Sozialdemokrat Sentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Einzelpreis 70 Heller 6 Redaktion und Verwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Verantwortlicher Redakteur: Karl Rern, Prag 17. Jahrgang Dienstag, 23. November 1937 Weit gebracht, Herr Geßner! Gesprächsthema: " Das ist der„, überparteiliche" Kulturverband... Der Volksdienst" ,,, Halbmonatsschrift des Deutschen Kulturverbandes", bringt in seiner Ausgabe vom 15. November auf Seite 10 einen ausführlichen Beitrag von Adolf Hitler. " Tschechoslowakei und Oesterreich Morgen Bericht über die Halifax- Reise " Aus dem Inhalt: Der gute Patriot Bruno Köhler Aktivistische Arbeitstagung in Karlsbad Grenzler- Attacken gegen den 18. Feber Neuer Ozeanflug Nr. 275 Mageres Ergebnis Sonntag Abend hat der Lordpräsident des englischen Staatsrates Halifax Deutschland nach fünftägigem Aufenthalt verlassen. In dieser Zeit Hat der Lord Verhandlungen mit Hitler, Göring und Neurath gepflogen, denen man sowohl in London.( Eigenbericht.) Auf eine An-| Desterreich und die Deutschen in der Tschechoslo- England als auch in Deutschland mit großem Er handelt ,, Vom Wert der Kulturleistung" und frage des Oppositionsführers Major Attlee wakei Gegenstand der Unterredung Halifax- it- Interesse entgegensah. Diejenigen, welche von den ſtellt ein fast spaltengroßes Zitat aus der Rede teilte Chamberlain am Montag im Unter- ler waren. Die Grundlage ſei: das weltpolitische Verhandlungen große Ueberraschungen und bedeuts Hitlers„ über Deutsche Kultur" auf dem Reichs- haus mit, daß er am Mittwoch über die Ergeb- Dreiec Berlin- Rom- Tokio einerseits und Eng- same Ergebnisse erwartet haben, sind jedoch entparteitag ber NSDAP im Jahre 1937 dar. Der niffe der Reiſe des Lord Halifax Bericht erstat lands Beziehungen zu seinen westlichen Freun täuscht worden ebenso wie diejenigen, welche von Schlußabsatz dieser Führerbotschaft ist für die ten werde. Halifax hat Montag abends Eden be- den andererseits werden akzeptiert. Bemerkens jeder Begegnung zweier Staatsmänner Sensa Sudetendeutschen ungeheuer trostreich: richtet und wird Dienstag vom Ministerpräsiden- wert ist, daß der englische Nachrichtendienst des tionen erwarten und dabei an die Entwidlungs„ Wenn aber ein Wirtschaftler von„ Natio- ten empfangen. Der für Mittwoch einberufenen Radio Rom Montag erklärte: Halifag werde fräfte in der Geschichte und die Lebensinteressen nalvermögen" redet, dann mag man sich dessen Kabinettsitzung wird besondere Bedeutung zu sich davon überzeugt haben, wie gering die der Völker nur allzu leicht vergessen. bewußt sein, daß dieses Nationalvermögen, ab- kommen. Die Einladung Neuraths nach London Wahrscheinlichkeit für einen Konflikt zwischen Auf dem europäischen Kontinent wird viels Deutschland und seinen Freunden einerseits und gesehen von der an sich vorhandenen Leistungs- fcheint zweitrangig geworden zu sein. Die Reise des Lord Halifax wird von der England und seinen westlichen Freunden anderer- fach an der englischen Politik Kritik geübt. Dies jenigen, die es tun und Gestaltungskraft eines Boltes, zusammenund oft mit Recht tun gerechnet zu 95 v. H. in seinen kulturellen Leistun- Presse ausführlich kommentiert. So schreibt der feits ist. Der Manchester Guardian" veröffentlich müssen sich dessen bewußt bleiben, daß die eng gen und noch nicht einmal zu 5 v. H. in seinen Populaire" u. a.: Reisen wie die des Lord sogenannten rein materiellen Werten liegt. Halifar haben den Nachteil, daß fie Leute guten einen Artikel über die bevorstehende Reise Göz lishen Staatsmänner weder Dummköpfe find, Glaubens, die schlecht informiert sind, irrefüh rings nach Desterreich. Der Zwed sei die Beschaf- noch daß sie nur aus Sympathie für andere Adolf Hitler." das muß man endlich zur Kenntnis nehmen Gesperrte Fabriken, verlorene Märkte und ren und sie glauben machen, daß der Friede auch fung einer Uebersicht über die österreichische Si Mächte heraus handeln. Die Engländer machen englische Politit. Ihr Hauptbestreben ist es, Arbeitspläge mögen fürder dem Hochgefühl mit anderen Mitteln als dem der Wiederherstel- tuation, mit der sich Berlin in den letzten Wochen. keinen Vorwurf trag mehr tun. Kulturelle Leistungen, von der fönnte, auf welche die demokratischen Parteien hoffe in Berlin, in Desterreich durch langsames machen, den Frieden zu erhalten, wobei sie ges unserer Hitler- und Henleinverehrer keinen Ein- lung der kollektiven Sicherheit gewahrt werden besonders aufmerksam beschäftigt habe. Man Frankreichs und Englands auch weiterhin ihre Vordringen die Führung zu erringen, während machen, den Frieden zu erhalten, wobei sie geArt dieses Voltsdienst"-Artikels etwa, wiegen Soffnungen setzen. Bertinar schreibt im eine Aftion gegen die Tschechoslowakei nicht nur wife Opfer selbst ihres Prestiges bringen. Engalle Tagessorgen zu 95 Prozent auf. Wenn der Echo de Paris", daß Hitler diesmal das auf den Widerstand der ausgezeichnet organister- land befindet sich, solange seine Rüstungen nicht Kulturverband nächstens sammeln geht, erwartet Spiel vielleicht ein wenig geschickter geführt habe ten und gutausgerüsteten tschechoslowakischen halbwegs auf der Höhe derjenigen der anderen er wohl selbst nicht mehr, durch schnöde ,, mate- als sonst, insofern, als er vermied, das ganze Armee stoßen, sondern auch eine allgemeine euro es will aus dieser Enge, die für das Imperium europäischen Mächte stehen, in einem Engpaß und rielle Werte" für seine Leistungen entschädigt zu Programm Deutschlands zu enthüllen. Hitler päische Krise hervorrufen würde. Frankreich Hitler päische Krise hervorrufen würde. Frankreich eine gefährliche Stelle bildet, herauskommen. terben. Die Hauptleitung wird wahrscheinlich habe vermutlich darauf verzichtet, seine Theorie würde sofort einschreiten und solch einen Konflikt England sucht also möglichst alle Gegensäße überglücklich sein, wenn genügend Hitler- Bitate der zweiseitigen Verträge zu entwickeln und sich wage Deutschland nicht auf sich zu nehmen. Eng- England sucht also möglichst alle Gegenfäße friedlich zu überwinden solange es geht. in die Sammelbüchsen geworfen werden. mit bescheideneren Anzahlungen begnügt: einem land werde in Deutschland noch immer als Das leistet sich eine angeblich überparteiliche 1e bi fait in Defterreich und grö schwach angesehen. Die englische Luftflotte fei Organisation, die bisher mit keinem Wort ver- Beren Zugeständnissen an enlein, wobei die nach deutscher Ansicht in ihrer Entwicklung noch lauten ließ, daß sie auf Beiträge antifaschistischer folonialen Ansprüche nur als Druckmittel in den weit zurüd, außerdem sei England gleichzeitig im Boltsgenossen verzichtet. Vordergrund gerückt worden seien. Der Mittelmeer, fowie im Nahen und im Fernen Danziger Vorposten" schreibt, daß Osten bedroht. Das geschieht unter persönlicher Verantwortung des Verbands- Vorsitzenden Professor Geßner, der sich lange genug als ,, Retter" bes Kulturverbandes vor parteipolitischem Mißbrauch aufgespielt hat. Unaufhaltsamer Vormarsch der Japaner Tagung der österreichischen Sozialisten -O Ein zweites Bestreben, das in der englischen Außenpolitit sichtbar wird, ist das Bemühen Englands, seine Gegner auseinander zu manövrieren. Der Hauptgegner des britischen Imperiums ist Italien und die Engländer, die über ein gutes Gedächtnis verfügen, haben Abessinien nicht ver geffen. Sie sehen die italienische Gefahr ebenso an der ägyptischen Grenze wie im Mittelmeer, sie sehen Italiens Hand in Palästina und Aras bien. England will also ein solches Verhältnis zu ( J. J.) Die Revolutionären Sozialisten Sozialisten für die Wiederherstellung der politis Deutschland schaffen, daß das Dritte Reich nicht Die Geßner und Heger werden noch einmal Rechenschaft dafür abzulegen haben, daß unter ihrer Duldung und Mitwirkung faschistischer Desterreichs, die illegalen Nachfolger der Sozial- schen Einheit der österreichischen Arbeiterklasse vollkommen an die Seite Italiens gedrängt wird. Parteigeist in den Kulturverband hineingetragen demokratischen Partei, haben im Monat Oftober fämpfen. Der Verwirklichung dieses Zieles hat Es ist auch bezeichnend, daß der Angriffsgeist tourde, der eine bürgerliche Gründung war und in Desterreich eine geheime Konferenz abgehal- jedoch die sogenannte Einheitspolitik der Kom- Mussolinis in der letzten Zeit nachgelassen hat. ber eine überparteiliche kulturelle Voltsorgani- ten. Es war die dritte illegale Konferenz seit dem munisten schwere Hindernisse bereitet, da die Kom- Der Grund dafür ist in der argen wirtschaftlichen Wiederaufbau der Bewegung nach den blutigen munisten die Einheit unter kommunistischer und finanziellen Bedrängnis Italiens zu erbliksation hätte werden können. Febertagen 1934. Die erste große Tagung war Führung" anstrebten. Nach dem Fehlschlag dieses len. Der Feldzug in Abessinien hat viel Geld die Wiener Konferenz im Herbst 1934; fie voll- fommunistischen Versuches tam es nach langen gekostet, ebenso die Intervention in Spanien, der zog die Sammlung und Reorganisation der so- Verhandlungen im März 1936 zum Abschluß Steuerdruck ist unerhört, das Land kann aus den zialistischen Kräfte, die entschlossen waren, nach eines ,, Uebereinkommens" zwischen den beiden augenblicklichen Schwierigkeiten nur durch eine der Unterdrückung der österreichischen Arbeiter Parteien. Dieses Uebereinkommen ist jedoch, wie Anleihe herauskommen und die ist nur in London bewegung den Kampf illegal weiterzuführen, und die Konferenz feststellt, von den Kommunisten oder New York zu haben. Aber England und Tokio. Nach einem japanischen Kommu- beschloß eine Prinzipienerklärung, die in großen gebrochen worden. Seit den Moskauer Prozessen Amerita arbeiten auf wirtschaftlichem und politi niqué sind die Japaner in die auf halben Wege Zügen den Weg der neuen Partei vorzeichnete. hat die K. P. Fragen der Aktionsgemeinschaft schem Gebiet immer mehr zusammen und halten zwischen Schanghai und Nanking 40 Kilometer hr folgte die Reichskonferenz zu Neujahr überdies abhängig gemacht von der Stellung der den italienischen Anleihewünschen gegenüber beide nordwestlich von Sutschau gelegene Stadt 1934/35, die die Grundsäße der neuen Partei R. S. zu den Vorgängen in der Sowjetunion und Taschen zu. Deswegen die Flötentöne des„ MesHusi h eingezogen. Die japanischen Flugzeuge bestätigte und darüber hinaus auch die tagespoli den Kämpfen innerhalb der Kommunistischen saggero", daß Italien nicht die Bildung von zwei bombardieren unablässig die chinesischen Trup- tischen Aufgaben der Partei in der Illegalität Internationale. Lagern in Europa anstrebt, sondern gemeinsam ben, die in Unordnung in der Richtung auf zum ersten Male zusammenfassend darstellte. Nun| In einem weiteren Beschluß beschäftigte sich mit allen Mächten den Weg zum Frieden suchen Tschatschen fliehen. bat die Oktober- Konferenz der Revolutionären die Konferenz mit der Stellung der Partei zu will. Selbst die Angriffe der italienischen Bresse Die japanischen Truppen setzen den Marsch Sozialisten neuerdings durch eine Reihe von Be- den illegalen Freien Gewerkschaf auf Frankreich haben in der letzten Zeit aufgehört. Deutschland hat es sich bei den Verhandlun auf Nanting einerseits entlang der Eisenbahnschlüssen die Arbeit der Partei auf sichere Grund- ten. Sie fonstatierte mit Genugtuung die lleberlinie Schanghai- Nanfing, andererseits längs lagen gestellt. einstimmung der Taktik, die zwischen der Partei gen mit Halifax vor allem um die Kolonialfrage Die Konferenz wandte sich zunächst in einem und den illegalen Freien Gewerkschaften in den gehandelt. In den letzten Monaten wurde in des Südufers des Tajhu- Sees fort, wobei sie die Aufruf an die österreichischen Arbeiter. Darin wichtigsten Fragen des aktuellen politischen Deutschland eine eifrige Propaganda für die japanische Abteilung hat die Stadt Kaschin im wird die weltpolitische Situation gekennzeichnet, Kampfes besteht und erklärte es als die Pflicht Rückgabe der im Versailler Frieden verloren ge= Norden der Provinz Tſchekijan, 80 Kilometer die durch die Provokationen und Ueberfälle des aller Parteifunktionäre, die Gewerkschaftsarbeit gangenen deutschen Kolonien insbesondere in füdwestlich von Schanghai, besetzt. in brüderlicher Solidarität politisch und organi- Afrita betrieben. Die diesbezüglichen Erörterun In einem Beschluß über die Taktik der satorisch zu unterstützen. starken Verteidigungsgürtels in etwa 20 Rilo- Partei wendet sich die Konferenz gegen die meter Entfernung um Nanking herum begonnen. Illusionen der Kommunisten, die unter der Pas Das Personal der britischen Botschaft ver- role der Boltsfront" oder auch der„, demokratiDie Chinesen haben mit dem Bau eines internationalen Faschismus entstanden ist. fon bereits Montag Nanking und geht nach San- fen Reichten, non angebote an alle mög- Russenflugzeuge in Nanking, mit Ausnahme der deutschen Bot- Gruppen des reaktionären Lagers richten. Sie| schaft, verläßt die Stadt. Neue Waffenfunde in Frankreich bergineigte Netz der geheimen Verschwörerbewes Paris. Die Feststellungen über das weitgung schreiten langsam vorwärts. Auf Grund der 3ugegangenen Angaben führt die Polizei ihr hauptsächlich in der Bretagne und in der Normandie zahlreiche Hausdurchsuchungen durch. Die Polizei verhaftete den etwa 60jährigen| Meuse, den sie als einen der Hauptführer der Großindustriellen Ing. de Moreau de la wendet sich ferner gegen alle Illusionen über die Möglichkeit eines Kurswechsels, einer Bündnis bereitschaft oder einer ernsthaften sogenannten Versöhnungspolitik des Regimes gegenüber der Arbeiterschaft und erklärt: für Nanking? gen, welche mit dem englischen Staatsmann gepflogen wurden, scheinen fein bemerkenswertes Ergebnis gezeitigt zu haben. In England besteht feine Neigung Kolonialgebiete aufzugeben, die unter britischer Verwaltung stehen, das englische Angebot soll vielmehr darin bestehen, Deutschland den Bezug von Rohstoffen durch Kreditgewährung Schanghai.( Reuter.) Wie vertrauenswür- möglich zu machen. Deutschland ist sich der dige Beobachter aus Nanking berichten, erschienen Schwierigkeiten der Rückgabe der Kolonien wohl Montag nachmittags bei den Flugduellen über bewußt. Die Rede, welche Hitler Sonntag in Nanking zum erstenmal So wictflug: Augsburg gehalten hat und in der er die Erwvers zeuge. Die Beobachter erklären, daß das chine- bung der Kolonien erst in sechs Jahren in AusDie Partei kämpft für die politischen Frei- fische Flugzeug, welches ein japanisches Bombar- sicht gestellt hat, deutet darauf hin, daß man sich heitsrechte und betrachtet als das unmittelbare dierungsflugzeug zum Absturz brachte, einem un- in Deutschland einen unmittelbaren Erfolg in den Ziel dieses Kampfes die Wiederherstellung ber gewöhnlich raschen Typ angehörte und daß das Verhandlungen mit England nicht verspricht. Organisationsfreiheit für die Arbeiterbewegung. chinesische Flugwesen derartige Typs bisher nicht Diese Auffassung wird auch gestützt durch Diesen Kampf verbindet die Bartei mit ihrem benützt hat. Es verlautet aus vertrauensivürdi- die Stimmen der Presse des Dritten Reiches nach Kampf für die wirtschaftlichen und sozialen Forger Quelle, daß die chinesische Regierung eine dem Abschluß der Verhandlungen mit Lord Halis derungen der Maffen." große Zahl von Flugzeugen in der Sowjetunion far. So erklärt selbst der„ Bölkische Beobachter", Eine ausführliche Auseinandersetzung wid angekauft hat und daß diese Sendung von Flugman dürfe an die Reise des englischen Lords aufgedeckten Verschwörerbewegung ansieht. In mete die Konferenz der Aktionsgemeinzeugen nach Urumtschi in Sintijen dirigiert keineswegs irgend welche ungeftgemäße Hoffseinem Schlosse in Villemomble wurden zahl- shaft mit der Kommunistischen wurde, wo chinesische Piloten vor: Sowjetinstruks nungen fnüpfen" und während es in der vergans reiche Waffen und Munition gefunden. Seite 2 Dienstag, 23. November 1937 eine Einladung an Neurath mitgebracht habe und tien und aller derjenigen, die den Frieden erhaldaß der deutsche Außenminister schon in der nächten wollen und dazu gehören die vier Weltften Zeit London besuchen werde, wird nun ge- mächte, die Vereinigten Staaten, das britische fagt, daß für eine derartige Reise Neuraths Imperium, Frankreich mit seinen Kolonien und keine dringende Notwendigkeit" bestehe. die Sowjet- Union ist so groß, daß man den Die sogenannten dynamischen Staaten lie- faschistischen Staaten mit Ruhe und Festigkeit ben es, in der Außenpolitik mit Bluffs zu arbei- gegenübertreten kann. Italien ist in einer schwieten, ihre diplomatischen Aktionen stehen vielfach rigen wirtschaftlichen Lage, Deutschland kann die im Zeichen ihrer Propaganda. Bei aller Ein- für einen längeren Krieg notwendigen Rohstoffe schäzung des Ernstes der Lage, bei aller Notwen- nicht beschaffen und für Japan bedeutet der Krieg digkeit, den Abwehrkampf gegen die dynamischen in China einen Aderlaß. Mussolini, Hitler und Staaten energisch und offensiv zu führen, erweist der Mikado wissen, daß, wenn sie einen neuen man den faschistischen Staaten nur einen Gefal- Weltbrand hervorrufen, es dann auch um ihre Yen, wenn man auf ihre Bluffs hineinfällt. Die eigene Haut geht und daß ihre Macht einen zweiwirtschaftliche und politische Macht der Demofra- ten Weltkrieg nicht überstehen würde. Der gute Patriot Bruno Köhler Ein berufener Lehrmeister der Sozialdemokratie wegs von den ungarischen Revisionisten infpiriert worden sein. Der Außenpolitiker der KPC duldet einfach nicht, daß irgendjemand dem Konzept der Komintern nach Sowjetisierung Europas borgreife. Die Vorbereitung dieses Idealzustandes möge man ruhig dem Faschismus und der Tscheta überlassen... Es wird nach diesen wenigen Klarstellungen " Eine Richtigstellung Nr. 275 zialdemokratischen Arbeitermassen erklären, daß oben zitierten schwachen Andeutungen reduziert die Einheitsfront, die auch sie wollen nur gegen wurde. die sozialdemokratische Partei und über die Köpfe ihrer Führer hinweg möglich ist. Sie müssen diesen Arbeitermassen Klar sagen, daß sie sich durch In diesem Zusammenhang scheint uns noch ihre Führer an der Herstellung der Einheitsfront eine weitere Richtigstellung nötig. In mehreren nicht mehr hindern lassen dürfen und daß sie mit Blättern finden wir über die Rede, die Genosse ihnen und ihrer Partei brechen müssen, wenn sie Jatsch zum Schulfapitel hielt, lediglich den Passus, sich nicht mitschuldig machen wollen an dem Ver- er habe erklärt, er müsse objektiv anerkennen, daß brechen, das die Führer begehen, indem sie die im Kulturbudget die Proportionalität verwirklicht Arbeiterklasse spalten, fie der Ausplünderung und worden sei". In Wirklichkeit hat Jaksch, wie wir in dem Faschismus ausliefern und in einen unserer Sonntagausgabe berichteten, diese Feststel neuen imperialistischen Krieg lung durch die Worte ,, a uf vielen Gebieten" zur Verteidigung ihrer Bour- ausdrücklich eingeschränkt und noch hinzugefügt: geoisie hineintreiben." dan ,, Im so berechtigter scheint das Begehren, daß auch in den restlichen strittigen Zweigen der Grundsatz der Proportionalität ebenfalls zur Geltung komme." Unsere Leser werden nun genug haben und den tschechoslowakischen Patriotismus des Herrn Köhler und die gegen Jatsch gerichteten Vorwürfe gebührend zu würdigen wissen. Wenn Herr Köhler fünftighin wieder als Außenpolitiker auftreten wird, sollte er mit einem Hohngelächter empfangen werden. * Durch die Auslassung dieser Zusäße entsteht ebenfalls ein falsches Bild, das wir nicht unberichtigt lassen möchten. Sie müssen Der kommunistische Abgeordnete Bruno Köhler hat wieder eine Periode der ,, AbweiEine bezeichnende Korrektur. Die Unterstel chungen" glücklich hinter sich. Es ist noch nicht lungen des Herrn Köhler scheinen sogar den Re halt drauflosreden... so lange her, daß er sich den deutschen Sozialdakteuren der Roten Fahne" zu toll vorgekomDr. Rosche entschuldigt seine Klubkollegen demokraten und auch den anderen aktivistischen men zu sein. Das Blatt schwächte in der sonntäParteien etwas zudringlich anbiederte. Inzwi gigen Wiedergabe der Rede den entscheidenden Im Budgetausschuß, der am Montag die schen scheint eine Korrespondenzkarte aus MosGap: Jalsch ist auch für diese Revision"( der Kapitel Landwirtschaft, Handel und öffentliche tau eingetroffen zu sein, die zur Abwechslung mal den ,, schärfsten Kampf" gegen deutsche So faschistischen Mächte; die Red.) wie folgt ab: Arbeiten in Beratung 30g, reagierte Dr. Ro sche zialdemokraten und Aktivisten dekretiert. Ohne am besten sein, jezt Herrn Köhler selbst das Wort Jatsch ist auch für ein solches Neuordnen." So von der SdP, dem kürzlich der Ministerpräsident wurde, entgegen dem klaren ursprünglichen die innere Bewegung" bei der Zurückweisung Zögern stürzte sich hierauf Köhler ins Gedränge. zu überlassen, damit die aufhorchende Welt die Wortlaut, die Berleumdung wenigstens in eine des Borivurfes der Irredenta ausdrücklich atte Fest vertrauend darauf, daß niemand das, was innen- und außenpolitische Konzeption eines un- Form gekleidet, die politisch und juristisch nicht stiert hatte, auf Hodžas Schlußwort. er früher sagte und schrieb, beachtet hat, spielt gewöhnlich wachsamen tschechoslowakischen Pa- so handgreiflich ist. Saubere Methoden sind das! Köhler nunmehr den tschechoslowakischen Patrio- trioten erfährt. Man höre und staune also, was ten und den berufenen Hüter sozialdemokratischer Herr Bruno Köhler in der Zeitschrift ,, KommuGrundsätze. In dieser interessanten Rolle hat sich nistische Internationale", Heft 7, vom 15. Mai besagter Bruno Köhler Freitag im Außenaus- 1933 in dem Artikel: Der Kampf um die Einschuß eine Verdrehung geleistet, deren summa- heitsfront in der Tschechoslowakei" schrieb: rische Charakterisierung leider aus preßgesetz,, Der tschechische Verbündete des französischen lichen Gründen nicht möglich ist. Herr Köhler rig aus dem England- Artikel des Genossen Jaksch den einzigen Sak heraus ,, Europa muß neu geordnet werden" und knüpfte daran folgende nette Denunziation: " " In dem bekannten treuherzigen Bieder mannston bat Rosche, man solle doch nicht, wie dies Dr. Hodža getan habe, aus den Reden der Minister Franke SdP nur den unfreundlichen Ton heraushören. Sie müßten halt als Oppositionspartei oft und der Seelenfang Seelenfang eine scharfe und starke Sprache sprechen, damit Imperialismus rasselt immer mehr mit dem Im Budgetausschuß bezeichnete Minister man sie höre. Wenn man der Sdp Illoyalität Säbel. Die tschechische Bourgooisie legt in der Dr. Franke in seinem Schlußwort die Ent= borwerfe, so stelle er die Frage: Müßten sie Verteidigung des Status quo" österreicherung bis in die kleinsten früher loyal sein, um zu dem Völkerfrieden in in Mitteleuropa, in der Verteidigung Dinge, die wir aus dem alten Desterreich noch diesem Staate zu gelangen, oder müßten ſie des Versailler Raubfriedens. unbewußt oder traditionell beibehalten haben, erst nach her loyal sein... systems mehr Eifer an den Tag als der Herr, als erforderlich. Diese Entösterreicherung sei nicht Agrarische Wünsche. Wie Landwirtschaftss als Frankreich selbst. Die unter hervorragender beendet, solange wir ständig an das alte DesterInitiative und auf Bemühung des tschechischen reich und seine Methoden erinnern. An die minister Dr. 3 adina im Budgetausschuß mits Außenministers Dr. Beneš erst kürzlich zu einer Adresse der SdP- Redner, die Vergleiche mit dem teilte, ist ein Gefeßentwurf über die Interessens europäischen Großmacht" sufammen- alten Oesterreich gezogen hatten, war offenbar organisation der Landwirtschaft in Vorbereitung gefchloffene Kleine Entente" tritt, mit der tiche die Bemerkung Dr. Frankes gemünzt, daß nie- wonach landwirtschaftliche Genossenschaften für chischen Bourgeoisie an der Spitze, aus jedem An- mand das alte Oesterreich härter verurteilt habe jede Gemeinde und jeden Bezirk gebildet werden sollen. Jedes Land soll eine Landwirtschaftskams Tak mit Erklärungen auf, daß eine Revision als der Autor von Mein Kampf". Auf die Kritik, daß leichtsinnig tschechische mer erhalten und als oberste Spizenorganisation des Versailler Systems wichtige Lebensinteressen der der Kleinen Entente angeschlossenen Staaten Schulen im deutschen Gebiet errichtet würden, eine Landwirtschaftskammer für den ganzen bedrohe und deshalb auf den heftigsten Wider- antwortete der Minister, er habe während seines Staat geschaffen werden. Diese Organisation foll Soweit Herr Köhler nach dem stenographistand der neuen europäischen Großmacht" stoßen furzen Wirkens im Finanzministerium erkannt, sowohl die Arbeitgeber wie auch die ständig in schen Protokoll. Der Mann hat immerhin die werde. Die Herren Beneš und Co. reben in der wie schwer die Gelder für die einzelnen Ressorts der Landwirtschaft arbeitenden Personen umfass moralische Kühnheit, aus der eindeutigen For befchafft werden müssen. Wie fönnte er da die sen. Ferner ist eine Vorlage über den land Tetzten Zeit immer offener vom Kriege." derung nach demokratischer Neuordnung Europas schwere Verantwortung auf sich nehmen, übera virtschaftlichen Hilfsfonds in ein Bekenntnis zum faschistischen Revisionismus Man beachte, daß dieser Vorwurf gegen die Flüssige Schulen zu errichten? Auch aus fulturel. Vorbereitung, welche die Konversion der langs herauszudeuteln. Gin Apostel der Weltrevolution Tschechoslowakei, sie rüste zum Striege, dreilen und moralischen Gründen sei das für ihn ein fristigen Schulden, die Milderung der Binsenlait nimmt sich als Verteidiger des heutigen euro- ein ha I b Monate nach Hitlers absolut verurteilenswertes Vor- und die allmähliche Abzahlung der nach der Trags päischen Status quo besonders niedlich aus. Machtergreifung von Köhler erhoben gehen. fähigkeit des landwirtschaftlichen Besizes geregela ten Schulden durchführen soll. Autarkie, Kriegswirtschaft, das angriffsbereite wurde. Dreieinhalb Monate, nachdem der Welt ,, Jatsch ruft also nach Revision der heutigen Ordnung. Neuordnung wollen aber heute die faschistischen Mächte, sie wollen die Welt neu verteilen. Jaksch ist auch für diese Re= vision... Jaksch ist also zum Unterschiede von Krofta zu den Revisionisten übergegangen. Hier schaut dem Abg. Jaksch offensichtlich Dr. Franzel aus der Tasche heraus und hinter Franzel steht, wie dieser selbst einbekannte, der Geist von Henleins Sonderbeauftragten Rutha." " nenen " Nebeneinander bis an die Zähne bewaffneter flargeworden war, daß Hitler die Kriegsgefahr Soweit geht der amtliche Bericht. Wie wir Aus dem beschlagnahmten Großgrundbesi Staaten ist wohl in seinen Augen ein Jdealzu- in Europa ist, drehte Bruno Köhler die alte schon in der Sonntagnummer berichteten, hatte stehen in Böhmen und Mähren zusammen noch stand, an dem nicht gerüttelt werden darf. Demo- Walze weiter. Man höre ferner, wie Herr Köh- Ser Minister an dieser Stelle ausdrücklich in der etwa 35.000 Hektar Waldboden zur Verfügung, fratisch- sozialistischer Gestaltungswille ist für ler seine Auffassung von damals gegen die So- eindeutigsten Weise gegen jeden Seelen in der Slowakei und Karpathorußland etwa Köhler der untrügliche Beweis einer Ideengezialdemokratie ausnüßte: fang in der Schulpolitik Stellung genommen. 85.000 Heftar. Für die Zuteilung kommen Selbit meinschaft mit Hitler und Mussolini, sowie für ,, Die Sektionen der Komintern müssen nun Es ist bedauerlich, daß diese erfreulich flare Stel- verwaltungskörper und Forstgenossenschaften direkte Beziehungen zur Sdp. an Hand der ganzen Vergangenheit der Sozial- lungnahme, die auch von der deutschen Bevölke- Betracht." An landwirtschaftlichem Boden stehen demokratie und der neuesten Erfahrungen mit ihr, rung 3tveifellos mit Genugtuung quittiert worden in den historischen und in den ehemals ungarischen um so eindringlicher und überzeugender den so- wäre, in der amtlichen Berichterstattung auf die Ländern etwa je 6000 Hektar zur Verfügung. Hodžas Plan zur Neuordnung des Donauraums müßte nach der Logik Köhlers gerade19 DERKLEINE in Jau, ergreift unwiderstehlich Besitz von mir, be-| Mama mitgegeben hat, ein Taschenmesser, einen melt etwas. Dabei entblößt er seine schadhaften rauscht mich gleichsam... Fingerhut, Nähnadeln. Leise glucksend wühle ich Zähne. den ganzen Kram durcheinander. VON EUGENE DABIT Berechtigte Uebertragung aus dem Französischen von Bejot Hand. Man ersehnt fast eine Krankheit. Grippe, Gelbsucht, Bruſtfellentzündung, Verrenkung: alles ist willkommen. In der Krankenstube verlebt man einen guten Tag. Aber der wahre Druck ist, wenn man ins Lazarett kommt. Denn dort gibt's meistens noch Genesungsurlaub hinterher. Jeder träumt den gleichen Traum: sich vor der Front zu drücken. Ich auch. Es handelt sich nicht darum, zu desertieren. Aber entlassen zu werden dafür könnte man schon ein Opfer bringen! Schlafenszeit. Ein Soldat hat FieberphanHe, Kamerab!" Was ist?" Kaffee. Gib deinen Becher." Er beugt sich über mich, die Kanne in der " Spinnst wohl, Kamerad?" Mein Becher ist gefüllt. Ich führe ihn zum Munde... stoße einen heiseren Schrei aus... werfe ihn zu Boden. " Dich hat's, und mich wird's friegen!" " Was ist da los?" fragt der Unteroffizier. Sie treten an mein Bett. Ich lalle zusammenhanglose Worte, schneide Grimassen und winde mich. " Seit gestern abend hat er Fieber", erklärt mein Nebenmann. " Ich setze mich auf und stiere ihn an. ,, Erkennst du mich nicht? Du quatschst ein tasien. Das Feuer geht aus, der Ofen wird lang- Beug zusammen! Immerzu hast du deutsche Flie= sam schwarz. Eisige Kälte dringt in die Stube. ger abgeschossen. Du glaubst es wohl nicht? Frage Es stinkt nach Apotheke. Tavernier, er hat es auch gehört." Könnte man doch einschlafen! Traumlos schlafen... Ich wälze mich vorsichtig von einer Seite auf die andere. Ich höre eine Uhr die Stun den schlagen. Meine Stirn ist feucht. Ich habe Durst. Soll ich rufen? Niemand gäbe mir Antwort. Ein Alpdruck quält mich. Ich reite ohne Bügel in der Bahn. An einem Hindernis stürze ich. Der Wachtmeister brüllt:„ Aufgesessen, zum Don nerivetter!" Plößlich erkenne ich die Zeichnung des Fensterrahmens. Ich träume nicht mehr. Bald wiro die Trompete Reveille blasen. Lärm von Schritten auf dem Hofe. Heute find wir vom Dienst befreit. Aber morgen, übermorgen, die anderen Tage Ach, wenn ich das Glück hätte, vom Pferd geschlagen zu werden! Ich sehe meinen Freund ängstlich an. Er tennt mich nämlich besser. " Was hast du?" fragt er.„ Du faselst. Quälst du dich etwa?" " Machst wohl Ordnung?" fragt mich ein Nachbar. Ich antworte, kindlich lallend: „ Räume auf... fein... ja..." Alle lachen los. Ich denke:„ Wer zuletzt lacht, Yacht am besten." So bergeht der Tag. Die Impfstelle spüre ich zivar nicht mehr, aber ich höre nicht auf zu stöhnen. Man achtet nicht darauf. Man liest Zeitung, unterhält sich, geht in die Kantine. Tabernier kommt zu mir. ,, Nun, wie geht's?" Er nimmt meine Hand. " Du bist fieberfrei, wirst bald aufstehen fönnen." Ich rungle die Stirn, gebe keine Antwort. Nein, ich will nicht aufstehen. Aus meiner Brieftasche nehme ich eine kleine filberne Uhr, ein Geschenk meiner Patin, an der ich sehr hänge. Ich drehe die Uhr hin und her, ftiere darauf, wackle mit dem Kopfe. " Fängst du schon wieder an, Kleiner?" " Vielleicht müßte man ihn ins Revier bringen?" Ich höre gar nicht hin. Ich zerbreche mir den Kopf, um einen Plan auszudenken. Von Zeit zu Beit stoße ich eine sinnlose Phrase aus, mache ein Ich halte die Uhr ans Ohr. idiotisches Gesicht, heuchle einen Wutanfall. Die Hauptsache ist, daß ich genug Symptome vorwei-„ Tictack, tidtack... ach, das dumme Tier." fen kann, die mir im gegebenen Augenblick das Ich werfe meine Decke herunter. Tavernier Bild vollenden helfen. Ich werde auch noch stot- will mich festhalten. Ich zerkraze ihm das Gesicht, tern wie die Bauernjungen, wenn sie eine Seite stoße ihn zurück. Dann fahre ich hoch und schleuTheorie auffagen sollen. Kurzum: ich bin der dere die Uhr mit aller Gewalt zu Boden. Mann, der das Gedächtnis verloren hat. " Da... nun wirst du still sein!" Ein beständiges Hin und Her. Ich stelle meinen Pappkarton aufs Bett, öffne ihn und nehme alle meine Kostbarkeiten Ein Gedanke fährt mir durch den Kopf. Er heraus: einen zerbrochenen Füllfederhalter, einen Ich komme aus der Kantine. Was willst du denn, alter Junge?" " Tavernier und seine Bande haben, bevor fie weggegangen sind, unsere Betten umgelippt. Stomm, wir machen dasselbe mit ihren Betten." ,, Lieber nicht. Sonst haben wir's auszus es baden." In jeder Korporalschaftsstube gibt es einige Leute, die nur dazu da sind, von den anderen ges hänselt zu werden. In diesem Falle sind wir bei den die Opfer. Wenn wir schlafen, gießen sie uns Wasser über den Kopf, oder sie legen ein Blatt Zigarettenpapier auf unsere Hand und brennen an. Eines Abends haben sie François auf den Tisch gebunden und mit Stiefelwichse eingerieben. Außerdem sind wir schuld an allem, was geschieht jeder zerbrochene Krug, jedes überdrehte Schloß tommt auf unser Konto. Alle Augenblicke friegen wir Stubendienst aufgebrummt. " Ich gehe nach den Ställen, François." Ich komme mit, habe ja Zeit." 〃 Er folgt mir überallhin wie ein Hund. Seine Tangen Arme schlenkern, und er lächelt idiotisch. Mit den Füßen schleift er über den Boden hin, so daß er alle Steine vor sich her stößt. Er bleibt stehen, spudt aus, geht weiter. Man sieht uns immer zusammen. Ein seltsamer Kamerad. Die anderen halten ihn sich vom Halse, mir dient et als Modell. Man höhnt mich aus, aber läßt mich schließlich gewähren. Wir sind die Sündenböcke des Unteroffiziers, uns hat er gefressen. Mit Fran çois ging's ganz schnell. Am ersten Vormittag schon hatte er verspielt. Denn nie brachte er eine ordentliche Ehrenbezeigung zustande, nie konnte er Schritt halten. Ich befleißige mich, ihm nach zueifern, und man lacht über meine Tölpelei. Nur der Unteroffizier lacht nicht. Eines Tages fährt er mich an: » Sie machen sich wohl lustig über mich? Auf dem leeren Hof spaziert, in schlottriger Aber da werden Sie verdammt wenig Glid gewinnt Form And Klarheit mit der zunehmen- Tintenstift, einige Tafeln Schokolade, eine Me- Saltung, ein Soldat: mein Freund François. Er haben." ben Helligkeit draußen, er flüstert mir verlodend' daille von Notre- Dame de Fourvières, die mir sieht mich, beschleunigt seinen Schritt und stam-. ( Fortsetzung folgt.), Nr. 275 Dienstag, 23. November 1937 Sette 3 Die Redaktion. Das Hin und Her In der SdP I Ostböhmen, mit der Leitung der Zentralstelle der I Arberter- und Angestelltenschaft betraut. Unspervucke> dem sein mit allen Nachbarn. Die einzige Ausnahme ist Henleins Sudetendeutsche Partei, deren Redner sich osien auSsprcchen für eine Abkehr von Frankreich und Rußland und für ein Zusammenwirken mit dem Dritten Reich Auch über innerpolitische Angelegenheiten sprachen sie in einer Weise, welche bestätigt, daß sie sich nicht eingliedern können in den tschechoslowakischen demokratischen Organismus. Aber ihre Meinungen wurden einstimmig von allen anderen zuriickgewiesen. Di eseParteklstheute ganz isoliert und den Partner, den sie suchte, kann sie nicht finden. Deshalb können wkr mit Recht behaupten, daß die entschiedene Mehrheit der Bewohner der Republik sich innerlich in allen Hauptsachen einig ist, an denen der Erfolg der unabhängigen Existenz der Staaten hängt. Dieses bewundernswerte innere Zusammenhcklten, das sich so öffentlich vor der ganzen Welt in diesen Tagen erwies, erweckt mit Recht unsere Hoffnung, daß wir mit Erfolg der mächtigen und auch ideologischen Eroberungssucht widerstehen, die uns von außen bedrckht." lisierungsplänen gestört fühlen. Die Klagen daß diese oder jene Minderheitsschule zu wenig Schüler habe, ist nur ein indirektes Eingeständnis jener bekannten Schulgründungen» für die weder vorher noch nachher ein realerBedarf vorhanden war. Auch die Sorge» daß die offenbar planmäßig angestrwte Tschechisierung von Dux nicht rasch genug von statten gehen könnte, läßt tief in die Werkstatt des Chauvinismus blicken. Es wäre an der Zeit» daß alle staatserhaltenden Faktoren von solchen Aposteln einer hemmungslosen Entnationalisierung entschieden abrücken, die nur den Staatsfcinden im An- und Auslande in die Hände arbeiten. Tvr Herr Goebbels wird für die Dux-Pilsner Entgleisungen Dank wissen! Strafen für Loyale Dieser Tage wurden eine Reihe von StP- Amtswaltern in H o h e n e l b e zu Strafen verurteilt, und zwar Bezirksleiter Kraus zu Kö 100.— Geldstrafe wegen eines Dellkts gegen das Gesetz über die politische Verwaltung; Schulungsleiter Rudolf Kraus wegen einer Schutzgesetzsache zu vier Wochen Arrest verschärft durch zwei Fasten; der Ortsleiter Feistauer aus Witkowitz zu ttö 50.— Geldstrafe wegen einer Uebertretung des Bersammlungsgesetzes. Erklärung In dieser Zeitschrift vom 5. Oktober 1937 ist in der Rubrik„Sudetendeutscher Zeitspiegel" ein Artikel unter der Ueberschrift„Der Krach in der SdP", veröffentlicht worden, dessen Inhalt die Ehre des Herrn Prof. Jng. Friedrich Weller, Senators der Nationalversammlung in Reichenberg, betroffen hat. Da der oben Genannte durch sein Verhalten und seine Handlung keinen Anlaß dazu gegeben hat, daß er so lächerlich gemacht wird, wie dies in dem Artikel angeführt ist, widerrufen wir den Inhalt dieses Artikels und leisten ihm hiedurch Genugtuung. Haltung unserer Heimat, für die Erhaltung beS Friedens ist, schloß Sekretär Wanka seine mit starkem Beifall aufgenommenen Ausführungen. In der anschließenden Aussprache kam die restlose Uebereinstimmung mit dem Referenten Und mit den von den Vertretern der deutschen aktivistischen Parteien in den letzten Tagen im Budgetausschuß des Abgeordnetenhauses vorgebrachten Wünschen bezüglich der Durchführung der Proportionalität im Staatsdienst und des Tempos der Erfüllung der deutschen Wünsche zum Ausdruck. Im einzelnen wurde die Verständigungsbereitschaft und der gute Wille der maßgebenden Faktoren anerkannt, aber auch zahlreiche Beschwerden geäußert. Besonders scharf wurden die in einzelnen Bezirken zutage getretenen Bestrebungen verurteilt, den sudetendeutschen Nachwuchs von der Bewerbung um Staatsstellen abzuhalten und den Verständigungswillen überhaupt zu sabotieren, um so politische Argumente gegen die Aktivisten und gegen die Regierung zu schaffen. Sehr deutlich wurde auch auf die Erhaltung zahlreicher deutscher Schulklaffen durch die aktivistische Intervention, sowie auf die Amnestie hingewiesen, die mehr als eintausend jungen Sudetendeutschen die Freiheit wieder gab. Nach dem Schlußwort des Sekretärs Willi Opfer' der Arbeit Am 17. November, abends 7 Uhr, ist am Krimichschacht in T l u L n a unser Genosse Josef Slepitschka sehr schwer verunglückt. Slepitschka war als Häuer im Revier 1, Kühr Nr. 5 beschäftigt und ladete mit der Schaufel Kohle in die Schüttelrutsche. Während dieser Arbeit löste sich vom Stoß ein drei Zentner schweres Kohlenstück, schlug den 2.30 Meter langen Stempel von der Zimmerung heraus, welcher Slepitschka am Kopfe schwer verletzte, obwohl der Unglückliche vom Kohlenstoß etwa drei Meter entfernt war. Dem Bedauernswerten wurde die Schädeldecke eingeschlagen, so daß er eine starke Gehirnerschütterung erlitt. Nach Untersuchung durch den Bruderladenarzt Dr. Element wurde der Schwerverletzte im bewußtlosen Zustande mit dem Sanitätsauto in das allgemeine Krankenhaus nach Pilsen geschafft. Slepitschka, der seit langen Jahretr ein vorbildlicher Funktionär in der Gewerkschaft und der Partei ist, hat für drei unversorgte Kinder zu sorgen. Ihm und seiner Familie wendet sich unsere innigste Teilnahme zu mit dem beseelten Wunsche, daß es den Aerzten gelinge möge, diesen braven Genoffen seiner Familie zu erhalten. Heue Sowjetboschafter für China MoSka». DaS Zentralexekntivkomitä der NSSR ernannte Luganez-Orelfkij zum Bot- Strafwelse versetzt Rom. Der Berichterstatter der Agence Ha- Vas meldet, daß der Pariser Korrespondent des Blattes»L«Tribun a" Francesco Scardaoni, welcher am 20. ds.«inen Artikel über die Notwendigkeit guter Beziehungen zwischen Frankreich und Italien verfaßt hatte, definitiv nach Italien ^berufen wurde. Karlsbad. Auf Initiative der Zentralstelle der deutschen aktivistischen Parteien fand Sonn tag im Passage-Hotel in Karlsbad eine Kreis tagung der aktivistischen Bezirksstellen des Wahl kreises Karlsbad statt. Die Tagung, zu der alle Bezirksstellen Vertreter entsandt hatten, nahmen einen ausführlichen Bericht des Sekretärs der Zentralstelle WilliWanka über die bisherige Tätigkeit im Zusammenhang mit der Durchfüh rung der Vereinbarungen vom 18. Feber ent gegen. Nach einer kurzen politischen Betrachtung des sudetendeutschen Problemes, in der er fest stellte, daß das Sudetendeutschtum nur den Weg der friedlichen Lösung aller strittigen Fragen im Verhältnis zwischen Deutschen und Tschechen gehen könne, befaßte sich der Redner mit den Gründen der Regierungserklärung vom 18. Fe ber und den Fortschritten, die bisher auf der Grundlage dieser Vereinbarungen erzielt wurden. Sekretär Wanka skizzierte die technisch-organisa torischen und rechtlichen Schwierigkeiten, die einer raschen Verwirklichung des Feberabkommens ent gegenstehen und betonte, daß gewiffe gesetzliche Normen erst dem Geiste des 18. Feber angepaßt werden müssen. Mit einer Würdigung der weit reichenden Bedeutung dieser Arbeit für das Su detendeutschtum und mit der Feststellung, daß die Arbeit der deutschen Aktivisten nicht nur Hilfe Wanka wurde die Tagung vom Vorsitzenden, für soundsoviele sudetendeutsche Menschen bedeu« Landesvertreter Heinrich Wondra k, um 13 tet, sondern darüber hinaus Arbeit für die Er- Uhr geschloffen. Tltulescu über die rumänischen Zustände London.(Eigenbericht.) Der ehemalige rumänische Außenminister Titulescu hat mitge- teilt, daß er auf die Rückreise nach Rumänien vorläufig verzichten müsse, da die Eisernen Garden sein Leben bedrohen und er diese Gefahr angesichts der Zustände in Rumänien nicht auf sich nehmen könne. Vor 6er Franco-Offensive Madrid. Nahezu an allen Fronten entwik- keln sich Kampfaktionen. Im UniversitätSviertek dauerte das Mörser- und Maschinengewehrfeuer den ganzen Tag ohne Unterbrechung an. Sonntag nachmittags sprengten die Aufständischen das Krankenhaus und die Klinik in die Luft. Größerer Materialschaden wurde jedoch nicht angerichtet. Nördlich von Guadalajara konzentrierte die republikanische Artillerie ihr Feuer auf die Stellen, wo die feindlichen Abteilungen konzentriert wurden. Aber auch die aufständische Luftwaffe entwickelte in diesem Abschnitt eine lebhafte Tätigkeit, mußte sich jedoch angesichts der lebhaften Aktion der Abwehrbatterien zurückziehen. Auf dem Jarama-Abschnitt war die Artillerie sehr aktiv. Auf dem Abschnitt bei Maragnosa wurde der Angriff der Aufständischen zurückgeschlagen, wobei die Nationalisten zahlreiche Tote und Verletzte auf dem Kampfplatz zurücklietzen. Am Sonntag waren in Prag(nicht, wie es ursprünglich hieß, in Eg.r), die Vertreter der „Kreisarbeiterstände" der SdP-beisammen, um sich mit dem Fall Kasper zu beschäftigen. Rur mit di esem Fall— von Dr. Jonak war in der Tagung angeblich überhaupt nicht die Rede. Also das dicke Ende kommt noch. Aber auch der Fall Kasper wurde nicht bereinigt. Einerseits verlautet, Kasper, der auf der Tagung nicht viele Freunde vorfand, hätte ein wenig nachgegeben, indem er sich dem Plan der Schaffung einer einheitlichen völlischen Gewerkschaftsbewegung nicht widersetzt habe; andererseits läßt Kasper durch das„Prager Montagsblatt" verlauten, daß er sich n i ch t unterwerfe, was also bedeuten würde, daß er nicht daran denke, darauf zu verzichten, daß die DAG in Gablonz die völkische Einheitsgewerkschaft würde und daß er darin die führende Rolle spiele. Die ganze Geschichte ist reichlich dunkel und wird noch dunkler durch den am selben Tage gefaßten Beschluß des Reichen- berger Gautages der DAT, der die Zusammenarbeft aller völlischen Gewerkschaften in einer Spitzenorganisation entschieden ab- lehnt und sogar gegen jede andere Zusammenarbeit mft den übrigen völlischen Gewerkschaftsorganisationen sich stellt. Die DAG sei die einzige in Betracht kommende völlische Gewerkschaft und werde sogar jede Gemeinschastsliste mit anderen nationalistischen Gewerkschaften bei Betriebswahlen ablchnen. Daraus geht hervor, daß das„Kompromiß", das gleichzeitig in Prag zu- 'tandekam, ziemlich wertlos ist und daß man also mit einer Fortsetzung dieses Kampfes zu rechnen hat. Und während Henlein in Prag und Herr Bude, der Vorsitzende der DAT, in Reichenberg diktierte, tagte in Karlsbad eine streng vertrauliche Sitzung der Kreisstandesvertreter, dje gleichfalls eine Debatte über Kasper ohne klares Ergebnis absolvierte; in Karlsbad sei nur die Tendenz zutage getreten, Kasper wieder in die Parteiführung„einzubauen" und ihn von Haider zu trennen. E läßt sich denken, daß die SdP-Mitglied- schaft, so Iveit sie sich überhaupt noch selbständiges Denken bewahrt hat, von dem Verlauf und Ergebnis dieser Tagungen nicht begeistert wird. Mit beachtenswerter Klarheit und Schärfe umreitzt das sonntägige„Prävo Lidu" also die verlorene Stellung der SdP: „In der vorigen Woche begannen im Parla- tnent die Debatten über das Budget, auch beide Autzenausschüsse diskutierten über den Vortrag des Ministers Dr. Krofta. Wenn wir Habei an Henlein denken, können wir mit dem Ergebnis dieser Unterredungen vollkommen zuftieden sein. Es zeigte sich, daß seine Partei heute imParlament glänze n d i s o l i e r t ist, ja daß sogar in den tsche« ' choslowakischen Reihen auch das Kokettieren mit ihr aufgehört hat. Zlvei sachliche, auf Statistiken gestützte und so auch ohne starke Worte heftige Angriffe gegen Henlein unternahm im Budgetausschutz der Ministerpräsident Dr. HodZa, abgesehen von den übrigen Kundgebungen in diesem Ausschuß Im Autzenausschutz des Senats und Abgeordnetenhauses setzte sich der Autzenminister Dr. Krofta tempera- Menwoll mit den Henlein-Leuten auseinander und da- Ereignis des Tages war dort die Rede des Generalsekretärs der Republikanischen Partei, deS Abgeordneten Jng- Zilka. Die Oppositionsstellung dieses hervorragenden Funktionärs der agrarischen Partei gegen unsere Autzenpolitik ist noch in lebhafter Erinnerung, hat seinerzeit viel Aufregung bei uns im Lande und auch im Auslande und viel Verstimmung in der Koalition verursacht. Wir spüren noch alle in den Knochen, in welche Unruhe die ganze Ration durch das Kokettieren der Agrarpartei mit Henlein geriet. Der Generalsekretär dieser Partei wies damals Henleins Politik und seine Forderungen sehr scharf zurück und auch in Sachen der Außen» Politik stellte er sich— wie Dr. Krofta mit Freuden feststellte— ganz hinter die Politik der Regierung. Und der Erfolg davon? Henlei« ist heute in der Republik vollkommen isoliert. Er steht allein und allein! ES dauerte zweieinhalb Jahre bis ihn alle durchschauten, aber rS kam unausweichlich dazu. Rur dir schlechteste und lächerlichste Politik kann dazu führen, daß eine große politische Partei allein stehen blieb, wie ein Pfahl i« Zaun. Rur«ine Politik von Hasardeuren mit den nationalen Interessen kann sich daraus eine Ehre wachm. And nur Leute einer so sonderbaren Sendung und rätselhafter Interessen können sich in dieser Lage befinden inmitten eine- Staates, in dem die Deutschen tausendmal mehr Freiheit haben als in Deutschland, da sie hier trotz aller Wirkungen der Krise auf einem höheren Nweau leben als in Deutschland und da sie hier die Möglichkeit eines größeren Einflusses auf die Einrichtungen unseres Staates haben als die Massen der Reichsdeutschen in ihrem Lande. Jemand verglich die Henlein-Bewegung mit einem ungeheuren Tank, der sich gegen unwälzt. Inzwischen ist der Tank im Schlamm stecken geblieben. Schrecken jagt er keinen «ehr ein." Die Feststellung der Isoliertheit der SdP kommt ebenso eindeutig auch in einem Artikel der„Lid ov e Roviny" zum Ausdruck: „Die Unterredungen, welche in diesen Tagen im Budget- und Autzenausschutz geführt wurden, zeigten mit eindeutiger Bestimmcheit, daß in allen Le- hensfragen der Republik«ine seltene Uebereinstim« tnung zwischen allen tschechoslowafischen Parteien besteht, ob das nun RegierungS- oder Oppositionsoder deutsche aktivistische Parteien sind. Aus diesen Parteien meldete sich nicht eine einzige Stimme, welche sich für eine Aenderung des herrschenden: demokratischen Systems aussprach oder welche eine I Aenderung der bisherigen Autzenpolitik wünscht«, die; gegründet ist auf der Ergebenheit in die Genfer j Idee von friedlicher internationaler Zusammenarbett, I vom Verbündetensystem, welches sich auf Frankreich, i die Kleine Entente und Rußland stützt und von dem< Bestreben nach einem ruhigen Zusammenleben j Erfolgreiche BetriebsausschuSwahlen In der Schlämmerei der Karlsbader Kaolin« Elektroosmose-A.-G. war es im Jahre 1935 der freien Gewerkschaft unter dem Terror der SdP nicht möglich gewesen, eine Kandidatenliste zu den Betriebsausschutzwahlen einzureichen.. Die DAG besetzte infolge dessen alle vier Mandate. Vergangenen SamStag wurde wieder gewählt, und diesmal zeigte es sich, datz die Arbeiter zum grotzen Teil zur DAG kein Vertrauen mehr haben. Die Liste des GlaS- und Keramarbeiterverbandes erhielt 43 Stimmen und zwei Mandate, die DAG nur 35 Stimmen und ebenfalls zwer Mandate. Zur Konfiskation des Schütz Vortrages •n der„Reichenberger Zeitung" schreibt die „Deutsche Presse" mit Recht:„Die Rede des Abgeordneten Schütz im Prager Klub„Die Tat" bat in der Oeffentlichkeit große Beachtung gefunden. Allgemein anerkannt wird die Art, wie ber Redner die Frage der deutsch-tschechischen Verständigung vom grundsätzlichen Standpunkt per beleuchtet hat. Um so unverständlicher ist die Tatsache, daß der Bericht über die Rede in der Samstagsausgabe der„Reichenberger Zeitung" konfisziert wurde. Beschlagnahmt wurde jene Stelle, in der Abg. Schütz— rein berichtend— die politischen Strömungen der ersten Nachkriegszeit im Sudetendeutschtum kurz skizzierte. Ja, wenn der Zensor glaubt, geschichtliche Tatsachen einfach mit dem roten Stift herausstreichen zu können, dann hört jede polifische Diskussion auf. Wer wird dann noch Lust und Mut haben, sich für den Berständigungsgedanken ehrlich und aufrichfig einzusetzen? Wir müssen von der tschechischen Seite ernstlich verlangen, daß sie die sudetendeutsche Frage nicht unter dem Ge- stchtspunkt des Prügelpatentes betrachte." Kaspers Nachfolger bestimmt Offiziell teilt das Presseamt der SdP mit: Für die Dauer der Beurlaubung Rudolf Kaspers hat Konrad Henlein Emanuel Denke, Braunau, Arbefterstandesvertreter im WahllreiS Aktivistische Arbeitsstellen tagen in Karlsbad einmütige Zustimmung zur Arbeit der Zentralstelle Grenzlerattacken gegen den IS. Feber Sonntag fanden— wie DNB berichtet— sowohl in Dux wie in Pilsen Beratungen von Sokolfunktionären aus dem.deutschen Sprachge biet statt, in denen darüber Klage geführt wurde, datz durch die Verwirklichung der Feber richtlinien das tschechische Grenzlertum ge schädigt wurde, da in vielen Fällen an die Stelle tschechffcher Staatsangestellter und ihrer Familien Deutsche treten, während anderseits die deutschen Selbstverwaltungskörper weiterhin keine oder nur ! wenig Tschechen in ihre Dienste nehmen. Es wurde auf einzeln« Fälle verwiesen, so z. B. auf Niederleutensdorf bei Brüx, wo die tschechische Bürgerschule von so wenig Schülern be sucht ist, datz das Schulministerium die Auflösung beabsichtigt. In Dux, wo die Tschechen bereits die BevöllerungSmehrheit erreicht hätten, drohe wie der eine Umkehrung der Entwicklung, und di« Wieder. Herstellung einer deutschen Majorität. Während von den tschechischen Staatsangestellten die Kenntnis der deutschen Sprache verlangt werd«, gebe es im Staats dienst noch immer viel« Deutsche, welche der tschechi schen Sprache nicht einmal zum Dienstgebräuche mächtig seien. Die Pilsner Beratung nahm einen sehr lebhaften Verlauf und der Referent Dr. Kkoväk erklärt«,„mit dem Rationalismus, der jetzt prakti ziert wird, werde«S nicht weiter gehen!". Diesen verantwortungslosen Aeußerungen, so bedauerlich sie auch sind, wollen wir zunächst keine übertriebene Bedeutung beimessen. Die Pro- seffionals des nationalen Kampfes um jeden Preis fürchten Mit Recht, daß sie durch das Fortschrei ten deS nationalen DefriedungSwerkes überflüssig werden könnten. Aus der zitierten Stellungnahme der beiden Tagungen geht eindeutig hervor, daß! sich die betreffenden Herren in ihren Entnationa-' schafter der ASSR in China. SdP völlig Isoliert Klare Erkenntnis In den tschechischen Reihen Seite 1 Nr. 275 Agesneuigkelkn Antisemiten sehen Dich an... Ein karpatborussischer Jude Hatte eine Flasche Brennspiritus über die Grenze gepascht. Er glitt aus, die Flasche zerschellte. Er wollte den Spiritus in eine andere Flasche einfüllen. Ein Paffant warf achtlos rin brennendes Streichholz in den Spiritus— der Jude erlitt schwere Verbrennungen. Das hinderte einen Gendarmen nicht, ihn zu verhaften. Und darüber berichtet die ,Le it" also: Izig und die verbrannten Hosen Kascha».(„3") Izig Taubmann war im gewöhnlichen Leben Händler mit Altwaren in Slatina Bania(Karpathorußland). Nebenbei beschäftigte er sich mit Schmuggel. Das war eigentlich sein Haupterwerb, aber die Zollbehörden wußten nichts davon. Jetzt sind sie ihm dahintergekommen, und zwar auf eine für Izig sehr rra- gische Weise. Izig hatte eine Flasche Brennspiri- tuS unbemerkt über die Grenze gebracht. Sorgsam hatte er sie bis in seine Heimatgemeinde getragen, aber durch einen unglücklichen Zufall glitt er am Gehsteig aus, die Flasche mit dem Spiritus glitt aus seiner Tasche und zerschellte auf den Fließen. JzigS erste Tat war, ras stvom Tatort z u verschwinde N.^Aber Spiritus ist Spiritus, Izig konnte den Verlust nicht verwinden und er kehrte mit einer leeren Flakche zurück, um zu retten, was noch zu retten war. Mit einem Löffel versuchte er das kostbare Raß in di« Falsche einzufüllen, aber mitten unter dieser Betätigung ging ein Mann vorüber, der achtlos ein Streichholz, mit dem er sich eine Zigarette entzündet hatte, in den Spiritus warf. Dieser begann zu brennen, di« Flammen züngelten an den Beinkleidern empor und in wenigen Augenblicken stand JzigS Unterleib in Flammen. Passanten eilten herbei, rissen die brennendenUnaussprechlichen vom Körper des Unglücklichen, der erhebliche Verbrennungen erlitten hatte. Um di« Tragödie zu vollenden, erschien plötzlich ein Gendarm auf dem Plan, der sich weniger um den verbrannten Hinterteil JzigS, als um die Herkunft des unheilbringenden Weingeistes inter- - essierte. Ohne Hose wurde Izig auf die Gendarmeriestation gebracht. Der letzte Akt des Dramas wird sich vor dem Bezirksgericht abspielen. Herr Streicher hätte wahrscheinlich noch ganz anders geschrieben. Aber es scheint uns, daß auch der Bericht der„Zeit" genügt, um aufzuzeigen, welchen Gesinnungsadels und welcher Menschlichkeit man sich erst zu versehen hätte, wenn die SdP-Bäume in den Himmel wüchsen! Militärverrat Prag.(Amt! ich.) Der Senat für Angelegenheiten des Militärverrates beim Kreisstrafgerichte in Prag verurteilte am 22. November d. I. den 84jährigen akademischen Maler Anton H ä l b i g aus Bodenbach wegen des Verbrechens des Militärverrates zu schweren Kerker in der Dauer von dreieinhalb Jahren und zu einer Geld- Nebenstrafe in der Höhe von 1000 KL mit der entsprechenden Verschärfung und dem Verluste der bürgerlichen Ehrenrechte. Der Verurteilte ha: die Strafe angenommen und sie angetreten. Rillioneuwidmuns der Nationalbank. Die Nationalbank hat dem MasarykfondS zur Unterstützung wissenschaftlicher Forschungen beim Nä- tional-Forschungsrat eine Spende von einer Million KL gewidmet.(DND.) Telephonisch fingierte Protektion. Ein gewisser AloiS P. aus Komotau hatte sich um eine Anstellung im Eisenbahndienst beworben. Eines Tages wurde nun das zuständige Amt aus Schlan angerüfen und am anderen Ende des Drahtes meldete sich kein geringerer als der ehemalige Ministerpräsident und Vorsitzender des Abgeordnetenhauses M a l Y p e t r, der das Anstellungsgesuch des Ansuchers in wärmster Weise unterstützte. Da Malypetr ein Gut im Schlaner Bezirk besitzt, erschien das Telephonat aus Schlan niHt unwahrscheinlich, um so unwahrscheinlicher aber der Inhalt dieser telephonischen Befürwortung. Eine Rückfrage des zuständigen Amtes ergab denn auch, daß der angebliche Protektor an jenem Tag m Prag weilte und daher nicht ans Schlan telephoniert haben konnte. Im Zuge der weiteren Erhebungen stellte sich heraus, daß Alois P selbst der Autor dieses Telephongespräches war und zu diesem Zwecke eine Reise von Komotau nach Schlan unternommen hatte. Er wurde vor Gericht gestellt und zu einer Woche Arrest verurteilt. Ausstellung TGM in Bilm. Sonntag wurde in zwei Räumen der Biliner Bezirksbehörde in feierlicher Weise die erste Ausstellung des Werkes T. G. Masaryks eröffnet. Die Feier, an der u. a. auch der Bürgermeister der Stadt,©metana, teilnahm, wurde von Direktor Tykow eröffn-t. Das Andenken des verstorbenen Präsidenten wurde durch eine Einminutenstille geehrt. Tie Aufstellung umfaßt sechs Abteilungen. Der Vorsitzende des Senates Dr. Frantisek Soukup hat bereitwilligst wertvoll« Unikate für die Ausstellung geliehen. „Basar der arbeitende» Frau". Im Pa'ais der elektrischen Unternehmungen Prags wurde Sonntag unter dem Protektorate von Frau Ma-ie N e L a s o v a, der Gattin des Ministers für soziale Fürsorge,' der„Basar der arbeitenden Dienstag, 23. November 1937 ••« fcnpfnyi // M tschekTn^g i€.r o. Kinweindiong^z £ I vNGANHpEI; LTäi® q oanK/a 'S. Wusung^ J je"". zM SCHAN6HAFW- W-- Sun^tangJ^^ •"Z•Hvtschou\ •MokaiwJianJ•Turinsiang ^oö*/n X /*’ KNingküö ft) HM ■it•_' j WAS" so V/in*’ Sutsdiau von den Japanern erobert Sutschau, der Kernpunkt der Tschiangkaischek-Linie und Basis der chinesischen Kriegsindustrie, isi den Japanern in die Hände gefallen. Der Vormarsch erfolgt jetzt in zusammenhängender Front auf einer Breite von 110 Kilometer zwischen Fouschan am Jangtse und Kiahsing im Südw?sten von Schanghai. Auch das Südufer des Taihusees wurde von Japanern besetzt. Frauen" eröffnet. Der Basar, der bis zum 23. Dezember geöffnet sein wird, umfaßt Produkte unserer beschäftigungslosen Glasarbeiter, Textilerzeugnisse aus Nordböhmen, Holzarbeiten aus dem Böhmerwald usw. Tschechoslowakische Staatsangehörige in reichsdeutschen Konzentrationslagern. Vor etwa eineinhalb Jahren wurden der der kommunistischen Partei, angehörige Arbeiter Keßler aus Pred- l i tz und sein Freund B e m k e, bei einem Ausflug, bei dem sie über die Grenze gerieten, von reichsdeutschen Grenzbeamten verhaftet. Beide Männer, die Legitimationen der kommunistischen Partei bei sich trugen, wurden in Deutschland zu Zuchthausstrafen verurteilt, Keßler zu einem Iah:, Bemke zu zwei Jahren— und in einem Konzentrationslager interniert. Keßler wurde nach Abbüßung seiner Strafe in einem Dresdner Krankenhaus untergebracht. Die tschechoslowakischen Behörden, denen das Verschwinden der beiden Predlitzer gemeldet wurde, hatten bald den Sachverhalt festgestellt. Schließlich gelang es dem tschechoslowakischen Gesandten in Berlin Dr. Mastny, für Keßler unter Hinweis auf sein Lungenleiden die Freilassung zu erwirken. Die Bemühungen um die Freilassung Bemkes waren erfolglos. Keßler kehrte dieser Tage nach Pred- litz zurück.... Zugsunfall. Samstag vor 18 Uhr stieß der Personenzug Nr. 414 auf eine beim Einfahrtssemaphor vor der Station Zvolen stehende leere Lokomotive auf. Die leere Lokomotive und ein Waggon des Personenzuges entgleisten. Ernstlich verletzt wurde der Bäckergehilfe Karel König a.is Hodrus, der eine Gehirnerschütterung erfttt. Leichter verletzt wurden Emil BartoS, Krankenkassenbeamter und feine Frau Gisela aus Banskä Bystrice, weiters Sigmund Schwarz, Wirtschaftsverwalter aus Komärno, Matylda VlLkovä aus Hlinik n. H. und Josef TuLek aus Zvolen. Ter Verkehr wurde nicht unterbrochen, die Ursache des Unfalles wird untersucht. Bo« einer Schrankwand erschlagen. Montag um 6 Uhr war der 20jährige Schlosser der Skodawerke Franz Marek mit der Demontage von Bestandteilen beschäftigt. Hiebei löste sich die Wand eines Schrankes im Gewichte von über 130 Kilogramm und stürzte auf den Schlosser. Mare! erlitt schwere Verletzungen, denen er zwei Stunden nach der lleberführung ins Krankenhaus erlag. Wegen der Sperrstunde. Am Sonntag um 21 Uhr forderte der 17jährige Sohn des Gastwirtes in Buzice bei Kaschau Adolf LefkoviL die anwesenden Gäste auf, wegen der Sperrstunde das Gasthaus zu verlassen. Einer der Gäste, Josef P i s e l a aus Bernartovce regte sich darüber derart auf, daß er dem LefkoviL direkt ins Herz einen Messerstich- versetzte. LefkoviL war sofort tot. Pisela wurde dem Gerichte eingeliefert. Wieder ein Bestechungsprozeß. Bor dem Senat des Kreisstrafgerichtes in B r ü n n begann Montag unter dem Vorsitz des Gerichtsrates Dr. Racek ein weiterer Bestechungsprozeß, in welch-m wegen des Verbrechens der Annahme von Geschenken in Amtsangelegenheiten angeNagt sind: Der Oberrat der Staatsbahnen i. R. in Brünn Jng. Bitäk, der technische Rat der Staatsbahnen in Zwittau, Jng. Josef Bima, der technische Rat der Staatsbahnen in Znaim Jng. Raymund StLpanek, der Oberoffizial der Staatsbahnen in Bilovica n. Sw. Karl Slezäk und der Offizial der Staatsbahnen in Brüsau Josef Machauser. Wegen des Verbrechens der Verleitung zum Miß« brauche der Amtsgewalt ist in diesem Prozeß der Bauführer der Brünner FUiale der Firma Pitt-l & Brausewetter Fr. Flieger, angeklagt. Es handelt sich um Geldgeschenke, welche durch Flieger den angeklagten Beamten der Staatsbahnen bei Eisenbahnbauten gewährt wurden. Flieger büßt bereits«ine Strafe von dreizehn Monaten schweren Kerkers ab, zu welcher er in einem der vorhergegangenen Prozesse verurteilt worden ist. Die Anklage vertritt der Staatsanwalt Dr. Staükov- flh. Die Verhandlung wird etwa vierzehn Tage dauern. Masaryk-Straße in Paris. In der montägigen Eröffnungssitzung der Herbstseffion des Pariser Munizipalrates ehrte der Vorsitzende Failliot das Andenken Masaryks und machte den Vorschlag, daß eine der Pariser Straßen zur dauernden Erinnerung an T. G. Masaryk„Ma- s saryk-Straße" genannt werde. Dieser Vorschlag fand einmütige Annahme. Hunderttausend Opfer des Taifuns. Die Zahl der beim letzten schweren Taifun in Manila(Philippinen) ums Leben gekommenen Einwohner ist auf 100.000 gestiegen. Mehr als 170.000 Menschen find obdachlos. An einzelnen Strichen schwemmte jetzt das Meer Leichen an den Strand. Auf der Insel Cebu wurden die Trümmer von drei Motorschiffen an Land ge- i spült; 57 Leichen lagen daneben. Infolge der I Panik auf den siehen von dem Unglück am meisten betroffenen Inseln hat Staatspräsident Quezon dort den Ausnahmezustände verfügt. Totschlag. In Heiligenkreuz sind nach einer j Jagd die Jagdteilnehmer in einem Gasthofe zusammengekommen, wobei es zu einem politischen Streit kam. Einer der Jäger stieß seinem politischen Gegner, dem Advokaten Dr. N u ß h o l d, sein Jagdmesser sn die Brust. Der Verletzt« wurde in hoffnungslosem Zustande ins Krankenhaus geschafft, der Täter wurde verhaftet. Lokomotive gegen Wagen. In Pabianice bei LodZ.stleß eine Lokomotive auf einer Bahnübersetzung auf einen Wagen mit fünf Personen. Alle wurden auf der Stelle getötet. Eifersucht. Im fünften Wiener Gemeindebezirk erschoß Sonntag der 53jährige Kaufmann Oskar Holländer seine 42jährige Frau Wilma und schoß sich sodann eine Kugel in den Kopf. Die Typhus-Epidemie in Croydon(England) hat über das Wochenende eine weitere Ausbreitung erfahren und es ist auch eine Diphtherie-Epidemie dazugekommen, die bereits zabl- reiche Todesfälle zeitigte. Die führenden englischen Aerzte verlangen eine engere Zusammenarbeiten zwischen der Kommunalverwaltung und den medizinischen Fachorganisationen. Die Eisenbahnverbindung zwischen Palästina und Aegypten ist infolge der durch die katastrophalen Ueberschwemmungen im Gebiet von Gazha verursachten Schäden unterbrochen. Zahlreiche Häuser sind zusammengestürzt. Opfer an Menschenleben werden nicht gemeldet. Die Weltausstellung schließt. Der Handelsminister hat beschlossen, die Pariser Weltausstellung für das heurige Jahr definitiv Donnerstag, den 25. November zu schließen. Am Donnerstag Nachmittag werden in Anwesenheit desPräsidenten der Republik in feierlicher Weise die Preise verkündet werden, die die internattonale Jury den Ausstellern verleiht. Wein aus dem Meerwasser. Der fleine belgische Fischdampfer»Marie Robert", dessen Besatzung an der belgischen Küste dem Heringfang nachging, sichtete 50 auf See tteibende Fässer. Die Fischer zogen so etwa 4500 Liter des besten Weines aus der See. Ueberschwemmungen in Bosnien. In der su- goslawischen Provinz Bosnien fiel vor eini;en Tagen Schnee, der gleich abschmolz. Durch das Schmelzen des Schnees sind alle Flüsse Bosniens gewaltig angestiegen. So stieg die Save um 813 Zentimeter über den normalen Wasserstand. Die Bosna hat mehrere Brücken weggerissen und mehrere Dörfer überschwemmt. Bei Topuflo wurde aus der Bosna die Leiche eines Mannes geborgen,(th) Kinder von Hunden und Schweinen angr- ftessen. Im jugoflawischen Ort L o z i n k a fraßen Schweine zwei im Alter von vier und drei Jahren stehende Jungen an. In Jassy wurde ein fünf Jahre alter Junge von Hunden halb ausge- !fressen. Der„unpolitische" Tod in Spanien. General Queipo de Llano gab Samstag abends im Rundfunk bekannt, daß es in Andalusien zu eine: Eisenbahnkatastrophe gekommen sei, welche 150 neuer Oreenklus Buenos Aires.(Havus.) Der französische Pilot C o d o s, der mit dem zweiten Pilote« Rein, dem Mechaniker Vauthier und dem Radiomechaniker G i m i i versuchte, eine rasche Flugverbindung zwischen Paris und BuenoS Aires herzüstellen, landete am Montag auf dem Flugplatz in Buenos Aires, wo er von den Vertretern der Behörden und einem sehr zahlreiche» Publikum begrüßt wurde. Codos beschloß, den Flug sofort nach Santiago de Chile fortzusetzen, und ließ daher das Flugzeug„Laurent Guerrero" sogleich mit neuen Betriebsstoffen verseben. Die Strecke von Le Bourget nach Buenos Aires hat Codos mit seinen Gefährten in 52 Stunden 50 Minuten zurückgelegt und damit den bisherigen Rekord um sechs Stunden geschlagen Verwundete und gegen 40 Tote an Opfern forderte. Der betreffende Zug war vorwiegend von Kriegsgefangenen besetzt, die von der Nordfront in die Konzentrationslager in Andalusien transportiert wurden. General Lndendorff mußte sich einer Operation unterziehen, deren Art geheimgehalte» wird. Wer verspürte Erderschütterungen? Das Staatliche Geophysikalische Institut in Prag ersucht alle, die in den letzten Tagen die Erder- fchütterungen in Prievibza und Umgebung beobachtet haben, dem Staatlichen Geophysikalischen Institut ihre Adressen mitzuteilen. Es werden ihnen hierauf Fragebogen über die Erderschütterungen zugesandt werden, auf deren Grundlage sodann die beobachteten Erscheinungen im einzelnen bewertet werden. Adresse: Staatliches Geophysikalisches Institut Prag ll, U Karlovä 5. Marek oder Englis? Ueber die Einführung der Volkswittschastslehre als Pflichtgegenstand an den Mittelschulen ist, wie Minister Frank« im Budgetausschutz mitteille, noch keine Entscheidung gefallen. Schon aus prinzipiellen Gründen sei das eine schwierige Frage. Bor allem brauche man auch ein Lehrbuch und da tauche schon die brennend« Frage auf, ob man nach den Anschauungen des Prof. E n g l i§ oder nach den des Prof. M ac e k unterrichten solle. Diesbezügliche Beratungen mit Fachleuten find noch im Zuge und der Minister hofft, datz doch ein annehmbarer Weg gefunden werden wird. Professor Absokon soll ein Jnstttut erhalle». Fm Budgetausschutz erklärte Schulminister Dr. Franke, datz seine Bemühungen darauf gerichtet seien, bis zum Jahre 1940 die Verstaatlichung der Schulen für Frauenberufe durchzuführen. Er hab« auch die Absicht, ein Gebäude für die prähistorischen Ausgrabungen des Professors Absolonzu beschaffe» Englisch-Unterricht an Mittelschulen. Wie Schulminister Dr. Franke im Budgetausschuß mitteilte, wird derzett an zwanzig tschechischen und vierzig deutschen Mittelschulen Englisch Migat unterrichtet, weiters an einer englischen und zwei hebräiscke« Mittelschulen sowie an 86 Handelsakademien. Unobligater Gegenstand ist Englisch an 17 tschechischen und acht deutschen Mittelschulen. Der Bergarteiter-Taschenkalender für das Jahr 1938, den die Union der Bergarbeiter im 24. Juhr« gange ihren Mitgliedern in diesen Tagen übermit- telte, reiht sich mit seinem Inhalte als auch der Ausgestaltung würdig an die bisher erschienenen. Ter Bezug des Kalenders ist mit einer Versicherung gegen Unfall im Bettage von 2000 KL verbunden. Traditionsgemäß veröffentlichen die Herausgeber wieder«ine Reihe fozialpolüifcher und arbeitsreckt- licher Weisungen und Gesetze, die jeden Arbeiter nn Alltagskampf werwolle Dienste erweisen. Neben reichhaltigen Abhandlungen über die allgemeine Wirtschaftslage und die Kohlenwirtschaft vermittelt dieser Kalender durch mehrere Bilder einen Emvlick in das Berufsleben des Bergarbeiters. Der Preis dieser Jahrbüchleins beträgt KL 5.—. ES ist druck die Vertrauensmänner, die Sekretariate oder direft durch die llnionszentrale Turn-Teplitz, Mamruk« stratze 128, zu beziehen. ES tleitt schön! Im Gebiete eines TruckhockS, das von Rußland gegen Mitteleuropa hereinre^ckt, herrscht ruhiges, stellenweise nebliges Herbstwetter vor. Ueber Südengland bildet sich zwar eine Störung au-, aber ihre Einwirkung wird sich vorläufig nur auf die westlichen Länder beschränken. Btt uns dürfte auch noch Dienstag der jetzige Witte« rungschaxakter ohne wesentliche Aenderung anoau« ern.— Wahrscheinliches Wetter Dienstag: Ziem« lich heiter oder Nebelgewölk, mäßig kühl, Nachtfrost, ruhig.— Wetteraussichten für Mittwoch: In Böhmen vom Südwesten her Zunahme der Bewölkung und Riederschlagsneigung, leichte Erwärmung. Vom Rundfunk empfehlenswertes aus den Programme»! Mittwoch: Prag, Sender I: 7: Morgenmusik, 10.05t Deutsche Presse. 10.15: Rundfunk für deuttck^ Schulen, niedere Stufen, 12.10:.- Schallplattent Schubert. Gounod etc., 18.40: Deutscher Acbeits- markt, 14: Deutsche Sendung: Heimische Kon Monisten, 18.03: Deuffche Sendung: Kompositionen von Heinrich Schwan, 18.20: Deutsche Arbeitersendung: Direktor Fürstrnau-Teplitz: Erziehung znk Schönheit, 18.40: Sozialinformatiour«, 1b 45t Deuffche Presse, 19.28: Militärmusik, 20.80: Luftige Arien und Duette: Smetana. Lortzing ete« 21.35: Sonate von Chopin, 23.35: Tanzmusik. Prag, Sender II: 14,20: Deutsche Sendung: Kinderstunde, 14.85: Deuffche Presse, 18.15: Konzert — Brünn 11: Rundsunkorchesterkonzert, 17.40t Deutsche Sendung: Lieder heimischer KomponiitA 21.35: Geigenkonzett.— Preßburg: 11.35: Schallplattenkonzert, 12.35: Rundfunkorchesterkonzetkt Massenet, Offenbach, 22.30: Tanzmusik.— Kalck«* 12.05: Instrumentalsolo.— Mährisch■ Oftra* 13.30: Märsche auf Schallplatte», 15.30: Rurid- funkorchesterkonzett. Ur. 275 DienStag, 23. November 1937 Sette 5 Her gute Kerü, der fern aus Boftmalzzuier im Kathreiner- der madit's/ Bola Nrgri als„Madam« Bovary" es dauerte diese Nacht und den Tag darauf, bis aus unartikulierten Stoßseufzern, niedersächsischen und russischen Wortfetzen, Beten und Weinen, Schreien und Winseln die grausame Wirk- lichkeit um Pjotr bildhaft wurde. Bon Anjuschka, vom Gehöft, vom weiten, ewigen und geliebten Moor hatte man Pjotr ins Lager gebracht. Er begriff nicht, was mit ihm geschah. Er stand vor der Aufnahmekanzlei in einer langen Reihen und kam wie jeder andere in das Zimmer. Der große Mann in den langen Stiefeln herrschte ihi^mit harter Stimme an. Pjotr verstand ihn nicht, er sprach fremde Dinge und Pjotr stammelte schioerfällig von Anjuschka und den Kindern. Da packte ihn eine rauhe Hand, ergriff seine Finger und drückte sie auf eine klebrige schwarze Platte. Sie war weich und feucht und Pjotr überwältigte die Angst. Lebensangst und Wut ergriffen von ihm Besitz und Pjotr riß sich los. Drei Männer stürzten sich auf ihn, Pjotr packte einen Stuhl und schlug um sich und es krachte und splitterte,— es floß schon Blut. Was dann folgte, darüber konnte Pjotr nichts mehr sagen und jetzt war es für ihn gewiß, daß er sterben mußte. Die Feffeln durchscheuerten seine Gelenke, tief schnitt ins Fleisch der unsägliche Schmerz, aus den Augen regnete eS Blut und der Rücken wollte den Kopf nicht mehr hallen. Pjotr stöhnte. Die ganze Nacht rang er mtt den knackenden Knebeln und sank immer wieder erschöpft dahin. UnS schüttelte Mitleid und das eigene Schicksal wirbelte mü, im Rhythmus seines Schluchzens. Eine marternde Wohltat der menschlichen Natur will, daß die gepeinigte Seele immer wieder neuen Atem schöpft und ihn im planlosen Wechsel immer wieder verliert. Periodisch höhlt Ke 612— 680,— 526.50 16.05 483.50 551.50 656.50 96.20 141.25 28.35 11440 1571.— 61.80 482.50 Kö, im Jahre 1938 7998 Millionen Kt. Die Verzinsung der Staatsschuld wurde im Jahre 1936 durch die Vereinheitlichung der verschiedenen Anleihen(Konversion) herabgesetzt. Die Amortisation der Staatsschulden wurde 1934 fast gänzlich eingestellt und soll erst im Jahre 1938 im vollen Umfang wieder ausgenommen werden. Für Verzinsung und Amortisation ist ein Betrag von 1882 Millionen KL ausgesetzt. Die Tschechoslowakei muß zirka 10 Prozent der Staatsausgaben für die Verzinsung und Amortisation der Staatsschulden, verwenden. Sell dem Jahre 1930 stieg die langfristige innere Schuld um 42 Prozent, dagegen die kurz- ttistige Schuld um zirka 146 Prozent. Die lang- fristigen Kredite werden zum größten Teil für Investitionen verwendet. DaS aus diesen Anleihen gewonnene Geld wird in solche Investitionen festgelegt, die sich mit der Zeit von selbst amortisieren oder die durch die Inangriffnahme den Staat finanziell entlasten. Durch Errichtung neuer Straßen, Brücken usw. wird einem Teil der Arbeitslosen Arbeit gegeben und der Staat muß weniger an Arbeitslosenunterstützung auszahlen. Die Industrie bekommt Materialaufträge und ist imstande, höhere Steuern zu entrichten. Die eingestellten Arbeitslosen legen ihr verdientes Geld wieder in Konsumgütern an und geben der Industrie neue Beschäftigung. Gelder» die vom Staate in Investitionen angelegt werden, sind imstande, die gesamte Wirtschaft zu beleben. Ein Einstellen der Investitionstätigkeit des Staates würde xine neue Wirtschaftskrise bedeuten. Das Mißtrauen, welches man der Rentabilität privater Unternehmungen entgegenbringt, führt dazu, daß die am Kreditmarkt freiliegenden privaten Geldmittel in Staatspapieren angelegt werden. Das Ergebnis der letzten öffentlichen Staatsanleihen zeigt uns deutlich, daß der Kreditmarkt die staatlichen Investitionen als die sichersten Garanten zur Er- haltung der Wirtschaftslonjunktür ansieht. Ganz anderer Natur sind die kurzftistigen Kredite. Diese in Form von Kaffenscheinen und Lieferantenbons ausgegebenen Kreditanweisungen amortisieren sich nicht von selbst und tragen nur indirekt zur Wirtschaftsbelebung bei. Da ihre Zinsenlast unmittelbar aus Steüergeldern getta- gen weiden muß, verschlingen sie alle fteien Gelder. Das Anwachsen der kurzfristigen Schuld ist eine der ernstesten Erscheinungen unserer Finanz« Politik. Vergeblich hieß es, die beiden Juden im j Strafkeller dürften sich nicht aufs Stroh legen. Die' ganze Nacht war der Keller von dieser Wie ich mich zermürbt und totmüde in eine Ecke Angst des fteien und starken Tieres erfüllt und verkrümmeln wollte, streichelte mich die schwere Wie wuchs unsere Staatsschuld? ... Wiesen... Erde... schön ... Anjuschka... schön... Kinder... schön... Ochsen... riechen..< Menschen.., schlecht... Arbeiten... schön....Erde schwarz... Wiese ... Arbeit gut..- Änjuschka arm... Pjott ... muß... sterben..." Er weinte. Und ich weinte mit. Wir waren Freunde. Für. mich wurde Pjott ein großer Zauber, ein Wunder und eine Gabe. Ich liebte ihn, weil ich die Erde liebte. Auch später habe ich oft mit ihm nach Anjuschka geweint und den Kindern, um die Kühe, Ochsen und den Hund, um die vielen Einfältigkeiten eines gerechttn, sauberen Lebens. Seite 6 Prager Zeitung 12 Prager Kohlenverlader im Lohnkampf Zwischen den Prager Kohlenhandelsfirmen und deren Arbeiterschaft ist ein Lohnkonflikt ausgebrochen, der Montag zum vollständigen Ausstand der in den Lagern der Prager Kohlenfirmen beschäftigten Belegschaften führte. Am 1. September hatten sich die Kohlenfirmen zu einer Lohnerhöhung von acht Prozent bereit erklärt, welche sie aber im Laufe der ersten Novemberwoche widerriefen. Bei der Lohnauszahlung vom 7. November zahlten die Arbeitgeber tatsächlich nur den früheren Lohn, ohne die zusätzlichen acht Prozent aus, worauf die Arbeiter zunächst mit einem dreistündigen Demonstrationsstreit antworteten. Als Begründung wird von den Arbeitgebern angeführt, daß Voraussetzung der Lohnerhöhung die Festseßung der in Aussicht gestellten neuen Richtpreise für den Kohlenhandel nicht erfolgt sei. Die im Kohlenhandel beschäftigten Arbeiter erkennen diesen Standpunkt der Dienstgeber nicht an unter Hinweis darauf, daß einerseits die Kohlenhandelsfirmen feinesfalls mit Verlust arbeiten und daß anderseits die Reduzierung des Lohnes auf die ursprüngliche unzureichende Höhe untragbar sei. Die Stimmung der Streifenden ist absolut einmütig und entschlossen. Der Streit wird in vollster Diszi plin durchgeführt und die überflüssigerweise verftärkten Polizeibereitschaften hatten teinen Grund einzuschreiten. Es wurden nur einige wenige Fuhren Kohle für den Bedarf der Aemter und der Theater ausgefahren, im übrigen stockt die Koblenzufuhr gänzlich. Zu dieser Jahreszeit, die die Hochkonjunttur des Kohlengeschätfes bedeutet, werden täglich rund 100.000 Zentner Stohle im Prager Stadtgebiet aus gefahren. mit den Beauftragten der streikenden Arbeiterschaft Die Firmen haben einstweilen Verhandlungen abgelehnt, wovon das Fürsorgeminiſterium in Kennt nis gesetzt wurde. Die weitere Entwicklung dieses Lohnkonfliktes ist einstweilen noch nicht abzusehen. Einen endgültigen Beschluß über die neuen Stohlenrichtpreise, die eine Erhöhung um etwa vier Prozent ( etwa 95 Heller) pro Meterzentner bedeuten würden, wird der dienstägige Ministerrat zu fassen haben. Gleichzeitig wird sich auch das Fürsorgeministe rium mit der Vermittlungsaktion zwischen der streikenden Arbeiterschaft und den Arbeitgebern befassen. Ob der Streit eine weitere Ausdehnung annehmen und über das engere Prager Gebiet hinausgreifen wird, steht derzeit noch nicht feſt. wert. ,, Sozialdemokrat" Dienstag, 23. November 1937. Nr. 275 Daniel nach Amerika mitnehmen und zu Universal-| Teplizer wegen Rauferei ausgeschlossen werden. Nach erben machen will. Daniel fährt nicht. Es zeigt sich, Abpfiff fam es zu Raufereien der Spieler und Bus daß dieser Verbrecher moralisch höher steht, als der shauer, in deren Verlauf der Schiedsrichter Oswald Spießer Raoul, welcher seine Frau Evelyne in Mas( Prag) niedergeschlagen wurde. Die Polizei räumte trosenkneipen und mit Dienstmädchen betrügt. Als er den Blab. doch fand die allgemeine Rauferei auf der seiner Frau, welche er stets unfreundlich behandelt. Straße ihre Fortsetzung. Komotau gewann das alles unter der Wucht der Ereignisse beichtet, verläßt ,, Spiel" mit 3: 1( 2: 1). gestanden; die Burz wurde aus Familiengründen sie ihn. Das Stück, welches an Dostojevský und Der Teplißer F blieb auf eigenem Plaße über einstweilen in Freiheit belassen. Die gestohlenen andere Russen erinnert, wirft trob mancher über- DSK Gablonz mit 6: 1( 3: 1) erfolgreich. SpVg und weggeworfenen Handschuhe find Kč 800.- flüffiger Reden stark dramatisch. Besonders gut wa- Bodenbach besiegte in Reichenberg den RFK mit ren die beiden Frauenrollen besetzt: Evelyne( Kron- 2: 0( 2: 0). Der Karlsbader FK verlor in Gab bauerová) und die alte Dame( Dostalová). r. i. long gegen den BSK mit 1: 5( 1: 1) und in Traute Wochenspielplan des Deutschen Theaters. Diens- nau gewannen die Sportbrüder Schreckenstein über tag halb 8: Madame Pompadour, A 1. Mittwoch den DSV mit 3: 2( 2: 0). halb 8: Arabella, B 2. Donnerstag 8: Die Weber, Festvorstellung anläßlich des 75. Geburtstages von Gerhart Hauptmann, 1. Freitag halb 8: Hansens Königreich, D. Samstag halb 8: Madame Pompadour, B 1. Sonntag halb 3: Arel an der Himmelstur, 7: Lohengrin,€ 1. Wochenspielplan der Kleinen Bühne. Dienstag 8: im Taft, Bankbeamte 2 und freier Verkauf, Georg und Margaret. Mittwoch 8: Acht Ruder Donnerstag halb 8: Hilde und das Lotteriespiel. Freitag 8: Weibsteufel, Theatergemeinde des Kuls turverbandes und freier Verkauf. Samstag 8: Sonntag 3: Glück, 8: George und Margaret. Parkstraße 13. Sein eigener Erefutor. Gestern mittags erschienen in der Wohnung der Anna Suchopára in Žižkov deren Schwägerin Josefa Fuks und deren Geliebter Jan Dufet, beide aus Lieben und forderten Kč 300.- zurück, die sie ihr geliehen hatten. Als die Suchopára erklärte, sie babe kein Geld, wollte Dufek den Radioapparat wegtragen. Die Suchopára ſezte sich zur Wehr und während der hierauf folgenden Auseinandersetzung versette ihr Dufet einen so heftigen Stoß, daß sie bewußtlos zusammenbrach und mit einer Gehirnerschütterung auf die Klinik Schloffer gebracht werden mußte. Dufek und die Fuks wurden verhaftet. Das Informations- Büro der Hauptstadt Prag amtiert täglich außer an Sonn- und Feiertagen von 8 bis 14 Uhr in Prag I, Plattnergasse 21, Mezzanin ( im neuen Gebäude gegenüber der Niklas- Kirche). Für telephonische Anrufe können alle im Verzeichnis unter dem Schlagwort„ Pražská obec" angeführten Nummern benüßt werden. Bei schriftlichen Anfragen Retourmarke beilegen. Gerichtssaal Eine Scherzzigarette" Sport- Spiel- Körperpflege Aus der DTJ- Bewegung = Bilsen und Brünn bilden, welche Hauptgleichzu tragen Aus tschechischen Divisionen. Mittelböh men: Der Spißenführer S Lieben blieb über Nuselský S mit 2: 0( 1: 0) erfolgreich und hat bisher( nach elf Spielen) noch keine Niederlage zu verzeichnen. Bohemians verloren überraschend gegen Hvězda Košíře mit 1: 3( 0: 2). Čechie Karlin bes siegte Vittoria Nusle knapp 2: 1( 1: 1) und AFK Kolin wurde von Meteor VIII mit 6: 2( 3: 0) geschlagen. In der mährisch schlesischen Di vision gab es u. a. folgende bemerkenswerte Ergeb nisse: Bata Zlin gegen Slavia Michalkowiz 6: 0, Han. Slavia Kremsier gegen Polonia Karwin 4: 3, EK Olmüß gegen Mor. Slavia Brünn 7: 1, Rolny Proßniz gegen Slovan M.- Ostrau 4: 1. Das Prager deutsche Fußballderby zwischen DFC und Sportbrüder endete mit dem 5: 1( 2: 0) Siege des DFC. Die beiderseitigen Leistungen waren mäßig. Sonstige Fußballergebnisse. Gr aslik: DFC gegen Sparta Karlsbad 8: 0( 3: 0). Eger: DSK Faltenau gegen DSV 1: 0( 1: 0) abgebrochen; Brür: Schiedsrichter unter Polizeischutz. Schwalbe gegen DSV Pihanken 5: 3( 2: 2). Turn: SK gegen DFK Neſtomik 5: 1( 3: 0). usiig DHK gegen DSV Leitmeris 3: 1( 2: 1). Ne sto mi b: Česty Lev gegen TSN Bilin Budapest: Hungaria gegen -Hams Am Sonntag fand in Prag eine Vortur ner Konferenz des Verbandes statt, in deren Verlauf ein Arbeitsplan Prag.-rb Vor dem Berufungsienat des Bra- für das tommende Jahr festgelegt wurde, dessen ger Kreisgerichtes wurde gestern ein Fall verhandelt, der beweist, wie notwendig es ist, mit manchen der Hauptpunkte die Landes- Turn- und Sportfeste in sogenannten Scherzartikel" aufs vorsichtigste zu vers proben der organisatorischen Festigkeit, Stärke und 8: 3( 3: 0). genannte Scherzzigarette, die nach einigen Zügen Brag im Jahre 1940 darstellen werden. Im wei- gegen Eto Raab 7: 1. fahren. In diesem Fall handelte es sich um eine fo- Opferwilligkeit für die 4. Arbeiter- Olympiade in Kispest 2: 0, Ferencbaros gegen Budai 3: 1, Ujpeit Wien: Floridsdorfer AC vor der Nase des Rauchers mit lautem Knall er- teren Verlauf der Tagung wurde über die Teilnahme gegen Sportklub 2: 1, Rapid gegen Wacker 1: 0, Adplodiert und diesen dadurch erschrecken soll. In vie- an der Antwerpener Olympiade Rückschau gehalten, mira gegen Landstraßer Amateure 3: 0, Austrosem Fall handelte es sich um einen„ Schera" im für die 3öglinge wurde die Farbe der Hemden da- Fiat gegen Hakoah 4: 1, Helfort gegen Poſtſport Streise einer Stammtischgesellschaft und es gelang durch entschieden, daß das rote Hemd 4: 4( 2: 2), Herrmann gegen Libertas 2: 1. tatsächlich, den Gefoppten ausgiebig zu erschrecken.| zeitig als Symbol des Sozialismus burg: Deutschland gegen Schweden 5: 0( 2: 0). Die explodierende Zigarette versengte dieſem näm- jei. Außerdem wurde über die verschiedenen abzuEishockey. Die Mannschaft der Prager lich nicht nur die Augenwimpern und Brauen, son- baltenden Kurie berichtet. Die sportliche und turne- Sparta spielt schon seit einigen Tagen in Ber dern machte auch noch einen operativen Eingriff nötig, da auch die Regenbogenhaut angegriffen wors rische Tätigkeit des kommenden Jahres steht im Iin, wo sie gegen Brandenburger EV 4: 2, Behlenden war. Nur einem besonders glücklichen Zufall ist Beichen der Verbandsmeisterschaften. Den Beginn dorfer Wespen 0: 1, Schlittschuhklub 2: 2 und Rotes zuzuschreiben, daß der Scherz nicht mit einem machen die Wintersportwettkämpfe am Spißberg Weiß- Club 3: 1 spielte. Die Prager besitzen in die schweren Unfall und schweren Folgen für den Ver- im Böhmerwald und Eiskunstlaufbewerbe, sowie ein fer Saison teine Kanadier. Teßten endete, der ebensowohl hätte um sein Augen- Gishockey- Turnier in Bilsen. Weiter werden die gegen SC Rießersee 1: 1. Verbandsmeisterschaften im Tischtennis abgehalten geklagten, der dem Gefährdeten die gefährliche werden. Im Sommer gehen vor sich die Meisterschaf= Scherzzigarette" gereicht hatte, freigesprochen, da ten in der Leichtathletit, im Schwimmen, Házená, er diese in öffentlichem Handel erworben hat und Wolleyball, Bogenschießen und im Herbſt jene im von der Gefährlichkeit dieses Jurartikels teine Turnen. Die 60- Jahr- Feier der tschechischen sozialKenntnis haben mußte. Das Berufungsgericht bestätigte den Freispruch. Es wäre wohl am Piabe, daß die Aufsichtsbehörden derartige Jurartikel einer besonders strengen Kontrolle unterwerfen, bzw. die erzeugenden Firmen für die Folgen in vollem Ausmaße verantwortlich machen. licht kommen können. Das Erftgericht hatte den An" Kunst und Wissen demokratischen Partei, sowie die 20- Jahr- Feier der Republik fanden in den Besprechungen reges Interesse. Um die Qualität der Vorturner zu heben, wurden die Anzahl der Kurse für alle Sparten erhöht. Ueber die Wehrerziehung herrschte Einstimmigfeit. Im Prager Winterstadion fand Samstag abends ein Propaganda Eis fun st schau laufen statt, das seinem Zweck ents sprechend als gelungen bezeichnet werden kann. * Sonntag fand bei Modřany ein Querfeldeinlauf für Stiläufer statt, zu dem sich auch Teilnehmer aus Tramp- und Sotol- Kreisen einfanden. Bei den Männern siegte über die 5000 Meter lange Strede Štiha( DTJ Rusle) in 14: 50.8 Min.; über die 2000- Meter- Strecke der Zöglinge blieb Lahoda( DTJ Nuſle) in 8: 40.5 Min. erfolg reich und bei den Frauen( 1500 Meter) Vladyková DTJ Nusle vor Sokol Žižkov. ( TA Udolí Raků).- Im Mannschaftsbewerb siegte Budapest: BKE Vereinsnachrichten Freie Vereinigung sozialistischer Akademiker. Mittwoch, den 24. November, um 20 Uhr, spricht Hugo Rokyta über Christentum und Sozialismus": Ort: Heim der. V. S. A.. Prag II.. Spátená Nr. 46'II. Boltsfinggemeinde. Die Gesangsprobe findet wie üblich am Dienstag statt. Mitteilungen aus dem Publikum. Fidschi mag nicht." Fidschi ist kein wilder Infulaner, der seinen Vater aufgefressen hat, sondern ein entzückender Blondkopf von 3 Jahren, der eigent lich Friz heißt. Da den besorgten Eltern ihr Einziger etwas schwächlich erschien, verordnete der Arzt ,, viel Milch". Ein paar Tage gings, dann sagte der Kleine mit großer Entschiedenheit:„ Fidschi mag nicht" und dabei blieb's, denn Fidschi war ein Charakter. Anstatt viel Milch, also gar keine. Die Eltern waren ratios. Der Arzt aber beruhigte sie. Ja, die pure Mitch wird ihm eben doch zu schwer sein, wissen Sie, gute, fette Kuhmilch gerinnt, wenn man sie in großen Ein neues Krankenhaus in Prag. Am Montag, den 22. d. M., wurde in Prag- Smichov ein neues Krankenhaus für innere Krankheiten des Vereines " Léčebná péče" eröffnet. Die Feier leitete der Vorfizende des Vereines Direktor Dr. Pleskot ein. An ihr nahmen der Minister für soziale Fürsorge Ing. Jaromír Nečas, sowie zahlreiche Gäste aus amtlichen, autonomen und ärztlichen Kreisen teil. Das Krankenhaus befindet sich in dem Gebäude des ehemaligen Bakule Instituts, welches für diesen Rived neu umgebaut wurde. Das Krankenhaus hat 120 Betten und ist als Institut für interne Krankheiten und Diagnostik bestimmt, insbesondere für die Bedürfnisse der Krankenversicherungsanstalten von Prag und der nahen Umgebung, welche infolge des Mangels von Betten in den Krankenhäusern von GroßBrag ihre Kranken in den öffentlichen KrankenhäuArbeitervorstellung. Der Bildungsverein deutsern nicht unterbringen konnten. scher Arbeiter in Prag hatte als lezie Arbeitervor Verkehrsopfer: Fünf Verletzter, ein Toter. Der stellung wieder einmal Mozart's entzückende to27jährige Schneider Ladislaus Martinet aus mische Oper„ Die Entführung aus dem Michle wurde auf dem Wenzelsplatz beim Ueber- Serail" angesetzt. Recht so! Denn gerade diese, schreiten der Fahrbahn vom Kraftwagen des Wenzel Mozarts Lebens- und Liebesſchichſalen so nahe ſteMotyčka zu Boden geworfen und blieb bewußtlos hende Meisteroper kann man einem musisbildungsbeTiegen. Die Rettungsgesellschaft brachte ihn mit einer dürftigen Publikum nicht oft genug darbieten. Noch schweren Gehirnerschütterung und einer Rißwunde bereiteten Art gegeben werden kann, wie dies gegen dazu, wenn sie in einer musikalisch so sorgfältig vorauf die Klinik Jirásek. Der Student Georg Schwarzer aus Starolinental stieß in der Bahn- wärtig am Prager Deutschen Theater der hofstraße in Smichov mit seinem Kraftwagen die Fall ist. Die schönen, geschloffenen EnsemblewirtunDie letzte Ligarunde gerade in die Fahrbahn gelaufen war. Auf der Ali- bei seiner ſonntägigen Aufführung wirksam zur Gel- wurde am Sonntag abgewickelt und brachte für einige Schlucken trinkt, in grobe, schwer verdauliche Alum47jährige Private Beatrix Dlabač zu Boden, die ihm gen und die Stileinheitlichkeit des Wertes tamen auch nit Jirájet wurden gleichfalls Rißwunden und eine tung, da Kapellmeister Friz 3 weig ſichtlich be- Klubs unangenehme Blazänderungen in der Tabelle, ven, die einen mehr oder minder starken Druck im müht war, auch unserem Arbeiterpublikum mit feft- so besonders für Židenice, die von der dritten auf Gehirnerschütterung festgestellt. Der Kraftwagen des Geschäftsvertreters Josef March aus Nusle licher Mozart- Musik zu dienen. Der ausgezeichnete die sechste Stelle rutschte. Aber auch Slavias der Magen verursachen. Aber dagegen kann man sich leicht tourde gestern vormittags an der Ecke Fochstraße- musikalische Gesamteindruckt dieser Opernaufführung zeitiger zweiter Platz ist noch nicht sicher, da Kladno helfen. Man mischt mit Kathreiners Kneipp- Malzwas schon seinerzeit noch ein Spiel nachzutragen hat. kaffee, der die Eigenschaft hat, die Milch in würzige, Radhoštská von einem Straßenbahnwagen der 22er bei der Neueinstudierungsaufführung geschrieben Der Herbstmeister Sparta hatte in Par- leicht verdauliche Flöckchen zu zerteilen. Außerdem Linie umgeworfen. March erlitt nur leichte Verlet - nicht alle Bartien des Werkes ideal be- du bis gegen den S teinen leichten Stand und schmeckt der Kathreiner ja ausgezeichnet." Und wie er zungen im Gesicht, das Auto dagegen und vier darin befindliche automatische Waagen wurden zertrümmert. jest find. Aber wir freuen uns, feststellen zu können, gewann nur dank einiger gelungener Aktionen knapp schmeckte. Fidschi gedieh von nun an prächtig und -In Prag gelangte auf dem wenn er seine Schale ausgetrunken hatte, trähte er In der Primatorstraße in Lieben ging das 52jäh- daß gerade diesmal bei der Arbeitervorstellung alle mit 3: 2( 2: 1). die Sängerinnen Book und Slavia- Plage eine Doppelveranstaltung zur Durch immer wieder: Fidschi mag noch Kathreiner". rige Dienstmädchen Antonie Cuři net so unvorsich- mitbeteiligten Kräfte Rayn, die Sänger B a u'm, Andersen und führung: Vittoria Žižkov blieb, ohne tig über die Fahrbahn, daß sie mit dem Kopf gegen Gö I In it sowie die Schauspieler Pad I e fat, Besonderes zu zeigen, über den zerfahren spielenden die Seitenwand eines fahrenden Kraftwagens stieß, den der Chauffeur Friedrich Thma aus Lieben lenkte. Iter und Klinger unterschiedslos ihr EK Náchod mit 4: 2( 2: 2) erfolgreich und Die Rettungsgesellschaft brachte sie in bewußtlosem Bestes an gesanglicher und darstellerischer Kunst her- Slavia hatte mit Schles. O ftra u mehr Pianos Bustand ins Krankenhaus auf der Bulovka, wo eine gaben, um das sehr zahlreich erschienene Publikum, Arbeit, als in dem Resultat von 4: 1( 1: 0) zum Aus- Harmoniums SK Kladno gewann auf eige= schwere Gehirnerschütterung und mehrere Rigtoun- einer in jeder Hinsicht befriedigenden und ungetrüb- drud kommt. den festgestellt wurden. Gestern mittags begegnete in Břevnov der schwere Bastkraftwagen des Wenzel Vratnik aus Bilsen dem Radfahrer Karl Horáčet, einem beschäftigungslosen Arbeiter. Beim Versuch, auf das Warnungszeichen hin auszutveichen, verfing sich Horáčeks Rad in den Straßenbahnschienen, er stürzte vom Rade und geriet unter das Hinterrad des Autos, das ihm den Kopf zerquetschte. Er war auf der Stelle tot. Der Wagenlenker wurde berhaftet. = blieb auch bestehen, obwohl wurde ten Freude bereitenden Opernaufführung teilhaftig nem Blaze über S Pilsen mit 3: 1( 0: 1). Bei werden zu lassen. Der fast nach jeder Nummer ge- Pilsen, das ein gleichwertiger Gegner war, versagten spendete herzliche Beifall zeigte wieder einmal dents einiger Stürmer im Schießen. In Pilsen teillich, wie sehr das Publikum wahre Kunst schäßt und ten sich SK Proßnik und Viktoria mit versteht. Nun wäre nur noch ein wenig mehr Be- 2: 2( 2: 1) die Punkte. Die Ueberraschung brachte fuchsdisziplin des Publikums zu wünschen, damit nicht 3 i denice, die sich auf eigenem Boden von Ouvertüre und Anfangsnummern unter dem Zuspät- SK Preßburg mit 1: 3( 1: 2) geschlagen E. J. bekennen mußte. Bei den Brünnern versagte fast die kommen einiger Unverbesserlicher leiden! ganze Mannschaft. Heute 20 Uhr Mozart- Requiem in der St. Salvatorkirche, aufgeführt von der Deutschen Musik- Atademie. Dirigent: Kapellmeister Leo Franz. DFV- Division: Trots Kälte- hitzige Spieler und Zuschauer " Forster Geschäfte, die in andern Tageszeitunaen inferieren, aber ben Sozialdemokrat nicht berücksichtigen, bekun det den damit. daß sie die wirt schaftliche Bedeutung Kauffraft unferer Refer noch nicht erkannt baben oder nicht et fennen wollen. Beituna lefe beikt, auch den Anzeigenteil beachten und beim Einkaul bie Anlerenten beboraugen. Memand wird flo Be schäftsleuten aufbrängen, die Arbeiterfundschaft nicht Kleinpianos Pianetto Labendieb verhaftet. Samstag mittags erMann wie Mann.( Armand Salacrou: Muž Bedalzungenorgeln wischte die Polizei die 43jährige bekannte Ladendiebin Günstige Preise, beRosa Vá let aus Žižkov, die gerade aus einem jako muž", Schauspiel, Ständetheater.) Raoul Sivet, queme Raten, Tausch Miete mit KaufmögHandschuhgeschäft heraustam und führte sie zur Prokurist einer Baumwollfirma in einer französischen Von den sonntägigen Meisterschaftsspielen was lichkeit, Reparaturen, Durchsuchung in einen Hausflur. Auf dem Wege Landstadt, ist auf seinen Ruf und auf den seiner Fa Siimmpflege. Raufereien und dorthin versuchte die Válek 14 Paar Handschuhe weg- milie. fehr erpicht. Es passiert ihm aber, daß sein ren zivei, welche mit Standalen abschlossen. In August Förster zuwerfen, wurde aber ertappt. Die Wache begab sich Schwager Daniel wegen Raubmordversuches an einer Angriffen gegen Schiedsrichter darauf ins Handschuhgeschäft und sah dort die Koms alten Dame, die ihn aushielt, angeflagt wird. Er Saaz kam das Treffen Warnsdorfer die Weltmarke! zu schäßen wiffen plizen der Válek, Beatrix Burz und den arbeitslosen wird nur bedingt verurteilt, während seine junge Ge- und DSV zum Austrag, das die Gäste knapp mit In 35 Staaten stän: ig vertreten. Fabrit: Georgswalde. Kellner Oldřich Sandera, gerade bei der Arbeit. Als liebte, die ihn aum Morde angeftiftet hatte, zibei 2: 1( 0: 1) gewannen. Hier fand der Schiedsrichter Sandera bemerkte. daß er beobachtet wurde, kaufte er Jahre Kerker verbüßen muß. Raoul ist entsegt, als nicht den Beifall" der Bussauer und er mußte rasch ein Paar Handschuhe um Kč 40.- und ließ sich auch gleich eine Bestätigung bei der Kassa aus- Entlassung in die Stadt gekommen und werde Daniel Sicherheit gebracht werden. Aerger ging es in Kostellen. Troßdem wurden er und die Burz beim Ver- aufsuchen, was gewiß einen neuen Standal herbor- m o ta u bei dem Spiele DK gegen VfB Tepliz Lassen des Geschäftes verhaftet. Sandera leugnete mit rufen wird. Aber zugleich mit ihr erscheint in Raouls zu. Die Kampfesweise der Spieler war hart und Hinweis auf seine Bestätigung, die beiden Frauen gutbürgerlichem Hause die alte Dame, welche fie und nach der Pause mußten je ein Komotauer und halbjährig Kč 96.- ganzjährig K 192.-.- Inserate werden laut Bezugsbedingungen: Bet Zustellung ins Haus oder bet Lezug durch die Poft monatlich Kč 16.-, vierteljährlich Kč 48 Die Zeitungsfranfa ur wurde von der Bosts und Tele Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. Rückstellung on Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken. graphendirektion mit Erlak Nr. 13.800/ VII/ 1930 bewilligt.( Kontrollpostamt Praha 25. Druckerei: Orbis". Drud. Verlags- und Beitungs- A.- G. Prag. er erfährt, das junge Mädchen sei sofort nach ihrer nach Schluß des Spieles unter Polizeibedeckung in Verlanget überall Volkszünder 0 8 fe G Б te it fo bi fe gr be fo re ge de fo de