Sozial- emokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratische« Arbeiterpartei in der Tschechoslowakische« Republik Erscheint mit Ausuahme de» Montag täglich früh/ Einzelprei» 70 Heller Redaktion und Verwaltung: Prag XL, Fochova 62- Telephon K3077- Herausgeber: Siegfried Taub- Verantwortlicher Redakteur: Karl Kern, Prag 17. Jahrgang Dienstag, 30. November 1937 Nur dem Inhalt: Jaksch Uber die Lebensinteressen der Sudetendeutschen Für eine wehrhafte Arbeiterklasse Volksgemeinschaftliche Watschen in der Weindiele Goebbels-Offensive in der Schweiz fehlgeschlagen • Nr. 281 Der erste Tas in toiK—w i Volle Einmütigkeit erzielt Die Franzosen am Abend äußerst zufrieden London. Die Beratungen der britischen und französische« Staatsmänner, bei denen alle bedeutenden Fragen der Wrltpolitik behandelt«erden, begannen Montag vormittags um 11 Uhr am Sitze des englischen Premierministers in Downingstreet. Premierminister Cham- berlain empfing den französischen Ministerpräsidenten Chantemp s und den Außenminister D e l d o s, welche von dem französische« Botschafter in Loudon E o r b i n, den Generalsekretär Leger, dem politischen Direktor Maffigli und dem Ersten Botschaftssekretär DeMarge» rie begleitet waren. Die französische» Staatsmänner erwartete Chambe-kain mit dem Außenminister Ede« und dem ständigen Unterstaatssekretär Bansittart. Die Beratungen dauerten fast ununterbrochen von 11 Uhr vormittags biS 18 Uhr 45. Sie wurden formlos auch bei dem Diner fortgesetzt, welches Außenminister Ede» am Abend ver» anstaltete. An autorisierte« französischen Stellen wurde abends der große« Befriedigung über den Verlauf der britisch-französischen Beratungen Ausdruck gegeben. Der französische Mini sterpräsident EhautempS sagte: Ich kann nur das sagen, und ich sage es mit großer Freude, daß wir in allen Angelegenheiten einvollesEinveruehme« erzielt haben. Es erfüllt «ich mit Befriedigung und mit Glück, wen» ich erklären Ian«, daß sich zwischen«ns völlige Solidarität gezeigt hat. Wie im Konklave, fügte Chautemps Hinz«, haben wir dieses erst verlassen, bis Einmütigkeit erzielt war. Kolonialfrage erfordert längere Prüfung ' Wie der Reuter-Berichterstatter erfährt, schil- derte zu Beginn der Sitzung Lord Halifar aus- führlich seine Eindrücke von feinem Berliner Besuch. Tie französischen Minister begriffen vollkommen die Tragweite dieses Besuches und anerkannten, daß das beabsichtigte beschränkte Ziel erreicht wurde. Hierauf wurde die Kolonialfrage von alle« ihren Gesichtspunkten auS besprochen und dir Beratungsteilnehmer waren sich darin einig, daß diese Angelegenheit eine längere Prü- f un g erfordert. Sodann«urde der Besuch deS Ministers DelboS in Mitteleuropa, so wie er geplant ist, besprochen. Einen weiteren Punkt der Verhandlungen bildete dir Lage im Fernen Ost«. Die beiden Seiten waren sich sichtlich deS Ernstes der Lage und der Notwendigkeit einer sorgfältigen Verfolgung der weiteren Entwicklung zur Sicherung der Interessen der beiden Parteien vollkommen einig. Auch die Lage in'Spanien wurde besprochen. ES wurde festgestellt, daß die RichteinmischungS- Politik vollkommen richtig ist. Man fand, daß die heutige Sitzung eine der erfolgreichsten war, die je stattgefunden haben. ES wurde beiderseits der Wunsch zur Zusammenarbeit mit allen Ländern ausgesprochen, obwohl sich die beiden Parteien bewußt waren, daß lange Vorbereitungen notwendig sein werden» bevor an irgend welch« wirkliche Verhandlungen wird gedacht«erden können. London.(E.-B.) Ueber die ersten Besprechungen zwischen den französischen und britischen Ministern» denen auch Lord Halifax beiwohnte, ist eine amtliche Mitteilung bisher nicht ausgegeben worden. Eine solche dürfte erst nach Abschluß der Besprechungen erfolgen. Der vorherrschende Eindruck ist hier weiter der, daß von den ursprünglich weitgesteiften Zielen der deutschen Diplomaten und ihrer Freunde in England nicht sehrviel übrig geblieben ist. Die Idee, die Bindungen zwischen Frank- reich«nd Mitteleuropa' und darüber hinaus mit der Sowjetunion auf dem Umweg über London zu lockern, ist für diesmal «ufgcgeben. Der diplomatische Korrespondent der„Ti- m e s" erklärt autoritativ, daß keine RichtungS» äuderung der englischen Außenpolitik in bezug auf Frankreich bevorstehe und auch die britische Regierung diese Konferenz nicht dazu benützen werde,«m von Frankreich eine solche Kursänderung zu verlangen. Ausdrücklich wird festgestellt, daß England keine A b ä n der« n g des französisch-russischen Vertrage- fordern werde. Ebenso wird ausgeschlossen, daß eine Annäherung der beiden Mächte an Deutschland und Italien auf Kosten einer fünften Macht erfolgen könnte. ES seien auch keine derartigen Lorschläge weder i«»ezug auf Oesterreich noch in bezug auf die Tschechoslowakei gemacht worden. Man ist in London der Ansicht, daß die europäischen Spannungen gegenwärtig weniger heftig sind«nd daher Chanren für einen Ber- ständigungsversuch vorlicgen. Die Hauptthemen der Diskussion sind» Die spanische Frage, die gegenwärtig nicht mehr alS so brennend angesehen wird, Mitteleuropa, wofür die Einigung zwischen England und Frankreich dahin geht, daß keinerlei Vereinbarungen auf Koste» anderer Länder getroffen werden können, die Kolonialfragr, für die schließlich anch daS Einvernehmen mit den britischen Dominion» und Belgien notwendig ist. Salamanca. Die Marineleitnng der Aufständischen teilt offiziell mit, daß mit sofortiger Wirkung jeder Handelsverkehr mit den Häfen der blockierten Küste der Valencia-Regierung einschließlich der Insel Menorca untersagt wird. Die Marinelritung der Aufständischen betrachtet die neutralen SchiffahrtSzonen vor Valencia und Barcelona alS aufgehoben und wird von nun an jedes an diesen Küsten anlrgende Schiff angreifen. London.(Reuter.) Wie verlautet, erhielt der Oberkommandant der britischen Kriegsflotte im Mittelmerr den Befehl, mit den Behörden der Aufständischen in Palma di Mallorca in Kontakt zu treten. Großbritannien bestreitet dem General Frone» daS Recht, dir Blockade aufzunehmen, denn die Durchführung derselbe würde die Ausübung des Rechtes einer kriegführenden Partei bedeuten. In keinem Fall, wird erklärt, hab« General Franco daS Recht» fremde Schiff« außerhalb der HoheitSgewäffer des auf- Japan gibt nicht nach Tokio.(Reuter.) Die japanischen Behörden in Schanghai haben die chinesische Zollverwaltung übernommen«nd die Zolleinkünfte mit Beschlag belegt. Gegenüber den kritischen Stimme«, die sich gegen diesen japanischen Schritt auf internationalem Forum erhoben, erklärte der Sprecher deS japanischen AutzeministeriumS: Japan fft der Ansicht, daß eS»i ch t nötig hat, Großbritannien oder die Vereinigte« Staaten nm Rat z« fragen, wie es in Schanghai vorgehen soll. Alle in Schanghai unternommenen oder geplanten Schritte Japans müßte« ausschließlich als eine Frage der Strategie beurteilt werden. Japan beharre darauf, daß es das Recht besitze, in den einzelnen Phasen Schließlich bleibt die Fern-Ost-Frag«, die den Engländern besonders am Herzen liegt und für die Richtlinien weiter bleibt, daß England so weit zu gehen bereit ist» wie die Vereinigten Staaten. Eine Extratour der„Times" Der montägige Leitartikel der„Times" läßt ohne es ausdrücklich zu sagen, keine Zweifel über di« Tatsache bestehen, daß Deutschland in bezug auf die Tschechoslowakei«nd Oesterreich eine Art Vorrangstellung fordert. Das Blatt schreibt u. a.r „Trägt die Tschechoslowakei keine Verantwortlichkeit für die gegenwärtige Lage und keinerlei Verpflichtungen, die Bedingungen zu erörtern, unter denen bei gegensertiger Zustimmung die Lage der großen deutschen Minderheit vereinbarlich gemacht werden kann mit guten Beziehungen zu Deutschland, zumal der Einsatz der westlichen Großmächte gegen einen Angriff zp allen Zeiten wahrscheinlich ist? Kann man annehmen, daß eine Einigung ohne oder gegen Deutschland durch den ,alleinigen Machtspruch Frankreichs und der Sowjetunion dauernd sein kann? Wer sicht nicht, daß bei derZu« sammensetzung des. Tschechoslowakischen Staates und seiner Grenzformation der g u t e W rl l e D e utschlands wesentlich ist für dessen Sicherheit? Ez ist die Aufgabe des Staatsmannes, dem Schwachen gegen das überwältigende Diktat des Stacken beizustehrn. Es kann aber, nicht seine Ausgabe sein, den Antagonismus zu fördern und so tatsächlich den Starken mit der Kraft einer gerechten Klage auszu statten. All« dies« Fragen verlangen eine weitblickende Eraminierung in P r a g. Parts und London. Di«„Times" oder genauer genommen ihr Eigentümer Lord Astor, gehörten mit dem Direktor des Sonntagsblattes„Observer". Gar« v i n, zu den wichtigsten journalistischen Wortführern des deutschfreundlichen Kreises in London. ständischen Spanien zu belästigen. Man glaubt, daß die britische Regierung den Marinebehörden der Aufständischen nachdrücklich diesen Standpunkt zur Kenntnis bringen wird. Pfratenflugzeuge bombardieren französisches U-Boot Marseille.(HavaS.) Dir radiote- lrgraphische Station in Marseille fing Monmg nachfolgende Depesche deS Unterseebootes„Lezar- drieur" auf: „Um 7.36 Uhr wurde» wir von einem Flugzeug in einer Entfernung von etwa 15 Meilen nordöstlich von Kap Creux angegriffen. Nachdem uns die Maschine mit Bomben belegt hatte» fiog sie wiederum in südöstlicher Richtung davon. Um 8 Uhr erschienen neuerdings zwei weitere Flugzeuge etwa 30 Meilen östlich des Kap Rear; bald darauf verschwanden sie in westlicher Richtung". dieser Aftion unabhängig zu handeln;«S erkläre jedoch, daß die fremden Rechte und Interesse« werde« respektiert werden. Dm Vertretern der japanischen Presse wurde mitgeteilt, daß die Antwort Japans aus den brittsch-ameiÄanischen Einspruch bisher noch nicht überreicht wurde. Japan sei sich dessen bewußt, daß die chinesischm Zölle eine Garantie für di« Ausländsanleihen bilden, jedoch müßten sie unter der KontralleJapanS strhen, damit dir Zolleinnahmm nicht zum A n» kauf von M u n i t i o n für die chinesischm Truppm verwendet würden. Das könnten die Japaner nicht dulden. Flucht Ins Leben EinstmqlS verkauften deutsche Fürsten'hre Landeskinder für klingendes Gold als Soldaten an kriegführende Länder. Diese Schmach hat Schiller in seinem Drama„Kabale und Liebe" verewigt, das'mmer aufs Neue den Haß gegen jene habgierigen Fürsten weckt.»Kabale und Liebe" behandelt«ine geschichtliche Begebenheit; das heißt aber nicht, daß das Dramenthema unmodern ist. Der Verkauf von Landeskindern>st,^ wenn auch in anderer Form als einst, auch heute noch üblich, und der Mann, der ihn vollbringt, heißt Adolf Hitler. Viele tausende junger deut- scher Menschen hat er schon nach Spanien gesch'ckt, viele tausend« von ihnen sind auf den blutgetränkt ten Schlachtfeldern des spanischen Krieges geb'ie- ben. Er hat der deutschen Jugend eingeredet, sie müsse dort gegen den kulturzerstörenden Bolschewismus kämpfen. In Wirklichkeit wurde sie hingeschickt, um fremde Interessen wahrzunehmen. Interessen,, die mit jenen, des deutschen Volkes nichts zu tun haben und von denen es nichts wissen will. Von dem bisherigen Eingreifen deutscher Truppen in Spanien hatte bisher lediglich Herr Mussolini Gewinn. Aber Herr Hitler hört nicht auf, das Blut deutscher Menschen in Spanien zu investieren. Er hört auch nicht auf. Waffen nach Spanien zu schicken. Tas deutsche Volk kann oen Hungerrkemen noch so eng schnallen, deutsche Mütter mögen noch so laut um ihre Söhne weinen: das autoritäre Regime hat es nicht notwendig, daraus Rücksicht zu nehmen. Dieses Regime ist nicht für das Volk, das Volk ist für das Regime da. Die modernen braunen Landesfürsten haben geglaubt, daß sie die Herzen»nd Hirne ihrer Opfer durch nationalsozialistische Phrasen restlos vernebeln können; sie haben geglaubt, eS gmüge eine geschickte Propaganda,, um die deutschen Jungen glauben zu machen, ihr Entsendung nach Spanien sei einer Auszeichnung gleichznsetzen. Es zeigt sich, daß daS nationalsozialistische Regime einem Irrtum erlegen ist: die deutsche Jugend will vom Manischen Krieg nichts wissen, sie lehnt eS. auch wenn sie schon jahrelang den nationalsozialistischen Erziehungsmethoden unterworfen w"rde» ab, in Spanien im Namen deS„Antibolschewismus" zu sterben. Es wurde schon im Sommer dieses JahreS bekannt, daß deutsche Flieger, die den Auftrag hatten, ihre Flugzeuge nach Franco-Spanien zu bringen und sich auch selber den Rebellen zur Ver» fügung zu stellen, auf Flugplätzen der Vale n c i a- Regierung gelandet sind und dann' n der Seite der Regierungstrupven sockten. Andere» die in die Gefangenschaft der Regierungsarmee gerieten, gaben an, daß bei ihrer Entsendung nach Spanien von Freiwilligkeit nickt die Rede sein könne; sie seien auf die spanischen Schlachtfelder kommandiert worden. Und eben jetzt haben einige deutsche Jungen den Entschluß gefaßt, nicht erst die lange Flugreise nack Spanien anzutrerey; sie ffückteten nach Oesterreich, um den Zwang des Strickens in Spanien zu entgehen. Es sind nicht DurchschnittSjungen, um die es sich da handelt» sondern junge Leute, die der Elite der deutschen Fliegerei angehören: sie entstammen der berühmten Richthofen-Staffel, die nur ganz besonders ausgesuchte Flieger hat. Diese Flucht beweist, daß die Weigerung deutscher Soldaten, nach Spanien zu gehen, schwer bestraft wird: die Geflüchteten hätten es Wohl sonst vorgezogen, in Deutschland zu bleiben. Sie beweist aber auch, daß die nattonalsozialisttsche Beeinflussung der Jugend nickt nachhaltig genug ist, um sie zu Opfern zu veranlassen, die sie als sinnlos betrachtet. Es scheint noch deutsche Jungen zu geben, denen das Gehirn ein Mittel zum D e n k e n ist: wenn eS in Funktion tritt, tverden selbst die gefährlichsten Massen der Diktatur un« brauchbar.■ Als bei der Schlacht von Guadalajara italienische Soldaten gefangen worden waren, die durch mehr als ein Jahrzehnt faschistische Erziehung genoffen hatten, sangen sie das Revolutionslied der italienischen Arbeiter, die»Bandiera Rossa", und viele von ihnen meldeten sich zum Kampfe in die Reihen der Regierungsarmee. Der Faschismus und der Nationalsozialismus können eben nicht verhindern, daß die Menschen denken, und selbst der stärkste geistige Druck vermag in der Jugend nicht die Bereitschaft zu entwickeln, für die sanken Ideale einer Mordideologie in den Tod zu gehen. Tie Flucht der jungen deutschen Flieger in die-Freiheit und das Leben ist ein Symbol für die Sehnsucht nach Freiheit, und Frieden, die in den Herzen von Million->n Deutscher glüht. Franco kündigt Blockade an England bestreitet Francos Kompetenz Zuspitzung des Schanghaier Zollkonlliktes Sekte 2 Dienstag, 30. November 1937 Nr. 281 kn-er eigenen Partei noch im slowakischen Volke hinreichende Stütze haben. | mals darf sich die Arbeiterschaft in diesem Ringen vom Boden ihrer demokratisch-sozialistischen Weltanschauung verdrängen lasse». Herr Henlein hat den Kampf«m die Totalität im sudetendeutschm Lager bereits verspielt. Bei den schmutzigen Richtungßkämpfen, die in feiner Partei toben, kann er nicht einmal mehr als unbestrittener Sprecher der SdP angesehen werden. DaS letzte Mittel, welches die unzufriedenen Maffen der SdP beisammen halten soll, ist Vie Spekulation auf den Krieg. Herr Henlein hat durch seinen»Offenen Brief" das Stichwort zu einer schamlosen nazistischen Kriegshetze gegeben. Wir werden bei der Verteidigung des Friedens keinen Zoll zurückweichen. DaS Dritte Reich wirb dm Sudetendeutschen zuliebe keinen Krieg anfangm. viele Anzeichen sprechen dafür, daß die faschistischen Diktaturen kaum einen großen Krieg wagen werden, der ihre eigene Existenz als Einsatz fordert. Wirtschaftspolitisch ist das Weltringen bereits entschieden und der Bankrott der faschistischen Staaten naht, wie der Rücktritt Dr. Schachts signalisiert, heran. Das Warten auf den Krieg bedeutet vom sudetendeutschen Standpunkt aus das Wartenaufden Tod. Deshalb muffen wir dm Katastrophenpolitikern auch außenpolitisch den Weg verlegen. Der Kampf um die Rettung des Friedens ist nach wie vor ein aussichtsvoller Wir haben nach der furchtbarstm Krise wieder da» rettende Ufer' einer Wittschaftsbclebung erreicht. Die Arbeitslosigkeit blewt zwar weiter noch ein überaus ernstes Problem, aber der Fluch der Hoffnungslosigkeit ist von einem großen Teil unserer Notstandsgebiete gewichen. Gegen die wirtschaftlich-soziale Leistung hat» die SdP nur leere Versprechungen und demagogische Manöver setzen können. Wir siüd auf sozialem Gebiete nicht zu schlagen und deshalb hat die Henleinbewegung versucht, un» durch nationale Hetze den Boden abzugraben. Es ist im Nachkriegseuropa viel ngtio- nales Unrecht zurückgeblieben. Die politische Krankheit unserer Zeit heißt Chauvinismus, und dies« Krankheit hat saft alle Völker des Kontinents ergriffen. Wenn die halbe Welt durch den Ungeist des Nationalismus verrückt gemacht wurde, dann ist es naheliegend, daß auch bei uns nicht alle Menschen vernünftig geblieben sind. Der Chauvinismus bedeutet eine Gefahr für jedes voll. Jme Staaten, die dem Chauvinismus verfallen sind, gleichen einem Wagen, der von schm grwordenm Pferden gezogen wird. Wir haben mit den Vereinbarungen vom 18. Feber versucht, einer ungesunden Entwicklung in die Zügel zu fallen. Wer aber scheu gewordenen Pferden in die Zügel fällt, wird von der entfesselten Gegenkraft noch ein Stück mügeschleist. So habe ich die Lage vor englischen Zuhörern charakterisiert. Der 18. Feber ist keine Zauberformel» aber wir haben mit dieser Vereinbarung den toten Punkt im tschechisch-deutschen Verhältnis überwunden und einen neuen Einsatzpunkt gefunden für die Geltendmachung der berechtigten deutschen Lebensinteressen innerhalb des Staates. Durch die Annahme unserer Resolution im Budgetausschutz find die Brreinbamngm vom 18. Feder parlamentarisch ratifiziert wordm. Auch die SdP hat für diese Resolution gestimmt und wir können uns auf die nachträglich« Genehmigung der nationalpoljtischen Vereinbarungen durch diese Oppositionspartei berufen. Es bleibt auf nationalpolitischem Gebiet noch viel zu tun. In der tschechischen Politik muß der Gesichtspunkt obsiegen, daß da» Lebensrecht de» einen Volkes nicht auf Kosten des anderen Volkes geltend ge« macht werden darf. Man muß im tschechischen Lager ferner einsehen, daß künstliche Entna-, tiona li sierung auf. di« Dauer keinen Gewinn bringt. Die Sudetendeutschen müssen sich frei machest vöb einem sterilen Rationalismus. Unserem Volk in seiner Gesamtheit wird nicht zu helfen sein, solange es positive politische Arbeit nicht zu werten versteht und solange auch der Einzelne nicht genügend Nackensteife gegen die Verlockungen des Seelenfange» aufbringt. Die Sudetendeutschen haben noch zu lernen, wie man kraftvolle Selbstbehauptung mit der Achtung de» Nachbarvolkes verbindet. Wir lassen uns in der Vertretung der be- rechtigtm deutschen LebenSintereffen von niemandem übertreffen, wir laffen uns aber auch von den anderen nicht ihre nationalistische Hysterie aufzwingen. Unser Kampf gilt jedem nationalen Unrecht, aber mit gleicher Leidenschaft kämpfen KalfuS im ParlamentSklub der Rationale» Bereinigung. Am Montag hielt Finanzminister Dr. KalfuS über Einladung des parlamentarischen Klubs der Rationalen Bereinigung in einer Kliwsitzung«inen eingehenden Vortrag Wer die Bedeckungsvorlagen zum Staatsbudget und beantwortete auch einige an ihn gestellte Anfragen.— ES ist dies offenbar die erste Auswirkung der kürzlichen Versicherung deS Ministerpräsidenten, daß die Ausschließung der Opposition von den Budgetarbeiten nicht auch für die Zukunft richtunggebend sein müffe. Dem Parlamentsklub der Rationalen Bereinigung gehören bekanntlich die radikalen Stkibrnh-Anhänger fett geraumer nicht mehr an. Die Wriggebliebenen Rationaldemokraten werden vielfach reif für einen künftigen Wiedereintritt in die Regierung angesehen. Böhmische LandeSvertretung am 14. Dezember. Landespräsident Dr. Sobotka hat die böhmische Landesvertretung für Dienstag, de» 14.. Dezember, nm.10 Uhr einberufen.. Reue» tschechische» Tagblatt. Sonntag, de» 28. November, erschien zur» erstenmal da» neue Zentralorgan des»Rärodni sjednoceni"(das ist im wesentlichen der alten national de nuckratischen Partei), deren Organ bisher die.Rärodni Lisch" waren, deren Berwaltung»rat jedoch sich weigert, das Blatt als Organ der Partei weiter erscheine» zu lasten. Die erste Nummer der neuen Zeitung, die den Titel.Rärodni noviny" trägt, enthält einen Aufruf der Führer der Partei, darunter Hodaö, de» Bürgermeister» von Olmütz Doktor Richard Fischer, der Abgeordneten Jejek, Prof. Doinin, Ti. Rasin und Dr. Matousek, Doktor Stüla und des Senator» Trnobransth. Sonst ist von dem Anhalt eia scharfer antideutscher Artikel de» Dr. Fischer bemerkenswert. Kampf. Unsere deutsche sozialdemokratisch« veo wegung hat fünf Jahre Hitlerregime in nächste» Nachbarschaft ausgehalte» und wir sind noch immer da. Wie lange aber die Partei de» Herr» Henlein einen Regimewechsel in' Deutschland überstehen wird, ist eine andere Frage. Da» ist der Maßstab unserer Stärke und ih^er Schwäche. Wir sind die wahre sudetendeutsche Bewegung, die SdP ist nichts anderes als eine Sektion der faschistische» International«. Die Opfer, welche durch die Ausgaben für Staatsverteidigung der Bevölkerung auferlegt werden, sind leider unabwendbar, um dem Lande und seinen Völkern die Grundlagen einer neuen wirtschaftlichen- und sozialen Blütezeit zu erhalten. Weder in der Staatspolitik noch in der Außenpolitik soll Volk gegen Volk stehen. Die Friedfertigen und vernünftigen aller Völker müssen sich gegen die Narren und Verbrecher verbinde», um unabsehbare Katastrophen zu vermeiden. Unser Kampf wird getragen von dem stolzen Bewußtsein, daß wir zur großen Armee der europäischen Friedens- und Freiheitskämpfer gehören, daß unsere Bewegung die vorgeschobenste Feldwache der europäischen Demokratie und der sozialistischen Internationale ist. Wer in den sozialdemokratischen Reihen kämpft und wirkt, wird von sich sagen können: .In der Menschheit urewigem Streit, stand ich zum Banner der Menschlichkeit!" (Großer Beifall.)' Aufbauende Friedenspolitik Abg. Jaksch über die wirtschaftlichen und politischen Lebensinteressen der Sudetendeutschen Sonntag, den 28. November, hielt Abg. Wenzel Jaksch in einer Konferenz her Deut schen sozialdemokratischen Partei für die beiden Wahlkreise Pilsen und Budweis in.Kosolup das politische. Referat, dessen Gedankengänge wir nachstehend wiedergeben. Genosse Jaksch führte u. a. au»: Die SdP wähnte uns nach dem 19. Mai 1935 tödlich verwundet, aber es hat sich gezeigt, daß unsere Bewegung unzerstörbar und unsere Idee unüberwindlich ist. Wir haben dem Gegner durch unerschütterlichen Widerstand bewiesen, daß er sich an der granitenen Mauer der sozialdemo kratischen Bewegung die Zähne ausbeißt. Mit Ausnahme der faschistischen Ausrottungsgewalt gab es in den letzten Jahren kein Unglück, das unS nicht betroffen hätte. Wir sind durch ein poli tisches und soziales Katastrophengelände mar schiert. Wenn wir auch 1929 gewußt hätten, wel chen Gefahren wir entgegengehen— wir wären keinen anderen Weg gegan- g,e,n als den, den wir gegangen sind'. Die Ereignisse stellten uns vor zwei Auf gaben: Es galt, sich durchzukämpfen durch die Krisenperiode und gegen die tödliche Bedrohung durch den Faschismus hier ein Stück fteien Kampfbodens für die Arbeiterklasse zu erhalten. Nach dem 19. Mai sahen uns unsere Feinde schon im Konzentrationslager und Henlein in der Regierung. Aber berefts der 18. Dezember 1935, der gezeigt hat, daß der Präsidentenstuhl der Republik für faschistische Anwärter zu hoch sei, war eine demokratische Durchbruchsschlacht in der Innenpolitik. Da» Steuerruder de- Staates hält wie der ein Mann in der Hand, der als ein hun dertprozentiger Demokrat auch die Arbeiter klasse niemals enttäuschen wird.(Lebhaf ter Beifall.) Gewiß, wir alle sind davon unbefriedigt, daß wir die Not nicht erfolgreicher fernhalten konnten von unserem Grenzland. Aber so unzu länglich unsere Krisenfürsorge vielfach war, so dürfen wir trotzdem die positive Gesamtleistung nicht übersehen. Auf sozialem Gebiete, in dem Bereich der öffentlichen Arbeitsbeschaffung ist in unserem Wirkungskreis noch niemals so viel ge schehen, wie in den Jahren der Krise. In unseren Böhmerwaldbezirken ist auf dem Höhepunkte der deutschbürgerlichen Macht im alten Oesterreich Nicht einmal'der' zehnte Teil' dieser wiptschaftlich-sozialen Arbeit geleistet worden. Dabei übersehen wir nicht, daß unsere Arbeits losenfürsorge mangelhaft ist und mangelhaft bleiben wird, bis wir das System der Ernäh rungskarten nicht durch eine allgemeine Arbeits losenversicherung ersetzen können. Durch die B c- triebsstillegungen hat die Bevölkerung unserer Randgebiete schwere wirtschaftliche Rück schläge erlitten. Mer diese Betriebe sind nicht unserer Regierungspoltik zum Opfer gefallen, sondern der kapitalistischen Kartellpolitik. WaS zerstört wurde, ist zerstört worden durch die unheilvollen Wirkungen des kapitalistischen Systems, was gerettet wurde, ist gerettet wor den durch sozialistische.Arbeit. Minister Derer über die nationale Frage Justizminister Dr. Dörer sprach am Sonntag in einer Sitzung der tschechischen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Sillein über die politische Lage. Er konstatierte, daß sich die militärische und damit die internationale Stellung der Tschechoslowakei in der letzten Zeit ungewöhnlich befestigt habe. Unsere außenpolitisch gute Situation gründet sich auf die militärische Stärke und auf die günstige Innenpolitik. Die Beschwerden der deutschen Minderheit eignen sich aus den allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Schwierigkeiten und betreffen nicht ihre Existenzmter- effen. Die wirtschaftlich« und kulturelle Lage der Sudetendeutschen ist eine solche, daß viele unabhängige Nationen sie beneiden könnten. Die aus Staatsmitteln, erhaltenen deutschen Schulen stehen qualitativ und quantitativ auf einer solchen Stufe, wie sie bei vielen reifen und kulturell alten unabhängigen Nationen nicht erreicht wurde. Da» deutsche Schulwesen in der Tschechoslowakei ist um nicht» schlechter und um nicht» schwächer, al» es im alten Oesterreich war, als die Deutschen das regierende Volk waren. Auch wirtschaftlich ist der Stand der deutschen Minderheit bester als bei vielen unabhängigen Rationen. Der deutsche Bauernstand in der Tschechoslowakei ist besser daran, als der Bauernstand in anderen Ländern, weil sich alle Errungenschaften der Agrarpolitik bei uns auch auf ihn beziehen. Die deutschen Demokraten in der Tschechoslowakei haben eine unverhältnismäßig stärkere politische und soziale Position inne, als in anderen Staaten. Die deutsche Industrie bei uns wurde zwar von der Krise stark betroffen, aber durch die Maßnahmen der tschechoslowakischen Regierung erholt ie sich. Auch die Slowakei konsolidiert sich trotz aller entgegemvirkenden Anstrengungen einige: wir gegen soziales und politisches Unrecht. Nie- j Politiker der slowakischen Volkspartei, die weder >< 25 der Kleine VON E II 6 i NE DABET Berechtigte üebertragun? aus dem Französischen tob Bejot Ich bin nicht sehr weit von unserer Gegend. Je näher ich komme, desto schneller schlägt mein Herz. Hier, in diesen Straßen, bin ich als Jung« umhergelaufen. Jetzt laufe ich wieder, aber unter einem anderen Zwange. Jetzt bin ich in der Rue Ordner, jetzt kommt die Ecke, jetzt sehe ich alle die bekannten Läden, jetzt die dunkle Masse unseres Hauses. Ich gehe hinein. Zum Glück ist die Portiersfrau bei Tische. Die knarrenden Stufen, das staubige Geländer, da und dort mein Name an der Wand. Im fünften Stock hole ich tief Atem und jage, zwei Stufen auf einmal nehmend, hinauf. Ein Faustschlag gegen die Türe. „Ich bin's, Mama." Keine Antwort. Ich klopfe noch stärker. Nichts. Ich lehne mich an die Wand. „Das hat sich gelohnt..." Mir fällt ein: sie wird bei Frau Harbulot sein. Ich klammere mich an diese Hoffnung, während ich durch die Straßen renn«. Ein Auw streift mich. Die Menschen sehen mich an. Endlich bin ich da. Ich kwpfe. Ich warte einen Augenblick, einen Augenblick, der mich eine Ewigkest dünkt, dann höre ich«inen Schlüssel im Schlosse. Die Tür« geht auf. Mama steht auf der Schwelle. „Was? Du, Kleiner? Du, hier?" ruft sie, mich in die Arme nehmend. „Ja, Mama, ich..." Sie lacht und zieht mich ins Vorzimmer. „Wir gehen gleich nach Haus. Ich will'S nur schnell meiner Dame sagen." ,H>öre, ich bin nicht auf Urlaub. Ich bin ausgerückt. Ich komme von Noisy-le-Sec. Bin gelaufen wie toll. Nun bist du mir Wohl noch böse?" „Du mußt also wieder fort?" ,«ald." Frau Harbulot kommt dazu. Empört und beglückt zugleich, erzählt ihr Mama von meinem Streich. „Nein, welche Torheit", bemerkt Frau Harbulot.„Sie sind ja in Schweiß gebadet. Mer nun sollen Sie erst etwas essen. Kommen Sie schnell in die Küche." Mama stellt einen Teller und die Reste de» Mittagessens auf den Tisch. „Willst du mir denn nichts erzählen?" ftagte sie. „Rede du, Mama. Ich habe doch den Mund voll." „Was soll ich sagen? Ich bin sprachlos vor Ueberraschung. Ist meine Dame nicht nett? Leider bleibt sie nicht mehr lang« in Paris." „Sie hat wohl Angst vor den Fliegern?" „Pst, sie kommt. Ich erklär's dir später." Frau Harbuwt setzt sich auf einen Schemel. Sie sieht mich an, Ich schlage nicht die Augen nieder. Sie hat sich da» Haar gemacht und sich gepudert. Ihr Gesicht blendet mich. „Essen Sie, essen Siek Machen Sie eine Flasche Bordeaux auf, Frau Decamp. Wir wollen auf ihr Wohl trinken. Kleiner. Aber jetzt sind Sie nicht mehr der Klein«, jetzt find Sie ein richtiger Baterlandsverteidiger." „Ja, er ist stärker geworden", stellt Mama mit Stolz fest. Ich bin gesättigt. „Gehen wir in den Salon", sagt Frau Harbuwt. Ein stilles, behagliches Zimmer mtt gedämpftem Licht. »Kommen Sie zu mir, aufs Sofa, und erzählen Sie mir von Ihrem Leben, Ihren Kameraden." Ihre weiße, mit Ringen geschmückte Hand ruht neben meiner Hand. Sie trägt ein reich garniertes, seidtz schimmerndes Hauskleid. Sie lächelt, wenn ich etwa» sage, und ermutigt mich, den Kopf auf die Schulter gelegt, fortzufahren. Ich gebe ganz verkehrte Antworten auf ihre Fragen. Mir ist, al» träumte ich.. Ich glaube, ich werde nie die Straft haben, wieder fortzugehen. Mama wmmt, ein Tablett in der Hand. Frau Harbulot reicht mit ein Gla». „Auf unseren Sieg l" Ich trinke, den kleinen Finger gespreizt, wie ich es bei JacqueS gesehen habe, langsam aus. Der Wein steigt mir zu Kopf«. Ich wumw leicht, und meine Schütter berührt Frau HarbuwtS Oberarm. „Paß auf, daß du keinen Fleck machst", sagt Mama scharf.„Mßerdem ist e» Wohl Zeit zum Gehen.", „Ich habe kerne Eile." „Machenn geheimer Verhandlung Eröffnung der fünften Schwurgerichts» periode Prag,-rb- Die fünfte und letzte Schwürge- richtsperiode dieses Jahres wurde Montag mit einer chster Ausschluß der Öffentlichkeit verhandelten Anklage wegen dts nicht vollendeten Verbrechens der Notzucht eröffnet. Angeklagt war vor dem Schwurgericht, dem Kreisgerichtspräsident Charypar präsidierte, derllOjährige.W endelin Shkora, der in den Morgenstunden'des 30. September die Landwirtsgattin Emilie P. überfiel und zu verge- waltigen versucht«. Der Gewalttäter wurde auf di« Hilferufe der Ueberfallenen durch herbeieilende Leute verscheucht.'Seine Ueberführung erfolgte durch die Mütze, die der Angeklagte am Tawrt verlor'und die als seip Eigentum erkannt wurde, wie auch durch Bißwunden an der Hand, die ihm die Ueberfallen« beigebracht hatte. Die Verhandlung, die sich bis in die späten RachmittagSftunden hinzog. endete damst, daß der Angeklagte einstimmig schuldig erkannt wurde. Das Urteil lautete auf fünfzehn Monate schweren Kerlkers. Die Schwurgerichtsperiode, deren ursprüngliches Programm nur auf sechs Fälle beschränkt war, hat erwartungsgemäß«ine bedeutend« Verlängerung erfahren, so daß ihr Programm die BerhandlungStag« bis zum 10. Dezember ausfüllt. Wie an anderer Stelle erwähnt, rechnet man sogar damit, daß unter Umständen auch noch der Prozeß gegen den Ho- stivarer Gattenmörder Horäk in dieser Session zur Verhandlung kommen könnte. Der Mm Frauen im Beruf. Mst dem im Titel angedeuteten Problem oder Tatbestand hat der neue tschechische Film kaum etwas zu tun. Daß die weibliche Hauptperson, eine junge geschiedene Frau, einen Posten im Rundfunk hat und ihre Mutter eine Sängerin bedienen muß, ist nur die Voraussetzung dafür, daß die junge Dame am Ende den wackeren Fernseh-Ingenieur heiraten darf, der im Radio seine ExperimentePia«etto^ P«dalM«ae»»rg»lv Dünni« Press«, bequeme Ra-en, Iuuf4 Miete mit«ausmö«- ltchkeit, Reparaturen, Elimmpflege. cr»"gust Störfter- Oie IBelimarfrl In 35 Staaten ftimt ig vertreten, Fabrik:aldr. Bezugsbedingungen: Bei Zustellung mS Haus oder bei Bezug durch die Poft monatlich Kd 16.—, vierteljährlich Kd 48—. halbjährig Kd 96- ganziährig K 192—.— Inserate werden laut Tarif billigst berechnet. 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