3 get. mens ett Dem Ans ter bor Dent re ein ter ich Cud mit men ent 0 Der tt, ud it Im Ste ec a s 11, b₁ QUE 26 ic De 25 1 28 g де C r Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erſcheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Einzelpreis 75 Seller Redaktion u. Verwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Giegfried Taub- Verantwortlicher Redakteur: Karl Kern, Prag 18. Jahrgang Dienstag, 26. April 1938 Aus dem Inhalt: Udržal gestorben Scharfe Ablehnung der Henlein- Rede Brünns demokratische Schauspieler gegen den Vermittlungsvorschlag Nr. 97 das Prager Tagblatt? Wir werden marschieren! Die Maske abgeworfen! Wem dient Bezeichnende Falschmeldungen Prag. In der letzten Zeit wurden an uns sowohl aus dem Inland, als auch aus dem Ausland mehrfach Anfragen gerichtet, ob das ,, Prager Tagblatt" weiterhin als eine unabhängige demokratische Zeitung anzusehen sei. Wir können uns über diese Frage aus juristischen Gründen heute kein abschließendes Urteil erlauben, doch ist es notwendig, auf eine bezeichnende Tatsache binzuweifen. " Das„ Prager Tagblatt" hatte in der letzten Zeit zweimal, zuletzt am 23. April, die offensichtliche Falschmeldung, daß im Laufe des Monates Mai allgemeine Gemeindewahlen stattfinden werden. Diese Nachrichten standen in ellatantem Widerspruch mit den inzwischen betanntgewordenen Beschlüssen des Ministerrates. Bei den guten Beziehungen, die das Prager Tagblatt" zu bekannten amtlichen Preffelenten unterhält, ist es ziemlich unwahrscheinlich, daß diese Zeitung unrichtigen Informationen Außenstehender zum Opfer gefallen ist. Die Frage, welches Interesse das ,, Prager Tagblatt" an der Verbreitung derartiger Falschmel dungen hat, möge die interessierte Oeffentlichkeit jelbst beantworten. Wir begnügen uns mit der Feststellung, daß diese Art der Berichterstattung das Spiel der Gleichschaltungspolitiker im tschechischen und im sudeten deutschen Lager unterſtützt. Für den Kriegsfall... London.( Tich. P. B.) Die Besuche des britischen Kriegsministers Hore Belisha in Rom und Paris wurden in London mit größter Aufmerksamkeit verfolgt. News Chronicle" meldet, die Pariser Gespräche Hore Belishas feien ebenso, wie dies bei den britisch- französischen Gesprächen in London der Fall sein wird, von der Notwen digkeit überschattet, eine gemeinsame Widerstandsbasis zwischen Frank= reich und England und wenn möglich auch Italien gegen eine eventuelle künftige militärische Unternehmung Deutschlands zu finden. „ Daily Expreß" berichtet, daß Hore Belisha dem französischen Ministerpräsidenten genaue Pläne über die britisch- französische Zusammenarbeit im Kriegsfalle vorgelegt habe, die auch in London erörtert werden sollen. Lokale Kämpfe in Spanien Aufruf zum Ersten Mai Der Faschismus streckt seine Hand nach dem Frieden und unserer Freiheit aus. Drohend liegt sein Schatten über unserem Land. Mit Haß, Lüge und Terror versucht er die vollkommene Gleichschaltung des Sudetendeutschtums, mit Haß, Lüge und Terror kämpft er gegen die sozialistischen Arbeiter und ihre Organisationen. Die Führer der Landbündler und der Christlichsozialen haben die Sache des Aktivismus, des Friedens, der Freiheit und der Demokratie feige im Stiche gelassen und sind zum Feind übergelaufen. Fest geblieben sind die sozialistischen Arbeiter. Trotzig kämpfen sie gegen den Feind an, der sich nunmehr offen zum Hakenkreuz bekennt, zum System der Bedrückung, der Gewalt, des Kommiẞstiefels, der nationalen Unduldsamkeit und der Kriegsdrohung. Die Zukunft ist unser, wenn wir mutig und entschlossen sind. Noch nie haben uns Drohungen geschreckt, noch nie haben wir uns dem Hochmut des Feindes gebeugt. Nun, da die Augen der ganzen Welt auf uns gerichtet sind als auf die letzte Kampftruppe der deutschen Demokratie, nun stehen wir erst recht fest, bereit, der Welt zu zeigen, daß unser Wort kraftvoll und mutig klingt wie eh und je, und daß unsere sturmerprobten Kader unerschüttert stehen, beseelt von Trotz und Zuversicht. Gerade der Maitag lehrt uns: wir sind nicht allein, mit uns sind die Freunde des Friedens, mit uns sind die Sozialisten und Demokraten in aller Welt. Ihre Bereitschaft ist die unsere, ihre Kraft steht uns zur Seite. Nun ruft uns der Erste Mai!. Nun ruft uns der Tag, den wir uns erkämpften in hartem Streit, der Tag der Freiheit, des Friedens und der Völkerversöhnung. Es ist unser Tag, es bleibt unser Tag! Am Ersten Mai werden wir marschieren! leberrascht es die tschechische Deffentlichkeit, daß Henleins Rede in Karlsbad das offene Betenntnis zum Nationalsozia lismus brachte? Uns nicht! Wir haben es im mer gewußt, es immer gesagt, daß die SdP natio nalsozialistisch ist, daß sie sich nur nicht offen als nationalsozialistische Partei bekennen konnte in dem Augenblick, da sie als Ersatz- und Auffangpartei an die Stelle der eben behördlich verbotenen Nazi- Partei trat. Von allem Anfange an erhob diese Partei, selber als totalitäre Partei organisiert, den Totalitätsanspruch, von allem Anfang an wandte sie die aus dem Dritten Reich übernommenen Terror- Methoden zur Erlangung dieser Totalität an, von allem Anfange an war sie nazistisch. Wenn Henlein in seiner Rede in Böhmisch- Leipa fich über den Nationalsozialismus und über das Dritte Reich noch nicht äußerte, zu wenig über Deutschland zu wissen behauptete, so aus tattischen Gründen. Noch erschien es flug, die Maste der Loyalität zu tragen, die engen Bindungen an den reichsdeutschen Nationalsozialis mus zu bestreiten, sich als Führer einer Partei zu gebärden, die sich nur mit sudetendeutschen Proble men beschäftigt. Nun, da es gelungen ist, die Landbündler und die Christlichsozialen zur Kapitulation zu veranlassen, da der nationalsozialis stische deutsche Staat im tschechoslowakischen Staat dem Führer" fast als fertige Tatsache erscheint, nun glaubt er die Maste abwerfen zu können. Nun bekennt er sich als das, was er immer war, | als Nationalsozialiſt. Noch wird bloß von nationalsozialistischer An alle Sozialisten richtet sich unser Ruf, an alle aufrechten Arbeiter und Arbei- Weltanschauung" gesprochen, für die auch im terinnen, an alle Demokraten: Wollt ihr den Frieden, so marschiert mit uns! Wollt ihr die Freiheit, so marschiert mit uns! Wollt ihr eine gerechte soziale Ordnung, wollt ihr den Sozialismus, so marschiert mit uns! Die Wahlen vom 22. Mai In 256 Gemeinden, darunter in 66 deutschen Prag. Amtlich wird gemeldet: Die zustän-| Bezirk Preßniz: Preßniz. digen Bezirksbehörden, resp. Landesbehörden( fo- Bezirk Mies: Tuschkau. weit es sich um Städte mit eigenem Statut han- Bezirk Tachau: Pernartiş. delt) schreiben für den 22. Mai d. I. Wahlen in Bezirk Tepl: Zeberheisch, Hermannsdorf. die Gemeindevertretungen in einer Reihe von Ge- Bezirk Tepliß- Schönau: Weistirchliß, Turn, meinden aus. Kosten. Barcelona. Das Ministerium für Nationalverteidigung meldet von fämtlichen Front- Im Lande Böhmen werden an diesem Tage Bezirk Wittingau: Buggers. abschnitten eine Reihe lokaler Erfolge in 144 Gemeinden Wahlen stattfinden, hievon Bezirk Bischofteinik: Ronsperz. der republikanischen Truppen und die Eroberung fird 97 Gemeinden tschechisch und 47 Gemeinden Bezirk Aussig: Aussig. bedeutender Mengen von Kriegsmaterial. Zum deutsch. Im Lande Mähren- Schlesien werden 70 Bezirk Hohenelbe: Anseith. Schlusse verzeichnet das Kommuniqué, daß die Gemeinden wählen, hievon sind 51 Gemeinden Bezirk Saaz: Sattau. Truppen der Armee des Generals Franco in die tschechisch und 19 deutsch. In der Slowakei wer-, Bezirk Ludiz: Ludig, Radotin. Stadt Alcala de Chivert eingezogen den am 22. Mai die Wähler von 40 Gemeinden find, wo, nach dieser Meldung, bis jetzt heftig ge- und in Karpathorußland von zwei Gemeinden fämpft wird. zur Wahlurne schreiten. Von größeren deutSüdlich vom Ebro- Fluft unternahmen die schen Orten wählen in der ersten Etappe Aufrepublikanischen Truppen im Abschnitt von Sal- fig, Tetschen und Brüg. sadella einen Angriff und bemächtigten sich einiger Höhen westlich von Alnogacera. Die Aufständischen Die deutschen Gemeinden sind folgende: drangen entlang der Küste vorgehend gegen Al. Bezirk Bilin: Charweb, Minichhof, Liebshausen. cala de Chivert vor und haben bereits die ersten Bezirk Budweis: Neudorf(?). Häuser der Ortschaft erreicht. Die republikanischen Bezirk Tetschen: Tetschen. Truppen haben ihren weiteren Vormarsch aufge- Bezirk Taus: Magberg. halten und sind ihrerseits zum Gegenangriff Bezirk Faltenau: Zwodau. Bezirk Komotau: Görlau, Wurzmes. übergegangen. Durch den Angriff der Aufständischen im Bezirk Joachimsthal: Joachimsthal, MarlezFrontabschnitt von Montalban gegen das südöst- grün. lich von Montalban gelegene Aljaga wurde die Bezirk Starfenbach: Rochlik a. d. Iser. Front der Republikaner nicht durchbrodjen. Die Bezirk Kaplik: Groß- Umlowiß, Ober- LangenAufständischen haben sie zwar eingebrückt, aber die dorf. Flügel der Fronten bleiben im ganzen unverän- Bezirk Klattau: Hoslau, Heuhof. dert. Die Republikaner sind von dem Angriff Bezirk Grasliß: Schönau. überrascht worden, fanden sich aber rasch zurecht Bezirk Krumau: Kladen, Christiansberg. und leiſten unweit von Aljaga hartnäckigen Bezirk Marienbad: Bad Königswart. Widerstand. Die Schweiz fordert Neutralität Bezirk Böhm.- Leipa: Böhm.- Leipa. Bezirk Leitmeris: Groß- Hubina. Bezirk Elbogen: Elbogen, Poschibau, hütten. Bezirk Värn: Hof. In Mähren: Bezirk Freudenthal: Freudenthal, Lichtewerden. Bezirk Freiwaldau: Oberlindewiese, Niederlinde wiese, Böhmischdorf. Bezirk Neutitschein: Senftleben, Neutitschein. Bezirk Jägerndorf: Wiese. Bezirk Nifolsburg: Frainspitz. Bezirk Nömerstadt: Römerstadt, Altendorf, Neudorf. Bezirk Sternberg: Sternberg. Bezirk Mährisch- Schönberg: Reitendorf. Bezirk Mähr.- Trübau: Greifendorf, MährischTrübau, Mähr.- Rothmühl. Bezirk Wischau: Roßterniß. tschechoslowakischen Staate Raum sein müsse. Glaubt man damit die Demokraten einlullen zu fönnen? Die nationalsozialistische Weltanschauung ist doch mehr und anderes als Befenntnis zur deutschen Nation, ist Bekenntnis zu Hitler als dem Führer aller Deutschen und macht ihn, nun sich die SdP offen zum Nationalsozialismus bekennt, sichtbar vor aller Welt zum Oberherrn dieser Par tei ein ausländisches Staatsoberhaupt wird damit zur obersten Instanz einer Partei unseres Staates! Der Nationalsozialismus ist schroff aller Demofratie entgegengesetzt, er behauptet, die Demotratie sei deutschem Wesen fremd, dem Deutsch tum entspreche allein das germanische Führerprinzip". Der Nationalsozialismus glaubt an die Auserwähltheit des deutschen Voltes, das er zu einer Art Gottheit erhebt, und nimmt für dieſes Volt das Recht in Anspruch, zu tun, was ihm nüßt und was ihm nüßt, bestimmt der Führer! Der Nationalsozialismus verkündete, lange vor Hitlers Machtantritt und nie ist dieser Programmpunkt gestrichen worden, als politisches Ziel die Zusammenfassung aller Deutschen in einem Staate. Der Nationalsozialismus fordert die Totalität von oben nach unten Durchorganisierung des gesamten Volkes, seiner Wirtschaft, seiner Volitit, seiner fulturellen Einrichtungen, nach dem Führerprinzip nach dem Prinzip der Diktatur. Nationalsozialistische Weltanschauung- das ist doch wahrhaftig nicht Weltanschauung in irgend einem philosophischen Sinne, sondern diese Welt, anschauung ist eine nationalistischimperialistische politische Lehre. Das ist keine Weltanschauung, der man still für sich angehören kann das ist ein politisches Expansionsprogramm. Und die sich zum Nationalsozialismus bekennen, wollen sein Programm durchsetzen. Es ist festgelegt in dem unabdingbaren Programm der nationalsozialisti schen Partei Deutschlands und in Adolf Hitlers Buch. Gewiß kann man niemandem eine Weltan schauung verwehren, der tschechoslowakische Staat fann feinen Sudetendeutschen zwingen, die natio nalsozialistische Weltanschauung aufzugeben. Etwas anderes aber ist die Betätigung dieser Weltanschauung". Denn innerhalb der Tschecho" Die 1. Mai- Festausgabe floatischen Republik für die Deutſchen eine natiounseres Blattes erscheint heuer bereits am Sams Ziegeltag, den 30. April in bedeutend verstärktem Umfang, mit wertvollen Bei trägen und reichlichem interessanten Lesestoff. Am Sonntag, den 1. Mai erscheint das Blatt im gewöhnlichen Amfang. Genf. Das Generalsekretariat des Völker- Bezirk Neustadt a. Mettau: Schediwn. bundes erhielt von der Schweizer Regierung ein Vezirt Brüg: Brür, Oberleutensdorf. Memorandum, in welchem die politifaren und Bezirk Neudet: Hirschenstand, Voigtsgrün. rechtlichen Gründe auseinandergesetzt werden, der Bezirk Neupata: Nedař. entwegen die Schweiz fordert, daß ihre integrale Bezirk Prachatik: Guthausen, Böhm.- Röhren, Neutralität anerkannt werde. Haberles. nalsozialistische Diktatur aufrichten, wirklich in jedem Wortsinn einen seinem ganzen Wesen nach der demokratischen Struktur der Republik widers sprechenden nationalsozialistischen Sonderstaat ein, richten und für ihn die demokratischen Grundrechte munisten, Juden, gläubigen Katholiken der Willfaktisch aufheben, die Sozialdemokraten, Koms für der Nazi ausliefern das ist weder mit dem Buchstaben, noch ist es mit dem Geiste der Ver fassung vereinbar. Worauf abgezielt wird, das sagt deutlich ge= nug die von Henlein erhobene Forderung Leite 2 DienStag, 28. April 1938 Nr. 97 nach Aenderung der tschechoslo» wakische» Außenpolitik. WaS für einen Sinn kann diese Forderung haben als den, die Republik solle ihre Bündnisse mit Frankreich und Rußland ausgeben? Tut sie das, dann ist sie, mit einem deutschen nationalsozialistischen Sonderstaat im Leibe, wehrlos gegen Großdeutschland, dann kann sic, selbst, wenn sie ihre Selbständigkeit behält, nur noch ein klägliches Schattendasein führen. Für den großdcutschcn Imperialismus wäre dann der Weg nach dein Balkan und an das Schwarze Meer frei. Kann jemand im Ernst glauben, das; irgend eine tschechoslowakische Regierung diese Forderungen Henleins akzeptiert, den Staat einfach aufgibt? Henlein, der wie ein souveräner Herrscher gesprochen hat, wirklich wie ein Gebieter über Sein oder Nichtsein der fünfzehn Millionen tschechoslowakischer Staatsbürger, hat erklärt, er hätte das Recht, die Ansprüche seiner Partei„noch viel weiter zu fassen". Biel weiter— na, daö wäre doch wirklich nichts anderes als der Anschluß! Aber er ist gnädig, er weiß, daß das gewisse Komplikationen brächte, er deutet bloß an, daß es nun von der anderen Seite abhänge, ob am Tage des zwanzigjährigen StaatsjubiläumS„die für uns unerträglichen Verhältnisse" noch weiterbestehen oder ob der tschechische Beitrag zum Frieden Europas geleistet wird— ob sich die Tschechoslowakei dem Diktat Henleins unterwirft... Henleins programmatische Rede hat Klarheit geschaffen. Die«dP wist nicht verhandeln— denn Verhandlungsbereitschaft ist Bereitschaft zu einem Kompromiß. Sie hat ein irreales, ein mit der Demokratie, mit den Grundgedanken der tschechoslowakischen Verfassung unvereinbares Programm aufgestellt— und eS ist nicht anders möglich, als daß Henlein es verkündet hat im vollen Bewußtsein der Unannehmbarkeit. Ein Bei» trag, ein Weg zur Lösung des deutsch-tschechischen Problems ist da», was Henlein fordert, nicht! Man vergleiche damit— vielleicht gibt eS außerhalb der Sozialdemokratie doch noch ein paar der objektiven und kühlen Prüfung Fähige— das nationale Programm der deutschen Sozialdemokra- tiel Es rechnet mit den realen Möglichkeiten und anerkennt vor allem die llnantastbarkeit der tschechoslowakischen Grenzen, die Demokratie, eS anerkennt die Interessengemeinschaft des tschechoslo- tvakischen Volkes und der Sudetendeutschen, und lvill doch die völlige Gleichberechtigung der Deutschen. Und eS denkt— was Henlein völlig ferne liegt—>. Das Echo des Jaksch-Interviews Da» Interview, das unser Parteivorsitzender klbgeordneter Iaksch im„Daily Telegraph" vom SamStag veröffentlichte, hat in der' tschechischen Preffe große Beachtung gefunden. Die großen Blätter— ausgenommen natürlich der„B e n« k o v"— veröffentlichen zumeist den gesamten ausführlichen Auszug, den das Tschechoslowakische Pressebüro auSgcgeben hat, unter auffälligen Titeln. Die„Lid. Nov." kennzeichnen den Plan als Kompromiß zivisck'en Zentralismus und Re- gionaliSniuS, während da»„P r ä v o L i d u" im Titel hervorhebt, daß nach Jaksch eine Autonomie für das sudetendeutsche Gebiet nicht möglich sei.„N ä r. O s v o b." kommentiert den Jaksch-Plan dahin, daß er die Bereiche, wo eine einheitliche Leitung nötig sei, zu sehr einenge; er bewege sicki nicht nur im Rahmen der Berfastung, denn die Forderung nach Novellierung de» Spra- chengesetzeS bedeute eine BerfastungSänderung. Die„Lid. ListY", ia sogar der„Sloven- slh HlaS", bringen den Jalscki-Plan zweispaltig ohne Kommentar, während die sozialdemokratische Pilsner„R o v ä D o b a"ihn dreispaltig auf der Neue Aufgaben der deutschen Arbeiterbewegung Die„Novä Doba" veröffentlicht Sonntag an leitender Stelle«inen Aufsatz über di« Ausgaben der deutschen Arbeiterbewegung in der Tschechoslowakei, den wir deshalb auszugsweise veröffentlichen, weil er einen Einblick in die Art bietet, wie tschechische Sozialdemokraten die Entivicklung der sudetendeutschen Sozialdemokratie, sehen und weil der Schluß, zu dem das Blatt gelangt, ein für di« tschechische Politik höchst beachtcnStverter ist. In dem Artikel wird zunächst«ine geschichtlicher Rückblick auf di« Politik der deutschen Sozialdemokratie seit 1018 gegeben und werden die Schwierigkeiten dargelegt, unter denen die Partei sei: Schaffung der Republik gearbeitet und gewirkt hat. Sodann sagt da» Blatt wörtlich: Allerdings der Hitlerumsturz In Deutschland hat auch der deutschen Sozialdemokratie bei uns einen schweren Schlag versetzt. Ihr sozialistischer Charakter, aber noch mehr der Umstand, daß sie schon völlig eine tschechoslowakische StaatSpartet geworden tvar, bereiteten ihr viel« Schwierigkeiten. Die deutsche Arbeiterbewegung bei uns wurde einer harten Prüfung unterworfen, aber in den Wahlen 1035 zeigte es sich, daß das bewußte Vorgehen der Partei sie in dieser Prüfung eher gestärkt als geschivächt hat. Während die Christ« licksozialen und vor allem die Agrarier in den Wahlen 1035 dezimiert wurden, erlitt die deut- sck'e Sozialdemokratie ztvar auch schwere Verluste, aber sie blieb noch immer eine starke Partei. Nicht nnr das. Die neuen Strömungen, welche insbc- crstcn Seite veröffenUicht und auch dem von der nationalpolitischen Konimisflon unserer Partei ausgearbeiteten Plan ausführlich wiedergibt. Interessant ist die Reaktion auf der äußersten Rechten. Die„N ä r o d n i N o v i n Y", die dem Minister I e Z e k nahestehen, polemisieren sehr aufgeregt gegen den Plan, der in sachlicher Hinsicht„unannehmbar" und nach der formalen Seite hin„undurchführbar" sei. In sachlicher HInsstbt überschreite die geforderte Organisierung nach dem Muster der Schweiz den Rahmen der Berfastung, in formeller Hinsicht sei er undurchführbar, weil doch Herr Henlein au» politischen Gründen jede Verabredung mit den deutschen Sozialdemokraten ablehnen würde— und vor dem Herrn Henlein liegen ja die Nachfahren de» Dr. Kramai derzeit sämtlich auf dem Bauch. Die „När. Nov." fallen deshalb sogar das„C e s k i Slovo" an, weil eö geivagt, hatte, diesen Plan als eine demokratische Lösung des Nationalitätenproblems zu bezeichnen. Auch die „När. ListY" haben nur die«ine Sorge, daß dem Herrn Henlein der Plan nicht zu Gesicht stehen würde. sondere in Böhmen austraten und die man der Wirksamkeit des Genosten Jaksch zuschreiben muß, ermöglichten eine größere Annäherung an den Arbeiterflügel der deutschen christlichsozialen Partei. Während die offiziellen Politiker dieser Partei, insbesondere Mayr-Harting und Luschka, sich noch immer im Zauberkreis der Ideologie der bür« gerlichen Parteien bewegten, einer Politik, welche so rasch dem Zawber des Hakenkreuzes unterlag, erkannten die Arbeiterschichten der Christlichsozialen immer mehr, daß sie das gemeinsame Schicksal mit der sozialistischen Bewegung zu größerer Annäherung nötige. Daß dieser Prozeß nicht bi» zum vorigen Jahr rascher vorgeschritten ist, kann man dem Umstand zuschreiben, daß in der deutschen Sozialdemokratie zu sehr noch die offizielle, marxistische Ideologie entschied, welche keine Annäherung wünschte und wie überall das Hauptgewicht auf die sogenannte ideelle Unversehrtheit.legte« Es Ivar gerade Geiwffe Jaksch, der als erster die Gefahr dieser alten Unbeweglichkeit fühlte und gegen sie den Kampf aufnahm. Es war dies«in schwerer Kampf für«inen loyalen Parteigänger und ehrlichen Sozialdemolraten, Ivcil er aus Unverständnis stieß, aber hauptsächlich auf den Ein- Ivand, daß verdiente und erfahrene Leute nicht ohne weiters der unausgegorenen Jugend weichen können. Der Generationsprozeß der deutschen Sozialdemokratie hatte einen weit schmerzlicheren Verlaus als sonst in der tschechoslowakischen Politik. Und wir glauben, daß, tväre nicht der zweite Schlag gekommen, tvelchen di« deutsche Arbeiterbewegung in der Tschechoslowakei durch die blitzartige Okkupation Oesterreichs erlitten hat, dieser Prozeß heute rroch nicht abgeschlosten wäre. vor ewige Schatten Nur zu teuer wollle wahrscheinlich der Arzt seine Quacksalberei verhandeln. Er zwinkerte ständig, um anzudeuten, daß des Kaisers Ruhe kaiserlichen Lohn tvert wär«. Kaiser Karl sagte:„Wie, Doktor, wenn Sie mir die Hände fcstbinden, damit ich nicht mehr nach dem gefährlichen Fraß greifen kann?" „Dann wird die Majestät mit der Nase sresten und mit den Augen und mit den Ohren und keinem Untertan einen Bissen gönnen, und Hungersnot wird herrschen. Nicht, weil das Vieh stirbt, nicht, weil die Ernten verhagelt sind. Nur deshalb, weil die Augen, die Ohren und die Nase der Majestät wegfresten, waö die Länder tragen!" «Majestät, Majestät!" wiederholte Karl. Wie eine Kinderäfferei sollte eS klingen. Der Lehrer hat ein Wort Vorgesprächen, und der Zögling, der es nachzusprechen hat, will dem Mann vom gezwiebelten Bakel zeigen, daß er nur ein aufgeblasener Narr ist. Doktor DkatthyS spürt eS. Er wollte eS den Patienten auch spüren lasten. Seine Geduld zum Erteilen von Ratschlägen, die doch nicht befolgt wurden, war erschöpft. Er wollte den Mann, der das Ohr spannte und der eS sofort verpfropfte, wenn eS ihm gegen da» Behagen ging, zum Gehorsam bringen. Er sagte: »-Ich habe eine Diät für die Majestät, die verjüngt, die beißt die Knoten von den Fingern, die hebt die Bleigewichte von der Brust, die bläst die widerspenfttgen Winde aus dem Wanst." „Sie wäre?" „Gerösteter Käfer mit grünem Froschgelöe gum Frühstück, Hyänengehirn zum Mittag, zum Abendesten Filet vom Ziegenbock mit Eidechsenweibchen in junger FuchSkrallensauce." Doktor MatthyS empfing im Gesicht den Faustschlag des Kaisers, als hätte er schon längst darauf gewartet. Als tväre die Züchtigung das natürliche Ende der Unterhaltung, setzte er noch hinzu:„Der Majestät würde es auch sehr bekömmlich sein, den Doktor MatthyS hier an der Flußweide aufzuknüpfen und seinen TodeSschioeiß in die Suppe einquirlen zu lasten." Tränen hatte der Kaiser im Äug' und in der Brust ein Stechen, dav ihn uingeworfen hätte, würde er sich nicht an den Daum gelehnt haben. Kaiser Karl sagte:„Wie ein Hund will der Kadaver parieren, und jedesmal, wenn der Speichel zu gierig träufelt, soll Doktor MatthyS ermächtigt sein, ihm einen Maullorb umzuhängen." „Doktor MatthyS wird dem Ochsen, der das Korn der Welt drischt, nicht daS Maul verschnüren." Nun lachte auch der Kaiser. Bon dem Arzt strömte Gesundheit, ja ungetrübte Glückseligkeit. Der Arzt überragte den Monarchen um einen Kopf, und dunkelrot war da» Gesicht de» Doktors MatthyS. Bon Schulter zu Schulter maß er die doppelte Breite des Kaisers. Er atmete und lebte, und eS war keine Beschwerde hörbar. Zu hören war nur das Seufzen des Kleineren, der die Augen trocknete und schüchtern fragte: „Wollen wir jetzt heimkehren, Dollar?" Doktor MatthyS machte sich schon auf den Rückweg und meinte:„Warum soll der Mensch nicht a u ch ein Märtyrer sein? Ist das nur das Privileg des Gewürms unten am Thron?" Der Kaiser, anstatt aller Antwort:„Der Kadaver will gehorchen." Der Arzt:„Der Kadaver ist nicht so sehr gefährdet, daß er nicht hoffen könnte. Kaiserliche Majestät!« Langsam gingen sie zu der Stadt zurück. Der Rauch der Herde und das Geräusch der Werkstätten wurde deutlicher. Die Kräfte-es ge alterten Mannes reichten so weit, daß er vor den Toren der Stadt Regensburg den Tragstuhl zu- rücklvieS, der auf ihn wartete. Am Tor nahm ihn die Parade der Leibgardisten wieder auf. Doch sie waren in ihrem Ehrgeiz gekränkt, die deutschen Graubärte im stählernen Panzer. Konnten sie sich nicht für die Majestät schlagen, so wollten sie wenigstens die Majestät schleppen. Scheffer, Renner, Flemming und JakcB Kastenholz, die vier Unzertrennlichen» waren besonders enttäuscht. Denn sie waren nicht nur ein Herz und eine Seele, sie repräsentierten auch das gleiche Höhenmaß. Geübt, um keinen Zoll das Gleichgewicht ihre» Herrn zu erschüttern, waren sie stolz und beneidet, die Nächsten zu der Majestät zu sein. Jetzt hatte» sie nichts anderes zu tun, al» sich mit dem Schwanz der Parade zu begnügen und sich und ihre leere Bahre begaffen zu lasten. Es fehlte ihnen das Gewicht und der Gleichtakt, da sie sich nicht straffen dursten. Eifersüchtig waren sie, von den Fürsten und Prälaten, von den Gewappneten und Purpurnen überflügelt zu werden, und ärgerlich torkelten sie vorwärts. Und als letzter in der Schleppe des Außzuges marschierte der Kleinste, Aribert der Oppenheimer. Die Jahre, gelebt in der Wanderung unter dem Staub des Kaisers, hatten ihn beinah« geschwärzt. Die dicken Haare quollen ihm aus dem Rand der Stahlhaube bi» in den Backenbart, bi» in den Kinnbart. Sie waren schon mit Pfeffer und Salz gesprenkelt. Jetzt hatte er auch nicht» zu tun von dem, was ihm sonst im Geleite oblag. Sonst hatte er die Hände der Gaffer am Straßenrand zu überwachen, ob sie im Aermelschlitz einen Dolch oder«inen anderen Tort, der sich gegen den Kaiser richtete, verborgen hielten. Diesen Dienst zu tun in unmitteGarer Berührung mit dem Fürsten, in dessen Güte er immer noch wohnte, da» ließ ihn vergessen, wie die Kameraden ihn beschuldigten, sich von gestohlenen und von heimlich gebratenen Säuglingen zu nähren, wie er so oft nicht schlief, weil er fürchtete, in den schnarchenden Mund unerwartet einen Pistolenlaus gestopft zu bekommen. Jetzt schlug über ihm, den: letzten in der Parade, wieder einmal der Ekel zusammen. Er hätte sich am liebsten fortgemacht. Es war wohl nicht mehr weit bi» zur Heimat. Er wollte sich, wär' er zu Hause, leise durch die Tür schleichen, sich an den Tisch setzen und dem Dater und der Mutter erzählen— konnten di« noch leben, die in der ewigen Anklage und Verfolgung?— erzählen wollte er:„So viel Blut wir ihnen geben und so viel Treue auch, verdammt sind wir als ein Unrat. Ach. ihr wißt nur bei e u ch, daß es bester wäre, tot zu sein, doch gesehen hab' i ch, daß alle unseres Stammes auf der ganzen Erde keine andere Sehnsucht haben!" Mit Reisig war die Straße bestreut, die der Kaiser ging. Die Bürger hatten auch Teppiche über den Weg gebreitet, damit die Majestät sich unter ihnen häuslich fühle und vergesse, daß der Himmel sich in grauer Eintönigkeit dehnte, wie eben der von den Trauerweiden eingerahmte Strom. Fürsten und Prälaten waren für die Bürger Andacht, prächttgste Andacht der Herr de» Zepter». So beeilten sie sich alle, zu sehen, wie ihr Kaiser ging. Er schien ihnen voll von Gedanken zu gehen. Daß er wankte und sich in den Arm de» Breitschultrigen hängt«, den sie al» seinen Arzt kannten, da» bedeutete für sie ein gute» Zeichen. Der Kaiser hatte Last im Nacken und im gekrönten Kopf. Last für sich genug. Sie schmeichelten sich, daß ihnen eine» Tag» ihre Lasten erleichtert würden, wenn sie wohlwollend den Kaiser betrachteten. Damit ihre Kinder auch von dem guten Anblick eine Portion empfingen, ließen sie die Kleinen auf ihren Schultern reiten. Weder die Kleinen noch di« Großen sähen an den kaiserlichen Händen die Knollen und auch nicht die offenen Geschwüre. Sie freuten sich nur an der in fleckenlose», weiße» Ziegenleder gekleideten kaiserlichen Rechten. .lFortsetzung folgt.» flt. 07 DienStag, 28. April 1088 'juddeud&ditUet Zeitsnieut Henleins Karlsbader Rede Drohungen— Bekenntnis zum Nationalsozialismus DI«Haupttagung bet SdP in Karl»- (ab brachte am Samstag zuerst eine Red« des Ab- «urbiicten Ernst K u n d l über die staatsrechtlichen Äderungen seiner Partei. Im Rahmen einer»to« talen striedenSregelung" und auf Grund de» Selbst« teslimmungsrechte» fordert Kundt die Einführung einer umfassenden Selbstverwaltung, Anerkennung sudetendeutschen Volksgruppe al».einheitrechtlicher Rechtspersönlichkeit" und gesetzliche Sick-enuig ft>.Äoltsterritorium»", Neuordnung auf Grundlage nationaler Kaiaster, Gleichberechtigung der deutschen Sprache, nationale Proportionalität in den gesamtstaatlichen Unternehmungen, Sektionierung der Zentralderwaltung und Aenderung der Außenpolitik. — Tr. A. K r e i ß I sprach über den»Abbau der Selbstverwaltung in Gemeinde, Land und Bezirk" und forderte die Neuwahl der Gemeinden. Dr. Äilbelm Sebekovsky referierte über»Die tschechische Expansion, und ihre geistergeschichtliche Begründung''; alle» Unrecht der verflossenen zwanzig gahre müsse wieder gutgemacht werden; mit der von ihm geschilderten.imperialistischen Geisteshaltung gibt e» keine Berständigung, weil sie nicht zum Frieden, sondern zum Kriege führt". Am Sonntag berichtete Dr. Fritz Köllner, daß der Mitgliederstand der Sl^p die Zahl »00.000 bereits überschritten habe und daß 28 Prozent der deutschen Einwohner der Tschechoslo« lraket in der SdP organisiert seien. Rach diesem Bericht kam Konrad Henle i n als politischer Hauptreferent zu Mort. Im Wesentlichen sagte er da» Folgende: Er habe schon dreimal(108-1 in Böhm.- Leipa, dann nach den Wahlen 1038 und schließ- lich durch den Antrag der Volksschuhgesetze) den Tschechen die Hand zur Verständigung hingestreckt; brüte wolle er seine BereitschaftSertlärung nicht toiederholen, um sich nicht einer neuerlichen Abweisung auSzusetzen. Er betone die Unveräußerlichkeit des Selbstbestimmungsrechtes, durch dessen Nichtachtung die Friedenskonferenzen nach dem Weltkrieg sich an den»heutigen unhaltbaren Verhältnissen dieses Staates" mitschuldig machte; eußerdem habe die tschechoslowakische Friedensdelegation die Statistik über die nationalen Ver- diltnisse in der Tschechoslowakei gefälscht.»ES gibt in der Tschechoslowakei nur für die Tschechen, nicht aber für die anderen Völker rin Regime größter Freiheit. Von einer Inkarnation der modernen Demokratie zu sprechen; ist »ach einer zlvanzigsährigen entgegengesetzten Entwicklung eine Ironie." Die von der Verfassung übernommenen Schutzbestimmungen seien praktisch ohne Rechtsschutz. Die sudetendeutschen Beschwerden an den Völkerbund seien unerledigt geblieben.»TaS Sudetendeutschtum hat die Aussichtslosigkeit dieses Weges erkannt. Es wird leine Beschwerde mehr an den Völkerbund von beute richten, sondern andere Wege be- schreiten." Das Instrument des Minderhei» lemchuhes sei für die Befriedung gänzlich ungenügend.»Erhalten wir nicht die gleichen Rechte wie die Tschechen, so sind wir weiterhin nicht mehr imstande, u«S zu den gleichen Pflichten zu bekennen... Wenn in den letzten Wochen von Regie- rungSseite mit dem Versuch begonnen wurde, durch Ausstellung eines sogenannten Minderheiten st a t u t S neuerlich um die grundsätzliche und ehrlich« Lösung deS Problems herumzukommen, so erkläre ich heute schon, daß auch dieser Versuch sch.'itern wird." Tie Sudetendeutschen würden sich an den Feiern zum zwanzigjährigen Bestände teS Staates nicht beteiligen. Notwendig sei: 1. Eine Revision de» irrigen tschechischen Ge- schichtSmytho-, 2. eine Revision der unglücklichen Auffaffung, daß e» die Aufgabe deS tschechischen Volke» wäre, da» slawische Bollwerk gegen den sogenannten deutschen Drang nach Osten zu sein, S. eine Revision jener außenpolitischen Stellung, die den Staat bisher in die Reihe der Feinde de» deutschen Volke» geführt hat. Unter so geschaffenen Voraussetzungen sei folgende Staats- und Rechtsordnung zu schaffen: 1. Herstellung der vollen Gleichberechtigung und Gleichrangigkeit der deutschen Volksgruppe mit dem tschechischen Volk. 2. Anerkennung der sudetendeutschen Volksgruppe al» Rechtspersönlichkeit zur Wahrung dieser gleichberechtigten Stellung im Staate. 3. Feststellung und Anerkennung des deutschen Siedlungsgebiete-. 4. Ausbau einer deutschenSolbst- verwaltung im deutschen Siedlungsgebiet«, in allen Bereichen de» öffentlichen Lebens, soweit e» sich um Interessen und Angelegenheiten der deutschen Volksgruppe handelt. 8. Schaffung gesetzlicher Schutzbestimmungen für jene Staatsangehörigen, die außerhalb des geschloßenen Siedlungsgebiete» ihres Volkstum» leben. 6 Beseitigung des dem Sudetendeutschtum seit 10l8 zügefügten Unrechte» und§2 i eder- gut m a ch u n g der ihm durch diese» Unrecht entstandenen Schäden, 7. Anerkennung und Durchführung de» Grundsatzes: Im deutschen Gebiet deutsche öffentliche Angestellte. 8. Volle Freiheit de» Bekenntnisses zum deutschen Volkrtum und zur deutschen Weltanschauung. Der Formulierung dieser Forderung'n fügte Henlein die Bemerkung hinzu, er„hätte das Recht, im Hinblick auf die letzte Entwicklung und der damit verbundenen Wert« und Krafterhöhung des SudctendeutfchtumS, unsere Ansprüche noch weiter zu fassen". Zum Schluß seiner Rede erklärte Henlein, das Sudetendeutschtum könne sich«nicht einer Weltanschauung entziehen, zu der sich heute alle Die an: Montag erschienenen tschechischen Blätter lehnen Form und Inhalt der Rede Henleins durchaus ab. Am ausführlichsten befassen sich mit dieser Kundgebung die„Lidovö Noviny". Sie schreiben: „Es ist notwendig zu bemerken, wie weit sich Henlein von seiner Proklamation in Böhm.-Leioa im Oktober 1034 entfernt hat. Damals berief er sich noch auf die Worte Mussolini« und Hitler», daß Faschismus und Nazismus nicht Exportartikel sind, er behauptete, daß die sudetendeutsche Bewegung au» heimischen Bedingungen hervorgewachsen ist, und daß sie vom Nazismus grundsätzliche Unterschiede trennen. Diese Zeiten sind also vorüber. Heute steht die sudetendeutsche Partei schon offiziell al» Ableger des reichsdeutschen N'a z i» m u s vor u n». Unsere Politik muß sich dieser Tatsache nunmehr klarer bewußt werden und mit allem Bedacht und mit aller Festigkeit die Folgen daraus ziehen. Man kann sich nicht deS Eindruck«» erwehren, daß eS der Sudetendeutschen Partei auf einen Ausgleich mit uns eigentlich nicht ankommt. Wir hoffen, daß im tschechoslowakischen Lager über ihre Forderungen ein einheitliches Urteil sein wird. Für den Fall, ,daß vielleicht irgendein tschechoslowakischer Faktor optimistischer darauf blicken würde, muß man in solchem Optimismus nicht» andere» erblicken, als eine Anschauung und braucht ibn nicht als UnvatriotiSmuS zu verdächtigen. Aber das kategorische Gebot für alle Koalitionsparteien ist eS. sich um so fester zusammenzuschließen." DaS Prävo Lidu" betitelt den Leitartikel seiner DienStag-Ausgabe:»SdP— Machtinstrument des Dritten Reiches". ES heißt darin u. a.: Oesterreich» hat sich Deutschland durch einen Ueberfall bemächtigt, ohne daß etwa» geschah, weil Oesterreich sich nicht wehrte. Bei unS geht das nicht, und so wählt man deshalb andere Methoden: Unsere Nervenkraft zu erschöpfen, unS zur Künbigung der Verträge mit Rußland und Frankreich zu zwingen und zu isolieren. Tann werben die Herren Deutschland» au» unS einen Bestandteil de«„Bnikdes" oder de» »Heiligen Römischen Reiche» deutscher Nation" machen. Die acht Forderungen von Karlsbad bedeuten praktisch bie Zerschlagung der Republik auf viele Stücke und Stückchen, weiter di« Unmöglichkeit, die Republik militärisch zu verteidigen, unb freilich auch die Isolierung der Republik von ihren Verbündeten und die Unterordnung unter Deutschland. Wir verstehen: Zur Vernichtung der Tschechoslowakei ist da« wirklich der geeignete Weg. Man vrrgißt nur eine»: Noch sind wir nicht tots Und wenn wir vielleicht ins Grab steigen sollen, dann werden wir noch möglichst viele von den anderen mit uns nehmen! Man muß dem Herrn Henlein für seine unpolitische, romantische Ofkenbe'' dankbar sein. Schluß mit der Verstellung, Schluß mit der Inkormation de» Auslände» über die»Lopa- lität" der SdP zur Verfaffungl Die Würfel sind gefallen, ein klare« Spiel beginnt. Die Herren sollen sich nicht irren: Wenn die SdP die Dinge«um Feuerbrand treibt, wird sie die erste sein, die darin umkoniml l Die„Nckrodnt Aovinp" betiteln ihren Artikel .»Henlein lvill Prag diktieren". DaS Blatt schreibt: „Henleins Forderungen bedeuten kurz gesagt eine Aenderung ber Verfassung unseres Staate». Sie bedeuten die Schaffung eines geschlossenen deutschen Gebiete» mit voller Autonomie. Gestern würbe dazu gesagt, daß sich die Deutschen niemals de» Rechte» der Selbstbestimmung begeben tverden. In diesem Licht erscheinen die Forderungen Henleins al» Etappe zu völliger Abtrennung beS deutschen Grenzgebietes. Wir stellen vorläufig kurz fest, daß die Forderungen, welche von Henlein formuliert wurden, für die gesamte tschechoslowakische Nation unannehmbar sind, und baß sie nicht einmal eine annehmbare Verhandlungsgrundlage bieten. ES gibt in der Tschechoslowakei keine tschechosiowakische Partei, welche sich hinter diese Forderungen stellen könnte." „Pondklni List" schließt seine Betrachtungen wie folgt: „Wir wollen den Frieden, aber wir werden dem deutschen Hakenkreuzlertum nicht dienen. Wir können übrigen- froh sein, baß Konrad Henlein, welcher auf einer bestimmten Seite stet» offene Türen gefunden, so klar gesprochen hat. Möge die ganze Welt sehe», welche Politik er macht und w7» deren Ziel ist. Darauf wird bei un» ohn- Rücksicht auf bi« politische Partei einmütig ein„N i e m a l»" ertönen." Deutschen der Welt mit Freude bekennen.... Sie wie da» Deutschtum der ganzen Welt bekennen auch wir un» zu den nationalsozialistischen Grundauffassungen des Leben», die unser ganze» Fühle« und Denken erfülle»..." * Bemerkenswert ist, daß Blätterstimmen laut werden» die behaupten, daß Text und In« halt dieser Rede(die wir hier an Hand des Berichtes in Henleins„Zeit am Montag" Wiedergaben) stellenweise noch viel schär'er gewesen seien, aber im parteioffiziellen Kommunique durch die SdP umredigiert worden seien. Unter anderem habe Henlein auch in einem Passus unterscheidend von„Deutschen" und„D e u t s ch s p r e ch e r n" gesprochen und so erstmals ein Bekenntnis zur nazisti» >schen Rassepolitik offen abgelegt. „Pondklni Novinv": Fassen wir die Forderungen Konrad Henleins zusammen, bedeuten sie, daß Konrad Henlein für sich und seine Partei eine AuS« nahmSstellung verlangt. Mit anderen Worten Einen Staat im Staate schaffen. Da» aber geht nicht. Das würden sich nicht einmal die Zulukaffer gefallen lassen." „Peöernik Präva Lidu":„Die sonntägige Kundgebung Konrad Henlein» in Karlsbad hat ein großes Positivum: Die Stalle der D e- mokratie und Verfassungstreue der SdP ist gefallen. Die Karten sind ausgedeckt und e» ist nach allen Seiten hin klar. So kann man die Situation charakterisieren, die nicht» Neue» brachte, denn all da» war erwartet." „A-Zet":„Was der Vorsitzende der größten deutschen Partei vorgetragen hat. ist so bedeutsam für die inner- und außenpolitische Situation de» Staate», daß die tschechosiowakische Regierung nunmehr vor dieernftesten Erwägungen und Entscheidungen gestellt i ft." Tschechisch» Nationalsozialisten: „Unerhört“ »A-Zet" vom Montag-Abend meldet: Montag Ivar den ganzen Tag der ZentralauSschuß der tschechoslowakischen nationalsozialistischen Partei unter dem Vorsitz der Senator» Klofai beisammen. Nach Anhörung der Referate beider Minister der Partei, Dr. Franke und Tuknh, bezeichnete der Exekutiv« auSschuß die Erklärung Henlein» in Karlsbad als unerhört. Die Nationalsozialisten beharren auf dem früheren Standpunkt, daß im Interesse des Staate» und im Geiste der Gerechtigkeit zu allen Bürgern die tliegierung und da» Parlament den Ausgleich mit den Minderheitsnationen anstreben müssen, und zwar im Rahmen der Verfassung und unter Respektierung der Integrität unserer Republik, wobei e» auch notwendig ist, die unentbehrlichen Garantien für den Schutz der tschechoslowakischen Bewohnerschaft überall dort zu gebtn, wo diese in zahlenmäßiger Minderheit sich befindet. Scharfe Ablehnung In Frankre'ch Pari». Die gestrige Kundgebung Konrad Henlein» auf dem Karlsbader Parteikongreh der Sudetendeutschen Partei fand in der französischen Presse, welche sie mit zahlreichen Erwägungen begleitet, einen starken Widerhall. Der sozialistische„P o p u l a i r e" schreibt u. a.: Konrad Henlein wirft, indem er auf dem Parteikongreß volle Verwaltung»- und Gebietsautonomie. die Anerkennung der nationalsozialistischen Prinzipien und eine vollständige Aenderung der tschechoslowakischen Außenpolitik fordert, die Maske ab und lehnt da» vorbereitete Minderheitenstatut ab. Die Sudetendeutsche Partei stellt nicht annähernd die Totalität der Deutschen in der Tschechoslowakei dar und Henlein hat kein Recht, m ihrem Namen zu sprechen. Die Tschechosiowakei wird ihre demokratische Verfassung verteidigen. Ter„T e in p«" kehrt in einem weiteren Leitartikel zu der Karlsbader Tagung der Sudetendeut» schen Partes zurück und analysiert vor allem die Progrannurede Konrad Henleins. Da» Blau meint, daß nunmehr endlich.die Forderungen der Sudetendeutschen Partei genau bekannt seien. Ebenso klar sei nunmehr, warum Henlein und seine Anhänger den Vorschlag de» Minderheitenstatut« ablehnten. welche» die Prager Regierung vorbereitet. Die» geschah darum, weil sie von dem festen Willen geleitet waren, weiter zu gehen al» alle Konzessionen, welche die Regierung auf Grund der verfassungsmäßigen Garantien zu bewilligen bereit war und daß sie Reformen fordern wollte, die direkt die Einheit de» Staate» berühren und imstande sind, dessen Aufteilung zu verursachen. Der„Temps" zählt die acht Forderungen Henlein» auf. analysiert sie und sagt: Wenn diese« Programm Tatsache werden würde, hätte e» bie Bildung eine« nationalsozialistischen Staate» auf dem Gebiete der Tschechoslowakischen Republik zur Folge. * Line politische Kanonade Endliche Stimmen zur Henlein-Bede Die Henleinrede hat in der englischen Presse unliebsame Ueberraschung und Ablehnung hervorgerufen. Man war vorbereitet gcwe>>- gnf radi- f kale Forderungen der SdP und mangelnde Anerkennung de» Verständigungswillens der Negierung von feiten Henleins. Da» offene Bekenntnis Henlein» zum Nationalsozialismus, da» bisher noch nie abgelegt wurde, verschärft die Gegensätze, indem zu den politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und nationalen Forderungen noch grundsätzliche weltanschauliche Doktrinen treten, die eine Verständigung neuerdings erschweren müssen. Die» ist der Grundgedanke der ersten Londoner Reaktion auf das, wa» die»Time»" eine»politische Kanonade" nennen. Die Ansichten der Blätter stimmen darin überein, daß die Haltung der SdP eine» Ausgleich», und realen konstruktiven Verständigungswillens ermangelt und dadurch keine positiven Elemente zur Stabilisierung de» Frieden» enthält, den insbesondere Chamberlain gerade in Mitteleuropa durch aktive Zusammenarbeit der verschiedenen Lager zu festigen bestrebt ist. Vom kontinentalpolitischen Standpunkt wird hingegen Ton und Inhalt der Erklärung heute wesentlich weniger Bedeutung beigemessen, wie dieü noch vor einigen Wochen der Fall gewesen wäre. Die durch da» britisch-italienische Abkommen bewirkte Aenderung der kontinentalvolitischen Lage hat nach überwiegender britischer Auffaffung eine wesentliche Aenderung des Gefälle» der Achse Rom—Berlin zur Folge, welche auch, so meint London, auf die Tschechoslowakei rückwirken dürfte. Vie Im Dritten Reich InTheusing(Westböhmen) fanden Demonstrationen für Henlein und gleichzeitig gegen die Juden statt, in deren Verlauf in der Wohnung des Rabbiners und in dem Geschäft des Kaufmann» Kohn Fensterscheiben eingeschlagen wurden. Die Gendarmen stellten eine Anzahl von jungen Burschen fest. Ist das der Beginn der vom Abg. K ö l l n e r ongeknndigten nationalsozialistischen Ausrichtung im Bereiche des gesamten Sudetendeutschtum»? Udrzal gestorben Der ehemalige Ministerpräsident Frantiörk Udrjal Ist Montag, den 25. April, um 12 Uhr mittag» gestorben. Ndrjal wurde Donnerstag vom Schlage gerührt, war seither meist bewußtlos, seit SamStag war sein Zustand hoffnungslos. Der Verstorbene wurde am 3. Jänner 1868 geboren und entstammte einem allen Bauerngeschlechte. welches seit Jahrhunderten in Dolni Roven bei Pardubitz ansässig ist. Udrzal besuchte die Realschule in Pardubitz und landwirtschaftliche Schulen zuerst in Täbor und dann in Hall» a/Saale, worauf er die Leitung des väterlichen Gute» übernahm. Aon Jugend auf politisch tätig, wurde er 1303 für die jungtschechische Partei zum böhmischen Landtagsabgeordneien, 1807 zum Abgeordneten deS Wiener Reichsrates gewählt. 1008 legte er seine Mandate nieder und trat aus der jungtschechischen Partei auS, wurde aber im gleichen Jahre als selbständiger Kandidat neuerlich wiedergewählt, von 1007 bis 1018 gehörte er als Abgeordneter der Agrarpartei dem Wiener Parlament an. Er erlangte in dieser Partei bald eine führende Stellung, wurde immer in die Delegationen gewählt und war von 1017 bi» 1018 Vizepräsident de» österreichischen Abgeordnetenhauses. Ta» gleiche Amt hatte er nach dem Umsturz in der revolutionären National- versamnilung inne, in der er sich insbesondere in militärischen Fragen al» Vorsitzender deS Wehraus- schusseS betätigte. Mehr als sieben Jahre war er Nationawerteidigungominister. und zwar 1021 bi» 1022 im Kabinett Bene», 1022 bis 1028 im Kabinett Evehla, 1023 bis 1020 wieder in der Regierung Svehla und mehrere Monate lang noch in der Regierung, die er selbst führte. AlS eS 1029 feststand, daß Svehla nicht mehr gesund werden wird, wurde lldrssal am 1. Feber 1020 ztim Vorsitzenden der Regierung tdamalS deS Bürgerblocks) ernannt und trat auch an die Spitze der nach den Wahlen von 1920 gebideten Koalitionsregierung, welche er bis Oktober 1032 leitete, in welchem Jahre er von Malhpetr abgelöst wurde. 1088 kandidierte er nicht mehr kn» Abgeordnetenhaus, sondern in den Senat und legte im Dezember des Vorjahre» fein Mandat nieder. Udrjsal war ein rechtschaffener Mensch, ein biederer Charakter, ein tapferer Kämpfer für btc Rechte seines Volkes im Wiener Abgeordneten- hanS, ein pflichteifriger NationalverteidigungS- minister, her sich um den Ausbau der Armee Verdienste erworben hat. al» Ministerpräsident aller- dmg» war er zu schwer betveglich und von zu schwerer Entschlußkraft in ber Zeit der Krise, die an die Regierung und an ihren Führer ungewöhnliche Anforderungen stellte. „Ableger des reichsdeutschen Nazismus“ Ablehnung der Kenleln*Rede In der tschechischen Presse Seite 4 Dienstag, 26. April 1938 Der Kampf um ein demo- Notlandungen ausländischer Ballons kratisches Theater in Brünn Und eine Greuelmeldung Wir haben bereits darüber berichtet, daß der Brünner Theaterkonflikt durch einen Einis Eine Sonderausgabe des Krakauer Abend gungsvorschlag der Landesbe blattes Tempo Dnia" brachte Sonntag mittags hörde beigelegt werden sollte. Dieser Vor- die Marmnachricht von einem Zwischenfall an der schlag ging bekanntlich dahin, daß der demokra-| polnisch- tschechoslowakischen Grenze. Gegen vier tischen Gruppe der Schauspieler im Redouten- Uhr morgens sei in der Nähe des polnischen gebäude eine Spielzeit von zwölf Tagen einge Grenzortes Muszyna, knapp an der tschechoslowa räumt werden sollte, während die völkische tischen Grenze, der polnische Freiballon MosGruppe im Deutschen Haus und im Landes- cice", der durch heftigen Wind auf tschechoslowa theater und nach der demokratischen Gruppe auch fisches Gebiet abgetrieben worden war, von der im Redoutengebäude spielen sollte. Während der tschechoslowakischen Grenzwache beschossen und das völtischen Gruppe eine Konzession für das| durch zum Niedergehen gezwungen worden. Die Deutsche Haus und das Landestheater und für beiden Piloten seien angehalten worden. den Rest der Spielzeit von Anfang bis Ende Mai auch für das Redoutengebäude zugesagt. werden sollte, hätten sich die demokrati schen Schauspieler mit einer für nur zwölf Tage lautenden Konzession zufrieden geben sollen. Dieser Vorschlag wurde nun am Sonntag von den demokratischen Schauspielern ein stimmig abgelehnt, vor allem deshalb, weil er sich mit der grundsätzlichen Frage, ob in Brünn ein demokratisches neben dem völkischen Theater bestehen solle oder nicht, überhaupt nicht beschäftigt. Die demokratische Gruppe gab der Landesbehörde die Ablehnung bereits bekannt und faßte die Gründe der Ablehnung und die Forderungen dieser Gruppe in einem Memorandum zusammen, das zugleich auch dem Herrn Staatspräsidenten und verschiedenen Regterungsstellen übermittelt wurde. Gestern weilte eine Abordnung der demofratischen Schauspieler in Prag, um diese StelIen zu unterrichten und ihre Forderung nach Erteilung einer Lizenz für ein demokratisches Theater im Brünner Redoutengebäude an kom vetenterer Stelle vorzutragen und ihre Erfül. lung zu verlangen. Wie steht es um die anderen Theater? Die Vorfälle um das Brünner deutsche Theafer erfordern es, erhöhte Aufmerksamkeit auch der Entwichung der Verhältnisse an anderen judeten deutschen Bühnen zuzuwenden. Nach unserer Stenntnis liegen dort die Dinge etwa so: Seit geraumer Zeit befindet sich an den meisten sudetendeutschen Theatern die Leitung der jeweiligen Lokalverbände des Bühnenbundes( also jener Gewerkschaft, der mit Ausnahme der Musifer alle Theaterangestellten angehören) in Händen oder unter Einfluß der SdP. Auf die Mitglieder wurde und wird vielfach direkter Zwang ausgeübt, der SdP beizutreten. Bei Abschluß von Neuengagements an sudetendeutschen Bühnen wird seit einigen Jahren bereits, und jetzt mit erhöhter Echärfe, gefordert, daß die Direktoren, nach den Am Montag meldete die Havas- Agentur aus Warschau, daß der angebliche Grenzzwischenfall nach der Intervention des Bürgermeisters der Gemeinde Neusandez bei den tschechoslowakischen Behörden bereits beigelegt wurde. Die beiden polnischen Piloten des Ballons„ Moscice" wurden in Freiheit gesetzt. Der Ballon wird mit Hilfe der tschechoslowakischen Behörden nach Tarnow gesandt werden. Eine kurze Mitteilung der polnischen Telegraphen- Agentur, daß der Ballon auf tschechoslowakischem Gebiete niedergegangen sei, zeigt, daß es überhaupt keinerlei Zwischenfall" gegeben hat. Jagesneuigkeiten Eine Frage der Gesinnung Das heutige Programm Nr. 97 der deutschen Sendung Brag. 10.15-10.30 Viertelstunde für die Frau, - 14.00 Aus dem tschechoslowakischen Kulturleben. Auch zwei reichsdeutsche Ballons 18.10 Richard Wagner in Marienbad". Ein mußten am Sonntag diesseits der Grenze not Hörbild von Ant. Gammißer und Rud. Meißner, landen. Ein privater Ballon, der in Riesa auf Deuricher Suturbericht vom Tage. Marienbad. Regie: Viktor Sordan. 18.55-19.00 gestiegen war und nach Görlitz fliegen sollte, Versuchssendung Prag II. 21.00-22.00 wurde durch den Wind auf tschechoslowakisches Ge- Uebertragung aus Stuttgart... Der Meſſias". Dra biet getrieben, wo er ungefähr einen halben torium von Gerhard Friedrich Händel. Ausführende: Kilometer von der Grenze entfernt um 12 Uhr 45 Orcheſter des Reichsfenders Stuttgart. Der Philhar Minuten landete. Die Besaßung und der Ballon monische Chor Stuttgarts. wurden nach Feststellung der Tatsachen sogleich freigegeben. Brünn. 17.40-17.45: Arbeitersendung: Ss. ziale Information. 17.45-18.00 Arbeiterien dung: Rudolf Bahel: Arbeiter und Rationalisierung. 18.00-18.15 Landwirtschaftliche Sendung: Ing. Dr. Sanich: Der Textilflachsbau in der Tschechoslo wakischen Republif. Ziehung der Klassenlotterie ( Ohne Gewähr.) Gegen Mittag mußte ein privater reichsdeutscher Ballon aus Bitterfelde bei Leipzig im Schneesturm in Schönfeld bei Karbi eine Notlandung vornehmen. Die Besagung bestand aus sechs Zivilpersonen. Nach den in Schönfeld und in Karbis vorgenommenen Verhören wurden die Insassen des Ballons entlassen und der Ballon auf ein Lastauto verladen. Nach Erledigung der Zollformalitäten wird der Ballon nach Deutschland gesandt werden. Um den Fliegern Schwierigkeiten zu ersparen, begleitete sie der Kommandant der Karbizer Polizei- Erpojis tur Dr. Spelzer bis zur Grenze. Die Ballon 5.000 Kč: 96248, 23288, 66700, 104002, 71052, fahrer drückten ihre Freude über die gaſtfreund- 57716, 103436, 112123, 103601, 89359, 42769, 12919, 22895, 17390, 8793, 80250, 43670, 117435, liche Aufnahme und loyale Behandlung in unserer 107822, 57743, 76580, 94348, 110008, 30864, 25509, Republik aus. Prag. Bei der Montag Bichung der der V. Klasse der 38. tschechoslowakischen Stlassen lotterie wurden nachstehende Gewinſte gezogen: 10.000 Kč: 41686, 26576, 9290, 91629, 18128, 9874; 119501, 38968, 96678, 63808, 18890, 45372, 94806, 45993, 110305, 20832, 91961; 2000 Kč: 85594, 42063, 95444, 77798, 95699, Flugakrobatie mit dem deutschen Fliegerafrobaten 87321, 34899, 110780, 17225, 54154, 45550, 56695, von Hagenburg und mit dem tschechoslowakischen 59431, 6075, 108401, 40075, 26242, 112659, Fliegerafrobaten Oberleutnant No v át in Wett 106068, 22200, 101826, 42962, 73184, 54222, 7580, 36613, 114402, 118998, 110187, 58297, 14481, bewerb trat. Da die Witterung ständig ungünstig war, beschloß die internationale Flugkommis 75963, 58455, 98471, 50629, 66592, 55216, 2848, 83013, 68151, 70259, 87392, 94900, 101315, 31341, sion im Einvernehmen mit den Fliegern, daß der 113501, 48498, 91318, 33695, 115998, 43746, 12963, erste Teil der Wettbewerbe, bei welchen die obli- 71495, 100667, 46655, 61227, 82485, 24666, 70953, Bei dem Bekenntnis zum Nationalsozialis gatorischen Flugakrobatikproben durchgeführt wer- 117279, 29329, 60272, 10715, 28739, 22109, 67839, mus, das Henlein am Sonntag so demonſtrativ den sollten, nicht stattfinden. Durchgeführt wurde 60812, 66450, 27384, 77021, 96318, 104166, 59997, ablegte, handelt es sich nach seinen Worten um lediglich die freie Flugatrobatie, in der sich als 115285, 45390, 54548, 23629, 18126, 49168, 7820, eine Frage der Gesinnung, deren Freiheit jedem erster von Hagenburg, welcher 785 Puntte 95362, 82329, 4600, 119784 27491, 8243, 26674, Staatsbürger gewährleistet sei. Wir bekennen erhielt, als zweiter Oberleutnant Novák mit 70545 52862, 102134, 103948, 114420, 89651, 5817, uns zu den nationalsozialistischen 776 Bunften und als dritter der Sieger des vor- 1402, 62174, 73278, 4587, 84807, 119947, 115745. Grundauffassungen des Lebens..." mittägigen Wettbewerbes der Franzose Ca Ja, das ist wirklich eine Frage der Gesin- valli mit 654 Punkten placierten. Lustexpreß nach Marseille. Am 2. Mai tritt zu nung! Henlein nimmt sie aber nur für den Na- Für Oberleutnant Novák sprachen sich alle den übrigen bereits betriebenen Luftitreden der tionalsozialismus in Anspruch, denn indem er sich drei Punttrichter aus und erkannten ihn 806 die Strede Prag- Zürich- Genf- Marſeille, zum Nationalsozialismus betennt, bekennt er sich Punkte zu. Er wurde jedoch von der internatio- die in diesem Jahre zum erstenmal mit den weltgleichzeitig auch zur Intoleranz, zur Tolen Flugkommission wegen verspäteter Landing bekannten Metallflugzeugen amerikanischer Kontalität, die eine andere Gesinnung nicht um 20 Sekunden über die feſtgeſetzte Zeit hin- Strede ist die schnellite Luftverbindung zwischen struktion Douglas" beflogen wird. Diese Ges, duldet. Daß Henleins Partei zur Gleich aus, welche zehn Minuten betrug, dadurch ge- Brag und der Schweiz( in 24 Stunden) und Mar schaltung, auch zur Gleichschaltung der Wider- straft, daß seine Klassifikation um 30 Puntte her- feille( in 5 Stunden). wo sie an eine Reihe von strebenden, zur Gleichschaltung des gesamten abgesetzt wurde. franzöfifchen Luftstreden Anschluß hat, die an die judetendeutschen Lebens entschlossen ist, sagen französische Riviera( Cannes), nach Nordafrika und die Worte des Abgeordneten Stöllner: Die Südamerika führen. Diese Erpreßstrede hat über Ordnung und Gleichrichtung innerhalb der Bewegung wird nicht nur auf die Bein Zürich eine vorzügliche Verbindung mit Paris. Die Douglas- Flugzeuge des GLS fliegen in der Reit wegung beschränkt bleiben, sondern um 10 Uhr 45 Minuten von Prag ab. Auf dieſer vom 2. Mai bis 1. Oktober täglich außer Sonntag wird ihren Ausdrud finden in der Ausrich tung aller Bereiche im Sudeten Strede haben folgende Ermäßigungen Gültigkeit: de uti cht u m." Ermäßigungen auf ELS- Gutscheinhefte und Firmenauticheine, Rüd- und Rundflugermäßigungen sowie Sonderermäßigungen für die Besucher des X. Sokollonareſſes in Prag. Eine Frage der Gesinnung ist der Nationals sozialismus, eine Frage der Gesinnu;; ist es, ob man einverstanden ist mit der völligen Gleichschaltung. Von den ehemaliger Landbündlern, deren viele immer nur verhinderte Nazi waren, soll nicht weiter gesprochen werden. Aber die Christlich sozialen! Die hatten doch so etwas wie eine Weltanschauung, die christliche nämlich! Haben sie sie noch? 45 tote Bergarbeiter Grundy( Amerika), in der sich eine SohlenBei der genauen Durchsuchung der Grube staub- Explosion ereignet hat, wurden im ganzen 45 tote Bergleute aufgefunden. Dr. Alice Masaryková hat die archivarischen und bibliothekarischen Arbeiten sowie auch die felben Grundsägen engagieren, wie es in Deutſch Liquidierung des Haushaltes des Präsidenten land geschieht: also nichtarische oder der demoMasaryk in Lány beendet. Sie hat nunmehr am feeben der judetendeutsche Maler Selmuth Eine künstlerische Bildermappe Tabor" hat fratischen Gesinnung„ verdächtige" Kollegen solMontag Lány definitiv verlassen. Sie begibt sich Strommer fertiggestellt. Sie enthält 14 Blatt in len nicht mehr engagiert werden! Durch Boykottin die Slowakei, von wo sie im Herbst in ihre aroßem Format nach Zeichnungen, die der Künstler parolen gegen einzelne Schauspieler sollten die Privatwohnung nach Prag zurückfehren wird. während eines Studienaufenthaltes in Tabor Direktoren eingeschüchtert werden. Der nächste Auch Monika Mann Tschechoslowatin. Die gemacht hat. Und zwar sind die Blätter in SteinSchritt: die bekannten Brünner Ereignisse, näm ser Tage hat die 27 Jahre alte Tochter des druck hergestellt, dann aber Blatt für Blatt mit lich Terrorisierung der Gewerkschaftsversammlung durch den Nationalsozialisten und Reichsdeutschen Schriftstellers Thomas Mann, Monika Mann, Farbstiften mit der Hand farbig ausgeführt. Dieje Noval- Baumann. An anderen Theatern versucht Henlein erklärte: ,, Wir bekennen uns zu den auf Grund der ihr eben erteilten tschechoslowa- Verbindung von Originallithographie und farbiger Originalzeichnung gibt den Blättern einen eigen nationalsozialistischen Grundauffassungen des lischen Staatsbürgerschaft in die Hände des man, eine ähnliche Entwicklung herbeizuführen. Lebens." Just dieser Nationalsozialismus als tschechoslowakischen Stonsuls Jan Laška in Züartigen Reiz; jedes Blatt hat den Charakter einer Ein anschauliches Beispiel bietet Teplitemmaligen Arbeit von der Hand des Künstlers. Dar,, Weltanschauung" ist aber, wenn wir die päpst- rich den vorgeschriebenen Staatsbürgereid ge- cestellt sind Motive aus der alten Suſſitenstadt, die Schöna u. Dort wird das Theater durch den lichen Enzyfliken richtig verstanden haben, als leistet. Nunmehr ist die ganze Familie Mann bis an altertümlichen Bauwerken besonders aus der Münchner Bankier Marr( nichiarisch) finanziert, der für sein Geld, da es sich um die Finan= unvereinbar mit den Lehren der Kirche entschieden auf Erita Mann, die durch ihre Verehelichung Beit der Gotik und an malerischen Stadtwinkeln sehr zierung eines Grenzlandtheaters"( weiſen Nacht zu gehorsamen Nationalsozialisten gewordes choslowakischen Staatsverband aufgenommen. verworfen worden! Wie werden die fast über britische Staatsangehörige wurde, in den tsches reich ist. Den Reiz dieser Motive hat Krommer sehr Grenzlandtheaters?) handelte, stets die erfordernen Christlichsozialen ihren Statholizismus mit gut erfaßt. Diese 14 Blätter sind das beste, was liche Devisen- Ausfuhrbewilligung via Propa dem Nationalsozialismus in Einklang bringen? auf der Straßenübersetzung der Eisenbahnstrede scheint, daß der weiche breite Strich der Streide und Auto gegen Eisenbahn. Montag früh stieß dieser Stünſtler in letter Beit gemacht hat, und es gandaministerium erhielt. Neuerdings verlangt des Farbstiftes seiner Hand besonders aut liens, aber das Propagandaministerium Berlin, daß Auch das ist eine Frage der Gesinnung! Stann Paris- Saumur univeit Noyant ein Autobus mit beffer anscheinend als die Radiernadel. Auch die farnunmehr auch in Beri on al fragen eine völlige man gleichzeitig zwei Gesinnun einem Personenzug zusammen. Sechs Perſonen bige Durchführung der Zeichnungen wird jedem BeGleichschaltung erfolgen solle, nachdem der Spiel gen haben, zwei Weltanschauungen? Gleich wurden bei dem Zusammenstoß getötet, acht größ- trachter Freude machen. plan bereits völlig gleichgeschaltet ist. Diese Ent- deitig an die Rasselehre des Nationalsozialismus tenteils schwer verletzt. ividung schreitet schnell fort, Direktor Hurrle glauben und sich zum fatholischen Universalismus war in der letzten Zeit bereits viermal in Ber- befennen? Gleichzeitig der Stimme Gottes und der Stimme des Blutes" gehorchen? lin( nicht in Prag!), um sich Richtlinien zu holen. Die Leitung des Teplißer Lofalverbandes liegt in Auf der Karlsbader Tagung der SdP wurde Händen des Chorsängers Wild, der ohne berichtet, die Engliederung der Christlichsozialen sei reibungslos und mit größter Vereitwilligkeit erfolgt. at es nicht einmal innere Reibungen gegeben, seelische Konflikte? den Lokalverband und die Kollegen zu fragen in der vorigen Woche ein Sympathie- Telegramm an die Brünner völkische Gruppe sandte, das auch in einigen Prager Montagsblättern abgedruckt wurde. In der Vollversammlung, die durch einige demokratische Mitglieder daraufhin angeregt wurde, erklärte Wild, es hätte sich bei dieser Depesche nur um eine Aeußerung seiner persönlichen" Meinung gehandelt. Es wurde daraufhin von der Vollversammlung eine Richtigstellung beschlossen und stilisiert, die jedoch bis jetzt von keiner Zeitung veröffentlicht wurde Entweder gingen Christlichsoziale, die das Christentum noch ein wenig ernst nehmen, mit inneren Vorbehalten in die Henlein- Partei und also schon unaufrichtig und somit schon mit einem etwas lädierten Christentum oder sie trennten Christentum und Barteigeſchäft fein säuberlich, sind in der Politik und somit praktiſch in der Fülle des Lebens Nazi und ganz nebenbei noch ein bißchen Christen, des Sonntags in der Kirche. Aber was ist das für ein Christentum! Und was offenbart sich hier für eine GeZweimal täglich Luftervves Prag- Rotterdam. Ministertrauung um Mitternacht. In dem Die unter dem Namen Blue Danube Air Eryref" bretonischen Städtchen Saint Servant im Depar- bekannie CLSMLM- Strede Budapest- Wien- Prag tement Ille et Vilaine fand, einem alten bretoni- Rotterdam- London wird vom 15.Mai bis 1.Ofte schen Brauche folgend, um Mitternacht die firch- ber zweimal täglich in jeder Richtung beflogen. liche Trauung des französischen Luftfahrtministers flüge von Prag nach Rotterdam und London tä Guy La Chambre, der auch das Amt des wien und Budapest um 13 Uhr 30 und 16 Uhr 45 lich um 12 Uhr und um 16 Uhr 40 Minuten, nad Bürgermeisters von Saint Servant bekleidet, mit auch Sonntag: Abflug von Prag gegen London um Fräulein Jeanne daglia statt. Die bürgerliche 16 Uhr 40, gegen Budapest um 13 Uhr 30. Fluo Trauung hatte am Freitag in Paris stattgefunden. Sauer von Prag nach Rotterdam( oder zurück) drei Die Schillingnoten verschwinden. Das reichs Stunden, nach London 4 Stunden 50 Min.. nad deutsche Münz- und Bankgesetz wurde nun auch in Wien 1 Stunde 10 Min. und nach Budapest 2 Stun Desterreich eingeführt. Damit werden auch in Defter den 20 Min. Ueber Rotterdam ist eine vorzügliche reich die Reichsbanknoten das einzige unbeschränkte Verbindung nach Amsterdam und Paris in beiden Richtungen. Auf dieser Strede verwendet sowohl die gesebliche Zahlungsmittel. Der Aufruf der bisheri- E als auch die stem die größten bisher im eurogen öſterreichischen Noten refolgte zum 25. April, die päischen und Weltluftverkehr benüßten Metallflug Einlösung bei den öffentlichen Kassen bis zum 15. zeuge, die fliegenden Pullmans" Douglas DC- 3 Mai. Beschränkte gesetzliche Zahlungsmittel bleiben für 21 Fluggäste. Mit Rücksicht auf die erhöhte Nach In ähnlicher Lage wie Teplitz- Schönau befür eine Uebergangszeit noch die auf Schilling und frage empfiehlt es sich, die Pläge in den Flugzeu finden sich unter anderem die Theater in ReichenGroschen lautenden Scheidemünzen. Gleichen rechtzeitig im Reisebüro der CLS, Prag II. berg. Troppau, Aussig, Gablonz. Aber im allges zeitig werden Bestimmungen über die Liquidierung Vodičkova 38, Tel. 380-51, oder durch Vermitt meinen ist es so, daß der Großteil der Soli der Desterreichischen Nationalbank veröffentlicht. Tung eines Reisebüros au reservieren. Der Mundfunk erfekt die Stimmgabel. Wie der Störung über Polen herrschte in der ganzen Es bleibt noch immer kalt. Unter dem Einfluß sten und der Bühnenarbeiter demos fratisch eingestellt ist( und auch bei denjeni aus Amerika gemeldet wird, hat man in einem der Mepublik auch am Montag unbeständiges und fühles gen, die Mitglieder der SdP sind, handelt es sich Studios des Columbia Broadcasting System" ein Wetter vor. An zahlreichen Orten traten Regen oft um solche, die unter Zwang und aus Existenz- Paris. In St. Germain en Laye fand am vernideltes Bronzerohr aufgestellt, das sechs Fuß oder Schneeschauer bei Temperaturen um 5 bis 10 gründen den Eintritt vollzogen), während das Sonntag ein großes Flugmeeting um den Pokal hoch ist. Beim Aufschlagen auf dieses Nohr schwingt Grad auf. Im böhmisch- mährischen Hügelland pur Gros der aktiven SdP- Mitglieder von Chor- für den besten Fliegeratrobaten statt. Trotz der ee genau mit 440 Schwingungen in der Sekunde. der um 14 1hr bei it artem Schneefall nur fängern und Orchestermitgliedern gestellt wird. unsicheren Witterung hatten fich gegen 50.000 Siefes tönende Nohr dient in erster Linie dazu, den 11 8 Grad berzeichnet. Eine Menderung in res Die Feststellungen sind wichtig, weil sie be- Buschauer auf dem Flugfeld eingefunden. In Hörern die genaue Beitangabe zu übermitteln, es läufig noch nicht zu e weisen, daß von der in SdP- Streifen gehofften der sormitlägigen Konkurrenz um den besten gibt aber allen Musikern gleichzeitig den Ton an, Schauern, Nachmittagstemperaturen um 10 Grad. von Dienstag: Veränderlich mit inneren oder äußeren Gleichschaltung des Perso- französischen Fliegeratrobaten, an der fünf fran- nach dem sie ihre Instrumente stimmen können. Die Stellenweise Nachtfrost. Nord- bis Nordofttvind nals an den fudetendeutschen Bühnen gar feine aösische Flieger teilnahmen, siegte Cavalli, der Erzeuger von Stimmgabeln werden diese Meuerung Wetteraussichten für Mittwoch: Reine intent Mede sein kann. dann Nachmittag in einer freien Stonkurrenz für mit scheelen Augen betrachten. liche Henderung. finnung! Oberleutnant Novák siegt in Paris Durch Strafpunkte an die zweite Stelle Wetter Wahrscheinliches 92 V U find in Zan dem t Göhe fen fi bem zu bi fend fogen 1. J. und aus Term fchen der Ten S geva Babl 22. beriv veric der лаби nere wen in d ber in fin bah beza lung Nat bes lich im ti ci neb A6 un ich bej bie bei he flo ru mi ga im G N di br G de g h Seite 5 DirnStag, 26. April 1038 Ar. 07 und SwofpoUtife der von «en Auf-, Eine Stell* ntbifl grössten Teile yur den Gegnern zugute kamen.—- Die praktische Arbeit im Betriebe der Firma Hückel wird bald Zeinen, wie die völkischen Gewerkschaften idre VolkSgemeinschastSphrasen an die Herren Hückel anbringen werden. Nationalität, die Deutschen (DND) Im Jänner Bei Hutten, Heiserkeit und Grippe vertrauen Sie Ihrem Arzte, welcher LUHACOVICER YINCENTKAQUELLE empfiehlt. 4 überall erhältlich. BetrlebsausschuBwahlen bei Hückel In Neu*Tltscheln Freie Gewerkschaften behaupten ihre Position Bei den am 22. April l. I. in der Hückel« scheu Hutfabrik in Neu-Titschein stattgefundenen Betriebsausschusswahlen kam neuerdings die seit Jahren schon währende Zersplitterung der Arbeiterschaft zum Ausdruck- Nicht weniger als 6 Kandidatenlisten/varben um die Guyst der Hytarbxi- ter, darunter allein 3 verschiedene völkisch« Auch- organisationen. Wahlberechtigt waren 1518 (1637 im Jahre 1936). Gültige Stimmen wurden abgegeben 1201(1204), ungültig waren 14 (30). Es erhielten Stimmen und Mandate: BekleidungSarbciterverband 261— 2 Mandate (201— 8), Tschechoslowakischer Hutarbeiter- Verband 268— 8 Mandate(220— 2), DAG. 867— 3 Mandate(164— 1), D.A.N.S. 81 — 1 Mandat. Die D.A.N.G. hatte zum Zeichen der fortschreitenden„Einheit" auf Kommando der SdP das erstemal kandidiert. Die deutschen Chrilstlichsozialen. welche mit den beiden vorgenannten völkischen Gewerkschaften die Listen gekoppelt hatten, also auch auf gewerkschaftlichem Gebiete die christlichsozialen Arbeiter genau so gleichschaltcn und uitgefragt verschachern wie ihre Partei, erhielten 174— 1 Mandat(227— 2), also den ihnen gebührenden Lohn in Form eines kräftigen Stimmen- und Mandat-Verlustes gleich Um die Weitergewährung der Aushilfen in der nordböhmischen Textilindustrie Ein entarteter Vater Prag,-rb« Der 50jährige Franzt Kellner verschwindet die Person und der Gast bleibt nur, was er bestellt hat. Im gegenlvärtigen Fall bist du ein Beefsteak. Dort hinten sitzt ein Huhn, und da drüben haben wir eine GanS. Ich selbst bin eine Flunder. DaS ganze ist eigentlich sehr interessant. Ich habe dafür eine psychologische Erklärung. ES muss so sein. Der Kellner muss sich ganz einfach auf die Bestellung konzentrieren, die Person wird verwischt, und übrig bleibt nur daö Beefsteak, daS Hubn, die Gans und so weiter. DaS ist ja auch leicht verständlich. In seinem Gehirn, wo für tausend Bestellungen Platz sein muss, bleibt keiner für seine eigene Person. Wie du auSsiehst, wie du gekleidet bist, ist nebensächlich. Du bist und bleibst ein Beefsteak. Und gib dich damit zufrieden, denn hier hast du einfach nichts anderes zu sein." Ich fand Falles Entdeckung interessant. Er konnte sich ja keinen Scherz mit mir erlauben, hatte er sich doch selbst als Flunder bezeichnet. Keiner von uns war etwas. Dies schien mit widerwärtig, und ich schlug vor, zu zahlen und aufs Land zu fahren. Der Kellner ging in dl« Küche, um die Rechnung zu holen. Ich sah ihm nach und dachte: an Ort und Stelle. Die Tschechischchristlichsozialen erhielten 140— 1 Mandat(120— 1).' Dieses Wahlergebnis, in einer von politischen Leidenschaften bis zur Siedehitze gespannten Zeit, in welcher gerade im Hückelbetriebe unter offen« ichtlicher Duldung der FirmenchesS sich der Ge« ännuygSterror von feiten der Hcnleinleute und mit Hilfe einiger Firmenzutreiber austobte, bringt den freien Gewerkschaften einen höchst ehrenvollen Abschluss. Der Bekleidungsarbeiterverband, Sitz Reichenberg, und der Prager Hutarbeiterverband haben bei den letzten Wahlen zusammen 520 Stimmen und 5 Mandate, diesmal 520 Stimmen und ebenfalls 5 Mandate erhalten. Bezeichnend ist die verdiente Niederlage der deutschen Christ« lichsozialen und auch die Tatsache, dass die kommunistischen 173 Stimmen und 2 Mandate von den letzten Wahlen im Jahre 1036 diesmal ganz verschwunden sind, also offensichtlich zum aller» Aergerem an. Eine elfjährige ll) Tochter de» Angeklagten wurde von einer Polizeipatrouille aufgegriffen. all sie im Baumgarten im Auftrage ihre» Vater» Prostitution betrieb. Während der Angeklagte das auf solche Art ergatterte Geld vertrank. musste seine Frau durch schwere Arbeit die Mittel für die dringendsten Lebensbedürfnisse der Familie erwerben. Gestern stand Sevöik vor dem GR Dr. B v» e v ä l e k als Einzelrichter unter Anklage der Erpressung. Er war sehr aufgebracht darüber, dass man bereit» die dritte Tochter seiner„Obhut" entzogen hatte und schrieb an die zuständige Sozialbeamtin,' die mit der Kontrolle dieser Familie betraut war. einen Brief, in welchem er sie in gröbsten Worten des„Kinderhandcks" beschuldigte und zum Schluss des Briefes ihr ein weiteres Kind„zum Kauf anbot". U. a. hiess e» da. dass die Adressatin ihm mitteilen solle, ob sie auf da»„Geschäft" eingehen wolle. Andernfalls würde die Sache zu einer Tragödie führen. Die Staatsanwaltschaft erblickte in diesem Bries den Tatbestand der Erpressung, da der Angeklagte ein„Lösegeld"(wie es in dem Bries heisst) durch gefährliche Drohung habe erreichen wollen. Bei der Verhandlung ergab sich aber, dass ein wesentliche« Tatbestandsmerkmal dieses Deliktes nicht vorlag. nämlich die..begründete Furcht" der Bedrohten. Das Gericht verurteilt« den Angeklagten daher nur wegen der Ilebertretung nach dem Terrorgesetz zu einer Woche st re n gen Arrests. Jetzt geht er in die Küche und ruft ,Deef« I ich zugeben. Ich dachte an ein Buch, das ich vor ' einigen Jahren gelesen hatte. Es hiess„Das Weib, das ein Fuchs wurde". Es war ein seltsames Buch, aber unangenehm und schauerlich. Ein Mann heiratete ein junges und schönes Weib, und sie bauten sich ein kleines Landhaus. Sie waren erst einige Monate verheiratet, als sich das Weib plötzlich in einen Fuchs verwandelte. Sie wurde in jeder Beziehung wie ein Fuchs, nur die Augen waren die eines Menschen geblieben und sahen ihn mit grosser Liebe und Ergebung an. Er ttahnr sie in seine Arme und streichelte ihren Pelz. Sic lebten doch eine Zeit zusammen, bis sie eine» Tages verschwunden war. Er fand sie daun von einem Fuchsgemahl und sieben jungen Füchslein umgeben draussen im Walde. Ach ja, das war eine Geschichte, von der man nachts träumen konnte! Und nun war ich also ein Kalb geworden^ ES kam mir plötzlich vor, als starrten mich alle Menschen an. Ein Kalb im Speisesaali Schmeisst daS Kalb hinaus! Wir wollen die Wirtin sprechen! Ich fand es auch ungerecht, dass Falle ein Kalbsteak geworden tvar. Aber dann ereignete fick das Unerhörte. Folk« rief die Kellnerin und bestellte ein Bier. Ich überlegte: was soll nun werden? WaS wird geschehen? Eigentlich lag ja nichts Merkwürdiges in der Bestellung, aber als Kalb und in meiner regung bildete ich mir alles Mögliche ein. unerhörte Spannung überkam mich. Die nerin nahm die Bestellung entgegen, ging hinaus und rief in die Luke: „Ein Bier für das erste Kalb!" Die Sache war klar. Und nun verstand ick zur Genüge, wie interessant Folke» psychologische Erklärung war. Wir hatten aufgehört, Menschen zu sein. Wir waren Kälber. Das ist. doch furchtbar«tnfach. Man erhält für KS 100 Reichsmark•■■ 9 9 • 658.— Markmünzen... * » 745.— 100 rumänische Lei.. ft 16.85 100 Polnische Zloty.. ft M 540.50 100 ungarische Pengö. • • 538.50 100 Schweizer Franken. ft • 660.50 100 französische Francs. ft ft 87.20 1 englisches Pfund. • • 143.25 1 amerikanischer Dollar ft ft * 28.60 100 italienische Lire. • • 149.90 100 holländische Gulden ♦ 1597.— 100 jugoslawische Dinare • » 64.80 100 BelgaS... ft' • 484.— 100 dänische Kronen. ft • 688.— 100 schwedische Kronen s ■ 9 738.—. Seite 6 Prager Zeitung Sechshundert Jahre Altstädter Rathaus ,, Sozialdemokrat" spröde, doch im polyphonen Entwurf interessant ist. Das radikale Werk des Abends war Slavko Osterc' Nonett, das in zwei Säen den athematischen Stil zu verwirklichen strebt. Indeffen sind Motivwieder holungen nicht vermieden, auch harmonische Sequenzen fehlen nicht. Allerdings sind es nicht die Bindun gen an den alten" Stil, die die Wirkung des Wer Sollywood nach dem Kitsch früherer Beiten für einen fes beeinträchtigen, vielmehr bleibt die von dem be Fortschritt zu halten scheint. Aber die Komödie hat, tannten Komponisten zu erwartende Fülle der Ersoweit sie die Gestaltung des ahnungslosen Mathe- findung aus, die nun einmal Werke jeder Stilrich matikers betrifft, der sich im Filmmilieu aurechtfinden tung wertvoll macht. Osterc' Nonett wirkt dennoch muß, ein recht originelles Aussehen, vor allem dank plastisch. der interessanten Leistung des Darstellers Leslie Kunst und Wissen fibilität des Anschlages. 2. 2. Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Dienstag, halb 8 Uhr: Herzen im Schnee, A 1. Mittwoch. 8 Uhr: Geisha, B 1.- Donnerstag, halb 8 Uhr: Also gut, lassen wir uns scheiden! 1. Samstag, Freitag, halb 8 Uhr: Geisha, D. halb 8 Uhr, Arbeitervorstellung: Die tag: Geſchloſſen. ochzeit des Figaro, Ab. aufgeh.- SonnSpielplan der Kleinen Bühne. Dienstag, 8: Bu viel Familie. Mittwoch, 8: Liaison, Bant beamte II und freier Verkauf. Donnerstag, 8: zu viel Samilie, Theatergemeinde des Stultuur: bandes und freier Verkauf. Freitag. 8 Uhr: Samstag, 8: Zu viel Familie. Liaison. Dienstag, 26. April 1938. Nr. 97 Start 15 Läufer. In der Kategorie der Männer fieate über die 4800 Meter- Strede Klár( DTI AltVysočany) in 15: 25.7 vor Andel( DTJ Nerato: wit) in 15: 30.2 Min. Elf liefen. In der Mannfchaftswertung besetzten bei den Männern DTJ AltVysočany und bei den Jugendlichen DTJ Žižkov die ersten Pläße. Tschechoslowakei gegen Bulgarien 6: 0( 2: 0) Die Endkämpfe in der DFV- Division Der Tepliker& besiegte auf eigenem Der unter dem Protettorat Primator Plage den Karlsbader mit 5: 0( 3: 0) in Zenkis und des Prager Stadtrates veranstalcinem wenig interessanten Spiel. In Prag blieb tete Vortragszyklus anläßlich der Jubiläumsfeier o ward( des unvergessenen" Vimpernell"). der in der Bücherei ein Stonzert, dessen Kernstück die Eugen Kalix, der ausgezeichnete Pianist, gab der DFC über den DFK Komota u ebenfalls des Altstädter Rathauses begann Sonntag, den den furzsichtigen und weltfremden Rechner mit einer Händel- Variationen von Brahms waren, die den wohl sie ihr Team durch den Ausfall Kindls ums mit 5: 0( 2: 0) erfolgreich. Die Prager waren, ob 24. April, im festlich geschmückten Saal der Zen- vorbildlich svariamen und eindringlichen Charakte Stünstler technisch und ſtiliſtiſch auf der Höhe zeig ſtellen mußten, vor feiner schweren Aufgabe gestellt, tralbibliothek. Ein Mitglied des Festkomitees lei rifierungskunst spielt. Als seine Partnerin erscheint ten; insbesondere die geniale Fuge meisterte er während bei den Gästen nur das Schlußtrio den tete die Feier ein:..Die Geschichte hat die Stadt die bisher unbekannte Jan Blondell, die in ihrer plastisch und großzügig, wie auch neben Bach und gebaut und jedes Jahrhundert hat einen Baustein beherzten Rolle sehr natürlich wirkt. Ansprüchen gerecht werden konnte. Eine Niederlage -eis Scorlatti- Beethovens aphoristische fis- duram eigenen Platz befam SpVg Bodenbach vom dazu beigetragen. Das Altstädter Rathaus sollSonate. Der moderne Teil des Programms brachte DSK Gablonz mit 2: 3( 1: 0). Der Reiund wird auch weiterhin die Stätte sein, in nach charaktervollen Stücken von Bartók und Jirát chenberger se gewann daheim über den VfB der wir im demokratischen Sinne zum Wohle der aivei temperamentvolle, aber für heutige Begriffe epli 4: 2( 3: 1). Die Teplißer werden wohl dech schon etwas konventionelle Rhapsodien von nun dem Abstieg kaum entgehen. Knapp und tor= gesamten Bevölkerung arbeiten wollen, damit lei= Dohnanyi und den virtuosen Mephisto- Walzer von reich war wider Erwarten das Treffen in Warns sten wir der tschechischen Nation den besten Dienst. Liszt. Dem hochbegabten Künstler, dem intensiver dorf zwischen WFK und Sportbrüder Wenn wir es wollen, werden wir start sein und Ein heiteres Wochenend- Programm Beifall dankte, wünſchen wir nur noch erhöhte Sen- Schredenstein, bas 6: 4( 4: 2) für die Heimiwir wollen es!" Als ersten Vortrag in der im Deutschen Theater Reihe von vier Vorträgen hatte Prof. Dr. schen endete. In Trautenau schlug der DSV mit 5: 2( 3: 2) den DSV Saaz. Vojtíšek das Thema gewählt:„ ll e ber die brachte Sonntags im Großen Haus eine Neuinizenationale Bedeutung des Alt- nierung der Geisha", mit der Sidney ones städter Rathauses"." Aufwühlende vor enva vierzig Jahren einen Siegeszug durch die Ereignisse der Vergangenheit, opfermütiger ganze Welt antrat. Immer wieder erfreulich), ja erStampf in Freiheit, um das Recht, die Sprache quidend die zahlreichen und vielfältigen reizenden der Nation sprechen zu dürfen, vermittelte der gängigkeit, die saubere aftur, die Ehrlichkeit des musikalischen Einfälle, ihre Sangbarkeit, ihre EinVortragende in tiefer Sachkenntnis ohne Pathos Verhältnisses zwischen Eingebung und Durchführung, und Haßgesang. Der zweite Vortrag findet am und das herzhafte rhythmische Bugreifen eines Ope 28. April um 19 Uhr statt. Vortragender: rettenmusikers. der den denkbar besten Typ eines Ph. Dr. Miloš Kratochvil ,, Das Altstädter Rat- Militärfapellmeisters darstellt. Aber auch das Lii haus in der Geschichte der städtischen Selbstvers bretto Owen Halls ist immerhin noch erträglich gewaltung." Sämtliche Vorträge sind frei zugäng- blieben und wäre es noch mehr, wenn jest etliche unlich und wir empfehlen den Besuch allen, die aus zeitgemäße Verniedlichungen und Sväze beseitigt der Geschichte die Gegenwart besser verstehen ler- der Welt unserer Tage und ihres Aspetts im Fernen worden wären, die zum Wirklichkeits- Hintergrund nen wollen. Often unangenehm kontrastieren. Insoferne mußte aber zwangsläufig die Handlung im japanischen Tees Der Klub ,, Die Tat" veranstaltet Donnershaus des Chinesen Wunschi auf jeden Fall ein wenig tag, den 28. d. M. um 20 Uhr in feinen Slubräu- museal wirken, ein Eindruck, der übrigens durch die men. Brag I., Křížovnická ul. 3. zu Ehren des eng- bescheidenen äußeren Mittel, die dem Regisseur lischen Abgeordneten Henderson einen Abend. ( Mordo) für diese Ausstattungsoperette zur Verfügung standen, unterstrichen wurde. Aber im allge= meinen war eine nette Inszene geboten und vom Vult her gab sich Hans Georg Sch id mit Erfolg alle Mühe, das Gefühlsmäßige und das Tänzerische, das in dieser Partitur liegt, gefällig herauszuarbei ten. In erta Rann besitzt das Theater eine Minderjährige Motorraddiebe. Dieser Tage findungsausbruds, die ihre zarte Soubrettenſtimme darstellerisch liebenswürdige Geisha mäßigen Empwurde eine Gesellschaft von fünf minderjährigen in der Stantilene und im Biergesang vorbildlich ſauSungen verhaftet, die eine Reihe von Motorraddiebber, mit Geschmad und Kultur führt und deren ia itählen in Prag ausgeführt hatten; die erbeuteten bellose musikalische Leistung sehr viel Beifall fand. Fahrzeuge hatten sie auseinandergenommen, die Be- Als Sänger waren weiter sympathisch Ruth Se u standteile verlauft und die Skelette von der Wy- than( Molly), Pawelez, Preger. Libal und BritSchrader Eisenbahnbrüde in die Moldau geworfen. ion eingesetzt, unier reizender Aſſiſtenz Rigmor BarSie wurden in die Haft des Jugendgerichts ge- rings als schmuden winzigen Seekadetten. Ihre Schwester Evelyne bot als Juliette gute Figur und Die Brieftasche gestohlen. Vor einigen Tagen ein drolliges französisierendes Deutsch. Stürmischen war einem gewissen J. M. während der Autofahrt Beifall erntete Martin E o it a als grotest chinesisch von einer Prager Gastwirtschaft zum Wilson- Bahn- tanzender armer Tropf". Dudes natürliche hof von feiner Begleiterin, einer Prostituierten, die Stomik. Schivver, die Tanzkunst Camilla Stein Brieftasche mit 14.000 Kč aus der Brusttasche ge- harts und die ambitioniert agierenden Damen zogen worden; als der Tat verdächtig konnte jest die vom Chor trugen mit zu der überaus freundlichen bekannte Proſtituierte verhaftet werden, die sich Stimmung bei, mit der das altbeliebte Wert auf durch größere Einkäufe verdächtig gemacht hatte. Der Direktor des Exportinstituts Th. Pistorius hält am Mittwoch, den 27. April, um 17 Uhr in der schwedischen Kunstgewerbe- Ausstellung einen Vortrag über die schwedische Heimarbeit. Zusammenkunft in der Abteilung für Heimarbeit im zweiten Stod des Stunstgewerbe- Museums( Sanyirova ul.). bracht. Unter der Straßenbahn. Montag vormittags sprang in der Brenntegaffe die 40jährige Arbeiterin Marie Roth aus Michle in einen fahrenden Straßenbahnwagen der 2- Linie, glitt ab und geriet unter den Schleppwagen. Sie erlitt schwere Queischungen des Rüdgrats und Brustkorbs, Der Film Liebe ist blind genommen wurde. Sport- Spiel- Körperpflege DFV faschistisch Der ganze deutschbürgerliche Sport gleichgeschaltet Was wurde alles vorher von diesem Vorspiel zur Weltmeisterschaft in der Presse über die Bul garen geschrieben! Bis zum Nichtkommen" ging die Variation des bevorstehenden Kampfes und dann waren sie da! Wie schwach muß das Team der Tichechoslowakei in Sofia seinerzeit gewesen sein, daß es dort nur zu einem 1: 1 lanate. Nun jah man die Bulgaren und begreift gar nicht die vor Hergegangene Aufregung. Die Heimischen hätten ruhig noch um 50 Prozent schlechter sein können, ohne daß der Sieg in Frage gestanden wäre. Die Bul garen sind schnell und das war bis auf ein paar technisch gute Spieler im Durchschnitt auch alles. Im tschechoslowakischen Team war die Sintermanna fchaft vor feine großen Aufgaben gestellt. Kreuz im Mittelhaf hatte gute und schwache Momente und im Sturm mangelte es an Zusammenarbeit und Ver= ständnis. Zum Wochenende hielt der DFV- Vorstand in Teplig eine zwei Tage währende Beratung ab, deren komb. Strönung eine Entschließung folgenden Inhaltes ist: Vorher fanden zwei Auswahlspiele statt, wovon das erste- CASF gegen MSL- DFV 3: 3( 2: 2) und das nachfolgende B Team gegen mittelböhmischer Gau$ 4: 8( 2: 1) endete. Alle Teams waren willkürlich zuſammenDie deutschen Sportler nehmen mit frohem Herzen den völlischen Zusammenschluß des Su- acwürfelt und wieſen nur einzelne gute Leistungen dentendeutschtums unter Führung Konrad Hen- auf. Für die Organisatoren diefer Spiele war es wohl nur eine Verlegenheitssache, sonst hätte man Teins zur Stenninis. Der DFV bekennt sich zum völkischen Zusammenschluß der SDP. Wir erliä ich nicht bemüßigt gefühlt, zuschauende Spieler auf ren uns zur Eingliederung in den Erziehungsver- zurufen, die durch Verlegungen entstandenen Lüden band der judetendeutschen Volksgruppe bereit und auffüllen zu helfen! wird mit den Vorarbeiten der Vollzugsausschuß Sonstige Fußballergebnisse. Prag: Sportbrü des Verbands betrant. der gegen DFC B.- Budweis 4: 0.- B. Buda Diese Entschließung wurde mit einer Gegenweis: Stadion gegen Ceify Lev Beraun 1: 1( 1: 0), stimme angenommen. Div.- M.; ES gegen Meteor VIII Prag 2: 1. Es sei im vorweg festgestellt, daß dieser Schritt ilsen: Vittoria gegen Sparta Stladno 4: 1. der„ frohen Herzen nicht überraschend Neudet: DSK gegen DFC Graslih 8: 1(!). tommi. Schon die Verhälmisse im sogenannten Schmiedeberg: DSV gegen Schwalbe Brüg Obmannes Friedl( Karlsbad) ließen erkennen, leutensdorf 6: 3.-eivert: DSV Pihanten " Wildwestgau" unter der Leitung des jeßigen DV- 9: 1(!). Brür: Sportbrüder gegen DSV Oberwelchen Weg der DFV zu gehen gedenkt. Als dann gegen DSN 5: 4. Turn: Svězda gegen De im Vorjahre Herr Friedl Obmann des DFV wurde. Bilin 7: 0.- 2eitmerit: DSV gegen De war es auch flar, daß es nur eine Frage der Zeit Duy 6: 4.- Auisig: DF gegen S Rosenthal sein werde, bis der DFV aus seinem immer und 4: 2.- W. Leipa: DSV gegen DS Haida 4: 2. feine Mördergrube machen und es dorthin ziehen scher Gau( beide Cia) 2: 2.3lin: S Nachod nachdrücklicht betonten unpolitischen Herzen Pardubiv: Ostböhmischer gegen nordböhmi der Schleier von der weiteren Gestaltung auch die 2: 2( 0: 2). M. Ostrau: Tschechisch- schlesischer lassen werde, wohin es schon lange wollte. Nun ist gegen Bafa 4: 3. Brünn: Hanna gegen Brünn ses deutschbürgerlichen Sportverbandes weggenom Gau gegen DV- Nordosten 4: 0. men worden und die Fronten werden klarer jichtbar. berg: S gegen Han. Slavia Stremfier 3: 1. Sport auf der bürgerlichen Seite und dem politischen Sternberg: AS gegen Olmütz- Neustift 2: 1, Das ist gut so. Das Märchen vom unpolitischen Jägerndorf: SV gegen AS 4: 1. Mähr. auf feiten der Arbeiterorganisationen wird zur Wirt DSV gegen DSK Hohenstadt 4: 2. Losoncz: lichfeit im gegenteiligen Sinne. Nun erhebt sich die TS Preßburg gegen LAFC 3: 3( 2: 0). Bu Frage, wieweit jene Vereine des DFV mit dem da pest: Wien B gegen Budapest B 1: 1( 1: 0). " Bekenntnis zum völkischen Zusammenschluß in der Wien: Budapest gegen Wien 5: 3( 2: 2). B11 dẞ" einverstanden sind. Es ist bekannt, daß nicht fare it: Ungarisches Nachwuchsteam gegen Bukarest alle stubs auf die SdP idnvören, sondern im 5: 2( 0: 1). Frankfurt a. M.: Portugal gegen Gegenteil fraft ihrer Zuſammenſegung in der Mit Deutschland 1: 1( 1: 0). Das vierte Auswahliviel gliedschaft ganz anderer Meinung sind. Und daß des deutschen Teams in diesem Jahre. das mit teis alle deutschen Sportler vielleicht einer Meinem Erfolg endete. Brüssel: Belgien gegen nung mit dem DFV- Vorstand sein könnten das ist Wales 3: 1( 2: 0). ein noch größerer Trugschluß. Der DFV, welcher sich gerne als eine demokratisch verwaltete Organisation ausgab, hat einen Beschluß gefaßt, zu dem die Mitgliedschaft mit feinem Wort Stellung nehmen konnte. Es besagt gar nichts, einer Erklärung zu der Ueberzeugung gelangte, daß wenn das Vorstandsmitglied Steiner( Prag) in dieser Beschluß eine„ politische Tendenz" habe und er dagegen seine Stimme ſtellte. Dieſe politische Tendenz" war schon seit sehr langem im DV vorherrschend und jene, welche darauf verwiefen, wurden als Miesmacher" angesehen. Heute Be Preßburg in 1: 51.4 Min. M. Schön Fünf neue tschechoslowakische Schwimmrekorde. Bei den Hallenmeisterschaften, die in Königgräv durchgeführt wurden, wurden fünf neue Bestleistun gen aufgestellt, und zwar über 100 Meter Freistil von Frucht( Bar Kochba Preßburg) in 1: 01.2 Min Brünn) in 5: 47,6 min., über 50 Meter Freistil über 400 Meter Freistil von Irma Schramet( S die gleiche Schwimmerin in 31.4 Sef., über 200 Meter Brust von Frl. Karpeles( Be Preßburg) in 3: 11.4 Min. und über 4 × 50 Meter Freistil von Der Länderkampf im Kunstturnen TschechosloDurchs Glasbach gefallen. Beim Vußen der Dach- Abends vorher wurde in der Kleinen Bühne der rinne im Weinberger tschechischen Theater verlor der neueste Birabeau vorgeführt. Zu viel Familie" iſt 42jährige Arbeiter Jan Pokorný das Gleichgewicht, eine nette Komödie, aufgebaut auf die Fiftion des fiel aufs Glasdach, das er durchschlug und stürzte nicht sehr überzeugenden Grenzfalles, daß ein junger weitere vier Meter tief aufs Pflaster. Er erlitt Mensch alle drei Stiefmütter, die ihm nach dem frü einen Bruch des Rückgrats und wurde in bewußt hen Tode der Mutter nach und nach zuwuchsen, losem Zustand auf die Klinik Schloffer gebracht. verdauen und zu lieben verstehen mag. Die eigent Ergiebiger Einbruch. Als der 72jährige Ven- liche Handlung ist, nach breitſpurigſter Erpoſition, jionist J. N. am Montag nach 12 Uhr in seine Woh- so arm, daß man um so mehr den Autor bewundern nung in Biztov zurückkehrte, fand er die Wohnung muß, der damit zwei Stunden hauszuhalten verausgeraubt. Der Täter hatte 84.000 Kč in bar aus mochte; allerdings hat man immer wieder den Eineinem Stoffer gestohlen, außerdem noch mehrere druck, daß stellenweise auch veredtestes Spiel auf der österreichische Goldmünzen und Schmud, so daß Bühne Kontakt mit dem Zuschauerraum nicht mehr sich der Gesamtschade auf 100.000 Kč beläuft. au halten vermag. Walter Sauro vy, immer Als Täter dürfte nur jemand in Frage fommen, der gerne gesehen, bietet eine Art Synthese zwischen der die Orisverhältnisse fannte und wußte, daß N. in vom Autor verlangten und der eigenen Wurschtig der fritischen Zeit abwesend war. feit( während wiederum der hier zur Vaterschaft verurteilte Leo Siedler ein ähnlich gefälliges Stompromiß zwischen unfreiwilliger und dargestellter Verlegenheit geschlossen zu haben scheint.) Lotte Stein ist mit ernſten und heiteren Tönen die urfrauliche, weiche, gemütstiefe und alles verstehende zweite Mutter, Elsbeth Warnholt repräsen tiert mit Delikatesse das bewußte Erzieheramt, das sie als zweite Nachfolgerin antrat, und Emmy Carpentier spielt richtig leichthin den un bösen Leichtsinn einer jungbäuerlichen Generation. innerhalb deren auch das Mutterproblem zuweilen als amüsante Lebensaufgabe betrachtet wird. Evi Banzner, in der Rolle eines Nobelhürchens, hat bereits gelernt, sich in Szene au seßen; nun wird Die Leute, die in Prag ausländischen Filmen sie vielleicht noch darangehen müſſen, eine Szene neue Namen verabreichen, ſtehen in dem begrün- auch restlos durchhalten zu lernen. Unter den auten deten Verdacht, die von ihnen betitelten Filme ent- Episoden( Winner, Küter. Bringolf) stellt Volweder nicht zu fennen oder nicht zu verstehen. Für er mit zwingendem Charakterisierungsvermögen den gewiß nicht wörtlich übersetzbaren amerikanischen und mitreißendem Humor die beste Figur des Abends. Filmtitel Stand- in" war im Hinblick auf seinen Marlé, der Regisseur, hatte alle Pointen forgiam Inhalt fein falscherer Namen zu finden als Liebe herausgearbeitet, aber die Notwendigkeit der Abist blind". Wenn man schon die Liebesgeschichte in wechslung im Rhythmus außer Acht gelassen. L. G. diesem Film für das Wichtigste hält, dann könnte man ihn Liebe macht sehend" nennen, denn die Das böhmische Nonett gab im Rahmen der Hauptperson des Films, ein Mathematiter, der im Přítomnost" einen seiner anregenden Abende, der Auftrag einer Bant nach Hollywood fährt, um eine Die Betanntschaft mit vier neueren Werten vermit Filmgesellschaft zu fanieren, lernt von der Filmita- telte. Von diesen waren zwei eingänglich und dem fiſtin, die ihn liebt und die er zu seiner Sekretärin gemäß von freundlichem Beifall der diesmal start macht, daß ein Betrieb fein bloßes Bahlenobjekt, reduzierten Hörerschaft bedacht. Harváneks..Würfelsondern Arbeitsplatz und Schicksal tausender von ipiel", ein Liederzyklus nach Gedichten von V. NeMenschen ist. Die soziale Wendung, die man in aval, von der Altistin M. Chterák sehr schön gesunamerikanischen Filmen seit Roosevelts Regime be- gen, ist eine reizvolle Folge von stimmungsvollen merkenswerterweise immer häufiger wahrnehmen Charakterstücken. Noch stärker nach dem Impressiofann, ist hier auf Hollywood selbst bezogen worden: nismus hin orientiert sind die..Jahreszeiten" während die falschen Stars und die Spetulanten( Sonnenivende) für zehn Instrumente von H. Voſatiriſche( und tatsächliche) Hiebe erhalten, werben jáček, die mit fluger Berwendung des Stammerorche für die fleinen Sparer, die Arbeiter und die Kön- fters Erlebnisse des Jahreslaufs musizieren, wovon ner Sympathien erivedt. Allerdings geschieht das der frische Winter mit einer kräftigen Fuge vielleicht den Jugendlichen siegte über die Strecke von 1500 Deutsche Volksfinggemeinde, Prag. Dienss im Rahmen einer Liebesgeschichte, die zuweilen iene das bedeutendste ist. Problematischer war J. Francis Metern Sochmann( DTJ Michle) in 4: 57.4 bor tag abends Probe. Buntt 7 Uhr für Frauen und drastisch- komischen Büge annimmt. die man in Nonettino, das im Klang und Erfindung etwas Soumar( DTI Neratowis) in 4: 58.9 Min. Am für Männer um halb 8 Uhr. Beaugsbedingungen: Bei Rustellung inssaus oder bei Bezua durch die Poft monatlich Ke 17 vierteljährig Kč 51. hafbjährig Kč 102. ganzjähria Kč 204-- Inserate werden lan Tarif billiaft berechnet.- Rückstellung von Wianuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarfen. Die Zeitungsfrantatur wurde von der Post- u. Telegraphendirektion mit Erlaß Nr. 18.800. VII/ 1980 bewilligt( Kontrollpostamt Braba 25.- Druderei:..Orbis". Drud. Verlags- u. Zeitungs- A.- G. Prag. ist es zu ivät, daraus„ Befürchtungen" abzuleiten, boch noch nicht au spät- die Konsequenzen wakei Schweiz, in Baſel ausgetragen, endete mit zu ziehen. In Starlsbad soll es zu einer Fusion dem Siege der Schweizer von 686.85: 673.24 Buntder Sportklubs Ne und Svarta kommen doch ten. Die Tichechoslowakei vertrat der Sokol, deſſen Teßterer Verein will mur die Spieler. Mit anderen bester Turner Hudec war. Worten: Der K ist jüdisch- liberal, also auch demo- Mai- Stirennen im Aprilwetter. Der HDW fratisch, und das ist für die völlisch eingestellte trug am Sonntag im Riefengebirge fein Mairennen, Sparta nicht iragbar. Daraus ergibt sich die Frage, bestehend aus Abfahrtslauf und Slalom, aus, an ob alle jene, welche es ehrlich mit dem Sport mein welchem außerdem Reichsdeutsche teilnahmen. Der ten und meinen, die Waffen strecken und auf ihre HDW hatte diese Veranstaltung vorberlegt, um nicht leberzeugung berzichten werden. Fatalis, mit dem Tag der Arbeit" im Dritten Reich au foll mus ist nicht am Plave. Wer dem Untergang ent fieren! In der Alpinen Kombination siegte bei den gehen will, der muß auch den Mut haben, den Kampf Männern der Deutsche Pertsch vor W. Hollmann mit dem Faschismus aufzunehmen. Das ist das( SDW) und bei den Frauen die deutsche SportGebot für alle ehrlichen und demokratischen Sport- lehrerin" Chr. Cranz. Die tschech' sche Sportler hat ler. Der DV ist zu einer faschistischen Organisa- ten ihre Teilnahme abgesagt. Die Herrschaften tion herabgefunken und deshalb gilt jest kein Wenn waren also ganz unter sich und taten sich auch nicht oder Aber sondern nur die Entscheidung. viel Zwang an. Auf diese wartet die demokratische Deffentlichkeit. Die Meisterschaft im Straßenlauf des Prager DTJ- Kreises gelangte in Neratowiß zur Austragung. Bei Vereinsnachrichten geni Rebal 18. Her 2 vor 12 walifd Abgeo Hende Varla Studi Brag 29. A treter Aba. Ne auf wo d aufgo Sees Angr weld verlo meter Näu erbit Bers aufg Jap Jihfi lage ichlo gent Hilf ſchä pari war ner In pen Un fior tio gri art am de in tic ive ei D A it b A