45 ters. 2. be". halb erin er). ute, Stag Tid. Das tag Je nen girt in ber об cit. ng, 18s als els il ne en m er. Chr ts and it ts is ts he 5 ゴ nd n t 1 Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Einzelpreis 75 Heller Redaktion u. Berwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Berantwortlicher Redakteur: Rarl Rern, Brag 18. Jahrgang Zu neuer Arbeit zu neuem Kampf! Beschlüsse des Parteivorstandes Bra g. Der Parteivorstand der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei tagte Mittwoch, 22. Juni, im Parlament und nahm einen politischen Situationsbericht des Parteivorfihenden Abg. Wenzel Jaksch entgegen. Jaffc refetierte über die in letzter Zeit vom Präsidium der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei geführten innerpolitischen Verhandlungen und erftat tete entsprechende Vorschläge für die bei den Verhandlungen über das Nationalitätenstatut einzu schlagende Taktik. Ueber das Ergebnis der Gemeindewahlen berichtete der Generalsekretär der Partei, Abg. Taub. Er würdigte die in diesem Wahlkampfe bewiesene außerordentliche Rampfkraft der Bewegung und charakterisierte auch die Mängel, die in einzelnen Orten zutage getreten find. Ueber die politischen und organisatorischen Donnerstag, 23. Juni 1938 Aus dem Inhalt: Wieder drei englische Dampfer versenkt Deutschland kündigt Ostrauer Kohlenlieferungen Der gleichgeschaltete BdL als Arbeitgeber Die Frage der Getreidepreise Sozialdemokratische Wählerinnen und Wähler! Mahnung Ihr habt am 22. und 29. Mai sowie am 12. Juni 1938 den sudetendeutschen Faschismus in die Schranken gewiesen. Die Sudetendeutsche Partei Konrad Henleins hat durch euer aufrechtes Eintreten für den demokratischen Sozialismus ihr Ziel nicht erreicht; es gibt keine faschistische Totalität im deutschen Gebiete dieses Staates! Ihr habt allen Anstürmen der Gegner getrotzt. Wirtschaftlicher Boykott, Gesinnungsterror und gesellschaftliche Aechtung konnten euch nicht niederzwingen. Auch die wütenden Angriffe des gesamten Propaganda- Apparates des Dritten Reiches und die Drohung mit den Schrecken des Krieges haben bei euch nichts gefruchtet. Der demokratische Sozialismus hat sich in den schwersten Tagen auch im deutschen Gebiete unseres Staates ehrenvoll behauptet und ihr alle habt durch euere Ueberzeugungstreue ihrer großen Kämpfe gesichert. und Gesinnungsfestigkeit der Partei den größten moralischen Erfolg in der Geschichte Durch euer tapferes Auftreten habt ihr dem europäischen Frieden, der Freiheit und dem Sozialismus einen unvergänglichen Dienst erwiesen. Euere Entscheidung für die Deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei ist eine bleibende historische Leistung. Dafür dankt euch die gesamte Partei. Der Gemeindewahlkampf 1988 hat aufs Neue den Beweis dafür erbracht, daß wir auf dem Boden einer demokratischen Rechtsordnung unbezwingbar sind. Innerlich gestärkt durch den Kampf der letzten Tage, gehen wir unerschütterlich an die Lösung der vor uns liegenden Aufgaben heran. Wir bauen auch jetzt auf euch, Genossinnen und Genossen, und sind fest davon überzeugt, daß ihr alle ausnahmslos auf euerem Platze sein werdet. Jufgaben, die fich aus der innerpolitischen Situs Der Parteivorstand der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei fion und aus den Erfahrungen des Gemeindewahlkampfes ergeben, entwidelte sich eine einge. hende Aussprache, an der sich beteiligten: Abg. Krejči, Lorenz, Kratena, Dill, Kehler, Wondrak, Abg. Dr. Czech, Dent, Schweichhart, Kern, Fi. fcher und Mottl. Nach einem Schlußwort des Bar teivorsitzenden wurden u. a. folgende Beschlüffe gefaßt: 1. Die Herausgabe einer mehrsprachigen Rorrespondenz zur Informierung der Auslandspreffe über die Vorgänge im fudetendeutschen Bereich und insbesondere über den gegenüber der so. zialistischen Arbeiterschaft praktizierten Betriebs. terror. 2. Die beschleunigte Abhaltung einer gemeinsamen Beratung mit Bertretern des Deut. schen Gewerkschaftsbundes über wirtschaftliche und foziale Tagesfragen. 3. Die Ausgabe neuer Parteilegitimationen per 1. Juli 1938. 4. Den für das Jahr 1939 vorgesehenen Reichsarbeitertag, verbunden mit dem Feſt des zwanzigjährigen Bestehens der Partei, nach Aufsig a. d. Elbe für den 8., 9. und 10. Juli 1939 einzuberufen und mit den Vorarbeiten fofort zu beginnen. 5. Die Beratungen über die Reorganisierung und Ausgestaltung der Parteipreffe unverzüglich aufzunehmen. Abschließend befaßte fich der Parteivorstand Erst Weihnachten Freiwilligenabzug? Baris. Das grundsägliche Einvernehmen, bas Dienstag im Nichteinmischungsausschuß über die britischen Borschläge zur Verstärkung der Seckontrolle in Spanien und betreffs der ZuRegierungsstellen rückziehung der Freiwilligen erzielt wurde, wird in Frankreich begrüßt. An Regierungsstellen rückziehung der Freiwilligen erzielt wurde, wird in Nr. 146 zur Besonnenheit Wir haben erst unlängst auf die Bestrebun gen aufmerksam gemacht, die in der Wahl Liebiegs zum Vorsitzenden des Deutschen Hauptverbandes der Industrie zum Ausdruck gekommen sind und Organisation in eine ideologische Gemeinschaft mit die dahin gehen, die große deutsche Industriellen der Sudetendeutschen Partei zu bringen. Es ist gar teine Frage, daß die Industriellen und ihre Sekretäre diese Gleichschaltung nicht aus Liebe zur Volksgemeinschaft anstreben, sondern daß die Sudetendeutsche Partei für die Unternehmer nur ein Mittel ist, die unumschränkte Herrschaft in den Betrieben wieder zu erlangen, welche durch die sozialpolitische Gesetzgebung der Republik und die Tätigkeit der freien Gewerkschaften eingeschränft worden ist. Dies ist der Grund, warum in einer ganzen Reihe von Unternehmungen die Betriebsleitungen die Deutsche Arbeitnehmer- Gewerkschaft, die gewertschaftliche Organisation der Sdp, so begeistert unterstüßen. Diese Gewerkschaft gibt sich als dies enige Organisation aus, die den deutschen Arbeitsplatz erhalten will, welche Aufgabe bisher die freien Gewerkschaften, wie in einem Flugblatt der DAG anläßlich einer Betriebsausschußwahl behauptet wird angeblich nicht erfüllt haben. Wie aber die DAG im Verein mit den Unterneh mern dieser Aufgabe gerecht werden will, geht am besten aus dem Verhalten der Unternehmer in der Textilindustrie hervor. In allen Fällen, wo still gelegte Textilbetriebe wieder aufgemacht, also Arbeitspläge für jahrelang arbeitslose deutsche Boltsgenossen geschaffen werden sollen, setzt der Allgemeine Deutsche Textilverband alles in Bewe gung, um die Wiederaufnahme der Betriebe und wird betont, daß das Verdienst an dieser Einigung außeren auch der Sv. damit die Wiederbeſchäftigung arbeitsloser Textilwietregierung zukomme. An allen Stellen wird der Wunsch geäußert, daß alsbald die erfehnte Befriebung eintrete. Berschiedene Stimmen erklären jedoch, daß es nach Ansicht von Sachverständigen erst zu Weihnachten zu der Abberufung der Freiwilligen kommen werde. Außenminister Bonnet erklärte in einer Journalisten- Konferenz, die Sowjetunion habe da. durch, daß fie ihre Zustimmung zu der Einigung gab, sehr wirksam zu den Möglichkeiten einer fried. lichen Regelung beigetragen. Die spanische Regierung hat sich zu den Abfichten Englands und Frankreichs durch eine Nebe des Ministerpräsidenten Negrin geäußert, der nach der Rückkehr von der Front sein Bertrauen für die Zukunft ausbrüdte. unter Boraussetzung der Gegenseitigkeit arbeiter zu verhindern. Nicht der DAG, sondern der Union der Textilarbeiter" ist es zu verdan ten, wenn in einigen Fällen stillgelegte Textilbes triebe wieder in Betrieb gesetzt wurden, während Im Unterhaus gab Chamberlain Mittwoch Zu der von Frankreich und Großbritannien die deutschen Unternehmer, die Freunde der DAG, offiziell bekannt, daß Italien den Wunsch aus- vereinbarten Einsetzung einer internationalen das traurige Verdienst für sich in Anspruch nehgesprochen hat, das englisch- italienische Abkom- Kommission in Toulouse zur Untersuchung von men können, durch ihre Rekurse die Wiederbeschäf men folle möglichst hald in Kraft treten. Flugangriffen in Spanien verwies Dr. Negrin tigung arbeitsloser Arbeiter zu verzögern. darauf, daß seit Feber d. J. die Regierung der Eine Reihe von Unternehmern aber begnügt Republik mehrmals feierlich erklärt hat, daß sie sich nicht damit, ihrer ideellen Solidarität mit der SdP Ausdruck zu geben, sondern sie unterſtüßt es darauf verzichte, die Zivilbevölkerung des Rebel- mittel- oder unmittelbar, daß in ihren Betrieben Tengebietes zu bombardieren und daß fie fich Arbeiter von Werfmeiſtern und Angeſtellten zum trok Berweigerung der Gegenseitigkeit auch Eintritt in die SdP gezwungen werden. Wiehr daran gehalten hat. Die Regierung wird die Ar- oder weniger verhüllt wird solchen Arbeitern mitbeit dieser Rommission unterstützen. geteilt, daß sie im Weigerungsfalle entlassen wer Die Bombardierungen der Städte und die den. Auf die Gefahren, die sich aus einem solchen Versenkungen englischer Schiffe werden aber fort- Verhalten ergeben, haben wir schon hingewiesen. gefeht, wie die nachstehenden Meldungen zeigen: In der lezten Nummer des Textilarbeiter" wird von Anfragen aus dem Ausland erzählt, in denen ob die Betriebe, in denen die Waren erzeugt werden, welche sie bestellt haben, nationalsozialistisch sind oder nicht. Große Aufträge wurden bereits storniert. Es entsteht also die Ge fahr einer schweren Schädigung unserer Industrie, die ohnehin mit großen Schwierigkeiten zu lämpfen hat. Will man nicht, daß derartige Aufträge dem Sudetendeutschen Gebiet und damit der sudeten deutschen Arbeiterschaft vollkommen verlorengehen, Die republikanischen Truppen haben bei so wird man dafür sorgen müssen, daß diese AusBillareal den Friedhof überschritten und die landsaufträge jenen Betrieben zugeschanzt wer Franco- Abteilungen bis an den Mijares- Fluß ge- den, deren Inhaber keinen Terror in den Fabriken drängt, wo ein großes Gefecht stattfand, an dem auch Flugzeuge teilnahmen. Wieder drei englische Schiffe versenkter unſerer fudetendeutſchen Betriebe mit den durch die Gleichschaltung der Jugendfür- Balencia.( Ag. Esp.) Im Mitternacht| Mitternacht viermal von Flugzeugen aus bombarforge aufgeworfenen Fragen und faßte hiezu die von Dienstag auf Mittwoch wurde der schon öfter| biert, zuletzt Mittwoch mitags. Die Einwohnererforderlichen Beschlüsse. von deutsch- italienischen Fliegern angegriffene schaft, sagt der Neuter- Bericht, bewahre Ruhe und Nach Erledigung einiger organisatorischer englische Dampfer Thorpenes", der außerhalb es fann gefagt werden, daß fie fich während des Fragen wurde die inhaltsreiche Sigung gefchloffen. des Safens von Valencia verankert war, durch ein Lufttorpedo von einem Flieger versenkt. Vorher war der Dampfer aus Maschinengewehren befchoffen worden. Die Verhandlungen über das Statut Ueber die heute und morgen stattfindenden Verhandlungen über das Nationalitätenstatut gibt das Tfch. Pr.-B. folgende Meldungen auß: Brag. Die angekündigte Besprechung ber Um vier Uhr früh wurde der gleichfalls außerhalb des Hafens liegende englische Dampfer Lunian" von einem Flugzeug aus Maschinengewehren beschoffen und durch Bomben in Brand geftedt. Die Mannschaften beiber Schiffe fonnten gerettet werden bis auf einen Matrofen der„ Thor. pene". Nach Neuter wurde Dienstag auch der engAngriffes gleichgültig verhielt. Erfolge be! Villareal Alles für den Kampf der Republik dulden. Wie man aus dem Vorgehen der mährischen Wollindustriellen ersieht und wie uns auch aus anderen Gebieten berichtet wird, find nicht alle Industriellen und nicht alle Mitglieder des Deutschen Hauptverbandes der Industrie mit dieser geradezu selbstmörderischen Politik, als deren Hauptvertreter der Oberdirektor der Böhmischen Borfihenden der Koalitionspartelen und der Bor- lische Dampfer„ Gløginia" vor Balencia verfentt. Valencia.( Havas.) Der örtliche Sefre- Sparkassa Dr. Kislinger gilt, einverstanden. Die fitzenden der Abgeordnetenhaus- und Senats- Die Versenkungen haben in London umso tlubs dieser Parteien mit dem Vorsitzenden der mehr verstimmt, als erst am Dienstag Premier- tär des Allgemeinen Arbeitsverbandes( UGT) Masse der deutschen Industriellen hat schon einigeRegierung Dr. Hodža, deren Zweck die Aus- minister Chamberlain im Unterhause erklärt hat, hat eine Kundmachung veröffentlicht, in der es mal erwiesen, daß sie aufs falsche Pferd gesetzt sprache über die aktuelven Fragen der Nationali bak die britische Regierung General Francs nicht heißt, daß alle Mitglieder der Gewerkschaftsorga- hat man erinnere sich nur der Markspetulatiotätenpolitik ist, wird für Freitag, den 24. Juni, im Zweifel darüber gelaffen habe, welche Auffaf- nisationen ab Mittwoch mobilisiert sind, gleich nen deutscher Industrieller in den ersten Nach einberufen werden und wird in Anwesenheit des sung fie über die Angriffe auf britische Handels- gültig, welchen Alters sie sind. Sie sollen an den kriegsjahren, die zu einer Kapitalverarmung ge Befestigungsarbeiten von Valencia teilnehmen. führt und sich an der deutschen Industrie furchtMinisters für Auswärtige Angelegenheiten schiffe habe. Der Gouverneur hat angeordnet, daß alle Thea- bar gerächt haben. Die Folge der jetzigen Verhält Dr. Krofta stattfinden. Mittwoch morgens unternahmen Francs tervorstellungen eingestellt und alle Unterhal nisse ist ja bereits gleichfalls eine KapitalabwanBra g. Donnerstag, den 23. Juni, werden die Mitglieder des Ausschusses der politischen Flugzeuge einen Luftangriff auf den Nordteil von tungsstätten gefchloffen werden. Die Schauspie- derung aus dem deutschen ins tschechische Gebiet, Minister zu einer informativen Besprechung mit Barcelona, der acht Menschenleben zum Opfer ler werden an der Front für die kämpfenben Ab- so daß die Kapitalsgrundlage, auf der die sudeten den Vertretern der Sudetendeutschen Partei zu forderte. Achtzehn Personen wurden verwundet. teilungen wirken. Es werden auch alle Betriebe, deutsche Industrie sich entwickeln kann, noch schmaſammentreten, welche unter dem Borfihe des Bei den Rettungsarbeiten wurden drei Mitglieder bie nicht für den täglichen Bedarf urbeiten, ein- ler geworden ist, als sie ohnehin schon war. Im des Roten Kreuzes getötet. Balencia wurde feit gestellt werden. Zeichen der Volksgemeinschaft wird also geradezu Borsigenden der Regierung stattfinden wird. Seite 2 Donnerstag, 23. Juni 1938 Nr. 146 Für das demokratische Spanien Die Gesellschaft der Freunde del demokra-' tischen Spanien bat an den Ministerpräsidenten Dr. HodZa einen offenen Brief gerichtet, dem wir folgende« entnehmen: Wir haben uns vor einigen Tagen erlaubt, Sie, Herr Ministerpräsident, durch eine Zuschrift darauf aufmerksam zu machen, dass wir die Anknüpfung von Beziehungen zu der Aufständischen« Führung de« General« Franco al« einen bedenk« licken Schritt ansehen, der so auSgelegt werden könnte, al« würde die. Regierung unserer demokratischen Republik die Berechtigung eine« Aufstandes und einer fremden Intervention gegen die gesetzmässige Regierung einer anderen demokratischen Republik anerkennen. Wir haben hierauf in der Befürchtung aufmerksam gemacht, dass ein ähnlicher Standpunkt von unseren Gegnern gegen un« au«genützt werden könnte; in der Befürchtung, das; wir jenen helfen würden, in denen da« verbündete Frankreich eine neue Gefahr an seiner Pyrenäengrenze erblickt. Wir erachten e« deshalb besonder« heute al« unsere Pflicht, vor der tschechoslowakischen Ocffentlichkeit die Forderung auszusprechen, die Regierung unserer Republik möge alle Wege, seien e« direkte diplomatische Verhandlungen oder Verhandlungen im Rahmen de« Völkerbundes» benützen, durch die sie zur Abstellung eine« Vorgehen« beitragen kann, da« eine Schande unseres Jahrhundert» Ist und sich, wie der japanische Einfall nach China zeigt, nicht mehr auf den spanischen Kriegsschauplatz beschränkt. Ist die Barbarei und der Terror ein Privileg fremder Eindringlinge und Diktatoren, dann darf dir Demokratie' nicht Massen, daß auf diese Weise die gesamte europäische Kultur bedroht wird. Darum erblicken wir ein Gebot des Gewissens, ein Gebot der einfachsten menschlichen Sittlichkeit und vor allem ein Gebot unserer staatlichen und nationalen Sicherheit darin, dass sich unser Staat, dem seine Gegner gerne mit dem Schicksal eines zweiten Spanien drohen, mit seinem ganzen Gewicht dafür einsetzt: 1. daß der Massenmord wehrloser Bevölkerung eingestellt werde, 2. daß endlich der Grundsatz der Nichteinmischung mit gleicher Gültigkeit für beide kämpfenden Parteien durchgeführt werde, damit dir Entscheidung über Spanien wirklich de« Spanien, überlassen und jede fremde Intervention beendet werde. Wir wenden un« auch an unsere gesamte Oeffentlichkeit mit der dringenden Bitte, im Interesse unserer Republik und des europäischen Frieden« diese Forderungen und hiedurch auch die Regierung zu unterstützen, damit sie in Verfechtung dieser Ziele das Vermächtnis de- Prä» sidenten-Befreier» erfüllen kann. die Axt gelegt an die Existenzgrundlage Hunderttansender von Menschen. Der sudetendeutsche Nationalismus droht, wie schon so oft, daö eigene Volk in den Abgrund zu reisten, wenn nicht besonnene Männer— und dazu sollte auch wenigstens ein Teil der sudetendeutschen Industriellen gehören— mithclfcn werden, daS Volk rechtzeitig vom Rand des Abgrunde- Ivegzureisten und ihm so die Möglichkeit einer gesicherten wirtschaftlichen und sozialen Zukunft zu schaffen. Auseinandersetzungen In der Koalitionspresse In der Presse der sührendrn Koalition-Parteien mehren sich in letzter Zeit die gegenseitigen Angriffe. Insbesondere nervös scheinen— angesichts der Verhandlungen Uber das Nationalitätenstatut— die tschechischen Agrarier zu sein, deren Presse sowohl gegen die tschechischen Sozial« demolraten als auch gegen die tschechische Volkspartei polemisiert. So wendet sich der gestrige „BeLer? scharf gegen das„Präbo LIdn". Das „Prävo Lidu" hatte nämlich dieser Tage geschrieben: Die agrarische Presse schreit jeden an, der trotz aller Zensurmastnabmen zu den Verhandlungen Dr. HodZaS mit Henlein etwas sagt oder mit irgend einer Anregung kommt. Die agrarische Presse will damit allem Anschein die Koalitionsblätter dazu bewegen, zu sagen, daß es andere Wege bis in die jüngsten Tage nicht gab, weil Dr. HodZa mit drei oder vier Henleinleuten ganz allein verhandelt habe, ohne dast er auch drei, vier Politiker der übrigen KoalitionSvarteien dazu genommen hätte. Wie man sieht, verlangt das„Prävo Lidu" nichts anderes, als dast HodZa nicht allein verhandele, sondern auch die anderen Koalition-Parteien zu den Verhandlungen hinzuzichc. Diese selbstverständliche Forderung bringt daS agrarische Blatt in Helle Aufregung.„Wir verzeichnen diese Worte"(nämlich deS„Prävo Lidu"), so schreibt der„Vcöer",„damit die Nation sehe, auf welchen Wegen sich die sozialdemokratische Partei befinde." Die Nation wird, so glauben wir, gar nicht erschrocken sein zu sehen, auf welchen Wegen sich die tschechische Sozialdemokratie befindet. Die tschechische Sozialdemokratie verlangt eben, dast auch die übrigen Koalitionsparteien an den Verhandlungen mit den Vertretern der nationalen'Minderheiten teilnehmen, weil ja für diese Verhandlungen und deren Ergebnis nicht nur der Ministerpräsident allein, sondern die ganze Koalition verantwortlich ist. Die Phrase de-„Beier", daß die ganze Nation Dr. HodZa glaubt, kann diese Gesamiverantwortung der Koalition, d. h. aller Parteien der Koalition, nicht ausheben.. Ersteht man aus dieser Auseinandersetzung, dast die agrarische Presse bemüht ist, mit den übrigen tschechischen Koalitionsparteien um jeden Preis Polemiken zu führen, so geht die- auch au» dem Angriff hervor, welchen der„Beier" auf dir Presse der tschechischen Volkspartei führt. In den „LidovL Lisch" hatte Abgeordneter Staöek sich da« für eingesetzt, im Zusammenhang mit der Regelung der nationalen Frage zu einer Reform und zugleich Stärkung der Selbstverwaltung der Gemeinden, Bezirke und Länder zu gelangen. Ter Abgeordnete hatte scharf kritisiert, dast unsere Verwaltung zentralisiert und völlig in Händen der Bürokratie sei und dast wir zu einer Erneuerung der Selbswerwaltung und einer vernünftigen Dezentralisierung der Verwaltung überhaupt gelan gen müssen.„Es ist schade", so schlecht Staöek, „dast wir das nicht früher getan haben, da wir damit die Slowakei befriedet und auch einige vernünftige Wünsche der nationalen Minderheiten erfüllt hätten. Dabei muhten wir nicht einmal der Erweiterung der RrchtSbesugnisse der LandeSver« tretung in gesetzgeberischer Richtung auSwcichen. ES ist kein Grund, weshalb die historischen Länder und die Slowakei nicht LandeSgesetze in annäherndem Umfang der alten LandeSgesetze der Vorkriegszeit herauSgeben sollten." Diese Auffassung hat gleichfalls in der Redaktion de« agrarischen„VcLer" Aufregung Hervorgenifen. In dem Artikel GtaßckS und in den übrigen Artikeln, mit denen die„LIdovö List»" die Verhandlungen über da» Rationalitätenstatut begleiten, erblickt der„Beier" einen„unzulässigen Eingriff in die Verhandlungen über eine ernste staatliche Frage". Da» Vorgehen der tschechischen BolkSpartei sei, so meint da» Blatt,«ine Indiskretion und werd«„zu einem ernsten KoalitionSvor« fall, über den nicht schweigend hinweggegangen werden kann." Wie man fleht, stöstt die Art, wie der Ministerpräsident die Verhandlungen über da» Ratio« ualltätenstatüt führt, nicht'in allen übrigen Koalition-Parteien auf restlose Zustimmung. Sitzung des Parteivorstandes der tschechischen Sozialdemokratie Der Vorstand der tschechoslowakischen sozialdemokratischen Arbeiterpartei hielt Mittwoch eine ordentliche Sitzung unter Vorsitz de» Abgeordneten H a m p l ab. Dr, DLrer erstattete den politischen Bericht. Er befastte sich insbesondere mit den Bethandlungen über die Regelung der Minderheitenfragen. Er erörterte die AntiÄge der Henleinpartel und der Hlinkapartei. teilte den Inhalt de» Gutachten» der von der Regierung hiemit betrauten verfassungsrechtlichen Experten mit und sprach über die Anregungen, die sich auf die Landes« und Bezirksverwaltung beziehen, toobei er auf die Kompliziertheit und, die Schwierigkeit, der verhandelten Fragen hinwies. Abg. Dr. A. Meißner befastte sich hierauf eingehend mit den verhandelten Problemen vom verfassungsrechtlichen Standpunkte. An der Aussvrache beteiligte sich auch Abg. A. R e m e-. der sich im Zusammenhang mit diesen Fragen u. a. mit dem künftigen Staatsbudget befastte u»d Minister Jng. I. N e i a 1. der über da» Rationalitätenstatut und das Sprachengesetz sprach. Der Vorsitzende Abg. Ant. H a in p l behandelte die heutige innen- und aussen« politische Situation und gab verschiedene Informationen insbesondere über die engere gemeinsame Beratung mit den deutschen Genossen. Ina. ReLa» berichtete über Wirtschaft«- und soziale Angelegenheiten und teilte mit, dast für die nördlichen Gebiete der Republik einige weitere Mass« nahmen zur Verminderung der Arbeitslosigkeit getroffen wurden. Hierauf erstattete der Zentralsekretär Senator B. D u n d r Bericht. Der Vollzugsausschuss beschloß,«inen Betrag von 100.00.0 Ki für den Swat-verteldigung»fondr zu zeichnen. Die Abgeordneten und Senatoren der Partei widmen diesem Fond»«inen Monatsgehalt. Fr. Vesely teilte mit. dast die GenossenschaftSzentrale «inen Betrag von 2,100.000 Xi für den StaatSver- teldigunfl»fond« gezeichnet hat., ,., Die Beratungen des Präsidiums der nationalsozialistischen Partei fanden Mittwoch den ganzen Vormittag statt. Ihnen wohnte Minister Dr. Franke bei. der ausführlich über die Arbeiten an dem Gesamtkomplex der mit der Natio- nalitätenregelung zusammenhängenden Fragen referierte. Die Beratungen werden Dienstag fortgesetzt werden. Spenden für die Staatsverteidigung Am Dienstag wurden für den StaatSvertei- digungSfondS von 3889 Personen 18,888.408 Xi eingezahlt. Die Baka-Werke in Zlin erhielten ein Telegramm von den in den Bata-Werken in Batanagar 1 I Zwischen I Mann und Kind I, Kapitel Mutter und Kinder Al» Martha mit ihren drei Buben wieder beisammen war, stellte sie fest— wie jede» Jahr nach den Ferien—, das; alle Erziehungsversuche der Wintermonate spurlos an den Kindern vorübergegangen waren und sie ganz zu sich selbst zurückgefunden hatten: Werner zu seiner Disziplinlosigkeit und Selbstherrlichkeit, zu denen sich nun Pubertätsunarten gesellten; während Robert so verschlampt und schmutzig war, dast er in der Badewanne abzufärben begann. Aber am meisten Sorge bereitete ihr Franzl, obschon die Grobmutter ihn adrett und um drei Zentimeter gewachsen aus ihrer Fürsorge entlassen hatte; doch dafür hielt er sich wieder für den Mittelpunkt der Welt und bemühte sich ununterbrochen, ihre Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Und die Mutter sragte sich, entmutigt, ob es denn überhaupt einen Sinn hätte, stündlich und täglich «inen aufreibenden Kampf zu führen, um dies« drei eigenwilligen Naturen zu zügeln, fragte sich, wie so oft, wie immer, ob sie zu viel erziehe oder zu wenig, ob alle Witwen mit Heranwachsenden Söhnen solche Schwierigkeiten überwinden müssten. Und dann erinnerte sie sich plötzlich, dass die Schuhe der beiden Groben zerrissen waren, dass Werner eine neue Hose brauchte und fast versöhnte sie sich mit Grossmutters E^iehungSme» thodcn, als sie aus Franzl» Koffer den neuen Matrosenanzug und die neue Wäsche hervorholle. Er sprang ihr dabei auf den Rücken, um sie an seine Anwesenheit zu erinnern, rieb seine Wange an ihren Kopf. Sie nahm ihn auf den Schost und verstand plötzlich nicht, wie sie diese sech» Wochen hatte leben können, ohne seinen kleinen Körper in den Armen zu halten und sein spitzbübische» Gesicht zu sehen. Und während er bemüht war» ihr ein Haar, das auf der Warze am Kinn wuchs, auszuzupfen, dacht« sie daran, ob sie nicht vielleicht die SchuMcher Grete», der Tochter ihrer Freudin Wally, haben könnte, sie war ein Jahr älter al» Franzl. Die Strümpfe der beiden Groben hatten solche Löcher, wie sie sie selbst bei ihren Buben noch nicht gesehen hatte— die Pfadfindirgruppe war tagelang gewandert. Wend für Abend fass die Mutter da und stopste. Der alten Steffi schmerzten die Augen, wenn sie bei Licht nähen musste, und am Tage fehlte die Zeit. Im Nebenzimmer probierte Werner die neuen Schlager auf seiner Geige. Robert machte Ordnung, wie- er e» feierlich angekündigt, hatte alle», was er befass: seinen Matadorbaukasten, sein Briefmarkenalbum, fein Malzeug, seine Zeichnungen, seine<^t«n Hefte und das ganze Gerümpel, von dem er sich nicht trennen konnte, hatte er au» der Schublade auf dem Boden geworfen und säb nun inmitten seiner Schätze träumerisch da, nur zuweilen unterbrach er sein Schweigen, um den Bruder mit Bassstimme ein„Falsch!" zuzurufen, was den Grossen furchtbar reizte.„Weiss ich selbst,halt die Pappe," knurrte Werner, und al» Robert»„Falsch!" immer triumphierender kam, rief er wütend:„Wenn ich nicht so faul wäre, könntest du wa» erleben!" Darauf erfolgte selbswerständlich ein absichtlich dröhnende» Gelächter de» Jüngeren und Franzl» Augen blitzten schon kampflustig von seiner Zeichnung auf, höchste Bereitschaft kundgebend, gegen den Aeltesten loszugehen, der schon deswegen Prügel verdiente, weil er der Aelteste war: ergaben sich doch darau» von selbst alle Bevorzugungen, auch die, dass er die Geige de» Vater» geerbt hatte. Franzl aber hatte man gesagt — e» waren zwei Jahre her, aber er würde es nie vevtvinden—, dass seine Hände noch zu klein seien, um di« Saiten zu drücken und den Bogen zu führen. Also verlegte er sich aufs Zeichnen— wie Robert,. schrieb auf jede Zeichnung seinen Nämen drauf und seine Widmung: an die Mutter, die Steffi, die Grossmütter, die Tante Wally, während Robert die setnigen achtlos in die Schublade schob; hatte er etwas fertig, so interessierte ihn die Sache nicht mehr. Nach einem neuen schmetternden«Falsch!" entschloss sich Werner endlich, Bogen und Geige beiseite zu legen und näherte sich drohend dem Bruder, der sich rücklings auf den Boden warf und«in Bein hob. Die Mutter hatte nur noch Zeit, von ihrem Platz au» festzustellen, wa» ihr Steffi heute früh mitgeteilt hatte— dass auch diese» zweite Paar Schuhe reparaturbedürftig war— da klingelte da» Telephon. Franzl sah erstaunt auf, al» die Mutter nach einem Augenblick au» dem Borzimmer, wo da» Telephon hing, zur Tür trat, sie schloss und dann wieder in» Vorzimmer zurückging. Die Grossen hatten sich'» doch überlegt, St^fi war soeben mit dem Wendblatt hereingekommen und Werner stürzte sich darauf— die Sportberichte interessierten ihn. Robert versuchte mit Spucke den Staub von seinen Bausteinen abzuwaschen. Es herrschte Ruhe. Alfa warum schlost die Mutter die Tür? Und auch in früheren Zeiten, wenn der Lärm sie gestört hatte, pflegte sie bloss zu rufen: Kinder, ich kann nichts hören, macht doch die Tür zu." Franzl empfand plötzlich das Bedürfnis, die Toilette aufzusuchen, die man vom Vorzimmer aus erreichen konnte. Er kam gerade zurecht, ütn zu hären, wie die Mutter sagte:. „Gut, Herr Doktor, ich- bin Donnerstag um 9 Uhr im CafL Museum." Franzl fass sehr lange, in.der Toilette, wo man ungestört denken konnte. Es war etwas Ge« Tagung der Wirtschaftsminister Deutschland kündigt Ostrauer Kohlen* lieferungen Prag. Amtlich wird gemeldet: Die Wirtschaftsminister hielten Mitttvoch vormittags unter dem Vorsitze des Eisciibahnministers B e ch y n t eine Beratung ab, Durchberaten wurde die-Frage der Errichtung von Volksgeldinstituten in der Slowakei, wobei die diesbezüglichen Beschlüsse getroffen wurden. Es handelt sich um eine Reihe neuer Gemcindcsparkassen und Kreditgenossenschaften. Entgegriigenoiiunen wurde ferner ein Bericht, demzufolge von reichsdeutscher Seite die Verträge über die Kohlenliefernngon au» dem Ostrau-Karwiner Revier in das ehemalige Oesterreich aufgrkündigt wurden. Die Minister behandelt«» die Situation, die dadurch für die gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen der brideu Staaten erwachsen ist. Weiters wurde in der Sitzung über die Distribution der G a» m äs k e n verhandelt. Ju der nächsten Sitzung, die für Freitag festgesetzt wurde, wird neuerdings über die Export- bedürfnisse der Textilindustrie verhandelt und die Aussprache über die Anträge betreffend die Belebung des Motorismus eröffnet iverden. (Indien) arbeitenden tschechoslowakischen Angestellten, in welchem mitgeteilt wird, dass die dort weilenden Tschechoslowaken für die StaatSverieidiguug 876.000 KC eingosammelt haben. Ein weiteres Telegramm atiS T i l b u r y bei London besagt, dass die dort arbeitenden Baka-Angestellten für die Staatsverteidigung insgesamt»12.000 KL gespendet habe». Der böhmische LandcSauSschuss beschloh, namens des Landes Böhmen für die Staatsverteidigung einen Betrag von sechs Millionen KL zu widmen. Der Präsident der Republik empfing Mittwoch den bulgarischen MilitärattachLe Oberstleutnant D o b r i n o v, der Prag verlässt und den neuen MilitärattachLe, Major Kisseliöki, die zu ihm vom Gesandten Balabanow geleitet wurden.— Ausserdem empfing der Präsident den Gesandten in Bukarest, Dr. Ferdinand Be« v e r k a. Englische» Werk über die Tschechoslowakei. Im Verlage Victor Gollancz Ltd., London, ist soeben ein Werk des Lieutnant Commander P. Noung,„Tzechoslovakie: Keystone of Peace and Democracy"(Die Tschechoslowakei: Der Schlüssel zum Frieden und zur Demokratie) erschienen. ES ist ein umfassendes Werk und behandell ausführlich die Probleme der Tschechoslowakei, besonders auch die der Sudetendeutschen. Wir werden auf dieses Werk noch zurückkommen.(Der Verfasser Edgar P. Aoung war schon einige Mal« in der Tschechoslowakei. Wir haben erst unlängst ein Interview mit ihm veröffentlicht.) Parteigenosfin! Parteigenosse! Bist Du schon Mitglied der Sishrfteunlel wenn nicht, dann tritt bei. w 9resnefOoftl N heimniSvollcs geschehen. Wenn früher jemand krank war, hatte man den Doktor nach Hause und nicht ins CafL bestellt.- Dort konnte man sich doch gar nicht auöziehen. Aber vielleicht war es kein richtiges CafL, es hatte so einen komischen Namen: Museum. Niemals hatte er von so einem Caft gehört. Plötzlich fiel ihm ein, dast die Mutter wahrscheinlich krank sei und es ihnen, den Kindern, verheimlichen wollte. Vielleicht nur ihm. weil'er klein war, Werner wusste bestimmt etwas davon. Eine Bitterkeit stieg ihn ihm auf. Dann kam ihm der Gedanke, daß die Mutter sterben könnte wie der Vater. Er erschrak, sprang aus, lief ins Speisezimmer, um sich zu überzeugen, dass sie noch da war. Sie sah von ihrer Arbeit auf, begegnete seinem prüfenden, unruhigen Blick, und auf einmal war cs, als veränderte sich ihr Gesicht: die Wangen röteten sich, dann breitete sich die Röte bis zum Halse aus, die Ohren brannten. Tief beugte sie sich über Roberts Strumpf. Franzl schaute verstohlen zu den Brüdern: Werner la» die Zeitung. Robert blätterte in seinem Briefmarkenalbum, suchte Jamaika, um eine neue Marke einzukleben. Keiner hatte etwas bemerkt. Franzl schlich zu Steffi in die Küche hinaus, erstens wollte er sie ftagen, ob sie ein Cast Museum kenne, zweitens näherten sich die Uhrzeiger drei verhängnisvollen Ziffer acht: jeden Augenblick konnte Mutter auf die Uhr sehen und ihn ins Bett schicken. Er pflegte diesen unangenehmen Augenblick möglichst hinauszuschieben. MS er schon zu Bett lag und Robert daS gemeinsame Zimmer betrat, um gleichfalls schlafen zu gehen, rief ihn Franzl mit geheimnisvollem Flüstern uyd erzählte ihm alles. Robert sagte nichts, hielt nur mit dem Aufschnüren des Schuhs inne und seine blauen Augen wurden ernst und'besorgt wie die eine» Erwachsenen. Und bann steckte er den Kops durch die Tür und rief den ältesten Bruder aus dem Nebenzimmer. .(Fortsetzung folgt)! Nr. 148 Donnerstag, 23. Juni 1038 Sette 3 1 Am 21. sie die die ten an jung der Kinder am Festplatz(Kaffee, Kuchen und kalte- Getränk) werden 2 KL«ingehoben. Anmeldungen nehmen alle Kinderfreunde« gruppen, Lokal« und Frauensektionen sowie die Atu»- Union-Vereine del Bezirkes Bodenbach entgegen. » Teilnehmer, die nur zum Haupttag am 8. Juli nach Bodenbach kommen und einQuartier haben wollen, müssen diel sofort dem Zentralsekretariat der Kinderfreunde in Bodenbach, Poststrasse 818, melden. Zur Verfügung stehen Massenquartiere in den Schulen oder Hotelzimmer. Die Ansuchen um Fahrtermüssigung für Kinder und Jugendliche sind sofort an die auf den vorgedruckten Formularen angegebene Adresse einzusenden. Rückporto ist beizulegen. Mit den Anmeldungen ist stet» anzuführen, ob und wieviel Teilnehmer die Dampferfahrt am Sam»tag, den 2. Juli, nach Herrn»« kreischen mitmachen, damit dir Plätze rechtzeitig bestellt werden können. Mit den Anmeldungen der Teilnehmer ist gleichzeitig der Fe st beitrag und der Beitrag für die Dampferfahrt einzusenden. Roch Eingang der Anmeldelisten werden die Teilnehmerkarten«»»gefüllt und sofort zugestellt. Namen von Leuten sinken, die nicht zu den schlechtesten Kunden gehören und die nach land« läufigen Begriffen für Bücher ein Vermögen ausgegeben haben. Unter dem Geheul einer Menge, die nie ein Buch zur Hand nimmt und die das Deutschtum nur in Schaftstiefeln repräsentiert, sind diese Menschen um die Existenz gebracht, au» ihrer Heimat vertrieben und schliesslich ihre» Eigentum» beraubt worden. Aus Bücherverbrennern sind aber nicht Bücherkäufer geworden. Und die Buchhändler sollen sich nicht täuschen: wenn die Erziehung der deutschen Ju gend weiter in den Bahnen bleibt, in denen sich gegenwärtig bewegt, dann entstehen für Zukunft erschreckende Aussichten auch für Buchverkäufer. Bel der Arbeit verunglückt Bei den Arbeiten an dem Wasserleitungsbau in Wilsdorf ereignete sich am Mittwoch ein ernster Unglücksfall. Bei der Sicherung des ausgehobenen Grabens für die Rohrleitungen stürzte eine Grubenwand ein, wodurch der Arbei« tcr Richter aus Toplvwitz verschüttet wurde. Richter erlitt innere Verletzungen und musste mittelst RettungSauto in da» Tctschener Krankenhaus gebracht werden. Freitag, dm 1. Juki: Ankunft in Bodenbach und Einquartierung. SamSta», den 2. Juli: 8 Uhr: Dampferfahrt nach HerrnSkretsche». 18 Uhr: Appell am Sportplatz de» Sportovni klnb. 18 Uhr: Volkslieder« und Volksianzabend am Masarykplah in Bodenbach. Sonntag, den 8. Jnli: 8 Uhr Appell am Sportplatz. 10 Uhr: Werbemarsch durch Bodenbach. 11.80 Ubr: Mittagsrast. 12.80 Uhr: Am Sportplatz Aufstellung zum Festzug. 18 Uhr: Festzug durch die Stadt. 14 Ubr: Falken-Feftsplrl. Maffm-FrrUidun- gen und Kindertag am Sportplatz. 18 Uhr: Festschluß mit Fahnenrinholm. Montag, drn 4. Juli: 8 Uhr: Freundschaftsspiel« am Sporwlatz, Wanderungen in die Umgebung. Be« sichtigungen. Dienstag, drn 8. Juli: Antritt der Ferienwanderung oder Heimfahrt. Der Teilnehmerbeitrag für do« Reich»« falkentresfen(vier Uebernachwngen, drei Tage volle Verpflegung) beträgt 20 KL, di« Dampferfahrt kostet pro Kind 4 KL, für Envachsene 8 KL, Festabzeichen 1 KL. Der Festbeitrag zum Kindertag 8.80 KL(mit Buchpräalirn im Vorverkauf) für Erwachsene und KL(Festabzeichen) für Kinder. Für die AnSspei« Schlüsselmäßige Aufteilung der Subventionen für die Deutsche Jugendfürsorge Mit Rücksicht auf die Gleichschaltung der Deutschen Jugendfürsorge hat der A u s s i g e r Stadtrat in seiner letzten Sitzung beschlossen, die bisher der deutschen Landes» und Bezirkskommission bewilligte Subvention nach dem sich aus der letzten Genieindewahl ergebenden Stimmenverhältnis schlttffelniässig aufzuteilen. Darnach erhält von der bewilligten Subvention die Deutsche Jugendfürsorge 88 Prozent, die Arbeiterfürsorge zehn und die kommunistische Solidarität fünf Prozent. Die tschechische Jugendfürsorge erhält die Subvention im bisherigen Ausmass nach dem Bevölkerungsschlüssel. vor Hitler 0.82 0.80 0.80 1.— 2»—> Optimistische Erklärung Bonnets über die Tschechoslowakei Pari». Aussenminister Bonnet behandelte im Gespräch mit französischen und ausländischen Journalisten die aktuellen internationalen Fragen, lieber die Tschechoslowakei sagte Minister Vonnet, dass, nachdem die Gemeindewahlen, die in vollkommener Ruhe und Diszipliniertheit verlaufen sind, die Verhandlungen über daS Nationalitätenstatut nunmehr in das entscheidende Stadium treten. Die tschechoflotvakische Regierung habe nicht aufgehört Beweise wahrhaft versöhnlicher Bemühungen und deS guten Willen» zn geben, zu einer Lösung dieser Frage zu gelangen. Ein bemerkenswerte» Beispiel dieser Aufrichtigkeit und deS BersöhnungSwillen» der tschechoslowakischen Regierung ist die Tatsache, dass die Prager Regierung das Memorandum der Sudetendeutschen Partei zur gemeinsamen Grundlage der Verhandlungen mit der deutschen Minderheit genommen hat.„Waü mich betrifft", schloss Bonnet, »so blicke ich auf diese Entwicklung mit Optimismus. Ich glaube an eine günstige Lösung des Nationalitätenproblems in der Tschechoslowakei." Auch im freundschaftlichen Gespräch mit den anwesenden zahlreichen tschechoslowakischen Journalisten, bestätigte Minister Bonnet diese seine volle Zuversicht. Oer Königsbesuch In Frankreich Paris. DaS englische KönigSpaar wird auf seiner Reise nach Pari» offiziell vom Aussenminister Lord Halifax begleitet werden. Ausserdem trifft zur gleichen Zeit in Pari» mehr oder weniger privat eine lange Reihe britischer politischer Persönlichkeiten ein, so Kriegsminister HoreBeNsha, Winston Churchill, der Herzog von Westminster usw. Ja es ist nicht einmal Fett zu haben. Vergangene Woche bekam unsere Familie pro Kopf 200 Gramm Butter(Walfischtran), leine Margarine und für 14 Tage ein Achtelkilogromm Schmalz. Meine Frau weiss nicht, wo sie Fett zum Kuchenbacken für Pfingsten hernehmen soll. Mit den Stoffen ist es ähnlich. Meine Frau kaufte sich Wollstoff für ein Kleid. Pro Meter bezahlte sie zehn Mark, früher fünf Mark. Wäschestoffe darf mau nicht lochen, weil er sonst verschwindet. Die neue Schürze von Hildchen ist nur vom heissen Angriff auf die Insel Hainan geplant Wio der Sprecher des japanischen Außenministeriums erklärte, bezeichnen es militärische Kreise als absolut notwendig, das befestigte und militärisch wichtige Hainan anzugreifen. Zentral geleiteter Guerillakries In China Schanghai. Die derzeitige militärische Lage im chinesischen Konflikt wird gekennzeichnet durch die Umgruppierung der sapanischen Truppen Wich der Lunghai-Bahn, die durch die Hoch« masserkatastropbe des Hoangho notwendig ge« ivordcn ist. Die ursprünglich im Hochwassergebiet ange- schten japanischen Truppen werden zur Zeit in einem neuen Aufmarschraum etwa 278 Kilometer südlich von Hauetschau konzentriert, um zusammen mit den Im yangtsetal vorgehenden Truppen den Angriff gegen da» Hankau schützende Höhengelände vorzutragen. Der Vornmrsch am flangtsc, der immer noch im strömenden Regen erfolgen muss, ist bi» setzt etwa 40 Kilometer über Anking hinaus vormärt» gekommen. Die auf dem Aangtse verstossenden japanischen Kriegsschiffe kämpfen schwer gegen Hochwasser, Treibminen und Fluhsperren an. Sie sind bi» auf 70 Kilometer an die Hauptsperre bei stiutiang herangekommen und versuchen, in die quer über den flangtse laufende chinesische Haupwertei« digungSstellung einen Keil zu treiben. Der Guerillakrieg in Nord- und Mittelchina wird von den Chinesen jetzt offenbar zum ersten Mal zentral geleitet und in llcbcrelnsnm- mung gebracht mit den militärischen Operationen an den.Hanptfronten. Rach Mitteilung von japanischer Sette haben die Chinesen Verbände In Stärke von wenigsten» 27 Divisionen, die teilweise gut bewaffnet sind, in den Guerillakrieg eingesetzt. Notschrei dar Buchhändler Die Buchhändler im Bäder-Dreieck können, so schreibt der„VolkSwille", sicher nicht behaupten, dass e» ihnen in der verfluchten„Systemzeit" schlecht gegangen wäre. Dann aber kam die Gleichschaltung, die auch die Buchhändler mitmachten, ohne zu bedenlen, dass sie sich damit da» eigene Grab schaufelten. Namen von Klang, die dem deutschen Schrifttum zu Ansehen in der ganzen Welt verhalfen haben, verschwanden von den Regalen, nach der Blubo-Literatur hat aber kein gebildeter Mensch Verlangen, und die da» Zeug kaufen würden, kommen nicht. Nun wenden sich di» Buchhändler an die deutschen Verleger um Nachsicht in einem Schreiben, in dem e» heisst: „Der sudetendeutsche Sortimentsbuchhandel kämpft seit Jahren hart um seine Existenz... Den schwersten Kampf aber hat der deutsche Sorttmenter Im sogenannten„Bäder-Dreieck" zu bestehen. Die Kurorte Karlsbad, Marienbad und Franzensbad find iy der Hauptsache auf den Besuch reich-deutscher Kurgäste angewiesen. Nahm die Zahl der reichsdeutschen Kurgäste in den letzten Jahren infolge der bestehenden Devisenschwierigkeiten ständig ab. so ist bedauerlicherweise festzustellen, dass diese-Jahr fa st überhaupt keine Kurgäste aus Deutschland die west böhmischen Kurorte aufsuchen... Zu einer Zeit, wo in normalen Jahren die westböhmischen Kurorte im Zeichen der Hochsaison standen, weisen diese jetzt eine erschreckende Leere auf. Er gibt Kurwohnhäuser, die um diese Zeit sonst kein Zimmer mehr zur Verfügung frei hatten, heute überhaupt noch kein Zimmer vermieten konnten und vor der Sperre stehen, um die nutzlose Regie zu ersparen... Wir bitten, un» nicht misszuverstehenl Wir wollen weder etwa« geschenkt, noch betteln wir um ein Almosen. Wir verlangen Wester nichts, als dass die deutschen Verleger unter Würdigung der derzei» tigen Verhältnisse allen unseren Kameraden bei der Erfüllung ihrer Verpflichtungen«ntgegenkommen und vor allem von der Einbringung einer Klage solange A b st a n d nehmen, al» die Unmöglichkeit der Bezahlung der Schuld besteht. Die deutschen Verleger müssen jetzt zeigen, dass da» Dort vom.Kameraden" und„Von den Brüdern in Not" nicht leere Phrase, sondern Wirklichkeit ist." Vielleicht blättern die Buchhändler einmal in ihren Geschäftsbüchern nach. Die werden darin Labour Party sagen die Judenhetze London. Der Vollzugsausschuss der Arbeiterpartei nahm Mittwoch eine Resolution an, in der er dem tiefen Bedauern über die Erneuerung der antisemitischen Agitation in Deutschland Ausdruck gibt und die britische Regierung auf« fordert, im Sinne deS internationalen Rechte» gegen das Verhalten der deutschen Regierung zu protestieren. Waschen 18 Zentimeter kürzer geworden. Also, lieber Freund, ist das nun im Drit- Reich besser geworden? Wie ost denken wir früher zurück und an Eure Freiheit. Seht das ein, ehe es zu spät. Es gibt in eiem demokratischen Staat genug Mittel und Wege des Kampfes, um eine Verbesserung der Lage hcrbei- zuführen." Verbringet kuren Urlaub In Naturfreundehüusem I Moderne und geräumige Urlaubs» und Ferienheime findet man vor: Rtefengebirg e: Naturfreundehaus, Lenzenberg-Petzer(1080 Dieter). Zwei« und Dreibettzimmer, Dusch- und Wannenbad, volle Pension. Telephon: Petzer Nr. 81. Bahnstation: Freiheit» JohanniSbad. - Jsergebirge: Naturfreundehaus ,^lö- nigShöhe"(800 Meter) Bahnstatton Reichenberg. 80 Betten, vorzügliche Küche. Badegelegenheit. Telephon: Reichenberg„KönigShöhe". Lausitzergebtrge: Naturfreundehaus m Nieder-Lichtenwalde.(840 Meter) am Plissen- berg. Bahn- und AutobuSverbindung. Zimmer, volle Pension. Anmeldungen: Heinrich Hocke, Warnsdorf VIII, Schillerstrasse. E rzgebirgc: Naturfreundehaus in Nol- lendorf(880 Meter) Bahnstation Tellnitz. Zimmer, volle Pension. Anmeldungen: Jos. Weis, Bokau bei Aussig, Augaffe 252.— Naturfreundehaus„Mor- bachhütte" am Mückenberg,(808 Meter) Zimmer, volle Pension. Anmeldungen: Mizzi Kunz, Turn- Teplitz, Landstrasse 818. Telephon: Teplitz Nr 4411. — Naturfreundehau» in GerSdorf(880 Meter» AutobuSverbindung ab Komotau. Zimmer, volle Pension, Dusch- und Wannenbad. Anmeldungen: Wenzel Dornau«, Komotau, Kohlstattgaffe 10.— Naturfreundehau» in Neuhammer(900 Meter) bei Karlsbad. Zimmer, volle Pension. Anmeldungen: Eduard Hierath, Karlsbad,„Äraphia". Tagespension von KL 22.— bi» 29.—, reichliche gute Verpflegung. Auskünfte und Prospekte(auch über die übrigen Naturfreundehäuser) durch die Ra- turfreunde-OrtSgruppen und Hausverwaltungen. Wonach sie sich sehnen.,.. In einem Briefe, der dieser Tage ein Berliner'einem Sudetendeutschen sandte und der von der„Roten Fahne" zitiert wird, heisst es unter anderem: „Ich la» viel von Eurem«unterdrückten" Sudetendeutschtum. Alle sprechen von dem Ereignis und fürchten den Krieg... Ist eS nicht purer Unsinn, wenn Ihr da ausgerechnet zu einem Deutschland der grössten Unterdrückung und Knechtung wollt? Ja, lieber Freund, jetzt habt Ihr noch Freiheit, um die wir Euch beneiden. DaS gibt e» bei unS nicht. Hier herrscht eine Meinung und wer anderer ist, wird mit Zuchthaus bestraft. Und wer mit einer fremden Macht konspiriert, zum Tod« verurteilt. Ich denke oft an da» demokratische Deutschland zurück, wo ich mich auch al» mitbestimmend betrachtete, ich wählte den Mann in die Gemeindevertretung, welchen ich für meinen richtigen Jn- teressenvertreter hielt. Heute, im Dritten Reich habe ich auch rein gar nicht» zu sagen, sondern die Gemeindevertreter werden von oben herab bestimmt. Ja nicht einmal Über meine Person habe ich zu bestimmen. Ich muss„freiwillig" in diese und jene Organisation eintreten und„freiwillig" für den Eintopf geben, sonst wird man entlassen. JstdaSFreiheitundwillst Du das? Bestimmt wollen alle nicht, aber viele von Deinen Bekannten sehen eben nur das, dass es im Dritten Reich mehr Arbeitslosenunterstützung gibt als dort bei ihnen. Dass e» uns Berlinern immer besser ging, als den Grenzbewohnern und ganz besonders Euch Sudetendeutschen, ist eine alte Sache und liegt an der Industrialisierung und nicht zuletzt an den Arbeiterorganisationen, welche sich bessere Lebensbedingungen erkämpft haben. Lieber Freund, ob e» uns aber heute besser geht, dafür will ich Dir einige Zahlen nennen, und Du sollst selbst entscheiden. Vor dem Dritten Reich betrugen meine Abzüge vom Lohn 12 Prozent. Heute 20 Prozent und sogar 28 Prozent. Du wirst nun sagen, dass wir auch gut verdienen, also mehr al» früher. Du weisst fa selber, dass unser Führer gesagt hat, an eine Lohnzulage wäre nicht zu denken, erst müsse die Leistung gesteigert werden. Und wie steht eS mit den Preisen? Von vielen meiner Kollegen höre ich, dass sie in der(Weimarer) Republik mit der Arbeitslosenunterstützung besser gelebt haben al» jetzt mit Arbeit und den teuren Lebensmitteln. Z. B. kostet« Kilogramm Margarine Schmalz Leberwurst Salami Gewürz ein halbes letzt 1.10 1.10 1.20 2.40. 8.— sichert ist. Zwischenfall bei einer Sonnwendfeier Brünn.(Amtlich.) Am 21. Juni um 21 Uhr gingen auf der Strasse von Tukantz bei Brünn gegen Maxdorf 26 deutsche Studenten, um dort an einer Sonnwendfeier teilzunrhmen. Einige von ihnen trugen die Uniform der SdP-Mitglieder(weisse Strümpfe u. ä.)> Die Studenten marschierten in geschloffener Formatton in Dreierreihen. Dieser geschloffene Zug war nicht bewilligt. Auf der Strasse bei Tutany wurden sie von etwa 80 Einwohnern aus Tukany angefallen, wobei es zu einer Rauferei kam. Die Studenten kehrten nach Tukantz zurück, wo sie den Vorfall auf der Polizeiwachstube meldeten. Einer von ihnen gab an, dass er eine Verletzung am Kops erlitten habe. Der sofort herbeigerufene Polizeiarzt stellte eine leichieBerletzung.an der Stirn über dem rechten Auge fest. Der Verletzte ist der 20jährige Hörer der Deutschen Technischen Hoch« chule in Brünn Johann W e L e r k a. Die Täter wurden sichergestellt und in Polizeihaft genommen. Einbruch in eine Konsuinvereinöfiliale. In der Nacht vom 14. zum 18. d. M. wurde in die Filiale AlgerSdorf(bei Bensen) deö Bodenbacher ArbeiterkonsumveccineS ein verwegener Einbruch verübt. Die Täter hatten auf der rückwärtigen Seite des Hauses ein starkes Eisen» gitter aus dem Mauerwerk gerissen, waren durch das Fenster in die Geschäftsräume eingedrungen und hatten dann Waren im Werte von 10.000 KL gestohlen. Die DiebSbeute bestand aus Schuhen, Textilien, Lebensmitteln und einem Fahrrade. Sie hatten aber wenig Glück. Schon einige Tage nach dem Einbruch wurden sie von der Staatspolizei in Teplitz-Schönan festgenom« men. Auch die gestohlenen Waren konnten zu einem erheblichen Teile, wenn auch stark verunreinigt, wieder zustandegebracht werden. Das Fahrrad wollen die Diebe im Walde in der Nähe von AlgerSdorf versteckt haben. ES wurde bisher noch nicht gefunden.— Der Konsumverein er» leidet leinen Schaden, da er gegen Einbruch ver« Das I. Reichsfalkentreffen vom 2—S. Juli In Bodenbach und der Kindertag am 3. Juli werden folgende» Programm haben: Seite 4 Donnerstag, 23. Juni 1938 Jagesneuigkeiten BdL BdL als Dienstgeber Das trojanische Pferd ☐ Analyse eines unrichtigen Vergleichs 1. bar erscheint. 2. Nr. 146 Das heutige Programm ox Bidder deutschen Sendung schuß der kommunistischen Partei von Solun Jugend wurden zahlreiche Lehrer, Bankund fführender Funktionäre der kommunistischen und Staatsbeamten verhaftet, welche die gemeins same Aktion der Kommunisten, der aufgelösten Agrarpartei und führender Funktionäre anderer aufgelöster Parteien zur Schaffung einer Volksfront in ganz Griechenland unterstützt haben sollen. Nach einer Statistit des türkischen Justizministe Die Zahl der Strafgefangenen in der Türkei. riums beträgt die Zahl aller Gefängnisinsassen in der Türkei 31.500, hievon 28.500 Männer und 1081 Frauen, die übrigen Personen sind daß 30 Frauen wegen Entführung von MänJugendliche unter 18 Jahren. Interessant ist, nern verurteilt wurden. Zwel aufsehenerregende Prozesse um die Gleichschaltung Brag Melnik: 10.15 Für die Frau. Irene Neumann: Blumen im Zimmer, Elly Hamšit: Die des ehemaligen Bundes der Landwirte Frau und der Sport. 10.45-11.00 Schallplatten. 18.00 Serm. Ehm singt Schubertlieder( Klavier Pragrb Vor dem Prager Arbeitsgericht[ in Böhm.- Leipa ist Dr. Eduard Lorber, feinem Fr. Holeček). 18.10 Landw. 18.45 Schallplatten. ( GR Dr. Chyský) fanden Mittwoch kurz nach Hauptberuf In der öffentlichen Meinung des Aus», aber einander zwei Verhandlungen ſtatt, die ein jqur besbehörde. 23ie bereits cuvant, et tager an- 19.00 Polit. Wochenschau. 19.30 Brünner Schram. erwähnt, machte die Klä melmusif. 20.00 Auf dem Wasser zu singen, literar. auch des Inlands wird die SdP hartnäckig mit fes Licht auf die Dienstgeberpraris der gleich gerin auf Grund des unfündbaren einjährigen Ber- muſ. Hörfolge( Gef. Gerda Redlich, Klab. Vole dem trojanischen Pferd verglichen. Die Analogie geschalteten Voltsgemeinschaftsapostel werfen. nebenbei sei bemerkt, daß die gleichgeschalteten er- bis 23.00 Tanzmusit. irages eine Forderung von 16.520 Kč geltend. Nur čet). 21.00 Ordjeiterkonzert( Dir. Rieger). 22.30 mag Henlein und dem Reichspropagandaministe- Bei der Reichsparteileitung des ehemaligen ren vom Bde später immer wieder Versprechungen rum nicht übel gefallen. Aber sie stimmt nicht. Brünn. 13.50-14.00 Arbeitersendung: ArBundes der Landwirte war eine Beamtin an- machten, die aber niemals eingehalten wurden. Bei beitsmarft. 18.00-18.15 Arbeiterfendung: Franz Das hölzerne Pferd hatte für die Trojer gestellt, u. zw. einerseits im Kanzleidienst der der Tagjagung war kein Vertreter der geklagten Matuschta: Die Kinderfreunde- Bewegung. 18.15 einen durchaus geheimnisvollen, ja göttlichen Cha landbündlerischen Parteileitung, anderseits als Partei zugegen, so daß das Gericht ein Verfäum bis 18.20 Schallplatten. 18.20-18.35 Arch. rafter. Von der Partei Henleins fann man das Organisations- und Afquisitionskraft der vom nisurteil fällte, auf Grund deffen der Anspruch Prof. Viftor Oppenheimer: Kunstbericht aus mäh= nicht behaupten. Nur die hyſteriſierten Anhän- Verein„ Landheimat" in Böhm.- Leipa seinerzeit der Klägerin gerichtsmäßig anerkannt und vollſtred risch- ſchlesischem Runſtſchaffen. gerinnen und Anhänger verehren in ihr eine Gottherausgegebenen Zeitschrift Die deutsche heit. Landfrau". Wie es dieser bewährten ArDas trojanische Pferd der Tschechoslowakei beitskraft nach der am 22. März d. 3. erfolgten hat den rechten Augenblick der List versäumt und Gleichschaltung erging, davon legen die zwei von Verhandlung über eine Klage derselben Klägerin Eine halbe Stunde später fand eine weitere die Nerven verloren; es hat, in der Karlsbader ihr eingebrachten und vor dem Arbeitsgericht veritatt, die auf Bezahlung der ihr zustehenden Diensts Kundgebung, zu früh gewichert. Man kann sich handelten Klagen ein beredtes Zeugnis ab. nicht zugleich tarnen und defuprieren. Der bezüge lautete und bei welcher Klage Gust a v ader beflagt ist. Triumph der Verschlagenheit und der Hinterlist Frau L. W. fonnte auf keine Weise, trot viel wurde durch den Triumph des Bekenntnisses auf- Frau 2. W. war genötigt, zunächst gegen den facher Urgenzen, die Ausfertigung eines regelrechten schoben. Ein trojanisches Pferd, das seine un- Verein„ Landbeimat" eine Klage auf 16.520 Kč Dienstvertrages durchsetzen. Sie tat, neben der erdurchdringliche Haltung verliert und zu schenen einzubringen. Die Klägerin wurde am 1. Juni 1937 wähnten Arbeit für das Blatt„ Die deutsche Landbeginnt, fann nur noch sich selber gefährlich wer aufgenommen. Sie erhielt im Desember v. 3. einen frau" Dienst als Kanzleibeamtin in der Reichspartei den. Den Sudetendeutschen fehlt ein listenreicher unfündbaren einjährigen Dienst, leitung. Sie wurde erst im Oktober 1937 Odysseus. Schlief Herr Goebbels, oder ist das bertrag. durch welchem ihr nebst einem monats lichem Firum von 500 Kč noch ein Bauschale von bet. Die Anmeldung zur BensionsAurrantenversicherung angemel trojanische Pferd Herrn Henlein durchgegangen? 1500 Kč zugesichert wurde. Die Zeitschrift florierte Zwar ist das folossale Pferd innerhalb der bis zum März ausgezeichnet. Dann kam der Umfall versicherung unterblieb überhaupt. tschechoslowakischen Mauern, aber seine hölzerne der landbündlerischen Parteileitung und die Ueber- fchiffe, insgesamt 15.000 Kč. Angesichts der offenStatt des Gehaltes erhielt sie einsttweilen nur VorBeschaffenheit ist durchschaut, zu früh kam die nahme des Parteiapparates durch die SP- Leute. Fundigen Weberarbeitung wurde ihr schließlich eine Stimme des Herrn aus seinem Bauch, und nun ist Der Klägerin wurde, ohne Rücksicht auf den Dienſt Silfsfraft beigegeben, die mit 800 Kč monatlich ho es zerniert und wird genau beobachtet; nicht ver vertrag, der Zutritt zu den Kanzleiräumen unmögnoriert war. Die Regelung ihres Dienstverhältnisses Russisches Gold nach England. Dienstag frauensselige, jubelnde Trojaner, sondern wachlich gemacht. Als Liquidator" des BdL fungierte wurde aber ständig hinausgeschoben, bis ihr schließtraf auf dem Stockholmer Flugplatz der Luftgesell same Soldaten stehen ringsum, und falls Bewaffein gewisser& ans Sumerauer, der auch die lich am 20. März der„ Liquidator Sumerauer" den schaft„ Aero- Transport" ein sowjetrussisches ncte dem Leib des Tieres entsteigen, geht nicht verrung der Kanzleiräumlichkeiten überwachte. Die Zutritt zu den Kangleiräumen unmöglich machte. lugzeug ein, das als Fracht eine Ladung GoldBeitschrift wurde eingestellt, die Abonnenten erhiel Troja in Flammen auf, sondern das hölzerne Daß die Sop als Rechtsnachfolgerin des Bundes barren von 450 Kilogramm Gewicht mitführte, die ten Erfazblätter" rein henleinistischen Formats und der Landwirte sich nicht im mindeſten bereit zeigte, einige Stunden später mit dem gewöhnlichen Ver Pferd. Inhaltes. Diese Gleichschaltung verlief allerdings die berechtigten Gehaltsansprüche der Klägerin an- tehrsflugzeug nach London weiterbefördert wur nicht ganz glatt und eine Reihe von Abonnenten be auerkennen oder ihr wenigstens einen halbwegs ge- den. Die Goldbarren sind für die Bank von Eng stellten die Erfabzeitschriften" ab. Die Sdp. über- rechten Ausgleich anzubieten, bedarf nach dem Vor- land bestimmt. Wie„ Nya Tag Ligt Allehanda" nahm zwar als„ Rechtsnachfolgerin" des ehemaligen Bundes der Landwirte gern die durch die Klägerin gefagten leiner besonderen Erwähnung. meldet, soll mit dem gleichen Flugzeug eine Abalquirierten Inserate, die weiterhin in den Beits Frau. W. mußte also ihre Forderung vor dem ordnung eingetroffen sein, um in Stockholm über schriften Sudetendeutsches Frauenblatt" und" Der Prager Arbeitsgericht einklagen, wobei sie sich auf die Wiederaufnahme der Flugverbindung MosTrommler" erſchienen, machte aber feine Miene, den den Betrag beschränkte, den die ihr zugeteilte Silfs- tau- Riga- Stockholm zu verhandeln. Verpflichtungen nachzufommen, die sie als Rechtsnachfraft erhalten hatte, nämlich 800 Kč monatlich. Die felger des BdL der Klägerin gegenüber hatte. Als Klage beruft sich darauf, daß der nächste normale die Klägerin ihre Ansprüche anmeldete, erhielt ihr Kündigungstermin der 15. August ist und macht ins Vertreter von Dr. J. W. Mittig in Aussig einen aciamt einen Betrag von 9130 Kč geltend. Der Brief, in dem diefer Anwalter war feinerzeit Anwalt Saders, der von der Sanalei des SdB Sekretär des Miniſters Dr. Svina- darlegte, daß Abgeordneten Dr. Neuwirth vertreten wurde, verfeine Mandanten bereit seien, die Ansprüche der Klä- stand sich zu einem bedingten Vergleich, der binnen erin mit 1000- schreibe eintauſend- Stronen acht Tagen Rechtskraft erlangen soll, wenn nicht bis ein für allemal abzufertigen. In diesem Briefe wurde dahin ein Widerruf erfolgt. Nach diesem Vergleich die Klägerin aufmerksam gemacht, daß im Fall der foll die Klägerin zum völligen Ausgleich ihrer ForNichtannahme des Angebotes der Stonfurs unvermeid- derungen 7500 Stronen erhalten, aus welchem Bebar sei und die Klägerin dann nicht einmal jene trag fie auch ihre Vertretungskosten und die Bei1000 Kč erhalten würde. träge an die Pensionsversicherungsanstalt beObmann des gewesenen Vereines Landheimat" streiten soll. Man könnte, den bekannten Titel des Giraus dour'schen Stückes variierend, sagen: Dastro janische Pferd findet nicht statt." Seine Mannschaft wird den häuslichen Frieden cinem furchtbaren Abenteuer in einem künstlichen Pferdeleib vorziehen. Die drohende Figur fällt in sich zusammen, eine hölzerne Allegorie und ein schiefer Vergleich. ert. ane taufend Schafen geprüft. Der Versuch hat Brandherd herankommen zu fönnen. ausgezeichnete Erfolge gehabt. Dachstuhlbrand im Louvre. Am Dienstag brach im Dachstuhl des Pariser Louvre ein Brand aus. Der Feuerwehr, die sich sofort an der Brandstelle Karel Čapek an die Rundfunkhörer eingefunden hatte, gelang es in kurzer Zeit, den In der Abendsendung des Melniker RundBrand zu lokalisieren und zu löschen. Die Ursache des Brandes ist wahrscheinlich Kurzschluß. Der Fall hat funks wandte sich Mittwoch Karel Capek an die deutschen Hörer. Er sprach zunächst von den große Erregung und zahlreiche Kritiken hervorge= rufen, da das Feuer sehr folgenschtver hätte werden vielen deutschen Zuschriften, die er nach dem Erscheinen eines jeden seiner Bücher oder auch nur fönnen. Es brach gerade oberhalb der großen MittelArtikel nicht nur aus dem sudetendeutschen Gegalerie aus, wo die fostbaren Gemälde von Rubens, biet erhalte, und sagte dann u. a.: Mit ein Rembrandt und Van Dyd untergebracht sind. Die wenig Geduld können sich alle Menschen verständGemälde wurden von den Aufsehern rasch in Sicherlich machen, soweit sie miteinander über alltägheit gebracht. Die Feuerwehr mußte eine 45 Meter liche und alle verständliche Dinge des Lebens hohe Leiter benützen, um mit dem Löschstrahl an den sprechen und auch guten Willens find. Es ist Hilfsmaßnahmen für Oesterreich überflüssig zu erwägen, wo der gute Wille da ist Von der Tagung des Roten Kreuzes. Die tsche Baris.( Havas.) Die Vereinigung der und wo nicht. Auf den Versuch kommt es an. Freunde Desterreichs" veranstaltete Montag Vom Schlag getroffen. In der Uzhoroder Haupta choslowakische Delegation an der XVI. internatio Nicht ich allein, aber wir alle auf unserer Seite einen Vortrags und Debattenabend, auf welchem versammlung der Krankenversicherungsanstalt für nalen Roten- Kreuz- Konferenz in London beteiligt sich möchten Sie, unsere deutschen Mitbürger, verGeistliche, hielt der Amtsarzt der Bezirkskrankenver- an den Arbeiten aller Kommissionen. In der Komüber die Möglichkeiten einer Hilfe für die Opfer stchen: wir alle, die wir schreiben und denken und ficherungsanstalt Dr. Antonin Braščajlo einen Vor- mission für Erziehungsfragen begegnete der Bericht der nationalsozialistischen Persekution erwogen die wir dadurch so etwas wie einen sichtbaren und wurde. Es sprachen die Vertreter verschiedener trag. Nach Beendigung der Sizung wurde er auf der über den Nachwuchs des Tschechoslowakischen Roten bernehmbaren Teil des öffentlichen tschechoslowaParteien, darunter die Deputierten Castagnes, Straße vom Schlag gerührt und ist kurz darauf ge- Kreuzes, der in den Aussprachen von den Vertretern lischen Gewissens darstellen. Wir möchten von den Desgranges und Pezet, sowie Vertreter der sterben. Der Verstorbene war Präsidialmitglied der ausländischer Staaten häufig zitiert wird, lebhaftem einzelnen unter Ihnen hören, wo sie am ſtärksten österreichischen Flüchtlinge, und zwar aus den Aerztekammer für Karpathorußland. Interesse. In der Kommission, die sich mit den Beder Schuh drückt oder andererseits, was ihnen auf Reihen der Katholiken, der Baterländischen Front, ziehungen zwischen dem Roten Kreuz und dem Staat diesem unseren gemeinsamen Boden hinreichend der Sozialdemokraten und der Kommunisten. Der polnische Fliegerin Frau Bohomolec- Depretova, farhlová große Aufmerksamkeit. Hauptgegenstand der befagt, erivedie ein Vortrag der Frau Alice G. Magefällt. Vielleicht könnten wir uns dann über Getretär der Vereinigung, Deputierter Baul die erst im vergangenen Jahre die Pilotenprüfung Kommissionsfißung für Erziehungsfragen bildete der dieses oder jenes eingehender aussprechen. Wol- Berrin, sprach über die Ereignisse, welche dem abgelegt hat, flog auf einem einmotorigen Flug Frieden des Tschechoslowakischen Roten Kreuzes. Die len Sie es versuchen? Schreiben Sie uns ganz Anschluß vorausgegangen waren und schlug fol- zeuge die Strede Paris- Warschau- Paris an glänzenden Erfahrungen aus aufrichtig, was Sie vor allem am Herzen haben. gende Hilfsmaßnahmen vor: Aufklärung der einem Tage. Sie startete um 4 Uhr früh, hielt sich glänzenden Erfahrungen aus der Tschechoslowakei Aldressieren Sie Ihre Zuschriften an den Deuts öffentlichen Meinung, Entsendung von Dele- in Warschau nur 20 Minuten auf um zu tanken schen Sender, Prag II. Sie können verTschechoslowakischen Roten Kreuzes wurden mit gationen, welche über das Schicksal verschwun- und beendete ihren Flug um 20 Uhr in Paris. fichert sein, daß diese Zuschriften nicht verloren bener und verhafteter Personen Erfundigungen außerordentlicher Sympathie aufgenommen. Das gehen und daß Sie nicht ins Leere sprecheinziehen sollen, die Herausgabe eines Weiß- britische Luftfahrtministerium teilt mit, daß mission, in der über internationale Abmachungen und Bombenflugzeuge stoßen zusammen. Das Schwergewicht gelangt nunmehr in die Rechtskombuches über die Vorgänge in Desterreich, die Dienstag in der Nähe von Port Swettenham auf insbesondere darüber verhandelt werden wird, ob Schaffung eines Informationsdienstes, der über der Malahischen Halbinsel zwei britische Bomben- und unter welchen Umständen die Zivilbevölkerung die Vorgänge in Oesterreich berichten soll, sowie flugzeuge in der Luft zusammengestoßen und ins im Kriegsfalle vom Roten Kreuz geschützt werden die Organisierung öffentlicher Vorträge in ber Meer gestürzt sind. ver= ugzeuge schiedenen Staaten und die Anknüpfung von Be= zichungen mit ähnlichen Organisationen in Europa und Amerika. werden. Vierzehnjähriger am Lenkrad " Rekordflug einer jungen Polin. Die junge und eine Analyse der Ideologie des Friedens des soll. Schwere Autokatastrophe bei Prag Auf der Staatsstraße bei Hostiwig, unweit Familiantragödien in Basel. In zwei neben- Telephonische Benachrichtigung. Bei den grovon Prag, ereignete sich Dienstag abends ein einanderliegenden Häusern in Basel ereigneten Ben Versammlungen und bei dem großen Andraug schweres Autounglüd, dem ein Angehöriger der sich heute zwei blutige Familiendramen. In dem des Publikums geschieht es oft, daß man im Gebekannten Industriellenfamilie Otta in Ratonis, Schweres Autounglück bei Kaschau. Dienstag ersten Haus erschoß ein junger Mann seinen dränge die Bekannten verliert und sie nicht finden die eine der größten Seifenfabriken des Staates abends ereignete sich zwischen Slanec und Rátos Schwiegervater sowie dessen neunjährigen Sohn kann. Beim 10. Sokolkongreß in Prag wurde daher betreibt, zum Opfer fiel. Die Chefs dieser Firma, bei Kaschau ein großes Automobil- Unglüd. Die und brachte sich darauf selbst schwere Berlegun- ein Sonderdienst der Postverwaltung eingerichtet. die Brüder Franz und Alois Otta, fuhren in Be- Straße entlang fuhr ein mit 26 Metergentnern gen bei. Im zweiten Haus tötete ein in Schei- Wenn man mit den Familienmitgliedern oder Begleitung des 13jährigen Sohnes des Erstgenann Baumaterial beladenes Lastautomobil der Firma dung lebender Ehemann nach heftigem Wort- fannten vereinbart, daß sie unter der Telephonnumten, Franz Otta junior, und ihres Neffen, Stani- Geſellſchaft der Baumeister in Pilsen". Auf dem wechsel zuerst seine Frau und verletzte sich dann mer 450-10 Nachrichten hinterlassen, wann und wo slav Otta, nach Ratoniz. Fabritant Alois Otta, Führersiz saßen zwei Chauffeure, und zwar der durch Revolverschüsse schwer. man mit ihnen zusammentreffen kann, können diese der zuerst den Wagen lenkte, übergab den Vo- 27jährige ledige Jan Uzel aus Suměšice in West- Kommunistenhak auf dem Baltan. Wegen durch einen telephonischen Anruf der obengenannten Tant für turze Zeit seinem 14jährigen Neffen böhmen und der 28jährige verheiratete Josef Mle- illegaler tommunistischer Tätigkeit wurden in Nummer 450-10 Nachrichten erfragen, die bereit Stanislav. Der Junge verlor aber bald die Herr ziva aus Luženičky, Bezirk Domažlice. Auf der Sliwen( Bulgarien), 29 bulgarische Soms willig ausgerichtet werden. schaft über den Wagen und rannte in voller Ladung des Autos saßen vier Arbeiter. In der munisten zu schweren Sterterstrafen in der Dauer graphenministerium.) Fahrt gegen eine Telegraphenstange. Der Wa- Straßenturve vor Rákeš geriet der Wagen ins von einem bis zu zwölfeinhalb Jahren verurteilt. Das Wetter. In Mitteleuropa erreichten die nen wurde völlig zertrümmert. Der jugendliche Schleudern und fuhr gegen einen Baum. Der Ar- Fünf Urteile wurden in contumaciam verhängt. Temperaturen am Mittwoch nachmittags an zahlrei Lenker wurde mit solcher Wucht gegen die Schuß- beiter Jan Jurento aus Nové Město pod Slancem Vier Personen wurden freigesprochen. Unter den chen Orten bis 30 Grad im Schatten. Der Himmel scheibe geschleudert, daß ihm die Stirne gespalten war augenblicklich tot, die beiden Chauffeure Uzel Berurteilten befinden sich einige Frauen. Den ist hier noch vorwiegend heiter; nur in der Nähe von wurde. Gleichzeitig bohrte fich die Stange des und Mleziva sowie die beiden Arbeiter Jan Ja- Verurteilten wurden außer der Freiheitsstrafe Gebirgstämmen bildeten sich stellenweise Gewitter Zentrades in den Körper des Unglücklichen, der gerčak aus Slatinské Huth und Stepan Zeher aus Geldstrafen in der Gesamthöhe von eineinviertel jedoch nunmehr ziemlich unsicher. Der Luftdrud über aus. Die weitere Entwicklung des Wetters wird so schwere Verlegungen erlitt, daß er wenige Slanec wurden schwer verleßt. Der Arbeiter Josef Millionen Lewas auferlegt. In dem Sofioter dem Festland sinkt andauernd und im BuſammenMinuten später starb. Der 61jährige Fabrikant Novotný erlitt nur leichte Abschürfungen. Sobranje wurden bisher drei Abgeordneten die hang mit einer Störung über Norwegen beginnt Alois Otta erlitt eine schwere Gehirnerschütte- Eine Schußimpfung gegen Maul- und Mandate aberkannt mit der Begründung, sie gegen England von Nordwesten fühlere Luft vorau rung, Rißwunden und mehrere schwere Brüche. Klauenseuche ist in den staatlichen Forschungs feien Kommunisten. In den letzten Tagen bringen. Es ist au erivarten, daß sie am Donnerstag Sein Bruder Franz Otta trug einen Nasenbein- anstalten auf der Insel Riems bei Greifswald wurden in Griechenland 350 Personen Deutschland und vielleicht auch Böhmen erreichen bruch und einige gebrochene Rippen davon. Un- von den Forschern Prof. Dr. Waldmann und unter der Beschuldigung verhaftet, kommunistische- Wahrscheinliches Wetter von Donners verlegt blieb lediglich der 13jährige Franz Otta Dr. Koebe gefunden worden. Die empfänglichen Tätigkeit entwvidelt zu haben. Solche Verhaftun- tag: Borwiegend heiter, bis auf örtliche Gewitter warm, ruhig. Wetteraussichten für jun., obwohl er bei dem schweren Anprall in wei- Tiere werden dadurch mindestens drei Monate, gen wurden in erster Linie in Griechisch- Mazedo- reitag: Bei Wechſelnber Bewölfung in Böhmen tem Bogen aus dem Wagen geschleudert wurde. wahrscheinlich aber noch länger gegen die Seuche nien durchgeführt. Es wurden auch zahlreiche Bunahme der Neigung au Gelittern oder Schauern. Nach den letzten Nachrichten ist der Zustand des geschüßt. Diese Schuhimpfung wurde in einem führende Funktionäre der ehemaligen Agrarpartei leichte Abkühlung. Windbrehung gegen Westen. In Fabrikanten Franz Otta sehr ernst. Großversuch an etwa 50.000 Rindern und einis Sofianopolus verhaftet. Außer dem lokalen Aus den Karpathenländern heiter und sehr warm. wird. Seite S "Jr. 146 Donnerstag, 23. Juni 1938 IW&MuirWuift und äoLialpoLM Der Steuerertrag Im Mal Der Bruttoertrag der Steuern und Abgaben behielt auch im Mai seine steigende Tendenz bei. Die Gesamtsteigerung gegenüber dem Borjahr betrug im Mai rund 237 Millionen, da» sind 28.4 Prozent und im Zeitraum Jänner bis Mai 1988 im Vergleich zur entsprechenden vorjährigen Periode 622 Millionen, da» sind 16.6 Prozent. Nach den vorläufigen I Ergebnissen war der Ertrag im Mai(in 1909 KL): 1938 gegenüber 1987 % Direkte Steuern 858.565 + 140.781 66.2 Umsatz- und Luxutsteuer 322.752 + 51.557 19.0 stille 62.447 — 1.898 2.2 Verbrauchssteuern 205.185 + 24.628 18.6 Gebühren 124.880 + 24.289 241 Monopole 4.808 . 2.654 88.1 Zusammen 1,078.026 + 287.158 28.4 In den ersten fünf Monaten war der Er- trag(in 1999 XL): 1938 gegenüber ' 1987 % Direkte Steuern 1,507.445 +866.785 82.1 Umsatz- und Lurulfteuer 1,168.696 + 122.811 11.7 stelle 292.892 — 82.645 10.0 Verbrauchssteuern 084.512 + 05.998 10.8 Gebühren 652.698 + 67.865 11.6 Monopole 28.059 + 2.188 8.2 Zusammen 4,683.802 + 622.447 15.5 Die größte Steigerung weisen wiederum die direkten Steuern(rund 1*11 Millionen bzw. in fünf Monaten rund 367 Millionen) und die Umlatz- und Luxussteuer(rund 52 bzw. rund 122 Millionen) auf. Die Verbrauchssteuern ergaben einen Mehrertrag von 25 bzw. 96 Millionen, die Gebühren von 24 bzw. 68 Millionen K£. Der Ertrag der Monopole hielt sich im ganzen auf der vorjährigen Höhe. Nur die Zölle haben im Vergleich zum Jahre 1987 einen kleineren Ertrag— eine Holge de» verschlechterten internationalen Warenverkehr»— und schließen bisher mit einem Gesamtabgang von rund 88 Millionen. Nach Abzug der Anteile und Zuweisungen der SelbsiverwaltnngSkörper verbleibt als Rein» ertrag(in 1909 KL) ' Mai 1988 Jän.—Mai 1988 Direkte Sjeuzrn 328.282 1.85S.M,., Umsatz- u. fiuru» steuer 178.692 877.781 Zölle 50.909 281.684 Verbrauchssteuern 169.883 789.478 Gebühren 124.29» 649.763 Monopole 4.808 28.058 Zusammen 860.868 8,488.101 Zur Frage der Getreidepreise Innerhalb de» Vorstände» der tschechoslowakischen Getreidegesellschaft werden gegenwärtig intensive Verhandlungen über die Festsetzung der Getreidepreise für das nächste Erntejahr geführt. Die tschechischen agrarischen Kreise verlangen eine Erhöhung insbesondere des Weizenpreises, wogegen sich im„Prävo Lidu" der Direktor der tschechischen Großeinkaufsgesellschast Emil Lustig wendet. Er sagt, daß die Situation, in der sich Staat und Bevölkerung befinden, eine Erhöhung der Preise irgendwelcher Waren nicht ratsam erscheinen lassen. Der Weizenpreis ist in den letzten Monaten um 20 Prozent, der Roggenpreis um 80 Prozent heruntergegangen. Wenn nun in der ganzen Welt die Getreidepreise sinken, können sie in der Tschechoslowakei nicht erhöht werden. Im Gegenteil I Durch Jahre hindurch wird ev bei uns empfunden, daß der Weizenpreis unangemessen hoch ist; selbst die Landlvirte verweisen darauf, daß der Weizenpreis schon im Hinblick auf den KornpreiS zu hoch ist und daß also der KornpreiS dem Weizenpreis irgendlvie angenähert werden muß. Aus diesen Gründen beantragt Lustig, daß für da» heurige Jahr der Weizenprei» um mindesten» 5 Kö herabgesetzt werde, so daß die Ber- kaussparität Prag anstelle von llL 182.50 nur AL 177.50 betragen würde. Weiter» wird eine andere Preispolitik bei den Futtermitteln gefordert. Herrichtung von Staatsstraßen Im Rahmen der genehmigten Programme für die Herrichtungen der Staatsstraßen aus den Mitteln des Straßensondö kommen im Jahre 1938 in den Bezirken Prag-Land. Jung- bunzlau. Pisek und Jiiin Straßenbauarbeiten mit einer bewilligten Kostensumme von 2,046.700 AL zur Durchführung. Bon diesem Betrage entfallen auf Prag-Land 8,685.000 Ai, Jungdunzlau 596.800 Ai, Pilet 570.000 AL. Jiiin 1.115.000 Ai- Der für die Herrichtungen im Bezirke Prag-Land bestimmte Betrag betrifft auch die Pflasterung des Straßendiirck« zugeS der Prager BerbindungSsiraße II. deren tatsächliche Baukostensumme durch einen OOprozentigen Beitrag auS dem EträßenfondS gedeckt wird. Außerdem werden folgende Straßeuabschniite mit einer gepflasterten Fahrbahn versehen: auf der Rumburger Staatsstraße in Libezniee i» der Länge von 547 Meter, auf der Belvarner Staatsstraße bei Horomitiee in einer Länge von 860 Meter und auf der Jglauer Staatsstraße bei den Ortschaften Straö- niee und Micholupv in einer Länge von 1817 Meter. Im Bezirke Jiiin wird die Pflasterung der Staatsstraße Podibradh—Turnov bei der Ortschaft Ujezd in einer Länge von 1800 Meter durchge- führt. Daneben kommen in den obengenannten Bezirken Unterbauherrichtungen sowie dovvelte und dritte Straßenanstriche in einer Gesamtlänge von 4L4ü7.Lewr-zur Ausführung...2a Ulie. Lorberci- tüngSarbeiten beendet sind, werden in der allernächsten Zeit die HerrichtungSarbeiten in Angriff genommen werden. Heuer wird gleichzeitig mit den Regulierungsarbeiten am Otava-Fluß auch mit dem Ban einer Brücke über diesen Fluß in Pisek begonnen werden. Die neue Brücke soll die geschichtlich bedeutsame alte Brücke ersetzen. Die veranschlagte Baukostensumme für die Brücke beträgt 1.500.000 Ai. Im Bezirk Pisek wird auch die alte Drücke über den Ärloss-Bach bei Brush mit einem Aufwand 600.000 Ai rekonstruiert werden. In der allernächsten Zeit wird der Umbau der Brücke über di»'Moldau bei Podolsko in Angriff genommen a•■ Mit dein Dan der Brücke geht auch eine Um- ilegung der anschließenden Abschnitte der Staatsstraße. die dadurch um zwei Kilometer verkürzt wird, einher. Durch diese Danarbeiten werden die BerkebrSverhältniste auf dieser Staatsstraße ganz erheblich verbessert werden. Diese Brücke Wirtz die größte Brücke in der Republik sein. Die Baukosten werden sich schätzungsweise auf 14,000.000 AL stellen. Invsstltlonsardsitsn In Böhmen Der LandcSausschuß bewilligte in seiner Sitzung am Mittwoch u. a. die Ausnahme einer Anleihe von 682.000 AL für JnvestitionSarbeiten der Gemeinde Schlackenwert. Dem Bezirk Braunau wurde die Genehmigung zum Bau eine» JnfektionSpavillonS und Zubau zum chirurgischen Pavillon de» Braunauer Krankenhauses erteilt. 2m Rahmen der Landesstraßenaltion wurden Beiträge für Bezirk« st raßenbauten in der Höhe von 600.000.Kronen bewilligt und BezirkSanleihen in der Höhe von 1,600.000 Kronen für denselben Zweck genehmigt. lausende von Kranken finden Ifihrileh Genesung in• BAD LUHACOVKX Verlangen Sie Prospekt’ Arbeitskonferenz beendet Genf. Die 24. Tagung der Internationalen Arbeitskonserenz wurde Mittwoch geschlossen, nachdem die Vertreter der einzelnen Gruppen— Regierungen, Arbeitnehmer und Arbeitgeber— gesprochen hatten. ES wurde in der Schlußsitzung beschloffen, in da» Programm der sür daS Jahr 1980 einberufenen Internationalen Arbeitskonferenz die Frage der allgemeinen Arbeitszeitkürzung in Handel, Industrie und Büro, ferner die Frage der technischen Schulung und der Berufswahl sowie der Arbeitsverhältnisfe und der Arbeitszeitverkürzung für die im Straßentransport» wesen beschäftigten Personen, wie Chauffeure und deren Gehilfen aufzunehmen. Der tschechoslowakische Delegierte, der technische Beirat für Arbeiterfragen D r a g I, hielt In der Plenarsitzung am Dienstag ein Referat Über die Bedeutung der Einheitsarbeitsschule für Kinder bis zu 15 Jahren vom Gesichtspunkte der Jugenderziehung für den künftigen Beruf. Eins bezeichnende Maßnahme in Oesterreich Nach der Besetzung Oesterreich» wurde die Einfuhr von Waren aus Deutschland freigegeben, die Ausfuhr von Waren au» Oesterreich nach Deutschland blieb aber an besondere Genehmigungen gebunden. Nunmehr wurden auch diese abgeschafft, jedoch mit einer charakteristischen Ausnahme. Landivirtschaftliche Erzeugnisse werden auch weiterhin nur mit einer besonderen schriftlichen Bewilligung aus dem österreichischen in da» reichsdeutsche Gebiet geliefert werden können, um. Genoffen! Genossinnen! 8 ,Q H» U * Betriebsversammlung Gewerkschaftsversammlung, Genostensckasttversammlung, Wählerversammlung, Frauenversanunlung, politischen Versammlung, Versammlung oder Sitzung einer proletarischen Organisation sollt Ihr für die WMarllltW Mchttffk intensivste Werbearbeit leisten. wie es in der Begründung dieser Vorschrift heißt, Schwierigkeiten in der Versorgung zu verhüten, die sich durch den ungeregelten Abfluß dieser Waren ergeben würden. Es wird also auch nun der bemerkenswerte und für die Versorgungslage Deutschland« bezeichnende Zustand aufrecht erhalten, daß in dem vereinigten Großdeutschland auf dem Gebiet der Ernährung zwei Wirtschaftskörper bestehen. Da» ist aber nur der vertvaltuugSmäßige Ausdruck der Tatsache, daß die Lebensmittelknappheit in Deutschland so kraß ist, daß der Sturm auf die österreichischen Lebenomittellager, von welchem gleich nach der Besetzung berichtet tvurde, auch jetzt nicht ander» al» durch da» angeführte Ausfuhrverbot abgeioehrt werden kann. Allerdings muß beachtet werden: Seine Lebensmittelvorräte wird Oesterreich nicht behalten! Man wird genau so wie die Goldvorräte der österreichische» Nationalbank und andere Güter auch alle», was sich transportieren läßt, nach Deutschland schaffen. Verhindert werden soll ja nur der»ungeregelte Abfluß- der Daren, also Einkäufe von Hausfrauen etc., während die Auspowerung im großen natürlich wei- tergeht und weitergehen wird. Die Londoner Schuldenverhandlungen London.(Reuter.) Mittwoch vormittags trat im britischen Schatzamte der Wirtschaftsberater der britischen Regierung, Sir Leith-Roß mit dem Unterhändler der Wirtschaftssektion des deutschen Auswärtigen Amte», Wiehl, zu einer Besprechung zusammen. Ihre Verhandlungen betrafen die Vereinbarung der Prozedur bei der Behandlung der österreichischen Schuldenfrage. Man erhält für 100 Reichsmark.,,, Martmünzen.... > 100 ungarische Pengö... 100" Schweizer Franken., 100 franzlfische Francs.. 1 englische» Pfund.., 1 amerikanischer Dollar.. 100 Italienische Lire... 100 holländische Gulden.. 100 jugoslawische Dinare.» 100 BelgaS 100 dänische Kronen..• 100 schwedische Kronen.» 100 rumänische Lei... 100 polnische Zlow... Ke 668.— 870.— 603.50 663.50 82.20 148.75 28.80 163.40 1597.— 64.80 488.50 638.— 738.— 18.85 544.50 Flüsterwitze — einmal anders Gesammelt und erzählt von Marius Nicht nur Trauriges birgt unsere Zeit. Für jeden, der sich ein Fünkchen Gefühl für Humor bewahrt hat, bieten die großen und kleinen Lächerlichkeiten unserer Tage reichlich Stoff zur Unterhaltung. Welch' groteske Lächerlichkeit steckt schon in dem überheblichen Selbstlob einer sogenannten totalitären Bewegung, die sich als das letzte Wort der Geschichte bezeichnet. Mit der grausigen Komödie de« Reichstagsbrandes beginnend, stehen dem„tausendjährigen Regime" jetzt noch 995 Jahre zur Verfügung, seine Vortrefflichkeit zu beweisen. Oder ist eS nickt lächerlich, wenn die verschiedenen nationalen Ableger der totalitären Mutterorganisation überall in stupider Gleichförmigkeit mit gleichfarbigen Hemden, Reithosen und Schaftstiefeln den Mangel an Gehirn verdecken wollen. Ist eS nicht lächerlich, tvenn die Nachahmung ausländischer Vorbilder sich bis aus die Schnurrbartfliegen und Grußformen erstreckt? War eS bei „Heil Schuschnigg" und„Heil Henlein" schlimm genug, wie wird dies aber klingen, wenn sich einmal ein Herr Schwandlgruber oder Herr Schleh« michelbauer als gottgesandter Führer entpuppt? Was dann? Gerade das ernste Geschehen der letzten Zeit brachte immer wieder auch Stoff zum Lachen. Was da an Voraussagen Gerüchten und Anekdoten kolportiert wurde... 2n den meisten Fällen waren die Führer-Gläubigen die unfreiwilligen Autoren dieser Geschichten. Daß sie aber die Komik nicht erkannten, daß sie, mit toternsten Verschwörerge- sichtern dabeistehend, nicht verstehen konnten, warum die andern eigentlich lachten, das ist schon wieder ein Stück sudetendeutscher Tragik. Dar geflohene President A:„Haben Sie schon gehört, der Präsident ist In» Ausland geflohen!" A: ,,Da» glaube ich nicht, da» ist gewiß wieder eine verantwortungslose Herumrederei, von der im Radio ausdrücklich gewarnt wird." A:„Und doch ist er wahr! Sogar der Melniker Sender hat ez gebracht.—(Trumphierend)— Na, wa» sagen Sie nun?— Da» sind also euere Demokraten; wenn eS heiß wird, lasten sie ihr Land im Stich und reißen aus." B:„Ich kann e» trotzdem nicht glauben.— Haben Sie e* denn selber gehört?" A:..Mit meinen eigenen Ohren.(Zitiert:)— ,Der Präsident der Republik ist heute morgen von Prag nach T ä b o r abgereist.'— Wenn dar unser Führer... Nanu, warum lachen Sie denn?" Ein Ortsleiter der SdP bei der Lektüre der»Zeit" „Ra, in unserem Orte sind die Tschechen eigentlich gar nicht so schlimm wie sie hier geschildert wer- den. Und wenn auch anderwärts die Sozialdemokraten ganz gefährliche Banditen zu sein scheinen, mit den unserigen kommen wir ganz güt au». Sogar mit unseren Kommunisten kann man noch reden. Am schlimmsten aber sind die Marxisten, diese Gauner,— zum Glück gibt er bei uns keine!"— Geographie, von Asch aus gesehen Es wird besprochen, ob England der Tschechoslowakei helfen würde oder nickt. Die Meinungen sind geteilt, der Kampf wogt heftig hin und her. Listenführer Wondräkek glaubt an keine Intervention.— „England den Tschechen helfen?— Daß ich nicht lache!— Die haben doch fortwährend mit Großbritannien zu tun. da bleibt ihnen für un» keine Zeit." „Ganz recht hast", nickt ihm ein Kampfgefährte zu,„diese Bolschewiken sollen sich nur untereinander auffresten!" Enttäuschung „Horts mir auf mit Henlein, nichts mehr wissen will ich von ihm. Erst ham sie mir Unterstützung versprochen.' Wa» hab ich kriegt?— Paar Pfund Graupen und ä Stückel Margarine.— Dann Hamm sie gsagt, ich werd Briefträger, wenn.der Henlein in die Regierung kommt. Was bin ich warn? An Schmarrn bin ich worn!— Dann Ham sie gsagt, der Einmarsch kummt und die Juden"Wern ausgehängt, und do hbb ich mir schnell bei elm Juden um tausend Kronen Wäsche kauft und Anzüge. Und wo» iS gescheh»? Nix iS geschehn, und ich kann die tausend Kronen bezahl». Jetzt hab ich« satt, jetzt könnS mich.... PW Die Fiihrergläubigen von Buchsberg sind in höchster Aufregung: Nach unbedingt verläßlichen Nachrichten soll heute, SamStag abend um 7 Uhr der Einmarsch erfolgen. Jnimer wieder laufen die Frauen, die sich nach Schaftstiefeln und dem Geruch brauner Hemden sehnen, vor die Türe und halten Ausschau, und wirklich,— um sieben Uhr marschiert eine Kolonne Männer heran, zwar ohne Kanonen und Gewehre, aber im schneidigen Marschschritt. Graue Uniformen haben sie an und breite Gürtel darübergeschnallt:„NW" steht auf dem Verschluß. Verdutzt und unsicher schauen die Frauen,„WaS sind da» sür welche?" fragt eine, aber niemand weiß eine Antwort. Die Männer sind schon beim Dorf- auSgang verschwunden, da endlich kommt einer Frau eine Erleuchtung: RW, daß sie aber nicht gleich daran dachte. Aufgeregt läuft sie in» Hau» und ruft:„Sie sind da, eben ist sie einmarschiert— die Reichswehr!"—' Das ai kurze Gesicht Nazi trägt immer noch die Wahlplakate mit dem lächelnden Gesicht de» Führers. Stolz geht er damit umher und trifft auch einen alten Bekannten, der trotz drohender AufnahmSsperre immer noch keine Beitrittserklärung unterschrieben hat. Aufmerksam imd stlrnrunzelnd betrachtet der Bekannte da» Bild und sagt schließlich:„Nazi, dar Bild stimmt nicht, der da hat ja ein viel zu kurze« Gesicht!" „Wieso", sagt der Nazi,,,stimmt denn da» nicht? Da» habe ich doch erst am 12. April bekommen." „Siehst du", sagt der andere,„dann hab' ich doch recht. Seit dem 21. Mai weiß er nämlich, daß e« mit der Dresdner Feuerwehr allein nicht geht, und seitdem hat er ein viel längere» Gesicht/— Gar gute Rat Ein Führer ist verzweifelt; er ärgert sich'so über eine schwarze Haarsträhne, die ihm immer wieder in die Stirn fällt. Die besten französischen Friseure werden bemüht, doch die Strähne fällt immer wieder auf die hohe Germanenstirn. Endlich läßt er einen alten Rabbi rufen, der ob seiner Weisheit berühmt ist, und frägt ihn um Rat. Der Jude sogt, daß er Ivohl einen Rat wisse, aber ihn nicht audzusvrechen wage. Der Führer verspricht ihm vollkommene Straflosigkeit, da sagt der Jude„Mein Führer", sagt er, ,,geben Sie vierundzwanzig Stunden Pressefreiheit, dann werden Ihnen alle Haare zu Berge stehen!" Die neue Uniform Im Führerrat ist großer Streit. Anton ist gegen, Hermann für die Aktion. Endlich bringt er sein gewichtigste» Argliment vor.„Glaub! ihr", schrei) er. „daß ich mir so eine Gelegenheit entgehen laste, wo noch gerade gestern mein Schneider da« slowakische Nationalkoslüm sertiggestellt hat?l Glaubt ihr. ich will mich umsonst gefreut haben? Ausgeschlossen!" Pausenzeichen Sie gehören schon In da» Gebiet der Tragikomödie und sollen deshalb an den Schluß gesetzt werden. Ein Staat sperrt seine freiheitsliebenden und aufrechten Menschen in Zuchthäuser und Konzen- trationllager, läßt sie auf der Flucht erschießen oder zu Tode prügeln, den Entkommenen will er die Volkszugehörigkeit absprechen. Vom ersten Tag diese« Beginnen« aber sunkt der Reichssender:„U e b immer Treu und Redlichkeit..." In einem anderen Land herrscht Gewitter- stimmung. Intervention droht, Kriegrsurcht macht sich breit, wirtschaftlicher und politischer Terror lastet auf einem großen Teile der Bevölkerung. Das Ausland ist schwer besorgt, die Militär» machen sich für den Smstfall bereit: Tod und Bemichtung sind näher al» irgend einmal in der Geschichte. Der Sender diese» Lande» weiß von alledem nicht», er spricht von Obstschädlingen und Baumkulturen, Kunstdünger und Frühling-diäten und funkt täglich ein paar dutzend- mal in die Welt:„Kein schöner Land in dieser Zeit..." G Diese Zeit birgt immer noch Stoff für Heiterkeit^ mag sie auch manchmal einen biiteren Nachgeschmack haben.— Stimmt» oder hab' ich recht?!— Sdtr S „Sozialdemokrat" Donnerstag, 23.^ Juni 1038. Nr. 14« Iraaer^ttmol Aus aller Welt Dir Politik bei König» Jaqosz I. Nachdem die Opposition gegen den Zigeunerkänig Janus- 1. sich erwas beruhigt hat, wird in Warschau auch in diesem Jahre wieder ein große! Zigeunertreffen stattfinden. Bei dieser Gelegenheit will der„König" seinem Bolle mit großen politischen Erfolgen entgegentreten, und er hat, wie man erfährt, zwei Pläne vor. Ersten! soll eine Delegation von Zigeunern nach Rom geschickt werden, wo sie von Mussolini empfangen-u werden hofft. Die Aufgabe dieser Delegation soll el sein, die Ansiedlung von Zigeunern in Aetdiopien zu ermöglichen, und au» der Umgebung von. Janusz I. verlautet, daß eine solche Bitte durchaus freundlich von den Italienern ausgenommen werden würde. Zweitens aber soll König Janusz auch beabsichtigen, eine Delegation nach Genf zu schicken, uni die Intervention d-s Bölterbundes in der Frage der Sterilisierung der Zigeuner, die in Deutschland aufge- laucht ist, zu erreichen. Ob daS richtig ist,, ist schwer nachzuprüfen, aber die Politik von König Janusz würde in diesem Fall an-er Achse Rom-Berlin scheitern. 1 ElefantenzefNhr in Niederländisch-Indien. Das Kolonialministerium hat einen dringenden Hilferuf aus Sumbava in Niederländisch-Jndien erhalten. Die dortige Bevölkerung wird von Elesautenherden geradezu terrorisiert. Die Tiere wagen sich in Gruppen von 20 bis 80 bis an die Dörfer, zertrampeln die Felder und reißen auf ihrem Wege alles nieder, was ihnen begegnet. Die Ortspolizei ist ebenso wie die Bewohner selbst nicht in der Lage, die zweifellos nach mehreren Hunderten zählende Elesanten-Jnvasion abzuwebren, und verlangt dringend die Entsendung von Truppen. Vorerst ist dal Verbot, Elefanten zu schießen, für diese! Gebiet aufgehoben worden, damit man wenigstens zunächst Abhilfe schafft. Man glaubt, daß wenn einige Elefanten erlegt werden, die anderen Tiere sich nicht niehr vorwagen werden; die Elefanten find bekanntlich außerordentlich klug, und«! ist wiederholt beobachtet worden, daß sie die Gebiete meiden, in denen sie gejagt werden. Di» pünktlichen Franzosen.Alle Welt redet darüber, daß die Franzosen nicht allzu pünktliche Leute seien, und in der Tat paßt die ungeheuer ernste Auffassung von absoluter Pünktlichkeit, wie sie in manchen anderen Ländern herrscht, nicht ganz zu der legeren Art der Franzosen. Und trotzdem ist die allgemeine Auffassung falsch. Der beste Beweis dafür ist die Tatsache, daß täglich 20.000 Menschen in Paris allein die genaue Urzeit beim Observatorium erfragen. Die! geschieht, wie in der Mehrzahl der anderen Großstädte der ganzen Welt, durch einen telephonischen Anruf. Die Normaluhr wird automatisch eingeschaltet. Trotzdem dürste die Zahl, die soeben eine Statistik des Pariser. Observatorium! bekannt gibt, erstaunlich hoch gesunden werden, ebenso wie die- Tatsache, baß. nicht weniger al! hundert Telephonlinien an die Nummer der Normaluhr angeschlosfen' sind. Da auch das Radio in kürzeren Abständen immer wieder die Uhrzeit angibt, wird die Zahl der PünltlichkeirSsonatiker in Frankreich unerlvartet hoch. Aber die Franzosen werden immer noch von den Engländern geschlagen. Tenn die Normaluhr in London hat im Jahre. 1087.nicht weniger al! neun Millionen Anfragen, erhalten, das heißt, einen Tagesdurchschnitt'von 28.000 erreicht. Der Onkel nutz Amerika. Tatsächlich— er existiert immer noch, der reiche Erbonkel aus Amerika! Eben ist dieses Märchen zwei armen syrischen Lastträgern in Kairo, den Brüdern Matheyau, widerfahren. Nach langem Suchen hat der Testamentsvollstrecker eines in Chicago verstorbenen syrischen Multimillionärs, der vor langen Jahren ausgewandert war und ausnahmsweise drüben nicht den Namen geändert hatte, die Alleinerben durch die amerikani» scheu Konsulate in Syrien und Aegypten festgestellt. Die Brüder Matheyau erben mindesten! 80 Millionen Dollar und werden auch nach der Zahlung der Erbschaftssteuer noch Millionäre sein. Sie reisen zunächst auf Kosten der amerikanischen Botschaft in Kairo nach Chicago. Große Investitionsarbeiten der Stadt In der gestrigen Sitzung de! böhmischen Lande»« aulschussei wurde der Stadt die Bewilligung zur Finanzierung einer Reihe großzügiger Bauprojekte erteilt. Genehmigt wurde die Beendigung der zweiten Rohrleitung au! Karan» mit einem Austvand von 2« Millionen, Rekonstruktionen von Schulgebäuden mit einem Aufwand von 8,780.000 Xü, Kanalisationen für 2,400.000 X(. der Bau von Luftschutzkellern für«ine halbe Million und die Erneuerung der Pflasterung der Jiräsek-Briicke für 480.000 X6. Der Landesausschuß bewilligte ferner die Aufnahme einer Anleihe in der Höbe von 60 Millionen Xi für die Ausgestaltung der Masaryk-Heime in Krk.' Die Bahnfreyuenz am Wochenende. Die Direktion der SiaaiSbahnen in Prag teilt mit:?lm 24. und 26. Juni werden auf den Prager Bahnhöfen im ganzen 06 Sonderzüge mit 58.790 Jnngfokoln eintreffen. Ank dem WIlsonbahnhof in Prag treffen 18 Sonderzüge, davon zwei mit jugoslawischen Jungsokoln ein.'Hier werden insgesamt 11.780 Teilnehmer ankommen. Auf dem Masarykbahnhof treffen dieser Tage 16 Sonderzüge mit 11.611 Jungsokoln ein, auf dem DeniSbahnhof elf Sonderzüge mit 9869 Teilnehmern ein, auf dem Bahnhof Smichow nenn Sonderzüge mit 6947 Teilnehmern. Auf den Prager Peripheriebahnhöfen lWrscho- Witz. Bysotschan,.Lieben, Bnbentsch, Budny und Dejwitz werden zusammen elf Sonderzüge mit 8692 Teilnehmern erwartet.— Am 29. und 80. Juni fahren zusammen 68 Sonderzüge mit 58.668 Jungsokoln ab. Bon Prag-Wilfonbahnhof werden 17 Sonderzüge mit 12.446 Teilnehmern, vom Masa- rykbahuhof 18 Sonderzüge mit 12.820 Teilnehmern, vom DeniSbahnhoi 11 Sonderzüge mit 11.860 Teilnehmern, vom Bahnhof Smichow 0 Sonderzüge mit 6972 Teilnehmern und von den Peripheriebahnhöfen 8 Sonderzüge mit 6596 Teilnehmern abgefertigt werden. Im ganzen treffen in diesen Tagen ein bzw. fahren ab 128 Sonderzüge mit 107.060 Teilnehmern. Diese Zahl betrifft lediglich die angemeldeten Sokolteilnebmer außer allen normalen Reisenden und solchen Teilnehmern, welche mit fahrplanmäßigen Zügen ankommen oder abreisen. Eßt frecher Neberfall. Gestern um 19.16 Nbr kamen zwei etwa 18 Jahre alte Burschen in da! Büro de! Kaufmannes Z. B. in Smichov, Nädra.ini tt. 81, von denen einer mit dem vorgehaltenen Revolver den Geschäftsmann zwang, ihm 2000 Xi aus- zuhändigen. Nach der Tat flüchteten die Burschen. Beide waren ohne Kopfbedeckung, einer trug eine Brille, der zweite eine Aktentasche. Beide batten da! Gesicht mit Tüchern verdeckt. Nach den Tätern wird gefahndet. Kuragfentbolt in Kari!» ad. Die Staatdbahnen veranstalten-- einen. 21 tägigen Kuraufenthalt in Karlsbad kür 1870X6. inklusive Bahn» und AutcOnS« fahrt, Unterbringung. Verpflegung, drei ärztliche Bifiten usw.. Abfahrt täglich. Anmeldungen mindesten! zehn Tage früher unter Angabe von 100 Xi im Basar neben dem Dilsonbabnbofe. Tel. 88886. Opfer der Trunksucht und Splelleldsnsdiaft (Schwurgericht) Prag,-rb- Wegen des Verbrechen! de! Mißbrauche» der Amtsgewalt stand gestern vor dem Prager Schwurgericht (Bors. GR. Dr. Cervinka) der 80jährige Postunterbeamte Wenzel Valent a, der beim Postamt in Kyje bei Prag Dienst tat als„nicht vollbeschäftigter Postbote". Der Angeklagte wurde in den Dienst im Mai 1086 eingestellt, wobei er ein Anfangsgehalt von jährlich 2244 Xi zuzüglich 778 Xi Kinderzulage bezog. Nach einiger Zeit steigerten sich die Bezüge de» angeklagten Postboten auf 4800 Xi plu! einer Familienzulage von 1404 Xi. Da! Einkommen diese! Manne! stellte sich zuletzt monatlich auf 4,80 Xi. wovon er seine Frau und drei Kinder zu erhalten hatte. Diese Ziffern sollten— wie wenig Sympathien auch die Person diese! Angeklagten zu erwecken vermag— doch zu denken geben. Wenzel Balenta war nach der Zeugenaussage eine! Gastwirte», bei dem er ständig zu verkehren pflegte, ein schwerer Trinker und leidenschaftlicher Hasardspieler, der, wie der Zeuge aussagte, keinen Heller zum Haushalt beisteuerte und jede Krone, die er besaß, vertrank und verspielte. Seine Berfehlungen kamen zutage. als der Müller Jaroslav Kroupa beim Postamt Kyje am 11. April die Auszahlung eine» Betrage» von 1287.86 Xi urgierte, der ihm von der Müllergenossenschaft am 17. März d. I/ überwiesen worden war. E» zeigte sich, daß der Angeklagte nicht nur diese Geldsendung(unter Fälschung der Empfangsbestätigung) unterschlagen hatte, sondern auch noch eine Reihe anderer Geldsendungen und Briefe, in welchen er Geld vermutete oder die er deshalb auf die Seite brachte, weil er in ihnen Angaben über die unterschlagenen Beträge vermutete. ' Der Gesamtschade wird auf 6888.26 XL veranschlagt. zu welchem Betrag sich der Angeklagte bekannte. Eine Reihe kleinerer Berfehlungen, wie z. B. die unrechtmäßige Einhebung von Strafporto für portofreie Postsendungen bildeten nur eine Ergänzung de» wenig sympathischen Charakterbildes des Angeklagten. Zn erlvähnen wäre noch, daß der Staatsanwalt sich die Verfolgung des Angeklagten wegen des Verbrechens der Verleumdung vorbehielt, da dieser, offenbar um die wenig günstige Auskunft seine» unmittelbaren Vorgesetzten einigermaßen zu paralysieren, diesen auch gewisser AmiSverfehlun- gen bezichtigt hatte, wie sich dann ergab, ohne jeden Grund. Die Geschworenen b e s a h t e n die ihnen vorgelegte Schuldfrage auf da» Verbrechen de» Mißbrauche» der Amtsgewalt einstimmig. Der Schwurgerichtshof verurteilte den Angeklagten unter Anwendung des außerordentlichen Milderungsrechtes zu fünfzehn Monaten schwere.» Kerkers. Xuast und Msa«t Barocke Buchkunst In die Reihe der Barock-Veranstaltungen hat sich nun auch die U n i v e r s i t S t» b i b l r o« t h e k mit einer Ausstellung„U n s e r B a r o ck i n der Buchillustration 1650—1750" eingereiht. Die Ausstellung, die bis zum 2. Juli zugänglich bleibt, ist in der- Spiegelkapelle deS Kle- mentiuums untergebracht: auch ihr hat man den entsprechenden barocken Rahmen gegeben. Aus den Schätzet» der UniversiiätSbivtiothek ist eist^MStvM deutscher.■ tschechischer Und lateinischer Druckwerke ausgelegt, die reich mit Kupferstichen geschmückt sind, die aber auch rein typographisch den hohen Stand der Buchkunst in jener Zeit veranschaulichen. Obwohl fast alle Werke in den gleichen Fraktur» und An- tiqua--Lettern gedruckt sind(auch die Bücher in tschechischer Sprache sind fast immer in Fraktur gedruckt), haben die Drucker doch mit dem einheitlichen Material gut umzugehen gewußt und in der Anordnung. im Bilde de». Satzspiegels eine Mannigfaltigkeit erreicht, die immer gut und erfreulich ist, „Barock", breit ausladend, geradezu schon auf der Titelseite das Buch durchschweifend, sind oft die Buchtitel. Da liest, man zum Beispiel auf der Titelseite eine» Werke» von Kamenskis:„Vorpforte der Schuld- Unterweisung begreiftend Den Grund der Dinge und unserer Wissenschafft von den Dingen al» auch der Lateinischen und unserer Muttersprach, verfertiget Nach den Besetzen der neuesten Lehrart und mit vielen Kupfser-BildnIllen erklärt, anjetzund aber auch durch Griechische Übersetzung vermehret." Ein Kö« niggrätzer Gesangbuch von 1780 nennt sich:.Lob- Klingende Harffe". Und ein religiöse» Traktätchen von 1766 ist betitelt:„Der Christ in AderSbach, da» ist Christliche Gedanken, entworfen von Zween schlesischen Nachbarn in Landöhut". Religiöse, philosophische, geschichtliche und geographische Werke mit schönen geswchenen Karten überwiegen. Einige Bücher enthalten Biographien deS Grafen Sporck und NlmvorftthranB Freitag, den 24. Juni, um 8 Uhr abend», im Parteiheim, SmeLky 22 s-tzandwerkerverein) Filmvorführungen. E! werden u. a. gezeigt: Aufnahmen vom JiibiläumSkongreh der tschechischen Sozialdemokratie, vom England-Lager der Roten Falken, Prag im Wechsel der Jahreszeiten, Pari!» Zürich, Elsaß, da! Elbtal usw. E! laden«in Ole Kinderfreunde Beschreibungen seiner Besitzungen In KukuS. Sporck hat bekanntlich als kunswerständiger Mäcen und Re- präseMant barocker Kultur den Bildhauer Matthias Braun entdeckt und gefördert, hat ein eigene» Opern- theater in Prag unterhalten. Bibliotheken in KukuS, Liffa und Prag angelegt und in Kukus eine eigene Druckerei eingerichtet, in der er unter anderen» auf eigene Kosten freigeistige Bücher drucken ließ, die er in alle Welt verschickte, weshalb ihn» die Jesuiten die Verbreitung ketzerischer Schriften voriuarscn. Leider fehlen in der Ausstellung gänzlich die zoologischen und botanischen Werke jener Zeit, die durch ihre in Kupfer gestochenen und meist handkolorierten Bilder so reizvoll sind. Unter den Künstlern, von denen der graphische Schmuck der Bücher stannul, sind Karel Skrita und Väclav Reiner, nach deren Vorlagen die Stecher gearbeitet haben, sowie Hollar, der bedeutende Graphiker jener Zeit, besonder» Hervorzuheben. Bücherfreunde und Liebhaber der graphischen und typographischen Künste tverden an dieser Ausstellung viel Freude haben. E. H. Im Rahmen der Theater- und Musikfeftlichkei. len bei der Ausstellung„Prager Barock" wurde Dienstag abend« im Waldsteiugarten Shakespeare» Komödie„W a» ihr wollt" von Schauspielern des Weinberger Stadttheaters gegeben. Als Bühne diente einerseits die Salla Terreua. andererseits hölzerne Podien, die mit Barockfign- reu geschmückt waren, sowie da» anliegende Gebäude, au! dessen Fenstern z. B. die Balkonszenen gespielt wurden. Die Regie Salzer« nützte diese improvisierte Bühne geschickt au». Die einfachen hölzernen Podien ftigten sich gut in den Rahmen de» Spiel» eine» Theater» im Zeitalter Elisab h» ein. Der -herrliche Park und dessen Architektur bildeten den paffenden natürlichen Rahmen ftir die Verse Shakespeare» unter stimmungsvoller ninsikalischer Begleitung Miroslav Pone' Die Komödie wurde von Schauspielern des Präger Stadttheater» vor einem sehr zahlreichen Publikum anfgefübrt, da» ihren Leistungen" insbesondere einigen besonder» wirksamen Szenen reichen Beifall spendete. Da» Wetter war außerordentlich günstig. Erftaufführung»Gärtnerin au! Liebe", komische Oper in 8 Akten von W. A. Mozart. Neueinrichtung von Ludwig Berger, Sonntag 0 Uhr 16 Min. im Waldstein-Garten. Preise: Xi 10.— bis 66.—. Abonnenten 26 Prozent Ermäßigung. Vorverkauf täglich. Rechtzeitige Kartenbestellung erbeten. Wechenfpielplan de! Reuen Deutschen Theater». Heute, Donner»tag, halb 8 Uhr:„Große Liebe", GMpiel Adrienne Geßner. neuinszeniert. C 1.— Freitag halb 8: Peripherie, D.— Samstag halb 8 Uhr: Große Liebe. Gastspiel Geßner. B 2.— Sonntag 21.15: Im Waldsteingarten: Gärtnerin au» Liebe(Bei schlechtem Wetter im Reuen Theater). Wochmspielplan der Kleinen Bühne. Donnerstag, 8 Uhr: Die unentschuldigte Stunde, volkstümlich. — Freitag: geschlossen.— Samstag 8 Uhr: Da» Ministerium ist beleidigt, volkstümlich.— Sonntag 8 Uhr: Zuviel Familie, volkstümlich. 3Cinde& IcauuU Zur ärztlichen Untersuchung für da» Lager ireften wir einander Donnerstag und Freitag um halb 8 Uhr vor dem Heim. Urania-Kino Heute letzter Tag„Der bunte Schleier" mit Greta Garbo! Morgen: Premiere„Die kalte Mamsell", Lustspiel mit Lucie Englisch, Tiedtke, Bespermann, Reval und Falkenstein l . Montag: Unvergeßlicher Film„Der Zinker" mit Hörbiger. Szakall, Diehl i Uraufführung„Karl V." Mit der gestrigen Uraufführung von Ernst K t e n e t i„Karl V." hat da» Prager Deutsche Theater sich ein bedeutende» musikltterarische» und Leistungs-Verdienst erworben. Eherner Fleiß, musikalisches Können und allgemein künstlerische Disziplin waren unerläßliche Voraussetzungen, um, nach vielmonatiger Proben-Arbeit. das ungemein schwierige Werk respektabel herauszubringen zu können. Dies sei vorweg festgestellt und damit mich schon vor allem dem Dirigenten K a r l R a n k l die gebührende Anerkennung ausgesprochen. Die Neu-"und Eigenartigkeit dieser Oper in dramatischer wie in!« besondere in musikalischer Hinsicht— wir haben über ihr Wesen und ihre Bedeutung schon am Tage nach der Generalprobe ausführlich berichtet— ließ gewiß auch die Veranstalter diese» Abends nicht annehmen, daß damit ein breiter PublikumSerfolg zu erzielen wäre; dennoch können wir die Befremdlichkeit de» Umstandes nicht unerwähnt laffen, daß man diese Uraüfführung bi» in die letzte, fast hochsommerliche Woche der Spielzeit hinauSzögerte, und dem ersten Abend vor Saisonschluß nicht noch wenigsten» eine Wiederholung folgen ließ. Sollte die.Absicht bestehen, die Reprisen an denBeginn der nächstenSpiel« zeit zu stellen, so wäre einzuwenden, daß dann eben, im Hinblick auf die fast beispiellosen Schwierigkei- ten de» Werker, neuerlich Proben-Arbeit geleistet werden- müßte, und daß sohin die günstige unmittelbare Anziehungskraft einer solchen außerordentlichen Aufführung schon in Frage gestellt wäre— ganz abgesehen davon, daß die Träger einiger wich« tiger Partien jetzt au» dem Verbände de» Theater! scheiden I Dramaturgisch und szenisch(Regte: S ch r a m m) und bildmäßig(Schulte») fanden die Probleme dieser revuehaften historischen Oper eine im allgemeinen glückliche Lösung. Wenn auch theatermäßig nicht recht wirksam, so doch handlungsgemäß klar spielen sich die in de» Kaiser» letzter Beichte aufschelnenden Abschnitte seine» überreichen Leben» im dreifach, vertikal und horizontal gegliederten Hintergrund ab, bei stet» gleschbleibender Vordergrund-Szene für bie sozusagen gegenwärtige Handlung. Auf diese Weise, durch die hälbschattenartige Wirkung der au» de» Kaiser! Vergangenheit gewissermaßen lebendig Auftauchenden und durch die Eindringlichkeit illustrierender Lichtbilder(deren Sinn allerdings zuweilen nur recht schwer verständlich ist), ist absolute Uebersicht« lichkeit de! gesamten Operngeschehens gegeben, allerdings eben, vielfach auf Kosten der unmittelbaren theatralischen und der gesanglichen Wirkung. Nichtsdestoweniger gelangen die revoluttonären Massenszenen trotz de» in allen drei Dimensionen arg beschränkten Raums vorzüglich— und die», obwohl infolge der Zwölfton-Gestaltung"der Musik der Chorgesang die gewohnte Fülle"nicht aufweist. Im übrigen ist aber auch der Leistung des Chore» und seine» Meister!(B a e b e l) Reverenz zu erweisen- Für., die solistischen Aufgaben standen dem Theater ungleich qualifiziette Kräfte zur Verfügung, nur wenige, die alle hier erforderlichen Mittel in sich vereinigen. Pavel L u d i k a r,. der mit der Durchführung der Titelpartte betraut wurde, ist ein ehrwürdiger Künstler, glaubhaft in Erscheinung und Haltung, geistig genügend überlegen, ein wortdeutlicher BortragSmeister, der übrigen! die deutsche Sprache auch in der Prosa auf eine, für einen Tschechen ungewöhnlich ausgezeichnete Weise beherrscht; leider fehlt Herrn Ludikar— wa» wir schon vor Jahren feststellen mußten, al» er im selben Hau» im„Jakobiner" sang— ausreichende dramatische GefangSgewalt und Unverbrauchtheit der stimmlichen Mittel. Ungleichmäßig ist die Gesangsleistung der Frau T u n o al» Eleonore, zuweilen peinlich scharf in der hohen Lage; und betrüblich, daß sie fast kein Wort ihrer großen. Erzählung verständlich zu machen vermag. Unter den Tenoristen schneiden die„lyrischen", Herr B a u m al» König Franz. Herr P reg er al» Pizarro sehr gut ab; Herr Gral macht zwar al» Francisco Borgia ausgezeichnete Figur, aber sein Gesang ist-in hohem Grade der spröden Musik. Kkenek»„kongenial". Jos e. f Schwarz beweist al» Luther, daß auch Kkenek sich schön, groß und edel singen läßt, ähnlich kommt der warme Baßbariwn der Herrn P a w e l e tz als Ferdinand vortrefflich zur- Geltung.' Die Szene Juana»(Kindermann), der Mutter Karl», die er jahrzehntelang als„wahnsinnig"' aefangenhielt, geht ohne starken dramatischen, oder gesanglichen Eindruck vorüber, desgleichen dar Sterben Isabella»(Hen- ders). Unter den„Geistern" dominierte tonschön der M Elisabeth Wank a'S.. Einige vorzügliche Sprecher-Leistungen sind, zu verzeichnen: S ch me r z e n r e i ch als junger Beichtiger- eindrucksvoll-in seiner Berhalten- heit, deutlich seelische Regungen und geistigen Prozeß widerspiegelnd, vorbildlich in der Klarheit der Sprache. Ueberzeugend sind Rewält al» Moritz von Sachsen, A f r i t s ch als Clemens VH., Trabs u e r al» Frundsberg. Die musikalische und gesanitgeistige Konzeption de» Wertes imponiert, die Klangwirkung des Zwöli- ton-MusizierenS ist stellenweise von großem Reiz, der sich srellich kaum jedermann erschließen lvird. zumal da», wa» hier als unbeirrbare Konsequenz de» Autor» zu werten ist, dockt der Gefahr der Monotonie insbesondere an epischen upd Uebergangs- Stellen nicht zu entrinnen vermag." Ungewöhnlich start heben sich die revolutionären Akte in Seviüa und Rom, die Gefangenen-Bilder, der Zusammenbruch und da» Sterben de» Kaiser» hervor; hier erweist sich der neue mustkdramatische Stil Kkenek» al» groß und unmittelbar. Am freundlichsten wird da» Ohr von dem Orchester-Zwischenspiel berührt, da» allerdings seine Verwandtschaft mit der Tristan- Musik nicht verleugnen kann. Den stärksten Eindruck hinterließ da» Finale de» ersten Teile». Hier kam -auch die Arbeit Raukl» am Pult und die außerordentliche Leistung, de» O r ch e st e r» zu besonderer'Geltung. Die Schlußszenen de» Werke» litten einigermaßen unter stimmlichen ErmüdungSschei- nungen de» Träger» der allerdings ungewöhnlich anspruchsvollen Hauptpartie und unter tonlichen Schwankungen und Härten der Ensemble». Da» glänzend besuchte Hau» folgte der Vorstellung mit regem Interesse und der Großteil des Publikums gab seiner Anerkennung fiir Werk und Reproduktion durch viel Beifall Ausdruck. L. G. Bezugsbedingung enr Bei Zustellung inSHau! oder bei Bezug durch die.Post monatlich Xö 17.—,. vierteljährig Xö 51.---,-halbjährig Xi 103,—, ganzjährig Xi 204.—— Inserate werden lau: Tarik billigst berechnet.— Mckstevuna von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Metourmarken.—Die Zeitungsfrankatur wurde von der Post- u. Telearaphendirektion mtt. Erlaß Nu 18.800.^11/1980 —■ bewilligt-(Kontrollpostamt Praha 25.— Druckerei:„Orbis". Druck«. Verlag!- u. Zeituna!-A.-G. llkaa.