Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Einzelpreis 75 Heller Redaktion u. Verwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Berantwortlicher Rebatteur: Rarl Rern, Prag 18. Jahrgang Mittwoch, 4. Mai 1938 Aus dem Inhalt: ,, Nordböhmen Overlangt einen neuen Kurs" Tschechische Pressestimmen über unsern 1. Mai Toscanini in Bologna beschimpft Hitler in Rom108. Nr. 104 Die Schweizer Sozialdemokraten Wie lange noch? vor den Aussiger Arbeitern Jaksch, Oprecht, Bringolf und Paula Wallisch sprechen Große Vertrauensmänner- Versammlung in Bokau Aussig.( Eigenbericht.) Dienstag abends tagte in der Volkshalle in Bokan eine Versammlung der Vertrauensmänner des Aufſiger Bezirtes. Der riesige Saal war bis auf lente Bläschen gefällt. Es dürften etwa 1000. Teilnehmer erſchienen sein. Neben dem Vorsitzenden unserer Partei, Abg. Jafsch, waren der Vorsitzende der schweizerischen sozialdemotratischen Partei, Nationalrat Dr. Oprecht, und Nationalrat Walter Bringolf als Referenten angekündigt. Die drei Gäste wurden beim Eintritt in den Saal von den Teilnehmern, die sich von den Sißen erhoben, mit unerhörtem Beifall überschüttet. Die Versammlung wurde von dem Auffiger| Mit tosenden Rufen empfangen, ergreift Bezirksvertrauensmann Jentsch eröffnet, der auch dann Dr. Oprecht das Wort. Er sagte u. a.: Paula Wall is ch herzlichst begrüßte. Un- Der Kampf, den die deutsche Sozialdemokratie fer glänzender, fampfesfreudiger Stimmung, die in der Tichechoslowakei heute zu führen hat, ist genau sich in wiederholten Beifallskundgebungen ausdrückte, sprach als erster Redner I atch. Er wies darauf hin, daß der bevorstehende Wahlgang nicht nur innerhalb unserer Grenzen, sondern auch weit darüber hinaus mit riesiger Span nung erwartet werde. Vielleicht, sagte Jafic), ist es cure rubmvolle Aufgabe, die erste Bresche in die gcanerische Front zu schlagen. Die Sache der Demokratie ist nicht verloren, solange fie fämpft und sich nicht selber aufgeben will. Zatsch spricht dann über die Ergebnisse der Lon doner Konferenz und den Hitlerbesuch in Italien. Benn man nicht nur urteilt nach der verrüdten Situation in unserem deutschen Grenzgebiet, sondern wenn man sich in die Welt um sieht, dann stellt sich immer wieder heraus, dazz die faschistischen Machthaber mehr Grund haben, sich au fürchten als die demokratischen Staatsmänner. leber die Grabsteine des südtiroler Deutschtums ist Hitler zu seinem Freund Mussolini gefahren. Wir wollen in aller Seelenruhe das Ergebnis dieser Entrevue abwarten, um so mehr, als auch die Stimmung in einem großen Teil des italienischen Volkes fich bedentend gewandelt hat, seitdem Gitler am Brenner aufmarschiert ist und die Italiener damit verloren haben, worum sie im Weltfrieg fämpften: die Befreiung von dem großen Genner im Rücken. Nationalrat Dr. Oprecht Vorsitzender der schweizerischen Sozialdemokratie Jatsch kommt schließlich auf den wundervollen ersten Mai zu sprechen, der hinter uns liegt, und an dem viele Zehntausende deutsche Sozialdemokra ten die Frage, was ihnen die Freiheit wert ist, fehr positiv beantwortet haben. Der Gegner, der wütend über uns herfällt, müßte eigentlich sehr tief den Hut vor uns ziehen, vor der Gesinmungsfestigkeit und Kampfentschlossenheit der deuts schen sozialistischen Arbeiterschaft in diesem Lande. so wie der Kampf der Republikaner in Spanien ein Das Ringen um das Bekenntnis zur Freiheit spielt jich nun auch im tschechischen Volfe ab, das nicht darnach zu beurteilen sei, was die Herren Kahanet oder Beran schreiben oder reden, sondern nach dem wahren Empfinden, das große Massen des tschechi schen Volkes durchdringt. Es geht etwas vor im tschechischen Volk, das nicht zu unseren Ungunsten ausfallen kann. Ich glaube, daß die Zeit vorübergeht, da die Verkün der der Napitulationsbereitschaft und des Gleich. schaltungswillens allzu fühn auftreten konnten. Das tichechische Volf ist intelligent genug, um zu wissen, daß man mit dem Nationalsozialismus nicht vaktieren kann, daß es nur eine einzige Wahl gibt: Widerstand zu leisten oder sich unterwerfen!( Stürmischer Beifall.) Stampf der internationalen Arbeiterbewegung. Die deutsche Sozialdemokratie hier steht so wie die Kämpfer in Spanien im vordersten Treffen gegen den Faschismus und darum kommen Arbeitervertreter aus verschiedenen Ländern zu Euch, um Euch in diesem Kampfe zu helfen( Großer Beifall), aber auch um etwas von dem Feuer, das Euch befeelt, mit nach Hause zu nehmen, um dann den Stampf im eigenen Lande umio entschiedener führen zu fönnen. Die Lage der Schweiz und der Tschechoslowakei iſt ihrem großen Nachbarn gegenüber in der Grundhaltung dieselbe und insbesondere auch deswegen überbringe ich Euch die Grüße der ſchweizerischen ſozialdemokratischen Arbeiterschaft.( Beifalls. st ur m.) Wir haben in der Schweiz noch keine HenIch sehe den Herrn Senlein noch nicht in der leinpartei, und wir hoffen, daß dort nie eine auftauRolle eines tschechoslowalischen Seiß- Inquart( arochen wird.( Großer Beifall.) Insbesondere seit dem hes Gelächter). Wir überwinden Schritt für Schritt 11. März ist für die Schweiz die Frage der Vertei die Lähmung, welche der Faschismus auch in einen Teil der arbeitenden Menschen hineingetragen hat. Es lebt noch viel Sympathie für uns verborgen, die wir eines Tages wieder werden mobilisieren finnen. digung ähnlich gestellt wie für die Tichechoslowakei. Wir Schweizer Sozialdemokraten, die wir immer die leidenschaftlichsten Bazififten waren, fehen uns heute gezwungen, zu erkennen, daß auch militärische Pflichten zu erfüllen find Es wird sich herausstellen, wer aus härterem Holz geschnitzt ist. und deshalb stebt heute auch die schweizerische SoWir sind dem Faschismus überlegen, wenn wir ihn aialdemokratie unbedingt auf dem Standpunkt der nicht fürchten.( Beifall.) Dieſer erste Mai war ein Landesverteidiauna und versucht Einfluß zu nehmen Höhepunkt unserer sittlichen Kraftentfaltung. Wir auf die Armee, weil auch diese ein Instrument des berkennen nicht die Schwierigkeit der Situation, in demokratischen Kampfes ist. In der Schweiz besteht der wir uns, umgeben von faschistischen Staaten, innerhalb der Arbeiterschaft und im Bürgertum der als letzte deutsche Freiheitspartei befinden. unerschütterliche Wille. Aber welche Perioden der Arbeiterbewegung das Land gegen jeden Angriff des Faschismus zu huben sich am tiefsten in das Denten unserer Berverteidigen. trauensmänner eingetragen? Nicht die ruhigen Zei- Ru der Notwendigkeit der militärischen Verteidigung ten, sondern jene, in denen es gefährlich war, So- fommt die Notwendigkeit auch der wirtschaftzialdemokrat zu sein. Wenn gefämpft wird, dann I i den und ae i stia en Verteidigungswird es gerade schön!( Großer Beifall.) bereitschaft. Der Wendepunkt muß kommen. Wenn der Staat Für den Arbeitslosen ist es nur dann möglich, fein feine Pflicht erfüllt, vann wird die deutsche sozial. Vaterland richtig zu verteidigen, wenn der bemo demokratische Arbeiterschaft nicht versagen.( Minu- kratische Staat auch ihm gegenüber seine Pflicht tenlanger stürmischer Beifall.). erfüllt. Deshalb hat die schweizerische Sozialdemokratie schon vor langer Zeit einen Arbeits beich af Zweizer Barlament, das fich anfanas dieſem Plan fungsplan aufgestellt, und jest sieht auch das entgegenstellte, die Notwendigkeit seiner ßen zu müssen. Denn dem Faschismus darf man nicht den fleinsten Finner reichen.( Großer Beifall.) Jab bin überzeugt, daß die Demokratien Bestand haben werden. während die Diftaturen auch der Gegenwart, so wie die der Vergangenheit. schließlich dem Unteraana actveibt fein werden. Sieg oder Niederlagen, immer gilt es neu zu wagen!" Ebenfalls großartig begrüßt, sprach Natios nalrat Bring golf, der u. a. sagte: Halten wir einige Tatsachen aus der letzten innerpolitischen Entwicklung fest: Die Regierung erläßt ein Versammlungsverbot und es wird be fanntgemacht, daß das Verbot auch über den 1. Mai hinaus Geltung haben werde. Die SdV droht offen und versteckt mit Trußaufmärschen. Nach langem Hin und Her jeden Tag konnte man andere Nachrichten über die Absichten der Regierung lesen wurde ein sogenanntes Som promiß gefchloffen, des Inhalts, daß jeder Par tei„ eine beschränkte Anzahl" Maifeiern bewilligt würde. Die SDP feierte das Verhalten der Redieſer zog aus dem von Brag gelieferten Schwäche gierung mit Recht als einen Erfolg Henleins und Durchführung ein. Die Schweiz ist ein reiches Land beiveis die entsprechenden Folgerungen. Sie vers und beherberat viel Gold und andere fehr nübliche anstaltete in a II en Bezirksstädten mit Ausnahme Dinge, aber wir möchten nicht im Gold eritiden, fon- der von der Maul- und Klauenseuche bedrohten dern wir wollen es in der Wirtschaft in Umlauf Maifundgebungen. Bei der Amtswaltertagung in ie ben, damit es produktiven Aufgaben Starlsbad, die von gewissen amtlichen Stellen mit diene. Was die aei it ia e Verteidigungsbereits geradezu ängstlicher Spannung erwartet worden schaft anlangt, so müssen und wollen wir alles dazu war, formulierte er nicht nur feine acht Punkte, tun, damit die Gefahr nicht entstehe, mit dem Na- ohne zu befürchten, daß er der Selbstachtung des tionalsozialismus auch irgendein Kompromiß schlie Staates und den Konsequenzen dieser Selbstachtung begegnen werde, sondern führte auch den Hitlergruß ein. Und er glaubte angesichts des rapiden Schwindens der Staatsautorität gegenüber seiner Bewegung das Versteckensviel mit dem Bes fenntnis zum Nationalsozialismus nicht weiter fortseßen zu müssen. Vei der Vegebung von Des liften, für die sie früher bestraft wurden, werden die Henleinleute jetzt von der Polizei geschützt. Der Hitlergruß und die offene Nazipropaganda find nunmehr sozusagen staatlich approbiert. Das für aber werden demokratische Blätter wegen antis nationalsozialistischer Provaganda konfisziert. Bei den Nazi- Maifeiern marschierten trob dem stren gen Verbot die Kinder auf; die Henleinzeitungen geben Lichtbilder wieder, auf denen man Henlein ficht, das Spalier der mit dem Hitlergruß grüs Benden Schuljugend durchschreitend. Gröhlend zogen am Maitag halbwüchsige Burschen und Mädchen durch die Straßen der fudetendeutschen Städte, um die von reichsdeutschen und„ mutige ren" Henleinleuten ausgehängten Hakenkreuzfabs nen zu ehren. Erblickten sie bei der Ausübung dies ser Tätigkeit Polizisten, schrien sie noch lauter als sonst oder grüßten auch die Polizei mit dem Sits lergruß. In Tevliz- Schönau wird der Indenbons fott mit Hilfe einer eigenen SDP- Gerichtsbarkeit organisiert. Die Ordner der SdP marschieren in voller SA- und SS- Uniform auf, nur mit dem Unterschied, da sie noch feine braunen Hemden tragen. Warum sollte sich die SdV die Mühe machen, um die Bewilligung der geieblich verbotenen Uniformen anzusuchen? Jede ihrer Geiebesübertretungen hat in den letzten Wochen infolge des Verhaltens der Staatsführung de facto Gesebeskraft erlangt. Wir bedauern es, daß wir nicht früher zu Euch gekommen sind, weil wir unter dem Eindrud stehen, daß die Tragit der Arbeiterbewegung in den letzten Jahren auch darin bestanden hat, daß die internatios nale Solidarität, auf die es ankommt, nicht immer da war. Wir sind überzeugt, daß, wenn in der Tiche choslowakei ein faschistischer Handstreich gelänge, auch die Schweiz früher oder sväter eine Lodung für den Faschismus bedeuten müßte. Wir Schweizer müssen uns damit begnügen, daß wir Euch folgendes fagen: Wenn wir in unserem Lande Euren Stampf in seiner Nationalrat Bringolf Bürgermeister von Schaffhausen Dies alles sind unbestreitbare Tatsachen und wir könnten noch eine große Menge ähnlicher Tatbestände anführen. Die Gefahren, die sich aus diefer Entwicklung für die Gristenz des Staates und seiner demokratischen Verfaffung ergeben, find den Demokraten deutscher und tschechischer Zunge durchaus bekannt. Nur die Regierung scheint von ihnen nichts zu wissen. Sie läßt die Rügel schlei fen und schafft so der nationalsozialistischen Will für freie Bahn. Das Leben und die Sicherheit der demokratischen Staatsbürger sind der Staatsge walt ganz offenbar weniger wichtig als irgendein Stirnrunzeln des Stammesführer. Dabei haben die demokratischen Staatsbürger am 1. Mai auch im sudetendeutschen Gebiet bewiesen, wie ſtarf und entschlossen sie sind. Wenn es so weitergeht. wird bald der Tag kommen, da die SdP- Gerichtswahren Bedeutung nicht nur in der Arbeiterschaft, barkeit ihre Vollendung in volizeilich geduldeten sondern auch darüber hinaus bekanntmachen, wenn Konzentrationslagern und in offener Juden- und wir die allgemeine Bedeutung dieses Kampfes ber- Marristenbak findet. Für alte Delifte wurden. vorheben, so alauben wir. Euch damit eine fleine die Nazi amnestiert, für neue werden sie nicht bes Hilfe zu leiſten. Was wir in der Schweiz für die straft. Wie sollte ihnen da nicht der Kamm Arbeiterbeweauna leisten, ist auch für Euch ein fleis schwellen? nes Stüd Hilfe. Darüber hinaus wäre es wichtig, daß auch die Ar. Die tschechischen Zeitungen, die nicht ausbeiterschaft in Frankreich, in England und in den schließlich die Interessen der gleichschaltungsbereiffandinavischen Länder fich noch stärker und wir- ten Besißbürger vertreten, sondern der Stimme kungsvoller der tschechoslowakischen und Eurer des Volkes Raum geben, bringen unumwunden Sache annehme. Daraus müßte doch eine wirksame zum Ausdruck, daß es so nicht weitergehen kann Silfe für Euch entstehen. Was wir tun können, und daß das Verhalten der Regierung dem Milwerden wir tun.( Großer Beifall.) len der Nation, dem Willen der Demokraten und Wir bitten Euch, mit den Einzelheiten Gures Kamp- den Bedürfnissen des Staates nicht entspricht. fes noch mehr als früber vertraut au machen. Verständigungsbereitschaft? Gut! Aber sie kann Unter großem Interesse und dann unter stürmischem doch nicht identisch sein mit dem Verzicht auf die Jahre 1933 in dem Kanton, in dem er zu Hause ist. Demokratie Vernunft mit Schwäche und PrinziBeifall der Versammlung schildert Bringolf, wie im Staatsautorität. Wenn einige Repräsentanten der ( Fortsehung auf Seite 2) pienlosigkeit verwechseln wie können sie dang bo.. Mittwoch, 4. Mai 1938 Die Aussiger Nr. 104 Kundgebung ( Fortschung von Seite 1.) sie von dem antidemokratischen Parts[ dern werden die Verantwortlichen zwingen, Farbe haben im deutschen Gebiet noch immer so große apt noch ernst genommen werden? Wie zu bekennen. Denn für die Zukunft des Landes ist Stader, daß es nötig sein wird. daß Henlein be e glauben, daß ein solches Verhalten die Regierung noch immer mehr verantwortlich scheidener zu reden lernt. Wenn unmittelbar nach and und Frankreich gewünscht wird? als sie und ihr Schicksal ist mit dem des Staates dem österreichischen Anschluß, nach dem Zusam le deutschen Demokraten, die am 1. Mai verbunden. Schon ist ein großes Stück staatlicher menbruch der einen Hälfte des attivistischen Laso eindringliche- wenn auch vom amtlichen Nach Autorität vertan; Wankelmut und sorgloses Ge- gers und nach der frechen Rede Henleins in Karlsrichtendienst unterschlagene Beweise ihrer währenlassen haben zur Bildung eines national- bad so viele tausende Männer und Frauen unter in Schaffhausen, eine faschistische Bewegung Widerstandskraft und Stampfbereitschaft gaben, sozialistischen Staates im Staate geführt. Schlei- den demokratischen Fahnen für die Unteilbarkeit entstand, die sich Frontiſten nannte, und die auch febr ſind ebensowenig wie die tschechischen Demokraten fen die Zügel weiter, wird man Henlein der Not- des Staates und für die Freiheit ihrer Ueberzeu- aroße Töne sprach, deren Führer aber heute schon von gur Stapitulation bereit. Wenn sich die Staatsgewendigkeit entheben, über seine staatsprengenden gung manifestiert haben, so hat dies ausdrücklich Der Mann führte den Namen Henne.( Großes Bildfläche verschwunden ist. walt tot stellt sie stellen sich nicht tot, son Forderungen noch diskutieren zu müssen. gezeigt, wie weit es zur Henleinschen Totalität ist, das ist zum politischen Monopol des Nazismus. Nach dem Anschluß Oesterreichs hat sich auch die StelDie demokratischen Deutschen haben genau so wie lung der fleinen faschistischen Gruppe in der Schweiz unsere Grenzler ihre Festigkeit und Treue gezeigt. einigermaßen geändert, indem sie jetzt erklärt, mit Es gab viele Orte in Nordböhmen, wo die demo- dem Nationalsozialismus nicht au tun haben au wols fratischen Meetings sogar größer waren als die len, sondern nur von einer eidgenössischen sudetendeutschen. In keinem Falle hat Konrad Bewegung spricht. Henlein das Recht, für ein gutes Drittel der deutsch- tschechischen Bewohnerschaft in den so genannten Sudeten zu reden. ,, Nordböhmen verlangt einen neuen Kurs" Die deutsche Demokratie verdient Unterstützung Unter dem Titel Die Mutigsten" schreibt der Chefredakteur des„ České Slovo" S. 3. Klima: Bemerkenswerte Urteile der tschechischen Presse über den 1. Mal Der starke Besuch der von der deutschen zu einem festen Verband gegen alle Hetze und gegen Sozialdemokratie veranstalteten eigenen Mai- allen Terror zusammenzuschließen... feiern sowie der Maifeiern aller demokratischen Parteien im deutschen Gebiete der Republik, bei denen die deutsche Sozialdemokratie das Hauptfontingent der Teilnehmer stellte, ist nicht ohne Einwirtung auf die politischen Auffassungen im tschechischen Lager geblieben. Wir haben einige Pressestimmen schon angeführt und fügen noch einige bedeutsame Aeußerungen führender tsche chischer Koalitionsblätter an. So schreibt das Právo Lidu": Der Führer des Nazismus in der Tschechoslowalei hat am Sonntag eine schwere Niederlage er litten... Die Kräfte der Demokratie, welche aus dem heimischen Boden entsprossen und fest in ihm verwurzelt sind, sind mit den Kräften einer totali tären Bewegung zusammengestoßen, die beherrscht ist von fremden auswärtigen Einflüssen, die sich das ausschließliche Recht angemaßt haben, für dieses Gebiet zu sprechen und zu handeln. Und die Kräfte der Demokratie haben in diesem Kampf gefiegt. Der Sonntag hat gezeigt, daß Henlein zwar bisher für die Mehrheit der deutschen Bewohner, aber lange nicht für alle Deutschen spricht. Er hat weiter gegen fich eine große Mehrheit an manchen Orten, welche durch eine dice Linie in den Lebensraum des deut Diese Kaders der Demokratie, welche dem Staatsgedanken und der Demokratie treu sind, dürfen auf keinen Fall der Bedrückung ausgeliefert werden. Gelächter.) tät 3 be a ehren der Schweiz zu sprechen und Bringolf kommt dann auf das Neutralis sagt dazu: Wir sind der Meinung, daß jetzt für die Schweiz die umfassende Neutralität zurüdgewonnen werden müsse, aber das heißt nicht, daß Parteien oder einzelne Bürger gegenüber den Vorgängen im Ausland neutral fein müßten. Nach wie vor werden Politisch war sicherlich am 1. Mai am wichwir Schweizer Sozialdemokraten aus unseren Sym tigsten das deutsche Grenzgebiet. Es waren vor E3 sind das Massen des arbeitenden deutschen bathten und aus unserer Unterstübungsbereitschaft dem 1. Mai Befürchtungen zu hören, daß dieser Volfes, welche feineswegs nach der geistigen und für den Kampf in Spanien und auch für Euren Kampf kein Sehl machen.( Beifall.) Tag eine Domäne der Henleinschen judetendeuts politischen Stlaverei des Nazismus Sehnsucht Fringolf berichtet dann, daß in der Schweiz Bemü schen Partei werder wird, welche dort schon so haben, nicht zu reden von den hunderttausend An- bungen im Gange sind, um eine Verſtändigung awilange und fast ungestört durch Terror, Drohun- gehörigen der tschechischen Minderheiten, welche schen allen parlamentarischen Parteien zustande zu gen, Boykott und den Anschlußrauſch arbeitet. unter den schwierigsten Umständen ausharren und bringen mit dem Zwed, eine Baſis zu schaffen, die Nun, es hat sich gezeigt, daß diese Befürchtungen ausharren werden. Aber diese guten und mutigen es den Schweizern ermöglicht, die Schweiz als überflüssig waren. Der 1. Mai wurde nicht die Leute haben volles Recht auf den Schutz, zu wel- De motratie im Innern weiter Beute Henleins. Die Umzüge und Manifestationen chem die Staatsmacht ihnen gegenüber verpflichtetent wide In und zentral auszugestalten, der demokratischen, staatlich fühlenden deutschen ist. Sie sind heute ein so wichtiger politischer at um die Schweiz als Demokratie über diese Zeit hina weg zu erhalten. und tschechischen Bürgerschaft waren so groß, start for und ihr beispielloser Mut, ihre Ruhe und ihr und selbstbewußt, daß dies vielfach leberraschung Glaube verdienen nicht nur Anerkennung, sondern hervorgerufen hat. Der Staat und die Demokratie auch Unterstüßung. Was unannehmbar ist Eine englische Stimme Der Londoner ,, Daily Telegraph" beschäftigt| fudetendeutschen Autonomie auf der Grundlage schen Nazismus eingezeichnet wurden und schließlich sich in einem Leitartikel mit dem Verlauf der Mais einer vollen Anwendung der Nazi. Grundfeiern in der Tschechoslowakei und schreibt: Ein säc. Diese Grundsätze stehen in direktem Gefühl der Erleichterung wird in ganz Europa darüber empfunden werden, daß die Mai- Demonstrationen in der Tschechoslowakei ohne irgendeinen ernſten Zwiſchenfall abgelaufen sind. In der auch dort, wo die Kräfte des demokratischen Lagers in der Minderheit, handelt es sich nicht um schwache und schwindende Inselchen, über die sich schon die nazistische Welle hinüberwälzt, sondern um feſte Positionen, von dene: sicher ist, daß sie wachsen werden. Wie rasch sie wachsen werden, hängt nicht nur von ihnen selbst ab, sondern hauptsächlich davon, was jetzt in Prag geschieht, von dem Nordböhmen einen neuen Kurs erwartet: Nach diesem 1. Mat muß das Zurückweichen der Demokratie vor der totalitären Bewegung ein Ende haben! Vor allem muß ein endgültiges Ende der henleinsche Terror gegen das demokratische Lager haben"... In die Henleinsche Front wurde der erste Durch brudh getan. Es gelang dies deswegen, weil sich das gesamte tschechische Lager und die deutsche sozialistische Arbeiterschaft zusammengeschlossen haben! Die deutsche Sozialdemokratie trat in die gemeinsamen Reihen zur Verteidigung der Demokratie und Republik und die Sicherung des Staates in solchen Masien, daß dies allgemeine Ueberraschung verurjacht hat. Henlein hat den deutschen Aktivismus nicht erschlagen. Das ist kein Glashausgewächs, das nicht den schärfsten und eisigsten Nordwind aushalten würde. Es zeigte, daß es feste Wurzeln hat. Nur eins gelang Henlein: Die deutsche Arbeiterschaft im Norden noch mehr mit der tschechischen Demokratte 73 Der ewige Schatten Roman von Max Hochdorf Doch er müßte sich noch gedulden, bis alles zu feinem Empfang gerüstet wäre. Und da müßte er sich in der Wartezeit entschladen und weihen, um hernach die himmlische Probe zu beſtchen. In der Zeit der Krämpfe und der Qualen hatte er alles das erfahren. Jetzt, da er etwas freier atmen durfte, überdachte er das alles. würde. gegenwärtigen Atmosphäre schwerer Spannung zwischen Tschechen und Deutschen bestand eine afute Gefahr solcher Zusammenstöße, die, an sich bedeutungslos, so leicht zur Strisis führen können. Widerspruch mit fundamentalen Artikeln der tche= choslowakischen Verfassung, besonders in bezug auf die Freiheit der Person. Abgesehen davon, ift der Staat verpflichtet, für den Schutz sowohl jener Deutschen zu sorgen, die nicht der fudetendeutschen Partei angehören, und der Tschechen, die in vielen der vorwiegend deutschen Gebiete eine Minderheit bilden. Es ist klar, daß die Konzession der erwähnten Forderung der Schritt zum Auseinanderbrechen des Staates wäre.... Der Faschismus hat es uns Pazifisten bei. gebracht, daß die Demokratie bewaffnet verteidigt werden muß. Wir haben die allergrößte Sochachtung vor der Widerstandskraft, die ihr dentfchen Sozialdemokraten in der Tschechoslowakei in den letzten Wochen bewiesen habt und wir glauben fest daran, daß die Tschechoslowakische Repu blik und die tschechischen Parteien, die sie tragen, die Voraussetzungen für den Erfolg cures Kampfes schaffen werden. Das ist unser heißester Wunsch für die Zeit, die euch jetzt bevorsteht.( Großer Beifall.) nach diesem Redner kam noch, ebenfalls mit großem Beifall empfangen, Paula a II i ich zu Worte, die an verschiedenen Beispielen aufzeigte, wie einzelne Arbeiterschichten in Desterreich schon jbt auf das negativste beeindrudt sind durch die Verhältnisse, die der Nationalsozialismus und der Anschluß geschaffen haben. Jatsch kam dann in einem Schlußwort auf die Ausführungen der beiden Schweizer Gäste zu sprechen und befaßte sich dann eingehend an Hand des Beispiels der Schweiz, die die ideale staatspolitische Lösung des Nationalitätenstreits gefunden hat, mit der nationalen Frage und an beren, dragen her interen Bolitik der Siccolo. währt haben und sprach die Neberzeugung aus, daß die Aufſiger Sozialdemokraten im Wahlfampf ehrenvoll bestehen werden. In Berlin besteht eine entschiedene Tendenz, jede Art des englisch- französischen Interesses für die tschechoslowakiche Frage zu entwerten, obgleich Die Absichten Berlins sind keineswegs frei man teilweise zugibt, daß der Einfluß der beiden von Zweideutigkeit. Aber wenn sie das Festhalten Länder auf Prag imſtande sein könnte, einen bean Forderungen beinhalten, die den Effeft hät deutenden Beitrag zur Befriedung herbeizutih, ten, die Tschechoslowakei in vollkommene Vafallität ren. Dieser Einfluß wird ohne Zweifel ausgeübt zu bringen, wenn sie auf den endgültigen Anschluß werden, um der tschechoslowakischen Regierung zu der Sudetendeutschen an Großdeutſchland gerich für die Hilfe, die sie uns durch ihren Beſuch gebedeuten, daß die Abstellung jeder begrün- tet sind, dann fönnte fe in Bugeständnis, das de ten Beschwerde der Sudetendeutschen er- die Tschechoslowakei machen fönnte, sie befriedigen. wünſcht iſt. Die Beschwerden würden aufhören, ſich auf MänAber es muß gesagt werden, daß fein Ber- gel innerhalb des Staates zu beziehen, sie würden such gemacht werden wird, Prag irgend ein befon- die Existenz des Staates in seiner jeßigen Gestalt deres Zugeständnis zu diftieren, noch weniger ihm betreffen. Ob das die wahren Absichten Deutsch zur Annahme aller Forderungen zu raten, die lands sind oder ob es nicht mehr will als einen Herr Henlein vor einer Woche erhoben hat. Einige annehmbaren Status für die Angehörigen der dieser Forderungen find klar un annehm deutschen Raſſe in der Tschechoslowakei zu bar, besonders die Forderung, die A uen sichern, die gegenwärtige Situation bringt eine politik der Tschechoslowakei zu bittieren. mögliche Bedrohung des Friedens mit sich, die das Ebenso unannehmbar wäre die zwar nicht klar englisch- französische Interesse an der Sache mehr ausgesprochene, aber angedeutete Forderung einer als rechtfertigt. feldern und den Goldschächten der Neuen Welt, die die Eltern ihm vererbt hatten, sie wieder Erben der Großeltern, der schon vollkommen entschlafenen. beschloß, dem Urtlang des Wortes zu folgen und das Ruhequartier zwischen dem Diesseits und dem Jenseits zu beziehen. Es lag nicht in seinen Ländern. Oder lag es dort, so nur scheinbar. Was brauchte er denn, da er sich von allem trennte, um auszuwvandern in die Zwischenwelt? Irgendwo die Zelle, wo er Gott erblickte, irgendwo das Firmament, das von keinen Paläſten und keinen Hütten verbaut wurde. Er droben würde Ihn nicht mehr lange warten lassen, den Gehorsam belohnen. Der Kaiser wurde jeden Tag heiterer, weil daran nicht mehr zweifelte. IX. Laut jammerten die deutschen Leibzardisten, Wilhelm Scheffer, Paulus Renner, Jürgen Flem ming, Jakob Kastenholz und Aribert der Oppenheimer. Sie hatten das Gefühl von Fröschen oder Die Versammlung wurde dann, nach einem Schlußappell des Vorsißenden Jentsch unter gros her, freudiger Bewegung und in Kampfſtimmung geschlossen. Osuský In Prag Brag. Der tschechoslowakische Gesandte in Paris, Dr. Djustý, ist Dienstag abends mit dem Pariser Schnellzug in Prag eingetroffen. schon die Nase abgeschnitten oder eine Hand abgehackt oder Oberlippe und Unterlippe zusammen genäht. Mitleidlos war der Kaiser auch darin, taß er mit seinen Leibgardisten kein Wort mehr wechselte. Angestrengter als je paradierten fie vor ihm. Wie einst in ihrer goldensten Zeit führ ten sie ihre Ansehnlichkeit vor. Sie rührten ihn aber nicht mehr. Sie empfingen feinen Tant, nicht einmal das Augenzwinkern, mit dem er ihnen oft ihre Pracht und ihre Pünktlichkeit quittiert haite." " Singen, singen, ihr Jungen, wenn auch jetzt schon etwas altersangeftunken!" So lang war das nicht her, daß der Kaiser sie ausdrücklich darum gebeten hatte. Und in den letzten Zeiten? Nun ließ der Kaiser sie bitten, das Maul zu halten und nicht mehr zu singen. Er ließ sie bitten von irgendeinem Betreßten! Selber bemühte er sich nicht mehr für sie! Der Kaiser, der im Halbschlaf war und im Träumen über diese trockene Unermeßlichkeit und über die andere Grenzenlosigkeit, die das Salz wasser umspülte, kostete dieses Wort ,, Abdanken" lange auf der Zunge, wie ein kostbare Speise, die nur einmalig für ihn bereitet war und für feinen außer ihm. Das Wort füllte ihn aus. E3 qub ihm die Ziele zurück, die er schon verloren glaubte. Das Wort war das Manna, das ihn labte. Es war die Medizin, die ihn heilte, die er Ursache, daß die Krönung der Venus ihm erschien, als hätte er auch diese Menschenprüfung ge= Der Kaiser suchte nach einem Asyl für dieses braucht, um geläutert zu sein und würdig, das Zwischenleben. Er begann, die Mönche zu benei- Wort in seiner vollkommenen Erhabenheit zu be= den, die es schon gefunden hatten, denen es ver- greifen. gönnt war, in festgelegten Stunden von dem zu Kaiser Start wurde heiter, indem er das vernehmen, was ihr fünftiges Schicksal sein Wort erwog. In Jahrzehnten war er nur ge Raupen, die man bald in eine Schachtel einſper- ta3 erlitten! Aber die Hoffnungslosigkeit ihrer Wenn nötig durch die Spießruten zehnmal täglich! Durchgepeitscht werden, gern hätten sie drückt und verfolgt worden von den Worten, die ren würde. Und man würde die Kiste wohl zu Was die Erde war, er wußte es nun, bis in er aus seinem eigenen Leben emporholte. Er Lage, womöglich der Zwang irgendwelcher Gri schlagen, doch vergessen, Luftlöcher zu bohren, und die Haut, bis ins Eingeweide. Nun stieß ihn die batte geplant, was er sich vorschrieb, aus seinen man würde den Dedel niemals heben. Giftiger maſſe eines Untergeordneten ausgeliefert zu ſein Erde ab, wenn sie ihn nicht quälte. Entschlüssen. Er hatte es ausgeführt, war gesund Im Frieden des Landhauses auf der Straße scheitert oder erfolgreich gewesen. Er hatte jedoch and giftiger würde die Luft sein. Endlich ein... Welche Erniedrigung! elendes Erstiden. nach Löwen, wo jedes Möbelstück und jeder Nagel stets bedauert, zu viele Pläne gefaßt, zu wenig Der Kaiser hatte sie jahrelang verhätschelt. darin und jede wirkende Hand seiner Bequemlich vollendet zu haben. Er hatte sich nach tausend Er hatte sie tröstlich in das Kinn gefnufft und keit nur dienten, überwand der Kaiser alles, Armen gesehnt und nach tausend Köpfen, um sie ihren den Bart gezupft, den schon pfefferundsaz was er gewesen war, sogar die Krankheit. die in zu lenken. Er hatte entleihen müssen Köpfe und nesprentelten. Er hatte ihnen den Rüden freund ihm wütete und gegen die er gewütet hatte mit Arme von Fremden. Er hatte endlich im geheim- lich mit der Reitpeitsche gelibelt, auch dann noch, Bitterfeit und Wildheit. sien gedacht was auszusprechen er niemals ge- als die Peitsche schon ein Strüdstod geworden war. vagt hatte, daß er gar nicht geboren wäre oder cbt hatte er gar tein Herz mehr für ihre Nieders höchstens halb nur geboren, daß er noch um eschlagenheit. Es war auch über sie entschieden. schlungen wäre von der Nabelschnur seiner Mut- Sie waren verabschiedet. Sie durften nicht mehr ter, einer wahnsinnigen Frau, einer Geschlage- daran zweifeln. Sie durften nur in der Wamsnen, die ihn jedes Zucken ihrer Martern zu jeder tasche einen Beutel mit etwas Gold darin brüden. Stunde wiederfühlen ließ. Sie konnten sich damit im Troß guttun oder auch heimwärts ziehen, wenn sie noch ein Zuhause befaßen. Dann fiel plößlich das Wort: Abdankung, Selbstentthronung, freiwilliger Verzicht. Nicht abgedankt sein von der Beschwerde und dem Ueberdruß, nicht abdanken aus List oder Uebermut, auch nicht aus Verachtung der Pflichten. Abgedankt freiwillig von den Thronen Spa niens, von der deutschen Krone, von der Herr schaft der Meere und ihrer Ufer und ihrer In seln und vom Königtum, das dem Sand selbst ber afrilanischen Wüsten gebot und den Maiss Abdanken"- Segenswort, Gulösungswort, Wort, das ihm endlich erlaubte, in Aufrich tigkeit zu leben und das andre Leben abzuwarten. Der Kaiser fühlte sich jest auserwählt, da er Nun war die Galle doppelt grün in ihnen. Zeder von ihnen lam sich vor, als hätte man ihm Doch der Kaiser war schon aufgebrochen, als man auf der Landstraße nach Löwen vier Galgen errichtete. Aus Wilhelm Scheffer, dem ersten, der gehenkt werden sollte, war kein Wort herauszus bringen. Aus dem zweiten, Paulus Renner, nicht eine Silbe. Aus dem dritten, Jürgen Flemming, nicht ein Buchstabe. Aus dem vierten, Jalob Kastenholz, nicht einmal ein auch über die Gründe, weswegen sie eigentlich den kaiserlichen Sonderwächter Aribert den Oppenheimer zugleich erwürgt, erstochen und schändlich an seinem Mannesteil verstümmelt hätten. Nicht, daß sie die Tat eugneten. Im Gegenteil, es hätte gar nicht der Sebiaad mit den Schweißhunden hinter ihnen in die Wälder bedurft. ( Fortsetzung folgt.). Die 1. Mal-Demonstration der 18.000 In Bodenbach Taub in MShr.-TrUbau Opfer zu bringen. tl Teilaufnahme des sozialdemokratischen Mai-Meetings in• Mähr.-Schönberg Ausschnitte aus der sozialdemokratischen Maikundgebung in Brünn ihrer Art au»: sie glauben, es sei Furcht und Feigheit und wagen noch mehr. Höchst beachtenswert ist auch ein Angriff des Chefs der agrarischen Presse Rudolf Halil im .Venkov" aus die tschechische Vollspartei und insbesondere ihren Führer Minister Sramel. Halil zitiert da eine Weisung der tschechischen katholischen Partei, welche diese anläßlich der Gemeindewahlen an ihre Vertrauensmänner richtet und in der u. a. folgende Stelle vorkommt: Nach dem Umsturz rafften die Agrarier Restgüter zusammen, der Bolschewismus kam ihnen zurecht, weil er ihnen materiell etwas eintrug. Nun, wo es sich um die Hoheitsrechte des Staates handelt und die Sozialisten nicht ohne Kampf diese Interessen dem Nazismus opfern wollen, tun die Agrarier nichts anderes, als daß sie die innere und auswärtige Politik zu ändern bestrebt find, damit sie neben den fetten Monopolgetvinuen nicht dar Risiko der Opfer hätten, welche die eventuelle Verteidigung des Staates mit den Waffen in der Hand erfordern würde. Sie wollen Nutzen ziehen au- den Rüstungen, aus der Konjunktur in den Waffenfabriken, bei Skoda, aus den Armcclicfcrungen— Zentrokoopera« iivc, Hafer, getrocknete Rübe, Stroh, Zucker usw.— stände sei, irgendeine vorhandene Anhängerschaft boczutäuschen. Dies war noch die gelindeste Flü« fterparole, von allen anderen Dingen, die bis zu nacktem Terror gesteigert werden, ganz zu schweigen. Am heurigen 1. Mai hat die Sozialdemo- Iratie auch des SchänhengstgaiieS dennoch unter Beweis gestellt, daß in der Arbeiterschaft das Klasselchewnßtsein weiterlcbt. In der Arbeitersendung Meinik spricht heute Mittwoch(18.20—18.40) Abg. Wenzel Falsch über das Thema„Was unser 1. Mai 1038 bedeutete." Von wem das Pressebüro In Karlsbad bedient wird I Wir haben gestern aufgezeigt, wie das Prager amtliche Pressebüro im allgemeinen bedient tvird und bedient, und wie insbesondere in Karlsbad. Dazu teilt man uns nun mit. daß die Karlsbader Berichterstattung der ETK nominell in den Händen einer Frau E l l e d e r liegt, der Gattin des durch und durch henleini- fti> chen Redakteurs Raimund Elleder von der Karlsbader„Bäderzeitung". Tatsächlich besorgt Vieser Herr selber die Korrespondenz für die CTK. So also sorgt das amtliche Pressebüro dec demokratischen Republik für „objektive" Berichterstattung! Feier, die mit der StaatShhmne eröffnet wurde, mit dem„Lied der Arbeit" geschlossen. Straßenbauten in deutschen Bezirken. Eine Reihe von Straßenbauten in deutschen Bezirken wurde in die Straßenbauaktion des Landes Böhmen ausgenommen, und zwar handelt eü sich um folgende Bauten: Neu-Olisch—Nabstein im Bez. Tetschen. Aufwand 400.000 KL, Straßenbrücke in Fley, Bez. Dur, Aufwand 220.000 KL, Straßen Klingen—Königsberg, Bez. Falkenau, 2.5 Km., Aufwand 400.000 KL, Wurzmes—Kreuz stein im Bez. Komotau, 2.2 Km., Aufwand 432.000 KL, Pflasterung der Masarykstraßc in Zwickau, Aufwand 150.000 KL, Kaplitz—Rosenthal, 1. Teil, 3.1 Km., Aufwand 530.000 KL, Stein—Aujezd, Opalitz—Aäluji, Bez. Krumau, Aufwand 400.000 KL, Neißebrücke in Engelsberg, Bez. Neichenberg, 340.000 KL, Straße Kriesdorf—• Merzdorf, Bez. B.-Leipa, 350.000 KL, Pechgrün—Köfteldorf, 1. Teil, Bez. Elbogen, 300.000 KL, Kriegern—Wohlan, Bez. Podersam, 300.000 KL-Wurken—Bcrnartitz, Bez. Tachau. 2.8 Km„ 520.000 KL, Ober—Unter-Kamcnitz. Bez. Bi- schofteinitz, 1.6 Km., 245.000 KL, Prohok—Ku« merau, Bez. Luditz, 3.2 Knr., 377.000 KL. Der Gesamtaufwand der Straßcnbauaklion des Landes Böhmen beträgt für 1038 14,05 Millionen KL, wovon auf die Straßenbauten in deutschen Bezirken etwa 5,6 Millionen KL entfallen.(DND), Verhandlungen über den Egerer Bahnhof. In Trentsckin-Teplih traten Vertreter der deutschen Reichsbahnen mit Vertretern der Staats- bahndirckion Pilsen zusammen, nm)n der (Woche vom 2. bis 7. Mai über die Neuregelung des Dienstes auf dem Uebergangsbahnhof in Eger gemäß dem im Jahre 1037 abgeschlossenen und unterzeichneten Staatsvertrage zu verhandeln. Tödlicher Arbeitsunfall in Schwaz Ter 48 Jahre alte Bergarbeiter Johann S ch i>n k o aus Hoftomih, der amLotte- M a r i e- S ch a ch t in Schwaz beschäftigt ist, erlitt am Montag, den 2. Mai, in den Nachmit- tagöstunden einen schtveren Unfall. Er mußte sofort in das Krankenhaus überführt werden. Uin 0 Uhr abends ist er int Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Schimko war verheiratet. Er war Mitglied der Union der Bergarbeiter. Brünn sprach in tschechischer und deutscher Sprache über da- Thema.Schutz der Republik, für Demokra- Leider um einen Tag verspätet erhielten wir■ He und Frieden" und erntete für feine gediegenen die folgenden Berichte: In toller Ueberheblichkeit verkündeten im Schonhüilnstnau die Herren von der SdP, dah die für die Aufrechterhaltung der demokratischen deutsche Sozialdemokratie nicht einmal mehr im«! Staatsform und für die Republik alle notwendigen Die„Lidovä Listy" setzen ihre Kampagne, welche aus eine Aenderung der RegicrungSpolitik im deutschen Gebiet hinzielt, mit Entschiedenheit fort. In einer Betrachtung über den 1. Mai schreibt daS Blatt: In gewiffer Hinsicht sind wir mit den sonntägigen Feiern bzw. mit ihrer Vorbereitung nicht zufrieden. Man hat da unser unmögliche- Herumtap» pen. Verhandeln, unser« Halbheit und Unsicherheit gesehen. Noch ein paar Tage vor dem 1. Mai hat niemand gewußt, woran er ist, ob Feiern sein werden oder nicht und ob eS möglich sein wird, sie ordentlich vorzubereiten, da Unsicherheit herrschte, ob sie überhaupt stattsinden. Diese Methode unserer hoffnungslos bürokratischen Regierung-administrative ist gescheitert. Ihre Ergebniffe sind manchmal komisch. Im April wurde ein VersammlungSverbot herauSgegeben— selbstverständlich hauptsächlich wegen der von außen gelenkten henleinschen Agitation — und dann geschah es, daß zwar Henlein Vie größte politische Versammlung des Monats einberief und dort die radikalste politische Rede hielt, aber dafür haben Gendarmen Zahl und Namen der Teilnehmer in einer Versammlung geprüft, wo ein tschechoslowakischer Minister referiert hat. Diese Taktik legen sich die Henlein-Leute nach Nikolsburg Die Lokalorganisation der DDAP hatte die gesamte demokratische Bevölkerung von NikolSburg zur Maifeier ausgerufen. 2100 Personen befanden sich im Demonstrationszuge und füllten den geräumigen Platz vor dem Rathaus aus. Genosse W i n d i s ch eröffnete die Kundgebung. ES sprachen 8 l a« mal, Genoss« LandSfried und ein Kommunist au- Prag. Mit der StaatShvmne und dem.Lied der Arbeit" fand diese Kundgebung ihren Abschluß. Jglau Die heurige Maifeier vereinigte alle demokratischen Bewohner zu einer gemeinsamen Manifestation, die auf dem Masarykplahe vor dem Rathause abgehalten wurde. Der Aufmarsch bewegte sich vom Legiodum durch die Prager und HavliLekstraße und bot ein farbenprächtige- Bild, wobei die Turner und RW-Männer besonders hervorstachen. Die Spitze deS Zuges langte schon bei der Rednertribüne an, während der Abschluß erst zur Prager Straße einbog, woraus man sich ein Bild über die Massenbeteiligung umchen kann. Bürgermeister Havränek als Cinbenifer begrüßte die Teilnehmer und erklärte Ziel und Zweck deS Meetings. Der Legionärabgeordnete Richter aus „Unmögliches Herumtappen, Halbheit und Unsicherheit „Lldovd Listy 1* kritisieren weiter die Verhältnisse Im Grenzgebiet Zn Mähr.-Trübau fand eine große Gebietskundgcbung der Gerichtsbezirke Mähr.-Trübau, LandSkron und Zwittau (litt, an welcher 4 0 0 0 überzeugte Ilasscnbewußte weiter und Arbeiterinnen teilnahmen, was»»ter den jetzigen Verhältnissen viel bedeutet. Prächtig war der TvmonstrationSzug und nicht minder prächtig der Geist der Menschen. Die Kundgebung sand auf dem Atus-Platz statt; eröffnet wurde sie vom BczirkSvertrauenSmanne der Mährifch-Trü- bauer BezirlSorganisation Friedl, tvorauf Abg. Taub sich in einem bedeutsamen Referat mit allen aktuellen und für die Arbeiterklasse äußerst wichtigen Fragen unserer Zeit beschäftigte. In oller Schärfe setzte er sich mit dem Treiben der EdP auseinander, welche sich.wtatitär" benimmt, während die Sozialdemokratie bemüht ist, den Menschen Arbeit zu schaffen. Taub fand auch für die plötzliche.Maispende" der SdP-Unierneh- mer die richtige Bezeichnung:.ein schäbiges Lockmittel"; kämpft doch die Sozialdemokratie seit fast 50 Jahren gegenüber den Unternehmern vergebens darum, daß am 1. Mai der Lohn zu zahlen ist. Nachdem Taub an.die tschechischen Versammlungsteilnehmer in ihrer Muttersprache einige Worte der Begrüßung gerichtet hatte, entbot er, deutsch fori« setzend, einen herzlichen Gruß dem Präsidenten Dr. Benei. dem Schirmherr des Friedens und der Völkerversöhnung in unserem Staate. Der Redner gedachte der Opfer, welche für die Freiheit gefallen sind und besonders auch der österreichischen Sozialisten, welche jetzt in den reich-deutschen Kon« zentrationSlagern schmachten und schloß seine Rede unter stürmischem Beifall mit den Worten: Wir trotzen dem Süirm, wir bieten der Gefahren kühn die Stirne I Nun kam für die tschechische Sozialdemokratie Professor Z a n a i 1 a(Mähr.-Trübau) zu Worte, welcher für die demokratische Gesinnung Zeugnis ablegte und die Erklärung abgab, daß die tschechische Bevölkerung nicht geneigt ist, dem Faschismus nur Haarbreit zu weichen. In deutscher Sprocke führte Zanaöka aus, daß es in unserer Republik nur gleickiberechtigte Bürger mit denselben Pflichten und Rechten geben könne, zehn Millionen Tschechoslowake» haben Verständnis für den Kampf der deutschen Sozialdemokratie, denen gegenüber die SdP Feindin jeder Völkerverständigung ist. Auch dieses Referat wurde mit großem Beifall ausgenommen, worauf Friedl ein aufrüttclndeS Schlußwort hielt und mit der Maikundgebung den Gcmcindetvahlkampf für eröffnet erklärte. In ZlabingS sprach nach einem gewaltigen aber sie wollen im Falle eine- Kriege- nicht» opfern Demonstrationszug, der von unserer Partei veran-1 und in die Menschen Hnslerie und Krieg-furcht tra» staltet und von den tschechischen Demokraten verstärkt gen, damit sie ihre arbeitslosen Gewinne— sie, die wurde, W l a s a k auf dem Hauptplah zu 1500 Per- j Prozentpatrioten— behalten, dadurch, daß sie sonen. Seine Erklärungen wurden von allen An«> sagen: sehet, da» Bolt fürchtet sich vor Hitler, eS wesenden mit Begeisterung zur Kenntnis genommen, will nicht die Freiheit des Vaterlandes wagen, wir Nach einer kurzen tschechischen Ansprache wurde die| müssen un» mit Hitler und Henlein einigen. Und ~ 1 bnbel fürchten sie sich um ihren Mammon. Sie wollen ihre Restgüter im Grenzgebiet erhalten, wo sie überflüssigerweise die Deutschen durch Gründung tschechischer Schulen dort, wo dafür vernünftige Voraussetzungen nicht bestanden, provoziert haben... Diese agrarischen Recht-kreise sind um nicht» besser als die ultrarechten Franzosen, welche aus Feigheit heraus und möglicherweise für fremdes Geld zu verkünden versuchen, daß Frankreich die Tschechosiowakei im Stich lassen möge. Es ist begreiflich, daß diese scharfe Sprache der Volkspartei den Agrariern nicht paßt und daß der Herr Halil im.Venkov" sehr aufgeregt tut. Er fragt den Minister Sramel, ob er von diesem Rundschreiben seiner Partei weiß und ob er bereit ist— falls er den Angaben des Rundschreibens Glauben schenke— die Konsequenzen zu ziehen und die Nationsverräter einsperren und bestrafen zu lassen. ! I Ausführungen reichlichen Beifall. Hernach Verla» I Havränek eine diesbezügliche Resolution und sodann legten die Versammlungsteilnehmer da» Gelöbnis Seite 4 Das Abkommen London- Rom gebilligt Nach Ablehnung des labouristischen Zusatznntrages mit 322 gegen 110 Stimmen nahm das Unterhaus den Regierungsantrag auf Billigung des italienisch englischen Abkommens mit 316 gegen 108 Stimmen an. Hitler in Rom Rom. Der Sonderzug des Reichsfanglers Hitler ist Dienstag abends um 20.30 Uhr auf dem Bahnhof Ostia eingetroffen. Hitler wurde vom König Viktor Emanuel und Mussolini mit herzlichen Worten willkommen geheißen. Adolf Hitler schritt sodann mit dem König und Mussolini auf dem Platz vor dem Bahnhof die Fronten der Ehrenformationen ab. Ein Festzug von 15 Wagen geleitete hierauf den Reichs fanzler zum Quirinal, wo er Wohnung nimmt. Er fuhr mit dem König in der von sechs Pferden gezogenen historischen Staatskarosse. Bu beiden Seiten der drei Kilometer langen festlich illumierten Einzugsstraße nach Rom hatten die Formationen der faschistischen Partei und der Miliz Aufstellung genommen, hinter denen sich die Bevölkerung der Hauptstadt drängte. Madrid bombardiert Madrid. Die Batterien der Aufständischen begannen Dienstag um 16 Uhr Madrid zu bombardieren. Mehrere Granaten fielen im Zentrum der Stadt nieder. Die Zahl der Opfer ist bisher noch nicht bekannt. In der Nacht auf Dienstag haben die Republikaner durch eine Mine das Gebäude des Krebsforschungsinstitutes in der Universitätsstadt in die Luft gesprengt und die Ruine hierauf sofort besetzt. Die Aufständischen unternahmen einige Angriffe, um das verlorene Terrain wie. der zu erobern, doch wurden fämtliche Angriffe zurückgeschlagen. Die Aussprache Blondel- Clano verschoben? Mittwoch, 4. Mai 1938 Toscanini in Bologna beschimpft und Das heutige Programm geschlagen well er die Faschisten- Hymne nicht spielen wollte Nr. 104 der deutschen Sendung Brag Melnik: 6.15-8.00: Morgensendung. 10.15: Schallplatten. 10.35: Deutscher Schulfunt. In..New Times and Ethiopia News", einen Seite stand Gorgona, Leiter der Bologne 12.15: Vortrag über Austauschfinder. 12.45: Sona ( vom 30. April 1938), einem Londoner Blatt, fer Polizei, auf der anderen 30 asisten aert auf Schallplatten. 13.50: Arbeitsmarkt. 14.00: lesen wir:. unter dem Kommando des dortigen Leiters Ghi- Börse. 18.00: Jugendfenduna. 18.20: Arbeitersen. Ein Korrespondent erkundigte sich nach den nelli. Auch der Vorstand der Spezial- Politischen lieber( Gei. Käthe Walter). 19.00: Stimmen, die bung. 18.40: Sozialinformation. 18.45: Mozarta Einzelheiten der faschistischen Attacke, die auf Polizei von Bologna, Pastore, war anwesend. uns teuer find. 19.30: Sörfolge aus dem Erzgebirge. Maestro Toscanini, den großen Dirigenten, un- Als Toscanini vorbeigehen wollte, verstellten ihm 20.15: Rehn Mädchen und kein Mann, Overette ternommen wurde. Hier das Ergebnis. zwei Squadristi"( das sind Faschisten, beson von Suppé( Dir. Bofarowig). 21.15: Besuch im Toscanini tam in Bologna an, um ein Kons ders dazu ausgewählt, um bei derartigen An- Schloß Clary. Teplitz- Schönau. 22.30-23.00; zert zum Gedächtnis des Bologneser Komponisten lässen in Aktion zu treten) den Weg und frugen: Schallplatten Martucci zu leiten. Toscanini hatte alles Werden Sie Giovaneaza" ipie= Brünn 17.40-18.25 aus Presburg: R. Mas so vorbereitet, daß das Konzert in einer rellen?" Und wieder antwortete Toscanini cudainiti. Vortrag über das Unterbewußtsein. Slowakische Volkslieder. giösen und künstlerischen Aimosphäre ,,, Ne in". so wie es den Umständen angepaßt war, abges; Daraufhin überfielen ihn die Faschisten und halten werden konnte. An diesem Lage hielten schlugen ihn ein Dußend gegen einen! Tosca- ist der Lebensabend Husserls, der sein Werk mißsich in Bologna zwei faschistische Minister, Mus- ninis Frau schrie um Hilfe, aber vergebens. verstanden und mißbraucht und sich selbst von den solinis Verwandte, auf, und zwar Costanzo Gewiß würde der Maestro sein Leben ge- Nugnießern seiner Gedanken verleugnet ſehen Ciano und Leandro Arpinati. Eine lassen haben, wäre ihm nicht sein Chauffeur, mußte, nicht ohne Tragit gewesen. Gruppe von Faschisten informierte den Maestro, ein Ungar von athletischer Gestalt, zu iIfe daß diese Herren das Konzert besuchen wollen, gekommen. Dieser schaffte ihn so schnell als mögund ersuchten ihn, es mit der Hymne der Faschi lich in den Wagen und fuhr davon. sten ,, Giovine 38 a" zu eröffnen. Toscanini! Etwa 300 Faschisten folgten ihm ins Bruns antwortete mit einem festen, ein". Sotel, während sie ihn beschimpften und ihn aufDer Wagen Toscaninis tam an und hielt forderten, sofort die Stadt zu verlassen. vor dem Künstlereingang des Theaters. Dort So ehrt das faschistische Italien Kunst und war eine Menge Personen versammelt. Auf der Charakter! Rumänisches Generalkomissariat für Minderheiten Tagesneuigkeiten Hier steht ein Mann! ..... 10 Jahre Stampf, zehn Jahre Dienst an der Bewegung des Führers. Armanns Leistung wird in den Annalen der Bewegung unvergeßlich und unbergänglich bleiben." ... Wer Armann fennt, weiß, daß er auf Lobpreisungen wenig Wert legt. Ein Soldat des Füb rers, wird er den Sturmriemen feſter ſchnallen und mit leuchtenden Augen seinen Jungen zurufen: ..weitermachen!". .... und so prägt sich uns un vergek ich ber tiefe Eindrud ein: hier steht ein Mann, voll und ganz ein Repräsentant der neuen Deutsch land..." Bukarest. Die Direktion für Minderheiten beim Kultusministerium wurde mit Gültigkeit vom 1. Mai durch ein Defret in ein Gene ralfommissariat für Minderhei ten umgewandelt und dem Präsidium des Ministerrates angeschlossen. Das Generalfom missariat wird die Anwendung der geseglichen und Verwaltungsmaßnahmen in Minderheitenangelegenheiten überwachen und auf eine Vereinheitlichung dieser Maßnahmen hinwirken, die Minderheitenprobleme studieren und Regelungen vorschlagen, die von den zuständigen Sektionen. werden durchgeführt werden. Die öffentlichen Behörden werden sich in Minderheitenangelegen heiten an das Generalfommissariat wenden, das Paris. Matin" meldet aus Nom: Der mit dieses ihnen Gutachten. gebe, und werden italienische Außenminister Graf Ciano fand dem Generalfommissariat die von diesem ebenMontag inmitten der notwendigen Vorbereitun tuell benötigten Grundlagen zur Verfügung gen für die Begrüßung des Meichstanzlers Sit- stellen. Mit der Leitung des Generaltommifter Kämpfer" gefeiert, denn er ist fünf fer feine Seit, um den Leiter der franzöfariats wird ein hoher Würdenträger des Landes fischen Botschaft Blondel zu empfangen und betraut werden. mit ihm die italienisch- französischen Verhandlun gen fortzusetzen. Sollte Graf Ciano auch Diens tag keine Zeit haben, was wahrscheinlich ist, würden die Verhandlungen auf den 10. Mai verschoben werden, bis Reichskanzler Hitler nach Deutschland zurüdtehrt. Daladier berichtet Varis. Ministerpräsident Daladier und Außen minister Georges Bonnet erstatteten Dienstag in der Sigung des französischen Ministerrates ein Erposé über die Unterredungen, welche sie in London mit den Mitgliedern der britischen Regierung hatten. Der Ministerrat sprach einmütig seine volle Befriedigung über die Ergebnisse dieser Londoner Unterredungen aus. Unterhaus beschließt Steuererhöhung London. Das Unterhaus genehmigte Diens tag die Erhöhung der Benzinsteuer von 8 auf 9 Bence je Gallone, der Steuer auf Treibfpiritus auf 9 Pence je Gallone und berät über die Erhöhung der Teesteuer um 2 Pence pro Pfund. Japan lehnt Schließung der Konsulate ab Tofio. Die Agentur Domei" meldet, daß die japanische Regierung die Forderung Sowjetrußlands nach Schließung der japanischen Kons sulate in Chabarowit und Blagowestschenst vers worfen habe. Seitens des japanischen Außenamtes sei festgestellt worden, daß zu einer Entschei dung, wie sie von Sowjetrußland gewünscht wor den sei, keinerlei ausreichende Veranlassung vorTiege. Oesterreichs Schuldendienst an Amerika eingestellt An der New Yorker Effettenbörse wurde befanntgegeben, daß für die sechsprozentigen Bons der Stadt Wien und für die 7½ prozentigen Bons der Tiroler Hydro- Elektrizitätswerke- Gesellschaft die am 1. Mai fälligen Zinsen nicht überwiesen wurden. Dies ist die erste Maßnahme Deutschlands gegenüber den amerikanischen Befibern von Wertpapieren in bezug auf den Zinsendienst für österreichische Schulden der Städte und öffentlichen Korporationen. tags. Ziehung der Klassenlotterie ( Ohne Gewäb r.) Mehr Steuerbeamte. Die Finanzverwal tung führt eine Nesystemisierung der Dienststellen durch, welche hauptsächlich der Steuer- und Ges bührenagenda zugute tommt. Bei den Steuers ämtern und Steueradministrationen werden 1870 neue Dienststellen errichtet. Davon werden 150 mit Juristen, 50 mit technischen Beamten und Geometern, 60 mit Buchhaltern, 500 mit Steuers beamten, 80 mit Zollbeamten, 80 mit technischen Hilfskräften, 500 mit Stanzleifräften, 150 mit Hilfskanzleikräften, 300 mit Steueregekutoren und 50 mit Bediensteten besetzt.( DND.) Fluglinie Prag- Olmüt? Ueber die Ers richtung einer Fluglinie Prag- Olmüz wurde von Interessenten unter Versiz des Bürgermeisters Dr. Fischer auf der Olmüßer Rathaus beraten. Es wurde auch die Eventualität erörtert, diese Zivilfluglinie von Olmüz bis nach Blin, respets tive nach Preßburg zu verlängern. Die Beratun gen werden im Laufe des Mai auf breitester Grundlage fortgesetzt werden. den auf dem Grunde der Macocha die verstüm In die Macocha gestürzt. Am Dienstag wurs melten Leichen einer Frau und eines Mannes ges funden, die sich wahrscheinlich von der oberen Brüde der Macocha hinuntergestürzt haben dürf ten. Die Gendarmerie untersucht die Angeles genheit. Der Mann, der hier steht, ist der Gebietsführer Armann von der Berliner Hitlerjugend. Er Drei Jahre für Brandstiftung. Die 51jäh wird mit Recht von der Nazipresse als vorbildlicher rige Marie Jellinek aus Lobojib, die bisher insgesamt Gefängnisstrafen in der Dauer von 21 undzwanzig Jahre alt geworden! Wenn bas fein Ereignis ist, auf das die erwachte und be- Jahren verbüßte, wurde Montag vom Leitmeriber freite Nation aufmerksam gemacht werden muß! Schwurgerichte wegen Brandstiftung zu drei Jah Schon als Fünfzehnjähriger hat er mit sicheren schweren Kerkers verurteilt. Die Angeklagte rem Instinkt den Beruf erkannt, au dem allein er hatte am 25. September 1937 in der Wohnung taugt: er hat sich angeſchidt, alter Stämpfer au mers ihrer Quartiergeberin Anna Fuchs in Wistrib den. Bu was anderem taugte er nicht. Ein Schul- einen Brand gelegt, sich hierauf selbst der Gen eugnis aus jenen Tagen beweist es: Armann darmerie gestellt und erklärt, die Tat begangen ist nachlässig, I ernt schwer und ungern und muß viel mehr Ernst an den Tag legen, wenn er von 200 Kč für Spionagedienste zugunsten das Biel der Klasse erreichen will... zu haben, weil die Fuchs sie um eine Entlohnung Deutschlands betrogen habe. Da sich diese Spionagegeschichte als Erfindung herausstellte, war die Jellinet bereits am 26. Jänner d. J. zu zwei Jahren Kerter wegen Verleumdung verurteilt Edmund Husserl worden. Wie erst gestern bekannt wurde, ist am 27. April in Freiburg in Baden der Philosoph Edmund Husserl gestorben, der Begründer der noch fen. Wie wir seinerzeit berichteten, hatte der Rumänische Gewerkschaften wieder zugelasvor wenigen Jahren vieldiskutierten Phänome= nologie", der seit Hitlers Machtergreifung, die neraldirektors der„ Mica" Goldgruben, die sich im Präfeft von Hunedoara auf Antrag des Ges Im Senat hielt der Vorsitzende Dr. Soukup öffentliche Wirksamkeit unmöglich machte, in tief befinden, alle Bergarbeitergetvertschaften und eine ihm wegen seiner nichtarischen Abstammung jede Besis des ehemaligen Ministerpräsidenten Goga am Dienstag nachmittags dem verstorbenen Mister Einsamkeit seinen Lebensabend verbrachte. Metallarbeitergewerkschaft des genannten Bezir nisterpräsidenten Udržal einen Barmen Nachruf: Susserl ist im Jahre 1859 in Proßnis in fes aufgelöst. Der Innenminister Coline& cu Für die Regierung waren der Stellvertreter des Mähren geboren worden und ist in seiner Studien- hat nun die Zurüd nahme dieser Maßnahme Ministerpräsidenten Bechyně sowie die Minister zeit in Leipzig und Wien mit dem damaligen veranlaßt.( th) Ing. Nečas und Dr. Badina anwesend. Dann Philosophiedozenten Masary! in Beziehung nahm der Senat ohne Debatte die internationalen Abkommen über die Arbeitszeit in der Tafels und 1900 mit seinen„ Logiſchen Untersuchungen", in längere Beit Schürfungen im Braunkohlenbeden getreten. Bekannt geworden ist Husserl erst um bulgarische Kohlengrube Pernik" nahm schon Braunkohle in Bulgarien. Die staatliche Flaschenglasindustrie und die Handelsverträge denen er neue Wege angeben wollte, die Philo- in der Umgebung der Donaustadt Lom vor, wo mit Columbien und der belgisch- luxemburgischen sophie auf rein gedankliche Grundlagen zu stellen, festgestellt wurde, daß dieses Vecken ungefähr Zollunion an. Nächste Sigung Mittwoch vormit sie von Psychologie und Weltanschauung, aber 80,000.000 Tonnen Braunkohle besipt. In 80 Vorher hatte sich der Stulturausschuß ebenso auch von der Erfahrung loszulösen. Für Meter Tiefe tam man auf ungefähr sechs Meter mit dem Regierungsentwurf befaßt, wonach die viele seiner ersten Anhänger überraschend, aber starke Flöze. Bei den Gruben des neuen Lomer Deutsche Gesellschaft für Wissenschaft und Künste doch nicht ohne Konsequenz kam Husserl auf die Beckens sollen dann einige große Elektrizitätsin eine A ka de mi e umgewandelt werden soll. sem Wege nicht zu einem neuen Rationalismus, Der Entwurf wurde mit einigen Abänderungen sondern zu einer neuen Metaphysit. Was er„ Phäwerke für die Elektrifizierung der Bezirke Lom angenommen. nomenologie" und viele seiner Schüler„ Ontolo und Vidin geschaffen werden. Schluß der Auffiger Ausstellung. Die von den gie" nannten, war nämlich der Versuch, absolute Bezirksbildungsausschüssen auf Initiative der KulturWerte und Ideen jenseits der Erfahrung durch sektion der Postangestellten veranstaltete Masaryk Schau" unmittelbar zu erkennen, als Phäno- Benes- Ausstellung in Aussia. der das Material vom mene", die einen höheren Rang als die sinnlich Burgarchiv gelieben worden war, wurde geschlossen. wahrgenommenen Tatsachen haben. Husserls Erflärungen seiner„ phänomenologischen Methode". die zur Erkenntnis der absoluten Werte führt, sind ſehr schwierig und eigentlich nur Philoſophen vom Fach verständlich gewesen; seine Tendenz aber, eine neue Metaphysik der Werte zu begründen. Besucherin, die deutsche Schülerin Rimmler aus hat eine große Wirkung gehabt, und die Onto- Ebersdorf. die 10.000 Besucherin. die tschechische logie" ist eine Beitlang ein Mode- Schlagwort der Schülerin Brambůrkova aus Aussig und die Philosophie geworden. Was bei Husserl selbst den 12.000ste Besucherin, die deutsche Schülerin Chrait 5000 Kč die Lose 49840, 70023, 20744, 33368, Charafter einer prinzipiellen wissenschaftlichen wurden mit Büchern über Masaryk und Benes 109535, 33245, 35599, 37099, 72168, 29817, 33238, Fragestellung nach dem„ Wirklichkeitswert" der beschenkt. 97830, 82337, 94651, 56685, 2238, 63447, 7648, geistigen Phänomene hatte und insofern als Kri- Noch fühleres Wetter. An der Rückseite der um2000 Kč die Lose 92278, 119187, 53666, 99967, Positivismus und einem an individuellen Erleb- por. Bei uns lagen die Temperaturen, und zwar be= tit an einem nur an der Erfahrung haftenden fangreichen Störung über der Ukraine bringt gegen Mitteleuropa von Skandinavien her kühlere Luft Die neue japanische Offensive in SüdShantung ist abermals gescheitert. Die Chinesen 26740, 17100, 17210, 48877, 87636, 99565, 12712, 105299, 76595, 45463, 118570, 97430, 30715, nissen haftenden Psychologismus hätte fruchtbar fonders auf den Bergen bereits Dienstag nadimit. haben ihre Stellungen in der Umgebung von 51988, 38082, 79659, 41795, 43461, 85469, 96262, perben tönnen, ist bei seinen bekanntesten Schi taas etwas tiefer als Montag. Im Riesengebirge Taiertschwan behauptet; im Süden gelang es 84357, 66083, 36022, 90500 20014, 54794, 63557, Tern( die bald in Gegensaß zum Meister gerieten) und im Gesente fühlte es sich bis unter den Gefrierden chinesischen Truppen, den Feind zur Stadt 57863, 86597, 15689, 55794, 55534, 69469, 83587, sehr bald aur bloßen metaphysischen Spekulation punkt ab. Die Zufuhr tühlerer Luft, die noch in den Linji abzudrängen. 48905, 89601, 115219, 82669, 42205, 88251, 74147, geworden. Der inzwischen verstorbene Mag Sche- nächsten Tagen anhalten dürfte, wird von zeitweisen In der Provinz Anhui kam es zu einer 7111, 38189, 20288, 76365, 49101, 50364, 20345, Ter in Köln fam über die Phänomenologie zu einer Regenfällen begleitet sein. Wahrscheinliches WetSchlacht, welche die Chinesen nach blutigem 7020, 61542, 66484, 87285, 29888, 35028, 72164, religiös- katholischen Philosophie, und Heidegger, ter Mittwoch: Vorwiegend bis wechselnd bewölkt 12504, 33429, 112055, 113234, 113517, 94127, der heute eine philosophische Größe des National- Niederungen unter 5 Grad, auf den Bergen Froit. mit Regenfällen, Vormittagstemperaturen in den Kampfe für sich entschieden. Die an der Grenze 1966, 107644, 7172, 49520, 47457, 110244, 111717, der Provinzen Anhuj und Kiangsu konzentrier- 80556, 38806, 38837, 57989, 109685 118517, 18500, fozialismus ist, machte aus Husserls Lehre einen Nachmittagstemperaturen über 10 Grab, in den ten chinesischen Truppen unternahmen gestern 41378, 108109, 94657. 102777, 28052, 69330, über alle Sindernisse der Wirklichkeit und der Lo- Karpathenländern um 15 Grad. Norbost- bis Nordeinen plötzlichen Angriff und drängten den Feind 110911, 40576, 30474, 119744, 53554, 76430, 8411, ait hinweggaloppierenden Idealismus, der will wind. Wetteraussichten für Donnerstag: bis auf 18 Kilometer gegen Nanting zurück. 96297. fürlich Werte verkünden oder ablehnen kann. So Noch teine wesentliche Aenderung, etwas wärmer. Die Chinesen 18 km vor Nanking Die chinesische Gesandtschaft in Prag stellt folgende Meldung über die Lage zur Verfügung: Der chinesische Generalstab bestätigt die Meldun gen über einen großen Sieg der chinesischen Flie= ger, denen es bei einem japanischen Anflug von 18 Bombern und 21 Jagdflugzeugen gelungen ist, acht Bomber und zwölf Jagdflugzeuge abzuschießen. Prag. Bei der Dienstag Biebung der der V. Stlaſſe der 88. tschechoslowakischen Stlassen lotterie wurden nachstehende Gewinste gezogen: Prag, 3. Mai. Am heutigen 13. Ziehungstag der V. Klasse der 38. tschechoslovakischen Klassenlotterie wurden nachstehende Gewinste gezogen: 200.000 Kč das Los 45835. 50.000 Kč das Los 57075. 10.000 Kč das Los 13688. 39431, 61297, 35624. Aussia war die erste Stadt im gemischtsprachigen Gebiet, wo die tschechischdeutsche Veranstaltung arrangiert wurde. In der aleichen Fassung wird sie jezt in Troppau stattfinden. Die Ausstellung wurde in Aussig von insgesamt 13.538 Personen und 207 Schulen, hievon 166 deutschen, besucht. Die 5000. Nr. 104 Mittwoch, 4. Mai 1938 Seite S und Woche di« (17.8 100 100 ISO 100 1ÜÖ 1 1 100 100 lOtt 100 100 100 liinbcr Vertrages, für den die Verhandlungen ge- meinfmn geführt wurden, wird bis 30. April 1039 verlängert. In den drei Gebieten arbeiten derzeit an die 20.000 Arbeiter und Arbeiterinnen. Alle Produktionszweige unserer Land wirtschaft erfordern Berücksichtigung Oberlippe, Nur mit einer eigen- konstruierten Bartbinde konnte diese zugleich drohend und lächerlich wirkende Barthaltung erzwungen werden. Haby machte den Kaiserbart und da» kaiserliche Vorbild wurde vielhunderttausendmal nachgeniacht,— so entstand eine Armee speertragender Gesichter.— Seit Wilhelm II. auf diesen Bart verzichtet hat, sieht er weniger„gemacht", untheatralischer, aber auch menschlicher au». Er ist nicht mehr wie früher seinem Bart eine bestimmte dazugehörige Haltung schuldig. Gin« Internationale Briefmarken-Aufstellung. Die Prager Philatelisten beenden die lebten Vorbereitungen zur Internationalen BriefmarkenauS» stellung„Praga 1088", die am 26. Juni d. I. eröffnet wird. DienStag hatten die Veranstalter der Ausstellung die Vertreter der Prager Tagervresse zu einer informativen Zusammenkunft eingeladen, um sie über die Vorbereitungsarbeiten zu unterrichten. ZentralausstellungSgebäude wird das Nat'.onalbauS in Prag XIl sein, wo in allen Sälen Erpositionen und in der Sokolturnhalle die Ausstellung der Jugend untergebracht sein wird. I» einem Saale werden die Exponate der Postverwaltungen verschiedener Staaten untergebracht sein. Bisher haben die Tschechoslowakei, Großbritannien, Belgien. Frankreich, Luxemburg, Italien.Japan. Norwegen. Estland, Ungarn, Holland und das Postmukeum von Liechtenstein gemeldet. Ferner wird dar Internationale Arbeitsamt ausstellen. Bereits heute liegen 430 Anmeldungen von Ausstellern vor, deren Fahl wahrscheinlich 500 überschreiten wird. Von den bisher angemeldeten Sammlungen ist eine auf 850.000, eine andere auf 250.000 versichert. Sämtliche Sammlungen dürften wahrscheinlich auf 25 bis 80 Millionen XL versichert werden. Im Rahmen der Ausstellung findet auch die zweite Internationale Ausstellung der philatelistischen Presse statt, deren Erpositionen Im Hause für Landiwrtschaftliche Kultur. Prag XII, Slezskä, untergebracht sein werden. DaS Protektorat der Ausstellung bat der Präsident der Republik übernommen. Die AttSstelluna. die am 26. Juni eröffnet tverden wird, wird neun Tage bis zum 4. Juli dauern. Die Folgen des Anschlusses für unsere Seidenindustrie Die Seidenindustrie ist durch den Anschluß Oesterreichs an Deutschland empfindlich bctrossen. Durch die politischen Umwälzungen wurde die bereits bestehende Stagnation dieses Produktionszweiges noch weiter verschärft. Zahlreichen Betrieben droht die Gefahr von Einschränkungen, Aussehen der Arbeiter und Angestellten und Entlassungen. Einige Unternehmungen haben bereits die Arbeitszeit gekürzt. Die Unternehmer unternehmen nunmehr zusammen mit den Gewerkschaften Borsprachen bei den Regierungsstellen, um die härtesten Auswirkungen der derzeitigen Lage zu mildern. Bor allem wurde auf die Notwendigkeit Hingeiviesen, mit raschester Beschleunigung die entsprechenden Handelsvertragsverhandlungen aufzunehmen. damit alle Unklarheiten, besonders beim BeredelungSverkehr, der für die inländischen Seidenfabriken lebenswichtig ist, beseitigt werden. (DStD) Kb 658.— 765.— 17.10 540.30 536— 662.50 80.20 143.25 28.65 151.00 1508.— 64.80 484.— 639.— 738.— Volksabstimmung abzuhalten. Mit dieser Abstimmung wird, wie es in dem»MobilmachungSauf« ruf an alle Juden in den Vereinigten Staaten von Amerika" heißt, bezweckt, eine einheitliche jüdische Front gegen den ivachscnden Antisemitismus in der ganzen Welt zu machen und eine jüdischnationale Verteidigung in Form von politischer Einmischung und wirtschaftlichem Boykott bzw. Unterstützung aufzubauen. Bei dieser jüdischen Abstimmung sollen, wie bereits beschlossen wurde, 400 Abgeordnete gelvählt tverden, die im September in New Aork den ersten»Jüdischen Weltkongreß" abhalten werden, an dem noch 32 jüdische Delegierte aus anderen Ländern der Welt teilnehmen werden. Auf diesem Weltkongreß sollen zunächst die Unstimmigke'ten unter der Judenschaft selbst beseitigt werden, dann sollen die Gründe für den wachsenden Antisemitismus geprüft und ein gemeinsames Abwehrprogramm aufgestellt werden. In dem Entwurf der Abstim» mungSformnlare wiü> u. a. gefragt, ob der Ab» timmende für die Gründung eines freien Juden» ßaateS in Palästina sei und ob er sich für den Boykott Deutschlands, einschließlich des Landes Oesterreich, einsetzen wolle. Autodafe im BaSkenland. In Algorta(BaS- kenland) ging die wertvolle 45.000 Bände enthaltene Bibliothek von Lezama-Lehuizamon, die auch die bedeutendste baskische Büchersammlung umfaßt«. in Flammen aus. Obwohl die Rebellen von einem.unglücklichen Zufall" sprechen, liegt eS klar auf der Hand, daß es sich hier um eine faschistische Bücherverbrennung handelt, durch die unabschäh» bare Werte der baskischen Kultur vernichtet wurden. ' Wilhelm II. wichtigster Untertan, der Mann, dem er sein martialisches Aussehen verdankte, der H o f f r i s e u r H a b y, ist im 77. Lebensjahre gestorben. Sein Werk, seine Idee und seine Tat war der berühmte„ES ist erreicht"«Bart, daS Emporstehen der Schnurrbarlenden zu beiden Seiten der DI« Industrialisierung der Slowakei Prrsiburg. Die Zentralvereinigung der slowakischen Industrie hielt Dienstag ihre Generalversammlung ab. Der Vorsitzende, Dr. Jng. Milan Zufsa, referierte über die Tätigkeit im abgelaufenen Jahre. Er führte u. a. aus, daß das Jahr 1087 nach einer langen Krise ein gutes Jahr für di« Industrie gewesen sei. Die Industrialisierung verzeichne in den letzten Jahren gewisse Fortschritte und daS vorliegende Programm beweise, daß auch in der nächsten Zukunft die Entwicklung günstig ein werde. Hierauf sprach HandelSininister Rudolf MlL'och. Er führte in seiner Ansprache aus, daß in den heutigen schweren Leiten die verantwortlichen Faktoren unserer Industrie ruhige Nerven bewahren müßen. Wir müssen unS alle um die Erhaltung des Lebensniveaus der breitesten Schichten kümmern und darum bemühen wir uns, die handelspolitischen Beziehungen unseres Staates bei geeigneter Gelegenheit zu vervollkommnen. Im Vorjahre wurde eine ganze Reihe solcher Verträge abgeschlossen und bei allen kann ein? Verbesserung gegenüber dem Stande verzeichnet werden. Dies hat sich meist auch bereits in den statistischen Daten unseres Importes und Exporte» gezeigt. Generalsekretär Dr. Jng. Zatiko führte in seinem Berichte aus, daß das Jahr 1087 als eine Periode besonderer Bewegung auf dem Gebiete des politischen und wirtschaftlichen Leben« charakterisiert werden könne. Die Gesamtbeschäftigung der Jndustrieerzeugung der Welt war 1987 wesentlich höher als im vorangegangenen Jahre. In der Tschechoslowakei war das Ansteigen der Beschäftigung in der Industrieproduktion im vergangenen Jahre sehr bedeutend. Unsere Ergebnisse auS dem Vorjahre können in vieler Beziehung ruhig mit den ijn benachbarten Deutschen Reiche erzielten Ergebnissen verglichen werden. Lohnvarhandlungen In der nordbühmlschsh Textilindustrie Die Verhandlungen über die Lohnregelung in der nordbähmischen Textilindustrie sind abgeschlossen. Die Arbeiter erhalten«ine Aushilfe in der Form von Hellerzulägen für 8000 Stunden in der gleichen Höhe wie im Vorjahr. DI« Aushilfe bewegt sich bei den Webern von 510 bis 680 KL und gelangt in 5 Raten zur Auszahlung. Die Gültigkeit tzes Reichenberg-Tannivald-Fried- Prozent) und Hartmanitz(16.2 Prozent). ES braucht nicht erst besonder« betont werden, daß in den hier angeführten und noch vielen gleichgearte- ten Bezirken deS sudetendeutschen Gebiete- dem Getreidebaue fast gar keine Bedeutung zukommt, und daß deren Bewohner, die fast keine Körnerfrucht zu verkaufen haben, kein Interesse an übermäßig hohen Getreidepreisen haben. Die Tabellen Über die Getreide-Fruchtarten zeigen: RoggenundHafer, sowie die Futterpflanzen sind die entscheidenden Fruchtgattungen der sudetendeutschen Landwirtschaft. In einzelnen Landstrichen kommen andere Fruchtgattungen hiezu, die von ausschlaggebender Bedeu- tuna lind: In erster Linie ist' üopfenbau zu nennen, der zur Zeit der landwirtschaftlichen Betriebszählung noch zu 55 Prozent in den über- Iviegend deutschen Bezirken lag. dann der O b st» und Weinbau und schließlich atich der Flachsbau. Die Kartoffel-Anbaufläche nimmt einen großen Raum ein, doch ist ihr Anteil im tschechischen Gebiete größer. Diese Bodenverhältnisse in der Mehrzahl der deutschen Bezirke bedingen eine erhöhte Viehhaltung. In den sudetendeutschen Gebieten kommt der Viehhaltung üb« r- ragendeBedeutungzu. Die Zahl der R i n d e r, in erster Linie der Kühe, übersteigt weit den Durchschnitt der gehaltenen Tiere. DaS gleiche gilt für die Z i e g« n. Während in Böhmen-Mähren auf 100 Hektar landwirtschaftlichen Boden 60 Rinder, davon 88 Kühe, und 14 Ziegen(SiaatS- durchschnitt 53. 20, 10) entfallen, betragen die betreffenden Durchschnittszahlen der Überwiegend deutschen Bezirke 75. 43 und 20. ESistklar, daß die üderwiegende Mehrheit der sudetendeutschen Landwirte, angewiesen auf die Viehhaltung und ihreErträgnisse. an einer diese günstig beeinflussenden Agrarpolitik interessiert ist. Die Schweinehaltung bleibt vor allem in Böhmen hinter dem Durchschnitte zurück. Dieselbe Beobachtung machen wir auch bei Geflügel, bei Rinder-Masttieren, die im Futterbaugebiete Böhmens nicht einmal ein Drittel des Landesdurchschnitte- aufweisen, und den Zuchtsäuen, deren Zahl im Getreidekartoffelbau» und Futterbattgebiete äußerst gering ist. Unsere Betrachtung zeigte in erster Linie, daß die von Deutschen bewohnten Landstriche BöhmenS- MäbrenS weit ärmer find als da» tschechische Gebiet. Wir sehen aber auch, daß in unseren sudetendeutschen Gebieten Produkte gebaut werden, die durch die Agrargesetzgebung bisher sehr stiefmütterlich behandelt tmirden. Es ist deshalb nötig, daß in der Agrarpolitik Wandel geschaffen werden muß. Die deutschen Gebiete haben im Rahmen unserer Agrarproduktion«in« tesondere Aufgabe, die ihr gestchert und zu deren Ausführung ihr alle- Nötige bereitgeftellt werden muü.(f.) IAA-Konferenz über Arbeitszeit im Bergbau Genf. Im Internationalen Arbeitsamt wurde Montag eine technische Konferenz für die Verkürzung der Arbeitszeit im Kohlenbergbau er- öfsnet, zu der folgende neun Länder Regierung»-, Unternehmer- und Gewerkschaftsvertreter entsandt haben: Tschechoslowakei. Belgien. Chile, England, Frankreich, Holland, Polen Jugoslawien und ÜSA. Griechenland ist durch einen Beobachter vertreten. Zum VorHtzenden wurde der belgische Negierungsvertreter Raven, Generaldirektor der Bergwerke, gewählt. Neudaker Prozefl nunmehr In£ger Neudek.(Eigenbericht.) Dienstag früh wird die Verhandlung fortgesetzt. Noch immer ist einer der beiden SdP«Konspiranten am Pressetisch zu sehen, doch hat sich Dr. Meinl von dem gestrigen Schlag sichtlich ttoch nicht erholt. Zu Beginn der heutigen Verhandlung benennt Dr. Henisch weitere Entlastungszeugen für Oberlehrer Plank und Bürgermeister Winterstein. Der Zeuge Reitzner sagt in einem für Plank günstigen Sinn auS. Die Zeugen Kraus und Ficker entlasten Plank ebenfalls. Ter Zeuge Pecher bestätigt, daß Winterstein keine strafbare Handlung begangen habe. Die steinesammelnden Frauen, so sagte dieser Zeuge, sind offenbar nur der Phantasie gewisser Leute entsprungen. Der Zeuge Rudolf Heidler entlastet auch den Angeklagten Fuchs. Josef Sandner gibt an, während der Zu- sannnenstöhe mit Fuchs beim NotauSgang der Turnhalle gewesen zu sein. Der Zeuge gibt aber an, daß auf der Seite des Zaunes, an der die SdP-Ordner standen, die Latten abgerissen gewesen seien. Da« läßt eindeutige Schlüsse auf die wirklichen lluruhestister zu. Der 1036 pensionierte Polizeiinspektor Roßmeißk sagt, er habe von den vom Winterstein gefundenen Notizbuch nicht- gehört. Es wird jedoch festgestellt, daß dieser Zeuge init Winterstein und dem jetzigen Polizeiinspektor Sander nicht auf gutem Fuße steht. Ein achtzehnjähriger Entlastungszeuge, der zur Zeit der Vorfälle 15 Jahre alt gewesen ist, gibt an, daß die Henleinordner auf den Ruf: „Ein Ordner toi" I vorgegangen seien. Nach der Vernehmung von zwei Entlastungszeugen für den kommunistischen Angeklagten Zuleger erklärt der Vorsitzende zur allgemeinen Ileberraschung, daß die nächste Verhandlung Mittwoch früh 9 Uhr in E g e r stattfinden werde. Steuererhebungen In Frankreich Paris. Die ersten RegierungSsinanzdekrete haben eine gewisie Enttäuschung hervorgerufen. ES gilt da- insbesondere von der allgemeinen und pauschalen Erhöhung aller staatlichen Steuern um 8 Prozent. Die Rechte erwartete ein Streikstatut und die Ausschreibung einer Anleihe der Nationalverteidigung sowie auch Bedingungen für eine größere wirtschaftliche Entfaltung und Betriebsentwicklung. Auf der Linken wiederum ist man der Ansicht, daß die Steuererhöhung unaustveichlich eine weitere Steigerung der Teuerung zur Folge haben wird. Tie französische Regierung bereitet für die nächste Kundmachung weiterer Dekrete vor. Unsere Landwirtschaft weist eine Reihe grundverschiedener Erzeugung-gebiete auf. Nur eine Agrarpolitik, die a l l e Produktionsgebiete gleichmäßig berücksichtigt, kamt alle. Schichten de- Landesvolles befriedigen. Wir haben schon wiederholt auf die Probleme verwiesen, die sich daraus ergeben, daß im deutschen Gebiete die Landwirtschaftsbetriebe noch mehr alS im tschechischen Ergänzung« wirtschaften sind. Auch der Frage der Bodenverteilung und dem Pächter Problem wurde entsprechende» Augenmerk gewidmet. Wir wollen beute eine allgemeine Charakteristik der sudetendeutschen Landwirtschaft folgen lasten. Dabei fällt sofort die gegenüber dem tschechischen Gebiete bedeutend Höhere durchschnittliche Seehöhe auf. Sie beträgt in den überwiegend deutschen Bezirken Bühnten« 580 und Mähren» 512 Nieter gegenüber etwa 425 Meter in den tschechischen Bezirken. Zwei weitere markante Tatsachen sind der geringe Anteil der deutschen Bezirke am R Ü b e n» baugebiete und der unverhältnismäßig hohe Anteil am Futterbau gebiete. Bon mSgesamt 68 Gerichtsbezirken im Rübenbaugebiet« waren nur acht deutsche(lech» in Böhmen, zwei in Mähren). Dagegen finden wir im Futterbaugebiete 60 deutsche Gerichtsbezirke(48 und 12) von insgesamt 80. Die übrigen Produktionsgebiete zeigen folgende» Bild: Bon den 188 Gerichtsbezirken de» Getreidebaugebietes sind 49 deutsche(85 und 14), worunter sich allerdings auch die Hochflächen de- Tepler Lande», de« Duppauer Gebirge» und der ganze ErzgebirgSstreifen von Karbitz bi» Görkau mit Ausnahme von Katharinaberg befindet, die eigentlich Futterbaugebiete sind, so daß sich der Anteil der Getreidebaugebiete ermäßigt und der Anteil de» Futterbaugebiete» noch steigt. Al» Getreidekartoffelbaugebiet wird daS fast durchiveg» tschechische Gebiet südlich der Sazawa von Prag bis über die böhmisch-mährische Höhe bezeichnet. Die in diesem. 50 Gerichtsbezirke umfastenden Landstriche, liegenden fünf(zwei und drei) deutschen Bezirke, zählen zu diesem Prodnktion-gebiete. Reben dem starken Anteile deS reinen FutterbaugebieteS, da» der sudetendeutschen Landwirtschaft ba» Gepräge gibt, tritt da- Gctreidcbaugebiet hervor, jedoch jene» Getreibebaugebket, in dem vorwiegend Koni, Hafer und Kartoffeln gebaut tverden. Die ungünstige Lage der meisten deutschen Bezirke bedingt einen geringen Anteil de» A ck erbe d e n s an der Gesamtfläche. DaS trifft besonder« für Böhmen zu, doch ist auch im Futterbaugebiete Mährens das Berhältni» ungünstig. Während der Anteil des Ackerlandes in ganz Böhmen 50 Prozent ausmacht, ist er in den deutschen Bezirken des Getreide-, Kartoffelbau- und de» Fut- terbaugebiete« bedeutend geringer. Er beträgt in ersterem etwa 44. in letzterem gar nur 88 Prozent. Dagegen ist der Antest der Wiesen und de» Walde» entsprechend höher. Zur Jllpstration seien nur wenige Beispiele au» dem Zahlenmaterial der landwirtschaftlichen Betriebszählung angeführt: Im RizsengehirgS-Gerichtöbezirk; Marschendorf beträgt der Anteil de» Ackerlandes am landwirtschäftlichen Boden 10.1 Prozent, im Rochlitzer 14 4 Bro-ent. im TannWälder 14.6 Prozent, in dem Böhmerwald- Gerichtkbezirke Wallern 11.2 Prozent, im Winterberger 16.7 Prozent. Der Anteil de« Walde» beträgt im GerichtSbezirke Rochlitz 67.2 Prozent. Marschen- . darf 67.2 Prozent. In den anderen Bezirken ist der Wald-nteil etwa» geringer, jedoch der Anteil der Wiesen sehr hoch. Er beträgt im Gerichtsbezirk Wallern 31.7 Prozent. Tannwald 24.2 Prozent, Be« Man erhält für 100 Reichsmark.... Markmünzen...» rumänisch« Lei.. polnisch« Zloty... ungarische Pengö.. Schweizer Franken. französische Franc». englisches Pfund.. amerikanischer Dollar. italienische Lire.... holländische Gulden... jngokiawische Dinare.., BelgaS dänische Kronen..,, schwedische Kronen,,, Ein Taubstummen»Chor. Die taubstummen Bettler deS berühmten orientalischen Markte» von Sarajevo haben dieser Tage unter dem Namen „Hafif Alaj" einen Chor gebildet, dessen erste« Gastspiel auch schon anläßlich der Heirat eines rei chen Mohammedaner« vor sich gegangen ist. Die Lolalpresse meldete hierzu, daß man wohl noch niemals 26 Menschen mit toternjten Gesichtern einen derart greulich verstimmten und unartiku lierten Gesang von sich gegeben haben, dazit noch in der lleberzettgung, völlig richtig zu singen. Der etwas grobe Spaß hatte sür die Bettler selbst an genehme Folgen, da jeder von ihnen einen An zug, Esten und Geld al» Geschenk erhielt. Außer dem ist der Taubstummenchor einzeladen worden, auf noch fünf weiteren Hochzeiten zu singen. Die Fürsorgebehörden haben ausdrücklich ihre Ein willigung hierzu gegeben, da die Bettler für ihre Kunstdarbietungen gut entlohnt werden. Streik beim KönigSbesuch. 500 Chauffeure der schottischen Automobilverkehrsgesellschaft sind gerade an dem Tage in den Streik getreten, an welchem der König von England die Ausstellung dc» britischen Imperiums in Glasgow eröffnete. Die Ursache des Streiks ist die von der Gesellschaft einen der Chauffeure gegebene Kündigung. Da» Syndikat, dem die Streikenden angeboren, hat je doch abgelehnt, dem Streik offiziellen Charakter zuzuerkennen. Die Zigeuner wollen keinen Diktator. Auch in dem territorial nicht begrenzten Reiche der Zi geuner scheinen sich ernste Ereignisse vorzubcrei- ten. 10.000 Zigeuner haben dem im vorigen Juli gewählten„König" Kwiel I. ein regelrech te- Ultimatum übersandt, in dem sie ihn auffor- dern. sofort ein Parlament der Zigeuner einzu berufen, und erklären, sie wollten nicht länger »nter seinem autokratischen und diktatorischen Re gime leben. T>ie Zahl von 10.000 ist aber eine Minderheit, denn die Anhänger de» König» Kwiek I. beziffern sich auf eüva 28.000. E» ist darum nicht ausgeschlossen, daß der Zigeunerkönig das Ultimatum damit beantwortet, daß er«ine Volksabstimmung der Zigeuner über die Frage der Rechtmäßigkeit seiner Herrschaft veranstaltet. Au« alledem kann eine neue Königswahl oder mindesten» eine Wiederholung der vorjährigen Zusam menkunft der Zigeuner in Warschau zustande- kommen. Uniformen statt köpfe. Auch auf den Uni versitäten Innsbruck und Graz wurden die Vor lesungen im Zeichen des neuen politischen Kurse« eröffnet. Ein Teil der Studenten und auch einige Professoren erschienen in SA-Unisormcn. Soweit bekannt, wurden bisher der Professor der Grazer Universität Viktor H e h, der Nobelpreisträger und Entdecker kosmischer Strahlen Ist, weiter der Pro- fessor der Anthropologie und Nassenforschung an der Wiener Universität Josef W e n n i e r suspen diert. Bei beiden bildete den Grund der Suspen dierung die Eh« m i t I ü d i n n«n. Weiter wurde der ehemalige Rektor der Grazer Universi tät und Vorstand de» Physikalischen Instituts Dr. Hann» Benndorf suspendiert. Für die Studen ten der obersten Klassen der österreichischen Mit telschulen, die wegen illegyler Tätigest au-ge- schloffen worden waren, wurde nunmehr in Wien ein achtwöchiger Maturakur» errichtet. Diese Schüler werden auf Staatskosten in einem et^e» r.cn Internat Aufnahme finden und die gleichen Vorteile genießen wie die Mitglieder der illegalen Hitlerjugend und Sturmabteilungen. Amerikas Inden wehren sich. Der amerika nische Judenkongreß, der seit Montag unter Vor sitz des Rabbiners Wife in New Aork tagt, hat be« wmi schloffen, in allen Städten der Bereinigten Staa-!merkenswert sind'die"großenSÜttveide^Fliichen'in rrn am 20., 26. und 27. Junt eine jüdisches den Böhmerwaldbezirken Bergreichenstein Seite 6 Fazlawole Prager Zeitung Selbstmord eines Sextaners Der Schüler des sechsten Klaffe des Realgymnas fiums in der Stephansgasse Georg G. stürzte sich gestern vormittags aus einem Fenster des vierten Stocks des Schulgebäudes und blieb tot auf dem Sofe liegen. Erst einige Zeit nach seiner Tat wurde der leblose Körper von dem Bewohner eines Nach barhauses entdeckt. Georg G. soll die Motive seines Freitodes in einem binterlassenen Briefe geschildert haben. Da sie in diesem Fall weder in den bäuslichen noch in den Schulverhältnissen liegen. fönnen die Ursachen der Tragödie nur in der seelischen Reizbarkeit gesucht werden, welche das Pubertätsalter charakterisiert. Für den Winter vorgesorgt haben Einbrecher, die einem Pelzwarengeschäft in Prag XII., Fochová Nr. 42, einen Besuch abstatteten. Eintritt verschaffs fen fie fich nicht erst in das Geschäft. es genügte ihnen die Auslagenfcheibe, die sie mittels eines mit Badern umhüllten Steins funstvoll einschlugen. Velzwaren und Felle im Werte von insgesamt Kč 17.000. entwendeten sie und entfamen von niemand gesehen oder behindert. ,, Der Böhmerwald ladet euch ein!" Die unter diesem Motto veranstaltete Ausstellung erfreut sich eines regen Besuches. Die 10.000fte Besucherin er hielt ein schönes Service und für die" oder„ den" 15.000ften Besucher- man erwartet ihn demnächst ift schon ein wertvoller Preis vorgesehen: Anweisung auf vierzehntägigen Gratisaufenthalt im Böhmerwald. Der 8. Mai 1938- der Tag der Mütter, gleichzeitig der Tag erhöhter Propaganda für Popu lation, wird im Repräsentationshaus in Prag eingeleitet werden. Univ.- Prof. Dr. Trapl hält die Restrede über: Die Frage der Population als nas tionales Programm". Sozialdemokrat" Wochenspielplan des Nenen Deutschen Theaters. Mittwoch, halb 8 Uhr: Also gut, lassen wir uns fcheiden! 2 2. Donnerstag, halb 8: Hans Heis Mittwoch, 4. Mai 1938. Mr. 104 Der ,, Atus" veranstaltet gemeinsam mit der Festakademie im großen Saale des Palais ,, Nadio" in Prag XII., Fochova. Programm: Eröffnungsbild und Sprechchor( mit der„ Deutschen Volksfinggemeinde") ling, neuinszeniert, 62. Freitag, halb 8: Also NW und der„ Volksfinggemeinde" am 7. Mai gut, lassen wir uns scheiden! D. Samstag, um 20 Uhr eine halb 8: Hans Heiling. B 1. Sonntag, halb 3: Dirie, halb 8: Also gut, lassen wir uns scheiden! beendet. Das Schauspiel verzeichnet in den sieben A 2. Monaten feit Oftober eine Leistung von neun Neu- Wochenspielplan der Kleinen Bühne. Heute, einstudierungen mit 46 Aufführungen, 21 Premieren Mittwoch, halb 8: Soffnung, Gastspiel Leopold mit 153 Aufführungen, zwei Uraufführungen( Hel- Stramer, Erstaufführung.- Donnerstag, 8: Kam ler- Schütz:„ Der Vorhang fällt" und Mayer- merjungfer. Freitag, 8: Hoffnung. Gastspiel LeoErner:„ Die Blücher s"), die elfmal wiederholt pold Stramer. Samstag. 8: Hoffnung. Gastspiel wurden. Dazwischen aaitierten die English Stramer. Sonntag, 3: Liaison, 8: Bu viel a Players mit„ Oscar Wilde", die Erl Bühne milie. mit„ Erde" und dem„ Verlegenheitsfind" und das ofefstädter Theater mit Birabeaus„ Pas radies". Die fünstlerisch eindrucksvollsten Abende waren:„ Kabale und Liebe", Shaws" Teufelsschüs ler". Hauptmanns„ Ratten". Ibiens" Stüßen der Gesellschaft". Neitrons„ Kambl"; als ungemein er Klub„ Die Tat". Der Vortrag des Abgeords folgreich erwiefen sich die musikalisch untermalten eten Wenzel a tich: Der Westen und Luitivielchen Kleines Glück auf der Wieden" und wir", erivedt in weiten Streisen so großes InterDas Ministerium ist beleidigt". Besondere Zug effe, das zwingt, ihn am Donnerstag, den kraft übten Varfstraße 18" und Bunjes luftiger 5. Mai, 20 Uhr im großen S „ Etappenhas". leberdurchschnittliche Aufführungs- an b werfer bereine& abzuhalten. Saale des gablen erreichten auch Nofters Gefängnis ohne Gitter" und Laizlos„ Varfümerie". Die Operette brachte 15 Neueinstudierungen in 69 Aufführungen, elf Premieren mit 91 Aufführun gen. Benattys Berzen im Schnee", D. Strauß' Drei Walzer". Grüns Madame Sans- Gene", die Stolz Operette„ Der süßefte Schwindel der Welt". der„ Karneval in Rom" von J. Strauß und„ Ta tjana" von Grams famen zur Erstaufführung in der Tschechoslowakei. Im Durchschnitte erwies fich im Schauspiel und in der Operette die Notwendigkeit, in jeder Woche ein neues Wert auf die Bühne zu bringen, weil die fonstante Aufführungszahl bei sechs bält, wenn auch einzelne Erfolgsstüde bis fünfzehnmal wiederholt werden konnten. Sechs Opernabende waren eine wehe Erinnerung an die entschwundene bessere Zeit, da Teplit noch eine eigene Oper ertragen konnte. Die abgelaufene Spielzeit hat den Beweis er Verschobene Schwurgerichtsverhandlung. Wegen bracht, daß Direktor C. Surrie und seine Mit einer schweren Lungenentzündung des minderjähri- arbeiter den fünstlerischen und wirtschaftlichen Begen Haupt- Angeklagten vor dem Schwurgericht in stand unseres Theaters weiter ausgebaut haben. Man Brag entfällt die Verhandlung. Es handelt sich um fann alfo der weiteren Entwicklung wohl mit Puver den Ueberfall im Dezember 1937 auf den Chaufsicht entgegenſchen und dabei der Hoffnung Raum feur Rivola, den drei Jugendsche verübten, wobei geben, die Bevölkerung möge fo onferwilliger Vilidit fie gegen den Chauffeur zwei Schüsse abgaben. Auch erfüllung gegenüber auch der ihren in größerem der überfallene Chauffeur befindet sich immer noch Maße gedenken. E. Thöner. im Stranfenhaus. Vorträge Sport- Spiel- Körperpflege MAT Schweizer Arbeitersportler nach Ungarn. Einem Wunsch des ungarischen Arbeitersportverbandes ent sprechend, wird eine Sportler- Mannschaft des Schweizer Satus zur Austragung eines internatio nalen Meetings nach Budapest fahren. In der Zeit vom 14. bis 20. Juli d. J. organisiert die Reiseabteilung des Schweizerischen Arbeitersporthauses eine Gesellschaftsreise nach Budapest. Bisher sind leicht athletische und wassersportliche Wettkämpfe ins Auge gefaßt worden; eine eventuelle Ausdehnung auf weitere Svarten fann erst später festgelegt werden. Das Kurswesen des Schweizer Satus im Jahre 1937. Nach fünfjähriger Unterbrechung stand für 1937 dem Satus erstmals wieder eine Bundesfubvention von 17.850 Franken zur Verfügung. Das neben steuerte die Firma Nestle- AG in Verben einen Betrag von 2650 Franken zur Durchführung von Kinderturnfurien und Trainingsturien für die Teil nehmer an der Winterolympiade in Johannisbad bei. Die Zentralfaffe mußte aber trotzdem noch zur Dekfung der Gesamtkosten der Sturfe 2941.50 Franken zuzahlen. Die Gesamtauslagen erreichten damit eine Höhe von 23.469 Franten. Gegenüber den VorKohlengasvergiftung. In ihrer Wohnung( WeinPraa hilft Brünn. Schon heute nachmittaas um fahren bedeutet dieser Betrag eine Mehrausgabe von berge) wurden der 40jährige Dozent Dr. Bergauer 4 1hr findet die Sondervorstellung von V+ durchschnittlich 8000 bis 10.000 Franten. Die verund feine 34 Jahre alte Frau ohnmächtig aufgefun- Best na oto"( Die Fauft aufs Auge) zugunsten der verschiedenen Surfe 16, davon elf mit Bundesfubden. Man schaffte fie fofort auf die Klinik des Prof. 42 deutschen demokratischen Brünner Schauspieler.vention befaßten sich mit Turnen, Leichtathletik, Synet, wo eine schwere Kohlenorydvergiftung fon- veranstaltet vom Klub der tschechischen und deutschen Turnspiele, Schiverathletif, Schwimmen, Fußball, Bühnenangehörigen und dem Osvobozené divadlo. Stifahren, Verwaltung. Voren und Abendunterbal Fahrpreisermäßigung für Blinde auf den Straftatt. Reftfarien noch im Klubiekretariat( im Manes tungen. An diesen Kursen nahmen insgesamt 4155 kenbahnen. Blinde, die feine Invaliden- Negtarie gebäude) und an der Kaisa des Osvobozené divadlo. Personen teil. bejizen, fönnen ab 1. Mai ihren Begleiter gratis mitnehmen, wenn sie für sich eine Karte zu Kč 1.20 faufen und sich mit einer, mit Photographie versche= nen, und einer Blindenorganisation bestätigten Blindenlegitimation ausweisen. Blindenlegitimatio nen( mit Photographie) wurden zu diesem Zwede im Einvernehmen mit den Elektrizitäts- Unterneh mungen der Hauptstadt Prag ausgearbeitet und wer den Blinde kostenlos von der Zentral- Blindenfürforge in Prag II., Na Poříčí 37, ausgegeben. statieri wurde. Die Telephonpropaganda Aftion in Liboc. Telephonverwaltung veranstaltet im Bereiche der automatischen Telephonnebenzentrale( in Liboc) in der Zeit vom 16. bis 31. Mai 1938 eine Telephon propaganda- Aktion mit 50 Prozent Ermäßigung der Banbeiträge. Die Anzahl der Anmel dungen ist jedoch beschränft. Es ist daber im Intereffe derjenigen, welche auf Errich tung von Stationen zu günstigen Propagandabedin gungen reflektieren, sich bei dem Poitamte Praha 54 ichon zu Beginn der angeführten Zeit anzumelden, weil auf spätere Anmeldungen eventuell nicht Bezug genommen werden könnte. Kunst und Wissen Stadttheater Teplitz- Schönau Schluß der Spielzeit Samstag, den 30. April, wurde die Spielzeit 1987/38 mir den legten Vorstellungen in beiden Sälen(„ Teufelsschüler" und„ Blume von Havaii") Judy Garland, Ronald Sinclair und Mickey Rooney in dem Film ,, Der Siegeslauf" Begrüßung: 1. Schülerfreiübungen für das Bezirksturnfest 2. Tanz der Schülerinnen 3. Gymnastik der Turnerinnen 4. Bodenturnen der Turner 5. Note Wehr( Jiu Jitsu) 6. Barrenturnen der Turnerinnen 7. Gesundheitsturnen der Frauen 8. Volkstanz( Ländler) Pause 1. Redturnen ter Turner 2. Walzerreigen der Turnerinnen 3. Freiübungen der Turner 4. Kastenspringen der Turnerinnen 5. Kugelübungen der Turner 6. Midy? 7. Puppenballett 8. Aufmarsch aller Abteilungen 9. Staatshymne( ,, Deutsche Volksfinggemeinde") Anschließend Tanz. Eintritt Kč 6.-. Vom holländischen Arbeitersport. Die JugendBundesfommission wurde konstituiert und Leo Ph. Stork zum Vorsißenden bestellt. Diese Kommission beschloß u. a., den 26. Juni als den„ Tag der Ju nend" zu bestimmen und diesen im ganzen Lande zu feiern.- Zum SASI- Kongreß vom 28.- 29. Mai in Amsterdam wird ein großes Schwimmfest vorbes reitet. dig immer mehr neue Anhänger. In der letzten Zeit Die englische Arbeitersportbewegung erhält stän find die N. U. County Officers beigetreten, und es find weitere Verhandlungen zur Erfassung einer weiteren Union von 30.000 Mitgliedern im Gange. Sparta Prag spielte auf ihrer Rückreise von Brüssel am Dienstag in Leipzig, wo sie„ Tura" mit 3: 1( 2: 0) beſiegte. Aus der Partei Ausstellung Ernest Neuschnl. Der akademische Maler Ernest Ne ui cu I, einer der bedeutend sten sozialistischen Künstler unserer Zeit, veranstaltet in der Zeit vom 28. April bis 12. Mai im Hause des Kunstgewerbe, Brag II., Národní třída 36, eine Gesamtausstellung seines Werkes. Die Bezirksorga nisation hat mit dem Maler vereinbart, daß am Donnerstag, den 5. Mai, bon 17.30 bis 19 1hr eine Erfursion der Organisation in diese Ausstellung stattfindet. Ernest Neuschul wird selbst einen Einführungsvortrag halten und seine Werke erläutern. Ein fleiner Regiebeitrag wird eingehoben. Wir laden alle Genossinnen und Genossen ein, diefe interessante Ausstellung zu besichtigen. Vereinsnachrichten Allgemeiner Angestellten Verband, Ortsgruppe Prag. Mittwoch, den 4. Mai, 8 Uhr, Versammlung zu Ehren langjähriger Mitglieder im Kleinen Saale des Handwerkerheimes. Es feiern vier Mitglieder die 25jährige Mitgliedschaft, fünf Mitglieder die 30jährige, drei Mitglieder die 40jährige. Ins gesamt zählt die Ortsgruppe 38 Mitglieder mit mehr als 25jähriger Mitgliedschaft. Ein StenographieSchön und Wettschreiben findet am 18. Mai statt. Freie Vereinigung sozialistischer Akademiker. Mittwoch, den 4. Mai, spricht Genosse Mari Mern in unſerem Heim, Prag II, Spálená 46, über die SdP. Beginn: 20 Uhr. Gäste herzlich willkommen. DIE VERWALTUNGSORGANE UND DIE BEAMTENSCHAFT DER VEREINIGUNG DEUTSCHER KRANKENVERSICHERUNGSANSTALTEN IN DER TSCHECHOSLOWAKISCHEN REPUBLIK geben tieferschüttert Kunde, daß ihr Verbandsobmann, Herr JOSEF MAYER Landwirt in Eger am 2. Mai 1938, gegen 20 Uhr im 62. Lebensjahre in Eger verschieden ist. Der Verblichene hat als Mitglied des Ausschusses der Internationalen Zentralstelle der Sozialversicherungsträger, des Vorstandes des Versicherungsrates, Vereinigung von Verbänden der Krankenversicherungsanstalten, Mitbegründer der landwirtschaftlichen Krankenversicherungsanstalt Eger, langjähriges Mitglied des Vorstandes und seit 1929 Obmann des Vorstandes der Vereinigung, seine ganze Arbeitskraft und seine glänzenden menschlichen Eigenschaften in den Dienst unseres Verbandes gestellt. Die Trauerfeier findet am Donnerstag, den 5. Mai 1938, um 1 Uhr mittags in der Halle des Egerer Friedhofes statt, an welche sich die Ueberführung zur Einäscherung nach Karlsbad- Fischern anschließt. Der unauslöschliche Dank für alle Mühe und Arbeit sichert dem Dahingeschiedenen ein bleibendes Angedenken. PRAG, den 3. Mai 1938. Inserate werden lan Bezugsbedingungen: Bei Ruitelluna inshaus oder bei Bezug durch die Poft monatlich Ke 17.- vierteljährig Kč 51.-, balbjährig Kč 102,-, aanzjährig Kč 204 Tarif billigst berechnet.-- Rüdstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarten. Die Zeitungsfrantatur wurde von der Post- u. Telearabbendirektion mit Erlak Nr. 13.800 VI1/ 1930 belvilligt( Stontrollpoitamt Praha 25.- Druckerei:..Orbis". Drud. Verlags- u. Beitungs- A.- G. Prag.