89 bung rden, Farbe Sel ent fome rudt t. Festa mos i ch. will ge dak eft Ceibe i. daß Des cht Tof ung in tag ris bet. me tag ers 000 r er. ug es 80 27. 5t, nb to Sie 21 יב 00 Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Einzelpreis 75 Heller Redaktion u. Verwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Berantwortlicher Redakteur: Karl Kern, Prag 18. Jahrgang Samstag, 16. April 1938 Jaksch's Pariser Aufenthalt Die militärische Zusammenarbeit Paris. Abgeordneter Wenzel Jakich, der Donnerstag abends hier einlangte, hatte Freitag zahlreiche Besprechungen mit politischen und jourZustimmung der Pariser Presse nalistischen Persönlichkeiten der französischen Paris. Die Pariser Presse reagiert lebhaft 2. mit der Prüfung der europäischen Lage Hauptstadt. Zu Mittag gab ihm die bekannte und übereinstimmend auf die Londoner Meldun- nach dem Anschlusse Oesterreichs an Deutschland Wochenschrift Europe Nouvelle" ein Dejenner, gen, denen zufolge der Abschluß eines franz- und der geänderten Atmosphäre" zwischen Londem unter anderen Kolonialminister Mandel, fisch englischen Militärbün d- don und Rom; Der Besuch in London Marineminister Camp in chi, Wirtschaftsmini- niffe& mit einheitlichem Kommando im Kriegs- 3. mit den legten militärischen Maßnahmen, fter Batenotre und der tschechoslowakische Ge- falle erwogen wird, und zwar mit einem franzö- die imstande wären, die Möglichkeit eines Nonfandte Dr. Ofuský beiwohnten. fifchen Generaliffimus für beide Armeen zu fliftes mit Hitlerdeutschland zu beseitigen. Französischen Journalisten gegenüber er- Lande, einem britischen Generalissimus für die klärte sich Abg. Jaksch über seinen Londoner In Luftarmee und einer gegenseitigen Zusammenarformationsbesuch außerordentlich befriedigt und beit der Kriegsmarine. Der fürzliche Pariser Beunterstrich insbesondere das wachsende Intereffe fuch des Führers der britischen Konservativen für den von der deutschen sozialdemokratischen Churchill und seine Besprechungen mit franBartei im sudetendeutschen Gebiet geführten Frei- zöfifchen politischen Persönlichkeiten seien eine heitskampf. diesbezügliche Vorbereitung gewesen. Franco- Truppen in Vinaroz Verbindung Barcelona- Valencia abgeschnitten An offiziellen französischen Stellen verhält man sich natürlich vollkommen reserviert. An informierten franzöfifchen Stellen wird jedoch an deutet, daß die Meldungen wenigstens bezüglich der Formulierung einigermaßen ungenau sind. Die französische Preffe, insbesondere die tonservative, begrüßt aufrichtig die Meldungen über die Vertiefung der französisch- britischen Freund schaft und ihre Festigkeit durch ein allfälliges Militärbündnis. Die großen Informationsblätter bringen hierüber vorläufig feine Meldungen. Saragossa.( Reuter.) Die Truppen des Generals Aranda find Freitag nachmittags in Vinaroz einmarschiert. Vinaroz liegt an ber Küste des Mittelmeeres, füblich von Tortofa. Nach Informationen der Frau Tabou isim Vorher hatten die Aufständischen San Jorge be-" L'Oeuvre" handle es sich einfach um die seit dem setzt. Die Eisenbahn-, Telegraphen- und Stra. Besuch Churchills in Paris beschleunigte Durchsenverbindungen zwischen Barcelona und Va- führung des sogenannten„ White Paper", eines lencia wurden damit von den Truppen der Auf- diplomatischen französisch- englischen Dokumentes ständischen abgeschnitten. aus der Nachkriegszeit, und um eine gegenseitige Zusammenarbeit der französischen und britischen Fabriken hauptsächlich hinsichtlich bestimmter & Iugzeug arbeiten. Die Berichterstatterin des " L'Oeuvre" fügt hinzu: Nach der Besetzung der Orte Vinaros, Beni. carlo, Alcanar und Üldecons beherrschen die Franco- Truppen die Mittelmeerküste in einer Länge von etwa 30 Kilometer. Paris. Der französische Botschafter in London Corbin traf Freitag in Paris ein, um die Modalitäten des Londoner Besuches der französ fischen Minister zu besprechen. Dieser Besuch, an dem Daladier, Chautemps und net teilneh men sollen, wird Ende April oder spätestens Anfang Mai stattfinden. Duff Cooper in Paris Aus dem Inhalt: Labour- Party und die Tschechoslowakei Explosion in der Arnauer Papierfabrik Opfer des§ 144 Die Pädagogische Woche Nr. 90 USA und Mitteleuropa Verschiedene große Nationen haben die Demokratic abgeschafft. Schuld daran trägt nicht die Demokratic selbst, sondern die wirtschaftliche und politische Unsicherheit, in der diese Nationen ge lebt haben. Wir in Amerika wissen, daß die Demokratie erhalten werden und daß sie erfolgreich arbeiten kann. Aber um das zu erreichen, müffen wir alle unsere gemeinsamen Anstrengungen auf diefes Ziel richten. Eine starke Regierung, die das Volk hinter sich weiß, hat es nicht nötig, zu biktatorischen Maßnahmen zu greifen. Zur Bewah. rung der persönlichen Freiheit des Einzelnen mus die Regierung stark genug sein, das Interesse des Volkes wahrzunehmen und das Volk mus stark genug und gut genug unterrichtet sein, um eine Kontrolle über die Regierung auszuüben. ( Präsident Roosevelt in einer am 15. April 1938 gehaltenen Radiorede.) Die Einsetzung der gewaltigen wirtschaftParis. Der erste Lord der britischen Admi- lichen und finanziellen Reserven der Vereinigten ralität Duff Cooper, der zu einem Privat- Staaten von Nordamerika und zuleẞzt die Entbesuch in Paris weilt, besuchte Freitag vormit- sendung von einigen hunderttausenden frischer tags den französischen Kriegsmarine Minister fräftiger Soldaten für die alliierten Mächte. Camp in chi und hatte mit ihm eine längere haben im Herbst 1918 die Niederlage Deutschlands und seiner Verbündeten im Weltfrieg be Unterredung. siegelt. Die wirtschaftlichen und finanziellen. Kräfte der Staaten mit ihrer 130 Millionen Nicht 500, sondern 1000? New York.( Reuter.) Eine autoritative Versönlichkeit erklärte dem Berichterstatter der Affociated Prek, daß Großbritannien in den Vereinigten Staaten 1000 Kriegsflugzeuge, hauptfächlich Bomber mit einer großen Geschwindigkeit, anzukaufen beabsichtige. Zu den Meldungen, daß England Flugzeuge bei den Vereinigten Staaten bestellen wird, um seine Luftaufrüftung zu vervollſtändigen, wird in amerikanischen Luftfahrtkreisen konstatiert, daß die englische Erzeugung, wenn sie auch an Umfang zugenommen hat, noch nicht genügt. Die " amerikanische Produktion dagegen könnte erhöht werden, um rund 1500 Flugzeuge pro Jahr, besinnend mit dem 1. Juli 1938, für den Erport bereit zu halten. In Heeres- und Marinekreisen ist man der Ansicht, daß die amerilanische Regierung dergleichen Lieferungen für Großbritannien und eventuell für Frankreich, ohne die mindesten Verzögerungen durchführen würde. Auch Frankreich Donnerstag früh hatten die Franco- Trups„ Nach den oftmaligen Reisen hoher fran. pen an der Front von Cati- Cherta einen wei- zöfifcher Offiziere nach England und hoher engteren Offensivstoß in der Nichtung zum Meere lischer Offisiere nach Frankreich ist anzunehmen, unternommen. Der linke Flügel der Francodaß diese allmählichen Organisationsarbeiten Armee drang unter Einsatz von Tanks bis zum fich in zufriedenstellendster Weise entwideln." Dorfe San Mateo vor, worauf sich die Republi Auch der Londoner Berichterstatter des faner in südöstlicher Nichtung gegen Castellon igaro" bestätigt diese Information und zurüdzogen. Die Offensive der Franco- Truppen| schreibt, daß die túnftigen Londoner Besprechungen ging dann in östlicher Nichtung weiter. Um 15 französischer und britischer Minister eine grundhr besetzten sie die Stadt Cervera del Maestre. Tegende Bedeutung haben werden, weil sie sich Seither lag die Straße von Valencia nach Bar hauptsächlich bejassen werden: celona in der Länge von einigen Kilometern öftlich und westlich von Vinaroz ständig unter Artilleriefeuer. Perpignan. Der Präfekt des Departements Ost Pyrenäen besichtigte einige Grenzorte und inspizierte die Grenzwachen an der spanisch französischen Grenze. Für den Fall eines Massenzustromes spanischer Flüchtlinge sind alle Maßnahmen getroffen worden. 1. mit der Ausarbeitung eines Inventars aller wirtschaftlichen und militärischen Mittel der beiden Großmächte, die dem französischen und dem englischen Generalstabe im Falle eines europäis schen Strieges, in welchem England an der Seite Frankreichs engagiert wäce, zur Verfügung stehen fönnten, tätigt Bestellungen New York.„ Associated Pres" zufolge hat Frankreich in den letzten Wochen in den Vereinigten Staaten 300 Militärflugzeuge bestellt. Auch Paris verhandlungsbereit Bevölkerung sind seither nicht geringer gewor den: New York ist zum Goldsammelplatz der Welt geworden, das Land verfügt über einen Reichtum an Rohstoffen wie kein zweites der Erde und sein industrieller und agrarischer Produktionsapparat hat seine technische Ueberlegenheit über den alter kapitalistischer Staaten noch immer nicht eingebüßt. Für die Völker der Länder des europäischen Kontinents, der nun seit Jahren schon der Schauplatz ernſtefter politischer Spannungen ist, ist darum die Frage von Bedeutung, tem diefes reiche Reservoir bei der äußersten Verschärfung der Situation zur Verfügung steht. Die Regierungen der Präsidenten, die seit Wilson: gefolgt find, haben sich weitgehend von der europäischen Politik distanziert. Die Vereinigten Staaten sind nicht nur nicht dem Völkerbund beigetreten, fic haben auch auf die Entwicklung der europäischen Politik in den vergangenen achtzehn Jahren nicht unmittelbar entscheidenden Einfluß genommen. Dagegen haben sie sich an den Bemühungen, die wirtschaftlichen Kriegsschäden zu überivinden, in verschiedener Weise maßgebend beteiligt. Präsident Roosevelt und einig seiner Staatssekretäre haben mehrfach in Meden eins deutig zu erkennen gegeben, daß die Vereinigten Staaten an dem politischen Geschehen in Europa eineswegs desinteressiert sind. Roosev⚫lt hat in der schärfsten Form gegen die außenpolitischen Methoden der Vertragsbrüche der Diktaturregierungen Stellung genommen, als er von einer Paris.( Tsch. P.-B.) Ministerpräsident wurde, bezweifelt man an maßgebenden französi. Strömung in der Welt sprach, die sich sowohl Daladier hatte am Freitag mit Außenminister fchen Stellen nicht, daß die noch ungelösten Fra dem Buchstaben als auch dem Geiste nach der Bonnet und mit dem Vorsitzenden des Außen- gen durch französisch- italienische Verhandlungen Einhaltung von Verträgen entzieht" und als er Paris. Der Konflikt um den Führer der ausschusses Mistler Beratungen über die außen. geregelt werden können. Da auf beiden Seiten dabei das Bekenntnis zum Ausdrud brachte: äußersten Linken der sozialistischen Partei, Mar- politische Situation. Die Unterredungen betrafen, guter Wille besteht, könnten folche Verhandlungen Wir sind immer unter den Führern der Bestres ceau i vert, hat, wie schon kurz gemeldet, dazu wie erklärt wird, die französisch- italienischen Be- bald beendet werden. Man glaubt sogar in Pa- bungen gewesen, bei internationalen Streitig geführt, daß der Vorstand der sozic istischen Pars ziehungen und die Möglichkeit der Erneuerung der ris, daß sie noch vor der Maitagung des Völker- feiten die friedlichen Mittel der Diskussion und der Versöhnung anzuwenden." tei mit 19 gegen 6 Stimmen beschloß, die Pariser normalen diplomatischen Beziehungen zwischen den bundrates ihren Abschluß finden könnten. Lotal- und Bezirisorganisationen aufzulösen, die beiden Staaten. Piverts Revolte Alle seine Anhänger aus der Partel ausgeschlossen den Beschluß des Parteiehrengerichtes, Pivert und An kompetenten Stellen wird erklärt, das einige seiner Freunde auf drei Jahre aller Partei- die verschiedenen Preffenachrichten, die die Befunktionen zu entkleiden, nicht anerkennen wollen. trauung des künftigen Botschafters am Quirinal Als Pivert dieser Beschluß am Donnerstag abends ankünden, sehr verfrüht sind. Die franzöfifche Memitgeteilt wurde, erklärte er, daß er sich nicht gierung hegt den tatsächlichen Wunsch nach einer unterwerfe, worauf er mit seinen Freunden die Lockerung der Spannung mit Italien. Die Er. Räumlichkeiten des Sekretariates der Seine neuerung der normalen diplomatiſchen BeziehunFöderation besetzte. Aen wird jedoch erst das Ergebnis von vorhergeDaraufhin gründete der Generalsekretär henden Abkommen über eine ganze Reihe von der Partei, Paul Faure, in Paris eine neue par- Fragen sein, von denen eine die Anerkennung der teitreue Organisation und erklärte alle Mitglieder italienischen Eroberung Abessiniens sein wird. Es der bisherigen Parteiorganisation, die sich dem handelt sich auch um die Regelung anderer Beschluß des Parteivorstandes über Pibert nicht Fragen, so z. B. der französischen Eisenbahnlinie unterwerfeu, als aus der Partei aus- Dschibutti- Addis Abeba, die Zwischenfälle an geschlossen. Vorläufig ist noch nicht be- den Grenzen von Franzöfifch- Somali, die italie kannt, ob Pivert den Versuch unternehmen wird, nifche Tätigkeit in Tunis und undere Fragen, die eine neue Partei zu schaffen, oder ob er den bereits Gegenstand der englisch- italienischen Verordentlichen Parteifongreß abwarten wird, der handlungen gewesen sind, wie z. B. das InterAnfang Juni zusanimentritt. effe der beiden Großmächte im Mittelmeer, bie Ab berufung der italienischen Freiwilligen aus Spanien und Alexandrowski In Bukarest Bukarest. Der sowjetrussische Gesandte in Prag Alexandrowiti ist in Bukarest zu mehrtägigem Aufenthalt eingetroffen. anderes. Da eine ganze Reihe anderer Fragen bereits Durch das englisch- italienische Ablommen geregelt Die Linkspreffe betrachtet die Möglichkeiten Es ist sicher der Wunsch vieler, die unmit einer tatsächlichen Entspannung durch Verhand- telbar Teilnehmer des europäischen Erlebens lungen mit Rom fehr skeptisch. So schreibt Har- sind, die Vereinigten Staaten möchten ihre Somel im e Peuple": Die Beratungen in[ lidarität mit den bedrohten Demokratien in MitRom waren eine bloße Komödie: Das Ab- teleuropa, möchten ihre Bereitschaft, den Frieden kommen war schon früher getroffen worden. Die der Welt zu verteidigen, durch eine aktive Silke persönliche Politit Chamberlains erforderte den gegen die gefährlichen Angriffe unterstreichen. Abschluß dieses Abkommens, was die Stellung denen diese höchsten Güter der Zivilisation in vorheriger Bedingungen für ein Gentleman Agre- Europa ausgesetzt sind. Vielleicht könnte eine ment ausschließe. Der Autor kritisiert dann folche rechtzeitig herbeigeführte Stellungnahme die Politik der neuen franzöfifchen Regierung, die dieselbe Wirkung auslösen, die von einer gleichen. sich anschicke,„ den Spuren Englands getreulich Bereitschaft Englands erhofft wird. Nämlich die. zu folgen". Die Sumanité" veröffentlicht daß dann die Angriffswilligen vor der Durch einen Sommentar Magniens, der schreibt: Es führung ihrer Pläne zurückschrecken. fann feine Verteidigung des Friedens und der Interessen Frankreichs bei einer Kapitulation vor dem faschistischen Block und es kann keine Werteidigung der Demokratie geben, wenn man vor den Mördern der Demokratie zurückweicht. Veröffentlichung Aber die Sorgen Europas sind nicht die Sorgen der Vereinigten Staaten; sie findes nicht nur! Nicht allein, daß das Land jetzt ernste Anstrengungen unternehmen muß, um nicht tiefer in eine neue Wirtschaftskrise hineingerissen zu werden. Es sieht sich im Fernen Osten durch den Naubzug der Japaner gegen China in des Abkommens erst später? feinen vitalen Interessen aufs höchste gefährdet. In Rom verlautet, daß das englisch. Bei der Ausdehnung seiner wirtschaftlichen Einitalienische Abkommen nicht am Tage der Inter- flußsphären auf dem amerikanischen Stontinent zeichnung, sondern erst 24 oder 48 Stunden stößt es immer wieder auf England( Merito, später publiziert werben wird. Argentinien). Daß das amerikanisch- englische Nr. 00 SamStag, 16. April 1038 An unsere Kolporteure, Abonnenten und Leser. Anläßlich der Osterfeiertage wird am Montag nicht gearbeitet, so daß unsere Dienstagausgabe vom IS. April entfällt. Die Verwaltung. HaudclSabkonunen, dessen Abschluß so vielversprechend in Aussicht gestellt wurde, aus den ersten VorbereitnngSnrbeiten bisher nicht her- uuSgckominen ist, das scheint eine Folge dieser in Amerika und Asien zu beobachtenden Spannungen zwischen Großbritannien und den Bereinigten Staaten zu sein. So wird die Zurückhaltung Washingtons, die im Falle Oesterreichs festzustellcn war, verständlich. Daß aber gerade die Tschechoslowakische Die auSlvärtige Abteilung des Sekretariates der Lnüvur-Party gibt von Zeit zu Zeit zur Information für die Politiker der Partei Abhandlungen über aktuelle Fragen der Wcltpolitik heraus. Das lehte Heftchen ist dem Problem der Tschechosloioakei und der sudetendeutsch-n Frage gewidmet. Es wird darin anSgesührt, wie wichtig cS für die europäische Politik sei, Deutschland es unmöglich zu machen, sich in die inneren Angelegenheiten der Tschechoslowakei einzumischen:„Hitler daS Recht geben, sich in die innere tschechoslowakische Politik einzuinischeii, bedeutet sein Recht der Einmischung anzuerken- nen überall dort, wo deutschsprachige Bevölkerung ist, ob diese eS wünscht oder nicht" ES Ivird sodann eine Klarstellung der wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse im sudetendeutfchcn Gebiete gegeben, gezeigt» welche Wirkungen die Wirtschaftskrise hcrvorgerufen hat und wie dadurch der Ausstieg der SdP möglich gemacht wurde. Beschrieben wird ferner der wirtschaftliche, politische und kulturelle Terror, dec von der SdP ausgeübt wird und eS wird dargetan, daß eine Autonomie der deutschen Gebiete der Re« Rumänien autoritär: Bukarest. Ein RegierungSdekret ergänzt daS bestehende Gesetz zur Verteidigung der Ruhe und Ordnung im Staate durch folgende Bestimmungen: Verboten ist jede Propaganda für die Aende- rung der Staatsförm, für die Verteilung oder Verschenkung fremden Eigentums, für die Nichtbezahlung von Steuern sowie für den Klassenkamps. Politische Organisationen welcher Art immer, dürfen nicht bestehen noch täti" sein. Die Nenerrichtnng von politischen Organisationen wird durch ein späteres Gesetz geregelt werden. Sämtliche Handelsunternchmungen politischen Charakters werden liquidiert.(Gemeint sind vermutlich u. a. die Handelsgenossenschaften der„Eisernen Garde".) Die Regierung wird weiter daS Erscheinen von Zeitungen, welche„politischen Ideen dienen", verbieten können. Beamten, Studenten und Schülern ist die Teilnahme an politischen Aktionen verboten. Verboten ist wei« rcrs das Tragen oder die Zurschaustellung von Republik die stärksten Sympathien der Bereinigten Staaten besitzt, das wurde aller Welt mit dem weitgehenden Entgegenkommen bei dem Ab-' schluß deS amerikanisch-tschechoslowakisch, n Handelsvertrages bekundet. Diese Sympathien sind seitdem nicht geringer geworden! Für di« weitere Entwicklung in Mitteleuropa ist eS für die Tschechoslowakische Republik von Wert zu wissen, daß auch die Vereinigten Staaten in der Front derer stehen, die für die Einhaltung vertraglicher Verpflichtungen und für die Beilegung von internationalen Schwierig« keilen und Streitfällen durch friedlich- Mittel sind. Denn auf die Kraftquellen dieses mächtigen Staates können dann jene nicht zurückgreifen, die die Grundsätze des Völkerrechte- zertrampeln. Damit und mit der soeben mit Beschleunigung in Angriff genommenen riesigen Flottenaufrüstung im Gesamtauflvand von 800 Millionen Dollar (23 Milliarden Köl) werden die Bereinigten Staaten zum Garanten einer Gestaltung Europas, bei der die Diktaturen nicht die Sieger sein werden. publik bedeuten würde,„die Errichtung eines totalitären Regimes in den deutschen Bezirken, was zu völliger Vernichtung der demokratischen Elemente innerhalb der Bevölkerung nnd zur Zersetzung der Tschechoslowakei' selbst führen Ivürde. Eine demokratische Tschechoslowakei könnte mit einem totalitären autonomen deutschen Gebiete innerhalb seiner Grenzen nicht existieren." Der Schluß der Abhandlung ist militärischen und strategischen Fragen gewidmet. Die Erhaltung einer selbständigen Tschechoslowakei ist, so wird gesagt, im Leben-interesse des Westens gelegen.„Bom Standpunkt der französischen nnd britischen Sicherheit kommt es vor allem darauf an, daß die deutsche Armee ihre Kräfte teilen muß und sie nicht alle gegen den Westen lverfen kann. Daher die unabmeßbare strategische Bedeutung der Tschechoslowakei. ES ist dies ein kleines Land, aber im Bedarfsfälle kann eS etwa eine Million Mann ins Feld stellen." Die aufklärende Broschüre hat den internationalen Sekretär der Laböur-Party G i l« lies zum Verfasser. politischen Wzeichen jeder Art. Verboten ist schließlich die Annahme von Geld oder Geldwerten von Ausländern oder aus dem Auslande zu politischen Zwecken. Uebertretungen dieser Bestimmungen werden mit Gefängnis von 2 bis 3 Jahren bestraft. DaS Innenministerium hat ferner das Recht, Personen, welche bet der Beteiliguüg an politischen Aktionen betreten werden, Im administrativen Wege Zwangswohnsitze auf die Dauer von ü Monaten bis zu einem Jahre anzuweisen. Sonnet persönlich neck Senk BariS. Frankreichs Außenminister Bonnet beabsichtigt sich persönlich an der Mai-Tagung deS BölkerbundrateS zu beteiligen. Neben wirtschaftlichen Fragen will er auch den in den verschiedenen Genfer Institutionen konzentrierten wirtschaftlichen Problemen seine Aufmerksamkeit widmen. Oie militärische Kraft der USSR (Acropresf.) Nach der Erschießung Tucha« tschcwskis, JakirS, llborewitschs, Feldmanns, Eidemanns nnd der anderen, denen der Selbstmord Gamarniks voranging, wird die Säuberung in der Roten Armee fortgesetzt. Inzwischen sollen General Dybenko(Armeerayon Leningrad), Kniby« schein(Oberkommandant von Transkaukasien), Bjelolv(Weißrußland), AlkSniS(Chef der Luftwaffe), Schapofchnikow(Generalstabschef), Kaschirin, Jegorow, Großadmiral Orlow, Großadmiral Viktorow, Ludry(Marineakadcmie), Sikow(Baltische Flotte), Kirejew(Fernostflotte), Smirnow- Swerdlowsk!(Schwarzmeer- slotte) und Duschenow(Weißmeerflotte), zu denen sich nach den neuesten Meldungen auch Budjenny gesellt, gestürzt und zum Teil unter Anklage gestellt worden sein. Man hat die Frage aufgeworfen, ob die Rote Armee unter diesen Umständen, angesichts einer solche» Dezimierung, noch eine Rolle spielen kann. Japan hatte seinen Feldzugsplan gegen China auf solchen Erwägungen aufgebaut(ohne daß daö russische passive Verhalten als Bestätigung gedeutet werden darf, denn Japan schwächt sich ja selbst, ohne daß etwas dazu getan werden müßte), und eS heißt, daß Beck deshalb sein Ultimatum an Litauen gewagt habe. ES iväre aber verfehlt, aus dem russischen Verhalten Folgerungen zu ziehen. Denn noch war die Unabhängigkeit Litauens nicht bedroht, und Rußland denkt auch heute nicht daran, Litauen als Aufmarschgebiet für eine deutsche Armee preiszugeben. Zur Zeit forciert eS den Militärpakt mit Frankreich. Seine Erklärung zugunsten der Tschechosloioakei ist begannt. Die Frage nach den Auswirkungen der Säuberung in der Roten Armee ist daher verständlich. Wir betrachten die Sache rein militärisch, und die Feststellungen bedeuten keine Verteidigung desicn, was sich politisch in der USSR ab- spielt. Nur außenpolitische Gesichtspunkte sollen hier walten. Unter diesem Aspekt ist zu sagen, daß der Kampstvert der Truppen nicht dadurch beeinflußt ist. Selbst Beobachter, die alles andere als sowjetfreundlich sind, haben inzwischen dies UrteU abgegeben. Für die Einschätzung der Sowjetunion als außenpolitischer, als militärischer Faktor haben alle innenpolitischen Beurteilungsmomente In den Hintergrund zu treten. Das weiß man, angesichts der japanischen Gefahr, auch in England. Mit Recht wird gesagt, daß die Jegorow, Schaposchnikoiv, Orlow und Biktorow bis jetzt gar keine Gelegenheit hatten, ihre militärischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, daß Dybenko eine rein dekorative Figur war. Die Ausbildung nnd Schulung von Infanterie und Luftwaffe ist dadurch nicht beeinträchtigt worden, daß man gegen so viel« höhere Offiziere vorging. Auch in Frankreich schreibt man nach sorgsamem Studium dem Aderlaß keine negative Wirkung zu. Darin sind sich Bonrour und Reynaud, Ps« taln und Gamrlin einig. Die Auseinandersetzungen spielen sich in der Sil nur in den oberen Regionen, unter den Intellektuellen, nicht im Grober Bevölkerung ab und lasten die Jugend unberührt. Was an Erfahrung verloren ging, soll durch Elan wettgemacht werden. 4*Milllardenanlelhe In Jugoslawien Belgrad. Der Ministerrat beschloß die Ausschreibung einer inneren Anleihe in der Höhe von vier Milliarden Dinar für öffentliche Arbeiten und die Nationalverteidigung. Labour-Party über die Tschechoslowakei 60 Roman von Wer zuerst deS Herolds und seiner MönchSfracht ansichtig wurde, der konnte sich eine Prämie erbla« s-n, und sie war nicht mager. Kaiser Kail, sechs Kurfürsten und noch dazu die Legaten des Papstes hatten den Sonderlohn auSgelobt. Das Mönchlein schien aber zu schleichen. Oder war ihm daS Herz in die Hosen gefallen? Die im Bischofshof versammelten Herren spielten Schach oder würfelten oder gähnren. Und Bruder Pctzensteiner redete auf der Landstraße auf Prof. Luther«in:«Herr Aleander hat aus Rom einen Käfig mitgebracht. Darin will er Euer Ehrwürden durch Deutschland fahren un> Ihnen einen Maulkorb mit einem Schloß davor umhängen. Fehlt ihm nur die Zustimmung des Kaisers." Da richtete sich MartinuS Luther im Wagen aus. Er schrie dem Kutscher zu, die Gäule zu kitzeln. Er ballte die Fäuste und rief:«Wären in Wurms so viele Teufel wie Ziegel auf den Dächern, ich muß hinein!" „Heut werden wir", sagte Profestor Luther, als er das Brot in der Gaststube deS Johanniterbause- auschnitt,„wie die Böhmen freffen und saufen wie die Deutschen. Denn, meine Teuersten, Zweck hat eS nicht, leerbänchig vor den Gekrönten hinzuwanken. Stütze soll der Leib haben, spürt vielleicht die Majestät Lust, uns anzudonnern. Sauer darf nicht die Abstinenz der Gaumen sein, soll die Majestät Honig in unserer Rede finden. Darum den Mund ordentlich" gewischt, aber vorher dnstigen Braten hinein, bevor wir mit dem Ge« krönten anbandeln l" So wurde mächtig getafelt. Professor Luther wurde nicht nur schlver von Spießerkeule und Schlvarzbier. Er hätte ein eigenes Lasttier gebraucht, um all die Fürste»- und Untertaueiibriefe sorrznschleppen, die man ihm von Pommern bis nach der Schweiz und vom Breisgau bis nach Böhmen zugeschickt hatte. Sie alle lobten ihn, sie alle beschlvoren ihn, tveitcrzulodern als Deutschlands Glaubensfackel. Martin Luther steckte die Briefe in die Taschen, und er war ausgepolstert mit den Posten der Ermutigung. An diesem Polster würden die Kugeln abvrallen wie an dem dicksten Eisenpanzer. So schnell wie e- kam, hatte er den Ruf deS Kaisers gar nicht erwartet. Noch während er sich nach der ersten Mahlzeit streckte, betrat ein ernster, massiger Mann seine Stube. Der hatte ein schönes und gutes Gesicht. Die dunkelbraune Bartkrause und der etwas hellere, geringelte Schnauzbart, die sich auf den Wangen verflochten, gaben ihm ein behäbiges und trinkfestes Ansehen. Etwas müde auvllen nur die dunklen Augen au- der Höhle, aber das kam wohl eher vom vielen Pulverdampf, der sie gerieben hatte, als vom vielen Wein. Doch brauchte man sich wenig um derlei zu sorgen. Denn das Auffallendste an dem gedrungenen Mann loaren sein prächtiger Federbusch über dec Stahlhaube und die blaue Scidenschärpe quer von der linken Schulter abwärts über den Leib. Der Mann setzte sich zu dem Professor an den Tisch, ihm grad gegenüber. Hierauf beugt», er sich soweit vor, daß er ihm mit dem Federbusch die Stirn fegte.. Mit einem gesunden Atem atmeten sich die beiden Männer an. Rotwangig und gesättigt waren sie beide. Sie wohnten in kräftiger Haut und hatten sich nicht zu schämen irgendwelcher Dürftigkeit und au- ungenossener Lebensfreude stammender Reue. Der Gast, dem alle Platz machten, schob seine Rechte, gepackt in einen Lederhandschuh und mit metallenen Nähten beseht, zu Luther hinüber und tätschelte ihm die Hände, die den Bicrhumpen umfaßten. Und als er dann schmunzelte, tat er es wie ein alter Freund, der einen Sack mit großen Neuigkeiten aufzuknüpfen hat. „Karl will dem Martin Luther nicht die Nase abbeißen. Hat von ihm zu mir, Georg F.unSberg, Herr Professor, gesprochen w:e vom wertesten Landsmann. Und ist ungeduldig nach drmMönchlein wie der Bräutigam nach der Braut. Will ihn sofort sprechen. Erst später sollen ihn die übrigen haben. Vorher will er aber ganz allein mit ihm sprechen. Hören Sie, Herr Professor, ganz allein mit Ihnen! Schickt mich expreß, den Professor zu holen. Und da nun ausgetrunken Prost Rest, Mönchlein l——Mönchlein, Mönchlein du gehst in eine Schlacht, wie unsereins sie gar nicht kennt. Aber bist du der Meinung, daß du recht hast, dann nur getrost und in Gottes Namen! Aber jetzt Ivollen wir die Majestät nicht länger auf die Folter spannen.", DaS schien dem Professor Luther alles so überraschend plötzlich. Er hatte sich auf langwie- »IgcS und lautes Verhandeln vorbereitet Offenstehen sollten die Fenster des Saals, und Deutschland sollte dröhnen und widertönen. WaS beabsichtigte man nun statt dessen mit ihm? Durch Hintertürchen ihn hineinstehlen? Es sah ganz danach aus, als Oberst FrunS- l'erg ihn beim Arm nahm, um ihn durch den stockfinsteren Johannitergarten zu lotsen, an dessen Dunkelheit sich die Augen allmählich gewöhnten. Nur am Rand, im langgestreckten Bischofshof waren einige Fenster beleuchtet, und sie wiesen den Weg. Doch sonst lag der Bau schwarz und drohend da Düse Augen, die wenigen Lichter im Bischofshof, dachte Professor Luther, fiebrige Blicke nnd schele. Wenn da"ein Pfeil auS irgendwelchem Fenster schießt und trifft, kein Wunder, weil sie doch da drüben nur lauern, um die Leute im Dunkeln abzufangen. Da empfing er einen Stoß und stand schon in einem hellen Raum und hatte nicht einmal die RuBland duldet keine japanischen Spione Tokio. Der Sprecher des Außennuniste- riums erklärte Journalisten gegenüber, daß die Sowjetunion am Donnerstag das japanische Ersuche» abgelehnt hat, ihren Entschluß, demzufolge die japanischen Konsulate in Chabarowsk und in Blagoweschtschensk geschlossen werden sollen, neuerlich zu überprüfen. Der Sprecher der Außenministeriums fügt hinzu, daß die Sowjet- regierung damit alle Folgen aus dieser Schließung der japanischen Konsulate in vollem Maße übernommen habe, falls die Sicherheit der Japaner in diesen beiden ostsibirischen Städten gefährdet werden sollte. Mexiko bleibt fest Mexiko. Die eben veröffentlichte Antwort der Regierung auf die englische Protestnote Ivegen Enteignung der Oelgesellschaften besagt, daß die„M exican Eagle Co" trotz dem englischen Kapital ein mexikanisches Unternehmen sei und also die Verteidigung der Interessen dieser Firma keinem fremden Staate zusiebe. Mexiko könne nicht'.'ulden, daß irgendein Staat unter dem Vorwand des Schutzes von Aktionärsiniereffen das Recht des mexikanischen Staates auf Erlassen von Gesetzen bestreite, die sich auf gewisse seine Oberhoheit unterstehend« Gesellschaften beziehen. Die mexikanische Regierung könne auch nicht eine ungerechtfertigte Beschränkung bezüglich des EnteignungSrechteS zulassen. Nazi-Debüt in Sofia Sofia. Freitag abends sollte hier der bekannte bulgarische Philolog und Universitätsprofessor Popow einen weiteren Vortrag gegen die deutsche Rassentheorie halten. Boc Beginn dieses Vortrages drangen Anhänger der bulgarischen nationalsozialistischen Organisation„Die Kämpfer für den Fortschritt Bulgariens" ein, brachen drei Türen heraus, zerschlugen die Fenster und warfen außerdem mehrere TränengaS- bomben in den Saal. Es kam zu einer Schlägerei zwischen den beiden Lagern. Ihr wurde durch das energische Eingreifen der Polizei ein Ende gemacht, welche die Versammlung auslöslc. Zeit gehabt, den Nachttau vom Geioand zu schütteln und die feuchte Erde vom Stiefel abzutrcten. Der Raum war eng und niedrig. Deshalb kam der Eintretende sich seiber sehr groß vor. Auch der andere, der sich im Raume befand, berührte mit dem Kopf beinah die Decke. Der andere ging zur Tür hinüber, drehte den Schlüssel dreimal im Schloß und lachte. Das war nun ein knabenhaftes Lachen. Luther blickte auf den Kaiser, und der war so jung. Es schien so fähig zu allem, IvaS unerwartet und neu war. Er schien noch so unverdorben durch eigene Meinung und Gesinnung, nnd er lachte nur, um zu bedeuten, daß er sich bei seinen: Besucher entschuldigte, ihn gestört zu haben. Hätte sich gern selber bemüht, wäre nur eingesperrt gewesen durch eine Etikette, stir deren Strenge und Stupidität der Herr ihn nicht verantwortlich machen möge. Sie wollten sich die Hände reichen. LiebeSleute müßten dicht zusammenrücken, und sie brauchten nicht einmal die Stimme zu erheben. Was ihn anbelange- so wäre er gerüstet, daS heißt leer, leer, ganz leer und zugänglich jeder Aufllärung. Deshalb habe er diese Geheimunterhaltung erbeten. Bom Gegenstand der Unterhaltung hatte der Kaiser noch kein Wort gesprochen, sondern nur mit dieser zeremoniösen Umständlichkeit seinen Willen und sein Wesen erraten lassen. Wenigstens glaubte Luther, ihn zu erraten. Er setzte sich zurecht, damit der Kaiser ihn mustere, ihn anstaune und studiere, Hätte der Kaiser jetzt verlangt, ihm daS Ohr ans Herz zu legen und zu prüfen, ob eS vertrauenelnflößend schlage, er würde mit Freuden das Gewand aufgerissen haben. Es war noch nicht so weit. Offenbar war der Kaiser sehr schüchtern. .(Fortsetzung folgt.)' 90 Mr. 90 e tes die ge in 11, es e= Be er en rt te t, e Samstag, 16. April 1938 Sudetendeutscher Zeitspiegel Ein paar fesche Klagen in Aussicht SdP- Finanzen und Gleichschaltung Wie der„ Prager Mittag" berichtet, ist auch die Uebernahme des Deutschpolitischen Arbeitsamtes, das der ehemalige Chriftlichsoziale Graf Ledebour- Wicheln bereitwillig in die Hände der SdP gespielt hat, mit großen finanziel len Opfern verbunden( ganz so wie der Anschluß des VOL und DCV). Die Hauptleitung der SdP werde tief in die Taschen zu greifen haben. fratischen Lehrerschaft zusammenfaßt, haben wir| Gleichwertigkeitsgefühl hervorrufen kann, das Vorbereits veröffentlicht. Seite 3 Explosion in der Arnauer Papierfabrik Ein Toter, zwei Schwerverletzte In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ereignete sich in der Kocherei der Firma Eich mann in Arnau eine Explosion, bei welcher aussetzung echter Gemeinschaft ist. Eine solche Erder Arbeiter Pa telt aus Profchwitz so schwer ziehung, gipfelnd in der, Menschenfunde", einer Schulstunde praktischer Moral, wirkt auch den sozia- verletzt wurde, daß er kurz nach der Einlieferung len und raffischen Ausschließungstendenzen, die dem in das Krankenhaus starb. Der Meister Jellinek Sinde an sich fremd sind, entgegen und kann auch und der Arbeiter Stranffy ans Kottwit erlitten Der dritte Tag der von der Reichsvereinigung heute trotz der widrigen Einflüsse von außen her starke Verbrühungen. Die Ursachen dieses folgendeutscher sozialdemokratischer Lehrer in Prag den Geist der Humanität in der Schule wahren. Die wurde mit einem Vortrag Dr. Josef Dopp- lebhafte Zustimmung der Hörerſchaft. veranstalteten Pädagogischen Woche überzeugenden Ausführungen der Rednerin fanden fchweren Unglüds werden untersucht. Die humanistischen Werte und die Krise der Gegenwart lers über die humanistischen Werte eingeleitet. Der Redner fnüpfte an die fürzlich vom PräEs ist nun interessant, daß seinerzeit, als sich gene Kundgebung an, die ein flares philosophisches sidenten Dr. Beneš an die Mittelschullehrer ergan das Deutschpolitische Arbeitsamt in größten Syſtem für die Grundlage des soziologischen Verste Schwierigkeiten befand, ein leitender Behens und einer gefunden politischen Stellungnahme amte seine Ersparnisse in Wertpapieren, erklärt. Im Geifte dieser Worte gelte es heute gerade die bei der Centralbant deutscher Spar- für den sozialistischen Erzieher, die Grundlagen taffen im Depot lagen, der Inſtitution zur Verfeiner Weltanschauung zu prüfen. Er müſſe wiffen, fügung stellte. Diese Wertpapiere wurden belehnt, daß Politik nicht nur ein Machtkampf, sondern ein wobei der Bank freies Verfügungsrecht eingeräumt Kampf um die Durchsehung von Ideen sei. Und auf werden mußte. Das Arbeitsamt hat damals dem diese Ideen habe man sich zu befinnen, in einer hilfsbereiten Retter garantiert, daß alle etwaigen Zeit, da im deutschen Volke die Eruption einer vorSchäden ihm ersetzt werden. Der Fall trat durch christlich- heidnischen Bewegung erfolge, welche die den Krach der Centralbant ein, denn an Stelle von mobilen Wertpapieren befizt der Mann jetzt nur einige dreiprozentige Centralbantobligationent. Die neue Sd P- Leitung des Deutschpolitischen Arbeitsamtes will nun nur gnadenweise eine Entschädigung gewähren, deren Höhe zum effektiven Schaden in feinem Einflang steht. Es verlautet, daß es deswegen zu großen Differenzen gekommen ist, die im Klageweg ausgetragen werden sollen. Die sozialdemokratischen Lehrer allgemein anerkannten Werte abendländischer Menschlichkeit ablehnt, die universale Rechtidee ebenso wie die Vernunft. Deutsche Realschule In Mähr. Ostrau bleibt Das Schulministerium hat angeordnet, daß mit dem Beginn des nächsten Schuljahres an der deutschen Staatsrealschule in Mähr.- Ostrau, die aus Ersparungsgründen seit 1936 allmählich ganz aufgelassen werden sollte, die dritte Klaffe wieder eröffnet werden soll. Die Wiedereröff nung ist an die Bedingung geknüpft, daß sich mindestens 20 Schüler in diese Klasse melden. Seit 1936 waren die beiden ersten Klaffen der Realschule bereits aufgelassen, bzw. mit den ent sprechenden Klassen des deutschen Gymnajiums vereinigt worden. Fällen.) Das Gericht erkannte auf den Freis pruch der Geburtsassistentin. Den Angeklagten Schier und seine Mutter erkannte der Senat im Sinne der Anflage für schuldig. Schie: wurde zu acht Monaten schweren Serters unbedingt, seine Mutter zu einem Jahr bes dingt auf zwei Jahre verurteilt. Die anderen Mits angeflagten erhielten kleinere, bedingte Strafen. Der§ 144 hat wieder einmal eine Anzahl sonst noch unbescholtener Menschen in den Kerker gebracht. Er hat die Gristenz eines Arzies vernichtet, der über den Durchschnitt begabt ist, durch die Ereignisse seelisch gelitten hat und nun nochmals in den Ker fer wandern muß. Ernennung. Das Ministerium für Schulwefen und Voltsaufklärung hat für Nordwestböhmen einen neuen Distrikt des Bildungsreferates in Aussig geschaffen und zum Referenten Fachlehrer Karl Jüngling aus Trautenau ernannt. Um diese Bewegung zu verstehen, müsse man Jahrhunderts und die großen Hoffnungen auf die einsehen, daß der Fortschrittsglaube des vorigen Dr. Schier abermals verurteilt Reichenberg. Vor dem Straffenat( Dr Piesch) erlösende Wissenschaft fehlgeschlagen sind. Am Ende fand der§ 144- Prozeß( Fruchtabtreibuna) gegen dern der Weltkrieg, nicht der allgemeine Wohlstand, seit, als diese Aufsehen erregende Verhaftung be diefer Entwicklung stand nicht der Völkerfriede, son- Dr. Schier und Konsorten endlich Abschluß. Seiner sondern die Weltwirtschaftsfrise. Die Neberschäßung fennt wurde, sammelten die Patientinnen dieses Innenministerium hat in Pilsen und Budweis der Wissenschaft hat sich in ihr Gegenteil verkehrt, Argies Unterschriften für ihn, denn Schier war in Gendarmerie- Flugpatrouillen errichtet. und es hat sich erwiesen, daß nicht die theoretische Muppersdorf und Umgebung sehr beliebt. Er half inficht, sondern der Glaube gefchichtsbildend ist. den Stranken manchmal ohne und oft nur gegen ein Neue Gendarmerie Flugpatrouillen. Das der Alus UNION Trots Betriebsterror und Flüsterpropaganda gute Werbeerfolge! ATUS UNION Für die in den Monaten April und Mai durchzuführende Werbeaktion wird jetzt das Material an die Vereine versendet. Trotzdem melden Vereine schon jetzt sehr beachtliche Werbeerfolge. So wurden in den ersten zwölf Tagen des April 253 erwachsene Mitglieder und 224 Kinder geworben! Dem stehen nur sehr wenige Austritte gegenüber, ein Beweis, daß Der Erzieher von heute müsse wissen, daß die sittliche Entscheidung am Anfang der Politik steht. Seine den Fall Schier" ausführlich und erinnern nur geringes Honorar. Damals schon berichteten wir über Am Donnerstag versammelten sich die deut- Aufgabe müsse sein, Menschen heranzubilden, die nochmals, daß auch einige reichsdeutsche Staatsangeschen sozialistischen Lehrer, um den Bericht über ethische Ideen durchzusetzen entschloffen find. Denn hörige unter Anklage gestellt und inzwischen in die Tätigkeit des Verbandes im bergangenen Jahre einer solchen Elite wird es gelingen, im entscheiden- Deutschland abgeurteilt wurden. Der Verbindungsentgegenzunehmen, die Sachwalter des kommen den Augenblick auch die Massen heranzuziehen. mann zwischen diesen und Dr. Schier war den Jahres zu bestellen und zu den Geschehnissen Angesichts der Bedrohung aller univerfalen humanis behauptete die Anllage- ein Görlizer Autounter fo der letzten Wochen und Monate, soweit sie die stischen Werte durch die neue Barbarei, die sich der nehmer namens Virner. In dem ersten Prozeß judetendeutsche Schule und die Haltung ihrer Leh- Maffe bedient, um das Recht des Menschen zu ver- wurde Dr. Schier zu fünf Monaten schweren Kerrerschaft wie überhaupt das Kulturleben der Sus nichten, müsse man auf die alten antichristlichen, ters, Aberkennung des Doktortitels und Verbot der detendeutschen beeinflussen, Stellung zu nehmen. follektivistischen und mechanistischen Parolen ver- Ausübung der Pragis verurteilt. Ernst Ba u I betonte in seinem Vortrage, daß zichten und sich um so entschiedener zum sittlichen wir die Geschehnisse der Zeit nicht bloß in Sin- Sumanismus als Grundlage echter sozialistischer Bald, nachdem er die Strafe verbüßt hatte, be blid auf die nächsten Tage und Wochen, sondern Politik befennen. Die Univerfalität der Werte, die gann der zweite Prozeß gegen ihn. Mitangeflagt auch auf die kommenden Jahrzehnte zu beurtei- Solidarität der Menschheit, die Einheit Europas waren eine Geburtsassistentin, Olga Langer, die Yen hätten, Pauls Darlegungen behandelten den find die Ideen, deren Durchsetzung das Ziel des 67jährige Mutter Dr. Schiers und noch andere genzen Kompler der politisch kulturellen Fragen, gegenwärtigen und zukünftigen Stampfes ist, und Personen. Der Prozeß wurde damals vertagt, um die innen- und außenpolitiſchen wie die der Taftif. diese Ideen müssen die Grundtendenzen sozialistischer Schier zu beschaffen. Jetzt fand nun der Prozeß Front!" richtig aufgegriffen wird. Kein Betriebs ein gerichtsärztliches Gutachten über die Mutter des den Vereinen die Parole:„ Aius- Union an die An der Wechselrede, die sich an seine Tarlegun Erziehung sein. gen anschloß, beteiligten sich eine große Anzahl statt. Wiederum mußte man feststellen, wie arg der terror, keine Flüfterpropaganda der SdP wird uns von Rednern, die sowohl die Umstände des KleinDem Vortrag Dr. Dopplers, der starken Vei- Angeklagte mitgenommen und wie er leider auch hindern, Aufklärung in die Reihen der Arbeiterschaft kampfes, der heute dem sozialistischen deutschen fall und auch nachher in der Diskussion lebhaften diesmal die Hauptschuld auf die Mutter abzu zu tragen. Aufrechte Menschen, welche offenen Lehrer in der Provinz aufgenötigt wird, wie auch Widerhall fand, folgte ein Referat der Fachleh- wälzen bestrebt ist. Sie, die Mutter( ie war nicht Auges durch das Leben gehen, werden den Weg zu den Einfluß des weltpolitischen Geschehens auf rerin Wilhelmine if cher über die Erziehung erschienen) sei sein böser Geist" gewesen. Alles uns finden. Darin bestärten uns die ersten Werbeunsere materielle und kulturelle Situation erör- 3ur Humanität in der Volksschule. war ihr zu wenig gewesen, immer drängte sie den terten. In anschaulicher Weise gab sie, auf die pra! Sohn, mehr zu verdienen. Die Berichte über die Tätigkeit der Organistische Erfahrung hinweisend, das Vild einer Schulsation wurden von Direktor Dr. R. Fischer, erziehung, die das Menschliche in den Mittelpunkt Fachlehrer E. Hudl und Prof. G. Lassita der Bildung stellt, das Lehrer- Schüler- Verhältnis und erstattet. Zum Obmann der Reichsvereinigung" den oft sozial bedingten Unterschied zwischen mehr wurde unter großem Beifall Josef Hudl wieder- und weniger Begabten durch das Gemeinschaftser gewählt. lebnis überwindet. Die Rednerin zeigte, wie man Die Entschließung, die die nationalpoliti- als Erzieher durch Ermunterung und Erwedung schen Forderungen unserer deutschen sozialdemo- gegenseitiger Hilfsbereitschaft und Achtung jenes Neben Schier interessiert die mitangeklagte Geburtsassistentin am meisten; sie bestreitet jede Mitschuld. Schier, darüber vom Vorsitzender: befragt, sagt:„ Ich glaube, fie wußte, um was es sich handelt, doch ich habe ihr nichts gesagt." Die Geburtkaffisten in gab seinerzeit zu Protokoll, sie habe nur den Varientinnen den Puls kontrolliert" und dafür habe jie jedesmal 50 Kč von Schier erhalten.( In drei erfolge. Jugend- und Radfahrertreffen der Kreise zu Ostern. Alle Union- Streise führen an den Osterfeiers tagen für die Jugend und Radfahrer Wanderungen durch. Am Zielpuntie werden verschiedene Veran staltungen getroffen, welche die Mitglieder bei ernster Arbeit, bei Sport und Spiel vereinen sollen. Es ist daher notwendig, daß die Gruppen den Weisungen der Streise Folge leisten und zeitgerecht eintreffen. Die Zelte sind unbedingt mitzunehmen. Jch. Also geziente es mir auch, diese Stadt als sein Ehrendenkmal bekommen. Die Militärverwal| sagen:„ Und nun macht der Herr Professor noch ein Frühling in Marienbad efter, namens aller meiner Nachfolger zu begrüßen: tung war großzügig und ließ auch nachträglich noch Schläfchen. Und dann bringe ich ein Täßchen Staf Von Theodor Lessing Aus dem literarischen Nachlaß Theodor Lesfings, der im Jahre 1934 in Marienbad unvergessenes und unvergeßliches Blut- Opfer des NaziFaschismus wurde, ist uns nachfolgender Aufsatz zur Verfügung gestellt worden. Er stammt ettva aus dem Jahre 1928, aus der Zeit eines noch friedlichen Marienbader Kuraufenthaltes Theodor Lessings. Sei gegrüßt aus meiner Fanfare, du Stadt der süßen Marie. Du schläfst sechs Monate im Jahre, sechs Monate im Jahre gleichwie, gleichwie eine träumende Made, die sich im Herbstlaub verpuppi, doch nach eröffnetem Bade ein„ Dr." anbringen, denn die zwei Buchstaben fosten fee. Und dann mache ich wieder das Bettchen. Ei nicht viel. Schwieriger schon wäre es, wenn mein ja!" An eine solche prächtige alte Seele bin ich geFreund t. r. Ministerialobersekretärspostenunteraspi- iaten. Das war ja nun wohl anders als bei Goethe. tant geworden wäre... Aber es fragt sich noch: wer war in Marienbad be s fer dran, der Goethe oder ich? Die Marienbader Man fährt vom Bahnhof aus bis ins Herz der Stadt mit der Elektrischen. Die ging aber nur alle sagten, die hätte nur eine einzige Sehenswürdigkeit. Das sei Marim Gorki, der große russische Dichter, Stunden. Als ich endlich in die Stadt fam, waren welcher im„ Marel" säße und sich beschäftige mit aufs reizendste wieder entschuppt. auch die Gasthöfe noch im Winterschlaf. Das Haus, Liebe zur leidenden Menschheit und Fortentwicklung Marienbad ist eine Stadt von zehntausend Eins zu dem ich wollte, hieß„ Das Auge Gottes". Aber seiner selbst. Das müsse ich sehen, da solle ich hin. wohnern. Aber es heißt, daß während des Som auch das Auge Gottes war geschlossen( tas ich schon Mehrere behaupteten, sie feien mit Gorfi ganz intim. Die Stadt Marienbad liegt da wie eine schla mers zehnmal so viele Fremde hier wohnen. Es immer dachte). Ich stieg ab in dem schönen Tepler Er fäßze jeden Abend im Kino.„ Stomm mit mir fende Raupe auf einem Tannenzapfen. Es ist eine nuus ein sehr internationales Publikum sein, das Hauſe mit einem Herzklopfenden Gefühle unbeſtimmzu Marim, da bin ich ganz intim." Aber ich widerlängliche und sehr schmale Raupe von Hellblauer mertt man schon an den Kirchen. Lieblich am Bergsten Erwartens. Natürlich! Die psychologiſche ſtand, denn ich kann mir ja schon allez denken: ein Barbe mit fammeidunklen Tupfen. Sie liegt ein- hang eingebettet, steht das Mirchlein des russischen Schule des Professor Freud würde da wieder mal baumlanger- Mann, der, im Mittel eines pferdestries gesponnen in einem seidenen Stokon von grellweißem und griechisch- orthodoren Ritus. Und im Tale schläft oratein, es handele jich um„ verdrängte Komplere". pelnden Muschif, viele Sahnekotteletts ist. Das Schnee. Die träumerische Raupe friecht langsam da- ein dides Synagöglein mit vorgeftredter Apfis. Es Aber die Sache ist einfach. Schon seit früher Jugend fahen wir schon bei Tolstoi, und ich bewahre mir gern hin, zwischen tannenschwarzen, schlafbehüteten Ber- wohnen hier nämlich an die tausend Juden. Die meis habe ich die unbeſtimmie Sehnsucht nach aus meine fommunistischen Ideale. Neben der Volksgen. Als ich die Raupe sah, gegen Ende März, da sten davon sind Vadeärzte. Für den Bau der Syna- mädchen in Marienbad". Der Begriff„ Hausmäd- schule beschäftigte mich der Wald. Ich nüzie den war die helle Chrysalide gerade im Begriff, sich zu goge haben deutsche Sturgäste das Geld zusammenschen in Marienbad" ist für mich dyonisisch betont. einen Tag, der mir gegönnt war, zum Wandern. entpuppen. Wäre ich im Mai statt im März gekom gebracht. Besonders verdient machte sich dabei ein Die Professoren der Literaturgeschichte find schuld Und da sah ich Köstliches. Die Stadt Marienbao, men, dann wäre der Schnee schon geschmolzen ge- langit in Gott ruhender Kommerzienrat aus Hanno- daran. Goethe nämlich hat in Marienbad jene" Ma- eine Stadt ohne Kohlenstaub und Schlote, flettert wesen. Der holdblaue Schmetterling hätte die Flü ver, der einſt feine Frau in Marienbad fand. Die rienbader Elegie" gedichtet, welche nur sehr selten überall hügelan in den Wald hinein. Also auch der gelchen völlig gelöst, und wir wären hinaufgeflogen, fer, ein werter Freund, tlagte mir einst sein Leid. und nur in den ſchiver zugänglichen Ausgaben seiner Wald klettert hügelab in seine liebe Stadt bis auf grave in den Himmel. So aber sah ich die Stadt Auf der Tafel der Spender in Marienbad war auch Werte gedruckt wird. Goethe fam als belagter Herr den Marktplay. Das ist wie auf Michelangelos Bild und ihre Bewohner nur im Winterschlaf. Sie schlie- ein Name der Nachwelt überliefert als der des nach Marienbad und verliebte sich augenblicklich in ven der Erschaffung Adams, wo Gottes Hand und fen felig wie die Murmeltiere. Nur hier und da Kommerzienrats Louis Meyer aus Hannover. Aber das Stubenmädchen, worauf natürlich auch das Stu- die Hand des Menschen einander fuchen. Die Waldbegann ein Murmeltier zu erwachen. Das äußerte furze Zeit, nachdem diese Tafel enthüllt war, bekam benmädchen sich in Goethe verliebte. Die viel zu elfen und Baumfräulein, die Wassermänner und sich durch Teppichklopfen, Bettenauslüften, schreder die Ernennung zum Geheim en kommerzien aktuellen Erfahrungen dieser sonst nur Säuglingen Wolfenfrauen lieben noch diese Stadt. Und wo der liches Rumoren, Namenten, Großreinemachen. Die rat. Das ließ ihm teine Ruhe. Denn er wollte die vorbehaltenen Liebe zum Küchenpersonal bilden den Mensch noch so von den Bergschratten und QuellenStadt schien mir in einem Zustand, wie der, welchen Nachwelt nicht betrügen. Noch im hohen Alter reiste deteſtablen Inhalt jener heiklen Elegie. War es also geistern geliebt und besucht wird, da muz ja das Herz Staroline Schelling als den Normalzustand der er wiederum nach Marienbad und ließ auf seine verwunderlich, daß ich darauf spannte, welchen Typ gefund werden. Und es gibt in Marienbad viele Frauenseele schildert.„ Der normale Zustand der Kosten das Adjektiv„ Geheimer" vor Kommerzienrat Stubenmädel meine Muſe mir in Marienbad weisen frante Herzen, besonders Fetiherzen, worüber der Frauenfeele ist das Warten. Wir Frauen war- anbringen. Dann entschlief er in Frieden. Man würde? Es gibt unter Pflegerinnen, Bonnen, Toftor Kisch ein gutes Buch schrieb.' Mitten auf den ten das halbe Leben lang. Wir warten, daß Einer meint, dergleichen sei ungewöhnlich. Aber ist nicht älteren Wartefrauen einen Typ, welcher von allen Promenaden ſtanden Vogelturhäuschen. Da war lomme, der uns verstehe, denn wir verstehen uns das ganze Leben ein folcher Kampf um einen an- Frauen am treuesten den Imperativ Zarathustras reichlich Winterfutter gestreut. Und die Finken, felber nicht." So war'3 mit Marienbad: ein erit ständigen Grabstein? Einer meiner Freunde, der im erfüllt: Auf denn, Ihr Frauen, suchet mir doch das Spazzen, Amseln, Drosseln, zankten sich um die beſten halb erwachtes, reizendes, junges Mädchen, welches Striege fiel, war ein besonders begabter Mathemati- Kind im Manne!" Sie behandeln jeden Mann Hotels. Aber das sind noch allez„ Einheimische". wartet. Worauf denn wartet? Natürlich auf den fer. Die Universität verlieh ihm nach seinem Tode noch als den ehemaligen Säugling. Und sie haben Bald, bald kommt das große internationale Publiersten Kurgast! Der erste Sturgaft aber, das war den Doktortitel( in abfentia). Er hatte aber schon recht. So wollen die Männer behandelt sein. Sie fum Seite 4 Tagesneuigkeiten Gegen die Gleichschaltung Die verschiedenen Denkweisen sind in der Verschiedenheit der Menschen begründet, und eben deshalb ist eine durchgehende gleichförmige Überzeugung unmöglich. Wenn man nur weiß, auf welcher Seite man steht, so hat man schon genug getan; man ist alsdann ruhig gegen sich und billig gegen andere. Großdeutsche Erzieher Goethe Zu denen, die die Eindeutschung Desterreichs besorgen sollen, gehört auch Hitlers bisheriger Gauleiter Bir de 1. Er wurde als kommissarischer Leiter der NSDAP von Oesterreich mit der Vorbereitung der Abstimmung betraut. Der Mann hat schon einmal einer Anschlußbewegung sehr nahe gestanden damals für Frankreich gegen Deutschland. In den Agitationsromanen der Nazis sind die Romanhelden todesmutige Kämpfer gegen Ruhrbesetzung und Separatistenbewegung. Es iſt, als wollte die NSDAP damit gewisse peinliche Erinnerungen übertönen. Während die deutsche Sozialdemokratie keine Separatisten in ihren Reis hen duldete, gibt es verschiedene Leute, die in der Hakenkreuzbewegung vor und nach dem rheinischen Separatistenrummel eine Rolle spielten. Dazu ge hört z. B. der Pirmasenser Schuhfabrikant Emil Neuffer, der nachweislich den Separatismus finanziell unterstützt hat, später dann begeisterter Nazist wurde, sich heute noch in der Gunst der Obernazis somit und seine Arbeiter ausbeutet wie wenig andere. Zu diesen Separatistenfreunden gehört auch jener Dr. Ramm, der von den Nazis zum Pirmasenser Bürgermeister und unlängst zum Gauamtsleiter gemacht wurde. Samstag, 16. April 1938 Fieberhafte Arbelt in englischen Rüstungsbetrieben In den englischen Rüstungsbetrieben wurde die ununterbrochene Arbeitszeit eingeführt. Unser Bild zeigt eine Werkstatt der Fliegerschule Royal Air Force, in welcher das technische Personal der britischen Aviatik ausgebildet wird. In der kleinen Nazibonzerie sitzen nicht wenige, die bereit waren, die Rheinprovinzen von Deutschland loszureißen. Eine Anzahl der Bes fannteren trugen auf beiden Achseln und schufen braune Gleichschaltung vorbereiteten dieser sich später eine brauchbare Rückzugslinie, so daß Held lehrt der österreichischen Jugend heute, was ihnen später der Landesverrat nicht leicht nachzu- richtiger großzdeutscher Patriotismus ist. weisen war. In dieser Umgebung fühlte sich Bürckel zu Hause. Auch er spielte eine DoppelSachlotterie ,, Arbelterfürsorge" rolle, auch er war bereit, sich auf die Seite jeden Siegers zu stellen und hielt gute Beziehungen zu Die für den 21. April 1988 angejezte BieSeparatisten Säuptlingen befliffen aufrecht. Der hung der 4. Sachlotterie des Verbandes ArbeiPirmasenser Schullehrer Jakob hat in den Jahren terfürsorge" ist auf den von 1930 bis 1933, als Bürdel bei den Nazis 1. Juni 1938 zung gesunken. In der Nähe von Solin wurde ein auf dem Rade fahrender Arbeiter vom Sturmwind emporgehoben und in eine Felsschlucht geschleudert, wo er tot liegen blieb. Das heutige Programm Nr. 90 der deutschen Sendung Brag. 10.15 bis 10.30 Viertelstunde für die Frau." Frauen unserer Heimat," V.- 14.00( 8 14.20..Auferstehung." Eine Hörfolge. Ausführende: Gefang: Wally Horner, Tetschen. Violine: Franz Sabel, fünf Mitglieder des Orchesters des Neuen Deutschen Theaters. Cembalo: Ernſt Günthert, 1. Heinrich Franz v. Biber:..Kreuzigung Chrifti." Sonate für Violine und Cembalo. 2. Aus Angelus Silefius': Beilige Seelenlust." 3. Julius Johannes Weiland: Jauchzet Gott alle Lande." Für Sopran, alvei Violinen, Cello und Cembalo. 4. Aus Anges lus Silefius': Heilige Seelenlust." 5. Heinrich Franz v. Biber: Sonate für Violine und Cembalo. 17.55 bis 18.45: Christefer." Ein Groß und Schön Legendenspiel von Dießenschmidt. Drei Aufzüge. Personen: Christofer, der Jüngling, und das Mädchen, der Arme und der Reiche, der Ritter und der Richter, der König und das Weib, das Süßeste: Das Kind, Ritter, Knappe, Sklaven, Volf, Gefolg. Brünn. 17.50 bis 18.25: Karfreitagzauber. ( Verbindende Worte mit Schallplatten.) um so leichter wäre, als die Flüchtlinge sich in DesterLeich nicht politisch betätigt und auf keinen Fall gegen österreichische Gesieße verstoßen haben. Träte man für diese Bebauernswerten nicht ein, so würde der Revanche Tor und Tür geöffnet. Es müsse aber, wie es in der Zuschrift abschließend heißt, schnell ges handelt werden, weil sonst jede Hilfe zu spät komme. Die Filmoperateure von London und Umge. bung sind Donnerstag abends in den Streit getreten, da die Arbeitgeber nicht mit der Fachorganisation über die Erhöhung der Löhne und die Regelung der Arbeitsbedingungen zu verhandeln bereit waren. Einige Kinos in den Vorstädten mußten infolge dessen bereits die Vorstellungen absagen. Bauschalbadekuren in Sliač. Für die Zeit vom 20. April bis 10. Mai d. J. erfolgt eine Kurreise nach Sliač zum Pauschalpreis von 1820 Kč. Die Sliačer Thermalquellen heilen Frauenkrankheiten sowie Herz- und Nervenleiden. Anmeldungen werden entgegengenommen im Reisebüro der tschechoslowas tischen Staatsbäder, Prag II, Basar neben dem Wilsonbahnhof. Tel. 888-35, und vom Nationalen Reisedienst in Prag II, Nám. Republiky Nr. 3, Tele phon 215-25 Sprachkenntnis ist Macht! Jedem steht der Weg offen, sich zu Hause in seiner freien Zeit durch Borwale oder Seeschlangen? In der Nähe lebung im Tschechischen aute Sprachkenntnisse und der Küste, einige Kilometer von Ancona ent- damit bessere Verdienstmöglichkeit, gute Stellung und fernt, hatten italienische Fischer am Dienstag ein Ansehen au erwerben. Dazu dient zunächst der feltenes Erlebnis. Sieben Vorwale waren in der Sprachkurs Tichechisch für Anfänger", wel her dem. Nacht auf eine seichte Stelle geraten und unweit der sich jeden Tag eine halbe Stunde damit beschäf der Küste am Boden hängen geblieben. Zwei von that, in kurzer Zeit gute Vorkenntniſſe im Tſchechi ..Der deutsch- tichechische Leser und leberieber", ge und die übrigen fünf lebend ans Land gebracht. eignet für alle, welche schon einige Vorkenntnisse Jeder von diesen Vortalen mißt ungefähr 20 im Tschechischen haben, die Backen voll nahm, einen scharfen Stampf ge- verschoben worden. Die Ausgabe der Treffer er- diesen Walen wurden von den Fischern getötet hen verſchafft. In weiter Linie hat die Zeitschrift gen diesen Helden geführt und alle belastenden Gesichtspunkte in Artikeln im„ Nazispiegel" niefolgt in der Zeit vom 4. Juni bis 1. September dergelegt. Bürckel wagte nie, die Gerichte anzu- 1938. rufen; er versuchte nur, zu dementieren. Für die Sundigen galt er als überführt. Als Hitler an Feuergefecht mit Wilderern. Freitag zeitig die Macht kam, übte Bürdel an dem Lehrer Ja- früh stieß eine zweigliedrige Patrouille von staatfob gemeine Privatrache; er ließ ihn verhaften und lichen Forsthegern von der Staatsforstverwaltung mißhandeln. Wo Jakob heute ist, weiß man nicht. in Komenice im Bezirke Uzhorod auf fünf WilEin anderer Mitwisser aus Bürdels Französ- derer. Zwischen den Hegern und den Wilderern lingszeit, der Lehrer Viewer, wurde nach Dachau tam es zu einem Feuerwechsel, bei welchem der gebracht und starb dort. Bürcel wird die Todes- Hilfsforstheger Vasil Kuzma, der durch Schrotursache kennen. Dagegen ließ es auffällige Milde ladungen in den Bauch getroffen wurde, in Notwalten gegen alle, die separatistischer Ümtriebe wehr einen Wilderer erschoß. Der zweite Forstverdächtig waren, weshalb verschiedene derer, die heger Vasil Ihnath brachte seinen schwerverletzten einſt offen oder heimlich an der autonomen Stollegen nach dem etwa 20 Kilometer entfernten Rheinrepublik" arbeiteten, sich heute bei den Na- Kamenice, wo er die Gendarmerie herbeirief; der zis wohl fühlen dürfen. verletzte Heger wurde von dort in das Uzhoroder Strantenhaus gebracht. Die Gendarmerie hat die Verfolgung der Wilderer aufgenommen. Die Identität des erschossenen Wilderer wurde noch nicht festgestellt. An dem gleichen Orte wurde im Jahre 1931 der Forstheger Michael Buziat von Wilderern erschossen. Dieser geheime Loßreißer Bürckel demonstriert heute dem österreichischen Volle, was" deutscher Einheitswille" ist. Dieser ehemalige Separatiſtenfreund sitzt zu Gericht über Desterreicher, die an ihrer Unabhängigkeit festhalten wollten. Die ser Freund ehemaliger rheinischer Losreißer, der gegen die im„ Nazispiegel" veröffentlichten Be schuldigungen nicht einmal zu einer Zeit zu flagen wagte, da die deutschen Nichter sich schon auf die Lord Perth der englische Botschafter in Rom, der dem italienischen Außenminister, Ciano, die Verhandlungen führte Meter und wiegt rund 30 Metergentner. Das Mittel aur Vervolllommaus Ereignis rief große Aufmerksamkeit hervor, da es Sprache erwiefen. Inhaltlich eine Fülle es beiten sich um eine im adriatischen Meere vollkommen esestoffes bietend, bringt diese Zeitschrift den ges einzigartige Erscheinung handelt, denn es ist beamten Tert in tichechischer Sprache mit gegenüber fannt, daß Wale sich nur in großen Meeren, stehender deutscher Uebersetzung. so daß man sich durch einfaches Lesen und Vergleichen mit der namentlich in den Ozeanen, aufhalten. Uebersetzung mühelos im Tschechischen meir und ,, Anna Karenina" als Selbstmordgrund. Eine mehr vervollkommnen lann. Allen, welche Luft haben. der schönsten Frauen der rumänischen Hauptstadt, die ichechisch zu lernen fann nur empfohlen werden, sich 24jährige Frau Steinberg, hat aus einem noch nie an den Verlag Gustav Förster, Gablonz a. N., zu dagewesenen Grunde Selbstmord verübt: sie hat wenden, welcher sowohl vom Sprachkurs wie von einen Brief hinterlassen, in dem sie mitteilt, daß der Zeitschrift kostenlos Probenummern ſendet. sie eben den berühmten Roman von Tolstoi„ Anna Besserung des Wetters? Störungsreste über Starenina" gelesen und daß das Schicksal der Sel- Südosteuropa erhielten am Freitag im Gebiete der din dieses Romans sie davon überzeugt habe, daß Beskiden und Karvathen stellenweise noch beträcht jeder Traum vom Glüd und Beständigkeit der Liebe liche Bewöllung aufrecht und vereinzelt traten dort nicht erfüllbar sei, so daß sie es vorziehe, aus dem Schauerniederschläge auf. Sonst hat sich der HimLeben zu scheiden." mel in unseren Gegenden unter dem Einflusse höhe= ren Druds meist aufgeheitert und die Temperaturen ſtiegen dabei nachmittags auf 12 bis 15 Grad an. Für die deutschen Flüchtlinge in Defterreich. Der Manchester Guardian" vom 8. April weiſt in einer Buschrift an den Herausgeber auf das SchidEine fleine, über Südschweden liegende Drud sal der 800 deutschen Flüchtlinge bin, die bei der störung dürfte auf die weitere Entwicklung der WitWachtergreifung durch Hitler in Desterreich gelebt haben und deren Mehrzahl in die Hände der Natio- terung bei uns kaum einen wesentlichen Einfluk nalsozialisten gefallen ist. Niemals zuvor", so heißt ausüben. Wahrscheinliches Wetter von Samstag: es in der Zuschrift, ist eine so große Anzahl von Wechselnd bewölkt bis ziemlich heiter, auch im NordDer seit Tagen über der Adria wütende Asylsuchenden den Machthabern ausgeliefert gewesen, often des Staates Wetterbesserung, vielfach leichter Wet Sturm hat an der Küste große Schäden verur- vor denen sie sich gerettet wähnten." Formal sei Nachtfrost, tagsüber weitere Erwärmung. facht. Einige Schiffe werden vermißt. Das große es die Pflicht des Völkerbundes, dem diese Flücht- teraussichten für Sonntag: Keine größere AendeSegelschiff„ Hrvatska" ist mit drei Mann Besat- linge unterstehen, ihnen Schutz zu gewähren, was rung. In der Nähe von Suez ereignete sich ein Buſammenstoß zwischen einem Eisenbahnzug und einem Lasttraftwagen. Dabei wurden 18 Personen getötet und 15 schwer verletzt. Lehren aus dem spanischen Bürgerkrieg In den militärischen Fachzeitschriften aller Staaten kehrt jetzt dieser Titel in immer neuen Vas rianten wieder, ein Beweis mehr dafür, daß Spanien als das große Versuchslaboratorium eines zufünftigen Strieges angesehen wird. Nun hat der französische General Duval ein Buch über die gelte nach wie vor zu Recht: Zuletzt ist es doch imer der skert, der sich schlägt!" waffe bewährte sich ausgezeichnet in den Kampf In der deutschen Revue„ Die KraftfahrKampftruppe" befaßt sich V. Radlmaier in einem In der französischen Revue Militaire Géné- Artitel: Panzer und Abwehr in Spanien" mit rale" findet sich eine Abhandlung des bekannten Ge- einem Artifel der Prager Beit", der sich peſſiminerals Niesse I über die Schlacht bei Brunete, stisch über die Bedeutung der Kampfwagen mit Rückjenen Offensivstoß des Madrider Verteidigers Gesicht auf die Erfahrungen in Spanien ausgesprochen nerals Miaja vom 5. Juli 1937, der nach anfäng hatte. Der Autor bemerkt, daß man diese Erfahrun lichem Ueberraschungserfolg durch einen Gegenstoß gen auf die Bewertung der Tants in einem fomder Nationalen abgewehrt wurde. Auf beiden Seiten menden Striege nicht voll applizieren könne, denn lam besonders die Luftwaffe zum Einsatz. General in Spanien sei sowohl der zahlenmäßige Einsatz der Lehren des spanischen Bürgerkrieges veröffentlicht Niessel zieht folgende Schlußfolgerungen: Die Luft Tants wie auch die Ausbildung der Bedienungs zu dem der frühere franzöſiſche Generaliſſimus aktionen gegen Land- Truppen. Die Verluste der mannschaft mangelhaft. Wenn die Tanks Erfolg Weygand ein Vorwort geschrieben hat. Busam- Luftwaffe waren auf beiden Seiten sehr groß. haben sollen, müßten sie in Massen eingesetzt wer menfassend ſtellt General Duval fest, der spanische Man könne sie nach den russischen und deutschen ben. Aber mehr als 50 Tants seien in Spanien bei Strieg habe keineswegs bewiesen, daß ein Zukunfts- Quellen abschäßen, denn es habe den Anschein, als feiner Aftion verwendet worden. Die Ausbildung frieg nur von Panzerverbänden und Luftgeschwadern ob die von beiden Seiten eingesetzten Flugzeuge in der Lanfmannschaften dauere sehr lange; nach den geführt werden müsse; ebensowenig habe ec den diesen beiden Staaten erzeugt und möglicherweise englischen Erfahrungen vier Jahre, ganz abgesehen Primat des operativen Luftkrieges bestätigt. Auch auch von Offizieren dieser beiden Nationen geführt von der Ausbildung der Kommandanten und Stäbe die Ueberlegenheit der Panserabwehr über die wurden. Die Verluste fann man auf ungefähr 50 in der Verwendung von Tankeinheiten. Alles dies Stampsivagen sei nicht nachgewiefen wurden Duval Prozent fchäßen, wovon givei Drittel im Luftkampfe feble in Spanien und deshalb seien die dort gewon stellt die Frage, ob ein sufünftiger Stieg nicht, wie und ein Drittel durch die aktive Flugabwehr abge- nenen Erfabrungen einseitig. In der Zeitschrift der Weltkrieg, ebenfalls ein Erma tung bollen wurden. Die Tanks bewährten fi nibt im Wissen und Wehr" warnt der ausgezeichnete trieg sein werde. D: val hebt besonders die Lobe Stampfe gegen Ortschaften. Die Verteidiger, Negie- schweizerische Fachmann, Oberstleutnant Dr. Gustav Bedeutung der moralischen Haftoren im Kriege her- tung trusven wie Nationalisten, vermochten sich in Dänifer, vor einer Ueberschätzung der verschiedenen vor, ebenso General Wehgond in seinem Vorworte. den Drifchaften gegen sie au halten. Einen Grund Erfahrungen, die man ieht aus den spanischen mit Weygand sagt, daß nicht die neue Waffe das We- des Berjanens der Regierungsoffensive sieht der Striegserinnerungen ableitet. Jede einzelne NachGraffentliche fei, sondern der Mann, der ke führe und Beneral in der ungenügenden Fachschulung des richt sei aus bekannten Gründen nur mit Vorsicht zu genießen die Tattit, die sich ihrer bediene. Napoleons Wort Offisierstorps der Regierungstruppen. " f D f 1 B bie 1: 8 De: 118 tett ert. i." 113 дев 11, Res ich To. nb ifs nd C: A. er. T: En n er t, e. 21 er 1. 9 e ESSEEEE Nr. 90 Samstag, 16. April 1938 Rettet die Grobheit! ben gefeßten in einer ungewöhnlichen Sis tuation. Er hatte einer Tisch an die Wand geDer bekannte Chemiker und Forscher Pro- rückt, war hinauf geklettert und manipulierte an der Wanduhr. Immer wenn die Zeiger 8 1hr fessor Politesse arbeitete in seinem Laboratorium überschreiten wollten, rückte sie der Herr Büround dachte über gewisse Unzulänglichkeiten in dieser Welt nau). Reagensgläser mit Flüffig- chef um einige Minuten zurück. Und den Verspäteten wintte er freundlich zu:„ Entschuldigen teiten mannigfacher Färbung standen griffbereit Sie sich nicht. Wie Sie sehen, ist es ja noch nicht vor ihm, geheimnisvolle Extrakte wallten und acht Uhr. Wollen Sie denn nicht noch ein wenig brodelten in Retorten und Kolben. Professor Voliteſſe tvar beſchäftigt, ein Serum gegen die in die Kantine gehen? Ich werde Sie rechtzeitig nhöflichkeit zu erzeugen. Dieses Serum sollte rufen." gegen übermäßige Sekretionen der Galle ange Die Beamten fürchteten, unhöflich zu sein, wendet werden; denn so sagte sich der Pro- wenn sie widersprächen, und wanderten in die feffor Unhöflichkeit ist eine Krankheit, die Kantine. Die Parteien warteten vergeblich auf thren Sit in der Galle hat. Wer sich giftet", die Oeffnung des Büros, und hätten sie nicht so kann nicht honigsüß gegen andere sein. viel Höflichkeitsgas geſchluckt, so wäre es gewiß zu einem großen Murren gekommen. Da es schon späte Nachtzeit war und der Forscher seit früher Stunde eifrig gearbeitet hatte, verloren sich seine Gedanken immer weiter in traumhafte Ferne und zogen die Aufmerksam feit, die auf Kolben und Retorten hätte longen triert sein müffen, mit sich. Sie fehrte erst zu rüd, als es genau um den Bruchteil einer Sefunde zu spät war... als mit einem Bischer und einem Kracher die große Retorte zersprang, das heiße Serum an den Plafond und die Wände sprißte und der Luftdruck die Fensterscheiben aus dem Rahmen hob und sie splitternd auf die Straße warf. Professor Politesse sprang auf. Wütend wollte er auf den Tisch schlagen. Er tat es auch und verbrannte sich die Hände an den heißen Die Vorstellung in der Oper war längst beendet, das letzte hohe C verklungen, der raus schende Beifall zu Ende geklatscht. Der eiserne Vorhang war niedergelassen, der Zuschauerraum verdunfelt. Aber noch saß das Publikum auf seinen Plägen. Niemand wollte aufstehen. Das hätte doch so ausgesehen, als wolle man sich zur Garderobe vordrängen. Und auch nur diesen Schein zu erwecken, verbot die selbstverständliche Höflichkeit. Ja, die Höflichkeit. In dem geschloss senen Raum des Theaters hatten die AusdünSeite 5 ſtungen der vielen Menschen, die den ganzen Tag danern an die Köpfe, was ein neues blutiges Höflichkeitsgas geatmet hatten, die Luft in fast Zwischenspiel einleitet. beängstigender Weise mit Höflichkeit gesättigt. Hier mußte etivas Außergewöhnliches geschehen. Auch die Engländer haben hierunter direkt zu leiden. Eine dieser Tage eingetroffene Meldung besagt, daß eine Missionslehrerin aus Ludhiana am Wege ein Stück Papier fand, es aufhob und, als sie es nicht lesen konnte, achtlos fortwarf. Nach drei Tagen wurde sie ermordet aufgefunden. Man ermittelte den Täter, und Und es geschah. Allerdings war dieses Außergewöhnliche, wie das Außergewöhnliche in den meisten Fällen, etwas sehr Gewöhnliches. Der Hauswart des Theaters öffnete, wie nach jeder Vorstellung, die großen Lüftungsflappen dieser geftand im Verhör, daß er gesehen habe, und ließ die Ventilatoren spielen. Luftzug eats wie die Engländerin den Koran in den Staub stand und saugte die ganze Höflichkeit aus dem geworfen hatte. Der Mann ist inzwischen schon Hause... Alle sprangen auf! Ein Drängen, hingerichtet, aber die Engländer geben sich keiner Wirbeln und Hasten entstand. Logentüren split- Täuschung darüber hin, daß unter der Oberterten, Frauen kreischten, Männer schimpften, fläche Indiens ein Glaubensfanatismus in beidie Tische vor den Garderoben in den Wandel- den Lagern glüht, der, wenn er einmal offen gängen brachen unter dem Anprall der Massen aufflammt, ganz Indien in Brand setzen und zusammen. die englische Herrschaft in Frage stellen fann. Eine Viertelstunde später stand ein Herr im Portal der Oper. Von seinem Mantel hatte er nur einen Aermel übergestreift, weil der zweite Schach ins Volk abgerissen war. Der Schlips saß schief. In der linken Band hielt der Herr zwei Schirme, in der rechten einen Damenhut. Gierig zogen seine Lungen die reine Nachtluft ein. Er lauschte noch einmal dem Lärm hinter sich in den Garderoberäumen. Dann sprach er aufatmend: „ Verflucht noch mal, jetzt fühlt man sich doch wieder wie ein Mensch!" Die heilige Kuh- der Friedensstörer Indiens Flüffigteiten. Ein zorniger Fluch formte fi in Die heilige Kuh- der fich seinem Hirn... Ich Nindvich!".... nichts da, in fümmerlich embryonalen Zustand erstarb der Fluch im Unterbewußtsein. Denn das explodierte Serum war eine chemische Verbindung mit dem Sauerstoff der Luft und der rosaroten Farbe der Tapetenblumen eingegangen und hatte sich in ein sehr wirkjames Höflichkeitsgas verwandelt. Und von diesem Gas hatte der Professor alsbald so viel eingeatmet, daß er auch gegen seinen gefährs lichsten Feind, nicht einmal gegen sich selbst un höflich sein konnte. Er rückte sich also einen Sessel zurecht. fagte:„ Will ich nicht, bitte, Platz nehmen? Danke!", setzte sich nieder und überdachte die Bescherung. Der talte Nachtwind zog zwar scheuß lich durch die zerbrochenen Fenster, da der Professor aber sich" nicht bemühen wollte, blieb er an seinem Platz. Sein Blick fiel auf die Wanduhr. Sie war im Augenblick der Explosion stehen geblieben. 2 Uhr 16 Minuten. Der Profeffor erschrat. Ja. da muß er sich doch wegen der nächtlichen Nuhes störung bei den Nachbaren entschuldigen! Er ver ließ sofort ſeine Wohnung und läutete bei der nachbarlichen Vorſaaltür. Einige Zeit verstrich. Wiederholtes Läuten. Dann erschien der Nachbar, der Herr Oberoffi zial. Ein grünhäutiges verrunzeltes Männlein, bei dem man nicht wußte, ob seine Magenges schwüre die Ursache oder die Folge seiner reich lich stacheldrahtigen Gemütsverfassung waren. Jedoch als er jetzt dem Profeſſor gegenüberſtand. war er die Liebenswürdigkeit in Person. Oberoffizials hatten nämlich bei offenem Fenster geschlafen, und so war ihnen eine tüchtige Portion des Höflichkeitsgases zugeweht worden. „ Aber ich bitte Sie", stoppte er die Entschuldigungsversuche feines Bejuchers. Madjen Sie doch keine Worte. Im Gegenteil, ich freue mich, daß ich einem glücklichen Zufall das Vergnügen Ihres geschäßten Besuches zu verdanten habe. Wollen Sie nicht nähertreten? Meine Frau wird entzückt sein..." Der Herr Oberoffizial Hatschte vergnügt in die Hände. Minna, Frauchen! Wach auf! Ein lieber Gast ist da!" „ Ich kann mich leider nicht aufhalten", unterbrach ihn der Professor.„ Ich muß ja noch zu den anderen Herrschaften im Hause gehen und fragen, ob sie auch nicht gestört wurden. Auf Wiedersehen, Herr Oberoffizial. Handfuß an die liebenswürdige Frau Gemahlin" Am folgenden Tage gab es an den HauptTreuzungen der Verkehrstraßen große Stodun gen. Sobald der Wachmann die Verkehrsampel umschalten wollte, stürzten einige Chauffeure und Stutscher auf ihn zu.„ Aber nicht doch, Herr MTP Delhi. Die vielen Kleinen Konflikte spätendlich aufstand und weiterging. Der in Indien laffen sich ebenso wie die ernsteren Straßentampf mit Steinen, Stöden, Messern Stevolten fast in allen Fällen auf folgende beiden und Pistolen war im Gange. Erst jetzt konnte die Unsachen zurückführen: entweder hat ein Hindu Polizei eingreifen, doch waren schon Tausende den Koran beschimpft, oder ein Mohammedaner von erregten Kämpfern auf der Straße verfamhat der Kuh oder einem anderen heiligen Tier melt, und wenn nicht bald die Dämmerung einder Hindus nicht den gehörigen Mespelt erwiesen. gebrochen wäre, wäre die Zahl der Opfer vielDie unmittelbare Folge pflegt eine Zusammen- leicht noch viel größer gewesen. rottung der Menschen zu sein, die sehr bald in eine Prügelei übergeht. Es hängt von den Ums ständen und dem rechtzeitigen Eintreffen des Militärs ab, ob die Prügelei zur Schlacht und diese womöglich zu einem allgemeinen Aufstand ausartet, oder ob sich die Gemüter bald wieder beruhigen. Die letzten Zwischenfälle dieser Art in Allahabad, bei der sechs Hindus, zwei Mohammedaner und zwei Engländer getötet wurden, während die Gesamtzahl der Verwundeten vierzig überschritt, sind geradezu ein Musterbeispiel für den klassischen Fall der heiligen Kuh. Die englische Verwaltung ist gegen die hei ligen Kühe vollkommen machtlos. Sie fann nur immer wieder ihre eigenen Beamten und alle Einwohner auffordern, die Sitten der anderen zu respektieren. Manchmal, wie in Allahabad, schließen die Umstände einen derartigen Respett aus. Eine Aufflä.ung der Hindus, etwa in dem Sinne, daß die Kuh ja in Wahrheit durchaus nicht heilig sei, fommt nicht in Betracht, da die Heiligkeit der Tiere eine der Grundfesten der ganzen Hindu Religion ist, die natürlich nich: durch Dekret durch eine andere Religion ersetzt werden fann. Vor ihrer Heiligkeit müssen die höchsten britischen Beamten tapitulieren. Wenn der Vizetönig im Auto eine Rundfahrt durch Vombay macht und eine Suh geruht, sich gerade quer über die Straße zu legen, dann ſtodt nicht nur jeglicher Verkehr, sondern auch der Vizefönig muß warten, bis die Kuh sich zum Aufsiehen bequemt. In verschiedenen Fällen sind schon bei der Erledigung entscheidender Regierungsgeschäfte durch die Kühe ſchicksalsschwere Verzögerungen eingetreten. SCHACHAUFGABE Nr. 387, Von K. A. K. Larsen. Schwarz: Kc5, Tb7, Ld7, Sc7, Be7.( 5) 7 6 4 3 abcdefgh abcdefg al h 4 Welß: Kh6, Dg6, T12, h4, Le2, e5, Sb4.( 7) Matt in 2 Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erschelnen der Aufgabe an Wenzel Scharoch, Drakowa 32, Post Modlan, einzusenden. Lösungszug zu Nr. 384: Th3-13! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Tepper Franz, Karlsbad; Beutel Wilhelm, Arnsdort b. Tetschen; Dinnebier Emil u. Amier Rudolf, Tetschen; Schöffel Anton, Schöbritz; Nitsch Rosa, Trupschitz; Koukal Franz, Prag- Strašnice; Lepschi Franz( das ist weiter nicht schlimm), Kaplitz; Richet Wenzel, Bergesgrün: Hermann Franz u. Schlosser Heinrich, Graupen: Klötzig Rudolf, Strache Rudolf, Richter Heinrich, Richter Oswald, Strache Karl, sämtlich Groß- Priesen: Schöpka Josef, Dux; Habl Erwin, Schindler Robert, Chimiak Teo, Freund! Anton, Holfeld Otto, Lohmüller Hans, Tyle Lady, sämtlich Nestersitz; Havel Franz, Modian: Ulbert Rudolf, Prosetitz; Berger Josef, Klein- Augezd. Arbeiterschach V. Kreis. Die Bezirksmeisterschaften im Teplitzer Bezirk nahmen am 10. April ihren Abschluß. Wisterschan I. gewann gegen Teplitz II. mit 6: 0 Punkten. Teplitz I, gewann zwar gegen Wisterschan II., aber mußte einen Punkt abgeben. Resultat 5: 1. Vom Spiel richt vor. Auch die Häng- bartie Laufer, Eichwald gegen Nausch, Teplitz II, wde noch nicht beendet. Durch den Umstand, daß Teplitz I. gegen die Wisterste mit Wisterschan I. M. Punktegleich. Es dürfte wahrscheinlich ein Stichkampf stattfinden. Wir wollen Eichwald: Zuckmantel gt zur Stunde noch kein Beschaner Reserve einen Punkt abgeben mußten, wurden Niemand darf in Indien, so verkünden die englischen Gesetze, bei der Ausübung seiner Steligion gehindert werden. Was passiert aber, wenn eine Suh, der die Hindus göttliche Vers ehrung erweisen, sich gerade zu Beginn des Nachs mittagsgebets vor den Eingang zur Haupt moschee stellt, so daß die Mohammedaner nicht zum Gottesdienst gehen können? In diesem Falle gibt es feinen englischen Polizisten, der es wagen dürfte, die Kuh zu berühren oder auch nur an zureiben. Ebensowenig darf er einen Hindu auffordern, dies zu tun, denn im Augenblick Man braucht nicht so weit zu gehen, die wäre die Volkswut gegen die Polizei entfesselt. Kühe als die wahren Herren Indiens zu bezeich Andererseits darf der Polizist aber auch die nen, wenn ihre Ausscheidungen auch das beliebMoslem nicht auffordern, im Intereffe der tefte Material für die Ornamente auf den Gein Stuh dem Gottesdienst ferngbleiben. fichtern der Hindus und Hindufrauen ergeben. Diese faum zu überbietende Blasphemie würde sie sind aber ganz sicher die wahren Störenebenfalls durch eine Revolte geahndet. Der friede Indiens und der englischen Herrschaft. 1.- 2. Teplitz I. 4½ Siege, 23 Punkte. 50% GePolizist muß mit verschränkten Ärmen zusehen. Denn jeder Zwischenfall zwischen Hindus und samtpunkte: 1.- 2. Wisterschan 1. 4 Siege, 26% Punkwie die Kuh den Moschee- Eingang mit ihrem Mohammedanern, der durch sie entsteht, bildette, 5015 Gesamtpunkte: 3. Fichwald 2½ Siege, 12½ heiligen Körper blodiert und damit den ja nicht einen isolierten Att sondern di: Einlei 10% Punkte, 16% Gesamtpunkte: 5.- 6. Teplitz II. Straßenkampf vorbereitet. iung zu einer Kette von Repressalien der Geg- 1 Sieg, 5 Punkte, 11% Gesamtpunkte: 5.- 6. Zuekner. Aus der zufälligen Beleidigung einer Kuh wird das nächste Mal Absicht, aus dem Straßen Irawall ein geplantes Massaler, aus der ge= legentlichen Störung der Ruhe eine permanente politische Unsicherheit, mit der die Engländer zu rechnen haben. Tatsächlich haben sich die Ereignisse in Allas habad dann auch programmgemäß abgewidelt. Da die Stub teine Anstalten machte, sich von selbst zu erheben, schob ein Mohammedaner ihren störs per etwas beiseite. Sofort rief der nächste Hindu dem Mohammedaner eine gemeine Drohung zu; der Gläubige antwortete, und im nächsten Augenblid flog aus den Reihen der Hindus der erite Stein. Die Mohammedaner blieben die tätliche Antwort nicht schuldig. Ihre Empörung richtete sich dabei auch gegen die Stuh, die mit Stockschlägen fraktiert wurde, bis sie viel zu Jedoch der Bezirksschachsitzung, welche am 24. April tagen wird und sich mit dieser Angelegenheit beschät tigen wird, nicht vorgreifen. Der vorläufige Stand ist folgender: Punkte, Wisterschan II. 1 mantel 1 Sieg, 5% Punkte, 11½ Gesamtpunkte( 1 Sieg die volle Mannschaftszahl, d. i. 6 Punkte) und dazu die Partiepunkte. Im Duxer Bezirk wurde die erste Runde am Sonnmitz mit 5: 0 Punkten bei einer Hängemartie. Dux ten gewinnen. Beide Mannschaften spielen zum erstenmal in der Bezirksmeisterschaft mit. Das Spiel fand vor einer stattlichen Zahl von Schachinteressenten im Dutag ausgetragen. Es gewann Sobrusan gegen Hostokonnte überraschend gegen Lang- Ugest mit 6: 0 PunkDem Gen. Schöpka ist es gelungen, in Ladowitz eine Wenn nämlich ein Mohammedaner abficht lich oder unabsichtlich die Heiligkeit der Stuhy be- xer Apollo"-Rest. statt. leidigt hat, wird sicher an einem der nächsten Tage eine Moschee demoliert. Ein Hindu, der einen Koran findet, zerreißt ihn in seinem Fas natismus und wirft die Feyen den Wohamme Sektion mit vorl. 8 Mitgliedern zu gründen. Spielleiter wurde Gen. Robert Pfeiffer, Ladowitz Nr. 46, an den alle Zuschriften ,, Schach" zu richten sind. Abschlie von 6 Partien 5. Eine Partie ging für ihn verloren. Bend spielte Gen. Schöpka dort Simultan und gewann Inspektor! Sie wollen uns schon Grün geben? Rezepte gegen Kummer Pfeffermünz oder Lindenblütenter, oder Kummer fefferminz- oder Lindenblütentee, oder man treiben, möglichst mit anderen gemeinſam. Die Lassen Sie Not. Die Herren in der Querstraße haben es gewiß eilig. Wir wollen ihnen gern die Vorfahrt lassen." Und so kam es, daß schließlich niemand mehr fahren konnte oder wollte. Der Referent für Verkehrsfragen wurde im Stathaus verständigt. Der fam mit einem Glaser persönlich zu den Streuzungen und ließ aus allen Verkehrsampeln die roten Scheiben entfernen und durch grüne ersetzen.„ Höflichkeit ist die schönste Pflicht der Behörden", erklärte er den berbeieilenden Reportern.„ Es geht natürlich nicht an, daß dem Publikum zeitweise durch rote Signale der freie Uebergang über die von seinen Steuern erhaltenen Straßen verwehrt wird." MTP Kummer ist eine Krankheit, die man pflegen und heilen kann wie viele andere. Das mag frivol flingen. Aber kommt nicht auch für den Betrübtesten der Augenblick, da er aus der umflorten Stimmung heraus und ins geben zurüctehen möchte? In das Leben, das doch nun einmal den Lebenden gehört? Ein attiver Mensch, der beschlossen hat, sich von seinem Kummer nicht niederwerfen zu lassen, ist schon halb von dieser Strankheit geheilt. Denn der gute Wille ist da. Aber bis zur Durchführung fehlt doch noch viel, denn gerade in solchem Zustande sind die seelische Kraft und der Widerstand sehr geschwächt. Alles braucht mehr Energie als zu normalen Beiten. gut. Man nimmt fie am besten in einem leichten| sonstige Gewohnheiten Gymnastik und Sport zu trinft nach dem Einnehmen des Mittels ein Glas Freude des Körperbewußtseins wirft fast immer laue Milch. Dann schläft man sicher ein. Und auch auf die Stimmung zurüd. wenn man nachts aus dem Schlaf fährt, wieder mit den gleichen, wenn möglich noch schwärzeren Gedanken, dann nicht sich in diese Gedanken Inien", sondern lieber handeln", soweit das nachts möglich ist, also etwa aufstehen, das Bett aufschüttein, am offenen Fenster tief atmen, dann im Liegen sanft den Magen massieren, runde Bewegungen von rechts nach links." Das beruhigt und bringt Schlaf. Gut und richtig essen ist überaus wichtig. Die starke Inanspruchnahme der Nerven, die jeder Stummer mit sich bringt, verlangt einen Ausgleich, eine Sträftezufuhr, die das Gleichgewicht wieder herstellt. Also nicht in einem falschen Widerstandsgefühl gegen den Appetit anlämpfen, auch nicht glauben, daß nun alles gleichgültig" sei. Ganz im Gegenteil: man soll sich ein bißchen verwöhnen in solchen Zeiten, soll effen, was man gern ist, auch ein bißchen mehr und ein bißchen öfter essen, als eigentlich nötig. Das schafft förperliches Wohlgefühl mit Rückwirkung auf die Seele. Dann ist es wichtig, tagsüber nicht zu viel von dem Summer zu sprechen. Handelt es sich um einen Verstorbenen, so ist das allerdings oft Jetzt konnte der Wachmann nach Herzensschwierig. Leichter schon, wenn es sich um die geInft am Hebel rücken. Immer und nach allen wiß nicht zu verachtenden Kümmernisse in Liebe Und schließlich soll man sich zerstreuen. ViiSeiten leuchtete die grüne Ampel auf. Der Ver- Erstes Erfordernis zur Heilung" ist oder Freundschaft handelt. Nicht den Wert der tehr flutete ungehindert aus allen Richtungen. Schlaf. Nichts ist schlimmer, als wenn nach dem Aussprachen" überschäßen. Sich nicht bedauern cher, Musit, Film, was gerade am liebsten und Und der Chefarzt der Rettungsgesellschaft be- Verlöschen des Lichtes die schwarzen Gedanken lassen. Nicht immer Ratschläge verlangen. Das am geeignetsten scheint. Mit Freunden zusam glückwünschte an diesem Tage seine Aſſiſtenten: zu Besuch kommen, viel schwärzer als am Tage verursacht Mitleid mit sich selbst. Und gerade men sein, möglichst mit solchen, die keinen diref= Meine Herren, seit Bestehen unserer Unfall- und durch die Dunkelheit und Stille noch weis das möchten wir vermeiden. Auch hier vor allem: ten Anteil am Summer haben und mit denen station haben wir noch nicht so viele Knochen- ter übertrieben. An Schlafmittel, die meist auch Aktivität! Wer arbeitet. hat es leicht. Der Zwang, man also nicht davon sprechen kann. Sich ein webrüche an einem Tage gehabt." am Tage nachher noch eine dumpfe Wirkung sich mehrere Stunden am Tag zu fonzentrieren. nig zusammennehmen, lächeln auch dann, wenn ausüben, soll man sich nicht gewöhnen. Aber ge- ist garnicht zu unterschäßen und diszipliniert die einem nicht danach zumute ist. gen ein Beruhigungsmittel für die Nerven ist Gedanken oft für den Rest des Tages. Gut ist nichts zu sagen. Baldrian, Passiflora und man es auch für den, der arbeitet, vor allem aber für che Präparate, die diese Stoffe enthalten, find Frauen ohne feste Beschäftigung, selbst gegen Der Herr Oberoffizial war trob allem pünktlich in sein Büro gekommen. Seine Untergebenen famen alle später als er. Sie trafen Und wenn es garnicht mehr geht- sich einschließen und sich austeinen, ganz gründlich, bis man müde davon wird. Inland Prag an allen Wochentagen: 6.15 Lustig in den neuen Tag. 8.00 Schulfunk. 9.35 Sicherheitsdienst. 9.50 Presseschau. 11.55 Landwirtschaft. 13.30 Industrie. 13.50 Börse. 16.00 Nachr. 18.00 Landw. 22.00 Nachr.. Sonntag, 17. April Lust. Schallpl. 15.35 Slowak. Volkslieder. 16.00 Das rote Osterei, HörRundfunk der Woche Nachr. Liederkonzert. Bücher. vierstück Es- Dur v. Schubert. 18.35 Arbeitersdg. Aktuelle zehn Minuten. 18.55 Dt. Kulturber. 19.15 Salon- Orch 19.45 Prof. Hanzlik: Vortr. ü. städt. Klima. 20.00 Volkslieder f. Kinderchor u. Orch. v. Ot. Jeremiáš. 20.30 bis 21.30 Aus Oslo: Norweg. Europakonz.( Philharm. Orch. Oslo, Dir. M. H. Kramm). 21.30 Dr. Sajic: Vortr, ü, 13.20 Landw. 14.05-14.20 Dt. Landw.| Fr. Schubert: Sonatina f. Violine u. bis 13.30 Konz. a. Kaschau. 14.00 bis F. F. Samberk. 22.30-23.00 Schubert: Hans Multerer: Fröhliche Ostern. Klavier. Sonate B- Dur f. Klavier. Prag: 6.45 Nachr. u. Musik. 7.20 14.20-14.30 Dt. Arbeitersdg. 15.15 Mähr.- Ostrau: 17.30 Gottesdienst. Freizeitgestaltung. 15.15 A. Dvořák: 14.20 Dt. Sdg. Dr. Walter Simon: Brünn: 12.00 Landw. 12.35 Orch.Sicherh. 7.30 Karlsbader Konz. 8.15 Blasmus.( Schallpl.) 15.30 Ostersdg. 18.00 Esperanto- Vortr. 20.30 Früh- Violinkonz. A- Moll. 15.45 Frauenfk. Konz. 13.30 Arbeitsmarkt. 13.45 LandArbeitersdg. 8.35 Gewerbefk. 9.00 16.25 Heimatlieder. 16.25 Schles. Kin- ingsfreuden, Hultschiner Hörsp. 21.15 16.10 Unterh.- Mus. a. Preßburg. 17.10 wirtschaft. 17.10 Neue tsch. Bücher. Geistl. Lieder a. Brünn. 9.30 Aus dem der in Preßbg. 16.55 Plauderei. 17.10 Veitsdom: Pontifikalamt. 10.05 Lite- Kabarett. 17.35-18.50 Dt. Sdg. ,, Alarm Jugenst. a. Brünn. 17.50-18.45 Dt. 17.25 Kunstber. 17.40 Dt. Sdg. Dr. raturfk. 11.20 Dvořak: Symph. E- Moll Sdg. Sportschau. 17.55 Jugendst.( Ar- Glück: Brünn i. d. Dichtung. Dr. Reut12.00 Nachr. 12.25 Unterh.- Konz. 13.50( Regie Sordan). 18.45 Sportber. 18.50 im Radio", Hörsp. v. H. R. v. Nack Mittwoch, 20. April beiter- u. Standeslieder). 18.10 Landw. ter u. Ing. Reuter: Gespr. ü. Bücher, Landw. 14.05 Dt. Landw. Bauernpre- Dt. Nachr. 19.10 Unterh.- Konz. 20.55 10.45 Frauenfunk. 11.05 Blasmusik Kapras ü. tsch. Nationalrat. 19.20 Skauts. 19.45 Vortr. ü. Goldwert. 20.25 Prag: 10.15 Deutscher Schulfunk. 18.55 Dt. Kulturber. 19.15 Vortr. Prof. 18.20 Arbeiterfk. 18.30 Vortrag über digt. 12.40-14.30 Dt. Arbeitersendg. Vortr. 21.55 Popul. Konz. 22.20 Dt. aus Kaschau. 12.10-12.25 Märsche Blasmus. 19.55 Feier z. Erinnerung an Die erste Kolonne, Hörsp. nach ČaJos. Hofbauer: Ich habs gewagt. 15.15 Nachr. 22.25 Schallpl. 22.40-23.00 Dt. auf Schallpl. 12.35 Konz. a. Ostrau. d. Gründung der tschslov. Legion in peks Roman. 13.20 Vortr. ü. Konservatoren. 14.00 Italien.( A. d. Smetana- Saal). 20.35 Mähr.- Ostrau: 15.50 Vortr. ü. Schule gend. 9.00 Gottesdienst. 13.20 Landw.( Schubert, Schumann, Wolf). 15.15 Julietta" von Bohuslav Martin( a. d. Sdg. E. Schild: Vortr. ü, FrühlingsBrünn: 8.45 Vortr. ü. heutige Ju- bis 14.20 Dt. Sdg. Klassische Lieder bis 21.05 Slowak. Lieder. 21.05-21.55 u. Wehrerz. 17.10 Blasmus. 18.10 Dt. 14.35 Dt. Landw. 16.55 Gitarren- Solo. Konz. d. Prager Bläserquintetts. 16.10 Nationalth.) 22.20 Russ. Kurs. 22.40 boten, Dr. Löwy: Vortr. ü. neue Mähr.- Ostrau: 8.15 Schallpl. 8.25 Popul. Konz, a. Brünn. 17.10 Jugend- bis 23.00 Jugosl. Lieder. Arbeitersdg. Fr. Čudovský: Was die Brünn: 12.00 Landw. 13.30 Landw. vortrag a. Pressbg. 17.55 Arbeiterfk. Republ. f. d. Jugend getan hat. 9.45 18.05-18.45 Dt. Sdg. Dr. Moucha: 13.40 Dt. Arbeitsmarkt. 17.10 Musik. Samstag, 23. April Schallpl. 10.40 Literatur. 16.55 Vortr. Neue Bücher. 18.20 Dt. Arbeitersdg. Jugendst. 17.40 Dt. Sdg. Arbeitersdg. ü. Apotheken. Anton Steinberg: Dem Gedenken eines F. Jurda: Aktuelles v. d. Sozialvers. Prag: 10.15 Dt. Sdg. Viertelst. f. d. Grossen. 18.40 Sozialinf. 19.10 Polit. 18.30 Wie es euch gefällt.( Schallpl.) Frau. Maria Ertl: Tagewerk einer Aktual. 19.20 Dr. A. G. Masaryková: 21.05 Orchester- Konzert. Telefonistin. 10.30-10.45 Gesang a. Prag: 10.15-10.30 Dt. Sdg. Viertel- Erinnerungen an Jos. Mařatka, 19.25 Mähr.- Ostrau: 17.40 Neue Bücher. Schallpl. 10.45 Frauenfk. 11.05 Popul. stunde f. d. Frau. M. Güra: Diätküche. Operettenmus. a. Pressbg. 20.30 Prag 18.10 Dt. Sdg. Ilse Weber- Herlinger Mus. 12.10-12.25 Komp. v. Jar. Ježek 10.30 Schallpl. 10.45 Frauenfk. 11.05 grüsst die Fremden( Primator Zenkl erzählt. Lieder mod. Komponisten a. Schallpl. 12.35-13.30 Konz. a. Salonorch. 11.55 Landw. 12.10 Schall- u. Dr. Grmela). 20.55 Orch.- Konz.( Ges. F. Reich- Dörich). 22.20-23.00 Pressbg. 14.00-14.20 Dt. Sdg. Zum fröhl. Wochenende. 15.30 Der Vogelplatten. 12.35 Unterh.- Mus. 13.30 Ge- 22.15 Engl. Kurs. 22.35-23.00 Tanz- Tanzmus. a. Schallpl. werbefk. 13.40 Schallpl. 14.00 Dt. Sdg. musik a. Schallpl. 23.00-23.15 Franz. händler, Operette v. Carl Zeller( a. d. Freitag, 22. April A. d. Tschechisch. Kulturleben. 15.15 Stadttheater Pilsen). 16.50 Theater f. Tanzmus. 15.45 Plauderei. 16.10 Konz. Brünn: 12.00 Landw. 13.20 Arbeits- Prag: 10.15 Dt. Sdg. Viertelst. f. d. d. Jugend. 17.45 Arbeiterfk. 17.55 Dt. 17.10 Jugendfk. 17.30 Schallpl. 18.10 markt. 13.40 Landw.15.15 Engl. Tanz- Frau: Dr. Maria Zeisler: Umgang mit Sdg. Hörber. ü. Franzensbad v. Ad. bis 18.45 Dt. Sdg. Werke v. Kornauth musik a. Schallpl. 16.10 Popul. Konz. Blumen. 11.40-11.55 Russ. Ges. a. Fischer. 18.55 Dt. Aktualität. 19.20 Petyrek, 18.55 Kulturber. 19.15 17.40 Dt. Sdg. Mähr. Komponisten Schallpl. 12.10-12.25 Caruso a. Schall- Salon- Orch. 20.20-21.55 Radiofilm a. Vortr. 19.35 Märsche u. Walzer. 20.30( Mareczek, Heidegger, Zweig). 18.20 platten. 12.35-13.30 Konz. a. Brünn. Ostrau. 22.15-22.30 Schallpl. 22.30 bis Der Geizige, Kom. v. Molière. 21.40 Arbeitersdg. Vortr. ü. Arbeiterfrau. 13.30 Arbeitsmarkt. 14.00-14.20 Dt. 23.30 Orch. a. d. Café Lloyd. 23.30 bis Streichquartett von Boccherini. 22.30 18.30 Ber. ü. ital. Literatur. 20.30 So- Sdg. Musik f. Cembalo( Cembalo 1.20 Russ. Ostern a. d. russ. Kirche zialreportage. Sokoi. 23.00 Engl. Nachr. Maria Heller). 15.15 Orch.- Konz. 16.10 a. Altstädt. Ring. Orch.- Konz. 16.35 Ravel: Streich- Brünn: 12.00 Landw. 13.30 Induquartett F- Dur. 17.10 Feuilleton. 17.45 stric. 13.40 Landw. 17.40 Dt. Sdg. Russ. Nachr. 18.00 Arbeiterfk. Vortr. Schallpl.- Konz. 18.20 Literaturbericht. ü. Feiern der DTJ. 18.10-18.45 Dt. 18.35 Kulturber. 19.55 Kinderstunde. Sdg. Prof. Dr. Wostry: Vortr. u. d. Mähr.- Ostrau: 17.55 Zither- Konz. Geschichte im Landschaftsbild Böh- 18.15 Vortr. ü. Zigeuner. 18.35 Armens. 18.25 Eugen Kalix spielt Kla- beiterfunk. 20.20 Radiofilm. bild. 16.00 Unterh.- Mus. a. Preßburg. 16.45 Hörfolge u. Osterbräuche, 17.20 Vortr. 17.35-18.50 Dt. Sdg. ,, Schmeckostern", lust. Hörsp. 17.50 Orch.- Konz. a. Mähr.- Ostrau. 18.45 Sportber. 18.50 Dt. Nachr. 19.30 Der Kuß, Oper von Smetana( a. d. Nationalth.) 21.45 Poesie. 22.00 Nachr. 22.30 Dt. Nachr. 22.35 Tanzmusik. Brünn: 8.15 Arbeitersdg. 8.50 Schallplatten. 9.00 Geistl. Lieder. 10.50 Literatur. 13.50 Landw. 14.05 Dt. Landw. ( Zwiegespr. ü. Bauernwohnung). 21.45 Humor, Mähr.- Ostrau: 8.15 Nachricht. 8.20 Schallpl. 8.30 Arbeitersdg.( Aktuelles u. Sozialvers.) 17.20 Vortr. ü. Beamtenurlaub. 17.50 Dt. Sdg. Orch.- Konz. 19.25 Blasmus. 20.00 Oster- Feuilleton. 20.15 Unterh.- Musik. 21.10 Schweigen ist Gold, Sketch v. H. Bordeaux. 21.30 Tschaikowski: Rokoko- Variationen ü. ein Thema v. Mozart. Montag, 18. April Dienstag, 19. April Brünn: 13.30 Gewerbefk. 15.45 VorPrag: 6.45 Nachricht. u. Musik. 7.20 trag A. F. Fürst ü. Studenten. 17.30 Sicherh. 7.30 Karlsbader Konz. 8.15 Kohout: Klaviersuite. 17.40 Dt. Sdg. Arbeitersdg. 8.45 Lebendige Worte. Arbeiterfk. Sozialinf. W. Swoboda: 9.00 Geistl. Mus. 9.45 Gewerbefunk. Südmähr.Volksmärchen, Landw. 18.20 10.05 Leichte Mus. 10.40 Literaturfk. Musik. Wochenschau. 18.35 Sozialinf. 11.10 Orch.- Konz. 12.00 Nachr, 12.15 19.35 Leichte Mus. a. Kaschau. 21.40 Ausland Sonntag, 17. April Montag, 18. April Nachrichten. Mähr.- Ostrau: 12.00 Landw. 12.35 Konz. 18.00 Ländl. Blasmus. 22.15 bis 23.00 Bunte Schallpl. Donnerstag, 21. April Prag: 11.05 Salon- Orch. 12.10 bis 12.25 Operettenges. a. Schallpl. 12.35 19.55 Bunte Stunde. 20.55 Aktualität. 22.00 Orch.- Konz. Deutschlandsender: 12.00 Konz. a. Straßburg: 12.00 Konz. 13.15 Musik Leipzig. 15.00 Schallpl. 16.00 Unterh.- a. Rennes. 17.00 Beethoven- Sonaten Mus. a. Leipzig. 18.00 Unterh.- Konz. f. Violine u. Klavier. 18.00 Sdg. der Deutschlandsender: 6.00 Hafenkonz. 20.00 Eine Nacht i. Venedig, Op. v. Arbeiterhochschule Paris. 19.30 Liea. Hamburg. 8.15 Unterh.- Konz. 10.30 J. Strauß. 22.30 Kl. Nachtmus. 23.00 der. 20.30 Kindermusik. Berl. Philharm. a. Schallpl. 12.00 Kon- bis 0.55 Unterh.- Mus. a Breslau. zert a. Leipzig. 14.30 Reger, und De- Berlin: 1.20 Sänger- Schallpl. 12.00 bussy spielen( Schallpl.). 15.00 Schall- Musik. 14.00 Schallpl. 19.25 Beliebte plat. 17.00 Gastsp. d. Lessing- Thea- Melodien. 20.00 Heiteres Konz. 22.30 ters: Das Hahnenei" von H. Fitz. bis 1.00 Tanzmusik. 18.00 Unterh.- Konz. 20.00 FrühlingsKlänge. 22.30-0.30 Unterh.- Mus. 0.30 bis 2.00 Tanzmusik. Breslau: 12.00 Konzert. a. Leipzig. 14.30 Bunte Mus. 19.10 Hörfolge mit Mus. 20.00 Allerlei a. Gleiwitz. 22.30 bis 1.00 Unterh.- Musik. Berlin: 6.30 Konzert. 8.20 Morgenständchen. 10.00 Unterh.- Konz. 11.00 Leipzig: 12.00 Konz. 16.00 Unterh.Trio Claudio Arrau. 11.30 Gigli auf Musik. 18.20 Frühlingskonz. 20.00 MuSchallpl. 14.00 Schallpl. 15.30 Unterh.- sik. Farbenspiel. 22.30-1.00 Unterh.Konz. 19.25 Krepela- Sextett. 20.00 D. Konzert. lustige Witwe, Operette von Lehár. Wien: 12.00 Popul. Konz. 13.00 Or22.30-2.00 Unterh.- Musik. chester- Konzert. 14.30 Ber. Solisten a. Mailand: 19.30 Lieder( Schallpl.). 21.00 Aus d. Scala: Aida, Oper von Verdi. Warschau: 12.00-13.00 Konz. 16.15 Salonmus. 17.15 Orch.- Konzert. 18.20 Männerchor. 19.30 Franz. Lieder. 20.00 Unterh.- Konz. 21.00 Symph.- Konzert. 22.00 Tanzmusik. Budapest: 12.05 Klav. und Violine. 17.30 Chorkonzert. 18.20 Bratsche mit Klavier. 19.30 Schallpl. 20.40 Zigeunermus. 22.00 Konz d. dän. Quartetts. 23.00 Jazz. Moskau- Komintern: 18.00 Konz. 20.00 Hörsp. 21.30 Nachr. Mittwoch, 20. April Breslau: 8.10 Schallpl. 9.30 Klavier- Schallpl. 15.30 Kammermusik. 16.00 musik. 10.00 Schallpl. 12.00 Konzert. Konz. a. Köln. 19.00 A. d. Staatsoper: 14.30 Schles. Stunde. 16.00 Konzert a. Don Carlos, Oper v. Verdi. 23.00Gleiwitz. 18.30 Goethe- Hörbild. 19.10 1.00 Tanzmusik. Deutschlandsender: 12.00 Konzert Konz. 20.00 Tanzmusik a. Stuttgart. Straßburg: 11.45 Buntes Konz. 17.00 a. Königsbg. 15.15 Walter Gieseki a. Sonaten f. Violine u. Klav. 18.30 Bun- Schallpl. 16.00 Unterh.- Musik. 18.00 Leipzig: 9.00 Schallpl. 11.20 Chor- te Musik. 19.30 Schallpl. 20.30 Wiener Schallpl. 21.30 Konz. d. Spieluhren. musik. 12.00 Konz, 14.05 Bunte Mus. Ostern, franz. Hörspiel m. Schubert- 22.30 J. Chr. Bach: Symph. Es- dur. 16.00 Bunte Stunde. 18.00 Brahms: Melodien. 21.45 Lustspiel. 23.00-24.00 Schallpl. 22.30-2.00 Tanzmusik. Donnerstag, 21. April Deutschlandsender: 12.00 Konz. a. Breslau. 14.00 Schallpl. 15.15 Kammerchor. 16.00 Unterh.- Musik. 18.40 Vortr. ü. Mongolei. 20.00 Orch.- Konz. 22.30 Kl. Nachtmusik. 23.00 bis 24.00 Unterh.- Musik. Berlin: 12.00-14.00 Konz. a. Frankfurt. 14.15 Unterh.- Mus. 15.35 Krepela- Sextett. 17.00 Virtuose Klaviermusik. 18.00 Ouvert, und Walzer a. Schallpl. 19.10 Mozart- Schallpl. 20.00 Heiterer Abend. 22.30-24.00 Unterh.Musik." Breslau: 12.00 Konz. 14.15 Unterh.Mus. a. Berlin. 16.00 Unterh.- Mus. v. Dtschl.- Sender. 19.30 Orch.- Konzert. 22.30-23.30 Unterh.- Musik. nes Miegel. 18.20 Mozart: Phant. FMoll( Schallpl.) 17.35 Bach- BeethovenKonz.( Dir. Kabasta). 21.15 Unterh. Konz. a. Stuttgart. 22.30-24.00 Mus. a. Berlin. Straßburg: 12.00 Konz. 13.15 Mus. 17.15 Orgel. 18.30 Mus. 19.30 Konz. a. Limoges. 20.30 Solisten- und Orch. Konz. 23.00 Konz. Mailand: 17.15 Tanzmusik. 19.30 Orch.- Konz, 21.00 Symph. Konz. 22.15 Orch.- Konz. 23.15 Tanzmusik. Warschau: 12.00-13.00 Konz. 16.15 Blasmusik. 17.15 Klaviersoli. 18.10 Franz. Lieder( Schallpl.) 19.00 Hörspiel. 20.30 Norweg. Europakonzert 21.30 Unterhaltungs- Konzert. Luxemburg: 12.00 Unterh.- Konzert. 13.00 Akkordeon- Soli. 13.45 Jan KieLeipzig: 12.00 Konz. a. Frankfurt. pura singt. 14.05 Louise, Oper v. Char16.00 Konzert. 19.10 Aus Operetten. pentier. 15.30 u. 18.30 Engl. Konz. 22.20 Konzertstunde. 22.50-24.00 Un- 19.40 Konz. 21.15 Vortr. ü. E. Lalo. terh.- Musik a. Stuttgart. 22.05 Kammermus. 22.35 Klaviersoli. 23.00-1.00 Tanzmusik. Wien: 12.00 Konzert a. Frankfurt. 14.15 Mus. a. Hamburg. 16.00 Unterh.Konz. v. Dtschl.- Sender. 18.00 Balladen v. Loewe( Schallpl.). 19.10 Aus Operetten. 20.00 Wiener Abend. 22.30 bis 24.00 Unterh.- Musik. Straßburg: 12.00 Leichte Mus. 17.00 Bunte Std. 19.30 Ges., Violine u. CelWarschau: 12.00-13.00 Konz. 16.15 ven- Konz. 21.30 Unterh.- Konz. 22-.30 Opernmus. 19.00 Iphigenie, Tragödie bis 24.00 Unterh.- Konzert. v. Euripedes. 20.00 Unterh.- Mus. 22.00 Breslau: 12.00 Konz. a. Stuttgart. Konz.( Werke v. Szymanowski). 15.30 Rübezahl- Spiel. 16.00 Unterh.Musik. 21.30 Unterh.- Musik. Budapest: 17.30 Opern- Orch. 19.00 Ungar. Lieder. 21.15 Beethoven- Konzert( 33 Variationen). 22.05 Tanzpl. Moskau- Komintern: 19.00 Unterh.. Mus. 19.45 Konz. 21.30 Nachr. Samstag, 23. April Deutschlandsender: 12.00 Konz. a. Königsberg. 14.00 Schallpl. 15.15 Tanzkapelle a. Schallpl. 18.00 Unterh.- Mus. 20.00 Wochenend- Sdg. 22.30 Fr. Schubert Sonate G- Moll. 23.00-24.00 Tanzmusik a. Hamburg. Berlin: 12.00-14.00 Konz. a. Wien. 14.15 Schallpl. 16.00 Unterh. a. Stuttgart. 18.00 Unterh.- Mus. 19.10 Opernkonzert. 20.00 Bunter Abend a. Wien. 23.30-1.00 Tanzmusik, Klaviersonate fis- moll. 18.30 Schallpl. Beromünster: 12.05 Operetten- Kon- Berlin: 12.00 Konz. aus Stuttgart. 1o. 20.30 Der Gaukler unserer lieben 19.10 Lieder. 20.00 Die lustige Wit- zert. 13.30 Landw. Vortr. 17.00 Har- 14.15 Schallpl. 15.35 Heitere Klänge Frau, Oper v. Massenet. we( a. Berlin). 22.30-2.00 Tanzmus. monika- Konz. 17.40 Schach. 19.10 Zi-( Schallpl.). 16.30 Rübezahl. Erz. v. Mailand: 17.15 Sopransoli. 21.00 Wien: 8.25 Schallpl. 11.30 Bauern- ther- Konz. 20.00 Die Abschieds- Sym- Carl Hauptmann. 17.00 Werke v. Max Don Carlos, Oper v. Verdi( aus Ve- musik a. Stuttgart. 24.00-0.55 Tanzmusik. 12.00 Konz. 13.00 Mus. 14.30 phonie, Hörsp. ü. Haydn. 21.16 Wo- Schillings( Schallpl.). 18.00 Orch.- nedig). Opern- Schallpl. 15.10 Kammermusik. chenschau. 21.30 Mus. a. d. deutschen Konzert. 20.00 Haydn- Mozart- Beetho16.00 Unterh.- Mus. aus Saarbrücken Schweiz. 18.15 Mus. a. Kärnten. 19.10 Zum gol- Warschau: 12.00 Konz. 13.20 Undenen Kipferl, Operette v. Koselka. terh.- Konz. 16.30 Cellosoli, 17.00 Kon22.30 Tanzmusik. 24.00-1.00 Musik. zert. 19.00 Schallpl. 20.15 Die lustige Beromünster: 12.00 Konzert. 13.30 Witwe v. Lehár. 22.30-23.30 Tanzpl. Schallpl. 17.00 Konz. 18.30 Klavier- Budapest: 17.15 Salonquintett. 18.40 soli. 19.00 Vortr. v. Prof. Schmalen- Ges. m. Klavier. 21.10 Zigeunermusik. bach über Sokrates. 19.30 Werke von 22.30 Jazz. 23.30 Schallpl. Tschaikowski( Schallpl.). 1945 Nach- Luxemburg: 12.00 Konzert. 13,45 richten. 20.05 Frühlingslieder. 21.45 Brahms- Konz.( Schallpl.). 15.30 Engl. Orchester- Konzert. Konz. 18.30 Engl. Konz. 20.45 KabaMailand: 16.30 Fußball. 17.15 Oster- rett a. Brüssel. 22.20 Konz. 22.50 bis Progr. 19.45 Bunte Mus. 21.00 Lust- 23.30 Tanzplatten. spiel, dann Tanzmusik. Warschau: 2.20 Orch.- Konz. 15.30 Dienstag, 19. April Tanzmusik. 18.00 Oster- Musik. 21.30 Solistenkonz. 22.30-24.00 Tanzpl. Budapest: 12.40 Orch.- Konz. 14.00 Schallpl. 15.45 Chorkonz. 17.00 Zigeunermus. 19.00 Konz. 21.45 Jazz. Moskau- Komintern: 17.28 Pique Breslau: 12.00 Konz. a. Wien. 16.00 Unterh. a. Stuttgart. 18.25 Kammermusik, 20.00 Operettenmusik. 22.30 bis 24.00 Tanzmus. a. Berlin. Luxemburg: 12.00 Berl. Walzer u. Schallpl. 12.30 Unterh.- Konzert. 13.00 Leipzig: 12.00 Konz, a. Wien. 14.00 Wien: 13.15 Konzert a. Stuttgart. Grace Moore singt. 13.45 Arien v. Le- Unterh.- Mus. 16.00 Unterh. a. Köln. 14.15 Mus. a. Hambg. 16.00 Deutsch- hár a. Schallpl. 14.05 Chopin- Konz. 19.10 Unterh.- Konz. 20.00 Lust. Abend landsender. 21.30 Konz a. Berlin. 22.20 15.00 Geigensoli a. Schai.pl. 15.30 u. a. Bayreuth. 22.30-24.00 Tanzmusik 18.30 Engl. Konz. 20.00 Vortrag von aus Berlin. Sascha Guitry. 21.30 Syniph.- Konzert. 23.00-23.30 Tanzplatten 16.00 Unterh.- Konz. 22.20 Lieder von 23.15 Zigeunermusik. Leipzig: 13.15 Konz. a. Stuttgart. Herm. Löns. 22.40-24.00 Musik aus Wien. Wien: 12.00-14.00 Konz. 14.15 Mus. a. Hambg. 16.00 Unterh. a. Stuttgart. Moskau- Komintern: 19.00 Konzert. 18.00 Steirische Blasmus. 20.00 Bunter Abend. 22.30-24.00 Tanzmusik a. 21.30 Nachrichten. Berlin. bis 24.00 Musik. Straßburg: 12.00 Orch.- Konz. 13.15 Buntes Konzert. 17.15 Leichte Musik. Deutschlandsender: 12.00 Konz. a. 18.30 Mus. a. Paris. 19.30 Konz. aus Stuttgart. 16.00 Unterh.- Musik. 18.15 Rennes. 20.30 Symph.- Konz. 21.30 SoKammermus. 20.00 Unterh.- Mus. 21.00 listenkonz. 23.00 Nachtkonzert. Konz. d. Berl. Philharm. 21.45-22.00 Straßburg: 12.00 Orch.- Konz. 13.15 Beromünster: 12.00 Orch.- Konzert. Freitag, 22. April Konz. 14.45 Schallpl. 15.00 Arien. 16.00 Luxemburg: 7.55 Dt. Presse. 8.30- Südamer. Lautenlieder u. ital. Harfe. 16.00 Frauenstd. Erziehung zur FreiDeutschlandsender: 12.00 Konz. a. Jazz. 17.00 Kammermus. 18.30 Mus. 11.30 Unterh.- Konz. 12.00 Engl. Konz. 22.20 Kleine Nachtmusik. 23.00-24.00 heit 16.25 Vater u. Söhne als Kom12.45-18.30 Unterh.- Konz. 18.30 Or- Tanzmusik. aus Köln. ponisten( Schallpl.). 17.05 Jodellie- Hambg. 14.00 Schallpl. 16.00 Unterh.- 19.30 Konz. a. Rennes. 20.30 Chorchester Jack Hvlton. 19.15-20.30 Un- Berlin: 12.00-14.00 Konz. 15.00 bis der. 17.25 Mus. a. galanter Zeit. 18.00| Mus. 18.30 Schallpl. 20.00 Unterh.- konzert d. Prager Lehrerinnen. 21.00 terh.- Konzert. 20.30 Dt. Presse. 21.00 16.00 Unterh.- Konz. 16.00 Konz. aus Kinderstd. 18.30 Orch. Marek Weber Mus. 21.15 Kammermus. 22.30 Haus- Schallpl. 21.30 Orch. u. Solistenkonz. Konz. 22.30 Orch.- Konz. 22.45 Unter- Königsberg. 21.00 Operetten- Schallpl.( Schallpl.). 19.10 Gitarren- Konz. 19.55 musik. 23.00-24.00 Vom internat. 23.00 Tanzmusik. haltungs- Musik. 22.30-24.00 Tanzmusik. Unterh.- Konz. 21.10 Vortrag. Warum Musikfest in Baden- Baden. Beromünster: 12.40 Schallpl. 13.45 Breslau: 12.00 Konz. a. München. immer wieder Krieg? 22.00 D. MeiBerlin: 12.00-14.00 Konz. a. Saar- Harmonika- Konz. 14.10-14.30 BücherDame, Oper v. Tschaikowski. 21.30 16.00 Konz a. Gleiwitz. 20.00 Lieder stersinger v. Nürnberg, Oper v. Wag- brücken. 14.15 Unterh.- Musik. 15.35 stunde. 16.00 Lieder d. Welschlandes. und Tänze. 21.0 Frühlingskonz. 22.35 ner. 22.15-23.30 Tanzpl. Heitere Schallpl. 17.00 Konz. 18.00 18.00 Vortrag. 18.30 Jodelkonz. 20.20 Schallpl.- Konz. 22.45-23.30 Dt. BalMailand: 19.40 Bunte Musik. 21.00 Schallpl. 19.10 Unterh.- Musik. 20.00 Dialekt- Lieder. 21.05 Der Freischütz laden. Funksketch. 22.00 Orgel. 22.45 Tanz- Symph. Konz. 22.30-24.00 Nachtmus. v. Weber. 22.05-23.00 Tanzpl. Leipzig: 12.00 Konzert a. München. musik. Breslau: 12.00 Konz. a. Hambg. Mailand: 17.15 Alte Tanzmus, 21.00 16.00 Unterh.- Mus. 18.15 Kammermu- Budapest: 12.05 Zigeunermus. 13.30 14.00 Schallpl. 16.00 Konz. a. Görlitz. A. d. Scala: Marcella, Oper v. Gior7.55 Luxemburg. 10.05 Prag u. Brünn. sik. 19.45 Konz. a. Dresden. 22.30 bis Schallpl. 17.25 Zigeunermus. 18.45 Un- 19.10 Unterh.- Konz. 20.00 Mus. alter dano, dann: Il volto della Vergine, 13.40 Luxemburg. 13.55 Prag und 24.00 Tanzmusik aus Hamburg. terh.- Mus. 19.30 Opern- Übertr., dann Meister. 21.10 Norweg. Konz. 22.30 Oper v. Camussi, dann bis 0.30 TanzBrünn, 14.00 Preßburg. 18.15 Moskau. Wien: 12.00 Konzert a. München. Tanzplatten. bis 23.30 Nachtmusik aus Berlin. musik. 18.45 Prag, Brünn u. Preßburg. 19.00 13.15 Orch.- Konz. 16 00 Konz a. Kö- Luxemburg: 12.00 Unterh.- Konzert. Leipzig: 13.15 Konz. a. Saarbrücken. Budapest: 12.05 Balalaika- Konzert. Luxemburg. 19.45 Beromünster. 20.00 nigsberg. 19.40 Unterh.- Mus. 22.20 bis 13.00 Franz. Lieder( Schallpl.). 14.05 16.00 Unterh.- Musik v. Dtschl.- Sender. 13.30 Schallpl. 17.00 Sonaten f. VioStraßburg. 21.00 Barcelona. 21.30 Lu- 24.00 Tanzmusik. Flötensoli( Schallpl.). 15.30 u. 18.30 20.00 Orch.- Konz. a. Dresden( mit line u. Klavier. 18.00 Konz. 19.00 Ges. xemburg. 22.00 Moskau. 22.15 Luxem- Beromünster: 12.00 Schallpl. 16.20 Engl. Konz. 20.20 Revie. 22 05 Un- Ges.) 22.45-24.00 Mus. a. Berlin. 21.10 Orch.- Konz. 22.40 Jazz. 23.15 burg. 22.30 Barcelona. 22.45 Straßburg. Ms. m Goethe. 18.00 Musil:-Vortr. terh.- Konz. 23.00-23.30 Tanzmusik. Wien: 12.00 Konz. a. Saarbrücken. Zigeunermusik. 22.50 Bukarest. 23.00 Moskau u. Mad- 18.30 Mediz. Vortr. 19.00 Vortr. über Mostrau- Komintern: 19.00 Konzert. 14.15 Mus. a. Hambg. 16.00 Mus. v. Moskau- Komintern: 17.30 Oper. Arbeitsmarkt. 19.30 Völkerbundsber. 21.30 Nachr. 23.00 Dt. Programm. Dtschl.- Sender. 18.00 Balladen v. Ag- 21.30 Nachr. Nachr. 23.00 Dt. Progr. Nachrichten in deutscher Sprache ( außer Sonntags): rid. 25 e t. 5. e 1. AI. ü. t: S Nr. 90 Samstag, 16. April 1938 Volkswirtschaft und Sozialpolitik Vor dem erfolgreichen Abschluß der Lohnbewegung in der ost- und mittelböhmischen Textilindustrie Aushilfen bleiben aufrecht- Lohnabbauversuche zurückgewiesen Wie hinreichend bekannt ist, hatten die Textilarbeitergewerkschaften im Frühjahr des vergangenen Jahres mit den Unternehmern des sogenannten oftwelchen mehr als 60.000 Tegtilarbeiter beschäftigt find. Durch diesen Erfolg der Gewerkschaften, an und mittelböhmischen Vertragsgebieten Verhandlun welchem unser Verband ebenfalls beteiligt ist, iſt eine Arbeiter in der Stein- und Erdindustrie 865 entfielen. In der Textilindustrie wurden 2251 Vermittlungen erzielt, für die andern Industrien werden teine Zahlen genannt. Bis Ende März wurden für 191 Motstandsarbeiten, bei welchen mit einer Beschäftigung von 9459 Berfonen gerechnet wird, Unterſtüßungen forge in der Höhe von mehr als neun Millionen aus dem Titel der produktiven Arbeitslosenfürbewilligt. In Angriff genommen wurden bis Ende März jedoch nur 34 Arbeiten mit 1144 Arbeitern. Eine zu einfache Rechnung Das Verbandsorgan der DAG und nach ihm net wegen der Erhöhung der Löhne geführt und bei wichtige Entſcheidung in der Rohnfrage fire eit und eine Reihe von anderen Blättern verkünden, daß Diesen Verhandlungen erreicht, daß einmalige Aus- famte Textilarbeiterschaft gefallen. Die offenen hilfen in der Höhe von rund fünf Prozent des Lohnes veritedten Lohnabbauabsichten der deutschen Ter, die DAG mit 50.000 Mitgliedern die stärkste gewährt wurden und außerdem die Bezahlung der tilunternehmer werden dadurch zurückgedrängt, so sudetendeutsche Gewerkschaft geworden sei. Wenn nicht eingehaltenen Arbeitspauſen durchgesetzt wurde. daß die Soffnung bestebt, daß auch in den deutschen wir auch diese Meldung etwas nachsichtig behan( Die Regiekosten erhöhen sich für einen solchen Be- Vertragsgebieten die zu erwartenden Lohnbewegundeln müssen, weil aus ihr vor allem der Konfurtrieb gegenüber den anderen, in welchen die Pausen nicht gezahlt werden, um drei Prozent des Lobnes.) bänden spricht, die jeder die Führung über die anrenzkampf zivischen den diversen völlischen VerNachdem mit Ende April die befristeten Aushilfen wegfallen follten, haben die Gewerkschaften das Verlangen geſtellt, daß diese Aushilfen in unveränderter dern erringen wollen, so können wir doch nicht so ganz an der bescheidenen Tatsache vorübergehen. höhe bis zum Jahresschluß weitergezahlt werden. Außerdem wurden einige Anträge gestellt, die den Zwed hatten, für die Arbeiter eine günstigere Regebeizuführen. lung der Wartezeiten bei verfürster Arbeitszeit herDie Unternehmer haben auf diese im Anfang noch zwischentariflichen Forderungen geantwortet, daß die Vorauslegungen für die weitergetvährung der Aushilfen und die im April des vergangenen Sabres gewährten anderen Vorteile nicht mehr vor banden sind, weil sich die Beschäftigung in der Textil industrie schnver verschlechtert hat. Sie haben ihrerfeits eine Menge von Gegenforderungen zur Vers schlechterung der Arbeitsbedingungen gestellt. Unter diesen Forderungen ist vor allem hervorzuheben der teilweise Wegfall der Aushilfen, das Verlangen nach einer Aenderung des Rahmenvertrages in bezug auf die Anzahl der zugeteilten Maschinen und Maschinenteile und außerdem der Wegfall der Bezahlung der nicht eingehaltenen Arbeitspausen. Nachdem bei mehreren Verhandlungen eine Einigung nicht erzielt werden konnte und die Unternehmer lediglich bereit waren, einen geringen Teil der Aushilfen aus dem vergangenen Jahr weiter zu zu gewähren und unbedingt darauf bestanden, daß die Frage der Mehrauteilung von Maschinen ver iraglich festgelegt wird, wurde von den Gewerkschaf ten der Beschluß gefaßt. den Vertrag zu fündigen. Die Kündigung wurde am 1. April mit den entspre chenden Forderungen überreicht. Nachdem in der darauffolgenden neuen Verhandlung die Unterneh mer nur 50 Prozent der Aushilfe angeboten haben und außerdem unter Berufung auf deutsche Wer tragsgebiete auf der Regelung der Buteilung von mehr Maschinen an die Arbeiter beharrten, wurden die Verhandlungen nochmals vertagt. Am 14. April wurde neuerlich verhandelt und von den Vertretern der Gewerkschaften mit allem Nachdruck bekannts gegeben, gen für die Arbeiterschaft mit einem Erfolg enden werden. Unser Verband hat jedenfalls bereits die notvendigen Vorkehrungen getroffen und wird jeder. effen der Textilarbeiter eintreten. zeit so wie bisher unbeiert und feit für die InterDer Arbeitsmarkt in Nordböhmen Im Bereich der Reichenberger Landeszen trale für Arbeitsvermittlung, das heißt in den Sprengeln von 45 Bezirksanstalten, waren Ende Feber.. 86.065 Ende März.. 78.795 BAD LUHAČOVICE. T Seltene Heilquellen. Natürliche kohlensauere Bäder. Schlammbäder. Bewährte Wasserhellkuren. Weltberühmtes Inhalatorium.- Sie werden Ihre Gesundheit zurückgewinnen und Erholung finden. Verlangen Sie Prospekte durch die Badeverwaltung. Scite Kreditanstalt der Deutschen wg. Gen. 81 Niederlaffungen Durchführung aller Geldgeschäfte Berwaltungstapital 1200 Millionen Kč Haftungskapital 120 Millionen Kč m. b.. viermal so start sind wie die DAG, die sich aus sten sudetendeutschen Gewerkschaft" ist es nicht allen Berufszweigen rekrutiert. Mit der„ stärkweit her, wenn sie aus allen diesen Gruppen nicht mehr Angehörige zählt als z. B. die Union der Tertilarbeiter aus einereinzigen Industrie. 19. Reichenberger Messe Die Reichenberger Messe hat sich in weitesten Ausstellerkreisen, durch die jährlich erzielten be= friedigenden Geschäftserfolge als dauernde Einrichtung zur Förderung der Absatzbelebung und Umsatzsteigerung bestens bewährt. Das Messeamt bersendet in den nächsten Tagen ihre Einladungen daß hier eine etwas zu einfache Rechnung auf- und läßt an die Industrie- und alle ihre Aus= Beschäftigungslose gemeldet, so daß die Arbeits- neſtellt wird. Wir können der DAG jetzt nicht ſtellerfirmen den Ruf ergehen, sich rechtzeitig zur losigkeit um 7270 oder 9.2 Prozent niedriger nachprüfen, wieviel Mitglieder sie Ende März Teilnahme an der diesjährigen Reichenberger Mus geworden ist. Diesmal ist die Entlastung des Ar- wirklich zählte; soviel aber wissen wir und jeder, stermesse anzumelden. Der Allgemeinen- und Techbeitsmarktes in diesem Gebiet fleiner als im Lan- der etwas von den Dingen versteht, daß die im nischen Meſſe werden wie alljährlich eine Reihe desdurchschnitt, wo sie bekanntlich 13.8 Prozent, Deutschen Gewerkschaftsbund vereinigten freien intereffanter Sonderveranstaltungen angegliedert und im Staatsdurchschnitt, wo sie 14.9 Prozent Getverkschaften nachweisbar nicht weniger als werden. betrug. Gegenüber den vergangenen Jahren ist cin Rückgang festzustellen feit 1931 um 17.566 ober 18.2% 1932 um 80.202 oder 50.5% 1933 um 103.577 oder 56.8% 1934 um 65.088 oder 45.2% 1985 um 62.851 oder 44.2% 1986 um 60.478 oder 43.2% 1937 um 23.066 oder 22.6% Zahlenmäßig war der Rüdgang im März nur im Fahre 1934 größer als heuter, in allen andern Rahren war er fleiner und im Jahre 1981 wuchs sogar die Arbeitslosenzahl im März. Ein teils weises Bild der Entwicklung in den wichtigsten Berufsklassen gibt die nachstehende Tabelle: März März Feber März Land- und Forstwirtschaft Bergbau Tonindustrie Glasindustrie Metall- u. Mas schinenind. 1938 1937 5.744 4.385 5.197 2.480 8.772 2.115 25.844 10.246 1988 Roosevelts Finanzprogramm In seiner Rundfuntbotschaft appelliert Prä-| ters empfiehlt der Präsident sofortige Erschlies sident Roosevelt an das amerikanische Volt, die zung der zusäßlichen Bankenquellen im Betrage Bemühungen zur Ueberwindung des wirtschaft von über zivei Milliarden Dollar und zwar durch lichen Rüdganges während der letzten Monate zu die sogenannte Desterilisation von etwa zweieinvervielfältigen. Falls die Privatunternehmen in halb Milliarden Douar Gold und durch Herabsetden letzten Monaten nicht in der Lage waren, Tau- zung der Reserve bei den Mitgliedsinstituten der bedeute dies noch nicht, daß die Regierung das lar. Weiters sieht das Finanzprogramm Rooſe senden von Arbeitslosen Beschäftigung zu geben, Föderalreservebank um etiva 750 Millionen Dolamerikanische Volt seinem Schicksal überlassen belts die Finanzierung der öffentlichen Arbeiten wolle. mit einem Aufwand von etwa zwei Milliarden Scharf fritisierte Moosevelt die großen vor, die im Laufe von 12 bis 18 Monaten freiTrust 3, die zu Beginn d. 3. 1937 eine lle bergegeben werden sollen. Diesen Teil seines Proproduktion herbeigeführt haben. Wir lei gramms bezeichnete Roosevelt als lebenswichtig den unter dem Mangel an Konsum und Nach- und schlug vor, der Regierung die Ermächtigung frage infolge un genügenderkauf- zur Ausgabe von 450 Millionen Dollar auf dem raft. Weitere Hilfe zugunsten der Arbeits- direkten Kreditweg an die einzelnen Staaten und 2089 lofen ist notwendig, desgleichen Arbeitsbe Gemeinden und zur Gewährung einer unverzins1.433 fchaffung für das Volk und Erhöhung lichen Einmilliardenanleihe zwecks Durchführung 6.932 der Kauffraft der breitesten Wolfsschich der öffentlichen Bauprojekte zu geben. Unter den notwendigen Reformen zählte Roosevelt eine Einfommensteuer für die Gehälter der öffentlichen Angestellten, Lösung des Eisenbahnproblems und die Frage der Festiebung der Preise. 2.943 2.347 2.021 1.985 6.693 18.237 8.078 5.854 6.747 4.753 3.861 31.686 13.774 14.118 5.150 8.219 2.941 19.864 14.231 14.304 26.057 12.504 10.130 4.219 4.581 3.986 15.460 8.638 7.270 Organisationen Verschlechterungen nicht Bufaffen können, fanbern auf ihren Forderungen nach unveränderter Weitergewährung der Lohn erhöhungen aus dem vergangenen Jahr bestehen. Die feste Haltung der Gewerkschaften hat es im Laufe dieser Verhandlungen mit sich gebracht, daß die Unternehmer, nachdem fie bis zu 75 Bro. zent der früheren Aushilfen gegangen waren, wei- Holzbearbeitg. ter nachgaben und im Prinzip der vollen Weiter. Tertilindustrie gewährung der Aushilfen in den großen und mitt- Velleidung leren Betrieben zustimmten. Auch ihre so hart- Baugewerbe nädig vertretene Forderung nach einer Regelung der Mehrmaschinenzuteilung wurde nach einer Griffsarbeiter flärung der Gewerkschaften fallen gelaffen, so daß Angestellte man feststellen kann, daß es in dem großen oft. Taglöhner und mittelböhmischen Vertragsgebiet nach der Be- Haushaltung 8.984 3.779 2.687 2.666 reinigung einiger nebensächlicher Fragen zu einem Im März konnten bei rund 25.000 gemelerfolgreichen Abschluß der so schwierigen Lohndeten freien Stellen 20.777 Vermittlungen er bewegung kommen wird. Die Bebentung dieser Einigung liegt vor allem barin, daß der sogezielt werden, von welchen auf Bauarbeiter 5531, nannte oft- und mittelböhmische Vertrag in rund auf Land- und Forstarbeiter 2579, auf Tagarbei 80 Gerichtsbezirken 1500 Textilbetriebe erfaßt, in ter 2347 und auf Hilfsarbeiter 1898, ferner auf Wachsende ten, und zwar dadurch, daß die Se reditbe 5.742 bingungen für die privaten Unternehmer 3.594 erleichtert werden. 18.771 In dem der Wirtschaftslage der Vereinig 2.523 ten Staaten gewidmeten Abschnitt entwidelte 11.033 Moosevelt mehrfach Grundsäße und Tatsachen, die 9.350 er bereits in seiner Botschaft an den Kongreß er Exportkreditversicherung in England wähnt hatte. Darin hatte er bekanntlich u. a. Sres dite in der Höhe von 2.5 Milliarden Dollar für Im Finanzjahr 1937-38 wurden in Enge verschiedene Bundeshilfs- Institute vorgeschlagen. Tand 43 Millionen Pfund Ausfuhrforderungen Sievon soll eineinviertel Milliarden Dollar für versichert, gegen 35.18 Millionen ein Jahr früdie Notstandsarbeiten in den ersten sieben Mona- her. Wie erheblich die Ausfuhrkreditversicherung ten des Budgetjahres und der Neft für andere vergrößert wurde. geht daraus hervor, daß Einrichtungen aufgewendet werden, u. a. für die 1933-34 die Summe der versicherten ExportgeLandwirtschaft und zugunsten der Jugend. Weis schäfte nur 7.5 Millionen Pfund betrug. 8.935 6.596 Kerkermauern sprechen meinamen Feinde: Polizei, Kriminalbeamte Von Franz Klaus meisten der Insassen revoltieren gegen ihre gesp und Richter: Ich war glüdlich mit meinem Schatz Da lam die Volizei und raupte mein Glück." Belustigend naiv mutet folgender Vors schlag an: Es ist eine erwiesene Tatsache, daß auch die fchreibunlustigsten Menschen, wenn sie seelische Erschütterungen erleben, diese zu Papier zu bringen suchen. Verbrecher, die von der Polizei ,, Gauner, Einbrecher, Gliberer, Diebe! in Haft genommen werden und denen kein Papier Streitt, damit die Polizei zugrundegeht, damit zur Verfügung steht, machen ihren Gefühlen in wir erlöst sind." ettvas schwieriger Art Luft: sie krigeln ihre Ges Bei den meisten Inschriften ist auffallend, danken auf die Zellenwände und, haben sie auch daß sie in Versform geschrieben sind. teinen Bleistift, dann rißen sie mit irgendeinem Folgende Verse zeigen die tiefe Verzweife Gegenstand die Worte mühsam in die harte Wand. Diese Inschriften, die zum ersten Male wissenschaftlich vor einigen Jahren in einem Buch von der Wiener Polizeidirektion gesammelt wur den, sind psychologisch ungemein interessant. In diesen Inschriften ist immer wieder der Verbrecherstolz zu finden. Viele der Berufsverbrecher sind stolz, ihren Namen auf diesen ZelIenwänden verevigen zu fönnen, Kopepky, Maubmörder", lautet eine dieser steinernen Visitkarten; oder:... Fripi, 24 Stunden nicht viel, aber der Mensch freut sich"; oder E. St., Gentlemaneinbrecher, New York. Amerika". Und unter vielen Namen hat ein Erkenntnisreicher hingeschrieben: ..O Mensch ehr deinen Namen mehr Und schreib im nich Auf die Mauer her." Daß aber nicht alle den Aufenthalt hinter Serfermauern als entehrend fühlen, beweist das Bekenntnis zum Gegenteil: ..Do bin i, do bleib i Und do will i sterben." Neben diesen Berufsbekenntnissen tritt ein ziweiter Gedanke immer wieder hervor. Die lung des Gewohnheitsverbrechers: ,, Bertrau nur nicht auf Gott, Hilf selbst dir in der Not! Sollte Gott jedem helfen und beistehn Müßte er selber einbrechen gehn! Dann wäre es aus mit unserer Pein Und hier im Loch fäße Gott allein." Auch philisophische Erkenntnisse sind vers treten wie: Elent muß dar Mensch zugrunde gehn", oder: Die ganze Welt ist lauter Schwins del", oder:..Verbrecher müssen doch sein, sonst hätten die Richter kein Brot." Einer erhofft von Caproni Erlösung und frißelt in die Wand: Liebe Caproni Italiano! Romme nach Wien mit einer 40-8entimeter- Bombe und hau binein in die Bude, daß sie in trümmer geht. Dann befreist uns von dieser Qual." Und ein Militärflüchtling verewigt seine Und ein Militärflüchtling verewigt seine Sehnsucht folgendermaßen: ,, Von der Heimat muß ich fort, von Böhmen Weils mi hon zu die Netruten gnomen. Muß die Bapuschta schon jetzt verlassen, Solchen Schmerz fon i gor nich faffen. Ade, lebe wohl teuere Heimat schamsterbiener. Und es wird vor Schreck lein Erdäpfel mehr anderes bekennt:„ Ich war ein Luder und habe wachsen meinem Vater ein Gewand verkauft." Und die Sau wird rennen auf sieben Haren Und man wird fan Hosen nimmar fliegen sehn Und die Kotz wird lane Eier legen, Ade lebe wohl teure Heimat schamsterdiener." Die Beteuerungen der Unschuld kehren im er in den verschiedensten Variationen wieder. So: Warum ich hier bin, das möcht ich wiffen!", oder: ,, Bitte schreibe jeder sich darunter, der sich keiner Schuld bewußt", oder: Unschuldig verschlossen wie ein Tiger, Löwe und Giraff toerde ich." Einer, der sich keiner Schuld bewußt zu sein glaubt und geistreich scheinen will, beteant: Weil ich zu scharf um die Ede ging, befam ich 24 Stunden." Aus vielen Inschriften geht deutlich die Gemütsverfaffung der Häftlinge hervor; sie brechen unter der unvorhergesehenen Verhaftung, der alltäglichen Lebensgewohnheiten zusammen: ,, Ein Jahr sigen das ist schwer, Zwei Jahre sind schon mehr, Aber fünf Jahre das ist ein Graus Das hält der Teufel aus." Einer nennt die Haft., Schule zum Selbsts mord" und ein Franzose befennt:„ Ici, des Minutes sont des siècles".( pier werden die Minuten zu Jahrhunderten.) Wie überall auch in den ernstesten Situationen bricht sich der Galgenhumor seine Gaffe. Allerdings stimmen diese ,, Lichtblicke" traurig, sie sind aber oft originell und zeigen, daß auch in solchen Lebenslagen viele Menschen die Ruhe finden, einen Scherz zu machen: Menschen, Menschen san mir alle Fehler hat a jader gnua Mei Fehler wars, daß mi derwischt ham A reiner Zufall der Natur." mit ein Reichsdeutscher feststellt:„ Es ist doch ein erhebendes Gefühl, sich wie ein Juwel bewacht zu sehen", erklärt ein anderer Ausländer: ..Diebstähle, Einbrüche, jeden Tag Ich wüßt nicht, wen dies wundern mag. Mich wundert nur eines aus guten Gründen: Daß die Diebe noch etwas zum Stehlen finden? Harry Kip( Ein Amsterdamer Ganner 1919)." Darauf antwortet ein Wiener: lapidarer Stürze:„ Endlich allein!" Während Neben dieses Gedicht schrieb ein anderer ..Jh fenn tan Neid Jo meiner Söl ich kenn kan Neid Ih überlas an andern Die Belle zu jeder Zeit." Während einer über den inneren Zelleneingang trißelt:., Grüß Gott tritt ein und bring Die weiblichen Häftlinge scheinen weniger chivas zum Fressen' rein" und scheinbar einen in fich gelehrt oder von ihrer Lage erschüttert au hundemäßigen Sunger hat, muten die Verse sein. Gerade diese Inschriften beweisen die Bes eines ehemaligen Sundefreundes und gegenwär Hauptung, daß die kriminell veranlagte Frau tigen Gundefeindes geradezu possenhaft an: zynischer ist als der männliche Verbrecher. So schreibt eine: Jet werde ich erst ein großes Luder. Hansi", und eine andere setzt sich über die furze Haft mit der Betrachtung„ Lea P. hat sich hier furchbar gemopst" hinweg. Hier sist Iman schön", schreibt ein junges Mädchen und ein ..Keinen Maulkorb hat mein Hund, Dafür bekam ich 48 Stund. So lang ich hier gesessen Vetam ich ein Hundefressen. Sag, Hund, bist du das wert, Daß man mir solches Reid beschert?" Seite 8 Aus aller Welt Sozialdemokrat" Prager Zeitung Zwei Kinder überfahren also in ihrem Fall ein ordentliches Pech. Das GeWie immer dem sein mag die Klägerin hatte richt wies die Vaterschaftsflage ab, ohne auf bie Details der Klage einzugehen, da schon durch den Umstand, daß die Geburt des Kindes um einen Tag außerhalb der gefeßlich ſtatuierten Zeitgrenzen fällt, die Klage gegenstandslos ist. Kunst und Wissen| Samstag, 16. April 1938. Nr. 90, Ninchi als Scipio, Camilla Pilotti als Hanni. bal, Jia Miranda als Römerin und Francesca Biagiotti als Sophonisbe blieb nicht wiel mehr übrig als zu posieren. -cisManhattan- Melodrama Man hat zwar den Eindruck, daß es nur zur einem Hollywood- Film ein ſittliches Problem behan: Abwechslung iſt, aber immerhin wird hier in delt, in Verbindung mit der Politik. Der Fall allerdings, der erzählt wird, ist nicht sehr wahrscheinlich: zwei Männer, die als Knaben Freunde waren und bei dem gleichen Unglüd ihre Eltern verloren, tref fen einander, als der eine zum Gangster und eir andere zum erfolgreichen Politiker geworden ist, der für das( in USA wählbare) Amt des Oberstaats anwalts fandidiert. Die Geliebte des Gangsters geht zum Staatsanwalt über und wird seine Frau, und nicht, als der unter begründetem Mordverdacht steht. der Staatsanwalt verhaftet daraufhin den Gangster 3 der Staatsanwalt dann zum Gouverneur Gr: wählt werden soll, dront er an dieser Sache zu ſcheis tern, und nun erich eßt der Gangster den Mann, der den Skandal zur Sprache bringen möchte. Er rettet damit die Karriere des Jugendfreundes, der nun aber pflichtgemäß dafür sorgt, daß der Mörder zum Tode verurteilt wird. Aber weil der Gouverneur fein Amt einem Mord verdankt und weil er kurz vor der Sinrichtung des alten Freundes sich schivach werden fühlt, legt er freiwillig fein Amt nieder. Ein febr moralisches Melodrama" also, das außerdem noch Van Dyke Gelee nheit gab, amerikanisches Leben abenteuerlich und reizerisch ist und dem Regiffeur der letzten Jahrzehnte in ständig wechselnden Bildern Au zeigen. Sehr genartig ist die Besetzung des Films. Der sonst o frivole William Boweli vielt den pflichtgetreuen Politiker, der sonst so fieaesbewußte Clark Gable den auf dem elettrichen Stuhl endenden Gangster( dem er sympathische und beldische Rüge au geben bemüht ist), und Myrna 2oy, die in Lustspielen Erprobte, stellt die frühere Mörderbraut und spätere Gouverneursgattin dar, die um das Schicksal beider Männer tragisch zu ban gen hat. Liebe auf Seine- Kähnen. Durch einen tragischgrotesten Prozeß erfährt auch die weitere Deffentlichkeit, wie die Liebe unter den Leutchen aussieht, die auf den zahlreichen großen Wohnfähnen, die jeder Besucher der Pariser Umgebung auf der Seine Schwängerung und der Niederkunft mindestens 180 gesehen hat, den Fluß auf und ab und durch die Vorgestern abends lief an der Ede Stefans- Annahme der Vaterschaft ist durch das Gesetz mit Tage verſtrichen sind. Die obere Grenze für die Stanäle auch die anderen Flüsse in Frankreich be- gasse- záma dem 36jährigen Chauffeur Radil ein 300 Tagen feitgefeßt. Der Spielraum, den das Gefahren. Im Sommer 1935 anferie der Kahn des fünfjähriges Mädchen in den Weg. Das Kind, das fet für die Annahme einer Vaterschaft setzt, iſt alſo Fischers Gustave Tolleneer, der den stolzen Namen außer einigen Rißwunden eine Gehirnerschütterung sehr weit gespannt, viel weiter, als die medizini ,, Weltumiegler" trug, in Rouen neben einem ande- erlitten hat, mußte ins Krankenhaus gebracht wer- sche Wiſſenſchaft als möglich erachtet. Die Geburt ren Fischerkahn, auf dem die schöne Germaine- hell. Die feine Blastimila Schreiber, die ohne Auf- eines Lebenden Sechsmonatfindes( bei Annahme ficht an der Straßenede stand, wäre bereits furz vor einer Schwangerschaft von 180 Tagen) ist bisher Georgette Fagot mit ihren Eltern lebte. Die jungen ber zweimal das Opfer eines Unfalls geworden. nicht bekanntgeworden. Auch die obere Zeitgrenze Leute verliebten sich bald ineinander, und am 16. wenn die betreffenden Wagenfenter nicht noch im der Schwangerschaftsdauer, wie sie das Gefeß an November sollte Hochzeit gefeiert werden. Die Sache legten Augenblid hätten ausweichen können. Auf nimmt, dürfte faum je erreicht worden sein. sprach sich auf allen Kähnen und allen Flüssen her- der Straschniger Landstraße gingen vorgestern zwei um, und zum festgesetzten Datum tamen nicht we- Schüler der eine davon, der zwölfjährige Frans niger als 80 große Wohnkähne bei der Insel St. Slavaček aus Hostivař neben einem Pferdefuhr Denis zusammen, die in feierlicher Prozession das mert einher. Als dem Gefährt ein Lasitzaftwagen Hochzeitspaar flußabwärts begleiten wollten. Aber enigegenkam, knallt der Kutscher blößlich mit der am Hochzeitsmorgen war Guſtave, der offenbar Peitsche, ſo daß Slavaček erſchrat, wegsprang und Seemannsblut in seinen Adern hatte, verschwunden. geradewegs vor das Auto geriet. Im Weinberger Strantenhaus wurden ein Bruch der Schädelbasis und Stattdessen fam ein Telegramm an die arme Braut, eine schwere Gehirnerschütterung festgestell. In den in dem es hieß: ,, Habe Absicht geändert. Rechnet Abendstunden erlag Hlavačel seinen Verlegungen. nicht mehr auf mich. Bedaure allgemein. Gustave." Germaine Georgette weinte bitterlich, die fahrenden Der Durchschnitt der Gaspreise finkt. Das Leute waren tief empört und rieten zu einem Pros Resultat der Bewirtschaftung der Gemeindegasan zeß, der sich bis heute hingezogen hat. Germaine stalt ist günstig. Im vergangenen Jahr lieferte Ein Calderon- Lustspiel in der Prager Dent. verlangt Schadenersatz in Höhe von 10.000 Francs Nichle 56,440.000 Stubifmeter Gas, gegenüber dem fchen Sendung. Am 24. April um 17.35 Uhr bringt für die ihr angetane Unbill, ferner 245 Francs für Jahr vorher also um mehr als 1,300.000. Die Kots die Prager Deutsche Sendung Calderons berühmte das Brautkleid, 149 Francs für die weißen Schuhe, produktion betrug 106.200 Tonnen, um 3300 Ton Komödie Ein armer Mann muß voller Kniffe fein" Handschuhe, den Schleier und den Kranz, 145 ner mehr als im Vorjahre. Der öffentlichen Beleuch in der freien Bearbeitung von Friedrich Adler unter Francs für ein Seidenkleid, das sie sich für die ung dienen 9154 Lamben mit fast 60.000 Flam- dem Titel„ Zwei Eiſen im Feuer" zur Aussendung. men. Der Grundtarif für einen Subikmeter Gas ist unter den Werken des großen spanischen Dichters Hochzeitsreise gemacht hatte, 25 Francs für LamKč 1.50. Ab 1934 wurde ein herabgefeßter Tarif nimmt dieses Stück durch den uns besonders nahen. pions und den Ersatz von 25 Flaschen Champagner bei größerem Verbrauch, bei Gasfüchen etc. einges reizvollen Dialog, sowie durch die sehr zeitgemäße zu 8.50 Francs. Der Schadenersatz wird ihr zugeführt. An Stelle des ursprünglichen Preises von Stoffgestaltung einen besonderen Platz ein. Das billigt werden, aber Guſtave ist immer noch irgendwo Ke 1.70 für Privatverbrauch kostet heute diefer Werk ist mit namhaften Sträften des Deutschen auf hoher See... Verbrauch nur Kč 1.30. Auch der Kofspreis sinkt Theaters besetzt. mertlich. Entgegen dem früheren Preis von Kč 38.Arbeiter Festvorstellung( zum 1. Mai) ist im bis 36. wird heute für den Metergentner Koks Deutschen Theater am 30. April die Mozart- Oper Charlie Chan in Monte Carlo. Der neue Film nur Kč 27. bis 33.- gefordert. „ Figaros Sochzeit". Borverkauf in Wits der Charlie Chan- Serie, der in dem Zweraſtaat glieder bis Dienstag im Arbeiterverein, ab Dienstag Monaco und im Spielerparadies Monte Carlo wies bei Optiker Deutsch. der ein neues und dankbares Milieu gefunden hat, wartet mit einer recht verwidelten Finanz- Affäre auf, die mit Aftien beginnt und mit Morden fort gesetzt wird. Selbstverständlich flärt der Chinesendeteftiv Charley Chan die Morde am Ende auf, ohne bis dahin ie seine nachdenkliche Geduld und feine weise Höflichkeit zu verlieren, obwohl ihm ein Bolizeiaewaltiger und der eigene Sohn fast mehr zu fchaffen machen als die Verbrecher. Die relativ geistreiche Konstruktion der Handlung und die be währte Figur des von Warner OI and daraeftellten weisen Chinesen sichern dem Film den Erfolg. der weitere Fortsetzungen zur Folge haben wird. Aegyptische Plagen über Australien. Mittelaustralien leidet augenblicklich unter einer Dürre, wie sie das Land seit 1902 nicht erlebt hat. Tausende von Schafen, der Reichtum des Landes, find eingegangen und wenn sich nicht bald Regen ein stellt, werden die Verluste für die dortigen Schaf giichter unübersehbare Ausmaße annehmen. Gleich zeitig mit der Trockenheit ist das Land von einer fürchterlichene u schredenplage befallen. Postämter Mangel. Die Bewohner der Wohnblods in den Orten Horní Krč, Horní Michle und Kačerov lagen über den Mangel an Postämtern. Besonders fühlbar ist dieser Mangel für die Bewoh ner der USP.. der Gemeindeginshäuser und der benachbarten Wohnbauten. Das nächstgelegene Voitamt ist zwanzig bis dreißig Minuten entfernt. Die Anzahl der Bewohner dieser Ortschaften beträgt 4000 bis 5000 und macht es begreiflich, daß dann auch bei dem Postamt der Andrang nur fchiver au bewältigen ist. Abbilfe wäre zwedmäßig und ist sicher durchführbar. Der unmögliche Mord. Die Pariser Kriminalpolizei steht vor einem Rätsel, wie es sonst wohl nur in hervorragend konstruierten Kriminalromanen vorkommt. Es handelt sich um den Tod eines 33jährigen Ingenieurs Roger Crémieur, der am Montag Freifahrt für Blinden- Begleiter auf der rachmittags um 3 Uhr tot in seinem Bett aufgefun- Straßenbahn. Neueinführung bei den elettrischen den wurde. Er verbrachte den Samstag im Streife Unternehmungen. Für Blinde, die in Prag wohnen. seiner Familie, von der er sich gegen Mitternacht ist die Benüßung der Invalidenabonnementsfarte gestattet. Diese Karte zum Preise von Kč 1.20 gilt filt verabschiedete. Die Portiersfrau, die ihm auf sein auch für Blindenbegleiter. Ein Blinder, der diesen Sulingein öffnete, hörte seine Stimme, als er seinen Vorteil in Anspruch nehmen will, muß sich beim AnNamen sagte, und erkannte auch seinen hellen Pale- fauf dieser Starte mit einer ordentlichen Legititot. Sonntag verließ er das im dritten Stod ge- mation einer anerkannten Blindenorganisation aus Tegene Zimm nicht. Am Montag- Nachmittag erweisen. schien sein Bruder, und da auf sein Kopfen nicht ge- Tödlicher Arbeitsunfall. Der 40jährige Silfsantwortet wurde, der Schlüssel zum verschlossenen arbeiter Josef Strnad tam gestern nachmittags in Bimmer aber von innen im Schloß stedte, brach man einer Gerberei in Lieben auf schredliche Weise ums die Tür auf. Man fand Cremieur im Pyjama, am Leben. Er half dem Färbermeister und entfernte sich Stopf zwei tiefe Wunden, das Bett boll von Blut. dabei in den Nebenraum, wo die Maschinen standen: Die Kleider und der Paletot hingen ordentlich auf hiebei wurde er von einer Transmissionssteibe am einem Bügel, es war fein Blutspriser daran. Die rechten Bein erfaßt, das ihm völlig vom Störper ge= rissen wurde. Außerdem erlitt er innere Verlegun beiden Fenster waren ebenfalls von innen geschloss gen, sowie mehrmalige Brüche beider Hände. Die sen, so daß ein Mörder unmöglich das Zimuner hätte Rettungsgesellschaft brachte ihn ins allgemeine Kran verlassen fönnen. Selbstmord kommt ebenso wenig fenhaus, doch starb er während der Ueberfübrung. in Frage, denn es fand sich keine Waffe. Noch weniger fann es sich um einen Unfall handeln, denn erftens hätte man an den Möbeln und auf dem Fuß boden irgendeine Blutspur finden müssen, wenn Crémieur etwa gefallen wäre, zweitens befinden sich Die Wunden oben auf dem Vorderschädel, also an einer Stelle, auf der man nicht aufschlagen kann. Sein persönliches Leben, das völlig geordnet war, schließt außerdem die beiden letzten Vermutungen aus. Aber auch ein Raubmord ist unwahrscheinlich, da nichts entwendet worden ist. Die Polizei hat bis jetzt noch nicht die geringste Spur. Der Klub der Betrunkenen. Ein Klub der Säufer ist in London, dem Dorado aller Klubs, bis heute noch nicht vorhanden. Dagegen existiert eine solche Institution tatsächlich in Jugoslawien, und vielleicht machen es die Engländer bald den Bauern des Dorfes Mladenovec bei Belgrad nach. Diese rühmten sich nämlich, die trinkfestesten Männer des ganzen Baltan zu sein, und auf ihren Zusammen fünften floß der Alkohol in allen Formen in Strömen. Leider war die Polizei im allgemeinen anderer Meinung, sie nannte die Vereinigung furz den „ Klub der Betrunkenen" und mußte wiederholt seine Witglieder in schwer trunkenem Zustand aufgreifen. Jezt hat den Vorsigenden dieser eigenartigen Nachfolger von Gargantua sein Schicksal erreicht: er hieß Tichomir Rutovic und konnte wirklich einiges vertragen. Aber sechs Liter Wein sind eben doch zuviel, er brach mitten im Fest zusammen und war nicht wieder zum Leben zu erwecken, da ein Schlaganfall seiner Alkoholbegeisterung ein Ende gesezt hatte. Küchenschaben als Zigarettenlieferanten. Im Gefängnis von Amarillo in Teras wurde festgestellt. Daß seit 14 Tagen die Gefangenen auf irgendwelchen Schleichwegen Zigaretten erhielten. Die Ueberwachung wurde verstärkt, und es schien absolut ausgeschlossen, daß sie eingeschmuggelt sein konnten. Troßdem hörten die Zigarettenlieferungen nicht auf: ein Gefangener, der das Recht hatte, zu rauchen, beBeim Fensterpuben abgestürzt. Im Aweiten Stod des Bauses 22 in der Soufenictá reinigte gestern nachmittags der 32jährige Galanteziewaren händler Leo Malinovity die Fenster seines Geschäftes. Ohne Schußgürtel trat er mit einem Fuß auf einen Mauervorsprung, der sich unter ihm löste, so daß Malinovity in den Hof herabfiel und auf einen Starren aufschlug. Er wurde auf die Klinit Schloffer nebracht, wo eine Gehirnerschütterung sowie mehrere leichtere Verlegungen festgestellt wurden. Wer ist sie? Bei der..plavka- Brüde" wurde gestern eine Frauenleiche geborgen, die schon längere Zeit in der Moldau lag. Bekleidet war die Tote mit einem grauen Stoſtüm( Herrenschnitt), weißaestridtem Sveater, weißem Ledergürtel über dem Rod und blauen Lederhandschuhen. Die Gestalt hat mittlere Größe. Die Identifizierung war bisher nicht möglich. Der Zentralverein der Blutspender in der Tichechoslowakei teilt mit, daß wann immer die sofortige Silfe von Blutspendern telephonisch unter Nummer 511-84 bei ununterbrochenem Tag- und Nachtdienst der Blutspender angefordert werden fann. Gerichtssaal Um einen Tag zu wenig ( 3ivilbezirksgericht). Wochenspielplan des Neuen Deutschen Theaters. Samstag, halb 7: Parsifal, einzige Aufführ., B 1. Sonntag, halb 3: Frauen in New York; halb 8 hr: Dirie, Erstaufführung. A 1.Montag, halb 3 Uhr: Madame Pompadour; halb 8 Uhr: Bergen im Schnee, C 2. Dienstag, halb 8: Cavalleria rufticana, Der Bajazzo. A 2. Mittwoch, halb 8: Aariadne auf Naros, B 2. Donnerstag, halb 8: Dirie, C 2. Freitag, halb 8: Herzen im Schnee, D. Samstag, balb 8: Dirie, B 2. Sonntag, halb 3: Stammerjungfer; balb 8: Geisha, neuinszeniert, C 2. -Mittwoch, Urania- Kinn << ― ciaDas Oster Doppelprogramm..Verliebte Wochenspielplan der Kleinen Bühne. Samstag, Sonntag, 3: Circa 100.000 8: Stammeriunafer. Schilling; 8: Ciaiſon. Montag, 3: Blaufuchs; 8: Stammerjungfer. Dienstag. 8: Kammeriung fer, Bankbeamte II und freier Verkauf. 84: Warum Tügit du. Chérie?- Donnerstag, Sera e n". Premiere mit Paul Hörbiger. Karin Liaison.- Freitag, 8: Stammerjungfer, Theaters Hardt, Rolf Wanka, Carl, Pepi Glödner- Kramer aemeinde des Kulturverbandes und freier Verlauf. etc. Dazu., Miden beim Polo" und Aktualita! NorSamstag, 7%: Zu viel Familie, Erstaufführung. male Preise! Sonntag. 3½: Die Stüßen der Gesellschaft; 8: Liaison. Der Film Der Fall Karthagos TOURS Vereinsnachrichten Ortsgruppe Prag. Verbinden Sie mit Ihrem Osterausflug einen Besuch un seres Wochenendhauses im Bronwald. Hüttendienst: Willimet. Auskünfte jeden Freitag von 6 bis halb 8 Uhr im Reichenberger Sparkasse Gegründet im Jahre 1854 Postsparkassen- Konto Prag Nr. 9323, 25085 und 33591 Fernsprecher Reichenberg 3941 Der monumentale italienische Film„ Scipio africanus" will den Sieg Roms über seinen großen Feind Hannibal verherrlichen, und wer vermutet Verein deutscher Arbeiter. Smečky 27. Tel. 27727. hatte, er werde eine flassische Transponierung des italienischen Sieges über Aebssinien zu sehen befommen, wird einigermaßen enttäuscht. Denn weder läßt sich Hannibal, der fern seiner Heimat in Italien einen Rachefeldzua führte, mit dem Negus verglei chen, noch ähnelt der römische Sieger Scipio, der fich nach dem Triumph in die Stille des Landlevens Gemeinde- und Bezirkssparkasse zurüdzog. selbst in der Darstellung dieses Films, die ihn zum übermenschlichen Volts- und Heerführer machen möchte, eine Führer" gestalt von heute. Im übrigen war der Stampf zwischen Rom und Starthago der Krieg zweier Großmächte. Und wenn auch die etwas verächtliche Darstellung, in der hier im Film die Starthager erscheinen, der geschichtlichen Wahrheit faum gerecht wird, so ist es doch richtig, daß damals die Römer nicht nur für ihre Macht, sondern auch für die europäische Stultur fämpften. Da der Film also weder geschichtlich noch aktuell intereſſant ist, ist er nur ein großes Schauftüd ge- Unbeschränkte Haftung der Stadtgemeinde und das Wassenszenen geschmvelat, wobei er sich anfangs an die worden; der Regisseur Carmine Gallone hat in lleberlieferungen der aniken Chöre bielt, später dann Die erste Dampfmolkerei und Käserei Hauptanstalt: Reichenberg, Schloßgasse 9 Zweiganstalt: Reichenberg, Altstädter Pl.2 Zweiganstalt: Relchenberg,., Am Kranich" Hanichener Straße 12 Zweiganstalt: Georgswalde, Fernspr. Nr. 13 Postsparkassen- Konto Nr. 89.020 Bezirkes Reichenberg in Gratzen, Böhmerwald empfiehlt ihre erstklass. Erzeugnisse Beachten Sie die Schutzmarke' bei der großen Schlacht mit Elefanten- Attaden, rasenden Ritten und wildem Schwerterkampf der amerikanischen Filmtechnik gefolgt ist. Je länger der Film dauert, umsomehr verliert er das antite Pathos, wird zum sensationellen Spektakel und brus talen Vernichtungsrausch. Die Darstellung der histo= rischen Persönlichkeiten verblaßt daneben ganz, und die beiden Liebesgeschichten von Hannibal und der stolzen Römerin und von Masinissa und der schönen Königin Sophonisbe find Kino- Episoden ältesten Stils geworden. Den Hauptakteuren Annibale hält sich bestens empfohlen 4517 Q3 3899 Bahnhof Restaurant Eger Georg Eberl Anglo- Elementar Versicherungs- Aktiengesellschaft in Wien Prag.( rb) Vor dem Zivilbezirksgericht wurde eine bemerkenswerte Vaterschaftstlage verhandelt. Silägerin war ein junges Mädchen, das behauptete, von einem bedeutend älteren Mann ein Seind emp fangen zu haben. Der angebliche Kindesvater ist zwar nicht sehr vermögend, hat aber ein gutes Einkommen. Er bestritt auf das entschiedenste, mit der Stlägerin jemals intimen Berfehr gehabt zu haben, Direktion für die ČSR in Prag und ließ durchblicken, daß es der Klägerin nur darum zu tun gewesen sei, einen zahlungsträftigen Kindesvater" ausfindig zu machen. Festgestellt wurde, daß seit dem von der Selägerin behaupteten Beklagten bis nußte... Süchenschaben als Boten. Er band die ihr und dem vergangen Zigaretten an einen Faden den Tieren um den Leib, und diese krochen durch die Rizzen und lieferten den Ta'at pflichtgemäß ab. zur Generalagentschaft Reichenberg 3907 empfiehlt sich zum Abschluß von Feuer-, Unfall-, Haftpflicht-, Einbruch-, Auto-, Transport-, Glas-, Maschinenbruch-, Zeitkarten-, Reisegepäck- und Wetter- Versicherungen zu kulantesten Preisen Bargarantiemittel in der CSR 63 Millionan Büros: Prag, Národní tř. 17, Reichenberg, Schützengasse 21, Brünn, Theatergasse 6 waren. Nun läßt aber unser Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch die Annahme einer strittigen Vaterschaft nur dann zu, wenn zwischen dem Tag der Bezugsbedingungen: Bei Rustelluna inshaus oder bei Bezua durch die Bost monatlich Ke 17.- bierteljährig Kč 51, halbjährig Kč 102,-. aanziähria Kč 204 nierate werden la Tarif billiaft berechnet.- Rückstellung von Wianuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarten. Die Beutungsfrantatur wurde von der Boit- u. Telear whendirefiion mit Erlaß Nr. 13.800 VII/ 1930 bewilligt( Stontrollpottamit Praha 25. Druderei:..Orbis". Druds. Verlags- u. Beitungs- A.- G. Praa 8e Re 18