als 1921? Keineswegs! Wir fördern zwar mehr Kohle, wir beschäftigen aber nicht mehr Bergarbetter, sondern— viel wenigeri 1921 war«n in unserem Steinkohlen, bergbau 78.893 Arbeiter beschäftigt, 1989. aber nur noch 49.696, d. i. um 38.227 oder 46 Pro« zent weniger. E» Wird also von. 46 Prozent wen!«- ger Bergarbeitern sechs Prozent mehr Steinkohle gefördert! Aehnlich ist«s im Braunkohlenbergbau, Wir fördern, da zwar statt 21 Millionen Tonnen (19821) nur noch 16 Millionen(1936), d. i. um 23.6 Prozent weniger, die Zahl der Arbeiter, ist jedoch von 61.449.auf 27.693, also um 28.763 oder aleichfallS um 46 Prozent gesunken. An beiden Fällen besteht zwischen Förderung und Arbeiteranzähl ein Mißverhältnis, der Arbeiter fördert heute weit mehr als vor 15 Jahren. Ebenso ist eS in allen anderen Industrien. Unsere Textilindustrie hat bereits den Höchststand bon 1929 überschritten und wir haben noch immer 89.999 arbeitslose Textilarbeiter, ein Viertel der Mitglieder der„Union der Textilarbeiters, der grüßten Textilarbeitergewerkschaft, ist arbeitslos, 8m Baugewerbe ist eS nicht anders: bei einer ungewöhnlich guten Bausaison, wie sie Heuer war, gab eS im Hochsommer noch immer gegen 28.999 Arbeitslose in diesem wichtigen Produktionszweig. Die Konjunktur hat also durchaus nicht automatisch den, Arbeitslosen wieder Arbeit, gegeben, die Behauptungen der Anhänger' des kapitalistischen Systems, der Wirtschaftsaufschwung bringe alles wieder in Ordnung,--halten den Tatsachen, nicht stand. Wer sich auf die Auto«- Matik deS Kapitalismus verläßt, ist verlassen 7- auher wenn er Mitglied eines der tausend Kar-- telle in der Tschechoslowakei ist. Die Lösung des sozialen Problems der Unterbringung aller arbeitswilligen Menschen sin- Arbeitsprozeß kann, nur. in einer.- organisierfen od.er- wie man in: Frankreich sagt, in eiyeri dirigierten Wirtschaft erfolgen.. Als daS. vornehmste. Mittel dazu erscheint unS fmmer wieder-die Kürzung der. Arbeitszeit.. Itag.seist,-daß diese nicht' mechanisch, sondern.in Anpassung an gewisse Verschiedenheiten-in-deiz einzelnen Gebieten der Wirtschaft erfolgen muß — obzwar der Achtstundentag, der im Dezember 1918 lin«ar str di« gesamte Wirtschaft der Tschechoslowakei verordnet wurde, den jungen Staat nicht umgebracht.hat. Aber selbst t^enn man ein« unterschiedliche Behandlung der einzelnen Zweige der Wirtschaft zügibt,» insbesonderS die Verteilung der gekürzten Wochenarbeitszeit auf die einzelnen Tage, wird man doch daran festhalten müssen, daß.mit der. Verkürzung der Arbeitszeit endlich fortgefahren werden sollte, nachdem in der Glasindustrie-ein schüchterner Anfang gemacht worden ist. Entweder, wir verzichten, darauf, die Armee der Arbeitslosen bis auf eine unbedeutende .Anzahl, wie/sie- auch in'früheren Konjunkturen vophanden war(etwa 59,999 wie 1929), her« ' abzudrücken— oder wir verkürzen dje Arbeitszeit. Sin Drittes gibt. es nicht,. «dtt- a„ Freitag, 24. September 1937 Rt. 82» Rätselhafte Entführung in Minimier* EntHailungeh: (Fortsetzung von Seite, 1») in die WHästvomuim de» General Miller und pöllftstii dort vstrschiedMWokmWitc, nWWtlichf Brlcse.au» der letzten Zelt, dl« mit der Angelegenheit in Verbindung stehen könnten. Sämtliche französischen Behörden sowie auch..dic Polizeiämter aller französischen Städte wurden von dem -Verschwinden der-'MBt"GencralS^'bNständkftt. Der Oberstaatsanwalt hat außerdem,alle» Präfek- tuven aufgetrageli,* Hanssuchintgen 6^i"lästigen und verdächtigen Ausländern vornehmen zu lassen. der SS sür den Fall eines Krieges zu beweisen. So führt denn Himmler aus: »Die Leute, die di« Häftlinge bewachen, wann zuerst Angehörige der allgemeinen SS. Wir haben st« allmählich»usaminengofatzt zu den sogenannt«! Totenkopfverbänden. Sie sind nicht In Kompanien, sondern In Hundertschaften zufammengefastt, haben selbstverständlich, auch Maschineng«wehre. Diese Totentopfverbände hohen ebenfalls eine vierjährige Dienstzeit. ES stnd heute meist Leute, die ihre Dienstzeit in der Wehrmacht hinter stch haben und stch dann für vier Jahr« bei uns verpflicht««. DI« Totenkopfverbände haben ausserdem di« Aufgabe, im Falle eine» Kriege» die Stammhnndertschaften für rund 30 Totenkopssonderfturmbanne der SS zu sein, für 25.01)9 Mann, mit denen wir die Sicherheit im Innern garantiere« werden." Die braune Kulturpest Nach einer Erörterung der bolschewistischen Gefahr, die nach Himmler riesengroß ist und deren Vorhandensein seiner Meinung nach alle seine Maßnahmen rechtfertigt, hat er die Stirn, den Löbgesaug der braunen Kult'urzu singen, die hochwertiger sei als alle anderen Kulturen, wie Überhaupt das von Hitler beglückte deutsche Voll da» beste der Welt sei. Da» sagt Himmler, der Chef der Totenkopfverbände, der Mann/des: Volksgenossen prügeln und totschiehen läßt," der"Kommandant der Konzentrationslager und der Men« schenistiSler, der Organisator de» Krieges gegen das deutsche Volk,, d ä s sagt Himmler über die Kulturscndung dieses bräunest Untermenschen- tuists":! .„Und damit komme Ich wieder»«rück zu dem, wall ich am Anfang über die Rassrnsrag«. sägt«. Wir stnd wertvoller' al» die ander««, die«n» in der Zahl überragen.und immer überragen werden,., Wir sind wertvoller, Mkis>unl«r Blu.t uns t az« befähigt, mehr zu ersindea'alö dit andereu, unser« Leute besser zu führe» al» di» andere», weil es.uns befähigt z« besseren Soldaten, z« besseren Staatsmännern, zu höherer Kultur,' zu besseren Charakter en. Wir habe« di« des s e r« Qualität, wenn ich jetzt auf Ihr Gebiet übergehe, weil eben der deutsche Soldat pflichttreuer,-«inständiger und Intelligenter ist als der Soldat der anderen." Himmler hat siirdas Eingreifen der Toten- kopfverbänd« auf dem, inneren Kriegsschauplatz in jener Rede auch genaue Richtlinien ent- tvickelt: »Die Totenkopfverbände werden■ in jeden Regierungsbezirk Deutschlands kommen. Dabei sind folgende Massnahmen vorgesehen: So, nun kayn di«„Zeit" de» Herrn Henlein, nun kann er selber wieder über die Kulturverbundenheit aller Deutschen mit diesem Dritten Reich reden. Ein Pesthauch weht-dir Kultur». Menschheit:-null dein-Munde diese» Hinmiler-und aus den Taten seiner Mörder an I Die demokratischen Länder und Völker, alle jene Menschen, die an die Kultur glauben und-an eine besser« Zukunft- des Menschengeschlechtes, müssen einen S ch u tz k o r d o n um das durch den Nationalsozialismus geschändete Deutschland seine führerergebenen Himmler bauen: Die Schlüffe, die au» der Himmler-Rede zu ziehen sind,- können sich, nicht-mit"der Ausfertigung-von D o k um t n» ten und Akten erschöpfen: die-Kulturmensch-, heit" braucht-wirksamer« Vorkehrungen gegen die Ausbreitung der braunen Pest. Aus der Abwehrbereitschaft der Demokratien und mist ihrer-Stärke'muß das deutsche Volk'die-Hoffnung schöpfen können, daß ihm einmal wieder die Stunde der Freiheit schlagen wird.- „Paris Midi" bringt die Nachricht, daß her frühere russische General Miller, der seit dein rätselhaften Verschwinden des General» Kutjcpow der Vorsitzende der.Zentraltzercinigung ehemaliger russischer Frontkämpfer war," seit 24' Stunden vermißt wird.- Das Blatt bringt diese Nachricht im Zusammenhang mit dem. seinerzeitigen Verschlvinden des Generäls Kuijcpow. Das Havasburcau erfährt folgende Einzil- hcitcn zu dem Fall:.Donnerstag um 3 Uhr früh erschien bei der Sicherheitspolizei in Paris dir Gcncraiselrctär der Zcntralvereinigung ehemaliger" russischer Frontkämpfer, K u s ob s k l j?'unb machte folgende Anzeige: General Miller, der nach Kutjcpow Vorsitzender der ZenlxalvereissMNg^ ehemaliger russischer Fröiiikänipfer'lvurde und in der Pariser Vorstadt Boulogne lvohnte, hat Mittwoch.früh die-Wohnung wie gewöhnlich, verlaffe» Und kam in das Bureau in Paris inderMuedu Coljsöe.-Tort amtierte«r^ bis halb-1 Uhr nach- istiitags und ging dann fort." Seit dieser Zeit jsicr verschollen. i. Der Generalsekretär Knsowstij fand auf dem Kisch«in von der Hand Misters russisch geschriebenes Blati, worin der General mitteilte, daß er am Nachmittag zu einer Besprechung gehen werde, welche"der russische Emigrantengeneräl S k o b- l.i'n' mit einem deutschenOffizier,- dem Militärattache bei-einem Frankreich benachbarten Staate,> und- mit einem gewissen Werner Strohmann vereinbart hatte. Beide Deutsche sprächen russisch. General Miller sagt in dem- Bries, daß die Veranlassung für diese Zu- sämmenkunft von General Skoblin ausging, er fügt jedoch hinzu, e» fei nicht ausgeschlossen, daß c» sich-um irgendeine Falle handle und-er hinterlasse daher für alle Fälle diesen Brief, In der deutschen Botschaft in Paris wurde den Pressevertretern erklärt, daß ihnen dort von einem deutschen Militärattache Strohmann oder einem Botschaftsangestellten Werner nichts bekannt .sei, von welchen General Miller in seinem Briefe sprach und mit welchem die beiden Generale Miller und Skoblin hätten Zusammentreffen sollen. "Aus der Botschaft wurde erklärt, daß der Name Strohmann schon seiner bekannten Bedeutung nach auf einen plumpen Scherz hinweist. An politischen Stellen sowie auch unter den russischen Flüchtlin» . gen glaubt man doch daran, daß der Fall aufgeklärt und daß die beiden vermißten Generale werben, aufgefunden werden. . Generalsekretär Küsowskij begab sich nach- mittag» mit einigen russischen Emigranten in die Pariser Wohnung des Generals Skoblin, der je- ,.doch auf Befrage»«Märte, daß ihm von der Sache "stichtS bekästEsei;' Inzwischen"ist jedoch im Laufe der Nacht auf Donnerstag auch General Skoblin verschwunden. Die Parsser Sicherheitspolizei hat sämtliche Grenzstationen verständigt und die Untersuchung eingeleitet. Skoblin beteiligte sich noch am Abend'an den Beratungen des Ausschusses der russischen Offiziere und lehrte" dann in sein Hotel zurück. Um 1 Uhr nachts wurde er von einem russischen Landsmann geweckt, .verließ das Hotels und ist feit der Zeit verschollen. . Ter. amtliche Bericht besagt, daß sich der Oberstaatsanwalt und der Staatsanwalt des Pa- riscr"Gerichtes mit dem Fall des Verschwindens -der beiden Russen befassen und dem Unter- .. suchungSrichter Marchat mit der Angelegenheit bc« --trauten.« Zwei Untersuchungsrichter begaben sich An destSüdfront-mußten die NcgierungStrüppen nach einem heftigen Kämpfe bei Granja di Tör- rehcrmosa vordem heftigenArtillerie-Sperrftüer W Valencia. Mittwoch um 21 Uhr versuchten VmtjMste der Aufsmstdischen die Stadt zu bombardieren, wurdest jedoch.Von Flak-Batterien btt» trieben. Die Flugzeuge versuchten hierauf Sa« gund zu bombardieren, aber fünf der abgewor- senen Bomben fielen ins Meer. Valentin Das Volkstribunal verurteilt« 'wessen verrate»"Jltän"Avila G u i l l e n a, ehk- maljgen Führer der. spanischen Phalangiststn in Sän Lueäre de Bärradema,"der IM März an der Pozoblänoe-Front gesangengenommen worden ^warfgum- Tadel-.«- a-'-U? Wltder 100.000 Italiener■'***• nach Spanien I t al'ieni f ch-s ch w«i z e r G r e st z e. AuS sicherer Quelle erfahren wir, dass an der italienischen Küste zwischen Spezia- und Genua "Ivv.OvV Mann italienischer Truppen zusammengezogen sind, die nach Spanien gesendet werden sollen.Der Dampfer»Litte de Bengasi" hat schon -mit 400"italienischen Piloten den Hyfen von Genna mit der'Bestimmung nach Spanien, ver. lassen,. Im Hafen pon. Genna liegt auch. per Dampfer„Calabria" bereit, mit einem Truppentransport- nach Spanien zu dampfen... . tttfttn»«-lemmt-fein verband ist seine Heim a.t,«s wird also niemals ein Pommerscher Sturm in Pommer». Dienst mache». Zweitens: Jeder. Verband w ti#.-vt t i. nach drei Wochen über. ,—. Dritten»; Der Verband wird n i e m a l S imt'e.i stz e'l st t stji m Sstr-a-ff e n-d-i-e n st eist»- grsthst'^ES-wird- nieviäl» ei« einztlnerÄann mit dem Totcnkopfabzeichen im Strassendienst alS-Pvlizist verwendet,' däS gibt«S Nicht.' Viertens: Wenn diese Verwendung«intritt, wird rucks"i ch tSloS- d«rchgegr.iffen. Etwa» anderes kommt nicht in Frage." Die Mörder der eigenen Nattost dürfen kein«-. Gelegenheit bekommest, sich unter das Volk zu. mischen, sie könnten sonst rührselig werden und ihr Mörderhändwerk weniger ernst nehmend Mit Recht bemerkt der„Neue Vorwärts", daß däS, was das braUne"System„kommunistische Gefähr" nennt und womit die Vorbereitung des Krieges gegen das eigene Volk gerechtfertigt wird," mit Kommunismus nicht das geringste zu tstnhat,„ES ist", schreibt der„Neue Vorwärts",„der FreiheitSwille und die Ver» zweiflunjs des Volkes, die sie fürchtest. DaS bolschewistische Gespenst soll ablenken von dem, was wirklich im Volke vorgeht— so wie es außen- politisch ablenken soll von den währen Zielen des. Systems. Himmler hat von dem Gespenst eines nsiatischeiy Kreuzzuges gegen„die Weißen"-unter bolschewistischer Führung. gesprochen— aber er hat zugleich den Kreuzzug der Alldeutschen gegen die demokratische Welt gepredigt: Wir sind das Herz der Menschheit I Wir sind wertvoller als die anderen I" Wechselvolle WnpW /WWinM" ATuä ' Valencia. Der", amtliche Bericht de» Ratio- nalvertcidtüungsinimsteriums von deMAragM- Front meldet, daß- Pie' Regierungstruppen' einige ^Dörfer ewvcrt ustd'vlc ZoWfstvischeMdem Bnl- luco-Fluß und dessen Zufluß Uarca beseht haben. Ebenso besetzten sie die Gemeinde EScuar Aguisal zivischeu dem Galluco- und.dem Aubin-Fluß..—> Im OstabWitti der.Frojit. Übeji^.die. Wfstän-, bischen einen starten Drüain der Umgebung von Ortiguerg und im Südensvon San Vedrp, aus. Ein Angriff der Aufständischen auf Llanaro tourde mit.!schweren Verlusten- zurückgeschlagcn. Sute kegle: eahalmiilivollei Dunkel Uber«Ile Intrevue . Rom. In römischen Politischen Kreisen wird erklärt, daß während deS Aufenthaltes Mussoli- niS in Deutschland kein Vertrag unterzeichnet werdest wird, und daß auch das Programm-seiner Unterredungen mit dem.Reichskanzler. Hitler nicht Gegenständ diplomatischer Vorbereitungen sei. .Einigen Gerüchten zufolge wird, auch über die Religionsfrage in. Deutschland verhandelt werden. Der Umstand, daß der Nürnberger Kongreß der Deutschen Nationalsozialistischen Partei einen unerwartet gemäßigten Charakter hate und sich nicht"" mit dem katholischen Probten: in Deutschland befaßte, wird dem italienischen Einfluß-zugeschrieben. In römischen Kreisen werden die Meldungen als Versuchsballons bezeichnet, daß es nach den Berliner Beratungen zur Einberufung einer"-breitangelegten Konferenz der Donaustaaten über Anregung-Italiens und Deutschlands kommen soll. Dies wird jetzt als njcht wahrscheinlich im Hinblick darauf angesehen,-paß Rom und Berlin mit den Westmächten zusammenzuarbeiten, wünschen. Sozialisten für Van zeeiand v Brüssel. Am Donnerstag vormittag»-.fgn» den beim Ministerpräsidenten Van Zeeiand.wichtige politische Besprechungen statt. Ueber-die-Beratung. der sozialistischen Mitglieder der Regib» rung Van Zeeiand,- die,im VolkShauS unter dem Vorsitz des Staatsministers Vandervelde abgehal- ten, wurde, wurde ein Bericht veröffentlicht,., in dcm eS. heißt,-in der Sitzung.sei.,einmütig beschlossen worden, daß die.Regierung unier dem Vorsitze VanZeclands die Durchführung des ausgestellten Programms fortführcn solle. Die liberalen Mitglieder der belgischen Regierung,.-die vom- Ministerpräsidenten Van Zeeiand" empfangen. wurdest." sprachest sich.für das Verbleiben Van Zeclanvö.an der Spitze dex Regierung.,au», der Nachfolger Kuijepows'und ein weiter Russe verschwunden 29 EINE GESCHICHTE VON BILDERN UND ANTIQUITÄTEN Copyright by Saturn Verlag 1935 " Maltre Tourneraus Bartpracht zitterte in seiner gelvaltigen Faust." „Ich lasse Sie gerne anständig verdienen"^ sägte" Valeriän,„aber nicht in dem Ausmaße, in dem-Sie es gewohnt sind.-Ich habe Hintermänner,.dcnei: ich den größten Teil der Summe, um die es sich handelte, abliefern muh." -„Oh, Padischah",, rief Maltre Tournerau, „wie beträchtlich muh die Summe sein, dah Sie diese Bemerkung vörauSschlckeni Wie bin ich er- ".freut, zu vernehmen, dah Euer Licbdcn ein ganz grohcS Ding drehenI Nein, Verehrtester", sagte er trocken und geschäftlich,„so läuft der Hase nicht. Da müssen Sie schon einen billigeren Kollegen mit dem Vorschlag, für Sie ins Gefängnis zu Ivandern, beehren. Unter fünfundzwanzig Prozent arbette ich nicht." „Ich will mir.'s überlegen", meinte Baleiiian und verabschiedete sich.. ,«Fünfzig Francs für eine porbesprechende Konferenz mit Monsieur AroNar von drei Uhr zsvanzig bis drei Uhr vierzig", rief Maltre Tournerau in» vorder« Zimmer.„Bon Eurem Glanze geblendet, untröstlich über Euer Fortgehen"bleibe ich Armseliger hier'zurück", sagte er zu Valeriän, „-die fünfzig Francs sind mir nur" ein schwacher Trost in diesem großen Herzeleid....".' Das war Maltre Tournerau, So behandelte - sr alle Klient«» und mag lieh es sich gefallen, weil er einer der gerissenste» und gefährlichsten Anwälte de» Barreau» und zugleich Spezialist für. alle mit Bildern, Antiquitäten und ähnlichen Dingen zusammenhängenden duplleu Affären war. Aber flinfundzwänzig Prozent— Bälerian, dachte gar nicht dara». Die Sorgen verfolgten, ihn bi» spät in den Abend. Sie hasteten ihm noch an, al» er schon im Taxi saß und zur Rue Bria fuhr. Erst vor der Tür des russischen Restaurants Verließen sie ihn. Als er in den steinen Speise« "fääb'-'trWustd'-Hie Weimni»volle Fraü'"all«WW' ihrem Tisch sitzen sah, wußte er nichts mehr von den Problemen der,letzten Tage.-, Tatjgstä erschien ihm noch blaffest gl» foflsst shy Benehmen war-r- oder täuschte uir sich?— verändert. Sie sah ihn öfter an, ihr Bltck war Forschen; vielleicht angstvolles Forschen. '"f,DIe Frauen" s"sagte er,- während sie rüssi-. schen Wein tranken,„haben eine Machtvollkom« meuchelt, wie in früheren Zelte» nur die großen Gewält-Herrscher, die DschiNgiSkan und Tamest- län.' Mit einem Wiitt,' Mit''eiststM'Zucken'der Augenbrauen verfügen sie überl Leien^ odtr Tod, Glück-oder" Ustglück ihrer' Untertänen." ' Sie lachttte,ffiniK li'tt '"i,Sie sitzen' da" vor-Mir!' Täijastä", sagte. er, '»gedankenvvll"-mid^tlstergründlich.' Wit' die Verköst- perungstlles Weiblichesti bei'sich'selber wissest-Sie fchöäs wa»"geschehen' wird.'--Aber Sie säge», ttz. mir'Nicht.'Sie.-sind-gräusäistwic JhrLänd»Männsi "8gt JwäNj der^Schteckliche-'MB® ' E er'haste eiÄe^fäfttiiierende'Mit d.er'Kvsts iiersatlom" ZnBeäimOtvar er/stoch'-ein'MnIgÄne sichers'stbor nach den ebstestMif MinutestimWlli, besitz räuschhMestÜeberlegelcheit.'. Er sprach meist aWln? Die Frsatihn- MWest'se.isttn" WorteistDgs War bedenstich."'Er'wUßte'öft'niH't.'ob dsese Worte sc"wirktest, wlesie-wimn^söMv!"" WvfflvK,' daß»le"eists vderMtstMstsned' Duhökeriststest'Ihn" "durch'alberne"Bemerkunisem'wlc estvät.?.Si"esWd nbcr einer-...", oder:.„Nci'sts" wie' Sie Äd?n' tönnc».».1 Komisch, so ein kleines Münnchenl" aus allen Hlmmelii gerissefl^hätte."Ader, dsesmäi wollt« er leinen Fehler'mächest, diese Frau wollte er nach allen.Regeln dcx erotische»,.Strategse und Taktik gewinnen.. „Erzählen Sie mir von sich, Tatjana", forderte er sie daher auf. Aber sie hatte nicht viel zu erzählen oder sie wollte nicht viel erzählen. Bon der Heimat, von Rußland? Nein, davon spräche sie nicht. Und Pari»? Da war.nichts zu erzäh- lcn; eine fremde Stadt, dä» Exil, die Emigration. ^InWriwer—-äbMsik'Me'W-seltesip-; Sie lebe hier also allein? >-'if.»Ist?,äanzÄlletm-h-' Esxwurde-a»MÄnem -schnellen Blick gesagt. --- 8ÄIiÄ^M>ch«iWch,.M^iÄ^N"^ lfkehende Wlickmssst'8raf.>'^Die' Mnvevsatiost^ver- fiegte jäh. Das Elementare war ins Spiel getreten. a... ."„Zähl««:!." Er xip.f.eSinir'yelsererStimme. M".,Ki>kjf.^""" Sie standen, ohne"eiy weiteres Wort gewechselt zu'häoeni am tierfSträhe:,.'". Ääkedidst'flel' asteh ktsn-Woft" ÄK' oaS'"«r Hätt'e'stagest' könnest/' Er eigrissi plötzlich did' Hand" dtp"Ftäu" ustd""küßte" sie -"Mikftebrisstt'Hästi-Sie'bersuchtch fle'ihM'zü'ent- ziehen.' Er hielt sie, aber nicht mit Gewalt.-Ohs nein, keine Gewalt in diesem Augenblick; nichts Iväre,-versahltck getvese».„ Aber«rwerdoppelle die Zärtlichkeit.seiner. Berührunüf-:er-hauchteseine Küsse aus diese swii;«, schwache,!^rlflhm«»pc,,jhm endlich widerstandslos, iiberlasseye Hand. Dann nähsst"«r-lhcen Arm>.. lsti'ii-„'Geht»''itzsr?'^'."K,'nfstÄelte..öd,"'"„gehen i-uk! 11® fe’ W'stjpMM MM Schütte.-' Bor- eistet» HauStov in der Rue> Bria ihlelt'sielan'.-- "stA i'iss/Sih Mtzditäuchel?-.'"'i"ä8ti"'fie"gä:s^leife. E-.Ms"stiIßb»VM""«MildÄö'/est'eÄ'nsö" 'SicWäVf'ihm'öitiess'Blick^u!"in Vesti'cö'Lei- denfchaft und zugleich Verzweiflung über die eigene -.Schwäch« zu,les>m glaubte; dann öffnete, sie-däs .HauStor.- „Sie werden sich wie ein Gentleman.benehmen", murmelte sie.und trat voran..-. Es. war.ein bescheidenes HauS aus de» Acht- zigc rjahrcn. Sie wohne im ersten Swck.. ,Eine kleine Wohnung/ Sie drehte das"Licht iM'Bor- ziinmer an. Ist dem Zimmer, in das sie- dann traten, kam es nicht mehr zuM Lichtandrihe».."' „Hier wohne ich"!"'fagte sie noch, als sie die Tür hinter sich geschloffen hatte,„das ist-mir-ge- blieöen..""--. "'Väleriast." säh in dem dunklen Salon'M« Wände" inst Bildern bedeckt, er sich auf. kleinen Tischen Basest'und Nippe» stehe».-Mehrlfahf ir nichr"" Ed' ergriff hie Frqst und riß sft ast sich/1•. ,.:„Sieih,ssöhnte sie, s,sind Sie^ivähn« sinnig Bin ich. selber wahnsistnig/ i. stäffest Sie....... "Er ti'eß"sie sticht./ Er hielt' sie-fest,'Me wehrte, sich. Er hob.sie.quf. Oh,«st war.stark, dieser: kleine. Mäst.n,'. est trug sie.zum Diwai^.er In diesem Augenblick kam vom Vorrämst ejn .Geräusch, Daun hörte man eine Tür sich.öfssien. Dann erstarrten Bäle'rianS stärke Arme.,,..,Dastn «in, zwei rasche Schritte.. Dänn wurde das-Licht eingeschaltet, dieFrau amDiwan schrie gellend auf« Baleriast:wandte sich um und starrte zur-Tüv, in deren Rahmen ein mittelgroßer, fremdländischer" Mann mit.einem brutale» Gesicht.und einem gänzlich kahlgeschorcnenKalmücksttschädel stand,-/ --„Grigorij",-schrie die Frau u»d schlug bethst 'Häitd'e vor» Gesicht.>"'>"Ä WASMM"schrle^dtt"Mästn''ststd" ivWildt äistff dres,'SchrÜte. bssssst'/die'AuWste'"Eckd"'des Mmmers^zÜruck.^" Er" stieff''dah"ei W/M'Ileknös Tischchen, irgendetwas fiel herunter und zersprang Mtstn stlÜ'stlneWMän'g? derststrinisthnWmWH'sts 'PorWamg'etvösest'wär.s'-"/- .--."st,^Fortsetzung folgt»); e?it? 3 Freitag, 2t.gc|>tciitficr 1037 mel» Leon Blum bei der Ankunft auf der Burg Dar Sarg Bal dar Auafah'rtfgüa dam Wilsonbahnhof ♦ ALPA rend es im Juni 1080 488 Männer und vier Frauen waren. 83 Xi verdienten lediglich.283 Arbeiter (davon 17 Frauen) gegen 221 Ende Juni 1986; 80 KL 871(davon 26 Frauen) gegen 828; 27 Xä SOI(davon 66 Frauen) gegen 678; 24 Xi 008 (davon 167 Frauen) gegen 072; 20 Xi 1634(davon 826 Männer und 609 Frauen) gegen 1681; 16 Xi 1808(498 Männer und 1310 Frauen) gegen 1913; 12 Xi 1623(869 Männer und 1254 Fragen) gegen 1857; 8 Xi 060(298 Männer und Die Schludcenauer„Kameraden'MJnternehmer zahlen Schundltihne Neue Annäherung im Donauraum? im Geiste Henleins geschriebenen Warnsdorf vor kurzem veröffentlicht wurden, richtig sind, dann wird Herr Henlein in kürzester Zeit 'eine ansehnliche Zahl seiner zahlungsfähigsten Kameraden in diesem Bezirke aus seiner Volks- "sicmeinschast hinausseuern Müssen. An der Richtigkeit dieser Zahlen zu zweifeln, besteht aber nicht der geringste Anlaß. Vielmehr ist anzuneh- mcn, das; die„Abwehr", die seit eh und je stets auf seilen der Unternehmer stand, bestrebt ist, den Skandal abznschtvächcn, was schon daraus ersichtlich wird, baft sie scdeS Wort eines Kommentars vermeidet. Dies« Ziffern aber sind so richtig und lehrreich, das; wir sie unseren Lesern" nicht vorent- .hallen wollen. Die„Abwehr" schreibt: Ende 1086 gab eS Im politischen Bezirke insgesamt 11.678 pflichtversicherte Arbeitnehmer, von denen 9110 Arbeiter, 880 Angestellte und 1688 vcrsicherungSpflichtige Heimarbeiter waren. Eine Erm"Iinng über das Einkommen dieser Personen, allo über scne Beträge, die der heimischen BolkS- wirtichast.zugeführt werden, hat ergeben, das; die Entlobnungsverhältnisse mit der günstigen Entwicklung der BeschäftigungSmöglichkeitcn keinen Schritt hielte». In der folgenden Widerspiegelung der Kaufkraft der Arbeiter sind die 880 Angestellten und 1683 Heimarbeiter nicht enthalten, also lediglich 0110 Arbeiter, davon 4681 Männer und 4420 Frauen. Einen mittleren Taglohn von 86 Xi bezogen lediglich 416 Personen.(406 Männer, zehn Frauen), also nicht einmal ein halbes Prozent, wäh- und die Aufrechterhaltung des gegenwärtigen statuS quo in diesem Teile Europas lviiunschc». Unter Hinweis auf die Ergebnisse der Konferenz der Kleinen Entente in Sinaja und auf die Kundgebung des Ministers Antonescu in Genf heben die rumänischen politischen Kreise hervor, daß heute der Standpunkt der Kleinen Entente zu allen aktuellen internationalen Problemen vollkommen klar ist und dah es in der weiteren Politik dieses soliden internationalen Organes überhaupt keine Zlveideutigkeiten geben kann. Die Kleine Entente hat 64 Millionen Einwohner und ist militärisch gut vorbereitet, womit Europa in allen Kombinationen rechnen müsse. Sie gehört keiner der ideologischen Fronten der feindlichen Staaten■ an, die daher mit ihr rechnen müssen. Bei ihrer geographischen Lage kann die Kleine Entente für die Anfrechterhaltung des Friedens von großem Nutzen sein, heißt es in diesen Kreisen, da sie die feindlichen Staatenblocks trennt und durch ihre geographische Lage "kriegerische Konflikte unmöglich macht, lieber Rumänien könne dann die Kleine Entente sehr erfolgreich mit Polen zusainmenarbeiten, dessen „Pazifismus" ausrichtig sei." Belgrad.„Breme" schreibt über die Beratungen Dr. Stojadinovic' während seines Aufenthaltes in Prag mit dem tschechoslowakischen und dem rumänischen Ministerpräsidenten sowie mit Löon Blum und sagt, es könne«ine große Besserung der Beziehungen der Tschechoslowakei zu ihren Nachbarn konstatiert werden. In erster Linie sei ein Weg zur Anna h e r u n g der Tschechoslowakei an U n g a r n und Oesterreich gefunden worden. Dank den Bestrebungen Dr. HodjaS könne man die begründete Hoffnung haben," daß die sachliche Zusammenarbeit der Staaten des DonaubeckenS in Mitteleuropa bald verwirklicht werden wird. In einem Bericht aus politischen Kreisen heißt eS, daß Ungarn seine Zustimmung zu gleichzeitigen Verhandlungen mit allen Staaten der Kleinen Entente gegeben hat, daß es nicht, wie in der letzten Zeit geschrieben wurde, mit jedem" dieser Staaten gesondert verhandeln wolle und daß es keine" revisionistischen Forderungen stellen werde. Die Staaten der Kleinen Entente haben mich diesmal die größte Bereitwilligkeit zu Verhandlungen mit Ungarn und mit den"anderen Staaten bekundet) die den Frieden Franzbranntwein und letzt auch. Zahn-Creme FrantlSek Nemec.> als SdP*Bezlrkslelter Im Zusammenhang mit den ständigen Schwierigkeiten, die es in der SdP gibt und wahrscheinlich auch in aller Hinkunft'geben wird, kam cs auch zur Auslösung der Komotauer Bezirksleitung und zur Einsetzung des Herrn Herbrich jun. als kommissarischen Leiters. Nun ist dessen Herrlichkeit, die ihm nicht"immer gut bekommen ist, schon wieder zu Ende, denn zum Bezirksleiter wurde jetzt der Abgeordnete Fran« tisek N i m e c gewählt. Nun also hat die Komotauer SdP einen wirklich kerngermanischen Bezirksführer, dessen Name Frantiöek Ni- ntee lautet, weil seine Mutter fast nicht«in Wort Deutsch könnte. UebrigenS wird eS aber auch der„starken Hand" des Herrn Abgeordneten nicht gelingen, die revolutionierenden Arbeitermassen zur Raison zu bringen. Der Klärungsprozetz ist nicht auszuhalten.-, Zu alldem kommt, daß Herr Nömee sich.verschiedentlich bei der Besprechung von sozialen Problemen sehr eigenartig^.benommen hat. Gegen die ,,Volksgenossen" Unternehmer wagt er nicht auszümuckcn, obivohl er sich sonst sehr gern als der schlichte Bergarbeiter prä-t sentiert. eindeutig sozial" 667-Frauen) gegen 1069; 4 XL 692(368 Männer und 224 Frauen) gegen 601. ES verdienten also unter 100 K£ in der Woche 4978 Arbeiter(1623 Männer und 3466 Frauen), das sind 66 v. H. der gesamten pflichtversicherten Arbeiterschaft, ein Zustand, der eigentlich alles erklärt. Und unter diesen 4978 sind wieder 1662 (661 Männer und 891-Frauen), die nicht«in» mal 60 Xi in der Woche erhielten. Zu bedenken ist weiter, daß"die frequentserteste Lohn- Hasse jene mit einem mittleren Taglohne von 16 Xi ist, denn sie umfaßt mit 1808 20 v. H. aller Pflichtversicherten. Allerdings ist hier ein Unterschied zwischen Männern und Frauen zu machen, denn während bei den Frauen als verbreitest« Löhne 12-Xi (1264) und 16 Xi(1310) gezahlt wurden, sind eS bei den Männern 24 Xi(841) und 20 Xi(826). Der Unterschied bei diesen Höchstbeschästigtenzifsern in den angeführten Entlohnungen führt deutlich die Bevorzugung der minder bezahlten weiblichen Arbeitskraft vor Augen, zum Schaden der Männer und Familienerhalter. Das geht auch aus folgenden» hervor: Von den 4429 pflichwersicherten Frauen verdienen 8466, d. s. 77 v. H. unter 100 Xi,-nur 866 gegen 120 bis ISO Xi(nicht einmal 20 v. H.), nur 108(2.6 v. H.) ISO bis 200 Xi und nur zehn (nicht einmal X Prozent) 200 bis 220 Xi. Gegenüber Ende 1936 haben sich die Löhne an und für sich nur sehr gering gebessert, denn von den Ende 1936 2088 mehr pflichtversicherten Arbeitern entfallen auf 12 Xi täglich-289 mehr, auf 16 Xi 489, auf 20 XL 872, auf 24 Xi 292, als» fast% aller Mehrbeschäftigten. Wird Herr- Henlein, seine„Kameraden"- Unternehmer verhalten, ihren Arbeitern anständige Löhne zu zahlen? Wird er sie als der„BolkS- gemeinschast" unwürdig, weil unsozial, aus seiner Partei ausschließen? Nein, er wird keines von beiden tun. Die Arbeiter werden sich selber helfen müssen und sie können dies nur tun, wenn sie sich den freien Gewerkschaften anschließen. „Für unsoziale Unternehmer ist in der SdP kein Platz."(Konrad Henlein.) Wenn die Ziffern über die Lohnverhältniffe Schluckenauer Bezirke, die von der ganz" im „Abwehr" in Kanwi».(Reuter.) Zehn schlvere japanische Bombenflugzeuge unternahmen Donnerstag uni 1 8 Uhr 80 früh Ortszeit einen Anflug aus Kan- Ion und warfen viele Bomben auf die Chinesenstadt ab. Der Anflug dauerte 16 Minuten. Es ist zu befürchten, daß das Bombardement zahlreiche Opfer gefordert hat. Der Reuter-Korrespondent besuchte die von den japanischen Fliegern während der letzten 48 Stunden heimgesuchten Viertel. Die Straßen zeigen ein Bild vollkommener Verwüst u n g. An einigen Stellen sind di« Straßen mit Loten direkt besät. Man sah abgerissene Gliedmaßen und verstümmelte Körper. Gruppen von Frauen durchsuchen die Trümmer der Häuser und forschen nach ihren Anverivandten. Ueberall "herrscht Entsetzen. Nach der vorläufigen"Schätzung nimmt man an, daß es mindestens 1000 Tot« uno - Verwundete gibt. Es wird jedoch lange dauern, " bevor die genaue Zahl der Toten feststeht. Die Zahl der Opfer des Fliegerangriffes ist iN Kanton weit größer als in Nanking. AuSlän- Ler, die in die Chinesenstadt aus den Vierteln kamen, welche- verhältnismäßig verschont blieben, waren wie gelähmt vor Schrecken bei dem Anblick der BerzweiflungSszenen auf den Straßen. Die japanischen Bomben haben nicht ein einziges Re- gierungsgebäude oder Militärobjekt getroffen. Gestern herrschte der Eindruck, daß das Ziel ber japanischen Bomben die Strecke Kanton—Han- kau ist. - HavaS Meldet, daß auf dem französischen Kriegsschiff„Admiral Charner" sich auch der tschechoslowakische Gesandte Jan Seba befindet, der eben nach Nanking gekommen ist, um dort die Beglaubigungsschreiben, der tschechoslowakischen Regierung zu übergeben. Japanischen Meldungen aus Port Arthur zufolge sollen am Mittwoch japanische Flugzeuge in der Provinz Schantung in den Städten Tschejan und Lschinin die Bahnhöfe bombardiert haben. Auch in der Provinz Kiangsu unternahmen japa- nische Bombenflugzeuge einen Angriff auf Tung- Han. Anderen Meldungen, zufolge stehen die japanischen Abteilungen schon 80 Kilometer vor , Schantung und bedrohen die ganze Provinz. Nanking kämpft weiter Schanghai.(Reuter.) Auf eine telephonische Anfrage teilte der amerikanische Botschafter in Nanking dem Reuterkorrespondenten mit, daß die Moral- der Bevölkerung der chinesischen Hauptstadt durch die japanischen Flugzeug-Angriff« nicht gelitten hat, im Gegenteil es scheint, daß das chinesisch«-» Vilk,'mdhö'cheNi^j67«sikschIössüi"ist, den Die Untersuchung gegen Troncoso Pari». Die SicherheitSlehörden haben die Identität des verhafteten Kommandanten der . nordlpanifchen Festung Jru» Troncos» festgestellt. Troncoso Sagrada wurde am 12. November 1894 " in Pampeluna geboren. Der Angeklagte erklärte, die amtlichen Angabe» feie» richtig und fügte hinzu, er" habe in England das Recht auf den Grafentitel, was einige Mitglieder der spanische» Aristokratie, die in Spanien wohnen, bestreiten. - Die" franzöfifchen SicherheitstehSrden-haben jetzt ‘ Material in den Händen, aus dem hervorgeht, dass der Kommandant des spanischen Regierungs- Anterseebootes„C 4", das in Bordeaux ankert» . nnter dem Einfluss seiner Schwester LaS OraS Anhänger des Generals Frgneo geworden ist. Troncos» wurde zusammen mit vier weiteren - Spanier»»ach Brest gebracht.. Der Chauffeur des Kapitäns Troncoso . namens Parilla wurde in Brest verhaftet..- Francos„Repressalien“ * Das französische Außenministerium trat mit -dem französischen Konsul in Malaga Desmartin in Verbindung, der bekanntlich von de» aufständischen spanische« Behörden im Gebäude des Kon» : sulateS konfiniert wurde. Es scheint, dass die Mass»- I nahmen als Vergeltung für die Verhaftung des KommandanlenTroncoso durchgeführt«urdenLie -. Massnahmen der äufltändischrn Behörden werden -'in Paris als unzulässig und jedweder rechtlichen - Grundlage entbehrend- angesehen. Der Militär- souverueur von Iran Lroneoso war in Frankreich mit keiiirr offiziellen Sendung betraut, welche ihn von der Gültigkeit des französische» Rechtes aus- . schliessen würde. Zwischen seinem Fall und Her Angelegenheit deS franzöflschen Diplomaten- bestehen absolut kenie Analogie, auch schon deshalb nicht, weil dem französischen Konsul keine Neber fretung zur Last gelegt werden kann.-Die ftanzö stsche Regierung hat- bei" den Aufständischen ■ Behörden in Salamanca protestirrt. El,n'Attentäter verurteilt. /’S eret(Departement Ost-Pprenäen). Der Italiener Cantelli, der mit seinem richtigen Rumen Cardella heisst und am 81, Mai in Ceriere " verhaftet wurde, als er in einem Eisentahiftnnnel " eine Bombe, niederlrgen wollte, nm ihn in die Luft , zu sprengen» wurde»u drei Jahren Kerker ver- . urteilt. Seine Kompkieen Rui»' und Altomonte wurde» in üontumaeium»»- S Jahren Kerker verurteilt. Kampf mit den Japanern zu Ende zu führen. Der amerikanische Botschafter fügte Hinz», er habe die Botschaft Montag verlassen und sei gestern wieder zurückgekehrt. Er habe jedoch niemals ein« Uebersiedlung der ganzen" Botschaft aus den Dampfer„Luzon" im Sinne gehabt, ausgenommen den Fall, daß Nanking vollkommen zerstört würde." Amerikanischer Protest Washington. Die Negierung hat ihren Botschafter in Tokio, G r e w, angewiesen, einen zweiten und schärferen Protest gegen-die Luftangriffe auf Nanking einzulegen. ES handelt sich dieSmal nm einen formellen schriftlichen Protest. Die Protestnote drückt die Hoffnung dass«Ine weitere Bombardierung Nankings seiner Umgebung vermieden werden wird. Verlustreiche Japanische Offensive Schanghai. Der HavaSberichterstatter det: Die japanischen Truppen greisen jetzt die Stellungen an. welche seit Begjnn der Feindseligkeiten als„lebende Linie des chinesischen Widerstandes in Nordchina" bezeichnet tvnrden. ES ist die» die Festung Paoting an der Eisenbahnstrecke Peking-Hanken und die Festung Tschantscheii an der Bahnstrecke Tientsin-Pukeu. Ein japanisches Telegramm aus Peilung besagt, daß die japanischen KörpS Donnerstag die Festung Paoting von drei Seiten angriffen, deren berühmte französische Kathedrale bereits von den japanischen Stellungen aüS zu sehen ist. Um 18.40 Uhr eröffnete die japanischen- Vorhut den Angriff auf die Mauern der Stadt, die, wie eS scheint, bereits von dem größten Teil der chinesischen Besatzung verlassen wurde. Gruppen chinesischer Freiwilliger begrüßten die japanischen Angriffswellen mit Feuer aus Maschinengewehren und Geschützen, die in den mächtigen. Mauern- eingenistet sind, welche Paoting in einem Umkreis von 12 Kilometer um, , geben. Japanische Flieger bombardierten diese „verurteilte Stadt" während des ganzen Vormittags, doch stehen dessen einzigartige Bauten noch. Alle Straßen und Bahnhöfe südlich von Paoting sind von chinesischen Abteilungen überfüllt, welche sich nach Südwesten zurückziehen. Die chinesische Telegraphen-Agentur„Central News" meldet aus Taiyuang, daß die Chine- . fen den Japanern in der Umgebung von Tsojung i im nördlichen Teil der Provinz Schansi schwere '< Verluste zugesührt haben. Eine japanische--Abteilung wurde auseinandergetrieben" und einige I hundert Mann wurden getötet. Kriegsschrecken über Nanking Fürchterliche Wirkung der Flugangrlffe und Kanton «. Seite l Freitag, 24. September 1937. Nr. 225 Wieder Verhaftungen von Jungturnern bet Neudek ' Karlsbad,(E. B.) Wir haben vor einigen Tagen berichtet, daß im Neudeker Bezirk nach Sicherstellung von-16 Jungturnern vier foge» nanntc Scharführer des Deutschen TurnerbundeS verhaftet und in Gerichtshaft eingelitfert wurden, weil bei ihnen reichSdrutsche militärische Jnstruk» tionbbücher gefunden wurden, nach denen die Jungturner übten/ Nun hat die Neudeker Staatspolizei weitere fünf Jungturner aus verschiedenen Orten de» Bezirkes in Haft genommen. Das bei ihnen gefundene Material Ist sehr belastend, doch können darüber im Jntereise der Untersuchung keine weiteren Angaben gemacht werden. B.-A.-Wahl Im stSdtltchen Elektro* und Gaswerk Komotau i. Die Arbeiterschaft deS städtischen Elektro- und Gaswerkes in Komotau hat nun nach vielen Jahren wieder die BA-Wahlen am 8. September ausgeschrieben. Da bis zum festgesetzten Termin sine weitere Liste nicht eingebracht wurde, so er- sch-int die Liste des Internationalen Metall- aweiterverbandeS und deS Fabrikarbeiterder- vandes gewählt. Dieser erhielt für das Elektro- werl zwei Dlandate, der Flchrikalbeiterverband für daS Gaswerk ein Mandat und die gleiche Anzahl von Ersatzmännern.. gi'.. Bemerkenswert an dieser Wahl ist, daß der BezirkSleitcr der SdP und StandeSführer ebenfalls im Werk beschäftigt ist, der aber mit einer eigenen Kandidatenliste nicht auf den Plan treten konnte, nachdem di« überwiegende Mehrheit der Arbeiterschaft beider Werke weder mit der SdP, noch mit irgendeiner völkischen Gewerkschaft etwa» zu tun haben will. Tödlicher Absturz eine» Monteurs. Donnerstag um 11.80 Uhr waren Monteure des TelegraphenbanamteS Aussig mit der Ausbesserung der Telephonleitung in Schrecken st«in beschäftigt. Der Arbeiter Robert Kühnel, der bereits 17 Jahre bei der Post diente und zu den gewissenhaftesten und flinkcsten Arbeitern gehörte, fiel von einer Tclegraphenstange und erschlug sich. Er hinterläßt eine Frau und«in Kind. Handwerker-Elend. Dienstag vormittags wurde im.„Steinbruch" bei Görkau der Schuhmacher Josef Roscher erhängt ausgefunden. Der herbeigerusene Arzt konnte nurniehr den bereits eingetretenen Tod .feststellen. Als Motiv zur Tat nimmt man wirtschast- lichc Schwierigkeiten an. Militärverrat Prag.(Amtlich.) Der Senat für Angelegenheiten. des Militärverrates beim Kreisstrafgericht in Prag hat heute nach zweitägiger Ber- handlung den 87jährigen Alois Reichenauer, Zollasststenten in Pension, zuletzt wohnhaft m Breitenbach, weiter den 24jährigen Franz Lorenz, Schneidergehilsen aus Karlsbad, und den 21jährigen Franz Langhans, Schneidergehilfen ans Drahowitz bei Karlsbad wegen des Verbrechens der Nichtanzeige des Militärverrates, begangen im Sinne der Unterstützung des Täters nach 8 12, Nr. 1 und 2 des Gesetzes zum Schutze der Republik, zu Strafen des schweren Kerkers auf die Dauer von drei Jahren mit den dazugehörigen Verschärfungen und Geldstrafen verurteilt. Bei allen Angeklagten wurde auf Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte und die Verpflichtung zum Ersähe der Kosten des Strafverfahrens erkannt. Die Begünstigung des Staats« gefängnifses wurde den Angeklagten nicht zu- , erkannt. Blum del«odka Prag. Der Borsitzende der Regierung Dr. Milan Hodja hatte Donnerstag«ine länger« Unterredung mit dem Stellvertreter detz Borsitzenden der französischen Regierung StaatSminister Lton Blum. Iss Lasier der Standard Oll Cie in Flammen Ein Riesenbrand hat das Hauptlager der Standard Oil Company in Kalifornien völlig vernichtet. Dabei explodierten viele Tausende bon Oelfässern, so daß di« Südseite San Franziskos bedroht wurde. Das aus neun Abteilungen bestehende gewaltige Lagerhaus wurde durch 18 Explosionen von unerhörter Gewalt in die Luft gesprengt. Die Stadt wurde in Alarmzustand versetzt. Während der Arbeit der Wehren explodierten in rascher Aufeinanderfolge 50.000 Gasolintanks, wodurch ein beträchtlicher Teil der Feuerlöschgeräte vernichtet wurde. Die in der Nähe liegenden Häuser erlitten durch die Wucht der Explosionen schwere Beschädigungen. Das Feuer entstand, als ein Gasvlinwagen gefüllt wurde, so daß sich die Flammen im Nu auf die in der Nähe befindlichen VorratStankS ausdehn» ten. Bis 8 Uhr 86 früh Ortszeit war di« Feuerwehr trotz größter Anstrengung noch nicht Herr des Brandes geworden. Von den 808 Feuerwehrleuten wurden viele durch heißes spritzendes Oel und durch die starken Flammen, die immer wieder stichartig den Männern entgegenschlugen,, verletzt. Nur mit knapper Not entkamen andere dem Tode, als durch solche aufschlagende Stichflammen plötzlich-die' Hochspannungsleitung erfaßt. wurde und' die, Leitung> zerriß. Durch brennender Oel, das In eine anliegende Straße floß, wurde ein Straßenzug gefährdet. Al» sich ein Feuerwehrmann zu nahe an einen äußerst gefährdeten Punkt vorwagto, wurden seine Kleider von spritzendem brennendem Oel getroffen und sofort waren sie ihm bom Leibe abgebrannt...... Fünf Stunden lang käinpften 88 Feucr- Ivehrabteilungen mit dem Riesenbrand, der die Lagervorräte erfaßt hatte, in denen 80.000 G allo n e n B e n z i n angesammelt waren. Endlich gelang es den Feuerwehren, durch rechtzeitige» Eingreifen den Brand zu lokalisieren. Der Schaden übersteigt, wie Beamte der Standard Oil erklären, nicht den Betrag von 600.000 Theorien eines alten Praktikers- „Alle Abrüstungskonferenzen verstoßen gegen heilige Gesetze völkischer ßelbsterhal-. tungspflicht und müssen ergebnislos bleiben... Das Streben nach Abschaffung des totalen Unterseebootkrieges, d. h., daß jedes Schiff, das ein Unterseeboot in einer bestimmten Sperrzone antrifft, auch unter neutraler Flagge versenkt wird, wird, wie schon das Verbot des Abwurfes von Bomben über die Bevölkerung der kriegführenden Btaaten, immer ein frommer W uns oh bleiben... Jetzt kommt der Zeitpunkt, in dem Bombengeschwader fortgesetzt mit größter Unerbittlichkeit, nur gehemmt durch Witte- rungslagen, gegen sie(die Zivilisten) einzusetzen sind... jetzt ist denn auch der, Zeitpunkt gekommen, in dem die Propaganda, die... aus der Friedenszeit her eingesetzt ist, und mit zerstörerischer Gewalt innerhalb des feindlichen Volkes zur Wirkung gebracht wird." „.. Aber ebenso wie bei jedem anderen Künstler, entscheiden beim Feldherrn neben dem Beherrschen des Handwerks geniales und schöpferisch e-s. Können..." „Und dann verdient das Volk einen' Feldherrn, wenn-es sich in seinem Dienst, d. h. in den Dienst des Führers des totalen Krieges stellt.. In solchemFall gehören Feldherr und Volk zusammen, sonst— ist der Feldherr für dasV olk zu s oh ad e." Erich Ludendorff,„Der totale Krieg", München, 61.—80. Tausend.— Ein Prophet der Guernica, Schanghai, Franco und ähnliches mehr vorausgesehen und— vorbereitet hat! Zwei Professoren der deutsche» Universität gestorben. Der frühere Professor der romanisch«» Sprachen an der deutschen Universität in Prag, Gustav R o l i n, ist im Alter von 78 Jahren auf seinem Sommcrsih in Kacdv gestorben.‘ Nelin war in Frankreich geboren, kam dann nach Prag, wo er promovierte und sich später an der deutschen Universität habilitierte. 1018 Ivurde er als Nachfolger FreymondS Professor für Romanistik(vor allem der französischen Sprache). Seine Vorlesungen, die in französischer Sprach« vorgetragen wurden, erfreuten sich• großer Beliebtheit. Aolin hat zahlreiche Romanisten herangebildet, die heute an dm deutschen Mittelschulen lehren. Er war«in gütiger Lehrer und gewissenhafter Forscher. Seine gründlichen Kenntnisse erstreckten sich nicht nur auf die französische Sprache und.Literatur, sondern auch auf das Spanische, Altitalienische u. a. Gebiete der romanischen Philologie. Seit 1088 war Rolin im Ruhestand.-— In der Nacht auf Donnerstag starb, erst 66 Jahr« alt, in seiner Pmger Wohnung an einem Herzleidm der Professor der Laryngologie und Phoniatrie, Richard I m h o f e d. Er war«in gebürtiger Prager, hat hier promoviert und sich 1014 habilitiert. Seit 1081 leitet« er das Institut für Krankheiten der Sprache und der Stimme. Er hat sich hauptsächlich mit. den Fragen der Stimmbildung, Stimmermüdung und der Krankheiten der Luft» lvege befaßt. Als Arzt war er u. a. der Berater der Sänger und Sängerinnen de» Deutschen Theaters. Polen schafft Grmzfchwierigkeiten. Die Bezirlshaupimannschaft in Nowy Targ hat die Ausstellung von sogenannten Tatra-Passierschei« »en, welche das Ueberschreiten der polnisch-tschechoslowakischen Grenze im Tatra-Gebirge ermöglichen, vorläufig eingestellt. Mit der Ausstellung dieser Passierscheine wird erst in der Wintersaison wieder begonnen werden. Der Bruder des ungarischm ReichSverweserS, der General der Kavallerie Stefan Horthy, traf Sonntag zu einem Besuch in Wie- ein und erkrankte unerlvartet am Dienstag. Er ist wie bereits gemeldet, in der Nacht auf heute einer Lungenentzündung erlegen. An seinem Sterbelager Iveilte einer der Söhne des ungarischen ReichS- verwcserS. Die Leiche des verstorbenen Generals toird nach KendereS übergeführt werden. . Die Opfer des Eifersuchtsattentat». In .Bse» siyd Frau Dzino und. ihr^vierjäWgeS. Söhüchcm'di'evon dem Manne der Frau Dzino' durch Schüsse schwer verletzt worden, waren, im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen. Ausdauer. Wir haben kürzlich die Meldung glossiert, derzufolge eine Frau in 14 Tagen etwa zehn Kinder geboren haben soll.’ Diese Ente ist nun sehr zählebig. Am 28. September meldet HavaS lvieder(und das Tsch. P.-B.) druckt es ohne Aeußerung deS Zweifels nach:„Die Frau eines Angestellten des MilitärarsenalS in Cartagena namens Conception Tudela, die in der Zeit vom 1. bis 14. September sieben Kinder zur Welt gebracht hat, gebar gestern lv e i t e r e zwei. Bloß die zwei ersten Kinder, die am 1. September geboren wurden, sind am Leben geblieben." Ja, ja, wer zuerst kommt, mahlt zuerst, aber lver zuletzt lacht, lacht am besten. Doch ist vorläufig nicht abzusehen, wer das sein wird! denn HavaS hat bei Frau Conception (was übrigens„Empfängnis" heißt) sicher noch einige Dutzend Kinder für die nächsten Wochen in Reserve. Der rote Hahn. In dem Dorfe Jablonka, Im Kreise Kosow in Polesien, vernichtete ein Brand 42 Gehöfte mit der gesamten Ernte und dem gesamten toten und lebendigen. Inventar, Ein Söjähriger Bauer kam in den Flämmen umS Leben. Glorreich« Ankunft. Der Sich» Mussolinis, Bittorio, der. nach Hollywood reist, wurde Mitt« woch in einer Polizeischaluppe heimlich in New 'Der Präsident der Republik empfing am Donnerstag den Vertreter der estnischen Regierung beim Begräbnis des Präsident-Befreiers, den außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigte» Minister in Warschau H. M a r k u S.. Milliimrnwidnmng zu Ehren Masaryk. Der Vorstand der Zentralsozialversicherungsanstalt beschloß in einer am Mittwoch stattgefundenen Sitzung, zur Ehrung des Andenkens T. G. Masa- ryks eine Million K£ dem Jubiläumsfonds der ZSVA zu überweisen, der seinerzeit aus Anlaß der zehnjährigen Bestandes der Republik gegründet worden ist. Aus diesem Fonds werden in be- rücksichtigungsiverten Fällen einmalige Unterstützungen an invalide Versicherte und an Hinterbliebene gewährt, denen aus formalen, im Gesetz festgelegten Gründen keine regelmäßige Rente, bzw. Abfertigung, zuerkannt werden kann. Der parlamentarisch«' Sparausschuß beriet am Donnerstag unter dem Vorsitz des Senators Dr. Kkouda und in Anwesenheit des Minister» für Landwirtschaft Dr. Zadina den Haushalt de» LandwirtschastSministeriumS für das Jahr 1088, desgleichen die Budgets des Tschechoslowakischen PreßbiiroS, der Tavakregie, der Staatslotterie, der Staatlichen Münze und der Staatsdruckerclen. Ein Thereslenstädter erzählt, wie er Prof. Masaryk vor Insulten der tschechischen Menge in Prag schützte ES war im Jahre 1000, al» in Verbindung mit dem Hilsner-Prozetz Prof. Masaryk durch die Veröffentlichung seiner Broschüre:, „Die Notwendigkeit der Revision des Polnarr Prozesses" ivährend der Judenkräwqlle in Prag es bis zur Plünderung jüdischer Geschäfte gekommen war, Prof. Masaryk durch sein. Eintreten für HilSner auch das AergerniS der tfche« chischen Menge wachgerusen hatte und eS an der Universität und' auch vor der Wohnung Prof.. Masaryks zu lärmenden Demonstrationen ge< kommen war. Damals wurde Prof. Masaryk auch mehrfach tätlich angegriffen.. Zu'jener Zeit war der jetzt in Theresienstadt als Gastwirt lebende Karl Taborsky im Hotel Platteis" in Prag als Kellner angestellt, Prof. Masaryk verkehrte dort zweimal wöchentlich al» Stammgast in einem tschechischen Literatenkrei», dem neben den Redakteuren-des„CaS"'(der tschechischen Tageszeitung,' die dann'Masaryk» Organ wurde), auch die bekannten tschechischen Schriftsteller' Mächär, Dr. H erb en,"Prof. D r t i n a u. a..angehörten. Taborsky bediente täglich bei ihren Zusammenkünften diese Stammgäste(die größten Teiles Abstinenten waren) und kannte daher alle persönlich. Taborsky erzählte jetzt unserem Mitarbeiter von dem lieber« fall auf Prof. Masaryk, der«invs Tages vormittags gegen 11 Uhr auf ihn verübt worden war, al»«r auf feinem täglichen' Wegh aus der Redaktion des„Las* zur tschechischen Universität unterwegs war nnb gerade vor dem Hotel „Plattei»", angehalten worden war. Herr Taborsky stand, damals gerade vor dem Eingang zum Hotel Platteis und wurde Augenzeuge des Ueberfalls. auf Prof. Masaryk; er konnte durch sein rasches Eingreifen- Prof. Masaryk vor größeren Mißhaiwlungtn durch die erregt« Menge nur dadurch-s«Hitzen,sd«ib,er auf Prof, Masaryk zusp'rang, ihn>am Rockkragen erfaßte, den Ueberraschten schnell auS der Menge rückwärts in das Durchhau» de»-Hotel„Platteis" zog und hinter sich da» Tor ochschloß. Er führt« dann den fast erschöpften Professor in den Re- staurationSraum, wo' er ihm Gesicht und Kleider reinigte und lvieder in Ordnung brachte iilit) ihn," nachdem die Menge von der Polizei zerstreut worden war, lvieder durch den Seiten» York ast Land gebracht', bevor nachher Damtzfer „Rex",'an'-dessen Botd er.«iste, in' dest Hafen einlief. Diese Maßnahme wurde getroffen». Weil Demonstrationen gegen. Bittorio. Mussolinis angs- kÜstdigt warestl’'''*.'■»; Die Diebszeitung. Die Warschauer. Polizei hatte bereits seit langem-^ festgestellt, daß in den Spelunken und Verbrechervierteln ein gedrucktes Blatt die Runde machte. Es gelang jetzt, ein Exemplar diese» BlatreS zu beschlagnahmen und man stellte erstaunt fest, daß cs sich um eine rich- tiggehende Wochenzeitung handelte. Die Zeitung trug den Namen«Unser Leben" und wurde in 2000 Exemplaren von einer gewissen Sucho- wolska herauSgegebest. Die Redaktion besorgte ein früherer Mitarbeiter einer vor dem Kriege'in Warschau erscheinenden russischen Zeitung. Der Inhalt des Blattes wär erstaunlich. Er hatte ein« große, juristische Rubrik, wo die besten Methoden auSeinandergesetzt wurden, mit denen man den Gerichten entgehen kann. In der Spalte nebenan wurden die neuesten Methoden dacgelcgt, wie man streng wissenschaftlich Geldschränke erbricht« ES gab außerdem Nachrichten in Hülle und Fülle, die vor allem Angaben enthielten, wo Einbrüche und Diebstähle sich lohnen würden. Auch«in« Rubrik„Briefwechsel" Ivar Vorhänden, in der ein lebhaftes Angebot und eine ebenso lebhafte Nachfrage für Diebeswerkzeug herrschte. Der kleinste Mann der Welt gestorben. Mittwoch starb in Hemel Heampstead im Älter von 5Q Jahren ein gewisser Tiny Tim, der al», der kleinst« Mann der Welt angesehen wurde. Er war 82 Zentimeter groß und wog bloß 11 Kilogramm. Den Großteil seines Lebens verbrachte er im Ausland auf verschiedenen Schaubühnen. Er war niemals ernstlich krank. Seine Geschwister find sämtlich normal. ' Ziehung der Prager Meffelotterie. Mittwoch abends fand im Messepalaste unter dem Vorsitz de» Kommerzialrate» M. Dvokäk und im Beisein de» Notars Dr. Zmek und de» Obersektionsrate» Dr« Stecker(Finanzministerium) die Ziehung der X, Sachlotterie der Prager Messe statt. Gezogen wurden insgesamt 8848 Lose. Der erste Haupttreffer im Wert« von 100.000 Kä entfiel auf da» Los 111.898« der zweite Treffer von 80.000 Kä auf da» Los '60.125. und der dritte Treffer von 20.000 Kä auf- da» Los 55.682. Die offiziell« Ziehungsliste wird von der Lotterieabteilung der Messe, Präg VII, zu 1 Kä versandt. Es wird wärmer. Die Druckstörung, welche während der Donnerstag-Nacht sehr ergiebige Regensäll« im mittleren Teile der Republik brachte, schwächt sich allmählich ab. Trotzdem regnete es noch an vielen Orten in Böhmen und in den östlichen Alpenländern« Mit dem südöstlichen Winde kehrt aber auch nach Mitteleuropa erneut wiederum warme Lust zurück« — Wahrscheinliches Wetter F re i- t a g: Vorwiegend hi» wechselnd, bstvölkt. Verschiedentlich noch Regen, im ganzen jedoch verringerte Niederschlagsneigung. Im westlichen Teil« de« Staate» mäßig kühl, in dir Richtung gegen Osten höhere Temperaturen.-»-Wett« rau»sichten für Samstag: Auch im Westen estvas wäriner., ^Ittsilungon aus dem Publikum. Zu den wichtigsten Bedarfsartikeln de» täglichen Lebens gehört— die Zahncreme. Sie dient der Gesundheit, Schönheit und Hygiene, Die ärztlich». Wissenschaft lehrt uns immer wieder, von welch großer Bedeutung die Zahn» und Mundpflege für di« Erhaltung der allgemeinen körperlichen Gesundheit ist. Eben deshalb entstand neben dem bekannten Alpa-Franzbranntwein die Alpa-Zahncreme. Di« Ansicht der Zahnärzte geht dahin, daß jeder,"der seine Zähne nicht gefährden will, selbe täglich mindesten» in der Frühe und am Abend mit einer höchst zuverlässigen Zahncreme putzen müsse. Die wohltuende Wirkung einer> Zahnpflege ist natürlich größtenteils bon der Zusammensetzung und Qualität der Zahncreme abhängig.— Der Ruf des Alpa- Franzbranntwein» allein verbürgt schon die hochwertige Beschaffenheit seine! neuen' Erzeugnisses Alpa« Zahncreme. DI«, Alpa-Zahncreme entfernt, fäulniserregende Speisereste.—• Diel ist über alle» wichtig« Ein Entfernen, d. h.«in nicht Vorhandensein" von Speiseresten, ist die sicherste Gewähr dafür,- daß ein Zahnleiden nicht entstehen kann. Bäkterien aller Art werden getötet.' 4 ausgäng zur Universität geleitete, Taborfly" selbst hatte-bei'seinem Eingreifen apch einige leichte Verletzungen erlitten, auch'" sein Anzug war' ihmzkrrissenwordcn. Taborsky erzählt weiter, daß- er dann spätet, al» Prof. Masaryk Abgeordneter.war,' einmal wieder zuMlss Mit ihm zusammentraf. Dabei habe ihn Abg. Ma-' saryk sogleich tvieoer erkannt und sich' aüch''s«i- ne» Einareifens erinnert.^Er habe damals seinem Schützer undRetter herzlich gedankt und ihm versprochen, daß er ihn belohnest werde, Taborsky möge sich, ävenn er eininäl etwas brauche, an Masaryk'wenden.' Taborsky,'der sich in dieser Zeit in günstigen finanziellen' Ver- hält nissen befand,' hab«, aber-von diesem Angebote keinen Gebrauch/zu machen nötig gehabt« doch erinnere er sich'mit Mokz Ützd Freüde, daß ihm damals Abgeordneter Prof. Masaryk mit herzlichem Danke die Hand geschüttelt häbe. Taborsky, der später mehrere Jahre kni Dienste der„Bürgerlichen Brauerei"' in Leit- merttz war und nun in Theresümstadt eist' Gasthau».bewirtschaftet, war auch später al» Krieg»- invalide' mehreremale' vom• Präsident-Befreier Th. Gi Masaryk empfangen worden und immer hatte sich dieser mit Freude seines Schützers erinnert..,.«. v'•• I, K., ./ M> NS ffttUag, 24. September 1037 Gelte 5 Man erhalt für«, lÖÖ Reichsmark*.... 678.— Markmünzen.. 750.— .100 österreichische Schilling 526.50 100 rumönische Lei. 1.6.85 ^100 polnische Alow.•...■•• 617.—- 100 twgarisch« Pengö.~ • 100 Schweiger Franken'655.50' 100 ftanzöstsche Franvs... 97.20 ^ englisches Pfund.. 140.75 I 1»merikanischrr Dellar 28.45 i lOO^iäNMche^E-^.^." 124.40 100 holländische Gulden... 1575.— 7100 tnsvfiäitzische Dinare.77'. 61.17 100 Belga».'■,$?.»..• 480,75 lOOdänischegrouen r.. ,v i08Q,— 100 schwedische Kronen 7737.— daß im Finanzjahr 1936/37 Deutschlands l werden. (Wan4 Jsttnbul.(Meuter.) Der Sprecher der türkischen Regierung erklärte, daß es in der Türkei keine Regierungskrise gebe und daß/alle über diese Angelegenheit aus Mens verbreiteten Gerüchte ugguircs- send lind.*, Abbau der Kontingent«. Annehmbare Ergebnisse seien jedoch nur von vertraglichen Abmachungen zu gewärtigen. Der Kontingentsabbau könne eventuell durch mäßige Zollerhöhungen ersitzt tocrden. Solche Maßnahmen hätten aber nur dann Aussicht aus Erfolg, wenn die Tariferhöhungen mäßig bleiben und übertriebene Forderungen der Privatwirtschaft ausgeschaltet würden. Am besten Iväre naturgemäß dieVerständigung von Regierung zuRegierung über die Zulassung von Zollanpassungen. War dieDevis enkontrollen anlangt, so scheint die gegenwärtige Situation ebenfalls einer Lockerung günstig. Eine internationale Aktion zur Normalisierung der wirtschaftlichen Beziehungen müßte— die hierfür notwendige politisch« Atmosphäre vorausgesetzt— auf eine vertragliche Grundlage gestellt werden. vom Statistischen Amt zahlenmäßig überhaupt nicht ausgewicse», ein Beiveis dafür, wie gering ihre Anzahl ist. Hingegen ergibt sich— wieder nach der Statistik des Deutschen Reicher— daß reichlich zwei Drittel der erwerbstätigen Frauen in der L a n d• und For st wirtschaft, sowie in der Industrie als Arbeiterinnen, sowie in häuslichen Diensten tätig sind, also auf den schlechtesten bezahlten Posten stehen, die es überhaupt nur gibt. Das wird nicht gesagt. Dagegen aber dröhnt er im Fanfarenton:„In verantwortlichen gührerstellcn der Frauenarbeit stehen heut«, 100.000 Brauen. Es dürfte nicht allzu leicht sein, uns ein anderes Land zu nennen, in dem ein derartig umfangreicher Einsatz der Frauen auch nur in annäherndem Maße besteht.". Ohne der Frage nachzugehen, ob diese pompöse Zahl der 160.00!) stimmt oder nicht, steht es jedenfalls fest, daß es sich um Funktionen handelt, die im Dienste eines Zutreibertums für den Nationalsozialismus zu verrichten sind. In der Politiik, In der produktiven Arbeit stehen diese Frauen nicht, sie -sind nicht in der öffentlichen..Verwaltung tätige nirgends sind sie zu finden, wo es um eine Derani- wortung gegenüber einer Allgemeinheit"geht. Politisch ist die deutsche Frau rechtlos, kein« Frau darf im Parlament die Rechte ihrer Geschlechtsgenossinnen vertreten. Die Aufgabe jener mythischen 100.000 grauen besteht nur darin, die übrigen Millionen ihrer Geschlechtsgcnossinnen als Stimmvieh für die nationalsozialistische Partei gefügig zu machen, lcha) Dem Bölkerbundrat hat das Wirtschaftskomitee des Völkerbundes eine Denkschrift unterbreitet, die Maßnahmen zur Bessergestaltung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen vorschlägt. Ausgangspunkt der Denkschrift ist das Dreimächteabkommen zwischen den USA, England und Frankreich vom LS. September 1086, wonach die Böllerbundversammlung die übrigen Staaten eingeladen hatte, zwecks Aenderung ihrer Handelspolitik Verhandlungen aufzunehmen. Dieser Appell des Völkerbundes konnte bislang nicht verwirklicht werden, zumal Deutschland und Italien darauf überhaupt nicht reagiert haben, während Frankreich sein« Währung anpaffen mußte und gezwungen war, frühere Handelserleichterungen wieder aufzuheben. Für«Inen abermaligen Appell des Völkerbundes, sagt di« Denkschrift, sprächen gegenwärtig verschieden« günstig« Faktoren. Dazu gehöre vornehmlich di« -Tatsache,^ daß sich seit per letzten WeltwirtschaftSkön», ferenz-von 1088 der damals krasse Unterschied zwischen Produktionskosten und Verkaufspreisen weitgehend ausgeglichen habe. Da di« Produktion heute höher als 1020 sei und die Lager zusammen» geschrumpft sind, sind die Preise gestiegen, was durch Fehlernten in verschiedenen landwirtschaftlichen Produkten noch gefördert worden ist. Die allgemeine Konjunkturbelebung betrifft zumeist nur den.i n t e r«> n« n Handel, während in vielen Export industrien die Arbeitslosigkeit noch immer bedeutend ist. Die Lage deS Welt h a n d e l s.jst bei weitem nicht so günstig wie jene der internationalen Produktion. Immerhin Ist festzustellen, daß der Welthandel in den letzten Monaten«ine merkliche Zunahme erfahren hat, wa» zweifellos die Folge de» Abkommens der drei westlichen Demolratien und der Anpassung anderer Länder(Tschechoslowakei, Türkei ustv.) an diese Maßnahme war. Zu den ungüysttgsten Faktoren zählt das Wlrtfchaftskomitee de» Völkerbundes dl« Tatsache, daß die Maßnahme zur Herabsetzung der Zölle, zur Abschaffung d«r Kontingente„allzu geringfügig" gewesen' sind. Ferner sind im großen und ganz«»'die Devisenkontrollen bestehen geblieben. Unter den Ländern, die ihre Währungen noch nicht angepaßt haben, figuriert Deutschland an erster Stelle. Die Schwierigkeit, sich Devisen zu beschaffen, zwingt dies« Länder immer mehr auf den Weg-der Autarkie, wodurch sie in immer stär« keremMahzu„Außens eitern im interna t i«nalen Wirtschaftsleben" wurden. Ihr« Währung habe aufgehärt. ein Instrument de» internationalen Güteraustausches zu sein:' um gü exportieren, zahlen diese Länder Ausfuhrprämien oder wenden verschiedene Wechselkurs« an. NttwJndusttien wurden geschaffen, ohne groß« Rück«/ sichMuf ihr« Wirtschaftlichkeit. Möge.auch dies« Politik mit. der Arbeitsbeschaffung zusammenhängen, .so sei ihr Hauptmotiv doch, w e h r politischer 'Art. Di« gegenwärtige Aktivität nicht„ nur der I Schwerindustrie, sondern auch der deutschen Konsum- gllterindustrien, sei zu einem großen. Teil«in« Auswirkung der«normen Rüstungsausgaben Deiitsch- laM.-Sie s« i« n eine s ch w e r« H y p o- t he kauf die Zuku n/f t, ohne daß ihnen ■ein ANWachsen an Reichtum entsprechen würde. Sicher .sei) daß die Mutigen Rusmüg»au»gab«n in der Zu« ! kunft iwerall die Lebenshaltung herabsetzen oder ihre Hebung. verhindern' werden. Außerdem mach« der/ K a m p f d« r I d«« l o g i e n. ein« Wirt-, schaftlich« Zusammenarbeit-schwer' und die Ungleichheit.sn /der Geldverieilung sei«in« frappante Folg« der gegenwärtiM.Störungen,..Trotzdem müsse der Versuch Iiniernomnien werden den,internationalen WorenanSiausch zu heben,—- denn geschähe dies nicht, ,sp würde die. gegeiWtfige, wirtschaftliche Er- .bolnna,HurM,.n«uen Störunge.n enden.; ...- U> i dem vorzubeugen, werden folgende Vor«) >,schlüge gemacht r,\ Kommunique. Der Verwaltungsrat der Verg- und HüttenwerkS-Gesellschaft hielt am Mittwoch, den 22. September l. I., in Prag unter dem Vorsitze des Herrn Oberdirektors Dr. Jatoflav Preiß eine Sitzung ab, bei welcher dem Präfidenten-Befreier ein ehrender Nachruf gehalten. wurde. Weiter» wurde des unlängst verstorbenes VerwaliungSrates, des Herrn Landeipräfidenten Srämek und seiner Verdienste um di« Gesellschaft gedacht. Nach dem über di« Beschäftigung und die Ergebnisse ins laufenden Jahr« erstatteten Berichte ist der größt« Teil der Werke voll beschäftigt. Der Verwaltungsrat beschloß, Herrn Jaromir Spaöek, Rechtsbeirat und Abgeordneten der Nationalversammlung, zu kooptieren. Ferner erteilte der BerwaltungSrat' den. Herren Ladislav Fürst und Dr. Otakar Webr di« Prokura und nahm die Ernennung des Prokuristen Dr. Franz Pokornh zum Direktor-Stellvertreter zur Kenntnis. Nürnberg und die Frauen Bei einer großen Kundgebung der nationalistischen Frauenschaft auf dem Parteitage hat Frau Scholz-Klink, die„Führerin"' dieser Organisation verkündet, daß e» den deutschen'Frästen auherordeni- lich gut gehe.und daß e»«ine böswillige ausländische Verleumdung sei zu behaupten, die deutsche Frau /schöpf« ihr» ArbeitSmöglichkeiten ausschließlich ast» Kindern und Küche. DeNn 11% Millionen deutscher Frauen stehen in der Berufsarbeit: Betrieben, Kontoren,/ Verkaufsräumen,-. Krankenhäusern und Sichplem ,'! Es ist Immerhin nicht uninteressant, diese An« gaben auf Grund des dmn Statistischen Reich»amt veröffentlichten Material» einmal, genau nachj.ii- prüfen. Danach ist er zwar richtig, daß feist 11 Mil- lipnen in der Berufsarbeit stehen, nur: daß sie ist ganz anderer Weise tätig sind, al» die Rednerin verkündete. M7^Zunächst sind«In Drittel dieser Berufstätigen sogenannte mithelfcnde Ehefrauen, also Frauen, deren Wann«in« Landwirtschaft betreibt,«IN kleine» Ge- schäst, ein Handwerk und seinen Betrieb nur dann . iMcechterhalten kannst wenn' die'Frau ihr« ganzs Arbeitskraft mit zur Verfügung stellt. Daß diese Frästen Natürlich noch pbendrein^..für Kinder und Wh«; zu? sorgen haben!, also mehr al»'doppelt belastet/ fipd, davon erwähnt Frau Scholz-Klink.nicht». Dagegen ist noch nicht ein Sechstel, der statistisch, erfaßten' berufstätigen Frauen in Verkaufsgeschäften, j kaufmännischen Betrieben und Kopieren tätig. Die I-itiWastwNhästsern/ ist Schulen Beschäftigtest werden Kabinettskrise In Ankara? Der interimistische Vorsitzende der türkischen Regierung DschelalBayar reiste Donnerstag abends mit allen Mtgliedern der türkischen Regierung, welche sich gegenwärtig in Istanbul aufhalten, nach Ankara. Di« gemeinsame Rück« kehr der Minister nach der Hauptstadt wird dahstr auögelegt, daß eine Kabinettskrise auSgebrochen ist. Df« Anwesenheit aller Minister in Ankara während der Parlamentsferien und der großen Hitze ohne außerordentliche Gründe ist ungewöhnlich. England und China. Während Re zunächst beteiligten Großmächte England, Rußland, USA ruhig und untätig zusehen, wie Japan chinesische Millionen» städte durch Fliegerbomben vernichtet, und sich vermutlich durch japanische Zstsagen ebenso beruhigt fühlen werden, wie anscheinend Frankreich eben jetzt durch italienische in bezug auf Spanien- besieht das englische Kapital betrübt seinen Schaden. Am 29. September werden zu diesem Zweck die Führer jener englischen Industrien zu» sammentreten, die allein in Schanghai die Kleinigkeit von 180 Millionen Pfund;-— rund 26.5 Milliarden AL— investiert haben. Bisher sind allein in Schanghai Kriegsschäden in Höh« von 110 Millionen.Pfund angerichtet, also der größte Teil dieser Investition ist beim Teufel. Ein einziger japmiischer Luftangriff hat, abgesehen, von den erschlagenen Menschen, die ja nicht zu Buch stehen, Schäden von 1.4 Millionen Pfund— 199 Millionen AL— an britischen Untersteh«- mungen allein angerichtet. Manftechnet, daß fünf Jahre nötig, sein werden, um alle» Zerstörte wieder zu ersetzest. Aber wer verbürgt denn Engiastd, daß die Bombardierung von Schanghai schon beendet ist, auch wenn augenblicklich Nanking upd Kanton an der Reihe sind?(bn) .. nach kommt! Was bedeuten schon die Schulden der Tschechoslowakei gegenüber den Schulden des Dritten Reiches I Allein die Reichsschuld ist unter der Hitler», dtktatur von 11.6 Milliarden am 31. Jänner 1933 auf 17,7 Rtilliarden Reichsmark Anfang September 1937 angewachfen. Das ist in viereinhalb Jahren eine Steigerung um 6,1 Milliarden Reichsmark oder uni nahezu 65 Milliarden Kronen. Diese Schuldenvermehrung wäre, noch um rund 4 0 Milliarden Krone» größer, wenn sich nicht die deutschen AuS- llmdsschulden infolge der Abwertung mehrerer Auslandswährungen um etwa diesen Betrag ermäßigt hätten. Wie mäßig nehmen sich selbst die RüstungS- auSgaben der Tschechoswwakei gegen die deS Dritten Reiches aus. Das Londoner City-Blatt, die„Finänzial News", hat berechnet, Berll» übt Luftschutz— sehr naturgetreu NüstungSauSgaben in der Höhe von 15 Mil» : liardrn Reichsmark, also etwa 160 Milliarden Kronen liegen! Kanin den dreißigsten. Teil davon gibt unser Staat dafür aus! Neber die Finanzkrise der Tschechoswwakei sollte sich die„Berliner Börsenzeitung" schon gar nicht Mokieren, wo doch im Dritten Reich gegenwärtig für etwa 17 Milliarden Re i ch S m a r k„Spezialwechsel" und für knapp 7 Milliarden Reichsmark Fundierungsanleihen im Umlauf sind. Ein unüberbrückbarer Gegensatz in der Finanzpolitik besteht allerdings zwischen der Tschechoslowakischen Republik und dem Dritten Reich: In unserem demokratischen Staate berät das Parlament in öffentlichen Sitzungen den gesamten Staatshaushalt und es beschließt di« Ausgaben und Einnahmen. Jin deutschen Diktaturstaat wird dem Volk kein Staatshaushaltsplan vorgelegt; es wird ihm keine Rechenschaft über die Verwendung der Einnahmen aus den Steuern gegeben, die heute höher denn je sind! Bestünde dieser Gegensatz nicht, würde die Finanzpolitik des Dritten Reiches der Kritik und Kontrolle eines freigewählten Parlaments unterliegen, dann würden die Bankrotteure vom Volke wegen der beispiellosen Finanzmißwirt- schast mit eisernen Besen zum Teufel gejagt Hemmnisse der Weltwirtschaft Der Völkerbund über Normalisierung Internationaler Wirtschaftsbeziehungen Ein Angriff derßankrotteure Die„Berliner Börsenzeitung“ gegen die Tschechoslowakei Die„Berliner Börsenzeitung" vom i s eine n S8j r p f l ich t u n g c n 19. September führt wieder«inen massive» An- .griff.gegen die Tschechoswwaltsche Republik.. Unter dem Titel;„Dunkle Kanäle— Prager Finanzsorgen— Folgen der Rüstung ünb der Zerstörungspolitik" läßt sie ihren Prager KP- Korrespondenten einen Artikel zu den Finanz problemen. der Republik schreiben. ES wmmt ihr aber nicht auf eine sachliche Information ihrer» Leser an, als vielmehr darauf,üb e r.einen r e ch t s ch a f fetten Kre ditnehmer a u f zu r e g en, de r Punkt li.ch u nd p e i n l i ch.alle st .Sozialdemokrat" Seite- Frei«»», 24. September 1W7. Nr. 22» Unsere gemeinsamen Aufgaben sind das Thema einer großenVersammlunB die am 24- September, abends 8 Mr im grostm Saale des Handwerkervereines, SmeLkq 22, stattfindrn wird. Sn dieser Lrrsammlustg sprichtderBezirkövesttrauenSmannderDeutschen- f sozialdemokratischen Arbeiterpartei«Wst Paul.-- 7. Die Mitglieder aller sozialistischen Organisationen PragS werden aufgefordert,, sich an " dieser Versammlung zu beteiligen, dir eine gemeinsame Veranstaltung aller Organisationen ist. Die eBrsapimlung bildet den Auftakt zu unserer Hgrftst» und Wlnterarbeit. eine Brieftasche mit 16V Kü gestohlen, die noch bei ihr gefunden und. dem Geschädigten gursickerstattet wurde. Sonst sind die Diebstähle während der Begräbnisses verschwindend gering gewesen. Wochenend-Rückfahrkarten am WenzelStag. Da der WenzelStag Heuer auf einen Dienstag fällt, verlängert das Eifenbahnministerium die Gültigkeit der Rückfahrkarten, und" zwar: für die Hinreise von SamStag, den 28. d., bi» Dienstag, den 28. d.. und für die Rückfahrt von Sonntag, den 26/ d.. bis Mittwoch, den 29. d., an welchem Tage die Fahrt"bis spätestens um 12 Uhr angetreten werden und um 2t Uhr beendet stin. muss. Auch die Gsiltigkeit der für■ die■ Sondersportzüge in» Riesengebirge gültigen, starten wurde bi»-einschliesslich 2V. September verlängert. Sie dürfen an dem Tage,, wo der Sonder»- sportzug au» dem Riesengebirge nach Prag.fährt,, nur für diesen, benützt werden, an den anderen Tagen auch zur Fahrt mit allen anderen über Turnau oder Cblumetz a. d. E. fahrenden" Fügen, wobei" bei Benützung. von Eilzügen der"Zuschlag du lüsten ist Freie Schule für politische Wissenschaften. Die Einschreibungen für da» Herbst-Trimester.1987 werden, in der Zeit vom 28. September bis 6. Oktober. im..Sekretariat der Schule tu.Prag,!., Ovocms trh 3, vorgenommen, Beginn der Vorlesungen am 11. Oktober. Die Schule wird. da».Andenken" de» verstorbenen Präsidcnt-Defreier» durch eine Bortrag»folge-„Mäsaryk.als Soziolog-.unb Politiker'' ehren.- Vortragender Pros. Dr. E. Chakupnh.- Ein Brandstiftunssprozeß— ausnahmsweise nicht' vor dem Schwurgericht Prag.—rb— Der seltene Fall, dast eine Anklage wegen de» Verbrechen», der.Brandlegung nicht vor dem Schwurgericht, sondern vor einem Gerichtrhos verhandelt, wird, ereignete sich gestern vor dem Prager Strafsenat de» GR Dr. Werner. Gemeiniglich stehen Anklagen wegen Brandlegung-'unter einer Strafsanktion von füns Jahren auswärt», womit die Kompetenz de» Schwurgerichte» gegeben ist. Die besonder« Strenge unserer 184 Jahre alten Strafgesetze» in diesem Punkte erklärt sich au» den Verhältnissen jener Zeit,, in der der Ausbruch eint» Feuer» geeignet war, ganze Stratzenzeilen und selbst ganze Städte in Asch« zu legen. Als im Frühling diese» Jahres die Mühle de» Mühlenbesiher» Eger in UhtiniveS bei Prag in Flammen aufging und ein Brand ausbrach, der die Auszahlung eines Versicherungskapitals von mehr al» einer Million Xi bedeutet hätte, wenn nicht kurz nachher eine absichtliche Brandstiftung konstatiert worden wäre, glaubte man im allgemeinen, dast da» gerichtliche Nachspiel dieser Falle», die Geschworenen beschäftigen würde. Es kam indessen ander». Di«- in Prag stehende Mühl« ist zivar völlig niedergebrannt, der Schaden beträgt nach sachverständiger Schätzung mehr al» anderthalb-Millionen Xi, der Täter hak ein Geständnis abgelegt-— gleichwohl wurde diese Sache nur vor einem Strafsenat verhandelt,, da die vom Staatranwalt Dr. Kotva vertretene Anllage den beiden Leuten auf der An» klagebauk nur zur Last legt, zwar da» Feuer gelegt zu haben, wobei jedoch.da» gelegte Feuer, ohne auszubrechen,,«loschen sei"^.urw-in, dem schönen Stil unsere» Strafgesetze», zu reden, wodurch sie nach dem weiteren Wortlaut de» Pragraphen 177 lit. g), »schwere Kerkerstrafe zwischen einem und fünf Jahren verwirkt hätten". Ünter besagter Anllage befand sich der 22jäh< rige Privatbeamte Bohumil Smoltk und die gleichaltrige.Gattin de» Mühlenbesiher» Anna Eger geh. Mikola, welch letztere der Mittäterschaft an- gcklagt war. Bohumil Smoltk war ein Jugendfreund der spateren Mühlenbesitzersgattin gewesen-und fand später, vermutlich durch deren Verwendung, Anstellung In der Miihle, die nicht besonder» gut ging. Nach dem Geständnis Smoltk», der bald nach dem Brand.in Verdacht kam,- hat ihn die MüllerSgattin mehrfach zur Brandstiftung ausgefordert, da e» sich nicht rentier«, die Mühle zu betreiben und«» am besten wäre, sie anzuzsinden. Er soll sich mit diesen verbrecherischen Anträgen seiner Jugendfreundin" seinen Eltern anvertraut haben, die ihm aber energisch" abrieten. Gleichwohl habe er sich schliehlich dem ständigen Drängen der Anna Eger gefügt und in den NachmittagSstunden de» 81. März d. I. gemeinsam mit ihr den Brand gelegt. Angezllndet habe er selbst, wenn^uich unter Assistenz und ständigen Zureden seiner Jugendfreundin. Er habe einen mit Petroleum getränkten Leinwandsack in einem Raum de» dritten Stockwerke» de» Mühlengebäude» in Brand gesteckt und dann da» weitere abgewartet, während Frau Anna Eger mit ihrem Gatten nach Prag gefahrin sei, um möglichst weit vom Schutz"zu sein."- Da» Feuer sei aber nicht ausgebrochen. Nach Mitternacht habe er der inzwischen auck Ptag zurückgekehrteii Dame telephoniert, er wolle mit der Sache.nicht» mehr zu tun haben und habe sich schlafen gelegt. In der vierten Morgenstunde brach dann der Brand au», der die ganze Mühle in Asche, legte. Zunächst glaubte man an einen Kurzschluss, aber wenige Tage später wurde der Angeklagte in Haft genommen und legte das vorstehend" angedeutete Geständnis ab. Erwähnenswert ist noch,. datz ein Soldat namens Jalöärvskh, der in der Mühle die Aussicht über die für das Militäärar übernommenen Ausmahlungen führte,, vom ersten Augenblick an Unrat witterte. seinen Verdacht aber verschwieg. Besagter Jalsovskis ist vom. Divisionsgericht wegen Verheimlichung eine» Verbrechen» zu" drei Monaten Kerker verurteilt worden. Bleibt zu erklären, wies» diese düstere Angelegenheit eine so überaus milde-Deutung finden konnte, dass sie der Kompetenz de» Schwurgerichte» entzogen wurde. Run denn— der gerichtliche Sachverständige Jng.. U h e r, Vorstand de» Brandrefe» rate» der Bauabteilung des Prager Magistrate», hat sein Gutachten dahin abgegeben, datz der Brand der Egermühle nach dem geschilderten Sachverhalte nicht auf die Handlungen de» Hauptangeklagen zurückgeführt werden könne. Nach diesem Gutachten waren also.andere, bi»her nicht ausgeforschte Täier. im Spiele, von denen allerdings jede Spur fehlt, oder sst der"Brand auf einen unglücklichen Zufall zurück« zuführen. Mag dem sein, wie ihm wolle— die Aussage des geständigen-auptangeklagten und der hartnäckig jede Schuld bestreitenden-Mitangeklagten geben weit auseinander und da das Beweirverfahren nicht^restlos.durchzuführen war, mutzt« der Gerichtshof schlietzlich diesen merkwürdigen Fall.auf- unbestimmte. Zeit vertage». ®>Ortsgruppe Prag. Sonntag,- den 28. September, Treffpunkt-um%8.USt Weinberger Bahnhof, Fahrt nach Ri« kann, Wanderung: Mpkakov— Vödi- radh— Mnichovlce, führt Lauer, Preis Xi 8.—. - Der für Samstag, den 18. September angrfetzte Ausflug, der sozialdemokratischen- Emigranten ist der Trauerwoche wegen auf SamStag, den 2 6. S e p t e mb er, verschoben. Treffpunkt: Endstation der 14er, Kaierov, 16 Uhr. - CaN zum Kuhstall/'•ßd ,2 säeWstStUchiiM^Parisxr/imüNE^ ", Kühställ- eröffnet,"Die"Besucher, diese»',KäffeebauseS^ind.^yüv, durch",«iy«niedrige Bretter--s wand.hon.den Kühen.getrenM,! Ob de,ü'Besüchern, Wip/der Kpffeebesser".schweckt.?,.",!, Vladimir Borskh und Adina Mandlovä in dem tschechischen Film.Leutnant. Alexander Rjeplin". Kunst und Msseo Cobla Barcelona Das unter obigem Titel veranstalteie Konzert war in.dreisacher. Hinsicht beachtenswert: Vom musikkulturellen und musikgeschichtlichen, bom politischen und vom menschlichen.Standpunkt aü». Die„Cobla Barcelona" ift.tist kleines Sölisten-Orchester, dessen Spielwerkzeuge alters Pani sch.« M usi k.- Instrumente sind und dessen eigenarttgeKlangmischungen-in, der Hauptsache durch Blasinstrumente erzielt, werde», Pie rhythmisch durch.pine Miniatur- Trommel, dynamisch-harmonisch durch den Kontrabass unterstützt werden. In Katalonien hat jeder",gröbere» Ort(feine„Cobla", die"öffentlich für». Volk spielt und auch ihre" Musikstücke, au» der Volksmusik de» Lande»- bezieht,. So haben wir in- diesen spanischen Cobla». mustergültige Jnstrumentaleistrlchistn- gen für die Musikbedürfnisse de» Volke» zu erblicken, an deren Musikdarbietungen da» Volk selbst auch aktiv tcilnimmt, wenn eS zur" Musik" der Cobla singt und tanzt.", Die„Cobla Barcelona", di« vorgestern Im Theatir Bariett ihr erste» Vrager Konzert gab, wurde in ihrer gegenwärtigen künstlerischen Zusam- mensctzung erst im Jahre 1900 gegründet/Ihre- drei Prager Konzerte hat der Ausschuss der Freunde de» demokratischen Spanien zu dem ewinent„i wichtigen-. und.edlen Zweck in»." Werk gesetzt, materielle. Mittel- für. die bedauerntwerten evakuierten spastischen Kinder und Frauen äufzubringen., - Das Programm."der. spanischen- Jnstyimen- talssten hatte, im, Rahmen.spanisch natio- n a l e'r u n d b o l"k» t'ü'm l'i ch'e r M ü.si ki beachtliche» künstlerisches- Niveau." Ebenso ihre rstpro- dullivc'n'Leistungen,'die-'virtuose Instrumentalkunst repräsentieren, deren, straffer Rhythmus fasziniert ustd deren.'-schmetternde Dynamik elektrisiert,. Auch mit Vorzüglichem Solisten dienten. ustS dse spanischen Genossen ie-mit-'dem Tenor E.mili.-V e n r d relli, einem namentlich-al» PorträgSkünstler im lyrischen, Gesangstil hervorragenden Sänger, und,mit", dem,"'alte Ballettkunst in virtuoser Manier zeigeitdeil- Tänzer Joan Magrinyg. Als tüchtiger'Ptässist,. betättgte sich Jsidre M a r v ä. In der-kleidsamem." Tracht, ihrer- steingrüuen Samtlleidung-, Wit. roter, Schärpe: Krawatte, und. Mütze machten-. dse.,Künstler, auch äützersich glänzenden Eindruck.-. Da.» zahlreich., erschienene- Publikum- war.--begeistert ,' und." erzwang, etliche Nümmern.zur Wiederholung."'' C.,Ä,s. ' Die Äübsteklüng der Sieben."Im" Kunstverein, für Böhmen.lll„ Wtrossova 12) ist-die Ausstellung" der tschechischen" Maler"g r.i ti Ist, He'rhK.Köd-H/ K-o't!f k.'M o'kir h,' R.t> e d k üstd- S.-äjg'n-'M, täglich von-9-bis 5 Ahr. geöffnet. Eintritt saiüt-Ka-."!. t'alog'XLLSü.','. n:i;:.-r. KW'.st-'-.» t s ,".S, -- Wichenspielplan de» Neurn Deutschen-Theater»,. Freitag halb 8 Mr: Da» Dors. ohne. Männer,. >D, KraUffüh»mckg,'Säiwltag; halb,8:-Pärisev'h, Leben," A 2, ntuinszeniert.— Sönntägi^Car«^ !men,-L',"l)..' ,...">>.p - Wdchtnspielplan der Kleine« Bühne. Friitäg 8: Bei. Krrzculicht.'.— Samstag halb 8:-Die"Reise, Erstaufführung.—.Sopntgg;8; Bei Kerzenlicht. rvnk 2abre 5eb«eren Kerkers für veruntreue VekenselOer . Prag..—rb.— Ucbcr den Prozess gegen den Känzlejgehilfen de» Bezirksgerichts Prag-Süd, Bohumil, Ä"e b d u s k a, haben wir bereits ausführlich berichtet. Der zloekte BerhastdlungStag dieses Prozesse» Mete damit, dass die Geschworenen die Schuldfragen - sowohl für de» Hauptangeklagien Lcbduöka, wie auch für- die der Mittäterschaft. angeklagte Franziska Strykovä einstimmig bejahten. Bemerkenswert bleibt die Tassache,-dass die Ge'"" orenen die Zusatzfrage, ob die mitastgellägte. Fran-'.ska Strykovä aus „niedrigen und unehrenhaften Beweggründen" be- . sängen habe, verneinten, Der Schwurgericht»- Höf verurteilte auf Grund diese» Wahrspruch» den Bohumil Lebduöka zufünfJahrenschweren Kerker» und die Anna Strykovä zu einem J-,a h r schweren Kerker», welch letztere " Sträfe aber mit. Rücksicht auf da» Alter der 62säh- rigen Frau bedingt ausgesprochen wurde. Dank dtm Verdikt, dir Geschworenenbänk bleibt diese An- goslagtc auch von dir Aberkennung de» Gemeinde- Wahlrechte» verschont. Begreiflicherweise nahm sie da» Urteil sofort an, während dertzauvtangeklagte erst«ine kleine Szene aufführte, ehe er sich schlietz- lich-döch zur Annahme de» fkriril» ensschioss... !'. In den Tagen der nationale« Trauer für den Bräsidtni-Befreter wurde auch die Ausstellung alter Kunst i» der Slowakei auf dem Hrädschtn viel stär- kcr" besuch, nls an anderen Tagen.-Am Montag, den 20." DipteMbir,. allein schrstten an 7909 Personen durch" di«- Tore-der Ausstellung. Am Dienstag, an welchem Tage die Ausstellung bereits geschlossen wer den sollte, musste man" sie noch geöffnet lassen und es besuchtest.sie zwischen 17 und 21 Uhr an 2000 Per sonen. Der. ÄuSstellungSaüsschutz hat während der qm,--Ü6. September abschliessenden Trauerwoche den ElNttittspreir in die, Ausstellung Yon 8 auf 8 XL hqrÄgeseht. Dir.Gesamtzahl der Besucher der AuS» stcllung- in.diesen.Tagen-betrug bereit» 100.099 Personen..-." ' Pürkynk-Fciern in Prag. Mehr al» 400 aus ländisch«' und inländische-Forscher- beteiligen' sich an dest internationalen und staatlichen Feierst anlässlich deS löü. Jahrestage», der Geburt Jmi Pürkhni» in Prag.. Das-Programm-der Feiern ist itn Kstchlick aus die.Staatstrauer weselrtlich ,beschränkt. Sams tag, bin 26. September," werden die Feiern um 11 Uhr--im" Pantheon des Nationalmuseum» eröffnet. Die Eröffnungsfeier, wird durch den Rundfunk über tragen werden.".Um. 16 Uhr" findet eine pietäwolle Erinnerung am Grabe Purkynks.am. Vyöehrad" statt. Am, Sonntag.reisen die Teilnehmer nach Läny und Lläudnitz). Montag, den 27s. ds., wird im, Medizi nischen. Institut der Karls'-Universijät In Prag,11., Albertov 4, ein Vortragszyklus über da» Leben und da» Derk I. E, Purkynis stattfinden. Dienstag wird eine Gedeicktasii 9pf- hem Schlob in Blatnä enthüllt. Gleichzeitig werden-zwei Ausstellungen eröffnet: Die»erste im Repräseniationshaus der Hauptstadt Prag und die zweite-in- zwei Tellen: Im National» WUseum und im Klementinum. Während der Fei erst erscheinest zjvei Sammelwerke„Purkyniana". Eine» in tschechischer Spräche mit 26-Arbeiten, da» zweite-mit 18 Arbeitest.in französischer, englischer und deutscher Sprache. Die Kanzlei der Purkyni« Feiern ist täglich von 8 bis-15 Uhr geöffnet und be findet sich ist Präg II., Albertov 4, 1. Stock, wo nä here-Informationenerteilt.werden.".(Tel..844-61,) AuSflugSzüge der StaatShahnen. Bom 26. bis 2i8,-September ins Adlergebirge 196 Xi; Kirchweih- fest auf der Sokolbaude.240'Xi;- in die Böhmisch- Sächsische Schweiz 185 Xi, und ist» Gesenke 210 Xi. Am 26.".September, zum" Äasarykring 104 Xi,.zur Pürkyni-Feier nach Libochovlee. 60 Xi, Anmeldun gen.und, Informationen im Basar neben dem" Wil- sonhahnhof,,Telephon 888—85. Ein 7viihrlger Berufsdieb. In der letzten Zeit -wurden in Zizkon" und" Lieben mehrere" bisher un geklärte- Einbrüche in Geschäftsläden verübt,- ol deren-Tätest gestern der 70jährige Franz Zipia und der" 40jährige. Franz Svoboda, beide au» Zijkov, verhaftet werden" konnten. Ihnen'- fällt- u. a.- ein Eisibruch' in das"Schstittwarengeschäft ter Anna Bächa ist Zisskov-mit"einer Beute vofl 8000 Xi, festster ins Geschäft des" Josef Parkl in-Lieben zur Last, wo siOO Xi au» der Schublade-und, 100 Meter Vorhangstoff entwendet wurden," schliesslich ein Stossdicbstahl hei. der Firma Gottlieb Dvokäiek in S.traschitz, bei dem der Schade" 10.860-Xi beträgt. Sist leugnen, wurden" aber-überführt. Die-Swffe, dist.si« in Zihkov'verkauft hätten, wurden zum Teil beschlagnahmt.. .'- Bom Zuge getötet.. Vorgestern sprang. die 4Mhrige Marie Chot aus Kri. auf der Strecke zwischen Michle und Kaierov in selbstmörderischer Absicht- vor- einen fahrenden Eisenbahnzug und würde stuf-der."Stelle getötet. Sje war einige Zeit in; bei Landesirrenanstalt untergebracht. gewesen, da sie bereits früher einen. Selbstmordversuch unter» nommcn hatte. Die Leiche wurde ist». Institut für gerichtliche Medizin gebracht.. " Elfjähriger Schüler schwer verletzt. Der 17jäh-' rige Schlosserlchrling Ladislaus Planert" au» Cho- dov" Warf gestern.-in der Hu»ftratze in Hoftivai mit feiNetn" Fahrrad den"elfjährigen Schüler KuLec, au» Hosiivai zu Boden." Kubec'erlitt- eine" Zerreissung de»,rechten Knicmuskels, wobei ihm- ein, Stsick Dketall vom Rade, da»-beim Unfall zerbrach,"in.der Wunde- blieb.- Die RettüngSgesellschaft brachte' ihn ins tschechische"Kinderspitas. s...--" ' Taschendielin verhastet.- Die 82sährige Taschen diebin-,Sxphie Zargovskä aq»- Pressburg,. die ge hofft Hane, beim- Begräbnis de»-Präsidenten Ma» saryk einige Beute zu machen und"zu- diesem Zweck nach Prag gekommen wär", würde"gestem verhaftet, al»"" sie" einem"Vorübergehenden eine goldene Uhr stehlen wollt«; Beim" BegrqbniS.selbst, hatte-sie nur BezugSbedtngu ng e nt BeiZüstellüngins HäüSoderbet Bezug durch diePostmonatlichXä/iü.—-,. vierltljähstlkch Xi 48.—schälbjährig'Xä^Og."^ ganzjährig X 192.—..— Inserate wetd'en laut Tarif billigst berechnet. Bei' öfteren", Einschältungen Preisnachlass.-" Rückstellung" hon Manuftripten ersolgt.'nur bei Emsendung der Retourmarkcn.— Die ZeilungSftankatur wurde von der Post» und Tele» . graphendirektion mit Erlass Nr,. 18i890/s/i^/lv80 bewilligt, lKoptröllpostaintPrahst 25..— Druckerei; ,,pvrbi»",.Druck«^ k8«lagß--^md-L»m>uis«A.^l>„ Pro»..... s" ii'Jt