86 cn" 14. ing er: Ser, ige 7 ent ſt: I., 12 te er te ຕາ 11 11 Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Einzelpreis 75 Heller Redaktion u. Berwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Verantwortlicher Redakteur: Rarl Kern, Prag 18. Jahrgang Die dieswöchentliche Samstagüberraschung: Sonntag, 13. Feber 1938 Schuschnigg bei Hitler Was wurde in Berchtesgaden ausgekocht? Wien. Auf Einladung des deutschen Reichskanzlers Hitler begab sich Freitag abends Bundeskanzler Dr. Schuschnig g in Begleitung des Staatssekretärs Dr. Schmidt und des Direktors des Oesterreichischen Nachrichtenbüros Weber nach Salzburg und von dort nach Berchtesgaden zu einer Unterredung mit dem Reichstan& ler. Botschafter von Papen reiste einige Stunden früher gleichfalls nach Berchtesgaden. Die Besprechungen Hitlers mit Dr. Schuschnigg, die um 11 Uhr vormittags erfolgten, dauerten bis zum späten Abend, worauf Schuschnigg mit seiner Begleitung im Auto nach Salzburg zurückfuhr. werde. Die Einladung ist von Hitler ausgegangen. An österreichischen kompetenten Stellen wird erklärt, daß der innerpolitische Kurs in Desterreich auch nach der Begegnung von Berch tesgaden unverändert bleibt und daß die Regierung auch fünftighin weder die Erneuerung der politischen Parteien zulaffen, noch Nationalsozialisten in die Regierung aufnehmen Schuschniggs Deutschlandreise erfolgte über- Uebereinkommens nichts zu sagen haben. In raschend, und weil sie etwas so Ueberraschendes Oesterreich noch am ehesten, so seltsam das auch ist, weil die Beziehungen zwischen Deutschland scheint, die gegen die Regierung fämpfenden und und Oesterreich alles andere als flaglose sind und von ihr bekämpften Nazi, weil ja Hitler, wenn er die Regierung Schuschnigg mit den von Deutsch in seinem eigenen Interesse spricht, auch in ihrem land zur Fortsetzung der Propaganda ermutigten handelt. Nationalsozialisten in einem Dauerfonflitt lebt und nichts auf die Möglichkeit einer ZusammenAus dem Inhalt: Weitere Kartoffelzuteilung für Arbeitslose Ersatzindustrie für Rothau gesichert SdP- Opposition bildet neue Partei Gegen Krebs und Tuberkulose Nr. 37 Eine vertagte Wirtschaftskonferenz der SdP SdP- Unternehmer gegen Janovsky Mit dem üblichen Reklametrommel, das zu Führer" Reden( sie sind in der letzten Zeil recht selten geworden) bei der SDP nun ein die Erscheinungen der letzten Zeit beweisen, die mal gehört, war für den letzten Sonntag eine illegale Tätigkeit der Nationalsozialisten eines große Versammlung der Henlein- Leute in Teplitzwegs abgeflaut. Gleichzeitig forderten sie jedoch Schönau angesetzt worden, auf der Konrad Teilnahme an der österreichischen Regierung und Senle in die wirtschaftspolitischen Leitsäge der verlangten auch Vertreter in der Vaterländischen Sdp" hätte bekannt geben sollen. Man konnte auf Front und in anderen Regierungsorganisationen. Diese Leitsätze nach den Erfahrungen mit dem seiAls die Bundesregierung diese Forderungen nerzeitigen SDP- Arbeitsbeschaffungsprogramm ablehnte, bemühten sich die Nationalsozialisten Arbeit für 300.000", das ebenso lärmend proum die Unterstüßung aus dem Reich. pagiert wie schweigens zu den Alten gelegt wurde, Sie erreichten zumindest, daß ein Großteil der gespannt sein, um so mehr, als Henlein dabei Gedeutschen Presse entgegen dent österreichisch- deut- legenheit gehabt hätte, eine neue Seite seiner uni schen Presseablommen die österreichische Regierung versellen Genialität unter Beweis zu stellen. hit den schwersten Vorwürfen, Beschuldigungen a ch mann, der er auf allen Gebieten ist. und Drohungen überhäufte. Die neuerdings an hätte er zweifellos auch auf dem Gebiete der WirtBerliner maßgebenden Stellen vorgebrachten schaftspolitik ebenso wie auf politischem, wirtösterreichischen Beschwerden blieben vergeblich. fchaftlichem, tulturellem und sonstigem Gebiete der staunenden Oeffentlichkeit Unerhörtes zu sagen gewußt. Vor einigen Monaten bestand der Plan, Göring aveds Bereinigung der Differenzen nach Desterreich zu entsenden, doch wurde hievon Abstand genommen. Zu Ende des Jahres 1937 Gemühte sich Gesandter Papen um einen Beſuch Dr. Schuschniggs in Berchtesgaden zweds direkter Aussprache mit dem Reichskanzler. Der Plan tourde mehrmals verschoben und erst jetzt kam es Solange keine Nachrichten über Inhalt und hunft Gitlers mit Schuschnigg hindeutete, muß ein Ergebnis der Besprechung auf dem Berghof aus großes Rätselraten über diese Besprechung anheben. gegeben werden, ist man nur auf Vermutungen Möglich, daß es sich um eine Attion Papen 3 angewiesen. Was immer aber auch vereinbart handelt, der sich durch die Anbahnung dieser Be- wurde: es wird eine„ Zwischenlösung" ſein. Des sprechung wieder bei Hitler Lieblind machen will. sen fönnten alle, die fragend nach Berchtesgaden zu seiner Verwirklichung. Richt minder möglich, daß Muffolini der Anschauen und über die Führer" Zusammenfunft reger ist, weil er für Bine Verhandlungen mit orafeln, gewiß ſein, wenn sie nicht nach amilicjen Berlin: große Sensation England den Hinweis auf die Verstärkung der und halbamtlichen Mitteilungen, auch nicht nach Achse durch Milderung der Gegenfäße zwischen dem Wortlaut etwaiger Vorträge, zu urteilen sich Dr. Schuschniggs und des Staatssekretärs Dr. Deutschland und Oesterreich, also durch Beseiti- entschlössen, sondern nach Hitlers Buch, nach dem gung eines Anlaſſes zu Differenzen zwischen den alldeutschen( unabdingbaren!) Programm der Adhjenstaaten, brauchen kann. nationalsozialistischen Partei und nach Hitlers Wie bei einer Vereinbarung zwischen Difia- Charakter: Hitler wird nie, nie toren, auch wenn der eine nur ein fleiner ist, feine Absichten auf Desterreich werden die Völker zum Abschluß eines etwaigen la ufgeben! Wien: Nur im Rahmen des 11. Juli! Oberst Adam auf stolzem RoB Berlin.( Havas.) Der unerwartete Besuch Schmidt bei Hitler hat in diplomatischen und politischen Kreisen Berlins große Senjation hervorgerufen. Der Entrevue, die offen bar in den Rahmen der„ üblichen Samstagsüber rajchungen" fällt, wird große Bedeutung beigemessen. Auch die für nächsten Samstag einberufene Reichstagssißung erweckt nunmehr er hübtes Interesse, da man eine wichtige Erklärung des Reichstanzlers über die Beziehungen des Reiches zu Desterreich erwartet. Magere Kommuniqués Aber aus der großen Wirtschaftstagung ist nichts geworden und hinter der Verschiebung verbirgt sich eine nach den verschiedensten Nichtungen höchst bezeidmende Affäre der SDP. Erstens wurde aus Parteifreifen davor gewarnt, daß Henlein nun auch noch über ein so ausgesprochenes Fachthema, wie es die Wirtschaftspolitik iſt, eine große Rede halte, obwohl doch jedermann wisse, daß er von diesen Dingen nichts verstehe und jedermann annehmen verde, daß; von der ganzen Rede kein Wort von Henlein stammt. Man einigte sich dann dahin, dayz beauftragter für Wirtschaftsfragen, Janovsfy, der wirkliche Verfasser der Rede, Henleins ,, Sonder chedem Sekretär des deutschen Induſtriellenverbandes, den fachlichen Teil des Vortrags selbst halten solle, während Henlein nur die einleitenden Säge zu sprechen haben werde. Aber auch daraus wurde nichts, denn es tauchte eine neue, noch wesentlich interessantere Schwierigkeit auf. Zu der Versammlung in Teplitz- Schönau waren Persönlichkeiten des dents schen Wirtschaftslebens in ziemlich großer Zahl eingeladen worden, und stvar keineswegs nur Persönlichteiten arischer Abstammung, sondern auch Männer, die nach den Gesehen des Dritten Reiches, nach denen sich befanntlich auch die Henlein- Partei rich tet, von jeder öffentlichen Tätigkeit fernhalten müſdieser weitherzigen Einladungspraris bei den radifalen Sdp- Anhängern den schärfsten Widerspruch hervorrief, die insbesondere auf die katastrophale Wirkung eines Bekanntwerdens diefer Dinge im. Dritten Reich hinwiesen. Schließlich aber verbirgt sich hinter der Verlegung der Teplitz- Schönauer Versammlung ein er bitterter Kampf in den Reihen der Henlein Partei um die wirtschaftlichen Richtlinien der Sbp. Den Anlaß zu der ganzen Tepliy- Schönauer Tagung gab nämlich eine Rede, die Dr. Janovsky vor kurzem gehalten hatte und die in den der SDP freundlich Wi e n. Bei einer Preſſetonferenz erklärte lichen Interpretierung des Abkommens vom 11. Samstag nachmittags der Chef des Bundespreffe. Juli 1936 durch die österreichischen Nationalsobienstes Bundeskommissär A b a m, daß die ge- zialisten und die reichsdeutsche Presse zusammen. Die beiden offiziellen Kommuniques, die spät sen. So ergingen um nur einige Beispiele zu famte Art der Vorbereitung der Entrevue Während die österreichische Regierung und die nachts ausgegeben wurden, sind gleich lau- nennen Einladungen für Teplik- Schönau auch Schufchnigg- Hitler über Einladung der deutschen Behörden auf dem Standpunkt stehen, daß der tend. Sie registrieren lediglich die Tatsache, daß an den Direktor der Böhmischen Eskompte- Bank Meichsregierung: nd ohne irgendwelche inoffizielle Nationalsozialismus eine innere Ange= die Einladung von Hitler ausging und daß der Feilchenfeld und an den Direktor der BöhVermittlung schon seit geraumer Zeit geplant legenheit Desterreichs sei, vertreten die Na- Unterredung Staatssekretär Schmidt, Ge- mischen Union- Bant Dr. F r e un d. Daß bei diewar und den Schluß zuläßt, daß das Ergebnis tionalsozialisten die Auffassung, daß das Abkom- fandter von Papen und Reichsaußenminister ser seltsamen Uebertretung gegen die heiligen Nürnder Besprechung sich vollständig im Rahmen men vom 11. Juli sie zu einer politischen Zätig Ribbentrop beiwohnten, und erklären berger Gesetze Herr 2 e debour- Wiche In des Abkommens vom 11. Juli 1936 feit sowie zur Forderung nach Teilnahme an der dann: Diese inoffizielle Begegnung seine Hände nit im Spiel hatte, deſſen gute Behalten werde. Ein neues Abko mStaatsmacht berechtige. Die Nationalsozialisten entsprang dem beiderseitigen Wunsch, fich über ziehungen zu Bant- und Industriekreisen die Sdp men tommt nicht in Frage. Unter des Dritten Reiches selundieren hiebei den öster- alle Fragen, die das Verhältnis zwifchen dem weidlich ausnüßt, fann als sicher angenommen wer allen Umständen müſſe hervorgehoben werden, reichischen Nationalsozialisten und unterstüßen sie Deutschen Reich und Desterreich betreffen, auszu- den. Man kann sich denken, daß das Bekanntwerden bas irgend eine Deutung dieser Aktion über mit allen Mitteln, hauptsächlich durch Propa- sprechen." den Rahmen des Juli- Abkommens 1936 auszu- gandamaterial, worüber die österreichischen Beschließen sei. hörden, die in einem solchen Vorgehen eine Ver- Die deutschen Zeitungen werden Sonntag über den Verlauf der Berchtesgadener BesprechunDemgemäß stehen fämtliche Punkte des leßung des Juliabkommens erblicken, zahlreiche gen zwischen Hitler und Schuschnigg nur das Inhaltes dieses Abkommens, also die Selb. Beweise besigen. ständigkeit und Unabhängigkeit Oesterreichs und Die wiederholten österreichischen Beschtver- offizielle Kommuniqué bringen, ohne jeden Komder Verzicht Deutschlands auf jede Einmischung den in Berlin hatten keinen Erfolg und es ist, wie mentar. in innerösterreichische Angelegenheiten, a userhal baller Distuffion. Es fei bei dieser Gelegenheit darauf hinzuweisen, daß zu diesen inneren Angelegenheiten Desterreich selbstverständlich auch dies Problem der illegalen österreichischen Nationalsozialisten gezählt werden müſſe. Berlin. Zu dem Regierungswechsel in reichs engster Verbündeter. Most a u. Heute gefinnten fudetendeutschen Wirtschaftskreisen größ Irgendein Abweichen der politischen Linie Bukarest hat die deutsche Presse zunächst die daran geht, diesen Druck fortzusehen, in welchem tes Mißfallen erregt hatte. Janovsky hatte erklärt, der österreichischen Bundesregierung von der Sprache verloren. Mit einem Male seßte Sams- es sich als gefährlicher Nachbar und als starter daß er, solange er Sonderbeauftragter für sudeMai- Verfassung und dem klar genug formulierten lag abends der Chor der Blätter einstimmig ein, Bundesgenosse demonstriert. Ein freundlich ge- tendeutsche Wirtschaftsfragen ſei, feine besondere Programm Dollfuß- Schuschnigg fönne natürlich Einheitlich wird der Sturz Gogas jest als eine nach Prag freigibt, ist ihnen selbstverständ- fubetendeutsche Wirtschaft. Dieser Ausspruch erso daß die offiziöse Inspiration augenfällig ist. sinntes Rumänien, das den Sowjets den Weg Industriepolitik anerkennen werde, sondern nur eine nie ma 1 8 in Frage kommen. Als innere Solgerung der Einmischung der Beſtmächte und lich einen Truppenaufmarsch oder eine Genja- wedte Unwillen bei den Senlein Unternehmern, die Angelegenheit Defterreichs gelte naturgemäß auch, namentlich grantreichs geſchildert und dieſe in tionsmadje wert. Die Ginmischung der westlichen sich ihrer bereitwilligen Opfer für die SdB erin. wie nicht näher unterstrichen zu werden brauche, der schärfsten Weise angegriffen. bic perfonelle Zusammensetzung der öfterDemokratien in die innerpolitischen Verhältnisse nern. Das gab Anlaß zu einer erregten Debatte auf reichischen Regierung. Ueber die ganze Seite betitelt z. B. der Mumäniens stellt einen offenen europäischen einer Sihung des Klubs der Henlein- Abgeordneten, Angriff" seinen Artikel:„ Senfationelles Pariser Standal dar, der keineswegs bagatellisiert wo die den Unternehmerstandpunkt vertretenden Ab. geordneten den Standpunkt Janovsky aufs schärfste Geständnis. Frankreich erzwang Gogas Sturz. werden kann." fritisterten, während Janovsky zuerst an seinen Zur Borgeschichte der Begegnung der bei- tote Armee an Numäniens Grenze aufmarden Phrasen des Dritten Reiches nachgerebeten AnStaatsmänner bringt das Tschechoslowakische schiert". Abgewi sene Angriffe Francos schauungen von einer Volksgemeinschaft" zwischen Pressebüro aus Wien folgenden Kommentar: In den Ausführungen des Blatt 3 heißt es Barcelona. An der Estremadura- Front| Unternehmern und Arbeitnehmern festhielt. fich dann Die Reise Schuschniggs zu Hitler nach Berch- urter anderem: wehrten die republikanischen Truppen am Freitag aber bereit erklärte, in feiner Teplitzer Mede einen tesgaden hängt mit den letzten Maßnahmen der ,, Wir wissen aus Pariser Meldungen, daß vor die Angriffe der Aufständischen ab, welche ent- auch für die sudetendeutschen Unternehmer annehm österreichischen Behörden gegen die illegale natio- allem Paris von außen her einen Drud auf lang der Straße Teraledo- Zalamea de la Se- baren Standpunkt zu verfechten. Aber auch über die nalsozialistische Propaganda und mit der fälsch- Bukarest ausgeübt hat. Stein Zweifel, daß Frants rena begannen. " Goebbels' Meute losgelassen neue Nebe, die er für Teplitz ausarbeitete, konnte Seite 2 Sonntag, 13. Feber 1938 man fich nicht einigen, da der bekanntlich sehr starke denden Deutschland- Reisen den heimischen UnanIndustrie- Flügel in der SdP zu keinen Rongeffionen nehmlichkeiten zu entziehen. bereit ist. Als fich auch ein besonderer Redaktions- Einstweilen wurde die Teplißer Tagung auf ausschuß über die auf der Tepliker- Tagung einzu- den 20. Feber anberaumt. Man kann ge= nehmenden Haltung nicht einigen konnte, wurde die spannt sein, ob sie überhaupt stattfinden wird Tagung verschoben und Henlein berief schleunigst und in welchem Phrasenschwall man die ernsten eine Tagung des unter seinem Vorfit stehenden Ver- Gegenfäße innerhalb der Sdp, die sich zwangs= bandes der europäischen Volksgruppen in einen läufig aus der absoluten Unternehmevabhängigkeit Badeort bei Berlin ein, um fich auf diese Weise wie einer sich sozial gebärdenden Partei ergeben, aus der einmal durch eine seiner immer häufiger wer der Welt zu schaffen versuchen wird. Die ersten Beschlüsse des Kabinetts Christea Betonung des nationalen Prinzips Bukarest. Samstag abends fand unter dem Borfin König Carols ein Ministerrat statt, welcher die folgenden Beschlüsse faßte: 1. Einsetzung einer Kommission zur Ausarbeitung eines Verfassungsentwurfes. zu betätigen. 8. Festlegung des Verbotes der Uebernahme von Staatsämtern durch nahe Verwandte amtierender Minister. Rekonstruktion bisher nicht beschlossen Ebensowenig eine Erweiterung Nr. 37 Staat ausbauen und verwalten wollen, treu bleie ben. Wenn wir von Koalition sprechen und hies bei an das Jubiläumsjahr denken, so sind wir der Auffassung, daß nach außenhin unsere Bedeutung und Stärte umso imposanter sein wird, je hö. her die Zahl derer ist, die sich loyal und ehrlich Zu dem Berichte einer deutschen Prager an der Zusammenarbeit beteiligen. Tageszeitung über vermeintliche Verhandlungen Nicht ein einziger Redner, sagt..Národni der Regierung ist das Tschechoslowakische Preffe- Osvobozeni", fand sich während der dreitägigen der politische Minister über die Rekonstruktion büro ermächtigt zu erklären, daß diefe Nachricht Aussprache im Budgetausschuß des Abgeordneten. den Tatsachen nicht entspricht. Der Vorsitzende hauſes, der den Nachweis versucht hätte, daß wir der Regierung Dr. Hodža hatte in dieser Woche aus der heutigen zahlenmäßigen Stärke der Gdy eine Reihe von Beratungen mit Regierungsmit- die Konsequenzen ziehen müſſen" oder der irgend gliedern und politischen Faktoren, wie das Presse wie Nachgiebigkeit gezeigt hätte. Diese Tatsache büro bereits in einer Meldung vom Freitag zeigt, daß das Bemühen, mit der SDP zu koketabends bekanntgab. Das Komitee der politischen tieren, isoliert ist. Minister wird jedoch erst im Laufe der nächsten Woche zu einer Sitzung zuſammentreten. Rumänien im Spiegel Eden will nichts überstürzen benüßt, um die Bereitwilligkeit Roms zu einer Verständigung mit London zu bezweifeln. Was die weiteren Behauptungen desselben deutschen Tageblattes anbelangt, wonach beschlos sen worden sei, die flowakische Volkspartei Differenzen mit Chamberlain? In einem Aufruf verspricht die Regierung die( Hlinka) und die Partei der Nationalen Ver= Betonung des nationalen Prinzips einigung" zur Teilnahme an der RegierungskvaLondon. Ein Angriff Farinaccis gegen 2. Ausarbeitung des Entwurfes einer Einhaltung des Prinzips der Gesamtlich zu erklären, daß kein solcher Beschluß tischen Presse in großer Aufmachung wiedergegeben auf allen Gebieten des staatlichen Lebens unter lition einzuladen, ist das Pressebüro ermächtigt, Eden im ,, Regime Fascista" wird von der bris neuen Verwaltungsordnung durch ie I ich feit, weiters die„ Gutmachung der das Institut für Berwaltungswissenschaft. historischen Ungerechtigkeiten, deren Opfer das hei gefaßt wurde. Damit entfallen auch alle Kombi- und in Londoner politischen Kreiſen vielfach dazu 3. Verbot für Staatsbeamte, sich politisch mische und überwiegende rumänische Element wurde", nationen, welche das erwähnte Blatt und nach ihm ohne daß sie irgendwelche Afte der Ungerechtigkeit auch einige weitere Blätter aus diesen unrichtigen 4. Patriarch und Kirchenfynode werden den gegenüber den alten Minderheiten, die in den Gren- Behauptungen abletten. Gläubigen die Ablegung von anderen, als den en des heutigen Rumäniens leben, begehen wolle. gesetzlich vorgesehenen Eden( d. h. Eide auf ge- nationalen Uebereinkommen mit den übrigen StaaRumänien werde auf der Grundlage der interheime Organisationen etc.) untersagen. Zuwider- ien ausammenarbeiten, die einen Ueberschuß an jü handelnde Priester sollen bestraft werden. discher Bevölkerung haben, um diesen Juden ein 5. Suspendierung des geltenden Beamten neue 3 Vaterland zu finden. Unter den statuts sowie der Unabsetzbarkeit der Richter. weiteren Programmpunkten befindet sich die Ein6. Suspendierung der Universitätsauto- haltung vollkommener Ordnung mit der Einhaltung nomic. der Garantie aller Gesetzesrechte, die für alle 7. Regelung des Preffewesens durch Ein- Bürgergleich gelten. stellung der überflüssigen oder schädlichen" BuIm letzten Programmpunkt wird die Einhaltung sels; in ihrem Urteil über die Erfolglosigkeit der ein langsameres Vorgehen einder traditionellen Außenpolitik Versuche Gogas stimmen sie überein. Allgemein trete. Der Außenminister sei der Ansicht, daß blikationen sowie Kontrolle der Finanzmittel der Rumänien 8 mit ben bauernden Zielen der Er- wird die Erwartung ausgesprochen, daß der Mussolini durch den Drud der Verhältnisse im Zeitungen und sonstigen periodischen Drudhaltung des Friedens und der Verteidigung der außenpolitische Sturs des neuen Sta- Laufe der Zeit zu größerem Entgegenkommen schriften. Grenzen angeführt.. binetts, durch Tatarescu repräsentiert, wieder veranlaßt werden würde, denn Italien brauche so an die Kleine Entente- Politik anknüpfen wird. bald wie möglich eine Anleihe. lieber die innerpolitische Entwidlung Rumäniers besteht noch nicht genügend Klarheit. Von der großen Mehrheit der Presse unterscheiden sich die Nun werden alle glauben! werden wohl gleichzeitig entrüstet und belustigt gewesen sein über den Einfall des Außenamtes unter seiner neuen Leitung, der Auslandspresse im Befehlston das Zweifeln zu verbieten. Owsejenko erschossen? Am Freitag wurden die Berliner Vertreter der ausländischen Presse ins Außenamt geladen, wo ihnen ein Ministerialrat Berndt einen Vortrag hielt, der alle Gerüchte über die letzten Ereignisse als tendenziös und erfunden bezeichnete. Als er die Journalisten aufforderte, Fragen zu Das Kopenhagener Blatt„ Politiken" meldete stellen und nun nach den wirklichen Gründen der dieser Tage, in Moskau sei der ebemalige Leiter der Verabschiedung Blombergs und Fritschs gefragt wurde, antwortete er, der Abschied Blombergs sei Owieiento, erschossen worden. Erschossen russischen Handelsvertretung in Prag, Antonow aus gesundheitlichen Gründen erfolgt. Wer an orden sei auch Tropfis ehemaliger Privatsekretä: dieser Erklärung 3weifel hege, Erwin Wolff, ein tschechoslowakischer Staatszweifle das Wort der Reichsrebürger, der im Vorjahre aus Valencia verschleppt Und wenn schon Blomberg, obawar gesund worden ſei. – das Verschwinden aus Spanien iſt und rüſtig genug, um eben jest eine junge Dame Tatsache. Die Nachricht von der Erſchießung zu heiraten, nicht gefund genug mehr ist für den Wolffs und Owsejenlos ist unkontrollierbar. Dienst, wieso sind ganz plößlich noch ein Dutgierungan. zend Generale und eine unbekannte, aber große Schweizer Parlamentarier Bahl anderer Offiziere mit ihm verabschiedet wor den? Auch aus Gesundheitsgründen? gegen Flugbombardements Wenn das Außenamt den Journalisten kom- Bern.( Ag. Efp.) 155. von den 187 Mits mandiert, zu glauben, was ihnen vorgesetzt wird gliedern des Nationalrates und 41 von den 44 wird nun die Welt das Wort der Reichsregie- Mitgliedern des Ständerates haben den Bundesrung nicht mehr anzweifeln? Jeder der Journalis rat schriftlich aufgefordert, allein oder zusammen sten hätte ohne langes Nachdenken einige gebro- mit dem Internationalen Roten Kreuz und ähnchene Ehrenwörter, verlegte Abkommen, mißach- lichen Einrichtungen alles zu tun, um den Flugtete Verträge nennen können. Aber so sicher, um bombardements offener Städte, dieser zynischen das wagen zu dürfen, fühlen sich auch die Aus- Verleugnung aller Menschlichkeit, ein Ende zu landsjournalisten in Deutschland nicht. Aber sie machen. 6 Der ewige Schatten Roman von Max Hochdorf der tschechischen Presse Mit zwei Ausnahmen ist die gesamte iscjechische Presse mit der Entlassung Gogas zufries den. Sämtliche Blätter bringen ausführliche Berichte über die Vorgeschichte des Regierungswechs Boulevardblätter Stříbrnýs, die ihre Enttäu,, Daily Expreß" berichtet, daß in der Frage einer italienisch- britischen Verständigung in der britischen Regierung zwei Ansichten bes tänden; Chamberlain sei für eine Annäherung, sobald sich eine mit der englischen Würde zu ber einbarende Möglichkeit für die Lösung der Mittelmeerfrage, der spanischen Frage und der Probleme des Nahen Ostens ergibt, während Eden für Labour lehnt Deutschland- Besuch ab schung über den schnellen Fall Gogas nicht vers Dr. Ley, der Leiter der Deutschen Arbeitsfront, hehlen können. Der Stříbrný- Redakteur Abg. hat eine Reihe von Mitgliedern der englischen Ges Se ut war bekanntlich sofort nach der Einsetzung werkschaften und der Labour Party zu dem im Juni Gogas bei ihm in Audienz erschienen und hatte in Hamburg stattfindenden„ Kraft- durch- Freude" dann eine ganze Serie von Propaganoaartiteln Songreß eingeladen. Der Vorsitzende der englischen für den neuen rumänischen Kurs veröffentlicht, Gewerkschaften, Sir Walter Citrine, gibt nun be die jetzt noch mehr als seinerzeit den Spott der fannt, daß er und seine Kollegen nicht in der Lage Stříbrný- Liga stellen einerseits eine Niederlage auf die Tatsache, daß es im Reich feine Meis übrigen Presse herausfordern. Die Blätter der seien, die Einladung anzunehmen, da im Hinblic des deutschen Einfluſſes in Rumänien feſt, ande- nungs- und Redefreiheit gebe, einer un rerseits betonen sie in aufgeregten antisemitischen parteiischen Untersuchung jede Basis entzogen sei. Ueberschriften und Berichten den Widerstand des jüdischen Kapitals gegen Goga, vermutlich um so zu dokumentieren, welches Verständnis sie für die Bedeutung des Geldes für die Politiker haben. Schweigsam geworden ist hingegen der Venkov", beschränkt und seine eigenen Ansichten ausnahms der sich auf die Wiedergabe fremder Ansichten weise für sich behält. Mitteilungen aus dem Publikum. Bedroht durch Grippe? Sie müssen die Zu Organismus gelangen, in einem Zustand verſtärkter fahrtswege, au denen die Grippe- Bazillen in Jhren Abwehrbereitschaft versehen! Regelmäßige Desinfel Machnik für Erweiterung der Koalition. tion des Mundes, der Nasenhöhle und der AtmungsAuf einer Bezirtstagung der Republikanischen organe mit Alpa- Franzbranntwein stählt Ihren Partei in Pilsen erklärte Verteidigungsminister Organismus, ist somit eine sichere Abwehr gegen jed Machnik u. a.: Im Inlande wollen wir dem Grundsaße der koalitionsmäßigen Zusammen=| wede Grippegefahr. Alpa- Franzbranntwein vorbeu arbeit mit allen, die diesen Staat lieben und mit gend, gesundheitsfördernd. Fragen Sie Ihren Arzt! uns im Geiste der wahrhaften Demokratie den| Apa gibt es nur in plombierten Originalflaschen! Jeiner Seitentür, die von einem Purpurvorhang| Arme fegten über den steinernen Boden. Das gab| Mauern und Balfen bedroht wäre, nicht mehr von verdedt wurde. Noch immer griffen die Lataien, Kühlung. den Krallen der Frau, die sie in ihrem Rüden tie zur Seite der Zür postiert waren, nicht zu, Wenn nur feiner käme! Sie wollte hier spürte. um den Vorhang zurückzuraffen. Tange, lange liegen bleiben und jedes Denken verwischen. Sie wollte immer tiefer hineintauchen in das Nichts ihrer Müdigkeit und ungeheuren Erschlaffung und Angst. Plößlich zog die Königin die Lider empor. Es kostete sie Mühe, mit dem Finger die schweren Augendeckel zu stützen, damit sie sich nicht sofort wieder über ihre Pupillen herabsenten. Wie ein Jäger schaltete sie sich in die Blidbahn ihres GatEs präsentierten die Hellebardiere vor den ten ein. Sie visierte zu dem Purpurvorhang hinGästen an der Eingangspforte. Es stießen die über. Sie richtete trampshaft alle ihre Energie schweizerischen Söldner, die jenseits der Graben- auf die Fransen des Vorhanges, auf die blinken brüde das Volk vom Adel abzusondern hatten, den Aepfel der stürzenden Stangen. Denn sie mit ihren spizen Stulpenstiefeln in die Kniekehlen hatte durch ihre Spizel erfahren, daß Adelgonde der Neugierigen, die nicht so schnell zucüdwichen, de Vocht längst in den Palast eingeschmuggelt wie ihnen zugeschnauzt wurde. ,, Sie soll auch fommen! Die Adelgonde de Adelgonde de Bochheinen sollte. trat hervor. Aber der Bocht, die Liebste des Prinzen! Wird Er es wagen, Prinz gab sich sorglos. Es wußte, daß ihm die der Majestät sein Betthäschen vor die Augen zu Festgesellschaft gehörte. Und die Festgesellschaft bringen?", so ging es durch die Menge. schörte der Frau, die erwartet wurde, und nie Immer fommt sie noch nicht! Sie läßt sich mand würde es wagen, ihn eines Besseren zu bebitten! Sie wird sich nicht unterstehen zu kom- lehren. Verächtlich spiste er die Lippen. Er schleumen!" fochte es aus der Menschenmauer. derte den Degen zur Seite. Die Waffe klirrte. war und von wo sie Sie schleppte sich die Treppe hinauf. Sie gebot dem Schmerz Schweigen. Und oben in dem Korridor, in den die Treppe mündete, lag der Mondschein auf den Fliesen, ein blasser, durch Sie betastete jede Stelle und jedes Glied Mebel gesiebter Mond, aber es war ein Wegweis ihres Leibes. Nein, man hatte ihr noch nicht ihr ser. Dem folgte sie bis zu den Fenstern. Sie Kind genommen, auch noch nicht die Organe, um stützte sich auf das Gesims. Während einiger es an das Licht zu fördern, um es zu nähren, fo- Momente war sie sich darüber klar, daß in ihrem bald es den ersten Lebensschrei ausstoßen würde. Schoß das Erdbeben einen sehr natürlichen Tann spürte sie einen Schmerz, der anfing, Schmerz bedeutete, Schmerz, der Geduld erfors an jedem Teil ihres Körpers zu rütteln. Alles derte, Hoffnung und Anstrengung, der Natur zu Leben schien zusammenzuströmen nach ihrem dem Werke zu verhelfen, das die Schöpfung Schoßze. Als wäre sie ganz nur Schoß geworden, wünschte. se bebte es in ihrem Inneren. Sie bildete sich ein," Soviel Kinder wurden in meinen Staaten das ganze Haus werde von Erdbeben erschüttert. geboren, und ich hab' es nicht gespürt", das dachte Die Mauern barſten. Der Puß der Decken- die Königin. Warum nannte mich das Volk denn gewölbe regnete in Blöcken auf ihren Schoß nie- Landesmutter, wenn ich mit feinem von meinen der. Die Balken wurden aus ihren Scharnieren Muttertindern und mit feiner von meinen Stindsgesprengt. Als würden sie von Riesenfäusten auf müttern mitgefühlt habe?" Und weiter:„ Jekt und nieder gerammt, so war es. Und stets wat fühle ich's doch. Wie viele Frauen in meinen das Ziel der Schoß der Königin, nur ihr Schoß. Staaten leiden jetzt ebenso martervoll wie ich?" Die Violinen sangen. Der Prinz sprang auf. Er beschattete mit dem Hut die Augen, um noch dem sie mit den Händen um sich schlug, dann, in- Sturm vor der Sonne ist es nur. Kind, mein Erst glaubte sie, sich genügend zu verteidigen, in- Und plößlich:" Nein, es ist ja gar feine Marier. schärfer zu dem Purpurvorhang zielen zu können. dem sie die Hände gewaltsam auf ihren Schoß Kind, so heftig nicht, so wild nicht, so ungeduldig Da machten die Diener an der Seitentür die preßte. Nein, das Kind durfte nicht getroffen und nicht! Warte nur eine Sekunde, damit ich Atem Drinnen im Saal saß die Königin Johanna ersehnte Geste. Der Prinz vernahm ganz deutlich verletzt werden! Um Gottes willen, nicht das! schöpfe! Ich werde dich verteidigen gegen alle, immer noch steif und regungslos auf ihrem das scharrende Geräusch in den metallenen Ringen. Sie richtete sich auf. Sie tastete sich an der auch gegen Adelgonde de Vocht!" Thronsessel. Auf dem Thron zu ihrer Linken hatte Die Königin aber glitt vom Throne herab. Mauer entlang. Ihr Fuß stockte. Es kam ihr der schöne Prinz Platz genommen. Er hatte den Sie schleppte sich bis zur Hintertreppe des Po- zum Bewußtsein, daß sie eine Treppe hinaufstei- So wurde sie ohnmächtig gefunden. Sätte Endlich vergingen ihr die Sinne. spanischen Federhut auf die Knie gebreitet. Er diums. Sie troch, schon von der Estrade verborgen müßte. Tas Geländer glitt ihr unter die man das Neugeborene nicht schleunigst aus der hielt, zwischen die Beine gepreßt, den Degen, der gen, da sie sich nicht mehr aufrecht halten konnte, Sand. Stufe um Stufe zog sie sich empor, auf- Umschlingung der Mutter befreit, es würde er in sielberner Scheide steckte. Seine Hände um auf allen Vieren bis zur hinteren Saaltüre. Sie feuchend auf jeder Stufe, um der Dunkelheit zu stickt sein. flammerten den diamantenbeseßten Goldknauf. gelangte in den Korridor, wo es ganz finster und entkommen, die ihr jetzt entseßlich und lebensWährend die Paare im Reigen den Saal still war. Dieser Schande entfliehen, zu der der gefährlich schien. Sie fürchtete sich, daß man ihr umschritten und sich verbeugten, so oft sie an dem schöne Prinz sie verurteilt hatte! Das war ihr ihr Kind entreißen würde. Adelgonde de Vocht, föniglichen Baar vorbeiparadierten. war der einziger Gedanke. fein anderes, würde diesen Raub an ihr begehen. schöne Prinz ganz abwesend. Wohl dankte er Es tat ihr unendlich wohl, sich auf dem Weiter fliehen! Weiter! durch mechanisch vollführtes Kopfniden auf jede Boden zu rollen, die Haube mit den Brillanten und Meverenz, doch seine Blide suchten durch das Ges Perlen vom Haar zu reißen und dazu noch die folge der Noben und ritterlichen Geländer nach Verschnürung der Taille vom Leib. Ihre nadten Und sie kam wirklich nicht. Schon rasselten Eiserne Riegel und Ringe über die Holzportale des Prinzenhofes. Der letzte Gast hatte sich eingefunden. VI. Die Stadt Gent, die plößlich von der Vorfrühlingssonne überglänzt wurde, erivadite mit In der Höhe der Treppe bemerkte sie einen dem Entschluß, die Geburt des Prinzen zu be schwarzblauen Schimmer. Das mußte die Frei- jubeln. heit sein. In der sie nicht mehr von trachenden ( Fortsetzung folgt.)] «r. 37 Seite 3 Sonntag, 13. Feber 1038 Was die Woche brachte Dio 45 Tage des Herrn Gon: Gestern noch auf stolten Ilnssen Generale emigrierten— Das Schwert des Damokles war Ihnen zu blutig Weitere Aktionen des Gesnndtieitsministeriums Bekämpfung der Krebskrankheit und der. Tuberkulose ' Die steigende Zahl der Krebstodesfälle erfor» Krt, daß die Gesundheitsverwaltung dieser— keineswegs nur auf ältere Personen beschränkten — Krankheit ihre besondere Aufmerksamkeit widmet. Durch die Errichtung zweier auch im strengsten Weltmaßstäbe als mustergültig anzusehenden Anstalten in Brünn und in Prag haben wir auf diesen Gebieten in den letzten Jahren einen erfreulichen Fortschritt erzielt. DaS Gesundheitsministerium bemüht sich, die Errichtung von Anstalten zur Erkennung und Behandlung des Krebses auch in anderen Teilen unseres Staatsgebietes zu unterstützen. Es hat im Jahre 1937 zur Bekämpfung tet Krebses Subventionen inder Höhe von 8 0 2.0 0 0 KC aufgewendet und ist ent* schloffen, auf diesem Wege weiter fortzuschreiten. Jenen öffentlichen Krankenanstalten, die be« rett sind, in ihrem Rahmen die Fürsorge für Krebskranke durch eigeneEinrichtungen, durch Erweiterung und Ausgestaltung der Heilbehelfe zu vertiefen, hat das Gesundheitsministerium aus den Mitteln der Sanitätsumlage einen weiteren Betrag per 200.000 Kl flüssig gemacht, dec in den Dienst des Kampfes gegen die Krebs- lranlhetten gestellt wird und durch Dezentralisierung der Hilfsaktion auch den entlegensten Anstalten die Eingliederung in diese AUion zu ermöglichen. Ansuchen um Bewilligung von Beihilfen sind bis spätestens 18. März d. I. an das Gesundheitsministerium zu richten, wobei nur fene Ansuchen berücksichtigt werden, die durch genaue Angaben über die Ausgestaltung der Krankenhäuser in der obangesührten Richtung eine Grundlage für die Entscheidung geben. Kampf gegen die Tuberkulose Eine erfreuliche Erscheinung, die auS den trockenen Ziffern unserer Gesundheitsstatistik entnommen iverden kann, ist die ständige Abnahme der Tuberkulose-Sterblichkeit. Trotzdem hat sich die Wachsamkeit unserer Gesundheitsverwaltung gegenüber dieser Volksseuche auch im heurigen Jahr nicht vermindert, da da» Ministerium alle» daransetzcn will, die Tuberkulosesterblichleit noch weiter herabzudrücken. DaS Gesundheitsministerium hat trotz Zuwendung bedeutender Summen für neue Zweige der Gesundheitsfürsorge im Jahre 1987 die Ausgaben für die Tuberkulosebekämpfung gesteigert. So gewährte es den Korporationen und Anstalten, welche sich mit der präventiven und kurativen Fürsorge für Tuberkulose befassen, aus dem Budget 1087 Subventionen im Gesamtbeträge von 1,207.800 Kö. Außerdem überwie» das Gesundheitsministerium den bestehenden Tuberkulose-Heilanstalten für Investitionen und Be« triebsfiihrung einen Betrag von 900.000 XL zusammen. Optische Werke— rar dem AbscNuB Ersatzindustrie für Rothau Am Donnerstag wurde amtlich gemeldet, daß der Ministerrat Maßnahmen zur Milderung der Arbeitslosigkeit im Bezirk Neudek genehmigt hat. Ale wir hiezu von zuständiger Seite erfahren, handelt es sich um Bestrebungen nach Schaffung einer Ersahindustrie in Rothau» Schindelwald für die vor Jahren eingestellten Eisenwerke. Die diesbezügliche Verhandlungen wurden mit der Bcrg« und Hütten-A.-G. als Eigentümerin der leerstehenden Fabriksloka« lliättn und mit einer Firma zur Erzeugung optischer Spezialgläser geführt, die bereit ist, diese Industrie in Rothau einzuführen. Die Berg» und Hütten-A.-G. hat die FabrikSräumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Die Firma beansprucht jedoch einen Betriebskredit von rund 8 Millionen. Um die Schaffung dieser für Rothau so wichtigen Ersahindustrie zu ermöglichen, soll da» Fürsorgeministerium au» dem Arbeitslosenfond» für eine Reihe von Jahren de» Zinsen- und Amorti- sierungSdienst für diesen Kredit direkt oder indirekt übernehmen. Im ersten Jahr der Betriebsausnahme sollen mindesten» 100 Arbeiter Beschädigung finden, im zweiten Jahr 200 und von Beginn de» dritten Jahre» angefangcn 280. Au» der Stammfabrik der Firma würden lediglich einige geschulte Kräfte für eine gewisse Zeit übernommen werden, um die Arbeiter einzuarbrite«, bzw. umzuschulen. Diese Lösung wurde vom Ministervai bereits grundsätzlich genehmigt und die beiden Ministerien für Fürsorge und für Handel wurden damit betraut, die Verhandlungen möglichst bald zum Abschluß zu bringen. Gewisse Schwierigkeiten ergeben sich noch darau», daß eine Art Numerus clausus für diesen Industriezweig eingeführt ist, doch rechnet man bestimmt damit, daß sich diese Schwierigkeiten hoffentlich überwinden lassen werden. Fortsetzung der Kartoffelzuteilung für Arbeitslose tralstelle der deutschen aktivistischen Parteien. Willi Wanka, über die Ergebnisse und Ziele de» 18. Feber sprechen wird. In der Debatte werden Redner der aktivistischen Jugendgruppen zum Worte kommen. Ein Deutscher auf führendem Eisenbahn- Bosten. Dr. Ludwig N i ck e r l wurde zum Vorstandstellvertreter der Rechtsabteilung der Prager Staatsbahndirektion ernannt. Dr. Nickerl ist der erste deutsche Beamte» der bei der Prager Direktion auf einen leitenden Posten berufen wurde. Triebe wieder auf freiem Fuß. Josef Triebe, der ehemalige Direktor der Heimatscholle in Ko- motau, ist seit 8. Feber, nach gänzlicher Verbüßung seiner Strafe, wieder in Freiheit gesetzt worden. Der Schwarzfahrer KapS verhaftet. Der Chauffeur Kaps, der durch seine Schwarzfahrt das tragische Autounglück am vergangenen Sonntag in Troppau verschuldete, ist in der Nähe von Piltsch von reichsdeutschen Finanzorganen verhaftet worden. Kaps trieb sich einige Tage an der Grenze herum und versuchte nach Deutschland zu flüchten. Wahrscheinlich dürfte er an die tschecho« slowakischen Behörden ausgeliefert werden. A L P A oft den Alpa. für ein Franzbranntwein Gurgeln und spülen Sie Mund mit verdünntem Einige Tropfen genügen Wasserglas. Auch das Einatmen des unverdünnten Alpa wirkt ausgezeichnet. Zerstäuben Sie Alpa in Wohn- und Gesellschaft«räumen. Hiedurch gründliche Luftdesinfektion. Fragen Sie Ihren Arzt I Achten Sie beim Einkäufe darauf, daß Sie wirklich Alpa bekommen! Kampf gegen die Grippe! BesterGrlppeschutz durch gründliche Desinfektion der Mund- und Nasenhöhle, der Kehle, sowie aller Atmungsorgane durch Munaollnl hat«len preußischen Parademarsch ein* Jtcführt, Ki int achon einmal ho Im Stech fich ritt eine Armee In Ihre Niederlage hinein marachlcrt Barcelonas Vorschlag einer menaohlfehen Kriegführung wurde von Franco abgelehnt. Ne« Herr Jene ml: Wir operieren am lebendigen Fleischt Wir* bombardieren weiter Kinder and Frauen! Von den Brünner HakenkreuzliSeks In den„LidovS Novinh" konnte man sich vor einiger Zeit an eine Karikatur von Josef Eapek ergötzen, die„Versammlung der SdP in Zcllahnkau" heißt. Man sicht eine Reihe von SdP-Männcrn um einen Tisch herum sitzen und lebhaft diskutieren:„Worschischek't"—„Hier! 28a» ist, Zwertschek?"—„Wo ist Wtzwrthal?— „Wywrthal und Vichskotschill sprechen in Slad- kau."—„Und Kokerhatsch?"—„Kokerhatsch spricht in Horschkau."—„Und der Saufall?"— „Saufall ist in Kisselan."—„Und wer ist in Popowitz?"—„Der Lieball?"—„Nee. dort ist der Picpall mit Ziesarsch und Tschcpitscharsch." Was vermag die Satire zu erfinden, wen» die Wirklichkeit noch um so viel unwahrscheinlicher ist! Wer sammelt in Brünn für die Sudetendeutsche Volkühilfe? Kraliczek, Jelinek. Krczal, Mitschulka, Skrujny, Jaschke, Schidlo, Kopkiwa, Legner, Peschke. Im Zeitalter der Schiicklgruber nennen sich die KrältäelS freilich gern Kralitschck. Aber manchmal kommt man ihnen darauf. 0 DaS Ministerium für soziale Fürsorge hat für die von der Arbeitslosigkeit betroffenen Gemeinden die weitere Zuteilung von Kartoffeln für Arbeitslose oder beschränkt Arbeitende eingeleitet. Di« Zuteilung ist vor allem für jene arbeitslosen Personen bestimmt, die in die Herbstetappe dieser Mion im Hinblick darauf, daß sie ihre Beschäftigung erst nach Beendigung dieser Aktion verloren haben, nicht ausgenommen werden konnten und nunmehr unterstützungsbedürftig find. Für die Zuteilungen bleiben die bisherigen Richtlinien in Kraft, desgleichen bleibt auch die Organisierung der Kartoffelaktlon grundsätzlich unverändert. Die Bezirksämter wurden über die Durchführung der Zuteilung eingehend instruiert und erteilen auf Ersuchen die notwendigen Informationen. Vie Maul- und Klauenseuche 15 Fälle In Katharein, 16 in Reidiwaldau Während in Troppau dank der weltgrei« senden sanitären Maßnahmen de» städtischen BeterinäramteS— die Stadtvertretung hat hiezu die notwendigen geldlichen Mittel zur Verfügung gestellt— die Einschleppung der Maul« und Klauenseuche verhindert werden konnte, greift die Seuche in der Schwesterstadt Katharein immer weiter um sich. Freitag wurden vom Bürgermeisteramt in Katharein zwei neue Fälle, und zwar je einer in dem Anwesen de» Landwirte» Eduard Pilz und in dem der Landwirtin Marie Pflüger festgestellt und der Behörde gemeldet. Damit ist die Anzahl der Seuchenfälle innerhalb von vier Wochen auf lö gestiegen. JnReichwaldau wurden bisher 18 Fälle konstatiert. * Seudien-Verordnungen bedrohen die westböhmischen Kurorte Wie die sächsischen und bayrischen Zeitungen melden, ist in Schönbrunn bei Wunsiedl der Ausbruch der Maul« und Klauenseuche amtlich festige« Staatliche ErnShrungsaktlon für Arbeitslose In der letzten Sitzung be» Ministerrat«» wurde beschlossen, zur Fortsetzung der staatliche« Ernährungsaktion für Arbeitslose und Kurzarbeiter in der weiteren fünfwöchigen Periode, da» ist vom 14. Feber bi» 20. März 1038 13,783.800 Kronen zu bewilligen. Für die Durchführung der Milchaklion für di« Kinder arbeitsloser und kurzarbcitrndrr Familienerhalter für die gleiche fünfwöchige Pe- riodc wurden 1,878.000 Kronen bewilligt. Gleichzeitig wurde beschlossen, die Brot- a k t i o n für Arbeitslose unter den bisherigen Bedingungen fortzusehe». Der Aufwand dafür wird ungefähr drei Millionen Kronen betrag««. stellt worden. DqS Gebiet liegt in unmittelbarer Nähe des westböhmischen Bäderdreiecks. Die Veterinärbehörden in den angrenzenden Bezirken Eger, Asch, Marienbad, Falkenau, GraSlitz und Karlsbad müssen die schärfsten Präventivmaßnahmen anovdnen, um die Verschleppung der Seuche auf das ischechoflowakische Staatsgebiet zu verhindern und um den westböhmischen Kurorten jene Maßnahmen zu ersparen, die bei Ausbruch der Seuche behördlich angeordnet werden. Eine katastrophale Auswirkung müßten die behördlichen Verfügungen zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche haben» wenn sie in der Zeit der Kursaison als notwendig getroffen werden müssen. Die Arbeitsgemeinschaft der westböhmischen Kurorte wird schon jetzt Verhandlungen mtt den Veterinärbehörden aufnehmen müssen, um iw Ernstfälle die Herausgabe von Seuchenbekämp fungSmaßnahinen zu erlangen, die weder der Freindenverkehr in den Kurorten noch den während der Kursaison regen LebenSmittelzufuhrver kehr erschweren. Ole deutsche Jugend zum 18. Feber Unter diesem Titel veranstaltet der aktivi- stische Klub„Die Tat" am 18. Feber im großen Saal deS Handwerkervereines, Prag II, Smeäky 22, einen Abend, an dem der Sekretär der Zen- SdP-OpposItlon bildet neue Partei Eine neue Bewegung der„Deutschen Sozialisten" veröffentlicht einen Gründungsaufruf» den u. a. folgende, zumeist au» der SdP.Opposition stammende« Personen unterschrieben haben: Friedrich Brehm(Eger), Jng. Ferdinand Fischer(Prag), Ernst Hartmann(Braunau). Dr. Gustav I o n a I, ehemaliger Generalsekretär der SdP(Mähr-Trübau), Abg. Otto Liebl(Görkau), Alfred Müller(Rumburg), Heinrich Milan (Mödritz), Josef Reif(Königsberg), Dr. Robert Reindl(Neubistritz), Viktor Richter(Komotau), Karl Sitte(Reichenberg), Albert S m a g o n (Olmütz), Josef Palatzky(Neutitschein), Abg. Ludwig Wagner(Krumau). In dem Aufruf wird u. a. erklärt, daß die „neuen Männer"(um Henlein) das Vertrauen Eder Volksgenossen nicht gerechtfertigt hätten und sich tiefgehende weltanschauliche und soziale Gegensätze innerhalb der VolkSgemein- schaft zeigen. Die Schuld daran trage die Führung. Der Aufruf wendet sich dann gegen Liberalismus und Marxismus, aber auch gegen die „getarnte Ausbeutung des deutschen Arbeiters" und erklärt als Ziel die Erkämpfung der nationalen und sozialen Gleichberechtigung auf dem Boden des Staates. XPO In Kumten aufgeflogen Wien. Die Staatspolizei hat die-gesamte tlegale kommunistische Parteiorganisation in Kärnten ausgehoben. ES wurden nicht nur die illegale Landesleitung, sondern auch die Kreisleitungen, die verschiedenen Kurierorganisationen und BerteilungSstellen für Schriftenmaterial äufgedeckt. Den Behörden sind große Mengen von Propagandamaterial in die Hände gefallen. Zwölf Personen wurden bisher verhaftet. Die ausgehobenen kommunistischen Parteistellen waren eine Neuorganisation, da schon einmal, vor zwei Jahren, der ganze Parteiapparat aufgeflogen war. Ablehnende Antwort Japans Tokio.(Reuter.) Der Staatssekretär im japanischen Autzenamte Oriniuschi überreichte am Samstag dem amerikanischen und dem britischen Botschafter die Antwort auf die britische und amerikanische Note betreffend die Tonnage der Schlachtschiffe. In der japanischen Antwort wird die Forderung der drei Noten zurückgeiviesen. Japan erklärt lediglich, daß es nicht die Absicht habe, eine solche Ausrüstung zu besitzen, welche andere Staaten bedrohen würde. Die bloße Mitteilung der gewünschten Informationen würde zu keiner gleichberechtigten Abrüstung beitragen, da eS noch keine quantitative Beschränkung gebe. Auf die Anregung über eine Beschränkung der Kriegsschiff-Tonnage und der Kaliber der Schiffsgeschütze zu verhandeln, wird erklärt, daß eine derartige Debatte keineswegs zur Realisierung der japanischen Wünsche nach Abrüstung führen könnte. Die iapanische Negierung sei jedoch bereit, Verhandlungen über eine gleichmäßige quantitative Herabsetzung zu führen. L Millionen Flüchtlinge In Spanien Bareelona.(Ag. Esp.) Im republikanischen Gebiet leben jetzt 1.8 Millionen Flüchtlinge auS dem Rebellengcbiet oder ans den von FraneoS Fliegern besonders oft bombardierten Orten, sowie 1.2 Millionen Menschen, die zu ihrer eigenen Sicherheit ihre frontnahen Wohnort« der- lassen mutzten. Die ersteren werden von der dafür eingesetzten Generaldirektion erhalten, doch arbeiten viele von ihnen in der Kriegsindustrie und am Bau von Zufluchtsstätten gegen Flugangriffe. Für die Evakuierung sind besondere Betriebe zur Herstellung von Kleidung, Schuhen nsw. errichtet worden. Für schwangere Frauen beider Gruppen bestehen eine Reihe Dttdtn-. dungöhcime. Seite I Sonntag, 13. FrSer 1088 «r. 87 3a^emeukjfceitm Für Mädchen gesperrt! Die kulturelle Erneuerung macht im Dritten Reich rasche Fortschritte. Nun wird durch einen Erlaß Rusts das gesamte höhere Schulwesen neugeordnet. In der Erkenntnis, daß es im Heutigey Deutschland auf die Ausbildung des Geistes nicht so sehr ankommt, wird die Schulzeit für die höheren Schulen um ein Jahr verkürzt. Neben der Hauptform der höheren Schule, der Oberschule, wird es nur noch die für die Landgebiete bestimmte Aufbau- schule und das Knabengymnosium geben. M ä d- chengymnasien gibt eS nicht m e h rl Die Oberschule für Knaben wird in einen naturwissenschaftlich-mathematischen und einen sprachlichen Zweig gegliedert— und dieser Teilung wird man vielleicht, wenn man Näheres darüber wissen wird, sogar zustimmen können. Auch die Oberschule für Mädchen wird zwcigeglicdert: in eine hauswirtschaftliche und in eine sprachliche Form. In den Oberschulen ist für Jungen und Mädchen als Fremdsprache Englisch, für die Knaben außerdem noch Latein vorgesehen.— Da eS keine Mädchengymnafien mehr geben wird und in den Oberschulen fih Mädchen als Fremdsprache nur Englisch vorgesehen ist, muß man annehmen, daß diese Schulreforin den Mädchen den Zutritt zum UniversitätSstu» ü i u m sperrt. Daß Schülerinnen, die keine Gelegenheit hatten, Latein zu lernen, zum Universitätsstudium zugelassen werden, ist kaum denkbar. Man könnte einwenden, das Studium der Frauen habe allen Sinn verloren, seit sic zu keinem Amte mehr zugelassen werden, man weder Aerztinnen, noch Juristinnen haben will. Ja, viel von seinem einstigm Wert hat es ver- loren, aber immer noch blieb das Studieren um des Studierens willen. Auch das wird unmög- lich gemocht. Die Frau gehört in die Munitionsfabrik und inS Haus. Und schließlich: wie sollte ein SA- oder SS-Mann einer Frau imponieren können, die gebildet ist? Sinkt daS Bildungsniveau der Männer, dann ist nichts selbswerständlicher, als daß man den Frauen den Weg zu höherer Bildung überhaupt der- sperrt. Aber erst dann, wenn eine neue Schul- reform ihnen auch daS Erlernen bei Lesens und des Schreibens, die sie ja zum Kinderkriegen nicht unbedingt brauchen, verbieten wird,— erst dann wird daS nazistische Bildungsideal wirklich erreicht sein. Reichsdeutsche Sportler aus Oesterreich abberufen I Graz. Die reich-deutsche Skiläusermann- schäft, die an den Skiwettkämpfen in Murau teil« nehmen sollte, erhielt Freitag aus Berlin den Befehl, sofort nach Deutschland zurückzukehren, weil die kompetenten Sportämter ihre Teilnahme an diesen Wettkämpfen verboten hatten. Seltsame Lebensschicksale, in unserer.dynamischen" Zeit häufiger denn je zuvor, verzeichne! die kleine, in unserem Blatte schon genannte Schrift»Emigrantenbriefc aus fünf Erdteilen" in besonderer Fülle. Jeder der Briese, die in diesem schmalen Heftchen zusammengcsaßt sind, ist Schilderung eines außergewöhnlichen Schicksals. Redalteure werden Kolonisten— Staatsbeamte Handwerker— Wissenschaftler Kaufleute, HilfS- sckireiber, Dolmetsche, Siedler— Doktorinnen Hausgehilfinnen. Zerstreut in alle Welt! Hin« ansgowirbclt in die Weite als einzelne, manchmal mit der Familie, hie und da in einer Gruppe. Nach Kolumbien und Bolivien und Ekuador sind Emigranten in Gruppen ausgetvanderl; Gemeinschaft des Siedelns soll und wird über viele An- saiigsichwierigkeiten himvcghelfen. Mit jenen sozialistischen Emigranten, die hier zurückblieben, nahm auch die deutsche sozialdemokratische Partei damals Abschied von den auswandernden Freunden. Nun nehmen.tvir Abschied von einem Emigranten, der als EinzelanSwanderer nach Boli« Vien, reist, um dort, wo er ArbeitserlaubniS bekommen ivird, sich eine neue Existenz aufzubauen: Hugo Efseroth. Dieser Rheinländer(in Köln geboren), heute im neunundvierzizsten Jahre, war Kriegsfreiwilliger und wurde im Kriege verwundet, aber das bedeutete Leuten wie den zur Macht gekommenen eher rede« als kriegS- tauglichcn Nazigewaltigen nichts. Efseroth wurde gleichzeitig mit S o l l m a n n, dem früheren Reichsinncnministrr, dessen Mitarbeiter er war, in Schuvhast genommen und mißhandelt. Bei Haus« suchungen wurde daS Manuskript eines eben beendeten BucheS über die.Geschichte der menschlichen Grausamkeit" gestohlen und wahrscheinlich vernichtet. Gewiß eine.überzeugende Widerlegung der Nazi-Grausamleitl Wenn in einer vernünftigeren und menschlicheren Zeit wieder der Versuch gemacht werden wird, die dunkle und blutige Geschichte der menschlichen Grausamkeit zu schreiben, wird wahrscheinlich da» umfangreichste Kapitel daS den deutschen Absturz aus Geistigkeit und Kultur behandelnde fein. Möge eS Hugo Efseroth noch gegönnt sein, dieses Kapitel zu schreiben! Den Austvanderer begleiten die Glückwünsche seiner Freunde. Ein verdienter Kämpfer gestorben. In Hamburg ist am 2. Feber kurz nach Vollendung seines 70. Lebensjahres Max Josephsohn gestorben. Josephsohn war der Begründer der freigewerkschaftlichen HandlungSgehirfenbewezung, ihr langsähriger erster Vorsitzender und der erste S e l r e t ä r der auf seine Anregung gegründeten Internationale der Angestellten. Seit 1911 war Josephsohn Direktor der Großeinkaufsgesellschaft Deutscher Konsumvereine in Hamburg. Mit vielen Funktionären der Angestellten« und Genossen« fchaftSbewegung war Josephsohn eng verbunden. Er blieb seiner internationalen Gesinnung treu, obwohl und gerade weil er 1038 wochenlang inhaftiert und mißhandelt worden war. Ein vor» bildlich treuer, persönlich aufopferungsfähiger, gerader Mensch ist mit ihm dahingcgangen. Im Moskauer Krematorium sand Freitag die Trauerfcicr und Kremation der 14 kühnen Luftschiffer statt, die bei der Katastrophe des Luft«, schifseS„SSSR W— 6" ums Leben gekommen sind. Die Urnen mit den Ueberresten der Verunglückten wurden im Kolonnensaale des Gelverk- schaflshauscs ausgestellt. Blutrache unter Zigeunern. Im Zigeunerviertel der magyarischen Ortschaft KiSkunhalaS kam eS zu blutigen Schlägereien, an denen sich 60 Zigeuner beteiligtem Die Fehde stellte einen Akt der Blutrache dar, die von den Beteiligten mit wildem KriegSgeheul mitten in der Nacht bei Hellem Mondschein auSgetragen wurde. Beim Eintreffen der Polizei bedeckten bereits 14 Schwerverletzte den Kampfplatz. Bier von ihnen wurden in hoffnungslosem Zustande ins Krankenhaus eingeliefert. Unter den Verletzten befinden sich auch Frauen und Kinder. Al Capone— irrsinnig»der Simulant? Der berühmteste und berüchtigste Gangster der Welt, Al Capone, der 1031 verurteilt worden ist, befindet sich seit anderihalb Jahren in der unzugänglichen Zucht« hauSfeslung Alcatraz. Schon vor einigen Monaten hat man gemerkt, daß er Zeichen von Geistesgestörtheit zeigte. Vor einigen Wochen hat er bei einem Spaziergang die Häftlinge angefallen und sie zu beißen versucht. Er ist ins Gefängnislazarett übergeführt worden und hat dort jetzt einen Tobsuchtsanfall erlitten, der die Anlegung einer Zwangsjacke notwendig machte. Al Capone liegt auf seinem Bett und ist völlig abwesend. Er singt dauernd italienische Arien, und zwar insbesondere„Traviata" und „ToSca". Der„Gangsterkönig" wird aber von einem eigens herbeigerusenen Irrenarzt sorgsäUig beobachtet, weil die AnstaltSleitung den Eindruck nicht los wird, daß er nur simuliert, da eine Flucht au» irgend einem JrrenhauL leichter möglich wäre, als von der Felseninsel Alcatraz. DaS Simpkon-Mufemn in Baltimore geschlossen. Das HauS East Biddle Street Nr. 212 in Baltimore ist erst im Dezember 1936 berühmt geworden. Bis dahin war eS ein einfaches Wohnhaus in einer nicht besonders guten Gegend der Stadt, und kein Mensch hat sich je darum gekümmert, daß hier die Herzogin von Windsor geboren wurde. Aber kurz nach der Abdankung König Eduards VIII. erfuhr die erstaunte Welt, daß dieser HauS von einem Konsortium angekauft worden sei, dar eS als Walli S-Museum dem Publikum zugänglich zu machen gedenke. Dies ge« Mrd sich das Nordlicht bei uns wiederholen? den di« der die Flecken schon untergegangen war. Es ist wahrscheinlich, daß auch da» Polarlicht vom 22. Jänner durch ein Störungszentrum in der Sonne verursacht worden ist, welche» sich durch Flecken nicht ausdrückte. Der erwähnte große Sonnenfleck erschien wieder am Ostrande der Sonnenscheibe am 7. Feber und wird am 13. den Meridian passieren. Bon dem ursprünglichen großen Flecken hatten sich jedoch nur einige seiner Kerne erhalten und daher ist er nicht mehr mit unbewaffnetem Auge sichtbar. Die wahrschein« lickten Stör»ngszentren, die da» Polarlicht vom 22. und 28. Jänner hervorriefen, werden den Sonnenmeridian wieder am 18. und 21. Feber passieren. Wenn sie ihr« bisherige Aktivität beibehält, könnte ungefähr an den genannten Daten wieder Polarlicht auftreten. Auf die zahlreichen Anfragen, die die Stefänik« Sternwarte in Prag erhielt, ist eine präzise Antwort nicht möglich. Ter große Sonnenfleck, der auch ohne Fernrohr sichtbar ist, und auf welchen die Sternwarte die Oeffentlichkeit am 15. Jänner 1088 aufmerksam gemacht hat, hat den Sonnenmeridian am 18. und 10. Jänner passiert. Die» hat sich auf der Erde durch magnetische Stürme aus-gewirkt und in Kanada wurde am 10. Jänner«in helle» Polarlicht gesehen. Ebenso wurde am 22. Jänner in Kanada«in herrliche» Polarlicht gesehen, worüber in der Srefänik- Siernwarte der Bericht eine» Tschechoslowaken au» Omaha in USA eintraf. Da» am 25. Jänner in fast ganz Europa und Nordamerika sichtbare Nordlicht hing mit dem erwähnten großen Sonnenfleck wahrscheinlich nicht zusammen, da an diesem Tage der scheinlicheSWettervonheut«: Veränderlich. Schneeschauer, auch in den Niederungen Naht, fräste, auf den Bergen GanztagSfrost. zeitweise mii< frischender Nordwcst-Wind.— Wettern ußiicki, t«n für Montag: Andauern de» unheständign Wetter». Temperaturen wenig verändert. Vom Rundfunk empfahienswertei au» den Programm«« Montag Prag 1: 10.05 Deutsche Presse. 11.40 Klavierkonzert. 12.10 Kompositionen von Je,sek. 12.85 Zn. lonorchester. 14.05 Deutsche Sendung: Prause: Tat Handwerk auf der Weltausstellung in Pari». 15*15 Schallplattenkonzert: Richard Strauß, Kreisler, Mcyerbeer usw. 18.10 Deutsche Sendung: Zehn Minuten Lachen. 18.20 Rundfunkwochenübersicht. 18.80 Prof. Siegmüllcr: Da» gibt» Neues im Lausshcr Wintersport? 18.45 Deutsche Presse. 19.15 Militär- musik. 20.25 Dvokäk: Kleinigkeiten.— Prag II: 14.20 Deutsch« Sendung: Kameradschaft in den Bergen. 14.85 Schallplatten. 14.55 Deutsche Presse. 16.10 Klavierkonzert. 19.20 Violoncellolonzert.— Brünn: 17.40 Deutsche Sendung: Dr. Vecera: Tanzsormen in dgr Musik. 21.05 Suk: Evmpblmi« E-Tnr.— Preßburg: 17.40 Dvokäk: Terzett. 22.80 Tanzmusik.— Mähr.-Ostrau: 17.55 Deutsche Arbeitersendung: Dr. Fritz Han»; Arbeiteraktualilitn,! Fröhliche und ernste Chorgesäng«. Dienstag Prag I: 7.00 Morgenmusik. 10.05 Deutsch: Presse. 10.15 Deutsche Sendung: Für die Frau. 12.10 Overettenmusik. 14.00 Deutsche Sendung: Dr. Mara»: Aus dem tschechoslowakischen Kulturleben. 15.15 Schallplatten. 17.80 Geigenkonzen. 18.10 Deutsche Sendung:.Das unser« Borfahren gesungen haben", Volkslieder, gesungen vom Reichenberger Volksliederchor. 18,45 Deutsche Presse. 18.55 Aus dem deutschen Kulturleben. 19.80 Christof Columbus. Over von D. Milhaud.— Prag 11: 11.00 Schallplatten: Toscanini dirigiert die New fjorker Philharmonie: Haydn, Mozart, Gluck. 14.20 Deutsche Sendung: Kameradschaft in den Bergen. 14.85 Solistenkonzert: Händel, Schubert usw. 14.55 Deutsche Presse. 18.00 Salonorchester SOS.— Brünn: 15.15 Geigenauartett. 17.40 Deutsche Arbeiterseu- dung: Dr. A. Lampel: Die Bedeutung der Krankru- bcsuche: Sozialinformationen.— Preßburg: 16.10 Rundfunkorchefterkonzert.— Kaschau: 11.05 Schallvlatten.— Mähr.-Ostrau: 12.85 Rundfunkorchester- konzert. 17.80 Klavierkonzert. 18.10 Deutsche Sen« schab auch tatsächlich im April vergangenen Jahre». Zuerst haben viel Neugierige da» Museum besucht, obwohl die ausgestellten Gegenstände alle» andere als sensationell waren und zum Teil auch gar nicht Wallis Simpson gehört hatten. Immerhin zahlte man anfang» einen Dollar Eintritt, aber dieser Preis muhte alsbald auf 50 Cent« ermäßigt werden. Seit damals sind nur gerade zehn Monate vergan gen, aber Sensationen haben eine kurze Leben»« dauer, und die Besucherzahl wurde immer spärlicher. Da» Museumsgeschäft hat sich nicht gelohnt, und so hat da» Konsortium die Pforten de» GeburrShauseS von Mr». Simpson wieder geschlossen. Neue spanische Briesmarken. Die spanische Regierung gibt zwei neue Briefmarken herau». Die eine ist den Verteidigern von Madrid gewidmet und zeigt die Toledo-Brücke über den Manzanares, an deren einem Ende republikanische Truppen Wache halten. Auf der aitderca Marke sieht man die Fah nen der USA und der spanischen Republik vor Freiheitsstatue als ein Zeichen de» Danke» an Freunde Spaniens im demokratischen Amerika. Da» Wetter, lieber Dänemark hat sich in lebten 24 Stunden«ine Störung ausgebildet, gegen die Ostsee vorrückt, Unter ihrer Einwirkung herrscht,hei uns West« bi» Nordwest-Wind und u n- günstiges Weiter mit Schneeschauern und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt.— Dahr- l düng: Landwirtschaft. Eishockey-Weltmeisterschaft 1938 Prag. Nach den Spielen de» Samstag läßt sich feststellen, daß mit Ausnahme Rumänien» und^Litauen- alle Mannschaften fast eine gleich« Spielstärte aufwcisen. Er hat noch keine Mannschaft von Format in einem ernsthaften Kampf jene Leistung geboten, die«inen Schluß auf eine etwaige Favoritenstellung zuließe. Di« Ueberseeler. Kanada und Amerika sind weit von jenem Können entfernt, welches bei den lebten Prager Weltmeisterschaften von Vertretern dieser und besonder» von Kanada gezeigt wurde Aber auch England knüpft nicht an die Leistungen der vorsährigen Weltmeisterschaften in London an. und von den mitteleuropäischen TeamS konnten bisher erst Polen(gegen Litauen!) und die Schtveiz höhere Ergebnisse erzielen. Eine beachtenswerte Ver» tretuna besitzt Schweden, welches gegen Kanada nach einem aufregenden und scharfen Kampf nur äußerst knapp und vielleicht auch unglücklich verlor. Ta» mit Spannung erwartete Auftreten der heimischen Mannschaft, die Oesterreich zum Partner hatte, hat die Erwartungen trotz de» Erfolge» nicht ganz erfüllt. Die beiden oftmaligen Gegner kennen. eben Licht» und Schattenseiten gegenseitig zu gut und der Erfolg bleibt da mehr dem Zu fall oder Glück überlassen, als daß er sich Im'vorhinein bestimmen ließe. - Den Reigen der Wettkämpfe eröffnete am Vormittag Polen mit Litauen. Die Polen gewannen 8:1(8:0, 0:0, 5:1). sie waren ihren/ g- nern In Stock- und Lauftechnik sotvi« in Schußiicycr« beit überlegen. Die Litauer besitzen einige gute Spieler. aber keim MannschaftSarbeit, sonst wäre eS möglich. gewesen, ein oder zwei Tor« mehr aufz:.holen. Bemerkenswert war ibr Widerstand im zweiten Drittel..den die Polen jedoch im letzten Drittel brachen. Dan festste die Begegnung Amerika m'k Lettland. Wider.Erwarten ein gleichwertige» Spiel, bei dem«in Tor im zweiten Drittel, ein Natb- schuß, daS Treffen zugunsten der?lmeritaner entschied. Doch war man enttäuscht von dem Debüt der Amerikaner, welch« sich nicht sanden und die Initiative den Letten überlassen mußten, welche wiederum den Torhüter CoSby nicht schlagen konnten. Aber Ivas nicht gefiel an den Letten, war ihre harte Stockarbeit und e» gab ihrerseits mehrfache Ausschlüsse. Bezeichnend für die Auffassung der Amerikaner sei der deutsche Ausspruch eines ihrer Spieler gegenüber einem etwas zu stürmischen Gegner:.ES ist doch«in Spiel, warüm so aufgeregt?" So gesehen, wäre die Spiclweise der USA-Leute verständlich, wenngleich die Zuschauer mehr den Kampf mi: Torsegen lieben... Nachmittags schlug die S ch w e i z mit 6:1(2:0, 1:1, 5:0) Rumänien. Den Hauptanteil haue der ni-Sturm, der scheinbar in Fahrt gekoounen ist. Die Rumänen tvaren wohl gute.Zerstörer, aber keine Ausbauer von Angriffen. Rasant und spannend verlief der Kampf K a- n a d a und Schweden. Blitzschnelle Angriffe und schöne Torschüsse ließen, als es kurz vor Schluß 2:2 stand, die Möglichkeit eines Nachspiels offene als doch Kanada, mit aller Wucht kämpfend, ans einer nngc- fährlichen Situation den Siegestreffer erziel«» konnte. Mit 8:2(1:0, 2:1, 1:0) schloß da» Match Die Spiele von Sonntag bl» Tten»tag Sonntag: 9.80 Uhr: Polen— Rumänen. 11 Uhr: Litauen— Ungarn, 15 Uhr: Kanada— Oesterreich, 16.80 Uhr: Deutschland— Lettland 20 Uhr: Schweden— Tschechoslowakei 21.80 Uhr: Norwegen— USA: Montag: 15 Uhr: Schweiz—Litauen. 16.80 Uhr: England—Lettland, 20’ Uhr: Deutschland— USA, 21.80 Uhr: Ungarn—Pole». DienStäg: 0.80 Uhr: Ungarn—Rumänien, 11 llhr: Deutschland—Norwegen. 15 Uhr: Schweiz- Polen, 16.30 Ubr: Amerika—England, 20 llbr: Tschechoslowakei— Kanada, 21.30 llbr: Schweden—Oesterreich. Knapper Sieg über Oesterreich: 85 Sekunden vor Schluß noch 0:0 Waffenkontrolle vor der Einfahrt In Jerusalem In ganz Palästina wird eine scharfe PexsonenkontroNe ausgeübt. Unser Bild zeigt einen Autobus, der zwischen Jerusalem und Haifa verkehrt. Vor der Einfahrt nach Jerusalem werden die Insassen einer scharfen Paß- und Waffenlontrolle unterworfen. Nach 44 Minuten eine» wenig begeisterndcn Spiels konnte di« Tschechoslowakei noch von Glück sprechen, daß ihr buchstäblich in den letzten Sekundcii noch der Führung-» und. damit Siegestreffer gegen Oesterreich gelang. ES soll damit nicht gesagt sei», daß der Sieg nicht verdient ist. Bon den beiden Mannschaften Ivar zweifeNoS die heimische tväbrend deS größeren Teiles de» Kainpse» die, wenn auch nur leicht im Felde, überlegene. Daß sie die» nicht auZzuwerten vermochte, geht nicht nur aus da» Konto dar guten und zeitweise recht harten. österreichischen Verteidigung, sondern auch der geringen Durchschlagskraft. Da» Spiel begann mit Angriffen der Oesterreicher, aber, bald kommt die Tschechoslowakei, stark vom Publikum unterstützt, auf und bedroht wiederholt da» gegnerische Tor. Da» erste Drittel verläuft in reichlich mäßigem Tempo,, erst daS zweite bringt eine etwa» schärfere Gangart; da» Spiel bleibt aber fair. Einige Chancen Maleiek», PerglS und KuieraS auf tschechoslowakischer Seite, TaherS und Demmers auf österreichischer, bleiben unauSge- nützt. Die, Oesterrescher versuchen. vergeblich durch Weitschüsse ihr Glück zu machen, der Tormann Modrts wehrt aber auch Schüsse auS nächster Nähe «ch. Im übten Drittel setzen beide TeamS ihre Kraft ein. In der 6., 7. und 12. Minute werden Bojta und Kirchberger, von den Heimischen Pücalt auf je eine Minute herausgestellt. Fast scheint e» trotz der beiderseitigen Anstrengungen, daß eine Spielzeit»»- längerung notwendig werden wird, als nach einem Durchbruch Trojak», Kuiiera die Scheibe erhielt und einsandte— 85 Sekunden vor Schluß I Im zweiten Spiel des Abends schütg England Norwegen 8:0(8:0.1:0, 4:0). Seite 5 nder. Racht. auf ft die biger bier. Ex Dal 5915 sler, M 8.80 fiber itar II: Ver effe. eta: onte 2.30 Ar. ten: ich: cau ng: tur ert, ren ett 3.55 Gp 100 fer = ut .85 ut 2: en 10 all ers it Der d HARGA fe ift 0 0 Nr. 37 Die ,, Eiserne Garde" Sonntag, 13. Feber 1938 wahlen erhielt die„ Eiserne Garde", wie Bukare-[ Tuldung und später direkte Unterstützung ster Zeitungen seinerzeit trok streng gehandhabter durch Staatsstellen haben aus der„ Eisernen In den letzten Tagen sprachen die Zeitungen Borzenfur schreiben konnten, vom Innenministe- Garde", die andernfalls bedeutungslos geblieben beſonders oft von der rumänischen Eisernen rium 20 Millionen Lei, damit sie gegen die demo- twäre, eine Terrororganiſation gemacht, die zuletzt kratischen Parteien den Wahlkampf führen solle. I sogar die Existenz des Staates bedrohte. Garde". Was ist die„ Eiserne Garde"? The„ Eiserne Garde" Rumäniens ist eine nach dem Vorbild der faschistischen Schwarzhemben und der nazistischen SA aufgebaute Organis fation. Sie ist durch und durch antisemitisch und befindet sich in Frontstellung gegen die etwa fünf Millionen zählenden Minderheiten: gegen Deuts fde, Ungarn, Bulgaren, Juden. Die„ Eiserne Garde", früher Legion des Volkswirtschaft und Sozialpolitik Unter den Gefeßentwürfen, die die Regierung Chautemps der Kammer unter der Bezeich nung Modernes Arbeitsstatut" vorgelegt hat, bea findet sich auch der Entwurf eines Gesetzes über die Streits. Der Entwurf ist so bemerkenswert, daß wir seinen Inhalt im wesentlichen wiedergeben möchten: zähne ausbrechen und es so gestalten, daß es wenigstens eine Stabilisierung des großen Werkes der ersten Volksfrontregierung bringt. Die Sozialversicherung der Privatbeamten Wie„ 2. N." melden, soll in der nächsten Zeit in der Regierung über die Ernennung der Das Gesetz sieht vor, daß vor jedem Streit Verwaltungsorgane der A.P. A entschieden werund jeder Aussperrung das Schlichtungs- und den. Unmittelbar darauf soll die ministerielle Schiedsverfahren in Anwendung kommen muß. Kommission für die Sozialversicherung der AnBei einem eventuellen Streit wird unter der Aufgestellten in höheren Dienſten ihre Arbeit wieder sicht eines Beamten der Präfettur eine geheime aufnehmen und einerseits den Entwurf einer NoAbstimmung unter den im Betrieb beschäftigten velle der Pensionsversicherung, andererseits ein Arbeitern vorgenommen. Diejenigen, die nicht besonderes Krankenversicherungsgesetz ausarbeian der Abstimmung teilnehmen, zahlen eine Strafe ten. Die Kommiſſion und ihre Subkommiſſionen von einem bis fünf Francs. Jede Woche wird trafen zuletzt im Vorjahr vor den Ferien zufam die Abstimmung erneuert. Wenn sich die Arbeiter men. In der Zwischenzeit wurde von der A. P. A. für den Streit entscheiden, ist für dessen Dauer reiches Material vorbereitet, so daß die Arbeiten der Kollektivvertrag außer Kraft. Während des jetzt schnell vorwärtsschreiten könnten. Streits darf feine Neueinstellung vorgenommen werden. 822 Kartelle Der Schaum vom klar weniger Eier ist ein Vielfaches dessen, was man von der geringen Menge erwarten würde. Auch KaroFranck gibt viel mehr an Geschmack, Aroma und Farbe als man glaubt. Karo Franck Kaffeezusatz wird mehr im Kochtopf! durch den Umfang der Verschuldung etwas unrigen Jänner zwar nicht durch die Zahl, jedoch günstiger als im 3änner 1937. Die Zahl der Stonfurse betrug heuer 56( 54), die lleberschuldung 3.6 Millionen( 1 Million) Kronen. Heuer wurden 58( 75) Ausgleiche, eröffnet, die Ueberschuldung betrug 7( 7.8) Millionen. Erzengels Michael", wurde von ihrem gegenwär- Chautemps Streikgesetz tigen„ Kapitän" Codreanu, in dessen Adern fein Tropfen rumänischen Blutes fließt( seine Mutter ist eine Deutsche, sein Vater ein Pole), ins Leben gerufen. Codreanu wurde im Jahre 1926, als er den Präfetten von Jassy sowie einen Polizeikommiffar niederschoß, in der rumänischen Ceffentlichleit zum ersten Male genannt. Schwurgericht von Turn- Severin, an welches der Prozeßz verwiesen wurde, sprach Cordeanu frei. Troß aller Bemühungen Codreanus, eine ftraffe Organisation aufzuziehen, gelang ihm dies zunächst aus Mangel an Mitteln nicht. Erſt als man Codreanu öffentliche Gelder zur Verfügung stellie, begann sich die„ Eiferne Garde" zu entfalten. Ter Ministerpräsident Duca löfte diese Organisation am 9. November 1933 auf Grund ausländischer Vorstellungen auf und erklärte die von ihr eingereichten Kandidatenliften für ungül tig. Da die Auflösung der„ Eisernen Garde" an dem Tage, an dem die Frist für die Einreichung von Standidatenliſten ablief, erfolgte, hatte sie Einschränkung der gewerbsmäßigen Stellenfeine Möglichkeit mehr, Ersaßlisten aufzustellen. Bei lebenswichtigen Betrieben oder bei solvermittlung auch in Dänemark. Der Minister für und so blieb sie aus dem Parlament ausgeschaltet. chen, von denen die Funktion anderer Betriebe Nach den Mitteilungen des Statistischen soziale Fürsorge brachte vor turzem im ParlaAm 29. Dezember 1933 wurde Miniſter- abhängt, kann die Behörde besondere Maßnahmen Staatsamtes gab es am Jahresende 1987 in der ment den Entwurf eines Geſetzes über die entpräsident Duc a von drei Studenten, Mitgliedern treffen. Tschechoslowakei insgesamt 822 Martelle. Das ist geltliche Arbeitsvermittlung ein. Darnach sollen der Eisernen Garde", auf dem Bahnhof in Ist der Streit ausgebrochen, kommt nicht ungefähr die gleiche Zahl, die am 5. März des sich in Zukunft die öffentlichen Arbeitsnachweise Siniaja erschossen. Es unterliegt keinem mehr das Schlichtungsverfahren in Anwendung, vergangenen Jahres bekannt gegeben wurde. Da- auch mit der Vermittlung der Hotel- und Reſtau Zweifel, daß dieser Mord mit Wissen der Füh- sondern der Schiedsrichter hat eine Entscheidung male waren insgesamt 820 Kartelle im Kartell rantangestellten sowie der Muſiker befassen. Die rer" der Garde erfolgte. Im Sommer des Jah zu treffen. Der Schiedsspruch ist ohne weiteres register registriert. Im Verlauf des Jahres 1937 Errichtung neuer gewerbsmäßiger Stellenver res 1984 wurden außer den drei Mördern einige anwendbar. tourden 103 neue Kartellvereinbarungen einge- mittlungen soll nicht mehr genehmigt werden, und Führer der„ Eisernen Garde" vor das KriegsWenn ien Streik froß der gegenteiligen Abtragen und 97 gelöscht. Von den 823 Startellen eine Konzession, die durch den Tod ihres Inhagericht gestellt. Der„ Kapitän" Codreanu wurde Stimmung der Mehrheit oder nach gefälltem entfallen allein 232 auf Eiſen und Stahl. Auf bers oder durch Aufgabe seiner beruflichen Tätig freigesprochen, aber er hatte vor Gericht die Ge- Schiedsspruch weitergeht, wird jeder, der die Ar- die Metallindustrie insgesamt 25.6. Die chemische leit hinfällig geworden ist, soll auf andere Perlegenheit wahrgenommen, die Biele seiner Bewe- beitsfreiheit durch Drohungen, Gewalt, Besetzung Industrie ist mit 142 Kartellverträgen vertreten. jonen nicht übertragen werden können. Ausnahmen gung einer breiteren Deffentlichkeit bekanntzu des Betriebes oder falsche Manöver beeinträchtigt. In der Stein- und Erden- Induſtrie beſtehen 92 von diesen Verboten zur gewerbsmäßigen Stelmachen. Die drei am Morde unmittelbar beteilig- mit einer Gefängnisstrafe von sechs Tagen bis zu Kartelle, in der Nahrungsmittelindustrie 74, in lenvermittlung können jedoch gewährt werden für ten Studenten wurden zu einer lebenslänglichen drei Jahren und mit Geldbuße von 16 bis 3000 der Tertilinduſtrie 66. Die Glasinduſtrie weiſt Perſonen oder Geſellſchaften, wenn dieſe bea Kerlerftrafe verurteilt in Rumänien ist die Francs bestraft, oder mit einer dieser Strafen, 24 Kartelle und die Solzinduſtrie 12 Kartelle auf. stimmte Bedingungen erfüllen. Eine solche Er= Todesstrafe im Frieden abgeschafft. wenn der Unternehmer den Schiedsspruch nicht an- Die übergroße Mehrzahl der Kartellverträge be- laubnis soll jeweils höchstens für die Dauer von erkennt. zieht sich auf die Regelung der Preise und des fünf Jahren gewährt und bei Nichteinhaltung der Solveit der Inhalt des Geseyentwurfs. Die Absabes. vorgeschriebenen Bedingungen mit sofortiger Wirs französischen Gewerkschaften und Sozialisten, die Die mit den letzten Steuergesetzen eingefung entzogen werden. Schließlich enthält der Genicht grundsäßlich gegen die gesetzliche Regelung führte Kartellabgabe bat zur Auflösung zahlrei- jebentwurf neue Vorschriften zur strengeren der Streifs sind, wenden sich ganz entschieden cher Kartellvereinbarungen geführt, doch handelt leberwachung der gewerbsmäßigen Stellenvergegen die behördliche Aufsicht bei der Abstimmung es sich dabei in der Hauptsache nur um weniger mittlung. über den Streit. Sie sehen darin eine Konzession wichtige Startelle und praktisch wohl auch nicht Zellwolle Erzeugung der Welt binnen JahWelt wird 1937 304,4) Millionen Pfund geschäßt gegen 140,7 Millionen im Jahre 1935. An die Spiße der Produzenten ist Deutschland mit 200( i. V. 94,4) Millionen ge Die„ Eiserne Garde" wurde in den ersten Monaten nach der Ermordung des Ministerpräsi benten Duca außerordentlich scharf verfolgt, aber bald ließ der Ministerpräsident Tatarescu die Zügel schleifen, brauchte er diese Organisation. doch im Kampfe gegen. die demokratische Bauernpartei! Ja, Tatarescu ging noch weiter. Auf Berwaltungskonferenz bezeichnete er dieſe Drgas on die unternehmer und ihre Breſe, die es oft so unt das Aufhören von Bindungen. z wadan Produktion von Milchwolle in der Tschechorestrit verkoppelt. Die geleen be rückt; den zweiten Play nimmt Japan mit 174 ( 46) Millionen ein, den dritten Italien mit 157 ( 110,5) Millionen. Mitteilungen aus dem Publikum. nisation als eine staatsaufbauende Organisa- streiten wollten und nur durch Heber" bei der tion"! Dieser Ausspruch wurde von der Garde Abstimmung vergewaltigt würden. Ihr Widerals eine Aufforderung zu weiterer Aktivität auf- stand gilt auch der durch den Wortlaut des Ge- flowakei. Seit längerer Zeit waren von bestimm gefaßt und es begann in ganz Rumänien ein fcßes möglich werdenden Verschleppung einer ten industriellen Streiſen Bemühungen im Gange, furchtbarer Terror, der im Juni 1936, anläßlid Streitbewegung. Die Gewerkschaften der franzö das Milchwolle- Patent zu erwerben, um die der Bukarester Unruhen, die vier Arbeitern das fischen Arbeiter sind nicht gewillt, durch die geeigene Erzeugung in der Tschechoslowakei aufnehLeben Loftete, ſeinen Höhepunkt erreichte. In feßliche Regelung sich ihrer besten Waffe im wirt- men zu können. Jetzt wird bekannt, daß der fran jenen Zunitagen war die Eiserne Garde" die Be- schaftlichen Kampf berauben zu lassen. zöfifche Tuchindustrielle O. Flipo, der das Patent herricherin Bularests, gegen die die Polizei, wie Zum schärfsten Widerspruch fordert sie die für Frankreich besitzt, die Lizenz auch für die ein Polizeikommissar dem Schreiber dieser Zeilen Bestimmung heraus, die„ Streifsünder" zu Ge- Tichechoslowakei angekauft hat. Flipo iſt Großaktionär der Kammgarnspinnerei I. Schmieger feinerzeit erklärte,„ nicht einschreiten konnte, tei: fängnisstrafen mit sechs Tagen bis zu drei Jahſie leine Anweisung hatte, gegen die Gardisten ren bestrafen will. Schon bisher gibt es Streit.- G. in Zwodau bei Fallenau. Er will mit den vorzugehen". In jenen Tagen wurde das Bufa- vergehen, aber die dafür vorgesehene Höchststrafe anderen Altionären. der Gesellschaft die Milch refter Volkshaus von der Garde tagelang be- ist auf zwei Jahre Gefängnis beschränkt. Die wolle- Erzeugung aufnehmen. Wegen der Liefelagert und mit Maschinenpistolen beschossen; aud Verschärfung hat unter der Arbeiterschaft Empörung des Rohstoffes Kasein wird mit den großen bersuchte man es in Brand zu steden. Und das landwirtschaftlichen Organisationen bereits verrung hervorgerufen. alles unter den Augen der Polizei! Es ist mit scharfen parlamentarischen Aus- handelt. Im Frühjahr des Jahres 1936 fand unter einanderseßungen über diesen und über die ande- Die Zahl der landwirtschaftlichen Ausgleiche der Bezeichnung eines Studentenkongresses in ren Gefeßentwürfe des„ Modernen Arbeitsstatuts" betrug im Jänner 134, die gesamte Ueberschul- Nach den neuesten Forschungen- Professor Targu- Muresch ein Kongreß der„ Eifer- in der Kammer zu rechnen. Die Gewerkschaften dung 9.6 Millionen. Seit Wirksamkeit der Ver- Delbet, Paris- spielt das Magnesium für die Vornen Garde" statt, auf dem sogar die Ermordung und die Sozialisten werden alles daranjeßzen, zuordnung( d. i. seit 1. April 1936) wurden beugung und Behandlung der Krebserkrankungen eine einer Anzahl im öffentlichen Leben stehender Per- verhindern, daß mit dem„ Modernen Arbeits- 10.930 Ausgleiche mit einer gesamten Weber- wichtige Rolle. Unter den in Betracht kommenden sonen beschlossen wurde. An dem„ zum Tode ver- statut" in der Entwicklung der sozialen Gesez- fchuldung von 743.6 Millionen Kronen ein- natürlichen Heilmitteln nimmt das seit Jahrhunderurteilten" ehemaligen Abgeordneten der Eiser- gebung Frankreichs nach dem großen Durchbruch geleitet. ten erprobte Saidschizzer Bitterwasser eine dominen Garde", Stelescu, wurde dieses Urteil im Jahre 1936 wieder ein Schritt zurück getan Konkurse und Ausgleiche im Jänner. Der nierende Stellung wegen seines hohen Gehaltes an auch wirklich vollstreckt. werden soll. Sie werden dem Gesetz die Gift Stand der Konkurse und Ausgleiche war im heu- Magnesium- Sulfat ein. Der Ballon Ein vergoldeter Reiter, der auf einem Denkmal in Lebensgröße dargestellt ist, kann aus dem Metall eines einzigen Dukaten vergoldet werden. Ja, man ist oft überrascht, wieviel an Wirkung in einer geringen Menge eines Stoffes enthalten ist, wie z. B. die große Fülle von Farbe, Kraft und Aroma beim Karo- Frand, der Staffeewürze in Portionen. 5 Zwei Beobachter fönnten sich in der„ Gondel", der gefüllt und also leichter als Wasser ist. Die BeZauchertugel, unterbringen lassen. Im äußersten rednung ist so aufgestellt, daß das Gewicht des durch das Del verdrängten Waſſers größzer ist Zur Fahrt nach Târgu- Muresch wurden den Studenten von der Regierung Sonderzüge und die Fahrkarten zur Verfügung gestellt. Auf ihrer Fahrt benahmen sich die Studenten so rabiat, daß der Kommandant der Gendarmerie des Nachts den für den Meeresgrund hätte bie Kugel einen Druck von nicht weniger als 13.000 Kilogramm pro Quadratzenti als das Gewicht des Ballons selbst und der Taudamaligen Unterstaatssekretär Titeanu tele phonisch aus dem Bette rief und ihm mitteilte, daß Die italienische Hafenstadt Spezia hat in meter auszuhalten, und Dr. Galeazzi behauptet, cherkugel, so daß der ganze Mechanismus an der er der erzedierenden Gardisten nicht Herr werden letzter Beit viel von sich reden gemacht. Hier wer- daß es bereits Metallegierungen gibt, die diesen Oberfläche schwimmen würde, wenn er nicht den önne, er müsse auf sie schießen lassen. Der Unter- den die neuen großen Schlachtschiffe aufgelegt, Anforderungen gewachsen sind. Das Innere der Ballast mitführte, Das Del wird auch in den staatssekretär erteilte dem Gendarmeriefomman- mit denen Mussolini zur Unterwasserbeobachtung ausgerüstet, u. a. bleibt deshalb stets leichter als das Waffer. Der ständen schießen zu lassen. reuen Unterseevoote und Torpedobootzerstörer. auch mit einem starken Scheinwerfer, deffen Licht ganze Tauchvorgang spielt sich also so ab, daß Anläßlich der im Jänner und Feber 1936 in Endlich verfügt Spezia über eine ziemlich ge- durch ein gleichfalls druckſicheres Glasfenster zunächst der Hydronaut an der Oberfläche verschiedenen Wahltreisen durchgeführten Nachheimnisvolle Tauchertolonie, Spezialmannschaf- fällt und den Meeresgrund, der seit Entstehung schwimmt, mit Ballast versehen wird, auf den ten, die täglich im Tauchen geübt werden und in der Welt noch nie von Lichtstrahlen getroffen Meeresboden sinkt, dort zu Beobachtungszwecken ausgenutzt wird und nach Lösung des Ballastes größeren Wassertiefen Entminungs- Arbeiten" wurde. beleuchtet. vorzunehmen haben. Daneben ivird in Spezia Wenn es wirklich eine drucksichere Metall- wieder aufsteigt. aber auch ein eigenartiger Unterwasserapparat Tegierung dieser Art gibt, würde die Konstruk=" Gegenüber den bisherigen Taucherkugeln, für friedliche Zwecke gebaut; es ist der Hydronaut tion der Tauchertugel felbst tein besonderes Pro- besonders gegenüber dem von Prof. Beebe ange= des Ingenieurs Dr. Galeazzi, ein Doppelfahr- blem bieten. Schwierig wäre nur die Frage, wie wendeten Syſtem, liegt der Unterschied vor allem 14.35 zeug, das ähnlich wie ein Luftballon aus einer fie bis auf den Meeresboden gelangen und vor in der freien Führung der Taucherkugel, die also tragenden Kugel und einer getragenen Gondel allem, wie sie wieder heraufkommen kann. Hier nicht mit einem Schiff durch ein Drahtseil verbunden ist. Eine Drahtseilführung hat den dop= danten den dienstlichen Befehl, unter feinen Um-[ telmeer festigen Taucherkugel wird mit den üblichen Apparaturen größten Meerestiefen nicht komprimiert und Man erhält für • 100 Reichsmark Markmünzen 100 österreichische Schilling 100 rumänische Lei 100 polnische Zloty 100 ungarische Pengö 100 Schwetzer Franken 100 französische Francs Kč 558.655.533.50. 522.50 559.50 661.94.20 142.50 28.30 119.40 1 englisches Pfund 1 amerikanischer Dollar 100 italienische Lire 100 holländische Gulben. 100 jugoslawische Dinare 100 Belgas 100 dänische Kronen 62.17 482631.besteht, nur daß diese Teile natürlich den Druck- beginnt Galeazzis Konstruktion überaus interpelten Nachteil, daß die Kugel in ihren Beweverhältnissen unter Wasser angepaßt werden. essant zu werden. Für das Sinken in beliebige Mit dem Hydronauten soll es möglich sein, Tiefen sorgt eine große Menge von mitgenom- gungen von denen des Schiffes und damit von den von Professor Beebe aufgestellten Tauch- menem Ballast, der an der Außenseite der Tau- denen der bewegten Meeresoberfläche abhängt, rekord, der etwas über 900 Meter hinausreicht, cherkugel geführt wird. Er kann durch mechanische und daß außerdem eine Stahltroffe bis zum bei weitem zu übertreffen. Dr. Galeazzi ist der Vorrichtungen von innen her filometerweise ab- Meeresgrund ein enormes Eigengewicht hätte. Ansicht, daß sich sogar die größten bisher festge- gestoßen tverden, bis schließlich die ganzen zehn Andererseits haben die in der Gondel Eingestellten Meerestiefen, d. h. annähernd 13,000 tausend Kilogramm soviel sollen es seinschlossenen keine Möglichkeit, die Fahrtrichtung zu Meter, wie sie in der Nähe der Philippinen gemes über Bord" geworfen sind. Geführt wird die bestimmen, und hierdurch wird die Gefahr der sen worden sind, von Menschen erreichen lassen. Taucherfugel durch einen Ballon, der mit Del Expedition noch gesteigert. Seite k „Sozialdemokrat* Sonntag, 18. Fede» 1V38. Nr. 37 mittags nach Hause kam. Die Ursache der Tat ist unbekannt. Prager Lebensmittelmärkte Tie größte Veränderung trat in den letzten Tagen aus dem Eiermarkt auf, Ivo die Preise plötzlich fielen, und zwar um zehn Heller. Neben dem Ein» fluß der fortgeschrittenen Saison half heuer das Welter mit. Denn wenn keine Fröste und kein Schnee sind, legen die Hennen vor dem Frühjahr.— Spinat ist nm 50 Heller gestiegen(auf 1.50 bis 2 t1. L, t, N,>/>v Uljr, Montag um 6, ttv Ude. Fn den Ainterivochen nur nach dem größten Latrakurort Stary Smokovec- Allschmecks! Hohe Tatra(1020 Meter) Zentrum der Wintersportler.— Internationale Sportkonkurrenzen.— Rodel«. Bob«, Ski«, Eis-Babnen.— Sprungschanze.— Hotels ersten Range».— Cafk.— Bar.— Bier- und Weinstuben.— Täglich Tanztee u. gesellige Veranstaltungen.— Bridge.—- Eisenbahnstation Poprad-Velka. von dort elektr. Tatrabahn. Prospekte Badedirektion, Starts Smokovec. 4559 Hochleistungs-Drehbänke. Fräsmaschinen, Radialbohrmaschinen, Bohrwerke, Shaplng- u. Hobelmaschinen Spannlutter in modernster Ausführung; erzeugt: Werkzeugmaschinenfabrik Arao Mauert Wernsdorf« CSR. Bezugsbedingungen: Bei Anstellung inSHau» oder bei Bezug durch die Post monatlich Kd 17.—. vierteljährig Kd 51.—. halbjährig Kd 102,—, ganzjährig Kd 204.- Inserate werden laut Tarss billigst berechnet.-«Rückstellung von Manuskxpten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken.- Die Feitungöfrankatur wurde von der Post« u. Lelegraphendirektion mit Erlaß Nr. 18.800. VII/193U bewilligt.(Kontrollpostamt Praha 25.— Druckerei:..OrbiL". Druck-, Verlag»- u. ZeitungS-A.-G. Prag. Frau Paula Loevenstein bittet im Namen der ganzen Familie, für die vielen gütigen Beweise der Anteilnahme an der Trauer um ihren unvergeßlichen Gemahl, Herrn JUDr. KARL LOEVENSTEIN ihren aufrichtigen Dank entgegennehmen zu wollen. Prag, den 12. Februar 1938...