0 as mit Te : 1. mit ers ber ang nts hen der cmt ch h b it jer en gt 2. 8. Ct. 1. er eb Se 8 8. ent it 8 ie 1= ES 11 с Sozialdemokrat Sentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh/ Einzelpreis 75 Heller Rebaltion u. Berwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Giegfried Taub- Berantwortlicher Rebakteur: Rarl Rern, Prag 18. Jahrgang Mittwoch, 29. Juni 1938 Aus dem Inhalt: Knickerbocker entlarvt die SdP Pen- Klub für Geistesfreiheit Gasmasken auch für die Aermsten 60.000 Jungsokoln marschieren durch Prag Bericht von der Briefmarkenausstellung Nr. 151 Sensation um Geheimdokumente Rüstung und Wirtschaft England in Aufregung Unterhaus gegen Generalstaatsanwalt Der englische Abgeordnete Sandy 8. Abgeordneten nach seinen Informationen befrag- Sandy und die damit zusammenhängende grund Schwiegersohn des bekannten Politikers Winston te und auf das Gesetz über den Verrat offizieller fäßliche Erörterung, in welchem Ausmaße die Churchill, brachte im Unterhaus eine Interpel- Geheimnisse hinwies. rarlamentarischen Immunitätsrechte durch die lation ein, in der er Aufklärung über die Situ- Die Blätter erklären übereinstimmend, daß official secret act beeinflußt werden, trägt injo ation der britischen Luftabwehr verlangte. Es kam das betreffende Gesetz, sogenannte" Official fern weiter zur Komplikation der Lage bei, als jedoch zu keiner Beantwortung der Anfrage durch secret act", hier nicht herangezogen werden könne, eine Reihe von Abgeordneten der Auffassung den Kriegsminister Hore Belisha. Hingegen wurde und daß der gegebene Weg der war, daß der sind, der Kriegsminister Hore Belisha habe, che der anfragende Abgeordnete zum Genera l- Kriegsminister Hore Belisha den Abgeordneten er den Generalstaatsanwalt um Intervention er taatsanwalt Sir Donald Somerwell be- empfangen, mit ihm der Fall besprochen und suchte, die grundsätzliche Zustimmung Chamberordert, der ihm mitteilte, daß der Kriegsminister ihn ersucht hätte, ihm behilflich zu sein festzu- lains hiefür erbeten und erhalten. Da das Pars die Interpellation an ihn, den Generalstaatsstellen, wie eine für die britische Aufrüstung nach lament eifersüchtig über seine demokratischen anwalt geleitet habe, weil sie Angaben ous Ge- teilige Information zur Kenntnis anderer, als Rechte wacht, und auch besonderen Wert darauf heimdokumenten des Kriegsministeriums enthält, der damit beruflich befaßten Personen gelangen legt, an dem Verhalten der Regierung, wenn beren Veröffentlichung unter Strafe steht. Der lonnte.„ News Chronicle" verlangt eine Garan erforderlich, konstruktive Kritik zu üben, besteht Abgeordnete Sandys schilderte vor dem Unter- tie dafür, daß das gegen Spionage gerichtete Ge- darüber umsomehr Mißstimmung, und man bes haus die Unterredung mit dem Generalstaats- ses keinesfalls das Prinzip der parlamentarischen largwöhnt, daß die Regierung möglicherweise unanwalt, der ihn unter Berufung auf das Gesetz Freiheit und dadurch die Grundlage der briti bequeme Kritiker auf diese Weise loswerden aufgefordert habe, den Informator anzugeben, schen Freiheit verlege. Der Fall des Abgeordneten möchte. der nur ein Beamter des Kriegsministeriums sein fönne. Für den Fall, daß er, Sandys, den Informator nicht angebe, könne über ihn eine Gefängnisstrafe bis zu zwei Jahren verhängt werben. Die SdP will den Krieg! Eine aufschlußreiche Enthüllung Knickerbockers Die jahrelange politische Hochspannung in Europa, die mit dem Machhtantritt der nationalsozialistischen Partei in Deutschland begonnen und die uns im Mai 1988 an den Rand eines aveiten Weltkrieges geführt hat, bringt eine Steigerung der Rüftungsausgaben, die wirt schaftlich einem dauernden Kriegszustand gleich fommt und zu einer Verarmung der Völker zu führen droht. Was sind die Rüstungen in den legten Jahren vor dem Weltkrieg, welche durch rufen haben, gegen die Summen, welche heute ihre Höhe den Widerstand der Besten hervorge die Rüstungen verschlingen? Schon in den ersten Nachkriegsjahren waren die Militärausgaben der Staaten höher als vor 1914. Setzt man die dem Weltkrieg-1913- mit 100 fest, so waren Rüstungsausgaben im letzten Friedensjahr vor die Ausgaben in der Nachkriegszeit bis zu dem verhängnisvollen Jahre 1933 um 40 bis 60 Prozent höher. Dann aber setzt das Rüstungswettrennen richtig ein. Für 1934 wird die Ver hältniszahl mit 160 bis 170 angegeben, für 1985 mit 200 bis 250, für 1936 mit 300 bis 350, für 1937 mit 375 bis 425 und für 1938 gar mit 400 bis 500, so daß die Rüstungsaus gaben nunmehr fünfmal so groß sind als 1913! Das wäre noch zu ertragen, wenn Produktion und Bolfseinkommen in demselben Tempo gestiegen Das Unterhaus verlangte die Einseßung wären. Leider ist dies bei weitem nicht der Fall. einer Untersuchungskommission, die festzustellen Die Industrieproduktion ist wir stüßen uns hätte, ob der Eingriff des Generalstaatsanwal Der bedeutendste amerikanische Journalist, haben. Böhmen und Mähren werden Kolo- hier auf die Angaben des Berliner Konjunktur tes, bzw. des betreffenden Gesetzes in die Rechte Herr Kniderboder, war jüngst in der Tschecho- nien, die Slowakei geben wir den Magyaren. Wir institutes höchstens zweimal so groß wie vor der Boltsvertreter ſtatthaft sei. Die Regierung flowakei und hat sich da über die Fragen der werden die sieben Millionen entweder eindeut- dem Weltkriege, die Rüstungsausgaben aber hat der Einsetzung der parlamentarischen Unter- Außen- und Innenpolitik informiert. Er verfchen oder von sieben Millionen schechen kann für Rüstungen einen weit größeren Teil des samte englische Presse sich des Falles bemächtigt and American" einen Artikel, in dem er eine Un- doch nicht störend in das Schicksal von 78 Millio- Boltseinlommens in Anspruch nehmen als hatte. terredung mit drei führenden Mitgliedern der nen Deutschen eingreifen, wenn wir ins Deutsche früher. Der Anteil der Rüstungsausgaben am SdP in Reichenberg widergibt. Die Sprecher Reich einverleibt werden... Wir sind zu viele Boltseinkommen betrug 1913 in Großbritannien Kriegsgerichtliche Untersuchung? der Genlein- Partei legten Folgendes dar: auf einem Raum und haben die Absich 1, 3.1 Prozent, 1937/38 6.8 Prozent, in Frank„ Es muß zum Krieg kommen, weil die zuschlagen. Wir wollen keine über- reich 5 und 10 Prozent. Ein immer größerer Teil Die Abendblätter vom Dienstag befassen Tschechoslowaken fich wehren werden. Ich gebe fecifchen Kolonien. Unsere Kolonien find hier, der Arbeit der Völker wird nicht produktiven, sich ausführlich mit dem Fall des Abgeordneten zu, daß sie kämpfen werden. Wenn fie bei der ganz nahe. Es ist ein Unsinn, zu leugnen, daß sozialen oder kulturellen Zweden zugeführt, fon Sandys, der Gegenstand der Beratungen eines Rehle gepadt werden, werden fie losschlagen. wir uns nach dem Often fehnen. Bis die Tschecho dern dient der Vorbereitung, in den demokratiparlamentarischen Sonderausschusses werden wir können das nicht verhindern, weil eine flowakei unterworfen sein wird, bekommen wir schen Staaten allerdings auch der Verhinderung wird. Wie der Berichterstatter des Evening Bereinbarung unmöglich ist. Auf durch wirtschaftliche Eroberung rumänisches des Krieges. Welche Rolle die Rüstungen im WirtschaftsStandard" erfährt, sei es nicht ausgeschlossen, bem Gipfel des tausendjährigen Haffes swischen Naphtha und magyarisches Getreide." daß sch eine friegsgerichtliche un Germanen und Slawen lam das nationale Erleben der Völker spielen, kann man auch aus der tersuchung mit der Aufhellung des Latbewachen Deutschlands im Jahre 1933 und der Aniderboders genau so abgeleugnet werden wird, entnehmen. Es ist bekannt, daß der Welthandel Entwicklung des internationalen Waffenhandels standes befassen wird. Durch diese Untersuchung heutige Abgrund zwischen uns ist unüberwie die Unterredung, die Konrad Henlein seiner sich von den schweren Schlägen, die er in der Zeit soll festgestellt werden, wieso dem Abgeordneten brüd bar. Wir geben uns weder mit der das für seine Interpellation zur Verfügung ge- bloßen Autonomie, noch mit unserem Anschlußt seit Ward Price gewährte. Knickerboder ist ein so der letzten Strife erlitten, noch nicht erholt hat. stellte Material zugänglich war, das derart ver- an Deutschland zufrieden. Deutschland verläßlicher Journalist, daß man ihm glauben Die Konjunktur des internationalen Handels steht noch weit hinter jener von 1929 zurüd, nach einer trauliche Details behandelt, daß über sie insge- muf ganz Böhmen und Mähren kann. internationalen Statistik beträgt die gesamte samt nur fünf Personen genauere Kenntnis be Weltausfuhr an allen Waren 1987 77 Prozent faßen. Die Identität des Informators soll der jener von 1929. Ist so die Weltausfuhr 1937 Regierung bereits bekannt sein. Der parlamen geringer gewesen als in der Hochtonjunttur vor tarische Ausschuß wird mit weitgehenden rechts der letzten Strife, ist die Ausfuhr von Kriegslichen Vollmachten ausgestattet sein. Er wird material 1937 größer gewesen als 1929, und das Recht der Zeugenvorladung und Einber zwar um 28 Prozent. Wie die Erzeugung von nahme besigen und auch die Vorlage von DokuProtest gegen die beabsichtigte Besetzung Hainans Nüftungsmaterial einen immer größeren Teil menten verlangen können. Es kann als sicher der Gesamtproduktion bildet, so die Kriegsgelten, daß sowohl der Abgeordnete Sandys, als Paris. Das Interesse der französischen| Monaten besetzt wurde, ist es wahrscheinlich, daß materialausfuhr einen immer größeren Teil der auch der Kriegsminister und der Generalstaatsanwalt einvernommen werden. Die Zusammen- politischen Deffentlichkeit und der Presse wendet die Dämme von irregulären chinesischen Abtei- gesamten Weltausfuhr. Besonders rasch steigt der sebung des Ausschusses soll erst bestimmt werden. ich einigermaßen von der spanischen Angelegen- lungen zerstört wurden, die im Rücken der internationale Sandel mit Flugzeugen, der um 127 Prozent höher ist als 1929. In dem eben Der übliche Vorgang ist hiebei der, daß die Par- heit ab und beschäftigt sich hauptsächlich mit den Japan er fämpfen. Vorgängen im Fernen Osten. Als Japan seine In Honkong werden immer größere Be genannten Jahre hat die Ausfuhr von Flugzeu teien gemäß ihrem Kräfteverhältnis im Parla Absicht kundgab, die chinesische Insel Hainan zu fürchtungen der Berbreitung der Cholera- Epi- gen 27 Prozent der Kriegsmaterialausfuhr der ment die entsprechende Rahl von Teilnehmern in besetzen, habest die britische und die franzöfifche demie gehegt. Es wurde nämlich festgestellt, daß Welt ausgemacht, 1937 aber 48 Prozent, also diesem Ausschuß namhaft machen werden. Der Regierung auf dem ordentlichen diplomatischen ein Mitglied der Befagung des deutschen fast die Hälfte. Bemerkenswert für uns ist, welch Schlußbericht des Ausschusses wird dem Parla- Weg bei der japanischen Regierung gegen diefe Dampfers Affuan" von dieser Krankheit ange- große Rolle die Tschechoslowakei unter den ment vorgelegt werden, das dann über den Be- Absicht protestiert. In Paris verhehlt man sich steckt wurde. Hunderte Flüchtlinge treffen aus Striegsmaterialexporteuren spielt. In der Reihenricht abstimmen würde. nicht, daß die Besetzung von Hainan und der der Stadt Swatan, wo in einer Woche 600 folge der Länder, welche Kriegsmaterial ausfüh Nachbarinseln durch die Japaner Indochina und Cholera fälle verzeichnet wurden, in Honkong ein. ren, steht die Tschechoslowakei an vierter Stelle, die Berbindung zwischen Singapore und Song- Bis jetzt wurden in Honkong nur vereinzelte hinter den Vereinigten Staaten, die 1937 an tong ernstlich bebrohen könnte. An amtlichen Fälle dieser Krankheit, insgesamt 33 gezählt. französischen Stellen vertritt man die Ansicht, Während des letzten Tages jedoch wurden sieben daß der Protest der beiden Großmächte ebenso neue Krankheitsfälle gemeldet. Der Fall Sandy berührt auch das Problem wie die gestrige warnende Erklärung des Unterder parlamentarischen Privilegien, vor allem die staatssekretärs Butler im Unterhaus genügen Die chinesische Gesandtschaft Smmunität, die die Freiheit des Wortes und die werde, daß die Tokioter Regierung unverzüglich in Prag stellt den Blättern einen Bericht zur VerVerantwortlichkeit vor dem Gesez für das wäh- von diesen Aktionen Abstand nehme. Deshalb fügung, in dem es heißt: rend der Parlamentstagung Gesagte umfaßt. Der wurden heute in Paris neuerlich die Gerüchte In Honan haben die chinesischen Trupvven die Abgeordnete Sandy hat bei der Ausarbeitung dementiert, als ob die franzöfifche Regierung die Station Lichungmou an der Lunhajbahn und Jischi, seiner Interpellation den üblichen parlamentari- Landung französischer Truppen anordnen wollte. südlich von Kaifeng zurückerobert. Meine chineſiſche ſchen Weg genau eingehalten. Er sandte, ehe er Cholera und Ueberschwemmungen schöpften Reſten der japanischen Armee, die vor dem Truppenteile stehen nun im Kampfe mit den er um die Aufnahme seiner Anfrage in die gedruckte Die jepanische Preffeagentur ,, Domei" mel- Hochwasser in den Ebenen von Honan auseinander Tagesordnung der Interpellationsstunde ans suchte, den Entwurf der Anfrage an den Kriegs- det aus Nanking, daß die Chinesen die Dämme Restoben sind. suchungskommiffion zugestimmt, nachdem die geöffentlicht nun in dem Blatt ,, New York Journal Das die Tschechen müssen einfach unterliegen. fünfmal. Die Folge davon ist, daß die Ausgaben Gegen die Einschränkung der Immunität. Wir sind neugierig, ob das Interview Zweifache Warnung an Japan " diesem Material für 119.2 Millionen Goldmark ausgeführt haben, Großbritannien mit 114.6 Millionen, Frankreich mit 39.5 Millionen, worauf die Tschechoslowakei mit 37.7 Millionen kommt. Dann erst folgt Italien mit 26.2 Millionen. Während aus der Tschechoslowakischen Republik 1983 für 14 Millionen Goldmart Striegsmaterial ausgeführt wurde, betrug der Ausfuhrwert 1937 mehr als das Zweieinhalbfache. Auch in unserer heimischen Wirtschaft und Ausfuhr steigt also die Waren der Rüstungsindustrie. Da sich diese Bedeutung der Erzeugung und des Handels mit Industrie zu überwiegendem Teile im tschechi schen Siedlungsgebiete befindet, hat das deutsche Wohngebiet nur einen mittelbaren Anteil daran, minister mit dem Ersuchen um Mitteilung, ob des großen Kanals bei Tschaukangho, ungefähr Svatou werden heftige Stämpfe geführt; die Japaner der darin besteht, daß die Verbrauchskraft der in gegen die Frage aus öffentlichen Intereffe Ein- 100 Kilometer nordöstlich von Nanting, zerstört wände beſtünden oder nicht. Nach sechs Tagen haben. Weite Flächen Landes stehen schon unter Yangte die Antwort ein, mit der Aufforderung, Waffer. Da Tschaukangho in einem Gebiete liegt, den Generalstaatsanwalt aufzusuchen, der den das von den Japanern bereits vor mehreren An der südlichen chinesischen Küste bei der Stadt versuchten hier die Insel Namoa zu besetzen. In der Stadt Hanischau soll es Montag zu einer Meuterei der Rüftungsindustrie Beschäftigten gestärkt und japanischer Soldaten gekommen fein, wobei zahlreiche so auch mehr Waren gebraucht werden, welche von der im deutschen Gebiet liegenden Friedensa Offiziere getötet wurden. (Belte 2 Nr. 151' Mittwoch, 2V. Juni 1038 Industrie erzeugt werden. Bon diesem gestiegene» Binnenverbrauch allein aber kann die sudetendeutsche Industrie nicht leben. Sie braucht die Wiederherstellung des internationalen Handels, die Ausfuhr von Garne» und Stoffen, von Glas und Porzellan, nicht allein von Munition und Flugzeugen. Ter Anstieg der Rüstungen, der Produktion und des Handels mit Kriegsmaterial hat, wie wir gesehen haben, erst im Jahre 1983 das wahnsinnige Tempo angenommen, von dem die Zahlen, die wir angcfüh t' haben, erzählen. Den Anstoß hat diese Entwicklung von Deutschland erhalten — aber genützt hat dieses Beginnen des Dritten Reiches dem Sudetendeutschtum am allerwenig-' Barcelona.(Ag. Esp.) Außenminister A l- v a r r z d e l B a Y o hat dem britischen Geschäftsträger Mr. Leche eine Note übergeben, in der es u. a. heißt: Alvarez del Vayo, ’Außenministy der spanischen Republik worden find, die anzeigen, daß die Regierung Großbritanniens bereit ist, einen Modus zu studieren, um der Bombardierung offener Städte ein Ende zu bereiten, entsprechende Befehle erteilt, damit lein einziger derartiger Angriff durch die Luftwaffe der Republik erfolgt und sie hat gesehen, daß von Tag zu Tag mangels einer Intec«’ nationalen Reaktion offiziellen Charakters die deutsch-italienische Fluglvaffe sich mehr ermutigt fühlte, ihre terroristische und zerstörerische Aktion gegen die Zivilbevölkerung noch auszudehnen. Die spanische Regierung war und ist der Ansicht, daß rS keineswegs mit dem wahren Charakter des Kriege- in Spanien und mit dem Gefühl, das ihr die Gesamtheit des spanischen Volkes einflöfft, zu vereinbaren wäre» auf Massen- massakerv von Frauen, Kindern und Richtkämpfern im allgemeinen zu antworten, indem die spanischen Zivilisten der Rebellenzone in gleicher Weise getötet würden. WaS immer die Antwort sein möge, zu der die Fortsetzung der Flugangrifse die Regierung zwingen könnte» so wird diese Antwort immer basiert sein auf der vorstehenden Erklärung. stc». Die autarkische Wirtschaftspolitik Deutschlands hat die Wiederbelebung-des Welthandels verhindert, von dem das Wohl.und Wehe der sudetendeutschen Industriegebiete abhängt. Der Ersatz, den der internationale Handel dafür empfangen hat, die gestiegene Ausfuhr von Kriegsmaterial, hat das sudetendeutsche Gebiet tvenig berührt. Würden nüchternes Denken und reale Betrachtung des Tatsächlichen im Sudeten* deutschtum vorherrschen, dann müßten die Sudetendeutschen die entschiedensten Anhänger des Friedens und die ärgsten Gegner einer autark!« scheu Kriegswirtschaft sein. Auf die Dauer wird aber auch diese Wahrheit nicht ein Leben im Verborgenen führen. Die spanische Regierung hat mit Dankbarkeit davon Kenntnis genommen, daß die britische Regierung in der Note, auf welche diese Zeilen die Antwort sind, die Bombardements von Alicante und GranollerS all solche bezeichnet, die»Leben zerstören, ohne offenbar militärische Ziele zu haben." Die spanische Regierung begrüßt, wie bereits im Kommunique über eine der jüngsten Sitzungen des MinisterrateS gesagt war, die Schaffung der UntersuchnngSkommisston» erklärt sich in Ueberein- ftiminung mit ihrer Zusammensetzung und ihren Zielen und versichert die Kommission ihrer loyalsten und vollkommenen Zusammenarbeit." Die Republikaner halten stand Barcelona.(Ag. Esp.) Die Schlacht an der Tcruel-Castellonsront ist in ihre zweite Phase getreten. Am 18. April hatten die Rebellen auf einer Breite von weit über lüü Km. ihre Offensive eröffnet. Dank der deutsch-italienischen Einmischung hatten sie im Anfang eine vielfache Materialüberlegenheit an Geschützen, Tanks, Flugzeugen und vor allem an Munition. Dieser Ueberlegenheit im starren frontalen Abwehrkampf zu begegnen, erschien dem republikanischen Oberkommando nicht angemessen, es entschloß sich vielmehr zu hinhaltendem Widerstand in der Absicht, in zähem, hartnäckigem und langsamem Weichen solange auSzuhalten, bis das Gleichgewicht der Kräfte wiederhergestellt sein würde. Durch geeignete Operationen und Maß« nahmen sollte außerdem der Gegner mehr und mehr. zum Einsatz seiner Reserven gezwungen werden und sein Verbrauch an Menschen und Material aus da» Höchstmaß getrieben werden, ES gelang dem' organischen Prozeß,' die Offensive de» Gegner» langsam und unter schweren Verlusten für ihn zunächst abzubremsen und dann anzuhalten. An keiner Stelle ist die vom republikanischen Oberkommando von vornherein festgelegte HauptwiderstandSlinie durchbrochen oder auch nur in ernste Gefahr gebracht worden. Nirgends ist das Ziel der Offensive oder auch nur ein Teilziel erreicht wordey. Eine» dieser Ziele war die Forcierung der Straße Teruel—Sagunto und die Einnahme von Mora de Rubielp». Vorübergehend war e» den Rebellen durch Uebcrslügelung vom Süden und vom Gebirge her gelungen, in die Nähe der Stadt Sarrion vorzustoßen. Bor zwei Tagen jedoch haben die RepMikaner dort zur Gegenoperation angesetzt und den Gegner zurückgedrängt, die Stadt Puebla de Baldere ent lastet und die Kontrolle Über Straße und Eisenbahn Pucblc de Valverde—Sagunto verstärkt und gesichert,/Mora de Dubielo», das vom Süden her umgangen Und eingeschlossen werden sollte» ist heute strategisch stärker als je. Alle Angriffe des Gegners aus dem Raum Baibona, also vom Westen her, sind gescheitert, ja seit zwei Tagen sind auch hier die republikanischen Abteilungen zur Osfensivaktion übergegangen und'haben den Gegner zurückgedrängt. Die Front im Teruelabschnitt ist somit in Bewegung. Die Initiative und den Vorteil haben die Republikaner. Sie drängen die Rebellen langsam au» der Flügelftellung zurück. Versuche der Rebellen, von villahermosa läng» de» gleichnamigen Tale» in südlicher Richtung au» dem Flust Mijare» vorzudringen, sind in zehntägigem Kampfe erfolgreich abgewiesen worden. Alle über den Fluß Mijaro» vorübergehend vorgedrungenen feindlichen Abteilungen sind in den jüngsten Tagen zurückgetrieben oder vernichtet worden. Sechsgliedriger Koalitionsausschuß zum Studium der Nationalitätenfrage Prag. Dienötag fand die reguläre Sitzung deS Ausschusses der Wirtschaftsminister statt. Der AuSschust der politischen Minister hielt keine Sitzung ab. Da» Mitglied diese» Ausschüsse», Minister Dr. Srämck, weilt bekanntlich in Jugoslawien, wo er an dem Orelkongrest in Laibach teilnimmt. Die Arbeiten der. Regierung sind für die nächsten Tage wie folgt aufgeteilt: Mittwoch wird der Vorsitzende der Regierung, Dr. Hodja, einzelne Vertreter der polnischen und un- »arischen Opposition empsangen, welche er zu einer Besprechung über die Fragen der Nationalitätenpolitik eingeladen hat; für Donnerstag ist die reguläre Sitzung de» MinisterrateS rinbernfen worden. Am Nachmittag de» gleichen Tage» treten die Borsttzenden der Koalition»par- teien und der Abgeordneten» und Senatorenklub» dieser Parteien zusammen, um unter Teilnahme der Vorsitzenden der beiden Kammern der Nationalversammlung, de» Abg. M a l» p e t r und und de» Senator» Dr. S o u I u p, dir Aussprache mit dem Borsttzenden der Regierung über daS Arbeitsprogramm der Regierungsmehrheit, insbesondere über die Fragen der Nationalitätenpolitik, fortzusetzen. In der Donnerstagsitzung werden diesem KoalitionSkollegium Finanzminister Dr. Kalfu» und der Gouverneur der Nationalbank,.Professor Dr. Karel Eugli4,..eine.Dar- leguug über' die Wirtschaft»» und Finänzsragen vom Gesichtspunkte der staatlichen Bedürfnisse erstatten. In Koalition»kreisen ist man der Meinung, dass e» gleichzeitig auch zur Konstituierung eine» voraussichtlich sechsgliedrigen KoalitionS- auSfchusse» für da» Studium der Projekte zur Lösung der Nationalitätenfragen kommen wird, welche von der Regierung unter Mitwirkung der Fachezperten ausgearbeitet worden sind. Die Mitglieder dieses Ausschüsse» sollen dann Mitglieder dr» gemeinsamen Ausschüsse» deS Abgeordnetenhauses und dr» Senate» werden, welcher die Gesetzentwürfe durchberaten wird, welche die Fragen der Nationalitätenpolitik lösen. Auf diese Weise soll am wirksamsten die Kontinuität der vorbereitenden Verhandlungen im LrgiSlativversahren gesichert werden. Spanien stimmt zu Erklärung der republikanischen Regierung I Zwischen I Mann und Kind H Roman von Lill Körber Robert nahm den Tiger mit dem Büchsenöffner heran»: »WaS ist denn da»?" fragte Isa neugierig. Robert erklärte mit falscher Bescheidenheit. Isa unterbrach ihn in einem AuSbruch von Begeisterung: »Nein, du bist eine Geniel Großartig finde ich da»! Und wie fchön er istl So ein süße» Buckelchen macht er l Du, Robert, schenk' mir doch die Zeichnung, bitte, bitte I" Robert strahlte. So war Isa. Man mußte immer tun, wa» sie wollte und sich sagen lassen, daß man zu jung war, aber dafür gab e» niemand, der ihn so verstand. Er bekannte ein wenig bedrückt— keinen Menschen sonst hätte er e» zugegeben: «Dafür ist mir gestern die Geige meine» Bruders Werner mißlungen." «Ach, die triffst du auch noch. Ein Tiger ist ja Vies schwerer zu zeichnen. Also schreibe deinen Namen drauf. Ich hänge sie in meinem Zimmer auf. Die Tante E— sie heißt Emilie—, die Tante E nehme ich herunter, dein Tiger ist viel schöner." «Kann der Onkel Adolf auch zeichnen?" fragte Robert in gespielter Harmlosigkeit. «Nein", gab Isa treuherzig zu.«Da» ist wahr. Zeichnen kann er nicht. Aber jetzt muß ich fort. Und wir müssen gleich da» nächste Mal besprechen, weil ich von zu Hause nicht mehr anrufen darf. Ach, Robert, man hat es nicht leicht mit einem Vater, sei früh, daß du keinen hast." «Vielleicht krieg' ich bald einen", sagte Robert düster. „Nein!" Isa sperrte Mund und Augen vor Erstaunen auf.«Wie ist da» möglich?" Robert sagte dumpf: «Gestern hat ein Doktor die Mujter angerufen." Isa fragte: «Wie sieht er au»?" «Da» weih ich nicht." Isa legte die Zeichnung in ihr Rechenheft und fragte: «Du, darf ich da» meiner Mama erzählen?" Robert sprang auf: «Wenn du da» tust, Isa, dann will ich dich nicht mehr Wiedersehen... nie, niemals will ich dich Wiedersehen." «Aber nein, ich tu'» nicht, ganz bestimmt nicht",-beteuerte Isa rasch, von seiner ungewohnten Leidenschaft erschrocken. Seine blauen Augen sahen sie drohend an. Sie duckte sich innerlich. Und doch hatte er ihr noch nie so gut gefallen wie jetzt. Sie sagte weich und fast demütig: «Ich danke dir für die Zeichnung, Robert. Sie ist sehr schön." Er antwortete nicht. Er war nicht mehr böse, aber e» tat Wohl, Isa plötzlich klein und nachgiebig zu sehen. «Wollen wir un» übermorgen wieder vor dem Straub treffen?" schmeichelte sie. «Gut", willigte er ein, von. oben herab. „Wenn ettva» dazwischen kommt, vielleicht hat Onkel Adolf keine Zeit für die Miß, schreibe ich dir eine Karte." „Ja, aber bitte adressiere den Brief an meinen Freund, den Maler Hofer, der in unserem Hause wohnt und unterschreibe mit einem Männernamen. Ich will nicht, daß mein Bruder Werner... „Gut", sagte Isa bereitwillig, sie wäre seht auf alles eingegangen, wa» er von ihr verlangt hätte. Als sie, sich trennten, blickte sie sich noch einmal nach ihm um. Er ging, die Hände in dm Taschen, vor sich hinpfeifend, ohne, sich nach ihr umzudreHn. Er war enttäuscht, weil er so leicht Biacht über sie bekommen hatte. G Isa saß auf ihrem Bett und zog sich die Strümpfe aus. Frau Abel faltete ihre Wäsche zusammen und sagte: „Isa, wie oft muß ich dir wiederholen, daß man seine Sachen nicht einfach hinwirft, wenn man sie auäzieht, sondern schön auf den Sessel zü- sammenlegt. Die Mihi steht da und bügelt und zivei Stunden nachher sieht alle» wie ein Fetzen au». Ich verstehe nicht, daß eine so ordetüliche Mutter wie ich eine so schlampige Tochter hat. Die Miß könnte auch aufpassen... wo ist sie denn überhaupt, wenn du zu Bett gehst?" „A propo», Mama,"— Isa zog ihr Nachthemd unter dem Kissen hervor— was heißt da» eigentlich: ein glänzender Liebhaber?". Frau Abel blieb stehen, Isa» Strümpfe in der Hand, ihre großen, runden, schwarzen Augen, blank wie Mantelknöpfe, blickten ihre Tochter entgeistert an. „Jsai Um Gotte» Himmel» willen, wo hast du denn da» her?" «Hab' mir gleich gedacht, daß e» wa» Unanständige» ist." Sie schlüpfte in» Nachthemd. „Ich hab' gehört, wie eine Frau in der Straßenbahn der anderen erzählte..." „Wie kommst du in die Straßenbahn, ich habe doch ausdrücklich der Miß gesagt, du sollst au» der Schule zu Fuß nach Hause kommen.. Man kann sich wirklich auf die Leut« nicht verlassen. Alle» muß man selbst tun. Und du sollst nicht zuhören, wenn jemand wa» Dumme» in der Elektrischen sagt. Denk' lieber an deine Aufgaben." Sie übersah Isa» verschmitzte» Lächeln und deckte sie zu. „Mamal" „Ja, waSlvlllst du?" .„Kannst du dem Papa nicht auSreden, daß Via Arbeiten des Pen-Klub! Am DIen»tag nahm die vormittägige Ar« beitSsihung der Pen-KInbS-Föderation mit stürmischem Beifall die Berlesmig der von den Kongressen in Brüssel und Edinburgh angenommenen vterLeitsätze, die fiir die Bereinigung verbindlich sind, mit stürmischem Beifall auf und gab ihnen dadurch neuerlich ihre Zustimmung. Diese Leitsätze sagen, daß die Literatur keine Grenzen kenne und die literarischen Beziehungen für immer unabhängig von den politischen Ereignissen bleiben müssen; daß unter allen Umständen und besonder» in KricgSzeiten die Kunstwerke als gemeinsame» Eigentum der Menschheit respektiert werden müssen; daß die Mitglieder ihren persönlichen Einfluß und ihre Schriften zugunsten gegenseitiger Respektierung der Böller benützen werden; daß mit Beunruhigung die Eingriffe in die Meinungsäußerung konstatiert und der ilcber- zeugung von der Unerläßlichkeit einer freien Kritik der Regierung und der Institutionen Ausdruck geben wird. Der Bericht über die Tätigkeit im abgelaufenen Lahr besagt, daß in der Föderation 68 Zentralen au»»2 Staaten vcr« einigt sind. Pen-Klub» gibt es weder in Rußland, noch in Deutschland. Die Tätigkeit der Madrider Zentrale ruht, die in B a r c e l o n a arbeitet wieder. Die chinesische Organisation arbeitet, mußte aber wiederholt ihren Sitz verlegen. Bon der Wiener Zentrale, einer der eifrigsten und stärksten, liegen keine Nachrichten vor. Biele Mitglieder sind nach Prag, Pari», London oder Uebersee gegangen. Mitgliedern, die in» Ausland gehen konnten, wurden Beiträge au« einen: zu diesem Zwecke geschaffenen Hilfsfonds gegeben.— In Pari» wurde im Borjahre ein Klub-Hau» errichtet, da» Mitgliedern, die nach Pari» kommen, Gastfreundschaft getvährt. Die Versammlung beschäftigte sich dann mit der für da» nächste Jahr geplanten Konferenz, die über eine Revision der Berner Autorenrechts- Konvention beraten soll. Die Pen-Klub-Kon« ferenz soll sich die Teilnahme an dieser nach Brüssel einberusenen Tagung sichern. Die Londoner Gruppe der deutschen Mitglieder verla» eine Kundgebung zu Ehren Egrlvon Ossietzkys. Die polnische Zentrale ließ eine Kundgebung verlesen, welche die Konferenz ausfordert, von allen Resolutioen politischen Charakters abzusehen. Am Abend war Empfang beim Präsidenten der Republik, dann Jesworstellung im Rationaltheater. Der Präsident der Republik empfing am Dienstag, den 28. Juni, den ersten Präsidenten de» Obersten BerwaltungSgerichte» Dr. Emil H ä ch a und den Präsidenten de» Bersassungt- gerichtShofe» P.of. Dr. Jarislav K r e j t i. Hierauf empfing der Präsident den außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister in Bueno» Aires Dr. Fr. K a d e t ä b e k und schließlich Vertreter der gemeinsamen Zentrale der Angestelltengewerkschaften„Odborovö jdru- jent öesioslovensto. Jubiläumsspende für den StaatSverteibi- gungSfondS. Bi» zum 27. Juni 1988 wurden von 64.818 Spendern KC 162,724.988.85 tatsächlich eingezahlt. ich mit Robert nicht mehr zusammenkommen soll? Ich glaube, er hat auf mich einen guten Einfluß. Neulich sagte er noch:«Isa, du sollst Baier und Mutter ehren, auf da» e» dir wohlgehe und du lange lebst auf Erden." «So, hat er da» gesagt? Da» ist sa schön von so einem jungen Menschen. Wirklich schön. Aber Papa hat gemeint, andere Mädchen haben Freundinnen und du bist immer nur mit dem Burschen zusammen." „Wenn er aber guf mich einen guten Einfluß hat!" «Nun, gut, ich werde mit Papa reden, schließlich seht ihr euch nicht so oft, wenn er einmal in vierzehn Tagen herkommt, da» ist nicht so arg l Aber jetzt sollst du schlafen, Isa, du bist so blaß und mager in der letzten Zeit. Die Tante Bertha sagte mir noch heute:«Die Isa sieht au», al» wäre sie zehn Jahre alt." „Da» hat sie bloß au» Wut gesagt, wegen der Devisenverordnung in Polen." -„Isa, du sollst nicht so keck sein, die Tante Bertha ist die Schwester deine» Vater» und war immer freundlich zu dir. Da» schöne Buch, da» sie dir zu Weihnachten geschenkt hat..." „Da» war doch nur ein alte» von der Mimi..." „Ich habe keine Nerven für dich, Isa, der Papa hat recht, ich habe dich schlecht erzogen. Immer hast du eine Antwort. Und die Miß erzieht dich auch nicht. Wo ist sie überhaupt?" „Sie macht keine Ueberstunden, Mama. E» ist schon spät. Ueber allen Gipfeln ist Ruh. Au» dem Zimmer der Miß spürest du kauni einen Hauch. Der Hausmeister ruhet..." „Gute Nacht, mein Kind," sagte Frau Abel erschöpft und küßte ihr Töchterchen. „Gute Nacht, Mama," sprach Isa mit schlaftrunkener Stimme. Frau Abel knipste da» Licht aus und ging auf. den Zehen au» dem Zimmer. .lFortsehung folgt)j. fr. 151 Mittwoch. 29.-uni 1938 «ritt 8 Kreiskonferenz In Reichenberg Sonntag, den 26. Juni, fand in Reichenberg die Konferenz der Kreisorganisation der deut» schen Sozialdemokratie statt. Sie wurde geleitet vom KreiSvertrauenSmann-Stellvertreter Franz R e h w a l d, der die Konferenz mit einem kurzen Ueberblick über die politische Situation einleitete und den Parteivorsitzenden I a k s ch sowie den Bertreter der tschechischen Sozialdemokratie Houza willkommen hieß. An den StaatSpräsi» denten Dr. Benei wurde eine BegrüßungS- drpesche abgesandt. Den Bericht über die Tätigkeit der Krei»- organisation erstattete KreiSsekretär E l st n e r. Aus diesem Berscht ging hervor, daß der Stand dieLokalorganisationen vermehrt und der Markenumsatz gesteigert werden konnte. Auch die Ver« sammlungStätigkeit war in der abgelaufenen Be« richtsperiode lebhaft. Den Kassabericht erstattete W a n i l, den Bericht über die Parteipresse H a w e l. Den Kontrollbericht erstattete Müller, der abtretenden Kreisvertretung wurde da» Absolutorium erteilt. Sodann solgtt daS politische Referat des Parteivorsihenden Abgeordneten I a k s ch, das mit stürmischem Beifall ausgenommen wurde. (Wir haben einen Auszug aus dieser Rede bereits veröffentlicht.) Daran schloß sich eine Debatte, in der eine Reihe wertvoller Anregungen gegeben wurde. In einem ausführlichen Echlutz- wort ging Falsch auf alle von den Debattenred- pern aufgeworfenen Fragen ein. , Bei den Wahlen wurde zum KreiSver- trauenömann Franz R e Hw a l d, zu dessen Stellvertreter A. F r e n z e l, zum KreiSkassier Johann Schiller gewählt. Mit einem an« feuernden Schlußwort des neuen KreiSver- .trauenSmanneS und unter dem Gesang der„Internationale" wurde die erfolgreich verlaufene Konferenz geschlossen. Wer Ist schuld? Die Troppauer„Volkspresse" druckt einen Brief ab, der von einem in Freiwaldau gewesenen Kurgast stammt. Der Briefschreiber schildert das Darniederliegen des Kurbetriebes in dieser Stadt und schreibt dann wörtlich: „Ja, wer trägt diese ungeheure Schuld, tvarum blechen die Fremden aus? Und ich fragte ■■■■■■■■ ggSBSSBgg Dank der Armee an die Eisenbahner Im Amtsblatt des Eisenbahnministerium» ver- öffontlickst Minister Bechpnk ein an ihn gerichtete» Schreiben des GonernlstabSchef» General Ärrjöt, der 5sgt es eilen 5u6eten6sutscken...! AufschluSrelches Gespräch Im Balkan-Zus Bei einem Teil unserer durch die Flüsterpro- tzaganda verwirrten sudetendeutschen Mitbewohner spukt noch immer der Gedanke, daß daS Dritte Reich«in gesegnetes Land sei, und daß die Segnungen sich nun^seit dein Anschluß auch auf Oesterreich übertragen haben. Wie es in Wirklichkeit auSsicht, läßt eine Unterhaltung erkennen, die ein uns befreundeter Reisender vor einigen Tagen im Balkanzug auf der Strecke Preßburg— Bodenbach hatte. Der Reisende schildert uns seine Eindrücke wie folgt: Erst kam daS Gespräch in dem stark besetzten Abteil zwischen den UrlaubSreisenden, die aus Jugoslawien und Ungarn kamen, und uns zweien, die wir zustiegen, nur langsam in Fluß. In Lun« denburg sagte plötzlich eine Wienerin, daß sie hier eine Schwester habe, der es gut gehe. Auf meinen Einwand, daß sie sich doch erst jetzt in der sogenannten Ostmark auch nicht zu beschweren brauche, da doch die Oesterreich« alles besser geworden sei, erwiderte die Frau:„Ich kann Ihnen nur eins sagen, sagen Sie es jedem Sudetendeutschen, daß er froh sein soll, daß er in der Revublik wohnt, und daß er llch nicht nach Deutschland sehnen soll. Ich weiß zu gut, wie cS den Oesterreichern geht, was uns versprochen wurde, und wie die Verhältnisse geworden sind. Den Herren war cs nicht darum zu tun, uns zu helfen, sie wollten Holz und Erze haben. DaS österreichische Volk bleibt daS fünfte Rad am Wagen. Den Sudetendeutschen würde eS genau so gehen!" Auf meine Frage, wieso denn daS für Hitler günstige Abstimmungsresultat zustande gekommen sei, erwiderte die Frau» daß sich ein Fremder keine Vorstellung machen könne von der unerhörten und gerissenen Propaganda. Militär, und immer wieder Militär auf den Straßen, Maschinengewehre, Geschütze, Tanks, das waren die Mittel der Beeinflussung. Die Menschen haben vor A n g st mit Ja gestimmt. Und erst die Vorgänge im Wahllokal! Es wurde offen vor den Augen der Aahlkommission abgestimmt. Wer in die Wahlzelle ging, war schon als Verräter gekennzeichnet. DaS österreichische Volk hat schon viel durchgemacht, aber so ist eS noch nicht deprimiert und betrogen worden wie bei der„Befreiung" durch den Nationalsozialismus. Durch den Mut der Oesterreicherin angeregt, beteiligten sich nun auch andere Fahrgäste, ein Herr aus Leipzig, und eine B e r k i n e« r i n an der Unterhaltung. Die Ersatzstoffwirt s ch a f t de» Dritten Reiche» wurde gehörig unter die Lupe genommen. DaS schlechte Brot verursach« Magrnrrkrankungrn, so wurde erklärt. Man brauche gar kein Meckerer zu sein, aber die Ersahwirtschast müsse sich in jeder Beziehung ungünstig auSwirkcn. Alle Teilnehmer an der interessanten Unterhaltung Warrn froh darüber, daß sie in Jugoslavien und Ungarn ganz nach eigenem Geschmack alles kaufen konnten. Das Sammeln im neuen Deutschland ist zu einer Landplage geworden. Wird eine Sammlung für die Winterhilfe durchgcführt, müssen die Arbeiter und Angestellten sich am Wochen« oder Monatsende beeilen, ihre Abzeichen, deren Gegenwert vom Lohn oder Gehalt abgezogen wird, aus der Lohndütt zu nehmen und anzustecken, wenn sie den Betrag auf der Straße nicht noch einmal bezahlen wollen. Ein Witz, der in die Unterhaltung geworfen, wurde, kennzeichnete die Plage de» Sammelnrecht treffend: Die Frage, woran man nach einer Sintflut die Stelle erkennen würde, wo Deutschland gewesen sei, wird dahin beantwortet, daß dort, wo Sammelbüchsen schwimmen, da» einstmalige Dritte Reich war. Recht eindeutig kennzeichnet ein AuSspnich die„Geiste»"« und„Redefreiheit" im neuen Deutschland. Im Laufe der Unterhaltung sagte eine Dame, man könnte froh sein, daß im Waggon keine Horchapparate angebracht seien, sonst könne e» passieren, daß man bei der Einfahrt nach Deutschland sofort dem K.-Z. zugeführt werde. Der Reisegefährte unsere» Gewährsmannes, ein S d P- M a n n, der Zeuge der Unterhaltung war. erklärte unserem Freund, daß diese Gespräche sehr lehrreich für ihn waren, und daß er e» nun glaube, wa» die objektiven demokrati« schein Zeitungen über da» Dritte Reich berichten. Zum Schluß schilderte der Reisende in feinem Schreiben an un» noch die Z o l l p l alle r« i e n an der reichsdeutschen Grenze. Die Reisenden verzollten die von Ungarn mitgebrachte Butter nur, um ihren Angehörigen in Deutschland eine angenehme Ueberraschung zu bereiten, denn drüben geht e» sehr knapp zu; Butter ist ein besonders begehrter Artikel. Zum Abschied erklärte eine Berlinerin: „Man liest in unserem Lande soviel über da» Volk in der Tschechoslowakei, daß man sich gar- nicht getraut, herübrrzukommen. Ich habe nun in Erfahrung gebracht, daß e» hier sehr nette Leute gibt. Ich werde allen meinen Bekannten raten, sich die Tschechoslowakei besser anzuschen, al» e» mir in der kurzen Zeit möglich war. Aber ich bin voll befriedigt. Ich spreche und verstehe kein Wort tschechisch. Aber ich habe in Prag von Polizeibeamten und Zivilpersonen sehr gutt und freundliche Auskunft erhalten. den Geschäftsmann, den Kurhausbesitzer, den Musiker, den Badediener, den Hotelportier: Der Kaufmann:»Wir haben am 1. Mai nicht überlegt, daß seit Jahren tschechische und jüdisch« Gäste da» Hauptkontingrnt unserer Kuriesucher stellen." Der KurhauSbesiher:»Am 1. Mai sind meine Gäste abgereist, da sie, wie sie sagten, ihr GeV nicht im„Zweiten Hitlereeutsch- land" verlebe« wollttn." Und der Musiker:„Ein internationaler Kurort wie Gräfenberg-Freiwaldau kann sich nicht ohne gewaltige wirtschaftlich« Einbuße zur Hochburg der Nazi» machen." Und her Badedienrr auf meinen vorsichtige» Hinweis auf die„bekannten Maßnah- men in den Grenzgebieten":„Ach Quatsch. Ab. gereist sind die Gäste Anfang Mai." Und der zkemlich weitgereiste H o t e l P o r- t i e r fügte mit bitterer Ironie dm eigentlich alles umfassenden AuSspruch hinzu:„Ein Boll,«in Reich...«in Kunga st." Ja dann Ihr lieben Freiwaldauer, Gräfenberger, Lindewiesner(und vielleicht kann man eS noch weiter ausdehnen) schlagt Euch an Eure Brust: Mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa." Volkskulturtas In Reichenberg Der Nordböhmische BolkSkulturtag, der vergangenen Samstag und Sonntag in Rcichenberg abgehalten wurde, erfreute sich einer sehr starken Beteiligung und war von starkem Kampfgeist getragen. Die Samstagveranstaltungen wurden mit der Absendung eines BegrüßungStelegrammeS an den Staatspräsidenten eingeleitet. Die Haupweranstaltung war Sonntag nachmittags. Es marschierten etwa 20.090 Teilnehmer auf den Festplatz hinter dem Königsbusch ein. Die Versammlung auf dem Festplatz wurde mit den Staatöhymnen eröffnet, die von einem gemischten Chor der Arbeitersänger vorgetragen wurden. Karl Kneschke eröffnete die Tagung, wobei er auch zwei Offiziere als Bertreter der Reichenberger Garnison begrüßte. Bei dieser Gelegenheit wurde die Armee stürmisch gefeiert. Schließlich sprach der kommunistische Parteiführer Gottwald. Der übrige Nachmittag war künstlerischen Darbietungen gewidmet. Besonders Brief an den Zeibniegel Ein Freund unseres Blattes schreibt uns aus der Bodenbacher Oegend: „Lieber Zeitspiegel! Als ich am Sonntag in der Nähe einer Brettsäge spazieren ging, wurde ich Zeuge eines seltsamen Spielesdas Rinder im Alter von acht Jahren spielten und das mich nachdenklich stimmte. Standen da drei Kinder auf einer Bretterstapel und übten den Paradeschritt der SA und der Reichswehr. Bei der Begegnung grüßten sie einander mit erhobener Hand„Heil Hitle r!" Dann kamen die Kinder auf den Einfall, einen „UÜberfall auf die Tschecho- slovakci" zu spielen. Ein Junge erklärte, wie man das macht, und die beiden Mädel lauschten andächtig seinen Worten. Selbstverständlich wäre er der Hitler und die Mädel hätten die Tschechen und die Roten su spielen; jene würden ausreißen, die Roten würden aufgehängt. Dann nahm der Junge eine Latte und schlug auf die Mädel los, die darauf wirklich schreiend davon liefen. Nun stellte ich mir die Frage: Wer lehrt die Kinder solche Spielet Jedenfalls ergibt sich zwangsläufig die Frage, wohin eine solche Vergiftung der Kinder führen toll. n sich mit großer Anerkennung über die Leistung der StaatSbohnm in der Zeit der außerordentlichen Maßnahmen an den Grenzen auSlpricht und den Minister«sucht, allm vahnangestellten den Dank für ihre Arbeit und Opferwilltgkeit zu verdolmetschen, Zuerst: Sprachrngrsey. Der„Petit Pari s I e n" schreibt zu den Verhandlungen über da» Nationalitätenstatut: In informierten Kreisen ist man der Ansicht, daß das neue Minder« heitenstatut dem Parlament nicht als unteilbare» Ganze» vorgelegt werden wird, sondern daß es sich eher um getrennte Gesche handelt, durch die allmählich die verschiedenen Seiten des Problemgeregelt werden. Zuerst wird das Sprachcngcsetz vorgelcgt werden; cs wird sehr liberal sein und da» Verhältnis der Tschechen nicht nur zu den Deutschen, sondern auch zu den Slowaken regeln und bessern. Die Tschechen glauben, daß die deutschen Abgeordneten dieser Entwurf, mit dem man ihnen ein Geschenk macht, nicht werden ablehnen können und daß sie moralisch gezwungen sein werden, Hi« dieses Gesetz zu stimmen. Diese erste günstige Abstimmung wird dann einen vorteilhaften Einfluß auf die Atmosphäre, in der die weiteren Anträge verhandelt werden, ausüüen. Zehn Prozent der Wiener sollen verhungern I Hugo Gehorsam ider langjährige erste Vertrauensmann der deutschen Sozialdemokraten in Prag starb, 68jährig, am 26. Juni stack wirkte eine Festkantate, deren Schöpfer Louis Fürnberg und Walter Süßkind find. Träger des BolkSkulturtageü war der kommunistische Arbeiter-Sport- und Kulturverband. Bestrafter HolzpantosfelHeld. Der 29jährige Arbeiter Johann Stegbauer in Buchwald hatte den Arbeiter Strunz, weil er sich nicht zur SdP angemcldet hatte, überfallen,„Judas" beschimpft und mit einem Holzpantoffel bearbeitet. Al» Strunz nach Hause flüchtete, warf Stegbauer ihm ein Holzscheit nach, wodurch dessen Frau verletzt worden ist. Als der Äendar- meriewachtmeister Marhan einschreiten und ihn verhaften wollte, entriß erihm da» Gewehr und wollte auf ihn eindringen; der Gendarm konnte sich jedoch des Angreifers erwehren und ihn mit Hilfe eines Finanztvachbcamten fesseln und einliefern. Stegbaucr hatte sich nun vor dem Kreisgericht in Pisck zu verantworten und wurde zu einer Kerkcrstrafe von d r c i M o- naten unbedingt verurteilt. Reu« Bürgermeister. Zum Bürgermeister der Stadt T r o p p a u wurde am Montag der SdP-Mann Dr. Reinhard K u d l i ch gewählt. — In Prclitz haben die SdP-Leute, die 17 Mandate in der Gemeindestube inuehabcn. versucht, ihren Mann auf den Bürgermcisterstuhl zu ! bringen. ES wurde jedoch mit 10 Stimmen der ! Kommunist Mytina zum Vorsteher gewählt, der diese» Amt auch bisher inncbatte. 80.000 KL gestohlen. Neber diese Angelegenheit berichteten wir schon kurz in unserer Sonntagnummer. Inzwischen hat die ganze Angelegenheit eine beachtenswerte Wendung genommen. Jetzt stellt sich heran», daß das Geld der alten Frau systematisch heraurgelockt tvurde. Sie erhielt immer Briese die den Anschein hatten, daß sie von ihrer 1 Tochter stammten. So übersandte sic dcnu immer ! an die jeweils angegebene Adresse größere Beträge. Schließlich aber stellte es sich heraus, daß diese Bric- se von irgendeiucin Betrüger geschrieben wurden, der auf diese Weise der alten Frau das Geld her- auSlockte- Unter dem Verdachte, den Betrug begangen zu haben wurden nun ein gewisser Josef H a h n l und dessen Tochter Olga verhaftet. Bei einer Hausdurchsuchung fand' man bei beiden größere Geldbeträge. London. Der„Daily Herald" befaßt sich im Leitartikel" mit der kürzlichen Verordnung für Oesterreich über die Entlassung nichtarischer An« gestellter und meint, daß davon einZehntel derWienerBcvölkerung betroffen und zum Bcttlertum verurteilt werde. In der langen Geschichte der Verfolgung der jüdischen Raffe gibt es keine, die so hart war und ein so unlösbare» Problem für die Staaten dargcstellt hat, welche entweder aus Sympathie oder au» gewöhnlicher humaner Gesinnung helfen wollen. „Wir brauchen keine Priester..." Da» hat dec Parteigenosse des Prälaten Hilgcnreiner, Julius Streicher, in einer Sonnwendfeier-Rede auf dem Hasselberg bei DinkclSbrühl gesagt. 25.000 Jungen und Mädchen waren als Zuhörer kommandiert. Ihnen rief Streicher in seiner Bergpredigt zu: „Wir brausten kein« Priester oder Pasto ren. Werft eure Sünden in diese heiligen Flammen und ihr werdet mit gereinigter Seele diesen Berg verlassen. Seid schön, göttlich und natürlich!" Wenn das nicht reinstes Heldentum ist! Auf dem selben Berg hielt Streicher am Sonntag vor fränkischen Bauern eine Rede, in der^r die Stärke der deutschen Armee rühmte und behaupttte, Deutschland habe nur gelacht, als die Tschechoslowakei mobilisiert habe.„Wenn sie Krieg wollen, so wollen wir ihn nicht und wenn wir den Krieg wollen, so werden sie nichts gegen uns ausrichten können."' ■„Wir" haben den Krieg nicht gewollt und ihn deshalb abgewehrt. Da hat man dann in Deutschland gelacht— heimlich haben die Leute erleichtert aufgelacht, als sie sahen, daß diesmal die Gefahr vorübergegangen war. Die fränkischen Bauern dürsten, als sie Streichers Rede über sich ergehen lassen mußten, gedacht haben: Immer noch besser als ein Krieg! Ausbürgerungen aus'Rumänien Bukarest. Dienstag wurden der Presse die ersten Mitteilungen über Ausbürgerungen übermittelt. ES wird gesagt, daß der trübere rumänische Gesandte in Washington Carol lCita) Davila sich aus einem hohen staatlichen Würdenträger in einen Agenten verwandelt habe, welcher die Institutionen und die Führer Rumänien» verleumdet und angreist. Die zweit« Ausbürgerung, welche den ehemalige» rumänischen Presseattache in Paris Schachmann betrifft. ist darauf zurückzuführen, daß dieser in einem französischen Komitee, welche» sich mit mitteleuropäischen Fragen befaßt. Mitttilunaen machte, welche Rumänien schädigen. Der dritte AuSgebürgerte, DragineScu, gibt in Paris ein Bulletin«ine»..Komitee» für«in republikanische» Rumänien" heraus. Sämtliche drei Ausbürgerungen erfolgten auf Grund des seinerzeit erlassenen Gesetzes, welche» den Ministerrat ermächtigt, im Ausland« wohnhaften rumänischen Staatsangehörigen, welche durch ihre Tätigkeit das Ansehen und die Interessen Rumäniens schädigen, die rumänische Staatsbürgerschaft abzuerkennen, das heißt, sie auszubürgern.- 100.000 Mann für Flugabwehr London.(Reuter.) Der Kricgsminister erklärte, daß die Flugabwehr durchgreifend umorganisiert werden wird. Der bisherige Stand der Flugzeugabwehr, die gegenwärtig 43.000t Mann zählt, lvird mehr als verdoppelt werden« Im ganzen sollen 100.000 Mann für die Fluge abwehr bereitgestellt werden. Allgemein wird er» klärt, daß die jüngsten Angaben über die Ausrüstung der britischen Flugabwehr ungenau sind und daß die entsprechenden Berichte die Tendenz verfolgen, die Bedeutung der britischen materiellen Möglichkeiten herabzusctzen. Ceite T Tagesneuigkeiten Der Friedhof zu Villa Reales Bei Villa Reales tobte die Schlacht, Francisten stürmten die Gräben, Sur feurigen Hölle wurde die Nacht, doch Spaniens Söhne hielten Wacht und wollten sich nimmer ergeben. Im Zentrum der Friedhof. Wenige Mann trotten den Feuerschauern, benn keiner war da, der zu wanken begann, und brandete Welle auf Welle heran, fie brachen fich vor den Mauern. Granaten sprühten den Tod umher und wühlten in alten Gebeinen: Die Wen'gen umklammerten stumm das Gewehr und schoffen Nahmen um Rahmen leer und starben bann neben den Steinen. Sum Grab ward der Graben, zum Schlachtfeld es fiegten die ,, Generales". bas Land: Die Toten lagen im rötlichen Sand fünf Tage im glühenden Sonnenbrand, beim Friedhof zu Villa Reales. Und tönte auch ferner der Schlachtenlärm schon, es zählte nicht mehr, wer gestorben, ob Freund er, ob Feind... Oh bitterer Hohn! Und jeder war einer Mutter Sohn, der in jener Nacht verdorben. Serfekt und vergessen liegen umher, die im graufigen Fener verlohten. Sie stapfen vorbei, die Faust am Gewehr, fie haben kein Herz für die Lebenden mehr, geschweige denn für die Toten! Martin Grill. Aus Freundesland ftammt der Mann, aus dem Halbautoritären, leis nesfalls demokratischen Polen, der folgende Anzeige in die Zeit" einschalten ließ( am 25. Juni): Aus Polen verdrängter Sudetendeutscher in mitt. Jahren, ledig, Theaterfefretär, sucht drin gend Anstellung jedweder Art. Selbständ. Korrespon dent und flotter Stiliſt. Freundl. Angebote erbeten unt. Tempo 100-250781' an die Anzeigenverw. st Aus Polen verdrängt! Aus dem Lande, über dessen Minderheitenpolitik die Zeit" noch nie ein Sterbenswörtchen schrieb. Berdrängt doch nur deshalb, weil der Mann ein Deutscher ist. Taß Menschen ihrer Zugehörigkeit zur deutschen Nation wegen aus Polen ausgewiesen werden, erfahren die Leser der Nazi- Blätter nur aus dem Inseratenteil, wo, wenn er dafür bezahlt, vielTeicht sogar ein Deutscher aus Südtirol Hilfe er fleben dürfte. Im Tertteil gibt es eine Unter drückung" der Deutschen nicht in Italien und nicht in Polen, sondern nur in der Tschechoslowakei. Aufmarsch von 60.000 Jungsokoln Mittwoch, 29. Juni 1938 Mr. 151. Das Atus- Union- Team in Paris Die Ursachen ihrer Niederlage Gasmasken auch für die Aermste gegen Rußland Wie sucht man um Gratiszuweisung an? Aus Paris wird uns geschrieben: Durch Kundmachungen staatlicher Voltzeiämter| ermäßigten Preis angesucht haben, nicht belangt wer Unsere Genossen daheim werden gewiß erschroka und Stadtämter wurde in einigen Gemeinden die den. Vorläufig werden auch diejenigen Bürger nicht fen sein, als sie das 8: 0- Resultat lasen und als pflichtgemäße Beschaffung von Gasmasken angeord- belanat werden, die innerhalb der geseßten Frist die Grund der Niederlage ein Versagen der Mannschaft net. In diesen Gemeinden ist jeder Bürger verpflich Gasmaste wenigstens verbindlich bestellt haben. annahmen. Das war keineswegs der Fall. Unsere tet, für sich und für ihn nahestehende Versonen eine Unter Gasmaske versteht man die eigentliche Mannschaft spielte sehr gut, aber die Russen stellten Gasmaste anzuschaffen. Unter nahestehenden Perio- Maste( Gefichtsteil aus Gummi), einen Gasfilter eine Mannschaft, die teine Konkurrenz zu fürchten nen versteht man: die Ehegattin( der Ehegatte), die und eine Blechdose. Der Gesichtsteil wird einstweilen hat. Sie demonstrieren Fußball, wie er selten ge Lebensgefährtin( der Lebensgefährte), weiters Eltern in drei Größen( 1, 2, 8) hergestellt, die für Bersaeigt wird. Die französischen Zeitungen, die viel ( Großeltern) eines der Ehegatten, soweit sie von sonen etwa vom 10. Lebensjahre an verwendet were von der Weltmeisterschaft berichten konnten, sind des einer Person, die der Auftrag betrifft, verforat den können. In der nächsten Reit wird auch die Mas Lobes voll und bezeichnen die Russen als große werden, weiters unter der aleichen Voraussetzung die senerzeugung von Kindermasten( Größe 4 und 5) Fußballnation ohne berühmte Na= Enkel( die Urenkel). Geschwister, verschwägerte Ver- in Angriff genommen werden. Für die Säuglinge ist men. Die Ruffen sind ungemein rasch und einsatzs sonen und Richfinder. Eine weitere Kundmachung die Maske in der üblichen Form ungeeignet. Für bereit. Jetzt noch im Angriff, ift der Sturm im ist in Vorbereitung, wonach als nahestehende Person diefen Rived werden besondere Säde hergestellt wer- Moment der Gefahr auch vor dem eigenen Tor in für die eine Gasmaste besorgt werden muß. auch den, in die eine zweite Person die Luft pumpen der Abwehr zu finden. Geradezu verblüffend das die Sausgebilfin zu betrachten ist. Die Gasmaske. muß. Die Kindermasken werden in einem beson Stellungsspiel und das Schußvermögen aus jeder Lage welche der Arbeitgeber für die Hausgehilfin aufchafft, deren Artikel behandelt werden. und Entfernung. Dabei spielen sie flach, ohne Eins verbleibt jedoch sein Eigentum. Der tongeffionierte Gasmastenbändler ist verzelleistungen. Unsere Mannschaft stand vor der bisa pflichtet, iedem die notwendiae Belehrung und Er her schwierigsten Aufgabe. Unsere bürgerlichen flärung zu erteilen. Bei jedem Gemeindeamt wird Spißenklubs würden ebenfalls den Kürzeren ziehen. ein Namensverzeichnis der fonzeffionierten Gas Troßdem hinterließ unsere Mannschaft einen guten maskenhändler ausgehängt werden. Ein Verzeichnis Eindruck und die Zuschauer bedachten sie für ihr der genehmigten Gasmaskenthben wird bei jedem aufopferndes Spiel gegen den um Klassen überlegea Verkäufer ausgehängt werden. nen Gegner mit dankbarem Beifall. Derjenige, der fich nicht ohne Gefährdung des Lebensunterhaltes eine Gasmaske aus eigenen Mit teln anfchaffen kann, fann bei dem Amt, welches die Kundgebung erlaffen hat, anfuchen, es möge ihm eine Gasmaske entweder umfonft oder mit einem angemeffenen Breisnachlaß zugeteilt werden. Dieses Gesuch muß in der in der Kundmachung angeführten Frift eingereicht werden. Diese Frist ist nicht in allen Gemeinden gleich. Die Gesuche werden von einer befonderen Kommiffion erledigt. Eine Gratiszuteilung von Masken erfolgt fortlaufend nach Maßgabe der Mittel, die für diefen Swed zur Verfügung stehen. Suerft werden die Aermiten ausgesucht und von denen, die übrig bleiben, fortlaufend wiederum die Aerm ſten, damit die zu diesem Zwecke gewidmeten Mittel tatsächlich dorthin fommen, wohin fie bestimmt find. Der Aufwand wird hauptsächlich vom Staat und von den Gemeinden getragen, weiters durch einen Zuschlag zum Preis der Masken und schließlich durch andere Mittel aebedt, welche durch Sammlungen, Schenkungen. Erträgnisse von Unterhaltungen. Unternehmungen usw. aufgebracht werden. Je aailer eine Gemeinde ist und je mehr Mittel fie aus folchen Aftionen aufbringt, desto mehr wird sie bei Verteilung der staatlichen Mittel berüdsichtigt werden. Da es nicht möglich sein wird. alle Ansuchen in ber zur Anschaffung von Gasmasken bestimmten Frist au erledigen, werden diejenigen, die in der gefeßten rift um Gratisauteilung oder um Ruteilung zum Ein lebendes Kind verscharrt Kladno. Am Sonntag wurde im Walde hinter dem Bezirkskrantenhaus in Beroun ein einge scharrtes neugeborenes Kind gefunden. Der Körs per war bereits mit Ameisen und Würmern be< dedt. Die Gendarmerie ordnete die Ueberführung des Neugeborenen ins Krankenhaus an, wo es Alle genehmigten Typen sind gleichwertia, alle Gasmasken, jede Type leisten den gleichen Dienst. wenn die Größe des Gesichtsteiles richtig gewählt und wenn der Gesichtsteil durch geeignete Regu lierung der Schließbänder.. dem Gefichte so angevakt wurde, daß er entsprechend abdichtet. Uebertries bene Preise sind unbegründet. Das Handelsminifte rium wird in der nächsten Reit die Marimalpreise für Maslen Kundmachen. Bevor dies geschieht, fann aesagt werden, daß der Preis einer Gasmaske ohne Trikotinbezug und ohne Randleiste plus einem fleis nen Filter nicht 105 Kč übersteigen foll. Trikotin bezug kann den Preis um etwa 8 Kč erhöhen, bie Randleiſte um höchstens 10 Kč. Populaire" schreibt u. a:„ Troß der Uebera Tegenheit der Ruffen lieferten die Tschechen ein offe nes Spiel und wehrten sich verzweifelt. 20 Minu ten nach der Halbzeit jogar gleichwertiges Spiel. Aber die Russen lassen nicht zum Schuß fommen. Obwohl es schon 5: 0 steht, geben die Tschechen das Spiel nicht auf und bedrohen das Russentor, wo aber glänzende Abwehr ist." In unserer Mannschaft war Dörder im Tor überragend, ansonsten erfüllten alle Mann die an sie gestellten Anforderungen. Ein Gegner von solchem Format ſtand uns noch nicht gegenüber. dem Namen Tschaokung lebte, beabsichtigt, sich in Ungarn niederzulassen. Wie Paris Soir" mels det, ist dieser Tage eine buddhistische Priesterin in Budapest eingetroffen, um bei den ungarischen Behörden die Aufenthaltserlaubnis für Trebitsch Lincoln zu erwirken. Rum Schluk foll noch auf die aefetliche Beftime mung aufmerfiam gemacht werden, wonach strenge Strafen für diejenigen bestimmt werden, die Gasmasken erzeugen oder verkaufen, welche ungeeignet find. Schutz vor Luftangriffen oder deren Folgen zu bieten. Die Sändler baben eine Fachprüfuna abae Teat, fennen die Funktion einer Gasmaske genau und dürfen unter schwerer Strafandrohung kein Erzeugschen und politischen Streise Polens beunruhigt der Problematische Freundschaft. Die militäris nie verlaufen, das keinen Schutz gewährt. Umstand, daß von 60 Automobilen, die an dem Autorennen durch Bolen teilnehmen, 26 deutsche Rennivagen sind. Ihre Führer studieren unter bem Vorwande des Trainings Straßen, Eisens bahnen, Brüden usw. insbesondere an der Grenze. Bei den Rennveranstaltern wurde eine Demarche Dienstag um 5.40 Uhr auf dem Bahnübergang bei Sv. Križ n. Hronom mit einem Privat- Lasts auto zusammen. Ein Kind wurde hiebei tödlich, zwei Personen schwer und zwei weitere Personen leicht verlegt. Die Ursache des Unfalls wird untersucht. Feldpilot Rys beigesetzt. Mit militärischen den Aerzten gelang, es wieder zum Leben zu Ehren wurde in seiner Heimat Husinec bei Prabringen. Es ist ein ungewöhnlich entwidelter chatitz der Feldpilot Zugsführer Vlastimil Rys. Junge. Der Tat verdächtig erscheint eine unbeder in Ausübung seines Dienstes am 28. bs. aus fannte Frau im Alter von 25 bis 35 Jahren, die dem Leben schied, veerdigt. Den Sarg mit den ein rotes Kleid anhatte. sterblichen leberresten des Bugsführers Rys, der auf einem Flugzeugrumpf übergeführt wurde, be gleitete auf dem letzten Wege eine Dreierstaffel von Jagdflugzeugen. An dem Begräbnis beteilig ten sich einige tausend Personen. Deutsche und französische Militärflugzeuge abgestürzt In der Nähe von Berlin stürzte Montag ein Flugzeug ab, wobei drei Mann der Befagung den Tod fanden. Dienstag stürzte bei Reims ein Militärflugzeug ab. Die fünf Mitglieder der Besayung verbrannten. Blitz tötet 156 Schafe unternommen, damit alle entsprechenden Vors sichtsmaßregeln ergriffen werden. Zwei Juden zum Tode verurteilt. Swet Juden wurden in Tel Awiw zum Tode verurteilt, weil sie einen arabischen Autobus bei Rosch Pinah mit Revolvern beschossen haben. Die jüdis schen Kreise sind darüber erregt. Auf Ersuchen der Gemeinde Tel Awiw und des Oberrabbiners wurden die Kaffeehäuser und Theater geschlossen. In allen Synagogen wurden Gebete abgehalten. Ständige Unruhen in Palästina. An der Grenze zwischen den Städten Tel Aviv und Jaffa ereignen sich ständig Zusammenstöße und Unruhen. Durch die Explosion einer Bombe wurden Sams tag abends vier Juden verletzt. Sonntag früh erplodierte eine weitere Bombe, wobei vier Araber schwere und brei weitere leichtere Verletzungen erlitten. Unweit der Erplosionsstelle wurden auf der Straße zwei Juden gefunden, die durch Dolch stiche ermordet worden waren. Das Wetter. In einem großen Teil des Bin nenlandes ist die Temperatur Dienstag auf 30 Grad Celsius angestiegen. Breßburg hatte 81 Grad Celsius, in Ungarn wurden bis au 85 Grad C, vera zeichnet. Nach Böhmen ist dagegen vom Westen her etwas fühlere Meeresluft bei auffrischenden Winden vorgedrungen und hat hier vereinzelte Gewitter und Schauer gebracht, die sich später auch auf Südmähren ausdehnten. An der Vorderseite einer weiteren aur Reit über Irland liegenden Druckſtörung wird der Wind erneut gegen Südwesten wehen und die Meeresluft wird über dem Binnenland leicht ers wärmt werden. Wahrscheinliches Wetter Wittivoch: Wechselnd bewölkt, bis auf aana vereinzelte Schauer bortviegend troden, warm, Südwestvind. aussichten für Donnerstag: Im Weſten ſtelleniveise Regen und etwas fühler, im Diten noch Fortbestand der sehr warmen Witterung. Die Gültigkeit der Sonntagsrückfahrkarten am 5. und 6. Juli wurde vom Eisenbahnministerium wie folgt festgesetzt: Die infahrt vom Samstag, den 2. Juli, um 12 Uhr mittags bis Mittwoch, den 6. Juli, 24 Uhr, möglich. Die Rüdfahrt tann vom Sonntag, den 3. Juli -.00 Uhr bis Donnerstag, den 7. Juli, 12 Uhr, angetreten werden, muß aber bis spätestens Dons Für Briefmarkensammler. Der für die Zeik Triumphzug durch Prag nerstag, den 7. Juli, um 24 Uhr beendet sein. bom 26. bis 80. Juni bewilligte Sonderschalter des Auf der Javor- Höhe in der Nähe der GeGestern erlebte Prag bei schönstem Sommer- meinde Německá- Mokrá in Karpathorußland Flucht aus dem Leben. In der Nacht vom Postamtes Praha 2 wird einen Gelegenheitsstempel wetter einen der Höhepunkte des Sokolfestes. schlug bei einem starten Gewitter der Bliz in Montag zum Dienstag dieser Woche gegen halb mit der Legende: X Praha XXVI, fiead B. G. N. 60.000 Jungturner und Turnerinnen marschier einen Stall, wo Schafhirten mit einer großen 2 Uhr stürzte sich eine Frau von der Thrsbrüde lubu in blauer Farbe verwenden. In der Zeit von ten durch die reichbeflaggten und dekorierten Serde Zuflucht gesucht hatten. Während die Hir- zwischen Bodenbach und Tetschen in die Elbe. 2. bis 8. Juli 1988 wird das Postamt Praha 1 bei Hauptstraßen der Stadt, begrüßt von dem nicht ten unversehrt blieben, wurden 156 Schafe vom Es wurden zwar sofort Rettungsversuche unter seinen Philatelieschaltern Postmarken in gleicher endenden Jubel der Zuschauer. Der Aufmarsch Blitz getötet. In den karpathorussischen Berg- nommen, doch waren diese in der Dunkelheit erweise zu Gedenk- und Sammlerzweden abstempeln. der Sofeljugend, an der Spitze die Auslands- höhen haben Gewitter bereits vier Menschen folglos. Die Frau ist ertrunken, die Leiche konnte gäste, bot einen wirklich eindrucksvollen Anblid. opfer gefordert. Es wurde auch viel Vich getötet. noch nicht geborgen werden. Wer die Frau war, Der Zug bewegte sich vom Sokolhaus auf der ist noch nicht sichergestellt. Oberen Neustadt über den Wenzelsplay, die Na- Promotion. Genosse Karl Wolfgang Deutsch Der nasse Tod. Im Flusse Uz bei Uzhorod tionalstraße, durch die Myſlilgasse zum National- wird Freitag, den 1. Juli, um 12.30 in der ertrant der 25jährige Besucher des Kurses für theater, von dort über den Masaryklai zum Par- Karlsuniversität, Pařížská tř., zum Doktor der die Ausbildung von Polizisten Gustav Albert Yament und auf den Altstädter Ring, wo sich der Rechts- und Staatswissenschaften promoviert. aus Lučeneč. Obzwar er ein guter Schwimmer Bug auflöſte. Pünktlich um 17 Uhr erfolgte der Arbeiter- Radiohörer, Achtung! Sonntag, war, geriet er in einen Wasserwirbel und verWomarsch der ersten Kolonnen und noch um halb den 3. Juli, in der Zeit von 18.00 bis 18.20 Uhr schwand unter dem Wasser. Troß eifrigen Suchens acht Uhr formierten sich auf dem Weinberger Play wird in der Mährisch- Ostrauer deutschen Sendung fonnte seine Leiche bisher nicht geborgen werden. und den angrenzenden Straßen die Abteilungen, das Zithersextett des Arbeitersängerbundes Der zweite staatliche Bibliothekar- Fortbil. die den Abschluß des Zuges bilden sollten, wäh- Frohsinn" in Neu- Oderberg zu hören sein. dungskurs wurde dieser Tage in einem Ort unrend die Spitze des aufgelösten Zuges bereits zu Bur Vorführung gelangen fünf erstklassige Stüde terhalb des Radhošt abgehalten. Referent war rüdlehrte, um in die Weinberger Quartiere ein mit Bithersextettbeseßung. Spielleitung: Sela. Ministerialrat Dr. Moucha. Es wurden eine aurüden. Das Publikum wurde trop der biels tiensleiter Siegfried Kunz. stündigen Dauer des Vorbeimarsches nicht müde, Reihe Referate gehalten, die lebhafte Debatten der vorbeimarschierenden Jugend zuzujubeln. Es tag nachmittags tam es auf dem Hauptplaß in Tschechische Offizierskinder in deutsche da Ein merkwürdiger Autobus- Unfall. Diens- entfesselten.na allov war auch, was jeder unvoreingenommene Bedb Stadno zu einem ungewöhnlichen Unfall. Der milien. Der tichechoslowakische Offiziersverband achter zugeben muß, eine wahre Freude, diese plat neigt sich in der Richtung zu den Kladnoer( Svaz československého důstojnictva) ersucht deuts anal der deutschen Sendung Jugend vorbeiziehen zu sehen, deren so muster Eisentverken. In der Mitte ist die Ausgangs- iche Familien, die bereit sind, Kinder tschechischer hafte Disziplin nichts gemein hatte mit dem Sea Station der Autobusstrede Sladno- Dubi. Im Offiziere gegen Bezahlung über die Ferien 31veds 11.00: Symph. Stona. a. Sch. 12.05: Nachrichten. Brag- Mělnik: 10.00: Liter. Morgenfeier. daverdrill, der andersivo als höchstes Ziel erach= Augenblick als sich der Lenker des Staatsauto Erlernung der deutschen Sprache in Obhut zu 12.25: Unterhaltungsmufit( Mitt.: Vilma Kürer tet wisb. Auch das Publikum zeigte eine vorbildliche buffes entfernte, stieg eine unbekannte Frau in nehmen, ihre Adressen an das Sekretariat des und 3. Baptistič, Violine: Starl Walter. Klab. R. den Autobus ein. Hiebei faßte sie mit der Hand Svaz čil. büstojnictva, Prag II., Ste- 3. Schubert und st. M. Mandée). 14.00: Landw. Disziplin, die der Polizei den Dienst leicht machte. Die Stimmung, die über dieser Jugendtundge- die Bremse und Tocerte sie. Der Autobus, der fanituv dům, Náměsti Petra Osvoboditele, be- Bei Gericht". Szene v. 5. Multerer. 14.15 bis 14.30: Arbeitersendung. W. Hode- Bodenbach: Der bung schwebte, war ausgesprochene Lebensfreude, ohne Lenfer war und in dem drei Personen tannzugeben. Gleichzeitig ersucht das Gefretariat Stinbertag. 18.00: Stonzert( Slab. F.Rieger) 19.40: die den in dieser Zeit gebotenen Ernst feineswegs die den in dieser Zeit gebotenen Ernst keineswegs voller Straft auf das Eckhaus, in dem sich eine ten Entschädigung zu nennen. Wie uns mitges Jolanthe, Bauernschwank v. Sinrichs. 21.45: Dreis mit die Höhe der verlang um ausschließt. Es war fein prächtiges Theater, keine pruntvolle Schaustellung. Hier marschierte eine Apotheke befindet. Die Frau, die den Autobus in teilt wird, sind die bisher erfolgten Anmeldungen Big Minuten Spannung. 22.30-23.00: Tanzmusic. Jugend auf, die einmal ihren Mann stellen wird, Bewegung gesezt hatte, sprang während der deutscher Familien nicht hinreichend, um den AnBrünn: 17.35-17.50: Ing. Dr. Walter Rus wenn es nötig ist. Wie in allen vorhergehenden Fahrt heraus und verschwand. Bei dem Anprall forderungen genügen zu können. Der Verband ziczka:„ Schön“ und„ Gut" im modernen BerufsTagen, war auch diesmal nicht die leiseste Spur wurde Václav Dvořák, Schuldirektor i. R. aus ersucht daher alle Interessenten um baldige Nam leben." 17.50-18.20: Eine halbe Stunde Unter haltungsmusik. Mitwirkende: Willh Schneider eines nationalen Chauvinismus wahrzunehmen. Brag schwer und Marie Frontová, Finanzrats- baftmachung ihrer Adresse an sein Sefretariat. ( Tenor), am Klavier: Philipp Beran. Schallplatten. Es gab weder Belästigungen deutschsprechender witive aus Prag, Teicht verlegt. Beide Verletzte 18.20-18.50: Gine halbe Stunde Kammermusit. Bassanten, noch irgendwelche Demonstrationen vorſtehen in Behandlung des Kladnoer KrankenMitwirkende: Das Brünner Streichquartett: Stari Brig( erste Geige), Aler. Kuntschner( zweite. deutschen Gebäuden. Es war ein in jeder Hinsicht hauses. Der Schaden beträgt 10.000 Kč. schöner Tag. Unter den Auslandsgästen wurden Zug gegen Auto. Die Staatsbahndirektion Geige), Richard Rozderka( Viola). Walter Klein insbesondere die Wiener Delegation begrüßt. Bratislava meldet: Der Bug Nr. 411 ( Cello) www Trebitsch Lincoln nach Ungarn? Der be= kannte, aus Ungarn stammende, internationale Abenteurer großen Stils, Trebitsch in co In. der Jahre hindurch in England und in leßstießter Beit in China als buddhistischer Priester unter Das heutige Programm Wr.lRf Mittwoch, 29. Juni 1938 «eite 5 Parade der Briefmarken Die Woche der achten Weltmacht, die„Internationale P o st w e r t z e t ch i u-Au»- stellung Praga 1038" ist am Sonntag mit einer Leier im Weinberger Stadttheater eröffnet worden. Der Vorhang rauscht aus: schwarz drapierte Bühne, ein roter Teppich, vor dem Blau- Weih-Rot der Staatsflagge und Mischen grünem Lorbeer die Büste de» Präsidenten der Republik; vier würdige Herren in schwarzem Rock schreiten über die Bühne und lassen sich dort am Tische nieder; in den Rängen und im Parkett«in internationale» Publikum, in allen Sprachen durcheinander sprechend; die Staat»hymne erklingt feierlich und all« erheben sich— der kleine Schuljunge, der sehnsüchtig die billigen Briefmarkenpakcte im Schaufenster einer Papierhandlung betrachtet und überlegt, ob er sich für seine fünfzig Heller eine Marke für seine Sammlung oder lieber ein Ei» kaufen soll, ahnt nicht, mit welch repräsentativer Welt er al»„Sammler" verbunden ist. In tschechischer, deiitscher und französischer Sprache begrüßt der Vorsitzende de« Ausstellung»« au»schusse» L. Bcdnät die Gäste der Feier und in diesen drei Sprachen begrüben dann auch der Minister für da« Post- und Telegraphenwesen Aloi» Tuiuts, der Abteilungirat de« Aubenministerium« Dr. BohuS Rieger und der Vorsitzende der Internationalen Philatelistischen Föderation P. I. Main- gay-Brüssel da« Auditorium, da« der Absendung «ine» Begrübung-telegramm» an den Präsidenten der Republik freudigen Beifall spendet. Zwischendrein erklingt, von der Kapelle der 28. Infanterie- Regiment«„Tnrö und Fügner" gespielt, Urbach» „Traum de» Meister» Bedtich Smetana" und zum Schluß Dvokäk»„Müj domov". Und während der Melodirnfolge au» der„Verkauften Braut", während man in dem traumhaft schönen Sextett au» dem dritten Akt über dem Orchester die Gesang»- stimmen im Geist« mitsingen hört und im Lieberduett die Violinen ihr silbern glitzernde» Gespinst über dunkle Gründ« breiten, versinkt da» bunte Spiel der Briefniarken, dem diese Feier gilt, in ferner Entrückung. Umso nachdrücklicher bringen sich die kleinen Hunten Dinger dann zur Geltung, wenn man die Autstellung betritt, die über die Räume im Weinberger„Närodni dum" und im„Düm zemidelsk» osvöty" ve^eilt ist. Der Laie wird sich bald verwirrt fühlen in dem bunten Gewimmel von Briefmarken, Briefmarken, Briefmarken In labyrinthischen Gängen und vielleicht wird er die geheimnirvoll chiffriert klingenden Gespräche der philatelistischen Fachleute vor den«»»gebreiteten Schätzen mit stummer Ehrfurcht belauschen in dem Gefühl, dah er sich da nie aurkennen wird, bi» er dann mit Hilfe de» in vier Sprachen— tschechisch, deutsch, französisch und englisch— gedruckten Katalog» doch vor einer der verlockend bunten Sammlungen verweilt und etwa» von dem Reize ahnt, den der Umgang mit den kleinen bunten Papierchen haben kann, wenn da» Sammeln von Briefmarken nicht al» eine blohe Anhäufung von möglichst vielen Marken oder al« Hamster« mäßige Spekulation auf erhoffte spätere Wertste!« gcrung betrieben wird. Dafür aber, wie der Liebhaber seiner gehegten und gepflegten Sammlung einen ideellen Sinn gibt, zeigt diese au» der ganzen Welt zusammengetragene Ausstellung viele und vielseitige Beispiele. Die Fachleute jedoch, die kundigen Sammler finden in dem Gewimmel rasch„ihr" Land, da» Gebiet, dem sie ihre Liebe und ihr Interesse zugewandt haben. Und da wird keiner sein, der nicht seine Entzückung fände, denn e« ist wirklich die ganze Welt vertreten von den swtiösen Generalsammlungen bi» zu den bi» in die letzte Einzelheit ' durchgearbeitcten Spezialsammlungen. Es ist schlechierding» unmöglich, auch nur annähernd den Reichtum anzudeuten,' der in diesen Sälen au-gebreitct ist. E« lässt sich nur ein ungefährer Ueberblick geben. Die Ausstellung ist in Klassen eingeteilt, die«ine Grundlage für die Bewertung durch da» Preisgericht bilden. Boran stehen die offiziellen Expositionen, mit denen sich die Postbehörden von Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Iran, Island, Italien, Japan, Kuba, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Ungarn, Mandschukuo, Deutschland Holland, Storwegen und Schweden an der Ausstellung beteiligen. Da» Postministerlum der Tschechoslowakei stellt«ine Exposition au»; die den Werdegang der Briefmarke vom künstlerischen Entwurf bi» zur ausgabefertigen Marke veranschaulicht. Eine Ehrenklaffe ist den Sammlern eingeräumt, deren Objekte in den letzten fünf Jahren schon mit höchsten Preisen ausgezeichnet worden sind und die sich nun um den Großen Internationalen Prei»„Praga 1998" bewerben. E» sind da interessante und sehr wertvolle Sammlungen von Ballonpost, Schiff»-, Marine- und Mtlitärbriefen, Europa« und Uebersee-Samm« lungen und al» besondere Sehenswürdigkeit eine reiche Kollektion der berühmten MauritiuS-Marken ausgestellt. In der Meisterklasse der Tschechoslowa- kei, in der der Meisterschaftspreis der Republik vergeben wird, bewirbt sich al» einziger Anwärter ein Gammler au» Zilina mit einer umfangreichen und höchst interessanten Sammlung von.Karten und Briefen historischen Charakters au» den ersten ereignisvollen Jahren der Tschechoslowakischen Republik, die wohl eine der reichsten Sammlungen dieser Art sein mag. Diese Zeit mit ihrer reizvollen Füll« von Marken und Briefen der Legionärposten, 'Feldposten, bicvolutionSauSgaben, Skautposten, Rot«, und Mischfrankaturen, Abstempelungen und Stpn« pelnationaliflerungen haben sich auch viele andere Sammler al» Spezialgebiet erwählt, di« in der den tschechosowakischen Sammlern vorbehaltenen I. Klaffe »uSstellen; c» ist ein Gebiet, das manchem Betrach« Iter weit anregender erscheinen wird al» die breiten Aneinanderreihungen von postfrischen Marken, Viererblock» und Bögen oder alt da» Sammeln von Zähnunglabarten, Fehldrucken, Plattenfehlern und Plattennummern, denn e» ist ein Sammelgebiet, auf dem nicht nur Kaufeifu und ein entsprechender Geldbeutel erfolgreich sind, sondern für da» gewisse Kenntnisse und natürlich auch Jagdglück erforderlich sind. Die ll. Klaffe umfaßt die Europa-Sammlungen, unter denen viele Seltenheiten und Unikate zu bewundern sind, war natürlich auch bei den Ucber- see-Sammlungen und bei den Kolonial- und Pro« tektoratS-Marken der HI. und I V. Klaffe der Fall ist. Raritäten auS aller Welt umfaßt die V. Klaffe. Die folgenden Klaffen Vl. bis Xll. enthalten Spe« zialsammlungen von Flugpostmarken, Spezialmarken aller Art, Ganzsachen, Probedrucken, vorphila« telistischen Briefen, Studien- und Generalsamm- lungen. Darunter befinden sich besondere Liebhabereien wie die Spezialsammlungen„Philatelie und Musik" oder.Mmstgeschichte in Briefmarken" oder „Aktualitäten in Wort und"Bild", zusammengestellt aus Briefmarken, Photographien, Illustrationen aus Tageszeitungen und Zeitschriften und erläuternden Texten. Ein Preßburgcr Sammler hat„Die Sportarten Europa!" in Briefmarkenbildern zusammengestellt, ein Berliner hat eine Briefmarkensammlung ausschließlich mit Elefantenbildern angelegt und hat sicher auch dabei seinen Spaß und seinen Stolz. In der XIII. Klasse sind Jugendsammlungen vereinigt und auch da finden sich schon Spezialisten, von denen Herrlchtuns von StaatsstraBen Im Lande MMIiren-Schleslen Im Wirkungsbereich der Baubezirke Olmütz. Prerau und Neutitschein werden Heuer au» den Mitteln de» Strahenfond» im Rahmen de« genehmigten Bauprogrammc» für da» Jahr 1988 Herrichtungen mrf Staatsstraßen mit einem veranschlagten Baukostenbetrage von 7,449.009 XL durchgeführt werden. Hievon entfallen auf Straßenherrichtungen im Backbezirke Olmütz 8,889.909 Xi, Prerau 419.999 XL und msi Brückcnbauten im Baubezirk Neutitschein 189.999 XL. Bon dem für die Herrichtungen im Baubezirke Olmütz bestimmten Betrag werden 8,899.999 XL für die Pflasterung der Opauer Staatsstraße zlvischen Zebkov und Sternberg, 1,499.099 Xi für die Pfbastrrung der böhmisch-mährischen Staatsstraße zwischen Olmütz und Stkelov und weiters 1,989.999 XL für die Herstellung einer Zementbetonfahrbahn auf der Opauer Staatsstraße zwischen den Ortschaften TyneLek und Bil- kovice aufgewcndet. Die Länge der Herrichtungen durch Pflasterung beträgt 9949 Meter, die Länge der projektierten Zementbetonfahrbahn ist 4729 Meter. Die im Ballbezirke Prerau durchzuführenden Arbeiten betreffen Jahrbahnanstriche auf der Marchtalstraße in einer Gesamtlänge von 2389 Meter und die Pflasterung des Durchzuges derselben Staatsstraße in der Stadt Prerau, zu deren Baukosteilsumme der Strahenfond» niit einer Subvention von 99 Prozent beitragt. Im Baubezirk Neutitschein kommt eine Brücke über den BlLok-Bach mit einem Aufwand von 189.099 XL zur Durchführung. Die BorbereitungSarbeiten sind so weit gediehen, daß in der allernächsten Zeit die Bauarbeiten selbst in Angriff genommen werden können, so daß in den betreffenden Gebieten eine Linderung der Arbeitslosigkeit erwartet werden kann. Die Festsetzung der Getreidepreise Im Abgeordnetenhaus fand am Dienstag ein» Sitzung des Präsidium» des landwirtschaftlichen Ausschusses statt, in welcher zunächst eine Förderung der Abg. Nepomucky u. G. nach Ein« Kriessdichtuns In China Der Fremdenhaß der Chinesen ist um so größer geworden, je mehr sie uns Weiße kennengelernt haben. Solange sie un» nur aus der Entfernung kannten, imponierten wir ihnen noch. Seit dem Weltkriege ist der goldene Glorienschein um die weiße Raffe aber verschwunden. Die Asiaten haben uns gewissermaßen nackt gesehen, und dieser Anblick war für sie nicht gerade erhebend. Blut, Feuer und Plünderung waren die Meilensteine auf dem chinesischen Wege der europäischen Mächte, von dem Augenblick an, in dem die Portugiesen als erste Europäer ihren Fuß auf chinesischen, Boden setzten, bis zu jenem berhang- nisvollen 13. Mai 1925, an dem bekannt wurde, daß die Instruktion:„Shoot to kill!"(Schießt sie totl) an die Polizei der internationalen Niederlassung zu Schanghai ergangen war. Die Ruinen des Sommerpalastes zu Peking zeugen noch heute Von europäischer Schande, und die Untaten der Europäer im Boxeraufstand sind von den Chinesen noch nicht vergessen. Die europäerfcindliche, panmongolische Propaganda ist kein Traumbild, sondern Wirklichkeit. Sie existiert, und sie ist sogar viel zielbewußter und aufrichtiger als jene, die vor dem Boxerauf-1 stand organisiert wurde. Heute gilt es ja nicht« der eine Nationaltrachten-Markcn, ein anderer, ein kleiner Franzos«„Geschichte der Tschechoslowakei" in Briefmarken sammelt oder ein anderer stlne „Reise nach Holland mit Briefmarken al» Führer" unternimmt. Kollektionen von Literatur und Bedarfsartikeln für Philatelisten schließen sich an, und dann lassen noch lKarel Seizinger und Bohumi Heinz, die graphischen Schöpfer der tschechoslowakischen Briefmarken,«inen Blick in ihre diffizile Arbeit tun. Wer am Ende erschöpft und flügelmatt die Ausstellung verläßt, nimmt eine Vorstellung davon mit, wa» für«Ine internationale Gesellschaft die Briefmarkensammler sind, di« den ganzen Weltpostverein in Bewegung setzen helfen— denn viele Marken werden ja nur ihretwegen entworfen, gestochen und gedruckt— und die ihre Liebhaberei wie «ine gewichtige Wiffenschast betreiben und denen sich ein ganzer technische» Arsenal von der Lupe bi» zur Quarzlampe zur Verfügung stellt. E. Hahne wald. G Der dritte Ausstellungstag der Internationalen Postmarkenausstellung in Prag erfreute sich sowohl bei den Philatelisten, al» auch bei dem breiten Publikum«ine» großen Interesse«. Auch gestern sind«ine Reihe von Autländern, sowie von Besuchern au» der Provinz eingettoffen. Dienstag um 9 Uhr fand der VH. Kongreß der Internationalen Föderation der philatelistischen Preffe statt.. Um 18 Uhr fand der I. Internationale Philatelistentag statt. berusung de» AuSschuffe» zweck» Durchberatung der Grtreidepreis« der kommenden Ernte dahin beanttvortrt wurde, daß die Preisfestsetzung in di« Kompetenz der Aetreidegesellschaft falle und. wenn dort keine Einigung erzielt werden kann, die Re« giening zu entscheiden habe. E» werde daher nicht als zweckmäßig angesehen, den Ausschuß einzuberufen. In den weiteren Beratungen wurden die durch die Maul- und Klauenseuche hervorgerufenen Schäden erörtert. E» wurde festgestellt, daß der Umfang dieser Seuche und ihre Folgeerscheinungen von feiten de» Staate» außerordentliche Maßnahmen erforderlich machen, besonder» eine hinreichende finanzielle Hilfe für die betroffenen Landwirte. Infolgedessen begab sich da» Präsidium de« landwirtschaftlichen Ausschusses zum Landwirtschaftsminister, um mit ihm persönlich in dieser Angelegenheit zu verhandeln. Landwirt« schastSminister Dr. Zadina teilte mit, daß die entsprechenden Vorschläge für eine ausgiebige Hilfe an die durch die Maul« und Klauenseuche Geschädigten bereit- im Schoße der Regierung durchberaten tvcrden und daß in den nächsten Tagen eine endgültige Entscheidung zu erwarten sei. Zehn Jahr» Bauorbriterverbaed. Die letzte Nummer de»„Bund" der Zeitschrift de» Verbandet der Arbeiter in der Bau«, Stein» und Ke» ramindustrie in der Tschechoslowakischen Republik ist diesmal in festlicher Aufmachung erschienen, denn da» Blatt gedenkt der zehnten Wiederkehr de» Tage», an dem— am 1. Juli 1928— durch die Bereinigung dreier Organisationen der Verband entstanden ist. von der LanßeSbank für Böhmen. Ende Juni und Dezember«ine» jeden Jahre» werden die fälligen, nicht behobenen Zinsen von Einlagö- dücheln zum Kapitale zugeschlagen, ohne daß e» nötig wäre die EinlagSbüchel behus» Zinsenzuschreibung eigen» vorzulegen. Die gesetzlichen Bewehr, eine augenblickliche Erhebung zu schaffen; heute ist et die gesamt« gelb« Raffe, die zum Freiheitskampf gegen die Weißen einschließlich der verhaßten„raffenverräterischen" Japaner aufgerufen wird. Die Hauptträger dieser Propaganda sind die Soldaten, die singend durch Städte und Dörfer ziehen. Sie singen keine selbsterdachten Volksweisen, sondern Dichtungen höherer Offiziere oder von der Regierung besoldeter Dichter, die ihnen in besonderen JnstruktionSstunden beigebracht werden. In diesen Liedern wird immer wieder für da» einzige, große, gemeinsame Ziel geworben: für den Kampf gegen den Westen, die weiße Raffe und ihre Schüler, die Japaner. »Gelb sind die Chrysanthemen, Die gelbe Raffe ist mächtig.,. Stark duften die Chrysanthemen, Die gelbe Rasse ist stark. Rur die gelbe Raffe darf au» den Fluten De» Gelben Meere» trinken. Junge Männer, haltet Frieden unter euch. Sonst macht ihr e» Europa und Amerika und Japan leicht, Euch zu unterjochen..." In einem anderen Liede heißt e»: „Junge Männer Ostasien». zeigt eure Kraft, Baut unseren schönen, neuen Staat machwoll auf. Man erhält für Kö 100 Me«ch«mark 665.80 Markmünzen 870.— 100 rumänische Lei.... 18.85 100 polnische Zloty.... 544.60 100 ungarische Peng».... 618.50 100 Schweizer Franken... 668.50 100 franziisische Franc»... 82.20 1 englische» Pfund.... 143.75 1 amerikanischer Dollar... 28.80. 100 italienische Lire.... 163.40 100 holländische Gulden... 1597.— 100 jugoslawische Dinare... 64.80 100 Belga» 489.— 100 dänische Kronen.... 638.— 100 schwedische Kronen... 738.— stinnnungcn betreffend die Verjährung von dreijährigen Zinsenriickständen finde» auf die Interessen von Einlagen gegen Büchel keine Anwendung. Für das abgelaufene Semester tvcrden, die Zinsen bet nächster Vorweisung des EinlagSbüchel» mit dem 19. Juli 1938 angefanacn eingetragen. Abkommen In London auf dem Wege? London. Wie bereit» gemeldet wurde, scheint ein Kompromiß in den britisch-deutschen Wirtschaft»- und Finanzverhandlungen, die sich durch die au» dem Anschluß Oesterreich» hervorgegangenen Fragen al» notwendig erioiesen haben, auf dem Wege zu sein.„Daily Telegraph" berichtet über die Möglichkeit deutsch-englischer Vereinbarungen auf breiterer Basis und der Aussicht auf einen neuen Handelsvertrag. Das Blatt meint eine baldige Einigung könne über folgende Fragenkreise erwartet werden: 1. Deutschland- Zustimmung zur Uebernahme der Verpflichtungen au» den österreichischen Anleihen, 2. Abschluß eine» deutsch,englischen Handelsabkommen» auf geänderter Grundlage und 3. ein neue» Arrangement betreffend die Verzinsung der DaveS- und Founganleihe. Zu dem letzten Punkt wird hinzugefügt, daß die» eine Angelegenheit der Rentenbesitzer sei, die nicht direkt dir britische Regierung betreffe. Die prinzipielle Einigung ist in gewissem Sinn durch die Tatsache terminiert, daß am Donnerstag daS gegenwärtige britisch-deutsche Zah« lungSowkommen abläust, demzufolge Deutschland zehn Prozent seiner Guthaben au» dem britisch- deutschen Handel für den Zinsendienst zu verwenden hat. ;r Mehr Arbeitslose In USA Washington. Wie da» National Industrial Conserence Board mitteilt, betrug di« Zahl der Arbeitslosen Ende Mai 19,319.999, da» bedeutet gegenüber dem Monat April eine Zunahme um 192.990. 100 Millionen-Anleihe Mexikos Mexiko.(HavaS.) Die mexikanische Regierung hat soeben ihre Absicht bekannt gegeben, eine innere unverzinsliche Anleihe in der Höhe von 199 Millionen Pesoü auszuschreiben; sie wurde zur Aurschreibung dieser Anleihe durch den Beschluß deS Parlamente» vom 28. April d. I. ermächtigt. Die Anleihe soll zur teilweisen Entschädigung der enteigneten Petroleum-Gesellschaften dienen. Die Regierung hat diese Entscheidung getroffen, damit sie die notwendigen Devisen, die zur Aufrechierhaltung des regelmäßigen Ganges der Wirtschaft erforderlich sind, nicht au» der Zirkulation ziehen muß. Roosevelts Sozialreformen Washington. Präsident Roosevelt hat die während der letzten Kongreßtagung angenommenen Gesetzentwürfe über bundesamtliche Regelung der Lohnsätze uckd der Arbeitsstunden für alle handeltreibenden und Industriezweige unterzeichnet. Da» neue Gesetz sieht einen Mindest« stundenlohn von 25 EentS vor, der im Laufe von sickben Jahren auf 49 Cent» steigt. Die Arbeitswoche beträgt im ersten Jahr 44, im-weiten Jahr 42 und später 49 Stunden. Läßt man auf der Bühne der Welt Die Schwachen und Zagenden unabhängig bleiben? Vorwärts, junge Männer de» Osten» I Liebet einander! Erhübet euch! Laßt den Ruhm der gelben Raffe wachsen!" In anderen Liedern werden die Feinde EHInas und der gelben Raffe offen genannt: „Fürchtet nicht den wilden Japaner, Nicht die mächtigen Männer Europa»!" Gleichzeitig suchen diese neuen Lieder dem Volk militärischen Sinn einzuimpfen, denn nur durch ihn wird es ja instand gesetzt werden, da» Joch der Fremden abzuwerfen: „Die Trommel schlägt, die Trommel schmettert, Di« Fahne der fünf Farben weht. Laßt un» den Opfergeist bewahren, Uno der Sieg wird unser sein!" Keine Leiden dürfen unerträglich erscheinen, wentt ci gilt, China die Freiheit zu erlämpsen: „Wenn wir hungrig sind, essen wir Sand, Wenn wir dursten, nehmen wir statt Tee Den Dreck der Pferde. Sagt nicht, daß.Krieg nur Tod bedeute! Die Männer fallen wohl, doch der Ruhm bleibt ewig!" Diese Worte sind uns nicht fremd. Will haben sie oft genug gehört. Sie wurden, mit klein nen Abweichungen, überall dort gesungen» wo Krieg tobt. Kirmin, ,«0fe« „Sozialdemokrat" Mittwoch, 2V..Juni 1938. St«. 15k. Spwi-SpUl-JKtperpffcge frische die nächste Daka-BerkaufSstelle besucht und^.d-n Bi« t.a. f* a' ar r ,....„. r tiu,t LL. 1L t. QU f Unterreichenau, welche« in Gra-litz spielen sollte, dem Mnd« lustige, feste und schöne Gommerstrümpfe alle Mannschaften angetreten. Stu« Fischern oder«ocken kaust. Bei der Gelegenheit kann sie auch behauptet weiter die Spitze und dürfte aller Wahr« Unser geliebter Hugo Gehorsam Da wird gebeten, von Kondolenabeauehen«bauschen. Da« Gericht erkannte den Angeklagten, der seine Schuld bestritt, aber durch die Aussagen der Haupt« Zeugin überführt wurde, schuldig und verurteilte ihn zueinerWocheArrest, natürlich b e« bedingt... Olga Gehorsam Sofie Gehorsam Schwestern und Cerkonp(an 16.88) sowie Nr. 8712 Wilson« bahnhof ab 15.80 nach Dobki»(an 17.88) am Samstag, den 2. ftuli ausnahmsweise von der Station Kräl. Binohradtz au« abgefertigt werden. Kinderbeine im Sommer haben Sehnsucht nach i richtigen Sommerstrümpfen. Deswegen ist e» gm, wenn die Mutter vor der Abreise in die Sommer«! Die Adaptierung de« Karolinum». Die Adavtie- rungSarbeiten begannen im Jahre. 1085 und bei ihrer Durchführung wurden nicht nur Denkmäler der gotischen Baukunst entdeckt, sondern gleichzeitig auch ein sehr baufälliger Zustand der Grundmauern fest- gcftellt. ES erwic« sich daher als notwendig, die Gewölbe und Säulen zu erneuern, welche die grosse Aula tragen. Durch die Beseitigung der später an« gebauten Wände und des Verputzes wurde ein prächtiges Gewölbe de» Hause« des Königlichen Münz« meister« Rurlev freigelegt, welches die Grundlage de« Karolinum» wurde. Tie bisher geleisteten Arbeiten haben einen Aufwand von 1.500.000 Kc er« fordert, Fleißig wird auch an der Aula gearbeitet, die um zwölf Meter verlängert werden soll. DaS restaurierte Karolinum wird der Sitz deS Rektorats der Karls-Universität sein, ferner sollen dort da» Archiv und Museum, sowie der Sitzung»« und Pro« motionSsaal der Karli-Universität untergebracht werden, Ter äußere barocke Charakter del Karo- linumS stammt von dem Baumeister Franz Maximilian Kanka, der im Jahre 1718 einen Umbau deS Karolinum» vornahm. Auch diese Barockfassade wurde pietätvoll restauriert. Vom 20. Juni bi» 10. Juli ist dem Vublikum die Möglichkeit gegeben, gegen einen kleinen Regiebeitrag die Reftaurierunglarbei« reu im Karolinum zu besichtigen. lieber 200 Kinder au» Jugoslawien und Bulgarien, die am Mittwoch, den 29. Juni, zu verschiedenen Gastgebern in der Republik fahren, weilen derzeit in Prag. Der Primator empfing diese Kinder gestern vormittag» im groben Saale d«S Rathauses. Die Kinder sind jetzt Gäste der Hauptstadt Prag und sind im Baxa-Heim j^Prag XIl untergebracht. Die Kinder legten sodann am Grabe de» Unbekannten Soldaten einen Kranz nieder. Schlecht gelaunte Frauen eine Seltenheit! Jetzt im Sommer werden Sie bestimmt keiner schlecht gelaunten grau begegnen. Ist die» jedoch ausnahmsweise der Fall, dann trägt sie bestimmt nicht Bata» neue Knie-Strümpfe. Und eingepreßt in den Sirumpfbandgürtel, kann die lustigste Frau in. der Sommerhitze kein« gute Laune haben. Bata bringt «itie grobe Auowahl in Knie-Strümpfen. Richt nur datz sie gut sitzen, denn sie haben ein eingewebte» Strumpfband, sind sie auch in allen modernen Couleur» erhältlich. 100 Dotation der Stadt Beug zur Unterstützvua der Population. Die Stadt Prag gibt sozial bedürftigen Eltern tschechoslowakischer Staatsbürgerschaft, welche mindesten« fünf Jahre ihren Wohnsitz in Prag haben, für jede« in der Zeit vom 1. Mai bi« 81. Dezember 1938 geborene viert« und jede« weitere Kind ein« auberordentliche Unterstützung von 1000 Xi. Informationen über die näheren Voraussetzungen für die Erteilung dieser Dotation erteilt die Deutsche Jugendfürsorge in Prag I. Mäle näm. 11. Die Slawische Versicherungsanstalt A.-B. st» Prag hielt unter Vorsitz von L. Kolowrat ihre Generalversammlung ab. In der Lebensversicherung wird eine Zunahme um 10.404 neuer Kavitalver- iicherungen in Höbe von 97,458.207 Xi und eine Zunahme der Kavitalienversicherungen zum 81. Dezember 1937 auf 780,226.954 Xi verzeichnet. Die Präwleneinnabmen haben sich in der LebenSveriiche- runa gegenüber dem Vorjahre um 1,745.470 Xi auf 82,225.743 Xi erhöht, die Schaden« und Unfallsversicherung besserte sich um 970.280 Xi auf 11,542.748 Xi..An Schaden und Fälligkeiten wur« den im abgelaufenen BerwaltungSjabr 19.279.627 Xi.auSgczahlt. Von dem JahreSergebni» hat da» Institut 2.906.178 Xi' für Abschreibungen verwendet und 24.685 Xi auf neue Rechnung vorgetragen. Die Drahtseiltabn auf den Laurenziberg wird an ollen Tagen de» SokolkongresseS bi», zum 6. Juli um 7 Uhr früh den Betrieb aufnehmen. Tagen Tie e» nicht»eiter gnädige Frau, denn die ganz« Frauenwelt Weib et bereit», dab Bala diesmal eine herrliche Kniestrumpf-Kollektion herau»- gebracht hat. Sie erhalten Baka-Kniestrümpfe in allen modernen Farbnuaneen, ersparen da» Tragen de» Strumpfbandgürtels und haben Strümpfe, die fest anliegen, herrlich auSfehen und Ihr Sommer« strumpfüudget bestimmt entlasten. Darum— vor der Abfahrt in die Ferien noch in die nächste Baka- VerkaufSstelle. 100 Besichtigung de» Karolinum». Der adoptierte Teil deS Karolinum», an dessen Renovierung gegenwärtig gearbeitet wird, ist dem Publikum vqm 29. Juni bis 10. Juli täglich von 9 bis 17 Uhr, am! Sonntag von 9 bis 18 Uhr zugänglich. Eintritt i 1.— Xi..(Kinder, Studenten. Soldaten und Sokol« «rkursionen frei). Mitglieder der Kommission für die Adaptierung des Karolinum» und der Baukanzlei werden die"entsprechenden Erläuterungen geben. Westbftnmlscher Arbeiterfußbail Rach längerer Pause starteten Sonntag die Fub- MgMftHtmiliniu der Arbeiterfürsorge finden jede» Samstag von 5—7 Uhr i« Bereis deutscher Arbeiter, Smekkagaffe Rr. 27, statt. die. neue Kniestrumpf-Kollektion besichtigen und mit dem Kauf einiger Paare von Kniestrümpfen, da» Tragen de» bequemen Strumpfbandgürtel» ersparen. 100 Aulflugzöge. Die StaaUbahnen veranstalten da» beliebt« Zeltlager im slowakischen Paradie» de» Hernad-Tale». Die Führung ruht in den Händen «ine» bewährten Lagerleiter» und Kenner» de» slowakischen Paradiese» und der Hohen Tatra. Die Lagerinsassen werden in wohnlich eingerichteten zwei- lagrigen Zelten untergebracht, die auf kunstgerecht gebautem Unterbau ruhen. Reichliche Verköstigung. Die Küche steht unter Fürsorge eine» Beruf-kochS. Abfahrt jeden SamStag vom Dilsonbahnhof um 21.08 Uhr. Prei» de» achttägigen Aufenthalte», alleinbegriffen. von Prag 840 Xi, von Pilsen 890 Xi. von Pardubice 880 Xi. Verlängerung um eine Woche 180 Xi. Anmeldungen und Informationen im Referat der Au»flug»züge neben dem Wilson-Bahnhof. Telephon 888—85. Warnung vor der Abfahrt in die Sommerfrische Auch Kinderfühen ist«S nicht zuträglich, wenn die nackten Flitze in Sommersandalen oder Schuhen stellen. Kinder brauchen ebenso wie Erwachsene im Gommer Socken oder Strümpfe. Besuchen Sie deshalb die nächste Baka-Verkauf»stelle und besichtigen Sie die neue Kinder-Sommersockcn». und. Strumpf- Kollektion. Sie werden überrascht sein zu welchen .Preisen Baka so feste und schöne Sommersocken und Strümpfe herausbringt. 100 Mi aller Walt warn« Bromfield ohne Wafferleitung tleitt. Die schönsten Mädchen von England stammen au» Bromfield. Da» ist schon immer so gewesen, und niemand wagt-» zu bezweifeln. Tatsächlich haben auch die Mädchen von Bromfield einen wunder« schönen Teint und machen ihrer Heimatstadt alle Ehre. Run ist aber ihre Schönheit ernsthaft bedroht, denn Bromfield sollte eine Wasserleitung bekommen. Der Zusammenhang zwischen Wafferleitung und gutem Teint ist sehr einfach: die Bewohner von Bromfield schwören, daß die Schönheit ihrer Frauen darauf zurückzuführen ist, daß sie sich nur in Regenwasser waschen. Bromfield besitzt keine besonder« er« giebigen Quellen, die lediglich für da» Trinkwaffer benutzt werden, zum Waschen aber sammelt man in grotzen Tonnen Regenwaffer. Ob da« nun stimmt oder nicht; jedenfalls hat der Protest der Stadt« Väter von Bromfield dazu geführt, daß die Anlage einer städtischen Wafferleitung bi» 1940 aufge« schoben ist. Die Prozeßaktm von Jeanne d'Are kommen nach Frankreich. Frankreich hat berrit» eine wertvolle Urkundensammlung, die sich auf den Prozeß der Jungfrau von Orttan» bezieht. Sie befindet sich im Museum de» Arsenal» von Pari». Die andere bisher der Oeffentlichkeit zugängliche Urkundensammlung befindet sich in Italien, und zwar in der Bibliothek von Bologna. Beide sind jedoch unvoll« ständig, denn e» befindet sich in ihnen nicht da» von Jean Brthal 1450 im Auftrage Karl« VII. angefertigte„Summarium''» da» sämtliche Anklagen gegen die Jungfrau in einem umfangreichen Akt zusammenfabt. Da» einzige französische Exemplar diese« Summarium» befand sich bisher im Privatbesitz der Herzöge von Newcastle und wurde in der Bibliothek de» Schlaffes von Clumber aufbewahrt. Die Stadt Orttan» hat jetzt die Urkundensammlung der Herzöge von Newcastle gekauft; sie umfaßt etwa 180 einzetzir Urkunden, die sämtlich nach Orttan« kommen und hier im städtischen Museum zu besichtigen sein werden. Funkelnde Augen. Bei den groben Mode« schauen auf den Rennplätzen fiel auch eine Anzahl von Mannequin» auf, deren Lugen tatsächlich wie Diamanten funkelten. Dal ist wortwörtlich zu verstehen, denn diese jungen Damen hatten ihre Wim« pern mit einem neuen Präparat bestrichen, da» au« Diamantenstaub hergestellt ist und in der Sonne wirklich wie Edelsteine aufleuchtet. Figaro und der Literaturprei». Der Barbier Mato Blazevic au» Bosansti Samac hat mit seinem Roman„Die vergessenen Gräber" den Großen Preis der Königlich-Serbischen Akademie gewonnen. Bla« zcvlc gilt bei seinen Kunden al» außerordentlich gesprächiger Mann, wobei er e» auch versteht, die Männer, die rr unter dem Resiermeffer hat, selbst-' zum Reden zu bringen. Diese Erzählungen haben ihn nun, wie et selbst freimütig eingesteht, so ange-* regt, datz er vor einiger Zeit mit der Niederschrift und der dichterischen Verbindung de» Gehörten begonnen hat. Man glaubt in der jugoslawischen Hauptstadt, dab Blazevic in absehbarer Zukunft den gleichen internationalen Ruhm erlangt wie der Bal« kqndichter Panait Jstrati, den seinerzeit Romain Rolland entdeckte. WWWWWWWWW für Chemie. Sie verführte ihn dazu, nach einem Vortrag über die Herstellung deS Schießpulvers, zunächst eine Keine Menge Pulver» auf primitive Weise zuhause herzustellen. Al» dieser Versuch* glückte und in der Schule belobt wurde, setzte der Junge seine Versuche in erweitertem Ausmaße fort. Diese chemischen Spielereien fanden ein gräßliche» Ende. E» kam zu einer Explosion, bei welcher dem armen Jungen z w e i Fr n g g a b g e r i s s e n, e i n ArmgebrochenundeinAugeau» dem Kopf gerissen wurde. Ter Unglückliche wurde von seiner Schwester bewußtlos und im Blute schwimmend aufgefunden. Im Hause befand sich an jenem Tage niemand al» die Schwester de» Schwerverletzten und di« Hausgehilfin, Wa» sich nun ereignete, verdient in mähr als einer Hinsicht als mehr al» skandalöser Vorfall gebrandmarkt zu werden. Daß da» derzeit immer noch geltende 185 Jahre alte Strafgesetz, derartige Delikte nicht entsprechend ahndet, versteht sich von selbst. Al» die Schwester de» verstümmelten Jungen die Rettungsstation anrief, vernahm sie zunächst, daßdieUeberführungde» Schwerverletzten durch«inen Arzt befürwortet werdenmüsse. Da» wäre der eine Punkt, der nur die bekannte Tatsache bestätigte, dab die Beobachtung bürokratischer Vorschriften auf einem Gebiet wie et» die.erste Hilfeleistung ist. zu den un« glaublichsten Konsequenzen führen muß. Die verzweifelte Schwester, die ihren notdürftig verbundenen Bruder in Lebensgefahr wußte, rief hierauf den Dejwitzer Arzt Dr. RichardTopinkaan und bat ihn flehentlich, zu dem schwerverwundeten Bruder zu kommen. Der Herr Doktor machte sich seine Ordination leicht. Al», er hörte, worum e» sich handle, teilte er kurz und sachlich mit, daß er„ohne- die» nicht» nützen sein könne" und empfahl! e- d i g l i ch d ie U e verführ u n g i n d a» 'Krankenhaus. Nach einer guten Weile stellte sich da» Ret- I tungSauto denn doch ein und überführte den Ber« stümmelten-in Krankenhauspflege. Dr. Richard Topinka wurde-unter Anklage gestellt, da er dem Ber» ! letzten seine Hilfe verweigert hatte. Die Anklage Fahrplanänderung im Nahverkehr.'Mit Rücksicht wurde vor dem Bezirksgericht-(GR Dr. Mertll auf die starke Frequenz am Wochenende werden die verhandelt, denn der vorliegende, Tatbestand war Züge Nr..8626 Wilsonbahnhof ab 14.25 nach Brant nur auf eine U e b e r t r e t u ng zui. applizieren. Bezug» b e dingu n g en: Bet Zustellung inlSau» oder bei Bezug durch, die Post monatlich XC 17.—, vierteljährig Xt 51.—. halbjährig XS 102- aanzjäbria Xö 204’^ven la u Tarik billigst berechnet.— Rückstellung von Manusknpttn erfolgt nur bei Eipserwung der Retourmarken.- Die ZeltungSfrankaiur wurde von der Post. u. Telearaphendireklion mir" Erlab Rr. 18 8Dtrvil/198ü bewilligt-(Kontrollvostamt Praha LS.— Druckerei;„Orbis", Druck«, Verlag»« u. 3eituna»-A.«G. Prag. verschied sm Sonntag, den 26. Juni 1838, im 68. Lebens< jähre und wurde in aller Stille zur Ruhe geleitet.. Hedwig Gehorsam Trude Gehorsam Gattin Tochter scheinlichkeit nach auch die KreiSmeisterschaft erreichen. Falkenau steht mit drei Punkten weniger hinter dem Spihenführer. Da auch Unterreichenau mit seinen 27 Punkten au» dem Tpihenkampf noch nicht aul« gcschieden ist, bringt wieder einmal erst der Endspurt die Entscheidung. Seit der letzten Tabelle(17. Mai) haben neun erstklassige Spiele stattgefunden. Fischern holte sich die Punkte au» Rcusattl, auch Falkenau hat zwei , Punkte vom Spiel gegen Neusattl, Mußte jedoch Sonntag wieder in Aich ein Unentschieden einstecken. Unterreichenau verliert zwei wertvolle Punkte an GraSIitz wegen Richtantreten». Weiter ausgcholt hat Altrohlau, die Mannschaft gewann in Aich und gegen Karlsbad. In der Tabellenmitte hat sich nicht viel geändert, Chodau gewinnt drei Punkte durch einen Sieg über Maierhöfen und ein Unentschieden gegen Drahowitz. Fest ist auch Reudck geblieben. Da» Tabellenende hat mit dem 22. und letzten Serienspiel Aich bezogen; trotzdem fit der Abstieg noch nicht besiegelt. Der kommende Sonntag ist wegen,de» Kreis« Kinder« und Jugendseste» in Karlsbad spielfrei. Die Ergebnisse Atut Neusattl gegen A2B Fischern 2:4, FFK Falkenau gegen Atu» Neusattl 7:1. Atu» Neudek gegen ASV Maierhöfen 8:1. Rote Elf Chodau gegen Atu» Drahowitz 8:8. Atu» Aich gegen ASV Altrohlau 1:2. ASV Maierhöfen gegen Rote Elk Chodau 0:2. ASB Altrohlau gegen Rapid Karlsbad 4:1. Aich gegen Falkenau 2:2. ASB Nkaierhöfen gegen Militär-Els Lw 5 7:8. Stand der Tabelle. ßerksttssaak Rin Schwerverlebter braucht Hilfe— der Arzt hat keine Zelt... Prag,-rb- Der 16jährige Realschüler I. Cer« i n k a au» Dejwih hatte eine besondere Vorliebe Atu» Fischern. . 21 14 2 4 64:25 81 FFK Falkenau. • 20 11 6 8 61:84 28 Atu» Unterreichenau 20 12 8 5 54:87 27 ASB Altrohlau 22 12 2 8 75:48 26 ASV Neudek. 21 11 2 8 72:46 24 ASB GraSIitz. 21 10 2 9 55:48 22 Atu« Drahowitz 20 9 8 8 49:42 21 Note Elf Chodau 21 7 4 10 61:49 18 ASV Maierhöfen 22 8 1 18 45:46 17 Rapid Karlsbad 21 6 8 12 30:67 15 Auw Neusattl, 19 5 1 13 87:88 11 Atu» Aich.. 22 4 2 16 84:79 10