138 betrieb allem erzahnicht Amas & hat eßung t. Die Tieder, Berein En sich t, daß Siichen ischen Gast ng zu und caüg gtm uffläs rbal Tungs t bes cin Stmeren. ben : 2: 1 igler wicht viels atten ppte mmt als jeden fie nten. rang gerei Be da egen afa mit geg. egen DFC Dest arta egen DEV geg. дед. S lef.auje fei) ber zur ber mis 120 ung eter des chen em nem M. mit en und 118 der AC In Bas nen 1 Sozialdemokrat Sentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Einzelpreis 75 Heller Rebattion u. Berwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Berantwortlicher Redakteur: Rarl Rern, Prag 18. Jahrgang Polnische Vergeltungsmaßnahmen gegen die deutsche Minderheltenpolitik? Warschau.( Havas.) In Warschauer Barlamentsfreifen verlautet, daß mit Rücksicht darauf, daß die deutsche Regierung bisher auf das von den polnischen Minderheiten in Deutschlend dem Reichsinnenminister Frick übersandte Memorandum keine befriedigende Antwort gegeben hat, einige Abgeordnete in der nächsten Woche im Sejm eine bringliche Interpallation an die Regierung überreichen werden, in der die Berlautbarung eines Gesetzes über die Einschrän tung der Rechte der bent fchen Minderheiten in Polen auf das gleiche Ausmaß von Rechten gefordert werden soll, wie es die polnischen Minderheiten in Deutschland genießen, und zwar im Wege reziproker Verhandlungen mit den Minderheiten entsprechend den deutsch- polnischen Vereinbarun gen vom 5. November 1937. Bis zum Jahre 2500... Berlin. Reichsfangler Hitler führte bei der Grundsteinlegung zum Haus des deutschen Frem denverkehrs" u. a. aus: Die große Ost- Westund die große Nord- Süd- Achse Berlins sind nicht für das Jahr 1940 gedacht, sondern für das Jahr 2000 und 2200 und 2400 und 2500. Denn ich glaube an ein ewiges Deutschland und damit auch an seine Hauptstadt. So wie wir heute dankbar find denen, die vor fast 300 Jahren die Straße ,, Unter den Linden" planten und ins Leben riefen, so wird einmal in 300 Jahren auch eine Nachs. welt uns wieder dankbar sein." Fürstliche Belohnung der alten Kämpfer Berlin. Der Reichskanzler hat dem Minister der österreichischen Landesregierung, Oberst a. D. Glaise or stena u den Rang als Generalmajor verliehen. Gauleiter und Minister Clausner wurde der Charakter als Oberst leuinant verliehen und Hauptmann a. D. Leopold der Titel eines Majors. General Keitel in Budapest Mittwoch, 15. Juni 1938 Aus dem Inhalt: Britische Wirtschaftsrepressalien gegen Deutschland? Der Held Hans Krebs' Unzufrieden und sein Buch mit Knickerbocker Der Giftmordprozeß in Lüttich Nr. 139 Ist das Totalität? Selbstmord der Wirtschaft Jn 381 Städten und Gemeinden wurden am 12. Juni abgegeben 448.561 deutsche Stimmen. Davon erhielten: Sudetendeutsche Partei 364.452 Stimmen. 81.2 Prozent Deutsche Sozialdemokraten 60.533 Stimmen.. 13.5 Prozent Kommunisten 23.576 Stimmen.. 5.3 Prozent Ist das Totalität? Und das ist das Ergebnis der ärgsten Terrorwahlen! Die SdP hat ihr Ziel nicht erreicht! Sie wird es nie erreichen! England Wohin geht die sudetendeutsche industrie? Ein großer Teil der sudetendeutschen Indus dieser Situation heraus alle Anstrengungen zu striellen hat Wege beschritten, die jeden, der das machen, um den Export zu beleben und auf die Schicksal der judetendeutschen Wirtschaft und der staatliche Wirtschaftspolitik in dem Sinn einer in ihr beschäftigten Arbeiter im Sinne hat, mit Förderung der judetendeutschen Industrie cingu banger Sorge erfüllen müssen, denn die Auffaffun- wirken. Auch die deutschen Industriellen wiffen es, gen, welche in der letzten Zeit innerhalb der daß der Staat heute einen ganz anderen Einfluß sudetendeutschen Industrie Platz gegriffen haben, auf Leben und Gedeihen der Industrie hat als vor führen geradewvegs in das Verderben der deutschen Jahrzehnten. Sie müßten also der Staatsgewalt Industrie und hunderttausender ihrer Arbeiter. gegenüber eine solche Stellung einnehmen, die Die Befürchtungen, die man hat, müssen umso eine fruchtbare Busammenarbeit möglich macht. lauter ausgesprochen werden, als die sudeten- Wie sucht nun die maßgebende Organisation deutsche Industrie durch fünf Jahre eine schwere der deutschen Industrie, der ,, Deutsche Hauptvers Strise durchgemacht, die an die Wurzel ihres Be- band der Industrie" dieser Aufgabe gerecht zu standes gegriffen hat. Gerade das sudetendeutsche werden? Der neue Vorsitzende dieses Verbandes Gebiet als Siß einer hochentwickelten Exportindu- hat am 2. Juni in Reichenberg eine Rede gehalten, strie hat die Erschütterungen der Weltwirtschafts- worin er zunächst auf die besonderen Aufgaben frise am heftigsten verspürt, dort hat sich der der wirtschaftlichen Kreise hingewieſen und ges Niedergang der kapitalistischen Wirtschaft durch die meint hat, daß die Wirtschaft unserer Heimat ein Weltfrise am stärksten ausgewirkt, dort war die Massenarbeitslosigkeit am größten. Kaum hatte sich die sudetendeutsche Industrie etwas erholt, ist an der Wende 1987/88 ein neuerlicher Rückschlag eingetreten, den wir noch nicht überwunden haben. Die flare Vernunft würde es gebieten, gerade aus reiches Betätigungsfeld" biete. Man sollte nun glauben, daß der Redner etwas von den positiven Aufgaben einer solchen reichen Betätigung sfizziert hätte. Statt dessen hat es Herr Liebieg vors gezogen, politisch zu werden und zu betonen, daß die deutschen Industriellen ,, selbstverständlich nicht an der politischen Entwidlung der jüngsten Zeit vorübergehen können, die unserer Volfsgruppe die Einigkeit gebracht hat". Die Industriellen seien bereit, so meinte er ,,, ihre Verpflichtungen gegen über der Boltsgemeinschaft zu erfüllen". Statt irgend etwas zu sagen, wie man den nun ein getretenen Rückschlag in der sudetendeutschen Exportindustrie überwinden könnte, machte Herr Liebieg eine Verbeugung vor Konrad Henlein und Zum Schuß der britischen Handelsschiffe habe jagte zum Schluß in geheimnisvoller Andeutung, die britische Regierung verschiedene Arten von daß der Deutsche Hauptverband der Industrie ,, die Re pressalien in Erwägung aczogen. In bestehenden Bindungen überprüfen" wolle. GeAnbetracht der Meinung ihrer Ratgeber sei sieradezu grotest flingt es, wenn Herr Liebieg nach jedoch nicht geneigt, diese Maßnahmen durch der Solidaritätserklärung mit Konrad Henlein die Eine genaue Prüfung habe gezeigt, daß abzuführen, da sie Nachteile in sich schließen, und öffentlichen Stellen auffordert, der deutschen gesehen von dem Falle, daß Großbritannien bereit da auch nicht damit gerechnet werden könne, daß Industrie Vertrauen entgegenzubringen. wäre, sich aktiv an den Feindseligkeiten au durch diese Repreſſalien die gewünschten Resultate beteiligen, sonst ein wirksamer Schuß der Schiffe, erzielt würden. welche mit den im Kriegsgebiet liegenden Häfen Sandel treiben, soweit fie sich in territorialen Wässern befinden, nicht garantiert werden fönnte. Die britische Regierung ist der Ansicht, daß es nicht richtig wäre, eine solche Methode zu empfehlen, die zu einer Ausdehnung des triegerischen Konfliktes über dessen gegenwärtiges AusChamberlain droht aber Franco mit Entzug der Freundschaft schützt seine Schiffe nicht London.( Reitter.) Im Unterhaus gab Mlinisterpräsident Chamberlain auf die Anfragen bezüglich der Fliegerangriffe auf britische Schiffe in den spanischen Gewässern eine Erklärung ab, in ber es heißt: Budapest. Der Chef des Oberkommandos der deutschen Wehrmacht, General Keitel, ist maß hinausführen könnte. Dienstag vormittags mit dem Sonderflugzeug „ Hermann Göring" in Budapest eingetroffen, um bier den Besuch der führenden Persönlichkeiten der ungarischen Honvéd zu erwidern, die an den vorjährigen deutschen Herbstmanövern teilgenommen haben. Der Reichsverweser empfing den General in Audienz und gab ihm zu Ehren ein Déjeuner. Neue Lira- Abwertung? Die britische Regierung muß demnach die Aufforderung, welche jie den britischen Handelsschiffen bereits am 28. und 29. November des Vorjahres gegeben hat, wiederholen, daß sie nämlich wie bisher allen Schiffen auf offenem Meere Schuß gewähren wird, daß aber Schiffe, welche in einem Hafen einlaufen, wo ein Angriff gegen sie unternommen werden könnte, dies auf eigene Gefahr tun. Gleichzeitig sei es jedoch unmöglich, daß sich Angriffe wiederholen, durch welche VerLondon. Der römische Korrespondent des fonen ums Leben kommen und die in einigen FälDaily Telegraph" meldet, daß die Gerüchte über len offensichtlich gegen briti eine weitere Abwertung der Lira in offiziellen fche Schiffe gerichtet waren, ohne daß daitalienischen Streisen weder bestätigt noch durch die freundschaftlichen Bezie= dementiert werden. Die italienische Han- hungen tangiert würden, welche die delswelt nehme an, daß der Duce eine Devalvie Burgosbehörden mit der britischen Regierung rung nicht durchführen werde, es sei denn, daß aufrechterhalten wollen. Seiit 22. April wurden er dazu gezwungen würde. Eine Devalvie- 22 britiſche Schiffe durch Fliegerangriffe in Mit rung würde angesichts der großen italienischen leidenschaft gezogen. Sievon wurden 11 Schiffe Importe eine Erhöhung der Lebenskosten bedeu- versenft oder schiver beschädigt und auch in den ten, dagegen den Fremdenverkehr und den damit übrigen Fällen handelte es sich offensichtlich um berbundenen Industrien gewisse Vorteile bringen. beabsichtigte Angriffe. Der Gelbe Fluß überschwemmt das Land 100.000 Menschen ertrunken? Die Japaner in großer Gefahr japanische Pioniere, der Ueberschwemmungs. fatastrophe Einhalt zu bieten, find bisher gescheitert. Zahlreiche chinesische GuerillaabteilunDer Erzbischof von York für den Schutz der Spanier vor den Mordbomben London. In einem für die Einstellung der öffentlichen Meinung zu der Spanienpolitik be zeichnenden Brief an den Ministerpräsidenten, der von einer Reihe einflußreicher Persönlichkeiten unterzeichnet ist, wird die Regierung aufgefordert, die Ausfuhr von Flugabwehrkanonen nach Spanien zum Schuße der Zivilbevölkerung gegen Luftangriffe zu gestatten. Der Brief verweist auf die erschütternde Zahl der durch Fliegerbomben getöteten oder verstüm melten Greise, Frauen und Kinder und betont, daß Flatbatterien die einzige Waffe ohne Offenjibcharakter find. Chamberlain wird dann an seine eigene Sympathiekundgebung für die Opfer dieser barbarischen Kriegsführung sowie daran erinnert, daß seine Regierung als erste sich dem Aufruf des französischen Stabinetts gegen die Bombardierung der Zivilbevölkerung angeschlossen hat. Seit der Erklärung des damaligen Außenministers im Un terhaus am 2. Feber d. J., daß man ein internationales Abkommen anstreben wolle, sei noch Lein einziges der von Flugbomben bez drohten Menschenleben gerettet worden. Das eins sige Mittel dazu sei, Flakbatterien von der Liste der verbotenen Einkäufe zu streichen. Unterschrieben sind u. a.: Der Erzbischof von ort, die Herzogin von At ho I I, die Arbeiterabgeordneten A. B. Alexander und Shin well, der Labourlord Stravolgi, Vernon Bartlett vom New Chronicle", Lady Bonhams Carter, der Bischof von Dover. Lady Jowett, Sir Walter Layton, der Gewerkschaftsführer Little, Professor John MacMarry, Professor C. S. Meily, die Biscounteß Rhondda, Sir William Rotenstein etc. Was seither geschah, bestätigt die Auffaſſung von der Schwenkung, die der Deutsche Hauptvers band der Industrie mit der Wahl Herrn Liebiegs zum Vorsitzenden vorgenommen hat. Die Gemeindewahlen gaben Gelegenheit, der Verbunden heit mit der SdP, deren Ayhänglichkeit an die Tschechoslowalische Republik niemand überschäzen wird, Ausdruck zu geben. Vezeichnend war das Verhalten eines der größten deutschen Erportbetriebe, der Firma Kunert, anläßlich des Zwischenfalles von Warnsdorf am 11. Juni. Man erinnert sich, daß dort ein paar SDP- Leute ver haftet wurden und als Protest dagegen der Betrieb dieses großen Unternehmens einfach ein gestellt wurde. Ein anderer großer Betrieb, die Firma Kluge in Oberaltstadt hat nicht nur die Fenster des Portierhauses, sondern auch die Wiaschinen in den Fabriksälen mit den Plakaten der SdP geschmückt und Herr Liebieg hat ſogar nach einer Meldung des Prager Mittag" am Vorfolonien befohlen, in ihre Fenster Henlein- Bilder abend der Wahl den Mietern in seinen Wohnzu stellen und Kerzen anzuzünden. Sogar die schechischen Arbeiter mußten dieser Anordnung Folge leisten. Die Gefahr, die da aus der Gleichschaltung der judetendeutschen Industrie emporwächst, ist so groß, daß sie auch von einzelnen Induſtriellen einindustriellen in Mähren am 8. Juni mit der Talgesehen wird. So hat sich der Verein der Wolltit des Präsidenten des Hauptverbandes der deutschen Industrie beschäftigt und es wurde über die Haltung beraten, die der Verein einnehmen soll, wenn der Hauptverband nicht wie bisher unpolitisch und demokratisch geführt werden sollte". Die Brünner Wollindustriellen werfen also Herrn Liebieg politische Stellungnahme und undemokratisches Verhalten vor. Sie tun das sicherlich deswegen, weil sie von dieser Vorgangsweise des Herrn Liebieg eine schwere Schädigung der Industrie befürchten. Auf den Herrn Liebieg scheint der Eindruck, den seine Jungfernrede als Vorsitzender des Zwel Tote In Antiochia Hauptverbandes der Industrie sowohl in den KreiAlexandrette.( Reuter.) Die Atmosphäre im sen der Industrie selbst als auch in der Oeffent Schanghai. Der Süddeich des Gelben Fluf ses ist zwischen Kaifeng und Tichangtschau an 15 Stellen geborsten. Die aufgerissenen Stellen im Deich find bis zu 150 Meter breit. Eine gen greifen ständig die Rettungstrupps des japa. Sandſchak Alexandrette ist infolge der neuen Un- lichkeit ausgeübt hat, nicht spurlos vorüberriefige Flutwelle ergießt sich von Norden her nischen Heeres an. Man ist hier der Ueberzeu ruhen, zu denen es in Antiochia kam, gespannt. gegangen zu sein. Er hat am gestrigen Tage seine über die Provinz Honan. Bisher find wenigstens gung, daß die Dammbrüche von der chinesischen Bei einem Angriffe der türkischen Bevölkerung zweite Rede gehalten, und zwar im Zentralverband über 100.000 Menschen ertrunken. Der Deich- Heeresleitung herbeigeführt worden find. Der auf das arabische Viertel wurden beim Einschrei- der tschechoslowakischen Induſtrie in Prag, wo er bruch stellt eine der größten Katastrophen var, wolkenbruchartige Regen in Mittelchina dauert ten franzöſiſchen Militärs zwei Türken getötet, auch mit Rücksicht auf die Umgebung eine andere die China bisher erlebt hat. Alle Verfuche der noch immer an. Leine Araberin und 15 Araber verwundet, Sprache, als sie in SdV.Versammlungen üblich Celte 2 Mittwoch, 15. Juni 1938 ist, führen mußte. Er hat sich sogar dazu bequemt, Igen. Die maßlose Agitation, welche die SdP im etwas näher auf die Exportinteressen der deutschen judetendeutschen Gebiet betrieben hat, der VölkerIndustrie einzugehen und davon etwas zu erzäh- und Rassenhaß, der Haß gegen jede politische Minlen. Auch seine Worte, daß der Hauptverband der derheit im eigenen Volt, den sie ausgefäet hat, hat deutschen Industrie eine deutsche Körperschaft ist, die Satastrophe eingeleitet, vor der unsere Somdie aber an der gesamtstaatlichen Wirtschaftspoli- merfrischen und Kurorte stehen. Zu dieser Katatif ein bedeutendes Interesse hat, sind als Rüd- strophe half noch die reichsdeutsche Presse. Die zugskanonade anzusehen, welche den Klang feiner Dresdner Neuesten Nachrichten" schrieben erst in nazistischen Reichenbenzer Rede übertönen soll. einer ihrer letzten Folgen, es sei augenblicklich Allerdings kann er so wenig wie der Teufel den unratsam", über die sächsische Grenze nach Böh Pferdefus feine Vorliebe für den Nazismus ver- men zu reisen, weil man dort keine Sicherheit leugnen, die darin zum Ausdruck kommt, daß er habe. Die fatastrophale Politik, welche die SdP auf die Arbeitsweise einer wirtschaftlichen Orga- treibt, geht mit haarscharfer Klarheit und Geivißnisation weder die Worte„ demokratisch" noch heit auch daraus hervor, was die SdP bisher auf . Her Nr. 139 deutschen auf die Kapitalsbildung nicht stärker, Hodžas Verhandlungen sondern schwächer geworden ist. Hier zeigt sich ebenso wie auf allen anderen Gebieten, daß die Prag.( Tsch. P. B.) Der Vorsitzende der Wirtschaftspolitik der SdB zur Ausblutung der Regierung feste am Dienstag feine Beratungen deutschen Gebiete führt, daß an den einst blühen mit ben Vertretern der Sudetendeutschen Partei den Baum der fudetendeutschen Wirtschaft die Art fort. Er empfing am Nachmittag im Ministerratsder Vernichtung angelegt wird. Die Sudeten präsidium eine fünfgliedrige Delegation, bestehend deutsche Partei ist daran, ein armes Land noch aus den Abgeordneten Kundt, Abg. Dr. Rosche, ärmer zu machen und daß die SDP- Unternehmer Abg. Dr. Peters, Dr. Sebckowsky und Dr. in ihrer Verblendung, politischen Raivität, in Schicketanz. Die Unterredung des Miniſterpräſiihrem Mangel an realer Erfassung der Dinge noch denten mit den Delegierten dauerte über zwei dazu helfen, ist ebenso tragisch wie verhängnisvoll. Stunden. Die deutschen Industriellen beladen sich mit einer schweren Schuld, die ihnen niemals jemand abneh- Ministeraudienz beim Präsidenten men wird. Es wird die Zeit kommen, da ein großer den Stellvertreter des Vorsitzenden der der Weg, den die sudetendeutsche Induſtrie ein Regierung, Eisenbahnminister Be ch y n 3 und schlägt, in den Abgrund der völligen Verelendung nach ihm den Schulminister Dr. Franke. Am des Sudetendeutschtums führt. Dienstag empfing der Präsident den Unifizie Wir halten es für unsere Pflicht, auf das rungsminister Msgr. Dr. Sr á met, weiters eine verderbenbringende Verhalten einzelner Kreise Deputation des Vorstandes des Deutschen Volls. des Deutschen Hauptverbandes der Industrie auf- bildungshauses„ Urania" in Prag. merksam zu machen, das zum Selbstmord der sudetendeutschen Exportindustrie, der sudeten deutschen Wirtschaft, zur Massenarbeitslosigkeit und zum Maſſenelend der deutschen Arbeiterschaft dieses Landes führt. ,, autoritär" angewendet wissen will, woraus her DB Teil des Sudetendeutschtums erkennen wird, daß Monte Präsident der Republik empfing am vorgeht, daß er sich den SdP- Leuten gegenüber Gott behüte nicht als Demotrat ausgeben will. Ein lebhaftes Schmunzeln werden eher in der Versammlung seine Worte hervorgerufen haben, er sei gewöhnt, seine Ueberzeugung frei und offen zu äußern. Diesen gespielten Bruſtton der Ueberzeugung werden ihm wohl nur die Naivsten seiner Berufskollegen glauben. Herr Liebieg wollte mit seiner Prager Rede seine Reichenberger Ausführungen abschwächen, die Vorbehalte, die er macht, zeigen aber, wes Geistes Kind er ist und daß er die deutsche Industrie einen für sie höchst gefahr vollen Weg zu führen bereit ist. in Wirtschaftsfragen, hat vor kurzer Zeit( aus gerechnet in Gegenwart des Herrn Feilchenfeld) von der Notwendigkeit einer deutschen Einleger organisation gesprochen, damit der sudetendeutsche Einfluß auf dem Gebiete des Kapitalmarktes gestärkt werde. Statt dessen hat die Propaganda der SdP bewirkt, daß die Abhebungen bei den Geld instituten im sudetendeutschen Gebiet stärker sind als der Einlagenzuwachs, daß also das Kapital aus dem judetendeutschen Gebiete ins tschechische Gebiet strömt und der Einfluß der Sudeten Britische Wirtschaftsrepressalien gegen Deutschland? bize schiudon Der parlamentarische Sparausschuß beschäf tigte sich am Dienstag mit der Neueinteilung der Referate an die Mitglieder zweds Durchberatung des Staatsvoranschlages, ferner mit der Rege lung der Wirtschaftsführung einiger staatlicher Unternehmungen.. Der Ausschuß nahm den Bes richt über die Eingabe der Mineralöl- Händler und über die Forderungen der Trafikanten ents gegen. Weiters nahm der Ausschuß den Bericht über das Fortschreiten der Vorbereitungsarbeiten zur Weltausstellung in New York und über die borbereitete Regelung der rechtlichen Stellung der Angestellten der Devisenkommission zur Kenntnis. Schließlich befaßte sich der Ausschuß mit Memoranden, die das Flugvesen betreffen. Frauen in alle norwegischen Aemter Diese Gefahr besteht tatsächlich. Wie stellen sich die Herren Liebieg und Konsorten die nächste Zukunft der judetendeutschen Industrie vor, wenn sich diese Industrie und ihre Repräsentanten gleichschalten? Es wird den Herren bekannt sein, daß in England und Amerika eine starke Boykottbewegung gegen die Industrie Deutschlands im Falls kein Abkommen über Oesterreich- Anleihen zustandekommt Gange ist und es haben sich auch schon Anzeichen gezeigt, daß dieser Boykott auf die sudetendeutschen London. Im Unterhaus fragte Abg. Gra-[ eine einheitliche Konversion seiner AuslandsschulUnternehmungen ausgedehnt werden könnte, wenn die judetendeutschen Unternehmer nach derselben ham White den Schazkanzler, ob er irgend eine den. England lehne jedoch, wie das Blatt erklärt, Pfeife tanzen werden wie ihre reichsdeutschen Mitteilung über die Zukunft der österreichi dicse deutschen Vorschläge ab. Berufskollegen. Wie will also Herr Liebieg die ichen Auslandsschulden maden Auch Schweden wehrt sich? Forderungen des Erportes vereinbaren mit dem fönne: Das Odelsting nahm mit 60 gegen 48 StimStockholm. Das schwedische liberale Blatt men eine Gefeßesvorlage an, die die Regierung Einschwenken der sudetendeutschen Unternehmer Schazkanzler Sir John Simon erklärte: Der Dagens Nyheter" erflärt, daß Schive- ermächtigt, Frauen unter den gleichen Bedingun in das nationalsozialistische Lager? Die judeten deutsche Industrie ist aber auch zu einem Teil auf Ausschuß der Garantieſtaaten hat von der deut- den in einer außerordentlich günstigen Lage sei, gen wie Männer auf a II e Regierungsämter zu den Binnenmarkt angewiesen, d. H. auf das tiche schen Regierung eine Zuſchrift erhalten, worin die ihm gestattet, auf Deutschland bezüglich der berufen einschließlich der Aemter in der Staatschische Gebiet. Glauben die Herren, daß die wirt- die deutsche Regierung behauptet, daß für sie keine Respektierung der finanziellen Verpflichtungen firche von Norwegen. Ein Abänderungsantrag, schaftlichen Verbindungen mit ihren tschechischen gefeßlichen Verpflichtungen bestehen, die Aus- des ehemaligen Oesterreich einzuwirken. Deutsch- Frauen nicht zu Rektoren und Bikaren in solchen Kundschaften enger werden, wenn sie einen Stand- landsschulden der früheren Bundesregierung zu land habe großes Interesse an der Aufrechterhal- Gemeinden zu ernennen, wo die Mitglieder der punkt einnehmen, der dem tschechoslowakischen übernehmen. Der Ausschuß hat beſchloſſen, der tung des Clearingverkehrs mit Schweden, weil Kirche grundsätzlich gegen eine solche Ernennung Staat und dem tschechischen Volt gegenüber nicht deutschen Regierung einen gemeinsamen Pro- es in Schweden Gifenerg und billige find, wurde vom Odelsting mit 55 gegen 53 Stim. gerade günstig ist? Wie wollen sie mehr staatliche test zu überreichen, und hat die Hoffnung aus- landwirtschaftliche Produkte einkauft. men abgelehnt. Lieferungen erhalten, wenn sie sich zum Staat abgesprochen, daß die Reichsregierung ihren Belehnend stellen? Sicherlich wünschen die judeten schluß nochmals überprüfen wird. deutschen Unternehmer einen Boykott nicht, denn wir können nicht denken, daß sie planmäßig die sudetendeutsche Industrie zerstören wollen. Aber wenn sie nach den Grundsäßen handeln werden, die in seinen Reden Herr Liebieg mehr angedeutet als ausgeführt hat, dann werden sie das untergraben, was nach den hunderten von Betriebseinstellungen von der sudetendeutschen Industrie und damit von der Eristenzgrundlage für die sudetendeutsche Arbeiterschaft übrig geblieben ist. Vorzeitige Siegesfeiern Castellon wird zähe verteidigt Die Frage, ob es nötig sein wird, daß die Regierung Seiner Majeſtät Maßnahmen zum Schutze der britischen Intereffen trifft, hänge davon ab, welches Ergebnis die gegenwärtig zwifchen der britischen und der deutschen Regierung geführten Beſpredungen zeitigen werden. In Sinar i 8. Die Regierung&& a ne os ver- mittags zweimal Rebellenkreuzer versucht haben, Bar i 6. Die Regierung& r a n blick auf den unbefriedigenden Stand diefer An- breitet Siegesmeldungen, wornach ihre Truppen Castellon zu beschießen, was sie gewiß nicht getan leihen wurde bei den kürzlich in Berlin geführten in der Nacht auf Dienstag in die Stadt E a st e l hätten, wenn die Stadt bereits in den Händen der Diskussionen vereinbart, daß, falls die Sache nicht Ion eingedrungen sind und sie nach einem hef- Rebellen wäre. Beidemale wurden die Rebellendurch ein Einvernehmen befriedigend geregelt tigen Straßenkampf bereits völlig besetzt haben. fchiffe durch republikanische Bomber gezwungen, Was die Sudetendeutſche Partei bisher in werden follte, die britiſche Regierung das engliſch. In Burgas und anderen Städten ſollen bereits sich rasch zu entfernen. alien Gebieten der Wirtschaft unternommen hat, deutsche Zahlungsabkommen am 30. Juni ohne große Siegesfeiern stattgefunden haben. Gleich ist mißlungen. Sie hat ein Wirtschaftsprogramm Kündigung aufheben kann.( S, t ü r. anderen Abendblättern hatte auch der Pariser Gleichzeitig melden Depeschen von der Front, aufgestellt, durch welches sie für 300.000 Menschen mifche 3 ustimmung.) Soire" in feiner ersten Ausgabe die Nachricht daß die Republikaner erbitterten WiArbeit schaffen wollte sie hat nichts getan, um Der diplomatische Mitarbeiter der„ Evening von dem Falle Castellons groß aufgemacht. Aber der stand leisten und die Stadt bisher er den Menschen zur Arbeit zu verhelfen. Die deutsch- News" erfährt, daß die in der deutschen Note in feiner zweiten, anderthalb Stunden später erfolgreich verteidigen. Nicht aus Castellon, wohl bürgerliche Provinzpresse hat ebenso wie das über die österreichischen Schulden enthaltenen scheinenden Ausgabe erklärte das Blatt bereits aber aus den unausgesetzt von deutschen und ita. Hauptblatt der SdP monatelang für den Besuch Vorschläge mit Vorschlägen über eine Herabjets unter ebenso großen Ueberschriften, daß Castellon lienischen Fliegern bombardierten Dörfern der Deutschlands geworben, trotzdem vom Besuch und zung der Zinsen aus der Young- und der noch nicht erobert worden ist. Umgebung treffen in Valencia Flüchtlinge ein, Fremdenverkehr im sudetendeutschen Gebiete Tau- Dawes- Anleihe unlösbar verknüpft sind. Auch aus Valencia wird im Gegensatz zu den durchwegs Frauen und Kinder sowie ältere sende von Volksgenossen mit ihrer Eristenz abhän- Deutschland wünsche nämlich schon seit langem Rebellenberichten gemeldet, daß Dienstag nach- Männer. 13 Dom Donaustrand ins Wunderland Reihe, gebüdt, mit einem schweren, sichelartigem als Verband waren doch das Gegenteil von Hy- ihn unrein" geworden wäre und er es deshalb Messer schnitten sie Stamm für Stamm mit einem giene wie wir sie kennen. nicht mehr in den Mund nehmen. dürfe, denn er Schlag. Andere folgten und sammelten das ge- Die Frau starb aber damals nicht, sondern sei ,, Brahmin caste" und wir Europäer seien so schnittene Rohr und trugen es zu einer ganz pri- war, wie ich hörte, vier Wochen später wieder an unrein, daß selbst unser Schatten genüge, sein mitiven Presse, deren Schwungrad von zwei der Arbeit. Brot oder irgendwelche Speise für ihn ungenieß Männern gedreht wurde, während ein dritter das Langsam lernte ich mich Englisch verſtän- bar zu machen. Ich habe mir diese Lektion geBuderrohr zwischen zwei Walzen schob. Der Saft digen. Die jungen O'Briens lachten über meine mertt, schon weil ich sie so komisch fand. floß in einen Bottich, wurde in Pfannen gefüllt Fehler zu viel und schnatterten zu schnell, als Indes war ein Monat veragngen, ich bekam ERZÄHLUNG VON TH. W. STEINER und auf offenem Feuer, das von dem ausgepreß- daß ich von ihnen profitiert hätte, aber ihre gute meinen ersten Gehalt. Ich legte ihn zur Gänze ten Nohr genährt wurde, gekocht. Der Rohrzuder Mutter hatte Geduld genug, mein Zeitunglesen vor Mrs. O'Brien auf den Tisch, um meine war fertig. Zum ersten Mal faute ich frisches jeden Abend anzuhören. Ich fand Englisch wirk- Schulden zu bezahlen. Sie lächelte, brachte mir Da lernte ich auch„ Curry and rice" eſſen. Schon Buckerrohr. Es schmeckte ausgezeichnet, nur braucht lich finderleicht bis auf die ganz regellose Ortho- einen Zettel und nahm, was ihr zukam für das am ersten Abend beim Dinner beobachtete ich, mit man gute, fräftige Zähne dazu. Auch vom frisch graphic. Ich erinnere mich eines Abends, da ich Board". Dann zeigte sie mir, was ich dem welchem Vergnügen Jung und Alt das Curry, gepreßten Saft mußte ich eine halbe Stokosnuß das Wort enough"( enoff) aussprechen gelernt Bearer", dem Diener, und dem„ Dhobie, dem welches ich für ungarisches Gulasch hielt, auf schale voll verkosten, er schmedte erfrischend, troß hatte und später das Wort„ plough"( ploff) Wäscher, geben sollte und schob mir den Rest zu. ihren Tellern mit Reis mischten und dann mit der Süßigkeit. Mein Begleiter unterhielt sich mit vorlas. Zeigen Sie mal", sagte Mrs. O'Brien, Dann erklärte sie mir, daß ich mit Willy am dem Löffel zum Munde führten. Als es mir ge- dem Aufseher in der Mahrattasprache. Nachdem aber das heißt doch ,, plau" Tachte sie. Wieso?" Samstag nachmittag nach Poona, der nächsten reicht wurde, nahm auch ich eine angemessene wir uns danfend verabschiedet hatten, und wieder fragte ich. Wenn ough in enough off ist, muß Stadt, gehen müsse, um weiße Anzüge und Bortion und ichob einen Löffel voll in meinen auf der Landstraße waren, versuchte er mir, leider ough in plough dasselbe sein?" Das ist es aber Schuhe einzukaufen. Ich zweifelte zwar, ob mein Mund. In der nächsten Sefunde sprang ich auf, mit nur mäßigem Erfolg, so manches zu erzählen nicht und Sie müssen sich es eben merken." Geld reichen würde, überließ aber diese Sorgen Tegte den Löffel hin und lief auf die Veranda, und zu erklären. Da erscholl plößlich vom Felde, Schluß der Debatte! meinen freundlichen Wirten. Natürlich reichte um kräftig auszuspucken. Gaumen und Zunge das wir soeben verlassen hatten, Gekreisch der Vom tropischen Klima, wie ich es mir vor mein Geld nicht, denn Willy bestellte sechs weiße brannten, als ob ich glühende Kohlen in den Mund Frauen und der Schrei:" Sanf, Sanf." Mein gestellt hatte, fand ich gar nichts. Im Gegenteil, Anzüge, drei Hemden, sechs Paar Soden, ein geschoben hätte. Ich hörte die Kinder lachen, die junger Freund übersetzte aufgeregt:„ A Snate", es war direkt prachtvoll, wie etwa in einem schö- Dußend Taschentücher und zwei Paar weiße Mutter sie rügen und den Vater mit ihr brum- und wir beide rannten über den Straßengraben nen, trockenen Juni bei uns. Die Eingeborenen Kanevasschuhe in einem der größeren Läden. Ich men. Ich wiſchte mir den Schweiß von der Stirne, zurück, um zu ſehen, was paſſiert war. Eine der allerdings fchienen zu frieren, besonders bes brauchte nur zehn Rupees bar zu bezah konnte ehe ich wieder ins Zimmer trat, wo mir Frau Schnitterinnen war von einer Giftschlange in den morgens auf dem Wege in die Fabrit sah ich die Rest in Raten binnen sechs Monaten. Also konnte O'Brien ein Glas Wasser reichte, meinen Teller Beigefinger der linken Hand gebissen worden. Die meisten in Wollschals eingewickelt. Bei einer fol- ich getrost noch Bigaretten für mich und Bonbons wegnahm und mir zwei Bananen auf einem an- Schlange war längst weg, aber die gebiffene Frau, chen Gelegenheit bekam ich meine erste Lektion für die großen und Kleinen Kinder einkaufen. deren Teller anbot. Natürlich verstand ich nicht, die wohl wußte, daß sie rettungslos verloren über das Kastenwesen. Als ich eines schönen Mor- Jezt erst erfuhr ich, daß ich eine vierzehntägige was mir geſagt wurde, aber das Baſſer fühlte war, wartete weder auf den Arzt, noch auf ſonſtige gens in Begleitung der beiden en O'Briens einen Probezeit bestanden hatte und fest angestellt war, und die Bananen versöhnten mich einigermaßen. Silfe, sondern hatte ehe sie jemand hindern konnte, Arbeiter, der einen langen Schal um den Hals Die Zeit verging schnell und sehr angenehm. Mit Staunen sah ich, wie die anderen, selbst den Finger auf einen Stein gelegt und ihn mit gewidelt hatte, überholte, fonnte ich nicht umhin, bie Arbeit freute mich, die Kinder lachten schon Bab", ihren Curry weiter aßen, als ob es Reis- einem Hieb ihres vom Zuckersaft triefenden an einem Zipfel des Schals tüchtig zu reißen, um feltener über mein Englisch, ich verstand ihr Geauflauf mit Himbeersaft wäre. Na, in unge schmußigen Messers glatt abgehauen. Dann auszudrüden, wie unnötig dieses überwarme hnatter schon bedeutend besser. Es waren liebe, fähr vierzehn Tagen aß auch ich Curry ganz gut, allerdings, fiel sie ohnmächtig hin. Unter großem Stück bei solch idealem Wetter wäre. Die Wir- lustige Rangen, besonders das älteste Mädchen, nach einem Jahr war es mir als tägliche Zu- Wehklagen ihrer Gefährtinnen wurde sie ins lung war direkt frappierend. Der Arbeiter blieb Annie, gefiel mir sehr gut. Leider war sie, trok speise nicht nur willkommen, sondern beinahe un- Spital geschafft, denn der Kobrabiß bedeutet siche- stockstill stehen und starrte mich halb wütend, halb ihrer 15 Jahre bereits verlobt mit einem Jrlänentbehrlich. ren Tod. Ich aber vermutete, daß sie, wenn das verwurfsvoll an, auch meine Begleiter waren der in guter Position, den ich noch nicht kennen " Am Sonntag bormittag lud mich Willy, der Kobragift wirklich aufgehalten worden wäre, an aufgeregt. Während der Jüngere den Arbeiter zu gelernt hatte, da er zwölf Stunden Eisenbahns älteste Junge, zu einem Spaziergang ein. Wir Blutvergiftung sterben müsse, denn der staubige besänftigen schien, versuchte der Aeltere mir zu fahrt entfernt stationiert war und nur selten abs gingen in die nahen Zuckerrohrfelder, wo die Ernte Stein als Operationstisch, das von Saft triefende erklären, daß das Essen, welches der Mann in fommen fonnte. begonnen hatte, Viele Frauen standen in einer lesser als Instrument und der schmußige Feßen einem Bündel trug, durch meine Berührung für ( Fortschung folgt.) Nr. 139 Mittwoch, 15. Juni 1938 Seite 3 fadtltkdtuistirtt idtshdäüßt Splitterparteien? Der„Held" Hans Krebs und sein Buch Unzufrieden mit Knickerbocker Die Berichte aus der Tschechoslowakei, die Weltbekannte Journalist Knickerbocker nach hält mit sudetendeutsche Turner freigehalten werden, nach dem Rezept: Mit Speck fängt man Mäuse, die Liebe geht durch den Magen und so weiter. Aber selbstverständlich sind die' gleichgeschalteten Orga> nisationen geistig, politisch und materiell von Hitler-Deutschland völlig unabhängig! Reu.Ullersdorf: 6:12; Heinzendorf a. d. March: 4:8; Wü st- Seibersdorf: 7:11; Karlsdorf: 5:7; Buchbergsthal: 5:19. * Besonders bemerkenswert ist das Ergebnis In der kleinen Gemeinde L e l l o w a(bei Pilsen): dort fiel die SdP von 76 auf 72 Stimmen und ihren sieben Mandaten stehen fünf Mandate der DSAP gegenüber, deren Stimmen von33auf 5 8 st i e g e n. Wird ein vernünftiger Mensch sie als Splitterparteien bezeichnen? Im Betrieb der Lederfabrik der Firma Brüder Taussig in Czalositz bei Leitmeritz wurde am Montag vormittags die Reinigung der in einem Nebenbetrieb aufgestellten Gerbbottiche vorgc- nommeu. Gegen halb 12 Uhr mittags stieg der bereits 13 Jahre im Unternehmen beschäftigte Arbeiter Anton S y l o r a aus Leitmeritz in einen Gerbbottich, um den dort angesammelten Schlamm herauvzuschasfen, als er plötzlich durch Gase betäubt wurde und bewußtlos zusammenbrach. Ihm war nach einigen Minuten, als der Unfall bemerkt worden war, der Arbeiter Anton Friedl aus Ezalositz zu Hilfe gekommen, aber auch er erlitt das gleiche Schicksal. Auch der nächste Arbeiter Anton Merkel aus L e I t m e r i d wurde beim Einsteigen in den Bottich durch die immer mehr aufsteigenden Giftgase bewußtlos. Der hierauf angeseilt in den Bottich einsteigende Arbeiter Wenzel Kleiner aus Leitmeritz konnte nur durch den ihn nachfolgenden Arbeiter Josef Slama, aber auch schon betäubt, au- dem Bottich geholt werden. Die inzwischen herbeigerufene RettungSabtcilung der Lcitmeritzcr freiwilligen Feuerwehr brachte unter Verwendung von Gasmasken und Sauerstoffapparaturen die drei' bewußtlosen Arbeiter Sy« kora, Friedl und Merkel mit großer Mühe aus dem Bottich und überführte sie in das Leitmerit« zcr allgemeine Krankenhaus. Bei Merkel waren bis zum Abend die Wiederbelebungsversuche von gutem Erfolg, bei Sykora und Friedl vergeblich. Im Unternehmen herrschte über diesen tragischen Unfall große Aufregung und die Arbeiterschaft wollte die Arbeit niederlegen, weil die Meinung vorherrschte, daß die Fabriksleitung es an der für solche gefährlichen Arbeite» notwendigen Vorsorge habe fehlen lasten. Sache handelte. Herr Dr. Logdman, besten Name in dem Buch sehr oft genannt wird, aber der nach Krebs als Landeshauptmann„auch nicht aus dem Gehrock herauszufinden vermochte", wird in dem von ihm herauSkommenden Buch über die Ereig« niste nach dem Zusammenbruch vieles in Ordnung bringen müsten. Der Spruch des Menschen, der die Vergangenheit betrachtet, ist immer ungerecht und ungnädig, weil er nie auS einem reinen Borne der Erkenntnis fließt, aber er soll der Gerechtigkeit wenigstens möglichst nahe kommen. Wer eS mit Hebbel hält und dec Meinung ist, eS gibt nur eine Sünde, die gegen die ganze Menschheit mit allen ihren Geschlechtern begangen werden kann, und die» sei die Verfälschung ihrer Geschichte, der wird sich hüten, mit Absicht ein falsches Bild zu unterschieben oder aus parteipolitischen und egoistischen Gründen die wahren Tatsachen in da» Gegenteil zu verzerren. Der Herr Obergauleitcr und RegierungSrat es nicht mit Hebbel, sondern höchstens Goebbels. Don den deutschen Sttmmen erhielt am 12. Juni die deutsche Sozialdemokratie 13.8 Prozent. wurden die militärischen Maßnahmen doch auch nicht getroffen I Knickerbocker wird darüber zumindest das erfahren haben, was jeder Politiker und Journalist in diesem Lande weiß. Besonder» verblüffend wirkt folgende Stelle der Polemik:„Knickerbocker will uns die Meinung unterschieben, daß seit 1933 zwischen den Sudetendeutschen und den Slawen ein unüberbrück-. barer Haß entstanden sei, obwohl sich gerade seit 1933 die Beziehungen zwischen der deutschen und slawischen Nation aus Grynd der Anerkennung des gegenseitigen LebcnSrcchtcS besonders freundschaftlich, ja sogar herzlich gestaltet haben."— Ja, warum dann der ganze !Rummel in der rcichSdcutschcu Presse? Warum die jüngste Rede dcS Herrn Heß gegen die Tschechoslowakei? Warum die vielen Klagen über dl« furchtbare Unterdrückung der Sudetendeutschen, wenn die Beziehungen zwischen ihnen und den Tschechen geradezu„herzlich" sind? Niemand wird über diese Behauptungen de» DNB mehr staunen als die reichsdeutschen Zeitungsleser,— wenn sie sic zu Gesicht bekommen. Denn eS ist durchaus möglich, daß das Propaganda-Ministerium mittlerweile eingesehen hat, daß eS sich mit dieser „Aufbruch“-Redakteur verurteilt Am Dienstag wurden vor dem Prestesenat dcS ObergerichtörateS Ttsek zwei Prozeste, Dr. Otto Straßer gegen den verantwortlichen Redakteur des nicht mehr erscheinenden Blattes „Aufbruch", Heinrich Fröhlich, in erster Instanz beendet, deren Tatbestand in die Zeit der„F o r m i S- A s f a i r c" zu Beginn des JahrcS 1935 zurückgeht. Dr. Otto Straßer, vertreten durch Dr. Schwelb, fühlte sich durch zwei im Februar 1935 Im„Ausbruch" erschienene Artikel beleidigt, in welchem der„Aufbruch", mit der„Prager Presse" polemisierend Dr. Straßer als Haupt eines politischen Ringvereincs und einer politischen Gang- Dle„Totalität" In Mähren-Schlesien Ein Blick auf die Ergebniste der sonntägigen Gemeindewahlen in Mähren-Schlesien läßt unter anderem folgende Namen in die Augen springen: In Ebersdorf 6 deutsche Sozialdemokraten, 9 SdP; inWeigelsdorf(mit Kolonie Heinrichs thal): 7:8; inWW in in in in Weniger als 13.8 Prozent der tschechischen und slowakischen Stimmen erhielten bei den Parlamentswahlen: Tschechische Nationalsozialisten Tschechische Dolkspartel Slowakische Volkspartei Tschechische Gewerbepariei Nationale Vereinigung Kommunistische Partei Bral Arbeiter durch Gasvergiftung Im aerbbotüch erstickt Tödlicher Betriebsunfall In der Cialosltzer Lederfabrik daß später ein deutscher nationalsozialistischer Funktionär Im Zusammenhang mit dieser Asfäre auS der Partei ausgeschlosten werden mußte. Wie sehr die deutschen Nationalsozialisten zu kämpfen bereit waren, geht auch auv der Tatsache hervor, daß aus ihren Reihen Anzeigen gegen den im Juni 1919 in die Gemein d c v e r t r e t u n g gewählten deutschen sozialdemokratischen Mandatar, der zum er st en Bürger- metsterstellvertreter bestimmt war, bei der Bezirksbehörde eingebracht wurden, in welchen die Aberkennung deSMandate« verlangtwurde, weil er nicht tschechoslowakischer Staatsbürger sei. Man könnte über die Dlchtereigenschaften deS Autors von„Kampf in Böhmen" eine Satire schreiben, wenn es sich nicht um eine so ernste Bombardement aus Gulasch-Kanonen 364.000 Mark(Ur SdP-FrcIplätze beim Breslauer Turnfest Der„Prager Mittag" veröffentlicht zwei Dokumente, für deren Echtheit er sich verbürgt und aus denen protokollarisch hervorgeht, daß.die Leitung deS zu Ende Juli in B r e S l a u stattfinden« den Deutschen Turn- und Sportfe st e s mit dem„Beauftragten" Henleins, Rudolf Dietl und Kameraden, die reichsdeutsche Subventionierung der nach Breslau reisenden sudetendeutschen Turner beschloß. ES handelt sich um 224.000 Mark für ganze Freiplätze und um 140.000 Mark für halbe Freiplätze, also insgesamt um 364.000 Mark. Auf diese Weise werden in BreSlau 27.000 „Statistik" Das„Prager Tagblatt" errechnet, daß in den 18 größten deutschen Städten, die am 12. Juni wählten, die deutschen Sozialdemokraten von 20.000 auf 14.000 Stimmen zurückgegangen, während die SdP 19.000 Stimmen ge- tvann, die also nur zu einem geringen Teil von -er D2AP. zu zwei Dritteln von den Kommunisten herrühren müsten. Prozentuell entfallen, so schreibt das Blatt, von den für die SdP und die DSAP abgegebenen Stimmen 91 Prozent auf jene, neun Prozent auf diese.„Diese Ziffern drücken aber nicht das richtige Verhältnis aus, denn sie müsten die Kommunisten vernackilässigen, die in ihren Reihen sowohl deutsche als tschechische Wähler aufweisen. Nimmt man an, daß etwa zwei Drittel der Kommunisten im deutschen Gebiet Deutsche sind, dann ergibt sich, daß die SdP etwa 82 bis 85 Prozent der deutschen Stimmen erhalten hat." Na schön! Aber über die deutschen I n d u- striedörfer und Landgemeinden geht das„Prager Tagblatt" einfach zur Tagesordnung über. 11ns deucht— und das wird noch genau festgestellt werden—, daß von 82 bis 85 Prozent gar nicht die Rede sein kann, wenn man eben nicht, wie das zitierte Blatt das zu tun scheint, den Blick lediglich auf die Städte gerichtet hält. Was wir gestern an Ziffern aus etlichen Gemeinden besonders hcrvorhoben, zeigt doch vorweg, daß nicht nur die«über 90 Prozent"« die sich die SdP selber errechnet, sondern auch die 82 bis 85 Prozent, zu denen das Tagblatt gelangt, Lustgebilde sind. UebrigenS müßte auch die Tagblatt-„Statistil" über die 18 größten Städte erst überprüft werden; denn man wird stutzig, wenn man in der Auszählung dort just Bodenbach vermißt. Daß gerade dort die DSAP sich glänzend schlug, sollte dem Tagblatt einfach entgangen sein? Aus Aussig wird uns geschrieben: In der letzten SonntagauSgabc erwähnten Eie in Ihrer Presse«ine Mitteilung in den „Leipziger Neuesten Nachrichten" über das im „Volk und Reich Verlag", Berlin, erschienene Luch des Regierungsrates und ObergauleiterS Hans Krebs„Kampf in Böhmen" und knüpften daran die Bemerkung, daß Sie das Buch nicht leimen. Um aber dieses„schlicht geschriebene Heldenepos", wie es die„Leipziger Neuesten Nachrichten" in Unkenntnis der wahren Tatsachen nennen, richtig einschätzen und auch die tiefe Verachtung Konrad Henleins gegenüber der gar nicht heldenhaften Flucht Krebsen- mit dem Elbekahn von Aussig nach Dresden verstehen zu können, sollte man allgemein lesen dürfen, waS Herr HanS Krebs alles zu erzählen weiß. Sellen wird in einem Buch, das eine Dar-. flellung geschichtlicher Ereignisse bringen will, so viel gedichtet, kombiniert und gelogen wie in „Kampf um Böhmen". Nach der Darstellung Krebsens haben eigentlich nur die deutschen Nationalsozialisten, vor allem selbstverständlich Krebs selbst, im Winter 1018/19 die Lage in Deutschböhmen völlig begriffen und für die An- gliedcrung der deutschen Gebiete der historischen Länder an das Reich gekämpft; leider haben die marxistischen Verräter alles zunichte gemacht. Geschlossene Formationen wurden von den deutschen Sozialdemokraten einfach aufgelöst und ent- wasfnet, anstatt sie zum Widerstand einzusetzen. Die„VollSwchren" wurden„von eifrigen Ucber- marxisten und Ueberdemolrate» durch demokratische Phrasen betrunken und wehrunsähig ge« 1 macht", denn „es war«ine besondere Tragik des Sudetendeutsch- tumS, daß seineLandeSregierun» gen in diesen entscheidenden DochennichtdieKraftzueinem entschlossenen Handeln aufbringen konnten. Es waren ehrenwerte Deutsche, zumeist aber als solche die typischen Vertreter ihrer Zeit— Demokraten und Beamtennaturen—, die unter dem Einfluß der deutschen Sozialdemokraten< standen unddie,allsiediegroße Stunde rief, ausdem Gehrock ebensowenig wie andere aus ihrerJakobinerkrawatteher» auszufinden vermochten." In dieser Tonart geht es weiter. Auf-Seite 97 wird über die Vorkommnisse in Aussig erzählt und dem ahnungslosen deutschen Lesepublikum die Schaudergeschichte erzählt, daß in Aussig drei Tage der Pöbel herrschte, daß es zu offener Brand st iftung in Fabriken und Geschäftshäusern kam, doch „selbst hier wurde die„Volktwehr", die allein in Aussig über 12 Maschinengewehre und 600 BolkS- wehrmänner verfügte, nicht eingesetzt,«eil der sozialdemokratische Bürgermeister und eine„r o i e W e h r" e s nicht wünschten." Als dann am nächsten Tag die Tschechen einrückten, legten ihnen die„Führer" der VolkSwehr 650 Gewehre, 12 Maschinengewehre und 80.000 Gewehrpatronen zu Füßen. Außerdem stellte s ich die sozialdemokratische„RoteWehr", die biSdahindas„BolkShauS"und die Villen des jüdischen Kohlen« magnatenPetschekunddetMil- lionär-Weinmann bewacht hatte, den neuen Herren sofort zur Verfügung." Und nach diesen faustdicken Lügen kommt gleich eine Erklärung für die Haltung der deutschen Nationalsozialisten, die man samt Herrn HanS Krebs überhaupt damals nicht bemerkte: „Angesichts dieser Lage versprach die Organisierung deS Widerstände-, die wir Nationalsozialisten, gestützt auf die deutschbewußten Arbeiter, inzwischen versucht hatten, wenig Aussicht auf Erfolg undmußte abgeblasen werden." Das sind nur wenige Stellen, au» der Fülle dieser gewissenlosen Geschichtsklitterung herauSgegriffen, doch genügen sie für jeden zum Kopsschütteln, der die wahren Begebenheiten der damaligen Zeit kennt. Der Herr Obergauleiter, über dessen Verhalten nach dem Volkssportprozeß bei den alten, treuen Nationalsozialisten bei unS nur eine einzige, wenig schmeichelhafte Meinung war, rechnet allzu stark mit der Dummheit und Vergeßlichkeit, wenn er glaubt, daß niemand im benachbarten Sachsen weiß, daß damals in Aussig der nationale Dr. Bornemann Bürgermeister war, der die Tschechen gerufen hat. Daß die„BolkSwehr" ihre Pflicht tat und die „rote Wehr" niemals Privatgebäude, also auch keine jüdischen, bewachte, aber durch ihr Einschreiten die Ruhe herstellte, ist offiziell bekannt. ES gibt in Aussig auch noch Leut«, dir be- weisen können, daß in den damaligen schweren Tage« dem tschrchischr« SiationalauSschuß in Aussig persönlich ein verräterisches Anbot gemacht wnrde, wie die Stadt durch die Tschechen beseht und der Bürgermeister verjagt werden könnte, der Amerika gegeben hat, sind der SdP äußerst unan genehm, so unangenehm, daß sic dagegen prote stiert— im Deutschen Nachrichtenbüro. Knicker bocker berichtete über eine Unterredung mit einem sudetendeutschen Wortführer. Run wirst man ihm vor, daß er dessen Namen nicht nannte. Aber vielleicht war Herr Knickerbocker gewitzigt durch die Erfahrungen, die sein Kollege Ward Nrice mit einer Namensnennung gemacht hat?— Herrn Knickerbocker wird vorgeworsen, seine Darstellung solle und müsse„den Eindruck erwecken, als ob wir von der Notwendigkeit eines Krieges überzeugt seien, obwohl jeder Kenner der sudetendeutschen Frage wissen muß, wie sich das Sudetendeutschtum bemüht, eine friedliche Lösung herbeizuführen und daß die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung nur unserer Disziplin zu danken ist." Bon der Aufrechterhaltung der Ruhe durch die„Disziplin" der Nazi hat man ja in jüngster Zeit einige Beweise in Fischern, Warnsdorf, Trau- tenau und manchen anderen Orten erbracht be kommen. Und was die„friedliche Lösung" betrifft — nun, landauf, landab kann jeder, der eß hören will, zu hören bekommen, daß„Hitler ja doch, komme!" Und bloß zum Vergnügen der Soldaten IPolemik gegen Knickerbocker selber widerlegt. Krotehlav als Beispiel Ein Wahlergebnis ohne Terror... Daß Henlein trotz dem schärfsten Terror bei den Gemeindewahlen seine totalitären Ziele nicht erricht hat, haben wir bereits gestern ausführlich dargelegt. Zu jenen Organisationen, die sich im Kampf gegen Henlein ganz besonder» gut gehalten haben, gehört unstreitig auch die deutschen Sozialdemokraten von Kroiehlav bei Klad« no. Hier besteht mitten im rein tschechischen Gebiet«ine deutsche Minderheit, fast ausschließlich Arbeiter, die in der Kladnoer Industrie beschäftigt sind. Bei den ParlamcntSwah- len deö Jahres 1935 waren hier 63 deutsche sozialdemokratische und 102 Henlein-Stimmen abgegeben worden. Bei den Gemeindewahlen am letzten Sonntag hatten die.Henlein-Leute jedoch überhaupt nicht kandidiert. Die Liste der deutschen Sozialdemokraten erhielt dafür 158 Stimmen und damit ein Mandat in der sonst rein tschechischen Gemeindestube. Wie läßt sich dieses so außerordentlich günstige Ergebnis erklären? Inmitten der tschechischen Umgebung versagt eben der Terror der Henlein-Lcute gegenüber allen Andersdenkenden. Ten Arbeitern von Kroiehlav kann kein Henlein-Unternehmer und kein Henlein-Werkmeister mit der Entlassung drohen und auch die sonst übrichen Drohungen,, was mit den Gegnern alles geschehen werde, bis„Er" kommt, sind in dieser neutralen Umgebung unwirksam. Darum läßt das Kroiehlaver Wahlergebnis, so isoliert eS auch ist, einen entsprechenden Schluß zu, wir auch die Wahlen im deutschen Gebiet sicher ganz anders ausgefallen wären, wenn die Zusagen der Regierung hinsichtlich der Bekämpfung jede» Terrors— insbesondere auch wirtschaftlicher Art— rechtzeitig und wirksam in die Tat umgesetzt worden wären. Den Krokehlaver Genossen zu ihrer erfolgreichen Arbeit unseren herzlichsten Glückwunsch! Seite 4 Mittwoch, 15. Juni 1938 Nr. 139 sterbande bezeichnet hatte. Der Angeklagte, der Die Fußball- Weltmeisterschaft zuerst durch den faschist if chen Abgeord neten Dr. Branzovský und später durch Dr. Dem Tschechoslowakei verliert Wiederholungsspiel bický vertreten wurde, trat den Wahrheitsbeweis an. In der Sache hat eine große Anzahl von Hauptverhandlungen stattgefunden. Bei der letzten Hauptverhandlung wurden die von dem Angeklagten als Wahrheitsbeweis geführten publizistischen Aeußerungen der ,, Schwarzen Front" verlesen. Sodann fällte das Gericht das Urteil, wo nach Heinrich Fröhlich wegen des einen Artikels der Vernachlässigung der pflichtgemäßen Obsorge und wegen des anderen Artikels des Vergehens der Nachrede s ch u I dig erkannt wird. Fröhlich wurde zu zwei Geldstrafen von Kč 700.- und Kč 1400.-, im Falle der Uneinbringlichkeit zu Arrest von sieben Tagen und von 14 Tagen bedingt verurteilt. Dem Privatkläger wurde das Recht zuerkannt, das Urteil in der Prager Presse" auf Kosten des Angeklagten zu " veröffentlichen. Hinsichtlich eines Teiles des Artikels, in welchem das Gericht keine Beleidigung erblickte, erfolgte ein Freispruch. Der Verteidiger Dr. Dembijki meldete die Nichtigkeitsbeschwerde an. Die SdP und die Theater Brasilien gewinnt 2: 1( 0: 1) Im Stadion von Bordeaur wurde am[ noch schmeichelhafter ausgefallen als der SpielverDienstag das Wiederholungsspiel Tschechoslowakei-- lauf erivarten ließ. Brasilien ausgetragen. Im tschechoslowakischen Team vertrat Planička der Brünner Burkert im Tor und im Angriff waren Horát, Senecfy und Kreuz neu eingestellt worden. Brasiliens. Manschaft wies neun Neuveseßungen auf, von dem sonntägigen Team waren bloß der Tormann Walther und der Mittelstürmer Leonidas verblieben. Das Stadion war wiederum ausverkauft. Der Sieg Brasiliens fiel Inapper aus, als man erwartet hatte. Der Vorteil der frischen Kräfte wirfte sich hiebei auf die Dauer bei den erschöpften tschechoslowakischen Spielern aus. Das Spiel war diesmal etwas fairer als der erste Kampf, obwohl wiederum eine Reihe Spieler der Unterlegenen fleine Verlegungen davontrug. In der taktiſchen Kampfführung hatte sich bei den Brasilianern nicht viel gegen die erste Garnitur geändert. Schnelligkeit und rasante Schüsse aus fait jeder und unglaublichen Lage waren neben der artis stischen Ballbehandlung wiederum ihre Vorzüge. In der tschechoslowakischen Elf hielt sich Burkert im Tor ausgezeichnet. Die Verteidigung und das Balf leisteten speziell in der ersten Halbzeit gute Arbeit. Die Stürmerreibe, von Kreuz geführt, war wiederum uneinheitlich in ihren Leistungen und in Die Zeit" berichtet, daß eine SdP- Vor- entscheidenden Situationen auch ohne Einsatzbereit stellung im Stadttheater Marienbad ausschaft. Im großen und gangen war aber die Lei verkauft war, während stung der Mannschaft in der ersten Spielhälfte doch befriedigend. Nach der Pause begannen allerdings die Kräfte nachzulassen, der Gegner fonnte sich mehr als vorher zu entfalten und der Generalanfturm nach der Bauſe erforderte mehr physische Kräfte der Tiche choslowaken als eigentlich vorhanden waren. Somit ist das Endresultat von 2: 1 für die Tschechoslowaken ,, ansonsten das von Dir. Moosbauer geleitete Theater einen überaus starken Besuchermangel aufweist. So mußte die legte Freitagvorführung abgesagt werden, da mur vier zahlende Gäste erschienen waren." Schuld an diesem Besuchermangel hat natür lich nicht der Direktor oder das Ensemble, sondern die SdP, deren Treiben die Surgäste ver anlaßt, nicht nach Marienbad zu gehen. Einmal kann die SdP ihre Leute ins Theater tommandieren; aber davon hat das Theater fast nichts. Und wenn feine Kurgäste da sind, muß das Theater schließlich sperren. Womit dann ,, ansonsten" der Kunst und den Künstlern durch die SdP geholfen wäre! Im Volksbund deutscher Katholiken hat es eine Führerkrise" gegeben. In der Vorstandssitung am 7. Juni wurde, wie der DND meldet, beschlossen, den kürzlich erkrankten Generaldirektor Reichenberger ,, mit Rücksicht auf die derzeitige Lage des Volfsbundes" zu beurlauben. Der Vizepräsident Statechet Wilhelm Herzog wurde vom Präsidenten des Volfsbundes, Abt Prokop von Braunau, mit der Führung der Geschäfte an Stelle des beurlaubten Generaldirektors Reichenberger betraut. „ Die derzeitige Lage" besteht in der Rüdsichtnahme auf die nazistischen Gleichschaltungsbestrebungen und auf das Ueberlaufen der Füh rung der ehemaligen christlichsozialen Partei zum neuheidnischen Nationalsozialismus. Herr Reichenberger ist mit der Unterwerfung der Katholifen unter den Nationalsozialismus nicht ein verstanden. Deshalb mußte er beurlaubt werden. Jagesneuigkeiten Nur nicht anstoßen! Nur nicht im deutschen Sender etwas sagen, was der SdP nicht gefallen tönnte! Also auch nichts kritisches gegen die Totalität, nichts Posis tives für den Sozialismus! Am besten, man läßt das Wort Sozialismus überhaupt nicht mehr aussprechen! Das scheinen die Erwägungen der Runds funkzensur zu sein. Das einzige Tor der Tschechoslowakei fiel durch einen Strafstoß wegen eines Fouls der Brasilianer. Der Ball fam nach furzer Abwehr zu Rule und desfen Buſpiel verwertete Stopecky zum Führungstref fer. Dieser Vorsprung fonnte bis nach der Pause gehalten werden. Weitere erfolgreich scheinende Altionen der Tschechoslowaken werden bis dahin durch Ungenauigkeit im Schießen oder Langsamkeit sowie durch die gute gegnerische Abwehr vereitelt. Nach der Pause sahen die Brasilianer ihre Zeit gekommen. mit mitunter sieben bis acht Mann beſtürmen sie das gegnerische Tor. Verteidigung und Half der Tschechoslowaten wissen sich feinen Rat und in der zehnten Minute erzielt der schwarze Neger- Mittelstürmer Leonidas durch einen gewaltigen Schuß den Ausgleich. Die Maschine der Brasilianer ist in Schwung gekommen, die Tschechoslowaken wehren fich verzweifeltes nüßt nichts und kurze Zeit darauf wird ihr Widerstand durch ein zweites und den Sieg der Brasilianer bringendes Tor gebrochen. Noch ein mal versucht der tschechoslowakische Sturm eine Wen dung zum Besseren zu erzwingen, aber die Kräfte sind zu sehr ausgegeben und die Gegner zu sehr auf der Sut als daß sie einen weiteren Erfolg zulassen würden. Brasiliens Spieler begnügen sich mit dem Erreichten, verzögern die Zeit durch Autspielen und der Schlußpfiff erkennt ihren Sieg als sicher an. Die tschechoslowakische Mannschaft ist aus der Weltmeisterschaft ausgeschieden der Finalist von Das Riesenporträt George Washingtons in Felsen gehauen Rom hat die zweite Runde nicht überstanden... Donnerstag findet die Weltmeisterschaft ihre Fortiebung: In Maricille ſtehen sich BrafiTien und Italien gegenüber, während in Paris das Spiel Ungarn gegen Schweden absolviert wird. meerstrand und im Innern des Landes, wo es sicher ist, ein. Die Hilfsausschüsse für das demofratische Spanien in den europäischen Ländern und in Amerita unterstüßen diese Lager und haben eine große Anzahl von Kindern in ihr eigenes Land genommen, wo sie ähnliche Kolonien errich tet haben. Die meisten der außerhalb Spaniens befindlichen Lager sind in Frankreich. Eins in der Nähe von Paris wurde vom Hilfsausschuß für das demokratische Spanien( Prag I., Národni 35) eingerichtet und wird auch von ihm unterhalten. Riesenbrand in Lettland Aus den Felsen des Rushmore Parks in SüdDakota haben die Amerikaner die Köpfe der drei größten Präsidenten in riesigen Ausmaßen herausgemeißelt. Man sieht hier das fast vollendete Porträt des Präsidenten George Washington, auf dem sich die Arbeiter wie kleine Ameisen ausnehmen. Ohrfeige gegeben zu haben, gleichzeitig aber ers flärte, niemanden mit der Pistole bedroht zu einer Pistole hat, gezogen zu haben. Es wurde haben, sondern nur ein Feuerzeug, das die Form tatsächlich festgestellt, daß der Zugsführer keine Pistole bei sich hatte. Herbst wurde von einem Polizeiarzt und einem Spezialisten untersucht, die ein Wiederaufbrechen einer alten Perforation des Trommelfelles des rechten Ohres feststellten. Die Verlegung ist leicht und wird etwa vier Tage Behandlung erfordern. Gegen den Zugsführer wurde die Strafanzeige erstattet. Dem Riesenbrand in der Stadt Luasen, der Todesopfer eines Autounfalles. Auf der In der deutschen Arbeitersendung durfte Samstag ein Drittel der Stadt in Asche legte, Straße von I an egg nach Osiegg geriet am Sonntag nicht gesagt werden, der Ruf nach sind, wie nunmehr bekannt wird, insgesamt 372 gestern ein Auto, als dessen Lenker während der irgendeinem Führer" sei„ Eingeständnis der Gebäude zum Opfer gefallen. Etwa 3000 Men- Fahrt ein Fenster öffnen wollte, ins Gleiten und Unmündigkeit, Ausdruck des Zweifelns und Ver- schen wurden obdachlos und etwa 200 Personen stürzte eine Böschung hinab, wobei der Fahrgast, zweifelns- an der eigenen Straft". haben Verlegungen erlitten. Orangen als Viehfutter eine Frau Richter, den Tod erlitt. Frau Rich ter, die leidend war, hatte sich nach Johnsdorf zur Erholung begeben wollen. Hochwasser in der Schweiz. Im Jura- Ges In den tschechischen Vorträgen darf Aehnliches gesagt werden. Das hören die Sudetonazi nicht, schließlich wissen sie auch, daß die Tschechen In Palästina hat man große Schwieriglei ja doch ein demokratisches Volk bleiben, also läßt ten mit den Orangen, die nicht für den Export Liet und südöstlich von Basel sind infolge der hefjie tschechische Ablehnung des„ Führer"-Gedan- taugen, weshalb man sie zu Hause zu verwerten tigen Regengüſſe Ueberschwemmungen eingetreten. fens gleichgültig. Aber in deutscher Sprache die fucht. Nunmehr hat die landwirtschaftliche Prü- In einigen Dörfern steht ein Drittel der Gebäude Führer"-Schwärmerei ablehnen das könnte fungsanstalt von Rehobot in Palästina festgestellt, unter Wasser. Die Felder sind stellenweiſe bie ja die von Sarel Capet gewünschte Wirkung daß Orangen, deren Saft ausgedrückt wurde, er einen Meter tief unter Wasser. Der Rhein ist haben, daß doch der eine oder der andere Hörer folgreich als Futter für das Vich, insbesondere von Montag vormittags bis zum Abend von 2.25 nachdenklich wird und das würde die SdP für Weltfühe, verwendet werden können. Diese auf 2.80 Meter gestiegen. Opfer an Menschenverstimmen, also lieber nicht etwas so Demofra- Orangenreite werden besonders zubereitet und sind leben werden bisher nicht gemeldet. tisches sagen lassen! für das Vich sehr nahrhaft. Daß es einen Liberalismus gegeben hat und Der Vorstoß gegen Hankau gibt, das darf man gerade noch sagen. Aber daß Schwere Gewitter, die teilweise von großen Wolfenbrüchen begleitet waren, richteten in der Ein Anhänger Cedillos erschossen oberitalienischen Tiefebene große Verheerungen es einen Sozialismus gibt und daß der SoJapans Flotte auf dem Jangtse Megifo. Der General Espeje 1, ein An- an; mehrfach wurden Brücken durch das Hochwass zialismus humaniſtiſch ist – nein, das darf nicht hänger des Generals Cedillo, wurde in dem Augen- ſer zum Einsturz brachte. Die Verheerungen Schanghai. Die Japaner haben eine Anzahl gesagt werden, denn von Sozialismus und Hu- blice seiner Verhaftung erschossen. Als Polizisten wurden durch starke Hagelschläge noch vermehrt. von Kriegsschiffen auf dem Jangtse- Fluß bis auf manismus wollen ja die Nazi nichts wiſſen und seinen Landſiß im Staate Puebla betraten, eröffnsgesamt wurden zwei Personen getötet. chiwa 300 Stilometer an Hankau herangebracht. Der deutsche Sender ist ja ausschließlich zu dem neten der General und einige seiner Freunde auf Museumsdieb aus Sammlerleidenschaft. In Vorher mußten sie in wochenlanger Arbeit den Zwede geschaffen worden, nichts den Totalitären die Polizisten das Feuer. Der General versuchte Salle wurde ein 35jähriger Mann zu zweieinhalb Flußlauf von Minensperren und anderen Hinder- Zuwideres sagen zu lassen, also nichts auszu- dann zu Pferde zu entfliehen, wurde jedoch durch Jahren Gefängnis verurteilt, der aus krankhafs nissen räumen. Das japanische Flottenkommando sprechen, was vielleicht den einen oder anderen einen Schuß aus einem Maschinengewehr getötet. ter Sammlerleidenschaft aus zahlreichen Büche hat das Verlangen gestellt, daß die auf dem nicht völlig Gleichgeschalteten nachdenklich machen General Espejel war fürzlich auf Befehl des Prä- reien und Museen in Halle und Nordhausen Jangtse befindlichen britischen und amerikani- und etwa gar für die demokratischen und huma- fiebenten Cardenas aus der Liste der merikanischen Hunderte von Büchern und anderen Gegenstän schen Flußkanonenboote ihren Standort ändern, nitären Staatsideen gewinnen könnte! Also Armee gestrichen worden und sollte vor ein Striegs- den entwendete, und sich daraus eine umfang um die japanischen Operationen nicht zu behin durfte folgendes nicht gesagt werden: gericht gestellt werden. dern, doch wurde diese Forderung abgelehnt und sowohl die britischen wie die amerikanischen Schiffe haben den Befehl erhalten, in ihren Positionen zu bleiben. 250.000 Madrider Kinder evakuiert reiche Sammlung einrichtete. Als die Polizisten „ Die Frauen und der Sozialismus sind für bei der Verhaftung in seine Wohnung eindranden Fortschritt. Die Frauen und der Sozialismus gen, entdeckten fie dort wirklich ein kleines Mus sind für die Humanität. Denn Sozialismus ist in Seit Beginn des mörderischen Kampfes um ſeum mit vielen wertvollen Gegenständen, so ſeinem Ziel, wie Majaryf betont, nichts ande- Madrid wurden von den republikanischen Behör- 3. D. auch 110 wertvollen folkloriſtiſchen ErpoDie chinesische Gesandtschaft in Prag stellt res als eine humanitäre Bewegung." den nach und nach aus der Stadt 250.000 Stin naten aus dem Landes- Volkskundemuseum. den Blättern folgenden Bericht zur Verfügung: Das hätte sich Masaryk auch nie träumen der evaluiert. Die in der Stadt verbliebenen Es bleibt kühl. Aus einem umfangreichen Sonntag unternahmen die Japaner einen lassen, daß in seinem Staate durch den Rundfunt restlichen 50.000 Kinder gehen in Madrid in die Druckhoch über dem Ozean wird dem Feſtlande neuen Versuch, am Ufer des Jangtse- Flusses nicht verkündet werden darf, daß er den Sozia- Schule und find täglich der Gefahr der Bombar- fühle Luft zugeführt, die am Dienstag in das StarTruppen auszubooten, welche wahrscheinlich zu lismus als humanitäre Bewegung ansah! Und dierung durch Flieger und Artillerie ausgesetzt. Gewitter und Regenfälle auftreten. In Rumänien bathengebiet eingedrungen ist, wo an vielen Orten einem planmäßigen Ueberfall auf Santau ver- wie verhängnisvoll wäre es gewesen, wenn ge- Sie warten auf die Evaluierung, die mittels der wurden nachmittags bei heiterem Himmel 34 bis wendet werden sollten. Bei der Stadt Kwejtschi hört worden wäre, daß der Sozialismus für die von den Hilfsorganisationen der ganzen Welt 35 Grad Celsius verzeichnet. Die Drudverteilung wurden etwa 1000 japanische Matrosen ausge- Humanität ist! zur Verfügung gestellten Lastautos durchgeführt bedingt einen weiteren Zufluß fühler Meeresluft bootet, die nach einem heftigen Kampf die Poji- Wirklich, die Rundfuntzensur wird es glück wird. Die Kinder leiden Mangel an Lebens- zum Festland. Wahrscheinliches Wetter von tionen der dortigen chinesischen Besaßung beses- lich noch erreichen, daß weder die Demokraten, mitteln, hauptsächlich an Milch. In Madrid Mittwoch: Wechselnd bis vorwiegend bewölkt. Im ten. Gegen Abend erschienen chinesische Bomber, noch die Sudetonazi den deutschen Sender hören kommt derzeit täglich nur ein Liter Milch auf Often der Republit noch einzelne Schauer, sonst welche die ausgebooteten Japaner bombardierten mögen, weil weder die Demokraten, noch die 100 Einwohner, wobei natürlich in erster Linie vorwiegend niederschlagsfrei. Bei Nordwestwind und ein japanisches Schiff versenkten. Die Nazi zu hören bekommen, was sie wollen. Und die Schwerkranken in den Spitälern versorgt eine wesentlichen Aenderungen. mäßig fühl. Wetteraussichten für Donnerstag: japanischen Matrosen, welche durch das Bombar- das in einer Zeit, in der es sich schon außerhalb werden müssen. dement starke Verluste erlitten hatten, mußten der Tschechoslowakei in der ganzen Welt herumauf die Schiffe zurückkehren, die sich rasch ent- gesprochen hat, daß der Rundfunk eines der wichfernten. tigsten Propagandamittel ist!" Das heutige Programm Der Hitlergruß und eine Dhrfeige. lleber einen Zwischenfall in Troppau wird amtlich der deutschen Sendung mitgeteilt: Am Montag, um 20.40 Uhr grüßte Brag- Melnit: 10.15 Schulfunt. 10.35 Schall am Oberring der Bäckergehilfe Alfred Herbst mit platten. 12.15 Vortrag über die Briefmarkenausstel Ungarns Judengesetz In der Praxis Drel Millionen Flüchtlinge aus Franco- Spanien erhobener Hand. Der längerdienende Rugsfühlung in Prag. 18.00 Jugendstunde. 18.20 Arbeiter Budapest. Die Regierung hat auf Grund des rer Stanislav Šulc bezog diesen Gruß auf fendung. 18.40 Sozialinformationen. 18.45 Unter sogenannten Judengesetzes eine Verordnung er- Auf dem Gebiet der spanischen Regierung sich, faßte ihn als Provokation auf und gab haltungsmusik( Gesang: Else Frischler). 19.00 Aus lassen, wonach die Stammern der Rechtsanwälte, befinden sich derzeit drei Millionen Flüchtlinge er 6 st eine Obrfeige. Der Vorfall neuen Büchern. 19.30 Heimische Volksmusit. 20.00 der Ingenieure und Aerzte feine neuen aus dem von Franco und den Interventions hatte einen Auflauf zur Folge: Nach Angabe 22.35 bis 23.00 Lanamufit. Die Wunderfur", schlesisches Voltsstück von Heger. Witglieder aufnehmen dürfen, bis die mächten besetzten Gebiet. Größtenteils handelt es eines Zeugen soll Bugsführer Šulc die MilitärVerhältniszahl der jüdischen und nichtjüdischen sich um Frauen und Kinder, denn die pistole gezogen haben. Die Wache, die unterdes- Glück: Mährische Landschaftsdichtung. 18.15 bis Brünn: 18.00 bis 18.15 Prof. Dr. Guido Mitglieder der einzelnen Kammern durch eine zu Männer sind an der Front. Für die Kinder rich sen herbeigeeilt war, führte den Zugsführer auf 18.20 Schallplatten. 18.20 bis 18.35 Med.- Rat Dr. erlassende Verordnung neu festgelegt wird. tet die spanische Regierung Kolonien am Mittel- die Wachstube, wo dieser zwar zugab, Serbst eine Robert Kocauret: Verjüngungsmethoden. «f. 13» Mittwoch, 15. Juni 1938 Lett« 5' Marie Becker kämpft um ihr Leben Der große Glftmordprozatt In Lüttich Von Dr. E. Jolowlcz nießen, trieb sie in die Nachtlokale, Gier in die Arme der Liebhaber und die gleiche Gier brachte das Verlangen nach Geld und erzeugte möglicherweise die Mordplänc, die ihr das Geld schnell und sicher verschaffen sollten. Klug wie eine Schlange Wenn auch die Angst im Hintergrund der Seele dieser Frau lauert, so läßt ihr Verhalten bei den Verbrechen und im Prozeß kaum etwas davon merken. Die kluge Voraussicht, die Ab» schätznng persönlicher Wirkung, die Organisation und die prompte und zielsichere Durchführung kennzeichnen am schärfsten das Vorgehen der Marie Becker. Sie weiß, wie aus der traurigen und fast monotonen ersten liebersicht über die Vorgänge beim Tode der verschiedenen Opfer hervorgeht, leicht das Vertrauen alter Frauen zu gewinnen. Sic sucht sich Franc» aus, die etwas besitzen und kommt ihnen schnell nahe. Eine kleine Unpäßlichkeit oder eine chronische Kränklichkeit gibt der neuen Freundin Anlaß, ihre Hilfsbereitschaft zu zeigen. Die Becker übernimmt die Pflege— und wenige Tage darauf sind die Frauen tot, und es fehlen aus ihrem Besitz Juwelen und Geld. Die Becker aber hat nichts mit dem Tode zu schaffen, sie ist unschuldig, und ein Opfer ihrer Gutmütigkeit— so sagt sic immer wieder. Auch daß sie in ausfallenden Mengen ein merkwürdiges Gift bezogen hat— Digitalis— da» gleichzeitig ein sehr nützliches Medikament ist, dürste man nicht gegen sie auSnuhen. Auch dafür hat sie eine Erklärung vorbereitet. Sie hat da» Gift einer Holländerin geliefert, die es. über die Grenze schmuggelte. Ole grolle Unbekannte meldet sich Die Einführung der„Großen Unbekannten" wäre nun an sich kein besonders origineller Trick. Die Klugheit besteht nur darin, daß sie sehr genaue Details angock, die Frau so darstellte, daß sie auS Gründen der eigenen Sicherheit nicht vor Gericht erscheinen könne und dabei in stark suggestiver Weise die Vorstellung heraufbcschwor, die Freundin werde sich doch melden, um sie zu retten. Und wirklich bekamen der Präsident und die Verteidiger schon am zweiten VerhandlungStage Briefe von dieser Frau. Ob diese Briefe echt sind, wer sie geschrieben hat. ob sie vorher bestellte Arbeit sind oder vielleicht ein Fanatiker sie unter dem suggestiven Einsluß der Worte der Becker geschrieben hat, das wird erst die weitere Verhandlung ergebe». Vorläufig scheint der Schlag daneben gegangen zu sein, da immer noch niemand von der Existenz dieser Uiibekannte» überzeugt ist. Ein vielleicht unvermeidlicher Fehler liegt in der Wahl des Giftes. Tas Digitalis ist ein aus den Blättern einer in gemäßigtem Klima tveit verbreiteten Pflanze, des Fingerhute». Es ist das gebräuchlichste Herzmittel und leicht zu beschaffen. Um er als tödliches Gift wirken z» lassen, muß man aber schon recht erhebliche Mengen nehmen. Der schlvächste Punkt im Ausbau de» Systems der Becker scheint mir zu sein, daß für eine Rauschgiftschmngglcrln kaum Anlaß bestehen könnte, da» billige, überall erhältliche und leicht herstellbare Digitalis sich in schwachen Lösungen zum Schmuggel zu verschaffen.(Copyright bn lMitropreß.) IMhwirWtaft und MTP Lüttich. Feierlich, schwer und imponierend wirkt der historische Saal in LüttiK, in dem sich eben einer der größten Giftmordprozcsse ab« spielt, der seit 00 Jahren vorgckommen ist. Würdig sitzen vor getäfelter Wand der Präsident und die Beisitzer, drohend neben ihnen der Generalstaatsanwalt Dellvaidc, der die furchtbare Anklage erhebt, eine Frau habe 16 Men« sche.n innerhalb von zwei Jahre»durch Gift ums Leben gebracht. Auf der rechten Seile des Saales sieht man auf der Geschworencnbank die gespannten Gesichter von Bürgern, die sich ihrer Pflicht und ihrer Verantwortung vor Gott und den Menschen mehl bewußt zu sein scheine». Daneben gibt c» noch eine Bank mit den Zivilvertretern der Opfer, ilnlvälte, die noch nicht in Aktion getreten sind, een denen aber noch manch tatkräftiges Eingreifen zu erwarten ist. Und diesem Apparat steht auf ebenso feierlicher Szene eine fast 55 Jahre alte Frau gegenüber, gllesn, nur auf die Hilfe zweier Anwälte angewiesen, die ihr zwar den Kampf erleichtern, abir nicht abnehmen könne». Den ganzen ersten Tag steht sic aufrecht zwischen zivei jungen Gendarmen, verliert keinen Augenblick ihre Ruhe, ihr breiter, schmaUippiger Mund formt klare Antworten, in denen sic alle Schuld ableugnct und sich al» Opfer einer Reihe von Irrtümern hinstellt. Da die Angeklagte Marie Becker, geborene Petitjean leugnet, müssen die Geschworenen mit Hilfe des Gerichtes die Wahrheit suchen. Die Voruntersuchung, die 18 Monate dauerte, hat jedenfalls ein Beweismaterial von erdrückender Kraft gesammelt. Ole Motive Schon die einfachste Handlung— so lehrt die moderne Psychologie— ist nicht durch ein einziges Motiv bedingt, sondern durch ein Motivbündel. Innerhalb dieses Bündels haben die Teilmotive einen unterschiedlichen Wert, und nicht immer ist die» am deutlichsten hervorgctre- tene Motiv auch da» entscheidende. Der Begriff „Motiv" muß bei dieser Betrachtung sehr weit verstanden Iverden und alle Gründe, Neigungen, Leidenschaften, Triebe, Konstellationen umfassen, die eine Tat bestimmen können. Eine verbrecherische Tat aus Leidenschaft ist motivisch anders zu sehen, als ein überlegte» Verbrechen, eine einmalige Tat ander« als eine Serie von Verbrechen. Eine einnialige Konstellation von GclegenheitSumständen, da» unglückliche Zusammentreffen mehrerer Determinanten kann eine- verbrecherische Neigung, einen Zerstö« rungSIrieb plötzlich und einmalig zum Aufsprin- gm bringen. Bei Masscnverbrechcn, bei Serienmorden dagegen, wie Im Falle Becker, spielt der Charakter, die ganze Lebensentwicklung, die Intelligenz und die moralische Grundhaltung eine viel entscheidendere Rolle innerhalb des Motivbündel». Oss Vorleben Bisher ist nnr die Tatsache ausfallend, daß die große Verbrecherin, wie die Voruntersuchung und die Anklage sie sehen, bi» zu ihrem 50. Lebensjahre ein völlig unaufsälligcS und ereignisarme« Leben geführt Hal. Sie lebte al» kleine Schneiderin, deren Kundenkreis meist au» Arbeiterfrauen und kleinen Angestellten bestand, führte eine durchschnittliche Ehe, ohne viel Wert auf AuS» gehen und Liebesbeziehungen zu legen und trat in keiner Weise hervor. Mit 50 Jahren tritt eine Wandlung ein. Sie fälscht ihren Paß nnd macht sich nm zehn Jahre jünger. Sie schneidert sich ein auffallendes Abendkleid und geht aus die Licbhabersnche. Sie führt ein Doppelleben, bleibt am Tage die kleine Schneiderin, die mit den Kleinbürgern ihres Viertels auf gutem freundschaftlichem Fuße steht und treibt sich abend» und nacht» in zweifelhafter Gesellschaft in zweifelhaften Lokalen herum und trinkt. Toilettensorgen von„Madame“ Wie tief die Wandlung geht, kann man an zwei kleinen Symptomen sehen. Für den ersten Vcrhandlungötag, bei dem cs für die Frau um Leben und Tod geht, beschäftigen die Becker... Toilettenfragen. Nach anderthalb Jahren Untersuchungshaft läßt sie sich zur Verhandlung ein neue» Kleid kommen, Hut, Mantel, Handschuhe und erscheint ans der Anklagebank sorgfältig mit einer gewissen Eleganz gekleidet. Ihr Gesicht hat sie mit Puder und Lippenstift zurechtgemacht. Torschlußpanik Man bezeichnet die Angst alternder Frauen als Torschlutzpanik. Die Frauen spüren und wissen, daß ihr frauliche» Leben sich seinem En' c nähert. Sie werden v'on der Angst gejagt, sie hätten da» Schönste im Leben versäumt, seien zu kurz gekommen, hätten das Leven nicht genossen und morgen schon könnte es zu spät sein, um das Versäumte nachzuholen. Panischer Schrecken ergreift sie, das Tor könne zufallen, und sie seien unwiderruflich ausgeschlossen. . Dieser panische Schrecken treibt viele Frauen zu unbesonnenen Handlungen, manche in schwere nervöse Krankheiten und Depressionen. Marie Becker stieß vielleicht ihre Torschlußpanik in ihr Doppelleben. Gier, das verlöschende Leben zu ge- Generalversammlung des Industriellenverbandes Prag. Dienstag hielt der Zentralverband der tschechoslowakischen Industriellen seine 20. Generalversammlung ab. welcher eine Manifestationsversammlung in Gegenwart des Ministerpräsidenten Dr. HodZa, der Minister Mlioch und Je« jek, des Gouverneurs der Nationalbank Dr. Engliö sowie zahlreicher Vertreter öffentlicher Körperschaften folgte. Die Versammlung wurde durch eine Kundgebung des HandclSminister» eröffnet, nach welchem Dr. Preiß, im Namen de» Deutschen HauptverbandeS der Industrie Th. Lie- bieg und'für die slowakischen Industriellen Dr. Ing. Zuffa, ferner Dr. I. Bata sprachen. Eine weitere Serie von StraBenarbelten Im Bereich der teckmischen Abteilungen der Bezirksämter in Teplih-Schönau, Telsche n und Böhmisch- Leipa werden im Jahre 1938 folgende au» dem staatlichen Straßcn- fondö unterstützte Herrichtungen von BczirkSstra- ßen fortgesetzt, rcsp. begonnen werden: Der Bezirk Teplih-Schönau seht heuer die Herrichtung der Straße Teplih-Schöna u— Zinnwald, die einen Teil der zwischenstaatlichen Verbindung Oslo—Berlin—Prag—Wien bildet, fort. Die Fahrbahn dieser Straße wird mit Kleinwür» fein gepflastert; Heuer werden ungefähr 1,500.000 Xä verbaut, wovon der staatliche StraßensondS 1,880.000 Kö erseht. Außerdem wurde dem Bezirk Teplih-Schönau ein weiterer Beitrag von 812.000 EL aus dem Straßenfonds zur Pflasterung der Be« zirksstraße Tur n—M a r i a s ch e i n in der Gemeinde Sobortcn bewilligt. Der Aufwand für diese Pflasterung ist mit 520.000 Xö veranschlagt. Dem Bezirk Dux wurde rin böprozcntiger Beitrag aus dem StraßensondS in der maximalen Höhe von 1,000.000 Xi für die Pflasterung der BezirkS- straße B r ü x—K lost ergrab in der Stadt Klostergrab bewilligt., Im Bezirke B i I r n' wird die Bezirksstraße D u x—A ussig in der Gemeinde H o st o m i tz mit einem veranschlagten Bauauftvand von 500.000 X» gepflastert werden. Zu diesen Baukosten wurde auch ein Beitrag au» dem staatlichen StraßensondS in der Höbe von 400.000 Xö bewilligt. Der Bezirk Brüx beendigt die Pflasterung der Bezirksstraße Khan— Obrnih—Bikin, für welch« au» dem StraßensondS ein SOprozentiger Bet- irag zu dem veranschlagten Baufauswand von 750.000 Kt bewilligt wurde. Ter Bezirk T e t s ch e n richtet mit Beihilfe des staatlichen StraßensondS fortschreitend die Bezirksstraße HerrnSkretschen— Rainwiese— Dittersbach her. die für den lokalen Touristenverkehr große Bedeutung hat. Der Bezirk schreitet im heurigen Jahr zur Herrichtung eine» Abschnittes mit einem Aufwand von 1,685.000 XL, zu welchem«in VOprozentiger Beitrag aus dem Straßenfonds bewilligt wurde. Die prosektirrt« Verbesserung wird an» der Verfestigung der sehigen gewalzten Fahrbahn durch eine schwer« Steinbeton-Decke bestehen- Außerdem wurde dem Bezirk ein 80prozen« tiger Beitrag au« dem Straßenfonds zur Herrichtung der Bezirksstraße Steinfchönau—Mei« stersdor f—G ersdorfmit einem Aufwand von 210.000 XL bewilligt. Mit dieser Arbeit wird ebenfalls noch heuer begonnen werden. Der Bezirk R u m b u r g beabsichtigt noch in diesem Jahr die BezirkSstraße D ch ö n b o r n— Schönlinde in der Läng« von 406 Metern.zu rekonstruieren, wofür ihm aus dem Straßenfond» ein SOprozentiger Beitrag zu den auf 287.000 Xi. veranschlagten Baukosten bewilligt wurde. Dem Bezirke Schluckenau wurde In der lehten Zeit ein SOprozentiger Beitrag au« dem staatlichen StraßensondS zur Pflasterung der Bezirktstraße Alt-Ehrenber g—N ieder-Einsie- d el in N i x d o r f. die mit 880.000 Xi veranschlagt wurde, bewilligt. Der Bezirk Böhmisch-Leipa stellte Im Jahre 1087 mit Unterstützung de» StraßensondS«ine Asphalt-Fahrbahn auf der BezirkSstraße N i e m e S— Deutsch-Gabel her und in diesem Jahr wurde ihm ein 75prozentiger Beitrag zur Herstellung eine» mit 06.000 Xi veranschlagten Abdichtung»anstriche» bewilligt. Im Bereiche der nordböhmischen Bezirke Reichenbcrg und Trautenau werden Heuer im Die ausgezeichneten Heilerfolge der Quöllen von M BAD LUHACOVICE sind das Geheimnis größter J Beliebtheit. Tuhffi W» Jint«l» Rahmen der genehmigten Straßenbauprogramme Herrichtungen von einzelnen Abschnitten der Staatsstraßen mit einem Gesamtaufwand von 2,984.000 Xi dnrchgesührt. Hievon entfallen im Bezirke Reichenberg auf Untcrbauherrichtung und Walzung l 10.000 Xi, leichte Straßenbelage 225.000 Xi und schwere Straßendecken 1,404.000 Xi und im Bezirke Trautenau auf leichte Straßenbelage 185.000 Xi und auf schwer« Straßendecken 1,020.000 Xi. Als schwere Straßendecken werde» Pflasterungen mit Kleinwürseln von vier städtischen Straßendurchzügen im Bezirke Reichenberg und von«Wei städtischen Straßendurchzügcn im Bezirke Trautenau errichtet werden. Der Kostenaufwand für diese städtischen Straßendurchzüge von Staatsstraßen lvird zu 00 Prozent durch Subvention au» den Mitteln de» Straßenfonds gedeckt. Die Vorbereitungsarbeiten sind so weit gediehen, daß die Bauarbeiten in der allernächsten Zeit in Angriff genommen werden können. Die Durchführung dieser Arbeiten wird in erheblichem Maße zur Linderung der Arbeitslosigkeit beitragen. Ole Refundierung der Handelssteuern Der Zentralverband der Industrie intervenierte, wie die„Prager Presse" meldet, beim Vorsitzenden der Regierung und bei den Wittschast»- ministerien wegen beschleunigter Lösung der Refundierung der Handelssteuern in einigen Industriezweigen überhaupt, sowie Refundierung der Umsahsteuer bei der Ausfuhr für das Steuerjahr 1938. Diese Refundierung wurde bi» heute noch nicht festgesetzt. Das Finanzministerium hat an seinem ursprünglichen Antrag einige geringere Aenderungen vorgenommen. Für die Ausfuhr von Glas und Glaswaren wird jeht festgesetzt, daß sofern für die Erzeuger, die in der Verkaufsvereinigung der DafelglaSfabriken A.-G. in Prag zusamniengeschlossen sind, diese Bereinigung GlaS und Glaswaren ausführt, sie auf Rückerstattung des RefundierungSbetrage» an Stelle der Erzeuger Anspruch hat. Die Erleichterungen bei-er Ausfuhr von Kleimnetall« waren werden ausgedehnt. Uiw:reinbart bleiben jedoch nachstehende Erleichterungen: 1. Erleichterungen bei der Ausfuhr von Textilgegenständen, bei denen das Ministerium verlangt, daß di« beantragten RefundierungSbeträge erhöht werden. 2. Die Erleichterungen bei der Ausfuhr von Metallgegenständen. 8. Die Erleichterungen beim Export von Braupech, 4. Die Erleichterun- I gen beim Export von Gummiwaren. 5. Die Er leichterung bei der Ausfuhr von Lcderschuhcn. 6. Die Einführung einer neuen Erleichterung bei der Ausfuhr von Lederhandschuhen. Der umge- arbeitcte Entlvurf des Finanzministeriums berücksichtigt nicht Erleichterungen bei der Ausfuhr von Bugholzmöbeln, desgleichen nicht bei der Ausfuhr von Viskosepapier. Das Finanzministerium lehnt ferner den Antrag ab, daß die Erleichterungen bei der Ausfuhr von Musikinstrumenten auf Piano» und PianinoZ ausgedehnt werden. Man erhält für KL 100 Reichsmark<««,, , 708.— Markmünzrn.».» 817.50 100 rumänische Lei.»- 18.00 100 polnische Zloty.... 540.50 100 ungarische Pengö... 598.50 100 Schweizer Franken.. 659.50 100 französische Franrü.. 82.20 1 englische» Pfund... 143.50 1 amerikanischer Dollar., 28.80 100 italienische Lire.». 161.40 100 holländische Gnlde».. 1593.— 100 sngoslawisch« Dinar«., 64.80 100 Belga» 488.— 100 dänisch« Kronen... 638.— Mitteleuropäische Konferenz der Angestelltenverbändo Die Arbeitsgemeinschaft der Angestelltengewerkschaften Mitteleuropas mit dem Sitz in Prag, die im Sommer 1983 begründet worden Ivar, hat sich in den abgetan jenen fünf Jahren ür die Gestattung einer einheitlichen Grvßraum- wirtschast im Donanbccken eingesetzt. Ein von der Arbeitsgemeinschaft im Jahr« 1934 beschlossener Donauwirtschastsplan hat bei den maßgebenden Stellen in Mitteleuropa, aber auch in England und Frankreich allgemeine Anerkennung gesunden. Die Schaffung einer Donau-Wirtschaftseinheit soll vor allem auch eine notivendige Voraussetzung bilden, um den Lebensstandard der arbeitenden Bevölkerung in den mittel- und si'idosteuropäischc» Ländern heben zu können. Durch den Anschluß Oesterreich« an Groß-Deutschland hat sich die Situation handelspolitisch wesentlich geändert, doch hält die Föderation daran fest, daß«ine gemeinsame regionale Wirtschaftspolitik der Donau- länder heute notwendiger denn je ist, um eine wirtschaftliche Konsolidierung und den politischen Frieden in Gesamt-Europa zu gewährleisten. Die in der heutigen Lage erforderlichen Maßnahmen werden Gegenstand der Beratungen einer mitteleuropäischen Konferenz aller Angestellte.nver- bände auS sämtlichen Staaten Mittel- und Süd« osteuropa» sein, die in den nächsten Tagen in Prag zusannnentretcn wird. Schweizer Bundesrat gegen Arbeitszeitverkürzung In der Textilindustrie Bern. Der Bundesrat beschloß, das lieber« einkommen über die Berlürzung der Arbeitszeit in der Textilindustrie nicht zu ratifizieren. Diese» Abkommen beruhte auf dem Grundsatz der 40« Stundenwochc. Die Stellungnahme zur Ratifikation des llebereinkonnnen« über die Zulassung von Kindern zur gewerblichen und nichtgcwerb« tichen Arbeit soll vertagt Iverden, bis die eigene Vorlage über die Erhöhung de« Mindestallers von 14 aus 15 Jahre entschieden ist. Lin Rohling Pro».—rb— Der 86jährige Landwirt Franz L i s k a aus KunLlice war vor dem Straiiena: der GR. Vycpälek des Verbrechen» der schweren Körperbeschädigung angctlagl, weil er, nach eigenem Geständnis, den Schüler der ersten Volksschulklasse Josef Fi»er mit einem Peitschenstiel derart mißhandelt hat, daß dem armen Jungen ver Unterarm gebrochen wurde. Wie die Anklage mit den Morten de» Paragraphen ausführt, war der verletzte Junge „durch mehr al« dreißig Tage arbeitsunfähig". Die„Arbeitsunfähigkeit" eine» Sechsjährigen zu bestimmen, ist allerdings eine ziemlich schwierige Sache. Festgestellt ist jedenfalls die besondere Roheit der erfolgten Mißhandlung. Mit Rücksicht auf die Unbescholtenheit des Angeklagten wurde dieser zwar zu d r e i M o n a t e n s ch w e r e n Kerker» verurteilt, aber unter gleichzeitiger Zuerkennung de« auf drei Jahre bedingten Strasauf« schube». VERLANGET UEBERALL Scite 6 Prager Zeitung Heute Beginn der dritten Schwurgerichtsperiode Prag.rbeute beginnt das Schwurgericht seine Tätigkeit mit einer Auflage wegen des Verbrechens des Raubes. Vorläufig umfaßt das Programm der Schwurgerichtsperiode nur vier Fälle. " Sozialdemokrat" Mittwoch, 15. Juni 1938. Nr. 13p [ 28. August unter dem Protektorat des Herrn Mini-( sog. Protuberanzen, hervorgerufen, die weit über sterpräsidenten Dr. Milan Hodža und dem Ehren- 10.000 Km. aus dem Sonnenball herausschießen. borsiz zahlreicher Regierungsmitglieder und bedeu- Auf der Sonnenoberfläche erscheinen dann große tender Musikerpersönlichkeiten des Inlandes in Löcher und Trichter, die im Fernrohr deutlich als Trentschin- Teplit stattfindet, sind folgende zwölf dal offeng G Stonzerte vorgesehen: Ondříček- Quartett, The Tu- dünklere Fleden zu erkennen sind. So ist es wohl dor Singers, London, Polnisches Quartett. Prager verständlich, daß die Gaswirbel auch auf die LuftEine Ausstellung von Fachschularbeiten, die vom Bläserquintett, Quartetto die Roma, Quatuor Pro hülle des Erdballs indirekten Einfluß ausüben, und Ministerium für Schulwesen und Volksbildung in Nova. Brüffel. Havemann- Quartett, Berlin, die höchsten Teile stärker elektrisch aufladen, als dies einem Saale des Prager Kunstgewerbe- Museums Neues ungarisches Streichquartett. Sabelac En- ohnehin durch die normale Sonnenstrahlung geschieht, veranstaltet wird, wurde am Dienstag vormittags semble, Gebel Trio, Berlin, Quatuor F. Touche, eröffnet. Paris, Prager Quartett. Die Kurzwellen breiten sich in der Weise aus, Die Prager Schauspielschule( Ewald Schind- daß sie von der Sendeantenne geradlinig in den Ter) Hat Sonntag ihr erstes Lebriemester abgeschlof- Raum vorstoßen, bis sie schließlich auf eine Schichte en: es fand eine Prüfung der Schüler vor dem ge- treffen, die wie eine metallische Fläche wirkt und die samten Lehrkörper statt. Die Schüler führten Sze Strahlen wieder zur Erde zurückwirft. Ist nun dieser aus„ Jedermann"," Sommernachtstraum". Spiegel durch größere elektrische Aufladung näher ., Kabale und Liebe"," Kaufmann von Venedig" usw. zur Erde gerückt, so wird auch damit der Reflektionsauf. Das Lehrgiel wurde bei allen erreicht. winkel größer und die Reichweite der Kurztvelle Unser Barock in der Buchillustration der Jahre wächst um ein Bedeutendes. Praktische Versuche haben 1650 bis 1750. Unter dieser Bezeichnung wird am erwiesen, daß bei stärkerer Jonisation, also am Tage Freitag im Spiegelsaal des Klementinums eine AusBoststempelpropaganda. Der für die Zeit vom 15. Juni bis 30. September 1938 bewilligte Son derschalter des Poſtamtes„ Praha 2" wird einen Gelegenheitsstempel mit der Legende..Praha 2 1938 Staroměstská radnice v Praze 1988" in blauer Farbe verwenden. In der Zeit vom 3. bis 10. Oftober 1988 wird das Postamt Praha 1" bei feinen Philatelieschaltern Bostmarken in aleicher Weise zu Gedenk- und Sammlerzwecken abstempeln. Vorträge Klub„ Die Tat". Seute Mittwoch um 20 Uhr, großer Saal Handwerkerverein, Be Smečkách 22, Vortrag Dr. Bohuslav Ečer, Vizebürgermeister der Stadt Brünn:„ Die Rolle und die Aufgaben der tschechischen Arbeiterbewegung in der Frage des nationalen Ausgleiches." nen ſtellung aus dem Eigentum der Volls- und Univer- mehr die niederen Kurzwellen eine größere Reichsitätsbibliothek eröffnet werden, die an Wochentagen weite erzielen, während sich bei Nachtzeit wieder die von 10 bis 18 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von längeren Kurzwellen( ab 30 m) günstiger fortpflan 9 bis 12 Uhr zugänglich sein und bis 11. Juli d. J. zen. Deshalb müssen die Kurzwellensendestationen dauern wird. auch eine Reihe verschiedener Wellenlängen zur Vers Vorsprache der Urania- Vertreter beim Präsidenten der Republik. Dienstag, den 14. ds. sprachen in Vertretung der Prager Urania Univ. Prof. Dr. Hopfner, Prof. d. techn. Hoch schule Dr. Bre in I, Oberlehrer Scholz und Dr. Franze I beim Präsidenten der Republik vor, dem sie den Dank für sein oft bewiesenes Interesse an dem Inſtitut ausdrückten und den jie um weitere Förderung des Prager deutschen Volksbildungshauses baten. Der Präsident ver sprach, der Urania auch weiterhin fördernd beis zustehen. Er zeigte verständnisvolles Interesse für die überparteilichen humanistischen und nas tionalen Tendenzen der Urania- Arbeit sowie für die Bemühungen des Präsidiums, diesen Grundsägen nach allen Seiten und durch die Mitarbeit aller Kreise der deutschen Bevölkerung gerecht zu werden. Der Präsident sprach im Zusammens hang mit der sicheren Hoffnung auf eine evolu tionäre und friedliche Lösung aller unserer innerstaatlichen Probleme die Erwartung aus, daß auch die Urania Wesentliches zur Verständigung der Völker im Staate und zur Unter diesem Namen ist eine Folge von ProsaFestvorstellung Ein Sommernachtstraum" im Zusammenfassung aller aufbauwilligen Kreise und Versdichtungen Josef Luitpolds vereinigt, Waldstein- Garten am Sonntag, den 19. Juni. Regie: innerhalb des Sudetendeutschtums zum Dienſte die Hans Schimmerling vertont hat, und Mordo. Borverkauf an der Tagestaſſe und in den bedieser Liederzyklus, der geistig und gefühlsmäßig die fannten Vorverkaufsstellen. Preise: Kč 10.- bis Erde umspannen will, ist nach seiner erfolgreichen 56.-. Für Abonnenten 25 Prozent Ermäßigung. Brünner Uraufführung nun auch in der Prager Karl V.", Ober von Křenet in 28 Bildern. ,, Urania" mit einem trop schwachen Besuches Welturaufführung am 22. Juni( B2). starten Erfolge vorgetragen worden. An alte Mythen Karten mit dem Aufdruck 15. Juni" gelten für den antnüpfend, Europas Schidial andeutend. den vor- 22. Juni.. deren und den fernen Orient in Nachdichtungen arabischer, indischer, chinesischer und javanischer Lyrik erfühlend, das Lied und die Sehnsucht der Neger in Amerita durch Uebertragung ihrer Lieder vermii telnd, hat Josef Luitpold ein aus dichterischen Einbrüden gefügtes Bild der Welt geschaffen, das in an Nation und Staat beitragen könne und werde. Sonntag, den 19. Juni 1938, Kindertag Naturfreundehütte im Brdywalde Haltet euch diesen Tag frei! Kunst und Wissen Gesang vom rollenden Globus Festfonzort im Fürstenberg- Garten am Don- fügung haben, um den sich ändernden Ausbreitungserstag( Fronleichnam) 9 Uhr, Nachtserenade. Bro- verhältnissen Rechnung zu tragen. gramm: Bizet: Arlésienne- Suite; Weber- Berlioz: Da nun die stärkere Sonnentätigkeit, in der Aufforderung zum Tanz; Nicolai: Ouvertüre zu ..Lustige Weiber"; Johann Strauß: Balletmusit; gerade das Jahr 1938 steht, selbst eine in der Nacht Suppe: Duette aus Boccaccio"; Smetana: Un anhaltende starke Jonisation der atmosphärischen seren Kindern"; Johann Strauß: Ouvertüre zu Bi- Schichten bewirkt, können auch die fürzeren Wellengeunerbaron". Dirigenten: Schick- Rieger. Solisten: längen mit gutem Erfolg zu dieser Zeit verwendet Coty- Preger. Das Orchester des Deutschen Theaters. werden. Dadurch erklärt sich beispielsweise, daß die Preis: Kč 10.-. Verkauf täglich. Ermäßigte Billetts amerikanische Station Bound Brook, die auf einer für Abonnenten( Kč 6.-) nur im Vorverkauf. Kurzwelle von 16,87 m arbeitet, bei uns in Europa bis gegen Mitternacht MEZ noch tadellos zu empfangen ist, obwohl die dazwischen befindliche Strede bereits gänzlich im Dunkeln liegt. Zu Zeiten, da jich die Sonnentätigkeit nicht so stark auswirkt, müßte man unbedingt eine Kursivelle gegen 50 m Wellenlänge verwenden. 100 Die Beobachtungen zusammenfassend, können wir also sagen, daß das Radio der Wissenschaft große Wochenspielplan des Neuen Deutschen Theaters. Möglichkeiten zu neuen Forschungen und Erkennt Heute, Mittwoch, halb 8 Uhr: Die Fleder nissen bietet. Der Radiohörer wiederum hat in diesem maus".( Abonnement aufa.) Donnerstag 8: Jahre die beste Gelegenheit, durch die ausgezeichne Peripherie, 2. Freitag halb 8 Uhr: Frauen ten Empfangsverhältnisse im Kurzwellengebiet auch in New York. Abonnement aufgehoben. Samstag dieses Wellenband in seinem Geräte bestens auszu seiner Betonung der Menschheitsideen, der Menschen- 7 Uhr: Carmen, B 2. Sonntag: Ein Sommer- nüßen. Unter der Lokomotive. Auf dem Bahnhof OberBubna in Brag VII wurde gestern vormittags der liebe und der Freiheitssehnsucht zum Weltbild wird. nachtstraum, im Waldsteingarten Und der Komponist hat dieser besinnlichen und inner- Wochenspielplan der Kleinen Bühne. Heute, 32jährige Eisenbahner Franz Toman aus Hostiwis von einer Lokomotive erfaßt, die ihm den linten Fußlich bewegten Wanderung um den Erdball einen Mittwoch 8: Zuviel Familie, volkstümliche Vorstel zerdrückte. Außerdem erlitt er eine große Rißwunde großen Reichtum an Klangfarben, an Stimmungen lung. und Spannungen und doch eine einheitliche muji- geschlossen. Samstag halb 8: Zweierlei am Kopf. falische Linie gegeben, die noch das Entlegendste miteinander verbindet. Der fünstlerisch hingebende Vortrag der Lieder durch Maria Siegmund und Walter Windhol a. die der Komponist begleitete, und die einleitenden, verbindenden und erklärenden Worte des Verfassers brachten den eigenartigen, ge danken und melodienreichen Byflus au geschlossener und nachhaltiger Wirkung, die das Publikum durch lebhaften Beifall dankbar beſtätigte. Im Baumgarten erhängt. Gestern früh wurde im Baumgarten von einem Wächter die Leiche eines an einem Baum hängenden Mannes gefunden, der jid als der 29jährige immermaler J. S. aus Dejwig erwies. Auf einem erlassenen Zettel teilt er mit, daß er sich töte, weil er bei einer Prüfung. die er vor Annahme einer Stellung ablegen mußte, durchgefallen sei. Wahnsinnige auf der Straße. Vorgestern abends wurde die Polizei in der Stretagajje in Prag XII auf eine unbekannte, etva 40jährige Frau aufmerfiam gemacht, die sich auf der Straße zu entkleiden begann. Sie wurde in die Bohnißer Irrenanstalt gebracht. Sie trug ein blaues Kleid und eine graue. farbig gewürfelte Schürze; Papiere hatte sie teine bei sich. Nach ihrer Identität wird weiter geforscht. Die Wahl des Primators wird, wie nunmehr verlautet, am 20. Juni um 11 Uhr vormittags statt finden. An diesem Tage wird sich die neugewählte Zentralgemeindevertretung der Hauptstadt versam meln, um zunächst das Amtsgelöbnis in die Hand des Regierungsrates Dr. Riha abzulegen und sodann die Wahl des Primators vorzunehmen. Sprengstoff K- U- F Donnersing 8: Zmeierei Mah., Freitag: Vereinsnachrichten ATUS PRAG Eingesendet Da das Bezirksturnfest in Auffia nicht stattfindet und auf den 10. Kurzwellenempfang und Sonnenflecken Juli a. c. verlegt wurde, fahren wir am Sonntag, den 19. Juni a. c. Jene Hörer, die gerne auch bisweilen den Kurznach Altbunzlau zum Turnfest der wellenbereich ihres Empfängers durchgehen, werden DTJ. Wir ersuchen alle Turnge cisin lester Zeit die sonderbare Feststellung gemacht noſſinnen und Turngenossen ant haben, daß sich die Reichweite ihres Gerätes schein- Mittwoch und Donnerstag( Feiertag) auf dem bar bedeutend vergrößerte. Mühelos fommen an- Turnplatz auf der Heßinsel zu fommen, um sich die Die Urgermanen der Reichstheaterwoche. Die Wiener Blätter schildern ausführlich den montägigen ſonſten ſchwer erreichbare Stationen mit einer solchen notwendigen Direktiven zu holen. Die Fahrt loſtet per Autobus tour- retour Kč 5.-. Wir fahren am feierlichen Empfang der Stünstler im Wiener Rat- Lautstärke zur Wiedergabe, wie sie oft nur Groß- Sonntag um halb 8 Uhr von Prag weg. Gäste will haus anläßlich der Reichstheaterwoche. Unter den 14 sender des normalen Rundfunkbereiches aufzuweisen lommen. befanntesten Künstlern, deren Teilnahme die Wie haben. Dafür gibt es keine andere Erklärung, als daß ner Neuesten Nachrichten" verzeichnen. leſen wir diese geänderten Empfangsverhältnisse mit gewissen folgende Namen: Leo Slezat( der übrigens eine astronomischen Erscheinungen in Verbindung stehen. Jüdin zur Frau hat), Anna de o ne bn. Jarmila Es ist ja schon geraume Zeit bekannt, daß das AufNovotná, Geraldine Katt( S at nitová). vilda Strálová, Lida Baarová und der treten der Sonnenfleden, die sich erfahrungsgemäß in einem nahezu regelmäßigen Zeitraum von zwei JahDirektor des Hoftheaters Jelusich. Vittoria Žižkov besiegte Montag abends in ren wiederholen, auch ganz deutliche Einwirkungen auf die Gestaltung des Weiters nimmt. Die Sonnen- Oslo eine fombinierte Mannschaft der Arfleden werden durch riesige Gaseruptionen, die beitersportvereine von Oslo mit 6: 1. Das zweite europäische Kammermusikfest in Bad Trentschin- Teplik. Für das zweite europäische Stammermuiiffeit, welches in der Zeit vom 17. bis würde er, Hannover, den Behörden Mitteilungen über die Spielschulden des Colonels zugehen lassen und außerdem ein Attentat in Washington selbst durchführen. in Ordnung zu bringen. Sport- Spiel- Körperpflege zog er ein Fläschchen hervor, goß einige Tropfen Am Nachmittag des nächsten Tages ereignete Flüssigkeit auf den gelblichen Staub, pacte Fiß sich folgendes: Jilly lenkte ihren kleinen Wagen Die Liebe eines Besessenen simmons bei der Hand und rannte mit ihm, so auf der Landstraße, die zu Hannover's Landhaus schnell es ging, nach dem Garten, der durch einen führte. Zehn Minuten später sollten drei PolizeiMTP New York. Es gibt Geschehnisse des flachen Erdwall von dem unbebauten Feld ge= Colonel Fizsimmons tat das einzig Rich- wagen, gefüllt mit bis an die Zähne bewaffneten Alltags, die geborene Filmstoffe sind. Der getrennt war. Etwa drei Minuten vergingen, dann tige, was in diesem Augenblick zu tun war: er Agenten, folgen. Silly war noch etwa zwei Kuoheimnisvolle Roman um den Sprengstoff K- U- erfolgte eine fürchterliche Detonation. Erdstücke ging zum Schein auf die Pläne des Ingenieurs meter von dem Landhaus entfernt, als eine ungehört hierher. und Steine flogen Dußende von Metern hoch in ein. Hätte er widersprochen, so wären die Folgen erhörte Tetonation erfolgte. In der Umgebung Vor einigen Wochen wurde Colonel Fissim- die Luft und fielen zum Teil innerhalb des 250 unausdenkbar gewesen. Der phantastische Spreng- zerplaßten Hunderte von Fensterscheiben; in oem mons, ein Beamter des amerikanischen Striegs- Meter entfernten Gartens nieder. Hannover hatte stoff in der Hand eines Besessenen konnte furcht- Dorfe Overivay wurden Dächer abgedeckt; neben Departements; in einem Washingtoner Reſtau- einen neuen Sprengstoff erfunden, dem er den bares Unheil anrichten. Fissimmons versprach, dem Landhause, waren zahllose Bäume entwur rant einem Ingenieur vorgestellt, der sich A. H. Namen St- U- gegeben hatte. sich mit dem Ingenieur am nächsten Mittag wie- zelt. Von diesem selbst und seinem Besitzer war Hannover nannte. Hannover hatte, wie sich später Als Fissimmons die Sprengstelle untersuchte, der zu treffen und bis dahin die Angelegenheit buchstäblich leine Spur zu entdecken. herausstellte, das Zusammentreffen arrangiert, Die eigentliche Ursache der Erplosion ist nie um sich eine Beziehung im Kriegs- Departement fand er an dem Ort, wo vorher etwa ein Gramm Da nicht damit zu rechnen war, daß Hannozu schaffen. Er dürfte auch gewußt haben, daß des gelblichen Pulvers ausgestreut gewesen war, ver freiwillig das Geheimnis der chemischen Zu= aufgeklärt worden, Man weiß nicht, ob Hannover einen Sprengtrichter, der bei einer Tiefe von drei Figsimmons ziemlich stark verschuldet war und sammensetzung von St- ll- bekanntgeben oder sich zufällig seinen Vorrat an S- ll- mit der FlüsInteresse daran hatte, sich an außergewöhnlichen Metern einen größten Durchmesser von elf Medie vorhandenen Mengen des Pulvers und der igkeit in Berührung brachte, ob er vielleicht den Dingen zu beteiligen. Nachdem die Bekanntschaft tern hatte. Der Wiſſenſchaft und den Kriegsminis mysteriösen Flüssigkeit entreißen lassen würde, ar- Betrug ahnte, oder ob ein ſonſtiger Umſtand die mehrere Wochen gedauert hatte, lud Hannover ſterien sind bisher Mittel von annähernd ähnli- beiteten Fißjimmons, Diven und mehrere Beamte Explosion auslöste. Seine Aufzeichnungen ind Fizsimmons zu sich in sein Landhaus zu einer cher Brisanz noch nicht bekannt gewesen. Fibsims des Sicherheitsdienstes zusammen folgenden Plan Die Sachverständigen studierten die Folgen der Parth ein. Der Colonel fam, fand jedoch zu sei- mons beabsichtigte, sofort seinen Vorgesetzten Bener Verwunderung keine anderen Gäste vor. richt zu erstatten und ihnen zu raten, sich mit Fizsimmons sollte am nächsten Mittag dem Explosion an Ort und Stelle und kamen zu dem Hannover entschuldigte sich und bat den Colonel, der fürchterlichen Erfindung näher zu befassen. Ingenieur mitteilen, daß Wers. Owen bereit sei, Ergebnis, daß die Sprengfraft einer unbekannten einer fleinen Vorführung beizuwohnen. Jetzt stellte sich jedoch heraus, warum Han- allein in einem offenen Auto in das Landhaus zu Menge von S- Ul- etwa der von 20 normalen Wenige Minuten darauf führte der Inge- nover den Colonel förmlich in sein Landhaus ge- fommen. Dafür müßte Hannover sich verpflichten, Fliegerbomben à 250 Silogramm gleichjaustellen nieur Fizsimmons auf das unbebaute Terrain, lockt und nicht den normalen Weg beschritten im Laufe von 24 Stunden den Uebersprengstoff sei. Es muß als ein unerhörtes Glück bezeichnet das sich mehrere Morgen hinter dem Garten des hatte, seine Erfindung dem Kriegsministerium zu verkaufen. Zum Schein sollte Fißsimmons werden, daß außer dem Erfinder zur Reit der Landhauses erstreckte. Er holte aus seiner Brief- direkt anzubieten. Hannover, der wahrscheinlich Hannover noch Mitterlichkeit" gegenüber der Katastrophe fein Mensch in der Umgebung des ⚫ tasche ein zusammengefaltetes Papier, ähnlich geistestrant war, war hoffnungslos in Mrs. Dame empfehlen; in Wahrheit wußte Mrs. Owen Landhauses geweilt hat. Da aber über die Zus denen, die in Apotheken als Umhüllung für Pul- Jenny Owen, die Gattin des direkten Vorgesetzten überhaupt nichts von dem Komplott. An ihrer sammensetzung des geheimnisvollen K- Ul- nicht ver dienen, streute einen gelben Staub auf die von Fizsimmons, verliebt. Owen hatte den In Stelle wurde eine junge Agentin des Geheimdien- die geringsten Anhaltspunkte bestehen, ist die Fors Erde und berührte ihn dann mit einem brennen- genieur einmal buchstäblich aus seinem Hause stes, die Mrs. Owen ähnelte, dazu bestimmt, im mel, die im nächsten Kriege vielleicht den Tod von den Zündholz. Es erfolgte nichts. Darauf verwerfen lassen. Fizsimmons sollte nun das Bu- offenen Wagen zu Hannover zu fahren und ihn Millionen von Menschen verursacht hätte, als endband Hannover eine Metallplatte, auf die er das standekommen eines Rendezvous zwischen Frau unschädlich zu machen." Jilly" so war der gültig verloren anzuſchen. Pulver streute, mit einem Stabel und sandte elek- Owen und Hannover in dessen Landhaus vermits dienstliche Spißnahme der Agentin, wurde so friDer Bevölkerung wurde nur amtlich mitges trischen Strom hindurch. Wieder keine Reattion. teln. Ging er darauf ein, sollte das Ministerium siert und geschminkt, daß sie Jenny Owen wie eine teilt, daß durch die Unvorsichtigkeit eines Arbei Er nahm einen Hammer und schlug auf das Pul- die Möglichkeit haben, K- U- F zu einem ange Schwester glich. Sie war bereit, die schwierige ters ein Dynamitlager explodiert sei, wobei aber ver ein. Das Pulver blieb unverändert. Endlich I messenen Breinse zu erwerben; weigere er sich, so Aufgabe durchzuführen. Personen nicht zu Schaden gekommen seien. Beaugsbedingungen: Bei Rustellung ins aus oder bei Bezua durch die Bost monatlich Kč 17. vierteljährig Kč 51.- halbjährig Kč 102. ganzjährig Kč 204.Inferate werden laut Tarif billigst berechnet.- Rüditellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarten Die Zeitungsfrantatur wurde von der Post- u. Telearabbendirektion mit Erlak Nr. 18.800/ VII/ 1930 bewilligt.( Kontrollvpostamt Praha 25.- Druckerei:..Orbis". Drud. Verlags- u. Zeitungs- A.- G. Praa. • aus: 11 f b f b A