30 Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erschein mit Ausnahme des Montag täglich früh/ Einzelpreis 75 Heller Redaktion u. Berwaltung: ag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Giegfried Taub- Berantwortlicher Redakteur: Rarl Rern, Prag 18. Jahrgang Samstag, 2. Juli 1938 Die SdP lehnt ab! Konstituerung der Volksgruppen gefordert jetzt noch blutende Wunde die Eindrücke der Ma iSamstage und Sonntage zu übersehen, an denen man nicht wußte, wie die Würfel- für den Frieden oder für den Krieg- fallen werden, wird das Volt dankerfüllt derer gedenken, Aus dem Inhalt: Wie Schuschnigg verraten wurde Das Reichsfalkentreffen Eduard Rieger gestorben Proteststreik untertags Eindrücke zwischen Nr. 154 welche Europa eine neue blutige Tragödie er Teplitz und Reichenberg spart haben." Es müsse erklärt werden, daß die Die Verhandlungen über das Nationalitä-[ gen für staatsrechtliche und Selbstverwaltungstenstatut sind in eine entscheidende fragen delegiert. Der Ausschuß sieht seine Mis- tschechoslowakische Regierung zur Mäßigung und Fern von der Tschechoslowakei wird kaum Phase eingetreten. Der räsident der Repu- sion darin gegeben, ein parlamentarisches Hilfs zu einem Ausgleich bereit sei. Dr. Hodža sei ent- ein Mensch, wie immer er unterrichtet und poli bfit empfing gestern abermal die Mitglieder des organ für die Regierung zu sein, mit deren Beschlossen, entgegenzukommen bis zu einem Maße, tisch eingestellt sein mag, sich eine Vorstellung politischen Minisertomite e s, ratungen über die Regelung der Nationalitäten- das nicht überschritten werden kann, ohne die machen können von dem fast rührend ruhigen wobei es sich jedenfalls auch arum handelte, die fragen seine Arbeiten parallel laufen werden. Eristenz des tschechoslowakischen Staates zu ge- Bilde, das unsere Städte und Dörfer in dieſen Lösung der Nationalitätenfugen so zu beschleu- Es handelt sich also um feinen Unterausschuß, fährden. Die Kabinette von London und Paris ersten hochsommerlichen Tagen dem äußeren Benigen, daß die entsprechende Vorlagen raschest des verfassungsrechtlichen Ausschusses, erhielten diesbezügliche ausdrückliche Zusicherun trachter, dessen Blid an der Oberfläche haften dem Parlament vorgelegt weden fönnten. sondern um eine Expertenkommission, deren Mit- gen. Tatsächlich sei man mit den Minderheiten in muß, in geradezu groteskem Widerspruch zu den glieder als Parteivertrauensmänner von den der Tschechoslowakei schon früher beffer umgegan- von drüben so lange gepflegten Nachrichten über Außerordentlich bemerkenswert ist ein Arti- toalitionsparteien in die Arbeiten an der Lösung gen, als mit den Minderheiten in Deutschland. angebliche Wirren und gefährliche Zuſammenſtöße fel des SdP- Abgeordneten indt in der heute der Nationalitätenfragen eingeschaltet werden. Die Krise werde allerdings erit abgewendet sein bieten. Eine dreitägige Fahrt, die uns von Teverscheinenden Rundschu", aus dem her- Die zweite Sigung ist für Montag in Aussicht an dem Tage, an welchem der Vertrag mit Dr. lib über Aussig nach Bodenbach und von dort ü.cr vorgeht, daß die SdP den utonomies Haida nach Warnsdorf und schließlich nach ReiVorschlag der Regierung abgenommen. Nach den Haupttagen des Sofolton- Hodža unterzeichnet werden wird. ulehnen entschlossen ft. Das heißt, daß gresses wird sich dann die Kommission in Bermachenberg und Gablonz führte, brachte dem Auge und Ohr, soferne sie nicht in die Dinge hineinzu die SdP sich mit dem Ausbauder Autonomie innenz erklären, um die Arbeiten in absehbarer blicken und hineinzulauschen versuchten, nichts Gemeinden, Bezirken und Läpern und mit na Beit bewältigen zu können. anderes als den Eindruck der schlichten Beweglichfeit unseres judetendeutschen Kleinstadtlebens und bes Stylls unserer jo lieblichen und reizvollen deutschböhmischen Landschaft. Ohne sichtbare Störung geht jeder seinem Handwerk nach, auf den eldern reift schön die Ernte, Sonnenglanz liegt über den herrlichen Wäldern, den grünen Fluren, und am Abend zieht friedlich Heuwagen um Heuund am Abend zieht friedlich Heuwagen um Heuda, daß die Vorstellung, vor wenigen Wochen habe wagen heimwärts. So sanft, so gesegnet liegt alles hier die Fortdauer scheinbar glüdhafter Ruhe an einem Faden gehangen, kaum mehr die Wirklichfeit zu betreffen scheint. tionalen Kurien in den Länden nicht zufrieden und ihre Siedlungsgebiete als Brundlage für die „ Es ist allerdings die Frage, ob die SdP nicht werde ermuntert werden, jede Art Nationalitätenstatut abzulehnen. Das würde dann eine Kundgebung dessen sein, selbst um jeden Preis den Frieden einen geeigneten Zeitpunkt suchen. In London will man hoffen, daß dem nicht so ist und wir in Paris hoffen das gleiche. Wenn freilich unser Vertrauen enttäuscht würde, könnte gerade Feftigkeit Frankreichs und Großbritanniens die Situation retten." geben will, sondern die Völker und Bollsgruppen Es ist allerdings die Frage... daß die Umgebung Hitlers und Sitler Selbstverwaltung erklärt. Die nationale Frage, Paris. Der hervorragende französische Jour- tör en wollen und für einen blutigen Streit so führt Kundt aus, sei ein Poblem des ganzen nalist Elie J. Bois, politischer Direktor des franStaates und nicht der einzelner Länder. Deshalb zösischen Blattes Petit Parifien", befaßt müsse der Gedante der Dezentalisation auf den sich eingehend mit dem anglo- französischen Stand ganzen Staat und nicht auf ie Länder ange- punkte zu den tschechoslowakischen Problemen. Bis es möglich sein wird, schreibt er unter anderem, eines Tages ohne Befürchtungen für die wendet werden. Die SdP stelle fich die Lung so vor, daß bie Länder national getrennt sein haben, und nationale Kurien im Parlamenterrichtet werden. schließen lasse. Neues italienisches Expeditionskorps nach Spanien die Und dennoch war nicht nur das Wirklichkeit, sondern auch heute steht hinter dem goldenen Schein eine andere, harte Realität. Wohl spürt man, daß in dem Kampf, der hier ausgetragen wird, zumindest eine kurze Atempause eingetreten Kundt spricht dann in dem bekannt scharfen und hemmungslosen Ton von ner tschechischen ,, Versuchslinie des Ausweichen von Entschei dungen" und fordert eine ganze Lösung", au der Vertrauen zu haben, aber fir die SdP schon im Hinblick auf die Haltung er Regierungspresse zumindest vorläufig nicht möglich sei. Die italienische antifaschi| der Ditfront abgeschlagen. Im Abschnitte von it wind einem der der bisher Aufgehekitische Wochenzeitung„ Giustizia e Libertà" in Puebla de Valverde scheiterte der Versuch des ten und Besessenen oder Gedanken- und Verant Das Prager Tagblatt" neint, daß es Paris, erhält aus Rom folgende Information Feindes, einen unerwarteten Angriff durchzufüh- wortungslosen ein wenig zum Nachdenken benuki gegenwärtig fein Anzeichen gee, das auf die über die italienische Intervention in Spanien: ren, wobei der Feind große Verluste erlitt. Durch wird; dennoch aber geht der Kampf weiter und Möglichkeit der Ueberbrüdung der Gegensäte„ Der Krieg in Spanien ist gegenwärtig die Gegenangriff eroberten wir die Höhen in der nur dünne Verbindungsfäden bestehen nach wie Hauptforge der faschistischen Regierung und hat Zone Fanzara zurück. Der Druck des Feindes auf vor zwischen den beiden Lagern, in die das Grenz Die Zeit" schlägt wiederum radikalere Töne zu einer Wiederaufnahme der Tätigkeit in italie- die Eremitage San Salvador, nordwestlich von volt geteilt ist. Jedoch: diese wenn auch spärliche an, bringt aber gleichzeitig di Meldung, daß nischen militärischen Kreisen geführt. Der Fa- Fuente de la Pena, wurde abgeschlagen. Der Hee- Berbindung, vom Leben hergestellt beim täglichen Ministerpräsident Dr. Hodža am Donnerstag den schismus möchte eine entscheidende Anstrengung resbericht meldet weiters, daß bei dem Luftangriff Handel und Wandel, bei der engen Nachbarschaft Abgeordneten Kundt und Dr. Rosche Teil- machen und hat daher ein neues Expeditionskorps von Francoflugzeugen gegen Barcelona 36 Ber- des Arbeiters zum Arbeiter im Betrieb, lehrt eines: der 21. Mai hat, ganz abgesehen von sei stücke aus dem Nationalitäten von etwa 40.000 Mann zusammengezogen, das fonen getötet und 50 verletzt wurden. statut der Regierung, sowie der Entwurf eines zum Teil schon die italienischen Häfen verlassen Fünf feindliche Flugzeuge versuchten in der ner Bedeutung für den Staat und für Europa. Sprachengesezes übergeben habe Der Hauptteil hat, zum Teil auf seine Verschiffung in den Ka- Nacht auf Donnerstag Barcelona in der Richtung auch in manchen ſudetendeutschen Hißköpfen ein des Statuts soll der SdP in der nächsten Woche fernen in der Nähe der Hafenstädte wartet. Ein vom Meere her zu überfliegen, woran sie jedoch wenig ernüchternd gewirkt; diejenigen, die noch übergeben werden. beträchtliches Kontingent Kriegsmaterial aller Art von Jagdflugzeugen der Regierung gehindert oder neuerdings selbständig denken können und wird das Expeditionskorps begleiten, vor allem wurben. Die Francoflugzeuge warfen deshalb wollen, beginnen ein wenig einzulenten und die Die Beratung beim Präsidenten ist die Entfendung von vorläufig 100 breimoto- nur in Dörfern in der Umgebung von Barcelona Zahl derer scheint zu wachsen, die nun fagen: Serieg? Den wollen wir auft einen Fall: Ueber die Beratungen beim Präsidenten der rigen Bombern vorgesehen, um die Lücken aus- Bomben ab. Opfer werden nicht gemeldet. und um diesen Preis auch nicht den„ An Republik wird folgender amtliche Bericht auszufüllen, die bei den letzten Aftionen entſtanBarcelonas Widerstand schluß". An den verschiedensten Orten hören gegeben: Freitag nachmittags hnd beim Prä- den find. wir, daß auch das, was sich seit der Eroberung fidenten der Republik eine Beratung des politi- Im Innern Italiens dauert die Werbung verstärkt durch Hitler in Oesterreich abspielt, gar fchen Kabinettes statt, an welder teilnahmen: für Spanien an, da man der Auffaſſung iſt, die Barcelona. Die dritte Phase des gro- manche Sudeten Großdeutsche nachdenklich gemacht Der Vorsitzende der Regierum Dr. Milan endgültige Anstrengung werde die Entsendung odža, der Stellvertreter des Borsitzenden der weiterer Verstärkungen notwendig machen. Die en Kampfes an der Teruel- Castellon- Front hat. Und dazu kommt die immer deutlicher fühl, Regierung Eisenbahnminister 2. Bechyně, Organe der faschistischen Partei sind mit der Ans ſteht im Zeichen des überraschend starken Wider- bare Wirkung des Boykotts sudetendeutscher Standes der Regierungstruppen. Der republikani- Waren durch Teile des demokratischen Auslands; Unifizierungsminister Migr. Dr. Sr á m et, der werbung betraut, die sie in Uebereinkunft mit den fche Generalstab hat, wie hier erklärt wird, zwar neben jenen Unternehmern, die in der sonderbaren Minister des Innern, Dr. J. Černý, der Mi- Militärkommandos in den Provinzhauptstädten nister für Schulwefen und Boltsbildung Dr. Emil durchführen. Jede Provinz- Föderation des Fascio angesichts der großen Ueberlegenheit des Geg- Hoffnung auf weiteren Aufstieg, wenn einmal Franke, der Miniſter für Handel, Industrie muß eine gewisse Anzahl" Freiwillige" stellen, ners, insbesondere der Luftwaffe, der Artillerie, Et gekommen wäre, zunächst sich noch weiter im der Tankwaffe e und des Munitionsnachschubes nationalistischen Rausch gefallen, gibt es doch auch und Gewerbe Nudolf M 1& och und der Mini- die für sechs Monate zu den folgenden Bedinguna den langsamen Rückzug bis zu einem Buntt an- solche, die ihr Klassenintereſſe durch eine natiofter für öffentliches Gefundheitswesen und kör- gen angeworben werden: Entschädigung von 2000 perliche Erziehung F. Ježet. Den Gegen- Lire für jeden Legionär nach Unterzeichnung des geordnet, aber nur bis zu einem Punkt, an dem nale Versöhnung besser gewahrt erhoffen und die stand der Beratung bildeten die Vorberei- Werbevertrages; 600 Lire im Monat für die Fas das Kräfeverhältnis ausgeglichen ist. Der Feind, daran denken, daß im anderen Falle die sudetendeutsche Produktion noch ärgere Schläge erleiden tungsarbeiten für die in Angelegenheit der Natio- milien der Freiwilligen" für die ganze Dienst der zum Einsatz feiner gesamten Reserven getönnte. nalitätenprobleme geplanten Vorlagen für die zeit in Spanien. Jedem Legionär wird die An- swungen ist, hat außerordentlich schwere Verluste Nationalversammlung. fieblung als Arbeiter ober Bauer nach dem Ende erlitten und ist auf einem toten Bunkt angelangt. Der Abschnitt von Sarrion, der den Redes Krieges versprochen. Man rechnet damit, daß der endgültige Sieg sierungstruppen den Vorteil glänzender BefeFrancos in drei Monaten erreicht werde Juli, ftigung und leicht zu verteidigender Stellungen Heute tritt im Abgeordnetenhause die aus August, September. Nachher werden die italieni- bietet, sei gegenwärtig der Schauplas heftiger Parlamentariern zusammengesetzte Expertentonfchen Legionäre Spanien nicht verlassen, sondern Gegenangriffe der Miliz, die eine Reihe strateferenz zu ihrer konstituierenden Sit werden weitree drei Monate in den spanischen sisch wichtiger Punkte wie Muela de Sarrion dung zusammen, die sich mit dem von der Ne- Provinzen im Dienst bleiben, um die Ordnung wieder in ihren Besitz gebracht hätten. gierung im Zusammenhang mit der Regelung und Disziplin aufrecht zu erhalten. Danach würde Leon Blum der Nationalitätenfragen vorbe sich das faschistische Expeditionstorps in eine Koreiteten Material befaſſen und alle Gefeßesent Tonial- Wiliz umwandeln, die zum Teil beim Bewürfe studieren wird, welche die Regierung in bauen des Landes, zum Teil beim Wiederaufbau Durchführung dieser Regelung dem Abgeordne ber verwüsteten Städte und Dörfer Verwendung tenhause zu unterbreiten gedentt. t. In diesen Kompler von Geseßeßentivürfen fällt auch die Novelle zum Sprachengefeß. Die Gizungen werden unter der Leitung des Abgeordnetenhauspräsidenten Malypetr und des Senatspräsidenten Dr. Soutup stattfinden. In den Ausschuß wur Die Experten- Konferenz finden würde." F Gegenangriffe für Pyrenäen- Oeffnung für Pyrenäen- Oeffnung Unsere Arbeiter und ihre Vertrauensmänner wären im höchsten Maße daran interessiert, daß das demokratische Ausland seinen Import sude tendeutscher Waren auch sinnvoll demo ratisch zu gestalten begänne; es gibt troß alledem Betriebe, in denen dem auf der sozialis stischen Arbeiterschaft im allgemeinen ungeschwächt lastenden Druck doch Grenzen gesetzt wer den oder eben gesetzt werden könnten; hier von Staats wegen und im Inland wie vom Ausland her fördernd einzugreifen, wäre ein Ausweg, der nicht nur der Industrie und den Arbeitern, sonParis.( Savas.) Die sozialistische Partei dern auch der Republik und der Demokratic Frankreichs hat befchloffen, eine Deputation, an außerordentlich zustatten käme! deren Spitze Leon Blum stehen wird, zum Mini- Das Beglückendste und zugleich Erregendste sterpräsidenten Daladier zu entfenden, um mit solcher Fahrt durch unser Gebiet, die nicht mit ihm über die Frage der Pyrenäen- Grenze zu äußeren Eindrücken sich begnügt, ist das Erlebnis der Reglerungstruppen berhandeln. Siezu erfährt der„ Matin", baß diese jedes Gedankenaustausches mit den Männern der Barcelona.( Havas.) Laut dem Hee. Delegation beim Vorfizenden der Regierung auf deutschen proletarischen demokratischen Grenzden von den sechs tschechoslowakischen Koalitions- resbericht bes Ministeriums für Nationalverteidi- die Deffnung der Pyrenäengrenze bringen wacht. Immer wieder ist es erhebend, zu sehen, zu hören und zu fühlen, wie unsere Arbeiter. parteien ihre parlamentarischen Sachverständigung wurde ein Angriff der Francotruppen an wird. Seite 2 Samstag, 2. Juli 1938 Mittellung der Verwaltung Schuschnigg wurde verraten Da am Dienstag den 5. Juli anläßlich des Feiertages nicht gearbeitet wird, entfällt am Mittwoch den 6. Juli unsere Ausgabe. Am Donners tag den 7. Juli erscheint unser Blatt zur gewohnten Stunde. Die Verwaltung. unerschüttert durch die politische Geschichte und Geographie, nach ernſteſten Wochen und weiterhin vor einer noch nicht absehbaren Entwicklung, nicht nur den Gedanken der Demokratie und des Sozialismus treu bleiben, sondern in manchmal wirklich staunenswerter Weise geistig an einer Lösung der Dinge Tag um Tag, ja Stunde um Stunde mitarbeiten. Ein Bodenbacher Vertrauensmann war es, der uns sagte, daß unsere Menschen, politisch vorbildlich geschult, auf jede kleinste Bewegung des Weltbildes, wo immer sie sich er eignet, wie Seismographen reagieren; jedes Geschehen in Spanien und China, in Frankreich und England wird deutlichst in seiner Bedeutung empfunden und verzeichnet. Wenn man mit unseren Leuten spricht, hat man das Gefühl, als ob jeder für sich an jedem Morgen und an jedem Abend seine Fähnchen auf der Karte stedte, auf der er den Kampf zwischen Faschismus und Demofratie an allen Fronten mit peinlichster Genauigkeit verfolgt. Und natürlich stecken sie ihre Fähnchen vor allem für die Front hier in unseren Lande! Bei jeder kräftigen Regung der Regierung rüdt man um einen Punkt vor, jeder unbestrafte Terror- Fall, gegen den das Gefeß sich müde zeigt, bedeutet einen Abstrich; aber nicht etwa der Gesinnung, Ueberzeugungstreue und Kampfbereits schaft unserer Menschen, sondern ihrer, wenn auch im Kern unwandelvaren Hoffnung auf die volle öffentliche Bereitschaft zur flugen Abwehr der gefährlichen Faschisierungsversuche, die den Borherrschaftswillen der Brutalen, Hemmungslosen, leidenschaftlich ungerechten mit dem Mäntelchen angeblich angestrebter Nationalgerechtigkeit um= fleiden. Nationale Gerechtigkeit wollen wirklich die deutschen sozialdemokratischen Arbeiter; um dieser Gerechtigkeit und um des Friedens willen und weil sie auch sozial die einzige Lösungsmög lichkeit bedeutet. Hierin und in allen wichtigen Fragen gibt es unter ihnen nur eine Meinung. Aufs beste sind sie gewappnet für die nächste Zufunft. Sie freuen sich jeder Festigkeit, die die Republik an den Tag legt, und jedes Solidaritätsbekenntnisses von außen. Und sie sind überzeugt, daß, wenn Ausgleichs- und demokratischer Souveränitäts- Wille fest Hand in Hand bleiben, die Wolken, mögen sie auch das Land neuerlich um= Yagern, am Ende zerreißen wird. Dann aber das ist ihre Ueberzeugung, die durch erste leise Schwäche- Anzeichen aus einem Teil des national sozialistischen Lagers geftüßt wird werde auch der tolle Sput, dessen Hauptleidtragende sie sind, zu weichen beginnen. Einen unserer prachtvollen Vertrauensmänner verließen wir in seinem Heimatsort, nachdem er uns angesichts der kaum fünfhundert Meter entfernt liegenden ersten sächsischen Häuser sein tapferes demokratisches Herz erschlossen hatte. Wir möchten nicht einen Augenblick lang mehr daran zweifeln, daß man dafür in Prag volles Verständnis haben und behalten wird. L. G. Г Zwischen 9 Die Vorgeschichte des Hitler- Einmarsches Die Prager Preffe" veröffentlicht eine Amtssiz des Bundeskanzlers zu zernieren. 40 Rede, die der österreichische Nazi- Gauleiter Dr. Mann erhielten den Befehl, das Bundeskanzler, Rainer vor dem Führerkorps des Gaues Salaamt zu besetzen. burg über die Vorgeschichte des Hifler- Einmarsches hielt. In der Darstellung Dr. Rainers heißt es u. a.: „ Nach dem Beschluß Schuschniggs, eine Boltsabstimmung durchführen zu lassen, unter richtete darüber die Sekretärin Bernat tos, eine Nationalsozialistin, die Partei. Diese Unter den SS- Männern waren viele bereits am 25. Juli 1934 im Bundeskanzleramt gewesen. Die Führung gab um 20 Uhr 30 Minuten den Befehl aus, alle öffentlichen Aemter durch die NSDAP zu übernehmen. Als um 21 Uhr Rainer wieder ins Bundeskanzleramt fam, war dieſes inzwischen in Kriegszustand versetzt. Um Unter dem Hakenkreuz! traf die Abwehrmaßnahmen. Freitag morgens 12 Uhr 10 Minuten abends baten Schuschnigg begaben sich die inzwischen in Wien eingetroffenen Glaise- Horstenau und Seyß- Inquart zu und Miklas, das Gebäude verlassen zu dürfen. Schuschnigg, um ihn aufzufordern, die Volfsab= Es wurde ihnen untersagt. Die Verhandlungen ſtimmung unverzüglich abzusetzen und binnen mit Miklas zogen sich weiter hin. Um 23 Ühr drei Wochen ordnungsgemäße und verfassungs- erklärte Millas die Demmission Schuschniggs und rechtliche Wahlen auszuschreiben. Schuschnigg betraute Seyß- Inquart mit der vorläufigen Fühgab ausweichende Antworten. Daraufhin stellte rung der Regierung. die Partei dem Bundeskanzler ein Ultimatum, das bis 16 Uhr befristet war. Schuschnigg setzte für 14 Uhr den Ministerrat an. Zehn Minuten vor 15 Uhr sagte Schuschnigg die Voltsabstim mung unter der Bedingung ab, daß Ruhe und Ordnung aufrechterhalten blieben. Die Partef ging aber weiter und verlangte den Rücktritt Schuschniggs. Schuschnigg demissionierte. Seyß Inquart erließ im Einvernehmen mit der Partei eine Verfügung, daß die SA und SS zur Erhaltung der Ordnung der Exekutive beigestellt werden. Die Partei forderte nun die Bildung einer neuen Regierung unter Seyß- Inquart. Die Forderung wurde mit 19 Uhr 30 Minuten be= fristet. Sollte diesem Wunsche nicht Rechnung getragen werden: ab 20 Uhr freie Hand. Der deutsche Gesandte in Prag, Dr. Eisenlohr, hat die Vertreter der in Prag anwesenden Wiener Sofoln zu sich geladen und sie auf die Pflichten reichsdeutscher Staatsbürger, bei Umzügen die Hakenkreuzfahne zu tragen, aufmerksam gemacht; mit dem ErgebSer Spize ihrer Abteilung bei Umzügen die reichs nis, daß nun die Wiener Sofoln tatsächlich an deutsche Fahne mit dem Hakenkreuz tragen werten. Laut Pr. Tabl." hofft man an Prager zuständigen Stellen, daß auch die sudeten= deutschen Turner in Breslau die tschechoslowakische Fahne an der Spike ihres Zuges führen werden. 60 Tote bel Badalona Dr. Rainer und Globotschnit begaben sich in das Bundeskanzleramt. Bundespräsident Mitas weigerte sich, einen nationalsozialistischen Bundeskanzler zu ernennen. Er wollte Dr. Ender als Bundeslangler. Nun sprach Glaise- Horstenau mit Millas. Millas blieb hartnäckig bei seiner Weigerung auch als Quido Schmidt auf ihn einBarcelona. Die Zahl der Opfer des sprach. Um 19 1hr 30 Minuten sagte er:" Ich Bombardements, das am Donnerstag ausländi Appelliere an die Belt. Ich lam teinen Nation ſche Flugzeuge gegen die Zivilbevölkerung von Gott helfe mir!" Mit den politischen Mitteln und 144 Verwundete gestiegen. nalsozialisten zum Bundeskanzler ernennen. Badalona unternahmen, ist bisher auf 60 Tote var man zu Ende. Nun mußte die Bewegung eintreten, Rainer verließ das Bundeskanzleramt In dem Ort Se gorde bei Valencia wurund gab die Befehle. 6000 Mann SA und 800 den gestern a cht Menschen durch Fliegerbomben Mann SS wurden in Marsch gesetzt, um den getötet und 14 verwundet. Reichsfalkentreffen der Kinderfreunde Aus den Kreisen der Roten Falken wird uns geschrieben:.. Die Roten Falken der Kinderfreund Eduad Rieger Nr. 154 Wieder ist eine der ältesten Pioniere der sudetendeutschen Ariterbewegung dahingegangen: am 28. Juniiſt in Wien der ehemalige Abgeordnete des österreichischen Reichsrates und auch einstmaliges Mglied des deutschösterreichischen Nationalrates Eduard Rieger im 73. Lebensjahre gestorben. Er war unserer jüngeren Generation wenig tannt, zumal er seit 1918 öffentlicher Funktionr der Republik Desterreich gewesen ist. Aber fete einstigen Mitarbeiter im Reichenberger Gebies in Brünn, in Nordmähren, in Bodenbach, werdi mit tiefer Wehmut seiner gedenken, der seine Agen in einer Stadt schließen mußte, deren Verwltung einst der Stolz der internationalen Sozildemokratie gewesen ist und in der jetzt die Freieit nur eine illegale Heimstätte hat. Sie veren seiner gedenken als eines tühnen und aufrechen Streiters aus den stürmischen Jugendtager der Arbeiterbewegung, aber auch eines netten, öflichen, freundlichen Menschen, der in stillen Stunden seinen Empfindun gen in fleineren der größeren Gedichten Ausdruck gab. Rieger ist ein Görlauer Kind, wurde am 15. November 186 geboren und stammte aus einer armen Webefamilie. Mit sechs Jahren verlor er beide Elten und wurde von der Großsuchte er die Volte und Bürgerschule und ers mutter, die in Krahu wohnte, erzogen. Dort belernte das Tuchmaierhandwerk. Schon mit fünfzehn Jahren war r in der Arbeiterbewegung. sein Aufenthalt in Deutschland, wohin er auf die Walz ging, hat einen Gesichtskreis erweitert, sein sozialistisches Bissen gemehrt, zurückgekehrt widmete er sich voldem Sozialismus, mit zwan zig Jahren war e bereits ein beliebter Redner und Vortragender. Wie groß das in ihn gesetzte Vertrauen war, gt die Tatsache, daß man ihn im Dezember 188 er war damals 23 Jahre alt auf den finigungsparteitag in Hainfeld delegierte. Kurz anach wurde er( im Winter 1889) Redakteur des" Freigeiſt" in Reichenberg und ging apei Jahre darauf, 1891, nach Brünn, wo er urch sechs Jahre den„ Volksfreund" redigiert, bis er 1897, bei den ersten Wahlen, da die Arbeiter das Wahlrecht hatten, in Nordmähren zum Abgeordneten gewähit wurde. Nach der Einführung des gleichen Wahlrechtes wurde er( 1907) im Wahlkreis Tetschens Bodenbach- Land zum Abgeordneten gewählt und blieb Mitglied de österreichischen Reichsrates bis zum Untergang der Monarchie. Nach der durch die Friedensvertäge von 1919 bedingten Neus 1971 ordnung blieb sieger in nationalrat, in welsich bei allen ihren Veranstaltungen im friedlichen Aufbau einer neuen Gesellschaft, im freundschaftlichen Zusammenleben mit anderen Menschen und in der freien Selbstverwaltung ihrer gesellschaftlichen Notwendigkeiten. Sie sehen mit größter Freude den herrlichen Festtagen ihres Reichstreffens entgegen. Bei ihrem Reichstreffen wollen sie den Erwachsenen zeigen, was sie in ihren Horsten, auf ihren Wanderungen, in ihren Zeltlagern gelernt haben. Als Arbeiterkinder wollen sie einmal gute Sozialisten werden. Sie strecken daher allen Genossen und Genossinnen, allen Arbeitern und Arbeiterinnen zum Freundschaftsgruße ihre kleinen Hände entgegen und bitten alle: ,, Kommt, reicht eure Hände!" Kommt alle am 3. Jull nach Bodenbach zum Reichsfalkentreffen der Kinderfreunde! Gemeinderat, chem er den ersen Wiener Wahlkreis, die Innere Stadt vertrat, sein Interesse galt seither vor allem den Fragn des Kleingewerbes. In den letzten Jahren or dem Ende des parlamentari ſchen Regimes n Deſterreich( 1934) hat man nicht viel von hm gehört, Krankheit und Alter erschwerten die öffentliche Tätigkeit. In seiner Gesinnung war er freilich der alte geblieben, er bat gerne mit udetendeutschen Genossen, die ihn aufsuchten, gesprochen und mit großer Liebe seines einstigen Wirteis in Böhmen und Mähren ge= dacht. Schwer listete auf ihm die Entwicklung der letzten Jahre, a hat noch den Einmarsch der deutschen Nationalsozialisten in Wien miterleben müssen, Dienstig, den 28. Juni, um 6 Uhr früh, ihn nicht sehen konnten. Blößlich bemerkte er an anderen, im altn Sinne geschrieben, herausgeben einem Nebentischchen die Essener National- zu dürfen. Und wie nett er sei. Und wie nett die Beitung", die auch trampfhaft versuchte, Wand- Kollegen dort, viel netter als die Kollegen hier. schirm zu spielen, und zwar, wie es ihm schien, und, daß man immer antichambrieren mußte. ihm gegenüber. Das war doch merkwürdig. Wer Und es eine Zonzenwirtschaft war. Und daß er Mann und Kinderboe, aus der die nadien ſpindeldürren, mochte das sein? Einer, der ihm Geld ſchuldete? nicht gegen eiten Fememord ſel, wenn der BeRoman von Lili Körber mutwillig zurückgebogen, die Hand leicht in die Hüfte gestemmt, schon ein eleganter junger Herr. Robert über seinem Zeichenheft, breit und stäm mig, das Haar wirr in der Stirn über den en sten Augen. Franzgl im Steireranzug mit furzer behenden Beine hervorlugten. Dr. Geßler gefielen die aufgewedten Knabengesichter, hier war Leben, teimte die Zukunft, noch unbeschwert von den Enttäuschungen der Vergangenheit. Wenn Die Tätigkeit, an der sein Herz hing, man ihnen auch den Weg, den man selbst nicht die ihm die Vaterschaft ersetzte, die Kin- gefunden hatte, nicht weiſen konnte, zumindest durfte man ihnen behilflich sein, ihren eigenen zu derfürsorge, hatte er verloren. Das Ressort finden. Und aus den Erzählungen Marthas erging in andere Hände über, wurde in einem anderen Sinne geleitet. Und es blieb nichts sah er, daß sie darum nicht verlegen waren. Sie blidten so sicher in die Welt. Unwillkürlich seufzte übrig als eine Leere, das Bewußtsein, seine beste Kraft umsonst hergegeben, die Qual, irgendwo er. Warum hatte er keine Kinder! Wenn er die einen Fehler begangen zu haben, weil das Gerüchte seiner Arbeit der Welt nicht hinterlassen bäude, das man mühsam, durch Generationen konnte, dann doch wenigstens junge Geschöpfe, die aufgebaut hatte, wie ein Sartenhaus zuſammen. fahr troßend. Er hatte das Gefühl, daß jedes Wer las reichsdeutsche Zeitungen? Und warum treffende es vedient habe. Und es sei alles nicht hatte dieser Leser ein schlechtes Gewissen? Dr. Geßler las im„ Manchester Guardian" einen Artikel über die Unabhängigkeit Defter reichs und zugleich beobachtete er sein Gegenüber. Eine Hand, mit einem Ghering geschmüdt, tastete vor und blätterte vorsichtig um, wobei ein dunkelblonder, struppiger Schopf zum Vorschein fam. Dann wurde die Zeitung mit einem energischen Ruck wieder senkrecht gestellt. wahr. Und überhaupt hätten die Linken das nationale Gefühl unterschätzt. Das habe er immer gesagt. Und seine Gesinnung habe sich nicht verändert. Abir man müsse lug sein. Und jedes Regime hätte sein Gutes. Und die Emigranten seien selbst schuld. Und dann verabschiedete sich Herbert Brunn eilig, weil er Luis Mayer von weitem erblickte. Der war hereingekommen wie auf ein Stichwort, gerade als Brunn das Wort Gerade wie Geßler überlegte, ob er sich nicht Emigranten ausgesprochen hatte. Seinerzeit unter dem Vorwande die Toilette oder die Tele- hatte ihn Brunn in einer Schriftstellerversammphonzelle aufzusuchen, den Kerl näher anschauen lung als Opfer eines feindlichen Regimes beJetzt noch heiraten? Er verdiente nicht mehr so Tablett dicht an dem Nebentisch vorbei. Ein auch in Desterreich alles anders geworden. ſie fortseßen sollten in irgendeiner Richtung. follte, kam der Kellner mit dem schwerbeladenen grüßt. Es waren einige Jahre her. Heute war gestürzt war. Dr. Geßler gehörte nicht zu denen, viel wie früher. Und dann, wen? Für eine junge Mottal" verkündete er im spezifischen tellneridie ihre Arbeit ungebrochen fortsetzen, jeder GeAber Luis Mayer kam nicht zu Albert, er fände fich leicht könnte kein erstes Kind be- Nationalzeitung" beiseite, ohne den Widerstand Er war nicht allein, er war mit Lieſt. Sie hatte Frau war er zu alt. Und eine Aeltere die Schen Sing- Sang, schob unachtsam die Essener nickte ihm nur verstohlen und melancholisch zu. Opfer heute vergeblich bleiben mußte, feine fommen, ohne gefährdet zu werden. Außerdem des Gastes zu bemerken, und enthüllte.. Aussicht auf Erfolg bot. Und er lebte mutlos, ihn hierher gebracht, um sich selbst zu beweisen, der Vater ein Baby in seinem Alter? Er hätte d enttvurzelt, ohne Hoffnung, wieder einmal aus eines Studenten, ja eigentlich schon Großvater Schriftsteller Herbert Brunn. Also darum! Das dacht, als er sie einem Bekannten, den er mit ihr Ach, das war ja Herbert Brunn, der daß er sich ihrer nicht schämte. Sie schöpfte Vervoller Kraft wirken zu können. Mit per Mutter verlor er den einzigen sein können. Nein, nein, er hatte den Anschluß Lieblingsfind der Linken, hatte er seinerzeit auf der Straße traf, nicht vorstellte, der BeMit der Mutter verlor er den einzigen berpaßt. Sie wissen gar nicht, wie glüdlich sie einen Wordsspettatel inszeniert gegen alle die kannte blickte ein paarmal zu ihr herüber, aber Menschen, der ihm wirklich nahe gestanden war. Bienchant batte die Biebe zu ihr die Bindung an ſind", sagte er zu Frau Martha. Und plöblich jenigen Schriftsteller, die ihren Berlegern in Quis Mayer funktionierte nicht, spielte den eine Frau unmöglich gemacht. Vielleicht wäre wußte ſie es. Dieſer Dr. Geßler war doch ein Deutſchland keine fulminanten Absagen geschrie- Dummen. Jest sollte er dafür bestraft werder geworden. Jegt war es zu spät. Er hatte kein dankbaren Blick aus ihren großen braunen Augen wolten. Heute hatte auch er ein Buch in einem würde ihm vor allen Leuten ganz laut„ du" Privatleben, in das er sich vor dem Sturm flüch- an. Und dieser Blick tat ihm wohl und tröstete Berliner Verlag herausgebracht. Brunn schlug die kühne Taktik ein, sich durch Es war noch früh fürs Café und er fonnte Angriff zu verteidigen. Er setzte sich an Geßlers Gedicht: Willst du dein Herz mir schenken, so Luis Maher erinnerte sie schüchtern an das Frau Martha Ternte er zufällig kennen, sich einen schönen Fensterplaß aussuchen. Es Tisch und fragte ihn, ob er ſein neues Buch ge- fang es heimlich an", aber sie wollte nichts hören. durch den Frebh, den er in seinem Boot mitge- plauderte sich doch besser, wenn es nur an einer lesen habe. Nein?„ Na, da steht Ihnen noch Und es blieb ihm nichts übrig, als seinen besten nommen hatte. Er glaubte zuerst, Fredy und Seite Nachbarn gab. Er ließ sich ausländische etwas Schönes bevor", meinte er selbitzufrieden. Grete seien ihre Kinder. Da zog sie stolz und Beitungen geben, drüdte sich in eine Ede und Es werde bereits in sechzehn Sprachen übersetzt. Freund zu verleugnen, den Geßler, den er so feierlich die Bilder der drei heraus, die sie immer entfaltete den„ Manchester Guardian" so, daß Dann erzählte er, wie sehr sich sein Verleger in gern gesprochen hätte. bei sich trug: Werner in Sportdreß, den Kopf die Bekannten, die vermutlich im Café waren, Berlin gefreut habe, einmal ein Buch in einem ten konnte. Das hatte er bis dahin gar nicht bemertt. ihn etwas. sagen. Fortseßung folgt.) Rr. 151 GamStag, 2. Juli 1038 Gelt« 8 Die Rechte des Alltags „Die Konsumgenossenschaft* schreibt: Die letzen Wochen waren für die Bevölkerung La Tschechoslowakischen Republik und insbesondere für die sudetendeutsche Bevölkerung eine Zrir schwer« ster innen« und außenpolitischer Spannungen. ES ist nicht unsere Aufgabe und auch nicht der Zweck dieser Betrachtung, die Beweggründe zu analysieren, welche zu diesen politischen Spannungen der letzten Zeit beigetragen Haben; diese Beweggründe find ja all« gemein bekannt, und wir brauchen un- des näheren nicht damit zu befassen. Was uni aber als Genossen« schafter und als Zeugen einer so bewegten Zeit interessieren muß, dar find die Reflexerscheinungen in bezug auf die Genossenschaftsbewegung selbst. Gerade die GenossenschaftSbewegung der Verbraucher, die so sehr auf^ie persönlich« Initiative und Einsatzbereitschaft der sie bildenden Menschen gestellt ist, wo die bewegende Kraft der Wirtschaftsunternehmens eine Vielheit von Menschen mit all ihren Fehlern und Vorzügen, mit ihren starken und mit ihren schwachen Seiten ist, gerade die GenossenschaftSbewegung ist ein Schulbeispiel dafür, wie nach einer Zeit schier atemraubender politischer Spannungen der Alltag mit seinen Sorgen und Aufgaben wieder seine Rechte im Bewußtsein der Menschen fordert. Politisch bewegte Zeiten bringen erfahrungsgemäß die Gemüter der Menschen in Aufwallung; Dinge, von denen sie vordem nicht» oder wenig wußten und die ihnen mehr oder weniger gleichgültig waren, erscheinen ihnen auf einmal riesengroß. Großer und wirklich Bedeutende» erscheint ihnen klein und unbedeutend. Da» Mitteilungsbedürfnis der Menschen ist in diesen Zeiten äußerst groß, und«in vage» Gerücht, dessen Haltlosigkeit die Menschen zu anderen Zeiten augenblicklich erkennen würden, wird für sie eine felsenfeste Tatsache, an der auch kein ruhiger, sehender Kritiker etwa» zu ändern imstande ist, und feststehende Tatsachen werden von der von Stimmungen und Leidenschaften erfüllten Masse in dar Reich der Fabel verwiesen. In diesen Zeiten gehen vielfach di» Maßstäbe für da», was jft und sei» kam», verloren. Diese politisch aufgeregte Zeit mit all ihren psychologischen Eigenarten wird von gewissenlosen S&föm bttzW»Mt w W oHgtzvMt» Kwae sphäre ihre sehr persönlichen, ihre sehr eigennützigen Zwecke zu verfolgen. So war«» denn kein Wunder, daß auch die Konsumgenossenschaften vielfach Gegenstand von Angriffen waren, daß sie(ohne e» selbst zu wollen) vielfach in den Strudel de» politischen Meinungsstreite! hineingezogen wurden. Diese Angriffe auf die Konsumgenossenschaften wurden von einer dem privaten Handel willfährigen Presse offen genährt. Die Konsumgenossenschaften seien„volksfremd*, ja„volkstumsfeindlich*, da» war die eine Walze, die gespielt wurde. Die traditionellen Gegner der Konsumgenossenschaften scheuten keine Mittel, um die Mitglieder zu veranlassen, auf die offenkundigen Leistungen der Genossenschaft zu verzichten, weil sie„undeutsch* sei. Die Konsumvereine schädigten angeblich die Wirtschaft de» Mittelstandes und sie seien deshalb zu meiden. Bolks- schullehrer stimmten in diesen Ton mit ein und wirkten auf die ihnen zum Unterricht anvertrauten Kinder im gleichen Ginne ein. Kinder wiederum, von halbwüchsigen Bengeln, die noch gar nicht wissen, war Brotverdienen heißt, aufgchetzt, forderten ihre Eltern auf, nicht im Konsumverein einzukaufen; Kinder, die von der Mutter-in die VerteilungSstelle einkaufen geschickt wurden, wurden verhöhnt.— Und die Gerüchtei Dort sei schon eine VerteilungSstelle gesperrt, da eine zweite. Der Konsumverein könne den Mitgliedern nicht die Spareinlagen auSzahlen; in dieser oder jener VerteilungSstelle seien Waffen versteckt usw. Das war so etwa daS Niveau der Angriffe, die in den letzten Wochen, und insbesondere während der Gemeindewahlen gegen die Konsumgenossenschaften gerichtet wurden. Nun sind die Gemeindewahlen vorbei, die politischen Spannungen haben allenthalben fühlbar nachgelassen, und je weiter sich die Menschen von der politisch aufgeregten Zeit entfernen,, eine um so kritischere Einstellung gewinnen sie zu dem, was während dieser Zeit vor sich ging. Die Gegner sehen und müssen zur KeitntniS nehmen, daß die Konsumgenossenschaften auch durch noch so viel Geschrei nicht auS der Welt zu schaffen find. Gerüchte, die noch vor kurzem von so manchen Leuten felsenfest al« Wahrheiten hingeiwm- men wurden, zerplatzen gleich Seifenblasen in der Luft, Di» KauSfrau«4 nach, wi« bat den Bleistift 'Swpj■ i ist er plötzlich in- seiner Wiener Wohnung gestorben. Sein Leib wurde am Freitag, den 1. Juli, um 14 Uhr 80, in der Feuerhalle der Stadt Wien den Flammen übergeben, die Beisetzung der Aschenreste erfolgt am Montag, den 4. Juli, um halb zehn Uhr, im Urnenhain der Feuerhalle. Die sudctendeutsche Sozialdemokratie konnte an dem Leichenbegängnis Eduard Rieger», ihres einstigen Vorkämpfers nicht tetlnehmcn. Deswegen sei ihm von seiner Heimat au», die ein demokratische- Land geblieben ist, das letzte Lebewohl zugerufcn und heißer Dank gesagt fiir alles, was er für uns und die Sache der sozialistischen Arbeiter geleistet hat, für da» Ideal, dem wir den Sieg erkämpfen wollen. Der Fall Sandys London. sHavas.) Das Unterhaus hat den Antrag des Ministerpräsidenten Chamberlain betreffend die Bildung einer besonderen Kommission, welche die Angelegenheit des Abgeordneten Sandys untersuchen soll, einmütig genehmigt. Inwieweit sich aus der Angelegenheit Weiterungen ergeben könnten, die das Kabinett und insbesondere die Person des Kr i e g S m i n i st e r berühren konnten, läßt sich heute noch nicht übersehen. Die Londoner Presse zeigt jedenfalls die deutliche Tendenz, au» der Tatsache heraus, daß der KriegSniinister es verabsäumt hat, den Vorfall in Privatgesprächen mit dem Abgeordneten Sandy» direkt zu erledigen, ihn für die Krise und die dadurch hervorgKufenen Beunruhigungen der Oeffentlichkeit verantwortlich zu machen. Die„TimcS" schreiben, der parlamentarische Ausschuß werde schwerlich einige unerwünschte Konsequenzen verhüten können. Er muß jedenfalls nicht nur untersuchen, wieviel Milch verschüttet wurde, sondern warum sie verschüttet wurde. • Der engere private Parlamentsausschuß, der Donnerstag nach der Debatte über die Privilegien der Abgeordneten und die Beschwerde de» Abgeordneten Sandy» eingesetzt wurde, wird sein« erste Sitzung am Montag abhalten. Die Verhandlungen werden, wi« die- üblich ist, vertraulich sein«>, igfl Keine Vermittlung Japan—China! Tokio. Nach Tokio zurückgekehrt, erklärte ster KrirgSminifter General Jtagaki, daß all« Gerücht« über angebliche Versuch« dritter Mächte zwischen Japan und China zu vermitteln, jeglicher Grundlage entbehren. Dies« Gerüchte seien ein Beweis, daß weder Hankan noch da» Ausland die klare« KriegSziele Japan» begriffen hätten. Zwischen Japan«nd China, erklärte der Kriegsminister, gebe e» keinen Friede«, so lange di« Regierung Tschiankaischek»och im Amte sei. Die Erklärung der japanischen Regierung, nicht mehr mit Tschiankaischek zu verhandeln, sei endgültig gewesen«nd nicht al» eine nichtssagende Geste zu werte». Verleumder kneifen Der Reichenberger Spitzenkandidat der SdP hat in einer großen Wählerversammlung am 2. Juni erklärt gehabt, die SdP werde in der Reichenberger Gemcindestube eine Konkursmasse übernehmen. Die demokratischen Mitglieder der Reichenbergcr Gemeindevertretung hatten das begreifliche Bedürfnis, auf diese Behauptung zu antworten. Sie planten die Einberufung der alten Stadwertretung, um ihr anläßlich der Aussprache über den Rechnungsabschluß 1987 einen Rechenschaftsbericht über die in der Gemeinde geleistete Arbeit zu geben. Die SdP versuchte diese Sitzung zu verhindern. Auf Grund der Gemeindeordnung erzwangen die demokratischen Mitglieder der Gemeindevertretung die Abhaltung dieser Sitzung. Sie tagte am 80. Juni. Stadtrat Scherl erstattete einen sehr übersichtlichen Bericht, au» dem hervorgeht, daß die bisher in der Reichenberger Gemeinde verantwortlich gewesenen Männer bei ihrem Amtsantritt desolate Zustände vorgefunden haben. E» gelang Ihnen, die Stadt Reichenberg zu einer der reichsten Städte des Landes zu machen und außerden» Einrichtungen von dauerndem Werte zu schaffen. Der erstattete Rechenschaftsbericht machte großen Eindruck, widerlegte die Behauptung, daß«ine Konkursmasse vorhanden sei und stellt« fest, daß die Losung„Macht Ordnung in der Gemeindet" einige Jahr« zu jpät kommt. Der sozialdemokratische Stadwertreter 28» w i t- stellte den Antrag, eine kollektive Evren'- beleidigungsklag« gegen den Spitzenkandidaten der SdP einzubringen. Dieser Antrag wurde mit 22 SdP-Stimmen gegen 17 Stimmen abgelehnt. Gegen den Antrag stimmten auch die ehemals christlichsozialen Mitglieder der Stadt« vertrefting, die für da» Wirken der alten Gemeindevertretung einen großen Teil der Berant- wortung haben. So verhinderte die SdP, daß ihr Spitzenkandidat für die verleumderische Wahlpropaganda vor Gericht Rede und Antwort stehen muß. ..® Proteststreik untertags Die Belegschaft» der Nachmittagsschicht de» Ldolf-Er n st- Schachtes in Schönfeld ist nicht auSgefahren. Um di« Stillegung des Schachtes, der ausgekohlt ist, wurde schon seit längerer Zeit verhandelt. Jetzt ist ein Streit um die Versetzung der Bergarbeiter und um die Gewährung einer Abfindung entstanden. Die Aus- siger Bezirksbehörde verhandelt wegen Beilegung «Ins der Freiheit“ In Aussig bewilligt Die Polizeidirektion in Aussig teilte gelegentlich einer Vorsprache den Funktionären de» Bunde» proletarischer Freidenker mit, daß kein Einwand gegen die geplante Veranstaltung de» „Tages der Freiheit" in Aussig am 6. und 7. August d. I. erhoben und da» bereits vorgelegte Ansuchen bewilligt werde. Wir werden also, falls keine uiworhergesehenen Umstände eintreten, unsere Kundgebung auf dem Marktplatze in Aussig abhalten, ebenso wird auch da» Nebenprogramm abgewickelt werden. FahrpreiSermäßigunsen: Die Teilnehmer können folgende Fahrpreisermäßigungen in Anspruch nehmen: Sonntagsrückfahrkarte. Diese wird jetzt nach allen Stationen der CSD ohne Unterschied der Entfernung ausgestellt. Die Fahrt nach Aussig kann frühestens am Samstag, den 6. August um 12 Uhr mittag» angetreten werden, während die Rückfahrt spätesten» am Montag, den 8. August, 12 Uhr angetreten und um 24 Uhr beendet sein muß, Die Ermäßigung beträgt 26 Prozent. Gemeinschaftsfahrten. Wenn wenigstens 59 Fahrkarten gekauft werden, wird bei einer Mindestentfernung von 16 Kilometern Personenzug und 81 Kilometern Schnellzug 88 Prozent FahrpreiSer- mäßlgung gewährt. Außerdem jedoch können bei 59 gekauften Karten ein Reiseleiter und bei mehr als 69 gekauften Karten zwei Reiseleiter gratis mitfahren. Werden wenigstens 199 Fahrkarten gekauft, werden 49 Prozent Fahrpreisermäßigung gewährt. Ueberdie» jedoch können zwei Reiseleiter und bei mehr als 199 gekaufte Fahrkarten drei Reiseleiter gratis fahren. Schwerer Arbeitsunfall In Teplltx-Schönau Trplih. Schönau. Am Post-Neubau in Tcplitz-Schönau stürzte Freitag Abend ein Gerüst ein. Fünf dort beschäftigte Arbeiter wurden dabei verletzt, einer davon schwer. Die Verletzten wurden in das Allgemeine öffentliche Krankenhaus in Teplih-Schönau gebracht. Dl«'Arbeitersendung Melnik bringt in dieser Woche: Sonntag. 8. Juli: 14.16—14.89: Au» dem Leien einer Heimartriterin de» Erzgebirge». Dienstag, 6. Juli: 14.16—14.89: Sozial- politischer Fortschritt im Jubikäumliahr der Re- vuilik(Dr. I. W. Brügel). Mittwoch. 6. Juli: 14.fo—14.89: Der deutsche Werkstudent in Prag(Hermann Hochfelder). Freitag, 8. Juli; 18.86—18.45: Aktuell« zehn Minuten. ein Gruß aus Spanien Parteivorsitzender Abg. Wenzel Jak ich erhielt von Oeneral Julius Deutsch einen vom 26. Juni datierten Brief, in dem ea heißt: „Täglich lesen wir in den Zeitungen von den politischen Schwierigkeiten in Mittel• europa. Mit besonderer Bpannung verfolgen die in Spanien kämpfenden Sudetendeutschen und Tschechen die Ereignisse in ihrer enge- ren Heimat, in der Tschechoslowakei. Immer wieder werde ich gefragt, wie es dort steht und ob die demokratische Front stand halten werde. Als ich unseren Freunden die bishe• rige erfolgreiche Abwehr des faschistischen Vorstoßes auseinandersetzen konnte, glänz- ton ihre Augen vor Freude— und Stolz. Lieber Freund, erlaube, daß ich Dir als dem Vorsitzenden der deutschen sozialdemo• kratischen Partei, und allen Deinen Mitkämp- fern meine Bewunderung zum Ausdrucke bringe über den Mut und die Klugheit, mit der Ihr in schwerer Zeit Euch ehrenvoll behauptet. Wir— von der anderen europäischen Front— grüßen die tapferen antifaschistischen Kämpfer in Mitteleuropa, mit unserem alten„Freiheit!“ Deutsche schreiben an Karel Üaprk: Vor einigen Tagen hat vom Melniker Sender Karel C a p e k, der bekannte demokratische tschechische Dichter, zu den Deutschen unseres Staate» gesprochen und zum Schluß an die Hörer auch die Aufforderung gerichtet, daß sie sich mit Beschwerden an ihn wenden sollen. Das ist nun auch bereit» in einigen Fällen geschehen. So hat ein deutscher Bauer aus Ratschendorf bei Reichenberg sich wegen der Beschädigung seines Feldes bei den Truppenbewegungen im Mai beschwert und ein deutscher Arbeitsloser aus Chodau schrieb an Capek über seine Notlage, unter der vor allem seine zwei Kinder zu leiden haben. Auf diese Beschwerden haben nun tschechische Schriftsteller geantwortet, die voll Verständnis für die Klagen der Deutschen vor allem den Standpunkt des gemein« samcnSchicksals betonten, das Deutsche und Tschechen in unserem Staate verbindet. Die Diskussion kann zweifellos manche Mißverständnisse klären. Es wurde übrigen» mitgeieilt, daß gegenwärtig täglich um 10.30 Uhr vom Melniker Sender die Beantwortung deutscher Klagen und Zuschriften vorgenommen wird. Französischer Besuch im sudetendeutschen Gebiet. Loui» Lövy, Redakteur des sozialistischen„Populaire" in Paris und seine Gattin, die Sekretärin der sozialistischen Frauen-Bewe« gung Frankreichs, Martha Lövy, die sich zur Zeit zu politischen Studieuzwcckcn in der Tschechoslowakei aufhalten, unternahmen in dieser Woche eine dreitägige Reise durch das sudetendeutsche Gebiet, wobei sie in Aussig, Teplitz, Bodenbach, Haida, Warnsdorf, Reichenberg und Gablonz bei den Vertrauensmännern der DSAP und den freien Gewerkschaften Informationen einholten. Konstituierung der Brüxer Stadtvertretung. Am Freitag wurde die Brüxer Stadwertretung konstituiert. Zum Bürgermeister wurde Prof. Alois Ott(SdP) gewählt, zum ersten Stellvertreter der tschechische Nationalsozialist Dr. Bohumil D y in e S, zum zweiten Stellvertreter der SdP-Mann W i t o p i l. Die SdP besetzt sieben Stadtratsmandate, die tschechischen Parteien vier. Die Kommunisten haben ein Stadt« ratSmandat. Sie erlangten es durch Koppelung mit den deutschen Sozialdemokraten. Tot geborgen. Der im wilden Bergbau des Segen-GoiteS-SchachteS tödlich verunglückte Fr. Reichl au» Hundorf konnte Donnerstag abends geborgen werden. Die Beerdigung findet heute um 5 Uhr nachmittags auf dem Friedhof in Janegg stat.. Selbstmord auf den Schienen. Donnerstag nm%10 Uhr sprang bei der Haltestelle Lichtenstadt der Bahnstrecke Karlsbad—MerkelSgrün der Landwirt Johann Grimm aus einem fahrenden Zuge. Er erlitt schwere Verletzungen, denen er später erlag. Vertrauenskundgebung für Hodia Der Vollzugsausschuß der Republikanischen P a r t e.i hielt gestern eine Sitzung ab, in der der Partcivorsihendc Abg. Beran in seinem politischen Referat sich besonders mit den Nationalitätenfragen beschäftigte, die unter Wahrung der Integrität des Staates gelöst werden müssen. Im übrigen werde die Republik, die durch eine Feuerprobe gegangen sei, auch in Zukunft ehrenhaft bestehen. Berans Erklärung, daß die Partei fest zu tz o d Z a stehe, wurde mit großem Beifall ausgenommen. Der Ministerpräsident sprach dann selber über die innere und internationale politische Situation. Der Präsident der Republik empfing am Freitag, den 1. Juli, den Minister für die Vereinheitlichung der Gesetzgebung und Organisierung der Verwaltung Msgre Dr. Srämek. Außer« dcm empfing Präsident Dr. Benes den außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister in Rom Dr. Frantisek Chvallovslh. der Differenzen. zur Hand nehmen und sehr genau rechnen, wenn sie mit dem Wenigen, da» ihr für die Erfordernisse de» Haushalte» zur Verfügung steht, auskommen soll, und da spielt e» schon eine Rolle, ob man um einiger Schreier willen auf die wirtschaftlichen Vortelle der Konsumgenossenschaften verzichten Lum oder nicht. Die schönen Rwen, die man von der„Volks- Verbundenheit" auch des privaten Einzelhandel» gehört hat, sie sehen jetzt, im nüchternen Alltag betrachtet, doch ein wenig schäbig auS; die Waren sind trotz der Gemeindewahlen und trotz de» Bekenntnisses der Kaufleute zur„Volksgemeinschaft" nicht billiger geworden; der Dienst, den der Einzelhmidel dem sudetendeutschen Verbraucher gegenüber„von nun an" zu leisten versprach, er ist nicht da. Wogegen die so arg befehdeten und al»„volksfeindlich' hingestellten Konsumgenossenschaften nach wi« vor den Mitgliedern Helsen, so manche Krone zu sparen und dadurch unserem Volke einen Dienst erweisen, von dem sie zwar nicht den Mund voll nehmen, der aber dafür um so realer existiert. Und die Gerüchte, daß diese oder jene VerteilungSstelle habe gesperrt werden müssen! Keine einzige ist aufgelassen worden; alle 1669 stehen sie den Mitgliedern der Genossenschaft nach wie vor zur Berfiigung. Und daß der Konsumverein keine Mittel gehabt habe, um«ine verlangte Einlage auszuzahlen I Wie kleinlich nimmt sich ein solches Gerücht heute au», wo die Mitgliedschaft auS eigener Erfahrung weiß, daß die Konsumgenossenschaften zu jeder Zeit genügend Mittel haben, um alle Wünscht der Einleger zu befriedigen. Die Lüg« geht zugrunde und die Wahrheit triumphiert. So hat die an Aufregungen wahrlich nicht arme Zeit der letzten. Wochen. aufs neue erwiesen, daß die Selbsthilfeorganisationen der Verbraucher, daß die Konsumgenossenschaften getreu den ihnen überantworteten Aufgaben ihre Pflichten gegenüber der Mitgliedschaft erfüllen, daß alles Uebelwollen letzten Endes an der Standfestigkeit und der Lauterkeit der Bewegung abprallt. Tragen wir alle unser Teil dazu bei, daß da» Bewußtsein von der Unbesiegbarkeit des Gedankens der genossenschaftlichen Selbsthilfe und die Kenntnis von den Leistungen der Konsumgenossenschaften fest im Kreise der Mitgliederfamilien verankert werden I Dir bauen mit an dem Wall, der die Bewegung vor ihren Widersachern schützt, Vertrauen, Änsatztrrritschaft und Kampfentschlossenheit für unser« gut« Sache werden auch weiterhin die, Bürgen unserer Entwicklung sein» Seite 4 Rote Falken, wir grüßen euch! Morgen und übermorgen treffen die Roten Falten aus dem ganzen judetendeutschen Gebiet zu ihrem Reichsfaltentreffen in Bodenbach zu jammen. Zwei Jahre nach dem gewaltigen Reichsjugendtag des Sozialistischen Jugendvers bandes sieht die kampferprobte sozialistische Arbeiterschaft Nordböhmens wiederum den Aufmarsch eines Teiles unserer jungen Generation, die lerneifrig, mutig und opferfreudig ihr Leben in den Dienst der Freiheit stellt. Ungeheure Schwierigkeiten sind bei der Veranstaltung eines solchen Jugendfestes zu überwinden. Den materiellen Schwierigkeiten ge= sellen sich nunmehr auch politische. Die Eltern der Kinder stehen unter Druck, die jungen Menschen, von denen ein großer Teil der Schule bereits entwachsen ist, sind arbeitslos oder bekommen die Arbeitslosigkeit der Eltern zu spüren. Troß alledem halten sie zusammen in ihrer Gemeinschaft. Troß alledem wissen sie, daß sie nur in ihrer Gemeinschaft und durch sie um ein besseres Dasein fämpfen können, das nicht nur der materiellen Not unseres Voltes, sondern auch der geistigen und sittlichen Not unseres Volkes und der ganzen menschlichen Gesellschaft ein Ende bereiten wird. Diese jungen Menschen marschieren um der sozialistischen Ideale willen. Solidarität ist ihnen kein fremder Begriff, sie fühlen, daß das Recht des Arbeiters auf menschliche Würde und auf die Entwicklung der Persönlichkeit nur in der Demokratie gedeihen kann. Und wenn sie auch nicht selber Politik machen, so ist doch das Bestreben, den Glauben an diese Ideale in das Herz der Jugend zu pflanzen, politisch au werten. Die Kinderfreundebewegung, die die Veran stalterin dieses Reichsfaltentreffens iſt, will aus den Kindern gute Menschen erziehen, opferbereite, tapfere Menschen. Die Kinderfreundebewegung weiß, daß die Umgestaltung der Welt nicht der Entwicklung überlassen bleiben darf, sondern von Menschen herbeigeführt werden muß. Von wissenden, wollenden und tatbereiten Menschen. Die Formung des Menschen das ist die Formung der Welt. Die sittlichen Prinzipien der neuen, der sozialistischen Welt, sind in der Bewegung unserer Roten Falken lebendig; sie ständig zu vertiefen und weitere Kreise mit ihnen zu erfüllen, bleibt die große, die revolutionäre Aufgabe der sozialistischen Pädagogik. Das Reichsfaltentreffen wird der sinnvollste Ausdruck der Tatsache sein, daß sozialistische Bä dagogit nicht eine Angelegenheit der Studierstube ist, sondern eine lebendige Kraft, die in einer unbefiegbaren Bewegung Form und Geiſt gewonnen hat. Aus diesem Grunde nimmt unsere ganze sozialistische Bewegung an dem Reichstreffen unserer Falten starten Anteil. Sie grüßt die Kinder, die Jugendlichen, die in Bodenbach zusam mentommen werden, mit einem herzlichen, aufrichtigen ,, Freundschaft!". Strenge Strafen TRAPP' ul. Samstag, 2. Juli 1938 > bu? Das heutige Programm Nr. 154 der deutschen Sendung Brag- Melnik: 10.15 Für die Frau: Olga Bas cher: Die Küche im Juli. 10.30 bis 11.00 Schallplatten. 12.10 Unterhaltungsmusit.( Ges. Nelly Samensty, Klav. R. M. Mandée.) 18.00 Alles vertehrt, lustige Hundstagsphantasie. 19.30 Konzert nati mushades Blasquintetts Bohemia, 20.00 Luftige Szenen Finderta 3. Juli Jagesneuigkeiten Aehnlichkeiten und Unterschiede mächtigsten geistigen Genüssen seines Lebens. Eine unermeßliche Ergriffenheit bemächtigte sich meiner, als ich die Stärke dieser freinilligen Disziplin der Sokoljugend empfand, die im Schritt mar= schierte, der den Freiheitswillen ausdrückt und feineswegs einen eingedrillten Schritt für Paradezwecke, den Schritt einer Jugend, die in so einAuch vor neunzig Jahren, im tollen Jahr", zigartiger schöner Weise ihren Willen zum Leben im großen Jahr 1848 hatten die judetendeutschen und ihre Bereitschaft, ihr Leben für die Freiheit Surorte unter den politischen Schwierigkeiten zu opfern, demonstrierte. Ich betenne freimütig, schwer zu leiden. Es tamen weniger Kurgäste, dach ich zu Tränen gerührt war. Das, als man zu ſehen gewöhnt war. Und auch damals was uns die Sokoln vorführten, das war eine waren, wie heuer, die im Auslande verbreiteten Evokation der Antike, deren Geist uns dieser Tage Nachrichten über die Bedrohung der Sudetendeutschen eine der wesentlichsten Ursachen der Verringerung des Fremdenzustroms. In einem kleinen Büchlein Tepliß im Jahre 1848", das im Jahre 1924 erschien, erzählt der Verfasser, Mittelschulprofessor Dr. Gustav Müller, von den Hoffnungen und Enttäuschungen der Teplizer: ..Ruhe herrschte in der Stadt; die Wohnungen waren spottbillig. Aber die Besorgnisse der Bürger und Kaufleute wuchsen täglich, sic ahnten, daß es mit dem Fremdenbesuche schlecht aussehen würde, wenn die politischen Verhältnisse im Lande, namentlich in Prag, nicht bald eine günstige Wendung nähmen... Die beunrus higendsten Nachrichten liefen umher. So schrieb die Leipziger Zeitung vom 14. April 1848, daß die Deutschen in Böhmen ihres Lebens nicht sicher seien und besonders ängstliche Gemüter sprachen von einer a weiten Bartholomä u 3nacht..." umwehte. Die Massenvorführungen des Sokol sind eine Art religiösen Mysteriums der Demokratie und für diese Gelegen heit, die ewig gültigen Werte der Demokratie empfinden zu dürfen, bleiben wir der Tschechoslowafei immer dankbar." Brennendes Flugzeug landet glücklich Aufregender Zwischenfall auf dem Flugplatz Prag- Ruzyně und Musit. 20.00-23.00 Tanzmusit aus Café Corso, Marienbad. Brünn. 17.35-17.50 Wilma Staniet: Jus gendfunt: Waldi". eine drollige Dackelgeschichte. 17.50-18.17: Schrammel- Konzert. Mitwirkende Josef Pour( Violine), Rudolf Thüringer( Harmo nifa). Hans Swoboda( Gitarre). Paul Pohl( Ge jang). 18.17-18.35 Fachl. Friß Jurditsch: Neueste Jagdliteratur.( Buchbesprechungen). richtungen oder an die vorbeifahrenden Züge an gestoßen wurde. Wir machen nachdrücklich darauf aufmerksam, daß das Hinauslehnen aus dem Waggonfenster und das Händewinken lebens gefährlich und daß es im eigenen Interesse des Reisepublikums ist, sich davor zu hüten und alle Weisungen der Bahnkondukteure zu befolgen. Jubiläumsfonds zur Staatsverteidigung. Bis Donnerstag, den 30. Juni, haben 62.609 Personen für den Fonds zur Staatsverteidigung 198.5 Millionen Kč gezeichnet. Rechtsfahren in Desterreich. Am 1. Juli ist in Desterreich mit Ausnahme der Gaue Wien und Niederdonau die Rechtsfahrordnung eingeführt worden. Die Maul- und Klauenfeuche. In der Westslowakei breitet sich die Maul- und Klauenseuche sehr rasch aus. Im Pistyaner Gebiet ist bereits eine größere Zahl von Törfern und Gemeinden verseucht, und zwar im Bezirk Nové Město 26, Hlohove 17, Pistyan acht und Myaba fast alle Gemeinden. An verschiedenen Orten hat man mit Versuchsinjektionen begonnen, die sich in gewissem Maße bewährt haben. Tagelang Sitstreit untertags. 370 Berg Teute der Kohlengrube„ Viktor" bei Sosnowice ( Polen) sind vor einigen Tagen in den Streit untertags zum Zeichen des Protestes gegen die von der Grubenleitung angekündigte Stillegung ich ununterbrochen Tag und Nacht bereits seit des Betriebes getreten. Die Streifenden halten vier Tagen in der Grube auf. Unter den Streis fenden sind bereits mehrere Erkrankungen zu ver zeichnen. Gestern tam es auf dem Grubengelände zu ernsten Zwischenfällen. Als der staatliche Ar beitsinspektor im Grubengebiet erſchien, um zwis schen den Streikenden und der Grubendirektion zweifelter Frauen und Mütter von untertags zu vermitteln, wurde er von einer Gruppe vers streikenden Arbeitern überfallen. Die alarmierte den Bergleute verständigten die Grubenleitung. Polizei verhinderte ernstere Exzesse. Die streitens daß sie in den Hunger streik treten würden, wenn der Konflikt nicht im Sinne der Grubens arbeiter beigelegt würde. wolhhnischen Hauptstadt Luck ertranten drei Ges Drei Kinder ertrunken. In der Nähe der schwister im Styr. Die Mutter der drei Kinder wurde wahnsinnig. Beraubter Diplomat. In der Nähe von zenitodiau wurde ein ausländischer Diplomat, der sich mit seiner Frau in dem internationalen Zug von Prag nach Moskau begeben wollte, seiner raubt. Der Warschauer Polizei gelang es, den Dieb dingfest zu machen, der sich als ein von der Barschaft und wertvoller Schmudgegenstände be olizei vieler Länder gesuchter internationaler Eisenbahnräuber namens Herbrzyszko entpuppte, der seine Tätigkeit vorwiegend auf den zwischen der Riviera und Paris verkehrenden Luguszügen ausübte. für die Elserne Garde Bukarest. Freitag in den frühen Morgenstunden fällte das Militärgericht das Urteil über Bei der Landung eines reichsdeutschen Flug die der Störung der sozialen Ordnung und der zeuges der Lufthansa auf dem Flugplab PragBei der Landung eines reichsdeutschen Flugs Teilnahme an verbotenen politischen Organis Ruzyně kam es Donnerstag zu einem aufregenfationen angeklagten 20 Mitglieder der Eiserden Zwischenfall. Das Flugzeug, das die Strecke nen Garde". Zwei von den Angeklagten, CantaBerlin- Prag- Wien befliegt, hatte bereits in cujino und Christescu, sind in Abwesenheit au neun Jahren Gefängnis und 120.000 Lei Geldder Nähe von Dresden einen Motordefekt. Unstrafe verurteilt worden. Die beiden sind geflüchweit Prags setzte dann der zweite Motor aus, so daß das von zehn Passagieren besetzte Flugtet. Dreizehn Angeklagte, darunter der frühere Präsident der Partei., Alles für das Land", Ing. land die beunruhigendsten Gerüchte verbreitet, erhalten wurde. Ueber dem Ruzyněr Flugplatz Ganz wie jetzt! Auch jetzt werden in Deutsch zeug nur durch einen einzigen Motor in der Luft Clime, ferner der Außenpolitiker der Partei, wird behauptet, die Deutschen seien in der Tsche schlugen plötzlich aus dem einzigen noch arbeiten Polihronade, der Studentenführer Furdui usw.. choslowakei ihres Lebens nicht sicher. Nur von den Motor Flammen hervor. Die Folge war eine wurden zu sieben Jahren Gefängnis und 20.000 einer Bartholomäusnacht spricht man nicht, weil Panit unter den Flugpassagieren. Die RettungsLei Geldstrafe verurteilt. Drei Angeklagte wures seither schon eine deutsche Bartholomäusnacht mannschaft des Flugplaẞes war augenblicklich zur reichsdeutscher Reisepässe befinden. den zu fünf und einer zu einem Jahre verurteilt. gegeben hat, jene, in der etliche hundert Deutsche Stelle, doch glückte es dem geistesgegenwärtigen Sämtlichen Verurteilten wurden für sechs Jahre umgebracht wurden, aber nicht von gehässigen Piloten, den Brand durch die Löschapparate zu Außerordentliche Verlängerung der Gültigkeit die bürgerlichen Ehrenrechte abgesprochen. Ein Andersnationalen, sondern von treudeutschen ersticken, noch ehe das Flugzeug landete. Die von ermäßigten Sonntagsrückfahrkarten zu AusAngeklagter, Universitätsprofeſſor Chriſtescu Volksgenossen. Und doch gibt es bei aller Aehn- Reisenden sekten den Flug mit einem tschecho- flugs- und Erholungszwecken. Die Gültigkeit der ( nicht identisch mit dem Obgenannten Christescu, lichkeit einen wesentlichen Unterschied. Damals, slowakischen Flugzeug fort. Senntagsrüdfahrkarten, welche für die Hinfahrt ab gegen welchen das Kontumazurteil gefällt wurde) hat sich zu Beginn der Verhandlungen von der Eisernen Garde wegen ihrer terroristischen Attionen losgesagt. Zuchthaus- Urteile Neues Buch von Lloyd George vor neunzig Jahren, war wirklich Unkenntnis der tatsächlichen Verhältnisse die Ursache der un sinnigen Gerüchte. Telegraph und Telephon gab es noch nicht, von Tepliß nach Sachsen reiste man London. ,, Daily Telegraph", der die Vermit der Postkutsche, bis eine Widerlegung der öffentlichung eines neuen Buches Lloyd Georges unsinnigen Gerüchte nach Leipzig gelangen über den Versailler Friedensvertrag antündigt, gegen Strasser- Anhänger fonnte, mußte geraume Zeit vergehen. Heute an dessen Zustandekommen dieser Staatsmann aber werden die unsinnigen Gerüchte, die von bekanntlich führenden Anteil hatte, stellt fest, daß Berlin. Wie nachträglich bekannt wird, fand unseren Kurorten die Fremden fernhalten, wider Lloyd George nach wie vor nachdrücklich für den vorige Woche ein neuer Hochverratz- Prozeß" besseres Wissen verbreitet, durch Zeitungen, die Vertrag und dessen Grundsäße eintritt, die Vergegen Anhänger der Schwarzen Front statt. Da die Tatsachen kennen, durch den mit der Wahr- antwortung aber für die mangelhafte Handbei wurden sämtliche Angeklagten zu mehrjähri heit wohlvertrauten, wenn sie auch nicht benüßen- habung seiner Bestimmungen ablehne. Dieser gen Zuchthausstrafen verurteilt, um wie die den Deutschen Rundfunk- und seltsam: aivar Staatsmann vertrete gegenwürtig die gleichen Urteilsbegründung ausführt die Beſt dieser wehtlagen 1988 wie vor neunzig Jahren die national- bolschewistischen Agitation auszurotten." Sturhausbesizer und Gastwirte und Kaufleute Kennzeichnend für die Juſtiz- Methode des über den schlechten Fremdenbesuch, aber gegen Hitler- Syſtems iſt dabei der Umstand, daß die die Verbreiter der unsinnigen Gerüchte haben sie Ehefrau eines Angeklagten, der selbst fünf Jahre nichts einzuwenden, gar nichtsl Buchthaus erhielt, mit zwei Jahren Zuchthaus bestraft wurde, weil sie ihren Ehemann nicht angezeigt hatte." Imredy nach Rom ,, Die ewig gültigen Werte „ Die der Demokratle" Auffassungen wie im Jahre 1919, insbesondere im Hinblick auf folgende Punkte: 1. Die Kriegsschuld Deutſchlands, 2. die Billigkeit der Reparationen, 3. die Berechtigung, eine Rückgabe der Kolonien an Deutschland zu verweigern und 4. die Angemessenheit des Mandatssystems. Nicht hinausbeugen! Die Staatsbahndirettion in Prag macht das bahnreisende Publikum Bei einem Festbankett zu Ehren der Pens aufmertsam: In leßter Zeit ist es wiederholt zu Budapest. Nach einer offiziellen Meldung Klubs( in Anwesenheit des Außenministers Dr. Verlegungen des Publikums dadurch gekommen, werden Ministerpräsident Imredy und Kroft a) sprach unter anderem der französ daß bei allzustarkem Hinauslehnen aus dem Außenminister Sanya in der zweiten Juli- fische Schriftsteller Jules Romains, das Wort Waggonfenster oder beim Händewinken an die in hälfte einen offiziellen Besuch in Rom abstatten. über seine Eindrüde vom Solol- Stadion als von der Nähe des Fahrgeleises, befindlichen BahneinVisumzwang für österreichische Pässe. Wie hat die dänische Regierung mit Gültigkeit vom das Dänische Generalkonsulat in Wien mitteilt, hat die dänische Regierung mit Gültigkeit vom Bässe eingeführt. Dieser Visumzwang gilt nicht 1. Juli Visumzwang für Inhaber österreichischer für Personen, die sich im Besize ordentlicher 2. Juli 12 Uhr bis zum 6. Juli 24 Uhr gelten, wird für die Rückfahrt vom Sonntag, den 3. Juli bis zum Montag, den 1. Juli, 12 Uhr ittags verlängert, wobei die Rückfahrt bis um 24 Uhr dieses Tages beendet sein muß. Gönnet euch und euerer Familie den Aufenthalt in gesunder Landluft. Die WeekendFahrkarten mit 25prozentiger Ermäßigung er möglichen es. Das Wetter. An der Vorderseite einer über Südwest- Deutschland liegenden Druckstörung strömt unseren Gegenden sehr warme Luft aus niedrigen publit meist 80 bis 32 Grad, in Karpathorußland 34 Grad Celsius gemessen. Vom Westen her wird nun mehr voraussichtlich an der Rüdseite der erwähnter Störung allmählich fühle Meeresluft über das Binnenland eindringen und eine fortschreitende Wettera verschlechterung veranlassen. In Frankreich wurden um 14 Uhr stellenweise Temperaturen um 14 Grad gemessen. Wahrscheinliches Wetter Sam sta a: Im Westen der Republik unsicher, zeittveise Gewitter oder Gewitterregen, zunächst noch warm. Im übrigen Gebiete etwas verstärkte Neigung zu Lokal- Gewit teraussichten für Sonntag: In den böhmischen tern, sonst noch im ganzen schön und heiß. WetLändern vom Westen her weitere Wetterverschlech terung, Gewitter und Regenfälle, Abfühlung. Im Karpathengebiet heiß, Gewitter. Breiten zu. Freitag nachmittags wurden in der Re Mr. 154 Samstag, 2. Juli 1938 Die Frauen in der Tragödie Spaniens Von Marianne Rauze. Niemals dürfen wir das furchtbare Schaus spiel, das der sogenannte innere Krieg in Spanien vor aller Augen ausbreitet, vergessen: Zer störung von Haus und Hof, Verschwinden von vielen Tausenden von Familien, Erniedrigung der menschlichen Würde unter Entfeßen erregen den Schändlichkeiten. Unzählige arme und schwache Kinder und wehrlose Frauen sind im Strudel dieser Verleugnung der Werte des menschlichen Lebens dem dauernden und zer störerischen Druck auf die Nervenkraft und der grausamen Wollust vor menschlicher Qual zus grunde gegangen. Striege und Revolutionen: immer haben die Frauen furchtbare Leiden ertragen müssen. Wir wissen um das Frauenschicksal in der großen Revolution von 1789, in der Pariser Kommune von 1871 unter den Eisentritten von Versailles. Unvergeßlich ist uns das Schicksal Rosa Luxemburgs, die die Soldatesta mitten in Berlin schmählich ermordete. Wer von uns hat nicht die Listen der weiblichen Opfer des europäischen Faschismus gelesen? Wir haben sie hier in unserer Tribüne" veröffentlicht und durch den Bericht von Andrée Marty- Capgr as vervollständigt. Das spanische Martyrium er weitert diese grauenvolle Opfertafel in erschütternder Weise. Bereits in den ersten Tagen der Militärrevolte wurden in Mallorca zwei Frauen er schossen, weil sie sich heldenhaft geweigert hatten, einen falschen Untersuchungsbericht gegen die Roten" zu unterzeichnen eine Bluttat, die schon damals die ganze Grausamkeit der aufständischen Kaste erwies. Es erregt darum kein Erstaunen, daß man in der Provinz Galicien, in Vigo, die Frau eines hingerichteten Freidenkers verhaftete und das gegen sie gefällte Todesurteil folgendermaßen begründete: Die Frau heißt mit Vornamen Urania und ist nicht getauft worden. Ihr Bruder heißt Libertad und ihr Vater wie ihr Mann waren Freimaurer." Die Strafe wurde in dreißig Jahre Zuchts haus umgewandelt. Mit heldenhafter Saltblütigkeit schrie die Verurteilte ihren Richtern ins Gejicht: Wahrhaftig; die Generäle sind galant". In Pontevedra wurde Budino, ein schwerfranker Mann, unter Foltern getötet, weil er republikanischer Bürgermeister gewesen war. Seine Frau wurde ins Gefängnis geschleppt, wo sie den täglichen Brutalitäten und Gemeinheiten der Gefangenenwärter ausgeliefert war. Der Sohn der 73 Jahre alten Frau Se vera in Vigo war als Sozialist bekannt. Sie lebte mit ihrer 70jährigen Schwester zusammen. Als ihr Sohn aus der von den Rebellen besetzten Zone entfloh, wurden die beiden Greiſinnen verfolgt, verhaftet und zu je 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Doch die sozialistischen Frauen von La Coruna verdienen es, auf einer besonderen Ehrentafel erwähnt zu werden. Sic entdeckten, daß jeden Abend eine Rotte von Phalangisten in das Gefängnis eindrang, wo ihre Männer der Aburteilung entgegensahen. Jede Nacht schleppten die Phalangisten einige durch ihre Tapferkeit hervorragende Gefangenen her aus, um sie draußen auf den Feldern zu ermor den. In einer Nacht haben sie elf Mitglieder der Sozialistischen Jugend getötet. Die Frauen Der Partner Von J. Behrendt chen, Familienmütter und alte Frauen auf einen Starren zusammen. Nachdem man jeder gewaltsam eien halben Liter Rizinusöl eingeflößt hatte, fuhr man sie durch die Stadt zum Vergnügen der Schauspiel, als sie sich unter Schmerzen wanden Faschisten spazieren. Welch heiteres öffentliches und sich beschmusten! von La Coruna beschlossen, die Ihren zu verteidigen und bewachten Tag und Nacht die Tore des Gefängnisgebäudes. Unermüdlich hielten sie lange Monate hindurch diese erhabene Schuß selbst die blutige Unterdrückung der Kommune Wahrlich, unsere früheren Revolutionen, fa wache aufrecht. Vergeblich trieben die Poſten die erscheinen uns noch milde, wenn wir sie mit diesen Frauen mit den Gewehrkolben zurück. Erfolglos Schändlichkeiten vergleichen, bei denen die Bes blieben alle Versuche, sie zu brutalisieren und gestialität sich das Ziel gesetzt zu haben scheint, das waltsam fortzuschleppen. Sie widerstanden hel Gefühl und die Achtung vor der menschlichen denhaft. Für jede verhaftete oder zusammen Würde auszulöschen. gebrochene Frau sprangen zehn neue in die Bresche. Wieviele Frauen, die sich von jeder politischen Parteinahme ferngehalten hatten, sind gefoltert, vergewaltigt, gequält und endlich erschossen worden! Manche mußten dafür büßen, daß sie die Begierde eines Nachbarn erregt hatten, andere für noch weniger, viele für rein garnichts. Immer noch höre ich in meinen Ohren ihre verzweifelten Schreie, all das vergebliche Flehen dieser Opfer, die an soviel kaltherzige Grausamkeit ihrer Henker nicht zu glauben vermochten. Wir haben sie in den Gefängnissen gesehen, in buntem Durcheinander mit Männern, wobei sie Erniedrigungen ihrer Geschlechtsehre erleiden mußten, denen die Frauen häufiger ausgesetzt und die für sie empfindlicher sind als für die Männer. Viele von ihnen waren mit zwanzig und mehr Männern in einer engen Zelle eingeschlossen, wo sie täglich ihre Abteilung erwarteten- in 3ellen ohne Schemel, in Zeiten der furchtbarsten Hize, ohne Entlüftung, ohne die geringste Möglichkeit, auch nur für furze Zeit ins Freie zu kommen, und ohne Abtritte. Auf Mallorca endlich pacte man junge MädDiese Geschehnisse, die wir nie vergessen werden, sind die ewige Schande des Faschismus. In Italien hat es begonnen. Diese Methoten, die Schwarzhemden des Häuptlings Mussolini haben sie eingeführt. Diese Schwarzhemden haben damit angefangen, den Kampfesmut von Mann der Waffenübermacht gegen wehrlose Schwäche zu Mann durch den Mißbrauch der Ueberzahl und untaten, um ihr eigenes Bolt, ihre eigene Gatzu ersetzen. Sie sind die Erfinder der tierischesten tung zu beschmußen, zu entwürdigen und zu ers niedrigen, indem sie selber zu Tieren wurden. Seite 5 Enkeln ausgetilgt und wieder gutgemacht werden fann. Mögen all die Leichname Unschuldiger zu Pfeilern einer neuen Welt werden, einer Welt, worin der Faschismus, diese wüste Bestie, endlich des Weltsozialismus weicht! der Freiheit in der kulturbringenden Einheit ( ,, La Tribune des Femmes Socialistes". Schach ins Wolk Schachaufgabe Nr. 398 Von Z. Foge 1, Žilina. ( Nová doba.) Schwarz: Kc4, Te4, Lc6, Ba4, e3, e5.( 6) abcdefgh 41 P abcdefgh 8 7 Weiß: Kc2, Td3, Lb4, h5, Bc3.( 5) Matt in 2 Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Er Wen kann es da noch verwundern, wenn ein Flieger langsam zielt und sich einschießt“, um einen Trupp von Kindern sicherer ermorden zu fönnen, wie es eine unserer Freundinnen am Bahnhof von Badalona beobachtete? Und wenn nach dem Abzug der Flieger und nach dem Bombardement überall Frauen die blutenden Ueberreste ihrer Kinder zusammensuchen müſſen... scheinen der Aufgabe an Wenzel Scharoch, Drakowa 32. Merken wir uns die Lehre! Verbreiten wir sie unter den Frauen der ganzen Welt! Mögen sie allenthalben einen Widerhal finden, wo Mutterherzen sie aufnehmen können, damit der menschliche Irrwahn unserer Zeit von unseren Ein Beruf nur für Schwindelfreie Das sind Fensterpußer in New York, die an einem der Wolkenkrazer Scheiben pußen. Hier arbeiten sie gerade am 80. Stockwerk des Empire State Building. An jedem Fenster befin= den sich Haken, in denen der Sicherheitsgürtel der Arbeiter eingehaft wird. Trotzdem erfordert diese Tätigkeit Mut und Schwindelfreiheit. Post Modlan, einzusenden. Lösungszug zu Nr. 395: Dh3-18! Richtige Lösungen sandten ein: Ollendorff Fritz, Prag; Schöffel Anton, Schöbritz; Koukal Franz, Prag Strašnice: Tepper Franz, Karlsbad: Beutel Wilhelm, Arnsdorf b. Tetschen; Pichrt Wenzel, Bergesgrün; Rotsch Manfred u. Tröster Kurt, Klein- Priesen; Din nebier Emil u. Amler Rudolf, Tetschen; Schmidt Ru dolf u. Schmidt Karl, Klein- Priesen; Nitsch Rosa, Trupschitz; Hübler Anton, Aussig: Habl Erwin, Kreusche Franz, Holfeld Otto, Lohmüller Hans, Schindler Robert, Freundl Anton, sämtlich Nestersitz: Ulbert Rudolf, Proseditz; Mildorf Adolf u. Thönert Max, Tischau: Havel Franz, Modlan; Klotzig Rudolf, Jungmann Karl, Richter Heinrich, Strache Karl, Strache Rudolf, sämtlich Groß- Priesen; Schöpka Josef, Dux; Berger Josef, Klein- Augezd. Bezirk Teplitz schlägt Bezirk Dux mit 13: 6 Punkten Im Retourspiel gegen Dux konnte auch diesmal Teplitz einen schönen Erfolg buchen. Festgestellt muß werden das sich diesmal Dux bei weitem besser schlug als beim ersten Spiel in Kostenblatt. Allerdings auch mit allen seinen Kanonen war Dux erschienen, was man von Teplitz nicht behaupten kann. Das eigentliche Bezirkstreffen sählte an den ersten 12. Brettern doch auch hier führt Teplitz mit 7: 5. Die Ergebnisse an den einzelnen Bretter: Bezirk Teplitz Brett Bezirk Dux- Bilin 1 Schramm, Wisterschan 0: 1 Schöpka, Dux 2 Gahler, Eichwald 1: 0 Hyna, Hostomitz 3 Tesař, Wisterschan 0: 1 4 Wanke, Eichwald 5 Scharoch, Wisterschan 6 Tausik, Teplitz 7 Frisch, Teplitz 8 Robek, Wisterschan 9 Loos, Teplitz 10 Havel, Wisterschan 11 Hellich, Eichwald 12 Srb, Teplitz 13 Edel, Teplitz 14 Eichler, Wisterschan Marzin, Sobrusan 0: 1 Černý, Dux 0: 1 Pichl, Sobrusan 1: 0 Böhm, Sobrusan 0: 1 Hofmann, Sobrusan 1: 0 Krumpe, Dux 1: 0 Wiedemann Sobrusan 1: 0 Job, Lang- Ugest 1: 0 Weiß, Dux 1: 0 Stolle, Dux 1: 0 Pařez Karl, Dux 1: 0 Geißler, Lang- Ugest 15 Steinwitz, Wisterschan 0: 1 Pfeiffer, Ladowitz 16 Nausch, Teplitz 17 Nakladal, Teplitz 18 Kára, Wisterschan 19 Keßler, Teplitz 1: 0 Hille Fr., Dux 1: 0 Engel, Dux 1: 0 Hille Ant, Lang- Ugest 1: 0 Pařez Anton, Dux Ergebnis 13: 6 Punkte für Teplitz. Wie aus der Uebersicht zu sehen ist, waren die Spitzenbretter bei Dux besonders gut in Form, bei den Teplitzern machte sich die Absenz der Spitzenspieler Heřmann u. Hampl bemerkbar. genierte sich jedenfalls nicht, mir erstaunliche| ausstellte, der Bankdirektor und der erwähnte Leis fragte augenblicklich, indem ich den Revolver Details aus seiner Laufbahn mitzuteilen, die im ter des Industrietrusts. Dieser hatte, was ich sentte:„ Habe ich es richtig gemacht?"-" Doch, Beginn so übel gewesen war und gerade in dem natürlich nicht wußte, den unbändig komischen doch, mein lieber Mann", antwortete der Direk Augenblick, als die endgültige Katastrophe drohte, Einfall gehabt, die Sicherheitsanlagen der Bant tor. Sie können sich übrigens morgen früh bei Mein Schulkamerad Heinz G., von dem wir eine filmhafte Wendung zum Glüd genommen ausgerechnet in der Nacht zu inspizieren. Unser mir melden." alle nichts Gutes erwarten konnten, ist heute einer hatte... Ich hatte damals in einem Bahnhofwarte- Direktor muß ihm dabei alles Mögliche über die Erst jetzt glätteten sich die Grimassen der der angesehensten und dabei auch reichsten Männer faal den Tip erhalten, daß es keine bessere Ge- Sicherheit des Unternehmens vorgefluntert haben. Verblüffung auf dem Gesicht des Industriemander Stadt. Wie es dazu lam, weiß außer dem Tegenheit gab, um zum reichen Mann zu werden, Endlich mir sträubten sich aber buchstäblich die nes. Als er verstanden hatte oder vielmehr, als Hauptbeteiligten nur noch ich, denn Heinz hatte als in der Industriekreditbank einen Besuch zu Saare drehte sich ein Schlüssel in der Panzer- er glaubte, verstanden zu haben, brach er in ein schon seit je eine Zuneigung zu mir, die sich wäh- machen, und zwar nachts. Die Industriekreditbank tür, ich pacte meine Pistole fester, die Tür, ein brüllendes Gelächter aus, schrie einmal über das rend der Schulzeit darin äußerte, daß er mir nie brauchte zwar selber Kredit, denn sie stand am recht massives, wenn auch altertümliches Stahl-| andere:„ Herrlich, genial, toll, sowas habe ich noch mein Frühstück oder meinen Federhalter stahl, Diande des Ruins, aber in den Safes mußte jeden- ding, schwang langsam auf, und in der Deffnung niemals gehört!", Klopfte dem Bankdirektor auf die während er andere nicht verschonte. Er erreichte falls noch viel zu holen sein, und ich hatte nicht erschienen die Silhouetten des Bankdirektors und Schulter, daß es nur so frachte, zog ihn mit sich das„ Schulziel" nicht, wie es seinerzeit in unse- nur einen Gebäudeplan und die Einteilung des des Industriemannes. Ich brüllte jedenfalls aus fort, kam dann wieder zurück, padte mich; knallte rem Professoren- Dialekt hieß, sondern wurde der Sicherheitsdienstes, sondern auch den Nachschlüs Leibeskräften„ Hände hoch!", und beide Herren die Tresortür zu und bugsierte unsbesonders Fürsorgeanstalt überwiesen, wo er seine antiso- fel. Das einzige, was ich zu tun hatte, war, un- famen dieser Auffordung mit jener Geschwindig- ich sträubte mich gewaltig ins nächste Nachtziale Bildung sich vervollständigte. Später hörte bemerkt ins Gebäude zu kommen; in den Tresor- feit nach, die Menschen eigen ist, welche einen Re- lokal, wo er dem Bankdirektor einen ungeheuren ia), daß seine erste Gefängnisstrafe bedingt ge- anlagen konnte ich dann ungestört arbeiten. velber auf sich gerichtet sehen. Scheck ausstellte und uns eine Nacht auf seine wesen wäre, und dann entschwand er meinem GeKosten gewaltig feiern ließ. sichtskreis. All das wußte ich genau, aber ich wußte Während ich mir aber noch den Kopf zerbrach, nicht, wie dringend die Bant Geld brauchte. Ihr was ich jetzt tun sollte, und während ich als beste Die Bank war saniert. Jetzt ist er aber wieder aufgetaucht, an einer damaliger Tirettor stand mit einem Industrie- Lösung erwog, die beiden im Tresorraum einzu- Am nächsten Morgen erschien ich, ohne sonStelle, wo ich ihn nie vermutet hätte. Mir waren trust in Verbindung, der sich nicht abgeneigt zeigte, sperren und mich aus dem Staube zu machen, was derliche Furcht, im Privatkontor des Bankdirektors. durch einen Umstand, den zu verzeichnen sich hier noch eine runde Summe in das Geldinstitut zu mir nicht viel geholfen hätte, denn ich wäre ja Die Situation war einzigartig: wir hatten uns nicht lohnt, mehrere Bergwerkspapiere zugefallen, stecken. Der Leiter des Industrietrusts, der für ehne weiteres erkannt worden, ertönte plößlich die gegenseitig in der Hand; zeigte er mich an, kam und ich wußte feineswegs, was ich mit Coupon- Geschäfte dieser Art maßgebend war, war ein Stimme des Bankdirektors ganz ruhig, nicht ein ia ins Zuchthaus und der Kredit wurde gekündigt. schmeiden und Dividendenbeheben zu tun hatte. Am schrulliger Herr von einer eigenen Mischung von bißchen zitternd, und er sagte mit vollendetem Berriet ich ihn, wurde der Kredit gekündigt und ich Bankschalter hielt ich die übrigen Parteien durch Pedanterie und Vorliebe für originelle Ideen. Gleichmut, wenn auch mit erhobenen Händen zu kam ins Zuchthaus. Auf der Basis gegenseitigen mein langes Fragen so auf, bis mich der Beamte Diese Tatsache rettete mich vor dem Zuchthaus. seinem Schicksalsgenossen: Mißtrauens wurden wir bald einig. Der Direk schließlich zu seinem Direktor dirigierte. Dieser Ich war gerade eingestiegen und hatte die" Sehen Sie, verehrter Herr Kollege, dies ist trr gelobte ewiges Stillschweigen, und ich tat desDirektor aber, der in einem Zimmer voll Reder- Tür des Tresorraums wieder hinter mir geschlos- die letzte von mir erdachte Sicherung! Wenn ein gleichen, wenn mir ein hübscher und ehrlicher flubſeſſeln und Rauchgarnituren saß, war fen, wobei ich die Alarmdrähte ganz sorgfältig Einbrecher auch alle Vorinstanzen passiert und die Poſten im Unternehmen zugedacht würde. Wir Heinz G. vermied. Angezogen hatte ich mich wie ein Gent- Alarmsignale vermieden hat, tann er doch nichts cinigten uns auf den eines Unterdirektors mit Es ist wohl der tollste Zufall, daß ich hier Teman, der gerade zu einer Abendunterhaltung ausrichten: hier im Tresorteller wird er von einem Gewinnbeteiligung, und ich muß gestehen, daß ich und nicht 500 Meter entfernt size", gestand mir geht, jedenfalls nicht zu auffällig und mit beschei- unbestechlichen Wächter überrascht und gegebenen in den drei Jahren, die seither vergangen sind, Heinz, als wir uns am gleichen Abend in einem dener Eleganz. Ich wollte nicht nachher in den falls erbarmungslos niedergeschossen! Es ist gut, meinen neuen Beruf muſtergültig ausgefüllt Restaurant trafen, wohin er mich gebeten hatte, Straßen durch Verbrecherfrawatte und Schieber Mann( dies sagte er jetzt gönnerhaft zu mir)" habe." Ich war von demGeständnis noch etwas beum gemeinsam mit ihm Erinnerungen bei einer müße Verdacht erregen. Einzig eine kleine Pistole Sie können Ihr Schießeisen wieder wegstecken!" nommen. Flasche Wein auszutauschen; das Restaurant lag diente zu meiner Sicherheit. Sie war eigentlich Ich hatte, und hierin offenbarte sich meine„ Das gibt sich bald", meinte Heinz G.,„ und aenau 500 Meter vom Stadtgefängnis entfernt. überflüssig, dachte ich. Wer sollte nachts die angeborene Intelligenz, sofort verstanden, um was auch du kannst nichts verraten, weil dir doch nieDie Stimmung war schon soweit vorgerückt, daß Tresorräume besichtigen wollen? es ging. War der Bankdirektor geistesgegenwär- mand glauben würde. Denn genau seit jener jcnes Stadium gekommen war, in dem man sich Bklich hörte ich hinter einer dicken Panzer- lig, indem er meine zufällige und sonst sehr uner- denkwürdigen Nacht haben wir tatsächlich einen vertrauliche Geständnisse macht, die man am nächtür, die ich eben geschlossen hatte, Stimmen. Es wünschte Anwesenheit aus Sicherheitsmaßnahme Gentleman mit Revolver als ultima ratio der iten Tage nicht wahrhaben möchte. Heinz G. war, wie sich später, wenige Minuten später, her- darstellte, so war ich nicht weniger überlegt. Ich Sicherheit im Tresor aufgestellt." Abkürzungen: Dt. Sdg. Deutsche Sendung. Na.= Nachrichten. OK Orchesterkonzert.- Sch. Schallplatten. TM= Tanzmusik. - UM= Unterhaltungsmusik. Vt. Vortrag. 22.15 Na. Inland Prag- Melnik an allen Wochentagen: 6.00-8.00 Morgensendung 12.30 Na. 12.45 Sch.- Konz. 14.00 Börse. 19.15 u. Prag an allen Wochentagen 6.00 Morgensendung. 9.45 Sicherheitsdienst. 10.00 Frauenfunk. 11.55 Landw. 13.50 Industrie. 16.00 u. 22.00 Na. Sonntag, 3. Juli Prag- Melnik: 9.30 Sonntagsbetrachtungen. 9.40 Geistl. Mus.( Sch). 10.00 Liter. Hörf.( zum 50. Todestage Storms). 11.00 Symph. Konz. a. Sch. 12.05 Presse. 12.25 UM. 14.00 Bauernpredigt. 14.15-14.30 Arbeitersdg. 17.00 Die Gärtnerin aus Liebe, kom. Oper v. Mozart( Reprise). 19.15 Na. 19.30 Sportber. 20.00 Buntes Progr.( Szenen u. Mus.). 22.15 Na. 22.35-23.00 TM ( Sch). Prag: 9.15 Arbeiterfk. Gespr. ü. Studien oder Lehre. 9.45 Sokol- Chöre. 11.00 UM a Preßbg. 12.25 Ber. v. Sokol- Kongreß. 12.40 UM. 13.50-14.30 Sch. 14.30 Übertr. a. d. Sokol- Stadion. 18.30 OK. 19.25 UM a. Preẞbg. 20.30 bis 22.20 Festkonz. d. Tschech. Philh. a. d. Smetanasaal( Dir. Rafael Kubelik, Ges. Ludikar). 22.40–23.30 Sch. Brünn: 13.50-14.30 Dt. Sdg. 18.50 Dt. Na. Mähr.- Ostrau: 9.30 Arbeiterfk. 18.30 Dt. Sdg. 18.50 Dt. Na. Montag, 4. Juli Rundfunk der Woche Brünn. Mähr.- Ostrau: 9.25 Arbeiterfk. Leoš Janaček: Idylle f. Streicherch. ( a. Brünn). 17.40 Sportber. 18.00 Kulturber. 18.10 Landw. 18.20 Buntes Progr. 19.25 Lieder aus Špaliček" v. Ales. 20.00 Biograph. Hörf. ü. Aleš ( a. Brünn). 21.00 Popul. Konz. d. Tschech. Philharmonic 22.15-23.00 Sch. Brünn: 12.00 Landw. 13.50 SozialVt. Jaroslav Kudelka: Die Arbeiter[ 21.10 Sch. 21.45-23.00 Übertr. d.[ Sch. 18.00 Sudetendt. Klaviermus. inform. 14.10 Landw. 16.15 Leoš Janaund der Nationalrat. 18.20 UM. 19.30 Festszene v. Sokol- Stadion. 23.05-23.30( Jos. Baumrucker spielt sene Sona- ček: Idylle für Streichorch. 16.45 Reamerik. Nationalfeiertag. 20.30-22.30 Jugoslaw. Sokol- Mus. 20.15 Vt. zum TM( Sch). tine G- dur). 18.10 Landw. 18.45 Sch. Brünn 7.00 Konz. a. Luhačovice. 19.00 Polit. Wochenschau. 19.30 Re- port. a. Luhačovice. 17.10 OK. 17.40 Karel Konvalinka: Lieder vom Glück. Slaw. Kongreß- Abend a. d. Smetana- 8.10-8.30 Sch. 8.30 Tartini: Sonate port. v. Schloß Dux u. Hörbild ,, Ca18.00 Dt. Sdg. Sportber.. Fritz Jursaal( OK, Dir. Jeremias). 22.45 Sokol- G- dur f. Violine u. Klav. 9.00 Orgel. sanova in Böhmen" v. Maras u. Nettl. ditsch: Bücher ü. Landschaften und Ber. 23.00-23.20 Esperanto- Sdg. a. 10.25 Pontifikalmesse v. Velehrad. 20.45 Das kleine Kaffee, Singspiel v. Reisen. 20.00 Nikolaus Aleš, Hörf. 11.20 UM a. Luhačovice. 13.50-14.30 Benatzky. 22.30-23.00 TM( Sch.). zum 25. Todestage d. tschech. KünstDt. Sdg. 18.30 Dt. Sdg. 20.10 Popul. Prag: 12.10-12.30 Sch. 12.45-13.50 lers v. Dalibor Chalupa. Konz. OK a. Brünn. 14.10-15.00 Konz. v. Mähr.- Ostrau: 12.00 Landw. 17.40 Werken Dvořaks. 16.15 Kurkonz. a. Trentschin- Teplitz 16.45 Vt. ü. Alpi- Patutschka: Die Sonne und der Arzt, Vt. ü. Eisenbahn. 18.10 Dt. Sdg. Dr. num im Garten. 17.00 Kurkonz. a. UM des Waldhornquartetts. Trentschin- Teplitz. 17.40 Liederkonz. 18.00 Landw. 18.10 Arbeiterfk. Vt. Samstag, 9. Juli Ludw. Voticky ü. Ergebnisse d. Intern. Arbeitskonfer. 18.20 OK. 19.25 Blasmus. 20.05 Vt. ü. Eroberer d. Luft. 20.20 UM u. Hörsp. a. Preßbg. 21.30 Vaterländ. Lieder v. Boh. Tvrdy. 22.20-22.35 Sch. 22.35 Zigeunermus. a. Trentschin- Teplitz. Brünn: 13.00 OK. 13.50 Belehrende Lektüre. 14.10 Landwirt. 18.00 Dt. Sdg. Anny Moder: Junggesellenküche, Dr. Kocaurek: Goethes Italienische Reise. 18.35 Arbeiterfk. Vt. Dr. Hurdik u. soziale Bedeutung der Lehre des Hus'. 20.15 Prof. Cinek: Gruß vom Velehrad. 23.00-23.20 Esperanto- Sdg. beitersdg. V. K. Schön: Feiern und Mähr.- Ostrau: 18.10 Dt. Sdg. ArVolksfeste in der öffentl. Bildungspflege, Cellokonz. v: Grete Hahn- Ost ( Klav. Marianne Sperl- Kurz). Dienstag, 5. Juli Prag- Melnik: 10.00 Sonntag in der Hanna, zum Cyrill- u. Method- Feste. 11.00 Symph. Konz. a. Sch. 12.05 Presse. 12.25 UM( Ges. Kate Slyn u. Rud. Bandler, Klav. R. I. Schubert u. R. M. Mandée).14.00 Lustige Leute, Hörsp. V. Multeter. 14.15-14.30 Arbeitersdg: 14.30 Übertr. a. d. Sokolstadion. 18.15 Barock- Musikfest, Hörb. m, Mus. v. Dr. Nettl( Ges. Helene Karst, Gerda Redlich, Rud. Bandler, Cembalo: Gertrud Hutter). 19.15 Na. 19.45 SportMittwoch, 6. Juli Prag- Melnik: 10.00 Sch.( mit Report. v. Sokol- Festzug). 12.05 Presse. 12.25 UM( OK u. Chor). 14.00 Landw. 14.15-14.30 Arbeitersdg. 17.30 Übertr. Mit den Funkbaedecker n. Dalmatien. a. d. Sokol- Stadion. 18.00 Sch. 18.30 19.15 Na. 19.30 Dänische Musik. ( Ges. Holger Bruusgaard, Klav. Fr. Holeček.) 19.45 Sportber. 20.00 OK. Dir. Fr. Rieger, Ges. Gerda Redlich. 21.00 Kammermus.( Prager Blasquintett, Klav. Holeček.) 21.20 Diogenes u. Alexander, Hörszene v. St. Lom. 21.50 Alte Mus.( Mitw. Gebel- Trio, Berlin, Maria Kramer( Spinett), Sylv. Grümmer( Viola), Ulrich Gebel( Flöte). 22.15 Na. 22.30-23.00 TM( Sch). Brünn: 11.05 UM. 12.45 OK. 13.50 Dt. Arbeitsmarkt. 17.40 Ruß. Volkslieder u. Belladen. 18.00 Dt. Sdg. Arbeitersdg. J. W. Brügel: Liquidierung d. Arbeitslosigkeit, Die Samariter", Hörsp. v. Leop. Masur. 18.35 Sch. Prag- Melnik: 10.15 F. d. Frau: Maraia Artl: Sonntagsfreude d. Arbeiterfrau. 10.30-11.00 Sch. 12.10 UM( Ges. Ferry Löring). 18.00 Kreuz und quer durch unsere schöne Heimat. 16.30 Sch. 18.45 Dreißig Minuten Spannung. 19.30 Blasmus. 20.00 Bunter Progr. Sznen u. Mus. 22.30-23.30 TM a Café Corso, Marienbad. Prag: 12.10-12.30 Opernges. a. Sch. 12.45-13.50 Militär- Konz. a. Kaschau. 13.50 Arbeitermkt. 14.00-15.00 Über tr.v. d. Studentenfestversammlung in Luhačovice( Reden des Ministerpräsidenten, des Außenministers und des Mähr.- Ostrau: 17.40 Neue Bücher. Capeks Roman„ Die erste Kolonne", Schulministers). 16.10 UM a. Preßbg. 18.10 Dt. Sdg. Traute Sauer liest aus Festzug. 15.00 Übertr. v. SokolstadiPrag: 9.00-13.30 Report. v. Sokolon. 16.55 Volkslieder. 17.30 Gesell- Kinderstd. Freitag, 8. Juli schaftslieder. 18.00 Im Volkston, OK. 17.40 Landw. 17.50 Industrie. 18.05 Arbeiterfk. Vt. ü. Lehrlingsheime. 18.20 18.30 Bunte Instrumental- Revue. 19.10 Polit. Aktualität. 19.25 Jan Hus, draBlasmus. 19.20 Revue der OperettenPrag- Melnik: 10.15-11.00 Sch. 12.15 sterne. 20.55-21.10 Erinnerungen an Prag- Melnik: 10.15-11.00 Sch. 12.15 ber. 20.10 Heldenepen, 20.30 Lustige Libuša, Oper v. Smetana., 1. Akt hörssinnes beim Baden. 18.00 Balla- monie( Dir. Jiři Singer). 22.16 Sch. mat. Gedicht v. J. Kajetan Tyl. 21.00 Dr. Ernst Wodak: Störungen des Ge- Aleš. 21.10 Konz. d. Tschech. Philhar Dr. Bacher: Wirtschaftsrelief. 18.00 Bauden- Fahrt, Hörf. 21.30 Kammer( Aufnahme a. d. Nationaltheater 22.10 den von Carl Loewe( Ges. Ludw. 22.30-23.30 TM a. Luhačovice. OK. 18.45 Vt. Siegfr. Ochlinger: Mi- mus.( Prager Quartett). 22.15 Na. bis 24.05 Libuša, 2. u. 3. Akt. kroskopische Welt, Wunderwelt. 19.00 22.30-23.00 TM( Sch). Rumland, Klav. Elly Gürtler). 18.20 Brünn: 7.00 Konz. a. Luhačovice. Sportber. 18.35 Arbeitersdg. Aktuelle Brünn: 9.20 Übertr. a. Luhačovice UM( Ges. Magnus Andersen, Klav. Prag: 9.15 Arbeiterfk., Vt. Prof. 17.25 Dt. Sdg. Ing. Herbert Gold: zehn Minuten 18.45 Dr. Heinr. Par-( Kundgebungen des Ministerpräs. u Fr. Jaroschy). 19.30 Balladen( Ges. Kozak: Geht Macht vor Recht? 9.45 Vt. ü. gesundheitl. Bedeutung der Lei- then: Blick in die Forschung. 19.00 des Schulministers). 13.50 Industrie. Kurt Mahr, Klav. Gerta Resek). 20.00 Patriotische Mus. 10.25 Pontifikal- besübungen, Opernarien( Ges. VI. UM( Ges. Gertrud Kolman, Klav. R. 14.00-15.00 Übertr. a. Luhačovice. Die Neunte, Hörsp. v. Paul Senft. messe vom Velehrad( a. Brünn). 12.25 Bassin, Klav. Ph. Beran). 18.50 Dt. M. Mandée). 19.30 Norbert Walter: 17.35 Hörf. a. d. Hana. 18.00 Dt. Sdg. 20.45 Sch. 21.10 OK. 22.00 H. Mul- Sokol- Ber. 12.40 UM a. Preßbg. terer liest aus Robert Michels ,, Burg 13.50-14.30 Sch. 14.30 Übertr. v. SoSüdböhm. Burgen u. Schlößer. 20.00 Arbeiterchor( Dir. Fr. Langer). 21.10 d. Frauen". 22.40-23.00 Na. fürs Aus- kol- Stadion. 18.30 Konz. d. SängerDer Lustige Krieg, Operette v. Joh. Ges. d. Sommernacht. 22.30-23.30 TM chors mähr. Lehrer. 19.10 Report. v. Strauß. 21.40 Knut Hamsun: Alexand- a. Luhačovice. d. Hus- Feier a. d. Altstädter Ring. 20.10 OK a. Brünn. 20.55-21.10 Aus den Tiefen eines halben Jahrtausends ( Vt. Karel Novy z. Hus- Feiertag). land. Prag: 12.10-12.30 UM( Sch). 12.45 Sokol- Ber. 13.00 OK a. Brünn. 14.10 bis 14.30 Märsche a. Sch. 14.30 Übertr. v. Sokol- Stadion. 18.10 Arbeiterfk. Ausland Sonntag, 3. Juli Deutschlandsender: 9 UM 10.45 A. dtsch. Opern( Sch). 12.00 OK a. Leipzig 14.30 Puccini- Bizet( Sch). 15.30 Winnetou, Hörber. a. Leipzig 16.00 UM a. Frankf. 18.00 UM 20.00 Italienische Nacht 22.30-0.55 TM. Berlin: 10.00 UM 12.00 UM 14.00 Sch. 16.00 UM a. Saarbrücken 18.00 Ber. v. Autopreis v. Frankreich 18.20 Beliebte Melodien 19.25 UM 20.00 Bunte Reihe( UM). 22.30 UM 1.00 bis 3.00 Mus. a. Hambg. Montag, 4. Juli Deutschlandsender: 12.00 OK a. Hambg. 14.00 Sch. 14.15 UM a. Hambg. 16.00 OK a. Frankf. 18.30 UM 18.40 Herztöne im Lautsprecher ( a. d. Kerkhoff.- Institut in Nauheim) 19.10 UM 20.00 UM 22.30 KammerQuartett a. Stuttg. Berlin: 12.00-14.00 Konz. a. Leipzig 14.15 UM 17.00 Kammermus. 18.00 UM a. Freienwalde. 19.10 UM. 20.00 Operetten- Sch. 21.00 TM a. Hambg. 22.30 TM a. Köln 24.00-3.00 Mus. a. Köln. Na. Tschechoslowaken. 18.50 Dt. Na. Mähr.- Ostrau: 17.25 Vt. ü. amerik. Donnerstag, 7. Juli Prag- Melnik: 10.15 F. d. Frau: T. M. Vorrik: Die Holländ. Frau im Familien- und öffentl. Leben, Dr. Hans 20.00 David u. Goliath, Dialektspiel 21.25 Kirchenmus. ra und Leonore. 22.00 Sch. 22.30-23.00 Mähr.- Ostrau: 17.40 Vt. u. StudienTM( Sch.). beginn f. Abiturienten. 18.00 MilitärKonz. 18.20 Arbeiterfk. Vt. ü. Landarbeiterschaft. 18.30 Mil.- Konz. Prag: 12.10-12.30 Sch. 12.45-13.50 OK a. Preßbg. 14.10-15.00 Sch. 16.15 Hambg. 15.15 Hausmus. 16.00 UM a. Wien: 12.00 Konz. a. Saarbrücken Frankf. 18.00 Luis Trenker liest 18.25 14.10 Sch. 15.30 Arien f. Altstimme Lieder 19.10 UM 20.10 D. lust. Weiber 16.00 OK a. Leipzig 19.10 Sch. 20.00 Vt. ü. Zeppelin 21.00 UM 22.30 TM 2. Leipzig 24.00-3.00 Mus. a. Königsbg. Mailand: 17.15 Klaviermus. 19.30 Streich- Orch. 21.00 Zigeuner, Oper v. von Windsor, kom. Oper v. Nicolai Leoncavallo. 22.30 Kammermus. 23.00 Mus. a München 24.00 Mus. a. Danzig 1.05-2.00 Mus. a. Frankf. Konz. a, Frankf. 14.15 Warschau: 17.00 TM 18.10 Märsche a. 2 Klavieren 19.00 Ges.- Soli 19.30 UM 21.10 dir. 15 Mus. Hörfolge. UM OK( Haydn- Dittersdorf) Kunstreise durch Belgien 19.30 OK Beromünster: 17.00 Engl., schott. u. irische Lieder 18.00 Sch. 18.45 Schubert: Sonate H- dur f. Klavier. 19.15 Souverän 21.20 Das Glöckchen des 19.55 Bunte Std. 21.00 Vt. ü. Volk u. Eremiten, kom. Oper v. Maillart. Mailand: 17.15 Harfenkonz. 21.00 mus, 23.00 TM a. Breslau 1.05-2.00 U( 11) Chor 22.00 Adrien Boult OK 20.10 Dramen v. Herczeg 21.25 tere mus. Hörf. a. Wien 22.30 UM a. Budapest: 17.30 TM( Sch). 19.00 18.00 UM( Sch). 19.10 UM 20.10 HeiZigeunermus. 22.45 Jazz. Stuttg. 24.00-3.00 Mus. a. Frankf. Moskau- Komintern: 17.00 Mus. 17.30 Breslau: 12.00 OK a. Gleiwitz 14.15 Liter. Progr. 18.00 Operette 21.30 Na. UM a. Berlin 16.00 OK a. Gleiwitz Dänische Tänze 21.30 Symph. Konz. Mittwoch, 6. Juli 18.20 Das Geburtstagsgesch., Hörsp. v. Wydra 18.35 Das Haus am Traun- Budapest: 17.30 Klarinette u. Klav Breslau: 9.30 Kammermus. 10.00 Breslau: 12.00 OK a. Hambg. 14.00 Deutschlandsender: 14.00 Sch. 14.15 see, Hebbel- Novelle v. Hein 19.30 Ka- 18.00 Zigeunermus. 19.30 Klavierwerke UM 12.00 UM a. Berlin 14.30 Sch. UM 16.00 Kammermus. 17.00 UM UM a. Hambg. 15.15 Schaljapin und barett a. Gleiwitz 20.30 OK 22.30 UM V. Liszt 20.25 Symph. Konz. 21.50 Hörsp. um Chr. Morgenstern 16.00 ter Abend 22.30 TM 24.00-3.00 Mus. a. d. Kordilleren 16.00 UM a. Breslau 18.00 Gasmaske. Hörskizze 19.10 Bun- Backhaus( Sch). 15.40 Vt. ü. Indianer a. Stuttg. 24.00-3.00 Mus. a. Danzig. Engl. Neger- u. Indianerlieder 22.15 OK 18.00 Heitere schles. Hörf, 18.30 a. Köln. Klaviermus. alter Meister 19.30 TM Leipzig: 12.00 OK a. Dresden 14.00 Sch. 15.30 Lieder 16.00 OK 18.00 Vt. ü. Hamann 18.20 Singestunde a. Weimar 20.00 Symph. Konz. 22.40 TM a. Köln 24.00-3.00 Mus. a. Köln. 15.30 Es war einmal ein Lattenzaun, 21.00 Chorkonz. 22.30 TM v. Dtschl.Sender 24.00-3.00 Mus. a. Hambg. Leipzig: 11.00 Heitere Männerchöre 12.00 OK v. Dtschl.- Sender 14.05 Sch. 15.30 Winnetou, Hörber. v. d. Karl Leipzig: 12.00 Konz. a. Frankf. 14.00 18.00 Cello- Mus. 18.40 Hörber. von UM( Sch). 16.00 UM a. Köln 18.20 Pferderennen 20.00 Hörf. ü. Garten- Kammermus. 19.05 Donna Diana, kunst u. Porzellan a. München 22.30 Oper v. Reznicek( a. d. Staatsoper) Kammermus. 23.00 TM a. Wien 24.00 22.45 UM a. Stuttg. 24.00-3.00 Mus. UM a. Stuttg. 1.05-2.00 Italienische a. Danzig. Mus. a. Stuttg. Wien: 12.00 Konz. a. Frankf, 14.15 Klavierkonz. Bach- Beethoven 16.00 UM 17.00 Kammermus. 17.40 Hörber. OK a. Köln 18.15 Lieder v. Hugo Berlin: 12.00 Konz. a. Stuttg. 14.15 UM a. Hambg. 15.30 UM( Sch). 16.00 OK a. Leipzig 18.15 Sch. 20.00 Flitterwochen. Hörsp. v. Hellwig 21.00 UM a. d. Zoo 18.00 UM 19.10 Alte Mus. Wolf( Sch). 19.10 Kammermus. 20.00 ( Sch). 20.00 Sommernachtstraum in Heiter- mus. Hörf. 22.30 UM a. Stuttg. a. Stuttg. 22.30 OK. Berlin, Hörf. 22.30 UM a. Breslau 24.00-3.00 Mus. a. Danzig. 24.00-3.00 Mus. a. München. Wien: 12.00 OK 14.10 Sch. 15.30 May- Festspielen 16.00 UM a. Frankf. 18.20 TM( Sch). 19.20 Hörf. ü. Theodor Storm( zum 50. Todestage) 20.00 Musikplagiate 21.45 TM( Sch). 22.30 TM v. Dtschl.- Sender 24.00-3.00 Mus. Beromünster: 17.00 Kammermus. a. Hambg. Plauderei ü. Stefanskrone 19.20 Vt. ü. Wien: 12.00 UM 13.00 OK 14.00 d. Tier im Aberglauben 20.00 Eine Sch. 15.20 Flötenmus. 16.00 UM 19.10 Frau die weiss, was sie will, Operette Schöne Stimmen( Sch). 20.00 OK v. O. Straus 21.00 Plauderei ü. Le22.30 UM 24.00-3.00 Mus. a. Hambg. bensretter 21.15-22.30 Wochenschau. Beromünster: 12.00 OK 16.00 Kammermus. 17.50 Mus. 19.05 Vt. ü. Kulturaufgaben d. Schweiz 20.00 Mus. 20.15 Heimat- Abend. Mailand: 17.15 TM 19.30 UM 21.10 Die Glocken von Corneville, Oper v. Planquette 23.15 TM. Budapest: 17.00 Zigeunermus. 19.20 Tiroler Lieder 20.25 OK 22.20 Klaviemus. 23.10 TM( Sch). Straßburg: 12.00 Lothr. Volkslieder. 14.45 B. v. Geczy- Orch.( Sch). 16.30 Konz, u. Hörsp. 18.30 Funksketch Moskau- Komintern: 17.00 Mus. 20.30 Erlkönigs Tochter, Ballade v. 18.30 Vt. 19.00 Liter. Progr. 19.30 Gade( Chor u. Orch.) 21.30 Jazz 21.45 Konz. 21.30 Na. UM 23.00 TM. Mailand: 17.15 Symph. Konz. 19.45 Dienstag, 5. Juli Bunte Mus. 21.00 Mehr als Liebe, Deutschlandsender: 12.00 UM a. Muttertragödie v. D'Annunzio 23.15 Stuttg. 14.15 UM a. Hambg. 15.15 OK ( Sch). 16.00 UM 19.10 UM 20.00 Franz. Ballettmus.( a. Paris) 21.15 Opernmel.( Sch). 22.30 Kammermus. 24.00-2.00 Mus. a Frankf. TM. nermus. Moskau- Komintern: 17.00 Konz. 18.00 Mus. 18.30 Vt. 19.00 Konz. 21.30 Breslau: 14.00 Sch. 16.00 OK 19.10 Orgelmus. 19.45 Hörf. v. Reissen 21.00 UM 22.30 UM 24.00-3.00 Mus. a. München. Leipzig: 13.15 Konz. a. Stuttg. 15.00 Vt. ü. Südslawien 15.20 Schubert- Lieder 16.00 UM a. Breslau 19.10 Hörf. ü. Zeppelin( z. 100. Geburtstage) 20.10 UM( Sch). 21.00 TM a. Halle 1.00 bis 3.00 Mus. a. München. Wien: 12.00 Konz. a. Stuttg. 14.10 Sch. 15.30 Kammermus. 16.00 UM a. Breslau 18.20 Klavierstücke v. Schumann( Sch). 20.00 OK 21.10 Berge über uns, Hörf, m. Mus. 22.30 TM 24.00-3.00 Mus. a. München. Beromünster: 18.10 Sch. 18.30 Vt. ü. Zeppelin 19.55 UM( Sch). 20.10 Hörf. ü. Holbein 20.45 OK 21.50 Vt. ü. Chirurgie. Mailand: 17.15 Italienisch- brasilianisches Konz. 19.30 OK 21.00 Die Entwicklung d. Stimmen, Lustsp. 23.15 TM. Budapest: 17.30 Violine u. Klavier 18.15 UM 19.30 Treibjagd, Operette v. Husza 22.10 Zigeunermus. 23.10 Sch. Moskau- Komintern: 17.00 Mus. 17.30 Für d. Arktis 19.00 Liter. Progr. 19.30 Konz. 21.30 Na. Freitag, 8. Juli Deutschlandsender: 12.00 UM a. TM( Sch). 23.10 Zigeunermus. Moskau- Komintern: 17.00 Mus. 18.00 Liter. Progr. 18.30 Vt. 19.00 Konz. 21.30 Na. Samstag, 9. Juli Deutschlandsender: 12.00 Konz. d. 13.15 UM a. Königsbg. 14.15 UM a. Wiener Philharmoniker a. München Hambg. 15.15 Sch. 16.00 UM a. Frankf 18.00 Operettenmel.( Sch) 19.10 UM 22.30 Kammermus. 23.00 OK a. München 24.00-2.00 Mus. a. Frankf. Berlin: 12.00 Konz. a. Wien 14.15 Sch. 15.30 Lieder 18.00 UM 19.10 Opernmus. a. Sch. 20.00 UM 22.30 TM 2.00-3.00 Mus. a. Breslau. Breslau: 12.00 Konz. a. Wien 14.00 UM 15.00 Vt. ü. Musikleben d. 18. u. 19. Jahr. 16.00 UM. a Frankf. 18.40 Kammermus. a. Gleiwitz 22.30 TM a. Berlin 24.00-3.00 UM. Leipzig: 12.00 Konz. a. Wien 14.00 Sch. 16.00 UM a. Stuttg. 18.30 UM 19.10 Frische Brise im Büro, Kabarett 20.10 Bekannte Melodien 22.30 TM a. Berlin 2.00-3.00 UM a. Breslau. Wien: 12.00 OK 13.15 OK 14.10 Sch. Beromünster: 17.20 Mus. d. jungen Hambg. 14.15 UM a. Hambg. 15.15 16.00 UM a. Frankf. 18.00 Lustige Geschichten u. Bauernmus. 20.00 Der Generation 18.15 Wochenschau 18.30 Kinderlieder 16.00 UM a. Danzig 17.10 Prinz von Thule, Operette v. Katting Warschau: 13.15 OK 17.20 KlavierHaydn: Trio G- dur( Sch.) 19.10 Vt. H. UM a. Frankf. 18.30 Solistenmus. 19.10 22.30 UM 24.00-3.00 UM a. Breslau. soli 20.05 Opernmus.( Sch). 21.00 SonSteinhausen: Führung d. Massen 19.55 UM 20.00 UM a. Stockholm 21.15 Sch. derbare Abenteuer, Hörf. 22.00 SomBeromünster: 17.00 Übertrag. von Holländ. Mus. 20.30 Report. a. d. Trin- 22.30 Kammermus. 23.00 TM a. merabend, mus. Sendung. Berlin: 12.00 Konz. a. München 14.15 ker- Heilstätte Ellikon 21.20 Vt. ü. Ar- Frankf. 24.00-2.00 Bunter Reigen a. Schweizer Arbeiter- Sängerfest 19.55 Budapest: 12.30 OK 14.00 Sth. 17.00 Opernmel.( Sch). 15.00 UM 16.00 UM beiter u. Mus. 21.30 OK 22.15 Vt. ü. Stuttg. Jodellieder 20.50 Volkstüml. Progr. Ungar. Lieder 18.00 Zigeunermus. a. Königsbg. 17.30 Heitere Szenen Sternenhimmel. Berlin: 12.00 Konz. a. Saarbr. 14.15 Straßburg: 17.00 Jeanne Guyla 19.45 Ges. um Klav. 20.10 Drei Muske- 18.00 UM 19.10 OK( Sch). 20.00 UM Mailand: 17.15 Sopran u. Tenor UM 15.15' Sch. 17.00 OK 17.30 Gespr. singt 18.30 Mus. a. Paris 19.30 Konz. tiere, Hörsp. 22.15 Jazz 23.00 Zigeu- 21.00 Zauber d. Stimme( Sch). 22.30 19.30 OK 21.00 Wunderbar, Operette zw. Leben u. Tod v. Hartmann 18.00 a. Rennes 20.30 Symph. Konz. 23.00 TM a. Hambg. 24.00-3.00 Mus. a. v. Karscher 23.15 TM. UM 19.10 Heitere Opernnius.( Sch). TM. Wien. Warschau: 17.00 TM 18.10 Cellosoli 20.00 Unser Herr Vater, Hörsp. 21.00 Mailand: 17.15 TM 19.30 OK 20.30 Breslau: 13.15 Konz. a. München 19.00 Schlager 19.30 UM 21.10 Polo- UM a. Hambg. 22.30 TM a. Leipzig OK. 21.00 Mephisto, Oper v. Boito, 14.15 UM a. Hambg. 16.00 UM 18.25 naisen v. Chopin 22.00 UM a. Katto- 24.00-3.00 Mus. a. Königsbg. Lieder 21.45 Konz. a Gleiwitz 22.35 witz. Breslau: 13.15 Konz. a. Saarbrücken Nachrichten in deutscher Sprache TM a. Hambg. 24.00-3.00 Mus. a. Budapest: 17.30 Zigeunermus. 19.15 14.00 Sch. 16.00 OK 18.00 Vt. ü. ( ausser Sonntag) Wien. Klav. u. Ges. 20.50 Jazz 21.45 OK Zuckerrübe 18.30 Mailänder Domchor 7.55 Luxemb. 8.20 Straßbg. 10.05 Leipzig: 13.15 Konz. a. München 23.10 Zigeunermus. ( Sch). 19.10 Hörf. ü. Kleingarten 20.00 Brünn. 12.30 Prag- Melnik. 13.40 Lu- 14.00 Sch. 15.40 Vt, ü. Antillen 16,00 Moskau- Komintern: 16.30 Mus. UM 22.30 TM a. Leipzig 24.00-3.00 Budapest: 17.25 OK 19.00 Ungar. xembg.13.55 Brünn. 14.00 Prag. 18.15 UM v. Dtschl.- Sender. 18.20 Mus. a 17.30 Vt. 18.00 Liter. Progr. 19.00 Mus. a. Königsbg. Moskau. 18.45 Brünn. 19.00 Luxembg. 2 Klavieren 20.00 UM 22.30 TM a. Konz. 21.30 Na. 23.00 Deutsch. Progr. Leipzig: 13.15 Konz. a. Saarbrücken Lieder 20.00 Bunter Abend 21.55 UM 19.15 Prag- Melnik. 19.45 Beromünster. Hambg. 24.00-3.00 Mus. a. Wien. 14.00 Sch. 16.00 OK 18.20 Kammer- 23.10 Jazz. Donnerstag, 7. Juli 20.00 Straßbg. 22.00 Moskau. 22.15 Beromünster: 16.30 D. lust. Weiber mus. a. Dresden 19.10 Volksmus. a. Moskau- Komintern: 17.00 Mus. Prag- Melnik u. Luxembg. 22.50 Buka- v. Windsor, Oper v. Nicolai( Sch). Deutschlandsender: 12.00 Mus. a. Österreich 20.00 OK a. Dresden 22.30 18.00 Konz. 18.30 Vt. 19.00 Konz. 21.30 rest. 23.00 Moskau. 19.25 Völkerbundber. 19.55 OK( Sch). Breslau 14.00 Sch, 14.15 UM a. TM 24.00-3.00 Mus. a. Königsbg. Na. Na. dann bis 0.30 TM. Warschau: 17.00 TM 18.00 Sch. Lieder von Moniuszko 21.10 Poln. Volksmus. 19.00 Klaviermus. v. Paddrewski 19.30 Mr. 154 ,, Der Kampf" Sozialistische Revue Heft 7( Juli 1938) ist soeben erschienen. Es hat folgenden Inhalt: Wenzel Jakfch: Nach deur 21. Mai... Josef Hofbauer: Der nationale Kampf der Sozialdemokratic. tion. Samstag, 2. Juli 1938. Tempo des Rüdganges gerade jetzt in Monaten sich[ Metallarbeiterverbandes den Antrag auf zuer verschärft hat, die„ saisonmäßig begünstigt" sind, fennung einer Teuerungsaushilfe, wie sie bereits so daß der Rückgang doppelt zu denken gibt! Noch nachdrücklicher warnen jedoch Teilvor konnte der der DAG angehörende Betriebsausim Vorjahre bezahlt wurde. Diese Gelegenheit gänge in einzelnen Ländern. Hierher gehört vor allem der Beschluß der Oslo- Staaten Schußobmann nicht vorübergehen lassen. Er erGruppe, die Anfang Mai feststellen mußte, daß flärte, daß sich auch seine Gewerkschaft schon mit eine Verlängerung der im Mai 1937 in Den Haag dieser Frage beschäftigt habe, doch müsse mit Frage fäme, weil die internationale Entwicklung es Unternehmens derzeit von einer derartigen Forabgeschlossenen zweiten Oslo- Konvention nicht in Rücksicht auf die schlechte finanzielle Lage des unmöglich mache". Damit ist ein weiterer Versuch derung Abstand genommen werden. Da nun die der sieben Kleinen" Staaten, zu einer engeren fol-„ Volksgemeinschaftler" im Betriebsausschuß der lektiven Zusammenarbeit in Wirtschaftsfragen zu genannten Firma die Mehrheit besißen, so wird kommen, gescheitert, und man geht kaum feht, wenn die rund 280 Leute zählende Belegschaft keine man als Ursache dafür feststellt, daß die Schuld nicht bei den kleinen Staaten liegt, fondern bei den Teuerungsaushilfe bekommen. Wessen Interessen vertritt die DAG? Internationaler Bund 1 Seite 7 Kein Tag ohne Meinl- Kaffee! Meinl- Kaffee erhalten Sie stets frisch geröstet in jeder Preislage, Kaffee, kalt oder warm, ist das beste Erfrischungsgetränk! H. Jäger: Drittes Reich, Ausland und OppofiEmil Strauß: Rückschlag der Konjunktur. Fr. Munk: Das Wirtschaftsprogramm der SdP. Peter Haukamp: Die Organisation der deutfchen Landwirtschaft. wirtschaftlichen Großmächten, dePolitische Bemerkungen: Gegen die biete ausreicht, um die Bemühun ren Untätigkeit auf diesem GeJudenhat! Primitivität eines Komplizier- gen attiverer, fleinerer Welt= ten. Zersplitterter Ratholizismus. wirtschaftspartner zu erstiden! der Privatangestellten Aus dem geisten Leben: Nobelpreis- Kan- Nicht minder fennzeichnend für die Lage ist die Bern. Am 29. Juni fand die Fach grup= didaten Von der Macht des Ungeistes Rückkehr Englands zum 33.33prozentigen Roh- penkonferenz der Techniker und Religiöse Rebellen Deutscher Bitatenschat eisen- Schutzzoll, der 1982 als ausgesprochene ri- Wertmeist er statt. Sie leitete der Fach1938- Das Internationale Institut für Sofenmaßnahme eingefühhrt wurde und bis zum März gruppenvorsißende Thomson( England). zialgeschichte. 1937 aufrechterhalten worden war. Seit Mitte zum Tätigkeitsbericht, der nach einer regen Bücherschau: Mag Werner: Der Aufmarsch Mai 1938 ist er wieder in Kraft und das in einer zum zweiten Weltkrieg Wechselrede genehmigt wurde, sprach unter _ Arthur Koestler: Touren läuft! Periode, wo die Aufrüstungsmaschinerie auf höchsten anderem Kaizer( Tschechoslowakei). Der wichSpanisches Testament- Winston S. Churchill: Haben diese Vorgänge eine symptomatische Be- tigste Tagesordnungspuntt war:„ Der Schutz Große Zeitgenossen Norbert Mühlen: Der deutung? Werden die Ko II eftibbe des angestellten Erfinders". Den Sauberer. Leben und Anleihen des Dr. Hjalmar mühungen fangs und langlos bevorzüglichen Bericht darüber erstattete HeyHorace Greeley Schacht Paul Binswanger: graben? Beginnt das Einzelmar mann( Belgien), in dem eine übersichtliche Wilhelm von Humboldt- Karel Čapeks Berg- chieren" wieder? Noch weigern wir uns. Darstellung der gesetzlichen Grundlagen gegeben arbeiterroman„ Prvi parta"- Leo Trobky: daraus den Schluß zu ziehen, daß es bereits zu ſväs Stalins Verbrechen wurde und der in der Feststellung gipfelte, daß Romain Rolland: Gedafür sei, durch gemeinsamen Krafteinfab die Kata" fährten meines Lebens- Jan Ulrych: Základy strophe einer neuen Weltfrise zu verhüten; aber jede Erfindung das Eigentum margistické ekonomie. ficher ist, daß jedes noch längere Zögern die Lösung ihres Urhebers zu sein hat. Für die dieser Aufgabe weiter erschweren muß. Kommt es Tschechoslowakei sprach dazu in der Debatte erst einmal wieder so weit, daß der rückläufige Welt- Sirchhof. Er machte dabei die Feststellung, handel die Zahlungsbilanz der Länder aus dem daß für den Schutz des angestellten Erfinders Gleichgewicht wirft, dann gehört keine Schergabe noch immer das sehr brauchbare österreichische dazu, um eine neue unheilbringende Welle des Patentgesetz vom Jahre 1897 maßgebend sei, daß Hochprotektionismus herannahen zu sehen, in der abermals der törichte Versuch sich auf Kosten der die Forderungen des Allgemeinen Angestellten anderen retten zu wollen, die Möglichkeiten gemein- verbandes in Reichenberg und des Einheitsversamen Handelns vernichten wird. bandes in Prag den Grundsaß beinhalten, daß ,, alle von einem Angestellten ge= machten Erfindungen jeder Art sein ausschließliches Eigentum und ihm zur Auswertung überlassen sein müssen." Entsprechend den Raubmörder Ostojic, einer der berüchtigſten Verbre Anträgen des Berichterstatters wurde beschlossen, cher Jugoslawiens, der vor einiger Zeit zum Tode eine internationale Regelung auf Grund eines verurteilt wurde, hatte einen einzigartigen Wunsch, bei der Internationalen Arbeitskonferenz verein- den er furz vor seiner Hinrichtung als seinen„ lezbarten lebereinkommens anzustreben. Preis des Heftes 5 Kč, Jahresbezugspreis 50 Kč. Redaktion und Verwaltung: Prag II., Lützowova 37. Volkswirtschaft und Sozialpolitik Rückläufige Weltwirtschaft Vorboten einer neuen Krise? Unterstützung nach Artikel III bis Jahresende verlängert Durch Verlautbarung des Fürsorgeministers im Amtsblatt vom 2. dz. wird die Arbeitslosen unterſtüßung nach Art. III für die Textil, Glas und Porzellanindustrie, ferner für Handſeßer und für die Metallindustrie in den Bezirken Graslib und Neudet bis zum 31. Dezember 1938 ver= längert. ( JGB) Seit der große Erdrutsch die amerifanische Wirtschaft im Herbst 1938 getroffen hat, arbeitet die gesamte Weltwirtschaft mit gedrosselten Motoren. Unter der Schredwirtung des Rüd DAG gegen Teuerungsaushilfe! schlages in USA erlahmte die Initiative der unters nehmer ebenso wie die Tatkraft der europäischen ReIn einer Betriebsausschußßißung der Fahrgierungen, die gerade dieſes alarmierende Gignal radwerke der Firma Fuchs in Zuckmantel( Schlevon jenseits des Ozeans bätten a..m Anlaß nehmen sien) stellte der Vertreter des Internationalen müssen, um mit allen Mitteln einer Lähmung entgegenzuarbeiten. Verschärfte politische haben noch das ihre dazu beigetragen, Spannungen jicherheit zu erhöhen. Das Ergebnis auf wirtschaftlichem Gebiete ist jetzt einigermaßen zu übersehen auch die neuesten Statistiken des Völkerbundes reden eine beredte Sprache. Julius Meinl Kaffee- Import Aus aller Welt Die letzte Bitte eines Todeskandidaten. Der ten" äußerte. Er lehnte die Henfersmahlzeit und Die Wahlen bestätigten zunächst Thom alles andere, was man ihm für die letzte Nacht an son wieder als Vorsißenden der Fachgruppe. bet, rundweg ab und erklärte:„ Ich möchte ein Lied Als Beisitzer wurden gewählt: Grünzner im Radio vortragen. Laßt ein Mikrophon in mei ( Tschechoslowakei), Duisterhof( Holland), ner Zelle installieren, und ich werde ein Chanson Heymann( Belgien). Vertreter für Frar fingen, das sicherlich allen Zuhörern gefallen wird." reich und die standinavischen Länder werden noch die Behörden haben die lezie Bitte des Mörders abs geschlagen, um keinen„ Präzedenzfall" zu schaffen. namhaft gemacht. So arbeiten freie Gewerkschaften! Union der Textilarbeiter Scone Arbeitslosenunterstüßung ist die Union der Textilarbeiter ihren Mitgliedern, die arbeitslos sind, schuldig geblieben. Pünktlich und gewissen heft hat sie stets die Ansprüche der Arbeitslosen befriedigt und ihve finanzielle Situation gibt auch für die Zukunft die abſolute Gewähr dafür, daß die arbeitslosen Mitglieder der Union der TextilEine lehrreiche Statistik der Alles deutet darauf hin, daß der Schod nicht auf In einem Artikel über die DAG und die völ Amerita beschränkt geblieben ist. Aller nationalen tische Gewerkschaftsbewegung schreibt der„ TextilAutartie zum Troß und aller nationalen Abfapfelung arbeiter": zutvider: die oft geleugnete, aber noch immer vorhandene weltwirtschaftliche Verbundenheit durchMan muß den Vorgängen in den völkischen freuzt die Soffnungen, daß ein Krisenherd isoliert Gewerkschaften, vor allem der Behandlung ihrer bleiben könne! Gewiß wäre es verfrüht, heute be- arbeitslosen Mitglieder, die Leiſtungen der freien reits zu behaupten, daß die neue Weltfrise da sei: Gewerkschaften und insbesondere unseres Verban- arbeiter niemals in die Situation geraten werzunächst reicht unsere Kenntnis der wirtschaftlichen des gegenüberstellen, um zu erkennen, in welcher Entwicklung des letzten halben Jahres nicht weiter Gefahr sich die Mitglieder einzelner völlischer Geals zu der Feststellung, daß ein allgemeiner Rüd- wertschaften befinden. Die Union der Textilflag eingetreten ist. Er kann der Beginn arbeiter hat stets alle ihre Verpflichtungen gegen einer neuen Weltfatastrophe sein, es fann sich aber auch lediglich um eine Korrektur nach unten handeln, über ihren Mitgliedern erfüllt. Das gilt insbe die vorübergehender Natur ist. Vor allem aber fondere für die Auszahlung der Arbeitslosenmuß angesichts einer gewissen Panikstimmung, zu unterſtüßung. der nur zu viele leicht neigen, laut und vernehmlich gesagt werden, daß es an den Menschen und ihrem Können und Wollen liegt, ob die Welt in eine neue Wirtschaftskatastrophe hineinrutschen wird oder nicht! Wirtschaftstrifen sind keine unabänderlichen Naturkatastrophen, die man gottergeben und mit Gebeten über sich ergehen lassen muß. Nicht einen einzigen Tag und nicht eine GewerkschaftsJahr 1925 1926 1927 • 1928 1929 1930 1931 1932 1983 1934 1935 1936 1937 1938( Jänner bis April) unterstützung 572.134.50 Vortrags- Rekorde im Radio. Die Amerikaner Lieben immer noch die Rekorde, und so haben sie festgestellt, daß das Komiter- Paar Amos und Andy, das jcit achteinhalb Jahren in der National Broadcasting Company auftritt, in dieser Zeit rund sechs Millionen Worte gesprochen haben. Dies ersah man an Hand der Manuskripte ihrer Vorträge, die sich in den Archiven befinden. Das Paar hält auch den Reford an Fleiß, denn es hat in den achteinhalb Jahren nur einmal zwei Tage Ferien gemacht. Damewettspiel mit dem Tode. Für den Inder Jan Mohammed, der im Mai wegen eines Worbes zum Tode verurteilt wurde und in einem Londoner Gefängnis sist, ist jetzt das Gnadengesuch eingereicht worden. Allem Anschein nach ist Jan Mohammed den, in der sich die Mitglieder der DAG vor mehr ols drei Jahren befanden und die nunmehr auch geradezu ein Genie im Dame- Spiel. Er spielt im Gastgewerbeangestellten droht. Die Union der noch niemals geschlagen worden. Sollte er in den Mitgliedern des völlischen Verbandes der Gefängnis mit Mitgefangenen und Wächtern, und er Tertilarbeiter hat in den letzten 13 Jahren ihren Freiheit gesetzt werden, so würde er zweifellos die arbeitslosen Mitgliedern nachstehende Beträge Weltmeisterschaft i Dame- Spiel erringen. Ulebri durch insgesamt 32,301.302 Unterſtüßungstage gens iſt ſein Verbrechen erklärlich, denn er hat einen ausgezahlt: Partner niedergeschlagen, der behauptete, daß er falsch spiele. Staatszuschuß 2,710.666.90 864.455.50 1,815.412.40 2,862.239.90 4,903.052.10 7,683.523.10 13,399.549.50 16,946.802.50 12,247.852.95 747.655.50 3,757.133.55 1,211,038.45 2,546.576.95 3,341,096.95 11,141.241.70 29,754.295.60 51,429.233.45 61,466,359.29,695.941.65 18,658.529.60 32,942.871.35 10,821.208.45 26,506.089.45 7,675.568.15 18,889.211.35 3,656.946.45 9,018.705.15 Kč 99,317.942.45 Kč 282,447.450.10 Zusammen 1,319.790.6,467.800.45 2,075.493.95 4,361.989.35 5,703.336.85 16,044.293.80 37,437.818.70 64,828.782.95 78,413.161.50 41,943.794.60 46,601,400.95 37,327.297.90 26,564.779.50 12,675.652.05 Kč 381,765,392.25 Wo steht die Weltwirtschaft heute? Troy des summarischen Wertes ,, weltwirtschaftlicher" Ziffern zeigt das Barometer der allgemeinen Bewegung einen beachtlichen Rüdschlag gegenüber dem Vorjahre. Unverkennbar ist, daß Amerika daran den Hauptanteil hat, aber auch in anderen wichtigen Ländern, wie Großbritannien, Schiveden, Belgien, der Tschechoslowatei und in Schweiz ist die wirtschaftliche Entwidlung zurückgegangen. Ins gesamt weist der Völkerbunds- Inder der industriellen Weltproduktion einen Rüdgang von 8.05 Prozent im ersten Quartal 1938 gegenüber dem letzten Quartal 1937 und einen Rüdgang von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Zivar bleibt die Produktionsschrumpfung für In diesen 13 Jahren haben die arbeitslosen| DAG hat bis jetzt noch nicht den Beweis ihrer Europa allein geringer, weil in dem allgemeinen Mitglieder der Union der Textilarbeiter an ge- Leistungsfähigkeit erbracht. Sie bemüht sich mit Rüdgang von 14 Prozent der gut 30prozentige wertschaftlicher Arbeitslosenunterstüßung den Be- Unterstüßung der SdP und der gleichgeschalteten Rüdgang der amerikanischen Produktion mitenthalten trag von Kč 99,317.942.45 und an Staatszu- Unternehmer Mitglieder zu gewinnen. ist, aber trotzdem bleibt die Tatsache bestehen, daß schuß Kč 282,447.450.10, zusammen also die in der Welt ein Siebentel weniger gigantische Summe von Kč 381,765.392.55 er produziert worden ist, als vor Jah halten. Die Deutsche Arbeitergewerkschaft sollte resfrist; und das trotz der massiven Auf- einmal bekanntgeben, wieviel sie bisher ihren arbeitslosen Mitgliedern an Arbeitslosenunterstüt aung bezahlt hat und durch welche sie die AuszahTung der Arbeitslosenunterstüßung im Jahre 1934 einstellte. rüstung! Die Weiterwirkungen konnten nicht ausbleiben. Der Weltaußenhandel, der sich am langsamsten aus den verheerenden Wirkungen und Nachwirkungen der großen Krise erholt hatte, war im April 1988 dem Goldwerte nach um 16.3 Prozent Zur Beurteilung der Widerstandstraft und liche Warnung. geringer als vor Jahresfrist. Mengenmäßig stand er Leistungsfähigkeit der Union der Textilarbeiter im ersten Quartal 1988( 1929= 100) auf 88 genügt es jedoch nicht, nur die Beträge zu betrach Die Moskauer Zwillinge. Moskau hat eine Abnormität, die, wenn sie am Leben erhalten werden kann, mindestens ebenso berühmt werden wird wie die. ,, siamesischen Zwillinge". Es handelt sich allerdings um eine ausgesprochene Mißgeburt, über die man jetzt durch einen Bericht der„ Jswestija" erstaunliche Einzelheiten erfährt. Der Bericht des Blattes stützt sich wiederum auf ein Referat einiger Mostauer Professoren, das vor einigen Tagen im Institut für experimentelle Medizin gehalten wurde. Es handelt sich um die Schwestern Irina und Galina, die von Professor Speranski bereits sieben Monate am Leben erhalten werden konnten. Die Mißgeburt erfolgte im November. Es handelte sich um ein Kind mit zwei Köpfen und vier Armen; von den Schultcrn abwärts ist der Körper völlig normal. Die Aerzte schlossen auf zusammengewachsene Zwillinge, und die weiteren Beobachtungen scheinen ihnen recht zu geben. Das seltsamste an dieser Mißgeburt ist die Tatsache, daß eine der„ Schwestern" zu anderer Zeit schläft als die andere, auch hat jede einen anderen Appetit. Hoffentlich legen alle ihre Mitglieder rechtzeitig der Leitung der DAG die Frage vor, ob sie Gift- Alarm in Lüttich. Dort, wo zur Zeit der für alle Zukunft die Sicherheit haben, im Notfall Monstre- Prozeß gegen die Giftmischereien Marie die Arbeitslosenunterſtüßung zu erhalten. Die Petitjean- Beder verhandelt wird, und wo alle Welt Einstellung der Auszahlung der Arbeitslosen- nur von Giften spricht. gab es dieser Tage eine unterstüßung im Jahre 1934 durch die DAG und wilde Jagd nach einem Fläschchen Gift. Ein Apothe die Ankündigung des Verbandes der völkischen auffiel, daß er offenbar einen fürchterlichen Fehler fer alarmierte die Polizei, da ihm bei Ladenschluß Gastgewerbeangestellten sind jedenfalls eine deut- begangen hatte: er hatte einer jungen Frau ein Meditament verkauft, in das er fälschlicherweise einige Tropfen Gift gemischt hatte. Er kannte die Frau nicht, und die Polizei hatte als einzigen Anhaltspunkt die Nummer des Auiobusses, den die Käuferin bestiegen hatte. Bis vier Uhr früh wurden sämtliche Viertel, die diese Autobuslinie durchfährt. abgesucht, bis man endlich die Frau fand. Sie hatte glücklicherweise die Flasche noch nicht geöffnet; einige Tropfen des Medikaments hätten sonst ihrem fünfjährigen kranten Kind das Leben gekostet.( MTP), gegenüber 96.6 im Jahresburchschnitt 1937 und ten, die sie für die Unterſtübung ihrer Arbeits- Derlanget überall 91,8 im Vorjahrsquarial. Nur knappe drei MoHangout iedererreichten Stand lefen aufgewendet hat. Daneben muß beachtet| Ausdehnung erlangen können, die er vor der großen Strife gehabt hat. Entscheidender als diese Entwicklung von Quartal au Quartal ist vielleicht noch der Umstand, daß das werden, daß sie noch große und erfolgreiche Lohnkämpfe führte, Notfall- und Streitunterstübungen auszahlte, also Attionen leitete, die gleichfalls erhebliche finanzielle Mittel beanspruchten. Die Dolkszünder! Seite 8 Prager Zeitung Opfer der Moldau " Sozialdemokrat" vermittelt werden, daß das Bublifum während der Tage des Sololtongreffes bei der Anmeldung und Vermittlung der Gespräche Entgegenkommen und Geduld zeigen und daß vor allem die Telephonnum mer 02 nicht mit überflüssigen Urgen en überhäuft werden möge. Das Personal der interurbanen Zens trale ist bestrebt, der Deffentlichkeit bis zur äußersten Möglichkeit entgegenzukommen. Vorgestern badete in der Nähe der Baga- Brüde in Lieben, an einer verbotenen Stelle der 20jährige Elektrotechniker Miroslav Kaz aus Prag Vil Er geriet in einen Strudel und wurde, obwohl ihm einige Leute zu Hilfe eilten, unter das Wasser gerissen. Seine Leiche wurde bisher nicht geborgen. Ettvas später badete der 24jährige Tischlergehilfe Dimitrij Die Touristik- Ausstellung der Kleinen En Fizir an der gleichen Stelle. Beim Baden schaukelte tente wurde gestern vormittags vom Außenminier an einem von einem Sandkahn herabhängenden ster Dr. Krofta auf dem Gelände des RadioTau, verlor das Gleichgewicht und sant unter. Einem marktes der Prager Mustermesse in feierlicher Unbekannten gelang es, Fizir noch zu retten und in Weise eröffnet. bewußtlojem Bujtans' ins Spital auf ber bulobla Breiserhöhungen während des Sokol- Rongrefschaffen zu lassen, wo er in Pflege blieb, Bei der fes find unzuläffig. Der Magistrat warnt nochmals Staiserwiese zog vorgestern der Swimmer Josef vor jeder unbegründeten Verteuerung von Lebens Horna die Leiche des 17jährigen Wenzel Havelec aus bedarfsgegenständen. Wie bekannt, wurde fürlich eine Untersuchung darüber angestellt, wie hoch die Nusle aus dem Wasser, der vor einigen Tagen baden Breise der einzelnen Waren und Leistungen beson gegangen und nicht mehr nach Hause zurückgekehrt ders des Gastgewerbes find. Als Ergebnis wurde war. Die Leiche wurde ins Institut für gerichtliche dann festgelegt, daß die in den beiden Monaten vor Medizin gebrant. Gestern nachmittags wurde der dem Kongreß üblichen Preise auch während des 49jährige Buchbinder Adolf Löwi aus Karolinental großen Bustroms nach Brag nicht erhöht werden beim Baden anscheinend von einem Krampf befallen dürfen. Troßdem liefen beim Magistrat Beschwer und sant unter. Ein Schwimmer namens Schlesin- den über Verstöße gegen die Vorschrift ein. In der ger zog ihn aus dem Wasser, doch war Löwi bereits neuen Bekanntmachung wird erklärt, daß alle dieſe Fälle mit größter Strenge bestraft werden. bewustlos und starb während der Ueberführung ins Stranfenhaus. Ein Reforbtag der Eisenbahn wird der heutige Samstag sein. Außer den fahrplanmäßigen Zügen sind nicht weniger als 90 Sonderzüge mit 74.000 Personen angekündigt. Montag Installation des Primators. Wie „ Telegraf" meldet, hat sich der Ministerrat in seiner freitägigen Sigung mit der Wahl des Prager anstaltungen auch diesmal ihre besondere Mühe mit Die Bolizei hat wie immer bei großen Bet: Ver. Primators beschäftigt und beschlossen, dem Präsi denten der Republit die Bestätigung der Wahl zu dern hier einfinden. In den letzten Tagen gelang den Taschendieben, die sich geradezu aus allen Länbeantragen. Die feierliche Installation des Primators wird Moniag um 11 Uhr vormittags er- 25 internationale Diebe zu erwischen und uns schädlich zu machen. Sie werden nach Verbüßung folgen. Blitzschlag beim Masaryk- Bahnhof. Gestern gegen 18 abr abends zog sich über Brag von Südwesten her plöglich ein heftiges Gewitter zusammen, das sich mit einem Hagelschlag verbunden entlud. Um 18 Uhr jetzte ein Blißschlag den Transformator der Elektrizitätsunternehmungen beim Eingang des Majaryf- Bahnhofes in der Sybernitá in Brand. Die Feuerwehr bewältigte den Brand binnen einer halben Stunde. Der Betrieb der elektrischen Straßenbahn mußte in dieser Sektion nach allen Richtungen eingestellt werden. Bei der Einschlagstelle hatten sich zahlreiche Passanten angesammelt, so daß eine starte Polizeiabteilung für Ordnung sorgen mußte. Nicht abspringen! Von einem Straßenbahnwagen der Dreier Linie sprang gestern in Nuile die 17jährige Schneiderin Beatrix Švejda aus Mähren während der Fahrt ab und blieb bewußtlos liegen. Die Rettungsgesellschaft brachte sie mit einer Gehirnerschütterung und einer Rißwunde am Stopf auf die Klinik Jirásek. Auto gegen Motorrad. In der Nähe des Altstädter Ringes stieß vorgestern das Auto des Beamten Bejšef aus Karolinental mit dem Motorrad des 83jährigen Rudolf Mouret aus Prag VII zusammen, das er wegschleuderte. Mouret wurde der linke Fuß zerschmettert: außerdem erlitt er eine Musfelzerre Bung. Die Verlegungn sind schwer. Die Rettungsaefellschaft brachte ihn ins allgemeine Krankenhaus; Bejšef wurde der Führerschein entzogen. Die Verwaltung der interturbanen Telephonsentrale in Brag ersucht die Oeffentlichkeit im bin blick auf den Andrang von Anmeldungen und die Zahl von mehr als 25.000 Gesprächen, die täglich Urwald- Morse Das Esperanto des schwarzen Erdteils MIP. In den Kolonial- Abteilungen der Völkerbundmuseen fallen dem Besucher ungeheure, oft vier Meter lange und entsprechend hohe und breite Tröge auf, die an der Oberseite einen langen Schliz haben, sich nach einer. Seite hin etwas verdicken, meistens über und über mit Schnißereien bedeckt sind und häufig auf vier ebenfalls geschmückten Beinen stehen. Diese Tröge sind die berühmten Neger- Trommeln, nicht oder jedenfalls nicht in erster Linie Musikinstrumente, sondern nahezu vollendete Werkzeuge zur Nachtrichtenübermittlung auf weiteste Entfernungen. In ganz Afrita sind diese Trommeln anzu treffen. So unterschiedlich aber ihre Ausführung ist, so einheitlich ist ihr Verwendungszived: fie werden von Künstlern der Trommelsprache be= dient, die auf ihnen das Morsealphabet des Urwaldes" erzeugen. ihrer Strafen ſelbſtverſtändlich abgeschoben werden. Bei der Post- Sparkassa findet Mittwoch, den 5. und Donnerstag, den 6. Juli, fein Barteienver kehr statt. Ausflugszüge der Staatsbahnen. Vom 9. bis 17. Juli ins Riefengebirge für 420 Kč; in die hohe Taira für 680 Kč und Wanderfahrten durch die Slowakei" für 670 Kč. Am 10. Juli nach Hirsch berg für 65 Kč. Anmeldungen und Informationen im Ausflugsreferat neben dem Wilsonbahnhof. Telephon Nr. 883.85 Gerichtssaal Ein gewalttätiger Liebhaber genug Sie fatte und und fand sie als Bau gehilfin bei dem in Eger ansässigen Kaufmann Jaroslav Löwy. Der hißige Liebhaber fundschaftete indeffen auch ihren neuen Dienstort aus und stattete ihr mehrere Besuche ab, bei denen er ihr zuredete, die Beziehungen mit ihm wieder aufzunehmen. Bei dieser Gelegenheit zeigte er wieder mehrfach seinen Revol= ver und drohte seiner gewesenen Freundin den Tod an. Samstag, 2. Juli 1938. Nr. 154 Kreditanstalt der Deutschen 81 Niederlaffungen Durchführung aller Gelbgefäfte Werwaltungstapital 1800 Millionen Ke Saftungstapital 120 Millionen Kö 2.3.3. Der Höhepunkt erfuhren die Eifersuchtsattaden des Angeklagten Bábal am 17. April d. J. gelegentlich eines Autoausfluges, den die Familie des Dienst gebers feiner Geliebten unternahm und an dem fich auch diese beteiligte. Der Angeklagte verstellte unweit der bekannten Ruine Bebral mit einem Auto, das dem Mitangeklagten Wahs gehörte, die Straße, als das Auto, in welchem seine Geliebte faß, herangefahren fam. Zum Halten gezwungen, verlangte der so unertvartet abgestoppte Autobefizer Aufklärung. Die berlangte Aufklärung war eindeutig. Der Angeflagte trat an den Wagen heran, auf dessen Hinter is die Anna K. faß und nötigte fie unter Borhaltung Filme in Prager Lichtspielhäusern eines Revolvers, auszusteigen und in feinem Wagen, ber von dem Mitangeklagten gelenkt wurde, Blaß zu nehmen. Das Mädchen vermochte aber schließlich durch das Versprechen, sich zu einer Buſammenkunft einaustellen, den rabiaten Liebhaber so weit au besänf tigen, daß er das angefallene Autoen Erstange fahren ließ. Der Straffenat erkannte flagten Badal schuldig im Sinne der Anflage und berurteilte ihn au sechs Monaten Kerkers unbedingt. Der Mitangeklagte Wahs wurde nur wegen ber llebertretung nach dem Terrorgefes schuldig erkannt und zu atvei Tagen strengen Arrestes bedingt berurteilt. Weges Der beiliegende Erlagschein ist zur Bezahlung der Abonnementsgebühr zu verwenden! -O Abria: 3hr lester Fall." Gene Raymond. A. Tich. Apollo:„ Marseillaise." Fr. Avion: Dic Alfa:„ Ducháčet schafft alles." Vlasta Burian. Schlacht." Annabella, Boyer. Fr. Bajkal: Sec tadetten." R. Young. J. Stewart. A. Beránet: Wir ſchwören... 1" R. – Fenix:„ Ein weißes Trigger Bill." Wallace Beery. A.- Hollywood: Segelam orizont." Russisch. Flora: Marseillaise." Fr. Hvězda:„ Der Sender im Panzerwagen." A.- Julis:„ Die ganze Welt Rinema: Journale, Grotesten. Relacht." R. portagen.- Koruna: Journale, Grotesten, Repor tagen.- Kotva: Jungfrauenklub." Fr.- Lucerna: ..Die Welt, in der man bettelt." Hugo Haas. Tich. Metro: Die vertaufte Braut." Horá -tova, Volleri. Tich. – Baffage:„ Die Welt, in der heime Steg." A. Radio: Die Beichte einer Mutman bettelt. Hugo Haas. Tich. Praha:„ Der ge" ter." St.Staut: 10: 1 für uns!" A. Svě Beletrhy: togor: Der König amüsiert sich." Fr. Belvedere: ..Das Dorfmädel." Věra Ferbas. Tich. Wer im Rückstande bleibt, schädigt Die Beichte einer Mutter." St.- Befeba: 288 Dorfmädel." Tsch. Carlton: Extase." Hedh die Partei und deren Presse Rießler. Tſch. Illusion: Leutnant Alexander Die Verwaltung Wallace Beerh. A. Rieptin." Borsty. Tich. Lido II: Trigger Bil." Louvre: Die ganze Stadtspricht davon." A.- Maceška: ..10: 0 für uns!" A.- Olympic: ,, Eine Witwe fiel vom Himmel." Tich. Perštyn: Trigger Bill." Wallace Beerh. A. Rogh: Der Scheidungsgrund." Anny Ondra. Tich. Tatra: Heirat nur aus Liebe." A.- Vejvobi: Ihr Kammerdiener." C. Lombard, W. Powell A. Valdek: Die Beichte Kunst und Wissen Urania. Heute und morgen, 9 Uhr, Willn einer Mutter." Slo. Trent Tre bitsch in der Revue. Vereinsnachrichten " Unentgeltliche Beratungsftunden ber Arbeiterfürforge finden ieben Sams tag box 5-7 Uhr im Berein bentscher Arbei Boltsfinggemeinde. Infolge der Sommerurter, Smellagaffe Nr. 27, tatt. bie Proben bis auf weiteres nit Ortsgruppe Brag: Samstag, den 2. Juli, Wanderung zu unserer Hütte Demokrat" im Brohwald. Gonn Die erste Dampfmolkerei und Käserei Brag.rb- Der dreißigjährige Chauffeur Karl Badal und sein um einige Jahre jüngerer Berufskollege Anton 8 a b s standen Tenat des GR Dr. Cervintag nge Taube flagt des Verbrechens der öffentlichen Gewalttätig statt. teit, begangen durch Befchrän! ung der persönlichen Freiheit. Der Hauptangeflagte unterhielt seit drei Jahren eine Bekannt ichaft mit einer gewissen Rosa N.. die ihm aber schließlich den Laufpaß gab, weil sie seine ständigen Brutalitäten und gefährlichen Drohungen nicht mehr jeden Freitag von 6 bis halb 8 Uhr im Verein Au ertragen vermochte. Badal wollte sich aber nicht deutscher Arbeiter. Smečky 27. Telephon 27727. fo ohne weiters verabschieden lassen und versuchte, scine ehemalige Geliebte durch allerlei Drohungen aur weiteren Aufrechterhaltung des Verhältnisses zu bewegen. Da er bei diesen Auseinanderseßungen mehrfach seinen Revolver zog, fügte sich die Braut immer wieder, bis sie endlich des gefährlichen Spieles hält sich bestens empfohlen erst nach Wochen die amtliche Bestätigung in ihrem Besiz. tag Wanderung über den Brdhwaldfamm. Führung Licwald. Ausfünfte & in Gratzen, Böhmerwald empfiehlt ihre erstklass. Erzeugnisse Beachten Sie die Schutzmarke Bahnhof- Restaurant Eger Georg Eberl Alle, muß vor allem die Kunst beherrschen, den Baumstamm auszuhöhlen, ohne seine Rinde und Von der Wissenschaft ist die Trommelsprache die äußersten Holzschichten zu verlegen. Vok bisher noch nicht erschlossen worden. Die Bezeich der Schwierigkeit einer solchen Tätigkeit kann sich nung Morse- Alphabet" ist nicht ganz zutref jeder einen Begriff machen, der sich vergegenfend, da nicht oder nur selten Buchstaben über- wärtigt, daß die Neger mit ihren primitiven tragen werden. Gesendet werden vielmehr Worte, Instrumenten durch den nicht mehr als vier oder ganze Säße und Abfürzungen dieser Säße. Es fünf Zentimeter breiten Oeffnungsschliß zu gewürde also eher der Vergleich zutreffen, daß das langen haben und es dennoch bewerkstelligen, daß akustische Verhältnis zwischen Regersprache und das ganze, mehrere Kubikmeter große Gerät ein Trommelsprache dasselbe ist wie das optische idealer Resonanzkörper wird, der auch auf leise Verhältnis zwischen Chinesisch und chinesischer Handbewegungen schon anspricht. Eine Trommel, Schrift. Der Vergleich trifft auch noch in einer die nicht nach allen Regeln der Kunst ausgehöhlt weiteren Beziehung zu. Ebenso wie China hat ist, bleibt bei allem darauf verwendeten Fleiß nur auch Afrika Dußende von Sprachen und Hun- für Totale Swede brauchbar, eignet sich aber nicht derte von Dialetten. Zwei Neger, die verschie als Fernsender. Früher pflegten Trommeldene Sprachen sprechen und sich ohne Dolmetscher schniger, die ihr Wert verbarben, auf grausame nicht unterhalten könnten, fönnen sich hingegen Weise umgebracht zu werden ,. ebenso wie übrigens sehr wohl durch Trommelsignale verständigen. auch die Trommelschläger, die versehentlich eine Es ist also eine Art Esperanto des schwarzen falsche Nachricht übermittelten. Aus allen diesen Erdteils, was auf den ausgehöhlten Stämmen Gründen ist die Trommel ungefähr das letzte Geentsteht. Die Zeichen bestehen hauptsächlich aus verwirrend vielen wahrscheinlich mehreren tausend rhythmischen Signalen, deren Be deutung die Neger vollkommen kennen. Daneben spielt auch die Lautstärke eine Rolle. Man mag darüber streiten, ob die Neger ein so start ents wideltes musikalisch- rhythmisches Verständnis haben, weil sie die Trommelsprache kennen, ober ob sie die Trommelsprache erfanden, weil sie so musikalisch sind. rät, von dem ein Negerstamm sich trennt, nachdem er schon alle anderen Kultgegenstände gegen Glasperlen fortgegeben hat. Die echten, unver borbenen Trommeln sind deshalb in den Museen unverhältnismäßig felten. In Afrita selbst werden sie ebenfalls seltener. In einer Zeit, in der sich tragbare Kurzwellensender auch in den tiefsten Urwald beförbern laffen, ist die Notwendigkeit nicht mehr so groß, gute Trommeln zu haben. Zwar gilt dies in erster Linie für die Weißen, da die Neger ja taum Radiogeräte benußen, aber die Neger selbit haben jeßt beffere Verbindungswege im Urvald die nach Prag übersiedeln woll! en, mögen sich an das Občanske stavební družstvo zaps. spol. s ruč. obm.se sídlem v Praze VIII Na Báni 1007 um Informationen wenden Wir haben nachstehende Wohnungen, bestehend aus: 2 Zimmer und Küche kompl. jährl. Zins Kč 4000.-, 1 Zimmer und Küche für Kč3100.- bis Kč 3200.- jährlich zu vermieten. Der Zins versteht sich ohne sonstigen Abgaben, die in Prag üblich sind. Die Genossenschaftshäuser liegen im gesunden Teil Prags und nahe der elektrischen Bahn. Im Herzen Prags: MARKTHALLE SELCHEREI KOLONIALWAREN RESTAURANT BUFFET KAFFEEHAUS HOTEL LICHTSPIELE GARAGEN Filialen: BRANIK, SMICHOV Gute Dienste! Die Trommel ist völlig hohl und gibt einen idealen Resonanzboden ab. Wenn sie bearbeitet wirddas Werkzeug hierzu sind die nadten Hände so tönt der Schall oft bis zu 25 Kilometer weit. Die nächste Siedlung fängt das Signal auf und gibt es, wenn es sich um eine wichtige Nachricht handelt, weiter. In einigen Stunden kann die Trommelsprache auf diese Weise Nicht jeder kann das wichtige Instrument Entfernungen bis zu mehreren tausend Kilo- bedienen. Jedes Dorf bejißt einen eigenen meter überbrücken. Bekannt ist noch heute die Trommler, der ausschließlich an die Trommel Glanzleistung des Urwaldmorsealphabets bei dem kommen darf, die dem gemeinen Mann unzu Tode der Königin Victoria von England: von gänglich ist, auch wenn er ihre Sprache versteht. den afrikanischen Hafenstationen aus verbreitete In reicheren Gemeinden nährt das Amt des sich die Kunde vom Tode der großen weißen Trommlers sogar ausgezeichnet den, ber es aus Königin" in wenigen Tagen bis in die entfern- übt. Auch die Herstellung einer guten Trommel testen Urwalddörfer. Die Regierungsbeamten, bleibt wenigen Berufenen überlassen. Man muß die von den Negern hierüber hörten, hatten aber wissen, welches Holz genommen wird, und man Bezugsbedingungen: Bei Pustelluna insbaus oder bet Beaua durch die Bost monatlich Kč 17.- vierteljährig Kč 61.-, halbjährig Kč 102,-, ganzjährig Kč 204.-- Inserate werden laus Tarif billigst berechnet.- Rüditelluna von Manuftripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarten. Die Beitungsfrankatur wurde von der Boft- u. Lelearanbendirektion mit Erlak Nr. 13.800/ VII/ 1980) bewilligt( Kontrollpostamt Braba 25. Druderei: Orbis". Drud. Verlags- u. Beitunas-.-. Saa G - und weniger Anlaß, die Trommeln zu rüh ren. Immerhin ist es auch heute in Zentralafrita nicht möglich, daß ein Weißer sich auch nur einen Kilometer weit vorwärts bewegt, ohne daß alle umliegenden Stämme durch den Trommelflang hiervon verständigt werden. Großunternehmen Beránek Praha XII.-Kr. Vinohrady, Tylovo nám. 629 jetzt Dr. Scheinera.