22 br: ment Dr. br ait CO 28, e. # 5 211 tr ig ir ft 111 g. 11, b. 55 Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh/ Einzelpreis 75 Heller Redaktion u. Verwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Berantwortlicher Redakteur: Karl Kern, Brag 18. Jahrgang Samstag, 30. April 1938 Der Londoner Erfolg: Mitteleuropäische Befriedungsaktion Enge Zusammenarbeit im Geiste der demokratischen Ideale London.( Havas.) Der amtliche Bericht, der über die Beendigung gehört auch das tschechoslowakische der Beratungen der französischen und britischen Minister ausgegeben wurde, verzeichnet die vollkommene debereinstimmung der Reniqué nicht genannt. Aber es wird von einer gierungen Frankreichs und England in allen Fragen, die auf der Tagesordnung der Londoner Verhandlungen standen. Das Kom muniqué lautet: Aus dem Inhalt: Regionalismus die Lösung des nationalen Problems Der Terror Im sudetendeutschen Gebiet Die spanische Demokratie kann gerettet werden! Henderson legt Henlein fest Nr. 101 Wir trotzen dem Sturm! Wir grüssen den 1. Mai! Von Wenzel Jaksch Seit dem 1. Mai 1890, seit der ersten Broblem. Die Tschechoslowakei wird im Kommu- Maifeier also, die vor fast fünfzig Jahren auf unserem Boden begangen wurde, hat die deutebereinstimmung über eine Aftion zur ruhigen ſche ſozialistische Arbeiterschaft der Sudetenund gerechten Lösung der mitteleuropäischen Fras gen berichtet. Die außenpolitische Arbeit der länder den Weltfeiertag der Arbeit kaum unter beiden Westmächte, die der Lösung der mittel. so dramatischen Umständen gefeiert, wie dies. europäischen Probleme dienen soll, wird also erst mal, am 1. Mai 1938. Lange Jahrzehnte richtig in Angriff genommen werden können. Ja, haben wir am Rande der großen Arbeiter. man kann sagen, daß sie schon begonnen hat! bewegungen Deutschlands und Oesterreichs gemehr als das amtliche Stommniqué fagen die Nes kämpft. In der Werkstatt des deutschen Soziaden Daladiers und Bonnets und die Antwort lismus, in den Zentren der Donaumonarchie, Halifag' im Verlaufe der Beratungen. wuchsen die Kräfte empor, welche dem Auf. Daladiers verwies, wie das Prager stiegsringen der europäischen Arbeiterklasse die Tagblatt" berichtet, auf die aus den stärksten Impulse gaben und weit in die Welt Schwierigkeiten der Tschechoslowakei entstande- hinaus ausstrahlten. Da tam ein Weltennen Gefahren und betonte die französische sturm, der die alte europäische Ordnung aus den Entschloffenheit, trot strategischer Schwierig Angeln hob und auch den stolzen Vai. der deutteiten den Hilfeleistungspatt unter allen Umständen einzuschen Arbeiterbewegung in seinen Grundfesten halten. In seiner Rede verwies Dala- erschütterte. In den Jahren nach dem Weltbier besonders darauf, daß der Führer der Su- friege mußte in den Ländern Mitteleuropas detendeutschen Partei sich als Vertreter sozialistisches Freiheitswollen und menschlichDeutschlands bekannt und freien Weg für die demokratische Gesinnung auf ſumpfigem und deutsche Hegemonie gefordert hat.- Lord Haunterminiertem Boden kämpfen. Tief hatte sich lifag betonte in seiner Antwort, daß Eng der Haß eingefressen in die Herzen der Völker. land telih definitiv und unmitob sie nun aus dem männermordenden Kriege Während ihres Aufenthaltes in London hat- Ist das Ergebnis der Bondoner Beratungen ten Daladier und Georges Bonnet Beratungen befriedigend? Ist das Ergebnis wieder nur eine mit dem britischen Ministerpräsidenten, dem bri- der vielen, vielen höflichen, glatten, vieldeutigen tischen Miniſter für auswärtige Angelegenheiten und deshalb nichtssagenden Entschließungen, oder und weiteren britischen Ministern, in denen im ist diesmal doch mehr geschehen, ein besseres MeGeiste des gegenseitigen Bersultat erzielt worden? Nur wer geflissentlich an trauens, von dem dieBeziehungen zwischen den der Wirklichkeit vorbeisehen oder sie entstellen beiden Ländern durchbrungen sind, die Hauptfra- will, wie die SdP- Presse, kann zu behaupten gen, welche gegenwärtig die Erhaltung des Frie- wagen, daß nichts herausgekommen" sei oder dens betreffen, durchgenommen wurden. darüber höhnen, daß Frankreichs Politik unter Die französischen und die britischen Minister englischer Leitung stehe oder spöttelnd fragen, ob prüften die Ergebnisse der kürzlichen Beratungen die Vereinbarungen der Generalstäbe nur für den zwischen dem britischen Botschafter in Rom Lord grünen Tisch" gelten? Wer das über die Lon Berth und dem italienischen Minister für auswär- boner Beratungen ausgegebene Sommuniquee tige Angelegenheiten, die in dem Vertrage nieder- aufmerksam liest, wird, wenn er es aus der gelegt wurden, so wie er veröffentlicht wurde. Die Sprache der Diplomatie in eine etwas deutlichere franzöfifchen Minister genehmigten diesen Beitrag übersetzt, finden, daß die Beziehungen zwischen zur Beruhigung Europas. Die englischen Minister den beiden westlichen Großmächten fester denn je ihrerseits sprachen die Hoffnung aus, daß die Ungelporden sind, und das mag gewiß in mancher ferrebungen, welche die franzöfifche Regierung mit Situation ſich ſo auswirken, daß Frankreich fich der italienischen Regierung eröffnet hat, zu chen- viel mehr als seiner Bevölkerung lieb ist, falls befriedigenden Ergebnissen führen werden. scheinlich auch mehr als vom Standpunkte der Sie waren der Ansicht, daß eine Beruhigung im europäischen Demokratie aus gebilligt werden Mittelmeere, die aus diesen Verträgen hervor- fann, Englands außenpolitischer Linie anpassen gehen würde, zur Wirksamkeit der Resolution vom muß. Aber: in anderen Situationen und bei der 4. November 1937 in Angelegenheit der Abbe- Lösung anderer Fragenkomplere muß wieder Engrufng der Freiwilligen, bie am land mehr als bisher den französischen Anschau spanischen Bürgerkrieg teilnehmen, beitragen und ungen Rechnung tragen." Muß"- das ist nicht die Bereinbarung von Abkommen über die 3u. als aus einem Vertrage sich ergebende Zwangsrüfziehung des Kriegsmate verpflichtung zu verstehen. Dieses„ Muß ist rials von den spanischen Kriegswertvoller, zwingender es ist die aus der stän Auch das soll gebührend hervorgehoben Auch das soll gebührend hervorgehoben Kriegsschuldfrage, der Kampf für oder wider die digen Fühlungnahme und aus der Londoner Beratung vor allem sich ergebende Annäherung der Die französischen und die britischen Auffassung, die bessere llebereinstimmung in der Minister widmeten ihre gesamte Auf- Beurteilung der außenpolitischen Fragen. merksamkeit der Lage in Mittel Zu den Fragen, über die bessere, stärkere, europa und stimmen im allgemeinen verpflichtendere Uebereinstimmung erzielt wurde, bezüglich einer Aktion überein, die es ratsa m wäre zu unternehmen, um eine ruhige und gerechte 23fung der Probleme zu sichern, die sich in diesem Gebiete ergeben. schauplähen erleichtern würde. demtschechoslowati. fchen Problem interessiert". Der englische Standpunkt wird sofort Deutschland und Italien bekannt gebesen werden... Das ist sehr viel, das ist eine Erklärung. die die Tschechoslowakei wirklich mit großer Bes friedigung zur Senninis nehmen kann, die nicht minder jedermann begrüßen wird, der die Erhat tung des Friedens will. als Geschlagene oder als Sieger hervorgegangen waren. Der Glaube an die Gewalt feierte Triumphe und nahm von den Hirnen einer Generation Besitz, die im Zeichen triumphierender Gewalt aufgewachsen war. Nicht die Aus. einandersetzung zwischen Arbeit und Kapital ſtand im Vordergrunde ihres Denkens, fonder: der haßzerfüllte Streit der Nationen um Friedensverträge. In diesem Austrag haben werden, daß sich in ihrem Stommuniqué die Vertreter der beiden Mächte zu einer höheren Ge- im deutschen Volfe die Geister des Nationalis. meinschaft als der der Interessen befannten, zur mus und des Militarismus wieder die OberGemeinschaft von Idealen- es hand gewonnen. Weimar ist gefallen- nicht sind jene Ideale, zu denen auch die tschechoslowa- allein durch die Schuld der Weimarer Demokratijdje De motratie fich belennt. Halifax: ,, Direktes Interesse an der Tschechoslowakei" tie! und mit der deutschen Republik fiel auch die große deutsche Arbeiterbewegung, die uns solange Vorbild und Lehrmeisterin war. Längs der deutschböhmischen und schlesischen Grenze wurden die Feldzeichen des siegreichen Nazis. mus aufgerichtet. Ein neuer Abschnitt begann das Heldenzeitalter der sudetendeutschen Arbeiterbewegung. Der Feber 1934 vollendete die Tragödie der Sie haben ebenso gewisse, die Lage im Fer Wie das ,, Prager Tagblatt" cinstimmung über die Aktion, die am nen Osten betreffende Fragen geprüft und bei dieser Gelegenheit über einige Probleme beraten, meldet, hat Lord Halifax in den Unter zweckmäßigsten sein könnte, um eine Basis für die welche sich auf der Tagesordnung der nächsten redungen in Interpretierung der Cham- friedliche und gerechte Regelung der mitteleuro- österreichischen Arbeiterbewegung. Im Feber Wölferbundkonferenz befinden. berlain- Rede vom 24. März erklärt, päischen Probleme zu finden". Eine solche fried. 1938 folgte der Untergang ihrer Bezwinger. England sei wohl nicht in der Lage, cher Ansicht nicht von dem Verhalten eines Teiles blutgetränkten Schlachtfeld des Bürgerkrieges liche Lösung kann nach britischer und franzöſi- Der österreichische Sozialismus hat auf dem Beide Regierungen haben beschloffeine eigenen militärischen auto ma allein abhängig gemacht werden; hiezu müssen seine Ehre gerettet und den Ruhm seiner Fahnen sen, soweit dies notwendig ist, dentischen Verpflichtungen auszudeh beide beteiligten Parteien( und auch deren behauptet. Der österreichische Statholizismus aber Kontakt zwischen den Ge. neralstäben berbeiben Lännen, es erkenne aber vollkommen bie Freunde) ihren vollen Beitrag leisten. Die bri- ist ruhmlos gefallen, verstrict in das Netz der neralstäben der beiden Län Bedeutung der mittel- und südosteuro- tischen und die französischen Staatsmänner eigenen Sünden. Seither ist der Vormarsch) des der aufrechtzuerhalten, welcher Ron päischen Probleme und Gefahren und waren in der Beratung auch darüber völlig einer Safenkreuzes bis vor die Tore von Preßburg getakt auf Grund der Londoner Abma▪ betrachte sich definitiv als„ bir ekt Ansicht, daß die Auffaffung als Trugschluß zu brungen. Auch an der Südgrenze Böhmens und „ Direkt chungen vom 19. März 1936 ver und unmittelbar an dem erachten sei, der zufolge die sudetendeutsche Frage einbart wurde. Bei den Debatten, chechoslowakischen Prob. und ihre Regelung eine Art ,, bdeutscher Familien. Währens lauert der Feind. Die Tschechoslowakei bie sehr ausführlich und am eigehendem interessiert." angelegenheit" darstelle und daher andere Mächte als das letzte demokratische Land im Herzen ſten waren, wurde erneut nicht angehe. Die Widerlegung dieser Ansicht fei Europas ist eine belagerte Festung geworden. aner England sei fest entschlossen, ge dadurch gegeben, daß Feldmarschall Göring selbst kannt, daß Großbritannien meinsam mit Frankreich alles zu tun, nach dem Anschluß Oesterreichs dem britischen zu sehen, denn in ihr liegt Nuhm und Tragik der Dieser Wirklichkeit gilt es, heute ins Auge und Frankreich gegensei- was in seiner Macht und Einfluß liegt Gesandten in Berlin, Henderson, nachdrückliche judetendeutschen Arbeiterbewegung beschlossen. tig burch eine enge Inter. und diese Macht und dieser Einfluß Bersicherungen über die friedlichen Absichten effengemeinfchaft verb un feien größer, als vielleicht mancherorts gegenüber der Tschechoslowakei gegeben hat, sowie Sie ist durch den Verlauf der europäischen Geden sind. Die franzöſiſchen und die gedacht werde-, um burchzusehen, daß dadurch, daß jede gewaltsame Handlung hier eine schichte zur letzten Bannerträgerin des deutſchen britischen Minister stimmen darin über- dieses Problem friedlich, ordentlich und ernsthafte Gefährdung des euro- Sozialismus geworden, zum letzten Freiheitsein, daß es unter den gegenwärtigen gerecht gelöst werde. Er erachte es für äifen Frieben& barstelle, an beffen bataillon des großen deutschen Volkes, welches Umständen die größte Bedeutung habe, bringend, daß das Minderheitenprob. Erhaltung England und Frankreich vital inter- auf freiem Stampfboden ficht. Entlang von zweidaß die beiden Regierung in ihrer Po- lem zuerst und sofort gelöst werde und litik der Konsulation und 3u nach der Beseitigung dieses offensicht sammenarbeit fortfahren und ich kritischeſten Konfliktstoffes die daß sie diese Politik nicht nur zum Fragen der gesamten wirtschaftlichen Schuhe ihrer Intereffen, Politik im Südosteuroparaum plansondern auch zum Schuße der mäßig in Angriff genommen wird. Ideale des nationalen und internationalen Lebens Zwischen den britischen und franzöfifchen britischen Gespräche informierte. Die gleichen weiterentwickeln, die beide Län Staatsmännern bestand nach einer Meldung des Informationen erteilte er auch dem deutschen ber verbinden T. El R. A. cinsallamiailenbecher Weighäftsträger Dr. Bardh . effiert sind. Die Achse informiert 2ondon. Minister für Auswärtige Angelegenheiten, Halifax, empfing Freitag nach mittags ben ttalienischen Botschafter Grandi, welchen er über die Ergebnisse der franzöfifch tausend Grenzkilometern fast, halten wir nun die Freiheitswacht, als vorgeschobenster Posten der europäischen Demokratie und der sozialistischen International. Das sudetendeutsche Grenzland ist in den Mittelpunkt der europäischen Politik gerückt, ist Schicksalsboden geworden, auf dem mehr entschieden wird, als die Zukunft unserer Bewegung. Auf unseren Kampf fällt das volle Rampenlicht eines gewaltigen Weltgeschehens An die Behauptungskraft der demokratische Seite 2 Samstag, 30. April 1938 Nr. 101 Tschechoslowakei, an das Ausmaß unseres fitt- ßen die Aufrechten und Unbeug- grüßen die Gefangenen in den Protest der Herzogin Atholl London.( Ag.- Efp.) Die Herzogin von Atholl, konservative Abgeordnete seit 1923, bat gierungspartei niedergelegt und dadurch die Freiheit erlangt, so zu stimmen, wie sie es für richtig hält. lichen Widerstandes gegen den Gleichschaltungs- ia men imweiten judetendeut- faschistischen Kertern! Wir grüterror des sudetendeutschen Nazismus ist eine schen Grenzland! Wir grüßen Ben als freie Deutsche und als historische Entscheidung über das Schicksal Euro- die Geknechteten in den Bän. fozialistische Europäer den bas Amt eines„ Whip"(„ Einpeitſchers") ber t pas und des ganzen deutschen Volkes gebunden. dern ohne Demokratie, wir 1. Mai! Denn an unseren Grenzen wird sich erweisen, ob der neudeutsche Imperialismus mit seinem ,, Drang nach dem Osten" an die Küsten des Schwarzen Meeres durchbrechen kann, oder ob er bei diesem Beginnen in die Schranken der gesamteuropäischen Machtverhältnisse gewiesen wird. Englands Kriegsvorbereitungen Die Ernährung sichergestellt Flugzeugproduktion verdoppelt London. Wie Schatzkanzler Simon der Ernährung die wirtschaftliche Bedarfssteige- tärflugzeugen im Laufe von zwei Jahren zu veram Donnerstag im Unterhaus belannt gab, iſt in ſterium hat befölonen, die probuftion aur minibeschlossen, an rung für den Kriegsfall von drei Firmen in ge- doppeln. Die bisherigen Lieferungen find zu meinnüßiger Weise durchgeführt worden. In einem friedenstellend. Binnen kurzem werden zahlWeißbuch gibt die Regierung die Grundzüge der reiche Flugzeuge abgeliefert werden, welche einem Organisation der Ernährungsvorsorge für den ganz neuen Typus angehören, von dem das Kriegsfall bekannt. Aus diesem gehen drei Grund. breitere Publikum noch nichts weiß. gedanken hervor. 1. Vermeidung einer Verknappung. 2. Preisregelungen, refp. Vorsorge gegen Preistreiberei und übermäßige Vertenerung. 3. Vorsorge für die Verbrauchsaufteilung und eventuelle Nationierung. Die Risken sind gleich verteilt. Es steht bei diesen Entscheidungen die Eristenz der Tschechoslowakei auf dem Spiel, aber auch die Existenz Deutschlands. Die nazistischen Gewaltstreiche und Drohungen der letzten Wochen haben dazu beigetragen, die Zusammenballung der Gegenfräfte zu beschleunigen. Alle Bemühungen des Hitlerregimes, das britische Weltreich mit seinen gewaltigen Machtreserven im Falle eines europäischen Waffenganges zu neutralisieren, sind nach dem Verlauf der franko- britischen Verhandlungen in London als gescheitert zu betrachten. Die Pläne wurden in aller Stille im Laufe England und Frankreich find heute fester ver- des letzten Jahres vervollständigt. Sie sind soweit bündet denn je. Die Vereinbarungen der Ge- fertig, daß es möglich ist, im Bedarfsfalle die neralstäbe, die Zusammenarbeit im Rüstungs- Organisation innerhalb weniger Stunden wirksam wesen, der gemeinsame Masseneinkauf an Le- su machen. Ueber Einzelheiten wird noch einbensmitteln und Rohstoffen sind klare Zeichen da- gehend berichtet werden. Die englische Preise, die für, daß sich die westlichen Demokratien an- in Nebereinstimmung mit einflußreichen politischen schiden, den Eroberungsplänen des National. und parlamentarischen Streifen eine blanmäßige sozialismus bei nächster Gelegenheit Schach an- Ernährungsvorsorge für den Kriegsfall gefordert zusagen. Die Hoffnungen der Berliner Macht hat, zeigt sich über diese Maßnahmen befriedigt. haber, mit Einzelvorstößen eines der schwächsten Nachbarländer nach dem anderen abwürgen 3u können, sind zuschanden geworden. Die Herren des Dritten Reiches find unerbittlich vor die Wahl gestellt, ihre Kriegspläne aufzugeben oder das große Verbrechen am deutschen Volke, an Europa und an der Menschheit zu begehen und einen Orkan der Vernichtung zu entfesseln, der ihr Regime und sie selbst verschlingen wird. Francos Angriffe stocken Barcelona.( Havas.) Die ungünstige Witterung hat alle Operationen gelähmt, welche im Laufe der letzten Tage von den Aufständischen im Norden von Teruel unternommen wurden. Die Aufständischen sind auf der ungefähren Linie Teruel- Morela zum Stillstand gekommen. Die Regierungstruppen greifen nunmehr die Aufständischen an, deren Widerstand ziemlich schwach ist. Französische Milliardenanleihe Paris. Unter den Regierungsdekreten, die die Regierung am 3. Mai verlautbaren wird, wird sich auch die Ausschreibung einer großen inneren Anleihe von 8-10 Milliarden Frane befinden. Die Anleihe foll ebenso wie die vor Jahresfrist entweder durch englische Pfunde ober amerikanische Dollars garantiert und zu 4 Prozent verzinslich sein. Die Regierung hofft dadurch auf einen großen Bahlungserfolg. Washington Ueber die militärische Zusammenarbeit meldet„ Daily Mail" eine Reihe von Einzelheiten. Diesen zufolge umfaffen die zur Beratung stehenden Pläne die Errichtung von Flugbafen in Frankreich für britische Flug zeuge, die Beistellung mehrerer Geschwader schneller britischer Bristol- Kampfflieger für den Dienst mit der franzöfifchen Luftwaffe. Bereit ftellung einer gemeinsamen Brennstoffreserve für die Versorgung der koordinierten Buftarmee, Austausch von Flugzeug- Typen, um zu ermög lichen, daß die Piloten beider Länder mit deren Lenkung vertraut werden. Diese Zusammen arbeit, die hier vorgesehen iſt, ſchreibt das Blatt, übersteigt alles, was je in Friedenzeiten von einer britischen Regierung erwogen wurde. Herzlicher Empfang durch den König Donnerstag um 19 Uhr wurden die französischen Minister im Schloß von Windsor vom britischen Königspaar empfangen. Eine Stunde später fand im Speisesaal des Schlosses ein Diner statt, an welchem auch Lord und Lady alifar sowie Botschafter Corbin teilnah men. Bum ziveiten Male seit der Thronbesteigung des gegenwärtigen englischen Königs wurden die Speisen auf goldenen Tellern serviert und auch das übriae Tafelgerät war von Gold. Nach einer langen Unterredung geleitete der König seine Gäste persönlich in ihre Schlafges mächer. Es verlautet, daß der König mit den französischen Ministern hauptsächlich über seinen bevorstehenden Pariser Besuch gesprochen hat, der im Juni stattfinden soll. London. Daladier und Bonnet find Freitag um 18.20 Uhr von Croydon nach Baris abgeflogen. bote So steht in dieser Umbruchszeit alles auf dem Spiele, und für alle. Wir sind in Asch und Rumburg, in Braunau und Jägerndorf nicht mehr und nicht weniger gefährdet als die Bewohner von Berlin, von Paris und London. Ausschlaggebend wird sein im Guten wie im Bösen, ob die Bekenner der Freiheit in allen Völkern den Drohungen des Faschismus standzuhalten vermögen und sich nicht einschüchtern lassen. Der Faschismus soll keine Schlacht mehr durch die Feigheit seiner Gegner gewinnen! Unsere fleine, aber tapfere Bewegung hat in den letzten Wochen der demokratischen und sozialistischen Welt ein Beispiel eiserner Widerstandskraft gegeben. Die Standhaftigkeit eines jeden Parteisoldaten im prüft den Göring- Erlaß sudetendeutschen Grenzland ist wahrlich ein welt. für den Hitler- Empfang historischer Beitrag zur Rettung des Friedens Washington.( Reuter.) Der VertreNom. Am Freitag fand auf der Reichsstraße und der Freiheit und der menschlichen Zivilisa. ter des Staatssekretärs Welles erklärte, daß die tion. Unsere Aufmärsche am 1. Mai 1938 wer. Regierung der Bereinigten Staaten mit größter die Generalprobe zur großen Militärparade statt, den in die Geschichte eingehen und werden mit Aufmerksamkeit die Frage prüfe, welchen Einfluß welche anläßlich des Hitler- Besuches in Rom goldenen Lettern in die Annalen des internatio- das Dekret Görings über die Konskription des stattfinden wird. Der Uebung sah Mussolini zu, nalen Sozialismus eingezeichnet sein. Die Juden ausüben kann, die amerikanische Staats- schalls des Reiches trug. An der Inspizierung jüdischen Vermögens auf die Interessen iener der zum erstenmal die Uniform des ersten Mars deutsche sozialdemokratische Bewegung dieses bürger find. Dem Botschafter der Vereinigten Landes soll sich als ein Fels in der nazistischen Staaten in Berlin wurde Weifung erteilt, übernahmen 30.000 Mann, 600 Motorwagen, 320 Flut bewähren. Wir trogen dem Sturm, wir diese Angelegenheit einen eingehenden Bericht zu Motorräder, 400 Tanks, 200 Mörser und 400 Geschüße teil. bieten der Gefahr fühn die Stirne! Wir grü- lerstatten. Der ewige Schatten Roman von Max Hochdorf Hans Blomberg Klopfte ihm den Rücken und fuhr fort:" Da Barbara, meine holde Nichte, dem wahren Ruf ihres Herzens folgend, sich weigerte, meinem lieben Sohn eine aufopfernde Mutter zu werden, so entschloß ich mich, her. Sie schielte zum Fenster. Die Fenster waren dicht verhängt. Gut so, Regensburg mochte draußen die Hälse reden und die Nüstern auf blasen. Vom Bratenduft hier innen und vom jungen Glück hier innen wird Regensburg nichts begaffen und beriechen... Auf wann die versprochenen fünftausend Gulden Mitgift?" flüsterte Frau Sibylle noch einmal dem Stammerdiener Dubois zu. Und Dubois ausgelassen, voll Lustig feit und Stolz: Sie klimpern schon, die Gulden, sie rollen schon an, sie werden sofort herniederregnen, wie das Manna in der Wüste auf die Kinder Israels!" Generalprobe In einem Schreiben an den Premiermini. ster Neville Chamberlain als Führer der Partei begründet sie ihren aufsehenerregenden Schritt damit, daß die Regierung verfehlt habe, die Zurückziehung der italienischen Truppen Spaauch unterlassen habe, mit anderen Mächten eine nien vor unterzeichnung des Britisch- italis pa Abkommens zu sichern, und daß die Regierung Aktion zum Schutz des Friedens in Mitteleurope und an den Ufern der Nordsee durchzuführen. Sie betont ihr Festhalten an den Grundsätzen der tone fervativen Partei und schreibt dann: ,, Die Meldungen über die jüngsten Kämpfe in Spanien zeigen, daß die loyalen Truppen als Waffen außer Piſtolen und Jagdgewehren nichts besitzen. In diese furchtbare Lage sind sie durch die ausländische Invasion gebracht worden. Ich habe einen Sieg der Rebellen immer als eine I dh were Gefahr für England betrachtet, denn Franco erhält Hilfe von Herr fchern, die nur zuviele Proben ihrer Expansions. gelüfte geliefert haben." Luftschlacht über Hankau Hankan. Ueber Hankau und Umgebung fam 18 es am Freitag zu einer einstündigen Luftichett zwischen 21 japanischen Jagdflugzeugen und 13 japanischen Bombenflugzeugen einerseits sovie 86 chinesischen Jagdflugzeugen andererseits. Nach Angaben der chinesischen Luftfahrtkommiffion sollen dabei 13 japanische Flugzeuge abgeschossen worden sein, während die chinesischen Verluste sich auf fünf Jagdflugzeuge beziffern. Drei weitere chinesische Jagdflugzeuge seien im Verlauf des Stampfes zu Notlandungen gezwungen worden. Fortschritt Zur Vermögens, anmeldung" der Juden in Größerdeutschland schrieben die Blätter, die wenn vom Süden kommend, anders als Flücht linge, bei uns freien Eintritt haben, obgleich fis mit den verbotenen aus dem Norden und Westen identisch sind in einem Jahr werde kein Jude im Befehlsbereich der Streicher usw. mehr eine Verdienstmöglichkeit haben. Noch am 6. Feber einem Schreiben an die obersten Behörden fest, daß 1934 stellte der Reichsinnenminister Dr. Frid in die deutsche Ariergesetzgebung aus völkischen und staatspolitischen Gründen notwendig fei, Anderfeite habe sich die Neichsregierung selbst gewiffe Grenzen geſtedt, deren Einhaltung gleichfalls er. forderlich sei. Die deutsche Ariergesetzgebung würde im In- und Auslande richtiger beurteilt werden, wenn diese Grenzen überall beachtet wür. den. Insbesondere sei es nicht angebracht, sonbern sogar bedenklich, wenn die Grundfäße des sogenannten Arierparagraphen im Reichsgefen zur Wiederherstellung des Berufsbeamte auf Gebiete ausgedehnt würden, für die fic nicht bestimmt seien. Dies gelte insbesondere, wie die nationalsozialistische Regierung immer wieder er flärt hat, von der freien Wirtschaft. Zwischen jenem Erlaß und der heutigen Praris liegen eben vier Jahre, in denen das Ausland genügend dargetan hat, daß es nicht daran denkt, dem Hitlertum in den Arm zu fallen. geschirr gepoltert sein. Aber die zerschmetterte| ten sich nicht, nicht einmal Frau Sibylle. Sie sags Scheibe verursachte schon genug Lärm. Und erst ten nichts mehr. Sie waren nur versteinert. der Konditor und erst der Kinderkutschenbauer Es folgte der Kinderkutsche die Stredenz. Wasserburger und erst der Tuchhändler und erst über die Köpfe der schwunggewohnten Holfflößer der Seidenhändler und der Zimmethändler und hinweg, die gewohnt waren, noch ganz andere der Weinhändler und der kaiserlich privilegierte Fracht über die Köpfe zu heben. Richtzieher und Goldschmied Kälbermann und Auf der Kredens stand noch die Riefens Schneidermeister Rohleder und der Inlettmacher schüssel, blinkend wie ein Spiegel, und an den und Tischlermeister Sluchohn und der Schuster- vier erdbeerfarbenen, gleich Spigen ausgeklöp meister Wüstenhagen! Sie waren nicht durch das pelten Rändern saßen die pfundschweren Silber Fenster gekommen. Durch die Tür waren sie ge- griffe, und in der Schüssel bebte noch der Eierkommen. Durch das Fenster kamen nur die schaum, der mit dem Burgunder und den zerMauersteine, noch ein ganzer Haufen. Durch das stoßenen Mandeln und den Jugiverzähnen und. Fenster kam das Gejohle von draußen. Draußen dem Hagenbuttenbrei gemischt war. Der Schaum war schwarze Nacht, und aus der Nacht johlte die lebte und bebte wie ein schlagendes Herz. Er schladte aber nicht über die Ränder. So geschict Schwarze Menge. schwenkten die Flößer vom Fluß das Möbel mit samt der Schale über die Häupter. Sie hielt nur mit dem Steinhagel ein, weil schon die Vordersten auf dem Fenstersims saßen und johlten. Denen aber gebot Schustermeister Wüstenhagen mit geballter Faust Schweigen, und er brüllte: Wo ist die Mitgift? Jest wird nicht weitergefressen, jetzt wird nicht weitergesoffen! Jezt das Geld auf den Tisch!" ., Gott sei Dank!" bekreuzte sich der Kon ditor ,,, bas ist noch gerettet!" Es gröhlten die schwenkenden Flößer: Meister, das ist unser Schmaus!" Der Kammerdiener hatte neben sich auf wenn auch mit dem Dorn im Gemüt, für den dem Stühlchen den kleinen Hieronymus, der keine Teuersten eine andere Mutter zu nehmen. Er Milch mehr brauchte, um in die Höh' zu schießen. füllt ist nun alles, und zwei glückliche Paare, Die Lippen des Jungen konnten schon nachzur nämlichen Stunde im Satrament vereinigt, machen, was seine Beschüßer ihm vormachten. Er Eltern von Kindern, dem zarten Walther und jauchzte auf, als er eine weiße, flodige Blume dem blühenden Hieronymus, von uns gezeugt in über dem dunkelgelben, fülligen Wein im Glas Ehren und Büchten, Augenweide unseres Lebens- erblickte. Er spißte das Mäulchen gleich dem aufgangs und unseres Lebensabends. Sie, meine Sammerdiener und ließ sich nicht zum Nippen teure Nichte, Fräulein Barbara, Sie, meine nötigen. Er nippte nicht viel, aber die wenigen Später, später, später! Jetzt erst Hand an, Und alle übrigen Meister drängten heran, ihr Jungen!" tugendhafte Gemahlin, Magdalene, jetzt mit dem Tropfen erquidten ihn, bis sie ihn einlullten. Da goldenen Reif geschmückt, und du, Hieronymus, führte ihn etwas in die Ferne. Ein Geist lächelte die Faust in der Tasche, die Faust auch in die Mille regrets-- Tausend Bedauern, Bereicherung eines Hauses, das in der Folge der über seinen frischen Zügen, bevor er das Stöpf- Hüfte geſtemmt, und sie verlangte:„ Das Geld! dich zu verlassen, dein Antlik, süß und zartGeschlechter unsterblich sein möge, Saecula chen auf die Brust sinken ließ und zum letzten- Das Geld!" fort geht die Fahrt über Stein und Steg. Flammend im Gesicht Frau Sibylle: Wir Gärten wie Gassen-" Saeculorum, noch einmal Sie, Waltharius mal in die Hände klatschte. Daß er nicht vom Maria Simon Petrus, meines Samens gerechte Stühlchen fiel, der Gurt, vom Großvater mit haben ja die Mitgift. Auf Heller und Pfennig Nach dem Eierschaum mit der zitternden Belohnung, Ast, der sich von der Tanne ver- feinen Messingknöpfen um die Lehne genagelt, verben wir jeben bezahlen!" Wir hören das Lied jest seit Jahr und dem Malagaiein, nach den Zwiebäcken mit Mandel, Ingwer- und Hagebuttenseele, nad zweigt wie der Apfel, der nicht weit vom Baume und die Damastkissen mit den himmelblauen fällt, Hauptmann Stegel, Sproß des edlen kroati- Bändern sorgten dafür. Wie auf einer Wolte faß Tag. Blut genug geschwist. Heut oder nimmer, bem Roſenzuckeraufguß das Lied noch einschen Landes, in welchem die Berge so erhaben Hieronymus. Er schwamm durch eine innere wenn nicht sofort bezahlt wird!" mal zu singen, das hatte Barbara Bloms find wie Ihre Tapferfeit, ja, sehr edle Wer- Sonne, durch ein seltsames, goldenes Kreisen. Auch die Holzflößer vom Strom betraten berg sich vorgenommen. Sie hatte es beson wandte, Freunde und Gäste, fassen wir alle Er gab sich ihm hin so jung, so froh, so neu- die Stube, Lehm am Stiefel. Sie bildeten um ders eingeübt für diesen Tag, aus einer tieferen unsere Gefühle der Liebe in den Nuf zusammen: gierig. Und der Kammerdiener enttortte Bods- die Meister eine Mauer. Sie verstanden zuzu- Inbrunst heraus, aus einer schmerzhafteren Es lebe seine Majestät, von der alles tommt, beutel auf Bocksbeutel. faffen. Sie faßten zunächst die Kindertutsche, die Freude, aus der Genugtuung darüber, angelangt was wir sind und haben, Kaiser Karl der Fünfte nahe bei der Tür aufgestellt war. Sie hoben sie su sein bei der Station, wo das Aussteigen ein seines Namens, Schirmherr des Reiches und aller über die Köpfe. Wartenwollen auf ganz Geheimes und Außer Zugenden Anfang und Ende!" ordentliches bedeutete. Es flüsterte Frau Sibylle: Auf wann die Mitgift?" Sie rutschte auf dem Stuhl hin und Da lag der große, harte Mauerstein in der Stube. Mitten drin lag er, beinah zu Füßen der Frau Sibylle. Ein Glück, daß der Fenstervor hang die Wucht des Wurfes geschwächt hatte, sonst würde der Stein sicher mitten ins Tisch., Vorsicht!" flehte Meister Wasserburger, vielleicht ist noch was damit anzufangen!" Die Hochzeiter rührten sich nicht. Sie wehr( Fortsetzung folgt)] Mr. Sp Roma an de ridge worbe Batti verbo breim Tabun bor bor d Bevöl einer mifche fir fie go riid. Alveif bergh Glau nicht bann ber feine Rein fachn ift d man Arie ba die Tang Bol eine fcher glau die geg Ita Beu eind alei Im and wi die blei not Yeij der des Au ig fieg fra rei ma der mi Tef We ba Gi fa er tu A W fut fe m 111 m te S b 1 ffk. lOf SamStag, 30. April 1038 Gelte S Das republikanische Spanien Ist noch zu retten Ein Interview mit Ludwig Benn UtotaiäMstkte Von Leo Rosenthal SuMvtß Renn, bekannt durch seine beiden I Amane»Krieg' und»Nachkrieg', ein Jahr lang I m der spanischen Front, ist soeben aus Kuba zu. I Mekehrt, wo er für die Sache Spaniens ge« I lrerien hat. Obgleich der kubanische Diktator I Sattiita Ausländern über Spanien zu sprechen I deiboien hatte, gelang«S Ludwig Renn trotzdem, dreimal öffentlich aufzutreten. Einmal auf Ein« I ladmg des Rektors der Universität von Havannah I wr der geistigen Elite Kubas, das andere Mal per dreitausend Zuhörern aus allen Schichten der kttölkcrung und das dritte Mal auf Einladung einer Jugendorganisation im Radio. Die kuba- niiibc Bevölkerung ist fast in ihrer Gesamtheit für dar republikanische Spanien, ganz so wie sic gegen ihren Diktator ist. Ludwig Renn eilt zur spanischen Front zu« unk. Halten Sie die Lage Spaniens für der. Misclt?" fragte ihn ihr Berichterstatter.»Für terzlveiselt nicht, aber für ausserordentlich ernst. Maubte ich die Lage sei verzweifelt, so würde ich nicht zur spanischen Front zurückkehren. eS hätte denn keinen Zweck mehr. Schien denn die Sache der Republik etwa nicht aussichtslos, als Franco seinen ersten Ansturm auf Madrid unternahm? Rein militärisch gesehen, und als alter Militärfachmann glaube ich ein Urteil abgeben zu können, ist die Sache noch lange nicht aussichtslos, sofern man sich entschliessen wollte, die Republikaner mit Kriegsmaterial zu versehen.' »Und geschieht das nicht, was dann?' »Geschieht das nicht, so ist eS Wohl möglich, faß Franco diesmal siegt. Aber auch dann wäre die Sache des republikanischen Spanien noch lange nicht verloren. Franco hat fast das ganze Lost gegen sich.'Er könnte sich nur vermittels einer unglaublichen Terrors halten. Die Deut« schen und Italiener sind im Irrtum, wenn sie gimcken, daß sie im Lande werden bleiben können; die Phalangisten haben bereits seht Flugblätter gegen die Fremden verbreitet. Auch werden di« Italiener und dieDeutschen bei derBcrteilung der Leute aneinandergeratens sie machen bereits seht einander die Erzlager von Bilbao streitig, das gleiche wird mit dem Merkurvorkommen geschehen. Im Falle eines Krieges wären die einen wie die anderen von ihrer Metropole abgeschnitten und würden bei einer Beherrschung der Meere durch tie Franzosen und Engländer ohne Nachschub bleiben. Es würde Frankreich, das an der Magi« not,Linie lange genug den Deutschen Widerstand leisten kann, ein leichtes sein, nach Ueberschreiten dec Pyrenäen Spanien von Franco zu säubern, dergleichen wäre für England Portugal das Aufmarschgebiet.' »Ich glaube nicht an einen Sieg Franco-; ich hoffe mit Bestimmtheit, das; die Republikaner siegen- Wenn aber die englischen und auch die französischen Blätter zu einem gewissen Teile bereits mit dem Siege Francos rechnen, so darf man sich mit Recht fragen, ob die Bemühungen der englischen Regierung— von solche» Bemühungen konnte man in englischen Blättern lesen— den Sieger Franco zu einer menschlichen Behandlung der Besiegten zu veranlassen, Erfolg haben würden. Waö im Falle«ineS hypothetischen Sieger Francos an Greueltatcn geschehen würde, kann man sich kaum auSmalen, so schrecklich würde daS sein. Er würde sämtliche Offiziere erschießen lassen, desgleichen die dreitausend Kulturmilizionäre. d. h. die dreitausend Lehrer, deren Aufgabe es ist, den Analphabetismus an der Front zu liquidieren. Natürlich würden seinem Blutdurst sämtliche Partei« und Gewerkschaftsfunktionäre zum Opfer fallen, BctriebSdelegierte und andere Arbeiter mehr, wie ein sehr großer Teil der Beamten. Mit einem Worte, Zchntau- sende von Republikanern würden dran glauben müßen. Die Leute, die FrancoS Sieg wünschen und ihm dazu verhelfen oder die von der Unvermeidlichkeit dieses Sieges so überzeugt sind, hätten doch zumindest die Pflicht, sich bereits setzt zu überlegen, auf welche Weise diese Zchntausende Zivilisten oder selbst Kämpfer nach Einstellung der kriegerischen Handlungen zu retten wären. Eie wären verpflichtet, schon jetzt vorbereitende Maßnahmen zu treffen, damit im Falle eines Sieges FrancoS, den ich meinerseits, wie bereits gesagt, noch für sehr fraglich halte, neutrale Eibiffe unter Begleitung von Kriegsschiffen zur Evaluierung der Bevölkerung zur Verfügung stehen. Denn der einzige Weg, der den Republikanern offen bleiben würde, um Franco zu entgehen, wäre der Seeweg. Und zwar nicht nur um das Gebiet um Madrid und Valencia und an der ganzen Meeresküste entlang, sondern auch möglicheriveise für Katalonien: Francos Absicht, das nördliche Katalonien einzunehmen und eS von Frankreich abzuschneiden, ist für jeden offenbar. Ich kann mir aber nicht denken, daß die demokratischen Staaten eS so weit koinmen lassen: wir von den Internationalen Brigaden haben unser Leben für die Freiheit Spaniens, für den Frieden in der Welt eingesetzt und wir können eS nicht glauben, daß alle unsere Opfer vergebens gewesen, daß unsere Toten setzt im entscheidenden Augenblick verraten werden.* Copyright btz.Sozialdemokrat* and Lutetia Preß.). SdP-Leute schlagen einen Wachmann Prag. DaS Tschechoslowakische Preßbüro meldet: Am 28. April vor 21 Uhr betrat der Wachbeamte des PolizeikommissariatS in Petr- romanisierend stellt er diese Welt dar, sondern er schildert sie in ihrer Wirklichkeit und nur durch die packende, lebensvolle Darstellung der einfachen Wahrheit erreichen seine Bilder die überzeugende Wirkung. Neuschul kennt die Welt de» Arbeiter» genau, er weiß um ihre Leiden und Freuden; er weiß, daß der Mensch ton der Maschine bezwungen werden kann, er weiß aber attch um die Verbun- denhest des Arbeiters mit der Maschine, die er mei- dieser Packung! Achten Sie daher beim Ein« kauf darauf, daß, wenn Sie „Ceres' verlangen, Sie diese Packung erhalten. 100% reines Pflanzenfett stert, er weiß um die Freude an der Arbeit, ihm ist da» stolze Bewußtsein deS Arbeiters von seinem Werte vertraut, und gerade dieses Eelbstbewußtsein und die Bereitschaft zu sinnvollem Tun macht ja daS AuSgestoßensein des Arbeitslosen uin so trostloser und drückender. Die genaue, durch keine romantische Täuschung beirrte Kenntnis der realen und auch der seelischen Welt de» Arbeiters spricht au» NeuschulS Bildern, und so spricht Neuschul als Künstler vor allem auch zum Arbeiter, zum Volte selbst. Und da» will er. Es geht ihm nicht darum, nur ästhetisierende Kunstfreunde zu befriedigen; er will eine Kunst, die ohne kunstgelehrten Kommentar auch vom einfachen Volke verstanden wird. Da» ist ein gutes Wollen, so wie etwa Van Gogh wünschte. Bilder zu malen, die jeder Matrose verstehen könne. Bilder zu malen, die zum einfachen. Manne sprechen, in denen daS arbeitende Volk sich und seine Welt gespiegelt findet, unverfälscht, unentstellt,^ weder sentimental romantisiert noch tendenziös übertrieben. von keiner anderen Tendenz erfüllt als von der der einfachen tatsächlichen Wahrheit, ist ein verdienstvolles Bestreben. Aber es wäre darum noch nicht Kitmst, wenn es nicht mit künstlerischen Mitteln geschähe. Der künstlerische Wert der Bilder Ernst Neuschul» aber über ihren sachlichen Gehalt hinaus tst unbestreitbar. Bon Anfang an ist Reuschul bestrebt, künstlerisch zu gestalten, wa» ihii bewegt. Deutlich läßt sich die Entwicklung verfolgen. Mit Anklängen an kubistische und«rvresiwnistifche Auffassungen, in die in einzelnen Bildern auch impres- sioniitische Anregungen eindringen, beginnt es. Tann findet er den Weg zur Malerei einer neuen Sachlichkeit, die sich um realistische Darstellung bemüht. Anfänglich gerät dieser Reali-muS mitunter noch etwa» trocken, nüchtern. Dann ober beschäftigen den Künstler neben den Problemen der Bildkomposition und der Sachdarstellung immer lebhafter auch die Probleme der Farbe und de» Licht». Zunächst ist eS noch ein herbe» Licht, da» gleichsam in Räumen ohne Luft aufleuchtet, und die Farben sind dunkel und schwer, manchmal sogar düster. Auf diesem Wege geht Neuschul weiter. Seine Palette wird reicher, Heller und in da» Licht dringt nun auch die Luft, die Atmosphäre ein. bis er, immer auf dem ,Wege zu einem neuen, persönlich gestaltenden Realismus bleibend, die Vielfalt der künstlerischen Probleme zu meistern weiß. Es zeugt für die Stetigkeit seiner künstlerische» Entwicklung, daß die in den letzten zwei Jahren entstandenen Bilder seine besten sind. Die Gemälde aus Siidfrankreich an der Rückwand des Saales, der ganz von Licht und Luft umflossene„Italiener" in Weiß, der„Netzsticker* aus Marseille, die blauen Arbeiter auf dem Wege zur Fabrik, die..Ballspieler" die..Seilzieher' siitd vollendet« Leistungen, in denen all« Probleme restlos bewältigt sind. Ihnen stellen sich die beiden packenden Bilder„Barrikade" und„Opfer" au» dem spanischen Bürgerkrieg in ihrer durch das Thema bedingten Tarstellungsweise durch di« geschlossen« Kraft der Komposition und durch die bezwingende Gestaltung de» ideellen GehaltS ebenbürtig zur Seite. Es ließe sich im Einzelnen am Beispiel vieler Bilder darlun. worin die besondere künstlerische Leistung Neuschul» besteht—«s sei nur auf da» lebhaft sprechende Selbstbildnis mit seinem Söhnchen, auf das Bild„In der Nacht*, auf dem der junge Mann an der Seite de» in tiefen aninialischen Schlaf versunkenen Mädchens sitzend in endlosen Gedankenketten„über das alles" nachgrübelt, auf die kompositorisch und malerisch vorzügliche Lösung eines sehr heikle» Themas in dem kleinen Bilde,„lkm- armung" hingewiesen. Aber Ernst Neuschul wird demnächst selbst vor seinen Bildern über seine Kunst, über das, waö c» künstlerisch zu gestalten ibn drängt, sprechen, und er wird es besser tun als e» hier auf dem eng bemessenen Raum geschehen kann. Vor allem sei darum auf diese Ausstellung nachdrücklich hin« gewiesen. Sie dauert bi» 12. Mai und ist täglich von v bis 18 Uhr geöffnet. Edgar Hahncwald Mitteilungen aus dem Publikum. Rheuma? Nehmen Sie den Alpa-granzbrannt- wein. Durch Massagen mit dem Alpa erzielen Sie große Linderung. Die schmerzenden Körperstellen brauchen natürliche Erwärmung; diese wird Ihnen durch den erreichten besseren Blutkreislauf uteil Alpa gibt es nur in plombierten Originalflaschen! Achten Sie daher beim Einkäufe darauf, daß Sie wirklich Alpa bekommens ivll Scite 4 Unsere 1. Mai- Feiern Samstag, 30. April 1938 Am 1. Mai demonstriert die Deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei in folgenden Orten: Karlsbad Um viertel 4 Uhr nachmittags auf dem Markiplab, nach einem Demonstrationszug vom Invalidenplatz aus durch die ganze Stadt. Redner: Parteivorsitzender Abg. Wenzel Jaksch. Falkenau Gleichfalls nach einem Demonstrationszug und unter freiem Himmel; auch hier Redner Abg. Jaksch. Graslig Vormittags 10 Uhr auf dem Marktplat Sundgebung, bei welcher Abg. Rat sprechen wird. Komotau Um 11 Uhr vormittags auf dem Marktplay. Auch hier Jaksch als Redner. Gaaz Um 10 Uhr vormittags auf dem Ringplay, gemeinsam mit den tschechischen Sozialdemokraten. Teplitz- Schönau Tachau Vormittags 10 Uhr. Staab Vormittags 10 Uhr. Nürschan Vormittags 10 Uhr. Neuern Nachmittags 3 Uhr. Wallern Vormittags 10 Uhr. Außergefild Erdweis Nachmittags 2 Uhr. Vormittags. Neuhaus Neubistritz Nachmittags 2 Uhr. 62 Referenten sind: Genossin Wa I Mr. 101 Schweizer Arbeiterführer besuchen uns Oprecht und Bringolf treffen Montag ein Prag. Der Vorsitzende der schwei. Iisch, die Genoffen Brant I- Staab, a la 3erischen Sozialdemokratie, National Koſolup, o de r- Pilsen, Di I I- Pilsen, Mi I- rat prech t- Zürich, und Nationalrat Ier- Tachau, Senator Müller- Aussig, or Bringolf Schaffhausen treffen fchinffyjr., Schröpfer- soleischen, Geiß Montag nachmittag per Flugzeug in Ier- Prag, Pa is a t- Kloster, Schmidt- Prag, Want a Prag und 3 a p f- Böhm.- Krumau. Prag ein. Sie werden einige Tage in In Dořany, Lihn und Littit nehmen unsere den deutschen Gebieten der Republik Genossen an den Maifeiern der tschechischen Ge- verbringen und eine Reihe unserer Be noffen teil. zirksorganisationen besuchen. Brünn Gemeinsamer Aufmarsch und Kundgebung Nachmittags 2 Uhr. Affe unter freiem bormittags auf dem Marktplatz mit den tschechi„ Der Gefahr entschlossen Alle Himmel. Ronsperg Vormittags 10 Uhr im Hubertussaal. Stankau schen Parteien. Mähr. Trübau Gemeinsam mit den tschechischenSozialdemo fraten Aufmarsch und Kundgebung( auf dem Atus- Sportplatz). Deutscher Redner: Vizepräsi ( Dorf und Markt), vormittags 9 1hr Zudent S. Taub. fammenkunft, 10 Uhr Versammlung am Turns plate der DT3. Zetschowitz und Autschowa neh men baran teil. Maifeier( Umzug und Sundgebung). Iglau, 8nain und Nifolsburg: Je eine Mähr.- Schönberg Vormittags Demonstration und Meeting. Tuschkau- Stadt Vormittags 9 Uhr, Ringplay, Krumau. Red Redner: Abg. 3ischta. Nachmittags halb 2 Uhr auf dem Marktplab, gemeinsam mit den tschechischen Genossen. Redner: Ernst Pau I- Prag und ein tschechischer Genosse. Abmarsch vom Aufstellungsplaß in Turn. ner: Dr. Löw y- Pilsen. Dur Nachmittags 2 Uhr auf dem Republikplat gemeinsam mit den tschechischen Genossen. Redner: Ernst Pa u l- Prag und ein tschechischer Genoffe. Abmarsch des Demonstrationszuges vom Bahnhofsplay. Brür Vormittags 10 Uhr auf dem Masarykplah ( Poftplay). Redner: Abg. Wenzel Jaffch. Abmarsch des Demonstrationszuges vom Aufstellungsplatz in der Goethestraße. Aufsig Auf dem Markiplab um 10 Uhr vormittags. Redner: Bürgermeister Leopold Pölz I. Bodenbach Auf dem Masaryk- Platz um 10.30 Uhr vor Bodenbach, Dr. Charvat- Prag. Die Organi mittags. Redner: Bürgermeister Frib e Iers Unterreichenstein Vormittags 9 1hr, bei Baherl. Rehberg Vormittags 11 Uhr, bei Paufner. Holzschlag Nachmittags 8 1hr, bei Schmidt.( Rutscher). Schwarzbach Vorm. 9 Uhr, im Gasthaus Scheiterbauer. Kaplitz Vormittags 9 Uhr, im Gasthaus„ Grüner Suchenthal Baum". Vormittags 9 Uhr. Maximaloder Minimalprogramm? Sternberg Ins Auge blicken" Ein Telegramm Mittelhausers Prag. Das Mitglied des französischen Obers sten Militärrates, General E. Mittelhau. er, sandte dem Minister für Nationalverteidi gung Fr. Machnit anläßlich des Ablebens Udržals eine telegraphische Beileidskundgebung, in welcher es heißt: Udržal war einer von jenen, welche von den ersten Tagen Ihrer Selbständigkeit die Ereigniffe und Gefahren voraussahen, denen wir heute Demonstrationszug und Kundgebung. Red- entschlossen ins Auge bliden ner: Abg. 3ischta. müssen. Er war mit aller seiner Energie bes müht, die tschechoslowalische Nationalverteidigung darauf vorzubereiten. Die Arbeit, welche er als Umzug und Festversammlung unter freiem Minister für Nationalberteidigung leistete, ist beis Simmel. Redner: Abg. Seeger. spielgebend und verdient Bewunderung." Freudenthal Preßburg Umzug und Stundgebung( um 10 Uhr auf dem Freiheitsplatz) gemeinsam mit den flowalis schen und ungarischen Sozialdemokraten. Deuts scher Redner Dr. Emil Stra u s. ( In Eger, Troppau, Jägerndorf und Neutitschein sind heuer wegen der Maul und Klauense u che Maiverfammlungen behördlich nicht gestattet.) Die Generalität beim Präsidenten Pra g. Amtlich wird gemeldet: Am Freitag, den 29. April, fand beim Präsidenten der Re. publik die übliche Militär- Audiens statt. Ministerrat Prag. Der Ministerrat hielt Freitag abends eine Sigung ab, über die außer belanglosen er von zahlreichen Mitgliedern und Gästen die Details über verschiedene angenommene Gefeß, fer Vereinigung erwartet wurde. In eineinhalb bav. Berordnungsentwürfe von amtlicher Seite indiger Aussprache ließ er sich über die Auf- Idiglich die inhaltsloſe Phraſe gemeldet wird, fassungen der deutschen demokratischen Jugend daß der Ministerrat den Bericht des politischen Der Labour- Abgeordnete Henderson hat in über die nationalpolitischen Probleme der Tsches Ministerkomitees über die aktuellen politischen Marienbad auch mit Henlein gesprochen. In einer choslowakei unterrichten. Bei diesen Besprechungen Fragen zur Kenntnis genommen und die Ergeb Pressekonferenz berichtete er am Freitag vor sei an- nisse Auf dem Markiplas um 10 Uhr vormittags. ner Abreise nach London über feinen Einbrud.en auch Vertreter des Außenministeriums an- niſſe genehmigt habe. wesenb. sationen des Bezirkes Bensen beteiligen sich an der Bodenbacher Kundgebung. Böhm. Kamnit Redner: Abgeordneter Rögle r- Bodenbach. Böhm.- Leipa Auf dem Marktplab um 11 Uhr vormittags. Redner: Abgeordneter Kögler- Bodenbach. Die Organisationen des Bezirkes Haida beteiligen sich an der Leipaer Kundgebung. Warnsdorf Auf dem Marktplatz um 10 Uhr vormittags. Redner: Franz Fischer- Warnsdorf. Schluckenau Im Saale des Gasthofes Bum Adler" um 3 Uhr nachmittags. Redner: Karl Ko be r- Bodenbach. Zwickau 10 Uhr vormittags im Schüßenhaus. Redner: Weisbach- Warnsdorf. Wegstädtl Auf dem Marktplab um 10 Uhr vormittags. Redner: Josef Schweichhar t- Bodenbach. Leitmeritz Auf dem Markiplab um 10 Uhr vormittags. Rednerin: Abgeordnete Irene Sirpa l- Ausia. Er habe, so berichtete Henderson, Henlein auf den höchst unglücklichen Eindrud aufmerksam gemacht, den die Starlsbader Rede in England hervorgerufen hat. Henderson bemerkte den Pressevertretern gegenüber auch, das Gespräch mit Henlein habe in ihm den Eindruck erweckt, daß dieser in Karlsbad viel mehr verlangt habe, als er in Wirklichkeit wolle. Wenn es dem Abgeordneten Henderson tatsächlich gelungen ist, von Henlein die Erflärung zu erlangen, daß er gar nicht so biel wolle, wie er in Karlsbad verlangt habe, so hat er den„ sudetendeutschen Stammesführer" gewissermaßen auf ermäßigten Preisen festgelegt, oder er hat mitgeholfen bei der Erbringung des Beweises, daß Henlein zu verschiedenen Bei ten und bei verschiedenen Anlässen über ein und dieselbe Sache verschieden reden, daß er verschiedenerlei fordern kann. Der Abg. Henderson gewann den Eindruck, Henlein habe in Karlsbad ein Maximal programm aufgestellt. Henlein selber aber hat in Karlsbad seine Forderungen als Mindest forderungen bezeichnet. Ich hätte das Recht, unsere Ansprüche noch weiter zu fassen." Damit wird deutlich genug zu verstehen gegeben, daß Henlein in besonders gnädiger Laune nicht von seinem vollen Recht Gebrauch machte, daß er zu nächst bloß ein paar Mindestforderungen aufEs ist eben doch ein Unterschied, wenn der Auf dem Marktplatz um 10 Uhr vormittags. Stammesführer vor gehorsamen, zu Glauben und Zustimmung und Beifall verpflichteten Gefolgsleuten spricht oder vor einem fritischen Polititer aus einem Lande, das Zentrum eines Weltreiches ist. Das ist sehr wohl vorstellbar, daß Forderungen, die even no ch ein Minimalprogramm bildeten, zu einem Magimalprogramm zusammenschrumpfen. Auscha Redner: Schwa b- Aussig. Trautenau Um 9 Uhr Demonstrationszug vom Bahnhofsplay; um 10 Uhr Sundgebung auf dem Sports play. Redner: Abg. Franz Krejči und Franz Rehwald. Braunau Reichenberg Gemeinsamer Aufmarsch mit allen anderen deutschen und tschechischen demokratischen Parteien. Stundgebung um 10 Uhr vormittags auf dem Masarykplaz. Gablonz stellte. tag mittags erfolgte, besuchte Henderson noch Bor seiner Abreise nach England, die Freis den Vorsitzenden der tschechischen sozialdemokra tischen Partei, Abg. Hamp I. Wer würde den Nutzen ziehen? Unter den angeführten Gesetzes, bzw. Verorde Widmungen aus Anlaß des Staatsjubiläums von nungsentwürfen befinden sich die Neuregelung bes Kleingeld system 3. die Befreiung von Steuern und Gebühren und die Verlängerung der geltenden Umfassteuererleichterun gen beim Export und Import für das ganze Jahr 1988. Land Böhmen: ( mh) Der ,, Curentul", einst das Sprachrohr der Swischenregierung Goga und daher Sprachrohr der rumänisch- nazistischen Annäherung, hat nach der 19.5 Millionen Ueberschuß Annerion Desterreichs durch verschiedene Artikel fundFreitag, den 29. April, fand eine Sitzung getan, daß ihm über den Wert der braunen Freund des Budgetausschusses der böhmischen Landesver schaft inzwischen die Augen aufgegangen sind. Die tretung statt, in welcher der Rechnungsabschluß Staatsaltion gegen die putschlüsternen Eisernen Gar- des Landes für 1937 vorgelegt wurde. Es erden dient dem ,, Curentul" dazu, in seiner Aus- gibt sich daraus, daß die Einnahmen des Landes gabe vom 22. April eine Reihe von Fragen zu 705.8 Millionen Kč betragen, die Ausgaben stellen. ,, Wem würde", will das Blatt wissen ,,, eine 686.3 Millionen Kč, so daß sich ein Ueberschuß Verschwörung gegen die innere Ordnung dienen? von 19.5 Millionen Kč ergibt. Landesfinanz Wer würde von dem Ausbruch eines blutigen Kon- referent Dr. Se u bista erstattete ein ausführ flifts zwischen den Rumänen Nußen ziehen? Die liches Referat, woran sich eine längere Debatte Nation gewiß nicht. Also...?" Die Beitung fragt anschloß, in der für die deutschen Sozialdemo noch konkreter: Welches ist die fremde traten Landesvertreter Dr. Strauß sprach. Macht, die ein Intereſſe daran hat, ein derartiges Er wies insbesondere darauf hin, daß im Lande Verbrechen gegen die Einheit zu organisieren?" eine gesunde regionalistische Bewegung sei und Der Curentul" bleibt sich und seinen Lesern daß auch in der Finanzwirtschaft des Landes die Antwort schuldig. Wir können sie ihm geben. Es den Bedürfnissen der einzelnen Gebiete Rechnung bedarf dazu keineswegs der Stenntnis jener bei Cod. getragen werden müsse. Da alle Bürger Böh reanu aufgefundenen Aften, keineswegs des Ergeb- mens ihre Verpflichtungen gegenüber dem Lande nisses der nunmehr einsehenden ſtaatlichen Unter- erfüllen, müsse auch das Land für das wirtschafts ſuchung; es genügt, den Artikel wiederzugeben, den liche Wohl der Bevölkerung aller Gebiete gleichder im Feber des Jahres nach Bukarest gesandte Son mäßig sorgen. Nach einem kurzen Schlußwort derberichterstatter des„ Völtischen Beobachters" und des Referenten wurde der Rechnungsabschluß eindes Angriff" im letztgenannten Blatte am 12. Bestimmig angenommen. ber publiziert hat. Dort heißt es: " ,, Auch nach dem Rücktritt Gogas braucht man um die Zukunft der nationalen Bewegung Rumäniens nicht bange zu sein. Jede Militärdiktatur ist zeitlich Um so notwendiger wird es dann, vor der begrenzt. In Rumänien dürfte sie von besonders Auch hier findet eine 1. Mai- Demonstra- Gefolgschaft es zu einem besonders imponierenden fürzer Dauer sein. Auch die Nüdkehr zu früheren Regierungsmethoden ist undenkbar. Im Gegenteil, tion der DSAP statt. Minimalprogramm aufzublasen... Die Entwicklung dürfte sich jetzt noch in viel rascheSehr beachtenswert ist die Erklärung Hen- rem Tempo vollziehen. Die Anziehungskraft der berfons sie sollte gerade bei den Nazi beach- Legionärsbewegung... ist so groß, tet werden!- daß die Tschechoslowakei die daß beinahe mit mathematischer Ge ganze Sympathie und die volle Unterstützung des nauigkeit der Zeitpunkt vorberechnet britischen Volkes genießen würde bei der Abwehr werden kann, zu dem die Mehrheit der Bevölkerung gegen jedweden Versuch, die grundlegenden Prin- im nationalen Lager stehen wird. Codreanu selbst hat noch vor einigen Tagen mit einer Frist von einem zipien der Demokratie aufzugeben oder abzu- Jahre gerechnet... Möglicherweise wird diese Frist ändern. Er halte die Unabhängigkeit und die icht auf einen viel tnapperen Beitraum zusammenIntegrität der Tschechoslowakei für einen grund- gedrängt werden." legenden Faktor der Aufrechterhaltung des europäischen Friedens. Jeder gegen die Tschechoslowatei gerichtete Versuch, durch Gewalt eine AenGemeinsames deutsches und tschechisches derung durchzusetzen, gehe alle Staaten an, die an der Aufrechterhaltung des Weltfriedens interMeeting am Bormittag. effiert find... Gemeinsam mit den anderen deutschen und tschechischen Demokraten Demonstration und Kundgebung( auf dem Masarykplatz) um 10 Uhr 30. Ansprachen deutsch und tschechisch. Grottau Grulich Henderson tam infolge einer Autopanne erst Aufmarsch und Mundgebung der DSAP un- nachts nach Prag zurüd, aber er begab sich trotzter freiem Himmel um 10 Uhr vormittags. Red- dem noch in später Stunde in die Klubräume des ner: Dr. Robert Wiener- Prag. demokratisch- attivistischen Slubs" Die Tat", wo In der Tat: hätte die Regierung den Versiche rungen Codreanus Glauben geschenkt, daß er die Garden aufgelöst habe und sich nur noch der Schriftstellerei widme, dann wäre die Vorhersage des Nazitorrespondenten mit mathematischer Genauigkeit eingetroffen. Nachdem die rumänische Polizei die Instrumente aufgefunden hat, mit deren Hilfe der naaistische Rechentünstler sein Erempel aufstellte, ist die Antwort auf die Frage des Curentul" gegeben. Wit mathematischer Genauigkeit, Die Fahnen gehiẞt! Zarte Blütensterne stehn'n am Wiesenrain; ach, die Nähe, Ferne hüllt heut' Nauhfrost ein. Müde Blätter sinken, Traftlos auf das Eis; Himmelssterne blinken, auf ein Schneefeld, weiß. Doch im Morgenglühen, flieht der Frost das Licht, hebt des Lenzes Blühen, nen sein Angesicht. Auf drum, Mensch, und wiffe: Was die Zeit auch bracht Hoffnungsfahnen hiffe, über jeder Nacht! Hans Honheiser 101 er wei nal. Irat fen in Nr. 101 Samstag, 30. April 1938 Seite 5 per Regionalismus als Ausweg RECHENBERG Deutsche und Tschechen in den Handelskammersprengein Deutsche Tschechen 118.818 588.384 Königgrätz 690.878 168.120 Brünn Deutsche Tschechen 65.914 1,071.204 255.142 1,085.449 B.- Budtveis... Pilsen Eger 804.462 145.750 284.675 1,088.971 Reichenberg.. 1,081.317 251.943 Troppau 255.872 374.498 ( unb etwa 80.000 Bolen) e in blik Be ers 11# Edi EGER als her Den ffe tte 11 ng 18 n PILSEN PRAG BUDWEIS R KÖNIGGRATZ R BRUNN OLMUTZ TOOPPAU Einer der Grundpfeiler des nationalpoliti- teilung allzu slavisch an die Grenzen der Wahl- Fehlen einer geſehlichen Grundlage und eines Geltung zu bringen und im Wettbewerb mit anschen Versöhnungsplanes der deutschen Sozialstreise, die weniger nach volkswirtschaftlichen, und organisatorischen Rahmens nicht als Vorteil er deren Gebieten zu behaupten. Die Regionalverdemokratie, welcher unlängst in der Weltpresse und mehr nach politischen Gesichtspuntten gezogen wiesen. Ganz abgesehen von Grenzstreitigkeiten bände könnten daher ohne weiteres ein Stüd in dem nicht gleichgeschalteten Teil der Inlands- worden sind. Als die Gaueinteilung durch die Ver- war das Funktionieren der regionalen Verbände praltischer Wirtschaftsförderung übernehmen und bresse publiziert wurde, ist der Vorschlag, unter waltungsreform zu Fall gebracht wurde. blieb das sehr stark von der Initiative der führenden Per- damit die überdimensionierie Administrative der Respektierung der Integrität des Staates und der Problem weiterhin ungelöst. Einen Versuch zur sönlichkeiten abhängig. Nach dieser vielleicht not Länder entlasten. In sozialer Hinsicht würde sich demokratischen Verfassung eine wirtschaftlich leberbrückung stellten in den letzten Jahren die wendigen Periode des Experimentierens scheint besonders die Schaffung von Arbeiter soziale Verwaltung auf regionaler Basis zu fchaf Gründungen boltswirtschaftlicher nun die Zeit für eine systematische Lösung des tam me rn auf regionaler Basis empfehlen. fen. Das Wort regio stammt aus dem Lateinischen. Gebietsverbände dar. Den Anfang Problems gekommen. Das Prinzip des Regiona- Auch in Oesterreich sind die Arbeiterfammern auf Der Regionalismus als politisch- administratives machte der vollswirtschaftliche Verband für Süd- lismus bietet den Vorteil, daß es den uralten der Basis der Bundesländer organisiert worden Brogramm wurde zuerst in Frankreich, und böhmen, welcher als eine freiwillige Zusam Streit zwischen administrativem Zentralismus und haben sich unter demokratischen Voraussetzun zwar als Gegentendens gegen den dort herrschen- menfassung von Selbstverwaltungskörpern, privat- und Autonomismus auf das Geleise positiver Lögen ausgezeichnet bewährt. Ohne Schwierigkeit den Zentralismus, entwickelt. Die regionalistische wirtschaftlichen und berufsständischen Organisatio- fungen verlegt. Die moderne Gesellschaft stellt im wäre es ferner möglich, verschiedene WoHI Bewegung geht von der Erwägung aus, daß nen eine sehr rege und in vieler Richtung frucht, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Bereich fahrtseinrichtungen im Rahmen neben dem Wachstum der Hauptstädte die Ent- bringende Tätigkeit entfaltete. Ein weiterer volts neue Aufgaben, von denen viele auf regionalisti regionalistischer Verbände zu verwalten. Eine widlung regionaler Zentren gefördert werden soll. wirtschaftlicher Regionalverband wurde anschliesscher Basis einer befriedigenden Betreuung zuge zwingende Notwendigkeit zur regionalistischen welche als Mittelpunkt der besonderen Interessen ßend für die Pilsner Region geschaffen. Vor führt werden könnten. Es hat jedes Gebiet feine Durchorganisierung der Länder besteht aber dann, der betreffenden Landschaft gedacht sind. dort aus griff die regionalistische Betvegung auf ausgeprägten wirtschaftlichen Charakter. Darau venn die mit den Vereinbarungen vom 18. Feber Es ist interessant, daß die regionalistische Ve- das Egerland und auf Nord böhmen erwächst die natürliche Tendenz, den wirtschaft ugesicherte Proportionalität auf dem wegung in der Tschechoslowakei zuerst im tiche über. Im Zuge dieser Aufgliederung hat sich das lichen Lebenswillen der Region repräsentativ zur Gebiete der öffentlichen Arbeiten chischen Volle festen Fuß gefaßt hat. Das rapide verwirklicht werden soll. Die Proportionalität bei Wachstum der Hauptstadt Prag führte besonders öffentlichen Arbeiten nach rein nationalen Geden Funktionären der Selbstverwaltung die Gefahr vor Augen, daß lebenswichtige Provinzstädte aber eine zentralistische Verwaltung gibt, wird gleichermader Streit nicht aufhören, daß das eine Gebiet zugunsten anderer Gebiete benachteiligt wäre. Stommt es aber dazu, daß regionale Be zirksverbände mit einem eigenen Ver waltungszentrum gefchaffen werden, so fönnten im Rahmen dieser Verbände die Investitionsprogramme aufgestellt und mit den Voranschlägen der Bentralbehörden in Einklang gebracht werden. Sm Zuge dieser Lösung wäre es auch möglich, einen großen Teil der technischen Agenda der bisherigen Landesbehörden in die regionalen Zentren zu verlegen. Das würde der Entblößung der Provinz von qualifiziertem Beamtenelement Eina halt tun und der Zusammenballung der Bureaufratie in einzelnen Zentren steuern. Gewalta'te, Terror und Provokationen punten iſt faum zu realisieren. Solange es mit der Zeit veröden müßten. Es iſt alderma im sudetendeutschen Gebiet hen vom volksgesundheitlichen, vom wirtschaftlichsozialen und staatspolitischen Gesichtspunkte aus ungesund, wenn sich das Leben der Nationen und Aus Pilsen wird uns gemeldet: In der In The using wurde( wir haben darüber des Staates mehr und mehr nach zentralistischen Wohnung des Obergerichtsrates Dr. Kost i al schon berichtet; d. Red.) dieser Tage ein Umzug Gesichtspunkten in der Hauptstadt konzentriert. in Mi es wurden Donnerstag nachts gegen 12 der SdP durch die Stadt veranstaltet, obne daß Eine öffentliche Verwaltung, die ihr Schwerge Uhr die Fenster eingeschlagen. In der Wohnung die Behörde die Bewilligung gegeben hatte. Die wicht in steigendem Maße in das hauptstädtische wurde ein dreiviertel Kilogramm Gendarmerie schritt ein und forderte die Demon Zentrum verlagert, verliert allmählich die enge fchwerer Stein gefunden. Koſtial, der ſtranten zum Auseinandergehen auf. Die Menge Verbindung mit der Bevölkerung. Sie steht dem Tscheche ist, hat sich niemals politisch betätigt und ging zwar auseinander, bald aber bildete sich von Objeft, welches zu verwalten ist, allgemach fremd genießt wegen feines Gerechtigkeitsfinnes bei der neuem ein Zug. Die drei Gendarmen waren gegenüber, ein Hindernis für die lebendige Be- ganzen Bevölkerung der Stadt- auch bei den gegen die Menge zu schwach die Demonstran rührung des Bürgers mit der Gemeinschaft und demokratischen Deutschen volle Sympathien. ten schlugen die Auslagenscheiben des Geschäftsschließlich ein Krebsschaden für die Demokratie. Wegen dieses Vorfalles hat sich der Bewohner- hauses Kohn ein. Zwei nach Tuschkau rasch beschaft eine große Unruhe bemächtigt. In der Be- orderte Autocars mit Gendarmen sorgten dafür, Der Zug zum Zentralismus ist am stärksten völkerung laufen wilde Gerüchte um und es wird daß sich leine weiteren Ausschreitungen ereig in den autoritären Staatssystemen ausgebildet, Sehr wichtig ist die Frage der Eintei wie durch die Methoden der Einverleibung Defter auch davon gesprochen, daß bei den Kaufleuten neten. In Marienbad feierten die Henleinlung der Regionen. Soll ein endloser reichs in das Dritte Reich neuerdings abschreckend alles vorhandene rote Tuch aufgekauft wurde und Leute den Uebertritt der deutschen bürgerlichen Mitglieder der Gemeindevertretung in die Sdp Abgrenzungsstreit vermieden werden, dann ist es dokumentiert wird. In einer gefunden Demokratie daß 90 Satenkreuzfahnen ange. dadurch, daß sie die Sirenen heulen ließen. Die durchaus ziveckmäßig, an die historischen wirts fällt hingegen der lofalen Selbstverwaltung eine fertigt worden find. schaftlichen Gebietskörperschaften anzuknüpfen, Bezirksbehörde mußte dagegen einschreiten. Wis ebenbürtige Rolle zu. Die Selbstverwaltung hat wir übrigens von anderer Seite erfahren, wächst wie sie in den Wirkungsbereichen der einzelnen auf dem Boden Böhmens und Mährens sowohl in Handelskammern vorgebildet sind. Undie uniformierte Ordnertruppe der SdP von Tag den Gemeinden, als auch in den Bezirken eine fere Karte reproduziert die Einteilung der Han,, Národni Noviny" befassen sich in zu Tag. es bildet sich eine SA in den deuts gute Tradition. Die Verwaltungsreform der seis delskammer- Sprengel in Böhmen und Mährennerzeitigen Bürgerblodregierung hat ihr aller- ihrer gestrigen Nummer eingehend mit dem fchen Gebieten des Pilsener Kreises. Schlesien. Diese Einteilung trägt der Verteilung dings wesentliche Einschränkungen auferlegt. Treiben der SdP im deutschen Gebiete der der deutschen und tschechischen Siedlungsgebiete Die Verwaltungsreform war jedoch nicht das ichechoslowalischen Republik. Die Propaganda Auch Tschechen will man mehr Rechnung als die Wahlkreisgrenzen. In den In die SdP pressen! vorwiegend deutschen Regionen Eger und Reieinzige Hindernis für die weitere Entfaltung der der Henleinleute sei, schreibt das Blatt, so, daß Selbstverwaltung. Es tam noch ein weiteres hin- die Deutschen sich dessen nicht mehr bewußt find, In die Wohnung des Postangestellten Sachenberg sind auch tschechische Minderheiten zu: Die politischen Bezirke sind im Zeichen der ob sie in der Tschechoslowakei oder im Dritten roflab Maštalit, eines Tschechen, in Turn, eingeschlossen, während auf der anderen Seite modernen Berkehrsmöglichkeiten für die Lösung Reiche leben. Die Angehörigen der Partei grüßen tamen( laut..Lidové Noviny") zwei Angehörige feine tschechische Region ohne deutsche Minderheit größerer Aufgaben zu klein geworden. Die histo- massentveise mit dem deutschen Gruß, auch vor der Sdß und forderten ihn zum Eintritt in die geschaffen werden kann. Dieser Tatbestand schließt rischen Länder Böhmen und Mähren sind ande- den Augen der staatlichen Sicherheitsbehörden. Partei auf. Maštalit lehnte ab. Die zwei Leute eine Vergewaltigung der Schwächeren durch die rerseits wiederum zu große Gebilde, innerhalb Diese bewahren eine geradezu heilige Geduld. aber sagten auf dem Gang, der zur Wohnung Stärkeren aus. Der Negionalismus im Sinne un berer die verschiedenartigen landschaftlichen In- Aber diese Geduld habe ihre Grenzen. Wird die führte, laut, er werde ia fehen, was ge- feres nationalpolitischen Friedensplanes könnte teressen nicht genügend zur Geltung kommen fön- Genleinpartei so weiter fortfahren, dann werde ichehen werde. Ein Funktionär der Orts im Gegenteil eine zweckmäßige Grundlage für die nen. Schon die Gauberfassung stellte einen Ver- man zu der Grenze gelangen, wo die Gebulb der gruppe der SdP in Turn antwortete auf die gegenseitige Befruchtung und erfolgreiche Zufam. fuch dar, zwischen Bezirten und Ländern lebens- Staatsmänner aufhören wird. Die Staatsauto- Frage, warum man auch Tschechen für die Par- menarbeit von Sudetendeutschen und Tschechen fähige Zwischenglieder einzuschalten. Allerdings rität müſſe unter allen Umständen gewahrt tei werbe, es liege der SdP daran, auch unter sein. Sielt sich die durch das Gaugesez projektierte Eins werden. den Tschechen Anhänger au gewinnen! Herausforderungen - Erite 6 Der Neudeker Prozeß Samstag, 30. April 1938 Jagesneuigkeiten Die Strafakten der SdP- Zeugen Der große Diebstahl Neuber.( Eigenbericht.) Zu den noch gesehen, aber nicht sagen könne, ob dies Pland am Donnerstag vernommenen Zeugen gehört gewesen ist. Nun, nach drei Jahren, will er Bland auch Ernst Schödel, der im Berichte der Gen- einwandfrei wiedererkennen. Auch ich gehöre zur Frontsoldaten- Generation. darmerie als lügenhaft und Mensch von schlech Sie ist ja eine„ Generation" besonderer Art: fie um tem Leumund bezeichnet wird. Schöbel macht widerlegt die Beschuldigungen gegen den BürgerDer Zeuge Johann ohwasser wis faßt viele, viele Jahrgänge. Als ich die erste Offendersprechende Angaben; es wird beschlossen, die meister Winterstein, indem er feststellt, daß er five gegen Italien mitmachte, war ich ein Dreißig Strafakten des Zeugen beizuziehen. järiger und neben mir marschierten Achtzehn= den Bürgermeister im Auge behielt, weil er be jährige und fast Fünfzigjährige. Im Namen der Vorjißenden als unglaubwürdig qualifiziert, die terstein habe das aufgehobene Taschenbuch dem Der Zeuge Rudolf Stödner wird vom fürchtete, daß ihm etwas zustoßen könnte. WinFrontfriegsgeneration wird jezt der wildeste, überheblichste, der zu neuem Strieg hegende Nationalis- Strafakten auch dieses Zeugen werden beigezogen Beugen und andern Leuten gezeigt. mus verfündet. Weil einer gekommen ist, der be- werden. Hauptet, das sei Denten und Fühlen und Wollen der Striegsgeneration, der Frontsoldatengeneratiou. soll keine andere Soldatenstimme mehr laut werden... Darf sie nicht? Auch wenn sie nicht sehr weit dringt sie soll erklingen! Maifeier vor zwanzig Jahren! Wir vaar Ge noffen, wir paar Kameraden, die wir einander als Sozialdemokraten kennen gelernt hatten, feierten den ersten Mai in der Stellung. Wir sprachen von früheren Maifeiern, fummien leise Arbeiterlieder vor uns hin, plauderten wieder von den Maifeiern früherer Jahre und vom Sinn der Maifeier sprachen wir, von der über alle Kriege hinweg in eine vernünftige und ſittliche Neuformung der Gesellschaft führenden Idee des internationalen Sozia Iismus. Der Zeuge offmann aus Neudet Sodann sagen der Zeuge Goß und andere, belastet den Oberlehrer Pland. Dieser jagt jedoch. daß der Zeuge Reigner am Donnerstag abends daß der Zeuge gegen ihn voreingenommen sei. zu drei Männern, von denen zwei die Zeugen Dr. Henisch weist darauf hin, daß er Zeugen an- Hoffmann und Lindner gewesen seien, gesagt hat: führen könne, welche bestätigen, daß der Beuge auptsache ist, daß ihr sagt, daß Ihr gesehen Reißner sich Donnerstag abends der Beeinflussung habt, daß er gemeint ist Pland eine Latte des Zeugen Hoffmann schuldig gemacht habe. Die heruntergeriffen hat. Egal, ob oben oder unten!" von Dr. Henisch namhaft gemachten Zeugen verden einvernommen werden. Julius Lindner bezeugte seinerzeit, daß er zwar einen Mann habe Latten abbrechen Frau aber, nicht einverstanden sein kann, ist die Geschlechtsumwandlung auf Gerda Maria Suttl. Dr. Paul Fried. Wien Und wer von früheren Maifeiern sprach, der eine oder andere ältere Genosse besonders, wußte au erzählen von den erbittertsten, von den hartnädigsten und schwersten Kämpfen um den ersten Mai. Einer Dialoge aus dem Dritten Reich erinnerte sich noch der Maifeiern in dem Jahrzehnt bon 1890 bis 1900, wußte zu erzählen von vierwöchigen Aussperrungen wegen der Maifeier. Von Heftigen Zusammenstößen mit der Gendarmerie erzählten andere. Ein paar Jahre später, so berichtete ein Tepliver Arbeiter, da forderten die Deutschradi Jalen in Flugblättern ihre Anhänger auf, die Dach giegel zu lodern für den ersten Mai, für die Noten, Die nad Teplit marschieren werden... Eine lange Reihe heldenhafter Kämpfe um die Maifeier, das ist die Geschichte unseres Feiertages von 1890 bis 1919. Und immer waren es in den Alpenländern die Christlichsozialen, waren es in den Sudetenländern die Vorläufer der heutigen Nationalsozialisten, die Deutschgelben, die am fanatischeſten gegen die Maifeier fämpften. War in irgendeinem Betrieb ein Tripplein Gelber, so arbeiteten sie am ersten Mai, schmeichelten sie sich so beim Herrn Fabrikanten ein. Todfeinde der Maifeier waren die kläglichen Gesellen, die der Partei der Krebs und Jung angehörten.. Bis plöblich 1919 der erste Mai nicht mehr erfämpft werden mußte, die Maifeier zur Selbstver ständlichkeit geworden war, der erste Mai dann Staatsfeiertag war. Wie stannte ich da, als ich vlöy» lich von deutschnationalen Maifeiern erfuhr! Der erste Mai war von den Sozialdemokraten erfämpft worden, man fonnte ihn nicht mehr unmöglich machen, so versuchte man ihn zu stehlen! ,, Oh, Herr Braun, wieder zurüd aus bem Konzentrationslager? Schreckliches erlebt?" Ach, uns ist es sehr gut gegangen; vormittags Spazier Gang, mittags und abends gutes Essen, nachmittags ein Spielchen..."„ Na hören Sie, der Blau, der auch dort war, erzählt aber gang etwas anderes!" ,, Na jader ist aber auch schon wieder drin!" -Köln Einer der rötesten Kölner Vororte war immer Ehrenfeld. Am Tage der Kölner Rede des Führers zum letzten Plebiszit fand man, did mit Mennig aufgetragen, an einem Bauzaun an der Benloerstraße folgende Inschrift Freiheit und Rot Front leben!" Einige Tage las man mit Streideschrift darunter: Ihr roten Feiglinge, meldet Euch doch!" Am andern Morgen lam die Antwort, wiederum mit Mennigfarbe: ,, Geht nicht. Sind in der SA." Die neuen 5- Kč-Nickelmünzen werden am 2. Mai von den Haupt- und Zweiganstalten der Natio nalbank ausgegeben. Die bisherigen silbernen 5 Kč bleiben bis auf weiteres in Gültigkeit. Neue Postbegleitadresse. Anstelle der bisherigen Postbegleitadressen mit der aufgedrudten 50Hellermarte werden ab 1. Mai neue Postbegleitadressen in den Verkehr gebracht. Die aufgedrudte 50- Heller- Stempelmarke trägt die Jahreszahl, 1938, die alten Formulare bleiben bis auf weiteres in Gültigkeit. Es ist ein gestohlener Feiertag, den die natio nalsozialiſtiſchen Fabritanien und Schloßbefizer, Autreiber und Bünstler, Grundbesitzer und GroßKaufleute zu feiern geruhen, wobei sie die folaſamen Arbeiter als Mitfeiernde zu dulden geruhen. Es ist gewiß einer der grandiosesten Diebstähle aller Reis ten, dieser Diebstahl einer 3dee und eines von Revolutionären mit revolutionären Mitteln erfämpften Feiertages und ebenso gigantisch ist ein Triumph der In Pieštany blüht der Indische Lotos. Auf Lüge wie der der Diebsstunst. Und weil Lüge und der Sturinjel in Pieštany ist ein fleiner Warm Diebstahl so gut gelungen sind, glauben sich die Nutz- wassersee zu sehen, in welchem verschiedene erotimezer schon für alle Zukunft freuen zu können... sche Wasserpflanzen gezüchtet werden. 1. a. befindet sich dort auch eine indische Lotosblume, die eben zu blühen begonnen hat. Außer anderen Pflanzen gedeiht in diesem See auch. die Victoria regia sehr gut. Alle diese Pflanzen, die sonst in Glashäusern gezüchtet werden, wachsen und blühen Sie freuen sich zu friih... Mit einem Genossen, der mit mir an der Front war und der heute schon ein alter Mann ist, habe ich dieser Tage gesprochen. Er sagte: Für die Sozialdemokraten ist die Maifeier wieder so gefährlich geworden wie in den neunziger Jahren. Damals wie heute Terror gegen uns. Damals wie heute Bontott gegen die Sozi. Damals wie heute Drohung des Arbeitsverlustes. Damals hat das alles uns trobiq Stann es jetzt, da die Nazi früher gehalten Reiertag in octohlen haben i jeben, der ihn nicht mit ihnen feiert, genau so verfolgen wie in den neunziger Jahren, viel anders sein? Wer den nicht die ordentlichen Arbeiter, troßiger werden denn je? Kann der große Diebstahl eine andere Bedeutung haben? Stefan Haff. ,, Ehrlich währt am längsten" Die neue ,, Provinz Desterreich", wie die Wiener in Pieštany in freier Natur durch Einfluß des warmen vulkanischen Bodens und des Thermalwassers. Paris wird mit Gasmasken verforgt. Don nerstag fand in den Salons des Militär- Casinos die konstituierende Sißung des Ausschusses für die passive Luftabwehr statt, in der u. a. bekannts gegeben wurde, daß der Generalrat für das Seine- Departement den neuen Typ der Gasmasten definitiv genehmigt hat und daß mit einer monatlichen Verteilung von Gasmasken an die Pariser Bevölkerung in der Zahl von 500.000 Stück ab Auguſt begonnen werden kann. Eine Maste wird 55 Francs fosten. An die arme Bevölkerung werden die Masken unentgeltlich verteilt werden. Presse die Ostmart mit der Bescheidenheit des jüngSten Kindes nennt, erlebt jetzt durch den Ausfall der nichtarischen Konkurrenten auf allen Gebieten des Kein Menschenauftrieb am 1. Mai in Wien. wirtschaftlichen und fulturellen Lebens eine Hochton- Weil wegen der Kürze der Zeit die organisatorijunktur auch der Unbegabten und Untüchtigen. Das schen Vorbereitungen nicht getroffen werden konn gilt natürlich für das Merkantile in Kunst und Liteten", so teilt die Nazileitung in Wien mit, werden ratur in hervorragendem Maße und es ist begreif- diesmal noch die Arbeiter von Wien nicht zur lich, daß der Mangel an Rohstoffen die rassischen Bürckelparade aufgetrieben. Sie können sich die Produzenten zur Sichtung ihrer Lagerbestände, auch Maischändung aus Berlin im Rundfunk anhören. Vor der Mittagspause wird ein Lokalaugenschein vorgenommen. Die nachmittägigen Beugenaussagen brachten nichts Wesentliches. Die Verhandlung wird fortgesetzt. wurde verübt, als die Künstlerin zum Abendessen ein Restaurant aufgesucht hatte und die Geige im Auto liegen ließ. Das Konzert mußte sie auf einem ausgeliehenen Instrument absolvieren. Sizewelle in Amerika. Die amerikanischen Atlanticſtaaten wurden von einer für diese Jahreszeit ungewöhnlichen Hißewelle heimgesucht. Donnerstag wurde die Höchsttemperatur seit 50 Jahren erreicht. In New York stieg das Thermometer auf über 30 Grad im Schatten. Die Maul- und Klauenseuche ist nunmehr auch in Plan bei Marienbad festgestellt, wo in einem Gehöft drei Tiere, erkrankt sind. Der Geheimdienst Walt Disneys. Walt Disneys Tiere sind sozusagen patentiert. Es ist Studios niemand einen Film mit Midey Mouse selbstverständlich, daß außer den Walt Disneyoder der Ente Donald oder dem Hunde Pluto drehen darf. Auch die Figuren von Schneewittchen und den sieben Zwergen werden wo anders natürlich nicht verfilmt werden. Aber dieses Urheberrecht bezieht sich auch auf die Spielzeugindustrie, für die Walt Disney Lizenzen vers geben hat, auf die Mickey Mouse- Bücher und Presse- Strips, auf Stoffmuster für Kinder, auf Tapeten und auf tausend andere Dinge. Walt Disney zieht ein Vermögen aus dieser Verivendung seiner Zeichnungen und Einfälle. So wird zum Beispiel jezt die Zahl für England bekanntgegeben: dort erhielt Walt Disney im Jahre 1937 170.000 Pfund von den verschiedenen Firs men, und in diesem Jahre hat er für 250.000 Pfund Lizenzverträge abgeschlossen. Um sich vor Mißbrauch zu schüßen, unterhält Walt Dis neh in allen Ländern der Welt einen regelrechten Geheimdienst, zum Teil durch eigene Agenten, zum Teil in Verbindung mit Detekteien, die sich insbesondere auf Industrien spezialisiert haben, und es ist anzunehmen, daß auch der geringste Versuch, ohne seine Erlaubnis die Figuren zu verwenden, überall auf der Welt sofort fests gestellt werden und entweder zu einem Vertrag oder zu einem Prozeß führen würde. MTP. Wie ein Schneemann Nr. 101 sieht dieser englische Pilot aus, der von den jedoch nur den Asbestanzug, der bei FlugzeugSchulboys gebührend bestaunt wird. Er trägt bränden getragen wird. Verantwortungsbewußte Eltern denken schon jekt an die Sicherung eines guten Schulerfolges für ihre Kinder im kommenden Schuljahr und fordern rechtzeitia Prospekte des Dr. Hugo- Heller- Erzie hungsheimes in Hohenelbe an. Eine unentgeltliche Marienbader Kur für die Dauer von drei bis vier Wochen für höchstens 25 unbemittelte Gesuchsteller, die an einer Herz- oder Nierenkrankheit leiden, wird das Ministerium für öffentliches Gesundheitswesen und Körpererziehung nach einem Einvernehmen mit der Stadt Marienbad ermöglichen. Die mit einem Armutszeugnis, einem Ausweis über die Heimatszuständigkeit und einem ärztlichen Befund bzw. mit der Empfehlung, daß die angeführte Kur das Befinden des Kranken bessern fann, belegte Gesuche unbemittelter Stranker sind längstens bis 10. Mai d. J. an das Ministerium für öffentliches Gesundheitswesen und Körpererziehung, Prag II., Vyšehradská 16, zu schicken. Allmähliche Abkühlung. Auch Freitag herrschie in unseren Gegenden an der Grenze zwischen fühlerer Luft über dem Nordwesten und wärmerer über dem Südosten des Binnenlandes unbeständiges Wetter. Stellenweise fällt nachts Regen, aus Karpathorußland wurden nachmittags Gewitter gemeldet. In Prag ergab ein lokaler Regengus nachmittags 11.5. Millimeter. Aus dem Gebiet des Nordens strömt dem Festland fühle Luft zu, die sich in den nächsten Tagen über das ganze Binnenland ausbreiten dürfte. Im Bestteil der Rebublif, wo Freitag nachmittags mur 8 bis 11 Grad Celsius verzeichnet wurden, ist jedoch fein bedeutender Temperaturrüdgang zu erwarten. Wahrscheinliches Wetter Samstag: Noch unbeständig, vorwiegend bis wechselnd bewölkt, zeitweise Schauer, vom Nordwesten her allmähliche Abfühlung. Im Starpaihengebiet noch relativ warm.. Wetteraussichten für Sonntag: Auch im Osten des Staates fühler. industrie. Die Wohlfahrtsbehörden haben alle Das heutige Programm der deutschen Sendung Brag I. 10.15-10.30: Viertelstunde für die Frau. Frauen unſerer Heimat." 14.00-14.20: Bum fröhlichen Wochenende.- 17.55: Dichterstunde. Hampel- altis.- 18.15: 23. A. Mozart: Fanflopft." Ein Hörspiel von E. K. Berndt. tafie c- moll. Stöchel Nr. 475.- 18.25-18.45: Es Der Nüdschlag in der amerikanischen Autoarbeitslosen Autoarbeiter, die weniger als zwei Jahre in Flint ansässig sind, aufgefordert, in ihre und ihren Familien wurde freie Müdjahrt nach allen Gegenden Amerikas angeboten. Die Behörden begründen ihre Maßnahmen damit, daß der Rückgang der Autoindustrie, deren Zentrum Flint bare Zeit unmöglich mache. 12.000 Familien ist, die Wiedereinstellung von Arbeitern für absehwurden durch diese Abſchubmaßnahme betroffen. Flüchtlingstragödie. Auf der Spize des Uetlibergturmes bei Zürich schoß sich ein öster reichischer Emigrant eine Stugel in den Stopf. nachdem er sich so gestellt hatte, daß er dabei in die Tiefe stürzen mußte. Damit vollendete sich eine der zahllosen österreichischen Tragödien. Der 55jährige jüdische Kaufmann, der auf dem Uetliberg seinem Leben ein vorzeitiges Ende septe, wohnte bis zum Anbruch des Dritten Reiches in Berlin und siedelte nach dem Judenboytott nach Wien über. In den bewegten März- Prag. Bei der Freitag Ziehung der bert und er für zwei Tage verhaftet. Die wieder- lotterie wurden nachstehende Gewinste gezogen: tagen dieses Jahres wurde sein Geschäft geplün- der V. Klasse der 38. tschechoslowakischen Klassenerlangte Freiheit benutte er zur Flucht ins Ausfendung. Mitwirkende: Senator Matthias Wellan Brünn. 14.40: Feier zum 1. Mai. Arbeiter( 9lebe), Sängerbund des Arbeiterbildungsvereines, ein Sprechchor der Sozialistischen Jugend, Fris Berlfee( Rezitation). Programm: Nede des Senators Matthias Wellan zur Vormaifeier. Text von Josef Luitpold. Komponist Jos. Seyfried. Prolog zum 1. Mai. Ein Sprechchorwerk von Bruno Harrens. Freiheit. Text von Max von Schenkendorf. Komponist Karl Groos. Rezitation. Trovlied. Ziehung der Klassenlotterie ( Ohne Gewähr.) 20.000 Kč 30805. der ältesten, veranlaßt. Auf neu aufgearbeitet" Die Betriebsführer" werden aufgefordert, am kann man sie ein übriges Mal den neuheitshungrigen Nachmittag und Abend für ihre Gefolgschaften" land, um seinem Leben ein Ende zu setzen. 10.000 Kč 100354, 105414, 22352. Wolfsgenossen vermitteln. Bei den meisten ist über- Stameradschaftsfeste zu veranstalten und ihnen auch 5.000 Kč 31367, 17259, 115956, 93333, 115405, dies Verfährungsfrist ein- und der Reiz der Neuheit Almosen zu geben, wie sie im..Altreich" bis zu Koffein- Rennen. Seit mehr als zwei Monaten 119656, 101778, 47685, 114321, 20658, 14815, wieder aufgetreten. Manchmal genügt übrigens die 3 RW. Johnsteuerfrei sind. Und da man aus gab es auf der Athener Rennbahn eine Serie von 109139, 84241, 60752, 113680, 93558, 79353, Löschung der Firma( so heißt das wohl rechtlich) Desterreich bereits hunderte Millionen weggeholt Ueberraschungen. In nahezu allen Rennen siegten 24778, 80364, 8983, 39305, 92769, 96888, 73103, twie in dem Das Ministerium ist beleidigt", manchhat, beschenkt man großmütig in Wien 10.000 frasse Außenseiter, meist sogar solche Pferde, auf die 69224. mal indes geht die Kameradschaftlichkeit so weit, daß 2000 Kč 29943, 53841, 113179, 94943, 114731, nicht einmal Platzwetten lohnend gewesen zu sein Arbeitslose mit je 10 Nm. und eine entsprechend der Verfaſſername einfach durch einen phonetiſch geringere Bahl auch in Wiener- Neustadt usw. Schienen. Die Rennleitung beauftragte einen Tier- 14251 116326, 1944, 58672 54310, 10607. 102871, 111156, 76943, 106452, 32463, 80445, harmonischen Namen ersetzt wird. Das habe ich Schließlich, den 1. Mai in der Stadt, wo er stets arat mit der Untersuchung. Dieser konnte zunächst 34745, 88267, 52513, 42125, 83109, 119535, anläßlich der Nachdichtung einer meiner älteren Eram großartigsten gefeiert wurde, in würdiger nichts feststellen, bis er auf den Gedanken fam, den 15922, 7402, 38786, 61562, 114735, 106489, zählungen, die im Geburtsschein„ Ehrlich währt am Art zu begehen, mußten sich die Wiener Arbeiter Schaum vor dem Maul eines solchen Außenseiter- 70051, 15145, 106863, 43396, 48567, 72538, längsten" hieß, in der in der ,, Neuen Freien Presse" Siegers unmittelbar nach dem Rennen zu prüfen. Es 96434, 33971, 42932 5041, 65818, 67500, ja schon seit 1984 abgewöhnen vorläufig. vom 4. April 1938 erfolgten Taufe aber den Namen ergab sich eindeutig, daß das Pferd mit einer starten 13349, 62326, 47464, 67763, 61689, 36801, ,.Ehrlichkeit währt am längsten" erhielt.( Da sieht Eine wertvolle Geige gestohlen. Donnerstag Koffein- Injektion gedopt worden war. Inzwischen 54565, 14666, 831, 34305, 98015, 56673, man wieder wie die Nichtarier selbst durch Wortfür abends entwendete in Budapest ein unbekannter hat die Polizei 14 Mitglieder einer Bande verhaftet, 54991, 94182, 104400, 61404 57711, 30755, zungen den deutschen Volksgenossen jahrzehntelang Täter der bekannten polnischen Violin- Virtuosin die feit zehn Wochen 22 Pferde mit ihnen 20 Ren- 83266, 39009, 27377, 57672, 11029, 79477, betrogen haben!) so gefaßt hingenommen, wie ich Eugenie Uminsta, die in Budapest ein Konzert nen gewonnen hatten. Einige der Pferde sind zwar 79073, 41255, 33753, 110876, 45219, 90834, 72646, 6, 107772, 100475, 73651, 81519, die nun wahrscheinlich zweite Verbrennung meiner geben sollte, deren wertvolle Geige, welche aus inzwischen gestorben, doch haben die Stoffein- Rennen 48108, 18704, 10993, 70379, 13606, 71220, 38341, aus Deutschland nach Desterreich übersiedelten Bücher dem 18. Jahrhundert stammt und deren Wert ihren Erfindern immerhin die runde Summe von 104174, 32615, 14538, 103009, 37945, 71247, Hinnehmen werde. Womit ich, noch weniger meine auf 250.000 Bloth geschätzt wird. Der Diebstahl 35 Millionen Drachmen eingebracht. 1107519, 96903, 28552, 16016. 1 t Nr. 101 Der Schulweg Es wurde nicht geklopft. Kaum hörte man die Stimmen, da traten die Männer auch schon herein, den Vater zwischen sich. Hans sah sie durch die offene Küchentür. Zwei waren in Zivil, atvei in Uniform. Er steckte rasch den letzten Wiffen in den Mund, aber er wollte nicht rutschen. Er fdhvemmte ihn mit einem Schlud Kaffee hinab. Mutter", rief er halblaut. " Die Mutter fam aus dem Schlafzimmer und fah mit einem Blic, was los war. Große Ehre, meine Herren! Sie haben sich wohl schon lange nicht mehr blamiert?" Einer der Uniformierten schritt drohend auf fie zit. Aber der ältere der Zivilisten winkte: Lassen Sie die Frau. Was die redet-1" Gr wandte sich um: ,, Nun, Kerner, wollen Sie gleich auspacken oder müssen wir die Sachen selbst finden?" Der Vater schaute ihm einen Moment in die Augen; dann zuckte er die Schultern, ohne Antwort zu geben. Sie haben mich aus der Fabrik geholt", sagte er zur Mutter. Hans stand die ganze Zeit stumu neber seinem Stuhl. Was wird das geben? Was wer den sie mit Vater anfangen? Er wußte von vie len Vätern, die man geholt hatte. Einige waren zurüdgefommen. Sann fuhr er zusammen. Die Mutter hatte ihn angeschrien: Was stehst du da rum und hältst Maulaffen feil? Kümmere dich nicht um diese Geschichten, sondern sorg dafür, daß du in die Schule kommst! Denkst du, ich will immer die Scherereien mit deinem Lehrer haben? Wenn du heut wieder zu spät kommst, seyt's was!" Sie griff hinter den Küchenschrank und schmetterte seinen Schulranzen auf den Stuhl vor ihm. ,, Los, los, mach dich auf die Beine." Sie rig die Korridortür auf: Da sind zwanzig Pfennig; du kannst über den Markt gehen und dir eine Orange mitnehmen. Aber jetzt ab!" Er bekam einen Puff in den Nüden, die Tür fiel zu. Mit dem letzten Blick sah er noch, wie sie drinnen Schränke und Schubladen aufriffen. Komisch; Mutter war sonst nicht so grob. Und die zivanzig Pfennig eine wirkliche leberraschung; das war nicht ihre Gewohnheit. Er ging langsam die Treppe hinab. Wenn sie nur nichts finden! Plötzlich blieb er stehen: Jetzt begriff er alles. Warum er so schnell herausgeschmissen wurde, warum er auf den Marlt durfte, warum jein Schulranzen ihm so schwer vorkam. D. S., sagte er sich, wird gemacht! An der Haustür standen svei in Uniform. Niemand darf das Haus verlassen." ,, Heil Hitler!" sagte Hans. Aber wenn Sie mich nicht durchlassen, krieg ich das Fell voll. Der Lehrer ist mir sowieso nicht grün." So? Bist wohl ein Schulschvänzer, tvas? Na, los, lauf!" ,, Dankeschön!" rief Hans und schlug Tempo an. Er sah die dicke Frau Metzler schon von weitem hinter ihrem Obst- und Gemüsestand. Morgen!", rief er. Eine Orange hätt ich gern." Und während er die Früchte abtastete, um eine mit recht dünner Schale zu finden, sagte er: Jaso, beinahe hätte ich's vergessen. Mutter schidt Ihnen Altpapier. Sie kommt heute ettvas später; wir haben Besuch bekommen." Samstag, 30. April 1938 Deine ganze Kaufkraft der Genossenschaft! KONSUM- S SSENSCHAFT DIE KONSUMGENOSSENSCHAFTEN SIND EINE WIRTSCHAFTLICHE STÜTZE DER ARBEITENDEN VERBRAUCHER IN STADT UND LAND Die starke Wehr der organisierten Verbraucher Seite 7 Antreten zur Exekution! Von Norbert Vier Tage nur waren wir jenseis des Piave gewesen. Soweit wir dies von unserem Bataillonskommando aus beobachten konnten, stand die Sache schlecht. Leichen verwesten in der Junihiße, Ipir frochen angsterfüllt hinter die Straßenböschungen, denn zeitweise regnete es Granaten und die italienischen Flieger brachten Unheil. Aber der Weg zurück war noch schwieriger als der Vormarsch. Am Beginn der Offensive hatte uns das eigene, lang andauernde Trommelfeuer so etwas wie Zuversicht eingeblasen. Es böls Terte zwanzig Kilometer in der Breite. Vorher gab es Patetchen und Briefe von daheim und man verteilte Rum. Die Bosniaken, regimenterweise vorgeschict, sollten uns Bahn brechen. Ileber die Pontons, über die Dämme. Vorwärts! Dann aber: über die Pontonbrücken, über bie Dämme zurück. Das war kein Vergnügen. Am wenigsten für jene Schwärme, die verwundete Offiziere im Verfolgungsfeuer bei dreißig Grad Size über den Fluß mitnehmen mußten. Um einen Kilometer mit den Tragbahren zurückzuTegen, waren Stunden nötig. Eine zermürbie Armee suchte sich zu retten... Wir starrten vor Schmutz, der Hunger wühlte in den Gedärmen, Rucksack, Karabiner und Telephongeräte scheuerten den Körper wund. Angeblich war das Hochwasser an dem Debakel schuld. Andere sprachen von den schweren Batterien hinter dem Montello. Mancher tuschelte über Verrat. Schließlich sammelten sich Armee und Troß In den rüdwärtigen Dörfern. Jedermann war froh, irgendwvo eine Ecke zu finden. Kaum lag man und schon tam der Schlaf. Es ist ein schönes Gefühl, ohne Stahlhelm, ohne Kommisschuhe, mit dem Gefühl der Sicher= heit schlafen zu können. Und sei es auch auf einer Tenne, unter einem umgefägten Weinstoc. Der Mensch taucht aus der grellen Kriegslandschaft unter sein Zeltblatt und zieht so eine Grenze zwi= fehen sich und der unangenehmen Welt. Bis zum nächsten Alarm: ,, Alles antreten mit Gewehr!" Bald war die breite Dorfstraße mit Militär gefüllt. Stompagnie stand dicht bei Stompagnie. Alles mußte diesmal ausrücken: die Schuster, die Leichtmaroden, die Ordonanzen, sogar die Köche mußten die Schürze an die Deichsel hängen und mitfommen. Was war denn da eigentlich los? Warum dieses Massenaufgebot? Wieso gönnte man den todmüden Truppen, den ausgepowerten Plänklern feine Ruhe? Gerade unserem Standort gegenüber befan ben sich neben der Munizivalität drei hohe, starke Bäume. Es erschienen Offiziere und Soldaten in der typischen Etappenausrüstung, die sich unter der grünen Baumgruppe zu schaffen machten. Man wartete noch eine Viertelstunde. Dann erfuhren wir alles: Während der Kämpfe waren Zu jeder Zeit, die wie die unftige von poli- Die tragende und die erfolgbringende Kraft der vier Legionäre gefangen worden. Jetzt befanden fischer Unrast erfüllt ist, wo die verschiedenartig- Bewegung, das war und das ist der unbeugsame sie sich in der Gewalt der Desterreicher. Und da ften Umschichtungsprozesse vor sich gehen, wo ins- und unwandelbare Wille aufgeklärter, von führte man sie auch schon durch das Spalier vorbesondere die Ereignisse des Tages und die Idealismus und Mut erfüllter Männer und bei zur Nichtstätte uns gegenüber. Stellungnahme der Zeitgenossen zu ihnen in den Frauen, sich mit eigenen Mitteln ein Stück WirtVordergrund gerückt sind, ist es am Plaze, daß fchaft zu errichten, das ihnen gehört und in dem mit schmetternder Stimme eine Proklamation. Kommandos erschollen. Ein Offizier verlas jede Bewegung, welche darauf Anspruch erhebt, niemand anderer als sie selbst zu bestimmen haben. um ihrer Ziele und Ideale willen im Volfe verIch hörte nur den Lärm, aber ich verstand antert zu sein, diese Ideale und Ziele scharf umSelbstbestimmung und Selbst- feines der Worte. Und ich konnte auch den Einverwaltung sind untrennbar mit dem Be- zelheiten der Erefution an den drei Menschen reißt. Der wäre charafterlos, der wie ein schwantend Rohr im Winde jeder Regung von außen Verbraucher verbunden. Nicht das, das der auf- Laut und Klage, still und stumm auf das Gerüst griff einer freien Genossenschaftsbewegung der nicht folgen. Nur so viel wußte ich: sie waren ohne her nachgebend, heute abschwörte, was er gestern geklärte Verbraucher in der Konsumgenossen- gestiegen. Jeder stand mit dem italienischen Helm Frau Mekler zudte mit feiner Miene... Gib als richtig erkannte, ohne daß sich das Wesen der schaftsbewegung rein äußerlich sieht die gut und der italienischen Uniform aufrecht da die her", sagte sie. Wo hast du's, im Ranzen?" Sache, zu der er stehen soll, nicht geändert hätte. funktionierende und kostensparende Verteilungs- Schlinge ein Ruck ein Zucken durch den Sie öffnete die Klappe, nahm den Baden heraus Mögen die Zeitläufte sich wie immer gestal maschinerie- macht das Wesen konsumgenossen- Störper aus war es. und legte ihn neben ihren Stuhl. Die alten Zei- ten, der Wesensinhalt jeder echten schaftlicher Arbeit allein aus. Viel mehr, und in Drei Tage ließ man die vier Gehängten an tungen, die da schon lagen, obendrauf. fonsumgenossenschaftlichen Ar- erster Linie ist dies die Marfchrichtung, den Bäumen. Große Papiertafeln mit Inschriften ,, Da, nimm nur noch eine dazu. Nein, fein beit um diese handelt es sich hier, so wie welche die Bewegung einschlägt. Das Riel aller hingen an den Leichen als Warnung für die Geld! Du hast mir ja das Einividelpapier ge- er durch die antitapitalistische Zielseßung und durch die Auswirkungen des Kapitalismus betrofe anderen. bracht. Lauf, damit du in die Schule kommit!" durch die wirtschaftliche Leistung gekennzeichnet ist, fenen Menschen muß die Abschaffung dieses ver- Den Kriegsartikeln, der militärischen DisziHans zog ab. So, nun mochten sie daheim ist un verrück bar; von diesem Weseninhalt derblichen Wirtschaftssystems sein, welches der plin, der Staatsraison war Genüge getan worden. die ganze Wohnung auf den Kopf stellen; es wahrer Genossenschaftsarbeit wird um fein Jota Menschheit Hunger, Krieg und Elend bringt. An Tagelang gab es zwischen uns jungen Leu würde ihnen nichts nüßen. Und den Vater muß abgewichen. diesem hehren Ziele mitzuarbeiten ist die geschichts ten erregte Gespräche. Draußen an den drei ten sie freilassen. Er blieb, hinter einem Ver- Jeder aufgeklärte Arbeiter weiß, wie es aur liche Sendung der freien Genossenschaftsbewegung Bäumen hing der Anlaß. In diesen Gesprächen- die tschechischen kaufsstand versteckt, stehen und sah zu, wie Frau Konsumgenossenschaftsbewegung gefommen ist: der Verbraucher. Kameraden sagten nichts dazutauchten mit Meyler Obst abivog, geschickt Tüten wickelte und Die Klassenlämpfe um die Jahrhundertwende mit harter Notivendigkeit viele Fragen auf, denen man die Früchte aus der messingenen Waagschale dem bewußten Streben nach Befreiung aller von sonst aus dem Wege ging. hineinrollen ließ, oder ein Vündel Lauch und der Wirtschaft des Kapitalismus abhängigen und Petersilie in ein Stück Papier schlug. Sie nahm durch diese unterdrückten Menschen sind die Ges Papier nicht immer von der gleichen Stelle. burtshelfer der Konsumgenossenschaftsbewegung Meistens von oben, wo die alten Tageszeitungen gewesen. Stein teuflicher Plan etwa, die Händler lagen, die sie selbst mitgebracht hatte. Aber vier- und Gewerbetreibenden zu vernichten, sondern die oder fünfmal sah Hans sie rasch zwei Griffe offenbare Notwendigkeit, sich als Verbraucher von machen, einen nach unten, einen nach oben, und den Auswirkungen des tapitalistischen Wirtwußte: nun befam wieder eine Kundin, in den schaftssystems zu schüßen, haben zu den ersten „ Anzeiger" geschlagen, eines der Blätter, die Konsumvereinen geführt und weiters die Erkennt er gebracht hatte. Frau Meßler kannte ihre nis, daß die bestehende kapitalistische GesellschaftsLeute; es war alles in Ordnung. und Wirtschaftsordnung aus eigenem nie und nimmer die Lebensinteressen des werktätigen Vol tes wahrnehmen wird.„ Hilft uns niemand, so werden wir uns denn, so gut es geht, selber helfen." Unter dieser Losung begann di: Konsumgenossenschaftsbewegung ihr Aufbauwert, unsicher Es war viertel Neun, als er ins Massenanfangs und mit mancherlei bitteren Enttäuschun zimmer trat. Er machte die Tür hinter sich zu und drehte sich um. Der Lehrer stand, leicht gen und Erfahrungen, dann aber schritt sie z te lborgeneigt, am Pult, die Hände auf den Rücken und wegbewußt auf der Straße gelegt. Komm her, du Früchtchen!" sagte er, des Erfolges. Teise zwischen den Zähnen. Nun mußte er sich aber auf die Socken machen. Als er um die nächste Ecke bog, schlug es acht. Er zuckte die Schultern: nun war's schon egal; da brauchte er nicht mehr zu heßen. Wenn du wüßtest, dachte Hans. Und während er zögernd auf ihn zuging: Na, ich werd's schon aushalten. Max Barth. Von unten auf wurden die Konsumgenossen schaften geschaffen, von unten auf werden sie durch die Treue Hunderttausender ihrer Mitglieder getragen, von unten auf müssen sie auch gegen jeden Zugriff äußerer Gewalten verteidigt werden. Nicht eine seelen- und willenloſe Warenvertei lungsmaschinerie wollen die Konsumgenossenschaf ten sein, sondern eine von ihrer höheren Zieliebung beseelte Kampforganisation für die Lebensrechte und die Lebensinteressen der werktätigen Verbraucher. Die Genossenschaftsbewegung der Verbraucher von jeglichen autoritären Einflüssen freizuhalten, muß die ernste Pflicht aller sein, denen die Stonsumgenossenschaften mehr sind als Unternehmungen, welche die Mitglieder mit guten und preiswürdigen waren versorgen. Der Konsumgenossenschaftsbewegung Was ist dieses Oesterreich eigentlich? Warum wird es von den Tichechen gehaht? Was wollen die überhaupt? Was sollen wir Deutschen tun? Manche verteidigten die Erekution und schmähten die drei Gehängten. Ich trat solchem Gerede mit den zornigen Worten entgegen: Sie sind tapfer für ihr Volk gestorben!"" Sofort deckten mich die Nationalisten und Patrioten zu. Man schrie hin und her, bis die Unteroffiziere brüllten: ..Ruhe dort hinten!" Wir mußten schweigen. Maulhalten und weiterdienen. Bald wurde diese Episode durch andere grelle Ereignisse aus dem Gedächtnis verdrängt. Die vier Toten, irgendwo aus Tabor oder der Sitschin, wurden durch andere Tote, gefallen in Verbraucher ist mit keinem Feiertags den nächsten Kämpfen am Piave, abgelöst. Manch Das, was die Konsumgenossenschaftsbetei de a lis mus gedient. Hier geht es in mal aber muß ich, wenn im Kreise meiner gung geworden ist, das verdankt sie ausschließlich erster Linie darum, ihre wirtschaftliche Kraft zu Freunde die Rede auf den Krieg kommt, an die ihren eigenen Kräften. Niemand, und auch kein wahren und zu mehren; die Verteilungsstellen der grüne Baumgruppe in dem italienischen Dorfe sozialer" Schönredner, hat ihr dabei geholfen. Konsumgenossenschaften sind wochentags geöffnet. Ibenken. Seite S Ballade 1938 Von Fritz Brainin Er stand an der Straßenede wie ein Sandwichman. Um den Hals gehängt hatte er ein Platat aus Pappendeckel. Darauf stand mit großen, häßlichen Buchstaben geschrieben: Ich suche Arbeit! Ich mache alles! Er war seit drei Jahren arbeitslos. Das mit dem Plakat war sein letzter Ausweg. Es dämmerte schon. Der Verkehr war groß. Viele Leute drängten vorbei. Autos jags ten. Die Stadt roch nach Asphalt, Flieder und Benzin. Seine Knie wankten vor Schwäche. Die Menschen, die an ihm vorbeikamen, schauten auf und wieder weg. Autos jagten. Ein offener, staubbedeckter Tourenwagen bremste scharf am Straßenbord. Hallo, Sie!" rief der rotgesichtige Mann am Steuer und riß den Schlag auf. 3a, Sie! Steigen Sie ein!" Der Arbeitslose taumelte vorwärts bis zum dröhnenden Auto-Dann brauste alles schwarz um ihn. Er kam wieder zu sich, als der Wagen auf der Landstraße dahinrafte und der Wind fühl um feine Schläfen strich. Die Stadt war längst verschwunden, Aeder, Wiesen im Abenddunst, flach und still bis zum Horizont, drehten sich vorüber. Vorne, über dem schulterkantigen Umris des Mannes am Steuer, stand die untergehende Sonne. Fliegen in die Sonne hineindachte der Arbeitslose, lächelnd zurückgelehnt, bis ihn das Licht blendete und er die Augen wieder schloß. Er hatte Hunger. Er riß die Augen auf. Was ist los mit mir? Seine Fäuste ballten sich, und seine Kiefer mahlten sandig. Was will der von mir?! Der Tourenwagen fraß unerbittlich heulend das laufende Band der Straße. Er wollte schreien. Aber sein Schrei blieb lautlos wie im Traum. Der Mann vor ihm drehte sich wie zu fällig um und stoppte sofort. Dann wandte er jich zum Fahrgast zurüd, eine Bigarette im Schlaff herabhängenden Maul. Er hatte in der Nähe ein fettes, bläulich rasiertes Gesicht mit pechschwarzem Menjou- Schnurrbart und kleine, rotgeäderte Augen mit dicken Säden. Na, wie geht's?" fragte er heiser, schon ausgeschlafen?" Der rastlose Motor dröhnte; seine Hand zitterte start, als er dem Arbeitslosen die geöffnete goldene Zigarettendose hinhielt. Der beugte sich gierig vor, schnappte eine Zigarette und biß hinein. Er bekam Feuer. Üleberwältigt vor Gier tamen ihm Tränen, und er tat einen tiefen, selbstvergessenen Zug. ..Passen Sie jetzt auf", sagte der Frembe, der ihn die ganze Zeit belauert hatte ,,, ich have Sie nicht zum Vergnügen mitgenommen, verstehen Sie?" Der Arbeitslose nickte glücklich ergeben. Sein dumpfes Hungergefühl löste sich wie warmer Dunst im Magen auf. Sie suchen Arbeit! Sie machen alles! Nicht?" sagte der Fremde und tippte mit dem dicken, beringten Finger auf das Plakat, das der Arbeitsloje um den Hals gehängt trug. 3a", jagte der Rauchende lächelnd ,,, ich suche Arbeit! .... Ich mache alles!... Alles, ja..." CONSTANT KRAFT DURCH FREUDE Samstag, 30. April 1938 ARBEITS FRONT ,, Stolz und frei" feiert der Arbeiter unter dem Faschismus den Mai- Tag Erinnerungen einer Siebzigjährigen an den 1. Mai 1890 Bald feiern wir wieder den 1. Mai. Wenn werden, den Leuten alles wegnehmen und unter uns an diesem Tage der Weckruf unserer Musik- sich aufteilen werden. Ich mußte täglich in die fapellen aus den Federn lodt, so lehrt bei uns innere Stadt einkaufen gehen und die Poſt abein freudig feierliches Gefühl ein und stolz neh- holen. Am 1. Mai morgens kam die Frau un gewöhnlich bald in die Küche, wo auch der Herr schon beim Waschen war, und sagte:„ Daß du mir das Mädel heute nicht in die Stadt schickst, du hast doch gehört, was alles heute sein wird. Mr. 101 Märchen von heute... Es gab einmal eine Zeit ohne Kriege... Es gab einmal Staaten ohne Arbeitslosig. feit und Hungersnot... Es war einmal ein Bürokrat, der fühlte sich als Diener des Publikums... und wenn er nicht gestorben ist, lebt er heute noch. Es war einmal ein Rüstungsindustrieller, der war für den Frieden... Es war einmal ein Völkerbund, der seine Berpflichtungen erfüllte und die kleinen Völker schütte... Es war einmal ein englischer Diplomat, der über die politische Lage Mitteleuropas Be. fcheib wußte.... Es war einmal ein Diktator, der nahm feine heiligen Bersicherungen" ernst... Es gab einmal eine Demokratie, die sich die Provokationen der Diktaturen nicht gefallen lief.... ... von morgen... Es gab einmal eine Zeit ohne Kriege.... Es gab einmal Staaten, die ihre Arbeits. losen verhungern ließen... Es gab einmal Bürokraten, die sich für den Mittelpunkt der Welt hielten... Es gab einmal Menschen, die aus Blut Gold machten... Es gab einmal Diktatoren, die einen Weltbrand entfesselten... Es gab einmal Demokratien, die sich vor den Diktaturen fürchteten... ... und übermorgen... Es war einmal eine Zeit blutiger Kriege... Es gab einmal einen Völkerbund"... Es gab einmal Lente, die man Bürokraten nannte... kennt ihre Namen nicht mehr... Es hat einmal Diktatoren gegeben, man Es gab einmal hungernde und unterdrückte Menschen... Martin Grill. Es ist doch ein Schreiben herumgegangen, daß Schach ins Volk alle Läden geschlossen sein werden, wahrscheinlich auch die Post. Wenn dem Mädchen etwas passiert, tragen wir die Verantwortung." Der Herr hat fich das feelenruhig angehört und sagte dann: Glaubst du wirklich im Ernst, daß die Ostrauer Arbeiter zu uns kommen? Die verlangen eine bessere Behandlung und mehr Lohn. Aber nicht von uns, sondern in Ostrau. Also gehen Sie nur ruhig zur Post, es wird Ihnen nichts geschehen." " Ich ging mit vielen Ermahnungen der Frau in die Stadt. Die Niedertorstraße war menschenleer. Aber was ich hier sah, jagte mir wirklich Angst ein. An allen vier Plabseiten standen Ge wehre in Pyramiden und die Soldaten gingen in den Lauben spazieren. Erschroden und ratlos blieb ich stehen und machte wahrscheinlich auch ein recht dummes Gesicht. Da lam ein Offizier und fragte mich, wo ich hin wolle? Zur Post," sagte ich. " Treffen Sie nicht hin? Soll ich Ihnen einen Mann mitgeben?"" Nein, nein, ich treffe schon, nur getraue ich mich nicht" und zeigte dabei auf die Gewehre und die Soldaten. Da lachte der Offizier und ich tam wohlbehalten wieder nach Hause, nur die Arbeiter von Ostrau hatte ich nicht gesehen. SCHACHAUFGABE Nr. 389. Von G. Guidelli. Schwarz: Ke5, Th7, Sd5, Bc5, d7.( 5) 8 3 a b c d e f g h 8 17 abcdefgh Weiß: Kal, Dg6, Lc1, c4, S18, g8, Bb5.( 7) Matt in 2 Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erschel nen der Aufgabe an Wenzel Scharoch, Drakowa 32, Post Modlan, einzusenden. Lösungszug zu Nr. 386: D16- b6! Richtige Lösungen sandten ein: Schöffel Anton, Franz, Prag- Strašnice: Dinnebier Emil u. Amler Ru Der Fremde drehte ihm halb den breiten Rücken zu, zog den Hut tief in die Stirn und sprach sehr laut und erregt wie zu einem andern: ..Sie werden jetzt alles tun, was ich Ihnen sage! Wenn Sie alles tun, was ich Ihnen sage, fönnen men wir an den Umzügen und Versammlungen Sie das ganze Geld bekommen, das ich bei mir teil. Wir finden es ganz selbstverständlich, daß have! Verstehen Sie?" Und dabei schlug er sich dieser Tag unser ist, daß an diesem Tage uns mit der Hand auf die Brust, daß sie dröhnte wie die Straße gehört. Es dürfte wohl nur bei alten ein Tresor.„ Mein ganzes- Geld!" Genossen und Genossinnen ein Rückerinnern an Der Arbeitslose wurde vollkommen wach manchen andern 1. Mai geben. Wohl viele werund nüchtern. Der Zigarettenstummel ver- den nicht mehr unter uns weilen, die den allerbrannte ihm die Finger. Ich bin schon drei ersten Mai gefeiert haben. Jahre arbeitslos, Herr", sagte er und warf den Ein solches Rüderinnern einer Genojjin Stummel weg ,,, ich mache jede Arbeit, Herr". möchte ich den Lesern mitteilen. Doch ich lasse jetzt Nehmen Sie den Revolver aus der rech- die Genossin selber erzählen. ten Wagentasche!"- Der Arbeitslose gehorchte.„ Ich war als 22jähriges Mädchen, Mädchen ..Haben Sie ihn?"- ,, da, Herr."-Gut!" für alles, in Neutitschein. Es war die Zeit vor der 1. Mai naht, so denke ich oft an diesen keine erhalten. -Da war wieder das Hungergefühl im rausch- dem ersten Mai 1890. Gruselige Geschichten wurbetrogenen Magen, aber noch grausamer als den in der Stadt über den kommenden 1. Mail früher. Er umspannte krampfhaft das kalte erzählt. So unter andern: daß die Ostrauer ArEisen und erwartete weitere Befehle von vorn. beiter im geschlossenen Zug nach Neutitschein Aber der Wagen fuhr schon wieder an und kommen wollen und alles furz und flein schlagen arbeitete sich die Steigung der Straße hinauf. Das Land ringsum lag schon dunkel unter dem grün verblassenden Abendhimmel. Es roch nach Frühling und frischgepflügter Erde. Da mein Herr am 2. Mai Geburtstag hatte, mußte ich nach Schönau bei Neutitschein um Blu- Schöbritz; Tepper Franz. Karlsbad: Nitsch Rosa. men gehen. Da war es lebendig auf den Straßen. Trupschitz: Pichrt Wenzel, Bergesgrün: Koukal In einer der vielen Gruppen entdeckte ich die dolf. Tetschen: Lepschi Franz, Kaplitz; Rotsch Man Tochter unserer Waschfrau. Sie kam auf mich aufred u. Schmidt Rudolf, Kleinpriesen: Habl Erwin, Schindler Robert, Freund! Anton, Lohmüller Hans, und lud mich zu einem Ausflug ein, da heute Holfeld Otto, Tyle Lady, sämtlich Nestersitz; Schöpká 1. Mai ist. In der Stadt durften wir uns nicht Josef, Dux; Schlosser Heinrich u. Hermann Franz, sammeln. Im Walde hielt dann Genosse Schloß- Graupen; Havel Franz, Modlan; Berger Josef, Klein Augezd: Beutel Wilhelm, Arnsdorf bei Tetschen; Ul nickel( der Vater vom Genossen Schloßnidel) bert Rudolf, Proseditz. einen Vortrag. Ich konnte leider nicht dabei sein. Aber dafür bin ich jetzt immer dabei und wenn allerersten 1. Mai." ,, Schießen Sie doch, Sie Idiot!" brüllte der Mensch vorn und duckte sich noch tiefer über das Auf der Anhöhe verlangsamte das Auto die Lenkrad.„ Ich bin ruiniert!... Verstehen Sie Fahrt wie zu einem Anlauf. Die sanft geneigte, das nicht?!... Millionen!!... Alles verloren!! schnurgerade Straße vor ihnen bis zum westlich... Ruiniert!!!... Schießen Sie!!!!..." flammenden Horizont war wie ausgestorben, Der Arbeitslose schwieg. ,, Warum fein Auto oder Motorrad kam ihnen entgegen, schießen Sie nicht-?!!!!"— nur von sehr weither über Land kam das leise Rollen der unsichtbaren Bahn. Dem Arbeitslosen wollte es unheimlich werden, so ganz allein mit dem seltsamen Fremden in dieser gotwerlassenen Gegend. Aber die geladene Waffe lag totsicher in seiner, vom Weltkrieg her geübten Hand, daß eine talte Entschlossenheit in ihm aufstieg.... Der Wagen schoßz plötzlich vor, ging mit Vollgas durch. ,, Schießen Sie!" schrie der Mann am Steuer, schießen Sie!... In den Rücken!... Sechs Schuß!!!... Ach so", sagte der Arbeitslose ganz Tangsam und weiß im Gesicht, Selbstmord wollen Sie machen... was soll da unsereiner tun?" ,, Schießen Sie!!!" ..Ünd feig sind Sie auch noch dazu... Und da soll ich Sie tillen für Sie... Nein, bei mir nicht, Herr... Den Gefallen tu ich Ihnen nicht, Herr... Machen Sie sich nur Ihren Ihren Dreck allein, Herr... Bin fein Gangster, Herr-" " Ich habe eine Frau und Kinder", sagte mit starren Augen der Arbeitslose wie zu sich selbst. Gr jah jie, ausgemergelt, mit hohlen Augen, wie sie zu Hause um den leergefegten Tisch hocken, auf ihn warteten und warteten Der Arbeitslose verfärbte sich vor Wut: ,, Schyvein, verfluchtes!!" schrie er und hob unwillkürlich den Revolver ,,, ihr verfluchten Börsenjobber seid schuld am ganzen Elend!" Und in diesem Augenblick, als er wie unwillfürlich auf die fleischrohe Genickfalte vor ihm zielte, wurde es ihm flar, was das Ganze bes deutete,- das rasende Auto, vorne der Milliardär und hinten der Arbeitslose-: Das rasende Auto, das ist die Zeit, in der wir alle heute leben, der Milliardär vorn, das ist der Eigennuß, der ruiniert ist, und der Arbeitslose hinten, das ist der Mörder des selbst mörderischen Eigennußes. Sein Mörder, den er sich selbst bestellt hat, und der ihm im Nacken ist als stetig wachsender Alpdruck von Millionen! 101 D. Emil, Tetschen; M.-Bl. für April habe ich noch -0Schachfreund Ludwig Walter+. Am 23. April verschied ganz unerwartet unser lie. ber Schachgen. Ludwig Walter im 34. Lebensjahre. Es sind die schlichten Worte einer Proletas rierin von ihr selbst niedergeschrieben. Doch sagt Wir verlieren in ihm einen treuen eifrigen und allehrlich, sind sie nicht schön? Aber als der Arbeitslose das klar erkannt hatte, fühlte er in sich nur eine große, grimmige Heiterkeit... Denn er wußte jeßt: Der reiche Mann, der toll vor Todesanast überm Steuer hing, war schon längst ein toter Mann, so gut wie begraben und stinkend vor Verwesung. Ihm war auf keinen Fall mehr zu helfen. Nicht ein mal mit sechs Millionen Dollars. Und auch nicht mit sechs Schuß: Leichenschändung?- Pfui Teufel! Und aufspringend riß er den Arm hoch und feuerte über den Geducten hinweg alle sechs Schüsse in die Luft, mitten in die glühenden Abendwolken hinein, wie über ein Grab und wie zum Salut einer neuen Zeit! Dann warf er das rauchende Eisen weit weg, stieß den Schlag auf und sprang in voller Fahrt ab. Der Boden flog ihm unter den Füßen das von, der aufwirbelnde Staub machte ihn blind, und es dauerte endlose Sekunden, bevor er sich im unbarmherzigen Abwärtsschwung auf fangen konnte. Er erhob sich aus dem Staub und stand. Der Wagen aber, sirenenheulend, entfernte sich auf der Landstraße mit wahnsinniger Geschwindigkeit, wie ein tollgewordenes Leichen auto, dachte der Arbeitslose.- wurde immer fleiner und leiser und löste sich als ein Punkt auf am blutigverdämmernden Erdrand, seits beliebten Kämpfer, Sein aufrichtiger Charakter und seine Tätigkeit im Verein sicherten ihm viele Freunde. Der Arbeiter- Schachklub und alle die den Dahingegangenen kannten, werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Arbeiter- Schachklub, Wisterschan. 101 Serienspiele. Der letzte Kampf im Teplitzer Bezirke und die Meisterschaft wurde in Eichwald gegen Zukmantel ausgetragen. Die Eichwalder Gen, gewannen den Kampf mit 4: 2 Punkten. Die Gen. Nausch: Laufer einigten sich auf Remis( Hängepartie). Der Endstand ist fol gender: 1.- 2. Teplitz I. 4% Siege, 23% Punkte, 50% Ge samtpunkte. 1.- 2. Wisterschan I. 4 Siege, 261 Punkte, 50% Gesamtpunkte. 3. Elchwald 3½ Siege, 5. Zuk 16 Punkte, 37 Gesamtpunkte. 4. Wisterschan II. 1 Sieg, 10% Punkte, 16% Gesamtpunkte. mantel 1 Sieg, 7% Punkte, 13% Gesamtpunkte. Teplitz II. 1 Sieg, 6 Punkte, 12 Gesamtpunkte. -06. Die Entscheidung um den Bezirksmeistertitel bringt das Ergebnis in der Kreisserie Teplitz: Wister schan gegeneinander. Die Einzelmeisterschaft wird diese Woche beendet, wir berichten darüber in näch ster Folge. Meldungen für den Wettkampf Teplitz: Dux am 22. Mai in Kostenblatt sind bis längstens 8. Mai an Wenzel Scharoch einzusenden. Wir ersuchen um lebhafte Teilnahme da Spielmöglichkeiten in Masse verhanden sind. 6: 1 Punkten. Das Spiel bot weiters keine interessan Wisterschan II. M. gewann gegen Neu- Modlan mit ten Momente. Im Duxer Bezirk gewann mit viel Mühe Sobrusan gegen Dux mit 4: 2 Punkten. Nach Lang- Uugest ka men die Hostomitzer Gen. mit nur 4 Mann und er zielten ein Unentschieden 3: 3. Den einzigen Gewinn punkt für Lang- Ugest errang Gen, Fischer. Die End runde findet am 8. Mai statt. Es spielen Dux in Hosto mitz und Lang- Ugest in Sobrusan, 11 1. r t It : # 33% 25 ** . DER WELTFRIEDE KANN INDEM DIE FRIEDLIEBENDEN LÄNDER SICH ANEINANDER SCHLIESSEN GERETTET WERDEN Die Länder Mittel-, Ost- und Südeuropas( Polen. Ungarn, Jugoslawien, Griechenland) werden durch die kriegslustigen Länder stark beeinflußt. Nur die demokratische Tschechoslovakel wehrt sich kräftig. Alle diese Staaten sind noch Mitglieder des Völkerbandes, aber wenn England sie Im Stiche läßt, werden sie alle eine Beute des Faschismus. England und die anderen friedilebenden Länder können das verhindern. WIEVIEL MENSCHEN WOHNEN IN DEN EINZELNEN GRUPPEN? Völkerbund ( Jedes Rechteck bedentet 29 MI. Menschen) Britisches Beich EL Andere friedliebendo Kriegsbereits Länder Länder Furchtbar war der Krieg zwischen Bolivien und Paraguay. Der Krieg dauerte solange, solange andere Länder Waffen lieferten. Als dies aufhörte, hörte auch der Kriez auf, Diese Karte gibt ein Bild über die friedliebenden u. die faschistischen Länder. Deutlich sieht man hier, wie richtig die Worte Roosevelts sind: ,, Der Friede, die Freiheit und die Sicherheit von neunzig Prozent der Weltbevölkerung werden bedroht durch die anderen zehn Prozent." Drei Länder treiben zum Krieg: Deutschland, Italien und Japan. Diese drel Länder umfas sen nur einen kleinen Teil der Welt, ihre Be völkerung ist gering im Vergleich zum Rest. Und doch bedrohen sie den Frieden! Und sie können ihre Politik der Drohungen und Erpressungen durchführen, durch die sie einander stützen, durch die sie einander helfen. Würden auch die friedliebenden Länder die Kräfte zusammenlegen, dann wäre es mit den faschistischen Kriegsdrohungen vorbei, Würden die friedliebenden Länder den Grundsatz der kollektiven Sicherheit aufstellen und verteidigen, dann wäre der Friede verbürgt. Die Welt ohne England würde einen schwe ren Kampf zu führen haben. Aber zusammen würden die friedliebenden Länder den faschistischen Kriegstreibern ein mächtiges Halt!" zurufen. Krieg. Faschistischer Aufstand gegen die rechtmäßige Regierung. Deutschland und Italien liefern den Rebellen Waffen und Menschen. Auch englische Schiffe werden überfallen. Aber England wartet ab... Gibraltar, die englische Festung, wird durch deutsche Kanonen In Spanisch- Marokke bedroht. Die deatschen Kanonen auf den kanarischen Inseln bedroben auch die englischen Verbindungen mit Südafrika. Die mit schlefgekreuzten Schraffen verschenen Stellen sind Telle der früheren deutschen Ko lonien. Sie gehören nun England und Frankreich. Aber Deutschland for dert sie zurück. Krieg. Selt 1935 erobert nem Itallen Abessinien mit Bom ben und Giftgas. Von selafrikanischen Gebiet bedroht Italien nun die Verbladungen Englands mit dem Osten. England wartet ab... England, engl. Kolonien, Dominien und Protektorate, See Luft09 Verbindungen des englische Weltreichs Andere Völkerbandsmitglieder und ihrs Kolonien. Faschistische Länder mit Kolonien Krieg. Nachdem Japan zwischen 1932 und 1935 Mandschukno and Jehol anaektiert hat, versucht es aus, das restliche Chins zu überwältigen. Japan will Aslen von den welßen Völkern befreien". Die Japaner nähern sich Britisch- Hongkong und bedrohen dadurch Britisch- Indien. Und nicht nur das! Schon sind fremde Flugzeuge über Nord- Australien gesichtet worden. Friedliebende Länder, die dem Välker bund nicht angehören. Länder, die dem Völkerbund angehören, aber durch faschistische Mächte überfal les wurden. Aus ,, Your Britain" EIN STARKER VOLKERBUND IST NOTWENDIG! all der als En ein der fdic RCS LUTHER Bi ibm Blei nid Reb Abkürzungen: Dt. Sdg. Deutsche Sendung. Na. Nachrichten. OK Orchesterkonzert. Sch. Schallplatten.- TM.= TanzUM. Unterhaltungsmusik. musik. Inland Rundfunk der Woche Montag, 2. Mai Prag an allen Wochentagen: 6.15 Prag- Melnik: 6.15-8.00 Lustig i. d. Lustig i. d. neuen Tag. 8.00 Schulneuen Tag. 8.00 Schulfk. 10.15-11.00 funk. 9.45 Sicherheitsdienst. 11.55 Märsche a. Sch. 12.15 Industriefk. 12.30 Landw. 13.50 Industriefunk. 16.00 Na. 12.45 Konz. a. Sch. 14.00 Börse. Nachr. 22.00 Nachr. 18.00 Kinderstd. 18.30 Vortr. ü. Rohstoffversorgung. 18.45 UM. 19.00 Dich. Sonntag, 1. Mai terstd. Wittek. 19.15 Na. 19.30 Der singende Wald, sudetendt. Volkslieder. Prag- Melnik: 10.00 Maifeier. 11.00 20.00 Kammermus.( Cello: Jos. Merz, Sch.- Konz. 12.00 Presse. 12.25 Kur- Klavier: Fr. Holletschek.) 20.30 UM. konz. a. Teplitz- Schönau. 13.00 Frühl.-( Ges. K. E. Preger.) 22.15 Na. 22.30 musik.( Sch.) 14.00 Landw. Bauern- Sch. 22.40-23.00 Na f. Ausland. predigt. 14.15-14.30 Dt. Arbeitersdg., Prag: 10.00 Frauenfk. Vortr. ü. EntJos. Hofbauer: Fest der Menschlich- fettungsdiät, 10.20 Schulfunk a. Brünn. keit.. 18.00 Kammermus.( Sch.) 18.30 10.40 Sch. 12.10 Sch. 12.30 Na. 12.45 Prof. Ortmann: Naturbeobachtung im UM a. Ostrau. 15.15 Konz. a. Pressbg. Mai. 18.45 Mozart- Werke a. Sch. 19.00 Prof. Jungbauer: Volkskundl. Monatsschau. 19.15 Na. 19.40 Sport.. 20.00 OK ( Dir. Fritz Rieger). 21.15 Der Ackermann aus Böhmen, Streitgespr. von Johannes v. Saaz. 22.00 TM.( Sch.) 22.15 Na. 22.35-23.00 TM a. Café Winkler i. Reichenberg. Mähr. Ostrau: 15.40 Vortr. ü. RousEsperanto- Vortr. 18.25 Lieder v. Vlad. seau. 17.30 Vortr. z. Muttertag. 18.15 Polivka. Mittwoch, 4. Mai 18.10 Dr. F. Neubauer: 50 Jahre An beiter- Unfallvers. 18.35 Arbeitersdg. 18.45 UM. 19.00 Dr. Kubitschek: Feste im Böhmerwald. 19.30 Balladen( Ges. Herm. Ehm, Klavier Prof. Langer). 20.00 Die Wundermedizin, Hörsp. v. V. Heger. 21.30 Uebertr. a. d. Café Richmond in Karlsbad. 22.30-23.00 Tanzmusik. Prag: 10.00 Frauenfunk. 10.15-10.30 Opernarien a. Sch. 11.40-11.55 Klavierkonzert.( Sch.) 12.10-12.30 Sch. 12.45-13.50 UM a. Kaschau. 15.15 Buntes Progr. a. Brünn. 15.45 Vortr. ü. d. Maler Blažiček. 16.10 Volkslieder a. Brünn. 16.30 Fr. Schubert: Trio Es. Dur f. Geige, Cello u. Klavier. 17.10 Feuilleton. 18.00 Russ. Kurs. 18.20 UM. ger Lehrer.( Chöre v. Janáček.) 20.15 Vortr. Prof. Matoušek ü. Vergangenh. u. Schicksal d. Erde. 20.30 Chorkonz. 20.45-21.55 OK.( Dir. Malko, Ges. Marta Krásova). 22.20-23.00 Sch. Prag- Melnik: 6.15-8.00 Morgensdg. 10.15 Viertelstd. f. d. Frau. 10.45-11.00 Brünn: 13.55 Landw. 15.15 UM, Wagner- Werke a. Sch. 12.10 Sch. 16.10 Volkslieder. 17.10 Neue Bücher. 12.45 Konz. a. Sch. 14.00-14.10 Börse. 17.25 Kunstber. 17.40 Dt. Sdg. Tsche18.00 Ital. Konz. v. Bach( Cembalo: chen u. Deutsche; Dr. Klein: Erste Prof. J. Langer). 18.10 Landw. 18.45 Hilfe bei Unfällen. 18.20 Arbeiterfunk, bis 19.00 Sch.( Saint- Saëns: Karneval Mähr.- Ostrau: 17.10 Zum Fünfuhrder Tiere). 19.00 Polit.Aktualität. 19.30 tee( TM). 18.10 Dt. Sdg. Dr. Spitzer: Hans Heiling, Oper v. Heinr. Marsch- Kinderarzt u. Mutter; Cellokonzert. bis 23.00 Lustige Sch. ner.( A. d. Dt. Theater in Prag). 22.45( Grete Hahn- Ost). ( Klav. Prof. Fr. Wagner). 22.30-23.00 Arbeiterfk. 18.30 Ber. u. neue deutSch. sche Bücher. 19.35 Report. ü. Brünner Prag: 10.00 Frauenfk: 10.15-11.00 Sozialeinrichtungen. 22.15 Engl. Kurs. 12.10-12.30 Operettenges. a. Sch. Cello u. Klavier. Bunte Sch. 11.05 Schrammelkonz. 22.35-23.05 Jar. Kvapil: Sonate f. 12.45-13.50 Mil. Konz. 15.15 UM a. Mähr. Ostrau: 12:00 Landw. 17.40 Kaschau. 15.40 Vortr. ü. Kindergarten. Vortr. ü. Napoleon in Rußland. 18.00 16.10 Klass. Mus. a. Kaschau. 17.10 Ländl. Blasmusik. 18.20 Arbeiterfk. 19.20 Blasmus. 20.00 Chorkonz. d. PraJugendsdg. 17.30 Vortr. ü. Musik in Aktualitäten. 18.30 Blasmusik. 19.30 Südamerika. 17.50 Vortr. ü. Radioak- Radiofilm. 22.15 Sch. tivität. 18.20 Konz. d. Postebeamten. 19.20 Hörbild ü. Luftangriff. 19.35 Donnerstag, 5. Mai UM. 20.25-21.05 Priester Peter, Drama v. Tetmajer. 21.05 OK. a. Brünn. 22.15-22.30 UM.( Sch.). 22.30 Sokol. 23.00 A. Paris: Vortr. des Gesandten Dr. Osusky. 23.30-23.45 Engl. Na. Brünn: 13.50 Industrie. 17.40 Dt. 15.45 Vortr. 16.10 Jugendfk. a. Stra- Sdg. Arbeitersdg. Sozialinf. Landw. konitz. 16.40 Sch. 16.55 Sokol. 17.25 18.20 Musik. Wochenber. 18.35 SoSch. 17.40 Russ. Kurs. 18.00 Landw. zialinf. 21.05 Poln. Mus. 18.10 Arbeitersdg. Oberst Kudláček: Vortr. ü. Militärdienst. 18.20 Konz. 18.45 Saxophonsolo. 19.00 Na. 19.20 Opernpotpourri, 19.45 Der Dichter Vit. Prag: 10.00 Frauenfk. 11.05 UM. Samstag, 7. Mai Nedbal spricht. 20.00 Dickschädel", 12.10-12.30 Sch. 12.45-13.15 Melodien Prag: 6.00 Mil.- Konz. a. d. Baum- Oper v. Dvořák( a. d. Nationaltheater) a. d. Oper Louise" v. Charpentier. sendung. 10.15 Viertelst. f. d. Frau. Prag- Melnik: 6.15-8.00 Morgengarten. 7.20 Sicherh. 7.30 Karlsbader 1. Akt. 21.25 Mazurka v. Szymanovsky. 13.15 Soldatenlieder. 15.15 UM a. Zum Muttertag( Ges. F.Reich- Dörich). Konz. 8.10 Sokol. 9.05 Arbeitersdg. 22.15 Sch. Prag- Melnik: 6.15-8.00 Morgensdg. Ostrau. 15.50 Vortr. ü. InformationsBrünn: 10.20 Schulfunk: Mutter hat 10.15 Sch. 10.35 Dt. Schulfunk. 12.15 dienst der Staatsbahnen. 16.10 Volks10.30-11.00 Ouvertüren a. Sch. 12.10 ., 20. Jahre Tätigkeit", Hörszene. 9.30 Report. v. d. Karlsbader Brunnenwei- Namenstag, Funkszene. 12.00 Landw. Vortr. ü. Austauschkinder. 12.45 Konz. lieder a. Ostrau. 17.10 Jugendsdg. a. Lydia Kindermann singt Lieder von he. 10.00 Handel u. Gewerbe. 11.20 13.50 Lektüre. 15.45 Märchen. 17.25 a. Sch. 13.50 Arbeitsmark. 14.00 Börse. Schumann u. Pfitzner. 12.45-14.00 Übertr. a. Aussig: Taufe neuer Han- Dvořák: Drei Stücke a. d.„ Poetischen 18.00 Jugendsdg. 18.20 Arbeitersdg. 18.10 Arbeiterfk, 18.20 OK. 19.20 Vor- Uebertr. a. d. Glockengießerei KomoPressbg. 17.40 Lieder v. Jindř. Seidl. Sch. 18.00 Bauernhochzeit.( Sch.) 18.45 delsschiffe. 12.20 Na. 12.35 Unterh.- Stimmungen" f. Klavier. 17.40 Dt. Sdg. 18.40 Sozialinf. 18.45 Mozartlieder Progr. 13.50 Landw. Abg. Beran: Der Dr. F. Kreysler: Von guten Büchern,( Ges. Käthe Walter). 19.00 Stimmen, UM a. Kaschau, 20.25 Hochzeit, Kom. tau. 19.30 Tachauer Bauernkapelle 1. Mai heute u. vor 90 Jahren. 14.05 P. K. Fritscher: Maigedanken f. den die uns teuer sind. 19.30 Hörfolge a. a. Brünn. 21.00. OK a. Preßburg. 22.15 spielt. 20.00 Die Musikanten kommen, Voma in Ing. Nečas: Was die Re- Arbeiter, 18.20 Arbeitersdg. Fr. Pulec: d. Erzgebirge. 20.15 Zehn Mädchen bis 22.35 TM.( Sch.) 22.35-23.35 Espe- Walter u, H. Paweletz). 22.30-23.00 lust. Hörfolge. 21.15 UM( Ges. Käthe publik den Arbeitenden gab. 15.00 Die Anfänge d. Arbeiterbewegung und kein Mann, Operette v. Suppé ranto a. Brünn. Maisdg. a. Ostrau. 16.00 Emmy Des- d. tschech. Literatur. 18.30 Sch. 19.45( Dir. Posarowitz). 21.15 Besuch im tinn, Sch. 17.00 OK. 18.00 Hörfolge. Vortr. 21.25 Was Leoš Janáček der Schloß Clary, Teplitz- Schönau. 22.30 markt. 17.40 Dt. Sdg. Arbeitersdg. Dr. Sch. 11.05. Mil.- Konzert aus Kaschau. Brünn: 12.00 Landw. 13.50 ArbeitsPrag: 10.00 Frauenfunk. 10.15-11.05 18.30 Dvořák: Streichquartett as- Dur. Natur ablauschte, Hörfolge. 22.15 bis 23.00 Sch. E. Fried: Beruf und Gesundheit, Marie 12.10-12.30 Sch. 12.45-13.50 UM a Prag: 10.00 Frauenfk. 10.15-11.00 Erben: Die Arbeiterin im Schicksals- Preßburg. 15.15 UM. 16.05 Volkslieder. 19.00 Na. 19.35 Philosophen- Historie Russ. Kurs. 22.35 Sch. Bunte Sch. 11.05 UM. 12.10-12.30 aus Alt- Leitomischl, ein Studentenkampf. 18.30 Sch. 19.20 Musik. Vortr. Sch. 12.45-13.50 UM a. Kaschau. 15.15 16.20 OK. 16.40 Theater f. d. Jugend 20.25 Hochzeit. Komödie von Sosta. Brünn. 18.05 Arbeiterfk. 18.20 UM. Popul. Konz. a. Brünn. 17.10 Jugendschenko. 22.15 Russ. Kurs. 22.35-23.35 sendung. 17.40 Engl. Kurs. 18.20 OK. 19.20 Popul. Konz. 20.35 Vortr. aus Esperanto- Sdg.. Brünn. 20.50-21.55 Im Brunnen, kom. 19.15 Polit. Aktual. 19.30 Radiofilm a. Ostrau. 20.50-21.05 Vote- Volkslieder. 16.30 UM. 18.10 Dt. Sdg. 22.15-22.30 Sch. 22.30–23.30 TM a Oper v. Blodek.( A. d. Nationaltheat.) fánik a. Kaschau. 21.05 Volkslieder- Ing. Kudielka: Ein vergessener Lyrizyklus v. Bohuslav Martinů. 22.15 ker a. d. Kuhländchen; Maria Stona Café National. Klavierwerke v. Maurice Ravel. 22.40 liest Erz. Schwed. Volkslieder( Ges. Lissie von Rosen). 23.00-23.15 Franz. Na. bild nach A. Jirásek. 21.15 Dvořák: Die Glocken v. Zlonitz, Symph. c- Moll. 22.00 Na. 22.25 Sch. 22.35-23.30 TM. ( Jar. Ježek u. seine Band.) Dienstag, 3. Mai trag Prof. Pelnář u. Ernährung. 19.35 Mähr.- Ostrau: 15.15 UM. 16.10 Prag- Melnik: 6.15-8.00 Morgensdg. 10.15 Viertelstd. f. d. Frau: M. Klinger: Die Küche im Mai. 10.30 FrühBrünn: 17.35 Dt. Sdg. O. Matzner: lingslieder. 11.10-11.50 Dt. Schulfk: Landschule u. Wehrerz.„ Hotel- Pen- Zum Muttertag. 12.10 Tänze a. Sch. sion Edelweiß", Hörsp. v. Fr. Langer 12.45 UM( Sch.). 14.00-14.10 Börse. Mit Gesang i. d. Ehestand."( Mitw. 18.00 Altdeutsche Lieder. 18.15 LeSinggemeinde d. Ortsgruppe Unter- bendes Tschechisch. 18.30 D. Bauer Tannowitz d. Dt. Kulturverbandes). u. d. tschech. Lyrik. 18.45 Sch. 19.00 Brünn: 12.00 Landw. 13.50 ArbeitsMähr- Ostrau: 10.00 Vortr. 10.15 Dr. Moucha: Neue Bücher. 19.30 TonPrag- Melnik: 6.15 Morgensendung. Sch. 15.00 Ein Mainachmittag( Kin- film- Lieder. 20.00 Übertr. a. Graslitz: markt. 15.15 Popul. Konz. 17.40 Dt. derchor a. Hrušov u. Mil. Orch.). OK d. Instrumentenbau- Fachschule. Sdg. R. Macudzinski: Vortr. ü. Unter- 8.00 Schulfk. 10.15-11.00 Sch. 12.15 19.15 Feuilleton ü. Studentenliebe. 20.50 Spanische Suite v. Albeniz bewußtsein: Slowak. Volkslieder. 18.20 Vortr. 12.45 Sch. 14.00-14.10 Börse. Ausland Sonntag, 1. Mai Alle reichsdeutschen Sender: 5.00 Hafen- Konz. a. Hamb. 7.00 Musik a. Königsb. 8.00 Frühlingslieder a. Berlin. 9.20 OK a. Frankf. 11.00 Lieder u, Märsche( Dtschl.- Sender). 13.30 UM aus Saarbrücken. 15.00 Ehret die Arbeit" a.Wien.( Rez. Werner Krauß). 11. Kammermus.) 16.00 Tanzmus, aus Berlin, Leipzig, Köln u. Danzig. 19.15 Volkslieder u. Tänze a. Leipzig. 20.00 Lustige Musik. 23.00-3.00 UM a. Breslau, Wien u. Stuttgart. Sch. Freitag, 6. Mai Tanzmusik. Brünn: 13.50 Landw. 16.40 Theater f. d. Jugend. 17.40 Dt. Sdg. Dr. Vecera: Slawische Symphonik; Karl Meixner: Richtiges Deutsch. 20.35 Vortr. Prof. Cáda ü. Staatsflagge. Mähr.- Ostrau: 12.00 Landw. 17.40 Vortr. ü. Stefanik. 18.00 UM. rette v. Rich. v. Genée. 21.00 Ital. Konz. 16.00 Vortr. ü. China. 16.30 Lie- 1OK. 22.30 Kammermus. 23.00-24.00 Beromünster: 12.00 Tonfilmmusik, Kompon. a. Sch. 22.30--24.00 Tanz- der a. Sch. 18.05 Der Taucher, Ballade TM a. Frankf.s ( Sch.) 12.40 UM( Sch). 16.00 Frauenmusik a. Köln. v. Schiller, Mus. v. Fr. Schubert. 18.30 Berlin: 12.00-14.00 Konz. a. Frankf. std. Vortr. ü. flüss. Obst. 16.30 Sch. Breslau: 12.00 Musik aus Bad Salz- Med. Vortr. 19.10 Arbeitsmarkt. 19.25 14.15 UM. 15.35 Heitere Sch. 16.30 17.00 OK. 18.45 Wochenschau. 19.10 brunn. 14.00 Heitere Sch. 16.00 OK. Völkerbundsber. 20.15 Mozart- OK. Sdg. z. Erinnerung an Charles Seals- Vortr. ü. Bevölkerungspolitik. 20.00 18.25 Kammermus. 19.10 Der blaue 22.05 Sch. field. 17.00 Schubert: Sonate f. Kla- Luise Miller, Oper v. Verdi( a. d. Montag, Frühlingsspiel mit Versen. Mailand: 19.30 OK. 21.00 Elektra, vier zu vier Händen C- Dur. 18.00 Basler Stadttheater). 21.10 Der Mai ist gekommen, ober- Oper von Rich. Strauß( a. Venedig). Tänze aus Opern. 19.10 UM. 20.00 TM. Mailand: 19.30 OK. 21.00 Ital.. Warschau: 12.05 u. 13.30 OK. 15.35 22.30-24.00 UM. dtsch. Austauschkonz. 22.15 Harfenbis 24.00 Unterhaltungs- Musik. schlesische Hörfolge a. Gleiwitz. 22.20 Liter.- mus. Sdg. 16.15 Volksmus. 18.00 Breslau: 12.00 OK. 14.15 UM. a. konz. 23.15 TM. Wien: 12.00 OK. 13.15 Konz. a. Poln. TM.( Sch.) 19.30 Hedwig. Oper Berlin. 16.00 Konz. 17.10 UM. a. Köln. Luxemburg: 12.00 UM. 13.00 OK. Hambg. 14.15 Mus. a. Hambg. 15.30 v. Kurpinski. 22.00 UM. 23.00-23.30 18.20 D. Haus am Traunsee. Novelle 14.05 Klaviersoli. 15.30 u. 18.30 Engl. ü. Hebbel. 20.30 OK. 22.30-24.00 UM| Konzert. 19.40 Bunte Sdg. 21.00 BerSonate u. Lied. 16.00 Konz. a. Köln. Budapest: 17.30 Symph.- Konz. 19.10 a. Stuttgart. lioz- Konz. 21.20 Einf. in d. Mozart18.00 Tonfilm- Sch. 20.00 Märsche v. Leipzig: 12.00 Konz. a. Frankf. 14.00 schen Symph. 21.40 Symph. Nr. 28 Jos. u. Joh. Strauß. 21.00 Bilder aus Violinkonz. 20.40 Zigeunermus, 22.00 Wien, Hörf. 22.30-24.00 Tanzmusik Béla Bartok spielt Bach u. Scarlatti.( Sch.) 15.50 Ber. a. Brasilien. 16.00 C- Dur v. Mozart. 22.15 Kammermus. Luxemburg: 12.00 UM. 13.00 Ber. UM a. Köln. 19.00 TM.( Sch.) 20.00( Sch.) 23.00-1.00 TM. aus Köln. Mailand: 19.40 Bunte Musik. 21.00 Stimmen. 14.05 Symph. Konz.( Sch.) Mus. a. Dresden. 22.30-24.00 UM. a. Konz. d. Berl. Philharmon. Orch. 15.30 u. 18.30 Engl. Konz. 20.30 Konz. Stuttgart. Samstag, 7. Mai 21.00 Dédé, Operette von Christiné. ( Dir. Furtwängler). Warschau: 12.00-13.00 Konz. 15.45 21.45 Aus d. 1. Akt v. Marius" v. Musik a. Hambg. 15.30 Kammermus. Königsberg. 14.00 Sch. 15.15 Buntes Schach. 14.45 Wiener Walzer.( Sch.) Heitere Hörf. 17.15 Klaviersoli. 18.10 Pagnol( Mitw. Raimu, Pierre Fres- 16.00 UM a. Köln. 20.00 Uebertr. a. Wochenende. 16.00 UM. 18.00 In LieVorarlberg. 21.10 Hans Pfitzner- Konz. be ganz verloren, Liedersp. von Hugo 15.00 Duette. 16.00 Lustsp. 17.15 UM. Musik v. Strauß( Sch.) 20.00 UM. nay). 22.05 OK( Operettenmusik). ( Dir. Kabasta). 22.20-24.00 UM. 19.00 Na. 20.30 Elsäss. Mus. 21.45 Bun- 20.45 Kammermusik. 22.10-1.00 TM. Mittwoch, 4. Mai Beromünster: 12.00 Klaviermusik Deutschlandsender: 12.00 UM a. von Chopin.( Sch.) 12.40 Schweizer Königsberg. 14.00 Sch. 15.15 TM. Volkslieder( Sch.) 16.30 Sch. 19.20 ( Sch.) 16.00 UM. 18.00 Klaviermus. Vortr. ü. Rumänien. 20.05 Aus einer 19.10 Frankfurter Mus. 21.30 Walzer- Studenten- Arbeitskolonie. 20.50 Der melodien.( Sch.) 22.30 Händel: Con- Gerechtigkeitsgedanke i. d. Dichtung. certo grosso F- Dur. 23.00-24.00 Wie- Vortrag. 21.15 Dvořák: Serenade für Streichorchester. 21.50-22.25 TM. ner Dialektsdg. a. Wien. Mailand: 19.30 OK. 21.00 Oper. 23.15 TM. Straßburg: 7.45 Presse. 9.15 Das schöne Mädchen. Oper von Bizet. ( Sch.) 11.00 Rossini- Ouvertüren( Dir. Toscanini) a. Sch. 12.00 Volkslieder. 12.45 Na. 13.45 Um. 14.30 Vortr. ü. tes Konz. 22.30 Na. 23.00 TM. Budapest: 12.05 Salonquintett. 17.00 Beromünster: 11.15 Vortrag über Zigeunermus. 18.30 Klaviersoli, 20.00 die Reformationszeit. 12.00 OK. 13.30 Don Pasquale, Oper v. Donizetti( Sch.) Vortrag über Freiheitsgedanken i. d. 22.20 OK. 23.30 Dt. Na. 23.35 Jazz. Schweiz, 14.25-15.00 Mai- Konz.( Sch.) Luxemburg 12.00 OK. 12.30 UM. 17.00 Schweizer Mus. 18.00 Maifeier 13.00 Franz. Lieder( Sch.) 13.45 Dorf( Nationalrat Huber, Männerchor u. musik.( Sch.) 14.05 Ges. 15.00 UM. Orch.) 19.10 Vortr. ü. japan. Frauen.( Sch.) 15.30 u. 18.30 Engl. Konz. 20.45 19.45 Nachr. 20.00 Oberon, Oper von Kabarett a. Brüssel. 22.20 Belg. Mus. Weber( a. d. Stadt- Th. Zürich). 22.35 23.00-23.30 TM. Nachrichten. Moskau- Komintern: 19.00 Konz. Mailand: 19.45 Bunte Mus. 20.30 21.30 Na. Fanny Elßler, Operette von Johann Dienstag, 3. Mai Strauß. 23.15 Tanzmusik. Budapest: 14.00 Zigeunermus. 17.00 OK. 19.00 Sch. 19.50 Lustsp. m. Mus. 22.25 Zigeunermus. 23.00 OK. Roten Platz. Montag, 2. Mai Berlin: 12.00 Konzert a. Stuttgart. 14.15 UM. 15.35 Heitere Sch. 17.00 Konz. 18.00 Sch. 19.10 Kammermusik. 20.00 OK. 21.30 Walzer( Sch.) 22.30 bis 24.00 TM. a. Breslau. Wien: 12.00 Konz. 13.15 OK. 14.15 Warschau: 12.00-13.00 Konz. 16.15 UM. 17.15 Von Athen bis Bayreuth. Hörfolge. Entw. d. Oper. 19.40 Cellosoli. 20.10 UM. 22.00 Beethoven: Klavierquartett Es- Dur. Moskau- Komintern: 17.30 Rustan u. Ludmilla, Oper v. Glinka. 21.30 Na. Freitag, 6. Mai Deutschlandsender: 12.00 UM. aus Rasch. 22.30 Kammermus. 23.00-24.00 TM. a. München. 1.00-2.00 TM. aus Berlin. Berlin: 12.00 Konz. a. Wien. 14.15 Sch. 16.00 Bunte Melodien a. Köln. 18.00 UM. 19.10 Klänge aus Nordland ( Sch.) 20.00 Bunter Abend a. Senftenberg. 22.30-2.00 TM. Breslau: 12.00 Konz. a Wien. 14.00 Heitere Sch. 16.00 Bunte Melodien a. Köln. 18.30 Chor- Konz. 20.00 Bunte Klänge von anno dazumal. 22.30 bis 24.00 TM. a. Berlin. Wien: 12.00 Konz.( Wiener Sinfoniker). 14.15 UM. a. Hamburg. 16.00 Bunte Melodien a. Köln. 18.00 Offene Singstunde. 19.10 Brahms. Konzert d. Wiener Sinfoniker. 20.00 Liebe im Mai, Hörfolge m. Mus. 22.30-24.00 TM. a. Berlin. Leipzig: 13.15 Konzert a. Stuttgart. 15.30 Kinderlieder. 16.00 OK. 18.20 Deutschlandsender: 12.00 Mus. a. Klaviermusik a. Dresden. 20.00 VolksStuttgart. 14.00 Sch. 16.00 Mus. a. tänze. 22.40-24.00 TM. Hambg. 17.10 Mus. a. Leipzig. 18.30 Wien: 13.15 Konz. 14.15 Musik a. Moskau- Komintern: 19.00 Konz. Kammermus. 20.00 OK. 21.15 Rob. Hambg. 15.30 Kammermus, 16.00 UM. 21.00 Na. 21.10 Maifeier. 21.55 Vom Schumann: 2. Symph. C- Dur. 22.30 v. Deutschl.- Sender. 18.15 Sch. 20.00 Deutschlandsender: 12.00 UM aus Straßburg: 12.00 OK. 13.15 UM. Mozart: Adagio u. Rondo. 23.00 bis Franz. Mus.( Wiener Sinfoniker). Hambg. 14.00 Sch. 15.15 Kinderlieder. 14.45 Konz. 16.15 Sch. 16.30 Konz. z. 24.00 Tanzmusik a. Köln. 21.30 TM. 22.20-24.00 Wiener Dialekt- 16.00 UM a. Köln. 17.10 Mus. a. Bres- Jeanne- d'Arc- Feier in Orléans. 18.45 Berlin: 12.00 Konzert a. München. sendung. lau. 18.25 UM( Sch.) 21.00 UM. 22.30 Sch. 19.30 Mus. a. Rennes. 20.30 ChorDeutschlandsender: 12.00 OK. 14.00 15.00 UM. 16.00 Konz. a. Königsberg. Warschau: 12.00-13.00 Konz. 16.15 Hausmus. um 1550. 23.00-24.00 TM konz. 21.30 Musik v. Rimsky- KorsaSch. 15.15 Portug. Mus.( Sch.) 16.00 18.00 Operettenmus. 19.10 Aus Opern Ungar. Weisen. 17.15 Moderne franz. a. Wien. koff. 23.00 TM. Mus. a. Köln. 18.25 UM. 19.10 UM. m. v. Bizet( Sch.) 20.00 UM. 21.00 Das Mus. 19.20 Poln. Lieder. 21.00 Kla- Berlin: 12.00-14.00 Konz. a. Saar- Beromünster: 12.00 Schöne StimGes. 20.00 UM. 21.15 Kammermusik. schöne Abenteuer, Lustsp. v. Cailla- viermusik v. Chopin. 22.00 Chorges. brücken. 14.15 UM. 15.35 Heitere Sch. men a. Sch. 12.40 Aus Operette und 22.30 Debussy: Trio f. Flöte, Bratsche vet, Flers u. Rey( Mitw. Gusti Huber, 22.35 Blasmus.( Sch.) 17.00 Dvořák: Trio f. Klavier, Violine Tonfilm( Sch.). 13.30 Polit. Wochenu. Harfe. 23.00-24.00 UM.( Sch.) Vict. de Kowa u. H. Brausewetter). Budapest: 12.05 Konz. 17.00 Klavier- u. Cello. 18.00 UM. 21.00 Konz.( Sch.) ber. 13.45-14.30 Report. ü. Bau einer Berlin: 12.00 Konz. a. Hambg. 14.15 nischer Abend. 20.15 Hörspiele. 21.50 122.30-24.00 Mus. a. Leipzig. Eisenbahnbrücke. 16.00 Ländl. TM. UM. 15.35 Heitere Sch. 17.00 Streichsoli. 18.00 Zigeunermus. 19.00 Arme- Breslau: 12.00 UM. 14.00 Sch. 16.00( Sch.). 19.55 Vortr. Was ist die Wahrquartett v. Kurt v. Wolfurt. 18.00 UM. OK. 23.10 TM.( Sch.) UM. 18.00 Heitere Launen großer heit? 20.20 Marschmus. 21.30 Walzer 19.10 Sch. 20.00 Der Musikfeind, OpeLuxemburg: 12.00 OK. 13.45 Sch. Meister, Hörsp. 20.00 Plauderei über( Sch.). 21.45 Pariserinnen, mus. Lust14.50 Schubert- Konz. 15.30 u. 18.30 selten gehörte Musik. 23.30-24.00 spiel v. Benatzky. 22.40 TM.( Sch.). Nachrichten in deutscher Sprache. Wien: 12.00 OK. 14.15 Mus. a. Ham- Engl. Konz. 20.20 Revue. 22.05 Bari- TM. a. Leipzig.. Mailand: 19.30 OK. 21.00 Ital. Lie( ausser Sonntags). burg. 15.30 Kammermus. 16.00 UM. a. ton u. Harfe. 22.50-23.30 TM. Leipzig: 13.15 Konz. a. Saarbrücken. der. 21.30 Donizetti, Lustsp. 23.15 bis Moskau- Komintern: 20.00 Report. 14.00 Sch. 15.20 Kammermus. 16.00 0.30 TM. 7.55 Luxemburg. 10.05 Brünn. 12.30 Königsbg. 18.20 Sch. 19.10 Hausmus. Prag- Melnik. 13.40 Luxemburg. 13.55 21.15 Aus neuen Operetten( OK). 20.15 Opernmusik. 20.45 TM. 21.30 Na. UM. a. Breslau. 18.30 Felix Timmer- Warschau: 12.00 Konz. 16.45 UM. Brünn. 14.00 Preßburg. 18.15 Moskau. 22.20-24.00 OK. manns liest. 20.00 La Traviata, Oper 18.15 Lucienne Boyer singt( Sch.). 18.45 Brünn u. Preßburg. 19.00 Lu- Straßburg: 13.15 Konz. a. Rennes. v. Verdi. 22.45-24.00 TM. 21.45 Funk- Groteske. 22.00 Chorges. xemburg. 19.15 Prag- Melnik. 19.45 17.15 Klaviermusik. 18.00 Sdg. d. Ar- Donnerstag, 5. Mai Wien: 12.00 Konz. a. Saarbrücken. Luxemburg: 12.00 Neue Sch. 13.45 Beromünster. 20.00 Straßburg. 22.00 beiterhochschule Paris. 18.30 Lieder. Deutschlandsender: 12.00 UM aus 13.15 OK. 14.15 UM a. Hambg. 16.00 OK. 14.30 Vortr. ü. Madame de Staël. Moskau. 22.15 Prag- Melnik u. Luxem- 19.30 Konz. a. Limoges. 20.30 Buntes Breslau. 14.00 Sch. 15.15 Hausmusik. UM a. Breslau. 18.55 Margarethe, 15.35 Sch. 16.15 u. 18.30 Engl. Konz. burg. 22.45 Straßburg. 22.50 Bukarest. Progr. 2145 Hörspiel. 16.00 UM a. Köln. 18.15 Aus d. ital. Oper v. Gounod( a. d. Wiener Staats- 20.30 Bunte Sdg. 21.15 Symph.- Konz. 23.00 Moskan 23.00-1.00 TM, Beromünster: 12.00 OK 12.40 Sch- Liederbuch v Wolf- Pfitzner, 20.00 oper). 22.45-24.00 TM, 22.30-24.00 TM. a. Hamb. Leipzig: 12.00 Konz. a. München. 14.00 Sch. 16.00 UM. 18.20 Lieder. 20.00 Adam contra Eva, Hörspiel. 22.40 bis 24.00 TM a. Hamburg. 23.00 Dt. Progr. C do 0 Mr. 101 Samstag, 30. April 1938 Charlatan, Abenteurer, Forscher Von Fred Coppersmith Dies ist die tragikomische Geschichte Emin| Stanley gilt als Spezialist für das Aufsuchen Raschas, der ſeit Jahren mit einer Militär- verlorener Europäer in Afrika, und auch diesmal abteilung im Innersten Afrifas abgeschnitten, bringt er das Kunststück fertig: Er findet Emin Pascha. vor 50 Jahren, am 28. April 1888 von Morton Stanley aus Afrika hinausgeführt wurde. Er hat ihn niemals vorher gesehen. Als er endlich nach unendlichen Mühen und Strapazen Im Herbst 1874 erlebte die kleine Stadt vor ihm steht, am 28. April 1888, in der Nähe Neiße einen Aufzug, der einem Zirkusumzuge des Albert Nyanzasees, da ist Stanley ſprachlos nicht unähnlich war; Emanuel Schnitzer, der vor vor Staunen. sehn Jahren von der Universität spurlos vers Seite 11 Volkswirtschaft und Sozialpolitik Len Ausschußsitzung des Internationalen Gewerkschaftsbundes Im Mittelpunkt des Interesses steht die Frage Vom 17.- 21. Mai findet in Oslo die dies eigentlichen Aufgabenkreis der Gewerkschaften ge jährige ovdentliche Ausschußſivung des Internationa- hören und gerade in diesem Jahr vor allem vom Gewerkschaftsbundes( 3GB) statt, auf der gewerkschaftlichen, d. H. vom Standpunkt der Bro nahezu 20 Millionen freinewerkschaftlich organi duzenten, aus behandelt werden sollen. Dazu ge sierte Arbeiter vertreten sein werden. hören die Frage der jetzigen Wirtschaftspolitik des Statt eines robusten, energischen Mannes GB und seiner Landeszentralen. die 40Ewunden war, besuchte seine Eltern, brave temmt ihm ein zarter, bebrillter alter Mann des Anschlusses der fowietruffischen Gewerkschaften Stunden Woche und ihre allgemeine Ber Bürgersleute. Er besuchte sie nicht allein: Mit mit langem, grau meliertem Bart entgegen. an den JGB. Nachdem der VII. Internationale wirklichung( ein Problem, das nach mühevollen und ihm ift eine ſchöne Frau aus dem Harem eines Emin Bascha ist so kurzsichtig, daß er beim Lesen Gewerkschaftskongres in London im Jahre 1936 be zum großen Teil refultatloſen Bestrebungen im türlischen Paſchas, deren vier Kinder, Diener die Augen dicht an ein Buch oder an einen Brief fchloffen hatte, die bisherigen Bemühungen des JGB Internationalen Arbeitsamt in diesem Jahre wieund Dienerinnen.. halten muß. Nichts von Kraft und Energie ist in schaftlichen Einheit fortzusetzen und zu diesem Zwecke worteten Boden zurüdgeführt werden foll) und die auf dem Gebiete der Wiederherstellung der gewerk der auf den allzeit von den Gewerkschaften befürs Neiße, die kleine ruhige Stadt steht Kopf. feinem Wesen; er ist weichlich und unentschloſſen. mit den Organisationen von Amerifa, Australien. Serif en verhütung, d. h. die Verfolgung Emanuel Schnißer quartiert seine Begleiter in Neuseeland, des Fernen Ostens, der USSR und einer Wirtschaftspolitif, die vom jeweiligen Stand cinem großen Haufe ein. Er ist das Oberhaupt Ist Emin Pascha noch ein Europäer? allen anderen außerhalb der Gewerkschafts- Inter- und damit den jeweiligen Erfordernissen der Wirt der Gesellschaft, die ihm untertänig ergeben nationale stehenden Landeszentralen, Verhandlun schaft ausgeht. Das Referat zu diesen Vunkten bält fdicint. Zwei brave, alte Menschen in Neiße, Stanley überbringt ihm Vorschläge: Der belgen einzuleiten und im Zuge dieser Bestrebungen Genoffe Corn. Mertens. die Eltern Schnizers erholen sich langsam von gische König will ihn in seine Dienste nehmen anläglich der Ausschußsihung 1937 in Warschau der Amerikanrische Gewerkschaftsbund dem JGB der Enttäuschung, die ihnen der Sohn bereitete, und hofft damit natürlich das ganze vom Pascha beigetreten ist, fanden auch Besprechungen mit den els er vor zehn Jahren plöblich fein Studium erforschte und zum Teil bereits fultivierte Ge Sowjetrufftfchen Gewerkschaften in Moskau ſtait. unterbrach. Jst er zwar kein Gelehrter, kein biet zu seinem Stongoſtaat zu bekommen. In Lon- Es kam zur Unterbreitung von Bedingungen seitens Dottor geworden, scheint er es doch in der Welt don bestehen Pläne am Albertſee eine englische der sowjetrussischen Gewerkschaften und von Ge zu etwas gebracht zu haben. Ein halbes Jahr Kolonie zu errichten. Auch dort würde man Emin genvoranschlägen feiten der Wertreter des erscheinung iſt) gelenft werden. Natürlich wird das bleibt Schmizer in Neiße; dann verschwindet er anstellen. Die Vorstandssigung des JGB vom 13. Januar 1938 hat die Annahme dieser Bedingungen als un jo plöglich, wie er gekommen ist. Noch wenige möglich bezeichnet und dem Ausschuß die Ablehnung Bochen haben die Bewohner von Neiße Gelegen vorgeschlagen. Gleichzeitig wurden die Landeszen heit, die bunten Türken zu bewundern. Die fata tralen aufgefordert, dem Sekretariat des JGB, Strophalen Geldverhältnisse der Türkei zwingen falls dies ihr Wunsch ist, ihre Meinungen befannt auch sie, die Stadt zu verlassen. zugeben. Dies ist teils durch direkte Schreiben an den JGB und teils durch Beschlußfassungen und Aeußerungen der zuständigen Organe und der Presse gefchehen. Der Generalsekretär Schevenels wird hierzu auf der Ausschußsigung vor der allgemeinen Distussion und Beschlußfassung einen Bericht er statten. Der Sput ist vorüber. Ein Charlatan wird Abenteurer Emin Pascha kann sich für nichts entscheiden und er lehnt alles ab. Es gibt nur einen Menschen, der Anspruch auf dieses Gebiet hat, und das ist Emin Pascha selbst. Will er sich selbst ein Reich errichten? Er spricht nicht mit Stanley über seine Pläne, aber er hat ein Anliegen an ihn: StanTeh soll Emins Tochter in Sicherheit bringen. Stanley glaubt, nicht recht zu hören: Ihre Tochter?" " Ja", antwortet Emin. Meine Tochter. Ich habe eine abeffinische Sllavin geheiratet. Sie starb, aber Ferida lebt." Jst Emin Pascha noch Europäer?, fragt sich Stanley. Ob dieser organisatorisch und zum Teil auch politisch bedeutsamen Frage werden jene Probleme nicht vergessen werden, die heute mehr als je zum Gefährdung der Bädersaison Wer die Türken waren, die Neiße besuchten, ist niemals ganz geklärt worden. Nur Vers mutungen besagen, daß Schnitzer in türkische Dienste getreten war, und dort Karriere als Quarantänearzt in Antivari machte. Dort wurde der Gouverneur von Albanien, Katti Pascha, sein Freund. Ms dieser starb, zog Schnitzer mit dessen Er bringt die Tochter in Sicherheit, aber es Frau, in die er sich verliebt hatte, und ihrem dauert noch Wochen, bis er den Pasche dazu überUebereinstimmend berichtet eine ganze Reihe ganzen orientalischen Troß von Ort zu Ort. Aber redet, ihm in die Zivilisation zurüd zu folgen. von Blättern, daß in den westböhmischen Weltlaunisch und an Stimmungen gebunden, wie Emin will nicht gerettet" werden. Aber schließbädern, aber auch in anderen Kurorten und SomEmanuel Schnißer ist, haben Glanz und Reize lich gibt er doch nach und folgt Stanley an die der schönen Türkin bald ihre Straft eingebüßt. Stifte. In Bagamoyo werden sie gefeiert wie Nach dem possenhaften Einzug in Neiße ist Selden. Ein großes Festbankett findet zu ihren Echniker wieder verschivunden. Ehren statt. Das ist ein bißchen viel nach den Zwei Jahre vergehen, wie viele Zeitspans Erlebniſſen im Urwald. Emin Baſcha tritt aus nen im Leben Schnipers, ungeflärt, als er wie dem Bankettsaal hinaus, an ein Fenster in der der von sich reden macht. Aus dem Charlatan von Galerie, um Luft zu schöpfen. Da spielt ihm echter Abenteurer geworden. feine Sturzsichtigkeit einen Streich und er fällt Güniker ijt Gouverneur ber dequatorialprepin; aus dem Fenſter. egyptens geworden, jenes Teiles, der om wei- Der Mann, der jahrelang den Gefahren testen füdlich ins Herz Zentralafrikas hinein des Urwaldes troute. liegt Monate lang im Hospital auf Tod und Leben. Als er endlich wie der genesen ist, geht er dorthin. woher ihn Stanley„ gerettet" hat: In den Urwald zurück. Er tritt in deutsche Dienste. reidit. Der Generalgouverneur des Sudans selbst, Gordon, jener berühmte Gordon, der englische General in ägyptischen Diensten, hat den deut schen Juden und verkrachten Medizinstudenten auf diesen verantwortungsvollen Posten gestellt. Aber er tut, was er will. Er unterwirft die friegerischen Stämme der Massai und der Was gogos und erforscht das gesamte Quellengebiet des Nils. Von aufgebrachten arabischen Sklaven händlern, die er bekämpfte, wird er im Oktober 1892 ermordet. Gordon iſt voller Begeisterung über Schniker. Schnitzer hatte sein Studium vorzeitig abgebrochen. Jahrelang war er eine Art von roman tischem Liebhaber gewesen, hatte als Spion und Geheimagent in türkischen Diensten gestanden, Dies ist die Geschichte Emin Paschas, des all das hatte ihn nicht daran gehindert, ein Gelehrter zu werden. Er besitzt ein stabiles Wissen verkrachten fleinen jüdischen Medizinstudenten als Geograph, als Mediziner, als Naturforscher. aus Schlesien. Sein Leben war rätselhaft, wie Seine Stenntnisse sind verblüffend tiefgehend und er selbst, Wankelmut und Energie wechselten bei gründlich. Bei einem Autodidakten eine erstaun ihm wie das Abenteuer und die Wiſſenſchaft. liche Tatsache. Gordon befördert Schmißer zum Beh. Und für Schnitzer ist dies der Anlaß, die Konsequenzen zu ziehen. Er streift alles Europäische ab, er tritt zum Islam über und nimmt den Namen Emin an. Ein Abenteurer wird ein Forscher und Staatsmann Die Kenntnisse Emins stempeln ihn bereits zum Forscher, zum Gelehrten, zum Entdecker, als ihm Aegypten die Proving zur Verwaltung übergibt, übernimmt er sie mit einem Defizit von 39.000 Pfund Sterling. Emins staatsmännischen Talente machen daraus bald einen jährlichen leberschuß in der gleichen Höhe. Emin wird zum Bascha erhoben, einer der höchsten türkischen Würden. merfrischen in den letzten Tagen massenhaft Abbestellungen eingelangt sind, die fast durchwegs auf die Sperrmaßnahmen, die Deutschland ausübt, zurückzuführen sind. Die vom Fremdenverkehr lebenden Orte haben bereits im März böse Erfahrungen gemacht. Die politische Unruhe und vielfach auch das durch die SdP- Umtriebe hervorgerufene Mißtrauen haben sich zum Schaden des Fremdenverkehrs ausgewirkt. Es scheint, daß in den deutschen Gebieten auch für die nächſten Monate, die eigentliche Saison, nicht viel erfreu= liches zu erwarten ist. Nach der„ Bohemia" werden die Abbestellungen damit begründet, daß die Geldinstitute in Deutschland für Neifen nach der Tsche choslowakei keine höheren Beträge als zehn, bzw. fünfzig Reichsmark geben können, was nicht ande= res besagt, als daß Deutschland eine Sperre über die deutschen Fremdenverkehrsgebiete verhängt und tausende Angestellte und Eigentümer von Betrieben, die alle ihre Hoffnungen auf die wenigen Monate der Saison seßen, empfindlich trifft. Vom Inland aus sorgt schon die SdP dafür, daß die nicht durch Devisenvorschriften gehemmten Gäste abgeschreckt und in die anderen, vor allem die slowakischen Kurorte getrieben werden, die dank Auch bei der Behandlung des traditionellen Tagesordnungspunktes Kampf gegen Krieg, Realtion und Faschismus" soll der Nachdruck wieder mehr als je auf die gewerkschaftliche Aktion und den Kampf gegen den Krieg selber und alle Formen der Reaktion( von der der Faschismus nur eine Teilbei die unmittelbare Stellungnahme zu den Proble men des Augenblicks( Spanien, China usw.) nicht zu kurz kommen. Ueber den Tätigkeitsbericht und über die Fra gen der Verwaltung. Wirtschaftsfragen, Sozial politische Bestrebungen, den genauen Stand aut dem Gebiete der Abrüstung, der follettiven Sicher heit( Völferbund, Locarno, Neunmächtefonferens, Nichteinmischung, China) gründlichen Aufschluß gibt, wird der Generalsekretär Schevenels sprechen, des gleichen über den Voranschlag 1938. Den Bunft " Finanzbericht, Bericht der Rechnungsrevisoren, Wahl eines Rechnungsrevisors" wird Meister, Se fretär des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, ein leiten. Fortschreitende Rationalisierung in der Kohlengewinnung Nach den letzten Erhebungen ist das Mährisch- Ostrauer Kohlenrevier nahezu vollkommen rationalisiert, indem der perzentuelle Anteil der maschinellen Kohlengewinnung von den 25,0 der Gesamtförderung im Jahre 1913 auf 97,4 Prozent gestiegen ist. Eine hundertprozentige majchinelle Stohlengewinnung wird kaum möglich sein, dennoch wird ſtändig daran gearbeitet, den heutigen Stand zu verbessern. Mit der Steigerung der maschinellen Gewinnung erhöhte sich in Mähr.- Ostrau auch die Leistung pro Stopf und Schicht, und zwar von 8,75 a im Jahre 1913 auf 17,6 g im Jahre 1937. Die Rationalisie ( das Jahr 1929 mit 100 als Meßziffer angerung im Ostrauer Revier ergibt folgendes Bild nommen): Arbeiterzahl 71,49, Förderung 103,12, Leistung 146.54. Von Seiten der Ge wertschaften wird daher mit Recht darauf hingewiesen, daß nach dem derzeitigen Stand eine mit Hilfe einer Verkürzung der Arbeitszeit mögMilderung der Arbeitslosigkeit im Bergbau nur lich sein werde. Einstellung im Duxer Kohlenbergbau Auf Grund eines Sachverständigengutach tens wird der Apollo- Schacht in Ladowis bei Dur eingestellt, da das Kohlenvermögen völlig erschöpft ist und keine Möglichkeit mehr besteht, den Betrieb weiterhin aufrechtzuerhalten. Der zeit sind noch 60 Arbeiter im Schacht beschäftigt. Seit zwei Jahren bemüht sich die Direktion um die Freilegung eines großen Mohlenpfeilers am Patriaschacht in Schwaz, wobei ein Großteil der Arbeiter aus Ladowit beschäftigt werden könnte. Er war ein Sucher ohne Ziel, der nahm, was sich ihm bot. Ein Abenteurer, der ein For scher und Staatsmann wurde. Er lebte das fühnste und bunteste Leben des letzten Jahrhun deris. Er ging an seiner Biellosigkeit zugrunde, dieser Hilfe heuer einen besonders starken Besuch Das Projekt in Schiva; stößt jedoch auf Schivie nicht an den Dolchstichen der Araber. Den Verfälschern des 1. Mai Vor uns liegt ein fleines schmales Heftchen, verfaßt und mit einem Vorwort herausgegeben von Ernst Klaar im Jahre 1891 in Dresden. Es ist ein Gedenkbüchlein zum 1. Mai und enthält eine Reihe Dichtungen aus Arbeiterkreisen, die bezeugen, wie heilig allen Sozialisten damals der 1. Mai war. Dem gegenüber stelle man jene freche Verfälschung, jenen Diebstahl des Tages durch den Faschismus. Tausende von Opfern hai der 1. Mai erfordert und gerade dadurch wurde er uns heilig und heute gehen jene, die damals mit Maßregelungen, mit schwarzen Listen den Tag ausrotten wollten, daran, diesen Tag auch zu „ feiern". 1891 sei in Erinnerung gerufen, und zwar durch das Zitieren des Vorwortes aus jenem flei nen Heftlein, herausgegeben in Dresden. Die Redaktion Er ist am Ziel seiner Wünsche: Herrscher, unumschränkter Gebieter über ein ungeheures Etüd Land von fabelhaftem Reichtum, als die Katastrophe eintritt. Von heute auf morgen bricht der Aufstand des Mahdi aus, vom Sudan her bläst eine fanatische religiöse Revolution. Gordon wird ermordet, Emin Bascha muß flüch ten. Er flieht in die Wildnis in die afrikanischen Urwälder. Mit ihm ist eine kleine Abteilung getreuer Soldaten. Wieder klopft der 1. Mai an die Tür, und Bald sind sie von aller Welt abgeschlossen, wieder rüsten sich die Kulturvölker zur Feier dieniemand weiß: Lebt Emin Pascha noch? Unruhe ses Tages. erfaßt die Welt und in London beginnt man, eine Expedition auszurüsten, die nach Afrika gehen soll, um Emin Pascha zu finden. Sie gilt nicht der Erinnerung irgend einer Wen anders soll man mit der Zeitung fol- großen Zat, eines großen Ereignisses der Vergancher Sucherpedition betrauen, als Morton Stan- genheit oder einer hervorragenden Person, sie ist ley! Jenen Stanley, der 17 Jahre früher den nicht von Staat oder Kirche angeordnet, sondern Auftrag erhielt:„ Gehen Sie hin und suchen Sie das Proletariat hat sich aus eigener Machtvoll Livingston!", und der ihn im Urwald fand, tommenheit den 1. Mai zum Feiertag bestimmt. Was soll diese Feier? zu erwarten haben. rigkeiten der dortigen Gemeinde. Ob an diesem Tage die Arbeit ruht oder nicht Egoisten, die aus Eigennuß die Völker nicht zu Millionen Proletarierherzen wird ein Ge- friedlichem Schaffen gelangen laſſen, war es not dante lebendig sein: der Gedanke der Internationalität, der Gedanke, daß alle Menschen Brüder sind. Am 1. Mai wird der Mahuruf unseres unvergeßlichen Start Mary:„ Proletarier aller Länder, vereinigt euch!" zur vollendeten Wahrheit, denn an diesem Tage sind die Proletarier aller Länder vereinigt in dem Bewußtsein, daß sie nur durch ihre eigene Kraft ihre Lage verbessern, daß sie nur durch ihre vereinigte Straft ihr Schicksal wenden können. wendig, daß die Arbeiterklasse in ihrer Gesamts heit auftrat und sagte:„ Wir wollen den Frie den; wir fühlen uns nicht als Feinde, fondern als Brüder, und weil wir uns als Brüder fühlen. wollen wir gemeinsam den großen Zielen der Menschheit zustreben." Nicht Forderungen erheben sie, deren Erfül lung erst in weiter Ferne liegen kann, o nein, jie fordern nur das, was zunächst not tut, was schon die allernächste Zukunft verwirklichen kann, was selbst dem schlichtesten Arbeiter einleuchten muß: sie verlangen nur eine verfürzte Arbeitszeit und einen verbesserten Arbeiterschuß. Das ist wenig, aber eben weil diese Forderungen so gering sind, werden sie mit um so größerem Nachdruck erhoben und werden sie um so cher erreicht sein. Neben acht Stunden Arbeit acht Stunden Erholung und acht Stunden Schlaf ist das zu viel verlangt? Gewiß nicht. Und ebensowenig ist es zu viel verlangt, wenn der Arbeiter fordert, in Leben und Gesundheit, in seinem Recht und seiner Würde geschützt zu werden. Es war ein glücklicher Gedanke, als der internationale Kongreß zu Paris beschloß, die getrennt marschierenden Proletariermassen des Erdballs zu gemeinfamem Schlagen zusammenzufas sen. Gegenüber den Hezzereien gewissenloser Fürwahr, ein großer, ein herrlicher, ein er hebender Gedanke! Und nicht nur ein Gedante nein, auch eine Tat! Der 1. Mai war die Verwirklichung dieses Gedankens. Am 1. Mai 1890 geschah es zum ersten Male, seit es eine Geschichte, ja seit es eine Menschheit gibt, daß die Völker des Erdballs zusammenstanden zur Verwirklichung einer großen Idee, und wenn wir wieder den 1. Mai begehen, ist er für uns alleres bleiben für alle Zeit. dings ein Gedenktag an eine große Tat und wird Der Geist der Internationalität. der Geist des wahren Friedens wird aus jedem 1. Mai nicht nur neu gestärkt, sondern auch stärker als bisher hervorgehen, bis er die Welt erobert hat. Und die Freunde des Nationenhasses, die Anhänger der Klassengegensätze, sie haben diesen Feind gewittert und haben ihn zu vernichten gestrebt, aber es ist ihnen nicht gelungen. Zu Dußenden, ia zu Hunderten und Tausenden wer fen sie die Proletarier auf die Straße, um sie mittelst des Hungers zur Unterwerfung zu zwingen, aber sie haben nicht gesiegt das Volt feierte seinen 1. Mai in seiner Weise Seite 12 NISCHE Fasan WASCHPULVER altbewährt Terpentinfoap Engelseife Wünsche A. G., Schreckenstein. Samstag, 30. April 1938 der das Alter des Meidungsstücks dadurch um so heftiger verriet. Ich sah: Frauen und Mädchen, die mit dünnen, hellen Sommerschuhen liefen, Schuhe, ebenfalls einer längst vergangenen Mode angehörend, oft übermäßig spiz, verratend, daß sie alten Restbeständen entnommen waren, Rest beständen eines Schuhgeschäfts oder des eigenen Haushalts. Ich sah: Frauen und Mädchen, die Hüte von zweifelhafter Qualität trugen, die ein fach alles trugen, was sich auf den Kopf stülpen Manche gingen mit weißen Filastumpen mitten im Jänner, man trug sie, weil man sie eben noch hatte, aus früherer Zeit, in der es Qualitätsware zu kaufen gab. Nicht anders die Schaufenster der Läden. Ich sah: wohl noch im mer geschmackvoll hergerichtete Auslagen, aber was es darin gab! Schlechte Ersatzstoffe, der Preis erschwinglich, hie und da gute, besser, leidReise ins Land der Armutlich gute Wollstoffe, unvorstellbar teuer. Ein Von*** Ich war das letzte Mal vor zweieinhalb Jahren in Berlin, Als ich jetzt von meinen Wer wandten aufgefordert wurde, sie doch wieder einmal. zu besuchen, wollte ich die freundliche Einladung zuerst ablehnen. Ich bin Pragerin, Jüdin, eine demokratische Bürgerin des tschechoslowaki schen Staates und will vom Deutschland Adolf Hitlers nichts wissen. Dennoch nahm ich, nach Tanger Ueberlegung, die Einladung meiner Vers wandten an, die aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen sind, noch immer im Reich zu leben. Ich fuhr also nach Berlin. Um ehrlich zu sein: es geschah aus Neugierde. Man schreibt so viel über das Dritte Reich, man liest so viel, und je nach der politischen und weltanschaulichen Ein stellung des jeweiligen Schreibers erhält der Leser ein anderes Bild. Die einen verfluchen es, die anderen loben das neue Deutschland. Ich beschloß. die Augen offen zu halten, mir ein eigenes Urteil zu bilden. Dre Jeder von uns ist- Momentchen! na, sagen wir: nicht ganze 83 Heller wert! mun Nicht schmeichelhaft für uns und auch für dich! Nanu! Nr. 101 ner $ 3, Ein Päckchen unseres Waschpulvers kostet Kč 2.50 durch drei macht... Es ist erstaunlich, wie wenig die Frau heute ausgibt und wie viel Zeit und Ar beit sie sich dabei erspart. Meter 100 Mar!! Ein Anzug 300 Mart! Mir wurde schwindlig, und hätte ich es nicht mit eigenen Augen gesehen, ich würde es nicht glauben. und diese wenigen, teuren Stoffe erblickte ich auch nahm mich auf, mißtrauisch, schweigend. Ich| ten, die Geschäfte aufzusuchen, vor deren Einaana nur in den Geschäften des Westens und der City. wußte, wie sie gesinnt waren, und jezt mertte ich, die Straßen reguliert werden. Die Schädigung des In einem Arbeiterviertel, das ich aufsuchte, in wie sie es gelernt hatten, ihre wahre Meinung zu Geschäftsganges dadurch sei keine unbeträchtliche, Neukölln, gab es nur den billigen, maßlos verstecken. Tas Dritte Reich hatte sie zu muster-Die 600- Jahresfeier des Altstädter Nathauses. schlechten Ersatz! Strümpfe! Was weniger als baften Schauspielern erzogen. Nein, fie könnten Der zweite Vortrag( in der Zentralbibliothet) fand brei Mart fostete, würde die kleinste Angestellte nicht flagen. Es ginge ihnen gut. Allerdings, Donnerstag abends statt. Oberarchivar, Stommijär unserer Republik verschmähen. Von der wohls Arbeit hätten sie nicht. Nun ja. In der TschechoDr. Miloš Kratochvil, sprach über Das Alt habenden Bürgersfrau ganz zu schweigen, die slowakei sei es besser? Aber ausgeschlossen. Bes Selbstverwaltung". Auch dieser Vortrag basierte aut stadter Rathaus in der Geschichte der städtischen auch deutsche Strümpfe für drei Mark feinesfalls fer als im Dritten Reich könne es doch nirgends den historischen Ereignissen. Mit Hinweis auf die tragen möchte, da sie an niedrigere Preise und sein. Dies sprach der alte Arbeiter mit abges gegenwärtigen Arbeiten der Stadtvertretung. die tausendfach bessere Erzeugnisse gewöhnt ist. Erwandtem Rüden. Ich begriff und ging. Jest unter gang modernen Gesichtspunkten vor sich gehen, ſatz! Ersatz! Willst du im Kaffeehaus zivei Eier, hat sich der Alte auf Umwegen bei mir entschul- schloß der Referent den interessanten Vortrag. Der bietet man dir statt dessen ein belegtes Brötchen digen lassen. Nicht nötig, lieber Freund, ich hab dritte Vortrag findet Donnerstag, den 5. Mai, 19 an; willst du Schinken faufen, gibt es in ich dich trotzdem verstanden! Uhr statt. Es spricht Ph. Dr. Zdenek Wirth über: zählte es genau ..Architektonische und fünstlerische Entwicklung des fünf großen Delikateßgeschäf Theater, Konzerte, Festlichkeiten? Der Durch ten keine Scheibe.„ Ein halbes Kilo Butter, schnittmäßig. Ein paar wenige schillernde Altstädter Rathauses"( mit Lichtbildern). Deutsche Maifeier in Prag Ich bin blond und sehe.arisch" aus. Das verleitete einen begeisterten nationalsozialistischen Sachsen, der in Dresden mein Abteil bestieg, mir, Sonntag, 9 Uhr, im großen Saale des Handwerkervereines, Smečky 22 der„ Auslandsdeutschen", einen Vortrag über das neue Deutschland zu halten. Daß der in jedem Sinn" pro" ausfiel, braucht nicht besonders betont zu werden. Früher", legte der begeisterte Sachse los,„ war hier alles rot. Jetzt ist es braun." Ich wagte nicht zu fragen, inwieweit solche Umstellung freiwillig oder unter Anten dungsanften" Zwanges erfolgt sei, ich nahm mir vor, zuzuhören, aufzupassen und zu schweigen. Der Sachse bat mich, den Aermel seines Anzug stoffes zu befühlen. Nur Mut, gnädiges Fräus Lein", meinte er, es brennt nicht. Dieser neue Kunststoff ist das Herrlichste, was Sie sich denken fönnen. Er nimmt die Farbe mit einer Gleich mäßigkeit auf wie fein englischer Wollstoff. Er ist einfach fabelhaft." Daß der" fabelhafte" 1. Staats hymne. Programm: 2. Lieb der Arbeit( gemischter Chor der Vollssinggemeinde Brag). 3. Rezitationen: a) Das Lied vom Menschen( Hans Stahl). b) 1. Mai( Start Hendell). Sprecherin Marianne Strauß. 4. Neue Lieder zum 1. Mai( Kompositionen von Carl GreuII): a) Volk der Arbeit, Volt der Not( Bruno Schönlant). b) Erster Maientag( Franz Orr). 5. Der 1. Mai 1938. Festansprache von Ernst Paul. 6. S chargesang: Die Internationale. Kommet alle! Die Bezirksleitung der DSAP " Aus 5 mach 150.000. Dieser Tage wurde der 40jährige Start S. und seine Frau Emilie aus Silas nowitz wegen Heiratsschwindeleien verhaftet. Er war durch ein Betiungsinserat, in dem er sich als finders loser Witwer ausgab, mit einer gewissen se. V. bes fannt geworden, der er einredete, er besive ein Svar faffabuch auf 150.000 Kč und einen Baugrund in Stanotis, den er verbauen wolle. Als Anzahlung für den Baumeister versuchte er der V. 40.000 Kč herauszulocken, doch war diese, der er das Spars fajsabuch gezeigt hatte, darauf gekommen, daß er die Biffer 150.000 aus einer Einlagsziffer von bloßen 5 Kč gefälscht hatte. Sie erstattete daher die Anzeige, die zu seiner Verhaftung führte; seine Frau, die sich als seine Schwester ausgegeben und ihn bei seinen Machenschaften unterstübt hatte, wurde gleichfalls verhaftet, mußte jedoch, da sie frank ist, ins allge meine Krankenhaus übergeführt werden. Beide sind geständig. Vom staatlichen Pfandleih- Amt in Prag. Das staatliche Pfandleih- Amt in Braa hat eine Abteilung für die Verpfändung von Kunstgegenständen, wie Bildern, Plastiken, Kunstgewerbe- Gegenständen, Antis quitäten aller Art und Briefmarkensammlungen im Sauvtamt in Prag II, 1 Půjčovny 10. eröffnet. Für der erwähnten Gegenstände stehen bie Verfügung. Durch diese Maßnahme werden auch den Inhabern der oberwähnten Gegens stände Anleihen ermöglicht, denen solche bisher nicht aewährt wurden. Vereinsnachrichten Volksfinggemeinschaft. Alle Sänger und Sän gerinnen zur Mai- Feier der Partei! Sonntag früh Bunft halb 9 Uhr Thorprobe im üblichen Probelofal: mecfy 27. Der Klub„ Die Tat", 30. d. M., um 17 Uhr, Ortsgruppe Prag. Sonntag um 9 Uhr früh. Beteiligung aller Mitglieder an der Ersten Mai- Kundgebung im Gros Ben Saal des Handwerkervereines, Smečky 22. Kunst" Stoff, nachdem mein Gegenüber einige Zeit gesessen hatte, beim Aufstehen völlig zerfnit fert wirfte, ließ sich schwerlich leugnen. Der bitte!" Lächeln, Achselzuden. Bedaure, un- Veranstaltungen. Früher, so erzählte man mir, Eachse merkte meinen forschenden, vielsagenden möglich." Ich reiße die Augen auf:" Ach. Sie liebte es der Führer", sich bei solchen GelegenBlid, errötete and brachte das Gespräch schnell auf haben keine Butter? Ich bin Auslandsdeutsche. heiten unters Wolf zu mischen". Heute steht ein anderes Thema. Jetzt waren es die Reichs- wiztlich, und ich wollte es nicht glauben, was die man ihn nur noch hinter erstarrter auserwählter autobahnen, die er über den grünen Klee lobte, Leute draußen erzählen." Das Lächeln erstarrt. Leibgarde. Die jeweilige Loge im Theater, Konund furz vor Berlin erbot er sich, mir einige das Hingegen kommt der Verkäufer das Geschäft zert- oder Ballsaal wird von ihm nicht mehr vervon im Wagen eines Freundes zu zeigen. Ich ist leer, die Berliner wissen, daß sie doch nichts lassen. Die Zeiten ändern sich! Aber es blinkt dankte und verabschiedete mich von ihm, bevor der friegen hinterm Ladentisch zögernd hervor, be- und starrt in Uniformen, dieses Dritte Reich, das Zug in die Halle des Anhalter Bahnhofs einlief. fühlt den Stoff meines Kleides: Gnädige Frau den Hunger mit Hakenkreuzen, die Armut mit Er sollte nicht der Verlegenheit ausgesetzt sein, sind Auslandsdeutsche?"- Ja.Tschechoslowatin." Fahnen zu bedecken sucht. Nach vierzehn Tagen entdecken zu müssen, daß er während dreieinhalb Was für ein schöner Stoff!" Mein Verkäu- fuhr ich schaudernd heim. Mit mir im Coupé Stunden eine Art» seelischer Rassenschande" ge- fer, nach kurzem Atemholen:„ Wohl ein englischer faßen ein Ungar und eine Berlinerin. Der Ungar Ernest Neuschul. Entartete unit, Stříb trieben hatte. Mert man auch mir nicht die Stoff?"" Nein, ein Brünner. Eigenes Pro- freute sich die ganze Zeit über auf das Brot ſetnes tide t. 8. Berlantar Jüdin an, bei meinen Verwandten, die mich am duft der Tschechoslowakei."-Wundervoll, ganz Landes. Die Berlinerin schwieg. Mein Gepäc Wahnhof erwarteten, lassen sich gewisse äußere Er wundervoll." Dann: tehrt! Hinter den Laden- wurde streng revidiert. Nichts mitgebracht, nichts fennungszeichen nun einmal nicht aus der Welt tisch zurüd:" Heil Hitler!" Ich verstehe. eingelauft?" Jetzt mußte ich hell lachen.„ Verfchaffen. Man muß nur in Berlin einzukaufen versuchen Sie mal, drüben was einzukaufen. Den en Es war spät am Abend, als ich in Berlin an- suchen, dann merkt man die schreiende Armut die müssen Sie etwas mitbringen, verstehen Sie?" fam, und wir fuhren sogleich in die Wohnung. ses Landes, das Kanonen der Butter vorzicht. Ich Und er verstand. Vor ziveieinhalb Jahren hatte mir das schon lange verlange in einer Drogerie Seife und Seifenpul im Haus meiner Verwandten weilende Mädchen ver, weil ich mir einige Kleinigkeiten auswaschen die Tür geöffnet. Heute begrüßte mich eine will. Die Seife habe ich nach Prag mitgebracht Fremde." Anna", erklärte mir mein Onkel, und hebe sie mir zum ewigen Andenken an das haben wir entlassen müssen. Sie war erst Mitte Dritte Reich auf. Denn dieses Stück Seife spricht Treißig, du weißt ja, nach den Nürnberger Ge- Bände. Es widerlegt ein ganzes Propagandaſeßen durfte sie nicht länger bei uns bleiben. Jeßt ministerium. Hier reden Tatsachen, und sie jind betreut Frau S. unsere Wirtschaft. Ihr Mann erschütternd. Ein Stück Stein liegt vor mir. In der gestrigen Sitzung des Stadtrates wurde ist im Konzentrationslager." Das war die erste Ohne Fettgehalt, rauh, schaumlos. Das Seifens Begegnung mit der Wirklichkeit. Man liest und pulver hatte nur die Wirkung von Niespulver, der Antrag angenommen, den Tyl- Platz in Zukunft hört im Radio vom Aufbau des neuen Deutsch ich bekam einen Schnupfen davon. Doch meine nach Dr. Scheiner, dem Sololführer, zu benennen. land, von seiner glanzvollen militärischen Wieder- Strümpfe wurden nicht sauber. Ob Seife, ob erstehung, von seinem unerschöpflichen Erfinders Brot, es ist immer dasselbe. Brot, heißgeliebtes geist, der sich bemüht, Deutschland unabhängig tägliches Brot, wie sehnte ich mich, als ich in das von ausländischen Rohstoffquellen zu machen. Aber bittere Brot des Dritten Reiches biß, nach dem daneben gibt es immer noch: Stonzentrationslager. schönen saftigen Gebäck meines Heimatlandes. Jenes Wort, das grauenvolle Vorstellungen erivedt Wo man es mir auch vorseßte, ob bei meinen Wer von unmenschlichen Grausamkeiten und barbari wandten, ob im Kaffeehaus, im Restaurant, oder schen Mißhandlungen, die an wehrlosen politischen in der Halle eines Hotels von europäischem Ruf Gegnern beiderlei Geschlechts verübt werden. Hier es war ein undefinierbares schwarzes Etwas, also, im Hause meines Onfels, sah ich zum ersten das nach verfaulten Stastanien schmeckte und mich Male einen Menschen, der betroffen war von dem zwei Tage lang aufs Krantenbett warf. Viele dunteln unheimlichen Schicksal, einen teuren An- Berliner leiden jetzt an Darm- und Magentrant gehörigen als wehrloses Opfer in den Händen des heiten; ungläubig hatte ich es früher gehört, jetzt Naziregimes zu wissen. wußte ich, daß man nicht gelogen hatte. Auch mein Onkel hat durch die schlechte Ernährung ein chronisches Leiden bekommen, einer von vielen! " Prager Zeitung Umbenennung des Tylplatzes Prager Kanalisation. Wie verlautet wird das Firásel- Biertel und Hodkovice nunmehr auch eine Kanalisationsanlage erhalten. Bisher waren diese beiden Stadtteile oft Gegenstand öffentlicher Kritif, denn die Kanalisationsverhältnisse sind dort ganz mangelhaft, besonders in Hodkovice, wo die Abwässer nur eine provisorische Leitung direkt in den Fluß bauen und die Moldau entlang Branit bis Bodol verunreinigen. Das Kanalisationsamt hat die fachmännischen Vorschläge günstig erledigt und sie dem Stadtrat mit dem Antrag auf Genehmigung vorgelegt. Es wird noch im heurigen Jahr eine Strede von 662 Meter mit einem Kostenaufwand von 190.000 Kč gebaut werben. Allgemeiner Angestellten- Verband, Ortsgruppe Prag. Mittwoch, den 4. Mai, 8 Uhr, Versamm lung zu Ehren langjähriger Mitglieder im Kleinen Saale des Handwerferheimes. Es feiern vier Mits glieder die 25jährige Mitgliedschaft, fünf Mitglieder die 30jährige, drei Mitglieder die 40jährige. Ins gesamt zählt die Ortsgruppe 38 Mitglieder mit mehr als 25jähriger Mitgliedschaft. Ein Stenographies Schön und Wettschreiben findet am 18. Mai statt. Die Reinigungsaktion und die Gastwirte. Im Dieser ersten Begegnung mit der Wirklichkeit Zuge der Reinigungsaktion meldeten sich auch die Prager Gastwirte zu Wort. Sie verweisen auf das folgte von nun an unaufhörlich eine auf die anUnd ich sah auch: den" Stürmer" und die viel zu teuere Nußwasser, das sie und zwar nicht dere. Meine Verwandten wohnen im Berliner Westen, der stets als das Viertel wohlhabender Stürmerfästen". Die gelben Bänte am Kur nur während der Reinigungswoche in großen Bevölkerungsschichten Berlins galt. Ich hatte den fürstendamm und auf den umliegenden Pläßen. Mengen zum Abwaschen von Beſteden, Geschirr, Sturfürstendamm von meiner leßten Meise in Er- Doch die Berliner Bevölkerung", erzählte mir Gläser usiv. brauchen. Das Nußwasser stellt sich um innerung: eleganter und internationaler Boule- mein Onkel, ist nach wie vor anständig. Keiner| 178 Prozent teuerer als das Trinkwasser und die vard, auf dem am Vormittag schöne, gepflegte wird einem Juden ettvas sagen, wenn er sich zu Gastwirte sind der Ansicht, daß man für einen Geund modisch- kostbar angezogene Frauen ihren ihm seßt und nicht auf die gelbe Bant." Ich brauchsgegenstand zur Reinigung und für Hygiene noch so viel bezahlen dürfte. " shopping" machen. Jest sah ich: Frauen und beobachtete auch in Neukölln Arbeiter, die proboBefchleunigung der Straßenregulierungen. Das Fünf Millionen suchen einen Erben".. Mädchen in abgetragenen Mänteln, Kostümen und fativ in jüdischen Geschäften ihre Besorgungen Gremium der Prager Kaufmannschaft stellt an die der neue Heinz Rühmann- Film, gelangt demnächst Baletots. Die Stoffe, einige wohl noch gut und machten. Und ich besuchte persönlich eine Berliner Stadtgemeinde das Ansuchen, die Straßenregulie in den judetendeutschen Kinos zur Uraufführung. aus alter Beit, wiesen alle Schwächen der Abge- Arbeiterfamilie. Doch war der Brief, der meinen rungen beschleunigt durchführen zu lassen, da durch unser Bild zeigt Heinz Rühmann und Leni Mahren. uztheit auf, dazu tam ihr unmoderner Schnitt, Besuch anfündigte; noch nicht eingetroffen. Man das langsame Tempo die Passanten verhindert wür- bach in einer Szene dieses Films. Fü So Kle Wo gen Tein Seid Klei geo schr vor tem kom a der D bes Kid D noffe Barte J Zage Mufil heraus jahrge Leben danken bener und i nift ei ifrige des be fest, und m Deut fünfai Jahra Bühn Die gr frager wurde den b ren in Jur ..Prob fich Temp Τα der 9 das die b fichta Ma D Sozi 150 für Gen in b und Ben archi Tiem Wolf jdien oft daru Tejer juch Sta beri ame Vol nift im mei Gun den get Scha Bi น SnntJMg, 80. April 1838 Seife 13 Ur. 101 Kleid aus Woll- georgelte, geichmack voll vorne mit buntem Ribuldin kombiniert »195* Für die ersten Sonnentage Kleid aue mod. Wollstoff, Kragen und Tuch- lein aut bunter Seide Uoa dec Partei Bezirksorganisation Prag trr Teutschen sozialdemokratischen Arbeiterpariel Dienstag, de» 3. Mai, 20 Uhr, Im Saale tr- Handwerkervereins, Prag H., vr Sm«L- ttch Nr. 22, Generalversammlung. Arbeitsgemeinschaft: Kunstbetrachtungen(Gc- ttoffe Halmewald). Montag, 2. Mal, um 20 Uhr, im Aarteiheim über Gotik. Xnast und Mssm DSear Sie gestorben. In Berlin starb dieser Lage 74jährig der bekannte Musikschriftsteller und Kusiker Prof. Dr. OScar Bie. Sie hatte als Mit« beraukgeber und Redakteur der.Fieuen Rundschau" fahrzehntelang eine bedeutende Rolle im literarischen Leben Berlins gespielt. Dem Schriftsteller Bie v«r- tanken wir eine Reihe gum Teil glänzend geschrie« beaer Bücher über den.Hanz", über daS.Ftlavier" »ad über die.FOper". Bie. der sich auch als Komvo- »ist einen Namen gemacht hatte, war ein ebenso eifriger Verteidiger des wertvoll Ueberkommenen wie teb bedeutend Modernen. Als» gut, lassen wir und scheide»! So heißt setzt, in Neuberlin von Heinz Hilpert neu übersetzt und mäßig bearbeitet und gleich darauf inS Prager Deutsche Theater importiert, de» Franzosen Sardou fünfzigjährige- Ehescheidungs-Lustspiel, mit dem vor Jahrzehnten große Salondamen auch der deutschen Ahne als„Cyprienne" Furore machten. Jetzt bleibt die große Wirkung aus, weil Ehe« und EcheidungS» stagen inzwischen durch tausend Lustspiele geschleift wurden und weil der mitreisende Darstellungsstil, den beispielsweise eine Konstantin für derlei Figuren in sich hatte, nicht leicht wiederzufinden ist. Und nur Künstlerinnen ersten Ranger könnten einer ..Problem"«Stellung und einer Konversation, die an sich heute stellenweise anöden, genügend Brio, Tempo und Esprit geben. Der Regisseur,(Walter Taub) konnte nicht mehr, als den in die Mode der Reunzigersahre gekleideten Damen und Herren da» Maximum jener Spielentfaltung sicherzustellen, die da überhaupt noch möglich ist. Unter dem Gesichtspunkt aller dieser Einschränkungen war Lirl Macheiner eine überaus sympathische, liebrei- Die Demokratie stirbt nicht ArthurRosenberg:„Demokratie und Sozialismus. Zur politischen Geschichte der letzten 150 Jahre." Allert de Lange, Amsterdam, 1S38. Ist das Zeitalter der persönlichen Freiheit für die Menschheit vorüber? Wächst die kommende Generation unentrinnbar in eine Despotie hinein, in der es nur noch erbarmungslose Unterdrücker und hoffnungslose Unterdrückte geben wird? Hei« ßen die wirklichen geschichtlichen Erben des monarchisch-absolutistischen Polizeistaats nicht Liberalismus und Denrolratie,.sondern Faschismus und Bolschewismus? Es gibt unter den freiheitlich denkenden Men« fchen unserer Tage nicht einen, der sich nicht schon ost diese bange Frage vorgelegt hat. Jeder sollte darum auch daS neue Buch von Arthur Rosenberg lcsen, denn er findet darin die Antwort, die er sucht. Arthur Rosenberg war vor dem nazistischen Staatsstreich Professor der Geschichte an der Universität Berlin. Jetzt ist. er an englischen und amerikanischen Universitäten als Lehrer tätig. Politisch hat er in jüngeren Jahren der kommu« nistiichen Partei angehört und sie auch zeitweilig im Reichstag vertreten, dann aber hat er, wie die meisten Intellektuellen der deutschen Arbeiterbewegung, den Weg zur Sozialdemokratie zurückgesun« den. Als Parteipolitiker ist er nicht mehr hervorgetreten, sondern er hat sich ganz seiner wissen« schaftlichen Ausgabe gewidmet und eine Reihe Bücher über die neuere Zeitgeschichte verfaßt. In zende und ambitioniert agierende Thprienne. sehr heiter und amüsant, wenn auch durchaus nicht die kapriziöse grande dame, als die man diese Figur in Erinnerung hat. HanS G ö b als Hauptpartner holte sich mit einer bravourös gespielten Szene Son« der-ApplauS, ging aber sonst mit dem ihm zur Ber« fiigung stehenden Charme diesmal recht sparsam um. A. Schmerzenreich charakterisierte und karikierte den Adhkmar. mit wirkungsvollen äußeren Mitteln. Die Randgeftalten fanden durch die Damen Kürer, Panzner, FUrnkranz und Bertram und durch die Herren Padlesak, Winner, Stadler, Costa und Afritsch gefällige Betreuung. Ein sehr freundliches Publikum nahm jede Lachgelegenheit dankbar entgegen, schien aber doch zu empfinden, daß er sich hier um eine nicht recht verständliche Neustudierung handelt. l, st. H. W. Süßkind wurde zu einer Reihe von ausländischen Rundfunkkonzerten verpflichtet, deren erstes am 2V. Mai in Zürich stattfindet. Wochenspielplan des Neuen Deutschen Theater-. Heute SamStag halb 8: Arbeitervorstellung: Die Hochzett des Figaro. Ab. aufgehoben.— Sonntag geschlossen.— Montag, 7: Die Geisha. Abonn. aufgeh.. Theatergemeinde der Jugend(rote Karten) und freier Verkauf.— Dienttag, 8: Die' Geisha. A 2.— Mittwoch, halb 8: Also gut, lassen wir uns scheiden! B 2.— Donner-tag, halb 8: Hans Helling, neuinszeniert, C 2.— Freitag, halb 8: Also gut, lassen wir uns scheiden! D.— SamStag, halb 8: HanS Heiling, Bl.— Sonntag, halb 8: Dixie, halb 8: Also gut. lassen wir uns scheidenI A 2, -nifü! Tarier Ikl/auSSteffüih fOMfP iKItaninnuM'*=■ als einzige, TS^isermh’urmarkt dir Witt mit di» Goftitntn fütclaiPPt Wochrnspielpkan der Kleine« Bühne. SamStag, 8: Zu viel Familie.— Sonntag geschlossen.— Montag, 8: Die Stützen der Gesellschaft, Bankbeamte k und freier Berkaus.— Dienstag, 8: Zu viel Familie. Bankbeamte H und freier Verkauf.— Mittwoch, halb 8: Hoffnung, Gastspiel Leopold Kramer. Erstausführung.— Donnerstag. 8: Kam« merjungser,— Freitag. 8: Hoffnung. Gastspiel Leopold Kramer.— SamStag, 8: Hoffnung. Gastspiel Kramer.— Sonntag, 8: Liaison, 8: Zu viel Familie. Dee Dim- Heidi Der neue Shirley Temple»Film zeigt das Wunderkind von Hollywood, zur Abwechslung als Aelplerin; aber sonst weist die Handlung bekannte Wendungen auf; wieder einmal rührt das kleine Mädchen das rmihe Herz eines einsamen Großvaters, wird erst von einer Tante und dann von einer Gouvernante entführt, beglückt ein krankes Kind mit seiner Freundschaft, leistet der Bosheit einer Intrigantin tapfer und erfolgreich Widerstand unb findet am Ende den Großvater wieder, der zu Fuß von den Alpen bis Frankfurt gewandert war. um da- Kind zu suchen, das ihm an fein einst so steinerne- Herz wuchs. Die Tanz- und Sing-Einla- a u Mag eine Beschmutzung noch so fettig und kleb« rig sein— VIM löst sie durch seinen Seifen« gehaltI Deshalb verursacht VIM niemals Kratzer, denn nach der Behandlung mit VIM genügt einfaches Abspülen, um alles schonend und doch gründlich sauber zu machen. ch Holz! putzt alles Feines und Grobes ÄSSf »»um flen, mit denen in anderen Fällen der muntere Kin« der-Star sein Publikum zwischen Rührungen erheiterte. sind in diesem Film nicht sehr häufig. Immerhin wird ein„holländisches" Holzschuh-Hüpfcn und ein Zwischenfall mit einem dressierten Assen geboten. Die erwachsenen Mitwirkenden, unter denen Jean H e r« h o l t und Mady Christian- sind, bemühen sich, wie Figuren auS einem Märchenbuch zu wirken.--eis- Cast Metropol. Die Handlung diese- amerikanischen Films erinnert in vielen Einzelheiten an den Lubitsch-Film von Blaubarts achter Frau: denn in beiden Filmen spielt ein amerikanischer Millionär, der nach Europa kommt, eine Rolle, in beiden Filmen geht«S um Geld und Liebe, und beide Male sollte eS«ine witzige Sache sein. Aber der Vergleich fällt völlig zugunsten des Lubitsch-Films aus, ja. erst an diesem Film vom CafS Metropol erkennt man ganz den Unterschied zluischen echtem Witz und schwerfälligem Schwank. Die Geschichte von der amerikanischen Millionärstochter und dem verbummelten amerikanischen Studenten in Paris, der sich für einen russtschen Prinzen aulgeben muß, um einen Cafthausbesitzer auf dem Umweg Über einen Skandal zu sanieren, wird in ihrer Unwahrscheinlichkeit eintönig und einfältig, da die Pointen viel zu spärlich sind, um die Handlung zu rechtfertigen, und das satirische Motiv, das in der Handlung liegt, nur sehr wenig zur Geltung kommt. Der Regisseur E. H. Griffith(dem der Pariser Komödienschreiber Jacque- Deval die Dialoge lieferte), hat die Sache mehr wie«inen Kolportage-Roman inszeniert. dem aber wieder die Spannung fehlt, und unter denDarstellern sind nur die von Adolphe M e n- j o u. Charles Winninger und Helen W e st« l e y dargestellten Nebenfiguren witzig, während die Hauptpersonen, der von Throne Power gespielte falsche Prinz und die von Loretta B o u n g gesvielte Millionärstochter, zwar gut auSseben, aber zur Selbstparodie nicht genug Talent haben.-eir- Uranla-Klno „Hurrikan", Premiere in deutscher Sprache! Das Wunderwerk amerikanischer Ausnahmelechnik! Mit Dorothy Lamour und John Hall, dem schönsten Film-LiebeSpaarl Aktualital Heute 4, 6,%0 Uhr; Sonntag 2,4, 6, 140 Uhr. Ter„Atuö" veranstaltet gemeinsam mit der NW ynd der„BolkSsinggemrinde" am 7. Mal um 20 Uhr eine Feitakademle sm grossen Saale de- Palais„Radio" In Prag XU., Fochova. Programm i Eröffnung-bild und Sprechchor(mit der„Teutschen Bolk-singgemrinde") Begrüßung: 1. Schülerfreiübungrn für da- Brzlrk-turnfrst 2. Tanz der Schülerinnen 3. Gymnastik der Turnerinnen 4. Bodentnrnrn der Turner '>. Rote Wehr(Jin Jitsu) 8. Barrenturnen der Turnerinnen 7. Gesandheit-turnrn der Frauen 8. Volkstanz(Ländler) Paus« 1. Rcckturnrn der Turner 2. Walzerreigen der Tnrnerinnm 3. Freiübungen der Turner 4. Kaftrnsprlngrn der Turnerinnen 8. Kugelübungen der Turner (I. Mick»? 7. Puppenballett 8. Aufmarsch aller Abteilungen v. Staat-Hymne(„Deutsche Volk-finggcmeinde"),' Anschließend Tanz. Eintritt XL 6.—. Seif einem Jahrzehnt bewährt M ADCM A 17 p'ch br Husten, Heiserkeit u.Grippe 1 rtA 1“'’ ihr nimmt„Demokratie und Sozialismus"«inen besonderen Rang ein. Rosenberg betrachtet die politischen Kämpfe der neuesten Zeit als Teilstück einer Entwicklung, die mit dem nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieg und der großen französischen Revolution beginnt. Er erkennt als Inhalt dieser Geschichtsperiode den Kampf der breiten besitzlosen Massen gegen die Herrschaft einer im Besitz aller wirtlichen Machtmittel besindlichen Oberschicht. Darum ist auch sür sein kritisches Urteil niemals nur der geschriebene Wortlaut einer Verfassung entscheidend, sondern auch und viel mehr ihr tatsächlicher Machtinhalt. Echte Demokratie sieht er dort, wo die Massen einen wirklichen Einfluß besitzen, wie immer auch die Bestimmungen der Verfassung lauten mögen,«ine bloße Scheindemokratie aber dort, wo mit den Mitteln des allgemeinen Wahl« und Stimmrecht eine faktisch privilegierte Minderheit regiert. Gegen diese Art, die Dinge zu sehen, kann man einige Vorbehalte machen insoferne, als die geschriebene Demokratie durch sie eine allzu starke Unterbewertung erfährt; das ändert aber nichts daran, daß sie sich für Rosenbergs Darstellung als äußerst fruchtbar erwiesen hat. Man liest seine Geschichte der letzten 150 Jahre als Geschichte des Kampfes der breiten, besitzlosen Massen um die Macht mit gespanntem Interesse, ja manchmal mit angehaltenem Atem, denn aus jedem Winkel scheinbar zeitferner Ereignisse blitzen Lichter auf, die unser eigenes Erlebnis schlagartig beleuchten. Rosenberg ist ein viel zu ernster For- i scher, als daß er sich durch äußere. Aehnlichkeiten zu schiefen Parallelen verleiten ließe. Um so williger darf man sich seiner Führung anver trauen, um auS der Vergangenheit für die Gegenwart zu lernen. DaS aber ist die große Lehre, die wir auS feinem GeschichiSwerk entnehmen, daß die Demokratie feit dem Beginn ihres Aufstiegs vor 150 Jahren zwar viele Niederlagen erlitten hat, aber keine endgültige. Die große dichterische Vision von den„siegreichen Geschlagenen" findet durch die nüchtern-kritische Forschung eine wahrhaft ermutigende Bestätigung. Rosenberg kommt— ohne ihn zu nennen— zu dem gleichen Ergebnis wie M a s a r y k, er findet nicht nur nicht, daß die Demokratie schon aufgehört, sondern vielmehr, daß sie eigentlich kaum erst angefangcn hat. Was in den Stürmen der Nachkriegszeit untergegangen ist, das ist nach Rosenberg nicht die Demokratie an sich, sondern eine bestimmte Art der bürgerlichen Demokratie, die mit Frieden, freier Konkurrenz. Freihandel und parlamentarischer Legalität alle Konflikte der Zeit zu lösen hoffte. Die Geschichte der letzten 150 Jahre zeige aber, daß auf den Niedergang einer demokratischen Tendenz stets das Ausleben anderer Formen in der Selbstregierung der Massen gefolgt sei. Die werktätige Masse werde allmählich erkennen, daß die Voraussetzung für eine würdige Lebenshaltung ihre eigene Selbstregierung ist. Schließlich kommt Rosenberg auch zu dem Ergebnis, daß von den demokratischen Gemeinwesen, die schon vor dem Weltkrieg existierten, kein einziges zugrunde gegangen ist.. Wo die demokratische Selbstverwaltung historisch aus dem Leben des werktätigen Volkes hervorwuchS. habe sie immer eine großartige Widerstandskraft bewiesen. Rosenbergs Buch ist eine Kriegserklärung an den ideologischen DefaitiSmuS, ein Buch zur rechten Zeit! F. St. Einstimmig schuldig gesprochen Prag. Nach mehrstündiger Verhandlung erkannten in den Nachmittagsstunden des Freital die Ge« schworen«:: die wegen GattcnmordversuchS angc« klagte SOjährige Frau Eoudskä mit allen Stimmen schuldig. Die Angeklagte wurde zu fünf Jahren schweren Kerkers verurteilt. Es ist dies dar niedrigste zulässige Strafausmaß. Filme In Prager Lichtspielhäusern Urania-Kino:„Hurrikan."(Deutsche Fassung.), — Adria:„Rckbin Hood von Eldorado."(Ä.)— Alfa:.Leoparden-Frau."(St. Hcpbnrn. A.)— Apollo;„Casi Metropol."(A.)— Avion:„Der Fall Karthagos."(Jtal.)— Baikal:„Der Fall Karthagos."(Jtal.)— Beränrk:„Der Fall Karthagos."(Jtal.)— Fenix:„Blaubarts a ch t e F r a u."(E. Colbert, Cooper, A.)— Flora:„Wells Fargo." fA.)— Hollywood:„Die Klosterrose."(Franz.)— Hvkzda:„Robin Hood von Eldorado."(A.)— Julie:„Im Hasen des Glücks."(H. George, D.)—» Kinruia: Journale, Grotesken, Reportagen.— Koruna: Journale. Grotesken, Reportagen.— Lueerna:„B l.a bartS achteFrau."(Regie: L u b i t s ch. A.)— Metro:„Heidi."(Sh. Temple.«.)— Pas- sage:„Der zerbrochene Krug."(Emil JanningS. D.) — Praha:„Die Gerechtigkeit in Arizona."(A.)— Radio:„Feuer!"(Franz.)— Skaut:„Gehn wir bummeln."(A.)— Sviwzor:„Cask Metropol." (A.)— Brlrtrhy:„Unter sturianten."(Tsch.)— Belvedere:„Rosalie."(Nelson Eddy, Eleanor Po- well, A.)— Beseda:„Ali Baba geht in die Stadt." (A.)— Carlton:„Rosalie."(Nelson Eddy, Eleanor Powell, A.)— Illusion: ,^J h r erster Ball."(Franz.)— Ltd» II.:„Gehn wir bummeln."(A.)— Louvre:„Jugendfreundin."(D.) — Macrska:„Gehn wir bummeln."(A.)— Olymps«:„Ihr erster Ball."(Fran«.)— Perötün:„Rosalie."(St.)— Roxy:„Zauber der Boheme."(I. Kiepura, D.)— Tatra:„Am Kreuzweg."(Tsch.) — 11 Bejvodü:„Die schwarze Spinne."(A.)— Bakdek:„Wells Fargo."(A.) Bezua» b« dfnaunaen: Bei Zustellung inlSauS oder bet Bezug durch die Po» monatlich X« 17.—, viertelsährtg Kt 51.—. halbjährig Kö 102.— ganzjährig KC 204. Inserate m-rden lau Tarik billigst berechnet.— Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken.- Die Z-itungSfrankatur wurde von der Post- u. Te.'earaphendirektwn mit Erlaß Nr. 18 800. V11/1080 bewilligt-(Kontrollpostamt Praha 25.— Druckerei:.DrbiS". Druck«. Verlags- u. ZeitungS-A.-G. Vraa. Seite 14 Samstag, 30. April 1988 Der Einheitsverband der Privatangestellten die neuzeitliche Gewerkschaft der 75.000 Jeder Getverkschafter muß sich heute dessen Es gibt keine fleinliche Taferl- Bolitik" und voll bewußt sein, daß die Gewerkschaften der feine nationalen Reibereien: Das ideale Vorbild Gegenwart etwas anderes sind als die Getverk für den Staat. Der E.V.P. hat den Betveis erschaften vor dem Kriege. Die politischen Umwäl- bracht, daß das Zusammenleben einzelner Volks zungen von 1918 und vor allem die wirtschaftsgruppen vor allem eine Angelegenheit der Verliche Entwicklung der Nachkriegsjahre haben die nunft, des Taktes und des psychologischen EinGewerkschaften vor neue Aufgaben gestellt. Der fühlungsvermögens ist. Aufgabenkreis wurde ein viel größerer und auch Die Sonderinteressen der einzelnen Berufskomplizierter. Wirtschaftliche Fragen traten gruppen werden in den einzelnen Fachgruppen in den Vordergrund, die alte Forderung nach und Sektionen wahrgenommen.( Es gibt FachWitbestimmung auch in wirtschaftlichen Fragen gruppen der Handelsangestellten, der Geschäftswurde lauter angemeldet und fand auch beschei- reisenden, der Induſtriebeamten, der Genossen dene Anfänge im Betriebsausschußgefeß, in ber- schaftler, der Zahntechniker, der Musiker, der schiedenen Beiräten u. dal. Das fulturelle Mo- Mentner und innerhalb dieser Fachgruppen wiement fam mehr zur Geltung. Es ist heute das der Untergliederungen, wie die der Angestellten elementarſte Gemeingut jedes Funktionärs, daß der Warenhäuser, der Verkehrsbüros, der Medie freie Gewerkschaft nicht nur eine soziale, son dern auch eine Kulturbewegung ist. Die Gewerkschaftsforderungen der Vorfriegszeit nach für zerer Arbeitszeit uſtv. turzelten in dem Streben nach höherer Kultur und die Erfolge der RevoIution von 1918 gaben den Arbeitnehmern erst die Möglichkeit einer Bildung und der Befriedi gung der Kulturbedürfnisse. Der Gewerkschaf ter darf im täglichen Kleinkrieg um die Beseiti gung der Not des Alltags nicht auf das höhere Endziel der Bewegung vergessen. In der ges famten freien Gewerkschaftsbewegung, die immer als ein Teil der gesamten Arbeiterbewegung zu betrachten ist, soll die Angestelltenbeivegung eine führende Rolle einnehmen. Die Angestellten müssen, gerade weil sie geistige Arbeiter sind, Vorfämpfer sein, Verfünder unserer Ideen im Stampfe um die Neuordnung der Wirtschaftsund Gesellschaftsordnung. Die moderne Ange stelltenbewegung hat ein Interesse am gesamten Wirtschaftsgeschehen in all seiner Mannigfaltigfeit, fie ist ein Organismus im Leben des Staaics geworden. Der Einheitsverband der Privatangestellten in der C.S.R. die größte Angestelltengewer! schaft Mitteleuropas und die zweitgrößte Gewerkschaft in der Republik überhaupt- hat ziveifellos und dies wurde vor internationalem Forum wiederholt anerkannt den Geist der Zeit verstanden und muß in jeder Beziehung als neuzeitliche Gewerkschaft angesprochen wer den. Im Jahre 1919 nur 1500 Mitglieder gäh lend, ist der Verband bis 1. April 1988 auf 75.368 angewachsen. Die ideologische Seite hat aber durch das manchmal sprunghafte Steigen der Mitgliederzahl niemals auch nur im gering sten gelitten; die Leitung des Verbandes hat es stets verstanden, durch Aufklärung und Schulung bie neuen Mitglieder auch zu selbstbewußten freien Gewerkschaftern zu erziehen. Mr. 101 fel- bieten den Mitgliedern zu billigsten Selbst- serung des Privatangestelltengesetes, einheitliche fostenpreisen die Arbeitstraft wieder stärkende Regelung der Arbeitszeit im Handel u. a. Ferienaufenthalte. Das Sanatorium ,, Sanopz" Die Wirtschaft ist unser Schidsall Diese in Prag, Aufenthalt bei Krankheit und Opera Binſenvahrheit haben die Angestellten gerade in tionen. Die eben reorganisierte Stellenvermitt den letzten Jahren am eigenen Leibe erfahren, lung wird als eine der wichtigsten Abteilungen Der E.B.P. ist sich dessen bewußt, daß die moder des Verbandes mit besonderer Sorgfalt betreut. nen Gewerkschaften attiv für die soziale Planung Die Bedeutung der Berufsbildung, Weiterbilder Wirtschaft kämpfen und schon jetzt als Regus dung und Umschulung hat der Verband nicht nur lator des Wirtschaftslebens wirken müſſen. Der erkannt, sondern auch zum Teil bereits praktisch Angestellte muß nicht nur Arbeits- sondern durchgeführt, zum Teil die notwendigen Schritte auch Wirtschaftsmensch sein. Der E.V.V. unternommen, um durch eine Reform des Lehr- ist bereits im Jahre 1923 mit einem eigenen planes der Handelsschulen eine höhere Qualifi Wirtschaftsplan vor die Oeffentlichkeit getreten, tation der Handelsangestellten zu erzielen, um er gibt als einzige Gewerkschaft eine eigene letzten Endes auch dadurch der Wirtschaft zu die volkswirtschaftliche Zeitung Weg der Wirte nen. Im Zusammenhange damit sei nur auf die schaft" heraus und für seine Funktionäre und Referenten der volfswirtschaftlichen Ausschüsse eine vollstwirtschaftliche Korrespondena. Bros schüren wirtschaftlichen Inhalts sorgen ebenfalls für die tvirtschaftliche Schulung der Mitglieder, Masaryk- Erholungsheim des Einheitsverbandes der Privatangestellten Rožnau unter dem Radhošt tallindustrieangestellten, der Glasindustrieanges in allen größeren Städten der Republik abgehal. ſtellten, der Textilinduſtrieangeſtellten usw., tenen Enqueten über die Reform der kaufmän uſiv.) Die Fachgruppe„ Union der Geschäfts- niſchen Ausbildung hingewiesen, die überall, reifenden und Vertreter" mit 7400 Mitgliedern auch in den Kreiſen der Industriellen und Stauf ist die weitaus stärtste Reisendenorganisation im Staate. Erivähnt muß auch werden, daß der Verband eine starke und ideologisch zielsichere Jugendbewegung aufweist. Sie iſt aiffernmäßig allen Jugendbewegungen in der Tschechoslowali schen Republik überlegen. Der Verband ist selbst verständlich Mitglied der Tschechoslowakischen Gewertschaftszentrale und spielt eine führende Rolle im Internationalen Bund der Privatangestellten. Der Obmann der E.V.P., Karl Pacovsty, und der Generalsekretär Abgeordneter Robert Klein, befleiden gleichzeitig leitende Funktionen in der Ungefähr ein Sechstel der tschechoslowaki schen Privatangestellten ist bereits im E.V.P. organisiert. Deutsche und Tschechen, Ungarn, Slowaten, Angehörige aller Völker unseres Staates findet man in seinen Reihen. Alle vereint zur friedlichen Arbeit und durchdrungen von der Erkenntnis, daß eine große Einheitsorganis Internationale. sation die Voraussetzung für die Hebung des Seine Gewerkschaftsfunktion als Selbst Lebensstandards der Angestellten und den Umhilfeorganisation erfüllt der Verband bau der Wirtschaft ist. Die Unternehmer haben seit jeher in großzügiger Art, auch hier sich ihre einheitliche internationale Spigen immer den wirtschaftlichen Verhältnissen und den organisation und die Angestellten als die sozial geänderten Arbeitsmethoden anpassend. Der Ver und wirtschaftlich Schyvächeren leisten sich den band gewährt seinen Mitgliedern ArbeitslosenLugus der Zersplitterung! Es ist selbstvers unterstübung nach dem Genter System( im ständlich, daß es im E.V.P. kein Proporziystem Jahre 1937 wurden Kč 4,459.332.- ausge und feine Minderheiten gibt. A II e haben gleiche zahlt), außerordentliche Unterſtüßungen bei län Rechte und gleiche Pflichten! Die Zeitungen des gerer Arbeitslosigkeit( im Jahre 1937 wurden Verbandes( 1937 wurde eine Auflage von Kč 700.558.- ausgezahlt). Unterſtüßungen bei 990.000 Exemplaren erreicht) erscheinen in allen länger dauernder Krankheit und Operationen, Sprachen, die in unserer gemeinsamen Heimat Sterbegeld, Rechtsberatung und Rechtsschuß. gesprochen werden; bei den Versammlungen und Drei modern eingerichtete Erholungsheime Tagungen bedient sich jeder seiner Muttersprache. je eines in Böhmen, Mähren und in der Slotas Der Kultur und Bildungsarbeit wird das allergrößte Augenmerk gewidmet, denn im E.V.P. weiß man, daß ohne geistige leber. legenheit über die Gegner ein Sieg nicht möglich ist. Je mehr die ,, Gleichschaltung" jedwede geistige Selbständigkeit unterdrückt, desto notwendiger wird die Schulung über den wirklichen Stand der Ereignisse. Der E.V.P. hat in den letzten Jahren auch in den deutschen Gebieten des Staates seine Stellung mehr und mehr ausbauen lönnen. Seine Arbeit und der Grundgedanke des einheit lichen Zusammenschlusses aller Angestellten fand gerade in den letzten Krisenjahren immer mehr Anhänger. Wenn auch ein Teil der deutschen Angestellten gegenwärtig dem Schlagwort von der Volksgemeinschaft unterliegt, muß dennoch festgestellt werden, daß sich auch bei den geistigen Arbeitern immer mehr und mehr die Erkenntnis durchringt, Kämpfer für die Umgestaltung der Wirtschaft und Gesellschaft sein zu müssen und daß dies nur auf dem Boden der freien Gewerks schaft möglich ist. Der E.V.P. leistet nicht nur rein gewerkschaftliche Arbeit im Sinne einer neue zeitlichen Gewerkschaftsbewegung. Sein Kampf um die Bölferversöhnung und Verständigung, den er seit avanzig Jahren erfolgreich führt, ist eine staatspolitische Tat! Ueberflüssig zu bemerken, daß der Einheitsverband der Privatangestellten auch nach wie vor treu und bedingungslos sich zum Staate und zu seiner demokratischen Verfassung bekennt. Wir leute Interesse gefunden hat. Im Vorjahre ging lehnen Dittaturen ab, weil wir der lleberzeugung das Hauptbestreben des E.V.P. dahin, die Stris sind, daß nur die Demokratie die Wege zu einer ſenſchäden, die die Angestellten durch den Abbau höheren Kultur freimacht. Ein Blick in die Verder Gehälter erlitten haben, tviedergutzumachen. gangenheit beweist uns, daß die Menschheit von Verhandlungen mit dem Industriellenverband einer Stufe der Wildheit zu jener der Barbarei leiteten diese große staatliche Aktion ein. Sie aufstieg. Von da haben Babylonier, Assyrier, erreichte ihren Höhepunkt am 5. Dezember 1937, Aegypter, Chinesen und Griechen durch ihre Kul an welchem Tage in über 200 Städten des Staas turen die Epoche der Zivilisation eröffnet, die tes öffentliche Kundgebungen unter der Devise über das Zeitalter der Romanen und Germanen Für das Lebensrecht der Privatangestellten" in den Westeuropäisch- amerikanischen Kultur stattfanden und an denen sich insgesamt ungefähr treis mündete. Aus ihm entwickelt sich die neue 100.000 Privatangestellte beteiligten. Diese Stulturstufe des Sozialismus, um dessen Sein Aftion hatte die Erhöhung der Privatangestell- gerade in unserer Gegenivart das große erbit tengehälter zur Folge. terte Ringen geführt wird. Weil wir zu jenen gehören, die die Menschheit nach vortvärts und aufwärts führen, bekennen wir uns mit Stola zur Demokratie, denn in ihr liegt die ſittliche Auf sozialpolitischem Gebiet kann der Vers band auf eine ganze Serie von Erfolgen der letzten Jahre hinweisen. Es muß auch feſtges stellt werden, daß der parlamentarische Vertreter des Verbandes, Abgeordneter Robert Klein, ges stützt auf die sozialdemokratischen Parteien, Kraft für unseren Aufstieg, in ihr schlummern die Keime einer neuen sozialen Kultur. Der Einheitsverband der Privatangestellten setzt alle seine Kraft darein, daß die politische Demokratie unermüdlich und umsichtig tätig ist, die sozial- ausgebaut und zum Bahnbrecher der sozia. politische Gesetzgebung immer weiter zu ergän- Ien Demokratie und sozialen Wirtschaft zen und auszubauen. Die dringendsten Fors wird. Im Ringen um dieses Endziel der ge derungen des Verbandes sind gegentvärtig: famten Arbeiterbewegung sollte es ureigenste Schaffung eines eigenen Gesetzes für die Ge- Pflicht jedes Privatangestellten sein, sich dem schäftsreisenden, Lehrlingsgesetz, Novellierung E.V.P. anzuschließen und mit ihm einer bes der Pensions- und Krankenversicherung, Verbesseren Zukunft der Menschheit zuzustreben! D B be 11 ft 11 M 5 2 t to f 2 b Velkonákupní společnost družstev Telephon 64751-57 UDP Zentrale in Prag II., Těšnov Nr. 3-5 Fabriken und Mühlen: Filialen: Žilina, Tetschen a. E., Zvoleň. Prag II., VIII., Nelahozeves, Černožice a. d. Elbe, Bauschowitz a. d. Eger, Melnik, Kladno, Kyjov, Mähr. Schönberg, Lundenburg und Velká Bytča Werdet Mitglieder der hiesigen Konsumgenossenschaft! Beim Einkauf im Konsum verlanget grundsätzlich Erzeugnisse mit der Marke VDP! 01 92r. 101 Etliche Diefe de in hren. oder nung Regus Der dern V.P. enen Ceten, gene Birte und hüffe Bros falle eder. das im bers glich tige Diger tand auch eine nen, heit fand mehr chen bon noch igen tnis ber und Derl nuc eu mpf ung. ist its bot D สน Wir ung iner Bers von arei ier, Rule die nen tur ene Sein bits nen und tola Ciche ern Der alle atie a= aft ge, nfte Den Dej Mitteilungen aus dem Publikum. Was alle loben, muß doch gut sein! Darum find Deller- Erzeugnisse stets begehrte Butaten für alle Bädereien und Mehlspeisen. Millionen Hausfrauen bertvenden das bewährte Badpulver Badin", den ausgiebigen etter- Banillezucker, die aroma tischen Badöle und die verschiedenen Oetter. Samstag, 30. April 1938 Jedem ein Radio- Gerät „ REKORD" Schaltet Prag und Mělník aus und empfängt viele Sender Liefert jeder Radiohändler! Sigma- Radio Heimische Radio- Fabrik Kč 690° Der Mai, der geeignetste Monat 4771 für den Kauf eines Motorrades oins... Mit zwei.. Seite 15 Wdrei ٠١١١١٦ DR- OETKERS BACKPULVER Gerade heuer, denn es läßt sich mit Sicher- Ansprüche, fordert mehr und ihr werdet vor- der präzisen und höchst durchdachten Arbeit der heit nach dem kühlen April ein unvermittelter wärts kommen. Auch an dem Tag, an welchem Konstrukteure der Strakonitzer Tschechischen Buddinge. Für die Güte dieser Erzeugnisse bürgt setzen. Jetzt ist die Zeit am geeignetsten, und ich mir ein Motorrad!- auch in dem Augen- geglichenen Gang. Ihr Einblockmotor macht kein Uebergang zu warmen, sonnigen Tagen voraus- ihr euch entscheiden werdet: Jetzt kaufe auch Waffenwerke auch einen einzigartig stillen, ausder Name etter und die Sellkopfmarte. die Bedingungen sind so vorteilhaft, daß ein wei- blick, in dem ihr euch zuerst mit dem Gedanken Geräusch. Alles Feste bleibt fest. Alles BewegIm unseren Hausfrauen nicht nur die Arbeit fidher teres Zuwarten nur überflüssig die Freuden hin- befassen werdet: Welches?- stellt vor liche geht so leise, wie das überhaupt nur mögund mühelos, sondern auch abwechslungsreich au ge- ausschieben würde, die ein gutes Motorrad bie- allem die Forderung nach großer Bequemlich- lich ist. Die 10 Kugel- und Walzenlager im Einstalten, werden in der Oetker- Versuchstüche ftets tet. Es ist heute wirklich angenehm, daß man kelt, größter Sicherheit und größtmöglicher block der CZ- Motorräder haben eine große Beneue Rezepte erprobt, die dann über Wunsch von das Geld für ein CZ- Motorrad nicht auf einmal Sparsamkeit im Betrieb. Ebenso macht aber deutung! der Firma Dr. A. Oetker, Brünn, gerne unferen Hausfrauen gratis und portofrei zugesandt werden. ren 4644 Die ungläubigen Thomase waschen die Wäsche noch auf der Rumpel und reiben sie mit der Bürste. Die werden aber Wäsche einkaufen müssen! Die ande die gläubigen Thomase martern die Wäsche schon nicht mehr. Sie haben sie schon lange dem Dreimänner" Waschpulver anvertraut. Dieses twäscht ihnen die Wäsche schon während des Auss fochens aus. Die Wäsche wird sehr geschont und dazu noch herrlich gebleicht, wie von der Sonne auf der Bleiche. 4726 Seit einem Jahrzehnt verwenden Millionen mit ftets gutem Erfolge gegen Husten, Heiserkeit und Grippe das heimische Edelprodukt Marsmalz. Bitte, beachten Sie: Marsmalz nur echt mit Namen., Mars" auf jedem Würfel! 4628 Reiner Malzzuder und andere wertvolle 8u taten nach einem Spezialrezept verarbeitet, geben dem Marsmala" seine große Wirksamkeit gegen Susten, Seiserkeit und Grippe. Bitte beachten: Wars mals nur echt mit Namen Mars" auf jedem Würfel. 4628 Die schönsten Frühjahrsneuheiten 4772 in SEIDE und WOLLE bei REISNER& LIEBLICH Praha I., Havířská 1- Telephon 230-00 erlegen muß. Die Kč 1200.- in bar treibt man| auch kein Zugeständnis in ästhetischer Hinsicht. meistens ohne Schwierigkeiten auf, und dann je Ein gutes Motorrad dient euch gut eine lange K& 50.- wöchentlich das ist doch Reihe von Jahren wählt also das Beste, das allein schon eine Freude. Und erst das Bewußt- thr auch leisten könnt. sein, daß Sie mit einem Schlage der Herr der Maschine und Gebieter über ihre Leistung sind, daß Sie dieses gute CZ- Motorrad haben, das für die Aktion zur Entfaltung des Tschsl. Motocyklismus und zur Stärkung der Wehrhaftigkeit ausgewählt wurde daß Sie überallhin näher haben, vor allem zu den Schönheiten unserer Heimat. Junge Männer und Mädchen, entscheldet euch schnell! Die CZ- Maschine läßt euch erst die richtige Freude an der Jugend und am Leben erkennen. Nach den Hauptanforderungen jedes Käufer und nach den direkten Aussprüchen erfahrener Motocyklisten zu urteilen, sind alle CZ- Modelle das, was wir uns unter dem Begriff„ ein gutes Motorrad" vorstellen. Achtet darauf, wie bequem man auf ihnen sitzt. Normal und aufrecht, ohne Krümmung des Rückgrats, bequem wie in einem guten Lehnstuhl. Versucht das einmal selbst, so werdet ihr das am besten beurteilen können. Versucht einmal eine Fahrt auf einem Motorrad CZ! Sofort werdet ihr auch eine weitere Ihr zukünftigen Motorradfahrer, seld an- Bequemlichkeit die Bequemlichkeit für die Der Weg zur Reinlichkeit ist nicht dornig. Frü- spruchsvoll! Stellt immer und in allem große Nerven erkennen. Die CZ- Maschinen haben, dank her bedeutete Reinlichkeit Arbeit und Schweiß. Nun forgen aber für die Sauberkeit der Wäsche ,, Dreis männer". Es genügt, wenn Sie ihnen die Wäsche am Abend einweichen und am nächsten Tage haben Sie sie in ¼ Stündchen ausgewaschen und ausgebleicht, wie von der Bleiche. Dieses ihr Waschpulver- das erspart Schweiß. 4726 Deutsche beffere Familien ( Beamte, Lehrer, Förster u. ähnl.), bie ein tschechi fches Rind gegen Zahlung über Ferien aufnehmen, werden um Adressenangabe ersucht. Jugenddienst, Prag II., Boršiljká 2. 4679 SPIEGELGLAS, SPIEGEL, BAUGLAS aller Sorten, WANDBELÄGE mit MIROPAK, NEO- TRIPLEX splitterfreies Autoglas, MIRIT- Sicherheitsglas 0 WOLF& ŠTĚTKA Nachf., Aktiengesellschaft, Praha II., Truhlářská 16- Telephon Nr. 600-97 und 631-79 Die Mineralölraffinerien Vacuum Oil Company A.-G., Prag; Raffinerie Kolin Fanto- Werke Aktiengesellschaft, Prag; Raffinerie Pardubice und Neu- Oderberg Apollo Mineralölraffinerie A.-G., Bratislava; Raffinerie Bratislava und M.- Schönberg Přívozer Mineralölwerke A.-G., M. Cs rau- Přívoz Kraluper Mineralölraffinerie, Prag; Raffinerie Kralupy Weinberger& Ortner, Legina- Michal'any Industrie- und Handels- A, G., Košice; Raffinerie Strážské Nicht alltäglich ist auch die Sicherheit, die die ČZ- Maschinen dem Fahrer bieten. Beobachtet einen Fahrer auf CZ, wenn er plötzlich gezwungen ist, heftig zu bremsen; thr werdet euch wundern, wie kurz die Bremsbahn ist. Das ist die Arbeit der Bremsen mit einem großen Durchmesser, mit denen jedes CZ- Modell versehen ist. Für die Sicherheit in scharfen Kurven und auf schlechten Wegen garantiert euch die richtige Ausbalanclerung der ganzen ČZ- Maschine und ihre Originalfederung. Beachtet, was für ein Gefälle sie ertragen und wie einwandfrei alle CZ- Motorräder ohne Unterschied die Spur halten. Bequemlichkeit und Sicherheit des CZ- Lenkers, verbunden mit der Leistungsfähigkeit des Motors, bieten einen weiteren Vorzug: den guten Reisedurchschnitt. Rechnet dazu noch den geringen Verbrauch, die hohe Qualität und das schöne Aussehen, und wir können mit der Feststellung schließen: Glücklich hat gewählt, der ÖZ gewählt hat. Die erste Dampfmolkerei und Käserei in Gratzen, Böhmerwald 4764 4468 empfiehlt ihre erstklass. Erzeugnisse Beachten Sie die Schutzmarke! RESERVIERT Viktor Arnstein& Söhne Ja Mühlen in Čistá und in Unhošť 4754 Q3 liefern Qualitäts- Betriebsstoffe für Kraftfahrzeuge, Braktoren u. Dieselmotoren 4590 Nitraer Mühlen u. Schälwerke A.G. Nitra erzeugen in ihren Mühlen in Nitra, Vráble, Trenčin, Ivanka b. Nitra, in der Nitraer Schälerei und Nitraer Paprikamühle folgende anerkannt erstklassige Produkte: Welzenmehle, Roggenmehle, Rollgerste ( Graupe), Erbse, Hirse und Paprika Gesamte Tageskapazität 30 Waggons Lieferant des GEC- Verbandes 4745 Seit 16 • Der beste Schuß Samstag, 30. April 1938 für alle deutschen Textilarbeiter ift und bleibt die Union der Textilarbeiter in Reichenberg Sie ist die weitaus stärkste Textilarbeitergewerkschaft unseres Landes. Sie hat in der Zeit der furchtbarsten Not durch Auszahlung von rund 307 Millionen Kč allein an Arbeitslosenunterstützung zehntausende Textilarbeiterfamilien mit ihren Kindern vor dem Schlimmsten bewahrt. Sie hat allein im heurigen Jahr rund 105 Millionen Kč an Lohnerhöhung erkämpft! Sie gewährt Schut in Streitfällen, die aus dem Arbeitsverhältnis und dem Organisationsleben erwachsen. Sie verhilft allen ihren Mitgliedern zu ihren Ansprüchen im Falle von Krankheit, Unfall und Invalidität. Sie steht in allen bedrängten Lebenslagen ihren Mitgliedern mit Rat und durch Gewährung praktischer Hilfe zur Seite. Textilarbeiter bebenke: Allein bist Du allen Zufällen des menschlichen Lebens wehrlos preisgegeben! Nur in der Gemeinschaft mit Deinesgleichen findest Du Verständnis und tatfächliche Hilfe! 50.000 Textilarbeiter rufen Dir zu, fich ihnen anzuschließen! Diesen Anschluß findest Du nur in der Union der Textilarbeiter! 4698 Verband der Holz- und Landarbeiter Reichenberg, Gutenbergstraße 7 Freigewerkschaftliche Organisation für die Beschäftigten nachstehender Berufe Brettsägearbeiter, Bildhauer, Bürsten- und Pinselmacher, Binder, Drechsler für Holz, Horn, Bein, Perlmutter, Galalith. und Steinnußknopfarbeiter, Holzschläger, Solzwarenarbeiter, Rort, Flecht- und Rorkwarenarbeiter, Alavier- und Orgelbauer, Etreich- und Zupfinstrumentenmacher, Spielwarenarbeiter, Tischler, Tapezierer, Bergolder, Wagner und Landarbeiter Anmeldungen in jeder Ortsgruppe und in der Berbandszentrale 4700 Verband der Glas- u. Keramarbeiter und Arbeiterinnen in der ĕsl. 4767 Republik Teplitz- Schuöna Der Bekleidungsarbeiter- Verband in der ČSR. B A R Gizz Reichenberg ist die größte freie Gewerkschaft der deutschen Arbeiter in der Bekleidungsindustrie und aller verwandten Berufe. Ihm gehören die Arbeiter und Arbeiterinnen folgender Bes rufsgruppen an: Schneider und Wäschearbeiter, Hut und Filaarbeiter, Mobistinnen, Kürschner und Belatvarenarbeiter, Blumen arbeiter, Gerber. Reberfärber, Sattler, Taschner, Portefeuiller, Riemer, Lebergalanteriearbeiter, Schuhmacher, Tapezierer, Sandschuhmacher und Handschuhnäherinnen, Stoffermacher, Haarnezarbeiter und Angestellte im Friseurgewerbe. Unser Verband hat in den letzten Krisenjahren rund 20,000.000 Kč an Arbeitslosenunterstübung ausbezahlt, und mehr ats 30,000,000 Kč an höheren Tariflöhnen errungen. Barteigenossen und Genofsinnen, werbet in euren Bekannten freifen für unseren Verband, helft uns mit, in allen Orten die Arbeiter und Arbeiterinnen obengenannter Berufe für unsere freigewerkschaftliche Organisation au erfassen. 3445 Gewerkschaft der Tabakarbeiterinnen u.-Arbeiter in der Tschechoslowakischen Republik Sitz: Sternberg Mähren 4552 Erfaßt alle aktiven Arbeiterinnen und Arbeiter der tschechoslowakischen Tabakregie sowie auch jene im Ruhestande. Die Gewerkschaft gewährt den Mitgliedern Krankenunterstützung und Beerdigungskostenbeiträge Mr. 101 ALLE DRUCKSACHEN AUS DER DRUCK- UND VERLAGSANSTALT GESELLSCHAFT M. B. H. TEPLITZ- SCHÖNAU TISCHLERGASSE Nr. 4-6 Deinen Vorteil als Verbraucher wahrst Du am besten als Mitglied der Deine Ersparnisse sind sicher und gut angelegt bei der Werde Mitglied! ZKG 4713 ZKG Sei Sparer! ZENTRALKONSUM UND SPARGENOSSENSCHAFT reg. Gen. m, b. H. IN MÄHR. OSTRAU 7200 Mitglieder 18%, Millionen Jahresumsatz VERBAND 1723 60 Verteilungsstellen Ueber 5 Millionen Einlagen DER ÖFFENTLICHEN ANGESTELLTEN Sitz Reichenberg, Mühlfeldstraße 25 SEKRETARIATE: Reichenberg, Mühlfeldstraße 25 Karlsbad, Haus ,, Volkswille", Kantstraße Olmütz, Gabelsbergergasse Nr. 4/ III Freigewerkschaftliche Organisation der Angestellten des öffentlichen Dienstes Fachgruppen und Sektionen für die einzelnen Berufsgruppen. Krankenunterstützung, Notfallsunterstützung, Stellenlosenunterstützung sowie Staatszuschuß. Rechtsschutz in allen Berufsangelegenheiten, 121 Ortsgr. Fachblatt ,, Der neue Weg" Es liegt im Interesse jedes einzelnen, alle noch außerhalb unserer Rethen stehenden öffentlichen Angestellten für den Verband zu werben! Niemand schützt Euch, wenn nicht die Organisation! 4511 Der Fabrikarbeiter- Derband in der Čsl. Republik Sitz Aussig a. E., Karlsgasse 1 ist die zuständige freie Gewerkschaft für die Wahrung der Interessen der Arbeiterschaft der chemischen Industrie, Papier-, Gummi-, Kunstseide-, Zucker-, Zement-, Chamotte-. Granit-, Marmor-, Kunststein- und Kunstblumenindustrie. An Arbeitslosen-, Notfall-, Hinterbliebenen-, Streikunterstützungen und Rechtsschutzkosten allein zahlte der Verband in den letzten Jah den letzten Jahren insgesamt den Betrag von Kč 49,922.550* 80 an die Mitglieder aus. Außerdem fast Kč 3 Millionen für Bildungszwecke. Die sozialen Kämpfe der Gegenwart und Zukunft verlangen unbedingt die geschlossene gewerkschaftliche Front der Arbeiterklasse. 4589 Alle dem Verbande noch fernstehenden branchezugehörigen Arbeiter und Arbeiterinnen wahren daher Ihre Interessen durch Ihren Beitritt und werden Mitglieder des Fabrikarbeiterverbandes. Die Graphische Union Bot dife Reichenberg L. B. Turnerstraße 27/1 frcigewerkschaftliche Fachorganisatien der Lithographen, Steindrucker und verwandter Berufszweige, der Buchbinder und Papierverarbeiter, der Beschäftigten in der Kartonagen- Industrie, des gesamten graphischen Hilfspersonals Berufszugehörige! Tretet als Mitglieder bei! Beitrittserklärungen und Unterstiltungs- Ordnungen werden bereitwilliget sugceandt 3 1 Nr. 101 Mar aryša SCHOKOLADE Samstag, 30. April 1938 4689 Spezialgeschäft feinster Herrenund Knabengarderobe Moderne Maßabteilung Engelmann& Comp. Seite 17 » STOCK« BRANDY führen alle Verkaufsstellen noch besser Praha I, Celetná 30 TEL. 301-71 4710 Fördert das heimische Baugewerbe! der „ GE C“ Willst Du sparsam sein kauf im Aso ein EIN EDELPRODUKT J. Falz' Erben Staab- Stod Abt.: Kommissionär der čsl. Getreidegesellschaft Abt.: Futtermittel: Heu. 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Darüber hinaus verfügen alle vier Kurorte über eine wunderschöne Umgebung. 3409 Die Schönheit der Berge des böhmischen Mittels gebirges und der ruhige Ernst der Waldhänge des Erzgebirges bieten den Kranken in der Umgebung Bad Teplitz Schönau Bestes Heilbad für Rheuma Gicht, Ischias Alters- Frauenleiden Die Tschechoslowakei ist nicht nur wegen ihrer| Erholung und Linderung zu einer steten angeneh- bon Teplitz- Schönau Möglichkeiten tiefsten Ges qualitativ hochstehenden Industrie und ihrer flei- men Erinnerung. ßigen Landwirtschaft weltbekannt, sondern sie gilt auch als jenes Land, in dem die meisten Menschen der Erde, die durch Hartnäckige Leiden bedrückt werden, Linderung und Heilung suchen. Einen besonders guten Ruf haben die vier großen Badeorte, die im deutschen Gebiete unseres Staates liegen: Te plig Schönau, Karls bad, Marienbad und Franzens bad. Die Heilquellen der vier Städte sind schon Jahrhunderte bekannt und seit ihrer Entdeckung pilgern alljährlich viele tausende Menschen zu ihnen und gehen nach der Kur mit neuem Lebensmute wieder in ihre Wirkungsorte zurüd. Alle vier Kurorte, vor allem aber Karlsbad und Marienbad sind die Treffpunkte eines internationalen Publikum s, wie man es faum in anderen Städten der Erde findet. Neben Europäern aus allen Ländern unseres Erdteils schreiten beturbante Inder. Nord- und Südamerikaner ebenso wie Bewohner afrikanischer Staaten. Rauschende Feste und glänzende Vers anstaltungen, auf der Höhe künstlerischen Sönnens stehende Theater, machen dem Kranken die Zeit der Dr. A. Igumnor&, Zeilerin der chem. Versuchsanstalt in Bad Pistyan: ,, Schon Hippokrates hielt den Schwefel in Mineralwässern als heilkräftig. Das Brünner pharmakologische Institut hat nachgewiesen, daß der Schwefel aus dem Pisiganer Schlamm in die Blutzirkulation eindringt. Für die überraschenden Heilerfolge bei Rheumatismus und Ischias ist dieser Schwefel mit als Ursache anzusehen." HEILBAD Verlangen Sie die kostenlose Broschüre Nr. 106 von der Badadirektion Von Schmerzen erlöst Sie PISTYAN bei Rheuma, Gicht, Ischias eine Thermalkur mit unmittelbarem Baden in den Schwefelquellen. Dieses medizinische Ideal verwirklicht BAD TRENČIANSKE TEPLICE. KARLSBAD gegen Magen-, Darm-, Leber-, Gallen-, Stoffwechselleiden! Kurarrangements ab Kč 1950.Auskünfte und Werbeschriften in allen Reisebüros und durch die Kurverwaltung Karlsbad 4678 Weinstuben ,, Bacchuskeller" Konzert Liter Heuriger Kč 2'80 Belegte Brötchen nach Wahl Kč 1'50 Stimmung 4599 Auskünfte: STADT.KURDIREKTION R IN ( Bohmen Beste Kurhotels geg Lebe STEINBAD STADT. KURHAUS STADTBAD Spo doch beto jäts bein bor nad mi dur faj Be te Ar To nusses der Natur. In furzer Zeit kann man von Teplitz- Schön au in das herrliche Elbetal gelangen, das gerade in der gegenwärtigen Jah reszeit den Anziehungspunkt von zehntausenden Menschen bildet. In wenigen Minuten ist man auch aus dem Zentrum des zwischen bewaldeten Bergen liegenden Karlsbad inmitten stiller Wälder und auf lauschigen Höhen. Das Teplta! bietet die besten Gelegenheiten zu größeren Spa ziergängen und noch etwas weiter erhebt sich der Kaiserwald, ein Mittelgebirge, das wohl sehr wenig bekannt, aber auch viele gute Möglichkeiten zu Wanderungen bietet. Dieses Gebiet kann man auch von Marienbad aus sehr leicht erreichen. Marienbad selbst, am Fuße einer bewaldeten Atmungswege. Verdauungsorgane. BAD LUHAČOVICE. Ihr Herz. Ihre Nerven. Verlangen Sie Prospekte durch die Badeverwaltung. eir ein of B V te 18 ift je g fe 111 b Hügelfette liegend, bietet ebenfalls neben feinen heilkräftigen Quellen beste Erholung in einer freien und reinen Natur. In den letzten Jahrzehnten ist es gelungen, auch den minderbemittelten Bevölkerungsschichten die Gelegenheit eines Aufenthaltes in den genann ten Kurorten zu bieten. Neben den großen und leinen Hotels und den stillen Privathäusern, in denen es Wohnungen für die Kurgäste gibt, stehen heute überall auch große Erholungsheime der ver schiedenen sozialen Institutionen. Karlsbad und Tepliz- Schönau waren auch Lieblingsaufenthalte des aroßen deutschen Dich terfürsten J. W. Goethe. Dort durchstreifte er die Gegend und erfreute sich immer wieder an der Lieblichkeit der böhmischen Berge. So wie er, waren nahezu alle großen Männer Gäste unserer Bäder, die auch weiterhin Perlen des deutschböhmischen Landes und der Stolz unserer Republik bleiben werden. Rundfunk allein. Alle, die noch nicht Besitzer eines Rundfunkgerätes sind, machen wir aufmerksam auf den neuen. Empfänger ,, Reford". 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Bad Luhačovice bewirtet seit Anfang der Saison, d. i. seit 14 Tagen, bereits an 400 Sturgäste. Mit 1. Mai wird die Zahl der Kurgäste vervielfacht werden, da dann eine ganze Reihe von sozialen Erholungsheimen eröffnet werden und die Anfunft jener Gäste erwartet wird, die die vorteilhaften Bedingungen der Vorsaison und die einzigartigen Schönheiten der Natur im Mai aus nügen mollen. 4713 1 Nr. 101 Samstag, 30. April 1938 Seite 19 Hel des bung Ge S bon etal ah den nan ten ller tal as der ehr ten an en, ten en er 11, ent По id in n d BASE te 11 T, er it 12 e 1 UNION VERSICHERUNGS- A.- G. ZENTRALE: PRAG MASARYKOVO FILIALEN: NABÉ. 4 REICHENBERG BRUNN BRATISLAVA VERTRETUNGEN IM GANZEN BEREICHE DER REPUBLIK AG UNION VERSICHERUNGEN ALLER ART Hundert 1838-1938 Jahre arbeitet die Riuniono Adriatica di S curtà auf dem Gebiete der Tschechoslowakischen Republik als Vorkämpferin des Versicherungsgedankens. Ihre reiche Erfahrung und ihre Verläulichkeit bewährten sich unzähligemal und haben ihr das Vertrauen und die Zuneigung der Versicherungsnehmer verschafft. Durch die Errichtung von Neubauten sichert sie am besten die Ansprüche der Versicherten und dient dem tschechoslowakischen Wirtschaftsleben. Sie besitzt auf dem Gebiete der Tschechoslowakischen Republik Garantiemittel im Gesamtwerte von über 450 Millionen Kd. Die RIUNIONE ADRIATICA DI SICURTÁ IN TRIEST Direktion für die Čechoslovkiasche Republik in Prag betreibt folgende Versicherungsarten: Lebens-, Unfall-, Feuer, Transport-, Einbruch- Dlebstahl-, Glasbruch-, Maschinenbruch-, Chomage-, Hagel-, Haftpflicht- und Automobilversicherung. Böhmische Union- Bank Zentrale: PRAG FILIALEN: Asch, Aussig, Bodenbach, Böhmisch- Budweis, Bratislava, Braunau, Brünn, Brix, Freiwaldau, FrýdekMistek, Gablonza.N., Graslitz, Hohenelbe.Iglau, Jägerndorf, Karlsbad, Königinhof a. E., Leitmeritz, Marienbad, Mähr.Ostrau, Mähr.- Schönberg, Neu- Titschein, Olmütz, Pardubice, Pilsen, Prostějov, Reichenberg, Rumburg, Saaz, Teplitz- Schönau, Trautenau, Troppau, Warnsdorf, Zwittau. Exposituren: Prag XII. und Prag VIII. Zuckerabteilungen 4556 in Prag, Bratislava, Olmütz und Troppau T Beitragsmarken Broschüren Zeitschriften und Zeitungen Plakate Farbendruck Massenauflagen Kreditanstalt der Deutschen Erg. Gen. II 81 Niederlassungen Durchführung eller Gelbgeschäfte Berwaltungslapital 1200 Millionen Kč Saftungskapital 120 Millionen Kč m. b.. Jede gewünschte Druckarbeit liefert schnell und preiswert in bester Ausführung DRUCK- UND VERLAGSANSTALT HUM& Co., WARNSDORF Die Lidová pojišťovna" ,, Gechoflavia" A, G. in Prag, hält am 30. April 1938, ihre VIII. ordentliche Generalversammlung ab. Die im vergangenen Jahr erzielten Ergebnisse können mit Recht als voll befriedigend bezeichnet werden. Auch wenn die Herabsetzung des Binsfußzes sich in der Gebarung der Anstalt in einer weiteren Herabjetzung der Vermögenserträge äußerte und der ver größerte Umfang des neuert Geschäftes ebenfalls neue Auslagen erforderte, schloß die vorjährige Gebarung mit einem Ueberschusse von Kč 1,015.675.88 ab. Dabei erreichten die Gesamts aktiven einen Betrag von Kč 250,466,352.24, gegnet man dem Einwand gegen den Abschluß einer wovon Kč 18,106.146.30 auf außerordentliche Lebensversicherung ,,, daß man sein Geld lieber zur Garantien neben den obligatorischen PrämienSparkaſſa trage, da man bei der Lebensversicherung reserven entfallen. Die Zahl der lebensversicher den, daß die„ Techoslavia" wirklich eine Volts Wir suchen überall doch mehr einzahle, als man einmal heraus- ten Personen betrug Ende des vergangenen Jahversicherungsanstalt ist und dies auch durch eine belomme". Wer so spricht, überſicht die wichtigste res 231.449, heute schon mehr als 250.000. Unterstüßung der geschäftlichen Bestrebungen der Aufgabe der Lebensversicherung und ihren grund. Dadurch bewahrte sich die Anstalt unter allen Versicherungsanstalt zum Ausdruck bringen, dann weitere Mitarbeiter fäglichen Unterschied zur Sparkassa. Die Versiche rung muß das volle versicherte Kapital nicht nur tschechoslow. Versicherungsanstalten die erste Stelle ist die weitere Entwicklung der Techoſlavia" auch beim Ablauf der Versicherung, sondern auch beim in bezug auf die Zahl der lebensversicherten für die Zukunft dauernd gesichert. Dann wird Personen. Das versicherte Stapital erreichte vorzeitigen Tode des Versicherten, ofimals schon auch die Anstalt den Gedanken ihrer Gründer in der Lebensabteilung den Betrag von Kč nach Zahlung von nur einer oder zwei Monatsprä gerecht werden können, welche ihr mancherlei wirtVersicherung oder Sparkaffa. Recht oft bemien und wie bei der ,, Borsorge" beim Tod durch Unfall sogar die doppelte Versicherungssumme zur Auszahlung bringen, während von der Sparfassa immer nur die bis zum Tode eingezahlten Beträge einschließlich der Zinsen zurückerstattet werden. Nun tann aber niemand, auch der beste Arzt nicht, voraussagen, wann ein Mensch vom Tode ereilt wird. Der Sparer hofft, daß er noch eine so lange Reihe von Jahren leben wird, um einen bestimmten Betrag ersparen zu können. Wie oft aber wird seine Hoffnung zu schanden! Der Versicherte dagegen weiß, daß die vereinbarte Versicherungssumme auch bei seinem vorzeitigen Tode gezahlt wird und die Versorgung seiner Sin terbliebenen dadurch auf jeden Fall gewährleistet ist. In der Versicherung gilt eben der Grundsay: ,, Einer für alle und alle für einen", der Sparer jedoch handelt nach dem nicht immer und hier schon gar nicht zutreffenden Wahlspruch„ Jeder für sich selbst". Daß es nicht jedermanns Sache ist, regelmäßig fleine Beträge zur Sparkassa zu tragen und von diesen niemals etwas zurückzunehmen, daß aber bei einer Versicherung ein fegensreicher Zwang zum Sparen besteht, fei nur nebenbei bemerkt. Es soll nicht bestritten werden, daß beim Ablauf einer Lebensversicherung die Sparkassa mehr geleistet hätte, aber der Unterschied ist durchaus nicht so groß wie mancher denkt, und wie aus nachstehendem Beispiel hervorgeht wird er durch den eminenten Vorteil der Lebensversicherung, nämlich die Versorgung der Familie auch beim vorzeitigen Tode, stets um ein Mehrfaches aufgewogen. Wenn ein Fünfundzwanzigjähriger 20 Jahre hindurch monatTidy Kč 10. zur Sparkassa bringt, erhält er nach Ablauf dieser 20 Jahre mit Zinsen und Binseszinjen Ke 3280.- zurüd. Hätte dieser Mann eine fleine Lebensversicherung nach dem VersorgungsTarif der Vorsorge" auf 20 Jahre Dauer und mit einer Monatsprämie von Kč 10.- abgeschlossen, so würde ihm eine Versicherungssumme von Kč 2840. garantiert werden, wozu noch die angesammelten und verzinsten Gewinnanteile fämen. Dieses Kapital würde ebenfalls nach Ablauf der zwanzig Jahre zur Auszahlung kommen, ganz gleichgültig, ob der Versicherte noch am Leben ist oder nicht, selbst wenn er bis zu seinem Tode nur wenige Prämien eingezahlt hätte. Und ist das sichere Bewußtsein, für seine Hinterbliebenen auch für einen solchen Fall vorgesorgt zu haben, nicht die verhältnismäßig fleine Differenz von rund Kč 440. wert? Zweifellos ist die Sparkassa eine überaus segensreiche Einrichtung, aber die Aufgaben der Lebensversicherung fann sie nicht erfüllen. Wem es darum zu tun ist, feine Angehörigen auch für den Fall seines vorzeitigen Todes sicherzustellen, dem lann die Wahl zwischen Lebensversicherung oder Sparkassa nicht schwer fallen. Weitere Aufflärungen in Versicherungsfragen erteilen gerne die örtlichen Mitarbeiter oder die Geschäftsleitung der ,, Vorsorge" in Prag II., Fügnerovo nám. 4. 4741 4761 4748 für die Frühjahrsaktion, die wir nach den Adressen unserer Versicherten durchführen Auch vollkommene Anfänger, die geschäftlich begabt sind und einen guten Ruf genießen, mögen sich melden, bei der in Prag II., Krakovská 5 Anglo- Čechoslovakische und Prager Credit- Bank 4761 705,655.195. Dabei wurden auch die Unter- schaftliche und ideelle Aufgaben mit auf den Weg Lidová pojišťovna„ Cechoslavia" stüßungs- und Aufbesserungs- Pensionsfonds der дабеп. Angestellten nicht übergangen, welche die gewiß achtungsgebietende Höhe von Kč 6,252.717.erreichten. Die fulminierende geschäftliche Entfaltung, welche die Anstalt in der letzten Zeit in allen Versicherungszweigen verzeichnete, bestätigt die Tatsache, daß die Gechoslavia" heute ein Institut ist, mit dem gerechnet werden muß. Sie überwand ohne Erschütterungen die Jahre der Wirtschaftskrise und ist heute mit Erfolg um einen weiteren Aufstieg bemüht. Sie hat alle Vorauss jetzungen für eine weitere Entfaltung, wenn unsere Oeffentlichkeit sie in ihren Bestrebungen immer und überall unterſtüßen wird. Wenn alle entscheidenden Faktoren sich dessen bewußt werDen Weg in diezukunft fichert die Vorsorge" Allgemeine Verficherunge- fllengesellschaft auf gemeinnütziger Grundlage Niedrige Prämien Günftige Bedingungen Reine Berufszuschläge in der Lebensversicherung Doppelte Versicherungssumme beim Tobe durch Unfall Bersicherungsschuß auch bei Arbeitslosigkeit Alle Ueberschüsse kommen den Versicherten zugute Abschluß von Versicherungen jeder Art zu be sonders vorteilhaften Bedingungen Mitarbeiter werden gesucht Vorsorge PRAG II, Fügnerovo nám. 4 4741 Zentrale in Prag II., Hybernská ul. 5 AUSLANDSFILIALEN: BELGRAD( Prestolonaslednikov trg 2) BUKAREST( Str. Bursel Nr. 5) LONDON( 48, Bishopsgate, E. C. 2) SOFIA( Boulevard Dondoukoff 39) leisten dadurch, daß sie mit den wirtschaftlichen Verhältnissen, den Import- und Exportbedingungen, den geltenden Devisenbestimmungen etc. sowohl der Cechoslovaket als auch der Staaten, in denen sie ihren Sitz haben, vertraut sind, wertvolle Dienste bei der Anbahnung und Durchführung des Handelsverkehres mit diesen Staaten Asch FILIALEN IN DER ČECHOSLOVAKISCHEN REPUBLIK: Falkenau Franzensbad Gablonz Haida Hradec Králové Auscha Aussig Bodenbach Böhm.- Kamnitz Böhm.- Lelpa Jihlava Bratislava Kaaden Brünn Karbitz Karlsbad Klatovy Brüx České Budějovice Ceská Třebová Chrudim Eger Kolin Komotau Košice Kralupy Leitmeritz Lobositz Marienbad Mähr.- Ostrau Mähr.- Schönberg Náchod Nen- Titschein Olmütz Pardubice Plzeň Písek Prostějov Rakovník Relchenberg Roudnice Saaz Schönbach( Bez. Eger) Teplitz Tetschen Trautenau Uherské Hradiště Warnsdorf Welpert Znaim Zwittau KORRESPONDENTEN IN ALLEN LÄNDERN DER WELT KOMPENSATIONSABTEILUNG ZUCKERABTEILUNG ALLGEMEINE 4690 GENOSSENSCHAFTSBANK ZENTRALE: PRAHA II, BREDOVSKA 4 Telephone: 227-51 bis 227-55 EXPOSITUREN: BRNO ,,, U Solnice" 3a MORAVSKA OSTRAVA Nádražní tříd a 40 Mustergültiger Bankdienst Einlagen auf Bücher und laufende Rechnung 4558 Bank der Čechoslovakischen Legionen 4 Platz- Exposituren:: 21 Filialen 5 Saisonwechselstuben in Prag II., Na Poříčí Nachttresor bei der Expositur Prag I. im Palais der Handels- und Gewerbekammer Aktienkapital: Kč 70,000.000.-/ Reservefonds: Kč 65,000.000.Telegr.- Adresse: Leglobanka, Prag. Telephon- Serie: 265-5-1, 301-4-1. Bankgeschäfte aller Art Tit Samstag, 30. April 1938. Nr. 101 MARS Rette Dein Leben! Kaufe die neue Gasmaske MARS mit Filter von geringstem Widerstand! A. S. 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