Sozialdemokrat 8entralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Einzelpreis 70 Heller Redaktion und Verwaltung: Prag XII., Fochova 62 Telephon 53077 6 Herausgeber: Siegfried Taub- Verantwortlicher Redakteur: Karl Kern, Prag Aus dem Inhalt: Dr. Czechs Schlußwort im Budgetausschuß Schweres Grubenunglück in Schatzlar Nächste Woche Rutha- Prozeß Was die„ Zeit" verschweigt 17. Jahrgang Samstag, 27. November 1937 Inhaltsreicher Ministerrat Schachts Demission verlautbart Deutsche Akademie- Melniker Sender nach Dr. Beneš benannt Genossenschaftsfragen Margarine- Nachtragskontingent Winter- und Weihnachtsaktion für Arbeitslosenkinder Nr. 279 Wir kämpfen uns vorwärts! Seitdem die Sudtendeutschen Bürger der Tschechoslowakischen Republik geworden sind, Deutschlands Wirtschaft in den Händen Görings Berlin. Hitler hat die Demission In diesem Kampf ist Dr. Schacht jetzt unter- tämpft die deutsche Sozialdemokratie um die Les Dr. Schachts als Reichswirtschafts- legen und manches läßt darauf schließen, daß sich bensinteressen der arbeitenden Massen des Sudesein Rücktritt unter ungewöhnlichen Umständen tendeutschtums in diesem Staate. Die schweren minister angenommen. Schachts Nach vollzog. Es ist kein ersichtlicher Grund dafür vor- Krisenjahre waren für uns ein ununterbrochenes Der freitägige Ministerrat hat ein großes folger im Ministerium wird der bishe- handen, daß Schacht die Wirtschaftsministerien Ringen mit Arbeitslosigkeit, Hunger, Elend und Arbeitspensum erledigt. 285 11 rige Staatssekretär im Propaganda ihre Führung nicht einmal während der wenigen Männer, Frauen und Kinder, die von den Schlädes Reiches und Preußens sofort verläßt und Verzweiflung, ein Kampf für jene deutschen Von den für die Nationalversammlung vorbehandelt und genehmigt: am 15. Jänner 1938 antritt. Bis dahin Funk behält. Die Zwischenregierung Göring, die Wir haben Maßnahmen der Wirtschafts- und Der Regierungsgesetzentwurf über die Er- wird das Reichs- und das preußische noch dadurch in ihrer Bedeutung unterstrichen Sozialpolitik durchgesetzt, immer wieder den wird, daß Hitler im Entlassungsschreiben an Staat und seine Behörden beeinflußt, den Mens langung und den Verlust der Staatsbürgerschaft Wirtschaftsministerium, welches Dr. Schacht den Führungswechsel mit den Notwendig schen zu helfen, die unverschuldet Not litten. Den und der Regierungsgesetzentwurf, durch welchen die deutsche Gesellschaft der Wissenschaften und Schacht ebenfalls verläßt, Göring keiten des Vierjahresplans ausdrücklich be- Menschen helfen- deswegen streben wir mit Künste in eine Deutsche Akademie der Wissen- leiten. schaften und Künste umgewandelt wird. Weiters behandelte der Ministerrat den Entwurf des Obwohl Dr. Schacht sein Amt als Präsident Finanzministeriums über die Besteuerung von des Reichsbankdirektoriums weiter behält und Kartellverträgen. Der vom Ministerrat bereits von Hitler zum Reichsminister ohne Geschäftsbegenehmigte Entwurf des Assanierungsgesetzes, wird nunmehr unverzüglich der Nationalver- reich ernannt wurde, bedeutet die Demission Ministerien auf seine Rüstungs- und Autarkie- es zu den Vereinbarungen des 18. Feber fam, bereiteten Vorlagen wurden folgende Entwürfe ministerium Walter Funk, der sein Amt Wochen bis zum Amtsantritt seines Nachfolgers gen der Krise am härtesten getroffen wurden. gründet, läßt keine andere Auslegung zu, als aller Kraft an, daß der Staat seinen sudetendaß Göring nicht nur teine Zeit mehr verlieren deutschen Bürgern Gerechtigkeit und volle Gleich und den unbequemen Schacht so bald wie möglich berechtigung gewähre. Durch unseren jahrelan aus dem Wege räumen wollte, sondern daß er gen, zähen Kampf haben wir die öffentliche Meiauch gewillt ist, dessen Nachfolger vor fertige nung des tschechischen Volkes so weit bearbeitet Tatsachen zu stellen und die beiden wichtigen und die tschechische Politik so sehr beeinflußt, daß Dr. Schachts doch die Resignation eines linie auszurichten. die den Lebensraum des Sudetendeutschtums Deutschland will also diese Politik, gegen sichern und die Entwicklung unserer Kultur ges sammlung wurden die Vorschläge des Ministe-/ 1934 Reichswirtschaftsminister galt lange, und die sich vielleicht langfam, aber sicher die erdrüf- währleisten sollen. Wir haben diese Vereinbarun Gemäß den Resolutionen der Nationalver- Systems. Der Reichsbankpräsident und feit riums für Schulwesen betreffend die Placierung sicher nicht mit Unrecht, als der zweite Mann kende Mehrheit der Staaten zusammenschließt, gen vom Feber niemals über schäßt, aber und die der Dienstbezüge der ehemaligen Hoch- nach Hitler. Seitdem jedoch die Kriegsrüstungs- ohne Rücksicht auf die Folgen weiter treiben. als Entwicklungsschritt zum bollen schulassistenzen genehmigt. politik des Dritten Reiches zwangläufig Deutsch- Der Rücktritt Schachts, der sich unter solchen nationalen Frieden e in geschäßt und wir wissen, land von den Grundlagen einer vernünftigen Umständen auch als Reichsbankpräsident nicht daß wir in Gemeinschaft mit allen deutschen Atund zwar mit einer teilweisen Regelung Bewilligt wurde für das kommende Jahr die Wirtschaft abführte, und besonders seitdem die lange wird behaupten können, wird dem Dritten tivisten aus dem 18. Feber das herausholen wer Berlängerung der Begünstigungen bei der Um vorher kaum durchdachte Parole vom Bierjahres- Reich einen weiteren Prestigeverlust bringen. Daß den, was wir unserarbeiten unders satzsteuer, welche bisher den Genossenschaften und plan und der vollkommenen Autartisierung fein Sturz in einem Augenblick kommt, in dem kämpfen. ben Genoffenschaftsverbänden bei gegenseitigen Deutschlands Schachts letzte Hoffnungen begru England sich um die Anbahnung anderer Besies Lieferungen gewährt wurden. ben, daß ein Halt auf der abschüssigen Ebene ge- hungen zwischen Deutschland und den andern der Donnerstag im Budgetausschuß angenommen Der Antrag Jaksch- Mayr- Harting- Viereckl, Zur Kenntnis genommen wurde der Bericht funden werden könnte, verdichteten sich die Mel- Staaten bemüht, wird weder als Beweis guten wurde, ist wieder ein Schritt vorwärts auf dem über ben Fortgang der Vorbereitungen zum Bau bungen über Schachts Amtsmüdigkeit und feinen Willens noch als Zeichen von Klugheit bewertet wege, den wir zielbewußt betreten haben und der bon Filialgebäuden des Prager Allgemeinen immer heftiger werdenden Konflikten mit Göring. werden. Krantenhauses und der Medizinischen Kliniken in Motol und die erforderlichen administrativen und finanziellen Beschlüsse zwecks baldiger Realisie rung dieser unaufschiebbaren Bauführungen ge troffen. Neue Waffenfunde in Paris Paris. Die staatliche Sicherheitspolizei[ " der einzige ist, um die Lebensforderungen des Sudetendeutschtums auf demokratischem und friedlichem Wege durchzusehen. Nicht nur, daß Die gesamte Koalition die Regierung auffordert. den Grundsatz der gerechten Proportionalität" genauestens einzuhalten, sondern es wird auch Ebenso wurde in der Delacour gehörigen die zur Verwirklichung dieser Forderung notwen hat Donnerstag abends ein weiteres großes Mühle in Boissy- Laillerie bei Pontois eine dige Systemisierung von Dienstposten grundsäßWaffenmagazin und ein Sprengstofflager in dem Durchsuchung vorgenommen. Dort wurde ein lich zugestanden. Was wäre für ein Sturm in den Haufe des Pariser Architekten Pierre Parent Reller entdeckt, dessen Eingang durch eine frisch tschechischen politischen Parteien entstanden, wenn entdeckt. Der Architekt wurde verhaftet und von errichtete Ziegelmauer mastiert worden war. In iemand vor zehn Jahren die Herstellung einer der Polizei während der ganzen Nacht verhört. dem Keller wurde ein Zementquader gefunden, gerechten Proportionalität im öffentlichen Der Untersuchungsrichter, der sich mit der der mit einem besonderen Mechanismus versehen Dienſt" gefordert hätte, wie dies in der aktivisti Die Gesamtmenge der Produktion an künftlichen Speisefetten für den heimischen Verbrauch im Jahre 1937 wurde um 600 Waggons erhöht. Analog wie im Vorjahr wurde beschloffen, die erforderlichen Geldmittel zu dem Zwecke zu lofen und der kurzarbeitenden Familienernährer bewilligen, damit für die Kinder der Arbeitsim Winter 1937/38 eine staatliche Ernährungshin ein Weihnachtsbeitrag gewährt werden könne. Santé Eugen Deloncle und Hubert Past reichloß. Diesen Zementquader ließ der Sohn des man auf dem Standpunkt der Demokratie, dann und Bekleidungsaktion durchgeführt und weiter- Affäre der Cagoulards befaßt, hat Freitag früh war, durch den der Quader den Eingang vers schen Resolution zugestanden worden ist! Steht Beschlossen wurde, dem Präsidenten der Re- unter der Beschuldigung der Teilnahme an dem Inhabers herstellen, der Führer der ersten Mo- muß man eben die Mehrheit für sich gewinnen publik zu empfehlen, der Benennung der neuen Verbrechen ins Gefängnis bringen lassen. Pastre| Rundfuntsendestation Brag II., bei Mělnik mit wird außerdem der unberechtigten Waffenaufs bert Pastré nahm die Polizei in der Pariser als lebensnotwendig ansieht. Das ist die Methode seinem Namen zuzustimmen. Beginn der Offensive gegen Guadalajara? Guadalajara.( Havas.) Die Stadt Guada bilgarde war. Nach der Verhaftung des Gutsbesizers Subewahrung beschuldigt. Ingenieur Michal Ha- Wohnung des Herzogs Pozzo di Borgo, der auf rispe und Paul Re un é, gegen die bereits am die Polizei gebracht und dort den ganzen Tag 16. September die Beschuldigung der Verheh einem Verhör unterzogen wurde, eine Haus Yung von Kriegswaffen erhoben worden war, werden gleichfalls der Teilnahme an dem Ver- durchsuchung vor. Gegen Abend wurde Pozzo di Borgo für verhaftet erklärt und ins Gefängnis brechen beschuldigt. gebracht. Er wird der Teilnahme an der Üms sturzbewegung beschuldigt. Die Polizei nimmt weiterhin zahlreiche Die Untersuchungsorgane haben in Paris die Mitglieder des Csar, einer geheimen Umzufolge sprechen einige der beschlagnahmten DoDeutschland ihren Sitz und ihre Bureaus hatte. Immer näher an Nanking Tokio.( Reuter.) Die japanischen Truppen und unablässig dafür arbeiten, das Verständnis dieser Mehrheit für die Ziele zu erobern, die man des demokratischen Sudetendeutschtums und wir fehen, wie wir uns auf diesem Wege Schritt für Schritt vorwärtsarbeiten. Was die Entschließung aber noch bedeutsamer macht, ist die Tatsache, daß die Koalition nicht nur dem Grundsaß der Proportionalität in den Personalfragen und der Aufteilung aller Dotationen für fulturelle givede nach dem BeHöhe der Arbeitslosigkeit in den einzelnen GeDen besonderen Bedürfnissen der sudetendeutschen Notstandsgebiete wenigstens im Prinzip Rechnung getragen. lajara wurde Donnerstag bombardiert. Wie der und Umgebung, besonders in der Elsässer- Straße| flärte, war der Anflug einer der heftigsten, den des Vereines Französisch- Elsaß", und in Pu- Frankreichs von Brest bis nach Toulouse vor. darüber hinaus anerkennt, es müsse„ nicht nur Zivilgouverneur der Provinz Guadalajara ers in Clichy, im Hause Boucherys, des Kassiers Hausdurchsuchungen in verschiedenen Teilen völkerungsschlüssel" zustimmt, sondern daß sie die Stadt während des Bürgerkrieges erlebt hat. dank der Organisation des Verteidigungsdienstes sturzbewegung, versammelt hatten, Haussuchun kumente dafür, daß die Bewegung auch in bieten" Bedacht genommen werden. Damit wird Glücklicherweise hatte jedoch der gestrige Angriff teaur in dem Raum, in dem sich, wie es heißt. Den Informationen der Pariser Abendblätter auf die Bevölkerungszahl, sondern auch auf die teine allzu mörderischen Folgen. Die Stadt be= fist 8. B. 50 vorzüglich ausgestattete unter gen vorgenommen. irdische Deckungen. An dem Anflug waren 17| dreimotorige Bomber beteiligt, die von zwölf Jagdflugzeugen begleitet wurden. Sieben Kinder, drei Frauen und ein Mann, durchs| wegs Zivilpersonen, getötet und zehn Personen hat die Regierung Chautemps bei der Abstimmung eroberten Schansin, eine auf dem Wege nach noch nicht die Verwirklichung alles dessen, was berlegt. Es wurden viele Bomben abgeworfen, über die Staatsangestelltenvorlagen einen bedeu- Nanking liegende strategisch wichtige Stadt. In wir für notwendig auf diesem Gebiete halten, bon denen aber nur 120 explodierten, da der Bo- tenden Erfolg errungen. Die Regierung hatte bes den nächsten Tagen wird eine Entscheidungs- aber sie ist die Voraussetzung dazu. Erst muß die den nach den türzlichen Regenfällen start aufge- antragt, für die Besserung der Einfünfte der schlacht erwartet, von deren Ausgang das Schids Anerkennung des Prinzips seitens der Parlaweicht ist. Freitag mittags unternahmen Flug Staatsangestellten 1700 Millionen Francs, dabon zeuge der Aufständischen einen neuerlichen An- 400 für die Pensionisten, zur Verfügung au stel fal Nankings abhängen wird. Es wurden 521: 4 für Chautemps Baris. Nach einem ziemlich heftigen Kampf griff auf Guadalajara. Die Alarmfirenen machs| len. Die Forderungen der Staatsangestelltenber Wir wissen, daß die grundsäßliche Anerkennung der Lebensbedürfnisse der Deutschen in der Tschechoslowakei noch nicht alles ist, sie bedeutet mentsmehrheit erfolgen, bevor die Durchführung tommt. Vielleicht wird man sagen, daß wir auf Meldungen aus chinesischen Quellen zufolge dem einzig möglichen Wege zur Bereinigung der gekämpft. Die Japaner greifen insbeson- aber wir kommen vorwärts. bei Kiangjin an. Den„ Národni Listy" ist das Auftreten der In der Provinz Schanhun haben die Chine- Aktivisten im Budgetausschuß nicht recht. Das die rasch in den Deckungen Zuflucht suchte. ten die Zivilbevölferung rechtzeitig aufmerksam, bände gingen höher und hätten einen Mehrauf wird am ganzen Frontbereich um den Tajhu- See nationalen Fragen langsam vorwärtskommen Major Attlee nach Spanien wand von ungefähr 3 Milliarden erfordert. Chautemps erklärte in einer kurzen Kundgebung, die er schon in den Morgenstunden abgab, daß die Reheftig dere London. Der Führer der Labour- Party, gierung ihr Möglichstes getan hat, daß sie aber auf * Major Attlee, hat eine Einladung der spanischen dem Budgetgleichgewicht und der Sicherheit der sen die Dämme des Gelben Flusses durchbrochen Blatt erteilt uns Ratschläge. Es meint, die AktiRegierung angenommen, sich in Spanien an Ort Währung beharren müsse. Da auch die Kommuni- und das umliegende Land mit den japanischen visten hätten die Ziffern, die der Ministerprämieren. Er tritt die Reise am kommenden Don- schließlich für den Antrag stimmten und auch die daten sind infolge dieser Aktion ertrunken. In der Beweis ihrer erfolgreichen Arbeit hinstellen solnerstag an und wird auf dem Wege nach Spa- übrigen Parteien die Argumente Chautemps an- Provinz Schansi unternahmen die Chinesen len. Wenn man dieses Argument auf seine Rich und Stelle über die allgemeine Lage zu infor- sten, welche vorübergehend opponiert hatten. Stellungen überschwemmt. Viele japanische Sols fident Dr. Hodža angeführt hat, als einen nien Gelegenheit zu einer Aussprache mit den erkennen mußten, ergab sich für die Regierung einen Gegenangriff und verdrängten die Japaner tigkeit prüfen will, muß man sich die Ziffern noch französischen Sozialisten in Paris haben. eine Mehrheit von 521 gegen bloß 4 Stimmen. in nördlicher Richtung einmal vor Augen führen. Hodža hat u. a. an Seite 2 Nr. 27Y Krise 6er belgischen Liberalen Brüssel. Eine Resolution des Brüsseler Kreises der liberalen Partei forderte die Abgeordneten«nd Senatoren der- Partei. auf, der neuen Regierung das Vertrauen zu verweigern. Infolge dieses Beschlusses und der Ausschreitungen, von welchen diese Tagung begleitet waren, habe» Staatsminister Max, der Bürgermeister von Brüssel, ferner der Fraktionsführer in der Kammer, Hymans,«nd Senator Devrze den Austritt aus der Parteiorganisation erklärt. geführt, daß es in der Justizverwaltung 11.8 Prozent Deutsche gibt, im Bereich des- Unterrichtsministeriums-11.4, des Eisenbahnministe- riums 11.25 und des Finanzministeriums 13.83 Prozent.-Im-ersten Vierteljahr nach den Febervereinbarungen wurden der Neuaufnahmen unter Len Staatsangestellten 8.52, unter den Hilfsarbeitern 14.83 Prozent Deutsche berücksichtigt, im zweiten Vierteljahr jedoch unter den Angestellten 12.6, unter den Hilfsarbeitern 14.09 Prozent. Wohl ist also der Prozentsatz der Deutschen bei den staatlichen Angestellten im zweiten Vierteljahr der Wirksamkeit der Vereinbarungen vom 18. Feber gestiegen, aber weder entspricht der Prozentsatz bei den staatlichen Angestellten nach dem heutigen Stande noch bei den Neuaufnahmen dem Bevölkerungsanteil der Deutschen, der 22.32 Prozent beträgt. Wenn wir mit dem heutigen Stand der Vertretung der Deutschen im Staatsdienst nicht zufrieden sind, ist dies in den Ziffern, die Dr. Hodja vorgebracht hat, so begründet, daß man darüber kein Wort mehr verlieren muß. Sind die„Närodni Listy" der Ansicht, daß man unS in der Budgetdebatte von den Henlein-Leuten nicht mehr unterscheiden konnte, so informieren sie ihre Leser schlecht und verzeichnen das Bild der sudetendeutschen Sozialdemokratie, welche die historische Aufgabe auf sich genommen hat, die wirtschaftlichen und Kulturinteressen der arbeitenden Massen ihres Volkes auf dem Boden dieses Staates mit den Mitteln der Demokratie zu vertreten. * Angesichts des aktivistischen Erfolges im Abgeordnetenhause tritt die Kläglichkeit und Ohnmacht der Sudetendeutschen Partei und ihrer 44 Abgeordneten der Bevölkerung plastisch vor Augen. Wie schwer muß es den Verehrern Hitlers im Budgetausschuß des Abgeordnetenhauses gefallen sein, die Hand für einen Antrag zu erheben, der von einem Sozialdemokraten mit gestellt wurde! Aber die Herren hatten keinen anderen Ausweg alS mit süßsauerem Gesicht sich der Führung der „Splitterparteien" anzuvertrauen und im Schlepptau des Mtivismus zu segeln. Um sich dafür vor ihren Anhängern zu entschuldigen, führt die„Zeit" an,'.daß damit kein« Önerlen- nung des 18. Feber als WsustgSfbrmel für die sudetendeutsche Frage" verbunden sei. Bon dieser Erklärung der„Zeit" kann man sagen, daß sie nicht einmal eine Pfeife Dabäk wert ist. Wenn ein Ozeandampfer in einen Hafen «miaust, kommt eS manchmal vor, daß ein klei« ner Schlepper, ein sog. Remorqueur, das große Schiff in den Hafen schleppt. Dieses Bild bot die Abstimmung im Budgetausschuß deS Abgeordnetenhauses am 25. November. Die von den Hen- lein-Leuten verlachten„Splitterparteien" zogen die große Sudetendeutsche Partei schön in den Hafen des 18, Feber und daß die parlamentarischen und publizistischen Vertreter Konrad Henleins sich dafür noch entschuldigen, macht die Ab- .schleppung der SdP noch blamabler. 23 »er Kleine VONlUOlNIDABIT Berechtigte Uebertragun«* tue den» Fran* ösf seh en tob Bejot „Tu weckst mich." Ich mache einen Rundgang durch die Ställe, dann stelle ich meine Laterne hin und setze mich. Mein Kamerad schläft wie ein Murmeltier. Er ist noch ein richtiger Junge mit seinem bartlosen runden Gesicht, seinen roten Backen und seinen langen Wimpern. Er ist hübsch, gut gepflegt, ein« Treibhauspflanze. Eigentlich wäre er jetzt an der Reihe. Aber ich habe nicht das Herz, ihn aufzu- - wecken. Plötzlich öffnet er die Augen. „Leg dich doch auch hin", sagt er.„Keine Gefahr. Der Alte kommt nicht." Ich strecke mich an seiner Seit« inS Stroh. Er lächelt mir zu und'schläft wieder rin. Ich erwache. Gegen«ine Raumwand dröhnen Hufschläge. Ein Pferd reißt sich los. Ich stehe auf, nehme es«n der Trense und mache es an seinem Platz fest. Dann setze ich mich wieder hin, Müdig- . leit in allen Gliedern, einen schlechten Geschmack im-Munde. > Endlich graut der Morgen. Jacques Mn erwacht, gähnt und fragt: „Bin sch jetzt daran?" „Ich habe deine Wache, mit abgemacht, ich war nicht müde." „Du bist ein guter Kamerad, Klemer. Wir trinken bald Kaffee in der Kantine." Ich gehe in die Stadt. Jacques hat mich eingeladen, mir sein Zimmer anzufehrn. Im Gegensatz zu Pierre drängt mich mein neuer Freund zu einem mehr äußerlichen, mehr betriebsamen Leben. Er ist reich. So- SamStag, 27. November 1937 Dr. Czech antwortet Jilly Eine Blamage für die Sterilisierungsfreunde P r a g. I« seinem Schlußwort zur Budgetdebatte setzte sich Gesundheitsminister Doktor Czech sehr eingehend mit de« merkwürdigen Auffassungen auseinander, di« Herr Dr. Jilly von der SdP im Ausschuß über Populattonssragen, Sterilisierung etc. geäußert hatte,«nd wies namentlich die völlig unbegründeten Anwürfe des genannten Herrn gegen die kinderattion des Ministeriums mit der größten Schärfe zurück. Herrn Dr. Jilly«nd seinen Gesinnungsgenossen wird hoffentlich auf geraume Zett hinaus die Lust vergehen, über ernste Dinge so verantwortungslos«nd so von Kenntnissen«nbesch wert herumzurrden, wie er dies im Ausschuß getan hat. Gegenüber dem Versuch jedweder einseitiger Darstellung verwies der Minister neuerlich darauf,' daß das Sinken der Population beide Bollstelle i Böhmens, den tschechischen ebenso wie den deutschen, mit der gleichen Härte trifft, und daß diese nahezu volle Balance— mit geringen Abschwächungen— auch in Mähren und Schlesien gegeben ist. Es sei also jeder Versuch, diese Sachlage unter Berufung auf die Populationsergebnisse durch die Behauptung vom drohenden„sudetendeutschen Volkstod" zu trüben, entschiedenst zurückzuweisen. Wenn Abg. Jilly darauf hinweist, daß der einzige Schuldige das liberalisttsche Staatsregime und seine ideologisch-materialistischen Unterlagen seien, dann sei daran zu erinnern, daß sich unter den Staaten mit sinkender Geburtlichkeit nahezu sämtliche Staaten Europas befinden, nicht nur unser Staat, sondern auch Polen. Italien. Ungarn und Oesterreich, und daß in Deutschland zwar in der letzten Zeit ein Aufstieg zu verzeichnen war, der aber von dem bedeutendsten reich-deutschen Populationssachmann Dr. Burgdorfer bei wiederholten Anlässen— der Minister hatte gerade die.Leit" zur Hand,— als nicht zureichend bezeichnet wurde.'Und doch werde niemand behaupten wollen, daß die genannten Staaten unter sogenannter liberalistischer Füh- rung stehen. Wenn e- zu dem von Abg. Dr. Jilly befürch- teten„völlStod" komm« sollte, müßt« nicht nur di« beiden groß« Nation« dieses Staate-, sondern alle Böller Europa- daran glauben. Der Minister wandte sich dann den Methoden zu. welche Abg. Jilly zur Verhinderung der Entvölkerung inS Treffen führte. Abgesehen von der undefinierbaren sogenannten.Lebensfreude" erzählte er von dm Berichten des statistischen ReichSamteS über die Zahl der fett 1933 gewährten„Ehestandsdarlehen" und anderen Hilfen. Wir fänden ihn also plötzlich, trotz seiner Abneigung gegen alles„Ideologisch-materialistische", wieder ganz auf materialischem Boden, der auch bei ihm der Weisheit letzter Schluß ist, wenn man von der Sterilisierung absieht, die sich ganz kurioS im Programm der.Lebensfreude" anSnimmt. Der Minister betonte, daß er zu dem Programm, das sich plastisch in dem Wotte„Wille zum Kinde" zusammenfassen lasse, positiv eingestellt sei, aber vorerst müßte für das„gewollte Kind" die nackte LebenSmö>'lichkeit und vor allem die Möglichkeit einer Entwicklung der Organismus gegeben sein. DaS ist das. vorläufig auf die Gesundheitsfürsorge gestellte— Programm der Gesundheitsministerium». Wir verkenn«, sagte Minister Dr. Czech, die Notwendigkeiten der Eugrull nicht, aber wtt wall« nach allem, waS wir von den Ergebnissen der Sterilisierung nach dem bekannten Muster von der„rassisch« Gesundheitslehre" hören, v»« dieser nichtSwissrn, brsonderS, da wir sehe«, daß sich auch in Staaten, in deiwn das Rezept dr- Her« Dr. Jilly verwirklicht ist, die Geburtlichkeit in ständigem Niedergang befindet. I Und wenn wir gerade jetzt von dieser Seite plötzlich zu hören bekommen, daß es nicht so sehr auf Idie Quantität als auf die Qualität ankommt. | dann sagen wir. daß die Qualität auch für uns ent« , scheidend ist und daß die Qualität unseres Nach» I Wuchses sehr g u t ist. Wenn wir in dem Augenblick, in dem die Sicherheit de- Staate- auf festen Grundlag« steht, die Ksher für diese Aufgabe eingestellten Kräfte frei bekommen, um nunmehr auch über den ges un dheitlichen Sektor hinaus für die Hebung der Population unseres Staates etwas fchaf» f« zu könnm, daun muß uns um unsere Zukunst nicht Lange feig. Der Minister wendote sich sodann mit der größ- tat Schärfe gegen dm Abg. Jilly, der die vom Ge- sundheitSministerimn durchgeführt« Staatliche Ge- ncsungaktion für Kinder Arbeitsloser als eine„sozialdemokratische Angelegenheit" bezeichnet hatte. Dr. Czech legte dar, daß alle Kautelen für eine Auswahl der Kinder rein nach sozial« Gesichts- punkten(Kinderauswahl durch die Schul««nd staatlich« Aorzt«, die BezirkSfozialkomutission« und die Bezirke) gegeben sei« und daß eS unerhört fei, eine mit so großem Erfolg durchgeführt« Aktion als politisch« Aktion z« verdächtig«. Dagegen könne nicht genug entschieden Verwahrung eingelegt «erd«. Gegenüber dem Hinweis auf daS Anwachsen der Diphtherieerkrankungen und dm Versuch,. auch diese Erscheinung lediglich der staatlichen GesundheitSbetwaltung anzulasten, verwies der Gesundheit-Minister darauf, daß die Diphtherieerkrankung« in den letzten vier Jahren bei uns ununterbrochen im Rückgang begriffen waren, während in einem benachbarten Staate in den Jahren 1931 bi- 1936 ein Aufstieq bis zu 6.5 Prozent zu verzeichn« war. Die Tatsache, daß daS Jahr 1937 ein Ansteigen um 500 Krankheitsfälle brachte, sei der Gegenstand größter Sorge des Ministeriums. DaS Gesundheitsministerium habe all« Vorsorgen getroffen und werde auch durch Maßnahm« an Ort und Stelle, durch ärztliche Instruktionskurse usw. alle» Gebotene zur Abwendung der Diphtherie unternehmen. Der beste Beweis bsefür sei. daß eine vor kurzem abgehaltene ärztliche Tagung ihre Beschlüsse dahin auSklingen ließ, der Aerzteschaft die genau« Beobachtung der vom Gesundheitsminister in den zurückliegenden Jcchren ausgegebenen Richtlinien zu empfehlen. Der Finanzminister Ober die deutschen Geldanstalten Finanzminister Dr. Kalfus befaßte sich im Schlußwort im Budgetausschuß u. a. auch mit der Liquidierung einiger deutscher Geldanstalten, der Zentralbank der deutschen Sparkassen, der Bolksbank und der Landbank. Er wies darauf hin, daß es sich hier nicht um eine Sanie- rung, sondern um di« L i q u i d i e r u n g der Anstalten handelt. Die Mittel, die zur Liquidierung der Landbank und BolkSbank nötig sind, werden für die Zukunft die Staatskasse nicht«ehr belasten; die Mittel zur Liquidierung der Zentralbank und der Karlsbader VereinSbank soll« vor allem durch die neuerrichtete Sparkassenzen« trale hereinqebracht werden. Ohne ziemliche Opfer deS Staates geht ei allerdings auch in diesen Fällen nicht ab. Diese Opfer waren aber unbedingt notwendig, wenn man den Einlegern dieser deutschen Instituts, also zum größten Teil Mitbürgern deutscher Nationalität, HLfe bringen wollte. Auf das Verlangen, ein Verzeichnis aller sanierten'Geldanstalten und der hiefür aufgewendeten Beträge vorzulegen, antwortete der Minister, daß daS Gesetz auS begreiflichen Gründen dies nicht zulasse. In diesen Dingen kenne die Finanzverwaltung keine nationalen Gesichts, punkte» sondern richte sich einzig nach den öffent- lichcn Interessen unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Mittel. Zu der Diskussion über die Polttik der Nationalbank im Zusammenhang mit den sogenannten Operationen auf dem freien Markt erklärte der Finanzminister im Budgetausschuß, daß die Nationalbank solche Operationen bereits auf anderen Wegen durchführe, die auf die Erhaltung und Steigerung der Liquidität des Geldmarktes abzie-en. Er verwies insbesoudere auf dw Einführung deS Börsenlombards, des Börsen« eScompts für Coupons von Gtaatspapieren, auf die Mitarbeit mit dem ReeScompte- und Lombardinstitut, auf die Liquidierung der Exportförderungen in freien Ländern mit Hilfe eines Kredites der Bank für internationale Zahlungen usw. Auf diese Weise bringen die Nationalbcock Banknoten im Wege beS Geldmärkte» und Umlaufe», wenn da» selbsttätige Instrument der Wechsel nicht gut funktioniere und die wachsende Wirtschaftsaktivität einen höheren Banknoten« umlauf erforderlich mache. ' Günstige Aussichten für das Budgetjahr 1937 Im Budgetausschuß teilte Dr. H o r ä k, der Präsident des Obersten Kontrollamtes, mit, daß die Bruttoeinnahmen der Staatskasse(ohne Abrechnung der Zuweisungen der Gruppe Hl) bis Ende Oktober 9837.S Millionen betragen, daS ist um 870.7 Millionen mehr als veranschlagt. Bei der definitiven Abrechnung der Zuweisungen können allerdings Aenderungen eintreten. An Ausgaben sind in derselben Zett 7128.4 Millionen auSgewiesen, das ist gegenüber dem Budget um 516.1 Millionen mehr. Darin sind aber auch Nachträge auf Konw des vergangenen Jahre» inbegriffen sowie gewisse Zahlungen für die darauffolgenden Monate, vor allem auch die Gehälter für den Monat November. Nach Abrechnung dieser Ausgaben sind die Gesamtausgaben gegenüber dem Budget nur etwa um 197 Millionen höher. Die bisherigen Ergebnisse berechtigen also zu einem günstigen Urteil über das Ergebnis des Budgetjahres 1937. Aufklärung über die»Reise-XL". In der Budgetdebatte hatte Abg. M a c e k(tschech. Sozdem.) das Finanzministerium wegen der Einrichtung der sogenannten„Reise« XL"»die gewissen Ausländern billiger abgegeben wird, heftig angegriffen. Finanzminister Dr. KalfuS erwiderte nun im Schlußwort, daß die Kurgäste und Touristen, die aus dem Auslande zu uns kommen, im Ausland Schecks in XL zum normalen Kurs kaufen- Bei uns werden diese Schecks aus gesperrten Forderungen honoriert. Die dabei gewährte Bonifikation geht auf Kosten der Eigentümer dieser gesperrten Forde« rungen, die sie lieber sofort mit einem gewissen Verlust realisieren, als abwarten wollen, bis die Freigabe auf dem normalen Wege möglich ist. Mit dem Kurs der XL hänge das nicht zusammen. Im Gegenteil: eS werde dadurch ein DiSagio bei Forderungen in XL vermieden, deren Transfer bei der normalen Bewilligungspraxis bald er seine Zell abgedient hat, geht er wieder nach Paris. „Sett ich beim Regiment bin, habe ich immer Schwein gehabt. Ich hoffe, daß eS auch an der Front so bleibt", sagt er. Ja, Iqcque» wird Glück haben im Leben. Ich l mißgönne es ihm nicht. Denn auch ich bin nicht mehr zu beklagen. Ich habe jetzt zwei Freunde» von denen ich mich nicht wieder trenne. Wo ich kann, bin ich ihnen gefällig. Sie sind träge. Wenn wir Waffen, Zaumzeug, Steigbügel putzen müssen, ziehen sie Gesichter. Dann sage ich: .»Laßt mich euren Kram mit machen. Ich gehe heute abend sowieso nicht au»." Dann lächelt Jacques, und ich fühl« mich belohnt. Als ich ihn zum erstenmal beim Vornamen nannte, war er nicht etwa beleidigt. Er ist ohne Dünkel. Seine Freundschaft bedeutet mir viel. Ich frage mich zuweilen, was mich eigentlich so glücklich macht. Jacques sagt nichts Außergewöhnliches. Und doch könnte ich ihm immer zuhören. Er wohnt im feinen Viertel, wo man die Aussicht über das Elaintal genießt. Ick beschleunige meinen Schritt, so freue ich mich, ihn wiederzusehen. »Herein, Kleinert" Sorgsam säubere ich meine Schuhe, ehe ich sein Zimmer betrete. Es ist geräumig, rot tapeziert, Bilder an den Wänden, bequeme Gessel auf dem Teppich. Die Fenster gehen nach Gärten hinaus. „Wundervoll!" „Na... nur das Bett ist gut. Setz dich." Er bietet mir eine englisch« Zigarette an, nimmt ein Buch und wirft sich auf» Bett. „Was ttägst du für einen drolligen Anzug, Jacques?" «Ein Pyjama. Gefällt eS dir?" Ich kann die Augen von meinem Freund nicht abwenden. Sein Benehmen, seine Bewegungen entzücken mich immer von neuem. Ich bin stolz auf seine Freundschaft. Hier, in diesem Zimmer, in seiner Gesellschaft vergesse ich di« Kaserne. Lemoigne kommt auch. Er macht eS sich bequem und wähtt ein Buch aus einem Haufen, der auf einem Tische liegt. Dann setzt er sich behaglich in einen Sessel und beginnt zu schmökern. „Was liest du, Lemoigne?" „Verse. Hör einmal da» Sonett." Er trägt es mit einer leidenschaftlich bewegten Stimme und mit ausdrucksvollen Gesten vor. „Baudelaire", sagt er zum Schluß. «Lenne ich nicht." „Du würdest vermuttich Verlaine schöner finden. Aber kennst du überhaupt unsere Lyriker?" „Ein wenig, von der Schule her." „Sully-Prudhmnme?" Er sucht auf dem Tische ein andere- Buch. „Steck das in die Tasche:«Die Galanten Feste." Ich leihe dir noch„Weisheit." Iacque» ist aufgestanden und sieht mich fragend an. „Gehen wir au»?" Wenige Minuten später sind wir auf der Place d'Arme». Wir gehen in«in großes Cast. Meine Freunde suchen einen Tisch und rufen den Kellner. „Billard, Kleiner?" „Ich kann nicht spielen." Sie machen sich bereit. Ich wage kaum, mich zu bewegen. DaS hell« Licht der Kronleuchter blendet mich. Offiziere lesen di« Zeitung. Eine Frau in ausgeschnittenem Kleid« nippt an einem Gla» Likör. Zwischen zwei Blattpflanzen thront die Kassiererin. Meine Freunde beug« sich über dagrüne Tuch. Mit der Zett wächst meine Sicherheit. Draußen stehen Soldaten, auch Chargierte, die sich nicht hineintrauen. Ich muß an meine Anfang-Wochen denken. Ich sehe mein Bild in einem Spiegel: mit meiner Weißen Halsbinde und dem keß ans» Ohr gedrückten Käppi sehe ich nicht mehr wie ein Rekrut aus. Ich schlage nicht die Augen nieder, wenn mich ein Offizier ansieht, und gleichmütig lasse uh die Asche meiner Zigarette in eine Untertasse fallen. Ich muß an da- kleine Cast denken, wo ick- in meinen Band Barbusse vertieft, mich einsam meinem Weltschmerz überließ. Es war einmal.•• Lemoigne trinkt sein Gla- aus. „Wer hat gewonnen?" »Lsaco»." Iacque» gibt mir ein Zeichen. Ich antworte ihm mit einem Lächeln, in das ich meinen Dank, meine Freude, all meine Freundschaft lege.- Ich habe Lemoigne die beiden Bücher zurückgegeben, die er mir geliehen hatte. „$at dir da- gefallen?" Statt eine klare Antwort zu geben, habe i® irgend etwas gestammelt. Wie soll ich ihm M Neue, Verwirrende erklären, daS ich dabei empfinde? Es erinnert mich an die seltsamen Schauder, die mich überkamen, als Pierre mir den Begriff Gott zu erklären suchte. Lemoigne gibt mir einen Roman zu lest® „Madame Bovary", und sagt dabei: .(Fortsetzung folgt) „DaS wirst du besser verstehen." Komischer Kerl, dieser Lemoigne! Ich fühl* mich in seiner Gesellschaft nicht immer wohl, y beobachtet mich zuweilen mit einer Eindringlick- ftit, die mich-zwingt, die Augen niederzuschlagA Dann hat er noch eine andere, höchst widerli^ Angewohnheit: wenn er in Begeisterung geräh drückt er meinen Arm. Gr spricht zum Beists von den Griechen, von dem herrlichen Leben besonnter Küste, von den schönen Jünglings deren Leiber er bewundern möchte. Und dabei sei-Druck immer inniger. Ich höre ihm zu, lE mich von seinen Worten fortreißen, aber^ schweige. Sein gedunsene- Gesicht, seine grünes Augen, seine Gesten mißfallen mir. Vielleicht'? eS Jacques' Schönheü, die mich so anspruchsvo" macht? Nr. 279 DamStag, 27. November 1837 Seite 3 {uiioiouAoutKfLoK ZrihutiMfif. IFFfFlfy WyrrwfrrtFyiW SdP-Organlsatlon fordert a Volksgemelnsdiaftlldier Zwischenfall Am Sonntan gab es im Deutschen Haus in Prag ein Fest des Turnverbandes, bei dem verschiedene Korporationen Uebungen durchführtrn. Als sich die Teilnehmer aufstellten, kam, wie der „Pr. Mittag" berichtet, Jng. Haider neben einem Hochschüler zu stehen, der Mitglied der „Gilden" ist. Der Hochschiller trat plötzlich aus der Reihe und erklärte mit erhobener Stimme: „Ich turne nicht mit diesem Mann"—wobei er auf Jng. Haider wies—„er ist ein Schädling der'Volksgemeinschaft!" Sofort stürzten sich die Ordner auf den Sprecher. Er wurde aus dem Saal geführt, wäb-end Ang. Haider ruhig in der Reihe stehen blieb. Paris. Die Verhandlungen über die Möglichkeit des Zusammrnschluffes der französischen und der kommunistischen Partei zu einer einzigen Partei des Proletariats, die von den Delegationen beider Parteien seit Juni dieses Jahres geführt wurden, sind einem Beschluß des Vorstandes der lozialistischeik Partei zufolge, für unbestimmte Zeit vertagt worden. Der Vorstand der sozialistischen Partei hat bekanntgegeben, daß er sich bei den Vorverhandlungen einen„Zusammenschluß beider 8arteten in eine freie Partei" vorgestellt habe. Schweres Grubenunglück in Schatzlar Ein Toter, zwei Verletzte, Donnerstag wurden in den Schatzlarer Kohlenwerken durch herabfallende Kohlenmassen drei Bergarbeiter verschüttet und dabei wurde der Bergarbeiter Kleinwächter aus Schatzlar getötet» die Kumpels A m l e r aus Lampersdorf und Kuh« aus Brettgrund verletzt. Die zwei Verletzten wurden in häusliche Pflege gebracht und man hofft, daß sich aus ihrer Verletzung keine Komplikationen ergeben. Dieser neuerliche Unglücksfall auf den Schatzlarer Kohlenwerken hat unter der Arbeiterschaft große Erregung hervorgerufen, denn es ist innerhalb kurzer Zeit der fünfte Todesfall, der sich auf den Kohlengruben in Schatzlar ereignet hat. Auch dieser Unfall ist auf die hier herrschenden Antreibermethoden zurückzuführen. Nicht möglich sei. Die Nationalbank verkaufe keine Reise-Xö, diese Transaktionen vereinbaren private Banken mit einigen'grasten Reisebüros. Die Nationalbank gibt hiezu lediglich ihre Zustimmung. Bon einem Gesamtbetrag von über 400 Millionen an fremden Zahlungsmitteln, die die heurige Reisesaison eingebracht hat, machen die auf die geschilderte Art freigegebenen XL 45.8 Millionen aus. Wieder Steuerzahlungen in bar? Finanzminister Dr. K a I f u s erklärte im Budgetaus- schust, dah die Frage der Wiedereinführung von Bareinzahlungen bei den Steuerämtern gegenwärtig ernst studiert werde, und dast eine Neuregelung im Laufe des kommenden Jahres nicht ausgeschlossen sei. Der Gedanke, Steuern aus- schliehlich mittels Posterlagscheinen zu bezahlen, sei schon im alten Oesterreich aufgetaucht. Bei uns wurde er nach dem Umsturz konsequent durchgeführt. Sein grotzer Vorteil liegt in der täglichen Konzentrierung der Kastabarschaften aus dem gesamten Staat an einer Stelle und in der Möglichkeit, mit diesen Mitteln einheitlich zu disponieren. Auf diese Konzentration werde man auch in dem Fall, nicht verzichten können, dast die fakultative Barzahlung wieder eingeführt werde. Keine deutschen Bewerber für das Kontrollamt? Der Präsident des Obersten Kontrollamtes, Dr. H o r ä k, teilte auf die Anfrage des Abgeordneten Jaksch betreffend die deutschen Beamten dieses Ressorts rm Budgetaüsschust mit, dast lediglich der Mangelan Bewerbern deutscher lund auch slowakischer) Nationalität die Ursache des jetzigen Standes sei. Er erinnerte jedoch daran, dah deutsche Beamte in dem Ressort seit Beginn seiner Wirk sämkeit tätig sind und dast einer von ihnen seit einigen Jahren eine sehr bedeutsame Funktion bekleide. Der Präsident der Republik empfing am Freitag, den 26. November, die Vertreter der Armee in der üblichen Audienz. Verhandlunssabbruch Sozialisten-Kommunisten in Frankreich Ein 16jähriges Mädchen wurde dieser Tage hungrig und halb tot vor Müdigkeit von tschechoslowakischen Grenzorganen bei der Zollstation Schneeberg angehalten. Das Mädel stammt aus Joachimsthal und war seinen Eltern wegen einer Geringfügigkeit davongelaufen. In völkischen Kreisen aufgewachsen, glaubte es seinen Freunden alles, was sie von den Herrlichkeiten im Dritten Reiche erzählten und wandte sich dahin. Das Mädel kam nach Dresden und suchte dort Arbeit. Dabei geriet es der Polizei in die Fänge. Man setzte die Kleine mit ihren zwei Köfferchen auf die Straste, mit dem Bedeuten, dast sie binnen 24 Stunden nicht mehr auf nazideutschem Boden angetroffen werden dürfe. Keinen Pfennig in der Tasche, mit hungrigem Magen lief das arme Mä- vel Tag und Nacht und kam am Sonntag abends halb tot in Schneeberg an. Tvrt nahm sich seiner die Staatspolizei an und übergab es der Jugendfürsorge. die ihm die Heimreise ermöglichte. Bon seinem Glauben an das Dritte Reich ist das Mädel jedenfalls geheilt. Ruinöse Journalistik Das„Nordböhmische Tagblatt" vom 21. d. M. brachte einen Leitartikel, der ein Schulbeispiel der Unwahrhaftigkeit und des politischen Dilettantentums genannt werden muß. Er trägt den Titel„Die Ruine"— das soll nämlich die Sozialdemokratie sein. Zunächst läßt der Anonymus immerhin Bebel und Viktor Adler als„große Repräsentanten" des deutschen Sozialismus gelten. So lange sie lebten, haben freilich feine Lehrmeister, die ja nicht minder völkisch waren als er, den Schmutz fuhrenweise gesammelt und gegen sie geschleudert, wie er und seine Freunde es heute mit Fleiß und Beharrlichkeit gegen die Sozialdemokratie und deren Vertrauensmänner üben. Dann aber kommt er zu folgender fundamentaler Erkenntnis: „Die deutschen Sozialdemokraten haben aus ihrer Revolution des Jahres 1918 nichts als eine Lohnbewegung gemacht..." Zum Teil ist das schon richtig; die Sozialdemokraten oder besser gesagt, die F r- i e n Gewerkschaften haben manchem Helden des völkischen Lagers von heute zu anständigen Lohn- und Arbeitsverhältnissen verhalfen. Haben, ist wahr. Aber die deutsche lhier meint der Anonymus die reichsdeutsche) Sozial- demokratie hat doch allerhand anderes auch noch getan: Sie ist vor allem nicht davongelaufen, wie die Kaiser und König«, hat das Volk nicht im Stich gelassen, hat den Zerfall des Reiches verhindert, hat mit unendlichen Schwierigkeiten dafür gesorgt, daß die Menschen wieder zu essen hatten. Sie hat die Wirtschaft des großen Lande.s wieder aufgerichtet, das Rheinland befreit, den Separatismus überwunden und dem Lande wieder eine Währung geschaffen. Das müßten sogar jene wissen, die das heutige Deutschland regieren; denn als sie die Macht antraten, betrug die Golddeckung der Mar? 68 Prozent, waren über drei Milliarden inGold und Devisen da, von denen heute nichts mehr übrig ist und von denen nicht einmal Schacht weiß, wo sie hingekom- nien sind. Allerdings: kastriert und geköpft wurde damals nicht, niemand wurde„rechtens erschossen", niemand in Konzentrationslagern gemartert, es gab auch kein„Eintopfgericht", keine staatliche Lumpen- und Spülwasserfett- sammluns. l' Was die„Zeit“ nicht meldet Der Fürsorgeminister hat in seiner Antwort an die SdP im Budgetausschutz ein reiches Tatsachenmaterial vorgelegt. Er hat sich in diesem Schlutzwort ausführlich mit der Arbeitslosigkeit im deutschen Gebiet beschäftigt und er hat— ohne die größere Arbeitslosigkeit in den Grenzbezirken zu beschönigen oder die Notwendigkeit besonderer Fürsorge für diese Gebiete zu vermindern— eine soziologische Analyse der Lage gegeben, die von unbestreitbar richtigen Gesichtspunkten ausging. Diese Antwort an die SdP hat in der „Zeit" eine eigenartige Behandlung erfahren. In der ohnedies gekürzten Wiedergabe ist vollkommen ausgelassen jener Absatz, der auf Grund amtlicher reichsdeutscher Feststellungen den Nachweis führt, daß auch in Deutschland der Unterschied zwischen industrialisierten und agrarischen Gebieten sich auffallend in den Arbeitslosenziffern ausdrückt. Trotz der seit 1933 geübten Methode, unter allen möglichen Titeln Menschen, die in ihrem Beruf keine Beschäftigung finden können, aus den Arbeitslosenstatistiken zu entfernen, mußten diese vom Fürsorgeminister zitierten amtlichen Berichte des„Reichsarbeitsblattes" zugeben, daß im industriellen Sachsen und im Rheinland die Arbeitslosigkeit sechsmal so h o ch ist wie im agrarischen Ostpreußen— und dies, obwohl sich das Dritte Reich aus Propagandagründen bemüht, in den Grenzbezirken die Beschäftigung möglichst zu fördern. In Ostpreußen betragen die relativen Arbeitslosenzif- fcrn 0.2, in der Rheinland-Provinz 0.9, in Dresden und Chemnitz aber 28 und in Köln— also schon weiter von auslandsdeutschem Sprachgebiet— sogar 35! Diese amtlichen reichsdeutschen Berichte dürfen die Anhänger der SdP nicht kennenlernen! Aengstlich vermeidet es die„Zeit", die sonst wenig Gelegenheiten— und keine absichtlich— vorübergehen läßt, ohne zu zeigen, wie herrlich weit es Deutschland unter Hitler gebracht hat, diese Zahlen wiederzugeben— denn sie sind geeignet, wesentlich die Vorstellungen zu korrigieren, welche von der SdP nach Kräften gefördert werden. Sie zerstören das Märchen, daß in Deutschland die Ueberwindung der Krise gelungen ist, so wie sie die Behauptung Lügen strafen, daß an der größeren Arbeitslosigkeit im indu- strißstey^ DeutsMöhmm die Regiernngischuld ist. Der" Fürsorgeminister führte gegen Unwahrheiten Tatsachen an, die a n k l a g e n. Aber für s o l ch e Tatsachen findet sich in der„Zeit" kein Raum. keineswegs aber eine„Aufsaugung der sozialistischen Partei durch die kommunistische Partei unter der Führung der Dritten Internationale." Die Hanptursachr für die Unzufriedenheit der Sozialisten bildete ein kürzlich veröffentlichter scharfer Artikel des Sekretärs der Dritten Internationale Dimitrow. Die sozialistische Partei schließt die Möglichkeit einer Neuaufnahme der Verhandlungen nicht auS, jedoch unter der Bedingung der „loyalen und dauernden Einheit", wie es in dem betreffende» Schreibe« heißt. eines Zusammen- dcr Entlassung der Rutha-Affäre so noch viel bedeutender der„Volksgemeinschaft" Italienischer Kommentar zur Hallfax*Relse Rom. In informierten politischen Kreisen Roms wird bestätigt, daß die italienische Regierung von Deutschland über die Unterredungen des LordkanzlerS Halifax mit Hitler unterrick«t'orden war. Nachrichten aus diesen römischen Kreisen zufolge sind die Gerüchte, als ob Deutschland England um eine Unterstützung oder wenigstens um freie Hand für Deutschland in Mitteleuropa ersucht hätte, vollkommen erdichtet. In römischen Kreisen verweist man darauf, daß Deutschland sich verpflichtet hat, ohne die Zustimmung Italiens in mitteleuropäischen Fragen nichts zu unter- »chmen und daß Deutschland bei der gegenwärtigen Situation kein Interesse daran habe, neue Schwierigkeiten in Mitteleuropa herbeizuführen. Diese Informationen sind dadurch interessant, daß sie zweifellos den Wunsch Italiens zum Ausdruck bringen, daß Deutschland in Mitteleuropa nicht zur vorherrschenden Macht werde. Von diesem Willen ist auch der Hinweis auf die Italien gegenüber bestehenden Verpflichtungen diktiert. Rutha-Prozeß Anfang Dezember Die Hauptverhandlunq gegen die im Fall Rutha nach Paragraph 129 b angeklagten und seit Anfang Oktober in Untersuchungshaft befindlichen jungen Männer wurde nun beim Kreisgericht in B ö h m.-L e i p a auf Donnerstag, den 2. und Freitag, den 3. Dezember anberaumt. Bei der Durchführung des Beweisverfahrens wird die Oeffentlichkeit ausgeschlossen. Bei der Urteilsverkündung wird die Oeffentlichkeit wieder hergestellt werden. Die Verhandlung wird der Vorsitzende des Strafsenates beim Kreisgericht in B.-Leipa, Gerichtsrat Dr. Gottlieb I a n o u- s e k, leiten. Erklärung Unter Bezugnahme auf de« im»Heimatruf" vom 22. September 1937 unter der Urberschrist„Schönbrunn. Oeffentliche Versammlung" erschienenen Artikel erklären wir, daß wir sämtliche daselbst enthaltenen, auf Herrn Abg. Wenzel I a k s ch bezüglichen Borwürfe nicht aufrechterhalten können. Wir widerrufen als vollkommen unbegründet insbesondere die Behauptung, Herr Abg. Wenzel Jaksch habe als Vorsitzender des Er- «Ährungs- Ausschusses des Abgeordnetenhauses einen Antrag in seiner Schublade liegen gelassen, den die Abgeordneten der Sudetendeutschen Partei auf Verbilligung der Zuckerpreise gestellt haben. Wir leisten Herrn Abg. Wenzel Jaksch hie- mit volle Genugtuung. Die Schriftleitung des „Heimat ruf". Rach der reichsdeutschen Sozialdemokratie nimmt der Artikelschreiber die österreichische her: Sie(die österreichischen Sozialdemokraten) glaubten, der Staat oder die Stadt Wien sei ein grotzer Konsumverein und die Lösung der sozialen Frage erschöpfe sich mit der Lohnfrage. Deshalb entwickelten sie keine grotzen und aufbauenden Ideen für den Staat, sondern preßten nur aus ihm heraus, was herauSzupressen war. Als es nichts mehr HerauSzupressen gab und die Not und Verzweiflung aufs Höchste gestiegen war, erhob sich die Nation gegen sie. Dieselbe Nation, die von den Sozialdemokraten immer verleugnet wurde. Nie hat der Wackere ein Wort von den heroischen Kämpfen der österreichischen Sozialdemokrat^ um die. Lebensrechte des österreichischen Volkes gehört. Nie ist zu ihm die Kunde gedrungen, daß es die österreichischen Sozialdemokraten waren, die den Anschluß Oesterreichs an daS demokratische Deutschland forderten. Die„Verleugnung der Nation" und weil die österreichischen Sozialdemokraten zu„hohe Löhne" herauspreßten", vielleicht überhaupt-n viel LebenSrechte, waren es, weshalb sich di» „Nation" erhob. And die„Nation", das waren dee Dollfuß, derJnnitzer und die k. n. k. O f f i z i e r e, die dann— alles im Namen der erhobenen Nation— mit Kanonen in Arbeiterwohnungen schießen ließen und Galgen bauten und zu deren Hilfe Mussolini tausende Soldaten an dee Grenze bereit hielt. Unbegreiflich, daß dann, den—- sozusagen Retter der„Nation— nämlich den Doll« fu ß, e i n Nazi n i e d e r s ch o ß. . Ja, und erst die sudeiendeursttze Sozialdemokratie! Die bestreitü ihr Leben Äevhaupt nur von dem Haß gegen den Nationalsozialismus, steht- in der„andideutschen Weltfront", weil sie glaubt, den Ideen der Demokratie zu dienen und es gibt, überhaupt „keine Lüge über Deutschland, die von der sozialdemokratischen Presse nicht mit Freude verbreitet würde, und zwar ganz ohne Rücksicht auf di« deutsche Ration, nur von parteipolitischem Haß gegen den Nationalsozialismus diktiert.. Dasselbe gilt von dem„Kampf" der sudetendeutschen Sozialdemokraten gegen Henlein und die SdP- Ja, wir Sozialdemokraten, von Grund aus verderbt, sind von„parteipolitischem" Hatz gegenden Nationalsozialismus erfüllt, können nicht begreifen, daß Fallbeil und Kastrierungmesser, Scheiterhaufen und Kriminal zu den höchsten Kulturgütern der „Nation" erhoben wurden. Aber wir brauchen Lügen weder zu ersinnen noch zu verbreiten. Es ist die Wahrheit grauenhaft genug und deshalb wird sie in völkische» Blättern« n« terdrückt. Die Prager deutsche Arbeitersendung bringt in dieser Woche: Sonntag, 28. November, 14.20 bi- 14.80; Die Feuerbestattung(Albert Renner-Aussig)-- 14.30 bis 14.35(Strasnice);„Für Volk und Frieden". Mittwoch, 1. Dezember, 13.40 bis 13.45: Arbeitsmarkt— 18.20 bis 18.40: Konjunktur- Dämmerung— und was dann?(C. R. S ch w a r z- Lcitmeritz)— 18.40 bis 18.50: Sozial« Informationen. Freitag, 3. Dezember, 18.85 bis 18.45; Aktuelle zehn Minuten. Untersuchung des Falles Rutha I Die Protestbewegung in der n o r d mährischen SdP gegen die Amtsenthebung Dr. I o n a k s dauert an und wächst. Die Bezirksorganisation Reutitscheinhat nach Anhören des Berichts ihrer Abordnung, die bei Henlein ohne Erfolg vorstellig war, einmütig beschlossen, neuerlich gegen die Amtsenthebung Dr. Ionaks schärfstens Verwahrung einzulegen, dem das uneingeschränkte Vertrauen ausgesprochen wurde. Der Bezirk verlangt die sofortige Rückberufung Dr. Ionaks. Ferner wird eine sofortige Untersuchung des Falles Heinz Rutha verlangt und schließlich die Beseitigung aller Element« innerhalb der Parteiführung, die d« r ch die Affäre Rutha belastet erscheinen. Ist es schon an sich interessant, auf solche Weise die Möglichkeit Hanges zwischen Dr. Ionaks und unterstrichen zu sehen, die Tatsache, daß aus selbst der Ruf nach Untersuchung und Säuberung sich erhebt. Es läßt sich denken, wie entzückt Herr Henlein und sein engerer Kreis.von der Forderung auf- Beseitigung aller„belasteten Elemente" sein wird!- Aber nicht nur der SdP-Bezirk Neutitschein, sondern auch die Bezirke M L g l i tz und B e- n i s ch faßten hinsichtlich Ionaks Protest-Beschlüsse; diese Tatsachen und ihre Wirkung werden wohl kaum dadurch aufgehoben, daß die„Zeit" sie ihren Lesern verschweigt.;. In Karzes Wien. Tie Demonstrationen in der Umgebung der Universität haben sich Freitag nachmittags nicht wiederholt. Auch bei der Technik herrschte Ruhe. Die im Laufe der letzten Tage verhafteten Studenten wurden größtenteils auf freien Fuß gesetzt. Stockholm. Die schwedische Nachrichtenagentur meldet:„Der Rat des Außenministeriums Mal- mar ist ab 1. Jänner 1938 zum Gesandten für Pmg ernannt worden, wo er I. de Lagerberg ersetzen wird, der schwedischer Gesandter in Warschau wird." AP. Mexico City. Präsident Cardenas ordnete die Beschlagnahme von 350-000 Morgen Land an, die bisher der Standard Oil gehörten und brach lagen. Die große Plantage des Amerikaners Jenkins un Staate Puebla, die 110.000 Hektar umfaßt und von der nur 8000 Hektar mit Zuckerrohr bepflanzt sind, soll enteignet werden. Ferner wurden 500.000 Morgen Land im Staate Tabasco beschlagnahmt. AP. Amsterdam Di« Austritte aus der Mussert- Bewegung dauern an. U. a. haben der Pfarrer Hofstede, der in der Bewegung führend tätig war, und der Haager Gemeinderat Westermann ihren Austritt vollzogen. AP. HelfingforS. Bei Nachwahlen in der finnischen Stadt Mäntsälä erhielten die Sozialdemokraten 11(10) und die Bürgerlichen 8(L) Sitze. Buenos Aires. tHavaS.) Zum Präsidenten der Republik Argentinien wurde mit 245 gegen 127 Stimmen Ortiz, zu seinem Stellvertreter Castillo gegen sein« beiden Gegenkandidaten Awerara und I Rosoo gewählt.' Seite 4 Samstag, 27. November 1937 Nr. 279 Tagesneuigkeiten Zur Nachahmung empfohlen! Man kann in der lezten Zeit wieder öfter die Klage hören, daß in unserem Lande die Demokratie zu wenig propagandistische Entfal tungsmöglichkeiten aufweist, daß fie viele Geles genheiten ungenützt vorübergehen läßt, andere Möglichkeiten wieder zu wenig auswertet und für das alles wird der Mangel an Mitteln ins Treffen geführt. Da dürfte es vielleicht von Interesse sein zu hören, daß sich in Holland eine Organisation gebildet hat, welche alle die Aufgaben auf sich nimmt, die aus irgendwelchen Gründen sonst ungetan blieben und für die Vers breitung des demokratischen Gedankens sehr wichtig sind. Das ,, Neue Tagebuch" berichtet über diese Organisation: Ende Oktober erfuhr die holländische Oeffentlichkeit davon, daß dieser ,, Wachsam tetts Ausschuß antinationalsozialistischer Intel. Yettueller"( Comité van waakzaamheid van anti- nationaalsocialistische Intellectuelen) fich gebildet habe, und unmittelbar darauf begannen schon die ersten Aktionen. Mit der Herausgabe einer Schriftenreihe über aktuelle Themen, wie Fragen der Kirche, der Kunst, des Sozialismus, in ihrer Stellung zum Nazismus, befaßten sie " V Ein Kanal erschließt eine Wüste Der All- Amerika- Kanal, der sich jetzt seiner Vollendung nähert, erschließt eine unfruchtbare Dede und bringt 60.000 Bewohnern Wasser. Der Kanal läuft parallel der merikanischen Grenze von Yuma in Arizona bis Calexico in Kalifornien. Militärverrat Brag.( Amtlich.) Der Senat für Anges Tegenheiten des Militärverrates beim Kreisstraf gericht in Prag verurteilte den 24 Jahre alten Handelsgehilfen nichtständigen Wohnsizes Josef Schneller wegen des Verbrechens des Mili tärberrates nach§ 6, Nummer 2, Absatz 1 des Republik- Schutzgesetzes und wegen des Verbre chens der Nichtanzeige eines anderen Militärberrates nach§ 12, Nummer 1, Absak 2 des Republik- Schutzgesetzes zu dreieinhalb Jahren schweren Kerkers mit der entsprechenden Vers schärfung, zu einer Geldstrafe von 1000 Kč, im Falle der Uneinbringlichkeit zu weiteren zehn Tagen schweren Kerkers und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Wegen unvorsichtigen Umgehen mit dem Mis Titärbuch und den Militärausweisen ist Freitag vor dem Senat für Angelegenheiten des Militärverrates beim Kreisstrafgerichte in Brünn der Buchhalter Karl Sohlenberger, geboren 1895 in Mährisch- Neustadt, zu sechs Wochen strengem Arrest und zu einer Geldstrafe von 200 Kč, im Falle der Nichteinbringlichkeit zu weiteren zwei Tagen Arrest, berurteilt worden. Die Strafe ist auf zwei Jahre beding t. Die Beschuldigung Kohlenbergers wurde als Vergehen des Militärberrates nach§ 6 Nr. 4 des Republik- Schuß gefeßes formuliert. schen Behörden in Tschentingfu durchführten, wurde festgestellt, daß am 9. Oktober d. J. neun wohnten, ermordet wurden. Es handelt sich um waken und einen Polen. Ihre Leichen wurden verbrannt. An der angegebenen Stelle wurden angeblich nachts auf einem Plaze der Stadt auch Ueberreste der Kleidungsstüde gefunden, welche die Missionäre trugen. Es gelang jedoch nicht, die Mörder zu eruieren. Die Nachforschun gen werden deshalb fortgesetzt. sich und fanden beim Publikum erfolgreichen Ab- andere vom Osten nach dem Westen der Stadt gezeigt zu haben. Es flingt unglaubhaft, daß katholische Missionäre, welche in Tschentingfu verlaufen. Die Tunnels sollen in einer Tiefe iemand, der seine Elche beim Namen nennt und in den Tageszeitungen bestimmte Subrifen ein bon 18 Metern unter der Erdoberfläche angelegt Nistkästen für Vögel an die Bäume nagelt, jich drei Franzosen, drei Holländer, zwei Tschechoslo und außerdem wurde für Mitte November eine auf die gepanzerte Faust verläßt." große Universitätswoche" ausge schrieben, während in den sieben Universitätsstädten Hollands durch Gelehrte und Autoren hohen Rufes( den Strafrechtlern Bonger, den Philosophen Pos und Loenen, den Historifer Bollestein, den Handelsrechtler Soetint, den Kritiker Ter Braat) usw. Kollege über den The menkreis gehalten wurden." Man vergleiche einmal die Haltung dieser Professoren mit der Einstellung des Zehrtörpers ber Prager Univer fität, um zu erkennen, wie notwendig es in unserer Republit wäre, eine Organisation ins Reben zu rufen, die einer ähnlichen Aufgabe ges recht zu werden versuchte. Es würde gewiß nicht werden. Der Gesamtplan foll in 35 Jahren verwirklicht werden und sieht Strecken von insgesamt 31 Nilometern Länge vor. Für den Bau der erften Strede ist ein Zeitraum von fünf Jahren vorgesehen, Londoner Nebel: vier Tote. In einer Londoner Vorstadt stieß Donnerstag abends in dich Landsautobus zusammen. Bei dem Unfall wurden tem Nebel ein Kraftwagen mit einem Ueber vier Personen getötet. Lebenslänglich. Das Schwurgericht in Nied ( Defterreich) berurteilte den 38jährigen Johann Neumaier, der vor vier Jahren seine Gattin er mordet und die Leiche im Backofen verbrannt hat, zu lebenslänglichem Sterker. Achtzig Todesopfer eines Unwetters. Die an Arbeitswilligen und begeisterten Mitarbeitern Unwetter, welche in den letzten Tagen über das fehlen, die Unterstüßung der Bresse würde auch maica niedergegangen sind, haben einen Sach hier zu finden sein, das Interesse beim Publikum schaden von mehreren Millionen Dollar angerich fann man als bestimmt voraussehen, denn es ist tet. Durch die Ueberschwemmungen wurden Brüt doch im Laufe der lezten Jahre immer mehr dem ten fortgeschwemmt und Eisenbahndämme völlig Einzelnen zum Bewußtsein gekommen, wie eng unterspült. Bisher zählte man 80 Tote. sein menschliches Schicksal mit dem Regie= Der Typhus in England. In Maesteg( Südrungs System verbunden ist, eine wales) ist Typhus ausgebrochen, Bisher sind dort Tatsache, die nicht intensiv genug in die Herzen zehn Typhusfälle festgestellt worden. Eine Frau und Sirne gehämmert werden kann. Ueber einen ist gestorben. In London beläuft sich die Bahl großen Streis geistiger Persönlichkeiten verfügt der Todesopfer durch Typhus jetzt auf neun. Im unser Land auch. Organisationen, die auf anti- Laufe der letzten 24 Stunden find 15 neue Fälle nationalsozialistischer Grundlage arbeiten, fönn festgestellt worden, so daß jest 195 Personen ten sich für bestimmte Veranstaltungen zusam typhuskrant oder typhusverdächtig sind. menschließen und so eine breite Front schaffen, zu eindrucksvoller Wirkung bestimmt. Darüber hin- Banditen überfielen auf der Strede zivischen El Wildwest. Zwei als Cowboys verkleidete aus gibt es die Möglichkeit, daß sich die demo- Paso in Texas nach Douglas einen Schnellzug tratischen Wachsamkeits- Ausschüsse" internatio- der Southern Pacific- Bahn. Sie wurden jedoch nal zusammenschließen, ihre Mitglieder Aus- nach einem Feuergefecht in einem der Schlafwa tausch- Vorträge veranstalten könnten und so, wie gen halbtot geschlagen. Im Verlaufe des Kampfes das NTV meint eine Freiheits- Internationale" töteten sie zuvor einen der Schaffner, konnten in Funktion treten kann. Mag dies aber auch noch jedoch von den Passagieren, die aus den Betten in einiger Ferne liegen, so wäre es doch naheliegesprungen waren, schließlich überwältigt wer gend, in unserer demokratischen Republik den Ge- den. Der Zug war mit 150 Passagieren besetzt. ( MTP.) Walt Disney hat den berühmten Kas Klassische Musik zu Mickey Mouse- Filmen. pellmeister Leopold Stokowski für eine Reihe von neuen Miden Mouse- Filmen gewonnen, deren musikalische Untermalung nicht mehr durch eine eigens hierfür geschaffene Musit erfolgen wird, In dem Film ,, Mickey als Stapellmeister" hat Busammenstellung politischer Wise, die vor etwa 30 sondern durch Verwendung klassischer Musikstücke. Alte Wise müssen nicht veralten. Das zeigt eine Disney bereits einmal diese Idee verwirklicht, bis 40 Jahren in Deutschland erschienen sind und sich indem er das Orchester der Silly Symphonies die sehr gut auf die heutigen Zustände anwenden lassen. Duverture zu ,, Wilhelm Tell" spielen ließ. Jeg: Die Zeitschrift ABE bringt in ihrer eben erschienenen verfilmt er ein Konzert von Paul Dukas. Wei- Nr. 26 eine solche Uebersicht und außerdem einen tere Filme mit klassischer Musik werden sich an schön illustrierten Aufsatz über den ,, Thammühler. schließen, und man will sogar wissen, daß Disney Fischzug", ferner einen interessanten Artikel über die in all diesen Filmen lediglich Mickey Mouse, Herstellung von Tridfilms in Prag, die amüsante nicht aber die anderen Tiere seiner Silly Sym- Schilderung eines Brautkaufes unter rumänischen Bia phonie auftreten lassen wird. " geunern, heitere Anekdoten aus dem Artistenleben, Ein China- Film Sensationserfolg in eine Bilderreihe über die künstlerische Darstellung Japan!( MTP.) Es ist außerordentlich merk des revolutionären Kampfes und außer der Fort würdig, daß gerade während des Fernostkonfliktes fezung des abenteuerlichen Striminalromans Der ein Film, der wenigstens seiner Tendenz nach ABC- Fahrplan" vielen Lesestoff, zahlreiche Bilder au das Leben der Chinesen so schildern will, wie es den Beitereignissen und eine Fülle unterhaltlichen wirklich ist, in Tokio einen Sensationserfolg er Materials in der Zusammenfassung„ Das kleine cungen hat. Es handelt sich um den Paul- Muni- ABG". Troß feines reichen Inhaltes kostet ABC nur Luise- Rainer- Film. The Good Earth", der ja Kč 1.80. Verlangen Sie überall die deutsche illu auch sowohl in Amerika wie in Europa begeisterte strierte Wochenschrift ABC. Aufnahme gefunden hat. Aber die japanische Kri- Mordgeständnis im Schlaf. Ein junges Mäd vor allem darauf, wie nahe jedem Japaner das in chen, die 19jährige Tochter eines Profeffors, hat tit rühmt nicht nur den Film, sondern verweist diesem Film geschilderte gottergebene und an im Schlaf ein Mordgeständnis abgelegt, das ber fischen Bauern geht. Es sei nur schade, daß die zeigte. Diese Tatsache hat ganz Philadelphia, wo Familientraditionen gebundene Leben des chines Vater aufällig hörte und sofort der Polizei an Hauptdarsteller Europäer sind, die aber wunder- der fall spielt, in ungeheure Aufregung berjet. voll die ganze Psyche Asiens erfaßt hätten. Das junge Mädchen heißt Mary O'Connor, und sie Kindertheater in der Sowjetunion. Schon Anfang September ein fünfjähriges Kind namens hat nunmehr auch der Polizei gestanden, daß fie in den ersten Jahren des Bestandes des Sowjet- Nancy Glen ermordet hat. Das Kind wollte unbeverbandes wurden Kinder- Theater gegründet. In dingt auf ihrem Fahrrad mitgenommen werden, fie der Revolutionszeit sind 104 folcher Theater geschlug es, offenbar so unglücklich, daß es zu Boden schaffen worden: 71ständige und 33 Wanderbüh nen. Es werden Stücke von Sowjetschriftstellern, entjekt gewesen sei, aber dem widerspricht die Tat fiel und sofort tot war. Mary behauptet, daß fie der russischen und ausländischen Klassikern ge- sache, daß sie nicht nur vollkommen faltblütig die spielt. Auch Abenteuerstüde gehören zum Pro Heine Zeiche berstedte, sondern auch sonst keinerlei danken einer Zusammenfassung der demokrati- Raubmörder werden begnadigt. Bundespräs schen Geister dieses Staates auf der organisato- fident Miflas hat die 40jährige Aloisia ra ut rischen Grundlage eines Wachsamkeits- Aus- t Pro- Kleine schusses" nach holländischem Muster zu prüfen, ia d, die am 1. Oktober d. J. wegen Raubmordes gramm, welche die Kinder mit den geographis Zeichen von Erregung nach der Tat zeigte. Sie hat aum Tode durch den wurde, gnadigt, respektive die Todesstrafe in eine lebenslängliche Kerkerstrafe umgewandelt. haft zu wollen. Das holländische Beispiel bietet große humanistisch- europäische Aussichten und ist aus diesem Grunde sehr nachahmenswert! anderer Länder bekanntmachen. In den Kinder über zwei Monate durchgehalten, bis sie offenbar unter dem Eindruck eines Alptraumes stoßweise in theatern treten gewöhnlich nur erivachjene Schauspieler auf, Kinder werden jedoch in der wirren Säßen im Halbschlaf die Vorgänge erzählte. Schlechtwetter bleibt! Mitteleuropa strömt nuns Schauspieltunst in den Kinderklubs ausgebildet, deren es ebenfalls viele gibt. Die Sowjetjugend mehr vom Nordwesten her etwas wärmere maritime hat auch große Vorliebe für die Puppentheater, Luft zu. In der Republik traten infolgedessen Freitag welche nicht nur in den Theatern und Schulen, zahlreiche Schauer auf. Nachmittags fiel besonders in sondern auch in den Kinderheimen, auf den Mähren- Schlesien Schnee, in Böhmen Regen Da bie Spielplätzen und in den Höfen gezeigt werden. " Zufuhr feuchter maritimer Luftmassen auch in den nächsten Tagen anhalten dürften, ist noch keine durch greifende Befferung zu erwarten. Wahrscheinliches Better Samstag: Veränderlich, zeitweise Schauer, Temperaturen untertags 2 bis 4 Grad, auf frischender Westwind, auf den Bergen Frost. Wets teraussichten für Sonntag: Noch unbeständig, im ganzen noch Abnahme der Niederschlagsneigung. mäßig fühl, abflauender Nordwestwind. Ein Flugzeug wird gesucht. Zur Suche des Der Igel. seit Dienstag mittags bermißten polnischen Verkehrsflugzeuges wurden sechs bulgarische und Das Schicksal des Tschechoslowakischen Bavil. zwei polnische Flugzeuge nach Bulgarisch- Maze Tons. Nach der Schließung der Pariser Interdonien enisandt, die jedoch wegen des Schneegeergebnislos abbrechen mußten. Ueber 60 nationalen Ausstellung wurde im tschechoslowatischen Pavillon bereits mit dem Abmontieren der Jäger, Bergsteiger und Forstbeamte suchen das Das internationale Nazi- Neg.( 3.3) UnAusstellungsgegenstände begonnen. Falls beschlos- schwer zugängliche Hochgebirge des Pirym ab. fen werden wird, die Pariser Ausstellung im fom Die Flugzeuginsassen gelten als berloren, da in ter diesem Titel veröffentlicht das von der engmenden Jahr neuerlich zu eröffnen, wird der tiche den letzten Tagen überall im Pirym schweres lischen Arbeiterpartei herausgegebene Labour Schneegestöber herrscht. International Service" eine eingehende Darstel choslowakische Staatspavillon über den Winter geschlossen bleiben und wird nicht abmontiert wer Troft für Moorfoldaten. Wir lesen in der lung der weitverzweigten Organisation, mit den. Dagegen wird der benachbarte Pavillon des Frankfurter Zeitung“:„ Der Lordpräsident deren Hilfe das Hitlerregime die Reichsdeutschen Pilsner Restaurants, der dicht am Seineufer liegt, war, als er den Presseempfang gab, gerade aus im Auslande, aber auch die gesamte deutschspra jedenfalls abgetragen werden, ebenso alle übrigen der Schorfheide zurückgekehrt, wo ihn Minister chige Bevölkerung außerhalb des Reichs zu überfleinen Bauten, die an der Seine liegen. Diese präsident Göring bewirtet hatte. Er sprach sich wachen, agitatorisch zu bearbeiten, zu terroristes Maßnahme wird getroffen, damit diese Baulichkeis sehr begeistert über die Tierliebe Görings aus. ren und für die politischen Zwede des Dritten ten bei einem eventuellen Steigen der Seine nicht General Göring hat mir gesagt, daß er 40.000 Reichs zu mißbrauchen unternimmt. In der sehr unter Wasser gesetzt werden. Nistkästen für Vögel an die Bäume hat annageln lehrreichen Darstellung werden die verschiedenen laffen, und daß die Wirkung, die das auf den Gruppen geschildert, in welche die NazipropaGesang der Vögel am frühen Morgen hat, wun- ganda die Deutschen außerhalb des Reiches alles bervoll ist. Er zeigte mir sein Wild, indem er die dert: Volfsdeutsche, Grenzdeutsche, AuslandsBrag I: 7.30: Stonzert aus Startsbab, 9: Elche beim Namen nannte und zu ihnen sprach. deutsche usw. Desgleichen wird ein leberblick über Orgelfonzert, 10.10: Mužits Salonquartett: Sut, So zeigte er sich in einem ganz entzückenden und die verschiedenen Nazi- Instanzen gegeben, die sich Dvokat, Saint Saëns, 12.35: Unterhaltungsfons menschlichen Lichte". Unter dem Eindrud dieser mit der Auslandsarbeit beschäftigen und ihre Ar- sert, 14.20: Dentsche Arbeiterfenbung: Renner Auffig: Die Feuerbestattung, 17: Buntes Konsert, Schilderung hat Ministerpräsident Göring heute beitsweise genau beschrieben. Die Abhandlung 17.85: Deutsche Sendung: Die Ergebnisse des in dem tierliebenden England eine sehr gute schließt mit der bemerkenswerten Warnung: Rundfunkwettbewerbes um 1000 Svartalfenbüche Preffe. Der Daily Telegraph" schließt seinen Mögen andere Völker der verächtlichen Worte ein zum Weltspartag, 17.40: Funtwochenschau, 17.50: Leitartikel mit diesen Säben: lleber eine Epi- gedent sein, die Hitler beim Gedenktag der Bar Orchesterkonzert aus Brünn, 18.50: Deutsche Breffe, sode seines Besuchs ist Lord Halifar mitteilfam ieigründung in München am 26. Feber 1935 21: Konzerte der tschechisch. Whilharmonie: Brahms, gewesen, nämlich über die Herzlichkeit und sprach:„ Ich habe die Demokratie durch ihre Ravel. Brag II: 14.30: Deutsche Arbeiter Freundlichkeit, mit der er überall empfangen leigene Torheit besiegt. Uns aber tann tein Demo- fendung: Für Volt und Frieden, 14.45: Schall platten. Brünn: 17.50: Deutsche Sendung: wurde, insbesondere von Hitler selber und von[ trat überwinden!" Rundfunkorchesterkonzert. Presburg: 11.15: Neun katholische Miffionäre ermordet. Maffische Musik: Mozart, Baydn, 20.10: Gesangs General Göring. Dieser scheint ganz besonders freundlich gewesen zu sein und seine achtbare fi- Durch Erhebungen, welche die nordchinesischen Konzert der Breßburger Lehrer. guc in einem unerwartet liebenswerten Lichte katholischen Stellen gemeinsam mit den japani- Unterhaltungsmujit. 31,216.000 Besucher. Der letzte Tag der Pariser Weltausstellung brachte einen Massen andrang von Besuchern. Insgesamt war die Weltausstellung seit ihrer Eröffnung von 31,216.000 Berfonen besucht worden. Der Rein ertrag des Donnerstag Besuches( 216.000 Bersonen) wird Wohltätigkeitssiveden autommen, Untergrundbahn in Warschau. Der War schauer Stadtrat hat eine Sonderfommission ein gesetzt, die die Entwürfe für den Bau mehrerer elektrischer Untergrundbahnstrecken prüfen soll, nach denen sich ein immer stärker werdendes Vedürfnis fühlbar macht. Es würde sich zunächst um den Bau von atvei solchen Streden in einer Ge famtlänge von 13 Kilometern handeln. Die eine Strede würde vom Norden nach dem Süden, die " 1 Vom Rundfunk Empfehlenswertes aus den Programmen: Sonntag --Raichan: 15.30: Nr. 279 Kreditanstalt der Deutschen reg. Gen. m. b. 8. Brag II, Durchführung aller Gelbgeschäfte. Berwaltungs- Rapital 1 Milliarde Kč. Saftungs- Rapital 95 Millionen Kč. 81 Riederlassungen. Volkswirtschaft und Sozialpolitik Spanischer Außenhandel neu organisiert Samstag, 27. November 1937 Ian den katalanischen Salibergwerken französisches und belgisches Kapital interessiert ist. Es verlautet jedoch neuerdings, daß die Valencia- Regierung den Kaliegport selbst in die Hand nehmen und sich mit den beteiligten Gruppen auseinan derseßen wird. Da, genau so wie vor dem Bürgerkrieg, Spanien nur von solchen Ländern Waren impor tiert, die Bezieher spanischer Produkte sind, ist der Außenhandel des demokratischen Spaniens aktiv, bzw. nicht passiv. Der Export reicht aus, um die lebenswichtigen Waren aus dem AusTande zu importieren und somit den Bedarf des Heeres und der Zivilbevölkerung im allgemeinen sicherzustellen. Dies erklärt zugleich die Tatsache, weshalb bas republikanische Spanien, im Gegens faß zu Franco- Spanien, ohne ausländische Anleihen, dem faschistischen Rebellen so lange und erfolgreich Widerstand zu leisten in der Lage war. Verhandlungen mit Amerika Die seit langem vorbereiteten Handelsverhandlungen mit den Vereinigten Staaten bon Nordamerika sind nun aufgenommen worden. Das Ziel ist der Abschluß eines endgültigen Rah( Dr. W. H.) Während Franco- Spanien menvertrages, der an die Stelle des provisoris zur Beschaffung von Kriegsmaterial und zur schen Handelsabkommens vom Jahre 1935 treten Bersorgung der Zivilbevölkerung die Mittel durch soll. Für die Tschechoslowakei geht es dabei vor Anleihen im Auslande im wesentlichen aufbrin- allem um den Anteil an den Zollnachlässen, welche gen muß, vermag und muß dies das demokratische die Vereinigten Staaten bereits einer Anzahl Spanien durch Export hereinbekommen. Voraus- von anderen Ländern eingeräumt haben. Bei den setzung hierfür bilden zwei Momente. In erster Amerikanern besteht die Bereitschaft, für eine Linie die Tatsache, daß das Hauptexportprodukt Reihe von aus der Tschechoslowakei einzuführenSpaniens, die Orange, fast ausschließlich im den Waren Bollentungen zu gewähren, sie fordemokratischen Spanien produziert wird. In der dern jedoch gleichzeitig auch von der TschechosloAusfuhrstatistik Spaniens für das Jahr 1935 palei eine Senkung ihrer Rollfäße für Waren, ( also vor dem Bürgerkrieg) nahm nämlich der die aus den Vereinigten Staaten zu importieren Grport der Orange mit 104 Millionen Beseten wären. Sie wünschen weiter die Bewilligung der den ersten Platz ein. Ihr folgte an zweiter Stelle Einfuhr nach dem Durchschnitt der Jahre 1929 die Olive mit 54 Millionen, hernach Wein, Man- bis 1931. deln, Eisenerze, Konserven( Fische, Obst, Ges Der Verlauf der Verhandlungen hat für müse), Baumwollwaren, Lederwaren, Kortwaren unseren Außenhandel eine hohe Bedeutung. Die und an zwölfter Stelle standen Kalifalze mit 14 Vereinigten Staaten sind der zweitgrößte Waren Millionen. In dem Gebiete der Volksfront wur- abnehmer der Tschechoslowakei. In den lebten vier en im vergangenen Jahre 860.000 Tonnen Jahren hat sich die tschechoslowakische Ausfuhr Orangen geerntet, in Franco- Spanien nur nach diesem Land wie folgt entwickelt. Es betrug 40.000 Tonnen. Von hiesen 860.000 Tonnen die Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten fourden rund 700.000 Tonnen exportiert. Mürz Kauf nur in Glas du siehst, was du kauft! 1937 1936 • • 1935 1934 Jänner bis Oktober in Millionen Kronen 940 576 • 505 405 . 0 Es ist also ein sprunghafter Anstieg zu verzeich nen. Im Vergleich zu 1934 liegt die Ausfuhr um fast 133 Prozent höher. Die Einfuhr der lich wurde durch ein Dekret der Valencia Regies Tschechoslowakei aus den Vereinigten Staaten hat rung die Ausfuhr neu organisiert. So wurde die sich in ähnlicher Weise entwickelt. In den ersten " Central de Exportacion de agrios"( Exportzen zehn Monaten 1937 übersteigt die Ausfuhr die trale für landwirtschaftliche Produkte) geschafs Einfuhr um 205 Millionen Kronen. Es darf gefen, der die Ausfuhr von Orangen, Zitronen und hofft werden, daß die Verhandlungen zu einem jonstigen Früchten obliegt. Diese Exportorganisas für unseren Warenerport befriedigenden Abschluß tion ist staatlich; ohne Genehmigung darf nicht exportiert und auch nicht importiert werben. Mur gebracht werden können. für den Post- und Luftpostverkehr sind Ausnahmen zugelassen und in Fällen, wo es sich um die Einführ von Treibstoffen und wichtigen anderen Baren handelt. " Für die heurige Orangentampagne gibt das Produktion von rund 900.000 Tonnen gegen 860.000 Tonnen im Vorjahre an, so daß also größere Exportmöglichkeiten bestehen. Landwirtschaftsministerium von Valencia eine Berufsfragen der Meister # Scite 5 Nicht überreden lassen! Geben Sie nicht nach! Es ist doch Ihr Interesse, für Ihr Geld das Beste zu bekommen O Beim Kaut eines Radioapparates beharren Sie ener, isci darauf, dass Ihnen der neue IRON PRINCE, das Volksge. rät mit dem Grossuperkomfort, objektiv vorgeführt wird So hohe Leistung für so wenig Geld wird Sie erstaunen. Wenn aber jemand Interesse hat, Ihnen das zu verkaufen, was er gerade am Lager hat, dann wenden Sie sich direkt an uns. Wir werden für eine unverbindliche Vorführung sorgen. IRON- Apparate verkauft nur eine erlesene Zahl gediegener Radiogeschäfte. O IRON PRINCE Siebenkreissuperhet mit aus gezeichneter Wiedergabe und regelbare .elekt.vität. Geschmackvo.le Würfelkasette mit Farienskala. 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November in Reichenberg eine Prozeß, also auch die Finanzierung, den Trans- Vorstandssigung abgehalten, die sich mit einer bort und die Propaganda der„ Central de Ex- Reihe lebenswichtiger Berufsfragen der Meister portacion de agrios" übertragen, die Belieferung beschäftigte. Mit Bedauern wurde davon Kennt Der Konservenfabriken überwachen und lebergriffe nis genommen, daß der Antrag Bergmannberfolgen. Zur Förderung des Außenhandels fol- Stirchhof über eine bessere Tertierung der im gellen im Auslande Handelsvertretungen,„ Agen- tenden Gesetz ausgesprochenen Pensionsversiche cias" errichtet werden. rungspflicht der Untermeister von der Fachkommission zur Reform des Pensionsversicherungsgefeges zurüidgestellt wurde. Die Meister geben der Erwartung Ausdruck, daß die von dieser Fachtonimission angeregte besondere Enquete sich für Noh st a h I erzeugung ist im Oftober auf die vorgeschlagene Tegtierung aussprechen wird. 209.000 Tonnen gestiegen. Sie liegt damit um Von den weiteren Exportartikeln tommen Die soziale Lage der Meister wurde 46 Prozent höher als im gleichen VorjahrsEisenerze, Lederwaren und Fischkonserven für einer sehr eingehenden, kritischen Ueberprüfung monat und übersteigt auch den Höchststand von das republikanische Spanien wenig oder gar nicht unterzogen, wobei festgestellt werden mußte, daß 1929 um 26.000 Tonnen oder um 14 Prozent. in Frage( zumal das Gebiet um Bilbao von es noch immer eine große Anzahl von Meistern Die Robe ise ngewinnung erreichte im MoFranco besezt wurde). Dagegen spielen Baum gibt, die in trostlosen wirtschaftlichen Verhält- nat Oftober 152.000 Tonnen. Sie hat sich eben- Paris.( E. B.) Die internationale Hilfswollwaren und Kalifalze für die Valencia- Regienissen leben. Der Vorstand der Berufsgruppe der falls im Vergleich zum Vorjahr um 46 Prozent fonferenz für spanische Kinder und Flüchtlinge, rung eine große Rolle. Beide Waren sind fast Meister im AAV hat auf Grund dieser Erkennt- erhöht und übertrifft die höchste Oktoberziffer des tie feit Samstag, den 20. November, in Paris ausschließlich tatalanische Exportartikel. Aller- nis gerade zu diesen entscheidenden Fragen Be- Jahres 1929 um 11.000 Tonnen oder um acht tagt, beendete ihre Arbeiten mit einer öffentlichen dings ist die katalanische Baumwollwarenproduk schlüsse gefaßt, die von der Gesamtorganisation Prozent. Sigung. Unter den Delegierten aus 17 europä tion dadurch in seiner Exporttätigkeit beeinträchs vorwärts getragen werden sollen. Glashütten nehmen die Arbeit auf. Nachischen und amerikanischen Staaten befanden sich tigt, da diese Industrie in erster Linie für den Des weiteren hat sich der Vorstand mit dem dem vor einiger Zeit bereits die Rudi- Hütte in E. Ossorio y Gallardo, Gesandter Spaniens Heeresbedarf zu arbeiten hat. Auch macht die nachwuchs Problem und den Mei- Blottendorf den Betrieb aufgenommen hat, ist in Paris, Louis de Brouckere, Präsident der Beschaffung von Rohbaumivolle Schwierigkeiten. iter fachschulen beschäftigt und klar jetzt auch die Anna- Hütte wieder in Betrieb ge- SAJ, Dr. Planelles, Unterstaatssekretär bein Dies ist der Grund dafür, daß der Inder für ausgesprochen, daß der größte Teil unserer Fach- sebt worden. Diese Glasfabrik ist von dem Grespanischen Gesundheitsministerium. die Baumwollwarenerzeugung des republikanischulen die Verbindung mit dem praktischen Leben mium der nordböhmischen Glasraffineure gepachichen Spaniens von 70 im ersten Halbjahr 1936 insofern verloren hat, als der Lehrplan und die tet worden und wird unter der Firma Nordböh- lung die Bildung einer Internationalen Zentrale ( vor dem Bürgerkrieg) auf nur 25 im ersten Lehrmittel dem gegenwärtigen Stande der tech- mische Hohlglaswerke G. m. b. S. geführt. Es zum Schuße des spanischen Kindes. Diese BetralHalbjahr 1937 abgefunken ist. Der Kaliexport nischen Hilfsmittel und der Arbeitsmethoden in sind rund 100 Arbeiter eingestellt worden. stelle wird mit den Internationalen Verbindungshat bislang unter dem Hindernis gelitten. daß den Betrieben nicht mehr entsprechen. Dadurch Autoabsatz über Vorjahrshöhe. Im Oftober fomitees zusammenarbeiten. Zu Präsidenten wurentsteht die große Gefahr, daß unserer Wirt wurden insgesamt 905 Straftwagen abgefett den gewählt: Georges Buisson, Sekretär der schaft nicht mehr jener geschulte Nachwuchs zur gegen nur 780 im gleichen Vorjahrsmonat. Von CGT, und Henry Wallon, Professor der Pas Verfügung gestellt wird, der schon aus Gründen den verkauften Wagen waren 82 ausländische riser Universität. her Behauptung im Konkurrenztampf mit der Marken. Der spanische Botschafter Ossorio y Gallardo Wirtschaft anderer Staaten dringend notwen Betriebseinstellung bei den Prager Groß- dankt in einer bewegten Rede den demokratischen mühlen. Die Aftienmühlen und die Odkolekmüh- Völkern und seinen Organisationen für ihre Andig ist. Die Meister erbliden in den Bemühungen len beabsichtigen ihren Betrieb auf unbestimmte ſtrengungen, um die fommende Generation Spaeiner britten Seite, für die technischen Angestell Beit einzustellen. Sie begründen diese Absicht mit niens zu retten. Mit Hilfe der Vollsmassen aller fen ein eigenes Gebilde au schaffen, das sich zwi den großen Mehlvorräten und dem ungünstigen Länder wird das spanische Volk die Gerechtigkeit, schen die Angestellten- und Arbeiter Organifas Abjazz. den Frieden, menschlichen Geist gegen die Bartionen einschiebt, eine augenblicklich noch unübers barei des internationalen Faschismus siegreich fehbare Gefahr für die lohnpolitische und rechts verteidigen. Tiche Stellung der Meister in den Betrieben. Der Borstand der Berufsgruppe der Meister im AAV Man erhält für ке 100 Reichsmark a . 613.665.526.50 16.05 498.50 a 551: 50 • 656.50 95.70 140.90 Markmünzen 100 österreichische Schilling 100 rumänische Lei 100 polnische Bloth. 100 ungarische Bengö 100 Schweizer Franken 100 französische France 1 englisches Pfund 1 amerikanischer Dollar. 100 italienische Lire 100 holländische Gulden 100 jugoslawische Dinare 28.30 9 GEDENKET ruft deshalb allen technischen Angestellten zu, bei allen Anlässen diesen Absichten entgegenzutreten und die ges • • 116.90 1574.61.30 100 Belgas 482.100 dänische Kronen 629.100 schwedische Kronen. 727.alles zu stellen! Mit Begeisterung begrüßte die VersammDie Versammlung nahm alsdann einstimmig eine Entschließung an, in der gefordert wird, daß der. Völkerbund und die demokratischen Regies rungen endlich ihre Politit ändern, die Blodade meinsame Organisation über der Arbeiterfürsorge! Spaniens beseitigen und Spanien wieder in die Rechte eines fouveränen Staates einsehen. Seite 6 Tait Generationen DIANA FRANZBRANNTWEIN Trager Zeitung Ein Freund der Emigranten ,, Sozialdemokrat" machte Angabe, daß sich seine Frau kurz vor ihrem Weggang an der Hand verletzt habe und die Blutspuren daher zührten; die Richtung der Blutspuren zeigt nämlich, daß das Blut in einem Strahl hervorgespritzt ist und sie befinden sich an einer Stelle, wo der Kopf over die Brust der Vermißten hätte liegen können. Da Horák all dies nicht zureichend erflären konnte, wurde er in Sicherungshaft genommen, Der Kohlenarbeiterstreik im Ministerrat. Der gestrige Ministerrat hat den Bericht über die Liquidierung des Streifes der Kohlenarbeiter in Prag zur Kenntnis genommen und gleichzeitig das Abkom men der zuständigen Ressorts über die damit zu sammenhängenden Fragen genehmigt. Hausbesiz" schließlich gegen ihn die Betrugsanzeige, die dahin lautete, daß sich sein Klient fälschlicher= weise als zahlungsfähig ausgegeben habe. Ein weiterer Advokat Dr. Popper, desser Dienste der Angeklagte in Anspruch nahm, nachdem ihm sein erster Rechtsbeistand die Vollmacht gefündigt hatte, schloß sich dieser Strafanzeige mit einem Betrage von 762 Kč an. Im Zuge der Untersuchung stellte sich allerdings heraus, daß der des Angeklagten in einem Viertelanteil an einem fleinen Häuschen bestand, der nur mit 8000 Kč zu Buch steht und obendrein mit einer Hypothek im Betrage von 5000 Kč und zwei Ausgedingen belastet ist, als praktisch überhaupt nicht als Aftivum in Betracht kommt. Der Gerichtshof des GR. Dr. Čer= vinta sprach den unseligen..Hausbesizer" frei. Das 30jährige Jubiläum des Weinberger Stadt- da festgestellt wurde, daß er in den Zivilgerichtsaften theaters, das Mittwoch durch eine Festvorstellung seine Vermögensverhältnisse ganz richtig angegeben des Schauspieles..id Iovačka" von Josef hatte und die Anwälte schon aus diesen Aften GeleKajetan Thl begangen wurde, mit welcher Aufführenheit hatten, sich eine richtige Anschauuna über die rung dieses Theater auch seine Tätigkeit begonnen Vermögensverhältnisse ihres Klienten zu bilden. hatte, feierte der Prager Stadtrat durch den in der geftriaen Sitzung gefaßten Beschluß. der Weinberger Bühne zu ihrem 30jährigen Bestand den Glückwunsch der Stadt Prag auszusprechen. Gleichzeitig murde einigen verdienten Bühnenkräften Dank und Anerkennung des Stadtrates übermittelt und ihnen ein Ehrengeschenk von je zehn Dukaten gewidmet. " , Der alte Teil der Prager Burg"( VladislavSaal, Landhaus) wird vom 27. November der breiteren Oeffentlichkeit täglich von 9 bis 12 und von 14 bis 16 1hr gegen einen Eintritt von Kč 1. für Erwachsene und 50 Heller für Kinder geöffnet Für Ihr Auto und Radio 3906 ELKA- Akkumulatoren Eröffnung der Prager Wärmestuben. Ab 1. Dezember sind jeden Tag von 8 Uhr morgens bis 18 Uhr nachmittags die nachstehend angeführten städtischen Wärmestuben geöffnet: In Prag II. Na Slubi, gegenüber dem Krankenhaus der Elisabethinerinnen; in Prag VII beim Dispensarium des Prof. Dr. Janovský in der Jeronýmova ul.: in Prag VIII bei der Balabenka und im gleichen Stadtteil univeit der Brücke über den Rokhtkabach; in Vršovice bei der Brožikova ul.; in Smichov in der Bendlova ul.; in Jinonice bei der Notfolonie; in Bevnov auf dem Spielplatgelände Vor etlichen Tagen wurde Franz Holh zugegenüber dem Schulgebäude und in Dejvice bei Grabe getragen. Sein lepter Wirkungskreis war in der Sadova ul. einer fleinen Villa auf der Letná, die, zum Abbruch Warnung. Das Institut für blinde Kinder auf bestimmt, von teiner herrschaftlichen Familie mehr bewohnt ward; nur der seit mehr als zwei Jahr- dem Hradschin teilt mit, daß es keine Sammelaktion zehnten dort amtierende Hausmeister hatte noch seine von Haus zu Haus veranstaltet und Personen, die Dienstwohnung inne. Im Herbst des Jahres 1933 folche Sammlungen vornehmen, als Betrüger der wurden die leerstehenden Räume dieses Gebäudes Polizei zu übergeben sind. Spenden sind direkt an von der sozialdemokratischen Flüchtlingsfürsorge ge- das Institut( Prag IV, Loretánská ul. 104) oder an mietet. Fast alle von den Schergen Hitlers aus das Scheckpostkonto 41.837 zu richten. ihrer Heimat vertriebenen Sozialdemokraten, die dann in der Tschechoslowakei ein Asyl suchten, fanden dort ihr erstes Obdach, bis sie in andere Orte der Republik übersiedelten oder in ein anderes europäisches oder überseeisches Land auswanderten. In den Jahren des Bestehens dieses Emigranten- Kollektivs, sein. es wurde im Sommer 1936 aufgelassen, gingen mehrere hundert deutscher Flüchtlinge durch diese Unterfunftsstätte und alle lernten in dem ehemaligen Schlossergehilfen und Hausbesorger Franz Holý einen Menschen von hilfsbereitem Wesen und edler Gesinnung fennen. Wie ein für seine Kinder sorgender Vater nahm er sich der gehetzten Menschen an, allen war er Freund und Berater. Er stand jederzeit zur Verfügung. Ganz gleich ob er die Stelle einer Dol metschers atwischen den Behörden und den Emigranten oder ob das Beisein einer sprach- und ortsfundigen Berson bei irgendeiner anderen Angelegenheit nötig war. niemals ließ er sich für seine Mühe entschädigen. Seine Belohnung bestand in seiner Freude darüber, daß er armen Menschen seiner Klasse helfen fonnte. Gerne erzählte der biedere Schlosser von feinen Jugend- und Wanderjahren, die ihn, er war tschechischer Nationalität, auch in deutsche Gaue brachten. Kein Heiminsasse verließ das Haus, ohne fich von diesem herrlichen Menschen zu verabschieden und ihm für seine uneigennüßige Hilfsbereitschaft zu danken, aber auch er hat keinen seiner Schüß linge vergessen und das weitere Wohlergehen jedes Einzelnen lag ihm am Herzen. Es gibt keinen deutschen sozialdemokratischen Flüchtling, der in diesem Heim gewohnt hat, der Franz", so ließ er sich am liebsten von allen rufen, vergessen wird. Alle, ob sie nun noch in der Tschechoslowakei leben oder in fernen Ländern eine zweite Heimat gefunden haben, werden die Kunde von dem Hinscheiden ihres Freundes Franz Holh mehen Herzens vernehmen. Konnte feiner von jenen, die seine Hilfe in Anspruch nehmen mußten, ihn dafür entlohnen, so bewahren ihm doch alle ein dankbares und dauerndes Gedenken. Noch in Prag wohnende Emigranten, die das Ableben ihres Freun des rechtzeitig erfahren fonnten, begleiteten ihn auf seinem letzten Weg und legten als äußeres Zeichen der Dankbarkeit ein Blumengebinde an seiner letzten Ruhestätte nieder, welches die Widmung trug: ,, Lezzter Gruß von Deinen deutschen Freunden!" Gattenmord in Hostivař? Die Prager Polizei ist eben damit beschäftigt, ein Verbrechen aufzuklären, das etwas mehr als ein Vierteljahr zurückliegt. Am 8. August wurde die 1915 geborene Anna Horát, als vermißt gemeldet. da sie angeblich nach einem häuslichen Streit die Wohnung ihres Gatten in Hostivař verlassen hatte und nicht wieder zurückgekehrt war. Am nächsten Tag tourde der Gendarmeriestation in Rostock ein Damenhut und eine Handtasche übergeben, die fura vorher am linken Moldauufer in Selc gefunden worden waren; die Tasche enthielt Personalausweis der Horák und einen mit Tinte beschriebenen Zettel des Inhalts, daß sie die Horák- ein solches Leben nicht weiter ertragen könne. Die Handschrift auf dem Zettel wurde von den Eltern und Verwandten der Vermißten tatsächlich als ihre erkannt. Die Leiche wurde bisher nicht gefunden. Der Kurs für freiwillige Schwestern, den das Tschechoslowakische Rote Kreuz in deutscher Sprache veranstaltet, wird am Montag, den 29. November 1937, um 20 Uhr im deutschen anatomischen Institut eröffnet. Alle Hörerinnen wollen sich einfinden. Staatliche deutsche Volksschule in Brag VII. Elternversammlung Montag, den 29. November, 20 Uhr, im Messepalais. Vortrag Dozent Dr. Scola: Vom Spiel und Spielzeug unserer Kinder. Gäste willkommen. Ausflugszüge. Der Stifahrer- Motorschnellzug nach Johannisbad( Sokolbaude) für 75 Kč verkehrt ab 4. Dezember jeden Samstag vom Wilsonbahnhof um 18 Uhr. Im Fahrpreis ist Uebernachtung. Autobusfahrt und Frühstück inbegriffen. Vom 4. bis 8. Dezember ins Riesengebirge( Sokolbaude) aur Nikolofeier für 280 Kč. Die Bugsgarnitur führt einen Tanzwaggon mit. Im Fahrpreis sind die bollen Verpflegskosten und die Kosten eines StiLehrkurses enthalten. Anmeldungen für beide Ausflüge im Basar neben dem Wilsonbahnhof, Telephon 383-35. Gerichtssaal Er wollte kein Armenrecht Kunst und Wissen Arbeitervorstellung Gastspiel Gisela Werbezirk in dem Volksstück„ Der goldene Kranz", am Sonntag, den 12. Dezember, um halb 3 Uhr nachmittags. Karten täglich von 9 bis 12 und 2 bis 6 Uhr bei Optiker Deutsch, Koruna. Dienstag 8 Samstag, 27. November 1937. Nr. 279 Helena Bušová, Vítězslav Boček und Adina Mandlová in dem neuen tschechischen Film„ ,, Erpresser". Vereinsnachrichten Wochenspielplan des Neuen Deutschen Theaters. Samstag halb 8: Madame Pompadour, B 1. Sonntag halb 3: Arel an der Himmelstür, 7: 20hengrin, C 1. Montag halb 7: Oberon, Theatergemeinde der Jugend( rote Karten) und freier Verkauf, Abonnement aufgehoben. Allgemeiner Angestellten Verband Reichenberg, Uhr: Die Weber. A 2. Mittwoch halb 8 Ortsgruppe Prag. Amtsstunden jeden Mittwoch Uhr: Madame Butterfly, B 1. neueinstudiert. bon 18 bis 20 Uhr im Heim Smečky 22/ III. Donnerstag halb 8: Frauen von New York, C 2. Kampf der Tuberkulose. Dieser Kurs beginnt Sams- Samstag, den 27, November, schon um 16.30 Uhr Freitag halb 8: Madame Pompadour, D. tag halb 8: Die Fledermaus. Abonnement aufgeho- und wird Sonntag früh um 8.30 Uhr fortgesetzt. Sonntag halb 3: Parkstrake 13, halb 8: Schluß um 12 Uhr mittags. Programm: Die Dr ben. ganisation und die soziale Fürsorge. Moderne Der König von Yvetot, B2, Erstausührung. Galerie, Besichtigung am Sonntag, den 28. September, um halb 10 Uhr vormittags. Treffort vor dem alten Messepalais. Jungangestellte und Studen ten. Ein Abend Schweizer Winter- und Städte filme am Mittwoch, den 1. Dezember 20 Uhr abends im Heim. Gäste gern gesehen. Wochenspielplan der Kleinen Bühne. Samstag 8: George und Margaret. Sonntag 3 Uhr: Das Glück, 8 Uhr: Parkstraße 13. Montag 8 Uhr: Hilde und das Lotteriespiel. Bankbeamte 1 und freier Verkauf.-Dienstag halb 8: Drei Afte mit Mufif, Erstaufführung. Mittwoch 8 Uhr: Nora, Bankbeamte 2 und freier Verkauf. Donnerstag 8 Uhr: George und Margaret. Freitag 8 Uhr: Drei Afte mit Musik, Theafergemeinde des Kulturverbandes und freier Verkauf. Samstag 8 Uhr: Reisebetanntschaft,( firma) Sonntag 3 Uhr: Acht Ruder im Eaft; 8 Uhr: Drei Afte mit Musik. Vorträge Studentenbund im Allgemeinen Angestelltenberband. Heim Smečky Nr. 22, 3. Stock. Amts stunden Montag und Freitag von 17 bis 18 Uhr und Mittwoch von 18 bis 19 Uhr Vortrag des Kol. cand. phil. Want 29. November halb 20 Uhr im Heim: Die Geschichte der Philosophie. Filme in Prager Lichtspielhäusern " Urania: Fährmann Maria".( S. Schmit.) Alfa:., Unter vier Augen".( A.) Apollo: Frauen im Beruf."( Tschechisch.) Wanta.) Avion: Student und Beruf. Der Vortrag Sefr. Mül Gaby".( Engl. Bergner.)- Bajkal: ,, Der lers im Studentenbund ariff zurück in die alten Mann, von dem man spricht."( Deutsch Moser.) Beránek: Eine Witwe fällt vom Himmel. 3eiten, brachte den Studenten mit den sozialen und Fénix:..Broadway- Melodie 1938." politischen Stämpfen in Verbindung und verbreitete( Tschechisch.) W. Flora: Ein Prachtkerl."( Am. fich sodann über den heutigen Zustand. Der Student( A.) Hollywood: Der Erpresser."( Tiches bereitet sich wohl auf seinen Beruf vor, darf aber Beery.) nicht außerhalb des sozialen und wirtschaftlichen chisch.) Hvězda:„ Der Erpresser."( Tschechisch.) Geschehens stehen. Der arme Student ist besonders Ki Juliš:„ Gaby."( Engl. Bergner.) in früheren Zeiten sehr abhängig gewesen von der nema: Journale, Grotesken, Reportagen. Gunst höherer Fattoren. Die heutige Fürsorge er- runa: Journale, Grotesken, Reportagen. möglicht ihm ein Studium, wenn auch nur oftmals Broadway- Melodie 1938."( A.) in bitterem Ringen um den Lebensunterhalt. Daß Gaby."( Engl. Bergner.) nun die Gewerkschaft den zukünftigen privaten und Fanny Elßler."( Deutsch öffentlichen Angestellten erhöhte Aufmerksamkeit zu- Praha: Frauen im Beruf."( Tschechisch.) kommen läßt und gerade die sudetendeutschen Ge- ,, Eine Witwe fällt vom Himmel."( Tschechisch.) werkschaften dies tun, wird sicher von den judeten Staut: Jm siebenten Himmel."( A.) deutschen Studenten begrüßt und anerkannt. Ihre Fanny Elßler."( Deutsch.) Aufgabe ist es, dem Studentenbund ihre ganze Mitarbeit zukommen zulassen.( S.) Der Film Gaby " " " " " " Kos Lucerna: Metro: Passage: - Radio: Světozor: Veletrhy: Eine Alma: Harvey.) " " # Olym Perštýn: Witwe fällt vom Himmel."( Tschechisch.) ., Ein Prachtkerl."( A. W. Beery.) Belve dere: Der leẞte Zug von Madrid."( A.) Beseda: Im siebenten Himmel."( A.) Carlton: ..Jungfernschaft."( Tschechisch.) Illusion: Ba taillon."( Tschechisch.) Lido II: Leutnant Ale rander Rjepkin."( Tschechisch.) Louvre: Der Mann, von dem man spricht."( D. Moser.) Maceška: Im siebenten Himmel."( A.) pic: Jungfernschaft."( Tschechisch.) Tapfere Kapitäne."( A.) Unter dem nichtssagenden Titel verbirgt sich die Prag.-rb- Ein 38jähriger Eisenbahnschaff= ner machte im Jahre 1934 in einem Eisenbahnzug Films Der träumende Mund", des legten, in dem fernschaft."( Tschechisch.) englische Neuverfilmung des berühmten Bergner- fällt vom Himmel."( Tschechisch.) die Bekanntschaft der 26jährigen Marie A. Diese Elisabeth Bergner in Deutschland erschienen war, ferklub."( Franz.) Bekanntschaft führte zu intimen Beziehungen und des leßten vielleicht, in dem sie noch ganz auf dem( A. W. Beery.) schließlich fühlte sich das Mädchen Mutter. Als sie Gipfel ihrer Kunst war. dann gegen den Geliebten ihre Ansprüche geltend Films, die Frau des Orchestergeigers, die dem Dä machte, mußte sie erfahren, daß dieser bereits 15 Jahre verheiratet war. Das Mädchen brachte nach dem Konflikt zwischen Liebe und Ehe, zwischen dem mon des weltberühmten Virtuosen verfällt und an Geburt des Kindes eine Klage gegen den Kindesvater geheimnisvollen und dem zutraulichen Manne ratios ein, die auf einen Betrag von 15.000 Kč lautete. zu der ersten Tagiazung stellte sich der Beklagte nicht ein, so daß er im Wege eines Versäumnisurteiles sachfällig wurde. Die Hauptgestalt dieses Rory: Eine Wittve. - Tatra:, Jungs U Vejvodů: Jung Valdek: Ein Prachiferl." Josef Hofbauer: zugrundegeht, war in der ersten Fassung des Films Dorf in Scherben eine unvergeßliche Gestalt, eine einmalige Einheit von findlichem Leichtsinn und nervöser Unraſt, von Scheu und Besessenheit, von Anmut und Begehrlichkeit. Eine solche Rolle nach Jahren zu wiederholen, war ein Wagnis, und es ist auch nur halb geglückt: man bewundert in der neuen Darstellung der Bergner die Virtuosität des Nachkomponierens, Preis fart. Kč 32.-, geb. Kč 38.-. Zu bezieher durch die Zentralstelle für das Bildungswesen in Brag XII, Cleffa 13/ V. 0000000 Dillenbergstraße 5- Telephon 340 4255 Die erste Dampfmolkerei und Käserei in Gratzen, Böhmerwald Gegen dieses Urteil brachte der Verurteilte eine Berufung ein, in der er u. a. anführte, daß er sich rechtzeitig eingefunden, aber den Aufruf überhört habe. Im übrigen könne er die eingeklagte Summe nicht bezahlen, da er nur 750 Kč Monatsgehalt be- die nervöse Spannung des Einfühlens, die Meister- Dampfbäckerei EGER ziehe, womit er außer seiner Gattin noch vier Kin- schaft ihrer betonenden und verwischenden schauspieder, einen geisteskranken Schwager und eine fieche lerischen Mittel, aber man vermißt die rätselhafte, Bald tauchten aber Gerüchte auf. daß die Schwiegermutter zu erhalten habe. Mit seiner im Einfachen und Absonderlichen ganz echt wirkende Horát unmöglich Selbstmord begangen haben tönne, Rechtsvertretung betraute er den Schlaner Advoka- Gestalt von einst. Was Elisabeth Bergner in..Wie daß sie die Streitigkeiten mit ihrem Mann, nie sehr ten Dr. Stych, der ihm nahelegte, um das Armen- es euch gefällt" noch gelungen ist, durch ihre Kunst in einer weniger ernit genommen habe. Dies veranlaßte die Polizei recht anzusuchen, was aber dieser arme Schlucker aus hinzureißen, das ist ihr hier schon versagt geblieben: sie zu Nachforschungen, namentlch auch in der Wohnung unbegreiflichen Gründen ablehnte, indem er sich als komödiantischen Rolle der Horát, wo auf dem Bett und den Matraßen ausbesiber ausgab und behauptete, die fann nur noch fesseln und Eindruck machen. An der Blutspuren festgestellt wurden. Der Witwer konnte Balmarrechnung sehr wohl bezahlen zu können. Was Regie( die wieder Paul Czinner führte) liegt es Die Entstehung der Blutspuren jedoch nicht erklären. ihn dazu veranlaßte, ist unklar und umso rätfelhafter, nicht, denn sie hat alles unverändert gelassen. Eher Der gestrige nochmalige Lokalaugenschein in der als sich sonst ungleic, bessergestellte Leute um das liegt es an den männlichen Partnern. Denn RayWohnung in Hostivař zeigte eine weitere Reihe von Armenrecht zu bemühen pflegen. Vielleicht glaubte er mond Massen sieht zwar dämonischer als damals der der. Und Romney Brent macht aus der Gestalt die Wand neben dem Bett war frisch gestrichen und zu finden. Wie immer dem auch sein mag Sorát erklärte, er habe dies selbst getan, um die Angeklagte verlor den Prozeß und sein ehemaliger des Ehemannes nur einen netten Jungen, während Spuren von Nägeln zu übertünchen. Doch flang dies Rechtsfreund, der vergeblich die Bezahlung seiner Edthofer damals ein bürgerliches Ideal aus ihm ebenso unglaubwürdig wie feine erst später ge- Balmarrechnung von 2273 Kč betrieb, erstattete machte. G empfiehlt ihre erstklass. Erzeugnisse Beachten Sie die Schutzmarke! Blutspuren, die früher nicht bemerkt worden waren; als zahlender Silient" einen beſſeren Rechtschut Rudolf Forſter, wirkt aber steifer und unbedeuten Verlanget überall t Ia ROKEE di a Da W R he hä halbjährig Kč 96.- ganzjährig F 192-3nserate werden laut Bezugsbedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Lezug durch die Post monatlich Kč 16.- vierteljährlich Kč 48.Die Zeitungsfranka úr wurde von der Post- und Tele Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlak. Rückstellung on Manuskripten erfolgt nur bet Einsendung der Retourmarken graphendirektion mit Erlaß Nr. 13.800/ VII/ 1930 bewilligt.( Stontrollpostamit Braha 25. Druderei: Orbis". Drud, Verlags- und Beitungs- A- G. Prag. pc ―eisVolkszünder