18 berans Deutet, 7. der n bea prang gegen vagen tgleis h das g auf it ent emjen itän tiftes mges en Eins ende bers der pf = 30 ment nter der tens die Ceter der mie sen, der Tien day be wird በ ። rde ic a, d ic It ווי 18 C Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Einzelpreis 75 Heller Redaktion u. Berwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Verantwortlicher Redakteur: Rarl Rern, Prag 18. Jahrgang Samstag, 21. Mai 1938 Aus dem Inhalt: Neue Zusammenstöße Kanzelrede gegen Hilgenreiner Die Schlinge um den Hals Nr. 119 Erfolgreiche Abwehr des SdP- Terrors Zurück zur Vernunft! Die Tetschen- Bodenbacher Arbeiter schaffen sich Luft Was ein Mann mit einer roten Fahne vermag Im ganzen fudetendeutschen Grenzland ist der Versuch im Gange, die Anhänger der dent schen Sozialdemokratie mit allen Mitteln einzuschüchtern. Die Methoden des SdP- Terrors stehen aber, wie fich nun herausstellt, zumeist auf recht schwachen Füßen. Es liegen bereits zahl reiche Beispiele dafür vor, daß die entschlossene Abwehr auch einer sozialdemokratischen Minderheit genügt, um die Terrorwelle der Heinleinnazis zu brechen. Die tapferen Arbeiter des Bezirkes Tetschen- Bodenbach haben am Donnerstag abends einmal mit Erfolg die Probe aufs Exempel gemacht. Der Tetschener Marktplatz wird rot Letschen ist zum Unterschied von der indus striellen Umgebung eine Stadt mit kleinbürger licher Mehrheit. Sie stand nun seit Wochen schon im Zeichen des propagandistischen Uebergewichts der Sdß. Jeden Abend veranstalteten die Henleinjünger auf dem Majaryfplaß einen sogenann ten Bummel, der eigentlich nur der Vorhang für illegale Demonstrationen, Sieg Heil!"- Geschrei und offenkundige Einschüchterung aller Nichtgleichgeschalteten war. Es wurde rechtzeitig be= fannt, daß am Donnerstag abends anläßlich un jerer Wählerversammlung dieser nazistische Rum mel noch ge steigert werden sollte. Wieder um war geplant, auch aus der Umgebung ge= schlossene Nazitrupps heranzuholen, welche die Zugänge zum sozialdemokratischen Versamm lungslotal zernieren und womöglich die Vers jammlung selbst unmöglich machen sollten. Wie man es machte Schneller noch als wir es befürchteten, be ginnen die Früchte des Nationalismus zu reifen. Die Sudetendeutsche Partei hat vom Tage ihrer Gründung an die Meinung vertreten, die wahre war so start, daß gegen 3000 Menschen noch auf dem Aufgabe der Sudetendeutschtums beſtehe darin, Mafaryl- Plak vor dem Hotel stehen mußten. Gegen sich zu einigen" und dem tschechischen Volle eine halb 9 Uhr abends rückte der erste Trupp FS.- Män- geſchloſſene Straft gegenüberzustellen. Das Weitere ner, darunter 15jährige Buben, aus der Rathaus werde sich dann von selber ergeben. Die Sozialgajje mit Sreien, Johlen und provokativen Rufen demokraten aber und mit ihnen auch jene altian. Die Helden verließen binnen furzem schmerz vistischen Parteien des Bürgertums, die dann heulend und fluchtartig den Schauplaß ihres Wirkens. feige übergelaufen sind, wiesen darauf hin, Eine zweie Sprengkolonne der Nazis wollte aus der daß einer solchen Einigung des Sudetendeutsch Schüßengasse auf den Mafaryl- Play, eine dritte pro- fums, die zudem in die Beziehungen zwischen den vozierte in der Brüdengasse eine Schlägerei. Unter den Leuten waren viele Bezirksfremde. Ein Nationen das„ Entweder- Oder" einführen will, Motorradfahrer z. B. fragte auf der Brüde einen die Einigung des Tschechentums zwangsläufig fol Arbeiter, wo denn der Masaryk- Play sei! gen werde und daß auf diesem Wege nur ein neues Aufflammen der nationalen Gegensätze erreicht werde. Wie aber können in einer Atmosphäre des nationalen Hasses die Lebensfragen unseres Voltes, die Lebensfragen aller Völler gelöst werden. die diesen Staat bewohnen? Die Störungsversuche der SdP- Leute nahmen den folgenden Verlauf: Zunächst hatten die Nazis dafür gesorat, daß den Sozialdemokraten der größte Saal Zetschens, der Die Henleinleute provozierten auch die aus den Schüßenhaussaal, verweigert wurde. So mieteten Sizif- Werfen um 10 Uhr aus der Schicht kommenden die Sozialdemokraten den Saal im Hotel Stadt Arbeiter. Sofort wurde den Burschen eine fräftige Prag" und alle Nebenräume. Aber der Andrang Abreibung verabreicht. Diese Taktik wurde durch eine wuchtige Gegenaktion der organisierten Arbeiterschaft durchtreuzt. In den Abendstunden fanden sich auf dem Masarykplatz in Tetfchen etwa 2000 sozialistische Arbeiter und Arbeiterinnen ein, welche dort ebenfalls promenierten. Da die Sozialdemokraten absichtlich kein Abzeichen trugen, waren dic Sd Strategen über diesen Zuwachs an Demonstranten zunächst sehr erfreut. Schlag 7 Uhr stedten aber die 2000 Arbeiter und Arbeiterinnen rote Neffen an. Im gleichen Augenblicke tat ein Arbeiter aus einem Gastlokal und entrollte eine große rote Fahne. Von zwei fräftigen HW- Leuten flankiert, trug er sie über den menschenvollen Play. Die rote Fahne wurde von taufendstimmigen Freiheit!"- Nufen begrüßt. wenigen Sekunden vollzog sich ein völliger Szenenwechsel. Total verblüfft von dieser Manifestation sozialdemokratischen Kampfwillens verloren viele Sdp- Anhänger plötzlich den Mut und ihre Barteiabzeichen verschwanden blitschnell in der Tasche. Die Rowdys flüchten In Die Drahtzieher der Gleichgeschalteten bes fürchteten, daß ihre Störungspläne gegenüber der jozialdemokratischen Wahlfundgebung ins Wass ser gefallen seien und sie sandten auf Motorrä dern Sturiere in die benachbarten Gemeinden um Verstärkung aus. Das war aber auch ein Signal die Arbeiter der umliegenden Orte, in stattcher Zahl nach Tetschen zu eilen. Die geschlos en anrückenden SDP- Formationen- es waren ..uch zahlreiche halbwüchsige Jungturner darunter stießen auf eine Mauer kraftvollen repu bilfanischen Widerstandes. Alle ihre Versuche, das Straßenbild von Tetschen neuerdings zu bes herrschen, wurden mühelos zunichte gemacht. Die Arbeiter beherrschten bis gegen Mitternacht den Masarykplaß und die ganze Umgebung des sozialdemokratischen Versammlungslotals. Dem Parteivorsißenden Iaks ch, der nach 10 Uhr abends, von Aussig kommend, in Tetschen eintraf, Schützt die deutsche Too krimar! Gegen den! Die Dinge liegen aber heute schlimmer als fie fich in sozusagen„ normalen" Zeiten gestaltet hätten. Denn die SdP, welche die Einheit des Sudetendeutschtums zu verförpern vorgibt, hat nicht nur die nationalen Leidenschaften der Su detendeutschen in der gefährlichsten Weise aufge peitscht, sondern stüßt ihre Politik auch auf Kräfte außerhalb des Landes, auf eben jenen Nationalsozialismus, der den Frieden ganzEuropas bedroht und das Prinzip der Gewalt und des brutalsten Terrors verkörpert. Der Führer der SdP hat, ge stüßt auf dieſe außenpolitischen Sträfte, Forderun gen erhoben, deren Erfüllung der Zerschlagung der Tschechoslowakischen Republik gleichlommen und eine neuerliche Unterjochung des tschechischen Volles herbeiführen würde. Und es zeigt sich, daß das tschechische Volk nicht daran denkt, au lapitulieren, sondern daß es sich gegen die nationalistische Anmaßung der SdP- Führer und der verführten Anhängerschaft der SdP zur Wehr setzt. Jetzt hat die Gasse das Wort, jetzt gibt es Tag um Tag Zusammenstöße zwischen den Angehörigen der beis den Nationen, und es ist wahrhaftig ein Wunder, daß diese Zusammenstöße nicht schon tragischere Folgen hatten. Sie bleiben gefährlich, und aus den Funken, die da und dort emporstieben, kann sehr leicht ein böser Brand entstehen, der allen, und nicht zulegt dem deutschen Volk in seiner Ge samtheit gefährlich wird. Die Nationalsozialisten haben geglaubt, daß ihr Siegeslauf durch die Welt unaufhaltsam sein werde und daß die billigen Erfolge, die sie bis jetzt eingeheimst haben, durch weitere billige Erfolge vermehrt werden können. Gegen feinen Bruch der Verträge hat sich die Welt gewehrt. Die Macht in Deutschland fiel den Nationalsozialisten ohne Stampf, sie fiel ihnen durch die Schwäche der Staatsgewalt zu. Die„ Eroberung" Oesterreichs erfolgte ohne nennenswerten Widerstand. So sind die Nationalsozialisten durch die Weltpolitik rich tig verwöhnt" worden. Plötzlich stoßen sie auf Widerstand. Darüber sind sie baß erstaunt. Und sie sind weit davon entfernt, die Schuld bei si di zu suchen, sondern glauben die Dinge, mit der Methode Haltet den Dieb!" bereinigen zu kön nen. Es fällt der Führung der SdP keineswegs ein, ihre Anhänger zur Vernunft zu mahnen; sie beschränkt sich darauf, Anklagen zu erheben. Sie will unter feinen Umständen wahrhaben, daß das, was jezt allüberall in unseren Landstrichen ge= schieht, nur das E cho auf ihre Worte und Taten ist. Kein Zweifel: der Deutschenhaß geht wieder um im Lande und die einfachen Anhänger Konrad Henleins sind darüber nicht nur erstaunt, sondern auch bestürzt. Aber in der Trunkenheit, in die sie von einer gewissenlosen, mit ausgeborgParteivorsitzender Jaksch erhielt von ter Macht operierenden Führung gebracht worden Noel- Baker folgenden Brief: find, wollen sie oder können sie nicht sehen, daß So haben sich die Arbeiter des TetschenBodenbacher Gebietes ihre schwer errungene Berdie Schuld an dieser Entwicklung ausschließ ,, Meine Frau und ich trafen eben nach unsammlungsfreiheit am Donnerstag zurückgeholt. serem Besuche in Guerem Lande in London ein. ich bei der Sd P liegt. In den Křižik- Chaudoir- Werken in Boden- Wir wollen nun die wärmsten Grüße und Dant Wir, die wir immer für nationale VerständiDer Mann, der im richtigen Augenblicke die rote Fahne erhob, hat einen Stimmungsumschwung bach fanden am Freitag die Wahlen in den Be- sowohl Ihnen persönlich als auch unseren Ge- gung eingetreten sind, haben diese Entwicklung hervorgerufen, der sich im ganzen nordböhmischen triebsausschuß der Arbeiterschaft statt. Der Innossen in Enerer Partei für die Freundlichkeit vorausgesehen. Wir haben gewarnt. Schon vor den Wahlen 1935 haben wir darauf hingewiesen, daß Gebiete wohltätig auswirken wird. Die SDP- ternationale Metallarbeiterverband, Sit Komonationalistische Totalitätsansprüche mit totalem verängstigteumbffein mütige Geg- Prager Metallarbeiterverband erreichte mit 68 enthaltes entgegenbrachte. Wir ſchäßen es ſehr Nationalismus beantwortet werden würden und Provokateure fühlen sich nur stark dort, wo sie tau, erhielt alle acht zu vergebenden Mandate, der aussprechen, die man uns während unseres Anfner vor sich wähnen. Wo ihnen tapfere Menschen Stimmen nicht die Wahlzahl. Insgesamt wurden hoch ein, daß wir damit die Gelegenheit hatten, daß die nationale Befriedung dieses Landes nur Guere Probleme direkt an der Quelle zu studie- auf dem Boden der beiderseitigen Duldsambeiterſchaft beg Desirtes Bodenbach hat am Don- Der Betrieb ſteht alſo nach wie vor restlos ren. Wir brachten einen tiefen Eindruck von dem leit und nur in der Atmosphäre gegenseitigen entgegentreten, weichen sie feige zurück. Die Ar- 701 gültige Stimmen abgegeben. nerstag abend den republikanischen Abwehrkräfte unter dem Einfluß der freien Gewerkschaften. Die glänzenen Geist und der Orga- Vertrauens erfolgen kann. Wie kann denn im senden Sande ein leuchtendes Beispiel gege- Nazi fonnten nicht einmal eine Kandidatenliste nisation Euerer Bewegung mit das Tichechentum glauben, der SdP sei es nur um die Besserstellung, um die Freiheit des deuts mußte durch RW- Männer der Weg durch ein langes Spalier von Arbeitern und Arbeiterinnen gebahnt werden, die ihn jubelnd begrüßten. ben. Křižik- Chaudoir bleibt nazirein Der Betriebsausschuß aufstellen. rein freigewerkschaftlich Ein Brief Noel- Bakers nach Hause." Seite 2 Samstag, 21. Mai 1938. schen Volkes zu tun, wenn die SDP innerhalb des Vielleicht will die SdP die Katastrophe. Dr. Hodža über eigenen Volkes die Freiheit der Gesinnung und wahrscheinlich will sie die Führung des Bekenntnisses mit allen Mitteln der Gewalt der Sdp! Aber unser Volt muß sich schließlich zu die nationale Verständigung bekennt. Ein neuer Spanienplan Die Verantwortung der SdP Mr. 119 die Rechte betont werden, so stehe auf der anderen Seite neben den Rechten immer die Pflicht. Wenn man von einem bestimmten Staatsgebilde die inftitus tionelle Gewährleistung bestimmter Rechte fordere, so übernehme man gleichzeitig auch die Verpflichtung, bazu beizutragen, was dieser Staat als seine Mis sion Teisten soll. Das sei eine selbstverständliche Konfequens und die einzige Endlösung dieses Problems. Das sei Konsolidierung und eine ungestörte weitere Entwicklung und Arbeit. Dr. Hodža mit den slowakischen Fragen und legte seine Ansichten über den Pittsburger Vertrag dar. SdP verhandelt nicht! und des Terrors ersticken will? Wie kann eine gut sein, als daß es sich dem Hasardspiel der vernünftige Vereinigung der nationalen Probleme SdP- Häuptlinge widerstandslos ausliefert. Es erzielt werden, wenn diese Vereinigung von der will und wird nicht die Saat des Hasses und der Prag. In einer Pressebesprechung gab MiniSdP nicht unter dem Gesichtspunkt friedlicher Unvernunft, die jetzt in die Halme zu schießen sterpräsident Dr. Hodža am Donnerstag einige allgeVereinbarung, sondern mit dem Mittel des äuße droht, mit seinem Blute düngen! meine Erläuterungen zu dem vorbereiteten Natioren Drucks angestrebt wird? Die Führung der Nun, da das Volk zur Wahlentschei nalitäten sta tu t. Die Regierung habe sich SdP ist durch politische Ahnungslosigkeit ebenso dung aufgerufen ist, hat es Gelegenheit, zu beauf bestimmte Hauptgrundsätze geeinigt, deren gekennzeichnet wie durch moralische. Ihr sind die zeugen, ob es den Krieg oder den Frieden Formulierungen so vorbereitet sind, daß sie einerseits In seinen weiteren Ausführungen befaßte sich Maßstäbe für Recht und Unrecht, die Maßstäbe will. Der Krieg wächst auf dem Boden des natio- den Gegenstand gesesgeberischer Maßfür Vernunft und Unvernunft verloren gegangen. nalen Hasses, der Friede wird gesichert durch die nahmen, andererseits den Gegenstand von VerWill man, angesichts der Stimmung, in der sich nationale Verständigung. Die Sozialdemo- handlungen mit allen Faktoren bilden kön das tschechische Volk befindet, immer noch glauben, ratie hat, das zeigt die Entwicklung in voller nen, die an diesen Dingen ein legitimes politiſches die nationalsozialistischen Knabenblütenträume Klarheit, recht behalten. Sie möge das Volk Interesse haben. Zu der neuen Etappe der Natiokönnten ohne weiteres reifen? Sicht man noch unserer Heimat vor dem Kriege bewahren helfen, nalitätenpolitik hat sich die Regierung bereits im Wie die SDP mitteilt, hat der politische Ausimmer nicht, daß die Politik der SdP der K a= indem es sich zur Sozialdemokratie vergangenen Jahre entschlossen und dies auch mehr schuß der SdP- Hauptleitung am Freitag beschlos tastrophe zutreibt? fach kundgetan. Die Lösung müsse grundsäßlich und fen, dem Ministerpräsidenten mitzuteilen, daß die integral sein, nichts Halbes, und auf zwei Prin SdP nicht in der Lage sei, die Besprechungen aipien basieren: auf der Selbstverwal- über das Nationalitätenstatut aufzunehmen, sotung und auf der Proportionalität. lange nicht die Ruhe und Ordnung im judetenDie Regierung beharrt auf den Erklärungen vom 4. deutschen Gebiet und überall die verfassungsund vom 28. März. Dies bedeutet Verteidigung, mäßigen Rechte der Meinungs-, Presse-, Verwenn es notwendig sein wird, dies bedeutet aber fammlungs- und Koalitionsfreiheit garantiert auch, allem Rechnung zu tragen, was ein Erfordernis seien. der Verfassung wie der Zeit ist. Heute lehre bas tschechische Volk wieder zu der Epoche der se ämpfe zurück, die Idylle der ersten 15 Jahre nach dem Umſturz sei vorüber. Seine Tradition sei es, sich durchzufämpfen und sich die Existenzbedingun gen und den Sieg seiner Fahnen zu erfämpfen. In dieser Bereitschaft müsse man die Nation erhalten. Verbündete und Bündnisse, erklärte Dr. Hodža weiters, sind eine Garantie, aber das ist nicht die ganze Wahrheit. Wenn wir an dieser Stelle Europas unsere Mission, das heißt die Organisierung dieser Nationalitäten und natto nalen Gruppen, aus denen sich unser Staat zusammensetzt, zu erfüllen wissen werden, dann werden wir unentbehrlich sein, weil wir ein a II ge meines europäisches Interesse darstellen werden. Wenn wir uns jedoch als unfähig erweisen sollten, hier Ordnung und Disziplin zu halten und die 15 Millionen Menſchen zu organisieren und unter ihnen einen optimalen Zustand der Zufriedenheit zu schaffen, dann wäre das Ansehen dieses Staates erschüttert. Kein Druck Englands auf die Pariser Entschlüsse London. Diplomatische Verhandlungen wolle. Der neuerliche Aufschub hätte allerdings zwischen London und Paris ſowie wohl auch eine zur Folge, daß das britisch italienische Abkommen Unterredung, die der auf der Durchreise durch vorläufig keine Wirksamkeit erlangen könnte, London befindliche französische Justizminister doch begreifen, wie Reuter ausdrücklich fest Reynaud mit Lord Halifax hatte, haben einen neuen Plan zutage gefördert, den England stellt, die britischen Kreise, daß die verlängerte und Frankreich dem Nichtinterventionsausschuß Anwesenheit deutscher und italienischer Freiwil vorlegen wollen. Die internationale Kommission, liger und ihres Kriegsmaterials in Spanien die den Abtransport der Freiwilligen besorgen soll, werde nach ihrem Eintreffen in Spanien 14 Frankreich vor erne strategische Probleme stellt, Tage Zeit haben, um ihre Arbeiten vorzubereiten. über welche lediglich Frankreich zu Nach Ablauf dieser Frist werde Frankreich die entscheiden vermöge. Pyrenäenkontrolle wiederherstellen, allerdings unter der Voraussetzung, daß gleichzeitig in vollem Umfang auch die Seekontrolle sowie die Kontrolle an der portugiesischen Grenze wieder hergestellt wird. Falls innerhalb von weiteren 30 Tagen kein Fortschritt in der Rückleitung der Freiwilligen erreicht wird, werde Frankreich seine Grenzen wieder öffnen. Dieser Plan ist den übrigen Mächten bereits vorgelegt worden. Mussolini will spanisches Interventionsmonopol Der ,, Daily Telegraph" meldet, daß Graf Ciano die Schließung der Pyrenäen- Grenze für den Verkehr nach Barcelona zur Bedingung für die Fortführung der französisch- italienischen Verhandlungen gemacht habe. Dies bedente das für Frankreich unerfüllbare Verlangen Italiens nach einem Interventionsmonopol in SpaNach Neuter deutet nichts darauf hin, daß die britische Regierung auf den französischen Standpunkt in der Spanienfrage Einfluß nehmen| nien. Da wütet also schon seit Monaten im sudetendeutschen Gebiet ungehemmt der ärgste Terror der Sop gegen alle nicht gleichgeschalteten Staatsbürger und nun seßen sich die Herren auch noch aufs hohe Roß und spielen die verfolgte Unschuld. Das ist offenbar die Antwort auf die AusFührungen des Ministerpräsidenten in der Pressetonferenz über die Heranziehung der SdP zur Mitverantwortung" I Protest gegen die Faschisierung der Hochschulen Der Rektor gegen die Nazis Die Vertreter der vier deutschen demokratischen Studentenorganisationen, und zwar der " Freien Vereinigung sozialistischer Akademiker", des Freiheitsbundes deutscher Hochschüler", der Akademikersettion der deutschen Jungdemokraten und der„ Deutschen Hochschulgewerkschaft", spra= chen Freitag auf dem Rektorat der deutschen Universität und beim Schulministerium vor und mach Die tschechoslowakische Regierung ist( angesichts ten auf die bedenklichen politischen Demonstratio der Vorgänge im Nachbarreich) hier vor die vernen aufmerksam, die sich in den letzten Tagen vor antwortlich ste ihrer Aufgaben allem auf der medizinischen Fakultät der deutſchen gestellt, die sie so löst, daß sie selbst die Grundsätze Universität ereignet haben. Unter anderem wur den Professoren von uniformierten Studenten im Tiert, gleichzeitig jedoch rücksichtslos jeden Versuch Spalier und mit erhobener Hand begrüßt, es werder Unterdrückung, des Terrors, der Berseßung, möge den Flugblätter antisemitischen Charakters, die sich ein solcher Versuch von wo immer geltend machen, zum Studententag in Auſsig aufforderten, wäh rend der Vorlesungen gestreut. Die Studenten ablehnt und die Autorität der Staatswurden außerdem von den Professoren aufgefor gewalt behauptet. Darum wird auf dem Boden der Tschechoslowakei lein Brand aufflammen. dert, an dieser Tagung teilzunehmen. Darum ist es bei uns zu feinen ernſten Konflikten in gefommen und darum wird jede Brobolation und Gassenbüberei nach dem Geseze bestraft werden. sämtlichen Minderheiten, die bereits durch vorläufige Die Verhandlungen mit den Deutschen und mit Jan Masaryk neuerdings tolico zum Botschafter in Berlin ernannt wer- und Methoden der nationalen Gerechtigkeit formu bei Lord Halifax London. Der tschechoslowakische Gesandte Jan Masaryk hatte am Freitag im Foreign Office eine Unterredung mit dem Außenminister Lord Halifax. Gesandter Masaryk hatte eine weitere Unterredung mit Sir Alexander a dog a n, dem Unterstaatssekretär im Foreign Office. Bei dem Besuch, den der Gesandte auch bei Lord Plymouth abstattete, wurde über Fragen verhandelt, die mit der spanischen Nichteinmischung zusammenhängen. Ciano wird nach Berlin abgeschoben? den soll. Britische Verstärkungen nach Palästina London. Die britische Regierung plant, wie Reuter meldet, drastische Maßnahmen zur Un terdrückung des ,, arabischen Terrorismus" Palästina..„ Daily Herald" kündigt an, daß eine zusätzliche Infanteriebrigade in einer Stärke von 3000 Mann nach Palästina entsandt werde. Kriegsopfer des Roten Kreuzes informative Besprechungen vorbereitet wurden, stehen vor der Tür. Unsere Handlungsweise wird hoch seriös fein. Die Regierung hat eine integrale Lösung vorbereitet, elche tief in die gesamte Struktur unserer Staatsverwaltung, unserer Selbstverwaltung, unse. rer fulturellen Verwaltung usw. eingreift. Seine Magnifisens Prof. Dr. Rudolf Schranil Seineng der Mit glieder der genannten Delegation an, daß politi zu mißbilligen feien und versprach, die nötigen sche Demonstrationen an der deutschen Univerſität Vorkehrungen zu treffen, die solchen Demonstrationen entgegenwirken. Der Präsident der Republik empfing Freitag die Vertreter des Verbandes der Nationalgarden unter Führung des Kommandanten des Verbandes, General N. G. Kříž. Die Vertreter der Na tionalgarden versicherten dem Präsidenten, daß sammenarbeit durch freiwillige Arbeit der Bevöltei, die sich dieser Verantwortung bewußt ist. Wenn kerung unterſtüßen wollen. Barcelona. Durch die jüngsten Flugangriffe wurden 20 Mitarbeiter des Roten Streuzes getötet und noch viel mehr verwundet. Ülever 1 Million Paris. Der Berliner Berichterstatter der Pesetas in Bargeld und Wertsachen, die das Rote Die Verhandlungen mit der SdP bedeuten eine Information Financiere" erfährt, daß der Streuz bei diesen Angriffen geborgen hat, sind den allmähliche Uebertragung der Versie die Verteidigung des Staates in praktischer Zuitalienische Außenminister Graf Ci ano in der Behörden übergeben worden, die sie für die Eigen- antwortung auch auf diese Par nächsten Zeit anstelle des bisherigen Botschafters| tümer bereithalten. 2 Der Sprung von der Brücke Erzählung von Martin Grill Aber der Seeleute waren viele und der Schiffe würden immer weniger, denn immer mehr von ihnen wurden an abseitigen Stellen der Häfen vor Anter gelegt, um dann langsam zu verfaulen oder abgewraft zu werden. Es war die Zeit, in der man die Tonnage der Schiffsfried höfe in siebenstelligen Zahlen ausdrückte. So prießen es beide als einen Glücksfall, daß ein Mann, der nach Handwerkern für eine Siedlung fragte, gerade an sie geriet. Sie wurden Klemp ner, Zimmerleute und Maurer zu gleicher Zeit und versuchten sich noch in einem Dutzend anderer Berufe. Nebenbei wurden sie gute Freunde. Um so befremdender erschien Jimmy Johnson das Vers balten des Freundes, als der einmal erklärte, er wolle unter allen Umständen nach England zu rück, und das zu einer Zeit, da die Siedlung nach vielen Schwierigkeiten aufzublühen begann und der Verdienst immer besser wurde. im flaren bin. Ich meine dein damaliges Ver. schwinden, denke aber auch daran, daß du es doch gar nicht nötig hattest, heute dem Konstabler einen falschen Namen zu nennen. Ich glaube es gern, daß dir nichts an dem Blechstück von einer Rettungsmedaille liegt, aber immerhin war das Bravourſtüd von heute vormittags eine tapfere, menschenfreundliche Tat, die volles Lob verdient." Bert versank in grübelndes Nachdenken. Es dauerte lange, bis er sich zu einer Antwort aufraffte, und dann sprach er langsam und zögernd, wie ein Mann, den viele Erfahrungen gelehrt haben, Worte sparsam und vorsichtig zu gebrauchen. Du urteilst schlimm über die Menschen, und hast doch erst heute dein Leben gewagt, um einen von ihnen zu retten." als ich dem Mann in den Fluß nachsprang. Es ist schwer zu sagen, woran ich dachte, Vielleicht an alles das, was ich vorher ſagte und noch manches andere. Er wird mir meine Tat kaum danken." Tapferkeit ist manchmal Tollfühnheit oder lich die Mutter war, die über die Erziehung der cigheit. Menschenfreundlichkeit ist oft nur Knaben bestimmte. Dummheit oder Haß und der frömmelnde Beter Man kann nicht sagen, daß die neue Mutein großer Heuchler: Der Mensch ist eben allzu ter den Jungen, den wir Peter nennen wollen, oft ein Geschöpf, das seinen Verstand dazu miß- ungerecht behandelt hätte, sie war eher bebraucht, auf Kosten der anderen Geschöpfe und müht, ihn über den Verlust hinwegzuhelfen und feiner Mitmenschen seinen Begierden nachzu sein Vertrauen zu gewinnen; was sie allerdings Ieben. Das ist die bittere Wahrheit." nicht hinderte, ihr eigenes Kind abgöttisch zu lieben. Nun ist es gewiß in velen Fällen so, daß Mütter jeden fremden Einfluß bei der Erziehung der Kinder ausgeschaltet wissen wollen, und nur rerin anerkennen, hier kam noch ein anderer sich seblst als die berufene Führerin und LehGrund dazu: Sie war in ganz armen Verhält nissen aufgewachsen und hatte die Heirat als einen Aufstieg in eine höhere Gesellschaftsschicht betrachtet. Troßdem hatte sie immer die dunkle Befürchtung, daß man sie nicht voll anerkenne und in ihr den Eindringling aus proletarischen Streisen sehe. Ich weiß nicht, ob die Befürchtung berechtgt war und will auch nicht untersuchen, ob es überhaupt ein erstrebenswertes Ziel sein kann, als Angehörige der bürgerlichen Mittelschicht anerkannt zu werden, Tatsache ist, daß sie ihr früheres Arme- Leute- Dasein wie eine unsicht bare Kette nachschleppte. Von ihren Kindern er wartete sie die endgültige Anerkennung ihres Aufstieges: In ihnen, vor allem in ihrem leiblichen Sohn, liebte sie sich selbst. ,, Es sind die auslaufenden Schlepper", sagte Jimmy, sie ein Passagierschiff der With Star Linie, das draußen vor der Mündung liegt." Tapfer? Menschenfreundlich? das sind große Worte, die man nicht so freigebig ver- Bert schwieg bedrückt und schaute in das vor schenken soll. Oft sind sie fehl am Plaze. Ist es ihm stehende Glas. Vom nahen Fluß heulte die tapfer, wenn man ohne Besinnen sein Leben aufs Sirene eines Dampfers herüber, andere gaben Spiel setzt? Es ist die Tapferkeit eines Betrun- Antwort; es flang wie ein Unisono von Urielts tenen, der an einem Abgrund dahintaumelt und ungeheuern, die sich anschickten, über die nächt die Kühnheit eines Nachtwandlers. Sie steht auf liche Stadt herzufallen. gleicher Höhe mit der Tapferkeit des Soldaten, der gegen die feindlicher Maschinengewehre anrennt, weil er zu feig war, den Kriegsheßern im Nach langer Pause begann Bert wieder zu eigenen Lande zur richtigen Zeit das Handwerk zu legen. Ist es menschenfreundlich, einen Mann sprechen. Vielleicht wird dir mein Urteil zu gegen seinen Wi) en in ein Leben zurückzuwver- hart erscheinen", sagte er, aber ich will dir die Alles zureden blieb damals erfolglos. Eines fen, das ihm vielleicht ausweglos und untragbar Geschichte eines Mannes erzählen, der es verTages war Bert Cutter aus dem Lager ver erschienen war?! Es ist denkbar, daß der lernt hat, die Dinge nach ihrem Aussehen und Ihre Bemühungen wirkten auf die Jungen schwunden. Seitdem waren an die zehn Jahre Sprung von der Brücke der Schlußatt eines die Worte nach ihrem oberflächlichen Sinn zu verschieden: Peter widerstrebte ihnen und liebte vergangen, Jimmy war längst zurückgekehrt und Lebens sein sollte, das von Verfehlungen oder beurteilen. frühzeitig seine persönliche Freiheit. In einem versah in einem kleinen Laden ausfahrende See- Verbrechen erfüllt war. Dann bedeutete die Retabgelegenen Teile des Hafens boten verfallene leute gegen gutes Geld mit all den vielen Dingen, tung nicht nur eine Gefahr für den Retter, sonLagerschupfen und riesige Stapet von Stisten und die sie auf der Reise brauchten, und nun saß er, dern auch einen schlimmen Dienst an seinen Mit- Als dieser Mann noch ein kleiner Junge Fässern köstliche Schlupfwinkel. Er konnte nic ihm selbst ganz unerwartet, mit dem Gefährten bürgern. Oft sind die Dinge anders als sie uns war, lebte er in einer Hafenstadt an der West- begreifen, warum er dort nicht mit den Söhnen von damals an einem Tisch, blies blaue Nauch erscheinen. Doch wir urteilen immer nach dem tüste. Seine Mutter war früh gestorben, und da der Hafenarbeiter und der Zimmerleute spielen ringe in die Luft und erzählte, lauschte und er Schein und die Zusammenhänge bleiben uns ver- der Vater den Jungen nicht ohne ordentliche sollte. Es behagte ihm nicht, sich immer so zu be zählte... borgen. Wie oft bauen wir auf dem Schein ein Pflege lassen wollte, bekam er bald eine neue wegen als wäre er in einer Kirche, und er brachte Schließlich rückte er mit einer Bemerkung Leben auf und wundern uns dann und sprechen Mutter und bald auch einen kleinen Bruder es nie fertig, den Menschen, die ihm aus irgend heraus, die seit langem hinter dem Gehege seiner vom persönlichen Mißgeschick, wenn der Boden dazu. Der Vater war ein Kaufmann und den einem Grunde nicht gefielen, mit ausgesuchter Zähne auf der Lauer gelegen hatte. Es ist de unter unseren Füßen zerbröckelt. Wenn wir die größten Teil seines Lebens außer Hause. ja Höflichkeit zu begegnen. noch etwas", sagte er, über das ich mir nicht Wahrheit erkennen, dann ist es meist zu spät. fegar fern der Stadt, so daß es fast ausschließ( Fortseßung folgt.). 3. Str. ZV mittag Leuter merie der a has G den aufs lofer Ret wolle Inha Horf foldh balb tonn der bejd gefii gebl den wur taga gro ben Lag Ma it a Leu Rif ftar 100 auf fich Ge ter cin get id Do сн No yo ge Бо br ho 9 cren Benn titus bere, img. Wif on me. tere sich egte C. 16. of. die Jen 50= 181 er. ert C= or en ch ไร 3: Nr. 119 Samstag, 21. Mai 1938 Sudetendeutscher Zeitspiegel Zusammenstöße in Chodau Schutz der Polizei das Deutsche Haus verlassen. Zwischen SdP- Leuten und Gendarmerie In Chodau ist es am Freitag in den Vor-[ Vorfälle allerdings nicht abgetan. Für die Hauptmittagsstunden zu Zuſammenrottungen von SDP- akteure, als die etwa 30 Personen in Betracht Zeuten und zu Zuſammenſtößen mit der Gendar kommen, werden die Zuſammenrottungen und der matie gekommen, die nur dank der Besonnenheit Widerstand gegen die Staatsgewalt noch schwere der aufs äußerſte provozierten Gendarmerie nicht Folgen haben. Selbſtverſtändlich haben die zu das Ergebnis hatten, das die Irredenta zu brau- ſammenſtöße zu unsinnigen Gerüchten Anlaß; gethen scheint. Vedenkenlos werden Menschenleben geben. So wurde u. a. auch sofort behauptet, die aufs Spiel gesetzt, damit nur die Pläne gewissen auswärtigen Gendarmen wären„ mit den Autos Leser Verbrecher gefördert werden, die sich als die des Konsumvereines herbeigeschafft, worden". An Retter" des Sudetendeutschtums aufspielen dieser Behauptung ist kein Wort wahr. wollen. Der Chodauer Gendarmerie war zur Kennt nis gekommen, daß Flugblätter ſtaatsfeindlichen bei Brür die konstituierende Versammlung der Donnerstag abends sollte in Rudersdorf Inhaltes, nämlich mit dem„ Sudetendeutschen SdP Lokalorganisation stattfinden. Als eine Horst Weffel- Lied" verteilt wurden. Wie meiſt in Kontrolle der Versammlung durchgeführt werden folchen Fällen bediente man sich auch hier dazu sollte, verließen die Teilnehmer das Lokal und halbwüchsiger Burschen. Noch am Donnerstag zogen geschloffen gegen Vrür. Der Aufforderung, konnte die Gendarmerie drei von ihnen festnehmen, auseinanderzugehen, leisteten sie keine Folge. Eine der eigentliche Urheber, der bei Haas und Czjizek Gruppe Tschechen stellte sich ihnen in den Weg. beschäftigt ist, konnte aber erst Freitag früh vor- Beide Parteien bewaffneten sich mit Zaunsteden. geführt werden. Es war natürlich nicht unbekannt Die Wache zerstreute jedoch beide Gruppen, begeblieben, daß vier Henlein- Jungen gesucht wer- vor es zu Zuſammenſtößen kam. den und als diese zur Gendarmerie vorgeführt wurden, sammelten sich um halb 10 Uhr vormittags auf dem Chodauer Marktplatz eine immer größer werdende Menge an. Sie forderte die Freilassung der Burschen binnen einer halben Stunde. Angesichts der immer bedrohlicher werdenden Lage schritt die Gendarmerie zur Näumung des Marktplates, stieß aber dabei auf Widerst an d. Besonders der Gendarmeriekommandant Leutnant es vun wurde arg bedroht. Zehn Risten, die vor dem Laden eines Kaufmannes standen, wurden gegen die Gendarmerie geworfen, worauf einer der Exzedenten, ein Fleischer, einen auf dem Boden Liegenden mit dem Fuß ins Geficht stoßen wollte. In dieser Bedrängnis gab der Gendarm einen Schreckschuß in die Luft ab. Unterdeffen waren Gendarmerieverstärkungen sowie eine Abteilung der Karlsbader Staatspolizei eingetroffen, die die Menge abdrängten, die inzwischen auf etwa tausend Personen angewachsen war. Daß deren Zahl so groß geworden war, ist darauf zurückzuführen, daß Henlein- Agitatoren, deren Namen die Gendarmerie noch sicherstellen wird, von Fabrik zu Fabrik fuhren und mit dem Rufe " In Chodau wird geschossen" die Belegschaft alarmierten. Diese zogen in Unkenntnis der Dinge gegen den Marktplatz, wo den Arbeitern und Arbeiterinnen erst klar wurde, wozu man sie mißbrauchen wollte. Nach Rückkehr in die Fabriken haben die Betriebsausschüsse bei den Betriebsleitungen gegen die Unterbrechung der Arbeit fchärffte Verwahrung eingelegt und es wird noch festgestellt werden, wer in den einzelnen Fabriken die Weifung zur Arbeitsniederlegung erteilt hat. Förmlich so, als ob er darauf gewartet hätte, war nach den ersten Zusammenstößen auch schon der Sdp- Abgeordnete Wollner mit dem Landesvertreter Dr. Horner zur Stelle, um den Gendarmen zu„ beweisen", daß nur die Sdß die von ihren Anhängern gestörte Ruhe wieder herzustellen vermag. Auf Weifung von Prag wurden die Festgenommenen in den Mittagsstunden wieder enthaftet. Mit der Wiederherstellung der Ruhe und der Freilassung der Verhafteten sind die Chodauer Ortsleiter berichtigt Ortsleiter Trautenauer Tagblatt" vom 17. Mai 1938: Gegen zwei Uhr früh zerstreuten sich dann die Demonstranten und die Ruhe konnte wieder hergestellt werden. Einige Personen wurden ver ten, die es an verschiedenen Stellen gab, leicht haftet und einige wurden bei den Handgreiflichkei= verletzt. Seite 3 Jepa. In den späten Abendstunden zogen die Des monstranten immer noch durch die Straßen, wur den aber aus der inneren Stadt abgedrängt. Po lizei und Gendarmerie halten die innere Stadt, insbesondere die Umgebung des Deutschen Hauses, abgesperrt. Die Polizei nahm eine Reihe von Verhaftun gen vor. In den Abendstunden wurden ungefähr 30 Personen vorgeführt. Es handelt sich hauptsächlich um junge Leute, die bei der Zertrümme rung von Auslagefcheiben tätig waren. Außer wurden Auslageſcheiben bzw. Aufschrifttafeln noch bei den schon genannten Firmen Plaček und Jepa im Grandhotel, im Brünner deutschen Musikhekungsmethoden diese Atmoſphäre auch in Brünn uſw. zertrümmert. Im völlischen Theater in Die SdP- Bonzen, die durch ihre Ver- verein, bei der Theaterkasse, im Schubertbund herbeiführen, haben es vorgezogen, im sicheren Deutschen Haus fand eine Opernaufführung statt, Verited des Deutschen Hauses zu bleiben und von der kaum 200 Personen beiwohnen. Die Demons dort aus in mutiger Weise ihre Prager Parteistel- ſtrationen dauerten bis in die ſpäten Abendſtun Yen um Einschreiten bei der Regierung telepho= den, worauf sich die Demonstranten verliefen. nisch zu ersuchen. Auch gestern mittags fam es zu Anfammder Polizei sofort die notwendigen Vorkehrungen lungen vor dem Deutschen Haus, doch wurden von getroffen, um die Ruhe aufrecht zu erhalten. Die Polizei zerstreute die Versammelten delte sich vor allem um Studenten und hielt die umliegenden Straßen besetzt. es han= chischen Gewerkschaften an die Arbeiterschaft einen Wie wir erfahren, werden die Brünner tscheAufruf erlaffen, in dem auf die Senleinprovokationen reagiert und die Arbeiterschaft zur Beson nenheit aufgefordert wird, gleichzeitig aber demt Vorsicht vor Gerüchtemachern! Kaltes Blut bewahren! Heute und morgen werden die Nazi vermutlich zum ersten Male erst so recht zu zeigen versuchen, was sie von den Methoden des Dritten Reiches gelernt haben die Schüler des Herrn Goebbels werden sich knapp vor dem Wahlakt vielleicht„ Reife"-Zeugnisse zu verdienen trachten. Jedenfalls ist in diesen Stunden grösste Vorsicht und Kaltblütigkeit am Platze. Doppelte, zehnfache Vorsicht vor Flüsterern und Schreiern! Glaubet nichts und verbreitet nichts, was Ihr nicht aus dem Munde Eurer Vertrauensmänner, aus Eurer Zeitung oder von den staatlichen Behörden hört oder bestätigt erhaltet! Schon vorgestern wurden in einem Teil des Landes Gerüchte verbreitet, dass anderswo, in einer entfernteren sudetendeutschen Stadt, die fürchterlichsten Dinge passiert seien nicht ein Wort war daran wahr. Es muss damit gerechnet werden, dass insbesondere heute und Sonntag ähnliche und vielleicht noch erschreckendere Gerüchte in Umlauf gesetzt werden glaubet nichts, lasset Euch nicht beirrren! Bewahret kaltes Blut, tut Eure demokratische, sozialistische, staatsbürgerliche Pflicht in Ruhe! Im sudetendeutschen Gebiet wird kein Reichstag angezündet werden! Und weder heute noch morgen wird ,, ER" kommen! Seld hellhörig, aber mißtrauisch, klug, beherzt- und vorsichtig! Henlein- Provokationen auch in Brünn Tschechische Demonstrationen gegen eine SdP- Versammlung Verlangen Ausdruck verliehen wird, man möge die Geduld der Arbeiter bezüglich der Provoka tionen feitens der SdP auf keine allzu lange Probe stellen. APA Franzbranntwein zu Massagen und erfrischenden Körperabreibungen Ausflug in die Alpen Herr Henlein hat das wird parteiamtlich berichtet eine furze Urlaubsreise in die Alpen angetreten. Er dürfte den Urlaub in der Gegend der bayerischen Alpen" verbracht haben. Zunächst neigte man zur Annahme, daß der Führer" die Alpen aufsuchte, weil sie, wenngleich auch dort jest laut genug preußisch geredet wird, wesentlich stiller sind als die judetendeutsche Heis mat. Und man nahm an, daß er auch deshalb ins Dritte Reich fuhr, weil er die Verhandlungen mit der Regierung lieber einem seiner„ Beauftragten", also selbständigeren Politikern überlas sen wollte. Nun meldete aber die„ Bohemia", daß er zwar während der Verhandlungen in Prag sein, die Besprechungen mit Dr. Hodža aber durch Dr. Kundt führen lassen will. So bleibt nur der Schluß übrig, daß er in die Gegend der bayeri schen Alpen" reiste, weil dort irgendwo das Schloß des Führers steht und er Weisungen über seine" nächste politische Tätigkeit einzuholen hatte. Wie soll er„ sein" Volt führen, wenn ihm nicht der Weg genau vorgezeichnet wird? Das Gesindel Einem Funktionär unserer Partei in Lichte werden( Schlesien) hat man folgendes Ges schmier an das Fenster geklebt( wir zitieren ges nau nach dem Original, das im Vejiz der Behörde ist): Sozialdemokratischer Volksgenosse! Gib Du Deine Sympathic für den Staat auf, denn es hat keinen Zwed. Ihr geht Eurem Untergang entgegen. Solltest Du Dich aber nicht entschlie sen, so sei gewiß, daß es Deine Schuld ist, wenn Du samt Deiner Brut, sowie dem..... Ge findel, welches im sudetendeutschen Gebiet ist, verloren gehst..."( Der Schluß würde wahrscheinlich konfisziert werden.) Heil Hitler!" Auf der Rückseite prangte das Hakenkreuz. - Das Deutsch dieses Briefes steht in völlig richtigem Verhältnis zu der Kultur und Menschlich teit, die der Schreiber zum Ausdruck bringt. Und nach der Erfüllung und Krönung solchen Kulturtriebs sehnt sich derzeit die größere Hälfte des Sudetendeutschtums? Der Terror im Grenzgebiet Fanatisierte Elemente haben in Frieds land in der Nacht vom 17. auf den 18. d. M. in einem von den tschechischen Nationalsozialisten gemieteten Lokal Fenster eingeschlagen und eine Staatsfahneentwendet.Die Unsicherheit nimmt im Grenzgebiet immer schärfere Formen an. Die Teutonen Auch vor der Brünner Technit fam es zu Demonstrationen, die aber feinen größeren Umfang Auch in Brünn haben die Provokationen annahmen. Die Situation verschärfte sich aber der SdP in der letzten Zeit immer größere For- am Nachmittag, als sich wieder große Massen in men angenommen und es war flar, daß es früher der Nähe des Deutschen Hauses ansammelten und oder später zu einem Inwillensausbruch der tsche- ihre Parolen„ Es lebe das tschechische Brünn", chischen Bevölkerung kommen müsse. Was vor- Fort mit Henlein!" etc. riefen. Die Polizei auszusehen war, ist auch tatsächlich am Donners- fonnte allein die Ordnung nicht mehr aufrechter tag abends anläßlich einer Sd P- Versammhalten. Es wurde daher wieder Gendarmerie auf Aufruf zur Bildung der„ S" Tung im Brünner Deutschen au 3, geboten, worauf es gelang, die Demonstranten vom Kameraden! Zur Bildung der„ S" be- bei der u. a. Senator Hilgenreiner sprach, Deutschen Haus in die umliegenden Gaffen abzu nötigen wir junge, träftige Männer. Stameraden eingetroffen. Es tam zu Anſammlungen und drängen. Inzwischen war die Menge immer mehr über 18 Jahre mögen sich in der Ortsfanzlei Demonstrationen der tschechischen Bevölkerung, die gewachsen. Als die Polizei weiter gegen die Demelden. Anmeldungen täglich von 2 bis 4 Uhr einen solchen Umfang annahmen, daß Polizei monstranten vorging, begannen diese die StaatsAuch in Mähr.- Trübau, fenem Orte, nachmittags. Jungen unter 18 Jahren, die noch und Gendarmerie aufgeboten werden mußte, um hymnen zu fingen. Nachdem diese verflungen wa Tätlichkeiten zu verhüten. ren, räumte die Polizei den Lazanský- Plaß und wo Nazibuben die Kundgebung Jatschs zu stören nicht dem Turnverein angehören, mögen sich ebenfalls melden, sie werden dem Deutschen Turnber Schon vor Beginn der Versammlung im die umliegenden Gassen. Gegen 7 Uhr abends 30- verfuchten, ist die Standidatenliste der SdV mit ein in Trautenau eingegliedert. Deutschen Haus, zu der natürlich wieder die deut- gen die Demonstranten wiederum durch die Stadt. Namen geschmückt, deren Träger sich so recht mit In der Ortskanzlei werden nur die vorläuschen Vororte Brünns mobilisiert wurden, deren Dabei kam es zu Zwischenfällen, die nicht mehr dem völlischen Ahnenpaß ausweisen können: da Vertreter in der bekannten SdP- Dreß in Grup- mit dem Charakter einer würdigen Kundgebung ge- heißen Kandidaten Malitschef, Fujit, Solajchle. ven angefahren famen, bildeten sich vor dem gen die Henleinprovokationen vereinbar waren. Belnitschet, Machaty, Dobrawa und Kratky. Unter Deutschen Haus Ansammlungen. Vorerst aber So wurden verschiedene Geschäftsauslagen einge- ihnen gibt es sogar etliche, deren Eltern noch nicht blieb alles ruhig und erst als die Henleinleute wie schlagen, u. a. bei der Firma Plaček und bei der einmal recht deutsch sprechen konnten! der ihr bekanntes„ Sieg Geil!"- Geschrei began= nen, riß den Versammelten die Geduld und die Demonstrationen nahmen größeren und bedrohlicheren Umfang an. Die Menge vor dem Teutschen Haus wuchs immer mehr an, so daß die Polizei schließlich daran ging, den Lažanstyplak vor dem Deutschen Haus zu räumen. Die Massen sammelten sich nun hinter dem Deutschen Haus auf dem Kiost und in der Kaunißstraße und setzten ihre Temonstrationen fort. figen Aufnahmen durchgeführt, doch wird erst die in Betracht kommende Stelle über eine endgültige Aufnahme nach Prüfung der Aufnahmedaten entscheiden. Der Ortsleiter: Josef Streitberger. „ Trautenauer Tagblatt" vom 19. Mai 1938: Zur Bildung der FS Der im Trautenauer Tagblatt" vom 17. Mai veröffentlichte Aufruf zur Bildung der FS wird als irrtümlich und den Weisungen widersprechend in seiner Gänze widerrufen. Die Organisation des Freiwilligen Schubdienstes wird ausschließlich von den hiezu beauftragten Vertrauensmännern durchgeführt. Die Schlinge um den Hals hung beugte den unerschrockenen Seidel nicht. Da warf der SdP- Mann Friedrich Köhler dent Seidel eine Hanfschnur um den Hals und zog sic zu. Dabei sagte er, daß Seidel, wenn er nicht zur SdP gehe ,,, nach dem Einmarsch" aufgehängt werden würde. Seidel blieb standhaft. Es wurde die Ana Die zwei SdP- Helden wurden sofort dent Die Flachsgarnspinnerei Wa Iz el im daß diefer nach dem Einmarsch" der erste seint Aupa- Tale gehört zu jenen Unternehmungen, würde, den man wegräumte. Aber auch diese Droderen Chefs die eifrigsten Diener der SdP sind. Jeglicher Terror gegen sozialistische oder christliche Arbeiter wird in diesem Betrieb geduldet. Als nun die Henleinordner nach der VerHier ein haarsträubendes Beispiel: sammlung den Versammlungsteilnehmern freien Die SdP- Leute versuchten den christlichDer Ortsleiter: Josef Streitberger. Abgang schaffen wollten und dabei mit GummiInnerhalb von zwei Tagen widerruft manichläuchen ausrückten, verschärften sich die fozialen Arbeiter Johann Seidel aus Parschdie eigene Weisung und stellt sie als irrtümlich Stundgebungen gegen sie und sie mußten wieder nih zur SdP zu pressen. Seibel lehnte ab. Keine und den Weiſungen widersprechend hin. Wer gab den Rückzug ins Deutsche Haus antreten. In Drohung verfing. Darum schritt man zu„ Taten". also die famosen Weisungen für den Aufruf vom zwischen war auch Gendarmerie geholt worden 17. Mai heraus? Ist der Ortsleiter vom 17. Mai und erst in den späten Nachtstunden konnten die Eines Tages zog der EdP- Mann Arthur Kult bielleicht mit jenem vom 19. Mai nicht identisch Bersammlungsteilnehmer in Truppe unter dem sein Messer, schwang es über Scibel und sagte, zeige erstattet. Kreisgericht in Jičín eingeliefert. Seite 4 Hat man auch Dich Samstag, 21. Mai 1938 zum Eintritt in die SdP gezwungen? Am Wahltage kannst Du es Ihnen heimzahlen! Die Wahl ist geheim. Kein SS- Mann kann Dich dabel überwachen. Wirf ruhig den sozialdemokratischen Stimmzettel in die Urne! Wenn alle Zwangsmitglieder der SdP es so machen, dann hat der Henlein- Spuk ein Ende, dann gibt es keine Kriegsgefahr mehr, und ihrer stillen Propaganda es gibt bereits sehr sichtbare Wirkungen des antijüdischen und antitschechischen Boykotts die schweren Wirts schaftsschäden hinnehmen müßten, wenn ja, wenn Konsequenz, wenn Logit zu den nationalis stischen Tugenden gehörten! Man hat Tschechen und Juden gezeigt, daß man sie nicht mag- aber man ist wütend über ihr Ausbleiben und an statt zu erkennen, daß man sich ins eigene Fleisch schnitt, schimpft man nun erst recht über die Verhaßten, weil sie nicht kommen. Ob es aber nicht doch ein paar Leute gibt, die schon zu begreifen beginnen, daß der Nationalismus immer die eigene Nation am schlimmsten schädigt? Gesellschaftliche Aechtung der SdP- Gegner Neue Schamlosigkeiten in der Henleinpresse Mr. 119 laffen, solange der Melniker Sender nicht tatsäch lich ein eindeutig sudetendeutscher Sender gevor den ist und sich danach auch hä It." Die Arbeitersendung Melnik bringt in dieser Woche: Sonntag, 22. Mai 14.15-14.30: Der Menschheit Würde( Dr. J. W. Brügel. Mittwoch, 25. Mai 13.40-13.45: Ar. beitsmarkt- 18.20-18.40: Die Arbeit der Atus. Union für die Wehr- Erziehung( Alois UIImannAussig) 18.40-18.50: Soziale Informationen. Donnerstag, 26. Mai 14.15-14.30: Standhaft bleiben!( Abg. Franz Krejči). Freitag, 27. Mai 18.35-18.45: Aftuelle zehn Minuten. Stabshauptmann, Generalvertreter und Sdr. Funktionär. Wie uns aus Olmütz mitgeteilt wird, ist der Generalvertreter der Firma Schicht, der gewesene Stabshauptmann Karl In der dieswöchigen Ausgabe des Wochen- rers Konrad Henlein auf Olmüßer Boden, seit Now y, einer der eifrigsten Vorfämpfer des Fühblattes ,, Der Kamerad", das in Reichenberg ere einiger Zeit unsichtbar geworden. Es wäre nicht scheint, befindet sich auf Seite 2 in der vierten uninteressant, wenn die nunmehrigen KreisfunkNowy besonders innige Freundschaft pflog, der Deffentlichkeit darüber nähere Auskunft geben würden. Vielleicht könnte die Oeffentlichkeit bei dieser Gelegenheit gleichzeitig auch über den Zwed des Besuches eines Beauftragten der Firma Schicht aus Aufsig in Olmüz informiert werden. dann wirst Du wieder frei aufatmen können! Spalte, oben rechts, unter einem Seitenbalten tionäre, vor allem Herr Dr. Se u b'i is 1 h, der mit Ins eigene Fleisch schen, alle Urlaubsorte, alle die vielen Bäder und Sturorte, die zwar nicht so oft genannt werden wie Starlsbad, Marienbad und Franzensbad, aber alle ihren besonderen Wert, ihre besondere Bedeutung haben, leiden in gleichem Maße. Ein schöner Erfolg in Friedland Donnerstag abends tagte im Arbeiter- Heim Nicht nur die weltberühmten Kurorte des in Friedland eine öffentliche Wählerversammlung Bäderdreiecks erleiden durch den Nazismus schwerder Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei. sten Schaden. Alle sudetendeutschen Sommerfri Trotz dem Terror, der in diesem kleinen, hart an der Grenze liegenden Städtchen wie kaum in einer anderen Gemeinde des Kreisgebietes wütet, war der große Saal dicht besetzt. Besonders die Frauen hatten sich zahlreich eingefunden. Die Versamm lung war von tropigem Kampfgeist erfüllt. Die Darlegungen der Redner( Karl Kern, Franz Köhler und Elst ner) wurden mit stürmi ſchem Beifall aufgenommen. Die Henleinleute hatten es vorgezogen, nicht zu erscheinen. Spanische Sozialistinnen an die sudetendeutschen Frauen! Durch die Abgeordnete Irene Kirpal, die am Frauen- Weltfongreß für Erhaltung der Demokratie in Marseille teilnahm, übermittelte die bekannte spanische Sozialistin Margarita Nelken den Frauen der Tschechoslowakei zur Gemeindewahl nachfolgende Botschaft: Im Namen des spanischen Volkes, welches in einem heroischen Kampfe seine Unabhängigkeit und seine demokratischen Freiheiten verteidigt, im Namen aller Mütter und Frauen unserer Kämpfer an der Front der Freiheit, im Namen von vielen Tausenden von Frauen und Kindern, die durch deutsche und italienische Bomben ermordet wurden, beschwöre ich die deutschen Frauen der Tschechoslowakei ihre Freiheit, ihre Heimat und die Zukunft ihrer Kinder zu verteidigen. Es lebe die Demokratie, es lebe der Frieden, nieder mit dem Faschismus, dem Agressor und Provokateur von Kriegen, dem Vernichter aller geistigen Werte! Margarita Nelfen. in fettem Satz folgende Notiz: ..Wir stellen fest. Im gleichen Blatt betreibt man die Hehe gegen den Melniker Sender wie folgt: daß die Tochter des Radiogeschäftsinhabers Fleischner in Reichenberg, eine Nicht arierin, die mit dem Typographen des..StiepelBetriebes" namens Sturm verheiratet ist als Delegierte des Bundes der Freunde der Sowjetunion" mit der tschechoslowakischen Delegation nach Moskau gereist ist... Die Notiz ist derart aufgemacht, daß sie vom Zensor nicht hat übersehen werden können. In den neuen Satzungen der Sudetendeutschen Partei heißt es, daß nicht zur SdP gehörende Personen und parteigegnerische Personen gesellschaftlich zu ächten sind. Dazu bes dient sich die Henleinpartei jetzt der Presse und die staatliche Zensur läßt ruhig solche Scham Tojigkeiten durchgehen. „ daß das Café Winkler in Reichenberg er Härt hat, solange feine Uebertragungen seiner Konzerte auf dem Melniker Sender durchführen zu Bruch zur Stadt erhoben. Die Regierung der Tschechoslowakischen Republik hat mit Beschluß vom 6. Mai 1938 die Marktgemeinde B r u ch bei Brür zur Stadt erhoben. Deutsche Fabriksarbeiter und Angestellte besich tigen Prag. 75 Betriebsangestellte der Gec- Schuhfabrik in B. Kamnitz famen Freitag- Samstag nach Prag, um die Zentrale des Gec- Verbandes in Prag und die Nährmittelwerke in Neratowitz zu besichtigen. Es wurde ihnen auch der Besuch einer Vorstellung im deutschen Theater ermöglicht und unter ordentlicher Führung wurden sie mit dem alten Prag bekannt. Diese Art Reisen von Betriebsangestellten des Gec- Verbandes werden seit Jahren gepflogen und sind selbstverständlich für die Betei ligten kostenlos. Kanzelrede gegen Hilgenreiner Katholiken, lest und urteilt Freiwaldau- Gräfenberg und Lindewiese, befannt nicht nur als Surorte, weitberühmt auch wegen der landschaftlichen Schönheiten, bekommen die Folgen der selbstzerstörerischen Krankheit des Nazismus, die die Wehrheit der Bevölkerung erfaßt hat, bereits schwer zu spüren. Reichsdeutsche Gäste sind, seit Deutschland in das Dritte Neich umgewandelt wurde, immer seltener geworden. Tschechische und jüdische Gäste müssen, wenn ihnen so deutlich zu verstehen gegeben wird, daß sie nicht besonders beliebt sind, gleichfalls seltener verden. und Gäste aus dem weiteren Auslande? Der Nazismus hat es verstanden, alle Welt so sehr davon zu überzeugen, daß die sudetendeutschen Gebiete in Unruhe geraten sind, daß man nicht erwarten kann, kranke Menschen würden sich just eine besondere nationalistische Gegend wählen, um In den„ Lidové Listy" vom 20. Mai lesen Fahne Chrifti e ingerollt und daß er sich hinGenesung zu suchen. So ist es denn kein Wun- wir den folgenden Bericht über eine Predigt, die ter ein Banner gestellt hat, auf dem ein andeder, daß auf dem Gräfenberg die Kuranstalten der Benediftiner- Pater Basilius Lang, ein res Kreuz sich befindet als das Kreuz Christi; schwächer besucht sind denn je und daß auch die gebürtiger Deutscher, gegen den Irrglauben es hat ihnen nicht genügt, daß ein Universitätspro vielen Privatleute in Freiwaldau, die allsommer des Hakenkreuzes im Emaus- Kloster in Prag am feffor fich einem Turnlehrer gebeugt hat( also lich mit dem Vermieten von Zimmern an Fremde 15. Mai n nachmittags gehalten hat. Nachdem Geist rechnen konnten, heuer einer sehr schlechten Sai- Pater auf die Angriffe, die in verschiedener der ein förperlicht vor der Materie und der Gewandtheit), daß ein erfahre son entgegensehen. Und was für Freiwaldau- stalt gegen den Kirchenglauben unternommen ner Greis sich einem jungen Mann unterworfen Gräfenberg gilt, gilt auch für Lindewiese. werden, zu sprechen gekommen war, sagte er hat( obwohl doch das Alter sich stets auf seine Tschechische Eltern, die wollten, daß ihre Kin- wörtlich:" Weisheit etwas zugute tut). Es genügt ihnen der mit der deutschen Sprache vertraut werden, nicht, daß ein Priester, ein Prälat der katholischen haben seit Jahren gern ihre Söhne und Töchter Ich spreche ungern von diesen Dingen, aber über die Ferien bei deutschen Familien in der Freizum dritten Mal sein Glaubenskenntnis geändert hat; es genügt ihnen nicht, daß ein Professor der fatholischen Moraltheologie die katholische Jugend einer Bewegung anvertraut, in der offen gegen die heilige Kirche angekämpft wird. Das alles genügt ihnen nicht! Sie haben noch die Dreiftigkeit, wenn einer der treuen Katholiken sich waldauer Gegend untergebracht. Das war für viele Freiwaldauer ein schöner Nebenverdienst. Heuer sind die Anmeldungen tschechischer Kinder sehr spärlich. Die Ursache braucht nicht erst ge= sucht zu werden. ich muß. Hier zu schweigen wäre ein Verbre= Kirche, vor einem Menfchen kapituliert, der bereits chen, wäre Verrat. Ihr wißt alle, was gesche hen ist. Ihr wißt von dem politischen und kulturellen Selbstmord der deutschen Katholiken bei uns. Ihr kennt den Ausspruch des Herrn Präla ten( ilgenreiner. Die Red.), der diesen Wird der Fremdenbesuch schwächer, so haben Selbstmord organisiert hat, den Ausspruch, daß es Mitteilungen aus dem Publikum. nicht nur die Sturanstalten, sondern auch die Ge- heute nicht um Glauben oder Unglauben gehe, sonLeiden Sie an Rheumatismus? Beraten Sie schäftsleute Grund zu Klagen. Unter dem Aus- dern um nichts weiter als um die Nation. Ihr sich mit Ihrem Arzte, was Sie dagegen tun sollen. bleiben der Kurgäste und der Sommerfrischler leiwißt sicherlich auch davon, daß viele aus dem junKaufen Sie Alpa- Franzbranntwein. Alpa- Maſſagen det die ganze Bevölkerung, und sie flagt auch sehr gen deutschen Klerus dem traurigen Bei verſchaffen Ihnen Linderung, beschleunigen den Blut- beweglich darüber. Aber kann sie sich wundern? piel des Herrn Prälaten folgen und daß die freislauf, gewähren dem Körper die erforderliche Alle, die sich so begeistert dem Nazismus in die deutschen Theologen nahezu korporativ zu der ParNahrung, stärken die Muskeln und wirken wohltuend Arme geworfen haben, haben damit ihre Abnei- ei übergegangen sind, die in ihrem Programm auf die Nerven. Alpa gibt es nur in verschlossenen gung gegen alles Tschechische, ihren Antisemitis- die Ideologie des Neuheidentums vertritt." Originalflaschen mit Plombe. Achten Sie darauf! mus so deutlich bekundet, daß sie nun als selbst- Es hat den deutschen Katholiken bei uns nicht dagegen ausspricht, und darauf hinweiſt, diesen treuen Ratholiken, auch wenn er ein Priester wäre, niederzuschreien. Wir erledigen uns unsere Angelegenheiten ſelbſt ſo konnten wir schwarz der deutschen Katholiken lesen. Und deshalb bringe ich das auf die Kanzel; weil dies einen Faustauf weiß in dem unabhängigen" Zentralorgan schlag ins Gesicht der ehrlichen und treuen deutschen wie tschechischen Katholiken bedeutet, die sich 100 verständliche Folge ihrer lauten Demonstrationen genügt, daß ihr Führer, der Herr Prälat, die nicht gleichgeschaltet haben. Das sudetendeutsche„ Führer- Ideal …. 66 A 川 Männlich Heldisch Nordisch Sozial 19 tfäch ivor Der Ar. tus. 1111 ent. ). 30: elle P. Heilt ma Earl ih= feit icht nts mit der Den bei med cht ttg B ch h. h. ch in Bu cr id 11 Nr. 119 Des Vaters Segen... Eine heitere Komödie Von Reg. Lotte Sassower Samstag, 21. Mai 1938 Seite 5 In vertraulich- perfiflierender Weise brachte wie stets, sicherlich das Beste für mich meint, er vor, daß man als alter Narr sich selber Sora gute Eltern..." gen schaffe, wenn man schon keine habe- er Und so kam es, daß Erich den Verlobungss habe sich da unterfangen, seiner übrigens ent- fuß sozusagen mit seiner Mutter vorerst wechzückenden Nichte, die ihn beerben werde, einen felte! Doch das wurde bald reichlichst richtigge= Erich und Erila hatten beide die volkstüm- keusch gebliebene Jugend sehnsuchtsvoll durch alle unerfahrenen jungen Geschöpf nicht überlassen, ihrem happy end". Onkel Hans wurde zwar Gatten zu suchen. Denn er könne das einem so stellt!... Alle Teile tamen bei der Stomödie zu lichen Universitätskurse der Großstadt, in der sie Zurüdhaltung, neigte sich ihm Erifa in all ihrer sie würden sonst gewiß einem Mitgiftjäger in die wirklich in die Provinz, aus der er vorgeblich zu Hause waren, besucht und waren zuerst durch unberührten Schönheit befangen und hinge- ände fallen, der es nur auf sein Geld abge- stammte, verbannt, doch mit einer ausreichenden die Gleichheit ihrer Namen aufeinander auf- bungsvoll zu und der erste Kuß, das wunder- sehen hätte. Dieser Gedankengang fand Papa Apanage, daß es ihm möglich wurde, eine Diletmerksam geworden, denn sie hießzen, rein zufällig, bare Mysterium reiner erster Wonne aneinander Müllers ungeteilten Beifall und er wurde nach tantenbühne zusammenzustellen und so zum überdies beide- Müller. Bei der Verlesung der beglückte sie. Sie gingen nicht aus, fie ließen die diesem Stichwort- ganz wie es die pfiffigen Direktor" fogar zu avancierten! Papa Müller jungen Leute erhofft und gewünscht hatten aber tvar felig, daß sich seine Prinzipien so aus Starten verfallen. Das Leben spielte für sie die tiefsten und herrlichsten Melodien... ein flagloser, nicht unqualifizierter Mitspieler an ihrem Lustspielchen. Onkel Hans tam triumphie rend mit einer Einladung zum Abendeffen bei Müllers für sich und Erika heim und Erich puzte feine Braut selbst für diesen bedeutungsvollen Abend so, daß sie unfehlbar dem soliden Bürgerfich wirklich wie für eine Komödie kostümiert vor sinn seiner Eltern entsprechen mußte. Sie lam Schach ins Volk mit den sorgfältig im Naden zuſammengerollten Locken, die sonst ihr liebreizendes Gesichtchen mutwillig umflatterten. Aber sie wirkte bei aller unterstrichenen Züchtigkeit dennoch sehr hübsch und anmutig. gezeichnet bewährten, daß sein Sohn mit der von ihm zugeführten" Frau so unvorstellbar glüd= lich wurde!... Schachaufgabe Nr. 392 Von Vladimír Tyle, Nestersitz. Schwarz: Kf1, Sf8, g6, B13. 4 3 1 abcdefgh abcdefgh 3 Frequenzliſte war sie bei der Nennung des Namens„ Erich Müller" aufgesprungen und hatte gerufen: Bardon- Erika weiblichen Geschlechts." zu gleicher Zeit aber hatte sich ein Doch nun galt es, die geliebte Braut bei hübscher junger Mann erhoben und mit würde- den Eltern geschickt einzuführen, deren materiell orientierte Gesinnung Erich ebenso gut kannte, voller Betonung die Richtigkeit des Namens „ Erich" und insbesondere des männlichen Ge- wie ſeines Vaters oft betontes Prinzip, daß er schlechts festgestellt. Es ergab naturgemäß Hei- und die Mutter ihm die Frau aussuchen müßten. terfeit, man wurde auf die seltsamen wil- Mit dem jubelnden Feuereifer junger phan linge", die einander nicht gekannt hatten, auf- tajiebegabter Menschen, die ihr eigenes Glück merksam und ein Spaßvogel taufte sie sofort durchsetzen wollen, entwarfen ſie Pläne. Natür„ Siegmund und Sieglinde in dunkler Ausgabe" lich wollten sie sich das vom Schicksal vorbereitete um. Denn tatsächlich hatten die beiden anmuts gute Fundament der Namensgleichheit zunuze bollen jungen Menschenkinder dunkles Haar und machen. Erika hatte einen alten Ontel, der dunkle Augen, ja bei näherem Betrachten konnte gleich ihrem Vater- Schauspieler gewesen war. man sogar, mit einiger Gutwilligkeit, fast eine Er war bereits pensioniert, lebte aber in so fiim- Onkel Hans hatte einen nagelneuen KontoAehnlichfeit herausfinden. merlichen Verhältnissen, daß ihn seine guther- Auszug, den Erich auf das nunmehr unter dem Vor dem Schulgebäude war er dann auf fie aige Nichte von ihrem Einkommen regelmäßig Namen Erika Müller" erliegende Guthaben zugetreten, hatte sich verbeugt und ironisch darauf tiefen Schmerze, auf der Bühne nie zu mehr als üppigen Mahl, bei dem man mit all den unterstüßte. Allerdings hatte er es, zu seinem hatte ausstellen lassen, bei sich und nach dem hingewiesen, daß sein Name ihr immerhin bereits hingewiesen, daß sein Name ihr immerhin bereits bescheidenen Chargenrollen gebracht. Jeßt aber Schäßen an Damast und Silber, die sich in ſolch gut bekannt sei und sogleich war eine zwangslose Unterhaltung aus dem Bestreben entstanden, sollte seine große Stunde gekommen sein! Das gutfundiertem Bürgerhaus finden, imponieren etwaige wirklich vorhandene verwandtschaftliche ,, Schicksal" dichtende Paar wollte ihm die schöne fonnte, zogen sich die Vettern" ins Rauchzime Beziehungen herauszusuchen. Dadurch lernten sie tolle eines Erbonkels schaffen. Auch Erichs mer zurüd, indessen Erichs Mutter für..schwar rasch ihrer beider bisherigen Lebensgang kennen. jahrelange mustergültige Sparsamkeit, die schon zen Kaffee" sorgen zu müssen vorgab. Die jun Der ihre war so, daß fie sofort alle guten Ge- reichlichen Zinsenzinsengenuß mit sich gebracht gen Leutchen ließ man ein wenig allein. Onkel fühle in ihm lebhaft flingen machte ihr Vater hatte, tam zu Ehren. Sein Bankkonto brauchte Sans zeigte nun Papa Müller in..herzlich ver war im Striege gefallen, gleich 1914, sie konnte nur auf den Namen Erifa Müller umgeschrieben wandtschaftlicher Stimmung" den Konto- Auszug. sich seiner überhaupt nicht mehr entsinnen, die werden und sollte als solches das borläufige der ja nur sein Brautgeschenk für das liebe Brautgeschent" des ,, reichen" Erbonfels darstel- Mind" darstelle. Auch begann er vorsichtig Ge Mutter verlor sie, als sie 16 Jahre alt war und len. Dafür war es immerhin sehr respektabel! noch zur Schule ging. Der Anstaltsleiter hatte fallen an Erich zu verraten und stieß nach eini ihr dann einen Bankposten verschafft, auf dem fie Onkel Hans wurde also ins Vertrauen gegen weiteren Gläsern den Vetter jovial in die es in den ſeither verstrichenen sieben Jahren bezogen und mit seiner„ führenden" Rolle be- tippen, er möge nur einen Blick ins natür- nen der Aufgabe an Wenzel Scharoch, Drakowa 32, reits zu einer guten Position gebracht hatte. Der fannigemacht. Der alte Komödiant strahlte. lich offenstehende Nebenzimmer werfen, er ernste Werdegang hinderte nicht, daß Erifa ein Herrliche Auspizien eröffnete die Sache auch ihm, glaube fast, er müſſe gar nicht mehr lange frisches, heiteres und sonniges Wesen besaß, das der schon an sich seiner geliebten guten Nichte das fuchen"- wie wäre es, wenn die Kinder..Amler Rudolf, Tetschen; Beutel Wilhelm. Arnsdorf. den durch eine strenge Erziehung etwas ver- Glück, sich glänzend zu verheiraten, aufrichtig ein hübsches Paar wären ſie ja..." Erich und Tetschen: Schöffel Anton, Schöblitz; Rotsch Manfred schüchterten Erich vollends bezauberte. Dabei gönnte. Zunächst befam er einen endlich wieder Grifa indessen konnten wirklich sein altes Komös u. Tröster Kurt, Kleinpriesen; Pichrt Wenzel, Bergesmerkte er bald, daß sie keine oberflächliche Natur nach Maß gearbeiteten Anzug und alles, tvas diantenherz begeistern. Sie hatte ja immerhin Kuhl Josef, Ladowitz: Schöpka Josef, Dux; Hyna war, ſondern im Gegenteil eine gediegene Bil- dazugehörte, seine etwas heruntergekommene Er- Künstlerblut in den Adern, aber er, der ſolide Franz, Hostomitz; Nitsch Rosa, Trupschitz: Koukal dung besaß, wie er sie bei einem weiblichen Wesen scheinung in die eines diftinguierten Mentners Ellenmesser, wie kam er zu dieſen entschieden Karl, Klein- Priesen: Habl Erwin, Tyle Lady, Kreusche eigentlich nicht erwartet hätte. Der Streis, in zu verwandeln. Glücklicherweise gibt es immer schauspielerischen Fähigkeiten--? Wie er Franz, Freundl Anton, Lohmüller Hans, Holfeld Otto, welchem er, der einzige Sohn wohlhabender Ge- Rentner des Namens ,, Müller" eine etwaige ichüchtern artig tat, wie er lintische Verlegen Klein- Augezd; Havel Franz, Modlan; Ulbert Rudolf. schäftsleute, sich bisher betwegt hatte, kannte solche Auskunftseinholung brauchte nicht gescheut zu heit markierte...! Frauen nicht. Die Weiblichleit hatte ihn darum werden. Sogar Visitkarten befam er: Mentier Auch Erichs Eltern waren von der Idee, auch nie sonderlich angelodt, er verlapselte sich in Sans Müller". das Rennen" konnte alsobie Kinder miteinander zu verheiraten", sofort andere Intereffen, las viel, besuchte, als seine losgehen. nachdem der Konio- Auszug seine Wirkung getan, Ausgänge aufgehört hatten, der allzu strengen Kontrolle seines von verworren despotischen ErRichtig lam eines Tages Rentier Müller" geradezu besessen. Als die Gäste endlich aufbra ziehungsprinzipien erfüllten Vaters zu unterlies in Papa Müllers Privatkontor und begrüßte ihn Stätten, in denen sich seine Jugend„ austoben" gen, allerhand Bildungsvorträge anstatt der mit wirklich gutgespielter Herzlichkeit als in sollte, um ihn für eine solide Ehe" gefügig zu machen. Denn es gehörte mit zu den Ansichten seiner Eltern, daß nur sie die Wahl seiner Frau zu treffen hätten. gleitete, verständigten sich die Eltern rasch und nahmen den Solt noch zu so vorgerüdter Stunde den und Erich sie zu dem beſtellten Tari beins Gebet. Es sei Zeit für ihn, an die Gründung eines Hausstandes zu denken, er ſei tüdiig und beliebt im Geschäft, der Vater wolle ihm die ter aus Dingsda", jenem längst vergessenen verschollenen Nest, das einmal der Heimatsort von Erichs Vater gewesen war. Nur ein wirklicher Verwandter konnte davon wissen, denn Herr Müller hatte längst sogar Bürgerrecht in der Teilhaberschaft übergeben, um sich ein bisserl Großstadt, in der er seit seinem 14. Lebensjahr mehr Ruhe gönnen zu können, aber das ginge Die Bekanntschaft mit Erita hielt er den weilte und viel Geld verdiente. Auch ,, Rentier nur, wenn er den Sohn in sicherem, soliden LeSeinen verborgen. Eine Aussprache über Dinge, Müller" tvar vorsichtigerweise- seit un- benswandel wüßte, denn das Geschäft erfordere die ihm nahegingen, war im Elternhaus an und dentlichen Zeiten" nicht in der Heimat" ge- einen ruhigen Kopf, ein ausgeglichenes Privat für sich nicht üblich, der Vater las bei den Mahl- vesen. Aber der gefchidie Trid verfing. Papa leben. Erich nickte zu allem verständnisvoll und zeiten feine Zeitung, die Mutter hatte nur tri- Müller hatte einen„ Verwandten" gefunden! einſichtig. Nun platte der Vater heraus. Nicht tische Blicke für die Hantierungen des servieren- Man lam in ein animiertes Gespräch, das der ohne Absicht habe er das Coujinchen da heute den Mädchens und außerhalb dieser schweigiamen routinierte Theaterhase geschickt mit Gemein- eingeladen. Die habe er für ihn gewählt Gemeinschaftlichkeit ging jeder erst recht seinen pläßen führte und bei dem er allerhand Nüßeigenen Weg. liches für seine Rolle erfuhr. Es donnert! was Weiß: Ka3, De7, Tc5, e2, La6.( 5) Matt in 2 Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach ErscheiPost Modlan, einzusenden. Lösungszug zu Nr. 383: Dg6- d3: Richtige Lösungen sandten ein: Dinnebler Emil u. grün; Tepper Franz, Karlsbad; Hübler Anton, Aussig: Prag- Strašnice: Schmidt Rudolf u. Schindler Robert, sämtlich Nestersitz; Berger Josef, Proseditz. Teplitz schlägt Dux mit 9-2 Punkten Am Sonntag den 15, Mai wanderten die Schachgenossen aus Teplitz, Wisterschan, Kwitkau, Dux, Sobrusan, Hostomitz, Lang- Ugest und Ladowitz nach Kostenblatt, Leider war die Beteiligung der Duxer nicht so groß wie man hätte erwarten können. Der Es wurde an zwölf Brettern oin interessanter Kampf gezeigt. Teplitzer Bezirk stellte zu diesem Kampf 17 Spieler. Brett Bezirk Teplitz 1. Schramm, Wisterschan 2. Herman, Teplitz 8. Hampl, Teplitz 4. Tesař. Wisterschan 5. Scharoch, Wisterschan 6. Tausik, Teplitz 7. Frisch, Teplitz 8. Robek, Wisterschan 9. Loos, Teplitz 11. Edel, Teplitz Bezirk Dux 0: 1 Schöpka, Dux 1: 0 Hyna, Hostomitz 0: 1 Marzin, Sobrusan : Pichl, Sobrusan 1: 0 Wiedemann, Sobrusar 1: 0 Přiborný. Lang- Ugest 1: 0 Pařez, Dux 1: 0 Geißler, Lang- Ugest 1: 0 Krumpe, Dux 1: 0 Pfeiffer, Ladowitz 1: 0 Hille, Langugest 10. Havel, Wisterschan er dazu meine. Und mit der undurchdringlichst er- 12. Steinwitz H., Wisterschan 1: 0 Frisch. Hostomitz gebenen Miene antwortete Erich: ,, Daß Ihr, Ergebnis: 9%-2% für Teplitz. twitter also weit von uns entfernt ist, dann sehen| im Gebirge zwar heftiger dröhnt, aber nur fürwir wohl die Blize, hören aber feinen Donner. zere Zeit dauert als in der Ebene. Langhin Wir nennen das dann Wetterleuchten. rellende Donner gibt es nur auf dem Meere und bei freiem Horizont. Der Donner ist zweifellos nichts anderes als der Knall der elektrischen Entladung. Da diese Entladung aber in vielen Teilentladungen erscheint, da diese Teilentladungen in verschie denen Partien der Gewitterwolfen vor sich gehen, die verschieden weit vom Beobachter entfernt sind, so ergibt sich, daß ein langdauerndes, uns unterbrochenes, aber verschieden starkes und ver= schieden zusammengefeßes Geräusch an das Ohr des Beobachters gelangt. Kommen mehrere TeilAngabengur gleichzeitig an, dann verstärkt ſich das Geräusch; eine heftige Entladung in größerer Nähe, dann erfolgt ein ſtarfer, erplo fionsartiger Anall. Gibt es dagegen zwischendurch eine Serie von Entladungen kleineren Ausmaßes in entfernteren Wolfen, dann ist eine Abschwä= chung des Donnersgeräusches zu beobachten. Sehr deutlich ist am Donner zu unterschei= den, ob es sich um Entladungen zwischen den Wolfen handelt, oder ob der Blizz die Erde ge= troffen, d. h. eingeschlagen hat. Im ersteren Falle beginnt der Donner schwach, schwillt allmählich mit Schwankungen an und verebbt nach 15, 20 bis 30 Sekunden langsam. Der einen Einschlag begleitende Donner sest schlagartig mit größter Intensität ein, fällt ebenso plößlich ab, und es folgt ein wechselnd starkes und verschieden Tanges Nachdonnern, das sich allmählich verliert. Das Bild, das sich aus diesen rein physikalis Eine beglüdende ungezwungene Freundschaft, die wirklich schier Geschwisterhaftes an sich hatte, entwickelte sich zwischen den ,, NamensZwillingen". Es war ein wunderbares Gemengsel von Neckerei, Fürsorglichkeit, gedank. Der Sommer naht, es ist warm geworden Je näher das Gewitter rückt, desto schneller licher Uebereinstimmung, gemeinsamer Schwär- und am Mittag sogar schon heiß. Mit dem Sommerei und versteckter Zärtlichkeit. Die Abende in mer und der Hize kehren auch die Gewitter folgt der Donner dem Bliz. Bekanntlich pflanzt der Boltshochschule schloffen mit einem gemein wieder, für viele Menschen ein Schreden, für sich das Licht sehr viel schneller in der Atmosphäre ſamen Fußweg in die Gegend, in der Erika ein andere ein erlösendes Erlebnis. Die Natur tüm fort als der Klang. Wir hören daher den Dongemietes Bimmer bewohnte. Sie war weit mert sich nicht um die Gefühle von Mensch und ner immer erst, nachdem wir den Blizz gesehen draugen an der Peripherie der Stadt und beide Tier, sie braut die Gewitter am sommerlichen haben. Wenn man diese Zeitdifferenz registriert, waren insgeheim froh, daß sie fast eine Stunde Himmel zusammen, wenn die Luft in gewissen fann man unschwer daraus berechnen, wie weit plaudernd nebeneinander marschieren konnten. Schichten einen bestimmten Feuchtigkeitsgrad er- das Gewitter vom Beobachter entfernt ist. Ein Blizz dauert, selbst wenn mehrere EntEinmal brachte er Theaterkarten für einen reicht hat, und schickt unter Bliz und Donner den schulfreien Abend und von da ab wurden auch befruchtenden Sommerregen auf die durstende ladungen hintereinander erfolgen, im Höchstfalle eine Sekunde. Die Photographie eines Blitzes diese nicht mehr einsam verbracht und sie sahen Erde. einander täglich. Der Mensch fühlt sich vor dem Ausbruch beſtätigt die einfache Beobachtung, daß eine solche verzweigt ist, wie die Erich wurde für seine Mitarbeit im väter der Elemente flein und nichtig und erlebt mit Entladung in lichen Geschäft wie ein Angestellter und sogar Staunen und Angst, wenn er noch primitiv ist. Aeste und Zweige eines Baumes. Wenn die Entgut bezahlt. Es gehörte mit zu dem Programm das Getöse des Donners. Donner und Blitz haben ladung auf die Erde erfolgt, dann ist der zur seines Vaters, ihm Geldmittel in die Hand zu die Menschheit von jeher stark beeindruckt. Des- Erde gehende Funke dem Stamm dieses Baumes geben, die nie überschritten werden durften, ihm halb sind alle Mythologien und alle Religionen zu vergleichen. Der Donner aber dauert viel aber doch das Leben eines wohlhabenden jungen voller Symbolit, die sich auf dieses Naturschau- länger; es sind Detonationen bis zu 50 SelunMannes ermöglichen sollten. Erich hatte sie bie- spiel bezieht. In gleichem Maße haben die Gea den Dauer beobachtet worden. her wenig verausgabt und bereits ein ansehn- wittererscheinungen auch die Poesie und selbst die Man hat angenommen, daß der langanhal tende Donner mit seinen verschiedenen Schlägen, liches Bankkonto dadurch erworben. Jest war es bildende Stunst beeinflußt. Selbstverständlich hat sich die Wissenschaft An- und Abschwellungen als eine Art Echo zu ihm eine Wonne, über Geld zu verfügen und bald verbrachten sie auch die Sonntag- Nachmit unseres naturwissenschaftlichen Zeitalters ein- betrachten ist. Der Schall wird, so schier es, von tage auf gemeinsamen Ausflügen, ihr Stübchen gehend mit dem Gewitter befaßt. Das Studium den Wolfen zurückgeworfen, wie der Muf oder war mit Erichs Blumengrüßen geschmüdt, bald ber Blize ist durch die moderne Photographie Pistolenschuß von einer Felswand. Diese Anfand sie ein Buch, über das sie gesprochen hatten, ebenso gefördert worden wie durch unsere Stenntnahme ist irrig. Erstens stellt die Wolke keine so feste Masse unter einem Rosenstrauß, bald zaghafte Verse nisse von den elektrischen Entladungen übervon ihm selber und schließlich als ein Abend haupt. Von den ersten Anfängen der Elektrizis dar, daß sie den Schall zurückwerfen fönnte, Wir besonders herbstlich naßtalt und unwirtlich aus täislehre, feit Galvani bereits, steht die elektrische beobachten im Gegenteil bei Nebel, daß die fah, tam er just ehe sie sich für den gemein Natur der Blike außer Zweifel. Wir wissen, daß Wasserdampfmassen den Schall verschlucken und samen Stonzertbesuch umfleiben wollte, selbst zu es sich um Funkenentladungen bis zu 10 Kilo- abschwächen. Zweitens ist der Donner ein fonichen Erklärungen ergibt, ist wesentlich verschie ihr. Eine süße Befangenheit erfüllte beide. Es meter Länge zwischen zwei Wolken mit ſtarter tinuierliches Geräusch und nicht wie das Echo den von dem Bilde, das sich die Mythologie von war zwischen ihnen bisher nie ein bireftes Wort elektrischer Ladung oder zwischen einer solchen eine diskontinuierliche Wiederholung des gleichen dem einen Hammer auf die Erde schleudernden Geräusches. Auch sind bei künstlichen Detonatio- Gotte macht. Es zerstört aber auch die Vorstelbon Liebe gesprochen worden, die Zärtlichkeit Wolfe und der Erde handelt. Wenn es blißt, dann donnert es auch immer nen, bei Explosionen, etc. solche Echoerscheinungen lung, die sich der Laie vom Donner als einer hatte sich immer in das anmutsvolle Gewand der Nederei gehüllt aber nun, in dem Maum, der gleichzeitig. Freilich ist der Blizz viel weiter ficht an Wollen nicht beobachtet worden. Auch spricht Echo- Erscheinung gebildet hat. Dr. E. J.( MTP), sunverkennbar ihre Wesenszüge trug, brach seine bar, als der Donner hörbar ist. Wenn ein Ge- die merkwürdige Tatsache dagegen, daß der Donner Abkürzungen: Dt. Sdg.= Deutsche Sendung. Na. Nachrichten. OK= Orchesterkonzert. Sch. Schallplatten. TM= Tanzmusik. UM Unterhaltungsmusik.- Vt. Vortrag. Inland Rundfunk der Woche Prag- Melnik an allen Wochen- 18.45 Operettenlieder.( Ges. Adele[ 16.10 Konzert.( Werke v. Hrimaly). tagen: 6.15-8.00 Morgensendung. Baum.) 19.00 Dichterstd. Emil Hadina 17.10 Jugendfk. 17.30 Lieder v. I. B. 12.30 Na. 12.45-14.00 Sch.- Konz. liest. 19.30 Die Tuchmacher, Hörfolge Foerster. 17.50 Vt. z. Andenken an 14.00 Börse. 19.15 u. 22.15 Na. v. Walter Kunze. 20.15 Übertr. vom Prof. Jarnik. 18.10 Arbeitersdg. CibulPrag an allen Wochentagen: 6.15 Festival der Britischen Rund* unkges. ka: Vt. ü. Arbeiterschaft u. NationalMorgensendung. 8.00 Schulfunk. 9.45 in London.( Dir. Toscanini.) 21.05 theater. 18.20 Märsche u. Tänze. 19.25 Sicherheitsdienst. 10.00 Frauenfunk. Festival der Britischen Rundfunkges. UM a. Ostrau. 20.00 Vt. ü. Akustik. 11.55 Landw. 13.50 Industrie. 16.00 u. Fortsetzung der Londoner Übertra- 20.15 UM a. Ostrau. 20.45 Übertr. a. gung. 22.30 Sch. 22.40-23.00 Aus- Terchova. 22.15 TM a. Brünn. 22.30 lands- Nachrichten. Sch. 22.35 Blasmusik. 22.00 Na. Sonntag, 22. Mai: Prag: 9.55 Sch. 10.40 Sch. 12.45 Mil.Brünn: 12.45 OK. 15.50 Vt. 17.30 Prag- Melnik: 10.00 Morgenfeier. Konz. 13.50 Arbeitsmarkt. 15.15 OK Mähr. Volkslieder. 17.40 Dt. Sdg. „ Kennst Du das Land". Lit.- musikal. aus Brünn. 15.45 Vortr. ü. Prag und Arbeitersdg. Sozialinformationen. 18.30 Italien- Reise. 11.00-12.00 Richard Richard Wagner. 16.10 UM aus Wochenschau. 20.00 Gespr. ü. MusikWagner- Konz. a. Sch. 12.05 Meldun- Brünn. 17.25 Kinderlieder aus Mähr. verständnis. 20.45 A. d. Brünner Langen. 12.25 OK. 14.00 Bauernpredigt. Ostrau. 18.10 Arbeitersdg. Dr. Tichy: destheater: 2. u. 3. Akt der Oper ,, Der 14.15-14.20 Arbeitersendung. 17.50 Vt. ü. Romane a. d. sozialen Vergan- Scharlatan" v. Haas. 21.45 Sch. 22.15 OK a. Mähr. Ostrau. 18.50 Schöne genheit. 18.20 UM. 19.25 Märsche a. TM. Stimmen a. Sch. 19.15 Na. 19.30 Sch. Sch. 19.30 Reportage. 19.45 UM a. 19.40 Sport. 20.00 UM( Sch.) 21.00 Karl Ditter von Dittersdorf, musik. Hörbild( Ges. Hans Ritter, Cembalo: Gertrud Hutter). 22.15 Na. 22.35 bis 23.00 TM. Kaschau. 20.55 Renaissance- Symphonie. 22.15 Sch. 22.35 Klaviermus. Brünn: 12.00 Landw. 13.50 Belehrende Lektüre, 15.15 OK. 15.45 Märchen. 16.10 Popul. Konz. 16.40 MärPrag: 6.45 Morgensdg. 7.20 Sicherh. sche. 17.40 Dt. Sdg. Sedlar: D. Kreuz7.30 Karlsbader Konz. 9.00 Orgel- herrenstift, Pöltenberg; Zdobnitzky: werke v. Mozart. 9.35 Vt. ü. Motor- Unsere Würger; Dr. Baldrian: Krüpradfabrik. 9.55 UM. 10.45 Dichterstd. pelfürsorge. 18.20 Arbeitersdg. M. a. Brünn. 11.20 Werke v. Bach. 12.25 UM. a. Preßbg. 13.35 Reportage. 14.05 Landw. 15.30 UM a. Kaschau. 17.50 OK. 19.20 Konzert der Nationalgarde. 19.55 Vt. ü. Bulgarien. 20.10 UM. 20.40 Szenen n. d. Roman Vater Kondelik u. Bräutigam Vejvara" v. I. Hermann. 21.30 UM u. Ges. 22.35 Sch. Brünn: 9.15 Arbeitersdg. 10.45 Dichter- Hörfolge. 14.05 Landw. 14.20 Dt. Sdg. Landw. 16.00 Onkel Vranaceks Sorgen, Funkszene v. K. K. Robus. 17.35 Dt. Sdg. Vt. ü. Luftschutz v. Habermann; Der Geizige, Lustsp. v. Molière. 18.50 Dt. Na. 19.55 Deutsche u. Tschechen beisammen. Mähr. Ostrau: 9.15 Presse. 9.20 Sch. 9.30 Arbeitersdg. Vt. ü. Arbeiterschaft im Kampfe um nationale Befreiung. 9.50 Sch. 17.35 Vt. ü. Arbeiter- u. Beamten- Unfallversich. 17.50 Dt. Sdg. OK, 18.50 Dt. Na. 20.40 Heitere Sdg. a. d. walachischen Bergen, Montag, 23, Mai: Talian: Vt. ü, d. slowak. Frage. 18.30 Sch. 20.35 Eine Reise ans Moor, Funkszene v. Karlova. 20.55 Saxophon. 21.15 Werke d. Komp. Ivančič. Mähr. Ostrau: 15.45 Vt. ü. heutige Jugend. 15.55 Sch. 17.25 Troppauer Kinder singen. 17.40 Poesie v. Vlček. 17.50 Sch. 18.10 Dt. Sdg. Hornischer: Feste u. Feiern i. d. Arbeiterschaft; Lieder v. Rob. Schumann. 20.35 Der zweite Gatte, Gesellschaftskomödie v. Trenecky. 21.35 Cellokonz. Dienstag, 24. Mai: Mähr. Ostrau: 15.50 Musikvorschau. 17.30 Klavierkonz. 17.50 Sch. 18.00 Esperanto- Vt. 18.10 Dt. Sdg. Landw. Kinderstd. 19.25 OK. 20.15 UM. Mittwoch, 25. Mai: Prag- Melnik: 10.15 Schulfunk: Huldigung d. Kinder f. d. Präsidenten d. Republik. 10.35-11.00 Sch. 12.15 R. F. Mill: Vt. ü. das Hundertmillionenvolk hinter der grossen Mauer. 13.50 Arbeitsmarkt. 18.00 Jugendst. Unterhaltungsstunde f. Mädchen. 18.20 Arbeitersendung. 18.40 Sozialinformationen. 18.45 Lieder v. Walter Simlinger( Klav. Fritz Roeger). 19.00 Dr. Heinr. Parthen: Ein Blick i. d. Forschung. 19.30 Musik. Bilderbuch. 20.30 Häuptling Abendwind, Lustsp. von Nestroy, Musik v. Offenbach( Regie H. Fischer). 21.15 UM( Ges. Harriet Henders). 22.30-23.00 Lieder aus Tonfilmen.( Sch.) 21.30 Kammermus. d. Prager Quartetts( Beethoven: Streichquartett Fismoll). 22.30-23.00 TM( Sch.) Prag: 10.15-10.30 Ges. a. Sch. 11.40 bis 11.55 Sch. 12.10-12.30 UM( Sch.) 12.50-13.50 UM a. Ostrau. 15.15 UM a. Preßbg. 15.45 Vt. ü. Bergsteigen. 16.10 UM a. Preßbg. 16.40 K. B. Jirák: ( Ges. Fine Reich- Dörich). 18.20 Ar- Streichquartett C- Moll. 17.10 Report. beiterfunk. Dr. Trapl: Die Funktion. Mánes- Ausstellung. 17.25 Kulturd. Arbeiterschaft im Leben d. Nation. ber. 17.35 Landw. 18.20 UM. 19.25 OK. 18.30 Sch. 22.35 Klaviermusik. 20.20 OK. 20.55 Übertr. v. Londoner Musikfestival: Requiem v. Verdi( Dir. Mähr. Ostrau: 12.00 Landw. 18.00 UM. 18.20 Arbeiterfk. Vt. ü. Ostrauer Toscanini). Arbeiterturner. 18.30 UM. 22.15 Buntes Programm. Donnerstag, 26. Mai: Prag- Melnik: 9.30 Geistl. Mus. v. Brünn: 12.00 Landw. 13.50 Arbeitsmarkt. 17.10 Schach. 17.25 Kunstber. 17.40 Dt. Sdg. Jugenst. Vorlesung a. Büchern. 18.20 Arbeiterfk. Dr. Macurek: Arbeitslosenvers. i. d. ČSR. 20.20 Streichorch. 20.35 Die Decke der LieMozart. 10.00 Fronleichnamsprozes- be, chines. Spiel. 21.15 OK. 22.05 bis sion. 11.00 Symph. Konz.( Sch.) 12.05 22.20 Instrumentalsoli( Sch.). Na. 12.25 OK( Dir. Fr. Rieger). 14.00 Landw. 14.15-14.30 Arbeitersendung. Mähr. Ostrau: 12.50 UM. 17.10 18.00 Sportreportage. 18.30 UM. 19.00 Ländl. Musik. 18.10 Dt. Sdg. Dr. Polit. Wochenschau. 19.30 Arabella, Leicht: Schulzahnpflege; Sonate AOper v. Rich. Strauss( a. d. Prager Dur v. Mozart. 20.05 Vt. ü. Fragen Dt. Theater). 22.50-23.00 TM( Sch.) der Ostrauer Stadtverwaltung v. SePrag: 8.15 Arbeiterfk. Hörszene ü. nator Chalupnik. Bürgerschule im Arbeiterviertel. 8.35 Industrie. 9.10 UM. 10.35-10.55 UM Samstag, 28. Mai: ( Sch.) 10.55 Heimatland, Rezitationen. 11.10 Popul. Konz. a. Ostrau. 12.25 UM a. Kaschau. 13.50-14.05 Landw. 15.10 OK a. Brandeis. 15.30 UM. 16.10 OK. 17.35 Feuillet. 17.50 Operettenmusik.( OK). 18.30 OK( Kompos. zu Ehren d. Nationaltheaters). 19.20 Buntes Progr. a. Preßbg. 20.00 Tänze u. Märsche v. Smetana. 20.30 Das Nach- betbücher in allen Sprachen. 19.30 Der Friede siegt, Hörfolge z. Geburtsspiel, Einakter v. Šarlih. 21.00 OK a. Pressbg. 22.20 Sch.- Revue a. Ostrau. tag d. Präsidenten Beneš. 20.30 Buntes Progr.( Mitw. Gerda Redlich und Brünn: 7.30 Konz. a. Luhačovice. Fr. Hartmann). 22.30-23.00 TM. 13.15 Popul. Konz. 13.50 Landw. 14.15 bis 14.30 Dt. Landw. 17.35 Dt. Sdg. a. Ostrau. 19.20 Blasmus. 19.45 Gemeindewahlen in der Hana, Hörbild a. alter Zeit. 20.20 Grammophon- Revue. Prag- Melnik: 10.15 F. d. Frau, 10.30 UM( Sch.) 11.05-11.35 Schulfunk: Feier d. Geburtstages des Präsidenten Dr. Beneš. 12.10 Fröhl. Wochenende. ( Ges. Kate Slyn, Klav. R. I. Schubert.) 14.00-14.25 Jugendst. 18.00 Sch. 18.45 Übertr. a. Winterberg: GePrag: 11.00 Mil.- Konz.( Sch.) 12.10 bis12.30 UM( Sch.) 12.45-13.50 Mil. Konz. a. Kaschau. 13.50 Arbeitsmarkt. 15.15 Buntes Progr. a. Brünn. 16.45 Theater f. d. Jugend a. Brünn. 17.40 Mähr. Ostrau: 8.15-8.35 Sch. 8.35 Landw. 18.05 Arbeiterfk. 18.20 BlasArbeitersdg. 11.10 OK. 17.35 Vt. ü. musik. 19.20 UM. 20.00-21.55 Der schles. Steinarbeiter. 17.35 Dt. Sdg. Rastelbinder, Singspiel v. Skroup. Emil Hadina liest a. eigenen Werken: 22.30-23.30 Sch. Kompositionen v. Engelsberg. 20.45 bis 23.00 Mai- Grammophonrevue. Vt. ü. Studenten- Ferienlager. 22.20 Freitag, 27. Mai: Prag- Melnik: 10.15 F. d. Fra. Vt. ü. Schule u. Elternhaus. 10.30 Violin- u. Prag: 10.15 Sch. 11.05 Huldigung d. Klaviermus.( Violine: Marg. HönelSchweyda, Klav.: Friederike Schwarz). Jugend v. d. Präsidenten d. Republik. 12.10-12.30 Slovak. Mus. a. Sch. 11.10 Schulfunk. 12.10-12.30 KammerMusik.( Sch.) 18.00 Nordische Lieder. beitsmarkt. 15.15 UM a. Kaschau. 16.10 12.45-13.50 UM. a. Preßbg. 15.30 Ar( Ges. Magnus Andersen). 18.15 Lebendes Tschechisch. 18.30 Neue tsch. Vt. ü. Absolventen d. Gewerbeschulen. OK a. Kaschau. 17.10 Jugendfk. 18.10 Dramen. 18.45 Sch. 19.00 Kurzgesch. 18.20 UM. 19.25 Popul. engl. Mus.( a. ,, Der Wunderbaum" v. Schmidtbonn. London). 19.45-21.15 Pygmalion, 19.30 OK. 20.15 SOS für Maria MalmKomödie v. Shaw. 21.15 OK( Dir. ström. Hörsp. v. R. Stern. 21.15 CelloJugoslaw. Vierteltonmusik. folge a. d. Zips. 22.35-23.00 TM. Glück, Liederfolge nach d. Operette Prag: 11.05 UM. 12.50 OK a. Brünn. Brünn: 12.00 Landw. 13.50 Arbeits- v. Reinshagen. 19.30 UM. 20.00 Krach 15.15 OK. 15.50 Vt. ü. Berufswahl... arkt. 17.40 Dt. Sdg. Opernarien lum Jolanthe, Bauernkom. v. Hinrichs. Prag- Melnik: 10.15-11.00 Symph. Konz.( Sch.) 12.15 Vt. ü. wirtsch. Bedeutung d. Fahrrades. 18.00 Chorkonz. Prag- Melnik: 10.15-11.00 UM. 12.15 musik.( Cello: Jos. Merz). 21.45 Hör- Ančerl). 22.15-22.30 TM( Sch.) 22.30 18.35 Arbeitersendung. 18.45 Greta im Industrie. 18.00 Kinderstd. A. Scholz: ..Abenteuer". 18.30 Prof. Hübler: Vt. Vom Sandkorn bis zum Glasgespinst. Ausland Sonntag, 22. Mai: 16.00 UM. 18.25 UM, 19.10 Walzer a. Kammermusik. 22.30 TM a. Hambg. München. 21.15 Sch. 22.15 UM. 24.00 24.00-3.00 Mus. a. Wien. bis 0.55 OK a. Stuttgart. 1.00-2.00 Musik aus Köln. Deutschlandsender: 6.00 Konz. 9.00 Berlin: 12.00-14.00 Konz. a. LeipUM. 10.35 Vorspiel zu Wagners Par- zig. 14.15 UM. 15.35 Sch. 17.00 Virt. sifal. 10.50 Ber. Solisten( Sch.) 12.00 Klaviermus. 18.00 Sch. 19.10 UM. 20.00 UM a. Bad Altheide. 14.30 UM a. Tonfilmmelodien. 21.00 Sänger u.VirItalien. 15.00 Sch. 15.30 UM u. Sport- tuosen( Klavier: W. Backhaus). 22.30 ber. 19.10 Wagner- Mus.( Sch.) 22.30 Mus. a. Wien. 24.00-3.00 UM a. Köln. Breslau: 13.15 Konz. a. Leipzig. 14.00 Sch. 16.00 UM v. Dtschl.- Sender. 19.10 UM a. Görlitz. 21.00 Die Galoschen des Glücks. Hörfolge nach Andersen. 22.40 Mus. a. Wien. 24.00 bis 3.00 UM. a. Köln. bis 0.55 OK. 1.05-2.00 Konz. a. Frankf. Berlin: 10.00 UM. 11.30 A. Wagners Ring d. Nibelungen( Sch.) 12.00 UM. 14.00 Sch. 16.00 UM a. Saarbrücken. 18.00 Opernmusik.( Sch.) 19.25 UM. 20.45 Soleidas bunter Vogel, Kom. Oper. v. M. Donisch. 1.00-3.00 UM a. Hambg. Breslau: 9.30 Klaviermus. 11.00 UM. 12.00 Mus. a. Schreiberhau. 16.00 A. schles. Bädern. 19.10 Schies. Raritätenkabinett, Hörfolge. 20.00 Bäderland Schlesien. 22.30 TM. 24.00-3.00 UM a. Hambg. Leipzig: 11.35 Kammermusik. 12.00 OK. 14.05 Sch. 16.00 UM. Die Meistersinger v. Nürnberg, Oper v. Wagner. 22.45 OK v. Dtschl.- Sender. 0.55 bis 3.00 UM a. Hambg. Wien: 8.25 Sch. 12.00 UM. 13.00 OK. 14.00 Portug. Lieder. 15.20 Max Reger: Streichquartett Es- Dur. 16.00 UM a. Saarbrücken. 18.00 Frühlingslieder. 19.10 UM. 20.00 A. Wagners Werken( OK). 21.00 Die Trutzige, Komödie v. Anzengruber. 22.30 OK v. Dtschl.- Sender. 24.00-3.00 UM a. Hamburg. Leipzig: 12.00 OK. 14.00 Sch. 15.00 Vt. ü. Annette v. Droste- Hülshoff. 15.20 Kammermusik, 16.00 UM v. Dtschl.- Sender. 19.10 Sch. 20.00 UM. 22.30 Mus. a. Wien. 24.00-3.00 UM a. Köln. Wien: 12.00 Symph. Orch. a. Köln. 13.15 UM. 14.15 UM a. Hambg. 15.30 Musik v. Beethoven. 16.00 UM. 17.10 UM v. Dtschl.- Sender. 19.10 Volksmusik a. Salzburg. 20.35 UM a. Stuttgart. 22.30 OK. 24.00-3.00 UM. a. Köln. Beromünster: 12.00 Sch. 16.30 TM ( Sch.) 17.00 Kammermus. v. Mozart. 17.50 Irène de Noiret singt a. Sch. 18.30 Vt. ü. Aluminium. 19.55 Bunte Sdg. 20.50 Frühlings- u. Liebeslieder. 21.15 Wochenrückblick. Mailand: 17.15 Violinkonz. 19.40 Sch. 21.00 Flamme im Dunkel, Lustsp. v. Butti. Beromünster: 10.45 Bach- Stunde. 12.00 OK. 13.55 Volkst. Lieder. 15.00 Schweizer Lieder. 16.35 UM. 17.00 Budapest: 17.30 Operettenmusik. Vt. ü. Haiti. 30.05 D- Moll Messe v. Symph.- Konz. 23.10 Jazz. ( Sch.) 18.30 Ungar. Lieder. 22.05 Haydn. 21.05 Der Kapitän, Hörspiel um Lincoln. Von Herm. Zur Mühlen. 21.50 TM( Sch.). Mailand: 19.45 UM. 21.00 Toller Mai. Lustsp. v. Morbelli. 21.50 Streichorchester. 22.35 TM. Budapest: 15.45 Jazz. 17.00 OK. 18.30 Zigeunermus. 19.30 Hörsp. 21.40 Jazz. 22.40 OK. Moskau- Komintern: 19.00 Konz. zu Wagners Geburtstag. 21.30 Na. Montag, 23, Mai: Deutschlandsender: 12.00 UM a. Nachrichten in deutscher Sprache ( Außer Sonntag) Moskau- Komintern: 18.30 Hörfolge ü. Aserbeidschan. 21.30 Na. Dienstag, 24. Mai: Brünn: 13.50 Industrie. 14.00 Landw. 15.15 Melodien v. gestern u. heute, buntes Progr. 16.45 Theater f. d. Jugend. 17.40 Dt. Sdg. Gustav Bondi: Premieren d. Vergangenheit; Ed. Steiner: Die Photographie im Dienste d. Heimatkunde. 18.20 Liter. Wochenschau. Mähr. Ostrau: 17.40 Vt. ü. Erziehung. 18.00 Kinderlieder, 18.25 Arbeiterfunk. Aktualitäten. Wien: 12.00 Konz. a. Saarbrücken. 14.15 UM a. Hambg. 16.00 UM v. Budapest: 13.20 Zigeunermus. 16.50 UM. 19.10 Sch. 20.00 Symph. Konz. a. Eröffnung d. Euchar. Kongresses. Dresden. 22.30 TM. 24.00-3.00 Mus. 18.20 Cello. 19.20 Sch. 20.40 Symph. aus Königsberg. Konz.( Dir. Mengelberg). Werke v. Beethoven. 22.30 Zigeunermus. 23.10 Jazz. Moskau- Komintern: 19.00 Konz. 22.30 UM, 24.00-3.00 Kammerorch. 20.00 Hörsp. 21.30 Na. 23.00 Deutsches Programm. Wien: 13.15 Konz. a. München. 14.15 UM. a. Hmbg. 15.30 Kammermusik. 16.00 UM a. Königsbg. 19.10 TM( Sch.) 19.25 Tiefland, Musikdrama v. D'Albert( a. d. Wiener Staatsoper). Beromünster: 12.40 Sch. 16.30 Romanvorles. v. Rob. v. Wattenwyl. 18.00 UM( Sch.) 18.15 Eine echte Bouillabaisse, Plauderei v. P. Fabricius. 18.30 Arbeiterlieder a. aller Welt. 19.25 Völkerbundsber. 19.55 OK. 20.20 Volkslieder. 21.00 Arzt wider Willen, kom. Oper v. Gounod. Mailand: 17.15 TM. 19.30 UM, 21.00 Symph.- Konz. 23.15 TM. Budapest: 17.30 Zigeunermus. 18.00 Begrüssung d. Kardinals Pacelli. 19.00 Sch. 20.00 OK. 21.45 Zigeunermusik. 23.10 TM( Sch.) Moskau- Komintern: 19.00 Konz. 21.30 Na. Mittwoch, 25. Mai: Donnerstag, 26. Mai: Dtschl.- Sender. 20.00 OK. 21.10 Berühmte Monologe( Werner Krauß). 22.30 TM. 24.00-3.00 Mus. a. Königsberg. Beromünster: 12.00 Jodellieder. ( Sch.) 12.40 Film- Vt. 16.30 Frauenst. Deutschlandsender: 13.10 UM a. 17.00 OK. 18.00 Sch. 19.10 OK. 20.15 Breslau. 14.00 Sch. 15.15 UM. 16.00 Te Deum v. Verdi a. London.( Dir. OK. 18.00 UM. 19.10 UM. 20.00 Mu- Toscanini). 21.10 Hörfolge m. Handsik- Plagiate, lustige Hörfolge. 22.30 werksliedern. 22.00 Hörber. Eine Kammermus. 23.00 TM a. Frankfurt. Nacht in Paris. 24.00-2.00 UM a. Frankfurt. Berlin: 12.00 UM a. Frankf. 14.00 Sch. 16.00 UM a. Köln. 18.30 Walzer. 19.25 B. Gigli singt a. Sch. 20.00 UM. 22.30 UM a. Stuttg. 24.00-3.00 Mus. a. Köln. Breslau: 12.00 UM. 14.40 Sch. 16.00 UM a. Königsbg. 18.20 Klavierkonz. 19.25 Sch. 22.35 UM. 24.00 Mus. a. Königsbg. Leipzig: 12.00 OK a. Dresden. 14.05 Sch. 16.00 UM a. Köln. 20.00 KabaDeutschlandsender: 12.00 UM a. rett. 22.30 UM a. Stuttg. Danzig. 14.00 Sch. 15.15 Operettenmelodien.( Sch.) 16.00 UM. 18.00 Tonfilm- Sch. 15.20 Mus. f. Gitarre. Wien: 12.00 Konz. a. Frankf. 14.00 Anekdoten v. W. Schläger. 18.20 16.00 UM. 18.00 Vt. ü. Mikroskop. Carneval v. Rob. Schumann( Klav.). 18.20 C. M. v. Weber: Konz. f. Klav. 19.10-21.00 UM a. Frankf. 20.10 Ital.Dtsch. Opernkonz.( Ges. Lauri Volpi, 20.00 Kabarett a. Leipzig. 22.30 UM. v. Orch.( Sch.) 19.10 Kammermusik. F. Basile u. W. Rade). 23.00 Sch. 24.00 24.00-3.00 Musik aus Danzig. bis 2.00 UM a. Stuttgart. Beromünster: 12.00 OK, 14.25-15.00 Berlin: 13.15 UM a. Stuttgart. 14.15 UM. 17.00 Sch. 18.40 Chorges. 19.05 UM. 15.35 Sch. 17.00 Kammermus. Haydn: Trio G- Dur.( Sch.) 19.20 Vt. 18.00 UM. 19.10 Nord. Mus. 20.00 UM.ü. Platon u. Aristoteles( Prof. Schma21.00 TM. 22.30 UM a. Breslau. 24.00 lenbach). 20.05 Vt. ü. d. Heimat. 21.10 bis 3.00 UM a. München. Schweizer Komponisten( OK). Mailand: 19.30 OK. 21.00 Lustsp. 22.40 TM. Breslau: 12.00 UM a. Stuttg. 14.00 Sch. 16.00 OK. 19.35 D. lust. Weiber v. Windsor, Oper v. Nicolai. 22.30 Budapest: 17.30 Ungar. Lieder. 18.55 TM. 24.00-3.00 UM a. München. UM. 21.35 OK. 23.10 Zigeunermusik. Deutschlandsender: 12.00 UM a. Leipzig: 13.15 UM a. Stuttg. 14.00 Moskau- Komintern: 19.00 Konz. Stuttg. 14.00 Sch. 15.15 Beliebte Te- Sch. 15.20 Schöne Stimmen. 16.00 21.30 Na. nöre( Sch.) 16.00 UM. 18.00 Wolf- UM. 19.10 Hörfolge ü. Südamerika. Pfitzner: A. d. Ital. Liederbuch. 20.00 20.00 Sch. 21.00 OK( Werke v. SibeOK. 21.15 Kammermusik v. Reger u. lius). 22.20 Kammermus. 22.45 Mus. Mozart. 22.30 Rhapsodien v. E. v. a. d. Alpenland. 24.00-3.00 UM a. Dohnanyi. 23.00 UM a. Wien. 24.00 München. bis 2.00 Konz. a. Frankfurt. Freitag, 27. Mai: Sch. 15.15 Kinderlieder. 16.00 UM. Deutschlandsender: 12.00 UM. 14.00 18.00 Franz. Lieder u. Arien. 18.25 Wien: 12.00 UM a. Stuttgt. 14.15 Orgel. 20.15 TM a. Wien. 21.00 Der Berlin: 12.00 Konzert a. München. UM a. Hambg. 15.30 Kammermusik. rote Unterrock, Lustspiel v. Boßdorf. Hambg. 14.00 Sch. 15.15 TM( Sch.) 15.00-16.00 UM. 16.00 Konz. a. Kö- 16.00-18.00 UM v. Dtschl.- Sender. 23.30 Kammermus. 23.00 TM a. Stuttg. nigsberg. 17.30 Nächtl. Ständchen v. 18.15 Balletmus. v. Verdi.( Sch.) 21.00 Wozniak. 18.00 UM. 19.10 Mus. Ka- Symph. Konzert. 22.30 Mus. a. d. Al- brücken. 14.15 UM. 15.35 Sch. 17.00 Berlin: 12.00-14.00 Konz. a. Saarbarett. 20.00 A. neuen Operetten. 22.30 7.55 Luxemburg. 8.20 Straßburg. Wien. TM a. Hambg. 24.00-3.00 Mus. a. pen. 24.00-3.00 UM a. München. Brahms: Sonate f. Klav. v. Cello EBeromünster: 12.00 OK. 16.30 Moll. 18.00 UM. 19.10 Aus Othello 10.05 Brünn. 12.30 Prag- Melnik. 13.40 Luxemburg. 13.55 Brünn. 14.00 PreẞFrauenstd. 17.00 OK.( Sch.) 17.25 v. Verdi.( Sch.) 20.00 Symph. Konz. Breslau: 12.00 UM. 14.15 UM a. Mus. d. jungen Generation. 18.30 a. Dresden. 22.30 TM. 24.00-3.00 Mus. burg. 18.15 Moskau. 18.45 Brünn und Hambg. 16.00 OK. 19.10 Orgel. 20.00 Tenor Huber( Sch.) 19.10 Werke v. a. Königsberg. Preßburg. 19.00 Luxemburg. 19.15 Sch. 22.35 TM a. Hambg. 24.00-3.00 Tschaikowski( Sch.) 19.55 Vt. ü. J. Prag- Melnik. 19.45 Beromünster. 20.00 Mus. a. Wien. Breslau: 12.00. UM a. Bremen. 16.00 Straßburg, 22.00 Moskau. 22.15 PragBurckhardt. 20.20 Lieder. 21.05 Corio- UM. 18.30 Sch. 20.00 UM. 22.30 TM. Leipzig: 12.00 Konz. a. München. lanus, v. Shakespeare. Melnik u. Luxemburg. 22.50 Bukarest. 14.00 Sch. 16.00 UM. 18.20 Kammer24.00 Mus. a. Königsberg. Mailand: 17.05 Klavierkonzert. 21.00 23.00 Moskau. musik. 18.40 Vt. ü. Rumänien. 19.10 Theaterabend a. Florenz. Leipzig: 13.15 Konz. a. Saarbrücken. 14.00 Sch. 15.30 Kammermusik. 16.00 Mailand: 17.15 Violinkonzert. 19.30 Sch. 21.00 OK. 21.55 Violinkonzert. nermus. 20.00 La Traviata. Oper v. Budapest: 17.00 UM. 19.00 ZigeuVerdi.( Sch.) 22.20 UM. Moskau- Komintern: 18.30 Literar, Progr. 19.00 Konz. 21.30 Na. Samstag, 28. Mai: Deutschlandsender: 12.00 UM, 14.00 Sch. 15.15 Sch. 16.00 UM a. Frankf. 18.00 UM, 20.00 TM. 23.00 TM a. München. 24.00-2.00 TM a. Frankf. Berlin: 12.00-14.00 OK a. Wien. 14.15 Sch. 15.30 Lieder. 16.00 UM a. München. 18.00 UM. 19.10 Opernmus. 3.00 Musik aus Breslau. ( Sch.) 20.00 Lieder. 22.30 TM. 2.00 bis Breslau: 12.00 OK a. Wien. 14.00 Sch. 16.00 UM a. München. 18.20 Lieder v. Hugo Wolf. 20.00 V. schles. Musikfest in Gleiwitz.( Symph. Konzert.) 22.35 TM a. München. 24.00 bis 3.00 TM. Leipzig: 12.00 OK a. Wien. 14.00 Sch. 16.00 UM a. München. 18.15 TM ( Sch.) 20.00 Humor a. München. 22.30 TM a. Berlin. 2.00-3.00 TM. a. Breslau. Wien 12.00 OK( Wiener Sinfoniker).13.15 UM. 14.15 UM a. Hambg. 16.00 UM a. München. 18.15 Virtuose Mus.( Sch.) 19.10 Offene Singstunde a. Bregenz. 19.45 Der Zigeunerbaron, Operette v. J. Strauß. 22.35 UM. 24.00-3.00 TM a. Breslau. ( Sch.) 12.40 UM. 13.30 Polit. WochenBeromünster: 12.00 Operettenmus. bericht. 13.45 Mus. a. d. Dreimäderlhaus. 16.30 Engl. Heilsarmeemusik. 18.30 Amer. UM. 19.55 Mathys der ( Sch.) 18.00 Vt. ü. Berufskrankheiten. Maler, Oper v. Hindemith( a. d. Stadttheater Zürich). ven: Missa solemnis( a. Florenz). Mailand: 19.30 UM. 21.00 Beetho23.15-0.30 TM. Budapest: 18.00 Zigeunermus. 20.00 Christus, Orat. v. Liszt. 22.40 Symph. Konzert. Moskau- Komintern: 18.30 Literar. Progr. 19.00 Konz, 21.30 Na. Nr. 119 Die Unabhängigkeit der ČSR Samstag, 21. Mai 1938 eine Notwendigkeit der Menschheit ben Handelsbeziehungen gewährte, und der erste, der die Zulassung Deutschlands zum Völkerbund forderte.. Eine italienische Anerkennung Scite Jagesneuigkeiten Narr Narr oder Held? erzählt wird, ist seit sieben Jahren arbeitslos. Der nordböhmische Arbeiter, von dem hier Und nun endlich, endlich sollte er Arbeit þekommen! Nur eine kleine Formalität war zu erfüllen: die Beitrittserklärung zur SdP war auszufüllen. Ein Narr, wer in solcher Not Ob es im wirtschaftlichen Interesse der Sudetendeutschen liegt, unter die Herrschaft des ReiIn der Mittwoch- Nummer der ,, Tim e s" autoritär gesinnten Mitbürger ist mindestens marschalle Göring die Prosperität zu ches zu kommen und, unter der Leitung des Feldist eine Zuschrift des berühmten Oxford er so bindend wie ihre Pflicht, die zu versöh- verlieren, die sie in den letzten Jahren durch Sieben eine Bahl, die seit altersher Gelehrten Profeffor Gilbert Murray nen, welche Nazis find. Noch weniger vernünftig das Anwachsen des Welthandels erreicht haben, als mystisch gilt und es vielen auch heute ist. über das sudetendeutsche Problem erschienen, in wäre es, zu erivarten, daß die Prager Regierung ist eine andere Frage, Für Henlein und feine An Glückbringend kann die Zahl sieben sein und der er auseinanderseht, warum sehr viele ge- Henlein und feiner Anhänger umtehren sollte. eine sonderbare zweischneidige Lehre geliefert: Arbeiter sieben Jahre arbeitslos ist, wenn er ihre Außenpolitit auf Begehren des Herrn hänger haben die Ereignisse in Oesterreich unheilvoll. Aber wenn ein nordböhmischer mäßigt denkende Engländer der Unabhängigkeit Die Nachkriegspolitik, erklärte er in Karlsbad, einerseits, daß es gefährlich wäre, wenn ein Nazi- nun ins achte Jahr der Arbeitslosigkeit wankt, und territorialen Unversehrtheit der Tschecho. habe die Tschechoslowakei unter die Feinde des Coup erfolgt, den Plänen der Nazis opponiert zu dann sieht er in dieser Siebenzahl, so wenig slowakei so viel Bedeutung beimeffen". deutschen Volkes eingereiht. Aber die Opposition haben, andererseits die Enttäuschung der gegen den Pangermanismus ist nicht dasselbe wie örtlichen Nazis, wenn die eiserne Hand abergläubisch er sein mag und so wenig emp. „ Bis vor kurzem noch", erklärt Murray, Feindschaft gegen Deutschland. Es lohnt sich, Berlins sich auf sie legt. Die Aussichten der fänglich für Myſtiſches, etwas Schreckliches, „ war die Tschechoslowakei als der daran zu erinnern, daß die Tschechoslowakei nach Verständigung Henleins mit der tschechischen Re- Entsetzliches, Grauenvolles. erfolgreichste und best regierte dem Kriege der erste Staat war, der Deutschland gierung werden wohl davon abhängen, welche der der durch den Weltkrieg geschaffenen oder befreis die Behandlung einer meistbegünstigten Nation in beiden Lehren bei seinen Anhängern stärker wirft." ten Staaten anerkannt. Er schnitt bei einem Vergleich mit Polen, Jugoslawien oder Rumänien vorteilhaft ab. Vier Jahre lang war ich eng verbunden mit dem Minderheitenschuß des Völkerbundes, und ich zögere nicht zu sagen, daß die Minderheiten in der Tschechoslowakei die best be= handelten Minderheiten Europas waren und daß ich Herrn B e nenie anders als gerecht und hilfsbereit kennen gelernt habe. Die Situation scheint sich in den Für die innen und außenpolitische Situa=[ ger Korrespondenten Italo Zingarelli, der unter feine fozialdemokratische Ueberzeugung zu leugtion ist es von größter Bedeutung, daß die aus- anderem wörtlich schreibt: letzten Jahren verschlechtert zu haben, teils wegen der Wirtschaftsnot, die durch die deutsche Ableh- ländische Presse, vor allem die englische und frannung tschechischer Waren verschärft wurde, und zösische, immer umfassender und immer lauter ans teils durch die Furcht, welche die aggresive Politik erkennt, wie sehr die Tschechoslowakei bemüht ist, der Nazi- Regierung bei der gewöhnlichen Bevöl- dem Dritten Reich jeden Vorwand zu einem„ Einterung verursacht hat. Es sollte eine scharfe Un- greifen" zu nehmen, zu dem es zwar jetzt wenig terscheidung gemacht werden zwischen der ehrlichen geneigt zu sein scheint, das aber durch die Hen= Bereinigung der sudetendeutschen Beschwerden, leins provoziert werden könnte. Vielleicht noch wie sie von dem deutschen sozialdemokratischen bedeutsamer aber ist der Umstand, daß jest, und Führer I as ch vertreten wird, und der Nazifizwar furz nach Hitlers Besuch in Rom, auch in zierung des sudetendeutschen Gebietes, meist Italien die Wahrheit über die Sudeto- Faschidurch terroristische Mittel, die, gleichviel, welches weitverbreitete Turiner faschistische Tagblatt, ver- italienische Stimme mit Genugtuung, als ein sten durchzusichern beginnt. La Stampa", das Wir verzeichnen diese, einmal wahrhafte die eigenen Wünsche Henleins sind, das Ziel der deutschen Regierung zu sein scheint. Die erst öffentlichte diefer Tage einen Bericht ihres Pra- Alibi von nicht zu unterschätzender Bedeutung. genannte Befriedigung ist ebenso erwünscht wie vereinbar mit dem Weiterbestand der Tschechoslodes guten Willens der Tschechoslowakei eine folde Formalität nicht erfüllt! Ein Durchbruch der Wahrheit durch die„ Achse" watej, das zweitgenannte Ziel ist leines von Erfolgreicher Widerstand beiden. nicht der Mühe wert, zu rüsten. Die Verpflichtung gegenüber den Demokraten an allen Fronten Der Mann ist ein solcher Narr. Er wei. gerte sich, der SdP beizutreten, er weigerte sich, nen und blieb arbeitslos. „ Es ist für uns eine Pflicht der Loyaliter, die solche Löhne zahlen die sozial denkenDie Familie lebt vom Verdienst einer Tochtät, anzuerkennen, daß die tschechische Polizei fast alles schluckt: ihre Toleranz ist außerden Kameraden Unternehmer!- am Samstag ordentlich, ihre Chefs bemühen sich, 3 wisechzig Kronen heimbringt. fchenfälle und Konflikte zu vermei den, und wenn sich ein Zwischenfall ereignet, so handelt es sich im allgemeinen um einen Zufall. Sie wollen weder Opfer noch Märtyrer!" Mexikos Regierung auf der Wacht Die Familie darbt. Der Mann ist nur ein Schatten seiner selbst. So unterernährt ist er. Und doch bleibt er fest! Ein Narr? Die nazistischen Seelenfänger und Gesinnungsfäufer, denen Treue zur felbfterrungenen in ihm einen Narren. Wie kann man nur so Ueberzeugung das Allerunbegreiflichste ist, sehen störrisch sein! Und wie kann man- auch das sagen sie so gewissenlos sein, die Familie deswegen hungern zu lassen, weil man sich nicht der ,, Volksgemeinschaft" eingliedern lassen will! Ein Narr? Nein, ein Held! Ein wirk licher Held! Einer aus jener Schar Tapferer, die lieber untergehen, als sich erniedrigen wollen. Einer jener Helden, die uns an die Zukunft des sudetendeutschen Volkes glauben laffen trotz allem Nationalsozialismus. Oesterreichs Lehrer rer dem landwirtschaftlichen Ar beitsdienst zugeteilt wurden Warum bedeutet die Unabhängigkeit der Mexiko. Föderalabteilungen aller WaffenTschechoslowakei sowohl für die Menschheit wie Barcelona. Im Abschnitt Obere Pyre- gattungen treffen immer noch im Staate San für Großbrite anien etwas? Für die Mensch näen haben die Rebellen, um den Rückzug ihrer Louis Potosi ein. Der merikanische Minister für heit, weil, wenn die Tschechoslowakei nazifiziert Leute aus einigen Neſtern zu schützen, die in den Nationalberteidigung hat drei Flugeskadern den ist, wir am Beginn einer Zeit stehen, da in ganz Vortagen von uns eingekreiſt worden find, unter Auftrag erteilt, über der Stadt San Louis Flug Europa östlich des Rheins kein Jube, kein Pazifift, Einfah all ihrer Waffen versucht, bis zu unseren blätter mit der gestrigen Rede des Präsidenten tein Sozialist, kein Liberaler und, wir können vorgefchobenen Stellungen bei Escalona und Cardenas abzuwerfen. Man nimmt an, daß im ohne Uebertreibung sagen, kein Christ in Friede Buyorruego vorzudringen. Trotz dem starken Staate San Louis sich nunmehr gegen 20.000 und Sicherheit leben kann. Für Großbritan- Druck des Feindes haben unsere Truppen diesen Mann Föderaltruppen befinden, so daß die Zenin den Arbeitsdienst nien, weil de Zusammenbruch der Tschechen der Angriff abgeschlagen. Unfere Soldaten verließen tren der Anhänger des Generals Cedillo umzinNaziregierung die fos ein Unordnung in ihre Ausgangsſtellungen zurück- Louis bis zur Wiederherstellung der normalen die ihre Gräben und verfolgten die Angreifer, die sich gelt sind. Präsident Cardenas verbleibt in San Und unsere Lehrer? rumänischen Oelfelder und Wien. In den nächsten Tagen werden unge= Armee mit 3,000.000 wohlausgerüsteten Soldaten sichen mußten. Lage. Es fursiert das Gerücht, daß General Cefähr 1000 Volksschullehrer und Lehrerinnen nach ausliefern würde. Wenn das unsere Durch einen heftigen Gegenangriff eroberten dillo sein Gut in Las Palomas verlassen hat und Bayern gebracht werden. Bis jetzt wurden ungePolitik ist, dann erscheint es die Regierungstruppen den Vertice Medioda zu- Sierra- Gebirge geflüchtet ist. Diese Meldung Neich geschickt, wo sie als Erzieher oder als Lehmit einigen hunderten seiner Anhänger ins fähr 430 Volts- und Mittelschullehrer in das rück. Mehrere Angriffsversuche der Rebellen auf twurde allerdings noch nicht bestätigt. unsere Stellungen bei Bahent und Las Planas wurden energisch zurückgeschlagen. Chinesische Flugblätter über Japan In der Zone von Cedrillas setzte der Feinb Hankau. Wie der chinesische Militärrat 220 Gehöfte abgebrannt feine heftigen Angriffe fort. Alle seine Versuche bekannt gibt, ist Freitag morgens zum ersten Male wurden troß der lebhaften Tätigkeit feiner Flug- ein starkes chinesisches Luftgeschwader über Südwaffe und Batterien aufgehalten und die Rebellen westjapan erschienen und bis nach Osaka vorgeftoſahen sich zum Rückzug unter dem mörderischen ken, wo zahlreiche Flugblätter abgeworfen wur..Die tschechoslowakische Regierung hat Feuer der Regierungsbatterien gezwungen. Der den. Das Geschwader kehrte ohne Verluste auf den unzweifelhaft den freundschaftlichen Mat der briVertice Penaroja, den der Gegner hatte befehen Hankauer Flugplatz zurück. Es hatte nahezu alle tischen und französischen Regierung angenommen, jede annehmbare Konzeſſion zu machen. Aber es können, iſt durch unsere Truppen in einer energi- größeren Städte Südwest- Japans überflogen und ist unwahrscheinlich, daß die lokale Unabhängig- fchen Operation zurückerobert worden. Der starke stieß auf keinerlei Gegenwehr. Die einzige Abkeit, die Prag den ſudetendeutschen Gebieten ge- Druck der Rebellen im Abschnitt Albucacer wurde wehrmaßnahme der Japaner bestand in der soforwähren kann, die volle Autonomie einschließen gleichfalls aufgehalten und abgeschlagen. Der tigen Verbunkelung der überflogenen Städte. Bor wird, die Herr Henlein in Karlsbad gefordert hat, unter Anwendung der Nazi- Ideologie, die er zum Feind ist stark erschüttert worden. dem Rückfluge kreiste das Geschwader etwa 20 ersten Male offen verkündete. Die Tschechoslowa- Die republikanische Flugwaffe bombardierte Minuten über Djaka. lische Republik ist eine Demokratie, und die erfolgreich mehrmals den Rebellenflughafen In den Flugblättern, die von den chinesischen Verpflichtung ihrer Regenten gegen- Caudo. Mehrere dort liegende Flugzeuge wurden Flugzeugen abgeworfen wurden, wird erklärt, daß über jenen Sudetendeutschen, zerstört. Weiter bombardierte und beschoß sie mit China dem japanischen Wolfe gegenüber eine die nicht die Nazi- Ansichten über Nasse" und großem Erfolg Linien und Konzentrationen der Feindseligkeiten hegt. Die japanische Führerprinzip" teilen die sudetendeutschen Nebellen auf der Levantefront. In Luftkämpfen Bevölkerung wird aufgefordert, sich gegen die Demokraten sind, wie man glaubt, noch wurden sieben Rebellenflugzeuge abgeschossen. Wir Militär- Clique und gegen die japanische Offenimmer halb so zahlreich wie ihre verloren zwei Jagdflugzeuge. ſive in China zu erheben. Der ,, Daily Telegraph" erklärt in einem Leitartikel zu den Verhandlungen über das Nationalitätenstatut in der Tschechoslowakei u. a.: Spiegelschrift Von L. Digest Das Spiegelschreiben ist bei Kindern oft eine Begleiterscheinung von Linkshändigkeit. Bei Stranken mit schwindendem Bewußtsein, in gewissen Stadien der Hysterie, während der Wirkung eines die Gemütsstimmung beeinflussenden Giftes und bei Medien in spiritistischen Sigungen ist das Spiegelschreiben nichts Ungewöhnliches. Serien- Großfeuer in Polen Warschau. Die zahllosen Feuersbrünste, von denen Polen gegenwärtig heimgesucht wird, sind durch weitere Brände vermehrt worden. In der Woiwodschaft Bialystok wurden Donnerstag orei Dörfer ein Opfer der Flammen. In dem Dorfe Orla brannten 100, in Mogilowska 90 und in Nowojolla 30 Wirtschaften zum Teile mit dem gesamten toten und lebenden Inventar nieder. In einem Falle ist das Feuer auf vorfäbliche Brandstiftung zweds Versicherungsbetruges zurückzuführen. Selbstmord eines Steuerbeamten in TeplitzSchönau. Freitag gegen halb 2 Uhr nachmittags prang der 47jährige Sekretär der Steuerverwaltung in Tepliz- Schönau Jan Duch a c z e f in selbstmörderischer Absicht aus dem dritten Stockwert des Steuerverwaltungsgebäudes. Er stürzte in den Hof und war sofort tot. Den Selbstmord beging er wahrscheinlich aus Familiengründen. anhalten. Die alten Phönizier, von denen wir Flugkatastrophe in Rußland. Am 18. Mai unser Alphabet übernommen haben, schrieben von wurde das von Franz- Josefs- Land zurüdkehrende rechts nach links. In einigen alten Inschriften Flugzeug N- 212" beim Aufstieg vom Flugplaye verlaufen die Linien abwechselnd von rechts nach univeit Archangelst von einer Katastrophe ereilt. links und von links nach rechts Ein Wechsel in An Bord des Flugzeuges befanden sich 16 Perder Schriftrichtung entsprach wahrscheinlich einer Veränderung im Gebrauch der Hände der Rasse. Die semitischen Völler müssen in einer ihrer Perioden Linkshänder gewesen sein, denn an zwei Stellen im Buch der Richter wird die Gefchidlichfeit der Linkshänder betont. Wo Linkshändigkeit bei einer rechtshändigen Rasse vorkommt, ist sie ursprünglich wohl ein Ausdrud von Antagonis mus gegenüber der Umgebung oder eines unbewußten Protestes gegen bestehende Ordnungen und Verhältnisse. sonen, darunter der Chef der Flugstaffel Babuschfin und Flugzeugkommandeur Moschkowski. Sogleich nach dem Aufstieg versagte einer der Flugzeugmotoren und es loderte eine Flamme auf. Der Pilot ließ das Flugzeug niedergehen, doch stürzte es in den Dwina- Fluß und verfant. Vier Personen tamen dabei ums Leben. Die übrigen Flugzeugteilnehmer trugen Verletzungen davon. Ihr Zustand ist befriedigend. Getötet wurden der Held der Sowjetunion" Babuschkin, Ing. Schu totusti, der Arzt Nossels und der Mechanifer Gursfi. Diese Art der Schrift, die nur dann entziffert werden kann, wenn man sie vor den Spiegel hält oder das Papier umdreht und gegen das Die Spiegelschrift ist oft eine Folge von Licht hält, ist wahrscheinlich schon von vielen unse- Geistesabwesenheit. So hat man beobachtet, wie rer Leser versucht worden. Es wird ihnen aber Telegraphenbeamte, deren rechte Hand mit dem neu sein, zu erfahren, daß der regelmäßige Ge- Senden von Telegrammen beschäftigt war, zu brauch dieser Schrift im allgemeinen irgendeine gleicher Zeit mit ihrer linken Hand ankommende Strantheitserscheinung oder ein Zeichen von Geis Telegramme in Spiegelschrift niederschrieben. jtesverwirrung darstellt. Das klassische Beispiel Die meisten natürlichen Bewegungen der der Spiegelschrift findet sich in den Notizbüchern einen Hand find das Spiegelbild der anderen. Die Leonardo da Vincis, der sie vermutlich als eine rechte Hand zeichnet natürlicherweise von links Art Code antvandte, um seine Schriften vor der nach rechts und die linke von rechts nach links. firchlichen Zensur zu bewahren. In einigen sei- Gin Kreis wird normalerweise von der rechten fierungen erkennen, paß, der Wieuſtift in der lin- von der linken Sand jedoch in entgegengesetzter ten Sants zu tun, was er fonist mit der linken ver- Autonomiſten hätten das Gebäude der dortigen ner Zeichnungen läßt die Schrägheit der Schat- Hand mit dem Zeiger des Differblattes gehend, in shänder gezwungen wird, etwas mit der rech- Savas meldet ous St. Bricus, bretonische Aragon, der ihn während der leßten beiden Jahre Warum schreibt denn nicht jeder mit der linken ist bekannt, wo ein Kind an feine Mutter stets mit Polizei hat fünf Täter, die alle Mitglieder der Hand gehalten würde und Juſtizpalaſtes beſchmiert. Die da Vinci an einer Art Paralyje litt, die seine Handfertigkeit beeinträchtigte. Es erscheint daher möglich, daß seine Spiegelschrift eine Folge bon Halbseitenlähmung war. mutlich die Erziehung. Sogar beim normalen und wohl erzogenen Kinde kann die Gewohnheit, die Buchstaben S und N verkehrt herum zu schreiben, einige Zeit Auch das Stottern, das auftritt, wenn der der linken Hand und in Spiegelschrift, seiner Bater und andere dagegen in der normalen Weise schrieb. ( Berechtigte Uebertragung aus dem Englischen von Kurt Böhme.). Bretonische Nationalisten nach SDP- Muster. Atao" sind, verhaftet. Unter den Verhafteten sind auch zwei Personen.verhaftet worden, die vor kurzem auch das Denkmal der bretonisch- französischen Freundschaft beschädigt haben. Seite 8 Das heutige Programm der deutschen Sendung Prag Melnik: 10.15-10.30. d. Frau. 10.30 11.00 Sa). 12.10 u. 14.00 bis 14.25 Jugendst. 18.00 Seitere Sch. 18.30 Industrie. 19.30 Blasmufit. 20.00 UM( Gef. Kate Slyn u. Ralph SiegIer). 22.30-23.00 Tanzmusik. Brünn, 17.40 bis 18.15: Schallplatten. Versuche für die Transozeanflüge. Der Vorstand der physiologischen Studienanstalt am Flugplatz in Le Bourget Dr. Carceaug und sein Adjunkt Dr. Behaque haben soeben mit interesjanten Versuchen begonnen, um die Bedingungen für Transtontinentalflüge in außergewöhnlicher Söhe zu studieren. Zu diesem Zweck haben am Mittwoch um 17 Uhr Dr. Richour gemeinsam mit einem Freiwilligen von dem Personal der Luftnavigatoren des Zivildienstes einen pneuma tischen Kessel bestiegen, in dem sie 48 Stunden einem Druck ausgesetzt sein werden, der einer Höhe von 7000 Metern entspricht. Allgemein wird ein positives Ergebnis dieses Versuches erwartet. Drei Streckenarbeiter getötet. Auf der Strede London- Lichtfield hat am Freitag vormittag ein Schnellzug drei Streckenarbeiter überfahren. Die Verunglückten waren auf der Stelle tot. Ein Segelflieger stürzt ab. Am 19. Mai um 19.15 Uhr fam bei der Durchführung eines privaten Sportfluges auf einem Segelflugzeug der Masaryk Flugliga in Prostějov der Fliegerleutnant Václav Hajný, geboren 1915 in Kročehlavy, Frequentant des Flieger- Applikationskurses in Broßniz, ums Leben. Samstag, 21. Mai 1938 57 19 Wettlauf der Kohlenträger Die Pariser Kohlenträger haben alljährlich ihren Wettbewerb, der über eine Strecke von vier Kilometer führt. Ein Sad mit einem Zentner Stohle ist dabei zu schleppen. Volkswirtschaft Nr. 119 und Sozialpolitik Das Preisproblem der neuen Ernte Die Verhandlungen über die Getreidepreise der heurigen Ernte sollen, wie„ Náš Venkov", das Organ des tschechischen Kleinbauernverbandes, meldet, schon jetzt beginnen. Das Blatt begrüßt dies, da visher die Festsetzung erst erfolgte, wenn die Ernte schon im Gange war und die Entschei dung eine rein politische wurde, und sagt dann, daß bei den heurigen Verhandlungen mannig faltige Gesichtspunkte, die früher nicht zu beachten waren, hinzukommen. Es denkt dabei an die geänderte weltpolitische Situation, die England und Frankreich zu großen Weizenfäufen veranlaßten. Die Vorräte bei uns seien verschwunden, so daß wir Storn überhaupt nicht mehr haben und die Weizenvorräte gerade bis zur neuen Ernte reichen. Daraus ergeben sich zwei richtige Schlüsse: Erstens wäre der Widerruf der Verordnung über die Ges treideanbauflächeneinschränkung nötig und zweis tens muß das Verhältnis der Getreidepreise zu den Futtermittelpreisen revidiert werden. Die wichtigste Frage sei die zwveite. Sollen wir genüs gend Getreide und genügend Vieh haben, müssen die Futtermittelpreise wesentlich herabgesetzt wer den. So stünde heute das Problem und das müßte die Devise der Agrarpolitik in der gegen wärtigen Zeit sein. Im heurigen Jahre werde die Es gibt keine Insel zwischen Grönland und Getreidegesellschaft zum Unterschiede von den Spitzbergen! Das Grönland- Ministerium hat einen früheren Jahren sämtliches Getreide benötigen, so Funkspruch von dem Dampfer„ Gustav Holm" er- daß es nicht zur Verfütterung gelangen dürfe. halten, der einer Legende ein Ende macht, die sich deshalb müſſe ein richtiger Unterschied zwiſchen seit einigen Monaten hartnädig erhielt. Stapitäne den Getreide- und Futtermittelpreiſen durch die Festsetzung der Futtermittelpreise auf ihrem nas türlichen Preisniveau geschaffen werden. Damit würde auch die Viehzucht auf entsprechender Höhe gesichert. NSDAP fühlt sich veranlaßt, Weisungen für die Beschaffung des Abstammungsnachweises bekannt Es wird gesäubert" der Plunder bleibt. zugeben, wobei darauf aufmerksam gemacht wird, Der Wiener Stadtschulrat hat an alle seine un- daß die Nürnberger Gesetze in Desterreich noch tergeordneten Stellen Weisungen über die Säu- teine Gesetzestraft haben. Vorläufig haben nur verung der Büchereien erteilt. Danach müssen Beamte des öffentlichen Dienstes und höhere verschiedener Fischerdampfer glaubten, zwischen Werte von Juden, Marxisten, Pazifi ste n, Amtsleiter der Partei und ihrer Gliederungen Grönland und Spitzbergen eine auf den Karten nicht Schriften aus der Dollfußzeit entfernt werden. Die Vorbereitungen für den Nachweis zu treffen. Auch Werke, die Deutschland, seine größten Män- Seit einigen Tagen wird in den Wiener Blättern ner(!) ,,, besonders Adolf Hitler"( 1) herabseßen, eine Kundmachung der deutschen Gesandtschaft dann Veröffentlichungen von Vertretern der ent- in Prag veröffentlicht, in der es heißt, daß die arteten Kunst( 1), Schriften, die für eine gottes- deutschen Konsulate in der Tschechoslowakei mit leugnerische Weltanschauung werben( Sich dal tausenden von Gesuchen um Beschaffung von Die Red.) u. a. müssen aus den Büchereien ent- Matrikenscheinen überschwemmt sind. Die Antrag fernt werden. In Zweifelsfällen, die bei der steller werden um Geduld gebeten. Ein Wiener Säuberung entstehen könnten, ist beim Stadt- Blatt meint, daß es sich um Sudetendeutsche schulrat anzufragen. handelt. Ein Beweis für die einzigartige Heilwirkung: BAD LUHAČOVICE 23 verabreicht jährlich den Kranken über 400.000 Heilprozeduren. Verlangen Sie Prospekte durch die Badeverwaltung. Kommt Polen uns zuvor? In der nächsten Zeit wird sich eine polnische Wirtschaftsdelegation nach Südamerika begeben, um für erhöhten Absatz zu werben. Es ist dies bereits die zweite Südamerita- Mission der pol nischen Exportindustrie. In wichtigen Städten Südamerikas wurden auch polnische Musterlager errichtet. Polen gelang es, die Ausfuhr nach Lateinamerika im letzten Jahr erheblich zu erhöhen. Auch die Tschechoslowakei beabsichtigte, eine Wirtschaftsmiſſion nach Lateinamerika zu entienden. Die Vorbereitungsarbeiten waren so gut wie abgeschlossen und in den maßgebenden Kreisen bestand für die Aktion lebhaftes Intereffe. In der letzten Zeit ist es jedoch um das Projett still geworden. Da Lateinamerika heute zu den besten Ueberseefunden der Tschechoslowakei ge hört und die persönliche Fühlungnahme gerade im Südamerika- Geschäft von größter Wichtigkeit ist, wäre es zu bedauern, wenn die geplante Attion fallen gelassen würde, zumal die euro väiſchen Induſtrieſtaaten ständig über Wirtschaftsmissionen mit den lateinamerikanischen Kunden den Kontakt aufrecht erhalten. Großjährige dürfen nicht ins Kino. Die Aussee judenrein, der Semmring leer. Die verzeichnete Insel ,, zweifelsfrei" gesichtet zu haben. türkische Regierung hat der NationalversammSturkommission von Bad Aussee hat im Auftrage Ihre Lage wurde indes immer verschieden angegelung einen Gesehentwurf vorgelegt, durch welt- der Kreisleitung der NSDAP die Bevölkerung des ben, auch die Umriſſe wurden nicht genau erkannt. chen Personen beiderlei Geschlechts unter 16 Bezirtes. Aussee aufgefordert, unter keinen Um- Jetzt hat der bekannte Flieger und Wissenschaftler Jahren der Besuch von Kinos verboten wird, auch ständen Wohnungen oder Zimmer an Juden zu Dr. Noch das ganze Gebiet zwischen Spikbergen wenn er in Begleitung der Eltern erfolgt. In den vermieten. Die mit Juden getätigten Abschlüsse und Grönland bis hinauf zum Peary- Land überStreisen der türkischen Kinovejißer hat dieser Ent- für den heurigen Sommer sind rückgängig zu ma- flogen, und obwohl der Flug bei Klarstem Wetter wurf große Erregung ausgelöst, da sich das Kino- chen. Diese Aufforderung ſtüßt sich auf eine Ver- 11 Stunden dauerte, so daß der Gelehrte das vublifum in der Türkei zum größten Teil aus fügung der Gauleitung von Steiermark, daß der fragliche Gebiet niehrmals überfreuzte, konnte nicht Jugendlichen rekrutiert. Eine Deputation von Aufenthalt für Arier in Kurorten durch die An- die geringste Spur einer Insel entdedi werden. Stinobesitzern hat sich aus Istanbul nach Antara wesenheit von Juden nicht mehr gestört werden Abkühlung vom Westen her. Aus Südwestbegeben, um dort gegen das Gesetz zu protestie- soll. In den großen internationalen Kurorten ha- Deutschland, wo Freitag nachmittags bei regnerischem ren. In einem Memorandum verweisen die Kino- ben sich die Zustände bereits ohne ähnliche Maß- Wetter nur 4 bis 4 Grad Celsius verzeichnet wurden, bejizer darauf, daß sich dieses Gesetz nicht gut nahmen geändert. Wie der ,, Völlische Beobachter" beginnt die talie Luft allmählich nach Böhmen einzu mit der Verfassung vereinbaren lasse, da nach den meldet, sind derzeit die großen Hotels, a n- dringen. Dagegen wird dem Karvathengebiet sehr in der Türkei geltenden Gesetzen Sechzehnjährige han s" am Semmering, die über 400 3immer warme Luft aus dem Südosten Europas zugeführt: in Rumänien wurden tagsüber bis zu 30 Grad gebereits die Ehe eingehen können, wodurch jie als verfügen, nur von ne un Gästen bewohnt. messen, und auch in Karpathorußland stieg di: Tem großjährig anerkannt werden. peratur auf 25 bis 27 Grad Celsius an. In der Nähe der ausgeprägten Wärmegrenze, welche sich nur Die Landesbank wird vom 28. Mai 1988 angefangen an Werktagen die Juni- Coupons Nr. langsam ostwäris verlagern wird, fällt Regen und die Wetterentwidlung wird dort zunächst ungünstig 27 ihrer 4.5 Prozent Kommunalschuldscheinesei.. Wahrscheinliches Wetter Samstag: In den Emission für die Slowakei und Karpathorusböhmischen Ländern und in der Westhälfte der Elo- land an ihren Kassen in Prag. Preßburg und wakei vorwiegend umzogen, Regen, fortschreitende Uzhorod einlösen. Abkühlung vom Westen her. Auf den Bergen Tem peraturen- Rüdgang bis auf 0 Grad und stellenweise Schneelfälle. Nordwest- bis Nordwinde. Im Star- Verlanget pathengebiet wechselnd bewölkt und ziemlich warm, nur vereinzelte Gewitter. Wetteraussichten für immer wärmer als im Westen des Staates. Das fehlerhafte Signal. Die Ursache des diensLondon wird umgebaut. Zur Lösung des tägigen Zusammenstoßes auf der Londoner UnterLondoner Verkehrsproblems hat der englische grundbahn, bei der sechs Personen getötet und viele Ingenieur Sir Charles Brassey im Auftrage des verletzt wurden, war eine fehlerhafte Transportministeriums einen Plan ausgearbei- Signal verbindung. Die Drähte wurden tet. Der Plan sieht eine weitgehende Umgestal- während der Reparaturarbeiten in der vorangegantung des heutigen Londoner Stadtbildes vor. So genen Nacht falsch verbunden. Der jollen 818 Meilen neuer Straßen gebaut und Führer des Zuges, der auf den stehenden Zug aufiwichtige Berkehrszentren durch Niederreißen der fuhr, sagie, daß er im levien Augenblick etwas wie verlehrsbehindernden Gebäude erweitert werden. ein mattes rotes Licht erblickt habe. Er dachte nicht, Drei tonzentrische Ringstraßen sind für die Ent- daß dies ein Bug sei, schaltete aber doch die Notlastung des inneren Stadtverkehrs vorgesehen. bremse ein. Es war jedoch schon zu spät und in einiFerner wird der Bau moderner Autostraßen vor- gen Augenbliden kam es zum Zusammenstoß. geschlagen, die sich strahlenförmig aus der Haupts stadt in die Provinz erstrecken sollen. Transportminister Burgin hat den Bericht gutgeheißen und mitgeteilt, daß bereits Schritte zur Durchführung der wichtigsten Vorschläge Brasseys unternommen worden seien. Die vom Walde leben überall 3372 Sonntag: Ünbeständig, vielfach Negen, im Often noch Volkszünder die vorige längst wieder vergessen haben. Den gan=| die unscheinbaren Walderdbeeren, deren köstliches zen Sommer über laufen sie Tag für Tag in den Aroma teine andere Sorte mit klingenderem NaWald, sammeln das Holz, das auf dem Boden um- men erreichen kann. Purpurne Himbeeren und Von Helmut Krommer herliegt und machen es zu Hause klein, um es an schwarzfunkelnde Brombeeren sind dem Beerender Sonnenseite für die Winterszeit aufzustapeln. sammler nicht weniger willkommen. Tag für Tag Fernab von jedem Schienenweg liegt das Die Amme. Eine bemerkenswerte Gerichts- Dorf. Hier verliert sich die Landstraße in der EinAuch die Tannenzapfen, die im Ofen beinahe wie wird nun in den Wald gewandert und geklaubt. verhandlung, vor dem Arbeitsgericht hat ganz samkeit von Berg und Wald. Immer spärlicher Kohlen die Glut halten, sind als Brennmaterial| Viele streifen mit Holzfämmen die Heidelbeeren Budapest zum Lachen gebracht. Es flagte eine werden die Häuschen rechts und links der Straße, Waldlichtungen bringen sie das Gras herein. Es raubenden Fingerarbeit. Sind ein paar Kilo veis geschäßt. Von den Wiesen und Wegrainen und den ab. Die meisten jedoch begnügen sich mit der zeitAmme gegen ihren Dienstgeber, der sie nach nur immer niedriger, geducter. Nun hören sie ganz ermöglicht ihnen, eine oder zwei Ziegen zu hal- sammen, so machen sich die Frauen, noch ehe der zweitägiger Dienstzeit ohne weitere Begründung auf und das Rauschen des Waldes, der meilen- ten. Wer sich eine Stub leisten fann, gehört schon Tag graut, mit den Beeren auf den Weg. Stunentlassen hatte. Der Verteidigung des Mannes weit die Berge bedeckt, begleitet von dem leisen zu den angesehenen Leuten. war erstaunlich. Ich dachte selbstverständlich", Murmein des Vaches, singt Tag und Nacht das denlang laufen sie bis zur nächsten Bahnstation. erklärte er, daß ich es mit einem anständigen hohe Lied der Natur in ewig gleichem Rhythmus. stühle. Für lächerlich niedriges Entgelt arbeiten Absatz für ihre Ware. Meist haben sie schon ihre In vielen Häuschen klappern noch die Web- In der nächsten größeren Stadt finden sie guten Mädchen zu tun hätte. Statt dessen stellte sich am Ein tristallklarer Himmel, belebt von wandern sie in den kargen Freistunden für die großzen bestimmten Abnehmer, denen sie Sommer für zweiten Tage heraus, daß diese saubere Person den Silberwolfen und pfeilschnellen Schwalben, bereits ein Stind bejist. Natürlich duldete ich sie wölbt sich über diesen verlorenen Erdenwinkel. Ihr einziger, unerschöpflicher Wohltäter aber ist den Litör- und Fruchtsaftfabrikanten, die die BeeFabrikherren, von denen sie die Muster beziehen. Sommer ein gewisses Quantum liefern. Auch bei daraufhin nicht mehr in meinem Hause." Und Doch welch reiches Leben treibt auch hier sein und bleibt der Wald. Wenn der Sommer naß war ren in großen Massen anfaufen, gibt es etwas natürlich wurde der Mann zur Leiſtung von Wesen, mag mun das vielfältige Treiben der In- und die Pilze unter der Schicht von Tannennadeln zu verdienen. Aber es ist herzlich wenig. Oft so Schadenersaß verurteilt, worüber er sich gar nicht fetten auf den Wiesen, der unermüdliche Singsang zu schwellen beginnen, suchen sie die ihnen wohl- wenig, daß gerade die Spesen gedeckt sind und genug wundern konnte. der Waldvögel oder der blißschnelle Strich der bekannten ertragreichsten Pläße ab und fehren etwas Geld übrig bleibt, um sich ein paar Vfund Wissenswertes für Kriegsbegeisterte. Slade, Bachforellen zum Verweilen locken. abends schwerbeladen heim. Fast täglich stehen Schmalz und Brot zu kaufen. Sie finden sich aber ein englischer Wissenschaftler, erklärte auf der lezz- Und die Menschen, die hier leben? Merkwür- dann Pilze auf dem Tisch, auf verschiedene Art damit ab. Denn da draußen haben sie ja den Wald, ten Jahrestagung des Verbandes der britiſchen dig, sie sind so rasch dem Blick entzogen, wenn sie zubereitet und werden immer wieder gern geges- der immer von neuem bereit steht für die AermGelehrten, daß es im Kriegsfalle möglich wäre, die sich in dem Walde verloren haben, der rechts und sen. Auch in die Städte wandert ein Teil dieser sten des Dorfes. Das Leben in dem weltabgeschie gesamte Bevölkerung von Gras zu ernähren. lints der Straße emporsteigt. Nach einigen Stun- Waldprodutte. Die große Geschäftstonjunktur" denen Waldtal macht sie fast bedürfnislos. Man könne aus Gras verschiedene Eiweißstoffe den kommen sie wieder zum Vorschein. Sie tragen allerdings bringt die Beerenzeit. Wenn Ende Wenn der Winter vor der Türe steht, können gewinnen, die sich zur Käſebereitung eignen. Die ungeheure Bürden von Holz auf dem gebeugten Juli die Heidelbeeren reifen und ihre blauen sie den Frost mit Ruhe erwarten, denn sie haben ser Stäse könne inFriedenszeiten zur Schweine Rücken, gehen vorsichtig mit langsamen, schwanken- Früchte unter den grünen Deckblättern zu leuch ihr Brennholz aufgestapelt und für die kleinen fütterung, im Notfall aver. auch als menschliches den Schritter und machen häufig Rast, um wies ten beginnen, ziehen die Beerensammler in aller Stuben genügen ein paar Scheite, um sie behagNahrungsmittel dienen. der einmal mit unbeschwerter Brust zu atmen. Herrgottsfrühe scharenweise in den Wald, um spät lich warm zu machen. Von den Beeren haben sie Sorgen um die jüdische Großmutter. Der Aber nur selten sind sie frank und wenn sie schon abends mit Kannen und Körben voll köstlicher sich riesige Gläser eingefocht und vielleicht wird Ansturm auf Aemter und Behörden um Nachweis sterben müssen, so tun sies in einem so hohen Alter, Früchte und mit blaugefärbten Lippen und Zähnen es wieder Arbeit geben mit Holzfällen und-lleinder arischen Abstammung dauert unvermindert daß jedem Arzt hier die Grundlagen seiner Eri- heimzukehren. Denn Millionen und Millionen von machen. Der Großstädter schüttelt den Kopf über an und verursacht eine Ueberlastung der zuständi- stenz entzogen sind und der Pfarrer immer die- Heidelbeerpflanzen wuchern an den Waldrainen diese Genügsamkeit. Aber die Leute, die vom gen Stellen. Das Amt für Sippenforschung der selbe Leichenrede halten kann, da seine Zuhörer und auf den Lichtungen und dazwischen locken Walde leben, sind doch die Glücklicheren. So de di $ E in g 30 tpe 1110 bi fte GER da ite 110 d DEDEREE d tu C Seite 9 119 Nr. 119 ik Ernte epreise ", das andes, egrüßt Ivenn tschei dann, annigs achten e ges d und agten. daß die ichen. stens Gea Rivei e zu Die enis iffen vers das Rena die den , fo rfe. hen die nas mit öhe che en, en er ch r= e, ſo It c. ft 11 Samstag, 21. Mai 1938 Prager Zeitung Sozialdemokratische Massenversammlung Solidaritätserklärung eines englischen Redners im Deutschen Haus In der gleichen herrlichen Stimmung wie die erste Wahlkundgebung des Wahlblocks der demokratischen Deutſchen verlief auch seine gestrige Großkundgebung im Deutschen Haus, durch die der Monopolanspruch der SdP auf das Deutsche Haus gebrochen wurde. Obwohl die Sdp noch vor wenigen Tagen erklärt hatte, daß sie eine demokratische Versammlung im Deutschen Saus nicht dulden werde, wagte sie es nicht, auch nur den Versuch einer Verhinderung oder Störung zu unternehmen. Es hätte der Polizeibereitschaft beim Hauseingang gar nicht bedurft, um jede Provokation im Reime zu erstiden. Eine starke Abteilung der Republikanischen Wehr gab die Gewähr für die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung. Einige vorwitzige Burschen, die in den Vorräumen provozieren wollten, wurden rasch zum Schweigen gebracht. Als der Vorsitzende der Versammlung, Dr. Egon Schwelb, eröffnete und die Redner begrüßte, ging der erste Beifallssturm durch den übervollen Saal. Der Beifall wiederholte sich bei den einzelnen Reden immer wieder. Die Versammlung war ein eindrucksvoller Beweis für die Kampfbereitschaft des demokratischen Prager Deutschtums. Jaksch: Gleichberechtigung oder Vorherrschaft? gänge jener Zeit nicht Zeugnis ablegen will, so möge fich mein verehrter Kollege Schütz hüten, daß nicht eines Tages jene österreichischen Freunde Zeugnis ablegen, die heute in Da cha u fien. ( Bewegung.) Es ist wohl einer der schwersten Wahlkämpfe. I haben nur mit der Unterſtübung der besten und fort welchen die demokratisch denkenden Menschen dies- schrittlichsten Kräfte in Europa, Vorherrschaft nur mal zu führen haben. Alle taktischen Nachteile sind dann anstreben, indem wiederum ein europäischer diesmal bei uns, alle taktischen Vorteile auf der Kräftezusammenstoß; heraufbeschworen wird. Das Seite der anderen. Aber wir weichen nicht aus und ist die Entscheidung, vor welcher die Sudetendeutschen stellen uns zum Kampfe. Ich lann aus den Erfah gestellt sind! rungen der letzten Wochen und Tage sagen: Der Mut unferer Vorposten ist ohne Beispiel! Es ist feine leberheblichfeit, wenn wir sagen. daß wir heute den lebten Damm der Vernunft dar ftellen in einem Meer von verhängnisvollen Illusionen. 8 wei Irrtümer sind es vor allem, von wel chen das Denken vieler Sudetendeutscher befangen ist. Der erste ist die Verkennung der historischen Gebundenheit der fudetendeutschen Menschen an ihren böhmischen und mährischen Heimatboden.( Beifall.) Es ist das unentrinnbare Schicksal der Sudetendeutfchen, in jeder Stonſtellation mit dem tschechischen Nachbarvolt den gemeinsamen Lebensraum teilen zu müssen. Darum ist es auch im Trubel der Stimmungen unsere Pflicht, flar auszusprechen, daß der tsche choslowakische Staat- troß aller Mängel seiner heu tigen Einrichtungen die einzige Brüde Es geht heute um Tetzte und höchste Menschheitsiverie, die verloren zu gehen drohen und es geht um die Ehrenrettung des besseren Deutschtums.( Mi nutenlanger Beifall.) Es wäre ein Unglüd, wenn es im deutschen Volt feinen Mut mehr gäbe, der zu fagen vermag, daß Unrecht eben Unrecht ist. Heute werden alle demokratisch Denkenden als national unverläßlich angezweifelt, aber in der Stunde der Gefahr da waren die Demokraten und die Sozialisten gut genug, um zu retten was zu retten war. Damals, in der Stunde der Ohnmacht, ist ein Josef Seliger in die Bresche gesprungen( stürmischer Beifall), und ich möchte hinzufügen, daß der auf Prager Boden wirkende deutsche Demofrat Professor Staff a feiner der schlechtesten Anwalte deutscher Interessen war.( Beifall.) Deutsche Prags! Wählt deutschl Eine neue Flüsterparole der Prager Nazi:" Wer nicht den Herrn Pfitzner wählen will, soll tschechisch wählen! Wer aus religiöjen Gründen oder weil er Jude ist oder weil er nicht Nationalisozialist sein kann, nicht für die SdP zu stimmen vermag, soll einer tschechischen Partei feine Stimme geben. Heute sei nationalsoziali stisch gleichbedeutend mit deutsch, wer nicht natio nalsozialistisch wählt, stimmt sowieso gegen das Deutschtum, so soll er gleich tschechisch wählen. Ich vermag es nicht als nationalen Fortschritt anzusehen, wenn die Sudetendeutschen mit dem so. genannten„ Deutschen Gruß" grüßen können, jenem aus Italien eingeführten Gruß, in dessen Zeichen das letzte deutsche Wort von den füdtiroler Grabsteinen entfernt wurde. Es scheint mir vielmehr, daß die zu funft des deutschen Volkes auf den Schultern iener ruht, die den Mut haben, es jenem Theologie Pro fessor Barth gleichzutun, der alle Gleichschaltungsaufforderungen mit den drei Worten ablehnte; Ich fage nein!" Es tut mir leid, einige Worte auch über die Rolle sagen zu müssen, die der Abg. Schütz in der letzten Zeit spielt und den Hans Schütz von heute an den Hans Schüß erinnern zu müssen, der vor zwei Monaten war. Wenn ich heute noch über die VorNun ist es gewiß denkbar, daß jemand lieber für tschechische Intellektuelle stimmt als für Profeſſor Pfißner, weil er überzeugt sein kann, daß jene besser deutsch können als dieser. Aber es wäre doch falsch, das Deutschtum büßen zu lassen dafür, daß Herr Pfizner ihm innerlich so fremd, der deutschen Sprache so wenig mächtig ist. Es gibt schon auch deutsche Kandidaten, die deutsch können! Ihre Namen stehen auf der Liste des Wahlblocks der demokratischen Deutschen. Das ist übrigens echt deutschnational, dieses Bemühen, den demokratischen Deutschen Stimmen abzutreiben und sie tschechischen Parteien zuzuschanzen! Stimmen, die die Nazi nicht bekommen fönnen, sollen den Tschechen zufallen! Auch wenn dadurch dem Prager Deutschtum ein unermeßlicher Schaden zugefügt wird. Vergessen wir nicht, daß wir auch hierzulande nicht nur Deutſche auf der einen und Tschechen auf der anderen Seite find, sondern daß wir, wie immer unsere Sprache und Religion ist, auch Menschen sind, daß wir nicht nur Deutsche oder Tschechen oder Franzosen oder Polen, sondern daß wir alle zu fammen auch Europäer sind und als solche in einer schichte lehrt uns; die deutsche Machtpolitik fand absoluten Schidfalsverbundenheit leben. Die Ge immer ihre Grenzen in den Lebensansprüchen der Nachbarvölker. Die deutsche Frage ist nur zu lösen durch die Eingliederung des deutschen Volkes in ein geeintes Europa.( Beifall.) Darum wollen wir in unserem Kampie standhalten und uns ehrenvoll schla gen, weil wir überzeugt sind, daß aus dem Beiſpie der Winderheit, die wir heute sind, eine demokratisch und europäisch denkende Mehrheit des deutschen Vol. fes hervorgehen wird. Lassen Sie uns gemeinsam an diefer großen und wahrhaft menfchlichen Aufgabe zusammenwirken, damit ieder von uns am Ende feiner Tage fagen kann: In der Menschheit urewigem Streit stand ich zum Banner der Menschheit!"( Langdauernder stürmischer Beifall.) darstellt, welche die Sudetendeutſchen mit der Welt Englands Volk steht hinter uns wirtschaft verbindet und daß eine Loslösung nur um den Preis der Zerstörung der eigenen Lebensbasis erfauft werden könnte.( Beifall.) Aber die Prager Deutschen werden diesen schändlichen Plan durchkreuzen! Die demokrati schen Deutschen werden zwar gegen die Nazi, aber nicht für eine tschechische Liste stimmen, sondern für ein freiheitliches Deutschtum stimmen, für den Wahlblick der demokratischen Deutschen, für Liste 2! allein! Buletzt werden wir als die Demokraten in der ganzen Welt siegen! Der Vorsigende Dr. Schwelb spricht nun im Namen der Versammlung dem Abg. Jakich für seine geifivolle Analyse der heutigen Zeit und dem lieben englischen Gaft für die aufmunternde Bot. schaft des englischen Volkes innigsten Dank aus. Südtirol warnt! Bankbeamte und Wahl stellten der Geldinstitute im deutschen öffentlichen Die besondere Bedeutung, welche den AngeLeben Prags zukommt, beruht nicht nur auf dem stärkste Gruppe repräsentieren, sondern auch darUmstand, daß die Bankbeamten die zahlenmäßig auf, daß sie als Einzelpersonen wie als Stollettivum gut beobachten können, wie die einzelnen Parteien auf die Erfordernisse der Angestellten reagieren und wie sie sich zu den Forderungen, seien sie sozial- politischer, arbeitsrechtlicher oder anderer Natur, verhalten. Wie immer der Bankbeamte eingestellt sein mag er kann die Tatsache nicht anzweifeln, daß die deutschen Sozialdemokra ten ihre Pflicht den Bantbeamten segenüber stets in vollſtem Maße erfüllt haben. Sie bewiesen es bei der Bankengesetzgebung, bei Fusionen, bei Kollektivvertragsver randlungen, bei jeder Regelung von Arbeitszeitfragen und der Ueberstundenkontrolle, auf dem Gebiet des Existenzschutzes und der Pensionssicherung, überall, wo es galt, für die Rechte der Bankangestellten einzutreten. Nun kam als Vertreter der englischen Arbeiterpartei Professor Crosman Orford zu Worte, Der zweite Irrtum ist die konsequente Verken der einleitend erklärte, daß er stolz darauf sei, an nung der außenpolitischen Lage. Unter dem Eindrud diesem Kampfe teilnehmen zu können. Unter dem der Offuvation Oesterreichs ist der Glaube an die stürmischen Beifall der Versammlung überbrachte er fimple Gewalt als ultima ratio noch mehr als vorher die herzlichsten Glückwünsche der englischen Ar. in die Köpfe eingedrungen. Lassen Sie mich dem beiterpartei. Er sagte, für die englische Arbeiterschaft gegenüber nur einige Reitstellungen machen. Das sei der Stampf der demokratischen Deutschen in dieWert von Versailles, fotveit es eine Diskriminierung fem Lande auch der Stampf der englischen Demodes deutschen Volkes einschloß, ist zerstört, es wurde fratie. Er gab dem Herrn Henlein einen Rat: er Wäre die Regelung der Angestelltenfragen aber zerstört durch Alvei parallel laufende Kräfte: folle nicht denken, daß das englische Volt nicht fähig Für die Deutschdemokraten Prags sprach mun nach dem Zusammenbruch der Zen Auf der einen Seite durch die Abwendung des deut- fei, im kritischen Moment unserer Regierung zu hel. Dr. Dvok af, der sich eingehend mit dem Belennt- tralbank ohne die Sozialdemokraten möglich schen Volkes von seiner Besiegtenrolle, aber auch fen. Vor seinem geistigen Auge tauchen noch immer nis Henleins zum Nationalsozialismus und den für gewesen, die sich mit äußerstem Einsatz für die auf der anderen Seite durch die Abwendung der die Bilder auf, die er in den letzten zehn Tagen in die demokratischen Deutschen daraus entstehenden gefährdeten Angestellten schlugen und für sie so Völker des Westens von den Marimen einer furz- Desterreich sammeln fonnte. Nun schildert er seine Stonsequenzen beschäftigte. Wer sich zu Benlein be- viel erreichten, wie keine andere Partei hätte erjichtigen Siegerpolitik. Schon 1920 hat die englische Erlebniffe, aus denen hervorgeht, daß acht Wochen fennt, bejaht die Gleichschaltung, das Neuheidenreichen können? Wäre es ohne die Sozialdemo= Arbeiterpartei den Kampf in diesem Geiſte aufgenom- nach dem Umbruch die Begeisterung für den Na- tum und die nationaliſtiſche Raſſentheorie. Das fraten möglich gewesen, daß die Bankbeamten über men. Es liegt eine tiefe Tragit darin, dak das ehr- tionalsozialismus in Desterreich verschwunden Beispiel der Unterdrückung der Deutschen in Süd- die Krise mit relativ geringeren Opfern als andere liche Deutschtum unterlegen ist in dem Augenblid. in ist. Die Oesterreicher haben die Auffassung, daß es tirol und in Polen durch die Bundesgenossen Hit. Gruppen hinübergerettet wurden? dem die Friedenswilligen der anderen Völker an der ihnen jetzt so wie im Kriege gehe: Sie sind ein Land lers möge für das fudetendeutsche Volt eine WarSchwelle des Sieges standen. Es ist der große Irrunter preußischer Befassung. Man muß es sich genau nung sein. Es gilt, die uns zugedachte Rolle, Werk tum in der außenpolitischen Betrachtungsart so vie- überlegen, was Gleichschaltung heißt. Unser Stampf zeug der Erpansionspolitit faschistischer Staaten zu ler Sudetendeutscher, daß man alaubt, ohne Strieg die ist ein Ringen zwischen dem Faschismus und der sein, mit aller Entschiedenheit abzulehnen. Wer für Sieger des Weltkrieges in Besiegte, die Ordnung Freiheit in diesem Lande. Wer dies heute noch nicht die SdP stimmt, stärkt den unnachgiebigen Standvon Versailles in eine aleichgeartete mit umgefehrten merft, muß dumm sein. Es ist sicherlich sehr leicht. punkt Henleins und damit die Gefahr eines Krieges. Vorzeichen verwandeln au fönnen.( Beifall.) Dieſe Nazi zu sein und durch die Straßen zu toben, be- Wir wollen einen ehrlichen nationalen Frieden, ein Betrachtungen basieren auf einer absoluten Verken- vor die„ Revolution" tommt. Nachher ſieht es an- ruhiges, gedeihliches Zuſammenleben mit dem tiche nung der antifaschistischen Genenkräfte, jener Länder, ders aus. England ist außerordentlich stark chischen Volle und lehnen jeden Terror mit aller welche die Schlüssel zur Weltherrschaft in den Händen daran interessiert, was in diesem Lande geschieht. Entschiedenheit ab. In eindringlichen Worten wandie halten. Man weiß dort, daß auch die Freiheit Englands sich der Redner an die Intellektuellen und an die Herr Senlein wird in London erfahren haben, bedroht ist, wenn Deutschland über Mitteleuropa wahrhaft religiös fühlenden Menschen, denen er daß man dort kein Verständnis für die Errichtung herrscht. Unter ungeheurem Beifall erklärte der zeigte, daß nur der Sieg der Demokratie auch ihre eines totalitären Staates im Gefüge eines demokra Redner, daß wir zusammen fämpfen müffen, um die Freiheit wahrt. Mit großem Beifall nahm die tischen Staates hat, daß man sich dort nicht vorstel- gemeinsame Freiheit zu schützen. Ihr steht nicht| Versammlung diese demokratische Botschaft auf. len kann, deß man in einem Teil unserer Schulen im Geifte Rosenbergs, in einem anderen Teil im Mut haben und fest bleiben! Geiste Masaryks unterrichten könnte.( Lebhafter Beifall.) Unter stürmischem Jubel sprach mum als letter sammlung zurüdfommend, wurde festgestellt, daß es Redner der Listenführer des demokratischen Wahl- die Herrschaften schon billiger tun. Vom zuerst geWenn die SdP heute unter den Bankbeamten agitiert, so kann sie nicht einmal einen Schein beweis dafür erbringen, daß sie etwas für sie geleistet hätte. Im Gegenteil! Sie fann es gar nicht verhehlen, daß ihr infolge der- sehr starken Bindungen an andere Schichten und Kreise auch die elementarsten Voraussetzungen für eine anständige und ehrliche Verfechtung der Bankbeam= tenforderungen und Rechte fehlen, und daß für ie im entscheidenden Augenblick immer die Wünsche der andern im Vordergrund stehen werden. Der Bankbeamte, der daran denkt, daß auf ein Heute auch ein Morgen kommt, muß seine Wahl als Träger einer großen Ver antwortung vollziehen. Nicht nur für das Gesamtdeutschtum Prags, sondern auch für jeden einzelnen wird es von Bedeutung sein, ob die Deutschen Prags durch die SdP oder die DemoDeutsche Hausgehilfinnen Eine gewaltsame oder auch nur undemokratische Lösung unserer Probleme können die Sudetendeut chen nur um den Preis einer selbstmörderischen SpeTulation erſtreben. Für uns alle beſteht also die Ber- bisherigen af fall, der einen Ueberblick über den forderten deutſchen Bürgermeister war keine Bede fraten repräsentiert werden. Für jeden BankWahlkampf in Prag gab. Die Sb, die mehr. Man war bereit, sich mit einer fibeamten, der nicht Augenblidsstimmungen erliegt, antwortung, ob wir mit unseren Sträften beitragen erklärt hatte, daß im Deutschen Hauſe teine demo- ner Straße in Prag zufrieden zu geben. fann es nicht zweifelhaft sein, daß er am Sonnwollen, die Elemente des Friedens zu stärken.( Bei fratische Wahlversammlung stattfinden dürfe, hat( Großes Gelächter.) Man darf wohl sagen, daß tag für die Liste 2 stimmen muß! fall.) Ein Verhängnis wäre es, wenn tvir die histori zur Kenntnis nehmen müssen, daß wir unsere Vor- es dem Professor Pfibner auch hier um nichts ande iche Möglichkeit ausschlagen würden, die demokrati- fammlungen dort abhalten, wo wir wollen.( Großer res geht als um die Erlangung eines Befähigungssche Gleichberechtigung im Staate ohne Krieg au Beifall.) Noch Donnerstag hieß es, in der im selben nachiveises für eine wohldotierte Dozentur im Driterlangen. Saal stattgefundenen SdP- Versammlung, daß fünften Reich.( Zustimmung.) Das Ergebnis der Arbeit Sie sind, auch wenn manche schon viele Jahre in " Soweit ich die Grundsäte lenne, auf welchen hundert SDP- Ordner aus Reichenberg und tauſend der SdP ist in Prag bereits festzustellen: die Prag leben, zumeist fremd in dieser Stadt, in die sie das vorbereitete Nationalitätenitatut aufgebaut ist. deutſche Turner aus Prag mobiliſiert werden, um Prager Straße to bt. Nun befaßte aus ihren deutschen Heimatorten gekommen find, um glaube ich sagen zu können, daß es einen entscheiden- unsere Verſammlung zu besuchen. Wir ließen uns sich Ernſt Paul mit dem Argument der Sdß, daß Arbeit zu finden. Vom politiſchen Geſchehen wissen den wortschritt auf dem Wege zu dieser Gleichstel- nicht einſchüchtern und so wurde der heutige Tag die hiesigen deutschen Demokraten fein Mandat be- fie nicht viel, sie haben sich meistens nicht sehr um das Tung bedeutet.( Lebhafter Beifall.) Wir wollen aber zu einem schwarzen Freitag für die EdP. Wir ha kommen werden. Wir haben gezeigt, die deutschen öffentliche Leben gefümmert, haben still ihre Pflicht wünſchen, daß die Regierung nicht mehr viel Zeit mit ben allen anderen gezeigt, wie man es machen mußt, Demokraten Prags, daß wir gemeinſam für eine geian und waren froh, in ihren wenigen Freiſtunden Detailberatung en veraeudet.( Anhalten wenn man dem Faschismus Stand halten will: es große Sache zu fechten wissen. Wir wollen die Stär- ein bißchen Abwechslung, ein bißchen Vergnügen zu der Beifall.) Wir wünſchen der Regierung, daß sie gilt Mut zu haben und feft zu bleiben!( Stürmische kung der Demokratie im tschechischen Lager und wissen finden. Und nun sollen sie wählen! Wen sollen sic der Sudetendeutschen Partei nicht mehr lange Ge- Buſtimmung.) Die Faschisten sind nur dort tapfer, auch, daß die tschechischen demokratischen Paricien wählen? legenheit gibt, eine Politit des Lizitierens zu treiben wo sie straflos bleiben und Schwächere vor sich hader heißen Wunsch haben, daß die demokratische Front Hausgehilfinnen, die bei Nazis in Stellung sind, und an den Broblemen vorbeizureden.( Erneuter ben. Wo Gefahr bestand, mit fudetendeutſchen Arbei- im deutschen Lager gestärkt aus dem Stampfe her- werden wenn sie nicht zu den wenigen gehören, ſtürmischer Beifall.) Licat das Statut vor, dann ſteht terfäuſten Bekanntschaft zu machen, hat sie ihr viel- vorgehe! Ernst Paul ſchloß mit einem Appell, alle die doch eine eigene politische Ueberzeugung haben die Soß vor einer hiſtoriſchen Entscheidung. Minister gerühmter Wout verlassen. In bewegten Worten Sträfte für den Erfolg der Liſte Nr. 2 einzusetzen teine große Wahlplage haben Ihre Herrschaften" Dr. Krofta hat vor einigen Tagen erflärt, es solle feierte nun der Redner die tap feren Grenz- und den Kampf weiterzuführen in Freund werden verlangen, daß sie den Nazi- Slimmzettel ab über den Entwurf jowohl mit den Repräsentanten foldaten der Demokratie, deren Repräsentan- fchaft für die Freiheit!( Stürmischer geben. Wär' noch schöner, wenn die Dienstboten ander Sd als auch der deutschen Sozialdemokraten ten auch an der Versammlung teilnehmen und denen Beifall.) ders stimmen als die..Brotgeber" wollen! Was wär' Der Leiter der Versammlung Dr. Shwe Tb das für eine Gefolgschaft"? Wenn ein Nazi schon lein bei ben Terhandlungen den Vortritt zu laffen, Beifall unterstrich die Versammlung die Bitte Pauls schloß dieſe nun mit der Mahnung an die Teilneh- sonst nirgends Führer" sein kann, so doch daheim, berhandelt werden. Ich bin gerne bereit. Herrn Sen- heißer Dank gezollt werden muß. Mit stürmischem bamit et nicht fagen tann, wir hätten ihn herunter- an die Kämpfer aus der Provinz, draußen zu sagen, mer, sich weder durch deutsche, noch durch tschechische zuallermindest der Hausgehilfin will er befehlen fönlizitiert. Gr möge Farbe bekennen, ob er Gleich daß es in Prag demokratische Deutſche gibt, die so Unruheſtifter provozieren zu lassen und alles einzunen und von ihr kann er doch wohl nicht nur im Causberechtigung haben will oder Vor her twie sie bereit sind, bis zum Letzten ihre Pflicht zu ſehen, um am kommenden Sonntag erfolgreich zu halt, sondern auch bei der Wahl..volle Einsatzbereit, schaft" verlangen. a ft.( Beifall.). Gleichberechtigung können wir tun. Noch einmal auf die donnerstägige SdP- Ber- bestehen, M Seite 10 " Sozialdemokrat" Demokraten, die ja das Recht der freien Mei-| möglichst raschen Durchführung der geplanten Neunungsbildung für jedermann fordern und es jedem bauten zu bringen. Menschen zubilligen, pflegen zumeist jeden Versuch einer Beeinfluffung ihrer Hausgehilfinnen zu unter laffen. Aber politische Aufklärung, politische Wer bung ist wahrhaftig nicht gleichbedeutend mit Gesins nungszwang, darf es nicht sein. Doch werben muß auch der Demokrat- wirklich werben. Er soll der Hausgehilfin fagen, um was es sich handeltjie soll nicht entscheiden, ohne zu wissen, worüber sie entscheidet und für wen sie entscheidet. Wichtiger aber, viel wichtiger ist das Werben jener Hausgehilfinnen, die ihre Verbindung mit den Arbeitereltern nicht verloren haben, die sich in der fremden Stadt ein Bild der Heimat bewahrt haben und nicht wollen, daß die Arbeiterfeinde siegen, daß diejenigen siegen, die in den Arbeitsmenschen nur ge= horfamverpflichtete Gefolgsleute sehen, in den Hausgehilfinnen nur Dienstboten, in den Frauen nur min derwertige Wesen sehen. Diese Hausgehilfinnen müssen ihre Kolleginnen bestimmen, freiheitlich zu wählen, für die Arbeiterrechte und für die Frauenrechte zu stimmen. Am Wahltag hat die Stimme der Sausgehilfin so viel Wert und so viel Gewicht wie die des progigsten Großbourgeois, wie die der Kapis talisten. Am Wahltag kann die Hausgehilfin frei ibre Meinung befunden sie kann sich zur Freiheit bekennen und zum Recht der Arbeitsmenschen befennen, ſie fann für die Liſte 2 ſtimmen! Der morgige Wahlakt Im allgemeinen werden die Wähler und WähTerinnen in Prag schon seit Beginn der Woche im Bes jis der Dokumente sein. Wem sie nicht zugestellt wer den, fann sie noch heute persönlich beheben, und zwar in den Bezirken I bis VI im Altstädter Rathaus, in den anderen Stadtteilen in den zuständigen Magi8 Prag bekommt ein neues Museums- und Galeriegebäude. Derzeit plant die Stadt den Bau eines neuen Museumsgebäudes einer Galerie. wo alle Kunstgegenstände. Sehenswürdigkeiten usw., für die das Museum auf dem Pořitsch nicht mehr ausreicht, ausgestellt werden sollen. Die Geldinstitute( Städt. Versicherung und Prager städ:. Sparkasse) sind be= reit, die beiden Gebäude auf eigene Kosten bauen zu lassen. Mit Rücksicht auf die Wahlen hat die Staats bahndirektion in Prag den Ausflug nach Molitorov am 22 Mai und nach Konopiště am 29. Mai in einen halbtägigen Ausflug mit der Abfahrt um 12 Uhr abgeändert. Anmeldungen und Informationen im Referate der Ausflugszüge im Basar neben dem Wilson- Bahnhof, Telephon 38.335. gericht als Berufungsinstanz zur Verhandlung, das nach durchgeführter Verhandlung das erstinstanzliche freisprechende Urteil bestätigte. Kunst und Wissen Die Betriebsversammlung des Deutschen Thea ters am Donnerstag schloß wie wir nachzutragen haben, damit, daß die Gesamtvertretung der Mitgliedschaft sich den Ausführungen Herrn Dr. Egers vollinhaltlich anschloß und dies durch ihre Unterschrift bekräftigte. Beginn der Festvorstellungen: Donnerstag( Christi Simmelfahrt) Arabella"( C1) mit Marriet Senders, Mandryka Giprod. Staatsoper Wien, Die Liste des Wahlblocks der demokratischen Deutschen zu den Gemeindewahlen in Prag trägt die Nummer Gerichtssaal ſtratsämtern avischen und 14 Uhr. Die Dos Das Urteil gegen den lenker Bryxi fumente werden nur bei Nachweis der Identität ausgefolat Am Wahlta a felbft sind nicht rechtzeitig zu gestellte Wählerlegitimationen bei der zuständigen Wahlkommission deponiert, wo sie behoben werden müssen. Als Dokument für den Identitätsnachweis kommen Heimatsschein, Tauf- und Geburtsschein usw. in Betracht. Mit der Wählerlegitimation sind auch die zugestellten Kandidatenliſten in das Wahllokal mitzunehmen. Gewählt wird zwischen S und 16 Uhr. Es besteht Wahlpflicht. Jeder in den Wählerberzeichnissen Eingetragene muß seine Stimme abgeben. Die Nichtbeteiligung wird mit 20 bis 500 Kč oder einer entsprechenden Gefängnisstrafe geahndet Um unnötiges Warten in den Wahllokalen zu vermeiden, empfiehlt der Magistrat, daß die Inhaber der Legitimationen mit den Ordnungszahlen 1 bis 200 zwischen 8 und 10 Uhr, mit den Zahlen 201 bis 500 zwischen 9 und 11 Uhr, mit den Legitimationen 501 bis 800 aivischen 11 und 18 Uhr und mit den Bahlen 801 aufwärts zwischen 13 und 16 Uhr zur Wahl erscheinen. In diesen Nachmittagsstunden follen auch fene wählen, die fich an die empfohlene Einteilung nicht halten fönnen. Für die ,, Viktoria zu Berlin" gelten unsere Gesetze nicht? Die Versicherungsgesellschaft Victoria. eine Zweigstelle der reichsdeutschen Anstalt in Berlin, stand bisher mit ihren Angestellten im besten Einbernehmen. Seitdem jedoch Dir. Růžička zum leitenden Direktor der hiesigen Repräsentanz wurde, sind die Angestellten verschiedenen Schifanen ausgefeßt. Dir. Růžička, der selbst vor Zeiten in schweren Verhält niffen lebte und Funktionär der Angestellten war, als er als fubalterner Beamter in den Diensten der Afficurazioni- Generali stand, vergaß allzu bald auf jeine bessere Vergangenheit, Da ihm die Gewertschaftsorganisation verhaßt ift, fucht er feine Belfer bei den Kameraden Konrad Henleins. Der Sekretär des D.H.V., Vawellet, dessen Name von der germanischen Herkunft gerade so zeugt wie der Name des Direttors der Versicherungsgesellschaft Victoria, ist sein häufiger Gast. Es scheint. daß Dir. Růžička mit seinen Gedanken mehr in Berlin als in Prag weilt, denn gegen den flaren Wortlaut des Dienstvertrages, welcher mit der Gewerf schaftsorganisation abgeschlossen wurde, weigert er fich, für die Anaeſtellten den Beitrag zur Verteidigung unseres Staates zu zahlen. 2 1a. G. Freitag Die Bauberflöte" ( Abonnement aufgehoben) Kč 4.50 bis 58. Näch jten Samstag.. a m I e t", neuinszeniert Festvor stellung anläßlich des Geburtsfestes des Herrn Präs Straßenbahn- benten der Republik.( A1). Die Ausstellung der Arbeiten. Mikulaš Aleš's aus dem Besize des Museums der Hauptstadt Brag Eine bemerkenswerte Urteilsbegründung auf dem Poříč umfaßt Werke vom Jahre 1877 bis Fünf Monate bedingt 1910 sowie viele Studien und fertige Kantons. Die Ausstellung ist täglich mit Ausnahme von Montag Prag. rb Nach zweitägiger Verhandlung wurde und Donnerstag von 14 bis 18, Sonntag von 9 bis gestern vor dem Straffenat des GM. Dr. Stud= 13 Uhr geöffnet und dauert bis Mitte Juli, EinFranz Bryri gefällt, dem die Auflage zur Last legt, nista das Urteil gegen den Straßenbahnlenter tritt frei." durch strafbare Fahrlässigkeit das Dejwiger Straßenbahnunglück vom 11. Dezember v.. verschuldet zu haben, das ein Todesopfer und 67 Verletzte forderte. Den Sachverhalt haben wir bereits geschildert. Der Angeklagte wurde im Sinne der Anklage ſchuldig erkannt und zu fünf Monaten strengen Arrestes, bedingt auf drei Jahre, verurteilt, außerdem auch noch zum Ersatz der Vertretungskosten der Vertreter der Beschädigten, deren Palmarerechnungen zwischen 300 und 600 Kč ſchwanken. Samstag halb 8: Weib im Purpur, C 1.- SonnWochenspielplan des Neuen Deutschen Theaters. tag halb 7: Die Meistersinger von Nürnberg. 2. Montag 7: Die Pfingstorgel, Theatergemeinde der Jugend( rote Karten) und freier Verkauf, Abonnement aufgehoben. Dienstag halb 8: Sans Seiling. A 1. Mittwoch halb 8: Das Weib im Purpur, B 1.-- Donnerstag halb 8: Arabella, C 1. - Freitag halb 8: Die Zauberflöte, Abonnement aufgehoben. Samstag balb 8: Hamlet, Festvorstellung anläßlich des Geburtsfestes des Präsidenten der Revublik, A 1. Herrn Samstag ohne echten Juhasz Samstag, 21. Mai 1938. Nr. 119 VOLKSZÜNDER Kauft nur Volkszünder! Ferdl, der mit seiner Bauernschlauheit und seinem Prozentum allerhand zu lachen bietet. Um ihn sieht man gut gezeichnete bayrische Typen, fleines Spit. Bermilieu, mit liebevoller Fronie dargestellt. Eine nicht unwichtige Rolle fällt einem stichelhaarigen For zu, der sich uns als gut dressierter Filmbund vorstellt. Die unvermeidliche Liebesgeschichte gerät durch blasse Darstellung in den Hintergrund. Im ganzen ein ziemlich naiver Film, deisen volkstüm licher Humor aber durchaus einnehmend ist. Urania- Kino 8 91 18 E e fi it h 111 111 Premiere des Lachschlagers ,, Der Hund als Mil. lionär, mit dem derb- gemütlichen Weiß Ferdi und feinem komischen Hunde Oiii! Dazu Disneys Farb film ,, Rotkäppchen" und Attualital Seute 6, 49, Sonntag 4, 6, 9 Uhr. Vereinsnachrichten Rote Falken, Prag. Heute, Samstag, und Sonntag finden die vorgesehenen Heimveranstaltun Ben nicht statt. Die Teilnehmer der Wochenendschule treffen sich am Samstag um 4.45 Uhr am Smichover Bahnhof. Die Abfahrt ist um 15.10. Ortsgruppe Prag. Sonntag, den 22. Mai, entfällt wegen der Wahlen die ausgeschriebene Wanderung. Die Hütte im Brdywald ist jedoch geöffnet. Dienſt: Zivinzscher. Urania Kino:„ Der Hund als Millionär." Weiß Ferdi. Adria:„ Londoner Nächte." Engl. Alfa: Das nadie Modell." 2. Rainer, W. Powell. A. Apollo:„ Millionäre." D.- Avion:„ Tarzans neue Abenteuer." A. Bajkal:„ Die zweite Frau." Regic Willy Forst. D.- Beranek:„ Wir schwören." Rujj. Fenig:„ Trigger Bill." Wallace Beery. A. Flora:„ Detektiv Nid in New York." Powell, Loy. A.• Hollywood:„ Fünf Millionen suchen einen Erben," D. Hvězda:„ Flucht vor dem Tode." Bennet, Homolka. Engl. Julis:„ Gewitter im Mai." D.Rinema b. V. B.: Journale, Grotesfen, Reportagen. Koruna: Aft.- Th.: Journale, Grotesten, Reportagen. Kotva:„ Die freudlose Gasse." Interessant und nicht ohne Bedeutung für die Wochenspielplan der Kleinen Bühne. Samstag Bivilprozeſſe, die infolge dieses Verlehrsunglüds S Uhr: Hoffnung. Sonntag 3: Buviel Familie, gegen die Prager Elektrischen Unternehmungen als 8: Stammerjungfer. Montag 8: Zwei Dugend Dienstgeber des Angeklagten eingebracht wurden, find rote Nojen, volkstümliche Vorstellung. Dienstag Filme in Prager Lichtspielhäusern einige Ausführungen der Urteilsbegründung. So ist halb 8: Anthony und Anna, Erstaufführung. in den Urteilsgründen ausgesprochen, daß dem Ange- Mittwoch 84: Robert Guistard, Der zerbrochene flagten weitgehend mildernde Umstände zuerkannt Serug. Deutsche Volfsbühne und freier Verkauf. werden mußten, da er von der vorgesehten Stelle. Donnerstag 8: Anthony und Anna. Freitag 8: troß seiner offensichtlichen Nicht- Südfrüchte, volkstümliche Vorstellung. eignung für die Funktion eines Motorwagen- 8 Uhr: Anthony und Anna. führers zu einer solchen Tätigkeit beordert wurde. Das Uricil spricht im Sinne der Sachverständigengutachten aus, daß der Angeklagte sich im fritische: Moment opfos und vorschrifts widrig benommen habe, sagt aber gleichzeitig, daß die mangelnde Eignung des Angeklagten den maßgebenden Stellen der Elektrischen Unternehmungen, wie auch seine allzu kurze Praris bekannt sein mußte. Die Urteilsbegründung verweist ferner darauf, daß an jenem Stid der Elfer- Linie, das infolge feines Ge HUBERT EICHLER, REICHENBERG Dita Barlo, Préjean. Franz. Lucerna:„ Trigger fälles als gefährlich zu bezeichnen ist, nach diesem Unglüd eine Zwischenstation eingeschaltet wurde, die verhindern soll, daß die Straßenbahnzüge auf dieser Strede unier ungünstigen Verhältnissen( Glatteis u. dal.) ins Rollen geraten und sich der Herrschaft des Lenters entziehen.( Eine ähnliche Vorkehrung wurde befanntlich nach dem schweren Unglück beim Museum durch die Schaffung der neuen Haltestelle bei der Einmündung der Strétová in die hochstraße getroffen.) Alle diese angeführten Umstände entlasten den Angeklagten, werden aber gleichzeitig in den schwebenden Schadenersapprozessen der verschie denen Beschädigten gegen die Elektrischen Unterneh mungen eine Rolle spielen. kein rechtes Gulasch Der Film 101 für uns Bill." Wallace Beery. A.- Metro:„ 10: 0 für uns!" Brüder Rig. A.- Passage:„ Zweimal zwei im Him melbett." D.- Praha:„ Das Geheimnis des Er finders." A. Radio:„ Tapfere fleine Mitsulo." D. Sfant:„ Café Metropol." A.- Světozor: Vele „ Fünf Millionen suchen einen Erben." D. trhy:„ Der Herrscher." Emil Jannings. D. vedere: Blaubarts achte Frau." Cooper, Colbert. A. Beseda:„ Der elektrische Stubt." M. Loy, Cl. Gable. A.- Carlton:„ Robin Hood von El Dorado." W. Barier. A.- Illusion:„ Am Kreuzweg." Tich. Lido II:„ Wir schwören!" Ruff. Vel. Louvre:„ Robin Hood von El Dorado." W. Barter. A. Maceška:„ Café Metropol." L. Young, Tyr. Power. A.- Olympic:„ Falschspieler." Berštyn:„ Drei im Streis." A.- Nogu:„ Gasparone, Tatra Weinberge: der luftige Abenteuerer." D.. „ Der Herrscher." D.- I Vejvodu:„ Das Verbängnis einer Nacht." Arthur. A. Valdet:„ Deteftib Der Film aus Hollywood, der eigentlich..Das Leben beginnt im Stollen" heißt und mit den Scherzen amerikanischer Studenten und amerikanischer Fußballraufereien aufwartet, ist als Ganzes doch nur ein Vorwand für die Darbietungen der drei R i= Brothers. deren feineswegs dezente und auch nicht geistreiche, aber mit allen Stünſten akrobatischer Groteske, musikalischer und tänzerischer Komit und clownhafter Gesten ausgestattete Svaßmacherei auch hierzulande ein veranüates Bublifum finden wird. Die Rig- Brothers erreichen zwar die Marr- Brothers zu geraten pflegen, während die Späise der Brüder nicht, deren Narrheiten schon ins Gebiet der Kunſt Nid in New York." Loy, Powell. A. Rig mehr in der Sphäre eines munter- dreisten Volts- Stabaretts bleiben, aber sie verstehen die Mitteilungen aus dem Publikum. Mittel, die ihnen zur Verfügung stehen, sehr wir- Nach den üppigen Feiertagsessen sind alle befungsvoll einzuießen und tun es mit höllischem geiſtert von einem Juhasz- Gulasch. Besonders Tempo und sehr viel Lärm, der auch sonst in diesem empfehlenswert ein Szekelygulasch. Genaue Kochvor Film eine große Rolle spielt. Von der Handlung zu schrift, auch für 19 andere Juhasz- Gerichte, sind reden, in deren Mittelpunkt ein braver Indianer- jedem Pädchen beigelegt. Herstellerfirma Subert Student, der von seinen Stollegen verachtet wird, und Eichler, Reichenberg, Obere Sonnengasse 5. 3466-3 lassen werden soll, erübrigt sich: es genügt zu sagen, daß sich durch einen großen Fußballkampf alle Stonflitte beftens lösen, auch die beiden Liebesgeschichten. die Thrische und die groteske, auf die man auch in die A. Seiters hat für die nötige Flottheit und ſem Film nicht verzichtet hat. Die Regie William Bewegtheit gesorgt, dabei freilich auch auf die ältesind außer den Rib- Brüdern Nat Pendleton ſten Einfälle nicht verzichtet. Von den Darstellern als Indianer, Fred Stone als Trainer und Joan In Trauerfällen finden Sie alles, was Sie benötigen Kleider, Mäntel, Kostüme, Bluſen, Schlafröde in allen Preislagen und für jede sigur fertig auf Lager bei Busch, Prag, Příkopy( Mitte I. Stock. Auch mittags geöffnet. Telephon 246-17. des Grabens), Eingang nur innen im Hauſe, in Bereits 45.000 registrierte Motorfahrzeug- Korruptionsanklage Führer in Prag. Die vorgeschriebene Registrierung der Motorfahrzeugführer geht nur langsam vonstat um zehn Kronen ten. Die Angestellten fönnen den Ansturm auf das Amt, der seit Wochen dauert, faum bewältigen. Bis- idr muc tam folgender Fall zur Verhandlung: Brag. rb Vor dem Berufungsſenat des GR. Dr. her wurden 45.000 Personen als Motorfahrzeugfüh- Vor einiger Zeit hatte sich vor dem Bezirksgericht in rer registriert, man rechnet, daß dies mehr als die okowi in Horowißer Advokat zu verantworten, Sälfte der Motorfahrzeugbesiger ist, die Führer der im Auftrage eines Klienten einen Vetrag von schein haben und im Gebiete von Groß- Prag wohnen. 400 Kč bei Gericht erlegen sollte. Der zuständigen In den Orten außerhalb Prags wurden die Ver- Abteilung des Horowizer Bezirksgerichtes ging nun zeichnisse in der vorgeschriebenen Zeit abgeschloſſen. ein Schreiben zu( geschrieben auf dem GeschäftsDie Prager Polizeidirektion gegen die Vorgärt- papier des betreffenden Advokaten), in welchem um chen. Ständig fonnte man im Frühjahr beobachten, Aufschub angesucht wurde. Dieſem Schreiben lag daj; die Zahl der auf den Trottoirs vor Restauratio- eine Behntronennote bei. Der mit dieser Agenda bez ein Fußballtrainer steht, der undankbarerweise entnen und Staffeehäusern placierten Vorgärtchen steigt, traute Stanzleibeamte erstattete hiervon dienstliche ungeachiet deſſen, daß manchmal dem Passanten faum Meldung bei seinem Vorgesezten und die Folge war, Blaß zum Gehen auf dem Gehsteig übrig bleibt. Nun daß gegen den Advokaten die Vorerhebung wegen hat die Polizeidirektion eingegriffen und an den lebertretung nach dem Korruptionsgelet erhoben Magistrat das Ansuchen gerichtet, aus Gründen der wurde. Der verdächtigte Anwalt verteidigte sich da Stommunikation feine Neubewilligungen mehr für hin, daß er den beanständeten Brief weder dittiert, solche Vorgärichen auszugeben. Vielmehr soll noch noch selbst geschrieben habe und daß es sich um ein Raum dort geschaffen werden, wo z. B. enge Stra Versehen seiner Kanzleibeamtin handle. Er verBen durch alte Geschäftsportale noch mehr verengi fuchte, die Sache dahin aufzuflären, daß eine bloße merden. Diese sollen durch neue, der Straße ange- Verwechslung vorliege. Sie habe zunächst einen Primessene, erießt werden. vatbrief geschrieben, dem sie jene 10 Kč beilegen Auch ein anderer„ Schönheitsfehler" der Stadt wollte, und dann das Ansuchen an das Bezirksgewird verschwinden: Die umzäunien leeren Pläße, die richt. Versehentlich habe sie dann die Banknote in durch Neubauten hätten ersetzt werden sollen. Es den lettgenannten Brief gesteckt. Es gab eine lange wurde aber von privater Seite infolge der Kerise mehr Voruntersuchung, die feinerlei schlüssige Beweise da men nun diese Leere. Die Verschalung hindert nicht, heit beruhe. So fällte das Horowißer Bezirksgericht, rung, in dem ein bayrischer Poſtsekretär in den Be sie zu Ablagerungsstätten verschiedener Abfälle zu wo dieser Fall in erster Instanz verhandelt wurde, siz einer Millionenerbschaft tommt, weil der Hund benüßen und so bilden sie oft eine sanitäre Gefahr. einen Freispruch. Auf Berufung des staats- der verstorbenen Tante gerade ihm unter allen VerEs wird geplant, durch Gefeßesverordnung diesem anwaltschaftlichen Funktionärs tam die Sache geſtern wandten zuläuft. Die Hauptrolle des glücklichen ErUebelstand abzuhelfen und die Bauplaßbefizer zur nochmals in zweiter Instanz vor dem Prager Streis- ben spielt der bekannte Münchner Komiker Weiß Bezugsbedinguna en: Bet Rustelluna inshaus oder bei Bezua durch die Poft monatlich Ke 17- vierteljährig Kč 51- halbjährig Ke 102, ganzjährig Kč 204- Inserate werden lan Tarif billigst berechnet.- Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken. Die Zeitungsfrantatur wurde von der Boit- u. Telegraphendirektion mit Erlas Nr. 13.800. VII/ 1930 bewilligt.( Kontrollpostamt Braha 25.- Druderei:..Orbis". Drud, Verlags, u. Beitungs- A.- G. Prag. 4517 4791 march als komische Liebhaberin zu nennen. Bahnhof- Restaurant Eger Georg Eberl --cisDer Hund als Millionär. Das Urania- Seino hält sich bester empfohlen abgeriffen als gebaut und Bretterverſchläge nurab- für erbrachte, daß dieſe Verteidigung nicht auf Wahr- bringt in dieſer Woche ein Luſtſpiel zur Urauffüh- Die erste Dampfmolkerei und Käserei & in Gratzen, Böhmerwald empfiehlt ihre erstklass. Erzeugnisse Beachten Sie die Schutzmarke! b