Sozialdemokrat Sentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh/ Einzelpreis 75 Heller Redaktion u. Verwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Berantwortlicher Redakteur: Rarl Rern, Prag 18. Jahrgang Mittwoch, 8. Juni 1938 Der Kongress der tschechischen Sozialdemokratie Kraft der Arbeiter Kraft der Republik! Aus dem Inhalt: Jaksch spricht in Teplitz- Schönau Kampfansage Hodžas an Hlinka Die deutschen Kurorte und. Sommerfrischen bleiben leer Ein zweites Südtirol: Konrad Henlein Nr. 133 verrät die Karpathodeutschen SdP begnügt sich für die Slowakei mit den Minderheitsrechten des Vertrages von St. Germain Die Sudetendeutsche Partei, welche ihr gan- deutsche Inschriften haben dürfen. Die National zes Dasein mit der Notwendigkeit rechtfertigt, den sozialisten haben die Deutschen Südtirols, einen Deutschen in der Tschechoslowakei Freiheit und kerndeutschen Stamm von gutem deutschem Blute Recht zu erkämpfen, iſt im Begriff, einen unerhör und guter deutscher Raſſe, rückſichtslos aufgegeten Verrat an diesem Deutschtum zu begehen, in ben, damit die Beziehungen Deutschlands zu dem sie die deutsche Minderheit in der Slowakei, Italien nicht gestört werden und damit der Fadie Karpathendeutschen, den slowakischen Autono- schismus seine Herrschaft in Europa aufrichten misten ans Messer liefern will. fann. An diesem Beispiel der Preisgabe eines deutschen Volksstammes hat sich Herr Henlein ein Beiſpiel genommen und wendet es auch auf einen Teil des Deutschtums in der Tschechoslowakei an. Man kennt die Art, wie der Nationalsozia lismus schonungslos deutsche Minderheiten in den Abgrund stößt aus dem Beispiel Südtirols, einen Verrat an deutschen Interessen, den die Geschichte besiegelt hat. In Südtirol leben 220.000 Deutsche, die kein Sprachenrecht haben, kein Recht auf Schus len, die völlig romanisiert werden, deren Namen verschwinden und deren Grabmäler nicht einmal Die gewaltigste Kundgebung, welche die Republik sah Wenn bei großen politischen Veranstaltun-[ ein Ganzes schmiedet: Die geballte Kraft des gen sonst das Wort angebracht sein kann, daß fie tschechoslowakischen arbeitenden Volkes, das Ruckeiner Stadt, und sei es eine Großstadt wie grat des Staates und seiner Demokratie! Brag, ihren Stempel aufgedrüdt haben, so ers In hunderte Teilbilder aufgelöst zog das Leben der Arbeiter und ihrer Partei an den Zus weist es sich diesmal als zu flein und farblos. schauer vorbei, vier Stunden lang, nicht stodend Der Jubiläumskongreß der tschechoslowakischen und nicht abreißend. Die Anfänge der Partei, jozialdemokratischen Partei war ein Ereignis, das ihr Wachsen und ihre Bedeutung. ihre Zukunft: von Pilsen bis Užhorod alles in seinen Bann zog. die Arbeit in den Betrieben, das Leben der Haus Wir haben in den letzten Jahren große und frauen, Stampf und Freude der Jugend; Be Die politischen Spannungen in Europa wers eindrucksvolle Manifestationen der verschiedensten werkschaften, Genoſſenſchaften, Turner und Kul den gegenwärtig von der Slowakischen Wollspartei politischen Richtungen als Augenzeugen miter- turorganiationen, Arbeiter aus den Induſtries ausgenügt, um die Forderung nach der Autonomie lebt, wir konnten die Massen schäßen, die aufgezentren und aus weltverlorenen flowatischen und der Slowakei zu erheben. Den Anlaß dazu bot die boten waren, den Geist erkennen, der aus ihnen farpathorussischen Dörfern, das Arbeitsgewand amerikanische Delegation von Slowaken, die vor sprach, und die Ideen werten, die sie gerufen hats neben der farbenfrohen Volkstracht- tausendfäl einigen Tagen in die Slowakei gekommen ist und ien. Nach diesem Sonntag des Stolzes und des tig wie das Leben des Arbeiters war auch diedas Original des Pittsburger Vertrages, der am Jubels können wir sagen, daß die große Partei fer Zug, aber auch feſtgefügt wie die Pactei des Jede Gruppe hatte dafür gesorgt, daß der Zug fes- 30. Mai 1918 abgeschlossen worden ist und auf des tschechoslowakischen arbeitenden Volkes ihre Arbeiters! Der Wald von roten Fahnen, der viele felnd, bunt und charakteristisch für ihren Beruf war. den sich die flowatischen Autonomisten als auf Menschen zu der grandiosest en Kund- Kilometer lang den Zug überwogte und flan- Den Zug der Arbeiterturner eröffnete ein Was die Rechtsgrundlage ihrer Forderungen berufen, gebung vereinigt hat, die Prag bisherte, die zum Gruß erhobene Fauſt, die Losungen, auf dem eine riesige Landkarte der Tschechoslo- Slinta in Rosenberg überreicht hat. Die SDPher gesehen hat. Es sprechen nicht nur gen der Transparente, die Sprechchöre sie wakei von Turnern mit dem Gewehr im Anschlag Presse ist nun Feuer und Flamme für die slowakidie Zahlen, es ist nicht alles gesagt, wenn man schlossen um alles das einigende Band. So marflantiert wurde eine Bekundung zur Verteidigung schen Autonomisten und die Zeit am Montag" berichtet, daß 150.000 Männer und Frauen den schierten durch die Straßen der Hauptstadt nicht des Staates, die überall mit stürmischem Beifall aufZug bildeten und zehntausende auf den Straßen hundertfünfzigtausend Einzelne, sondern es mas und aus den Häusern ihnen zuwinkten. Ein nifestierte sich eine Bewegung, deren Angehörige dringlicher noch spricht der Geist, der sie beseelt zeigten, daß sie alles für ihre Ziele einzusehen und vereint, der aus den unübersehbaren Reihen| bereit sind. Der Zug der 150.000 genommen wurde. Die einzelnen Zweige der Arbei- vom 6. Juni schildert mit Begeisterung die Kundterturnbewegung zeigten ihre Disziplinen. Den Abgebung der Hlinkaleute in Preßburg, die am schluß dieses dritten Teils des Festzugs schufen poli- Pfingstionntag stattgefunden hat, wobei das Blatt tische Organisationen im Zeichen der Worte Für einen vierspaltigen Bericht auf der ersten Seite Majaryls Politit!" und„ Das Glück des Staates sind bringt, betitelt Hunderttausende umjubeln die Summe des Glüds der einzelnen Menschen!" Hlinka... Dramatischer Kampf der nationalen Den letzten, vierten Teil charakterisieren die Slowaken". Außerdem hat der Stellvertreter KonWorte, Wir werden sein!" Die Standarte, die ihm rad Henleins, Herr Frank, wie die sonntägige vorausgetragen wurde, verkündete ,, Die Grundlagen Kurz vor zehn Uhr erschien, stürmisch be-| schen Lokomotive mit sich, alte und moderne Wagen grüft von dem dichten Spalier, der Präsident der waren auch im Zug der Poſtler und der Straßen find fertig wir bauen eine neue Welt!" Die ein Beit" meldet, im Namen der SdP an das Prä Republik, für welchen auf der Tribüne vor dem bahner au sehen; hier sah man auch intereffante hi- zelnen Bilder dieses Teils veranschaulichten die so idium der Slowakischen Volkspartei ein Begri Bostsparkaffengebäude ein Ehrenplay vorbereitet ſtorische Uniformen. Es folgten die Angestellten der aialiſtiſchen Forderungen, den Willen und die Schn- ßungstelegramm gerichtet, worin geschrieben steht, Selbstverwaltung, die Holzarbeiter, Lebensmittel sucht nach Frieden und Völkerversöhnung. Sinngemäß daß das Sudeten- und Karpathendeutschtum der war. Der Präsident fah dem Zug, aus welchem arbeiter, Glasarbeiter, Lederarbeiter, Bauarbeiter, wurde dieser Teil des Zuges, welcher der Zukunft Slowakischen Volkspartei„ aufrichtige Glückwünsche" übermittelt: ihm die Maffen zujubelten, bis halb zwölf Uhr zu. Typographen, Bergiente, Arbeiter der chemischen In galt, von der Jugend abgeschlossen. Knapp nach seiner Ankunft zeigten sich die ersten dustrie, landwirtschaftliche Arbeiter und KleinlandReihen des Festzuges auf dem oberen Wenzels- wirte, Tertilarbeiter, Metallarbeiter, Angestellte. play. Der Zug traf auf dem Wenzelsplay zehn Minuten vor zehn Uhr ein, seine letzten Reihen passier ien den Plaz um 14 Uhr. An der Spize fuhren Moforradfahrer und sechs Hundertschaften von Radfahrern, hinter welchen Jugend eine große viergliedrige Standarte mit der Aufschrift 60 Jahre tschechoslowafische sozialdemokratische Arbeiterpartei" trug. Dann folgte der erste der drei großen Teile des Festumzugs, den eine hundert Quadratmeter große Staatsfahne einleitete, die von Arbeitern in ArbeitsHeidern getragen und umgeben war. Die einzelnen Bilder dieses ersten Teiles veranschaulichten die Befreiungsfämpfe und den 28. Oftober 1918. Stürmisch aftlamiert wurde das überlebensgroße Bild des Präsidenten Masaryt, das im Zuge getragen wurde. Den zweiten Teil, dessen Motto die Worte Wir waren" bildete, eröffneten Metallarbeiter mit dem Transparent 60 Jahre Stampf für Freiheit, Demokratie, Sozialismus und Glück der Menschen". Den Kern dieses Teiles bildete eine Art historischer Film, der durch Vergrößerungen alter Bilder und Photographien gebildet wurde. Man sah die Gründung der Partei, die Persetutionen der Arbeiterbewegung, die erste Maifeier, blutige Streifunterdrückungen im Jahre 1894, die Gründung der Arbeiter- Akademie, die Gründung der DTI. der Gewerkschaften und der Genossenschaften, den Kampf um das Wahlrecht, den Präsidenten Masaryk auf sozialdemokratischen Kundgebungen, den tschechoslowafischen Auslandskampf, schließlich die Ankunft Masaryks in Prag im Jahre 1918. Der dritte Teil stand im Zeichen der Worte Wir sind". Er nahm den größten Teil des Umzugs ein und war charakterisiert durch die verschie denen Arbeitsgruppen. Es war ein Marsch der Arbeit! Hier wurde das Wachsen der Partei aus kleinen Anfängen gezeigt, der ersten Vorfämpfer der Bewegung gedacht, und schließlich augenfällig demonstriert, was die Arbeiterbewegung in 60 Jahren ihres Kampfes auf politischem, wirtschaftlichem und sozialem Gebiet errungen hat. Der Aufmarsch der politischen Organisationen, der durch die slowakischen und farpathorussischen Teilnehmer eröffnet wurde, war reich belebt durch die Trachtengruppen, welche die Eigenheiten der verschiedenen Landitriche zeigten. Eigene Abschnitte hatten die Arbeiter- Akademie, die Gesunde Generation", die Sozialversicherung, die Genossenschaftsbewegung mit allen ihren Zweigen. Es folgten dann die Gewerkschaften, die auf allegorischen Wagen ihre Erzeugnisse und den Arbeitbor- 7 gang zeigten. Die Eisenbahner, die hier als erste 30gen, führten ein riesiges Modell einer aerodynamis Das letzte Transparent fagt:„ Die Republik für die Arbeiter die Arbeiter für die Republik!" In der Präsidenten- Loge auf der Tribüne Von rechts: Der Präsident der Republik Dr. Beneš, Eisenbahnminister Bechyně, Parteivorsitzender Abg. Hampl, Justizminister Dr. Dérer, Senatsvorsitzender Dr. Soukup, Abg. Dr. Meissner. Cou Der Wenzelsplatz während des Umzuges Vor der Tribüne steht Republikanische Wehr Man muß nun, um die Perfidie dieses Vorgehens der SdP zu begreifen, wissen, daß Hlinka in dem Autonomicentivurf, welcher der..Slovák" am 5. Juni veröffentlicht hat, über die Sprachenfrage folgenden Passus in die Verfassung aufgenommen wissen will: Auf dem Gebiete der Slowakei ist die Amts- und Unterrichtssprache die flowakische, die den Minderheiten im Vertrage von St. Germain zugesicherten Sprachenrechte bleiben unberührt. Man ermesse, was das heißt: Konrad Hen Tein und seine Partei beglückwünschen den Herrn Hlinka, der in der Slowakei einzig und allein die slowakische Sprache als Amts- und Unterrichtssprache eingeführt wissen will! Während die Sdp in den historischen Ländern den Kampf um die Gleichberechtigung der deutschen Sprache zu füh ren vorgibt, während gerade jetzt die Entscheidung fällt, inwieweit das Sprachenrecht der Sudeten deutschen erweitert werden soll, begnügt sich Konrad Henlein in der Slowakei für die dort nach der legten Volkszählung lebenden 154.821 Deutschen mit der slowakischen Sprache als Amtssprache und liefert so die Karpathendeutschen vollkommen den Slinka- Slowaken aus. Herr Hlinka will nichts mehr als den Minderheiten jene Rechte geben, welche ihnen im Vertrage von St. Germain zugesichert worden sind. Auch damit begnügt sich Hen Tein. Wie oft hat der tschechische Nationalismus in den vergangenen Jahren alle Sprachenforderungen der Deutschen mit dem Hinweis abgetan, daß die Pariser Friedensverträge den nationalen Minderheiten in der Tschechoslowakei gewisse Rechte zu= gesichert haben, ihnen mehr zu geben sei di: Tschechoslowakei nicht verpflichtet. Auf diese Argumente geht nun Henlein für das Gebiet der autonomen Slowaken ein. Er anerkennt so die sprachlichen Bestimmungen des Friedens von St. Germain und damit einen wesentlichen Teil der Pariser Friedensverträge. Warum tut das alles Henlein, warum dieser unerhörte nationale Verrat? Henlein handelt es sich gar nicht um den Kampf für die sprachliche Gleichberechtigung der Sudetendeutschen, gar nicht um die völlige Gleichberechtigung einer nationalen Minderheit, sondern es handelt sich ihm um die Seite 2 Vernichtung der Demokratie und um den Sieg des Faschismus. Diesem zuliebe verbindet er sich mit allen Feinden der Demokratie, mit allen Feinden der demokratischen Republit, also auch mit linka, der gerade den für die Tschechoslowakei schwierigen Augenblick für den richtigen erachtet, um mit seiner Forderung nach der slowakischen Autonomie herauszurücken. Denselben Verrat an den Interessen der magyarischen Minderheit begehen übrigens die national- reaktionären magyarischen Parteien. Per Teen Boltszählung in der Glowatei, das Nicht weniger als 592.337 Magyaren leben nach 17.79 Prozent der Bevölkerung. Ebenso wie die Sop Hlinka beglückwünschte, tat das der Herr Abgeordnete Esterhazy namens der magyarischen Parteien. Das Ungartum verfolgt, wie er schrieb, ,, mit Teilnahme den heroischen Kampf seiner slowalischen Brüder und ist überzeugt, daß auch das Los der Magyaren erst dann eine Verbesserung erfährt, wenn die slowakischen Autonomieforderungen Erfüllung gefunden haben." Auch Herrn Esterhazy ist das reaktionäre Semd näher als der nationalmagyarische Rock. Auch er will mit Hlinka gemeinsam gegen die Demokratie kämpfen, selbst wenn er dabei den Friedensvertrag von St. Germain und dessen Minderheitsbestimmungen anerkennen soll. In dem Kampf um die Autonomie der Slowakei hat sich wahrhaftig eine feine Gesellschaft zusammen gefunden. Mittwoch, 8. Juni 1938 Kampfansage an Hlinka Zwel bedeutungsvolle Kundgebungen In der Slowakel Nr. 133 flowvatischen Landes sowie der ganzen Tschechoslos wakischen Republik. Abgeordneter Sidor gab in einer weiteren Ansprache seiner Ueberzeu gung Ausdruck, daß von Bratislava, wo die slowatische Wiedergeburt ihren Anfang nahm, auch der slowakische Autonomiegedanke ausgehen muß. -Dann sprach der Führer der amerikanischen Liga Delegation Dr. I ett o. In den Pfingsttagen fanden in Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei, bedeutungsvolle Rundgebungen statt, in denen sich das Ringen um die Einheit der Tschechoslowakischen Republik widerspiegelt. Die autonomistische Slowakische Volkspartei, die weniger aus politischen als aus tirchenpolitischen Gründen, vor allem aber unter dem Einfluß des starrsinnigen Parteiführers Hlinka durch ihre hemmungslose Agitation die Republik immer wieder in eine schwere Lage bringt, hat die Ueberbringung des Originals des Pittsburger Vertrages durch Megierung auto ber Staatseinheit Kampf ausuingen. amerikaniſche Slowaken dazu berüht, in einer großen Rundgebunginfente Penaber des Präsidenten der Republik Manifestation der Slowakischen Volkspartei beteiligt, obwohl die Deutschen von dieser Partei nicht das geringste zu erwarten haben. Der Wille, den Staat zu beunruhigen, hat die beiden Parteien zusammengeführt. Am Montag wurde der Slowakischen Volkspartei eine einbringliche Antwort zuteil, die auch im fudetendeutschen Gebiet gehört werden möge. Die Barteien, welche die Mehrheit des flowakischen Volkes umfaffen, also die Agrarier und Sozialdemokraten vor allem, baben durch den Mund ihrer hervorragendsten Sprecher, des Ministerpräsidenten und des Justizministers, die Machenschaften der Hlinka- Partei in der schärfsten Weise und unter dem Jubel zehntausender versammelter Slowaken abgelehnt und dadurch auch den sudetendeutschen Nationalisten kundgetan, daß die Spekulation auf die staatsschädigende Arbeit der Slowakischen Volkspartei eine Fehlspekulation ist. Hodža: ,, Wir sprechen aufgetaucht, die durchwegs nicht mehr dem entspricht. für das slowakische Volk" abier der oppoſitionelle Redner vor dem Volte gesagt hat. Wenn also irgendwelche Einwendungen und BeDie große Rede des Ministerpräsidenten Dr. Hodža wurde im Rahmen einer flowakischen her gngen gegen den tched offatifchen Staat unter Verantwortlichkeit slowakischen Volkspartei Bauerntagung abgehalten. Dr. Hodža nahm nach laut wurden, möge allen in der Republik, aber auch den Eröffnungsfeierlichkeiten, von den Verjamin ganz Europa liar fein, daß hie Slowakische Volks. melten stürmisch begrüßt, das Wort und sagte partei zwar das Recht hat, für ihre Wähler zu fprechen, daß fie aber nicht das Recht hat, für das flowakische Volk zu sprechen."( Stürmische Zustimmung der ganzen Versammlung.) unter anderem: Es sind im zwanzigsten Jahre der wiederher, gestellten Selbständigkeit Bweifel darüber entstanden, ob diese Republik, ihr Volk und wir alle tatsächlich fähig find, diesen Staat zu erhalten( ftürmische Ma nifeftationen und Rufe: Wir sind es und werden es sein!") Es find Zweifel entstanden, ob diefer Staat imstande ist, die Ordnung in seinem Hause aufrecht erhalten und auch gegen Umſtüraler einzuschreiten. fui"-Rufe.) Das Glückwunschschreiben des Herrn Frank an Hlinka und die Regelung der Minderheitsfrage in der Slowakei, wie sie in dem Autonomies entwurf der Slowakischen Volkspartei vorgesehen iſt, ſollte in allen judetendeutschen Gemeinden plakatiert werden. Denn aus diesem Rusammenhang geht der glatte Verrat der Sop an den nationalen Lebensinteressen der Karpathendeut schen schlüssig und unwiderlegbar hervor. Rüd- au sichtslos opfert der Nationalsozialismus in Deutschland und bei uns die Lebensrechte und die Existenz kleiner Minderheiten, wenn er sein realtionäres Ziel erreichen will: Die Niederknüpfann, pelung der Demokratie, die Zerstörung der Freis heit, die Vernichtung der Arbeiterbewegung und die Befestigung seiner Herrschaft. Die sudeten deutschen Demokraten dürfen diesen Verrat Herren Henlein und seiner Partei niemals vergessen! Wir fudetendeutschen Sozialdemokraten, die vir unter schweren Kämpfen Jahr um Jahr die Les jensrechte des Sudetendeutschtums und vor allem seiner arbeitenden Massen mit aller Energie und unserer ganzen Hingabe vertreten haben, werden diesen Weg des Verrates an einer fleinen abge sprengten deutschen Minderheit nicht begehen. Unsere Arbeit gilt dem gesamten Deutschtum sowohl in den historischen Ländern als auch in der Slowakei. Wir wollen, daß der deutsche Mensch Unsere Nation ist immer sehr lang geduldig. Aber wenn es fich einmal als notwendig erweist, zu zeigen, daß fie tapfer ist und ihren Mann stellen dann seigt sie dies gründlich und eindeutig. ( Stürmische Suftimmung.) Selten wo gab es soviel Haß gegen einen Staat, wie gegen den unsern, aber selten gab es auch so flare Beweise der Bereitschaft und Entschlossenheit, bis zum Letzten das zu erhalten, was wir besigen. sowohl in unserer Republik, als auch in der Slowa lei. Das hat ganz Europa anerkannt, das anerkannte Republik diesen Beweis ihrer unzerstörbaren Tüch Amerifa,( Stürmische Slava- Rufe.) Und da nun die tigkeit und Fähigkeit erbracht hat, da tommt hr. um gemeinsam mit mir zu bestätigen, daß, als sich die ganze Republik zum Schube ibres guten Namens er hob, auch unsere Slowakei ihre Pflicht erfüllt hat. ( Stürmische Zustimmung.) Gestern an dieser Stelle..."( Rufe Sanba lud'ákum!" unterbrachen die Worte des Ministerprä fuhr der Ministerpräsident fort): Eine Kundgebung an den sozialdemokratischen Kongreg Auf die Begrüßung durch den sozialdemo kratischen Kongreß antwortete der Präsident der Republik folgendermaßen: Ich dante Ihrer Vertretung aufrichtig für den Gruß und für die Kundgebung des Verständ nisses und der Unterstüßung der Bemühungen um einen würdigen Frieden, um die Festigung des Staates im Geiste der Demokratie und Gerechtig teit. Die Geschichte Ihrer Partei legt ein wichtiges Reugnis davon ab, wie diese Partei, ebenjo wie die übrigen Schichten des tschechoslowalischen Voltes, aus einer unterjochten Masse politisch zu einer Nation heranreiften, die fähig war, die Staatsmacht in der demokratischen Republit mit aller Verantwortung, die daraus erfließt, zu übers nehmen. Wenn wir heute vor der Welt als feste, uns selbst beherrschende und real handelnde politis sche Gesamtheit dastehen, so haben wir dies jenen Generationen von Vorkämpfern zu danken, die unser Volt während langer Jahrzehnte politisch erzogen haben. Ministerpräsident Dr. Hodža feste fort: Die flowatische Mehrheit ist hier heute so, wie wir fie Aus den Kundgebungen der heutigen Reprä vor uns sehen. Die slowakische Mehrheit repräsen tieren hier wir, Ihr und ich. Wenn aber von der Re- sentanten Ihrer Bewegung spricht heiße Waterpublik und der Slowakei die Rede ist, dann achten landsliebe und die breiten Reihen Ihrer Anhän wir nicht so sehr auf die Barteizugehörigkeit und hei- ger erwidern sie in gleicher Weise. Dies liegt im ßen die guten Gäfte, die Repräsentanten aller staats- Geiste der Politik der Partei, die 20 Jahre loyal bildenden und Verantwortung tragenden slowakischen und ergeben an der Arbeit zum Ausbau einer Parteien herzlich willkommen. politisch, in Sinficht auf die Nationalitäten, sozial und wirtschaftlich gerechten Republik teilnahm. Als Präsident der Republik weiß ich diese moralische bürgerliche Kraft eines so großen Teiles unserer Bevölkerung zu schäßen und ich wünsche Ihnen, daß Ihrer politischen Arbeit in diesem Geiste und im Zusammenwirken mit den übrigen Demokraten unferes Staates die größtmöglichen Erfolge zu teil werden. Dr. Edvard Beneš." Nach Beendigung seiner Kundgebung trat Regierungsvorsitzender Dr. Hodža zum Justizminister Dr. Dérer, den er umarmte und füßte. Nach dem Regierungsvorsißenden sprach zu den Manifestanten Minister Dr. Dérer. Außerdem sprach auch der amerikanische Slowvale Dr. Ietto. Der Kongreß der Slowakischen Volkspartel Die Manifestationsfeierlichkeiten der Slowa tischen Volkspartei am Pfingstsonntag wurden unter Teilnahme von Vertretern der Sudeten deutschen Partei abgehalten Der Parteivorsißende Andrej Hlinka erMitglieder der Slowakischen Volls ,, Die Treuhänder des Friedens" Botschaft Lord Snells an die sudetendeutsche Sozialdemokratie Lord Snell, der Fraktionsführer der Arbeiter partei im englischen Oberhaus, der aus Anlaß des Jubiläums der tschechischen Sozialdemokratiz im gesamten Staatsgebiete, gleichgültig wo er fidenten und als auf seinen Wint hin Stille eintrat, flätteratislava gekommen feien, um Pfingsten in Prag weilte, hat dem Vorsitzenden wohnt und lebt, Brot und Arbeit findet, wir wol..Ihr habt nunmehr eurer Meinung darüber Ten, daß er sein Recht in seiner Muttersprache Ausdrud gegeben, was an dieser Versammlung, wel überall erlangen kann, daß er den gebührenden che gestern an dieser Stelle stattfand, nicht richtig proportionellen Anteil an Staatsmacht und war. Aber ich nehme einen beim Wort und will das Staatsverwaltung erreicht. Diesen Weg des Rech- feitnageln, was der offisielle Sprecher der slowali tes für das gesamte Sudetendeutschtum werden schen Opposition an dieser Stelle gesagt hat... wir weiter gehen und dabei auch nicht einen Su detendeutschen verraten und im Stiche laffen. Die Anklage aber, daß die SdP bereit ist, um ihrer reaftionären, antidemokratischen und gerade deshalb volksfeindlichen Ziele, eine Minderheit von 150.000 im Often dieses Staates zu verraten, schleudern wir Konrad Henlein und den Seinen ins Gesicht! .7 Dom Donaustrand ins Wunderland Stürmische Rufe:„ Wir wollen das nicht hö ren! wurden laut. Ich will das, was gestern ein offizieller obvofitioneller Redner von dieser Stelle aus Richtiges geſagt hat, feſtnageln und naale es feit. Er hat geStaate abfolut ergeben sind. Jest werbe ich Euch fas gen, warum ich daran erinnere: Gestern ist im Aus lande, in London und in Paris eine Kundgebung sagt, daß wir Slowaken alle dem tschechoslowakischen partei zu demonstrieren, worauf er an die Versammlung die Frage richtete, ob sie mit dem Autonomieantrag, den die Partei dem Parlamente vorzulegen beabsichtigt, übereinstimme. Die Versamm lung antwortete im Chor:„ Wir stimmen zu" Nach der Rede Glinkas ergriff der Vorsigende Stellvertreter der Partei Dr. Tiso das Wort, der die Bedeutung des Pittsburger Vertrages betonte, welcher Gerechtigkeit und Recht für die slowatische Nation wie für alle Bewohner die ies Staates beinhalte. Wenn das slowakische Bolt dieses Recht und diese Gerechtigkeit erlangt, so wäre dies der größte und mächtigste Schuß des der sudetendeutschen Sozialdemokratie Abg. Jalsch folgende Abschiedsbotschaft an die Partei überreicht: Ich war froh, Euer schönes Land besuchen zu fönnen und von Tschechen und Sudetendeutschen einiges über die Fragen zu erfahren, mit denen Ihr zu tun habt. Ich und meine britischen Kollegen find hergekommen, um Euch die Glückwünfche der Britischen Arbeiterpartei zum 60- JahrFest der tschechoslowakischen Sozialdemokratie und unsere Sympathie zu Eurem Kampf um die Aufrechterhaltung. Eurer Unabhängigkeit auszufpre chen. Es wäre nicht angemessen für einen Fremden wie für mich, Euch Hinweise für Eure Methoden und Ziele zu geben, aber es ist zulässig für mich, die Soffnung auszusprechen, daß beide, die Sudetendeutschen und die Tschechen, ihr Aeußer. ftes tun werden, um zu vollem Einvernehmen zu kommen. Beide sind jetzt mehr als irgend ein anderes Volk die Treuhänder des Weltfriedens. Herzlichst wünschen wir Euch alles Gute! verband sandte dem Vollzugsausschuß der Deutschen Der tschechische sozialdemokratische Studenten sozialdemokratischen Arbeiterpartei folgende Depesche: Wir senden Ihnen die herzlichsten Grüße! Ihr Heldentum ist uns Beispiel und Zuversicht. In Militäruniform! grinste. Da kam mir der Gedanke, noch eines zu oder nachher so gut geschmeckt hat. Das franversuchen, ehe ich in die afrikanische Straffom- zösische Spital schien ein Herz für unglückliche pagnie gesteckt würde. Ich winkte dem Jungen, Gefangene zu haben und es wäre einfach undenknäher zu fommen, er grinste noch mehr und kam bar gewesen, etwas übrig zu lassen. Also verganz nahe heran.., Weißt du, wo der österreichische schlangen wir zwei Hungrige alles bis auf die Konsul wohnt?" fragte ich ihn. ,, Selbstverständ- Knochen und die Melonenrinden. Schmunzelnd lich, Konsul nemaa", sagt er mit Sicherheit. Dar räumte der Bursch alles wieder in den Korb und auf ich:..Nig nemza, autrichien!" Ja ia, grinste verließ uns mit dem Wärter, der nicht vergaß, ERZÄHLUNG VON TH. W. STEINER der Lausbub,., Arabic nemza". Dann warte". die Türe wieder zuzusperren. Der troden geIch wandte mich an den Engländer:„ Bitte Ba- wordene Tabak war zwar durch das Salzwasser pier, Bleistift, haben Sie?" Deeß", war die Teineswegs beffer geworden, aber nach einer solIch wollte noch sagen, daß ich Hunger hätte Antwort. Er händigte mir ein Blatt aus einem chen Mahlzeit hätte ich auch Spanischrohr ge= und sehr dringend Schuhe brauche, aber ich tam Notizbuch und einen dünnen Bleistift aus. raucht. Naum hatte ich den Zigarettenrest durch nicht dazu. Nach etwa zehn Minuten landeten wir Dante". Ich schrieb:„ Mein Herr! Ich werde das Fenstergitter geworfen, als die Türe wieder im Gefängnis. Nach einer kurzen Kanversation hier gegen meinen Willen von den Franzosen fest aufging und zwei elegante Herren eintraten. Der Wärter zog sich diesmal diskret zurück. Achtung auf Provokateure mit dem Wärter wurde ich in ein Zimmer geführt, gehalten. Ich bin Desterreicher und kann es be in dem schon ein ziemlich gut aussehender Mensch weisen. Bitte befreien Sie mich!" Also bring das Ah, sagte einer der Herren. Sie sind der Legiojaß. Ein Tisch und vier Betten waren das Mobi zum Konsul nemza, aber gleich jetzt, willst du?" när?"" Jawohl, mein Herr", sagte ich, stramm Die Militärverwaltung macht darauf aufTar. Zwei offene, aber gut vergitterte Fenster schmeichelte ich.., Batschisch? Sous? Benny? fragte stehend. Und Desterreicher, wie?"" Jawohl, mein Herr, bitte", anwortete ich und reichte ihm merksam, daß in den letzten Tagen Fälle gemel führten auf die Straße. Im ganzen war es sauber der Zunge und hielt die Hand hoch, den Zettel zu mein Arbeitsbuch. Mein Herz klopfte vor Angst, det wurden, in welchen verdächtige Leute, die uns und jedenfalls bequemer als ein Stafernenzimmer, nehmen. Es ging nicht und ich mußte ihn fallen ob er das zur Reise ins Ausland" bemerken berechtigter Weise die Militäruniform tragen, sich aber ich wukte wohl, daß ich in der fürzesten Zeit lassen, das Fenster war doch zu hoch. Ich zog mein würde. Handlungen zuschulden kommen lassen, die ge wieder auf dem Weg nach dem verfluchten Sidi blau tariertes, großes Taschentuch und hielt es Doch er sah sich das Buch nur flüchtig durch eignet sind, in der Zivilbevölkerung Unwillen und bel Abbes sein würde und daß meine Flucht ver- lockend ausgebreitet: ,, das gebe ich dir, wenn du und tuschelte mit dem anderen Herrn, der nur Unzufriedenheit hervorzurufen. So treiben sich in eitelt war. Trozdem hatte ich einen gewaltigen den Brief zum Konsul bringst". Er machte gering die Schultern hob und sich dann an mich wandte der Nähe militärischer Objekte allerlei Subjekte Appetit und verlangte von dem Wärter, der sich schäßige Grimaſſen, wiegte den Kopf überlegend und französisch fragte:„ Was haben Sie an herum, die von ahnungslosen Zivilisten, die in die zum Gehen wandte, ganz energisch etwas zu essen. und geruhte schließlich,„ bon" zu sagen und die staatlichem Eigentum?"" Alles was ich anhabe", Nähe folcher Obiette tommen, in ungehöriger ,, Gut, gut", sagte der, nicht unfreundlich, und schmußige Hand auszustrecken. Ich ließ also auch war meine Antwort. Weise Geldbußen einfordern. ging. Die Tür wurde zweimal versperrt. Also das Tuch fallen, er hob es auf und rannte davon. Beide Herren lächelten, dann streckte der Die Militärverwaltung macht darauf auf wirklich im Gefängnis und viel Aergeres zu er- Jch machte mir nur sehr geringe Hoffnungen, daß Franzose die Hand aus und sagte:„ Also die merksam, daß kein Militärorgan berechtigt ist, warten" dachte ich mir. Sollte es da wirklich feinen mein Brief je den Konsul erreichen würde, aber Stappe und die Kappe und die Ceinture geben folche Geldbußen einzuheben und fordert die Be Ausweg geben? Mein Leidensgeführte stand am ich konnte doch nichts anderes tun, als warten. Sie her". Der Oesterreicher gab mir mein Buch völkerung auf, folche Provokateure unverzüglich Fenster und sprach kein Mort. Na, ich muß ja auch-Da wurde die Türe aufgesperrt und Hereintam zurück mit dem Bemerken, ich würde bald abge- dem nächsten Kommando anzuzeigen. nicht sehr vertrauenerweckend ausgesehen haben, der Wärter mit einem Burschen, der einen Korb holt werden, und beide Herren gingen wieder ge= aber ich versuchte dennoch, ein Gespräch anzus trug. Ah, endlich unser Diner vom französischen meinsam fort. Also, hurrah, gelungen! Der rung, solchen und ähnlichen Provokateuren das Es liegt im eigenen Interesse der Bevölkers knüpfen. Erst französisch, dann deutsch, vergeblich, Spital, wie der Bursch meldete. Also es war ein brave Junge hat das schöne", mit 11230 ge- durch ihr unsauberes und gefährliches Handwerk er war ein Engländer, der endlich zu reden an- Göttermahl. Suppe, ein halbes Huhn mit Reis, märkte Taschentuch redlich verdient, er hat zu legen, daß sie in allen strittigen Fällen sich an fing. Bom aanzen verstand ich jedoch nur: God- Kompott, töstliches weißes Brot und ein großes meinen Brief tatsächlich dem Konsul nemza ge- das zuständige Militärkommando wendet und auf dam it"; das entsprach gana meinen Gefühlen. Stüd Wassermelone. Dazu ein schönes Bested bracht und ich bin frei! Rein Kriegsgericht, teine diese Weise mutwillig provozierten Konflikten vor Aber weiter tamen wir nicht. Ich ging an andere und eine schneeweiße Serviette, ein Luxus, den Straffompanie mehr für mich! Ich tanzte vor beugt. Dies ist um so notwendiger, als mandje Fenster und starrte auf die fast menschenleere ich seit einem Jahre nicht genossen hatte. Dem Freude, bis meine Fußsohlen branten. Der Anzeichen darauf hindeuten, daß es sich um Straße, als ein Araberjunge daherkam und recht Engländer wurde genau dasselbe vorgesezt. Ich Engländer dachte bffenbar, ich sei verrückt ge- planmäßig angelegte Provoka unverschämt auf uns Europäer hinter Gittern glaube taum, daß mir je eine Mahlzeit vorher vorden. ( Fortsetzung folgt.), tionen handelt.. G her Dic WAT voll int Nat fam ner der De der 10 ide ftin fam 23 bie erit Ma hat der fchl Mi gem Aud me wer and Ajd boli bem mit wir nie toeg fic bri G tif id b ftr att be ita 2 fi b . 133 hechoslos Sidor Leberzeu die slo hm, auch en muß. fanischen Jik greß aldemo ent der tig für erständ gen um ng des rechtig wich- ebenso alijchen tisch zu ar, die lif mit über feste, politis jenen n, die olitisch Reprä Bater nhän egt im loyal einer fozial n. Als alische nferer hnen, e und raten e gu " citer. i des ratiz nden Salich über ichen enen Rol win ahr. und Aluf. pre em Me für bic er. கு 1 ம் Allent hen che: Ihr 1 በ ። ich e= id in te ie er f Nr. 133 Mittwoch, 8. Juni 1938 Sudetendeutscher Zeitspiegel Großartige sozialdemokratische Kundgebung in Teplitz- Schönau Referat des Parteivorsitzenden Jaksch feren Grenzen fernzuhalten und hier ein Stüd freie Erde zu bewahren, dann werden uns noch unfere Kinder und Kindesfinder segnen. Die Rede Jakschens, die immer wieder von stürmischen Zurufen und Beifall unterbrochen wurde, fand am Schluß eine ganz großartige Auf nahme bei den Hörern, die in Freiheitsrufe aus. brachen, mit gestreckten Armen und geballten Fänmokratie, dem Sozialismus und dem Frieben zu ſten dem Führer der Partei und zugleich der Dejubelid. in die deutsche Sprache übertragen wurde, dann Nach Jatsch sprach noch de Blod, deffen Rebe sprach Nilsson und dann Fin Moe. Alle drei Redner( wir werden einen Auszug aus dem Inhalt ihrer Reden morgen veröffentlichen) gaben begeisterte Sympathiekundgebungen für den Kampf ab, in dem fich die Tschechoslowakei, insbesondere die fudetendeutsche Sozialdemokratie befindet, und er flärten, daß die Arbeiterparteien ihrer Länder mit allen Mitteln, nicht nur moralisch, unseren Kampf unterstüßen werden. Alle drei Redner wurden mit Beifall überschüttet. Reden von Abgesandten Belgiens, Schwedens und Norwegens Teplik Schönau.( Eigenbericht.) In hat Klarheit gebracht und gezeigt, daß wir recht hat. her Reihe der großen Waffenkundgebungen, die ten, als wir fagten, daß die Grenzen dieses Landes die DSAP in den letzten Wochen veranstaltete, nur um den Preis eines Krieges angetastet werden war die öffentliche Wählerversammlung im Nep- können. Jaksch schildert dann die Unterſtützung, die tun- Saal in Teplitz- Schönau am Dienstag nicht die großen demokratischen Staaten des Weſtens und nur eine der größten, sondern eine der wirkungs- Sowjetrußlands der Tschechoslowakei garantieren. vollsten und eindrucksſtärksten. Die Stimmung Es gabe jett feimen isolierten Krieg, sondern nur in Versammlungslokal, in großen überfüllten einen Weltkrieg, den zwei Drittel der Sudetendent Räumen, war eindeutig kampfbegeistert und schen nicht überleben würden, der aber nicht nur die lampfentschloſſen. Unter minutenlangem, don Tschechoslowakei in Gefahr brächte, sondern das nerndem Beifall zogen die Gäste in den Saal, System Hitlers vernichten würde. Wenn die Sudeder Parteivorsitzende Abgeordneter Jakich, tnebeutschen Frieden und Gleichberechtigung wün de Blod aus Brüffel, der flämische Sekretär fchen, dann haben sie die Sympathien der fortgeder belgischen Arbeiterpartei, Torsten Nils- schrittenen Völker auf ihrer Seite. In dieser Wahl jon- Stockholm, der Vorsitzende des Sozialisti- werden die Stimmen nicht nur gezählt, sondern auch schen schwedischen Jugendverbandes, und in gewogen werden. Wir sind heute eine stolze Minder- Die Versammlung nahm dann unter dem Noc aus Oslo, ferner eine englische Journali- heit, weil wir wiffen, daß wir morgen eine Schlußwort des Vorsißenden Johann Lent stin und zwei englische Journalisten. Die Ver- stolze Mehrheit fein werden. Wenn einen ebenso imposanten Ausgang, wie ihr Anjammlung wurde von dem Spitzenkandidaten der es uns gelingt, das Unglück eines Krieges von un- fang und Verlauf gewesen war. DSAP in Teplitz, Josef Lent, eröffnet, der die Versammlungsgäste begrüßte und dann das erſte Referat hielt. Er wies nach wie lächerlich Der erschlagene Fremdenverkehr: es sei, wenn die SdP den Ruf ertönen läßt: Macht Ordnung in den Gemeinden. In Teplit hat gerade der sozialdemokratische Bürgermeister, der die Gemeinde in einem finanziell beispiellos schlechten Zustand übernommen hat, mit seinen Mitarbeitern auf die großartigste Weise Ordnung gemacht. Lent bezeichnete die Gleichſchaltung als Ausschaltung des Verstandes und als ein Moment, daß für die SdP felber am gefährlichsten werden wird, da die Voltsgunst wandelbar ist und dem fudetendeutschen Rausch bestimmt ein Aschermittwoch folgen werde. his Karlsbad, Marienbad, Riesengebirge, Böhmerwald, Elbe- Gebiet- alles leer! Die Pfingstfeiertage bestätigten bei pracht[ einiger Fanatiker, die es ganz in Ordnung fänvollem Wetter den schon vorher festgestellten, ge- den, wenn auch die letzten Tschechen und Juden, radezu trostlosen Zustand des diesjäh- die in diese Wälder reisen, von dort verrigen Fremdenverkehrs im sudetendeutschen Geschwänden! Ccite 3 Brief an den Zeitspiegel Soeben kommt mir das Heft Nr. 23 der ,, Europa- Stunde" in die Hände. Sie nennt sich ,, Offizielles Organ des tschechoslovakschein Rundfunks". Als eifriger Hörer des neuen Melnier Senders suche ich in dem neuen Heft sein Programm, das bisher seit Aufnahme der Probesendeungen separat erschienen war - und kann es nicht mehr finden. Vergebens suche ich auch eine diesbezügliche Mitteilung der Redaktion. Ich kann sie ebenfalls nicht finden. Schließlich finde ich im StundenproGramm der Europa- Stunde" nach vieler und die ganze Reihe der Lügen- Sender. Dann Mühe doch den Melniker Sender. Zuerst was denn sonst- Berlin, Breslau kommt die tschechische Station Prag I. Dann endlich Prag II- Melnik. gramm heißt es:„ Zuerst finden Sie die In der Erklärung zum Stunden- Prorein deutschsprachigen Sender, dann unsere inländischen Sender usw." ges Verhalten des Offiziellen Organs des Ich muß sagen, daß ich über ein derartitschechoslovakischen Rundfunks" empört bin, das also die Boykotthetze der totalitüren Partei gegen den deutschen demokratischen Sender unterstützen darf! Offener Brief Frau Máňa Voříšková, ,, List paní a dívek" Prag. Sie haben in Nr. 170 ein Gedicht veröffent Licht, in dem auch die Zeilen stehen: ,, Bis der Herr Bürgermeister von Bodens bach, der Held den mehr als unglücklichen Einfall hatte, vom Balton herunter, auf den Kopf eines tschechoslowakischen Soldaten zu spuden!" Ich nehme an, daß Sie eine solche Nachricht nur auf Grund sorgfältiger Erhebung und gewissenhafter Prüfung brachten; denn dessen mußten Sie sich doch bewußt sein, daß Sie meine Stadt und mich schwer und dauernd schädigen, als Sie mich mit dem Gedichte an den Pranger stellten. brudt, als ich mit meinem Freunde Bürgermeis Das Gedicht wurde eben zur der Zeit gester Soumar aus Tábor ein Zwiegespräch auf Stahlband für Pfingstmontag 9 Uhr 15 Minuten auf Prag I., vorbereitete. Diesen Vortrag: Zwei Städte lernen einander verstehen" leitete ich mit den Worten ein: Wir haben seit Jahren in Bodenbach eine harmonische Zusammenarbeit Mensch und vor allem in der Stadtverwaltung. zwischen Deutschen und Tschechen, von Mensch zu Diese Zusammenarbeit aller, die ehrlichen guten Willens sind, zu pflegen und immer mehr zu verbreitern, soll der Sinn der Aktion Tábor Bodenbach sein". Unser Herr Präsident Dr. Ed. Benes, wünſchte ihr in seiner historischen Rede in Tábor viel Erfolg und urteilte, daß die beiden Städte so den Weg zeigen, den Staaten zu gehen haben. Ich war glücklich in Tábor darüber, daß mein Wollen und Handeln so gewürdigt wurde. biet. Seit Menschengedenken hat sich Aehnliches Ganz trostlos liegen die Verhältnisse in solchem Umfang nicht zugetragen! Karlsbad eIbeabwärts. In der Brüger Zeitung". Als Hauptreferent kam Abgeordneter Jakfch und Marienbad, wo es sonst gerade zu Pfingsten die henleinistischer als die Zeit" ist, schildert zu Wort, welcher mit einer Schilderung der letzten bereits hoch herging, weisen ein Minimum von einer, der jetzt von einer Talfahrt zurüdfam, das politischen Vorgänge um die Slowakei begann und Surgästen und Passanten auf; dort, wo früher Debatel. Der Personenverkehr auf der dem hinzufügte, daß es Henlein um die die an diesen Tagen die Autos sich drängten, stehen Erbe, so schreibt er, ist völlig lahmge Sernichtung der Demetratie die Einheimischen und warten vergebens auf die überhaupt geht und daß er sich in diesem Kampf legt. In Herrnstretschen bilden er und Welle, die heuer ausbleibt. 8üge aus mit jedem veaktionären Deutschenfeind verbünden seine Gesellschaft die einzigen Gäste. Deutschland, die sonst um diese Zeit Hunwird, um die freiheitlichen und aufrechten Deutschen derte in die westböhmischen Bäder brachten, Tom Privatstübchen, die in früheren Jahren stets gut ..Nicht nur die Hotels, auch die vielen kleinen niederringen zu können. Der SdP geht es keines. wegs darum, Gleichberechtigung zu erhalten, sondern Gäste entsteigt, so ist das schon sehr viel. Es blieb men faſt leer an; wenn ihnen ein halbes Duben besetzt waren, stehen leer." Und weiter: fie strebt Vorherrschaft an, um selber unternicht nur der Fremdenzustrom aus, sondern auch ,, Täglich treten nachmittags und abends die drücken zu können. Wir Sudetendeutſchen können die Einheimischen vor allem die Kame- Musiker der Haustavelle unferes Hotels zum Gleichberechtigung haben mit demokra raden Autobefizer verließen die Stadt, um Dienst an, aber fie packen die Instrumente gar tischen Witteln und im Frieben. Berherr sich anderwärts zu vergnügen. Die Unwetter- nicht aus, alle die Tangos, Fortrotts und anderen ſchaft lönnen die Sudetendeutschen nur an ft re fataſtrophe von Hartmannsgrün war der schönen Sachen bleiben ungespielt und ungetanzt, benumben Preiseines Krieges, dp gerade gut genug für einen großen politi- und refigniert befferer Tage harrend, ziehen die um das Risiko einer zwanzigfach größeren Kata- schen Hummel, und so tam es, daß Sonntag und Spielleute wieder ab. Wir freuen uns, andernstrophe, als es der Weltkrieg war. Montag viele Tausende dem Ruf der Scharlatane tags schon um 6 Uhr früh wieder an Ded gehen Was das Nationalitäten ftatu 1 folgten und in das Unwettergebiet pilgerten, die zu können, Kapitän, Bootleute und Schiffsjunge, Ich habe in den vier Jahren, seit ich die anlangt, das einen wesentlichen, vielleicht entschei- sonst zu einem großen Teil die Lokale der Kur- Wirfleute und Kellner rufen uns ein fröhliches denden Fortschritt in der Richtung der Erfüllung der orte bevöllert hätten. In Karlsbad selbst war eine Guten Morgen" zu. Man hat ein ganzes Schiff Stadt Bodenbach verwalte, Tag für Tag erkannt, staatspolitischen Gleichberechtigung bedeuten wird, Straßensammlung für Hartmannsgrün arran- allein für sich und man fann hören, wie der Wirt wie gut und nüßlich es ist, nicht Brücken zwischen find wir start genug, um uns unseren giert worden, an sich eine gute Sache, aber als mit Galgenhumor zum Kapitän jagt:„ Verpflegt Mensch zu Mensch, Volk zu Volt, Staat zu Staat Blah am Verhandlungstisch zu Sammler waren die SF- Abteilungen in Uni- mir unseren einzigen Gast gut, damit er wieder einzureißen, sondern auszubauen. sichern. Ohne mich zu überheben, sage ich, daß meine form mit Ueberschwung und Schulterriemen toms fehrt..." Arbeit, immer auszugleichen, immer durch Vermandiert worden, die in den Kurvierteln richtige Ganz anders liegen die Dinge im sche- handeln Einmütigteit zu erreichen, gerade in den SA- Manieren zur Schau trugen. Ueber den Er- chischen Gebiet. Bad Poděbrad hat bereits eine historischen Maitagen ihre Früchte trug. folg braucht man sich nicht zu wundern! Die Kurausgezeichnete Saison, in den mährischen und gäste haben unverhohlen ihren Abscheu vor ſol- flowatiſchen Kurorten herrscht Hochbetrieb, das solchen Methoden Ausdrud gegeben. ,, Böhmische Paradies" war schon zu Pfingsten Selbst die Unentwegten beginnen angesichts außerordentlich von Fremden bevöllert, an der der Katastrophe, die da heranzunahen scheint, Sazawa waren sämtliche Unterkünfte voll besetzt, topffchen zu werden und fangen an, darüber so daß viele, die kein Zimmter vorausbestellt hatnachzudenken, daß sie, Hitler- und Henlein- begeiten, von Haus zu Haus pilgern mußten, um stert, mitschuldig sind an dem Unglück. Hunderte, wenigstens noch bei Privatleuten ein bescheidenes tausende Angestellte, für die eine gute Zimmer zu ergattern. Saison alles bedeutet, sind die jammernden Opfer. In Karlsbad und Marienbad- und anderswo. Die jetzige Wahl ist noch nicht die Entscheidung, sondern sie kommt erst, wenn die Regierungsant würfe vorliegen werden; dann erst mußt sich jeder Sudetendeutsche als Sozial. demokrat oder Henleinmann, für Gleichberechtigung oder Krieg entscheiden. Jakich zeigt dann den tragischen Irrtum auf, dem die deutschen Nationalisten wieder unterliegen, indem sie den Gegner unterschätzen. Der 21. Mai 1938 „ Der Kampf" Sozialistische Revue Heft 6, Juni 1938, hat folgenden Inhalt: Aus das herrliche Miesengebirge, sonst an den sommerlichen Doppelfeiertagen, das Ziel ungezählter Touristen und Automobilisten, liegt wie verödet. Spindlermühle, bereit zur Aufnahme von Tausenden, beherbergte an Wenzel Jaksch: Welthistorischer Szenen. diesen Tagen nur ein paar Dutzend Menschen. wechsel. Baul Keri: England und der Krieg. Frit Weise: Wirtschaftshilfe der großen Demokratien? Walter Winter: Liquidierung der Waffen arbeitslosigkeit! Alfred Kleinberg: Grundkräfte der Politik im historischen Längsschnitt. Kurt Doberer: Humanität und Krieg. Politische Bemerkungen: Ofsichty Nur mit England allein.... Londonderrn über Deutschland Wer hat gefiegt? Noch ist eine Wandlung möglich müßte, in jeder Bedeutung des Wortes innen fommen! SdP- Krach aber sie von um einen Bürgermeisterposten Dasselbe Bild bot Iohannisbad. Viele In der SdP in Gab lo nz ſtaubt's. Die hunderte Angestellter in den Hotels und Pensio- Fabrikanten wollen den Ingenieur Redl nen, die zu Pfingsten ihren Dienst antraten, hammer zum Bürgermeister machen, die alten müssen sofort wieder entlassen werden. Noch Halenkreuzler dagegen möchten gern Herrn WalSo ruhig, so würdig, so alltäglich hat sich teine zweite Stadt benonimen wie Bodenbach. Wie glücklich wäre ich, Frau Máňa Voříš tová, wenn ich Zeit hätte, auf die Köpfe anderer zu spucken. Ich habe aber 450 Arbeitslose bei Notstandsarbeiten beschäftigt und bin dem Idealzustande nahe, keinen Menschen ohne Brot in Bodenbach zu wissen. Auch bereite ich jezt eine Erholungsaktion für sechs Wochen für alle armen Slinder vor. Und so nebenbeiführe ich auch noch einen Wahlkampf in Bodenbach. Sie werden überrascht sein, wieviele Menschen es in und um Bodenbach noch gibt, die sich zur Zusammenarbeit, zum friedlichen Aufbau, zur demokratischen Staatsidee bekennen. Aber Sie werden mir beipflichten, daß Sie unflug, unfair, staatsfeindlich handelten, als Sie schrieben, daß ich auf den Kopf eines Soldaten spuckte. Bodenbach, den 7. Juni 1938. Friß Keßler, Bürgermeister " mit verhaltenem Schweigen beobachtet der eine ter Richter, einen Staſper- Mann, auf diesem Henlein wieder einmal auf Reisen Teil der Einheimischen diesen Zustand; der andere Posten sehen. Knapp nach der Gemeindewahl Herr Henlein hatte schon wieder einmal eine Teil der Riesengebirgler aber beginnt schon zu liefen in den Kleinbetrieben von Gablonz Listen sprechen: Wirte, die von den Gästen, aber noch um, in die diejenigen fich einzeichnen sollten, die Alpenreise" angetreten. Aus der Henleinpresse nicht von allen guten Geistern verlassen sind, Herrn Richter zum Bürgermeister haben wollten. erfuhr man beileibe nicht, wohin und somit sagen ganz laut: Ja, wir dürfen uns eigentlich und dieser selber veröffentlichte bereits im Gab- wußte man ohnehin Bescheid, in welches demonicht wundern! Wir können doch nicht erwarten, longer Tagblatt" einen Artikel, in dem er sich so fratische" Land er gefahren war, jedenfalls um daß nach alledem, was da in den letzten Wochen zusagen schon als Bürgermeister vorstellte. Gleich sich eben demokratische Richtlinien für ſein weiteKeine Deutschen.... Die„ Quarantäne". geschehen ist, die Fremden sich hierher sehnen! darauf aber mußte dieselbe Zeitung eine partei- res Vorgehen daheim geben zu lassen. Diesmal Aus dem geistigen Leben: Das Ende und daß die Tschechen und die Juden ausbleiben, amtliche Erklärung des Kreisleiters Obrlit ver- war aber Henlein nicht nach Berchtesgaden zu öffentlichen, in der den Parteimitgliedern unter- Hitler gefahren, sondern nach Wien, zum„ Gaus einer Epoche( Gedanken zum Tode Edmund ist doch wirklich kein Wunder!" Der Aehnliche Berichte kommen aus dem Böh- sagt wird, durch Unterschriften auf Liſten oder leiter" Ker e b 3. Angeblich wurde nämlich Henlein Husserls) Tschechische Historiker merwald. Fremde sind überhaupt keine zu sonstwie sich für den einen oder anderen Kamera das letzte Mal auf dem Obersalzberg von Hitler Melnifer Sender. sehen. Selbst aus dem sudetendeutschen Gebiet den als Bürgermeister zu entscheiden. Natürlich nicht richtig, das heißt: gar nicht empfangen. Preis des Heftes 5 Kč, Jahresbezugspreis 50 Kč. kommen Absagen von Leuten, die früher ihre gilt dieſes Verbot vor allem für die SdP- Ar- Dieſe„ Alpenreise" dauerte zwei Tage, dann kami Ferien dort verbrachten. Und auch hier dieselbe better, die den Mund zu halten und einen Herr Henlein nach Asch zurück, um aber sehr rasch Erscheinung: SdP- Leute, die vom Fremdenver- Schmarren dreinzureden haben, wer da Bürger- wieder eine neue demokratische Reiſe anzutreten: fehr leben, sehen ihre Gasthäuser, ihre Fremden meister werden soll. Das entscheiden die Herren Dienstag um halb 10 Uhr vormittags ist Henlein zimmer leerstehen und sind reif zur Umfehr, trop Fabrikanten und damit basta. in der Nichtung nach Bayern abgereist. Bücherschau. Redaktion und Verwaltung: Prag II., Lützowova 37. . Scite 4 Mittwoch, 8. Juni 1938 Ausfeilung und Entmischung SdP- Demonstrationen in Bodenbach Nationalsozialistische Propaganda mit allem, Mr. 133 rufen. Einzig und allein die Politik des Präfis denten Roosevelt werde es vielleicht vermögen, einen Weltkonflikt abzuwenden. Der ehemalige Arbeitenminister Serrol erklärte, es set gegenwärtig nicht möglich, durch ein Auftreten gegen Daladier eine Regierungss frise hervorzurufen, da fie den Zerfall der Volksfront nach sich ziehen müßte. Der Segen des Dritten Reiches Wien. Die Wiener Polizeidirektion teilt was dazu gehört: Antisemitismus, Blubo usw., Tetschen.( Tsch. P.-B.) Samstag, den 4. der Nähe der Thts- Brücke die Teilnehmer der bei ist jest erlaubt. Die„ Rundschau", die von dieser Juni, fand im Gasthause Jägerhaus" in der den aufgelösten Gruppen an, welche wiederum in Möglichkeit nach Kräften Gebrauch macht, be- Ortschaft Ma y dorf, etwa zwei Kilometer von einem Zuge marschierten. Die Polizei forderte schäftigt sich in einem der nationalsozialistischen der Staatsstraße entfernt, eine Wählerversamm fie auf, auseinanderzugehen und da sie nicht Folge Weltanschauung" gewidmeten Aufsatz auch mit Tung der SdP unter Beteiligung von etwa 150 leisteten, zerstreute sie diese. der heiklen Rassen und Blutfrage. Sofern es die Personen statt. Gegen Schluß der Versammlung I uden betrifft, so meint sie, sei das Sudeten- tamen etwa 200 Angehörige der SdP nach May- Sonntag vormittags erschienen auf dem deutschtum in der Vergangenheit weniger krassen, dorf, welche zusammen mit den Bersammlungs- Staatspolizeiamt in Tetschen die Vertreter der Instinktlosigkeiten ausgesetzt gewesen als mandje teilnehmern einen Zug formierten und sich gegen Sdẞ, welche eine Beschwerde gegen das Vorgehen Teile des Binnendeutschtums.( Immerhin: auch Bodenbach in Warsch setzten. Da die Veranstals bei dem Einschreiten gegen die Teilnehmer der ge= der wadere antisemitische Stämpe Schönerer tung von Umzügen verboten ist, wurden sie von Po- nannten Umzüge erhoben. Es sollen durch Gumwar jüdisch versi ppt!)" Selbst als der lizeiorganen zum Auseinandergehen aufgefordert. miknüttel 16 Personen verlegt worden sein, davon amtlich mit, daß das Preiskontrollamt eine ganze Jude im alten Desterreich mit den damals stär- Da der Aufforderung nicht Folge geleistet wurde, eine namens Kurt Hirschmann, schwer. Das Meihe Wiener Kaufleute mit Geldstrafen belegt keren deutschen Bataillonen marschierte, blieb im wurde eine Gendarmerie- und Polizeibereit Staatspolizeiamt in Tetschen hat die Untersuchung hat. Da in den letzten Tagen sich Uebertretungen Volte der gesunde arische Blutinstinkt lebendig." schaftsabteilung aus Bodenbach herbeigerufen. Be- aller angeblich verleßten Personen durch den Polis in besorgniserregender Weise gemehrt haben, Das haben wir inner schon gewußt, daß die vor diese an Ort und Stelle eintraf, teilte sich der zeiarzt angeordnet. Dem Polizeiarzt gelang es wird der Geschäftswelt die Verschärfung der Sudetonazi bessere Nazi sind als ihre Pas irgend- limzug in drei Gruppen zu etwa je 100 Teilneh lediglich, einen einzigen Verletzten von 16, und Strafen allenfalls durch Schließung der Geschäfte wo in der Welt. Hat doch Jung den National- mern. Eine dieser Gruppen wurde von der Bes zwar Kurt Hirschmann, anzutreffen. Bei der und Kundmachung der Namen der Bestraften ane ſozialismus erfunden! Aber mit dem deutreitschaftsabteilung bei Peipers aufgehalten; da ärztlichen Untersuchung wurde festgestellt, daß er gedroht. fchen Blut gibt es doch allerlei Schwierigkeiten. fie einer zweimaligen Aufforderung, sich zu zer an der rechten Seite am Kopfe über dem SchädelDie„ Rundschau" stellt fest, lebendig geblieben sei streuen, nicht Folge leistete, schritt die Bereit- fnochen eine drei Zentimeter lange blutige Abs allerdings nur der ariſche Blutinstinkt in ſei- schaftsabteilung ein und zerstreute die Gruppe. ſchürfung und eine größere Beule hat. Er flagt ner weitesten, vergröbernden Fassung; gegen Die giveite Gruppe wurde bei der Gemeinde über Kopfschmerzen. Die übrigen 15 angeblich verüber dem gleichfalls arischen, aber doch ganz Kalmswicie zum Auseinandergehen aufgefordert. Teßten Personen fonnten nicht ärztlich untersucht Washington. Der Stellvertreter des Staatsandersartigen tsch e chischen Blute versagte Tu jie gleichfalls nicht Folge leistete, wurde sie von werden, da sich nicht ein einziger von ihnen am sekretärs, Sayre, hielt im Rundfunk eine Ans der ungeschulte und unausgefeilte der Bereitschaftsabteilung zerstreut. Die dritte Sonntag zu Hause aufgehalten hat. Daher wur- sprache, in der er die Politik der Vereinigten Blutinstinkt allzuvieler Sudetendeutscher. Hier Gruppe, welche von Kalmswiese in der Richtung den alle vorgeladen, sich zu einer amtsärztlichen Staaten sehr energisch der Politik der Angreifer einen ganz bewußten Entmischungs- nach Biela marschierte, löste sich von selbst auf. Untersuchung einzufinden. Alle Umstände bei der entgegenstellte. Der praktische Plan, den Sabre willen zu mobilisieren, ist die erste und Die Bereitschaftsabteilung, welche nach Bo Berstreuung der Teilnehmer unerlaubter Umzüge darlegte, ist in folgenden fünf Punkten enthalten: vordringlichste Aufgabe der lebenden und kom- denbach zurückkehrte, traf dann in Bodenbach in werden strenge untersucht. 1. Liquidierung der Isolierungspolitik; menden sudetendeutschen Generation." 2. Errichtung eines internationalen Ge. richtshofes; Schaudernd erfährt der Leser der„ Rundschau", einer sehr vermischten gruppe angehört, der boch die richtine Reinheit Leon Blum: Man muß den Krieg riskieren, des Blutinstinktes fehlt. Nur in seiner vergrö bernden Form iſt er lebendig. Wahrscheinlich ist um ihn zu vermeiden! führen. das dem Schreiber des Auffages so richtig flar geworden, als er einmal die Liste der sudetenRoyan. Dienstag vormittags hielt Leon samtheit der europäischen Gemeinschaft gegen sich deutschen Parlamentarier, Sekretäre, GemeindeBI um auf dem sozialistischen Parteifongreß eine hätten. vertretungskandidaten usw. las und Tränen seis Blum empfahl schließlich der Partei, in der nen Blid verschleierten, als er da die Namen große Rede, die sich zum großen Teil mit außenSebetowsky, Stomorovsti, Obrlit, Krczal, Holube, politischen Fragen befaßte. Blum verglich das gegenwärtigen ernsten Situation feine übereilten heutige Europa mit der Situation Europas zur Beschlüsse zu fassen und dem Deputiertentlub Kraliček, Němec, Hodina, Karlik fand Da er kannte er, daß der Entmischungswille gewedt Beit Napoleons. Im heutigen Europa herrschen eine beträchtliche Verhandlungselastizität einzu werden muß. Heißt das, daß deutsch- tschechische die gleichen Gefühle der Angst, die häufig in der räumen. U. a. stellte sich Blum dagegen, daß Ehen gelöst werden müssen oder daß die nazi- gleichen Form schwächlicher Politik die Sozialisten dem Kabinett Daladier ihre ſtiſchen Kinder ihre tschechischen Eltern verleug- zahlreicher Regierungen zum Ausdrud kommen. Unterſtüßung verſagen und ſeinen Sturz herbei nen müssen oder bedeutet es nur, daß in Zu- Der Versailler Vertrag, sagte Leon Blum, Bum Schluß sprach sich Leon Blum für die funft nicht mehr vermischt werden darf? Wir ist nicht vollkommen und viele Schwierigkeiten der volle Einhaltung aller Abkommen aus, die wissen zwar nicht, was das ist, einen Blutinstinkt Gegenwart hätten vermieden werden können, ausfeilen, wissen auch nicht, wie man das macht, wenn die Siegerstaaten red) tzeitig eine Frankreich unterzeichnet hat, einschließlich des glauben aber, daß die SdP froh sein muß, daß geeignete Revision einiger Artikel desselben anges französisch- sowjetrussischen Baktes. in früheren Zeiten der Instinkt doch nicht ganz regt hätten. Heute ist es jedoch notwendig, alle ausgefeilt war. An jenem 4. Juni 1895, an dem Mittel zur Erhaltung des Friedens aufzusuchen, der Buchhalter Konrad Henlein Fräulein He d- ohne die Diktatoren ihre bisherige Politik fortwig Dvotače heiratete. Denn ohne diese seßen zu lassen. Es geht nicht an, die NiederHeirat gäbe es nicht den judetendeutschen Führer lage der internationalen Gemeinschaft angesichts Konrad Henlein! Es gäbe, wäre damals schon der drohenden Haltung der Diktatoren hinzuder Blutinstinkt geschulter und ausgefeilter ge- nehmen. wesen, hätte der Germane Konrad Henlein d. Ae. Die vermeintlichen Realisten, die glaubten, USA gibt Isolierung auf 3. Stärkung der internationalen Zusam menarbeit; 4. Stärkung bes internationalen Rechtes, denn, wenn die außergefehlichen Kräfte in Altion find, bedeutet Untätigkeit eine schlechte Haltung der Gewalttat gegenüber einzunehmen; 5. Das Recht kann nicht als Gewalt angefehen werden. Amerika hat die schöne Mission, die Hoffnung der durch den Krieg ermüdeten Welt zu sein. Unſer Interesse, unsere Zivilisation gebieten uns, uns zusammenzuschließen, zu verbinden sowie das Recht gegen die Gewalt und das Gesek gegen die Anarchie durchzusetzen. Sonst wird es uns nicht gelingen, den Frieden zu sichern. Unsere Auslandspolitik ist diesem hohen Ziele geweiht. Wehrsteuer In der Schweiz Die Eröffnung des Parteitages erfolgte am Arbeitsbeschaffungsprogramm, das eine Kredit Bern. Der Bundesrat hat das umfangreiche Samstag nachmittags. Erſchienen waren u. a. hilfe von 415 Millionen Franken vorsieht, zur der Sekretär der SAI Friz Adler und Vertreter der sozialistischen Parteien Englands, Hollands, Luremburgs, der Schweiz und Spa niens. Mitglieder der aufgelösten Seine- Förderation versuchten sich Zutritt zu der Sizung zu verschaffen, in der der Fall Pivert behandelt wurde, doch wurden sie nicht eingelassen. Vorlage im Parlament definitiv beendet. Aus diesem Stredit sollen 190 Millionen für die Landesverteidigung, der Rest für Meliorationen, den Bau von Straßen und Bahnen, die Elektrifizie rung, die Förderung der Zivilluftfahrt, für Subwerden. eine Germanin geheiratet, wahrscheinlich auch daß sie durch ein Entgegenkommen geventionen an die Kantone zur Arbeitsbeschaffung einen Konrad Henlein jr., aber wer weiß, ob genüber der Politik der Achse Rom- Berlin eine Am Sonntag wurden die allgemeinen Be- des auf 16 Jahre berechneten Kredites für die verwendet werden. Zur Tilgung und Verzinsung, ihn das ganz reine sudetendeutsche Blut so sehr Entspannung erreichen werden, sehen nun, daß zum Erwachen gedrängt hätte wie das in seinen fie Europa eher gefchabet, denn genützt richte behandelt und der Tätigkeitsbericht der Landesverteidigung wird eine Wehrsteuer Adern freisende Blut der Dvořačets! haben. Es ist nunmehr notwendig, daß alle de Senntnis genommen. Am Montag wurde die Ausgleichssteuer für Großbetriebe eingeführt Partei mit 6118 gegen 1820 Mandate zur vorgeschlagen. Für die weiteren Kredite soll eine Und hätte nicht ein Stroate namens Jelusich einen mokratischen Staaten einen gemeinsamen Block Debatte über die Politik der Partei fortgesetzt. just fürs Dichten in deutscher Sprache begabten gegen die totalitären Staaten errichten und die Sohn bekommen, wer würde jeßt als Direktor Verwirklichung ihrer imperialistischen Wünsche 11. a. erklärte 3yromsti, der Patt mit Sowdes Wiener Burgtheaters für die richtige rein- verhindern. Um einen Krieg zu verhindern, ist jetrußland sei der Grundfaktor der demokratiblütig deutsche Stunst sorgen? Die Nazi follen es notwendig, in manchen Augenblicken das Rikei müßten gerettet werden, tofte es, was es schen Staaten. Spanien und die Tschechoslowafroh sein, daß nicht schon vor Jahrzehnten der fiko eines Krieges auf sich zu nehmen. wolle. Geschehe dies nicht, dann werde Europa Blutinstinkt richtig ausgefeilt wurde sonst wären sie um manche Vorfämpfer ärmer! Eine der Hauptmöglichkeiten, wie ein Strieg faschistisch werden. Die Mobilisierung der Reserverhindert werden kann, besteht darin, daß einige visten war der entscheidende Schritt, der die Auch zu Pfingsten sozialdemoStaaten, die einen gewaltsamen Angriff unter- Tschechoslowakei gerettet habe. Man müsse den nehmen wollen, das deutliche Gefühl haben Zusammenschluß der fleinen Staaten betreiben kratische Kampfversammlungen! müssen, daß sie, wenn sie sich auf die eine oder und in England sowie in USA attive BestrebunAuch in den Pfingsttagen fand eine Reihe die andere Nation stürzen, augenblicklich die Gegen zur Gewährleistung der Sicherheit hervor sehr schöner und gutbesuchter sozialdemokratischer Wählerversammlungen statt. Alle Versammlun gen waren von prächtigem Kampfgeist getragen und legten Zeugnis ab von der unerschütterlichen Treue, von der unsere Menschen auch in den fleinsten und entferntesten Orten beseelt sind. Ernst Paul sprach am Pfingstsonntag in einer von etwa 100 Arbeitern und ArbeiterinDer Herr aus dem Publikum Von Joseph Roth wenn er Fehler macht; und jeden Abend besteigt! ein Herr aus dem Parkett die Bühne, um sich zu überzeugen, daß es unmöglich ist, die Wunder aten des Zauberers auf seine natürliche Weise zu erklären. Meist sind es intelligente Herren, mutige Herren, man fann sogar sagen: Männer, Männer, die es sich zutrauen, einem Zauberer hinter seine Schliche zu kommen, die das Nampenlicht und den Scheinwerfer nicht scheuen und nicht die erwartungsvollen und ein wenig spöttischen Blicke der Zuschauer. Manchmal ist es ein Hankau von Zivilisten evakuiert Mit Rücksicht auf die rücksichtslose Bombar dierung Kantons durch die Japaner hat die chinesische Regierung die Evakuierung der Zivil bevölkerung von Hankau angeordnet, um ähnlichen schweren Verlusten unter den Nichtkämpfern vorzubeugen. Die Ausländer errichten in den Fremdenvierteln schleunigst bombensichere Unterstände. Kurz, der eben so mutige und intelligente Herr sieht neben dem geschminkten, tadellos geleideten, sehr eleganten und sicheren Zauberer sehr schwach, unbeholfen und komisch aus. Ja, fomisch! Es steht von vornherein fest, daß es dies sem Herrn aus dem Publikum nie und nimmer gelingen wird, hinter die Geheimnisse Nha- Minbesuchten Versammlung in Wüstsei Am Schluß seiner Nummer und wenn alle Thos zu kommen. Zwar bemüht sich der Herr bersdorf und am Nachmittag des gleichen jene Stunststücke schon vollbracht sind, deren überaufrichtig und mit wirklicher Eindringlichkeit. Er Tages in einer ebenfalls gut besuchten Ver- raschende Wirkung dem Umſtand zu verdanten beobachtet genau jedes Gefäß, das Net, den ſammlung in Nieder- Mohrau im Be- ist, daß sie sich in einer beträchtlichen Entfernung Stäfig, das Gewand des Rauberers und dessen zirke Mährisch- Altstadt. Dieser Ort liegt dicht an vom Publitum abspielen, liebt es der Zauberer Herr, der mit seiner Dame gekommen ist und sie Hände. Er geht, der Vorsichtige, bis zum Hinder preußischen Grenze. Die Henleinleute, deren Nha- Min- Tho, einen oder auch zwei Herren im Parkett sisen läßt, ohne die Angst, sich vor tergrund der Bühne und schickt auch noch einen eine Anzahl in beiden Versammlungen erschienen aus dem Publikum auf die Varietébühne zu ihr zu blamieren und seiner Wirkung auf der prüfenden Blick hinter die Kulissen. Aber was war, zogen es vor, die fachlichen Ausführungen bitten, damit sie sich überzeugen, daß die Kunst, Bühne ebenſo ſicher wie feiner unauslöschlichen nüßt ihm das alles? Er hat nicht einmal die zwei weiße Tauben aus der leeren, gänzlich Macht über das Herz seiner Begleiterin. des Redners schweigend anzuhören. Sympathie des Publikums, dessen Abgesandter Paula Wallisch und Karl Stern taubenlosen Luft des Bühnenraumes in einem Leider ist es ein Irrtum des Herrn aus dem und Beauftragter er doch eigentlich ist. Im sprachen am Pfingstmontag in einer Massenver- Neß zu fangen, keine Angelegenheit eines ge- Publikum. Im Privatleben ist er vielleicht eine Gegenteil: dem Publikum ist der Zauberer viel jammlung in Bartelsdorf bei Stomotau. schickten Schvindels, sondern die Folge einer mächtige Persönlichkeit, ein Feldwebel, ein Poli- sympathischer. Das Publikum trägt vielleicht Zu Beginn der Versammlung erstattete der Vor- übernatürlichen Gabe sei. zeiagent, ein Stanzleivorstand und seine An- selbst zu turze Hosen, tann sie aber auf der Bühne steher Rilla einen mit großem Jubel aufge= Jeden Abend macht der Zauberer Nha- züge liefert ihm ein vortrefflicher Schneider, so nicht sehen insbesondere nicht, wenn sie auch nommenen Bericht über die erfolgreiche Arbeit Min- Tho dieselbe einladende Handbewegung, daß sie passend siben, teine Falten werfen, för- noch Beulen haben. Allmählich wird der Herr, der Sozialdemokraten in der Gemeindestube, die jeden Abend bittet er in demselben gebrochenen perliche Mängel verbergen und körperliche Vor der so verheißungsvoll die Bühne betrat, eine nicht nur Ordnung gemacht haben, sondern die Deutsch die Zuschauer, ihn zu kontrollieren. Seit züge zur Geltung bringen. Solange der Herr tragische Erscheinung. Da er das Wunder nicht ganze Gemeindewirtschaft im Sinne der sozialen einem Monat weilt er schon hier, und es wundert sich im Parkett befindet, ist er respektabel und ein erklären konnte, sieht es aus, als wäre er der Arbeit umgestalteten. An die mit starkem Beifall mich eigentlich, daß der große Zauberer Rha- Mann von Ansehen. In dem Augenblick aber, in einzige, der es nicht erklären kann, während das aufgenommenen Ausführungen der Redner schloß Min- Tho, der so viel unmögliche Dinge vollbrin- dem er auf der Bühne steht, hat ihn der Schein- Publitum dem Zauberer herzlichen Beifall spena sich eine rege Aussprache, in der die Arbeiter gen tann, es noch immer nicht versteht, seinen werfer überfallen, wie ein unbarmherziger Räu- bete, lächelt es mitleidig über den Herrn. Der ihrer festen Bereitschaft Ausdruck gaben, zur Par- einzigen deutschen Sak fehlerlos herzusagen. ber und aller Tugenden entkleidet. In dem uns Bauberer Rha- Min- Tho schickt ihn mit einer eins tei zu stehen, komme was wolle. Vielleicht aber ist der Arme Tag für Tag so stark bestechlichen weißen Licht sieht man, daß der fachen, fast wegverfenden Handbewegung von Willi Wanka sprach am Pfingstfonn von der metaphysischen Welt und ihrer Sprache mutige Mann einen Bauch hat, ein lächerliches der Bühne zurüd, ins Partett, auf den meist tag in Auherzen und Staab. Beide Ver- in Anspruch genommen, daß er für irdische Ver- Doppelfinn, rote und abstehende Hentelohren. fostspieligen Plaß. Ich kann mir schon denken, sammlungen waren sehr gut besucht. ständigungsmittel weder Zeit noch Interesse Sein Nod wirft breite Querfalten, feine pose ist wie es dem Herrn ums Herz ist, und ich verstehe Rudolf Geißler sprach Pfingstsams- aufbringt. Vielleicht soll sich ein Bauberer täg- au tura, seine Schuhbänder spähen, von loderer nicht, weshalb sich überhaupt noch jemand freis tag, Pfingstsonntag und Pfingstmontag in prächlich mit Geistern unterhalten, mit denen man, Neugier aus dem Stiefel geworfen, aus den willig meldet. tig verlaufenen Wahlkundgebungen in Unter wie ich annehme, nicht deutsch, sondern wahr Schäften hervor, die Absätze sind schief getreten Was mich betrifft, so werde ich niemals eine reichenstein, Chumo, Fillips- ſcheinlich indisch reden muß. Jedenfalls versteht und die Sohlen haben eine leise, aber immerhin Bühne betreten, um einen Zauberer zu kontrol hütte und Außergefild. das Publikum den Herrn Rha- Min- Tho auch, I deutliche Krümmung nach oben. Tieren. . 133 Präsis rmögen, errol h, durch erungss fall der It teilt e ganze belegt tungen haben, g der eschäfte Een an uf Staatss e An Enigten greifer Sahre alten: t; = Ge ufam. echtes, Aftion Itung ange Soff sein. uns, ſowie Jegen uns nfere weiht. reidhe edit zur Aus Vans den izic Subs fung ung die er eine ührt ert die bil. um dit. ten inte ge= rer Ja, ie= ter ins Er men Ten 11 en as Die ter Erl tit me ch Er, ne ht 78 14 t 11 It it e Mr. 133 Wiens Kampf Mittwoch, 8. Juni 1938 gegen die Verpreußung Der ruchlose Luftkrieg Auch das gehört zur Verpreußung Wiens: daß es gründlich ausgekauft" wurde. Mit den Käufen der preußischen Besatzungstruppen be gann die Leerung der Geschäfte, und als sich nach vollzogenem Anschluß" in dem schon läns gere Zeit vom Nationalsozialismus beglüdten Altdeutschland die seltsame Mär verbreitete, in Desterreich, vor allem in Wien, gebe es nicht nur Butter und Fleisch, sondern auch Leinen, Loden, Leder und andere Kostbarkeiten, famen in Schwärmen die noch fauffräftigen Volfsgenossen aus Preußen, um im eroberten Wunderland ein gulaufen. Zwei Monate haben genügt, um Defter reich gründlich anzugleichen. Viele Geschäfte sind leergekauft. Butter und des Eſſens würdiges Brot find felten geworden, dafür die Gestapo- Spitzel um so häufiger. Es ist wirklich zu Hungerdemon ftrationen gekommen. Es waren hauptsächlich Frauen, die über die Verschlechterung der Nahrungsmittel und den immer empfindlicher werdenden Mangel in Empörung ausbrachen. geht weiter schismus die Bombardierung des französisch- spanischen Pyrenäentunnels am Barcelona, 8. Juni.( Ag. Esp.) Während der internationale Fa Pfingstsonntag den spanischen Republikanern zuzuschieben sucht, die sich also damit selbst von Frankreich abschneiden würden, fabren die italienischen und beutschen Flugzeuge Francos fort, oie Zivilbevölkerung der spanischen Repu blik mit Flugbomben zu überschütten. Dienstag hat man unter den Trüm mern der jüngst in Alicante zerstörten Häuser noch zahlreiche Opfer ge funden, so daß die Gesamtliste jenes Tages auf 29 Tote und über 50 ver letzte gestiegen ist. Aber Dienstag mittags hat ein neuer Flugangriff auf All cante weitere 32 Menschen getötet und über 100 verletzt, fowie ein engli fches Handelsschiff und ein englisches Tankschiff im Hafen in Brand gesteckt. In der Stabt Segorbe wurden letthin 14 Menschen durch Flugbomben getötet und in Val del üro fünf. Dienstag wurden in Segorbe weitere fünf Menschen Opfer eines Flugangriffs. Außerdem konnten Angriffe auf Va lencia, Barcelona und andere Städte durch das Abwehrfeuer verhindert Menschen Opfer eines Flugangriffs. Außerdem konnten Angriffe auf Valencia, Barcelona und andere Städte durch das Abwehrfeuer verhindert werden. neun dreimotorige Flugzeuge, deren Herkunft Baris. Sonntag vormittags überflogen nicht verläßlich festgestellt werden konnte, die jedoch nur zur Luftflotte Francos gehören Fönnen, franzöfifches Grenzgebiet im Departe ment Ariége und warfen in der Umgebung der Stadt Ar les Thermes etwa 10 Bomben ab, durch welche die elektrische Hochspannungsleitung der Transpyrenäenbahn beschädigt wurde. Ministerpräsident Daladier hat sich persönlich auf eine Inspektionsreise an die spanische Grenze be geben, um diesen Fall aufzuklären. Es wurden Seite 5 Jagesneuigkeiten Wir gehören zusammen! Viele hunderte sudetendeutscher Arbeiter standen am Sonntag in dem Spalier, durch das sich der mächtige, unvergeßliche Zug der sozialdemokratischen Arbeiter bewegte. Sie jubelten in den Straßen der Hauptstadt gemeinsam mit der tschechischen Bevölkerung ihren tschechischen Arbeit ihren Staat zimmerten, der auch unsere Klassengenossen zu, die in harter, zielbewußter wurde. Freundlich machten die tschechischen BeFreiheit in sich birgt und zu unserem Vaterland wohner Prags den judetendeutschen Arbeitern Blaz, unterhielten sich in deutscher Sprache mit ihnen. Alle bewegte das große Erlebnis dieses Tages und die tiefe Freude über die Straft der Republik, die auf der Kraft der sozialdemokrati schen Arbeiterbewegung beruht. Dieſe tschechi sche sozialdemokratische Arbeiterbewegung sie war in guten und in bösen Tagen unsere Bun genofsin, sie ist auf tschechischer Seite die stärkste London.( Savas.) Im Hinblick auf die wie die deutsche Sozialdemokratie im deutschen Bürgschaft für die Verständigung der Nationen, abermalige Bombardierung britischer Dampfer hat Lager die einzige ist. Die tschechischen Arbeiter die britische Regierung beſchloſſen, Maßnahmen zu und wir wir gehören zusammen, wir sind eins ergreifen, die eine Wiederholung ähnlicher Fälle im Willen zur Verteidigung der Demokratie, eins treter in Barcelona und Burgos angefordert und verhindern follen. Sie hat Gutachten ihrer Ver- im Willen zur Freiheit. Daß die tschechischen wird auf ihrer Grundlage die entsprechenden Entfcheidungen treffen. Wird England eingreifen? So haben sich das die Leute wirklich nicht gedacht! Als die reichsdeutschen Soldaten die Heil- Schreier ermahnten, nicht voreilig zu heilen, fie wußten nicht, was sie aufgäben und was sie erwarte, da glaubte man ihnen nicht. Seither hat man erfahren, daß keine Warnung zu düster war. Nicht nur jener Teil der Wiener, der durch den Magen darüber aufgeklärt wird, daß Gleich schaltung auch Angleichung an den Mangel ist, erirägt nur ingrimmig die Verpreußung. Besonders wütend sind die einheimischen Nazi, die nun die Umwandlung Desterreichs in eine preußische Kolonie erleben. Schon iſt Nr. 3 des „ Mitteilungsblattes der Nationalsozialistischen alle Vorkehrungen getroffen, um solche Angriffe britische Schiffe durch Flugzeuge bombardiert erhoben nach Hause: die Republik und wir alle Bewegung Desterreichs", einer illegalen tüntig zu verhindern. Schrift, erschienen, und wieder ergeht es sich in heftigen Angriffen gegen den mit der Durchfüh- delt es sich um einen schweren in Italien sehr Nach den gefundenen Bombensplittern hanrung der Verpreußung betrauten Gauleiter häufigen Bombentyy, der zur Zerstörung von Bürdel. Es fordert wieder Herrn Bürcel Hochbauten bestimmt ist. Man nimmt an, daß auf, abzutreten und nimmt schärfstens ein Viadukt der Transpyrenäenbahn getroffen Stellung dagegen, als eroberte Pro- werden sollte. Die Stimmung in Paris ist sehr vinz behandelt zu werden, in der Sie erregt. ( Bürcel) als Besatzungskommissar schrankenlose Gewalt ausüben." Es flingt aus in den Ruf: „ Sampf der Unterwerfung Oeste r reichs unter preußisches 3och! Wir wollen unser Land selbst verwalten!" Bürdel aber geht ,, mit allen gebotenen Mitteln" gegen die oppositionellen Nazi vor. Die Ges stapo hat den Kreisführer der SA Hans Kreicsik und vier Unterführer verhaftet. - Die österreichischen Nazi ernten, was sie gesät haben. Das hätten sie wissen müssen, daß Nazisierung gleichbedeutend mit Verpreußung ist. Beflagenswert ist die nichinazistische Mehrheit der Desterreicher, die den Nazismus nicht gewollt hat, die von ihm überrumpelt wurde. Auch Belgien Fünf britische Matrosen getötet Ein Schiff im Hafen von Valencia versenkt Valencia. Am Montag wurde bei einem Angriff der Franco- Flugzeuge auf den Hafen von Valencia auch ein britisches Handelsfchiff von 5775 Tonnen, die Saint Winifred", von mehreren Bomben getroffen. Das Schiff geriet in Brand. An Bord des Schiffes wurden fünf Mann getötet und mehrere verlegt. Die„ Saint und zwar vor 14 Tagen im Hafen von Alicante. Winifred" ist bereits einmal bombardiert worden, Das im Hafen Alicante vor Anker liegende englische Frachtschiff„ Thorpenhaven“ wurde Montag nachts von drei Bomben getroffen und in rand gefeht. Auch die anderen dort anternden beschädigt. englischen Schiffe wurden durch Bomben schwer Beginn des Krieges in Spanien im ganzen 58 Britische Kreise haben festgestellt, daß set diesen Angriffen wurden sechs britische Schiffe oder durch Unterfecboote überfallen wurden. Bei versenkt, 14 britische Matrosen getötet und 50 verwundet. Vom Kriegsschauplatz Madrid.( Havas.) An der Teruel- Front schlugen die Regierungsabteilungen einen lofalen Angriff auf Valbona zurück. An der CastellonFront mußte die Regierungsarmee vor einer großen zahlenmäßigen und Materialübermacht in neue Stellungen zurückgehen, die sie befestigte. An der Front von Madrid unternahmen die schnitt Villanueva de la Berena. Nach längerem Francotruppen einen heftigen Angriff im AbSampf mußten die Regierungsabteilungen die Stellungen auf dem Mont Balcon räumen. Willkommener Zuwachs Barcelona. Zehn Franco- Flugezeuge ers schienen Samstag an der Guadalajara Front. Zivei dieser Bombenflugzeuge landeten irrtüm lich auf einem Flugplatz der Regierungstruppen. Die Biloten erkannten zu spät ihren Irrtum und wurden gefangengenommen. Republikanische Jagdflugzeuge sollen zwei weitere Bombenflugzeuge Francos zur Notlandung in den republi fanischen Linien gezwungen haben. Die zwei beschlagnahmten Bombenflugzeuge find italienische dreimotorige Flugzeuge Typ Savoia Marchetti, Swei Mann der Besagung wurden vericht. ihre Besagung ist ebenfalls italienisch. gegen die Massenmorde Brüssel. In der Kammer erklärte Emile Vandervelde, der langjährige Präsident der Sozialistischen Arbeiterinternationale, unter Montag svät abends bombardierten Francoallgemeiner Aufmerksamkeit: Die Rebellen gaben Flugzeuge Barcelona und warfen einige Bomben durch das Bombardement der Stadt Granollers auf den holländischen Dampfer ,, Tarkla and". einen Beweis ihrer Grausamkeit bekannt. Frantreich und England haben sich entschlossen, einen neuen Protest zu erheben. Er verlangt, daß sich die belgische Regierung anschließe. Ministerpräsident Spa at antwortete, daß die belgische Regierung schon Gelegenheit hatte, ihre Stimme gegen ähnliche Kriegsmethoden zu erheben. Sie ist bereit, sich jedem Schritt der britischen und der französischen Regierung anzu schließen, um gegen diese Bombardements zu protestieren, die das Gewißen der Welt schwer er schüttern.( Stürmischer Betfall.) Rumänische Rüstungsanleihe Bukarest. Das Finanzministerium hat Dienstag vormittags eine Anleihe für die Ausrüstung der Armee zur Zeichnung aufgelegt. Nach wenigen Minuten waren 2360 Millionen Lei gezeichnet. Die Kassenbons haben einen Emissionsfurs von 100 und tragen 4 Prozent Binsen. Die Emissionsauslagen betragen nur 8000 Lei. Tausende Opfer in Kanton Japan will die Zivilbevölkernng demoralisieren Ausländische Proteste vergeblich Kanton. Die Stadt Ranton war in den letzten Tagen wiederholt das Ziel schwerer Angriffe durch japanische Bomber. Am Sonntag warfen sechs japanische Flieger über eine Stunde lang Bomben ab, deren Opfer auf 200 bis 300 geschätzt wurden. Sechs Bomben gingen in unmittelbarer Nähe der Fremdentonzession Schamin nieder. Montag früh warfen etwa 50 Flugzeuge über 100 Bomben. Sie trafen u. a. auch das französische Krankenhaus„ Vaul Doumer" im chinesischen Viertel. Später führten die Japaner noch einen zweiten Anflug durch, der ebenfalls zahlreiche Opfer forderte. Etwa 1500 Personen wurden an diesem Tag getötet oder verletzt, die Zahl der Opfer der Fliegerangriffe in den letzten neun Tagen wird auf 5000 geschätzt. Einige Bomben trafen in Kanton die Elastische Taktik Tschangkaischeks? Hanfau.( Reuter.) In chinesischen MilitärArbeiter unter weniger harten Bedingungen fämpfen als wir, gibt ihnen die Möglichkeit und die Verpflichtung, starle Solidarität zu üben; Auch die deutschen Arbeiter gingen gestärkt und und sie sind sich dieser Verpflichtung auch bewußt. sind in guter Hut in der geeinigten Kraft der sozialistischen Bewegung. freisen verlautet, daß Marschall Tschangkaischef mit den übrigen Heerführern einen neuen Verteidigungsplan ausgearbeitet hat. Der Plan dürfte dem chinesischen Militär in der Kampfweise und in der Taftit großen Spielraum ohne ge= fühlsmäßige Rücksichten auf wichtige oder historische Städte gewähren. Republik den Vorbeimarsch der 150.000 abnahm, Vor der Tribüne, auf der der Präsident der stand als Symbol für die Verbundenheit der deuts fchen und tschechischen Arbeiter eine Ehrenwache. die von westböhmischen Mitgliedern der Republi fanischen Wehr gebildet wurde und von den vors beimarschierenden Arbeitern immer wieder um jubelt wurde. Und im Zuge marschierte ein starfer Trupp deutscher sozialistischer Jugendlicher, dem die nach Zehntausenden zählende Menschenmasse im Spalier immer wieder begeisterte Ovationen bereitete. So haben wir mitgefeiert und uns mite die gecinte Kraft der Arbeiter nicht nur von der gefreut und im Geist den stolzen Tag erlebt, da Hauptstadt, sondern von dem ganzen Lande Besitz nehmen wird und da die Nationen dieses Landes in fester, brüderlicher Gemeinschaft zusammenstehen werden. Diesem Ziele galt und gilt unsere Arbeit, diesem Ziele galt und gilt die Arbeit der tschechi schen Sozialdemokratie. Schallplatte heraus, Kamerad Dr. Just! Einer von den ehemaligen Christlichsozialen hat Gnade gefunden vor den Augen der Sdp: der Troppauer Bürgermeister Dr. Ernst J u st wird an vierter Stelle der Henlein- Liste für die fonntägigen Troppauer Gemeindewahlen fandidiert, während sonst überall die Märzgefalle nen nicht mehr der Ehre würdig befunden werden, in die Gemeindevertretungen einziehen zu dürfen. Herr Dr. Just ist, man kann das wirklich nicht sagen, nicht immer der SdP freundlich gegenübergestanden und es führte ein weiter Weg bis zu seinem Auftrag, am 1. Mai das Trops pauer Rathaus mit der SdP- Fahne zu ſchmücken. Er gehörte zu der fämpferisch eingestellten Gruppe von Christlichsozialen und als es im vorigen Serbit fchon zu Gemeindewahlen kommen sollte - knapp vorher hatte Just den Präsidenten mit einer demokratischen Ansprache begrüßtfreute er sich schon der bevorstehenden Auseinan derseßung mit der SdP. Herr Dr. Just bes dauerte sehr, daß es damals nicht zu Wahlen getommen ist und er hat sich, wie er sich rühmte, seine Kampfrede gegen die SdP.. da er sie schon im Wahlkampfe nicht halten lonnte, wenigstens auf eine Schalla platte drehen lassen. Bei festlichen Anläffen hat er sich diese Rede dann in seinem Heim vorgespielt... Kaifeng, die Hauptstadt der Provinz Honan, ist am Montag in die Hände der Japaner gefallen. Die südlich der Lunghaibahn stehenden Chinesen gingen auf die erste Verteidigungsstellung vor Die Troppauer Wähler würden sich wirklich Hantau zurück. Gegen diese Stellung schieben sich dafür interessieren, was für eine Kandidatenrede die Japaner langsam heran. Die ziveite chinesis ihnen ihr bisheriger Bürgermeister im November iche Verteidigungslinie verläuft etiva 120 Stilohalten wollte. Also heraus mit der meter hinter der ersten und umschließt Hantau imcha II platte, Kamerad Dr. Just! Lassen Sie sie jetzt in einer Wählerversammlung um die erste Linie bald einseßen werden. In Aroßen Bogen. Man erwartet, daß die Kämpfe vorspielen und der Erfolg ist ihnen gewiß! Hantau wird die Evaluierung der Zivilbevölkerung bereits eingeleitet. Der Sprecher des chinesischen Militärkommandos hat mitgeteilt, daß das umfangreiche Gebiet südwestlich der Provinz Schansi von japanischen Truppen gesäubert wurde. Es soll sich um einen Erfolg von großzem strategischen und tatti schen Werte handeln. Ein furchtbarer Mord bel Bruch Eine furchtbare Bluttat ereignete sich in den Nachmittagsstunden des Pfingstmontag in Bruch bei Brür. Ter 18jährige Tischlergehilfe Adolf Kellermann ermordete die 17jährige Handelsschü Ein parlamentarischer Weltrekord Frankreich hat in Tokio gegen dieses Da1761 Verordnungen in einer Sitzung hinschlachten der wehrlosen Zivilbevölkerung Sofia. In der Freitag- Sigung des Sobranje protestiert, und auch der britische Generalkonsul hat die Regierungsmehrheit in den späten Nachistunhat bei den japanischen Behörden scharfen Proden unter dem lauten Protest der Opposition alle 1761 Verordnungen und Dekrete, welche die autori- test erhoben. Die Antwort war die offizielle Erklärung des japanischen Flottenkommandanten in tären Regierungen seit dem Militärumstura vom Schanghai, daß die Fliegerangriffe auf Kanton 19. Mai 1984 bis zum 31. Mai 1988 erlassen hatund Hankau noch verstärkt werden ten, genehmigt. Zur Hauptdebatte wurden nur acht Redner zugelassen. Die Opposition verließ zum Bei- follen, um die chinesische Regierung zu einer chen des Protestes gegen dieses Vorgehen vor der rascheren Beendigung des Krieges zu zwingen. Abstimmung den Sigungsfaal, worauf die regierungstreuen Abgeordneten der Regierung Ergeben- Sunjatfen- Universität. Dabei wurden fast alle heitsdemonstrationen bereiteten. Die Sibung nahm Görsäle zerstört, Eine große Zahl von Bomben einen überaus dramatischen Verlauf. Gleich zu Be- traf auch die Dschunken am Fluß die dicht be= ginn wurden drei oppositionelle Abgeordnete des wohnt find, und richtete eine grauenvolle Veragrarischen Lagers ausgeschlossen, da sie sich nicht wüstung an. Viele chinesische Viertel sind jetzt Tokio. Japans neuer Außenminister Ugati nach der neuen Geschäftsordnung richteten, die die fast entvölkert, da die chinesische Bevölkerung in Rechte der Abgeordneten in erheblichem Maße ein die Nähe der internationalen Konzeffion Schaappelliert in einer energischen Kundgebung an die schränkt. Die oppositionellen Redner unterzogen die min flicht. Taufende chinesische Familien, ausländischen Mächte, China keinerlei Beistand zu angeführten Verordnungen einer heftigen Kritik und Mütter mit Kleinen Kindern auf dem Arm, einige leisten. Japan sei entschlossen, seinen Stonflitt bezeichneten viele von ihnen als verfassung 3- Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens um widrig. Sie wandten sich auch gegen die Ben sich, fauern auf den Straßenrändern bei der mit China bis zum Ende zu führen. Jede sich seit Samstag auf einem Pfingstausflug be= ihre Zahl wächst Silfe für China tönnte die Situation nur kome schen Freiheiten sowie gegen die Vereinskontrolle, unterbrochen. Japan will völlig freie Hand plizieren" Terin Hildegard Spißenberger in einem Walde univeit des Ortes, indem er ihr den Hals durchschnitt und ihr zahlreiche Stichwunden beibrachte. Sellermann hatte die Spizenberger schon seit län gerer Zeit mit Liebesanträgen verfolgt, wurde jedoch abgewiesen. Nach der Tat begab sich der Mörder auf die Polizeiwachstube in Bruch, wo er nach seinem Geständnis verhaftet wurde. Die Eltern des unglücklichen jungen Mädchens hatten nisch zurückgerufen wurden. Seite 6 Das Ungeheuer von Lüttich vor den Richtern Brüssel. Ein Aufsehen erregender großer Giftmordprozeß hat am Dienstag vor dem Schwurgericht in Lüttich begonnen. Die 59jährige Witwe Becker, geborene Marie Petitjean, ist angeflagt, in den Jahren 1938 bis 1936 elf Personen durch Gift ermordet zu haben. Ferner werden ihr fünf Mordversuche, zahlreiche Fälschungen, darunter eine Testamentsfälschung und Diebstähle, zur Last gelegt. Annähernd 300 Zeugen sind aufgeboten worden, um im Verlauf der Verhandlung, die sich voraussichtlich auf mehrere Wochen erstrecken wird, auszusagen. Das Untersuchungsverfahren hat über eineinhalb Jahre gedauert, da sich bei den Nachforschungen über die einzelnen Togesfälle außerordentliche Schwierigkeiten und Verwicklungen ergaben. Die Angeklagte, die in bescheidenen Verhältnissen lebte, hatte sich, wie die Anklageschrift besagt, in allen Fällen vermögenden älteren Frauen in Lüttich genähert, deren Vertrauen gewonnen und diese dann durch Gift umgebracht. Zahlreiche Schmuckstücke sowie hohe Geldbeträge aus dem Besitz der Opfer wurden bei der Witwe Beder gefunden. Ferner wurde festgestellt, daß die Becker in zwei Jahren 200. Gramm Digitalis verbraucht hatte. Wenn auch die ärztliche Untersuchung der Opfer in feinem Fall einwandfrei die Vergiftung durch Digitalis ergeben hat, so konnte doch festgestellt werden, daß alle Opfer unter den ähnlichen feltfamen Vergiftungserscheinungen des Magens gestorben sind. Mittwoch, 8. Juni 1938 So wüten die Franco- Flieger ☐ Unser Bild zeigt eine Straße in dem spanischen Städtchen Granollers nach einem Luftangriff. Bei diesem Angriff wurden 500 Menschen getötet. verletzt, so daß der Bankräuber, als er sah, daß er nichts ausrichten konnie, zu flüchten versuchte. Ein Diener der Sparkasse, der sich ihm in den Weg stellte, erhielt einen Schlag auf den Kopf und brach schwer verletzt zusammen. Dem Täter gelang es zu entkommen. Seine Ausforschung wurde in die Wege geleitet. Flugzeugunglück bei Olmkt. Auf dem Zivilflugplatz in Olmüß übte am Sonntag der Chefpilot der Masaryk Flugliga Tichý aus Solice bei Olmüz verschiedene Evolutionen. Das Flugs zeug geriet dabei ins Trudeln. Wegen der geringen Höhe gelang es dem Piloten nicht, das Flugzeug wieder auszubalancieren. Der Appa- Explosion in Lissabon. In einer Pulverfabrik rat stürzte ab und aus den Trümmern wurde der im Lissaboner Vorort Chelas tam es Dienstag Pilot tot hervorgezogen. Er war 35 Jahre alt nachmittags aus bisher ungeklärter Ursache zu einer schweren Explosion. Zwei Gebäude wurden zerstört. Bisher wurden zwei Tote geborgen. und verheiratet. Bugsunfall in Hostivice. Am 5. Juni um 6.47 Uhr entgleiste in Hostovice bei der Einfahrt des Zuges Nr. 538 ein besetzter Personenwagen: Dabei wurden 15 Neisende leichter verletzt. Zwei Waggons wurden beschädigt, der Verkehr war 53 Minuten unterbrochen. Die Ursache des Unfalls wird von der Staatsbahndirektion Prag unterfucht. 3000 indische Arbeiter ausgesperrt. Aus Kalkutta wird gemeldet, daß 3000 Arbeiter der India Iron and Steel Company in Hirapur in Bengalen, die mit Generalstreit gedroht hatten, ausgesperrt wurden. Das geschlossene Wert wird von Polizei bewacht. gelbürgerschulen noch gesteigert wird, eröffnet sich ſtrebsamen Abiturienten die Möglichkeit, bald eine Anstellung zu erlangen. Die gleiche Möglichkeit steht auch den Abiturienten der Lehrerbildungsanstalten offen, wenn sie an einer Mittelschule die Ergänzungsmatura ablegen. Informationen erteilen die Mittelschuldirektionen. Ein neuer Lehrkurs an der staatlichen MasarykBrag beginnt am 1. September 1938. Aufgabe der Schule für Gefundheits- und Sozialfürsorge in Schule ist es, auf dem Gebiete der Sozialhygiene tätige Frauen sowohl für den öffentlichen Dienst als auch für den Dienst in freiwilligen sozialhygienischen Institutionen heranzuziehen und theoretisch und praktisch zu schulen. In die Schule können Sörerin jeden Mittelschultype aufgenommen werden. Bei nen mit vollständiger Mittelschulbildung mit Matura genügender Bahl deutscher Bewerberinnen wird für diese eine eigene Klasse errichtet werden. Der Kurs dauert zweieinhalb Jahre. Mit entsprechenden Perſonaldokumenten und Dokumenten über die bisherige Bildung belegte Aufnahmsgesuche sind spätestens bis Masaryk- Schule für Gefundheits- und Sozialfür 30. Juni 1938 an die Direktion der staatlichen welche auch nähere Informationen hinsichtlich der Schul- und Internatsgebühren erteilt und eventuell Attentate auf die Irak- Dellinie. Es vergeht Muttermord aus Mitleid. Aus dem Kloster- kein Tag, an dem nicht die Frat- Dellinie beschädigt neuburger Spital wurde die schwerkrante Mutter und das ausfließende Del in Brand gesteckt wird. des Kellners Hans Groß als unheilbar entlassen. Beim Zusammenstoß zwischen Juden und arabi- forge in Prag XII. Ruſtá Nr. 2331, zu richten, Der Sohn hat am Montag die heimgekehrte Mutschen Attiviſten bei der Judenkolonie Jedda wurde ter aus Mitleid erschossen und beging dann Selbst ein Jude getötet und einer verletzt. mord. Ein Massenmörder. In der ungarischen Gemeinde Fottö bei Kalocsa wurden Samstag gegen 11 Uhr nachts ein Gendarm und der Ortspoliziſt von einem gewiſſen Stefan Balló ermordet. Valló bemächtigte sich dann des Gewehres, der Patronen und des Hutes des von ihm ermordeten Gendarmen, worauf er überall dort an die Haustüren schlug, wo er vermutete, daß Personen wohnen, die ihn wegen früherer Diebstähle an gezeigt hatten. Er schoß, wo ihm geöffnet wurde und tötete so drei Männer, während er einen Mann schwer und eine Frau tödlich verletzte, worauf er floh. Die sofort alarmierte Gendarmerie hat die Suche nach Valló intenſiv aufgenommen. Es brennt in Deutschland. In einer Dachpappenfabrik in Altona ereignete sich infolge schad hafter Röhren für die Teerdestillation eine Erplosion und ein schwerer Brand. Drei FeuerwehrTeute wurden von dem brennenden Teer erfaßt und sind vollständig verfohlt. Zwei weitere erlitten Verbrennungen. Der Brandschaden ist beträcht Tich. Der Blitz in die Hochzeit. Im Dorfe MaTamecu in der Provinz Launion schlug der Bliß in ein Haus, wo gerade eine Hochzeit stattfand. 20 Personen wurden getötet und weitere Personen berlebt. finis, Biegeleiarbeiter in Gliphas in Griechenland, einen ausführlichen Schulprospekt versendet. Der adoptierte Kofferträger. Haralambos Pi tist unversehens zu einem Adoptivvater gekommen, der sowohl Engländer als auch Millionär ist. Mister Ruyter, ein Werftbesißer aus Southampton, der eine Geschäftsreise durch Griechenland machte, bat am Strand von Gliphas den Arbeiter, ihm beim dies. Bis hierher hat die Geschichte durchaus nichts Tragen des Koffers behilflich zu sein. Pitsinis tat Ungewöhnliches. Sie wird aber geradezu unwahrscheinlich in dem Augenblick, als der Arbeiter das ihm gebotene Trinkgeld ablehnt. Ruyter revanchiert sich; er bittet den Mann, auf seine Jacht, lädt ihn zum Teman zu tun hat, und bittet ihn, sein Sohn zu Nachtmahl ein, erkennt, daß er es mit einem Gentwerden. In Athen wurde dann der Rechtsalt der Adoption durchgeführt. Amerikana. Zwei Kleinigkeiten des sogenannten täglichen Lebens, die dem Europäer vermuts lich alles andere als alltäglich erscheinen würden, find in den lebten Tagen in New York zu verzeichnen gewesen: Da ist zunächst einmal der Fall Tommy Bradley, eines 18jährigen jungen Mannes, der, um sich zu amüsieren, die Notbremse in der Untergrundbahn 30g und damit fast eine Panit entfesselt hätte und den Schnellverkehr erfolgreich eine halbe Stunde lang lahmlegte. Er mußte natürlich eremplarisch bestraft werden, und der Richter, der die Freud bleibt in England. Ein Londoner Geldstrafe, die dafür vorgesehen ist, für zu niedrig Freund des bekannten Professors Freud erklärte erachtete und außerdem gern den weisen Salomon Pressevertretern, daß sich Professor Freud bald spielen wollte, beschloß folgendes: Er erklärte, daß zum ständigen Aufenthalt nach England begeben er den jungen Mann nach Sing- Sing bringen werde, da er hiezu bereits die Bewilligung erhal- würde, vorausgesetzt, daß seine Mutter, die weiten habe, und daß er dort seine Arbeiten fort- nend im Buschauerraum saß, ihm nicht eine gesezen werde. hörige Tracht Prügel verabreiche. Die ehrenwerte Zug gegen Autobus: Kieben Tote. In der Nähe Mrs. Bradley übernahm das selbstverständlich, und boners( at) feberen mit 35 Stutt- die Büchtigung fand mit dem gebörigen Aufwand an garter Ausflüglern besetzter" Reise- Omnibus an Photoreportern und Zeitungssensation statt. Die einem ungeschütten Bahnübergang von einem Leiter der Offiziersschule von West- Point waren mit Buge erfaßt. Sieben Personen wurden getötet, ihren Zöglingen nicht zufrieden. Der Parade acht Personen wurden schwer verletzt ins Kran- schritt flappie einfach nicht. So beschloß man, den jungen Männern, die später der Stolz der amerifanischen Armee werden sollen, das Beispiel von Girls zu geben. Eine Girltruppe wurde engagiert, und in zwei Reihen ererzierten die Offiziersschüler in Paradeuniform und die Girls mit nackten Beinen auf dem Dachgarten eines Wolkenkrabers. Was wiederum in Millionen von Zeitungsausgaben verevigt worden ist. fenhaus gebracht. Vom Hochwaffer überrascht. Während eines Wolkenbruches, der über Monastir niederging, wollte der Bauer Dojčin mit seiner Frau, seinem Töchterchen und seinem Neffen in dem Bett des " Trockener Fluß" genannten Baches Zuflucht suchen. Binnen wenigen Sefunden wurde er jedoch mit seinen Angehörigen von einer vier Meter hohen Flutwelle überrascht, die alle bis auf den 20jährigen Neffen mit fortriß. Außer dem Neffen sind alle ertrunken. MTP Nr. 133 Die Durchführung Ende der Wehrerziehung Der Umfang der Wehrausbildung außerhalb der Schule bis zu 30. Lebensjahr beträgt a) bei Jugendlichen bis zum 31. Auguſt des Jahres, wo sie 17 Jahre alt werden, jährlich 70 Uebungsstunden, bei solchen vom 1. September ihres 17. Lebensjah res bis zum Antritt des Militärdienstes oder bis zur definitiven Nichtassentierung 90 Stunden, bei allen anderen Männern 40 Stunden, bei Frauen bis zum 21. Lebensjahr 60, bei allen anderen 30 Stuns den im Jahr. Die Luftschutzausbildung der Personen über 30 Jahre bis zum 50. Lebensjahr beträgt 30 Stun den im Jahr. Dieser Ausbildung sind bis Ende 1945 auch über 50 Jahre alte Personen unterworfen, und awar beginnend mit dem ersten Tage, der auf das 50. Lebensjahr folgt und endend mit dem Tage, wo sie das 60. Lebensjahr erreichen. Die Ausbildung beträgt 30 Stunden im Jahr. Die Wehrausbildung darf in der Berufsauss übung nicht behindern. Dabei ist auch auf die res ligiösen Vorschriften der Auszubildenden Rücksicht zu nehmen. Am Lande ist die Wehrausbildung in eine Zeit zu verlegen, wo die Feldarbeiten ruhen. Nach Tunlichkeit ist die Ausbildung außerhalb der Arbeitszeit anzusetzen. Weitere Bestimmungen der Verordnung regeln die Pflichten des Arbeitgebers, das Beschaffen von lebungspläßen und Uebungsbehelfen, die Verwen dung privater und öffentlicher Wasserläufe sowie ge eigneter Gelände, sowie die Obsorge um Versonen, die durch die Wehrausbildung an ihrer Gesundheit gelitten haben sowie um ihre Sinterbliebenen. Die Schlußbestimmungen der Verordnung gelten vorzüg lich der Waffenausbildung bei der Wehrerziehung. Die Verordnung ist am Kundmachungstage in Straft getreten. Die Fußball- Weltmeisterschaft Schwere Kämpfe um den Aufstieg Fünf Spiele dauern je 120 Minuten, zwei davon müssen wiederholt werden Tschechoslowakei in die zweite Runde Fifa nahm am Samstag und Sonntag auf franzöſi Die Fußball- Weltmeisterschaft der bürgerlichen schen Sportplätzen ihren Anfang. Die erste Welts meisterschaft fand 1930 in Montevideo stati und ers gab Argentinien als Meister, während die 1934 in rung aufties: 1. Italien, 2. Tschechoslowakei, 8. Italien ausgetragene Meisterschaft folgende Placie Deutschland, 4. Oesterreich. Die diesjährige Weltmeisterschaft hatte als Vorspiele große Schwierigteiten infolge der Auslosung und des„ Sezzens" zu überwinden. Große Geldmittel wurden für die Heranziehung der überseeischen wie auch einzelner eurodie Spiele der ersten Runde mit ihren 180.000 31päischer Verbände zur Verfügung gestellt und, wie schauern vermuten lassen, werden sich gut verzinsen und ein großartiges Geschäft werden. Geſchäft in allererster Linie, denn das sportliche Moment bildet nur einen Vorivand. Von den an diesen beiden Tagen ausgetragenen sieben Begegnungen der ersten Runde fiel die Entscheidung bei zwei Spielen in der regulären Spielzeit, während fünf nach 90 Minuten Dauer um weitere zweimal 15 Minuten verlängert werden mußten; von diesen brachten nur drei Siege. Die beiden restlichen Spiele werden am Donnerstag wiederholt. Der abnormale Frühling. Der meteorologische Frühling endete am 31. Mai. Laut Mitteilung der Staatsanſtalt für Meteorologie war dieser Frühling abnormal. Fait überall war es troden und die Tem beratur wies einen eigenartigen Gang auf. Die Mitteltemperatur betrug in Prag auf der Sternwarte normal, im April war das Mittel 6.3 Grad Celsius, Reigen der Dauerspiele mit dem Match Schweizim März 8.6 Grad Celsius und war 4.9 Grad überSchon am Samstag begann in Paris der d. i. um 2.6 Grad unternormal und niedriger als im Deutschland, das 1: 1( 1: 1, 0: 0) endete. Die März, im Mai mit 13.3 Grad C um 0.5 Grad CSchweizer verteidigten sich ausgezeichnet und ihre An unternormal. Dem ungemein warmen März, wie er griffe waren gefährlich. Deutschlands Team bestand laut der längsten Beobachtungsreihe seit dem Jahre aus österreichischen und reichsdeutschen Spielern. In ein falter April. Am 21. März stieg die Temparatur 1775, die Prag aufweist, nie beobachtet wurde, folgte der zweiten Halbzeit verübte Pesser( D.) ein grobes Foul an einen Schweizer und wurde ausgeschlossen. Da in der Verlängerung feinem Team der siegbrinbereits auf 20 Grad C und überholte ihren normalen gende Treffer gelang, wurde es für Donnerstag Gang hiemit um zwei Monate; dagegen sant sie im neu angesetzt. April so tief, wie es nie, seit Beginn der Beobachtungen im 18. Jahrhundert vorgekommen war. Aehnlich verlief es auf dem ganzen Staatsgebiet. Im April gab es wiederholt zahlreiche Fröſte, die in til en es der den 20. April bis minus. 10 Grad Celsius erreichten. Meistens fror es bereits von Sonnenuntergang bis zu den Vormittagsstunden Windes. Deswegen war der Frostschutz sehr schwierig des nächsten Tages unter Begleitung eines frischen und die Vegetation, die im März vorzeitig erwacht war, erlitt Schäden. Gewitter gab es mehr im März als im April, Schnee fiel mehr im April als im März. Normale Wärmeverhältnisse traten um den 12. Mai ein. Genug Feuchtigkeit gab es nur im Bergland. Der Sonntag brachte sechs Begegnungen. In Paris standen sich Frankreich und Belgien gegenüber; es siegten die Franzosen trok harter Abwehr der Belgier 3: 1( 2: 1). Ungarn iding 6: Holländisch- Indien in Reim 3 glatt mit 6: 0( 4: 0). Diese beiden Spiele endeten in der regulären Zeit. Schwer zu kämpfen hatte der Weltmeister- Titelinhaber Italien in Marseille, um Norwegen nach Verlängerung mit 2: 1( 1: 1, 1: 0) u eleminieren. Einen dramatischen Verlauf hatte die Begegnung Brasilien Polen in Straß burg. Brasilien siegte erst nach Verlängerung mit 6: 5( 3: 1, 4: 4). Ser Blag war vom Regen aufges weicht, was den Polen besser zusagte als dem Geg ner, der dank seiner tüchtigen Stürmer den Sieg an sich bringen konnte, obwohl seine Hintermannschaft Es wird noch wärmer! Im Bereich eines um auf dem nassen Terrain versagte. In Toulouse fangreichen Druckhochs über Mitteleuropa war es in erzielte die zweite Mannschaft aus Uebersee, Stuba, unseren Gegenden am Dienstag vorwiegend heiter überraschend auch nach Verlängerung gegen Ru bis auf 25 Grad an; aus Frankreich wurden um , so daß diese Be14 11hr bis zu 30 Grad gemeldet. Die über den hemengeben britischen Inseln liegenden Störungen werden zu nächst nicht auf das Festland übergreifen und bei schönem Wetter werden die Temperaturen bei uns weiter ansteigen. Wahrscheinliches Wets ter Mittwoch: Vorwiegend heiter, trocken, sommerliche Temperaturen. Wetteraussichten im Westen des Staates Lotalgewitter möglich. für Donnerstag: Im ganzen schön und warm; und die Nachmittagstemperaturen stiegen stellenweise en mur e( 2: 2, 1: 1 neu ausgetragen Das heutige Programm der deutschen Sendung Prag- Melnik: 10.15 Schulfunt. 10.85 bis Zur Beachtung für Mittelschulabsolventen. Der 11.00 Schallplatten. 12.15 Fr. Pichatsch: Eindrücke tschechoslowakische Fachlehrerverband macht auf den aus Japan. 18.00 Jugendstunde. 18.20 Arbeiter Erlaß des Schulministeriums vom 7. April 1937 fendung. 18.40 Sozialinformationen. 18.45 UnterSchießerei in einer Budapester Bank. Diens aufmerksam, durch den die Anstellung von Profes- haltungsmusik( Emmi Kreuzer singt Lieder von Starö tag vormittags fam es in der Budapester Filiale soren- Kandidaten mit der ersten Staatsprüfung als der Ersten Pester Vaterländischen Sparkasse zu Aushilfsfachlehrer an Bürgerschulen ermöglicht wird. Berlig). 19.00 Neue Bücher. 19.30 Unterhaltungseiner wilden Schießerei. Kurz nach 10 Uhr er- Nach dreijährigem Wirken kann der Kandidat die musik. 20.15 Mujit. Bilderbuch. 21.15 Symphonieschien ein sichtlich aufgeregter jüngerer Mann im Ergänzungsprüfung ablegen und eine definitive An- Konzert.( Werke von Mozart, Dir. Rieger, Gesang Kaffenraum der Sparkasse, zog einen Revolver stellung erlangen. Da an den Bürgerschulen zahl- Magnus Andersen.) 22.30 bis 28.00 Tanamusik. und gab auf den Kassier eine Reihe von Schüssen reiche ungeprüfte Lehrkräfte unterrichten und der Be- Brünn: 17.40 bis 18.15 Der Deichbruch". rb. Wie durch ein Wunder wurde jedoch niemand darf an Fachlehrern durch die Errichtung von Spren- Hörspiel von Adrian Köster. Regie: Emil Reißner. Der Kampf Tschechoslowatei- holland fand in Le Havre statt. Beide Teams lieferten sich um den Sieg einen hartes Gefecht, das nach 90 Minuten Dauer immer noch torlos blieb. Die anschließende Verlängerung von zweimal 15 Minuten Sieg von 3: 0. Der Aufstieg war damit errungen; brachte dem tschechoslowakischen Team endlich den der nächste Gegner wird Brasilien sein. Im tschecho flowatischen Team waren das Schlußtrio- hauptsächlich Planička im Tor- ausgezeichnet und die Halfreihe ganz zufriedenstellend, aber dem Angriff gelang es in der regulären Spielzeit nicht, sich bietende Chancen erfolgreich abzuschließen. Bei den Verfaſſung; das Salf hielt wohl die normale Zeit Holländern war ebenfalls das Schlußtrio in bester durch, fiel aber dann ab. Die Stürmer sind schnell, aber systemlos und besiben harte Schüsse. Holland beendete das Spiel mit zehn Mann. Die Spiele der zweiten Runde Am 12. Juni stehen sich gegenüber: Tschechoflowakei- Brasilien in Bordeaux, Frankreich- Jialien in Paris, in Antibes trifft Schweden auf den Ungarn gegen den Sieger aus Schweiz- DeutschSieger aus Rumänien- Kuba und in Lille tritt land an. 133 ng Serhalb a) bei wo sic unden, nsjah er bis n, bei en bis Stun über Stun 1945 , und das c, ivo Tdung 3 ດາ ວິ c res ht zu eine Nach Ars gein bon wens ges nen, Sheit Die süg ung. ein wei chen oft elts er in cies 8. elts ei alt er= то vie en in Det en en er ent rt c. 그림 er ie 1222E ga 3 t Mr. 133 Volkswirtschaft und Sozialpolitik Straßenarbeiten in Mähren- Schlesien Das Ministerium für öffentliche Arbeiten hat dem Bezirke Hohenstadt einen 40prozentigen Staatsbeitrag bis zu 142.000 Kč für den Bau der Bezirksstraße Pavlov- Radnice von einer Länge von 2774 mit einem Sostenvoranschlage von 355.000 Kč und einen 40prozentigen Staatsbeitrag bis zu 228.000 Kč für den Bau der Bezirksstraße Jalubovice- Staatsstraße in einer Länge von 2750 Meter voranschlagt auf 572.000 Kč, bewilligt. Weiters hat es dem Bezirke Iglau einen 30prozentigen Staatsbeitrag bis zu 57.000 Kč für den Bau der Bezirksstraße Dolní Smrčné Branjouze in der Länge von 990 Meter mit einem Kostenvoranschlage von 190.000 Kč und einen 30prozentigen Staatsbeitrag. bis 63.000 Kč für den Bau der Bezirksstraße Brodce- rutec in einer Länge von 1000 Meter voranschlagt auf 210.000 Kč, bewilligt. Dem Bezirke Mähr.- Budwiß ist ein 35prozentiger Staatsbeitrag bis zu 39.000 Kč zum Bau der Bezirksstraße Besce- Verbindung mit der Staatsstraße in einer Länge von 1017 Weter von einem Kostenvoranschlage von 111.504 Kč und schließlich dem Bezirke Nikolsburg ein 20prozentiger Staatsbeitrag bis zu 280.000 Kč zum Bau der Bezirksstraße Nikolsburg Milotis in einer Länge von 7006 Meter, Mittwoch, 8. Juni 1988 Die Direktion der staatlichen Lotterien eröffnet schon am 10. Juni die Ziehung der 39. Klassenlotterie 49,875.320 Kč nodoleap werden ohne Abzug den Gewinnern dieser Lotterie ausbezahlt. Die Hälfte der Lose gewinnt. Scite 7 Trager Zeitung ya Polizeibericht zu Pfingsten. Pfingstmontag abends stach der 20jährige J. S. aus Bubentsch die 20jährige Hausgehilfin W. S. im Gang eines Hauses in der Jirásekgasse dreimal mit einem Messer, weil sie die Bekanntschaft mit ihm abgebrochen hatte. Zwei Stiche trafen die. in den Kopf, einer in die Hand, doch sind die Verlegungen leicht. Nach S., der nach der Tat geflüchtet ist, wird geforscht.. In der Safengaffe in Branit lief in der Nacht auf gestern ein nur mit einem Hemd bekleideter Mann herum, der einen braunen Koffer in der Hand trug. Die Polizei hielt ihn an; nach der polizeiärztlichen 11ntersuchung wurde er in die Bohnißer rrenanstalt gebracht. Seine Identität steht noch nicht fest. In der Nacht auf Pfingstmontag wurde in einem Strohschober in Hostivař der 35jährige Arbeiter Matouš Juris aus Povážná Bystrica in der Slowakei völlig entfräftet aufgefunden. Er starb während der leberführung ins Strantenhaus. Die Leiche wurde ins Institut für gerichtliche Medizin gebracht. Montag nachmittags starb blößlich in der Wohnung seiner Eltern in Lieben der 14jährige Schüler Edgar Laich. Die Leichenöffnung wurde angeordnet. Montag nachmittags fam es beim Heinrichtsturm um halb 6 Uhr zu einem Zusammenstoß zwischen einem vom Wengelsplay fommenden Straßenbahn wagen der 18er- Linie und einem 21er- Wagen, der in der Haltestelle ſtand. Die rüdwärtige Plattform des 18er Schleppivagens wurde stark beschädigt, ebenso der Vorderteil des anderen Fahrzeuges; außerdem wurden einige Wagenfenster eingeschlagen. Verletzt wurde niemand. In der Nacht auf Sonntag wurde in Panfrab der 36jährige Arbeiter Franz Smitmajer aus Krč von drei bisher nicht sicherge stellten Tätern angefallen und blutig am Kopf verTeszt. Mit einer 5 Zentimeter langen Rißwunde wurde er auf die Klinik Jiráset gebracht. Später gelang es, einen der Angreifer festzunehmen; nach den beiden der Poděbrader Straße ins Schleudern, fuhr aufs andern wird geforscht. Sonntag abends geriet das Motorrad des Rudolf Křemen aus Bifov in Pflaster und stieß die 67jährige Katharina Slozat Vertragsverhandlungen hätte den Vorteil, daß die zu Boden, die mit einer Gehirnerschütterung auf die amerikanischen Unterhändler nicht die innerpolis Slinit Jirásek gebracht werden mußte. Das Motortischen Auswirkungen des Vertrages zu berüdfich rad überschlug sich, doch wurde keine der drei darin tigen brauchen, da mittlerweile die Wahlen in der sigenden Personen verletzt. Beim Masarykheim Union vorbei wären. Die allgemeine Auffassung in Krč lief Sonntag nachmittags der 77jährige taube sei aber die, daß der Vertrag nicht so umfassend Böaling des Heims Alois Lánský vor das Auto des sein werde, als man ursprünglich angenommen fen und tödlich verlegt. Gestern vormittags sprang Karl Hejtmánef aus Michle, wurde zu Boden gewor habe. Wenn aber der Grundsaß der Reziprozität auf dem Smichover Bahnhof der 56jährige Werffüh erst einmal im gegenseitigen Warenverkehr aufgerer&. d. in selbstmörderischer Absicht vor einen nommen sei, seien in späterer Zeit Erweiterungen fahrenden Zug. wurde überfahren und getötet. möglich. Gestern früh erhängte fich der 49jährige ehemalige Haupttreffer 1,000.000 Kč Prämie 1,000.000 Kč Die Staatskasse zahlte bisher an Treffern insgesamt 1.500,000.000 Kč aus. voranschlagt auf 1,400.000 Kč, bewilligt wor- punkt auch für Desterreich das bisher von Deutsch- gation zur Beratung mit der britischen Regierung land angewendete System Gültigkeit erlangen nach London zurücklehren. Eine Unterbrechung der den. Alle diese Bauten sind bereits in Angriff wird. genommen worden und werden heuer fortgesetzt werden. Weiters find vom Ministerium für öffentliche Arbeiten Beiträge zum Bau von zwei Brüklen über die Zwittawa in Blansko von einem Kostenvoranschlage von insgesamt 1,050.000 Kč, dem Bezirke Boskovice und dem Bezirke Vellé Meziříčí zum Bau von Brücken an der Bezirksstraße Měřin- Kamenicka mit einem Aufwande von 200.000 Kč, verhandelt worden. Maschinenausfuhransuchen abgelehnt In den letzten Tagen hat die Firma Johann Faltis Erben in Trautenau, die sich seit Jahren in Liquidation befindet, ein neuerliches Maschinenausfuhransuchen eingebracht, wonach alte Textil maschinen im Nettogewicht von 50.500 St. an Unterbrechung der Verhandlungen England Vereinigte Staaten? London.„ Daily Telegraph" berichtet, daß erwogen werde, die amerikanisch englischen Handelsvertragsverhandlungen, die sich über Erwarten in die Länge zu ziehen beginnen, während des tropischen Washingtoner Sommers zu unterbres chen. In diesem Falle würde die britische DeleDeutschlands Wirtschaftslage und der Friede Europas Die führende englische Finanz- Beitschrift| arbeitern und Rohstoffen ist. Sinzu aber kommt die Firma Wihardsche Flachsspinnerei G. m. b. The Banker" veröffentlicht in ihrer Juni- Num- der immer stärker werdende Boykott deutscher Qualitätsware gehört in Glas! mer einen Aufsatz Deutschland und Europa" Waren in Amerifa, der nach dem Anschluß Requijitär des Neuen deutschen Theaters in Prag. in Liebau und Webschulverein in Landeshut bon W. G. J. Knop, der Deutschlands finanzielle Desterreichs besonders scharfe Formen angenom. W. In der Nacht auf Montag ſprang ein un( Deutschland) ausgeführt werden sollen. Da es und kommerzielle Lage einer kritischen Betrach- men hat und von Regierungsmaßnahmen beglei- befannier älterer Mann von der Hlávkabrüde und tung unterzieht. tet ist. Die wachsende Ablehnung deutscher Waren ertrant. Die Leiche konnte bisher nicht geborgen wer Der Artikel geht von der Feststellung aus, beschränkt sich aber nicht auf Nordamerika. Auch den. Am Ufer hatte er einen schwarzen Rod, einen daß in Deutschland heute die Hauptquelle der die südamerikanischen Staaten, die in den letzten ein Zettel des Inhalts befestigt war, daß er nicht geBambusstod und einen Gut zurückgelassen, auf dem internationalen Beunruhigung liegt, da nach der Jahren Deutschlands Hauptabsatzgebiet waren, rettet zu werden wünsche, da er sehr frant fei. Annexion Desterreichs Berlin schwerer wiegt als beginnen sich unter dem Druck der Vereinigten Montag vormittags sprang in der Jugoslawischen Nom: Das internationale Friedensbarometer Staaten und dem Eindruck der Nazi- Treibereien, Straße in Bran XII der 40jährige J. F. aus Dofällt, wenn Deutschlands ökonomische und poli- die in Brasilien und Argentinien schon politische kowitz auf einen fahrenden Straßenbahnivagen, glitt tische Straft wächst, es zeigt ein besseres Aussehen, Strisen hervorgerufen hatten, mehr und mehr ab. geriet unter den Schleppivagen und wurde gewenn Deutschland Schwierigkeiten hat, denn die gegen den deutschen Handel abzuschließen. ganze politische Philosophie des Nationalsozialismus beruht auf dem Glauben, daß Stärke zur sich im vorliegenden Falle um eine seit Jahren stillgelegte Fabrik handelt und die Arbeiterschaft noch immer dafür eintritt, daß die Betriebsauf nahme weiter zu betreiben ist, auch wenn die Weiterführung des Betriebes unter einer anderen Leitung erfolgt, damit Not und Arbeitslosigkeit verringert werden kann, wurde von der„ Union" das Ansuchen nicht befürwortet. Ein Abtransport der Maschinen ins Ausland würde nicht nur die Wiedereröffnung dieses Betriebes unmöglich machen, sondern auch die ausländische Stonturrenz vergrößern, was zum Nachteil unse= rer Arbeiterschaft wäre. England protestiert gegen Nichtanerkennung der österreichischen Schulden London. Wie mitgeteilt wird, sind noch keine Maßnahmen zur Bezahlung des am 1. Juni d. I. fälligen Zinsenbetrages für die garantierten österreichischen Anleihen 1933-53 und 1934 bis 1959 durch Deutschland getroffen. Es wurde ein energischer Protest eingebracht. Von der Nichtein haltung der Naten auf die österreichische Anleihe wurden sechs Garanten- Staaten verständigt. Französisch- jugoslavische Verhandlungen abgeschlossen 43 Ein erfrischender und angenehmer Säuerling ist die Perle der Mineralwasser LUHAČOVICER VINCENTKAQUELLE. Überall erhältlich. Schaffung größerer Macht benüßt werden muß, und Macht bedeutet im Nazi- Wortschatz territeriale Expansion." tötet. Am Ende kommt der Artikelschreiber auf die Sommer- Freuden. Wenn die Stadt in der Som Dumping- Methoden der Nazi- Regierung zu fpre- merhiße glüht, dann suchen wir Orie auf, wo es chen, die alle anderen Länder, auch Großbritan- angenehm ist: Tenniscourts, Gartenrestaurants, die nien, schädigen. Der bisherige deutsch englische Badeanstalt, Parfs. Bergessen Sie nicht, daß Ihnen Handelsvertrag hat Deutschland einseitig Vor- die Bata- Pediküre den Sommer angenehmer gestal teile gebracht, denn nur 55 Prozent der deutschen tet. Nach Bad, Massage der Füße, schmerzloser Erporteinnahmen in England wurden zur Bezah- Behandlung von Schwielen, Hühneraugen und der lung englischer Lieferungen verivendet, und wäh- brennenden Sohlen werden Sie sich wie neugeboren rend England im Jahre 1937 für 35,000.000 fühlen. Pfund in Deutschland kaufte, hat Deutschland von England nur für 24,500.000 Pfund gekauft: ,, Wenn Großbritannien deutsche Waren fauft, ermöglicht es Deutschland, sich mit Rohstoffen zu verforgen, eine Transaltion, die in jeder Weziehung Englands Interessen zuwiderläuft." 6/43 Ein guter Nichter tritt ab. Eine der bemerkens wertesten und zugleich ſympathischeſten Persönlichfeiten des Prager Straftreisgerichtes OGR Doktor Karl Novotný tritt in den Ruhestand. Er wirkte nicht weniger als zwanzig Jahre bei dem hiesigen Streisgericht, wo er seit langen Jahren als Vorfibender des IX. Strafsenates tätig war. Dr. Novotný verband mit tiefgründigster Kenntnis des Geseyes und imponierender Energie zugleich tiefstes mensch 100 Der Autor kommt unter diesem Gesichts- Der Artikelschreiber regt deshalb an, bei den punkt auf den Devisen- und Golderwerb der durch das deutsche Dumping und die Frage der Reichsbant durch die Annerion Desterreichs zu österreichischen Anleihen nötig gewordenen eng sprechen. Die 120 Millionen Pfund in Gold und lisch- deutschen Verhandlungen Deutschland mit Devisen, die in Wien vorgefunden wurden, schieber Einführung des Clearing Systems zu drohen. nen der Nazi- Regierung die Möglichkeit zu geben, Ein Clearing würde Deutschland keinen freien fiches und soziales Verſtändnis. Dr. Novotný war Belgrad. In Belgrad wurden die Verhand ihre schwierig gewordene Rohstoff- und Lebens- Sterling- lleberschuß Tassen. Daher müßte seinerzeit Vorsigender in dem berühmt gewordenen Yungen des ständigen französisch- jugoslawischen mitteleinfuhr für längere Zeit zu finanzieren, Deutschland in seinem eigenen Interesse, wenn es Vörösmartyprozeß, wie er auch später eine Reihe Wirtschaftsausschusses beendet. Die Beschlüsse be- und deshalb schien Deutschland vom März bis dieser Alternative gegenübersteht, erhebliche großer Kriminalprozesse leitete, u. a. auch den Proweisen, daß eine Erweiterung des Warenaustau- Mai dieses Jahres auch den Höhepunkt seiner Stenzessionen machen, um nicht alles zu verzeß gegen das Ehepaar Vyletalet. sches zwischen den beiden Staaten möglich ist. Macht erreicht zu haben. Tieren." Wenn es doch möglich wäre, die Schuhe einfach Frankreich hat Jugoslawien die Erhöhung der Aber dem ökonomischen Gewinn durch den Der Artikel kommt zu folgendem Schluß: auszuziehen, wenn einem die Füße schmerzen. Die Stontingente für die Einfuhr von Holz und ver- Anschluß steht, wie der Schreiber feſtſtellt, ein Es ist klar, daß das Maß, in dem Deutschlands moderne Frau kommt allerdings erst gar nicht in so schiedenen landwirtschaftlichen Produkten zuge- Verlust gegenüber, der durch das Sinten der Ausfuhrhandel während der nächsten sechs eine Situation. Sie besucht regelmäßig einmal in der billigt. Mit Rücksicht auf die erst zu erwartende deutschen Ausfuhr seit Beginn dieses Jahres ver- Monate sinken wird, eine Frage von größter Woche die Bata Pediküre, wo ihre Füße fachmännisch Ernte wurde vorläufig nur über die Grundsäße ursacht ist. Die deutsche Ausfuhr in den ersten politischer Bedeutung iſt. Deutschlands mili- behandelt werden. behandelt werden. Ihr Gang ist stets leicht und der französischen Einkäufe von jugoslawischem vier Monaten dieses Jahres betrug nur noch förische Hauptschwäche liegt heute in seiner relaelastisch). Weizen und Mai verhandelt. Vereinbart wurde, 1,782.000.000 Millionen Mart gegenüber tiven Knappheit an Rohstoffen und Lebensmit daß die Vertreter der Eisenbahnen bei der Staas 2.123,000.000 Mart in den letzten vier Mona- telreserven. Wenn es sie nicht bis zu einem viel Garden- Party zugunsten der Hilfsaktion für ten zu Verhandlungen über direkte Tarife zusam ten des Vorjahres. Die Einfuhr Deutschlands ist höheren Stande auffüllen kann, kann Deutsch das Erzgebirge und Karpathorußland unter dem mentreten. Schließlich wurde die Gründung einer dabei weiter sehr hoch geblieben, infolge des land seine Kriegsvorbereitungen nicht als tom- Protektorat der Frau Hana Benešová, Dienstag, den 14. Juni, Cerninpalais. Reflamationen Telephon gemeinsamer französisch- jugoslawischen Wirt- Rüstungsbedarfs, der nach der Einbeziehung plett betrachten. Vor drei Monaten glaubten die 641-93. schaftskammer beschlossen, welche die erste Justis Desterreichs nur noch steigen wird. Während in Nazi- Behörden sicher, daß sie die österreichischen tution dieser Art in Europa sein wird. den ersten vier Monaten des Jahres 1937 die Gold- und Devisen- Reserven dazu benüßen fönn- Die größte sportliche Leistung erfordert eine deutsche Handelsbilanz einen Ueberschuß von 206 ten, Vorräte einzulagern. Wie die Dinge heute gewaltige Anspannung der Kräfte. Zur Fitnes des Belgrad. Auf Grund des in Berlin untere Millionen Mart aufwies, zeigt sie in den erſten liegen, wird man die österreichische Beute in Sportlers gehört nicht nur ein regelmäßiges Traizeichneten neuen Zusatzabkommens zum bisheri- vier Monaten dieses Jahres bereits ein Defizit Reserve halten müſſen, um dem Defizit der Zah- ning, ein vernünftiger Lebenswandel und genügender. gen jugoslawisch- deutschen Handelsvertrag hat von 45 Millionen Mark. Das Sinken der deut- lungsbilanz zu begegnen. So hat die Verände- Schlaf. Vor allem sind hiezu gut gepflegte Füße notDeutschland Jugoslawien teine neuen Ausfuhr- fchen Ausfuhr ist vor allem auf die Qualitäts- rung in Deutschlands Außenhandel ſchon jetzt wendig. Viele Sportler übersehen dies – zu ihrem kontingente gewährt. Desterreich wird in bas verschlechterung der deutschen Waren zurückzu Ergebnisse, die man vom Standpunkt der Erhal- eigenen Schaden. Nur gefunde Füße können eine neue deutsch- jugoslawische Handelssystem vom führen, die wieder eine Folge der Aufrüftungs- tung des europäischen Friedens nur als befrie- große Leistungskraft enimvidein. Erfolgreiche Sportler Neujahr ab einbezogen werden, ab welchem Zeit- und Autartiepolitit mit ihrem Mangel an Fach- digend bezeichnen fann." besuchen einmal in der Woche die Bata- Pediküre. 100 * Mittwoch, 8. Uiiitt 1V38. Nr. 133 Sette 8 Kunst und Wissen ABTEILUNG FÜR FUSSPFLE6E ßericktssaak Vereinsnaciirickten Krankheit. Der Mn in Garantol hallen sich Eier über 1 Jahr/fütizofi« ki Das Massaoe-Gummibürstchen mH leichtem Druck an die Haut drücken und massieren. Füsse, Hände und den Körper immer in der Richtung xum Herzen massieren. Durch Mas* sagen mH diesem Bürstchen wurden bereits auch Nleren-Leiden erfolgreich behandelt. Vorstellung.— Donnerstag 8 Mr: Anthony und Anna.— Freitag 8% Uhr: Robert Guillard. Der zerbrochene Krug, volkstümliche Vorstellung.— Samtztag halb 8: Zweierlei Maß. Erstaufführung. — Sonntag 8 Uhr: Liaison, volkstümliche Voreilung. -sb» BaumS, des lyrischen Tenors Theaters, starb am SamS- einen Stern-Stafettenlauf nach Prag durch. Von Beraun, Beneschau, Kolin, Raudnitz, Schlau und Lany erfolgte um halb 15 Mr der Start und 8000 Männer, Frauen. Zöglinge durchliefen die 80ü Kilometer betragende Gesamtstrecke und von 17.45 bis 18 Uhr trafen die Endläufer der Stafetten im Prager.Lid. dilm" ein. wo sie in einem feierlichen Rahmen die Begrüßungsadressen dem Vertreter der Partei, Senator Dundr, Übergaben. Nachdem begab sich eine Sportler-Deputation unter Führung des Ob« manne» des DTJ-Perbande» Abg. Vaverka, Senator Dundr und Gauvertrauensmann AleS zum Rathaui auf dem Altstädter Ring, wo sie am Grabe de» iln- bckännten Soldaten einen Kranz niederlegte. Anschließend empfing im Rathaus die Deputation der Primawr-Stellvertreter F. Kellner. „GaranttMeb“: Wenzel Müller, Tatschen „Sozialdemokrat" Willy Bauer gestorben Einer von der alten Garde de» Prager Deutschen Theaters, Willy Bauer, der jugendliche Greis mit ewig.herzerfrischender Laune und roten Bäckchen, ist am SamStag in Prag einem Schlaganfall erlegen. Noch vor wenigen Tagen ging er elastisch, elegant, frohgemut durch die Stadt— da» Alter hatte im Gesicht de» 72jährigen fast keine Spur gezeichnet. Um so bewegter vernehmen wir die Kunde vom plötzlichen Hingang diese» liebenswürdigen Schauspieler- und Menschen. Willy Bauer, der länger als ein Menschenalter hindurch, erst als jugendlicher Gesangikomiker, dann al» Operetten-Bonviant und vornehmer Darsteller alter Herren und erst vor wenigen Jahren in Pension gegangen war. hatte sich durch die Unaufdringlichkeit seines.Wesens, die aus der Biihne wie im Leben seine Natur widerspiegelte, in Prag sda» übrigen» seine Heimatstadt war) unzählige Freunde erworben, die in Bauer eine Art Wahrzeichen de» alten guten Prager Deutschen Theater» noch aus den Aercn Neumann». Tetvele»' und Kramer» schätzten, Willy Bauer war aber auch nach seinem Abgang von der Bühne noch bis vor wenigen Monaten künstlerisch tätig und wurde mit viel Erfolg im Film beschäftigt; zuletzt spielte er eine größere Rolle in dem. bisher in Prag noch nicht ausgeführten Film„Gotte- Mühlen mahlen langsam". Bauer war«in durchaus liberaler, freisinniger Mensch, gehörte demokratischen Geselligkeitsvereinen an und fand noch al» Siebzigjähriger mit jugendlichem Feuer schärfste Worte gegen alle natio- nale und rassistische Verhetzung. Aller in allem bleibt dar Andenken an einen prachwollrn Menschen, dem die Erde leicht tverden wird. Ingenieurs, die Wen Mann bei einem Brückenbau in der Mongolei besucht, dort dem orientalischen Spiel- Laster erliegt, in die Gewalt eine» seltsamen Mongolenprinzen gerät, der sich an dem Ingenieur rächt, al» sich die Frau ihm entziehen will, und der schließlich von der Frau erschossen wird. An Wahrscheinlichkeit hat die mysteriöse Sache im Laufe der Jahre nicht gewonnen, aber die.Spannung und die Knalleffekte: Spielhölle, Brückeneinsturz, Mordprozeß und Brandinarkung— und da» romanhafte orientalische Milieu wirken auf da» Publikum noch,immer, zumal Marcel L'Herbier da» alle» sehr geschickt betont hat. Die männlichen Hauptdarsteller, der interessante japanisch-französische Sessue H a y a k a w a in der Prinzenrolle und der männliche Victor Franc«» als Ingenieur spielen sehr eindrucksvoll, und Lisa D e l a m a r e. die anfangs unsicher wirkt, reißt sich in den reißerischen Szenen de» Film» zu den großen Au-brüchen hin. die hier am Platze sind.>—eis— für Bündelgarneadjustierung von ausländischer großer. Baumwollspinnerei. gesüßt. Offerte unter„R u mäni e n" an die Administration" , dieses Blattes.•' 4878 Frontitek Langer» Schauspiel„Peripherie" fesselte in der Neuinszenierung Arnold Marl öS so stark wie vor einigen Jahren die Erstaufführung. Sie machte damals in der.^leinen Bühne" tiefen Eindruck, und da» Problematische de» AuSklangeS erzwang viele Diskussionen- Der Dichter änderte später den Schluß und auch mit diesem weniger krallen und weniger an lie Grenze de» Unmöglichen reichenden Ende wurde„Peripherie" bereit» in deuttcher Ueber- setzung gezeigt. Aber seither ist einige Zeit vergangen, in neuer Besetztmg und neuer Inszenierung wirkte Langers Schauspiel am Dienstag wie ein neuer, noch nicht gekannte» Werk— fast wirkte e» auch aus jene so. die e» schon sriiher sahen. Arnold MarlöS Spielleitung gab dem Drama etwas von den unbeim- lich-zauberbaslen Stimmungen Hofsmannscher Ge- spensierdichtuna, und eine Hoffmannsche Gestalt, ins Dämonische entrückt, an» dem Dämonischen für eine Weile zurückgekehrt schien T a u b S..Richter", der au» Sittlichkeit Entgleiste, der den Peripheriemenschen Franzi im Namen der absoluten Gerechtigkeit zwar der Totschlages schuldig spricht, aber doch straflos läßt, weil die Tat aus Liebe geschah. Auch dieser neue Schluß befriedigt nicht, überzeugt nicht, läßt Raum für viele Zweifel— aber e» ist, auch wenn er matt ist im Vergleich zu der früheren hochdramatischen Fassung, der menschlichere und darum logischere.— Herr Szurovy war ein überzeugender Peripherie-Kavalier— Kavalier ernst gemeint, ein Mann mit sittlichen Grundsätzen, ein leidenschaftlicher Ausbrüche fähiger, aber doch eigentlich weicher Mensch. Nur— zu gebildet manchmal. Darin lag «ine gewiffe Schwierigkeit, da» Stück auch in deutscher Uebersetzung zu einem wirklichen Peripherie- Stück zu machen. Vor Jahren, al» cs zum ersten Male aufgcführt wurde, sprachen Franzi und seine Freunde wienerisch— und es war richtig, sie so sprechen zu lassen. Einen deutschen Prager Peripherie- Dialekt gibt e» ja nicht. Diesmal sprach Franzi«in lässiges Schriftdeutsch. Seine Kameraden Toni(D u- d e k) und Barborka(S i p p e r) kamen in Sprache nnd Marke Borstadttypen näher. Lieb, natürlich, ganz Volkskind, obwohl sie nicht Dialekt sprach, Liesl M a ch e i n e r. In den weniger bedeutenden Rollen de» Herrn, der Anna» die Eifersucht Franzi» erwek- kender Gast war, und in der seiner um ihn nicht trauernden Wittve Herr Stadler und Frau Wessely.— Starke Anteilnahme aller Beteiligten an ihrer Aufgabe, und jenes Zusammenspiel, das eine die ganze Aufführung erfüllende eiicheitliche Stimmung schuf, hoben die Dichtung so■ ins Licht, daß sie die Zuschauer wirklich ergrifs und zu BcgeisteningSstür« men hinriß, für die neben den Darstellern auch der Dichtr danken konnte.‘ Die Gattin Kurt! deS Prager Deutschen! tag in einem Prager Sanatorium. 27jährig. nach vielmonatiger schwerer Splelplan de» Deutschen Theater». Dienstag 8: Peripherie, neuinszeniert, AI.— Mittwoch halb 8 Ihr: Die Entführung au» dem Serail, Gastspiel Kammersänger Emanuel List, BI.— Donnerstag halb 8 Uhr: Hamlet, CI.— Freitag halb 8: Das Weib im Purpur, D.— SamStag halb 8 Uhr:' Peripherie. BI.— Sonntag halb 8 Uhr: Die Zauberflöte. Gastspiel Kammersänger Emanuel Li' AI.■. Spielplan der Kl. Bühne. Dienstag 8: Hilde ww da» Lotteriespiel, volkstümliche Vorstellung.— 1 Kammersungfer. volkstümliche „Herr Verhafteter, bitt» fliehen Sie.. Komödie um zwei falsche Detektive Prag,-rb- In einer Gemeinde unweit von Prag lebe» zwei Brüder, die sich sonst ausgezeichnet vertragen, aber eines Tage» eine Auseinandersetzung hätten, die in eine Rauferei ausartete. Der Aeltcre erhielt dabei beträchtliche Prügel und begab sich hieraus in das Gasthaus, wo er einigen Kameraden gegenüber heftige Klage über den Bruder führt«. ES sanden sich zwei Kameraden, die ihm eine treffliche Rache vorschlugen. Nach langem Tuscheln und Beraten wurde der Vorschlag der beiden Berater genehmigt, wobei unzählig« Biere getrunken wurden. Die Racheakiion sah aber folgendermaßen au»! Um die Mitternachtsstunde pochten zwei gewichtig auSsehende Herren an die Türe des Haufe», wo der jüngere Bruder bei seiner Mutter wohuie. Als die erschreckte Mutter öffnete, erklärten die beiden, sie seien„Geheime" und hätten Befehl, ihren Sohn ivcgen der Rauferei mit seinen! älteren Bruder zu verhaften. Die entsetzte Mutter weckte ihren Spräß- ling, der sich vollkommen geknickt zeigte und ohne Widerstreben den vermeintlichen Detektiven in das bercitstehende Auto folgte. Während der Fahrt führten die angeblichen Detektive allerlei dienstliche Reden, die den harmlosen jungen Mann erschauern ließen. Ta» Auto fuhr allerdings nicht zur Polizeidirektion, wie die„Detektive" vorgespiegelt hatten, sondern zur Wohnung de» verprügelten Bruders, wo vermutlich ein weiterer Ulk erfolgen sollte. ■ Der Zufall wollte es nun, daß vor dem Hanse, vor welchcut das Auto hielt, ein Polizeibeamter stand, bei dessen Anblick den angeblichen Polizisten da» Herz in die Hosen fiel. Um unangenehmen Komplikationen au» dem Wege zu geben, versuchten sie zunächst, die Sache dadurch zu liquidieren, daß sie dem„Verhafteten" in gütigem Ton mitteilten, daß sie Mitleid mit ihm hätten, und daß er lieber unauffällig das Weite suchen solle. Dieser hatte vielleicht indessen Lunte gerochen, vielleicht war er tattächlich noch zu entsetzt, kurz, er machte keine Miene, dem freundlichen Angebot Folge zu leisten. So kam es, daß die falschen Detektive ihn immer dringlicher und inständiger baten und schließlich geradezu anslehten, doch zu fliehen. Da er immer noch begrifssstützig blieb, mußten sie den„Häftling" geradezu mit Geivalt au» dem Auto drängen, woraitf sie eiligst davonfuhren. Der Verhaftete, dem indessen ein Licht anfgegangen war, begab sich auf das Polizeikommiffariai und erstattete Anzeige. Es war nicht schwer sestzustellen, daß die angeblichen Detektive Kameraden des verpriigelten Bruders waren, die ihn auf solche originelle Art zu rächen gedachten. Ter eine ist ein Fleischergehilfe, der andere Privatbeamter. Nun verstehen die Behörden in derartigen Dingen keinen Spaß und so überreichte die Staatsanwaltschaft gegen beide die Anklage wegen des Verbrechens des Betruges. begangen dnrch fälschliche Anmaßung des Charakters eine» öffentlichen Beamten. Tie'Angeklagten, verantworteten sich kleinlaut mit der Berufung'auf ihre Trunkenheit. Das Gericht trug den Umständen, unter welchen die Tat erfolgte, Rechnung und verurteilte die beiden Angeklagten nur.wegen Uebertretung zu. je vierzehnTagen strengen Arrestes bedingt. Der Jägerndorfer SB verlor auch auf eigenem Platze das Rückspiel mit den BohemianS reck! hoch mit 1:7(1:2), so daß die Prager damit endgültig an dem OualtfikationSturnier, welcher am 12. Juni beginnt, teilnahmSberechtigt find. DFB-Division. In Gablonz getvann der DDK über DSV Trauttnau mit 2:1(1:0). Aus tschechischen Divisionen. In der mittelböhmischen Division wurden noch folgend« Spiele ausgetragen: Union Zijkov gegen AFK Kolin 5:2. Slavoj VIII gegen Kralup 4:1* AFK Kolin gegen Hvözda Kosir 8:1.— Slowakischer Meister wurde KAC Kaschau, welcher in Fülek den FTC Filakovo überraschend 8:1(8:1) schlug. Sonstige Futzballergebniffe. Prag: DSB Schmiedeherg gegen Sportbrüder 7:2(8:1).— Iitschin: Slavia Prag komb. gegen SK 7:1 (8:0).— Deutsch-Brod: Viktoria Zijkov geg. AFK 8:1(8:1).— Pardubitz: SK gegen EK Königgrätz 8:1(4:1).— Kladno: EK gegen Meteor VIII 8:8(2:2).— Brüx: Schwalbe gen. BSK Gablonz 8:8(2:2).— Leitmeritz: DSB gegen Sportbrüder Schreckenstein 1:2(1:1).— Teplitz: TFK gegen VfB 10.0(8:0).— B.«LeiPa: DSV gegen BSK Gablonz 7:2!— Brünn: Zidenice gegen JF Malmö 2:0(1:0).— Sternberg: DSV gegen DSV Brünn 4:2 (2:1).— Preßburg: CSK gegen JF Malm» 8:0(1:0). Drittes Kelch boykottiert sudetendeutschen Sport Zu den Pfingsttagen sollten eine Reihe von Fußballvereine au» dem Dritten Reich in der Tsche- choslowakei mit Klub» de» gleichgeschalteten DFV Spiele auStragen. Die sudetendeutschen Vereine sahen an beiden Tagen, trotzdem sie ausgiebige Re- flam« hiefür betrieben hatten, keinen Fußballklub deS Driiten Reiche» al» Partner. Da» Fachamt für Fußball hatte nämlich ein AuSreiseverbot für reichi- deutsche Klubs in die Tschechoslowakei verlautbart, so daß die sudetendeutschen Partner erst in letzt« Minute davon verständigt werden konnten. Diese Maßnahme hat jene getroffen, für di« man in Prefle und Rundfunk den Schutzherrn spielt. Wie alle derartigen Aktionen endet auch diese wieder zum Schaden de» nun von Henlein geführten sudetendeutschen Sport-. Bezugsbedingungen: Bei Zustellung tnSÄau» oder bet Bezug durch die Post monatlich Kfi 17.—, vierteljährig K4 51.—, halbjährig K6 102,—, ganzjährig KJ 204.—— Inserate werden kam '• Stauf billigst berechnet.— Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken.- Die ZeitungSfrankatur wurde von der Post- n. Telegrapbendirektion mit Erlaß Nr. 13.800:VII/103') bewilli-tz ILontrollvostamt Bratza 28.— Druckerei:.LrbtL. Drück«, Verlag»« u. ZeitungS-A.-G. Prag.- Spwt-Spief-XSquqiftegg Die Lelchtathletlk'Melsterschaften des D72 Verbandes Die Ballsplelmelsterschaft von Btthmep an Prag und Pilsen— neuer Diskusrekord Samstag und Montag wurden Im Rahmen des 60jährigen Bestandsfestes der tschechoslowakischen sozialdemokratischen Partei in Prag auf dem Slavia« Platze die leichtathletischen VcrbandSmeisterschaften der DTJ ausgetragen. Die Teilnahme von rund 800 Sportlerinnen und Sportlern war ausgezeichnet. Da» Gesamtbild der LefftungSsähigkeit wurde aber dadurch herabgemindert, daß viele Sportler derzeit dem Militärdienst nachkommen. Aber immerhin sah man gute und ansprechende Anlagen, welche bei geeigneter Anleitung und Weiterentwicklung zu den besten Hoffnungen zählen werden. Eine ausgezeichnete Leistung vollbrachte am SamStag der Prager Zitek im Diskuswerfen, wobei er die 40-Meter- Grenze übertraf und mit 40.80 Meter eine neue Verbands-Bestleistung schuf. Gleichzeitig wurde auch die b ö h m i s ch e 3R e I« sterschast der Ballspiele(Häzenä und Wolleyball) au-getragen. Vier Männer- und fünf ZöglingS-KreiSteam» kämpften um den Häzenä-Mei- stertiiel, während im Wolleyball je fünf Männerund Zögling»- und drei Frauen-Team» antratcn Die Ergebnisse der Leichtathletik Männer: 100 Meter: 1. Maiy»(Prag) 11.4, 2. I. Sindler(Pilsen) 11.8 Sek.— 200 Meter: 1. Math» 24.1, 2. ZanaSka(Brünn) 24.5 Sek.— 400 Meter: 1. Fiala(Diähr.-Ostrau) 58.8, 2. Mark!(Pardubitz) 50.5 Sek.— 800 Meter: 1. Bican(Prag) 2:07, 2. Rau»(Brünn) 2:07.8 Min.— 1500 Meter: 1. Karafiat 4:81.2, 2. Sticha (beide Prag) 4:83.0 Min.— 5000 Meter: 1. Karafiat 18:32.4 2. Kupec(Prag) 18:41.1, 8. Po- lesnh(Brüx) 18:54.0 Min.— 10.000 Meter: 1. Kupec 86:41.1, 2. Mistern(Brünn) 86:48.8 Min. — 110 Meter Hürden: 1. Szebinovsky(Prag) 17.0, 2. Math» 18.0 Sek.— 4X100 Meter: 1. Prag 47.1, 2. Brünn 47.7, 8. Pilsen 47.7 Sek.— Olympische Stafette: 1. Brünn 8:46.2, 2. Prag 8:46.8, 8. Pilsen 8:47, 4. Pardubitz 4:10 Mm.— Hochsprung: 1. Szebinovsky 1.75, 2. und 8. Töiitel und Zajic 1.70 Meter(alle Prag).-— Weitsprung: 1. Skkivän(Brünn) 8.24, 2. und 8. Rydl und Broj (beide Prag) 6.12 Dieter.— Dreisprung: 1. Zajic 12.28, 2. Rydl 12.01 Meter.— Stabhoch: 1'.' Zajic 8.20, 2. Tkrivan 8.10 Meter.— Kugel: 1. Syrovv (Jungbunzlau) 11.56, 2. Schöps(Prag) 11.54 Dieter.— Speer: 1. Syrovy 43.04, 2. Schuster (Prag) 80.72 Meter.— Diskus: 1, Zitek(Prag) 40.50(neue DTJ-Bestleistuna). 2. Tioiiel 84.21 Meter.— Schleuderball: 1. Zitek 47.00, 2. Syrovy 43.64 Meter. Frauen: 60 Meier: 1. Sokolovä(Pilsen) 8.7, 2. Drdlovä(Brünn) 8.0 Sek.— 100 Meter: 1. Sokolovä 14.1, 2. Drdlovä 14.2 Sek.— 200 Dieter: 1. Bilohlävkovä(Prag) 80.6, 2. Knijovä (Pilsen) 31.1 Sek.— 4X100 Meter: 1. Brünn 58 Sek.(Prag und Pilsen wegen Bahnkreuzens und Stabverlust disqualifiziert).— Kleine Olympische: 1. Pilsen 50.5, 2. Prag 63.1, 8. Brünn 68.1 Sek.— Hochsprung: Mazurova(Pilsen) 1.35, 2. und 3. i Ordlovä(Brünn) und Vrätnä(Preßburg) 1.82 Meter.— Weitsprung: 1. Githarovä(Mährisch- Ostrau) 4.äl. 2. Rakovä(Prag) 4.45 Meter.— Kugel: 1. Pokorovä(Jungbunzlau) 0.56, 2. Eil» lovä(Pilsen) 8.86 Meter.— Speer: 1. Pokorovä 27.20, 2. Hruskovä(Pilsen) 25.21 Meter.— Diskus: 1. Cerna(Prag) 26.08 2. Pokorovä 28.85 Meter.— Schleuderball: 1. Cernä 84.52, 2. Pokorovä 84.40 Meter.— Dreikampf: 1. Pokorovä 702, 2. Tuhä(beide Jungbunzlau) 720, 8. Cernä (Prag) 687 Punkte. In der Gesamtwertuug wurde Meister de» DTJ-BerbandeS der 1. Kreis(Prag) mit 122.80 Punkten, gefolgt vom 8. Kreis(Pilsen) mit 88.18, 2. Kreis(Brünn) 60.38, 6. Kreis(Jungbunzlau) 87, 7. Kreis(Pardubitz) 13, 8. Kreis(Mährisch- Ostrau) 11, 18. Kreis(Preßburg) 8 und 4. Kreis (Brüx) 2 Punkte. Die Ballspiele Im Häzenä gab es bei den Männern folgende Ergebnisse: Prag—Brüx 4:4(2:8), Pilsen— Brüx 14.2(0:1), Pilsen—Königgrätz 6:1(4:0), Pilsen—Brüx 8:1(1:1), Königgrätz—Brüx 8:8 (0:3), Prag—Königgrätz 14:10(8:8); Placierung: 1. Pilsen, 2. Prag, 8. Brüx, 4. Königgrätz.— Jugend: Königgrätz—Prag 8:6(8:2), Pktbram gegen Jungbunzlau 7:5(5:2), Pilsen—Königgrätz 0:5(6:8), Prag—Pkkbram 6:8(4:1), Pilsen— Jungbunzlau 21:2(12:2), Prag—Pilsen 4:2! (2:1), Königgrätz—Jungbunzlau 16:1(8:0), Prag gegen Jungbunzlau 18:1(6:0). Placierung: 1. Pil sen, 2. Prag, 8. Königgrätz, 4. Pribram, 8. Jungbunzlau. DaS Wolleyball-Turnier brachte nachstehende Resultate: Männer: Prag—Pilsen 8:2, Pilsen—Brüx 8:0, Königgrätz—Pardubitz 8:0, Brüx—Pardubitz 8:0, Prag—Königgrätz 3:2, Prag gegen Brüx 8:1, Pilsen—Königgrätz 8:1, Königgrätz gegen Brüx 8:0. Placierung: 1. Prag, 2, Pilsen, 8. Königgrätz, 4. Brüx, 5. Pardubitz.— Jugend: Prag—Königgrätz 8:1; Pilsen—Pardubitz 8:0, Prag gegen Jungbunzlau 8:0, Pilsen—Königgrätz 8:0, Prag—Pardubitz 8:2, Pilsen—Jungbunzlau 8:1, Prag—Pilsen 8:1. Placierung: 1. Prag, 2. Pilsen, 8. Jungbunzlau.— Frauen: Prag—Jungbunzlau 8:2, Pilsen—Jungbunzlau 8:1,. Prag—-Pilsen i 8:1. Placierung: 1. Prag, 2. Pilsen, 8. Jungbunzlau.• Stern-Stafettenlauf der DTJ i Anläßlich der Eröffnung der Prager Fcsllich- ' leiten deS 60jährigen Bestandes der tschechoslowaki- schen Sozialdemokratie führte der Verband der DTJ Eier Vorrar Die Entehrte.■ Ein Filmstoff, der schon vor einem Dutzend Jahren verwendet worden ist/ ist. aufs neue von dem französischen Regisseur Viarcel L' Herbier inszeniert worden. ES ist die oben-— teuerliche Geschichte der Frau eines. französischen I Mittwoch, 8 Uhr: Ausschußsitzung. Unsere Ausschuß- sitzung findet heute, Mittwoch, um 8 llhr auf der Hehinsel statt. Erscheint alle pünktlich.— Fahrt nach Dobttt .im» Gauturnfest der DTJ am Sonn- PRAf) tag, den 12. d. M. Wir treffen uns alle pünktlich um 7 Uhr früh am Smichover Bahnhof. Kosten tour-retour Xi 8.60.— Aussig— Bczirkstnrnsest. Wir bitten alle Mitglieder, die nach Aussig zum Bezirksturnfest mitsahren wollen, eS rechtzeitig in den Turnstunden oder beim Turngenossen Schrader in der GEC zu melden. Für die aktiven Mitglieder kostet die Fahrt mit Autocar tour-retour 10 bi» 12 K8. Die Nichtaktiven müssen 88 XL bezahlen. Wir fahren am SamStag, den 18. Juni, um 18.80 Uhr von der Smeiky 27(Haus der Typograficka bcseda) ab. H e u t e im Parteiheim, Smeiky, 6 Uhr Kreisleitungssitzung.— Parteiheim. Smeiky, 8 Uhr: Gruppe Prag XII: Bunter Heimabend.— Der Treffpunkt für die Wanderung am Sonntag, den 12. Juni, wird in"den Heimen de- kanntgegeben.