พ 13 B 11 11 # It Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Einzelpreis 70 Seller 190 Redaktion und Verwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077 Herausgeber: Siegfried Taub- Verantwortlicher Redakteur: Karl Kern, Prag Dienstag, 2. November 1937 17. Jahrgang Energische Antwort Edens an Mussolini Mit der Rückgabe der Kolonien soll der Duce selbst anfangen London. Außenminister Eden verteidigte sich| fe hle zu erteilen, die de facto ein Ultiam Montag im Unterhaus gegen die Angriffe, die matum darstellen, und später zu behaupten, daß die Labour Party im Laufe der außenpolitischen dies der Friede sei.( Starker Beifall.) Diese Debatte gegen die Regierung gerichtet hatte. Er Methoden werden hier bei uns ni e m als einen berivies u. a. auf die Forderung Italiens und Widerhall finden( Beifall). Die britische Def Deutschlands nach Rückgabe der deutschen Kolo- fentlichkeit wird niemals solche Befehle befolnien und erklärte hiezu: gen. Wir sind bereit, unseren Beitrag zum Weltfrieden zu leisten und über alle Fragen mit Intereffe zu debattieren, wir sind jedoch nicht bereit, Befehlen nachzugeben, von wem immer sie auch erteilt werden.( Beifall.) 19b " Es ist noch nicht so lange her, daß ein gewiffes Land als das Ergebnis eines großen Krieges sehr bedeutende territoriale Zugeständnisse in Afrika von Ländern erhalten hat, die während des großen Krieges seine Verbündeten waren. Dieses Land tritt als Vorkämpfer für die Forderungen Deutschlands nach afrikanischen Kolonien auf. Ich will in diesem Augenblicke zu dem Wesen dieser Forderungen nichts hinzufügen, muß jedoch klar erklären, daß wir keiner Regierung das Recht zugestehen, von uns Kontributionen zu fordern, da kein Beweis vorliegt, der uns zeigen würde, daß diese Regierung bereit ist, auch ihrer feits irgendein Zugeständnis zu machen." Eden verwies später auf die heutige Tendenz, höchst gefährliche Methoden als Teile der diplomatischen Maschinerie zu gebrauchen, und fuhr fort: Das spanische Problem In Beantwortung des Vorwurfes der Las bour Party, daß der Völkerbund sich nicht mit dem spanischen Problem befasse, erklärte Eden, daß der Völkerbund niemals große Begeisterung an den Tag gelegt habe, wenn er sich mit den spanischen Angelegenheiten befassen sollte, da er selbst sehr Was die Beschwerden der Aufständischen anbetrifft, daß den Aufständischen die Rechte einer friegführenden Macht verweigert werden, so fuhr Eden fortlautet unsere Antwort auf diese zwei Beschwerden: Da Jhr die Vorteile einer ausländischen Intervention genießt, könnt Ihr nicht gleichzeitig auch die Privilegien fordern, die Euch sonst zuerkannt werden würden." Wenn Amerika mittun wollte... Was den Vorwurf gegen den Völkerbund betrifft, daß er die Lösung des Konflikts im Fernen Osten nicht den Signataren des Neunmächte- Abkommens übertragen habe, so sagte Eden: Aus dem Inhalt: Hat Henlein sein Wort gebrochen? Tschechische Jungagrarier scharf gegen SdP Sopade- Denkschrift an Genf Nr. 257 Sparen und Konsumieren Der Gouverneur der Nationalbank, Prof. Dr. Engliš, hat am Sonntag eine Rede gehalten, die man mit Interesse lesen wird, weil sich da ein Mann äußert, der in unserer Wirtschafts- und Finanzpolitik schon oft eine bedeutende Rolle gespielt hat und weil es sich um den Leiter der Nationalbank handelt, deren besondere Aufgabe die Sorge um die Währung ist. Man kann deshalb davor warnt, bei der Bedeckung des Budgetdefi dem Gouverneur auch darin beistimmen, wenn er zits einen Weg zu beschreiten, der zur Erschüttes rung unserer Währung führen könnte. Die gegen Lohn und Gehalt arbeitenden Menschen, Arbeiter und Angestellte, sind an der Aufrechterhaltung des Wertes unserer Krone lebhaft interessiert. Das Sinten des Geldwertes ist nur ein anderer AusSinken des Reallohnes. Wir wissen aber aus druck für das Steigen der Preise, also für ein früheren Zeiten, wie schwer es für die in der tapitalistischen Wirtschaft sozial schwächeren Schichten ist, ihre Löhne in dem Maße einer all,, Falls es möglich wäre, eine vollkommene gemeinen Teuerung zu erhöhen und so kann der gut wisse, wieviel lebendige Meinungsverschieden- Zusammenarbeit mit der Regierung der Ver- Gouverneur der Nationalbant in seinem Streben, heiten in seinem eigenen Schoße in dieser Angele- einigten Staaten auf einer gleich- den Geldwert und damit das Preisniveau zu hal= genheit bestehen. Es bestand niemals die gering wertigen Basis in irgendeinem internationalen ten, auf die Unterstützung der arbeitenden Klasse ste Hoffnung, daß der Völferbund in Angelegen Konflikt zu erzielen, würde ich bereitwillig nicht zählen. heit des spanischen Konfliktes Sanktionen aus nur von Genf nach Brüssel, sondern auch von sprechen würde. In dieser Frage sei die öffent- Melbourne nach Aljaska reisen und dies ganz liche Meinung der Welt ungewöhnlich scharf ge- besonders heute bei gegenwärtigem Stande der internationalen Angelegenheiten." Es ist heute Brauch geworden, zu drohen und von hohen autoritativen Stellen Beteilt. Militärpakt Rom- Berlin? Die Piratenflugzeug versenkt englischen Dampfer London.( Eigenberich t.) Londoner Blätter beschäftigen sich noch immer ,, Hood" zur Untersuchung nach Barcelona ausführlich mit dem Besuch Ribbentrops Valencia. Ein Rebellenflugzeug hat| in Rom und den Erklärungen Mussolinis Sonntag früh um 8.20 Uhr den englischen zur deutschen Kolonialpolitik. Dampfer ,, Jean Weems" 16 Meilen von der Küste versenkt. Das Flugzeug hat auf das Schiff 15 Bomben abgeworfen. Die„ Sunday Times" schreiben in ihrem Leitartikel, daß es zwischen Mussolini und Hitler Zu Vereinbarungen gekommen sei, in denen sich Gegen 15.30 Uhr trafen 26 Schiffbrüchige Hitler verpflichte, die Spanienpolitik Mussolinis dieses Dampfers in Calella de Balferugell an bor allem auf diplomatischem Wege zu unter- Bord zweier Rettungsboote ein. Unter ihnen sind stützen, hingegen werde Deutschland freie Hand in zwei Beobachter im Dienste der internationalen Südosteuropa gelassen werden. Außerdem werde Nichteinmischungskontrolle, die in Ausübung dieItalien die deutschen Kolonialansprüche unter- fer Funktion an Bord des englischen Dampfers stützen. waren. Der eine von ihnen ist Schwede, heißt Gu Montag abends veröffentlichte„ Evening ſtav Oleson und hat das Kontrollbuch Standard" eine Ergänzung der Mitteilungen in Nr. 520, der andere ein Lette, Arnold Visis, den„ Sunday Times". In dieser Ergänzung Kontrollbuch Nr. 501. Das versenkte Schiff hat heißt es, daß die beiden Länder eine gegenseitige den Heimathafen Gibraltar und befand sich auf militärische Unterſtüßung nur für den Fall vor- der Fahrt von Marseille nach Brafilien. Der Kagesehen haben, daß eines der beiden Länder in pitän, der wie fast die gesamte Mannschaft, Engeinen Krieg mit mehr als einer Groß- länder ist, hat ausgefagt, daß die Ladung aus macht verwickelt würde. Japan will Vermittlung? Getreide und kondensierter Milch bestanden hat. Die Schiffbrüchigen sind zur Zeit in einem Hotel in La Franche untergebracht. Die britische Regierung hat den Schlachtfreuzero o d" nach Barcelona entsandt. An Bord des Kreuzers soll sich Admiral Cun ning ham befinden, der die Untersuchung über die Ursachen und Umstände beim Untergang des Jean Weems" führen soll. Das Ergebnis dieser Untersuchung wird dann die Grundlage der Entscheidung der britischen Regierung bilden, welche gegen den Angreifer getroffen werden soll. London.( Eigenbericht.) Japan hat in den legten Tagen leineswegs erkennen lassen, daß es ebentuell bereit sei, sein Verhältnis mit China bor der Entscheidung der Waffen zu bereinigen, und es lehnte insbesondere jeden Gedanken an die Vermittlung dur eine dritte Macht ab. Englischen Blättermeldungen zufolge zeigt Japan plöglich eine starte Bereittvilligkeit, eine solche Bermittlung anzunehmen. Dazu hat der chinesi- Außenminister Eden erklärte auf eine Anfche Außenminister erklärt, daß von einem Nachfrage im Unterhause, daß der britische Botschafgeben Chinas keine Rede sein könne, solange ter in Hendaye bei den Behörden der AufständiJapan nicht seine gegebenen Versprechungen ein- fchen in der Sache der Versenkung des britischen halte. China sei jedoch bereit, jede Methode an- Dampfers Jean Weems" energisch Protest einzuerkennen, die zu einer Sicherung des interna- gelegt hat. Die Behörden der Aufständischen er tionalen Rechtes führe. flärten, daß sie eine strenge Untersuchung der ganzen Angelegenheit anordneten. Militär Verfolgt Araberbande * In der Hauptsache war Englis' Rede ein hohes Lied auf die Tugend des Sparens. Sicherlich ist innerhalb der Gesellschaft, in der wir leben, privatwirtschaftliche Kapitalbildung notwendig: Der verschleißende Produktionsapparat muß im mer wieder erneuert und ausgebaut werden. Das zu ist Kapital erforderlich, ein Teil der erzeug ten Werte muß in Investitionsgütern angelegt werden. Man darf aber nicht vergessen, daß jüngst hat darauf der größte englische National Eden fügte hinzu, daß die britische Regie- ökonom J. M. Keynes hingewiesen, soll der rung gemeinsam mit der franzöfifchen Regierung regelmäßige Gang der Wirtschaft aufrecht erhalMaßnahmen erwägen, welche geeignet wären, die ten werden, zwischen Sparen und Kons Verteidigung gegen Flugzeugangriffe zu verstär- fumieren ein richtiges Verhält nis gefunden werden muß. Wird zu= Mussolini jun. beteiligt? viel Kapital in Investitionsgütern angelegt, dann Der Abgeordnete der Labour Party, Bel droht eine leberdimensionierung der Produktionslenger, hat Montag im englischen Unterhaus mittel erzeugenden Industrie, welche von den den englischen Außenminister gefragt, ob ihm be- Verbrauchsindustrien nicht aufgenommen werden kannt sei, daß für die Bombardierung und Ver- fönnen. Werden zu wenig der erzeugten Werte senkung des britischen Schiffes„ Jean Weems" dem Verbrauch zugeführt, dann stockt der Verdurch Rebellenflugzeuge der Sohn des italienischen brauch, es entsteht Absabstockung. Arbeitslosigkeit. Krise kurz alles das, was wir durch mehr als Ministerpräsidenten, Bruno Mussolini, verantwortlich ist, der das Bombardierungsgeschwader geführt habe. fen. Englischer Druck... 150 ein halbes Jahrzehnt ausgekostet und was wir in der Tschechoslowakei bis heute nicht völlig überwunden haben. Alles Heil von der Sparsamkeit zu erwarten, wie dies der Gouverneur tut( oder vie feine Ausführungen wenigstens gedeutet werben fönnen), scheint uns nicht mit den Lehren übereinzustimmen, welche uns eine bewegte und leidvolle Zeit gebracht hat. * auf die Sowjetunion London.( Eigenbericht.) In Londoner politischen Kreisen verlautet, daß gegenwärtig ein starker englisch- französischer Druck auf die Sowjetunion ausgeübt werde, mit dem Ziele, sie zu Ebenso gibt die Bemerkung des Herrn Prof. Dr. einer Milderung ihrer im Nichteinmischungsaus- Engliš zu Mißverständnissen Gelegenheit, wonach schuß bekanntgegebenen Haltung zu bewegen. Der der Wohlstand des Volkes nicht ,, durch irgendeine russische Botschafter Maiski ist vom englischen Güterteilung unter dem Volke und unter den Außenminister Eden empfangen worden, der Leuten entstanden" ist, sondern durch die Arbeit ihm nahegelegt haben soll, den englisch- franzö- des Volkes und seine Sparsamkeit". Daß nur fischen Wünschen Rechnung zu tragen. Eden teilte durch Arbeit Werte geschaffen werden, braucht mit, daß im Falle einer weiteren Weigerung der man Sozialisten, die Anhänger der Arbeitswert. Sowjetunion russische Schiffe im Mittelmeer kei- theorie sind, nicht erst eindringlich zu versichern. nen Anspruch mehr auf den englisch- französischen Für den Wohlstand der Bevölkerung ist aber nicht Schutz gegen die Piraterie hätten, daß also die nur die Masse der geschaffenen Werte maßgebend, englisch- französische Flottenkontrolle in Hinkunft sondern auch die Verteilung. Ein Volk, nicht mehr russischen Schiffen zugutekäme. das aus vielen Millionären und verelendeten Es wird jedoch nicht angenommen, daß die Massen besteht, wird man weder als wohlhabend Sowjetunion auf ihre Weigerung verzichten wird, noch als glücklich bezeichnen.( Engliš spricht von Franco die Rechte einer kriegführenden Partei der Güterberteilung bei uns nur in dem Zusam anzuerkennen. Von der Achse zum Dreieck menhang, daß bei uns die Gegensäße nicht so groß seien, daß sie die Ursache einer Revolution werden können.) Wie viel von den erzeugten Wer ten auf die arbeitenden Klassen in Form von Lohn und Gehalt entfällt und wieviel davon in Form des Profits von der Kapitalistenklasse entweder Jerusalem.( Havas.) Militär fahndet nach einer bewaffneten Bande, die sich nach einem Tokio.( Havas.) Meldungen aus ein- nistischen Politik anzu nähern beabsichtige, verzehrt oder ,, eripart", d. H. zu Neuinvestitionen ernsten Zusammenstoß mit britischen Truppen bei geweihten Kreisen zufolge sind die Gerüchte, die die auch außerhalb Chinas angewen- verwendet wird, ist durchaus nicht gleichgültig. Tulkaram in die Berge Mittelpalästinas zurück- in der Presse auftauchten und von dem Abschluß det werden könnte. Er fügte jedoch hinzu, daß die Und daß die Arbeiter selbst viel ersparen können, gezogen hat. Im Zu der Nachforschungen eines japanisch- italienischen antiboischewistischen diesbezüglichen Verhandlungen noch nicht soweit das wird wohl der objektiv Urteilende nicht zusprengten die Truppen mehrere Häuser in die Abkommens sprechen, verfrüht. Tatsächlich fortgeschritten feien, wie verschiedene Meldungen geben können. Hunderttausende waren bei uns Luft, in welchen sich die Aufständischen mit Lebensmitteln und Munition verproviantiert hat gegenwärtig Verhandlungen mit den zuständigen vanische Anpassung eines allfälligen japanisch- tätigen. Sie müssen das nachholen, da sie Arbeit führt aber der japanische Botschafter in Rom spruten lassen und daß der Erfolg dieser Aus- durch Jahre arbeitslos und konnten nicht die gesprache noch nicht sicherste he. Die ja ringste Anschaffung für sich und ihre Familien italienischen Abkommens an den deutsch- japanischen gefunden haben Auch im Nordteil von Transjordanien find Der Sprecher des japanischen Außenmini- Batt und insbesondere die Erweiterung eines dersteriums erklärte, daß die japanische Regierung artigen Abkommens seien äußerst delikate Angesich Italien auf der Grundlage der antikommu- legenheiten. ten. Unruhen ausgebrochen. Das Regierungsgebäude in und Balfour wurden beschoffen. italienischen Stellen. an die Bildung noch so kleiner Sapitalien können sie nicht denken. Der Banks gouverneur möge auch das nicht vergessen, daß die Löhne sich bei uns von ihrer Krisentiefe noch Seite 2 nicht erholt haben. Im Jahre 1929 betrug der Durchschnittslohn( der bei der ZSVA versicher ten Arbeiter) Kč 19.11, im Juli 1937 aber erit Kč 17.29, d. h. um fast zwei Kronen weniger. Kann man bei diesen Krisenlöhnen sparen? Wer will das behaupten? * " Dienstag, 2. November 1937 Nr. 257 gung den dritten Weg beschreiten, würde dies die das Unternehmertum durch Steuern nicht erwür- Fortführung des Prozesses verlautet seither nichts Bedrohung jener Gelder bedeuten, die das Volk gen. Wir dürfen nicht glauben, daß der Unterneh- mehr. Schließlich gehört bereits seit längerer Zeit erspart hat. Es wäre dies die Vernichtung jener mer alles erträgt. Das Budget muß in Ordnung zum allgemeinen Straßenbild neben den auf allen Gelder, die durch Arbeit und Entsagung gewon- sein, aber auch da muß der Grundsatz der größ- Mauern prangenden Hafenkreuzen in allen Städnen wurden. Deshalb dürfen wir nicht eine solche ten Sparsamkeit zur Geltung kommen. Für die ten Rumäniens auch das Auftauchen von mehrFinanzpolitik betreiben, die die Währung entwer- nationale Verteidigung müssen alle Ausgaben, die töpfigen Gruppen, welche nach deutschem Muster ten könnte. In der Frage der Ausgaben muß der nicht äußerst notwendig sind, gestrichen werden. schlagartig" aus einem Haustor oder aus einer Staat den direkten Weg gehen und muß vom Ge muß gespart werden, von oben bis unten. So Straßenecke hervorspringen, alleingehende Pass Volfe direkte Opfer verlangen. Bei der Suche nach wird die Sparsamkeit der Weg zur Rettung der santen umringen und sie zwingen wollen, gegen Einnahmen für die Rüstungen darf man jedoch| Selbständigkeit des Staates. einen vorgeschriebenen Preis ein Hakenkreuz abzukaufen. Es geschieht nicht selten, daß derartige Vorkommnisse sich angesichts eines Polizisten abs spielen, der ruhig daneben steht und nichts sieht. Der Sutscheu- Graben überschritten * Peiping. Aus chinesischer Quelle wird der rumänischen Armee Bukarest. Im Amtsblatt wurde ein königs Wer bei der Lektüre der Rede des Gouver neurs am Schlusse anlangt, hat überdies noch ein unbehagliches Gefühl. Englis jagt, wir sollen bei der Suche nach Einnahmen für die Rüstungen das Unternehmertum durch Steuern nicht erwür gen". Merkwürdig, daß der Gouverneur gerade da einen so starken Ausdruck gebraucht, denn niemand bei uns will das Unternehmertum durch Steuern erwürgen". Aber man vergesse nicht, Schanghai. Nach heftigter Artillerievor-[ panern gehörigen Objekte einer Baumwollspin- Verjüngung daß es bei den Rüstungen Gewinne gibt, die über bereitung begannen die Japaner Sonntag mit- nerei besetzt halten. das normale Ausmaß hinausgehen und wenn der tags ben Uebergang über den Sutschen- Graben. Staat in einer Zeit, wo es sich um seine Existenz Mittags errichteten japanische Pioniere Pontonhandelt, einen Teil dieser Gewinne abschöpft, brücken, auf denen drei japanische Armeeabteidann wird noch kein Unternehmer erwürgt". Iungen im Schute des Artilleriefeuers und der Viel eher müßte man davor warnen, die Massen Flieger das andere Ufer erreichten. Auch an einer der Bevölkerung nicht zu erwürgen" und ihnen anderen Stelle, 10 Km. westlich von der nach nicht Lasten zuzumuten, welche sie nicht tragen Itschuna führenden Straße, gelang es den Jakönnen, weil die Arbeiter infolge der langen panern, den Fluß zu überschreiten. Das ArtilleDauer der Krise ihre Reserven aufgezehrt haben riegefecht dauerte die ganze Nacht an. und weil ihre Einfünfte noch immer nicht die der Die Chinesen sehen alles daran, um die JaKonjunktur und insbesondere der Gewinne der paner zu hindern, sich am Südufer des Flusses Rüstungsindustrie entsprechende Höhe erreicht festzusetzen. Heftige Kämpfe sind auch in der Nähe der Westgrenze der internationalen KonGerade, weil es sich bei den Rüstungen um session im Gange, wo die Japaner die Chinesen eine staatliche Lebensfrage handelt, müssen die zurückzudrängen versuchen, welche die den Jamateriellen Opfer für die Staatsverteidigun gerecht aufgeteilt werden. Dieses sittliche Gebot haben. gemeldet, daß die chinesischen Truppen im gebir- liches Dekret über die Erneuerung und Neuorgas gigen Terrain im Norden der Schansi- Provinz nisierung der Armeekader veröffentlicht und im Vormarsche sind und die Japaner zum Rück- gleichzeitig die Pensionierung des Generalstabs zuge zwingen. chefs Sichitiu, der die Altersgrenze erreicht hat, mitgeteilt. Zum neuen Generalstabschef wurde General Stefan Jonescu ernannt. Weiters wurden wegen Erreichung der Altersgrenze 47 majore, 422 Kapitäne, 112 Leutnants und 53 Generäle, 152 Oberste, 188 Oberstleutnants, 75 Unterleutnants in den Ruhestand versetzt. Australiens Gewerkschaften boykottieren Japan Gewerkschaften haben sich in einer scharfen ResoLondon.( Eigenbericht.) Die australischen lution für den Boykott Japans ausgesprochen. Dadurch haben sie sich in einen Gegensatz zur australischen Arbeiterpartei gestellt, deren Vorfißender vor kurzem den Boykott Japans ablehnte. Einigung", die auf der Unterstützung der Sozia muß erfüllt werden. wenn wir dieses Land als Franco trifft Vorbereitungenen, ber Statholiken und der Liberalen beruht, hier Beratungen statt, welche zur Gründung eines den Staat Majaryfs bezeichnen wollen. Engliš über Sparen und Finanzpolitik Anläßlich des 40jährigen Bestandes der Sparkasse in Napajedl hielt der Gouverneur der Tschechoslowakischen Nationalbank Dr. Englis eine Rede, in der er u. a. ausführte: Die Voraussetzungen für den menschlichen Fortschritt liegen darin, daß unsere Vorfahren von den Gütern, die sie erzeugten, etwas beiseite legten, daß sie sparten. Der Wohlstand des Voltes ist feineswegs durch irgendeine Güterteilung unter dem Volte und unter den Leuten entstanden, sondern durch die Arbeit des Volkes und seine Sparsamkeit. Durch Teilung ist noch kein Laib Brot entstanden, wo Not herrscht, wo nichts vorhanden ist, kann nur Not verteilt werden. zur Blockade London.( Eigenbericht.) In London wird bekannt, daß Franco auf Mallorca alle Maßzustandebringen. Politik der„, Tat" In Rumänien nahmen zur Blockierung der spanischen Ostküste Die Atmosphäre, in welcher die politischen trifft. Dabei sind ihm italienische und deutsche Entscheidungen heranreifen, welche im November Berater behilflich, wie er auch über italienisches in der rumänischen Politik fallen sollen, ist durch Ansicht, daß die Blockade sofort zur vollen Wirt- eine Reihe von Vorgängen gekennzeichnet, welche friegführenden Partei zuerkannt würden. famkeit kommen könnte, wenn ihm die Rechte einer wert sind, festgehalten zu werden: So fand in und deutsches Material verfügt. Franco ist der Ein neuer Jahrgang mobilisiert Valencia. Auf Grund des Dekrets des Ministeriums für Nationalverteidigung wurde die Mobilisierung eines neuen Jahrganges angeordnet. Verband der Fürsorgevereine für geistig abnormale Jugend Prag. Am Samstag und Sonntag fanden " Verbandes der tschechoslowakischen Fürsorgevers eine für geistig abnormale Jugend" führten. Fürs forgeminister Ne čas begrüßte in seiner An Sprache diesen Zusammenschluß und erklärte, daß auf dem Gebiet der Fürsorge für diese Jugend noch vieles zu tun ist, denn die Gesamtheit ist in ihrer Hilfsbereitschaft hier auf halbem Wege stehen geblieben. Der Erziehung und dem Unters richte geistig abnormaler Kinder wurde zwar durch einem Dorfe die Enthüllung einer Büste jenes das Hilfsschulgesetz aus dem Jahre 1929 eine liberalen Ministerpräsidenten Duca statt, wel: Grundlage gegeben, aber aus finanziellen Grüns cher Ende Dezember 1933 von Faschisten ermor- den wurde bisher nicht alles getan, was zur det wurde. Anläßlich dieser Enthüllung hielt der folgerichtigen Durchführung dieses Gesetzes not Dorfschulze, ein Mitglied der liberalen Partei, wendig wäre. In erster Reihe müsse auf die Bes eine Rede, in welcher er den Faschismus in Ru- zirkshilfsschulen Bedacht genommen werden und mänien angriff. Er mußte diesen Angriff mit sei- auf die hiefür notwendigen Internate( auf diese nem Leben bezahlen. Zwei Mitglieder der christ- beiden Notwendigkeiten hat in der eben stattge Partei lauerten ihm auf dem fundenen Session der böhmischen Landesvertre Heimivege auf und stachen nach einem furzen tung der deutsche Sozialdemokrat 3llner ebenfalls Wir müssen uns vergegenwärtigen, daß der Wortwechsel mit Messern auf ihn ein. Der Poli- hingewiesen). Das Fürsorgeministerium unter technische Fortschritt vorwärts eilt. Vollkomme zeibericht teilt mit, daß der Vorfall untersucht stüßt die Errichtung und den Unterhalt dieser In nere Maschinen in Amerika vernichten unsere wird. Was es da viel zu untersuchen gibt, da die ternate, von welchen bereits einige bestehen, u. d. Maschinen, gute bereiten ihnen eine gefährliche beiden Täter bekannt sind und es sich ohne jeden ienes des Verbandes Deutsche Hilfsschule" in wenig Stonkurrenz. Das ist ein neuer Grund, zu sparen, Zweifel um Mord handelt, ist nicht ganz verständ- Reichenberg. Leider haben wir aber noch zu um bessere Maschinen für die schnellere und voll lich. Der Polizeibericht teilt nicht mit, daß die beis Institute für diese Kinder oder für erwachsene tommenere Produktion kaufen und erzeugen zu den Mörder in Haft genommen wurden. Es ist schwachsinnige Personen. können, um in den Fortschritt das notwendige überhaupt von Interesse, festzustellen, mit welcher Nach der Rede des Fürsorgeministers spra Geld investieren zu können. An den Ersparnissen Sorgfalt die Behörden den Faschisten gegenüber chen in Vertretung des Schulministers Dr. Keprta, liegt es auch, ob wir unseren Fortschritt in der vorgehen. Man darf geradezu von einer weit für das Gesundheitsministerium Dr. Johanovská, internationalen Politik erhalten können. Es ist gehenden Zurückhaltung in diesem Falle sprechen. für den Prager Primator Dr. Pavlik, für die die Zeit gekommen, in der die Mission des Kredis So hätte z. B. im September eine Verhandlung Reichenberger Zweigstelle des Verbandes deutscher Der Katholik Pierlot betraut tes sehr wichtig ist, da der Staat Geld für seine gegen jene faschistische Studenten stattfinden sol- Lehrer an den Hilfsschulen Inspektor Drbohlav Verteidigung braucht. Der Staat muß sich zum Brüssel. Da Finanzminister de Man den len, welche im Winter dieses Jahres an einer ein- Es folgte dann eine Reihe von Referaten, worauf Geld auf dreierlei Wegen verhelfen: 1. durch Auftrag zur Regierungsbildung zurückgelegt hat, samen Straßenfreuzung des Nachts und hinter die Statuten gebilligt und ein Vorbereitungsauss Steuern, 2. durch Anleihen bei den Bürgern und betraute der König am Montag den bisherigen rücks den Rektor der Universität Jassy, Bratu, schuß mit Prof. Herfort an der Spike gewählt 3. durch Operationen auf dem freien Markt, durch Landwirtschaftsminister Pierlot mit der Bil- überfielen, ihm ein Ohr abschnitten und ihm eine wurde. Banknotendrud u. ä. Insbesondere durch finan- dung der Regierung. Pierlot ist Wallone und Reihe von Messerstichen verseßten. Diese Ver- Der Kongreß fandte Begrüßungstelegramme zielle Machinationen aber lassen sich teine mate- Mitglied der katholischen Partei, deren Vorsißen- handlung hat nicht stattgefunden, hingegen sind an den Präsidenten der Republik, den Ministe riellen Güter herstellen. Würde der Staat bei der der er eine Zeitlang gewesen ist. Er soll ebenso die in Haft genommenen Täter nach mehrivöchiger präsidenten und die Minister Dr. Franke, Dr. Auffindung der Mittel für die Staatsverteidis| wie de Man eine Regierung der Nationalen Haft wieder in Freiheit entlassen worden. Von der Ezech und Dr. Dérer ab. 1 DER KLEINE Mitarbeiter Tschangkaischeks zu Hitler Paris. Wie der Havas- Korrespondent aus Berlin meldet, ist dort am Sonntag der chi nesische General Tschan Poli, ein enger Mitarbeiter des Marschalls Tschangkaischets, su fürzerem Aufenthalte eingetroffen. Der General, der vorher in Rom weilte, wird wahrscheinlich von Reichskanzler Hitler und General Blomberg in Audienz empfangen werden. Im Sommer war es zum Ersticken. Im Winter malte die Feuchtigkeit graugelbe Karten von Phantasiereichen an die Decke. Aber wir hatten zum Glück eine schöne Aussicht, um die uns die Nachbarn, deren Fenster nach der Rue Ordener VON EUGENE DA BIT gingen, beneiden konnten. Wir hatten ein weites Land vor unseren Blicken, von Pantin bis Argenteuil, die gange von duftig blauen Höhen begrenzte Bannmeile. Berechtigte Uebertragung aus dem Französischen von Bejot I. 1. Kapitel. spielten, der Rinnstein, in dem ich mit meinen In Paris erwartete uns der Onkel am Freunden ein Wehr aus Sand errichtete, das ein Bahnhof. Straßentehrer zerstörte. Es ist, als wäre es ,, Welchen Tag rücst du ein, Henri?" fragie gestern gewesen. Und obgleich ich nicht mehr auf er meinen Vater. Und, zu mir gewandt, fügte et der Straße bin, ist mir doch alles gegenwärtig. hinzu: Nichts hat sich verändert. Das Waisenhaus mit ,, Du ahnst nicht, was vorgeht, Kleiner." seinen vergitterten Fenstern, die Schuhfabrik, das Wir gerieten ins Gedränge. Männer, die finstere Hotel: alles steht noch am alten Fleck. brüllten: Nieder mit Deutschland!", stießen Und der Fuhrmann läßt noch immer seine Wagen uns an. auf dem Bauplab mit den zwei Akazien stehen. Ich dachte nur an meine Ferien und and Von Mama konnte ich oft hören, daß es sel- Meer und fühlte zugleich, wie diese Erinnerung in ten sei, in Paris eine so schöne Aussicht zu haben. mir erstarb. Aber was mich am meisten entzückte, war das Ich weiß nicht, wie wir nach unserer Rüd Schauspiel des Himmels, den im Frühling die fehr gelebt haben. Mama schwazte mit den Nach Schivalben belebten, im Winter Wolken und Rauch barinnen, während Vater und Herr Thévenard verdunkelten. An den Sommerabenden konnte ich sich über den Mord an Jaurès entrüsteten. J mich nicht vom Fenster losreißen. Die Geräusche lief, so oft ich konnte, auf die Straße, kaufte Reis der Stadt verstummten, die Lichter erloschen. Ich tungen und eilte verzweifelt wieder nach oben. suchte den Polarstern, den ich niemals finden tonnte. Vater, der schon im Bette lag, rief: ..Geh schlafen!" Ich antwortete: ,, Ja, ich gehe schon." In der tiefblauen Nacht ahnte ich riesige Dann stellte ich mich ans Fenster. Ein leich ter Wind wehte. Schwalben schossen am Himmel hin. Der Kirchturm von Notre- Dame de Clignan court ragte schwarz über silbern schimmernden Dächern auf. Es machte mir Spaß, die Landschaft nach dem Beispiel der Jahreszeiten zu verändern. Immer erfand ich für sie neue Formen, die einer stets wechselnden Wirklichkeit entsprachen. Es war Seit zehn Jahren wohnten wir im sechsten eine Welt für sich. Eine Welt von Häusern, die Stock einer Mietstaserne in der Rue Calmets. aussahen wie das, in dem wir wohnten, von Stras Unsere Wohnung bestand aus zwei Zimmern mit Ben und Gäßchen, die Strömen und Flüssen zwi schiefen Wänden und einer Küche. An den Tag ichen schwarzen Ufern glichen. Die Rue du Poteau. unjeres Einzuges konnte ich mich taum mehr er- die Rue Championnet und, an ihrer Kreuzung, innern. Mir war, als hätte ich Zeit meines Lebens die Gemeindeschule, die ich 1912 verlassen hatte. dieses Haus gesehen mit seiner rußigen Fassade, Eine Ecke der Fortifikationen, die wir Fortifs" dem dunklen Flur und den von niedrigen Fenstern nannten, mit grünen Hängen. Die Zone der Erdnotdürftig erhellten Etagen. wälle mit ihren trummschiefen Hütten. Fabriken. Man war atemlos, wenn man den sechsten Die Gleise der Nordbahn. Die Gasometer von Wir waren immer glücklich gewesen. Meine Stock erreichte. Dafür lebte man oben in Ruhe. Saint- Denis und Gennevilliers. Das Elektrizi Wenige Menschen tamen hinauf, und die Bor- tätswert mit seinen acht Schornsteinen, die Wol- Häuser, die in Schlaf gefunden waren. Der Wind Eltern umgaben mich mit Zärtlichkeit. Ich war streichelte mich, ein Lied wiegte mich. Wie gern ihre Sorge, ihr einziger Gedanke, das Band, das tiersfrau überließ es Mama, die Treppe in Ord- ten grauen Rauchs ausstiegen. Die Landschaft hatte immer neue Ueber- hätte ich die Stimmen verstanden, die zu meinen sie verknüpfte. Sie unterbrachen ihre kleinen nung zu halten. Wir waren auf unserem Gang die ältesten Mieter. Mehrere Familien hatte ich raschungen für mich. Den Vordergrund kannte ich. Ohren raunten. Ich wußte nichts von der Welt Streitigkeiten, um mir zuzulächeln. Ich war viel einander folgen sehen. Sie waren, bis auf Quil Das war alter Besiz, den ich schon als Kind in und fühlte doch, daß sie lebt. Etwas verband mich leicht zehn Jahre alt, als sie mich zum erstenmal lets, deren Sohn mein Spieltamerad war, meinem mich aufgenommen hatte. Je größer meine Neu- mit ihr. Was? Alles sagte mir:„ Warte. Später ins Theater führten: in die Gaité- Chrique, wo, wie Vater jagte, Paul und Verginie" gegeben Gedächtnis entschwunden. Ich kenne nur noch die gier wurde, desto mehr Entdeckungen konnte ich wird das Geheimnis sich dir enthüllen." Ich hustete viel. Meine Eltern beschloffen, wurde. Das war für mich ein großes Vergnügen. Namen unserer gegenwärtigen Nachbarn: Gallais, machen: Kleine Städte in der Ferne, Obstgärten, Thévenard und Primault. Wäldchen, hinter denen geiviß die Seine floß. Ach, dieses Jahr Ferien zu nehmen. Sie gingen mit Später sind wir noch öfter gegangen, und ich habe Die Sonne ließ sich nur selten bei uns ob ich wohl je die Hügel kennenlernen würde, die mir nach Tréport. Ich sah zum erstenmal das die Afrikanerin", die Hugenotten", die ,, Weiße blicken. Im Sommer Klopfte hie und da ein ver- den Horizont begrenzten? Vielleicht, dachte ich, Meer und war überwältigt von dem Anblick. Ich Dame" gesehen. irrter Strahl ans Fenster und hatte Eile, wieder kommt einmal der Tag, an dem das geheimnis- vergaß Paris und die Schlosserwerkstatt, als eine zu verschwinden. Man müßte den Verwalter volle Land mir ebenso vertraut ist wie die Rue Zeile vom Onfel Auguste eintraf: fragen, ob er uns nicht eine hellere Wohnung Montcalm. geben tann", pflegte Mama dann zu sagen. Doch gewöhnlich fuhr sie einen Augenblick später fort: ,, Ach, weshalb umziehen? Wir fönnen ja sonst nicht lagen." Dort sprach mir alles von vergangenen Tagen. Die alten Mauern, auf die ich meinen Namen friselte, die Haustüren, hinter denen ich mich versteckte, wenn wir Räuber und Gendarm ,, Es wäre wohl gut, wenn ihr zurückfämt. Ich glaube, es gibt Strieg." Zeitungen lafen wir nicht. Die Nachricht erschreckte uns so, daß wir Le Tréport Hals über Stopf verließen. " " Die Vorstellungen erivedten in mir die Liebe zur Poesie und Musik und beschwichtigten die dunks Ten Wünsche, die in mir zu feimen begannen. Sie trösteten mich auch über die Hänseleien meiner Schulkameraden. ( Fortschung folgt) 1 Dienstag, 2. November 1937 Nr. 257 Seite 3 Tschechische Jungagrarier scharf gegen SdP In der jungagrarischen Zeitschrift„B r ä z« d a" wendet sich I. Waibl scharf gegen die SdP und gegen Henlein, den"politisch ungeschulten, um nicht zu sagen, naiven Turner-Vorsitzenden, gegen dessen„Hochmut" nach dem Wahlsieg, der zum Unglück der SdP und der Sudetendeutschen überhaupt wurde. „An Stelle von Politik", so heißt es dort, „begann die SdP Demagogie zu treiben, ja, sie ließ sich zum Kokettieren mit Berlin verleiten und verfiel in den Fehler, zu glauben, daß sie auf dem Umwege über das Ausland leichter und schneller zum Erfolg kommen werde. Sie vergaß die Erfahrungen ihrer Vorgänger und scheinbare Anfangserfolge verführten sie, bei dem Mangel ihrer Leute an klarem politischem Sehen und Denken, zur Ueberschätzung nicht nur der Bereitwilligkeit, sondern auch der Möglichkeit jener, die chren Repräsentanten im Auslande Gehör geschenkt hatten. Und da Irrtum immer neuen Irrtum gebiert, brachte sich die SdP sozusagen täglich um weitere psychologische Voraussetzungen für den Fall einer eventuellen positiven Mitarbeit. Ihre politische wie journalistische Führung versagte in gleicher Weise. Sie war höchstens der Agitation fähig. Politisch verfiel die SdP dem irreparablen Irrtum, daß sie die Verwirklichung ihrer unrealen Pläne durch einen Druck von außen erzwingen könne, unter Ausnützung der Spannungen und Wirren, die von Zeit zu Zeit in Europa entstehen. Hm Bewußtsein dessen, daß sie zur Besserung der Situation ihrer Wählerschaft nicht das geringste beigetragen hat, in der Erkenntnis, daß die Produktionsbesierung im sudetendeutschen Gebiete nicht durch ihr Verdienst, sondern das der Regierung zustandegekommen ist, warf sich die Henlein- Partei nur noch Wilderin die Agitation. Ein falsches Ziel hat eine falsche Taktik zur Folge. Am kritischen Augenblick vor den Wahlen erlitt sie eine moralische Einbuße durch die Affäre Rutha. >. Nur den Agitationseffekt im Auge, beging sie in Teplitz-Schönau den schweren Fehler, Abgeordnete in eine ungesetzliche Wtion zu treiben. ... Der Vorsitzende der Partei wollte öffentlich mit dem Staatsoberhaupt in einem Tone diskutieren, der der pflichtschuldigen Achtung vor dem Präsideuten-der LepuAff, devilVorsitzenden, der Regierung und dem tschechischen Volke ermangelte. Seine Mitarbeiter lieferten dann eine ganze Kette von Beweisen, daß sie nicht die Fähigkeit zur Loyalität und gutem Willen besitzen, denn sie führten sich wie verblendete Irredentisten aufp indem sie sich sofort an Berlin wandten, dessen Propagandaapparat sich des Wahlscharmützels zu neuen Angriffen auf die Tschechoslowakei bemächtigt." Der Autor kommt zu dem Schluß, daß die SdP nicht imstande ist, ihre Aufgabe zu erfüllen und daß ihrer politischen Führung„j e d e s B e r« trauen und das Recht abzusprechen" sind,„sichalSSprecher des deutsch e n B o l k e s in der Republik zu erklären." Henleins Londoner Aufenthalt „LidovL Noviny": Der äußere Widerhall von Henleins Besuch in London, namentlich in der Presse, war diesmal weit geringer als sonst. Man erklärt dies hier einerseits damit, daß Henlein diesmal vielleicht besondere Gründe hatte, nicht zu viel Aufsehen zu erregen, anderseits mit der Wirkung, die die Affäre Ruthas ebenso auf die hiesigen(Londoner) Anhänger Henleins wie auf ! Henlein selbst übte. Diese Affäre ist besonders in i hiesigen Kreisen eine sehr unangenehme Ange- ! lcgenheit für den nächsten Freund Ruthas, der zugleich Parteiführer ist. Einige Journalisten interessierten sich allerdings für Henlein und suchten seine Adresse. Von einem von ihnen weiß ich, daß er die Adresse auf der tschechoslowakischen Gesandtschaft auftreiben wollte, die ihm aber I keine Auskunft geben konnte, da sie von Henlein nicht verständigt worden war. Fest steht, daß dieses Vorgehen unter den hiesigen Zeitungsleü- I ten Verwunderung hervorrief. Tatsache ist, daß i der einzige größere Bericht über Henleins Aufenthalt in London im Daily Telegraph and Mor- ning-Post erschien. Sie stammte von dessen Redakteur Gordon Lennox, mit dem Henlein in Begleitung seines Begleiters und zweier anderer Personen am 13. Oktober zu Mittag aß. Soweit mir bekannt ist, kam Henlein während seines hiesigen Aufenthaltes von offiziellen Persönlichkeiten mit dem ehemaligen englischen ChargL d'affaires in Prag, Hadow, und mit dem Obersten Graham- Cristie, der englischer FlugattachL in Berlin war und von dem behauptet wird, er sei ein Freund Göring-, zusammen. Henleins Freunde versuchten angeblich, eine Zusammenkunft Henleins mit dem Ministerpräsidenten StojadinoviL, der gleichzeitig in London weilte, zu vermitteln, jedoch vergeblich. Nicht einmal Lord Londonderry, ehemaliges Regierungsmitglied und bekannt durch seine Reisen nach Berlin, hat Henlein empfangen. In London arrangiert Henleins Reisen auch sein Freund Walter Brand, der hier als Korrespondent der„Zeit" tätig ist und sich in letzter Zeit eine Kanzlei in Fleet Street, dem bekannten Zentrum der englischen Zeitungen, errichtet hat' Man erzählt sich, daß Brand eifrigen Verkehr mit der deutschen Gesandtschaft und den hiesigen Zeitungsleuten sucht. Henleins Vortrag in Chatham House dauerte etwa 20 Minuten und bezog sich hauptsächlich auf die Parlamentsanträge, die die SdP in Prag überreicht hatte. Im Hafi gegen die CSR wird die Hitler-Jugend aufgezogen Aus einem Grenzorte im Erzgebirge wird dem Karlsbader„Volkswille" geschrieben: Bei^ ungehinderten Uebergängen an der tschechoslowakischen Staatsgrenze werden Grenzschranken errichtet. Da kommt kürzlich auf reichsdeutschem Boden ein Schulausflug von nur Knaben an unserer Arbeitsstätte vorbei; gleich machte der die Kinder führende Lehrer seine Schüler aufmerksam, daß es ja keiner wagen möge, fremden Boden zu betreten. Weiter erklärte er den Kindern, daß die errichteten Hindernisse Befestigungen nachMoskauerMuster sind und auch von dort aus finanziert werden und daß der Boden jenseits der Grenze alles geraubter deutscher Boden sei. Daß es hier nicht um einen Einzelfall geht, zeigt nachstehender Bericht aus Asch: Am Dienstag, den 26. Oktober nachmittags, kam auf der Selberstraße bis an die Grenze bei Asch ein Trupp Hitlerjugend in Uniform und mit Musik marschiert. Knapp an der Grenze nahmen die Jugendlichen, die von einigen Erwachsenen begleitet waren, Aufstellung und riefen einige Male im Sprechchor zu den aus den Fenstern sehenden Bewohnern des tschechoslowa- kischen Zollamtes„Bandel Bandel", dann wurde„habtacht" kommandiert und wieder mit klingendem Spiel abmarschiert. Die Jugendlichen trugen schwarze Hosen, Braunhemd mit Ueber- schwung und Dolch. Daß es sich nicht um einen Streich unreifer Jugend handelte, sondern um eine von Erwachsenen organisierte Provokation, geht daraus hervor, daß die erwachsenen Begleitpersonen nicht das geringste unternahmen, die Jugendlichen an ihrem Tun zu hindern...' Diese Provokation dürfte eine Auswirkung der Hetzkampagne des deutschen Rundfunks und der deutschen Presse gegen die Tschechoslowakei gewesen sein.( Minister Dr. Ludwig Czech und Bürgermeister Ing. Spazier bei der Republik-Feier in Brünn Material für Feiern, Feste» Bunte Abende Seit einigen Monaten besteht bei der Zen- tralstelle für das Bildungswesen in Prag ein« Beratungsstelle für Feierngestaltung und Arbeiterbühne. Diese Beratungsstelle vermittelt zum Selbstkostenpreis allen Organisationsgruppen der Arbeiterbewegung auf Wunsch Materialzusammenstellungen und Programmausarbeitungen für unterhaltende und feierliche Veranstaltungen. Sie hat auch eine Reihe von Bühnenspieltexten, ferner Material für das politische Kabarett, für Frauen- und Jugendabende herausgegeben. Darüber hinaus hat sie ein Archiv von ernsten und heiteren, von politischen und unpolitischen Theaterstücken, Scherz- und Jugendspielen, Kinderspielen, Kasper- und Schattenspielen, Sprechchorwerken, Gedichtsammlungen angelegt. Diese Bühnenspieltexte werden von der Beratungsstelle auf Wuns h in Auswahlsendungen gegen Erstattung der Unkosten zUr Ansicht ausgeliehen, im Zusammenhang damit werden Auskünfte über Aufführungsrecht und Rollenbezug erteilt. Ferner verleiht die Beratungsstelle Schallplatten zur Benützung bei Arbeiterveranstaltungen. Die neue Nr.(2) von der Zentralstelle für das Bildungswesen herausgegebene. Zeitschrift „Kulturwille"(ein Exemplar kostet XL 1.50)1 enthält ein ziemlich ausführliches Verzeichnis' all dieser Materialien mit Preisangaben usw. Alle Organisationsgruppen der Arbeiterbewegung werden darauf aufmerksam gemacht, daß Materialzusammenstellungen für Veranstaltungen des Winterhalbjahres(Nikolofeiern, Weihnachtsfeiern, Silvesterfeiern, Februargedenkfeiern, Karl-Marx-Feiern, Frauen- und Jugendabende usw. vorbereitet und erhältlich sind. Man wende sich deswegen an die Zentralstelle für das Bildungswesen, Abtlg. für Feiernberatung, Prag XII., Slezflä 13/V. Vas Erwerbslose über die SVH sagen In einer kürzlich im Deutschen Haus in Prag abgehaltenen Versammlung, die sich unter Herrn Pfarrer Wehrenfennigs Regieführung mit der„Sudetendeutschen Volkshilfe" für 1937/38 beschäftigte, erklärte der Obmann Franz Lorenz des„Deutschen Erwerbslos enverbandes" (den wir wiederholt zu Worte kommen ließen) unter anderem Folgendes(laut„Montag"): „Wenn Barden, Firmen, Private und Angestellte, die für diese getarnte Volkshilfe vier Monat« lang von ihrem Gehalt opfern, dazu beitragen, die Not zu lindern, so müssen wir darauf bestehen, daß auch wir gehört werden, denn wir sollen die Empfänger dieser Gaben sein. Wir Prager deutschen Erwerbslosen lehnen es ab, von einer Frau Kundt(Kanzlei, Rubesova 18) über unsere Lage geprüft zu werden. Der„B« n d d e r Deutschen" geniprt sich nicht, von dm Volksspenden, die Bolksgelder sind, 40 Prozent für seineZweckeeinzr: st ecken. Es waren im Jahre 1935—36 79.900 XL, im Jahre 19§6—37 74.320 XL. Wir sind der Ansicht, daß Ausstellungen und Feste des„Bundes der Deutschen" aus eigenen Mitteln bezahlt werden müssen, denn allein die Mitgliedseinnahmen bettagen 400.000 XL monatlich. Wir haben 22 Punkte auS dem Gebaren der BÄkshilfe herausgehoben, um zu beweisen, wie mit den Volksgeldern umgegangen wird. Wir haben festgestellt, daß Darlehen ausgegeben wurden, ferner Pfänder belehnt wurden usw. Dieser Zustand i st unhalt bar.... Wir werden zur Selbsthilfe greifen und, «ine eigene„Volkshilfe" organisieren." Wird der Bund der Deutschen zu diesen Anklagen öffentlich schweigen? Zur Prager deutschen Sendung im Oktober Der Monat begann verheißungsvoll: mit einem Hörbild„Vormärz"(von Walter Tschuppik und Hans Natonek), das in kurzen, gut aufgebauten Szenen die Zeit des geistigen deutschen Freiheitsringens vor hundert Jahren, die Zeit der versinkenden Romanttk und der wetterleuchtenden„Jungen Deutschland" heraufbeschwor. Es ließe sich manches gegen die(von Heinrich Fischer gefühtte) Regie «inwenden, die zwischen Pathos und Stille allzu- schrosft wechselte und die Schallplatte mit der Marseillaise überstrapazierte,— aber in"Absicht und Wirkung war es eine werwolle Sendung, und die Sprecher(neben den beiden Autoren wirkten Willy Volker, Hans Fütth und Leo Siedler verdienstvoll Wit) waren zum größten Teil mit Können, Eifer Und Verständnis bei der Sache. Man wünschte viele solcher Sendungen, die das halten, wozu der Titel „Europäischer Geist" verpflichtet. Auch eine ganz anders geartete Darbietung, die einen Tag später stattfand, verdient als vorbildlich genannt zu werden: das/(von Heinrich R o k h t a verfaßte) Z w i e- g e s p r ä ch zum Gedenktag des Franz von Assisi. Wie hier der Glaube d«S frommen Katholiken an den Heiligen und die Verehrung des weltlichen Diskussionspartners für den großen Menschen und Dichter einander gegenübergestellt wurden, wie von der Symbolik und dem Kulturerbe deS Katholizismus die Rede war und wie die Frage Heiligkeit oder Menschlichkeit nicht einseitig entschieden, sondern in der Ablehnung der Unmenschlichkeit überwunden wurde, das war ebenso würdig wie geistvoll. Alle anderen historischen und literarischen Sendungen des abgelaufenen Monats sind erst in gehörigem Abstand nach dem guten Auftakt zu nennen. Zum 2000. Geburtstage des römischen Kaisers Augustus gab es einen formal ausgezeichneten Vor« ttag(von Professor Artur Stein), der sich von den für gewöhnlich ganz unzulänglichen Rundfunkvorträgen angenehm unterschied— aber inhaltlich war der Vortrag doch nicht befriedigend, weil er nur die Größe des Reichsgründers Augustus, nicht aber die Schattensetten dieses absoluten Herrschers(aus den sich heute Mussolini und seine Nachahmer berufen) gebührend zum Vorschein brachte. Ein Hörspiel zum hundertsten Geburtstag der Morse-Tele- graphie(„Punkt und Strich erobern die Welt" von Egon Larsen) gehött« jener hier schon beschriebenen dilettantischen Gattung an, die weder Hörspiel noch Reportage, sondern nur verwässerter Vortrag ist. Auch in den Hörbildern der Jugendstunden (die neuerdings auf den Abend verlegt wurden und damit wohl auch die Aufmerksamkeit erwachsener Hörer beanspruchen) sollte man Kindlichkeiten vermeiden, die selbst Kinder durchschauen müssen. Das gilt in gewissem Maße auch von dem sonst recht geschickten Hörbild„Spiel und Leben", das vom Marathonlauf bis zum Radio durch die Geschichte der Nachrichten-Technik spazierenführte, während Doktor Artur Werners Hörfolge„Labyrinth der. Welt" wegen ihrer humanen Tendenz zu loben, wegen ihrer Zusammenhanglosigkeit aber zu bemängeln war. Eine hübsche literarische Hörfolge war„Der Regenbogen", eine von Viktor Sordan bearbeitete Novelle HanS Francks, die an den schnell vergessenen deutschen Dichter Richard Dehmel erinnett« (dessen Part Willy Volker humorvoll sprach). Nicht uninteressant war auch Ludwig W i n d e r s Vorlesung auS seiner Erzählung„Der Thronfolger", die sich mit der problematischen Persönlichkeit deS Erzherzogs Franz Ferdinand beschäftigt. Enttäuschungen aber waren di« beiden groß angekündigten Hörspiele des MonatS: das eine,„König Pelops" von Josef Mühlberger(dessen rundfunkdramatisches Schaffen wohl allzu produktiv ist) war eine Sophok- leS-Nachahmung mtt Jamben, Chören und Monologen und einem(von der Regie noch geförderten) schwer verdaulichen Schwulst, das andere,„Die Geschwister" von Deißinger, eine Anzengruber-Nachahmung, die vom Spielleiter Prof. Birk noch polternder gemacht wurde als sie an sich schon ist. Die Sendeleitung geht sicherlich fehl in der Annahme, daß di« Rundfunkhörer an Literatur aus zweiter Hand und schwachem Theater-Ersatz Gefallen finden, auch wenn sie heimischen Ursprungs sind. Unter den musikalischen Sendungen des Oktober gab es manche erfteulichen: ein heiteres kleines Konzert des bewährten Prof. Josef Langer„Musikalt sch e Tiergeschichte", eine hervorragende Leistung des jungen Pianisten Walter Süßkind: der Borttag der dritten Klaviersonate Hindemiths (deren Zusammenstellung mit Liedern des Komponisten Karl Marx allerdings«in Fehlgriff war), ein interessantes Philharmonisches Konzert aus Komo- tau, bei dem die Symphonische Suite von Rudolf Engel und die dreisätzige Suite.Erzgebirgserinnerungen" von Jovita Richter durch technische Reife auffielen, und ein musikhiftorisches Hörbild„Böhmische Musiker um Mozatt". Schon dieses Konzert stand.im Zeichen der Mozart-Feiern zum 150. Jahrestag« der Prager Uraufführung deS„Don Giovanni", dem die Prager deutsche-Sendung ein repräsentatives Konzert„150 Jahre Don Juan" widmete. Ob man ein musik- geschichtliches Ereignis freilich in der Weise feiern muß, daß statt einer Einführung in das gefeierte Werk(dessen Kenntnis sicher nicht bei allen Hörern vorauSzusetzen ist), ein Vortrag über entstehungsgeschichtliche Einzelheiten gehalten wird und nach einem Ausschnitt aus der Oper die Ouvertüre nachgeliefert wird, weil sie der Komponist erst nach der Oper geschaffen hat— das ist eine Frage, die wohl nur Musikhistoriker vom Fach bejahen werden. Der musikalische Teil der Sendung wurde wirkungsvoll durch das(von Fritz Rieger geleitetes Orchester deS Prager Deutschen Theaters und die sängerischen Leistungen Rudolf Bandlers(als Leporello) und Fine Reich-Dörichs(als Donna Anna). Die 'Übertragung des dritten Aktes der„Entführung aus dem Serail"(aus dem Prager Neuen Deutschen Theater), war sehr gelungen und ein schöner Abschluß des Monats. Den Staatsfeiertag beging die Prager deutsche Sendung mit einem Konzert tschechischer und deutscher Komponisten, das aber nicht den Charakter einer Kundgebung hatte(die man der Arbeitersendung überließ). In den.Kulturberichten vom Tage" brachte eS einer der anonymen Sprecher ferttg. die Rundfunksendungen der vorangegangenen Tage zu empfehlen, und eine anonyme Sprecherin erzählte von ihrem Besuch in einem nordböhmischen Schlosse, über dessen Kunstschätze sie au» Zeitmangel nichts Näheres berichten konnte. Daß jemand den Filmschauspieler Rolf Wanka für den Rundfunk„interviewte", war ebenso geschmacklos wie die philosiwhischen Bemerkungen, die ein anderer zu Schallplatten machte. Im Gegensatz zur landwirtschaftlichen Sendung, di« sich diesmal fast ganz auf fachliche Erörterungen über Kartoffel- und Futterrübenernte beschränkte, bot die Arbeitersendung im Oktober ein reichhaltiges und vielseitige- Programm. An erster Stelle sei der kluge und zeitgemäße Vortrag von Paul Fürstenau„Erziehung zur Tapferkeit" genannt, der dem falschen Heroismus das Heldentum der Schaffenden, dem Leben und der Gemeinschaft Dienenden entgegenstellte, zu dem die jung« Generatton erzogen werden sollte. Weiter sind Josef K a u t s Erörterungen über die„Grenzen det Propaganda", Dr. Löwes Vortrag über „Schiller als polittscher Dichter" und Ernst Pauls „Gedanken zur Arbeiterbildung" besonders zu nennen. Unb_ auch im Monat Oktober wurde die Reihe der Botträge wieder durch eine Darbietung besonderer Art unterbrochen: ein von Wilhelm Weigel verfaßtes Dreigespräch„Einig sollt ihr sein", da» für die Idee des gewerkschaftlichen Zusammenschlusses wirkungsvoll warb.—eis—> Seite 4 Dienstag, 2. November 1937 Henlein morgen vor Gericht Am Mittwoch interessante Verhandlung in Dauba Nr. 257 der Hauptleitung. Am 19., 20. und 23.. Jänner| founde auf. Die Gendarmerie ermittelte, daß 1934 bat Henlein alle seine Zusicherungen über die Szalaj Selbstmord durch Erschießen begangen Arbeitsabgrenzung und die Einmischung nochmals hat, nachdem er den Strohschober angezündet wiederholt. Er erklärte, ihm liege an einigen Behn hatte. Die Tat hat einen romantischen Hinters tausenden Bauern nichts, aber an der Zusammen- grund. Szalaj, der im vorigen Jahre aus Nordarbeit mit dem BdL alles. Henlein habe in amerika heimgekehrt war, hat von seinem Vater allen diesen Fällen seine Zusagen und ein großes Gut geerbt, das jedoch verschuldet sein Ehrenwort nicht gehalten. Er habe sogar schon war. In Amerika war er mit einer Ungarin 1933, zwei Tage nach Absendung seiner Denkschrift, bekanntgeworden, die in Philadelphia zur ,, Miz Beugen gegenüber erklärt, er denke gar nicht Hungaria" gewählt wurde und mit der er sich daran, mit Dr. Spina und dem Bd2 zusammen vor einem Monat in Koncova verehelichte. Seine augehen und zusammenzuarbeiten. Die Beweis- Frau war jedoch mit dem Landleben unzufries anträge führen auch Material darüber an, daß Hen- den und wollte nach den Vereinigten Staaten zu lein auch bei anderen Gelegenheiten nicht nur gegen- rückkehren, wo ihre Eltern leben. Szalaj, der dies nicht ertragen wollte, fand keinen anderen über dem BdL sein Wort gebrochen habe. Ausieg als den Selbstmord. Seine Frau ist vers schwunden. Thema: Hat Konrad Henlein sein Wort gebrochen?" Dauba.( Eigenbericht.) Am Mittwoch Dem Schreiben lag auch eine Preiseertlä wird hier die Fortseßung eines interessanten Pro- rung bei, in der die Vereinbarungen zwischen Sen zesses stattfinden, den Konrad Henlein gegen lein und den Führern des BdL über die Arbeitsden Leitmerizer BdL- Sekretär Be d angestrengt abgrenzung migeteilt werden. In einem Briefe vom hat, weil dieser in einer Versammlung in Woken 7. Jänner 1934 wendet sich Henlein an Minister bei Dauba behauptete, Henlein habe sein Wort Spina in verschiedenen Angelegenheiten um Vergebrochen. mittlung und Hilfe. Er versichert Spina nochmals Für die Mittwochverhandlung werden von der Loyalität der SHF. Am 1. August 1934 erließ der Verteidigung Becks viele Beweisanträge und die Hauptstelle der SHF eine Verfügung, nach der Zeugen geführt. Einige Zeugen wurden bei an- Angriffe auf den BdL zu vermeiden Der Vertreter Konrad Henleins erklärt zu den deren Gerichten einvernommen, ihre Aussagen lie- und in den Orten, in denen außer dem BDL keine vorliegenden Beweisanträgen, sie seien unvollständig gen nun vor. Bei der letzten Hauptverhanlung, andere Parteien bestanden, keine Ortsgruppen der angeführt und unwillkürlich aus einer großen Anzahl die am 14. März 1937 war, hat der Beschuldigte So au gründen seien. Alle diese Zusicherungen von Verhandlungsaften ausgewählt. für die Behauptung:„ Konrad Henlein seien jedoch von der Sudetendeutschen Heimatfront Für den Prozeß macht sich ein u nge hat sein Wort gebrochen" den der nachmaligen Sdẞ nicht eingehal wöhnliches Interesse geltend. Es Wahrheitsbeweis angeboten gehabt ten worden und Henlein erklärte, die Uebergriffe sind eine große Anzahl von Pressevertretern angeschähen gegen seinen Willen und gegen den Willen gemeldet. und eventuell den Beweis für entschuldbaren Jrrtum. Die Beweisanträge Becks sind in 23 Punkfen zusammengefaßt und unterstreichen die große politische Bedeutung des Prozesses. Die syrische Sintflut. Die von der Uebers schwemmungsfatastrophe heimgesuchten Gegens den Syriens bieten ein Bild entseßlicher Verivüs stungen. Die Bewohner, soweit sie sich retten fonnten, sind vollkommen erschöpft und sind vielfach außerstande, die Leichen ihrer Anvers wandten zu erkennen. Zahlreiche Tote konnten bisher noch nicht aus den Schlammassen gebors gen werden. Durch das Dorf Mandanij wälzt sich ein zwei Kilometer breiter Wasserstrom, der stels lenweise eine Tiefe von zehn Metern erreicht. Das Wasser hat alles mitgerissen, was ihm im Wege stand. Das Parlament von Syrien hat eine Million Francs für die Opfer der Katastrophe und für die Bergungsarbeiten zur Verfügung gestellt. Festung der Wissenschaft. Etwa vor Jahresfrist hatte in außerschweizerischen Zeitungen die Sensationsnachricht die Runde gemacht, daß die Schweiz auf dem Gipfel der Jungfrau große Festungsanlagen errichte. Sonntag, den 31. Ots tober, nahm Bundesrat Etter in Vertretung des Vorstehers des eidgenössischen Departements des Innern Bezug auf diese Gerüchte. Vor einer Versammlung bedeutender Vertreter der schweis zerischen und ausländischen Wissenschaft sowie der eidgenössischen und fantonalen Behörden er flärte er, es sei in der Tat auf dem höchsten Gips fel der Schweizer Berge eine Festung entstanden, nicht aber eine Festung für Kriegszwede, sons dern eine e st ung der Wissenschaft. Am Sonntag wurde nämlich auf dem Sphing Gipfel, bei der obersten Station der Jungfraus bahn, in einer Höhe von 3570 Metern das höchstgelegene meteorologische Obser vatorium Europas feierlich eröffnet und eingeweiht. Die Finanzierung dieses höchst be merkenswerten wissenschaftlichen Wertes erfolgte zum größten Teil durch Beiträge von privaten sowie von alpinen und wissenschaftlichen Vereis nigungen, die sich zur Stiftung Hochalpine Forschungsstation Jungfraujoch" zusammenge schlossen haben. Zunächst wird in der Beweisführung auf die Verhandlungen Henleins mit dem Minister Spina in der Zeit von 1933 bis 1935 hingewiesen. Bei diesen Verhandlungen hatte Henlein befanntlich versprochen, das Arbeitsgebiet der SHF gegen jenes des BdL abzugrenzen und die Selbständigkeit des BdL unter allen Umständen zu respektieren. Dieses Ver= sprechen habe Henlein nicht eingehalten. Henlein habe aber auch dem BdL versprochen, diesem ob seiner attivistischen Politik nicht in den Rücken zu fallen und daß die Henleinpartei überhaupt eine loyale Bu sammenarbeit mit dem Bd2 pflegen wolle. Henlein und seine Mitarbeiter hegten hier keine Hintergedanken und würden sich weder in die inneren Angelegenheiten des BdL, noch in jene der Landjugend einmischen. Henlein werde seine politische Arbeit gegenüber dem Bd2 von persönlichen Verunglimpfungen freihalten und auch bei seinen Mits arbeitern auf ein faires Verhalten sehen. Die SdP habe jedoch später den Kampf gegen den BdL mit dem Biele geführt, den BdL zu vernichten. Die Vertreter des BdL seien in rüdsichtslosester Weise befämpft worden. Die Partei Henleins habe sich auch in die Angelegenheiten der Landjugend gemischt. Hen Tein habe ferner versichert gehabt, daß der Name= radschaftsbund mit seiner politischen Para tei nichts zu tun habe, doch befäßen die Mitglieder des Kameradschaftsbundes den maßgebenden Einfluß in der Henleinpartei.( In diesem Zusammenhang werden die Namen Dr. Brand, Sebetorosty, Kundt, Rutha und Henlein selbst genannt.) Henlein habe es unterlassen, Erklärungen und Handlungen seiner Mitarbeiter, die seinen persönlichen ehrenwörtlichen Verpflichtungen widersprechen, nach den Parteis fabungen zu widerrufen und aus diesem Grunde seien jene Erklärungen und Handlungen ihm anzulasten. Henlein habe sich in zahlreichen Briefen und zunächst durch die Vermittlung des gewerbeparteilichen Abg. Stenal an Spina um Unterstung beider Parteigründung gewandt. Die von Dr. Spina gestellten Fragen seien zur Zufriedenheit Spinas beantwortet worden. Henlein habe dem Minister insbesondere gesagt gehabt, er, Henlein, sei für die Einhaltung der bisherigen aftibistischen Linie des Ministers Spina und wolle auf dieser Grundlage mit dem BdL zusammens * Schon lange vorher schimmerten sie arbeiten. Henlein hat seine Zusicherungen auch schriftlich dargelegt und erklärt, als Bürgschaft hinter den schwitzenden Fenstern der Treibhäuser. fönne er nur sein Ehrenwort geben. In der Einzelne Blumen zunächst wie Schneebälle im schriftlichen Erklärung, die Henlein dem Minister stumpfen Grün und dann ausgebreitet in Gläsern flimmern. Spina übergab, heißt es u. a.:„ Alle Entschließun- weißen Flächen blühten sie dem Gedenktage der Vom Auto gestürzt. In der Vrchlický- Gasse in gen sind letzten Endes in gemeinsamer Beratung Toten entgegen. Und dann kamen sie aus den stalten vor den Gräbern zu unbestimmten Schat- Mährisch- Ostrau stürzte der Arbeiter Johann Wolf zwischen Minister Dr. Spina und mir zu fällen". Gärtnereien in die Stadt, auf Starren und ten werden, wird es allmählich still. Und dann aus Wagstadt von einem fahrenden Lastauto. Er In dieser Denkschrift wurde insbesondere die Frage Wagen, wippend in weißen Büschen. Das Weiß werden die Friedhofstore geschlossen. Sanft erlitt einen Bruch der Schädeldecke und blieb bes der Arbeitsabgrenzung und der Einmischung behan- der Blumen, strahlig und gekräuselt, füllte die wehen die Flämmchen auf den Gräbern, Lichter wußtlos liegen. Am nächsten Morgen ist er im delt; sie trägt das Datum vom 14. Oftober 1933. Schaufenster der Blumenhandlungen. In über für die Seelen im Schattenreich. Die weißen Krankenhaus seiner Verlegung erlegen. 11 In den Beweisanträgen wird dann auf weitere Verhandlungen Dr. Spinas mit Henlein hingewiesen, insbesondere auf einen Brief Henleins an Spina vom 10. November 1933; in diesem Briefe wieder holt Henlein seine Zusicherungen und verspricht, fie auch in Zukunft zu halten. Der Brief ist unterzeich net:„ Genehmigen Sie, hochberehrter Herr Minister, den Ausdruck meiner besonderen Hochachtung, Ihr ergebener Konrad Henlein". In einem Schreiben vom 2. Dezember 1933 bestätigt Henlein nochmals feinen Standpunkt und ersucht um eine Unterredung, die auch der Verhaftung Dr. Brands gelten sollte. die auch der Verhaftung Dr. Brands gelten sollte. Vom Rundfunk Empfehlenswertes aus den Programmen: Dienstag Allerseelen Jagesneuigkeiten Weiße Chrysanthemen quellender Fülle breiteten sie sich aus, säumten die Straßen und bedeckten die Gehsteige längs der Friedhöfe in langen, breiten Beeten weißer Blumen. Auch andere Farben blühen dazwischen, Chrysanthemen in gelben Bällen, in Rostrot und Lila neben dem matten Glühen der Erika. Aber das Weiß überwiegt beiweitem. zuwege; nur so hin- und herblasen fonnte sie, aber das billigste Musikinstrument dünkte ihr wohl wirksamer, um die Herzen zu rühren, als ihre alte erloschene Stimme. Noch gegen die Dämmerung hin schwillt der Strom der Kommenden. Und noch immer schwanken die weißen Büsche der Chrysanthemen den Gräbern zu, auf denen die Flämmchen der Sterzen und der Lämpchen hinter geschliffenen . Erst wenn es dunkel wird, wenn die Ge Chrysanthemen schimmern. Im Dunkeln verschwimmen sie zu unbestimmten Flächen und - als sei erster Schnee auf die Gräber dügeln gefallen. Und mit dem kühlen Atem der Erde, mit dem herben Duft der weißen Totenblumen weht ein fröstelnder Hauch heran. Bald ist es wieder soweit. Der Winter ist nahe, der lange Und während noch immer weiße Chryfan. Schlaf der Natur unter weißen Decken, weiß wie themen auf übervollen Gärtnerwagen ange- der kühle Blütenschnee der Chrysanthemen am fahren kommen, werden die weißen Blumen in Allerseelentag. einzelnen Stöcken und Sträußen wieder davon,, Die Protokolle der Weisen von Zion". Mons tag nachmittags erfolgte im Revisionsprozeß um die Verbreitung der Schrift ,, Die Protokolle der Weisen von Zion" in Bern die Urteilsverkün dung. Die erste Straffammer des bernischen Obergerichtes erkannte, daß die Angeschuldigten und jetzigen Appellanten Silvio Schnell und Theodor Fischer von der Anschuldigung wegen zuwiderhandlung gegen das bernische Schund literatur- Gesetz mangels gefeßlichen Tatbestande s ohne Entschädigung freizus sprechen seien. Die Begehren der Privatkläger werden in vollem Umfang abgewiesen. Die Bars teitosten werden wettgeschlagen( jebe Partei zahlt ihre Kosten selbst). Mit der Frage der Echt, heit der Protokolle" hatte sich der Gerichtshof nicht zu befassen. " Ein Denkmal der Breschkowskaja. Am 30. O tober wurde in Chvaly bei Prag in feierlicher Weise ein Denkmal der Großmutter der russischen Rebos lution" Jekaterina Breschto- Breschtowstaja enthüllt. Beim Denkmal sprachen der Borfißende des Senas tes Dr. Sout up, die Senatorin Plaminková und als Mitarbeiter der Verstorbenen Prof. Archangel stij. Bürgermeister Antos übernahm das Dentmal in die Obhut der Gemeinde. Das Denkmal- Komis tee hat die Absicht, auch die Umgebung des Dent mals entsprechend herzurichten. Das Denkmal stammt aus der Werkstatt des jungen akad. Bildhauers Miloš Suchánek. Tod im Schacht. Am 30. Oktober abends getragen. Immer dichter wird die Prozession wurden auf der Zeche..Sa ch se n" im Bergs Brand im Pantheon. Sonntag um 22,20 1hr blumentragender Menschen; ein dunkler mur- revier Hamm in Westfalen durch Strebbruch sab in Paris ein Polizist vor einer Wachstube des melnder Strom mit weißen Wellen aus Blumen vier Mann verschüttet. Sie wurden sämtlich als 5. Arrondissements, wie Flammen aus dem Dachs drängt sich durch die Friedhofstore und ver- Leichen geborgen. -WG stuhl des Pantheon hervorschlugen. Das Feuer zweigt sich zwischen den Gräbern. Ein von Eisenbahnunglück in Calais. Bei der Ein- dürfte allem Anschein nach in einer Kabine entstan Brag, Sender I: 10.05: Deutsche Breffe. 10.30: Stunde zu Stunde schwellender Strom zwischen fahrt des aus Brüssel kommenden Schnellzuges in den sein, in welcher sich der Transformator für die Schallplatten. 11.05: Schallplatten: Goldmarkt. Liszt, den Reihen und Ständen der Händler mit den Bahnhof von Calais stürzten aus bisher un- elektrische Beleuchtung des Gebäudes befand. Feuers Meyerbeer etc. 12.10: Schallplatten. 14.10: Deutsche Sendung: Aus dem tschechoslowakischen Stulturleben. Wachsferzen, Rübölfläschchen, Kränzen und bekannter Ursache die Lokomotive, der Tender wehren, welche unverzüglich am Brandherd eintra Dr. Eisner: Das heutige Tschechisch. 17.30: Dufit: gelbem Sand. Und wie auf einem Jahrmarkt und ein Personenwaggon um und verrammelten fen, hatten das Feuer um 23,10 Uhr gelöscht. Slabierquintett. 18.10: Deutsche Sendung: Horner: finden sich auch die anderen Händler ein, die das Geleise. Hiebei wurden vier Personen getötet. wurde eine Untersuchung über die Entstehung des Brandes und den verursachten Schaden eingeleitet. Wirtschaftsrelief. 18.20: Geistliche Mujit. 18.30: Süßigkeiten, geröstete Burennüsse, heiße Auf der Strecke Rio de Janeiro Sao Dr. Moucha: Neue Bücher. 18.45: Deutsche Preſſe. Würstchen und Weintrauben feilbieten und ihre Paolo ereignete sich ein Eisenbahnunglück, bei Graufiger Fund. Einige Angler entdeckten 18.55: Aus dem deutschen Kulturleben. 22.15: Märsche auf Schallplatten. Prag, Sender II: Kleinen Geschäfte machen, wo viele Menschen zu welchem vier Personen getötet und 22 verlegt in dem Stonávka- Bach( Schlesien) einen Gegen stand. Sie riefen Gendarmerie und Feuerwehr her 14.20: Deutsche Sendung: Dr. Bilchert: Liebe und fammenströmen. In ihre Anpreisungen mischen wurden. Eifersucht. 14.35: Mufifeinlage. 14.55: Deutsche sich die Bitten der Bettler und die gedämpfte Selbstmord um Mis Hungaria. Am 31. bei, welche aus dem Bache die Leiche der 22jährigen Presse. 18.20: Operettengefänge. 18.35: Bioloncello Musik ihrer Geigen und Ziehharmonifas. Eine Oftober brannte in den frühen Morgenstunden Aloisia Sachová aus Petřvald im Tesiner Gebiet Brünn: 15.30: Rundfunkorchesterkonzert. 17.40: Deutsche Arbeitersendung: Sozialinformatio- uralte Frau stand am Friedhofstor, das faltige in der Gemeinde Koncova im Bezirke Uzhorod bargen, die, wie festgestellt wurde, bereits sieben bis ein dem 29jährigen vermögenden Bauern Jo- zehn Tage im Wasser lag. Das Mädchen hatte vor nen, Senator Wellan: Die Brünner Gemeinde als Gesicht vom Kopftuch halb verhüllt, blind auf hann 3 a la i gehöriger Strohschober nieder. zwanzig Tagen das Elternhaus verlassen und sich Unternehmer. 20.00: Dvořák: Requiem. Pre- einem Auge und mit ihrer unförmigen Stahl- In den Ueberreiten fand man bei der Durchsu- in der Gegend herumgetrieben. Da die Leiche Spu burg: 10.15: Chöre auf Schallplatten. Kaschau: brille einer Märchenhere ähnlicher als einer chung die halbverkohlte Leiche des Besizers, der ren von Gewalt aufwies, hat die Gendarmerie und Schallplattenfongert. 19.15: Opernarien. 19.30: Geigenkonzert, Mähr. Oftrau: 18.10: Deutsche Sen Großmutter. Sie stand und blies auf einer seit den Abendstunden des 30. Oftober vermißt die Oftrauer Fahndungsabteilung Erhebungen ein Mundharmonika sie brachte keine Melodie wurde. Die Leiche wies am Kopf eine Schuß- geleitet. Dung. tonzert. Nr. 257 DienStag, 2. November 1S37 Der Staat als Landwirt Der tschechoslowakische Staat ist Besitzer zahlreicher Güter und ausgedehnter Forsten. Jin Budget-Entwurf für das Lwhr 1938 wird der Umsatz des staatlichen Unternehmens der Forste und Güter abermals größer sein als im vorhergehenden Jahre. Allein beim Holzverkauf sind in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres 162 Millionen Kronen eingenommen worden, während eS in der gleichen Zeit des Vorjahres nur 123 Millionen Kronen waren. Die staatliche Feldwirtschaft umfaßt insgesamt 187 Höfe mit einem Gesamtarcal von 47.000 Hektar. In eigener Regie werden 121 Höfe mit einer Fläche von 25.000 Hektar bewirtschaftet. Es werden jährlich über 30 Millionen Liter Milch, über eine Million Zentner Hackfrüchte und über 250.000 Zentner Getreide erzeugt. DaS Unternehmen verwaltet weiter 800 Teiche, die ein Gesamtausmaß von 12.500 Hektar haben. Die Fischproduktion beträgt jährich etwa 11.000 bis 12.000 Zentner. Seit 1927 haben die staatlichen Güter einen Gewinn von insgesamt,167 Millionen Kronen abgeworfen. Der durchschnittliche Jahresgewinn in dieser Periode beträgt demnach fast 17 Millionen Kronen. In den letzten beiden Jahren ergab sich eine Erhöhung des Gewinnes auf annähernd 20 Millionen Kronen. Mit einem Gewinn in gleicher Höhe wird auch im laufenden Jahre gerechnet. Angestellte der Metallindustrie fordern Kaujunkturanterl. Am Wochenende fand in Brünn eine gesamtstaatliche Konferenz der Metallindustrie-Sektion beim Einheitsverband der Privatangestellten statt. In der Debatte wurde auch darauf hingewiesen, daß die Angestellten dieses Industriezweiges bisher nur in unbedeutendem Maße an der ungewöhnlich starken Konjunktur materiellen Anteil haben, so daß das Lebensniveau dieser Angestellten-Kategorie im Hinblick auf di« steigende Tendenz der Preis« ständig sinkt, wie dies aus den Berichten der Sozialversicherungsanstalten hervorgeht. Die Industrialisierung KarpathorußlandS. Die ostslowakische Holzindustrie A.-G., eine Gründung, an der englisches Kapital beteiligt ist, hat soeben in Karpathorußland einen Rundsägebetrieb eingerichtet. Es sind zunächst rund 300 Arbeiter beschäftigt. Batas neu« Strumpffabrik. Baka führt gegenwärtig in Grotzboschan«ine neue Fabrik zur Erzeugung von Strümpfen und Zwirn auf. Die Arbeit in dem neuen Betrieb soll im Frühjahr des nächsten Jahres ausgenommen werden. Konzentration. Die Schokoladenfabrik Hartwig L Bogel A.-G. in Bodenbach hat die Schoko« la-efabrik Jordan und TimäuS ausgekauft. Formell soll die Fusion der beiden Firmen nicht durchgeführt werden, nur technisch soll der gesamte Betrieb bei d«r Firma Hartwig& Bogel konzentriert wer-en. DaS läßt vermuten, daß damit die Entlassung von Arbeitern verbunden sein wird. Gesetjliches Ueberstundenverbot In Dänemark (JGB) Am 1. Oktober ist in Dänemark ein neues Gesetz in Kraft getreten, das ein Verbot der Ueberstundcnarbeit enthält, bzw. einen Ausgleich der geleisteten, absolut notwendigen, Ueberarbeit anordnet. Der Geltungsbereich des Gesetzes ist ebenso umfassend wie jener der bestehenden Kollektivverträge. Als Ueberstundenarbeit bezeichnet das Gesetz alle Arbeitsstunden, mit denen die tariflich festgesetzte normale Arbeitszeit überschritten wird. DaS Gesetz gestattet Ueberstunden in einer Reihe von näher bezeichneten Ausnahmefällen, jedoch nur unter der Bedingung, daß die geleisteten Ueberstunden später durch eine entsprechende Freizeit ausgeglichen werden. Dieser Ausgleich, die»Abspazierung" der Ueberstunden, soll spätestens 14 Tage nach Leistung der Ueberstunden erfolgen. Um besonderen Bedürfnissen in den einzelnen Berufen und Industriezweigen Rechnung zu tragen, können die Arbeiter« und Arbeitgeberorganisationen eine besondere Vereinbarung für ihr Arbeitsgebiet treffen, wonach die »Abspazierung" in größeren Zwischenräumen als 14 Tage stattfindet. Diese Sonderregelungen bedürfen jÄoch der Genehmigung des Sozialministers. Die Arbeitgeber und die bürgerliche Presse führen einen entschiedenen Kampf gegen das Gesetz und versuchen hierbei die Mißstimmung und Unzufriedenheit, die,daS Gesetz in einigen Arbeiterkreisen, deren Arbeitseinkommen geschmälert tvird, hervorgerufen hat, in ihrer Propaganda NuSzunutzen. In Gewerkschaftskreisen erkennt man an, daß die Durchführung des Gesetzes größere Schwierigkeiten verursacht, als anfangs angenommen wurde. Man ist jedoch der Meinung, daß diese Anfangsschwierigkeiten schnell überwunden werden können und daß sich das Gesetz zum Wohle der Gesamtarbeiterschaft auswirken wird. Josef Hofbauer: borf In Scherben Preis kart. KC 82.—, geb. KC 88.—. Z« beziehen durch die Zentralstelle kür daS BildungSwestn in Prag XU, Eleska 13/V. Seite 5 Beteiligen Sie lieh cm der grossen Verlosungsaktion»Eine Million Rundfunk-Teilnehmer'*. Informieren Sie sich beim Radiohfindler, welcher Ihnen die diesjährigen Empfänger System Telefunken gerne vorführen wird. Der millionte Rundfunkhärer erhält unseren BIG• B E N. Denkschrift über die Mörder von Potemba I Reichsdeutsche Sozialdemokratie an Genf Der Vorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands hat an die Genfer Kommission zur Bekämpfung des politischen Terrors eine bemerkenswerte Denkschrift überreicht. In- dieser Denkschrift wird zunächst aus- einandergesetzt, daß in Deutschland vor dem Weltkrieg fast überhaupt keine politischen Attentate begangen wurden. Erst nach dem Weltkriege habe sich das Bild gewandelt: erst wurde— 1919 — Kurt Eisner ermordet, dann— 1921— Gareis, im gleichen Jahre Erzberger. 1922 wurde ein Blausäureattentat auf Scheide- mann verübt, in diesem Jahre wurde auch Walther Rathenau ermordet. Die Täter entstammten immer dem Lager der Völkischen. Ein Helfer des Mordes an Erzberger, Manfred Kil- linger, ist nationalsozialistischer Würdenträger. Die Denkschrift weist darauf hin, daß später Attentate in großer Zahl, die sich vor allem auch gegen nicht sehr exponierte Funktionäre der Links-, aber auch Mittelparteien und der Deutschnationalen richteten, von den Mitgliedern der nationalsozialistischen SA verübt wurden. Es wird an den Mord von Potemba erinnert: „Am 22. August 1932 verurteilte das Gericht in Beuthen fünf Nationalsozialisten, die in Potemba einen kommunistischen Arbeiter vor den Augen seiner Mutter bestialislb ermordet hatten, zum Tode. Ihnen sandte Hitler folgendes Telegramm: »Mein« Kameraden! Angesichts dieses ungeheuerlichen Bluwrteils fühle ich mich mit Euch in unbegrenzter Treue verbunden. Eure Frei» beit ist von diesem Augenblick an eine Fruge unserer Ehre, der Kampf gegen eine Regierung, unter der dieses möglich yar, un^re Pflicht." Der damalige Reichskanzler von Papcn antwortet« in einer Rede in Münster: ,,Jm politischen Kampf soll Totschlag und Rache erlaubt sein, soll, der Gegner vogelfrei sein... Di« Zügellosigkeit, die auS dem Aufruf spricht, paßt schlecht zu den Ansprüchen auf die StaatSregienmg." Hitler erwiderte in einer Ansprache in Berlin: „Wer für Deutschland lebt und stirbt, hat alle- Recht, und wer sich gegen Deutschland wendet, hat gar kein Recht." Die nationalsozialistischen Mörder wurden begnadigt und nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler im Triumph aus dem Gefängnis ge-1 holt." Dann wird darauf hingewiesen, daß durch den Terror der Nationalsozialisten nach Hitlers Machtübernahme Tausende getötet wurden, unter ihnen der frühere MinisteiPräsident von Mecklen burg, Stelling, der Bergarbciterführer Huse- mann und zwanzig Abgeordnete. Dabei wurde dieser Machtübernahme kein gewaltsamer Wider-. stand entgegengesetzt. Der 30. Juni 1934 kostete allein Hunderten das Leben. Der braune Mord hat auch über die Grenzen gegriffen.> Die Denkschrift schließt: „Man denke ferner an die vielen Tausende! von Hinterbliebenen der Ermordeten. Man denke■ an die noch viel größere Zahl der Angehörigen jener Personen, die in einer für jeden Rechtsstaat unfaßbaren Weise ohne Urteil und Gericht seit Jahren in den Gefängnissen und Konzentrationslagern gefangengehalten werden. Man denke an die fünfhunderttausend Juden, die für recht- und ehrlos erklärt, mißhandelt und beschimpft, das Leben einer Kaste von Unberührbaren führen. Man denke an die Hunderttausende, die durch die Verfolgung der katholischen Kirche wie der protestantischen Kirche in ihrem religiösen Empfinden aufS tiefste verletzt sind. Man denke schließlich auch an die rechtloSgemachten und unterernährten Massen der Arbeiter. Wer kann die Gewähr dafür übernehmen, daß nicht eines Tages aus dieser Millionenmaffe einer aufsteht und etwas tut, wofür ihm daS herrschende Regime selbst zahllose Vorbilder geliefert hat? Angesichts dieser Tatsachen können Mittel der internationalen Polizeitcchnik zur Bekämpfung des politischen Terrors nichts erreichen. Sie sind nicht imstande, dieses furchtbare, die Menschheit schändende Uebel an seiner Quelle zu bekämpfen: in Deutschland selbst. Wir empfehlen deshalb zur Bekämpfung des politischen Terrors folgende Maßnahmen: 1. Wiederherstellung deS Rechtsstaates in Deutschland.- Gesestaebung durch«in freigewählteS Parlament. Wiederherstellung der Unabhängigkeit der Richter. 2. Wiederherstellung der Glaubens-, Meinuugs- und Gewissensfreiheit, der Preffefreihrit, der Freiheit der Wissenschaft, der Religionsausübung, der Freiheit der Vereinigung. 3. Freilassung der pvlitischen Gefangenen. Wiedergutmachung deS durch den nationalsozialistischen Terror verübten Unrechtes. 4. Untersuchung der in Deutschland und im Ausland von deutsche« Nationalsozialisten verübten Morde, Bestrafung der Mörder und der Mordanstifter. Sollte die Kommission der Meinung sein, daß die Empfehlung solcher Maßnahmen außerhalb ihrer Kompetenz liege, so halten wir alle sonstigen zur Bekämpfung des Terrors empfohlenen Maßregeln, soweit sie Deutschland betreffen, für zwecklos, schädlich und im höchsten Maße ungerecht." kngllsche Gemeindewahlen (A S.) London. England, das Mutterland der modernen Selbstverwaltung, zeigt eine erstaunliche Gleichgültigkeit der Wähler in der Entscheidung über die Parteien und Männer, die das Kernstück der Selbstverwaltung, die Gemeinden, zu sichren haben. Bei den letzten Londoner Gemeindewahlen, die 1934 stattfanden, nahmen nur 34 Prozent der Wähler chr Recht wahr, in den vorhergehenden Wahlen von 1931 und 1928 waren eS sogar nur 31 und 32 Prozent. DaS Hauptproblem aller Parteien besteht daher darin, wenigstens einen Teil der Wählermaffe zu mobilisieren, die zwar an den großen politischen Wahlen teilnimmt, in der Gemeindewahl aber teilnahmslos bleibt. Am 1. November werden in London sämtlich« Gemeindevertretungen erneuert, während in den übrigen englischen und walisischen Gemeinden nur ein Drittel der Gemeinderäte ausscheidet und neugewählt werden muß. So vollzieht sich in der Mehrzahl der englischen Gemeinden die Anpassung an wechselnde VolkSstimmungen nur allmählich, da es drei Jahre braucht, bis die gesamte Gemeindebehörde erneuert ist. In London wird statt dessen die Gesamterneuerung alle drei Jahre vorgenommen. London ist verwaltungsmäßig ein besonderes Phänomen. Die Londoner Wohnsiedlung, die an die acht Millionen Menschen umfaßt, hat alle Grenzen der BerwaltungSorga« nisation längst gesprengt. Das Siedlungsgebiet erstreckt sich auf nicht weniger als drei Grafschaften. Der Londoner Grafschaftsrat, den eine Mehrheit der Arbeiterpartei beherrscht, umfaßt nur einen Ausschnitt aus dem geschlossenen Siedlungsgebiet. Eine Gemeinde London gibt es überhaupt nicht. D.er innere Teil der Stadt besteht vielmehr aus nicht weniger als 28 Gemeinden, die jede einen eigenen Gemeinderat und einen eigenen Verwaltungsapparat besitzen. In diesen 28 Londoner„Boroughs" sitzen insgesamt 1377 Gemeinderäte. Dazu kommen noch 227 sogenannte „Aldermen", die durch Kooptierung gewählt werden. Einzelne der Londoner Boroughs sind nach ihrer Bevölkerungszahl ansehnliche Städte. Wandsworth etwa hat 340.000 Einwohner, Islington, dessen eines Parlamentsmandat die Arbeiterpartei kürzlich eroberte, hat mehr als 300.000 Einwohner, fünf andere Gemeinden mehr als 200.000. Nach dem Steuerwert, den die einzelnen Gemeinden zu verwalten haben, übertreffen einzelne Londoner Gemeinden alle anderen Städte Englands. Von den 28 Londoner Gemeinden verwaltet die Arbeiterpartei derzeit nicht weniger als 15. Vier Gemeinden: Bermondsey, wo kürzlich eine Faschistendemonsiration schwere Unruhen hervor-1 ries, Deptford, Poplar, dessen Wohlfahrtswesen Lansbury die Herzen der Arbeiter gewann, und Greenwich sind angestammtes Herrschaftsgebiet der Labour Party. Die restlichen elf wurden nach der Katastrophenwahl des Jahres 1931 bei den letzten Gemeindewahlen, die 1934 stattfanden, von der Arbeiterpartei erobert. Die Konservativen, die einzigen ernstzunehmenden Gegner der Arbeiterpartei in den Londoner Gemeinden, kandidieren in den einzelnen„BoronghS" unter höchst verschiedenen Bezeichnungen. In Chelsea etwa als Gemeindereformer, in Hammersmith, wo eS hart um die Mehrheit gehen wird, als Vereinigung der Steuerzahler. Die Liberalen, die als Fortschrittspartei kandidieren, haben bei den letzten Wahlen ihre letzten 56 Mandate in den Londoner Gemeinden eingebüßt und kämpfen nunmehr um einen bescheidenen Rest von Einfluß auf die Verwaltung der Londoner Selbswerwaltung. Daneben tritt eine Anzahl von nicht parteigebundenen Kandidaten, sogenannte„Unabhängige" auf, die an manchen Stellen persönliche Erfolgsaussichten häbcn. In der Provinz stehen nur jene Mandate zur Erneuerung, die im Jahre 1934 beseht wurden. Da damals die Arbeiterpartei nach dem vorhergehenden Rückschlag des Jahres 1931 sehr gute Erfolge erzielte, hat sie diesmal sehr wichtige Verteidigungsarbeit zu leisten. Bei den letztjährigen Gemeindewahlen schnitt die Arbeiterpartei nicht gerade günstig ab. Seither haben die Londoner Grafschaftswah- BERSON Ihre Nerven telegraphieren von den Fersen sum Gehirn. Herrlich! 8top- Keine Er- schUtterunsen Stop• An den Fersen Gummiabsätze len im März dieses Jahres aber die Arbeiterpartei inneuemAufstieg gezeigt. Der er- sreuliche Verlauf des Parteitags in Bori^mouth und der Erfolg bei der jüngsten parlamentarischen Ersatzwahl in Nord-Islington haben di« Hoffnung erweckt, daß die Stimmung wieder zugunsten der Linken umgeschlagen hat. Die sachlichen Ergebnisse. der Verwaltungskunst der Arbeiterpartei, die auch von einsichtigen Gegnern nicht bestritten wird und im roten London so anschaulich wird, tragen nicht zuletzt dazu bei, die Oftensivkraft der Labour« Leute zu stärken. lluslanck Festung Palma de Mallorca Der Havas-Korrespondent schildert die heutige allgemeine Situation auf den Balearen- Inseln folgendermaßen: Die Insel Mallorca hat 350.000 Einwohner und ist zu einer militärischen Marine- und Flugbasis erster Ordnung ausgebaut worden. Die eben im Gange befindlichen Arbeiten werden die Insel ineinederstärk« stey Seefestungen des Mittelmee- r e s umgestalten. Es wird dort eine mächtige Flott« vor Anker liegen, die aus allen Kriegsschiffen Francos l?) bestehen wird. Wie der Havas-Korrespondent berichtet, der diese Marinebasis mit eigenen Augen gesehen hat, besteht die Mannschaft sowie das Offizierskorps der dort vor Anker liegenden Schiffe ausschließlich aus Spaniern(?). Die Landstreitkräfte sind sehr stark und wurden aus der Einwohnerschaft der Insel gebildet. Sie werden von General C a n o v a s befehligt. Das Flugwesen ist Oberst Ramon Franco unterstellt. Auf der Insel befinden sich zwei Wasserflugzeugstützpunkte. Die Verteidigung der Insel wird durch veraltete, aber auch durch moderne Küstenbatterien gewährleistet. Die Berge, Hügel und Felsen der Insel Mallorca sind mit Flugabwehrbatterien bedeckt. Die Organisierung der Verteidigung Mallorcas wurde von Generalissimus Franco selbst ausgearbeitet, als er noch Oberkommandant der Balearen unter der republikanischen Regierung tvar. Sein BerteidigungS- plan sah als Hauptpunkt das Ausbrechen großer gedeckter Galerien in den Felsen über dem Meere vor, die nunmehr als gedeckte Flotten« und Flugstützpunkte ausgestattet sind. Die Insel Ibiza ist in ähnlicher Weise ausgestattet. Italienisch« Soldaten rebellieren gegen di« Verschickung nach Spanien' Aus der italienischen Garnison Como sollten in den nächsten Tagen zahlreiche Soldaten nach Franco-Spanien geschickt werden. Das hat zu einer Meuterei geführt. 92 Soldaten mit dem Wachposten versuchten zu entfliehen. Abteilungen der Faschisten wurden zu ihrer Verfolgung auSgesandt und es kam zu Scharmützeln, bei denen mehrere Teilnehmer verletzt wurden. An diesem Abend durchstreiften unaufhörlich Patrouillen von Schwarzhemden die Stadt. Alle, die zu flüchten versucht hatten, wurden ins Gefängnis geworfen. Seite 6 Es ist der Ton, der die Musik macht; die Tonqualität ist entscheidend bei der Wahl eines Radioempfängers! Die Wiedergabe der Symphonischen Serie 38" hat durch eine Reihe technischer Vorzüge einen erheblichen Vorsprung gewonnen. Lassen Sie sich vom Radiohändler die neuen Modelle vorführen, prüfen Sie mit Aug' und Ohr! Sie werden begeistert Ihr Urteil fällen! Warme Strapaz- Strümpfe für ganztägiges Tragen an kalten Tagen. Bei älteren Frauen besonders beliebt. BETTY 7 Aus fester Wolle gearbeitet. Rata Trager Zeitung Schwerer Arbeitsunfall. Gestern vormittags arbeitete der 39jährige Maurer Adolf Mazán e aus Lieben auf einem Holleschowitzer Neubau, wobei er trotz der Warnung seiner Kameraden auf ein Schußgerüst stieg, das unter ihm zusammenbrach. Mazánek stürzte ziwei Stockiverte tief in den Hof auf einen Haufen Baumaterials. Er erlitt einen Bruch des linken Beines und der rechten Hand sowie eine schwere Gehirnerschütterung. Die Rettungsgesellschaft brachte ihn in bewußtlosem Zustand auf die Klinik Schloffer. Tauf zur Folge. Kunst und Wissen Die Entführung ,, Sozialdemokrat" Oper sehr zu bedauern war. Unter den nichtfingenden Darstellern ist der männlich- edle Bassa Selim Herrn Padlesaks besonders zu rühmen. Für die Stilsauberkeit und Lebendigkeit der Szene hatte Renato Mordos Regie gesorgt. E. J. Hilde und das Lotteriespiel " die Dienstag, 2. November 1937. Nr. 257 Karmonie Aug and Ohr! PHILIPS Sport- Spiel- Körperpflege Neue tschechoslowakische Schwimmrekorde wurden bei einem Klubmeeting des Bar Kochba Preßburg erzielt, und zwar durch den Schwimmer Frucht über 200 Meter Freistil in 2: 20.3 Min. sowie durch die Schwimmerin Singer über 50 Meter Brust in 40.9 Sekunden. Vereinsnachrichten Bunter Abend Der Vorteil des eigenen Platzes entschied bei allen sonntägigen Ligaspielen den Gewinn der Punkte der sogenannten Home- Klubs. Die Glück"-Strähne, die in der Kleinen Die Merkmale dieser Runde waren die Niederlagen Bühne am Samstag begann, fand am Sonntag ihre von Slavia und Vittoria Žižkov. Slavia fann woh Fortsetzung mit der ausgezeichneten Urauffüh- derzeit den„ Ruhm" in Anspruch nehmen, die teuerste r ung des Lustspiels Hilde und das Lotteriespiel" Mannschaft zu besitzen, ohne mit ihr besondere Leis bon er bert Ert I. Ein liebenswürdiger und stungen zeigen zu können. Dagegen in techni amüsant durchgeführter Einfall; zwar dramatur- scher Hinsicht ganz unzulänglich haben die Vitgisch typisch für einen Einafter, aber auch bei der torianer eine große Portion Glück, um eine Position der Naturfreunde und der Allaver- Jugend. ErnDreiteilung eines eigentlich ununterbrochenen Hand- in der Tabelle einzunehmen, die ihnen nicht zukommt. ſtes und Heiteres in Lied und Rezitation. Mittlungsablaufes genug kurzweilig und humorvoll. Die Begegnung Sparta Vittoria Žižkov woch abends 8 Uhr im Kleinen Saal des HandFreilich dankt meines Erachtens der Autor den Er- verlief recht uninteressant und deckte die Mängel und werkervereins. Eintritt frei. Gäste willkommen. folg der dramatisierten Geschichte von dem Lotte Schwächen der Vorstädter in krasser Weise auf, obrielos, das so erstaunlichen Wirbel in anderthalb wohl Spartas Team, besonders der Angriff, auch Eine erweiterte Ausschußfizung des Arbeiterstille Häuslichkeiten bringt, vor allem dem rasanten teine besondere Leistung bot. Die Spartaner ge- fürsorge- Bezirksvereines mit den Vertretern der Tempo der Regieführung( Walter Tau b), die Darsteller wie die Zuschauer nicht zum Atmen annen 3: 0( 2: 0) und dürften daher schon als Brager Kulturorganisationen findet am 2. Novem und Nachdenken kommen läßt und aus dem Dar- Herbstmeister anzusehen sein. Die„ Kanonen" der ber, 8 Uhr abends, stait. Da die Winterhilfgattion Prager Slavia, die schon gegen Admira keinen heuer bereits im November durchgeführt werden stellungsvermögen einzelner Künstler erstaunlich guten Eindruck machten, hatten in Brünn gegen foll, ist es notwendig, daß die Ausschußmitglieder viel und Neues herauszuholen vermochte, sodann idenice noch weniger Glück und wurden ver- und die Vertreter der Vereine und Verbände, die aber auch diesen Schauspielern selber, die ihre ganze dient mit 0: 2( 0: 1) geschlagen. In Pilsen diese soziale Arbeit bisher immer unterstützten, Vitalität zum Gelingen der Uraufführung einsetzten. Marion Wünsche spielt die beinahe strauchelnde siegte Viktoria über SK Nachod mit 3: 1 bollzählig erscheinen. ( 2: 0) sicher. SK Pardubiß gewann daheim Ehegattin auf charmante, überlegene und dezente Art, Leo Siedler( der Gatte) geht wirkungsvollst mit einem Temperament los, das in diesem ( immer überzeugend aussehenden und vorbildlich sprechenden) Schauspieler bisher kaum zu vermuten war. Schmerzen reich stellt mit lebhaftester Komit der Sprache, der Haltung und der Mimik den verliebten Freund des Hauses, mit einer unbefümmerten Jungenhaftigkeit, die das Tempo des Abends glücklich bestimmt, wenngleich das Wesen, das er so ergößlich zeichnet, eher etwa einem Oftavaner angehören könnte als einem jungen Manne, der schließlich schon das ernste Studium der Medizin erfolgreich abgeschlossen hat. Erna Terrel bewährt sich diesmal sogar als Karikaturistin( in einer Aufgabe, die ihr aber bei anderer Einsicht im Beseßen faum zugeteilt worden wäre.) Brachtvoll läßt Lotte Stein in zwei Szenen eine ihrer energisch- nerbösen Mütter- Figuren auffahren, beide Male mit Sonderbeifall bedacht. Episoden werden von Rigmor Bar ring. Evi Panzner und Lo Bertram sehr befriedigend betreut. Das Publikum, vollzählig" erschienen, freute sich des anspruchslos- heiteren Spiels, lachte immerzu herzlich und unterstrich immer wieder durch andauernden Applaus den unzweifelhaften Erfolg der Komödie und ihrer Aufführung. t L. G. Mozart- Gedenktafel in Olmük. Auf der KapiRW- Prag. Donnerstag, den 4. Nogegen Schlej.- Ostrau 3: 0( 2: 0). Die bember im Vereinsheim Vortrag des Genossen Ostrauer haben keine schußkräftigen Stürmer. Dr. Franz e I. Beginn 20 Uhr. Den zweiten Sieg errang SK Proßnib, indem er über den SK Kladno mit 2: 0( 1: 0) erfolg= In Preßburg verlor der SK Bilsen gegen SK 1: 3( 0: 0). reich blieb. DFV- Division Mitteilungen aus dem Publikum. Wettbewerb der Firma Philips um das beste Rundfunkhörspiel. In diesem mit 30.000 Kč dotierten Wettbewerb vergaßen einige Autoren, einen Ums Während der Teplizer FK sozusagen von Sieg zu Sieg eilt diesmal mußte der DFK Ko- schlag mit Kennwort beizulegen, der ihren Namen motau mit 9: 0( 4: 0) daran glauben, kommt und die Adresse enthält. Um dies noch nachzuholen, der Prager D F C immer mehr ins Hintertreffen, wird im Schaufenster des Vorführungsraumes der denn das Spiel mit dem derzeit schwachen BSK Gab- Firma Philips in Prag, Národní tř. 31, in den long wurde glatt mit 1: 3( 0: 0) verloren. Die Pra- Tagen vom 26. Oftober bis 3. November ein Ver ger waren vor der Pause wohl besser, aber wie immer zeichnis dieser Hörspiele ausgestellt sein, sowie auch im Sturm den größten Verfager hatten. ein Verzeichnis der in diesem Wettbewerb überhaupt Saazer DSV schlug daheim den Karlsbader FK 6: 0( 4: 0); Warnsdorfer FK bewies, daß man auch aufgenommenen Spiele. Das Ergebnis des Wett in Trautenau gewinnen kann und der DSW bekam bewerbes wird am 19. Dezember verkündet werden. mit 7: 1( 2: 0) einen tüchtigen Dämpfer; SpVg Bo- Elegance für wenig Geld! Das ist der letzte denbach hatte große Arbeit, um auf eigenem Blaze Modeschrei der amerikanischen Frauen. Elegant sein, die Schreckensteiner Sportbrüder mit 3: 2( 1: 1) au wenn man Millionärin ist, ist heute nicht intereſſant, besiegen. in jenem Zeitalter, in welchem man aus der häß lichsten Frau in kürzester Zeit den schönsten Filmstar Der In der mährisch schlesischen Gruppe gewann DSK Teschen gegen den Jägerndorfer SV 2: 0( 2: 0). Mähren machen kann. Aber für wenig Geld elegant sein, erfordert schon Kenntnis der Einkaufsquellen, wie es Slavia Prag spielte am Montag in Wien gegen 3. B. die neue Strumpfkollektion Bata ist Ein Paar Exzedenten. In der Nacht auf gestern kam es tel- Dechantei von Olmüz wurde Sonntag eine Ge- Auſtria und gewann 4: 2. Ein Prager wurde aus- Seidenstrümpfe aus echter Seide kosten Kč 17.-. in einem Gasthaus in der Poděbrad- Straße in Biz denktafel für W. A. Mozart enthüllt, der als elfgeschlossen. Sie heißen Regina und werden Sie bestimmt bes kov zu einer schweren Rauferei zwischen dem 26jäh- jähriges Wunderkind vor 170 Jahren in diesem PaAus den tschechischen Divisionen. Mittel- geistern. böhmen: rigen Tapezierer Anton Svoboda aus Wrschowiz laste wohnte. Die Gedenktafel, ein Werk des ala- Techie Starlin gegen Meteor VIII 3: 3( 2: 2), BoSK Libeň gegen Union Žižkov 6: 2, Füße in der Backröhre? Nein- aber so tommt und der 27jährigen wohnungslosen Prostituierten demischen Bildhauers Julius Pelikán aus Olmüz, hemians gegen SK Nusle 3: 2, Sparta Košit gegen es jedem Manne vor, der Batas warme, weiche, Aloisie Pazdera. Die beiden zertrümmerten eine wurde durch Fürsorge eines tich e chisch- deutgläserne Türfüllung im Werte von 180 Kč und ichen Komitees geschaffen. Unter einem Re- Viktoria Nusle 7: 3, Hvězda Košič gegen Nuselsky wohlige Winter- Socken Wellington trägt. In Gummifügten einander mehrere Riß- und Kraßwunden zu. lief Mozarts befindet sich eine Aufschrift, die be- S 5: 1, Art Kolin gegen Altbunzlau 4: 0, Kralup Schuhen getragen, leisten sie die besten Dienste. In Böhmen Land: allen Bata- Berkaufsstellen erhältlich. Schließlich wurden sie aufs Polizeikommissariat ge- sagt, daß Mozart vom 28. Oftober bis 23. Dezem- gegen Slavoj VIII 4: 2. bracht. Der Vorfall hatte einen großen Menschenauf- ber des Jahres 1767 in der Kapiteldechantei weilte. Weſtgruppe: TSK B.- Budweis gegen Stadion B.Millionär werden, ist nicht so leicht. Der Bei der Enthüllung der Gedenktafel sprachen für Budweis 2: 0, Petřin gegen Bilin 3: 4, Hvězda Turn das Komitee Dr. Remes tschechisch und Direktor gegen Slavia Karlsbad 5: 1, Horowitz gegen Doud- millionste" Rundfunkhörer jedoch kann jeder werden, Salinger deutsch sowie für die Stadt Direktor lebce 2: 1, Kopit gegen Česky Lev Beraun 3: 1; Ost- der sich anläßlich der großen Verlosungsaktion einen Gayer, der die Gedenktafel in die Obhut der Stadt gruppe: AFK Pardubiz gegen Königinhof 4: 2, Er- Rundfunkempfänger kauft und sich in der Zeit ab übernahm. Die vereinigten tschechischen Olmüßer plofia Semtin gegen Aston Villa Jungbunzlau 4: 0, 20. Oktober d. J. als neuer Rundfunkhörer anmeldet. Gesangsvereine und der deutsche Männergesangver- Jungbunzlauer SK gegen Polaban Nimburg 3: 2, Mit dem millionsten Rundfunkhörer wird eine große ein sangen Festchöre. Im Olmüßer Dom wurde AF Chrudim gegen Königgräz 2: 2( 1: 0). Tře Anzahl weiterer Rundfunkhörer ausgelost, von denen bechowitz gegen Rotkostelez 2: 0. Mozarts Krönungsmesse zur Aufführung gebracht. Das Schlußwort bei den Prager MozartSchlesien: Bata Zlin gegen Mor. Slavia Brünn eine ganze Reihe mit überraschenden Preisen, welche Wiener Schönherr- Verbot aufgehoben. Der 8: 0, Rolny Proßnik gegen Moravia Brünn 4: 0, für diese Verlosungsaktion die Firma Radiotechna reſtlich feiten hatte das Prager österreichische Bundesminister für Unterrichtswesen, Aso Olmük gegen Han. Slavia Kremfier 1: 1( 0: 0), widmete, belohnt werden. Beim Ankauf eines Gerätes Deutsche Theater: Mit einer am Sonntag Dr. Pernter, hat das Verbot, Schönherrs Schauspiel Oftrauer Slavia gegen Arsenal Brünn 6: 0, Slovan System Telefunken wollen Sie sich über die Einzels in Szene gesetzten Neueinstudierung der zweiten deutschen Oper W. A. Mozarts, dem heater aufzuführen, aufgehoben, nachdem der Karwin gegen Žabovřesky 1: 0, Königsfeld gegen glückliche ausgeloste Hörer den größten und leistungsDie Fahne weht" am Wiener Burg M.- Ostrau gegen Slavia Michalkowitz 6: 2, Polonia heiten gefl. informieren. Unter anderem erhält der ,, tomischen Singspiel", wie sie der Meister ur- Autor verschiedene Tertstreichungen durchgeführt hat. Brerau 3: 2. sprünglich selbst genannt hat, Die Entfüh: Die Handlung des Stückes ist der Zeit Andreas fähigsten, ferienweise erzeugten Superhet System Sonstige Fußballergebnisse. Reitmerib: VfB Telefunken Big Ben. rung aus dem Serail". Kapellmeister Friz Reichenberg 3weig hatte die musikalische Erneuerung des föst- ofers entnommen und war ursprünglich antifran- Teplik gegen SV 3: 3( 1: 2). zösisch gefärbt. M.- Schön DSK Gablonz gegen RFK 4: 3. lichen und ausdrucksreichen Werkes besorgt. Auch M.= er diente mit einer in der Sauberkeit der Durch- Eine Franz- Schubert- Gedenktafel in der Slo- berg: Se gegen DSV Sternberg 2: 0. Bu= führung, in der Einheitlichkeit des Stiles und in wakei. Die deutsche Arbeitersängerschaft in Preßburg Ost rau: DSV Troppau gegen SV 5: 0. der delikaten und fast kammermusikalischen Ab- wird in Želiezovce, wo der große Liederkomponist da pe st: Hungaria gegen Szeged 4: 1, Bocskai gegen tönung von Dynamik und Rhythmus festlich wir zwei Sommer verbracht hat, und wo er durch Land Ferencvaros 2: 3, Ujpest gegen Tarichauffeure 3: 3 Wien: FC Wien gegen Austria Geschäfte, die fenden Wiedergabe, die stärksten Widerhall im und Volk zu bedeutenden Schöpfungen der Vokal-,( 2: 2), Samstag. glänzend besuchten Hause fand und fast nach jeder Kammer- und Klaviermusik angeregt worden ist, im 4: 2, Ravid gegen Floridsdorfer AC 2: 1, Admira gegen Sportklub 4: 2, Wacker gegen Simmering 5: 2. Nummer spontanen Beifall herausforderte. Obwohl Sommer 1938 eine Gedenktafel errichten. Wochenspielplan des Neuen Deutschen Theaters. nicht alle Solistenpartien ideal besetzt waren. Die Salzburg: Wien gegen Salzburg 3: 3( 0: 2), ben Amsterdam: Frankreich gegen Holbeste Leistung des Abends bot Kurt Baum, ein Heute, Dienstag, 8 Ubr: Acht Ruder im Taft, Amateure. Mittwoch halb: Uhr Frühlingsluft, B 1. land 3: 2( 1: 0).- Genf: Schweiz gegen Italien gewinnender, ritterlicher Darsteller, vor allem aber A 2. ein ausdrucksvoll und kultiviert singender Belmonte. Donnerstag halb 8: Carmen, 2. Freitag 2: 2( 2: 1), Europacup. Lille: Polen B gegen Samstag halb 8: Die Nordfrankreich 2: 1. Marseille: SüdostfrankAuch das lustige Paar Blonde- Pedrillo fand durch halb 8: Arabella, D. Sonntag reich gegen Fav. AC Wien 4: 1. uremburg: Heria Rayn und Friz Göllnit eine darstel- Fledermaus. Abonnement aufgehoben. Terisch lebendige und gesanglich überzeugende Inter- halb 3: Pariser Leben, Arbeiter vor- Nordostfrankreich gegen Luremburg 1: 2. tara: Ungarn B gegen Türkei B 5: 2. pretation. Weniger erwärmen fonnte man sich da stellung, halb 8: Die Czardasfürstin, A 1. Wochenspielplan der Kleinen Bühne. Diens- Der polnische Eihocken- Verband hat einer Ant gegen für Frau Rose Books Konstanze, deren Kehlfertigkeit zwar nichts zu wünschen übrig, deren tag 8: Parfstraße 13, Bankbeamte 1 und freier tewißer Auswahlmannschaft im letzten Augenblick die Gesang aber die richtige Modulationsfähigkeit der Verkauf. Mittwoch 8: Das Glück, Bankbeamte Erlaubnis zu Spielen im Dritten Reich Donnerstag 8 Uhr: Hilde ohne Angabe von Gründen veriaat. Man geht Stimme und echtes Gefühl vermissen läßt. Ganz 2 und freier Verkauf. Freitag 8: Das Glück, jedoch nicht fehl, darin eine politische Aktion zu sehen, unbefriedigend war diesmal, vielleicht aus und das Lotteriespiel. Gründen einer starken Indisposition? Herr Theatergemeinde des Kulturverbandes und freier denn bekanntlich steht die polnisch- deutsche FreundSamstag 8: Parkstraße 13. Sonn- fchaft feit einiger Zeit nicht auf besonders guten Magnus Andersen als Osmin, was bei der be- Verkauf. sonderen Bedeutung gerade dieser Partie in der tag 3: Pygmalion, 8: Hilde und das Lotteriespiel. Füßen. bierteljährlich Kč 48 halbjährig Kč 96 Bezugsbedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Lezug durch die Post monatlich Kč 16. Inserate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. Rücstellung on Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken, Die Zeitungsfranka ur wurde von der Posts und Telegraphendirektion mit Erlaß Nr. 13.800/ VII/ 1930 bewilligt.( Kontrollpostamt Praha 25. Druderei:„ Orbis". Drud. Verlags- und Zeitungs- 4.- G. Prag. . An= in andern Tageszeitunaen inferieren, aber Sozialdemokrat Pianos Harmoniums Kleinpianos, Pianetto" nicht berücksichtigen, betun Pedalzungen orgeln den damit, daß fie die wirt fchaftliche Bedeutung der Stauffrait unserer Leser noch nicht erkannt baben oder nicht er Tennen wollen. Beituna lefen beikt, auch den Anzeigenteil beachten und beim Einfaut bie nierenten bevorzugen. Niemand wird sich Ge schäftsleuten aufbrängen, die Arbeiterfundichalt nichi zu schätzen wiffen ganzjährig K 192 Günstige Preise, bequeme Raten, Tausch, Miete mit Kaufmöglich feit, Reparaturen, Stimmpflege. August Förster die Weltmarte! In 35 Staaten ständia bertreten. Fabrik: Georgswalde. g D f ม g 9 el t 6