Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh/ Einzelpreis 70 Heller Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub Redaktion und Verwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077 17. Jahrgang de Witte im Außenausschuß: Berantwortlicher Redakteur: Karl Kern, Prag Samstag, 20. November 1937 Die Friedensfront erstarkt! Innerpolitische Befriedung läßt noch zu wünschen übrig Im Außenausschuß nahm Freitag Abg. de Witte zu dem außenpolitischen Eposé Dr. Kroftas zustimmend Stellung, wobei er mit Befriedigung ein Erstarken der Friedensfront feststellen konnte, die schon heute den faschistischen Gegenspielern turmhoch überlegen wäre, wenn sie sich auf ihre Stärke befinnen wollte. Auf dem Gebiete der Minderheitenpolitik betonte der Nedner, daß wir jede Hilfe von außen selbstredend ablehnen, daß wir aber auch verlangen können, daß alle Staatsstellen ebenso aufrichtig wie wir zum 18. Feber stehen. Auf diesem Gebiet ist leider noch sehr viel zu tun! De Witte erklärte einleitend, der 18. Feber und er befindet sich in Uebereinstimmung mit unfönnte der zweite Staatsfeiertag ferem ersten Staatsmann, wenn er erklärt, daß um werden, der Tag der wahrhaften Konsolidierung der so eifriger alles getan werden müsse, um zu einer Republit, wenn alle ehrlich wollten und sie die Kraft befriedigenden Lösung dieser Frage zu kommen. aufbrächten, alle jene zu zwingen, die diesen Aber erst in einem Schlußwort steht der entschei= dende Sab, in dem es heißt: 18. Feber nicht erfüllen wollen. weiſt Rebner auf die tonen Ausgaben für RüIn Besprechung des wahnsinnigen Wettrüftens it ung sa me de hin. Gelbst die Führer der Dit taturstaaten behaupten unausgesetzt, daß sie ledig lich die., Erhaltung des Friedens" wollen; dabei sind sie es doch gewesen, die die Rüstungsmaschine in einem Maße angefurbelt haben, das vordem einfach unvor ste II bar war. Die Frage der Schuld an dem Wettrüsten ist also ganz eineutig festzustellen. de Die Mit Entseßen verfolgt man den Verfall der Moral im Nebeneinanderleben der Nationen. faschistischen Staaten schließen sich zu einer neuen Art heiliger Allianz zusammen und es wird einfach alles, was demokratisch, freiheitlich und antifaschi-| lation der Demokratien vor den dynamischen Staaten folgt der anderen. Jede dieser Kapitulationen wird als Verhinderung der Kriegsgefahr taschiert, ten und erhöht damit schließlich die Kriegsgefahr. aber jede stärkt nur die Dynamit der Diktaturstaa Die Front des Friedens Für eine Außenpolitif in einer Zeit, in der wir heute leben, ist Sauptbedingung des Erfolges die Geschloffenheit, die Einheit im Innern". Wir unterschreiben diese Worte. Diese Geschloffenheit herzustellen, war mit eine der ersten Aufgaben des 18. Feber. Wir sind um so eifriger bestrebt, an der Erfüllung dieser Aufgabe mit zuarbeiten, als wir uns durchaus nicht auf eine Hilfe von außen verlassen wollen. Wir müssen uns unser Haus schon selbst bestellen. Wir stehen aufrichtig zu dem 18. Feber, aber eine andere Frage ist es, ob auch Staatsste II en ebenso aufrichtig und ehrlich zu ihm stehen. Aus dem Inhalt: Menschenjagd an der Grenze Angelsächsiche Entente ,, Die Tat" diskutiert Tag der Ruhe in Prag Nr. 273 Delbos demokratischer Kreuzzug B. V. Paris. Die Nachricht über die bevorstehenden Reisen des französischen Außenministers Bon einer entsprechenden Proportionalität bei von Delbos nach Zentral- und Osteuropa hat den Neueinstellungen im öffentlichen Dienst ist noch die Freunde der Demokratie und des Friedens lange keine Rede. Einzelne Aemter beginnen wieder mit der Quälerei erneuter Sprachprüfun aufhorchen lassen. Diese Reisen in die Hauptstädte gen und die Errichtung tschechischer Minderheits der Kleinen- und der Balkan- Entente- Staaten, schulen in rein deutschen Orten, in denen es über- sowie der Abstecher nach Warschau kommen zur haupt keine tschechischen Kinder gibt, stört immer rechten Zeit. Die französische Republik wird der wieder aufs nene den Friedenswillen. Auch der Welt beweisen, daß sie sich von den entscheidenden jüngste Versuch unserer Steuerämter, felbst die reft- europäischen Fronten nicht ausschalten läßt, und los deutschen Gemeinden zu restlos tschechischem das eigene Land wird darüber von neuem belehrt Sprachgebrauch im Verkehr mit der Finanzverwal- werden, daß Frankreichs Grenze auch an der Moltung zu zwingen, muß die politische Atmosphäre vergiften. Das alles steht im Widerspruch zum Geist dau, an der Donau und an der Weichsel liegt. Ein Vergleich mit den Reisen Barthous und Sinn des 18. Feber. Die Verschwörung der Cagoulards Die Tichechoslowakei ist nur ein kleiner Staat, drängt sich auf, und das Bild, welches den kluaber mit dem guten Beispiel, das fie mit der innen- gen Lenker der französischen Weltpolitik damals politischen Befriedung zu geben hätte, und mit dem mit Masaryk und Beneš zeigte, ist noch nicht aus Einsatz ihres Ansehens in der demokratischen Welt dem Gedächtnis gewichen. Es war ein Jubel ohne fönnte sie ihren starken Willen beweisen, ein gleichen, der am 26. April 1934 die Straßen der mittler a wischen Ost und West zu tschechoslowakischen Hauptstadt beherrschte, alle sein und an der demokratischen Neugestaltung Eurofühlten die Größe der historischen Stunde, alles pas hervorragend mitzuarbeiten. blickte bewundernd auf einen Mann, von dem die Welt wußte, daß er den Diktatoren die Stirne bieten würde. Während Deutschland in seiner tiefsten Erniedrigung von den zweifelhaftesten Erscheinungen beherrscht wurde, stand auf der an deren Seite ein wahrer Verteidiger der europäischen Kultur, ein Schriftsteller und Historifer von größtem Format, aber auch ein Mann aus Eisen. Tie Tschechoslowakei, die über ein Jahr hindurch jenseits ihrer Grenzen Greuel über Greuel mit angesehen hatte, die erst vor wenigen Wochen den Todestampf der österreichischen Sozialisten miterleben mußte, die Zeugin von so viel Barbarei und Stulturschändung gewesen ist, begrüßte in Barthou den Vertreter einer anderen Welt, Barthou, der sich als Biograph Dantons zu einer unvergänglichen Tradition bekannt hatte. Delbos wird in Prag ein ebenso willkomme Im Bunde mit Hitler und Mussolini Paris.( Eigenbericht.) Die Unter- sie nicht nur zu einem inländischen, sondern auch fuchungen bestätigen, daß die sogenannte Liga für zu einem ausländischen Hitler ihre Zuflucht nehgeheime Verteidigung mit Hilfe großer finanziel- men würde. Diese Voraussage hat sich nun bestä fer Mittel und mit Unterstützung des faschistischen tigt. Daß die aufgefundenen Waffen fast aus Anstandes eine Terrororganisation in Frankreich schließlich deutschen und italieni aufgezogen hat. Dies ist zwar noch nicht das ichen Ursprungs find, ist das erste Indiz für offizielle, aber das tatsächliche Ergebnis der Er- diese Zusammenarbeit mit ausländischen faschistihebungen, die feit Wochen schon von tausenden schen Kreisen. Freitag wurde bekannt, daß die Kriminalbeamten und hunderten fliegenden Kom- Sureté 200 geheime Radiostationen beschlagnahmt Daß unser Verhältnis zu Deutschland fich berſchlechtert hat, daran trägt die Tschechoslo- miſſionen in ganz Frankreich durchgeführt wurden. hat, welche sich vorwiegend in der Nähe von Flugfreulichen Tatsache die für uns erfreuliche Waffenlager, betonierte Widerstandszentren wur- gen Punkten befanden. Man wirft daher die Frage ner Gast sein wie sein großer Vorgänger. Er toatei teine Schuld. Wenn Dr. Krofta dieser uner- Die Materialfunde sind außerordentlich ergiebig: pläßen, Kasernen und anderen militärisch wichtigegenüberſtellt, daß.& r a nkreich verläßlich bereit den nicht nur in mehreren Bariſer Arrondisse auf, ob man mit der Aufdeckung dieser Verschwöit, ſeine Bundesgenossenschaft im Ernstfalle tatments, in den Pariser Borstädten, sondern auch in rung gegen die Sicherheit der Republik nicht träftigit unter Beweis au stellen, so tann man hm entfernteren Provinzorten und fogar in Nord gleichzeitig ein Spionagenet zerstört hat. das glauben. Und wenn er sich auf wiederholte Erflärungen maßgebender englischer Staatsmän afrika entdeckt. Die ersten verhafteten Per= ner beruft, die Englands Interesse an der Ersal- fonen sind jedoch nur untergeordnete Handlanger| tung des Friedens in Mitteleuropa fundgetan has der Geheimorganisationen. Einige Verhaftungen führen aber bereits zu ben, so möchten wir dem ergänzend hinzufügen, daß den 200 Familien, das ist jener zahlenmäßig der englii ben Arbeiterpartei auch enge Kreis der Hochfinanz und der Großzinduſtrie, das eminente Intereſſe der Arbeiteropposition und der der bis zum Antritt der Volksfrontregierung die Maſſen des englischen Volkes an dem Schuß Mit- tatsächliche Herrschaft in Frankreich ausgeübt hat. teleuropas vor faschistischen Zugriffen eindeutig ers der Dynamiter a bee Utivpoſt für die friedite bezeichnen. So kann man heute benden Staaten ichon sagen: bon M repräsentiert noch dazu ein Frankreich, das mittex in einem Prozeß der Erneuerung steht, eine Regierung, in der die lebendigen und aktivistischen Kräfte der französischen Nation sich zur AufbauDer freitägige ,, Völkische Beobachter" gibt arbeit vereinigt haben. Außenpolitisch aber stößt überdies recht offen seiner Sympathie mit der Delbos auf eine wesentlich andere Situation. Prag politischen Unterwelt Frankreichs Ausdruck, wenn wird für ihn gewiß eine Erholung sein, hier finer wahrheitswidrig erklärt, ein beträchtlicher Teil det er, in den politisch maßgebenden Kreisen zudes französischen Volkes bereits sich zu illegalen mindest, teine Hintergedanken, er hört teine Aktionen vor. Der Verdacht, daß vom Ausland Schmeichelworte, hinter denen Verrat lauert, er Minierarbeit betrieben werde, wird übrigens nicht findet Liebe zur Freiheit und zum französischen wiesen haben. Mit Recht konnte der Außenmir.ifter/ Der Besizer eines der getarnten Gebäude ist de allein in Linkskreisen geäußert. Gerade das Organ Wolfe, den Willen zur Selbstbehauptung. Jenseits auch das Interesse Nor da meritas an dera Motte Saint Pierre, dessen Vater der katholischen Kreise ,,, A u be", sagt:„ Es ist der Tschechoslowakei wird Delbos vielleicht erst Bizepräsident der Bergbaugesellschaft scarpelle nicht das erſtemal, ein ist, welche wiederum von der Induſtriefamilie oder von mehreren Mächten aus der Ferne vor- gegnen. In Warschau ist nicht mehr Pilsudski, wurde." Auch die rechtsgerichtete iener Pilsudski, der plößlich„ erkrankte", als Schwob d'Hericourt kontrolliert wird. bereitet Der von der französischen Bolizei gesuchte Graf Epoque" sieht sich gezwungen, die Vermutung zu Goebbels ihn besuchen wollte, in Bukarest nicht Die Front der Friedensverteidigung ist derart Paſt r é, welcher gleichfalls ſein Besitztum für äußern, daß Deutschland hinter den sogenannten mehr Titulescu, der energische Verteidiger der groß, derart überwältigend start, daß es ein selb. das Verbergen von Waffen zur Verfügung stellte, Kapuzenleuten stehe. Die Aufdeckung einer gehei- kollektiven Sicherheit, und in Belgrad ist mit mörderisches, an Wahnwik grenzendes Unterfangen gehört einer einflußreichen Bankierfamilie an. Der men Terrororganisation ist auch gerade nur von Alexander auch die Politik des ermordeten Königs der anderen wäre, fie durchbrechen zu wollen und es mit ihr auf einen Kampf auf Leben und Tod an./ Besizer einer Villa, in welcher ein Gefängnis für der außenpolitischen Seite betrachtet bedeutungs- zu Grabe getragen worden. In Griechenland tommen zu lassen. Was wir sehnlichst wünschen, ist den Ernstfall entdeckt wurde, M a Idant, ist voll, sonst aber darf man sie nicht überschäßen. Die schließlich zeigt sich dem Vertreter Frankreichs einem halben Liga für geheime Verteidigung war doch nur höch eine mit Berlin und Rom liebäugelnde Diktatur. also nur das, daß diese Friedensfront heute schon Verwaltungsratsmitglied Sehen wir von unserem Lande ab, so steht, in voller Geschlossenheit auf den Plan treten würde, Dußend von Elektrizitäts- und Gasgesellschaften. stens eine operettenhafte Aktion eines Kreises bon Eine französische sozialistische Persönlichkeit politisch unreifen Menschen, deren Kampf gegen wie es scheint, zwischen Frankreich und den Länum damit alle Kriegsgefahr mit einem Schlage zu beenden und alle Differenzen auf den Weg einer erklärte fürzlich, die Unternehmerschaft gehe in die starke französische Demokratie von Anfang an dern des Nahen Ostens die unheilvolle Politik Lavals und das Fehlen jeder Entschlußkraft von bernünftigen und friedlichen Bereinigung zu ver threm Haß gegen die Gewerkschaften so weit, daß aussichtslos war. französischer Seite, als Deutschland den LocarnoVertrag fündigte. Es ist jedoch unverkennbar, daß diese vorübergehende Schwäche angesichts des ter der Volksfrontregierung mehr einen Vorwand als die eigentliche Ursache für eine Umstellung gewisser Staaten darstellt. Aus der unterirdischen Arbeit von italienischen und deutschen Geheimlagenten, aus persönlichem Ehrgeiz einzelner Pos weifen". Die ,, Arbeiter- Zeitung" Tens Chautemps Scharfe Worte an die Rechtspartelen neuen Anlaufs der französischen Außenpolitik unbestätigt das Volksfront- Programm Baris. An der Friedfertigkeit der Tschechoslowakei wird billigerweise niemand zweifeln. Ja die Staatsführung bringt der Unterstreichung ihres Friedenswil5 zuweilen sogar Opfer, die nicht immer unseren Beifall finden können. So ist das nahezu reitlose Versagen einer Gegenwehr gegen die mits unter ganz bösartigen Angriffe ausländischer Sender weder technisch noch sonst entschuldbar. Auch meine politische Debatte abgeführt, in deren Ver- Gesetzen, die die Regierung Blum verwirklicht| Autoritätsgedanken und den totalen Staat, aus für das Verbreitungsverbot der Arbeiters Beitung" kann keine zufriedenstellende Erflä- lauf Außenminister Delbos und Ministerprä- hat, aber auch nicht von dem führenden Gedan- der Aufopferung der nationalen zugunsten der tung gefunden werden. Innerpolitisch lag hiezu gar jident Chautemps sprachen. Der Außen- fen der Volksfront abrücken. Chautemps erinnerte ökonomischen Gruppeninteressen ergibt sich jener tein Anlaß vor und auch vom Standpunkt unserer minister sprach auch über seine geplante Reise an die Unruhe unter der Arbeiterschaft und an Zustand der Unsicherheit, der heute die Beziehun Außenpolitik ist das Verbot nicht zu verstehen. Es nach Mitteleuropa und sagte, er hoffe fest, daß die Unversöhnlichkeit zahlreicher Arbeitgeber. Je- gen Frankreichs zu einer Reihe seiner VerbündeBien oder Berlin dazu sagen, sondern nas Frankreich ein Interesse hat, gefestigt werden, daß dermann habe die Notwendigkeit einer Ruhe- ten kennzeichnet. war schließlich nicht die Frage zu stellen, was auf dieser Reise die Freundschaften, an denen demokratischen Nordstaaten darob denken werden. rankreich und England und was die feine Reise zur Verhinderung vieler Angriffe bei panse" anerkannt, die aber keineswegs eine EinBerständigung abgeben und daß sie Gewalttätig Kontinuität des Werkes der ersten Volksfront unabhängigen Urteils in der Außenpolitik erlau Der Ministerpräsident erklärte in seiner eine Mehrheit gegen den Willen des Volkes zu Augen nicht und wir verweiſen namentlich auf die Der 18. Feber feiten ausmerzen werde. Die wenigen Organe der französischen regierung bedente. Wenn jemand versuchen würde, ten können, verschließen vor dieser Wirklichkeit die Tschechoslowakei ist das Minderheiten Eine Frage ganz besonderer Bedeutung für die ertannt, daß die Regelung noch nicht vollkommen ist, Regierung Blum vollkommen solidarisch und und direkt eine Revolte hervorrufen. geworden. Der Herr Minister hat an- Rcbe, die gegenwärtige Regierung sei mit der bilden, dann würde dies den Widerstand im Lande wiederholten Warnungsrufe, die„ Pertinar" anproblem Seite 2 Rumänien und Jugoslawien immer wieder Samstag, 20. November 1937 hebt. Beridiweigt man die wahre Lage in diefen Im Ernstfall unverläßilch? Scharfe Zurückweisung des SdP- Abgeordneten Dr. Peters durch Minister Krofta Donnerstag abends hatte der SDP- Abge- Als Abg. Dr. Petersfuhr Dr. Krofta ordnete Dr. Peter 3 im Budgetausschuß bei dann wörtlich fort über die Durchführung des der Kritik der Härten, die das Staatsverteidi- Republikschutzgesetzes sprach, hat er angedeutet, gungsgesetz der Grenzbevölkerung auferlegt, daß dadurch unter der deutschen Bevölkerung eine Derart vieldeutig herumgeredet, daß ihm der anwesende Außenminister Dr. Krofta in seinem Schlußwort ordentlich über den Mund fuhr. Dr. Krofta fagte, er wisse nicht, ob es einen zweiten Staat gebe, in dem so viele AusTänder auf wichtigen Posten und in staatswichtigen Betrieben sizen, wie gerade bei uns. Wir sind bemüht, in vollem Einvernehmen mit dem Verteidigungsministerium diese Dinge in schonendster Weise zu erledigen, was auch in den Nachbarstaaten auf Verständnis stößt. Nr. 273 Millionen belastet ist. In bar wurden bis test Schulden im Betrag von 2.5 Millionen ausges glichen. In Karpathorußland benötigen etwa 17 Gemeinden eine Schuldenregelung, die Entscheis dung darüber ist jedoch noch nicht gefallen. An einer anderen Stelle seines Erposés er Klärte der Minister, daß zu grundsätzlichen Aendes ein Grund vorliege und daß man auch nicht an rungen im Verhältnis der Gemeinden zum Staate eine Aenderung der Gemeindeautonomie in wirts folche Atmosphäre geschaffen werde, daß wir uns fchaftlichen Dingen dente. Es sei nur zu erwägen, vielleicht im entscheidenden Augenblick nicht auf ob nicht die Mitarbeit der Gemeinden bei der Durch deren Mitarbeit verlassen könnten. Derastige führung staatlicher Aufgaben zweckmäßiger orgas Andeutungen sind sehr bedenklich, weil nisiert" werden könnte. die, die solches äußern, damit eigentlich beweisen, welch ungehenerer Unterschied zwischen ihrem Berhältnis zum Staat und dem des tschechoslowakischen Volkes besteht. Wenn man so spricht, so arbeitet man damit gegen die Bestrebungen, daß die deutsche Minderheit als zweites Staatsvolk anerkannt werde. Das sollten sich die Herren von der SdP vor Augen halten! Staatsverteidigungsgesetz Der tschechische Anteil im Staatsdienst im alten Oesterreich Staaten einem demokratischen Publikum, so ertveist man ihm einen schlechten Dienst, dies ist der Grundgedante eines Publizisten, der oft als der offiziöse Interpret des Generalstabs angesehen wird. Gerade vor Antritt der Osteuropareise Del= bos ist es der Mühe wert, die Lage klarzustellen. Was Warschau, die erste Etappe der Route betrifft, so fann sich Frankreich nicht länger berhehlen, daß es sich in Smigly- Rydz getäuscht hat. Der polnische Marschall hat, als er im September 1936 zu einem Staatsbesuche in Paris weilte, den französischen Staatsmännern alles versprochen, was man von ihm verlangte, und schon hieß es, die französisch- polnischen Beziehungen hätten sich konsolidiert. Polen steckte die neue Anleihe in die Tasche, machte aber keine Miene, seine Außenpolitik nach Paris auszurichten, Smigly- Rydz, der Dem DND wird geschrieben: Mit Rücksicht in Wirklichkeit kein starter Mann ist, sondern sich auf die Auseinandersetzungen über die Durchfüh fremden Einflüssen leicht unterwirft, sieht sich an rung der Feberrichtlinien und den Anteil der Deutschen im Staatsdienst verdient die Berufsdie Seite des Oberst Beck gedrängt, weil die statistik aus der Vorkriegszeit Beachtung, aus der Opposition, welche er niederzuringen versucht, francophil ist. Was Rumänien betrifft, wird in hervorgeht, daß die Forderung der Sudetendeuts schen nach einer dem Bevölkerungsanteil entspres Paris die Uebernahme der Regierung durch die chenden Vertretung im Staatsdienste umso berech Nationale Bauernpartei geradezu herbeigesehnt, doch leider scheint die Entwicklung der rumäni diesbezügliche Benachteiligung im alten Desters schen Kabinettskrise diese Erwartung nicht zu er Auch Abg. I ak ich hatte sich in der Debatte dort Abhilfe zu schaffen, wo Eristenzen statistik vom Jahre 1910 gab es in den im reich nicht beschweren können. Nach der Berufsfüllen. Auch in Jugoslawien hält man einen mit der Sandhabung des Staatsverteidigungs- bedroht sind. Diese Dinge dürfe man aber nicht Kurswechsel für überfällig. Man hat sich daran gesezes beschäftigt und nachdrücklichst auf die Bes vom deutschen psychologischen Standpunkt betrachten, Reichsrate vertretenen Königreichen und Läns gewöhnt, Stojadinovič für einen zweiten Beck" stimmungen des§ 17, Abs. 9 hingewiesen, der be- und schon gar nicht könne man darin etwa das Bes dern", also in der österreichischen Staatshälfte anzusehen, und es spricht viel dafür, daß der fagt:„ Den Grund zur Bezeichnung einer Person streben sehen, die deutsche Bevölkerung der betref 22.3 Prozent Tschechen. Der Anteil der Tschechen jugoslawische Regierungschef diesen Vergleich ver- alt staatlich unzuverlässig fann nie die Angehörigs fenden Gebiete au persequieren. Man dürfe auch im eigentlichen sog. Hof- und Staatsdienst war dient. Innerpoltisch wie außenpolitisch hat Stoja- feit oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten Sprache, nicht vergessen, daß wir nicht aus eigener Initiative zwar mit 20.6 Prozent etwas geringer als der dinovic wenig aus der letzten Entwicklung ge- Religion oder Rasse bilden." Diese verbindliche ge- mit dem Bau von Befestigungen begonnen haben, Bevölkerungsanteil, aber dafür war der Anteil Ternt, vor allem nicht, daß die Interessen der sebliche Bestimmung könne nie genug nachdrücklich sondern erst dann, als rings um uns sich Dinge ab- der Tschechen in anderen Zweigen des öffentlichen Nation über jenen der Vieherporteure und der in Erinnerung gerufen werden. Jatsch brachte einige spielten, die uns davon überzeugten, daß eine Fälle vor, in denen die Militärverwaltung bei der schwere Verantwortung für die Zukunft des Staates Dienstes beträchtlich größer als der Bevölkerungs Hotelbesizer stehen sollten. Die Töne der Begei- Bustimmung au Konzessionserteilungen, baiv. bei der auf uns lasten würde, wenn wir nach der Richtung anteil. So waren die Tschechen im Eisenbahndienst sterung, welche die offiziöse" Vreme", deren Herausreklamierung„ Unzuverlässiger" aus militä bin leichtsinnig wären. Der Minister selbst und die mit 26.2 Prozent und im Unterrichtswesen mit Direktor ein Bruder des Ministerpräsidenten ist, risch wichtigen Betrieben offenbar 3 u hart vors ganze Militärverwaltung wenden ihr gesamtes über den antikommunistischen Dreierpatt ausstieß, gegangen ist, und verlangte, daß man in diesen Din- Augenmerk darauf, daß diverse Härten gemildert zeigten dem Westen, welches Maß von Unver- gen nicht gar zu fleinlich vorgehen möge. werden und daß man mit allen Bürgern ohne Unständnis maßgebende Kreise in Belgrad aufzu= Bei den Festungsbauten ist tatsächterschied der Nationalität anständig umgeht. bringen imstande sind. In der„ Europe Nouvelle" Tich biel böses Blut dadurch verursacht worden, daß ( 13. November 1937) gibt Bertinar" der Vermutung Ausdruck, daß Stojadinovič überhaupt schon für Italien optiert habe:„ Wenn Stojadinovič seine Wahl noch nicht getroffen hätte und wenn Rom nicht auf dem Laufenden über seine Wahl wäre, glaubt man dann, Mussolini hätte es gewagt, in seiner Manöverrede vom Sommer zu erklären, daß das Zentrum des militärischen Schwergewichtes Italiens nach Sizilien verlegt wurde? Wenn Stojadinovič seine Wahl nicht getroffen hätte, glaubt man dann, daß General Gamelin auf eine so mittelmäßige Weise in Belgrad empfangen worden wäre, wie das vor wenigen Wochen der Fall war?" muß milder gehandhabt werden inter it, als fid audh die Tſchechen über eine Die Reise Delbos erhält angesichts der verwickelten Zustände in den meisten Staaten, denen der französische Außenminister seinen Besuch abzuges für die Demokratie. Die Anwesenheit eines man die ortsansässigen deutschen Arbeitslosen anwurde die Lösung getroffen, daß man zumindest 50 fänglich viel zu wenig berücksichtigt hat. Dann Prozent Ortsansässige beschäftigen soll. So etwas sollte gar nicht Objekt des politischen Kampfes sein, benn es liegt im Interesse der Pflege des Wehrs willens auch auf deutscher Seite, daß man dem armen Teufel, der sich zu einer staatstreuen Partei verdienen. Auch nach der jo zi a I en Seite find bekennt, die Möglichkeit gibt, ein paar Kronen zu uns Beschwerden zugegangen. Es mag vielleicht nicht immer schlechter Wille der militärischen Aufsichtsorgane sein, aber immerhin ist die Forderung voll berechtigt, daß bei den Befestigungsbauten keine schlechteren Arbeitsbedingungen herrschen dürfen als bei zivilen Bauten. Redner ersuchte den Minister, gerade dieser Seite auch in Bukunft eine besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Die Regelung der Selbstverwaltungsschulden Gern eine lebersicht über die bisherigen ErIm Budgetausschuß gab Innenminister Dr. gebnisse der Entschuldungsaktion für die Seltst= fonds. Bis Ende Juli 1937 wurden in Böhmen verwaltung aus den Mitteln der Landeshiifsdie Schulden von 202 Gemeinden und 65 Bezir ten geregelt. Die Gemeinden partizipieren daran mit einem Betrag von 397.3, die Bezirke mit 500.6 Millionen Kč. Der Hilfsfonds wird das durch mit einem jährlichen Schuldendienst von 48.2 Millionen belastet. In Mähren- Schlesien wurden für die Schuldenregelung der Bezirke im Jahre 1986 200.4 Millionen, für die von 585 Gemeinden 396.4 Millionen aufgewendet; hiezu kommen Baraufwendungen von 6.1 Millionen. Der Schuldendienst erfordert jährlich 32.4 Millionen. Im Jahre 1937 wurden weitere Schulden im Gesamtbetrage von 35.8 Millionen in Anleihen und von 1.2 Millionen in bar geregelt, was eine weitere jährliche Belastung des Hilfsfonds von Senator Franz Wenzel Krejčí, 2.0 Millionen mit sich bringt. In der SI o ma sozialdemokratischer Schriftsteller und ReDie Praris habe gezeigt, daß die Rechte, die fei haben 860 Gemeinden und 7 Bezirke 308 dakteur des ,, Právo Lidu" wurde we das Gesetz der Militärverwaltung in die Hand Millionen Kč zur Schuldenregelung angemeldet, gen seiner Verdienste um die tschechische gibt, so hart sind, daß die Militärbertvaltung in manchen Fällen selbst davon werde abgehen müssen. bewilligt wurde die Schuldenregelung für 96.8 Kultur und wegen seiner langjährigen allwie der Minister an Hand von Beispielen anführte, Millionen. Der Hilfsfonds hat hievon mit Gülseitigen literarischen Tätigkeit mit dem ereignen sich im tschechischen Gebiet noch härtere tigkeit vom 1. Juli 1936 Schulden in der Höhe Ehrendoktorat der philosophischen Fakultät Fälle. Die Militärverwaltung bemühe sich selbst, von 51.1 Millionen geregelt, wodurch er mit 4.9 der Karls- Unversität ausgezeichnet. zustatten gedenkt, den Charakter eines Kreuz- Machnik sagt Milderung französischen Republikaners in Warschau, Buta- der Härten zu rest und Belgrad ist eine Stärkung der VoltsVerteidigungsminister Machnik hielt opposition gegen Regime, die nicht mehr in unsere Zeit gehören sollten. Wenn bei Delbos' Rund- später Herrn Dr. Peters entgegen, daß die Härreise der aus dem Herzen der Nationen des ten des Gesetzes nicht nur die deutsche, sondern Oftens quellende Ruf Viva la France" an die auch die tsch e chische Bevölkerung treffen. Ohren der Möchtegern- Diktatoren dringt, wird er für jene, welche eine Wortbruch nicht scheuen, eine Mahnung zur Bündnistreue sein, eine Aufforderung, die Politik in Einklang zu bringen mit den Gefühlen der Massen oder abzutreten, um dies anderen zu ermöglichen. " 17 DER KLEINE VON EUGENE DA BIT Berechtigte Uebertragung aus dem Französischen von Bejot Nun mach keine Dummheiten. Bist Soldat. Hast es selbst so gewollt." Ich nehme meine Sachen. Ein Zentnergewicht liegt mir auf den Schultern. Die Knie versagen mir fast den Dienst. Mamas Worte:„ Du schreibst sofort!" höre ich wie aus weiter Ferne. Sie steht an der Türe mit berzerrtem Gesicht, die Arme erhoben wie zwei Flügel. Ich bedecke ihre Stirn mit Küssen. Ich möchte, daß sie redet, daß mir der Klang ihrer Stimme im Ohre haftet. Ich möchte sie lange ansehen, daß ich weiß, von welcher Farbe ihre Augen sind. Jm möchte ihr ernstes, reines Gesicht sehen. Denn jest erfaßt mich furchtbare Angst, ich fennte es nicht genug, um mich seiner zu erinnern Aber wortlos schiebt sie mich sanft hinaus. Ontel nimmt mich am Arm. Komm, Kleiner. Tavernier wartet schon." II. 1. Kapitel Zum zweitenmal bläst die Trompete das Weden. Dämmerlicht fällt in die Stube. Ich drehe mich um. Von meinem Bett, dicht neben der Tür, fehe ich table Mauern, Strohjäde auf nadter Erde, Regale, einen rostigen Ofen, dessen Rohr in Bidzad unter der Decke hinläuft, funkelnde Säbel und Karabiner. Ich höre gähnen, schimpfen, schreien. Es riecht nach Keller und nach Schlafraum. ,, Aufgestanden!" tönt das Kommando des ,, Rolonne formiert!" Unteroffiziers.. Wir marschieren aufs Manöverfeld, ein Ich bleibe, einen schlechten Geschmack im ödes, mit dürftigem Gras bewachsenes Stück Munde, noch einen Augenblick liegen. Meine Ka- Land, auf dem alte Kanonen rosten. Wir richten meraden räkeln sich hoch. Ich mache eine Be- sie auf den Bahnhof, auf einen Kirchturm und wegung. Meine Gelenke krachen. Ich zögere noch tun so, als ob wir die ganze Stadt in Slump eine Minute, dann entschließe ich mich auch. Die schießen wollten. Das dauert etwa eine Stunde. Stälte geht mir durch und durch. Ich schüttle mich. Mein Hemd ist steifgefroren, meine Schnürstiefel sind ganz hart. Ich tauche mein grobleinenes Handtuch ins Wasser und reibe mir das Gesicht damit ab. Der Mann vom Stubendienst kommt. Ich reiche ihm meinen Becher und schlürfe dann den dünnen, aber heißen Kaffee. Und kaue dazu einen Runken Brot. Die Tür wird aufgerissen. ,, Antreten!" Wir sind dreißig Mann. Die einen rotbädig und stramm, die anderen bleich und mager. Wir stammen aus allen Himmelsrichtungen Frankreichs. Bauernjungen sind darunter, die einen auffallend plumpen Gang haben; Arbeiter. die sich wiegen und immer einen Stummel in der Hand halten; Tavernier und die anderen Pariser fallen auf durch ihre lebhaften Bewegungen. Hofe. Wir stehen in Reih und Glied auf dem Der Unteroffizier verliest die Namen. " Decamp!... Schlafen Sie?" Dann in die Ställe. ,, An die Pferde!" Braune Füchse, Percherons, Bretonen und Boulogner. Wir striegeln und bürsten sie und führen sie zur Tränke. Für die Burschen vom Lande ist die Pußstunde eine Zerstreuung. Aber ich habe immer Angst, einen Hufschlag abzubekommen. Man verhöhnt mich und nennt mich des halb den Pariser. Wir gehen wieder auf die Stube. Bum Essenfassen. ,, Man hat mir den Urlaub verweigert, Kleis ner, was sagst du dazu? Ich habe die Nase voll von der Kaserne. Du nicht?" Ich bin Nummer 2558. Am ersten Tage, in der Kammer, habe ich gefragt:„ Werde ich meine Sachen auch wiederfinden?" Man hat mein Bündel zwischen die anderen geworfen und mir eine Uniform gegeben. Seitdem kenne ich nur noch Müdigkeit, Mutlosigkeit, völlige Leere. Wir ziehen uns an. Erste Garnitur: Waf fenrod von blauem Tuch, Hose mit roten Strei fen, hohe Gamaschen. Wir schnallen um, und los. Vor der Wache erwidert ein Unteroffizier unseren Gruß. Wir sind frei. Wir gehen in die Stadt, treffen Zivilisten, Frauen. Zum Spaß versper ren wir einem jungen Mädchen den Weg. Ein dunkler, menschenleerer Boulevard. Wir fizen auf Bänken um den langen, un- Dann eine belebte Straße mit dem flimmernden gehobelten Tisch, der mit Blechschüsseln und Licht der Schaufenster. Wir gehen zu zweien, in Stommißbroten bedeckt ist. Hände reden sich. Der einem gemächlichen Schritt, und lassen unsere Unteroffizier nimmt einen blechernen Suppen- Sporen flirren. Wir pflanzen uns vor einen löffel und füllt damit die Näpfe auf gut Glück. Juvelierladen. Dann ziehen wir weiter, die Der Fraß ist kaum lauwarm. Was tut es? Sinnladen und Zähne haben Beschäftigung. Man schlägt auf den Tisch und schreit: Wer will den Rest?" Der Unteroffizier verteilt Ziegenkäse. „ Einer für zwei Mann. Faßt!" Wir schimpfen nicht mehr. Wir sind satt. Ein guter Augenblid. Wir fönnen lesen, schreis ben, uns unterhalten. Einige gehen in die Kantine und vertun ihre Löhnung. Andere fizzen und rauchen eine Bigarette. Für mich ist der Militärberuf eine Enttäuschung. Ich finde ihn ebenso dummt und eintönig wie meine Tätigkeit als Wagentäscher. 3mmer wiederholt man dieselben Dinge. Ent- ,, Es werden Freiwillige verlangt für Saloweder trampeln wir im Dreck herum, oder wir niti", ruft eine Stimme. zittern vor Kälte. Je nach dem Wetter. Turnen. Instruktionsstunde. Geschüßererzieren. ,, Ihr seht zum Gottserbarmen aus, Kerls!" Lange müssen wir, einer hinter dem andern, durch den Hof traben. „ Ich möchte lieber zu den Tants." Und ich zu den Fliegern." " " Zwanzig Mann vom Jahrgang 17 gehen morgen an die Front." Hände in den Taschen. Die Nouvelles- Galeries stellen Frauenwäsche aus, Korsette, Kleider. Wir stieren auf die täuschend menschenähnlichen Wachsfiguren. an. ,, He, tönnt ihr nicht grüßen?" Ein Wachtmeister. Wir nehmen Haltung Er geht vorüber. " Wir wollen abhauen", flüstert Tavernier mir zu. Die Läden schließen. Die Bürger eilen nach Hause. Kein weibliches Wesen treuzt unseren Weg. Nur noch Soldaten schlendern umher. Alle begegnen sich auf der Place d'Armes. Sie kom men und gehen, werfen sehnsüchtige Blicke auf die hell erleuchteten Cafés, in die sie die Offiziere treten sehen, und verschwinden im Dunkeln. spielen, „ Wollen Tavernier seßt sich auf mein Bett. Er wirft seinen Zigarettenstummel auf den Boden und Kleiner? tritt ihn aus. wir eine Manille ( Fortsetzung folgt.) Nr. 273 Seite S Samstag, 20. November 1937 des um im Geiste Das Verbandsabzeichen der Mus-Union am des deut« Tat" tsche- Nidit bestätigter Gemeindevorsteher Karlsbad.(E. B.) Der von der SdP zum Gemeindevorsteher von Putschirn gewählte Wenzel Lerch wurde von der pol. Behörde in dieser Eigenschaft nicht bestätigt, weil er nach seinen eigenen Angaben seinerzeit der aufgelösten natio- nalsozialistischen Partei angehört hatte. L7.Ü Prozent vertreten, während heute der An« teil der Deutschen im Unterrichtswesen 21.11 Prozent beträgt, also unter dem Bevölkerungsanteil, liegt, während der Anteil bei der Post und Eisenbahn nur elf Prozent, d. i. die Hälfte perzentuellen Bevölkerungsanteiles erreicht. Belgischer Premier— Jansen? London. Der belgische Minister Jansen wurde vom König Leopold telephonisch nach London berufen. In gut informierten belgischen Kreisen verlautet, daß Jansen die Aufgabe, eine neue belgische Regierung zu bilden, falls ihn der König damit betrauen sollte, übernehmen wird. Schwerer helfen Sudetendeutschen Vorige Woche ging von der Deutschen Jugendfürsorge in Böhmen wieder ein Transport schulentlassener Kinder aus dem Böhmerwalde zur Erholung in die Schweiz. Bei der Zuteilung der Kinder in die Pflegestellen konnten wir feststellen, daß mehrere Schweizer Gast-Eltern heuer schon das vierte und fünfte sudetendeutsche Kind übernehmen. Das heißt, daß diese Familien durch 80 Wochen einen Gast zu Tisch haben! und sprach kluge Worte über das Verhältnis zwischen den beiden Nationen. Dann sprachen Dr. Emil Strauß, Robert Korb und Karl Kern.— Es ergab sich, daß die Aussprache nicht beendet werden konnte, weshalb sie in einem späteren Abend fortgesetzt werden wird. Nach einem Schlußwort des Abg. Schütz konnte der Vorsitzende des Klubs, Dozent Dr. Sitte, den Abend mit der Feststellung schließen, daß er ein guter Auftakt für die weitere Arbeit des Klubs war.— Für die Kanzlei der Präsidenten der Republik nahm Dr. Kurt P a ch m a n n an dem Abend teil. Mitteilungen aus dem Publikum. Poftvoten-Mäzen zu sei», ist nicht der Wunsch Batas. Er will nichts anderes mit seiner einmaligen kostenlos durchgeführten Fußpflege aller Postboten der C. S. R. erzielen, als dieselben zu überzeugen, was eine Fußpflege für jene Menschen bedeutet, die den ganzen Tag auf den Füßen stehen. Stiegenmarathonläufer find es! Wer? Alle unsere Postboten, die jetzt Bata eingeladen hat. Er läßt nämlich' jeden Postboten der Republik einmal kostenlos pediküren, um alle von der Notwendigkeit der Fußpflege zu überzeugen.— Gerade Postboten find es, die von früh bis spät treppab-treppauf laufen müssen, bei jedem Wetter, zu jeder Jahreszeit. Postboten werden Ueberstnndm machen wollen. So gut werden sie sich fühlen. Bata hat alle tschfl. Postboten eingeladen, sich einmal kostenlos die Füße pediküren zu lassen.— Damit hat er ihnen bestimmt rin gute- Nikologeschenk gemacht. Tenn im Dezember haben die Postboten Hauptsaison. DaS Motiv des UnionSAbzeichens bilden die Dreieck- Abzeichen der früheren Verbände AtuS und Aruk, umschlossen von einem Ring, welcher die Vereinigung zur Union symbolisiert. Das Abzeichen steht unter gesetzlichem Markenschutz, darf mithin von keiner Firma geliefert oder gedruckt werden. Die Wiedergabe des Abzeichens auf Drucksachen erwerben die Union-Vereine durch den Ankauf von Maiern beim Union-Sekretariat in Aussig a. E.— Bei Vorausbezahlung werden Matern in nachfolgenden Größen geliefert: 15 Zentimeter Durchmesser KC 20.—, 10 Zentimeter Durchmesser Kü 15.—, 8 Zentimeter Kö 10.—, 5 Zentimeter Kö 8.—, 3.5 Zentimeter Kl 5.— und 2 Zentimeter Kä 3.—.— An Privatdruckereien werden Matern nur gegen besondere Vereinbarung geliefert. st e l l u n g habe, so daß bei dieser Sachlage nicht davon gesprochen werden könne, daß es sich nur um eine Wiedergabe eines unbeanstandeten Artikels aus der-„Prager Presse" handle, denp es sei nur ein Teil jenes Artikels aus der„Prager Presse" wiedevgegeben worden. Durch diese Umstände gelange das Gericht zur vollen Ueberzeu- gung, daß durch die Veröffentlichung des Zitates aus der„Prager Presse" im„Heimatruf" der Tatbestand nach 8 300 des Strafgesetzes und nach 8 14, Zahl 5, des Schutzgesetzes gegeben sefi Gegen dieses Erkenntnis wird der„Heimatruf" Beschwerde an das Obergericht in Prag überreichen. Halltax bei HHferl Der Lordkanzler bereits nach München zurückgekehrt London.(E. B.) Hitler empfing Freitag nachmittags auf dem Obersalzberg den Lordkanzler Halifax und hatte mit ihm eine eineinhalbstündige Unterredung, an welcher nur noch der Reichsaußenminifter von Neurath und Legationsrat Dr. Schmidt als Dolmetscher teilnahmen. Der Lordkanzler und der Reichsautzenminister verließen Berchtesgaden um 3 Uhr nachmittags und kehrten nach München zurück. Der Präsident der Republik empfing Freitag, den 19. November, den Präsidenten Obersten Rechnungskontrollamtes Dr. Vladimir Horäk und sodann den Industriellen Dr. h. c. Frantisrk- Krizik. Rene Staatspolizeiämter. Wie der Innenminister im Budgetausschuß ausführte, wurden Heuer in einer weiteren Reihe von Städten Staatspolizeiämter errichtet, und zwar in der ersten Hälfte des Jahres in Böhmen und Mähren-Schlesien zwanzig Staatspolizeiämter und 19 Exposituren. In den nächsten Tagen wird die Errichtung von elf weiteren Staatspolizeiämtern und drei Exposituren kundgemacht werden, so daß dann die Gesamtzahl der Staatspolizeiämter auf 70, mit den Exposituren auf 119 steigen wird. Bis auf unbedeutende Ausnahmen wurde bereits das ganze Grenzgebiet in Böhmen und die ganze. Nordgrenze Mähren-Schlesiens mit einem zusammenhängenden Netz von Staatspolizeiämtern überzogen. Auch im Innern des Landes und an der Südgrenze von Mähren-Schlesien wurden solche Aemter errichtet. Diese Neuorganisation des Sicherheitsdienstes habe sich sehr bewährt. Das Innenministerium gedenkt der Regierung demnächst den Antrag zu unterbreiten, daß auch in der Slowakei und Karpathorußland die Staatspolizei ähnlich wie in den historischen Ländern organisiert werde. Fast alle diese Aemter sind technisch(hinsichtlich der Motorisierung und des Verbindungsdienstes) gut auSgestattet. Die Schaffung eines radiotelegraphischen Polizeidienstes ist soweit gediehen, daß die Lieferung der notwendigen Sendestationen bereits vergeben wurde und auch schön die letzten Vorbereitungen zum Bau einer radiotelegraphischen Zentrale getroffen werden. Boden unseres Staates:'......... auf der die jungen Menschen beider Völker den Weg in die Zukunft suchen müßten. Die Jungaktivisten leiteten die Politik der Sudetendeutschen in eine neue Bahn. Sie suchten den Weg der Verständigung mit den Tschechen, sie.vollen restlos aufrichtige Zusammenarbeit. Die Frucht dieses Bestrebens war der 18. Feber. Dem Vortrage folgte eine rege und würdige Aussprache, die von Redakteur Hornig eröffnet wurde. Herr Kafla überbrachte die Grüße der„Ptitomnost" Razzia unter SdP-Leuten kn Oler-Alt- stadt. Im Laufe diese« Woche wurden in Ober- Altstadt durch die Staatsvolizei bei verschiedenen SdP-Leuten und-Amtswaltern Hausdurchsuchungen und Verhöre vorgenommen und eine Reihe dieser Leute auf die Staatspolizei nach Trautenau zur weiteren Untersuchung gebracht. Wir kommen auf diese Aktion der Staatsorgane nochmals zurück. Ein« große Schulausstellung in Brünn. Aus Anlaß des 20jährigen Bestandes der Republik soll im kommenden Jahre in Brünn eine große Ausstellung stattfinden, bei der die Entwicklung der Schule und des Schulwesens im neuen Staate in allen Zweigen gezeigt werden soll. Nicht nur die innere Arbeit in der Schule, die Fortschritte in den Methoden des Unterrichtes, die Erneuerung der Baulichkeiten und die Errungenschaften der Schulhygiene sollen dargestellt werden, sondern auch die Ergebnisse soziologischer Erforschung der Schülerschaft und die außerhalb der Schule geleistete Arbeit der Lehrerschaft. Die Anregung zur Durchführung dieser Ausstellung geht vom Zentralverein der Lehrerverbände Mcchren-SchlesienS aus. Zur Mitarbeit werden alle tschechischen und deutschen Lehrerorganisationen des Landes eingeladen werden. Oie Prager deutsche Arbeitersendung bringt in dieser Woche: Sonntag, 21. November, 14.20—14.30: Die Sozialistisch« Arbeiter-Internationale und der FriedenSgrdanke(Ernst Paul)— 14.30—14.85 (Strasnice): Für Volk und Frieden. Mittwoch, 24. November, 13.40—13.45r Erziehung zur Schönheit(Paul Fürstenau, Teplitz)— 18.40—18.50: Soziale Informationen. Freitag, 26. November, 18.85—18.45: Aktuelle zehn Minuten. Neue Tatsachen unterstreichen die Schwere der Krise, von der die SdP befallen ist. Die Tagungen, die Herr Henlein für Sonntag nach Eger einberufen hat, werden sich Mer Mangel an Ber- handlungSstoff nicht zu beklagen haben! Wie tief ditz Gegensätze geworden sind und wie unerträglick die Erbitterung einzelner SdP-Körperschaften, geht am unzweifelhaftesten aus einer öffentlichen Erklärung der„Standesgruppr der SdP-Studenten" über die Amtsenthebung Dr. Jonaks hervor(der bekanntlich neben dem Generalsekretariat Henleins auch noch ein„Referat für freie Berufe und Hochschulwesen" betreute). Die Studenten stellten fest, „daß scheinbar Gegensätze die Partei zu einem Schritt veranlaßt haben, der«ns mit tiefster Sorge nm die Einheit einer großen Bewegung erfüllt. Die SdP-Studenten sind nicht nur empört darüber, daß man so tiefgreifende Veränderungen in einem sie unmittelbar betreffenden Referat der Partei ohne jrde Fühlnngnahme mit ihnen vorgenommen hat, sondern geben ihrem tief st en Befremden darüber Ausdruck, daß man jenen Mitarbeiter Konrad Henleins, der unter den Studenten allergrößtes Vertrauen genoß, nämlich Dr. Jonak, kurzerhand und ohne jedwede Begründung enthebt. Dadurch wird die einheitliche Zusammenarbeit zwischen Studenten und Partei neuerlich u.nd unerhört leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Wir erheben gegen die Absetzung Dr. Jonaks als Hochschnlreferenten der Partei und seine völlige Amtsenthebung s ch' ä r f st e n Protest und sprechen ihm auf diesem Wege nochmals unser vollstes Vertrauen auS. Wir sordern im Interesse der Bewegung die s o f o r- tige Zurückberufung Dr. JonakS. Es ist interessant, daß gerade die Studenten gegen die unumschränkte Diktatur in der SdP so scharf, ja so hemmungslos aufbegehren. Hoffentlich kommt den jungen Herren, die sonst so begeistert nach Hitler-Deutschland blicken, nun einmal zum Bewußffein, daß sie auch solche Möglichkeit der freien Meinungsäußerung lediglich der D e- mokratie verdanken..Denn es ist.kaum aus-, zudenken, was ihnen geschähe, wenn der„Volksgemeinschaft" die totalitären Mittel zur Verfügung stünden, die ein Hitler angesichts solcher Rebellion ergreifen würde! Im übrigen beweist aber der flammende Protest der Studenten überdeutlich, daß der Koloß auf tönernen Füßen zu wackeln beginnt! Man darf neugierig darauf sein, wie er trotz solcher Erschütterungen die Balance zu behalten versuchen wird. Nickt minder aufschlußreich als dieses Stu« denten-Manifest ist eine Darstellung, die Jnq. Haider durch die„Bohemia" der Oeffentlich- keit zugänglich macht. Es heißt darin: chinesische Segenoffensive en der hlordkront vorbereitet Schanghai.(Havas.) Der Sprecher der japanischen Armee erklärte, daß die chinesischen Truppen sich von Kaschin, dessen sich die Japaner bemächtigt haben, gegen Südwesten zurückziehen.' Auf der Linie Schanghai—Nanking sind die japanischen Truppen bis zur chinesischen Verteidigungslinie bei Sutschau vorgedrungen. Der chinesischen Agentur Central News zufolge haben die Chinesen Fuschang, das die Japaner am 17. November erobert hatten, wieder zurückgewonnen.. Die chinesische Gesandtschaft in Prag gibt einen Bericht aus, in dem es heißt: Die chinesischen Truppen haben neue Verstärkungen erhalw ten und auf der Linie Schanghai—Nanking die japanischen Truppen in der Richtung auf Schenji. 25 km östlich von Sutschau, zurückgedrängt. Die heftigen Regengüsse während der letzten 5 Tage ermöglichten den Chinesen, Schützengräben auszuheben und ihre Posftionen zu befestigen. DaS chinesische Kommando bereitet jetzt eine Gegenoffensive an der Nordfront vor. Alle japanischen Versuche, den Gelben Fluß zu Merschreiten, sind gescheitert. »Als im Herbst 1936 Rudolf Kasper wieder in seine Parteiämter zurückkehrt«, wurde uns ein« gütliche Bereinigung aller Unstimmigkeiten und mir im besonderen der Einbau in die Partei zugesagt. ES mußte unS wenig« Monate später aber bedenklich stimmen, daß Besprechungen hierüber, die vornehmlich von den Mitgliedern deS Führungsrats Dr. Kreißl und Dr. David mit Konrad Henlein geführt wurden, anscheinend in der Absicht verschleppt wurden, um in der Zwischenzeit neue Vorwände gegen mich zu schaffen... In einer Erklärung vom 9. Jänner d. I. wiederholte ich meine Bereitschaft, mich Konrad Henlein unterzuordnen. Außerdem schlug ich eine unparteiische Instanz zur versöhnlichen Böseitigung aller Konflikt« vor. Darauf kam es tgtsächsich zu einer Aussprache zwischen mir und dem Mgeordneten K. H. Frank, dem Stellvertreter HenleinS, der mir eine Zusammenkunft mit Konrad Henlein noch im Laufe des Juni in Aussicht stellte. Die erwartete Einladung zu dieser Zusammenkunft ist avSgeblie- ien. Statt dessen mußten wir feststellen, daß in der Partei die Kräfte weiter am Werk blieben, die einen neuen Schlag gegen Dr. Jonak und Rudolf Kasper vorbereiteten... Jng. Haider behauptet weiter, daß der „Aufbruch" an der Aufdeckung der Rutha- Affäre nicht beteiligt gewesen sei, und fährt fort: „Es wird dem anständigen Teil unserer Volksgruppe unverständlich bleiben, warum die SdP in dieser schweren Zeit keine andere Sorge hat, als einen Bruderkampf zu entfesseln und den Apparat einer Partei mit 600.000-Mitgliedern gegen einen einzelnen Volksgenossen zu mobilisieren', der nichts anderes getan hat als seine Pflicht. ES handelt sich bei diesem nackten Machtkampf jener Gruppe, di« wir auS Gründen der WeÜ- anschauung und der Sauberkeit ablehnen müssen, um die Erhaltung ihres Einflusses in der Parteiführung. Eine gewisse Entscheidung in diesem Konflikt dürste in der Tagung der Kreisarbeitervertreter der Parte, am kommenden Sonntag fallen, in der die Meinungsverschiedenheiten mit Rudolf Kasper bereinigt werden sollen. Die Auswahl der Amtswalter und die Zuziehung zahlreicher Parlamentarier lassen aber wenig Hoffnung, daß sich Rudolf Kasper durchsetzen wird,..... fe daß ein endgültiger von Kasper nicht gewollter Bruch in den Bereich der Wahrscheinlichkeit rückt. Wie die Mitgliedschaft der Partei reagieren wird, läßt sich schwer vorauSsehen. Die bisher Vorliegendenden Proteste einzelner Gliederungen lassen erkennen, daß die Partei in ein Stadium der Zersetzung hineintrudelt. Die Verantwortung hiefür ttägt die Parteiführung." Nach all dem zu schließen, werden Herrn Konrad Henlein, dem Splitterrichter, diesmal eigene Splitter recht kräftig in den Leib fahren! Empörung in der Sudetendeutschen Partei Rebellion der Studenten Ins. Halder spricht vom„Stadium der Zersetzung“ Eine Interessante Konfiskation Der„Heimatruf" in Eger hatte am 23. Oftober unter dem Titel„Das Weltecho von Teplitz" auch«inen Absatz aus einem Leitartike'. der„Prager Presse" gebracht, worin diese > u. a. eine Reihe von Ueberschristen reichsdeutschcr Blätter zu den Teplitzer Vorfällen wiedergegeben hatte. Der«Heimatruf" hatte sich dabei ausdrücklich auf die„Prager Presse" berufen und die Zitate aus der„Prager Presse" in Anführungszeichen gesetzt. Der Abdruck der veichsdeutschen Blätterstimmen im„Heimatruf" wurde jedoch beschlagnahmt. Gegen diese Beschlagnahme erhob der„Heimatruf", vertreten durch Doktor Neuwirth, Prag, Einspruch an das Kreisgericht, „Vie Tat" diskutiert In Prag hat sich aus den Kreisen der schen aktivistischen Jugend der Klub„Die gebildet, der, als deutsches Gegenstück des chischen Klubs„Ptitomnost", eine Plattform der demokratischen Diskussion für die jungen Sude tendeutschen sein soll. Der Klub„Die Tat" will, wie es in einer von ihm herausgegebenen Publi- kation heißt, Brücken schaffen, MW der Demokratie den nationalen Ausgleich und die Verständigung im kulturellen und politischen Leben zu fördern und zu beleben. Der Klub will sein Ziel durch die Veranstaltung von Borträgen im engeren und weiterem Kreise geladener Gäste unter Hinzuziehung maßgebender Faktoren des öffentlichen Lebens erreichen. Der neue KIM trat Freitag abends zum erstenmal vor die Oeffent- lichkeit. In dieser ersten Veranstaltung sprach! Abgeordneter Hans Schütz zum Thema:„Junge! Menschen— neue Wege", der unter Hinweis j auf die politischen Strömungen im Sudeten- dcutschtum nach dem Umsturz die gemeinsamen Ziele der Tschechen und Deutschen in unserem Staate aufzeigte. Wie sich nach dem Umsturz zwischen dem Idealisten Kramäi und dem Rea listen T. G. Masaryk ideologische Auseinander- setzungep entwickelten, wiederholen sich auch im Zusammenleben der Völker im Staate nach dem Umsturz die Auseinandersetzungen zwischen Ideo logie und Realismus. Tschechen und Deutsche le-_ t, Ben über eintausend Jahre gemeinsam auf dem Eger, worin ausgeführt wurde, daß die Zitierung j ! Das ist die Realität,. ausländischer Blätterstimmen nicht strafbar sei und daß die Stelle im„Heimattuf" überdies ausdrücklich als Zitat aus der offiziösen„Prager Presse" abgedruckt und bezeichnet worden sei. Bei der Einspruchsverhandlung bestätigte aber, wie die„Zeit" mit begreiflichem Mißvergnügen feststellt, das Kreisgericht die B e- schlagnahme mit der Begründung, daß der „Heimatruf" ein Blatt derHenleinPartei sei, die ein« negativ! st ische und gegen den Staat oppositionell« Ein-> Seite 4 Tagesneuigkeiten Das Ende der Dolchstoẞlegende Als Deutschland 1918 dem vereinten Ansturm seiner Gegner erlegen war, wollten dies jenigen, die schuld waren an Deutschlands Niederlage, die Militärs und die Politiker des alten Regimes, nicht zugeben, daß die deutsche Armee durch die Heere der Alliierten besiegt worden war. Man erfand die Legende vom Dolchstoß von hinten", man sagte, der revolutionäre, zersetzende Geist des Hinterlandes habe die Front von hinten erdolcht. warnt " fache aus etwas feuchtem Brot, aus Kohlrüben und Dörrgemüse besteht, wenn dann die Jugend nicht nur über vier Jahre durchhält, sondern auch noch siegt, obgleich im vierten Jahr ein neuer Großstaat mit Millionen frischer Soldaten ein greift dann, aber auch nur dann werde ich fagen: Serr General v. Metsch hatte recht, wir find nur am Ungeist 1918 gescheitert, nicht an fehlenden Nährstoffen!" Generalleutnant Mary hält der deutschen Jugend von heute vor: Samstag, 20. November 1937 Das Flugzeugunglück bei Ostende Unser Bild zeigt die Unglücksstätte der Flugzeugkatastrophe bei Ostende, bei der fast die ganze Großherzogsfamilie von Hessen ums Leben tam. Die belgische Verkehrsmaschine raste bei dem Versuch, wegen des Nebels auf dem Flugplatz Ostende zwischenzulanden, gegen den Schornstein einer in der Nähe gelegenen Fabrik, dann stürzte das Flugzeug in den Fabrikhof. Konservativen Plaz nahm. Bei den Wahlen des Militärverrat. Der Senat für Angelegenheiten des Militärverrates beim Kreisstrafgerichte in Prag verurteilte den 42jährigen Karl ritsch aus Buschelhof in Kärnten in Desterreich wegen des Verbrechens der Nichtanzeige des Militärberrats zu einer Kerkerstrafe für die Dauer von vier Monaten mit der entsprechenden Verschärfung. Der Angeklagte hat die Strafe angenommen. " Nr. 273 Der Prager ,, Tag der Stille" Der 19. November war von den Behörden als ,, Tag der Stille" für die Hauptstadt Prag proflamiert worden. Der Magistrat hatte an die Bewohnerschaft der Hauptstadt appelliert, sich an diesem Tage besonders diszipliniert zu verhalten. Die Kraftfahrer waren aufgefordert worden, sich jedes überflüssigen Hupens zu enthalten, die Bes völkerung nicht durch unnötigen Motorlärm und durch Fahren mit geöffnetem Auspuff zu belästigen, mit einem Wort, sich der größtmöglichen Vertehrsdisziplin zu befleißigen. Auf der anderen Seite war auch an die Fußgänger die Aufforde rung ergangen, sich möglich diszipliniert zu bes nehmen, die vorgeschriebene Seite des Gehsteiges einzuhalten und besonders bei Straßenüberque rungen den Winken der Verkehrspolizei Folge zu Yeisten. Im allgemeinen kann gesagt werden, daß die Motorfahrer die ausgegebenen Vorschriften besser einzuhalten verstanden, als die Fußgänger. Nach dem Polizeibericht sind nicht weniger als 500 Beanstandungen undisziplinierter Straßen= passanten zu verzeichnen. Im übrigen erwies sich die bekannte Tatsache, daß die Hauptursache des Prager Straßenlärms die Straßenbahn bildet, als neuerlich bestätigt. Praktische Auswirkungen wird dieser Tag der Stille" vorläufig nicht haben, da festgestellt ist, daß die hauptsächlichsten Lärmquellen derzeit nicht zu beseitigen sind. munistisch betätigt haben sollen, beschäftigt. Werden diejenigen, die irgendeine demokratische oder fommunistische Broschüre lesen, zu strengen wie im Falle der vier Studenten aus Jassy, die Strafen verurteilt, so werden die Faschisten, die, auf den Rektor der dortigen Universität, Prof. Bratu, einen Mordanschlag verübten, ihn schwer verletzten und ein Ohr abschnitten, außer Verfolgung gesetzt. gesucht worden. Der Sturm hat schwere Verhees mehrere Millionen geschäßt. ungen verursacht. Der Sachschaden durch Ueber schwemmungen und Häusereinstürze wird auf Die Post zu Weihnachten und Neujahr. Der in der Weihnachts- und Neujahrsperiode wird so tagen, wobei die Post nur in Ortsbestellbezirken, Dienst im Poſt-, Telegraphen und Telephonverkehr sein: Am 8. und 19. Dezember wie an eier ſtatt. Diese Dolchstoßlegende" hat seit 1919 eine der wichtigsten Waffen aus dem Arsenal der Reaktionäre und Nationalisten gebildet und wurde von den Nazis übernommen. Der von Rosenberg verfaßte, von Hitler genehmigte Kommentar zu den 25 Punkten des Parteipro= gramms geht davon aus, daß Deutschlands Zusammenbruch 1918,, die Folge der Zersehungsarbeit der äußeren und inneren Feinde DeutschTands neben ihren bewußten und unbewußten Helfern und Helfershelfern" war. Aehnliche Behauptungen wurden in Hitlers ,, Mein Kampf", in unzähligen Artikeln und Reden von nationalsozialistischen Agitatoren aufgestellt, bis es halb Deutschland glaubte und so alle Schuld des Nachkriegselends den ,, Systemparteien" aufbürdete, welche die Konkursmasse von 1918 hatten über- England für Mitglieder des Hochadels üblichen größte Gefahr droht, wenn er sich nicht einige nehmen müssen. Anfang einer vielversprechenden Laufbahn. Jedoch Monate hindurch absolute körperliche und geistige Nachdem so die Dolchstoßlegende ihre Pflicht wandte er sich dann der Ausübung des Rechtsan- Ruhe auferlegt. In dem ärztlichen Bericht wird getan und den Nationalsozialisten in den Sattel waltsberufes zu und trat erſt 1906 wieder in die hinzugefügt, daß der Gesundheitszustand Gangeholfen hatte, beginnt nun ihr Abbau. Jm ,, Mi- Politik ein, als er in East Marylebone ins Parlalitär- Wochenblatt" vom 17. September 1937 ment gewählt wurde, wo er auf den Bänken der his niemals so schlecht war wie gegenwärtig. Aus Nazihaft heimgekehrt sind nun die zwei wie wir der Basler ,, Nationalzeitung" Jahres 1910 unterlag er, fam jedoch später wieder Kopenhagener sozialistischen Jugendlichen Paul Cebu und Leyte sind durch einen neuerlichen Tais Die Philippinen- Inseln Mindoro, Panay, entnehmen Generalleutnannt Mary die ins Parlament, wo er während des Krieges durch Jensen und Borge Hansen, über deren fun, den zweiten innerhalb einer Woche, heimdeutsche Jugend, zu glauben, daß nur der Uns gemäßigte Auffassungen die Aufmerksamkeit auf sich Berhaftung beim Wiedereintritt ins Dritte geiſt" den Zusammenbruch der Front herbeige- apa. Von 1915 bis 1916 war er Unterstaatsiekte Reich wir seinerzeit berichtet haben. Im Soführt hätte. Er sagt: tär im Auswärtigen Amt und von 1916 bis 1918 Wenn wir wieder einmal einen großen für eine gerechte Ausgestaltung des Völkerbundes es dazugekommen ist. Sie hatten aus einer Blockademinister. Nach dem Strieg trat er lebhaft cialdemokraten" erzählt jezt Börge Hansen, wie Kampf in ähnlicher Lage durchfämpfen müßten, ein. Auch pflichtete er öffentlich der Smutschen Auf- Pariser Jugendherberge zwei deutsche Schrif in dem der Gegner das Sechsfache an Artillerie- faffung bei, daß man die Abänderung des Friedens- ten mitgenommen, wovon die eine„ Nürnberg" munition wie wir berschießt, in dem er die dop- bertrages durch den Wölferbund erwarten müſſe. Im hieß. Außerdem hatten sie eine Nummer des pelte Ablösungsmöglichkeit hat, in dem seine Mai 1923 trat er als Geheimſiegelbewahrer in das Brüffeler Peuple" mit. Sie wanderten zu Fuß Truppe ein Schlaraffendasein in bezug auf Ver- Kabinett Baldwin ein. wo er die besondere Aufgabe von der Weltausstellung heim. Deshalb wurden pflegung und Ausrüstung führt, während bei uns zu haben schien. die Beziehungen zum Völkerbund die letzten Jahre die Ernährung in der Haupt- au pflegen. Nach dem Kriege widmete Lord Cecil sie in einer kleinen deutschen Grenzstation gegen und zwar an dem leggenannten Tage bis 12.00 und für den Völkerbund. Er ist Präsident der Inter- am nächsten Morgen würden sie an die dänische Amisstunden für den Parteienverkehr im Postdienste feine ganze Energie der Arbeit für den Frieden Holland festgenommen, aber man sagte ihnen. uhr, zugestellt wird. Am 24. Dezember enden die nationalen Föderation für den Frieden. Grenze gebracht werden. Statt dessen wurden fie nach Bremen transportiert und kamen jeder in um 13.00 Uhr; die Zustellung der Briefpost wird eine andere Zelle zu Kriminellen. Die beiden auf höchstens zwei Bestellgänge am Vormittag bes Dänen waren die ganzen sieben Wochen auf das schränkt. Pakete werden an diesem Tage auch nachStrengste voneinander getrennt und selbst beim verkehr ist der Dienst normal. Am 25. Dezember mittags zugestellt. Im Telegraphen- und Telephon Rundgang im Hof durften sie einander nicht berkehr ist der Dienſt normal. Am 25. Dezember einmal ansehen. In den Verhören hielten sie der 1937 und 1. Jänner 1938 wie an Sonntagen. Am Beschuldigung, kommunistisches Werbematerial 6. Jänner 1988 wie an Feiertagen; der Buſtel eingeführt zu haben, ihre Zugehörigkeit zur So- lungsdienst findet jedoch nur in Ortsbestellbezirken zialdemokratie entgegen. Aber das größte InterZur Beachtung für die Pensionisten. Alle Pens esse der Nazipolizei und justiz erweckte das Empfehlungsschreiben des dänischen Arbeits- sionisten, welche die Bezüge durch die Pensionsabtei lung der Finanz- Landesdirektion in Prag ausbejugendsekretärs H. E. Hansen, das sie auf die zahlt erhalten und auf die EisenbahnfahrilegitiNeise nach Frankreich mitbekommen hatten. Die mation Anspruch haben, werde seitens des PräVerhörer wollten wissen, ob denn das nicht der fidiums der Finanz- Landesdirektion in Prag aufParteisekretär He dioft Hansen, Mitglied merksam gemacht, daß falls sie die Prolongierung des Folkethings, sei, der vielen unserer sudeten- der Eisenbahnfahrtlegitimation für das Jahr 1938 deutschen Arbeiter von Besuchen bei uns bekannt anstreben würden, ihre Legitimation nebst gehöriger ist. Auch für die Verhältnisse in der dänischen Erklärung über die eventuelle Nebenbeschäftigung und dem entfallenden Geldbetrage an die Hilfsämter Sozialdemokratie und ihrer Jugendbewegung II der Finanz- Landesdirektion in Prag II, Náměstí zeigten die bernehmenden Nazibeamten großes Republiky 3, einzusenden oder persönlich zu überWie sich die österreichischen Patrioten von Interesse. Schließlich kam sogar der Staats- reichen haben. Für die Prolongation einer Legiti 1914 den Strieg als Spaziergang durch Serbien anwalt von Hamburg. Der erklärte ihnen, er mation find für die erste Wagentlasse Kč 30.50, für halte sie für schuldig, aber leider seien die Be- die zweite Wagenklasse Kč 20.50 und für die dritte borgestellt haben, so glauben heute in DeutschTand viele Nationalsozialisten, sie würden den Bafa- Preise für den millionsten Rundfunk- weise zu schwach, um Anklage zu erheben. So Wagenklasse Kč 10.50 nebst Rückporto zu bezahlen. Kriegschlagartig" eröffnen und die Tschecho- hörer. Im Zusammenhang mit der Aktion des wurden sie denn bloß ausgewiesen. Mißhandelt slowakei überrennen". Dieser verbrecherischen Radiojournals Für den millionsten Radio- hat man sie offenbar nicht, aber im NazigefängLeichtfertigkeit gegenüber, welche die Bevölkerung hörer" hat Bafa eine Anzahl von Preisen aus- nis haben sie ordentlich Hunger gelitten, zumal sucht, bedeutet der angeführte Artikel des Gene- ausgelosten Teilnehmern zugedacht sind. Die nur die jetzige deutsche Reichsbutter aufs Ersatzüber den Ernst eines Krieges hinwegzutäuschen geschrieben, welche den im Rahmen der Aktion da sie nur sehr wenig Geld hatten, um sich auch Gesamthöhe der Preise beträgt 159.000 Kč. Den brot zu kaufen.( bn.) größten der Preise erhält jedoch nicht der millionste Hörer, sondern wie dies bei Bata eigentlich selbstverständlich ist, der Teilnehmer mit der Nummer 999.999. Diesen Preis stellt eine Schuh und Strumpfkollektion im Werte von 1999 Kč dar. Die weiteren Preise gehen Weltkriegsgranate: fünf Tote. In Alano di dann von 999 Kč bis 21.50 Kč. Bedacht wer- Piave fanden einige Personen einen Blindqan den aber auch der Beamte, der die 999.999 Konger aus dem Weltkriege, eine 10.5-8entimeterzession ausstellt, und der Postbote, der sie zustellt. Granate, welche explodierte, als die Leute verKeine psychotechnischen Prüfungen mehr fuchten, sie mit Hämmern und Stemmeisen auf bei der Post. Die Postverwaltung beschloß, die zu zubrechen. Fünf Personen wurden getötet und Beginn dieses Jahres eingeführten psychotechni- zwei lebensgefährlich verletzt. fchen Prüfungen aufzulassen. Diese Maßnahme Die Einwanderung nach Mexiko. Das Inwird mit technischen Schwierigkeiten und dem nenministerium hat die Einwanderungsquoten Widerstand begründet, der von einigen Angestell- für das Jahr 1938 festgesetzt. Angehörige aller Prag, Sender I: 7.30: Konzert aus Karlsbad: tentategorien gegen diese Prüfungen erhoben Staaten des amerikanischen Kontinents und Rossini, d'Albert etc. 10.10: Mužits Salonquartett: wurde. Den psychotechnischen Prüfungen wurden panier werden unbeschränkt zugelassen. Aus Auber, Sut etc., 11.15: Rundfunkorchesterkonzert, während ihrer verhältnismi g furzen Dauer Deutschland, Desterreich, Belgien, Ti che cho 12.20: Orchestertonzert JOK: Wagner, Smetana, insgesamt 998 Postangestellte unterzogen. slowakei, Dänemark, Frankreich, Holland, Dvořák etc., 14.20: Deutsche Arbeitersendung: Ernſt „ Eine Million Rundfunkhörer." Das Land Ungarn, England, Italien, Japan, Norivegen, Baul: Die sozialistische Arbeiterinternationale und Mähren- Schlesien führt in der Aktion ,, Eine Portugal, Schweden und der Schweiz werden je der Friedensgedanke, 14.35: Aus dem National Lord Robert Cecil wurde im Jahre 1864 als Million Rundfunkhörer", die vom Verband der 5000 Ginwanderer, aus allen übrigen Ländern theater: Rujalta, Oper von Dvořák, 17.35: Deuts sche Sendung: Klassische Zeugen, 17.40: Funkwo dritter Sohn des im Jahre 1908 verstorbenen erg- Radiohändler der Tschechoslowakei gemeinsam nicht mehr als 100 Einwanderer zugelassen. chenschau, 17.50: Uebertragung aus Steinschönau lischen Premierministers Lord Salisbury geboren. mit dem Post- und Telegraphenministerium, dem Kommunistenprozeffe am laufenden Band. und Böhmisch- Kamnik: wirtschaftliche Bedeutung Er enistammt somit einer Familie, der schon eine Lieder etc. 18.50: Deutsche Reihe bedeutender Staatsmänner Englands ent- Radiojournal und der tschechoslowakischen Radio- In Czernowik, Rumänien, begann am Montag der beiden Städte, Prag, Sender II: 14.30: Deutsche Arbeisprossen sind, unter ihnen auch der bedeutendite, produktion veranstaltet wird. In Brünn, Trop wiederum ein Prozeß gegen Jugendliche wegen Presse. William Cecil, als Lord, Lord Burleigh, der Schöp- pau, Mähr.- Ostrau etc. haben sich sehr viele angeblicher kommunistischer Propagandatätigkeit. tersendung: Für Volk und Friede, 14.35: Heimische fer der Grundlage des modernen Englands im Zeit- Stadiohörer angemeldet. An zweiter Stelle Erst vor kurzem wurde ein Prozeß gegen rund Komponisten: Lieder von Schimmerling. alter der Königin Elisabeth war und 1598 starb. steht Böhmen. 130 Angeklagte, bei welchem mehrere Jugend- 17.35: Deutsche Sendung: Smutnif: Herbstgeichenfe. Konzert. Breßburg: 22.35: Nachtkonzert. Lord Robert Cecil trat, im Gegensatz zu seinem Gandhi schwer krank. Die Aerzte Gandhis liche zu jahrelangen Kerkerstrafen verurteilt Stafchau 19.25: Märsche und Walzer. – Mährisch. älteren Bruder Lord Cranborne( nach des Vaters Tod Lord Salisbury) zunächst weniger im öffent- geben bekannt, daß sich der Zustand Gandhis, wurden, zu Ende geführt. Seit Monaten schon ist Ostrau 17.50: Deutsche Sendung: Gerhart Hauptin bedenklicher ein Senat des Czernowizer Kriegsgerichtes mit mann: Der Biberpelz. Diebskomödie, 21.10: RundTichen Leben hervor. Er war zwar von 1886-1888 der an Arteriosklerose leidet, Privat- Sekretär feines Vaters, tam also an den in Weise verschlechtert hat und daß dem Kranken die der Aburteilung von Jugendlichen, die sich kom- funkorchesterkonzert. ,, Dieses Geschlecht von 1914 bis 1918 hat das Gewaltigste geleistet, was je auf dieser Erde Die Legion der Kartenspieler in der Tfcheim Kriege geleistet worden ist; der Zusammen- choslowakei. Welcher Beliebtheit sich das Kartenbruch aber war schließlich durch unger, spiel bei uns erfreut, erhellt daraus, daß im abUeberanstrengung und Aus blu- gelaufenen Jahre nicht weniger als 346.000 tung unbermeidlich geworben." Sartenspiele erzeugt wurden. Sie werden in der Es ist sehr verdienstvoll von dem genannten Ichten Zeit, der besseren Haltbarkeit halber, in General, daß er dann weiter die heutige Jugend steigendem Maße nicht mehr aus Papier, sondern davor warnt, zu glauben, daß sie die Sache festerem Material hergestellt. Da der Staat 1918 glatt ,, geschafft" haben würde und sie zur mitspielt", wurden an Kartenstempeln über 3.2 Millionen Kč eingenommen. Nach den neuen Be Stimmungen erhöht sich jetzt die Stempelpflicht der Starten, je nach der Gattung auf Kč 15.30 und seelischen Bescheidenheit mahnt. rals cine ernste Mahnung. Die ,, Dolchstoßlegende" im übrigen hat das zu gedient, die Demokratie zu verleumden und sie in den Augen der Bevölkerung herabzusetzen. Da der Nationalsozialismus die Herrschaft ergriffen hat, braucht man sie nicht mehr, Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehn. Der Empfänger des Friedens- Nobelpreises New York. Lord Robert Cecil erfuhr die Nachricht, daß ihm der Nobel- Friedenspreis zu gesprochen wurde, in dem Moment, als er zum Doktor honoris causa der amerikanischen Columbia- Universität promoviert wurde. Der Lord sprach seine Ueberraschung und seine Freude aus. Robert Cecil hielt sodann einen Vortrag über die Weltlage und hob hervor, daß in die nationalen und internationalen Beziehungen die Bes ziehung zum Rechte zurückkehren müsse. 80.-. ,, Streit mit verschränkten Armen". In der Fabrik Goodyear Tyre Rubber Comp., in Acron ( Chio), die 1600 Arbeiter beschäftigt, ist ein Streit mit verschränkten Armen" ausgebrochen. Ein Fabritteil wurde geschlossen. = Unbeständiges Wetter. Vom Südwesten her ftrömt dem Festlande warme aber feuchte ozenais dhe Luft zu. In Frankreich und in Westdeutschland und auch bei uns hat es sich gegenüber geſtern um wurden Freitag nachmittags an zahlreichen Orten gegen mehr als plus 10 Grad Celsius verzeichnet 2 bis 4 Grad erwärmt. Der Himmel ist dabei aft überall bedeckt und stellenweise fällt Regen oder Sprühregen. Die Zufuhr wärmerer Luft auf das Festland wird auch morgen andauern und der jetzige Witterungscharakter wird sich daher nicht änderr Wahrscheinliches Wetter Samstag: Vorwiegend bis wechselnd bewölkt, zeitweise Regen, weitere Erwär mung, auffrischender Südwest- bis Westwind. Wetteraussichten für Sonntag: Noch unbeständig, zeitweise Schauer, auf den Bergen Neigung zur Abkühlung, auffrischender Westwind. Vom Rundfunk Empfehlenswertes aus den Programmen: Sonntag: Brünn Nr. 273 Samstag, 20. November 1937 Volkswirtschaft und Sozialpolitik Die angelsächsische Entente Verhandlungen der USA auch mit Australien und Kanada London. Wie aus Cambarra berichtet wird, erklärte der australische Premierminister Lyons, daß die Regierung sich mit vorbereitenden Handelsbesprechungen mit Amerika beschäftigen werde. Die Vereinigten Staaten hätten sich bereits vor einiger Zeit dazu bereit erklärt. Der australische Handelsminister Withe befonte, daß es sich um die Herstellung einer Ein betts front der zwei größten Demokratien der Welt handle, deren Bert unschäzbar sei. Auch die australische Presse betont, daß Australien zu Zugeständnissen bereit jei, um die demokratischen Ideale in der Welt zu stärten. Die USA beabsichtigen auch, wie Staatssekretär Hull erklärte, mit s a n a da einen neuen Handelsvertrag abzuschließen. Man nimmt an, daß beide Verhandlungen mehr als einen Berüh rungspunkt haben und vielleicht auch gleichzeitig werden durchgeführt werden, wie es auch eine Washingtoner Meldung andeutet. " Manchester Guardian" meint, daß gelegents lich der Handelsverhandlungen auch das Problem der britischen Kriegsschulden aufgerollt werden wird. In der gesamten englischen Presse wird die Ankündigung der Handelsvertragsverhandlungen begrüßt und lebhaft kommentiert, träge sei, die durch ein System von Vorzugsbestimmungen die einzelnen Teile des englischen Empires wirtschaftlich und damit auch politisch enger aneinander banden. Nicht nur von wirtschaftlichen, sondern auch von politischen Erwägungen ist daher auch der Kommentar des fonjervativen Abgeordneten Boothby geleitet, der in der Verwirklichung des Plans die Erfüllung folgender Notwendigkeiten erblidt: 1. die Kontrolle der Seewege durch die Zusammenarbeit beider Flotten, 2. Belebung des internatio na len Handel's durch Beseitigung der Währungsbeschränkungen, der Kontingente und durch den Abbau der Zölle, 3. Stabilisierung der Roh= it offpreise, 4. Stabilisierung des Gold preises. Man nimmt an, daß die Verhandlungen noch etwa ein halbes Jahr in Anspruch nehmen werden. Von Interesse ist es, die Ziffern der wechfelseitigen Handelsbeziehungen der USA und Englands zu kennen. Der englische Erport nach USA ist von 62 Millionen Pfund im Jahre 1929 auf 37 Millionen im Jahre 1936, der amerikanische Erport nach England in der gleichen Zeit Welche Bedeutung man ihnen beimißt, geht von 196 auf 93 Millionen Pfund gesunten. Welchen Einfluß die Neuregelung der Bes aus den Berichten hervor, die in der City einlaufen und besagen, daß die Idee dieses Handelsver- ziehungen zwischen den beiden angelsächsischen trages der Einbau der Vereinigten Großmächten auf die andern Staaten haben Staaten in die Ottawa Verwird, ist heute natürlich noch nicht abzusehen. DEKALUMEN 40 OSRAM D 20 VOLT Auch Deine OSRAM Augen brauchen besseres Licht³ Verwende Osram- D- Lampen, sie spenden billiges Licht! Ecite 5 Gutes Licht Gute Arbeit OSRAM- D die Dekalumenlampe mit dem Garantiestempel für hohe Wirtschaftlichkeit. Arbeiterentlassungen Die Zusatzverträge zu den für berbindlich erklärten Kollektivverträgen 1. für die Baumwollindustrie in den Gerichtsbezirken Hohenelbe und Arnau, 2. für die Leinenbleichen, Färbereien, Appreturen, Mangeln usw. in den Gerichtsbezirfen Trautenau, Marschendorf, Schazlar, Hoben= rund 18.000 stellenlose Handelsangestellte, dar- türzt. Ein Teil der Beschäftigten in diesem Beunter gut zwei Drittel deutsche Bewerber, vor- trieb ist seit dem Streit im Jahre 1933 nicht handen. Die vom AAV eingeleitete Erhebung organisiert, der andere Teil ist infolge des Druküber die Zahl der bei Gremialmitgliedern be- tes von den Kommunisten zu den Henleinleuten Die wirtschaftliche Macht aber ferd, an berſchiebenen anderen reien, schäftigten Lehrlinge läßt erkennen, daß in klei- gegangen, um sich die Existenz zu sichern. Diesen wirtschaftlichen Maschinenfabriken, Gießereien, neren Städten ihre Zahl jene der Gehilfen weit war versprochen worden, wenn sie zur SdP ginder Agrarpartei Fabriken für Emailwaren, für Explosivstoffe, aus übersteigt; in mittleren und größeren sude- gen, würden sie einen besseren Arbeitsplatz, und chemische Fabriten, an den Textilwerten vormals tendeutschen Provinzstädten ist die Lehrlingszahl bevorzugte Entlohnung erhalten. Unter den jetzt In der lezten Nummer der Přitomnost" 3. Hernych, an den Vereinigten Seidenwaren- im Verhältnis zur Zahl der Handelsangestellten Entlassenen ist aber eine ganze Reihe dieser früschreibt Václav Kovář einen Artikel über dieses fabriken Brüder Schiel, an der tschechoslowaki- derart groß, daß nur die Einschränkung des Zah- her sehr radikalen Kommunisten, welche jetzt die Thema. Wir entnehmen den Ausführungen schen Dampfschiffahrtsgesellschaft, an Remor- lenverhältnisses und Festlegung von Mindestent" Boltsgemeinschaft" in ihrer wahren Gestalt u. a. folgendes: Die Hauptkraft der Agrarier ruht in den quergesellschaften auf der Moldau und Elbe, an schädigungen für Lehrlinge eine Aenderung die kennenlernen. Die Hauptkraft der Agrarier ruht in den der Braunkohlenattiengesellschaft, an Braunkoh ser unhaltbaren Zustände herbeizuführen vermag, Genossenschaften. Die Zentrale der agrarischen lenwerten in Brür und Dur, Elektrotechna, die nicht nur für die Gehilfenschaft, sondern auch Genossenschaften ist die Centrokooperativa, in der Radiotechna, Schwachstromwerten etc. Dazu für den Handel verhängnisvoll werden können. gwölf Genossenschaftsverbände vereinigt sind, das kommt noch die agrarische Teilnahme an allen bon drei deutsche und ein polnischer. Aus der Ge- Zweigen der landwirtschaftlichen Industrie, Butjamtangahl von 5351 Kreditgenossenschaften in fer- und Spiritusfabriken, Malzfabriken, Biers der Republik gehören 4076 in den Machtbereich brauereien usw. usw. Der Agrarpartei. Daneben 728 Vorschußkassen. Aus der Darstellung zieht der Verfasser folEinkaufss und Verkaufsgenossenschaften hat die Agrarpartei 272, Molkereigenossenschaften 305, genden Schluß: Die tschechoslowakische Bour- tourden in der Vorwoche 90 Arbeiter und Arbei- elbe, und Arnau wurden im Amtsblatt vom 20. Mühlen- und Bäckereigenossenschaften 51. Aus geoisie wächst, sie wächst aus den Wurzeln, die terinnen entlassen, darunter solche, die schon November vom Fürsorgeministerium tundgeder Gesamtanzahl von 371 landwirtschaftlichen für sie die natürlichsten und die für fie am besten jahrelang im Betriebe beschäftigt waren. Der macht. Schließlich wird in der gleichen Ausvorbereitet sind: aus dem landwirtschaftlichen Betriebsausschuß, den die DAG stellt, hat dabei Stand. Für die politische Macht der Partei des vollkommen versagt und die Entlassungen auge Landvolkes erfließen daraus große Vorteile, aber geben. Es ist daher kein Wunder, daß die Arbeiauch hunderte Nachteile. Sie entfernt sich von ler, welchen man mit dem Argument„ Ihr habt ihrer berläßlichen Grundlage, dem Landvoll und jetzt lange genug gearbeitet..." fommt, sich gibt sich der Gefahr der inneren Interessengegen gegen die DAG wenden und mit Recht darauf Fensterglas. Da der tatsächliche Bedarf Austra= jake preis. Sie fann aber nicht anders, es gibt hinweisen, daß die freie Gewerkschaft anders ge- liens an Fensterglas im Kontingentjahr 1937 die Auch bei der Firma H. Pollacks Schäßung übertroffen hat, wurde vom Handelsfeine Rückkehr. Die Partei muß ihre Aufgabe handelt hätte. erfüllen, welche ihr die Verhältnisse auferlegt Söhne in Großdorf, wo bereits 75 Arbeiter aus- ministerium ein Nachtragskontingent von 1.75 scheiden mußten, werden jetzt weitere 26 Arbeiter| Millionen Quadratfuß freigegeben. Auf die haben". entlassen und gleichzeitig wird die Arbeitszeit ver- Tschechoslowakei entfallen davon 22.300 Fuß. Mantel- Kleider Kostüme Innenpelze LETZTE PARISER UND WIENER MODELLE ZEIGT Buscio Die Berufsauslese in Handel und Spedition Zu diesem Problem, das verschiedene Handelsgremien durch die Einführung von Gehilfenprüfungen nach erfolgter Auslehre zu lösen PRAG PŘÍKOPY 27 1. STOCK glauben, nahm die am 14. November in Reichen TAGLICH VON 4 5( MODENSCHAU). berg stattgefundene Vorstandssitzung der im AAV, Allgemeinen Angestellten- Verband, Reichenberg, organisierten Handelsangestellten StelSpiritusbrennereien sind in den Händen der lung. Nach reiflicher Erwägung lam die Sizung Agrarpartei 320. Daneben 32 Zichorien- Genos- zu der Schlußfolgerung, daß derartige Gehilfensenschaften, 24 Hanf- Genossenschaften, 129 Ge- prüfungen nicht als geeignetes Mittel anzusehen nossenschaften für die Aufzucht und den Verkauf sind, solange nicht durch Reform der Gewerbes Don Vieh, 1693 Maschinen- und Elektrizitäts- ordnung Eignungsprüfungen für Lehrherren, genossenschaften, 1053 Konsumgenossenschaften, wie sie bei den handwerksmäßigen Gewerben ge= weiter Bau- und andere Genossenschaften. Von plant sind, auch im Handelsgewerbe eingeführt 11.420 Genossenschaften, welche in den Verbän- werden. Die Prüfung der Lehrlinge vor Beginn der den bereinigt sind, die die Kooperativa bilden, ges Lehrzeit durch nach wissenschaftlichen Grundsäts Genossenschaften. Die Attiva dieser Genossen- zen geleitete Berufsberatungsämter, das Zusam schaften betrugen Ende 1935 die Summe von menwirken zwischen Gremien, Gehilfenausschüs sen und kaufmännischen Fortbildungsschulen wäh rend der Lehrzeit durch Einflußnahme auf die 3376 Millionen Kč. Eine eigene Betrachtung verdient die Position der Agrarpartei in den Bezirksvorschuß praktische Ausbildung und Lehrplangestaltung tassen, die vollkommen unter den Einfluß dieser verbürgen bessere Berufsauslese. Bartei gerieten. Die Bezirksvorschußtassen in Nach den Ausweisen des Fürsorgeministes Böhmen haben ein Stammvermögen von 40 riums find trop Wirtschaftsbelebung noch immer Millionen, Reserven von 230 Millionen, Einlas gen von 4446 Millionen und haben Ueberschüsse bon 599 Millionen, teils in der Agrarbant, teils in der Centrokooperativa liegen. Es ist eine ge wöhnliche Erscheinung, daß ein Teil der Begir! 8borschußkassen agrarische Sekretariate und agra tische Zeitungen, nicht zu reden von agrarischen Wirtschaftsunternehmungen, finanziert. Dazu muß man verschiedene Geldinstitute in Mähren, bäuerliche Stassen in der Slowalei und Karpathos rußland zählen, welche 607 Millionen Kč Eins lagen haben. Dazu kommen nun: Der starke Einfluß im Getreidemonopol, die Verbäuerlichung der Müh len und der Einfluß in der Industrie. Die Agraibank ist z. B. beteiligt an der landwirtschaftlichen Maschinenfabrik und Gießerei vormals A. Dobrý 100 rumänische Lei 100 polnische Zloty. 100 ungarische Bengö 100 Schweizer Franken 100 französische Francs 1 englisches Bund Man erhält für ке 100 Reichsmark. 613.Markmünzen 680, 100 österreichische Schilling 526.50 16.05 478,50 551.50 656.96.20 141.25 1 amerikanischer Dollar. 28.25 9 114.40 • 100 holländische Gulden 1571.62.05 482.• 630.100 italienische Lire 100 jugoslawische Dinare 100 Belgas in Jungbunzlau, an der Eisenmöbelfabrik Sab, 100 dänische Kronen . in der ostböhmischen Textilindustrie Bei der Firma Kluge in Hermannseifen uchen um Verbindgabe des Amtsblattes das lichkeitserklärung des Kollektivvertrages für die Textilindustrie( Webereien) im Bereich des Gerichtsbezirkes Freudenthal kundgemacht. Australien gewährt Nachtragskontingent für ein widerstandsfähiges Gebiss bewahren Sie sich nur durch rationelle Mundpflege. IBBS Erhalten Sie Ihre Zähne durch regelmäßige Reinigung mit der Zahnseife GIBBS. Seite 6 Prager Zeitung Schweigende Hupen ,, Komm' hierher hier siehst du noch besser nichts!" Das rief auf dem finsteren Wenzelsplatz während der Verdunkelung der Siadt am Tage der Luftschußübung ein junger Mann seiner Freundin zu. Und was war am besten nicht zu hören? Die Autohupen. Die gefielen sich einen Tag lang in beschaltung am Steuerrad blieb ungetan und die harrlichem Schweigen. Der Druck auf die Supen Gummibälle blähten unnüß ihre prallen Backen. Nur manchmal vergaß sich ein Chauffeur, aber gleich befann er sich und nur ein ganz kurzes ,, pütt", eigentlich ohne das ,, ü" in der Mitte, war zu vernehmen; es tlang wie erschrocken. ,, Sozialdemokrat" Aus der Straßenbahn gefallen. Vor dem Nationaltheater fiel gestern vormittags der 45jährige яго Gerichtssaal ReO völlige Versagen der in Aussicht gestellten Abrüstung der Siegerstaaten und die sich daraus ergebenden moralischen und praktischen Folgen. Auch die Tat sache, daß der politische Völkerbundsrat und nicht eine Rechtsinstanz über die Feststellung des Angreifers und die Verhängung der Sanktionen zu ent= scheiden habe, stand der Verwirklichung der Völkerbundsidee im Wege. Direktor der tschechischen Tapezierergenossenschaft. wirklichen Univerfalität des Völkerbundes. Eine Prof. Kelsen verneint die Möglichkeit einer Emanuel Pokorný, aus einem fahrenden Straßen- solche Universalität sei schon sarum ausgeschlossen, bahnwagen der 22er- Linie und erlitt eine schwere weil der Völkerbund nach der Art seines Entstehens Gehirnerschütterung sowie mehrere Rißwunden und ebenso wie nach seiner Verfassung eine demokratische Abschürfungen. Er wurde auf die Klinik Jiráset Gemeinschaft, eine Gemeinschaft nur solcher StaaDiesmal, am ,, Tage der Stille", war die gebracht. Frage, wo am besten ,, nichts" zu hören sein Das Referat für Ausflugszüge veranstaltet in ten, die sich frei regieren", sein sollte. Ein Staat, würde. Wir sind um die Mittagszeit den Wenzels- den Tagen vom 4. bis 8. Dezember einen Ausflug der in seiner Verfassung und durch seine ganze poliplab hinuntergegangen bis zum Brückl, um das der im Tanzwagen zur Nikolofeier auf der Sokolbaude tische Eristenz den Gedanken der Demokratie verStraßenlärm an anderen Tagen besonders frenetisch im Riesengebirge für 280 Kč, vom 23. Dezember suchen, ihn zu sprengen oder mindestens zu lähmen. neint, müsse als Mitglied des Völkerbundes ja bertobt. Dort haben wir uns den Tag der Stille eine bis zum 2. Jänner zu Weihnachten in die Bestiden wie könne sich eine Nation, deren Regierung den Weile angesehen oder richtiger: angehört. für 530 Kč; bom 23. bis 26. Dezember zu Weihnachten im Gesente für 250 Kč; vom 23. Dezember rieg als heldisches Handeln verherrlicht und die bis 2. Jänner zu Silvester und Neujahr ins Gesente Vorbereitung des Krieges zu ihrer Hauptaufgabe Basar neben dem Wilsonbahnhof, Telephon 383-35. verkündet, daß sie nicht genug Raum habe und entfür 520 Kč. Anmeldungen und Informationen im macht, zum Frieden des Völkerbundes verpflichten? Wie könne eine Nation, deren Regierung stündlich schlossen ist, sich diesen Raum unter allen Umstän den zu verschaffen, die Bürgschaft für die Unversehrbarkeit der Völkerbundstaaten übernehmen, eine Bürgschaft, die zu den Grundpflichten der Völferbundmitglieder gehört? An den drei faschistischen Großntächten sei der alte ,, universelle" Völkerbund gescheitert. Man diene der wahren Idee des Völkerbundes nicht, indem man sich bemühe, den einen die fer drei Staaten, foste es, was es wolle, im Bund festzuhalten und die beiden anderen selbst unter Preisgabe aller wesentlichen Grundsäße des Völkerbundes in diesen zurückzuführen. Wolle man eine aktionsfähige Staatengemeinschaft, dann müsse man den Grundsatz der Universalität aufgeben und die Gemeinschaft auf die wahrhaft demokratischen Staaten beschränken. Wenn die Vereinigten Staaten sich der Gemeinschaft der Demokratien anschlössen, könnte man fogar zu einem Weltbund der demokratischen Staaten kommen. Aber auch ein auf Europa beviel mächtigere Organisation als der heutige Völferbund. In jedem Falle wäre er eher imstande, wenigstens den europäischen Frieden zu verbürgen, besonders, wenn dieser europäische Staatenverband mit dem amerikanischen, der in Bildung begriffen ist, zusammenarbeitete. So blieb also nur das dumpfe Brausen der Motoren und der Straßenbahnen. Die Wagenführer tippten sanft auf die Glocke, ehe sie anfuhren, und sogar die Schienen in den Kurven quietschten nur behutsam. Auf der Kreuzung an der Heinrichsgasse mußte ein Motorradfahrer stoppen. Als er weiterfahren wollte, bockte der Motor. Der Fahrer gab Gas und trat mit aller Straft in den Starter; er machte einen Heidenlärm, umringt von schweigenden Autos, und war verzweifelt. Endlich donnerte er los, knallend und qualmend, und alle sahen ihm nach wie einer unmöglichen Erscheinung. Der Mann in der Kiste Kunst und Wissen Brag.-rb- Der 35jährige ehemalige Bribatbeamte Engen Kohn, bereits mehrmals vorbestraft, stand neuerlich vor dem Strafsenat des OLR. Dr. Pazderský. Der Fall mutet ziemlich abenteuerlich an. Der Angeklagte war bei einer Filmverleihfirma angestellt gewesen, die nicht eben als Muster von Seriosität bezeichnet werden kann und deren Inhaber bereits gleichfalls die Bekanntschaft des Strafgerichtes gemacht haben. Im Einverständnis mit dem 27jährigen Franz Pánet, Stumm, wie bewegliche Denkmäler standen die der gestern neben ihm auf der Anklagebant saß, Verkehrsschußleute im Strom. Aber am nachdrück- schmiedete Eugen Kohn einen romantischen Plan zu lichsten still waren die Fußgänger. Wie Muster- ihrem Einbruch in das Magazin der Spediteur- schränkter Schutzverband der Demokratien wäre eine schüler folgten sie den Zeichen der weißen Hand- firma Robert Kirchenberger, wo, wie er wußte, verschuhe. Und weil sich alles so stumm vollzog, bei- schiedene bekannte Filmverleihfirmen ausrangierte nahe wie eine Verschwörung, mußte ein Schußmann Filme einlagerten. Eugen Kohn gedachte aus die lachen. Fast hatte man Lust, den Bann zu brechen ſem Magazin ein tüchtiges Paket solcher ausranund den Autos zuzurufen: Ihr verstellt euch doch gierter Filme davonzutragen, für die er sich bereits bloß! Nun hupt mal alle drauflos, was ihr könnt!" einen Abnehmer gesichert hatte. Um in das MagaSie hätten es mit Freuden getan. zin zu gelangen, ließ sich Kohn in eine Niste einDoch lieber nicht. Es war ganz schön so. Wenn schließen, die nebst zwei anderen leeren Kisten der es immer so wäre Samt für die Ohren wäre Speditionsfirma zur Einlagerung gegeben werden das. Aber soviel verlangt man ja gar nicht. Die sollten. Das war am 17. Juli, einem Samstag. Hälfte der Stille gestern und nur die Hälfte des Nun gestaltete sich bereits der Transport für den Krawalls an anderen Tagen das wäre schon in der Kiste verborgenen Kohn zu einer wahren auerhand gewonnen. Marter. Bei der damals herrschenden großen Hibe litt er großen Durst und mußte von seinem KomUnfallschronik am„ Tag der Ruhe". In der plicen, der den Transport leitete, mittels eines Königsstraße in Karolinenthal hielt gestern ein Auto- Gummischlauches, der durch ein in die Stifte gebohrbus auf das Zeichen eines Fußgängers, daß er ein- tes Loch gezogen wurde, getränkt werden. Außerneigen möchte; hiebei blieb er auf dem Straßenbahn- dem trug der Mann in der Kiste bei dem Transgeleise stehen, so daß ein Wagen der 19er- Linie port verschiedene Beulen und blaue Flecken davon. gegen seine Rückseite stieß. Die Karosserie des Auto- Endlich in dem Magazin angekommen, befreite er bus wurde start beschädigt, der Reflektor des Stra- sich aus dem unbequemen Behälter und begann, ßenbahnwagens zertrümmert. In der gleichen ausgerüstet mit trefflichem Einbrecherwerkzeug, sich Straße stieß turz nachher der Kraftwagen des B. über die Kisten herzumachen. Seine Arbeit war Volecký mit dem Wagen eines Gemüsehändlers zu zwar erfolgreich, erwies sich aber auf die Dauer als fammen, wobei die Achse des Fuhrwerkes und der allzuschwer. Außerdem mußte der Einbrecher zu seinem Schrecken wahrnehmen, daß keine MöglichKotflügel des Kraftwagens zertrümmert wurde. Ebenfalls in der gleichen Straße stieß kurz nachher feit bestand, aus dem wohlversperrten Magazin zu der schwere Lastkraftwagen des Chauffeurs. Bures entkommen. So gab er schließlich klein bei. Am mit einem Straßenbahnwagen der 15er Linie zusam- folgenden Tag, einem Sonntag, war er so von Hunger und Durst hergenommen, daß er selbst men, wobei beide Fahrzeuge beschädigt wurden. Ein ähnlicher Zusammenstoß erfolgte um 10 Uhr Alarm schlug und das herbeieilende Personal anvormittags zwischen dem Kraftwagen des J. Sumpf flehte, ihm etwas zu essen und zu trinken zu beaus Lieben und einem Straßenbahnwagen der Ger- schaffen. In Haft genommen, gestand er den Einbruchsplan ein, ebenso wie sein Komplice Franz Linie. Der Reflektor und ein Fenster des Straßen- Bán et. Das Geständnis erhielten die Angeklagbahnwagens wurden zertrümmert. ten auch vor dem Strafgericht aufrecht. welches im Sinne der Anklage Eugen Kohn im Hinblick auf In der Ste= seine Vorstrafen zu zwei Jahren schweren erters, Franz Pánek aber zu einem Jahr verurteilte. phansaajie stieß auf dem Wege zum Wenzelsplatz der vom Chauffeur Franz Biel aus Sele gelenkte Auto- Sinne bus..M" mit dem Personenauto des R. Dítě zu sammen. Beide Wagen wurden leicht beschädigt. Ein Straßenbahnwagen der 2er- Linie stieß gegen 9 Uhr in Dejwiß mit dem Lastauto des Beamten Anton Bondy zusammen, das er gegen einen anderen Wagen schleuderte, der seinerseits mit einem Postwagen in Karambolage geriet. Sämtliche vier Wagen wurden stark beschädigt, doch wurde in allen erwähnten Fällen niemand verletzt. Vorträge Die Reform des Völkerbundes Vortrag Professor Kelsens Die Stadt gegen eine Milch- Verteuerung. Der Stadtrat beschloß gestern, bei der Regierung vor= stellig zu werden, daß diese nicht die Bewilligung Im großen Saal des Einheitsverbandshauses zu einer Verteuerung der Milch in Prag gebe. Fremden- Werbeaktion der Stadt. In der gestri- in Prag sprach am Freitag auf Einladung der gen Sibung des Stadtrates wurde beschlossen, für Internationalen Kulturliga der Völkerrechtslehrer der die Propagierung des Fremdenverkehrs im Winter Deutschen Universität in Prag, Professor Hans Nel2000 farbige Blafate und 2000 Transparente her- fen, über:" Die Reform des Völkerbundes". Den auszugeben, die in Frankreich verwendet werden Abend leitete der Vorsitzende der Internationalen sollen. Anläßlich der Eishockey- Weltmeisterschaft im Kulturliga, Direktor Robert Weil, mit BegrüßungsFeber des kommenden Jahres werden 60.000 Flug worten ein. blätter in deutscher, französischer und englischer Sprache herausgegeben werden. Journalistik, die sich auf ,, Kunst" versteht. Die Wiener..Ne uereie Preise" brachte geitern reitag in der Morgen- Ausgabe folgendes e I e aram m" ihres Brager Korrespondenten: Prag, 18. Navember. Die Feitaufführung des ..Evangelimann" von Wilhelm Kienzl im Neuen Deutschen Theater in Brag gestaltete sich zu einem großen Erfolg des Meisters. Kienal wurde stürmisch be iu belt. Am Nachmittag vorher hatte der öfterreichische Gesandte Dr. Maret und Frau einen musikalischen Tee gegeben, zu dem sich Frau Hanna Beneš, die Gattin des Präsidenten der Republik, Kardinal- Erzbischof von Prag Dr. Kaspar sowie Samstag, 20. November 1937. Nr. 273 Winterhilfe der Arbeiterfürsorge Sonntag, den 21. November, sendet der Bezirksverein Arbeiterfürsorge" in der Zeit von 9 bis 13 Uhr seine Helfer nach Prag VII, VIII und XIX. Gesammelt werden: Geld, Kleider, Wäsche und Schuhe. Gebt schnell und reichlich. * Unsere Helfer, welche die vom Zentrum entfernt liegenden Häuserblocks zu besuchen haben, werden aufmerksam gemacht, daß am Sonntag, den 21. ds., 9 Uhr früh in der Stuherského Nr. 14, das Auto wartet, das sie begleitet. Der Film Farbensymphonie 1938. Die Hersteller in Hols Thwood haben den Film„ Die Mode bon 1938" ges nannt. Wenn sie die Kleidermode damit gemeint has ben, mögen sich die Modefachleute und ihre Patien tinnen damit auseinandersetzen. Haben sie aber die Film- Mode gemeint, dann muß man dem Wunsche Ausdruck geben, die Pläne dieser Leute zu vereiteln, die das kommende Jahr mit titschigem Kunterbunt von der Art dieses Films überschwemmen wollen Die Erfindung des farbigen Films, auf die stolz zu sein angesichts der bisher erreichten Wirkung noch fein Grund besteht, ist hier zum Selbzweck gewor den. Alles, was farbig ist, wurde zum Filmstoff ge macht, und je äußerlicher und bunter es war, um io lieber. Ein halbes Dußend Modeschauen, Revueizes nen, ein Kostümfest, ein entsprechend ausgestattetes Nachtlokal und eine Szene auf der Rennbahn werden als regenbogenfarbiger Bilderbogen gezeigt, auf dem ein paar Varieté- Attraktionen das beste, die Liebes geschichten eines Modehaus- Besizers und eines Mannequins( das ein Millionär heiraten wollte) das Dümmste sind. Der Regisseur Irving Cum mings hat nach Möglichkeit für Bewegung und Kostüme gesorgt, die Hauptdarsteller aber, Warner Barter und Joan Bennett, hatten sichtlich ter ihrer geschminkten Eleganz zu leiden. aus der Partei uns -etsDie Versammlung mit dem Referat des Genoffen Taub, die am 26. d. M., stattfinden sollte, muß mit Rücksicht auf das noch immer geltende Ver sammlungsverbot auf einen späteren Zeitpunkt berichoben werden. Obmänner- Konferenz. Dienstag, den 23. November im Parteiheim B Zum Roten Klubabend der SJ, der am 21. d. M., um 19.30 Uhr im fleinen Saal des Café Börse" stattfindet, sind auch alle Parteigenoffen und Genossinnen herzlichst eingeladen. mit dem päpstlichen Nuntius an der Spise fait das Die erste Dampfmolkerei und Käserei gesamte diplomatische Korps eingefunden hatte. Fräulein Henders vom Neuen Deutschen Theater in Prag sang, von Kienzl begleitet. Arien aus dem ..Ruhreigen", Richard Glas spielte auf dem Kla vier Werke österreichischer Komponisten. = M " in Gratzen, Böhmerwald empfiehlt ihre erstklass. Erzeugnisse Beachten Sie die Schutzmarke! " Lu Metro: お 1 " Svě fi VeleWas hier der Prager Korrespondent seinem Blatte am Donnersta a telegraphierte", damit alles, einschließlich des stürmischen Jubels, eben Wretag Filme in Prager Lichtspielhäusern früh gelesen werden konnte, hat sich bekanntlich erst Urania- Kino:„ San Francisco". Gable.( Deut Freitag nachmittags und abends in Prag abgespielt. - Adria:„ Der Millionär". Jean Man sollte ernstlich nach Möglichkeiten fuchen, iche Premiere!) solchen Dienern der Journaille das Handwerk zu Arthur, Ray Milland.( A.) Alfa:„ Die Jung gesellin".( Fr.) Apollo:„ Romanze".( D.) Tegen! Avion:„ Der gelbe Teufel". V. Infischinow.( A.) Magim Kopfs Sonderausstellung im Kunst- Bajkal:" Jungfernschaft". 2. Baarová, Mandlová verein für Böhmen( Prag II., Pštrossova 12) ist( Tich.) Beránek:„ Der Engel". Marlene Diets morgen Sonntag, den letzten Tag geöffnet. Nächste rich, Marshall.( A.)- Fénig:„ Broadway- Melodic Woche Donnerstag, den 25. November, eröffnet die 1938". Taylor, Powell.( A.) Flora: Der En Prager Sezession ihre neunte Herbst- gel".( A.) Hollywood:„ Liebeslaunen".( D.) Ausstellung, die heuer besonders reich beschickt ist. Hvězda:„ Charlie Chan auf dem Broadway".( A.) Arbeitervorstellung„ Die Entführung aus dem Julis:„ Romanze".( D.) Kinema d. V. B.: Serail", Oper von Mozart, zu den Festspielen mit„ Die Welt in Waffen". Journ. Koruna, Aft. glänzendem Erfolg neu einstudiert, am Sonntag. Th.: Journale, Groteske, Rep. Kotva:„ Der En gel". Dietrich.„ Leise flehen meine Lieder". den 21. November, um halb 3 Uhr nachmittags. Wochenspielplan des Neuen Deutschen Theaters. cerna: Broadway- Melodie 1938".( A.) „ Liebeslaunen".( D.) Samstag halb 8: Madame Pompadour, C 2, neuBaffage: Farben- Sym Sonntag halb 3 Uhr: Die Ent phonie 1938".( A.) inszeniert. Praha:„ Der gelbe Teufel". Radio:„ Versprich mir nichts". Ullrich.( 2.) führung aus dem Serail, Arbei-(.) Prof. Kelsen ging von der Feststellung aus, dak ter borstellung, halb 8: Frauen in New Staut:„ Jungfernschaft". Baarová.( Tsch.) Montag halb 8: Hansens Königreich, tozor: Farben- Symphonie 1938".( A.) York, A. 2. der Völkerbund- trob dem im Völkerbundjekretariat Theatergemeinde der Jugend( grüne Starten) und trhy:" Darf ich bitten?". G. Rogers, Astaire.( A.) Diens in Genf herrschenden lebhaften Betriebe tot fei. freier Verkauf, Abonnement aufgehoben. Alma:„ Darf ich bitten?". G. Rogers, Astaire. Mittwoch( A.) Belvedere:„ Der Engel".( A.) Beseda: Tot nicht etwa darum, weil er in dem einen oder tag halb 8: Madame Pompadour, A 1. Donnerstag 8: Die„ Sündige Liebe". Nach Flaubert. Pola Negri.( D.) anderen Falle versagt, sondern weil er sich in den halb 8: Arabella, B 2. Carlton:„ Die gute Erde". Paul Muni, wichtigsten politischen Situationen als unfähig er- Weber, Festvorstellung anläßlich des 57. GeburtsFreitag Luisa Rainer.( A.) Illusion:„ Der Engel". M. wiesen habe, seinen Zweck zu erfüllen. Es sei heute tages von Gerhart Hauptmann, E1. - Samstag halb 8: Dietrich.( A.) - Lido II:„ Jungfernschaft".( Tich.) nur noch eine Illusion, zu glauben, daß es einen halb 8: Hansens Königreich, D. Völkerbund gibt. Sie sei nicht zuletzt die Ursache der Madame Pompadour, B 1. Sonntag halb 3: Louvre:„ Der Engel".( A.) Maceška:„ Darf ich Mißerfolge, die die Politik der westlichen Demokra- Arel an der Himmelstür, 7: Lohengrin,& 1. bitten?".( A.) Olympic:„ Sündige Liebe".( D.) tien erlitten habe. Perštýn:„ Der Feind der Unterwelt." Boris Die Ursache des Zusammenbruchs des Völkerbundes sei der Widerspruch zwischen dem Gedanken, Tatra- Weinberge:" Jungfernschaft".( Tich.) den er verkörpern sollte, und der Wirklichkeit. Statt eines wirklichen Friedens- Weltbundes sei der Völferbund als eine Versicherungsgesellschaft der Siegerstaaten ins Leben getreten. Aber auch diesen Charakter habe der Völkerbund in dem Augenblick verlieren müssen, da Japan und Italien sich nicht mehr daran beteiligen wollten, einen bestimmten Gebietszustand der Völkerbundstaaten durch den Völkerbund zu verbürgen. Als einen der schiersten Fehler in der Konstruktion des Völkerbundes bezeich= nete Prof. Kelsen die Starrheit der durch ihn verförperten Rechtsordnung und die geringe Möglichkeit, diese zu ändern. Sehr schlimm sei die Wirkung des im Völkerbund bestehenden Erfordernisses der Freiwilliger Beitrag." Einstimmigkeit und der Zustimmung des interessier- Volksfinggemeinde. Die Gesangsprobe findet ten Staates. Nicht minder verhängnisvoll seien das wie üblich am Dienstag statt. Bezugsbedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Vost monatlich Kč 16.-, vierteljährlich Kč 48.-, halbjährig Kč 96.- ganzjährig K 192.-. Die Zeitungsfrantatur wurde von der Posts und Tele Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß.- Nücstellung son Manuskripten estelat nur bei Einsendung der Retourmarken. graphendirektion mit Erlaß Nr. 13.800/ VII/ 1930 bewilligt.( Stoutrellpostamt Braha 25. Druderei:„ Orbis". Drud, Verlags- und Beitungs-.- G. Prag. Spiel mit Revolvern. Gestern nachmittags unterfuchten drei Schüler der Fortbildungsschule in der Bethlehemsgasse einen Browningrevolver, den ein Schüler mitgebracht hatte. Siebei ging ein Schuß los und durchbohrte den Schenkel eines der Jungen. Die Rettungsgesellschaft brachte den Verletzten auf die Klinik Jirásek. Habt Ihr schon einmal die Spießer unter der Lupe gesehen? Ihr begegnet Ihnen täglich und habt Euch an ihren Anblick gewöhnt. Wir wollen sie daher einer wissenschaftlichen, vor allem aber uffigen Untersuchung unterziehen. Kommt daher alle am Sonntag, den 21. November, um halb 8 Uhr zum Roten Klubabend der Sozialistischen Jugend in den Souterrainfaal der Produktenbörse- Havličekplak. Anschließend Tanz. -Wochenspielplan der Kleinen Bühne. Samstag Sonntag 3: Die Reise, Karloff.( A.) Rory:" Jungefernschaft".( Tich.) 8 Uhr: Parkstraße 13. 8: Georg und Margaret. Montag 8: Rausch, It Vejvodů:„ Zirkus". L. Orlova, G. Stolarow.( R.) Dienstag 8: Valdek:" Donaunacht".( D.) Mittwoch 8: Acht Ruder Georg und Margaret. Bankbeamte 1 und freier Verkauf. im Taft, Bankbeamte 2 und freier Verkauf, Donnerstag halb 8: Hilde und das Lotteriespiel, Freitag 8: Weibsteufel, Theatergemeinde des Kulturverbandes und freier Verkauf. Samstag 8: Sonntag 3: Glüd, 8: George und Margaret. Parkstraße 13. Vereinsnachrichten -VO Josef Hofbauer: Dorf in Scherben It 81 fi te fu au fic 3 toi fa üb ba A alt mi he un gri tig for we St ba Ar Inserate werden laut im Preis tart. Kč 32.-, geb. Kč 38.-. Zu bezieher durch die Zentralstelle für das Bildungswesen in Prag XII, Slefta 13/ V.