47 wefa rod inst ein bas der fer des cher des feit das crte an fie iche una Id auf r8. alb rin r). tc. Das ag 1 Cel r. mit r. 0 A tc t. e Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh/ Einzelpreis 75 Heller Rebattion u. Berwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Berantwortlicher Redakteur: Rarl Rern, Prag 18. Jahrgang Bis 1. Juli: Steuerrefundierung Samstag, 25. Juni 1938 Koalition erörtert Nationalitätenstatut Hodža und Krofta referieren Prag. Amtlich wird gemeldet: Freitag Beschluß, die Sitzungen der Parteivorsitzenden und der Klubvorsivenden der Regierungsmehrheit mit dem Vorsitzenden und den Mitgliedern der Regierung fortzusehen. für die Textilindustrie Prag. In der Freitag stattgefundenen Sigung der Wirtschaftsminister wurde in bezug auf die Fürsorge für die Textil- Ausfuhr- Industrie mitgeteilt, daß die Frage der Refundierung der Handelssteuern erledigt worden ist. Auch die Frage der Pauschalierung der Umfan- nachmittags trat im Abgeordnetenhaus um 15 ftener wurde gelöst und eine entsprechende Ver- Uhr eine Sigung der Vorsitzenden der Koalitions lautbarung wird bis zum 1. Juli veröffentlicht parteien und der Vorfivenden der Abgeordneten werden. Es werden weitere Wege gesucht, um und Senatorenklubs der Republikanischen Partei, diesem schwerbetroffenen Industriezweige zu hel. der tschechoslowakischen ſozialdemokratischen Bar Die nächste Sitzung des Wirtschaftskomi- tei, der tschechoslowakischen nationalsozialistischen tees findet Montag nachmittags statt. Partei, der tschechoslowakischen Volkspartei, der lichechoslowakischen Handels- und Gewerbepartei und der Nationalen Vereinigung zusammen. An der Sigung nahmen der Vorsitzende des Abgeord netenhauses a I y petr und der Vorsitzende des Senates Dr. Soukup teil. fent. Viehsyndikat bis Ende 1938 verlängert Amtlicher Bericht aus dem Ministerrat Der Ministerrat hielt Freitag seine regelmäßige wöchentliche Sigung ab, in der nach der Berhandlung aktueller politischer Fragen folgende Beschlüsse gefaßt wurden: Bon internationalen Verträgen wurde das Abkommen über die Errichtung und den Betrieb von Fluglinien zwischen der Tschechoslowakei und Ungarn und das Abkommen mit Polen über einige Sompensationen genehmigt. Der Vorsitzende der Megierung Dr. Milan Hodža erstattete in der Sigung einen Bericht über die eben von der Regierung der Republik verhandelten Nationalitätenfragen und gab eine Ueberficht über den bisherigen Fortgang der Verhand lungen mit den Vertretern der Sudetendeutschen Partei. Außenminister Dr. Kamil Krofta erſtattete hierauf einen Bericht über die heutigen internationalen Verhältnisse. Im Anschluß an diese Kundgebung entwifkelte sich eine Debatte, in welcher die einzelnen Bunkte der Darlegungen des Regierungsvorsißen den und des Außenministers eingehend und jach Auf dem Gebiete der Verordnungsvollmacht der Regierung genehmigte der Ministerrat den Entwurf der Regierungsverordnung über die Be- lich erörtert wurden. haffung von Hilfsmittelgarnituren für die erste Hilfe bei Flugzeugangriffen und den Entwurf der Regierungsverordnung über die Durchführung des Opiumgeseyes. Weiter wurden die Grundsäße für die Auffeilung des Ertrages der Sammlungen für die Staatsverteidigung, insbesondere über die Kons zentrierung, die Verwendung und die Kontrolle festgelegt. Ein Vorschlag des Abg. Dr. Meißner, bei der Lösung der Fragen der Nationalitätenpolitit und der Berwaltungsreformen die engste Zufammenarbeit zwischen der Regierung und dem Parlament zu verwirklichen, gab die Anregung zu dem Gemeinsamer Ausschuß Aus dem Inhalt: Klassenkampf gegen Staatsinteressen Denunziantenpack in Karlsbad Bericht des Bankrates Der Hölle entronnen S Nr. 148 Bedeutsame Verhandlungen Zwischen der Regierung und den Vertretern der Sudetendeutschen nicht nur der Sdp, sondern auch der deutschen Sozialdemokraten, welche bereits Gelegenheit hatten, den Ministerpräsiden ten und andere Mitglieder der Regierung über ihre Auffassung zu informieren und es aud) weiterhin tun werden finden Besprechungen über die Regelung der nationalen Frage statt, welche weit über die Grenzen der Tschechoslowakei hin aus Beachtung finden. Diese Verhandlungen, welche Erleichterungen auf dem Gebiete des Grundsätzlich wurde dann ein Antrag des Sprachenrechtes, die Befriedigung der Deutschen Vorsitzenden der Regierung angenommen, daß alle bei Anstellung im öffentlichen Dienst und eine Gesetzentwürfe zur Lösung der Fragen der Na- Reform der öffentlichen Verwaltung zum Gegen tionalitätenpolitik von einem gemeinsamen stande haben, werden längere Zeit in Anspruch Ausschus fe des Abgeordnetenhauses und des nehmen, als man ursprünglich dachte. Alle jene Senates verhandelt werden, deren Mitgliedern im Ausland und im Inland die am Friedie Arbeit dadurch ermöglicht werden wird, daß den Europas intereffiert sind, wünschen eine sie von der Regierung über den Fortgang der Ar- dauernde Regelung der nationalen Streit beiten informiert und mit dem gesamten nötigen fragen und es ist durchaus notwendig, daß die dokumentarischen, vergleichenden und legislativen Regierung der Republit mit einem großzüMaterial ausgestattet werden. gigen Vorschlag komme, der dem Frieden im Innern und dadurch auch dem Frieden Europas dient. Aller Distriminierung der Sudeten deutschen in Politif, Wirtschaft und Verwaltung muß ein Ende gesetzt werden, volle Gleichberech tigung der Nationen muß das Ergebnis der Verhandlungen sein. Im Rahmen des Staates, an deffen Einheit und Wehrhaftigkeit wir festhalten, muß alles geschehen, um das zu reparieren, was man durch zwei Jahrzehnte versäumt hat. Hlinka- Abgeordnete bei Hodža Prag.( Amtlich.) Der Vorsitzende der Regierung Dr. Milan Hodža empfing Freitag vormittags im Ministerratspräsidium eine Delegation des Vorstandes der Slowakischen Boltspartei Hlinkas, und zwar die Abgeordneten Dr. Tifo, Sivát, Sidor, Danihel und den Generalsekretär der Partei Abg. Dr. Soto 1. Die Delegation trug dem Vorsitzenden der Regierung einige auf die Administrative bezügliche Beschwerden vor. Oesterreichische Arbeitslose nach dem Reich verschickt Auf eines wollen wir dabei die Aufmerkſamfeit lenten: für die Durchführung all dessen, was dazu dienen soll, die gerechten Forderungen des Deutschtums zu befriedigen, müssen Garan tien geschaffen werden. Es war bei den Vereinbarungen des 18. Feber 1937 ein Fehler der Regierung und der tschechischen Parteien, daß die geplanten Durchführungsverordnungen zu den Grundsägen, über die man sich geeinigt hatte. nicht erlassen wurden. Daß den Deutschen ihr Recht werde, darf nicht von der Willfür irgend eines Ministerialrates einer Zentralbehörde in Prag oder eines Bezirkshauptmannes in irgend einer Provinzstadt abhängen. Alles muß zwingenclademien. ves Recht sein und die Durchführung des Natio kurz gestellte Frist" Die Wirksamkeit des Syndikates für die Vergelung des Einsatzes" von Arbeitslofen aus nalitätenstatuts muß überwacht werden, jeder wertung von Vich und tierischen Produkten wurde Desterreich im Reiche getroffen. Die Zahl der gemeinsame Sundgebung von Betriebsführern und antwortung gezogen werden. Es handelt sich um Wien. Donnerstag fand in Wien die erste Saboteur des nationalen Friedens muß zur Verbis Ende des Jahres 1938 verlängert. einsatzfähigen Arbeitslosen im Reichsgebiet ist, Gefolgschaften der Wiener Betriebe im Rahmen die Lebensinteressen des Staates und um die ZuSchließlich wurde die laufende Tagesordnung wie es heißt, ständig im Abnehmen begriffen und der deutschen Arbeitsfront statt. Der Gaubeauf- funft Europas. Gelingt der Republit eine Rege der Verwaltungs-, Wirtschafts- und Personal- reicht für gewisse Anforderungen nicht mehr aus. tragte der Deutschen Arbeitsfront Schneeberger lung des nationalen Problems, dann wird der anträge verhandelt. Erteilt wurde die Bewilligung zur Reorga nisation der Handelsschulen des Handelsgremiums in Prag XII, der Handels- und Gewerbekammer in Brünn und der Stadt Pardubiß zu Handels- Wien. Der Präsident der Reichsanstalt für den Arbeitseinsatz hat Maßnahmen zur ReWer wird das bezahlen? London. Ueber die Freitagsihung des Unterausschusses für Nichteinmischung wurde folgender Bericht ausgegeben: Die finanzielle Seite des Planes zur Abberufung der Freiwilligen wurde neuerlich durchbesaten, ein definitives Einvernehmen wurde jedoch nicht erzielt. Der Ausschuß wird sich mit dieser Ange= Yegenheit in seiner nächsten Sizung am 28. Juni neuerlich befassen. ,, Zukunft schwerer Es ist daher unvermeidlich, auf Arbeitskräfte betonte in seiner Ansprache, daß die Zukunft in Staat und das tschechische Volt sich die Achtung nus Desterreich zurüdzugreifen. Der Erlaß stellt vieler Hinsicht schwerer sein wird als das, was der gesitteten Welt erringen und es wird eine fest, daß hiebei der eigene Bedarf Desterreichs bisher überwunden wurde. Wir wissen sehr wohl, historische Tat gesezt sein, deren segensbesonders in der Landwirtschaft zu berücksichtigen sagte er, daß manche nur zu uns gekommen sind, reiche Wirkungen auf Jahrzehnte hinaus feſt ist; der österreichischen Landwirtschaft dürfen weil wir an der Macht sind. Unsere Aufgabe wird stehen und von der unsere Kinder und Enkel zehdie Arbeitskräfte nicht entzogen werden. Die es sein, diesen Leuten eine neue Weltanschauung ren werden. Es wird ein Vorbild geschaffen Arbeitsämter in Desterreich vollziehen diese Be zu geben. Wir haben keine Zeit zu verlieren. Wir werden für die Regelung der Minderheitsfragen stimmungen bereits längere Zeit. Fast täglich haben eine gigantische Aufgabe vor uns und wir in allen Staaten Europas, d. i. für ein besseres werden Transporte von Arbeitslosen ans Dester- müssen sie in einer kurzen uns gestellten Frist Europa, das Friede und Wohlfahrt für alle bereich nach Deutschland geschickt. durchführen. Keine freie Bahn für Hitler Englands Wirtschaftshilfe für Südosteuropa deutet und das sich der Lösung aller wirtschaftlichen und sozialen Lebensfragen der Massen durch eine bessere Gesellschaftsordnung widmen kann. Die sudetendeutsche Sozialdemokratie kämpft für Demokratie und Fortschritt. Sie will den Die Rüdleitungsfosten belaufen sich insnationalen Frieden aber sie wird sich mit aller gesamt auf rund zwei Millionen Pfund: davon Entschiedenheit gegen die realtionären und totali= jollen rund 750.000 Pfund als Kosten des Rücktären Pläne stellen, gegen den Mißbrauch transportes zur See nach der Heimat von den Bukarest. In Bukarester Wirtschafts- der großen Arbeiten unterstützt werden wird, wird der Lösung des nationalen Ländern getragen werden, welche den Abgang freisen hält man es für möglich, daß der bekannte England die deutsche Durchdringung des Balkans Problems der Tschechoslowakei der Freiwilligen nach Spanien gestattet haben. englische Wirtschaftsfachverständige Sir Leith sehr wirksam hemmen. England hat in feinen zu faschistischen Zweden. Wir tennen Der Restbetrag ist zu hen den Mächten auf- o in absehbarer Zeit nach Rumänien kommen Finanzquellen eine Waffe in der Hand, schreibt die sozialpolitischen Vorschläge der SdP und werzuteilen, wobei ein Hindernis d: bisherige Hal- wird. Nach Ansicht dieser Wirtschaftskreise ist das Blatt, vor der Reichskanzler Hitler sich ben- den jede undemokratische Zivangsorganisation ver tung der Sowjetunion war, welche alle Zahlundas Interesse Englands an bestimmten rumäni- gen muß. eiteln, welche die SdP anstrebt. Es gibt keine gen ablehnte. fchen landwirtschaftlichen Erzeugnissen 3 weiteilung des Staates in ein in letzten und demokratisches hält es für möglich, daß dieses Interesse zum Teil durch die Uebernahme beachtenswerter Mengen folcher Erzeugnisse und zum Teil durch bestimmte Bomben erfesten Zeit fehr wefentlich gestiegen. Man Französische Wirtschaftsdelegation, es gibt bei uns feine faschistischen Ers nach Prag perimente. Der Schuß einer nationalen Minderauf Japanische Kriegsschiffe Paris.( Tsch. P.-B.) In hiesigen politi- heit wird keine Waffe zur Unterdrückung einer Hankau. Das Oberkommando der chine- Investitionen zum Ausdruck kommen werde. schen und wirtschaftlichen Kreifen wird angeden- i politischen Minderheit werden. daß am Donners- Pari 8. Die diplomatische Redattrice des tet, daß eine französische Handels- und Wirtfiſchen Fliegertruppe teilt mit, dann das auf Deure en Labonis erfährt, daß bei den schafts- Deputation wahrscheinlich nächsten Monat beendigt werden, ob die Edg dem Nationalitäteen, Tunliu und Umgebung drei japanische Kriegs- Londoner Besprechungen des ehemaligen rumäni- sofort nach der Rückkehr aus Italien nach ſtatut zustimmt oder nicht, die Einheit und Einigschiffe von Bomben getroffen wurden. Auf einem schen. Ministerpräsidenten Tatarescu mit Cham- Prag reifen wird, um Verhandlungen über eine feit der Sudetendeutschen Partei wird nachher der Schiffe wurde ein Brand beobachtet. berlain und den englischen politischen Führern ein Neuregelung der Handels und Wirtschaftsbezie- nicht größer sein als vorher. Das rasche WachsAm linken Ufer des Jangtse- Fluffes, unge- grundsätzliches englisch- rumänisches Uebereinkom- hungen zwischen Frankreich und der Tschechoslo: tum der Partei hat verhindert, daß aus den Masfähr 50 Kilometer westlich von Bahn, haben die men über die Naphtha- Gewinnung in den Petro- wakei zu führen. Unter anderem handelt es sich sen, die ihr aus den verschiedensten nicht imJapaner 1000 Mann ausgebootet, die sich aller- leum- Quellen, bei denen die Förderung in der auch darum, einen Teil der franzöfifchen Einfuhr mer ideellen Gründen zugeströmt sind- ein dings nach mehrstündigem harten Kampfe mit letzten Zeit eingestellt war, erzielt wurde. Durch aus dem früheren Desterreich auf eine für beide lebendiger, einheitlich ideologischer Körper gewor den chinesischen Streitkräften auf die Schiffe diefe Wirtschaftspolitik, die durch eine ansehnliche Teile befriedigende Weise auf die Tschechoslowakei den ist. Diese Tatsache wird zum Ausdruck tommenin fürzerer oder längerer Zeit, umip englische Anleihe an Rumänien zur Finanzierung zu übertragen. zurückziehen mußten. Seite 2 SamStag, 28. Jnnk 1038 M. 148 mehr, je mehr Gerechtigkeit die neuen Gesetze dem Siidetendeutschium bringe» werden--Wenn die tschechischen Staatsmänner sich der Lage gewachsen zeigen und einen großzügigen Vorschlag zur Lösung dec- nationalen Problems machen werden— dann werden die Chancen der Verständigungspolitiker auf deutscher Seite steigen, es werden sich die großen WirtschaftS« und sozialen Prob- Tie agrarische Presse hat sich in den letzten Jahren von der Gründung der SdP angefangen über die Präsidentenwahl bis zum heutigen Tage durch kein übermäßiges staatsmännisches Verständnis für die innerpolitische Lage der Republik ausgezeichnet. TaS wird nachgerade eine europäische Selbstverständlichkeit. Wie sich der„Beier", von dem man ja journalistische Exzesse gewohnt ist und der auch eine traurige Berühmtheit in der tschechischen Journalistik erlangte, in dieser außen- und innenpolitisch so ernsten Zeit benimmt, daS wollen>vir an einem Beispiel heute der Oeffent- lichkeit vorlegen. Was da die agrarische Presse tut, hat mit ernster Journalistik nichts mehr zu tun. Der„Beier" greift in seiner Ausgabe von Freitag die deutsche Sozialdemokratie an, weil es ihr eingefallen ist, im Orte Wiesa bei Brüx einen Deutschen zum Bürgermeister zu tvählen. Der „Beker" folgert daraus, daß„zwischen den Deutschen kein Unterschied" sei und daß„im Laufe von 20 Fahren der Republik die deutschen Sozialdemo» lratcn sich als Deutschnationale erwiesen haben". Die Redakteure de-„Beier" scheinen keine Ahnung davon zu haben. tvaS sich im ernstesten Augenblick, den die Republik in den 20 Jahren durchgemachi bat, nämlich im Mai deS heurigen Jahres, abge- iviclt hat. Wenn sie der tschechischen Oeffentlich- keit einreden tvollen, die deutschen Sozialdeniokraten hätten sich in der kritischen Situation des Staates ebenso benommen wie die Anhänger der SdP, so führen sie die tschechische Oeffentlichkeit einfach irre. Glaubt auch nur der„Beker", daß seine Leser das für lvahr halten, so hat er eine kchr geringe Meinung von ihnen. leme melden, vor welche die europäische Menschlichkeit gestellt ist und eS wird an Stelle der Hysterie, von der viele ersäht sind, die nüchterne Beurteilung der Tatsachen treten. Unsere Zeit kommt. Unsere Anhänger haben in den letzten Wahlen ihren Heldenmut und GestnnungStreue ertviesen. Mit solchen Soldaten gehen wir in die Kämpfe einer Zukunft, die unser ist. Was aber die Bürgermeisterwahl in Wiesa selbst betrifft, so erklären wir, wenn es der „Beier" nicht wissen sollte, daß wir eS durchaus nicht als republikanische Pflicht der deutschen Sozialdemokraten anffassen, in dentschcn Orten einen tschechischen Bürgermeister zu wählen. Die deutschen Sozialdemokraten fühlen sich als niemandes Werkzeug und werden stets das tun, was im Interesse der arbeitenden Menschen des Sudeten» deutschtnmS notwendig ist. Die Kritik der Herren des„Beier" läßt nnS kalt, denn wir wissen, daß diese Kritik den Klasseninteressen der Agrarier entspricht. Diese- Klasseninteresse ist anch die Ursache dessen, daß die agrarische Presse die antistaatliche Tätigkeit der.Henleinleute ihren Lesern wohl verschwiegen hat. Ein SdP-Mann kann machen, was er ivill, das wird den„Beker" nicht aufregen. Aber die deutschen Sozialdemokraten» die in einem heldenmütigen Kampf für die Demokratie stehen, in einem Kampfe, der die Bewunderung der ganzen Welt erregt, werden voin ..Beier" jeden Augenblick in den Kot zu schleisen versucht. Die Agrarier müssen sich entschließen: entweder machen sie Staatspolitik oder Klassenpolitik. DnS, was der„Beier" tut, ist reine agrarische Klaffenpolitik, wobei von den Interessen des Staates vollkommen abgesehen wird. Der„Beker" soll nicht meinen, daß ec ungestraft die Interessen dcö Staates hinter die nackten Klasseninteressen der Agrarier stellen darf. Wir werden auf der Wacht sein und die Oeffentlichkeit— überall— über die Haltung informieren, die sich in dem Prager Boulcvardblait ofsenbart. legen. Die jetzigen Lehrerbildungsanstalten erfüllen nicht ihre» Zweck. Ihr Hauptfehler besteht unter anderem auch darin, daß sie ihre Zöglinge.in einem zu frühen Alter aufnehmen/ wo nur in wenigen Fällen-die wirkliche erzieherische Begabung Vorau»« gesagt werden kann. Die"Zeit des Studiums ist viel- zu kurz. In den vier Jähren besteht kaum" die Möglichkeit, die Allgemeinbildung der Obermittelschule mit der schwierigen Fachausbildung für den Lehrerberus zu verbinden.-Die Vorbildung der künftigen Lehrer hätte auf der Mittelschulbildung aufzubauen. Die vierklassige Bürgerschule sollte die Vorstufe eines neuen Typs, der Mittelschule werden. Ihr Lehrplan müßte dem der Obermittelschulen angepaßt werden. Jetzt ist der Uebertritt von der Bürgerschule an eine Mittelschule naturgemäß durch Verschiedenheit aller Lehrpläne sehr erschwert. Grundsätzlich sind wir dafür, daß die jetzigen Lehrerbildungsanstalten aufgelassen werden. Der künftige Lehrer soll die Allgemeinbildung an der Mittelschule und die fachliche Ausbildung an der Hochschule erhalten. Er wären viersemestrige pädagogische Akademien zu errichten, die selbstverständlich Hochschulcharokter haben müßten. Frau Kirpal verlangte dann, daß solch« Pädagogische Akademien auch in den deutschen Kulturzentren, für die alle Voraussetzungen gegeben sind, errichtet lverden. Auch für die Haushaltungslehrerinnen und die Kindergärtnerinnen verlangen wir dieselbe Ausbildung. An der Debatte beteiligten sich 85 Redner. Unter anderem sprach für die SdP und den Er« ziehungsverband Prof. Otto, der sich für die Reform der Lehrerbildung im Rahmen der Autonomie aussprach und erklärte, daß nun ein n e u e r G e i st in die Schulen einziehen müßte.„BüUisch" und„BolkSlum" war der Tenor seiner Rede. Unter anderem verlangte er auch die Errichtung von Arbeitslagern und die Einführung des landwirtschaftlichen Arbeitsdienstes für angehende Lehrer während zweier Sommermonate. In seinem Schlußlvorte erklärte Ministerialrat K e p r t a, daß sich zwar kein einheitlicher Standplinkt aus der Beratung ergab, daß sich aber fast alle Redner für die Reform der Lehrerbildung ausgesprochen haben. Dafür, daß die Ausbildung der künftigen Lehrer an der Mit« tclschule als Allgemeinbildung und die Fachbildung an den Hochschulen erfolgen soll, sprachen sich die deutsche» und die tschechischen Sozialdemokraten, die tschechischen Nationalsozialisten, die Agrarier und die SdP aus. Die Kommunisten sind nur für eine bedingte Reform» die Nationale Bereinigung gegen eine Reform, der Standpunkt der Klerikalen toar nicht klar. Dr. BeneS Ober die Aufgaben der Landwirtschaft Prag. Auf der Prager Burg fand Freitag eine akademische Feier statt. Die Landwirtschaftliche Hochschule 1^-Arünn hat dem Präsidenten der Ressubm'Dr^ Benes die Würde des Ehrendoktors der technischen Wissenschaften verliehen. Bei dieser Gelegenheit hielt Dr. Beneö eine Ansprache, in der er u. a. sagte: „Wir sind in hohem Maße ein landwirtschaftlicher Staat und produzieren soviel, daß wir im großen Ganzen den heimischen Bedarf decken können. Unsere Landwirtschaft ist so reif, daß sie auch den strengsten Maßstab beiin Vergleich mir der landwirtschaftlichen Produktion in anderen Staaten verträgt. Die vernünftige Politik der landwirtschaftlichen Produktion hat eine vernünftige Preispolitik und damit auch einen erträglichen Lebensstandard der breitesten Volksschichten zur Folge. Wenn sich bisweilen irgend tvelche Schwierigkeiten ergeben, so ist dies nur eine na türliche Erscheinung im laufenden TageSkampf der politischen Parteien. Sämtliche Staaten suchen ihre Sicherung in der Selbstgenügsamkeit und uns bleibt nichts übrig, als uns den anderen anzupassen und diese Selbstgenügsamkeit wenigstens für den Fall des Krieges anzustreben, wiewohl wir wissen, daß wir sie nicht in vollem Maße erreichen werden und wiewohl wir uns ständig dessen bewußt sein müssen, daß jede Autarkie ihre Grenzen hat". Sokoldelegatlon aus Wien bewilligt Wien. Das Gesuch des österreichischen So- lolgaues um Bewilligung der Teilnahnie am Prager Sokolkongreß tvurde von den Behörden genehmigt. Man rechnet mit 1400 Teilnehmern, die in drei Sonderzügen fahren werden. Jeder Teilnehmer muß sich eine besondere Bewilligung der Polizeidirektion zur Ausreise beschaffen; Sammelpässe werden nicht bewilligt. Vas Film-Abkommen USA und CSR Prag. Die Regierung hat den beiden Häusern der Nationalversammlung da» am 18. Mai 1988 in Prag getroffene Film-Abkommen zwischen der Tschechoslowakischen Republik und pen Bereinigten Staaten von Amerika zur Behandlung vorgelegt. Die beiden Länder haben sich gegenseitig die Behandlung nach dem Grundsatz der Meistbe- g ü n st i g u n g zugesichert und die bei der Einfuhr amerikanischer Filme«ingehobenen Gebühren geregelt; das Verfahren über die Einfuhr und die Kontrolle kinematographischer Film« wurde in der Tschechoslotvakei beim Handelsniini- sterinm konzentriert. Die Zensur deS Innenministeriums bleibt unverändert. Abgeordneter Jaksch empfängt Prager Auslands-Journalisten Freitag, den 24. Juli, hat der Vorsitzende der sudetendentschen Sozialdemokratie, Abgeordneter Jaksch im Gesellschaftsklub in Prag Vertreter der ausländischen Presse empfangen und sie über die innenpolitische Lage im Staate sowie über den Standpunkt, den die deutsche Sozialdemokratie zu den jetzt geführten Verhandlungen der Regierung mit der SdP einnimmt, informiert. Eine Reihe der anwesenden Journalisten stellte dem Abgeordneten Jaksch verschiedene Fragen über die außenpolitische und innenpolitische Lage der ESR sowie über dje Möglichkeiten her kommenden Entwicklung, welche Abgeordneter Jaksch zufriedenstellend beantwortete. Mllltäraudlenz beim Präsidenten Der Präsident der Republik empfing Freitag die Vertreter der Armee zu der üblichen Militäraudienz. Ole Spenden für die Staatsverteidigung sind am Donnerstag um 20.3 Millionen aus rund 182.8 Millionen gestiegen. Bisher haben 44.130 Personen Spenden eingeschickt. Um die Reform der Lehrerbildung Große Enquete Im Schulmlnlsterlum Im Schulministerium fand am Freitag eine von zahlreichen Fachleuten und Vertretern der politischen Parteien beschickte Enquete über; die Reform der Lehrerbildung statt. Schulminister Dr. Franke eröffnete die Aussprache mit einer Rede, in der er auf die große Bedeutung der Volksschule hintvieS und die wichtigen Aufgaben des Lehrers auch außerhalb der Schule» in der BoliSerziehung, in der Sozialfürsorge und nunmehr auch in der Wehrerziehung, betonte. Alle Nachbarstaaten haben die Lehrerbildung in letzter Zeit schon neu geregelt und angemessen vertieft. Würden wir die Neuregelung noch weiter aufschieben» dann wäre unsere Konkurrenzfähigkeit im kulturellen uyd wirischaftli- chen Weltwettbewerb bedroht. Unsere Stellung, für die die geistige Führung' so ungemein wichtig ist, spricht im Zusammenhang mit den Regelungen in den Nachbarländern dafür, daß die Leh- Irerschaft eine Fachbjldung an der Hochschule erhalte. SektionSchef Dr. Raeek referierte über die. bereit» vorliegenden.Resormanträge, während Mi-' nisterialrat Dr. K e p r t eine Uäbersicht über die" Entwicklung der Lehrerbildung und über ihren heutigen Stand gab. Für unsere Partei nahm an der Aussprache Abgeordnete Kirpal teil, die erklärte, daß unsere Partei das Bestreben nach einer Reform der Lehrerbildung begrüße. Die Reform ist um so notwendiger, kveil heute ei» Ivahre» Durcheinander in der Lehrerbildung besteht. E» gibt derzeit folgende Arten, wie man Lehrer werden kann: Absowierung der Lehrerbildungsanstalt, Absolvierung einer Mittelschule und Besuch des vierten Jahrganges einer Lehrerbildungsanstalt, Absolvierung einer Mittelschule und Besuch der Pädagogischen Akademie, schließlich kann mau auch als Externist fünf Monate an einer Lehrerbildungsanstalt hospitieren und daun die Reifeprüfung ab- Klanenkampf gegen Staattinterene Ein Exzeß der agrarischen Presse 3 I Zwischen| Mann und Kind H Roman von Lili Körber■ Dieser Gedanke gefiel Robert. Er verstummte und saß versonnen da. Plötzlich stand er auf, ging aus dem Zimmer, kam mit einem Blatt Papier zurück und begann zu zeichnen. „Was machst du denn schon wieder, Robert, anstatt zu lernen?" „Gleich, Mutter. Ich will nur den Tiger mit dem Büchsenöffner zeichnen. Ich bin gleich fertig", setzte er freundlich hinzu,„ich mach' es nur mit dem schwarzen Blei." Ach Gott, ach Gott, ob andere Mütter eS auch so schwer mit ihren Kindern hatten. Und die Geschichten mit Werner, der einmal lernte, einmal nicht lernte und, wenn er Geld hatte, die Schule schtvänzte, um auf den Eislaufplatz zu gehen oder eine Radpartie zu unternehmen! Wenn sie ihm Vorwürfe machte,.grinste er nur. oder brachte im hochnäsigem Tone einige Entschuldigungen hervor. Gott, wie sie das alles kannte, auswendig kannte, noch von ihrem verstorbenen Manne her, der ebenso auSgerissen war, ebenso gegrinst, ebenso herablaffend-gleichgültsg ihr ein paar Trostworte hingeworfen hatte, wie man einem Bettler ein Geldstück hinwirft, nur damit er einen nicht weiter belästigt. Waren alle Männer so rücksichtslos, oder nur Künstler? Ja, auch Werner war ein angehender Künstler und sein Vater hatte noch Zeit gehabt, den schönen, begabten Buben zu verwöhnen. Er, der so achtlos über feine Frau hinwegging, er behandelte den kleinen Burschen mit aller erdenklichen Rücksicht und Geduld, lachte zu seinen Unarten, duldete, daß er ibn in seiner Arbeit störte. Wie stolz hatte er seinen Kollegen den Ausspruch Werners erzählt: „Mein kleiner Bruder brüllt in gis." Schon mit zehn Jahren war Werner wie sein Vater: undiszipliniert, unberechenbar, eigenwillig, grausam und großmütig. Mit fünfzehn Jahren hatte sich fein schlanker Körper schon gestreckt, er sah so hübsch au» mit dem dichten, hellbraunen Haarschopf, den blitzenden Augen zwischen den langen Wimpern, daß ihm Frauen zuweilen nachblickten. Die Muter zitterte vor dem Augenblicke, wo er dies bemerken und darauf reagieren würde. Jm- n>er öfters gab er Aeußerungen von sich, aus denen man schließen konnte, daß er sich mit„diesen Dingen" beschäftigte. Sie wußte nicht, wie sie sich verhalten sollte, zog sich ängstlich zurück, spielte Bogelstraußpolitik, wollte nichts wissen und bebte vor der Stunde, wo„es" beginnen würde, das, was sie so gepeinigt hatte: telephonische Anrufe von Frauen, ein diskretes Verschwinden deS Mannes, manchmal für Tage hier käme noch die Angst dazu, daß der unerfahrene Junge einer in die Hände fiele, die seine Jugend mißbrauchte. Und kein Mensch, dem sie ihre Angst anvertrauen konnte! Wallst und ihr Mann beruhigten sie flüchtig: das seien Pubertätserscheinungen, die"sich geben würden. Sie konnte ihnen doch nicht sagen, daß auch Gustav so gewesen war, bis zum letzten Tag, konnte sich keine Blöße geben. Und die Großmutter, die würde ihr nur mit liebenstvürdigem Lächeln zu verstehen geben, daß sie ihre Kinder nicht zu erziehen verstand! Sie hatte das Gefühl, als müßte sie ihre beiden widerstrebenden Großen durch die Schuljahre hindurchstoßen. Robert war in seiner Gutmütigkeit störrisch, auch er ging seinen eigenen Weg. Kein Wunder, daß sie Trost fand in dem Kleinen, Anschmiegsamen, dem sie alles bedeutete, der von ihrer Zäülichkeit, ihrer Fürsorge, ihrem Beifall lebte. Der alles, was man ihm aufgab, willig lernte und jedesmal, ivenn sie ihn abholte, seine Schulkameraden im Stich ließ, nm mit ihr zn gehen. Immer wieder, so ost sie Zeit batte, gönnte ie sich die Freude, wartete vor der Schultür, bis die Buben wie esne lustige Bogelschar auf die Straße schwärmten, mit Rufen, Lachen und steter Naufbereitschaft. Und dann vergaß sie alle Mühe und Plage und bedauert«, daß sie nur drei Kinder hatte. Wie schnell würden sie erwachsen sein und eS käme nichts nach— keine Sorge mehr und keine Freude. Und plötzlich dachte sie, daß sie noch jung sei, kaum fünfunddreißig und daß... AuS der Tür trat ein langer Herr mit einer Hornbrille, die Mühen der Knaben flogen von den Köpfen, ein raufendes Paar wurde durch den Ruf getrennt:„Still! Drr Schäffer!" Unwillkürlich trat Martha vor, der Herr sah sie fragend an, sie wurde verlegen, glaubte, sich entschuldigen zu müssen, damit er nicht denke, daß sie ihn auf der Straße abpasse— er war sicher hungrig nach den vielen Unterrichtsstunden, hatte eö eilig, nach Hause zu kommen. Sie sägte, unsicher wie ein Schulmädchen: „Entschuldigen Sie, Herr Lehrer, Wiesinger ist mein Name, ich warte auf meinen Buben. Und verzeihen Sie, daß ich bis jetzt keine Zeit fand, in die Sprechstunde zu kommen, mein Bub hat mir gesagt, der Herr Lehrer möchte mich kennen lernen." Sie merkte, daß sie in der dritten Person gesprochen hatte und wurde noch verlegener. Aber Schäsfer sing plötzlich an herzlich zu lachen. «Ja, hat er Ihnen das so ausgerichtet? Das ist wieder der echt« Franz!" Und ernst:„Nein, gnädige Frau, ich wollte mich eigentlich über Ihren Sohn beklagen." „lieber Franzi?" Sic traute ihren Ohren nicht.„Ja, wenn es Robert wäre!" „Nein, nein, Robert kenne ich ja von früher her. Also brillant stand er nicht, das kann man wohl nicht behaupten, aber sonst ist er ein ganz brauchbarer Bub, ich glaube, er wird sich gut entwickeln." «Danke, Herr Lehrer", sagte Martha ehrlich dankbar und fügte diplomatisch hinzu:„ES ist für mich ein großer Trost, da» zu hören. Wer der Franzl ist so fleißig, der Herr Lehrer kann mir glauben"...(Herrgott, schon'wieder sprach ne in der dritten Person, was war das nur heute!) Wenn er mal was nicht gekonnt hat, das muß ein rciner Zufall gewesen sein, er ist ja noch so klein!" „Nein, nein,«S handelt sich nicht um den Unterricht", schüttelte Herr Schäffer den Kopf. „Er ist einer unserer besten Schüler"—(die Mutter nickte befriedigt).„Nein, es geht nicht umS Lernen, um was anderes. Aber, gnädige Frau, hier ist wohl nicht der Ort, das alles zu erörtern?" „Nein, Herr Lehrer, natürlich nicht, ich komme auch gern in di« nächste Sprechstunde, wenn Sie wünschen. Aber nur eines möchte ich wissen, wcnn's möglich ist, was der Bub angcstellt hat? Zu Hause ist er so brav, folgt aufS Wort..." „Und in der Schule möchte er sich schadlos halten und befehlen können. Nichts anderes als das, gnädige Frau, aber meines Erachtens schlimm genug. Er hat sich innerhalb der Klasse eine Organisation geschafsen. Meist aus den ärmsten Buben» die ja leider auMneistenS die schlechtesten Schüler sind, weil sie zilHause keine Hilfe sinden und oft nicht einmal die Zeit und Platz für ihre Schulaufgaben haben. Die kommandiert er nun, hetzt sie gegen die Lehrer und Mitschüler auf, die ihm unshmpathisch sind, führt richiige Aktionen durch, ich möchte sagen: Strafexpeditlonen. Knapp vor de» Ferien haben sie dem Schuldiener Niespulver in die Pfeife gestopft, tveil er ihnen verboten hat, auf die Fensterbretter zu kleiiern." „Mer Herr Lehrer", sagte Frau Martha bittend,„vielleicht macht der Franzl nur mit den anderen mit, er ist ja noch ein Kind, die Buben spielen doch so gern Räuberbande, sie meinen's nicht schlecht..." „Ja, da haben Sie recht, gnädige Frau", wandte sich Schäffer jäh zu ihr.„Sie meinen's nicht schlecht, sie wollen nur Räuberbande spielen. (Fortsetzung folgt' Mr. 148 mpf hen Ins ens ohl er ef= hre 0= DO Ca He 11. e ai is It A ic or e с 2 Samstag, 25. Juni 1938 Sudetendeutscher Zeitspiegel Ausgestorbenes Karlsbad Alle müssen für Henleins Rede büßen- nur Henlein nicht In der„ Přitomnost" leſen wir einen Artikel so daß die Käuferin von dem Geschäftsinhaber zu yon Milena Jeſenſtá über die heurige tursaison einer in der Nähe befindlichen fü difchen in Karlsbad. Zu Beginn dieſes Artikels wird se on turrensfirma geididt wurde. Saum hatte die Dame das arische Geschäft verlassen, als irgend ein anderes Weltbad, schaut genau so aus und bestimmten Ton darauf aufmerksam machte, " Unſer Starlsbad ist genau fo weltbekannt wie ihr eine Verkäuferin nadjeilte und fie in ift genau so international. Der einzige Unterschied ist vielleicht nur der, daß hieher tatsächlich franke daß sie als Reichsdeutsche nicht in einem jüdi Leute fahren und daß sie unter anderem deswegen schen Geschäft kaufen dürfe. gefagt: Meuterei in Ceuta Seite 3 Tanger. Als in Ceuta eine Truppe von Marokkanern, die kaum von ihren Verwundungen wiederhergestellt waren, abtransportiert werden follte, wobei ihnen ihr Bestimmungsort verheim= licht wurde, erkannten sie an den sie abholenden reichsdeutschen Nazi- oder Polizeistellen zu de Faschisten und Fremdenlegionären, daß sie wieder nunzieren. Im Gespräch mit dem Ge- an die Front sollten. Darauf eröffneten fie auf währsmann des zitierten Blattes sparte die Befehl ihrer Eingeborenen Offiziere und-UnterDame, die durchaus nicht marristisch orientiert offiziere das Feuer auf die Rebellentruppen. Die ist, nicht mit Ausdrücken ihrer Empörung über Schlacht dauerte den ganzen Donnerstag nachderartige Spikelmethoden, mit denen man Reichs- mittags und abends an. Das Feuer war bis in deutschen den Sturgebrauch in Karlsbad zur Un- die neutrale Zone von Tanger zu hören. Die möglichkeit macht. Es ist interessant, daß die an- Menterer zerstreuten fich schließlich und wurden geflegelte Dame besonders betonte, daß die mit größter Erbitterung verfolgt. Es scheint, daß P& eu te nazistischer als die fie alle getötet wurden. Ihre marokkaniſchen Nazisin Deutschland wären. Dort fiele Offiziere hatten bisher das besondere Vertrauen es schon lange feinem S- Mann mehr ein, einem der Rebellen genoffen. Menschen, der seine Unzufriedenheit über das In einem Konzert- Café in Ceuta hatten berfahren, damit sie tatsächlich Heilung finden. Die Dame verbat sich energisch dieſe Bevormun- sten Deutschen zu) wegen seiner Aeußerung zu griffen. Jetzt find mehrere der lokalen OberRegime äußere( und das treffe jetzt auf die mei- betrunkene deutsche Offiziere Phalangisten ange= Krante Leute haben begreiflicherweise feine Lust, ihre dung, worauf ihr die Verkäuferin in frechem Ton schwachen Nerven und ihre erschütterte Gesundheit denunzieren. Im Gegenteil, die SA schimpfe selbst faschisten eingeferfert worden, darunter ihr Chef der Erregung und Unruhe auszusetzen. Der Mensch, der seine frante Leber heilen fährt, hat keine Lust, die Naziherrlichkeit in Deutscham meisten. Zum Schluß meinte die Dame, daß José Rosentos. fich unmittelbar in den Brennpunkt einer brennen Land am längsten gedauert habe. den politischen Propaganda zu stellen und in einen Dieſer Hinweis kann nicht anders gemeint sein. Wenn es damit endgültig vorüber sei, würde auch Ort zur Stur zu fahren, wo in der Wandelhalle ſtatt als daß die Verläuferin, die natürlich mit im Sudetengebiet das Erwachen Konzerte politische Reden zu hören sind. Das tut der Leber nicht gut und wir fönnen es niemandem glied der Sd P ist, beabsichtigt, die Dame bei beginnen. übelnehmen, daß er feinen Helden spielen will, wenn er die Absicht hatte, in die Sur zu gehen. Rechnen mir noch dazu den Umstand, daß 75 Prozent der Bejucher unserer Bäder aus dem Norden Juden sind bzw. waren... ist es nicht zu verwundern, daß unsere deutschen Bäder leer und verlassen sind. In dem Mai- Umzug der Henleinpartei in Karlsbad haben junge Demonstranten stundenlang die Parolen gebrüllt: „ Wir brauchen keine Juden mehr, es lommen dafür andere her...“ und das war offenbar einer von den Frühjahrsirrtümern Herrn Henleins. Wenn man abends um 8 Uhr in Karlsbad_anerklärte, daß sie bei ihrer Rückkehr nach Deutschland die Folgen schon spüren werde. Zum Kindertag am 3. Juli 1938 in Bodenbach kommen alle Arbeiterkinder, aber auch alle Eltern, Genossinnen, Genossen und Jugendliche Lommit, hat man den Eindrud, in einer ausgestor- Und das wird geduldet? benen Stadt zu sein. Eine leere Stadt hat immer eitwas gespensterhaftes, ein leerer Kurort ist aber Aus dem Mädchen Gymnasium in ettvas trauriges, wie es traurige Zimmer in Hotels Karlsbad ertönte dieser Tage schulmäßiger britten Ranges zu fein pflegen. In 16 Kurhäusern Gefang eines Liedes mit folgender Schluß find neun Gäste. Der Eigentümer eines großen bes tont" deutschen Hotels mit 60 Zimmern hat drei be jebt und nimmt täglich brutto 120 Kč ein. Im Hotel Imperial" dem größten Hotel in Karlsbad find ungefähr zehn Leute einschließlich eines indischen Maharadscha. Im Richmond"- dem schönsten Karlsbader Hotel, umgeben von einem herrlichen Barf ist ein holländischer Bankier, ein Direktor der JG- Farben und noch etwa fünf Größen. Der Speisesaal ist für 100 bis 200 Leute eingerichtet, die Tische sind mit weißglänzenden Tischtüchern bededt, auf jedem Tisch stehen so teuere Blumen, daß ihr Breis dem Preis eines fleinen Mittagessens gleich Tommt. In diesem Riesensaal siben beim Mittag effen zehn oder 20 Leute und werden von 30 Kellnern bedient, welche ausschauen, wie Abgeordnete aus dem englischen Unterhaus.. Strophe: ,, Wir Sudetendeutschen sind allezeit bereit Zu kämpfen um die Einigkeit. Für Konrad Henlein leben wir, Für Konrad Henlein sterben wir, Das Blut, das wir vergießen, Wird heilen uns auf ewige Zeit." Das singen elf und zwölfjährige junge Mädchen unter Führung einer staatlich be 3 a hlten Gesangslehrerin! ALPA Franzbranntwein erfrischt und stärkt auf Reise und Tour Die Arbeitersendung Melnik bringt in dieser Woche: Sonntag, 26. Juni, 14.15-14.30: Frans Lehnert- Bodenbach liest eigene und nacherzählte Märchen. Die Verfasserin des Artikels erzählt dann, wie sie mit Leuten spricht, und wie viele nach der Ursache der schwachen Saison befragt, ihr antSporten, daß das Militär daran schuld sei. Demgegenüber weist sie daraufhin, daß es schon seit Ende April Abbestellungen von Leuten gab, die die Absicht hatten, nach Karlsbad zu kommen. Um so mehr geschah das nach der Rede Henleins und geschieht es nach den Meldungen des deutschen Rundfunks, der Nachrichten über zerstörte StraBen, Barrikaden in den Städten, groben Zollrevisionen und dem Terror bringt, dem der Deutsche im Lande ausgesetzt ist. Der Henleinpropaganda. die derartiges verbreitet, stehe feine Gegenpropaganda gegenüber, außer der Presse der deutschen Sozialdemokratie. Und gerade Henlein trägt sehn Minuten. Hauptschuld daran, daß Karlsbad leer ist. Er habe Karlsbad und nicht etwa Reichenberg, Saaz Widerrufene Greuelmärchen In letzter Zeit entpuppten sich eine ganze Reihe von Gerüchten die besonders über staatdie SdP ausgestreut wurden- als ausges liche Organe, über Militärpersonen usw. durch sprochene Erfindungen. So brachte die Fried l. 3 e it." in ihrer Ausgabe vom 22. d. M. folgendes, vielsagendes Inserat: Widerruf! Die Gerüchte, daß der bei mir beschäftigte Franz Hanisch gelegentlich einer Anhaltung durch die Grenzsicherheitswache von dieser geschlagen worden wäre, was ich auch selbst gelegentlich eines Gasthausgespräches erzählte. beruhen vollständig auf unwahrheit und ich warne vor jeder Weiterverbreitung. Franz Richter, Bauer, Engelsdorf Nr. 36. Dieser reumütige Engel aus Engelsdorf hat also mitgeholfen, unwahres über staatliche Dr. gane zu verbreiten, obwohl ihm bewußt sein mußte, welche Wirkungen solche Reden heute ha ben. Vielleicht ist die Moritat sogar durch den deutschen Rundfunk in den Aether geschmettert worden, um der Welt den Nachweis zu erbringen, welche entsetzliche Zustände" in der Tschechoslowakischen Republik herrschen und welchen ,, MarMittwoch, 29. Juni, 14.15-14.30: Zum tern" die deutsche Bevölkerung ausgesetzt ist! Von Kindertag in Bodenbach( Willy Hoc e- Bodenbach). der Richtigstellung wird die Welt wenig erfahren, Freitag, 1. Juli, 1835-18.45: Aktuelle selbst die Friedl. Zeit." begnügt sich, fie im 3njeratenteil wiederzugeben! oder Eger für die Abhaltung seiner Rede auser- Keine Verhandlungen sehen. Für diese geborgte Berühmtheit". so sagt die Verfasserin wörtlich, zahlen aber un erhört viele Leute. In erster Reihe die Eigentümer der Kurhotels und Kurhäuser und das mit mit Franco Pra g. Die Gesandtschaft der spanischen Republik dementiert amtlich alle Nachrichten aber an den stark ausgebauten republikanischen Stellungen, die sich tiefgestaffelt von den Höhen westlich von Sarrion bis in die Nähe von Puebla de Valverde erstreden, brachen die Angriffe der Rebellen zusammen. sind in der Mehrheit Henleinleute. Dann das geüber angebliche Differenzen in der Regierung Vorstöße Francos zurückgewiesen samte Gebiet weit ringsum und das sind auch wieder in der Mehrheit Henleinleute. Und dann allerdings der Staat, der außer den Ausgaben für die militärischen lebungen, welche unumgäng Tid notwendig waren und die Situation gerettet der spanischen Republik und ebenso die Gerüchte, daß Ministerpräsident Dr. Negrin Verhandlungen mit General Franco eingeleitet habe. Die Kämpfe vor Sagunt haben, auch zwei Drittel der Arbeitslosenuntersiibung zahlt.( Allein in Karlsbad gibt es heute 5537 Arbeitslose.) Es scheint, daß ein einziger Barcelona.( Ag. Eſp.) An der 140 Kilometer Mensch auch nicht einen Heller für die hiesigen| langen Front vom Süden von Teruel über Mora materiellen Schäden bezahlt hat, welche die Hen- de Rubielos bis zur Mündung des Fluſſes MijaIcinrede verursacht hat und das ist Herr Hen- res ins Mittelmeer war auch der Donnerstag voll Tein selbst." Denunzianten- Pack in Karlsbad Ueber die SdP- Moral und-Politik, die Karlsbad zugrundezurichten imftande ist, gibt folgender, vom„ Volkswille" berichteter Vorfall bündigen Aufschluß: Eine Surgästin ging dieser Tage in ein Schnittwarengeschäft einkaufen. Einer der von ihr gewünschten Artikel war jedoch dort nicht vorrätig, Mitteilungen aus dem Publikum. leidenschaftlicher Kampftätigkeit. Mit allen" Mitteln und unter Einsatz seiner hier konzentrierten Flugwaffe versuchte der Gegner, seine Linien vom Nordwesten von Teruel her und vom Norden von Alcora- Castellon her in der Richtung auf Sagunt vorzuschieben. Die Angriffe der Rebellen sind auch am Donnerstag unter blutigen Versuchen des Angreifers abgewiesen worden. Die schon am Mittwoch begonnene Gegenoffensive der Republikaner im Küstenabschnitt, die die Rebellen gleich am ersten Tage bis hart an den Rio Mijares zurückgeworfen hatte, ist fortgesetzt und auf den nordwestlich von Villareal angrenzen den Abschnitt ausgedehnt worden. Der Kampf dauert noch an, doch scheint der Erfolg für die Nepublikaner gesichert zu sein. ernde Druck der Rebellen auf alle Abschnitte der Barcelona.( Ag. Efp.) Der andaus Levantefront wird durch die republikanischen Soldaten mit ausgezeichneter Zähigkeit aufgehalten. In der Zone von Onda, wo es den Rebellen gelang, ihre vordersten Linien etwas vorzuverlegen, haben die Regierungstruppen mehrere Angriffe einer zahlenmäßig sehr starten Truppe abgewiefen. Sechs große deutsche Bomber, wie sie jüngst in Belgrad ausgestellt waren, sind in Tetuan gelandet und gleich in die Flugwaffe der Rebellen eingereiht worden. Außer ihrem eigenen Ber sonal brachten sie 22 deutsche Artillerieoffiziere mit, die sofort nadh Ceuta weitergefahren sind. Späte Selbsterkenntnis? Berlin. Bei der Schlußveranstaltung des Internationalen Verlegertongresses hielt Reichsminister Dr. Goebbels eine Ansprache, in der er u. a. erflärte: ,, Nicht minder gefährlich als eine unsachliche Pressebericht erstattung ist für den Frieden der Völker der Mißbrauch des Buches zur Verzerrung des geistigen Gefichtes anderer Völler und ihrer wahren politischen Absichten." Die Schweizer Neutralität Berlin und Rom bekräftigen ihren guten Willen Bern. Die schiveizerische Regierung hat die deutsche und italienische Regierung von dem Beschlußz des Völkerbundrates in Kenntnis gesetzt, der die Schweiz von der Teilnahme an der Durchs führung der Santtionsbestimmungen befreit. Beide Regierungen beantworteten diese Mitteilung am 21. Juni fast wörtlich gleich lautend. Sie bringen ihre Befriedigung darüber zum Ausdrud, daß die Schweiz sich von Ver pflichtungen befreit hat, die ihre Neutralität hät ten gefährten tönnen, und erklären, daß dem Willen der Schweiz, neutral zu bleiben, jederzeit ihr Wille entsprechen wird, diese Neutralität, welche sie für ein wichtiges Element des Friedens in Europa halten, anzuerkennen und zu achten. Beide Regierungen verweisen auf ihre Erklärun gen, die sie in dieser Hinsicht schon abgegeben hatten und bekräftigen sie aufs neue. Hinrichtung eines Juden in Haifa Jerufalem. Der Oberkommandierende der Palästinatruppen, Haining, bestätigte ein von dem Militärgericht in Haifa gefälltes Todesurteil gegen einen Juden, der bei dem bekannten Attentat auf einen Araber- Omnibus bei Rospina in flagranti ertappt worden war. Ein zweites Todesurteil wurde in lebenslängliches Gefängnis ums gewandelt, während der dritte an dem Ueberfall beteiligte Jude vom Militärgericht in ein Irrenhaus gesperrt wurde. Damit steht die erste Vollstreckung eines Todesurteiles an einem Juden durch das Militärgericht bevor. In Jaffa und Tel- Aviv zeigt sich ein neues Anwachsen der Spannung zwischen Juden und Arabern. Ein Jude wurde erschlagen, zwei Juden schwer verletzt. Infolge dieser Vorkommnisse wurs den beide Städte durch Drahtverhaue abgeschloss sen und britisches Militär patrouilliert in den Zahl der Todesopfer auf drei gestiegen. Borstädten. Nach einer späteren Meldung iſt die Englands Interessen in Südchina London.( Reuter.) Die zuständigen Lon doner Stellen befizen teine bestätigten Berichte über angebliche Landungen japanischer Truppenabteilungen auf der Insel Hainan. Nichtsdeſtoweniger wird darauf verwiesen, daß der britische Botschafter in Tolio im Laufe des letzten MoIm Ostabschnitt wurden Vorstöße der Re- nates bei verschiedenen Gelegenheiten darauf vers wies, daß unangenehme komplikas bellen gegen unsere Stellung Fuente de la Pena tionen mit der britischen Regierung entstehen gänzlich abgewiesen, ebenso ihr Vormarschkönnten, falls die Japaner irgendeine Insel in versuch gegen unsere Stellung Villastar völlig - bejezzen lahmgelegt, 120 Gefangene gemacht und be- Südchina- vor allem Hainan deutendes Striegsmaterial erbeutet. Gefangenenaustausch jollten. Roosevelt gegen Spionage Washington. Präsident Roosevelt er klärte am Freitag bei einer Journalistenkonferenz, daß nach seiner Meinung die Armee und dic Flotte viel mehr Macht und Mittel besitzen müßten, um die Spionage in den Vereinigten Staaten zunichte zu machen. London. Es bestätigt sich, daß die Verhandlungen des britischen Agenten in Burgos, Sir Robert Hodgson, wegen des Austausches von 100 britischen Gefangenen des Generals Franco gegen 100 italienische Gefangene der spanischen Regierung von Erfolg begleitet sind. Grazianis Spanienreise dementiert Heftig tobten die Kämpfe auf dem linken Nom. Die Presseagentur Stefani meldet: Millionen irren nicht! Millionen benutzen AlpaFranzbranntwein. Sie haben die wohltuende Wirkung Flügel fort. Nach fast täglich wiederholten fron- Im Auslande wurden Gerüchte verbereitet, daß dieses Franzbranntweins für Körper und Nerven er talen Angriffen auf Mora de Rubieles und in der der italienische Marschall Graziani eine Reise nach britisch- türkische Abkommen in Kraft gesetzt, demges die nun seit drei Wochen Spanien unternommen habe. Amtlich wird fichtige Leute. Wer gefund bleiben will, benutzt scheitern, gegenüber dem republikanischen Vertei flärt, daß Marschall Graziani niemals in SpaAlpa und wer wieder gesund werden will, ebenfalls. digungssystem vom Süden her einen Durchbruch nien war und daß alle Gerüchte dieser Art absolut au erzwingen; haben die Rebellen awar persucht, erdacht sind. Fragen Sie Ihren Arati 100 Die türkische Pfundanlelhe London. Am Freitag wurde durch ein Gesetz das fechs Millionen Pfund Sterling( 850 Millionen Kê) zum Ankauf von Rüstungsmaterial in Großbritan nien für die Verteidigung der Türkei gewährt. Seite 4 Jagesneuigkeiten Das Buch der deutschen Schmach Karl Sendell, der große Dichter der Freiheit schrieb 1888 unter dem Titel:„ Das Ausnahmegesetz" das folgende Gedicht, das aktueller ist denn je. Es steht ein Blatt beschrieben im Buch der deutschen Schmach, das muß der Teufel lieben bis an den jüngsten Tag. Das steht auf schwarzem Grunde mit roter Flammenschrift, Das schwärt wie rote Wunde mit schwarzem Schlangengift. Das schreit in alle Weiten wie wilder Tonschriftfluch, Das schreit in alle Zeiten und schreit doch nie genug. O hätt ich Donnerstimme wie Wolfen im Tournier, Ich brüllt' in rafendem Grimme, ein Wetteruriſtier. Ich rollte alle Geschütze blauschwarz am Himmel auf Und spice rächende Blike, gerichtet Lauf an Lauf. Weh' dir, du fetter Würger, du Staatsverbrecher Stant, Für hunderttausend Bürger das Seil der Missetat! Für hunderttausend Deutsche das niederträchtge Net, Die Sklavenhalterpeitsche, gewunden vom Gesetz! Du Bluthund deiner Brüder, Spürdogge der Gewalt, Du grüngeschwoll'ne Hyder im feigen Hinterhalt! Du stürzende Lawine von Bosheit und Verrat, Du modernde Maschine mit qualmbespritztem Rad! Du Folterbank der Freien, Schandvehme für die Not, Und doch mußt du gedeihen für unser Aufgebot. Schmach, Es steht ein Blatt beschrieben im Buch der deutschen Das muß der Teufel lieben bis an den jüngsten Tag. Sturm läutet das Gewiffen. Es zittert die Geduld: Wann wird mit eins zerrissen das Riesenblatt der Schuld? Samstag, 25. Juni 1938 Die Rhönrad- ,, Kugel" Beim Frauensportfest in Paris wurden unter anderem Vorführungen mit einer neuen Art Rhönrad, der Rhönradkugel, gezeigt, die in ihren Bewegungen noch wendiger ist, als alle bisherigen Sportgeräte dieser Art. wird behauptet, einem fremden Spionagedienste und drei Personenwagen entgleisten. Fünf Mann zur Verfügung gestellt, diesem Material gelie des Bugspersonals und drei Passagiere erlitten fert und auch andere für die gegen Deutschland ernſtere und 20 Passagiere leichtere Verlegungen. gerichtete Spionagetätigkeit zu gewinnen versucht. Todesopfer waren keine zu beklagen. Die Mappe des Gestapoagenten Zürich.( Insa.) In einer Interpellation im Zürcher Gemeinderat hat der kommunistische InMühlenlastauto landet im Keller terpellant u. a. folgendes ausgeführt: eines Bauernhauses Flugzeugabsturz in Berlin. Freitag gegen Mittag stürzte ein Uebungsflugzeug der Luft waffe, das sich auf Ueberlandfahrt befand, auf einem Fabrikgelände an der Gottlieb Dunkel Straße in Berlin- Tempelhof ab. Der Flugzeugführer kam ums Leben, ein Mitglied der Be „ In einem Tramwagen der Stadt Zürich wurde eine Mappe liegen gelassen. Und wie man jabung wurde verletzt. Das Flugzeug durchschlug Ein Toter, zwei Schwerverletzte sich deren Inhalt näher besah, fanden sich beidas Tuch und die Wand eines Schupfens. Donnerstag nachmittags ereigntete sich in spielsweise Listen über Schweizer- Bürger, für die Schwarzbrennerei bei Neutra. Die Gefälls der Ortschaft Tschischkowitz bei Lobosis ein schwe- sich deutsche Spizel in der Schweiz interessieren. fontroll- Beamten aus Prievidza und Oslany und res Autounglück, das den Tod eines Autolenters Die aufgefundene Mappe hatte ein Gestapoagent die Organe der Bezirks- Finanzdirektion in Neuzur Folge hatte. Ein sechstonniger noch halb bela- im Tram liegen gelassen samt vielen Schriftstük- tra haben bei dem Restaurateur und Cafetier dener Skoda- Dieselmotorlieferwagen der Firma fen, die das Dritte Reich schwer belasten. In A. S. in Handlová eine geheime SpiritusbrenMühlenwerke Klima aus Křesin bei Libochowiß seiner Antwort auf die Interpellationsbegrün- nerei festgestellt. Der dem Staate erwachsene befand sich nachmittags auf einer zweiten Liefer- dung äußerte sich der städtische Polizeivorstand Schaden beträgt eine halbe Million Kč. fahrt. Der Chauffeur und die beiden Mitfahrer nicht über diese geheimnisvolle Mappe. Jedoch hatten bei einem Gaſthauſe vor der Ortschaft ſtimmen, wie ein Korreſpondent der„ National- troleumgebiet Hobbs( Neu Merito) ereignete sich Arbeitertod. Bei Bohrungsarbeiten im Pes Tschischkowitz eine zweistündige Rast gemacht und Beitung" in der Lage ist, mitzuteilen, die Anga- eine Erplosion, wobei sieben Personen getötet waren gegen 1 Uhr 25 nachmittags auf der stark ben des Interpellanten in dieser Beziehung Wort wurden. Die Leichen der Opfer waren so verabfälligen Straße von Trebnitz gegen Zichisch abfälligen Straße von Trebnik gegen Lobojik für Wort. Die Zürcher Stadtpolizei hat die Dostümmelt, daß sie nicht identifiziert werden weitergefahren. Beim Ortseingang von Tschisch lumente der Bundesanwaltschaft überwiesen, aus kowitz sollen nach Aussage der Mitfahrer die denen flipp und flar hervorgeht, daß tatsächlich Bremsen am Auto versagt und der Chauffeur da- die Gestapo in unserem Lande Schweizer überdurch die Gewalt über den schweren Wagen verwacht und Register über sie führt." loren haben. Das Lastenauto fuhr mit aller Wucht gegen ein niedriges ebenerdiges Bauern haus beim Ortseingang, durchschlug die Hausmauer, darauf im Küchenraum den Fußboden und landete mit dem Motor im Kellerraum des HauDas Publikum jagt den Detektiv statt des Taschendiebs aus konnte. Nr. 148 Atus gegen Sowjetunion 0: 8 Ein spannender Fußballkampf in Paris Paris. Nachdem Donnerstag in der ersten Vorrunde des Internationalen Fußballturniers aus Anlaß des dreißigjährigen Bestehens des französischen Arbeitersportverbandes Norwe gen Frankreich mit 5: 1 geschlagen hatte, traf am Freitag in der zweiten Vorrunde die sowjetrussische Meistermannschaft" Torpedo" mit einer vom Atus gestellten sudetendeutschen Mannschaft im Buffalo- Stadion in Paris zusammen. Die fudetendeutsche Mannschaft spielte in der Aufstellung: Dörder, Rusche, Schmidt, Baum gartl, Hampel, Fiedler, Bartl Dubschick, Czerny, Otta, Mattausch. Die Sowjetmannschaft war der fudetendeutschen Mannschaft an Schnelligkeit, zufammenspiel und balltechnisch überlegen. Bei Halbzeit stand das Spiel 3: 0, am Ende 8: 0 für die Sowjetmannschaft. Alle Versuche der subeten. deutschen Mannschaft, den dem Spielverlauf nach verdienten Ehrentreffer zu erzielen, scheiterten an der sicheren Verteidigung der Russen. Auch ein fudetendeutscher Angriff in der letzten Minute, der zwei Eden einbrachte, änderte nichts mehr an dem Ergebnis. Beide Mannschaften wurden vom Anfang bis zum Ende des Spieles von den Zuschauern herzlich gefeiert. Besondere Erwähnung verdient die Leistung des sudetendeutschen Tor mannes, der trotz der Ueberlegenheit der Russen ein großes Spiel lieferte und fast aussichtslose Situationen klärte. genen Jahre fielen die Geburten auf 360, und es waren im ganzen nur noch 117 Nefter von Storch paaren besetzt. Dieses Jahr werden es noch weniger werden, und so kann man leider sagen, daß auch Die Störche in Frankreich unter Geburtenrüdgang Leiden. Karl der Kahle. Bei einer Verhandlung vor einer Straffammer des Pariser Gerichts gab es einen Seiterkeitssturm. Der Angeklagte nannte sich stolz„ Karl der Kahle", und er wurde im Milieu tatsächlich so genannt, obwohl er mit bürgerlichen Namen Charles Givelet heißt. Zu seinen Persona lien gab er an, Autospezialist zu sein. Das stimmt auch; er hatte nicht weniger als 53 Autos gestoh len. Karl der Kahle erhielt fünf Jahre Gefängnis. Repatriierung der europäischen Türken. In stambul haben Verhandlungen zwischen einer türkischen Delegation und dem Gesandten Jugos flawiens, Rumäniens und Griechenlands über die Repatriierung der Türken aus diesen Ländern nach der Türkei begonnen. Zunächst wird die und Rumäniens, von insgesamt etwa 500.000 Frage der Uebersiedlung der Türken Jugoslawviens Personen gelöst werden. Diese Frage war bereits der Gegenstand der Beratungen auf der letzten Ballankonferenz in Antara. In großem Ausmaße wird die Repatriierung der Türken aus Jugosla wien und Rumänien im Jahre 1989 beginnen. 3irl auf 19 gestiegen. Die Windmühlen der Hanna sterben aus. Hungerstreik jüdischer Advokaten. In einer Sitzung des Vereines der jüdischen AdvokaturDas Ende der Windmühlen in der Hanna. Konzipienten in Warschau wurde beschlossen, einen In alter Zeit wurden die meisten Windmühlen in Hungerstreit zum Zeichen des Protestes gegen die der Hanna und im Gebiet von Kojetin verwendet. Verordnung des Justizministers, durch welche die Bis heute hat sich davon eine einzige in Pivin vorhergehende Genehmigung des Justizministers bei Stojetin erhalten, die seit 300 Jahren Eigens Die Detektive, die als Spezialisten zur Bekämp- für die Ausübung der Advokaten Tätigkeit gefor- tum der Familie Saulif ist. Die erste Wassers ſes. Die Beſizer des Hauſes waren zur Zeit auf fung der Taschendiebe bestellt sind, haben bei dem dert wird, zu beginnen. 200 jüdische Advokaturs- mühle an der March wird im Jahre 1718 ers dem Felde beschäftigt, zuhause war nur ein neun- greßen Fremdenzuftrom anläßlich des Sofollongres- lonzipienten haben Freitag nachts diesen Streit, wähnt. Seither ist ihre Zahl im Kojetiner Bez jähriger Knabe, der im Raum neben der Küche ses große Arbeit. Eine Reihe gefährlicher Langfin- der 48 Stunden dauern wird, begonnen. schlief. Dem Kinde geschah nichts. Der Chauffeur ger ist bereits dingfest gemacht worden. Meistens Mitglieder des nationalchinesischen Geheimbunund die beiden Mitfahrer wurden am Abend im handelt es sich um polnische Staatsangehörige. des drangen am Freitag in die Kanzlei eines bekann schwerverletzten Zustande ins Leitmerizer Kran- Vorgestern gelang es zwei Detektiven einen inter- ten chinesischen Rechtsanwaltes in Schanghai ein und fenhaus gebracht. Dem Chauffeur wurde noch am rationalen Taschendieb auf frischer Tat beim Tyrs- gaben aus einer Militärpistole zehn Schüsse auf die Abend der rechte Arm amputiert, doch erlag er laus zu betreten. Es handelt sich um den 39jähri- anwesenden Personen ab. Dabei wurde ein Diener den inneren Verlegungen. Auch die beiden schwer- gen Johann Kosa insti, einen Taschendieb wirk- fäwer verwundet und der chinesische Kanzleivorsteher verletzten Mitfahrer schweben in Lebensgefahr. La) internationalen Rufs, der nahezu von allen euro- petötet. Der Attentäter entfam. Man mißt diesem päischen Polizeizentralen gesucht wird. Vor dem Mord insofern politische Bedeutung bei, als der AnThrs- Sokolhaus, vor dem sich eine beträchtliche Men- walt Mitglied der neu gegründeten projapanischen schenmenge staute, um die eintreffenden amerikani- Anwaltsvereinigung war. Film in den Kasernen. Die französischen Soldaten haben es gut. Seit einiger Zeit hat das Striegsministerium die Anschaffung von Kinoappa raten genehmigt, und die französische Armee befist bereits 400 Apparaturen, von denen 50 Tonfilm apparaturen sind. Regelmäßig finden in den Kasernen Kinovorführungen statt. Freilich werden feine Spielfilme gezeigt, wohl aber Stulturfilme aller Art, insbesondere Sport- und Hygienefilme, sehr viel Kolonialfilme und ähnliches. Es ist auch eine Reihe von Filmſtreifen in beſonderem Auftrage des Kriegsministeriums hergestellt worden, die unmittel bar zu Ausbildungszwecken dienen. Es handelt sich zum Beispiel um Beitlupenaufnahmen von Ge schüßen, bei denen der Retrut ausgezeichnet das Funktionieren einer Stanone lernen kann. Auch Mas növeraufnahmen, zum Teil unter Verwendung von bewährt. Promotion. Am 27. Juni, vormittags 11 Uhr, promoviert Traude I a uber, die Tochter der Abgeordneten Stirpal, an der Deutschen Universität in Prag, zum Doktor der Rechts- und Staatswissens schaften. Volksrichter opfern ihre Diäten der Staatsverteidigung schen Sofoln zu begrüßen, sah einer der beiden Detek- Zirkustragödie. Der 30jährige Pariser Tari( rb) Tas Amt des Geschworenen ist mühtive, wie Koſzinſti ſeine Hand in die Tasche seines chauffeur Georges Cuisinaud hat in einer Artisten felig und die Aufwandsentschädigung steht taum in Nachbarn verſentie. Einer der Zivilpolizisten machte pension in London seine Frau niedergeschossen und einem Verhältnis zu dem tatsächlichen Verdienst- feinen, nicht weit abseits stehenden Kollegen auf den Selbstmord verübt. Dies ist das Ende einer Birtusenigang und den Barauslagen, die die Volksrichter Gauner mit den Worten„ Halte ihn auf!" aufmerk tragödie, wie sie sonst nur in Romanen vorkommt. auf sich nehmen müssen. In um so schönerem sam. Der Taschendieb nahm reißaus und der Detet- Seine Frau Madelaine hatte sich vor längerer Zeit tiv lief ihm nach. Das durch den Zuruf alarmierte als Trapeztünstlerin ausbilden lassen. Im verganLichte erscheint die Opferwilligkeit der Geschworenen, die bei der am Donnerstag beendeten Pra- Bublifum hatte den redlichen Willen, den Sicherheits- genen Jahre hatte sie sich einer Truppe angeschlosger Schwurgerichtsperiode sich zum größten Teil beamten zu Hilfe zu kommen. In der Verwirrung sen, die unter dem Namen„ Les Alizés" im Pariser Wochenschaubildern, werden vorgeführt. Der Film hat bereit erklärten, die ihnen zustehenden Diäten der kam es aber dazu, daß statt des Taschendiebs der Birkus Medrano debütierte, und zwar unmittelbar fich als militärisches Erziehungsmittel hervorragend Detektiv von der Volksmenge angehalten wurde. Bum nach den Codonas. Die Truppe erregte Aufsehen, freiwilligen Sammelaktion zugunsten der StaatsGlück gelang es dem Polizisten noch zur rechten Zeit, und die Kritik sagte ihr eine große Zukunft voraus. verteidigung zuzuwenden. Die Geschworenen refrutieren sich zum größten Teil aus besiẞlosen sein Abzeichen zu zeigen. Inzwischen hatte sein Stol- Sie erhielt auch sofort Angebote ins Ausland und Bevölkerungsschichten. Der Großteil der GeschwoTege den flüchtigen Gauner dingfest gemacht. befindet sich jetzt in London. Der Chauffeur Cuisirenen sind Gewerbetreibende, Pensionisten, Landnaud war gar nicht damit einverstanden, daß seine wirte, Arbeiter und andere kleine Existenzen, die Prügel grundfäßlich erlaubt. Aus Berlin Frau Madelaine zum Birkus ging. Die vorher die ihnen zugebilligten Tagesdiäten gewiß sehr wird gemeldet:" Der Verband der nationalsozia- äußerst glückliche Ehe wurde dadurch zur Hölle, insDie Manifestation der„ Geffoslovenská Jednota" notwendig hätten. Insgesamt wurden auf diese istischen Lehrerschaft hat sich in den vergangenen besondere, nachdem die junge Frau erklärte, daß sie in Luhačovice. Die sogenannten tschechoslowakischen Tagen mit der noch nicht genügend geflärten sich scheiden lassen würde, um sich völlig der zirzen Beratungen der„ Gestoslovenská Jednota" in Prag Frage beschäftigt, ob an den deutschen Schulen sischen Kunst zu widmen. Vor einigen Tagen fuhr finden wiederum in den Tagen vom 8. bis 12. Juli förperliche Strafen zur Anwendung gelangen dür- Cuisinaud nach Blackpool, wo die Truppe gerade d. J. in Luhačovice statt und im Rahmen deren wird fen. Nach der Ansicht des Verbandes ist die Be- gastiert. Es schien, als ob er sich inzwischen getröstet vom Gil. ústav zahraniční der Stongreß der Auslandsstrafung der Kinder durch Ohrfeigen, über welche habe, denn er verbrachte den Tag mit Madelaine Tschechoslowaken zusammenberufen. Bur selben Zeit Frage hauptsächlich verhandelt wurde, leicht ge- und ihren Partnern und war völlig ruhig. Aber als wird in Luhačovice der ganastaatliche Manifestationseignet, eine förperliche Schädigung herbei- das Paar in das Zimmer in der fleinen Artiſten- Stongreß der Studenten stattfinden, an welchem über zuführen, weshalb es am besten wäre, von dieser pension hinaufging, fielen, ohne daß die geringste 1000 Delegate aller demokratischen Länder Europas Strafart überhaupt Abstand zu nehmen. Falls Auseinandersetzung vorangegangen war, alvei teilnehmen werden. jedoch ausnahmsweise zu dieser Art der Strafe Schüsse. Cuisingud hat seinem Leben und ihrer gegriffen werden sollte, dürfe es sich nur um Karriere ein Ende gemacht. einen leichten Schlag handeln, welcher weder die Störchestatistik. Die Storchnester sind ein Nase noch das Dhr der Schüler trifft." Wahrzeichen von Elsaß, und jährlich werden die in Deutschland Bugsentgleifung bei Krakau. In den Mit- Störche amtlich gezählt. Das Ergebnis dieser Berlin.( DNB) Der am 22. Feber 1936 tagsstunden des Freitags ereignete sich hinter Störche- Volkszählung ist recht deprimierend; immer vom Volksgerichtshof wegen Landesverrat zum der Bahnstation Bieganow bei Kratau ein Ver- weniger Störche fommen im Frühjahr zurück, immer Tode und zu dauerndem Ehrverlust verurteilte fchrsunfall. Der Expreßzug Berlin- Lemberg- weniger werden geboren. 1927, als die erste Storch- Wetteraussichten für Sonntag: Im Heinrich Menz aus Biberach ist Freitag hinges Bukarest fuhr infolge unrichtiger Weichenstellung zählung durchgeführt wurde, zählte man 399 Vögel gangen heiter, warm, örtliche Gewitter möglich, Süda richtet worden, Der Verurteilte hatte sich. so auf ein Nebengeleise. Die Lokomotive des Zuges und 386 Tiere wurden geboren. Schon im vergan- westwind, Weise 8000 Kč aufgebracht. Acht Arbeiter verschüttet Nom. In einem Schwefelbergwerk bei Caltanisetta( Sizilien) sind durch einen Einsturz acht Bergleute verschüttet worden. Troß der sofort in Angriff genommenen Rettungsarbeiten ist es bisher noch nicht gelungen, die Verunglückten zu bergen. Wieder eine Hinrichtung Unter der Einwirkung eines Druckhochs, das sich vem Westen her über das Festland ausbreitet, nimmt in Mitteleuropa die Bewölkung ab und die Tempera turen steigen erneut allmählich an. Es ist daher zu erwarten, daß bei uns am Samstag ziemlich heiteres Wetter vorherrschen wird; die Temperaturen werden sommerliche Höhe erreichen. Stellenweise dürften sich jedoch noch Gewitter oder Schauer ausbilden. 8 ten ers des си ttc, dic mit cit. ber mit= 11), Der 11 Bei Für 11= d) nit int er m 1g It ſc 3148 Mr. 148 per Hölle entronnen Die Heldentaten der österreichischen Legionäre Wiener Pogromtage Der nachstehende Bericht stammt von einer jungen Wienerin, die gleich nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Oesterreich versuchte, ille gal über die Grenze der ESN zu entkommen. Sie wurde von den tschechoslowakischen Beamten fests noch ziemlich genommen und ſofort zurückgeschickt. Ein zweites Mal versuchte sie die March zu durchſchwimmen und auf dieſe Art zu entkommen. In der starken Strömung und erschwert durch die Tatsache, daß die March, damals im März viel Eis führte, konnte sie das rettende Ufer nicht erreichen und mußte nach stundenlangem Kampf mit den Elementen wiederum umkehren. Sie er lebte so zwangsläufig die Pogromtage in Wien, die sie teils im Gefängnis, teils mit Waschen von SA- Wagen verbrachte, bis es ihr gelang, einen Bazz zu bekommen. Ueber die Art, wie sie zu diesem begehrtesten Dokument aller Desterrreicher fam, foll hier nicht gesprochen werden: Samstag, 25. Juni 1938 deutsche und auch ehemalige österreichische Offiziere in den Lokalen, wenn das Horst- Wessel- Lied aus den Lautsprechern dröhnte, oftentativ jiben blieben oder das Abstellen des Lautsprechers vers Tangten. den. Auf je 20 Arier werden ein bis zwei Juden vorgelaffen. Auch in den Gefängnissen sind Juden und Arier von einander getrennt. Nur in der Behandlung ist ein wesentlicher Unterschied festzustellen, die Fürstin Fanny Starhemberg, des ehemaligen Heimwehrführers Ernst Rüdiger ehemalige christlichsoziale Abgeordnete, Mutter von Starhemberg, wird mit Vorliebe zum Häusldienst" herangezogen, d. h. fie muß die loſetts in den Gefängnissen waschen. Seite 5 Schach ins Volk Schachaufgabe Nr. 897 Von A. M. Sparke. Schwarz: Kc6, Lg3, Sa8, Ba7, c7, d7.( 6), 8 1 abcdefgh a b c d e f g h 6 4 Weiß: Ke4, Dh6, Tb5, Ld3, Sd6, Bb4.( 6) Matt in 2 Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an Wenzel Scharoch, Drakowa 32, Lösungszug zu Nr. 394: K15- e5! Richtige Lösungen sandten ein: Beutel Wilhelm, Arnsdorf b. Tetschen; Pichrt Wenzel, Bergesgrün; Franz, Karlsbad; Rotsch Manfred u. Tröster Kurt, Klein- Priesen; Schöffel Anton, Schöbritz: Hübler AnTrupschitz; Schmidt Rudolf u. Schmidt Karl, KleinAmler Rudolf u. Dinnebier Emil, Tetschen; Tepper Priesen; Habl Erwin, Tyle Lady, Kreusche Franz, Hodi ton, Aussig: Ollendorff Fritz, Prag: Nitsch Rosa, teid Otto, Lohmüller Hans, Schindler Robert, Freund! Anton, sämtlich Nestersitz; Havel Franz, Modlan; Strache Rudolf, Strache Karl, sämtlich Groß- Priesen; Mildorf Adolf u. Thönert Max, Tischau: Ulbert Rul Franz, Prag- Strašnice; Schöpka Josef, Dux. Klötzig Rudolf, Jungmann Karl. Richter Heinrich, Lange Schlangen von Menschen stehen auch maligen Legionäre zurüdtamen. Die Legionäre die das Paradies verlassen wollen, ſtellen ſich Furchtbar wurden die Zustände, als die che vor den ausländischen Konsulaten. Die Menschen, verlangten für sich eine Nacht des Fauftrechtes, schon am Abend vorher an und stehen die ganze die ihnen jedoch offiziell nicht bewilligt wurde. Nacht hindurch, um ja nur recht früh das erhoffte Darum ,, amüsierten" sie sich auf eigene Rech Bifum zu bekommen. Am Morgen erleben die nung. Einer ihrer Scherze war beispielsweise, daß Menschen dann freilich oftmals eine unangenehme schoben, zusammentrieben und die Frauen dann die Menschen fort, um sie zum Wagenwaschen fie im Prater alle Jüdinnen, die Kinderwagen Ueberraschung. Denn knapp bevor das Konsulat seine Tore öffnet, kommen A- Leute und holen zwangen, in der Prater Hauptallee mit den Kin- oder dergleichen heranzuziehen. Dabei ist es bederwagen um die Wette zu rennen. Wer nicht reits vor dem englischen und dem merikanischen schnell genug lief, wurde geschlagen. Daß dabei Konsulat zu Zusammenstößen zwischen den Konherausfielen, erhöhte lediglich das Vergnügen der lommen, man mußte die SA erst darüber auf Post Modlan, einzusenden. viele Kinderwagen umstürzten und die Kinder sulatsbeamten und den deutschen SA- Leuten ge= Regionärshelden. In Döbling ließ man die flären, daß sich die Erterritorialität der Konsulate Frauen in zwei Reihen gegenüber Aufstellung auch auf einen Teil der Straße erstreckt, auf eine nehmen. Jede der Frauen bekam einen Kübel Breite, die genügen muß, damit auch das vorSchmutzwasser, auf Kommando mußten sich die fahrende Auto bereits auf erterriorialem Gelände Frauen dann gegenseitig anſchütten. Im zweiten parlen fann. Deutlich kann man von zwei großangeleg- Bezirk ließ man auch Männer und Frauen auf ten Pogromen in Wien sprechen. Das erste be- allen Vieren Wette rennen, wobei man denen, gann am Tag nach dem sogenannten Umbruch und die nicht schnell genug vorwärts tamen, auf die dauerte etwa fünf Tage, das zweite, schärfere Sände trat. In den Praterauen zwangen, die Bogrom feste ein mit dem Zurückkommen der Legionäre die Juden, das Gras mit den Zähnen österreichischen Legionäre. Und dieses ztveite abzunagen, nachdem die neudeutschen Helden zu Pogrom, das zivar offiziell abgestoppt wurde, vor in das Gras uriniert hatten! nachdem Gauleiter Vürtel von seinem Oſterurlaub zurüdtam, dauert eigentlich noch heute an, wenngleich nicht mehr so stark in der Oeffentlich feit erkennbar. An Grausamkeit hat es deshalb aber nichts eingebüßt. In der ersten Pogromwelle wurde in der Hauptsache gestohlen und geplündert. Und zivar wurde teils offiziell von den Behörden gestohlen, teils auf private Rechnung der Nationalsozialisten und SA- Helden. Man fuhr mit Autos und Lastwagen vor die Geschäfte und Wohnungen miß liebiger" Juden und trug fort, was nicht nietund nagelfest war. Noch heute liegen im Alten Rathaus in der Wipplingerstraße ganze Ballen gestohlener Stoffe und Waren, noch nicht for tiert, berlommen im Staub. Ein deutlicher Be weis dafür, daß diese Plünderungen ganz offiziell von oben herab angeordnet und durchgeführt worden und daß diese Plünderungen ohne zwingenden Grund, etiva infolge eines plöglich nots wendigen Bedarfs, durchgeführt worden sind. Es handelte sich nur ganz einfach darum, den jüdischen Geschäftsleuten ihr Eigentum fortzunehmen. dolf, Proseditz; Berger Josef, Klein- Augezd; Koukal Bezirkswettkampf Teplitz- Dux Brettern ausgetragen wird, findet wie schon berichtet wurde am Sonntag, den 26. Juni um 3 Uhr vorm. statt. Das Spiellokal ist ,, Café Bauer". TepSchachfreunde sind herzlichst willkommen. Dieser interesante Wettkampf, welcher an 20-25 litz, Graupnergasse,( Nicht im Laurer.) Partie Nr. 157. Königsgambit. Gespielt im Halbfinale der USSR, in Kijev. Weiß: Schwarz: Freimann aber sicher die Augen auf. Vor allem mertt man Im übrigen gehen den Wienern langsam an den Mägen, was los ist. Eier sind knapp und steigen im Preis, obwohl normaler Weise jetzt gerade die Eier billiger werden sollten. Viele billige Lebensmittel sind überhaupt nicht mehr au haben. Auch sonst sind wichtige wirtschaftliche Legionäre überfüllt mit Leuten, die eingeliefert als vieles andere den neuen Kurs demonstrieren. Das Rothschildspital ist seit der Rückkehr der Verfügungen getroffen, die vielleicht deutlicher werden mit zerschlagenen Schultern, mit gebro- So ist es den Zahnärzten verboten, Gold für chenen Nippen und schweren Hodenverlegungen. Brücken zu verwenden, falsche Zähne dürfen nur Die Patienten liegen in den Gängen. Als die noch aus nichtrostendem Stahl gemacht werden. Leitung bei der Gestapo anrief und bat, man Das sogenannte Sperrfettenrecht ist aufgehoben, möge einen Beamten ins Spital schicken, der sich d. h. die großen Palais in Wien, die seit Gentes die grauenhaften Verlegungen und Verstümme- rationen in arischem Besitz waren und noch find, lungen ansehen solle, erschien auch ein Gestapo- müssen die Eisentetten von ihren Fassaden_abbeamter. Er sah sich das Elendsbild an, hatte nehmen und den amtlichen Stellen zum Einaber dafür nur die eine Bemerkung: ,, Was wollen schmelzen überlassen. Ohne Entschädigung. Aus Sie, die Kerle leben doch noch alle!" vielen Kirchen sind die Goldschäße verschwunden. Die Gestapo ist in dem ehemaligen Hotel Infolge dieser und ähnlicher Maßnahmen Metropol, das man der Besizerin die übri- schlägt die Stimmung in den bürgerlichen Kreis gens tschechoslowakische Staatsbürgerin ist fen sichtlich um, während die Arbeiterbezirke nach einfach gestohlen hat. Man hat die Frau, eine wie vor rot geblieben sind. In den Arbeiterbezirs Greifin von etwa 76 Jahren, sechs Wochen lang len sieht man die berüchtigten Stürmerfästen nur im Polizeigefängnis Elisabethpromenade einge- leer, die Badeanstalten, in denen Juden der Einsperrt gehabt. Dann legte man ihr einen Nevers tritt verboten ist, werden von den Arbeitern aus vor, daß man ihr nichts gestohlen hätte. Erst als Solidaritätsgründen boykottiert, die Geschäfts sie diesen Revers unterschrieben hatte, wurde sie leute, die die Schilder ,, arisches Geschäft" aus freigelassen und war damit auch ihr Hotel los. Innungsbeschluß anbringen müssen, tun dies in den Arbeiterbezirken an möglichst unauffälligen Stellen. Einzelne Lokalinhaber, die in den ersten Tagen glaubten, mit ihrem Ariertum bessere Geschäfte machen zu können, sind von den Arbeitern schlossen zu stürmen! Wagehalsig, aber gut gespielt, in recht anschaulicher Weise über die Ansicht der Arbeiter über politische Gesinnungslumperei belehrt worden. Die Lokale haben nach drei Tagen von selbst ihre Aufschriften wieder abgemacht, bleiben aber trotzdem leer. Vor dem Gebäude der Gestapo stellen fich Die privaten Aktionen sahen so aus, daß die Menschen in langen Schlangen an. Man will etwa ein Nazi in irgendein jüdisches Geschäft wissen, wo die Verwandten geblieben sind, die ging und sich einen Anzug faufte. Er ließ ihn man vor drei Tagen zum Waschen von SA sich einpaden und erst an der Kassa, als man ihm Autos geholt hat und die seitdem nicht zurück den Stassenzettel vorlegte, erkundigte er sich, ob gelommen sind, man will wissen, wo man sich die der Inhaber ein Arier sei. Wenn diese Frage versprochene Unterstüßung holen kann dafür, daß ordnungsgemäß verneint wurde, erklärte der man die Ernährer der Familie eingesperrt hat, Käufer", daß er in diesem Falle nicht zu zahlen man will wissen, wo die requirierten Autos gebrauche, nahm das Paket und verschwand. blieben sind, man will wissen, ob und wo man Vielfach find allerdings auch ganze Trupps sich seinen Baß holen kann, um endlich das Baras Verlanget überall von SA Leuten mit vorgehaltenen Revolvern in die Geschäfte gedrungen, haben sich die Taschen gefüllt und fortgeschleppt, was nur möglich war und haben zum Vergnügen" in den Plafond geschossen. dies verlassen zu fönnen und man will tausend andere Dinge mehr wissen, um die sich Bürger in brauchen. Lints stehen die Arier, rechts die Jul einem zivilisierten Staat feine Sorgen zu machen Volkszünder Abschiedsbriefe In einer Schreibtischlade unter abgelegten Visitenkarten entdeckte ich die Adresse. Ich wollte ihn ungesäumt aufsuchen. Vielleicht war er noch zu retten. Da wurde ich zum Telephon gerufen. Eines Tages erhielt ich einen merkwürdigen Schlips." Ich erfannte die Stimme und dachte Der Anrufer meldete sich: Hier Andreas Von Fabian Collin In den ersten Tagen setzten auch die berüchtigten Puszkolonnen ein. Leute wurden aus den Wohnungen geholt und zum Abwaschen der Strufenfreuze auf den Straßen angehalten. In der Nacht wurden dann von den A- Leuten diese Krufenfreuze wiederum aufgemalt, damit man am nächsten Tage neue Puzzlolonnen zu Brief mit der Morgenpost: sammenstellen konnte. Die ,, Scherze" hierbei, wie beispielsweise das Heranziehen von ehemaligen Ministern oder daß man Frauen gezwungen es ist mein erster und zugleich letzter Brief an Sie. hat, zum Aufwaschen ihre guten Mäntel oder Vielleicht erinnern Sie sich gar nicht mehr an Kleider zu verwenden, sind bekannt. General Sommer und Rittmeister Neumann ,, Sehr geehrter Herr, mir, der Unglückliche hat wahrscheinlich wieder Mut gefaßt. Wenn ich zugab, den Brief gelesen ou haben, war das für ihn peinlich. Sie sind überrascht, meine Stimme zu hören," sagte er beklommen. ,, Aber keineswegs, Herr Schlips. Warum 1. 3. e2-21 12-14 Sg1-13 S13xe5 Kopajev e7- e5 d7- d5 d5xe4 Sb8- d7 Schwarz antwortet auf die bekannten Züge von Weiß mit dem sog. Falkleers Gegengambit. 5. d2- d4 6. Sd5xd3 7. Sb1- c3 8. Dd1-13 9. h2- h3 10. Lel- d2 e4xd3 e. p. Sg8-16 c7- c6 Sd7- b6 Lc8- e6 Sb6- c4 . 11. 0-0-0 Durch diese lange Rochade gelangt Weiß in eine katastrophale Lage, Statt Rettung kommt Untergang. 11. 12. Sd3-65 Dd8- a5! Sc4xb2! Weiß bietet einen Bauern, doch Schwarz ist ent13. Kelxb2 14. Se5- d3 10-0-0 Td8- d4! zugen; es ist aber auch schwer, etwas Besseres zu finden. Die Partie ist für Weiß nun hoffnungslos. 15. Sd3- c1 Weiß verliert in einigen Kb2- b1 15. 16. 17. Ld2xc1 18. Df3xd1 19. Lc1- b2 20. a2- a3 21. Dd1- d4 L18- a3+ La3Xcl Td4xdi Da5xc3 Dc3- a5 S16-04 Th8- d8! Weiß gibt auf. Nach 22, Dxe4 entscheidet Td1+; 23. Lel, DXa3 mit nachfolgendem Matt auf cl oder a2. Anmerkungen nach Meister Alatarzev in ,, 64". Herr Schlips bat mich um Entschuldigung, daß er mich angelogen habe. In Wirklichkeit habe es sich um keinen Irrtum gehandelt. Später fei ihm eingefallen, daß ich wahrscheinlich den Selbstbewußtsein den Unwissenden gespielt habe: Brief geöffnet und nur aus Rücksicht auf sein Aber alle anderen," so schrieb er ,,, die Abschiedsbriefe von mir erhalten haben, wollten sich mit meinen Entschluß weiterzuleben, nicht abfinden. Leider bin ich zu gewissenhaft beim Verabschieden gewesen; alle Bekannten verulfen mich; meine Firma meinte, es sei gefährlich, einen geistesgestörten Playvertreter zu haben. Und mein Ontel, der mir bis dahin öfter geholfen hatte, ties mich ab. Als ich mich wegen des Abschiedsbriefes entschuldigen wollte, ließ er mir sagen, ich möge das Andenken seines selig dahingeschiedenen Neffen nicht verunglimpfen. Schließlich ist nem traurigen Entschluß zurückzukehren." Aber diesmal schreibe er nur an mich einen Abschiedsbrief. mir kein anderer Ausweg geblieben, als zu meimich. Zwei Jahre sind verstrichen, seit wir uns das leztemal jahen. Wir besuchten eine Zeit hatten sich, als man sie zum Straßenreinigen lang täglich dasselbe Kaffeehaus in der Piaristen ließen Sie sich denn so lange nicht anschauen?" Sie haben also keinen Brief von mir beholte, ihre alten Waffenröde mit sämtlichen gale, wir tranten dort beide unseren Morgenommen Erden angelegt. Das erstemal war man darüber laffee und lasen die Zeitungen, bevor wir an die ,, Nicht, daß ich wüßte, Herr Schlips! Aber Arbeit gingen. An einem Feiertag kamen wir vielleicht kommt er mit der zweiten Post." so fassungslos, daß man Sommer laufen ließ. ins Gespräch, da wir beide mehr Zeit hatten, und Am nächsten Tag jedoch wurde er neuerlich ge= Andreas Schlips brachte verlegen stamholt und mußte zum Gaudium halbwüchsiger SA- tauschten ſchließlich unsere Visitenkarten aus, Grmeľnd das Ersuchen vor, ich möge den Brief unerBuben mit der Verdienstmedaille und im Gene innern Sie sich jetzt? Ich bin Andreas Schlips, öffnet zurüdfenden, Nur eine Begründung für diesen Wunsch ralsrock die Straße säubern, ebenso Rittmeister Privatbeamter. Wir tanten dann den MorgenNeumann. Der Rittmeister hatte Reinigungs- taffee täglich am selben Tisch, was ich sehr gerne fiel ihm offenbar nicht ein. Darüber wollte ich dienſt auf der Marienbrüde. Als er mitten in tat: nicht, weil Ihre Gesellschaft mir leidlich an ihm gerne hinweghelfen:„ Aber Herr Schlips, Ich hatte den Brief noch nicht zu Ende ge= der Arbeit war, fuhr ein Auto mit zwei Reichs- genehm war( am letzten Tage eines Lebens das kann jedem passieren, gewiß haben Sie die wehroffizieren vorüber. Das Auto hielt, die will ich nicht schmeicheln), ſondern auch, weil ic) Stuverts verwechselt und in das Stuvert an mich Offiziere falutierten vor dem Rittmeister und mir auf diese Art ersparen konnte, aufzustehen, einen Brief geſtedt, der mich nichts angeht." Sie haben es wirklich er erfundigten sich dann, was hier los ſei. Als um mir von Ihrem Tisch die Zeitungen zu holen, ihnen der Rittmeister, der bei guter Laune die Sie ausgelesen hatten und die ich lesen wollte. Und Herr Schlips erzählte mir, er fei Plabs geblieben war, den Sachverhalt darstellte, fchlu- Einige Zeit später teilten Sie mir mit, daß Sie gen die Offiziere dem wachthabenden SA- Buben übersiedeln. Sie verabschiedeten sich sehr lieben vertreter einer Firma für Bürobedarf und er erhalten." Ich las auch diesen Brief: ein paar träftige Ohrfeigen und baten den Ritt- würdig von mir, und baten mich, Sie gelegentlich hätte mir ein Offert zusenden wollen. Dieses meister, zu ihnen ins Auto zu steigen, damit sie einmal zu besuchen. Nun, das war sehr nett von Offert sei mit dem Briefe, der mich nichts an= ihn nach Hause bringen konnten. Neumann wurde Ihnen, und deshalb darf ich nicht aus dieser Welt gehe, verwechselt worden. Com man es nicht verzich, daß er nicht Ein tragisches Schicksal zwingt mich, den Mens dann nicht mehr geholt, dagegen noch oftmals scheiden, ohne mich von Ihnen zu verabschieden. nur Jude, ſondern überbies auch einmal zeit- fchen Lebewohl au fagen, aber ich will es als net, weilig Sozialdemokrat war.( Bulekt war er ter, gebildeter Menſch tun, der nicht weggeht. allerdings Legitimist.) ohne zu grüßen. Ueberhaupt muß von den deutschen Offizie ren berichtet werden, daß sie keineswegs einver- brief. standen waren mit dem, was sich in Wien ab- gutes Spielte. Man fonnte es oftmals beobachten, daß. Deshalb empfangen Sie mein n AbschiedsReben Sie wohl und bewahren Sie ein Andenken Ihrem Andreas Schlips." raten." Zwei Stunden später hatte ich genug Manuſtriptpapier für zehn fünfbändige Romane und den Trost, ein Lebensretter zu ſein, doch zu wenig Geld für ein Mittagessen. Etiva nach einer Woche meine Finanzen hatten sich von meiner edelmütigen Tat noch nicht erholt- tam wieder ein Brief von Herrn Schlips, diesmal pneumatisch, expreß, relom Imandiert. lesen, als Herr Schlips atemlos bei mir erſchien. Er warf mir bereits von der Türe aus einen Brief zu und bat mich, auch diesen Brief rasch zu lesen: Hier haben Sie die Erklärung, wiejo ich noch lebe. Diesen Brief meines Onkels habe id), tnapp, nachdem ich den Brief an Sie aufgab, ..Mein lieber Neffe Andreas! Ich war wegen Deines dummen Streiches sehr böse auf Dich. Soeben erfahre ich jedoch, doß Du nicht nur an mich, sondern an alle Deine Bekannten Abschiedsbriefe verſendet hast und daß Dir wirklich einer hineingefallen ist und Dir Deine Ware abgekauft hat. Immerhin scheinst Du es ja faustdid hinter den Ohren zu haben. Wenn Du Deinen Verstand für anständige Arbeit verwenden willst, kann ich Dir einen guten Posten berschaffen..." Abkürzungen: Dt. Sdg. Deutsche Sendung. Na. Nachrichten. OK Orchesterkonzert. Sch. Schallplatten.- TM= Tanzmusik. UM Unterhaltungsmusik. Vt. Vortrag. Inland Sonntag, 26. Juni Rundfunk der Woche 18.10 Vt. Rud. Bert ü. Umschulung v Arbeitslosen. 18.20 Sportber. 18.35 Arbeitersdg. Aktuelle zehn Minuten. 18.45 Vt. E. R. Kollwitz: Der Sternenhimmel im Juli. 19.00 UM.( Ges. Emmy Carpentier). 19.30 Am Fuße d. Altvaters.( Die mähr.- schles. Bäder.) 20.00 OK.( Dir. Dr. Karl Nowak.) 21.00 Drei Mädchen beten um einen Donau- Oder- Kanal. 18.00 Kinderstd. Prag: 12.10-12.30 Sch. 12.45-13.50( Tschech. Philharm., Dir. Jirák, Ges. Mann, Hörsp. a. d. Böhmerwald v. ErPrag- Mělník an allen Wochentagen: 18.25 Sch. 18.45 Vt. Abt Dr. Prokop: UM a. Ostrau. 14.10-15.00 Sch. 16.15 Marta Krásová). 22.20-23.00 TM nestine Tutzinger. 21.45 Lieder a. d. Erzgebirge v. Anton Günther.( Ges. 6.15-8.00 Morgensendung. 12.30 Na. Die Weltkirche in ihren Beziehungen OK a. Brünn. 16.45 Sokol, 17.00 Volks-( Sch). 12.45-14.00 Sch.- Konz. 14.00 Börse. zu den Völkern. 19.00 UM( Walter konz. a. Brünn. 17.30 Reportage v. Brünn: 7.00 Konz. a. Luhačovice. Dr. Herm. Ehm.) 22.00 Kammermus. 19.15 u. 22.15 Na. Simlinger). 19.30 OK. 20.00 Der Raub Sokolfest. 17.45-18.00 Märsche a. 9.30 Flöte u. Cembalo. 13.50 Landw. m. Ges.( Ges. Katharina Hoffmann.) Prag an allen Wochentagen: 6.15 der Sabinerinnen, Lustsp. v. Schön- Sch. 18.10 Arbeiterfk. Aktualitäten. 17.00 Aus d. Brünner Sokol- Stadion: 22.30-23.00 TM.( Sch.) Morgensendung. 9.45 Sicherheits- than u. Kadelburg. 21.30 J. S. Bach: 18.30 Uebertr. nach London: Popul. Eröffnung des Wehrbereitschaftswett- Prag: 12.15 Report. v. Sokol- Stadienst. 10.00 Frauenfunk. 11.55 Landw. Goldbergvariationen( Cembalo: E. Mus.( Dir. Jeremiáš, Mitw. Marie Bu- bewerbs. 17.35-18.50 Dt. Sdg. Dr. W. dion. 12.45 Sokol- Na. 13.00 OK.( mit 13.50 Industrie. 16.00 u. 22.00 Na. Latzko). 22.00 Aus schönen Büchern diková u. Beno Blahut). 19.30 Dvořák: Ruziczka: Schön und gut im moder- Kinderchor). 14.10-14.30 Märsche a. ( Rab. Tagore: Es war ein König). Lieder im Volkston. 19.45 Eine ent- nen Berufsleben, Operettenlieder Sch. 14.30 Report. v. Sokol- Stadion. 22.40-23.00 Vt. F. Demel ü. Barock zückende Begebenheit, Lustsp. v.( Ges. Willi Schneider), Brahms: 16.15 Sch. 16.45 Vt. 17.00 Blasmus. Prag- Mělník: 10.00 Das Paradies d. im sudetendt. Gebiet u. Wirtschafts- Caillavet- Flers( a. Brünn). 20.45 bis Streichquartett. 19.55 Monatsber. 22.20 18.00 Kulturber. 18.30-19.00 OperetHerzens, Hörf. 11.00 Sch. 12.05 Presse. relief v. Dr. Adler. 21.15 OK. 21.15 Uebtr. v. Barock- bis 23.00 Eine Nacht in Harlem, Sch.- tenmus. a. Sch. 19.30 Buntes Progr. a. 12.25 Konz.( Ges. Herm. Helonius, Musikfest a. d. Moldau: Musica nava- Revue. Preßburg: 20.40 V. A. Hoffmeister: Prag: 12.10-12.30 Sch. 12.45 Sokol. Hans Multerer, Cello: Gretl Augustin, lis. 22.15-23.15 TM( Sch). 13.00 OK. a. Kaschau. 13.50 ArbeitsMähr. Ostrau: 9.15 Arbeiterfk. 9.30 Eindrücke v. Prager Pen- Klub- KonKlav. R. I. Schubert u. R. M. ManBrünn: 12.00 Landw. 13.50 Industrie. UM. 17.35 Vt. ü. Luftschutz i. d. greß. 20.55-21.25 Lieder. 21.25 Volksdée), 14.00 Bauernpredigt. 14.15 Arbei- markt. 14.10-15.00 Sch. 16.15 Konz. konz. a. Brünn. 22.15 Internationale tersdg. Franz Lehnert- Bodenbach d. Tschech. Philharmonie( Litauische 16.15 OK. 16.45 Mähr. Liebeslieder. Schule. Sokolber. 22.35-23.00 TM.( Sch.) liest Märchen. 18.00 OK( Ges. Gertrud Mus.). 16.45 Vt. ü. Koran. 17.00 Josef 17.00 Volkskonz. 17.45 Slowak. VolksHutter). 19.15 Na. 19.40 Sportschau. Suk: Das Märchen( Orch.- Suite). lieder. 18.00 Dt. Sdg. Arbeitersdg. So20.00 Was d. Sonntag brachte. 20.30 17.30 Dvořák: Violinkonz. a- moll. zialinform., Landw. 18.35 RezitatioPrager Gärten, Hörf. m. Mus. 21.15 18.10 Arbeiterfk Abg. Hladky: Ar- nen. 19.45 Eine entzückende Begebenbeitsbeschaffung in Nordböhmen. heit, Lustsp. v. Caillavet- Flers. bis 23.30 Die Gärtnerin aus Liebe, kom. Oper v. Mozart( Aufführung d. 18.20 UM. 19.15 Sokol- Ber. 20.00 Vt. Prof. Nachtikal ü. TechnikernachPrager Dt. Theaters a. d. Waldsteinwuchs. 20.15-22.00 Der Vagabundengarten). könig, Operette v. Friml. 22.15-23.00 Sch.- Revue a. Brünn. Prag: 9.00 Barock- Hochamt a. d. Kreuzherrenkirche. 10.00 Eröffnung d. Philatelisten- Ausstellung. 10.30 Arien u. Lieder( Sch). 11.00 Popul. Konz. d. Tschech. Philharmonic. 12.05 Presse. 12.25 Konz. a. Brünn. 13.50 Landw. 14.05 Arbeiterik. 14.20 Landw. 15.30 UM. 16.00 UM a. Preßbg. 17.05 Patriotenlieder v. Tvrdý. 17.35 Vt. ü. Briefmarken. 17.50 OK. 18.30 Buntes Progr. 19.00 Na. 19.10 Aktualitäten. 19.25 UM. 20.00 Uebetr. v. Náchoder Sängerfest, 20.30 UM a. Ostrau 21.00 Uebertr. v. Sokolfest. 22.00 Na 22.25 bis 23.30 Sch. Brünn: 7.00 Konzert a. Luhačovice. 8.45 Vt. ü. Angst u. Tapferkeit. 12.25 Konz. 14.05 Arbeiterfk. Vt. Di. Křemen ü, soziale Konsolidierung in Frankreich. 14.45 Dt. Landw. 16.00 Slowak.- mähr. Lieder 16.45 Violinsoli. 17.35 Dt. Sdg. Das lebensläng! Kind, Lustsp. v. Robert Neuner. 20.00 Dichtungen v. unbekannten Autoren. Mähr. Ostrau: 14.05 Arbeiterfk. Vt. u. Weg des Arbeiters zur Arbeitsstätte. 14.20 Sch. 19.50 Vt. ü. Sport. 20.30 UM. Montag, 27. Juni Prag- Mělník: 10.15-11.00 Sch. 12.15 Vt. Dr. Bacher ü. Donau- Rhein- u. Ausland Sonntag, 26. Juni Deutschlandsender: 9.00 UM. 10.45 Fr. Völker singt( Sch.). 13.10 Barnabas v. Geczy spielt. 14.30 Schwed. Licder. 19.10 UM. 20.00 Rosenzeit, mus. Hörfolge, 22.30 UM. 1.05-2.00 TM a. Hambg. Berlin: 10.00 UM. 12.00 UM. 14.00 Sch. 15.30 Beliebte Melodien. 16.00 UM a. Saarbrücken. 18.00 UM. 19.25 Sch. 20.00 OK. 22.20 UM. 1.00—3.00 Konz. a. Stuttg. Breslau: 10.05 UM. 12.00 UM a. Berlin. 14.30 Schlager 15.30 Land der Sehnsucht, Hörf. v. Close. 16.00 UM. 18.00 Vorsicht, Gießkanne!- Hörf. v. Heynicke. 19.30 Blasmus. 20.30 Schloß Carolath, Hörf. 22.30 Blasmus. 23.30 Sch. 24.00-3.00 Mus. a. Hambg. Leipzig: 9.30 Sch. 11.30 Kammermus. 12.00 OK. 14.05 Sch. 19.15 TM ( Sch). 20.00 OK a. Berlin, 22.30 UM v. Dtschl.- Sender. 24.00-3.00 TM a. a. Hambg. Wien: 9.00 OK. 12.00 UM. 15.30 Ges. 1. Violine. 16.00 UM a. Saarbrücken. 18.20 Lustige Lieder. 19.10 Kammermus. 20.00 Operetten- Konz. 22.30 UM. v. Dtschl.- Sender. 24.00-3.00 TM a. Hambg. Beromünster: 16.00 TM. 17.00 Franz. Theatervortr. 17.30 Mus. a. Frankreich u. Spanien, 19.00 SchubertSonate. 20.05 Popul. Mus. 20.50 Hörsp. 21.55 OK. Warschau: 18.00 OK. 20.05 Sch. 22.00 Don Pasquale, Oper v. Donizetti. Brünn: 11.05 UM. 14.10 Landw. 16.45 Fr. Kožik liest a. dem Versband Frankreich". 18.00 Dt. Sdg. Dr. Kürschner: Vt, ü. Kaffee, Dr. Fi Neubauer: Vt. ü. Scheidung im Kirchenrecht. 18.35 Arbeiterfk. Vt. Prof. Krňa. Arbeiterschaft u. d. Jahr 1848. 22.15 bis 23.00 Bunte Sch.- Revue. Mähr. Ostrau: 16.45 Vt. ü. MasarykHochschule. 18.10 Dt. Sdg. Vt. Ernst Cicciala ü. Feuerbestattung in Europa: Schubert- Wilhelmi: Fantasie f. Violine u. Klavier( Violine: Anton Rollinger). 20.00 Vt. u. altböhm. Sagen v. Ondraš. Donnerstag, 30. Juni Prag- Mělník: 10.15 Reiner- Schwend: Billiges Einkaufen, Dr. Olga Cermak: Brünn: 12.00 Landw. 13.50 Sozialinf. 17.40 Sch. 18.00 Dt. Sdg. Bert Schulz: Verwendungsformen d. Arzneipflanzen. 21.25 Konz. im Volkston. Mähr. Ostrau: 12.00 Landw. 17.40 Bücher u. Zeitschriften. 18.10 Dt. Sdg. Reisen u. Wandern. 10.45-11.00 Sch. 18.00 OK. 18.45 Sch. 19.00 Polit. WoMähr. Ostrau: 12.45 UM. 16.45 Med. Vt. 17.45 Harmonika- Konz. 18.00 Vt. chenschau. 19.30 Konz. a. zwei KlavieDr. Demela ü. Wiesen als Augen- und ren( Fr. Holeček u. Gerta Resek) ReViehweide. 18.15 Lieder v. Ilja Hurnik.ger: Variationen u. Fuge ü. Thema v. Samstag, 2. Juli 19.45 Vt. ü. d. Beskiden i. d. tschech. Beethoven. 20.00 Ferien vom Ich. Hörf. nach Paul Kellers Roman. 20.30 Poesie. 20.00 Blasmus. 20.35 Gold für Rovena, Hörsp. v. Jos. Wechsberg. Mittwoch, 29. Juni Prag- Mělník: 10.15 F. d. Frau: OlOrpheus u. Eurydike, Oper v. Gluck ga Bacher: Die Küche im Juli. 10.30 ( Mitw. Rise Stevens, Harriet Henders bis 11.00 Sch. 12.10 UM.( Ges. Nelly u. Tilly de Garmo, Dir. H. G. Schick). Kamensky, Klav. R. M. Mandée.) 21.30 Morgen beginnt der Urlaub, 18.00 Alles verkehrt, lustige HundsPrag- Mělník: 10.00 Liter. Morgen- Hörszene. 22.30-23.00 TM( Sch). tagsphantasie. 19.30 Konz. d. Blasfeier. 11.00 Symph. Konz. a. Sch. 12.05 quintetts Bohemia, 20.00 Lustige SzeNa. 12.25 UM( Mitw. Vilma Kürer u. fest. 13.00 Mill.- Konz. 14.10-14.30 Corso, Marienbad. Prag: 12.15 Report. v. Sokol- Sport- nen u. Mus. 22.30-23.00 TM. a Café J. Baptistič, Violine: Karl Walter. Blasmus.( Sch). 14.30-15.10 Report. Prag: 12.10-12.30 Sch. 12.45 SokolKlav. R. I. Schubert u. R. M. Manv. Sokolfest 16.15 Sch. 16.45 Vt. 17.00 Na. 13.00 Ok. a. Brünn. 13.50 Arbeitsdée). 14.00 Landw.„ Bei Gericht", UM a. Preßbg. 17.40 Boccherini: Konz. Szene v. H. Multerer. 14.15-14.30 f. Cello u. Klavier. 18.10 Arbeiterfk. markt. 14.10 UM. a. Brünn. 15.00 ReArbeitersdg. W. Hocke- Bodenbach: 18.20 Sch. 19.30 Buntes Progr. a. 16.10 TM.( Sch.) 18.05 Arbeiterfk. Vt. port. a. d. Militärakad.( a. Ostrau). Der Kindertag. 18.00 OK( Klav. Brünn. 20.40 Am Anfang war das Dr. Kočka ü. den Nečas- Plan. 18.20 Fritz Rieger). 19.40 Sportber. 20.00 Wort, Vt. a. Preßbg. 21.00 OK. 22.15 UM. 19.20 Sokol- Ber. 19.40 UM. u. Sch. 20.30 Krach um Jolanthe, Bauern- Sch.- Revue a. Ostrau. schwank v. Hinrichs. 21.45 Dreißig Sketch. 20.15 Prof. Dr. Musil: Der Brünn: 13.50 Dt. Arbeitsmarkt. 18.00 Berg Gottes, geograph. Vt. 20.30 SoMinuten Spannung. 22.30-23.00 TM Dt. Sdg. Arbeitersdg. Marie Kahay: kol- Festkonzert a. d. Smetanasaal. ( Sch). Prag- Mělník: 10.15 F. d. Frau: Dr. Berühmte Frauen d. Arbeiterbewe-( Tschech. Philharmonie, Dir. Talich.) Maria Zeisler: Einkochkurs: Pfir- Prag: 10.00 UM. 12.25 Buntes Pro- gung. 19.30 Wir spielen alles, buntes 22.35 Sch. 23.00 Sokol- Mus. siche und Aprikosen. 10.30-11.00 gr. a. Preßbg. 14.05-14.30 Märsche a. Progr. Brünn: 12.00 Landw. 13.00 OK. Sch. 18.00 Mit dem Funkbaedeker in Sch. 15.00 Aus d. Sokol- Stadion. 15.30 Mähr. Ostrau: 22.15-23.00 Giammo- 14.10-15.00 UM. m. Sch. 17.35 Dt. die Alpen. 18.45 Dr. Wosyka: Vt. ü. bis 16.00 Sch. 16.00 Sokol. 16.40 Sch. phon am Wasser, Rundfunk- Feuille- Sdg. Jugenstd., Schrammelkonz. 18.35 Prager Barock. 19.00 Sch. 19.30 17.00 Report. a. Brünn. 17.35 Vt. Dr. ton m. Sch. Gespr. u. Versicherungsvertreter. Schrammelmus. 20.00 Klavierkonz. Mikan ü. Mondrakete. 17.50 UM. 18.35 Mähr. Ostrau: 15.00 Reportage a. Friederike Schwarz spielt Mozarts Dvořák: Streichquartett F- dur. 19.10 Freitag, 1. Juli d. Militärakademie in Hranice. 15.40 Phantasie c- moll. 20.10 Heldenlieder. Mil.- Konz.( Sch.) 17.35 Neue Bücher. 20.30 OK( Dir. Hans Jalowetz)( Mah17.45-18.00 TM.( Sch.) 18.05 UM. ler- Wolf- Mozart) 21.30 Großmutters 18.30 Arbeiterfk. 20.15 Vt. ü. SokolKabarett. 22.30-23.00 TM( Sch). fest in der Presse u. im Funk. Dienstag, 28. Juni Polit. Aktualität. 19.25 Mit Löwen- Prag- Mělník: 10.15-11.00 Sch. 12.15 kraft und Falkenflug, Sokol- Hörfolge Vt. V. Hertberg: Die Kunst im tägl. m. Mus. 20.30-22.00 Aus dem Sme- Leben. 18.00 Lieder v. Isidor Stögtanasaal: Abend d. slawischen Jugend bauer nach Texten v. H. Watzlik. Berlin: 12.00 Konz. 14.15 UM 15.15 Beromünster: 16.30 Sch. 18 00 Re- Donnerstag, 30. Juni Sch. 17.00 Lieder u. Balladen. 17.30 portage. 18.30 Vt. 19.10 Ungai. Sch. Alpensommer, Rosegger- Hörf. 18.00 19.55 Schweizer Mus. 21.00 OpernSch. 19.10 UM. 20.00 Mus. a. Stuttg. Uebertr. 22.30 TM. 24.00-300 Konz. a. Frankf. Breslau: 12.00 Konz. a. Leipzig. 14.00 Sch.16.00 UM. 18.10 Hugo Wolf- Hörf. 19.10 UM. 21.00 Hörf. ü. Breslau. 22.30 TM a. Köln. 24.00-3.00 Mus. a. Köln. Leipzig: 12.00 UM. 14.00 Sch. 16.00 UM a. Franki. 19.10 Kammermus. 19.45 Hörf. u. Dresdener Zwinger. 21.00 Hörf. a. Breslau. 22.30 TM a. Köln. 24.00-3.00 Mus. a Köln. Warschau: 17.00 TM. 18.10 Klavier u. Buch. 19.00 Ges.- Konz. 19.30 OK 21.10 Auf jugoslaw. Instrumenten. 22.00 Solistenkonz. Budapest: 12.05 Sch. 13.30 Zigeu nermus. 17.00 Ferenz Alber spielt Violine. 18.00 TM( Sch). 19.00 Werke v. siebenbürg. Komp. 20.00 Klavierkonz. 20.50 OK. 22.00 Kammerkonz. 23.10 Jazz. Moskau- Komint.: 17.00 Konz. 17.45 Bariton. 18.00 UM. 18.30 Polit. Ber. Wien: 12.00 Konz. a. Hambg. 14.10 OK. 15.30 Balladen. 16.00 UM 1019.00 Lektüre. 19.30 Kompositionen v. Frankf. 18.00 Plauderei um Brahms. 21.00 Hörf. a. Breslau. 22.30 OK. 24.00 bis 3.00 Mus. a. Köln. Beromünster: 16.30 Frauenvt. 17.00 UM. 18.30 Vt. 19.55 Operette v. Oskar Strauß. 21.30 Dorfbilder. Mailand: 17.15 Lieder. 21.10 Fröhli23.55 TM. cher Juni. 22.00 Popul. Mus. 23.15 bis Warschau: 17.00 TM( Sch). 18.10 Kammermus. 21.10 Seemannslieder. 22.00 Alte Mus. Budapest: 12.05 Mihaly Hajdu spielt Klavier. 17.35 Gizela Thury( Bern) singt. 18.35 Zigeunermus. 20.10 Sch. 21.30 OK. 23.10 TM. Moskau- Komintern: 17.00 Violinkonz. 17.30 Lieder. 18.00 Tenor. 18.30 Polit. Ber. 19.00 Musikmontage. 1930 Spanische Mus. 20.30 UM. 21.30 Na. Dienstag, 28. Juni Deutschlandsender: 12.00 OK. 14.15 UM a. Hambg. 15.15 Sch. 16.00 UM. 18.25 Lieder v. Tschaikowski. 19.10 UM. 20.00 OK. 21.15 Ouvertüren u. Tänze. 22.30 Kammermus. 23.00 TM Budapest: 12.30 OK. 14.00 Sch. 15.50 Zigeunermus. 17.00 Chor. 18.30. TM. 19.35 Magda Rogo singt. 20.00 Lustspiel. 21.45 OK. 23.00 Zigeunermus. Moskau- Komintern: 17.00 Austauschkonz, Leningrad- Kiew- Minsk. a. Köln. 24.00 Mus. a. Wien. 1.05 bis 2.00 Volksmus. a. Wien. 18.30 Buntes Progr. 21.30 Na. Berlin: 14.15 Opernmelodien( Sch). Montag, 27. Juni 15.00 UM. 16.00 UM a. Königsbg. Deutschlandsender: 12.00 UM a. 18.00 Kurkonz. a. Bad Freinwalde. Leipzig. 14.00 Sch. 14.15 UM a Ham- 19.10 UM. 20.00 OK. 21.00 Sänger u. bg. 16.00 UM. 17.00 OK a. Königsbg. Virtuosen( Sch). 22.30 TM a. Hambg. 18.00 Lieder u. Geschichten von süddt. 24.00-3.00 Konz. a. Stuttg. Brunnen. 19.10 UM. 21.15 Kammer- Breslau: 12.00 UM schles. Kompomus. 22.30 Veracini: Sonate e- moll f. nisten. 14.15 UM a. Hambg. 16.00 UM. Violine u. Cembalo. 23.00 OK 24.00 21.35 Kammermus. 23.00 TM. a. Hambis 2.00 Mus. a. Köln. bg. 24.00-3.00 Mus. a. Wien. Nachrichten in deutscher Sprache ( außer Sonntag) Leipzig: 12.00 Konz. a. München. 14.00 Sch. 15.40 Lvrik d. Gegenwart. 16.00 Konz. a. Wien. 18.20 Klaviermus. 19.10 Popul. Mus.( OK). 21.00 Sch. 22.40 TM a. Hambg. 24.00-3.00 Mus. a. Wien. 7.55 Luxembg. 8.20 Straßbg. 10.05 Brünn. 12.30 Prag- Mělník. 13.40 Luxembg. 13.55 Brünn. 14.00 Prag. 18.15 Wien: 12.00 Konz. a. München. 14.10 Moskau. 18.45 Brünn u. Prag. 19.00 Sch. 16.00 OK. 18.20 Steppenskizzen Luxembg. 19.15 Prag- Mělník: 19.45 von Borodin( Sch). 19.25 Madame Moskau. 22.15 Prag- Mělník u. Lu- Butterfly, Oper v. Puccini. 21.50 Sch. Beromünster. 20.00 Straßbg. 22.00 22.35 TM. a. Hambg. 24.00-3.00 OK xembg. 22.50 Bukarest. 23.00 Moskau. u. Volksmus. Kabalewski. 20.30 UM. 21.30 Na. Mittwoch, 29. Juni Deutschlandsender: 12.00 Konz. 14.00 Sch. 14.15 UM a. Hambg. 15.15 Operettenmelodien( Sch). 16.00 UM. 18.30 Mozart: Klaviersonate B- dur. 19.10 UM. 22.30 Sch. 23.00 OK a. Wien. 24.00-2.00 Sch. Berlin; 12.00 OK a. Stuttg. 14.15 UM. 15.15 Sch. 16.20 Betrachtung ü. d. Weltall. 16.30 Kammermus. 18.00 UM. 20.00 OK. 22.30 Heiterer Abend. 24.00-3.00 Mus. a. Frankf. Breslau: 13.15 Konz. a. Stuttg. 14.00 Deutschlandsender: 12.00 Mus. a. Breslau. 14.00 Sch. 14.15 UM a. Hambg. 15.15 Hausmus. 16.00 UM. 18.00 Virtuose Violinmus. 19.10 UM. 20.10 Die lustige Witwe, Operette v. Lehár. 22.30 Kammermus. 23.00 Sommernachtsfest a. München. 24.00-2.00 Mus. a. Danzig. Berlin: 12.00 OK. 14.15 UM. 15.15 Sch. 16.30 Vt. ü. Alfred Huggenberger. 17.00 Klaviermus. 18.00 UM. 19.10 Sch. 20.00 Melodien a. Saarbrücken. 21.00 OK. 22.30 UM a. Stuttg. 24.00 bis 3.00 Konz. a. Stuttg. Breslau: 12.00 OK. 14.15 UM a. Berlin. 16.00 UM v. Dtschl.- Sender. 18.20 Violinmus. 20.00 Die Zauberflöte, Oper v. Mozart. 23.15 UM a. Stuttg. 24.00-3.00 Mus. a. Danzig. Leipzig: 13.15 Konz. a. Saarbrükken. 14.00 Sch. 15.00 Vt. ü. Adolf Woermann. 15.20 Kammermus. 16.00 UM a. Danzig. 19.10 Mus. a. Dresden. 22.35 TM. 24.00-3.00 Mus. a. Königs. berg. Wien: 12.00 Konz. a. Saarbrücken. 14.10 Ber. Instrumentalisten( Sch). 16.00 OK. 20.00 Konz. d. Wiener Symphoniker. 22.30 TM a. Leipzig. 24.00 bis 3.00 Mus. a. Königsbg. Beromünster: 17.00 OK. 18.35 Schumann- Konz. 18.40 Vt. 19.35 1.ieder. 19.55 Chor. 20.50 Vt. Mailand: 17.15 Klaviermus. 21.30 Symph. Konz. Warschau: 17.00 TM. 18.10 Schubert- Konz. 19.00 Trio. 19.30 Operettenkonz. 21.10 Alte Lieder. 22.00 Haydn- Mozart( Sch). Budapest: 12.05 Balalaika. 13.30 UM. 17.30 Werke v. Liszt. 19.30 Maria Basilides singt. 20.00 Schönbrunner Flieder, Hörsp. m. Mus. 21.20 Orgel. 23.10 Zigeunermus. Leipzig: 12.00 Konz. a. Frankf. 14.00 Sch. 16.00 UM. 18.20 Violinmus. 19.10 UM m. Solisten. 20.45 Abraham Lincoln, Hörsp. v. Gilbricht. 22.30 UM a. Stuttg. 24.00-3.00 Mus. a. Danzig. Moskau- Komintern: 17.00 Mus. 17.30 Wien: 12.00 Konz. a. Frankf. 14.10 F. d. Arktis. 18.00 Konz. 19.00 Liter. Sch. 15.30 Schubert- Schumann. Konz. Progr. 19.30 Konz. 21.30 Na. 18.00 Engl. Seemannslieder. 21.00 Melod. a. Saarbrücken. 24.00-3.00 Mus. Samstag, 2. Juli a. Danzig. Sch. 15.30 Märchen. 16.00 OK. 19.10 Beromünster: 17.00 UM. 18.00 Sch. Verlobungskarpf. schles. Dorfkomöd. 20.00 Vt. 21.05 Konz. 22.15 Report. 20.00 Mus. a Schwed. 21.30 Heiterer OK. 20.30 UM. 21.45 Vt. ü. ErinnerunAbend. 24.00-3.00 Mus. a. München. gen eines Lothringers. 22.05 TM Leipzig: 12.00 Konz. a. Stuttg. 14.00( Sch). Sch. 16.00 UM v. Dtschl.- Sender.. 19.10 Mailand: 17.15 Lieder u. Duette. UM. 20.00 Einkehr am Abend, Mus. 21.00 Der goldene Hahn, Oper v. u. Dichtung v. Drescher. 21.30 Lieder Rimsky- Korsakoff. aus Siebenbürgen. 22.30 OK( Werke Wien: 12.00 UM. 14.10 Sch. 15.30 Deutschlandsender: 14.00 Sch. 14.15 UM a. Hambg. 15.15 Sch. 18.00 UM. 19.10 UM. 20.00 Melodie u. Rhythmus. 23.00 TM. 24.00-2.00 UM. Berlin: 12.00 UM. 13.15 OK. a. Wien. 14.15 UM( Sch). 15.30 Sommerlieder. 15.45 Tennisber. a. Wimbledon. 16.00 Heitere Melodien. 20.10 Mandolinenkonz. 21.00 TM. 22.30 UM. 2.00 bis 3.00 UM a. Stuttg. Warschau: 17.00 TM. 18.10 Lieder. v. Wolfg. v. Bertels). 22.30 Mus. a. 19.00 UM. 21.10 Neapel singt. 22.00 Breslau: 12.00 UM a. Wien. 14.00 Wien. 24.00-3.00 Mus. a. München. bis 23.00 Poln. Kammermus. Sch. 15.00 Hörf. ü. Sommergäste. 15.30 Mus. für Hornquintett. 16.00 UM v. Konz. 17.00 TM. 18.30 Konz. 20.00 Bei uns in Breslau, Hörf. 22.45 UM Budapest: 12.05 Zigeunermus. 13.30 Vt. ü. Tiere. 18.20 Kammermus. 20.00 Dtschl.- Sender. 18.15 Melodiamen. Sch. 21.30 Zigeunermus. 22.40 Dt. Vt. a. Berlin. 24.00-3.00 UM. 19.10 OK. 20.00 Chorges. 21.00 David- ü. Autofahrten d. Ungarn. 23.10 TM. de penitente, Oratorium v. Mozart. 22.30 UM. 24.00-3.00 Mus. a. Mün- Moskau- Komintern: 17.00 Konz. 17.45 Hörszenen. 19.00 Symph. Konz. traum( Konz. d. Dresdner Philharmonie m. Ges.) 24.00-3.00 UM a. Bres21.30 Na. 23.00 Dt. Progr. lau. Freitag, 1. Juli chen. Beromünster: 16.30 Frauenstd. 17.00 Sch. 17.10 Lieder. 17.25 Mus. a. galanter Zeit. 18.00 Kinderstd. 18.30 Alte Schlager. 19.10 Sch. 19.20 Vt. 19.55 Jodelkonz. 20.15 Bauernkomödie. 21.00 Ges.- Konz. 21.30 Sch( TM). Mailand: 17.15 UM. 21.30 Span. Operette. 22.30 Klavierkonz. 23.15-23.55 TM. Warschau: 18.00 Hörsp. m. Mus. 18.30 Marinekonz. 20.05 TM( Sch). 21.10 Chopin- Konz. Budapest: 12.30 OK( Werke v. Liszt). 14.00 Sch. 16.00 TM. 17.30 Zigeunermus. 19.00 Konz. 21.50 UM. 23.10 Zigeunermus. Leipzig: 12.00 UM a. Wien. 14.00 Sch. 18.15 TM. 20.10 SommernachtsWien: 12.00 UM a. Wien. 14.10 Beliebte Sänger( Sch). 16.00 UM a. Köln. 18.00 Vt.. Siebenbürgen. 20.00 Hörf. ü. Sommerreise. 22.30 OK. 24.00-3.00 UM. a. Breslau. Deutschlandsender: 12.00 Blasmus. 14.00 Sch. 14.15 UM a. Hambg. 16.00 OK. a. Wien. 18.00 Klaviermus. 19.10 UM. 20.00 Wenn das nur gut geht, Beromünster: 16.30 Volksmus. 18.30 Helga, Hörsp. v. Chr. Bock. 22.30 Amerik. UM. 19.55 TM. 21.00 Bunte 22.30 Kammermus. 23.00 TM a. Stuttg. Std. 22.00 TM. 24.00-2.00 Mus. a. Königsbg. Berlin: 12.00 OK. a. Saarbrücken. 14.15 UM. 15.15 Sch. 17.00 Lieder. 18.00 Sch. 19.10 UM. 20.00 Märsche d. Nationen. 22.30 TM a. Leipzig. 24.00 bis 3.00 Konz. a. Frankf. Breslau: 12.00 UM. 14.00 Sch. 16.00 Moskau- Komintern: 17.00 Solisten- OK. 18.00 Vt. ü. I. P. Semmelweis konz. 17.30 Lektüre. 18.00 Volkslieder.( zum 120. Geburtstag). 19.10 UM. 19.00 Symph. Konz.( Werke v. Tschai- 22.35 TM a. Leipzig. 24.00-3.00 Mus. kowski). 21.30 Na. 23.00 Dt. Progr. a. Königsbg. Mailand: 17.15 Sch. 21.00 Lustsp. 23.15-0.30 TM. konz. 19.00 Ges. Konz. 19.30 Mit GeWarschau: 17.00 TM. 18.10 Solistensang durch Schlesien. 21.10 TM. Budapest: 12.05 UM. 13.30 Sch. 17.30 Ungar. Lieder. 18.30 Symph. Konz. 20.10 Aus alten Operetten( OK u. Ges.). 22.35 TM. 23.10 Zigeunermus. Moskau: Komint.: 17.00 Mus. 18.00 Liter, Progr, 19.00 Konz. 21.30 Na. fu 22222 go all fe g b G 8 Z 11 a en. eres. d. .) =.) d. CS. 15. .) ait Mr. 148 Die Frauenberufe in Norwegen. Das nortegifdie Parlament hat ein Gesez. verabschiedet, wonach Frauen alle öffentlichen Berufe ausüben lönnen mit einer Ausnahme: In Pfarrsprengeln. wo dies der Ortsklerus nicht wünscht, dürfen fie weder zu Pfarrern noch Vikaren ernannt werden. Ein Thronprätendent für Bosnien und erze. gowina. Es gibt in Paris einen Mann, des sich gern als der Erbe des Thrones von Bosnien und Herze gulvind bezeichnet. Es ist der Anwalt de Beliès, der feine Abkunft auf König Belemir I. zurüdführt, der vor tausend Jahren über die Bosniaken herrschte. Samstag, 25. Juni 1938 Seite 7 Volkswirtschaft und Sozialpolitik Kreditanſtalt Der Bankrat über die Entwicklung seit dem 21. Mal Der Bankrat der Nationalbant hielt am Bis jetzt hat er ſeine Ansprüche nicht weiter geltend 24. d. M. seine ordentliche Monatssigung unter gemacht, aber offenbar hat er das nunmehr ernstlich dem Vorsiz des Gouverneurs Dr. Karel Englis yor. Denn er hat an Präsident Lebrun einen Brief ab, in welcher als zehntes Mitglied des Bankgeschrieben und ihm mitgeteilt, daß er die Absicht rates auf die Dauer von 2 Jahren JUDr. Metod babe, sich an den Völkerbund zu wenden und in Genf Bella, Vorsitzender des Landeskulturrates für die die Frage einer Teilung Jugoslawiens zur Distus Slowakei in Bratislava, tooptiert wurde. Der ſion zu bringen. Er beabsichtige durchaus, den Bankrat nahm auch die Mitteilung des Gouver Thron von Bosnien und Herzegowina zu beſteigen, neurs zur Kenntnis, wonach außer der Widmung und hoffe, dies unter dem Namen Belemir III. in von 10 Millionen Kč, welche die Nationalbant absehbarer Zeit tun zu können. der Landesverteidigung überwiesen hat, außer ſchon ſelbſt der Poſtſparkassa zugunsten des Fonds dem die Funktionäre und( altiven und inaftiven) Angestellten der Nationalbank zu dem Fonds im ganzen mit 525.000 Kč beitragen. Das Dorf ohne Frauen. In Irland herrscht auf dem flachen Lande ein starker Mangel an Frauen, da immer mehr Mädchen in die Städte ges hen, und die Geburten nehmen darum auf dem flas chen Lande immer mehr ab. Am schlimmsten steht es in der Provinz Donegal, wo es sogar ein Dorf gibt, in dem ausschließlich Männer leben. Es handelt sich um den Ort Coolbuoy, in dem die letzte Hochzeit vor genau fünf Jahren gefeiert wurde. Kinder sind dort schon lange nicht mehr geboren worden, aber auch die Frauen sind jetzt dort sämtlich ausgestorben. 14. Europäischer getragen. Dem Geschäftsbericht für den Zeitabschnitt vom 16. Mai bis 15. Juni d. J. entnehmen wir folgendes: In der Diplomatie in Mitteleuropa und auf den Kriegsschauplägen in Spanien und in China verstärkte sich die Aktivität und es entstanden ernste Komplitationen. Der wirtschaftliche Widerhall dieser Unruhe verursachte eine Nervosität und eine schwache Tendenz auf den Weltrohstoffmärkten und eine eher weiter rüd läufige Bewegung der internationalen Nationalitätenkongreßonjunktur. In dieser Lage bewahrte die Tschechoslowakei Die ausreichenden Niederschläge und die stärkere Wärme tvirtten im abgelaufenen Monatsabschnitt günstig auf die Entwicklung aller Pflanzen. Die in ihrer Entwicklung durch das tühle Wetter im April und in der ersten die Verspätung ein. Der heutige Stand von WinMaihälfte verspätete Vegetation holt im ganzen tergetreide ist gut und auch Sommergetreide, Futter und Hadfrüchte haben sich verhältnismäßig stark gebessert. der Deutschen த.லே. as 11 81 Nieberlaffungen Durchführung aller Gelbgeschäfte Berwaltungstapital 1200 Millionen Kč Haftungskapital 120 Millionen Kö m. b.. Die industrielle Befchäftigung bleibt im ganzen gut, obwohl bei einigen 3 weigen beträchtliche Unterchiede auftreten. Eine gewiffe Depres ion meldeten einige Exportunterneh Textilindustrie und die Porzellanindustrie be mungen. Verhältnismäßig am meisten ist die troffen. Während der Unruhe im Mai wurde auch Freitag mit der Frage der Belebung des MotoFür Ihren Sommeraufenthalt wählen Sie bestimmt das billige und schöne BAD LUHAČOVICE. Prospekte durch die Badeverwaltung erhältlich. vorübergehend der Bäderbesuch in den ist lebhaft sowohl durch öffentliche Arbeiten, als Grenzbezirken betroffen. Die Ba u bewegung auch private Bauten, besonders in der Hauptstadt. Auf dem Arbeitsmarkt führten die Saisons Rüdgang der Arbeitslosigkeit herbei. arbeiten im Frühjahr einen neuen weiteren Die Förderung des Motorismus nächste Woche im Ministerrat Prag. Die Wirtschaftsminister befaßten sich rismus. Der Sizung, welcher Eisenbahnminister Bechyně präsidierte, wohnten die Vertreter des volkswirtschaftlichen Departements des Ministerratspräsidiums, des Nationalverteidigungsministe riums, der Kommission für die Ausarbeitung eines allgemeinen Verkehrsplanes sowie Vertreter der Automobil- Industrie bei. Es wurde eine eingehende Diskussion durchgeführt und man gelangte zu Ergebnissen, welche in der kommenden Woche dem Ministerrat zur Genehmigung werden unterbreitet werden. Schwierige Verhandlungen mit Ungarn Die Aussichten der für den kommenden Montag angesetzten Revision unseres Handelsabtommens mit Ungarn werden angesichts der ins Die Maiergebnisse des Außenhandels zeig transigenten Haltung Ungarns ziemlich pessimis ten auch mit Bezug auf die neuen großen Export- stisch beurteilt. Neue Ausfuhrkontingente nach Unſchwierigkeiten eine überraschende Widerstands- garn dürften so gut wie nicht durchsetzbar sein. fähigkeit. Der Ausfuhrwert hat sich gegen Mai Ungarn macht alle Ronzessionen von einer entdes Vorjahres faſt nicht geändert, die Einfuhr sprechenden Steigerung der Bezüge aus Ungarn war bei demselben Vergleich um 15 Prozent abhängig. niedriger, zum Teil auch durch die heurigen niedrigeren Preise der internationalen Märkte. 367.000 Pensionsversicherte Bei der Ausfuhr behauptet sich der Gesamt- Die Verwaltungskommission der Allgemei Auch die Entwicklung der Prager Effekten egport von Fertigfabrikaten gut, obwohl die nen Pensionsanstalt hielt am 22. Juni eine Sitbörse war die ganze Zeit hindurch ruhig. Die individuelle Entwicklung bei den einzelnen zung ab. Nach dem dort erstatteten Bericht zählte Kurse des Anlagemarftes bewegten sich auf aus- a renforten beträchtlich ver die Anstalt am 1. Juni d. 3. 390.263 Versicherte. geglichenert Niveau, auf dem Aktienmarkte beffer- chieden ist. Ein günſtiges Beichen für die Am 1. Juni 1937 hatte sie 366.622 Versicherte. ten sich die Kurse bis zu dem Niveau von Ende tschechoslowakische Zahlungsbilanz ist wieder das Freiwillig Versicherte waren am gleichen Tag Feber des heurigen Jahres. hohe Aftivum der Maibilanz, wovon ein beträchts 14.548( 11.550). Anerkennungsgebühren zahllicher Teil auf Länder mit freiem Devisenhandel ten 14.354. Die Anstalt hat 78.652 Arbeitgeberentfällt. mitglieder. wird vom 25. bis 26. August in Stocholm Besonnenheit und Ruhe. Der 14. Europäische Nationalitätenkongreß wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit, politische stattfinden. Fand der vorjährige Stongreß zum Der Geldmarkt hielt glänzend der Beersten Male in London statt, um die englische Taftungsprobe im Zeitabschnitt der vorübergehen Oeffentlichkeit und die englischen verantwortlichen den Beunruhigung im Mai stand. Die Mobilität Stellen auf die Notlage der europäischen Natio- der Geldinstitute blieb mit Silfe der Kreditnalitäten aufmerksam zu machen, so hat man zentren gänzlich unberührt, das Einlagen diesmal Stockholm als Tagungsort gewählt, weil geschäft war die ganze Zeit hindurch durchaus man gerade im neutralen Schweden Verständnis liquid. Mit der fortschreitenden Wiederkehr der für die Sorgen und Nöte der europäischen Min politischen Ruhe lehren die abgehobenen Einlagen derheiten zu finden hofft. Die vorbildliche Hal- in die Geldinstitute zurücď. tung, die z. B. Schweden seiner finnischen Minderheit in Norbotten gegenüber zeigt, die vorjährige Reise der schwedischen und finnischen Minister in dieſes Grenzgebiet und ihre Ergebniſſe haben mit zur Wahl Stockholms als Tagungsort beiAuf der Stockholmer Tagung wird man sich Die Preisbewegung spiegelte die schwache 11. a. mit folgenden Thesen beschäftigen: Die Un- Tendenz der Weltrohstoffbörsen wider, so daß es wirksamkeit der Minderheitenschußverträge, die bei uns zu einem kleinen Rüdgang fowohl des ethischen Grundlagen und die Rechtsforderungen Inderes der Großhandelspreise für Industrieder europäischen Rationalitätenbewegung, das stoffe und Industriefabrikate, als auch des Jn Minderheitenrecht als Völferrecht und die euro- deres der empfindlichen Großhandelspreife lam. päische Politik und die Gefährdung des Friedens Der Großhandelsinder für Nahrungs, Genuß als Folge der Unterdrückung der Nationalitäten. mittel und Futter hat sich ein wenig erhöht, und Die deutschen Minderheiten, die in dem zivar durch die starke Befestigung des Inderes für unter der Führung Konrad Henleins stehenden Futtermittel. Der gesamte Großhandelsinder. ,, Verband der deutschen Volksgruppen in Europa" blieb so auf demselben Niveau wie zu Beginn des crganisiert sind, üben naturgemäß auf die Arbei Monates Mai d. J. Die Indizes der Kleinhan ten des Kongreffes einen sehr starken Einfluß aus. delspreise und der Lebenshaltungskosten haben Dies hat dazu geführt, daß eine Reihe früher auf sich zum Maimedio ein wenig befestigt. dem Kongreß vertretener Minderheiten ihre Mitarbeit eingestellt haben; 1933 schieden infolge der bekannten Vorgänge in Deutschland, zu denen der Kongreß eine Stellungnahme ablehnte, die jüdis schen Minderheiten aus, 1937 erklärten in London die Basten ihren Austritt, weil sie auf dem Kongreß keinen Beistand für ihren Kampf um ihre nationale Unabhängigkeit fanden. Auf dem Kongreß sind noch vertreten: die deutschen, ukrainischen, weißrussischen, russischen, litauischen, ungarischen, bulgarischen, flowenischen, froatischen Minderheiten, die tschechische Minderheit in Deutschösterreich, die griechische in Italien und die schwedische Minderheit in Estland. Der Kongreß ist also nur noch ein Rumpfkongreß. Man erhält für 100 Reichsmart Markmünzen 100 rumänische Lei 100 polnische Zloty 100 ungarische Bengö 100 Schweizer Franken 100 französische Francs 1 englisches Pfund 1 amerikanischer Dollar 100 italienische Lire. 100 holländische Gulden 100 jugoslawische Dinare.. Kč 668.880.18.85 544.50 618.50 663.50 82.20 143.75 28.80 163.40 1597.64.80 Die Kurse der tschechoslowakischen Krone waren auf den Auslandsbörsen die ganze Zeit hindurch vollständig stetig und ruhig. Bessere Finanzlage zahlreicher Gemeinden Die Verwaltungskommission bewilligte für 15,800.000 kronen Kommunaldarlehen, für 624.000 kronen Baudarlehen und für 300.000 Stronen Hypothefardarlehen. Gute Weltweizenernte London. Die Weizen- Welternte im Jahre Das Kuratorium für die Entschuldung der 1938 wird sich nach einer Schäßung des ameri Gemeinden und Bezirke in Böhmen hat festge- fanischen Handelsministers auf 4025 bis 4075 stellt, daß sich im Jahre 1938 die finanzielle Millionen Bushels belaufen. Die vorjährige Ernte Lage zahlreicher Gemeinden start gebessert hat. betrug 3827 Millionen Bushels. Bei einem Von deutschen Gemeinden sind hier Komotau, lebertrag der alten Vorräte von 650 Millionen Eger, Marienbad, Gablonz, Bodenbach und Dur Bushels werden für das Jahr 1938/39 ins zu nennen. Deshalb wurden allen diesen Ge- gesamt etwa 4700 Millionen Bushels Weizen meinden, deren Finanzwirtschaft in diesem Jahre verfügbar sein. das Gleichgewicht erreicht hat und stellenweise auch Ueberschüsse aufweist, die Kuratoriumsbei- Die Landesbank für Böhmen wird vom 28. träge für die Jahre 1938 und 1939 erhöht. Ko- Juni 1938 angefangen an Werktagen die Julimotau muß 60.000 Kč, Eger 36.000 Kč, Ma- Coupons Nr. 3 ihrer 41% Kommunalschuldrienbad 40.000 Kč, Gablonz 60.000 Kč, Boden- scheine, Emission nach 1. Jänner 1936, Nr. 3 bach 40.000 Kč und Dug 60.000 Kč bezahlen. ihrer 4% Meliorationsscheine, Emission nach Da eine sehr große Zahl tschechischer Gemeinden 1. Jänner 1936, Nr. 9 ihrer 5% Kommunalebenfalls von dieser Bestimmung betroffen wird, scheine, Nr. 9 ihrer 5% Meliorationsscheine und hofft man, daß der Ausgleichsfonds auf diese Nr. 35 ihrer 41% Fondsschuldscheine an ihren Weise einen Betrag von insgesamt 2,500,000 Stassen in Prag, Preßburg, Uzhorod, die Coupons Kč erhalten wird, der zur Entschuldung weiterer Nr. 35 auch bei den Zahlstellen in Amerifa und Gemeinden und Bezirke verwendet werden wird. in der Schweiz ohne jeden Abzug einlösen. Kosmetische Chirurgie Capone nannte. Die beiden wurden zuerst ge- qungsbehinderungen führen. Von Dr. E. Jolowicz MTP In den letzten Wochen hat sich ein Wunschtraum erfüllt, den zahlreiche Menschen be= reits gehabt haben, und der in der Literatur mehrfach in den verschiedensten Formen seinen Ausdrud gefunden hat. Am klarsten wurde er in einem mittelmäßigen Kriminalroman von dem Vianne beschrieben, der zweimal leben wollte. bition lernte er einen Italiener fennen, der sich zu Verzerrungen. Schrumpfungen und Beweist. Das ist nicht sehr bequem, gelingt aber in Al vielen Fällen. Erst wenn das Haut- und Knochenmeinsam, dann in getrennten und verfeindeten Banden die größten Alkoholschmuggler der Staaten und verdienten viele Millionen. Nid Tiger entging den Behörden und flüch tete mit sehr viel Geld ins Ausland. Stein euroWenn man die obersten Schichten einer ge- süd an der Nase wirklich festgewachsen ist, trennt funden Hautstelle vorsichtig ablöst und als Inseln man die Hautbrücke vom Arm und befreit ihn aus auf die angefrischten großen Wundflächen Tegt, seiner unbequemen Lage. dann wächst diese normale Haut an, die Inseln Man kann auch die Form der Nase durch verbreitern sich, bilden neues Hautgewebe und die Einsprißen einer Masse verändern, die unter der Narbe wird viel glatter und besser. Die Narben Haut fest wird. Man verwendet hierfür Parafan der Stelle, von der man die Hautschicht nimmt, finpräparate. Diese Technit hat jedoch große Nachteile. Die kosmetische Chirurgie geht lieber opesind ganz unbedeutend. ratib vor, nimmt Knochenteile fort, pflanzt Fettteile ein usw. päisches Land aber wollte ihm Aſhlrecht gewähren, und so wurde der Mann jahrelang von einer Grenze zur anderen gejagt. Jezt hat er die ipanische Staatsbürgerschaft erworben, einen anderen Schwieriger wird es, wenn nicht nur HautNamen angenommen, ist mit ordnungsmäßigem defette, sondern auch Knochenteile zu erseßen sind. In diesem Roman ist einem reichen ameri- Paß nach Frankreich gekommen und hat hier in Dies lann bei Schädeloperationen oder sonstigen Eine der beliebtesten und häufigsten kosmetis kanischen Industriellen sein Leben unerträglich ge- Paris die letzten Reste seiner früheren Persönlich- Knochenverlegungen durch Unfall notwendig wer- fchen Operationen wird von Frauen zur Verände worden; anstatt sich das Leben zu nehmen, be feit sich fortoperieren lassen. Beim Verlassen der den. Man kann z. B. ein flaches fehlendes Kno- rung der Brust verlangt. Auch hier sind die schließt er, nach genaueſter Vorbereitung, zu ver- Selinit haben ihn seine besten Freunde und seine henstück am Schädel durch eine Goldplatte ersetzen, Resultate überraschend. Man verlegt den Schnitt schwinden, seinen ganzen äußeren Menschen um schlimmsten Feinde nicht wiedererkennen können. die einheilt und das Gehirn ſchüßend bedeckt. Man und damit die Narbe in die Hautfalte, two sie fait zuwandeln und in der neuen Geſtalt wieder ein So kann dieser Mann, deffen Privatleben trop sei fann Blatinſtifte oder Platindrähte, Elfenbein- unsichtbar wird. Man operiert dann von diesem neues Leben zu beginnen. Diese Umwandlung nes Reichtums bisher eine Hölle war, im wahr fücke und auch andere Knochen zum Einheilen Schnitt aus unter der Haut, indem man subcutan wird in einer Klinik von einem besonders geschid sten Sinne des Wortes ein neues Leben beginnen. bringen. Stüde fortnimmt, Firierungenähte anlegt und so ten Operateur vorgenommen. Ein fodgeweihter Solche plastischen Operationen werden z. B. wirklich plastisch die Brust nach Belieben formen Batient wird zum Modell genommen, unser Mann Der Laie fragt sich, wie solch eine Verwand- an der Nase vorgenommen, an der man nicht nur fann. studiert genau sein Leben, feine Gesten, seine Aus- lung möglich ist und welche Grenzen der operativen aus medizinischen, sondern öfter aus ästhetischen Eine ähnliche Technik wird bei den kosmetis dudsweise, und der Chirurg macht durch eine Technik auf diesem Gebiete gelebt sind. Den Aus- Gründen Umformungen vornehmen will. Manch- schen Gesichtsoperationen angewendet. Zur BeMeihe von Operationen das Gesicht dem des gangspunkt für die Verschönerungsoperationen mal muß man das Knochenstück mit der dazuge- feitigung unschöner Falten Tegt man einen Schnitt Sterbenden so ähnlich wie möglich. Die nächsten gaben die feit langen Jahrzehnten bekannten hörigen Haut vom Unterarm der gleichen Perion an der Haargrenze an, wo die Narbe ebenfalls unAngehörigen erkennen den Mann nach der Dhera- Methoden der Transplantation. Besonders nach nehmen. Dann läßt man eine Hautbrüde an der sichtbar wird. Von diesem Schnitt aus gräbt man großen Verbrennungen der Haut ergab sich die Stelle des Unterarmes stehen, von der man das dicht unter der Haut weiter und kann nun durch Dieser Bunschtraum hat sich nun auch an Notwendigkeit, die von der Haut entblößten Kör erforderliche Stück abgenommen hat. Dieses Stüd entsprechende fixierende Nähte die erschlaffte Haut dem berüchtigten amerikanischen Altoholschmuggler verstellen wieder zu bedecken. Wenn man der wird dann an der Nase angenäht und, damit es spannen. Kid Tiger erfüllt. Das Leben dieses Mannes ist artige Wunden der Selbstheilung überläßt, bildet gut anheilt, einige Beit durch die Hautbrüde am tion nicht wieder. * Die moderne fosmetische Chirurgie hat sich on sich schon ein Roman. Als bettelarmer und sich ein unregelmäßiges Bindegewebe, das feft mit Arm gelassen. Der Verband muß also so angelegt in den letzten 20 Jahren zu einer Höhe entwidelt, böllig ungebildeter Junge kam Nid von Bolen nach den tieferen Gewebetsilen berivächſt und Narben werden, daß der Arm mit dem abgelöſten und an die es ihr gestattet, an früher unmöglich erschein den Vereinigten Staaten. Zur Zeit der Prohi- gibt, die nicht nur häßlich aussehen, sondern auch der Naſe angenähten Stück fest am Gesicht fiziert nende Aufgaben heranzugehen. Veite 8 „Sozialdemokrat" SamStag, 25. L«nl 1038. Nr. 148 KROKODILE IN MITTELEUROPA? Ja, zur grössten Freude der Schwimmer und Nichtschwimmer kommen Gummi-Krokodile in allen Lsl. Gewässern vor. Für Ki 3-.-, zu erhalten bei Hager Atm»- Großer Fabrikbbrand In Byfokan. Gestern vormittags brach in der Vyfoianer Zcllulosesabrik der Firma Arnold Schwarz infolge Kurzschlusses ein schtverer Brand aus. Wenigstens erscheint nach Annahme der Polizei diese Brandursache vorläufig als die wahrscheinlichste, wenn auch nickt auSzuschliehen ist. daß das Feuer auf andere Ursachen zurückzuführcn ist. Da« leicht brennbare und explosive Material führte dazu, das; das Feuer mit unheimlicher Geschwindigkeit um sich griff, wobei sich eine derartige Hitze entwickelte, daß die meisten Fensterscheiben der benachbarten Gebäude platzten. Die Rettungsarbeiten. zu denen sich mehrere Abteilungen der städtischen Feuerwehr in beachtenswert kurzer Zeit einstellten, stiegen auf große Schwierigkeiten. Nach fünfviertelsründiger schwerer Arbeit konnte der Brand erstickt werden. Personen kamen bei dem Feuer nicht zu Schaden. Der angerichtete Sachschade, der nach vorläufigen Schätzungen auf enva eine halbe Million KC veranschlagt wird, dürste durch Versicherung gedeckt sein. Ter Gangfterübrrsall in Smicho« vorlänsia «nausgeklärt. Ace bereite berichtet, wurde Mittwoch abend» in der Kunzlei des Kaufmann» Zdenkk Bondh in Smichow, Rädra.stii ul. 81. ein verwegener Raubüberfall verübt. Zwei maskierte junge Männer drangen in die Kanzlei des Firmenchefs und. nötigten ihn mit vorgehaltenem Revolver, die" gesamte Barschaft, die sich in der Kaste befand— c8 waren bloß 2000 Kö— herauSzugeben. Kurz vorder war in der Kanzlei des Kaufmann» ein Junge erschienen, der ihm einen mit einem Frauennamen unterzeichneten Brief überreichte. Der Junge war, offenbar rin spion der Gangster, die kurz nachher in Aktion traten. Vorläufig fehlt jede Spur von den Tätern. Er bandelt sich um zwei etwa 18jährige Burschen, von denen der eine blond ist und.mit einem braunen Anzug bekleidet war, tvährend sein Komplice schwarze» Haar bat und dunkel gekleidet war. Wie einige Bläner konstatieren, ist dieser Raubübersall binnen vcrdälinirmäßig kurzer Zeit bereits da» dritte uti> aufgeklärte Gangsterstück, da» sich im Rayon der Prager Polizeidirektion ereignet hat. Ilrberfahren. In der HeinrichSgaffe stieß gestern bormictag» der LastkralNvagen de» Franz Rekicba aus Senajowitz den 84jährigen Zeitung-Verkäufer Franz CtriZenlk aus Prag I., der am Rand des Gehsteige» ging, zu Boden, so daß er bewußtlos liegen blieb. Tie RettungSgesellschaft brachte ihn mit einer Rißwunde am Kopf und einer schweren Gehirnerschütterung auf die Klinik Schlosser. Todebsturz in den Listschacht. Gestern fiel, kurz nach Mittag, in einem neugebauten Zinshaus in Bkevnov dier öl jährige Arbeiter Karl Jezdik aus »lcschicsch aus dem 8. Stock in den Liftschacht und blieb bewußtlos liegen. Er hatte sich fo schwer verletzt, daß er während der Ueberführung in» Krankenhau» starb.- Statt der kalten die heiße Dusche. Der 88jäh- rige Kellner Anton Havlikek, der gestern auf die üli« nit Sambcrger gebracht wurde, gab dort an. er habe vor kurzem in einem Smichover Bad gebadet und dort irrtümlich beim Loslasten der Dusche statt de» kalten da» heiße Wasser aufgedreht. Hiebei erlitt er ziemlich starke Verbrühungen am Unterleib, so daß er in Pflege belasten werden mußte. Tschechoslowakische Kinder acw Jugoslawien und Bulgarien trafen gestern in Prag ein, u. zw. 78 aus Belgrad, 06 aus Agram, 41 aus Sarajevo und 48 aus Sofia. Die Kinder verbleiben al» Gäste der Hauptstadt bi» zum 20. Juni in Prag, worauf sie aufs, Land gebracht werden. Sonntag besuchen die »linder die Vorführungen am Sokolstadion. Montag erfolgt ein Besuch am Grabe de» Präsident-Befreier» in Lany, Dienstag ein Empfang im Rathause durch Primator Dr. Zenkl. Ter Präsident der Repntlik besuchte die Ausstellung„Gestalten der tschechischen Geschichte", die vom VereinbildenderKünstler„Mane»" veranstaltet wird rind besichtigte dann im Gemeindehause dir Ausstellung'»Da» Böhmische Paradies in der' bildenden Kunst", die' der Klub tschechoslowakischer Touristen aus Anlaß seines vOjährigen Jubiläum» veranstaltet hat.-■ Morgen Eröffnung der Rathao».Ausstellung. Dl« anläßlich der 600-Jahr-Feier de» Lltstädter Rathause» veranstaltete Arc»stellung wird morgen um 11 Uhr vormittag» im Palai» Elam-Galla» (!., Husova tk. 20) eröffnet. Sie wird täglich von 0 bi» 17 Uhr frei zugänglich sein. Südslawische Sokol-Jugend eingetroffen. Die jugoslawische Delegation traf gestern nachmittag» in zwei Sonderzügen auf dem Wilsonbahnhof ein und wurde von der Prager, Bevölkerung begeistert emv- fangen. Nach dem offiziellen Empfang auf dem Wilsonbahnhof formierten sich die Gäste— e» handelt sich um Jungturner und«Turnerinnen— zu einem imposanten Zug, der, begleitet von Prager Sokoln, über den WenzelSplatz und die Ilationalstraße zum TyrS-Hau» zog. Die Straßen, die der Zug passierte, waren mit Flaggen in den jugoslawischen und tschechoslowakischen Farben geschmückt. Namentlich der Wenzelsplatz, von dessen sämtlichen Flaggenmasten die Farben der beiden befreundeten Staaten wehten, und die Nationalstraße boten ein eindruck-volle» Bild. Die Ssmmrrmode ist unbarmherzig? Weil Sie soviele Schuharten diktiert? Nein! Besuchen Sie nur vor der Urlaubsreife die nächste Baka« Verkaufsstelle. Dort finden Sie die schönsten Promenaden«, Nachmittag»-, Sport- und Badeschuhe, zu Preisen, tvelche Ihr Sommerbudget nicht belasten werden. Bata bringt diesmal wirklich eine reichhaltige Auswahl modernster Sommerschuhmodelle. 100 Die elektrischen Bahnen und der Autobusverkehr während de» Sokolkongreffr». Am Sonntag, den 26. Juni, am Mittwoch, den 20. Juni, und an den Haupt-Kongreßtagen, d. i. am 8., 4., 3. und 6. Juli, wird der Verkehr auf den elektrischen Bahnen und Autobussen derart geregelt werden, daß eine direkte Verbindung mit dem Stadion aus allen Teilen Prags hergestellt wird. Auf zwölf regelmäßigen Strecken der elektrischen Bahnen und auf der AutobuSstrecke H werden teilweise Aenderungen vorgenommen werden, so daß diese direkt zum Stadion führen werden. Außerdem werden sech» besondere direkte Strecken der elektrischen Bahnen und sech» besondere direkte Auio- buSstrecken zum Stadion eingefübrt werden. Infolge dieser Aenderungen werden auf einigen regelmäßigen Strecken der elektrischen Bahnen und Autobuffe bestimmte Abschnitte au» dem Betrieb ausgeschaltet. Die Strecken 8 und 10 und die Autobusstrecken M lind S werden aufgehoben. In den Abschnitten Älar'scheS Blindeninstitut—Scadion, Stroßmayer- Platz—Stadion und Kinsky-Garten—Stadion werden einige Station aufgehoben werden. Auf den Autobussen wird der Fahrpreis so geändert werden, daß zum Stadion einheitlich 2 Xi, vom Kinsky-Garten 1.50 Xi zu zahlen sein werden. Die Einzelheiten über diese Aenderungen sind in den Wagen der elektrischen Bahnen und in den Autobusten au»ge- hängi. Dar Publikum, da» an dem Kongreß nicht teilnimmt und durch die Verkehrsänderungen in seinen BeförderungSbedürfniffen beschränkt sein wird, wird ersucht, die Notwendigkeit der im allgemeinen Jntereffe und für da« Gelingen de» Kongresses getroffenen Maßnahmen anzuerkennen. Der Ferienverderter ist meisten» die Müdigkeit. Den ersten Tag schiebt man e» auf die Reisestra- pazen, den dritten Tag auf die Luftveränderung, den ö. Tag guf da» Wetter und dann steht man da und weiß sich keinen Rat. Wenige kmnmen darauf, daß e» enge, schwere und nichtentsprechende Schuhe sein können. Wenn Sie diesem Jerlenvevderber au» dem Wege gehen wollen, besuchen Sie vor der Abfahrt in die Sommerfrische die nächste Baka-Ver« kaussstelle. Dort erhalten Sie Gommerschuhe, welche Ihnen da» Gehen erleichtern und Sie jeden Ferientag restlos genießen lasten. 100 Regelung de» Dienste» bei den Postämtern während der Hauplkongreßtage: Bei den Postämtern Prag 2, 8. 6, 7, 8. 10. 11. 14. IS, 21, 22, 81, 86, 86, 40, 47, 61, 66, 66, 60, 66, 78 wird am 8.. 6. und 6. Juli der Parteiendienft beim Briespost» und Geldschalter, beim Telegraph und Telephon bi» 10 Uhr verlängert. AuSslugSzäge. Die Staatsbahnen veranstalten vom 0. bi» 17, Juli Exkursionen nach der Hoben Taira für 680 Xi, Streifen durch die Slotvakei für 670. Xi und vom 9. bi» 24, Juli eine Exkursion nach Karpathorußland für 760 Xi. Anmeldungen und Informationen im Referat der AuSflugSzüge der Staatsbahnen neben dem Wilson-Bahnhof, Telephon 888-88.' farwfiti&aal Tragische* Ende eines Familienstreites Prag,-rb- Daß der vorliegende Fall nur mit einer Anklage wegen des Vergehens gegen die Sicherheit des Leben» endete und nicht mit einem Sckwur- gerichtsprozeß wegen de» Verbrechen» des Totschlag», kann der Angeklagte al» einen GlückSexfolg' buchen. Der 4Siährige Tischler FranzNavrätil aus Kladno lebte in ständigem Unfrieden mit seinem Schwager WenzelKräl. Schon niehrfach war e» zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den verfeindeten Schwägern gekommen. Die Feindschaft zwischen den beiden fand ihren tragischen Höhepunkt am 8. März d. I. An diesem Tage hatte der Angeklagte zunächst einen Streit mit seiner Schwägerin, der Gattin de» verhaßten Schwager». Diese Auseinandersetzung verlief vorläufig glimpflich. Am folgenden Tag hielt indessen Wenzel Kräl den Angeklagten an. als er an seinem Hause vorbeiging und provozierte einen neuen Streit, der damit endete, daß Wenzel Kräl seinem Schwager mit der rechten Hand einen Hieb gegen den Schädel versetzte. In der linken Hand hielt Kräl einen Stein, mit welchem er gleich darauf dem Angeklagten einen Heiteren Schlag auf die Schädeldecke beibrachte. Navrätil verspürte einen heftigen Schmerz, da er erst kurz ,vorher von einer Mittelohrentzündung geheilt worden war. Als der hitzige Schwager neuerlich zu einem Schlag ausholte, kam ihm der Angeklagte mit einem Siebgegen daSKinn zuvor, der den Angreifer auf das Pflaster warf. Kräl stand nicht mehr auf. Der Aufprall auf den Rand de» Pflaster» hatte eine Zerschmetterung de« linken vorderen Gebirnlappen» nnd einen Bruch de» Schädelbasis zur Folge, der der Verletzte noch am gleichen Tage im Kladnoer Spital erlag. Die Voruntersuchung gestaltete sich nicht ganz einfach, da sich die Anklagebehörde darüber klar zu werden batte, nach weichem Delikt Navrätil anzukla« gen sei. Auf dielen Fall waren mehrere Straspara« grapben zu applizieren. Der Untersuchungsrichter hatte sich darüber klar zu werden, ob der Angeklagte gegen den Schwager„zwar nicht in der Absicht ihn zu töten, aber doch in andrrrr feic.dlicher Absicht in einer Art gebandelt babe. daß daraus desten Tod erfolgte", wie e« im Strafaesetzbuch beißt. Diese Annahme hätte eine Anklage vor dem Schwurgericht und im Falle einer Verurteilung eine schtvere Kerkerstrafe zwischen fünf und zehn Jahren bedeutet. Aus der anderen Seite war zu erwägen, ob nicht der Angeklagte in gerechter Notwehr gebandelt batte. In welchem Falle er hätte straffrei bleiben müssen. Schließlich kam der Tatbestand der Ueberschreiiung der zulässigen Grenzen der gerechten Notwehr in Betracht, der nach dein Strafgesetz al» fahrlästige Körperverletzung zu bestrafen ist— je nach der Schwere der verursachten Verletzung al» Vergeben oder al» Uebertretung. Die Staatsanwaltschaft erhob schließlich gegen Franz Navrätil die Anklage wegen de» Vergehen» gegen die Sicherheit de» Leben». Der Angeklate erklärte sich als nichtschuldig. Er äußerte sein tiefe» Bedauern darüber, daß ein aar nicht ernstgemeinter Hieb so tragische Folgen nach sich gezogen bat. Nach Durchfübncng de» Beweisverfahren» sprach der Strafsenat Navrätil frei, daß ein Notwebrakt vorgelegen habe nnd desten schwere Folgen nur einem unglücklichen Zufall zuzuschreiben seien. Kunst und Mssew i Große Liebe Adrienne Beßner, die entzückende Darstellerin vornehm-heiterer alter Damen— au» Wien vertrieben, weil ihre Qualitäten großmütterlicherseit» vor der Nürnberger Inquisition nicht bestehen können— spielt jetzt mit dem Ensemble de» Deutschen Theater» wiederum in M o l n ä r'S ausgezeichnetem Lustspiel»Große Liebe" die gütig-humorige Exzellenz, al» die sie schon vor Jahren bei einem Gastspiel de» Jbsesstädter Theater» auch in Prag außerordentlichen Erfolg batte. Die Natürlichkeit und Anmut dieser Schauspielerin, ihre reizende Art, wirtliche Nobleste mit Herzhaftem, urwienerischem Ton zu paaren. erquickt auch jetzt wieder da» Prager Publikum bei halbsommerlicher Temperatur. klebrigen» dürfen, unter C o st a'S tadelloser Regie, auch die Unsrigen sich neben der großen Künstlerin anerkennenswert sehen lasten. Christi Raenv findet au» anfänglicher Sprödigkeit nicht nur zu echten HerzenStönen, sondern lveiß auch durch schauspielerische» Können zu festeln. Liebenswürdig, wenn auch ein wenig zu passiv affi- ! stiert Lisl M a ch e i n e r. Ein paar außerordentlich reizvolle Augenblicke verdankt man der talentierten Saloppigkeit Szurovy», deut die Gestaltung irr- lichtender Charaktere besonder» liegt. Schmerzenreich, der Bielverwendete, überzeugt im Ernsten wie im Humorigen, Elfriede B r i n g o l f, Fritta Brod und Stadler stellen diskret nette Randfiguren bei. Da» Publikum unterhält sich ausgezeichnet. l- g. Mendelssohn, etwa» ausgenordet. Mendel»- sohn'sche Musik darf, wie bekannt, im Reiche Streicher» nicht erklingen. Also gibt man dort Shakespeare».Sommernachtstraum"— doch zitieren wir einfach die»Bobemia", die sich au» Berlin Folgende» schreiben läßt: Im Naturtheater zu Friedrich-Hafen inszenierte Heinrich George den.Sommernacht»treum", mit einer t.a 11 bollen Musik von Leo Spieß, die dem C'haxaft^r der Mendelssohn« scheu angenähert ist. Taktvoll? Da» heißt wohl, daß dem Spieß nicht» eingefallen ist. Worauf er sich umdrehte und beim Juden Mendelssohn pumpte. Schulden, die man nicht zu bezahlen braucht;.. Aufschwung de» Theater» in Hitler-Deutschland. In einer Coburgex Zeitung— Coburg war einmal ein gute» kleine» Hof- und dann ein ebenso gute» kleine» Lande-chcater der„Systemzeit"—war kürzlich folgender Stoßseufzer zu lesen:- „Er darf nicht sein, daß eine einmalige Wiederholung der„Walküre" mit der besten Sängerinal»Ga st vorleerem Hause stattfindet und daß eine Aufführung von „Thomas Payne" von Han» Iahst eine Tageseinnahme von 6(fünf) Mark einbringt..." Na, das gibt einen ungefähren Begriff, wie in Deutschland jetzt die Theater au»sehenl Und da wird auch die Reichst Heater-Akademie nichts helfen, die Goebbels mit seiner Wiener Rede au» der Taufe gehoben hat. Zu Richard Wagner gehen die Teutonen nicht? Und nicht einmal zu Iahst, dem Paradedichter Hitler-Deutschland»? Die armen Intendanten, denen Goebbels in Wien die Leviten la»! Klassiker s o l l e n sie nicht spielen, Juden und„Welsche" und so weiter dürfen sie nicht spielen, Wagner zieht nicht mehr und Han» Iahst wird mit fünf Mark gewertet— eine Kunst, da .Kunst" zu machen! Premiere„Was wäre, wenn" am Dienttag in der.Urania", heiter-musikalische Revue von und mit Willy Trenk-Trebitsch. Theater, Film und Kabarett. Karten 6 vir 24 Xi in allen Bor- vcrkaufsstellen. Spielplan de» Renen Deutsche« Theater». Samstag'/a 8: Große Liebe, Gastsp. Geßner, B 2.— Sonntag 21.16: Im Waldsteingarten: Gärtnerin au» Liebe(bei schlechtem Wetter im Neuen Theater). Spielplan der Kleine« Bühne. Samstag 8: Da» Ministerium ist beleidigt, volkstümlich.— Sonntag 8 Uhr: Zuviel Familie, volkstümlich. Der Dkm Film-Fehde Prag-Berlin Zu den Maßnahmen, die man im.Großdeut« scheu Reich" ergriffen hat, um sich an der Tschechoslowakei für die Schlappe vom 21. IRai zu rächen, gehörte auch der klbbruch der Berliner Verhandlungen über ein neue» gilm-Handel»abkommen zwischen der Tschechoslolvakei und dem Deutschen Reiche. Diese Verhandlungen sollten zu einer neuen Regelung der Einfuhr deutscher Filme in die Tschechoslowakei führen, die bisher die Ausfuhr tschechoslowakischer Filme nach Deutschland unverhältnismäßig überwog und nach dem Anschluß Oesterreich» noch ungünstiger für die Tschechoslowakei zu werden drohte. Auf den Abbruch der Berliner Verhandlungen hat die Prager Film-Einfuhrkommission vorläufig damit geantwortet, daß sie keine neuen Filme au» dem Deutschen Reiche In die Tschechoslowakei zuläßt. Wa» al» Repressalie gegen die Tfchechoslowa- kei gedacht war, wirkt sich zunächst also zum alleinigen Nachteil des Berliner und Wiener Filmexport» aus. Zur gleichen Zeit hat sich auch eine Trennung des deutschen und des tschechischen Film-Verleih» in der Tschechoslolvakei vollzogen. Während sich die deutsche Film-Börse in Aussig, die den sudetendeut« scheu Kinobesitzern neue Filme vorführt, gleich- geschaltet hat, hat der tschechische Verband der Filmindustrie In Prag eine eigene Jilmbörse geschaffen, die an zwei Vormittagen der Woche Vorführungen neuer Filme für Interessenten und Preste-Vertreter veranstaltet. „Jle des veuves“* Ander» al» die»Grande Illusion" Ist dieser französische ÄriegSfilm, der eigentlich ein Nachkriegsfilm ist, eine allzu romanhafte Angelegenheit, und do« Kriegsschicksal dient hier nur zum Anlaß für eine seltsame Eifersucht»- und Wiedersehensgeschichte: zwei Kriegskameraden, englische Sergeanten in Flandern, waren in da» gleiche belgische Mädchen verliebt, und der eine der beiden hat den Kameraden bei einem an sich heldenhaften Tank-Vorstoß absichtlich in verzweifelter Situation zurückgelaffen, um den Rivalen loszuwerden, den er auch nach Kriegsende, als jener verwundet und ohne Erinnerung im Hospital liegt, verleugnet. Da» Wiedersehen de» Verschollenen, der inzwischen Fremdenführer atif den Schlachtfeldern geworden ist, mit der einst Geliebten, die nun die Frau de» anderen ist, beschwört dramatische Konflikte herauf, die den Film einigermaßen spannend, aber die Handlung nicht glaubwürdiger machen, und die edelmütig-versöhnliche Lösung wirkt nach allem, wo» voranging, ein wenig matt. Unter der Regie Claude Hey mann» sind jedoch manche wirkungsvolle Szenen entstanden,, besonder» die aus der Erinne- nmg auftauchenden Kriegsszenen, und e» wird auch nicht eindruckslos gespielt,— von einem Ensemble, in dem der interessanie Pierre Renoir und die vornehme Marcelle Chantal mitwirken.—ei»— Deeeinsnacimrstten, © Ortsgruppe Prag. Sonntag: Wanderung von der Hütte nach CiSoviee, Bojov, Vran, Mkchenice zum Badeplatz der tschechischen Arbeitertonristen. Führung: Pauer.— Hüttendienst: Schrei. Rote Falken, Prag. Heute, 4 Ubr nachmittag», Zusammenkunft aller Falken auf der Hehinsel. Die Teilnehmer de» Reich»falkentreffen« und Reichszelt- lager» müssen unbedingt kommen. Hin» In Prager Lichtspielhäusern Urania-Kino:„Die kalte Diamsell." Engl.— Adria:„Die Aitwen-Jnsel." M. Chantal, P. Renoir. F.— Alfa:„Duchaiek schafft alle»." Vlasta Burian. Tsch.— Apollo:„Die Witwen-Jnsel."— Avion: Lustspiele(Frigo, Laurel und Hardy) A. — Baikal:„Trigger Bill." Wallace Beery. A.— Beranek:„Die Entehrte." Victor France». S. Haya« kawa. I.— Feuix:„(Sin weiße» Segel am H o r i z o n t." R.— Flora:„Sieben Tage Millionär." A.— Hollywood:„Die falsche Katze." Ferbasova. Tsch.— Hvizda:„Der Sender im Pan- zertvagen." A.— Julio:„E x t a s e." Hedy Kieß- ler. Tsch.— Kinrma: Journale. Grotesken. Reportagen.— Koruna: Journale, Grotesken, Reportagen.— Kowa:„Die Frau im Geheimdienst." Lilian Harvey. Engi.— Lacerna:„Die Welt, iy der man bettelt." Hugo Haa». Tsch.— Metro:„Raß oder trocken." Brüder Ritz. Am.— Passage:„Die Welt, in der man bettelt." Hugo Laa». Tsch.— Praha:„DaS Geheimnis de« Kapitän»." Am.—. Radio:„H e j r u pt" VoSkovcc und Wcrich. Tick. — Skaui:„Die Entehrte." Fr.— Sviwzor:„Ein weißes Segel am Horizont." Ruff.— Brletrhy: „Auf den Dächern der Großstadt." Am.— Alma: „Sieben Tage Millionär." Am.— Belvedere: .Nacht in Flammen." B. Francen. Fr.— Beseda: „Bataillon." Fr. Smolik. Tsch.— Carlton:„Der fidele Desperado." I. Lupino. Am.— Illusion: „Hurrikan." Am.— Lid» II.1„Nacht in Flammen." B. Francen. Fr.— Louvre:„See-Kadetten." Am.— Macecika:„Der lachende Dritte." D. Pertstsn:„Im Feuer der Granaten." Am.— Tibit:„Wir schwören." Russisch.—Roxy:„Ihr erster Ball." Marie Bell. Fr.— Tatra:„Entführung nach Petersburg." Fr.— U Bejvodü:„Sieben Ohrfeigen." L. Harvey, W. Fritsch. D.— Baldek:„Vater Kondelik und Bräutigam Vejvara." Tsch. kalt«Ich besten« empfohlen* Die erste Damlnelkerei und Käserei V in Gratzen, Böhmerwald empfiehlt ihr« eratklasi. Erzeugnisse Beachten Sie die Sohu txmarke' V Bezugsbedingungen: Bei Zustellung inSHau» oder bei Bezug durch die Post monatlich Xi 17.—, viertelfährig Xi 61—. halbiSbxig Xi 102.—, ganzfäbrig Xi 204 Inserate w-rden la-ii Tarik billigst berechnet.— Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bet Einsendung der Retourm rrken.- Die ZeitungSsrankatur wurde von der Post- u. Teiearapbendtrektion mir Erlaß Nr. 13 800. VI1/1030 bewilligt-(Kontrollpostavu Praha LV.— Lruckerer:„OrbiS". Druck-.' Verlag»- u. ZeitungS-A.-G. Prag.