t Sozialdemokrat 009 Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Einzelpreis 75 Hellet Redaktion u. Verwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Berantwortlicher Redakteur: Rarl Rern, Prag 18. Jahrgang Dienstag, 3. Mai 1938 Schweizer Sozialisten nach Nordböhmen und Mähren- Schlesien Die Schweizer Gäste, und zwar der Vorsitzende der sozialdemokratischen Partei, Nationalrat precht und Nationalrat Bringolf, find Montag nachmittags im Flugzeug von Zürich in Prag eingetroffen. Auf dem Flugplatz wurden sie von Abg. Ta ub und Abg. I ak s ch begrüßt. Ein Ehrentag Aus dem Inhalt: Bilder von unseren Maifeiern Jakschs Rede vor den Karlsbader Arbeitern Jan Masaryk bei Halifax Von der Königshochzeit in den Tod Nr. 103 des kämpferischen Sozialismus Massenkundgebungen der deutschen Sozialdemokratie am 1. Mai ,, Heute habe ich mich überzeugt, daß die Gassen und auf den Marktplay. Das Arbeitssudetendeutsche Sozialdemokratie eine Stampf- volk des Egertales und des Erzgebirges hat sich Oprecht und Bringolf werden partei ersten Ranges ist," erklärte ein ausländi. am 1. Mai wieder herrlich geschlagen Ihren Dienstag abends mit I ak s ch zusammen in scher Beobachter unter dem tiefen Eindruck unHöhepunkt erreichten unsere felbständigen Maieiner Auffiger Vertrauensmännerversammlung serer Waifundgebungen. Es wird in der Tat feiern in der Kurstadt Karlsbad. Dort, im Herzen des heiß umstrittenen Egerlande. sprechen. Daran schließen weitere Besuche der kein zweites demokratisches Land in Europa gebeiden Gäste in Nordböhmen und Mähren Schleben, wo die Feiern des 1. Mai unter so außer. haben wir der SDP ein Massenduell angeboten ordentlichen und für die sozialistische Arbeiter. und ehrenvoll bestanden. Stundenlang wogte fien an. schaft beispiellos schwierigen Umständen began. der rote Aufmarsch durch das Tepltal. Die gen wurde, wie es am Sonntag im judetendeut. Sundgebung konnte erst mit großer Verspätung Hitler nach Rom unterwegs fchen Grenzland der Fall war. Seit Wochen begonnen werden und der gewaltige Play vor Berlin.( DNB.) Reichstanzler Hitler wütet ein würgender Gleichschaltungsterror ge- der Markthalle erwies sich als zu flein. Die Massenbeteiligung vom 4. November 1934 hat Montag um 16.45 Uhr vom Anhalter Bahn- gen alle Anhänger der deutschen Sozialdemokra. Wassenbeteiligung vom wurde erreicht, wenn nicht übertroffen. Die hof, der mit den deutschen und italienischen Far- tie und der freien Gewerkschaften. Unter der ben reich geschmückt war, mit seiner Begleitung Androhung der existenziellen Vernichtung, unter ganze Stadt stand unter dem gewaltigen Eindie Reise über München nach Rom angetreten. Ausnügung der Kriegsfurcht wurde an allen druk dieser wuchtigen Lebensäußerung der Generalfeldmarschall Göring übermittelte dem Eden und Enden versucht, die Gesinnungstreueſterbenden Sozialdemokratie". Der Verlauf Reichskanzler vorher kurze Abschiedsgrüße. unserer Menschen zu brechen. Die in Lohn- des Volksmeetings selbst war charakterisiert Die offiziöse Deutsche diplomatische Korres fragen so knausrigen SDP- Unternehmer haben durch eine Maffenbegeisterung ohnegleichen. ſpondenz" schreibt zur Hitler- Reise, beide Länder plötzlich freigebig ihre Taschen geöffnet und in Engliſche und amerikanische Journaliſten konn ſeien unbeirrt in der Erkenntnis der Notwendig vielen Gebieten ihren Belegschaften den 1. Mai ten sich durch Augenschein davon überzeugen, feit, Stultur und Zivilisation gegenüber Gefahren zu verteidigen, die, so unverhüllt sie auftreten unter der Bedingung bezahlt, daß fie unter den daß die deutsche Sozialdemokratie auf dem Bomögen, von gewissen Seiten nicht nur vielfach Fahnen des antikapitalistischen" National- den des Egerlandes als Massenpartei einen Benicht erkannt, sondern sogar in ihr polifozialismus marschieren. Tausenden drohte der hauptungskampf ausficht, der für alle fudeten tisches Spiel einbezogen werden. Verlust des Arbeitsplatzes, wenn sie sich an den deutschen Gebiete vorbildlich ist. Die Freiheits. Daß Italien und Deutschland allen solchen Bestres sozialdemokratischen Maikundgebungen beteilig- botschaft aus Westböhmen wird wie ein Fanal bungen wachsam gegenüberstehen, werde nie ten. Und dennoch! Trozig erhob sich der manden wundern können. Stampfeswille unserer sturmerprobten Freiheitsbataillone. Die deutsche Sozialdemokratie hat wiederum, sei es in selbständigen Rundgebungen, ,, Nicht der günstigste Moment" Der Berliner der im Rahmen allgemein republikanischer ihre Lebenskraft durch die Städte und Dörfer unseres Grenzgebietes klingen. In zahlreichen Städten marschierten unsere Kolonnen in gleichem Schritt mit den Sozialisten und Demokraten tschechischer Nationalität. So wurde der judetendeutschen Bevölferung die große Realität des tichechischen Volfs. daseins vor Augen geführt, die Wirklichkeit einer demokratischen lebermacht von fichedhi. schen und deutschen Republikanern. Auch diese gemeinsamen Sundgebungen verfehlten ihren tiefen Eindruck nicht. Ausnahmsfälle, wo einzelne tschechische Redner nicht das nötige Taftgefühl gegenüber den deutschen Zuhörern aufbrachten, wie z. B. in Komotan, werden sich hoffentlich nicht wiederholen. Die Wassen selbst haben überall begriffen, daß es in dieser erniten Stunde das Gemeinſame zu betonen gilt, und sie begingen die gemeinsamen Maifeiern deutscher und tschechischer Republikaner in vorbildlicher Geschlossenheit. So war der 1. Mai 1938 ein Ehrentag der sozialistischen Arbeiterschaft, ein Kampftag der Demokratie und ein moralischer Sieg aller freiheitliebenden Menschen in der Republit. Jaksch spricht meldet feinem Wiatt, es beſtehe in Rom der Eine Manifeſtationen före ungerförbare Zebevor 20.000 in Karlsbad druck, daß die augenblickliche Atmosphäre nicht der günstigste Moment für einen deuts unter Beweis gestellt. Unter dem Eindrucke dieichen Staatsbesuch in Rom sei. Römische Wizze, fes herrlichen Bekenntnistages ist es uns ein daß der„ Achse" ein prunfvolles Betiefinnerliches Bedürfnis, all den Tavferen und gräbnis bereitet werden soll, seien bis nach Getreuen, die sich in schwerster Stunde aufrecht Berlin vorgedrungen. Daily Telegraph" schätzt zu den Idealen des Sozialismus und der die Kosten des Besuches auf minimal eine und Menschlichkeit bekannten, heißen, herzlichen marimal vier Millionen Pfund( 140 bis 560 Dank zu sagen. Millionen Kč), während die gesamten Kosten der britischen Krönungsfeierlichkeiten vom Mai 1987 nur 690.000 Pfund betragen hätten... Der Vertrag mit Italien vor dem Unterhaus Die erste Maifeier hat im Karlsbader Gebiete alle Erwartungen übertroffen. Die vom Nazismus besessenen Henlein- Anhänger hielten es buchstäblich für ein lächerliches Unterfangen, daß die Sozialdemokratie noch einmal zur Mai tundgebung aufruft. Und nun kam der Maitag, der mit ihren Illusionen bedenklich aufräumte. Die gewaltigste Rundgebung sah die Kurstadt Karlsbad. Die Gesichter der Gleichgeschalteten wurden immer länger, je mehr sich die Massen der fozialdemokratischen Arbeiter und Arbeiterinnen in den Straßen nächst der Karlsbader Egerbrüde stanten. Als nun der von ungeheurem Jubel be gleitete Zug ein einviertel Stunden lang vorbeizog, da verging auch dem fanatischesten SDP- Mann das Lachen. Zwölf Musikkapel len, ein großer Spielmannszug und zahlreiche Fahnengruppen sowie Standarten und Transparente mit den Forderungen der deutschen sozialdemokratischen Arbeiterschaft gaben dem Aufmarsch) das Gepräge. Der Zug, in dem nach mehrfach übereinstimmenden Schätzungen an die 15.000 Menschen marschierten( die Karlsbader Polizei spricht sogar von 18.000), wurde von einem nach vielen Tausenden zählenden Spalier immer wieder freudig begrüßt. Besonders der Parteivorsitzende I ak s ch war immer und immer wieder Gegenstand des Ausdrucks der Liebe und Verehrung der Wassen, die sich in stürmischen Zurufen und Sprechchören Geltung verschaffte. Zehn Minuten vor 5 Uhr rückte die Spize des auch ein Berichterstatter des„ Daily Teles 3uges auf dem großen Markthallenplay ein, währaph". rend der Schluß erst nach 6 Uhr eintraf, als die In Falkenau Stundgebung schon längst begonnen hatte. Mehr als 20.000 Menschen bereiteten den führenden Genossen und insbesondere dem Parteivor ſizenden stürmische Ovationen. Horn eröffnete die Kundgebung, worauf Streisvertrauensmann Abgeordnete de Witte in einer furzen Ansprache unter stürmischem Beifall feststellte, daß die west böhmische Arbeiterschaft einen glänzenden Beweis ihrer Treue zur Partei bekundete und das Masfenduell mit der nazistischen Sop in Ehren bestan den hat. Dann sprach, von minutenlangem Beifallssturm begrüßt. Abgeordneter Jatsch( dessen Rede wir an anderer Stelle wiedergeben). Sinnlos und unflug wäre es, die Augen vor der Tatsache zu verschließen, daß die SdP imposante Massenfundgebungen auf die Beine brachte, deren Teilnehmer sich besonders in den Notstandsgebieten zu gutem Teil aus schwer arbeitenden Menschen rekrutierten. Man fonnte es beim Vorbeimarsch ihrer Aufzüge leicht herDer britisch- italienische Verirag ausfinden, wo der nazistische Stern mit Teutowurde am Montag dem Unterhaus vorgelegt nengebrüll daherzog und wo, schweigend und und vom Ministerpräsidenten Chamberlain bedrückt, der Tioß der mehr oder weniger freimit einer großen Rede eingeleitet. Er erklärte 11. a., daß die italienische Regierung bezüglich willig teilnehmenden Mitläuferschaft marPalästinas, von dem in dem Vertrag nicht schierte. Aus diesen Reihen flangen die Siegdie Rede ist, mündlich versichert habe, daß sie Heil"-Ruse sehr schütter und nur selten erhob sich der britischen Regierung feine Schwierigkeiten bei eine Hand zum römischen Faschistengruß. Ueberder Verwaltung des Landes machen werde, wo- haupt war das äußere Bild des deutschböhmi. gegen die britische Regierung versprach, die beschen Grenzlandes in vieler Hinsicht irreführend. rechtigten italienischen Interessen in Palästina zu Ausländische Journalisten waren Zeugen dessen, beachten und zu schützen. Das Versprechen, daß wie aus einem großartig mit SDP- Emblemen Italien die Freiwilligen aus Spanien abberufen geschmücktem Haus in Karlsbad die Einwohner wird und daß es in Spanien keine politischen und von den Fenstern begeistert dem sozialdemokra. territorialen Ziele verfolge, nehme die britische Regierung als eine im guten Glauben gegebene tischen Umzuge zuwinkten. Vielfach war also Zusicherung hin. der reiche Flaggenschmuck an den Häusern nur Er glaube nicht, daß man zu einem all- ein Beweis, daß zwar die Hausherren Faschisten geworden sind, aber nicht die Mieter. Es war gemeinen Frieden gelangen werde, solange die tein faires Kräftemessen, es war kein ehrlicher Bereinigung der spanischen Frage nicht Wettstreit der Gesinnung! Um so höher ist es in Schweite liege. Das sei der Grund, warum einzuschäßen, daß gerade im Egerland, das als er die Bereinigung der Spanien- Frage zur Domäne des Herrn Henlein gilt, die stärksten Voraussetzung für die Anerkennung der und wuchtigsten Maifeiern der deutschen Soitalienischen Annexion von Abessinien gemacht zialdemokratie zu verzeichnen waren. Schon die habe. Auf einen Zwischenruf Attlees gab Cham- Sundgebung in der Bergarbeiterstadt Fal- zur demokratischen Tschechoslowakei siche und berlain zu, daß eine solche ,, Bereinigung" noch fena u gestaltete sich zu einer freudigen Uebernicht in Schweite liege... Die Opposition hat einen Antrag eingebracht, daß die Kammer ein Uebereinkommen mit einem Staat, der sich aktiv a" dem brutalen Angriff in Spanien beteiligt, nicht gutheißen fönne, raschung der Veranstalter und aller Teil. nehmer. Der Aufmarsch der Massen stieß das ganze Programm über den Haufen. Während die Ansprachen schon längst im Gange waren, mogte noch immer der Menschenstrom durch die Als dann die englische Genossin Dhonau an das Rednerpult trat, da tam in dem ungeheuren wurde, die große Freude über die Anteilnahme Jubel und der Begeisterung, mit der jie begrüßt der englischen Arbeiter an unserem Geschick zum Ausdrud. Sie sagte, daß in England nicht nur die Arbeiterschaft, sondern fast das gesamte englische Volk daß England und Frankreich nicht dulden würden, daß dieses demokratische Bollwert angetastet wird. wo die Anhänger unserer Partei aus den Bezirken allenau, Graslih, Eger und Aich aufmarschier ten, waren auf dem Majarytplay 10.000 We nj dhe n versammelt, deren helle Begeisterung sich gleichfalls in stürmischem Jubel zeigte, als a fich die Rednertribüne beirat. sprach noch die englische Genofsin Dhon att und Abgeordneter Katz ergänzte die Ausführungen des Parteivorsitzenden, indem er sich vor allem mit der Demagogie und dem Terror der SdP veschäftigte. Die Bezirksorganisation Neudek veranstaltete zwei Maiversammlungen versammelt waren. Zu ihnen sprach Abgeordneter in Neudef, wo 2400 Menschen auf dem Martiplaz de Witte. In der Erzgebirgsstadt Bärringen sprach vor 800 Teilnehmern Hermann Fider. Am Nachmittag tamen aus dem Bezirk News dek noch über tausend Genossen und Genoſſinnen, um an den Kundgebungen in Karlsbad teilzus nehmen. Auch in Graslitz An der Kundgebung der deutschen Sozialdemokratie nahmen auch tschechische und fand vormittags am Marktplatz eine selbständige englische Journalist en teil, darunter| Sundgebung statt, an der 2500 Menschen teila Geite 2 Dienstag, 3. Mai 1938 Nr. 103 nahmen, zu denen Abgeordneter a sprach. Auch den Köpfen der Teilnehmer wehten blutigrot un- salle Flüſtergerüchte vergeblich sind. An den cher- Jan Masaryk bei Halifax hier ließen es sich an die Tausend unserer Men- sere Freiheitsfahnen, durchbrochen von den Blau- nen Freiheitswillen unserer tapferen Menschen schen nicht nehmen, nachmittags noch nach Fal- weiß- rot der Staatsfahnen. zerschellen diese verwerflichen Methoden. Ihre fenau zu fahren, um dort den Parteivorsitzenden In den Straßen der Stadt sah man erstaunte Ueberzeugung ist nicht fäuflich. sprechen zu hören. Gefichter. Die tausendfach totgesagten Sozialdemo Die Kundgebung auf dem Marktplaß, die fraten marschierten wieder. In größerer Anzahl von etwa 5000 Menschen besucht war, wurde vom und wuchtiger als je zuvor. Hoffentlich hat dieser Genossen Reiche I eröffnet. Für die tschechischen Tag die Drahtzieher in der Volksgemeinschaft" Teilnehmer sprach Linhart, für unsere Partei undahingehend belehrt, daß alle Anstrengungen und| ter brausendem Beifall Karl Stern. Mnogu nov Gewaltige Kundgebung in Komotau nob nov Schon in den frühen Morgenstunden begann um das„ Volkshaus" in Komotau reges Treiben. Von überallher strömten Menschen zusammen. 14.000 auf dem Teplitzer Marktplatz Turner in ihrer Uniform, Frauen in blauen Blu- Zu einer gewaltigen Manifestation des Frei- der Internationale", mit der die denkwürdige und sen. Jugendliche in ihrer schmucken Tracht, Geheitswillens der arbeitenden Menschen gestaltete bedeutungsvolle Maifundgebung des Bezirtes Tepwertschafter, Parteigenossen, alle geschmückt mit sich die Maifundgebung auf dem Teplitzer Markt- lig- Schönau ihren Abschluß fand. dem Symbol unseres Maitages, der roten Nelte. play. Um halb 1 Uhr mittags versammelten sich Troß des Regens, blieb die gute Stimmung in den Straßen der Stadt Turn die Teilnehmer aufrecht. aus den Bezirksgemeinden; Zug um Zug mar Um 10 Uhr kamen die Züge aus den Ort schaften an. In den einmündenden Straßen flang Mufit auf, rote Fahnen wogten einher und bald waren die Gassen um das Mannesmannröhrenwerk herum, dicht von Menschen besetzt, die ihre Stellplätze bezogen. Punkt halb 11 Uhr, seßte sich, unsere NW mit der Staatsfahne an der Spize, vom Mannesmanneingang aus, der gewaltige Demonstrationszug in Bewegung, der fast 10.000 Personen Fest An der Versammlung nahmen ausschließlich nur Menschen teil, die im Bezirke Teplitz wohnen. Riesiger Aufmarsch in Dux London. Der tschechoslowakische Gesandte in London Jan Masaryk wurde für Montag, den 2. Mai, nachmittags, zum britischen Außenminister Lord Halifax geladen. Die Aussprache währte anderthalb Stunden. Außenminister Lord Halifax informierte bei dieser Gelegenheit den tschechoslowakischen Gesandten in ausführlicher Weise über die Entschließungen der Londoner Besprechungen und setzte ihn von den demnächst zu erfolgenden Schritten der britischen und französi= then und fchen Regierung in Kenntnis. Osuský kommt nach Prag Paris. Der tschechoslowakische Gesandte Dr. Ofusty wurde vom Ministerpräsidenten Da= Ia dier und auch neuerlich vom Außenminister George Bonnet empfangen. Dr. Osustý reiste Montag abends nach) Prag ab, wo er über seine Aussprachen amtlichen Bericht erstatten wird. schierte ein und immer wieder mußte die feit stellung gemacht werden, daß die Kraft der sozial demokratischen Arbeiterschaft ungebrochen ist. Die arbeitenden Menschen des Durer KohSelbst aus den kleinen Landgemeinden wälzten sich lengebietes haben in würdiger Weise ihren soziagroße, imponierende Kolonnen heran. In den listischen Maitag gefeiert. Ein untrüglicher Be- sozialdemokratischen Arbeiter aus allen Teilen letzten Stunden vor dem 1. Mai hatte die weis dafür, daß sich der Gleichschaltungswahnsinn des Brüger Bezirkes haben wieder einmal einen ihre eigene Kundgebung abgesagt und die Anhän- an den festen Fronten des kämpfenden Proleta- Beweis ihrer Treue und ihrer Opferwilligkeit gerschaft zur Teilnahme am sozialdemokratischen riats bricht. Alle Erwartungen wurden übertrof- für die Partei gegeben. Die Genossen aus dem Mai- Aufmarsch aufgefordert. Auch die tschefen, als die einzelnen Züge anmarschierten; ge- oberen Teil des Bezirkes tamen mit Fanfaren chischen Nationalsozialisten nahmen schlossene Kolonnen der deutschen und tschechischen und einer starten Musikkapelle nach Brür gezo in einer stattlichen Zahl an unserer Kundgebung sozialdemokratischen Arbeiter formierten sich zu gen, die Genossen und Genossinnen aus dem Geumfaßt hat. An der Ede Heinrichstraße- Steingasse teil. Der Zug bewegte sich durch ein mächtiges cinem gewaltigen Demonstrationszug, der sich um richtsbezirk Statharinaberg famen mit zwölf wurde der Zug von den etwa 2000ti che chi- Spalier nach Teplitz- Schönau. Er bot ein far- 2 Uhr durch die Straßen der Stadt auf den Markt- Autobussen, 500 an der Zahl. Sie sieht es mit schen Teilnehmern erwartet und jubelnd benprächtiges Bild: Jugend im Blauhemd, Atus- play bewegte. 3500 Personen wurden im Zuge dem Niedergang" der Roten im Erzgebirge begrüßt. Gemeinsam erfolgte dann der Einmarsch Mitglieder im schmuden Grau, die tschechischen gezählt. Auf dem Marktplatz hatten sich bereits aus. Als pünktlich um halb 10 Uhr der Abmarich auf den Marktpla B, wo schon eine ge wa l- Gliederungen in ihrer Tracht und tausende Män- Hunderte Menschen versammelt, so daß die sozial- des imposanten Zuges erfolgte, leuchteten alle tige Menschenmenge versammelt war. ner und Frauen aus den Betrieben, Werkstätten demokratische Maikundgebung mit 5 0 0 0 nicht zu Augen, denn dieser 1. Mai, das wußten alle, Ueber eine halbe Stunde marschierten die Teilneh- und Büros. Der Vorbeimarsch dauerte hoch angenommen wird.( Die Sop vereinigte in bedeutet viel mehr. Auf dem Wege zum Ver mer auf den Martiplag auf. Immer wieder flan- 44 Minute n; die Teilnehmer marschierten zu ihrem Zug am Vormittag 4500 Personen.) Der sammlungsplatz erschien dann Genosse 3 a kich gen jubelnde Freiheitsrufe auf. meist in Sechserreihen. An der Spige zogen Fanfarenchor unserer Atus- Jugend eröffnete die mit der englischen Genossin Dhonau, die lebhaft die Legionäre mit den Angehörigen der National Manifestation, die Musittapelle intonierte die begrüßt wurden. Kurz nach 10 Uhr begann die sozialisten, dann folgten die Sozialdemokraten mit Staatshymne und die Bezirksfunktionäre Schnei Stundgebung auf dem Wasarykplatz. Die Mujit allen Zweigen der Bewegung: den Abschlußz bil- der und Dvořák hielten dem Tag angepakte Er spielte das Lied der Arbeit, worauf Genosse Falb dete der Zug der KPC. Vierzehn Mujitlapellen öffnungsansprachen. Zu den Forderungen der in einer fernigen Ansprache die prächtige Ver begleiteten den Marsch, 119 Fahnen wurden den Sozialdemokraten und der gegenwärtigen Situas sammlung eröffnete. Genosse I at ich sprach tion sprachen Abgeordneter Němec und Sekretär dann etiva 20 Minuten in eindrucksvollster. Gruppen vorangetragen. Pichl. Ihre Ausführungen lösten stürmische Bes Weise, oft von begeisterter Zustimmung unters geisterung aus. Knapp vor Schluß der Versamm brochen. Immer, wenn Salsch den Kampscharaklung fam Pa u l- Prag von der Tepliker Mani- ter der Partei betonte, folgte stürmischer Beifall. festation und richtete an die Kundgebung in Dur Die Arbeiter sehen in der Partei ein Instrument aufrüttelnde Worte für ein geschlossenes Treue- ihres Kampfes, darum stehen sie gerade in Die Fanfaren der Atus- Jugend kündigten den Be- bekenntnis. Hinreißend waren die Stürme der schwerer Zeit um so fester zu ihr. Das hat dieser ginn der Manifestation an, hierauf ertlang die Begeisterung. Die Kundgebung wurde in voller 1. Mai bewiesen. Nicht endenwollender Beifall Staatshymne, worauf Hegenbart für die Disziplin geſchloſſen, worauf sich sämtliche Teil- folgte den Ausführungen des Genossen Balsch. deutsche und Jirout für die tschechische Sozial- nehmer wieder zum Sammelplay begaben, um an Dann hielt Genossin Dhon a u, lebhaft be demokratie die Kundgebung eröffneten. Paul. der von der Legionärgemeinde veranstalteten grüßt, eine furze Ansprache. Sie übermittelte die Prag brachte das zum Ausdrud, was die deutschen Staatsfeier teilzunehmen. Diese wurde vom Bür- Grüße der englischen Arbeiterschaft und erklärte, germeister Schlein und dem Legionär Trura er- daß die englischen Arbeiter zu uns stehen. Mit arbeitenden Menschen als Sozialdemokraten zu den gegenwärtigen Zeitgeschehnissen zu sagen öffnet. Die Proklamation des tschechoslowakischen einem englischen Freiheitsappell schloß die Ges haben. Seine Rede löste unbeschreiblichen Jubel Nationalrates verlas Vizebürgermeister Belšan, noffin Dhonau ihre lurzen, aber außerordentlich aus und wurde immer wieder von stürmischen Beis für die deutschen Freiheitskämpfer sprach Pa u I- wertvollen Ausführungen, die mit lebhaftem Beifallsfundgebungen begleitet. Primas sprach für Brag. Das Schloßwort hielt Otto Bichl. Auch fall aufgenommen wurden. Die Staatshymne unsere tschechische Bruderpartei, Sobotta für die hier unendliche Begeisterung und ein entschloffenes ertönte, Genosse Falb sprach noch einige wuchtige Nationalsozialisten, während Stopit und Rubanto Treuebekenntnis zur Freiheit und Demokratie. An Säße, worauf die Versammlung geschlossen diesem Aufmarsch beteiligten sich insgesamt wurde. für die KPC die Kundgebung begrüßten. 13.600 Menschen. Die deutsche Ansprache hielt, von den Massen jubelnd begrüßt, Wenzel Jatsch. Er wandte fich auch mit einem furzen Referat in tschechischer Sprache an die tschechischen Teilnehmer. Nicht endenwollender Beifall dantte ihm für seine Ausführungen. Für die Kommunisten gab Abg. Schenk eine Erklärung ab. Für die tschechischen Teilnehmer sprach Senator Jetonisky. Die englische Journalistin, Genossin Doh= nau, die ebenfalls von den Massen begeistert begrüßt wurde, überbrachte die Grüße der englischen Arbeiterpartei und gab ihrer Freude darüber Ausdruck, daß derart viele Menschen den sozialistischen Maitag feierlich begehen. Das ist ein Beweis da für, so sagte sie weiter, daß der Wille im Volte lebendig ist, die Freiheit und Selbständigkeit dieses Landes zu erhalten. So wurde diese Maikundgebung zu einer der größten überhaupt, die in den letzten Jahren durchgeführt wurden. 5000 in Saaz Die behördliche Zählung des Aufmarsches ergab etwa 10.000 Personen, auf dem Marktplay dürften ungefähr 14.000 Menschen anwesend gewesen sein. Auch da, wie in allen anderen Städten, in benen Kundgebungen stattfanden, eine Massenbeteiligung. Stundenweite Wege haben die armen Wir haben schon lange nicht auf dem TepLandarbeiter gemacht, um dabei ſein zu können, Tiger Martiplatz eine derartige Welle der Begeis trotz des wütendsten Terrors der Henleinbauern. iterung für die großen sozialistischen Ziele und die In der Wussin- Allee versammelten sich die Unabhängigkeit der Republik erlebt. Als HegenTeilnehmer. Ueberall tauchten die roten Fahnen tart zum Schluß mitteilte, daß die Gegner schon unserer Bewegung auf, wenn mit Musiftlängen ihre Berichte über die sozialdemokratische Kunddie Teilnehmer aus den Ortschaften anmarschiert gebung mit dem leeren Martiplab vorbereitet lanten. Das Maisymbol der Sozialisten, die rote baben, während hier die Oeffentlichkeit sehe, daß Melle, beherrschte den Plaz. Bald setzte sich der nur ein schmaler Streifen des weiten Feldes leer gewaltige, a us fast 4000 Personen begeblieben ist, was beweist, welche Straft der sotehende zug, der zur Hälfte aus deutschen zialistischen Bewegung innewohnt, verrauschte die Sozialdemokraten bestand, in Bewegung. Ueber tosende Zustimmung der Massen in den Klängen 72 Der ewige Schatten Roman von Max Hochdorf Der Arzt hörte es, er wollte es überhören. Er schritt absichtlich lärmend umher in der Stube, deren Fußboden stöhnte und knarrte. „ Krone der Venus!" lachte der Kaiser greller und vorwurfsvoller, als wollte er sagen: Wer so gekrönt ist, der ist wohl nicht mehr wert, daß ihre medizinischen Gnaden noch ernstlich über seine Genesung spekulieren." Jaksch in Brüx Die Maifeier aller tschechischen Parteien und der Kommunisten fand auf dem Dr. Švehlarlasz statt. Diese Kundgebung war die stärkste n allen Maifeiern in Brür. Die Maifeier der SdP Alle Maifeiern fanden hier vormittags fand auf dem Dritten Play statt. Es gab dabei statt. In der neunten Stunde wurde es in den viel Sieg- Heil- Geschrei. Gegrüßt wurde mit erStraßen lebendig. Unsere Genossen formierten hobener Hand. Den Hauptteil der Teilnehmer ihren Zug in der Goethestraße. Die Volksgestellte zweifellos die Standesgruppe der Arbeiter meinschaft versammelte sich auf dem alten Vieh- und Angestellten... martt beim Bahnhof. Unsere Partei Der 1. Mai in Brür hat unzweifelhaft gefeierte diesmal allein den 1. Mai, zeigt, daß die demokratischen und sozialistischen die tschechischen Genossen beteiligten sich an der Sträfte in diesem Bezirke des Uebergewicht ha Maifeier aller übrigen tschechischen Parteien. Die ben. stützten ihn nicht mehr. Hätte der Arzt ihn nicht| Matthys zweifelte daran nicht mehr. Er zweifelte[ deutschen Posten auf Wache, Scheffer, Renner, aufgefangen, der ohnmächtige Leib würde zu nur daran, ob dieser Tod ihm selber neues Leben Boden geglitten sein. bringen würde. Doktor Matthys rieb die Hände, aus denen der kalte Schweiß hervorbrach. Er flößte dem Patienten gewaltsam den Inhalt einer Phiole zwischen die Zähne. Als er den Anfall gemeistert hatte, und der Kaiser die Augen wieder aufschlug, schrie der Krante: Steine Hilfe möglich, feine Rettung, Doktor! Man kann nicht entrinnen!" Denn, was ihn draußen anzog in der weinenden Natur, das war nicht der verhängte Horizont. Das waren die Weiten jenseits des Hori zontes. Das waren die Weiten jenseits des Soris nicht in seinen Erinnerungen aussterben wollten, die Gefangenen, die Verlorenen, die Jrrenden, die Frau, die man einstmals für die Mutter des Heilands gehalten hatte. Jehuda Valdez und Maimon Viterbo waren das. So oft er sich über den Tod beugte, standen Aber wo? Aber wo? Flemming, Jakob Kastenholz. Vor dem Eins gangstor stand auf Sonderposten Aribert der Oppenheimer. Die Straße zum Haus war mit Stroh belegt. Sie hatten zu wachen, daß sich weder Mensch, noch Tier, noch Wagen von der tönedämpfenden Spur entfernte. Schlotterten sie auch unter der regendurchweichten Kapuze, so visierten sie doch, als sähen sie dem Herrn geradeaus ins Auge, als fommandierte er ihnen un mittelbar. Es klang wie das Wimmern eines geprügelten Kindes. Es flang noch weiter so:" Die Nur der Oppenheimer trug sich mit FluchtSazen sind wieder da, die den Baldrian riechen. plänen. Er zählte die braunen und blauen Flecken und meine Mutter ist wieder da. Sie ist nicht tot. sie wieder auf. an seinem Leib. Keinen Flecken gab es wohl Sie zupft mich wieder an den Ohren. Sie hebt mehr, der nicht brau und blau gewesen wäre. Er mir wieder die Kazenmeute auf den Leib. Sie Er wünschte den Tod des Kaisers. Er sehnte entwarf wieder einmal Briefe in die Heimat: mästet mich wieder. Und Hadrian ist wieder da ihn mit so viel Innigkeit, um frei zu sein, um Bald werd' ich zurückkehren, bald! Wie oft und der Herr von Chièvres, und sie drücken mir die verlorenen Wesen zu suchen, an die er sich werdet ihr bei euch geschlagen, ihr Lieben? EbenDoktor Matthys trat zu seinem Patienten wieder Stock und Schnvert in die Hand, und die allein gebunden fühlte, daß er es bedauerte, nicht so häufig wie ich? Also ratet ihr, daß ich nicht und sprach: Menschentrone, Kaiserliche Maje- Toledaner sind wieder da, und ich muß wieder aus der Medikamentenküche im Keller den letzten, fomme, daß ich bleibe und schweige? Meint ihr stät, und der Arzt ist froh, daß es seiner Kunst ge- den Don Juan de Padilla töpfen, und Martin den mächtigsten Schlaftrunt heraufgeholt zu nicht, daß wir einmal aufhören sollten zu stattet ist, dieses Schicksal fortzuwischen. Nur bit- Luther höhnt mich wieder, das Tier! Warum hab' haben. schweigen? tet der Arzt die Majestät, ganz menschlich zu sein ich ihn nicht erdrosselt, in Worms gleich zerstäubt, Wieder einmal schalt er sich einen Feigling, und nicht zu vergessen, daß Sie dieses Schicksal mit zerstampft, verbrannt?--" und er schämte sich, dem auszuweichen, was sein allen Ihren Granden und dem gemeinsten Ihrer Dottor Matthys umschlang den Kranken Trieb war und sein wahrhaftigstes Wegehren. Moẞtnechte teilen. Steine Angst, Kaiserliche Maje- und drückte ihn in die Kissen hinein. Der Kranke Wozu war sie nüßlich, seine Kunst, wenn Frieden hatte der Kaiser. Er verwendete stät, aber auch keine Ueberhebung! Sie haben ge- blieb mit offenem Munde, aber kein Laut kam nicht dazu, daß er sich selber Heilung von deren Frieden, um den Ruhm zu vergessen. Und nossen, was uns alle entzückt, und Sie haben mehr über seine Lippen. ewigen Krankheit verschaffte, an der er litt? Das er war froh, nein, aber er war im Halbschlaf, in empfangen, was jeden von uns ernüchtert. Doktor fragte er sich. einer Stimmung, die ihn bei dem unterstützte, Matthys ist dazu da, daß er die Majestät aus was allmählich in ihm aufdämmerte. dem Menschlichen befreit und wieder auf den Thron zurückführt." Doftor Matthys", fuhr der Staiser auf, ist ein fluger, aber ein efelerregender Mann. Ich dacht' ihn einen guten, feinen schadenfrohen. teinen bissigen, feinen beleidigenden." ,, Allen helfe ich, nur mir selber kann ich nicht helfen. Noch keine Mettung gefunden für diese meine schlimmste Krankheit, für die Feigheit." .VIII. Die Medizin übte ihre Wirkung. Die Müs digkeit faßte den Kranten. Während er noch aufzudte, während seine Sinne sich noch an die Er wollte nicht mehr wach sein, er wollte Wirklichkeit flammerten, während er sich noch das schweben zwischen dem Diesseits und dem Jengegen sträubte, in Verwirrung hineinzutaumeln, feits. Er wollte näher sein dem Jenseits als dem mußte er sich doch der stärksten Kraft, seiner Im Landhaus auf der Landstraße nach 2ös Diesseits. Er ahnte da Pfade, auf denen er die Schwäche, ergeben. ven wurde Betdienst und Dankdienst abgehalten. Göttlichkeit deutlicher entdecken würde als in Sie siegte über ihn, und sie hüllte ihn ein Die Köche beteten über Topf und Pfanne. Die feinem Thronsaal, als auf seinen Schlachtfeldern. Doftor Matthys erwiderte: haben die in das Nichtdenten, in das Nichtfühlen. Mehrere Wäscherinnen büdten sich im brennenden Fleiße Er hatte die Gewißheit, daß er sich ansiedeln Kaiserliche Majestät eigentlich an das Ungeheuer Stunden dauerte dieser Zustand an, Stunden, in über den Trog. Die Staubwedler verrichteten eine müsse in der Zwischenwelt, in der Welt zwischen Dottor Matthys gedacht, als Sie sich an der denen Doktor Matthys Zeit gewann, über sich Arbeit, die ihren Stolz erhöhte. Die Kübelreini- dem, was die Seele antränkelt, und zwischen Megensburger Venus berauschten, die sich die selber zu grübeln. Das Beste für diesen Mann, ger empfanden, daß ihnen ein schönes, ein ver- dem, was ihr die Gesundung verschafft. Er hatte Ehre nahm, die Kaiserliche Majestät mit dieser der ihn nicht losließ, der ihn Tag und Nacht be- edelndes Amt geschenkt war. Denn was sie taten, die Botschaft erhalten, daß Gott bereit wäre, ihm Krone zu beschenten?" schäftigte, es wäre der Tod gewesen. Hente oder sie taten alles nur für den Kaiser. bald an seiner Seite einen Platz einzuräumen. Fortschung folgt.) Aber der Patient verfärbte jich. Die Kissen Imorgen, sicher wird ihm der Tod sein. Doktor. An allen vier Eden des Hauses standen die i : tc 8, The קיד Cit er It c r C Nr. 103 Dienstag, 3. Mai 1938 www Scite 3 Teilausschnitt aus der Karlsbader Kundgebung ( Die„ Objektivität der amtlichen Berichterstattung: Nach der Meldung des Tschechoslowakischen Pressebüros sind das angeblich nur 10.000 Teilnehmer!) Der Platz, der bis in die Eden dicht ausgefüllt ist, mißt 8100 Quadratmeter. Wären also wirklich nur 10.000 Menschen über den ganzen Platz verteilt, so müßte einer vom anderen einen Abstand von 90 Zentimetern, also von mehr als Arme s länge haben. Man sehe sich das Bild daraufhin an, ob irgendwo die Entfernung eines Teilnehmers von seinem Nachbarn auch nur annähernd die Länge eines ausgeftredten Armes erreicht. Die Leute stehen im Gegenteil Kopf an Kopf gedrängt, also muß ihre Zahl ein Vielfaches der vom Pressebürogemeldeten Ziffer erreichen! BRONNER& C Die Riesenkundgebung der Demokratie in Aussig Zwanzigtausend demonstrieren in Aussig ler Gleichberechtigung dürfe die Erfüllung nicht Es sprachen Abg. Stö'gler und Dr. Koles versagt werden. aus Böhm.- Leipa unter stürmischem Beifall. Warnsdorf Die Machtvolle Kundgebung fand ihre Krönung durch die Absendung eines Ergeben heits Telegramms an den StaatsDie Arbeiterschaft des Warnsdorfer und Rumpräsidenten Dr. Beneš, in dem ausgedrückt burger Parteibezirkes hat mit ihrer Maifeier in wird, daß alle Teilnehmer wie ein Mann hinter Warnsdorf allen Flüsterern und Totsagern eine eins Die demokratische Bevölkerung steht auf der an alle Völler und Völkergruppen, die in China, der starken, demokratischen, freien und unmittel deutige Antwort erteilt:„ Der Marrismus lebt!" Wacht. Das hat sie durch ihren prachtvollen und in Spanien, und anderswo um ihre Freiheit baren Tschechoslowakischen Republik stehen und 2500 Teilnehmer im Feitzuge haben ein offenes und eindrucksvollen Aufmarsch und der Maifeier instämpfen und an die Staatsmänner, die an ver- feierlich schtvören, für die Freiheit und Selbſtän- mutiges Bekenntnis zur sozialistischen Idee abgelegt Aussig zu erkennen gegeben. Die deutsche So- antwortungsvoller Stelle ehrlich, mit allen Sträf- digkeit unserer Republik mit allen Kräften bis und bei der Kundgebung auf dem Marktplate waren zialdemokratie, die freien Gewerkschaften und die ten und Einsatz der ganzen Persönlichkeit für den zum letzten Mann zu schüßen und zu verteidigen. es an die 3000 Menschen, die in ihrer Freude und BeSport und Kulturverbände haben ihren beachta Frieden wirken, und betonte, daß nicht die mate- In einer Entschließung erklärten die Teil- geisterung die beiden Redner( Riha- tschechisch und lichen Anteil an der gutgelungenen und machtvol- rielle Nebermacht, sondern das Recht, nicht die nehmer an der Kundgebung, daß sie sich zur Frei- isch er deutsch) oftmals durch Zustimmung Yen Demonstration. Es war eine Freude zu sehen, brutale Gewalt, sondern der Wille zum Nebenheit des Geistes, Freiheit des Wortes und der unterbrochen haben. Der Vorsitzende der Kundges wie die Teilnehmer aus den einzelnen Sektionen einanderleben im geistigen, sozialen und wirt- Rasse. zu den Streitern für Menschenwürde und bung, Reilich, stellte fest, daß an dieser Maifeier auch anrüdten, an Zahl nicht minder als in früheren schaftlichen Wettstreit entschieden werden müsse. Menschenglück, zu Leffing, Herder, Goethe, Maja- die kommunistische Partei teilnahm, die in geschlosseJahren und mit einer Kampfesbegeisterung, die Der selbstverständlichen Forderung nach nationa- ryt und Beneš bekennen. zu den besten Hoffnungen berechtigt. Das eindrucksvolle Bild des machtvollen Aufmarsches und die imposante Kundgebung am Marktplatz werden den Teilnehmern lange in Erinnerung bleiben, sie waren der Ausdruck eines ungebrochenen Stampfwillens gegen den SatenTreuzfaschismus und für die Erhaltung der demotratischen tschechoslowakischen Republik. Die Kundgebung auf dem Marktplatz, 18.000 in Bodenbach An unserer Kundgebung in Bodenbach aufwarf und sich besonders mit den Forderungen nahmen etwa 18.000 Personen aus den Bezirken Henleins unter dem großen Beifall der Teilneh Tetschen und Bensen teil. Die tschechische An- mer scharf auseinanderseßte. Abg. Kögler forsprache hielt Abgeordneter Dr. Charvat. Die derte insbesondere Arbeit in den NotstandsgeBetonung des demokratischen Charafters unserer bieten." Ier, nem Zuge mit 650 Teilnehmern aufmarschierte. Auch die tschechischen Genossen und Vertreter der tschechis schen Nationalsozialisten beteiligten sich an der Mais feier und bildeten ebenfalls eine geschlossene Gruppe im Festzuge. Die Kundgebung wurde durch die abgeschlossen. Schon der überaus imposante Feſtzug Staatshymne eröffnet und mit der ,, Internationale" zeigte unseren Henleinern, daß die Gleichschaltung an der Treue der Arbeiterschaft zu ihrer Bewegung vollkommenen Schiffbruch gelitten hat. Auch der ges schlossene Abmarsch zum Vereinshause und die Schluß ansprache des Genossen Löwi waren ein würdiger Abschluß dieser denkwürdigen Kundgebung. In Zwickau Republik und die Vereitschaft zu freundschaftlicher Die Haidaer Genossen waren in der statt an der sich nach vorsichtiger Schäßzung und den Zusammenarbeit der deutschen und tschechischen lichen Anzahl von ungefähr 1000 Männern und Angaben der Polizei 20.000 Menschen beteiligten, Demokraten fanden brauſenden Beifall. Stürmisch Frauen nach Leipa gekommen, um einen Solida wurde mit der Staatshymne eingeleitet. Nach der begrüßt sprach sodann Bürgermeister Fritz eritätsbeweis für die Arbeiterschaft Leipas zu lieEröffnung der Veranstaltung durch den Bezirksfern, die vor dem Gemeindewahlkampfe steht. marschierten auf dem Marktplate rund 1000 Teils Sahab ka verlas eine Depesche an nehmer zu einer gemeinsamen Kundgebung auf. obmann der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiden Staatspräsidenten und schloß Für unsere Partei sprach Weisbach- Warnsterpartei, Vizebürgermeister Heinrich entsch die eindrucksvolle Kundgebung mit einer Auffor- dorf. Er verwies insbesondere auf den dringlichen und einen tschechischen Funktionär sprach tschechisch derung zur Bereitschaft und zum Gemeindewahl Schuß der Arbeiterschaft im Strifen- und GrenzStadtrat Dr. Kubist a. lampje. Bürgermeister Leopold Pölz I setzte sich in seiner eindrucksvollen deutschen Rede unter wiederholter Zustimmung der Kundgebung für die Erhaltung des Friedens ein, richtete einen Gruß Böhm. Leipa An der überaus eindrucksvollen gemeinsamen Kundgebung auf dem Marktplate in Böhm.- Leipa nahmen nach vorsichtiger Zählung 4500 Personen teil. Nach den Begrüßungsworten des R ei che lts sprach namens des Legionärverbandes für alle tschechischen Teilnehmer Martinet, der alle In Böhm.- Kamniß beteiligten sich an der aftuellen innen- und außenpolitischen Fragen demokratischen Stundgebung über 3500 Personen. Böhm. Kamnit gebiete, der heute unzureichend ist. Die Arbeitsmöglichkeiten bei den öffentlichen Investitionen lassen im Bezirke Zwickau sehr viel zu wünschen übrig und erfordern das dringliche Eingreifen der zentralen Fattoren in Prag. Massenaufmarsch in Falkenau Seite 4 Schluckenau Dienstag, 3. Mai 1938 Friedland Nr. 103 sozialisten. Der Eindruck war gewaltig. An den Präsidenten der Republik, Dr. Beneš, wurde eine Begrüßungsdepesche von der Kundgebung gerichtet. Staatshymne und Lied der Arbeit" gaben der Kundgebung ein feierliches Gepräge. Bab Kunnersdorf Kundgebung aller demokratischen Parteien des lebhafte Anerkennung.( Die SdP verzich Im festlich geschmückten Saale des Gast- Seite tam auch Zuzug über die Elbe, welche die undrettete sich nach Krakau.) tschechischen und deutschen Voltes. Von tschechischer te te auf eine eigene und gebung Hofes Zum Adler" veranstaltete die Bezirksorga Sprachgrenze bildet, aus einigen Orten des Raudnisation Schluckenau ihre diesjährige Maifeier, niger Gebietes. lleber 2000 Personen demondie sich zu einer eindrucksvollen Versammlung ges strierten für die Freiheit, Demokratie und SicheDer Aufmarsch der vereinigten demokratischen staltete. Senator Rey 3 I sprach einleitend herz- rung der CSR. Tschechischerseits sprach Dr. So us Parteien, an dem über 2000 Personen liche Begrüßungsworte und fand die stürmische tu p, Ministerialbeamter aus Prag, deutscherseits teilnahmen, setzte sich nach Eintreffen der TeilAm 1. Mai, abends 8 Uhr, fand in Bad Zustimmung aller Teilnehmer, als er feststellte,& ch we ich hart aus Bodenbach. Die Ausfüh- züge am Bahnhof gegen den Marktplatz in Belve- unner 3 dorf im Hotel Moor bad undaj die Christlichsozialen, die an diesem Nachs rungen beider Redner fanden stürmische Zustim gung. Die Referate erstatteten: Frenzel für sere diesjährige Maifeier statt. Sie wurde vom mittage entblößten Hauptes durch die Straßen Schluckenaus ziehen, ihr eigenes Parteibegräbnis benden Faschismus trat überaus fräftig zutage. mung. Der Abwehrwille gegen den völkerverder die DSAP, Lukavec für die tschechische Bruders Lokalvertrauensmann Katschwar geleitet. Fre n partei; Wenderlich für die KPC und Dr. Stoda 3 el hielt die Maiansprache. begehen. Nach den Eröffnungsworten wurde das für die tschechischen Nationalsozialisten. Bei Grulich Festprogramm abgewickelt, das von den ArbeiterLeitmeritz der Kundgebung waren 3000 Menschen. fängern, der Sozialistischen Jugend und der Kons Troß Terrors und Flüsterpropaganda war zertmujit Schütz bestritten wurde. Im Mittel die diesjährige 1. Mai- Sundgebung die stärkste Die Kundgebung punkte der Festversammlung fanden die Referate feit dem Jahre 1922. Alle sozialistischen Parteien ( tschechisch) Rušičkas und Kober 3- Bodenbach, hatten sich zusammengetan, um unter Beweis au die für ihre temperamentvollen und klaren Ausstellen, daß Freiheit und Demokratie über alles führungen stürmischen Beifall ernteten. Die feſt geht. In dem Demonstrationszuge wurden 3500 liche und stimmungsvolle Veranstaltung fand nach Teilnehmer gezählt. An der Kundgebung selbst beeinem anfeuernden Schlußwort Reyzls und mit teiligten sich etwa 4200 Personen. Es sprachen Arbeiterfängerbund vorgetragenen für die DSAP Abg. Irene Kirpal für die „ Internationale" ihren Abschluß. tschechische Bruderpartei Now at, für die tsche chischen Nationalsozialisten Prof. Kasat. Die Kommunistische Partei gab eine Erklärung ab, daß sie sich mit den Referaten der Vorredner solidarisch erkläre. Wegstädtl Die Maifeier gestaltete sich zu einer dort noch nicht dagewesenen, großen gemeinsamen Der 1. Mai im Kreise Trautenau des Tannwalder Gebletes An der Maifeier in Grulich, die auf dem Marktplatz stattfand, nahmen etwa 1200 Personen teil. Auch die tommunistischen Arbeiter hatten sich unserer Kundgebung angeschlossen. Den am Spielplatz in Schumburg wies rund Vorsitz führte Genosse Jäll, das Referat erstattete, 6000 Teilnehmer auf, die in einem mächtigen häufig vom Beifall unterbrochen, Dr. Robert WieBuge aufmarschierten. Es sprach für unsere Parner- Prag. Die Stimmung der Teilnehmer war tei, Streissekretär EI st ne r, für die Kommunisten ausgezeichnet, alle waren von Kampfesfreude erneichte, dann je ein Redner unserer tschechis füllt. Ein kommunistischer Betriebsarbeiter richtete schen Bruderpartei und der tschechischen Nationals einige Worte an die Versammelten. Die Maifeiern im Kreisgebiete Pilsen- Budweis Pilsen An einer gemeinsamen Kundgebung der tschechischen Parteien beteiligten sich mehr als 30.000 Personen. Mit vielen Musikkapellen waren die Teilnehmer angekommen und marschier ten auf den Platz der Republik( Marktplak). Die Hauptrede hielt Bürgermeister i 1. Dieser Tag erfüllt uns, soweit die sozial-[ wurden zum Aufmarsch aufgefordert und fontrol demokratischen Maifeiern in Betracht kommen, mit liert, jeder Krämer rannte wie toll mit Kind und Stolz und Genugtuung. Man muß miterlebt Regel zum Sammelplas. Und dennoch, die Erwar haben, was sich in diesem Gebiet seit dem Ein- tungen wurden nicht erfüllt. Sie waren auch nicht marsch der Hitlertruppen in Desterreich alles ge- imstande, alle ihre Parteimitglieder zu den Auftan hat, um den Erfolg der Sozialdemokratie märschen zu bringen. Wenn die Zahlen, die sie sonst am 1. Mai zu verstehen. Terror, wie wir ihn in den Zeitungen angeben, richtig sind, dann mußten auch in den dunkelsten Tagen des alten Dester- mit Rücksicht auf die Teilnahme der Kinder und reich auf diesem Boden nicht kannten, wütet in a 16 wüchs igen, die sicher ein Drit den Betrieben, den Werkstätten, den Wohnhäusern tel der Büge bildeten und die auch kaum Bar- gen und auf der Straße, offener Terror ja teimitglieder sein können, zumindest noch einmal selbst auch in den einzelnen Familien. Jeder so viel aufmarschieren, als tatsächlich durch die Sozialdemokrat steht unter Druck, steht unter der Straßen zogen. Aber es war auch so gerade genug. Bedrohung seiner Eriſtenz, seiner Person. 3st Die Fenster zitterten, als das Gebrüll anhub und es da verwunderlich, wenn sich viele, sonst sicher in den Abendstunden brachen Frauen zusammen, nicht schüchterne Arbeiter etwas ruhiger verhalten weil sie zuviel geschrien hatten. Sonst war außer als zu anderer Zeit? Kann man es irgendeiner der SA, die zum erstenmal offen aufmarschierte, Arbeiterfrau verübeln, daß sie es mit der Angst nicht viel Neues zu sehen. Der Flaggenschmud war um ihre Arbeitsstätte zu tun bekommt, wenn sie beispielsweise in Trautenau nur in der inneren auf die Straße soll? Wenn der Angestellte den Stadt, wo auch Juden und Tschechen, offenbar aus Bontott seiner Kollegen(?) fürchtet? Nein! Das Angst, Fahnen herausstedten, sehr mäßig. Es war muß man heute begreifen! alles, nur lein Ernst bei diesen Demonstrationen zu finden. Das war Besinnungslosigkeit, die fataprophat, aber nicht überzeugend wirkte. Jeder, auch die Sop- Leute, atmeten auf, als dieser Taumel vorbei war. Daher sagen wir, unsere Aufmärsche waren ein großer Erfolg für unsere Bewegung. Noch dazu, als seit Monaten behauptet wird, daß die letzten Reste unserer Partei übergelaufen seien. Woher nun die Menschen in unseren Reihen? Trautenau: Ein nach Tausenden zählender Zug. Tausende, die Spalier standen, sahen diesen und konnten an ihm die Tatsache der Verleumdungen der gleichgeschalteten Presse ermessen. An der Spize ein großer Fahnenwald, vier Musiktapellen im Zuge, ein gewaltiger Zug von Frauen, kein Mann weniger als früher, im Gegen teil, diesmal weit mehr als im Vorjahre. Das ist die Wahrheit! Auf dem Sportplatz des Sofol eine gewaltige Kundgebung, bei der für die tschechischen Genossen Homola aus Königgräß, für unsere Partei Abgeordneter Krejči sprach. Beide Reden wurden mit großem Beifall und dauernder Zustimmung unterstrichen. Die Begeisterung der Teilnehmer, die nun sahen, wie elend sie durch die Flüſterpropaganda und die Lügenpresse der Hafenkreuzler informiert wurden, kannte schier keine Grenzen. Braunau: Der Aufmarsch war weit größer als im Vorjahr. Keine Mutlosigkeit oder gar Angst vor der Zukunft war zu bemerken. Aus jedem Gefichte leuchtete Freude und Hoffnung. Kampfgeist erfüllte die Menschen, die da an die zweitausend zusammengekommen waren, um sich an der Rede Reiners aus Bodenbach neue Kraft und neuen Mut für die Arbeit und den der schönsten Maientage, die die Braunauer Sozialdemokraten überhaupt erlebt haben. Demonstration der 20.000 in Reichenberg Die Stadt Reichenberg hat diesmal eine imposante, überraschend gewaltig besuchte demokratische Maifeier gesehen. Die Manifestanten versammelten sich nach den politischen Parteien geordnet auf dem großen Platz des tschechischen Konsumvereines, wo vor den deutschen und tschechischen Sozialdemokraten Sekretär Ales und Medakteur Dr. Strauß Ansprachen hielten. Dann wurde ein Umzug durch die Stadt zum Masaryk- Platz formiert, wo an 20.000 Wienfchen versammelt waren. Die Eröffnungsansprachen hielten Abg. Beuer( Komm.) und Holub( tschech. Nat.- Soz.), Referate erstatteten Dr. Strauß( DSAV) und Sen. Dundr ( tfd). SD). Es war eine würdige und machtvolle Kundgebung, bei der es sich gezeigt hat, daß ein bedeutender Teil der Bevölkerung von Stadt und Bezirk Reichenberg sich zur Demokratie bekennt. Gablonz Eine freudige Ueberraschung bildete auch die große Mai- Kundgebung in Gablonz, wo vormittags auf dem Masaryk- Play 7000 bis 8000 Menschen versammelt waren. Zu ihnen sprach der Legionär Neumann tschechisch und Setres tär Seibel( DSAP) deutsch. Zum Schluß Strauß, der über die großartige Kundgebung in Reichenberg berichtete. Die Feier wurde mit der Staatshymne geschlossen. In Grottau Kampf der nächsten Zeit zu holen. Das war einer sprach noch von Reichenberg tommend Dr. Emil Schatzlar: Staab Die Kundgebung war wider alle Erwartun außerordentlich eindrucksvoll, nahmen doch einige tausend Menschen daran teil. Die Stims mung war ausgezeichnet und der Aufmarsch hinterließ auf die Bevölkerung einen sichtlich guten Einbrud. Im Zuge marschierten auch viele tommunistische Arbeiter mit. Es sprach Alois Mi le r- Tachau. Die Kundgebung der Sdp entsprach keinesfalls den Erwartungen, da nur 3500 Menschen daran teilnahmen. Es wurden auch einige Sicherstellungen durch die Polizei vorgenommen. Tuschkau- Stadt Am Donnerstag war es noch nicht entschies halten werden kann. Am Freitag erst fiel die den, ob in Tuschkau eine eigene Maifeter abges Entscheidung. Sie war auf 9 Uhr vormittags angesetzt. Von Kos olup aus bevegte sich ein Tachau Troß des unerhörten Terrors hatten sich über 1000 Personen zur Maifeier eingefunden, in der Willi Want a= Prag unter begeisterter Zustimmung sprach. Auch in Marienbad fand eine gut besuchte Versammlung statt. Neuern Die Henleins, als die RW- Musit den Morgengruß verkündete, erklärten, daß dies die letzte Maifeier sei, welche die Noten veranstalten. Man hatte ohnedies nicht mehr viel erwartet. Die Augen der Henleins aber wurden immer größer, als sie die Sozialdemokraten anmarschieren sahen. Dabei durften die Parteigänger von Eisenstein, Hammern und Eisenstraß an der Demonstration nicht teilnehmen, weil in jenen Gemeinden die Maul- und Klauenseuche auss gebrochen war. Wir übertreiben bestimmt nicht, wenn wir sagen, daß mindestens 800 Men schen die wirkungsvollen Ausführungen Dills ana gehört und mit Beifall bedankt haben. Daneben Sethrasprach der tschechische Sozialdemokrat Selyra Slattau. Außergefild Die Kundgebung, die von einer prächtigen wurde und einige hundert Teilnehmer imposanter Demonstrationszug nach Tuschkau, Stimmung dem sich noch die Tuschkauer Demonstranten anschlossen. Auf dem Ringplak in Tuschkau sind der Gesinnungstreue ärmster Böhmerwaldproleter wohl über 2000 Menschen versammelt gewesen, die die Maifeierrede Dills mit starkem Beifall entgegennahmen. Dann sprach der tschechische Sozialdemokrat Steinbach und nach ihm el liner für die Stommunisten. Die SdP hatte 2223 Teilnehmer im Zug. Nürschan und Kleinbauern. Es sprach Adolf Schmidts Prag. Wallern An der Kundgebung, zu der sich hunderte Menschen eingefunden hatten, nahmen auch die Kommunisten teil. Für die deutschen Sozialdemo fraten sprach Adolf Schmidt- Prag, für die Kommunisten Luft und für die Tschechen JirDie Maifeier, die gemeinsam mit den demo- en. Die Henleinfundgebung war von 2000 Leuten besucht. fratischen tschechischen Parteien abgehalten wurde, Schwarzbach nahm einen imposanten Verlauf. 3000 Menschen marschierten im Zuge. Es sprachen unter stürmischer Zustimmung Abg. Novy- Pilsen( tschechisch) und Rudolf Geisler- Prag. Stankau Die Maifeier machte einen imponierenden Eindruck der Stärke und Kampfentschlossenheit der beiden sozialdemokratischen Parteien. Im Umzug schritten gegen 1600 Personen mit vier Ka pellen und vielen Fahnen. Die Versammlung zählte mehr als 2000 Teilnehmer. Die Referate Němečet 3, Dr. Löwy 3 und Nemes' wurs den mit großem Beifall aufgenommen, namentlich iene Stellen, die den leidenschaftlichen Willen zur Verteidigung der demokratischen Republik gegen Troß des schlechten Wetters war die Maifundgebung, bei der 400 Teilnehmer gezählt wur den, von einer außerordentlich guten Stimmung beseelt. Genosse Senator Müller- Aussig sprach unter begeisterter Zustimmung. Anschließend fand noch eine von 140 Leuten besuchte Vertrauensmännerversammlung statt. Unterreichenstein k sie Die Maifeierversammlung war sehr gut besucht und wurde mit einigen Musikstücken eingelei tet. Die Festrede oders( Pilsen) wurde mit Beifall bedankt. In Rehberg war ebenfalls festliche Stimmung. Hier sprach o de r- Pilsen. In Holzschlag war die Maifeier gut besucht. einen Angriff des einheimischen oder des reichs- Das Referat o d e r 3 wurde mit Beifall aufgedeutschen Nazifaschismus zum Ausdruck brachten. Die Gruppe der deutschen Sozialdemokraten war gegenüber dem Vorjahr nicht schwächer. Littit Hier marschierten alle Demokraten auf. Es war ein großer Heerhaufen und seine Stimmung fand die gemeinsame Kundgebung der demokras Beide sozialdemokratischen Parteien verans war so rauh und fampfesbereit, wie es bei Berg- tischen Parteien bei einer Teilnahme von 1500 stalteten eine gemeinsame Kundgebung, die einen arbeitern nicht anders sein kann. Noch ist nicht der Menschen statt. Wenn man das kleine Ge- äußerst guten Besuch aufwies. Es nahmen 600 Tezte Maientag angebrochen, das wußten sie alle, biet in Betracht zieht, ein beachtlicher Besuch. Für Personen teil. Außerdem hatten sich auch die Pildie den Aufmarsch sahen. Das war ein Gelöb- unsere Partei sprach Herm. Ia dit, dessen fener deutschen Sozialdemokraten eingefunden. nis für die Demokratie und eine Stampfansage Worte vielfach mit stürmischem Beifall bedacht Deutsch sprach Korschinsky jun.( Chotěschau) gegen den Faschismus, als sich nach den Reden wurden. Desgleichen fanden die übrigen Redner und tschechisch Janou š. Rudolfs Trautenau und Stala sowie der Bekanntgabe einer Resolution tausende Bergarbeiterfäuste in die Höhe reckten. So war der 1. Mai in unserem Gebiet; getragen vom Ernst der Zeit, die wir durchleben, aber auch von der Begeisterung und dem Be kennermut für die Idee, der wir dienen. Eine Warnung aber auch an unsere Gegner und die Staatslenter. Ohne die sozialdemo fratische Arbeiterschaft wird im sudetendeutschen Gebiet teine Politik gemacht. Wir sind und bleiben ein politischer Fattor, das mögen sie nach diesem 1. Mai zur Kenntnis nehmen, Die SdP brachte natürlich unter dem äußersten Drud große Massen auf die Beine. Die Betricbe Berlin schwer verstimmt? Der britische Schritt bis nach Hitlers Rückkehr verschoben Berlin.( Tsch. Pr.-V.) Der britische Botschafter in Berlin, Sir Neville Henderson, follte am Montag einen Besuch bei Außenminister von Ribbentrop abstatten. Der Befuch wurde iedoch auf spätere Zeit verschoben, weil, wie verlautet, die britische Regierung beabsichtigt, die Mückkehr des Reichskanzlers Hitler aus Nom abzuwarten, um der deutschen Regierung ihren die Tschechoslowakei betreffenden Vorschlag bekanntzugeben. Der Berliner Havasberichterstatter fügt dem hinzu: Dieser Beschluß soll mit Rücksicht auf die geringen Aussichten gefaßt worden sein, die ein britischer Vermittlungsverfuch in der kompromislosen Atmosphäre hätte, die nach Beendigung der Londoner franzöülch- britischen Unterredungen in deutschen politischen Kreifen zu bemerken ist. nommen. Suchenthal In einer sehr gut besuchten Versammlung, in der Johann Pabat aus Kloster sprach, hatten sich die Sozialdemokraten dieses so gefährdeten Grenzgebietes zur Feier des 1. Mai zusammengefunden. Die Stimmung war ausgezeichnet. Die deutschen Sozialdemokraten Prags versammelten sich Sonntag vormittags im großen Saale des Handwerkervereins. Kein Siß- und Stehpläßchen war in dem großen Naume frei. Seit vielen Jahren waren die deutschen Sozialdemotraten Prags nicht so zahlreich, nach vielen Hun derten zählend, zu ihrer Maifeier erschienen. Sie wurde eingeleitet mit der Staatshymne und dem Lied der Arbeit( vom gemischten Chor der Volfss jinggemeinde vorgetragen). Nach solistischen Dars bietungen( Rezitation und Gesang) hielt Ernst Paul die Fest- und Kampfrede, die immer wie der und ganz besonders am Schluß stürmischen Beifall fand. Die Veranstaltung, die mit der vom Massenchor der Versammlung gesungenen Internationale" ihren Abschluß fand, war ebenso eindeutiger wie erfreulicher Beweis für die feſte Fundierung, Ueberzeugungstreue und Kampfentschlossenheit auch der deutschen sozialistischen Frauen und Männer der Hauptstadt. i en de ng Et" nd 111 1= m Ent EES er r Nr. 103 Dienstag, 3. Mai 1938 Das demokratische Brünn Abg. Jaksch spricht in Karlsbad: 40.000 Teilnehmerna Seite 5 Mit uns marschiert die Wahrheit! Eine gemeinsame Kundgebung der demokra. sei besonders hervorgehoben, daß auch die Zahl tischen Gesamtbevölkerung von Brünn veranstal- der tschechischen Teilnehmer viel größer war als teten die mehr als 40.000 Teilnehmer, die auf in früheren Jahren. Es marschierten 5000 dem Krautmarkt vereinigt waren und an der auch Menschen, davon 3000 deutsche Sozialunsere Partei teilnahm. Es war die größte Kund- demokraten. Die Kundgebung eröffnete, gebung, die Brünn seit dem Jahre 1918 gesehen nachdem die Internationale" verklungen war, hatte. Die Rede des Bürgermeisters, Ing. Spa Genosse Ondřejka. Die Mairede hielt AbDie Feier des ersten Mai 1938 wird als sier, die zum großen Teil auch in deutscher geordneter 8ischta. Die Kundgebung selbst einer der stolzesten Tage in die ruhmvolle GeSprache gehalten wurde, fand die begeisterte Zu- und der Geist, von dem die Arbeiter unseres Geschichte der judetendeutschen Arbeiterbewegung emgehen. bietes beseelt sind, waren ergreifender und herrstimmung der Massen. licher Ausdruck der Entschlossenheit, in diesen Schicksalstagen auszuharren und dem übermütigen Gegner die Stirn zu bieten. Ein Wort an die sudetendeutsche Oeffentlichkeit Unsere Partei feierte den 1. Mai durch eine Vorfeier in der Brünner Deutschen Arbeiterfendung, bei der Senator Wellan die Festrede hielt, und durch eine Vorfeier im Großen Dopzs jaale, bei der Dr. Lamač tschechisch sprach und bei welcher die SI- Turner, die RW, die Falten, das Parteiorchester und zwei Repräsentanten der Brünner deutschen demokratischen Schauspieler mitwirkten. Am Morgen des 1. Mai wurde ein In Freudenthal 8000 Appell abgehalten und dann beteiligte sich die Bartei an der gemeinsamen Kundgebung auf dem Strautmarkte. Besonders erfreulich war die zahlreiche Teilnahme unserer Jugend, deren Festzug durch die Straßen Brünne beträchtliches Aufsehen erregte. Die Sdp hatte ihre Maitundgebung am Vormittag. Im Zuge waren 5500 Menschen, an der kommunistischen Maifeier nahmen rund 200 Menschen teil. In Znalm tourde die Maifeier gemeinschaftlich von allen demokratischen Parteien veranstaltet. Sie fand am Oberen Plaz statt und war von über 10.000 Menschen besucht. Auch der Demonstrations zug war sehr imposant; der Aufmarsch der Sech ferreihen dauerte fast eine Stunde. Für die tiche chischen Parteien sprach Bürgermeister Sturfth, für die deutschen Sozialdemokraten Senator Well an. Seine Ausführungen wurden wieder holt vom stürmischen Beifall der Menge unters brochen. In Sait wurde fast in Tester Stunde unseren Genoffen von der Behörde die Bewilligung zur Abhaltung einer Maifeier gegeben. Die Versammlung, die trotz allem einen guten Besuch aufwies, fand im Gasthaus Tiesz statt und als Referent sprach Wilhelm Nie ßner aus Brünn. Seine Ausführungen fanden beifälligste Aufnahme. Kopf an Kopf auf dem Mähr.- Schönberger Marktplatz Unsere heutige Maifeier war die größte, die bisher in Mähr.- Schönberg veranstaltet wurde. Gemeinsam mit unserer Partei marschierten auch die tschechischen Sozialdemokraten auf, denen sich die tschechischen Nationalsozialisten sowie die übrigen tschechischen Parteien angeschlossen hats ten. Nach halb 11 Uhr setzte sich der gewaltige Umzug, in dem nicht weniger als sieben Musiktapellen marschierten, durch die Straßen der Stadt, von einem dichten Spalier eingesäumt, in Bewegung. Der Aufmarsch auf dem Martiplas dauerte über eine halbe Stunde. Der Play vor dem Rathaus war gedrängt voll, die Menge stand Kopf an Kopf: Die Kundgebung wurde von der städtischen Musikkapelle mit dem Liede der Arbeit" eröffnet, dann sang unser Arbeitergesangberein unter Leitung des Genossen Urban einen Massendeutsche Sozialdemokraten Die„ tote" DSAP so stark wie die SdP Ganz besonders eindrudsvoll gestaltete sich unsere Maitundgebung in Freudenthal. Die Partei hatte ursprünglich beschloffen, im Kreise Troppau fünf große Maifeiern abzuhalten, mußte aber davon Abstand nehmen, weil infolge der Maul- und Klauenseuche im schlesischen Grenzgebiete auch im anschließenden Bezirk Reutitschein fast alle Versammlungen ver boten worden waren. Lediglich in Freudenthal fonnte eine öffentliche Kundgebung stattfinden, die aber auch erst im leßten Augenblid bewilligt wurde. Man hatte diesmal Gelegenheit, sich zu überzeugen, wie tot" die deutsche Sozialdemos fratie ist. Aus den Gebieten Jägerndorf und Würbenthal waren atvei große Sonderzüge gefommen und auch aus dem Bezirk Römerstadt hatten sich hunderte Genossen und Genossinnen eingefunden. Die weiter entfernt liegenden Gebiete fonnten leider nur kleine Abordnungen entsenden, vor allem deshalb, weil unseren armen Menschen die Mittel fehlen, um Bahnfahrt oder Autobus zu bezahlen. Der Aufmarsch in Freus denthal war nichtsdestoweniger ein gewaltiger. 3m Demonstrationsauge marschierten annähernd 7000 Menschen. Die Freudenthaler Nazis mach ten auch entsprechend lange Gesichter, als sie die fen Maffenaufmarsch erblidten. Als der Zug bei der Wohnung des vier undachtzigjährigen Genoffen Schar= nowell vorbeizog, stand dieser tapfere Pionier unferer Bewegung mit roten Nelten im Knopflod bor der Haustüre und sagte: ,, Mitmarschieren kann ich leider nicht mehr, benn dazu bin ich schon zu alt, ich will aber nicht barauf verzichten, mir wenigstens den roten Leichenzug" anzuschauen." Als das Meeting um 10 1hr vormittags eröffnet wurde, wuchs die Menge auf über 8000 Söpfe an. Die Versammlung, der auch eine große Gruppe von tschechischen SozialDemokraten beiwohnte, wurde mit dem Liede Stola weht die Fahne purpurrot" und mit der Staatshymne eröffnet. Bezirkssekretär Schön begrüßte dann die Erschienenen. Als er bekannt= gab, daß die beiden sozialdemokratischen Vizebürgermeister von Freudenthal, von denen die Nazis behauptet hatten, sie seien bereits zur SdP übergetreten, an unserer Stundgebung teils nehmen, ertönte lebhafter Beifall. Abgeordneter Heeger hielt dann eine furze, aber eindrucksvolle Nede, die wiederholt von Beifall unterbrochen wurde. Die prächtige Kundgebung wurde mit der Internationale" geschlossen. ebenso die tschechischen Sänger. Bierer und Simel begrüßten dann die Versam melten in deutscher und tschechischer Sprache. Lebhaft begrüßt sprach dann der Abgeordnete des Wahlkreises Zischka, oft von startem Beifall unterbrochen, über die Bedeutung unseres heu rigen Maiaufmarsches. Für die tschechische Sozialdemokratie sprach in demselben Sinne Se i de Ier aus Olmüß und für die tschechischen Nationalsozialisten Lehrer Novotný aus Olmüb. Die Sop hatte ihre Kundgebung in FreuMit einem Schlußappell der beiden Vorsitzenden denthal am Nachmittag. Obwohl sie die ganze wurde die eindrucksvolle Kundgebung geschlossen. Umgebung mobilisiert und ihre Leute bis von Die Eisenbahnerfapelle intonierte dann die Troppau herbeigeholt hatten, brachten sie doch Staatshymne. Demonstrationszug wird auf 7000 und am Marktplatz auf 8000 geschäßt. Die Zahl der Teilnehmer im nur etwa 8000 Menschen auf die Beine. Die totalitäre Partei ist also, wenn es gilt, sich öffentlich zu zeigen, gar nicht viel stärfer als die ,, tote" Sozialdemokratie. ( Aus Mähr. Trübau ist ein Bericht bis Blattschluß nicht eingelangt.) Preßburg In Sternberg 5000 Demonstranten Die deutsche sozialdemokratische Partei von Groß- Preßburg veranstaltete ihre eigene Wir wußten, daß die diesjährige Maifunds Maifeier am Vorabend bes 1. Mai, also gebung überwältigender sein würde als in früheren Jahren, zeigten uns doch die Berichte am Samstag im Redoutensaal, wo sämtliche unserer Organisationen, daß die Vorbereitungen Sozialdemokratische Arbeiter-, Kultur- und Sports zur Feier des 1. Mai in den wenigen Tagen, die organisationen mitwirkten. Als Redner wies der zur Verfügung standen, mit Hingabe und Be- Landesvertrauensmann Mott I auf die beson geisterung getroffen wurden, wie sie bisher in dere Bedeutung dieses 1. Mai hin. Der Saal war diesem Maße noch nicht festgestellt werden konnte. gut besucht. Trotzdem hat der Besuch der Maitundgebung Am Sonntag demonstrierten bei herrlichem unsere Erwartungen noch weit übertroffen. Die Frühlingswetter zuerst die deutsche, tschechische Maifeier wurde mit einem Weckruf eingeleitet. und ungarische sozialdemokratische Partei vor Durch die Straßen der Stadt marschierten unter dem Landesarbeiterheim, wohin sich die Massen flingendem Spiel mehr als 300 Männer und von ihrem Treffpunkt in langen Bügen um Frauen. Der etwas später marschierende Bug 9 Uhr bormittags eingefunden hatten. Zu den der SP wies 150 Teilnehmer auf. Am Nach etwa 4500 Teilnehmern sprachen in den vers mittag formierten sich zur feſtgeſeßten Beit die ſchiedenen Landessprachen mot tl, Och. Sištová Solonnen zum Demonstrationszuge, immer wie und Sobodica. Vier große Lautsprecher übertruder famen neue Teilnehmer zu Fuß, mit Rad, gen die Reben, die mit viel Beifall aufgenomAutobus oder Eisenbahn an. Republitanische men wurden. Nach Beendigung dieser KundWear. Sozialistische Jugend, Arbeitersportler gebung zogen die sozialdemokratischen Demon 1: unzählige Männer und Frauen zogen stolz ftranten zu der gemeinsamen Kundgebung der ech benen Hauptes auf dem Mingplak ein. Es aalitionsparteien. der sich auch die In der großen Karlsbader Kundgebung| merzt wird. Die Achsenpolitiker können noch unführte der Abg. Jaksch u. a. aus: angenehme lleberraschungen mit der italienischen Bündnistreue erleben. Man mag uns Volksvers räter schimpfen, doch wir führen unseren Kampf um Recht und Frieden in dem ehrlichen Bewußtsein, beispielloses Unglüd von den Sudetendeutschen und vom ganzen deutschen Volte abzuwenden.( Beifall.) Angesichts der drohenden Warnungen Frankreichs und Englands müffen der sudetendeutschen Bevölkerung endlich die Augen aufgehen, daß sie im Zeichen der Gleichschaltung ale willenloses Werkzeug faschistischer Kriegspläne präpariert werden soll. Auf die Karlsbader Selbstentlarvung des Allerweltsdemokraten Henlein haben wir nur mit einem Satz zu antworten: Mit uns marschiert kein zusammengewürfelter Haufen, mit uns marschiert eine Elite der Gesinnung. Stolz und hochmütig können wir auch als Minderheit durch die Straßen schreiten, denn wenn die Lage so für uns spräche wie für die anderen, würde die SdP nicht einmal so viel Dutzend Menschen auf die Beine bringen, wie wir noch Tausende aufziehen lassen. Es geht in unserem Stampfe um die Ehrenrettung der sozialistischen Namens in der Welt. Herr Henlein hat uns fraft bce, es geht um die Ehrenrettung des deutschen angemaster Vollmacht für ausgestoßen aus dem sudetendeutschen Bolte erklärt. Darauf antworten wir ihm: Bestc& deutsches Wesen offenbart sich nicht im Herbentrieb, sondern durch persönliches Einstehen für die innerste Ueberzeugung. Die letzten Wochen haben gezeigt, daß der judes tendeutsche Katholizismus nicht mehr die Kraft sum tapferen Bekenntnis hatte. Es scheint so, daß Christus mit seinem Wort: Ehe der Hahn 8weimal träht, wirst du mich dreimal verleugnen", vorausahnend an die Innisers und Hil genreiners gedacht hat.( Stürmischer Beifall.) Turmhoch steht ein Pastor Niemöller über ihnen, der lieber ins Konzentrationslager ging, che er ein Jota von seiner christlichen Weltanschauung opferte. Turmhoch steht auch der einfache sozialiftische Arbeiter über jenen Prälaien und Bischö= fen, die aus Angst um ihre Pfründen unters Hafenfreuz gekrochen sind.( Beifall.) Von der Tribüne unserer Maifeiern sei auch ein Wort an die sudetendeutsche Deffentlichkeit gerichtet. Unsere Zahl mag geringer fein als die Zahl der Teilnehmer bei den SDP- Maifeiern, doch mit uns marschiert die Wahr heit. Diese Wahrheit zu verkünden ist unsere ehrenvolle Mission. Wahrheit ist, daß die SudeWer auf dem Boden dieses Landes Nazipolitik machen will, der macht Kriegspolitik. ( Stürmischer Beifall.) Die Lage ist klar. Die Sudetendeutschen können Gleichberechtigung haben ohne Krieg. Die faschi stische Totalität ist dagegen nur zu haben um den Preis des Krieges und der Selbstvernichtung. ( Sehr richtig.) Darum ist unsere Auseinander fegung mit der Sdß nicht beendet, sondern sic tritt in eine neue Aera ein, in der sie sich ver teidigen muß, und in der wir die Angreifer sein werden. Die deutsche Sozialdemokratie nimmt vor den Völkern Europas und vor der Geschichte den Ruhm in Anspruch, die einzige unabhängige Vertreterin sudetendeutscher Lebensinteressen zu fein. Wir sind die Partei des Friedens und des Nechts, die SdP ist die Partei des Unrechts und des Kriegsgebankens. Daraus schöpfen wir die moralische Legitimation, mitzuwirken bei dem Werk des nationalen Friedens auf der Basis der Gleichberechtigung. Deutsche und Tschechen werden für die notwen dige Friedenslösung Opfer an Illusion und an Prestige bringen müssen. In der tschechischen Bolitik muß der Geist von Versailles ausgemerzt werden. Im sudetendeutschen Volfe gilt es, den Geist von Potsdam zu überwinden. Nachdrücklich wollen wir bei diesen Maifeiern in Erinnerung bringen, daß es in der nächsten Etappe der Innenpolitik nicht nur um nationale Probleme, sondern auch um unaufschiebbare soziale Lösungen geht. tendeutschen in diesem Augenblicke eine historische Gelegenhet vor sich sehen, im Rahmen des Staates und ihres Lebensraumes volle ut und ge= sicherte Gleichberechtigung zu erringen. Sie bes geben sich aber in tödliche Gefahr, wenn sie die dargebotene Gleichberechtigung ablehnen und sich( Sehr richtig!) Wir haben mit unserem Arbeitszum Werkzeug der Vorherrschafts- Pläne des beschaffungs- Antrag den Weg gezeigt. Diefe Nationalsozialismus hergeben. In dem Streben Aufgabe duldet keinen Aufschub. Deshalb richten nach demokratischer Gleichberechtigung haben wir wir einen ernsten Appell an die Regierung, in die Sympathien aller fortschrittlichen Völler auf den nächsten Wochen nicht nur zu verhandeln, unserer Seite. sondern auch zu handeln. Wir begehren keine Gnaden und keine Geschenke, fordern aber, daß die grundlegenden Voraussetzungen eines erfolg reichen republikanischen Widerstandes in den Grenzgebieten geschaffen werden. Eine Politik, die auf Gewalt baut und Borherrschaft anstrebt, wird wiederum in Unglück und Knechtschaft münden wie die deutschbür. gerliche Politit im Jahre 1918. So wie der Soldat Munition braucht, so braucht der Arbeiter Brot, um die Demokratic Die Konferenz der französischen und britischen erfolgreich verteidigen zu können. Staatsmänner in London hat in vollem Umfange bestätigt, was wir seit Jahr und Tag der Wenn der Staat seine Pflicht tut, so wird die fudetendeutschen Bevölkerung sagen. Die Sprache deutsche sozialdemokratisch. Arbeiterschaft nicht der Londoner Konferenz tann nicht mißverstan- versagen.( Brausender Beifall.) Die Feiern des ben werden. Sie sagt: Wer die Tschochoslowas ersten Mai haben gezeigt, daß der Geist des tische Republik vernichten will, muß den Krieg Widerstandes gegen den Gleichschaltungsterror Deutschlands gegen eine Welttoalition riskieren. im sudetendeutschen Grenzland noch lebendig ist Deshalb ist noch nicht alles getan, wenn sich die Sozialistische Gesinnung, die ein Josef Seliger Anhänger Henleins heute mit dem deutschen, und ein Oswald Hillebrand in die Herzen unGruß" begrüßen, der von Italien importiert serer Arbeiter gepflanzt haben, wird niemals wurde und in dessen Zeichen in Südtirol das aussterben auf diesem Boden.( Stürmischer, legte deutsche Wort von den Grabsteinen ausge- langanhaltender Beifall.) Der 1. Mai im Ausland In Frankreich stand der 1. Mai im Sommunisten angeschlossen hatten. Vor dem Theater wurde den 10.000 bis 12.000 Menschen in deutscher, slowakischer und ungarischer Sprache eine gleichlautende Beichen der Arbeitsruhe und der großen Meetings Sundgebung vorgetragen, die ein unerschütter- ber Sozialisten. Die Neben, die in Vincennes auf lidhjes Bekenntnis zur Demokratie enthält. Wie ber Bariser Feier Jouhaug und Henry Reynaud jedes Jahr, so waren auch diesmal im Umzuge hielten, wurden vom Rundfunk übertragen. Die die disziplinierten Teilnehmer der Atus- Union, Feiern verliefen im ganzen Land unter größter der S3 und der Blauhemden des Einheitsver- Beteiligung und in voller Ruhe. bandes der Privatangestellten aufgefallen. Handlová Die belgisch en Maifeiern standen un ter dem Motto„ Helft dem republikanischen Spanien!". In dem Umzug der Brüsseler Arbeiter zogen auch Gruppen von Freiwilligen, die aus Spanien zurückgekehrt waren, und von baskischen Kindern mit. In London ereigneten sich kleinere Zwischenfälle, als ein Zug von Sozialisten und Kommunisten aus dem Hyde- Part, wo 150.000 demonstriert hatten, zurüdtam und mit einem faschistischen Zug zusammentraf. Im Herzen des slowakischen Kohlenreviers, in Handlová, veranstaltete die deutsche und slowakische sozialdemokratische Partei eine große gemeinsame öffentliche Maifeier. Um 129 Uhr morgens formierte sich der Bug beim Arbeis terheim in der Kolonie und zog mit Musik und Fahnen auf den Ringplak, wo unter Mitwirkung der Sänger eine Demonstrationsversammlung stattfand. Zu den etwa 2000 Menschen sprachen Tejessy( deutsch) und Novak( slowakisch), Auch in England manifestierte man für fie wurden immer wieder von Beifallsrufen un- Spanien. Unzählige Schriftbänder über die Straterbrochen. Nach Abschluß der einstündigen Ver- fen und Transparente riefen:„ Waffen für Spafammlung zog der Bug, aus dem die farbigen nien sind Waffen des Fricdens". Im Zuge fah Hemden der Jugend- und Turnerorganisationen man auch Motorräder, die englische Arbeiter in herborstachen, und in welchem auch die schmucken ihrer freien Zeit für die spanischen FreiheitsUniformen der Bergarbeiter auffielen, zurüd fämpfer herstellen. Eine einzige Sammelgruppe zum Arbeiterheim hat 500 Bfund( 70.000 Kč), zum Ankauf von Geite 6 Milch für arme Kinder im republikanischen Spanien aufgebracht. Samstag, 30. April 1938 Nr. 103 an Dr. Beneš Einheitliche Maifeiernerbait Danktelegramm Hitlers üblichen Weiſe gefeiert. Neben den roten 2160 im tschechischen Gebiet er in.( 228) Der Reichskanzler hat Fahnen In der Schweiz wurde der 1. Mai in der sah man heuer in den auch die schweizerischen Staatsfahnen. Auch die schwedi= schen Maidemonstrationszüge führten diesmal die Staatsfahnen mit. Ministerpräsident Hansson erklärte in seiner Rede, daß dem Parlament in der nächsten Zeit ein Antrag auf außerordentliche Verteidigungsausgaben in der Höhe von 60 Mit lionen Kronen vorgelegt werden wird. Der heurige Feiertag der Arbeit wurde in der Fahnen und Transparente auf Lastwagen verladen Hauptstadt der Republik und im übrigen tschechischen und weggeführt wurden und die Frauen die roten Gebiet von der Bevölkerung tschechoslowakischer Stopftücher, welche sie vorher getragen hatten, abNationalität meist gemeinsam gefeiert. Tegten. Der 1. Mai in der Provinz Die Feier in Prag Prag bot schon in den Morgenstunden das Bild In Brünn wurde die vom Stadtrate verIm Mittelpunkt der großen ruffifchen festlichen Getriebes. Die öffentlichen und Privat- anstaltete Maifeier zu einer mächtigen ManifestaMaifeiern stand wie in allen Jahren bisher die gebäude sind mit Fahnen in den Staatsfarben ge- tion, an der schäßungsweise 35.000 Personen teilMoskauer Feier mit einer großen Parade der schmückt und auch aus den Fenstern zahlreicher Woh nahmen. Redner war der Bürgermeister Ingenieur Sowjetarmee, die Abteilungen aller Waffengat- nungen waren Fahnen ausgehängt. An 17 Sam Dr. Spazier, der tschechisch und deutsch sprach. Mit tungen vorführte. Von besonderer Wichtig- melpläßen sammelte sich die Bevölkerung zum der Staatshymne wurde die Feier geschlossen. In O Im is wurde die Feier gleichfalls von keit war die Rede des Volkskommissars für die Marsch auf den Wenzelsplay, wo eine einheitliche Kundgebung stattfand. Vor dem Wenzelsdenkmal der Stadt organisiert, es nahmen etwa 15.000 Kriegsmarine Smorniw, der ankündigte, daß war eine Tribüne errichtet, die mit Tuch in den Menschen teil, die Hauptrede hielt Bürgermeister Rußland nach dem Ausbau seines Landheeres und ichechoslowakischen Farben überkleidet war. Zur Dr. Fischer. der Luftwaffe nunmehr an die Schaffung einer rechten Seite der Tribüne war ein hoher Mast für In einer mächtigen, von 35,000 Menschen be mächtigen Ozeanflotte schreiten werde, die binnen die Staatsflagge aufgestellt. Der Sodel des Dentuchten Manifeſtation in Mährisch- Ostrau kürzester Frist geschaffen werden soll. Mögen mals des Nationalheiligen war mit Lorbeer ge- sprach Bürgermeister Senator Chalupnit. unsere Freunde es wissen und sich freuen, mögen schmückt. unsere Feinde es hören und sich einprägen", schloß Smirnow ſeine Ankündigung. Die chinesische Arbeiterschaft manifestierte in Hankau in einem Zug von Zehntausenden. Sie appellierte an die Arbeiterschaft der ganzen Welt, die sie zur Unterstützung aufrief. Hunderttausende Arbeiter demonstrierten in der Hauptstadt Mexikos. An dem Maiumzug beteiligten sich heuer zum erstenmal militärisch organisierte Formationen, die der Stadt das Gepräge eines Militärlagers gaben. Zusammenstöße werden nur aus einigen polnischen Städten und aus Buenos Aires gemeldet. In Warschau versuchten Falangisten, Angehörige einer neuen faschistischen Truppe, an fünf Punkten die sozialistischen Maifeiern zu stören. Polizei verhaftete hundert Personen und verhinderte Zusammenstöße. In Posen hingegen wurden jieben Personen schwer, zehn Teich ter verlegt. In Lemberg fam es zu einer regelrechten Schlacht, bei welcher neun Personen schwer verletzt wurden. In Kielze wurde bei Zusammenstößen beim Hauptquartier der Falangisten ein Faschist geötet. In Lodz verlief der 1. Mai ruhig. Bei Zusammenstößen in Buenos Aires wurde eine Person getötet, außerdem gab es zahlreiche Verlebte. auf tages des deutschen Volkes zugekommenen Glück wünsche von Staatsoberhäuptern, darunter den Glückwunsch des Präsidenten der Tschech v slowakischen Republif, mit Danktelegrammen beantwortet. Der Präsident der Republik empfing am Montag den Außenminister Dr. Krofta. Gleichschaltung der katholischen Jugendverbände. In einer im Deutschen Haus in Prag stattgefundenen Besprechung der Vertreter der katholischen Jugendorganisationen, der christlich- dentschen Turnerschaft, der katholischen Mädchenorga nisationen und des Verbandes der katholischen Gesellenvereine wurde, wie die„ Neue Morgenpost" berichtet, der Beschluß gefaßt, den eigenen Bestand aufzulösen und die Mitglieder vollzählig und geder dem wird das Vermögen der Verbände dem Turn= Bevölkerung für den Frieden und die Sicherheit der verband übergeben werden. Republik. Vor 10.000 Menschen sprachen mehrere deutscher und ungarischer Maienburg ER o Be Stedes schlossen in den Turnverband überzuführen. Außers Redner er slowakischen Provinz wurden Sprache. Zurückgeschlagene Angriffe Der Wenzelsplatz war schon eine Stunde vor Beginn der Manifestation zu beiden Seiten von der Bevölkerung dicht beießt. Um 9.35 lbr traf der erste starke Zug der manifestierenden Bevölke rung auf dem Plaße ein, an deisen Svite vier ebenfalls gemeinsame Maifeiern der Koalitionspar Staatsfahnen und ein arshes Transparent mit der teien abgehalten, an denen die Slowakische Volks Barcelona. In dem amtlichen Kommu Aufschrift: Für die Einheit der Nation, die Si vartei nicht teilnahm. Besonders feierlich war die niqué des Nationalverteidigungsministeriums heißt cherheit der Republik, die Demokratie und den Maifeier in Livt. Sv. MifuIa 3, wo die Frieden" getragen wurden. Der geräumige Blab undgebung unter dem Einbrud des 20. Jahreses u. a.: An der Ostfront schlugen wir einen Anfüllte sich nach und nach mit einer vieltansende tages des ersten Mai 1918 stand, an welchem Tage griff gegen imfere Stellungen auf die Kote 1658 föpfigen Menge. Um 10.30 1hr wurde die Kund- das slowakische Volt dort sein Selbstbestimmungs- bei Pigallas in der Sierra Monsech zurüd. Im gebuna mit einem Trompetensignal eröffnet. Unter recht verkündet hatte. Es sprachen dort Juſtizmini- Abschnitt bei Aliaga unternahm der Feind einen Hane aniaczonen, Stach bem Gelang des Guiiien- en beter of an 5 3 wurde Collaba Alto und dem Berge San Anton. Der den Klängen der Staatshymne wurde die Staats- fter Dr. Dér er und Minister eet. Auch in Angriff. Zu heftigen Kämpfen kam es auch bei chorals betrat der Primator der Hauptstadt Prag. die Maieier in ähnlicher Weise begangen wie in den Feind befekte einige unserer Stellungen, die wir Dr. Zen I die Rednertribüne um die Kundae übrigen Teilen der Republik. buna des Nationalrates zum Staatsfeiertag der jedoch im Gegenangriff zurüderoberten. Arbeit vorzutragen. Mit dem Wenzelschoral und der Staatshymne fand die Feier ihren Abschluß. Die Kommunistische Partei veranstaltete zum 1. Mai in Prag eine selbständige Feier, und zwar die übliche auf dem Republikplay. Von der Tribüne sprach zu den Teilnehmern Abgeordneter Zapotocfy. Manifestation auf den Wenzelsplay. wobei die Dann zogen die Teilnehmer zu der allgemeinen Urteile über unsere Maifeiern ,, Večerní České Slovo": Kein Monopol in In 3 I in wurden diesmal an Stelle eines Feftzuges fiebzehn Ausstellungen veranstaltet, deren Mittelpunkt die Tätigkeit der Werke selbst standen. Die Zahl der Besucher betrug viele zehntausende. In seiner vorwiegend wirtschaftspolitifchen Ansprache führte J. Bafa Gedanken aus, die auch in seinem Buch niedergelegt sind und welchen bung des Erporis zum Ziele seßen. den wirtschaftlichen Ausbau im Innern und eine emelt waren. Da das ungehörige Benchmen der un- sen. Von den verschiedensten Seiten wurde bereits garischen Studenten beim Publikum Erbitterung her- darauf hingewiesen, wie unzuverlässig und unzu vorrief, hielt die Polizeiwade alle in den Klub- länglich die Berichterstattung des Preßbüros aus räumlichkeiten anwesenden Studenten an und führte dem Auslande ist, und wie die für die Tschechosie auf das Polizeikommissariat in der Stratovská ul. slowakei bedeutsamsten außenpolitischen Verhandvor. Hier gaben etwa 30 Zeugen protokolarisch an, lungen und Ereignisse vom Preßbüro in einer Art daß die Studenten beim Spiel der Staatshymne behandelt werden, die von völligem politischen und lachten, lange Nasen machten und lärmten. Gegen journalistischen Unverständnis spricht. Womöglich die einvernommenen Studenten wird mit einer ad- noch empörender ist und zwar deswegen, weil Die Henlein- Maifelern ministrativen Polizeiſtrafe, gegebenenfalls gericht darin eine bestimmte Absicht zum A Ausdruck im Dienste des Dritten Reiches des Gesetzes zum Schuße der Republit vorgegangen in der Republik, und zwar sowohl im Rundfunk lich wegen Uebertretung des Paragraphes 20, Abs. 2 tommt die Berichterstattung über die Maifeiern Henlein hat die Maifeiern dazu benüßt, in werden. Die Räumlichkeiten des Klubs der ungari als auch in den der Presse zur Verfügung gestellAusführung der Berliner Aufträge seine Karlsba- scher Akademiker wurden versiegelt und es wird in ten Berichten. Im Rundfunk wurden die Maifeiern der Darlegungen zu bestätigen. Er bezeichnete ihnen eine Hausdurchsuchung durchgeführt werden. der deutschen Sozialdemokratie, die für jeden, der die Karlsbader Forderungen, die bekanntlich nicht auf dem Boden dieses Staates steht, von gesamtnur von der„ Prager Heßpreße", sondern auch in Staatlicher Bedeutung sein sollten, fast gar nicht London und Paris als mit der Integrität des Staa erwähnt, in den der Presse übersandten Berich= tes unvereinbar bezeichnet werden, als die ,, gerade ten wurde sogar versucht, die Bedeutung der sonoch zulängliche Grundlage" zu Verhandlungen. Das zialdemokratischen Maifeiern herabzuseßen. So heißt, daß er die Herrschaft des Nationalsozialis- Henleins im deutschen Gebiet! gibt der Bericht der Staatspolizei die Teilnehmer mus über die deutschen Gebiete und das Diktat Was sich gestern im Grenzland ereignet hat, an der deutschen sozialdemokratischen Kundgebung Deutschlands in unserer Außenpolitik verlangt und so schreibt ,, Večerní České Slovo", bedeutet eine in Starlsbad mit 18.000 an, während das Preßer vermutet sogaran Weltfremdheit und politi- völlige Alenderung in den bisherigen Auffassun- büro 10.000 daraus gemacht hat. Man muß da scher Blindheit ist doch kein völkischer Politiker zu gen. Das Grenzland hat durch sein furchtloses wirklich fragen: wem dient das Preßund gewaltiges Auftreten die völlige Falschheit büro mit seiner unwahren Be der Henleinschen Behauptung erbracht, daß diese richterstattung? Die Oeffentlichkeit Orte eine geschlossene monopolistische Henleinſche würde es sicherlich sehr intereſſieren, wer der Domäne sind... Hunderttausende von tschechi Schuldige an diesen Zuständen ist. schen und deutschen Demokraten sind entschieden aufgetreten, sie haben sich nirgends gefürchtet und haben sich nirgends ergeben. Die Sache der deutschen Demokraten ist nicht verloren, sie ist gestävtt. Ende des Furchterregens, Ende der falschen Legende, daß die Henleinleute hier alles haben, daß nur sie da sind. Diese tschechischen und deutschen Demokraten tamen unter unerhörtem Terror, Gewalt und Drohungen, um der Henlein- Propaganda zu troßen. Das war eine Auslese von Leuten, auf alles vorbereitet, auf Leben und Tod!" überbieten! daß die wahre Meinung des tschechischen Vo I f es mit der Karlsbader Rede übereinstimmt.(!) Henlein verlangt also nicht weniger, als daß die Eigenstaatlichkeit der Tschechoslowakei beseitigt werde, und er sagt das sozusagen mit Unterfrüßung des amtlichen Pressebüro 3, dessen Verhalten mur eine Bestätigung mehr dafür ist, wie schlimm es schon mit der Staatsautorität gegenüber den Ansprüchen der Nationalsozialisten bestellt ist.. Herr Wollner hat sogar darauf hingewiesen, daß die Absendung eines Telegramms unseres Staatspräsi denten an Hitler das eindeutige Bekenninis der SdP zu Hitler rechtfertige. Und nun sagen die teutschen Reden gerade das, was sie durch vier Jahre geleugnet haben:„ Wir sind und waren Nationalsozialis sten!" Aber es erschien ihnen zweckmäßig, dies nicht früher zu sagen und so haben sie, tapfer wie sie sind, die Welt be I ogen, bis es ihnen an der Zeit schien, die Maste zu Tüften. Einer von ihnen hat der Meinung Ausdrud gegeben, daß der nächstjährige erste Mai ,, ganz anders" verlaufen werde als der Heurige. Die SdP hat offenbar in Berlin nicht neuer dings rückgefragt und ihre Führer sind nicht selber so intelligent, aus dem Verlaufe der Londoner Besprechungen die Folgerungen zu ziehen. Herr Hilgenreiner hat in Marienbad der Meinung Ausdruck gegeben, daß es jetzt nicht um Glaube und Kirche gehe, sondern um deutsch sein oder nicht deutsch sein, das heißt darum, die katholischen Grundsätze zugunsten des Nationalsozialismus aufzugeben. Man wird zugeben, daß die Rede Hilgenreiners für einen katholischen Priester mehr als ungewöhnlich ist. In Prag Staatsautorität Ungarische Studenten miẞachten die Staatshymne ,, Prager Illustrierte Montag": Ueberraschend große Kundgebungen der demokratischen Parteien Der neue deutsche Botschafter in London London. Der neue deutsche Botschafter von Dirdsen traf am Montag nachmittags hier ein. Pressevertretern erklärte er, er werde sein Bestes tun, um eine Besserung her Beziehungen zwischen Großbritannien und Deutschland herbeizuführen. Vertragsabschluß in der Pariser Metallindustrie Paris. Montag früh wurde der neue Rahmenvertrag für die Metallarbeiterschaft abgeschlossen, welcher gegenseitige Zugeständnisse der Arbeitgeber und Arbeitnehmer beinhaltet. Amnestie Berlin. Die Reichsregierung hat aus Anlaß des Anschlusses eine Amnestie erlassen, die alle Freiheitsstrafen bis zu einem Monat umfaßt. Bei politischen Straftaten werden Strafen, bis zu sechs Monaten getilgt, solche bis zu einem Jahr bedingt erlassen. Ausgeschlossen sind jedoch Hochund Landesverrat und Handlungen aus gemeiner Gesinnung. In Oesterreich wird allen Nazi ohne Rücksicht auf das verwirkte Strafausmaß völ lige Straffreiheit für Delikte gewährt, zu denen sich der Täter durch lle bereifer(!) im Kampf für den nationalen Gedanken im Lande Oesterreich hat hinreißen lassen." Nach einem amtlichen Bericht sollen in Wien nur rund 1400 und im übrigen Desterreich 3000 Personen in Haft ſein, einſchließlich der politiſchen Häftlinge. ,, Machet Ordnung im Grenzgebiet" Lidové Listy: ,, Die staatliche Autorität ist untergraben" ,, Lidové Listy" schenken der Regierungspolitik nach und nach alle Rechtssicherheit verschwindet. gegenüber der Sdp, welche dieses Blatt, wie wir Die staatliche Autorität ist untergraben, die bereits gemeldet haben, scharf kritisiert, weiter Grenzler verbittert, die Aemter oft ratlos: Diesen entsprechende Aufmerksamkeit. Unter dem Titel Verhältnissen muß endlich ein rasches Ende be,, Nach den Londoner Beratungen warten wir auf reitet werden, den Henleinleuten muß auseinanTaten, machet gleich Ordnung im Grenzgebiet", dergesetzt werden, daß sie sich in ihren Hoffnungen schreibt das Blait: getäuscht haben und daß jedes Sichverlassen auf ein auswärtiges Einschreiten zu einem Sonflift führen würde, der nicht nur unabsehbare Folgen für die ganze Welt, sondern auch für unsere Deutschen hätte. Die Ergebnisse der Londoner Beratungen über die Tschechoslowakei kann man in dieser kurDie leberraschung des gestrigen 1. Mai, der zen Wahrheit zusammenfassen: Wenn Deutschland überfällt, wird daraus der Weltübrigens in vollkommener Ruhe verlaufen ist, frieg! Die Westmächte, gemeinsam mit Nußwaren die großen politischen Kundgebungen der land, dessen Einfluß auf die europäische Politik vereinigten demokratischen Parteien in vielen Städten der deutschen Gebiete der Republik. Es und dessen Bündniswert für unseren Staat von waren imponierende Massenkundgebungen, die Tag zu Tag wachsen, beharren auf der Unver ihren Eindruck nicht verfehlt und deutlich betvie- sehrtheit und der Souveränität der Tschecho= sen haben, daß die deutschen Gebiete nicht die slowakei. Daraus geht hervor, daß 1. das neue alleinige Domäne der SdP sind. Die sozialdemo- Verhältnis der CSR zu Deutschland nur auf der kratische Veranstaltung in Karlsbad war im Hin- Grundlage des gegenseitigen Respettes vor den blick darauf, daß die judetendeutschen Zeitungen die sozialdemokratische Partei gevn als„ sterbende Partei" bezeichnen, als gigantisch zu werten. Tendenzlöse Berichterstattung des Tschechoslowakischen Preßbüros Hoheitsrechten beider Staaten geregelt werden fann, 2. daß wir uns das Verhältnis zu den Minderheiten selbst regeln, wie jeder souveräne Staat, völlig in Uebereinstimmung mit unseren Pflichten und den Anschauungen unserer Bers bündeten und Freunde. Der Radikalismus Senleins hat allerdings bamit gerechnet, daß uns die Verbündeten zu folPrag,( Tsch. P.-V.) Bei der Mai- Feier auf Es vergeht kaum eine Woche und kaum ein chen Konzeffionen nötigen werden, welche mit dem Wenzelsplatz in Prag tam es bei dem Vortrag politisches Ereignis von einer für die tschechoslo- unserer staatlichen Einheit und Souveränität nicht der Staatshymne zu einer Provokation durch unga walische Deffentlichkeit besonderen Bedeutung. in Gintlang gebracht werden können. In dieser rische Studenten, die im ab der ungarischen Ata- ohne daß nicht die Preffe gezwungen wäre, sich Hoffnung hat seine Partei im Grenzgebiet einen bemiter bei offenen Fenstern im zweiten Stod des mit den Zuständen uns mit dem Geist, der im wahrhaften Terror gegen die nicht nazistischen Hauses Ede Mezibranjfá und Wenzcisplay verjam. Tschechoslowakischen Presbüro herrscht, zu befas- Deutschen entfaltet, welcher soweit geht, daß dort mit allen Es iflicht der Regierung, erstens deshalb ungesäumt im Grenzgebiet die feste Staats- und Amtsautorität zu erneuern. Zweitens den politischen, wirtschaftlichen, fulturellen, gesellschaftlichen und persönlichen Terror der Henleinleute sowohl gegenüber den deutschen Staatsbürgern als auch gegenüber unseren Leuten unmöglich zu machen. Drittens Grenzgebiet das Gefühl der Staats- und Rechtsſicherheit zurückzugeben, weil die heutige Nervofität schon fast unerträglich ist. dem Allen unseren Aemtern im Grenzgebiet müssen flare Weisungen gegeben werden, wie sie vorzugehen haben, damit der Ernst und die Entschiedenheit der Staatsmacht nicht leiden. Die Politit unserer Regierung gegenüber den Minderheiten muß nicht nur von Gerechtig keit, sondern auch von Festigkeit, welche einzig und allein auf das Staatsinteresse Rücksicht nimmt, die innere Ruhe und die Einheit des Staates, geleitet sein. Den Henleinleuten muß llar gesagt werden: bis hieher und nicht weiter! Wir erwarten Taten! nt Nr. 103 Samstag, 30. April 1938 Sudetendeutscher Zeitspiegel Unruhige Tage in Troppau Verhetzte Halbwüchsige provozieren Zusammenstöße mit der Polizei nov Seite 7 Denkmal seines Wirkens bleiben. Auch im Turns verein und bei den Kinderfreunden hat er sich betätigt, er war Obmann des Arbeiterheimes, bis vor kurzent Bezirksvertrauensmann und bis zu seinem Tode Kreisvertrauensmann der Partei im Olmüßer Wahlkreis. Alle diese Aemter befleidete er. weil er das Vertrauen seiner Gehätte die aufgehetzte Jugend nicht zu Zwischen- jinnungsgenossen hatte, die an ihm nicht nur fällen provoziert. seine Arbeitstraft sondern auch seine Rechtlichfeit und Aufrichtigkeit schäßten. Was ihn besonders auszeichnete war auch sein empfindliches Gefühl für das Recht, er hat jedes Unrecht mit einer Leidenschaft bekämpft, die seinem tiefen sittlichen Empfinden entsprang. Dabei war er ein fröhlicher Mensch, dem oft Kleinigkeiten eine große und echte Freude bereiten konnten. Unter den lautesten Brüllern sowie unter den von der Polizei Sichergestellten waren fast nur Halbwüchsige, die wahren Drahtzieher hielten fich wohlweislich im Hintergrund. Keim erstickt. Die Polizisten zogen in Patrouillen zu drei Mann durch die Stadt und versperrten die Zufahrtstraßen. Gegen 11 Uhr nachts hatte die Für die staatlichen Behörden ergibt sich die Frage, Stadt wieder ihr normales Aussehen. Die Nacht wie lange sie noch die parteipolitische Verheßung verlief ohne Zwischenfälle. Die randalierenden der Jugend in unseren Schulen dulden werden. SDP- Jünglinge, die Sonntag Nachmittag verkün- Sollte hier nicht energischer durchgegriffen werden ließen, daß sie am Abend„ es den Tschechen den und sollten vor allem die Lehrer und Proschon zeigen werden." zogen es vor, nach 9 Uhr fessoren nicht wirkungsvoller an ihren wieder zu verschwinden. eigentlichen Aufgabenkreis erinnert werden, dann Es muß gesagt werden, daß dieser 1. Mai ist freilich für künftige Tage noch Schlimmeres auch in Troppau ganz normal verlaufen wäre, zu befürchten. Vielsagende Portraits Henleins und seiner Trabanten In Troppau kam es zum Unterschied von anderen Orten, wo der 1. Mai ruhig verlief, am Vorabend des 1. Mai und am Sonntag zwischen Henleins und Tschechen zu Zuſammenſtößen, die oft einen sehr bedrohlichen Charakter annahmen. An den Vorfällen trägt die SdP- Bezirksleitung ein gerüttelt Maß von Schuld. Schon am Frei tag Nachmittag war das Verbot der Abhaltung von Waifeiern wegen Gefahr der Maul- und Klauenscuche erlassen worden. Die SdP hielt es aber nicht für notwendig, ihre Mitgliedschaft durch die Presse von diesem Verbot in Kenntnis zu set zen. Das Troppauer Neue Tagblatt" berichtete feine Zeile davon und im„ Braunen Haus" am Ringplatz, dem Sitz der Bezirksleitung, hieß es noch Samstag früh auf den Plakaten„ Wir mar schieren". So ließ man die SDP- Mitglieder abfichtlich in Ungewißheit, erst Samstag mußten sie das Verbot zur Kenntnis nehmen. In den Abendftunden fanden sich beim Bummel am Oberring Die sehr verbreitete Pariser illustrierte| Sebekowsky zu antworten:„ Ich habe den Einaußergewöhnlich viel Jugendliche beider NationaWochenschrift„ Vu" hat in diesen bewegten April- druck eines vorsichtigen und gehemm litäten ein. Es wurden in großen Mengen tagen Herrn Emanuel D'Astier als Sondersten Menschen, der feine Worte Herrn naller bsen geworfen, wodurch die ohne- berichterstatter in die Tschechoslowakei entiendet rant, dem politischen Komitee, ja vielleicht hin starke Spannung noch mehr gesteigert wurde. Berlin vorlegen muß." Da die Situation immer bedrohlicher wurde und ein offener Raufhandel auszubrechen drohte, drängte die Polizei die Gruppen in die Seitens gassen. Vor dem Hotel„ Zum grünen Hirschen" hatten sich neuerlich Ansammlungen von I u= gendlichen gebildet, die zuerst gegen die Polizei vorzugehen versuchten, dann aber durch das Vorgehen der Polizisten das von wieder abkamen. Unter den Leuten, die Bekanntschaft mit dem Gummiknüppel machten, bein einem französischen Rechtsblatt und veröffentlicht nun in ihrer jüngsten Nummer einen sehr ausführlichen Bericht dieses Journalis sten über seine Eindrücke in der Tschechoslowakei. lich zur Tschechoslowakei eingestellt und„ Vu" iſt D'Astier ist ganz und gar nicht besonders freund= Nachstehenden zitierten Stellen aus diesem Aufein unverhohlenes Rechtsblatt, so daß den im fat kowsky. Berlin?, nein", protestiert lebhaft Sebe„ Möchte Herr Henlein nicht etwa in ein paar Wochen den Se y ẞ Inquart spielen?" Sebefowsty: Das niemals, dafür lege ich meine Hand ins Feuer." Am Dienstag war er im Arbeiterheim", wo er von einem Unwohlsein befallen wurde. Nach Hause gebracht, ist er nicht mehr aufgestanden und nun mitten aus der Arbeit von uns geschieden. Das Begräbnis findet Mittwoch nachmittags um halb 4 Uhr in Sternberg statt. Die Arbeiter des Gebietes, in dem unser Koschaßfy gewirkt und denen er sein Leben geweiht hat, werden den prächtigen Menschen und tapferen Stämpfer nicht vergessen. Pazifist Hitler? In der großen Maitundgebung im Berliner Lustgarten, zu der wieder wie schon in den früheren Jahren die gesamte erwachsene Bevölkerung kommandiert war, sprach Adolf Hitler. Er rühmte die nationalsozialistische Wirtschaftspolitit, die früher belächelt worden sei und die sich nun lang= sam die Anerkennung der Welt zu erobern beginne. erklärten: Nie wieder Strieg!, aber den Krieg Hitler sagte, es gebe Menschen, die früher immer fortgesetzt im Innern toben ließen. Ich tenne auch diese Parole: Nie wieder Strieg und sie ist auch die meine!" Deshalb mache er Deutschland start. Aber es sei auch notwendig, den Kampf im Innern auszurotten. Nicht nur so müsse die Parole heißen: Nie wieder Krieg!, ſondern sie müſſe ſo heißen: Niemals wieder Bürgerfrieg, niemals wieder Selassentamps, niemals wieder inneren Streit und Hader!" Bekanntlich hat der Reichstanzler Hitler frü gewiß ganz eigenartige Bedeutung zukommt. Der französische Journalist, der mitteilt, daß Der französische Reporter beschreibt dann an er schon im Sommer 1936 einmal in der Tsche anderer Stelle seine Fahrt ins fudetendeutsche Gechoslowakei und auch bei Herrn Konrad Henlein biet und seinen Aufenthalt in Gablon 3, wo er yampe I- 3 at tig. Nach einer amtlichen war, ſchildert jetzt u. a. ſeinen Besuch im Sd P- im Hotel" Zum goldenen Löwen" und in der " Hauptquartier" in der Prager Hiberner- Turnhalle die versammelten SDP- Honoratioren noch nicht bestätigten Verſion ſoll er beim Eingang gasse. Er erzählt erst einiges über den schönen beisammen fand und ausfragte. Er beschreibt, wie des genannten Hotels gestanden haben und gegen und charmanten" Sebelowity, über Herrn etlichen dieser Leute förmlich die Augen auz die Auseinandertreibung der Jugendlichen laut „ Bfui" gerufen haben. Dr. Samvel- Zattig wurde rant. den Stellvertreter und das Gesem Kopfe springen, wenn sie von her und sehr oft sehr anders gesprochen und in ſcihirn" Henleins, und schließlich über diesen den Tschechen sprechen" und wie sie sich nem Buche Wein Kampf" wird der Krieg überin bewußtlosem Zustand in das Ritterordensspital felbit: newissermaßen schon nach den Granaten und schwänglich gefeiert, begeistert verherrlicht- und gebracht, wo er erst Samstag Nachmittag das„ Henlein empfängt mich in seinem Büro... Schüßengräben sehnen. Jede Diskussion nicht nur der vergangene Krieg, fondern der Krieg Bewußtsein wieder erlangte. Der ärztliche Befund Er ist steifer und schwerfälliger und seine Stimme, ist unmöglich... sie glauben an ihren Gott an sich! Vielleicht hat den Reichstanzler zur Aufergab Gehirnerschütterung; ſein Zustand ist ernst, die die N's rollt, rauher. Er senkt die Augen auf Hitler... Sie haben niemals eine andere Zei- nahme der bisher verpönten Parole„ Nie wieder aber nicht lebensgefährlich. An ſein Krankenlager seine gefreuzten Hände und überlegt noch länger tung gelesen als ihre Zeit" oder die reichsdeutsche Strieg!" die Erkenntnis geführt, daß auf den wurde ein Professor aus Breslau gerufen. als früher seine Antworten. Und auf Fragen, Preffe; sie lennen die Geschichte Europas nur durch Krieg, für den sich Deutschland durch so phantaDie Vorgänge des Samstag Abend hatten die ihn in Berlegenheit bringen, schlägt er fchrift den Spiegel der Nagipropaganda. Sie glauben stische Rüstungen vorbereitet, sich zuerst zögernd, in der Stadt die Erregung noch mehr gesteigert. twor an die Reinheit des Reiches und an die Schwärze dann aber in immer rascherem Tempo auch die Die Troppauer Bezirksleitung der SdP garans Nach der Unterredung mit Senlein sagt Se- der sozialisierenden Demokratien. Und wenn ich anderen vorbereiten. hat zu dieser Wandlung die tierte in einem Schreiben an die Polizeibehörde bekowsky zu dem französischen Journalisten: ihnen von Wien spreche, von den Konzentrations Londoner Konferenz durch ihre militärischen Abdie Aufrechterhaltung der Ruhe, wenn auswär Man wird Ihnen morgen die Antworten lagern, von der deutschen Bedrohung des Westens, machungen entscheidend beigetragen, dann war sie tiger tschechischer Zuzug unterbliebe. Die fonn geben, die Henlein schriftlich ausfertigen wird... Nordens und Ostens, dann lächeln sie, wie man noch mehr, war sie in ganz anderem Maße, als tägigen Vorfälle betweisen aber, daß die SdP Was haben Sie für einen Eindruck?" angesichts eines Geisteskranken lächelt, dem man zunächst angenommen werden konnte, ein Beitrag die Führung über die Mitglied-" Ich kann mich nicht zurückhalten, Herrn nicht widersprechen will... zum Frieden. Und je rascher und gründlicher die schaft verloren hat. Wieder war es der Londoner Beschlüsse durchgeführt werden, um so Nachwuchs beider Nationen, der den Oberring mehr werden sie der neuen Losung„ Nie wieder und den Republikplay füllte und sich gegenseitig Krieg!" zu einer gewissen Dauer verhelfen. mit gehässigen Bemerkungen bedrohte. Um 11 Uhr vormittags zog ein Trupp von Tschechen vor das„ Branne Haus“ und einige Augenblide schien es, als ob die Polizei nicht Herrin der Lage werden sollte, denn es kam zu verschiedenen Raufereien. Um 12 Uhr Mittag jedoch hatte die Polizei den Play ganz geräumt. Am Nachmittag herrschte so ziemliche Ruhe. Erst am Abend füllten sich die zum Oberring und zum Republikplaß führenden Straßen mit dichten Menschenhaufen. Jeder Versuch einer Demonstration wurde im Zur Prager deutschen Sendung im April Josef Koschatzky gestorben " Jugend der gewerkschaftlichen und politischen Arbeiterbewegung an, in der er sehr bald wichAus Sternberg erhalten wir die erschüttige Funktionen bekleidete. Insbesondere nach ternde Nachricht, daß eine der bedeutendsten Per- dem Weltkriege, als die Arbeiterschaft an der fönlichkeiten der nordmährischen Arbeiterbewe- lokalen Verwaltung Anteil genommen, wurde er gung, Josef Koschatzky, gestorben ist. Vor weni- auch der weiteren Oeffentlichkeit seiner Heimat gen Monaten erst haben wir seines 60. Geburts- bekannt. Seit 1919 war er ununterbrochen Vizetages gedacht wer hätte es geahnt, daß wir bürgermeister von Sternberg, das ihm zur ihn schon so furze Zeit danach zu Grabe tragen zweiten Heimat geworden war und in welchem müssen. feine Wirksamleit und schöpferische Persönlich Koschatty lam am 8. Oftober 1877 in feit tiefe Spuren gezogen hat. Als Sozialreferent Kriegsdorf bei Römerstadt als Kind armer der Stadt hat er gerade für die ärmsten GeBauersleute zur Welt und erlernte das Tischler- meindebürger segensreich gewirkt, die Sternberhandwerk. In Sternberg schloß er sich in früheriger Wohnhausbauten werden ein dauerndes von ihm gespielten) Rolle des buddhistischen" Detektivs anständig aufgeführt. Einen über die bloßze Unterhaltung hinausgehenden Wert offenbarte der Alarm im Nadio" freilich auch im Radio nicht. sind die Rezitationen Silkescher Ostergedichte Adolf Hitler sagte schließlich, in fünf Jahren könne keine Volksgemeinschaft vollendet sein. Aber der Grundstein sei gelegt und diese werde am ersten Mai gefeiert.„ Einmal müssen wir uns deſſen freuen und dazu ist dieser Feiertag geschaf= jen worden, der Tag der deutschen Volfsgemeins schaft." Er ist bekanntlich vor neunundvierzig Jahren von einem internationalen Sozialistena kongreß zu diesem Zwecke geschaffen worden. und Felir Peiyref verdient gerühmt zu werden. Sie wurde von Heinrich Simbringer fura, faßlich und mit guter Charakterisierung des Lebens und des Stils der beiden Komponisten eingeleitet, und be fonders Kornauth leicht romantische Violin- Sonate D- dur, die von dem Violinisten Prof. Schwey da und dem Pianisten Prof. Langer vorgetragen wurde, brachte dem Hörer Genuß. Eine Sendung aber, die mehr versprach, als sie hielt, war das Hörs bild Wagnerin Marienbad" vort A. Gamnißer und N. Meißner; denn es war keine Sörbild", sondern nur ein allzu detaillierter biographischer Vortrag mit Schallplatten Einlagen, der weder von Wagner noch von Marienbad ein Bild geben konnte. fann nur wünschen, daß die neue erweiterte Prager| Instrument tönen lassen will, wurde in seinem voltsdeutsche Sendung diese Entwidlung pflegen und tümlich- romantischen Charakter gut zur Geltung gefördern wird. bracht. Und auch Hans Regina Na d 3 schon von der Bühne her bekanntes Stüd ,, Alarmim Radio" Der letzte Monat der deutschen Sendung auf Abwechslungsreicher als sonst war im ver- wurde unter Viktor Sordans Regie und mit Hans Welle Prag I hat doch noch einige Ueberraschungen gangenen Monat das Hörspiel- Programm. Zu Göt: in der( auch in der Prager„ Kleinen Bühne“ gebracht, die durch den von Henleins gleichgeschal- Ostern wurde Dießenschmidt& Legendenspiel teten ,, Stultur" Organisationen veranstalteten Boy- Christofer" aufgeführt, eine katholisch- religiöse fott verursacht waren. Die Folge dieses Boykotts Dichtung von der weltüberwindenden Gottergebenwar für den Rundfunkhörer recht erfreulich: denn heit, die den alten Mysterienstil wahrt und gerade es war eine Selbstausschaltung jener Elemente, die deshalb auch funkgerecht wirkt: denn eben die TatVon den literarischen Sendungen des Monats in der Prager deutschen Sendung Primitivität und sache, daß alle hier auftretenden Personen nur TyLangeweile verbreitet hatten. Der größte Teil pen sind, entspricht der Hörspielform, in der sie nur von Marion Wünsche und die Dichterstunde her= jener Professoren und Vereinsfunktionäre, die mit Stimmen sind, und daß der Schauplatz ein nur ge= vorzuheben, in der Ilse Hampel- Faltis sich ihren mühsam trockenen Vorlesungen das Vortragsdachter ist, kommt dem Bedürfnis der unsichtbaren programm der Sendung so unerquicklich machten, Hörspiel- ,, Bühne" entgegen.( Die Aufführung, die als gedankenvolle und formfeine Poetin, nicht frei lich als gute Interpretin ihrer Verse erwies. hat sich für eine Weile zurückgezogen, und mit ihnen unter Heinrich Fischers Regie wieder etwas au Die Arbeiter sendung hatte im leg Eine musikalische Sendung, die Interesse er ten Monat unter plöglichen Programmänderungen sind auch jene Egerländer und Böhmerwäldler, bei- pathetisch, aber recht wirkungsvoll war, hatte in matfünſtler" verschwunden, die Stammtischunter- Willi Volker und Leopold Dudek hingebungsvolle weden konnte, war die Sendung Jüngste fude- zu leiden. Zum Beiſpiel muzte ein Vortrag zune haltungen in den Aether sandten. Es ist freilich zu Sprecher.) Ein ganz anderer, moderner Versuch, ten deutsche Musik", die alvei Schüler der 120. Todestag von Start Marr auf höherer Wunsch fürchten, daß sie mit ihren Künsten selbst bei den das Hörspiel- Problem zu meistern, begegnete uns in Prager Deutſchen Musikakademie, Brömse und Hüb- im letzten Augenblick abgefagt werden, obwohl es sich reichsdeutschen Sendern, bei denen sie zur Zeit dem Stetch„ Es llop ft" von Emil Starl Berndt. ner, als Komponisten zeigte, die das Geschrei gegen um eine rein historische Würdigung eines Mannes gaſtieren, nicht lange Gunst finden und dann die Sier ist das Aluſtiſche zum dramatischen Einfall ge- den Stulturbolicherismus" offenbar nicht von dem Handeln sollte, dessen Bedeutung auch durch Vermacht worden, ein rätselhafter Slopfton( der sich am Suchen nach neuen Formen abgeschreckt hat. Reife schweigen nicht gemindert werden kann. Trot solcher Prager Sendung wieder beglücken werden. Da flare Belenntnisse und fachliche Ausein Ende harmlos aufklärt) wird Anlaß zu einer nächt- Werte waren es gewiß nicht, die man da hörte, Hemmnisse gab es in der Arbeitersendung doch wies andersetzungen vermieden wurden, hatte das, was lichen Angstszene. Formal iſt das gewiß intereſſant, Brömses ,, Deutsche Lieber" wirkten wohl auch etwas der zahlreiche inſtruttive und gesinnungssirkende man hörte, meist nur feuilletonistischen Charakter. aber während die Rolle des Aluſtiſchen im Hörspiel matt, aber das fühne Bläser- Sextett Willi Hübners Vorträge, von denen Alois Ullmanns Vortrag über Immerhin: selbst in den„ Wochenschauen" und den vom Autor richtig erfaßt iſt, iſt die Form des Selbst- machte auch auf den, der atonaler Musik fremd gegen- tus und Wehrerziehung", Josef Stulturberichten", die eine Beit lang( mit der An- gesprächs, in der sich die Handlung" fast völlig ab- übersteht, einen intereffanten und zur Anerkennung Hofbauers Hutten- Vortrag„ Ich hab's gewagt" Himmelung des Herrn Prof. Chsarz, der für seinen wickelt, wohl doch keine glückliche Lösung des funk- der tompoſitorischen Begabung zwingenden Eindruck. und Ernst Pauls Betrachtung über„ Führertum. Nationalismus im Dritten Reich zwar feinen Lehr- dramatischen Problems.( Martin Costa sprach diesen Nach der übergroßen Bedeutung, die dem Musik- und Demokratie" besonders zu nennen stuhl, aber den ,, Eichendorff"-Preis erhielt, und mit Monolog virtuos, aber er hätte ihm noch öfter den historischen bisher in der Prager Deutschen Sendung sind. Eine literarische Darbietung der Arbeiterseneiner grotesten Lobpreifung der angeblich volksbil- Ton der Groteske geben können.) Da 3 Ster zugemessen werde, war ein solcher Hinweis auf dung, die den Geist der Menschheitskultur atmete, denden Wirkung der gleichgeschalteten sudetendeut- nenlied" von Alfred Karraasch, ein Hörspiel jüngste musikschöpferische Beits nossen zu begrüßen, war die Vorlesung Bunzels aus der von Wolfen schen Kulturverbände) sehr bedenklich geworden von dem fudetendeutschen Geigenbauer, der den und auch die Sendung von Werken der aus Olmüsst ein herausgegebenen Sammlung„ Stimmen der waren, haben sich Ton und Stil gebessert, und man Gejang des Holzes, die Musik der Natur in seinem lund Brünn stammenden Komponisten Egon Kornauth| Völker". Seite 8 Dienstag, 3. Mai 1938 Jagesneuigkeiten Von der Königshochzeit in den Tod Nicht alle sind tot... Nicht alle sind tot, die nicht auferstehn, Wenn die Lüfte wieder gelinder wehn Und die Zeit der Lieder und Rosen beginnt: Nicht alle sind tot, die begraben sind. Und du auch, v Freiheit, auch du bist nicht tot, Du schlummerst entgegen dem Morgenrot; Doch leis durch die Zweige schon säufelt der Wind: Nicht alle sind tot, die begraben sind. Friedrich Stolze. Schiffstaufe in Aussig Am Sonntag, den 1. Mai, fand auf der Schiffswerft der Tschechoslowakischen Elbe- Schifffohris Attiengesellschaft in Aussig unter Tebhajter: Anteilnahme der Bevölkerung die feierliche Taufe der beiden neuerbauten PersonenSalondampfer Dr. Edvard Benes" und ,, Antonin vehla" statt, über deren Bau, Ausstattung und Leistung wir lesthin anläßlich der Besichtigung durch die Vertreter der Preffe schon berichtet haben. An der Feier nahmen zahlreiche Vertreter der staatlichen und Selbstver waltungsbehörden, der diplomatischen Welt und der politischen und wirtschaftlichen Kreise teil. Tem Feste wohnte auch der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses Malypetr und mehrere Senatoren, ferner die Vertreter der Städte Prag, Schreckenstein, Aufsig, Tetschen, Leitmeriß und Lobojiz bei. Als Vertreter der Regierung vollzog Herr Handelsminister R. Mlčoch den Aft der Taufe und wünschte beiden Schiffen eine glüdliche Fahrt zu Ehren der tschechoslowakischen Blagge. In den Festreden des Herrn Vorsitzenden des Verwaltungsrates der C. P. S. L. und deren Generaldirektor Ing. Hanáček wurde die großze Bedeutung der tschechoslowakischen Elbeschiffahrt besonders für das nordböhmische Grenzgebiet betont, indem diese die nordböhmischen Urajchlagpläge in der letzteren Zeit auch durch großze Mengen von Tranjitladungen in enger Zusammenarbeit mit den C. S. D. fördert, den einheimischen Privatschiffern Ladung besorgt, große Arbeitsaufträge an die Werften zu Aussig, Strischwitz und Waltirsche vergibt, von den Gruben des nordböhmischen Braunkohlengebietes große Mengen von Kohlen bezieht und an 1000 Schiffsleute hauptsächlich aus der Aussiger und Zetschener Gegend beschäftigt. Der feierlichen Taufe folgte die Eröffnungsfahrt gegen Salesel und zurück. Und da das Better nicht gerade mailich freundlich, sondern früb, fühl und seitweise regnertſch wat, haften die Zeilnehmer der Fahrt Gelegenheit, sich um so eingehender von der Bequemlichkeit der inneren Ausstattung der beiden schmucken Dampfer zu überzeugen. Als dann in Salefel die Schiffe zur Rückfahrt nach Aufig wendeten, überglänzte die Sonne doch noch die geschmückten Schiffe und die Landschaft, die so paradiesisch schön ist und in der Toch die Menschen so gar nicht varadiesisch friedfertig gesinnt nebeneinander und gegeneinander Leben und streiten. Während ihrer Fahrt wurden die schönen weißen Schiffe auf der ganzen Strede von der Bevölkerung und von den am fer entlang marschierenden Maifestzügen durch Zurufe und Tücherivinten begrüßt. Nur die Züge ber SdP vermieden es, die Dampfer zu begrüßen, die in gemeinsamer Arbeit von Konstrukteuren und Arbeitern beider Nationen erbaut worden find und deren Bau fünfhundert Arbeitern fast ein Jahr lang Arbeit und Brot gegeben hat. ..Sieg Heil!" schreiend zogen die SdP- Kolonnen vorüber, nicht auf dem Wege zu gemeinsamer cinträchtiger Arbeit zum gemeinsamen Wohle im gemeinsamen Vaterlande, sondern ihrer verblendeten Vorstellung auf dem Marsche zur Gleich schaltung mit den Dogmen der Unfreiheit, der Gewaltanbetung und der völkerverfeindenden 1induldsamkeit, deren Symbol sie am liebsten in ihre eigenen Fahnen aufnehmen möchten. Am Montag sind die beiden neuen Schiffe nach Prag gedampft. Den bisherigen Plänen nach soll der eine Dampfer die Moldau- Strede bes fahren; der andere soll gegebenenfalls später auf der Elbe zwischen Aufsig, Groß- Tschernoset und Herrnstretschen verkehren. E. H. Flugzeug mit 19 Personen abgestürzt Rom.( Havas.) Das Flugzeug, das den Flugzeug stieß gegen die Berghänge des Cuparegelmäßigen Verkehr auf der Strecke Tirana- Tales in der Nähe von Formia. Unter den Toten Brindisie Rom besorgt, ist in den Appeninen abgestürzt. Die 19 Personen an Bord fanden den Tod. In einer amtlichen Mitteilung wird bestä tigt, daß das Unglück auf plößlich eintretende außerordentlich schlechte atmosphärische Verhältniſſe entlang des Appenin zurückzuführen ist. Das nes Vaters, der durch Krankheit ans Bett gefesselt ist, stellte er die elektrische Bandsäge auf die größte Geschwindigkeit ein, worauf er den Kopf auf die Säge legte, der im Augenblick vom Körper getrennt ivar. Fünf Personen vom Blitz getroffen Sonntag abends ging über die Gegend von Vöhm.- Aicha ein Gewitter nieder. In der Gemeinde Alt- Aicha wurden fünf Personen, dar unter drei Frauen, die in einem Schupfen zu flucht gesucht hatten, vom Blike getroffen. vom Blike getroffen. A. Sivapilová erlitt Brandverletzungen ersten und zweiten Grades, E. Pragerová Brandverleßun gen an einem Bein. Eine dritte Frau wurde taub. Weiters wurden zwei Kinder vom Blize gelähmt. Ziehung der Klassenlotterie ( Ohne Gewähr.) Prag. Bei der Montag Biehung der V. Stlasse der 88. tschechoslowakischen Klassen lotterie wurden nachstehende Gewinste gezogen: der 100.000 Kč das Los 49231. 90.000 Kč das Los 99297. 80.000 Kč das Los 29419. 20.000 Kč das Los 26684. 10.000 Kč die Lose 98696, 54479, 27857. 5000 Kč die Lose 45305, 45306, 149, 61106, 99381, 75782, 22747, 52774, 23351, 44387, 4773, 34744, 55774, 74108, 88876, 4277, 34704, 18728, 25536, 60915, 11630, 5452, 17997, 25085, 49164, 31198, 28242, 16521, 89297, 35353, 50019, 30707. 2000 Kč die Lose 94125, 26942, 95310, 69178, 86095, 74680, 7406, 113166, 107554, 62600, 56659, 21073, 67672, 79557, 11509, 54309, 63464, 18597, 57774, 109262, 61533, 50502, 92038, 67946, 67143, 94564, 8475, 32351, 14484, 32933, 25414, 74767, 67410, 33002, 61250, 27450, 30858, 14601, 43471, 32997, 97052, 3330, 7071, 99067, 2175, 113068, 22171, 115797, 60667, 785, 49450, 102965, 81060, 45586, 96073, 51749, 50033, 81834, 65046, 77027, 70211, 104342, 4029, 19382, 54727, 78445, 58728, 74983 63178, 24699, 68434, 69106, 30194, 38744, 68940, 64721, 19555, 71062, 17945; 16413, 52253, 66718, 10323, 68342, 41826, 117010, 38037, 110176, 89233, 41640, 12214, 1510, 62004, 2228, 47568,' 85016, 32690, 35729, 73995, 99860, 78586, 21955, 119911, 13679. Neues Jugendschutzgese in Deutschland. Die Reichsregierung hat ein Gesez über Stinderarbeit und über die Arbeitszeit der Jugendlichen beschlossen. Das neue Jugendschutzgesetz dehnt den bisher weitgehend eingeschränkten Geltungsbereich des Jugendschußes auf alle in einem Lehr- oder Arbeitsverhältnis beschäftigten Jugendlichen aus. Kinderarbeit wird grundsäßlich verboten. Das Schuzalter ist um zwei Jahre von 16 auf 18 heraufgesetzt worden. Die Arbeitszeit beträgt acht Stunden. Sie wird aber um die Unterrichtszeit in der Berufss schule getürzt. Für Jugendliche unter 16 Jahren ist jegliche Mehrarbeit verboten. Nachtarbeit wird für Jugendliche grundsätzlich verboten. Das Gesetz tritt am 1. Jänner 1939 in Straft. Desterreichs Kirche unter den Nürnberger Gesetzen. Die Wiener Diözese hat eine Verordnung herausgegeben, der zufolge mit vorläufiger Gültigkeit den österreichischen Pfarreien die Bewilligung zu Eheschließungen zwischen Ariern und Nichtariern verboten wird. Lediglich in Fallen, in denen der Nichtarier ein Ausländer ist, ist eine Heirat möglich, falls hiezu von der übergeordneten kirchlichen Instanz die Bewilligung erteilt wird. Die Verordnung wurde auf Entschließung des österreichischen Reichsstatthalters erlassen. Noch ein Flugzeugabsturz. Sonntag abends stürzte unweit des Dorfes Bromborough bei Birkenhead ein Privatflugzeug ab. Die zwei Jn Flugzeugabsturz bei der Malfeler faffen, Mitglieder des Liverpooler Aeroklubs, bei Böhmisch- Budweis Böhm.- Budweis. Das neue Flugzeug des Böhm. Budweiser Aeroklubs, Erkennungszeichen CHEAT, das bei der Maifeier über der Stadt Ireiste, stürzte vor der Landung ab. Nach einem steilen Sturz des Flugzeuges aus 100 Meter Höhe wurde der 26jährige Pilot Otto Teller verlegt, der nach der Ueberführung ins Krankenhaus starb. Der Beobachter, der 20jährige Josef Shraval, erlitt einen Beinbruch und HautabSchürfungen am Kopfe. Das Flugzeug wurde zertrümmert. Abends fand sich an der Unfallstelle eine Kommission des Ministeriums für öffentliche Arbeiten ein. Gräßlicher Selbstmord Neuhaus. Samstag vormittags verübte in der Gemeinde Urichschlag, Bezirk Neus haus, der 26jährige ledige Johann Kol in jchredlicher Weise Selbstmord. In der Sage jeis wurden bei dem Absturz getötet. find: Der Presseattaché bei der albanischen Gesandtschaft in Berlin, Dethmar Krainz, Walter Krapfe, Bollschweich Jakob Friedrich, Grohnerk, Brostoff Emanuel( Engländer), Lindhelm Helene ( Amerikanerin) und Haydakis( Grieche), der albanische Gesandte in Rom, Djaser Villa. Alle Verunglückten befanden sich auf dem Rückflug von der Königshochzeit in Tirana. 1934 und den folgenden Tagen sozusagen technisch geleitet hat. Der älteste Feind des Negus gestorben. In Addis Abeba verstarb der Sultan Beni- Sciangul, der wohl mit Recht als der älteste Feind des Negus gelten fann. Denn der Fürst ist nicht weniger als 135 Jahre alt geworden, wenn man den nicht ganz sicheren Angaben seiner Ums gebung trauen darf. Jedenfalls hat er 60 Kinder hinterlassen. Er hat zeitlebens die Herrschaft der Abessinier belämpft, noch gegen den großen menelit Strieg geführt, und sein Stamm stellte jich mit Beginn des italienischen Feldzuges sofort den Italienern zur Verfügung. Er starb im neuen italienischen Hospital von Addis Abeba. Eifersuchtsmord. In Groß- Schüttüber bei Eger tötete bei einer Unterhaltung am Montag früh, um 2 11hr, der 29jährige Arbeiter Andreas Pözi feine Lebensgefährtin, die 28jährige Marga rete Rothmaher, mit der er ein Kind hatte, durch Messerstiche. Sodann stach er auch noch auf den Michael Barth ein, auf den er eifersüchtig war. Reichs- Spiyelei. Nach unfreiwillig, aber bedeus tend verlängerten Aufenthalt in Deutschland ist der 10jährige englische Student John Edward Brownbridge jetzt heimgekehrt. Als er in einem Hotel zu Greiz in Thüringen wohnte, schrieb er einem Freund über den Einmarsch des Reichsheeres in Desterreich und in diesem Brief tam die Stelle vor: ,, Und das Schlimmste daran ist, daß die armen Narren ganz begeistert davon waren." Er entschloß sich aber, den Brief nicht abzusenden, ließ ihn aus Berstreut beit unter einer Zeitung im Hotel liegen und ging ichlafen. Am nächsten Morgen holten ihn zwei Gestapopolypen aus dem Beit. Nach einem Kreuz verhör schaffte man ihn nach Weimar. Dort erhielt er nach drei Wochen die Ausweisung und wurde über gejäjoben. alle und Hannover an die holländische Grenze abNr. 103 Helium als Heilmittel bei Atmungsbeschwerden Die Chemische Gesellschaft von Ohio( USA.) hat als bisher einziges Unternehmen von der Regierung der Vereinigten Staaten die Genehmigung erhalten, das kostbare Heliumgas für Heilzwecke zu verwen= den. Der mit der Regierung abgeschlossene Vertrag sieht die Lieferung von 25.000 Subiffuß Helium vor. Das Helium wird von der Gesellschaft in deren Laboratorien mit Sauerstoff gemischt und diese Mischung an Strankenhäuser versandt, die an Stranfe, welche an Tebensgefährlichen Aimungsbeschwerden leiden, verabfolgt wird. Das Einaimen dieser aus Helium und Sauerstoff hergestellten Mischung iſt dreimal leichter als das Einaimen der gewöhnlichen Luft. Ein speziell hierfür konstruierter Apparat wird hierbei benutzt. sein, wo Vorkenntnisse schon vorhanden sind und das Bestreben besteht, sich in angenehmer Weise weiter zu unterrichten. Probeheft fostenlos durch den Vers lag des Traducteur in La Chaux- de- Fonds ( Schweiz.) Der abnormale April. Nach Mitteilung der Staatsanstalt für Meteorologie in Prag gehört der heurige April in Prag und in Mitteleuropa überhaupt zu den besondes fühlen innerhalb der letzten Präsident Roosevelt Radiowekordmann. Mit der 165 Jahre. Die mittlere Temperatur betrug an der Ausbreitung des Rundfunks ist das Mitrophon in Staatlichen Sternwarte in Prag- Klementinumt den Bureaus aller Staatsmänner heimisch geworden. 6.3 Grad und blieb somit um 2.8 Grad unter dem 160jährigen Normalwert. Diese Mitteltemperatur. Selbſt der englische Hof hat ihm Hausrecht gewährt. im April wurde feit dem Jahre 1775 in Brag zehnRidi überall aber wird vom Rundfunt der gleiche maniere i den abre 1775 in Brag zehn Gebrauch gemacht. Während man in England nur len auf die Jahre 1870 und 1885 mit einem Mo zu besonders wichtigen Ereignissen zum Mitrophon natsmittel von nur 5 Grad. Die tiefste Temperatur greift, ist dieses in Amerifa zum täglichen Arbeits- des Monats wurde diesmal am 20. mit-2.5 Grad instrument der Staatsmänner geworden. Den verzeichnet. Es ist dies für diesen Tag das tiefite Reford in der Benugung des Rundfunts schreibt man icit 1775 überhaupt erreichte Minimum. Auch am dem Präsidenten Roosevelt zu. Er soll in der Tat seit seinem Amtsantritt mehr als tausendmal im Rundfunt gesprochen haben. Damit dürfte Amerika wiederum einen Reford, und feinen alltäglichen, an sich gebracht haben. Die mörderischen Karten. Vor einigen Tagen fam es in Paris zu einem schweren Unglüdsfall, dessen Opfer eine 41jährige Bäuerin, Madame Ré liau aus Audes, und ihre 17jährige Tochter wurden. Wime. Rélian stürzte aus einem Fenster, ihre Toch ter wollte den Sturz verhindern, wurde aber mit ihr. zusammen heruntergerissen. Die Vorgeschichte dieses Unglücksfalles ist äußerst merkwürdig. Mme. Mélian war nämlich mit ihrer Tochter zu einer Startenlegerin, die mit ihr entfernt verwandt ist, zu Besuch gekommen. Diese legte auch für sie Starten und prophezeite ihr, daß in den allernächsten Tagen ein schwerer Unglücksfall die Familie der Bäuerin beimsuchen würde. Diese war über die Prophezeiung furchtbar erregt, weil sie Angst um ihren Mann hatte, dem etwas in ihrer Abwesenheit zustoßen fonnte. Sie fonnte nachts nicht schlafen, und einer plöglichen Eingebung folgend, beschloß sie, sofort abzureisen. Sie wollte ihre Gastgeberin nicht weden und stieg darum aus dem Fenster. Die Tochter erwachte bei dem Geräusch, sah ihre Mutter bereits auf dem Sims der in der ersten Etage gelegenen Wohnung, stieß einen Schrei aus und versuchte, sie zurückzuhalten. In diesem Moment erfolgte der Absturz, und die mörderischen Karten hatten Recht be= halten. 9., 10.. 18. und 19. wurden im Innern von Prag Nachtfröst e beobachtet. Außerhalb des Weichbildes der Stadt. z. B. am Flugplay in Ruzyně, den Gefriervunft, und zwar an 16 Tagen. Dort wa janten die Nachttemperaturen noch viel öfters unter ren die Fröste auch beträchtlich stärfer. Am 19. wur den z. B. 5 Grad, am 20.-6.2 Grad verzeich net. Aus anderen Orten der Republik wurden am 19. und 20. noch tiefere Temperaturen gemeldet. So hatte Poličta am 20. ein Minimum von-11 Grad. Die Fröste haben sehr große Schäden an der Vegetation verursacht und können als ganz unge wöhnlich bezeichnet werden. Die besondere Abnormität der Temperaturverhältnisse im diesjährigen Frühjahre besteht jedoch darin, daß das Mittel des April mit 6.3 Grad erheblich tiefer war, als jenes des sehr warmen März mit 6.8 Grad. Charakteris stisch war auch für diesen Monat, daß in Prag an 15 Tagen Schneeschauer verzeichnet wurden. Unter dem Einfluß von Störungen, die sich über Mitteleuropa infolge stärkerer Temperaturunterschiede ausgebildet haben, herrscht bei uns seit einigen Tagen woltiges Weiter mit zeitweisen Schauern oder Gewittern. Die Temperaturen liegen dabei mäßig unter dem Normalwert. In Böhmen wurden Montag nachmittags 11 bis 14 Grad, im Osten des Staates 15 bis 17 Grad verzeichnet. Wahra scheinliches Wetter von Diens tag: Vorwiegend bis wechselnd bewölkt mit zeitweisen Regenfällen oder Gewittern. Temperaturen ohne wesentliche Aenderung, nur auf den Bergen etwas fühler, Nordost bis Ostwind. Wetteraussichten für Mittwoch: Andauern des bisherigen Wetters. Großbritamiens Lebensmittelrationierung ist vorbereitet, um wenige Stunden nach Kriegsausbruch Amnestie in Deutschland! In der deutschen in Straft zu treten. Die Bezugsfarten der Familien Das heutige Programm Demokratie schrien die Nazis immer nach Amnes und Einzelnen liegen schon bereit. Die ganze Arbeit der deutschen Sendung stie und nicht ohne Erfolg, zumal da sie auch da leitet Sir Henry French, der das bereits im WeltBrag II- Melnit: 6.15-8.00: Morgensendung. mit den Todfeinden von der äußersten Linten zus trieg gemacht hat. Jedermann soll eines genügenden fammengingen. So bekamen sie ihre besten Leute, Anteils am nationalen Vorrat zu vernünfti= 10.15: Viertelstunde für die Frau: M. Klinger: Die Küche im Mai. 10.30: Frühlingslieder. 11.10 bis die Herren Fememörder oder, wie sie sagten gem Preis versichert sein. Die gesamte Einfuhr 11.50: Deutscher Schulfunt: Bum Muttertag. 12.10: -Femerichterfrei. Da nun fürzlich in ande- wird im Kriegsfall sofort verstaatlicht. Die Tänze auf Schallplatten. 12.45: Unterhaltungsren Ländern zahlreiche Nazis begnadigt wurden, Vorräte werden weithin verteilt aufbewahrt, damit mufit auf Schallplatten. 14.00-14.10: Börſe. gab es Leute, die nun auch eine Amnestie im Flugangriffe nicht zuviel davon vernichten können. 18.00: Ardeutiche Lieder. 18.15: Lebendes Liche Dritten Reich erwarteten. Sie ist denn auch nicht Außer den schon erprobten Methoden, einem Ver- chisch. 18.30: Der Bauer und die tschechische Lyrik. ausgeblieben. Freilich erstreckt sie sich nur auf derben von Getreide und Mehl vorzubeugen, wird 18.45: Schallplatten. 19.00: Dr. Moucha: Neue schwebende Verfahren vor den... Parteige- auch an neuen Verfahren gearbeitet, denn Brot ist Bücher. 19.30: Tonfilm- Lieder. 20.00: Uebertrarichten und auch da nur auf solche, in denen nicht die Hauptnahrung. An die Stelle des Londoner gung aus Graslip: Orchesterkonzert der Instrumentenbau- Fachschule. die höchste Strafe", nämlich der Ausschluß aus Bentralviehmarktes Smithfield werden eine Reihe 20.50: Spanische Suite von Albeniz.( Klav. Prof. Fr. Wagner). 22.30-23.00: der Partei droht. Die Ausführungsbestimmungen fleinerer rings um die Hauptstadt errichtet. Das Schallplatten. zu dieser allerhöchsten Gnadenakt erläßt der ganze Land wird in 15 Ernährungszonen mit eigeOberste Parteirichter", das ist jener Herr Major nen Stäben eingeteilt. 8 a. D. von Buch, der als Vorsitzender des„ llschla" Le Traducteur, eine Zeitschrift in Deutsch und Untersuchungs- und Schlichtungsausschusses der Französisch, beide Sprachen rein und richtig neben NSDAP, die lassenerfchießungen vom 30. Juni einander gestellt, wird überall dort willkommen Brünn: 17.40-17.45: Arbeiterfendung: So. ziale Information. 17.45-18.00: Hans Etienida: Assentierungen in Südmähren. 18.00-18.15: Landwirtschaftliche Sendung: Bauer Franz Tinll: Soll der Bauer buchführen. bil Tod Er fei bo jid fc If a A G 11 t h Nr. 103 DleuStag, 3. Mai 1038 Seit»‘ Transplantation und Pfropfbastarde Von L. Äldt. I. Weshalb wir die Bäume pfropfen i paradiesischen Zeiten mutz e» wundervolle jÄschäume gegeben haben. Wenigsten» führen alle bildlichen Darstellungen de« Paradiese» uns solche vbt Augen. Rote und gelbe Früchte leuchten ver- ldckend au» deip Grün hervor und der Baum der Erkenntnis soll ja bekanntlich ein Apfelbaum gewesen sein. Aber sie sind nun einmal unwiederbringlich vorüber, diese paradiesischen Zustände, da der Mensch sich nicht um Saat und Ernte zu bekümmern brauchte. Wo nun wohl diese» Parodie» auf Erden gewesen sein, au» dem der Engel mit den: Schwert da» neugierige Menschenpaar nach seinem ersten wissenschaft- licheii Experiment ausgetrieben hat? Und wa» ist aus den schönen Bäumen geworden? Außerhalb de» Paradiese» wuchsen wohl auch Apfelbäume und Birnbäume, aber sie trugen nur saure/ harte Holzäpfel und Holzbirnen. Und die Menschen mußten sich lange Zeit mit diesen begnügen. Woher aber sind alle die wundervollen Bpfel- und Birnensorten gekommen, die heute die Obstgärten zu wahre» ParadieSgärten machen. Der Mensch bat sie geschaffen, lag ihm doch da» Experimentieren von Adam und Eva her im Blute. Wie er e» gemacht hat, da» wissen wir heute nicht mehr und können e» nur vernruten. Denn seit sehr langen Zeiten schon gibt e» edle» Obst neben dem wilden. Man weiß, daß schon in prähistorischen Zeiten Aepfel und Birnen gegeben wurden und daß bis in» Mittelaller hinein da» wilde Obst wenigsten» nebenbei noch verwendet wurde. Jeder weiß, daß der Daum, der au» dem Pern eine» edlen Apfels hervorgeht, nicht wieder Früchte von gleicher Qualität hervorbcingt, daß der Baum „verwildert" und kleinere, wenig wohlschmeckende Früchte trägt. Warum sind die schönen Früchte nicht samenbeständig? Man weiß wenig darüber, wann und wo die Rassen entstanden sind, au» denen Gärtnerkunst all die herrlichen Torten erzielt hat. Man weiß z. B. nicht einmal genau, ob der wilde Birnbaum der europäischen Wälder die einzige Stamm- pslanze der vielen edlen Birnensorten ist, oder ob diese von verschiedenen, un» nicht mehr bekannten Stammformen ausgegangen sind. Wahrscheinlich hat der Mensch e» schon sehr frühe verstanden, zufällige Spielarten sestzuhalten und durch dauernde Kultur und Auslese in ihren wünschenswerten Eigenschaften zu steigern. Kreuzuug»produtte zwischen den ältesten Sorten, wie sie in der Natur leicht entstehen können, wo Insekten den Blütenstaub von Baum zu Baum übertrugen, konnten Neue» insofern darstellen, al» fte die günstigen Eigenschaften zweier Rassen vereinigen konnten. Und wiederum mußte Au»lese einsetzen. Aber die Nachkommen dieser.Bastarde" zeigen Rückschläge zu den Stammformen, so daß e» nicht«»»gemacht oder sogar unwahrscheinlich ist, daß au» dem Samen Wieder die gleiche, günstige Eigenschaftskombination resultiert. Der Mensch scheint e» schon in sehr frühen Zeiten gelernt zu haben, eine bestimmte Rasse durch Auspfropfen auf die Wildform festzuhalten. Da» Pfropfen und„Veredeln" wurde schon im Altertum geübt. E» ist unbekannt, welcher Volk der Erfinder ist.' Die Chinesen sollen e» schon vor Jahrtausenden geübt haben. Die Römer haben verschiedene gärtnerische Methoden au» dem Orient übernommen und sie über ganz Europa verbreitet. Aber so richtig au»« gebaut wurde die Kunst de» Veredeln» wohl erst im 18. und 19. Jahrhundert. Wal man unter„Veredeln" versteht, ist im Grunde.Transplantation", die Ueberpflanzung von Zellgewebe; nicht» andere», al» wa» der Arzt vornimmt/ der Haut von einer gesunden Körperstelle »der von einer anderen Person überpflanzt, um eine Wunde damit zu verschließen. Man hat seit langer Zeit bei Waldbäumen die Beobachtung gemacht, daß e» zuweilen zu Verwachsung zweier Aeste eine» Baume» oder der Aeste benachbarter Bäume derselben Art kommt. Da» kann dann einireten, wenn die Aeste durch den Wind beständig gegeneinander bewegt, sich so stark aneinander reiben, daß es zu tiefgreifenden Verwundungen kommt. Reich» die Verletzung bi» zur Zuwachs« zone von Holz und Bast, so kann da», wenn die entsprechenden Gewebe aufeinander zu liegen kommen, zu Verwachsungen führen. Diese Beobachtung mag schon in alter Zeit den Menschen dazu angeregt haben, solche Verwachsungen künstlich herbeizuführen. Wird ein Zweig eine» alternden Baume» einer Edelrasse binübergezogen zu einem jungen Wildling, den man zu diesem Zweck daneben gepflanzt hat, so kann nach entsprechender Verletzung eine Vertoachsung herbeigeführt werden. Trennt rnan den Zweig hierauf vom alten Baum ab, so wächst er auf der fremden Wurzel weiter und alle», was er hervorbringt, wird unverändert die Eigenschaften de» Baume», von dem er abstammt, beibehalten. Diese Methode, die heute als da»„Ablaktieren" bezeichnet und viel geübt wird, ist nur eine der weit über hundert verschiedenen Methoden de» Veredeln», die man im Lause der Zeit ausgebildet hat und al» deren wichtigste da» Pfropfen, da» Kopulieren und da» Okulieren jedem Gärtner geläufig sind. Bei allen diesen Methoden, bei denen von einem bestimmten Baum beliebig viele Nachkomtnen.aufgezogen werden können, handelt e» sich also eigentlich um einen BermehrnngSvorgang. Der Biologe unterscheidet zweierlei Vermehrung, die geschlechtlich» und die ungeschlechtliche oder vegetative, Im allgemeinen herrscht die Ansicht, daß Befruchtung uyd Samenbildung zur Vermehrung und Ausbreitung einer Pflanzenart dient. Es gibt aber zahlreiche Pflanzen, bei denen überhaupt keine Befruchtung»- ßvrgänge Vorkommen und die sich trotzdem oder ge-. Vie Produktion der Industrie Im vergangenen Monat Dem Bericht der Nationälbank-Mitteilungen über die Jndustriebeschästigung im März und anfangs April entnehmen wir: Kohlenförderung und Kokserzeugung: Nach dem Feberrückgang ist im März die Kohlenförderung wieder gestiegen u. zw. bei Steinkohle um 59,000 t(4.4 Proz.) gegenüber dem Februar und 60.000 t gegenüber 1987, bei Brmtnkohle um 49.000 t(8.4%) gegenüber dem Feber. Gegenüber 1087 ist sie hier aber um 81.000 Tonnen(1.9%) niedriger. Größer als im Feber, aber etwa» kleiner als im März 1987 ist auch die Kokserzeugung. Die Vorräte sind gewachsen. Die Belegschaft ist mit 72.486 um 247 Personen kleiner al» im Feber, aber um 8.185 größer al» im März 1987 gewesen. Metallindustrie. In den Eisenwerken war der AuftragSeinlanf für den Export mif der vorjährigen Höhe, der JnlandSabsatz aber halbiert. Sowohl die Roheisen- al» auch die Rohstahlerzeugung lag unter dem Stand vom Feber 1988 und vom März 1987. Einen Rückgang der Beschäftigung weisen auch die Draht- und Röhrenwerke auf. Der Absatz von Emailwaren blieb hinter den Erwartungen zurück. Bei Kupfer- und Messinghalbfabrtken zeigte sich eine weitere Besserung. M a s ch i n e n. In der allgemeinen Maschinenindustrie und in der elektrotechnischen Industrie war die Beschäftigung auf der Höhe de» Vormonat». Im Waggonbau ist eine Besserung einaetreten, ebenso im Automobilabsatz, der jedoch gegenüber dem Vorjahr zurückblieb. Die Beschäftigung in der Industrie landwirtschaftlicher Maschinen blieb unverändert. Einen Aufschwung nahm der Absatz von Radioapparaten. Baubewegung. Die günstigen Wetterverhältnisse haben eine frühzeitige volle Entfaltung der Bmibewegung, an welcher nicht nur die öffentliche Hand, sondern mich private Bauführer teilnahmen. Der umbaute Raum tvar nach den Danbewil- ligung um fast ein Zehntel größer al» im Vorjahr. Glasindustrie. Die Lage hat sich hier noch nicht so weit gebessert, um den vorjährigen Stand zu erhalten. In den ersten drei Monaten blieb die Au»fuhr um 22 Millionen oder 18.4 Proz. hinter dem ersten Quartal zurück. Die Aussichten für die nächste Zeit werden von dem Bericht pessimistisch beurteilt. Stein-undErdenindustrie. Hier ist im Vergleich zum Vorjahr in einigen Zweigen eine gewisse Besserung eingetreten, doch ist die Situation der Porzellanindustrie wesentlich verschlimmert. Infolge der Absatzstockung sowohl in das Aukland als auch im Inland ist eS zu Arbelterentlaffungen gekommen. Papierindustrie. Mit Ausnahme rade deshalb mit einer Geschwindigkeit vermehren, wie sie bei einer geschlechtlichen Fortpflanzung gar nicht möglich wäre. ES sei bler nur an die Bakterien erinnert, unter denen e» Arten gibt, die bei günstigen Lebenkbedingungen alle halbe Stunde zur Vermehrung durch einfache Ztveiteilung schreiten, so daß, wie die Berechnung ergibt, von einem einzigen Individuum binnen 24 Stunden 280 Billionen Einzelwesen abstammen. Die Befruchtung dürfte also wohl nicht den alleinigen Zweck der Vermehrung haben. E» kommt vielmehr durch die Befruchtung, d. h. also durch die Vereinigung zweier Keimzellen, denen alle erblichen Eigenschaften der beiden Individuen innewohnen, zu einem Ausgleich, gewissermaßen zu einer Wiederherstellung der Norm, von der beidt Partner individuelle Abweichungen darstellten. Diese Rückkehr zum Durchschnitt ist e» aber gerade, die man verhindern will, wenn man Pflanzen, die sich fü» gewöhnlich durch Samenbildung nach einem Besruch« tungSvorgang vermehren, zur vegetativen Vermehrung zwingt. Vegetative Vermehrung bei höheren Pflanzen gibt ei in der Natur ebenfalls in verschiedenen Formen. Die Vermehrung durch Ausläufer und Ableger, Brutzwiebeln und Knollen gehören hierher. Bei vielen Pflanzen gelingt e» sehr leicht, sie durch Stecklinge zu vermehren, also durch abgeschnittene Zweigstücke, die Wurzel zu fassen. Eine solche Vermehrung kann viel schneller erfolgen als eine, der Befruchtung, Samenrelfung und Samenkeimung vorangehen muß. Immer werden bei der vegetativen Vermehrung die Eigenschaften der Stammpslanze streng beibehalten, während bei geschlechtlicher Fortpflanzung die individuellen Eigenschaften im allgemeinen verwischt werden und ein Ausgleich zur Norm zurück erfolgt E» gibt eine Reihe von Pflanzen, b-i denen die Naur den geschlechtlichen FortpflanzungSvorgang, der ursprünglich in ihren EntwicklungSzyklul gehörte, wieder aukgeschaltet hat. ES sind dar Blütenpflanzen, wir etwa die HabichtSkrautarten oder da» Hungerblümchen, bei denen die zu befruchtende Eizelle im Fruchtknoten zwar noch gebildet tvird, aber nicht mehr hesruchtung»fähig ist, und dafür die Fähigkeit gewonnen hat, sich ohne vorhergehende Aertinigunr ihre« Zellkerne» mit dem Kern eine» Blütenstäub« körnchen» zu einem neuen Pflanzenwesen zu entwickeln. Er fällt nun auf, daß diese Pflanzen eine außerordentlich große BariatiogSfähigkeit haben und daß hier, Weil eS keinen Ausgleich durch Vermischung mehr gibt, viele einzelne Formen, die oft soweit von einander abweichen, daß man sie fast für verschieden« Arten halten könnte, nebeneinander bestehen und sich konstant erhalten. E» zeigt sich also; vegetative Ber ber Packpapiererzengnng hat die Papierindustrie im März und ansang» April eine bessere Beschäftigung zu verzeichnen. Textilindustrie. Die Verschlechterung hat sich aitch im letzten BerichtSmonat fortgesetzt. Im besonderen wird der Anschluß al» Ursache der Unsicherheit angeführt, ferner die Zollerhöhung in Aegypten, welche die Stornierung bedeutender Aufträge an Druckwaren zur Folge hatte. Konfektion. Die günstige Märzwitterung bewirkte ein« vermehrte Beschästlgung, die aber da» vorjährige Niveau nicht erreichte. In der Wäscheerzeugung war der JnlandSabsatz kleiner, der Export auf der vorjährigen Höhe. Enttäuscht wurden auch die Erwartungen der Hutindustrie, deren Frith- jahr»saison nur mitelmäßig war. Kein« Bergarbeiter mehr nach Belgien Nach den dem Ministerium für soziale Fürsorge an» Belgien zugegangenen Berichten ist der Arbeitsmarkt in der dortigen Kohlenindnstrie durch heimische und miSländische Arbeitskräfte voll gesättigt, so daß eine Neuaufnahme ausländischer Bergarbeiter nicht in Betracht kommt. Bergarbeiter, die ohne vorherige ArbeitSbewilli- r... 1 i Der Wohlspruch Ihrer Gesundheit* »ei stets der angenehm erfrischende Säuerling lUHACOVK» VINCENTKAQUEU.E. 1 überall erhältlich. gung nach Belgien kommen, wird diese BewiNi» gung grundsätzlich nicht erteilt und sie werden auSgewiesen, da die Vorschriften über den Schutz des heimischen Arbeitsmarkte» sehr streng eingehalten werden. Mit Rücksicht darauf sind sowohl Bergarbeiter als auch andere Arbeitskräfte vor einer unberechtigten Abreise zur Arbeit nach Belgien— wenn sie nicht über eine entsprechende Bewilligung dec belgischen Behörden verfügen— auf daS nachdrücklichste zu warnen. Ole Einlagenbewegung Im Rahmen ihre» Monatsberichtes gehen die Mitteilungen der Nationalbank auf die Auswirkungen der außenpolitischen Vorgänge des März auf die Einlagenbewegung ein, welche stellenweise einen beträchtlichen Umfang angenommen hatten. Wir haben bereit» seinerzeit Beispiele dafür angeführt, daß der Rückgang der Einlagen bei deutschen Geldanstalten zu einer Gefahr für die sndetendeutsche Wirtschaft zu werden drohte l und daß e» daher ein unverzeihliche» Verbrechen mehrung bedeutet: Erhaltung der individuellen Eigenschaften; geschlechtliche Vermehrung: Rückkehr zur Norm, Wiederherstellung de» Durchschnitte». Zur Hochzüchtung und Reinerhaltung vieler pflanzlicher Kulturrassen gehört also die vegetative Vermehrung, speziell dort, wo Selbstbestäubung, d. h. Betäubung der Narbe mit dem Pollenstaub derselben Blüte keinen Erfolg hat. Auf Erhaltung dessen, wo» einmal, al» Spiel eine» Zufall» vielleicht, entstanden ist, kommt e» also an, und darauf, zu verhindern, daß da» neugeschasfene Einmalige wieder untergehe im Durchschnittlichen. Nun wäre e» also da» Gegebene, die Ovstbäume einfach durch Stecklinge zu vermehren, statt sich der großen Mühe kunswoller Pfropfung zu unterziehen. Beim Weinstock, bei der Haselnuß, bei Stachel- und Johannisbeere, Pappeln und Weiden, bei Pelargonien, Azaleen, Emnellien, Begonien, bei Rosen und Nelken und hundert anderen Pflanzen geling» es ohne weitere», auf diese Weis« zu neuen Individuen zu gelangen. Aber bei unseren Obstbäumen gelingt e» nicht oder doch nur sehr schwer. Hier bleibt nicht» übrig, als da» Edelreis auf die bereit» bewurzelte Unterlage aufzupfropfen. Pfropfungen sind übrigen» nur innerhalb enger Verwandtschaft möglich. Die zu den Steinobstgewächsen gehörigen Obstbäume lassen sich untereinander leicht verbinden; besonder» Pfirsich, Aprikose, Pflaume, Mirabelle; ebenso die meisten Kernobstgewächse untereinander: Aepfel und Quitte, Quitte und Birne. Dagegen gelingt e» nicht, Apfel und Pflaume miteinander zu verbinden, oder gar noch weniger nahe verwandte Pflanzen, Und e» wird natürlich nie gelingen, einen Eichbaum bazu zu bringen, Almen zu tragen, oder Kirschen von einem Tannenbaum zu ernten. Unterlage und Edelreis führen trotz der eingegangenen Lehenlgemeinschaft ein selbständige» Dasein, können einander aber doch in der Entwicklung zuweilen stark, beeinflussen. So können einjährige Pflanzen, wenn sie auf ausdauernde Arten gepfropft werden, ebenfall»«ine längere Leben», dauer erlangen/ Man verwertet auch die Erfahrung, daß manche Reiser auf bestimmten Unterlagen rascher blühen, reichlicher fruchten usw. Zweihäusige Pflanzen, bei denen normaler Weise männliche und weibliche Blüten auf verschiedenen Individuen Vorkommen, kann man durch Pfropfung einhäusig machen. Nur in sehr seltenen Fällen ergeben sich bei Pfropfungen Mischformen, die al»„Pfropfhhbriden" oder„Chiinären" bezeichnet werden, die recht seltsam sind und über die noch näher zu berichten sein wird. Zwel-Mann-U-Boote In USA? Au» USA kam die Meldung, daß die Amerikaner den Bau neuartiger Miniawr-U-Boote planen. Da» U-Boot soll eine Länge von 16 Meter haben, mit zwei Torpedo» bewassnet sein und zwei Diann Besatzung tragen. Nach Abschuß de» Torpedo» soll die Mannschaft mit ihrem Boot wieder die Gefahrzone verlassen. Unser Bild zeigt da» Modell des U-Boote-, und zwar oben nach Abschuß eines Torpedo» und unten mit einem schußbereiten Torpedo tvar» wenn diese Tendenz durch offene oder versteckte Stimmungsmache noch verstärkt wurde. Es genügt zur Charakterisierung dieser Entwicklung und ihrer Hintergründe, wenn festgestellt wird, daß sie ihren größten Umfang in der Zeit des »Anschlusses" und der sudctendeutscken Gleichschaltung hatte und sofort abflaute und aushörte, als durch die englischen Erklärungen deutlich gemacht wurde, daß die henleinistische Flüsterpropaganda nicht» als Lügen verbreitet. Die wackeren SdP-Leute, die erst so reckjt auf Henlein schworen, wenn sie ihr Geld zu Hause oder in etwa» weiter vom Schuß liegenden Gegenden hatten, tragen es nun. da Henlein weiter vom Ziel entfernt ist als jemals zuvor, wieder in die Heimat zurück. 3m Gegensatz zu den kleinen Spareinlagen, die eine stetig steigende Entwicklung zeigen, bezogen sich die Verschiebungen aus die Einlagen, die keinen ausgesprochenen Sparcharakter tragen. Wenn man jedoch unser Geldwesen in seiner Gänze betrachtet, war der Umfang dieser Auswirkungen politischer Ereignisse verhältnismäßig gering und ohne Einfluß auf die Flüssigkeit und Stabilität des Geldmarktes. Im April trat wieder ein Zustrom von Mitteln bei den Anstalten ein. Der Stand der Spareinlagen ist wesentlich höher als vor einem Jahr. Er überstieg bei den Sparkassen im Dezember 1037 zum erstenmal 22 Milliarden und erreichte Ende Feber sdie Märzziffer ist noch nickt bekannt) 22.326 Millionen gegenüber 21.473 im Feber 1037 und 21.466 im Feber 1936. Bei den landwirtschaftlichen Be- zirksvorschußkassen betrugen die Einlagen im März diese- JahreS 7737 Millionen gegenüber 7464 im Vorjahr und 7424 im Jahre 1036. Eine ähnliche Entwicklung ist auch in den andern Gruppen der Anstalten zu verzeichnen. OI» Tschechoslowakei im polnischen Außenhandel Nach den soeben veröffentlichten JahreS- statistikcn über de» polnischen Außenhandel hat sich Polens Warenaustausch mit der Tschechoslowakei 1937 erhöht. Die polnischeEin- f u h r auS der Tschechoslowakei stieg auf 44 Millionen Zlotn gegen 35,6 Millionen im Vorjahr. Damit war die Tschechoslowakei unter den Lieferländern nach Deutschland, Großbritannien, Oesterreich, Belgien und Holland an se ch st e r Stelle. WaS die A u S f u h r Polens nach der Tschechosiowakei anbetrifft, ist gleichfalls eine leichte Zunahme auf 61,9(i. V. 40,2) Millionen Zlotp eingetreten. Als Kunde Polens nahm die Tschechoslowakei nach Großbritannien, Deutschland, Schweden usw. den achten Platz ein. Man erhält für K8 100 Reichsmark,,»». 648.— Markmünzen 765.— 100 rumänische Sei..,. 17.10 100 polnische Zloty..... 540.50 100 ungarische Pengö.... 540.— 100 Schweizer Franken... 662.50 100 französische Frane».». 89.20 1 englische» Pfund.... 143.25 1 amerikanischer Dollar... 28.65 100 italienische Lire.... 151.00 100 holländische Gulden... 1507.— 100 jugoslawische Dinare•.• 64.80 100 Belga». 484.50 100 dänische Kronen...» 639.— 100 schwedische Kronen... 738.— Scite Prager Zeitung 102 Sozialdemokrat bleme und in den Abstraktionen gewisser moderner Kunstrichtungen auch eine weltflüchtlerische Neigung. eine Wirklichkeitsverneinung, ein Nicht- wiffenwollen, wie die Dinge wirklich find. verbergen fönne, die troß revolutionären Gebarens jogar reat tionär in der Gesinnung und auch in der Wirkung bon wieder anbringen, ohne den elektrischen Strom aus Gefür entstehe alchließlide Maifeier zuschalten, wobei er vom Riemen erfaßt und ihm der deutschen Sozialdemokraten Sie rechte Hand abgerissen wurde. des einen oder des anderen führe zur Disharmos nierung. Mit einem Bekenntnis zum modernen Im Saale des Handwerkerheimes versammelten Ausflugszüge der Staatsbahnen: Am 8. Mai wirklichkeitsnahen Realismus verband er die Aufs fich um neun Uhr vormittags die deutschen Sozial- nach Herrnsfretschen 83.- Kč, vom 14. bis 22. fassung, daß die widerstreitenden Richtungen in der demotraien Prags zur Feier des ersten Mai. Der Mai in die Hohe Tatra für 540.- Kč, und nach modernen Kunst nur die widerstreitenden Gegenfäße Saal und die Galerie waren bald bicht besest. Selbst- Karpathorußland 475,- Kč. Anmeldungen und und Spannungen innerhalb einer sich zerseßenden verständlich läßt sich unsere Prager Maifeier nicht Informationen im Basar neben dem Wilsonbahn- Gesellschaftsordnung widerspiegeln. Awar werden diese Richtungen die Kunst bereichern und flären vergleichen mit der in einem der Industriezentren. Hofe. Tel. 38.335. geholfen haben, aber sie werden schließlich zurückmünden müssen in das große Streben nach einer neuen Kunst auf dem Boden einer neuen Gesell fchaftsordnung. Generalversammlung der Bezirksorganisation Prag In dieser Stadt ohne deutsche Industriearbeiterschaft fann die Maiversammlung nicht eine Massenfundgebung sein. Aber die beurige Versammlung war unierer Variei würdig, war erfreulich gut besucht. Auch in Prag haben ja ein paar Leute, die nie wirkliche Partei, sondern nur Konjunkturgenossen waren, die Organisation verlassen und sich der anderen Seite genähert, und auch in Prag gibt es Angestellte. für am Dienstag, den 3. d. M., um 20 Uhr im die die Teilnahme an der Maifeier der Sozialdemo- großen Saal des Handwerkervereines, Smečky fraten schon zu einer Gefährdung der Eristens füh Nr. 22. Das politische Referat hält der Bezirksren fann. Aber für diese Fehlenden sprangen andere ein: diejenigen, die es als Gebot der Stunde erkann vertrauensmann Ernst Pa u 1. ten, nun nicht beiseite zu stehen, nun erst recht zur Varici jich zu belennen. So war eine Versammlung zustande gekommen, die Treue. Befenntnismutige, Verläßliche. Unerschütterliche zu einer festen Ge meinschaft zusammenschloß. Weil wieder Kampfzeit ist, weil nun wieder jedes einzelnen Wert, jedes ein seinen Mut besonders gilt, ist der Besuch dieser Feier so boch einzuschäßen! Kunst und Wissen ,, Missa solemnis"( Dirigent: Gerhard von Mit der Staatshymme und dem Lied der Ar- Keußler) am 9. Mai. Mitwirkende: Henders, Kin beit", das unsere Volksjinaaemeinde vortrua. wurde dermann, Michalfa. Andersen.( Deutsche Gesangsdie eier eröffnet. Marianne Strausbereine Prags, insgesamt 200 Sänger, das Orchesprach zwei Gedichte, als erstes Starl Hendells, des ster des Deutschen Theaters.) großen deutschen Lyrikers, starkes Gedicht Erster Eine Jubiläumsausstellung des Nationalthea Mai". Zwei von Carl Greul I fomponierte ters. Aus Anlaß des 20- Jahresjubliäums der Mailieder folgten. Dann hielt Ernst Paul die Tschechoslowakischen Republit veranstaltet das Na Mai- Rede. Paul stizzierte die Geschichte des ersten tionaltheater in seinen Foners eine JubiläumsausMai was notwendig war angesichts des Verstellung über seine in diesem Zeitraum geleistete juches, den internationalen Charakter des Maitages Arbeit und seine Teilnahme am gesamtstaatlichen wegzulügen und sprach dann ausführlich über die Muliurleben. weltpolitische Situation. über die Situation der| Wochenspielplan des Neuen Deutschen Theaters. Tschechoslowakei im susammenhange mit der GeSente. Dienstag. 8 Uhr abends: Die Geisha". famtsituation, und so flar er deren Ernst zeichnete A 2. Mittwoch, halb 8: Also gut, laffen wir uns seine Ansprache flang doch zuversichtlich, aufmunternd. begeisternd aus. Mit dem aemeinsamen Gejana der Internationale" schloß die Versammlung. Die Prager Genofien erinnern sich mancher Maifeier früherer Jahre. iener Maifeiern, die die Partei, ehe es zu gemeinsamem Aufmarsch mit den tschechischen Sozialdemokraten fam, als geschlossene Bersammlungen abhielt. Sie waren, obwohl damals wahrlich beffere Zeiten für die Sozialdemokratie waren, schwächer besucht als die Versammluna am Sonniag. Damals fönnte es niemandem als etwas Besonderes gelten, an der Maiversammlung teilaus nehmen. Heuer waren Laue aufaerüttelt worden. und heuer galt es, sich zur Sozialdemokratie zu befennen! Wachsender Prager Verkehr- kommt die 11- Bahn? Die Beförderungsmittel der Stadt Brag Gemeinde fast schon unzureichend für den imch. Sport- Spiel- Körperpflege Straßenlauf der DTJ Jarov Diese am Sonntag durchgeführte leichtathleti sche Veranstaltung wies eine gute Beteiligung auf; 60 Sportler, von denen 38 Jugendliche waren, lie= fen. Bei den Sportlern erzielte der Sieger Stuvec ( DTJ B.- Brod) über die 5500 Meter lange Strede in 19: 22.2 Min. einen neuen Stredenreford. Den awweiten Play besepte Klár( DTI Vrsočany) in 19:35 Min. In der Kategorie der Anhänger war Stivanec( SV) in 19.59.1 Min. erfolgreich. Die Jugendsportler durchliefen 1000 Meter, wobei sich Sochman( DTJ Michle) und Hall( DJ Tousen) cinen schönen Stampf um den Sieg lieferten, den Sochmann schließlich für sich entschied und eine Zeit von 3: 08.1 Min. erzielte( aff: 3: 09.8). In der Mannschaftsplacierung besetzte bei den Jugendlichen TTI Straichniß mit 22, bei den Svortlern DTZ Vysočany mit 16 Punkten den ersten lab. Eines Deutschen Manneswort 20. Jänner 1938: Zum Obmann des DFV wurde verrried!( Karlsbad) gewählt, der u. a. in einer Erflärung sagte, daß er nicht die Absicht habe, den DV zu politifieren. scheiden! 2. Donnerstag, balb 8: Hans Deiling, neuinszeniert, 6 2. reitag, halb 8: Also gut, lassen wir uns scheiden! D. Samstag, halb 8: Dans Geiling,& 1.- Sonntag, balb 8. Diric. halb 8: alio aut, lassen wir uns scheiden! 2. Wochenspielplan der Kleinen Bühne. Dienstag. 8: viel Familie. Bantbeamte 2 und freier Verf. Mittwoch, halb 8: Hoffnung. Gastspiel Leopold Kramer, Erstaufführung.. Donnerstag, 8: Stam merjungfer. Freitag. 8: Hoffnung, Gastspiel Leobold Kramer. Samstag, 8: Soffnung. Gastspiel Sonntag, 3: Liaison, 8: Zu viel Fas Stramer. milic. find bei allen lobenswerten Bestrebungen der Der beiliegende Erlagschein ist zur menien Andrang. 5½ Millionen Verionen beför- Bezahlung der Abonnementsgebühr Bezahlung der Abonnementsgebühr derte in dem ersten Vierteljahr die elektrische Stra zu verwenden! henbahn mehr als im Vorjahre und insgesamt bisher 65,894.288.00. Auch die Autobusse weisen hohe 27. März 1938: Auf der EiA- Tagung erflärte a. Derrried als DFV- Obmann, daß der beite Weg, die Jugend zu entpolitifieren, der Bau von Sportplägen wäre. Dienstag, 3. Mai 1938. Nr. 103 Sind se informiert? nelaola Bevor Sie eine portable Schreibmaschine kaufen, lassen Sie sich die CORONA vorführen. Sie gilt mit Recht als die leistungsfähigste Maschine der Welt ein amerikanisches Qualitätserzeugnis. Auch auf Raten zu Kč 135.GIBIAN Prag II, Štěpánská 32, Tel. 35151-53 gegen SK Proßniß durch ein 1: 0( 0: 0) der Abstiegszone zu entrüden. In Brünn gewann Židenice über den S Schles.- Ostrau mit 4: 1( 2: 1). Sparta Prag teilte in Belgien und schlug in Brüssel die Diables Rouges mit 3: 2 ( 1: 1) fuapp, aber verdient. Schweiz gegen Portugal 2: 1( 2: 0). In Mailand, als sogenannter neutraler" Boden, wurde die ses zur Weltmeisterschaft zählende Match ausgetragen. Die italienischen Zuschauer drüdten für die Portugiesen, welche in den Zeitungen als„ Vertreter einer befreundeten Diftatur" gefeiert wurden. Die Schweizer hielten sich in dieser Umgebung" tapfer und errangen einen glüdlichen, aber doch verdienten Siep. Das Endspiel um den Englischen Cup zwischen Huddersfield und Preston North End brachte den glüdlichen Sieg von Preston mit 1: 0 nach Verlängerung. Ein Elfer entschied das Spiel. Aus tschechischen Divisionen. In der mittelböhmischen Division vermochte der führende Ss Lieben gegen Svězda Košik nur ein 1: 1( 0: 1) 3u er zielen und fein Vorsprung vor den Bohemians, welche Sonntag Meteor VIII alatt 5: 0 schlugen, ist bis auf einen einzigen Bunft zusammengeschmolzen. Techie Starlin gewann gegen Union Bikov 6: 3 und in Stra lub wurde Se Nusle überraschend mit 4: 1 aeſchla gen. Böhmen- Land: In der Westgruppe behält Leitung des Obmannes Friedl in Teplik den We- Slavia Karlsbad, während ES B.- Budweis da 24. April 1938: Der DFV- Vorstand faßte unter Stopisty seine Führung durch den 3: 1- Sieg über schluß, den DFV unter die Führung der heim mit Teity Lev Beraun 2: 2( 1: 1) spielte; in der P bztv. unter die Erziehungsgründfäße" des Oitgruppe fiegte Ark Pardubiß gegen S KönigDTV zu stellen. gräb 3: 2 und Ervlofia Semtin gegen S Königin bof 2: 1. Mähren- Schlesien: Afo Olmüß gegen Moravia Brünn 3: 0, Oftrauer Slavia gegen Han. Slavia Kremier 4: 2, Arsenal Brünn gegen Polonia Karwin 3: 1. DFV- Spieler gegen die..Führung" Eine Anzahl von Fußballvereinen des DFV fonnte schon am Sonntag mit Mühe und Not eine vollwertige und auch vollzählige Mannschaft Sonstige Fußballergebnisse. Graslib: DFC auf die Beine bringen. Wie aus vielen Spielberich gegen DEV Eger 5: 0. Neudef: DEs gegen Beren notdürftig, wenn auch erfolglos geflidi. Wie Sportbrüder 4: 2.- Dur: DSK gegen Turner E ten zu ersehen ist, wurden die Lüden mit Alten DSK Fallenan 7: 1. Brür: Schwalbe gegen lehnt, unter einer„ ührung der Sdp" weiter Fuß- 3: 1. Shredenstein: Sportbrüder gegen befannt wird, haben es die Spieler vieler Slubs ab- 7: 1. EdP" Leitmeriß: DSV gegen DSK Haida Werkehrsziffern auf: 6,679.027, gegenüber dem Wer im Rückstande bleibt, schädigt rieb und der Nordwestaauobmann Babinif die Bungaria 2: 0(!). Wien: Simmering gegen Vorjahr um 355.530 Personen mehr, Trolleybusse um 18.925 Personen mehr, insgesamt 199.984. Die Laurenzibergdrahtseilbahn beförderte in diesem Jahre 10,989 Personen mehr als zur gleichen Beit im Vorjahre, und insgesamt bis März 29.046 Perfonen. Der Ausbau des Stadions. Der Prager Stadtrat bewilligte durch die Gemeindefinanzverwaltungsfommission Kč 260.000.- für notwendige Kommunikationen auf dem Stadion anläßlich des Sofolfestes. Einem siebzehnjährigen Studenten, Baß und 30.000 Kč abgenommen. Eine bisher unbescholtene 28jährige Frau lernie einen 17jährigen Studenten aus reichem Hause in Brag fennen. Die Freunds schaft wurde mit der Zusage der Frau abgeschlos sen, der junge Mann werde sie auf ihrer Artistenreife als Maneger einer Tanzgruppe begleiten, dazu jedoch müsse er seinen Paß und 30.000.- Kč bringen. Der Jüngling befolgte dies, übergab der Frau Paß und Geld und wartete dann verges die Partei und deren Tresse Vorträge Die Verwaltung Ueber ,, Entartete Kunst" Fallsport zu betreiben, da sie nicht gewillt sind, den DK Aufig 3: 1. 31in: SK Bafa gegen se Budapest: Ferencvaros gegen „ Erziehungs" Alimbim der SdP wie des DTW mit Vilien 4: 1. zumachen. In den kommenden Tagen wollen Herr Nemzeti 6: 3, Ulipeit gegen tispest 5: 1, Bocskai gegen Verhandlungen mit dem DTV bezüglich des Zufam Vienna 2: 1, Admira gegen Sturm Graz 3: 0. menschluffes durchführen, obwohl sie bis heute noch Berlin: Rapid- Wien gegen Hertha BSC 6: 2. feine Vollmachten biezu von der Mitgliedschaft erhalten noch gefordert haben. Gewisse deutsch bürgerliche Zeitungen sind natürlich sehr erstaunt, daß der Tepliker DFV- Beschluß ein solches Chaos" verursachen fonnte und rufen nun nach beruhigenden Aufklärungen" von seiten des DFV. Welch ein Doppelspiel! Um den zweiten Plats in der DFV- Division Die fonntäaige Runde brachte mur vier Begeg nungen, von welchen die Niederlage der Warnsdorfer in Bodenbach wohl für diese eine große Rolle in der Behauptung des zweiten Plages bilden wird. Die Teplißer batten in Komotau leichtes Spiel und gewannen ohne besondere Anstrengung. In Karlsbad verlor der SF gegen die Saazer und in Gablonz endete das Lokalderby" augunsten des BS. Die Begegnung VfB Teplitz mit dem Reichenberger fiel durch Nichterscheinens des Schiedsrichter aus. Da nicht einmal ein Freundschaftsspiel einen Leiter fand, lam es auf feiten der Zuschauer zu ſtürmiſchen Kundgebungen bei der Rückverlangung des Eintrittsgeldes, so das Polizei intervenieren mußte. sprach am Samstag im Klub..Die Tat" der Maler Ernst Neusch ul. Er ging aus von Dürers bescheidenem Bekenntnis: Was aber die Schönheit fei, das weiß ich nit." Ganz genau aber weiß es Sitler, der der Stunst vorschreibt, was sie zu schaffen habe und was sie nicht schaffen dürfe und der auch darin wie in so mancher Parallele dem Erfaiser Wilhelm II. gleicht, nur wie in allem ins Waßlose übersteigert. Neuschul ging dann ausführlich auf bens auf ein Wiedersehen. Das war am Dienstag. Grit am Samstag beichtete er seinen Eltern und die Voraussetzungen fünstlerischen Schaffens ein und die polizeiliche Fahndung nach der Frau wurde auf auf die Bindungen an ökonomisch- soziologische Zugenommen. Es stellte sich aber heraus, daß sie noch fammenhänge, mit deren Wandlungen sich auch das fünstlerische Schaffen im Laufe der Kulturgeschichte vor der Uebernahme des Geldes und Passes für sich immer wieder gewandelt hat, ein geschichtlicher einen Paß hatte ausstellen lassen, den sie da sie Die Ergebnisse: DFK Komotau gegen Teplitzer bisher völlig unbescholten ist ausgefolgt erhielt. Brozek, in dem die Stunit selbst ihre Bedeutung auch Bis jetzt fonnte man ihren Aufenthalt nicht ermitals soziale Funktion gehabt hat. Diese Bindungen 0: 7( 0: 3). Marlsbader FK gegen DSV Sanz fönnen nicht durch eine verlogene Ideologie aus- 2: 4( 1: 3). SpVg Bodenbach gegen Warnsdorfer teln. geschaltet werden, ohne daß damit das fünstlerische Se 4: 2( 2: 0). Best Gablong gegen DEN GabAbschluß der Reinungswoche. Hoffentlich nicht Abschluß des Reinlichkeitswillens der Brager Wes Schaffen überhaupt in Frage gestellt würde. Stunit- Tona 1: 0( 1: 0). Bestil ist geformte Weltanschauung." Das gilt auch Die mährisch schlesische Gruppe hatte völkerung. Die fliegenden Kommiſſionen". die für die fünstlerischen Bestrebungen der Gegenwart, in dem unentschiedenen Ausgang. 3: 3( 1: 2), der während der Reinigungswoche allerorts unterwegs in denen die ökonomischen Spannungen, die die Begegnung S M.- Schönberg gegen DSV Willowis auf Kontrolle waren. baben zum Teil über sehr Welt zu zerreißen drohen, ebenso widerspruchsvoll ihre Sensation". Die übrigen Spiele brachten die günstige Resultate berichtet. Alles hat mitgeholfen, zum Ausdruck lommen wie in allen Betätigungen erwarteten Ergebnisse, und zwar: DSV Troppau die Probewoche ist in jeder Hinsicht gelungen. Jest der menschlichen Gesellschaft. Daher ist auch der gegen CDT Krawarn 1: 0( 1: 0), DSK Teschen gegen liegt es an den Bragern aller Berufe, diese Probe Wirrwarr, die Stil und Biellosigkeit im fünstlau 9: 1( 6: 0), DEV Oderberg gegen Jäwoche" zu einem Dauеrzustand zu gestalten, was lerischen Schaffen der Gegenwart nur ein Sym- aerndorfer SV 2: 4( 2: 2). beſtimmi im Interesse alder, die in der Großstadt piom der Reit... Eniartet" die Kunst wirklich, dann leben müssen, gelegen wäre. nur, weil alle ihre Grundlagen entartet sind. Erst Arbeitsunfälle. In Branik wurde gestern der die Weltverbundenheit der Menschheit könne einen 47jährige Arbeiter Ludwig Parták beim Aufladen neuen Stil entstehen lassen. In diesem Bestreben von Eis auf einen Wagen von einem Eisstück ge gewinnt die Schicksalsverbundenheit der Masse enttroffen und so schwer verletzt, daß er bewußilos fcheidende Bedeutung. Es ist die Rolle der Kunst liegen blieb. Die Rettungsgesellschaft brachte ihn von morgen. Interpret der Weltanschauung einer ins allgemeine Strankenhaus; mit einem Rippen- neuen Gesellschaft zu sein. In längeren Ausfüh bruch und einer Quetschung des Brustforbs und rungen ging dann der Maler Hannes Bed Slüidarais blieb er auf der Klinik Schloffer in Be- mann auf die Wefensart moderner KunstaufDer Europa- Cup für Fußballteams wird in diesem Jahre beendet werden. Wie es 1939 werden wird, darüber ist man sich noch nicht flar. Die Liquidierung der jebigen Cup- Form führt der Schweizer Eicher durch. Frauen Weltrekord im Schwimmen. In Kopenbagen erzielte die dänische Schuvimmerin Ragnhild veger über 500 Meter Freistil einen neuen Weltreford, indem sie ihre eigene Leistung von 6: 45.7 auf 6: 39.1 Min. herabdrückte. Vereinsnachrichten DAS Deutsche Volkssinggemeinde. Wir beteiligen uns vollzählig an der heutigen Generalversammlung der Vartei. Morgen, Mittwoch, wirken wir an der Eröffnung der Generalversammlung der Angestellten mit. Im Anschluß daran, Gesangsprobe im Probeiotal. Am Samsta Beteiligung an der Atus- Alademie. Freie Vereinigung sozialpolitischer Akademiker. Mittwoch, den 4. Wai, spricht Genosse Start Stern in unserem Heim, Prag II, Spálená 46, über die Sdp. Beginn: 20 Uhr. Gäste herzlich willkommen. Allgemeiner Angestellten Verband, Ortsgrupve Brag. Mittwoch, den 4. Mai, 8 Uhr, Versammlung zu Ehren langjähriger Mitglieder im Kleinen Saale des Handwerkerheimes. Es feiern vier Mitglieder die 25jährige Mitgliedschaft, fünf Mitglieder die 30jährige, drei Mitglieder die 40jährige. Ins als 25jähriger Mitgliedschaft.- Ein StenographieSchön- und Wettschreiben findet am 18. Mai statt. Urania- Kino gesamt zählt die Ortsgruppe 38 Mitglieder mit mehr besroman einer Schülerin und ihres Professors mit ,, Die Sextanerin", auf vielfachen Wunsch! LieRolf Wanta, Ellen Schwanete. Sella Pitt, Vadlesat, Volter, Goetz und Weller vom Deutschen Theater. Nur 3 Tage! 6, 49 Uhr. Die Ligameisterschaft ergab einige Plaßveränderungen, die in der Spikengruppe die Festigung des zweiten Plazes durch Slavia, welche in Pilsen die dortige Vittoria nach har tem Spiele mit 4: 2( 2: 2) besiegte. Von den Bilsenern wurde ein Spieler ausgeschlossen. She Kladno spielte in Prag mit der Viktoria Žižkov 2: 1( 1: 0). Auch diese Begegnung wurde sehr hart durchgeführt. Bei Vittoria verlor der Angrif das Spiel, während der Whsotschaner Odfolet abrit fiel gestern einem Surrealismus ein, deren Probleme er erörterte. Leistung bot. In Pardubit gelang es dem Est, der Arbeiter dem, 25jährigen Jaroslaus Stepa- Ernst Neuschl erwiderte auf Bedmanns Ausfüh- gegen TSK Preßburg mit 3: 1( 1: 0) erfolgreich zu novič aus Lieben der Treibriemen von der Ma- rungen und betonte, daß man nicht übersehen dürfe, bleiben und ist damit der Abstiegssorgen enthoben. schine; er wollte ihn mit einem Arbeitskameraden daß sich in dem Voranstellen reiner formaler Pro- Ebenso vermochte SK Nachod auf eigenem Plaz Beaugßbebinguna e n: Bei Ruſtellung in3Gaus oder bei Bezua durch die Boit monatlich Ke 17.- vierteljährig Kč 51.- halbjährig KƐ 102.—, qanzjährig Kč 204-- Inferate werden la'n Tarif billiaft berechnet. Nüditellung von Manuffvien erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarten- Die Beitungsfrantatur wurde von der Post- u. Telegraphendirektion mit Erlaß Nr. 13.800 VII/ 1930) bewilligt.( Kontrollpostamt Praba 25. Druderci: Orbis". Drud. Verlags- u. 3eitungs- A.- 6. Prag. handlung. Beim Reiben von Semmelbröſeln in faſſungen, des Stubismus, des Expreſſionismus, des bei den Kohlenſtädtern das Schlußtrio eine sehr gute Verlanget überall Volkszünder