Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh/ Einzelpreis 70 Heller Redaktion und Verwaltung: Prag XII., Fochova 62 17. Jahrgang Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub Herausgeber: Giegfried Taub- Berantwortlicher Rebatteur: Rarl Rern, Brag Sonntag, 12. Dezember 1937 Die Sensation vorbei: Nur Austritt aus dem Völkerbund Alle anderen Gerüchte bewahrheiten sich nicht Rom. Der erwartete Austritt Italiens aus dem Völkerbunde ist Samstag abends von Mussolini dem Großen Faschistischen Nat vorgeschlagen und nach dem Beschluß den vor dem Palazzo Venezia versammelten faschistischen Verbänden mitteilt worden. Die Rede Muffoli nis, die im Rundfunk nicht nur in Italien, sondern auch in Deutschland und in Desterreich übertragen wurde, war infolge technischer Fehler nur teilweise zu hören. Sie enthält außer der Mitteilung über den Austritt aus dem Völkerbund keine der übrigen angekündigten Senfationen und betont vielmehr die Friedensbereitschaft, für die Mussolini die Begegnung mit Sto jabinovič als neuen Beweis anführt. Als erster betrat den Mittelbalkon der Ge neralsekretär der Faschistischen Partei, Sta zace, der unter atemlosem Schweigen der Menge berkündete: Schwarzhemben! Der Große Nat des Fafchismus hat foeben durch Zuruf den Vorschlag bes Duce angenommen, daß Italien feinen Austritt aus dem Völkerbund vollzieht. Später zeigte sich, von stürmischem Jube! begrüßt, der Duce auf dem Mittelbalkon. In seiner Rede erklärte Mussolini, daß der Bölkerbund und das Genfer Milieu unter dem Einfluß dunkler Kräfte stehen, die gegen Italien und gegen die faschistische Revolution feindlich eingestellt feien. Unter diesen Umständen ſei Italiens Anwesenheit in Genf nicht mehr längertragbar gewesen. Für Italien habe es gegolten, fich zu entscheiden, im Völkerbund zu bleiben oder auszuscheiden. Bei diesen Worten forderte die Menge unter grenzenlosem Jubel den Austritt aus dem VölTerbund. „ Wir verlaffen", so fuhr Mussolini fort, ,, biesen Tempel in Genf, wo man nicht für den Frieden, sondern für den Krieg arbeitet, ohne irgendeine Neue zu empfinden. Es wäre grotest zu behaupten, daß wir diesen unseren Entschluß gefaßt hätten unter irgendeinem Druck bon seiten dritter Mächte. Unsere Kameraden von der Achse Berlin und Tokio haben sich diesbezüglich der größten Zurückhaltung befleißigt." Der Schritt Italiens sei ein großes geschichtliches Ereignis, dessen Folgen zur Zeit nicht absehbar seien. Mit seinem Austritt verlaffe aber Italien nicht die Fundamente feiner Politik, am Frieden Europas und der Welt mitzuarbeiten. Italien habe gerade in den letzten Tagen dafür einen neuen Beweis gegeben, indem es den Frieden an der Adria von neuem befiegelt habe. Drohungen, die von feiten der großen Demokratien von Zeit zu Zeit an Italiens Adreffe gerichtet werden, ließen Italien vollkommen gleichgültig. Die Italiener feien ein großes Volk, bas zu jedem Opfer fähig fei. Das italienische Volk sei gerüstet auf dem Lande, zur See sowic in der Luft. Der heroische Geist der faschistischer Revolution könne sich keiner Kraft in der Welt beugen. Die Rede Mussolinis zu der versammelten Be bölkerung dauerte etwa zehn Minuten. Der Duce wurde mit stürmischen Ovationen begrüßt. Die Menge brachte noch Hochrufe auf Mussolini aus. als die Musik bereits die ,, Adunata der Schwarzhemden" zu spielen begann. Die Soldaten winkten mit ihren Dolchen und Gewehren. Auf dem festlich beleuchteten Platz fangen fünf Bataillone die„ Legionärkantate" und die ,, Giovinezza". Um Die Forderungen der Bergarbeiter Einigung über Aushilfe [ 21.25 1hr befilierten afrikanische und spanische Freiwillige unter Gesängen vor dem Palazzo. Nur D'Annunzio fehlte In der amtlichen Mitteilung heißt es, daß der Rat in Anwesenheit sämte licher Mitglieder mit der einzi gen Ausnahme von D'An nunzio den Vorschlag des Duce auf den sofortigen Austritt Italiens aus dem Völkerbund durch Akklamation angenommen hat. Was alles erwartet wurde Unter den zahlreichen Gerüchten, die über den mutmaßlichen Inhalt der Beschlüsse des Faschistischen Rates vorher in Rom kursierten, waren insbesondere folgende bemerkenswert: Italien tritt auch aus dem Nichtinterven tions Ausschuß aus; Italien werbe zum Raiserreich Italien" proklamiert werden, um den Schwierigkeiten zu entgehen, die sich der Anerkennung des Kaiserreiches Abessinien" entgegenstellen; treten.) Von allen diesen Mutmaßungen ist jedoch Iteine einzige eingetroffen. Italiens schwache Position Aus dem Inhalt: SdP- Konflikte am laufenden Band Generalstabskonferenzen in Prag Neue Advokatenordnung Furchtbare Zugskatastrophe in England Hodža Prager Ehrendoktor Nr. 292 Asien und Europa B. V. Paris. Seitdem die Achse BerlinRom nach Totio hin verlängert wurde, muß man sich in Europa daran gewöhnen weltpolitisch zu denken und den Ereignissen in Ostasien eine grös Bere Bedeutung einräumen als man bisher die gend am Fluffe Juba zwischen Italienisch- Soma- Gepflogenheit hatte. Wir neigten bisher zu einer liland und Britisch- Ostafrika abtreten, um so die europäisch- kontinentalen Betrachtungsweise und deutschen Kolonialansprüche praktisch anzuerken- wir werden umlernen, um nicht eines Tages vor nen.( Dieses Gebiet hatte Großbritannien durch unangenehme Ueberraschungen gestellt zu sein. einen Vertrag vom Jahre 1924 an Italien abge- Schon heute hat es den Anschein, als ob der chines sisch- japanische Krieg weit entscheidender für das Schicksal der Welt werden könnte als der in eine Sadgasse geratene Bürgerkrieg in Spanien. Das spanische Volt ist uns als Europäern ungleich näher, der ideologische Kampf, den es führt, ist auch der unsere. Menschliche Leiden wie politische Ereignisse verlieren mit dem Grade ihrer räum das ist eine lichen Entfernung an, Interesse oft ausgesprochene Wahrheit, die heute nicht mehr wahr sein sollte. Der Heroismus der chinesischen Patrioten reicht sicher an den der spanischen Antifaschisten heran und man wird die Demonstra tionen des chinesischen Nationalgefühls beim Marsch der Javaner durch die internationale Stonzession von Schanghai nur mit Bewunderung zur Kenntnis genommen haben. Die Zahl der Todesopfer in Ostasien mag noch weit größer sein als auf der Pyrenäenhalbinsel. Wenn wir erst berücksichtigen, daß jede Schwierigkeit der Westmächte im Fernen Osten für Hitler größere Bes wegungsfreiheit in Zentraleuropa bedeutet, dann haben wir nicht nur den Sinn des sogenannten antikommunistischen Paftes erfaßt, sondern dann wissen wir auch, daß in China genau so um uns und für uns gekämpft wird wie in Spanien. Führt nicht jene uns wenig wohlgefinnte fonferbative Presse Eriglands den chinesisch- japanischen Krieg und seine Konsequenzen als Begründung für die Nachficht gegenüber den Europaforderun gen des Dritten Reiches an? In Paris wird auf die fortschreitende Schwächung der italienischen Position in der internationalen Politik hingewiesen. Italiens Einfluß in Franco- Spanien sei geringer als vor dem Entschluß Englands, nach Franco- Spanien Konsularagenten zu schicken. Es sei Italien auch nicht gelungen, die freundliche Aufnahme einer britischen Militärmission in Portugal zu verhindern. In Mitteleuropa müsse Italien immer mehr vor Deutschland zurückweichen, so daß es sich anstrengen mußte, um vor dem Besuch des ungarischen Ministerpräsidenten Daranyi in Berlin durchzusetzen, daß dort die römischen Protokolle als wichtigstes Vertragswerk Ungarns anerkannt würden. Italien sei überhaupt in Gefahr, als Blizableiter der französisch- britischen Allianz zu dienen. London antwortet heute? London. In informierten politischen Streifen heißt es, daß schon Sonntag die Ant wort auf die Kundgebung Mussolinis und auf den Beschluß des Großen faschistischen Rates geItalien wolle dem Deutschen Reich die Ge- geben werden wird. Nanking noch umkämpft Toklo enttäuscht Shanghai. Nach einem Bericht aus Maschinengewehre, Handgranaten und angeblich Nanking ist dort der chinesische Widerstand uner- auch Tränengasbomben ein. Im Morgengrauen wartet start. Die Samstag nachmittags in das gelang es den Japanern, die Gasmasken verSüdtor eingedrungenen Japaner follen wieder wendeten, den Angriff zurückzuschlagen. hinausgedrängt worden sein, dabei eroberten die Chinesen vier japanische Tanks. Nach japanischen Meldungen ist das Südosttor erobert worden. Man rechnet jedoch mit einem weiteren starken Widerstand der Chinesen. Die auf dem Purpurberg postierte japanische Artillerie bombardiert die Wälle von Nanking. Auch um das Tschunschangate- Tor wird weiter heftig gekämpft. In der inneren Stadt Nankings verblieb ein einziger britischer Bürger, der Storrespondent des Reuterbüros. Die Tokioter Preffe von Freitag schrieb über den Fall Nankings bereits als über eine fertige Tatsache. Die Deffentlichkeit ist jedoch verwundert, daß diese Meldung bisher nicht amtlich bestätigt wurde. Tokio ist bereits seit einigen Tagen zu einer großartigen Feier des Falles Nankings gerüstet. Marionetten Japans Der Sprecher der japanischen Regierung gab bekannt, daß 50 Vertreter verschiedener Bes zirke der Provinz Schansi in Tai Juan Fu eine provisorische autonome Regierung der Provinz Einem Havas- Bericht zufolge unternahmen um Mitternacht auf Samstag chinesische Abteilungen einen kühnen Ausfall aus dem Tor des Triumphes" im Süden der Stadt. Sie fetten Schansi gebildet haben. Delbos in Belgrad Abschluß eines Handelsvertrages Die demokratischen Mächte haben nichts Ent scheidendes unternommen als die faschistischen Staaten den Glauben an eine internationale Ge rechtigkeit zerstörten, der gerade den unterdrück ten Völkern innewohnt. Sie haben das findliche Vertrauen, das der Negus von Aethiopien in die Genfer Institution feste, grausam getäuscht, sie nischen Völkerbunddelegierten trotz ihrer Präzihaben die so schwerwiegenden Anklagen der spa= sion und ihrer juristisd, einwandfreien Form den Weg allen Papieres gehen lassen und für China. kam nicht einmal mehr das Forum der Liga der Nationen in Betracht. Die Signatare des Neun mächteabkommens begnügten sich damit, während der ergebnislosen Brüsseler Beratungen ihr Ges wissen zu erleichtern. Und in China wird gemordet. Und die großen Seemächte bleiben sehr zum Unwillen ihrer eigenen öffentlichen Meinung re gungslos. Die Nationalregierung Chinas richtet hilfesuchende Blicke nach allen Seiten und auch fie stößt auf die Nichtintervention". So bleibt ihr nichts anderes übrig als die Vers mittlung Berlins anzurufen and damit Hitlers deutschland zum ersten Male eine weltpolitische Rolle anzuvertrauen, jenem preußischen Deutschland, das beim Boreraufstand die Devise ausgab: ,, Pardon wird nicht gewährt, Gefangene werden nicht gemacht". Noch ist diese Möglichkeit nicht wahrscheinlich. Der Krieg mit Japan hat das Nationalbewußtsein des chinesischen Volkes in uns geahntem Maße gestärkt und in vielen Fällen überhaupt erst wachgerüttelt. Ein weiterer ener gischer Widerstand gegen die Invasion ist somit durchaus denkbar. Gefährliches Spiel mit dem Antikomintern- Pakt? Bukarest. Der französische Außenmini-| Klärung Stojadinovičs an Delbos, wonach Ju- Man hat in den leßten Jahren genug bittere ster Delbos hat Samstag vormittags die goslawien nur mit Zustimmung der beiden ande- Lehren empfangen, um davon abzukommen an rumänische Hauptstadt verlassen und die Reise ren Vertragspartner der Kleinen Entente dem das Weltgeschehen sentimentale Maßstäbe anzunach Belgrad angetreten, wo er Sonntag früh Antikomintern Patt beitreten werde. legen. Wenn schon die Wahrung, internationaler: Delbos soll ferner über die Absicht Jugoslawiens Sabungen nichts mehr darstellt, was einen kraftunterrichtet werden, nach dem britischen Vorbild vollen Einsatz wert erscheinen läßt, so sollte dies Konsularagenten bei General Franco zu akkre- doch wenigstens nicht von der Verteidigung macht politischer und wirtschaftlicher Interessen gelten.. eintreffen wird. ditieren. ・ ie ist es aber vorstellbar. daß drei Mächte sich dazu hergeben können auf eine Position zu verzichten, die wie die internationale und die frans zöſiſche Konzeſſion in Schanghai eine SchlüffelIn Belgrad dürfte Delbos ein neues HandelsIn Belgrad dürfte Delbos ein neues Handelsabkommen zwischen den beiden Staaten unterzeich= Das Tschechoslowakische Preßbüro meldet: nen, das den Clearing aufhebt, die Zahlung durch Am 11. Dezember wurde im Ministerium Devisen einführt und eine dauernd um 20 Pro Stojadinovič von Rom begeistert für öffentliche Arbeiten auf Grund des Beschluszent höhere Ausfuhr von Jugoslawien nach Der jugoslawische Ministerpräsident Sto fes ber Regierung unter dem Vorsitze des Mini Frankreich als umgekehrt garantiert. Das Abkom; ia di novič ist erst Samstag vormittags von ſters für öffentliche Arbeiten Ing. Dostálek über men sollte bereits bei dem Besuch des Miniſter ſeinem Besuch in Rom nach Belgrad zurückge- ſtellung in Ostasien bedeutet, von der aus der bie Forderungen der Bergarbeiter aus dem präsidenten Stojadinovič in Paris unterzeichnet tehrt. In einer Erklärung, die Stojadinovič dem Handel eines 400- Millionen- Boltes zum guten Offrau- Karwiner und aus dem nordböhmischen werden, doch tauchten damals Schwierigkeiten in Popolo d'Italia" abgab, heißt es bezeichnender Teil dirigiert wird. Schon maßen sich die JapaReviere verhandelt. Es wurde ein Uebereinkom der Richtung auf, wie sich die Abwertung des weise:„ Es ist notwendig, daß die Welt wiffe, ner Zoll- und Polizeibefugnisse in der internamen über die Grundfäße erreicht, wonach eine Franc auf den Dienst der bisherigen französischen daß sie nicht mit Differenzen zwischen Italien tionalen Konzession an und die Großmächte traeinmalige Aushilfe gewährt werden wird. Nach Anleihen an Jugoslawien auswirken werde. und Jugoslawien rechnen kann. Beide Länder gen feine Bedenken sie ihnen auch wirklich eindiefen Grundfäßen werden die Verhandlungen In politischer Hinsicht rechnet man wie haben tatsächlich ein neues Blatt in der Geschichte zuräumen. Der Marsch der Japaner durch die über die Einzelheiten in allen Revieren unveruns aus London mitgeteilt wird mit der Er ihrer gegeseitigen Beziehungen begonnen." Konzession wurde zwar von der britischen Presse Süglich aufgenommen werden. " Teile 2 Sonntag, 12. Dezember 1937 Jh. 292 einstimmig als eine zwecklose Provokation angeprangert, aber sie nicht zu gestatten, wurde kaum erwogen. Sprechen wir vom Versagen der drei Weltmächte, so müssen wir ihnen auch die SSSR zuzählen, wiewohl diese keine materiellen Interessen in Schanghai verankert hat. Auch die Politik der Sowjetunion in China ist eine Politik der Kapitulation und ihre kommunistische Partei begnügt sich mit einer defensiven Rolle im Schatten der einst so verunglimpften Kuomintang. Der Fortgang des Krieges in China zeigt bezüglich der Reaktion der Großmächte eine weitgehende Uebereinstimmung mit jener im Kampfe um Spanien. Täglich kommt eS zu Zwischenfällen, deren Opfer ausländische Staatsbürger sind, zur Bombardierung britischer Schiffe usw. Die Japaner können meist einwandfrei als die. Schul digen identifiziert werden, ohne daß von diesen eine Genugtuung zu erlangen wäre. Die„unbekannten Piraten" haben ihre Tätigkeit ins Gelbe Meer verlegt. Läßt Man Japan weiter gewähren und geben die Mächte Schanghai auf, dann haben sie sich damit abgesunden, keine führende Rolle mehr in Ostasien zu spielen. Fällt die Internationale Konzession, dann entgftitet ibnen nicht nur die Kontrolle des wichtigsten chinesischen Hafens, dann ist auf längere oder kürzere Sicht Jndochina, der malaische Archipel, Singapur und schließlich auch Britisch-Jndien gefährdet '.md eine Beute jener»Preußen des Ostens", die sich unter der Maske eines Kampfes gegen den Weißen Imperialismus ähnlich ük r die Rechte der bodenständigen Völker hinwegsetzen werden wie ihre europäischen Vorbilder. Ohne Arbeitszeitverkürzung geht es nicht Senator Hackenberg Uber sozialpolitische Fragen In einer Polemik gegen den Senator Horak, der sich über die Auswirkungen der Rationalisierung beschwert hatte, stellte Genosse Hackenberg im Budgetausschuh des Senates fest, daß sich die Rationalisierung zweifellos in einer ganzen Reihe von Industrien sehr ungünstig auSgeivirkt hat. Die technischen Errungenschaften sollen aber der Gesamtheit, also auch der Arbeiterklasse, und nicht nur den Kapitalisten dienen. DaS ist aber nur herbeizuführen durch die B e r- kürzung der Arbeitszeit, aber nicht nur einseitig in den rationalisierten Industriebetrieben, sondern allgemein. Bei einseitiger Arbeitszeitverkürzung hätte man mit einer vermehrten Landflucht und mit einer Flucht aus dem Gewerbe in die Industrie zu rechnen. Hackenberg setzte sich ferner warm für die Selbständigenversicherung ein. Naturgemäß hat auch jeder Arbeiter, der lange Zeit hindurch sozialversichert gewesen ist und später gezwungen war. sich im Gewerbe eine selbständige Existenz zu suchen, ein Interesse daran, der erworbenen Rechte nicht verlustig zu gehen. Brotpreiserhöhung untragbar Genosse Hackenberg sprach sich weiterS entschieden gegen jede Erhöhung der Brotpreise aus. Die Arbeitslöhne sind noch keines wegs entsprechend den geänderten Verhältnissen gestiegen. Das Brot ist aher vor allem für die Arbeitslosen und für die Kurzarbeiter das wichtigste Nahrungsmittel; bei diesen Leuten würde auch eine Brotpreiserhöhung um nur 10 Heller schon eine große Rolle spielen. Ebenso entschieden nahm Hackenberg gegen eine MilüpreiSerhöhung Stellung. Unsere Arbeiter müssen hohe Milchpreise bezahlen, ob sie die Milch nun vom Händler oder vom Produzenten beziehen. Ueherhaupt find in den deutschen Industriegebieten die Preise aller Lebensmittel bedeutend höher als in Prag oder Brünn, und obendrein erhäll man sie nur in schlechterer Qualität. Wer mißbraucht die Ernährungsaktion? Wenn über einen Mißbrauch der Er- nährungSaktion Klage geführt wird, so haben wir gegen eine Kontrolle nichts einzuwenden. Die Klagen der Arbeiterschaft gehen aber dahin, daß sie zu wenig Karten bekommen. Darüber beklagen sich auch die Gemeindevorsteher und die Mitglieder der Sozialkommissionen,' die dem Ansturm der betroffenen Personen nicht standzuhalten vermögen. Die Soziallommissionen beantragen eine bestimmte Anzahl von Ernährungskarten, die Be- zirkskommiffionen nehmen jedoch Abstriche vor und die Gemeindevorsteher wissen"ch dann nicht zu helfen. Auch hier muß Abhilfe geschaffen werdenl Hilfe für die Ueberalterten ohne Rentenanspruch Im Verlauf der Debatte über das Fürsorgeministerium nahm sich Genosse Hackenberg im Budgetausschuß des Senats jener alten Arbeiter an, die von der Zentralsozialversicherungsanstalt keine Rente bekommen, weil sie bei Erreichung des 6 5.LebensjahreS noch nicht die erforderliche Wartezeit' absvlüirrk hätten. Infolge einer anfechtbaren Auslegung der betreffenden Bestimmungen, die aber auch vom Versicherungs- Obergericht gutgeheißen wurden, wurden diese Versicherten— es handelt sich um mehr als 8000 Personen—- um die Rente gebracht. Sie haben aber auch nach den Buchstaben des Gesetzes auf die Ueberaltertenversorgung keinen Anspruch. Schon vor längerer Zeit wurde im Abgeordnetenhaus ein Antrag eingebracht, der für diese Personen eine entsprechende Regelung Vorsicht. Redner ersucht den Fürsorgeminister neuerlich, doch den Versuch zu unternehmen, durch ein Gesetz auch für diese Personen eine Altersversorgung festzulegen. Im Schlußwort anerkannte Fürsorgemini ster NeLaS ausdrücklich die Berechtigung der Beschwerde des Genossen Hackenberg und gab die Widersprüche sowie gewisse Härten in den diesbezüglichen Bestimmungen zu. Auch der Minister ist der Ueberzeugung, daß hier Abhilfe geschaffen werden muß. SchluBwort des Gesundheitsministers Im ik^dgetausschuß des Senates reagierte Ge- sundheitSmmister Dr. Czech auf die Bemerkungen des Senators Krejöi über die Mängel des ärztlichen und Gesundheitsdienstes auf den Dörfern. Der Minister anerkannte, daß dieser Dienst auf dem Lande verbesserungsbedürftig ist, und zwar schon aus Po- pulationsgründen, denn gerade in' dieser Frage kommt dem Land eine große Aufgabe zu. DaS vorbereitete Gesetz über di« schulzahnärztluhe Pflege ist eines unserer grundlegenden Gesetze, denn beim Kind mußte alle ärztliche Fürsorge beginnen. Wenn e» gelänge, die Fürsorge für unheilbare Kinder und für alle anderen unheilbar Kranken zu lösen, dann wär« das gerade im Jubiläumsjahr der Republik eine schöne Tat. In der charitativen Fürsorge hat die Arbeit des Ministeriums gute Erfolge aufzuweisen. Für Aushilfen an Krankenhäuser hat daS Ministerium' nur 1.1 Millionen zux Verfügung, ein Betrag, der leider schon auf eine ganze Reihe von Jahren durch frühere Verpflichtungen gebunden ist. Dem Senator Enhuber(SdP), der zwar die umfassende Tätigkeit deS Gesundheitsministers anerkannt hatte, dann aber neuerlich mst Steril!» fierungSvorschlägen gekommen war, antwortete der Minister, daß man wohl eugenische Bedürfnisse berücksichtigen müsse, doch stelle er sich entschieden gegen jede Zwangssterilisierung, die den Grundsätzen der Demokratie und— wie die Erfahrungen in jenen Ländern beweisen, in denen sie durchgeführt wurde, — auch den Grundsätzen der Menschlichkeit widerspricht. Die neue Advokatenordnnug Im Rahmen der Unifizierungsvorlagen hat die Regierung dem Senat die neue Advokatenordnung zugehen lassen, einen Entwurf von 141 Paragraphen. Der Motivenbericht unterstreicht das Prinzip der Unabhängigkeit des Advokatenstandes, welche die Autonomie der Organe dieses Standes zum Ausdruck bringt, nämlich der Advokatenkammern und ihrer Ausschüsse, ferner deS DisziplinarrateS und der Delegation der Advokatenkammern. Der Entwurf gibt diesen Organen Rechte an die Hand, welche die Erhaltung der StandeSdisziplin zum Ziele haben. Der gemeinsame Ausschuß aller Addokatenkam- mern, der als„Delegation der Advokatenkammern" bezeichnet wird, hat in der Hauptsache die Funktion dieser Kammern zu kontrollieren, über ihre Geschäftsordnungen Beschluß zu fassen, über RechtSmtt« tel gegen Beschlüsse der KammerauSschüffe zu entscheiden und im Wege von Anträgen und Gutachten auf dem legislatorischen Gebiet mitzuarbeiten. Genau geregelt ist daS Disziplinarverfahren. Die pekuniären Disziplinarstrafen sind bis zu 88.000 Kc erhöht, der Entzug des Rechtes, die Advokatie auSzuüben, kann bis zu zwei Jähren ausgesprochen werden. Für den Fall, daß ein Advokat zum Minister ernannt wird, darf er die Advokatie für die Dauer seiner Minifterschaft persönlich nicht ausüben und muß einen Vertreter haben. Die Advokaten dürfen keine Mittel und Verfahren anwenden, welche der Verschleppung von Prozessen dienen. Die Advokatenkammern können die Depositen der Advokaten revidieren. Verschärft find auch die Bestnnmungen über die Heranbildung der Advokaturskandidaten. Der Kammerausschuß darf gegen die ScheinpraxiS einschreiten und darf die Berechtigung deS Advokaten, Kandidaten in die Praxis aufzunehmen, einschränken. Er braucht auch eine nicht ordentlich auSgeübte Praxis nicht anzuerkennen, oder kann sie um ein weitere- Jahr prolongieren. Neu geregelt sind schließlich die Advokatenprüfungen, Rücksicht genommen wird dabei besonders auf daS.Verwaltungsrecht.. Bei den Advokateukam- mern werden oesönoere Kurse für die'Hera'nmldüng von Advokaturskandidaten geschaffen. Das Dräger Programm Dalbos' Der französische Außenminister DelboS trifft auS Belgrad am 18. Dezember um 16.58 Uhr auf dem Wilsonbahnhof ein. Er wird vom Minister des Aeußern Dr. K. Krofta und hohen Funk- tionären deS Außenministeriums begrüßt werden. Am 16. Dezember wird sich der Minister in das Bssuchsbuch beim Präsidenten der Republik und beim Außenminister eintraaen. worauf er im Altftädter Ratdaus am Grabe deS Unbekannten Soldaten einen Kranz niederlegt. Hierauf nimmt Minister DelboS an I der Feier im Praaer Gemeindehaus zur Erinnerung an den 20. JahrStag der Errichtung eines selbständigen tschechoslowakischen TruppenkörperS in Frankreich teil. Bei dieser Gelegenheit wird Minister DelboS dar Wort ergreifen. ES folgt eine Audienz und ein Dejeuner beim Präsidenten der Republik. Nachmittags besucht Außenminister DelboS den Vorsitzenden der Regierung Dr. M. Aodsa. Abends veranstaltet Außenminister Dr. Krofta ein Diner und einen Empfang im Saale deS CzerninvalaiS. Freitag wird DelboS einen Pietätsbesuch am Grabe T. G. Masarhks in Land machen. Hierauf findet ein inttmeS Dejeuner beim Präsidenten der Republik im Schloß Länp statt. Nachmittags besucht Minister DelboS das französische Ernest Denis-Jnsti- tut, abends nimmt er an einem vom französischen Gesandten in Prag de Lacroix veranstalteten Dmer und Rezeption teil. SamStag vormittags reist der Minister nach Paris ab. In den Rahmen der Besuche fällt auch ein Empfang, den DelboS der Presse gewähren wird. Generalstabsbesprechungen In Prag Bukarest. Der neuernannte rumänische Generalstabschef General Stephan I o n e s c u reiste Samstag abends nach Prag ab, um dort an der gemeinsamen Jahrestagung der Generalstäbe der Kleinen Entente teilzunehmen. Die letzte Tagung der drei Generalstäbe fonb in Bukarest im Jahre 1936 statt. Verbotene Berichterstattung über militärische Dinge Das Innenministerium hat in einem Erlaß, der 15 Punkte umfaßt, die Veröffentlichung von Nachrichten über militärische Vorkehrungen, Einzelheiten über die Dislozierung der Wehrmacht, über Verteidigungsvorkehrungen, neue Waffen und Abwehrmittel, über Vorkehrungen in der Grenzzone, über Armeelieferungen, organisatorische Einzelheiten der Armee sowie über den Bau und die Ausgestaltung strategisch wichtiger Eisenbahnlinien, Straßen und Brücken ete. verboten. Der BudgetauSschuH des SenatS nahm Samstag nachmittags nach Beendigung der letzten Kapitel der Spezialdebatte den Staatsvoranschlag und das Finanzgesetz für 1938 unverändert an. Zum Budget selbst waren überhaupt keine AbänderungSanttäge eingebracht worden; einige kommunisttsche AbänderungSanttäge zum Finanzgesetz wurden abgelehnt, ebenso einige kommunisttsche Resolutionen. Große Wafferkraftreserven für die Elektrifizierung. Wie Arbeitenminister Jng. D o st ä- l e k im Budgetausschutz des Senates mitteilte, sind heute erst 77 Prozent der Bevölkerung mit elektrischem Strom versorgt, und zwar vorwiegend in den historischen Ländern. Durch die NichtauS« nützüng der Wasserttäfte geht uns alljährlich elektrischer Strom im Werte von etwa 200 Millionen KL verloren. Wir haben in den Wasserkräften also noch eine ausreichende ElektrizitätSreserv«. Wenn man alle Wasserttäfte ausnützt«, könnte man etwa drei Milliarden Kilmvattstunden gewinnen, das ist fast der gesamte gegenwärttge Bedarf in der ganzen Republik, allerdings würde der Ausbau dieser Wafferkräftt große Kosten erfordern, weshalb man dabei nur in Etappen vorgehen kann. Der Präsident der Republik empfing SamStag den Vorsitzenden der Regierung Dr. Hodjja, außerdem empfing der Präsident den Vorsitzenden der Paneuropäischen Union Dr. Couden- hove-Kalergi. 36 der Kleine VON iUGlNE DA BIT Berechtigte üebertraguD« aus dem Fransteiaehen von Bejot Die Mädchen sind, frisch geschminkt, in ihren schreienden Seidenkleidern im großen Salon versammelt und warten auf das Geschäft. Eine nach der anderen verschwindet am Mm eines Kunden. Nach einer Weile kommen sie zurück und beteiligen sich am Tanz, der bald einem Bacchanale gleicht. An jedem Tisch sitzen Soldaten, junge und alte. Sie fühlen sich wie in einem Märchenland und vergessen Geliebte, Braut und Mutter. Ich habe eine Schürze umgebunden und mache den Kellner. Mama steht unten an der Treppe und läßt sich von den Gästen ihren Kassen- ausweiS zeigen, ehe sie nach/äben gehen dürfen. Ist etwas nicht in Ordnung, schiebt sie sie ins Büro ab, in dem Madame auf ihrem Throne sitzt. Manche nennen Mama Großmutter und lächeln ihr zu. Andere wollen sich den Zutritt mit Gewalt verschaffen. „Benehmt euch doch anständig", sagt sie dann. Und sie fügen sich und tun, waS die Hausordnung vorschreibt. „Weil Sie es sind, Frau Decamp." Im Borübergehen frage ich sie: „Ist es sehr schlimm?" „I bewahre. Sie schimpfen nur, sind aber nicht bösartig." Wenn es ihr aber doch einmal nicht gelinat, sich Respekt zu verschaffen, ruft sie den Chef. Er kommt, nimmt den Widerspenstigen in seine haarigen Pranken und schüttelt ihn. „Jetzt lassen Sie ihn laufen", sagt Mama. „Er hat verstanden". Sie steht übrigens mitten im Zuge. Bon allem anderen zu schweigen. Seit sieben Uhr morgen» ist sie auf den Beinen. Jetzt ist e» Mitternacht. Ihre Augen glühen, chre Wangen sind fieberheiß. Haarsträhnen kleben ihr auf der Stirn. Mechanisch streicht sie sie zurück. Ihr Mund steht nicht still. Wie ein« Mutter plaudert sie mit den Soldaten, die nicht aufhören, sie in Anspruch zu nehmen. „Wir machen jetzt zu", erklärt Herr Gaston. Wir gehen in die Speisestube. „Schläfst du hier. Mama?" „Ja, auf dem Feldbett." Ich stelle«S für sie auf. Sie sintt gähnend darauf nieder. „Ein langer Tag!" »Liegst du denn gut? Sie hätten dir auch ein Zimmer geben können." „Habt ihr denn Zimmer an der Front? An den Lärm gewöhnt man sich. Ich'schlafe neben der Türe. Manchmal kommen noch ein paar Gäste nach Schluß und brüllen, sie wollten hinein. Einmal haben st« sogar Steine in den Hof geworfen und gedroht, daß sie das Haus anzünden würden, wenn man nicht öffnete. Mer alles in allem schlafe ich gut. Sei ganz unbesorgt." Sie umarmt mich. Im Borraum erwartet mich Herr Gaston. „Ich habe kein Zimmer für dich", sagt er. „Mer Marcelle macht dir Platz in ihrem Bett. Geh hinauf» sie erwartet dich." „Es tut dir doch hüffentlich nicht leid, daß du deinen Urlaub hier verbracht hast?" ftagt mich Mama. „Natürlich nicht. WaS hätte ich denn in Paris anfangen sollen?" „Du hast es dir wohl auch ganz nett hier eingerichttt, waS?" Dabei siebt sie mich von der Seite an. Ich gebe ihr«cher keine Antwort. Wir gehen über einen einsamen Boulevard. Rechts und links stehen Linden. Zwischen den kleinbürgerlichen Häusern sieht man daS freie Land. »Kommst du sonst nj« hierher, Mama? ES wäre eine Erholung für dich. Du könntest dich hier ausruhen." „Nein, mir wäre es hier zu tot. Ich langweilte mich. Ich mache mir nichts aus dem Lande. Deshalb bleibe ich fast immer in der Rue des Dames-Gilles." Wir kommen auf einen Platz vor einer Kirche und setzen uns auf eine Bank. »Bald ist die Zeit um", seufzt Mama.»Du schreibst mir gleich. Alles in allem bin ich doch froh, daß du zur Artillerie gegangen bist. Es ist gewiß nicht so gefährlich." „Na, das heißt..." „WaS? Du verheimlichst mir etwas. ES ist Wohl doch sehr schlimm?" Sie sieht mir dabei fest in die Augen. Ich bringe das Gespräch schell auf ein anderes Thema, auf das Leben im Bordell, das ich gar nicht übel finde. Mama zuckt die Achseln. „Alltäglich ist eS ja nicht. Nicht immer so lustig, wie es aussieht. Ich stehe mich mtt allen gut, mache für die Mädchen Besorgungen in der Stadt, bessere ihre Wäsche aus, und sie erzählen mir ihre Geschichten. Arme Dinger! Ost paffen sie überhaupt nicht für das Gewerbe. Eines TageS haben sie sich verführen lassen, von einer Freundin oder einem Freund, und drinnen sind sie. Als ich kam, war eine da, die bald den Tod ihres Bruders erfuhr. Du hättest sie sehen müssen! Uebri- genS... du hast sie gekannt. Lily hieß sie. Sie ist mtt ihrer Freundin Jeanne fortgezogen, einer älteren, die mir einmal aus dem Krankenhaus geschrieben hat. Dort enden sie alle." „Zu mir waren sie sehr nett." „Ich weiß, Kleiner. Sie haben«ine offene Hand. Aber das Leben mit den Wirtsleuten ist nicht immer leicht. Bei denen wird Verdienen groß geschrieben. Wenn ich wüßte, daß ihr beide wie- derkommt... Hat Bater mit dir von seinem Handel gesprochen? Aus, was?" „Jedenfalls will er nicht wieder auf den Bock", hat er gesagt. „Er wird müssen. Ich auch! Wir werden wieder von vorn anfangen. Nur, daß wir inzwischen älter geworden sind." „Ich weiß noch nicht, was ich dann mache. Aber ich habe das Vertrauen, daß es mir irgendwie glücken wird." Der Wend dämmert. Sn Mamas Augen spiegelt sich eine so starke Zuversicht. Eine so große Ruhe prägt sich aus auf ihrer Stirn, soviel Güte in ihrem Gesicht! > Ich stehe auf. „Wir müssen uns trennen, Mama." Wir umarmen uns. Sie entfernt sich langsam, wendet sich noch einmal nach mir um und wirst mir einen Ab- schiedSgruh zu. Dann ist sie verschwunden. Ich laufe eilig zum Bahnhof. 10. Kapitel Der Major steht am Eingang zum Unterstand und erteilt Befehle, die Leutnant Dumoulin mit Pfeifender Stimme wiederholt. Die Befehle widersprechen einander und sitid infolgedessen unverständlich und unausführbar. Eigentlich sind eS auch nur mit Schimpfworten gewürzte Rufe, weil wir, nach Ansicht der Wütenden, nicht schnell genug zum Mmarsch bereit sind. Am Waldrand stehen Packwagen. Alle sind zwar schon voll, aber noch immer ist die Fülle des Materials nicht geborgen. Die Offiziersburschen wissen nicht, wohin mtt ihren Menagekörben. Man schimpft, drängt, läuft umher: doch die Arbeit bleibt ungetan. Die Wagen müssen ausgeladen und in der Dämmerung und bei strömendem Gewitterregen nochmals bepackt werden. (Fortsetzung folgt). Seite 8 Sonntag, 12. Dezember 1937 9t. 292 f Franzbranntwein i darauf, daß Sie wirklich Alpa bekommen! L Atmungsorgane mit Alpa ist beste Schutz gegen Grippe. Einatmen von unverdünn- Alpa ist von wohltuender Maschinen und mehrere Waggons wurden aus den Geleisen geworfen. Die Aufräumungsarbeiten nahmen den ganzen Tag in Anspruch. Menschenleben sind glücklicherweise nicht zu beklagen. Zusammenstoß zweier Güterzüge In Teplifc-Sdiönau Gestern früh um 7.20 Uhr kam ein sehr langer Güterzug auS der Richtung Aussig am Hauptbahnhof in Teplitz-Schönau an, woselbst er zu halten hatte. Aus bisher ungeklärten Ursachen überfuhr die Maschine des Güterzuges das Mar- kierungSzeichen zwischen den Geleisepaaren, wodurch der zur gleichen Zeit aus der Richtung Settenz kommende Gütereilzug(Rakete) der Maschine des dort stehenden Güterzuges in die Flanke fuhr. Der Anprall war so heftig, daß beide Lokomotiven sehr starke Beschädigungen erlitten, beinahe alle Waggons des GütercilzugeS zertrümmert wurden und ineinander stießen. Die Fragen Sie Ihren Arzt! Achten Sie heim Einkäufe darauf, daß Sie wirklich Alpa bekommen! Das Hilfswerk„Milch fürs Kind" Das über Anregung und unter dem Vorsitz ihres, Präsidenten Dr. Alfons Clary von der Deutschen Völkerbundliga veranstaltete Hilfswerk hat seine Verrechnung nunmehr abgeschlossen. Zur Durchführung der geplanten Milchverteilung an Kleinkinder werden an die bedürftigen sudeten- und karpathen,deutschen Bezirksjugendfürsorgen über KL 200.000.— nach dem Notstandsschlüssel verteilt. Da außerdem den Heimarbeitern bereits mehr als KL 130.000.— zugekommen sind, kann die Deutsche Völkerbundliga mit dem Erfolg ihres Hilfswerkes zufrieden sein und hat nach Kräften zur Linderung der Not beigetragen. Der deutsche Rundfunk-Beirat Postminister TuLnh betonte im Budgetausschuß des Senates, daß die deutschen Sendungen aus MLlnik in vollem Einklang mit allen Interessen deS tschechoslowakischen Staates stehen müssen. Der Beirat für die deutsche Sendung werde tatsächlich aus Vertretern der deutschen kulturellen Organisationen zusammengesetzt sein. Die Postverwaltung, die di« Möglichkeit hat. die Zusammensetzung dieser Körperschaft zu beein- fluffen, achtet darauf, daß die Wahl der Mitglieder ohne jedwede politischen Einflüsse erfolge und daß dabei nur die Eignung, die Fähigkeit, die Qualität und die gefühlsmäßige Einstellung zu unse- rerer Republik entscheidend sei. Das übergeordnete Organ, das auch die Aufsicht zu führen hat, bleibt für den M?lniker Sender das R a d i o j o u r n a l. Der Melniker Sender geht nun schon an die Ber« suckssendungen. Wenn im Ausschuß von möglichen .^leberraschungen" gesprochen wurde, so werden diese Ueberraschungen für die deutschen Hörer nur angenehm sein. Keine weiteren Theatersudvrntionen aus den Rundfunkgebühren. Im Budgetausschuß des Senats teilte Postminister TuLnh mit, daß die Subventionierung der Theater aus dem Erträgnis der Rundfunkgebühren nur ganz ausnahmsweise in den zwei Jahren der schwersten Krise erfolgte. Nunmehr sei diese Post ins Budget des Schul» Ministeriums eingereiht, das aus seinen eigenen Reffortmitteln die bedürftigen Theater subventioniere. Dir Joachimsthaler Gruben dauernd unrentabel? Arbeitenminister D o st ä l e k konstatierte im Budgetausschuß des Senates eine kräf- uge Besserung in der ÄeschäftiLung der staatlichen Berg- und Hüttenwerke. Nur Ire. Wirtschäftstr- gebnifse der Joachimsthaler Radium-Betriebe leiden stark unter der kanadischen Konkurrenz, die ein gewaltiges Sinken der Radiumpreise auf dem Weltmärkte verursacht. An der weiteren Prosperität der Joachimsthaler Gruben müsse man daher zweifeln. Mangel an qualifizierten deutschen Bewerbern bei der Post? Zur Frage der Neueinstellung deutscher Kräfte bei der Post wies der Postminister im Budgetausschuß des Senats darauf hin, daß im heurigen Mai-bereits 16.4 Prozent aller Neuaufgenommenen Deutsche waren. Dieser Prozentsatz werde noch gesteigert werden, um einen gerechten Schlüssel zu erreichen. Die Zahl der deutschen Beamten in gewissen Gehaltsstufen könne die Deutschen nicht zufriedenstellen, das sei aber nicht die Schuld der Postverwaltung. So habe man seit dem Umsturz z. B. im Konzeptsdienst keine deutschen Anmeldungen gehabt. Auch hinsichtlich deutscher Bewerber mit Mittelschulbildung habe ez Schwierigkeiten gegeben. Dei tschechischen Bewerbern habe man hinsichtlich der Qualifikation eine beträchtliche Auswahl, was man von den Bewerbern deutscher Nationalität nicht behaupten könne. Auch das Der„Prager Zeftungsdieust" verSffentlicht «ine Unterredung mit einem„hervorragenden" Mitglied deS Führung-- rotes der SdP, daS weder KB-Mann noch ehemaliger Nationalsozialist gewesen sei, sondern„»wische« den Gegensätzen" stehe. Mr zitieren ans diesem bemerkenswerten Interview daS Folgende:, „Auf die Frage, ob es zur Gründung einer .euen Partei kommen und wie sich die SdP dazu stellen werde, erklärte der SdP-Politiker:„Die SdP verfügt nicht über die Machtmittel, um das Aufziehen einer neuen Partei zu verhindern. Im Uebrigen ist es der Führung der SdP bekannt, daß es zur Gründung einer neuenPar- tei unter der Führung Friedrich Brehms auch dann gekommen wäre, wenn Kasper und Dr. Jonak nicht auS der SdP ausgeschlossen worden wären. T?r engere„Aufbruch"-Kreis war immer die Sammelstelle der absolut Unversöhnlichen, auch zu der Zeit, als Kasper im Führungsrat saß und Jonak als Generalsekretär berufen wurde. Selbstverständlich wird die SdP den Kampfgegen eine neue nationale Partei mit größter Energie führen.^ Es kann der Fall eintreten, daß dann die Gegensätze, die bisher hinter den Kulissen persönlich ausgetragen wurden. w In der Sache Rutha„sind Fehler geschehen** Man hofft„gewaltsame und explosive Lösungen zu vermelden** Eine folgerichtige Desinfektion des Mundes, der Nasenhöhle und der der Das tem Wirkung. In den Wohnräumen zerstäubter Alpa desinfiziert die Luft Mitteilungen aus dem Publikum. Früher nannte man eS Influenza, aber die Zeiten haben sich geändert und auch die Influenza ist „mit der Zeit gegangen" und hat sich zur bösartigen Grippe ausgewachsen! Um so mehr muß ihr— und rechtzeitig!— begegnet werden: del Alpa-Fra.iz- branntwein, tropfenweise dem Gurgelwaffer zugesetzt, desinfiziert die Mundhöhle und Atmungswege, und zu regelmäßigen Einreibungen benutzt, belebt und Demission des spanischen Justizministers Barcelona. Infolge der Demission des Justizministers I r u j o wurde eine Aenderung der spanischen Regierung notwendig. AIS Nachfolger JrujoS wurde der bisherige Unterstaatsekretär im Justizministerium A n s o nominiert. Jrujo wurde zuM Minister ohne Portefeuille exnannt. Der neuernannte Minister Anso gehört der republikanischen Linken an. wundervoll zeichnendes Gedicht Hofbauers und eine — mittlerweile schon bekanntgewordene— Nachdichtung des„Kde domov müj" von Emil Franzel leiten den literarischen Teil deS Jahrbuchs ein(daneben nimmt sich Falkners Gedicht„Gotischer Dom" als etwas fehl am Platze aus). Rainer Maria Rilkes „Land und Voll" schließt an, einer der schönsten Gesänge auf Böhmen, die eS überhaupt in deutscher Sprache gibt. Nachdem unS Rudolf Jllovtz mit der verwirrenden Fülle tschechischen Dichterschaffens bekanntgemacht hat, bietet uns das Jahrbuch eine außerordentlich gute Auswahl aus dem Schaffen tschechischer Dichter, zum Teil in wohlgelungenen Erstübevsehungen. Da sind vertreten: BezruL und Eapek, die Mmcövä und Vrchlickh, Olbracht und Durych, Neruda und Btezina, Cep und Reumann, Fischer und Lysohorskh u. a. Paul EisnerS Studie „Zwei Sprachen und ein Argot" läßt uns einen tiefen Blick in das Geheimnis tschechischer Sprachschöp- fung tun und ist«ine Brücke zwischen der im Jahrbuch vertretenen tschechischen und deutschen Dichtung. Die Proben deutscher Dichtung stammen ausschließlich von Sudetendeutschen. Die feine Lyrik Rainer Maria RilleS, gut auSgewählt, rührt ans Herz, Schaukals und Hetzers gute Gedichte schaffen Freude. Die gelungene Ballade„Thors Wiederkehr" von Josef Hofbauer nähme sich in einem anderen Rahmen noch besser aus. Wir finden Erzählendes von Stifter, Meyrink, Ebner-Eschenbach u. a. Der Stoff für die interessante und flott geschriebene Skizze„Das Denkmal des Christoph Matthias" von L. Gordon ist der faschistischen Gegenwart entnommen. Josef Hofbauer bringt uns in seiner Erzählung„Auf der Königshöhe" vor allem die kulturelle und nationale Eigenart Wiens nahe und stellt«in Heftige Zusammenstöfle im Fiiluungsrat" Stück altösterreichischer Geschichte in dem übernationalen Schicksal zweier ihrer Nation verhafteter Liebender vor unsere Augen.„Die Sage von den Ta» liänky" von Otto Iltis hat wirklichen Humor, verschmitzt-versöhnlichen Plaudrrron, der in der sudetendeutschen Erzählerkunst so selten ist.— Von den philosophischen Beiträgen ist vor allem die Studie„Realismus und Romantik" von Ernst Paul zu Nennen, der man vorbehaltlos zustimmen kann, während man den pessimistischen Schlußfolgerungen anderer philosophisch-historischer Beiträge kritisch gegenüberstehen muß. Zu den bildnerischen Beiträgen ist zu sagen, daß sie weitaus weniger als die literarischen Beiträge ein Durchschnitt durch das Kulturschaffen beider Nationen sind. Von den Tschechen find vertreten: Mänes und Svabinsktz, von den Deutschen Trapp, Krommer— dieser allein in zwanzig Bildern!—, Arnold, Orlik, Stumpp. Schautal. Die Montagen aus dem spanischen Bürgerkrieg, die den Kunstblättern unmittelbar angeschlossen sind, fallen ganz auS dem Rahmen. AuS der Reihe der vielen schönen, wenn auch etwas«inseitig gruppierten Kunstblättern ragt TrappS„Prager Rocturno" durch seinen golem- haften StimmungSgehalt besonders hervor, ebenso sind die Textillustrationen Trapps und seine duftigen Skizzen zum Kalendarium durchwegs musterhafte Leistungen. Auf dem Gebiete der Textillustra- tion und der Karikatur tritt uns auch Brecht als Könner gegenüber. Alles in allem: das„Arbeiter-Jahrbuch 1938" ist eine gewaltige kulturelle Leistung; eS ist die erste dem JubiläUmSjahr gewidmete Publikation, deren sicherlich sehr groß werdende Reihe es würdig einleitet. K. K. Erklärung Wir haben in unserer Rümmer 117 vom 18. Oktober 1937 unter der Ueberschrift„Die(Gekränkten" über die Klage berichtet, welch« die Zeitschrift„Sozialdemokrat" in Prag gegen den Politiker Konrad Henlein wegen dessen in Leit- meritz gehaltenen Rede angestrengt hat. Wir erklären hiemit» daß es unS vollkommen fern« lag, die Redattion des„Sozialdemokrat" durch diesen Bericht zu beleidigen, daß wir uns mit der wieder- gegebenen beleidigenden Aeußerung Konrad Henleins weder identifizieren wollten noch identifizieren und di« von«ns wiedergegebene Behauptung mit dem Ausdrucke des Bedauerns wie» d errufen. Wir leisten der Redaktion des„Sozialdemokrat" auf diese Weise volle Genugtuung. Die Redaktion deö„Boten auS dem Egertal". Von der SdP„beurlaubt" Wie„Lid. Nobiny" melden, wurde der Trapp auer SdP-Amtsleiter Eugen Weese aufgefordert, ein Urlaubsgesuch zu überreichen. Das gleiche Schicksal traf auch den früheren Ar- beiterfunlrionär Spachovsky. Weese war früher Reichsführer des aufgelösten nationalsozialistischen Jugendverbandes. auf eine politische Plattform gehoben werden... Eine Schädigung oder Lahmlegung der nationalen Schutzarbeit durch die parteipolitischen Kampfe ist unter allen Umständen zu vermeiden, wenn auch die Zusammenarbeit sich nicht ohne Reibungen und Schwierigkeiten abspielen wird, da es sich um national eingestellte Menschen handelt, die zwar verschie- >euen politischen Lagern angehören, deren nationale Gesinnung aber nicht angezweifelt werden kann. Vielleicht bringt die Zeit eine Entwicklung, die es möglich macht, gewaltsameundex- plosive Lösungen zu vermeiden." Auf die Frage, ob der B r u ch zwischen den Kameradschaftsbündlern und den ehemaligen Nationalsozialisten unvermeidbar war, antwortete das Führungsratmitglied der SdP:„Er war unvermeidbar... Die breitere Oeffent- lichkeit hat keine Ahnung davon, zu was für heftigen Zusammenstößen eS imFüh- rungsrat und bei den Einzelgesprächen kam. Die Konflikte wurden sozusagen am laufenden Band erzeugt... Die Rutha-Angelegenheit, in deren Behandlung durch di« Partei sicherlich Fehler geschehen sind, hat ebenfalls viel zum offenen Ausbruch des Konfliktes beigetragen..." Erklärung Wir haben in unserer Nummer 42 vom 16. Oktober 1937 unter der Ueberschrift„Die Ge- kränften" über die Klage berichtet, welche die Zeitschrift„Sozialdemokrat" in Prag gegen den Politiker Konrad Henlein wegen dessen in Leit- meritz gehaltener Rede angestrengt hat. Wir erklären hiemit, daß es uns vollkommen ferne lag, die Redaktion deS„Sozialdemokrat" durch diesen Bericht zu beleidigen, daß wir uns mit der wiedergegebenen beleidigenden Aeußerung Konrad Henleins weder identifizieren wollten noch identifizieren und die von uns wiedergegrbent Behauptung mit dem Ausdrucke des Bedauerns widerrufen. Wir leisten der Redattion des„Sozialdemokrat" auf diese Weise volle Genugtuung. Die Redaktion des„Reudekrr Bolksblatt". werde sich ändern müssen, wenn man die Proportionalität auch bei der Post erreichen will.— Der Bau deS neuen Postgebäudes in Teplitz sei nicht geeignet, Gegenstand von Beschwerden seitens der SdP zu sein. Die beteiligte Firma, die im Ausschuß als„international" bezeichnet wurde, wurde von dex Organisation der deutschen Baumeister empfohlen. Das Ministerium hat den Auftrag gegeben, daß hiebei Arbeiter deutscher Nationaliät in entsprechendem Ausmaß beschäftigt werden. Dasselbe sei auch in anderen Fällen geschehen. Gutgewählt, wie immer hat die„Zeit" am Samstag ihren Spruch vom Tage: Sein oder Nichtsein liegt in Gotteshand, Der Ehre sind wir selber Herr und König. Fichte. Als ob Fichte schon hätte vorausahnen können, was sich in Dauba 1937 abspielen wird! Ei« armer Junge. Am Freitag sprang der 16jährige Realschüler Gröschel aus Schönlinde auf dem Bahnhof aus dem noch fahrenden Zuge, stürzte und kam mit den Beinen unter die Räder des Zuges. Beide Beine wurden ihm abgefahren. Literaturpreis deS Bundes der Landwirte. Der Bund der Landwitte hat wie im Vorjahre auch für 1838 einen LiteraturpreiS in der Höhe von 5000 KL gestiftet, der anläßlich deS nächstjährigen Erntedankfestes, das in Marienbad stattfindet, verliehen wird. Jugendfürsorge-Lose sind wieder zu haben! Die nun schon seit Jahren bekannten und wegen ihrer großen Gewinftmöglichkeit und ihres wohltätigen Zweckes beliebten Jugendfürsorgelos« wurden nunmehr zum Verkauf freigegeben. Mit einem LoS, das nur 5 KL kostet, sind 100.000 KL zu gewinnen! Insgesamt werden 10.036 Treffer im Gesamtwerte von 820.000 KL verlost. Bei den bisher durchgeführten Jugendfürsorge-Lotftpien wurden! den LoSkäufern Gewinste im Gesamtwerte von mehr als einer Million KL ausbezahlt! Lose sind bei allen Deutschen Bezirksjugendfürsorgen zu haben und direkt zu beziehen von der Deutschen Jugendfürsorge, Reichenberg, Waldzeile 14. Die Grippe- Ansteckung beruht stets auf der verminderten Widerstandsfähigkeit des■Organismus. Stärken Sie deshalb Ihren Körper durch andauernde Massage. Die Grippe bekämpfen Sie erfolgreich mit Terroristische Umtriebe Wir haben bereits gestern darüber berichtet, daß vor ungefähr einem Monat in Balenciennes ein Ungar namens Koloman Buday verhaftet ' wurde, bei dem zwei chiffrierte Briefe gefunden ! lvurden, deren Absender in der Tschechoslowakei verhaftet wurde. Dieser Mann ist der ehemalige Fremdenlegionär F L a nz H a v e l, der bis vor kurzem in Prag-BubenoL wohnte. Die Prager Polizei drang nun in die Wohnung des Genannten ein, doch war Havel bereits abgereist und batte sich nach Neustadt! in Diähren begeben. ' Havel wurde in der Tat in diesem Orte verhaftet, j Die Hausdurchsuchung förderte eine Menge Ma- ; tcrial zutage. Unter anderem fand man Briefe i an in Frankreich lebende Personen. Es wurde ! auch das Konzept eines Briefes gefunden, in 1 welchem Habel den französischen Außenminister ■ Jö elbo s w a r n t nach Prag zu kommen. Auch die Pariser Presse berichtet ausführlich über neue Umtriebe von Terroristen magyarischer Staatszugehörigkeit, insbesondere in ; Frankreich und Belgien. Auf Grund der entzifferten Korrespondenz, die an Buday gesandt wurde, hat die französische Staatspolizei jetzt sechs Steckbriefe erlassen. Kploman Buday ist 40 ■ Jahre alt und war Advokat in Budapest. Buday ist in Frankreich bereits einmal, und zwar kurz nach der Ermordung des jugoslawischen Königs in Marseille verhaftet worden, lvurde aber wegen Mangels an Beweisen entlassen und aus Frankreich ausgewiesen. Er lebte dann größtenteils in Belgien. JUDcilcr-JahrlHMh 1938* Das„Arbeiter-Jahrbuch 1938“*) ist einem der aktuellsten Themata gewidmet, die es in Europa gibt: dem Verhältnis zwischen Deutschen und Tschechen. Die GeburtSfeier der Republik, die im nächsten Jahr begangen werden wird, war der unmittelbare Anlaß für die Wahl des Themas; das„Arbeiter-Jahrbuch 1938" aber ist«in« polittsch-kulturelle Leistung von dauerndem Wert, einer der ernstesten literarischen Beiträge, die bisher zum Ziele der gegenseitigen Verständigung der beiden Nationen geliefert wurden. Diese Absicht des„Arbeiter-Jahrbuchs 1938" ist um so ernster zu nehmen, als das Jahrbuch so wie seine respektablen Vorgänger, auf dem geistigen Boden jener sudetendeutschen Arbeiterbewegung gewachsen ist, die zu dem großen nationalen Verständigungswerk Entscheidendes beigetragen hat und noch beiträgt. Vielleicht ist die Arbeiterschaft beider Nationen als Trägerin des VerständigungS» Werks in dem vorliegenden Jahrbuch zu wenig ge- würdigt; aber ohne diese Arbeiterschaft und ihre Organisation hätte schließlich daS schöne Kulturdoku- ment nicht erscheinen können, das dieses Jahrbuch ist. Mit der Ueberzeugung, daß die Arbeiterbewegung die Trägerin der Zuttmft«st und die dunklen Kräfte der Gegenwart überwinden wird, wollen wir an die kritische Würdigung des„Arbeiter-Jahrbuchs 1988" gehen und uns an ihm erfreuen. Ein sehr schönes, Masaryks geistige Gestalt „-*)„Arbeiter-Jahrbuch 1938", Selbstverlag der stärkt er den Körper! Achten Sie denn Einkäufe Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei, Prag u t*! 8| XII.. Slezskä 18. Seite 4 Sonntag, 12. Dezember 1937 Tagesneuigkeiten Furchtbare Zugskatastrophe Land Hitlers 35 Tote geborgen Das Eisenbahnunglück von Castlecary iſt das schwerste, das England seit 1915 betroffen hat. Bisher wurden 35 Tote geborgen. Ueber den Her gang der Katastrophe liegt bisher noch kein endgültiger Bericht vor. Wie es scheint, fuhr der Epreßzug Edinburgh Glasgow, in England Weidmann Nr. 292 und seine Spießgesellen An der Unglücksstätte haben sich drama tsche Szenen abgespielt. Ein Lokomotiv führer bahnte sich durch die Trümmer einen Weg zu seiner Maschine, um diese abzustellen und eine Explosion des Dampftessels zu verhindern. Reiſende, die selbst verwundet waren, zerrissen ihre Wäsche, um anderen Verwundeten Notverbände anzulegen und ihnen erste Hilfe zu gewähren. Einem Manne, der bis auf einen Fuß völlig wahre. unter den Trümmern begraben lag, wurden schmerzstillende Injektionen gegeben. an einem Mord direkt Leblanc schilderte, wie er mit dem Mörder Weidmann und dessen Kumpan Million befannt wurde. Mit Million unternahm er unerlaubte. Devisengeschäfte in Reichsmart. Zu Beginn des Paris. Die Pariser Polizei stellte fest, welchen Anteil die drei Komplicen des Mörders Land ohne Lehrer... London. Der Expreßzug Dundee- Glas- der in einem Schnee sturm das Haltejignal Weidmann, Roger Million, seine Geliebten gow stieß vor der Station Castlecary mit übersah, in den in der Station Castlecary haltens Colette Tricot und Jean Blanc, an den Die Frankfurter Zeitung", die nach sonderdem Expreßzuge Edinburgh Glasgow zufam den Personenzug. Infolge des herrschenden Un Morden Weidmanns( nicht, wie früher gemeldet. barer Wandlung doch immer wieder in die Son Expreßzuges wurden zertrümmert und seine 20- tige Schneeftürme, die auf dem Lande die Stra- Million und die Tricot men. Die ersten zwei Waggons des Edinburgher wetters( seit Tagen herrschen in England hef- Wiedemann) hatten. Die Polizei behauptet, daß derbarkeit verfällt, Wahrheiten aus dem Dritten fomotive aus dem Geleise geworfen. Infolge des Ben teilweise unpassierbar gemacht haben) gestal- und an zwei weiteren indirekt beteiligt waren. Reich auszuplaudern, brachte am 8. Dezember schlechten Lichtes und des dichten Schneesturmes ten sich die Bergungsarbeiten ungewöhnlich Aus den Schriftstücken, die in der von Weidmann 1937 über den ehrermangel in fonnte man anfangs den Verletzten, deren Stöh- schwierig. Die Bewohner der kaum 30 Häuser gemieteten Villa von der Polizei beschlagnahm Hitler- Deutschland einen höchst interessanten und nen aus den Trümmern hörbar wurde, nicht zu zählenden Ortschaft Castlecary und Arbeiter aus wurden, geht hervor, daß die Verbrecher noch aufschlußreichen Aufsatz, aus dem wir das Fol- Hilfe kommen. Das Stöhnen der Verletzten wurde der Umgebung werden von Rettungsautobussen wei weitere Morde begangen haben. noch übertönt durch das fürchtbare Schreien und und von Rettungsmannschaften unterstützt, die dem Untersuchungsrichter in Versailles, der sie nach Million und Blanc stellten sich Freitag abends gende zitieren: ,, Bon 18.000 Abiturienten eines Jahr- Weinen der unter den Trümmern begrabenen von weit her kommen, und auf improviſierten Paris bringen ließ. Million erklärte, er ſei nur gangs"" haben sich„, etwa 10.000 für eine mili- Frauen und Kinder. Die ersten Hel- Tragbahren die Opfer wegschaffen. Eine amtliche mittelbarer Teilnehmer an der Ermordung Leblonds tärische Laufbahn entschieden... Wie aber fer arbeiteten bei dem Scheine der brennenden Untersuchungskommission untersucht an Ort und geworden. Als nämlich Weidmann diesen in seiner steht es mit den geistigen Berufen?" Man Trümmer an der Bergung der Verlekten, schich- Stelle den Hergang des Unglücks. Villa in St. Cloud ermordete, befand sich Million dürfe nicht annehmen, daß etwa ein Beruf des teten dann das Holz der zertrümmerten Wagin naher Nachbarschaft. Weidmann erzählte ihm Volksschullehrers.. noch relativ häufig ergriffen guns zu einem Scheiterhaufen und setzten es in von dem Mord und fügte hinzu, er habe es wegen werde... Nur die Hälfte bis zu einem Dritte Brand, um bei seinem Scheine die Rettungsdes Geldes getan. Million habe über den Mord des notwendigen Bedarfs- so rechnet man wird arbeiten fortsetzen zu können. nichts verraten, weil ihm Weidmann mit dem Tode drohte. Auch die Freundin Millions, Renée Trigegenwärtig durch die Meldungen zu den Hochcot, erklärte, sie habe zwar von dem Morde durch ihren Freund gewußt, sich aber gefürchtet, etwas zu schulen gedeckt. Ein gewisser Mangel an Lehrkräften verraten, weil auch ihr Weidmann mit dem Tode macht sich in der Volksschule schon heute geltend. Er trat zunächst in den östlichen Provinzen, borgedroht habe falls sie das Geheimnis nicht benehmlich in Ostpreußen, auf, und wird vor allem in den großen Städten, aber auch auf dem Lande bemerkbar. Es fehlen die für einen geordneten Fortgang der Unterrichtsarbeit notwendigen Krank heitsvertretungen, es mangelt an Aushilfen, die für beurlaubte und zum Militär eingezogene Lehrkräfte eintreten könnten. Für einige Zeit können sich die Verwaltungen, besonders in den Städten, helfen, indem sie etwa Klassen zusammenlegen oder die sogenannte ,, stille Beschäftigung" in größerem Umfange behelfsweise einführen, beides Maßnahmen, die weder die Schulführung noch auch die Eltern begrüßen werden, und die in gleicher Weise für Schüler und Lehrer unerfreulich sind. Solange es nicht bereits an ständigen Klassenleitern mangelt, was die pädagogisch gerade heute sehr bedenkliche Einrichtung von Klassen ohne Lehrer, von ,, Durchziehklassen". zur Folge hätte, können Hilfsmaßnahmen manchen vorübergehenden Notstand überbrücken. Sehr viel schwieriger freilich träfe ein Mangel an Lehrkräften das Land, wo nach der bisherigen Schulorganisation in jedem Dorfe nun einmal eine Schule( und sei sie noch so flein) ist, die vom eigenen Lehrer versehen werden muß. Ein Ausgleich ist hier weit schwieriger, meist unmöglich. Die starke Anziehungs kraft anderer Berufe droht den Nachwuchs für das Lehrfach nicht nur zahlenmäßig unnatürlich einzuschränken, es besteht auch die Gefahr, daß die Qualität der Kräfte, die Lehrer werden wollen, 3urüdgeht, wenn sich das Gros der Begabten anderen Berufen zuwendet. Nicht übersehbar wäre der Schaden, den die allgemeine Wolfsbildung erleiden müßte, wenn unter dem Zwang der Verhältnisse die Arbeit der Schule leiden müßte, wenn nicht eine ausreichend vorgebildete, tüchtige und von Enthusiasmus für ihre Sache beseelte Lehrerschaft ihrer verantwortungsvollen Arbeit nachgehen könnte. Dr. Hodža Ehrendoktor. Das Amtsblatt vom wurde wegen Verleitung zum Mißbrauch der 12. Dezember veröffentlicht folgende amtliche Amtsgewalt zu fünf Monaten schweren Verlautbarung: Der Minister für Schulwesen und Kerkers unbedingt verurteilt. Die angeVolkskultur bestätigte den einstimmigen Beschluß nommenen Geschente verfallen zugunsten des des Professorenkollegiums der Philosophischen Staates. Bei allen Verurteilten wurde der VerFakultät der Karl 3= Universität in lust des Wahlrechtes ausgesprochen. Prag, daß Ph. Dr. Milan Hodža, dem Vorsit- Jugoslawisches Kindersterben. Nach den letzzenden der Regierung der Tschechoslowakischen ten ärztlichen Statistiken stirbt in Jugoslawien Republik die akademische Würde eines Ehrendof- alle fünf Minuten ein Kind. Dieses brennende tors der Philosophie der Karls- Universität für Problem bildet den Gegenstand von Prüfungen seine langjährige Arbeit auf dem Gebiete der Pu- durch Fachleute. blizistik und der politischen und der literarischen Geschichte sowie für seine verdienstvolle vielseitige Tätigkeit verliehen werde, durch welche er in hervorragendem Maße zum geistigen Fortschritte der tschechoslowakischen Nation beitrug. Neubau- Katastrophe. In Now no stürzte der kurz vor der Vollendung stehende Neubau der mehrſtöckigen großen städtischen Autogarage zu sammen. Bisher wurden vier Tote und 16 Verlepte aus den Trümmern geborgen. Mit 650 Passagieren gescheitert. Der ameritanische Dampfer President Hoover" ist mit 650 Passagieren an Bord bei einer kleinen Insel unweit Formosa gescheitert. Alle Passagiere befinden sich in Sicherheit. Sie wurden auf einer der Inseln an Land gebracht. Internationale Postwertzeichen Ausstellung in Prag. Der Ausschuß für die Veranstaltung der internationalen Briefmarken- Ausstellung in Prag richtete an den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Roosevelt, die Einladung, sich an der Prager Ausstellung zu beteiligen. Präsident Roosevelt ist, wie bekannt, einer Fliegertod. In Thorn stürzten nacheinder hervorragendsten Philatelisten. Die Prager ander zwei Militärflugzeuge ab. Die Besatzungen wird von je zwei Mann tamen ums Leben. Internationale Briefmarkenausstellung Ein Vom Melniker Sender berichtet ausführlich die erschienene Nr. 30 der illustrierten Wochenschrift ABC und erzählt aus diesem Anlaß in volkstümlicher Form an Hand vieler Beichnungen, was Radio eigentlich ist. Jahres 1937 borgte Leblance ſeinen beiden Kompli cen 13.000 Franken zur Gründung eines Schönheitssalons, doch scheiterte dieses Unternehmen. Aus dem Rundfunk habe er erfahren, daß nach ihm gefahndet werde und deshalb stelle er sich der Polizei. ausgestattet sind, wie auch die Waren als Schutzmarte den Stopf eines Blinden mut dem Band über dem Auge tragen. Aufgabe von Postpaketen in der Weihnachtsnud Neujahrszeit. Wie alljährlich. hat die Postvers waltung für die Weihnachts- und Neujahrszeit besondere Verfügungen getroffen, damit die ihr zur Beförderung anvertrauten Pakete am schnellsten befördert und am Bestimmungsorte so rasch als möglich zugestellt werden. Die Bost wird die für größere Entfernungen aufgegebenen Pakete besonders sorgfältig. verläßlich und rechtzeitig befördern und zustellen. Es empfiehlt sich jedoch im Hinblicke auf den gesteigerten Weihnachtsverkehr, Pakete 2 bis 3 Tage vor dem Tage, an dem sie den Adressaten zugestellt werden sollen aufzugeben. Siebei ist es unerläßlich, die Sendungen gut zu verpacken, um deren Inhalt vor Beschädigung und Verlust zu schüßen. Die Adresse ist deutlich auf dem Patete sowie auch auf der Begleitadresse anzubringen und der Bestimmungsort sowie auch die Post richtig anzugeben, bei Sendungen nach Städten außerdem stets die Gasse und Hausnummer, für Groß- Brad schließlich außer der früheren GeStadtteiles auch den meinde, z. B...Brag XV., Bránik", und die Ablieferungsstelle durch Angabe des Stockwerkes. Türnum mer u. dal. näher zu bezeichnen. Die Adrejse dung als auch auf der Begleitadresse, und gleichzeitig die unterfertigte Verfügung vermerkt werden, was mit der Sendung für den Fall ihrer Unbestellbarkeit geschehen soll. des Abfenders muß sowohl auf der SenWetterverschlechterung. Die Wetterbesserung, welche Samstag bei uns, namentlich in den böhmiichen Ländern, zur Geltung fam, ist voraussichtlich nur ganz vorübergehend. Von den britischen Inseln rücken nämlich gegen das Festland weitere Störun gen vor und im Zusammenhang damit geht der Barometerstand wieder zurück. Wahrscheinliches Wetter Sonntag: Veränderliche Bewölkung, stellenweise Schauer, mäßig warm, auffrischender Südwest wind. Wetteraussichten für Montag: Das un beständige und mäßig warme Wetter dürfte noch andauern; Wind aus westlichen Richtungen. Ende Juni kommenden Jahres eröffnet werden. englisches Bombardierungsflugzeug ist in WeyDie Vorbereitungsarbeiten für die Ausstellung mouth abgeffürzt. Der Pilot und der Begleiter sind im vollen Gange. Großes Interesse gibt sich fanden den Tod. für die anläßlich der Ausstellung zur Ausgabe Tödliche Lawine. Der Kontrollor der intergelangenden Blocks kund, die dem vergangenen urbanen Telephon- und Telegraphenleitung am und dem heutigen Prag gewidmet ſein werden. Brenner Anton Prati und der beschäftiDie Substription für diese Ausstellungsblocks gungslose Arbeiter Josef Hofer wurden von einer Wir brauchen die für faschistische Presse- endet mit Dezember d. J. Es ist zu erwarten, daß ungeheuren Lawine verschüttet. Hofer fand auf Verhältnisse genug weitgehende Charakterisie- diese Ausstellungsbloks für Sammler großen der Stelle den Tod, während Prati mit schweren rung des reichsdeutschen Lehrermangels nur um ert erlangen werden. Die Philatelisten werden Verletzungen aus den Schneemaffen befreit wer Weniges zu ergänzen: Aufrüstung, Kriegsvor- darauf aufmerksam gemacht, daß nach Beendi- den konnte. Auf der Seiferalm in der Nähe bereitung und Kriegsbereitschaft und die mit dem gung der Subskription es nicht mehr möglich sein von Bo z en gingen zwei Lawinen zu Tale. Der wird, auch nur ein einziges Stück zu dem No- Fuhrmann Mair und sein Gefährte Kasper wurganzen System verbundene Bevorzugung der minalpreise zu erhalten. Der Propagandaaus- den in die Tiefe gerissen. Mair wurde getötet, Erziehung zum Helden" und die damit Hand schuß der Ausstellung beabsichtigt, eine zweite Stasper kam ohne Verletzung davon. in Hand gehende, öffentlich gepredigte Wert Propaganda- Broschüre und außerdem einen Pro- Die Flieger Guerrere und Coden, welche von minderung alles Geistigen treibt mehr als die paganda- Film von ungefähr 500 Metern erschei- einem Süd- Amerika- Flug zurückkehren, dessen Hälfte der jungen Männer im Dritten Reich nen zu lassen. Die erste Broschüre hatte im Aus- Route 25.000 Kilometer lang ist, sind Samstag dem Militarismus in die Arme und entvölfert lande außergewöhnlichen Erfolg. Das nächste in Le Bourget eingetroffen. die Hochschulen, verwaist überhaupt die Studier- Propaganda- Heft wird Ende Jänner 1938 zur stuben, lehrt die jungen Menschen, Katheder Ausgabe gelangen. Volksbildung und vor allem Selbstbildung ver- Wegen Nichtanzeige eines Militärverrates. achten. Und nun ist es so weit, daß im Land Der Senat für Angelegenheiten des Militärver- Ein Artifel mit entsprechenden Lichtbildern behandelt der einstmals hochgerühmt besten Volksschule rates beim Kreisstrafgericht in Prag verurteilte die merkwürdigen infrariten Strahlen, mit denen am 11. Dezember d. J. die 20jährige Schneiderin man im Finstern und auf weite Entfernungen hin eben diese in Gefahr geriet, weil zu wenig Leh. Irma M i II er aus Maria- Ratschitz( Bezirk felbit im dichtesten Nebel photographieren kann. In rer und unter den Wenigen zu viele Unzuläng Teplitz- Schönau) wegen des Verbrechens der der Auffabreibe..Der Kerl ist ja verrückt", welche das Caruso fingt, Schallplatten. 14.05: Deutsche. Senliche vorhanden sind! Weit gebracht in vier nicht anzeige des Militärberr a dramatische Leben verkannter Erfinder und Entdecker dung: Dr. Enz: Bekenntnis zur Zinssteuer 1938. Jahren! Nämlich vom Lesebuch zum Ererzierte 3 zu einer Strafe von sechs Monaten schildert, ist diesmal Dr. Gusmar dran, der 1709 bon 16.35: Lieder von Foerster und Novak. reglement. Serters unbedingt. Die Angeklagte hat die Lissabon nach Eien geflogen sein soll. Ein Besuch Deutsche Sendung: Zehn Minuten Lachen. 18.20: bei den jüdischen Holzfällern in Karpathorußland ist Rundfunkwochenübersicht. 18.30: Rudolf Fischer: Strafe angenommen. der Inhalt eines weiteren Auffazes. Aus Karel Ca- Der Führer des staatlichen Stiturfes antwortet auf pets eben deutsch erschienenen Buch Der gestohlene Fragen: Sportdialog. 18.45: Deutsche Presse. 20.25: Rating" ist eine Erzählung abgedruckt, schöne Bilder Dvořák: Sonate-dur. Prag, Sender II: und ein Artikel sind dem völkerverbindenden Spiel 14.20: Deutsche Sendung: Dr. Faktor: Der aneines Brager deutsch- tschechischen Buppentheaters ge- spruchsvolle Tourist. 14.55: Deutsche Presse, 18.10: widmet...Unglaublich, aber wahr" ist eine Rusam- Chorkonzert der Hořovicer Arbeiterkinder. Brünn: 17.40: Deutsche Sens menstellung unglaublich klingender Tatsachen. Das Klavierkonzert. feln, vielen Bildern aus China. Spanien und von Beethoven: Variationen. neben enthält das Heft neben Anregungen und Rät- dung. Breßburg: 12.35: Militärfonzert. 16.35: Kaschau: 15.15: RundEreignissen in der Heimat und draußen in der Welt funkorchesterkonzert. 16.10: Populäre Musik. die Fortiebung des Romans..Der ABC- Fahrplan". Mähr. Oftran: 17.55: Deutsche Arbeitersendung: der die Leier in höchster Spannung hält. So viel Luise Sedlaček: Die Frau und Fachorganisationen. intereffanten Lesestoff. so zahlreiche Bilder wie ABC bietet keine andere deutsche Wochenschrift und dabei kostet ABC, das überall erhältlich ist, nur Kč 1.80. Vom Rundfunk Empfehlenswertes aus den Programmen: Montag Prag, Sender I: 10.05: Deutsche Presse. 12.10: Aus Karneval" von Rubinstein. Dienstag 18.10: 19.20: Konzentrationslager für einen Mord oder Selbstmord? Im Zusammenhang Arbeitersch'nder in Polen mit der Verhaftung des Ivan Pjatak, der den Warschau. In der Ortschaft Zelow wurde Heger Ivan Kustan bei Hrabovnice erschossen hat, fahndete die Uzhoroder Gendarmerie auch nach der Besizer einer Weberei, Josef Jersak, verhaf- Michal Utlinsky aus Grabovnice, der mit dem tet und in das Konzentrationslager von Bereza Heger einen Streit gehabt und Pjatat aufgeforStartufta eingeliefert. Diese weaßnahme gegen dert haben soll, den Heger zu erschießen. Freitag den Industriellen ist auf die Verlegung der Be- wurde Ukliniky, der sich vor der Gendarmerie im stimmungen des Arbeitsvertrages zurückzufühwalde verborgen gehalten hatte, in der Nähe ren, die sich Jersak, der seine Arbeiter auch schlecht des Friedhofes von Hrabovnice mit zerschmetterbehandelt haben soll, zuſchulden kommen ließ. Estem Schädel tot aufgefunden. Die Gerichtstomist dies der erste Fall einer schweren Maßrege- mission prüft, ob Utlinský ermordet wurde oder Yung eines Arbeitgebers wegen gesetzwidriger Selbstmord begangen hat. Prag, Sender I: 10.05: Deutsche Presse. 10.30: Behandlung der Arbeiter. Das Urteil im Brünner Bestechungsprozeß. Vierfachor Tod unterm Lindenbaum. In der Volksmusit, Schallplatten. 11.05: Rundfunk für Schneestürme- Hungersnot- Gefahr Der Senat des Kreisstrafgerichtes in Brünn hat Ortschaft Blasen bei Dachan in Bayern wollte ein deutsche Schulen, höhere Stufen. 12.10: Opernmutfit. Samstag in Angelegenheit der Bestechungen bei Bauer eine alte Linde fällen, weshalb erst einige 14.00: Deutsche Sendung: Dr. Maras: Aus dem New York. In einem großen Teil der Ost- der Vergebung von Bauten für die tschechoslowa- benachbarte Bäume umgelegt wurden, um der fal- tschechoslowakischen Kulturleben: Neue tiechische staaten herrschen seit Tagen furchtbare Schnee- tischen Staatsbahnen das Urteil gefällt. lenden Linde Platz zu machen. Ein Windstoß brachte Romane. 15.15: Orchesterkonzert FON. 17.30: Schubert: Geigenquartett. 18.10: Deutsche SenStürme. Tausende von Kraftwagen sind bereits Wegen des Verbrechens der Geschenkannahme in jedoch die von Aesten bereits befreite Linde zum dung: Dr. Weil: Wirtschaftsrelief. 18.20: Allen zur seit mehreren Tagen auf den Landstraßen einge- Amtssachen wurden verurteilt: der Oberrat der Umstürzen, wobei der Bauer, sein Sohn, ein Knecht Freude. 18.45: Deutsche Presse. 20.15: Smetana: Brag, Sender II: schneit. Vielfach ist infolge Lahmlegung jeden Staatsbahnen Ing. Vitát zu bier Monaten und ein Bauer aus der Nachbarschaft getötet wurden. Aus tschechischen Tänzen. Ein großer Brand vernichtete die großen Sala Französische Symphoniemusik. 14.20: Deutsche SenVerkehrs Lebensmittelmangel eingetreten. Die verschärften Kerkers, der technische Rat der Inwetter forderten bisher im Staate New York Staatsbahnen Ing. Josef Bim zu sieben Mona- fudwerke in Mousserole unweit Bayonne, insgesamt dung: Rieger: Wie soll ich mit meinen Kindern lerelf und im Staate Pennsylvanien 14 Todesopfer. ten, der Technische Nat der Staatsbahnen Ing. 14 Gebäude. Der Schade ist ziemlich bedeutend. Die nen? 14.35: Schallplatten. 14.55: Deutsche Presse. Brünn: 17.40: Deutsche In der Stadt Buffalo wurde der Straßenbahn- Raimund Štěpánet zu vier Monaten, der Sudwerke beschäftigen eine große Zahl von Arbeitern. 18.00: Kammermusik. Der Verband erblindeter tschechoslowakischer Arbeitersendung: Rekordbesuch, Sozialinformatiound Autobusverkehr eingestellt. Die Mehrzahl der Oberoffizial Starel Ie 3 át zu sechs Monaten! nen. 21.30: Konzert. Breßburg: 19.15: RundGeschäfte ist geschlossen. Es besteht die Befürch- und der Offizial Josef M. tha user zu sechs Soldaten, der wie alljährlich eine Weihnachtsaktion funforchesterkonzert. 21.20: Schumann: Klaviertontung, daß es in den Vorstädten zu einer Hun Monaten Kerkers, sämtliche bedingt auf veranstaltet, teilt mit, daß die mit dem Verkauf von Kaschau: 11.05: Beethovenkompositionen. gers not kommen könnte. Das Rote Kreuz hat drei Jahre. Der Bauführer der Brünner Filiale Waren beauftragten Mitglieder des Verbandes mit 12.05: Opernarien. Mähr.- Ostran: 17.30: Klaviermit den Pfadfindern eine Hilfsaktion eingeleitet. Der Firma Pittel& Brausewetter, Fr. Fliegerleiner ordentlichen Legitimation fongert, zert. Ur. 292 Sonntag, 12. Dezember 1937 Seite 5 I -- Dies* ahmodisc l en Rumpe n müsse aus dem Haus; die haben unsere gute Wäsche immer nur zerfetztI- sor mit allzu simplen Mitteln herbeigeführt ist. Auch in der Wahl der Darsteller ist Bönoit vom üeblichen abgewichen: er hat auf die billigen Wirkungen jugendlicher Schönheit verzichten wollen, aber er hätte eine andere Handlung haben müssen, um realistische und psychologisch« Charaktere zur Geltung bringen zu können. Als Vicky Baumsche Studentin kann Madeleine'R e>wa ü d n« sonderbar wirken/ der un«>:m glückliche jugendliche Liebhaber wirkt überdÜS unreif auch im darstellerischen Sinne, und nur Constant Römh als Professor hinterläßt den Eindruck, dass er seine Rolle wirklich ausgefüllt hat,—eis— Handelsvertrag Rumänien— Deutschland. Die seit einigen Wochen in Bukarest schwebenden deutsch- rumänischen Wirtschaftsverhandlungen sind in der Weise abgeschlossen worden, daß für die Zeit bis zum 30. September 1938 ein allgemeiner Ein« und Ausfuhrplan aufgestellt wurde. Dieser Plan sieht die Durchführung des Gleichgewichtes zwischen Ein- und Ausfuhr vor und auf diese Weise auch die Herstellung des Gleichgewichtes im Zahlungsverkehr unter gleichzeitigem Abbau deS zur Zeit bestehenden Aktivsaldos. Dem Stud. ehern. Helene Willfder Der vor Jahren erfolgreich gewesene Roman der Vicki Baum ist von Jean B ö n o i t, dem mit der .Maternelle" berühmt gewordenen französischen Regisseur, verfilmt worden,— aber eS ist ein Film geworden. der mehr Schwächen als Vorzüge hat. So anerkennenswert eS ist. dass sich Bönoit von allem Reitzerischen und Aufdringlichen fernhalten wollte, so unverkennbar ist es, dass durch die Vornehmheit, mit der«r die.dramatischen" Konflikt« dieses Unterhaltungsromans aus dem Studenten-Milien' nachgestaltet hat, die eigentlichen Geschehnisse--er Handlung an Wirkung verloren, da ihre mangelnde Mo« tivierung um so deutlicher wurde. Datz die Chemiestudentin ein Kind bekommt, datz der Medizinstudent am Leben verzweifelt, weil er sich nicht der Musik widmen kann, und datz der Professor seinen Beruf aufgeben will, weil ihn seine Frau verlassen hat— diese Erfindungen der tüchtigen Vicki Daum sollten hier wie Episoden deS Lebens erscheinen, wirken aber nur wie sonderbare Zwischenfälle, auf die man durch lange Gespräche vorbereitet wird. In diesen Dialo* gen find manche Feinheiten(sehr gut zum Beispiel ist daS Gespräch zwischen dem totkrmcken Vater und seinem unglücklichen Sohn), aber packend find sie nicht. Hinzu kommt, datz die Chemie- und Medizinstudenten in diesem Film viel zu kindlich und allenfalls wie Gymnasiasten wirken, und datz das happy end zwischen der Chemiestudentin und ihrem Profes- Saratoga ist«in sehr amerikanischer Film, der Pferderennen. und Liebe in einen unauflöslichen, manchmal beinahe mystischen und manchmal wieder mehr finanziellen Zusammenhang bringt. DaS Liebespaar, das aus einem verwegenen Buchmacher und der Tochter eines verarmten Rennstallbesitzers besteht(die mit einem reichen jungen Mann, der sie sanieren könnte, verlobt i^l, beschäftigt sich vorwiegend damit, einander daS Wetten abzugewöbnen und nachber durch Beibringung hoher Verluste ruinieren und zur Kapitalution zwingen zu wollen. Die Dame, die ihren Gefühlen schwerer widerstehen kann und vom Renmvort auch nicht genug zu verstehen scheint, erweist sich als-er schwächere Teil, und so wird sie denn ganz am Ende erobert. Der Regisseur Jack Conway hat diese merkwürdige Geschichte raffiniert in Szene gesetzt, be« sonders die Rennszenen sind technisch vollkommen, und die privaten Szenen sind immer mit komischen Nebenfiguren bevölkert. Clark Gable spielt den unwiderstehlichen und unverbesserlichen Buchmacher mit siegesgewisser Roufine. Jean H a r l o w(die während der Aufnahmen zu diesem Film starb und in den lebten Szenen schon durch ein Double ersetzt, ist), wirkt noch einmal mit ihrer energischen Lebendigkeit. Krank Moraan und die lustige Una Merkel sind ein komisches Ehepaar und Lionel Barrhmore ist ein brummiger Grossvater. —eis— Kege« Husten, Heiserkeit, WALDEXTRAKT hilft Jederzeit Medizinalbonbons, echt nur mit dieser SchutzmarkeI Mitteilungen aus dem Publikum. WaS beinhaltet der Wäscheschmuh. Der Wäscheschmutz beinhaltet etwa 20 Prozent Siweihstoffe, 20 Prozent Fette, 10 Prozent Fettsäuren und 50 Prozent organische und unorganische Stoffe, wie Staub, Ruh, Salz usw. Dieser Schmutz wird durch das „Drennänner"-Waschpulver zerlegt und ohne Reiben aus der Wäsche entfernt. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes«in Waschen ohne Arbeit. Vorzügliche und billige Marillen»«« na elade für WeihnachtSbackwerk können Sie in 10 Minute« nach folgendem Rezept für Aprikoseumarmekade auS ge- trocknete» Aprikose» bereiten. l-s.Kg. getrocknete Aprikosen werden in 1% Liter Wasser über Nacht eingeweicht. Am folgenden Tage werden die Früchte durch di« Fleischmaschine getrieben und mit dem Ein- weichwaffer und I dL Kg. Zucker unter Rühren zum Kochen gebracht und 10 Minuten brausend gekocht. Dann rührt man den Inhalt einer Flasche Opekta ä Kd 5.50 sowie den Safi von 1 bis 2 Zifionen in die Masse, lässt nochmals aufwaven(4 bis 5 Sekunden) und füllt heiss randvoll in Gläser, die sofort mit angefeuchtetem Cellophan und Gummiring ber- Wlossen werden. Verbindlichkeit ostböhmischer Lohnverträge Das Mrsorgeministerium erklärte die RechtS- derchindlichkeit bezüglich des Zusatzvertrages zum Kollekfivvertrag für die Trautenauer Leineilbleichen vom 24. Mai d. I., weiter den Zusatzantrag vom 24. Mai d. I. für die Baumwollindustrie der Gerichtsbezirke Hohenelbe und Arnau.(DND) Recht viel Rosinen, Mutti und recht viel Mandeln," betteln die Kinder beim Striezelbacken. „Ja, aber vor allem die gute SANA in den T e i g", sagt die Mutter,„sonst nutzt alles nichts. Nur mit SANA wird der Striezel so fein, bekömmlich und mürbe." Handelsvertrag mit Amerika Wie die Agentur Dowjones(Washington) tnitteilt, wird im Staatsdepartement erwartet, datz dvr Handelsvertrag der Bereinigten Staaten mit der Tschechoslowakischen Republik, an dessen Endredaktion bereits gearbeitet wird, in Kürze unterzeichnet werden wird. Bei den Kinderfreunden und den Roten Falken kannst D« SamStag, dm 18. Dezember,«m 4 Mr nachmittags zwei Stunden Frohsinn erlebm. ES gibt kein einstndieeteS Programm mit zittrrndm Kinder-„Künftlern". Wir fchöpfm ohne lange Borbereittmg aus dem Born der Jugend froh-, lichkeit. Die Kinder unserer Genossen«nd Gesinnungsfreunde werden bei der Veranstaltung selber mittu« können. Die Erwachsmm erlebm ei« Stück eigener Kindheit wieder. Die Jugendgenoffm und-Genossinnen bringen dnrch die Teilnahme ihre Verbundenheit mfiunS zum AuSdmck. Sozia!ver$icherung$- Briefkasten G. R. 105. Die Zentralsozialversicherungsanstalt hat Ihnen die Invalid ität-rente nicht ge- ! währt, weil Sie di« Wartezeit dadurch nicht erreich» | haben, datz Sie vom Arbeitgeber unrichtigerweise ckls I landwirtschaftliche Arbeiterin zur Versicherung angemeldet wurden und Ihnen die Zeit vom 10. Juli 1986 bis zum 81. August 1936 daher nur zur Hälfte in die Wartezeit eingerechnet wurde, obgleich.' Sie tatsächlich als Bedienerin in der Gastwirtschaft beschäftigt waren und daher Anspruch auf volle Einrechnung haben. Sie fragen daher, ob Sie mit Erfolg eine Klage gegen die Zentralsozialversicherungsanstalt einbringen könnten. Hiezu ist zu sagen, datz eine Klage gegen die Zentralsozialversicherungsanstalt keine Aussicht hatte, da nach Urteil des Versicherungsobergerichtes in einem ähnlichen Falle jene Beschäftigung entscheidend ist, die vom Arbeitgeber in der Anmeldung angeführt wurde. Eine andere Frage ist es natürlich, ob Sie nicht Pom Arbeitgeber Schadenersatz nach den Voraussetzungen deS bürgerlichen Rechtes verlangen kon- nen, weil er Sie durch unrichtige Anmeldung geschä-. digt hat. Wenden Sie sich diesbezüglich an Ihre Gewerkschaft! Kommet all« SamStag, dm 18. Dezember, in dm große« Saal de« Dmtschm HandwerkervereinS, Smrökyl— Eintritt frei! vernehmen nach soll für das ganze J«chr 1988 ein Gesamtbetrag von 200 Millionen RM für dideutsche Ausfuhr nach Rumänien und ebenfall- 200 Millionen RM für die rumänische Ausfuhr nach Deutschland festgelegt worden sein. KC). Rotkraut um 1 KC(Stück 1.50—8 Kä) Karotten mn 20 Heller(jetzt 0 80—1.40 K{). Tomaten 14—18 K5. Kartoffeln 50—70 Heller» Zwiebel 1 Kg.(1.40—1.50 Kö). Knoblauch(8—5 siö). Sellerie(2—8 sic). Kohl. Stück(2 siö) Kohlrübe Bund(1.80-2.40 siö). Mistbeetaurken 1 Kg 12 bis 14 siä. Petersilie, Bund 2.20-3 KC Pore- Bund 0.80—1.20 siö. rote Rüb«. Bund 0.80—1 sie Dill, Bund 1.20—1.50 sie. Sauerkraut. 1 Kg. 2 bis 2.50 sie. , vbst.«ttpfel, Kimische2.50—4 sie. ausländische 4—12 sie. Bimen 2—6 sie, Nüsse, heurige 5—24 si-, Nüsse„Puma" 16-20. Nüsse..Pam" 14 btt Kokosnüsse, Sfiick 2.00—3.50 Kc. Orangen, heurrae, 1 Kg 6-^-8 KL Mandrinen. 1 Kg. 7.50—10 sie. Zitronen. Stück 30-780 Heller. Bananen. 1 Kg. 5—8 sie F-iaen gewöhnliche. 1 Kg. 7—10 sie. Kranz 1-2 sie Zwetschgm. getrocknete 5—10 sie, Äepfelund Bimen. getrocknet 10—10 siö. Aprikosen, getrocknet« 14 bis 18 sie. gemischtes Obst, getrocknet. 1 Kg. 10—14 sic. Fleisch. In dm letzten Tagen ist Kalbfleisch um 1—2 sie teuerer geworden, eS kostet jetzt vorderes mft Zuwaage 8—12 siö. hinteres 11—14 sie, vorderes ohne Zuwaage, la. 12—14 siö. hinteres 16 bis 22 siö. Rindfleisch, vorderes, mit Zuwaage 9 bis 14 siö. hinteres 11—17 siö, vorderes, ohne Zuwaage 11—16 siö. hinteres 13—18 siö. Lungenbraten. mit Zuwaage 18—20 siö, ohne Zuwaage 20—28 siö, Schweinefleisch, vorderes, mit Zuwage 8—11 siö, hinteres 11—15 siö. vorderes, ohne Zuwaage 10—13 siö. hinteres 13—18 siö. Schöpsenfleisch. vorderes, mit Zuwaage 8—11 siö. hinteres 10—14 siö. vorderes, ohne Zuwaage 10—13 siö. hinteres 12—16 siö, RindSzunge. roh 11—14 siö. Rindsleber 8—12 siö, Kuttelflecke. 1 Kg. 6—7 siö. Rindszunge, geselcht 16—18 siö. Selchfleisch, vorderes, roh 12—16 siö. hinteres 14—16 siö. vorderes, gekocht 20—24 sic, hinteres, gekocht 24—28 siö. Rindshirn 16—18 siö, Schweins-, Kalbshirn 18 bis 24 siö. Schinkm. roh 16—18 siö, gekocht 22—26 siö, geschnitten 28—32 siö. Fette. Teebutter ist in dieser Woche um 1 siö teuerer geworden(jetzt 1 Kg. 21—23 siö). Landbutter 18—20 siö. Rindsfett, roh 4—6 siö, ausgelassen 7—8 siö, Nierenfette 8 siö, Schweineschmalz, tschechische?, roh 11—12 siö. ausgelassen 13—15 siö, Bagonyerschmalz 12—13 siö. Speck 13—15 siö, Margarine und Kokosfette 10—12 siö. Verschiedene Waren. Cier. friiche..tschechische, sind um 2 siö aesttegen aus 44—46 siö per Schock- per Stück um 5 Heller auf 80—85 Heller, slowakische ebenso um 2 siö gestiegm auf 40—42 siö, Stück um 5 Heller auf 75 Heller, Fra« Hanna Benes, die Gemahlin des Präsidenten der Republik, besuchte SamStag die Kunst» gewerbeansstelluna im Hause deS KunftaewerbeS in Prag. Närodnk tkkda. welch« unter dem Protektorate des Ministers für Schulwesm und Volkskultur. Dr. E. Franke steht. „Arbeit-- und Lohnverhültniffe der industrirl- lm BrbeUerschast" ist daS Thema eines Vortrages im Sozialinstitut der Tschechoflowakifchen Republik, veranstaltet am Donnerstag, den 16. Dezember, um halb 8 Uhr im Wintersaal deS Ministeriums für so- ziale Fürsorge, Prag H.. Palackhplatz 4. Vortragender: Redakteur Josef Bölina. Eintritt frei. Tod im Wirtshaus. In der Nacht auf gestern kam der 44jährige Arbeiter Anton Leheöka aus Po- dol in ein Podoler WirtShauS und verlangt« zu winken. Da er sich bereits in'sichtlich angetrunkenem Zustand befand, wurde ihm dies verweigert und er von zwei Gästen aus dem Lokal geführt. Plötzlich begann er zu taumeln, fiel zu Boden und blieb— mit einer scheinbar nur leichten Verletzung über dem Äuge— bewusstlos liegen. Die Rettungsgesellschaft brachte ihn ins allgemeine Krankenhaus; er starb aber unterwegs. Nach Angabe d«S Arztes wurde er vom Schlage gerührt. Was fordert die Jugend von der Demokratie? Unter dieser Parole veranstaltete di« SozicklM« sche Jugend, Krei» Prag, am Freitag em« offintttch« Kundgebung. DaS einleitende Referctt hielt Wg. Genosse Kügler aus Bodenbach, dessen treffliche Ausführungen von den 350 Jugendlichen, hl« den grossen Handwerkervereinssaal füllten, mtt grossem Beifall aufgenommen wurden. Genosse Kogler verstand«S, die aktuellen Forderungen der Jugend vom sozialistischen Standpunkt auS zu formulwren, wobei er die sozialen Forderungen in den Bordergrund stellte und in sachlicher Form zeigte, dass die BollS- gemeinschaftSideologie, die stets die Interessen der herrschenden Klaffe vertteten mutz, diesen Forderungen niemals Rechnung tragen kann.,„ Nach dem Referat entspann sich«ne lebhafte Debatte, an der sich eine ganze Reih« Jugendlicher verschiedenster politischer Richtung beteiligte. Die Diskussionsredner der Sozialistischen Jugend betonten besonders ihren Wunsch nach einer aktiven demo- kratischen Aussenpolitik, die notwendig sei, um der faschistischen Agressibität gegen unsere demokrattsche Republik Widerstand zu leisten. DieS wird nur dann möglich sein, wenn die sozialen Interessen d«S arbeitende« Polles in Stadt und Land, gewährt. bWb«n.. ebest gerade di« werttättge BevölkerunA^wd Kfowk derS die Jugetid tst«S, di« dendemokrattschen Staat zu verteidigen hat. Trotz der verschiedenartigsten polittschen Einstellung der«nzelnen Redner kann festgestellt werden, dass die Forderungen der fortschritt-, lichen und demokratisch gesinnten Jugend die gleichen sind und dass sie am besten und konseguentesten von der sozialistischen Arbeiterbewegung vertteten werden können. Es muh hervorgehoben werden, dass di« völkischen Jugendlichen(Studentenschaft der SdP. Deutsche Hochschülerschaft und Rhampold Gorenz). obwohl si« schriftlich eingeladen worden Waren und ihnen Redefteiheit garantiert war. sich n i ch t einge» funden hatten; sie haben dadurch zum Ausdruck gebracht, dass sie sich selbst ausserhalb der Demokratie stellen. Prager Lebensmlttelmlirkte Gemüse. Auf den Gemüsemärkten sieht man jetzt immer grösser« Mengen Wurzelgemüse, während daS frische(grüne) Gemüse langsam verschwindet. In den letzten Tagen ist Karfiol wieder um 50 Heller teuerer geworden(1 Stück 0.50—3.50 siö). Häuptel» falat ebenso um 50 Heller(jetzt 0.50—1.60 siö). Spinat um 40 Heller per 1 Kg.(jetzt 1.20—2 siö). Weisskraut 1 Kg. um 10 Heller(jetzt 1.20—1.60 Die Bankangestellten im Kampf Vor zwei Monaten haben die Angestellten der Böhmischen Unionbank, der Böhmischen Escompte- Lank und Creditanstall und der Länderbank den Direktionen ihre Forderungen überreicht. Die Direktionen der genannten Banken haben die Forderung der Angestellten abgelehnt, die in Mafsen- versammlungen in Prag, Karlsbad, Reichenberg und Aussig dagegen protestierten. Die Banken haben nämlich die rückwirkende Wirksamkeit der geforderten teilweisen Wiedergutmachungen des Gehaltsabbaues ab 1. Juli 1937 qbgelehnt und dabei die Verhandlungen auf den Monat Jänner verschoben. Obwohl die Direktionen der Banken in ihren sonstigen Aeusserungen von der Konjunktur im Wirtschaftsleben reden, werden sie im Handumdrehen Pessimisten, und sprechen von Rückschlägen, um mit diesem Argument eine Begründung für die Ablehnung der Forderung der Angestellten zu geben. Es gehört schon zur traditio« nellen Gewohnheit dieser Banken, immer wieder die Erregung ihrer Angestellten und auch der ganzen Oeffentlichkeit hervorzurufen, bevor sie sich zu einer positiven Erledigung bereit finden. Die Angestellten aller Banken müssen darauf bestehen, daß in der Angelegenheit ihrer Forderungen baldmöglichst Klarheit geschaffen werde. Angesichts dieser Sachlage hat der Verband der Bank- und Sparkassenbeamten gemeinsam mit dem„Sdruzeni penößniho ükedniöwa" und dem Verband der Skontisten und Kanzleigehilfen ein Flugblatt herausgegeben, in welchem die Forderungen der Angestellten begründet und Manifesta- tionskundqchpMeiKir^Mte.nächster Poche anae- kündigt werden.^.,,; Seite 6 ,, Sozialdemokrat" Sonntag, 12. Dezember 1937. Nr. 292 Kunst und Wissen Kabale und Liebe Schillers von der Leidenschaft der Liebe und des Freiheitsdranges bewegtes, von Pathos edler Gefinnung und empörter Anflage tönendes Traueritiel, deffen Erscheinen auf der tschechischen Bühne hier schon fürzlich begrüßt werden konnte, hat auch gestern bei der Aufführung in der Kleinen Bühne wieder starten, unmittelbaren und oft genug fürchterlich wahren" Eindruck gemacht. Die Inszenierung Julius Ge I Iners bat Schillers Jugendwerk sehr taftvoll und flug gefürat, manche höfische und empfindsame Rhetorit geopfert. um die wesentlichen Konflikte und Wendungen und die dramatischen Höhepunkte schärfer hervortreten au lassen und die Aufführungsdauer auf ein beute nors males Maß zu bringen. Die Darstellung selbst war freilich durch das räumliche Maß der Kleinen Bühne fühlbar eingeengt, die Schillersche Sprache der Leidenschaft schien oft größeren Wirkungsraum zu erfordern, mancher Say flang gepreßt und mancher wieder au schrill, und auch die erregte Bewegung, zu der sich die Darsteller immer wieder hingeriffen fühlten, fand nicht den nötigen Raum. Gewiß ist Kabale und Liebe"( wenn man den ursprünglichen, vom Dichter selbst gewählten Namen Luise Millerin" nicht vorziehen will). fein großes" historisches Stüd: es spielt in Privatgemächern und Bürgerstuben, und der herzogliche Tyrann wird nur durch seine Kreaturen und seine Opfer repräsentiert. Aber mit fammerspielhaftem Realismus läßt sich dem feurigen Werk tbch nicht beikommen, und Gellners Inszenierung schwang auch mit Recht immer wieder über ihn hinaus. Die Darsteller der ,, Kabale" machten den sichers ften Eindruck: Friz Valk als in Bosheit und Feigs heit noch monumentaler Präsident, Hans Göz als sein lockeres und lächerliches Widerspiel, der Hofmarschall bon Kalb, und Walter Taub als schattenhafter, demütig erbärmlicher Wurm. Lady Milford( deren Namen von einigen Darstellern für frnzösisch gehalten worden zu sein scheint) wurde in Marions Wünsches Gestalt und Sprache eine unberührt eble Mätresse, teine glaubwürdige, aber eine sicher Schillersche Figur. Die echtesten Löne hatte der polternd brave Musikus Miller Willy Volters, während Lotte Stein als Millerin ein wenig 3 febr faritierte. Das schwierigste Problem einer heutigen Aufführung von Kabale und Liebe", die Darstellung bes von Edelmut, Empfindsamkeit, Leidenschaft und Ehre grenzenlos hingerissenen Liebespaares, war auch in der gestrigen Aufführung nicht gelöst. Inge aern hatte als Luise den Zauber und die Rührung der Jugend, aber nicht die heroische Größe der Luise. Und Walter Szurowys Ferdinand hatte zu biele gezwungene Töne und Bewegungen, au foenig von jener Freiheit im Spiel, die dem Darsteller eines Freiheitstünders zufäme.-cisDas Streit- und Trostgespräch Der Ackermann und der Tod" Die einzigartige Proſadichtung des Stadtschrei tendste Literaturdenkmal deutscher Sprache in Böh men aus der Zeit des Mittelalters. In diesem fleinen Werke, um 1400 geschrieben, führt der Stadtschreiber, der die Feder seinen Pflug und sich selbst einen Adermann nennt, seinen Streit mit dem Tode. der ihm in den Bestiahren sein junges Weib entrissen hat. Der Mensch führt seinen Streit vergeblich. Alle Anflagen, alle Argumente der Gelehrsamteit, alle Inbrunst des liebenden Herzens versagen vor der Unbezwinglichkeit des Todes. Auch als die Streitenden Gott als Richter anrufen, muß der Kläger fich bor der Macht des Todes beugen. Raum jemals wieder ist in deutscher Sprache eine so bezwingende Klage gegen die Unerbittlichkeit des Todes geführt worden. Diese durch die Kraft ihrer Sprache hinreißende Dichtung wird in einer Feier In memoriam T. G. Masaryk", die der Klub ,, Die Tat" veranstal let und in der Josef Hofbauer die Gedenkrede hält, von Friedrich Richter, Frizz Valk und Willy Volker gesprochen. Spielleitung: Dr. Georg von Terramare. Die Feier findet Donnerstag, den 16. De zember, 20 Uhr im Schmeykalsaal des Deutschen Hauses, Graben 26, statt. Heute halb 3 Uhr: Gastspiel Gisela Werbezirk in der Arbeitervorstellung..Der goldene Krana". Karten an der Theatertassa. Nächste Arbeitervorstellung am 9. Jänner: Die Weber". ,, Deutsche Volksbühne." Eintrittskarten zu den Aufführungen von Kabale und Liebe" am 14. und 15. Dezember sind erhältlich bei Optiker Deutsch, Koruna( Tel. 259-20), im Klub..Die Tat" Prag I, Křížovniciá 3( Tel. 348-39), im Deutschen Haus, Graben 26, Zimmer Nr. 16( Tel. 234-61), im Klub der tschechischen und deutschen Bühnenangehörigen, Prag II, Lüzowova 33,( Tel204-21), im Volksbühnenbund, Café Continental, und unter Tel. Nr. 728-20. 21. Jetzt PHILIPS RADIO gehört er uns! VALA CU Am Weihnachtsabend wird er zum erstenmal ertönen: Weihnachtsglocken und Weihnachtslieder werden feierlich erklingen und die schönsten Darbietungen aus der ganzen Welt werden wir in vollendeter Wiedergabe hören können. Der Philips> Allegro ist aber auch ein prächtiger Empfänger! Alles wird bei diesem Gerät mit einem einzigen Knopf, dem> Universalknopf betätigt. Die Sender werden ganz selbsttätig durch die> fühlbare Abstimmung< haarscharf eingestellt. Eine gänzlich neue Einrichtung, die> Kontrastexpansione, bringt die durch den Sender geschwächten dynamischen Unterschiede wieder auf den Originalwert. Und noch viele andere Verbesserungen sorgen bei diesem Gerät dafür, das Rundfunkhören so schön und angenehm als nur möglich zu machen. Ein Empfänger, der für Jahre hinaus Freude in Ihr Heim bringen wird! PHILIPS DER WÜRDIGE NACHFOLGER IHRES BISHERIGEN tag 8: Kabale und Liebe, Theatergemeinde des Kulturverbandes und freier Verkauf. Samstag 8: Sonntag 3: Parkstraße Georg und Margaret. 13, 8: Reisebefanntschaft( Firma). Vereinsnachrichten $ Urania- Kino BISHERIGEN GERATES Der Lachschlager„ Gordian, der Thrann", mi Weiß Ferdl, Eichheim, Paul Richter, Millardo- Gastspiel. Normale Preise. Sonntag um 2, 4, 6, 49 Uhr Montag 6 Uhr. Monta a. 49 Uhr: Großmutters Kino" mit Erich Juhns Begleitworten. Sozialistischer Jugendverband Filme in Prager Lichtspielhäusern Kreis Brag. Wochenprogramm Dienstaa. den 14. Dezember. Adria: ,, Gondel der Träume." Nach M. DeDSAP- Heim. Ve Smečkách. 7 h tobra.. Alfa: Kein Wort von Liebe." Rolf Jüngerengruppe:..Politische und so. Wanka. Tsch. Apollo: Die rote Soutane." Anziale Demokratie." DSAP- Hein. nabella, Veidt. E. Avion: ,, Gabriele sucht Aben Be Smečkách. 8 Uhr, Gruppe teuer." Fröhlich, Hoppe. D. Bajtal: ,, Fanny ElßWochenspielplan des Neuen Deutschen Theaters. Prag I: ,, Friedensstörer Faschismus". FVSA- ler." L. Harvey. D. Beránek: Unentschuldigte Sonntag 23 Uhr: Der goldene Arana Beim, Spálená, 8 Uhr, Gruppe Prag VII: Wer Stunde." Huber, Moser. D. Fénix: Zwei VerArbeiter borstellung, Gastspiel Gisela verteidigt die GSR?". Mittwoch, den 15. De- brechen an der Maginot- Linie." Fr. Flora: Werbezirt, 72: Frauen in New York, zember: DSAP- Heim, Ve Smečkách, 8 Uhr, Grupp Pferdenarren." Marr Brother 3. A. Montag 6%: a bale und Liebe. Prag XII:„ Demokratie und Staatsverteidigung". Hollywood:„ Stud. chem. Helene Willfner." Nach Theatergemeinde der Jugend( rote Karten) und Gästewill! ommen. - Amtsstunden der Baum. F. Hvězda: ,, Kapitän Tigerhai." Robin freier Verkauf, Abonnement aufgehoben. Diens Soz. Jugend, Kreis Prag. jeden Dienstag und Frei son. A. Juliš ,, Gabriele sucht Abenteuer." D. tag 7: än fel und Gretl, neueinstudiert, tag zwischen 6 und 8 Uhr im DSAP- Heim, V Kinema: Journale, Grotesken, Reportagen. A 2. Mittivoch 28: I eines GIüd auf Smečkách. der Wiede n, Gastspiel Werbezirk, B 1. Donnerstag 7½: Madame Butter f.I.h. 2. Freitag 72: Der König von ve tot, D. Samstag 7: Madame Pom padour, C 1. Sonntag 2: Hänsel und ret 1, 72: Aleines GIüdauf der ieden, D, Gastspiel Werbezirk. Wochenspielplan der Kleinen Bühne. Sonntag 3: Tas Glüd, 8: Georg und Margaret. Montag 8: Nora, Bantbeamte I und freier Verkauf. Dienstag 8: Kabale und Liebe, Deutsche Volksbühne Mittwoch 8: Kabale und Mitteilungen der Urania" Gable. Engl. " Koruna: Aktualitäten, Grotesken, Reportagen. Lucerna: Kotva: Broadway- Melodie 1938." A. Metro: ,, Saratoga." Jean Harlow, Clark Gable. Stud. chem. Helene Willfner." Nach V. Baum. F. Passage: Saratoga." Jean Harlow, Clark Praha: Panik im Western Expreß." Radio: Unentschuldigte Stunde." G. Hu,, Großmutters Kino". Erich Jubns Lachkabinett. ber, Moser. D. Staut: ,, Mister Moto." Lorre. A. Montaa. 49 Uhr. Erzgebirgshilfe. Veletrhy: Světozor: ,, Der weiße Rausch." D. Die Junggesellin." Nach B. Marguerit. F.- Alma: ..Pferdenarren." Marr Brothers. A. Belvedere:„ Der Mann, von dem man spricht." D. Beseda:„ Fanny Elßler." L. Harvey. D.- Illusion:„ Der Mann von dem man spricht." D. Schlank bleiben ohne Hunger". Dr. Schroth. ( Lindewiefe). Die n 3 tag. 8 Uhr. ,, Weihnachts- und Silvestertisch".. W. BerLiebe, Deutsche Volkebühne und freier Verkauf. ger( Geschäftsführer von Vanha). Praktische VorDonnerstag 8: Hilde und das Lotteriespiel. Freis führungen. Mittwoch, 8 Uhr. und freier Verkauf. " Lido II: ,, Charlie Chan auf dem Broadway." W. Oland. A. Louvre: Fanny Elßler." D. Ma ceška:„ Fanny Elßler." D.- Olympic: ,, Rendezvous in Paris." A. Berštyn:„ Der Gefangene des Königs." A. Rory: Unentschuldigte Stunde." D. Tatra: ,, Liebe geht seltsame Wege." D. I Vejvodu:„ Allotria." D. Valdek:„ Pferdenarren." Marr Brothers. A. Reine Spiritus- Preßhefe mit besonderer Triebkraft und höchster Haltbarkeit, garantiert reines Malzmehl und feinsten rekt. als auch denat. Spiritus liefert Rejčiner Zucker-, Spiritus- und Preßhefe- Fabrik vormals Brüder A.& H. May A.-G. Olmütz- Hojčin. 3962 Hochleistungs- Drehbänke, Fräsmaschinen, Radialbohrmaschinen, Bohrwerke, Shaping- u. Hobelmaschinen Spannfutter in modernster Ausführung erzeugt: Werkzeugmaschinenfabrik Arno Plauert Warnsdorf, ČSR. 3898 Bezugsbedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Lezug durch die Poft monatlich Kč 16.-. vierteljährlich Kč 48, halbjährig Kč 96.- ganzjährig k 192. Inserate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 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