C 11 1, 3 C er r t. e 11 t 6. t. It 5 it ' s it ie er fs ו 5255352 211 int " ። en eft bo en Bir Le= ür ant Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutſchen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme bes Montag täglich früh/ Ginzelpreis 75 Heller Redaktion u. Berwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Berantwortlicher Redakteur: Karl Kern, Prag 18. Jahrgang Auf U- Boote Freitag, 4. Feber 1938 Aus dem Inhalt: Felssturz in Herrnskretschen Tragödie in einer Prager Offiziersfamilie Statistik der Arbeiterlöhne Neues Diphtherie- Serum Polarforscher in Gefahr Nr. 29 wird geschossen! Verschärfung der Krise in Berlin Der europäische Baris. Das Ministerium für auswärtige Hingelegenheiten teilt mit: Auch General Fritsch will gehen? London.( Eigenbericht.) Nach den Meldungen, welche die Londoner Presse aus Berlin Nach den Besprechungen, welche der britische Minister für auswärtige Angelegenheiten An- bringt, hat sich die Blomberg Krife noch weiter verschärft, ohne daß sich bisher auch nur die Konturen einer Lösung zeigten. Jebenfalls steht fest, daß Blomberg um seinen Rückthony Eden in London mit dem französischen und bem italienischen Botschafter über die Berstär- tritt eingereicht hat und daß feine Eheschließung der Conservativen Gruppe im Offizierskorps, lung des Schuhes der Handelsschiffahrt auf dem welche tatsächlich den maßgebenden Einfluß auf die Reichswehr hat, nur ein Vor wand zum Mittelmeere gegen das Piratentum führte, hat Einschreiten gegen ihn gewefen ift. Die Reichswehrgenerale wollten nicht ben Mann treffen, der Me franzöſiſche Regierung beſchloſſen, diese Maß- night ſtarr die poinfähigteit ber nationalsozialistischen Partei brachte. Durch die starke Betonung geheiratet hat, sondern Blomberg als den Mann, der die Reichswehr allzu nahmen gleichzeitig mit der britischen Admirali- sehr unter die tät durchzuführen. Die franzöfifchen Patrouillen- des Vorwands wird allerdings auch Hitler getroffen, der an der Eheschließung des Feldmarshiffe, die gemäß bem Abkommen der Konferens schalls Blomberg als Beuge teilgenommen hat. von Nyon die Kontrolle im Mittelmeer ausüben Dadurch, daß auch der Oberkommandierende| wagt, den noch eifrigeren Nationalsozialisten follen, werben den Befehl erhalten, fe des Under Reichswehr, General von Fritsch, um den Reichenau gegen ihn einzutauſchen, terfeeboot, bas fie in den fpanifchen Ge- Rüdtritt eingekommen ist, fpist fich die Blomberg. wäffern, insbesondere aber auf allen Seewegen Strife auf eine Auseinandersetzung zwischen der im Gebiete bei Ciotat erblicken, anzugreifen und zu vernichten. Ein Italienischer Transport unterwegs Bayonne.( Ag. Esp.) Man erfährt, daß 8000 italienische Soldaten und Offiziere am 31. 9. M. in Pampelona angekommen find. Sie lie gen in der Zitadelle und im alten Hospital. Vandervelde in Madrid General Fritsch Reichswehr und der Nationals fozialistischen Partei zu. Hitler hat wieder einmal zwischen diesen beiden Kräften zu wählen. Er hat sich am 30. Juni 1934 bekanntlich für die Reichsmehr entschieden und e3 sprechen viele Gründe dafür, daß der Gehorsam des Gefreiten gegenüber den Generalen auch diesmal wirfiam werden wird. Jedenfalls sind die Meldungen berfrüht, die von einer Ersetzung des Generals von Fritsch durch den General von Reichenas wissen wollen, der ein noch eifrigerer Nationalsozialiſt iſt als Blomberg und in den Streiſen der gilt. Würde Hitler von Reichenau zum Kriegs minister oder zum Oberbefehlshaber der Wehrmacht machen, wäre nicht mit einer Beile gung, sondern mit einer Verschärfung der Spannung zwischen Reichswehr und Partei führung zu rechnen, auch dann, wenn diese Verschärfung zunächst nicht sichtbar würde. Aber die Reichswehr hat den Vorstoß gegen den Nationalsozialisten Blomberg nicht zu dem Bwved geVerstärkte Wachen in Berlin Norden Der Demokratie ruhender Pol Das friedlose Europa ist voller Spannun gen. Seit fünf Jahren, als sich im Herzen Europas der Nationalsozialismus etablierte und von dortaus seine erstrebte Weltherrschaft vorbereitet, leben die Völker Europas in gefährlicher NervenAngstpſychoſe, als ob sie täglich den grauenhaften spannung. Die Menschen gleiten langsam in eine Ausbruch eines riesigen, alles verheerenden Bulfanausbruchs zu erwarten hätten. Der Glaube lichen Menschheitsideen von Recht und Freiheit, an das Gute im Menschen schwindet, die herrvom friedlichen Zusammenleben der Völker zur gemeinsamen Mehrung kultureller und ökonomischer Güter werden inhaltslose Begriffe. Der Marsch der Menschen in die Hoffnungslosigkeit hat begonnen. Für die nervöse Stimmung in Berlin ist die Meldung der Prager Presse" bezeichnend, daß die Wachen vor de.. Haufe des Reichspräsidenten Aus diesem Meer von Leid und Jammer und vor der Reichskanzlei im Laufe des Donnerstag verstärkt werden sind. Eine solche Maß- ragt wie eine Insel der Glücklichen der standinahme ist seit dem 30. Jun 1934 nicht erfolgt navische Norden empor. Wer das Glück hat in diesen Landen zu leben, bewahrt sich den unde- Hitler foll übrigens für die Ratgeber wieder dingten Glauben an den kommenden Sieg der einmal nicht zu erreichen sein, sondern sich in höchst überreizter Stimmung befinden und keiner allgemeinen Menschheitsrechte, an den Sieg der Vernunft, an die Gesundung Europas. Die kleilei Besuche empfangen. nen standinavischen Staaten ziehen nicht nur in Europa, sondern über die trennenden Meere hinDeutschlands" weg immermehr die Aufmerksamkeit aller frei Tokio.( Havas.) Blättermeldungen zufolge Was sich hier oben offenbart an gemeinsamer heitlichen und aufbautvilligen Menschen auf sich. Innere Schwierigkeiten Madrid.( Ag. Esp.) Der gewesene Borbende der Arbeiter- Internationale, Vanders belde, ist am Donnerstag in Madrid eins getroffen. Er hat dort erklärt: Meine ersten wurde der japanische Außenminister Hirota Mitt- Zusammenarbeit auf allen Gebieten des mensch Einbrüde lassen sich dahin zusammenfassen, daß woch im Abgeordnetenhaus in Angelegenheit der lidhen Zusammenlebens, an Aufrechterhaltung alle Aeußerungen des spanischen Bolles die breis alten Reichswehroffiziere als politischer Karrierij Anerkennung Mandſchukuos durch Deutschland persönlicher Freiheit, berechtigt zu dem Glauben, interpelliert. Minister Hirota antwortete: fache Einheit des Denlens, Fühlens und Han telne zeigen, und diese Einheit ist die Garantie des Sieges. Japan verschärft die Blockade " Deutschland hatte die Absicht, Mandſchukuo anzuerkennen, doch hinderten es die inneren Verhältnisse einstweilen daran. Wenn es Japan gelingt, über das Schicksal des Marschalls Tschiangkaischek und seiner Regierung eine endgültige Entscheidung herbeizuführen, bin ich überzeugt, daß die Mächte ohne Zögern Mandschukuo anerkennen werden." Schamloser Nationsverrat Henlein und die deutschen Südtiroler Tokio. An der südchinesischen Küste haben die Japaner die Blodade verschärft, indem sie auch unter nichtchinesischer Flagge fahrende Schiffe an halten, um sich, wie sie erklären, davon zu überzeugen, ob die fremden Flaggen nicht mißbraucht werden. Gleichzeitig hat Japan die neutralen Mächte aufgefordert, ihre Angehörigen aus einem Gebiet zu evakuieren, welches im Süden durch den Jangtse und die Küste, im Norden durch die Wien. Wie die Wiener Neuesten Nach- auch er, der Vorsitzende des Verbandes der deutLinie Tſingtau- Jentschau- Tajuanfu begrenzt richten" mitteilen, hatten sich acht Personen aus schen Boltsgruppen, nicht die primitivsten Nechte wird. In diesem Gebiet, dies fündigt die japa- dem Gebiete des ehemaligen Südtirol vor einem für unsere Nationsgenoffen in Südtirol. Wenn nische Note bereits an, wird es zu Bombardie- Bozener Gericht zu verantworten, weil fie rungen und wahrſcheinlich auch zu militärischen deutsche Lieber sangen. Einer von ihnen, Lanboperationen kommen- also au weiteren der Bozener Robert Helm, wurde zu fünf japanischen Eroberungsvorstößen. Jahren Kerkers verurteilt, seine Genoffen zur Deportierung auf die Dauer von drei bis fünf Jahren. Die Verurteilten wurden fämtlich in Ketten nach den fübitalienischen Straffolonien transportiert. Die dritte Maßnahme, welche die Intereffen der Neutralen stark berührt, ist der Zugriff auf die chinesischen Zölle, soweit sie noch nicht von den Japanern mit Beschlag belegt worden waren. Japanische Schlappe getötet wurden. Einschränkung der Beziehungen USSR- Japan Hitler deutsche Nationsgenossen um seiner politis fchen Biele willen verrät, fühlt sich auch Henlein verpflichtet, es zu tun. Man überzeuge sich, daß der Nationsverrat durch die SdP keine Grenzen hat: in der Zeit", dem Hauptorgan der Henleinpartei, ist über die Verhaftung und Bestrafung des Bozener Robert Helm teine Beile zu lesen. daß fich von hier aus die Zusammenarbeit eines befriedeten und erneuerten Europas vorbereitet. Fünf Kleine Länder sind cs, welche ohne Gefchrei, ohne Rellame und Propaganda, nur durch positive Gemeinschaftsarbeit das Gemeinwohl ihrer Völker fördern und damit verdiente Aufmertfamteit in der ganzen Welt erregen. Schon find eine stattliche Reihe von Büchern erstanden, welche sich mit der Aufbauarbeit in Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Island befaffen. In all diesen Ländern ist die Sozialdemo fratie entweder führende Regierungspartei oder entscheidend an der Regierungstoalition beteiligt. Der nordischen Völker wirtschaftliche Erfolge und politische Ausgeglichenheit beruhen nicht darauf, daß sie in diesen krisenbewegten Zeiten besonders Glück gehabt hätten, daß an ihnen vielleicht die weltwirtschaftlichen Krisenursachen vorübergegangen wären. Nein, ihre Erfolge und ge festigte Position haben sie der Tüchtigkeit ihrer Bevölkerung, ihrer hervorragenden Arbeitsleistung und ruhigen politischen Entwickelung zu verdanfen. Während im zentralen Europa der Ungeist schwärzester Reaktion in Jahrhunderten errungene Kultur und Geistesleben vernichtet, die Menschen ihrer persönlichen Freiheit beraubt, das Mittelalter wieder erstanden ist, entfaltet sich hier im Norden im Rahmen demokratischer Freiheit die Leistungsfähigkeit fleiner Nationen zu beachtlichen Erfolgen. Hingegen wird Henlein nach seiner Rüdtehr in die Tschechoslowakei wieder große Reden über Die Verwandtheit der nordischen Sprachen die Bedrückung der Sudetendeutschen schwingen. Aber er wird bald niemanden mehr täuschen fön- fördert einen wechselseitigen Austausch der Kul nen: der Vorsißende der SdP und des Verban- turgüter und begünstigt die Zusammenarbeit auf des der deutschen Volfsgruppen übt an den deut- wirtschaftlichem und politischem Gebiet. Seit fchen Südtirolern um der nationalsozialistischer Jahrzehnten besteht eine interstandinavische Bu Außenpolitik willen schnödeſten Verrat. Seine sammenarbeit, welche langsam andere Nationen Liebe zur deutschen Nation ist ihm feil um die in ihren Bann zieht und die Aufmerksamkeit der Neigung itler 3. Und das ganze Sudeten Welt erregt. Regelmäßig treffen sich die leitenden deutschtum, empört über die Bedrückung der Süd- Staatsmänner zu ernsten Beratungen. Daraus tiroler Deutschen durch Hitlers Bundesgenossen, ist auf verschiedenen Gebieten eine einheitliche Gesetzgebung erstanden. Die Führer der Arbeiterfchämt sich mit Recht dieses Verrats. bewegung besprechen in gemeinsamen Konferen zen die sozialen und wirtschaftlichen Notwendig teiten für die Arbeiterschaft. Auf allen anderen Gebieten ist das gleiche Streben nach Zusammen arbeit in allen Schichten der Bevölkerung. So haben diese kleinen Nationen durch gemeinsames Sandeln ihr Schwergewicht im Rahmen des Zusammenlebens der Wölfer erhöht, haben die Welt zur Beachtung ihrer Eriſtenz gezwungen. In Südtirol wird man also in den Kerker geworfen, wenn man deutsche Lieder singt. Man Nachrichten aus chinesischer Quelle besagen, lann wegen dieser Missetat auch auf die Lipari daß die Japaner zur Räumung von Liansiatian schen Inseln deportiert werden. Aber Italien ist gezwungen wurden. Der japanische Vormarsch im doch ein mit Deutschland verbündetes Land südlichen Abschnitt der Bahnstrede Tientsin- und auch von unseren Henleinleuten sehr hoch geRanting wurde, wie es den Anschein hat, eingefchäßt. stellt, um den bisherigen Geländegewinn durch Jedem Deutschen muß die Scham röte ob Befestigungsarbeiten zu sichern. In chinesischen der ungeheuerlichen Bedrückung der Deutschen in beeresberichten wird behauptet, daß an dieser Südtirol ins Gesicht steigen. Nirgendwo in der front in der vergangenen Woche 3000 Japaner Welt wird das Deutschtum so getreten wie in Italien. Herr Henlein selber hat jedoch vor einigen Wochen auf der Parlamentariertagung in Franzensbad gefagt, daß die SdP die drittgrößte antibolschewistische Straft in Europa und als solche mit talien und Deutschland verbündet ist. Also wird die Bedrückung der Südtiroler Mosta u.( Reuter.) Die Regierung der Deutschen von der SdP und ihrem Vorsitzenden Sowjetunion hat vier höhere Offisiere der Roten unmittelbar gebilligt. Es fällt allgemein auf, daß die 3eit". Armee, die auf Grund eines gegenseitigen UeberHenlein ist aber nicht nur Vorsitzender der das Organ der SdP, zu den Vorgängen um einlommens, das burch viele Jahre prattiziert SDP, sondern auch Vorsißender des Verbandes der Blomberg noch nicht mit einer Beile Stellung gewurbe, japanischen Regimentern zur Ausbildung deutschen Wolfsgruppen in Europa. In dieser nommen hat. Da auch bei früheren Gelegenheiten sugeteilt waren, abberufen und bie japaniſche Re- Eigenſchaft hat er die Pflicht, die nationalen In zu beobachten war, daß diefe Zeitung nichts besierung erfucht, ihre Attachées in per Roten tereien des Deutschtums in aller Welt wahrzu- richtet hat, was den Herren in Berlin nicht erArmee ebenfalls abzuberufen. Donnerstag abends nehmen. Augenblicklich präsidiert er wieder einer wünscht war, darf man nun annehmen, daß die Völkerbund Reibungen und Spannungen erzeugt, berließen vier Japaner einschließlich zweier Dffi- Gigung ienes Verbandes. Das tut er in Stutt- Weifungen des deutschen Propagandaminifteriums sondern vielmehr den Wunsch nach noch engerer ziere und Dolmetscher die in Pbella, in Gorti gart, der Stadt der Auslandsdeutschen". Selbst auch von der Redaktion der Zeit" entgegen- Verbundenheit hervorgerufen. Kopenhagens" Soand im Fernen Often zugeteilt waren, bie So- verſtändlich darf auch dort über das Schicksal der genommen und strenge beachtet werden. Die zial- Demokraten" hat nun durch eine Rundfrage wjetunion. Die Zahl der diplomatischen Vertreter deutschen Südtiroler nicht einmal geflüstert wer- Beit unterscheidet sich z. B. von der„ Frant bei Männern aus Politik und Wirtschaft festzu= beider Länder ift nunmehr auf ein Minimum be- den. Dies würde bem Hitler nicht in das politis furter Beitung" nur dadurch, daß fie, die Beit". stellen versucht, wie sich die bisherige Zuſammenfhränkt, weil die Mehrzahl Det Roujulate ge- iche Stonzept passen. Also spricht auch Henlein noch mehr im Sinne Streichers rebigiert arbeit gestaltete und auf welchen Wegen das große Wert weiter gefördert werden könnte. Fol Sperrt wurde. Die Zeit" Zeltung des Dritten Reichs? nicht über die Südtiroler Deutschen, also fordert wird. " Diese enge Zusammenarbeit hat nicht wie im Freitag, 4. Feber 1VS8 Nr. J9 nett wir den Ausführungen dieser Männer, so entrollt sich Uns in großen Zügen jene friedliche Gemeinschaftsarbeit. Die größten Schwierigkeiten waren bisher auf wirtschaftlichem Gebiet zu überwinden. Tiefe sind z.' T. geboren aus der Gleichartigkeit der Produktion in den einzelnen skandinavischen Län- Vern. Alle Länder Haven eine starke Agrarwirt» schäft, deren Produkte Weltruf besitzen. Hier ist also gegenseitiger Au-tansch nicht möglich. Jr« gendwelche autarkische Bestrebungen sind hier nicht vorhanden. Die nordischen Länder müssen den Weg nach dein Weltmarkt suchen. Hier stoßen sie auf den Protektionismus und den Aurarkiewahn großer Mächte. Sie suchen daher zuerst nachBtin» desgenossen unter den kleineren Mächten, welche gleich ihnen unter den bestebettden Verhältnissen zu leiden haben. Im Jahre 1880 schlossen sich zur Osloer Konvention zusammen die fünf nordischen Staaten sowie Holland, Belgien und Luxemburg. Diese, als Lolostaaten bezeichneten Mächte, versuchten sich durch wechselseitige Verträge alle Erleichterungen eines Güteraustausche« untereinaitder zu sichern. In jedem dieser Länder besteht ein Ausschuß, welcher fortgesetzt prüft, welche weiteren Möglichkeiten zu noch engerer Zusammenarbeit vorhanden sind. Bon Zeit zu Zeit lommcti Vertreter dieser Länder zusammen, um ihre Erfahrungen auszutauschen und eventuell ihren Regierungen neue Vorschläge zu unterbrei» ten. Ein Hindernis für diese Zusammenarbeit bestand bisher in den Valutarestriktionen, zu welchen einige dieser Länder gczwuttgen lvaren. Doch auch hier erfolgen schrittweise Erleichterungen. In der Industrie der nordischeir Länder ist der Wilke zur Zusammenarbeit auf verschiedenen Gebieten erkennbar. Bor allem wird eine ausgezeichnete Qualitätsware für den Weltmarkt entwickelt. Der Austausch von Jndustrieerzeugnissen ist unter den Oslostaaten beachtlich, seine AuL- tveitung wird durch Zollerleichterungen und An- .gleichung der Zollgesetzgebung gefördert. Es wird die Anregung gegeben, durch Standardisierung der Examen auf allen Gebieten der Wirtschaft und Kultur den gegenseitigen Austausch von QualitätLkräften und deren Förderung zu erleichtern. Wobei heute schon gesagt werden kann, daß skandinavische Ingenieur« und Techniker zu den besten der Welt gehören. E» finden fich auch hier im Norden Ansätze für den Einsatz einer leistungsfähigen Industrie gegen die preisübersetzende Stellung einiger Welttrusto. Die bisherige Zusammenarbeit hat auf verschiedenen Gebieten zu einheitlicher Gesetzgebung geführt, v. a. im Privat- und Familienrecht sowie in der sozialen Ge» setzgebung. Während in der Welt Mauern zwischen den Völkern künstlich errichtet werden, schlägt man im europäischen Norden Brücken. Wir glauben, daß die tatkräftigen Bestrebungen der nordischen Länder beispielgebend.für andere Nationen.sein werden, allzumal Vie wirtschaftliche Bedeutung dieser Länder auf keinen Fall unterschätzt werden darf. Der skandinavische Norden ist sowohl als Produzent wie al« Konsument bedeutungsvoller als manche Großmacht. Die 16 Millionen Einwohner der fünf nordischen Länder sind der viertgröhte Importeur der Welt. Per Einwohner berechnet, importiert der Engländer für 1Ü.V, der Skandinavier für 18.4. der Franzose für 7.8, der Deutsche für 8,1,- der Italiener für 3.1 und der Pole für 1.1 Pfund Sterling Waren. Die Handelsflotte des vereinigten Nordens ist die drittgrößte der Welt. Tatsachen, welche wahrscheinlich den meisten Menschen unbekannt sind. In den Dienst dieser geschilderten Zusammenarbeit stellt sich vorbehaltlos die starke Arbeiterbewegung dieser Länder. Zwischen ihren Organisationen besteht eine Zusammenarbeit seit 1888. Mit gegenseitigen Verpflichtungen bei Arbeitskonflikten begann dieselbe und weitete sich in Jahrzehnten auf alle Gebiete an». Gewerkschaften und sozialdemokratische Parteien dieser Länder haben ein besondere» Komitee für diese Zusammenarbeit gebildet. In denselben werden besonder» Fragen der Sozialpolitik, der Arbeitsbeschaffung und fachlicher Schulung der Arbeiter besprochen. Aber auch auf wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet arbeiten diese Organisationen gemeinsam. Wichtiger VeratungSgegenstand ist zur Zeit. Ivie man es den skandinavischen Arbeitern ermöglichen kann— unter Beseitigung der gesetzlichen und bürokratischen Bestimmungen-— ungehindert in den skandinavischen Landen Arbeit anzunehmen. Mit Recht sieht man in einer Verwirklichung dieser Frage eine weitere Möglichleit zur Heranbildung fachlicher Qualitätc-arbxiter. Allzumal südlich gelegene Länder sich völlig ab- gerieget haben gegen fremde Arbeitskräfte. Die außerordentlich starke sozialistische Jugendbewegung dieser Länder fördert mit vorzüglichen Bildungseinrichtungen Wissen und Können der jungen Menschen und sorgt damit für einen Nachwuchs. der nicht nur das Erbe der Väter verteidigen. sondern auSbauen.und vennehren wird. Die kooperativen Unternehmungen der Arbeiter tätigen vielfach gemeinsamen Einkauf lebenswichtiger Produkte und tragen damit ihr Teil zu möglichst billiger Versorgung der Bevölkerung bet. Von Weitsicht zeugt ein gemachter Vor« Dr. Karl Loevenstein gestorben In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag starb in Prag der Präsident de» Verwaltung»« rateS der Skoda-Werke Dr. Karl Loevenstein im 88. Lebensjahre. Mit ihm ist einer der führenden Wirtschastsinännec dec Republik aus dem Leben geschieden. Der verstorbene, der au» Königgrätz stammte, hat in Prag studiert und war nach Beendigung der UniversitätSstudien Beamter de» Wiener Bankvereins. Im Laufe de» Kriege» kam er als Soldat in die Pilsner Skoda-Werke und blieb dort auf Grund seiner hervorragenden Leistungen auch nach dem Weltkriege. Seine Karriere war erstaunlich rasch: 1918 wurde er Generalsekretär und schon 1823 Generaldirektor. Er hat mit ungewöhnlicher Geschicklichkeit, großem Organisationstalent und wirtschaftlich-finanziekken Kenntnissen die Skoda-Wcrkc zweimal über eine schwere Krise hinweggebracht. Da» eine Mal unmittelbar nach dem Krieg, da e» galt die Kriegsproduktion aus die Friedenswirtschaft umzustellen. Er hat dann den Skoda-Werken neue Produke tionSaebiete erschlossen. DaS zweite Mal haften die Skoda-Werke schwere Tage im Gefolge der allgemeinen Weltwirtschaftskrise. Auch damals ist rS Loevenstein gelungen alle finanziellen Schwierigkeiten, die nicht geringe waren, zu überwinden. Man kann Loevenstein als den Schöpfer de» heutigen Skodakonzern» bezeichnen, er war auch Mitglied des VerwaltungSrateS der Anglobank, sowie der Prager Kreditbank und galt auch als Wirtschaftsberater einiger führender bürgerlicher Politiker. 1881 legte er sein Amt als Generaldirektor nieder und wurde Präsident de» Ber- waltungSrateS. Seit Jahren kränkelte er und ist nun dieser Krankheit erlegen. schlag, rrchtzeittg für eine gemeinsame Versorgung der skandinavischen Bevölkerung mit lebenswichtigen Waren zu sorgen, für den Falt einer europäischen Katastrophe.. Richt einigen konnte man sich bisher in den skandinavischen Staaten über die gemeinsame Regelung einer von den faschistischen Staaten erzwungenen Aufrüstung und Wer den Plan einer gemeinsamen Verteidigung im Ernstfälle. Die» hat seine wirtschaftlichen und politischen Ursachen, wird auch bedingt durch die verschiedenartige geographische Lage der einzelnen Länder. Diese bisher nicht überwundene Unstimmigkeit bedeutet aber keineswegs, daß man gewillt fein würde, einen Angriff auf die demokratischen Dolksfrei- heiten tatenlos hinzunehmen. Faschismus und Kommunismus haben im skandinavischen Norden keinerlei Bedeutung. Sozialistische Parteien anderer Länder könnten nur gewinnen, bei einem Studium der hier oben geleisteten Aufbauarbeit. Beispielgebend ist hier die Zusammenarbeit zwischen Bauern und Arbeitern, wie beide Schichten Verständnis für die Besonderheit ihrer Lage ausbringen und gemeinsam versuchen eine Politik zu betreiben, welche für beide Schichten von Vorteil ist. Wir glauben aber auch, daß diese vorbildliche Aufbauarbeit zu dem Glauben berechtigt, daß von hier au», nach Ueber« Windung dev faschistischen Ungeiste», ein« europäische Zusammenaicheit ihren AuSgang nehmen wird. Diesen Glauben in Millionen Menschen wachzuhalten, ist da» große Verdienst der skandinavischen Staaten. A. P.(Kopenhagen). Ein Debattenabend In der„Pfftomnosf Der Klub.Plitomnost" gab den im Genfer 3ugendau»schuß vereinigten Jugendorganisationen Gelegenheit, ihre Ziele. Programme und Ansichten zu entwickeln. Die Vortragsreihe, in der die führenden Funktionäre fast aller Jugendorganisationen der Republik zu Worte kamen, war benannt:„Die Tschechoslowakei in den Augen der Jugend". Sie wurde am letzten und vorletzten Mittwoch abgewickelt. Von den tschechischen Jugendorganisationen stellten fich alle bl» auf die Jugend de» Rctrodnt sjednocenl vor; auch die Jugend der Slowakischen VolkSvartei fehlte. Diese hatte„wegen der räumlichen Entfernung" abgesagt, jene konnte sich wahrscheinlich, wie der Vorsitzende witzig bemerkte, nicht auf den Redner einigen". Unter den tschechischen Rednern weckreu besondere Aufmerksamkeit der Vertreter der katholischen Jugend, der Sozialdemokraten und der Gewerbepartei. Waren die Darlegungen de» Katholiken- und de» Sozialdenwkraten auch vom Äandpmikte der Deutschen erfreulich, so forderten jene de» Vertreter» der Gewerbe-Jugend zum Widerspruch heraus, insbesondere die Stellen, in denen er sich mit der Emigration beschäftigte. Die meisten der tschechischen Redner sprachen wie Parteifunktionäre, keineswegs wie Leute der Jugendbewegung. Dabet waren Propagandareden durchaus fehl am Platz. Die Rede eine» ungarischen Oppositionellen siel durch ihre Sachlichkeit und Verbindlichkeit auf und sand trotz den kritischen Bemerkungen, die der Redner nach der tschechischen Seite machte, stürmischen Beifall. Die Sudetendeutsche Jugendgemeinschaft war auf den merkwürdigen Gedanken gekommen, sich durch Herrn Günzel repräsentieren zu lassen. ^ftehdiwtfc T«rboun, 2 Emigrant Alex Von Ernst Wilde „Ja, sagt mal. wa» hat denn der Alex eigentlich?" frage ich sie. ,Hhr seid doch jeden Tag mit ihm zusammen." Oökar zuckt mit den Schultern.„Ich glaube, der ist nicht mehr gmiz normal. Ist doch ein guter Kerl, aber wenn er seine Zustände kriegt, ist es besser, man geht ihm au» dem Wege." „Na ja, ist eben mit den Nerven herunter", toirst Karl tüt. „Nee, nee, ich weiß schon, waö ihm fehlt", sagt Max jetzt und nickt bedeutungsvoll mit dem Stopf..'ne Frau, ist doch klar. DaS heißt, nicht irgendeine.., seine Frau." „Woher weißt du denn da«", frage ich er« 'staunt,„mir tcmtmt es doch eher so vor, als 'stecken politische Sachen dahinter, die ihn so verbittert haben." „Ach, mit Politik hat das nichts zu tun", meint er kopsichüttelnd.„Wir haben ihn doch früher manchntal mitgenontmen, wenn wir tanzen gegangen find, ins Nachbardors. Aber meinste, der hat sich an ein Mädel rangetraut? Keine Epurl Al» wir mal eine Nacht zusammen nach Hause gingen, hat er mir gesagt, er kann das nicht,«r hat Hemmungen. Ich wollte ihm das auSreden, so'n Kerl wie er, wenn e» früher gegen die Nazis ging, war er immer vorne, und auf'm Tanzboden rutscht ihm da» Herz in die Hosen. Aber eS war zwecklos, konntest nicht» mit ihm an« fangen." -„Ja, wenn da» so ist, wie du sogst", meinte ich nachdenklich,„ist e» natürlich schlimm. Aber ich versteh' da» nicht, sie könnte doch mal Herkommen, auf ein paar Tage, zu Besuch. Wäre doch nicht die einzige, machen doch andere auch.". „Wer weiß, wird wohl keinen Paß kriegen", ilät OSkar,„oder vielleicht hat sie auch kein Geld." Max schüttelt den Kopf.„Ach, das ließe sich gewiß machen, wenn e» bloß daran hapern würde." Er rückt ganz dicht heran.„Du kennst wohl den Hambttrger Richard nicht mehr, du bist ja erst gekommen, al» er schon wieder weg war. Der war aus demselben Viertel wie Alex, hängt auch in derselben Sache mitdrin. Der kennt Alex' Frau schon von früher." Er flockt, weiß anscheinend nicht, wie er e» unü sagen soll.„Aber tut inir eitlen Gefallen und sprecht nicht darüber.». ja also, die soll längst mit'nem andern zusammenleben, der Alex ist kaum weggewesen." Keiner hat mehr Luft, die so jäh unterbrochene Verhandlutig fortzusetzen. Wir sind un» schnell einig, die Entscheidung der nächsten Heim» versainntlung zu überlassen. Eilig verabschieden sie sich. Ich öffne da» Fenster. ES ist Nacht draußen, in den Kastanien spielt ein leiser Wind. Kräftig strömt der Duft der spätsommerlichen Erde von den Feldern zu mir in» Zimmer. Im Hau» scheint schon alle» zu schlafen. Ea ist so still, daß ich deutlich da» Knispern einer Mau» höre, die sich irgendwo unter den Dielen eia Lager für den Winter baut.- Wenn ev ihnen drattßen zu kalt wird, kontmen sie zu uns, jedes Jahr, zu hunderten, ganze Böller. Und wir, heimatlos, selbst Gäste in diesem HauS, wir gewähren ihnen Obdach. Ich muß lachen, al» ich an den Kampf denke, den e» zwischen den Genossen ihretwegen gab. Soll man Fallen aufstellen oder sis-mit Gift vertreiben? Dars man sie töten? Dagegen sprachen Menschen, die mit knapper Not dem Henker entronnen waren. Sie legten den Keinen. Wintergästen Lrotreste hin. Vielleicht gewöhnen sie es sich ab, in die Küche einzubringen und Schaden anzurichten. Auch Alex war auf ihrer Seite. Wieder find meine Gedanken bei ihm. Kann man ihm denn nicht irgendwie helfen? Aber schließlich muß da» doch jeder mit sich selbst au»- I machen. Ich habe«ine Mutter zu Hause, wer weiß, ob ich sie jemals Wiedersehen werde. Und die Lotte, deren Rann schon seit einem Jahr im Zuchthaus sitzt? Und die anderen alle? Wie wollen wir unsere große Aufgabe erfüllen, wenn wir daran schtvach werden? O Am anderen Tage wurde ich in die Stadt gerufen, au» der ich erst eine Woche später zu- rückkehrte. Oskar holte mich vom Bahnhof ab. Es sei nichts Besondere» passiert, meinte er, al» ich danach fragte. Die Küchenbelegschaft hätte in der Versammlung auf ihre Forderung verzichtet. «Und tva» ist mit Alex", erkundigt« ich mich. Der Hütte nach dem bewußten Abend tagelang kein Wort mit den anderen gewechselt. Gestern sei aber ein Brief für ihn dabei gewesen, aus Hamburg.«Er.ist nachher ganz aufgeregt gewesen und fragte mich, wann du zurückkommft", schließt Oskar seinen Bericht. .Wann ich zurückkomme? Verstehe ich nicht. Waö will er denn von mir?" Er weiß e» auch nicht. Wie ich beim Abendbrot bin— die Margarinestullen mit der sauren Gurke dazu wollen nach den paar Tagen Stadtkost gar nicht schmecken — kommt Alex herein. Br sieht wirklich verändert aus. Und zu seinem Vorteil. Vielleicht macht e» nur der Kragen, den er heute umgebunden hat. Richtig fein gemacht hat er sich, denke ich und sehe ihn erwartungsvoll an.«Na, Alex, was ist denn heute lo», willst wohl au»- gehen?" »Nein, ich kriege Besuch", antwortet er und ich merke, er sst verlegen. «Wer kommt denn zu dir?" »Meine Fraui" «Deine Frau?" Im Moment spüre U$, tote dumm diese Frage ist. »Wieso, hast du wa» dagegen?" Lr ist gar nicht mehr verlegen, im Gegenteil, rr steht mich herausfordernd an. Ich bin wütend auf den Ueber den Inhalt seiner„Rede", die er schleck!» vorla» al» deren Schreiber wohl wünschten, wird später einiges zu sagen sein: es wird sich nmnlich überhaupt al» zweckmäßig erlvcisen, den Choratter dieser Sudetendeutschen Jugendgemetnsckaß zu untersuche». Weder die Rede, noch deren Vor. leser machten einen guten Eindruck, und so wurt: der Sach« der Totalitären mehr an Schoden zv> gefügt al» die optimistischesten SdP-Leut« eit Nutzen zu erhoffen wagten. Für die sozialistisch« Jugend hatte beim ersten Abend Karl Kern gesprochen, dessen Darlegungen auf die Versammelten großen Eindruck machten. Auch die Siede de» Vertreter» der Juitg- akademiker im Bund der Landwirte. Josef Denk und die Rede de» deutschen Jungdemokraten. Wank, weckten starke» Interesse und große Zustimmung. wie überhaupt nur die aktivistische sudetendeutsche Jitgend zu den brennenden Pro, bleuten der Gegenwart etwa» Konkrete» zu sag« wußte, während sich der DdP-Mann hinter schwammigen Phrasen verschanzte und just darauf keine Antwort aab, woraus man am neugierig« sten war: nämlich auf die Frage, wie die Jugend der SdP zur Demokratie stehe. „Lange gemeinsame Geschichte" Amtsantritt des neuen tachechoslowskt. sehen Gesandten la Wies Donnerstag, den 8. Feber, hat der neuer, nannte tschechoslowakische Gesandte in Lien Künzl-Jizerskh dem Bundespräsidenten Milla« sein Beglaubigungsschreiben überreicht. Der Gesandt« sagt« dabei u. a.: Ich komme in Ihre Hauptstadt, fest erschlossen, au» allen Kräften za einer stet» eng«« Annäherung unserer betten Nachbarstaaten hin«u- arbeiten. Meine Aufgabe wird allerding» durch die lange gemeinsame Geschichte erleichtert, velche «Ine Gemeinsamkeit zahlreicher Interessen und «ine Betrachtungsweise geschaffen hat, die sich nur wenig voneinander unterscheidet... Diese Simm» günstiger Bedingungen führt unsere beiden Staaten zu der bereits traditionellen Annäherung«. Politik und fteundschafklichen, loyalen und aufrichtigen Zusammenarbeit mit allen ihren Nachbar», wa» ihnen die Erfüllung ihrer historischen Mission und die Entwicklung ihrer wirtschaftlichen und geistigen Beziehungen zum größten Bortell unserer beiden Länder ermöglicht... Nur durch ein dol> kommene» Perständni» und gegenseitige Achtung können vor allem di« Schmerzen geheilt werden, an denen alle Staaten Mitteleuropa» leiden. In seiner Antwort sagte Rikla» auch folgende»:• Nach mannigfachen Wechselfällen der Geschichte und dem Zuge der poliftsche» und wirtschaftlichen Entwicklung der letzten Jahr« ist de» Völkern unserer beiden Nachbarstaaten so manche» Gemeinsame», da» sich infolge jahrhundertelanges Zusammenleben« herausbildet«, wieder stark zunt Ausdruck gekommen. Ich sehe darin ein rrfrctM« Symptom für«ine fortschreitende Aujgestaltun- der Beziehungen zwischen unseren beiden Staates. Der Präsident der Republik empfing am TvnnerStag den Rektor der KarlSuniversttä», Professor Dr. G l a v i k, ferner den Rektor der tscket wischen technischen Hochschule, Prof. Dr. S vam- b e r g, und schließlich den Vorsitzenden der Inter« nationalen neozionlstischen Weltorganisation Ala- dtmir Jabotinsky. Max. ES ist doch offensichtlich Unsinn, wa» der Kerl erzählt hat. »Aber nicht doch, Alex, ich wundere mich nur..., wann kommt sie denn?" »Ich meine, du hast doch nichtt» dagegen, daß sie hier wohnt?" Er ist immer noch nicht beruhigt. Mißtrauisch sieht er mir inS Gesicht. »Natürlich nicht, Alex, werde dock de!« Frau nicht auSsperren", ich lache, als hätte ich einen Ditz gemacht. Und ntm hellt sich sein Gesicht wieder aus. »Was meinst du, können wir nicht im hinteren Zimmer die Zeit iibec wohnen?" »Na Aar, steht doch leer", antworte ich, zufrieden, daß er nicht» weiter gemerkt hat.»Kommt sie mit dem Zehn-Uhr-Zug? Dann mußt du ja loSgehenl Ich werde nachher gleich zwei Betten reinstellen lassen, aber ein» genügt wohl auch, wa»?' »Ist schon gut, Alex", ich lege ihm die Hand auf die Schulter,«e» gibt eben mal Kurzschluß, kann jedem passieren. Hauptsache ist, man findet sich wieder und steht ein, daß«S Unsinn war." Freundschaftlich knuffe ich ihn i,i die Seite.»Aber nun schnell zuni Bahnhof, ist höchste Zeit!" Als der OSkar am anderen Tag zu mir kam, war ich gerade mit meiner Wochenabrechnung fertig geworden, die mich fast den ganzen vormittag beschäftigt hatte. Alex hatte sich nicht sehen lassen. «Wa» macht denn der Besuch?" frage ich OSkar, während ich di« Bücher vom Tisch räum«, «'n schlechten Eindruck", anttvortet er. »Wieso?", «Na, der ganz« Bau spricht doch schon drüber." .Worüber?" «Na, über di« Diskussion an der Küche, heut« früh." «Nun erzähle schon", sage ich ungeduldig. (Fortsetzung folgt) 1 tee ird τία aft Dr. de di d ! 11, he C er f R 10 t 25 be B Mr. 29 Freitag, 4. Neber. 1938. Sudetendeutscher Zeitspiegel Erstarkender Aktivismus Versammlungsverbot Crite 3 im Erzgebirge Nachdem wegen der Gefahr der Verschleps pung der im Bezirke Preßnitz ausgebrochenen Maul und Klauenseuche eine Reihe strenger Vorschriften erlassen worden ist, hat nun auch der fie daraus nicht eine bequeme Agitationstätigkeit die nichtgewählten Funktionäre nun dem Gau- Bezirk Komotau für alle Erzgebirgsgemeinden machten. So macht es hauptsächlich die en rate zur Ernennung" frei stehen. Und das die strengen Weisungen zur Verhinderung einer Unter diesem Titel schreibt die Prager ein Partei. Sie überreicht ganze Pa- Wichtigste ist, daß der Vorsitzende die Teilnehmer weiteren Ausbreitung, darunter auch ein allge tetebon Interpellationen. Im Aus- dieses bentwürdigen" Bezirksturntages auf meines Verbot jeder Art von Unterhaltungen, Bochenkorrespondenz": Es ist eine von der SdP nur höchst un land benüßt man die Interpellationen der SDP gefordert hat, die besprochenen Vorfälle in den Versammlungen, Kinovorstellungen, Theaterauf willig zur Kenntnis genommene Tatsache, daß als Material gegen die Tschechoslowakei. Natür Vereinen nicht noch mehr breitzutreten. Jawohl, führungen, öffentlicher und geſchloſſener Unter Die Versammlungen der deutſchen aktivist i ich fügt man nicht die Antworten auf diese Inter- das ist das Entscheidende bei diesen sonderbaren haltungen sowie öffentliche und Hausschlachtfefte ichen Parteien in der letzten Zeit immer bellationen hinzu; denn dieſe würden oft draſtiſch Vorgängen im deutschen Turnverbande, nämlich, erlassen. Ansiehuno straf t gewinnen und zeigen, wegen welcher Nichtigkeiten die Abgeord- die Mitulieber in den Bereinen Daneben befagt die Verordnung, daß die Ause daß die Rückwanderung aus den neten und Senatoren der SdP interpellieren. dürfen davon nichts erfahren und gänge aus den Eisenbahnstationen, des weiteren die Die Regierung muß auf jede nichtige Inter- sollen weiter im unklaren gelassen werden. Eingänge in Kirchen, Schulen, Gasthäusern, Kinos Reihen der Sd Pins aktivistische Lager zunimmt. Man kann es verstehen, bellation der SdP antworten. Aber in der ganSo geht also auch dieser, von und andere öffentliche Lotale sowie die Eingänge in was die verſchiedenen Rufe" dieſe Tatsache nicht en SdB ist niemand, der eine Verpflichtung füh. Serrn Senlein geführte Berdie Fabriken ständig mit den vorgeſchriebenen Mits Ten würde, auf die Frage zu antworten, wer die band seiner schweren Krise im Niederlande teln zu desinfizieren sind. wahrhaben wollen und daß sie die Zuversicht der eigenen Anhänger durch Nachrichten über„ Mit- Auslandsreifen von Konrad Sen- entgegen und wenn auch der„ Volksgemeingliederzunahmen" aus diefem oder jenem Dorfe Le in bezahlt und ob die Nachrichten darüber beschaftskleister" die Risse noch einmal zusammenover Bezirke zu stärken suchen. Verschiedene Berechtigt find, daß Senleins Partei aus fleben wird, so bleibt doch die Vertrauenstrife schleppung der Maul- und Klauenfeuche erfolgen dem Ausland finanziert wird. Es ist bestehen, die der Anfang vom Ende sein wird. triebsausschuswahlen haben gezeigt, daß sich gerade die Arbeiterschaft über die bishe- traurig für Henlein und seine Partei, daß ihr rinen Mißerfolge der Arbeiterstandespolitik inner- Rührer ſelbſt es nicht für eine politiſche Notiven halb der SdP ihre eigenen Gedanken macht und digkeit erachtet, auf diese Fragen Ilar zu antwor die Folgerungen daraus zu ziehen beginnt. Wenn ten. Die SDP intervelliert fortwährend. Die die deutsche sozialdemokratische Reziprozität( Gegenseitigkeit) verlangt, daß die Bartei, nach den Worten ihres Ministers Dr. Henlein- Partei flar auf solche Fragen antwortet." Eze ch, im Gesamtbereiche ihrer Bewegung einen 25prozentigen 8u wa chs aufzuweisen hat, so spricht dies nicht nur für die zunehmende Aktivität der in ihren Grundfesten uners schüttert gebliebenen Partei, sondern auch für die zunehmende unzufriedenheit der in der SdP organisierten Arbeiterschaft". Die genannte Korrespondenz widmet bann längere Ausführungen dem Fortschreiten, das auch bei der christlichsozialen Bewegung und insbesondere bei den Landbündlern zu verzeichnen ist. Gesamtstaatlicher Kongreß der Volksbildner aller Nationen Festrede des Ministers Franke Protektor: der Präsident der Republik Ein Edler... Die Zeit" meldet, daß bei der Versteige rung in Steden der Chefredakteur der Zeit". Wannenmacher, Sieger blieb und bemerkt dazu unter anderem: ..Im Dorfe Waldhof, wo die Nachricht von der beendeten Versteigerung gegen Mittag bekannt wurde, herrschte Feiertagsstimmung angesichts der von vielen Familien abgewendeten Gefahr, um den Arbeitsvlab zu kommen. Die deutschen Arbeiter und Bauern von Waldhof umringten den zurüdfehrenden Wannenmacher, dankten ihm beweat dafür, daß er fich fo felbftlos für die Erhaltung des deutschen Bodens eingesetzt hatte und gelobten, den ersteigerten Grund untereinander aufauteilen und Wannenmacher nach Tunlichkeit schadlos zu halten. Der von den Tſchechen auf geztvungene Kampf um deutschen Grund und Boden hat also hier bewirkt, daß der Gedanke der Volfsgemeinschaft in der vorbildlichsten Weise unter den bart um ihr Dasein rinnenden Arbeitern und Bauern zum Durchbruch kam. Zusammenbruch eines bürgerlichen Konsumvereines Alle aus Deutschland einlangenden Senduno gen, sobald sie solcherart sind, daß dadurch eine Vero fann, sind entweder sofort zu verbrennen oder zu des infizieren. Diese Weisungen gelten für den gesamten polis tischen Bezirk Preßnitz und für die im Bezirke Komo tau liegenden Gemeinden: Sonnenberg, Krima, Neus dorf, Tichoscht, Märzdorf, Ulmbach, Sebaſtiansberg, Reizenhain, Rodenau, Natschung, Kallich, Bernau, Gersdorf und Troschig. vom 1. Feber ist ein Truckfehler unterlaufen. Frra Druckfehlerberichtigung. In unserer Folge tümlich heißt es auf Seite 3 in dem Artikel» Der deutsche Hochschüler und der 18. Feber" bei den in der Statistik angeführten Ziffern: Gesundheitss dienst... 140.000 Kč, während es richtig heis Ben soll: 40.000 Kč. Die Prüfungen für Bühnenanwärter. Der Vera band deutscher Bühnenleiter in der Tschechoslovakei und der Bühnenbund in der Tschechoslowakischen Res bublif geben bekannt, daß die Prüfungen für Bühnen anwärter in Brünn am 2. März 1988 und in Prag am 3. März 1938 stattfinden werden. Die Prüfungsanwärter haben sich bis spätestens 19. Fes ber 1938 bei der Paritätischen Prüfungsstelle, Büh nenbund, Brünn, Glacis 61/63, anzumelden. Die Unterlagen für die Prüfung werden sodann den Ans wärtern zugesandt. Vor ungefähr zehn Jahren wurde in Obergrund durch zahlreiche Personen der Konsumberein Concordia" gegründet und auch in Niedergrund eine Filiale errichtet, welche aber bald wieder zugemacht werden mußte. Nun ist es auch mit dem Verein so weit gekommen, daß er sein Geschäft in Overgrund schließen mußte und versucht, einen außergerichtlichen Ausgleich her beizuführen. Der Verein Concordia" ist somit in Liquidation getreten und die Mitglieder, dar unter viele arme Teufel, haben nicht nur den Verlust ihrer Anteile zu verzeichnen, fonderr müssen nun auch noch die Haftung für die Höhe ihres Anteiles übernehmen. Der Konsumberein wurde durch die ganzen Jahre seines Beftandes von Herrn Franz Weichan geleitet, der zugleich auch Gemeindevorsteher von Obergrund ist und man muß sich die Frage vorlegen, wieso trok der durchgeführten Revisionen der Zusammenbruch nicht rechtzeitig verhindert wurde. Jedenfalls wird seit Wochen in Obergrund mächtig ae= Archivrat Dr. Anton Moucha, der Obschimpft, es ist in ganz gleichgültig, durch welche mann des„ Institutes für deutsche Volksbildung Umstände der Rusammenbruch dieses Konsumber in der Tschechoslowakei unter dem Protektorat eines herbeigeführt wurde, denn die Leibtragen des Präsidenten der Republik", gewährte einem Uns dünkt, daß sich der Gedanke der Volks, den dieser Affäre verlieren vielfach ihre fauer Mitarbeiter des DND folgendes Interview: gemeinschaft vor allem im Kopfe des Herrn ersparten Groschen, die bei dieser Sache verwirtUnser deutsches Volksbildungsinstitut wird Wannenmacher hätte Bahn brechen müssen. schaftet wurden.- Es ist auch in diesem Falle in diesem Frühling mit einer Tagung gro- als seine deutsche Nachbarin in Bedrängnis war. eigentümlich, daß die sonst doch über alles aut Ben Formates in die Oeffentlichkeit treten. Aber Herrn Wannenmacher fiel es nicht ein, seiner informierte Abwehr" und die Rumburger ReiIn der Zeit vom 26. bis 28. Mai plant nämlich in Not geratenen Nachbarin zu helfen. Er ha: tung" noch kein Sterbenswörtchen zu sagen bat das Ministerium für Schulwesen und Vollstultur vielmehr geduldet, daß ihr Gut unter den Ham. ten. Was würde gerade in diefen Zeitun ren für einen geſamt ſta at lichen Kongreß der mer kam. Er wollte das Gut ja billig erſtehen ein Geſchrei losgelaffen worden sein, wenn es sich Bolfsbildner aller Nationalitä- und war über die tschechische Konkurrenz baß um einen roten" Konsumverein handeln würde?| tenliteratur Stellung zu nehmen. ten dieses Staates. Die Kundgebungen werden erstaunt. Nun soll die Selbstlofigteit bon allen Nationen gemeinsam be Wannenmachers dadurch belohnt werden, daß ihn schickt werden, die Verhandlungen werden in Set- die Arbeiter des Waldhofes schadlos halten. Da tionen, die nach den einzelnen Nationen getrennt bleibt nichts mehr zu wünschen übrig... find, stattfinden. Schulminister Dr. Frante wird den Kongreß mit einer estre de eröffnen. Im Verlauf der Tagung sind offizielle, forporative Besuche des tschechischen Nationaltheaters wie des Deutschen Theaters vorgesehen. Ten Vertretern der öffentlichen Bildungspflege werden sich bei dies fem Kongreß alle diejenigen Volksbildner und volksbildnerischen Organisationen anschließen, die auf demokratischer Basis stehen. Auch der Turnbezirk Warnsdorf rebelliert! Befehl Franco wirbt in der Tschechoslowakei. Son eben ist in Prag die erste Nummer der Zeitschrift Svitani"( Morgenröte") erschienen, in der in tschechischer Sprache für Franco geworben wird. Die Zeitschrift soll zweimal im Monat erscheinen. Wir hoffen, daß es der„ Venkov" nicht unters lassen wird, auch gegen dieſe Sorte von Emigrans Keine Bombardierung offener Städte! an die republikanischen Flieger Negrin Barcelona.( Ag. Efp.) Donnerstag 30 französische Lastwagen mit Lies Unter Hinweis darauf, ba besgaben für die Zivilbevölkerung ausgeladen, der Verteidigungsminister der als der Angriff der Rebellenflugzeuge erfolgte. spanischen Republik am 28. Zwar wurden die Lastwagen und ihre Begleitung nicht getroffen, aber auf dem Bahnhof von Sis Jänner die Einstellung der Flugbombardements des Hinguera wurden einige spanische Zivilisten getötet. terlandes anbot und daß die Regierungen Frankreichs und Franco- Flieger bombardieren Englands zur Zeit eine Vermittlungsaktion zwischen den amerikanische Sanitätskolonne beiden Parteien in dieser Perpignan.( Havas.) Donnerstag vor. Sache unternehmen, hat der Ministerpräsident mittags bombardierten Rebellenflieger die Stadt Negrin der republikanischen Luftflotte befoh- Pigueran, wobei einige von 40 großen Lastauto. ( len, die bereits vorbereitet gewesenen Bomben- mobilen getroffen wurden, die eine Lebensangriffe auf Städte im aufständischen Gebiet vor läufig nicht auszuführen. Zugleich wird mitgeteilt, daß die republikanischen Flieger während der Zeit der Verhandlungen über dem Nebellengebiet nur Ueberwachungs- und Erfundungsflüge ausführen werden. mittellabung aus Par is transportierten und ein Teil eines Transportes waren, der auch Ambulanzfahrzeuge umfaßt, die von der amerikanischen Sektion der internationalen Sanitätszentrale zur Verfügung gestellt wurden. Es verlautet, daß bei diesem Bom Zur gleichen Zeit, da diese Erklärung der bardement drei Personen ums Leben tamen und republikanischen Regierung bekannt wird, wird viele andere verletzt wurden. Die Lastautos, bie ein Bombenangriff der Rebellen auf die Stadt nicht getroffen wurden, kehrten auf franzöfifches Siguera gemeldet. In dieser Stadt wurden am Gebiet zurück. Wie sich also am Sonntag, den 30. Jänner, auf dem Turntage des Turnbezirkes Warnsdorf gezeigt hat, ist auch die Turnerschaft dieses Bes zirkes nicht gewillt, die Vorgänge im deutschen Turnverband so ohne weiters zur Kenntnis zu Aber auch bis zu diesem Kongreß bleiben wir nehmen und wahrscheinlich hat auch die Treue nicht müßig. So sind wir mit der Anlegung einer zum Führer" im Warnsdorfer Turnbezirke ein Rednerliste" als Behelf für die Volksbil großes Loch aufzuweisen. Aus einem Berichte dung beschäftigt. Schon über zweihunder Rumburger Zeitung" über diesen Bezirksdert Namen stehen auf der Liste verzeichnet: turntag, der in Teichſtatt abgehalten wurde, entfie gehören Vertretern von nahezu sämtlichen wif- nehmen wir nachstehende, sehr intereſſante Dinge, senschaftlichen und schöngeistigen Arbeitsgebieten. Die ein wahres Bild von der angeblichen GeDesgleichen finden gleichsam am laufenden schlossenheit" des deutschen Turnverbandes bieBande Arbeitstagungen der Volts- ten. Also hören wir, was dieſer Vericht fagt: bildner in den einzelnen Gauen und Bezirken„ Eine kurze Aussprache über die erstatteten der Tschechoslowakei statt. So stehen vom 1. Jän- Berichte leitete zu den Neuwahlen über. Wenn ner 1938 bis zum Kongreß Iglau, Kesmart, Ben- dieser Punkt bei allen Vereinshauptversammlun. fen, Brünn, Elbogen, Neubistrik, Tachau, Znaim gen auf Schwierigkeiten stößt, fo ganz beson und Zwittau auf dem Programm. Diese Arbeits- ders amheurigen Bezirkstur ntagungen behandeln unsere Hauptthemen; das In- tage. Mit Ausnahme des Bezirksturnwartes ftitut und seine Behelfe, das Büchereiwesen, das legten die brei Amtswalter ihre Aemter zurüid. Vortragswesen und vor allem die Wehrerzie- Während Säckelwart Worm für einen Stellverhung. treter vorgesorgt hatte, Tb. Willi Knöfpel, Warns dorf, wurde für dieses Amt gewählt, konnte für die beiden anderen niemand gefunden werden. Es stehen also dieſe Aemter dem Gaufprechwarte, bzw. Gaurate zur Ernennung frei. Eine ziemlich erregte Aussprache brachten die Bodenbacher Vorgänge im Verbandsturnrate, ein darauf beaughabender Antrag wurde abgelehnt, weil diefe Sache am Ganturntage bereinigt werden wird. Den leider viel zu früh zurückgetretenen Amts. L vnd vn. Das Ergebnis der Mittwoch waltern wird Dank und Anerkennung gezollt und mit dem Liede:„ Heilig Vaterland" wird dieser fihung des Unterhauses war die knapp vor Mit in der Geschichte unseres Vezirtesternacht von Eden gemachte Mitteilung im Unterso denkwürdige Taggefchloffen, haus, daß die britische Regierung in kürzester Zeit nachdem noch Töpper ermahnt hatte, die be. die Initiative zum Abschluß eines internationalen sprochenen Vorfälle in den Vereinen nicht noch mehr breitzu- Abkommens über den Krieg in der Luft und eines treten." Abkommens über das Verbot von Bomt= An den Fragen der Wehrerziehung arbeiten wir dieses Jahr mit besonderer Intensität. Wir werden die erſten Behelfe für die außerschulmäßige Wehrerziehung herausbringen. Vor allem werden erscheinen: Ein Buch von Dr. Emil Franzel Die Geschichte der Kriege cuf dem Boden der Tschechoslowa lei" und ein Liederbuch für die Wehrerziehung" mit Marsch. Volts- und Heimatliedern, bearbeitet von Dr. Franz Longin. Die große Bedeutung. die dem Institut von höchster Stelle beigemessen wird, geht wohl deutlich aus der Ilebernahme des Protettorats durch den Staatsprä sidenten hervor." Auf Gegenseitigkelt! Die Přitom no st" schreibt: England beantragt LuftkriegsVerbot von Bombardierung der Zivilbevölkerung nis mit Paris Konvention unternommenen Fühlungnahmen. deren Anfang Jahre zurücklieat, wurde im Vorjahre gelegentlich der Anwesenheit BI om beras bei den Krönungsfeierlichkeiten in London wieder aufges nommen. Sie fanden eine Fortsetzung im Verlaufe des Besuches des Generals Wild im Herbite in England und Geoffrey 21 o yds in Deutschiand und Frankreich. Der Appell des Labour- Abgeordneten Moro ten Worten im Unterhaus an die Weltöffentlich. feit richtete, erntete den uneingeschränkten Beifall Es wird vor allem einmal zugegeben, daß bardierungen der Zivilbevöl- gan Jones, den dieser am Mittwoch in beweg " Zu den großen Nechten der Mitglieder der die Neuwahl der Funktionäre bei den Hauptver- terung ergreifen werde. gefebgebenden Körperschaften gehört auch das fammlungen im heurigen Jahre auf große Die Ankündigung bildete eine U e berra des Parlamentes. Der Abgeordnete nannte den Recht, an die Regierung Fragen zu richten. Aber Schwierigkeiten stößt. Weiters wird zugegeben, auch mit Interpellationen und ebenso mit Re- daß die Bodenbacher Vorfälle die Ursache dieser schung für das Unterhaus. In volitisch- diploma- Lufttricg ein Verbrechen gegen die Menschfolutionen ist es so wie mit den Banknoten: je internen Schwierigkeiten im deutschen Turnver- tischen Streifen ist allerdings bekannt, daß Groß- lichkeit und eine Schande für die Zivilisation und mehr man von ihnen druckt, desto weniger gelten bande sind und nun auch auf das Warns britannien feit längerer Reit attiv bemüht ist. eine verlangte, daß England fein ganzes internationa. fie. Unsere Nationalversammlung würde viel dorfer Gebiet übergegriffen internationale Stü st ungs- Begrenzun z les Ansehen un dieine ganze Macht einsehe, um Geld ersparen, wenn viele ihrer Mitglieder das haben. Weiters wird zugegeben, daß es fehr im militärischen lugwefen au ein diesbezügliches Abkommen zustandezubringen. Recht der Interpellation ernst nähmen und wenn heiß zugegangen sein muß und daß erreichen. Die hier wie es heißt im Einverständ-| bringen. Seite l Freitag, 4. ffeter 1038 Nr. 29 Felssturz in Herrnskretschen Eine Fabrik zerstört— 60 Arbeiter brotlos Donnerstag gegen-alb 5 Mr früh ereignete sich in HerrnSkretschen, hinter der Nähmaschinen» zwirnfabrik Wilhelm Eisele, G. m. b. H., ein Felssturz, durch welchen das FabrikSgrbäude derart beschädigt wnrde, dass der Betrieb eingestellt werden mußte. Der Fabrik-Platz ist behördlich abgesperrt worden, weil erst untersucht werden muß, ob nicht weitere Absturzgefahr droht. ES muh alS großes Glück bezeichnet werden, daß sich der Felssturz ereignete, als die Fabrik nicht im Betrieb war. Am meisten kommt durch daS Ereignis die Arbeiterschaft zu Schaden, die nun, man weiß nicht auf wie lange Zeit, brotlos geworden ist. ES kommen immerhin 30 bis SO Beschäftigte in Frage. Oberhalb des Mitteltraktes löste sich zu der angeführten Zeit ein viele Hunderte Zentner schwerer FelSblock los»nd stürzte mit Donnergepolter gegen die rückwärtige Front der Fabrik-- anlage, eine- älteren, auS Quader» errichteten zweistöckigen Gebäudes. Dadurch wurde die rückwärtige Wand eingedrückt und daS Dach samt den Deckentragbalken nach vorne geschoben. DaS hatte zur Folge, daß die vordere Wand im-wetten Stocke nach außen geschoben wurde und ab- „Ich habs gewagt I" ,JDoch, soviel ich sehe, wird ihre Tyrannei die längste Zeit gedauert haben, und wenn mich nicht alles trügt, bald vernichtet werden. Denn gelegt ist bereits, ja gelegt ist an der Bäume Wurzel die Axt, und ausgerottet wird jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, und des Herrn Weinberg gereinigt werden. Das sollet ihr nicht mehr hoffen, sondern nächstens mit Augen sehen. Inzwischen seid guten Mutes, ihr deutschen Männer, und muntert euch wechselseitig auf. Nicht unerfahren, nicht schwach sind eure Führer zur Wiedergewinnung der Freiheit. Beweist nur ihr Buch unerschrocken und erlieget nicht mitten im Kampfe. Denn durchgebrochen muß endlich werden, durchgebrochen; besonders mit solchen Kräften, so gutem Gewissen, so günstigen Gelegenheiten, einer so gerechten Sache, und da das Wüten dieser Tyrannei aufs höchste gestiegen ist. Das tut und gehabt euch wohl. Es lebe die Freiheit! Ich habs g-twagt!” Ulrich von Hutten Riesiger Erdrutsch In Serbien Achtzehn Häuser vernichtet Belgrad. Die Einwohner der Gemeinde Ma« losisti bei NiS wurden Montag nachts durch cincii starken Lärm, ein heftiges Tosen und eine Abwärtsbewegung ans dem Schlaf geschreckt. In einem Teil der Gemeinde halte sich nämlich ein riesiger Erdrutsch ereignet, bei welchem ein groster Bodenkomplex längs eines Abhanges bis 20 Meter tief abruischlc. Von mehr als 30 Häusern wurden 18 so schwer beschädigt, daß sie geräumt werden mutzten. Ein ähnliches Unglück ereignete sich auch in zwei benachbarten(Gemeinden, tvo gleichfalls eine größere Zahl Von Häusern beschädigt wurde. Auch hier mutzten die Einwohner die beschädigten Häuser verlassen. Die Boden- beloegung dauert bisher noch an. Opfer an Menschenleben werden nicht gemeldet. Nene Masarnk-Akten inS Nationalmuseum. Einer der nahen Freunde Masaryks, ein Mitarbeiter in der Nedaltion des ,,Eas", widmete dem Literarischen Archiv dcS Nationalmuseums einige wertvolle Andenken an Masartzk. Besonder- zu nennen ist eine ganze Handschrift von Masaryks ,„Humanitätsidealen", die 87 Blatt in Folio-Format umfaßt und ein Anteilschein vom Verlage des„Ens",'*der von Ian Herben und Masarhk unterschrieben ist. Mängel unseres Fremdenverkehrs. Wollen stürzte. Der im zweiten Stock gelegene Arbeitß- saal wurde vollständig demoliert. Die TranS- miffiouen wurden zerrissen und die Maschinen unbrauchbar gemacht. Ein zweiter gewaltiger FelSblock traf im Sturze die gegen HerrnSkretschen gelegene Ecke deü FabrikSgebäudeü. Der Anprall war so heftig, daß der ganze Bau förmlich verschoben wurde. Zahlreiche, handbreite Riste reichen vom Giebel bis zu den Fundamenten, teilweise ist daü Mauerwerk eingedrückt. Die Maschinen in diesem Teile der Fabrik sind vollkommen unbrauchbar gemacht worden. Der entstandene Schaden dürfte mit einer halben Million Kt kaum zu decken sein. Wie verlautet, soll die StaatS-Forstverwal- knng auf die Gefährlichkeit jener Stelle bereitfrüher aufmerksam gemacht worden sein. Datz Unglück trifft nicht nur die Firma und die Gemeinde Herrnskretschen, sondern vor allen« die dort beschäftigt gewesenen Arbeiter sehr hart, die kaum in absehbarer Zeit eine andere Beschäftigung finden dürsten. ES wird notwendig sein, alles in Bewegung zu setzen, damit der Schäden behoben und die Beschäftigung so bald alS möglich wieder ausgenommen wird. Namen aller Städte und Gemeinden an allen Strahen aus Tafeln in standardisierter Grütze und Farbe kenntlich machen. Es genügt eine einfache Verordnung des zuständigen Ministerium-, damit die Gemeinden diese Tafeln aus eigene Rosten und nicht zu ihrem Schaden anbringcn lassen. Neuregelung der Sonntagsrückfahrkarten. Ab 1. Feber 1038 werden Sonntagsrückfahrkarten nach allen Stationen auf unbeschränkte Entfernung s sowie auch nach Haltestellen und von Haltestellen) verausgabt. Ausgabe der Sonntagsrückfahrkarten erfolgt Samstag ab 12 Uhr oder an dem dem Feiertag vorau-gehenden Tag ab 12 Uhr. Die Ermätzignng obiger Fahrkarten wurde von bisherigen 33 J4 Prozent v. H. auf 25. v. H. e r n i e d r i g t. Der Preis einer Sonntagsrückfahrkarte gleicht dem eineinhalbfachen Preis einer normalen Fahrkarte(28 vom Hundert Ermäßigung). Reisende, welche mit eineinhalb normalen Fahrkarten abgcsertigt werden, müssen sich beide Fahrkarten für die Rückfahrt belassen. Kongreß der zivilen Flugabwehr. Der Stadtrat von Aussig wird da- Protektorat übe«, den ganzstaatlichen Kongreß der Funktionäre der zivilen Flugabwehr übernehmen, der hier in den Tagen vom 1-t. bis 10. Mai l. I. abgehallen werden wird. Der Stadtrat übernimmt auch die Deckung der Kosten und wird t die notwendigen städtischen Einrichtungen kostenlos zur Verfügung stellen. Ein Hochverratsprozeß gegen vier Arbeiter, von denen drei Angestellte deS britischen Militär- arsenals in Woolwich sind, begann in London. Die Arbeiter sind deS militärischen Verrates angeklagt, begangen durch Mitteilungen über Flug- zeugkonstruktionspläne sowie eines neuen SckifsS- geschüheö, Weitergabe von militärischen Photographien ete. Die Untersuchungsbehörden vermuten, datz die Angeklagten auch Mitteilungen über eine geheime Dienstordnung gemacht haben, tvelche die Anivendung besonderer Explosivstoffe behandeln. Ako Kronzeuge fungiert ein junger Mädchen, das im Intelligenz-Servier des Kriegs» Ministeriums angestellt ist. In dieser Eigenschaft trat sie dem Verein der Freunde der Sowjetunion bei, deren Mitglieder die betreffenden Arbeiter waren. Ihre Beobachtungen und das Material, das sie sich hiebei beschaffte, bilden dle Grundlage deS Prozeßes. Eine Höllenmaschine. In der Sofioter Woh- nnng des russischen Journalisten Kolenoviä, welcher das russisch geschriebene antikommunistische Blatt„Golos Russin" herausgibt, explodierte eine Höllenmaschine. Hiebei wurde ein Russe namens MichacloviL getötet. Kolenoviö, seine Gattin und sein Sohn wurden bloß verwundet. Kolenoviä ist als geschworener Feind der Sowjets bekannt. Flugkatastrophe in USA. Während der Flottenmanöver an der iriiste SüdkalifarnienS stießen zwei Marine-Bombenflugzeuge im hefti gen Regen zusammen und stürzten ins Meer. Die gesanite sieben Mann starke Besatzung des einen Flugzeuges kam ums Leben, vier Mann des anderen Flugzeuges tvurden durch ein Boot des Flaggschiffs„Pennsylvania" gerettet. Mehrere Schlachtschiffe und 20 Zerstörer haben die Suche nach den drei vermißten BesatzungSmitgliedern des zweiten Flugzeuges ausgenommen. Erövrr Racktarsch, Lörscher Arschbacken und Ahr-Schwärmer. In den Tagen, da sich der Nationalsozialismus in einer schweren inneren Krise befindet, haben die reichsdeutschen Blätter Sorgen, deren Art aus der folgenden in der„Frankfurter Zeitung" veröffentlichten Notiz hervorgeht:„Der Werberat der Deutschen Wirtschaft hat die weitere Verwendung der Bezeichnungen „Tröver N a ck t a r s ch" und„Lörscher Arsch- backen" als Weinnamen untersagt. In dem ersten der beiden Fälle hat er fesigesteUt, datz es sich um keine anerkannte Lagenbezeichnung handle, „sondern um eine von geschäftstüchtigen Winzern geschaffene Kennzeichnung von Wein, der a n S den verschieden st en Lagern stammt". Die Verwendung des Wortes als Weinmarke sei zum erstenmal 1017 oder 1018 festzustellen. Früher sei der Name ausschließlich sund zwar angeblich schon seit dem 17. Jahrhundert) nur für eine bestimmte Weinberglage, jedoch nicht für die Kennzeichnung von Wein verwandt worden. Seit der ersten Verwendung dieses Namens als Weinmarke habe sich der Name für die Benennung von Wein immer mehr ausgebreitet. Die wachsende Nachfrage nach Wein mit dieser Bezeichnung habe dazu geführt, daß auch Weine aus anderen Lagen unter der Bezeichnung verkauft worden seien. Der Gauwirtschaftsberater der NSDAP in Koblenz habe seinerseits erklärt, daß eine wirtschaftliche Schädigung der Winzer durch ein Verbot der er« tvähnten Bezeichnung nicht z» befürchten sei, und er selbst sei für eine Untersagung eingetreten. DaS gleiche gelte für die andere Bezeichnung, die erst vor einigen Jahren eingeführt worden sei. Jedenfalls stehe fest, datz die Wahl dieses Namens auf eine freieErfindung zuriickzuführen sei. Die bestehenden Bedenken gegen den Weinnamen „Ahr-Schwärmer hätten jedoch nicht zu einem Verbot geführt."— Der Moselwein„Crö- ver Nacktarsch" hat seinen Namen von einer uralten Lagebezeichnung in der Gemarkung Cröv- Mosel. Die Flaschen dieses Moselweines ziert der nachstehende Spruch:„Was begeistert Alte loben — Moselwein, das edle Naß, wollt' die Cröver Jugend proben, tief im Keller, Fatz an Faß. Der Küfer sah's mit Bangen und wurde grob und barsch und haut den kleinen Rangen den blanken nackten Arsch."— Dieser Vers ist auf der Etikette der Flasche auch noch bildlich dargestellt. Der Sturm kegt sich... Der Sturm, der in den letzten Tagen über den britischen Inseln lterrscht«. hat sich gelegt. Einige der Inseln waren bis drei Wochen ohne Verbindung, so z. B.. wie bereits gestern gemeldet, die Insel Rathlin. Mittwoch ist auf der Insel ein Flugzeug, das vom Minister des Innern von Ulster gesandt worden tvar, gelandet. Die Bevölkerung empfing den Flieger mit Jubel. Schmugglrrpech. Die österreichischen Grenzbe- hördeu beobachteten Mittwoch früh an der tschechoslowakischen Grenze ein elegante- Automobil nut dem Prager Äontrollzeiche», in dem ztvei Männer saßen, das ober an dem Zollamt rasch vorbeifuhr, ohne zu hakten- ES wurde eine Untersuchung eingekeitet und daS Auto konnte Donnerstag vormittags im Wiener 1. Bezirk auSgeforscht werden. Die beiden Mätmer wttrden verhaftet. Bei einer genauen Untersuchung deS Wagens wurden 120 Paar Seidenstrümpfe in einem Versteck aufgefunden. Die Untersuchung hat ergeben, daß dieses Automobil viele solche Schmuggelsahrten unternommen hat. Jugendfürsorge— Worbemonat. Im April 1037 wurde von der Deutschen Jugendfürsorge in Böhmen eritinalig eine auf breiter Grundlage aufgebaute Mitgliederwerbung durchgeführt. Der Erfolg tvaren 20.000 Beitritte. Heuer wird diese Mitgliederwer» bung im April g e s a m t st a a t l i ch von allen deutschen Jugendfürsorgestellen wiederholt. Sammelt Schneckenk Wie einer Mittellung des Fnaimer StadtraleL zu entnehmen ist, beabsichtigt die Firma Daniel H o f f n e r in Prag, den Export von WeinbergschneckennachFrank. reich aufzunehmen. ES soll, wie wir von anderer Seite erfahren, geplant sein, allein auS Südmähren wir wirklich etwas zur Forderung unseres Fremdenverkehrs unternehmen, schreibt die„Bräzda", so müssen wir ihm zunächst eine feste organisato» rische und administrative Basis schaffen, die unS bisher fehlt. Die Kompetenz muß in einem einzigen Amt, in fähigen und verantwortungsvollen Händen, vereinigt werden. Dann könnten wir auch mit der Arbeit in einem Tempo einsehen, das uns erlaubt, rascher zu unserem Ziele zu gelangen. Allerdings hängt der Erfolg nicht blotz davon ab, was der Staat tut und zahlt. Sollen sich die Touristen bei uns wohlfühlen und wiederkommen, dann müßen sie bei uns gut wohnen können und einen guten und modern organisierten Verkehr vorsinden. Unsere Hotels sollten sich bewußt sein, datz der Erfolg des Fremdenverkehrs zum großen Teil von ihrer Qualität abhängt, weshalb sie niemals die Auslandskonkurrenz auher acht laßen dürfen. Im Verkehr schadet. unS am meisten die ungenügende Stratzenbezeichnung und die mangelhafte Kenntlichmachung der Durchfahrtsstraßen. Numerieren wir einfach die Straßen, wie dies das Ausland'tut. Fährt man z. B. au- Paris auf der Staatsstraße 7, so gelangt man mit Sicherheit tausend Kilometer weit nach Nizza, in jstuhe und ohne Aufregung. Man mutz auch die Der Kampf gegen die Kinderkrankheiten . Neue Impfstoffe Die Schutzimpfung gegen die Diphtherie mit dem Ramonschen Anatoxin hat wegen der schwierigen Applizierung infolge der größeren Zahl der Injektionen, die zur Herbeiführung der Immunität iwtwendig sind, nicht bei der gesamten Bevölkerung das volle Verständnis gefunden. Die Forschung in diesem Zweige der Immunobiologie hat deshalb versucht, diesen Schwierigkeiten durch eine Modifizierung der bisherigen Impfstoffe zu begegnen. Zu diesem Zwecke wurden in der letzten Zeit neue Impfstoffe vertrieben, mit deren Hilfe die notwendige Stufe der Immunität durch eine kleinere Zahl von Injektionen erreicht werden kann. Dieser neue Stoff„GefällteSdiph- theritischeS Alaun-Anatoxin" wird vom Staatlichen Gesundheitsamt in Prag als heimisches Präparat hergestellt, das In seiner Zubereitung und Wirksamkeit mit ähnlichen neuen ausländischen Präparaten identisch ist. Dieses Präparat kann für Massentmpfungen vom gegen Dlphterle Staatlichen GesundheitSinstitut in Prag, für Ein- zelimpsungen in den Apotheken bestellt werden. Der Preisunterschied gegenüber dem Ramonschen Anatoxin ist minimal. Außerdem wird im Staatlichen Gesundheitsinstitut ein weiteres Präparat für die Verhütung von ansteckenden Krankheiten unter der Bezeichnung„Kombinierter Impfstoff gegen Diphtherie, Scharlach und Keuchhusten" erzeugt und dem Verkauf übergeben, dar der gleichzeitigen Immunisierung gegen diese Krankheiten, und zwar durch drei Injektionen dient. Der Preis dieses Präparates beträgt(für drei Ampullen in einer Schachtel) 10 KC für die Apotheken.— Für Maßenimpfungen werden diese Präparate zum Apothekenpreis, bei Bestellung von mehr als 25 Schachteln mit einem weiteren Rabatt von 15 Prozent abge- ! geben. „Usdersleciluns" der Polarforscher Papanin auf einer anderen EisschoUe Moskau.(Reuter.) Papanln und fein* Genoßen, die Mitglieder der Station„Nordpol", mußten die Eisscholle verlassen, auf der sie sich bisher befanden, weil die Gefahr deS Bersten! der Scholle bestand. Die Forscher sind auf eine andere Scholle übergegangen, die nur 50 Met« lang und 30 Meter breit ist, von wo sie ein Radiogramm sandten, da- aufgefangen wurde. Die Forscher habe« alle- wertvolle Material«st den Ergebnissen ihrer Beobachtungen während der letzten acht Monate mitgenommen. Schmidt fährt aus Der Vorstand des Nord-Seefahramtes Oll» Schmidt ist in der Nacht auf Donnerstag nach Leningrad gefahren, um sich an Bord des Eis, brecherS„Jermal" zu begeben, der in zwei oder drei Taget: ins Grönländische Meer ausfahren wird. Otto Schmidt wird die Rettungsarbeiten für die Papanin-Expedition leiten. Wie aus Murmansk gemeldet wird, ist Donnerstag der Eisbrecher.Tajmyr"mit drei Flugzeugen an Bor) ausgefahren, von denen eines zur Landung so- tvohl auf dem Eise als auch auf dem Wasser eingerichtet ist. Wenn daS Eisfeld, auf dem sich das Lager der vier fowjetrußischen Wissenschaftler befindet, zu klein für die Landung gewöhnlicher Flugzeuge ist und wenn der Zustand des Eisei ein Annähern deS Eisbrechers an da- Papanin- Lager nicht gestatten wird, wird das Flugzeug mit den zweierlei Landungsmöglichkeiten vorteilhaft eingesetzt werden können. Am 2. Feber um Mitternacht befand sich der Eisbrecher„Mur- manjetz", der der Expedition zu Hilfe fährt, auf 72 Grad 12 Minuten nördlicher Breite und S Grad westlicher Länge im Grönländischen Meer, wo weiterhin stürmische- Weiter herrscht. Der Eisbrecher„Murmanjetz" befand sich Donnerstag vormittags in einer Entfernung von 400 Kilometer südwestlich vom Standort der Papanin- Expedition. Wie Papanin in einem am 2. Feber um 18 Uhr abgesandten Telegramm mitteilt, werden in der Gegend der Station die Bruchstücke der Eisfelder von nickt mehr als 70 Meter Länge fortgesetzt zerstückelt, wobei Spalten von einem bi» fünf Meter und Wuhnen bis zu 50 Meter entstehen. Die Eisschollen verändern wechselseitig ihren Platz. Soweit das Auge reiche, sei eine Landung für Flugzeuge unmöglich. In dem Telegramm Pa- panin- heißt es weiter, wir leben in dem Seidenzelte auf einer Eisscholle von 50X80 Meter. Den zweiten Antennenmast haben wir für die Zeit der Verbindung auf eine andere Eisscholle gestellt. Täe Hauptverwaltung des nördlichen Seeweges hat sofort. Maßnahmen zur Rettung der Papanin-Erpedition getroffen und Schmidt sandte an Papanin ein Telegramm, in welchem er ihn von folgenden Maßnahmen benachrichtigt: Der Eisbrecher„Talmyr" erhielt die Weisung, am 8. Feber morgens in See zu stechen. Der Kapitän des Schiffes„Murmanetz" wurde angewiesen, in jedem Falle bis zum Papanin-Lager vorzudringen, um die Exvedition von der Eisscholle abzunehmen. Der Eisbrecher„Iermak" wird eiligst vorbereitet und Sckmidt reist im Laufe von zwei bis drei Tagen auf dem„Iennak" von Leningmd au- ab. Der Kapitän des„Murmanetz" meldete, daß er durck undichtes Eis und Wuhnen bis zu der Papanin-Station vordringe. Er befindet sich 72 Grad 41 Minuten nördlicher Breite, 4 Grad 8 Minuten westlicher Länge. 180.000 Kilo lebende Schnecken zu liefern. Die Schneckenausfuhr wird im Frühjahr dieses Jahres beginnen. Ein Druckhoch rückt heran. Gegen Desteuropa breitet sich vom Ozeän her ein mächiger Druck- hoch au». Donnerstag nachmittags wurden z. B. In Südwestfrankreich bis 777 Millimeter verzeichne:, der Luftdruck steigt dort überall noch weiter am Die Te:nperaturen sind dabei in Frankreich und in England relativ hoch. Das Hochdruckgebiet wird sich in den nächsten Tagen voraussichtlich nach Mitteleuropa verlagern. In diesem Falle dürfte sich dai Wetter bei uns beruhigen, aber die Temperaturen dürften noch über dem Normalwert verbleiben.— Wahrscheinliches Wetter von heute: Andauern des unbeständigen Wetters, mit Schauern und mit übernormalen Temperaturen. In Böhnlen bei Westwind ctlvas wärmer als im Osten, wo sich die Nachtfröste verschärfen dürften.— Aet« terauSsichten für Samstag: Veränderliche, im ganzen jedoch abnehmende Bewölkung, nur vereinzelte Schauer in der Nähe von Gebirglzo- nen, abflauender Wind, überuormale Temperaturen. Vom Rundfunk Imflhliniwwtei au* d«n ProirammMi Samstag r Prag, S e n d e r I: 10.05: Deutsche Preße, 10.80: Schallplattenkonzert, 11,05: Salonorchester. 12.85: Ein wenig Musik£ la(.arte, 14: Deutsch« Sendung: Fröhliche- Wochenende: Skischule storpl und Kertl, Winke für den Wintersport, 17.55: Deutsche Sendung: Fröhliche Klänge und hellere Worte, 18.45: Deutsche Preße, 18.55: Deutsche N- tualitäten, 10.20: Blechmusik, 22.15: Tanzmusik. — Prag, Sender II: 14.20: Deutsche Sendung: Fröhliche Studeutemnusik aus alten Zeiten. 14.55: Deutsche Preße.— Brünn 17.40: Deutsche Sendung: Lieder aus der Jugendzeit von Hugo Wolf, 21.05: Tschechische Opernstunde.— Kascha» 12.05: Slowakische Tanzmusik.— Mährisch-Ostrau 18: Unterhaltungsmusik. Hr. 20 Freitag, 4. Feber 1038 Tcltr 8 Vo^uwrWwift mul ä^LÜchroLM Die Löhne der Arbeiter Ein zeitgemäßer Bismarck-Brief BKVA gemeldeten. Arbeitern und Arbeiterinnen hundert« nicht mehr als 30 bis 00 Kö pro Woche verdienen, einen Lohn also erhalten, der zum Leben zu wenig aber zum Sterben zu viel ist. 2m Bezirk H o h e n e l b e ist e» nicht viel ander-, wenngleich der Durchschnitt-lohn hier 3700 Kö beträgt, also um 1000 XC höher ist al- im Braunauer Bezirk. Aber da es in der Hohenelber Industrie weit mehr qualisizierte Arbeiter al- irgend in einem anderen Industriegebiet gibt, so wird die Zahl jener Arbeiter und Arbeiterinnen, die weniger als hundert XL in der Woche verdienen, im ProzentverhältnlS fast so hoch sein als im Bezirk Braunau. Es wird aber auch in diesem Gebiet tausende Arbeiter geben, die einen Wochenlohn von achtzig XL nicht erreichen. Bleibt nur noch derB«zirkTraute» n a u, der den Durchschnittslohn von Hohcnelbe ebenfalls buchen kann, aber man darf sich auch hier nicht täuschen lassen. Es gibt bei den bei der BKVA in Trautenau versicherten Mitgliedern sicher mehr al- 1000, die Löhne und Gehälter von mehr als 1000 XL im Monat beziehen, so dast auf einen verhällniSmästig Keinen Teil der Versicherungsnehmer ein ziemlich grosteS Einkommen fällt, während die weitaus gröst-re Hälfte der Versicherten kaum einen Durchschnitt von vv Xi pro Woche erreichen dürfte. Alles in allem sind die Erwerl'Sverhältniffe Im ostböhmischen Industriegebiet geradezu beschämend, weil die meisten der in Arbeit stehenden erwachsenen Arbeiter und Arbeiterinnen nicht einmal 100 XL pro Woche verdienen. WaS aber soll ein Familienerhalter mit diesem Betrage anfangen? Oft kostet die Miete schon mehr alS einen Wochenlohn. Mit dreihundert XL aber dir Ernährung einer Familie vorzunehmen, Brennmaterial beschaffen, Kleidung, Versicherungen, Abgaben bezahlen und da- Schulmaterial für die Kinder kaufen, daS ist eine Sache, die nicht möglich ist. WaS bleibt aber dem Arbeiter sonst noch für da- Leben? N i ch t S l Gar nichts in einer Feit, da eS Kreise gibt, die dank dem Flcist unserer Arbeiter ein geradezu aufreizendes Leben führen. Starker Anteil der Metallindustrie am Außenhandel Bon der Gesamtausfuhr des Jahres 1937 von 11.971 Millionen entfallen auf die Metallindustrie 8618 und von der Gesamteinfuhr von 10.966 entfallen auf die Metallindustrie 2876 Millionen. Di« Ausfuhr von Eisen und Eisenwaren erreichte im Vorjahr« 1814 Millionen. 1986 1009 und 1929 1802 Millionen. Die Ausfuhr von Maschinen und Apparaten 1937 368, 1936 247 und 1929 543 Millionen. Hieraus erhellt, daß im Jahre 1937 die Ausfuhr aller Gruppen gegenüber 1936 zunahm, doch wurden die Ziffern von 1929 nur bei der Ausfuhr von Eisen und Eisenwaren erreicht. Die Einfuhr von Eisen und Eisenwaren sank von 761 Millionen im Jahre 1929 auf 691 im Jahre 1937. Im Wiener Saturn-Verlag ist ein sehr Interessantes, gehaltvolles und gerade jetzt beachtenswertes Buch erschienen:»Jüdische Geschichte In Briefen auS Ost und West" von Franz Kodier. In diesem Buch finden wir folgende Stelle: »In den Sechzigerfahren des 19. Jahrhunderts ist die rechtlich« Emanzipation der Juden au» einem revolutionären zu einem anerkannten Anmdsatz, ja vielfach schon zum geltenden Gesetz geworden. Eine nicht mehr rückgängig zu machende Entwicklung scheint ihren Abschluß gesunden zu haben. Als eine Anomalie, ja als Anachronismus innerhalb dieser historischen Phase musste eS darum erscheinen, das; sich unter allen europäischen Staaten ein einziger, das unter der Garantie der Mächte in ein Fürstentum umge- luandelte Rumänien, der allgemeinen Entwicklung Ividersetzte, AusnahmSgesctze, Ausweisungen und blutig«, vom Staat geduldete Verfolgungen, die ersten Borbilder der" späteren russischen Pogrome, bedrohten seit 1864 die Existenz der in diesem Vinkel Europas lebenden ungefähr 200.000 Luden. In seltener Einmütigkeit legten die führenden Mächte des aufgeklärten Europa gegen dies« judenfeindliche Politik Rumäniens Vertvah- rung ein. Di« Dokumente, in denen dieser Protest AuS- truck gefunden hat, wirken wie eine feierliche Bekräftigung des Sieges, den der EmanzipationS- gedmke um diese Zelt errungen hatte. Die im Ure 1860 kn Paris gegründet« Alliance störallite Universell«, deren Entstehung sich organisch in die Epoche de» erfolgreichen Endkampfe» für die bürgerliche Gleichstellung der Juden ein» sügt. durste eS als eines ihrer ersten Verdienste buchen, die leitenden Staatsmänner der europä- BetrieiSerwriterung der Nestomitzer Sol» vatz-Werke. Die Nestomitzer Solvan-Werke haben die ehemalige Zuckerfabrik in Nestomih für 1.9 Millionen angekauft. Die Abbruchsarbeiten sind in vollem Gange. Auf dem freien Gelände werden die Solvay-Werle mehrere graste und moderne Betriebvgebäude errichten, da die bisherigen Liegenschaften nicht mehr auSreichen. Betriebswiederausnahnre. Die vor geraumer Zeit stillgelegte Porzellanwarenfabrik Plast und Röstner in Buchau bei Karlsbad wird in den nächsten Tagen wieder zu arbeiten beginnen. Verdoppelung der Einfuhr von Textilmaschinen. Die Einfuhr von Textilmaschinen betrug 1937 117.1 Millionen XL. 2m Jahre vorher wurden für 59.7 Millionen XL Textilmaschinen eingeführt, so dast sich eine Erhöhung um 100 Prozent ergibt. Di« Musikinstrumenten»Ausfuhr. 2m Jahre 1929 konnten für 70 Millionen XL Musikinstrumente ausgeführt werden. 1935 betrug der Aus« fuhrwert 28 Millionen XL. Bis 1937 hat er sich weiter auf 48 Millionen XL erhöht. Pamlllentrasödle In Prag Kapitän erschießt sein Töchterchen und sich selbst— Die Frau leicht verletzt. Schauriges Ende einer glücklichen Ehe -rb- Im Hause Nr. 9 der Belcredi-Stratze in Prag VH ereignete sich Donnerstag«ine schreckliche, in ihren Motiven und Voraussetzungen noch völlig ungeklärte Familientvagödie, die einem, nach Aussage der bisher vernommenen Zeugen ungetrübten Familienleben«in blutiger Ende bereitete. In diesem Hause wohnte der 48- jährige Kapitän Jan Mikuleckh mit seiner Sstjährigen Frau Hilde und seinem 13jährigen Ächterchen Olga. Die Familie war erst vor einigen Monaten auS Kaschau nach Prag verseht worden, wo Kapitän Mikuleckh eine dienstliche stuiellung zu der WirtschaftSabteilung des Ber- teldlgungSministeriumS erhalten hatte. Die Familie lebte still und zurückgezogen, nach Ansicht aller Hausbewohner in bestem Einvernehmen. Die ISjährige Olga besuchte di« Mittelschule und war eine der beste» Schülerinnen. Die Entdeckung der Schreckenstat geschah auf recht eigenartige Weise. Kurz vor 7 Uhr früh ilopste Frau Mikuleckh bei rhrer Nachbarin an. Tie Ivar sichtlich in hoher Erregung und bat, man möge ihr daS SanitätSaui oder eine Droschke besorgen, da die kleine Olga unwohl sei und Fieber hab«. Während sich die Nachbarin anschickte, der Bitte nachzukommen» erschien Frau Mikuleckh zum zweiten Male, brach in heftiges Weinen aus und rief:„ES läht sichja dochnicht verschweigen, alle werden«S erfahren..." Hierauf erzählt« sie in ab» gerissenen Worten, dast ihr Gatte das Mädchen und sich selbst erschossen und auch auf sie einen Tchust abgefeuert habe. Als die Polizei erschien, fand sie den Kapitän mit durchschossenem Kopf bereits tot auf dem Fustboden liegend. In der Hand hielt er eine Pistole, aus der drei Schüsse abgefeuert worden waren. Auf dem Bett lag, mit einem schweren Kopsschust die kleine Olga röchelnd und in tiefer Bewusttlosigkeit. Frau Hilde Mikuleckh blutete aus einer Kopfwunde, hielt sich aber ausrecht. Während der Tote in daS pathologische Institut Lbergesührt wurde, untersuchten die Aerzte seine beiden Opfer. ES zeigte sich sofort, dast der kleinen Olga nicht mehr zu helfen war. Da» Geschoß hatte den Kopf zerschmettert und auch eine sofortige Operation auf der Klinik Jiräsek vermochte daS Mädchen nicht zu retten. Die Verletzung ihrer Mutter war dagegen leicht. Cs handelt sich um einen Kopfstreiffchust, der daS Ge- hirn nicht verletzt hatte. Aach Aussage der Frau Mikuleckh existierten absolut keine Beweggründe für die Schrecken»» tat. Ihr Mann sei an jenem Morgen erwacht und iabe über alltägliche Dinge geplaudert. Während sie dann in der Küche weilte, um daü Frühstück zu bereiten, hörte sie einen Schutz aus dem Schlafzimmer, Al» sie in diesen Raum stürzte, sah sie ihre Tochter blutüberströmt auf dem Bett liegen, während ihr Mann, einen Revolver in der Hand, mü den Worten:„Olga ist tot— wozu leben?" einen Schuß gegen ihren Kopf abfeuerte. Dann krhrtr er den Revolver gegen sich selbst. Nach Meinung der Polizei sind alle drei Schüsse zweifellos von Mikuleckh abgefeuert worden. Es wird ferner die Vermutung geäußert, dast dieser daö Opfer eines schweren Nervenleidens oder einer augenblicklichen SInneSverwirrung wurde. ischen Mächte zu dieser Kundgebung veranlaßt zu haben. Als zu Beginn des Jahres 1868 Vertreibungen der Juden aus Jassy«insehten, richtete Adolphe Crtmieux, der Mitschöpfer und damalige Präsident der Aliance JSraölite Universelle, an die Garantiemächte eine alarmierende Denkschrift. Als erster antwortete Bismarck: Berlin, SS. Februar 1868. In Beantwortung Ihre» Schreitens vom 4. d. M. habe ich dir Ehre, Ihnen mitzuteilen, buh die Königliche Negierung Ihren Vertreter in Bukarest aufgefordert hat, seinen ganzen Einfluß a«f- znbirten, um Ihren Glaubensgenossen in Rumänien den 2 ch u y zuznsichern, der ihnen in a kl«n Ländern gebürt, wo die Gesetzgebung dem Geist« der Humanität und Zivilisation beseelt ist. Ich bin übrigen» fest überzeugt, daß die Intentionen de» Fürsten Carol ganz mit meinen Wünschen über» einstimmen und daß er von ganzem Herze« eine Entwicklung der Dinge herbeisehnt, dir r» der Regierung ermöglicht, mit gleichem wohlwollendem Schutz alle Klaffen der Bevölkerung zu umgeben und dabei befferr Resultate zu erziele» al» bisher... Vom Geiste der Humanität und Zivilisation beseelt... DaS Preußen B-SmarckS legt« Wert darauf, als solcher Staat zu gelten. Die autoritären Regimes legen Wert darauf, nichts mehr mit der Humanität zu tun zu haben. Und die demokratischen Staaten wallen sich'-s mit den DU- taturen nicht allzusehr verderben. Weshalb heute kein Staatsmann zugunsten der rumänischen Juden einen Brief schreiben wird, der in spateren Jahrzehnten als Dokument der Menschlichkeit gelten könnte. Tagung des Verwaltungsrates des IAA Genf. Donnerstag wurde in Genf unter dem Vorsitze des englischen Delegierten Leggett, welcher in der letzten Prager VerwaltungSratS- sitzung zum Vorsitzenden gewählt worden war, die 82. Sitzung deS Verwaltungsrates des Internationalen Arbeitsamtes eröffnet. Für di« Tschechoslowakei beteiligt sich als Arbeitnehmervertreter Senator F l m e C e l, als Vertreter der Arbeitgebergruppe Dr. V a n 11 und als Regierungsdelegierter ObersektionSrat Dr. K o t e L Die Sitzung de» VerwaltungSrates wird drei Tage dauern.; Hauptgegenstand der Beratungen bildet die Festlegung des Programms der im Jahre 1989 zusammentretenden internationalen ArbeitSkonfe-1 Nach dem in den Jännermitteilungen der ZentralsozialvcrsicherungSanstalt veröffentlichten Ausweis über die Versichertenbewegung im November 1937 betrug die durchschnittliche Anzahl der Versicherten insgesamt 2,411.000. 2m gleichen VorjahrSmonat hatte sie 2,206.606 betragen. Den einzelnen Lohnklassen gehörten im November 1037 an: Lohnklasse Lohnklasse Lohnklasse Lohnllasse Lohnklasse Lohnllasse Lohnklasse Lohnllasse Lohnllasse Lohnllasse Vergleicht man die Besetzung der einzelnen Lohnklassen im November 1087 mit dem gleichen Monat des vorhergehenden Jahres und des Jahres 1020, so ergibt sich folgende» Bild: In den drei niedrigsten Lohnklassen mit einem TageSein- kommen bis zu 14 Kronen waren im November 1037 44.20 Prozent versichert, im November 1036 49.87 Prozent, im November 1929 aber nur 38.04 Prozent. Für die vier mittleren Klassen mit einem TagcSeinkommen über 14 bis 28.60 XL ergibt sich diese» Prozentverhältnis: 2m November 1937 36.22 Prozent, im November 1936 83.95 Prozent und im November 1029 37.03 Prozent. In denselben Vergleichsmonaten gehörten den drei obersten Lohnklassen mit einem TageSlohn von über 23.50 XL an: 10.40 Prozent(November 1037), 16.18 Prozent(November 1036) und 24.93 Prozent(im November 1929). AuS dieser Uebersicht geht hervor, dast der Anteil der in den niedrigeren Lohnklasien Versicherten an den Gesamtversicherten gegenüber 1936 zurückgegangen ist. datz sich gleichzeitig der Anteil der in den mittleren und höheren Lohn» klaffen Versicherten erhöht hat. Aber im Vergleich zu 1020 sind in den unteren Lohnklaffen über sechs Prozent mehr Versicherte und in den drei höchsten Lohnklasien 5.44 Prozent weniger Versicherte vorhanden. Damit bestätigt die Versicherten-Statistik für den November 1037 wieder, datz sich daS Lohnniveau im Vergleich zum Vorjahre und zu 1985 auch in diesem Monat weiter gehoben hat, datz e» aber doch noch sehr beträchtlich unter dem deS Jahres 1029 bleibt. Die Löhne unterliegen sedoch auch se nach dem Gebiet beträchtlichen Schwanlungen. So berichtet da»»Trautenauer Echo": Nach den Ausweisen der BezirlSkrankenver- sicherungSanstalten sind die D u r ch s ch n i t t S« verdien st e unserer Arbeiter austerordentlich g e r i n g. So errechnet man im Bezirk Braunau ein durchschnittliches Einkommen der bei der KrankenversicherungSanstalt gemeldeten Arbeiter und Arbeiterinnen von 4750 XL oder einen durchschnittlichenWochenlohn v o n 90 XL. Da aber diese neunzig Xi nur den DurchschnittSlohn eines Arbeiters darstellen, so ergibt sich ohne Ztoetfel die Tatsache, oatz im Bezirk Braunau von den ungefähr.8000 bei der I II 268.858 Personen 467.957 Personen Hl 381.039 Personen IV 283.208 Personen V 284.078 Personen VI 186.981 Personen VII 119.206 Personen VIII 91.048 Personen IX 83.402 Personen X 295.370 Personen Ganz In Oelhaut Auf einer Ersinderschau in Amerila sah man in Ergänzung zu den bereits bekannten Wettermänteln und Ileberschuhen ans Oelhaut auch die dazu paffenden Oelhautstrümpfe— jetzt kann es also loSrcgnen renz. Unter den Berichten, über lvelche in der gegenwärtigen Versammlung eine Diskussion abgc- führt werden wird, mutz vor allem der Bericht über die Textilindustriekonferenz erwähnt tverden, welche im April deS Vorjahres in Washington abgehalten worden ist. Von den einzelnen Frage», welche den Gegenstand der Verhandlungen bilden werden, interessiert vor allem die Frage der Ausnahme deS sowjetische» Delegierten in die Arbeitgebergruppe. Neber diese Frage wurde bereits in Prag verhandelt, solvie auch in den gegentoärtigen vorbereitende» Beratungen der einzeliken Gruppen in Genf. Eine weitere Frage, welche mit Interesse studiert wird und die sich auch auf dem Programm der gegenwärtigen Sitzung befindet, stellt die Konstituierung des AuSschuffeS für öffentliche Arbeiten dar. Es soll sich hiebei um ein ganz neues Organ des Internationalen Arbeitsamtes handeln, welches die Informationen und Erfahrungen auf dem Gebiete dec Durchführung öffentlicher Arbeiten sowie deren Beziehungen zur Wirtschaftskonjunktur vereinigen soll. Roosevelt» Verhandlungen mit den Arbeitgebern. Mittwoch fand unter dem Vorsitz des HandelSministerS eine Konferenz von mehr als 800 Arbeitgebern aus allen Zweigen der amerikanischen Industrie und des Handels statt. Diese Arbeitgeber waren in Washington zusammengekommen, um mit dem Präsidenten Roosevelt über Wirtschaftsfragen zu beraten. HoheS Pafsivum in NortvrgenS Außenhandel. Der Austenhandel Norwegens hat sich im abgelaufenen Jahre stark gehoben. Besonders die Einfuhr ging kräftig in die Höhe; mit 1298.0 (i. V. 027) Millionen Kronen(100 Kronen sind 718 XL) lag sie eitva 40 Prozent über Vorjahr, während die Ausfuhr nur uni 20.2 Prozent auf 823.3(i. V. 685.2) Millionen gestiegen ist. Die Bilanz 1937 schliestt daher mit einem Rckordein-- fuhrüberschust von 475.6 Millionen gegen 241.8 im Jahre 1936, Zunahme der französischen Arbeitslosigkeit. Mitte Jänner wurden in Frankreich 303.212 Arbeitslose gezählt. Im Vergleich zum Vorjahre, wo 424.700 Arbeitslose gezählt wurden, hat sich jedoch die BeschäftigungSlage gcbeffert. Italien» Filzhutauofuhr verdreifacht. Italiens Hutindustrie hat 1937 in starkem Maste die Auslandsmärkte zurückerobert. In den ersten elf Monaten exportierte sic für 55 Millionen Lire Filzhüte, während 1936 nur für auSgeführt tvordcn sind. 18 Millionen Man erhält für KL 100 Reichsmark 568.— Markmünzen 655.— 100 österreichische Schilling. 533.50 100 rumänische Lei..., 14.35 100 polnische Zlottz.... 523.50 100 ungarische PengS... 550.50 100 Schweizer Franken,. 650.25 100 französische Franc»., 03.05 1 englisches Pfund... 142.25 1 amerikanischer Dollar., 28.80 100 italienische Lire.., 121.40 100 holländische Gulden.. 1587.— 100 jugoslawische Dinare.. 61.55 100 Belga» 480.50 100 dänische Kronen., 681.— 100 schwedische Kronen.,, U 732.— eite 6 Gutachten Prager Zeitung 02 des Schriftsachverständigen retit eine unschuldig Angeklagte Freitag, 4. Feber 1938 by Ueberfahren. Vorgestern abends stieß auf dem Kramářkai der Lehrer Opalectü aus Mělnit mit feinem Motorrad den 35jährigen JUDr. Adenek Reichl aus Bubentsch nieder. Beicht, der ohnmächtig auf dem Pflaster liegen blieb, wurde von einem Brag. rb In der Ortschaft Hracholuffy vorbeifahrenden Kraftwagen ins Krankenhaus der existiert eine landwirtschaftliche Genossenschaft, die Barmherzigen Brüder gebracht. Er hat eine schwere auch einen Zuchtstier besigt, für dessen Tätigkeit die Gehirnerschütterung erlitten. gräbnis fahren müsse und opferte weitere Sunderter. Doch des Unglüds war tein Ende. Nach einiger Beit erschien der Schubengel" mit der entseßlichen Botschaft, daß der dritte Sohn infolge der beiden Unglücksbotschaften wahnsinnig geworden sei und in etne Irrenanstalt übergeführt werden müsse, wofür natürlich das Geld mangelte. Die alte Wohltäterin aahlte zum drittenmal. Nach einer entsprechenden Vause erschien die schtvergeprüfte Mutter" und teilte mit, daß sie an Rüdenmarfsschwindsucht leide. Neuerliche Hunderter wanderten aus der Tasche der Wohltäterin in die der Betrügerin. Schließlich fam sie mit der Angabe, sie leide an fchwerer Lungenenta aündung und müsse ins Spital. Weitere Hunderter wurden loder gemacht, wobei die Wohltäterin die trostreiche Versprechung gab, sie werde ihre Freun din im Krankenhause besuchen. Genossenschaft berechtigt ist, das sogenannte„, Sprung- Einbruch. Vorgestern mittags drang ein unbes geld" einzufassieren. Aus diesem Titel hatte die Ge- fannter Täter in die Wohnung des Rudolf Mikulás nessenschaft gegen die Ortsgemeinde eine Forderung set in Prag VII., Belcredistraße 38, ein und ents Hier nimmt nun diese fast unwahrscheinliche batt 2959 Kč, togegen nach den Büchern nur 458 wendete Schmuck im Gesamtwerte von eitva Kč Sistorie ihr Ende. Die Wohltäterin hielt ihr Versprechen ein, fonnte aber natürlich die SchwergeKö bezahlt waren. Die Gemeinde wies sich indessen 5000.mit einer Quittung über die gangen 2959 Kč aus, 18.503 Berbaftungen im vorigen Jahr. Der prüfte nirgends finden, weil diese ebenso gesund die von der 20jährigen Tochter des Schaffers der Tätigkeitsbericht des Prager Landestommandos der war, wie sie niemals drei Söhne besessen hat. Als Genossenschaft, Josefa Procházka, unterfertigt Sendarmerie zeigt für 1987 folgende Ziffern:( dann die alte Dame einmal zufällig die Betrügerin Strafanzeigen, I bei einem opulenten Nachtmahl in einem feinesivegs war. Das Mädchen war von ihrem Vater geschidt 18.503 Verhaftungen, 208.498 trorden, um jene 2959 Kč einzukaſſieren, behauptete aher, daß sie nur 459 Kč erhalten und rechtmäßig abrefübrt habe, Nan lag ihre Empfangsbestätigung Die Verteidigung eines kleinen Staates vor, auf der keine sichtbaren Spuren irgendeiner Verfälschung waren. Die Anklagebehörde hielt sich nach Abschluß der Vorerhebungen für so überzeugt von der Schuld des Mädchens, daß fie gegen diefes die Anflage wegen des Verbrechens der Ver untreuung überreichte. Ueber dieses Thema spricht am Freitag, den 4. Feber, um 20 Uhr im großen Saale des Handwerkervereines in Prag II, Smečka 22, Oberst des Generalstabes Emanuel Moravec Der Vortrag wird in deutscher Sprache gehalten. Zutritt nur gegen Einladungskarten, die bei den Genossen III mann- Gec und Vartosch- Parteisekretariat, gegen Vorweis der Mitgliedskarte zu beheben sind. Die wenigen restlichen Karten werden vor Beginn des Vortrages im Parteiheim abgegeben. Republikanische Wehr, Ortsgruppe Prag. Erst im Zuge der Strafverhandlung vermochte der Verteidiger die Beiziehung eines Schriftsachver ständigen durchzusetzen, als welcher Redakteur Franz Flandera bestellt wurde, deffen Gutachten schon in zahlreichen Fällen verschiedenen Verfahren eine ganz andere Wendung gegeben haben. Redakteur Flanderka ſtellte nach matros und mitros photographischer Untersuchung jener Empfangsbestä tigung, die ergänzt wurde durch Photographie bei 17.525 Fälle von besonderem Dienst, z. B. Haus infraroter Bestrahlung, fest, daß die Empfangsbestä durchsuchungen, Vorführungen, Gefangenentransporte, Hilfeleistungen u. dal. Bei Elementarschäden tigung auf raffinierte und mit bloßem Auge wurden 957 Wachen ausgesandt. Außerdem wurden Richterfennbare Radierung und durch Polizeiorgane 222 Reichen und 110 franke Ueberschreibung von dem ursprünglich oder verwundete Personen gefunden. aufgeschriebenen Betrage von 459 auf 2959 Kč um- ,, Von Asch bis Jafina vom Böhmerwald bis gefälscht worden war. Der Gerichtshof des GR Dr. an die Tatra." Rout der Erzgebirgshilfe mit den Marečta sprach darauf die Angeklagte frei und schönsten Trachten aus allen Enden der Republik. Der Staatsanwalt Dr. Ce ch behielt sich die Verfol- 9. Feber, Lucernasaal. Mitternachtsprogramm, diagung der derzeit noch unbekannten Täter vor. Sie belle Dolfi Langer. Reklamationen Tel. 64193. werden nicht lange unbekannt bleiben. Es wäre allerdings zu wünschen, daß die AnHagebehörde, ehe sie einen schuldlosen Menschen den Qualen der Voruntersuchung und des Gerichtsver fahrens aussett, sich von dessen Schuld auf jede Weise überzeuge, wie ihr das Gesetz vorschreibt. Gerichtssaal Die unbelehrbare Wohltäterin billigen Restaurant antraf, gingen ihr doch endlich die Augen auf und sie erstattete die Strafanzeige. Gesamischade 3670 Stronen. Die, übrigens geständige, Betrügerin wurde zu fünf Monaten schweren erters verurteilt. Sie verpflichtete sich„ reumütig" den Schaden wieder gut zu machen. Wieviel solcher Verpflichtungen hat sie im Laufe ihrer Kriminalfarriere schon auf sich genommen und wie viele hat sie wohl erfüllt? Kunst und Wissen Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Freitag 7: Wiener Blut, D. Samstag 7: König HeinBrag.(-rb-) Werftätige Nächstenliebe ist eine rich IV, A 1. Sonntag 2½: Parfümerie, 6: Mord in Krč nach zwel Jahren aufgedeckt gute Sache, wenn sie mit Verstand geübt wird; wahl Die Fledermaus, Abonnement aufgehoben. Auf Grund einer anonymen Anzeige wurden in lose Wohltäterei dagegen eine der Voraussetzungen Spielplan der Klemen Bühne. Freitag 8: SüdBranik der 42jährige Peter Fefiać und feine Lebens- für die Heranzüchtung und Erhaltung eines chagefährtin Marie Tonbaiser unter dem Verdacht ver- rafterlosen Lumpenproletariats, dessen Angehörige früchte, Theatergemeinde des Stulturverbandes und Buchfeitigem Ginberanditis emprbe in haben, wie mancher Wöhäter än forgenfreies Zeben fübten fid) machen, Couttag Die und will er bhaftet, vor avel Idhren ihr uneheliches Kind in ſehr gut wiſſen, daß fie dank dieſer ſchivachen Sette freier Verkauf.- Samstag 8: Einen Jur will er die Untersuchung ergab, hatten die beiden vor etwa lönnen. Eine 70jährige Frau, deren Herzensgüte nicht drei Jahren die Lebensgemeinschaft aufgenommen; fie erhielten sich durch den Verkauf von Brezeln und in Bweifel gezogen werden soll, machte die Bekannt ähnlichem Gebäc in Gasthäusern und Nachtlofalen. fchaft der 46jährigen Vlasta sto vařit obá Bulest lebten sie in einem selbsterrichteten Häuschen( neun Vorstrafen wegen Betrugs), die sich als unweit von Strč. Nach der Anzeige, die von einer Schivere Rheumatikerin ausgab und daher an einem nahen Verwandten der Frau stammen soll, sollte die Stod daherzuhinken pflegte, obwohl sie das leines Kindesleiche an einer Stelle des Serčer Wäldchens wegs notwendig hat. Ausgerüstet mit Legitimationen begraben liegen. Nach anfänglichem Leugnen legten verschiedener wohltätiger Organisationen pflegte sie beide Verdächtigten ein volles Geständnis ab amd ge- allerlei billige Waren zu verschleißen, wie AniichtsTeiteren die Polizisten auch zu der im Briefe bezeich- farten, Holzarbeiten u. dgl. Die alte Frau Anna neten Stelle, wo tatsächlich die Knochen eines neu- lernte sie fennen und betrachtete fie als eine Art geborenen Kindes ausgegraben wurden. Die Ver- Schußengel der Armen" durch ihre Lektüre war hafteten geben einverständlich an, das Kind am sweis fie für eine folche Annahme hinreichend vorbereitet. ten Tage nach seiner Geburt ermordet zu haben, und zwar habe es Fetiač mit eigenen Händen er würgt. Trauerfeier für Friedrich Adler. Die Urania mit der ihr angeschlossenen Mafaryt- Volkshochschule veranstaltet für den verstorbenen Dichter Friedrich Adler Freitag, dez 11. d. M., eine Trauerfeier( Gedentreden, Mujit und Rezitation). Der Schußengel" erschien eines Tages völlig vernichtet vor der Türe der wohltätigen Frau Anna und weinte laut. Soeben habe sie ihren geliebten ältesten Sohn verloren, der das Opfer eines Autounfalles in der Slowakei geworden sei und sie habe fein Geld, ihn würdig zu begraben. Die alte Frau, weinte mit ihr, rüdte sogleich mit einigen Hundertfronennoten heraus. Mit heißen Segenswünschen ents fernte sich die Beschenkte, aber nur, um nach einigen Tagen noch vernichteter wiederzulehren. Neue Schredensbotschaft: ihr zweiter Sohn, der in Bulga Bigamie. Der 48jährige Arbeiter Nikolai Ofta vento aus Michle wurde gestern wegen Verbrechens nach Baragraph 206( Bigamie) verhaftet. Er gesteht, sich am 13. Oftober 1928 in Ratonis vermählt rien lebe, habe nach Erhalt der Todesnachricht einen Dongebiet spiel, 8: Delila. 43-1 VOLKS ZUNDER But haben, obawar feine erite, in defateringweb im tödlichen linfall erlitten. Der Wolterin Tenete Kauft nur Volkszünder! zu Ehe noch zu Recht weiteres daß Freundin zu seinem BeNr. 29 Hana Vitová und Karel Lamač in dem Film„ Liebe verboten" aus der Partei ,, Aufgaben des Sozialismus in unserer Zeit". ( Arbeitsgemeinschaft unter Leitung des Genossen Dr. Wiener). Montag, den 7. Feber im Parteiheim zweiter Diskussionsabend. Thema: Strukturwand, Lungen im Kapitalismus, Referent übner, Bes ginn 8 Uhr. Vereinsnachrichten Naturfreunde, Prag. Sie fönnes unsere Hütte im Brdywalde auch im Winter an jedem Wochenende besuchen Diesen Samsta- Sonntag hat Hüttens dienst Liewald. Ab 1. Feber ge nießen Sie die alte Wochenendfahrpreisermäßigung nur, wenn Sie die Beitragsmarken für 1988 im Mitgliedsbuch haben. Besuchen Sie uns rechtzeitigt Auskünfte jeden Freitag von 6 bis halb 8 Uhr im Verein deutscher Arbeiter, Smečky 27. Urania- Kino ,, Der Etappenhafe", eine zweite Woche! Dazt Altiualita! Normale Preiſe! 6. ¼40 hr. Fischer Patzak- Perth Ihr Kampf Die wahren Ziele der SdP Diese aufschlußreichste Schrift über Entstehung und Entwicklung der Sudetendeutschen Partei ist soeben in bedeutend ertveiterter Faffung in deuts scher Sprache erschienen. Preis Kč 14.Organisationen erhalten Rabatt! Zur beziehen durch die Zentralstelle für das Bil dungswesen, Prag XII., Slezsfa 13. 140 Seiten Urania- Kino, Klimentská 4. Fernsprecher 61623. Beute und die folgenden Tage. Der Etappenhase Das beste Soldatenluftsviel. Täglich voll, täglich Lachstürmt. 6, 49 Uhr. DER VERWALTUNGSRAT, DER AUFSICHTSRAT UND DIE DIREKTION geben in tiefster Trauer Nachricht von dem Ableben ihres Verwaltungsrat- Mitgliedes, des Herrn JUDr. KAREL LOEVENSTEIN Der Verstorbene widmete seinen schöpferischen, auf gründliche Kenntnis der Volkswirtschaft gestützten Genius uneigennützig der Entwicklung unseres Institutes. Seine großen Verdienste und seine hervorragenden persönlichen Eigenschaften sichern ihm dauernde Erinnerung und unsere größte Dankbarkeit. ANGLO- ČECHOSLOVAKISCHE UND PRAGER CREDITBANK PRAHA, am 3. Februar 1938. 4519 Bezugsbedingungen: Bei Ruitelluna insaus oder bei: Beaua durch die Post monatlich Ke 17.-. vierteljährig Kč 51.-, halbjährig Ke 102,-. ganzjährig Kč 204.Tarik billiaft, berechnet.- Rückstellung von Manuit ipten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarten. Die Zeitungsfrantatur wurde von der Post- u. Le caravhendirektion mit Grlak Nr. 13.800. VI1/ 1980 Druderei: Orbis". Drud. Verlags- u. Zeitungs- A.- G. Prag. bewilligt.( Kontrollvostamt Braba 25. Inserate werden lati *r. 20. Frrtta,, 1, toter 1938 „VaiMbtmaltot" «elfe 7 Vorsitzenden des Verwaltungsrates und langjährigen Generaldirektors D WWWWWMMWD M 1 DIE BEAMTEN UND ARBEITER der Aktiengesellschaft vormals Skodawerke in Pilsen und der Konzernunternehmen Asap, Avis, Cechoslovakische Luftverkehrsgesellschaft, Kablo und Konstruktiva geben die traurige Nachricht vom Ableben des Herrn Er verließ leider allzufruh die leitende Stellung, in welcher er ein Beispiel aufopfernder Pflichterfüllung war. Der Verblichene widmete seine Kräfte und Fähigkeiten voll unseren Werken, ihrem Ausbau und Aufschwung. Er war ein fürsorglicher Vorgesetzter mit warmem, menschlichem Fühlen, der sich durch sein Wirken ein bleibendes Denkmal im Herzen aller seiner Mitarbeiter gesetzt hat. Wir werden des Verewigten stets dankbar gedenken. »o Alft Tb titt oYftt t IIIDr KAREL LOEVENSTEIN Vorsitzenden des Verwaltungsrates unserer Gesellschaft usw. Schmerzlichst bewegt geben wir Nachricht vom Hinscheiden des Herrn Er verläßt uns auf der Höhe seines opferfreudigen, dem Ausbau unserer Gesellschaft gewidmeten Schaffens. Unser Unternehmen ist in seiner heutigen Gestalt das Werk seiner bewundernswerten schöpferischen Kraft, seines Weitblickes und unermüdlichen Fleißes. Die Ökodawerke danken ihm ihren heutigen A Aufschwung und Erfolg und werden ihm stets dankbarste Verehrung und dauernde Erinnerung bewahren. J ! ( t < ’.t Aktiengesellschaft vormals Skodawerke in Pilsen I