34 und Der ung. Citels Caufe nem Stos cin men , da läß ciit tiche cine ians jein. den ge und hai orts elit vird Die und den. seil 938 chen erts ger auf be in iche haf AlBos ich ift ift. bel ort. imt in 22. in bnh er piel ndder 5: 8, Rie Cei ten tt. des um der ACT der alle um Ide 1: 11 eie lte ind der ten ät, md als an iic. Der nit Der idt and fic tig Des ne Jen ibt Jes de Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erſcheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Einzelpreis 75 Heller Rebaltion u. Verwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Berantwortlicher Redakteur: Rarl Kern, Prag 18. Jahrgang Paris versteht Prager Schutzmaßnahmen Freitag, 10. Juni 1938 Aus dem Inhalt: ,, Judas über Sudetenland" ,, Daily Herald" über unsere Partei Ein Weg für die Gablonzer Glasindustrie Kindesentführung in USA. aufgeklärt Das Dritte Reich und die Schweiz Gleichschaltung Berlin.( DNB.) Der Reichsfangler empfing Donnerstag in Gegenwart des Reichsaußen Paris. Die Meldungen über die Absicht ministers von Ribbentrop den neuernannten Geder tschechoslowakischen Regierung betreffend die sandien der Schweiz Dr. Froehlicher zur seitweilige Einführung der dreijährigen militäri- Entgegennahme seiner Beglaubigungsschreiben. fchen Präsenzdienstpflicht hat sowohl an den poli- Der Reichsfanzler hob in seiner Erividerungs fifchen Stellen als auch in der Presse Frankreichs ansprache hervor, daß das Deutsche Reich in lebhaftes Interesse hervorgerufen. In gleicher Weise wie die Schweiz den freund Baris wird diese Maßnahme als Ausdruck der be- na ch barlichen Beziehungen das rechtigten Sorge der tschechoslowakischen Re- größte Gewicht beimesse, und wies auf die hohe gierung, dem Staate eine hinreichende Anzahl Bedeutung hin, die der überlieferten Neutrali ausgebildeter Mannschaften zu sichern, gebiltätspolitik der Schweiz im Leben der Völker ligt. Im Zuſammenhange damit referieren die Europas und als wichtiges Element des WeltBlätter in günstigem Sinne über die Ausschrei friedens zukommt. hung einer Sammlung zur Verteidigung des Staates und würdigen die Diszipliniertheit der tichechoslowakischen Bevölkerung. Osusky abermals nach Prag Gesandter Slavík bel Beck Warschau. Außenminister Beck empfing am Paris. Gesandter Dr. Osustý hatte Donners Donnerstag den tschechoslowakischen Gesandten tag vormittags mit dem Außenminister Bonnet in Warschau Dr. Slavit, mit dem er eine eine Aussprache über das tschechoslowakische Problem. Am Abend reiste der Gesandte mit dem längere Konferenz hatte. Orienterpreß nach Prag, um die Regierung über seine Aussprachen mit der französischen Regies rung zu unterrichten. Berlin ist gewarnt London. Der diplomatische Mitarbeiter des ,, Man ch e ster Guardian" schreibt: Was immer Deutschlands Ansicht gewesen sein Nr. 135 bedeutet Verelendung Lohnerhöhungen in Oesterreich verboten Ein Anschauungsunterricht für die Sudetendeutschen Vor der Angliederung Desterreichs an Bevölkerung bemächtigt, die sogar die ehemali. Deutschland haben die Nationalsozialisten jahre- gen Nationalsozialisten ergriffen hat. lang die österreichische Bevölkerung für die Gleich Wir haben in der letzten Zeit einige Male den schaltung dadurch zu gewinnen versucht, daß sie Inhalt illegaler Flugblätter wiedergegeben, in den Leuten eingeredet haben, nach dem Anschluß denen sich die österreichischen Nationalsozialisten an Deutschland werde nicht nur die Arbeitslosig- sehr heftig über ihre reichsdeutschen Brüder und feit mit einem Schlage verschivinden, sondern die insbesondere den Reichskommissär Bürckel, der in gesamte Wirtschaft werde belebt und das Lebens- Desterreich diftatorisch regiert, beschweren. Geniveau der Bevölferung gehoben werden. rade die Sudetendeutschen haben allen Anlaß, das, was in Oesterreich nun geschieht, sehr aufmerkſam zu verfolgen. Was aber bisher in Desterreich seit dem 12. März geschehen ist, spricht nicht dafür, daß die Versprechungen der Nazis sobald verwirklicht werden. Tiefe Unzufriedenheit hat sich der österreichischen Neue Bombenflüge Francos verschärfen die Situation Das erste, was die deutsche Regierung nach dem Einmarsch ihrer Truppen in Desterreich getan hat, war die Konfiskation des Devisenschazes der österreichischen Nationalbank, der einfach zur Auffüllung der geringen Devisenbestände der Deutschen Reichsbank nach Berlin geschafft wurde. Den Desterreichern hat man Gold und Devisen genommen, dafür hat man ihnen-Papiergeld gegeben. Vom 23. März bis 30. April 1938 ist der deutsche Banknotenumlauf von 6649 auf 8092 Millionen Mark gestiegen und zu glei djer Zeit ist trotz der Bereicherung durch österreichisches Gold und Devisen ein Rückgang der Goldbedung von 1.6 auf 1.2 Prozent, alſo um ein der Entwicklung der österreichischen Wirtschaft ist aber mag, Latfache iſt: Berlin weiß nun, was es frü- Beratungen zwischen Foreign Office und Admiralität olles Biettel, eingetreten. Das bedenklichste an her nicht gewußt hat, daß nämlich ein bewaffne ter Angriff auf die Tschechoslowakei die weite ſtreichenden Folgen nach sich ziehen müßte und daß die Warnungen Chamberlains, die er im März d. J. im Unterhaus aussprach, kein Bluff waren. Wenn die britische Politik in Spanien die gleiche Festigkeit aufgewiesen hätte, wie die Politik Englands in Mitteleuropa, so wäre sicherlich eine beträchtliche Besserung in der gemeinen europäischen Politik erreicht worden. Bassivität erhöht die europäische Krise. 400 Flugzeuge aus Amerika London. Während die ganze britische Breffe ohne Unterschied der Partei in der schärf sten Weise gegen die fortgesetten Bombardements britischer Schiffe in spanischen Regierungshäfen durch Flugzeuge der Rebellen protestiert, und vom„ Ende der Geduld" Englands und einer „ lesten Warnung" an Franco spricht, ist am Donnerstag im Hafen von Castellon der britische Dampfer„ Isadora" durch eine Franco- Bombe im Maschinenraum so schwer beschädigt worden, daß er allem Anschein nach zur Weiterfahrt nicht geeignet ist. Berlebt wurde jedoch niemand. In der Nacht zum 9. Juni wurde vor Denion der französische Frachtdampfer Brisall- bane" durch Franco- Flugzeuge bombardiert. Auf dem Dampfer brach ein Brand aus, bei dem ein Beobachter des Nichtinterventions- Kontrolldienstes, der Engländer Jones, zusammen mit fünf Mitgliedern der Besatzung ums Leben kam. Vier andere Mitglieder der Besatzung, darunter der Kapitän, erlitten schwere, sechs weitere Matrosen leichte Verletzungen. Nach einer weiteren Meldung soll sich unter den Toten auch der britische Marine- Agent Bullock befinden. Der Angriff erfolgte bei hellem Mondschein, Ein Flugzeug warf vier Bomben ab, worauf das Schiff noch mit Maschinengewehrfeuer belegt wurde. Es verlautet, daß der Dampfer finkt. London.( Reuter.) Das Lufffahrt ministerium gibt bekannt, daß die Regierung ihre Zustimmung dazu erteilt hat, daß von zwei ame= rifanischen Firmen 400 Flugzeuge angekauft werden. Diesen Kauf empfahl die britische Flug mission, die vor einiger Zeit in den Vereinigten Staaten weilte. Spät nachts wird bekannt, daß Franco- Flugzeuge am Donnerstag bei Benicasim, 9 Meilen nördlich von Castellon einen weiteren Dampfer bombardiert haben, dessen Nationalität noch nicht festgestellt werden konnte. Der Dampfer wurde von mehreren Bomben getroffen. Zehn Mann der Besatzung wurden getötet und 19 verletzt. Nach der bis zum Donnerstag ergänzten Verlustliste wurden im Verlauf des spanischen Bürgerkrieges bisher insgesamt 43 britische Schiffe versenkt oder beschädigt. Allein in den letzten Tagen kamen neuerlich fünf Engländer ums Leben. All diese Tatsachen haben die britische öffentHankau wird verteidigt de Meinung ganz außerordentlich erregt. 7000 Opfer in Kanton Die chinesische Gesandtschaft in Prag stellt folgenden Bericht über die gegenwärtige Lage zur Verfügung: der katastrophale Rückgang des österreichischen Außenhandels. Während die Einfuhr nach Desterreich in den früi> heren Monaten etwa 100 Millionen Mark betrug. beläuft sie sich im April auf 47 Millionen Mark. War Desterreich früher in der Lage, Waren im Durchschnittswert von 60 bis 70 Millionen Mark monatlich auszuführen, hat es im April nur noch Waren im Wert von 28 Millionen Mark erporhiert. Selbst wenn man die Lieferungen Desterreichs an Deutschland im April mit zehn Millionen Mart ansett, so ergibt sich ein 3 usammen schrumpfen der österreichischen Ausfuhr auf die Hälfte. Das ist darauf zurüdzuführen, daß die strengere deutsche Devisenbewirtschaftung den österreichischen Außens handel überhaupt unterbindet und daß außerdem die Boykottbewegung, welche von einzelnen Staa ten gegenüber Deutschland durchgeführt wurde, nun auch auf Desterreich ausgedehnt wird. Es ist zu erwarten, daß dieser Rückgang des österrei chischen Außenhandels sich noch verschärfen wird. Da Deutschland sich weigert, die Zinsen für die österreichische Völkerbundanleihe zu zahlen, eine Anleihe, für die England, Frankreich, Italien und die Tschechoslowakei die Garantie übernommen haben, hat England nun die Absicht, an Stelle des freien Handelsverkehrs mit Deutschland den Clearingverkehr zu sehen, was eine Einschrän fung des englisch- deutschen Handels zur Folge richtet aus Berlin, daß dort 10 Franco- Offiziere hätte und gleichzeitig bewirken würde, daß mit dem General Vergaz an der Spike ein- Deutschland noch weniger Devisen als bisher ergetroffen find, um weitere und größere Hilfe hält. Ebenso werden durch den Fortfall der FahrDeutschlands gegen. den zähen Widerstand ten von Amerikanern, Engländern und Franzosen der Republikaner zu erlangen. Deutschland for- in die österreichischen Alpen weitere fremde Baludert Bezahlung in Rohstoffen, besonders in ten ausbleiben. Kupfer. Das Blatt bezeichnet die Entsendung Eine schwere Schädigung der österreichischen deutscher Truppen nach Spanien als durchaus Bevölkerung bedeutet auch die Feſtſeßung des Ummöglich. Soweit zu erkennen ist, scheint man in White Hall noch nicht entschieden zu haben, welchen Weg man einschlagen soll. Die Pressemeldungen, daß die britische Regierung beabsichtigte, ein System der Fliegerkontrolle nach dem Muster der Seekontrolle im Sinne des Vertrages von Nyon einzuführen, werden in Londoner diplomatischen Kreiſen jedoch dementiert. Die Verhandlungen über die zu ergreifenden Maßnahmen werden hauptsächlich zwischen dem Foreign Office und der Admiralität geführt. Alicante abermals bombardiert In der Nacht auf Donnerstag wurde die Franco verlangt von Berlin Hilfe London. News Chronicle" beIn der Umgebung der Stadt Kaifeng dauern die Kämpfe fort, obzwar der Hauptteil der chinesischen Truppen von dort planmäßig abgezogen wurde, um neue Positionen nördlich von Hanlau zu beziehen, das eilends von der Zivilbeböl- Stadt Alicante abermals bombardiert. Es terung, hauptsächlich Frauen und Kindern, eva- wurden einige Häuser zerstört, aber Menschen tuiert wird. Trotzdem die Japaner fast täglich nicht verletzt. Donnerstag mittags erfolgte ein Flugzeugangriffe auf Hantau unternehmen, ist neues Bombardement, das vier Tote und 18 das chinesische Oberkommando entschloffen, diese Verletzte forderte. Stadt um jeden Preis bis auf den letzten Mann Donnerstag gegen 2 Uhr früh versuchten zu verteidigen. aufständische Flugzeuge, Barcelona zu Nach Berichten der füdchinesischen Provin- bombardieren. Die Fliegerabwehr trat jedoch zialregierung in Kanton vom 7. Juni erreichte die fofort in Aktion und vertrieb die Flugzeuge, die Sahl der Opfer des japanischen Fliegerangriffs fchleunigst eine andere Richtung einschlugen. 7000 Tote und Verwundete der Zivilbevölkerung, Am Donnerstagnachmittag bombardierten zumeist Frauen und Kinder. Die größte Zahl von neun Dreimotor- Savvia heftig die Stadt Fiabsichtlich die neutralen Handelsschiffe anOpfern forderte der japanische Fliegerangriff auf gueras mit über 100 fchweren Spreng- und den Teil der Stadt längs des Perl- Fluffes, bei vielen Brandbomben. 25 Häuser wurden zerstört, welchem auch hunderte der dort verankerten darunter eine Schule, ein Hospital und ein AlDschunken mit den auf ihnen lebenden Menschen tersheim. Sofort nach dem Angriff wurden 30 vernichtet wurden. Tote und 50 Verletzte gezählt. Japan setzt die Bombardements fort Totio. Der Sprecher des AdmiralitätsIn Alicante ist am Mittwoch der englische Zerstörer ,, Bano c" mit einem Flugzeug an Bord vor Anker gegangen, und zwar an Seite Valencia.( Reuter.) In Valenria herrscht die Meinung vor, daß die Aufständischen greifen, um so durch Blockierung und Terrorifierung der Zivilbevölkerung ben Sieg zu sichern, der ihnen auf dem Kampffelde hisher versagt blieb.- In den letztvergangenen 24 Stunden wurden die Häfen Deniou, Alicante und Castellon bombardiert. tausches von Mark und Schilling im Verhältnis von 1 zu 1.5. Dadurch ist bereits jetzt eine Verteuerung der Lebenshaltung der Bevöl. ferung eingetreten und es ist kein Wunder, daß angesichts dieser Tatsache die Arbeiter bestrebt sind, diese Teuerung durch erhöhte Löhne auszugleichen. Ge= rade diesem Bestreben tritt aber der Reichskoms missär Bürckel in einem Aufrufe entgegen, der in Wien am 28. Mai erlassen wurde und der in der Schon der Aufrufes ist bezeich " Frankfurter Zeitung" im Wortlaut für die Absichten und die Gesinnung der Vatikan.( Havas.) Aus guter Quelle nend der beiden engliſchen Schiffe, die bei dem letten Eine Demarche des Vatikans with. amtes, Konteradmiral No da, erklärte, daß die Bombardement beschädigt wurden. Der Kapitän Angriffe der japanischen Flugwaffe auf militäri- der„ Banoe" nahm an Bord der beiden englischen verlautet, daß der Heilige Stuhl bei General neuen sche Objekte, Berkehrswege und militärische Kon- Schiffe eine Untersuchung vor. Die verwundeten Franco eine Demarche unternehmen und darauf fagt: zentrationen in China, einschließlich Kanton, Mitglieder der Besatzung der englischen Schiffe hinwirken wird, daß die Zivilbevölkerung in Spafortgesetzt werden werden. Er fügte hinzu, daß und die Leichen der Getöteten werden an Bord nien von Luftbombardements verschont bleibt. Es die japanische Kriegsflotte mit dem Ergebnis der„ Banoe" nach England gebracht werden. Der verlautet, daß Msgre Gaetano Cicognaci, der der Bombardierungen Kantons vollkommen Kommandant des Schiffes verhandelte lange mit Vertreter des Heiligen Stuhls in Salamanca, bc= den Ortsbehörden. reits entsprechende Weisung erhalten habe. zufrieden" sei. Gon bet Beginn des Antique abgedruc Herren in Desterreich. Es wird da ge„ Es wurde wiederholt darauf hingewiesen, daß alle lohnpolitischen Verhandlungen absolut planboll vor sich gehen müssen, da sie sonst geeig net sind, den Aufbau nicht nur zu verhindern, sondern sogar große Verwirrung zu schaffen." ' Weife S Metta«, 10. Juni 1938 Nr. 135 „Laßt die Christusfahnen wieder wehen!“ Diese Planmäßigkeit, die der Herr Reicht» kommissär betont, dient zu nichts anderem als da» zu, einzelne Lohnerhöhungen zu verhindern. Eine edle Aufgabe für eine Regierung, die sich natio» nal„ sozialistisch" nennt. Aber geradezu grotesk» lächerlich ist die nähere Begründung für die Verhinderung jeder Lohnerhöhung, die der Herr Reichskommissär als sein Ideal ansieht. Er sagt: „Ich bin sogar überzeugt, daß man in diesem oder jenem Falle die Löhne künstlich deshalb in die Höhe treiben will, weil man erwartet, daß sie später nicht in der gleichen Höhe beibehalten werden können und daß dann die Angleichung an das Reich Mißstinummg in die Arbeiterschaft brächte." Dieser Sah ist außerordentlich geeignet, Licht über die Absichten der nationalsozialistischen Regierung und über die künftige Behandlung der österreichi» scheu Arbeiter durch diese Regierung zu verbrei» ten. Der Herr Reichökonnnissär Bürckel versucht den Leuten einzureden, das; man die Löhne nur deshalb nicht erhöhen will, weil man die»Angleichung an das Reich", mit anderen Worten, die Hlravsetzung der ohnehin niedrigen österreichischen Löhne Mißstimmung in die Arbeiterschaft brächte. Man will also nicht nur nicht die Löhne erhöhen, sondern man will sie herabsetzen. Tie österreichischen Arbeiter haben sich in den lebten Jahren über besonder- hohe Löhne nicht zu beklagen gehabt, jetzt soll ihnen da- nationalsozialistische Paradies noch niedrige Löhne und eine noch kümmerliche Lebenshaltung dringen. Wie das Laster vor der Tugend, macht der Reichskommissär Bürckel vor der Wahrheit eine Verbeugung sagt: „Jeder weiß, wie groß die Not ist, und weiß aber auch, daß im Augenblick keinerlei Lohnver» änderungen durchgesührt werde» können." Die Lohnveränderungen werden weder im Augenblick noch später durchgesührt werden, son» dern die österreichischen Arbeiter werden trotz der niedrigen Löhne, die sie haben, einer Lohndiktatur unterworfen werden, die ihnen viele Abzüge, aber niemals eine Lohnerhöhung bringen wird. Ihrer politischen Rechte entkleidet, des Koalitionsrechtes beraubt, ohne freie Gewerkschaften werden sie nicht imstande sein, ihre Lage zu verändern und sich eine höhere Lebenshaltung zu erobern. Statt gut bezahlter Arbeit, auf die sie gehofft haben, bringt ihnen die Gleichschaltung nicht- andere- al- dauernde Rechtlosigkeit und dauernde- Elend. Die sudetendeutschen Arbeiter empfangen hier einen außerordentlich lehrreichen Anschau» i'iigsunterricht darüber, wie es im braunen Paradies aussicht. Auf die Dauer wird man ihnen die Wahrheit nicht verheimlichen können und wir werden das unsere dazu tun, diese Wahrheit zu verbreiten.. Wenn, die Massen der sudetendeutschen Arbeiter ihre Freiheit und ihre Kampforganisationen sich erhalten loollen, ohne welche sie schutzlos der Not und dem Elend preisgegeben wären, so gibt es für sie nur eines: alle Kraft aufzuwenden, nm den Einfluß des Nazismus im Sudetendeutschtum einzudämmen und der Sozialdemokratie zu größerem Einfluß und zu größerer Macht zu verhelfen. Wer die Entwicklung in Deutschland und Oesterreich mit aufmerksamen Angen betrachtet und wer weiß, worum e- sich in den politischen Kämpfen, die wir jetzt führen, handelt, der wird am Sonntag sozialdemokratisch wählen, denn der für die Sozialdemokratie abgegebene Stimmzettel bedeutet Freiheit und Frieden, Recht und besseres Leben! In diesen leidenschaftlichen Ruf klingt eine Streitschrift aus, in der ein ungenannt bleibender, aber wahrscheinlich führender ehemaliger chrtstltchsozialer Funktionär— dafür spricht die genaue Kenntnis der Personen und Tatsachen— heftige Anklage erhebt gegen die christlichsoztalen Parteiführer, die zehntausende sudetendeutscher Katholiken dem Nationalsozialismus zutrieben. „Judas Uber Sudetenland 1* heißt die Broschüre, deren Verfasser einleitend bemerkt, es erscheine in diesen merkwürdigen Zeiten erforderlich,„in aller Form zu erklären, daß ein deutscher Katholik nicht gegen da- deutsche Boll, nicht gegen das deutsche Reich kämpft, wenn er eine neuheidnische Weltan» s ch a u u n g a b l e h n t, wenn er seine Stimme gegen Lüge, Berratund Selbstmord erhebt, auch wenn diese Verbrechen von Deutschen begangen werden." Nicht jeder ist, so sagt der Verfasser, ein geistiger Schlangenmensch, daß er über Nacht seine Gesinnung wechseln könnte.„Bei den Aufrechten, und sie sind Gott sei Dank noch immer in der lleberzahl, entstehen natürlich große seelische Spannungen. Ilm diese Spannungen zu beseitigen, wurden diese Zeilen geschrieben. Klare Be« griffe— klare Menschen." Zunächst stellt er fest: Der Natlonalsozlalis» mus will mehr sein als ein politische- System: er ist auch eine Weltanschauung. Aber: „Nationalsozialistische Weltanschauung und Bekenntni-religion sind miteinander unvereinbar." Das wurde auf einer Führertagung des katholischen Bottsbundes für Mähren im Mai 1937 unter Leitung de- Hochmeisters S ch ä l z k y erklärt. Da- wurde übrigen- auch wiederholt von nationalsozialistischer, nicht nur von katholischer Seite, festgestellt, vor allem von Rosenberg, dem Verkünder der nationalsozialistischen Weltanschauung. Al» die Führung der Christlichsozialen Parte: de» Anschluß an die Henlein-Partei beschloß, behauptete sie, daß weltanschauliche Fragen überhaupt nicht zur Debatte stehen, daß e- lediglich um die politische Einigung aller Sudetendeutschen gehe. Am 24. April aber hat Henlein, der sich im Oktober 1934 noch getarnt und„fundamentale Unterschiede vom Nationalsozialismus" betont hatte, zur„deutschen nationalsozialistischen Weltanschauung" bekannt. Die gleichgeschalteten Chrlstlichsoziälen aber schwiegen!, „Vsrräter!“ Die Broschüre zitiert die Erläuterung de- christlichsozialen Parteiprogramms durch Dr. Hilgenreiner, die jede materialistssche Lebensauffassung verwirft, sie zitiert eine noch gar nicht sehr alte Erklärung der christlichsozialen, jetzt nationalsozialistischen Abgeordneten Dr. Luschka, in der es heißt:„Die DCB hat ihr ganze- Programm aufgebaut auf der chrisllichen Weltanschauung", und sie stellt fest: „Die gleichen Personen, die jahrelang in den höchsten Tönen vorgegeben haben, sie wären die Vorkämpfer für eine christliche Politik, die gleichen Helden im Streit«erraten von einem Tage»um anderen ihre Neterzeugung, setzten die Treugeblte» denen unter einen unerhörtm Bewissen-druck, indem sie vorgaben, daß jeder die„Los-von-Rom-Bewe« gung" unterstütze, der sich nicht ihrem Terror beuge. So haben sie mich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen diesen famosen„einhelligen" Beschluß der Reichsparteileitung erreicht, und konnten die Parteiarbeit kaltlächelnd einstellen, ohne daß sie etwa den Reich-Parteitag uni seine Dleiuung befragt hatten. ES must hier feftgestellt werden, daß die sogenannte„Reich-Parteileitung" gegen den Willen einer erdrückenden Mehrheit der Parteimitglieder diesen Beschluß gesaßt hat, daß die bei weitem überwiegende Mehrheit der Mitglieder und Wöhler der Partei e» niemals zugelassen hätte, daß man den ganzen Parteiapparat dem politischen Gegner und darüber hinan- aber auch dem Feinde der Kirche kampflos au-geliesrrt hat." „Vergessen*“ Angestellte So leichtfertig waren die Herrschaften in ihrem Bestreben, nur ja nicht den Anschluß zu verpassen, daß sie an keinerlei Sicherungen weltanschaulicher oder personeller Natur dachten. Man„vergaß", die ExistenzderPar« teisekretäre und ihrer Familien sicherzustellen I Die Broschüre stellt fest:„Seit dem offenen Bekenntnis Konrad Henlein- im Namen seiner Partei zur nationalsozialistischen Weltanschauung stehen alle Mitglieder der SdP, also auch die früheren Abgeordneten und Senatoren der DCB nicht mehr ans dem Baden der christlichen, sondern auf dem der nationalsozialistischen Weltanschauung", sie haben„nicht nur ihre bisherige Ueberzeugung preisgegeben, sondern Christus gegen einen Götjen eingetauscht Menschen mit normalem Ehrgefühl hätten, so sagt der Verfasser, in Erkenntnis ihre» Verrate» an der christlichsozialen Idee ihre Mandate in die Hände ihrer Wähler zurückgelegt. „Sie haben e» nicht getan. Wir beneiden die SdP nicht um den Zuwachs dieser Helden, die nun um ihre früheren Gegner herumschwänzeln, von denen si« noch vor ganz kurzer Zeit in allen Tonarten verhöhnt und schlechtgemacht wurden." Der Verfasser entwirft ein erstaunliche» Charakterbild Dr. Hilgenrelnere, der vor dem Kriege stranun kaiserlich-königlich war, während de» Kriege» seine Vorlesungen in der Uniform eine» k. k. Feldkuraten aühielt, nach dein Zerfall der Monarchie ein„r o t e r P r ä» lat" war, der sich sogar für die Kollektivwirtschaft der Bauern begeistert«, mit der Wandlung in der politischen Mode-auch sein Steuer herumwarf und„tief schwarz" wurde, was ihn nicht hinderte, zur rechten Zeit b r a u n zu werden. Zur christlichsozialen Partei war er erst gestoßen, al» er wußte, daß seine Kandidatur gesichert tvar.„Sein Ziel konnte Herr Hilgenreiner nur dadurch erreichen, daß er da» Vertäuen seiner Wähler systematisch zu täuschen verstand. Niemand glaubt mehr, daß Herr Hilgenreiner e» noch nötig hat, seine politischen Pläne mit seelsorgerischen Phrasen zu bemänteln." Ole grolle Gleichschaltung Die Broschüre schildert, wie christliche Turner und katholische Jugend ohne Sicherung der GdP-Totalität zugesührt wurden. Er be« Clano nach London? London. Der diplomatische Mitarbeiter deS„Daily Herald" meldet, daß in Rom Gerüchte kursieren, denen zufolge Graf C i a n o im kommenden Monate nach London reisen werde, um mit der britischen Regierung über da- In» kkafttreten de- Abkommen» von Rom zu«er» handeln. Da- Blatt erklärt hiezu, in London sei von einem Inkrafttreten des englisch-italienischen Vertrage» vor einer Einigung in der Spanien- Politik nicht» bekannt. ziveifelt mit Recht, daß eS im DDB irgendeine Möglichkeit geben wird, die bisher christliche Jugend vor der„Erziehung" zum Nationalsozia- liSmu» zu bewahren. Und er fragt: Ist die Verherrlichung Rutha» im DTv schon vergessen? Katholische Eltern, wollt ihr wirklich eure Kinder dem Gei st eRuthaüauSliefern?" Vom SdP-Abgeordneten Schlitz der die ehemals christlichen Gewerkschaften Herrn Henlein zuführte, wird gesagt: „Wenn der Abgeordnete der SdP, Herr Schütz, noch vor kurzem da» große Wort aut« - sprach:„Wir stehen und fallen mit dem 18. Feber", dann muß schon gesagt werden, daß Herr Schütz, der übrigen« zu Unrecht als der Gründer der christlichen Gewerkschaften angesehen wird, zwar nicht mit dem 18. Feber gefallen, dafür aber tüchtig umgefallen ist. Der Lohn ist auch nicht au-geblieben: Er hat unter dem Terror der neuen Herren einen Revers unterschreiben müssen, daß er künftig keinen Leitartikel mehr schreiben wiw. Da» sagt alle»." Ein besondere» Kapitel wird der ehemals katholischen Presse gewidmet, die(„Deutsche Presse" vom 13. Mai) sogar verklausuliert dem Papste, dessen Syllabu» gegen die Rasselehren kritisierend, vovwirft, er begreife nicht die Entstehungsursache des Nationalsozialismus!— Der Verfasser macht daraus aufmerksam, daß es die ftir die katholische Presse gesammelte„AmbroS-Opitz-Spende" gibt und fordert mit aller Entschiedenheit, daß die „Deutsche Presse" bei der Verteilung der Spende ausgeschlossen wird, weil sie nicht katholische, sondern nationalsozialistische Interessen vertritt. Der Verfasser beschönigt nicht. Er stellt fest, daß sich viele Priester gleichgeschaltet und daß die Bischöfe geschwiegen haben. Und doch ist er nicht entmutigt.„Um Gesinnungshelden, die im kritischen Augenblick die Fahne Christe verlassen haben, ist e» nicht schade." Den Treugebliebenen ruft er zu, beisammen zu bleiben, den Rücktritt der Verräter zu fordern, die Verbände und Vereine nicht aufzulösen, die Gleichschaltung nicht anzuerkennen und weiterzuarbeiten wie bisher, die Verbindung mit anderen standhaft gebliebenen Gruppen aufzunehmen, bei den Wahlen keine Stinnne dem völkischen und weltanschaulichen Gegner zu geben. „Haltet noch kurze Zeit au»! ES gibt noch Männer, die euren Kampf mit ihrm Namm decken werden!" Ist. die Stimme de» Katholiken, der diese Broschüre schrieb, die eine» Vereinsamten? Sicher spricht er au», was viele, viele Katholiken in ihrer Gewisseusbedrängnis denken. Er scheint, wie der zuletzt zitierte Satz verinuten läßt, Wortführer vieler zu sein und e» scheint, daß sich, vorläufig in der Stille, die Wider st ands- kräfte, die e» im sudetendeutschen Katholizismus noch gibt, zu organisieren beginnen. Illlm Donauitrand II ins nJunderlanil ERZÄHLUNG VON TH. W. STEINER Ein junger Mensch In blauem Arbeiteranzug zeigte mir, was und wie Ich zu putzen hatte, ließ mir das Putzzeug und ging. Ich arbeitete fleißig und gut und als ich die Fensterrahmen des Kartenhauses blank wie neues Gold hatte, trat einer der Offiziere, die von mir bi» dahin nicht die geringste Notiz genommen hatten, ans mich zu und sagte mir etwas in Englisch. Jedenfalls sprach er in einem freundlichen Ton und nickte zufrieden dabei. Ich lächelte, zuckte die Achseln bedauernd und antwortete nach altbe- rühmtem Muster:„Kaiittverstan". E- schmunzelte und sagte nur„Oh". Ich Ivar mit meiner" Aufgabe fertig geivorden und ging aus» Deck, nm den jungen Mann im blauen Anzug zu sucheit und ihm das Putzmaterial abzuliefern. Kein Mensch verstand, was ich wollte, bis ich in die winzige Küche kam, wo mein Russe, der sich mit dem Koch schon sehr gut zu verstehen schien, mir übersetzte, ich solle das Zeug in den Maschinenraum hinunterbringen und dann zum Mittagessen wieder in die Küche kommen. Dazu war Ich gerne bereit, nicht nur tveil ich schon Appetit hatte, sondern auch auS Interesse für den Maschinenraum. Ich hielt mich jedoch unten nicht lange auf, denn vorläufig war mir daö Mittagessen wichtiger. ES war ausgiebig genug und nicht schlecht, natürlich konnte cs mit dem des französischen Spital» nicht konkurrieren, wohl aber mit der eintönigen la soupe der Legion. Wir waren noch immer Im Kanal und ich versuchte, die Stelle zu finden, wo ich hineingesprungen war. Wir mußten sie wohl längst passiert haben, denn Ich konnte sie nicht feststellen. Pilotenhäuser gab e» mehrere, die sich alle gleichsahen, auch die Landschaft blieb sich eintönig gleich. Dann mußten auch wir in einem Ausweichsee stehen bleiben, während mehrere Schiffe, von Suez kommend, passierten. Ich half meinem Freund, der offenbar an Arbeit nicht gelvöhnt war und ziemlich ungeschickt hantierte, beim Geschirrabwaschen und kletterte dann wieder hinunter in den Maschinenraum. Die Riesenkolben allein imponierten mir schon, auch die Arbeitseinteilung. Der dienstha« hende Ingenieur stand ruhig vor dem Anlaßventil und wartete auf Befehle von oben durch das Sprachrohr. Der Oeler, in einer Hand eine mächtige Oelkanne, in der andern Putzlvolle, wanderte unaufhörlich von einem Bestandteil zum anderen, wischte und schmierte..Jetzt«in lauter Glockenklang, der Ingenieur wiederholte den erhaltenen Befehl, drehte am Bentilrad und langsam stiegen und senkten sich die Kolben, wir bewegten un» vorwärts. Ich ging noch zu den Kesseln. Die halbnackten Heizer trieften von Schweiß, denn die Hitze tvar ja an und für sich schon groß genug, aber Wenn sie die Feuertüren öffneten, um Kohle nachzuschaufeln, glaubte man die Glut eines Scheiterhaufen» zu spüren und ich war froh, wieder an» Deck steigen zu dürfen uni tief die frische Seeluft zu atmen. Nein, Heizer möchte Ich nicht gerne sein, auch nicht Kohlentrimmer, die die Kohle für die Heizer heranschaffen müssen. Der Maschinenraum eine» heutigen Ozeandampfer» Ist natürlich ganz anders und bedeutend erträglicher. Die Mehrzahl haben Oelheizung, wober da- Oek automatisch zugeführt wird, und Turbinen statt der schweren Dampfmaschinen— Endlich ist der Kanal zu Ende, Ivir find in Suez, der Kanalpilot verläßt unser Schiff und bald darauf geht» hinaus in die offene See. Wir sind im Roten Meer, der Dampfer fährt viel rascher alck im Kanal und fängt sanft zu schaukeln an. Wir haben uns einen Platz beim Schornstein am 'Deck au»gesucht, da schlafen wir auf den harten Planken, müde, wie wir beide sind, so gut und fest wie in unseren Betten. Sehr zeitlich früh heißt e» jedoch, aufstehen und mithelsen, Deck waschen. Mein Freund drückt sich in die Küche, Ich bleibe gern, denn da» frische Seewasser, mit dem wir Vier Mann un» gegenseitig anspritzen, tut wohl. Obwohl e» noch sehr früh ist, Ist es schwül wie vor einem Gewitter. Aber die Sonne geht auf an einem wolkenlosen Himmel, ich denke unwillkürlich an den biblischen Marsch der Israeliten mit Sack und Pack in dieser Hitze. IlebrigeuS ist das Rote Meer nicht ein bißchen rot,(wie ich auch die Donau noch nie blau gesehen habe), sondern ebenso grün und grau wie da» Mittelländische. Aber Fische sieht man viele. Besonder» Delphine, die richtige Purzelbäume machten, als sie dem Schiffe folgten. Al» es dämmerte, rief un»«In Matrose und zeigte un» einige kurios aussehende kleine Fische, die noch zappelten. ES waren fliegende Fische, von denen wir einige Minuten später mehrere auf zwei angezündete Laternen am Deck zufliegen sahen. Ich erzählte meinem Freunde die Anekdote von dem deutschen Matrosen, der nach seiner ersten großen Seefahrt zur Großmutter auf Urlaub kam und ihr seine Erfahrungen zum besten gab:„Also im Roten Meer, als der Maat mit der Angelrute fischte, fühlte er etwa» sehr Schweres, er vermutete einen Hai oder einen ganz großen Delphin, am Haken, Er rief um Unterstützung, al» sie mit großer Mühe das Ungetüm an Bord zogen, war e» ein altes Wagenrad, zweifellos eine» von Pharaos Wagen, in dem er bei der Verfolgung der Jraeli« ten hier ertrunken ivar." Andächtig und bewun- dernd nickte die Alte und wollte mehr wissen. „Im roten Meer kamen am Abend fliegende Fische auf unsere brennenden Lampen zugeflogen", erzählte der Junge weiter. Da unterbrach ihn die ehrliche Großmutter beleidigt:„Nun ist» aber genug mit deiner Aufschneiderei, schäm dich! Solange du bei der Wahrheit geblieben bist, wie beim Rad von Pharaos Wagen, hab' ich dir geglaubt, denn die Bibel erzählt doch, wie dieser König im Roten Reer ertrunken ist, aber daß du mir zumutest, zu glauben, daß c3 Fische gibt, die fliegen, ist zu viel."— Unerträglich heiß war's und durstig waren wir. wie noch nie. Da» lauwarme Trinkwasser schmeckte schal, der schwarze Tee, de» wir nachmittag» bekamen, bitter. Lang- toeilig tvar die Fahrt auch, die See ruhig, nichts ereignete sich. Endlich kam?bden in Sicht, wo wir ankern, tviedcr Kohle nehmen und dann nach Bombay weiterfahren sollten. Aden ist ein ganz reizloses, sandige« Nest, obtvohl cs angeblich ein sehr wichtiger Hafen des British Empire ist. Tie Eingeborenen, Somalis, sind schöne Männer, sehnig und kräftig und, Ivie man uns erzählte, außerordentlich gute Schwimmer und Taucher. Wenn die großen Passagierdampfer ankomnien, tauchen halbwüchsige Jungen um die SixpeiieeS und Pennies, die viele Reisende ins Wasser werfen. Dabei soll c» hier Haie genug geben I Im Indischen Ozean war cs schon angenehmer. Es war wohl heiß genug, aber eine angenehme Brise wehte Tag und Nacht, das Trinkwasser anS den porösen Tonkrügen, die der Koch und der Offi- zier-Gteeward aufgehängt hatten, schmeckte kiih! und erfrischend. Allerdings mußten wir zwei es für un» stehlen, denn der Stelvard schimpfte wie ein Rohrspatz, wenn er fand, daß sein Vorrat von gekühltem Wasser gar so rasch„verdunstete".— Eine» schönen Morgen» war Land in Sicht und al» der Lots« in seinem kleinen Dampfboot her- angepustet kam, anlegte und die Strickleiter hin« aufkletterte, folgte ihm ein Herr im Tropenhelm und auch ganz in weiß, aber ohne goldene Ankerabzeichen. Er war der russische Vertreter, er begrüßt« den Sohn seines Chefs sehr respektvoll, woraus ich schloß, daß der Lunge aus sehr reicher Familie sein müsse. Nachdem sie ein Paar Minuten miteinander russisch gesprochen hatten, kam mein Freund und sagte mir, es täte ihm so leid, daß er von mir scheiden müsse, da der Vertreter absolut nichts für mich tun wolle,> er hätte nur Vollmacht, für ihn zu sorgen. ^Fortsetzung folgt.)! 135 beiter Nom Cano verde, 3 Int ver= On sci ischen nienbeine Jits oziaVer fen? Kins 11?" errn Berr aus Fe Derr ider wird, afür auch der rei ai)] 113 er ios auf effe und die ide he, tt. lit nd iſt Die t= C= en be g ie ft ent ts th eit e ? EE Mr. 135 Freitag, 10. Juni 1938 Sudetendeutscher Zeitspiegel Auch Abg. Karmasin für den Pariser Friedensvertrag Wie man aus den„ Lidové Noviny" erfährt, hat sich an dem Umzug, welchen die Hlinka- Partei Sonntag in Preßburg veranstaltet hat, auch Abgeordneter Karmasin beteiligt, der auf diese Weise für die slowakische Autonomie und die Forderun gen Slinkas mitdemonstrierte. Wir haben bereits ausführlich dargetan, daß die Autonomie der Slowakei eine schwere Gefährdung für das Deutsch tum dieses Landes wäre, denn die 150.000 Starpathendeutschen wären dann vollkommen den Slowalen ausgeliefert, fönnten sich im flowalischen Landtag nicht durchſeßen und müßten sich den Beschlüssen der Mehrheit beugen. Was das bedeuten würde, geht daraus hervor, daß Hlinka den Mingroße Trupps von Leuten, die ſich ſonſt als ver läßliche Anhänger Konrad Henleins ausgeben und sich in nationalem Chauvinismus sie mit: Na Slovensku po sloven nicht genug tun können. Nun auf einmal brüllten ito!" Mit Senlein demonstrieren sie für deutsche Rechte, also für deutsche Schulen und wollen Gebrauch der deutschen Sprache, und dann mar schieren sie aus lauter Haß gegen diesen Staat und die Tschechen mit jenen Slowaken zusammen, die fein deutsches Wort in der Io wat ei dulden wollen! Henleinseminaristen Reichsfalkentreffen der Kinderfreunde 2. bis 5. Juli in Bodenbach Seite 3 [ Jahre die verschiedensten Funktionen bekleidete. Er war Mitbegründer der Bezirtsorganisation der DSAP und der Konsumgenossenschaft in Neus bistritz, Mitglied aller profetarischen Organisatio= nen und stand unerschütterlich fest zur Fahne des Sozialismus. Seine Verdienste um die Entwick lung der Neubistrißer Arbeiterbewegung werden unbergessen bleiben. Anton Häckel in Tannwald ersucht uns, ihn auf diesem Wege allen, die ihn anläßlich seines sieb zigsten Geburtstages beglückwünschten, herzlichst danken zu lassen. Gleichzeitig dankt er der Parteischiere Zeit. Tros schwerster Bedrückung find aber sie zu diesem Anlaß seinem Wirken zollte. Die Arbeiterorganisationen durchleben eine und Gewerkschaftspreise für die Anerkennung, die viele, viele ihren Idealen treu geblieben. Zu den Nach fünf Tagen... Wie das Abendblatt Tapferen gehören auch die Fallen unserer Erzie- des ,, cité I ovo" meldet, fuhren aus dem hungsorganisation. Ais Kinder haben sie noch feine Gebiet von Reichenberg und Gablonz etwa 1500 Enttäuschung erlebt; ihr Mut ist noch ungebrochen; Ziegelarbeiter, durchwegs Mitglieder der Hens unberzagt tragen fie noch ihre Sturmfahnen, ihre lein- Partei, nach Deutschland auf Arbeit. Die Wimpel und ihre blauen Blusen mit dem roten meisten von ihnen hielten es dort aber nur fünf Falten. Wir sind stolz, daß wir Arbeiterkinder und Tage aus und lehrten enttäuscht in den letzten Rote Fallen find." Die größeren haben in ihren Tagen wieder nach Hause zurüd. Sie erzählen. Sorststunden schon vieles gehört und in Büchern daß man ihnen einen Lohn von 53 Pfennig für schon vieles gelesen von den schieren Kämpfen der die Stunde versprochen hatte, doch mußten sie im Arbeiterschaft in den ersten Jahren der Bewegung Afford um einen viel niedrigeren Lohn arbeiten. man ihnen sechs Kronen vom Lohn ab. Am ersten Tag hätten sie Gulasch und Vier zum Essen er halten, dann aber täglich zum Frühstück bloß schwarzen Staffee und schwarzes Brot und zum Mittagessen Salzheringe. werden nicht geweiht? Wie die ,, Národní Noviny" erfahren, hat der derheiten nichts anderes zugestehen will, als was Batikan ein Verzeichnis jener deutschen Semina und von den schweren, aber mutig getragenen Leiden Für eine kleine Semmel aus schwarzem Mehl zog Erzbischof von Prag, Kardinal Dr. Kašpar, dem risten zugesandt, welche der SdP angehören. Ge- der Arbeiter in der Gegenwart und in den lesiver gen diese angehenden Geistlichen soll das Dizi- gangenen Jahren. Sie kennen die Helden des ita plinarberfahren eröffnet werden und es wird lienischen Proletariats: fie wiffen von den mutigen ihnen wahrscheinlich die Weihe verweigert werden. Stämpfern der österreichischen Arbeiter, der deutschen Sozialisten; fie sind unterrichtet über die Kämpfe in Spanien. Münnichreiter, Weißel, Wallisch. Fechenihnen im Friedensvertrag von St. Germain vers sprochen wurde. Dem Herrn Abgeordneten Karmajin genügt es daher ebenso wie der gesamten Sdp, wenn die Deutschen in der Slowafei feine größeren Rechte haben, als jene, welche in St. Germain zugestanden wurden. Er ist bereit ebenso die Karpathendeutschen zu opfern, wie es Non- Lieber einen Tschechen als einen rad Henlein tut und wie der reichsdeutsche Nas tionalsozialismus den treudeutschen Stamm der deutschen Sozialdemokraten Südtiroler im Stiche läßt. ,, Das sind die Helden des Tages" London.„ Daily Herald" veröffentlicht einen Artikel des labouristischen Parlamentskandidaten Großmann, der längere Zeit in der Tschechoslo wafei weilte, unter dem Titel ,,, Das sind die Helden des Tages". Die Gemeindewahlen in der Tschechoslowakei sind ein verzweifelter Kampf der deutschen Demokraten gegen Hitler. Croßmann begleitete den Abgeordneten Jatsch während der Wahlkampagne. Dieser habe ihm zum Schlusse gefagt, er höre, daß in England Gespräche über Grenzrevisionen geführt werden, um die armen bedrohten Henleinleute zu befriedigen.„ Wißt ihr nicht, daß wir, die deutschen Demokraten, und die Tschechen das letzte Bollwerk gegen den Faschismus in Mitteleuropa sind. Wenn dieser Damm bricht, werden die faſchiſtiſchen Fluten bis zum Schwarzen Meer reichen. Wir verlangen nicht von euch, zu kämpfen, aber wir verlangen, daß ihr fest zusammensteht, ivie an dem kritischen Samstag. Da haben die demokratischen Mächte zusammengehalten und den Krieg verhütet. Jaksch schloß mit der Bitte, den Engländern mitteilen zu wol len, daß die deutschen Demokraten lämpfen werden bis zum Ende." bach, Stelling, Gerl u. a. find ihnen keine fremben Namen, Und der Mut der Genoffen in unserer Republif erfüllt fie mit Stolz. Sie wollen es allen Die SdP Presse brachte die Mitteilung, daß gleich tun; fie wollen Kämpfer sein und werden für in dem Dorfe Gr. Strodau bei B. Krumau Freiheit, Demokratie und Humanität. Alle vollen außer SdP- Leuten nur noch zwei tschechische Vers sie nach Bodenbach kommen. ,, Troß alledem und alle treter gewählt wurden, während die DSAP leer dem!" fingen sie mit dem Dichter Freiliarath. ausging. Der Sachverhalt ist nun der, daß die, Kinder wollen die Helden unserer Tage persön deutschen Sozialdemokraten e in Mandat und die lich Tennen lernen. Für sie wird es eine ganz große tschechische Wahlgruppe ein Mandat erhielt. Die Freude sein, wenn recht viele Bekenner des Sozia Senleinmitglieder in der Wahlkommission hatten lismus und der Demokratie am 8. Juli mit nach die Zuteilung der zwei Mandate an die tschechische Bodenbach kommen. Die Zufage der Arbeiterorgani Wahlgruppe tros des Protests der Sozialdemo- fationen hat bereits viel Freude ausgelöst und den fraten vollzogen. Erst nach einer Intervention Mut noch höher geschraubt. Die tapferen Genoffen Wahlprotokolls, entsprechend den wahren Ergeb= die Freunde unserer Republik bei ihrem Falken= auf der Bezirksbehörde wurde die Aenderung des aus den verschiedenen Orten die Demokraten und nissen erreicht. Die SdP- Leute, die gegen die treffen um sich zu wissen, wird unsere Fallen, eure Sozialdemokratie den Vorwurf erhoben hatten, Stinder stärken in ihrem Willen, einst in unsere, in daß durch die Neststimmenkoppelung den Deutschen eure Fußstapfen zu treten. Sie haben schon oft geein Mandat verloren gehen werde, mußten sich den fungen, daß sie fämpfen wollen für ein freies Vorwurf der falschen Berechnung des Volk auf Erden; wollen Sozialiſten werden!" Wenn Wahlergebniffes und der Zufchanzung eines Man- recht viele von euch der Einladung unserer Ballen dates an die Tichechen machen lassen. Dabei be- folgen, dann wird das Faltentreffen werden ein faßen sie noch die Unverfrorenheit, von den So- lautes und wirkungsvolles Bekenntnis aller Genera zialdemokraten zu verlangen, daß diefe von der tionen aum Sozialismus, zur Demofrate, zur Hu bezeichnenden Handlungsweise der SdP der Def- manität. fentlichkeit gegenüber feinen Gebrauch machen mögen! Was eine Schweizerin schreibt Die Basler ,, National- Beitung" veröffent licht den Brief einer in Prag wohnenden Schweizerin, dem wir folgendes entnehmen: Liebe Eltern! Noch immer hohe Arbeitslosigkeit im deutschen Gebiet Hier hat sich nach den ersten Aufregungen alles wieder ein wenig beruhigt; man fann ja Im letzten Kampf" ſtellt Walter Winier auch schließlich nicht ständig in Hochspannung bei Besprechung der Studie des Fürsorgeministers leben. Am schlimmsten war es am Samstag, den Ing. Ne das über die„ Liquidierung der Ar- 14. Mai( gemeint ist wohl der 21. Mai; die beitslosigkeit" jest, daß troß aller Befferungser- Red.)... Es scheint auch wirklich so, wie wenn scheinungen die Situation auf dem Arbeitsmarkt die Henlein- Leute den Einmarsch der Deutſchen im deutschen Gebiet des Staates uns nach wie vor erwartet hätten. große Sorge bereitet. Auf der Flucht aus dem Konzentrationslager Ueberprüfung des SdP- Memorandums Prag.( Tsch. P.-B.) Die Vertreter der Sudetendeutschen Partei legten dem Vorsihenden der Regierung Dr. Milan Hodža einen Entwurf ihrer Vorschläge zur Lösung der Nationalitätenfragen im Staate vor. Dieser Entwurf ist Gegenstand der Prüfung durch Experten. Wie verlautet, steht an der Spitze der Er perten der Regierung der Präsident des Obersten Verwaltungsgerichtes Dr. Há ch a. Am Donnerstag fand der regelmäßige Ministerrat statt, von dem es im amtlichen Bericht u. a. heißt, daß darin, politische Fragen" behandelt wurden. Vorher hatte eine Sissung der politischen Minister stattgefunden, der nach einer Version bereits ein Referat der Regierungsexperten über den von der SdP überreichten Entwurf vorlag. Der Ministerrat genehmigte weiters Geseyentwürfe für die Nationalversammlung, darunter eitweilige Maßnahmen im Exekutions- und Kon= fursverfahren gegen Arbeitslose, und die Ausdehnung einiger Schulgesetze auf Karpathorußland. Ferner wurde die Ausdehnung des Clearingabfommens mit Deutschland auf das Land Oesterreich sowie eine Regierungsverordnung genehmigt, durch welche die Bevorzugung von Bewerbern, welche den miiltärischen Präsenzdienst geleistet haben, bei der Aufnahme in den öffentlichen Dienst festgelegt wird. Vor einigen Wochen waren zwei Gefangene aus einem thüringischen Konzentrationslager ausgebrochen, nachdem sie den SA- Wachposten überfallen und erschlagen hatten. Der eine der Verfassungsgericht in Permanenz beiden wurde wieder gefangen und vor einigen Zu der amtlichen Nachricht über die Testen Tagen hingerichtet. Der andere, ein gewisser För it er, fonnte sich bis zur tschechoslowakischen Sißungen des Verfaffungsgerichtes, in denen fich Grenze durchschlagen und sie Donnerstag nach dieses mit Anträgen des Oberſten Gerichtes und mittags bei der Gemeinde Hirschenstand im Be- des Oberſten Verwaltungsgerichtes befaßte, er zirk Neudef überschreiten. Er wurde dabei ver- fahren wir folgende Einzelheiten: Das Verfass haftet und nach Eger in die Gerichtshaft gebracht. fungsgericht befaßt sich in letzter Zeit hauptsäch Gleich nach der Flucht war gegen beide Flüchtlich mit dem seinerzeitigen Ermächtigungsgeſet, linge ein Stedbrief erlassen worden, der sie des da man einige Unklarheiten des früheren Geſetzes Mordes bezichtigte. Offenbar wird Deutsch beseitigen will, che man an die Herausgabe des land die Auslieferung Försters fordern, zumal geplanten neuen Ermächtigungsgeseßes schreitet. beide Flüchtlinge von den deutschen Behörden Außerdem wird dem Verfassungsgericht der Entals schwer vorbestrafte Striminelle bezeichnet wurf des Nationalitätenſtatuts vorgelegt werden. um zu überprüfen, welche Bestimmungen des Statuts im Rahmen der Verfassung getroffen werden können und in welchen Fällen eine Aenderung der Verfassung vorgenommen werden müßte.( DNB) wurden. Neuer Ansturm Francos gescheitert Eine Bekannte von mir, eine Sudetendeuts Inzwischen ist die Arbeitslosenstatistik zum sche, ist unmittelbar vor jenem Samstag von hier 31. Mai fertiggestellt worden und sie weist, wie nach Gauſe ins Grenzgebiet gefahren mit ihren schon berichtet, einen großen und erfreulichen zwei Stindern. Von dem Jungen sagte man bloß Fortschritt aus: innerhalb eines Monates in der Schule, daß er vor den Ferien, die am 15. ist die Zahl der nicht untergebrachten Arbeits- Juni beginnen, nicht mehr zurüdfommen werde. Die Betreffende hatte sich schon früher mir gegenFerdinand Sterl gestorben. Nach schwerem, bewerber von 360.000 auf 285.000, also um 75.000 oder rund 20 Prozent zurückgegangen. über geäußert, daß man ihr von zu Hause schrieb, langem Leiden ist in Neubistri Ferdinand An diesem Rückgang partizipiert in sehr starkem sie sollte doch um Himmelswillen nicht in Prag fer verschieden. Genosse Sterl, ein pensioDer Präsident der Republik empfing am Maße auch das deutsche Siedlungsgebiet, so fal- bleiben; Prag jei über Nacht ein Trümmerhausen. nierter Stranfenfassenbeamter, stand im 67. Re fenau( 53004300), Stomotau( 4000 Ich sagte ihr damals, ob sie denn glaube, daß bensjahre und gehörte von frühester Jugend unses Donnerstag den Luftfahrt- Interausschuß des 3600), Reichenberg 9200-8600), Freuden sie im Grenzgebiet sicherer sei? Wenn etwas rer Partei an, in der er im Laufe der letzten 20 Wehrausschusses des Abgeordnetenhauses. thal( 3700 3000), Freiwaldau( 1700- passieren sollte, würde doch gerade das Grenzge 1200). Leider steht diesen günstigen Erscheinun- biet das Schlimmste abfriegen. Aber woher", gen eine Reihe von ungünstigen gegenüber, als fagte sie, das wird gleich in deutschen Händen sein, uns wird nichts geschehen, alles wird sich deren markanteste das Ergebnis von Karlsbad registriert sei. Dort ist die ohnehin exorbitant hohe gegen Prag richten!" Sie war aber dann nach Madrid.( Savas.) Der Angriff der An der Estraemadura Front setzen die McArbeitslosigkeit von 5530 böl einer Woche schon wieder hier. Scheinbar ist es in Aufständischen an den Fronten in den Brovinzen gierungstruppen die im Mai füdlich von Talalig gleich geblieben; die Gründe lennt Prag doch noch sicherer wie bei ihr zu Hause. Ja, das entschlossene Handeln der Tschechen Teruel und Castellon nahm am Mittwoch aufzer- vera begonnene Offensive fort. Sie dringen in man und fein Haltet den Dieb"-Geschrei_der hat manch einem einen Strich durch die Rechnung ordentliche Intensität an. Es handelt sich um der gebirgigen Gegend gegen Mio Gualija vor. schuldigen SdP wird sie aus der Welt schaffen. In Böhmen gibt es außer Prag feinen gemacht. Ich muß überhaupt lachen, wenn ich von eine breitangelegte Offensive mit In dem Abschnitte bei Billa Nueva dela serena tschechischen Vezirt mit mehr als 5000 Arbeits- der schrecklichen Unterdrückung der großem Materialaufwand, welche die Regie- wurde der Gegner, der seit zwei Tagen die ver losen, aber fünf deutsche Bezirke mit dieser Ar- Deutschen" hier lese. Ich glaube, leine Min- rungstruppen mit heldenhafter Entschloffenheit lorenen Positionen zurüdzuerobern versuchte, derheit kann sich das erlauben, was die hier auf- abschlagen, wobei sie an vielen Stellen alle Ver nach einem dreimaligen vorgeblichen Angriff bei beitslosenzahl. Vier deutsche Bezirke haben zwiſchen 4-5000 Arbeitslose, aber nur ein fiche- führen. Hier in Prag haben alle Deutschen ihr suche des Gegners, den Angriff fortzusetzen, Madrigalejo zurückgeschlagen. Die Regierungstruppen befestigen ihre neuen Positionen. chischer Bezirt, bei den Bezirken mit 3-4000 gutes Austommen, und niemand tut ihnen etwas durch Gegenangriffe vereiteln. Blutzeugen gegen Franco Arbeitslosen ist das Verhältnis 7: 0, bei denen zuleide. Oft muß ich mich wundern, daß man sie mit 2-3000 Arbeitslosen 5: 2 zuungunsten der so gewähren läßt. Zum Geburtstag des Präsidenten sollen alle Kinder auf die Burg" gehen zur Gibraltar. In der Infanterickaserne in a deutschen Bezirke. Das sind Zahlen, die uns zu denken geben und uns eindeutig die Verpflichtung Buldigung, was in der Schule verkündet wird. 22 Kilometer füdlich von Teruel an der Straße Linea wurden am Donnerstag wieder 20 Perder Regierung und aller öffentlichen Faktoren vor Aus Helens Klaſſe melden sich fage und schreibe nach Sagunto liegt, die unter der Kontrolle der sonen erschossen, die am Samstag von den BeAugen führen, mit aller Kraft dafür zu sorgen, ganze vier Kinder. Die übrigen rümpfen die in der Sierra Camarena verschanzten Republi- hörden Francos unter dem Verdachte verhaftet daß die Massenarbeitslosigkeit als soziale Erschei- Naſe. Auf dem Heimweg sagt ein Sunge zu uns faner steht. Am Mittwoch zogen die Aufſtändi- worden waren, in den Straßen der Stadt antinung cheſtells aus dem Deutschen Giedlungs- ferm Helen:„ Warum soll ich dort hingehen? Der schen Artillerie und Tanks zufammen und grif- faſchiſtiſche Flugblätter zur Verteilung gebracht gebiet des Staates verschwindet, im Interesse der Präsident iſt ja nur ein gewöhnlicher Mensch. fen von neuem an. Die Republikaner mußten zu haben, Wieder Frankreich überflogen Arbeitslosen, nicht zuletzt aber auch im Interesse Wenn es der„ Sitler" wäre, da möchte ich ge- sich nach mehrstündigem Widerstand in Stellun hen!" Helen erzählte das empört zu Hause und gen zurückziehen, welche weniger dem feindlichen des Staates selbst! sagt: Fast hätte ich ihm gesagt: der Sitler sei Feuer ausgesetzt sind. In diesem Abschnitt find Sendayo.( Ag.-Esp.) Donnerstag um doch auch nur ein gewöhnlicher Mensch! Ich habe die Aufständischen etwa 15 Kilometer von den 16.30 Uhr überflog ein weißes Flugzeug ohne Wahnsinn, aber nicht Methodel mich aber noch zurüägehalten!" Ich fragte sie, Provinzen Valencia und Cuenca entfernt. Buchstaben und Nummer, aber mit zwei kreuzen, warum sie es nicht gesagt habe, sie werde doch Einige Kilometer östlich, im Abschnitt von Val- von Rebellenspanien kommend, die Gegend von Als am Pfingſtſonntag in Preßburg vor dieſem Jungen nicht Angst haben... Ja, dann bona, verwehren die Regierungstruppen den Rhune in Frankreich und die Küfte der Bucht von der Zug der fint a- Leute vorüberzog, gab es hätte ich die ganze Klasse gegen mich", sagte Aufständischen noch immer den Zugang zu Mora St. Jean de Luz, der entlang es nach Francounter den fanatisierten flowakischen Bauern auch gelen ,,, da bin ich lieber still!" Man schreibt uns: An der Front von Ternel versuchen die Aufständischen schon 10 Tage lang, das Dorf Puebla de Valverde zu besetzen, das de Nubielos. Spanien zurückkehrte. Scite 4 Freitag, 10. Juni 1938 Jagesneuigkeiten Amerikas sensationelle Kindesentführung Das heutige Programm Ein Schweizer erlebt Hitler- Deutschland Hans von Wy I ein Schweizer, hat jetzt seine Erlebnisse als Journalist im Dritten Reich in einem Buche niedergelegt, das unter dem Titel ,, Ein Schweizer erlebt Deutsch I and" im Europa- Verlag in Zürich erschien und das von jedem Demofraten, aber eigentlich gerade auch von jenen Nationalsozialisten, deren Weltanschauung und Begeisterung für Hitler und sein System ehrlich sind, gelesen werden sollte. Hans von Wyl war und ist kein Sozialdemokrat und fein Kommunist, sondern zog aus als schweizerischer Sozialisten und Judenfresser, als Begründer der erzreaktionären und nationaliſtiſchen schweizer Nationalen Front" und ging nach Deutschland, um den Nationalsozialismus, zu dem er es geistig und gefühlsmäßig erſt ſehr nahe hatte, aus eigener Anschauung kennen zu lernen. Also: ein Zeuge, den auch unsere Henleiniſten nicht vorweg ablehnen können. Wyl schreibt, daß ihn sein Wahrheitsfanatismus nach Deutschland trieb, und schildert, wie die Liebe zur Wahrhaftigkeit und sein soziales Empfinden ihn von Anfang an mit dem System, das er nun kennenlernte, in Stonflikt brachte, denn er wurde als Res dafteur des ,, Alemannen" in Freiburg Zeuge aller Fäulnis, aller Korruption, aller Brutalität und aller inneren Unwahrhaftigkeit, die für den macht gebietenden Nazismus typisch sind. Wyl nennt die Machthaber, die er am Werke sah, durchaus mit Namen, erzählt unzweifelhafte, erschütternde Einzelheiten aus dem Getriebe der nazistischen Presse, über die fortgesetzten Versuche reichsdeutscher Stellen, auch die Schweiz um jeden Preis zu na zisieren, über die beispiellosen Methoden der Gestapo, über die ,, auf der Flucht Erschossenen", über den 30. Juni 1934, über den von der ausgeübten Terror, über das Hindenburg- Testament, über den judetendeutschen Ingenieur PauTer, den Hauptschriftleiter des Berliner Wochenblattes Der Judenkenner"- Herr Pauler schwaste nicht wenig aus der Schule! Eine unendliche Fülle von Material ist in diesem Buche zusammengetragen, und eben durchaus aus eigenem Erleben. Hans von Wyl, der halbe Nazist, der als ganzer Nazi auf einer reichsdeutschen Redaktion Dienst tat, den Herren nach Gefallen schreiben mußte und von ihnen selbstverständlich auch als brauchbares Werkzeug zur Bespißelung und Nazisierung der Schweiz angesehen und benützt wurde, gleichzeitig aber durch seine Haltung sich unausge jest in Widerspruch zum Reiche Hitlers sezte, fonnte natürlich in dieser zweideutigen Rolle nicht ungefährdet bleiben, ging einmal hart am ge= waltsamen Tode vorbei, verließ bald darauf Deutschland und trat sodann in seiner schweizeris schen Heimat durch einen antifaschistischen Aufruf in der sozialdemokratischen und demokratischen Presse hervor. Es war also kein Wunder, daß er, bei einem Verwandtenbesuch im Reich, verhaftet und unter schwere Antiage gestellt wurde. Ein Jahr lang saß er in einem deutschen Gefängnis und hätte wohl seinen Kopf unter dem Henterbeil eingebüßt, wenn nicht die schweizer Auslandsbehörde sich seiner angenommen und ihn von dem falschen Verdachte, ein Spion in französischen Diensten zu sein, befreit hätte. Mr. 135 der deutschen Sendung Trotz Lösegeld Ermordung des kleinen Jams Cash aufgeklärt Brag- Melnik: 10.15 bis 10.45: Sch. 12.15: Vt. ü. Brür in der Sage. 18.00: Nach Fleetwood singt Lieder deutscher und englischer Meister. 18.20: Mi a mi. Der Chef der Bundespolizei gab und verheiratet. Die Eheleute Me Call wohnten Sportbericht. 18.35: Arbeiterfendung. 18.45: Unters bekannt, daß Mittwoch abends die Leiche des zwei Jahre lang im Hause des Vaters des ermor- haltungsmusit( Gef. Emmy Carpentier). 19.00: Dr. naben James Cash aus Princetown in einem deten Gash und übersiedelten heuer im April aus Barthen: Blid i. d. Forſchuna. 19.30: Guit. Verdi: Busche unweit der Stadt, und zwar an einem dem Hause. Der Chef der Bundespolizei Hoover Die Daubaer Gegend. 20.10: Vom intern. Mujiffeit Orte gefunden wurde, der in der vorigen Woche lehnte es ab, den Journalisten zu sagen, wie in London( Symph. Konzert Dir. Toscanini). 21.10: gründlich durchsucht wurde. Gleichzeitig erklärte We Call verhaftet wurde und ob noch andere Muſiker- Anekdoten. 21.30: Fortiebung d. Symph. er, daß ein verdächtiger Mann namens Franklin- Personen in die Affäre verwickelt sind. pierce Me Gall verhaftet wurde, der eingestand, Das Repräsentantenhaus bewilligte dem daß er die Drohbriefe schrieb und 10.000 Dollar Präsidenten Roosevelt nicht nur die angeforderten erhielt, die eben gefunden wurden. Me Gall will 50.000 Dollar zur Untersuchung der Entfühjedoch nicht bekennen, was mit der Entführung rungsaffäre James Cash( Princetown), sondern des Kindes und seinem Tode zusammenhängt. gleichzeitig die Einrichtung eines Sonderfonds Der der Teilnahme an der Entführung vers von 150.000 Dollar zur Untersuchung ähnlicher dächtige und verhaftete Me Call ist Chauffeur Entführungsfälle. Kona. 22.30 bis 23.00: Nachtfonzert. Brünn 17.40 bis 17.48: Prof. Leo Reckendorf: Sportbericht. Aftuelles aus dem Sportleben. 17.48 not!( Č.P.D.). 18.01 bis 18.15: Fadhl. Anton Beer: bis 18.01: Oberlehrer Ludwig Weber: Luftschutz tut Einfind" und Gemeinschaftserziehung. flugbootes von der Art des soeben fertiggestellten ten Eindruck machte. Der Arzt fand bei der Unter- aeführt, die noch zu den Versuchsmeſſungen der 41.5 Tonnen schweren„ Atlantic Clippers". Das suchung den Verdacht bestätigt, daß das Kind vor Flugboot soll 50 Tonnen schwer werden und ohne furzer Zeit mißbraucht worden war. Die polizeilizwischenlandung von San Franzisco nach Hawai chen Ermittlungen ergaben, daß ein im Jahre 1914 und zurüd fliegen können, sowie mit 10 bis 14 geborener Mann als Täter in Betracht kommt. Seine Mann und starter Bewaffnung Dienst verschen. Angaben, das Kind nicht mißbraucht zu haben, wurFalls dieser Versuch erfolgreich wäre, beabsichtige den durch die ärztliche Untersuchung widerlegt. die Marine innerhalb der nächsten Jahre eine Flotte von 15 oder mehr solcher Flugboote zu bauen. Giftgas explodiert fchen Rundfunk. Die Uebertragung von Polizei- und Keine Kriminalgeschichten mehr im amerikani. Detektivgeschichten oder Dramen, in denen ununters brochen verhaftet, geschossen und gemordet wird, von Ent-, Verführungen und anderen Verbrechen ganz zu schweigen, hat in den USA. so überhand genommen, Hundert Flaschen mit Pikrinsäure, die auf dem Bahnhof Pirrefitter in den Pyrenäen in Mütter, ein großes Ausmaß angenommen haben. In daß die Beschwerden der Hörer, insbesondere der einem Güterwagen lagen, find infolge der in Süd- folgedessen hat jetzt das Columbia Broadcasting Sy frankreich herrschenden großen Size geplaßt. Die item angekündigt, daß es sich im Interesse der AufBahnangestellten und die Bewohner der anliegenden Häuſer mußten vor den ausströmenden Giftlicher weigere, fortan derartige Sendungen zu brin rechterhaltung der Moral und der Erziehung Jugendgase flüchten. Ein 72jähriger Mann ist in seiner Wohnung von den Giftgajen überrascht worden gen. Zweifellos werden nun auch die anderen Sendeund kam ums Leben. Weitere Zusammenstöße auf Jamaica gesellschaften gezwungen sein, diesem Beispiel zu folgen. Der neueste ,, Unsterbliche". Der politische Direktor der ,, Action Française", Charles Maurs Die Welle der Unruhen, die durch die Lohn ras, wurde mit 20 gegen 12 Stimmen zum Mitstreitigkeiten auf den Plantagen verursacht wurde, glied der Französischen Akademie gewählt. Vier flaut langsam ab. Die Polizei feuerte Mittwoch Mitglieder hatten sich der Stimme enthalten. auf eine Gruppe von Arbeitern, die mit SteinNoch nicht? Zu der Meldung des„ Daily würfen gegen sie vorgegangen war und verwun- Telegraph", daß die Reichsbahn beabsichtige, dete zwei Mann. Vierzig Hektar der Zuckerrohr- Sonderabteile für Juden in den Eisenbahnwagen Plantagen sollen niedergebrannt worden sein. Die einzurichten, erfährt das Deutsche Nachrichtenbüro Mehrheit der Angestellten der Gesellschaft für von unterrichteter Seite, daß eine derartige Absicht öffentliche Dienste auf Jamaica steht im Streit nicht besteht. und fordert eine Erhöhung der Löhne. Luftpostbriefe ohne Zuschlag. Bekanntlich befördern verschiedene Länder die Auslandspoſt zum Teil oder auch ganz mit Flugzeugen, ohne hiefür besondere Zuschläge einzuheben. Diesen Ländern wird sich nunmehr auch die Tschecho= slowakei anschließen. Der donnerstägige Ministerrat hat nämlich beschlossen, auf den Flugstrecken nach dem europäischen Ausland, sofern sie unter Beteiligung tschechoslowakischer Luftverkehrsunternehmungen betrieben werden, vom Beginn des nächsten Jahres an die Beförderung von Briefen und Postkarten ohne besonderen Zuschlag einzuführen. Zwei Knaben verschwunden. Am 20. April verschwanden unter rätselhaften Umständen zwei Söhne des Arztes Simfow in Versailles, der eine elfjährig, der andere achtzehnjährig. Zuletzt wurden beide Jungen gesehen, als sie in einer Sandgrube spielten. Von da an fehlten alle Spuren. Wiederholte Nachforschungen blieben ohne Erfolg. Donnerstag wurde die Leiche des Achtzehnjährigen gefunden. Wie immer man es beurteilen mag, daß einer einen nazistischen Redakteursgehalt einstedte und dem Faschismus zumindest Scheindienst er wies, während er mit Herz und Verstand längst Dänische Königin von Hund gebissen. Köniein leidenschaftlicher Gegner des Systems gewor- gin Alexandrina wurde Mittwoch während eines den war Mut kann man diesem Manne nicht Spazierganges längs des Strandes von einem absprechen; Hans von Wyl beweiſt ihn ja übri- Hunde gebijen. Die Königin wurde sofort in das gens auch neuerdings, indem er, der Gestapo und Krankenhaus gebracht, wo der Arzt die schwere dem Volksgericht entkommen, alle Wahrheiten auf Wunde ausschnitt und zunähte. Der Königin deckt, die er in Hitler- Deutschland erlebte. Wohin wurde auch eine Serumeinsprißung gegeben. immer diese Wahrheiten dringen werden, werden sie, in der Schweiz und anderswo, die Demokratie und ihren Abwehrkampf gegen den Nazismus in hervorragender Weise zu stärken vermögen. Zwei Tote bei Flugzeugabsturz Bergwerksunglück. Eine der schwersten Gasexplosionen, die sich seit Jahren ereignet haben, erfolgte Mittwoch in dem von der Marine ausgebeuteten Kohlenbergwerk bei dem Dorfe Shime in Kyushu. Acht Arbeiter wurden getötet, 37 in der Erde eingeschlossen. Die Rettungsarbeiten sind im Gange. Eden Ehrendoftor. Der ehemalige Außenminister Eden wurde Donnerstag in Cambridge zum Ehrendoktor der Rechte promoviert. Das Diplom wird ihm Lord Baldwin, der frühere Ministerpräſident, überreichen, der Stanzler der Universität ist. Auch in Deutschland mehr Eheschließungen. Nach Angabe des statistischen Reichsamtes übersteigt die Bahl der Eheschließungen im Jahre 1937 mit fait 619.000 die des Jahres 1936 um rund 10.000. Bemerkenswert ist dabei, daß vor allem die Eheschlie ßungen der Männer über 28 Jahre zugenommen ha ben. Auch die Geburtenziffer hat sich nach Angabe des Statistischen Reichsamtes im Jahre 1937 er höht. Letzte Versuchssendung in Melnik! Vom 10. bis 18. Juni wird beim Sender Melnik cine Umleitungsprobe auf die Liblizzer Welle durch Sendestation nehört. Diese Arbeiten konnten nicht der normalen Welle des Senders vorlagen. Es find borgenommen werden, solange keine Erfahrungen mit dies nun die lesten Messungen, die in die Sende tätigkeit der Melnifer Station eingreifen. Freitag, Samstag und Montag beginnt Prag II erst um 12.10 Uhr, Sonntag um 12.05 Uhr zu senden. Dienstag wird wieder die normale Sendezeit eingehalten. feindlichen Sendungen durch gleichzeitige Erzeugung von Störgeräuschen auf gleicher Wellenlänge beein trächtigen konnte, hat das neue Verfahren der russischen Ingenieure die Eigenschaft, daß s sturdenlang gleichzeitig unmöglich macht. anhält und den Empfang auf allen Wellenlängen Kann London evakuiert werden? Luftschuß ist die Parole des Tages, und nicht nur die Behörden, son dern sozusagen alle Leute beschäftigen sich mit den Problemen, die der Schutz vor Luftangriffen für fie persönlich stellt. Darunter befindet sich auch die Frage, ob es möglich ist, die Bevölkerung von London wenig stens zum großen Teile schnell genug zu evakuieren. Die Autobesitzer stellen sich diese Frage so, ob sie in jo schnell zu verlassen, um auf dem Lande in Sicherder Lage sein würden, die Stadt mit ihrem Wagen heit zu sein. Ein gewisser Basil Cardew hat jetzt diese Frage experimentell entschieden, und zwar völlig entmutigend. Er hat einen starken Wagen, und er fuhr eines schönen Tages in der Hauptgeschäftszeit vom Piccadilly Tos, um nach Süden außerhalb der Stadt zu gelangen. Er wählte die Hauptgeschäftszeit, weil im Falle eines Luftangriffes oder eines Alarms die Straßen mindestens von Flüchtenden ebenso überfüllt sein würden. Und er wählte die Straße nach Süden, weil sie nur 15 Kilometer lang ist, bis man das Weichbild der Stadt verläßt, und außerdem relativ am wenigsten befahren wird. Er hat für diese Strede genau 58 Minuten gebraucht. An manchen Kreuzungen hat es bis zu fünf Minuten gedauert, bis er weiter fonnte, Zeit genug, um von Bomben getroffen zu werden. In der City mußte er dauernd so langsam fahren, daß Fußgänger ihn überholten. Auf Grund dieses Erperimentes muß man also leider feststellen, daß eine Flucht außerhalb Londons im Auto im Falle eines Alarms faum durchauführen sein dürfte, bevor die Bomber das Weichbild der Stadt erreichen. Die Dame, nicht der Hund, beißt... Im Jef Die Verlobungs- Stadt. In der kleinen belgiferson- Kino in der 14. Straße in New York ereignete ichen Stadt Ecaussines fand am Pfingstmontag, wie sich folgendes: Eine ältere Dame wurde durch die seit Jahrzehnten alljährlich, die festliche Zusam Kontrolle nicht hindurchgelassen, da sie einen kleinen menkunft der Verlobungspaare statt. Am Vormittag und bei sich hatte. Hunde dürfen nicht ins Stino. wurden die Paare offiziell vom Stadtrat begrüßt Eine Viertelstunde später kam sie wieder zurüd, dies- und schrieben sich dann ins Goldene Buch des Rathauses ein. Jedes Paar erhielt ein kleines Geschenk. mal ohne Hund. Aber dem Kontrolleur fiel auf, daß Um zwei Uhr begann dann der große Umzug der die eine Manteltasche sehr did war. Er tastet sie ab, Paare durch den Ort, wobei das Feſtkomitee am im gleichen Augenblick bellte der Sund, und ebenfalls Galuh jedes einzelne Baar der Bevölkerung feierim gleichen Augenblick biß die Da me nicht der lich vorstellte und Mademoiselle Taſſignon, die Präund!- den Kontrollor in den Finger!" Ihr Gebiß fidentin des Verlobungsvereins, die Festrede hielt. zerbrach bei dieſer Operation. Um der Unwahrschein- Am Abend fand dann ein Ball und die berühmte lichkeit die Krone aufzusetzen, ſei mitgeteilt, daß die Blumenſchlacht zwischen den Liebespaaren statt und die ganze Nacht über währten die nicht weniger bebeißende" Dame die Direktion der Kinos auf Scha- liebten Spaziergänge der Baare in die Umgebung. Bu denersatz verklagt hat. diesem Zwede gibt es besondere, reizvolle betitelte Die jüngste Rundfunkprinzessin. Es handelt sich Dertlichkeiten, wie die Seufzerbrüde", die Douces um eine veritable Prinzessin, nämlich die fleine Bea- Arcades", das Paradies auf Erden", der„ Tunne trice von Holland, von der dieser Tage der holländi- der Liebenden", die„ Felsen der schönen Damen" und sche Rundfunk eine Reportage auf Kurzwellen über die„ Cité d'Amour". Es gibt also nicht nur das das ganze niederländische Solonialreich verbreitete, Seiratsparadies von Gretna Green, das Scheidungs um den Holländern, die auf Java und Sumatra woh- paradies von Reno, sondern auch das Verlobungsparadies von Ecaussines. nen, endlich einmal Gelegenheit zu geben, die Stimme der Thronerbin zu hören. Allerdings war Prinzessin genden dauert noch überall das schöne Wetter an und Zunehmende Gewitterneigung. In unseren GeBeatrice noch nicht in der Lage, zu sprechen, dagegen die Temperatur stieg am Donnerstag bis auf 26 weinte sie, aber dieses Weinen war start genug, um bis 28 Grad an; in Mittel- Deutschland wurden bis im entferntesten Dorf von Borneo mühelos gehört 31 Grad verzeichnet. Vom Westen her dringt gleich zu werden. Jedenfalls dürfte Beatrice die jüngste zeitig über das Binnenland fühlere ozeanische Luft Prinzessin gewesen sein, die jemals im Radio 3u ver, die in Begleitung von Gewittern oder RegenDie Wort" gekommen ist. fallen an das Rheingebiet gelangt sind. Die Gewittertätigkeit hat jedoch dort im Laufe des DonAetherstörungen auf Bestellung. Im Feber die- nerstag wesentlich nachgelassen. WahrBootsunfälle. Auf der Donau kenterte vor- ses Jahres ist der Norden Europas durch starke gestern bei Wallsee ein Boot mit zwei unbekann- magnetische Gewitter heimgesucht worden. Im Ge- In Böhmen schwül, vom Westen her Zunahme der The Im ein lide 8 13 etter von Freitag: ten Nuderern, die ums Leben tamen. Die Suche gensaß zu den bekannten Gewitterstörungen machten Gewitterneigung, im übrigen Gebiete noch vorwvienach den Leichen war bisher ergebnislos. In sich die Störungen hierbei selbst beim Sturzwellen- gend heiter und sehr warm. Wetteraus dem See bei Hirtenberg sank ein Boot mit einem empfang zwischen 10 und 20 Meter bemerkbar. Sie ich ten für Samstag: In den böhmi Unfall bei einer Notlandung siebzehnjährigen Lehrling, der ebenfalls ums hielten stundenlang an und machten eine Verständischen Ländern nach Gewittern wechselnd bewölft, bei Donnerstag um 7.45 Uhr havarierte in der Leben fam. gung selbst auf relativ kurzen Streden von 20 bis Westwind ein wenig fühler. Im Starpathengebiet sehr Gegend von Jeneč im politischen Bezirk Kladno Sechs tote Flieger im südafrikanischen Busch. 30 Kilometer zur Unmöglichkeit. Man hat lange nach warm, nur vereinzelte Gewitter. ein Militärflugzeug, wobei die Besaßung, der Wie jetzt feststeht, sind sämtliche sechs Insassen den Ursachen dieser neuartigen atmosphärischen Stö Beobachter Leutnant Petr Stalenský und der des vor einigen Tagen auf dem Fluge von Rhode- rungen gesucht. Ein ernst zu nehmendes französisches Die Fußball- Weltmeisterschaft Pilot Ferdinand Strnad ernsthaft verletzt sien nach Südafrika verunglückten englischen Mi- Radio- Fachblatt berichtet, daß diese neuartigen Stöwurden. Zu dem Unfall kam es in der Weise, daß litärflugzeuge tot, Rettungsmannschaften haben rungen des Rundfunkempfanges künstlich hervorge- Schweiz gegen Deutschland statt. Beide In Paris fand gestern das Wiederholungsspiel das Flugzeug bei einer Notlandung gegen einen sich jetzt durch den südafrikanischen Busch bis an rufen worden sein. Die Radio- Ingenieure der russi- Teams wiesen Veränderungen auf. Die Schweizer Baum stieß und eine Telegraphenleitung zer das verunglückte Flugzeug heranarbeiten können schen Armee sollen ein Verfahren erfunden haben, um hatten diesmal die bessere Elf, obwohl sie bis zur störte.( TNO.) und haben durch Signale gemeldet, daß sie die künstlich magnetische Gewitter auf furze Entfernun- Pauſe mit 1: 2 im Nachteil war. In der zweiten sechs Leichen gefunden haben. gen zu erzeugen. Diese Gewitter sollen imstande einem großartigen Stil in Grund und Boden und Halbzeit spielten die Schweizer ihren Gegner in Ein Wüstling mißbraucht ein vierjähriges sein, den Aether auf die Ausdehnung von mehreren blieben mit 4: 2 mehr als verdiente Sieger um den Mädchen. In der Ordination eines Auffiger Nilometer zu stören und den Empfang von Rundfunk- Aufstieg in die zweite Runde. Arztes erschien Pfingstsonntag ein 19jähriges Mäd- sendungen innerhalb dieses Bereiches also unmögchen mit einem vierjährigen Kind, das einer verstör- lich zu machen. Während man im Weltkrieg nur die Pra g.( TNO) Am Donnerstag, den 9. Juni, havarierte bei Komjatice, südlich von Nitra, ein Militärflugzeug, wobei deffen Befatzung, Beobachter- Flieger- Unter- Leutnant in der Reserve Miroslav et ele und Flieger- Gefrei ter Josef Me donský ums Leben kamen. Die Ursache des Unfalles wird von einer Militärkommission untersucht. Unterleutnant Miroslav Hekele stammt aus Mährisch- Ostrau und war 23 Jahre alt: Josef Medonský stammt aus Pieštany und war 24 Jahre alt. * Riesenflugboote in USA Washington. Der Leiter der aeronautischen Abteilung im Marineministerium teilte mit, daß die Kriegsmarine plant den Bau eines Riesen Ein großangelegter Kunstschwindel ist in Rom anläßlich einer Versteigerung von 350 ..echten", teils alten, teils modernen Bildern, aufgedeckt worden. Sämtliche Bilder waren gefälscht, ebenso die Echtheitsdokumente. Hauptbetrüger konnten verhaftet werden. . Kuba schlug in Toulouse im Wiederholungsspici tu mänien mit 2: 1( 0: 1), 11 t 11 f all all Str 23 902 be V de ch bi G im 113 gr bi ha G fer be be KINES S536 288438.355 3653689698 Б b fa eis Lö eir in cit eir ein AL fe A b b Konstruktive Vorichiage der Arbeiterschaft einer Industrie, die durch ihre Umsätze für die Aus« fuhrbilanz einen Hohen Wert besitzt und fast allen Volksschichten eine» weiten Kreises schon jahrzehnte« kann die Eristenzmöglichkeit bietet. Wen« aus diesem Gebiet daS Glas einmal verschwinden sollte, würde die» eine Katastrophe bedeuten. Erschwerung des Exports nach Holland? Amsterdam. Die holländische Industrie hat in der letzten gelt eine Verstärkung de- Zoll« schutzeS angestrebt und es ist wahrscheinlich, daß die holländische Regierung einigen Forderungen entsprechen wird. Erhebungen werden bereit» durchgeführt und es wird erwartet, daß die erhöhten Sätze in Kürze— etwa am 1. Juli—* in Kraft gesetzt werden. Der größte Teil der ein« gebrachten Ansuchen um Zollerhöhung betreffen Textilien. So klagt vor allem die Iuteindu« strie über belgische und tschechoslowakische Konkur« renz. Ein führendes holländisches Unternehmen dieser Branche erklärte. 800 Arbeiter entlassen zu müssen. Auch die Tonwarenindustrie strebt eine Erhöhung des ZollschuhcS an, wobei die Porzellanindustrie darauf verweist, daß die heimischen Preise nur wenig höher als die aus« ländischen seien. Eine Verstärkung des Zollschuhes wünsche, wie berichtet wird, auch die Papier« i n d u st r i e. Kunstölerzeugung. die quantitativ und besonderqualitativ beschränkt ist, Deutschland für den gröberen Teil seine- Verbrauches auf die Einfuhr von Rohöl angewiesen. Großbritannien hat keine Oelvorkommen in eigenen Lande. Wenn es auch für die Gewinnung flüssiger Treibswffe sein« Kohlenlager nutzbar machen konnte, hat die britische Regierung doch darauf vernichtet, Ersatzstoffe herzustellen, weil sie zur Ueberzeugung gelangt ist, daß die Erhaltung einer entsprechenden Zahl von Zisternenschiffen und ihre Sicherung durch eine starke Kriegsflotte die verläßlichste und beste Bürgschaft für die Versorgung mit Treibstoffen bildet. Tatsächlich besitzt Großbritannien von der Tonnage der großen Staaten Europas an Zisternenschiffen von insgesamt 8.7 Millionen Tonnen allein 2.0 Millionen. Italien hat weder eigene Oelvorkommen, noch geeignete Rohstoffe zur Herstellung zuverlässiger Kunstöle. Sein Friedensbedarf von 2.8 Millionen Tonnen muß fast zur Gänze aus dem Auslande bezogen werden. In gleich ungünstiger Lage befindet sich Frankreich, dessen eigene Oelvorkammen fast gleich Null sind und wo sich die Herstellung von Kunstölen durch Verflüssigung erst in den Anfängen befindet. Frankreich beabsichtigt auch nicht ein« größer« Ausdehnung der Ersatzstoffindustrie. Frankreichs Friedensbedarf ist mit über 8 Mill. Tonnen doppelt so hoch wie in Italien, der Verbrauch in einem eventuellen Krieg wird mit 12 bis 15 Mill. Tonnen angefeht. Frankreich sucht das Problem, wie aus einem Gutachten des Kammerberichterstatters Gouin zu entnehmen ist, durch Einlagerung zu meistern, die als erheblich billiger als die Erzeugung von Kiinstol errechnet Ivird. DaS Land besitzt Anlagen für die Aufbewahrung von 5 Millionen Tonnen, die gegenwärtig noch ertveitert und angriff-sicher gemacht werden. Einen Fortschritt für die Verteilung soll der geplante Bau eine Pipe-Line von den atlantischen Häfen nach dem Landinncrn bilden. Frankreich ist ebenso wie Italien und Großbritannien, Deutschland annähernd zur Hälfte seines Bedarfes auf die Einfuhr aus dem AuS- lande angetviesen. Von rund 7 Millionen Tonnen, die Frankreich in den letzten Jahren«ingeführt hat, stammt fast die Hälfte aus dem Irak. Der Riesenbedarf an Oelen der europäischen Großmächte von 20 Mill. Tonnen im Frieden, 40 bis 60 Mill, im Krieg, wobei Rußland nicht mit- gerechnet wird, kann einzig von den Bereinigten Staaten befriedigt werden, die heute schon für drei Viertel des Welwerbrauchs auflommt. General Serrigny kommt daher zu dem Schluß: Wenn die Vereinigten Staaten ihre Ausfuhr zugunsten einer kriegführenden Partei öffnen, sind sie nach einiger Zeit Herren der Geschicke des kleinen Europas. Der französische Fachmann erkennt daher unter dem Gesichtspunkte der Versorgung mit Treibstoffen den Bereinigten Staaten die Rolle eines Schiedsrichters in einem etwaigen europäischen Konflikt zu. Verschärfung des Konflikts wegen der österreichischen Schulden London. Der Verband der britischen Handelskammern hat dem britischen Finanzminister Sir John Simon ein Schreiben geschickt, in dem verlangt wird, daß die britische Regierung in der Frage der österreichischen Ausländsanleihen eine feste Haltung einnehme. E» wird hier u. a. gesagt, daß viele der früheren österreichischen Auslandsschulden entweder voll oder teilweise von der britischen Regierung garantiert wurden, während andere Schulden wirtschaftlicher und finanzieller Art find und Kapitalsinvestitionen darstellen, welche von England für die Hebung des internationalen Handels, und für die allgemeine Befriedung Mitteleuropas in den ersten Nachkriegsjahren gegeben wurden. Der Verband der britischen Handelskammern vertritt die Ansicht, daß die Zeit zu einer entschiedenen Stellungnahme gekommen sei, selbst wenn dadurch britische Gläubiger der Gefahr eines weiteren Kapitals- und AnlageverlnsteS ausgesetzt werden. Zum Schluss« wird in dem Schreiben gefordert, daß die diesbezüglichen Verhandlungen mit Deutschland nicht in Berlin, sondern in London stattfinden, damit die britischen Delegierten in der Lage sind, während des Verlaufes der Verhandlungen mit den britischen Sachverständigen in täglichem Kontakt zu bleiben. Bemerkenswert erscheint, daß dieses Schreiben des Verbandes der britischen Handels« kammern vom 1. Juni datiert ist, zu welcher Zeit die Einstellung des Zinsendienstes für die österreichischen Anleihen noch nicht bekannt war. ausschließlich auf den Export angewiesen. Welche 1 oelktwirtschaftliche Bedeutung diese Industrie für die Aussuhrbilanz darstellt, geht daraus hervor, daß allein bei den Zollposttionen 888/7, in welchen die, jiriftaHerie und Flakonerie sowie andere Waren nicht inbegriffen sind, der Wert der ausgeführten Kare rund 200 Millionen im Jahre 1088, fast 280 Millionen im vergangenen Jahre betrug.- Dabei ist noch besonder! hervorzuheben, daß nachgewiesenermaßen für die AlaSerzeugung überwiegend e i n h e i» misch« Rohstoffe in Verwendung kommen, was bei der Ausfuhr der Erzeugnisse eine Steigerung de» Bollsvermögens und eine Devisenvermehrung bedeutet. In sozialer Beziehung ist dieser Industriezweig ebenso bedeutend, weil viele zehntausrnde Existenzen direkt oder indirekt von ihm abhingen. DaS Ala!» gebiet umfaßt«ngesihr 100 deutsch« und tschechische Gemeinden. Di« Arbeitslosigkeit in diesem Gebiet »ar in de» Jahren 1030 bi» 1036 abnormal hoch; im Jahr« 1037 ging st« etwa! zurück, ist aber gegenwärtig wieder scharf im Ansteigen te- grifsen. Die Erzeugung»- und Absahverhältnisse waren bi» zum Sommer 1027 sehr unstet. Als sich di« Verhältnisse anfangs 1027 so weit verschlechterten, daß ein völliger Zusammenbruch in einigen Erzeugungsureigen drohte, faßte die deutsche und tschechische Alakarbeiterschast den Entschluß, Ordnung zu schassen. nachdem_bie Faktoren, die Erzeugung und Handel in den Händen hatten, selbst zur Regelung nicht! beitrugen. Die Regelung geschah vor allem durch die ei n« Seitliche F estlegungderLohn-und Ar« beitlverhältnisse für die meisten Arbeiterkategorien der gesamten Gablonzer Glasindustrie, die einersrit! eine Erhöhung und Stabilisierung der Löhne brachten und andererseit! die Unternehmer zwangen, di« Verkaufspreise darnach anzupaffen und einheitlich festzulegen. Dies hatte zur Folge, daß innerhalb einer kurzen Zeit durch die Stabilisierung eine Konjunktur eintrat, die fast in allen Branchen eine Steigerung de! Absatzes herbeiführte. Eine Aenderung verursachte dte im Jahre 1080 einsetzend« und bi! Anfang 1087 andauernde Weltwirtschaftskrise. In dieser Zeit entstand neuerlich «in wilder Konkurrenzkampf zwischen den Erzeugern und Exporteuren, der da! ganze Vertrag-Werk vernichtet«. Di« Gewerkschaften kämpften jahrelang vergeblich gegen diese Mißstände. Durch die von den Unternehmern verschuldet« Anarchie gingen der heimischen Volkswirtschaft Hunderte Millionen Xi verloren. Wiederum waren«! die Gewerkschaften, die dazu sibergingen. diesen unhaltbaren Zustanden ein Ende zu bereiten. Sie gingen von der einzig richtigen Er- kenntni! au!, daß«ine Regelung und Besserung der Verhältnisse nur auf folgender Grundlage möglich ist: 1. Einheitliche stabilisiert« Regelung der Roh- glaSprrise, 2. einheitliche Regelung der Lohn- und Arbeit!, bebingungen in alle« Erzmgungvzweigm. Die Verhandlungen der RobglaShütten haben bisher zu keinem positiven Ergebni! geführt. In den Verkaufspreisen des Rohglase» bestehen daher große Spannungen, die sich auf die Gestaltung der Verkaufspreise der Fertigwaren schädigend auswir« ken. Ferner führen die Erzeuger, die teuerer einkaufen, den Ausgleich durch Herabsetzung der Löhne durch, was wiederum die angrstrebte Stabilisierung der Verhältnisse erschwert. Die Gewerkschaften stehen auf dem Standpunkt, daß die einheitliche Regelung der RohglaSpreise durch die Bildung eines privatrechtlichen Kartells nicht zu« standegebracht werden kann, weil eine freiwillige Zusammenfassung aller RobglaShütten nicht möglich ist. Nach Ansicht der Gewerkschaften ist dieser Zusammenschluß aller RohglaShütten einzig und allein durch die ZwangSstindizierung Im Ginne der Reg.» Vdg. 2/1086 möglich und durchführbar, weil die erforderliche 70prozentige Mehrheit der bereitwilligen Firmen vorhanden ist. Mit Rücksicht auf die große Bedeutung dieser Planwirtschaft wird die Zwang»« stmdizterung auch deshalb anempsohlen, tveil dte vorgesehene staatliche Ileberwachung und der Einfluß der Gewerkschaften sowie der Konsumenten in diesem Falle«ine zwingende Notwendigkeit ist. Wa! dte zweite Grundbedingung anlangt, ver- niochten die Gewerkschaften nach lleberwindung vieler Schwierigkeiten ein großes BertragSiverk auSzubauen. Ta» konnte nur dadurch erreicht werden, daß die Arbeiterschaft teistveise und im Jahre 1087 in ihrer Gesamtheit znm Streik greifen mußte, uni ihre triste Lage zu verbessern. Außer fünf Rahmenkollektivverträgen wurden in der Gablonzer SchnnickglaSindu« strie zahlreiche Lohntarife vereinbart. ES gelang den Gewerkschaften unter Anspannung aller Kräfte, für sämtliche Arbeiterkategorien einheitliche Löhne durchzusehen. wa» ein gewaltige» Vertragswerk von weitgehender Bedentung darstellt. DaS Memorandum schildert dann im Detail,| auf welche Schwierigkeiten und Widerstände die Gewerkschaften bei ihrem Bemühen stoßen, daS Vertragswerk durch Kontrolle, Schiedsverfahren und Tarifierungskommissionen zu sichern, und welche Opfer die Arbeiterschaft brachte, um diese Einrichtungen ins Leben zu rufen. Zahlenmäßig wird der Nachweis geführt, wie schädigend sich in den Krisenjahren die Niederkonkurrierung aus« Ivirtte: Vom Jahre 1038 bis zum Jahre 1986 wurde trotz steigender mengenmäßiger Ausfuhr der erzielte Durchschnittspreis um n,ehr als 10 XL pro Kilogramm gesenkt. Das Traurigste ist, daß Dar tschechoslowakische Zugang zum Meer Im„Obzor Närodo-hospodäkskh" behandelt Dr. Hoch die Lage des tschechoflowakischen Waren« tranSporteS, wie er sich durch die Schaffung eines Großdeutschlands gestaltet hat. Bisher sind keine Anzeichen dafür vorhanden, daß in der gegen- wärtigen Situation der Zufahrtswege zu den Welthäfen, namentlich nach Triest, eine Aenderung eintreten sollte. Sicher jedoch wird die gegenwärtig herrschende politische Unruhe zu einer Initiative ausländischer Jinporteure und Exporteure führen, im Handelsverkehr mit uns den Transport über andere Wege zu leiten. Dafür käme vor allem der Weg über Gdingen in Betracht. Praktisch sind jedoch solche Tendenzen über bloße Studien noch nicht hinausgelangt. Selbstverständlich wird die Tschechoslowakei im Notfall einen Weg nach Triest unter Vermeidung de! ehemaligen Oesterreich suchen, d. h. über die ungarischen und jugoflawischrn Bahnen, eventuell den kombinierten Weg Donau—jugoslawischer Donanhafen—jugoflavische Bahnen. Ein solcher Weg würde in dem Augenblick von praktischem Werte sein, in welchem die österreichischen Bahnstrecken verteuert würden. Die Tschechoslowakei hat auch die Möglichkeit, einen Weg in die rumänischen Seehäfen zu suchen, und zwar entweder auf der Donau oder mit Hilfe der Zugsverbindungen. Im Ganzen sind die tschechoflowakischen Möglichkeiten einer Verbindung mit der Meeresküste nicht so ungünstig, wie man im AuSlande vielleicht glaubt. Ost Schirm hilft die Kiel* der schonte. Oos Schuh. Werft wird geschont durch BERSON Oonniob.A... Herrichtung von Staatsstraßen in Nordmähren und Schlesien Im Gebiete der politischen Bezirke Mähr.« Schönberg, Freiwaldau und Troppau werden im laufenden Jahre im Rahmen der genehmigten Bauprogramme Herrichtung von Staatsstraßen mit einem Kostenaufwand von 2,997.000 XL und Neubauten der StoatSbrücken mit einem Kostenaufwande von 884.000 XL durchgeführt werden. Hievon entfallen auf Herrichtungen im Bezirke Mähr.-Schönberg 241.000 XL, Freiwaldau 1,016.000 XL, Troppau 1,740.000 XL. Die Herrichtungen bestehen durchweg» in leichten und mittelschweren Asphaltstraßenbelägen. Unter den bewilligten Bauarbeiten ist auch die Herrichtung einer mittelschweren Straßendecke auf der Hultschiner Staatsstraße mit einer Gesamtlänge von 6800 Meter vorgesehen. . Die Vorarbeiten für die Inangriffnahme der Herrichtungsarbeiten sind beendet und die Durchführung der Arbeiten ist in der nächsten Zeit zu erwarten. Diese Arbeiten sollen zur Linderung der Arbeitslosigkeit in diesen Bezirken mit beitragen. Im Bezirke Troppau wird außerdem der Bau einer Brücke auf der Staatsstraße Troppau« Hof über den Hoßnitzbach mit einem Auswand von 490.000 Xi und auf der Mährisch-schlesischen Staatsstraße der Bau einer Brücke in Groß« Poblom mit einem Aufwand von 110.000 XL in Auftrag gegeben. Derzeit befindet sich«ine Brücke über die Goldoppa bei Jägerndorf mit einer Baukostensumme von 284.000 XL im Bau. Des weiteren werden im Bezirk Freiwaldau Pflasterungen von Straßendurchzügen in Ortschaften vorgenommen werden, deren Bauaufwand im Betrage von 408.000 XL zu 90 Prozent durch Subventionen an! dem Straßenfonds in der Höhe von insgesamt 864.800 XL gedeckt erscheint. Oss Oelproblem Im Kriege Die Zusammenhänge Heer-Motorismu!-Oel find heckte auch jeden» Laien klar. Ohne Kraftwagen, Flugzeuge, Tanks ist kein moderne» Heer denkbar, aber alle diese modernen Kriegsmittel wären nntzlo», wenn es am lvichtigsten, dem Treibstoff. mangelte. Die Sichennig de» Treibstoffe» ist ftir jeden Staat ein Haupterforderni». Der Versorgung der europäls^n Großmächte mit Treibstoffe» für den Fall eines Krieges widmet der sranzöstsche General Eerrignh in der»Revue des Deup Monde!" eine beachtenswerte Studie. Wir entnehmen ihr u. a-: Rußland, das 1987 rund 28 Millionen Tonnen Rohöl aufbrachte, ist neben Rumänien der einzige Staat Europas, der seinen eigenen Bedarf im Lande zu decken verniag, wobei allerdings für den Kriegsfall die Voraussetzung ist, daß sein zwischen Kaukasus und Persien gelegene» Produktionsgebiet von den AuSlvirkungen der : Kämpfe verschont bleibt. Deutschland verfügt zur Deckung seine» FriedenSbedarses von fast 6 Millionen Tonnen, der sich im Kriege mindestens verdoppeln dürfte, über eigene Rohölaufkommen von 800.000 Tonnen und eine Produktion an Kunstölen von fast 2 Millionen Tonnen. Dennoch bleibt auch bei der vorgesehenen Steigerung der EinWeg für die Gablonzer Glasindustrie Die Vertreter der Arbeiterschaft in der Gablonzer Glasindustrie haben an die Regierungsstellen ein umfangreiches und sorgfältig begrsindetes und belegte» Memorandum gerichtet, in welchem sie die besonderen Verhältniffe ihrer Industrie schildern und praktische Vorschläge erstatten, durch die bestehende Mißstände abgeschasst, die Lage der Arbeiter gesichert und die ArbeitS- möglichkeiten in der Gablonzer Industrie erweitert werden können. Wir geben nachstehend einen knappen AnSzug au» der Denkschrift: Die Gablonzer Glaswarenerzeugung ist fast I da» Ausland zumeist den Preisabbau nicht ver- langte und daß es Branchen gab, die trotz Krise i gut beschäftigt waren, und Erzeugnisse guten M-, satz hatten, deren Preis gehalten werden konnte.< Diese Tatsache geben die Exporteure selbst zu. Die bisherigen Erfahrungen und die Vorkomm«■ niff« der letzten Zeit bekräftigen die Gewerkschaften immer mehr in ihrer Ueberzeugung, daß mit den derzeit bestehenden gesetzlichen Vorkehrungen und den angewandten Mitteln zur Aufrechterhaltung der notwendigen Ordnung da! Auslangen nicht mehr gefunden werden kann und daß es daher notwendig ist, weitere Maßnahmen in sozialpolitischer und wirtschaftspolitischer Hinsicht zu treffen. In Betracht kommen: 1. Die Herausgabe der DurchführungSverord- nung nach 8 3 de! Ges. 29/1920; 2. die gesetzlich« Arbeitszeitregelung in der GlaS-Heiminduftrie; 8. Die Versachlichung der GlaSheimarbeit durch ein Gesetz; 4. die praktische Durchführung der gesetzlichen Bestimmung über di« Trennung des Hand, und dr! mechanischen Tchleiseus pon Glaslmitationen: 8. dir Erweiterung der zuständigen Gewerbe- lnspektorate in Reichrnbrrg und Jungbunzlau durch Aufnahme von Gewerbe-Assistenten nnv dm Reihen der Facharbeiter; 6. Maßnahmen zur Sicherung der Qualität der Erzeugnisse der Gablonzer Glasindustrie und besondere Schuhvorkehrungm in einzelnen Erzeugung»- zweigen; 7. einheitliche Regelung der Verkaufspreise durch die Genoffenschaften und deren RechtSvertind- lichkeit; 8. dle Regelung und planmäßige Anpassung der Lierbandnehmendm Mechanisierung der Gablonzer Glaswarenerzeugnng an die gegebenen Verhältnisse, und zwar mit Rücksicht auf dm Schutz de! Arbeitsplätze»: 9. al» sozialpolitische und arieltlrechtliche Forderungen: Restlose Durchsetzung de! Helmartelter- schutzgesede», Amderung der von der ZSBA herau!» gegetenm Richtlinien über die Kranken», Invalidität» und AlterSvrrsichrmng der Heimarbeiter hinsichtlich der sestgelegtm monatlichen Lobngrenzr von 120 Xi, Sonderregelung für die Heimarbeiter in bezug auf dm Anspruch auf ArleltSlosrnsürsorge, Maßnahmen zur Arbeitsbeschaffung, welche die Gr» werkschaffm präzisieren»erden. Auf wirtschaftspolitischem Gebiet erblicken dle Gewerkschaffen die Belebuna und Förderung der Gablonzer Glasindustrie In der Erfüllung folgender Erfordernisse: 1. Entsprechende Berücksichtigung bei Handrl»» verträgen; 2. finanzielle Ezporthilfr, wie sie den Glaß» hüttm gewährt wurde; 3. Borschußgewährung auf dir Im Aulland« infolge lllearingmatznahmen ausstehmdm Geldfor» derungm oder Ermöglichung deren Flüssigmachung: 4. TranSporttariferkeichterungen: 5. Schaffung eine» Ministeriums für Industriewirtschaft unter Bedachtnahmr aus die Errichtung einer Speziakabteikung für die Gablonzer Glas- Industrie; 6. zweckmäßig organisierte Propaganda Im In» lande und besonder» im Ausland«; 7. Förderung der Lualitätserzeugung durch planmäßige Schulung der Facharbeiter und Heranbildung eine» qualifizierten Nachwuchses durch weiteren Ausbau der GlaSfachfchulr in Eismbrod und Errichtung einer gleichen Bildungsstätte in Gablonz. Er geht den Getverkschaste» nicht nur um die Verbesserung der sozialen Lage der Arbeiterschaft diese» Gebietes, sagt die Denkschrift zum Schluß, sondern auch um die volkswirtschaftliche Bedeutung Man erhält für K6 100 Reichsmark..,, 9 698.— Markmünzen... ■ 8.18.— 100 rumänische Lei.. ■ 18.35 100 polnische Zloty... • 540.50 100 ungarische Pengö.. 598.50 100 Schweizer Franke» • 659.50 100 französische Franc» D H 82.20 1 englische» Pfund.. 143.50 1 amerikanischer Dollar. 28.80 100 italienische Lire.. 159.40 100 holländische Gulden. e 1593.— 100 jugoslawische Dinare. 64.80 100 Belga»..... 1 488.— 100 dänische Kronen.. • • 638.— Scite 6 Prager Zeitung ,, Sozialdemokrat" dem man gleichzeitig ia und nein sagen kann. Ja: weil es, gestüßt auf zahlreiche Zitate aus den Schrif ten des Führers" und der kleineren Götter des Nazismus, unividerlegbar die unerbittliche Feindschaft des Nationalsozialismus gegen das Christentum beweist; nein: weil es den Bolschewismus, den der Nationalsozialismus als Anführer europäiBeim Baden ertrunken. Gestern nachmittags Gesang vom rollenden Globus. Montag, den scher Kreuzzüge befämpfen will, dem Nationalsozia badeten zwei Studenten bei der Zirafefbrüde, uns 13. Juni, findet abends im Saale der Urania lismus gleichstellt, zu beweisen sucht, daß eben das, weit des Café Manes. Der eine von ihnen, der 17- die Prager Erstaufführung des abendfüllenden Lies was der Nationalsozialismus lehrt und tut, Bolschejährige Realgymnafiaft Anton Chvapil aus Prag I., derzyklus von Hanns Schimmerling nach wismus ist. Wir haben nichts einzuwenden gegen der unter die Brücke schwamm, geriet in der Nähe Gedichten von Josef Luitpold Gesang vom Kritik am Bolschewismus, auch nicht gegen eine Strömung und ertranf, obwohl ihm ein Vassant nachsprang und ihn zu retten versuchte. Seine Lei che fonnte noch nicht geborgen werden. einer Durchlaßöffnung für Flösse in eine reißende rollenden Globus" statt. Das Werk umfaßt Schick solche, Ste Supe Sturz von der Leiter. Der 35jährige Arbeiter Karl Cervený aus Biztov fiel gestern vormittags in einer Wagenfabrik in Hostivař von einer drei Meter hohen Leiter und erlitt eine schwere Gehirnerschütterung. Nachmittags mußte er auf die Klinik Jiráset überführt werden, wo er in Pflege blieb. der Oberfläche haften bleiben, muß das Wesenhafte des Bolschewismus so zeigen, daß jeder unvoreingenommene selber mit prüfen und auf Grund seines Mituntersuchens urteilen fann. Soweit es sich um die Darstellung des Verhältnisses des Nazismus zum Christentum handelt, ist das Buch wertvoll, vor allem des reichen Materials wegen. Es ist zu bes ziehen durch alle Buchhandlungen, vor allem durch die Buchhandlung Orbis in Prag II., Václavské nám. 48/52. sale und Gestalten aller Rassen und Beiten. Die tären Gefänge beſtehen aus drei Teilen: Europa zwischen gestern und morgen( Bal laden, Naturstimmungen, Friedensrufe aus zwei Jahrtausenden). Von Java biz Jedo ( arabische, indische, chinesische, japanische Geistigkeit im Liede). Derschwarze Bruder( Afroamerikanische Arbeiterlyrit). Die Uraufführung in Brinn( deutsche Masaryk Volkshochschule) wurde vor kurzem wiederholt. Das Sängerpaar Maria Staatliche deutsche Volksschule Prag VII, Si- Siegmund und Walter Wind Hola( Brünmáčková 14. Einschreibugen 17. und 18. Juni, ner Theater) wirken auch in Prag mit. Am Kla 8-12 hr. Voranmeldungen täglich. vier: Der Komponist. Einleitende und erläuternde Die Ausflugszüge der Staatsbahnen veranitals Worte: Der Dichter. Wir machen auf den Abend ten am 12. d. M. einen Weekendausflug nach besonders aufmerksam. errusfretichen für 83 Kč. Abfahrt von Prag. Masarnt- Bahnhof, um 6 Uhr. Anmeldungen Spielplan des Deutschen Theaters. Donnerstag und Informationen im Basar neben dem Wilson- halb 8 Uhr: Hamlet. C 1. Freitag halb 8: Das Weib im Purpur, D. Samstag halb 8 Uhr: bahnhofe. Telephon 38335. Peripherie. B 1. Sonntag halb 8 Uhr: Die Bau A 1. berflöte, Gastspiel Kammerfänger Emanuel 2 Eine Ausstellung„ Bulgarien, Land und Volk" wird heute um 11 1hr vormittags im Kinſky- Garten in Brag feierlich eröffnet werden. Die Ausstellung steht unter dem Protektorate des Präsidenten der Republik Dr. Edvard Benes und des Zaren von Bulgarien. Kunst und Wissen ,, Entführung"- Gastspiel List So halb und halb im Rahmen des Festspielprogramme, nämlich als besondere" Vorstellung. brachte die Prager deutsche Oper am Mittwoch Mozarts Entführung aus dem Serail". von Fris 3 weig in gewohnter Weise ernst, verläßlich und genau betreut. Das Besondere" war der Osmin Emanuel ist's; wir haben diesem Sänger, dem vielleicht bedeutendsten lebenden Baſſiſten, so oft begeistertes Lob gespendet, daß wir uns nun für um so berechtigter halten, festzustellen, daß er als Osmin enttäuschte und bis zu einem gewissen Grade- enttäuschen mußte; Lists prachtvolle. nach unten wie nach oben ungewöhnlich umfangreiche Stimme vermag sich nämlich erst in der breiten Santilene und ini pastosen Gesang voll zu entfalten; gerade dazu aber bietet der Osmin fast teine Gelegenheit; und so kam denn eine zwar respektable, aber feineswegs festspielmäßige Leistung zustande. eine Tatsache, die auch in dem recht dürftigen Beifall des Publikums für den berühmten Sänger ihren Ausdruck fand. Die laute Anerkennung fonzentrierte sich viel mehr auf Herrn Baum, dessen Belmonte in Stil, Ton- Adel und Gesangbermögen außerordentliches Niveau aufweist. Roſe Boot überzeugte wie immer durch brillante KoloraturTechnif, nicht aber etwa durch Wohllaut und Glanz. Sehr gefällig und mit klarer, jugendfrischer Stimme fingt Herta Ray n das Blondchen, beweglich Gö IInis den Pedrillo. Padleiat hat die rechte ruhige Saltung, aber nicht immer die richtige noble Gebärde für den Bassa Selim, Vo Iter ist ein ergößlich drastischer Mlaas. Die Ensembles ließen tonlich und rhythmisch stellenweiſe allerhand zu wünschen übrig. Das ganz gut besuchte Sauz sven2. G. dete entsprechenden Applaus. Walt Disney Spielplan der Kleinen Bühne. Seute, Donnerstag, abends 8 Uhr: Anthony und Anna. Freitag 8% Uhr: Robert Guistard. Der zerbrochene Krug, volfstümliche Vorstellung. Samstag halb 8: Zweierlei Maß. Erstaufführung. Sonntag 8 Uhr: Liaison, volkstümliche Vorstel Tung. Freitag, 10. Juni 1938. Nr. 135 VOLKS ZUNDER www Kauft nur Volkszünder! Urania- Kino Das Lustspiel ,, Millionäre" mit Ezeva, Thimig. Albach- Retty. Imhoff. Carl etc. Aftualita. Vorstellungen um 6 und 49 ihr. Montag: Der Hauptmann von Köpend" mit Mar Adalbert. Vereinsnachrichten Bekenntnis zum Sozialismus und grundsäßlich republikanische Einstellung verhindern keineswegs gerechte Würdigung der Persönlichkeit und der geschichtlichen Rolle der Monarchen. Es ist keineswegs republikanische Voreingenommenheit, die zu unbe dingter Ablehnung der Biographie Franz von Desterreich" von Walther Tritsch( Verlag Julius Kittls Nachfolger, M.- Ostrau) führt. Ge rade jenen babsburgischen Kaiser Josef II., den Tritsch so wenig mag, fann man als großen Menschen anerkennen, auch wenn man sich der besonderen und oft tragischen Bedingtheiten seines Wirkens bewußt ist. Aber den Kaiser Franz! Tritsch lobt und breist ihn und kann ihm doch, trotz allem Mühen, nicht einmal einen Schimmer von Größe geben, er fann den falten, egoistischen, beschränkten, geiſtfeindlichen Re aktionär nicht in einen menschlich sympathischen, nicht in einen als Staatsmann bedeutenden Monarchen umbeuten. Tritsch konnte nur eines: mit dieser Biographie seine eigene starke Voreingenommenheit für die Realtion offenbaren. Auch er macht also, wie die übergroße Mehrheit der deutschen Literaten, die große Sozialistische Jugend Prag. Der angesagte e Mode der Feindschaft aegen alles FreiKurs der zivilen Luftabwehr( EPO) findet Freis heitliche mit. tag, den 10. Juni, um 8 Uhr abends im fleinen Reicher, interessanter als das erste Seft, obwohl Etwas Erfreulicheres: Annemarie Se- Saal der städtischen Bücherei, Marianité nám, statt. auch schon dieses von den Bücherfreunden sehr be- Tinto, rasch bekannt geworden durch den Roman achtet wurde, ist das eben erschienene eft 2 der Ich war ein häßliches Mädchen", hat ein neues Buch Zeitschrift„ Das Buch"( Serausgeber: Editions geschrieben: Morgen wird alles besser". Im ZeitNouvelles Internationales, Paris XVI., B. P. 30). bild- Verlag, Wien- Prag, ist auch dieser Roman er Die Bibliographie wird fortgesetzt, außerdem wird schienen. Ein Mädchen, das mit viel Müh und Not ein Verzeichnis der unabhängigen deutschen Zeit nach dem jähen Tod des Vaters maturiert und eine schriften veröffentlicht, wichtige Neuerscheinungen Stellung als Stenotypiſtix beim Rundfunk bekommen werden furz besprochen, aus einigen neuen Büchern hat, erlebt den Nervenzusammenbruch des die letzten Teriproben gebracht, auf„ Bücher von gestern". Nachrichten mitteilenden Anjagers, als er von der die das Gestern überlebten und es wert sind, zu Entgleisung eines Buges berichten muß, in dem er dauern, wird in einem kurzen, diese Bücher gut die eigene Frau weiß. Er vermag nicht mehr den kennzeichnenden, Aufsatz verwiesen und diese gewohnten Gutenachtgruß zu sagen. Die fleine Inhaltsangabe des Heftes dürfte genügen, auf es Stenotypistin Toni Huber weiß nur, daß man etwas neugierig zu machen, in Bücherfreunden das Versagen soll, daß die Hörer darauf warten, aber sie langen zu weden, die Zeitschrift kennenzulernen. Literatur In Buenos Aires ist im Verlag Editorial la Campana das Buch„ Christentum, Sitlerismus, Bolfchewismus" von Tete Sarens Tetens erschienen, mit einem die Schrift sehr empfehlenden Geleitwort des Paters Petrus Sinaig in Rio de Janeiro. Daß ein fatholischer Priester ein entſchieden antinaziſtiſches Buch warm empfiehlt, während gleichzeitig bei uns sich fatholische Priester in genauer Kenntnis des antichristlichen Charakters des Nationalsozialismus sich dieser so start heidnisch gefärbten Bewegung anschließen, beweist die Aufspaltung, die Berrissenheit, das Auseinanderklaffen des Katholizismus. Es vermag nicht mehr seine Anhänger und Bekenner zu einheitlichem ethischen Sandeln zu führen... Aber das hat mit dem hier erwähnten Buche nichts zu tun. Es ist ein Buch, zu Ortsgruppe Brag. Samstag, den 11. Juni, Treffpunkt 14 Uhr Smichos ver Bahnhof. Fahrt nach Revnic, Wan derung zur Hütte, Uebernachtung. Sonntag Badetour nach Třebaň. Führung Bid.In unserer Hütte im Brdywald haben Sie iezt einen herrlichen Wochenendaufenthalt. Süttendienst Stelzig. Ausfünfte jeden Freitag von 6-8 Uhr im Verein deutscher Arbeiter, Smečky 27, Telephon Nr. 27727. Urania- Kino, Klimentská 4. Fernsprecher 61623. Vremiere des lekten Wiener Lustiblets: Millionäre Mit Czepa, Albach- Retth, Thimig, Abel, Carl, Imhoff. Lachen am laufenden Band. Borstellungen um 6 und 49 Uhr. Aktualita. bermag mur ein paar menschlich- warme Worte zu sagen, denen sie die Verheißung anschließt: Morgen wird alles besser! Dieser alle Konvention zuwvideren Worte wegen wird sie entlassen, aber gerade diefe Worte und die Art, wie sie gesprochen wurden, haben tausende Hörer erfreut, Zuſchriften und Telephonanrufe fragen nach ihr das Ergebnis: Toni wird zurückgeholt und wird ein Radio- Star. Das weis tere, die ſelbſtverſtändliche Liebesgeschichte, iſt nicht mehr so interessant. Zwei Höhepunkte hat der Roman: die Szene am Mikrovhon und die wirklich ans Herz greifende, in der Toni in tapferer Hal tung den Tod ihres Vaters, ihres liebsten Kame raden, erduldet. Selintos anmutige Erzählerkunst. der Arbeiterfürsorge finden jeden Sams. die ihr nach dem Erscheinen des ersten Romans so tag von 5-7 Uhr im Verein deutscher Arbei viele Freunde erivarb, offenbart sich auch in dem neuen Buch, das zu den besten Unterhaltungsromanen ter, Smečkagaſſe Nr. 27, statt. der letzten Zeit gezählt werden muß. Unentgeltliche Beratungsftunden Bilder. Er hatte viel Einfälle und immer zeichnete[ noch die Verwundeten zu lächeln begannen, wenn sie[ bald alle drei zu Ruhm und Reichtum gelangen er ein und dieselbe Stizze in hundert Stellungen. in dem sonderbaren Wagen abtransportiert wurden. würden. Nun wollte er aber gern einen Film daraus machen. Der Schöpfer der Mickey- Maus Eine Stamera fonnte er sich nicht leisten, und so baute Zeichnungen von Ubbe Iwwerks& Co. Walt Disney hat trotz seiner Jugender ist sich der äußerst geschicte Junge einen Aufnahmeam 5. Dezember 1901 in Chicago geboren ein und Projektionsapparat. Seine außerordentliche recht schweres und wechselvolles Leben hinter sich. Handfertigkeit fam ihm zugute, die Photographien Sein Vater war ein bescheidener Bauunternehmer in waren schlecht, die projizierten Bilder noch schlechter, Chicago und wurde dann Farmer. Der fleine Walt aber immerhin sah man etwas. Und was man jah, besuchte die Dorfschule und mußte schon im Alter verriet schon die künftige Meisterschaft. von neun Jahren an Verdienst denten. Er begann wie eine ganze Anzahl von Amerikanern, die später Militärwagen und Karikaturen cine Spezialität: es ist die Herstellung von beweg Das Zeichenbüro von Ubbe Iwwerks& Co. hat Nach Hause zurüdgekehrt, wird Walt Disney lichen Figuren. Das waren damals einfach noch für kurze Zeit wieder Briefträger. Aber bald be Sampelmänner, bemalte Karton- Zeichnungen, bei schließt er, sich ganz dem Beruf zuzuwenden, den er denen Arme und Beine bewegt werden konnten. als seinen ureigenen erkannt hat. Er begegnet einem Dosney hat sich so an Mäuse gewöhnt, daß er aud) Manne namens Ubbe Jwwerks, und sie machen ein im Büro sich weiße Mäuse zulegte, die er immer fleines Büro auf, das Zeichnungen aller Art liefert. wieder zeichnet. Das Büro gab einen Katalog der Daneben beginnt Disney Bildserien für Zeitungen beweglichen Bilder heraus, und darin waren diese anzufertigen. Da er die Menschen und die Verhält- in den verschiedensten Stellungen photographiert. Millionäre geworden sind; er wurde Zeitungsaus- Inzwischen aber es waren die Jahre des nisse in Cansas Eith gut kennt, bilden diese Beich- Es waren viele Mäusebilder darunter. Als der Katräger. Die Arbeit war nicht leicht. Sie begann je-= den Morgen um halb 4 Uhr, und bis 6 Uhr mußten großen Krieges wurden die Zeiten schwerer und nungen eine wißige Stadtreportage und werden bald talog fertig war, war auch die Idee der Mideydie Beitungen ausgetragen sein. Dann lief der schwerer, und Walt fonnte nicht länger feinen Nei- gut bezahlt. Disney verdient jetzt 25 Dollar mo- Maus- Tridfilme geboren. fleine Walt nach Hause, frühstückte hastig und rannte gungen nachgehen, sondern mußte sich seinen Le- natlich und ist sehr stolz darauf. Das erste Walt Disney- Studio zur Schule. Und jeden Abend nach der Schule machte Jahren, bekam er seine erste„ richtige" Arbeit: wurde Zum Abendbrot kann er sich gerade eine Scheibe tung in Los Angeles faufte das erste Dußend bensunterhalt verdienen. 1917, im Alter von 15 Die 25 Dollar reichen nicht hin und nicht her. Der Katalog fand Anklang. Eine große Zeis Beitschriften- und Süßigkeitenverkäufer in den Bü- Schinken leisten, und die tauft er regelmäßig in Mickey Maus- Strips, aber die Leser waren nicht ,, The two Walts" gen zwischne Chicago und Kansas City. Im Jahre einem Delikatessengeschäft. Er sagt zur Verkäuferin: begeistert, und ein zweiter Auftrag kam nicht mehr Von seinen Botengängen brachte er immer 1918, als Mangel an Männern war, wurden Stel Miß, geben Sie acht, daß es nicht mehr als 100 zustande. Dagegen hatte Disney nun Beziehungen einige Zeitungen mit nach Hause, und bald wurde len bei der Poſt frei. Walt war 16 Jahre alt und Gramm werden." Die Miß gibt acht, und sie lächelt zur Filmstadt, und es gelang ihm, eine fleine Geer leidenschaftlicher Zeitungsleser. Alles, was mit sah auch nicht älter aus. Trotzdem bewarb er sich dazu. Walt Disney findet sie reizend, und nachdem sellschaft mit 3000 Dollar Kapital zu gründen, die Theater und Film zu tun hatte, interessierte ihn um die Stelle. Aber natürlich wurde er als zu jung er sich einige Monate lang an dem Schinken über- fieben Märchen- Tridfilme drehte. Der Publikumsbesonders. Bald kannte er die Namen aller berühm- wieder nach Hauſe geſchicht. Aber so leicht läßt sich geſſen hat, heiratet er fie. Sie iſt noch heute erfolg war groß, der finanzielle katastrophal; die ten Schauspieler. Charlie Chaplin wurde sein Lieb- ein Walt Disney nicht abweisen. Er ging zwar folg- Mrs. Walt Disney, die Ehe hält schon zwölf Jahre, Herstellung war kostspieliger als der Voranschlag, ling. Er bwunderte sein Stoſtüm, sein Spazierstöd- sam nach Hause, aber nur, um sich dort umzuziehen es ist eine der wenigen guten Ehen in Hollywood. das Kapital reichte nicht, die erste Walt Disneys chen und die großen Schuhe. Er bewunderte vor und zu schminken. Er machte sich um zehn Jahre Gesellschaft mußte schleunigst wieder liquidiert allem, ohne sich dessen ganz bewußt zu sein, sein gü- älter, und die Maste war so ausgezeichnet, daß er tiges und seelenvolles Auge. nicht erkannt wurde. Der gleiche Beamte, der ihn zubor abgewiesen hatte, stellte ihn ein. So wurde er Briefträger. er die gleiche Tour. werden. Die Geburt der Mickey- Maus Das junge Paar nahm sich eine winzige WohDer Knabe beschloß, wie sein großes Vorbild nung, die reizend war, aber in der es leider" Er hatte einen Monat Tang 20 Stunden am Tag Aber Disney hatte nun seine Mission gefunden. Chaplin, Schauspieler zu werden. In einer befreunMäuse gab. Mrs. Disneh wollte unbedingt das gearbeitet, und er war glücklich. So beschloß er, mit deten Familie Pfeiffer fand er einen Partner in Mit der Feldpost kam er nach Frankreich. Er Mauseloch zuſtopfen, aber Walt verhinderte sie dem letzten Geld mit Frau und weißen Mäusen nach seinem Altersgenossen, der, wie er selbst, Walt hieß. wurde als Sanitäter ausgebildet und Führer eines daran. Er fand die Tiere es waren, soweit man Hollywood zu gehen. Sein Instinkt täuschte ihn nicht. Die beiden Jungen nannten sich, The two Walts". Sanitätswagens. An der Front fiel ihm die bunte feststellen konnte, brei- bezaubernd, er begann sie Eine große Produktionsgesellschaft interessierte sich studierten einen komischen akrobatischen Aft ein und Bemalung von Kanonen und Fouragewagen auf, die in den verschiedensten Stellungen zu zeichnen. Seine für seine Vorschläge, die ersten Mickey- Maus- Filme hatten bald in einer Music- Hall von Kansas City, damals als Schuhfarbe auffam. So bemalte er auch ganze Liebe gehörte einer der drei, einem ganz be- erschienen und eroberten im Sturm die ganze Welt. wo sie zu jener Zeit wohnten, Erfolg. Damit begann seinen Sanitätswagen mit grauen, grünen, gelben sonders schönen Eremplar, die alsbald zur SausWalt Disneys künstlerische Laufbahn. Farbflecken. Als der Wagen in Dienst genommen maus des Ehepaares Disney avancierte und die gen einen Stab von 600 Zeichnern. Walt Disney ist Die heutigen Walt Disney- Studios beschäfti Zu dieser Zeit besuchte Disney eine Gewerbe- wurde, gab es großes Hallo unter seinen Kamera- Walt Mortimer taufte, mit Roſenamen Mickey. Da- geblieben, wie er war, bescheiden, einfach, anspruchsschule. Seine Lieblingsfächer wurden Zeichnen und den. Ein solch unmilitärisches Verhalten trug ihm mals wußten weder er noch seine Frau und vor los. Mickey- Maus und die Silly Symphonies" aber Photographieren. Vor allem reizten ihn bewegliche eine Rüge ein, aber es erwies ſich bald, daß auch allem die gänzlich unschuldige Maus, daß fie als sichern ihm 800.000 Dollar Einkommen im Jahr. Bezugsbedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Beaua durch die Bost monatlich Kč 17.- bierteljährig Kč 51.- halbjährig Kč 102. ganzjährig Kč 204.-- Inserate werden laur Zarif billiaft berechnet.- Müditellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken. Die Beitungsfrankatur wurde von der Post- u. Telegraphendirektion mit Erlak Nr. 13.800/ VII/ 1980 bewilligt( Kontrollpostamt Praha 25.- Druderei: Orbis". Drud. Berlags- u. Beitunas- A- G. Brag. " 8e Ste 18 He fül A fent tent ber bies wer ent Di nit tc Tei Tert tten ben ti reb app Gr nid 31 mi ด be ne ne te RENEE ם bo li 20 9 C h