r * G tzsiRträloxgyn der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit««»«ahme de« Montag tSglich früh/ Etnzelprei« 70-«Her Redaktion und Verwaltung: Prag XU., Fochoda 62- Telephon 53077— Herausgeber: Siegfried Taub- Verantwortlicher Redakteur: Kari Kern, Prag Aus dem Inhalt: Dokumentarischer Beweis, daß die SdP Portsetzung der verbotenen Parteien ist Tschechische Katholiken für Demokratie Henleins grüßte Sorge: Mehr Kinder 17. Jahrgang Mittwoch, 29. September 1937 Nr. 229 Friedrich de» Großen.< Mittag» be« von Venedig der Dollfüßmord und der Aufmarsch olint.Goring in de" Schörfheide. Den der Italiener, am Brenner. Nachdem Italien, wie Hitler dankbar gestand, die deutsche Aufrüstung gedeckt hatte, schloß er doch mit den Westmächtsin e» „v»8 Europa von morgen wird loschlstlsdi sein .Mussolinis Drohrede s Erpressungs versuch an den Westmüchten Mussolinis Sechstagerennen durch Deutsch» land gipfelte Dienstag abends in der Rede, die er vom Olympischen Glockenturm in Berlin zu den aufgebotenen Massen der SS, SA und der Berliner Zivilbevölkerung hielt. Da die Reden, die Mussolinis wie auch das bescheidene Gestammel, das Hitlers Kehlkopf noch hergibt, auf allen möglichen Sendern übertragen wurden, sprachen die beiden Diktatoren faktisch zu einem sehr großen internationalen Publikum, wenn man auch nicht, wie Hitler eS tat, von einer»Völkerkundgebung" sprechen kann. Der Zweck des Auftretens der beiden„Führer" war vor allem Anfang klar. Die ganze Reise war auf Bluff, auf cir- ccnsische Wirkungen berechnet. Beide Diktaturmächte befinden sich in keiner besonders rosigen Lage. Deutschland geht einem üblen Winter entgegen, der vor allem an der„ErnährungSfrönt" buchstäblich kein Honiglecken sein wird, Italien hat seine Kräfte seit Jahren aufS äußerste angespannt und braucht dringend Kredite, Anleihen, eine Möglichkeit der Arrangements mit" den finanzkräftigen Westmächteg. Die„A ch s e R o m —B e r l i n", das.bewiesen auch die Reden vom Dienstag, ist a ll e S ä n d er e a.l S e i n s o l i» des politisches Gebild.e. Diebeiden Regimes sind in gewissen Prinzipien einig, st« haben gemeinsame Feinde, gemeinsame Antipathien, aber die natürliche Jnteressengleichheit zwischen- ihnen ist-ein« Fabel.■ Insbesondere im. Donauraum überschneiden einander di« Interessen Italiens und Deutschlands wie sonst kaum zweier Mächte in dieser Gefahrenzone. ' Pen Mangel einer langfristigen und wirklich großen Konzeption, ,den Mangel an Einigkeit, den Mangel auch an faksischer Kraft, sollte die pompöse Reise und sollte» die großen Worte verdecken. Man wollteftwr Welt eine Macht vortäuschen, die man nicht-besitzt, eine. Entschlußkraft, die mit dem Verzivelfelten Mute des va-banque- SpielerS identisch ist, als das Gefühl ruhiger Stärke hinstellen, man wollte noch einmal zu dem Mittel greisen, mit dem jnctti die Welt seit 1933 eingcschüchtert und HInterS Licht geführt hat, zur Drohung, zur Erpressung, zum gigantischen Bluff.. Nach Versicherungen der Friedfertigkeit, an denen«S nie gemangelt hat, weder als Hitler den Locärnovertrag«zerriß, noch, als Mussolini Abessinien überfiel oder als beide„FriedenSfürsten" die Brandfackel des Bürgerkrieges in Spanien entfachten, nach, cistigen-bramarbasierenden Phrasen, deren Logik keinen'Anspruch auf hi« Ueber« Prüfung dUrch/NÜchtcxne Hirn« machen kann, ging Mussolitzi ,mit grobem- Geschütz gegen die nichtfaschistische Welt log. Er verkündete, daß ! Europa se.ine'Kultur nur retten könne, weg» es sich»von Genf und Moskau a b w end e". In dieser Zusammenstellung hat man die beiden Städte bisher auch von Hitler oder Mussolini niemals negnen hören. Im allgemeinen wurde der Bolschewismus als Popanz aufgezogen,' Genf'aber verlacht. Daß e»- nun In meiner Front mit Moskau als Träger des Bolschewismus, der„destruktiven Kräfte" er« scheint, ist eine besonder« Schmeichelei für den Völkerbund und für England.„Das Europa von morgen, erklärte'Mussolini-dann, wird f a s ch i st i s ch s e i n" und er fügte hinzu, daß der»„Zwang der Ereignisse" diese Wandlung bewirken werde, auch.ohne das propagandistische . Eingreifen Italiens und Deutschlands. ES seien Kräfte am Werke,-sagte er weiter, die einen .^Bürgerkrieg"(an dem belanntlich 60.000 italienische Soldaten in geschlossenen Formationen teilnehmen l)„in einei^Weltbrand verwandeln wollen". ES sei wichtig, daß hie beiden Achsenmächte zusämmenstehen. Italien werde es Deutschland nie vergessen, daß dieses die Sanktionspolitik nicht mitgemacht habe. Er Mussolini sei näch Deutschland gekommen, um seine Sympathie für , die„deutsche Revolution" äüszudcücken, und sein« Resse besag« nicht, daß er. morgen anderswohin fahren werde. Man braucht diese Treüeschwüre nicht sehr ernst zu nehmen.-1934 folgten- auf. die Entrevue Nach einer Begrüßung des Duce und.Hitlers durch Goebbels, der. die vom Radio-Ansager unmittelbar vorher auf 600.000 geschätzte Zahl der Anwesenden auf eine Million auf dem Reichs- sporsseld und weitere.zwei Millionen in den angrenzenden Straßen aufrundete, begrüßte H itler den Gast.in überschwänglichen Worten als einen,„jener, einsamen Männer der Seiten;. an denen sich nicht die Geschichte abrollt, sondern.die selbst Geschichte machen". ES folgten, treuherzige F.r i«denSbeteuerung« n,..dann, die, unvermeidliche^,,? ü n f z e h n I a h r e" und ein Loblied auf Italien, daS sich, an den Demütigungen der deutschen Volkes nicht beteiligt habe. Hifler spielte jedoch gleich darauf an, daß sich Deutschland dafür in.der Abessinienkrss« bereit» revanchiert habe(“fo wohl aus diesem Titel nichts mehr schuldig sei). Hitler fuhr dann fort?';• AuS der Gemeinsamkeit der faschistischen' und, der nationalsozialistischen Revolution ist heute eine! Gemeinsamkeit nicht nur der Ansichten».sondern auch deS Handelns gekommen! Auch Deutschland ist in seiner volflichen Haltung.und- seiner militärischen. Stärke, wieder- eine Weltmacht.. Die Kraft.dieser beiden Reiche' bildet heuteden stärksten Garanten für die Erhaltung eines Europas; das noch, eineEütpfindung besitzt für. seine, k rul tu- relle Mission und.nicht gewillt ist,,"dürch -destiuttide. Element« der Auflösung' zu- verfall«,.' Hier haben zwei selbstherrliche.nationale Regime, den Weg zueinander gefunden und stehen' zueinander.' Jeher Versuch, eine solche Bölkeiche- meinschaft durch- gegenseitige« Ausspielen, durch Verdächtigungen oder durch die Ant«schiebüng"un« wahrer Ziele auseinander bring«» oder, auflösen. zu wollen,', wird ebenso scheitet», an dem Wunsche her 118 Millionen, die-in-dieser Stunde diese Kundgebung der Gemeinschaft bilden, wie aber besonders am,Willen der,beiden Mänm.er, die hier vor! ihnen stehen und zu ihnen sprechen. M'.'. - Nach diesen Worten folgt« wieder eine Kunst«: pause.- Erst die.einsetzend« Müsik zeigt« an, haß Hitler eigentlich s ch o n g«endet hatte,' j ^,^Müss»ttni:bDnt«.hayn!in,seiner.Rede,>er',ses- vor allem als Chef einer nationalen Revolution nach Deutschland gekommen, um«inen Beweis für die öfMe,.festeveÄÜndenh vorgetragenen Hauptgrundsätze, die spanischen dderangen und' die allgemeine' Lage berück- - sichssgen soll. DaS Subkömstee hüt'- seine Aübeiten süftztt aufgenommeiti-,' - 2um erstenmal Im neuen Palast ! Die dienstägige Plenarsitzung sand zum tziDtnüuzl im/neuen NöWchündpaliP, u. zw. in. dem geschmackhollen Sitzungssaal«'stütt,^ der mit' -' allen Errungenschaften mödSimer- Baukunst' aus-- gestattet.ist.-Der Saal ist doppelt söigroß wie die variser Lper.'und. bietet, W. lötlPerftnest Platz.. Km Erdgeschoß befinden sich die Sitze für. dse.'L^Ü'^DelegierteN/'-"^.'. Wahl Belgiens In den Rat Zum nichtständigen Mitglied de-, Völker« ,' WNhrateS, dessen PlätzdürchAbsaiifde» spayi» . schen Mandates' frei geworden war, wurde, Belgien einstimmig mit 47 Stimmen grwählt. Der ganzen Welt, di« sich gespannt fragt,.was da» Ergebnis der Begegnung von Berlin sein wird, Krieg oder Friede, können wir beide, der Führer und ich,-mit lauter Stimme antworten:„Friedel" - Deusschland und. Italien verfolgen dar gleiche Zitt auch auf dem Gebiete der WirtschaftSautarkie: Ohne w irtschaft-liche U n a b h ä n g i g kett ist die-posittsch« Uncchhgngiqkeit einer Nation selbst in Frage gestellt und ein Volk von großer militärischer Kraft kann zum Opfer einer wirtschaftlichen Blockade werden. Wir haben diese Gefahr in ihrer ganzen Unmittelbarkeit zu spüren bekommen. Trotz allem Drängen hat Deutschland sich seinerzeit den Sank- tioNcn nicht, angeschlossen., Wir werden da» niemals vergessen. Der Faschismus hat feine Ethik, der er treu zu bleiben beabsichtigt, Uno diese Ethik deckt sich mit miiner persönlichen Moral: klar und offen reden, und.wenn man einen Freund hat, mit ihm zusammen bi« an» Ende marschieren. . Die Genieinsamkeit-der Gedanken-In Deutschsand und Italien hat ihren Ausdruck gefunden im K a m p f g ege»den Bolschewismus. Diese Form menschlicher Entartung, die von der Lüge lebt, hat der Faschismus nach dem Kriege mit äußer« Her. Energie bekämpft, bekämpft mit dem Wor.t und m i t d« r W a f f e. Denn, wenn da» Wort nicht aur- reicht und wenn drohende Umstände er fordern, muh «an zur Wusse greift«. So Haien wir«» auch in Spmift« gemacht,' wo tausende von italienischen faschistischen Freiwilligen gefallen stn.d für die Rettung der europäischen Kultur, der Kultur, die noch esu«,Wiedergeburt.erleben,.kann,-wenn sie-sich von denfalschen, lügsierischen Göttern, von Genf und MeSfau atfthrt und sich den leuchtenden Wahrheiten. Mtfmer Revolution zuwendet.'.' -.' DaS,- Europa von morgen wird faschistisch ftin,.'durch den logischen Zwang der Ereignisse, nicht Äet^ durch,unsere Propaganda., Deusschiand ist erwacht. Ich'-weiß nicht, ob undsw'annE.u.ropa erwachen wird, denn ge- heime, und.dennoch wohlbekannte'.'Kräfte sind nm Werke, um einett Bü rgerkrieg in einen Welt« H.Ea n p.'zü verwandeln. Wichtig ist, daß sinsere bei- hen großen Völker zusämmenstehen in einer einzigen MWWtteCtichen'Entschlossenheit..'\ ÖKWjpf-w.’";.(>",..-,.... .I^Änivormittag hass« Muffottni da» Z eüg- h,a.lYS besichtigt.; Dann fuhr er nach Sanssouci ar suchte Mussolini Göring in..... ganzen Tag über ruhte-in Berlin die Arbett in allen Pstrieben. Clr$us maxlmus auf dem Olympischen Feld „Historische Stunde" oder Jahrmarkt? Wer Dienstag«m halb sieben Uhr abend» den Rundfunk-Empfänger einschaltete, konnte da» Ge fühl haben, er spaziere über einen der großen Rum- melplätze einer europäischen Großstadt: Reeperbahn von Sankt Pauli, Lunapatt, Prater, Oktoberwiese, Pari», Marseille, Londons wo sie am lauteste« und grellsten sind, Geschrei, Anpreisungen, ewige Wieder holungen^ dazwischen wüste» Gedudel und Gepfeife, Johlen und Singe«— das war da» akustische Bild, da» einem auS dem. Lautsprecher, entgegentrat. Immer wieder hörte man, daß e» sich um eine histo rische Stund« handle, mn eine» der wichtigsten, aller wichtigsten Erttgniff« der Weltgeschichte.' Man hörte eS„so pst»Nd aufdringlich, daß man«, wirklich nicht mehr glauben konnte Daß- di« Herzen schlage», daß man'auf di« Führer warf«, daß die, Glocke läute, daß die Scheinwetter spielen, da» wurde dem Hörer bi» zmnUeierdrutz verkündet.' 600.000 Men schen seien versammelt sagte ter Ansagers Zehn Minuten später war eß eine Milli»«, dann kamen«och zwei Mill tunen in tat Zufahrts straßen dazu und nachher waren eS plötzlich wieder 600.000. ,''' Mit den Reden wär e» nicht beffer. Auch da ei« Widerspruch Lier den andem. Hitler ettlirte, daß die Meile der Demokratie in Deutschland schmählich versagt hätten, weshalb man andere Ideal» hat» verkünden muffen. Mussolini sagt» kratien seien di« deutsch«»nd die italienische". Hitler sprach von den zwei„selbstherrlichen nationalen Regime»", Muffolini beteuerte, daß nirgend» in der Welt dl« Völker ft mit ihren Regime» übcreinstiinmcn wie in Deutschland und in Italien. Hitler erklärte, die' marxistische Internationale säe Hatz und Unversöhnlichkeit, Mussolini verkündete, man müff« gegen- den BolschrwIS- nm» auch zur Waffe greifen und ihn mit Gewalt niederwerfen. Friedensbeteuerungen wechselten al mit wüsten Drohungen.. Auffällig war, daß e» in Hitlers Rede einmal «Ine peinliche Pause gab. Offenbar versagt« die Stimme. Erst nach einigen ganz unvermittelt eingeschalteten Augenblicken der- Still« seht« Hitler wieder«In. Dergleichen brach««plötzlich ab. Di« Red« schien noch nicht beendet, e» fehlt« jeder rhetorisch überzeugende Schluß, al» Hitler-abbrach und nach kurzer Pause ganz-unvermittelt die Musik zu spielm begann. Wie Pie Kundgebung auf die demokratische Welt gewirkt hat, also auf die mindest«»» 800 Millionen Angelsachsen, Franzosen und anderm demokratischen Völker, die den in Berlin beschworenen„116 Millionen"(»ter laut Ansager 100 Millionen) dar Achse gegenüberftehen, läßt sich zur Stunde noch nicht prü- t/uifcti. mnqaio mau fen-- ES ist aber anzunehmen, daß die Wirkung Ideal» Hal» vettünde« müffen. Mussolini sagt»I wesentlich ander» seiu wird, al» man aus dem vlhm- toenige Minute« später, die»echteste« D e»u--tt-pischi» Turm erwarttt hat." kriedensdeteuerunzen — durch Kriegsdrohungen abgelöst Starker Drille auf Saragossa S a r ss s v s s a. Der'Berichterstatter der silgentur Hava» meldet, daß hie Regierung»,sfen- sive an der Äragvn-Front nicht» von. ihrer Heftigkett eingebützt habe, daß sich aler ihre Haupt- angriffSpunkte ständig ändern. Die größten Anstrengungen der Mlizionäre waren li»h«r auf S a r a g o s s a gerichtet. Montag und Dienstag! spielten^ sich die-heftigsten Kämpfe lei Jaca und Hueöea ab. Der General der Franco-Truppen Ponte Y Mans».- de Zuniga,' der bei Alto Deleon schwer s verwundet würde-und der di«' Franco-Truppen an der.Saragossa-Front, ein volles Jahr hindurch befehligte,' würde"aus gesundheitlichen Gründen vom Kommando enthoben. An seine Stelle tritt der ehemalige-Verteidiger de» Alcazar» in Toledo, -General'M o» c a r d o. S'-.'.-.' >-- J FreitvilligenveMnde Generak Franco» besetzten am Montag nachmittags- im Osten der Provinz Asturien den wichtigen Verkehrsknotenpunkt Ribadesella an der Mündung de» Sella-Flusses, den letzten wichtigen: Hafen' vor Gijon.. Die Besetzung-Ribadesella» war eine» 'her blutigsten. Ereignisse der Kämpfe in Asturien. Di« Milizionäre, die den Befehl erhalten hätten, chrz-Ätllüstgen»st halten, verteidigten sich bi» züm letzten. Mann..- ,p.. Mittwoch, 29. September 1937 Nr. 220 die Stresäfront gegen die„Wiederherstellung der deutschen Ehre" und es verlautete,, das; gerade Mussolini damals ein lriegerisches Borgehen gegen Hitler vorschlug. Von O e st e r r e i ch, von Südtirol, von Ungarn, vom Balkan war in den beiden Freundschaftskundgebungen Nicht die Rede.' Aus der praktischen Politik der beiden Achsen-Mächte' lassen sich diese Fragen Nicht so einsach streichen. Was ist der Zweck der Reden von Berlin? Mussolini will zweifellos die Wcstgtächte noch einmal unter stärksten Druck«setzen, um zweierlei zu erzwingen: die Anerkennung des Jmpero, insbesondere durch die Gewährung einer englischen Anleihe, und die Einschaltung in die Mittelmeer- Polizei, um geniigend Truppen für eine große Herbstoffensive nach Spanien werfen zu können. Es scheint ihm gelungen zu sein, Hitler zum Mitgehen zu bewegen, wofür er ihm wahrscheinlich gewisse Wechsel ausgestellt hat, die später, nach der„Bereinigung" der spanischen Affäre, eingelöst werden sollen. Was wird das Er g e b n i S des Bluffs sein? Das hängt ganz davon ab, wie die Welt, wie insbesondere die beiden Westmächt« und AmeBka auf die Drohungen reagieren. Lasten sich die Regierungen von London und Paris nicht einschüchtern und nicht beirren, gehen sie den Weg weiter, der zu N y o n eingeschlagen wurde, so wird keine Erpressungspolitik der Achsenmächte, weder große Worte, noch abenteuerliche Taten, Europa, aus den Angeln heben. Dann wird Europa morgen«ich t faschistisch sein, sondern eß wird die'faschistische Krankheit überwinden. Geben die Politiker detz Westens den Drohungen nach, lasten ste sich bluffen,-so werden die faschistischen Mächte, oder wenigsten»«ine von ihnen, noch einmal Ventil» und eine Verlängerung ihrer Lebensfrist finden. Gewiß hat di« Welt nach diesen Reden allen Grund, aufderHut zu sein. Man hat e» mit Hasardsuren zu tun, die unter Umständen daS Risiko nicht scheuen werden, di« Pistole zu ziehen, wenn die diplomatischen Karten nicht mehr stechen. Mer einem politisch und militärisch gerüsteten, seelisch auf die Stund« der Entscheidung vorbereiteten Europa droht auch dann keine Niederlage, wenn irgendein Tyrann und Hasardeur so wahnwitzig sein sollte, der gesprochenen Drohung die Tat folgen zu lasten. Dir demokratische Welt wird von der faschistischen Gewalt nicht besiegt werden. Nur Leichtgläubigkeit und Verblendung könnten die Weltfront d« Demokratie gefährden. Bleiben wir ruhig, wir trauend auf unsere Kraft und gewärtig der Ent« schetdung, so wird das Morgen uns gehören! Tschechische Katholiken für Demokratie Bemerkenswerte Stellungnahme•. auf dem Kongreß der tschechischen Volkspartei Samstag und Sonntag sand in Prag der Landeskongreß der tschechischen Bolkipartei Böhmens statt. Den Vorsitz führte Wg. S t a ö e k, Referate erstatteten der Reichspartelobmann Minister Srämek, Arbeitsminister Dostälek und der Führer der jungen katholischen Generation Dr. I. I. Rückt. Bemerkenswert war die« . ser Kongreß durch das klare, eindeutige Bekenntnis zur Demokratie, woraus man schließen kann, daß die Volkspartei an ihrer bisherigen Politik feschalten wird. Wir führen au» den Reden der genannten Parteiführer einige bemerkenswerte Stellen an: Srämek: Gegen die Totalität Stets haben wir im Staate mit Entschiedenheit jeglichen Versuch einer sogenannten Totalität abgelehnt. Wir waren für entschiedene Freiheit, Selbständigkeit der politischen Richtungen in Kation und Staat. e Srämek: Ole Präsidentenwahl ' Als e» vor kurzer Zeit notwendig war, unsere staatliche svemokratje durch die Präsidentenwahl zu festigen und zu stählen und' wir zu un< serem Leidwesen beobachteten, daß die regierende Koalitionsmehrheit einer einheitlichen Wahl nicht fähig sei, blieb uns nichts anderes übrig als nach einer anderen Mehrheit Umschau zu haltem Wir haben sie geschaffen... und wir haben nicht geschwankt, auch wenn wir monatelang in Zeitungen und Kundgebungen der Gegner al» Bolschewiken Und Freunde der Gottlosen hingestellt worden sind... Wir haben ausgeharrt, unsere Leute haben ausgeharrt und wir haben einen Sieg errungen, welchen das gesamte katholische Lager Europa» bewundert hat. StaSek: Masäryk als Muster Verdiente Führer der Nation zu feiern und ihrer zu gedenken, heißt ihnen folgen. So wol len auch-wir Katholiken und Bolkdparteiler dem Präsidenten Masaryk folgen, in seiner Liebe zu unserem Staate, zur Demokratie, zur Gerechtigkeit. Aber teure Freunde, wir wollen ihm auch in etwa» anderem nachfolgen. Masaryk hat sein ganze» Leben unermüdlich gearbeitet, hat die Feind« nicht gefürchtet, wenn sie auch noch so zahlreich waren und er verstand e» sich bi» zum äußersten für seine Auffassungen zu schlagen. Auch wir Bolklparteiler nehmen un»«in Beispiel an unserem Präsidenten-Befreter und geloben, daß wir ibm. auch darin folgen werden, für unsere Grundsätze, unserä Ideale und da» Programm unserer christlichen Bewegung zähe, unermüdlich und mit ganzer Seele zu arbeiten. Dostilek: Demokratie und Katholizismus Es war die Gefahr sehr groß, weil bestimmte Parteien auf dem Scheidewege standen, ob sie di« demokratische Richtung nicht verlassen und mit der totalen. Strömung schwimmen,sollen, deren Welsen unseren Staat bespülten,Undda wird e» fütz ewiges Gedenken eingeschrieben sein, daß die tschechoslowakische Bokispartei mit ihrem Führer Monsignore Srämek in diesem geschichtlichen Augenblick den Weg der Ergebenheit und der Uneigennützigen Liehe zu diesem Staat, zu seiner teuren Nation und zum demokratischen Ideal gegangen ist. Wir sind hinter diesem Ziel gegangen, weil wir glauben, daß da»' demokratische Ideal der tschechischen Seele und dem vollendeten Katholizismus am besten entspricht und am besten imstande ist, die Existenz dieser Staate» und der Rechte der Bürger zu sichern. Wir glauben an die Demokratie, weil wir auf ihrer Grundlage in unseren Verhältnissen am besten zu einer gerechten sozialen Ordnung gelangens zu einer christlichen Ordnung.. DK J. J. Rlldd: Für Benei Wir Msten immer die.Harmonie aller Elemente de» Staate» im Sinns haben. Wenn ich da» Vt einer kurzen Parole aurdrücken sollte, würde ich sagen, wir wollen eiste Tschechoslowakei Be- nc5'(„öeBkoslovensko BeneSovo“): Da» ist ein Staat, der nicht.mythischen Phantomen nachjagt, sondern ein Staat, der sich an die RealiM hält," der gerecht zu allen sein will und insbesondere zu der jungen Generation, welche bereit ist, für diesen Staat ihr. Blut zu vergießen. Der Präsident der, Republik fährt im Land» umher, spricht zu Tschechen, Slowaken, Deutschen, Ma« gyaren, Ruthen«» und Polen, zu Arbeitern, Bauern und Industriellen, zu alten Und insbesondere zu den Jungen und propagiert ununterbrochen den Gedanken de» Staates, den Gedanken der Einheit und Einigkeit. Wir wollen ein« Tschechoslowakei Beneä' haben, da» ist ein Staat, der ununterbrochen den Ausgleich zwischen verschiedenen Richtungen sucht,' aber die Probleme nicht mittels Diktates, sondern mittels Vereinbarungen löst. Hodfa bei Schuschnigg, Wiener Blätter brachten gestern die Nachricht, daß Ministerpräsident Dr. Hodja auf der Rückreise aus Prehburg in Baden bei' Wien seinen Arzt konsultiert hab«. Bei dieser Gelegenheit sei er mit Bundeskanzler Dr. Schuschnigg zusammengetroffen, mit dem er über di« bevorstehenden handelspolitischen Verhandlungen zwischen den beiden Ländern gesprochen, habe. Die Wiener Blätter bemerken, daß es zu'keinen politischen Unterredungen gekommen sei. Diese Meldung hat im Ausland allgemein großes Interesse geweckt. Da» Tschechoslowakische Pressebüro meldet hiezu: „Wir verzeichnen diese Meldung mit sämtlichen Vorbehalten, die um so mehr begründet stnd, als weder Men noch Prag amtliche Nachrichten über, diese Zusammenkunft ausgegeben haben, zu der e» während einer kurzen Erholung de» Vorsitzenden der Regierung gekommen sein soll. Es kann jedoch schon heute gesagt werden, daß jede sensationelle Färbung unbegründet und auf bloße Kombinationen begründet ist." Wachsende Schwierigkeiten des japanischen Vordringens Tokio. Die japanische Armee in Nordchlna Meldet Melters Erfolge auf ihrem Vormarsch nach der Einnahme von Paoting und T s ch'ang- tschau. Der Vormarsch an den Eisenbahnlinien macht rasche Fortschritte.- Dagegen hat der japanische Vormarsch üuf der H o p e i« E b e n e mit der Stadt Hollen als Ziel große Schwierigkeiten zu überwinden, Das sumpfige,Gelände l»nd zahlreiche chinesisch». Verstärkungen verlangsamen das Tempo des japanischen Vordringens. Schanghai. Die chinesische Nachrichtenagentur Central News gibt bekannt, daß die chinesischen Truppen, besondere Abteilungen ver achten Armee, gegen Norden längs des Weges von Lintschiu'nach Gwangling in Nord-Tschansi vorrücken. Sie rücken ferner auch gegen Hänkäu mit dem Ziel«, Tatun, das von. den Japanern beseht ist sowie gegen Kalgan vor. Die japanischen Truppen haben den Rückzug angetreten...' Pas fällige Dementi Tokio.(Reuter.)' Der japanische Marineminister bestreitet kategorisch die Richtigkeit de« Meldung aus Hongkong, daß' ein japanisches Unterseeboot eine chinesische Flscherflottille versenkt habe. Unverbesserlich An Gmunden wurde«ine neue illegale nationalsozialistische Organisation aufgedeckt. Am Zusammenhang damit wurden zahlreiche Hausdurchsuchungen vorgenommen und«ine groß« Menge Propagandamamial beschlagnahmt. Hiebet wurde eine Reihe von Personen verhaftet, von denen die meisten erst jüngst unter der Bedingung amnestiert und aus der Hast entlasten worden waren, daß sie an keiner illegalen Arbeit mehr tetlnehmen werden. London. An britischen amtlichen' Stellen wird' kategorisch» die Behauptung der japanischen Press» dementiert, wonach die britischen Behörden in Tanganjika Bombenflugzeuge zur Unterdrückung eine»' Aufstandes- der Einheimischen, der auf diesem Gebiet ausgebrochen sei, eingesetzt hätten. Völkerbundplenum verurteilt einmütig Japans Mordbrennertum Genf. Gegen Schluß der dienstägigen Pke- narsttzung de« Bölkerbimdversammlnng wurdy User Antrag de». BorsjtzMen A g a K'h a n-tiN- mvtig die.Resolution angenommen, die der Bie- ratmigsausschuß für den chinesisch.japanischen Konflist am Montag auSgearbeitet hatte. In der Resolution heißt es: Indem dir Versammlung di« Frage der Beschießung offener Städte und chinesischer Schiffe durch Flugzeug« in dringende Erwägung zieht, gilt ste d« tiefen Beweg«»» Ausdruck, welche diese BombardleriMg, die auch den Tod von Zivilpersonen einschließlich ein« großen Meng« von Frauen«nd Kind«« verursacht, bei ihr her- vorruft. Die Resolution erklärt, daß es k e i n e En tschuldtgung für d«artige Aste gibt, die in der ganze» Welt rin Gefühl deS Schrecken» und der Erbitt«»»» auSgellst haben«nd verurteilt st« in feierlicher Form. Vas tägliche Luftbombardement "''N« nkln g.-80* japanische Flugzeuge ün- ternahkiien am Dienstag einen Anflug auf Nanking und warfen Bomben auf den Militärflugplatz«nd das Arsenal ab. Die Zahl der Opfer ist tiSH« nicht bekannt. 15 Japanische Flugzeuge warfen üm Dienstag mehrere hundert Bomben über d« Stadt W u h u, einem Handelshafen am Blauen Flußab. ES entstanden zwei Riefenbrändo, di» viele chinestsche Häuf«»«störten. Bisher ist nicht bekannt, wieviel Mensche» umgekommen stnd. Diese Vombardi««ng hat überrascht," denn die Japaner haben diese'Stadt in die Sicher- heitSzon'e für ausländisch» Funktionäre eingereiht. SS VON BILDERN UND ANTIQUITÄTEN Copyright by Saturn Varia« 1935 Trotz vielfacher Bemühungeck de» Unterzeichneten war M. Pl... B... nicht zu be«' wegen, den Namen dieser Persönlichkeit zu nennen. Er machte jedoch gewisse Andeutungen über gewisse Kunst-Gegenstände, die diese höchste Persönlichkeit seiner Schwester zum Zwecke de» Verkaufs überleben habe. Diese, wie überhaupt alle Objekte, hie sich im Besitze der hohen Persönlichkeit befänden, seien eigentlich Eigentum der U. o. S. S. R. und könne man sich" durch eine Anzeige an die Pariser Botschaft der U. d. S. S. R. eine gute Belohnung verdienen. Diese Umstände sowie sine Reihe anderer Recherchen lassen den Unterzeichneten zu' folgenden zusammenfassenden Schlußfolgerungen gelangen: Der von M, B..» A. dem Auftraggeber angebotene Schmuck stammt aus dem Besitze einer sehr Hochstehenden Persönlichkeit VorkriegSruß- lands. Diese Persönlichkeit steht im Begriffe, den Schmuck durch die Zwischenperson der ihr nahestehenden Melle T... Pl... B.... zu Geld zu machen. Eine Anspruchsmögllchkett her heutigen russischen Machthaber auf diesen, angeblich historisch bedeutsamen Schmuck ist nicht ausgeschlossen. Eine diskrete Behandlung der ganzen Materie 'erscheint dem"Unterzeichneten geboten. Derselbe hat mit Rücksicht därauf und auch in Hinblick auf die anrüchige. Erscheinung deS M. Pl... B... feine Recherchen nicht weiter-getrieben. Es er- jcheint außerdem fast inopportun, dem wirllichen Besitzer deS Schmucke» weite« nachzuspüren, da die Provenienz bi» zu der Mittelsperson hiemtt nachgewlesen ist. Der Unterzeichnete erachtet damit die ihm Vertragene Ausgabe für gelöst. Die Auskünfte erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen und unter strengster Diskretion. Jean Frangoi» Larust, Prlvatinftitut für Beobachtungen und Auskünfte. 657 Boulevard du Tempi«, Pari». »Ste stnd wirklich ein Meister Ihrer Fache»", sagte Balerian und stand auf.„Da» Wen Sie großartig gemacht." t Laruse lächelte. „Geben Ste diesen Bericht ab, und wenn Sie meinem Rat folgen, verlangen Sie fünfhundert Franc» Extragrattfikation." „Ich muß", eölärte Laruse ernst,„nach dem Tarif arbeiten." Er ging. Die» hatte sich an einem Freitag zugetragen. Den Samstag verbrachte Balerian in ner- vöser Erwartung irgendwelcher Ereignisse.-Sie stellten sich jedoch nicht ein. Sonntag vormitmg» aber wurde er bereit» um zehn Uhr durch«in Pochen an seiner Tür— er hatte an Stelle einer elektrischen Glocke einen altertümlichen Tür«, klopf« anbringen lassen— überrascht. Er öffnete. Professor Mysenius stand vor ihm. «Tag, Hs« Arona»", sagt» d« Greis. E» war kalt an diesem Tag; Frost. Im silberweißen Bart de» ehrwürdigen Manne» hingen klein« Eisklümpchen.»Tag, He« Arona»; ich möchte mal einen Augenblick mit Ihnen sprechen. Ach, bttte, wo kann ich denn ablegen?". Balerian half dem Professor au» dem Mantel und führte ihn in da» Gemach. E» machte bei Tägttlicht eine» nüchterneren Eindruck. „Tja", sagte Professor Mysenius und ließ sich mit ein«n leisen.Seufz« im Fauteuil Nied«, »tja, He« Aronas, gewisse äußer« Schwierig«, ketten, die unserem Interesse an diesem Schmuck entgegsnstanden, scheinen weggeräumt. Nun har die Wissenschaft da» Wort, nun müssen wir mal sozusagen wie Kollegen zueinander sprechen; ganz offen." Er hob ernst und lehrhaft den Zeigefinger.»Wie ist es mtt dem Schmuck, He« Aronas?" Balerian blickte verwundert auf. »Ja, wie ist es mit dem Schmuck?" erwiderte er.„Das muß ich doch vielmehr Sie fragen, He« Professor, Sitz sind doch der Kunst- htstoriker." „Bin ich wohl", erwiderte Professor Mysenius,„bin ich wohl. Dreiundzwanzig Jähre war ich Direktor des Landesmuseum» in S...., dreiundzwanzig Jahre. Noch zwei und ich wäre vollpenstonSberechtigt gewesen; penstonsberech- tigt mit vollem Gehalt. Ja, lieber He« Arona», ich darf wohl sagen, daß ich Kunsthistoriker bin. Aber der Schmuck, wissen Me-.'. ich stehe vor einem Rätsel. Ich schlafe gar nicht mehr. Ich trage doch die wissenschaftliche"Verantwortung." Er stützte den Arm auf die Tischplötte und den Kopf in die Hand; er sah müde und sorgen- vollau». „Heer Professor", sagte Balerian warm und trtlnahm»voll,„ich verstehe Sie gar nicht. Warum machen Sie sich da» Leben so Mw«? Sie sinlMn Gelehrter vom guten alten Schlag." »BIN ich wckhl." »Noch äu» der guten alten Zett.? »Sie war Wohl-gut,'die alt« Zeit. In der alle» geregelt ging, Ji^der Deutschland noch seinen^Kaiser hatte, unseren hohen Herrn. Aber ich will damit nicht» aesagt haben, gar nicht»." »Nein, Sie haben nicht» gesägt, Herr Professor, spwchen Wir nicht davon. Die Zelten sind schwer. Warum.sie stch noch schwerer machen?" wiederholte Balerian.'»Ich habe vor einigen Tagen den Dopten/Ihre» jungen Begleiter» geradezu mit Ergriffenheit gelauscht." Professor Mysentu» hob den Kopf und sich auf.„Ja, Herr Professor, mit Ergriffenheiti Da» ist die Jugend I-Die Wissenschaft ist nicht Selbstzweck, sagty er, sie muß ihre neu« Aufgabe begreifen, sie hat nicht zu deuteln und zu mäkeln, sondern den völkischen Schatz zu behüten und dem Volke nahezubringen." |„Zu meiner Zett dacht« man and er»",.murmelte Professor Mysenius. »Das ist vorüber", sagte Balerian,'„Die Jugend, die goldene-Jugend von heute hat damit radikal abgeräumt.- Wer lebendig bleiben will, muß mit ihr gehen! Sie fragen mich, He« Bro, essor, wie e» mit dem Schmuck ist? Gar nicht» ist es mit dem Schmuchl War immer wir Menschen von früher sagen werden— es hat nicht» zu. bedeuten; also sagen wir. gar nicht«. Da» Wort hat die Jugend; die prachtvolle Jugend dieser Sydows. Lernen wir von ihr! E» bleibt un» auch nichts andere» übrig.- Und ste hat ihr Wort schon gesprochen;«» äst Begeisterung und Er« griffensein." „Aber ich trage doch die wissenschaftliche Verantwortung," stöhnte Professor Myseniu». r; '„Ja, Sie wagen sie, und sie ist angesicht» dieser Begeisterung leicht zu tragen. Begreifen Sie doch, Herr Professor, was die Jugend voP Ihnen will. Sie will nicht desillusioniert werden. Erfüllen Sie der Äügtnd; iodW'sielvost^Shnen istz- wartet, und sie. wird Ahnen erfüllen, was Sie von ihr'.fordern.' Fordern Sie, He« Professor! Fordern Sik! Man muß heute fordern.", „Dreiundzwanztg Dienstjahre..murmelt«; Professor Mysenius. ','.„DaS ist,es>"' sagte..Balerian,„Sie haben ein Recht auf Jhten.-Bsätz. Der Dienst, den SW der Nation erweifärt, indem Sie. al» erster Wissenschaftler die nationale' Bedeutung diese» Schmuckes«steistteftr gibt JhyM»«in Rechtsakts dey.Dank der Nation.. ES ist nur em Mhvtt bon- der alten Auffassung her Wissenschaft zür neuen, Tun Sie ihNl Hundertei' tausendeJhrer Kollegen haben thn getan."'■■:£..‘V (Fortsetzung folgt)!'' «r. 22 S Mittwoch» 29. September 193? (Seite 3 täuscht, Hoffnungen, die so. real waren und denen die Besten aller Zeiten ihr Leben und ihre Arbeit geopfgrt haben, ohne zu erkennen,-ab der Boden, auf dem sie standen, von den Gewalten, ständig untergraben würde» die die fürchterliche Kraft besaßen, welche der Mangel an BrrantwortungS- gefühl verleiht. Noch 1927, da Raiheflau schon fünf Jahre lang auf dem stillen Friedhofe von Niederschöne» weide ruhte und vieles öfseiibar geworden war, wa« geeignet-sein mußte, jenen Gewalten zum Durchbruche zu verhelfen, die, einer Sturmflut gleich, alle» Lebe» zu ersticken drohten, erklärte eine Autorität in Deutschland, der Dichter Gerhart Hauptmann:„Raihenau ist eine» unter den zahlreichen Opfern, die da» Volkstum immer ge« fordert hat... Gr war ein vollwürdiger, wahrer und; tieser, deutscher Bairiot, wie e» nie einen solchen gegeben hat*. Und so schien ei, al» wollte man anerkennen, al« wollte man erwachen. In Wirklichkeit aber nur in Worten, die Laten blieben aus! ^in Blick auf da- Leben Walter RäihenauS fördert Erstaunliches zutage. Tiner der universellsten Geister l Sohn eines der größten Industriellen des Kontinent», de» Gründer» der Al-'E. Gl,' ftkbst bedeutender Unternehmer, Ingenieur, Erfinder, Philosoph, Organisator, Schrift« steller, Politiker. Und st grübelnd und zerriffew er in seiner Philosophie war, st konkret und folgt» rlchtigdachteistnd'handelteer, wenn es darum ging^chestte und ätzf dieser Erd« für sein Vaterland-, Deutschland, für Mn Voll, die Deutschen, etwas züXerreicheni"Und.'stklarsichtia und ab»' tehstendfMcheNWjchlerif selber Zeit gegenüberstand, st bedingungslos stellte er sich der Allge meinheit immer Wieder zur Verfügung, wenn es halt, diese einmal begangenen Fehler zu korrigieren. Die äußeren Daten seines Lobens sind Kennzeichnend. 1891 trat er in die Aluminium« Jndustrie-A.-G., Bitterfeld, ein, wo er ein neüeS Verfahren zur Chlorerzeugung auf-elek- trolytischein Wege einsührte und 1893 ein separates Werk dafür errichtete, dem Anlagen, in Deutschland, Polen, Frankreich«ix, folgten. Dieser ersten Erfindung schloßen sich solche zur Herstellung von Chconi, Ferrosilicium, Natrium, Magnesium eie. an,— Rathenau war ein-lchaf- fender Ingenieur, kein Kaufmann, der seiiMGeld arbeiten ließ. Schon seine Doktordiffertätion verriet sein Jnteressenaevlet, sie beschäftigte sich mit der.Lichtaüsorpiion der Metalle", nachdem der jünge Rathenau die Elektrochemie als Fach erwächst hatte.■ .\ 1899 gelangte ec jn den Vorstand der A.E.A, und, baute für diese größte Elektrofirma Europas zahlreiche Kraftstattonen im Auslande: In Manchester, Buenos Aires, Baku ete. 1992 wurde er Geschäftsinhaber der Berliner Handelsgesellschaft und dadurch bis zum KriegSbeginne BWoqstungSrat in über hundert der bedeutend- sten deutschen Jndustrleunternehmungen. Auf dios«. Weist erhielt er enge Fühlung mit allen Geschäftszweigen uM darüber hinaus mit den Ka« Pitänen des unruhig schaukelndes Bootes Europa, truDjenseit» der deutsche» Grenzen. 1909 sagte er-mißbilligend:»800 Männer, von denen jeder jeden kennt,‘leiten die wirtschaftlichen Geschiße deß> Kontinente»". And Deutschland« Schicksal bWkuhistte ihn bereit« damals zutiefst.„Bei einem Staat wie Deui'chland kann ein Miß» regiment tzillleicht 20 Jahre ohne großen Schaden dauern, dann müssen sich aber plötzlich die Folgen überall melden!" Wirtschaftlich auf der obersten Spitze der Stufenleiter, verkehrte er in Berlins geistigster Gesellschaft und zählte Männer wie Hauptmann, Harden, Hoffmannsthal, Dehmel zu seinen ersten Freunden. Früh schon hatte er begonnen, auf dem Gebiete der Philosophie zu arbeiten, seine'Gedanken niederzulegen und in Büchern herauszugeben. 1918 fühlte er mit erschreckender Deutlichkeit das Herannahen des Krieges. Am 28. März veröffeistlichte er in Wien einen Artikel in Sachen -her eine Milliarde Mark betragenden Rüstungsanleihe, in dem er sagte:„Die Unfreiheit des deutschen Volkes, seine Geschicke selbst zu leiten, ist das reifste"Unrecht unserer Zeit". Das Jahr verging und im Juli 1914 stolperte Deutschland ist den Krieg. Verzweifelt nahm Rathenau dagegen Stellung". Im Augüst 1914 sagte er dem Abgeordneten Hausmann: „Wissen Sie, weshalb wir diesen Krieg führen? Ich weiß es nicht I Und was soll dabei herauS- kommen? Wir haben keine Strategen und keine Staatsmänner!" Und einige Lag« später schrieb er in einem Briefe, auf die Kriegsursachen anspielend:„Wir müssen siegen I Aber wix haben keinen«inen, ewigen Anspruch darauf... Tin serbisches Ultimatum, und ein Stoß wirrer, haltloser.Depeschen!" und dann:'„Ist diesem Kriege klingt ein falscher Ton, es ist nicht 1818, nicht 86, nicht 70. Notwendig oder nicht, höhere Gewalt oder nicht, st wie er hier geschah, mußt» e» nicht,geschehen!" Trotz dieses Wissens und dieser Einstellustg' stellt» ,stch RMenau aber pom ersten Anfang» ist ein Eger 4. .» Die Deutsche Arteitersendung Mähr..Ostrau kündigt folgende Vorträge an: 4. Oktober: Franz Jokisch: Unsere demokratische Republik hat eine freie Schule.— 11. Oktober: Franz Rohner: Aus Josef Schiller» Leben.— 18. Oktober: Narziß Kamler: Internationales Arbeitsamt in Genf.— 25. Oktober: Josef Vesely: Was ist Geld?— Sämtliche Sendungen um 18.10 Uhr. Geinsen in Nordböhmen. Bor mehreren Jahren wurden in den Waldbergen südlich de» K reibt tz t a l e S von beyt HerrschastSbesitzer Ulrich Ferdinand Kinsky Gemsen ausgesetzt, die sich gut eingelebt und sich so stark vermehrt haben, daß ihr Bestand nunmehr auf über 100 Stück ange- wachsen ist. Die Zahl der Tiere nimmt ständig zu, ein Zeichen dasüchidaß die Lebensbedingungen für sie im vollen Maße vorhanden sistß. noch Köllner noch Absender oder Adressat bestreiten werden, folgendes: 1. Die, wiederholte Behauptung Henleins, er habe den Ausruf zur Grüüdung der SHF allein und ohne Mithilfe verfaßt, ist unrichtig. 2. An der Gründung der SHF war ein maß gebendes Mitglied einer der beiden aufgelösten Parteien unmittelbar beteiligt, womit auch die weitergeheckde Arbeit, es wären auch noch andere Mitglieder der Deutschen Nationalpartei und der Deutschen Natio- nalsozlalistischen Partei daran beteiligt gewesen, gleichfalls als erwiesen angesehen werden kann.- 3. Die gleich im Oktober 1983 vertretene Ansicht, die SHF stelle eine Fortsetzung und Ersatzorganisation de; verbotenen Parteien dar, finhet" dadurch nachträglich vollinhaltlich ihre Bestätigung. Dankesschulden solcher Art werd»» in der Partei Konrad Henleins in der Weise erledigt, daß aus einem Mitglied Nummer 198.000 ein Mitglied Nummer 1 bis 20 oder mit anderen Worten einen sogenannten„alten Kämpfer" macht. Daß Herr Othmar Kallina von der ehemals verbotenen Deutschen Nationalpartei den Titel eines„alten Kämpfers" in der Partei Konrad Henleins tatsächlich mit vollem Rechte trägt, weil er s,mit Konrad Henlein gemeinsam die allerersten Arbeiten" dec" Bewegung vollbrachic""ist"eilie Feststellung, der durchaus nicht stur" historischer Wert beikommt. Mähr.-Neust8dter SdP-BUrsermeltter amttenthoben Die Bezirksbehörde in Sternberg hat über Betreiben, der Deutschen Gewerbepartei dem der SdP augehörcnden Bürgermeister Pw t s ch von Mähr.-Neustadt das Mandat als Mitglied der Stadtvevtreiung aberkannt und ihn auch gleichzeitig seiner Funktion als Bürgermeister enthoben. Petsch hatte bei den letzten'Gemeindewahlen auf der Liste der Deutschen Gewerbepartei kandidiert.- Im Jahre 1935 trat Petsch unmittelbar vor den Wahlen in die gesetzgebenden Körperschaften zur SdP ü b e r und kandidierte auch für diese Partei in das Abgeordnetenhaus. Ter Deutschen Gewerbepartei teilte er in einer Zuschrift mit, daß er aus der Partei austrete. Nunmehr beruft sich Petsch darauf, dafternachwievorseineBei« träge an die Gewerbepartei gelei- st e t h a b ei Wie sich diese Behauptung des Herrn Petsch. mit seiner politischen Ueberzeugung in Uebereinstinüstung bringen läßt, bleibt ein Geheimnis des Herrn Petsch und seiner SdP. ienden Frau durch die Unternehmer, kein Work gegen die Schundlöhne, die die Volksgenossen Unternehmer bezahlen, kein Wort gegen die unmäßig lange Arbeitszeit der Spitzenklöpplerinnen im Erzgebirge und gegen die elenden Preis«, die sie für ihre Erzeugnisse erhalten, kein Wort und .keine Forderung, die den Schub der kranken Mütter verlangt hätte. Nur„Volt" und„Heimat" lvurden oft in den Mund genommen, aber wie da» Volk in der Heimat vor Ausbeutung geschützt werden und wie er in der Heimat menschenwürdig leben soll, darüber wurde nichts gesagt. Jn der Ansprache Henleins kamen alle die" Phrasen vor, die aus dem Wortschatz der reichsdeutschen Führer bekannt sind:„Muiterschaft ist höchste» Glück",„ein Volk, da» Kinder hat, hstt die Zukunft",„Aufgabe der Frau ist es, mit den Männern mitzuringen und mitzukämpfen und wenn eS das Schicksal erfordert, auch m i t z u«, st e r'b c n" etc. Man hörte st nichts als Phrasen und immer wieder Phrasen. Interessant war e» auch, daß die bürgerlichen SdP-Damen von den armen Kmnergdinnen fein gesondert marschierten. TOdllche Rauferei Im Gemeinderat In der letzten Gemeinderatssitzung in Host e r I i tz in Südmähren kam es, lvie die„Bo- hemia" meldet, zu einem Streit zlvischen den Gemeindevertretern, der sogar in eine Prügclej.aus» artete. Sie nahm solchen,Umfang an, daß der Gemeindewachmann Müller ein- g r e i'f em mußte. Plötzlich erhielt der Bürger- mdlstcrstellvektreter einen derart festen'Stoß, daß er auf den Wachmann" stürzte, der dadurch einen Magenriß erlitt. Müller ist kurz daraus g e st o r« den. an den der zitierte Brief gerichtet ist, Egerer Funktionär der Henlein-Partei. Senawr Liehm— und er Muß es wissen, weil er Henlein die Verbindung zu den Mitgliedern und Funktionären der verbotenen Deutschen Nationalpartei herstellte— sagt in dem Briese klar, be*» Kallina an dem ersten Aufruf der Sudetendeutschen Heimatfront mitgearbeitet hat. Er hatte also Anteil an der Entstehung der neuen Partei und als Belohnung dafür soll er eine Legitimation mit der Nummer 20 erhalten, die Legitimation eines der allerersten Mitglieder .der Partei. Durchaus in Ordnung. Möge er sie bekommen i Aber den Aemtern soll das ein Beweis sein, daß die Henleinsche Sudetendeutsche Partei nichts anderes ist als eine Fortsetzung und verschlimmerte Ausgabe der verbotenen und aufge- lösten deutschnationalen Partei. Soweit das,„lkeskö Slovo". Tatsächlich beweist der-Brief Hugo LiehmS, dessen Echtheit an- des Original-Briefkopf» und der Original-Unterschrift del Schreibers, wiedergibt, lautet: X Prag, am 22, September 1987 . /Hugo Liehm• •" Luditz Herrn ..- Direktor Dietl Die SdP als Fortsetzung der verbotenen deutschen Parteien•-. Ein SdP-Senator überführt Henlein der Unwahrheit Bereit» unmittelbar nach der Entstehung der -Sudetendeutschen Partei, die am 1. Oktober 1988, wenige Tage vor der behördlichen Auflö sung der Deutschen Nationalsozialistischen Atbei« ierpartei und der Deutschen Nationalpartei, von Konrad Henlein durch einen Aufruf„An alle Sudetendeutschen" ins Leben gerufen, wurde,. tauchte die Ansicht üuf, daß diese Partei nichts andere»"«!» eine F o r t ssst tz u n g d e r" b e i- de n verbotenen

Konstanz-bedroht eine Mord- Hetz« unser Vaterland, dem wir unter Aufgebot aller unserer Kräfte dienen!" Damal» hofften die Vernunstiaen tn Deutschland, ErzhergtrS und Rathenau» Tod w^rde nicht vergeblich gewesen ffein. Die Erregung über die,polüischen. Methoden -der Feinde der deutschen Republik schienen Beweis genug, daß trotz der Riestnpropagandatund de» beginnenden Terror» der' Reaktwn der Siitst" für Recht uNd Unrecht. in? überwiegenden Teile der deutschen BolteS wach war./ Und-dieIöstrt dekretierten gesetzlichen Mahmchmen zum Schutz« der Republik ggvtk der sehnsüchtigen Hoffnung neue Nahrung, daß«» gelingen werde, da»i aufzubauen und siegreich-zu verteidigen, was seft Jahrhunderten von den Besten und Größten erträumt.worden— ein freie», große» Deutschland, anerkannt und geliebt chon einem freien, füedllchen, geeinten: Suropch \ Furchtbar wurden diese Hoffnungen ent- , Lieber Kamerad k Bor längerer Zeit hat Dir Kamerad Fritz Köllner mmegebin, di« Angelegenheit de» Kameraden Oihinar K a l l i n a, der bei der Haupt» stelle«seit dem. 95. Feber 1985, unter Mitglied»« Mittwoch, 20. September 1907 Am 26. September,, dem Geburtstage König Christians. X..von /Dänemark,' ift hie längste Prücke Europq-, di« Storströ m b r ü ck e, eingeweiht worden, die.«ine. feste BerhiNdustg zwischen den Inseln Seeland-und Falster bildet. Sie besitzt neben den Eisenbahnschienen einen 6 Meter breiten Fahrdamm und einen 2 Meter breiten. Fußsteig, Der Oberbau, der. auf 51 Pfeilern ruht, besteht aus 21 Bogen mit etwa 60 Meter Spannweite^ Die Ritte/Wird aus drei größeren Bogen von 102, bzw. 186 Meter Spannweite gebiltzet.sDie freie Höhe unter,der Brück« beträgt 26 Meter. Das neue gewaltige Bauwrk hat etwa. 40 Millionen dän. Krönen gelostes. Seite 4 NAesneuiMitm Aus dem Schatzkästchen der Kommunisten Vie nickte anderes wollen und nio etwas anderes gewollt haben als den Sozialdemokraten, koste es was es' wolle, die Hand zu reichen. Ex cathedra Sozialdemokratie und Faschismus sind Keine Antipoden, sondern Zwillinge! (Stalin) Objektivität Der Faschismus ist eine Kampforganisa- tion der Bourgeoisie, die von der Sozialdemokratie aktiv unterstützt wird. Die Sozialdemokratie ist objektiv der gemäßigte Flügel des Faschismus, (Stalin) Immer schon gesägt Wir Kommunisten sagten den Arbeitern, daß die deutsche Sozialdemokratie in der Periode der Novemberrevolution 1918 und nachher eine bürgerliche Partei war. Sie ist es auch geblieben. (O. Pjatnlzki, vorläufig noch nicht Hingerichteter Kominternthcologe) P r ophette Die Nazis werden der Sozialdemokratie nach und nach die Presse wiedergeben und dann ihr erlauben, ihre Demagogie fortzusetzen, die sie bis zum Machtantritt Hitlers getrieben hat. Jetzt ist die faschistische Diktatur noch zu schwach, um sich auf ein so riskantes Manöver ohne dringende Notwendigkeit einzulassen, aber nicht so schwach, daß sie ohne: dieses Manöver nicht auskommen könnte. In dem Maßg, wie sich die Ereignisse entwickeln, wird eine Situation entstehen, wo der Faschismus Ohne„linke“ Dek- kung nicht imstande sein wird, sich zu halten, und dann wird er die Sozialdemokratie als„linke,‘ Partei ausnutzen, um zu verhindern, daß die Arbeiter zu den Kdtnnfunisten übergehen. Es wird einer sehr gründlichen Arbeit der KPD bedürfen, um die sozialdemokratischen Arbeiter zu überzeugen, daß die Sozialdemokratie Schuld ist an der Machtübernahme der Faschisten in Deutschland. (Dar gleiche PJatnlekl Im Jahre 1833) Alle mal her hörenf, "Die Kommunisten müssen die Arbeiter- ■ klasse überzeugen, daß die Wiederherstellung der SPD-Organisationen und der sozialdemokratischen Führung der Gewerk'sChdfte’ri unzulässig ist.. (ZK. der KFD. im Jahre 1933) 1/ i tw in ow, ein Agent des 1 mpe- rialismusf Gleichzeitig schafft die französische und die englische Sozialdemokratie eine neue ideologische Hülle für die imperialistische Politik ihrer Bourgeoisie in der These vom Kampf der Demokratie gegen den Faschismus.“. (Fr. Heckert) , Trotzkismus Die Ereignisse in Deutschland versetzen den demokratischen Illusionen der Arbeiterklasse in den kapitalistischen Ländern einen schweren Schlag. (Fr. Heckert) Ehrliche Demokraten In der Zeitung„Manchester Guardian“ erklärt der Sozialfaschist^Trotzki als Ursache der Machtergreifung Hitlers, daß die KPD keine Einheitsfront mit der SPD auf dem Boden der einzigen für die Sozialdemokratie annehmbaren Plattform geschlossen Habe: „Verteidigung der parlamentarischen Regie- an aktiv Deutschland zur Verfügung. Als ein» zigcr im ganzen Lande erkannte er' bereits im eisten Kriegsjahre den drohepden Rohstoffmangel und organisierte als Leiter der Rohstosfabtdt- lang im preußischen Kriegsministerium die KriegSlvirtschastsgesellschasten zur Beschaffung von Chemikalien, Gummi, Baumwolle, Roßhaar etc. etc. Und als im Winter 1014 die Stickstoff» Versorgung knapp zu werden begann, war.er es, deut es gelang, den notwendigen Salpetkr auf« zuvringen, bis genügende Mengen erzeugt werden konnten. Seiner Initiative war es so zu danken, daß Deutschland die vier Kriegsjahre der engli» scheu Blockade standzuhalten, vermochte. Mit zusammengebissenen Zähnen tat er das Seine für sein Volt, das nun einmal in den Krieg geführt worden war,, den er so leidenschaftlich verurteilte.■ 1918, als Ludendorff die Kapitulation vorschlug, war es Walter Rathenau, der in der „Vossischen Zeitung"• zur allgemeinen Volks« betvasfnung ausrief, um dem Bankerott zu entgehen, und einen ehrenvollen Frieden zu erzwingen. Ludendorff lehnte diesen Rat ab und er hatte recht, denn das deutsche Volk war zu einer Gegenwehr nicht mehr in der Lage. Praktisch war daher Rathenau» Ansicht in diesem Falle nicht von Bedeutung,, prinzipiell bedeutete sie aber, von heuse gesehen,«ine fürchterliche Anklage gegen alle diejenigen, di«! ihn gerne als-Verräter, hinstellen würden, um ihre Untat.,zu. entschuldigen. Später, als eS zu Persaille» kam, stand Rathenau wieher auf und riet der Regierung hu demissionieren und nicht die Verantwortung für den rung und der gewerkschaftlichen Massenorganisationen.“... diese gaunerhafte Plattform, die sogar ein Wels den Kommunisten nicht ä/izubieten wagte... (Fr. Heckert) Die Konsequenzeh Wer kann bezweifeln, daß es den Kommunisten ernst, sehr, ernst ist, mit der Verteidigung der Demokratien (Ein Funktionär der KPC.) Gesandter Fan Masaryk dankt im Flamen der Familie vorläufig aus diesem Wege herzlich für die so zahlreichen und lieben BeileidSkundgtzbun- gen, auf die alle sofort persönlich zu antworten ihm unmöglich ist. Schaffung eine- Prästdente».Sitzes in-der' Hohen Tatra. Bereits vor längerer Zeit ist,/bekanntlich der Plan aufgetäücht< einen gelegentlichen Wohnsitz, für den Präsidenten der Republik in der Hohen Tatra zu schasfenl Nachdem nun-so-, wohl die Bezirksbehörde. in Käsmark. wie' die Zentraltzireltion der Staatsbäder für die Verwirklichung dieses Planes eingetreten sind, wurden auch bereits die einschlägigen amtlichen Erhebungen, bzw. Vorbereitungen durch das Landesamt in Preßburg sowie das Gesundheitsministerium eingeleitet. Es soll ein für den gedachten Zweck geeigneter kleiner, aber repräsentativer Neubau iM-Kurpark von Tatra-Lon^ih mit der Front zum Fceiheitsweg errichtet und seinem, Zweck feierlich am 20. Jahrestag der'Republik Übergeben werden.(DND) Mord durch Zigeuner. Am 12. Oktober 1926 wurde in den Nachmittagsstunden in einem Ausschanke die Leiche der 60jährigen Gastwirtin Marie Drick gefunden, die in den-Mxierei- gebäuden beim Kloster Tepl wohnte. Nach dem Morde würde eine Reihe von Personen-verhört,, doch konnte ihnen die Tat nicht nachgewiesen werden. Bei der Untersuchung eines Diebj?abltz und anderer Straftaten stellte setzt eine Patromlle der Gendarmerie-FahndungSstation in Pilsen unter Mithilfe der Gendarmerie-FahndungSstation ist^ Vertrag auf sich zu nehmen, vielmehr diese den Westmächten zu überlassen, sowie diejenige für das Lehen der 65 Millionen Deutschen im Herzen: Europas. Auch diese Stellungnahme" erscheint von geringer praktischer, jedoch von großer prin-' zipidller Bedeutung, um so mehrmals cs Rathenau kaum einige Monate.später' war, der,'atz die Verträge doch unterschrieben worden waren, als vernünftiger' Realpolitiker auch angesichts. der 182 Billiarden Goldmark RepgrationSschulden nicht• hysterisch wurde, sondern ein. politisches Konzept entwarf, das die. Erfüllung bis. zur Grenze des Möglichen enthielt» mit. der-BorauS- ficht, auf diese Weise im entscheidenden Augenblick' am'meisten zu erreichen. 1919 reist« er als deutscher Delegierter nach Genua, wo did erste Wirtschastskonferenz- nach dem Kriege tagt«. 1920 trat er der. deutschen Sozialisierungskommission bei,'1921 wurde,-er- Wiederaufbauministcr im Kabinett Wirth, 1922 Außenminister und als solcher, Vertretet'Deütsch«) landS in Cannes, Genua uüd Rapollo. Der Vertrag mit Rußland und das Uebereinkommen bezüglich der Reparations-Sachlieferungen■;■ waren seine Werke. Seine PerfiM erAeckte Vertrauen ,ünd erreichte, wa» in. jener Atnmstzhäre der-Bit»' terkeit ünd-Not überhaupt zu«rrdichdn war. Da-' deutsche'biographische Handbüch,- herausgegeben vom Verbünde deutscher Akademien,,'schreibt-där- über:„Die Zücht seines- Wtll«ü», die- upbdzwei»' feibare Reinheir ünd Höhe-sesneS-StteheNS,' die .erstaunlich« Füll« von/ MWdWp Aßts.-Keftnt8 Missen, di«-Scharfe ünd:Weite- seine» Geistes machte feine 1 Person zu einer pSlitischeNPotenzl Eger und der Gendarmerie der Stadt Tepl fest, daß. der Mord von den Zigeunern Josef S e r y- nek, Josef B a jS. und unter Beihilfe'des Robert J a n.a i.e k ,und Alois F l o r ianauSgeführt wurde. Ianaöek, der eine zweijährige Kerkerstrafe in Kartouzy, verbüßt,' wurde, nach Pilsen gebracht, wo.- er-sich, nach einem, zweitägigen Verhöre zur Mittäterschaft bekannte. Auch Alm». Floriän hat ^ein. volles. Geständnis abgelegt.!- . Zchnemhalb Stunden. über den'Atlantik. Dienstag um 8.40.Uhr traf in Föhne» in. Irland das-britische Wasserflugzeug'„Cambria" ein, dar aus.Botwood. geflogen kam und einen neuen Rekord in der Ueverfliegüng der Atlantik mit/' einer Zeit'von 10 Stunden 88 Minuten'aufstellte.' ' Ist ein«'Baseler Maschinenfabrik explodierte Dienstag- ein Luftkompressür^ BIS jetzt wurden f ü n f T o't'e geborgen.-Elf-Schwerverletzte wurden inS Krankenhaus gebracht. ----Der Sinn' d«S> Reich-Parteitage» zuMrn- berg. lieber die Reichspartcitage wird viel geschrieben, über' ihren'. Wert und' ihrepolitische Bedeutung^wirtz. viel gestritten...' Hören wir.un»' nun einmal an, was' von' kompetenter Seite Wer'den Sinn dieses großen Treffens'gesagt wird. Lassen wir ünS einmal erzählen, was-di« SS'zum letzten Sinn ihre» DaflinS erhebt: :„Der Stäub de» großen' Kasernentzofe, wirb el-t« nur's o ho ch- daß manche Gruppe zuweilen überhaupt nicht z u'seh e n war, als ob sie vom Erdboden verschwunden wäre.: Aber die Gesichter bleiben hart und^entschlossen.. Man sah -«» den Männern ein, daß-sie bestrebt waren, den Anforderungen-nüch bestem Vermögen, gerecht-zu werd'en-und die Leistungen bis zum Gipfeldtr Bollköchnrenheitzu-steigern. Bit zu der VollkommenWj, die-erreicht werden.mußte,- um ein-starkes GünzeS zu. bilden und so al» geschlös» scne Säule, auf-Disziplin'und Ordnung, auf-Wol- lest und Treue stufgebaut/in Nürnberg den.FWer grüßen zuMtfen/(Nürnberg-Bericht der Leib- - standarte Adolf-Hitler» voM 16. September 1987 im^Schwarzen Korps",' Seite"ä.' in'FettdrUck.)' Ja,"Staub aufwirbelnl' Däs'können.sieseit ch und je.'':'-! » r.. Es sollte im AuSlande. Beachtung. und Achtung' für Deutschland: erzwungen werden., Dies hat er getan uüd-kein stndfrer'konnte' eS'tun"'.* - Doch die Kzigeln-waren- für., ihn. schön' ge- gossen. Die PröpügaUha-'-ünd-Hetze gegen ihn hatte-e» leicht,:er- war! ja- Jude 10'So'würde er, der. lange-Zeiüwon'link» al» Kriegsverlängerer abgelehnt worden war.ial»„Verräler- gestempelt und abgefchoffen.- Nachher,- da die- Wut ukld das Entsetzen beS. Volkes das-günzä' Reich-i ergriff, zogen sich die Hintermänner'der-Mörder-!feige zurück.- Erschütternd,' wenn wir-d'je reäktiönäre Presse von-damals- lesest-tznd^finden, Mie-fle.-'üvr tmnmehr- fünfzehn''Jdhren, genau-wie heute'sn ähnlichen'- Zöllen','' dem-- Publikum- weismachen wollte,' der-Mord sei vermutlich von Elemente» des kommunistischen'Auslandes-od'er, von Agenten eines Geheimbundes-betzan'gen Woiwenl-Später fand man dies'jfür".WekflüssIg-ruitb,'.heute-feiert man offen die beidest- Drhetzüm Mordbuben Kern üNa FMer, atz' Helden',ufid!M8Dii!er.. An,festem 26/^pni-ÄM2msAß^ xtzej-üsta Frau in dersiillen Grunetvaldvjlla in.der Königsalle«, die Mütter-de» Ermordeten, Mathilde Rathenau, und schri^- an- die Mstttex-d«S> Mörders:„Fn.namenlosem Kchm«rzc reiche ich Ihnen, Sie, ärmste' aller Frauen,- die Hand,' Sagen Sie Ihrem- Hohne^dah.'- ich ihm im Namen und-im GeiM^dtz, Srmörhefiin/-v-pzeihe,.... Hätte er meinen Sohn gekannt, Mr edelsten Msnschey, den dMMd^'^tuchi-tz>h,/sich,hsUbsli gerichtet'M)Mey Dn ä-tzw'KeirF'j'FÄ^Hrsf!^ Nr. 22» Schweres^utounsIUch In prsg Beliube in dl« Moldau gestllnt Dienstag gegen 18 Ühr^kam es bei der Prager- Lech-Brücke. zu einem/ ZusammenWßj zwischen^wei AtitoSi wobei das eine Auto, ds» von dem Chauffeur Josef FH d a aus. SpüliNö Poriöi bei Pilsen' gelenkt wurde,: nach dem Zusammenstoß auf'den- Gehsteig- auffuhr,, das Gin länd'er durchbrach und' kopfüber etwa siebest Meter tief auf den Moldaukat.stürzte.: Der Chauffeur, zwei ntitfahrestde Frauen und ein zwölfjähriges Mädchen; wurden sehr. schwer verletzt und muhten.ins Krankenhaus geschafft werden. Es handelt sich um di« ÄrztenSgattiu Franziska Sykora aus SpLleUS Poktifl und um! die BeümtenSgattiu Lorenc mit ihrer Tochter aus BkevNov. Das Auto würde völlig zertrümmert. Da» zweite Auto, das von düst' Privatbeamten Wilhelm.Grund aus ZiZkov gelenkt wurde, wurde beschädigt, Moderite Odtzssee. Äach Stanislau ist mach 28jährigem Aufenthalt im Fernen Osten der- dort zuständige, Eduard Skrlnger zurückgelehrt,' eist- ehemaliger österreichischer Marineoffizier, der 1914 Kommandant, eine» Unterseeboote» sttzr. Da» Unterseeboot würde zu Beginn der Kriege»' vernichtet und man nahm damals an, da» Skrin» ger mit den anderen Mitgliedern der Besatzung umgckommen sei. Daher erweckte die Rückkehr SkringerS vor einigen Tagen in Stanislau grizß« Aufmerksamkeit:' Seinen Erzählungennach-wurde er mach Versenkung des Unterseeboote» von cinfr Fischerbark« an Bord genommen, Lange Krankheit und andere Strapazen, die ihn verfolgten,-hinderten ihn beinahe-durch ein Bierteljahrhundert daran, in di« Heimat zurückzukehren. Der-brave Al Capone. In dem,bekanntest. Gefängnis Al Catraz guf einer Insel, bei San Francisco' revoltierten.- etwa 100 Häftling« und brachten den Wächtern Verletzungen bei.''Al C a p o n e, der gleichfalls in diesem Gefängnis eingekerkert ist, nqhm. an. der Revolte nicht teil. Spanische FlüchtlinzSkinder in Dänemark. Aus Santander und.anderen baskischen Städten sind 80 Kinder in. einem Kopenhagener Heim ün« tergebracht und weitere, zunächst bS. werden'än den nächsten Tagen. eintreffen. Sie werden,', wie die vorher- nach England gebrachten,-nach und nach in Familienpflege überführt,: auchrfind- bereit»: einige von dänischen. Eltern.«dopckiert worden.: Viel« der Kinder haben zum:Teil erheb- liche Verwundungen:von- Granaten« und Flugbombensplittern und-werden: unentgeltlich von Aerztsn behandelt, auch:Zahüärzt« hüben sich- zur Verfügung gestellt, um imterStg,:'i-' Prag, Sender ll! 10.95: Deutsche Preffe, 14: Deutsche. Sendung:-Unter- Herbststernen.Gedanken- und Gedichte, 17.10: Liederkonzert, 17.50-. Deut-. sch« Sendung:.„JugeNdsttzstd«!'. Dg, Mikrophon.'der Jugend t'Dpiel und Lebcn.,18.2ü: Landwirtschaft,- 18.45:. Deutsche Presse,-18.55: An» dem deutsch« Kulturleben.:— Pr»z, Sender II r 14.20: Deutsche Sendung:-Kleist«» Solistenkonzert, 14.55: Deutsch» Preffe, 18: Salonorchester.--- Brüstg 11.05: Sa-. lonorchester,lSB0:DeutscherSrbeIt,markt^l7,40;, Deutsch«- Ardeiterseudun,, 20.55: Populär«,.Rund«> funkorchesterkonzert. Preßburg 15.80:. Rundfunk- orchesterkonzert.— Mährisch-vftra» 18.10: Deutsche Sendung: Pfeifler: Petr',Äezrücj. Lebest-,Md's Werkj-19.'1ö:-Mstdftmkötcheft«rkistt»ttti''''--^'-'-s> Mittwoch, 29. September 1937 Seite 8 IMfowirtediflft und Sogitt^wUtifc AD iwn Bestes Licht ist-hierfür gerade gut genug. OSRAM*Q-Lampen geben gute» und billige« Licht. Benutzen Sie Innenmattierte OSRAM-|0]-Lampen; Ihre Augen werden es Ihnen danken. Tschechische Tabakarbeiter Der Verband der Angestellten der Tabakreaie Pelt seinen VII. Verbandst»« am SS. und 27; September In Prag ab. Nach Ansprachen von Abg, Tatzerle und Senat« Dundr, berichtete der Ver- bandSfekretär Noväk, daß der MItgltederftand in de» drei Berichtsjahren um 19 Prozent gestiegen ist, obwohl die Belegschaften kleiner wurden. Der Ver- bandSwg, sprach sich in Uebereinsssmmuna mit der Rede Senator Dundr» n. a. für. die Verkürzung der Arbeitszeit auf 49 Stunden ohne'Lohnkürzung au». die Dekalumenlampe mU dem Garantiestempel hohe Wirtschaftlichkeit.■ Walter Kolars: Dm RefllHi« Blum Organisationen«rhaltM Rabatt. Zn beziehe» durch die Zentralstelle für da» Bildungswesen, Prag XII., Slezskä 19»de« durch di« Kolporteure- Die„P a s l'e i N a tioüalzet t u n g" schreibt:.„Da» Wertvollste an. Kolarz' Schrift" ist Übrigen» nicht ihre politisch« Haltung, sondern die Tatsache,' tast sie«in lebendige» und eindrückliche» Bild der Minner gibt, die Blum» Werk getragen haben und großenteils noch heute tragen; diese klei» neu Porträt» der französischen Volksfront-Politiker, so weit sie auf die Gestaltung der Blum'schen Reformen einen wesesttlichen Einfluß hatten, sind über« V au» instruktiv, u>td wer sich unter den viele» neuen ' Kamen der Volksfrontregierung auskennen möchte, greif«-zu dem kleinen und leicht lesbaren Büchlein.": Neu« Forschungen über di« Natur der Kröten, gift» haben ergeben, daß diese de» pflanzlichen-««,. giften.«rstick«» lassen, entzieht da» Magnesium« optzd dm Jnsektenkärpern große Mengen Feuchtigkeit und veturßrcht so fhren Tod. "'"Ä"""**" Auf benutztm Papiergeldscheinen hat man u. a. folgende Keime gefunden: Drtchöphvtie-Pilze(Bartflechtenerreger), Eitererreger, Typhülbazillen, Diph- theriestäbchen, Eholeraviorionen, TetanuSbazillen u>ü> Tuberkelbazillen. Mache dieser Keime könne«! sich mehrere Tage aus dem Papier am Leben er- ^hatten, S‘ DimSiag um 12 Uhr mittag» fanden sich sämtliche BerbanbStag»t«ilnehmer im Altstädter Rathau» «In. Nach einer Kranzniederlegung beim Grabe de». Unbekannten Soldaten erfolgte im Primaiorensaal «ine Begrüßung der Gäste seitens de» Primaiorstell« Vertreter» Kellner und nachher eine Besichtigung de» ganzen Rathaus«». Tschechische Bergarbeiter Nach dreitägiger Dauer wurde der X. ordentliche Kongreß des Verbandes der Bergarbeiter, der unter Beteiligung, von 110 Delegierten und 4Q Gästen, von denen drei au» dem Auslande waren, stattfand, am 28. September beendet. Die Ber» Handlungen am Montag waren mit den drei Hauptreferaten und der Debatte darüber ausgefüllt. Abgeordneter Brojtk sprach Wer die Lage in der Bergbauindustrie und Wer da» weitere Vorgehen, Dr. Viktor Haas(Mährisch- Ostrau) über den sozialpolitischen Schutz und die Versicherung der Bergarbeiter und MUDr. Karp" (Mährisch-Ostrau) Wer die Berufskrankheiten im Bergbau: An der Debatte Wer diese Referat« beteiligten sich 17 Redner. In der Schlußtzevhand« lung am Dienstag wurden die' entsprechenden Resolutionen, die in gedrängter Form die Forde-* rungen der Bergarbeiterschaft enthalten, die von® den drei Hauptrednern ausführlich behandelt wur-- den, einmütig angenommen. Der Kongreß nahm e sodann einmütig die vorgeschlagenen Kandidatenlisten für das neue Präsidium, die Vertretung und die Kontrollkommission de» Verbände» an. Zum Verbandsvorsihenden wurde Abgeordneter B r o»Staat»bah«n«fiadm.tour etwa 89 -Organssassonen.' An» am nächsten stobt die,»lsni«".. Mit ihr sind wir al» freigewerÄchaftlich« Organisation auf da», engste verwinden. Al» Basis unserer Zusmnmenävbeit gelten die Vereinbarungen zwi schen dem deutschen GetversschastSbund und dem OSdi«L..T.I, oder «ine berühr-angeschlossenen Obgantsarisnen,, zu denen er. früher freundschaftliche MjkiWMt' - unterhielt, informiert, hätte. Seit dem 26. Mai aber hat weder die I. T. g. noch«in« andere Stelle außerhalb/Dane zig» von Wiechmann«in Lebenszeichen erhalten. Das verdächtige Ablenkungs-Manöver der Dans" ziger Nazis läßt befürchten, daß Wiechmann. von ihn«» nicht verschleppt, sondern ermordet wurde». G s Cette« „SaMittbemifftiti 1 Mittwoch, 29. September 1937. 9bt. 299 Auslegungskünste um eine Rundreisekarte Kunst und Wissen VmnsnuMchten £iteralur sind zwei prächtige, I„Tchlestsch« Lieder", Ernst T ö mmer:.Botschaft l Rußland. Elizabeth Allan unk Warner Barter. in dem Film„Der letzte Sklavenhändler". Ein Analenschänder. Gestern um 11 Uhr vormittag» sprach in Wrschowitz«in Unbekannter einen Schüler an, der eben an» der Schule kam, und behauptete, er sei ein Detektiv; der Jung« solle.'mit ihm in den nahegelegenen Hurpark kommen. Der Knabe folgte»ihm, worauf der Mann, ihn im Park entkleidete und unzüchtige Handlungen mit ihm vornahm. Di« Personrbeschreibung de» Betreffenden ist der Polizei'bekannt und die Nachforschungen nach ihm wurden eingeleitet. Di« Polizei macht die Eltern jedoch ausdrücklich darauf aufmerksam, den Kindern einzuschärken, ja mit keinem Unbekannten zu gehen Atui, Prag:- . Aiwschußsitzung am Mittwoch, den29.'S«piem- ber, pünktlich um 8 Uhr abendl im Bildungtperein, Smeiky 87.■-i-, Ü u., dat StationSaMt, sondern'lediglich die Staats« bahndirektion Prag zu dieser Rückvergütung berechtigt sei, wozu natürlich ein Gesuch eingebracht werden müsse.■ Die betreffende Dame versabte da» Gesuch und schickte e»"an einen Prager Bekannten, damit dieser die Angelegenheit bei der Staatrbahndirektion Prag kurzerhand zur Erledigung bringe. Auch bei dieser Amtgsielle hielt man durchaus- dafür, daß da» Verlangen nach Rückzahlung gerechtfertigt sei, leider, sei aber nicht die Staatrbahndirektion Prag für diese Amtshandlung zuständig, sondern die Staatrbahndirektion Olmütz, in deren Bereich di« Rundreistkarte ausgestellt worden war. So ging denn ein neuer Gesuch an die Osinützer Direktion ab und nach einiger Zeit erfolgte von dort au» der folgende scharfsinnige Bescheid: Zwar bestehe an und für sich In solchen Fällen, wo e» sich nur um ein formelle» Versehen handle, ein Anspruch auf Rückzahlung de» zusätzlichen Fahc- preise». Aber... E» sei nachgewiesen, daß die Ansucherin di« Strecke Prag—Saaz nicht unter Benützung der Rundreisekarte zu rückgelegt habe, sondern auf eine gewöhnliche Fahrkarte. Daher seien die Kilometer Prag—Saaz nicht i n die Rundreiserout« einzurechnen. Die» habe aber wieder zur Folge, daß die Gesamtkilometerzahl unter 700 sinke, womit auch keine»sivrozentige, sondern bloß eine 88prozenilge Ermäßigung anaerechnet werden könne. Nach der detaillierten Aufstellung de» scharfsinnigen Referenten ergab sich auf diese Weise lediglich ein Ueberschuß von einer Xi und etlichen Hellern..,,. Man,geht wohl nicht fehl, wenn man annsinmt, daß der betreffende Beamte der Staatsbahndirektion Olmütz sehr stolz war auf'diese» Pröbchen scharfsinniger Au»legung»kunst, da» vermutlich auch man« ibem seiner Borgesctzten gewaltig imponiert hat. Ein« andere Frage ist, ob sich eine solche Prari» mit den Aufgäben der Eisenbahnverwaltung al» kaufmännischem Unternehmen vereinbar ist. da» seinen Richm eher darin suchen sollte, den Verkehr mit. seinen Kunden möglichst reibungslos zu gestalten und nicht darin, durch haarspalterische AuSlegungSkünste zu glänzen. und sofort'die Wache zu verständigen, fall» jemand sich ihnen nähern sollte. Pech auf der Schwarzfahrt. Vorgestern abend» überschlug.sich in der Kocngasse ein Kraftwagen, dessen unbekannter Lenker nach dem Unfall davonlief. Da» Auto wurde zertrümmert, der Kotflügel «ine» anderen Auto», da» beim Gehsteig stand, beschädigt. Der Besitzer de» verunglückten Wagen», .gab an,, daß ihm'ein" Bekannter namen» Hoteäek aus Warnsdorf feinen Wagen ohne sein Wissen entführt habe. Di« Nachforschungen wurden eingeleitet. In Flagranti. Fräulein M. R., die gestern ihre Eltern in ZIjjkov besuchen wollt«, ertappte in der leeren Wohnung einen unbekannten Mann, der behauptet«, er suche die Hausmeisterin und habe hfe Wohnung offen gefunden. Sie ließ ihn verhaften, wobei in.ihm'der 80jährige Jan Miegel aus Karo- linenthal sichergestellt wurde. Ein Bündel Kleider und Wäsche hatte er schon zum Mitnehmen vorbereitet; bei der Leiberdurchsuchung wurden noch zwetMadonn« nbilder gefunden. Er wurde nach Rankratz eingeliefert. Da» Geld in Volk», und Weltwirtschaft von Dr.> Oskar Engländer.. Verlag Rudolf M. Rohrer, Brünn,■ Wien, Leipzig. Au» dem Nachlaß de» jüngst verstör-' denen Nationalökonomen' der Prager Deutschen Uni- versität Dr. OSkar-Engländer hat sein Schüler Weif ner Stark ein nicht ganz 200 Seiten stärke» Büchlein herauSgrgeben, da» eine volkstümliche Einführung in die hetzte so entscheidenden Probleme de» Geldwesen», ist. ES wird da eine- eingehende Erklärung der Funktion de» Gelder, im sichern und äußern Wirtschaft»- und Zahlungsverkehr gegeben und dann auf die Fragen der automatischen und. manipulierten Goldwährung, der Deflation und der Devalvation eingegangen. Einen Anhang bildet eine allgemeine WährungSgefchicht«- mit besonderer. Berücksichtigung der Geschichte der tschechoslowakischen Währung.— Da» Büchlein' ist wohl klar geschrieben,' aber doch nur für den gebildeten. Laien, verwendbar. Für die Massen der Bevölkerung, ist e» zu.abstrakt und wesst zu wenig Beispiele äu» dem praktischen Wirtschaftsleben. auf. Der Bersuch.de» Berlage», eine Reihe volkstümlicher volkswirtschaftlicher Schriften berauS- zugeben— im Borjahre ist mit einem. Büchlein über Sozialpolitik von Werner Stark der Anfang gemacht worden— ist gußerordentlich. verdienstvoll, nur müßten die folgenden Schriften so, gehgltdn sein, daß jeder intelligentere Arbeiter oder Kleinbürgerssi« mit, Nutzen,, sind.Interesse lesen kölsches. B.^St." Die Tschechoslowakische Republik. Ihre Staats- idre in der Vergangenheit und Gegenwart,. Prag 1987, Veritas-Berlag I. llüwe», Prag ll.,.Späl«na- u^86.—;Sa8 vorliegendeserk sind zwei prächtig«. Leichtathletische AlannschastSwettkämPfe der Prager DTJ fanden am'Sonntag auf dem Btzso- öaner DTJ-Sportplätze statt, an welchen vier Team» teilnahmen. Siegreich blieb die Mannschaft der DTJ Zi.lkov vor Vysoöanhl, Prag I. u. V und Vysokany II. Die wichtigsten Einzelergebnisse sind: «0 Meter: Rtidl(Vtzsoänay) 7.4 Sek.; 490 Meter: Schuster(Zizkov) 57 Sek.; 1500 Meter: Kolin (Zijikov) 4:81.8 Min.; 4X100 Meter: Zijjkov.50.1 Sek.; Kugel: Bursänek(ZiZkov) 12.16 Meter; Diskus: Zitek(Vysoßany) 87.48 Meter; Speer: Schuster 48.66 Meter; Weissprung: Rhdl 6.51 Meter; Hochsvrung: Szebinovsky(Zijkov) 1.64 Meter; Dreisprung: Rhdl 18.68 Meter.— Im Rahmen dieser Veranstaltung wurdet auch ein Schüler-Meeting durchgefithrt und dessen'wichtigsten Leistungen u. a. waren: 50 Meter: 7.9 Sek.-, Hochsprung: 1.87 Meter. Weissprung: 4.25 Meter, 4X59Meter: 88.6 Sek.»- . Sowjet-Leichtathletik will an de» Europa- Meisterschaften teilnehmen. Der französisch« Leichtathletik-Verband(bürgerlich) unterbreitet« der Internationalen Leichtathletik-Föderation da».Ersuchen um Bewilligung de» Starts der Sowjetathletik bei den Europa-Meisterschaften im Jahre 1988 in Paris. Sowjetrußland» PhtzSkultur— die oberste Sportbehörde-—beabsichtige, auf diesem Weg« den sportlichen Verkehr mit der übrigen Wüt aufzuneh- mcn. Diesem Verlangen stehen freilich die scharfe» Gegensätze Italien» und Deusschländ» gegenüber, welch« in ihren Kampf gegen alles Sowjeirusstfche auch dieses im Sport wie der Teufel da» Weihwasser fürchten. Der Teplitzer FK war Dienstag feit, langer Zeit wieder mal in Prag.«Sein Gastgeber Slavia trat zwar nicht mit kompletter Mannschaft an.' aber es langt«, nm di« Teplitzer mit 5:8(2:2) zu besiegen. Glan» und Elend im Borsport. Kein.ausgesprochen sportlicher Verdienst, wähl aber riesige» Kapital liegt in manchen ehernen Fäusten der erste» Weltgarnittzr- der Profiboxer. Einer der Klügsten dieser Gilde war Tunney, der sich mit mehc al» drei Millionen Dollar» au» dem Ring zurückzog, «ine Dollar-Erbin heiratet« und sich seither auf verschiedenen Gebieten de» Wissen» beschäftigt, Nicht all« aber boxten und waren so klug und umsichtig^ trotzdem auch ihnen ihre Fäuste manchmal märchenhaft viel Geld verschafften. So der einst viel- gefeiert« Negerboxer IJack Johnson. Er btochtt viel Geld herein, warf e» ebenso prompt, und scheffelweise wieder fort und endete al» da», wa» er vor seiner großen Karriere schon war: algLaqdstrej» ch e r! M» reichster Boxer seiner Zeii galt Jack Brittan. Der Verwalt«« seine« BevmSgen» ent, hoben ihn verfehlt« Spekulationen. Gleich und ähnlich erging e» Ted Lewi», der sich mit einer bescheidenen Million Dollar» in» Privatleben zurückgezogen hatte. E» gibt der Besspiel« noch viele. Wir schließen da» Kapitel msi der Erinnerung an Frankreichs größten Boxer, an Carpentier, der heute— nachdem sein Vermögen.gleichfalls den Wegin» Nich t».gefunden hat und seine«inst lebhaft besprochenen Ftlmversuch« gänzlich fehlgeschlagen sind — in Tingeltangel» auftritt, ihn Irten. zis können. Lehrreich sind jedoch diese Schicksale:po» einst mühelos reich und berühmt Gewordenen^der Boxg« schichte. Sie zeigen, daß man da», wa» man zu leicht erringt, leicht wieder verliert.'■ Prof. R. Finzi, Anfänger. Fortgeschrittene, Konversation:.Französisch", Frau M. Juhn, Anfänger, Fortgeschrittene;„Englisch",' Frau M. Juhn. Anfänger, Fortgeschrittene;.Russisch", Prof. Bulgakow. Alle Spracheickurse wöchentlich eine-Doppelstunde. Für die Freizeit.„Skigymnaftik", Grete Tori, 5 Stunden;„Cchberssonbridge", F. Bodausktz, Anfänger, Fortgeschritten«;.Wie.sammelt man Briefmarken", Emil Adler, 5. Stund»»;.Marionetten- thdaitr Z. Z. T.", Aufführüngen;„Ütaniä-Rtidiö- bund";.Uiania-Ko»mo»-Sanid««und";.Urania« KoSmol-Reisedienst", GemeinschastSreiscn. Kurse für die Jung-Urania.(Jeweils nach Anmeldung von 20' Teilnehmern.).Mal- und Zei- chcnkur»". Lie Münzer;„Baftelkurr";.Deussch- Tfchechische Nachmittage";'.DiSkussionSnachmittage"; „SprechbÜhnc für Mittelschüler";.Jugendkonzerte" und.Dichterstunden";.Sport- und Körp;rbild»ng"; .Montessori— Hau» der Kinder" und.Kindersprachkurse". Edith Nowak, Auskünfte bei Nowak, Urania-Haui;.Theatergemeinde", Auskünfte Urania-Kanzlei.' Vie Masaryk-Volkshochschule der Präser. Urania 1937-38 Programm de» ersten Semester» Technik und Bildung. Sonderreihe. Hauptleitung Dr, Jng. E. Schwarz..Maschinentechnik", Dr. Jng. E, SÄvarz, 6 Stunden;'.Elektrotechnik", Jng. I. Schweizer und Jng. E. Puluj, 6 Stunden;.Verkehrswesen". Dr. Jng. E. Schwärz, 6 Stunden; .Röntgen, Radium und Chemie", Univ.-Doz. Dr. Hermann, 6 Stunden;«Architektur und Bauwesen", Techn. Doz. Dr. Lang. 6 Stunden;.Technssche Aktualitäten", Leitung.Dr. Z. Harvalik... tz Allgemein bildende Kurse.„Ethische Probleme", Dr. Felix Welisch, 4 Stunden;.Da» Schicksal der Vernunft", Dr. Stcelewitz, 5 Stunden;„Einführung in die KunstPsYchoIogi«",Dr. O. Reich, 5 Stunden;.llllcifterwerkc der jüngsten Weltliteratur", Heinrich Fischer, 5 Stunden;.Wa» soll un» Dichtknust bedeuten?", Dr. G. Adler, 5 Stunden;„Volks- tiimliche» VortragSwesen", Han» Multerer, 5 Stunden;„Tschechische Dichterabende". Univ.-Prof. Dr. Rippl, Univ.-Doz. Dr. Liewehr und Dr. W. Mara», 5 Stunden;.Einführung in die Musikgeschichte", Univ.-Doz. Dr. P. Netti. 5 Stunden;„2999 Jahre Kulturgeschichte im Spiegel der Musikgeschichte", B. Ullmann, 5 Stuüdcu;„Musik und Instrumente der Völker", Dr. P. Brömse, 5 Stunden;.Gitarrespiel", Hugo Droechsel, jede Woche;„Einführung in die Kunst der Primitjpen", Dr. F. B. Steiner, 4 Stunden;.Dielsterwerke der bildenden Kunst", Dr. H. Turnwald, 5 Stunden;„Glaube, und Nationalismus in der böhmischen Geschichte", Dr. H. Singule, 5 Stunden;„Vererbung als Prinzip der Artung und Entwicklung", Univ.-Doz. Dr. Fortner, 5 Stunden; „Medizin für alle", Vortragsreihe;„Okkultismus", Dr. B. Fürst, 6 Stunden;„Wissenschaftliche Astrologie", E. Hetzna, 5 Stunden. Praktische Kurse und für den Beruf..Der zivile Luftsthutz", Leitung Dr. Z. Harvalik, 5 Stunden. mit Bewilligung und Unterstützung der Militärbehörden;„Das Geheimnis des praktischen" Erfolges", Erich Juhn, 5 Stunden;„Wie bilanziere und sattere ich?", Dr. R. Zemanek, 6 Stunden;„Moderne Wcrbekunst", Dr. B. Fürst.'18 Stunden; „Bildung und Kultur in Beruf und Gesellschaft", Dr. E. Goder-Herrmann, 5 Stunden;„Buchhal- tnugskur» für Juristen und Hochschüler, Dir. Fr. Schenk, 19 Stunden;„Tschechische Stenographie", Dir. Fr. Schenk. 19 Stunden;„Diktierabende für deutsche Stenographie", Frau Dir. Schenk, 19 Stunden;„Schulungskurz für Gtzmnastik« und Sportlehrer", Frau Dir. Schenk, 19 Stunden;„Wie richte ich mein« Wohnung ein?", Jng. Arch. K. P, Adam, 5 Stunden;.Praktischer Hhotokur»", B. Guttmann, 5 Stunden;„Praktischer Autokur», Dr. Jng. E. Schwarz, 18 Stunden. Für die Fra«.„Frauenframn von heute", Ttlla Bunzl, 5 Stunden;„Schönheitspflege der Frau", 5 Vorträge;„Kreuz und quer durchs Kochbuch", Olga Bacher, 5 Stunden;.HandwebekurS", B. E. Mika, 25 Stünden; Schiffchenarbeiten", Inka Albert, 5 Stunden:„BallcttknrS",iKenta Born, wöchentlich viermal;„MnmnastikkurS", Grete Tori, Auskünfte bei Hori, Isi-ania-Hau». Sprachkurs,(Eintritt jederzeit möglich). „Deutsch für Tschechen", GratiSkurse, Prof. Dittrich Dr. Marg», Dr. Adler, Anfänger, Fortgeschritten^ Konversation;„Deutsche Spczialkurse für Tschechen", Prof. B. Dittrich. Anfänger, Fortgeschrittene, Kon« Versal Ion;„Tschechisch", Prof. Dr. Donath,. Anfän- ger, Fortgeschrittene, Konversation;.Italienisch", B e z u g S b e d i n g u n,g e n: Bei Zustellung in» Hatz» oder bei Bezug, durch di« Post'monatlich ssö 16.—. vierteljährlich AL 48.—, halbjährig Xi 96.— ganzjährig K'192.—..--^'Jnserätt toerdenfatzkl Taris billigst berechnet, Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß.- Rückstellung,von Manuskripten.erfolgt.nur/'bei Einsendung, der-Retourrnarken.— Die Zeimng-fsanlatur wurde vgn derHvft»'»Nh' graphendirektion mit Erlaß Nr. 13.899/VII/1989 bewilligt,'(Kontrolchostomt Praha 25.— Druckerei; ,£tbW, Druck«, Verlags- und ZeitungS-A.-G. Prag..' ■'_■,-•■' reich illustrierte Prachtbande von zusammen mehr al» 599 Seiten. Der erste Band behandelt die Hauptphasen der tschechosiowakischen Geschichte, von den ersten tschechischen Historikern geschrieben. Von den.Beiträgen, welche die allerneueste tschechosiowa- kische Geschichte betreffen,, ist. eine Darstellung der Persönlichkeit Masartzks aus der Feder des Staatspräsidenten Dr. Bene» hervorzuheben sowie Bidgra« phien Bene»' und Hodja». Der zweite Band behandelt zunächst die geographischen Grundlagen der tschechosiowakischen Staatsidee,' dann folgen drei Arbeiten über..die Nationalitätenfrage:.«Eine-verfaßt vom Außenminister Krofta über die Deutschen in der tschechoslowakischen Geschichte, eine von Chmelak über die nationale Frage Inder Republik und einestati- sttsche Arbeit über diese» Problem von Bohäk. Neben religiösen und" kultutellen Fragen' findet man. auch eine Behandlung- Ver-wirtschastlichen und- sozialen Probleme, so-Über di« Wirtschaftspolitik, die Lfieni- lichen Finanzen,.soziale Struktur dtrÄcvölkerung, Sozialpolitik. Sozialversicherung und schließlich'' ein« Aetzßerung Hodjas über unsere staatlichen Aufgaben und ein« de» Präsidenten Bene» Über die nationalen Aufgaben der Tschechen, bzw. der Staate».—Wie chiqn aus dieser kürzest Inhaltsangabe, essieht,«-findet man. unter den Mitarbeitern nur solch« tschechischer Nationalität. Wahrscheinlich fst'eS die Absicht der Herausgeber de» glänzend ausgestatteten undinhalt- sich wertvollen.Werke» gewesen,/die deutsch« Oefient- lichkeit über die tschechisch« Auffassung älltr nättonä- len und staatlichen Aufgaben-zu informierend In dieser Hinsicht erfiillt dar-große Werk seine Aufgabe, 's..,».Bt. Der Borlag Julin» Aittt» Nachfolger bereitet' ' folgende Bücher-für den,Herbst vor; PetiB e z r u k: Erste Arbeitervorftellung„Da» Dorf ohne Männer", ein Lustspiel von Horväth, dar dieser Tage mit Erfolg uraufgeführt wurde, am Sonntag, den 19. Ottober, um halb 8 Uhr Nachmittag» im Neuen Deutschen Theater. Der Mitgliedsvorverkauf beginnt Freitag, den 1. Okwber, im Vereinsheim. Abonnements für die Arbeitervorstellungen werden täglich, von 5 bis 8 Uhr abends im ÄereiNSheim Smeöky 87, entgegengenommen..Der allgemeine Vorverkauf beginnt Samstag, den 8..Oktober, bei Optiker Deutsch, Koruna. Königliche' Autorschaft. Der Direktor der Warschauer Oper, Mazaraki, sicherte sich das Erstaus« führungsrecht der Ballett-Pantomime„T a i-n a", deren Autorin Königin Maria von Rumänien ist. Die Premiere der Ballett»„Taina". soll Mitte November in Anwesenheit der Königin Maria stattfinden. Mozart-Feier im Ständetheater. Die Oper der Prager Äattonaltheater» bereitet für das Ständetheater, in dem vor 159 Jahren Mozart»„Don G t o b-rtt n i" uraufgeführt wurde, zum 85. Oktober-eine festliche Jubiläums-Ausführung dieser Oper unter T a l i ch' vor. Die Tiielpartie wird Bilkm Z i t e k singen. Spielplau de» Reuen Deutsche» Theater». Mittwoch 7sh: Da» Do r f ohne Männe r, B 1.— Donnerstag 7%: Pariser Leben. C 1.— Freitag 71b: Oberon D.— Samstag 7%: Die Dubarry, Gastspiel Gitta Alpar; Abonnement aufgehoben.— Sonntag 2%: Cavalleria rufticana. Der B a j a z z o, 7H: Pariser Leb'en, B 1. Spielplan der Kleinen Bühne. Mittwoch 8: Bei Kerzenlicht.— Donnerstag, 8: Die Reise. — Freitag, 8: Nora.— SamStaa. 8:.Eine Ftäu öTndBhd'etziung,.volk1tüml. Vorst.— Son'niag.Z: Ein Kußund so n st«ar n ich t»; S: Die Reise. Die Ruudreisekarten, die bei Absolvierung größerer Strecken eine beträchtliche Ersparnis bedeuten, erfreuen sich mit Recht großer Beliebcheit bei dem reisenden Publikum. Auch diese Freud« bleibt aber nicht immer ungetrübt, haupssächlich deshalb; weil manchen Organen der Bahnvcrwaltung noch nicht hinreichend klar geworden ist, daß die Eisenbahn ein kaufmännische» Unternehmen sein soll und al» solche» seinen Kunden in großzügiger und liberaler Weise entgegenzukommen hat. Statt dessen sitzen in verschiedenen Kanzleien der Bahndirektionen immer noch Leute, di« ihren Ruhni darin suchen, sich durch allerlei bürokratische Kunststücke hervorzutun, wie dieser Fall wieder einmal beweist. Wie bekannt, muß jede Rundreiseroute in mindesten» vier Abschnitte zerlegt werden und der Reifende hat vor Antritt«ine» jeden Resseabschnitie» sein« Fahrkarte beim Schalter der betreffenden Statt on abstempeln, oder, wenn er di« Fahrt nicht unterbricht, sich vom Schaffner de» Zuge» die Weiterfahrt bestätigen zu lassen. Ebenso bekannt ist, daß der bei Lösung einer Rundressekarte eingerämnte Nachlaß aus den Fahrpreis nach der Kitometerzahl abgestuft ist und von 799 Kilometer aufwärt» 49 Prozent beträgt, unter dieser Grenz« aber nur 88 beziehungsweise 25 Prozent. Eine Dame, die au» einer schlesischen Stadt nach Saaz reiste und Anspruch aus die 49prozentige Ermäßigung hatte,' vergab nun in der Hast de» Um- stcigens, sich die Rundreisckarte, wie e» ihre Pfiicht gewesen wäre, an der Kasse des Prager Masarvk« bahnhose» abstempeln zu lassen, wo sie den Karlsbader Schnellzug bestieg. Der Schaffner erklärte bet der Fahrkartcnrevision höflich aber unerbittlich, daß er eine nicht ordnungsgemäß abgcstcMpelte Rundreisekarte nicht anerkennen könnt und bestand darauf, daß die betvefiende Dame für die Strcke Prag—Saaz eine neue Karte läsen müsse, natürlich mit dem ,ent- sptechenden Zuschlag, der bei Ausstellung der Karten im Zuge eingehosen wird. Zu ihrem Troste erklärte er der Beanständeten, daß man ihr beim Stationsamt Saaz diesen Betrag rückvergüten werde. E» bandle sich eben nur um die Einhaltung der formellen Vorschrift. Beim Saazer Stationsamt war man ebenfalls der Meinung, daß die Dame Anspruch auf Rückvergütung de» Preises der gelösten Karte habe, gleichzeitig wurde aber darauf verwiesen, daß nicht aus Granada", historischer 1 Roman, Walther Tritsch:„Franz von Oesterreich", der Kgsser-de», „Gott erhalte", Josef Wech»b-rg:„Die große Mauer", Bericht von einer Weltreise, Harry K.-l- petak:„Seit 1918.,.." Eine Geschichte.der Tichechoflowakischen' RepÜblik.— Jolän F Ülb 4»; 1 „Ich heirate" erscheint soeben im 8. und 9. Tausend. Der Berka» Dp. Rolf'Paffrr, Wi«>, bringt in diesem Herbst wieder einender erfolgreichen,huisto«. ristische» Geschichteubände vvn Karel Eapek: „Der. gestohlene Kaktus"-mit den lustigen-Zeichnungen von Nada, ferner da» erst« Prosawetk de» berühmten österreichischen Dramatiker»., F.r'a.n z Theodor. E z o k et:.'.„Heber die Schwelle"; In-. der Reihe der- Biicher-'bon. F.r-i tz. Sch ül l4, nianns, Re'. sich al» Ständatdiverke- dtzrchzesetzt* haben, erscheint ein reich illusftierteS Werk-übetzRom.. Schließlich wird das erfolgreiche? Bemühen' üitzuduß' Wiedererweckung de« Barockgraphiker» Hollar durch, eine erstnialige Veräfientlichung feiner sämtliche»', Handzeichtztzngen.'fortgesetzt.>;-■:■'5;; .. Im Zettbild-Berlagi' Wien,'«rsHMtÄ/UeÄls Herbft der neu» Romätz votz- J o'« L'e'd erlb.r'tti.GHp, einfache»-Hetz"', die ergreifende Lebensgeschichte'eiuw' Mutter. Herta Pauli veräfien'tlichtxeinestDöpi graphischen Bertha v. Süttner-Äoinani.Nur' ein«. Frau"; der durch> seitze- Parallelen zur^hetzttgen Leit'- besonders interessant ist. Der Ronmu:„Liebe muß zärtlich sein" von M arg a r.e't h.e Bark, einer Wienerin, fügt' sich güt'in dic-Reihe. der erfolgreichen Frauenbücher diese» Berlaae»«iN.!,Die Begegnung. Mit. der- Kaiserin", hon A lex.a n d« r. L«'S k^ gestaltet in anmutigster/'spielerischer Förch die Begea« nun'g' Casanovas ,mit>Kathärinä der Großen von