tde 18s och Die Den and nn hs est, ten Den er ibt C.. te, ite en eo tis 8 rt on b el, te. Its re en at, ng r= et. its 8. Der C= ns r r nt. Bent hr. For 2" 15 Die al B, en Cil சே 211 ein er .1" Die 1 Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Ginzelpreis 75 Heller Redaktion u. Berwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Verantwortlicher Rebatteur: Rarl Rern, Prag 18. Jahrgang Kapitalistische Intrigen Freitag, 14. Jänner 1938 gegen die Volksfrontregierung Neue Manöver gegen den Franc Die Regierung appelliert an Parteien und Volk Aus dem Inhalt: Wird Henlein sich vor dem schweizer Gericht rechtfertigen? Tschechische Sozialdemokratie völlig hinter Dr. Dérer An einem Tag vier Frauen- Selbstmorde in Prag Nr. 11 w Budapester Ergebnis ſich durch das Barlament an die ganze Nation zu stor Exmorial wenden. Der Ministerpräsident betonte, daß die Regierung die Devisentontrolle nicht zulassen werde und daß die Selbst die geschultesten Propagandisten in Regierung feine neuen Ausgaben zulassen werde, Rom und Berlin werden nicht imstande sein, die wenn für sie nicht entsprechende Deckungen gefun- Beratungen zwischen den Ländern des römischen den werden. Die Regierung ist entschlossen, im Blocks, die von Montag bis Mittwoch in Budapeſt Lande den sozialen Frieden, das stattgefunden haben, zu einem großen Erfolg zu Budgetgleichgewicht, und die vors stempeln. sichtige Führung der FinanzAls im Jahre 1984 die römischen Protopolitik durchzuseßen und verlangt, daß das kolle zwischen Italien, Ungarn und Desterreich Die französischen Rechtskreise, die Börsengewaltigen, haben wieder so ,, patriotisch" geParlament noch im Laufe der Debatte in der zustandekamen, war es die Absicht Italiens, die handelt, wie kapitalistische Patrioten zu handeln pflegen. Sie haben wieder eine Attade heutigen Nachtsizung erkläre, ob es diese Grund- beiden Donauländer seinem Einfluß völlig zu gegen die Währung unternommen. Ohne bestimmten wirtschaftlichen Anlaß, ohne daß faße billigt, die der Ministerpräsident eben aus unterwerfen und sie so fest an den Wagen der die Finanzlage Frankreichs Ursache zu begründeter Sorge gäbe, ist es wieder zu einem gesprochen hat. Nach Beendigung der Debatte italienischen Außenpolitik zu spannen, daß weder werde die Vertrauensfrage gestellt Wien noch Budapest einen selbständigen Schritt Sturz des Francs gekommen. Und selbstverständlich waren nicht nur die politischen werden. Troß den Schwierigkeiten des gegenwär hätten unternehmen können. Aber die Situation Kreise, war auch die Bevölkerung sofort arg beunruhigt. Man geht nicht fehl, wenn man tigen Augenblicks hege Chautemps das uner- ist zu Beginn des Jahres 1938 eine andere als in den kapitalistischen Manövern die Antwort auf die Enthüllung der faschischütterliche Vertrauen in ein glückliches Geschick 1934. Italien ist aus dem Völkerbund ausstischen Verbrechen, auf die Aufklärung der Mordtaten der Verschwörer sieht. des Landes. getreten, es gelang Mussolini zwar, Albanien zu Denn diese Enthüllungen haben die antifaschistische Volksströmung sehr gestärkt und so Die Kammerfißung wurde hierauf unter dem gleichen Vorgehen zu bewegen, aber weder inszenieren denn die Kapitalisten ein A blenkungsman över, das gleichzeitig ihre brochen und die Kammer trat nach 22 Uhr Desterreich noch Ungarn sind dem Beispiel des Ra che an der Linksregierung ist. Es ist kein Geheimnis gewesen, daß es innerhalb der neuerlich zu einer Nachtfitung zusammen. Man italienischen Vasallenstaates am Balkan gefolgt. Volksfront Meinungsverschiedenheiten über die finanziellen Abwehrmaßnahmen gibt. Es rechnet damit, daß die Sitzung, die sich wahr. In der feierlichen" Erklärung, die als das Erscheinlich bis 2 oder 3 Uhr hinziehen wird, der gebnis der Konferenz schon vorher laut ange= wurde die Einführung der Devisenkontrolle gefordert, der Finanzminister Bonnet Regierung mit der üblichen Mehrheit das Ver- lündigt worden war, wird nur gesagt, nicht zustimmt. Deshalb fladerten Gerüchte über eine Regierungskrise auf, übertrauen aussprechen wird. cine beabsichtigte Demission Bonnets. Innerhalb der Regierung scheinen diese Gegensäge überwunden zu sein. Mittwoch vormittags fand ein Kabinettsrat statt, über den berichtet wurde, daß er einmütig den Willen bekundet habe, die Finanzlage und den Franc zu ver teidigen. Damit sich das Parlament und die Bevölkerung diesem Werke anschließen, wurde beschlossen, daß der Ministerpräsident in der Kammer eine Erklärung an die Bevölkerung abgebe. In der Kammersitzung heftigen Wortgefechten zwischen der Nechten und der äußersten Linken. Chautemps kommt dann auf die neuerlich untersuchten Fälle dieſer Wühlarbeit und die wurde in der Stichwahl der bisher noch nicht be- erroristen zu sprechen. In der Kammer scßte Vizepräsidentenposten mit dem tommt es zu ommunistischen Fraktionsführer Duclos besetzt, dem in der Eröffnungsjißung am Dienstag eine Stimme gefehlt hatte. Er wurde mit der Mehrheit von 277 gegen 213 Stimmen Der Ministerpräsident ersucht die Kammer, ihn gewählt. Immerhin ist bemerkenswert, daß auch ruhig anzuhören. Er bedauert, daß sich unter so diesmal nicht die gesamte Voltsfront Disziplin ernsten Umständen teine Einmütigkeit in der Bilhielt, sondern viele Radikalſoziale sich der Stimme ligung der strengen. Bestrafung solcher Verbreenthielten.erriot hielt eine Eröffnungs- chen durch den Innenminister gefunden hat. Des ansprache, in der er Frankreichs Entschlossenheit halb erachtet es die Regierung für ihre Pflicht. betonte, an den Grundsäßen der Freiheit und des moralischen Wertes der Persönlichkeit festzuhal ten. oft von stürmischem Beifall Der radikale Klub, der unvers züglich nach der Unterbrechung der Sizung zusammentrat, billigte einmütig ohne Debatte die Erklä rung des Ministerpräsidenten sowie die Votierung des Vertrauens für die Regierung. Die kom munistische Partei beantragte, daß im Laufe der Nacht eine gemeinsame Sibung aller in! stlubs zusammentrete. reich und Ungarn ihre Beziehungen er bund einer neuerlichen Prüfung unterziehen müßten, wenn die Genfer Gesellschaft der Nationen den Charakter einer ideologischen Grup pierung" annehmen würde. Verlassen wollen also den Völferbund nicht, womit flar erwiesen ist, die beiden kleineren Partner des römischen Blocks daß Wien und Budapest nicht hundertprozentig dieselbe Außenpolitik machen wie Rom. Ebenso ist von einem Beitritt der beiden Donaustaaten zum Antikominternpalt Die Gruppen der Mitte, die abends zu eine Mede. In der Budapester Verlautbarung ers sammentraten, erflärten, daß sie die Verant flären Ungarn und Desterreich ihre Sympathien wortung für die gegenwärtige Situation a bs für den Palt und ihre Bereitwilligkeit, gegen den Tehnen und daher keinen Grdo haben, der Kommunismus zu kämpfen. Das ist für die Welt Regierung das Vertrauen aus uſprechen. Im feine Ueberraschung, denn kein Mensch in Europa Namen der Gruppen der Mitte sprach der ehe hat die Herren Schuschnigg und Daranyi im Vermalige Ministerpräsident I and in. Es scheint dacht gehabt, mit Stalin und Molotow zu symdaher, daß die Mehrheit der Angehörigen der Mitte pathisieren. Ebenso ist die Anerkennung Francos fich entweder der Stimme enthalten oder gegen die durch die beiden Länder bedeutungslos und wird Megierung stimmen werden. dem spanischen Rebellenführer sicher nicht über die Folgen der empfindlichen Niederlage, die er bei Teruel erlitt, hinweghelfen. unterbrochenen Stede ſpread) Miniſterpräfidem Vor einem chinesischen Gegenangriff Chautemps. 10.000 Tote in den Kämpfen um Tsinin Standrecht in Schanghai Chautemps' Rede endete mit der Aufforde rung an die einzelnen Parteien, vor allem an d': der Mehrheit, die Sißung zu unterbre Shanghai.( Reuter.) Die Chinesen| Direktors der Standard- Dil- Gesellschaft in Mit planen einen mächtigen Gegenangriff leidenschaft gezogen wurde. Ferner sollen das den, um darüber zu beraten, ob sie den von längs der Eisenbahn Tientsin- Hauptquartier der chinesischen Division und fünf Stabinett einstimmig gutgeheißenen Erklärungen des Ministerpräsidenten mit aller erforderlichen zwischen den zwei japanischen Heeressäulen beBufen, wo eine 230 Kilometer breite Lüde andere Häuser getroffen worden sein. Entschiedenheit zustimmen wollen oder nicht. steht, von denen die eine von Norden und die anDie Sißung wurde hierauf unterbrochen, dere von Süden in der Richtung auf Sutschau ohne daß die Zeit des Wiederbeginnes der Be- vorrücken. Marschall Tschanglaischer ist nach ratungen festgesetzt worden wäre. Sutschau abgeflogen, um die chinesischen Stellungen zu besichtigen. Die Chinesen wollen auch gegen Tsinin einen Gegenan griff unternehmen, das in vier Tagen dreimal aus den Händen der Chinesen in die der Japaner und folShanghai.( Reuter.) Ueber die chinesi sche Vorstadt Nanta o wurde das Standrecht verhängt. Den Anlaß zu dieser Maßnahme gab folgender Zwischenfall: 20 Diebe(?!) versuchten die Drahtverhaue zu überschreiten und wurden hiebei von japanischen Soldaten erschos= sen, da sie deren Anruf nicht beachteten. Die Krise ist somit noch nicht überwunden, es fann aber angenommen werden, daß die Regierung die von ihr geforderte Billigung der Parlamentsmehrheit erhält, so daß sie, gestützt auf das Vertrauen der Kammer, den Kampf gegen die Feinde der Währung, den Kampf gegen gegangen fein foll 115 ungefehrt. Dabei for: Die Schiffahrtssperre die Feinde der Republik führen kann. Die Rede Chautemps' Nicht einmal die Achse Rom- Berlin hat in Budapest neuen Glanz bekommen und die Verzögerung der Erklärung vom 12. Jänner scheint auf die Unzufriedenheit Deutschlands mit dem ersten Entwurf der geplanten Verlautbarung zurückzuführen sein. In Berlin wird man leine ungeteilte Freude über die öftere Verbrüderung Italiens mit Oesterreich und Ungarn empfinden, denn das Dritte Reich möchte seinen Einfluß an der Donau am liebsten mit niemandem teilen. Trotz aller Versicherungen, daß die Achse BerlinRom so fest sei wie die Erdachse, stoßen die Interessen der beiden faschistischen Staaten im Do nauraum immer wieder zusammen: eine geopo= litische Tatsache ersten Ranges, die den Gang der mitteleuropäischen Politit immer wieder beein flussen und die Ordnung im Donaubeden immer wieder bestimmen wird. Desterreich ist heute in der Lage, den deutsch- italienischen Gegensaz ausfunden haben. Die Chinesen haben, um diesen auf dem Jangtse heit zu gewinnen und eine geschickte Politik des nüßen zu fönnen, dadurch mehr Bewegungsfrei Abschnitt halten zu können, große Verstärkungen Shanghai.( Reuter.) Der Sprecher der ja Wiener Ballhausplayes, welche wirklich Destererhalten. Unterdessen greifen die von Osten längs panischen Botschaft erklärte, daß die britischen reichs Selbständigkeit will, wird dem Lande eine Ministerpräsident Chautemps jagte, daß die der Eisenbahn Tsinan- Tsingtan vorgehenden Schiffe und die Schiffe anderer neutraler Staa würdigere Stellung in Europa schaffen können. Finanzlage des Staates so beschaffen sei, japanischen Abteilungen Ka o mi, 100 Kilometer ten die Bewilligung der japanischen Auch für Ungarn liegen die Dinge so, daß sie nicht zu Befürchtungen von Tsingtau, an. berechtige. Das Staatsbudget ist heuer im die Lücke durchfahren wollen, welche die Japaner die ungarischen Staatsmänner erst von Deutsch Gleichgewicht, die Staatstaffe fann allen Schul in den chinesischen Sperren am Jangtse geschaffen land, dann von Italien die Erfüllung ihrer Revis denverbindlichkeiten gerecht werden. Die soziale Hanka u. Chinesische Frontmeldungen haben. Diese japanische Erklärung wird in fionswünsche erhofft haben, so denken Daranyi Unruhe, ihre systematische Uebertreibung und ihr berichten, daß Tsining, breißig Kilometer füd. Schanghai dahin ausgelegt, daß die Japaner und Kanya heute wohl nüchterner. Italien ist Mißbrauch haben leider ein Echo auf der Börse westlich von Jantschau, heute von den chinesischen wünschen, die Schiffahrt auf dem Jangtse will in der schwierigen Lage, sowohl zu Ungarn als und auf dem Devisenmarkt gefunden. Er fun Truppen zurückerobert worden sei. Die 3 a pa- fürlich bewilligen oder sperren zu können. Die auch nach dem Machtantritt Gogas zu Rumänien dene Gerüchte fündigten einen General- ner hätten dabei schwere Verluste er. britischen Schiffahrtsbehörden in ein gutes Verhältnis kommen zu wollen; weder Streit an. Der Ministerpräsident behandelte dann litten. Auch der japanische Vormarsch an der protestieren scharf gegen diese Forderung. kann es Ungarn bindende Zusicherungen geben, die verschiedenen A r beitskonflikte, in Lunghai- Bahn sei durch Entgegenwerfen chine- Das Reuterbüro erfährt aus glaubwürdiger ohne Rumänien zu gefährden, noch lann es den denen er selbst die Arbitrage- und Schiedssprüche fifcher Verstärkungen unter beiderseitigen schwe. Quelle, daß aus Tokio Inſtruktionen betreffend| Rumänen allzu heiße Liebeserklärungen machen, fällte. Ohne das menschliche Gefühl bei den Ar- ren Verlusten zum Stillstand gekommen, bzw. die vollständige Sperrung des Sangtse eingegan weil man sonst in Budapest schwer verstimmt wäre. beiterkonflikten außeracht zu lassen, werden wir feien die Japaner zurückgedrängt worden. gen seien, daß aber die lokalen japanischen Schiff So stößt Staliens Ausbreitungsdrang in Mittelnicht zulassen, daß die Interessen des Staates be fahrtsbehörden den Forderungen der britischen europa auf Schwierigkeiten, die in der Geographi droht werden. Das Parlament tündigt eine bal- Die Besetzung Tsingtaus Schiffahrtsgesellschaften entsprechen wollen. und Geschichte dieses Teiles von Europa gelegen noch durch Cianos Behendigkeit beseitigt werden ſind und die weder durch Mussolinis Kraftvorte, tönnen. Aehnliche Schwierigkeiten sind Italien im Verhältnis zu Desterreich erwachsen. Dieses Land versprach sich sehr viel von den Vorzugszöllen, die ihm von Italien versprochen worden waren; die drei Länder der Römerprotokolle sollten allmäh Tsinin zurückerobert Marine einholen m welche wenn sie daß es nicht der Vasall Italiens sein muß. Wenn " dige Sozialgefeßgebung und einen neuen Arbeits- Shanghai.( Savas.) Es wird gemeldet, daß foder an. Für die gewährten Schußmaßnahmen die japanischen Truppen nunmehr Die Belegung Mysterlöser Brand in Toklo müssen jedoch die arbeitenden Klassen alles aner- Tsingtaus beendet haben. Im Hafen von Tsingtau Tokio.( Havas.) In der Nacht auf Donfennen, was das Parlament für sie getan hat. antern etwa 30 japanische Schiffe, von denen etwa nerstag wurde das Gebäude des militärischen Ich erkläre mit Entschiedenheit, daß gewiffe zehn Schiffe für den Truppentransport eingerich- Generalinspektorates von einer Feuersbrunst er Lente, wenn sie bei der Störung der öffentlichen tet sind. Weiter wird gemeldet, daß bei einem faßt. Nur mit größter Anstrengung gelang es, Ordnung verharren, die Macht des Gesches Flugangriff auf den Hafen von sehr wichtige Dokumente zu retten. Die Ursache Soihu auf der Insel Hajnan auch das Haus des des Brandes ist nicht bekannt. treffen wird." (Seife 2 Freitag, 14. Jänner 1038 Nr. 11 lich ein einheitliches Wirtschaftsgebiet werden. Daraus ist nun nichts geworden: teils weil Italien au» politischen Gründen den Jugoslawen dieselben wirtschaftlichen Vorteile bieten will, teils deswegen, weil Italien eine autarkische Politik macht wie Deutschland und infolge seiner wirtschaftlichen Bedrängnis seine Einfuhr au» Oesterreich nicht steigern kann. Dieimmerschwie- rigere Wirtschaftslage der bei- bctt totalitären Großmächte vermindert ihre Anziehungskraft a u f d i e K l e i n e n^ Bei allen Sympathien für das Dritte Reich Ivird Herr Goga Herrn Hitler Weizen und Petroleum nicht umsonst liefern können und wird Valuten verlangen, die Deutschland nickt hat. Ebenso muß Oesterreich für seine Jn- dustriewaren einen Abfluß suchen; da Italien nicht zahlen will, muß cs nach anderen Kundschaften Ausschau halten. Die außenpolitische Expansion der Diktaturstaaten gcxät zwar langsam, aber unaufhaltsam in Widerspruch zu ihren wirtschaftlichen Kräften und bereitet so für die wirtschaftlich stärkeren Demokratien die Möglichkeit vor, verlorenes Terrain zurückzugewinnen. England und flrankreich müßten die Gelegenheit allerdings auSnühen und auch für di« Tschechoslowakei ergibt sich die Chance, daß die Neuordnung im Donauraum so erfolge, daß ihre Interessen dabei nicht zu kurz kommen. Die Außenpolitik der Demokratien dürst« sich dabei nicht nur in der Abwehr de» „DynamiSmuS" der faschistischen Staaten erschöpfen, sondern müßte planmäßig abzielen auf den Neuaufbau Europas in Frieden und Wohlstand. Noch ein weiterer Mord den Cagoulards zur Last gelegt Paris. Die staatliche Sicherheitspolizei hat zwei der vier Mörder der Brüder Roselli, Ja« k u b i e z und T e n a i l l e, in der Hand, die beide wegen Teilnahme an der umstürzlerischen Verschwörerbewegung im Gefängnis sitzen. Die zwei anderen, F i l l i o l und H u g u e t, sind fcstgestellt, sind aber flüchtig. Von den vier indirekten Teilnehmern wurden bereit» drei festgenommen, und zwar Puireux, Fauran und B o u v i e r. Dieser letztere macht eben Militärdienst in Constantine in Algier und hat zugegeben, damit betraut gewesen zu sein, die Brüder Roselli, die in der Normandie weilten, zu überwachen; er hat über deren Reisen auch Bericht erstattet. Der ältere Roselli war nämlich aus dem republikanischen Spanien zurückgekehrt und suchte in kleinen Bädern der Normandie Heilung. Sein jüngerer Bruder, der sich für die Politik nicht interessiert, war aus Italien zu ihm auf Besuch gekommen. Die staatliche Sicherheitspolizei ist überzeugt, dast dies« geheime Organisation auch an der Ermordung de» sowjetischen WirtschastSschriftstellerS R a w a s ch i n beteiligt war, dir vor einem Jahre, al» er im BotS de Boulogne spazieren ging, erfolgte und bisher unaufgeklärt blieb. Auf die direkte Spur der Mörder RoselliS führte die Polizei Ing. Locuty, der beim Verhör angab, daß ihm Ing. Metenier direkt die Teilnahme der geheimen Verschwörerorganisation an diesem Morde angedeutet habe. Noch drei Terroristen verhaftet Clermont Ferrand. Donnerstag mittags wurden in Clernwnt Ferrand drei weitere Personen verhaftet, und zwar der Handelsvertreter ! Roger Mandereau, der Handwerker A. F u st i e r und der Chauffeur der Michelinwerke I. Forrot. Sie werden der Aufbewahrung und der Beförderung von Waffen und des Handels mit ihnen beschuldigt. London zur Budapester Konferenz Kein italienischer Erfolg . London. Die Ergebnisie der Budapester Tagung der Staaten der römischen Protokolle werden von der britischen Morgenpresie nicht einheitlich besprochen. Die„TimeS" sehen bin wichtigste Tatsache in der Verlautbarung der bevorstehenden Anerkennung Francos durch Oesterreick und Ungarn. „Daily TelegraphS" Ueberschrift hingegen lautet, Oesterreich und Ungarn widerstehen Rom und verlassen nicht den Völkerbund. DaS Blatt hebt hervor, daß es trotz scharfem italienischem Druck nicht gelungen sei, Wien oder Budapest zum Austritt au» dem Völkerbund oder zum Beitritt in den Antikomintern-Pakt zu veranlassen.„Daily Expreß" sieht in dem Teil de» SchlußkommuniqutS, in Ivelchem die Haltung zum Völkerbund präzisiert wird, eine Warnuna an die Adresse von Genf.„News Chronicle" betitelt seine Meldung„Abrücken von Rom" und schreibt, e» sei klar, daß Oesterreich und Ungarn eine deutliche Tendenz zeigen, sich von der italienischen Bevormundung zu befreien. Wal Wien sagte Wien. In den Kommentaren der Morgenblätter zur Budapester Konferenz wird deren Ergebnis als ein österreichischer Erfolg dargestellt, der der klugen Führung des Bunde»« kanzler» Schuschnigg zuzuschrciben ist. Die Freundschaft der drei europäischen Staaten biete eine Gewähr für eine gedeihliche Entwicklung und für die Festigung der Friedensfront, zumal das in Budapest unterzeichnete diplomatische Instrument mit einem vollen Bekenntnis zur Zusammenarbeit mit allen Staaten auch auf wirtschaftlichem Gebiete schließt. Da» Interesse Italien» an den Vorgängen in Mitteleuropa und im Donauraum ist keineSwcg^übgeschwächt, sondern eher intensiviert, eine Tatsache, mit der sich auch die Um- ivelt wird abiinden müssen. Immer wieder Schonzeit für Nazis Wien. Die Mehrzahl der nationalsozialistischen Demonstranten, die am Dienstag bei den monarchistischen Versammlungen verhaftet wurden, wurde auf freien Fuß gesetzt. In Haft verblieben bloß 43 Personen, gegen die ein Strafverfahren wegen Störung der öffentlichen Ordnung und wegen Gewalttätigkeiten gegen die Po« l zeiorgane eingeleitet werden wird. Tschechische Sozialdemokratie völlig hinter Dr. Derer Donnerstag fand eine Sitzung de» Zentral« Exekutivkomitees der tschechoslowakischen sozialdemokratischen Arbeiterpartei statt. Der Partei- vorsitzende, Abg. H a m p I, eröffnete mit einem Bericht über die inner« und außenpolitischen Ereignisse, insbesondere erläuterte er die Hintergründe der Pressepolemil, die sich in den ersten Jännertagen entwickelte, und erklärte unter der Zustimmung aller Mitglieder des Vorstandes, die Tschechoslowakische sozialdemokratische Arbeiterpartei bestehe darauf, daß keine Koalitionspartei da» gleiche Ressort in der Regierung durch ihr Mitglied länger al» eine Wahlperiode verwalten solle. Er erinnerte daran, daß die ganze demokratische Oeffentlichkeit unserer Republik dem Justizminister Dr. Döre r dafür dankbar gewesen sei, daß er im Abgeordnetenhause so energisch gegen da» dem Staate schädliche Vorgehen de» Abgeordneten S i d o r ausgetreten ist, sowie gegen jenen Teil der Ludovä strana, der ihn unterstützt. Unter dem Beifall aller Mitglieder des Vorstände» betonte Abg. Hampl, der Vorstand der Tschechoslowakischen sozialdemokratischen Arbeiterpartei weise alle Angriffe auf den Justizminister Dr. Dörcr energisch zurück und billige Därerü Vorgehen völlig. lieber sozial-wirtschaftliche Angelegenheiten berichtete Minister Ing. N e L a», der bemerkte, daß der Streit um die M i l ch p r e i s e nicht so gelöst werden dürfe, daß die Verbraucher geschädigt würden. Man müsse die verläßliche Feststellung der KaUulation sowohl der Landwirte al» auch insbesondere der Molkereien fortsehen. Die Pasteurisierung müsse in Hinkunft natürlich nur nnobligatorisch sein. Da» Zementkartell strebe eine Erhöhung der Zementpreise an, durch welche die Baubewegung gebremst und die Arbeitslosigkeit erhöht werden würde. Weil aber diese Erhöhung wirtschaftlich nicht begründet ist, werden sich mit der Angelegenheit die Behörden befassen und eine Erhöhung der Zementpreise nicht zulassen. Er behandelte sodann einige internationale Angelegenheiten, besonder» den B a n Zeeland-Plan, und verwies darauf, daß die Tschechoslowakei vorsichtig bandeln müsse, nm ihre sich bessernde internationale wirtschaftliche Lage nicht zu schädigen. Minister Dr. D ö r e r besprach eingehend die gegenwärtigen politischen Strömungen in der Slowakei und erklärte die Hintergründe einiger politischer und journalistischer Ereignisse dep letzten Zeit in der Slowakei. Warum sich StojadlnovIC nicht In Prag aufhäit Au» Berlin wird dem DND berichtet: Der Umstand, daß der jugoslawische Ministerpräsident Stojadinoviä nach Berlin ohne Berührung Prags reist, scheint in der Tschechoslowakei Aufmerksamkeit gefunden zu haben, zumal vorher gerüchtweise verlautete, daß Stojadinovic diese Reise auch mit einem Besuche Prags verbinden werde, was bei den freundschaftlichen Beziehungen zwischen Prag und Belgrad nur verständlich | wäre. Wenn Stojadinoviö diesen Besuch dennoch i unterläßt, so gibt die» Anlaß, daran zu erinnern. I daß auch seinerzeit beim Besuche Mussolinis bei Hitler der italienische Staatschef unterwegs keine Aussprache mit dem Bundeskanzler Schuschnigg hatte. Der Grund dafür war der gleiche wie im Falle der Reise Stojadinovit», daß es nämlich In Berlin nicht gerne gesehen wird, wenn ein Staatsmann einen Besuch bei Hitler, der i? nicht nur Reichskanzler, sondern auch deutsches Staatsoberhaupt ist, mit Konferenzen oder Aussprachen unterwegck verbindet. Da» ist für die Festlegung der Reiseroute de» jugoslowischen Ministerpräsi« deuten ohne Berithrung Prags eine sehr einfach: Erklärung, die zu keinerlei Vermutungen Anlaß gibt. Stojadinovlö und Deutschland Berlin.. StojadinoviL hat der Zeitschrift „Volk und Reich" einen Artikel zur Verfügung gestellt, in welchem er die Gesichtspunkte zusam« menfaht, unter denen er zu seiner Reise nach Deutschland rüstet, und n. a. sagt: „Wir sind uns immer der Tatsache beivußt, daß Deutschland im Donauraum eine entscheidende Rolle spielt und daß keine Lösung der sogenannten Donauraumfragen ohne die Mitwirkung Deutschlands möglich ist. Die deutsche Politik hat ihrerseits stets ein volles Verständnis für die Bedürfnisse und Interessen Jugoslawien» bewiesen,— und die Unabhängigkeit unserer Außenpolitik, die sich immer nur an unseren eigenen Interessen ausrichten kann, stet» in vollem Umfange gewürdigt. Auf dieser Grundlage haben sich die jugoslawisch-deutschen Beziehungen auch auf politischem Gebiet ungetrübt freundschaftlich gestaltet. Der Prästdent der Republik empfing ain Donnerstag den außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Spaniens L. I. de A s u a. Ferner empfing der Präsident den Brigadegeneral S i p e k und den Brigadegeneral V i e st. Schließlich empfing der Präsident der Republik Deputationen mehrerer Gemeinden, die ihm Ehrenbürgerschaftsdiplome überreichten. Aufrollung der Irischen Frage London. Die bevorstehende britisch-irischen Verhandlungen scheinen zu einer Aufrollung d:S gesamten irischen Problems zu führen, wobei beide Teile auch in eine Ueberprüfung der Lage in Nordirland eingewilligt haben dürften. So Ivird in Londoner politischen Kreisen die Nachricht von der Auflösung deü Parlament» in Ulster aufgefaßt, dessen Neuwahl am 9. Feber stattfin« det.. Der Ministerpräsident von.Ulster gao zu d:r Bekanntgabe der Parlamentöauflösung und der Ausschreibung von Neuwahlen eine Erklärung ab, in der es u. a. heißt: Angesichts der kürzlichen Darlegung De Valera», derznfolge dies-.r beabsichtigt, auch die Frage der Teilung Irland S in den künftigen Gesprächen mit der britischen Regierung aufzuwerfen, halte ich e» für notwendig, die Stellung Ulster» vollständig klarzulegen. Seit ich mich im Amt befinde, haben alle Teile der Bevölkerung ihre loyale Solidarität in dieser Frage von grundsätzlichster Bedeutung zum Ausdruck gebracht. Nun ergibt sich die Gelegrp« beit, die Bevölkerung selbst anfzufordern. ihr Votum abzugebcn, über dessen Ausfall ich keinen Zweifel hege. Die Auflösung des nordirischen Parlament? ivar für den Mai erwartet worden. 4 Der Mann vstne^eunssen Von Jack London (Copyright by Unlver*tUi-V«rU< durch Dr. PrUger-PreMedlenat. Wien). Dav blaue Licht erlosch, entweder weil e» angebrannt, oder weil es entzwei gegangen war. Al» sie sich auf einem glatten Wellnekamm hob, dreht« Duncan sich um und sah nach der„Samoset", die sich als ein undeutlicher Fleck in der Dunkelheit abzeichnete. Er sah kein Licht, hörte aber einen wilden Lärm. Und er hörte die Stimme Kapitän Dettmar», die da» Geschrei der anderen übertönte. „Ich muß sagen, daß er sich Zeit laßt", brummte Duncan.„Warum giekt er nicht? Na, jetzt kommen sie." Sie konnten hören, wie die Blöcke de» Baume» klapperten, al» da» Segel sich lockerte. „Da» war das Großsegel", murmelte er. „Er giekt nach Backbord, obwohl ich Steuerbord sagte." Sie hoben sich wieder auf einer Woge, immer wieder, und endlich sahen sie in der Ferne die grüne Steuerbordlaterne der„Samoset". Aber statt gerade vor ihnen zu bleiben, wa» gezeigt hätte, daß die Jacht auf sie zukam, begann das Licht quer durch ihr Gesichtsfeld zu gleiten. Duncan fluchte.„Warum hält der Esel dort hinüber?" fragte er.„Er hat doch seinen Kompaß und weiß, wo wir zu finhen sind." Aber da» grüne Licht, da» einzige, wa» sie sehen konnten, und auch da» nur, wenn sie sich auf einem Wogenkamm befanden, entfemte sich immer Welter von ihnen luvwärt» und wurde schwächer und schwächer. Duncan rief mehrmals laut, und dazwischen konnten sie jedesmal ganz schwach die Stimme Kapitän Dettmar» hären, der Befehle erteilte.. „Wie soll er mich auch bei dem Lärm hören können!" meinte Duncan. „DaS tut er nur, damit die Leute dich nicht hören", lautete Minnie» Antwort. In dem ruhigen Ton, womit sie das sagte, Ivar etwas, das die Aufmerksamkeit ihre» Manne» erregte..Wie meinst du daS?" „Ich meine, daß er gar nicht versucht, un» zu finden", fuhr sie in demselben ruhigen Ton fort.„Er hat mich über Bord geworfen." „Du irrst dich da nicht?" „Wie sollte Ich? Ich stand am Großstag und hielt Ausschau, ob wir mehr Regen bekommen tvürden. Er muß da» Rad verlassen und sich hinter mich geschlichen haben. Ich hielt mich mit einer Hand am Stag fest. Da riß er von hinten meine Hand ko» und warf mich über Bord. Schade, daß du da» nicht wußtest— dann wärst du an Bord geblieben." Duncan stöhnte, sagt« aber mehrere Minuten nicht». DaS grüne Licht änderte jetzt seine Richtung. «Sie sind überStag gegangen", erklärte er. «Du hast recht. Er umgeht un» mit voller Ueber« legung und hält luvwärts. Dort kann man mich nicht hören. Aber ich will e» doch noch mal versuchen." Er rief laut mit minutenlangen Pausen. DaS grüne Licht verschwand, statt dessen erschien da» rote und zeigte, daß die Jacht abermals über Stag gegangen war. .Minnie", sagte er schließlich,„eS tut mir leid, daß ich eS sagen muh, aber du hast einen Dummkopf geheiratet. Nur ein Dummkopf konnte über Bord springen, wie ich eS getan habe." .Welche Chance habt» wir, hier aufgelesen zu werden... von irgendeinem'andern Schiff, meine ich?" fragte sie. „vielleicht«ine von zehntausend oder von zehn Milliarden. Weder Passagierschiffe noch Frachtdampfer befahren diesen Teil de» Ozean». Und Walfänger, die in der Südsee herumgondeln, gibt e» auch nicht. Vielleicht kommt mal ein Han« delsschoner von Tuttuwanga vorbei. Aber ich weiß zufällig, daß die Insel nur einmal jährlich angelaufen wird. Unsere Chance ist ein» zu einer Million." .Und mit dieser Chance müssen wir eben rechnen", erwiderte sie tapfer. .Du bist prachtvoll!",Er hob ihre Hand an seine Lippen..Und da hat Tante Elisabeth sich noch gewundert, was ich an dir fand! Natürlich rechnen wir mit dieser Chance. Und eS wird klappen. Anders ist es ganz undenkbar. Jetzt lassen wir die hier fahren." Er löste die schwere Pistol« vom Gürtel und ließ sie ins Wasser fallen. Den Gürtel behielt er jedoch. »Jetzt kriechst du in die Boje hinein und schläfst«in bißchen. Tauch mal unter." Sie tauchte gehorsam und kam innerhalb des schwimmenden Kreises wieder an die Oberfläche, Er band sie an den StropS fest und schnallte den Pistolengürtel um eine Schulter und die Außenseite der Boje. »Wir können un» noch den ganzen Tag und morgen halten", sagte er.»Gott sei Dank ist das Wasser warm. Die ersten vierundzwanzig Stunden wird e» nicht schlimm werden. Und wenn sie uns bis zum Abend nicht herauSgeholt haben, müssen wir eben noch einen Tag durchhalten, das ist alles." Eine halbe Stunde lang schwiegen sie. Duncan hatte den Kopf auf den Arm gelegt, der auf der Boje ruhte, und schien zu schlafen. „Boyd?" sagte Minnie leise. »Ich dachte, du schliefest", brummte ex. »Boyd, wenn wir nicht lebendig davonkommen—" »Halt den Mund", unterbrach er sie nicht gerade höflich.„Natürlich kommen wir davon. Da ist gar kein Zweifel. Irgendwo auf dem Ozean steuert in diesem Augenblick ein Schiff gerade auf un» lo». Warte nur ab. Dennoch hätte ich nicht» dagegen, daß mein Gehirn mit Radioeinrichtung versehen wäre. Und jetzt will ich schlafen, selbst wenn du nicht willst." Aber diesmal narrte der Schlaf ihn. Nach einer Stunde merkte er, wie Minnie sich bewegte und wach war. »Sag' mal, weißt du, was ich gerade gedacht habe?" fragte sie.„Nein. WaS denn?" „Daß ich dir frohe Weihnachten wünschen möchte." „Donnerwetter, da» hatte ich ganz vergessen. Richtig. eS ist ja Weihnachten heute. Und wir werden noch manches Weihnachten erleben. Aber weißt du, was ich denke? Daß eS eine Schande ist, daß wir um unser Weihnachtsessen kommen. Aber warte nur, bis ich Dettmar in die Finger kriege! Der soll WaS erleben. Und nicht mit einem eisernen Belegnagel. Nur mit zwei Fäusten, das ist aUeS." Trotz diesen scherzhaften Bemerkungen hatte Boyd Duncan nur wenig Hoffnung. Er wußte sehr gut, was eS hieß, eine Chance auf eine Million zu haben, und er war ziemlich sicher, daß seine Frau nicht mehr viele Stunden zu leben hatte— Stunden, die notgedrungen düster und schrecklich in ihrer Tragik werden mußten. Die Tropensonne ging an einem wolkenlosen Himmel auf. Nichts war zu sehen. Die„Samoset" befand sich hinter dem Horizont. Als die Sonne höher, stieg, zerriß Duncan seine Pyjamahosen in zwei Stücke und machte zwei primitive Turbane darau». In Seewasser getaucht, wehrten sie die Hitze ab. „Wenn ich an das Mittagessen denke, werde ich wahrhaftig wütend", erklärte er, als er einen ängstlichen Ausdruck in das Gesicht seiner Frau kommen sah.„Und ich möchte, daß du dabei bist, wenn ich mit Dettmar abrechne. Ich bin immer dagegen gewesen, daß Frauen dabei sind, wenn Blut vergossen wird, aber diesmal liegt die Sache anders. Er soll feine Keile kriegen." ^Schluß folgt.)! Nr. 11 Seite 8 Freitag, 14. Jänner 1038 SudtteMituischte Wird Konrad Henlein rieh einem tchweizeritchen Gericht stellen? Eine bedeutsame tschechische Pressestimme Dir haben bereit» über die Meldungen, paß Konrad Henlein bei seinen Auslandsreisen leine Devisen von der Nationalbank bekommen hat, berichtet, wodurch also die Frage entstanden ist, woher der Führer der SdP dal Geld für seine Ausflüge in die Schweiz und noch England genommen hat. Ebenso haben wir der Oefsentlichkeit Mitteilung von den Nachrichten der Basler„A-Z Arbeiterzeitung" vom 0. Männer 1088, die behauptet hatte, daß über Anordnung des deutschen Reichsminister» Rudolf Heß zweimal größere Beträge tschechoslowakischer Banknoten in die Tschechoslowakei gegangen sind, welche für Konrad Henlein und die TdP bestimmt waren. Die„Pkitomnost" nimmt nun diese Nachrichten zum Anlaß der nachfolgenden Erörterung: „Daü Devisenvergehen Konrad Henlein» ist unbestreitbar. E» ist dies eine sür den Führer einer großen Partei wie der SdP zwar sehr peinliche Angelegenheit, aber schließlich geht sie doch vor allem unsere Finanzämter an und niemanden anderen. Die ziveite Beschuldigung aber hat eine internationale Bedeutung, weil gerade die deutsche Propaganda die politischen Fragen uuserer Deutschen auf ein internationales Forum übertragen hat. Wenn in Deutschland ein deutscher Staatsbürger Selb von irgend einem Funktionär einefremden Staate» angenommen hätte, eine» Staates, der zufällig nicht Mitglied de» Anti- kominternpakte» läng» der Achse Berlin—Rom— Tokio ist. z. B. von Holland oder von irgendeinem der nordischen Staaten, um nicht gerade die Tschechoslowakei zu nennen» käme er vor da» BolkSgericht und eine» Tages würden Wir den offiziellen deutschen Bericht lesen, daß X. y., welcher an dem und dem Tage vom BolkSgericht wegen Landesverräte» verurteilt wurde, früh im Hofe de» Gefängnisses Plötzensee hingerichtet tumbe. Gerade bei den letzten drei politischen Hinrichtungen begleitete da» Reichspropagandaministerium seine kurze Nachricht mit der Mitteilung, daß der letzte der Hingerichteten Beziehungen zu seinem reichen Onkel im Ausland angelnüpst und von ihm Geld für dem Au»land überbrachte Nachrichten angenommen habe. ES handelte sich nicht um da» feindliche Ausland, sa nicht einmal um die SSSR, weil es dort bekanntlich reiche Onkel nicht gibt! Die Demokratie richtet zwar ihre Politischen Gegner nicht mit dem Beil hin,— darin liegt einer der Unterschiede zwischen der demokratischen und der autoritären Justiz, aber dennoch kann sie eine so ernste internationale Beschuldigung nicht schweigend und ohne gründliche Untersuchung übergehen. Niemand will nach dem Staatsanwalt rufen, da Konrad Henlein die Möglichkeit hat, seine bürgerliche Ehre selbst zu verteidigen. Sicherlich würde wegen einer Beschuldigung so ernsten Eharakterü eine Untersuchung wegen einer Gefällsstrafe, welche mit einer Niederschlagung de» Verfahrens und Bezahlung einer Buhe endigen würde, nicht genügen. Der schlveizerische Angriff auf die bürgerliche Ehre Konrad Henlein» wurde vor der internationalen Oesfentlichkeit durchgeführt, wa» schließlich den Interessen der SdP entspricht, so daß die Frage, ob ein führender Politiker, der Führer einer großen Partei, die 1^ Millionen deutscher Wähler in der Tschechoslowakei repräsentiert, Geld von einer fremden Regierung genommen hat, nicht nur eine Frage de» inneren Prestiges der Tschechoslowakei ist, sondern eine internationaleFrage. An der Beantwortung dieser Frage haben die Kleine Entente, Frankreich, England, die SSSR, heute sogar die Bereinigten Staaten und die übrigen Mitglieder der Friedensgemeinschaft das gleiche Interesse wie wir. Wenn einem tschechischen Politiker nachge« wiesen würde, daß er Geld von einer fremden Regierung genommen hat, sei es auch eine» verbündeten oder befreundeten Staates, dann würde er augenblicklich aus unserem öffentlichen Leben verschwinden und da» weitere wäre Sache der Staatsanwaltschaft. Niemand kann fordern, daß die öffentliche Meinung zu Konrad Henlein nachsichtiger sei. alS sie es tschechischen Persönlichkeiten gegenüber war. Konrad Henlein muh daS BaslerBlatt„A«Z. Arbeiterzei« tung"klagenundvoreinemunpar« teiischen SchweizerGericht seine Unschuld nach weisen. Er hat Gelegenheit, vor der internationalen Oeffentlichkeit zu sprechen, an deren Unparteilichkeit nicht die geringsten Zweifel bestehen. E» ist ihm wirklich gelungen, seinen Streit vor ein fremdes, sogar Schweizer Gericht zu bekommen, über dessen Unvoreingenommenheit nicht die kleinsten Zweifel mögliche sind. Die tschechoslowakische Gesandtschaft in Bern wird Konrad Henlein gewiß jede denk bare Unterstützung gewähren, damit er seine bürgerliche Ehre vor dem Basler Gericht verteidigen kann. Wir in der Tschechoslowakei müssen da» Ergebnis dieser Klage abwacten. Die Staatsanwaltschaft wird gewiß fordern, daß Konrad Henlein vor Ablauf der schweizerischen BerjährungS« rist nachweist, daß er die Klage gegen daS Schlveizer Blatt wegen Ehrenbeleidigung eingebracht hat. Wenn Konrad Henlein in der bestimmten Zeit nicht nachweisen könnte, daß er wenigsten» den Versuch, sich zu verteidigen, gemacht hat, dann wäre der Verdacht begründet, daß die Nachricht de» Schweizer Blatte» richtig ist. Solange an dem Führer einer Partei, die keine Parteidemokratie kennt, die auf der blinden Disziplin und dem Gehorsam gegen den Führer errichtet ist. ein so schwerer Verdacht klebt, ist e» nicht möglich, mit dieser Partei zu verhandeln, sa nicht einmal über ein Verhandeln mit ihr Erwägungen anzustellen. Einmal umgekehrt! Die„Zeit" bringt im Fettdruck folgenden Bericht der«Sudetendeutschen Pressebriefe" au» Letschen: Der seit elf Jahren beim Oberbau der tschechoslowakischen Eisenbahnstrecke Letschen« Großpriesen beschäftigte Willi Beck, Tetschen. wurde am 8. Jänner 1088 fristlos aus dem Dienst entlassen. Beck hat sofort gegen die Entlassung beim Oberbaurat in Lelt- meritz Einspruch erhoben. Dieser erklärte ihm jedoch, daß er sür ihn«prinzipiell keine Arbeit mehr" habe. Die fristlose Entlassung sei nicht deshalb erfolgt, weil keine Arbeit für Beck mehr gewesen sei, sondern weil Beck Mitgliedder Sudetendeutschen Partei sei und daraus kein Hehl gemacht habe. Die» beweise auch, daß man ihm schon früher einmal nahegelegt habe, au» der SdP auszutreten, weil er «sonst einmal die Konsequenzen ziehen" müsse. Heimkehr aus dem Dritten Reich Der Kamerad A. Th. au» Lobositz, von Beruf Tischler, nach der Auflösung der Nazipartei ein eifriger Henleinmann, versuchte sein Glück im Dritten Reiche, wo dem Volke bekanntlich Kraft durch Freude verheißen wird. Er wanderte hin und her im Lande de» großen Führers und wie» sich mit der Mitgliedskarte der Partei de» kleineren Führers au», aber e» war alle» vergeben»; e» gab keine Arbeit für den SdP-Kameraden. Enttäuscht verließ er da» Dritte Reich und suchte seine Berwandteit in Oesterreich auf. Ein zweiter strammer SdP-Mann, von Beruf Friseur, ebenfalls aus Lobositz, verkaufte vor einigen Monaten feine Wohnungseinrichtung und machte sich ebenfalls auf die Wanderschaft nach dem Dritten Reich, um dort das Heil zu finden, von dem hier soviel geredet wird. Aber es gab für ihn im Dritten Reich nicht» zu rasieren und so blieb ihm schließlich nicht» anderes übrig, als wieder das Land seiner Väter aufzusuchen. Hoffentlich sind beide durch diese Erfahrung von der Hitlerei geheilt worden. Ole neu» Leitung der Prager„Urania“ DaS Präsidium de» Volksbildungsverein«:» «Urania" hat in seiner Sitzung vom 18. Jänner beschlossen, Herrn Direktor Alfred Scholz zum geschäftsführenden Vorstandsmitglied und Herrn Dr. Emil Franze! zum L e i t e r zu bestellen. Bessere Wirtschaft — geringere KrlminalitMt Au» Eger wird das erfreuliche Zeichen gemeldet, daß im dortigen Gebiet im Laufe de» letzten Jahres gegenüber den vorhergegangenen Jahren die Verbrechen zurückgegangen sind. Die Gendarmerie-Fahndungsstation Eger untersuchte im vergangenen Jahre 282 verschiedene Straftaten, davon elf Einbrüche und nur einen Mord. Deutsche Universität erbt 400.000 Krone». DaS kürzlich in Prag verstorbene Fräulein Leo« poldine Ullmanii, eine ehemalige Opernsängerin, hat die rechts« und staat-wissenschaftliche Fakultät der Deutschen Universität in Prag zur Universalerbin ihres Vermögen» eingesetzt. Es beträgt rund 400.000 Kd. Die Fakultät ist nach dem Wunsch der Erblasserin verpflichtet, an» dem Betrag eine Stiftung für Hochschüler zu errichten. Jeder Stiftling erhält jährlich 4000 XL; demnach sind unter Zugrundelegung de» gegenwärtigen Zinsfüße» und nach Abzug der Erbge- bühren 8 bi» 4 Stiftplätze in jedem Jahr zu vergeben. Leopoldine Ullmann war die Tochter des 1901 verstorbenen ordentlichen Professors des zivilgerlchtlichen Verfahrens und de» Handelsrechts an der Deutschen Universität in Prag. Adalbert Stifter-Feier. Der Klub„Die Tat" veranstaltet aus Anlaß des 70. Todestages Adalbert Stifter» Sonntag, den 30. Jänner eine Matinke mit künstlerischem Programm, in deren Rahmen der sudetendeutsche Dichter Josef Mühlberger die Gedächtnisrede halten wird. Die Feier wird als Bekenntnis der sudetendeutschen demokratischen Kreise Prag» zum Werke Adalbert Stifter» begangen werden. Jägerndorfer Bankier wegen Betrug» verhaftet. Der Inhaber de» Jägerndorfer Bankhauses Goldberger, Oskar Goldberger, und seine Ehefrau Ida wurden Samstag in Jägerndorf verhaftet und dem Troppauer Kreisgericht eingeliefert. Die Verhaftung erfolgte auf Anzeige einiger Mitglieder de» Äläubigerau»« schusse» unter dem Verdachte de» Betrüge» und der betrügerischen Krida und erregte in Jäqern- dorf großes Aufsehen. Durch den Zusammenbruch de» Bankhauses Goldberger sind eine große Zahl von Kleinsparern betroffen worden. Der GläubigerauSschuß hat auf Grund de» Ueberein« kommens vom 10. Dezember 1987 die Geschäftsführung des Bankhauses übernommen. Deutscher BezirkShauptmann in Tepl. Der Innenminister hat den BezirkShauptmannstellver- treter in Dux, Rat der politischen Verwaltung Ferdinand Kaltofen, einen Deutschen, zum BezirkShauptmann in Tepl ernannt. Uriel an den Zeibniegel Ein alter Teplitzer Leser schreibt uns: Dieser Tage bekam ich die»Rund* schau” zu Gesicht und mußte herzlich lachen, als ich unter den vielen Photos verdienstvoller Bezirksführer auch das des Brünner Führers Ing. Karl Folta erblickte. Ich mußte lachen, weil es mich an einen Brief erinnerte, den ich von diesem Volksgenossen vor etwa vier Jahren erhalten hatte, in welchem er sich um meine Protektion bei der sozialdemokratischen Partei bewarb. Er berief«ich darauf, daß er der Bohn eines Freundes von mir sei, eines alten, bewährten Parteigenossen, um dessentwillen ich ihm Sei der Erlangung einer BteUe in Teplitz behilflich sein und daß ich auch beim Minister Dr. Czech für ihn ein empfehlendes Wort einlegen möge. Ich habe seinem Wunsche allerdings nicht entsprochen, was ihn offenbar so verdrossen hat, daß er sich sofort oder etwas später auf das andere Pferd setzte und in den teutonischen Gemeinnutz hineinriß. Und siehe da, doch hat er es in kurzer Zeit so herrlich weit gebracht, wie es ihm in der sozialdemokratischen Partei wahrscheinlich nie gelungen wäre. Aber trotz Allem wird ihm seine Gefolgschaft aufs Wort Glauben schenken, wenn er ihr in all den bei der SdP. bewährten Variationen vordeklamie- ren wird.* Gemeinnutz geht vor Eigennutzl Die Lehre von Teruel: „Der Amboß wird zum Hammer!“ Ein Artikel des Generalstabes der Volksarmee Barcelona. sAg. Esp.) Unter dem Titel „Der Amboß wird zum Hammer" veröffentlicht der Generalstab der Landarmee einen Artikel, dem wir folgende Abschnitte entnehmen: „Man kann heute schon in großen Linien die Gesamtheit jener Operationen aufzeigen, die dereinst bekannt sein werden unter dem Namen „DaS Manöver von Teruel". Es begann mit einer plötzlichen Aktion, die von den Republika« nern wohlvorbereitet war, die in sechs Togen den Feind überraschte, zerbrach, ihn" isolierten und umzingelten und eine defensive Front bildeten gegen die voraussichtlich eintreffenden Verstärkungen, und sich den Einzug in die Stadt erzwangen. Im Innern von Teruel, da» unser war. blieben einige Tausend Soldaten und Zivilisten zurück, die aus Furcht vor Repressalien sich nichr ergeben tvollten. Ihre Chefs, Rey d'Hancourt und Barba, erhielten vom General Aranda durch Radio den Auftrag, zu widerstehen und sie widerstanden, ohne eine Sekunde Mitleid zu empfinden mit den Greisen, den Frauen und Kinder, die sie in ihren Zufluchtsstätten eingeschlossen hielten und die dort vor Hunger und Durst umkamen. Zweite Phase: Franco entschließt sich, größere Mittel anzuwenden: Dieser Entschluß kommt ihm teuer zu stehen, denn er bedeutet dir Verschiebung sine diae(auf ewig) seiner„unwiderstehlichen" Offensivpläne. Logischerweise hätte er wie bei Belchite vorgehen müssen, d. h. er hätte den Schlag hinnehmen, sich als ruhiger Verlierer zeigen, seine Linien verstärken und die weitere Vorbereitung seines Planes fortsetzen müssen. Ein Chef, der darauf aus ist, seine Stoß' truppen zu erhalten, der mit dem Blut der Seinen sparsam umgehen muß, der fähig ist. sich aus der Anekdote zu erheben, so dramatisch sie auch in der allgemeinen Konzeption des Krieges fein mag, hätte vom 22. oder 28. Dezember an auf die weitere Fortführung der Schlacht von Teruel verzichtet. Aber Franco war gezwungen, sich zu Bede In Berlin Berlin. Der polnische Außenminister Beck ist Donnerstag früh auf der Durchreise nach Genf in Berlin eingetrofscn. Er Ivird in Berlin Unterredungen mit Staatsmännern des Dritten, Reiches haben. Die polnische Presse bemerkt hiezu, daß Minister Beck in Genf mit den Staatsmännern vieler Länder sprechen werde, keineswegs aber mit Vertretern Deutschlands, das ja dem Völkerbund längst nicht mehr angehört. Bon diesem Gesichtspunkt au» gesehen, würden eben die Berliner Beratungen die Ergänzung der Genfer Verhandlungen darstellen. Heue Schießerei In Palästina Jerusalem. Unweit von Hebron kam es am Donnerstag morgen» zu einem schweren Feuer« g e f e ch t' zwischen einer britischen Polizeipatrouille und bewaffneten Arabern. Die Polizisten hatten ein AraberhauS umstellt, in dem sich vier be schlagen— für die ausländische Galerie. Er mobilisierte fast die Gesamtheit seiner Flugwaffe, riesige Massen von Artillerie, ganze Regimenter von Tanks und besonders jene Einheiten, die seine Spihentruppe darstellen: Marokkaner, Legionäre, RequeteS. Zivilgarde, unterstützt von italienischen Kräften, stürmten vor gegen unsere Linien bei Teruel. Im Anfang errangen sie einige nicht unerhebliche Vorteile und gelangten bis Concud und San Bla», auch konnten sie auf La Muela de Teruel einige Geschütze ausstellen. Aber dem brutalen Druck der Rebellen entsprach eine energische Aktion der Republikaner. Unsere Reserven wurden eingesetzt, hielten den Gegner in der Flanke auf und machten auf der anderen einen Gegenangriff. Der Krieg wird ander» werden, weil wir nicht mehr Amboß, sondern Hammer sind und wir werden hart und fest zuschlagen mit unerschütterlicher Energie, ohne eine Stunde Waffenruhe." Franco-Soldaten desertieren Gibraltar. Da sich die Desertionen bei den Aufständischen-Truppen gehäuft haben, ist nunmehr eine Abteilung Franco-Kavallerie i n d a» ne u tr a le G eb iel entsandt worden. Ferner sind die Küstcnwachen in den Häfen Tarifa, Algeciras und Lalinea ver stärkt und dort auch einige Maschinengewehre aufgestellt worden. Vie Evakuierung Madrids Madrid.(Ag. Esp.) Unserem Korrespondenten gegenüber begründete der Zivilgouverneur der Hauptstadt ihre Räumung von dec Zivilbevölkerung damit, daß die Verpflegung erleichtert werden müsse. Es müsse verhindert werden, daß mehr Flüchtlinge aus der Umgebung in die Stadt kommen, als Leute aus ihr fortziehen, wie da» schon vorgelommen ist. Zahlreiche Wagen stehen schon bereit, um die Räumung zu beschleu« nigen. Die Ausführungsbestimmungen werden nach Veröffentlichung des betr. Dekretes der Re« l gierung erscheinen. waffnete Araber befanden. Da die Araber die Ueber» gabe verweigerten, entstand ein Kugelwechsel, in dessen Verlaus ein englischer Polizist und ein Araber verwundet und ein Araber getötet wurden. Zwei Araber konnten enttonnnen. Die Polizei, durch Militär verstärkt, verfolgt unter Einsatz von Kanipf- wagen und Flugzeugen die Flüchtlinge. USA rüstet weiter Waschington. Der Vizepräsident für die Kriegsmarine Charles Edison erklärte nach einer Beratung, die er mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten Roosevelt hatte: Der Präsident der Vereinigten Staaten wird ein Zusatzprogramm der neuen Marinebauten empfehlen. ES ist sehr wahrscheinlich, daß dieses Programm den Bmi weiterer Schlachtschiffe und HilfSschifse der Kriegsmarine umfassen Wird. Edison fügte hinzu, dieses Programm werde durchgeführt, um der Kriegsmarine der Bereinigten Staaten das bisher nicht vorhandene angemessene Gleichgewicht zu sichern. Scite 4 Freitag, 14. Jänner 1938 Nr. 11 Jagesneuigkeiten Der„ Panay"-Film Ein einzigartiges Zelidokument Militärverrat: sechs Jahre Emigrantenbriefe aus fünf Erdteilen Militärverrates beim Kreisstrafgericht in Prag Prag. Der Senat für Angelegenheiten des verurteilte am 12. Jänner 1938 den 42jährigen Bergmann Johann Eberl aus Blatniß bei Wies wegen des Verbrechens des Militärverrates mit der entsprechenden Verschärfung, zu einer zu schierem Sterker in der Dauer von sechs Jahren Geldstrafe von 2000 Kč, im Falle der UneinMan sieht auch, wie einzelne Matrosen sich bringlichkeit zu weiteren 20 Tagen schweren Kerschwimmend zu retten versuchen. Die letzten Bil- lers sowie zum Verluste der bürgerlichen Ehrender zeigen einige Szenen bei den Verwundeten rechte und zum Ersaß der Kosten des Strafund denen, die sonst noch gerettet werden konnten. verfahrens. Der„ Panay" Film das heißt, die paar mit Maschinengewehrfeuer überschütten und dann Szenen, die von zwei Wochenschau- Reportern die drei benachbarten Standard- Dil- Dampfer an während der Beschießung des amerikanischen greifen. Auch von den Rettungsbooten aus arbeiSchiffes auf dem Yangise Fluß gedreht wurden keten die Kammeraleute inmitten der Verwunde -war nicht nur eine politische, sondern auch eine ten und Toten und zeigten, wie die Japaner im Unter diesem Titel hat die Sozialdemofilmische Sensation ersten Ranges. Abgesehen von mer wilder auf die" nun verlassene„ Panay" Iratische Flüchtlingshilfe in Prag allem anderen brachte die Vorführung dieses losknallen. einige sechzig Briefe von sozialdemokratischen Flücht Films noch nie dagewesene Rekordeinnahmen in lingen aus 23 Ländern zu einer Sammlung ver ganz USA. Vor dem größten Kinotheater der einigt, die sie allen Withelfern bei ihrer schiveren Welt, dem Rory- Theater mit seinen 6000 Plät und verantwortungsreichen Arbeit im In- und Auss lande zustellt. Alle diese Briefe sind nach Prag ge= zen, das vom frühen Vormittag bis in die Nacht schrieben, und in überwiegender Mehrzahl find es hinein hintereinander den 20 Minuten- Film Briefe von Auswanderern, die einige Zeit, viele zeigte, standen ununterbrochen Tausende von Mayell selbst war so mitgenommen von den einige Jahre lang in der Tschechoslowakei gelebt Menschen, die nicht hineinkamen und auf die Ereignissen, daß er sich nicht kräftig genug fühlte, haben und die von Prag aus die Reise in das neue nächste Vorstellung warteten. um mit seinem Kollegen auf dem„ China Clip- iezt als Fremdenführer. Seine außerordentliche Land auf der Suche nach) Arbeit und selbstverdientem Intelligenz und sein hervorragender Wiz ließen ihn per" auf schnellstem Wege nach USA zu fliegen. Brot angetreten haben.„ Fast alle haben einmal auf Die Arbeit, die die beiden Kamera- Leute dem Bahnsteig des Prager Wilson- Bahnhofs geftan- Norman Alley von der Universal und Eric Mayell Siebzehn Tage nach den Geschehnissen landete in diesem Beruf recht viel verdienen. Er sparte das den, mit Sad und Bad, mit einem fremdartig buns geleistet haben, ist sowohl technisch gesehen wie ein Kalifornien, entwickelte in fliegender Geld, er verbrachte jede freie Stunde damit, Bücher ten Bahrſcheinheft in der Tasche, umringt von ihren vom rein menschlichen Standpunkt aus- bewunast die etwa 1500 Meter Filmstreifen, und dann zu lesen und zu ſtudieren, und endlich war er soweit, Freunden, die ihnen das Abschiedsgeleit gaben und dernswert. Während auf das Deck des Schiffes wurden die Negative in einem Panzerwagen der daß er Student auf der Havard Universität werden dem davonfahrenden Zuge noch lange nachvintten." die ersten Flugzeugbomben krachten und die Men Often der Staaten gebracht. Armee zum Flugzeug und von dort nach dem konnte. Merkwürdigerweise zeichnete er sich hier vorNach den skandinavischen Ländern, nach England, nehmlich nicht in den Wissenschaften aus, sondern als nach Südafrika, nach Indien, nach den südamerikanischen in wilder Panik in ihre Kajüten liefen, Leichtathlet, wo er für die Universität manche Siege schen Staaten find sie ausgewandert, in ein neues stürzten diese beiden mit ihren Apparaten auf das Diese 1500 Meter Filmstreifen ein Unierrang. Später spezialisierte sich Kennedy als ge fremdes Land und in ein neues Leben, in dem sie Deck und begannen wie besessen darauf loszu- lum in der Geschichte des Films sind von jeder schäftlicher Berater" und das bedeutete, daß er seiin vielen Fällen auch einen neuen Beruf erst erler drehen. Es gelang ihnen zwar nicht, die Angrei- Benjur von vornherein befreit worden, und zwar nen Kunden hervorragende Dienste im Einziehen nen mußten, um ihr Brot zu verdienen. So lernt fer selbst zu photographieren; umso furchtbarer auf Verlangen der Regierung, die darauf bestand, ausstehender Schulden leistete. Dann aber wurde er ein früherer Redakteur in Schweden Maschinenseger, find die Szenen, die sie auf dem Deck aufnahmen, dem Publikum auch das Furchtbarste zu zeigen. sinodirektor, wechselte wieder zu einem Finanzeine Dottorin der Soziologie arbeitet als Hausange ſtellte im fremden Saushalt, Großstädter, Induſtrie- so zum Beiſpiel ein kurzes Bild, auf dem der Die Wirkung war denn auch tief. Die Zuschauer berater" über, lam jo in Beziehung zu maßgebenden arbeiter, Handwerker lassen sich am Rande jüdame- Kommandant Hughes getroffen gegen das Gelän ſchrien zwar nicht vor Empörung, aber während wirtschaftskreisen und zu Roosevelt. Roosevelt ent rifanischer Urwälder als Siedler, nieder welch der der Kommandobrücke gedrückt wird und mit die Männer schluchzten, fielen die Frauen in Ohn- dedte diesen Mann, auf den er große Stüde hält, ſtrenge Lehrzeit steht ihnen bevor! Man kann den zerschmettertem Bein zur Erde sinkt. Oder jene macht. Mit bleichen oder blutroten Gesichtern und er ernannte ihn zum Vorsitzenden der KontrollWorten in der Einleitung zu dieser Brieffammlung grauenhafte Szene, in der der Erste Offizier An- verließen sie das Theater.. fommission der New Yorker Börse. Bald wurde Kennur zustimmen, die von den Briefschreibern sagen: bers, der einen Schrapnellschuß durch die Kehle Wer diese Briefe liest, wird den Wagemut, die bekommen hat, vergeblich zu sprechen versucht; ſichtslos gegen die Spekulation kämpfte. Sier erhielt nedy der Schreden von Wall Street, weil er rüd Tatenlust, den Lebensdrang, den Zukunftsglauben bewundern, mit denen dieje Männer, Frauen und aber er muß ſich verſtändlich machen, alſo ſchreibt er seinen Spiznámen, Bulldogg". Ueber diese Pe Mädchen sich in die ungewohnten Berhältnisse der er mit Kreide an eine Wand:„ Sofort alle das riode seiner Tätigkeit läuft eine hübsche Anekdote fremden Welt schiden. Es sind tüchtige Menschen, Schiff verlassen!" um: einmal saß er in einem Restaurant der Wall die der Terror der Diktatoren in die ungewisse Street und aß Austern. Ein sehr bedeutender BörFremde getrieben hat." fianer, der wegen seiner Methoden berüchtigt war, saß am Nebentisch und sagte so laut, daß es alle hören mußten: Merkwürdig, ich habe nicht gewußt, daß auch eine Bulldogge Austern ißt." Darauf Ken nedy:„ Eine Bulldogge frißt sogar Haifische". ,, vais fisch" war der Spitzname für alle Börsenspekulanten. Späterhin gelang es auch, die japanischen Flugzeuge selbst aufzunehmen, wie sie das Schiff Vier Tote blieben auf dem Platz Aus vielen dieser Briefe sprechen Erinnerungen an Prag, an die Tschechoslowakei. Und immer wie der wird dankbar der Hilfe gedacht, die sie in unse rem Lande fanden, das ibre erste Zuflucht nach der Flucht aus dem Dritten Reiche war. Und die Sozialdemokratische Flüchtlingshilfe selbst schließt sich Ein Streit zwischen Bauern hat in dem jüddiesem Dante an, wenn sie die Briefsammlung mit slawischen Orte Omarsta bei Banjaluka zu einem den Worten begleitet:„ Von Deutschland ist fast nie wilden Stampf etlicher hundert Marktbesucher und die Rede, aber von der Tschechoslowakei sprechen die schließlich zu einem Gemezzel geführt. Der Landwir Briefschreiber wie von der Heimat. Sie ist ihnen stararič geriet mit dem Landwirt Lurie zu einer zweiten Heimat geworden, an die fie gern wegen eines Beirages von 3000 Dinar in einen zurüddenken, mögen sie nun in Indien oder in ArStreit, in deffen Verlauf Lutic feinem Gegner eine gentinien leben... Diese unvergeßlichen Erinne rungen an Prag, an die Ticheájoslowakei, die herz Ohrfeige gab, worauf dieser auf Lutic einen Re liche Zuneigung und die immer wiederkehrenden und volverſchuß abgab. Als Lukic schwer verletzt felbstverständlich ausgesprochenen Bezeugungen der zu Boden jant, wandten sich seine Freunde gegen Dankbarkeit gegenüber dem Lande, das ihnen das den Stararič, der in ein Kaffeehaus flüchtete. Die erste Asyl geboten hat, sollten alle lesen, die abfällig Freunde des Lutic stürmten das Kaffeehaus, aus oder sogar berächtlich von den Emigranten sprechen; sem einige Schüsse abgegeben wurden, die etliche Anes müßte fie beiden die Danemate die greifer verlegten. Die Menge zertrimmerte darauf schrieben von hin und her getriebenen Menschen, die das Tor des Kaffeehauses, demolierten dessen Ein alles verloren haben und in jeder Beziehung von vorn anfangen müssen, von denen viele die unsäglichen richtung und eine im Hause befindliche Wohnung Schreden deutscher Konzentrationslager, die Qualen eines Schmiedes, und selbst die herbeigeeilte Gen der Zuchthäuser und Gefängnisse hinter sich haben darmerie fonnte die tobende Menge nicht verjagen. diefe Dankesworie vereinen sich zu einem Ehrentranze Es kam zu wilden Stämpfen, an denen gegen fünffür das Land Masaryts und Beness. Wir legen ihn hundert Personen teilnahmen. Vier Tote in seine Hände es ist gewiß nicht der geringste, blieben auf dem Plaze, zwei Schwerber den es sich erworben hat." lette starben später, etwa fünfzig Personen wurden leichter verwundet. Die Schmiede wurde in Brand gestedt. Auch der Schmied Sivec tam um3 Leben. Der Tod in der Grube Pittsburg.( Havas.) In einer Grube in Harwich entstand eine Explosion, bei der zehn Bergleute den Tod fanden. Mayell nicht gewesen wären und den Mut gehabt Wenn die beiden Kameramänner Alley und hätten, auch mitten im mörderischsten Bombar dement die Kurbel zu drehen- wer weiß, was die Welt heute von dem" Panay"-Zwischenfall wissen würde, und ob die sogenannte historische Wahrheit" nicht ein ganz anderes Gesicht hätte? Geheimnisses an Zeitungen, wissenschaftliche InPreis, den niemand zahlen wollte. Und so nahm ſtitutionen und ähnliches an, blieb aber bei seinem er sein Weltgeheimnis" mit ins Grab. Versiegelter Brief aus dem Jahre 1786. Die Französische Atademie der Wissenschaften nimmt von Personen, die sich die Priorität ihrer Gedanten und Erfindungen ſichern wollen, verſiegelte Briefumschläge entgegen, die dann entweder über Ersuchen von Interessenten oder der Autoren, sonst aber erst nach 100 Jahren geöffnet werden. So wurde Montag ein versiegelter Brief geöffnet, der der Akademie im Jahre 1786 von dem berühmten Gelehrten Marquis Condorcet übergeben worden war. Condorcet war Philoſoph, Mathematiter und Politiker, gehörte der Alademie als Mitglied an und war Abgeordneter für Paris in der geseßgebenden Nationalversamm lung des Jahres 1791. Später wurde er von der extremen Partei des Konvents unter Anflage ge= stellt und vergiftete sich im Gefängnis, um der Hinrichtung zu entgehen. Der Brief wurde dem Präsidium der Akademie übergeben und sein Inhalt wird nach einer Ueberprüfung veröffentlicht werden. Jugendliche als Kirchenräuber. Dieser Tage wurde der 22jährige Maschinenschlosser Josef Bergmannstod. Der Bergmann Vladimir Vejdělet aus Branit mit einem anderen JugendČermát, der Mittwoch am Schöller- Schacht in lichen unter 18 Jahren verhaftet. Er hatte mit Großflugzeug Ins Meer gestürzt Stladno von einer Stohlenwand verschüttet wurde, ihm am 12. Dezember einen Einbruch in die Alle Insassen tot Washington. Der Präsident der amerikanischen Luftfahrtgesellschaft Panamerican Airways erklärte, es sei in einwandfreier Weise festgestellt worden, daß alle Insassen des großen Wasser= flugzeuges ,, a moanClipper" den Tod gefunden haben. Er fügte hinzu, daß nach In formationen, welche die Gesellschaft von den amerilanischen Marinestationen auf den SamoaInseln erhalten hat, die Insassen des Wasserflug zeuges etwa um 20.30 Uhr Oriszeit den Tod fanden, als auf dem Flugzeug plößlich ein Brand ausbrach, dessen Ursache bisher unbekannt ist. Dies geschah in dem Augenblick, als der ,, Somoan Clipper" seine Benzinvorräte ins Meer ablaufen ließ, um dadurch jenes Gewicht zu er reichen, welches ihm auf dem bewegten Meere eine sichere Landung ermöglicht hätte. Das Urteil im Barmat- Prozeß wurde Donnerstag vom Rettungsdienst in den Morgenstunden tot geborgen. Nach Feststellung des Arztes ist der Tod bereits im Augenblick der Werschüttung eingetreten. Čermák war verheiratet und Vater zweier Stinder. Motorradfahrer, Achtung! Das Innenministe rium macht die Venter von Fahrrädern mit Hilfsmotoren von über 0.1 Liter Zylinderinhalt sowie von Motorrädern ohne Beiwagen im Lande Böhmen und Mähren Schlesien darauf aufmerksam, daß sie ab 1. Jänner 1938 die genannten Fahrzeuge nur dann lenten dürfen, wenn sie die entsprechende Bewilligung zur Lentung von Motorfahrzeugen( Führerschein) besigen. Diese Bewilligung müssen sie während der Fahrt ständig bei sich tragen. Die Lenter der ange führten Motorfahrzeuge, welche in den Ländern Böhmen und Mähren- Schlejien ihren Wohnsitz haben, ich bei auf bebe bat. Beim Staatspolizei amt ihres Wohnsiyes das Geſuch um Bewilligung Bezirksbehörde bzw. zur Lenfung von Motorfahrzeugen einzubringen, soweit sie dies nicht bereits früher getan und die Bes willigung( Führerschein) sich befdjafft haben. Die 0.1 Liter Zylinderinhalt sowie von Motorrädern Lenter von Fahrrädern mit Hilfsmotoren von über Staatsgebiet ab 1. Jänner 1938, feine Fahrerprü ohne Beiwagen werden aber, und zwar im gesamien fung ablegen. Ab 1. Jänner 1938 find den Gejuchen um Bewilligung zur Lentung von Motorfahr zeugen, und zwar Fahrzeugen jedweder Art und Sta tegorie, das Militärbuch bzw. die Bescheinigung, daß der Gesuchsteller von der Wehrpflicht befreit ist, nicht mehr beizulegen. Derjenige Gesuchsteller, welcher der Wehrmacht im attiven Dienste oder in der Referve angehört, muß jedoch in dem Gesuch den Affentjabrgang, feine Charge fowie feinen Stammförper anführen. Die übrigen männlichen Gesuchsteller füh ren die entsprechende Angabe über ihr Verhältnis zur Wehrpflicht an, z. B. daß er bisher der Assentpflicht nicht unterliege, daß die Aſſentierung aufgeschoben wurde, daß er nicht affentiert wurde, daß er von der Wehrpflicht befreit ist. Stirche in Lipoltip begangen, wobei die beiden mit einer Hacke die Tür der Satristei erbrachen und das Ciborium und den Delbehälter sowie einige andere Meßgeräte entwendeten. In Prag versuchten sie die gestohlenen Gegenstände zu vertaufen; als ihnen dies nicht gelang, warfen sie Selbstmord eines Soldaten.( Amtlich.) das Ciborium auf einer Straße in Lieben weg, Am 13. Jänner um 6 Uhr früh erschoß sich aus wo es gefunden wurde. Vejdělek, der geständig seinem Dienstgewehr der Soldat Alois Toms des ist, wurde nach Pankrat, sein Mittäter in die Artillerieregiments 151 auf dem Bett liegend in Artillerieregiments 151 auf dem Bett liegend in haft des Jugendgerichtes eingeliefert. der Ubikation der Militärobjekte auf dem Laurengiberg in Prag. Den Selbstmord verübte er Zweitausend NM Belohnung hat die deutsche zu einer Zeit, da er bereits Bereitschaftsdienst Polizei für die Ermittlung des Illegalen ausgezeanischen Depreſſion ein und bringen unbeständiges hatte. Die Ursache wird von einer Kommission setzt, der auf die Hauptstraße des württembergierhoben. fchen Wallfahrtsortes Baienfurt geschrieben hatte: Die Straßen werden immer glätter, Die Minister immer fetter, Die Arbeiter immer dürrer Und der Hitler immer wirrer". Wenn Schülerinnen Krieg spielen. In Ist a mbul ereignete sich bei einer militärischen Uebung für Mittelschülerinnen ein schweres Unglüd. Mehrere Gewehre waren anstatt mit Plagpatronen mit scharfen Patronen geladen, wo durch einige Mädchen durch die Geschosse verletzt wurden.( th) Massensterben unter den Flüchtlingen in Schanghai. In der ersten Jännerwoche starben in der internationalen Stonzession 2200 chinesische Staatsangehörige. Die erhöhte Sterblichkeit ist auf den älte einbr u ch, der unter den Flüchtlingen zahlreiche Krankheiten hervorgeru= fen hat, sowie auf eine Masern- Epidemie zurückzuführen, der zahlreiche Kinder zum Opfer gefallen sind. Was zerstört die Ehe? Ladies' Home Journal" hat eine Umfrage über die Gründe veranstaltet, daß die meisten Frauen über finanzielle Dinge erbost lind, wenn sie sich mit ihrem Mann zanken. Eifersucht spielt nur bei Frauen unter 30 Jahren eine Rolle. Noch wärmer! Bei südwestlichem Wind wird dem Festland warme Luft zugeführt. In Frankreich und in Westdeutschland wurden Donnerstag nachmit tags durchwegs plus 11 bis 13 Grad Celsius verzeichnet. Gleichzeitig dringen über das Binnenland vom Westen her Randstörungen einer sehr tiefen Wetter mit sehr raschen Aenderungen. Während sich der Himmel im Starpathengebiet der Republik vor übergehend ausgeheitert hat, ist nach Böhmen bereits eine neue Regenzone eingedrungen. Nach diesen Regenfällen ist noch mit einem weiteren Temperatur anstieg zu rechnen. Im Westen des Staates hat das - Wahr Tauwetter auch die Berglämme erfaßt. scheinliches Wetter Freitag: Vorwiegend bis wechselnd bewölkt, zeitweise Niederschläge, auch in den höheren Lagen meist in Regenform. Relativ warm, südwestlicher Wind. Wetterausfid ten für Samstag: Noch Fortdauern der warmen Witterung. Vom Rundfunk Empfehlenswertes aus den Programmen: Samstag: Das Weltgeheimnis. Das Weltgeheimnis" Brüffel. In dem Prozeß gegen Julius Bar- wird nun für alle Zeiten unenthüllt bleiben, da mat und Genossen wurde Donnerstag das Ur- der einzige Mann, der es zu kennen vorgab, so die eine Ehe zerstören können. Es stellt sich heraus, teil gesprochen. Das Verfahren gegen Julius eben in Slough gestorben ist. Es handelt sich um Barmat, der inzwischen gestorben ist, wurde für den Arzt William Stanley Mansfield, der das erloschen erklärt. Wegen Bilanzfälschung, betrü Alter von 96 Jahren erreicht hat. Die Lösung des gerischen Bankerotts usw. wurden verurteilt:„ Weltgeheimnisses" fand er bereits mit 19 JahHeinrich Barmat zu vier Jahren Ge- ren. Damals, im Jahre 1860, suchte er den Erzfangnis und 14.000 Franken Geldstrafe, Gybischof von Canterbury auf und vertraute ihm an. felind zu fünf Jahren und 14.000 Franten daß er durch einen Zufall ein Naturgesetz entdeckt Geldstrafe, Löwenstein zu vier Jahren habe, dessen Kenntnis die ganze Welt revolutios Gefängnis und ebenfalls 14.000 Geldstrafe und nieren würde. Da der junge Mann feineswegs Debresse zu bier Monaten Gefängnis und den Eindruck eines Irrsinnigen machte, unterhielt 350 Franken Geldstrafe. Die sofortige sich der Erzbischof mit ihm sehr ernsthaft, aber Verhaftung der Verurteilten wurde ange Mansfield verriet sein Geheimnis nicht, weil er crbnet. Allerdings tonnte der Haftbefehl nur gegen dafür 50.000 Pfund verlangte. Der Erzbischof Gyselind durchgeführt werden, da Sein- fonnte sie ihm nicht geben und erfuhr so das Welt- unablässig, seine Zeitung ausrufend, die Straßen Tonfilmen. - Raschau 12.05: Lieder aus rich Barmat sich in Polen und Löwenstein im geheimnis nicht. In den folgenden 76 Jahren bot Bostons auf und ab. Als er etwas älter war, lief er Stonzert von Stunge, 22.30: Bunte SchallplattenMährisch- Ostrau 18: Viola- Cello. Haag befinden. Dr. Mansfield wiederholt die Enthüllung des noch immer die gleichen Straßen auf und ab, aber revue... Brag, Sender I: 10.05: Deutsche Presse, 10.15: Deutsche Sendung: Für die Frau, 10.30: Schallplatten, 12.10: Volkslieder, 14: Deutsche ., Buldogg" Kennedy. Der soeben zum ameris Sendung: Fröhliches Wochenende, 17.55: Deutiche fanischen Botschafter in England ernannte Joseph schlimmen Buben. 18.45 Deutsche Preise, 18.55: Sendung: Lustiges Welttheater: Nestroh: Die Patrid Kennedy hat eine höchst wechselvolle und sehr Deutsche Attualitäten, 19.20: Blechmusikfonzert, amerikanische Starriere hinter sich. Was in so vielen 22.15: Tanzmusit. Brag, Senber II: 14.20: amerikanischen Biographien vorkommt und oftmals Deutsche Sendung: Mte englische Vollsmusit, 14.55: ein Märchen ist, stimmt für ihn genau: er hat tat- Deutsche Bresse, 18.15: Schrammelfonzert. fächlich als Beitungsausträger begonnen. Damals Brünn 17.40: Deutsche Sendung: Musiltalender. war er freilich noch ein kleiner Junge, aber er lief Bopuläres Konzert. Breßburg 11.05: Salonorchestertongert, 20.20: 111 Ti be in de ge in 2 G ei id 3 b טן et et al e al fe 23 fe de 9 A 11 e 9 C 11 1 Nr. 11 Freitag, 14. Jänner 1938 Das Geständnis der Cagoulards Von P. F. Carus berbände gerichtet waren, und hier erhellt sich mit einem Schlage der aktuelle Zuſammenhang. Denn Ausland im Augenblick ist wieder viel von diesen Unters nehmerverbänden die Rede, und die Regierung MTV Paris. Also die" Cagoulards"| Heraus, daß die Bomben in den Räumen der Rue Arbeitsgefeßes scharf mit ihnen zusammengestoßen, Chautemps ist bei der Vorbereitung des neuen und das„ CSAR" findet Ihr immer noch lächer- Ampère angefertigt wurden, wo man seinerzeit da fie Forderungen für die Verhandlungen stellten, lich?"" diese Frage, die das" Deubre" an die unterirdische Festung fand; daß einer der die die Gewerkschaften faſt als ehrenrührig empder Spitze des Blattes an die. Deffentlichkeit und Sauptbeteiligten heute in San Sebastian lebt, finden mußten. Ihre Saltung war ausgesprochen insbesondere an die Rechtsparteien richtet und in womit die engen Verbindungen der Cagoulards feindlich, und sie wurden und werden gerade von der sich sichtlich Schadenfreude und Ernſt miſchen, zum nationalistischen Spanien bewiesen werden; ienem Teil der Presse unterſtüßt, der der Regies zeigt, welchen entscheidenden Schlag die Polizei daß der Herzog Pozzo di Borgo, Eugène Derung vorwarf, die Cagoulard- Affäre lediglich aus in der Cagoulard- Affäre geführt hat. Noch am loncle und andere die Vorbereitungen zu den At- Gründen politischer Zweckmäßigkeit aufgebauscht Vorabend, wenige Stunden vor den sensationellen tentaten kannten, und daß Moreau de la Meuse zu haben. Das Geständnis, daß das Attentat Erklärungen des Innenminiſters Dormoy, konnte daran sogar unmittelbar beteiligt war. Es stellt gegen den Sitz ihres Verbandes keineswegs von ein großes rechtsstehendes Abendblatt höhnisch sich weiter heraus, wie man Radioamateure dazu Kommunisten oder linken Terroristen, sondern von schreiben, daß auf Grund der Angaben eines mißbrauchte, auf den ihnen genehmigten Privat einem Ingenieur der Michelin- Werke durchge Zeugen 16 Kommiffare erneute Saussuchungen fendern Meldungen des„ SSAN" durchzugeben, führt wurde, bekommt so eine politische Bedeutung, vernahmen, aber das Reſultat war dürftig". E und vieles andere. Vor allem aber erfährt man die man kaum überschäßen kann. Denn der Abwar sogar so dürftig, daß sich der Innenminister daß die Polizei seit Mitte November bereits auf scheu vor dem Terror wird von allen Bevölke eilends zu Ministerpräsident Chautemps begab, da der richtigen Spur war, und daß am 10. Dezem rungsschichten Frankreichs geteilt, und der Beweis, er die Verantwortung für die Mitteilungen nicht ber schon die erste Verhaftung erfolgte; heute sind daß die rechtsradikalen Deſperados zu dieſem Mitallein übernehmen wollte, und die Journalisten drei von den vier Attentätern hinter Schloß und tel greifen, wird die Sympathien auch weitester erst dann zusammenberief, als sich auch Chautemps Riegel. Kreise des Bürgertums ihnen endgültig entziehen auf den Standpunkt stellte, daß die Oeffentlichund so der Regierung Chautemps die Aufgabe erleichtern, ihre Sozialpolitik durchzuführen. Man wird sich auch entsinnen, daß die Attenfeit ein Recht habe, sofort zu erfahren, was die tate gegen den Sitz der französischen UnternehmerBolizei seit langem wußte. Daß dafür dringende politische Gründe vorlagen, wird noch zu zeigen fein. Das entscheidend Neue in der Entwicklung der Cagoulard- Affäre ist die Tatsache, daß nuns mehr endlich Geständnisse vorliegen. Auch bisher hatten die verhafteten Mitglieder der Organisation ihre Zugehörigkeit zum Comité Secret d'Action Révolutionaire"( ESAR) nicht geleugnet. Aber Volkswirtschaft und Sozialpolitik ihr Führer, Eugène Deloncle, hat es bekanntlich Die Maul- und noch vor ganz kurzem gewagt, bei seiner Verneh mung hochtrabend von den patriotischen Zielen diefer angeblich rein defensiven Organisation zu sprechen, er hat einen phantastischen tommunisti schen Putschplan enthüllt, von dem die Mittels männer, die er nannte und die die Behörden und sogar den Präsidenten der Republik in Kenntnis fegen sollten, leider nichts wußten. Diese Aussage ist nicht nur von der ganzen Rechtspresse zu einer ungeheuer scharfen politischen Attade gegen die Regierung und gegen den Innenminister aus genutzt worden, sondern sie ging auch durch die gesamte Auslandspreffe und erzeugte mancherorts wieder die Ueberzeugung, Frankreich stehe vor einem forumunistischen Aufstand. Man kann die Verbreitung solcher Ueberzeugungen nicht gerade eine patriotische Tat nennen. Aber Eugene Deloncle hat bei seiner Vernehmung auch einen Mann belastet, der der Polis zei in seiner führenden Rolle vorher wohl noch nicht bekannt war. Dieser, Thomas Bourlier, begann seine Aussage mit dem bezeichnenden Sab: " Da Herr Deloncle es für gut gehalten hat, meis nen Namen zu nennen, und damit den Schwur unferer Organisation gebrochen hat, werde Klauenseuche Hunde), Futtermittel, tierische Produkte usw. treten. Der Bazillus ist ungemein leicht, nicht nur durch Tiere, sondern auch durch den Menschen übertragbar. Die Milch von franken Tieren, die ( A. F.) Von Afrika über Frankreich tom- eine große Menge Ansteckungsstoff enthält, darf mend breitet sich die Seuche in Europa immer ungefocht nicht verkauft werden. Molkereien und weiter aus. Ueber die Grenzen Deutschlands Sammelstellen, die die Milch nicht pasteurisieren, greift fie nach Polen und in die Tschechoslowakei. ist verboten, Milch aus Seuchengchöften abzuneh Es handelt sich diesmal um eine bösartige Form men. Die sofortige Meldung jedes Krankheits dieser furchtbaren Seuche, die ungeheure Schäden verdachtes ist das wichtigste Gebot. zu verursachen vermag. In Holland sind bis Ende Tezember 13.000 Stück Vieh erlegen, die Schä den in Frankreich sind sehr groß. Von Regierungsseite werden sie mit 322 Millionen Francs angegeben, davon entfallen auf die Sterblichkeitsverluste 41 Millionen. In Deutschland steigt die Zahl der verseuchten Gehöfte weiter; zum 1. Jän ner waren es bereits 20.699. Der Güterverkehr im Dezember 1937 hat war eine ſaiſonmäßige Absch: vächung erfahren, die Jahresziffern bringen aber die wirtschaftliche Vesserung deutlich zum Ausdruck. Der Gesamtgüterverkehr ist im Vergleich zum Jahre 1936 vm ungefähr ein Sechstel( 14.9 Prozent) gesties Von der Seuche werden auch bei uns alljähr- gen, und zwar am stärksten im Verkehr mit den: lich einige tausende, auch zehntausende Stück Vich Vusland und im Transport von Kohle. Insgesamt befallen, wovon ein Teil sie nicht überdauert. Im wurden beigestellt( in tausend Waggons) im Jahre 1920 trat sie leßimalig in großer Ausdeh- Jahre 1937 zusammen 5860, davon für das Innung auf. In unserem Staate erkrankten da- land 5398, für Ausland 463 und für Kohlenmals 1,261.995 Tiere( 942.053 Rinder, transporte 1443. Im Jahre 1936 wurden bei124.288 Schafe, 88.037 Ziegen und 107.622 geftellt zusammen 5099, davon für das Inland Schweine), davon verendeten 14.715 Stüd, bor- 4762, für das Ausland 337 und für Sohlenwienend Ednpeine( 10.270), ich mich von meinem Eid entbunden, une aut mußten transporte alles sagen, was ich weiß." Dies war das erste Hare und unumivundene Geständnis, dessen Saupipunkt die Enthüllung der Tatsache ist, daß die Organiſation in der Nacht vom 15. zum 16. November in Alarmzustand versetzt wurde. Bekanntlich haben am folgenden Tage weder die Kommunisten noch die Cagoulards losgeschlagen, sondern die Regierung. Außerdem schilderte BourTier die bisher abgestrittene, aber bereits aufgedecte Form der Organisation, die ihren militärischen Charakter beweist, ausführlich. Strant blieben 161.575 Tiere, wiederum in erster Reihe Rinder, nämlich 145.689. 1162. werden. bereits 14.9 güterverkehr ist wie Prozent gestiegen, der Inlandsverkehr um 1 13.3 Prozent, der Auslandsberkehr um 37.4 Prozent. Der Güterverkehr hat aber gegenüber 1929 noch insgesamt 9 Prozent aufzuholen, bei Verladungen ins Ausland bleibt er um 216.000 Waggons oder 31.8 Prozent hinter dem Stand vom Jahre 1929 noch zurüd. Jänner in Straft getretenen Gesetzes über die Kartell- Auflösungen. Als Folge des am 1. Kartellgebühr sind in den letzten Wochen eine große Anzahl von Kartell- Löschungen beantragt worden. Nachdem bereits bis zum 31. Dezember 18 Kartelle ihre Vereinbarungen aufgehoben hatten, haben auch in der ersten Hälfte des JänStartellregister beantragt. ners weitere Kartelle ihre Streichung aus dem Neues Zwangs- Syndikat. Dem Verband der Klöppelwarenfabrikanten in Graslih wurde vom Handelsministerium der Charakter eines ZwangsSyndikates erteilt. Die Abkehr Amerikas Seite 5 von der Isolierungspolitik ritanische Repräsentantenhaus den Ludlowschen New York. In der Tatsache, daß das ame= Antrag ablehnte, demzufolge über eine allfällige Kriegserklärung das amerikanische Volk zu ents fcheiden hätte, erblidt die amerikanische Preſſe einen ernsten Schlag, welcher der amerikanischen Isolierungs- Politik beigebracht wurde. Die New York Times" sagen, die Abstimmung über den Ludlowschen Initiativantrag stelle sichtlich einen historischen Umschwung in der amerikanischen Außenpolitik dar. Es sei dies die erste bedeutungsvolle Niederlage jener Kreise. welche der Ansicht sind, daß das beste Mittel zur Sicherung der amerikanischen Sicherheit in der Schivächung der Erefutivmacht auf dem Gebiete der Außenpolitik und in der Loslösung der Polis tik der Vereinigten Staaten von allen Weltproblemen sei. Das Blatt erklärt, die amerikanische öffentliche Meinung begreife nunmehr langsam, daß es notwendig sei, die Verantwortlichkeit selbst zu übernehmen und sich von Prinzipien Yeiten zu laffen, welche allen Großmächten der Welt als eine natürliche Pflicht auferlegt sind. Die Neuwahlen in Aegypten Kairo. Wie in politischen Kreisen angenom men wird, scheint die Auflösung des ägyptischen Parlaments am 3. Feber unausweichlich zu ſein. Mahmud Pascha würde dann in der gesetzlichen Frist von zwei Monaten Neuwahlen ausſchreiben. England funkt auch spanisch London. Nach englischen Pressemeldungen aus Rom hat das italienische Propagand 1ministerium die Pläne zum Ausbau des italienis schen Rundfunks nunmehr fertiggestellt. Danach werden die drei Sender Bari I, Mom II und 2 RO von 25 auf 50 Stilowatt gebracht. Die Errichtung eines Großfenders in Zypern, insbe fondere für den Dienst nach Aegypten und Palästina, wird erivogen. Der britische Rundfunk wird im kommenden Monat seine spanischen Sentbungen beginnen, die hauptsächlich für Südamerita gedacht sind und namentlich den Eins fluß der spanischen Sendungen von Beesen ( Deutschlandsender) paralysieren sollen. Japans Schuldenlast Staatsidhulb 11.893 Millionen Yen, was gegen Zum 31. Dezember betrug die japanische Staatsschuld 11.898 Millionen Yen, was, gegen über dem Ende des Jahres 1936 ein Ansteigen um 1498 Millionen en bedeutet. Englands Territorialarmee London. Nach Mitteilungen des Kriegsministeriums fonnten im Jahre 1937 45.320 Mann werden, was seit dem Ende des Weltkrieges eine für das englische Territorialheer angeworben Höchstzahl darstellt. Die Stärke der Territorials armee beläuft sich auf rund 150.000 Mann und 9050 Offiziere. Die Umbesetzungen in der britischen Armee haben nunmehr zu sechs Neuerungen auf wichtige Posten innerhalb der britischen Heeresleitung geläratademic, die den Generalstab ausbildet, Brigadier Pownall wird Direktor der strategischen Planung und des militärischen Intelligenzdienstes, einer der wichtigsten Abteilungen des briti schen Generalstabes. Der Aelteste von ihnen ist 58 Jahre alt. Die Mauls und Klauenseuche zählt zu einer der ansteckendsten Strankheiten. Ihre Uebertraung erfolgt durch einen winzigen Virus, dessen bisher nicht gelang. Man nimmt an, daß es drei Sichtung wissenschaftlich infolge seiner Sleinheit Arten von derartigen Bazillen gibt, die man mit A, B und C bezeichnet. Die Ansteckungsgefahr besteht in erster Linie für Rinder, aber auch die Das zweite, viel sensationellere Geständnis übrigen Haustiere lönnen angeſtedt werden und legten Endes auch der Mensch. Vom Zeitpunkt aber wurde nicht in Paris, ſondern in Clermontder Ansteckung bis zum Ausbruche der Krankheit Ferrand von dem Ingenieur und Chemiker Lound dem Auftreten deutlicher Anzeichen vergehen cuty abgelegt. Es betraf nicht mehr politische brei bis vier Tage; die Frist kann sich bis elf Tage und organisatorische Fragen, sondern war das erftreden. Erste Anzeichen der Krankheit sind rüdhaltslose Geständnis eines flaren terroristi Nachlassen des Appetits, des Wiederkäuens und der Betriebsstillegung. Die Konservenfabrit führt. Ebenso wie bei den Neubesetzungen des schen Verbrechens. politischer Provokateure. Die Milchproduktion, es stellt sich Fieber bis 42 Grad Starsch in Brunnersdorf bei Kaaden beabsichtigt. Armee- Oberkommandos und des Generalstabes Bombenattentate am Place de l'Etoile, die sich am Celsius ein. Am zweiten Tage der Erkrankung den Betrieb am 31. März stillzulegen. Den De- war auch diesmal die Konduite, nicht aber die 11. September ereigneten, werben noch in aller bilden sich am Oberliefer und im Maule Blasen amten und Angestellten ist bereits gefündigt wor- Rangliste für die Ernennungen maßgebend. Erinnerung fein; sie haben das Land in größte in Erbsengröße bis zu der eines Fünftronenstückes. den.- Die Weberei, Spinnerei und Färberei Divisionär von Aldershot wird Generalmajor Erregung verfeßt und zum ersten Male zur Auf- Das Tier speichelt start. Die Blasen plazen bald Gebrüder level in Roßbach hat um Bewilligung Alexander, Divisionär von Colchester Brigadier deckung der„ Cagoule" geführt. Seitdem sind und hinterlassen rote Wundflächen mit zerfektem der vorübergehenden Betriebseinstellung ange- Johnson, Brigadier Paget wird Chef der Milivier Monate vergangen, und in dieſen Monaten autrand. Gleichzeitig bilden sich auch Blasen sucht. Von der Maßnahme werden etwa 470 Arist von der Rechten immer wieder bestritten ivor- unter der Haut des Klauenspaltes. Das Tier be- beiter betroffen. den, daß überhaupt die Möglichkeit vorliege, solche ginnt zu trippeln. Das sind nur die äußeren Zei Attentate tönnten in ihr nahestehenden Kreisen chen der Krankheit; es handelt sich jedoch um eine geplant, geschweige denn durchgeführt worden Erkrankung des gesamten Organismus. Der jein. Je länger die Auffindung der Schuldigen Krankheitsverlauf ist sehr verschieden. Bei Teichdauerte, um so mehr verstärkten sich Angriffe und terer Erfrankung erholt sich das Tier frühestens Sohn auf Regierung und Polizei, die an der in sieben Tagen. Die wirtschaftlichen Schäden leberzeugung festhielten, daß auch die Attentate sind aber auch da schon groß. Das Vieh magert in den Rahmen der Cagoulard- Affäre gehören. ab, der Milchertrag geht auf die Hälfte zurück Jetzt endlich wird dieser Sohn schweigen müssen, und bleibt oft dauernd verringert, Bugtiere sind und politisch dürfte das Geständnis von Locuth zeitweise oft auch für immer von der Ar- Lunch der Foreign- Preß- Association" in London ben schwerwiegendſten Folgen für die radikale beit ausgeschaltet, einzelne Tiere leiden noch lange am 2. Feber als Hauptgast in einer Rede die Rechte und namentlich für die Presse von der Fär- barnach an Entzündungen der Stlauen und Guter, wesentlichsten Buntte seines wirtschaftlichen BeJungtiere bleiben im Wachstum zurüd. Die bös friedungsplanes darlegen. Zu dieser Meldung beartige Form führt zu zahlreichen Notschlachtungen merkt der Daily Herald", daß der Van Zeelandund Entwertung des Fleisches. Die schlagartigen Vlan Anleihen an Deutschland und Italien unTodesfälle werden durch eine starte Schädigung ter dem Deckmantel der Währungs- Stabilisiedes Herzmuskels verursacht. Die Uebertragung rung zur Folge haben könnte, die, wie das geauf den Menschen erfolgt in erster Linie durch un- nannte Blatt befürchtet, ihren Zweck verfehlen Beck in Berlin. Der Berliner Havasberichtergekochte Milch von verseuchten Tieren oder Butter und zur Finanzierung der Aufrüstung beider statter meldet, daß die Aussprache des polnischen aus verseuchter Milch. Frühere Seuchen haben Länder Verwendung finden könnten. Die Idee ſei, Außenministers Bed mit dem Reichsaußenminiſter schon mehr als ein Kind dahin gerafft. Erwach- Gold von dem Währungsausgleichsfonds Groß- von Neurath 1 Stunden gedauert habe. Der sene erkranken an Herzmustelentzündung und be- britanniens und der Vereinigten Staaten an einen Unterredung habe der polnische Botschafter Livsti halten oftmals ein lebenslängliches Herzleiden. Spezialfonds der BJB zu dem Zwecke zu über- beigewohnt. Es sei die allgemeine internationale Ein sicheres Heilmittel zur Verhütung dieser weisen, daß diese Darlehen gewähre, mit denen Lage besprochen worden und Oberst Bed habe fich furchtbaren Seuche gibt es bisher nicht. Durch die die einzelnen Staaten ihre Währungen von den über die Ansichten der führenden deutschen Streife über die europäischen Hauptprobleme informiert. Impfung noch nicht erkrankter Tiere mit dem in Einschränkungen befreien und eventuell devalvieBerlin. Das Katholische Stirchenblatt". das Deutschland erzeugten Hochimmunserum, das ren könnten. Das Blatt bezweifelt, daß Deutschgegen alle drei Arten der Seuche wirksam ist und land und Italien in eine völlige Freigabe des offizielle Organ der Berliner Diözese, ist aus unbe119.40. wovon das Landwirtschaftsministerium 200 Liter Kapitalsexportes in der Folge einwilligen würden, fannten Gründen beschlagnahmt worden. In allen fatholischen Kirchen der Diözese Berlin wurde eine 1579.- angetauft hat; im Troppauer Gebiete wurden be- daher ihre Währungen sich auch weiterhin nicht Erklärung des Bischofs von Berlin, Preyfing, verreits Impfungen vorgenommen. Hiezu muß frei entwickeln könnten. Das Blatt verlangt, lesen, der den Eltern empfiehlt die Kinder in die allerdings die genaueste Beachtung aller Siches follte dieser Plan aktuell werden, nicht nur strikte tatholischen Schulen au schiden. Die katholischen rungsmaßnahmen zur Vermeidung der Uebertra finanziell- wirtschaftliche, sondern auch politische Schulen feien nicht verboten, das Reich habe vielmehr gung durch Menschen, Tiere( auch Kazen und Garantien gegen jeden möglichen Mißbrauch. durch das Kontordat ihre Eristenz, garantiert. bung des„ Gringoire" sein. Das Geständnis ist, wie alles in dieser Affäre, ein vollständiger Kriminalroman. Es stellt sich Man erhält für 100 Reichsmark Markmünzen 100 österreichische Schilling Kč 613.650.530.15.35 509.657.50 95.20 141.75 28.30 100 rumänische Lei 100 polnische Bloth. 100 ungarische Bengö. 550.100 Schweizer Franken 100 französische Francs 1 englisches Pfund 1 amerikanischer Dollar 100 italienifdhe Lire 100 holländische Gulden 100 jugoslawische Dinare 100 Belgas 482.100 dänische Kronen 100 fhwedische Kronen 631.729.60.55 Bedenken gegen Van Zeeland London. Van Zeeland wird, gelegentlich eines In Kürze: Er lebt noch. London.( Havas.) Der Unterausschuß des Nichtinterventionsfomitees hielt heute vormittags eine Sigung ab, die zwei Stunden dauerte und in der der Reſolutionsentwurf betref fend die Kontrolle der Grenzen und die Abberufung der Freiwilligen geprüft wurde. Eine notwendige Reife. Der französische Gesandte in Bukarest Thierry ist aur Berichterstattung an die französische Regierung am Donnerstag morgens nach Paris abgereist. Scite 6 Prager Zeitung ,, Sozialdemokrat" An die Kinderfreunde Ortsgruppe Prag Wir machen nachdrücklichst auf den im Rahmen unferer Generalversammlung am 14. Jänner, fehrt und habe ersucht, man möge die Rettungsstation verständigen; ehe man diesem Wunsche aber 8 thr abends, im Parteiheim, Prag II., nachfommen fonnte, habe er das Gasthaus wieder Smečky 22, stattfindenden Vortrag unseres Reichsverlassen und sei zusammengebrochen. Seine Ver obmannes Profeffor Gustav Sch weiter über das legungen erwiesen fich als I e bensgefähr= Ii ch. Als Täter wurde einige Stunden später der Thema: 27jährige Maschinenschlosser Adolf Mare! ausge forscht, der angab, dem Poznar die Messerstiche aus Rache für eine von ihm erhaltene Ohrfeige versetzt zu haben. ,, Strafe und Belohnung in der Erziehung" Vier Selbstmorde an einem Tagel Der gestrige Bolizeibericht verzeichnet bier Selbstmorde, durchwegs von Frau e n. Vormit tags wurde die 36jährige Privatbeamtin Malwine Werner aus Smichon mit Leuchtgas vergiftet in ihrer Wohnung aufgefunden und starb während der Ueberführung ins Krankenhaus. Am Boden des Hauses Nr. 583 in Brag II., wurde gestern vormittags die 32jährige Anna Beránefer hängt aufgefunden. Sie hat einen Brief hinterlassen, Die Beratungen über den Milchpreis haben aufmerksam. Wir glauben, daß dieses interessante in dem sie ihren Selbstmord anfündigt. Die 31 auch in der legten Sibung des interministeriellen und für Eltern und Erzieher bedeutsare Thema jährige Hausgehilfin Elifabeth Milo si è wurde Komitees fein Ergebnis gehabt. Wie... SI." mel Euer Interesse finden wird. in ihrer Wohnung in Karolinenthal durch ein un det, ist die umstrittenste Frage die, wer die Laſt der bekanntes Gift getötet aufgefunden. Die 49jäh höheren Uebernahmspreise für die Milchproduzenten rige Beamtensgattin Jarmila Wild tötete fich gezu tragen hat. Es wurde beschlossen, eine Ueberitern vormittags in ihrer Wohnung in Koschirsch prüfung der Moltereifaltulationen vorzunehmen, die durch einen Revolverschuß in die rechte Schläfe. Der Kommission vorlagen. Das G. EI." berichtet, Haltung wuchtiger Vizarro, Herta Rahn als Die Ursache der Tat ist in allen vier Fällen unbe- daß in der Beratung insbesondere die Vertreter ſtimmfrische, grundmusikalische Marzelline, Göll tes Gefundheitsministeriums das Gewicht auf die nis als gejanglich und darſtelleriſch gewandte gute Qualität der Milch legten, aber auch gegen Saquino, Andersen als allen stimmlichen Hem jede Berteuerung der Milch im Konjum Stellung mungen zum Trozz sympathischer Rocco, Fischer als ausdrucksedler und stimmfeſter, aber allzu schwer nahmen. im Ton ansprechender Florestan und Pawelet als würdiger Minister. Ganz hervorragende Leistungen bot der Chor, vor allem der Männer chor in der ergreifenden Gefangenenszene. Das gut besuchte Haus spendete viel Beifall, wiederholt bei offener Szene. fannt. Drei Arbeiter durch Gas vergiftet Gestern vormittags meldete der Arbeiter Wenzel Stezáč aus Hiučov der Polizei, er babe in den Barterreräumen des zum Abbruch bestimmten Baujes Nr. 6 Na Zbořenci in Prag II., drei Arbeiter bewustlos liegen gefunden. Die drei der 43jährige Bauführer Jan Melichar, der 44jährige Arbeiter Jan Baltzar und der 29jährige Josef Gurda, alle aus der Nähe von Wittingau waren durch Kohlenorydgas, das aus dem im gleichen Raum befindlichen Hamin entwich, vergiftet worden. Die Rettungsgesellschaft brachte sie auf die elinif Ronnenbruch, wo sie jedoch bis 3 Uhr nach niittags das Bewußtsein noch nicht erlangt haben. An ihrem Aufkommen wird gezweifelt. Die Einäicherung Hans Wotits erfolgt Sametag, den 15. Jänner, nachmittags halb 4 1hr, im Neuen Krematorium in Straichniß. Die Parteimit glieder und die Mitglieder der Republikanischen Wehr, der Wotik ebenfalls angehörte, werden von Hans Wotif mit Abschied nehmen. Tob eines bekannten Arztes. Im Alter von 75 Jahren ist gestern Regierungsrat MUDr. Ludet Fischer, ehemaliger Landesgefundheitsreferent und Borfigender des Landesgesundheitsrates und des Brager Aerztevereins gestorben. Er war ursprüng lich Augenspezialist, wirfte als Bezirksarzt in Senf tenberg und Starlin und er widmete sich eine Reihe von Jahren Fragen des öffentlichen Gefundheits wejens, insbesondere der Bekämpfung anstedender Strantheiten. Er schrieb eine Reihe fachwissenschafts licher Abhandlungen, so über die Versorgung der Gemeinden, insbesondere der Landgemeinden, mit einwandfreiem Trinkwasser usw. Er war ein Fachmann auf dem Gebiete der Ongienegefeßgebung und der Strantenhausfürsorge. Eine Reihe von Jahren stand er an der Spike der Bewegung zur Befämpfung der Tuberfulofe. Ein herrenloses Auto fährt in eine Auslagenfcheibe. Borgestern abends stand ein leerer, leichter Lajtkraftwagen, der der Firma J. Seidl, Wrschowis iebört, vor einem Haus in der Belcredistraße. Plöglich vegann der Wagen, der offenbar mangelhaft eingestellt war, von selbst loszufahren, stieß bei der Stamenicfá gegen eine altetafel der Straßenbahn und prallte auf den Gehsteig zurüd, wo er gegen die Auslagenſcheibe der Firma Seidl fuhr und fie Zerschlug. In diesem Augenblick lief der Wagenlen fer herbei und fuhr mit dem Auto davon, ehe er fichergestellt werden fonnte. Der Schaden ist beträcht lich. ,, Die Soziale Hilfe", Brag II., Bojiště 22, läßt alte Möbel, Sausrat, etc. anläßlich der lebersiedlung gerne abbolen. Tel. 41197. ,, Kinder helfen Kindern". Die deutschen und tschechischen Kinder, welche in der Kinder- Over Luftig ist das Lagerleben" mitwirften, haben sich bereit erflärt, diese nochmals am Samstag, den 15. Jänner d. J., in der Urania" aufzuführen und den Ertrag zu gleichen Teilen der deutschen Jugendfür forge in Brag I., Malé nám. 11, und dem Kinderbeim Miličův dům". Bizfov, zu widmen. E. J. Freitag, 14. Jänner 1938. Nr. 11 Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Freis tag: Der Rofentabalier( Gastspiel 5. Konezni) Jubiläumsvorstellung IV. Gaftdiri. gent: Erich Kleiber, D. Beginn bereits um 7 Uhr! Samstag halb 8: Die Fledermaus. Abons nement aufgehoben. Sonntag halb 3: Die we be r. Arbeitervorstellung, balb 8: Parfü merie, Erstaufführung. D. Spielplan der Kleinen Bühne. Freitag 8 Uhr: Sic. Johann! Theatergemeinde des Kultur Samstag 8 Uhr: verbandes und freier Verkauf. Delila. Sonntag halb 3 Uhr: Warum Iüg st du, Chérie? 8 Uhr: Tödlich e Liebe. aus der Partei Mitteilungen des Bildungsausschusses. In den nächsten Tagen eröffnen wir zwei interessante Ar beitsgemeinschaften, zu deren Besuche wir Sie ein laden. Montag, den 17. Jänner, eröffnet Genoje Hahnewald unser Seminar über unit be. trachtung( Malerei, Bildhauerei, Baus unit)". Es handelt sich nicht nur um das Anſchen von Bildern usw. oder um theoretische Unterhaltun gen, sondern um eine lebendige Arbeitsgemeinschaft, die an Abbildungen und Original- Stunstwerken die Stunstentwidlung von ihren frühesten Anfängen bis in die neuere Zeit in großen Linien verfolgen und be: der Betrachtung neuerer Kunſtſtrömungen länger berweilen will. Wir werden versuchen, die Kunit richtungen aus ihrer Beit heraus zu erflären. Wir wollen uns die Kunstschäße Prags, feine Galerien, Kunstausstellungen uſtv. zugänglich machen und die Die Ausstellung tschechoslowakischer Graphik in Abhaltung der Surje gelegentlich aus dem Parteis Athen, auf der Arbeiten des Graphifer- Vereins Solheim in eine Gemäldegalerie oder Kunstausstellung lar in Praq verireten sind, wurde am 4. Jänner im verlegen. Einer Fachsimpelei wollen wir möglichit Stünstlerhause zu Athen eröffnet. Protettoren der ausweichen.- Montag, den 24. Jänner, beginne die Arbeitsgemeinschaft Aufgabe des Sozia Ausstellung find u. a. der Gesandie Vallier, der Umschaltung von Telephon Teilnehmerſtatio. Ministerpräsident Metaras und der Unterrichtsminilismus in unserer Zeit" unter der Leitung nen in einem Teile von Brag XII. Das Telegrafter Georgafovulos. Zur Eröffnung durch den Mi- des Genossen Dr. Wiener. Wir beabsichtigen phenbauamt 7 in Prag führt den Anschluß eines feine Anfänger schulung. Die Arbeitsgemeins nisterpräsidenten hatten sich mehrere attive Minister Telephonfabels an die Telephonzentrale in Prag fowie Angehörige der ausländischen Vertretungsbes schaft soll dem Meinungsaustausch unserer, in der XII durch. Die Teilnehmer einiger Telephonitatiobörden eingefunden. Die Ausstellung weist einen sozialistischen Gedankenwelt schon etwas bewandernen in dem von der Fochova, der Gasse Ve Pstrofce, ten Mitglieder dienen. Bei beiden Surfen rechnen außergewöhnlich starken Besuch auf und bisher wur der Rimská, der Gasse u divadla, der Chocholouš wir nur mit der Teilnahme ernster Reflet. fova und der Blanická begrenzten Rayons werden den insgesamt 56 Arbeiten verfauft. tanten; wir wollen vermeiden, daß die Beteilis Das jüdische Habimah- Theater aus Tel Aviv deshalb am 15. d. M. von 13 1hr angefangen, in Palästina wird auf seiner Reise aus Riga nach Seminare eröffnen wir im Parteiheim( Deutscher gung größeren Schwankungen unterworfen ist. Die die Nacht über bis zum Morgen des 16. Jänner Prag auch in Mährisch Ostrau Aufenthalt Handwerkerverein, Smečfy, 3. Stod); Beginn 20 ausgeschaltet sein. Mit Rüdsicht auf Schäden an dem Verbindungstabel zwischen den automatischen nehmen, wo es am Sonntag, den 23. d. M., im Uhr. Wir bitten um pünktliches Erscheinen, Mährisch Schlesischen Nationaltheater nachmittage Zentralen in Vršovice und Kre werden die Teilneh meritationen, welche an die automatischen Telephon- und abends je eine Gastvorstellung veranstalten genitalen in Stre, Sunratice und Libus angeschlof- wird. Es wird das beſte jüdiſche dramatische Stüd fen find, vom Verkehr ausgeschaltet. Die mit Dybut" aufgeführt werden, das überall mit groder Reparatur dieses Stabels verbundenen Arbeiten Bem Erfolg geivielt wurde. In Pra a finden vom werden zirla bis zum Abend des 14. de. 0.. dauern. 24. bis 29. Jänner Gastspiele im Befreiten Theater statt, dann reist das Theater nach Brünn, Belgrad und Agram und lehrt von dort über Trieft in die Heimat zurüd. In Palästina brachte das hebräische Nationaltheater..Habimah" auch Langers..Ver i pherie" zur Aufführung, die mehr als 50mal gespielt wurde. Für Anfang April ist die Premiere der Weißenrantheit" von Karel Kunst und Wissen Fidello Unter den bisherigen festlichen Overne aufführungen zur Feier des fünfzigjährigen Bestandes des Prager Deutschen Theaters war die vorgestrige ,, Fidelio"-Neueinstudierung ohne Zweifel die beste. Denn sie hatte Schwung und festliche Stimmung, so daß der Hörer willig mitging. Viel leicht war es vorgestern aber auch nur ein Sieg Beethovens? Stapellmeister Fris 3 weig hatte die musikalische Neueinstudierung besorgt; gründlich, sauber und mit fichtlicher Hingabe an das herrliche Werf. Im Anfang noch nervös und unsicher, so daß die E- Dur- Ouvertüre und die beiden ersten Nummern der Over recht zerfahren und farb Capek geplant. Vereinsnachrichten ATUS Bufolge des großen Bustroms sehen wir uns veranlaßt, das Kinderturnen zu teilen, und zwar turnen von nun an Mädchen bon halb 4 bis 5 Uhr und Knaben von PRAG 5 bis halb 7 Uhr. Wir bitten, dieie Einteilung zur Kenntnis zu nehmen und sich nach den vorgeschriebenen Stunden zu rich Kabasta nach München. Der musikalische Leiter ten. Durch diese Teilung sind wir in der Lage, das des österreichischen Rundfunts, Dewald Kabajta, wird Stinderturnen noch mehr auszubauen. Im April demnächst seinen Wiener Voiten verlassen und sich finder eine Kinder Aademie statt, zu vel nach München begeben, wo er die Leitung der Müncher jest schon lebungen eingelernt werden. Besucher chener Philharmonie übernimmt. daber regelmäßig die Turnstunden. Die turn technische Sibung findet am Samstag, den 22. Jänner 1938, um 5 Uhr im Varieiheim, Prag II, Smečky 22, ftatt. Alle Tanglustigen treffen fich jeden Sonntag auf der Heßinsel beim 5-11hr Tec. Die Vereinsleitung. Dienstag Jubiläumsvorstellung, Gastspiel Alfred Jerger: Arabella"( A1). Sechste Arbeitervorstellung, Sonntag, den 30. Jänner, um balb 3 Uhr nachmittags:„ Delila". Eintritt 2 Kč. Lustspiel in drei Aften von Franz Molnár. ,, Der Ring des Nibelungen". Freitag, den 21. Jänner:" Rheingold"( D); Sonntag, den 23. an Urania- Kino, Klimentská 4. los wirften, gelang es ihm aber vom Kanon- ner:„ Die Walküre"( A2); Donnerstag, den 27. Chrfeigen und Messerstiche. Gestern nachts Quartett an immer mehr Wärme und Ausdruck, Jänner: Siegfried"( 62); Sonntag, den 30. wurde ein unbefannier Mann später als der Ar- Aufschwung und intensive Steigerung in die Musit Jänner:„ Götterdämmerung"( B1). Für diese vier beiter Franz Poznar aus Michle sichergestellt- Beethovens zu bringen. Nur mit den dynamischen Vorstellungen wird ein Ertra- Abonnement aufgevor einem Michler Gasthaus ohnmächtig mit einem Mitteln hätte er da und dort sparsamer ſein fönnen.| legt, das eine Ermäßigung bis zu 40 Prozent geMesserstich im Bauch aufgefunden. Später fam er Sehr guten Eindrud machten in der geschlossenen währt. Galeriesige schon von 28 Kč, Barfettfize Au sich und gab an, daß er seine Verwundungen Einheitlichkeit des Gesangstiles und der Darstellung von 108 Kč. Abonnenten, die eine Vorstellung in er wies auch eine Stopfwunde auf von einem Un die Solisten, voran Gilde Stones ni als schau- ihrer Serie erhalten, fönnen die restlichen drei Vorbefannien erhalten habe, mit dem er in Streit ge- ipielerisch ausdrucksstarter und gejanglich blendender stellungen zu ermäßigten Zykluspreis beziehen. Vorraten sei. Er sei hierauf ins Gasthaus zurüdge- Fidelio, dann Josef Schwarz als in Ton und verfauf ab heute. Fernsprecher 61623. Bremiere in deutscher Sprache Der Elefantenjunge" Nach Rivlings berühmtem Buch in Alexander Kordas Verfilmung. Der fchönste Tierfilm des Jahres für jung und alt Dazu Attualita- Bremiere. Nur 4 Tage! Av Dienstag: Drei Tage ungarische Bremiere: ..otel Nitelet!" Geschäftshaus, groß oder klein, funktionieren weiblichen Angestellten hatte. Eine amerikanische Frau wohlhabende Dame, und eine, die auf den Rei- zahlreichen Mitglieder der Liga die Mitteilung durfte, sobald es nicht ein Toilettezimmer für die Sie war schon eine verheiratete und sehr nicht gestattet war!) aufzusuchen, bekamen die sen nach Europa Gelegenheit hatte, vieles zu sehen darüber. Es war ein ungeschriebenes Gesez, daß Von Karin Michaelis und zu lernen, als sie ihre einzigartige Tätigkeit die Tamen ihre Einfäufe nur in solchen Geschäf Das war schon lange, lange her, das waren Als ich zum ersten Male Frau Maud Nathan begann. Sie besuchte die großen Kaufhäuser in ten machten, die ihre weiblichen Angestellten die Anfänge zum Schuße der weiblichen Hilfskraft getreffen habe, hatte ich Mitleid mit der alten New Port, um ihre Einfäufe zu machen, und be- human behandelten. Es waren aber auch solche in USA. Der fürzere Arbeitstag, die längere. Dame. Zweifellos war sie einst eine umschwärmte merfie immer wieder, daß die jungen Verkäufe Geschäftsinhaber, die mit der veralteten und ver- Ferienzeit und die verfürzten Arbeitsstunden am Schönheit, nun ging jie nur mit Hilfe eines Stof- rinnen hinter den Verkaufstischen bleich und er- anterten Ausbeutung der weiblichen Hilfskräfte Samstag, einem besonders anstrengenden Tage. tes und mußte alle ihre Sträfte anstrengen, um müdet waren; und als sie nach den Gründen nicht brechen wollten und gar die Liga in Wort tamen erst später. Es war schon lange her. Als nicht zu fallen. Ihr Störper schien mir sehr ge- forschte, hörte sie, daß nach der Auffaſſung der und Schrift bekämpften. Die Antwort der Liga Maud Nathan, schon als eine alte Dame, in ein brechlich, er stand in feinem Verhältnis zu ihrem amerikanischen Kaufleute die Verkäuferinnen sich war furz, aber kräftig: diese Firmen famen auf New Yorker Geschäftshaus kam, wurde sie von schönen Stopfe und zu ihrer selbstbewußten Hal- den ganzen Arbeitstag nicht niederſeven durften. die schwarze Liste der Liga, und man brauchte einer grauhaarigen Verkäuferin erkannt. Diese jung. Ihr schneeweißes Haar lag wie eine strah- Dies empörte Maud Nathan in hohem teine anderen Maßregeln anzuwenden. Der Name alte Frau rief viele junge Mädchen, die im Hause lende Blume um ihr edel geschnittenes Gesicht, Grade, und sie trachtete daran, eine Abhilfe zu Maud Nathans war ein Symbol und eine Parole. angestellt waren, zusammen und erklärte ihnen m und die lebhaften Augen funtelten. schaffen. Meetings, Proteste. Demonstrationszüge? Hunderttausende Damen- so start war die Liga einer kurzen Rede, wer Frau Maud Nathan war Später waren wir mehrere Wale zusam Sie suchte nach prafischeren Mitteln und fand bald mit der Zeit gewachsen jeßten nicht ihren Fuß und was die weiblichen Angestellten in USA ihr men in New- Yorfer Gesellschaft. Ueberall nahm eins. Sie schuf eine große Organisation, die sich in ein Geschäft, das von Maud Nathan als Vor- zu verdanten haben. Da rief eine junge Angesie eine besondere Stellung ein, bei Tisch betam jie The Consumers' League nannte. Die Liga der sigende der Liga auf die schwarze Liste gefeßt war. stellte aus:„ Um Gottes willen, durften wir Anden Ehrenplatz, und die vornehmsten Herren und Konsumenten, meistens aus Frauenmitglie Es entstanden Kämpfe auch innerhalb der gestellten damals nicht in den Pauſen ſizen, nicht Damen wurden immer wieder zuerst ihr vorge- dern bestehend, stellte sich zur Aufgabe, das Organisationen der Kaufladenbejizer, und es mal den ganzen lieben Tag austreten?" So stellt. Ich gestehe ich dachte, daß es eine stein- Los der zu hunderttausenden angestellten waren zahlreiche Fälle, wo dieser oder jener Ge- lange war es her, daß man es als eine Unmög reiche. Dame war, und gerade New Yort lehrte jungen Mädchen zu verbessern. Die Wege der schäftsinhaber, unter dem Drucke der Arbeitgeber lichkeit auffaßt. mich, was Geld in USA bedeutet! Ich hatte Liga waren ganz neue und eigenartige: statt mit organisation, die Stühle, die für die Expeditricen große Lust, etwas mehr über sie zu erfahren; da Boykott zu drohen, verhandelte die Liga mit den bestimmt waren, wieder entfernen ließ. Die aber alle annahmen, daß ich ihre Lebensgeschichte Geschäftshäusern, ob sie nicht willig wärne, die Firma tam auf die schwarze Liste der Liga, tannte, war meine Neugier nicht sofort zufrieden Arbeitsbedingungen ihrer weiblichen Angestellten jedoch auf die Länge schien Maud Nathan dieser gestellt. Als aber ihr Name in einer Gesellschaft, zu verbessern. Die Forderungen gingen in zwei Guerillatrieg mit den Geschäftsleuten nicht praf wo sie nicht dabei war, wiederum mit Reipett Richtungen: Sitzgelegenheit in jedem Laden und tisch und zielsicher genug. Da begann die Liga genannt wurde, fragte ich, wer war sie eigentlich? jedem Staufhaus für alle weiblichen Angeſteliten ihre Agitation auch in die weitere Oeffentlichkeit Man lachte über meine Naivität, und der Herr und hygienische Toilettezimmer. zu bringen, und es war die Beredsamkeit der Frau des Hauses sagte mir:" Hier im Lande sind meh- Die Meinungen der Geschäftswelt waren Nathan, die recht bald ihre Früchte zeitigte. Nun rere Damen, die Maud Nathan heißen. Sie ist verschieden. Sobald ein größeres oder kleineres wurde in USA ein Gesez durchgeführt, das jeder aber jene Maud Nathan, die ihren Namen mit der Staufhaus Stühle für die jungen Expeditricen ein weiblichen Angestellten einen Sipplaß in den Läden amerikanischen Fraubewegung auf das engste führte und ihnen gestattete, das Toilettezimmed sobald sie teine Kunden zu bedienen haben verknüpft hat." So wußte ich Bescheid. nach Bedürfnis( es waren Zeiten in USA, wo es sichert, und ein anderes Gesez ordnete an, daß kein lassen Bezugsbedingungen: Bei Rustellung inshaus oder bei Pezua durch die Poſt monatlich Ke 17. vierteljährig Kč 51.-, halbjährig Kč 102,-, ganzjährig. Kč 204. – Inserate werden la Tarif billigst berechnet.- Rückstellung von Mianuit pten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken. Die Zeitungsfrantatur wurde von der Posts u. Telegraphendirektion mit Erlaß Nr. 13.800 VII/ 1930 betvilligt( Kontrollpostamt Praha 25. Druderei:..Orbis". Druck-. Verlagss u. Zeitungs- A.- G. Prag. Die Liga der Konsumenten hat zusammen mit Maud Nathan ihren Namen in die Geschichte der Frauenbewegung in USA für immer einges tragen. Das Cigenartige bei dieser Organisation war, daß es nicht das Personal der Geschäftshäuser war; das den Kampf aufgenommen und ihn durchführte, fondern die weiblichen Kunden es übernommen hatten, für ihre mishandelten Schwestern zu kämpfen. Und es war doch in einer Zeit, wo jeder kleinste Konflikt zwischen dem Personal und dem Chef dein letzteren das Recht" gab, das Personal ohne Kündigung zu ents br bi 3 ft ri er be ti A bi #EEEEE be 111 EX far in A t 39 ve To de bri al U na Au pho дет am do all hat nift aut Ed Re Be Fre Au erte Rei St und Sa Ber den balt Kä ftich Alen ned burt bes be UC dic na fat tel Ro