it. n 1= 2 de 0: It: 0 6. #c et !" e, 0# 04 11, 2. a: 0: -d. : 1: 3 3 D 11 PETER 11 e P: ce 11 ct 3 Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoſlowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Einzelpreis 75 Heller Redaktion u. Verwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Berantwortlicher Redakteur: Karl Kern, Prag 18. Jahrgang Sonntag, 8. Mai 1938 Aus dem Inhalt: Hitler garantiert die Alpengrenze Eröffnung der Genossenschaftstagung Für eine neue Regierung Versammlungsverbot aufgehoben Nr. 108 Freundschaftlicher Rat der Westmächte Gut sozialdemokratisch Die Gesandten bei Krofta Keine konkreten Vorschläge - gut deutsch! Einen alten, beim Bürgertum aller Natios Prag. Der Minister für Auswärtige An- Am Vormittag hatte der Vorsitzende der Re- England, noch Frankreich gestellt, nen sehr beliebten Trick gebraucht die Sdp, gelegenheiten Dr. Kamil Krofta empfing Samstag gierung. Dr. Hodža, im Ministerratspräsidium fie überlassen den Inhalt der wenn sie ihren Wahlkampf, wie die Sonderan nachmittags den britischen Gesandten in Prag, den Außenminister Dr. Krofta empfangen, der Regelung der Regierung der weisungen des Hauptamtes für Propaganda" 2. C. Newton, welcher dem Minister des von der Konferenz des Ständigen Rates der Republik. In Berlin haben die beiden beweisen, wie auch ihre Zeitungen bereits zeigen, freundschaftlichen Interesses und der Bereitschaft Kleinen Entente in Sinaia zurückgekehrt ist. Die Mächte zur Mäßigung geraten, wobei England ausschließlich führen will als Stampf des Deutschder britischen Regierung versicherte, der tschecho- Unterredung betraf die Ergebnisse dieser Konferenz seine Interessiertheit an den mitteleuropäischen flowakischen Regierung bei ihrem Bestreben be- und war auch den angekündigten Besuchen des Dingen betonte. hilflich zu sein, die deutsche Frage in der Tsaje- englischen und französischen Gesandten in Prag doslowakei durch Erfüllung vernünftiger beim Außenminister gewidmet. Forderungen der deutschen Bevölkerung im Geiste Der Minister für Auswärtige Angelegen. der Erklärung des Ministerpräsidenten Chamber- heiten Dr. Krofta wird im Außenausschuß der lain vom 24. März d. 3. zu lösen. beiden Kammern etwa um den 20. Mai ein ExEine ähnliche Intervention beim Minister posee über die internationale Lage erstatten. Dr. Krofta führte auch der französische Gefandte De Lacroix durch, wobei er sich na mens feiner Regierung für eine solche Lösung der deutschen Frage in der Tschechoslowakei einjente, welche mit der Integrität des Staates vereinbar wäre. Die beiden Gesandten sprachen die Erwartung ihrer Regierungen aus, daß die tschechoslowatische Regierung in dem angedeuteten Rahmen bei der Lösung dieser Frage bis an die äußersten Grenzen ihrer Möglichkeiten gehen werde. Ph. Noel Baker in Prag Voraussichtlich Versammlungen in Komotau, Warnsdorf und Trautenau Montag nachmittags trifft, im Flugzeug. von London kommend, der bekannte Parlamenta. rier und Außenpolitiker der englischen Arbeiterpartei, Philip Noel Baker, mit seiner Gattin in Prag ein. Baker wird noch am selben Abend in einer gemeinsamen Veranstaltung der demokratischen Klubs„ Přítomnost" und" Die Tat" über das Thema ,, England und Mitteleuropa" sprechen. ( Weitere Redner: Abgeordneter Jaksch und Ghefredakteur Dr. L. Sychrava.)- Baker wird einige Tage feines Aufenthaltes in der Tichechoslowakei dem Besuche unserer fudetendeutschen Gebiete widmen. Vorläufig ist vorgesehen, daß Baker in Komotan, Warnsdorf und Trautenau zu unseren Arbeitern und ihren Vertrauensmännern sprechen wird. Belgischer Außenpolitiker in Prag Der bekannte außenpolitische Redakteur des Brüsseler sozialdemokratischen Peuple, Sag ( Zeras), dessen Aufsäße über mitteleuropäische Probleme wir wiederholt zitierten, ist Freitag zu politischen Studienzwecken in der Tschechoslowakei eingetroffen. Sar wird im Rahmen seiner informativen Besprechungen auch Gelegenheit haben, in den deutschen Gebieten mit unseren Organisa tionen in Fühlung zu treten. Valencia bombardiert Valencia. Hydroavione der Aufständischen bombardierten Samstag vormittags den Hafen von Valencia. Visher wurden 8 Todesopfer und 15 Verletzte festgestellt. Der Materialschaden ist bedeutend. Der amtliche Frontbericht von Freitag mel det: An der Ostfront beschränkte sich die Tätig leit auf folgenloses Gewehr- und Geschüßfeuer. An der Levantefront halten unsere Truppen mit außerordentlicher gähigkeit und großem Mut dem Druck der Rebellen in den Abschnitten Süste und AI i ag a stand. Von den anderen Fronten nichts Neues. Schwere Itallenische Verluste Die Verluste der italienischen Freiwilligen in Spanien feit Beginn der Aragon- Offensive am 9. März bis zum 30. April werden mit 611 Gefallenen( darunter 67 Offiziere) und 2416 Verlezten( darunter 197 Offiziere), 11 Vermißten und 3 Gefangenen, insgesamt also mit 3041 Mann angegeben. Die Bresse unterstreicht, Italien sei it o la auf diese Männer, die entscheidend zum Siege am Ebro beigetragen hätten. Der Besuch des englischen und franzöfifchen Gesandten beim Außenminister Krosta hatte, wie wir erfahren, den Zweck, der Tschechoslowakei den freundschaftlichen Nat zu geben, alles zu tun, um das Verhältnis der nationalen Mehrheit zu den Minderheiten zu regeln und es dabei an Entgegen kommen insbesondere gegenüber dem Sudeten deutschtum nicht fehlen zu lassen, wobei die Konseffionen nur so weit gehen sollen, als es die Son veränität der Tschechoslowakei zuläßt. Kon trete Forderungen haben weder " Auch in Berlin englische Intervention tums gegen die nichtdeutschen" Sozialdemokra ten, gegen die ,, Volksverräter". So war es schon immer in deutschen Landen, seit die Sozialdemokratie Wahlgegnerin des Bürgertums ist: Die Sozialdemokraten werden als Nationalfeinde erklärt, aus der Nation ausgeschlossen, als deutsch wird nur anerkannt, wer antisozialistisch wählt. Berlin.( Reuter.) Der britische Botschafter Sir Neville Henderson besuchte Samstag vormittags das Auswärtige Amt, wo Freilich, diesmal spricht einer, der seinen er vom Unterstaatssekretär Woermann Worten gleiches Gewicht beimessen zu können empfangen wurde. Es verlautet, daß der Befuch glaubt wie Wilhelm II., der die„ Sozialdemo mit den Londoner Beratungen der englischen und traten ,, vaterlandslose Gesellen" nannte. Wil französischen Staatsmänner in Angelegenheit der heim stützte sich auf die Macht des deutschen Tschechoslowakei im Zusammenhang steht. Staatsapparates Henlein weiß diese Wacht stüßend in seinem Rücken, er wäre ohne die Macht des nationalsozialistischen Staates nie Parteiführer geworden, ohne sie gäbe es nicht Sie Gleichschaltungsflut, die das Sudetendeutschtum erfaßt hat. So glaubt auch er, nach einem nicht unberühmten Muster, die Sozialdemokratie aus der Nation ausschließen zu tönnen, maßt seine Partei sich an, jeden als undeutsch zu er flären, der nicht für die sudetendeutsche Partei ſtimmt. Wie weiter gemeldet wird, hat Botschafter Senderson die deutsche Reichsregierung über den Schritt unterrichtet, den die britische Regierung Samstag nachmittags in Prag zu dem Zwecke unternimmt, um eie friedliche Lösung der Frage der deutschen Minderheit in der Tschechoslowakei zu erzielen. Auf zum Wahlkampf! Die Regierung hat die Bevölkerung in einer großen Anzahl von Gemeinden zu einer Wahlentscheidung aufgerufen. Trok den außerordentlichen Verhältnissen, unter denen dieser Wahlgang stattfinden wird, stellt sich die Deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei zum Kampfe. Sie ruft die arbeitende Bevölkerung und alle demokratischen Menschen des sudetendeutschen Volkes auf, am Wahltage ein Bekenntnis zu den Grundprinzipien der Demokratie und der Menschlichkeit, ein Bekenntnis zum nationalen Frieden auf der Basis der Gleichberechtigung der Völker, ein Bekenntnis zur sozialen Gerechtigkeit und zur europäischen Verständigung abzulegen! Die deutsche Sozialdemokratic wird den Wahlkampf in erster Linic gegen die nazistische Verhekung der sudetendeutschen Bevölkerung führen. Der schon so oft durch die Flüsterpropaganda angekündigte und von den sudetendeutschen Nationalisten sehnsüchtig erwartete faschistische Angriffs= frieg in Mitteleuropa ist- dank der Wachsamkeit der westlichen Demokratien zu einem halsbrecherischen Abenteuer gestempelt und dadurch verhindert worden. Mächtig regen sich in Europa die demokratischen so= zialistischen Gegenfräfte, welche keinen weiteren Triumph des Faschismus, keinen Ueberfall auf kleine Staaten und Völker mehr dulden wollen. Die deutsche Sozialdemokratie kämpft als eine tapfere Vorhut des europäischen Friedens- und Freiheitskampfes auf dem Boden der demokratischen Republik für einen Sieg der Vernunft in der sudetendeutschen Bevölkerung. Sie wird den Gleichschaltungspolitikern einen grandiosen Kampf liefern und ihnen beweisen, daß ihre Pläne dazu verurteilt sind, an dem eisernen Widerstand demokratisch- sozialistischer Gesinnung zu scheitern. Jede Stimme, die am Wahltage für die Kandidaten der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei abgegeben wird, ist ein historischer Beitrag zur Abwehr der Kriegsgefahr, zur Rettung der Freiheit und des Friedens, zum Wiederauf= bau eines neuen Europas der sozialen Gerechtigkeit und des friedlichen Zusammenlebens gleichberechtigter Völker. Schon zeichnen sich die Umrisse eines großen nationalen Friedens zwischen Deutschen und Tschechen ab; es reift endlich so das Werk, das in mühsamer Arbeit die Deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei in zwei Jahrzehnten vorbereitet hat. Wir rufen die sturmbewährten Kaders der sudetendeutschen Arbekterbewegung, wir rufen alle aufrechten, demokratischen Sudetendeutschen, mit uns den Wahltag zu einem großen Bekenntnistag für Frieden und Freiheit zu gestalten! Es ist wahr: Henlein hat eine große Partei zufammengebracht. Es ist wahr: außer der deut schen Sozialdemokratie gibt es teine des Wider standes, des entfchloffenen Kampfes gegen den Gleichschaltungszwang fähige deutsche Parter, neben ihr faum noch da und dort kleine bürgerItche Gruppen. Aber wie ist denn diese großze Partei geworden? Weil nun wirklich alles sich nach der Totalität sehnt, nach Verzicht auf eige nes politisches Denten, nach Aufgeben jeglicher eigener Meinung, nach Unterordnung, nach Schaftstiefeln und Uniform, nach Judenhaß und Neuheidentum oder deutschem Christentum". nach militärischer Ausrichtung der Leiber und Gleichschaltung der Gehirne? Nein! Seit allem Anfang war wichtiger als das, was die SdPRedner in der Deffentlichkeit sagten, die drohende Flüsterpropaganda, die unermüdlich durch das Land getragene drohende Verheizung:„ Es tommt der Tag!" Hitler wird kommen!" Heuer die Saar die Sudeten übers Jahr!" - und so wurde die sehr menschliche, aber doch wahrlich nicht als besondere Tugend zu preisende Angst der vielen, die eigentlich werbende Kraft. die wachsende Massen angst trieb der Sdy die Massen zu! Nach der Annerion Desterreichs entstand doch geradezu eine Panik:..Jegt ist es gewiß, daß Hitler auch zu uns tommi! Schnell in die Sdy, damit wir uns noch in letzter Stund retten!" Nicht jene Eigenschaften, die wir, weil sie wertvolle menschliche Eigenschaften sind, immer auch als wahrhaft deutsche Eigenschaften werteten: nicht Gesinnungstreue. Betennermut, Tapferkeit, Wahrheitsliebe, Menich, lichkeit führten der SdP die vielen zu. Sie wurde groß durch die aus Friedrichs II. stammenden preußischen Methoden, durch Gewalt und Drohung mit der Gewalt, durch Furchterweckung, und freilich auch durch Erzeugung von Untertanen, von Snechtsgesinnung. Und diese Partei maßt sich an, im Namen des Deutschtums zu sprechen! Sie erfrecht sich. im Namen des Deutschtums die deutsche Sozialdemokratie zu bekämpfen, deren ganze Geschichte die eines nie endenden Kampfes für Leben, Recht und Kultur der deutschen Arbeiter ist! Davon braucht Henlein nichts zu wissen, denn er ist ein Nationalist. Für ihn ist der sude tendeutsche Arbeiter nur Objeft der Politik und er interessiert ihn nur insoweit, als er hier auf die größten, ja auf unüberwindliche Schwierig Teiten der Gleichschaltung stößt. So ist's nicht anders möglich, als daß die Nazi in den So zialdemokraten die Feinde schlechthin sehen! Nicht in den Tschechen! Denn unter den Tschechen gibt es Geistesverwandte, mit denen sich die Sd zu verständigen hoffen kann. Mit den tschechischen Nationalisten gegen die deutschen Arbeiter! Auch die tschechischen Nationalisten sind ja bereit, mit Stile 2 Sonntag, 8. Mai 19.18 Rr. 108 ihren deutschen Gesinnungsgenossen gegen die Arbeiter zu gehen. Auch iin deutsch-tschechischen Problem offenbaren sich für den Tieferschaiiciideik zwar sehr eigenartige, aber durchaus begreifliche Gemeinsamkeiten der Chauvinisten auf beiden Seiten... WaS war die sudetendeutsche Arbeiterschaft, ehe der Sozialismus zu ihr kam, ehe sie sich ihre Organisationen baute, ehe sie sich unter den Jahnen der Sozialdemokratie zum Kampfe zu- sammenschloß? Sie war^verelendet, kulturlos,! kein Hoffnungsstern leuchtete über dem Armutü- lebcn der Arbeiter. Lang die Arbeitszeit, niedrig die Löhne. Nicht selten lebten mehrere Familien zusammengepfercht in einem Wohnraum. Für den deutschen Bürger, der schon damals ein ».guter Deutscher" Ivar, lvar die Arbeiterschaft ».Pöbel". Die Sozialdemokratie hat diese verelendeten, versklavten Arbeiter gelehrt, daß sie selber um ihre Befreiung kämpfen müssen, die Sozia. demokratie hat sie organisiert, die Sozialdemokratie hat sie aus den Tiefen des Elends und der Kulturlosigkeit cmporgesührt. Und jeder Schritt nach aufwärts mußte erkämpft werden gegen den erbitterten Widerstand der Unternehmer, jede Viertelstunde Arbeitszeitverkürzung, jede,Krone Lohnerhöhung mußte im Kampfe gegen di» Volksgenossen Fabrikanten errungen werdenI Aber die Sozialdemokratie hat keineöivegS nur materielle Besserstellung der deutschen Arbeiter erkämpft. Sie hat in den Frühzeiten der Arbeiterbewegung Hunderte ArbcitcrbildungSvereine geschaffen, in Lese« und Diskutierabenden die Arbeiter zu den Büchern geführt, ihnen Wissen vermittelt, im Denken geschult. Die Sozialdemokratie erst hat die deutschen Arbeiter, bis dahin mißachtet und verachtet, indieNationekn- gegliedertl Ohne Hilfe des deutschen Bürgertums! Gegen den Wille» des deutschen Bürgertums! DaS deutsche Bürgertum hat den deutschen Arbeiter erst„entdeckt", als er diesem Bürgertum gefährlich wurde, als das bürgerliche Profitintereste durch die wachsende sozialistische Bewegung gefährdet wurde. Dann erst begannen die Versuche, die Arbeiter in deutschnationalen Vereinen zu organisieren. WaS die deutsche Sozialdemokratie in kultureller Beziehung geleistet hat, was sie getan hat, um deutsche Arbeiter und deutsche Kultur zueinander zu führen, bleibt unvergänglich. Die deutsche Sozialdemokratie hat— und gleiches hat die Sozialdemokratie jeder Nation geleistet— Besonderes vollbracht, und damit zog sie den Haß, den untilgbaren Haß des Unternehmertums auf sich: sie hat aus jenen Arbeitern, die sie für sich zu gewinnen vermochte, selbstbewußte, aufrechte, kämpferische, wahrheitsliebende, freiheitssehnsüchtige Menschen gemacht, Individualitäten— Menschen also, die für den Nationalismus, die für eine Gleichheitsbreipar- kei nicht zu brauchen sind, weil sie sich nicht beugen, nicht kommandieren lasten, ihr Ich nicht Preisgeben! Ja, daS ist die große Leistung der Sozialdemokratie— eine Tat für die Nation! Denn wir sehen nicht die Größe der Nation in der Unterwürfigkeit und Demut aller gegenüber irgendeinem, der plötzlich erklärt, Führer der Nation zu sein— uns dünkt eine Nation um so größer, je mehr Individualitäten sie hat. je reicher sie an ausrechten, selbstbewußten Menschen ist. Entwicklung der Persönlichkeit ist um so eher möglich, ist um so mehr Menschen möglich, jr sreier ein Volk ist— je vollkommener die Demokratie ist. Deshalb— und aus vielen anderen Gründen— hat die Sozialdemokratie immer für die Demokratie gekämpft. Und lveil es ihr allzeit heiliger Ernst war mit der Emporführung der Masten zur Kultur, stand sie immer iu vorderster Reihe des Kampfes um die Freiheit der Schule, um die Berbesfe- rungS des Unterrichtes, um dir Besserstellung der Lehrer! DaS ist unser Kampf für das Deutschtum: Kampf um die Aufrechterhaltung der Demokratie! Kein Volk von unterwürfigen Geführten! Ein frei sich selbst verwaltendes Volk! Ein Volk, daS nicht von Führerlaunen sich seinen geschichtlichen Weg vorschreiben läßt, sondern ihn durch freien Entschluß selber bestimmt! Deshalb unser erbitterter Widerstand gegen die Gleichschaltung — als Deutsche leisten wir diesen Widerstand im Intereste unseres deutschen Volkes! DaS Interesse des deutschen Volkes ist nicht identisch mit dem Interesse der deutschen Kapitalisten! Sondern: um so kräftiger wird das sudetendeutsche Volk sich entwickeln, je besser, je gründlicher daS Arbeiterintereffe sich durchsetzt gegen daS Kapktalistcninteresse! Dieses Arbeiterinteresse— das der sudetendeutsche Arbeiter!— erfordert aber wahrlich nicht, nach dein Muster dcS Dritten Reiches oder gar im Dritten Reich den Unternehmer zum allmächtigen Betriebsführer, den Arbeiter zum gehorsamspflichtigen Prag. Im Gebäude der Allgemeinen Ren« sionSanstalt lvurde SamStag nachmittags der Verbandstag des„Verbandes deutscher Wirtschaftsgenossenschaften" von: Vorsitzenden Raimund Schreier mit der Begrüßung der Delegierten und der Gäste aus dem Inland und Ausland eröffnet. Anwesend war in Vertretung des Fürsorgeministers Ing. 91 eia 4 ScktionSrat Dr. Ka rä« s e k, für den Internationalen Genostenschaftsbund dellen Generalsekretär Henry John May(London), für die englische Großeinkaufsgesellschaft in Manchester H. M. G i b s o n und P. Robinson, für den Britischen GenostenschaftSverband H. S. Hunt und I. A. Edwards, siir den Schwedischen GenostenschaftSverband C. K 8 kl e n und H. Stolpe, für die tschechische Genossenschaftsbewegung Emil Lustig und Waldmann, für die ZentralgewerkschaftSkommistion Anton Schäfer und Rudolf Bahr, für den Allgemeinen Angestell« tenverband Kirchhof, für die Transportarbeiter Kern, ferner Vertreter der BetriebSauSschüste der Ger-Betriebe und der Genostenschaft-angestellten. Unter allgemeinem Beifall beschlossen zu« I nächst die Anivesenden die Alnen^nna eine- Ergebenheit-, Telcgrammes an den Präsidenten der Republik.. Stehend hörte die Tagung dann den Nachruf des Vorsitzenden für den verstorbenen ersten Präsidenten der Republik T. G. Masaryk und für die in der Bericht-Zeit dahlngegangenen Mitglieder der Genossenschaft-Bewegung an. Der Referent für Genostenschaftsfragen im Ministerium siir soziale Fürsorge, Dr. K a r ä- sek, überbrachte sodann eine Kundgebung de» FUrsorgemtnlsters: Da- Ministerium siir soziale Fürsorge war und ist sich der großen Bedeutung der GciiossenschaftS- belvegung bewußt. Diese Bedeutung ist nicht nur durch die wirtschaftlichen Aufgaben begründet, sondern sie hat vor allem einen moralischen und etht- „GrsolgSmann" zu machen— cS erfordert dir Unabhängigkeit des Arbeiter» vom Unternehmer, e» erfordert die Freiheit der Arbeiterbewegung! Und den größten Dienst erweisen wir dec deutschen Nation, indem wir für den Frieden wirken. Die Ziele der SdP— ihre„letzten" Ziele— sind auf friedlichem Wege nicht erreichbar. Für kein Volk aber würde ein Krieg so fürchterliche Folgen haben wie für daS deutsche und kein Teil des deutschen GesamtvolkeS würde von einem Kriege so schwer, ja so vernichtend getroffen werden wie der sudetendeutsche. Kein schlimmeres Verbrechen wider das deutsche Volk, als mit der Möglichkeit eine» Krieges rechnen, diese Möglichkeit noch verstärken— keine deutschere Tat als die, um die Erhaltung des Friedens zu ringen! Frieden für unser Volk und Freiheit! Ja, Freiheit für das sudctendeutsche Volk! Freiheit im Rahmen des tschechoslowakischen Staates, auf dessen Boden uns vor vielen Jahrhunderten die Geschichte mit dem tschechischen Volke zusammengeführt und so eng mit ihm verbunden hat, daß eine Loslösung ohne dauernd blutende Wunden nicht möglich wäre. Freiheit für daS sudetendeutsche Volk, jal Aber auch Freiheit für jeden Deutschen! Und deshalb'Demokratie! Und dieser Freiheit wegen, dieser wahrhaft deutschen Freiheit wegen Kampf gegen dir SdPk schen Inhalt, denn die BenostenschaftSbewegung weckt den Sinn für die Gemeinschaft und verwirklicht die demokratischen Grundsätze mich in der Volkswirtschaft. ES ist notwendig, in aller Oeffentlkchkeit festzustellen, daß gerade in den fortschrittlichsten und kulturell höchst entwickelten Staaten die Genostenschaftsbewegung eine große Rolle spielt. Da» Ministerium für soziale Fürsorge wind auch tu Zukunft sorgsam daraus achten, dast die verheißungsvolle Entwicklung der Genostent-ßaften nicht unterbunden wird. Ri« werden wir dulden, daß es dem arbeitenden Volk verwehrt wird, sich Althirn, menzuschlteßen, zur gemeinsamen wirtschaftlichen Selbsthilfe.(Lebhafter Beifall.) Henry John May Überbrachte die Grüße de» Internationalen Ge- noffenschaftSbundeS. Er äußerte sich mit großer Anerkennung über die Arbeit der deutschen Genosten- schaftSbetvegung in der Tschcchosiowakei und sagte dann: Lasten Sie mich auf die große verantwortungsvolle Aufgabe der Genossenschaften Hinweisen, alle ihre Kraft für die Aufrechterhaltung des Frieden» und de» Respekte» vor dem internationalen Recht einzusetzen. Ich tue da», well einige Genossenschafter aus dem Grundsatz der Neutralität fußend, den Kampf für den Frieden als politische Betätigung tzezeichenn. Freiheit und Frieden können in der gegenwärtigen Weltlage nur dann stchergestellt werden, wenn alle demokratischen Völker Schulter an Schulter znssmmvnstrben und fest entschlossen stnd, diese beiden Grundwerte aufrechtzu erhalten.(Lebhafter Beifall.) A. A. Edwards sprach im Namen der britischen Genossenschaftsbewegung. Er teilte mit, daß die Genossenschaften in England nunmehr eine Btitgliederzahl von acht Millionen überschritten haben und daß der Detail», umsah der Konsumvereine«ine Höhe von etwa 88 Milliarden Kronen erreicht hat. Auch er verband seine Begrüßungsworte mit dem Wunsche, daß in der Tschechosiowakei und in der ganzen Welt die Ge- nossenfchaftSbewegung weiter wirken wird, al» eine lebendige Kraft deSFrieden» und del Heils des Volkes.(Lebhafter Beifall.)- H. M. Gibson der Vertreter der Grobeinkaufsgenossenschaft in Manchester tonnte Mitteilen, daß diese im Jahre 1937«inen Gesamtumsatz von 18.800 Millionen Kronen erreicht hat. Der Wert der Eigenproduktion stieg zugleich auf fast 8900 Millionen Kronen. Gib- son wies zum Schluß seiner Ansprache anf die Probleme hin, in welche die Tschechoslowakei ber- Ivlckclt ist und er sprach die Hoffnung auS, daß diese Probleme eine friedlich« demokratische Lösung finden werden.(Lebhafter Beifall.) Herrmann Stolpe schilderte die schwedische GenossenschaftSbelvegung, die jetzt 800,000 Familien in einem Lande mit nicbt mehr als 8 Millionen Einwohnern umfaßt und die in den Konsumvereinen einen Umsatz von 88ai> Millionen Kronen, in der ZentraleinkaufSges.Ilschai't einen Umsatz von 1600 Millionen Kronen erreichte. Die Genossenschaften werden al» der sicherste Schutz gegen preistreibende Bestrebungen der Trust- und Kartells anerkannt, der.n Vorherrschaft sie zum Teil schon gebrochen haben. Die GenoffenschaftSbetve- gung vereinigt Angehörige aller Schichten, auch die Landwirte, welche sich dessen bewußt sind, daß sie auch zur Hebung ihres Lebensniveaus viel beige« tragen hat.(Lebhafter Beifall.) Emil Lustig überbrachte die Grüße der tschechischen Genossenschaftsbewegung und der Zentrale der Wenossen- fchaftSverbände. Er erinnerte daran, daß die tschechischen Genossenschaften denselben Angriffen ausgesetzt waren wie die deutschen und daß nur durch solidarisches Vorgehen die gemeinsamen Rechte mit Erfolg verteidigt werden konnten. Wir sind uns dessen bewußt, sagte er, daß Freiheit, Demokratie und sozialer Fortschritt die Grundlagen auch nie die Entwicklung der Genossenschaften stnd. Wir können mit Freude konstatieren, daß die deutsche 81 e- nossenschaftübewegung in der Tschechosiowakei unter den schwersten Verhältnissen immer standgehalten hat. Sie kann auch jetzt und in Zukunft in jeder Hinsicht mit der Solidarität der tschechischen Genossenschaften rechnen. Anton Dietl der jahrzehntelang an vorderster Stelle der Genos« fenschaft-bewegung gestanden tvar und alle Stürme mitgemacht hat, durch welche sie gebe.! mußte, richtete als Gast der Tagung einige Worte an sie. Er sprach über die neueste Welle de» Terror» und der Gewalt, welche jetzt im deutschen Gebiete zu beobachten ist. In dieser Stunde, sagte Dietl, müssen wir alle einträchtig znsammenstehen, die Alten wie die Jungen, um die Schwierigkeiten zu überwinden. Wir haben schon oft schwere Zeiten durchgemacht, aber wir sind aus ihnen immer siegreich hervor, gegangen. Wir werden, wenn wir einig und geschloffen sind, auch diesmal Sieger bleiben.(Lebhafter Beifall.) Anton Schäfer sprach im Namen der Gewerkschaften:.Gewerffchaf- ten und Genoffenschäften haben gleichwertige Ziele. Die GenoffenschaftSbewegnng schützt den Menschen als Verbraucher, die Gewerkschaften organisieren den Kampf für bessere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. So ergänzen sich die beiden Zweige der Arbeiterbewegung zum Nutzen und zum WM der arbeitenden Menschen. Deshalb müssen sie noch näher aneinanderrücken und all« Angriffe zurückweisen, die zurückzmveisen ihr selbstverständliche» Recht ist. In diesem Geiste wünschen die Gewerkschaften der Genossenschaftsbewegung den besten Erfolg.(Lebhafter Beifall.) Nach Erledigung einiger geschäftsmäßiger Angelegenheiten wurde die Tagung unterbrochen; sie wird Sonntag mit der Erstattung der Berichte fortgesetzt werden. Eröffnung der Genossenschaftstagung 77 XI. ^(Fortsetzung folgt.)' den die Nonne beschrieben batte, er führte nur in da» Reich der Kämpfe zurück. darin von den Molchen. Es ist ganz dunkel, und 1 doch erblickst Du alles,:»nd zerstoßen wird Dir,! oüwtzhl Du kriechst der Rücken und die Schultern und das Haupt. Und die Teufel ztvicken Dich mit roten Zangen. Und schon empört sich die Hölle gegen Himmel. Schon uriniert sich Hölle gegen Himmel. Schon marschiert Hölle gegen Himmel, i Schon kämpft Hölle gegen Himmel, und eS siegt Hölle. Majestät, Hölle siegt! Vernichtet Himmel, verewigt nur Hölle, eS sei denn——" Sie hielt ein, holte Atem, um den Kaiser zu betrachten. Sie sah einen abgemagerten Mann, dessen Rücken sich beugte und dessen Knochen sich unter dem engen schwarzen Kleid abzeichneten. Aber sie sah sein Gesicht nicht, toeil er den Kopf auf die Brust fallen ließ. Sie fuhr fort:»Man sagt. Du leidest an der Fallsucht. Aber Gott fällt nur, wer gefällt sein will. Und was hast Du gewollt?" Hast Dich von Quacksalbern und von Köchen ausrichten lassen, kaiserliche, kleine, krüpplige Majestät! Hast in Dir die Hölle vorbereitet. Erlaubst, daß sie sich ausbreitet in der weiten, weiten Welt. Bist der größte Schuldige!" »Hoffe aber auf Gottes Gnade, hoffe, hoffe, mein Gottesfräulein!* Sie schnalzte mit den Fingern, sie fuhr ihn > an:»WaS ist Gotte» Gnade? Sie ist nichts. . Doch, doch, sie ist die Allgewalt, aber sie ist. nur , etwas, wenn der Mann, der sie sucht, ein Mann . ist und kein müßiger Gedankenzerkleinerer, nicht \ bloß ein sehnsüchtiger Seidenspinner, sondern ein Sporn, ein Sporn, kaiserliche Majestät!" ES war, nachdem Theresa schon längst den Kaiser verlassen hatte, als riefe sie noch immer aus dem Wald unterhalb des Hauses zu ihm hinauf:»Kaiser, überleg'S nicht länger! Es stirbt sich besser auf den spitzen Dornen als im weichen Bett!" Aber der Kaiser konnte über ihr Geschrei nur lachen. Er wußte seinen Weg. Der andere Weg, ihnen lange nicht gelang, die natürlichen Wunder des Monds und der Sterne wieder zu entdecken. Rach dem Vorfrühling, dem schönsten Wunder auf ihrem Herweg nach Juste, nach der wärmenden Erwartung während des Wandern», nach dem Erschauern der Majestät, nach dem Erschauen der Feuerspiele erkaltete die Erde noch einmal winterlich. Alle merkten, daß sie müde waren. Sie fröstelten. Sie hungerten. Die Kinder besonders hatten keine Freude mehr an den Blumenkränzen, die sie sich ins Haar, um Handknöcb-l und um den Hals geflochten hatten. Sie verlangten, daß die Mütter sie in den Arm nähmen Sie zerzausten die Kränze, die schon verwelkt warm und von selber zerfielen. Sie waren noch weiter verfallen und die Kinder dazu und die Väter und die Mütter dazu, die gern froren und sich ihrer Kapuzen entblößten, um die Kleinen darin einzuwickeln, hätte nicht ein neues, sausendes Meer der Flammen sie berauscht. Es war ein ChaoS, das über alle Borde leckte, bald durchbraust vom dunstigen Rot»er Essen und Schmieden, bald vom schwelenden Grün dcS Phosphors» bald vom schalen Gelb des Schwefels. ES wogte aus der Erde, als wären die Krusten geschmolzen. Seen des Lichts pumpten sich ' immer blendender aus den Schächten. Sie über- , stürzten sich, sie übertürmten sich» sie kreuzten sich, i. sie jagten einander nach beim Klettern und Klim- , men, sie umrieselten die Masten» zwischen denen das Seil gespannt war, und die Masten, an denen das Fangnetz hing. Das war im weiten, weiten Raum daS Blinken, das mit brandenden Ne- beln das HauS des Kaisers und Gotte» Kathedrale verhüllte. Alle Aufmerksamkeit der Staunenden gc hörte dieser hallenden Flut der Helligkeit, in deren Wirbel die Seilmasten entwurzelt wurden und frei zu schweben schienen. Für den Geburtstag des Kaisers tvaren Feste! ungesagt, an denen alle» miizufeiern dachte, nicht< nur die Diener, die Priester, der Beichtvater und' der Saucenkoch des Hauses, sondern auch daS Volk von Estremadura, Männer, Frauen und Kinder. Sonst war bestimmt, daß jede Frau, die sich in der Entfernung von zwei Pseillängen dem HauS nahte, aufgegriffen und gepeitscht werde. Heute tvar das Wallfahrten nach San Juste freigegeben. Sie kamen aus den Eichenwäldern und Ka» stanienhainen, über die Berge, au» den Tälern,' au» den Ställen, von den Spindeln, von den Keltern, sogar aus ihren Krankenstuben. Um sich tvürdig zu machen, hatten sie ihren Maultieren bunte Schleifen in die Schweife geflochten. Um als Zierde vor dem Herrn zu erscheinen, hatten sie ihre Kleider gewaschen und geplättet. Sah er sie? Ein jeder und«in jedes fühlten sich in dem Glück, daß sie gesehen wurden. Als es dunkelte, sahen sie ihn nicht mehr. Da knallten und flammten die Feuerwerke. Sonnen kreisten im zuckenden Wirbel. Raketen flitzten hoch und entluden sich in blauen und roten und grünen Kugeln. Ein Drache mit geblecktem Gold« : maul fauchte in die Lüfte. Ein Apfelbaum blüht« . plötzlich au» einer silbernen Fontane. An den lichten Stengeln hingen die runden Früchte. Daß i eS der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen war, die um die Wurzel des Baum-.s gewundene Schlange machte eS deutlich mit ihrem flimmernden Geschupp. Die Gaffenden, die Klatschenden, die Johlenden wurden sich dessen bewußt, daß ein heißer Trug verflogen war. Doch so voll hatten sie noch von den künstlichen Wundern die Augen, daß es Unvermittelt fragte die Nonne:»Glaubt der Kaiser an Jesum Christum, geboren auS der Jungfrau, daß sein wirklicher Leib auf dem Altäre ist, daß Brot und Wein durch Gottes Macht in den Leib und Geist Christi verwandelt werden?" Der Kaiser erwiderte:»Aber ehrwürdige Schwester, ich hab' doch von Kindheit an nichts anderes geglaubt! Ist es um der Seligkeit willen notwendig, daß ich eS noch einmal beschwöre?" »Hab' ich Euch? Zwing' ich Euch zu schwüren? Soll das heißen, daß Tu nicht fähig bist zu schwören, daß Du nicht freiwillig schwören willst?" »Will ich denn nicht, ohne daß Ihr mich zwingt?" »Und warst Du im Begriff eS abzuschwören! War eS nicht so?" Sie schob sich immer naher an ihn heran. Sie drückte ihm die Knie und Hände, die ihn wieder schmerzten. Sie fuhr fort:„Gottes Welt entvölkert sich. Und die Hölle da schaben, da scharen sie sich immer dichter aneinander, immer dichter. Ich war in der Hölle! Ich hab' sie aufgespürt, di« Schlemmer und Wollüstlinge, die jeden Augenblick mit brennenden Schwertern geritzt werden, und gefesselt sind sie an Flammensäulen, und geröstet werden sie im glühenden Pech und gesotten im stinkenden Schwefel. Und die Majestät wird den Weg zur Hölle gehen, wenn sie sich hier paradiesisch eiyschläfert! Es ist eine lange und schmale Kerkergasse, die zu gehen ist. Und bedeckt ist der Boden mit den kotigen Sümpfen, und es wimmelt vsr sdsbLedstten n.»« M“ HMb4OTt 08 b des ft in Jahre ionen ition Gibs die Nr. 108 Das Treiben des Pressebüros Ein Kampf um die Wahrheit Herr Ministerialrat Zdeněk Sch moranz des Preffedepartements des Ministerratspräjis diums hat sich in einem Briefe an den Chefredak teur des Sozialdemokrat" gewandt und diesem zu der Kritik, welche die sozialdemokratische Presse Sonntag, 8. Mai 1935 Sudetendeutscher Zeitspiegel on der unobjektiven Verichterstattung des ZeDie SdP in gegnerische Versammlungen! an Tsche ber diese 26. 3. die nicht die Wil chait cute. Schutz und Teil elve die 3. fie ige Tens fen che 115. urch mit 11113 atte für ön Se ter ten der Ge до te ich Er der bes jen vie en. dit, 089 де afs afs 16. Gen cen ( 35 ne obr och de e8 r er 1; te er n. 1: ch en at 11. 1 7 ie ie !, De 西 choslowakischen Pressebüros über die Karlsbader Maifundgebung der deutschen Sozialdemokratie geübt hat, mitgeteilt, ,, daß nach dem Berichte der Staatspolizei sich im Umzuge 8000 Personen, bei der Manifeftation 10.000 befanden. Diese zwei Bahlen find nicht zu abdieren. Das Tsch. P. V. hat also nicht die amtliche Polizeimeldung verdreht, sondern das Tfch. P. B. hat die polizeiliche Schätzung der Teilnehmer richtig wiedergegeben." Wir haben bereits an der Größe des Becher plates in Karlsbad, wo die Kundgebung stattfand, nachgewiesen, daß die vom Pressebüro angeführten Zahlen falsch sein müssen. Nun erfahren wir aus Karlsbad, daß die dortigen amtlichen Stellen an ihre vorgefekte Behörde ordnungsgemäß die richtigen Sif fern weitergegeben haben. Wenn also das Preffe büro doch fa If che, d. h. viel zu niedrige Bif fern gebracht hat, so hat es diefe offenbar nicht von der Staatspolizei, fondern von der Korres pondentin des Preffebüros Elle der erhalten, die wir bereits charakterisiert haben. Die unsachliche Berichterstattung des amts lichen tschechoslowatischen Nachrichtendienstes hat übrigens dazu geführt, daß die tschechischen ParAus den Sonderweisungen der SdP- Hauptstelle Wir haben bercits gestern einige Säße aus den Sonderweisungen der SDP- Haiststelle für den Gemeindewahlkampf veröffentlicht. Auf den in jenen Stellen enthaltenen Verfuch, die Gegner der SdP als ,, undeutsch" zu diffamieren, antworten wir heute an leitender Stelle. Die Sop scheint jedoch die Wirkung dieses zuschäßen, denn sie hat, wie sie in ihren Sonders Diffamierungsversuches selber nicht sehr hoch einweisungen mitteilt, auch das Bedürfnis, gegne rische Versammlungen zu be suchen. Ueber die eigenen Versammlungen der SdP ist in den Weisungen zu lesen, daß die Redefreiheit" gewähren wir sind neugierig, Ordnerschaft einzusehen sei. Man werde ob sich Herr Henlein einmal einem Gegenredner stellen und sich fachlich mit dessen Argumenten auseinanderseßen wird!-, werde aber keine Zwischenrufe dulden.„ Das Schlußwort", so heißt es in den Weisungen, haben immer wir!" Den Saal voraus durch unsere Leute besehen!" Dann ist in den SdP- Sonderweisungen zu lesen: „ Gegnerische Versammlungen: Gegnerische Versammlungen befuchen wir dann, wenn die Möglichkeit besteht, durch eine gute Rede einen Erfolg zu erzielen. Redmer schützen!" Uns dünkt, daß auf Leute, die sozialdemos kratische Versammlungen besuchen, auch der beſt e SdP- Redner nicht mehr wirken können wird. Aber wir werden uns, wenn er dazu die geistigen Voraussetzungen mitbringt, mit ihm sachlich auseinandersetzen. Gelegenheit finden wird, mit anderen ArguGlaubt jedoch die SdP, daß fie eine billige menten auf die Besucher sozialdemokratischer Versammlungen zu wirken, ſo ſei ihr gesagt, dos fie niemanden ins Bockshorn jagen wird, daß wir aber Störenfriede hinauszubefördern imſtande sein werden. Darauf sei auch die staatliche& x ctutive aufmerksam gemacht! teien in Starlsbad durch ihren Nationalausschuß Demokratische Einheits- Der Dank, den die Haidaer Vertrauensleute gegen das Treiben des Pressebüros Proteliste der Prager Deutschen Tunt der ganzen judetendeutschen Arbeiterbewe erhoben haben! Die demokratische Wählerschaft Prags hat Prager Maifeler- Film verboten? fich zu einem einheitlichen Wahlblock zusammenEine ganz unglaubliche Geschichte meldet geschloffen. Geſtern wurde zwischen den deutschen Bečernit Práva Lidu". Der Filmwochenschau Sozialdemokraten, der Deutschdemokratischen Frei= Attualita" wurde es verboten, den Film von der heitspartei und bürgerlich- demokratischen Reſt Prager Maifeier am Wenzelsplatz vorzuführen. gruppen die einheitliche Kandidatenliste verein Dieser Film gibt ein eindrudsvolles und impo- bart. Die Liſte wird von Ernst Paul( Sozialsantes Bild der Maidemonstration in Prag, an demokrat) geführt. Zweiter ist der deutschdemoder bekanntlich über 120.000 Menschen teilge fratische Rechtsanwalt F. X. Dvořák, dritter nommen haben. Der Grund des Verbotes, das Willi Want a, vierter Dr. Ernst Ellinger, in einem demokratischen Staat zur Verwunderung fünfter Rudolf Wan 1. Anlaß geben muß, ist angeblich der, daß der Fors wochenschau verboten wurde, den Film der Neis chenberger Maifeier der SdP vorzuführen. Um nun unparteiisch zu erscheinen, wird keiner der beiden Filme vorgeführt, obzwar die Prager Kundgebung über Anregung des tschechoslowati schen Nationalrates stattgefunden hat. Večer nik Práva Lidu" bemerkt dazu, daß trop des seriösen Informators der dem Blatt die Mel dung gebracht hat, die Nachricht nicht zu glauben ist, weil man sonst an der staatsmännischen Kunst der Tschechoslowakei und an ihrer demofratischen Propaganda verzweifeln müßte. Der Präsident der Republik empfing Same" dem Nationalrat Bringolf ausdrückten, war der gung an die solidarischen Schweizer Gesinnungsgenossen. Versammlungsverbot aufgehoben teil, daß das Ministerium des Innern auf Grund Prag. Samstag abends wird amtlich mitgedes Beschlusses der Regierung mit heutigem Tage das Verbot der Abhaltung politischer Versammlungen, das mit Gültigkeit vom 1. April d. J. am 31. März erlassen worden war, auf ge= hoben hat. Politischer Vandalismus L Die Liste hat den Titel ,, Wahl block der demokratischen Deutschen" und führt im Untertitel noch folgende Bezeichnungen: Deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei", Deutschdemokratische Freiheitspartei"," Unabt i che chische Gymnasium in der SchilIn der Nacht zum Samstag drangen in das hängige deutsche bürgerliche Wählerschaft". Durch diesen Zusammenschluß erscheint ein demokrati. Terstraße in Auſſi g unbekannte Vandalen ein, fches deutsches Mandat in der Prager Stadtver die arge Verwüstungen anrichteten. Zu den Schulund Lehrerzimmern vom Parterre bis zum drittretung als ziemlich gesichert. ten Stock wurden die Türen aufgebro che n, in den Zimmern Gegenstände zertrümmert und Schubladen aufgebrochen. Besonders arg wurde im Kabinett gehaust. Die Annahme, daß es sich um Einbrecher handelt, bestätigt sich nicht, die unbekannten Eindringlinge ließen vielmehr größere Geldbeträge liegen. Es muß angenommen werden, daß es sich um einen politischen Raubzug handelt. Der 8000. Der bisherige Vertreter der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Prager Stadtvertretung, Dr. Egon Sch wel b, hat eine neuerliche Kandidatur abgelehnt. Extrablatt 23 Mai 1915 Otalien erklärt Deutschland den Srieg Kleine Erinnerung CARL OSSIETZKY SON Ihr tötet den Geist nicht! Wenn du denkst, du hast'n, springt er aus dem Kasten. Seite 3 W Durchführung eines Betriebes im unpolitischen und demokratischem Sinne trotz Konzeffion noch immer unmöglich gemacht wird. Zum Beweise, daß sich ein Großteil der deutschen Bevölkerung auch in der heutigen Zeit demokratisches Denken und Fühlen erhalten hat, gründen die heute versammelten Vertreter Brünner demokratischer deutscher Vereine, die rund 12.000 Mitglieder repräsentieren, einen vorbereitenden Ausschuß der ,, Deutschen demokratischen Kulturgemeinschaft" und fordern ihre Gesamtmitgliedschaft zum sofortigen Eintritt in diese auf. Wir verlangen in unserem demokratischen Staate das Recht freier und demokratischer Kunstbetätigung für alle Voltsteile und für jeden befähigten Künstler ohne Rücksicht auf Parteibekenntnis und Abstammung. Wir fordern alle staatlichen und städtischen Behörden zur selbstverständlichen Förderung aller demokratischen und damit auf der Ver faffung unferes Staates fuffenden Bestrebun gen auf." Listenführer der tschechischen Sozialdemokras tag Außenminister Dr. Kamil Krofta, weiten zur Wahl in die Prager Stadtvertretung ist ten den Gesandten in Stockholm Dr. Kučera der junge Dr. J e t á be f; der zweite Stellverund schließlich den Gesandten Dr. Smetana. treter des Primators, der tschechische Sozialdemos angerichtete Schaden beläuft sich auf etwa Ste Zusammenstöße bei einem SdPDoch Gemeindewahlen in Preßburg. Wekanntlich wurden vor einer Woche die bereits ausgeschriebenen Gemeindewahlen in Preßburg ohne Angabe von Gründen berschoben, was in der tschechischen Presse ziemlichen Unwillen erregte. Nunmehr wird offiziell bekanntgegeben, daß die Prezburger Wahlen am 12. Juni stattfinden werden. Als Grund für die Verschiebung wird nunmehr die Beunruhigung" angegeben, die in Preßburg nach dem feinerzeitigen Zu fammenstoß einiger SP- Leute mit der Polizeis Nationalrat Bringolf wache in Petržalla entstanden sei. frat Kellner, wird nicht mehr kandidieren. Die Nationale Liga wird von Stribrný geführt, Listenführer der Nationalen Vereinigung( Natio naldemokraten) iſt der Brimatorſtellvertreter Stil a. Der Spitzenkandidat der Nationalsozia liſten ist Primator Dr. Zent I.- Spisentandibat der Sdß ist der Universitätsprofeffor Halifax nach Genf London.( Reuter.) Der britische Außenminister Lord Halifar verließ Samstag nachmit tags London und ist über Paris nach Genf abgereist. Pfißner. In Haida Der Schweizer Nationalrat Bringo If, der am Montag wieder in die Schweiz zurückfliegen wird, hat Samstag nachmittags den Vertrauensmännern der Deutschen sozialdemokratischen ArWohin,„ Prager Tagblatt"? Wir erhalten folgende Preßber ich tigung des in Nr. 106 vom 6. Mai 1938 unserer Zeitung veröffentlichten Artikels ,, Wohin Prager Tagblatt?". Die in dem Artikel enthaltenen Nachrich ten, daß, wie uns berichtet wird, das Prager Tagblatt", vielleicht bald eine wesentliche Veränderung erfahren werde, daß nämlich verlaute, a Bemühungen im Gange sind, das Blatt durch dic Sd Pantaufen zu lassen und daß der Kaufpreis, um den da angeblich verhandelt wird, mit mehr als zehn Millionen ronen angegeben wird, sind unwahr. Bummel in Falkenau Schon seit einiger Zeit fonimt es beim Abendbummel auf dem Faltena u er Markis plas zu Reibereien zwischen Soldaten und Hens lein- Anhängern. Freitag abends tam es nun wieder zu einem Zwischenfall, der einen größeren Menschenauflauf verursachte. Ein Leutnant, der einen auf Urlaub befindlichen Soldaten aus Kös nigswarth stellen wollte, weil er den deutschen faschistischen Gruß gebrauchte, wurde von der Menge vom Gebsteig gedrängt, worauf ihm einige tschechische Soldaten zu Hilfe eilten. Es sammelten sich etwa 1500 Personen an, so daß die Situation bedrohlich wurde. Die Gendarmerie war nicht imſtande, den Marktplatz zu räumen, da die Menge der Aufforderung nicht Folge leistete. Es Daß die SdP auf diese Zwischenfälle vors bereitet war, beweist der Umstand, daß sie schon am Nachmittag ihre Ordner für den Abend mobilisiert hatte. Tatsächlich waren abends bei dem Bwischenfall die Ordner sofort in voller Uniform auf dem Platz anwesend. beiterpartei in Haida noch einen Besuch abgestat- Wahr ist im Gegenteil, daß das Prager trafen dann in einem Auto die SdP- Abgeordne tet. Vor etwa 150 Vertrauensmännern, die den Tagblatt" keine wesentliche Veränderung erfah- ten Frank und Köllner ein, die bei der Polizei Goga gestorben Stadtpräsidenten von Schaffhausen stürmisch beren wird, wahr ist ferner, daß keine Bemühun- intervenierten. Nach einiger Zeit gelang es dann grüßten, sprach er nach einleitenden Worten des gen im Gange sind, das Blatt durch die SdP der Gendarmerie, den Marktplatz zu räumen. Bukarest. Der ehemalige Ministerpräsident Bezirksvertrauensmannes O. Walled über die ankaufen zu lassen und wahr ist, daß über keinen Kaufpreis verhandelt wird. Octavian Goga, der vor wenigen Tagen einen Politit der schweizerischen Arbeiterbewegung und Schlaganfall erlitt, ist Samstag vormittags nach über feine Wahrnehmungen in der Tschechoslowa- Rudolf Keller, Dr. Harry Klepeta ř." einer hinzugekommenen Lungenentzündung im tei. Bringolf zollte dem heldenhaften Stampfe der 58. Lebensjahr verschieden. Er war als Lhriler deutschen sozialistischen Arbeiterschaft unseres Lan- Demokratische Theatergemeinde und Essayist eine der repräsentativiten, Figuren des rückhaltlose Bewunderung und bekundete seine In Brünn der rumänischen Literatur. Seine politische und der Schiveizer Arbeiterbewegung Solidarität. Tätigkeit fand ihren Höhepunkt und ihr baldiges Im Anschluß an die mit großem Beifall aufEnde in dem Sieben- Wochen- Kabinett Goga- genommenen Darlegungen Bringolfs sprach Ernst Cuza im heurigen Winter, das alsbald kläglich Pa u l- Prag über die politische Lage und die scheiterte. Tommenden Aufgaben. Hochverratsanklage gegen Codreanu Bukarest. Amtlich wird gemeldet: Auf[ winnung der Minderjährigen, insbesondere der Grund genauer Prüfung des vorliegenden ge- Schuljugend. Die Hochverratsantlage stüßt sich fammelten Materials gegen Cornellu Codreanu, darauf, daß bei Hausdurchsuchungen 13 Dotu den ehemaligen Führer der„ Eisernen Garde", mente und Aktenstücke vorgefunden wurden, welche wurde gegen Codreanu vor dem Militärgerichts- zum Teil die staatliche Sicherheit gefährden, zum hof ein Verfahren wegen des Verbrechens des Teil Militärverr at sind. So befanden Hochverra te s eingeleitet. sich Codreanu bzw. die Eiserne Garde", u. a. Gegen Codreanu werden folgende Beschul- im Besize von Geheim befehlen des digungen erhoben: Die Errichtung eines ge- Generalfommandos der Gendarmerie und zweier heimen Organisationssystems auf Bellenbasis, neheimer Landkarten, welche Militärmanöver geheime Verschwörungstätigkeit, Bildung milis betrafen. Die Eiserne Garde" hatte ihre Intärähnlicher Verbände, terroristische Ausbildung formatoren bei einer Reihe von Behörden und Der Regionäre, illegaler Baffenbejiß und Ge- felbft beim Generalstab. Am Freitag abends fand im Vereinslokal der Deutschen Lese- und Redehalle eine von diesem Vereine einberufene Beratung statt, die sich mit der Brünner Theaterfrage beschäftigte und an der die Vertreter von 17 Vereinen und Organisatio= nen teilnahmen, die insgesamt einen Mitgliederstand von 12.000 Personen umfassen. Das Referat erstattete der Schauspieler Herr Ranninger, der in eindringlicher Weise die Notwendigkeit der Gründung eines demokratischen Theaters und einer Besucherorganiſation begründete. Nach durchgeführte Debatte wurde folgende Resolution einstimmig beschlossen: Hakenkreuz riesengroß Aus dem Grenzgebiet wird uns geschrieben: In den Grenzori Raiza bei Tyssa tann man eine riesige Hakenkreuzfahne sehen, die auf einem taum zehn Meter von der Grenze entfernten weits pe, aufdringliche und provozierende Parteireklame hin sichtbarem Felsen angebracht ist. Diese plums soll noch einen anderen Zweck erfüllen. Die reichsa deutschen Nazis rechnen, wie sie ganz offen zus geben, damit, daß tschechoslowakische Hitlergegner über die Grenze gehen und das Wahrzeichen der faschistischen Diktatur entfernen würden, obwohl das teinem Menschen einfallen wird. Die Fahne wird von stark bewaffneter SA gut bewacht. In den Grenzorten ist über die wahren Absichten der Hafenkreuzprovokateure kein Mensch im Untlaren. „ Die am heutigen Tage versammelten Vertreter Brünner deutscher demokratischer Vereine find gewillt, den Kampf für ein demokratisches deutsches Theater aufzunehmen. Sie erheben fchärfften Einspruch gegen die Gleichschaltungstendenzen, die auch vor der Kunst nicht Halt machen und verweisen auf den unhaltbaren jetzigen Zustand, daß in einem demokratischen Staat gleichgeschaltetes Theater ohne Spielkon zeffion geboten werden darf, während die zu haben, Sittlichkeitsverbrecher in Predlik. Die Kriminalabteilung der Aussiger Polizeidirektion untersucht eine Sittlichkeitsaffäre in Predliß. Ein gewisser Mt. steht im Verdacht, seinen zwölfjährigen Sohn wieders helt seinem Willen gefügig gemacht und mißbraucht Seite 4 Für eine neue Regierung! Sonntag, S. Mai 1938 Eine beachtenswerte tschechische Stimme Iministerien würden dann fähigen, gesunden und energischen Leuten mit großer Arbeitskraft überantwortet werden. Wie wir aus der heutigen Strife hervorgehen, hängt in bedeutendem Maße davon ab, wie wir zu Hause auf den Druck von In der von Dr. Hubert Ripfa geleiteten Zeit nen, wenn sie beizeiten anderen weichen würden. außen reagieren werden. Das Volk reagiert gut, schrift Demokratický střed" befindet sich ein Wenn wir hier neuerlich nach einer notwendigen aber es ist notwendig, daß es eine Regierung Artikel von Jar. Tehát, der außerordentlich Rekonstruktion der Regierung rufen, sind wir mit einer solchen Autorität hat wie es die Zeit charakteristisch ist für gewisse Strömungen im nicht allein dieser Ruf erhebt sich von allen erfordert. Die Rekonstruktion der Regierung in tschechischen Volt, welche sich gegen die gegenwär Seiten, angefangen mit der„ Brazda" und der angegebenen Richtung hätte sofort ein getige Regierungsmethode, ja die Politik der Koali endend mit den wirtschaftlichen Zeitschriften. fundes psychologisches Echo in den Volksmaffen tionsregierung richten. In dem Artikel wird zu Der Vorsitzende der Agrarpartei Beran selbst, und das nicht nur in den tschechoslowakischen, nächst von der neuen europäischen Situation aus hat sich für eine starke Regierung ausgesprochen, sondern auch in den deutschen. In Nordböhmen gegangen wie sie sich nach dem Anschluß Oesters in der die tatsächlichen Parteivorsitzenden das haben wir ein gutes Barometer zum Messen der reichs an Deutschland ergeben hat, worauf sich politische Kabinett bilden würden; die Ressort- tatsächlichen Staatsautorität. der Verfasser mit den innern Problemen des Landes befaßt. Wir müssen unsere Leute warnen, damit sic sich nicht allzu sehr auf das Ausland verlassen. Tas tatsächliche und Zentralproblem unserer Außenpolitit ist das Problem der Innenpolitif, das Problem unserer Regierung und Koalition. Je mehr Kraft und Energie wir zu Hause zeigen, desto mehr Unterstützung werden wir bei unseren Freunden finden. In diesen Tagen legten sich tatsächlich so wie die Elite der Nation auch der einfache Mann von der Gasse ängstlich die Frage vor, ob die heutige Zusammensetzung der Koalitionsregierung für diese kritische Zeit, in der über die Zukunft der Nation und des Staates entschieden werden wird. genügt. Wir vergessen nicht, daß die Antwort auf diese Frage strittig ist; wir sagen das ohne Nücksicht auf persönliche oder parteimäßige Sympathien oder Antipathien es ist dies das objettive Urteil auch der besten ausländischen Stenner unserer Verhältnisse, wie der Artikel des Prager Korrespondenten des Temps" vom 80. April 1936 gezeigt hat. Das Problem einer ent schiedenen und erefutiven Regierung in der Demofratie ist kein tschechoslowakisches Problem, bei uns ist aber heute mit Rücksicht auf die außenpolitische und innenpolitische Situation ernste Gefahr im Verzuge... Wir fahren in der ärgsten Art der Koalitionsunjitten und des Nichtstuns fort und hier liegt gerade die Gefahr für die nächsten Monate, da wir eine Regierung hoben müssen, welche eine tatsächliche Autorität haben und fähig sein müßte, rasch und energisch zu handeln. Von unserer Regierung wird man jezt ein großes Können verlangen gleich zeitig sehr ernster Konzessionen fähig zu sein und dabei entschlossen zum äußersten Widerstand. Ich spreche nur die Meinung der großen Mehrheit jener aus, welche die Hintergründe unserer Soalition kennen, wenn ich sage, daß die heutige Zusammensetzung der Regierung dem nicht ents spricht. Es wird dann über verschiedene Vorschläge referiert, die in anderen Staaten gemacht wurden, um die Regierungsarbeiten in der Demokratie den schwierigen und frisenhaften Zeiten anzupassen, in denen wir jetzt leben. Der Abgeordnete und langjährige englische Minister L. S. Amery hat unlängst einen Artikel veröffentlicht, in dem er zur Rückkehr des Systems von Lloyd George rät, der im Weltkriege ein Kabinett von Fachministern Inhaltslose Trinksprüche in Rom Kein Militärpakt Hitler opfert die Südtiroler Rom. Bei der Abendtafel, die Mussolini| gegenseitiger Hilfe und Unterstützung dienen. Es Samstag abends im Palazzo Venezia zu Ehren ist mein unerschütterlicher Wille und mein VerSitlers gab, wurden folgende Trinksprüche ge- mächtnis an das deutsche Volk, daß es deshalb wechselt: die von der Natur zwischen uns beiden aufgerichtete Alpengrenze für immer als eine unantastbare ansicht. So wie Sie und Ihr Volt in entscheidungsreichen Tagen Deutschland die Freundschaft gehalten haben, werde ich und mein Volk Italien in schwerer Stunde die gleiche Freundschaft beweisen. Im Trinkspruch Mussolinis heißt es u. a.: „ Das faschistische Italien kennt nur ein einziges ethisches Gesetz in der Freundschaft: Jenes, das ich vor dem deutschen Volke auf dem Maifelde angeführt habe. Die Busammenarbeit zwifchen dem nationalsozialistischen Deutschland und dem faschistischen Italien hat diesem Gesch gehorcht, fie gehorcht ihm gegenwärtig und sie wird ihm in der Zukunft gehorchen. Die Voraussetzungen und die Ziele diefer Zusammenarbeit, die durch die Achse Berlin- Rom ihre Weihe empfängt", haben wir dauernd und offen bekräftigt, Deutschland und Italien haben hinter sich die Utopien gelaffen, denen Europa in seiner Blindheit fein Schidial anvertraut hatte, um untereinander und mit den anderen ein Regime internationalen Bufammengehens zu suchen, das in gleicher Weise für alle wirksamere Sicherheit für Gerechtigkeit, Sicherheit und Frieden einzurichten in der Lage fei. Dahin aber kann man nur gelangen, wenn die elementaren Rechte eines jeden Volkes auf Leben, Arbeit und Verteidigung loyal anerkannt werden und wenn das politische Gleichgewicht auf der Wirklichkeit der geschichtlichen Kräfte beruht, dieses begründen und es bestimmen. Wir sind Hitler empfängt den polnischen Gesandten Warschau. Aus Rom wird gemeldet, daß Hitler im Quirinal den polnischen Gesandten in Rom empfing, mit welchem er eine längere Unterredung hatte. Nr. 108 Ziehung der Klassenlotterie ( Ohne Gewähr.) Prag. Bei der Samstag Richung der V. Klasse der 38. tschechoslowatischen Klaſſen lotterie wurden nachstehende Gewinste gezogen: 80.000 Kč: das Los Nr. 37033. 20.000 Kč: das Los Nr. 28923. 10.000 Kč: die Lose Nr. 37512, 62563, 69558, 23631. 5000 Kč: die Lose Nr. 68388, 31516, 39072, 42995, 72831, 101856, 93484, 38456, 102042, 16498, 58598, 72593, 32366, 40156, 108564, 115786, 57998, 11372, 6736, 109084. 2000 Kč: die Lose Nr. 78523, 16429, 61791, 115417, 61501, 32798, 57323, 112678, 84030, 59854, 98062, 48004, 32946, 83515, 64190 3747, 101166, 49304, 2071, 87755, 93460, 93032, 59132, 43803, 75443, 116047, 98347, 114255, 40378, 84146, 46068, 70938, 32747, 13116, 58775, 35273, 112329, 107021, 79149, 98799, 93876, 53346, 99574, 113959, Tagesneuigkeiten Gelst steht auf gegen Ungeist Dieser Tage sind 59 Männer in Un. garn aufgestanden und haben der Deffentlich. keit ihres Landes so ehrlich, so menschlich, so gefühlsstark und so mutig ins Gewissen geredet, daß sich alles, was sich europäisch nennt, versucht fühlen wird, vor diesen Aufrechten tief den Hut zu ziehen. Während das Abgeordnetenhaus in Budapest, dem Zuge der Zeit folgend, der von Herrn Streicher am abscheulichsten hingeworfen wurde, ein schmähliches Anti- Judengesetz berät, wandten sich diese Neunundfünfzig an ihre Nation, Gegenbesuch des Königs in Berlin? um jie daran zu verhindern, daß sie später einmal sich ihrer selbst schämen müsse. Als Abkömmlinge ungarischer Christen und Erben einer tausend jährigen Kultur, erhoben sie mit der selbstver ständlichen Einheit und Festigkeit menschlichen Ehrgefühls und wahren Christentums" ihre Stimme für das Prinzip der staatsbürgerlichen Gleichberechtigung", dessen Verleßung nicht eins mal so sehr die Juden, als vielmehr jene. nderen ungarischen Bürger demütigen müßte, die um den Preis bürgerlicher Entrechtung von 400.000 staatstreuen Juden bessere Sicherung des eigenen Fortkommens erwarten möchten. Diese Juden, so fagen die Neunundfünfzig, haben zu wiederholten Schanghai.( Reuter.) Nach Gegenangriffen Malen das Land mitverteidigt, haben seine Stul In der Antwort Hitlers heißt es: an der Front nördlich von Sutschau eröffneten tur miterbauen geholfen. Möge jeder Zeitgenosse Die nationalsozialistische Bewegung und die die Chinesen am Samstag entlang der Eisen- bedenken, welche Verantwortung ihn belastet, faschistische Revolution haben zwei neue macht bahnstrecke Peiping- pantau eine Offensive. wenn troß des Gewissensproteſtes ein Gesetz ges volle Staaten geschaffen, die heute in einer Welt Chinesischen Weldungen zufolge sind die Chinesen boren wird, an das dereinst alle Ungarn mit der Unruhe und Zersegung als Gebilde der Ord- in nördlicher Nichtung um 50 Stilometer vorge- Scham werden zurücdenten müssen." rüdt und bedrohen jetzt den einen Flügel der japanischen Armee. davon überzeugt, daß die Völker Europas auf diefem Wege jene Ruhe und jenen Frieden finden werden, die unerläßlich sind, um die Grunb lagen der europäischen Kultur zu bewahren." Nach einer Havas- Meldung aus Rom denkt man dort nunmehr an einen Besuch des italienischen Königspaares in Deutschland. Dieser Besuch soll im kommenden Jahr erfolgen. Man ist allgemein der Anschauung, daß Hitler vor seiner Abreise aus Italien den italienischen Herrscher wurde bisher nicht festgesetzt. zu einem Besuche einladen wird. Ein Termin Wechselvolle Kämpfe in China nung des gesunden Fortschrittes dastehen. So haben Deutschland und Italien gleiche Interessen und sind durch ihre weltanschauliche Gemeinschaft miteinander eng verbunden. Damit ist in Europa ein Blod von 120 Millionen entstanden, die entschlossen sind, ihre ewigen Lebensrechte zu wahren und sich gegenüber allen jenen und darüber ein kleines Kabinett politischer Mi- Sträften zu behaupten, die es unternehmen soll nister ohne Portefeuille eingesetzt hatte. Ebenso ten, sich ihrer natürlichen Entwicklung entgegen lann heute, wird in dem Artikel gesagt, die zustellen. Aus diesem Kampfe gegen eine Welt Staatspolitik nur von Ministern geleitet sein, des Unverständnisses und der Ablehnung, den Deutschland und Italien Schulter an Schulter welche nicht von der Ressortarbeit in Anspruch genommen sind. Ein solcher fleiner Streis von Bar- führen mußten, iſt allmählich eine herzliche teichefs fönnte jeden Tag zusammenkommen und Freundschaft zwischen den beiden Völkern er die politische Gesamtlinie der Entwicklung der wachsen. Belehrt durch die Erfahrung zweier Jahr Situation anpassen. In der Tschechoslowakei sei das noch notwendiger als in England, weil bei tausende wollen wir beide, die wir nun unmittelbare Nachbarn geworden sind, jene natüruns die Schwierigkeiten und die Fehler des Re- I i de Grenze anerkennen, die die Vorsehung des Auftretens chinesischer Freiſchärler in der gierungssystems ärger sind als in England. Darüber wird gesagt: In der größten Krise unserer Geschichte seit unserer Befreiung haben wir eine Regierung von deren Mitgliedern viele schon zu lange Jahre in der Regierung siyen, viele nicht gesund sind. Leute, welche sich allzu sehr an das bequeme Tempo der Jahre, der Prosperität und der Ruhe, an das Einigen und Herumziehen in der Koalition, an die Interessensphären" in Spiritus, Syndikaten, Organisation der Sozialfürsorge usiv. gewöhnt haben, können sich nicht an den schwindelnd raschen Gang der Ereignisse und die Notwendigkeit einer energischen und flaren Entscheidung gewöhnen. Die leßten Wochen haben uns darüber mehr als genug belehrt die Entscheidungen über die Gemeindewahlen, über den 1. Mai, die deutschen Sozialisten, das Nationalitätenstatut, das alles sind Beispiele, wie man es in der heutigen Strise nicht machen darf und Iann. Dabei sind einige politische" Minister nicht die tatsächlichen Führer der Partei und daraus entstehen manche Mißverständnisse und Verzögerungen, nicht zu sprechen von den persönlichen Streitigkeiten. Unser Ministerrat schaut im Augenblick der Strise durchaus nicht so heroisch feierlich aus, wie einige Minister der Deffentlichkeit einreden wollten. Mögen sich die Herren nicht in Ruhe und bequemes Abwarten der Bes gebenheiten wiegen-unfere Deffentlichkeit fühlt gut die Schwächen der heutigen Regierungszusammenschung und die breiten nationalen Wassen, welche zur Ueberwindung der künstlichen Parteiſchranten und zur nationalen Solidarität entschlossen sind, rufen nach einer Führung, welche ihnen Wers trauen geben könnte. Beweis dafür sind die Entschlüsse der mährischen Gaue der Sozialdemo= tratie. Viele Leute bei uns würden sich den ehrlichen Dank der Nation und des Staates verdies und die Geschichte unseren beiden Völkern erfichtlich gezogen haben. Sie wird dann Italien und Deutschland durch die klare Trennung der Lebensräume der beiden Nationen nicht nur das Glück einer friedlich gesicherten dauernden Zufam menarbeit ermöglichen, sondern auch als Brücke Dieser Appell, dem Sinne nach gleichgerich tet den Protesten, die ungarische Sozialdemokraten Die chinesische Offensive in Südschantung und Freisinnige im Budapester Parlament gegen schreitet erfolgreich fort. Im Laufe des Freitags die schmähliche Judenvorlage vorbrachten, gehört sind die Japaner an der ganzen Frontlänge stel zu den Lichtblicken in dieser Zeit menschlichen leniveise bis um 10 Kilometer zurückgeivichen. Massen- Irrens und der erbärmlichen Brutalität, Tantschen wurde Freitag morgens von den Japa- das über Hakenkreuzen auf alles Curapäertum nern wiedererobert, die jedoch gegen abends von vergißt. Unter den Neunundfünfzig finden sich dort wieder verdrängt wurden, wobei sie mehr als glorreiche Namen der ungarischen Geschichte; 4000 Tote auf dem Kampfplatz zurückließen. Namen, wie Apponyi und Szechenyi, Unter den westlich von Hantschau kämpfen- bedeutende Männer der magyarischen Gegenwart, den chinesischen Truppen haben 1000 mandschu- wie die der Schriftsteller Zilahy und Móric, der rische Soldaten, die in die japanischen Truppen Maler Bernart und Hock, und Béla B artod, eingereiht wurden, gemeutert. Die Meuterer einer der hervorragendsten zeitgenössischen Musiker haben die japanischen Offiziere erschlagen und nicht nur Ungarns, sondern der Welt. Sie und die sich sodann den chinesischen Truppen angeschlossen. anderen von den Neunundfünfzig haben mehr als die Noblesse des Ungartums unter Beweis gestellt; nationen vorangeschritten, die noch nicht zu Haken sie sind nrit ihren Manifest allen anderen Stulturfreuze gekrochen sind. In Peiping besteht weiterhin Unruhe wegen Nähe der Stadt. Die japanische Polizei ist bemüht, Angehörige des irregulären chinesischen Militärs auszuforschen, die sich eventuell in der Stadt verborgen halten. In Peiping macht sich Preissteigerung bemerkbar. Die Flucht japanischer Frauen dauert an. Den Müttern Wie unsre Herzen schrein! Hört Ihr denn nicht? Wir wollen hinauf, wir wollen zum Licht! Wozu Eure Tränen? Ihr könnt uns nicht halten, Mütter! Wir sehn Euch die Hände falten, wir sehen Euch ringen zu stark unsre Schwingen, zu mächtig die Sehnsucht zur Welt! Wir tun Euch weh wir erbitten Verzeihn; wir können nicht still und zärtlich sein. Aber wir lieben Euch, ganz tief innen; bei allem unserem heißen Beginnen wollen wir Eueren Segen erflehn. Und doch wir müssen weitergehn, nein, nicht gehen, wir müssen stürmen, fliegen mit unseren Herzen, die himmelwärts stiegen Wir ahnen die Bahn nur, wir wissen kein Ende nur unser Geist küẞt still Eure Hände und weiß Euch Dank, viel Dank, Ihr Alten; aber könnte uns nicht halten, Ihr dürft uns nicht halten! aber Ihr könnt uns nicht halten, Ihr dürft uns nicht halten! Renée Tyl. Wir Sozialisten freuen uns dieser Kundgebung, weil wir das besondere Leid der Juden mitempfinden als einen Teil der Schmach und Unterdrückung, die jetzt auf ganzen Stlassen weiter Länder lasten. Und wann, so fragen wir, werden sich diesseits und jenseits des Ozeans die Stims men der geistigen Führer aus aller Herren Länder erheben, um das ihre zur Mobilisierung der Menschheit gegen alle Vergewaltigung freien Dens tens, freien Lebens beizutragen? Sind es heute die Arbeiter und die Juden, die in so vielen Läns dern im Trommelfeuer stehen, so werden es morgen alle Freien und Geistigen sein, wohin immer der antisoziale und antimenschliche Hauch ganz oder halb faschistischer Staaten und Völker dringt. Die Welt wartet auf die Stimme der Welt. Denn so lange der Geist nicht kühn wird, wird der Ungeist frech bleiben! Schreibzeuge in den Wahlzellen. Mit Müd sicht auf die neuen Bestimmungen der Wahlordnung, nach denen den Wählern freigestellt ist, die Reihenfolge der Kandidaten abzuändern, wurde angeordnet, daß in den Wahlzellen außer der Urne und dem Papierkorb ein Tisch mit Schreib geräten aufgestellt werden müsse, damit der Wähler die erivünschten Aenderungen der Wahlliste vornehmen könne. Infolge der neuen Wahlbestimmungen dürften die abschließenden Wahl. ergebnisse erst Montag bekannt werden, da die Stommissionen außer den für die einzelnen Par teien abgegebenen Stimmen auch noch die für die einzelnen Kandidaten abgegebenen Stimmen zählen müssen. Es wird in Prag geistern! Der Landestongreß der Spiritisten wird seine Tagung am 4., 5. und 6. Juni in Prag abhalten. Veranstalter sind die tschechoslowakischen Spiritisten. Ab 15. Mai findet aus diesem Anlaß eine Ausstellung 108 Nr. 108 e der Taffen. : 69558, 39072, 2042, 15786, 31791, 34030, 3747, 9132, 4146, 2329, 3959, n st Ins lich ge= dag ſucht Hut in bon rfen rät, ion, mal inge qua vers chen ihre chen in eren den 000 nen .fo fen III. offe tet, nit h ten Jen ört hent ät, ich te; i, ri, Der d, Her Die 18 t; 合 en and er ไร er er 13 te 3 t. 3 # 2 1 Olga Tschechowa statt, die bis 15. Juni zugänglich sein wird. Das Clam- Gallas- Palais wird die Ausstellung bergen und so wird man in diesen Räumen Raritäten sehen, u. a. auch Zeichnungen von Medien, Bilder und spiritistische Fachliteratur. Sonntag, 8. mai 1938 Scife 5 fürsorge- Loſe zugefchickt erhalten haben, in ihrem eigenen Interesse gebeten, die Frist nicht zu vera fäumen! Wer noch feine Lose erhalten hat, fann solche noch bis zum 11. Mai bei allen Deutschen Be irtsjugendfürsorgen, in Losverlaufsstellen, Trafiten, Geldanstalten kaufen oder von der Deutschen Jugendfürsorge. Reichenberg, Waldzeile 14, beziehen. Zwölf Waggons Gasolin brennen. Wie aus den Pflegedienst, 30 Näume für das Personal, ferner dem im rumänischen Petroleumgebiet gelegenen Speiseräume, Geſellſchaftsräume, drei ärztliche Ordis Dorfe Moreni gemeldet wird, sind zwölf Waggon nationen, ein Laboratorium, 7 Behandlungsräume, Gasolin unter Explosionserscheinungen in Brand 3 Infektionsräume, 4 Stanzleien usw., sowie die not geraten. Der Brand ist weithin sichtbar. Durch wendigen Manipulations- und Wirtschaftsräume. diesen Brand sind drei Gasolinreservoirs explo- Das auch sonst auf das modernste ausgestattete Sas diert. Weitere drei befinden sich in Explosions- natorium ist in erster Reihe für die Behandlung der gefahr. Das Gajolin befand sich in dem Reservoir, Mitglieder der Krankenkassen bestimmt, es wird um von dem Benzin befreit zu werden. Die Brand- jedoch auch Privatpatienten aufnehmen. Die zum Luft aus und gelanate Samstag nachmittags bis ursache dürfte entweder Brandstiftun oder Nach- Sanatorium gehörenden Parkanlagen, Wiesen und lässigkeit sein. Der Schaden geht in die Millionen. Wälder nehmen ein Flächenmaß von 428.000 Qua Die technisch sehr kostspieligen Benzin- Abschei- dratmeter ein. dungseinrichtungen konnten nach aufreibenden Ziehung der Jugendfürsorgelotterie. Die öffentArbeiten der Feuerwehren, die von Militärabteilungen unterstüßt wurden, gerettet werden. Auf der Rennbahn in Brooklands( England) fing ein französischer Nennwagen Feuer. Während der Fahrer zu stoppen versuchte, fauste ein anderer französischer Rennwagen in die bren nende Maschine. Beide Wagen stürzten dann die Brüstung in die Zuschauermenge. Zahlreiche Zu schauer sowie die Fahrer mußten schwerverletzt ins Krankenhaus geschafft werden. Streit der Schiffer in Le Havre. Der französische Minister für Handelsschiffahrt de Chappe delaine verhandelte den ganzen Samstag über die Regelung des Streiffonflittes des Personals der großen Transportschiffe in Le Havre. Der Streit umfaßt bereits sieben große Schiffe und es steht zu erwarten, daß sich auch die zivei gros ßen Dampfschiffe.„ Normandie" und" Paris", deren Ankunft in Le Havre nächste Woche er wartet wird sich mit den anderen solidarisch er flären. Die Ursache des Konfliktes ist Uneinigkeit zwischen dem Personal des Dampfers„ Champlain" mit der Transportgesellschaft über verDie mexikanischen Eisenbahnen in Verwal- schiedene Dienſtvorschriften und die Erhöhung tung der Gewerkschaftsorganisationen. Nach der Zulage. Meldungen des ITF. hat der merikanische Präsi Schnee und Kirschen. Aus Bosnien werden neue Schneefälle gemeldet. Auf dem Belgrader Markt dagegen wurden die ersten jugoslawischen Kirschen verkauft. Die englische Tageszeitung ,, Times" vom dent dem Parlament einen Geseßantrag vorgelegt, 6. Mai wurde in Deutschland beschlagnahmt. Es wonach die Verwaltung und Leitung der Eisen- verlautet, daß diese Beschlagnahme auf einen Bebahnen der Eisenbahnangestellten- Organisation richt dieses Blattes über die deutsch- tschechoslowaüberantwortet werden soll. lischen Beziehungen zurüdzuführen sei. Es wird schon wieder kälter! Von Nordwesten Her breitete sich über das Festland erneut maritime nach Nordwestdeutschland. Bei uns stieg die Tempe ratur um 14 Uhr auf 16 bis 20 Grad, dagegen mel den gleichzeitig zum Beispiel Hamburg 9 Grad, Brea men 7 Grad. Die Kältewelle wird von Nordwesten liche Biehung der neunten Jugendfürsorgelotterie auch auf das Gebiet des Staates vordringen und findet am Donnerstag, den 12. Mai, um 10 1hr dürfte bei uns fortschreitende Wetterverschlechterung in Reichenberg, Waldzeile 14, statt. Es werden veranlassen. Wahrscheinliches Wetter Sonna dabei 10.036 Treffer im Gesamtwerte von 320.000 ta a: In den böhmischen Ländern und in der Wests Kč gezogen, darunter die Haupttreffer zu 100.000 flowakei von Nordwesten fortschreitende Verschlech und 20.000 Kč, die auf Wunsch auch in Bargeld terung mit Schauern, Abkühlung. West- bis Nords ausbezahlt werden können! Gewinnen fönnen allers westwind. Im Often des Staates noch ziemlich warm. Biehung, also bis längstens 11. Mai, eingezahlt wont a a: Veränderlich mit Schauern, Nordwest dings nur solche Lose, für die der Betrag vor der Neigung zu Gewittern. Wahrscheinliches Wetter wurde. Es werden daher alle Personen, die Jugend- 1 bis Nordwind. Nacht zum Samstag wurde unweit von Hebron Arabischer Bandenführer getötet. In der der belannte Bandenführer Issa Battat, der während des letzten halben Jahres die Umgebung von Hebron terrorisierte, im Stampfe mit einer briti ichen Polizeiabteilung getötet. Man hält Siſa Battat für den Urheber fast sämtlicher Terroralte, welche in diesem Gebiete begangen wurden. Volkswirtschaft und Sozialpolitik „ Die Massen dürfen nicht Die freien Gewerkschaften enttäuscht werden" fordern Arbeit und Sicherung der Republik Am Donnerstag, den 5. Mai, fand in Prag| verantwortlichen Regierungsfaktoren auf diesen eine außerordentliche Beratung des Zentralrates Zustand aufmerksam zu machen und besonders die der Gemeinsamen Landeszentrale Odborové sdru- notwendigen wirtschaftlichen Maßnahmen zu fors ženi čejtojlovenjé mit den Vertretern des Deut- dern und unterſtüßen, die zur wirtschaftlichen Befchen Gewerkschaftsbundes in Reichenberg statt, Tebung im ganzen Staate aber besonders in den welche sich ausführlich mit den wirtschaftlichen und Gebieten beitragen würden, in denen Krise und organisatorischen Fragen beschäftigte. In der Be Arbeitslosigkeit vorherrschen und einen Nährboden ratung wurden neuerdings die Forderungen be- für die staatsfeindlichen Bestrebungen bilden. Es tont, die die Gewertschaftszentrale zur wirtschaft- müssen die Maßnahmen, die die Regierung wies lichen Wiederbelebung und Ausweitung der Ar- derholt versprochen hat, um Arbeitsgelegenheiten beitsmöglichkeiten vorgelegt hat. In der Ent- zu sichern, tonsequent und mit größter Beschleuni vicklung der letzten Begebenheiten wurde festge- gung durchgeführt werden. Es darf auch der wirta stellt, daß in zahlreichen Orten die Bürger dem schaftliche Terror nicht übersehen werden, den Terror der Sudetendeutschen Partei ausgesetzt nachgewiesenermaßen zahlreiche deutsche Unterneh Mitglieder der freien Gewerkschaftsorganisationen üben. Viele steigern sogar fünstlich die wirtschafts sind und in den Unternehmungen wird auf die mer unter dem Einfluß der Henleinagitation aus ein Drud ausgeübt und die Koalitionsfreiheit vers lichen Schwierigkeiten. Es wird so ein Zustand lebt, ohne daß die verantwortlichen Organe da- geschaffen, den die Staatsverwaltung nicht länger negen einschreiten. Obwohl es Pflicht des Staa- dulden fann und darf, wenn man die Bürger, bes tes tes ist, die staatstreuen Bürger der Republit zu fonders die wirtschaftlich schwachen Arbeiter, Befchüßen, wurde in der Beratung festgestellt, daß die amten, Angestellten und auch die Kleingewerbedemokratisch denkenden Staatsbürger diesen not treibenden und Bauern nicht des Glaubens an den wendigen Schutz entbehren, während Aftionen und Rechtszustand berauben will. Mundgebungen gegen die staatliche Ordnung toleriert oder soger noch favorisiert werden. Nicht nur die persönliche Freiheit, auch das Recht auf Arbeit und die Sicherheit und Souveränität der Republik wird dadurch bedroht. In der Beratung wurde beschlossen, neuerdings durch eine befondere Telegation der Gemeinsamen Landeszentrale die Dr. Edener wirbt um Amerika. Dr. Edener, 39 Auto- Tote. Ein von Trapuzent der Freitag an Bord des Hapag- Dampfers nach Stalfit fahrendes Lastautomobil, auf welchem Danja" in New York eintraf, erklärte vor Presse sich 41 Arbeiter und Dorfbewohner befanden, vertretern, die Zukunft des Transozean- Luftschiff stürzte auf dem Zigan- Verge in einen 200 Meter verkehres hänge vollständig von der amerikanischen tiefen Abgrund. Alle Reisenden, mit Ausnahme Regierung ab. Das neue deutsche Luftschiff 2. 3. einer Frau und ihrer beiden Kinder, welche unver130 werde nur mit Heliumfällung fliegen. Falls leßt blieben, wurden getötet. Amerita das Helium nicht zur Verfügung stelle, werde es leine Zeppeline mehr geben. Er hoffe und glaube, daß die amerikanische Regierung den Ankauf des notwendigen Heliums gestatten werde. Seine Reise nach Washington, die er in nächster Woche antreten werde, diene Besprechungen mit den verantwortlichen Beamten. Er würde gern mit Präsident Roosevelt selber sprechen, der an den Fragen des Zeppelinverkehres stets interessiert gewesen sei. Dr. Edener betonte, daß es ihn überZehn Milliarden Reisekilometer. Den vorläufiraschen würde, wenn politische Gründe für den statistischen Ergebnissen des Jahres 1937 zufolge wurden 267.9 Millionen Personen( im Vorjahre eine etwaige Verweigerung der Heliumlieferung 240.9 Mill.) befördert, d. f. um 27 Millionen( 11.22 angeführt würden. Es bestehe keine Möglichkeit, Brozent) mehr als im Vorjahre. Zur Zeit der daß Zeppeline jemals wieder von Deutschland für größten Wirtschaftsfrise( im Jahre 1933) wurden Striegszwecke verwendet würden. Unter den heuti- nur 243.4 Millionen Personen befördert; es ist dem gen europäischen Verhältnissen sei das Luftschiff nach die Personenbeförderung im Vorjahre gegen absolut wertlos. Die Fahrten der Luftschiffe 1933 um 24.4 Millionen gestiegen. Das bedeutet. ..Graf Zeppelin" und Hindenburg" hätten ledigdaß jeden Tag um 67.000 mehr Reisende gefahren find. Wenn man alle im Jahre 1937 beförderten Per lich zur Vertiefung der freundschaftlichen Bezie fonen in Reihen aufstellen würde, so würde der Vorhungen zwischen den Nationen gedient. Falls in beimarsch in Zwölferreihen mindestens drei Wochen den nächsten zwei Wochen die Lieferung von He- dauern. Die Einnahmen aus dem Personenverkehr be- Eine Konferenz der Vertreter der Kreisge Tium freigegeben würde, könnte das neue Luft- trugen im Jahre 1937 M 847.7 Millionen. Die zu werkschaftskommissionen des Deutschen Gewertihiff 28 130" etwa ab 10. August, dem 70. rüdgelegten Versonentilometer erreichten die astro- schaftsbundes tagte am 29. April 1938 in NeiGeburtstag von Dr. Edener, seinen ersten Flug nomische Zahl von beinahe zehn Milliarden. chenberg. Abgeordneter Maco un behandelte die nach Lakehurst nehmen. Das Mafaryl- Sanatorium für Nervenkrank. Probleme und Aufgaben, die den Gewerkschaften Mag Neinhardt enteignet. Der„ Völlische heiten und innere Krankheiten in Dobřiš wird in der Gegenwart gestellt sind. Er verwies auf Beobachter" meldet, daß beim Bezirksgericht in Sonntag, den 8. Mai, vom Zentralverband der Stran- die Beschlüsse der Vorständekonferenz vom 14. Salzburg eine Gasthausb siperin eine Stlage gegen tentassenversicherungen der Deffentlichkeit übergeben April, die richtungweisend für die Arbeiten der Mar Reinhardt wegen einer Schuld von 1400 werden. Das Sanatorium verfügt über alle erforder- Streisgewerkschaftskommissionen sind. Aus der Schilling eingebracht habe. Das Max Reinhardt lichen Heilbehelfe. Vor allem wurde für eine be- Aussprache, die der Vorsitzende Roscher einleigehörige Schloß Leopoldstron wurde beschlag- queme, hygienische und awedenisprechende Unterbrin- tete, ging hervor, daß die Kreisgewertschaftstom nahmt und dürfte entweder zu einem Sportplaß gung der Stranten Sorge getragen. Das eigentliche missionen alles tun werden, um die Verbände in oder zu einem Hitlerjugendheim ausgestaltet Sanatoriumsgebäude zählt insgesamt 234 Räume; der Erledigung ihrer Aufgaben zu unterstüßen. werden. davon 66 Näume für die Patienten, zwei Räume für Tie wirtschaftliche Situation in den Streisgebieten Wird die Welt verrosten? Kälte-, Hitze- und Rost- Tod bedrohen die Erde MTP. Ueber das zukünftige Schicksal der Erde gab es bisher zwei Hauptteorien: danach würde die Erde in einigen Jahrmillionen ,, ster ben" müssen, und zwar entwede. den Kälte- oder den Hize- Tod. Der Kälte- Tod müßte univeigerlich deshalb eintreten, weil die Erde dauernd 23ärme an den minus 273 Grad falten Welten raum abgebe, ohne eine entsprechende Energies bereicherung von außen zu erhalten. Zwar emp finge sie ständig die Strahlung der Sonnens energie, aber weder diese noch die zahlreichen Meteoriten, die auf sie niederstürzen, könnten das langsame, doch sichere Erfalten verhüten. Nach dieser Theorie wird die Erde dann ähnlich aussehen, wie sich den irdischen Fernrohren heute der Mond darstellt. Gewerkschaftskonferenz daß an Stelle des angeblich mathematisch voraus.| dabei keineswegs verloren; nur ist er gebunden, uberedenden Absturzes des Mondes auf die Erde diese mit einem anderen Himmelskörper zu sammenstoßen würde. Uebrigens ist das Auf leuchten eines neuen Sterns am Himmel, einer Nova", nichts anderes als der optische Effett einer Weltkatastrophe. bei der zwei Sterne sich zu einem neuen glühenden Körper vereinigt haben. Eine dritte Todes- Theorie" der Erde ist jüngeren Datums. Nach ihr wird die Erde den Nost- Tod sterben oder, korrekter ausgedrückt, den Drydationstod. Folgende Ueberlegung liegt ihr zugrunde: Ein Verschwinden der Elemente von der Erde ist, es sei denn im Wege des Element- Berfalls, nicht denkbar. Dieselbe Menge Eisen oder Natrium, die bei Schöpfungsbeginn vorhanden war, wird auch für alle Beiten erhalten bleiben. Dies gilt auch vom Sauerstoff, der die Vorbe dingung für alles pflanzliche und tierische Leben stoff, aber andere scheiden ihn wieder aus, so daß der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre konstant bleiben würde, wenn es keine Drydation gäbe. Die Maifundgebungen haben bewiesen, daß große Massen der deutschen Bevölkerung der Reput blit tonsequent hinter dem Staate und Demokra tie stehen. Diese Massen dürfen nicht enttäuscht werden; sie dürfen nicht verlassen werden und rechtlos bleiben. Ihr Schuß und ihre Sicherheit ist doch auch Schutz und Sicherheit des Staates. ist nicht einheitlich; neben gutbeschäftigten Betrie ben gibt es vielfach auch solche, die Feierschichten einlegen oder den Belegschaftsstand reduzieren mußten. Die Flüsterpzovaganda schafft wirtschaftliche Unsicherheit, die sich zum Schaden unseres Volkes auswirkt. Aus der Debatte ging die fefte Neberzeugung hervor, daß sich die Terrormethoden an jenen rächen werden, die sie ausübten. Unsere Genossent lassen sich in ihrer Arbeit dadurch nicht hindern. Kaufmann konnte die Beratungen mit der Feststellung schließen, daß die freien Ge= iverkschaften und ihre Funktionäre nach wie vor ihre Aufgaben erfülIen werden. das heißt, nicht mehr in freiem, gasförmigem Zu- durch Spektralanalyſe nachgewieſen iſt, nur noch stand in der Atmosphäre. Folglich wird er auch den Lebewesen, die ihn gebrauchen, entzogen. Die Menge des ständig neu gebundenen Sauerstoffes, für die es keinen Ersatz gibt, ist verhältnismäßig winzig. Ein errechenbarer Prozentsaß der Gesamtatmosphäre läßt sich über haupt nicht feststellen. Nur addieren sich diese winzigen Mengen im Laufe der Zeit zu unge heuren Werten. Wenn eine Industriestatistit angibt, daß in den Dritteljahrhundert von 1899 bis 1923 allein 40 Prozent der Metallerzeugung der Welt verschiedenen Orydationsprozessen zum Opfer gefallen ist, so bekommt man nachgerade eine Vorstellung von den riesigen Gasmengen, die auf diese Weise gebunden werden. ten Mars zu erklären. Der Mars zeigt, wie verschwindende Spuren von Sauerstoff in seinem dünnen Gasmantel. Was liegt also näher, als seine bekannt rötliche Färbung auf einen bereits abgeschlossenen Orydationsprozeß, einen bereits eingetretenen Rost- Tod zurückzuführen? Dabei würde sein Inneres große Mengen unwiderruf lich gebundenen Sauerstoffes enthalten, früher einmal frei gewesen ist. Der Mars zeigt. wie die moderne Wissenschaft einhellig annimmt, fein Leben, das dem auf der Erde entfernt vers gleichbar wäre. Früher fann es anders gewesen sein, solange, bis der Sauerstoff bis auf minimale Reste von anderen Elementen an sich gezogen war. an: Delegte sich darstellt. Zwar verbrauchen Lebewesen Sauer- festzulegen. Im Laufe der Jahrmillionen ver hinstredenden Prozeß darstellt. Und sollte noch Aer gerade an den Mond knüpft auch die Sipetod der 1 in Spira In um die Erde, die langsam enger und enger würden. Eines Tages müsse nun der Fall eintre ten, daß die Anziehungskraft der Erde die Mondmasse soweit in ihren Bann zivinge, daß der Mond auf die Erde herabstürze. Bei dieser Gelegenheit würden unerhörte Energien frei. Die ganze Erde würde zu einem Feuerball werden, auf dem lein lebendes Wesen mehr existieren tönne. Diefe Theorie wird auch mit der Variante vorgetragen, Orydation ist die chemische Verbindung eines Elementes mit dem Sauerstoff, am sinnfälligsten zu beobachten beim Eisen, das verrostet. Dabei begnügt sich der Rost nicht damit, die Oberfläche mit einer Schicht zu überziehen, sondern dringt immer tiefer ein, bis das ganze Eiſen in Roſt verwandelt ist. Chemisch geht der Sauerstoff Selbstverständlich beschränkt sich dieser Vorgang nicht nur auf die Metalle und sonstigen Elemente, die durch industrielle Tätigkeit darge stellt werden, doch sind sie nur hier rechenmäßig ringert sich auf diese Weise der Vorrat der Atmosphäre an freiem Sauerstoff immer mehr. bis er schließlich, nach der„ tod- Theorie", so gering werden wird; daß pflanzliches und tierisches, also auch menschliches Leben auf unserem Planeten nicht mehr möglich ist. Rost hat bekanntlich eine rötliche Farbe und diese Tatsache wird nach der Theorie eines Ameritaners, Henry Norris Ruffel, auch dazu zu be nutzen sein, das Aussehen unseres Nachbarplanes Der Rost- Tod ist demnach ein Erstickungstod der Lebewesen. Tröstlich, wie bei allen diesen Theorien, bleibt, daß die Erstidungsfatastrophe nicht über Nacht eintreten kann, sondern einen unendlich langsamen, sich über Jahrmillionen ein Trost notwendig sein, so kann er aus der Ueberlegung geholt werden, daß, wenn es in Aeonen von Jahren noch Menschen auf der Erde gibt und die Technik bis dahin entsprechende Fortschritte gemacht hat, es auch möglich sein wird, durch Erfindungen das Schicksal der Erde umzus gestalten und den gebundenen Sauerstoff nach Belieben zu Atmungs- und anderen Verbren nungszwecken aus seiner Bindung wieder zu befreien. Scite 6 Uhrenstellen ziemlich schwierig As die Uhren in Jersey City( New York) auf die Sommerzeit um eine Stunde vorgestellt wur den, genossen die Paſſanten wieder das interessante Schauspiel, wie die riesigen Zeigen der ColgateUhr von dem winzig erscheinenden Arbeiter be= wegt wurden Kinderspiele Von Jaroslav Hašek Bevor Frau Kohouschek mit Karl und Lada auf die Sommerfrische fuhr, sagte ihr Gatte: Bergiß nicht, Liebling, daß die Kindheit die Zeit der Spiele ist. Und daß jede körperliche, keinem bestimmten Zweck dienende Beschäftigung zur förperlichen sowie geistigen Ertüchtigung des stindes dient. Deshalb gestatte ihnen, sich am Lande ungezwungen zu bewegen, zu spielen und alles zu genießen, was ihnen Unterhaltung und Freude bereitet. Wir müssen doch ihre Entwicklung fördern...“ Hierauf legte Frau Kohouschet gewisse Bedenken an den Tag, ob sie die beiden Jungens in Anbetracht der ihnen zu gewährenden Freiheit auch lebend und gesund nach Hause bringen werde, eine Befürchtung, die Herr Kohouschek mit folgenden Argumenten zu entkräften versuchte: ,, Liebling, wenn du den Kindern verbieten wür dest, dies oder jenes zu tun, dann würden sie es justament machen, so wie die Kinder im Part, denen der Wächter sagte: ,, Kinderchen, laßt euch nicht einfallen, die Eichhörnchen im Käfig mit bitteren Mandeln zu füttern, die könnten dran trepieren!" worauf die Kinderchen nichts besseres zu tun hatten, als bittere Mandeln zu kaufen und die Eichhörnchen zu vergiften!" Deshalb gewährte Frau Kohouschek ihren Kindern am Lande die denkbar größte Freiheit. Und sie nüßten diese Freiheit nach Noten aus. Zuerst schlossen sie die Bekanntschaft Adalberts, des Sohnes des Gemeindepolizisten, der fie auf Raubzüge auf unreifes Obst und Schoten mitnahm und sie im Rauchen von Startoffelblättern aus einer abscheulich stinkenden Pfeife unterwies, die er dem Pfarrer aus der Gartenlaube geflaut haben wollte. Anfangs famen fie freides bleich nach Hause und behaupteten, sie fühlten sich schlecht. Die würzige Luft greift sie an", schrieb Frau Kohouschef an den Vater. Sonntag, 8. Mai 1933 Ewige Flucht und Rückkehr Frühjahrsnot der Bauern vom Gelben und Blauen Fluß MTP. Charbin. Das Hochwasser des macht aus der Kornkammer ein Land der Huns meilenweit über seine Ufer getretenen Yang- Tse- gersnot und des Massensterbens. Kiang hat ungeheure Schäden verursacht. Rund 30 Millionen Menschen haben ihre Heimat verlassen müssen und befinden sich auf der Suche nach neuen Wohnmöglichkeiten. Allein in der Provinz Szetschuan find 15 Millionen auf der Wanderung. Auch die Lage der 70 Millionen, die in dem Stromgebiet des Hoangho wohnen, ist äußerst bedrohlich. In den Ueberschwemmungsgebieten haben sich, wie das in China bei solchen Anlässen schon immer geschah, Räuberbanden ein genistet, die durch Deserteure von der Nordfront ständig weiteren Zuzug erhalten. Ein Einsatz größerer Truppenmassen. wie er bei der letzten großen Ueberschwemmung vor sechs Jahren vorgenommen wurde, erscheint aber ohne eine be drohliche Schwächung der Front nicht möglich. Die Plage der heiligen Gewässer Für die abergläubische chinesische Landvevölkerung sind diese in beinahe regelmäßigen Abständen wiederkehrenden Ueberschwemmungs tatastrophen etwas Schicksalsgegebenes, gegen das es feine Auflehnung gibt. Der Hoangho ents springt hoch oben im Bain- Kara- Gebirge, der Yang- The- Niang in dem noch völlig unerforsch ten Gebirge westlich der Yün- Ling- Berge. Beide die eine früher, die andere noch heute zur Machts Ströme fommen also aus Gegenden, von denen sphäre Tibets gehört. Tibet ist das heilige Land der chinesischen Bauern; hier oben in den unzugänglichen, geheimnisvollen Bergspalten wohnen die Tausende großer und kleiner Götter, die ihre Phantasie aus den allegorischen Figuren der buddhistischen und konfuzianistischen Mystik geformt hat, und diese Götter sind es auch, die ihnen die Plage der heiligen Gewässer" senden. Was hat es also für einen Sinn, sich dagegen aufzulehnen? Es gäbe eine Möglichkeit, diesen alljährlichen Ueberschwemmungen einen großen Teil ihrer Schrednisse zu nehmen. Man brauchte nur riesige Staudämme anzulegen, und die chinesisque Sentralregierung hat diese Maßnahme auch beteits wiederholt ins Auge gefaßt. Sie hat sich dabei aber immer wieder an dem erbitterten Widerstand der Bevölkerung gestoßen, die nicht einsehen will, daß man die Waſſerläufe requlieren kann, ohne dabei die natürliche Schlamms düngung zu gefährden. Die Bauern wollen von technischen Neues rungen nichts wiſſen. Sie benutzen vielfach noch heute dieselben Adergeräte, die schon ihre Vorfahren vor 3000 Jahren verwendeten, und sie nehmen wie diese gern die Mühseligkeiten der Hungersnot und Massenflucht auf sich, um dann 9 Mr. 108 Maria... Kannst du." Ich glaube an Gott? Ich glaube an Gott, also fang an, Sarlchen..." Die Schatten wurden kürzer, der Abend senkte sich bereits herab und je tiefer die Finsters nie wurde, desto größer war die Angst, die sich der beiden unglücklich Beschenkten bemächtigte, die nicht abließen zu schluchzen und den Himmel um Hilfe anzuflehen .. Es waren die Seufzer von Schiffbrüchigen, die sich nun mit Ach und Strach auf einem sintena den Wrack am Leben erhalten... ,, Hier bring ich Ihnen sie, gnädige Frau", sagte der dicke Heger spät am Abend zu der vers weinten Frau Kohouschek. Ich habe sie in Tränen aufgelöst mit Dynamitpatronen in der Tasche im Wald gefunden. Verdreschen Sie sie tüchtig, gnäs dige Frau, ich hab ihnen auch schon paar vers seẞt..." Als die Erekution beendet war und die uns glücklichen Dynamitbesizer nach einem vollstän digen Geständnis in ihren Betten schliefen, ents fann sich Frau Kohouschef der Worte ihres Gats ten: Jede leichte und körperliche Beschäftigung, die keinem ernsten Zwecke dient, ist ein Kinders spiel und fördert die körperliche und seelische nach dem Ende der Ueberschwemmung wieder pendenden Flut gedüngten Feldern doppelte und zurückzukehren und auf den von der schreden- Entwicklung..." dreifache Reisernten zu erzielen, die sie für die erlittenen Leiden entschädigen. Auch die 30 Millionen Chinesen, die heute Sunan östlich nach Kiangji wandern, werden nach von Szetschuan nordwärts nach Süd- Kansu, von zwei Monaten wieder in die Heimat zurückkehren, ihre zerstörten Dörfer wieder aufbauen, ihre Felder bestellen, und es wird sein, als wäre überder Massenflucht sind eine Kette ununterbrochener haupt nichts gewesen. Aber diese zwei Monate Schrednisse. Aufsehers der Steinbrüche das jämmerliche GeUnd zu dieser Stunde wurde im Hause des schrei des kleinen Wenzel laut... ( Aus dem Tschechischen von Grete Reiner.), Modernes Zauberwerk Beit noch Zauberei? Jawohl, in dem seltsamen Gibt es in unserer rauhen, materialistischen Grenzbezirk nämlich, der so kühn behauptet, bon Dreißig Millionen Menschen ziehen auf dieser Welt zu sein, die Wirklichkeit zu spiegeln, schmalen, hochrädrigen Odenfarren langsam und der sich für uns doch in die tiefsten unwirks durch Gegenden, in denen die einzelnen Siedlichkeiten des Märchens verliert: im Film und liegen. Sie leben von einer Handvoll Reis, denn Woden anders bezeichnen, die im Kino und auf lungen oft Dußende von Meilen auseinander auf dem Theater. Oder wie wollen wir die die Berge, die sie durchwandern, sind arm und der Bühne gezeigt werden? Diese Meider, die unfruchtbar und können laum die eigene Bevöl Die Wirklichkeit ist viel einfacher und nüchterung notdürftig ernähren. Oft sind sie Tage jich niemals abnußen, weil sie nur eine Stunde terner: die Ende März in den tibetanischen hindurch ohne Waffer. Manchmal hält ein Wagen getragen werden, die nicht knautschen und nicht Bergen einsetzende Schneeschmelze bewirkt ein mitten auf offener Strede, weil die ermatteten mußen und die, abgesehen von ſeltenen Zu starles Steigen des Wasserstandes der Ströme. Ochsen nicht mehr weiter fönnen. Greise und und diese treten weit über ihre nach der Küste Kinder brechen erschöpft zusammen und bleiben fällen, ewig im Zustand der Neuheit und VollGreise und fommenheit verharren. zu sehr flachen, vielfach faum über dem nor in hundert Fällen unbeachtet am Rande der gro malen Wasserspiegel liegenden Ufer. Die riesigen Ben Heerstraße liegen, die den poetischen Namen Mengen start mineralhaltigen Schlammes, die" Weg der Seide" führt, weil die Ueberlebenden sie dabei über die Felder schwemmen, sind besser ihre Starren nicht unnötig" belasten wollen. als jeder andere Dünger der Welt. Sie machen den Boden fruchtbar und haben die Provinzen Szetschuan und Hunan( nicht zu verwechseln mit Honan) zu den Kornkammern Chinas werden lassen. Aber dieselben Fluten, die die Fruchtbarkeit spenden, verbreiten auch Tod und Verderben. Je früher die Schneeschmelze einsetzt, je milder die auftauenden Monsun- Winde von Indien nach dem Norden hinüberwehen, um so schneller voll zieht sich auch das Steigen des Wasserstandes, und die Vernichtung der Felder und Wohnstätten der beiden Eingeborenen gab es keinen größeren Jug, als sich von diesem diden Mann haschen zu lassen. ,, Stommt nachmittags zum Streuz", forderte Wenzel sie auf. ich werde euch etwas zeigen." Sie konnten den Nachmittag kaum erwar ten; das Essen schmeckte ihnen nicht, denn sie hatten im Walde eine Unmenge Süßwurzeln verzehrt und als sie Wenzel unter dem Kreuz stehen sahen, hüpften sie vor Vergnügen. " Jungens", sagte Wenzel geheimnisvoll, heute darf kein Mensch sehen, was ich mitgebracht habe. Kommt in die Grotte im Walde." Als sie in der Grotte waren, zog er drei fleine Röhrchen aus der Tasche. ,, Was ist das?" Dynamitpatronen, Jungens", sagte WenSpäter besserte sich ihr Befinden, denn sie zel stolz. Mit denen sprengt man im Steingewöhnten sich sowohl an das unreise Obst als bruch die Felsen und ich hab sie aus dem Magaauch an das Rauchen der Kartoffelblätter und zin geflaut. Wenn die jest explodieren, bleibt, als sie durch Vermittlung Adalberts Wenzel wie wir da sind, nichts von uns übrig." Bejscha, den Sohn des Aufsehers der nahegele genen Steinbrüche, kennen lernten, erwies sich dieser andern gegenüber sehr zurückhaltende Zunge äußerst entgegenkommend, als Karl und Lada je eine volle Pfeife mit Startoffelblättern rauchte, ohne zu huſten oder ohnmächtig zu wer den, wie im Vorjahre ein Junge aus der Stadt. ..Mit dem Bengel war gleich nichts anzu fangen", sagte ihnen Wenzel. ,, Einmal nur hat er zwei grüne Aepfel gegessen und war eine Woche frank. Dann spielte er nur noch mit den Lehrersföhnen Pfarrer..." ..Ihr habt heute einen glücklichen Tag". sagte der Polizistensohn zu Karl und Lada, als fie am Abend von Wenzel Abschied nahmen, ja jogar einen sehr glücklichen Tag, wenn Wenzel euch zu seinen Freunden gemacht hat." Tags darauf versammelten sie sich alle am Waldesrand und Wenzel lief ihnen freundlich entgegen. Dann stürzten sie mit einem Indianerges brüll zwischen die Bäume, denn Wenzel behaup= tete, daß es den Heger in große Wut verseße, wenn man im Walde Lärm schlage. Auch schnit ren sie ein paar junge Bäumchen ab, aus denen sie Stöcke anfertigten und auf die Bäume losschlugen. So vertrieben sie sich auf amüsante Art die Zeit, bis es schließlich Mittag läutete und sie sich berdrossen auf den Heimweg machten, weil sich ber Heger nicht gezeigt hatte, denn laut Aussage Und trotz alledem lassen diese Menschen ihre Hoffnung nicht fahren. Sie wiffen, daß die felbe Flut, die ihnen den Hunger gebracht hat, sie auch mit Ueberfluß segnen wird. Sie sind be reit, zu sterben, weil sie leben wollen. Sie fliehen, um wieder zurückzukehren. Eine fast antife Größe, ein schmerzvoller Enthusiasmus, eine heroische Mischung von Lebensbejahung und Totentlage liegt in dieser von der Hoffnung auf die Zukunft getragenen und genährten Opferbeeitschaft der armen Reisbauern des Blauen und Gelben Flusses. Kirmin. ..llm Himmels willen, Lada", jammerte ,, Um Karl verzweifelt, vie du es fortwirft, zerreißt es uns." Lada brach in Tränen aus und als Starl ihn weinen sah, begann auch er zu lamentieren. Rühr dich nicht", ermahnte einer den anderen", sonst gehts in deiner Tasche los wie eine Stanone." „ Was fangen wir an", klagten sie vollkommen vernichtet durch Wenzels freundschaftliches Geschenk, wir können doch nicht damit um gchen." nend, sein Vater ist Aufseher im Steinbruch und ,, Der Wenzel hat's gut", sagte Karl weie3 wird sich daher niemand wundern, wenn es ihn zerreißt, wo sie das Dynamit doch zu Hause haben. Aber was wird man uns sagen?" Nun redeten sie vor Angst furchtbares Zeug zusammen und erzählten einander schluchzend, wie schauerlich es sei, so plößlich von der Welt zu verschwinden. Sie malten einander gegen feitig aus, wie sie in die Luft fliegen und kein einziges Stück von ihnen übrig bleibt. Jm täglichen Leben wird ein Anzug schon durch eine Autofahrt, eine Reise von ein paar Stunden, ein Picnic oder ein Gartenfest stark bedroht, geschweige denn durch die berufliche Arbeit. Im Film aber kann die Heldin zu Fuß den Urwald durchqueren, drei Monate lang in einer Hütte wilden Räubern widerstehen, Schiffbruch leiden, sich aus einem brennenden Hause retten, von Miami nach Stockholm fliegen, und trotzdem bleibt ihr Strägelchen sauber. Spigen und Schleier bewahren ihren Faltenwurf, keine Naht platzt, und keine Falte wird zerdrückt. Im täglichen Leben ist ein Kleid, vor allem auch die Art, wie es gearbeitet ist, schon ein Zeis chen für die soziale Stellung seiner Trägerin. Im Theater aber und im Film ziehen sich die Holzfällersfrauen in der Rue de la Pair an, leine Stenotypistinnen tragen Hüte aus ersten Häusern, und den Schuhen armer Büglerinnen sieht man an, daß sie mit einem Rolls- Royce ins Atelier gefahren sind. Jm täglichen Leben bleibt der seelische Zus stand nicht ohne Einfluß auf die Kleidung. Eine unglückliche Frau legt keinen Wert auf ihre Kleidung, vernachlässigt sich ein wenig. vergist rechtzeitig zum Friſeur zu gehen. Im Film aber hat auch die verzweifeltste Frau stets eine tadelloſe Ondulation, und sie vergißt nie, die passende Tasche zum Kleid zu wählen.( Sie braucht sie ja auch nicht umzupaden!) Jm täglichen Leben würde selbst eine als Vamp allgemein anerkannte Frau es sich kaum einfallen lassen, in einem paillettengeschmückten Prinzeßkleid mit Fuchspelz am Saum auf die Straßen zu gehen, möglichst noch ein paar Reihen blizender Diamanten um den Hals. Im Kino kann sie solchen Selbstverständlichkeiten ruhig noch einen Federbusch im Haar und einen Wasserfall von Orchideen am Ausschnitt hinzufügen, ohne andere Regungen hervorzurufen als Ehrerbies türen oder gar besetzte Untergrundbahnen braucht sich die Filmheldin beim Einkauf ihrer Hüte nicht zu bekümmern. Sie entgeht diesen Widrigkeiten. auch in den gewagtesten Kopfbedeckungen wie durch ein Wunder. ,, Aber sie explodieren nicht", fuhr er ruhig fort. denn man muß sie erst anzünden. Dazu braucht man diese Schnur, die man Lunte nennt. Die kommt hier herein in das Röhrchen und wird Seiten sich ins Gras und rüsteten sich weistung und Hingabe. Auch um Wetterzufälle, Autoangezündet, dann geht man weg und in einer Weile fliegt alles in die Luft, wie wenn der Bliß einschlägt. Wenn ihr es auf die Erde werft, fliegt ihr auch in die Luft", erklärte er begeistert, und wenn ihr Dynamit bei euch habt, müßt ihr euch vor niemanden fürchten... Jungens", fügte er dann warm hinzu ,,, Sarl und Lada, weil ich euch gern hab, schenk ich euch jedem eine Patrone." Er steckte ihnen die Dynamitpatronen in die Tasche und behielt sich nur eine, als plößlich über der Grotte eine ärgerliche Stimme ertönte: ..Berdammte Jungens, wie oft soll ich es euch wiederholen, daß niemand ohne Erlaubnis hier herein darf!" ,, Der Heger!" schrie Wenzel. Jungens, lauft, was ihr könnt!" Und schon stürmten sie alle aus der Grotte Pada", rief Karl ,,. gib acht, daß du nicht Lada hielt inne und sie wurden sich beide Klar, daß sie Dynamit in der Tasche truqen. davon. fällst." Sie machten halt, indes Wenzel und Adalbert schon weit im Walde waren. ,, Star!, ich fürchte mich", sagte Lada. ,, Ich werf das Zeug fort." nend zu ihrer letzten Stunde, denn allmählich verbohrten sie sich in den Gedanken, daß die Patronen in ihrer Tasche früher oder später explodieren würden. Sie beichteten einander gegenseitig ihre Sünden und streichelten einander die Wangen. Damit dus weißt, Karlchen, ich habe dir mal zehn Heller aus der Tasche genommen." Und ich, Ladachen, hab den Zylinder von der Lampe auf dich geschoben." Haben Sie schon einmal eine Filmheldin aus dem Bett aufstehen sehen? Es kann schon Mittag sein, es mögen sich die wildesten Ereig nisse während der Nacht abgespielt haben: die Bettwäsche aus weißer Seide ist sauber und fals federchen, kein Marabuband zerdrückt, keine rührtenlos, und am Nachtgewand ist kein Straußenpjamahose ist zerknittert. Wer macht das nach? Vater unser, der du bist im Himmel rühr dich nicht geheiligt ſei dein Name... wet nicht so herum gegrüßt seist du. Maria.. Karlchen, die Mutter werden wir nie mehr sehen ... Großer Gott im Himmel, du rückst ja fortwährend herum." ,, Scheint es dir nicht, Ladachen, daß heiliger Jesus etwas prasselt? Oh, oh, oh. oh, ich hab den Flies die Flügel ausgerupft und jetzt straft mich Gott dafür. Oh, oh, oh, oh... Ist das etwa teine Zauberei? Jeder bewundert diese Kleider, jeder träumt davon. Aber niemand kann sie tragen, außer vielleicht zu einem Maskenball. Und doch sind sie Sie sind verrückt und vernünftig zu gleicher Zeit. von unserer Welt, zugleich jedoch von nirgendwo. Sie sind nicht lächerlich und nicht empfindlich. Sie schweben über den Notwendigkeiten, über den Zwecken, über den Stürmen und den sozialen ,, Karlchen, gib mir einen Suß!" Klassen. Sie sind wirklich eine richtige Verneis ,, Radachen, was wird die Tante dazu rung der Wirklichkeit, kümmern sich weder um Naturgeseze noch um Verbrauch. fagen?" ,, Vater unser, der du bist im Himmel, ges heiligt jei dein Name... Gegrüßt seist du Sind sie nicht wirklich der letzte Rest aus einem unwirklichen Bauberreich? V Gr che mi Ed dor oft lid me Iid Se de vi ha la Tä g #t? end Cra sich te, nel 11, nts ±", en Fim مة Is Ma to ta 8. he nnnL D e f I Nr. 108 Schottische Heirat Vor dem Ende von Gretna Green? MTP. London. Das Ende von Gretna Green, jener berühmten Schmiede in dem Dörfchen in der schottischen Grafschaft Dumfries, uns mittelbar an der Grenze zivischen England und Echottland, und an der großen Straße von Lon don nach Glasgow über Carlisle, ist schon sehr oft angelündigt worden. Geseßlich besteht eigent lich Gretna Green als Heiratsparadies nicht mehr; seit 1856 sind auch in Schottland gesetzliche Bestimmungen in Straft, die eine romantische Heirat nach glüdlicher Entführung über die eng lische Grenze unmöglich machen, denn mindestens der eine der Gatten muß vor der Eheschließung vierzehn Tage in Schottland seinen Wohnsitz gehabt haben. Aber die Romantik und die Postfartenindustrie blühen nach wie vor, und man läßt sich noch immer gern im Blacksmith's Shop" mit Hammer und Ambos, aber auch mit Standesbeamten und sogar Priester trauen, und der heutige Besizer der historischen Schmiede, Mezntosh, macht immer noch gute Geschäfte, obwohl lange nicht mehr so gute wie sein Vorgänger, der berühmte Mackie, der Ende des voris gen Jahrhunderts Gretna Green Weltruf verschaffte und bis zu 2000 Pfund jährlich an seiner Heirats- Schmiede verdiente. Immerhin ist die Firma McIntosh auch heute noch darauf bedacht, fich alle Konkurrenz vom Leibe zu halten, und eben erst hat es einen gerichtlichen Streit zwischen McIntosh und einem gewissen Rennison gegeben, der ein ähnliches Etablissement ganz in der Nähe errichtete und ein auffallendes Schild an der Landstraße anbrachte, das er wegen unlauteren Wettbewerbes wieder entfernen mußte. VIM Sonntag, 8. Mai 1933 VIM DE putzt alles Feines und Grobes Mit VIM geht die Putzarbeit leicht von der Hand, denn sein Seifengehalt löst das Fett und weicht den Schmutz auf, der durch einfaches Abspülen leicht verschwindet. Niemals gibt es Kratzer, alles wird schonend und doch gründlich sauber. auch Metall! Prager Zeitung Prager Atus- Festakademie bisher die Vorarbeiten, wie Beseitigung von BabieIm sehr gut besuchten Radiosaal auf den Weins bergen fand am Samstag abends eine Westatademie der Brager Vereines der Atus- Inion statt, die einen flotten und anregenden Verlauf nahm. Einleitend trug die Singgemeinde Brüder, zur Sonne, zur Yen Scite 7 Frauenorganisation Prag Montag, den 9. Mai, 8 Uhr abends, im kleinen Saal des Handwerkervereins, Smečky 22, Feierstunde der proletarischen Mutter Sprech- und Gesangsvorträge der Jugendgruppe, Verbindende Worte: Berta Glas. E glücklichen Ausklang findet. Und hineingeflochten ist felbstverständlich auch eine Liebesgeschichte, denn ein unbekannter junger Schlagerkomponist verliert sein Herz an die Sängerin, die ihm nicht sagen darf. wer sie ist, weil sie ja eben eine Rolle in den Schwindelmanövern spielen muß, mit denen der Reporter und der Broadway- Unternehmer einander blamieren wollen. Da die Autoren diese Geschichte felbst nicht ganz ernst genommen haben, besteht auch für den Zuschauer fein Anlaß dazu: er hat Zeit, sich auf die Erscheinung der Hauptdarstellerin zu fenzentrieren, die mit ihrer herzlichen Heiterfeit. ihrer spielerischen Anmut und ihrem findlichen Wesen ( auch wenn es zuweilen schon bewußt und betont wirlt) gefangen nimmt. Simone Simon singt mit einer zarten Stimme( die der Tonfilm wohl etwas verstärkt hat), mit einem reizvoll franzöſiſchen Alzent und mit einer in Singfilmen kaum bekannten leisen Innigfeit, die auf Effekte und Nührungen verzichten fann. Wenn man sie im Rahmen dieses mit Routine und Broadway- Ausstattung geladenen Films sieht, fürchtet man allerdings, daß ihre Natürlichkeit in dem Tempo schwinden wird, in dem man sie zum Star macht, -εißDie freudlose Gasse Der einst erfolgreiche Roman Hugo Bettaners. Die Sache mit Gretna Green ist also nicht ren, Abfällen usw. Wer beim Verunreinigen der aus dem vor 15 Jahren ein berühmter Berliner neut. Ja, sie ist bald 200 Jahre alt. Denn die Straßen, durch Wegwerfen von Papier usw. oder Stummfilm mit Asta Nielsen, Werner Strauß und schottische Heirat" gibt es ſeit 1754, feit dem durch Ausspuden ertappt wird, muß 10 Kč Strafe Greta Garbo entstand, ist jetzt von dem französischen Jahre, wo in England die Heirat zwischen Minzahlen. Zeitungspapier zur Umhüllung von Genuß Regiffeur André ugon noch einmal verfilmt wor mittel darf nicht benußt werden. Die Besizer von den; aber der Roman von den Gefahren der Halbderjährigen verboten wurde und also alle MitGaststätten und Kaffeehäusern müssen Stlofettpapier welt, gegen die sich ein verarmtes Mädchen wehrt. giftjäger und Erbschleicher nach Schottland gin- Freiheit" vor und auf der Bühne hatten die altiven auflegen, das keinerlei Aufdruck hat. Wandſchirme und von dem Mord an der reichen untreuen Frau. gen, um dort ein 13jähriges Mädchen zu heiraten Mitglieder des Aius in einem schönen Gruppenbild und Abzugsrinnen werden für Baſſanten, die viel der ihren Geliebten und besagtes armes Mädchen oder einen verführten 12jährigen Knaben zum sich vereinigt, deren Sprecher die Idee und den Zwed unterwegs find, ohne Lokale auffuchen zu können, unschuldig auf die Anklagebant bringt, wirke heure Gatten einer Witwe zu machen. Das Gesetz von des Arbeitersports verkündente. Anschließend begrüßte einen Unterschlupf für„ dringenden Bedarf" bieten. nicht mehr besonders, man empfindet die Handlung 1754 hat aber noch schlimmeren Zuständen ein Vereinsobmann Schrader die Erschienenen folie Strenge Hygiene wird besonders von den Rafeuren cis gemacht, und was einst im erpreffionistischen Ende gemacht, denn es gab am Strand herum in Gäste und ihm folate der Sekretär der Atus- Union, gefordert. Schluß mit der Gemeinschaftsbenüßung Stummfilm- Stil gespenstisch und beklemmend dra London Schenken, die einen besonderen Heiratsdes Rasiermessers von einem Bart zum anderen! tratisch erschien, wirft heute im maswolleren Sprech Alois Immann- Aussig, der in seinen Ausfüh Das Instrument muß stets vor Wiedergebrauch in filmstil frampfig und übertrieben. Es ist das Vers rungen darauf hinwies, welchen Wert der sozialistis raum besaßen, in den die Kinder verschleppt wur- fche Arbeitersport nicht nur für die Arbeiterbewegung. einer zehnprozentigen Formalinlösung desinfiziert dienst des Regisseurs, diefer Gefahr nicht erlegen den und in Gegenwart von Zeugen, die alles zu sondern auch für den Staat bat sowie feſtſtellte, daß laufstäden zur Schau gestellt ist in Sörben mit ſtellerin wie Dita Parlo, die diesmal die Hauptrolle werden. Weichobit muß wenn es vor den Ver zu sein, obwohl selbst eine so gefchmackvolle Dar beschwören bereit waren, verheiratet wurden.trot Terror durch die SdP und Gleichschaltung nicht Glasdedeln verwahrt werden. Das Gesundheitsamt des gegen die Not und für ihre Moral fämpfenden Allen möglichen Betrugs-, Erpresser- und Ver- nur lein Mitgliederverlust, sondern bis heute eine berechtigterweise stellt den Automatenbüfetts. Mädchens spielt, mitunter erzwungen wirfi. Die führerangelegenheiten stand das dunkle Handwerk Zunahme von je 700 Erwachsenen und Jugendlichen frei. Selbst im Gefängnis wurden solche Ehe- in der Atus- Union au verzeichnen ist. Sodann setzte diesen Stätten von Hunderten und Hunderten durch übrigen Darsteller, darunter der sympathische Abert schließungen vorgenommen, und das Parlament Vorführung zu Vorführung immer lauteren Beifall Glasschuß gebedi sein, das Nauchen wird verboten, Ensemble des Films Niveau hat und die Inszenie der bunte Reigen der Vorführungen ein, welcher von gehenden Menschen als Träger verschiedener Bazil Bréie an und der physiognomisch interessante -strenge Vorschriften. Alle Waren müssen durch In fischinoff, geben gute Typen, und da das jah sich veranlaßt, einzuschreiten. fand. Turnerinnen, Frauen und Schülerinnen, Turs ner und Schüler( diese wohl wenig an Bahl, aber Mühlung der Getränke durch Zusatz von fester Kohrung nicht schablonenhaft ist, ist der alte Wilmitoff dafür eraft) sowie die Republifanische Behr wettensäure iſt verboten, die Portionen- Ruteilerinnen tvar nicht lebendig, aber doch noch halbwegs intereiferten am Gelingen der Veranstaltung, welche Frei- dürfen die Speiſen nicht mit den Händen berühren eisant geworden. übungen. Bodenammnastik, Tanz. Geräteturnen zum den Verlaufstäden fast nicht beachtet wird). ( eine schon längst bestehende Vorschrift, die aber in Inhalt hatte. Die einzelnen Vorführungen zu be sprechen müssen wir uns leider verfagen; wenn wir besonders hervorheben wollen, daß das Bodenturnen und die Redvorführungen der Männer, die Gymnastik der Turnerinnen wie der Frauen, der Ländler sowie auch die Tänze und die Mich- Maus" rauschende Anerkennung fanden, so sei damit nicht Gesellschaft der Freunde des demokratischen gefagt, daß die anderen Vorführungen nicht minder Spanien. Die Gewehre der Frau Caschön gelungen waren. Alles fand verdienten Beirar" von Bert Brecht. Deutsche Uraufführung Tügel spenden, der im Verein mit seinen Vorfall. Besonderes Lob wollen wir dem Turntvart Samstag, den 21. Mai 1938, um 11 Uhr abends turnerinnen und Vorturnern eine saubere und aus im Kleinen Saal der„ Unitaria", Prag I., Anen gezeichnete Leiftung feines Wirkens und Könnens bot. ſká. Einmalige Vorstellung aufgeführt von PraDen Schluß der Veranstaltung bildeten ein Gesamt- ger Stünstlern. Preise: Kč 6., 8., 15.-. raat Heinrich Georges füllige Persönlichkeit heraufmarsch der Aktiven und die Staatshymne, vorge Starten bei Sturt Schrader. Gec- Verband. tragen durch die Singgemeinde. Und dann kam die Jugend und auch das Alter zu ihrem Tanzrecht, dem bis in die frühen Morgenstunden gehuldigt wurde. Dann wurde also Ende des 18. Jahrhunderts und bis 1856 Schottland die Freistatt für Eheschwindel und Zwangsheiraten. Man brauchte nur die Grenze zu überschreiten, und es gab feine Vorschriften in dieser Beziehung mehr. Aber jo merkwürdig es flingt: bis heute kennt Schottland noch drei Formen von Eheschließungen, die alles andere als nach englischen Recht legal vollzogen werden. Es genügt nämlich noch immer, daß ein Brautpaar vor Zeugen erklärt, sich verheiraten zu wollen. Sobald das beiderseitige Jawort gesprochen ist, die Zeugen dies bestätigen und außer dem an Eidesstatt erklären, die beiden jungen Leute zu lennen, tann ein Aft darüber aufgestellt werden und die Ehe iſt geschlossen. Das ist die wichtigste Form der ,, schottischen Heirat", die umstrittenste und am meisten geübte. Es gibt außerdem auch noch eine Heirat durch Versprechen"; in diesem Falle genügt, daß Beugen ein gegebenes Heiratsversprechen vekunden. Es gibt drittens auch noch eine., Heirat durch Gewohnheit", was prattisch darauf hinausläuft, daß ein Paar, das längere Zeit zusammengewohnt hat( was wie derum durch Zeugen befräftigt werden muß), ohne weiteres als verheiratet anerkannt werden sind die verschiedenen Vorschriften, die von den Belann. So sind nun einmal die Schotten; für die Puritaner ist der Zustand wirklich unmoralisch und es wird immer wieder dagegen gewettert. Den schottischen Heiraten" soll ein Ende bereitet werden, und das würde auch das Ende von Gretna Green sein. Das positivste Resultat der Reinigungswoche in Prag hörden unter Berüdjichtigung aller Berichte ihrer Organe über die Erfahrungen während der Reinigungswoche herausgegeben wurden. Das Gesundheitsreferat der Stadt Prag gibt Richtlinien für die Straßenreinigung bekannt. Wortan dürfen die Straßen nur nachts gründlich gereinigt werden, tagaüber leisten die Straßenlehrer( um 100 mehr als Jezt kommt es nur darauf an, daß sich die Be sucher und Käufer in den Büfetts und Läden auch an alle diese in erster Linie doch für sie selbst nüzliche Vorschriften halten. Der Minister für Sozialfürsorge Ing. Jaromir Nečas spricht am Montag, den 9. 5. M., um 10 Uhr vormittags in einer Festversammluna, in wel der der 50jährige Bestand der Strankenkassen gefeiert werden wird. Die Festsibung findet im aroßen Saal der Zentralbibliothek der Hauptstadt Prag auf dem Mariansité nám. statt und wird vom..Versiche rungsrate" veranstaltet. Der Prager Zoo erhielt fliegende" Schlangen, nicht eiva Schlangen, die Flügel haben, sondern Schlangen, die im Flugzeug aus Amsterdam geflos gen famen. Es sind zwei Groten, eine ist zweiein halb Meter lang, gehört zur Gattung der stönigs fchlangen, die zweite ist eine Stobra( einen Meter lana) und alles zusammen foftete bloß 2000 Kč. Sie haben den Flug gut überstanden. Ausflugszüge der CSD. Vom 11. bis 31. Mai Kurreise nach Bad Sliač für 1120 Kč, nach Trenčina Gerade in diesen Tagen ist die Kampagne wieder besonders heftig geworden und selbst von den Kanzeln herab wird gegen die schottische Ausflugsort in Schottland, die bezaubernde 20Teplice für 1500 Kč. Die Reise nach Sliač ist be Heirat" von den Geistlichen Sturm gelaufen. jährige Margaret Nicholson tennen und lieben. reits gesichert. In den Preisen sind volle Verpfle Denn es sind in den letzten vier Wochen wieder Die jungen Leute ließen keinen Tanz vorüber- gung. Bädertaren, Versicherung und Trinfaelder einzivei Fälle passiert, die in sensationeller Weise gehen, und als es halb 2 Uhr früh war und die aeschlossen. Vom 14. bis 22. Mai Touriſtenreise nach die Aufmerksamkeit der englischen Oeffentlichkeit Stapelle die Instrumente zusammenpadte, wußten Starpathorußland für 475 Kč eins ließlich Verbfle= auf diese Frage gelenkt haben. sie nichts Besseres anzufangen, als sich zu ver- aung und Begleituna. Anmeldungen und Informatio Zunächst einmal hat der 66jährige, sehr heiraten. Man war recht heiter, es waren nen im Basar neben dem Wilsonbahnhof. Telephon ehrenwerte, aber eben auch sehr als Lord Bel- Freunde von Perth dabei, die als Beugen auf- Nr. 888-35. haven and Stenton die nur 26jährige Miz treten tonnten, und selbstverständlich hatte auch Sheila Dhantw: ll Bearson auf seinem Schloffe Margaret ihre Freundinnen, und da man von Wishaw House nach schottischem Nitus geheiratet. Gretna Green sehr weit entfernt war, zog man Die Braut ist stvar schon mündig, aber sowohl einfach zur nächstgelegenen Schmiede, trommelte ihre Eltern, wie auch die ganze Verwandtschaft den Schmied aus dem Bett, und die Sache war des Lords widersetzten sich der Eheschließung, und getan. Stolz verfündete Perth am nächsten Tag eine richtiggehende Heirat in England mit Stan ben Eltern seiner Braut( zu denen, um desamt und Kirche hätte wahrscheinlich zu einem Wahrheit die Ehre zu geben, Margaret züchtig Standal geführt. So ist aber die Angelegenheit heimgelehrt war), daß sie einen wenn immer in ein paar Minuten vor Beugen erledigt worden bestehenden Schnelligkeitsrekord in Eheschließunund das wenigstens teilweise junge Baar vergen sicherlich geschlagen hätten. Vater und Mut bringt ungestört seinen Honigmond, was alle alten Jungfern Englands bei der großen Altersdifferenz einfach..shocking" finden. Der zweite Fall ist einfach ein Wit, aber man soll mit der Ehe teine Wize machen, wie die anglikanischen Pfarrer meinen( und sie haben recht damit). Der 22jährige Gerald Perth, sei nes Zeichens Commis voyageur, lernte auf einem Sanzvergnügen in Elgin, einem entzückenden ter Sicholson machten gute Miene zum bösen Spiel, santtionierten die Ehe mit ihrem Segen, und das junge Paar fuhr nach Nordschottland in die Flitterwochen. Der Film Der lachende Dritte Die junge Simone Simon, die im französischen Film vor wenigen Jahren entdeckt wurde und von Anfang an burd) ihre anmutige, noch findliche und schon reife Eigenart auf sich aufmertfam machte, ist im Begriff. ein Star von Hollywood au verden. at man sie türzlich in dem Film..Im fiebenten Simmel" in einer rührenden Liebesrolle gesehen, so wird sie jest als Sängerin vorgeführt. in einem Film, der kaum von den üblichen Sing Aber dieser Rekord kann, wie gesagt, die filmen abweicht: er handelt vom Berühmttverden einer französischen Revuesängerin in New York, wo schottische Heirat" für immer unmöglich machen, ibr Start durch den Streit eines Reporters mit denn es wird dringend eine generelle Regelung einem Broadway- Theatermann komisch verzöger: dieser ebenso amüsanten, wie heiflen Frage und kompliziert und zu einer Schwindel- und Ganaverlangt. " << 1213Hermine und die sieben Aufrechten. Gottfried Sellers Novelle Das ähnlein der sieben Aufreda ten" ist die Grundlage für diesen Film, der Schuvei zer Kleinbürgermilieu, eine angenehme Atmosphäre von Biederfeit, aber auch echten freiheitlichen Geist Itebevoll zeichnet. Der Film, dessen Erstaufführung erst jetzt im Urania Sino stattfindet, zeichnet sich durch schöne Aufnahmen von einem Edweizer Schüßenfeit und durch einen freundlich ironischen Grundton aus. Sein Fehler ist, daß er nicht immer ganz schweizerisch ist, sondern daß man dem Film feine Neubabelsberger Herkunft, besonders in der Sprache, au fehr anmerkt. Unter den Darstellern bor, aber auch die zierliche Karin ardt( die fich feither sehr verändert hat), Paul Senfels und Albert Lieven u. a. tragen ihr Beſtes bei A diesem heiteren Spiel aus einer Welt mit wahrhaft gemütlichen Sorgen. Spiel an Bord. Auf dem Dampfer Bremen" fahren einige eigenartige Passagiere nach Amerifa: Irtognito ein Millionär, ein beinabe blinder Vassagier, ein Briefmartensammler und zwei Verbrecher. Nicht sehr neue Gestalten, aber sie werden auf eine amüsante Art gemischt und die luftige Stimmuna ven Schiff. Meer und Nichtstun verfehlt nicht ihre Wirkung. In den Hauptrollen sieht man Vittor de Stow a und( wie es heißt, in feiner lebten Nolle den noblen Alfred Abel, sowie Suji Lanner in einer fleineren Rolle. Ein leichter, aber guter Uns terhaltungsfilm. Ein zweiter deutscher Film des Regisseurs Stemmle Das Geheimnis um Betty Boon" handelt von einem Schiff, das Edward Wetter, sterkomödie wird, die im Rahmen einer Revue ihren Dito Parlo in dem Film ,, Die frendlose Gaffe" <*dft 8 „Sozialdemokrat" Tonniag, 8. Mai 1088 Nr. 10» ohne Besatzung aufgefunden wird. Der Film bringt dir Lösung de» Geheimnisse». Aber«» braucht niemand besonders neugierig zu sein, denn der Film ist, obgleich Theodor L o o S und Maria Ander- gast recht gut spielen, Ivenig spannend und ohne Sorgfalt gemacht. Gewlttrrflug zu Claudia. Nach den zahlreichen kriegerischen Fliegerfilmcn der lebten Zeit führt dieser deutsche Film in den Bereich der BerkehrS- fliegerei und mischt eine kriminelle und eine Liebesgeschichte mit einem Blick in da» Zivilstugwesen. Der Gewitterflug zu Claudia, der Geliebten de» Flieger», nimmt nur«inen geringen Teil de» Film»«in. Will» Fritsch ist die-mal al» Pilot zu sehen— e» bleibt ihm und un» nicht» erspart—, ferner Jutta Freude und in einer Mutterrolle die noch iuuncr sehr anziehende Olga Tschechova. Ein Film, der viele» bringt und, wie man sagen darf, mir Geschmack. jk. Iüurst mut Wissen H. W. Sützkind, der sich zu einem hervorragenden und sicherlich berufenen Interpreten moderner Kiavierwerke entivickelt und daneben selbst interessante und inspirierte Werke geschaffen hat, spielte vor dem überfüllten Saale de» französischen Institut» die Klavierwerke Leos Janääek». Der so spät zu der ihm gebühreuden Weltgeltung gelangte Meister, dessen eigentliche» Schaffensgebiet die Over war. der er einen völlig neuen und eigenen naturalistischen Typus schenkte, verleugnet seine geniale Eigenart auch nicht in den.Klavierwerken. Süsskind begann mit der fragmentarischen Klaviersonate, die dem Andenken eine» bei den llniversitätSmanlfesta- >tonen am ü. Oktober 1005 in Brünn gefallenen Arbeiter» gewidmet ist, zwei in ernstem ES-moll gehaltene Sähe von ergreifender- Innigkeit. Es folgten zwei Iltis koniponiert« schon ganz nach dem Meisterstil hinzielende mährische Tänze, sodann eine Reih« von rhythmisch und harmonisch sehr lebendigen. teil» temperamentvollen, teil» besinnlich-melancholischen, mit SiimmungSiiteln gekennzeichneten Klavierstücken, die Siisskind mit Überlegener Technik und mit ungemein lebendiger Gestaltung spielte, wobei ihm sein autgeptägter Sinn für differenzierten Anschlag, seine Intensität und sein Sinn für Folklore und Humor zu statten kam. Da» geniale Concertino mit Begleitung eine» Kamincrorchefter» schloss den Abend, der von einem gespannten und beifallsfreudigen Auditorium sehr dankbar quittiert wurde. L. Ter dritte Abend de» Koltschauarlett» brachte gleich zivei der jugendsrischen ersten Quartette Beethoven», wovon Nr. 2 in G-Tur durch die beispiellose formale Kühnheit auffällig ist, im lang« samen Sah ein Allegro als Mittelteil zu bringen. Werk 135 in F-Dur, ein von den Zeitgenossen des Meister» begreiflicherweise abgelehnte» und heute noch erstaunlich spröde» und mitsamt dem^schwer gefassten Entschluss" auch schwer fassliche» Werk— man denke an die kecke Lustigkeit de» Scherzo» mit dein unaufbörlichen Ostinaio.— wurde vom Kolisch- quartett mit genialer Jmprovisationskunst wiedergegeben, zu der die kraftvoll konzentrierte Sprache der Interpretation de» herrlichen F-Moll Op. 02 in wirksamen Gegensatz trat. Die Gebelaune. der Künstler schenkte un» noch da» lieblich« Op. 18, Ar. 8. in D, das so eigenwillige Abweichungen von der Tonarteuregel zeigt. L. Ladislav Stroupejnirkü: Raöi farianti.(Der D a u e r»st o I z.) Neueinstudierung im Stände- ic.cater. Da» Stück, welche» für die J>ibiläum»-Mai- Anfsührungen de» tschechischen dramatischen Reper- ioirs ausgesucht wurde, gilt al» ein klassisches Werk aus dein Bauernleben. ES wurde aber trotzdem in den 21. Fahren, die feit seinem Erstehen verflossen sind, auf den Hauptbühnen selten aufgesührt; die Kritiken bezeichneten es von Anfang an als zu naturalistisch gegenüber anderen Spielen, die. das Dorf- und bäuerliche Leben mit«stiem romantischen und sentimentalen Schinimer zu umgeben pflegten. Der Anhalt behandelt wohl leine welterschürteruden Probleme. Es weht aber eine gemütlich-humoristische Stimmung,— die sich zu einem vorübergehenden dramatischen Konflikt gestaltet—, au» der, ein weltabgeschiedene» Dorf bei Strakonic bewegenden Frag«, wer die Nachtwächterstell« bekommen soll. Da ist der ausgediente Soldat, der dafür prädestiniert erscheint und dort ist der dürre Schneider mit seinen siebe» Kindern. Den ersten protegiert der Ort»vorsteher, den anderen der erste Gemeinderat, beide hochmütige, trotzige und protzige Bauernschüdcl, die in ihrem Stolz einander überbieten. Ein auf der Kapelle angeklebter Brandbrief, der von der halbwüchsigen Tochter de» Schneider» geschrieben wurde, ist der Hauptgcgenstand der Verhandlung de» Acmeinde- raie», einer köstlichen Szene, die dem verleumdeten Soldaten Genugtuung bringen soll, die aber auch den Ciosz der beiden trotzigen Bauern bricht.— Da» Stück bietet einer Reihe von Darstellern Gelegenheit, sich Sondcrbeisall zu verdienen, mit dem bei dieser Ausfishrung nicht, gespart.wurde. Die Regie tat ihr Clus der Tarter Veremsnacstncstten G Lteratur 'S. in I 'Erzeugt von Fe.»MARS*» Aussig a./E. Sitzung der Bezirksvertretung. Freitag, den ü. Mai, tagt« unter dem Vorsitze Ernst Paul» die konstiinierende Sitzung der BezirkSvertrelnug. Zu Stellvertretern de» BezirkSvertrauenSmanne» wurden Karl Kern und Kurt Schrader gewählt, zum Stellvertreter de» Kassier» Fritz Mitten« Huber, Herinann Steiner. Da» Amt de» Schriftführer» bekleidet Josef B a r t o s ch. Wilhelm Herzog: Barthou.(Verlag Die Liga, Zürich. In Leinen Fr. 10.60, kart. Fr. 7.80.) Da» kann man wohl behaupten, ohne einer ttebertreibung überführt werden zu können, dass Europa ander», wesentlich ander» aussähe, dass der Friede gesickerter wäre, wenn der Mordanschlag in Marseille nicht geglückt, wenn Barthou und König Alexander nicht den Mördcrkugeln zum Opfer gefallen wären. Um Barthou» Politik zu durchkre:rzen, um die Aluvehr gegen den Faschismus zu lähmen, wurde ja das Attentat verübt! WiU>elm Herzog, der schon durch sein grosses Buch über die DreyfuS-Asfäre sein« gute Kenntnis der Geschichte der Dritten Republik bewiesen hat, zeichnet in diesem höchst zeitgemässen Buch, da- mit der Schilderung de» Attentate» beginnt, ein liebevoller, aber doch keineswegs unkritisch gesehenes Bild der grossen französischen Politiker». Herzog verschlvelgt nicht, dass Barthou seine Laufbahn al» Politiker um der Politik willen begann, dass er manchmal sehr in die Nähe der Reaktion geriet, aber er zeigt un» vor allem— und darauf kommt«S an-— den Staatsmann, der weiter sah als die anderen, der erkannt hatte, worauf e» ankam, und der Mut und Tatkraft genug hatte, das Pirhan». Minder gelungen erscheinen jedoch die Beitrage Josef Pfitzn« rS über da» nationale Erwachen der Sudetendeutschen, mehr politische» (dabei höchst oberflächliche») Pamphlet al» wissenschaftliche Arbeit, weiter» ein flüchtig hingeworfener Ueberblick über dje Geschichte der sudetendeutschen Industrie von Annin Spitaler und schliesslich eine Studie von Herbert Cysarz über die sudetendeutsche Literatur der Neuzeit, in der klare Begriffe vielfach durch klingende Worte ersetzt sind. Doch sind die weniger wertvollen Beiträge in der Minderheit, die meisten Arbeiten bieten in der Tat einen wertvollen Einblick in den Stand der sudetendeutschen Geschichtsforschung. Dass gerade der Beitrag Pfitz- ner» misslungen ist, ist deswegen zu bedauern, weil eine Darstellung der Geschichte der sudetendeutschen Politik seit 1818 ungemein nützlich getvesen wäre und«in« fühlbare Lücke in unserer historischen und politischen Literatur auSgestillt hätte. Eine solche Darstellung zu liefern, bleibt auch weiter eine Aufgabe der sudetendeutschen Geschichtswissenschaft. E. St. Pola Negri in ihrem neuesten Film»Die fromme Lüge". 6»» „., MW Licht- o r n e r. die Autorin de» be- der Büchergilde„Gutenberg". ihm al» notwendig Erscheinende auch zu tun. Der Zweiundsiebzigjährige entwarf den wahrhaft konstruktiven Plan einer Zusammenfassung aller friedensliebenden Staaten und er leitete diesen Zusammenschluss ein. Deshalb trafen ihn und Alexander di« Mörderkugeln. Und weil e» sich um einen Mord mit zwar sehr geheimnisvollem, aber doch durchsichtigem Hintergrund handelte, wurde der Prozess gegen die verhafteten Mitschuldigen auf sehr seltsame Art gcsiihrt: al» wäre kein politischer Mord geschehen, al» gäbe e» nickt Fäden, die von den Verhafteten zu Hauptschuldigen führten. Weil Herzogs Darstellung der im Prozess nie erwähnten weltpolitischen Hintergründe die gewaltigen und heute mehr als zu Barthou» Zeiten den Frieden bedrohenden Machtkämpfe vor uns ersteben lässt, ist sein Buch mehr als Biographie im üblichen Sinne, ist e» rin werwoller Beitrag zur Zeitgeschichte. Ausserdem aber ist c» lebendige Schilderung eine» sehr interessanten Menschen, eines jener französischen Politiker, wie ste das deutsche Volk fast nicht kennt, eine» nicht nur umfassend gebildeten, den Wissenschaften und der schönen Literatur zugetanen, sondern auch selber literarisch schaffenden Manne», der Wissenschaftler und Politiker in einem fvar.—fb— Adolf Prochäzka: Lnbyrint mlru, llqnldacc viUky 1020/1030(Da» Labyrinth des Friedens, die Liquidation de» Krieges 1020/1080),.- Orbi», Prag, 1088.— Der bekannte aussenpolitisch« Journalist, der früher in den„Lidovt Noviny" die weltpolitischen Ereignisse besprach und jetzt in den „Närodnl Listy" tätig ist, hat vor einigen Jahren ein Buch Wer den Friedensvertrag von 1010 veröffentlicht, dem er jetzt«ine Fortsetzung folgen lässt, in welcher die Aussenpolitik von 1020 bis 1080 geschildert wird. In dem neuen Buche des Verfassers ist nicht nur eine betvegte Zeit historisch treu dar« > gestellt, der Stoff ist auch geistig durchdrungen. Al» ein Beispiel dafür sei die Kritik angeführt, diePro- chäzka am Werk von Locarno übt. Er sagt richtig, dass Locarno keine europäische Gesamtlösung war und alles zu sehr als ein Verhälnis von Deutschland zu Frankreich aufgefasst wurde. An dieser Enge der Ausfassung sei der Persnch der Befriedung Europas gescheitert. Diese kritische Stellungnahme des Verfasser», die bei allen P"'Zeinen, die er behandelt, zutage tritt, erhöht den' rt des Buche-, da» mehr ist al»«in Nachschlagswerk. E. st Am 12. Mai findet die Welturaufführung von:„Taleyrand und Napoleon" von Her» die 7 Aufrechten", Premiere Wochenprogramm. S o n n t a g, den 8. Mai: Parteiheim. Smeikq. halb 8 Uhr: Wichtige KreiSleitungSsit- znng.— Dienstag, den 10. Mai, Parteihcim. Smeiky, 7 Uhr, Grupve Prag ll:.Buntes Heim"; ebendort. 8 Ubr. Gruppe Prag l: .Die Revolutionären Sozialisten Oesterreich»"; FDSA-Heim. Spälenä, 8 Uhr, Gruppe Prag VII: „Geschichte der österreichischen Sozialdemokratie."— Mittwoch, den 11. Mai, Parteihcim. Smctky. 8 Uhr, Gruppe Prag XIl:.Gcdankengänge aus der Arbeiterbewegung der Gegenwart."— Donner»- t a g, den 12. Mai: Wahlversammlung. Pflichtbetei« ligung.— Wir bitten unsere Mitgliedschaft, sich die kommenden Abende für wichtige Arbeiten, die in den Heimabenden besprochen werden, sreizuhalten, Cinbeitoverbaud der Privatangestellten, deutscher Aktionsausschuss Gross-Prag. Dienstag, den 10. Mai. 10 Uhr. Na Zbokenci 18, Vollversammlung. Tr. Posamentir referiert über die, Forderungen und Ausgaben der Privatangestellten in der heutigen Zeit. RW. Prag. Am Montag, den 0. Mai, 20 Uhr im Partciheim wichtige M i t g l ie de r v er» s a m m l u n g. Beteiligung aller Mitglieder Pflicht. Das Sudetendeutschtum Im Wandel der Zelten Der Verein für Geschichte der Deutschen Böhmen hat sein« Fünsundsiebzigjahrfeier nicht besser begehen können, als durch die Herausgabe eines Sammelwerkes, in welchem der gegenwärtige Stand der sudetendeutfchcu Geschichtsforschung aufgezeigt werden soll. Lbztvar nicht alle Beiträge von gleichem Werl sind, ist der Versuch gelungen und das erschienene Werk bedeutet eine willkommene Bereicherung der heimischen GeschichtSliieratur. Das Sudetcndeutscktum. Sein Wesen und Werden im Wandel der Jahrhunderte. Zwei Bände. Verlag Rudolf M. Rohrer, Brünn. Jin ersten Bande behandelt Leonhard Franz die Urgeschichte der Sudeteuländer; cs wird ein ebenso knapper wie instruktiver Ueberblick über die Kelten- und Germauenzcit in Böhmen gegeben; Heinz Zatschet bespricht die Stellung Böhmen» in der Staatenwelt de» Mittelalters, gleichfalls eine fleissige und aufhellende Arbeit; Ernst Schwarz veröffentlicht eine verlässliche sprachgeschichtlich« Studie; Wilhelm Weizsäcker gibt eine lieber« sicht über die Rechtsentwicklung der Tiidetenländer, in welcher in kurzer, aber inhaltreicher Weise eine Skizze de» gegenwärtigen Standes der Forschung gegeben wird; Otto Pelerka liefert«ine sehr interessante wirtschaft-geschichtliche Studie über Prag in vorhussitischer Zeit; Erich Gier ach entwirft ein Bild der sndetendcutscken Dichtung, Karl M. S w o b a ein ebensolches der sudetendeutschen Kunst im Mittelalter. Der zweite Band wird von einer wohldurchdachten Arbeit Anton Ernstberger» Wer Böhmens aussenpolitische Stellung in der Neuzeit eröffne, woran sich Wilhelm Wostrys mit grosser Kenntnis geschriebene Darstellung der Entwicklung de» Deutschtums zu Ende de» Mittelalters und zu Beginn der Neuzeit und E. Winters vis ins Einzelne intereffaute.Schilderung des dcutschen Geisteslebens vom 17. und 18. Jahrhundert. anschliessen. Eine gute Uebersicht der sudetendeutschen VolkSkmlde bietet Gustav Inngbauer und lesenswert ist auch eine Zusammenfassung der sudetendeutschen Geschichte auS der Feder Gustav " Zeis einem Jahrzehnt bewährt M ADCM AI 7 sich'bti Husteri.Heiserkeit u.Grippe l .Ausstellung Neuschul(Närodnk 88) Führung Vortrag. Dirkusswn. Dienstag H6 Uhr. -Andien, da» Land, da» dich anacbt" bildervortragRuth Jif— kannten Jndienbuche» DonnerStag. 8 Uhr. Uranla-KIno „Hermine und nach Keller mit Karin Hardt. Heinrich George. Paul .Henckels. Regie WySbar. Aktualita. Heute um 11 2. S. 8 und^0 Uhr. , M o n tag-40 Uhr: Der Stummfilm„Die freudlos« Gasse, mit Greta Garbo. Asta Nielsen Werner KrauS etc. Regie: Pabst. Vorverkauf im' Ganae. Ä*ffer im Stadttheater Basel statt Dar. v.?. d-r Hauptfigur: Talleyrand— sein 100 To d-Stag jährt sich ,m Mai 1088— ist Albert mann. Die Buchform dieses äusserstsvann!nd.n in-restanten Drama» erscheint im Ve^ Hirn In Prager Lichtspielhäusern Urania-Kino:.Hermine und die sieben Aufrechten." Premiere. D.— Adria:.Der lockende Dritte." Simone Simon. A.— Alfa:.Die Leopardenfrau." K, Hepburn, E. Grant. A.— Apollo: .Flügel de» Morgen»." Annabell«. Engl.— Avion: .Waffen in der Hand." A.— Baikal:.Eafö Metro- pol." A.— Beranrk:.Ihr erst«r Ball." H. Baur. Franz.— Fenixr.Blauba rt» achte Frau." Regie: Lubitsch. A.— Flora:.Rosalie." Nelson Eddv, E. Powell. A.— HoNuwoov:.Spiel an Bord." D.— Hviizda:.Danke, Mister Moto!" Peter Lorre. A.— Julis:.Gewitterflug zu Claudia." Fritsch, Tschechowa. D.— Kinema: Journal«, Bormatch, Oievorlagen.— Koruna: Journale, Gro tc-ken, Aktualitäten.— Kotva:.Unbekannte Melodie." A.— Luerrna:.Die freudlos« Gaffe." Pr/jean, Jnkischinolv. Fr.— Metro:.Heidi." Sb. Tempi«. A. — Passage:.Die freudlose Gasse." Frz.— Praha: .DaS Geheimnis um Betty Bonn." D.— Radio: .DIe sündigen Frauen von Boom." F. Rosay. Fr.— Staut:.Ter Fall Karthago»." Jtal.— Svitozor:.Flügel de» Morgens." Annabell«. Engl.— Beletrhy:.Tie Tochter de» Samurai." D.-Jap.— Belvedere;.Der Fall Karthago»." Jtal.— Besedar.Die Schwindlerin." C. Lombard. A.— Earlton:.Bier im Paradies." William Powell, M. Loy. A.— Illusion:.Marietta." Eggert. D.— Lido II:.Charlie Cban in Monte Carlo." W. Oland. A.— Louvre:.Der zerbrochene Krug." I. Janning». D.— Mace-ka:.Die Schwindlerin." A.— Olympier.Detektiv in New Bork." Powell. A. — Perötyn:.Ta» Ende einet Abenteuer»." A.— glozy:.Die Fahrt ohne Rückkehr." A.— Tatra: .Die gelbe Flagge." H. Alber». D.^— U Bejvodvt »Ronieo und Julie." L. Howard, Shearer. A.— Salbet:.Otosalie." A. Möglichstes und der freundliche Applaus zeigte, dass das Spiel zu einem Oiepcrtoirstück werden kann. Ni. t. Tpielplan des Reuen Deutschen Theater». Sonntag 148: Dixie. 7ib: Also gut. lassen wir uns scheiden, A 2.— Montag 8: Missa solemni», unter Leitung Dr. Gerhard von Keusslcr, Abonn. aufgehoben.— DienStag.7%: Die Pfingstorgel, Erstausführung, Al.— Mittwoch 714: Aida. Bl.— Donnerstag 7%: Die Pfingstorgel. C 1.— Freitag 7%: Die Hochzeit des Figaro. D.— SamStag 7: Faust I. und II. Teil, Abonn, aufgehoben.— Sonntag 2%: Herzen im Schnee, 7’.-u: Madame Pompadour, Abonn. eufgeboben. Spielplan der Kleinen Bühne. Sonntag 8: Liaison. 8: Zuviel Familie.— Montag 8: Kammerjungfer. Bankbeamte I und freier Verkauf.— Dienstag 8: Hoffnung. Gastspiel Leop. Kramer.— Mittwoch 8: Hoffnung. Bankbeamte II und freier Verkauf.— Donnerstag 8: George und Margaret, volkstümliche Vorstellung.— Freiiag 8: Hoffnung. Gastspiel Kramer.— Samstag 7H: Warum lügst du, Cherie? Volkstümliche Vorstellung.— Sonntag 8lb: Zwei Dutzend rote Olosen. 7%: Der zerbrochene Krug, Robert GuiSkard— Fragment, Kleist- Abend(neuinszeniert). B«z u a» b e d t n a u n g e n: Bei Zustellung inl.HauS oder be« Bezug durch die Post monatlich Kö 17.—, vierteljährig Kd 61.—. halbjährig KS 102,—, ganzjährig Ki 204 Inserate werden ta'ir Tarif billigst berechnet.— Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bet Einsendung der Retourmarken.— Die Zeitungsfrankatur wurde von der Post« u. Telearaphendirektion mit Erlass Nr. 13.800. Vl i/lUJ.• bewilligt-(Kontrollpostamt Praha LS.— Druckerei:„Orbis". Druck«. Verlag-- u. ZeitungS«A.«G. Prag. Mr. 108 Sonntag, 8. Mai 1938 Seite 9 To nd t, rt 7. بون GENOSSENSCHAFTS- BEILAGE Die soziale Zielsetzung und die wirtschaftliche Leistung als Wesensinhalt Es ist vielleicht von Nuzen, wenn diese beiden Wesenszüge konsumgenossenschaftlicher Arbeit wieder einmal in aller Stlarheit herausgestellt werden. Was it sur sozialen Zielsetzung der Konsumgenossenschaftsbewegung zu sagen? Die Genossenschaftsbewegung der Verbraucher ist so wie jede andere wahre genoffenschaftliche SelbstFilfeorganisation ein Kind der Not, welche ein raffgieriges Wirtschaftssystem, der Kapitalismus, über die Menschheit verhängt hat, Hunger, Elend, Arbeitslofigkeit, Ausbeutung der Lohnarbeit, Zinswucher, wirtschaftlicher Druck und Nötigung aller, welche in irgendeiner Weise von dem wirtschaftlich Stärkeren abhängig find- der Lohnarbeiter vom Arbeitgeber, der Landwirt von den Spekulanten der Börse und den Zinswucherern, der Kleingewerbetreibende von den großkapitaliſtiſchen Lieferfirmen und den großkapitaliftischen Stonkurrenzunternehmungen, all das sind nur äußere Merkmale, find die Auswirkungen eines gesellschaftlichen Zustandes, der durch die Allgetvalt des Kapitals gekennzeichnet ist. Als Kern aller Stritit an dem herrschenden Wirtschafts- und Gesellschaftssystem ist offenbar: die Wirtschaft und das in ihr wir Tende Kapital, wird nicht zu Nutz und Frommen der Gesamtheit des Volkes eingeſetzt, ſondern für die Ins tereffen der Sapitalbefizer. Sollen Wirtschaft und Gesellschaft von den Uebeln dieses Systems befreit werden, dann muß an die Stelle dieſes Syſtems, in welchem das Kapital und der ihm entspringende Ertrag den Vorrang vor dem Menschen haben, ein an deres, ein befferes treten, und zwar ein solches, in die Wirtschaft und das in ihr wirkende Kapital in den Dienst der Allgemeinheit, der Gemeinschaft gestellt konsumgenossenschaftlicher Arbeit Seele. Und da in der herrschenden Wirtschafts- und getragenen und durch das Bolt verwalteten sozialen schaft ähnlich gehandelt wie die Konsumgenoſſenſchaf Gesellschaftsordnung es der Verbraucher ist, den als Gemeinwirtschaft stellen, und das ist in seiner Gesten, so wäre so mancher Familie das Schicksal der lezien die Hunde beißen, so haben sich hunderttau- samtheit der Kapitalismus, nimmt die Genos- Arbeitslosigkeit ihres Ernährers erspart geblieben. sende Verbraucherfamilien, vornehmlich aus den senschaftsbewegung einen ablehnenden Stand- Die wirtschaftliche Auszehrung der werftätigen Be ärmeren Volksschichten, zu einer Gemeinschaft zufam punkt ein. völkerung führte dazu, daß diese vielfach auf ihre mengeschlossen, welche willens ist, sich Spargroschen zurüdgreifen mußten. Während in der Privatwirtschaft es sich vielfach ereignete, daß verschiedene Geldinstitute in Schwierigkeiten gerieten und ihre Zuflucht in einem Moratorium suchen muß ten, wobei den betroffenen Sparern ihre Ersparnisse gerade zu Zeiten unzugänglich gemacht wurden, wo sie fie am allerdringendsten gebraucht hätten, blieben die Mitglieder der Konsumgenosjenschaften vor allen Befürchtun mit eigenen Kräften und eigenen Methoden ein Stück Wirtschaft aufzubauen, in der die berech tigten Interessen der Verbraucher geschützt sind. Zwischen der gemein- und sozialwirtschaftlichen Genoffenfchaftsbewegung der Verbraucher und bent Wirtschaftsprinzip des Kapitalismus gibt es keine Neutralität und es hat fie nie gegeben. Soviel zur sozialen Zielsetzung der Konsumge noffenschaftsbewegung. Es entspricht der Natur der Die freie Genossenschaftsbe Dinge, daß nur solche Faktoren in Gesellschaft und wegung der Verbraucher ist eine Wirtschaft dieses soziale Ziel der Konsumgenoffen- antitapitalistische Bewegung und fchaftsbewegung verächtlich machen und die Bewegung wird es immer bleiben. Selbst wenn die als solche daran hindern wollen, auf dem Wege zur Genossenschaftsbewegung fich nicht als eine antifapien bewahrt. Durch gewissenhafte WirtſchaftsErreichung dieses Zieles fortzuschreiten, welche an der talistische Bewegung er! I are n, dabei aber in Fortdauer des Zustandes, daß der Verbraucher von der Praxis die Aufgaben erfüllen würde, welche ihr der Privatwirtschaft abhängig ist, sehr eigennüßig gesetzt sind, so würde sich an der Tatsache nichts intereffiert sind, die dagegen sind, daß die Verbraus ändern, daß sie eine antikapitalistische Bewegung ist. cher in ihrer Gesamtheit ein Stüd eigener Wirtschaft Die Genossenschaftsbewegung der Verbraucher aufrichten, dessen Grundzüge mit den Begriffen von will die Lebenshaltung ihrer Mitglieder verbessern Gemeinschaftsbesitz und Selbst helfen. Das fann sie nur mit realen wirtschaft verwaltung umrissen sind. lichen Leistungen, sei es, daß sich diese Lei An diesem unter einer solchen sozialen Zielfeßung stungen in der Richtung bewegen, daß das konsum stehenden genossenschaftlichen Aufbauwvert teilzuneh genossenschaftliche Betätigunsgfeld erweitert und auf men sind alle Verbraucher berufen, welche in ihren diesem indirekten Wege die Stellung der GesamtbeLevensinteressen durch die Auswirkungen des fapitalis wegung in der Wirtschaft zum Nutzen der Gesamtheit stischen Profitsystems in irgendeiner Weise betroffen gefräftigt wird, sei es, daß den Mitgliedern die Tas sind, und zwar alle diese Verbraucher, ohne Unter- gesvorteile genossenschaftlicher Preisbildung und der schieb ihrer politischen und religiösen Ueberzeugung. Anteil an dem gemeinsam erwirtschafteten Ertrag Dies führt zum Grundsatz der Neutralität zugute fommen. Daß die Selbsthilfeorganisationen in der Genossenschaftsbewegung. Der Grundsatz der Neutralität in der Genossenschaftsbewegung ist feines falls eine Frage, wie sie von manchen vielleicht ange: nommen werden mag, sondern ein gelöstes Problem. Und doch gibt es selbst unter Genossenschaftern noch find: an die Stelle des kapitalistischen Wirtschafts- vielfach irrige Deutungen dieses alten genossenschaft fystems muß die soziale Gemeinwirtschaft treten, in lichen Grundsaves. Hiezu folgendes: Solange die welcher der Mensch bei allen seinen wirtschaftlichen Konsumgenossenschaftsbewegung besteht, bejaht sie den Funktionen al3 Gütererzeuger, als Gütervermitt- Standpunkt, daß innerhalb der Bewegung der Grundler und als Güterverbraucher in seine natürlichen faz der politischen und fonfessionellen Neutralität Rechte wieder eingesetzt wird. gilt. Die Bewegung will damit zum Ausdruck bringen, daß es um der Erfüllung der genoſſenſchaftlichen Ziele willen feinen Streit zwischen den Genossenschaf» tern geben darf, der sich auf die Zugehörigkeit zu die jer oder jener politischen Partei, zu dieser oder jener Konfession gründet. Zu allen wirtschaftlichen und sonstwie bezeichneten Bestrebungen, die sich gegen den Aufbau einer von den breiten Massen des Volkes welchem Zu diesem Hochziel hat sich die freie Konsum genossenschaftsbewegung seit Anbeginn, in guten und in bösen Tagen bekannt. Jede Konsumgenossenschaftsbewegung, welche nicht diese Erkenntnis zum Ausſtrahlungslern ihres gesamten Wirkens machen würde, hätte ihre Existenzberechtigung verloren; sie wäre eine Verteilungsmaschinerie ohne Sinn und KONSUM- UND SPARGENOSSENSCHAFT für den Schönhengstgau In Zwittau 37 Filialen 7,400.000 K² 4300 Mitglieder führung, durch die systematischen Anstrengungen, die Leiſtungsfähigkeit und die Wirtschaftlichkeit der konsumgenossenschaftlichen Unternehmungen inſtand zu halten, war die Bewegung in die Lage versezt, allen sichtlich ihrer Spareinlagen zu entsprechen. Heber 50 Anforderungen der in Not geratenen Mitglieder hinMillionen Ke jind den in Not geratenen Sparern durch die Konsumgenossenschaften in den Jahren 1930 bis 1985 auf den Tisch gelegt worden; die Konsumgenof senschaften haben sich des Vertrauens, das ihnen aus weiten Voltstreifen entgegengebracht wird, immer würdig erwiesen. Seit 1935 sind die Spareinlagen der Konsumgenossenschaften wieder steigend. Vielleicht ist es in der heutigen Zeit, wo die allgemeinen Wirtschaftsverhältnisse sich wieder etwas verschlechtern, am Plave, die Feststellung zu veröffentlichen, welche hin sichtlich der Finanz1rafi der Bewegung im in dem Maße ihrer aufsteigenden Entwidlung der jüngsten Verbandsbericht zu lesen ist. Dort heißt es Verbraucherschaft ganz beträchtliche wirtschaftliche diesbezüglich:„ Wie immer die allgemeinen politischen Vorteile erarbeiten, das steht nicht nur bei Genossen- und wirtschaftlichen Verhältnisse sich entwideln mö Schaftern, sondern bei jedem objektiv urteilenden Mengen, fann doch mit Sicherheit gesagt werden, daß eine schen außer Frage. Für weite Bevölkerungsfreife am etiva fommende Verschärfung der Krise die Verbandss deutlichsten zum Ausdrud gelangt ist die soziale genoffenschaften finanziell viel gefestigter und damit Dienstleistung stets in Beiten der Not. Während die widerstandsfähiger und leistungsfähiger vorfinden private Wirtschaft während des Weltkrieges vornehm wird als es beim Kriseneinbruch im Jahre 1930 der lich die arme Bevölkerung mit Wucherpreisen und Fall war." So ist die Bewegung jederzeit bemüht. Schleichhandel ausplünderte, waren es die Konsum ihre Leistungsfähigkeit zum Nutzen der Mitgliedschaft genossenschaften, bei denen das Volt Schutz und Ges au steigern, zu jeder Zeit solche Vorkehrungen zu tref rechtigkeit suchte und auch fand. Als die furchtbare fen, die geeignet sind, das Vertrauen der Mitglieder, Wirtschaftskrise mit ihren Verwüstungen über die zu rechtfertigen. Menschheit hereinbrach und Hunderttausende von Durch wirtschaftliche Leistung und durch die Volksgenossen dem Schicksal der Arbeitslosigkeit über- Aufrichtung eines gemeinwirtschaftlichen Zieles find antwortete, haben die Konsumgenossenschaften unter die Konsumgenossenschaften groß und start geworden, Opfern den Stand ihrer Beschäftigten während all so start, daß noch jeder Angriff auf die Lebensgrund dieser Jahre aufrecht erhalten. Hätte die Privatwirt- lagen der Bewegung zunichte werden mußte. E F. Konsum- und Sparverein„ Vorwärts“ für Trautenau und Umgebung, reg. Gen. m. b. H. 4708 4600 Mitglieder 9,000.000 Kč Umsatz 20 elgene Häuser 30 Vertellungsstellen Elgene Bäckerel Organisierte Arbeiter und Arbeiterinnen. deckt Euren Bedarf nur im Konsumverein Verlanget in allen SEC- Warenhäusern 4582 Hohenelber Taschentücher Konsumund Sparverein in Neuern Bewahret Treue Euerer Genossenschaft, sie schützt Euere wirtschaftlichen Interessen! 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Spargenossenschaft ,, Vorwärts", Bratislava Zentralmagazin: Ratzersdorferstraße 29-31 Filialen: im eigenen Hause Bratislava: Ratzersdorferstraße 29-31, Radlinskystraße 71, Dynamitfabrik, Patronenfabrik, Zvolenergasse 955, Ziegelfeld, Leinwebergasse 10, Lumnitzergasse 3, Dornkappeln Oberufer: Hauptstraße 33, Hauptstraße 143, Habern 146 Engerau: K. Marxstraße 64, Stefanikstraße 80, Šturgasse 3. Ant. Dvorákgasse 10 St. Georgen: Mittergasse 101 Sommerein: Ungargasse 147, Fruchtplatz 18 Biskupice: Úzká ulice 31 4676 Die Konsumgenossenschaft ist die beste Einkaufsquelle des organisierten Konsumenten. 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In dieser Zeit ging der Land- und reserve, erhöhte Beschleunigung usf. forstwirtschaftliche Verein für das nordwestliche Schlesien mit anderen führenden Persönlichkeiten daran, den Gedanken einer eigenen heimischen Feuer. versicherung zu propagieren. Lang und dornenvoll war der Weg, den man beschritten hatte. Wenn trozdem nach 35 Jahren am 20. April 1902 die gründende Versammlung der neuen Anstalt abge. halten werden konnte, ist es nicht zuletzt den rastlosen Bemühungen nachstehender Herren zu danken, deren Namen hier in Ehren genannt sein sollen: Dir. Dr. A. Kulisz, Anton Lagel, Karl Freiherr von Stal, TATRA die Wagen besonderer Vorzüge und Qualitäten Stalaus, Bernard Girjig, Anton Freymann, Dr. Großselcherei und Schinkenexport JOSEF LUKESCH BOHM. 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An jenem denkwürdigen 20. April 1902 hatte Dir. Dr. Stulisz die Worte gebraucht: Und wenn der heute zu gründende Verein das Geschäft nochmals verdoppelt oder verdreifacht, so fann er sich Glid wünschen, denn die Summe der Versicherungen würde dann auf 10.000, jene der Versicherungswerte auf 20 Millionen und die der Brämien auf 100.000 kronen steigen." Nach 85 Geschäftsjahren sind diese Ziffern weit überboten. Die Zahl der Versicherten beträgt heute 16.508, bes reits 90 Prozent des Freiwaldauer Bezirkes sind erfaßt. Der Verein betreute mit Ende 1987 Ver® sicherungswerte von insgesamt Kč 796.519.510.-. Das Vereinsgebiet, das ursprünglich nur den politis schen Bezirk Freiwaldau umfaffen sollte, erstredt fig nunmehr auf ganz Schlesien und darüber hinaus auf die nordmährischen Bezirke Mähr. Schönberg, Sterns berg, Mähr.- Trübau, Römerstadt und Bärn. Diese ungeahnte Blüte verdankt die Anstalt in erster Linie dem stets treu beobachteten Grundsatz der Gegenseis tigkeit. Die Versicherten sind nicht nur die alleinigen Besizer des gesamten Vereinsvermögens, welches bes reits Kč 5,628.247.58 beträgt, fie nehmen auch stei genden Anteil an den Geſchäftserfolgen: So liegt daß ganze verfügbare Vermögen in den heimatlichen Gelda anstalten, Kč 1,628.725.- famen als Dividenden den Versicherungsnehmern zugute, Kč 493.648.erhielten die Freiwilligen Feuerwehren an Unter ftügungen. Die sprichwörtlich fulante Geschäftspraxis tut ein übriges, um das Vertrauen aur ,, Weidenauer" noch weiter zu steigern. In den 1088 Schadenfällen, die der Verein im Laufe von 85 Jahren für seine Rechnung mit Kč 2,732.550.- liquidierte, hatte es noch kein Abbrändler notwendig, aum Schutze seiner vertraglichen Rechte den Rechtsanwalt oder gar das Gericht anzurufen. Jeder Versicherte weiß, daß er im Schadenfalle nach Erledigung aller Formalitäten binnen 24 Stunden im Besize des Schadenersatzes ist. Dieses feltene Vertrauensverhältnis zwischen den Versicherungsnehmern und ihrer Anstalt wurde am besten garantiert durch die nachgenannten Persönlichkeiten, in deren Händen die Geschicke des Ver eines ruhten. Dem Versicherungsunternehmen stan den als Präsidenten vor: Karl Freiherr von Stal 1902-1910, Josef Label 1910-1925, Franz Michler 1925-1934. A13 leitende Beamte waren tätig: Anton Frehmann 1902-1913 und Albin Böhm 1918-1935. Tradition verpflichtet. Und so wird der jebige Präsident, Herr Friedrich A. Lazzel, mit ben Direktionsmitgliedern Dr. Albert Bude, Dia striftstierarzt Alfred Peter, Prof. Dr. Paul Kirch ner, Heinrich Jung, dem ersten Beamten, Dir. Viktor Böse und den beiden, seit der Gründung des Vera eines tätigen Rechnungsprüfern, Oberlehrer- Adalbert Endlicher und Sparkassenkassier Josef Gellrich dem Grundsaße des Bereines auch weiterhin zum Siege berhelfen: Einer für alle, alle für einen; Gott aut Ehr'!" " Bank der Čechoslovakischen Legionen 4 Platz- Exposituren:: 21 Filialen in Prag II., Na Poříčí 5 Salsonwechselstuben Nachttresor bei der Expositur Prag I. Im Palais der Handels- und Gewerbekammer Aktienkapital: Kč 70,000.000.-/ Reservefonds: Kč 65,000.000.Telegr.- Adresse: Leglobanka, Prag. Telephon- Serie: 265-5-1, 301-4-1. Bankgeschäfte aller Art 4665 108 ualität eisen . Gematen Jams, Dente , ingarken INI" A. G. er erungs. werfiches 6 Jahr Nr. 108 d. und veitliche diteiten Feuers nenvoll Wenn 02 die abges aftlojen deren ir. Dr. Stal, 1, Dr. enbach, hatich, Franz Ema Raifer, Sund Tätig betrug ungs nitalt: hat maldau einen ber Ges ir bie würdi Borte Berein dht, so e der e ber ber 85 Goten. , bes sind Wer 0.oliti fid 3 auf terns Diefe Vinfe fei igen bea Stein bas Selbs den 8.ter aris ter" Ten, eine eB ner das im ten ift. ben amt öna Her an Stal ich ig: hm ird mit Did ch tor ert em ge Sur 65 Sontag. 8 Mai 1933 QUA, den_ VITERAD Vitello délicatesse 1972 อ ITELLO Živnostenská banka MAST HOU D Zentrale: Praha, Na Příkopě 30 Gegründet 1868 Telegramm- Adresse: ,, Živnobanka" Aktlenkapital Kč 240,000.000 Reservefonds Kč 351,600.000 FILIALEN: Mladá Boleslav, Bratislava, Brno, Něm. Brod, Čes. Budějovice, Hodonín, Hradec Králové, Jihlava, Kolin, Košice, Liberec, Mělník, Olomouc, Mor. Ostrava, Pardubice, Písek, Plzeň, Prostějov, Tábor, Teplice- Šanov, Ústí n. L., Karlovy Vary, Žilina und Wien I, Herrengasse 12- EXPOSITUREN: Smíchov, Král. Vinohrady ZAHLSTELLEN: Praha II, Václavské náměstí 55, Praha- Bubeneč, Vítězné náměstí 817. 4550 Besorgt sämtliche Bankgeschäfte im In- und Auslande vin inqil Seite 11 ALLGEMEINE GENOSSENSCHAFTSBANK ZENTRALE: PRAHA II, BREDOVSKA 4 Telephone: 227-51 bis 227-55 EXPOSITUREN: UREN BRNO ,,, U Solnice" 3a MORAVSKA OSTRAVA Nádražní třída 40 . Mustergültiger Bankdienst Einlagen auf Bücher und laufende Rechnung Angesicht Angesichts des Wachstums der Weltproduktion und des Welthandels müssen wir auf die Anknüpfung neuer Handelsbeziehungen vorbereitet sein Fols an 4784 4558 Seite 12 Sonntag, 8. Mai 1928 Nr. 108 Moderne elektroautomatische Kühlung ,, DOKA" durch die Spezialfirma Dotzauer& Knab, Aussig, Kühlanlagen- und Maschinenfabrik Bierbüfetts, Schanktisch- Einsätze, Kühlschränke, Gefrieranlagen, Vitrinen, Pultkühlungen etc, 4541 Genossenschaft der Tischlermeister „ Dřevo“ in Třešť TELEPHON 36 erzeugt als Spezialität RADIOKÄSTEN in jeder 4730 gewünschten Fasson und Größe Qualitäts- Gurkenkonserven und Sauerkraut 4528 Afchirutschek Lieferant des Südmährischen Konsum v ZNAIM, Telephon 492 nes Wolframfer Verwendet heimische Produkte 4542 Selchwaren und Konserven allen voran! 4536 Landwirtschaftliche ZuckerfabriksAktien- Gesellschaft in Mähr. Neustadt empfiehlt ihre Erzeugnisse: Konsum- und Rohzucker Trink- und Brennspiritus Ia Spiritus- Preẞhefe Die besten 4662 4664 FKZ die bekannte Qualitätsmarke aus den ersten schlesischen Fahrradwerken FUCHS& KOMP. 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In der Tschechoslowakei sind allein in der gesprochen und geschrieben. Man sah die fortschret- Metallindustrie 351.877 Personen tätig, so daß das tende Rationalisierung mit ihren arbeit Wirtschaftsleben durch sie wesentlich beeinflußt wird. sparenden Produktionsmetho den und ließ sich sehr oft dazu verleiten, die TechDie Technisierung der Betriebe ist auch daraus nif als Feind der Menschheit hinzustellen. Bweifel ersichtlich, daß 39.799 Antriebmaschinen in Industrie los sind die Bunderwerke der Technik im Produl- und Gewerbe der Tschechoslowakei verwendet wer tionsprozeß vielfach an die Stelle von menschlicher ben, wozu noch 257.325 Elettromotoren kommen. Handarbeit getreten, doch wäre es sehr verfehlt, tech- Alle diese Maschinen haben den Menschen die Arbeit nische Neuerungen mit sozialpolitischen Argumenten leichter gemacht, ihr Arbeitsergebnis vervielfacht und au bekämpfen. Nicht die Technik ist der Feind der nicht zuletzt den Wettbewerb der Industrie im AusArbeiter, sondern die Anwendung der tech land ermöglicht. Die technische Vervollkommnung der niſchen Leiſtungen im Sinne der einseitigen Industrie schreitet aber weiter und es erlangt das fapitalistischen Wirtschaftsbestrebungen trägt der Streben nach Automatisierung der Technit den antisozialen Ruf ein. In Wirklichkeit ist Produktion immer größere Bedeutung. Der die Technik der beste Freund der Mensch wird dadurch immer mehr zum Wärter von Arbeiter, da sie viel zur Erleichterung der phy- Maschinen, die die Arbeit für ihn verrichten. sischen Tätigkeit beigetragen hat und noch weiter beiträgt. 3 Die Umwandlung der Naturprobufte in hoch wertige Arbeitserzeugnisse ist also das Streben der Vielfach wird der Wirkungsfreis der Technik Techmif. Ihr Ziel ist es, die Natur und ihre Kräfte zu eng beurteilt. Es ist nicht nur dann eine technische den Menschen noch mehr dienstbar zu machen. Freilich Leistung vorhanden, wenn man als Ergebnis der bringen die vielen Maschinen in den Betrieben auch technischen Arbeit eine kunstvolle Brüde oder eine neue Gefahren für die Arbeitenden. Der Schuh gigantische Anlage bestaunen kann, sondern tech des Lebens und der Gesundheit nische Wunderwerke sind auch ein Staub- der Arbeiter ist daher heute in größerem sauger, der die Hausarbeit erleichtert und eine Tone Maße als früher unerläßlich. Unsere Regierung hat filmapparatur, welche die Töne und menschlichen durch die Verordnung vom 10. Feber 1988, Zahl 41, Stimmen unabhängig von Zeit und Ort erschallen die notwendigen Folgerungen gezogen und Vorschrif läßt. Aus unserem Wirtschaftsleben können wir heute ten erlassen, die der technischen Ausrüstung der Beden Transport von Waren und Menschen mit Autos triebe von heute entsprechen. Der Arbeiter darf nicht ebenso wenig wegbenken wie das mit Schreibmaschine der Maschine ausgeliefert werden, er muß gesundgeschriebene amtliche Dokument. Wie würde unser heitlich so geschützt werden, daß die Technik auch zum Leben verlaufen, wenn wir keine Autobusverbindun Segen für die Arbeitsmenschen wird. In den letzten gen zwischen Dorf und Stadt hätten und wie müß- Jahren sind ständig über 80.000 Betriebsunfälle in ten wir uns mit Entziffern von Kratzfüßen der Amis der Tschechoslowakei pro Jahr zu verzeichnen, von schreiber quälen, wenn nicht in jeder Gemeindeſtube denen über 28.000 entschädigt werden müssen, was eine Schreibmaschine stände. Alles aber ist nur mög- weit über 100 Millionen Kč im Jahr erfordert. Dies lich geworden durch die technische Erfinder- und beweist, daß technische Entwicď lung Schaffenskraft. unserer Wirtschaft und soziale Technik ist also überall im Wirtschaftsleben Sicherheit miteinander Schritt anzutreffen. Freilich werden die Leistungen der Mahalten müssen. Qualitätserzeugnissen! ſchinentechnik ftets am meiſten in die Augen springen. ES- KA Josef Voženílek AUTOMATISCHE WALZENMÜHLE 4728 Předměřice n. Lab. 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Voraussetzung ist freilich, daß der Mensch die Technif als eine segensreiche Straft stän dig nach des Dichters Wort ,, bezähmt und bewacht", damit ihre Macht sich wohltätig auswirkt. Nicht Maschinenstürmer, sondern Beherrscher der Maschinen müssen die Menschen werden. die Nationalökonomie verlangt die Nationalverteidigung befiehlt Motorspiritus Seite 13 LASTWAGEN ŠKODA mit Motoren DIESEL für 2%, 3% und 6 Tonnen Nutzlast zeichnen sich durch grosse Ladefläche, hohe Geschwindigkeit und aus serordentliche Dauerhaftigkeit aus. Verbürgte Betriebsrentabilität. Verlangen Sie ein Angeboll ASAP Werk Mladá Boleslav Verlangen Sie überall die vorzügliche ungarische Salami Marke JOB JOB Salami- und Nahrungsmittelfabrik A. G. 4535 Hodice, Post Třešt Bezug durch den GEC- Verband Das gute Weiß- und Schwarzgebäck Semmeln 6 Stück 1 Kč liefert für den Südmähr. Konsumverein die Großbäckerei Anton Benesch Znaim, Grünwarengasse 19 Telephon 523 Kalchergasse 17 BLECHWALZWERKE A. G. 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Vom Jänner bis Juni den bisherigen südosteuropäischen Absatzmärkten des vorigen Jahres war die Textilproduktion wird unsere Textilindustrie die Konkurrenz der höher als im Jahre 1929. Nach den für unsere nunmehr in das deutsche Exportsystem einbe Wirtschaft maßgeblichen Meßziffern der Produks zogenen österreichischen Textilindustrie viel schär tion erreichte die Erzeugung von Textilwaren fer zu spüren bekommen. ihren Höhepunkt im April. In diesem Monat war sie um 15,6% höher als 1929. Im Mai und im Juni erfolgte eine leichte Abschwächung. die sich dann im zweiten Halbjahr in größerem Ausmaße fortsette. Bereits im Dezember des vorigen Jahres lag die Textilproduktion wieder um 15,6% unter 1929. Gegenüber dem Höhepunkt im Jahre 1937 batte demnach der Produks tionsinder bereits um 30 Punkte abgenommen. In den ersten Monaten des laufenden Jahres tend ungünstiger gestaltet. Die Einfuhr von hat sich die Lage in der Textilindustrie fortschreiRohstoffen ist beträchtlich zurüdgegangen. Es betrug die Einfuhr: 1. Vierteljahr: 1988 Rohbaumwolle.. 20.975 ± Rohwolle 2.520 t 3.583 ± 5.552 ± 548 ± Flachs Jute Rohkunstseide 1937 29.983 t 3.906 t 7.492 t 10.889 t 1.002 t In vielen Betrieben hat die Beschäftigung den gleichen schlechten Stand erreicht, den sie im sanversten Krisenjahr 1933 hatte. Die Produk tionsfapazität wird in diesen Betrieben zu 50% und sogar noch weniger ausgenußt. In den letzten Tagen wird aus den Textilbezirken Römer stadt, Freudenthal, Aich und anderen eine weis tere Verschlechterung der Lage gemeldet. KAREL LETZEL Sie aus Náchod 4588 FÄRBEREI DRUCKEREI UND MECH. WEBEREI LIEFERANT DES GEC- VERBANDES SCHAFWOLLWAREN- FABRIK Josef Špaček& Söhne Prostějov 4530 Lieferant des GEC- Verbandes KAUFT EINHEIMISCHE LEINENWAREN 4619 Mechanische Leinenund Baumwollwaren- Weberei A. Löwy& Co. Politz a. d. Mettau, ČSR. 4585 Seit Juli 1927 bis Jänner 1938 hat die Arbeitslosigkeit in der Textilindustrie nach den amtlichen Ziffern um 35% zugenommen. Aber darin drückt sich nicht die ganze Wucht der neuen Krise aus. Zu diesem starken Ansteigen der Arbeitslosigkeit fommt noch eine sehr weit verbreitete Kurzarbeit. Von dieser ungünstigen Entwidlung unserer Textilwirtschaft wird zuerst die deutsche Arbeiterschaft unseres Landes getroffen. Denn nach dem Ergebnis der letzten Volkszählung tvaren von den damals 339.707 in der Textil industrie beschäftigten Personen 187.063 Deutsche. junktur zur Verringerung der tschechoslowakischen Außerdem hat der Rückschlag der WeltkonTertilausfuhr beigetragen. Das läßt sich sowohl an dem nach den Vereinigten Staaten feststellen. an unserem Export nach England als vor allem Die durch den neuen Handelsvertrag mit den Vereinigten Staaten unserer Ausfuhr gegebenen günstigen Chancen lassen sich zur Zeit noch nicht ausschöpfen, da die Krise der amerikanischen Wirtschaft die Aufnahmefähigkeit auch für unsere am Inlandsmarkt findet unsere Textilinduſtrie Textilerzeugnisse stark eingeschränkt hat. Auch feinen genügenden Rüdhalt. Obwohl ein unbes friedigter Bedarf an Wäsche, Unter- und Oberfleidung und anderen Textilerzeugnissen in starfem Umfang vorhanden ist, kann er infolge der ungünstigen Einfommensverhältnisse der arbei tenden Bevölkerung nur in ungenügender Weise gestillt werden. So kommt es, daß selbst geringere Schwanfungen im Außenhandel als die, die sich jetzt fest stellen lassen, sich in voller Schärfe der Textilindustrie mitteilen. Um so mehr, als zwar in den voraufgegangenen Krisenjahren viel Textilbetriebe stillgelegt worden sind, aber die Textilindustrie im ganzen doch zugenommen hat. Die Aktiengesellschaften der Textilindustrie haben sich von 91 Ende 1928 auf 95 Ende 1936 erhöht. In der gleichen Zeit stieg das Aktienkapital von 766,7 Millionen auf 835,9 Millionen Kronen. Auch die Investitionen sind weitergegangen. Betrug der Textilmaschinen- Import im Jahre 1933 nur 33,8 Millionen Kronen, so stieg er 1937 auf 117,1 Millionen Stronen. Im ersten Vierteljahr 1938 wurden für 20,7 Millionen Stronen Textilmaschinen und für 5,0 Millionen Kronen Nähund Stridmaschinen aus dem Ausland eingeführt. Mit diesen Investitionen ist eine Rationalisierung verbunden, die fortdauernd Arbei ter von ihren Arbeitsplägen vertreibt. Wenn diese Investitionen und die Rationa lisierung nicht dauernd die brachliegenden ProDie Ursachen dieser neuen Serise sind in der duktionsträfte vermehren, wenn sie nicht ZehnEntwicklung der gesamten tschechoslowakischen tausende von Tertilarbeiter zur DauerarbeitsWirtschaft, der Weltwirtschaft und in den welt- losigkeit verurteilen sollen, dann müssen neue Abpolitischen Ereignissen der jüngsten Beit zu fin- fagmöglichkeiten für unsere Textilprodukte im den. Das Ausfuhrgeschäft hat infolge der Preis- Inlande und Auslande gefunden werden. Es rüdgänge an den Rohstoffmärkten einen emps ist dringend notwendig, daß durch Hebung des findlichen Rückschlag erlitten. Der Krieg der Lebenshaltungsniveaus der arbeitenden Bevöl . Finesie Vernichtung der ferung der Inlandsmarkt aufnahmefähiger ge staatlichen Unabhängigkeit Desterreichs haben macht wird, daß Bettwäsche, Tücher, Gardinen, unserer Tertilausfuhr weiteren Schaden zu Vorhänge, sonstige Wäsche, Unter- und Obergefügt. Desterreich hat im vorigen Jahre für kleidung auch auf dem heimischen Markt in viel mehr als 300 Millionen Kronen Waren unserer größeren Mengen verkauft werden können. Und Textil- und Bekleidungsindustrie bezogen. Das ebenso dringend notwendig ist eine rasche und sind mehr als 10 Prozent unserer gesamten Teg- durchgreifende staatliche Ervortförderung. Da die tilausfuhr. Durch die Eingliederung Dester Textilindustrie anderer Länder hohe Exportreichs in den deutschen Wirtschaftsförper wird Subventionen erhält, muß auch unsere Textilunsere Textilausfuhr dorthin start zusammen- industrie durch Refundierung der Handelssteuern schrumpfen. In der Ascher Textilindustrie, in und andere Stüßungsmaßnahmen auf den Ausder Stickerei, Spißen- und Gardinenindustrie landsmärkten in noch höherem Maße konkurrenzund in der in Mährisch- Schlesien beheimateten fähig gemacht werden. HERRENSTOFFE kaufen Sie bestens im Spezialhaus für Tuch-, Herren- u. Damenstoffe 4734 Jede kluge Mutter verlangt in den SEC- Warenhäusern Schon MAHR. OSTRAU Kinderhüte, Baby- Artikel Windelhosen etc., die Marke> TEZET< Kauft einheimische Textilien! JOSEF TIEBER, Znaim 4744 4659 Erzeuger: Mr. 108 Böhm. Skalicer Baumwollspinnerei, mechanische Weberei, Färberei u. Druckfabrik Gesellschaft m. b. H. vormals Lad. Bartoň in Česká Skalice 4578 Emil Holzner Leinen- und Baumwollwarenweberei fronov a. d. m. ČSR. 4587 Kaufe bei unseren Inferenten! M. MUNK, POLICE n. M. MECHANISCHE WEBE Spezialerzeugnisse: Kanevasse, Inlette, färbige u. welße Damastgradel, Bettuchleinen, Köper 4731 Schroll- Waren Schrott seit 125 Jahren die beste 4619 Bett-, Leib- u. 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Basedow, Berz und Gefäßerfranfungen. nichttuberfulöfe Lungenaffektionen usw. Auf Wunsch Profpefte unentgeltlich. Anmeldungen und Anfragen erledigt die Bezirksfrankenversicherungsanstalt Mäbr.. Schönberg, Telephon 586 unb 267. 4645 Slowakische Bäder Nach sechs mißlichen Jahren, in denen die Tatras| nen. Stellt die Bahnverwaltung solcherart ihre AnKurorte vergeblich nach Gästen Ausschau gehalten sprüche bescheiden hinter die Interessen der Gesamthatten, brachten Winter und Sommer 1937 eine heit, so muß man den Privatunternehmungen, die in Wendung zum Besseren. In der Wintersaison der Tatra am Fremdenverkehr verdienen, leider nicht 1987/88 beffert: fich die Frequenz um weitere Bescheidenheit allein, sondern auch jene weise Vor30 Prozent, Neujahr 1938 war die Tatra bummvoll aussicht absprechen, die Augenblidsverdienste zu und nach den bisherigen Anfragen rechnet man für Dauererfolgen umzugestalten vermag. Die Tatras die kommende Sommersaison mit einem Rekordbesuch Hotels haben, wie gesagt, magere Jahre hinter sich. und der endlichen Hundertprozentigen Ausnüßung Aber jetzt, da alles für einen außerordentlich regen aller dem Fremdenverkehr dienenden Unternehmungen. Fremdenverkehr spricht, darf man nicht auf den unseligen Gedanken verfallen, in einer einzigen Sais son die Verluste mehrere Jahre weitmachen zu wollen. Ein Bericht über die Tatra ist unvollkommen Um die Erschließung der Tatra- zumindest was den Inlandsbesuch betrifft haben die Staat 3 bahnen ein großes, wenn nicht das größte Verdienst. Es ist ihren sorgfältig organisier- ohne die Erwähnung einer ihrer großartigsten ten Wochenreisen zu danken, daß die Tatra im stetoaialen Einrichtungen, des Lungengenden Maße Wintersportgebiet wird; und wer dies heilfanatoriums der Zentralfozialversicherungsanstalt ses Gebiet im Winter sieht, den drängt es, es auch in Vyšnie Ságy. Es steht jetzt unmittelbar vor der im Sommer zu besuchen, wenn die Bergseen auftauen, Fertigstellung und wird am 20. Geburtstag der Reblau aufleuchten und mit dem dunklen Grün der publif seinem Zwede übergeben. Das Sanatorium in Wälder, der blühenden Bergflora und den suder- Vyšnie Ságy dürfte eines der modernsten Europas weißen Berggipfeln Farbe und Heiterkeit in die an sein, zumindest macht es sich die Erfahrungen zunuße, die bis in die jüngste Zeit mit der Tuberku fich ein wenig melancholische Landschaft bringen. Tosebekämpfung gemacht wurden. Der Leiter, Dr. So be, sammmelte sie mit erstaunlicher und opferbereiter Afribic. Das Sanatorium vereinigt ſehr glüdlich das bisher übliche Pavillonsystem in einem Zentralgebäude einfacher und eben darum wirksamer Linienführung. In Vyšnie Hagh werden 480 Bet ten für Tuberkulöse, auch schwerster Art, bereit stehen. Von dem Pauschalpreis, den für die Wochen reisen nach der Tatra die Staatsbahnen einheben, tommt diefen nur etwa ein Drittel und der Rest den Tatra- Unternehmungen zugute. So gaben allein die im Vorjahr abgefertigten Ausflugszüge den Hoteliers und Gaststätten über 2 Millionen Kč zu verdie Von Schmerzen erlöst Sie bel Rheuma, Gicht, Ischias eine Thermalkur mit unmittelbarem Baden in den Schwefelquellen. Dieses medizinische Ideal verwirklicht BAD TRENČIANSKE TEPLICE. V. VIR. Verwalter der Badeanstallen in Pistyan: , Unsere Kurgäste verlangen nicht nur Gesundheit, sie suchen während der Kur auch die größte Bequemlichkeit. Diese bielen wir in unseren Badeanstalten, die direkt mit den Hotels in Verbindung stehen. Vom Bett direkt ins Bad lobt sich jeder Kranke." 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