BO Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme bes Montag täglich früh Ginzelpreis 75 Seller Rebattion u. Berwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Berantwortlicher Redakteur: Rarl Rern, Prag 18. Jahrgang Blum fordert Klärung Paris.( Tsch. P.-B.) Die französische Res gierung bleibt ihrer bisherigen Politik der Wachs famkeit gegenüber den spanischen Ereignissen treu, ebenso aber auch der Nichteinmischung in Sonntag, 3. Juli 1938 Aus dem Inhalt: Sozialdemokratische VertrauenmännerKonferenzen Eine Dolchstoẞlegende der SdP Nečas über aktuelle Wirtschaftsfragen Das Reichsfalkentreffen Mord bei Falkenau Nr. 155 Bürckel treibt Greuelpropaganda| Hic Rhodus, hic salta! Nazi mißbrauchen die Amtsgewalt Auch das Versicherungswesen wird verpreußt Wer die gleichgeschaltete Presse in den letz ten Tagen gelesen hat, wird den Eindruck empfan Der österreichische Gauleiter Bürdel be- Daß die österreichischen Nazis unzufrieden gen haben, daß die Zeitungen, welche der Sdp die spanischen Angelegenheiten. Sie bleibt in stätigt indirekt die Meldungen, die über die Zu- sind, geht auch aus folgendem hervor: Gauleiter dienen von der Rundschau" angefangen bis engem Einverständnis und Meinungsaustausch stände in Desterreich in der demokratischen Welt- Bürdel hat angeordnet, daß Redner aus dem zu den früher christlichsozialen Blättern gegen mit England, wie dies Freitag der Außenminister presse enthalten waren. Alt- Reich, also Preußen, die bisher das Land über den Verhandlungen über die nationalen Georges Bonnet dem britischen Botschafter in Er hat zwölf Kommissäre, die in der Privats überschwemmten, nur noch mit seiner Geneh- Fragen Unsicherheit in der Haltung bes Paris, Sir Eric Phipps, der auf kurzen Urlaub wirtschaft eingesetzt worden waren, wegen Amis- migung reden dürfen. funden und widersprechende Aufnach England abreist, bestätigt hat. mißbrauchs nach Dachau geschickt und einen Profassungen äußern. Die Sudetendeutsche Par Der Vorsitzende der größten Organisation feffor, der infolge einer Denunziation abgefekt tei hat bisher alles auf Propaganda eingestellt, der ehemaligen Frontkämpfer hat dem Minister worden war, wieder in das Lehramt eingefeßt. die Trommelwirbel der Agitation, die Geste des des Aeußeren mitgeteilt, daß er eine Ent- Bürdel beeilt sich, mitzuteilen, daß er den Dedeutschen Grußes, der Marschtritt der gestiefelten schließung gefaßt hat, welche die französisch- eng- nunzianten bestraft habe. Dies will er auch in Aftienmehrheit der Desterreichischen Versiche den innerpolitischen Problemen. Nun drängen die Wien. Die Deutsche Arbeitsfront hat die Ordner ersetzten die konkrete Stellungnahme zu Tische Nichteinmischungspolitit vollkommen billigt. einem anderen Falle getan haben. Außerdem be- rungs- A.- G., die als größte österreichische Le Dinge der Sdß eine politische Entscheidung auf, Er verlangt, daß alle Staaten diese Politik hauptet Bürckel, daß er überhaupt Maßnahmen bensversicherungsgesellschaft gilt, erworben. Es nämlich die, ob das Sudetendeutschtum aus eige einhalten und keine Vorwände bieten zu einer gegen die Denunziation ergriffen und eine scheidet damit der Großteil der bisherigen AktioEriveiterung des Streites, der für die Erhaltung Ueberprüfung der Inhaftnahmen angeordnet näre der Desterreichischen Versicherungs- A.- G., men, die Grundlagen feines wirtschaftlichen und ner innerer Kraft Einfluß auf sein Schicksal nehdes Friedens gefährlich sein könne. habe. die eine Reihe von anderen Besicherungsgesell- politischen Lebens neu gestalten und festigen soll Besondere Aufmerksamkeit hat ein Artikel An dieser Mitteilung sind weniger die Fälle schaften und Banken, wie z. B. die der Gemeinde oder ob es sein Schicksal an die Außenpolitik des des früheren Ministerpräsidenten und Führers interessant, die in ihr behandelt werden als die Wien umfaßt, aus. Die deutsche Arbeitsfront Dritten Reiches anhängen, unter Verzicht auf ein der sozialistischen Partei Léon Blums er- Tatsache, daß das nationalsozialiſtiſche Regime bejist bekanntlich einige große Lebensversiches politisches Eigenleben der willige Diener des wedt, der im ,, Populaire" die unverzügliche Ein- in ihr sichtlich bemüht ist, bei der österreichischen rungsgesellschaften im Reich, die dort im Sinne Nationalsozialismus werden, gleichsam der hinstellung der Bombardierung der Zivilbevölkerung Bevölkerung um gut Wetter zu bitten. Die Her der Deutschen Arbeitsfront die Gefolgschaftsver- und hergeworfene Anhängewagen an das in in Spanien dringend fordert und dem Wunsche ren geben sich den Anschein, Gerechte zu sein, weil sicherung pflegt. Als Leiter der Desterreichischen rasendem Tempo dahinsausende mit dem HafenAusdruck gibt, daß dem Proteste der Regierung fie wiffen, das Bolt hört das gerne. Wir Versicherungs- A.- G. wurde Hans Strauch aus treuz betvimpelte Motorrad werden soll, das dem und der zivilen Bevölkerung ein solcher Ausdruck machen und erbötig, Herrn Bürdel noch tausende Berlin bestellt. Abgrund zufährt, mit anderen Worten: ob das. gegeben werde, der eine positive Antwort auf das Fälle von Amtsmißbrauch, Denunziation, Unge- Reichsstatthalter Dr. Sehß- Inquart hat ab Sudetendeutschtum den Gefahren und Katastroempörte Weltgewissen wäre. Auf der anderen wechtigkeit und Barbarei zur Kenntnis zu brin- 1. Auguſt sämtliche kommissarischen Leiter von phen überantwortet werden soll, die eine Politik Seite ist es unmöglich, daß das spanische republi- gen. Aber wir sind davon überzeugt, daß er nicht Wirſchatftsunternehmungen suspendiert. Dieses heraufbeschwört, auf welche die Sudetendeutschen fanische Volt bis an den Rand der Verzweiflung an der Abstellung dieser Schande interessiert ist, System der kommissarischen Leiter wird, wie er be- ebenso wenig Einfluß haben als die Deutschen getrieben werde, durch die unerbittliche Strenge fondern lediglich daran, daß das Volt glanbe, reits mitteilte, von Gauleiter Bürdel reorganis Desterreichs. in der Durchführung des Abkommens über die er fei es. Nichteinmischung, das ausschließlich zum Cdaben des republikanischen Spaniens vollzogen wird. fiert werden. Die Pariser Presse verfolgt mit lebhafter Aufmerksamkeit die Londoner Berichte von der Rüdfehr des englischen diplomatischen Beobach ters bei der Franco- Regierung Sir Robert Hobs Nur verfassungsmäßige Lösungen geson. Besonders die Linksblätter schreiben, daß England nach der pessimistischen Erläu Brag. Am zweiten Tag der Sigung des terung Sir Robert Hodgesons über das allge- Bollzugsausschusses der republikanischen Partei meine italienische Bordringen im nationalen nahm auch Innenminister Dr. Černý das Wort, Spanien kaum die Angebote General Francos der über die politische Lage sprach. Er erklärte annehmen wird und ebenso wenig die Bedingun- unter anderem: gen, die er für die Errichtung eines Hafens in Almeria als neutralen Hafens für ausländische und hauptsächlich britische Handelsschiffe stellt." Agrarier und Nationalitätenstatut Das Nationalitätenstatut wird eine Zusammenfassung der Geseze und Verordnungen über Nationalitätenfragen zu einem einzigen umfangreichen Gesetz sein; was fehlt, wird ergänzt wer den. Im allgemeinen gilt hier die Devise: jich mit den Nationalitäten- Minderheiten auszugleiund der staatlichen Souveränität und ihnen alles chen ohne Beeinträchtigung der nationalen Ehre Die verschiedenen Auffassungen innerhalb der SdP gehen schon daraus hervor, daß die Pra ger Verhandlungen von einigen Blättern optimis stisch, von anderen pessimistisch ausgelegt werden. ja, daß oft in demselben Blatt zwei verschiedene Ansichten vertreten werden. So bringt die„ Jä gerndorfer Zeitung" vom 29. Juni einen Artikel, dessen Ueberschrift lautet:" Prag macht bedeut Weltfriedens beitragen können. Wir können je- fame Zusagen", das gleichgeschaltete Blatt scheint doch iene Grenze nicht überschreiten, hinter der also mit dem bisherigen Ergebnis der Verhandeine Gefahr für die Unte i Ibarkeit, In. lungen recht zufrieden zu ſein. Am Tage darauf tegrität und Souveränität des jedoch am 30. Juni hielt der Abg. Kundt im parlamentarischen Klub der SdP eine Rede, tschechoslowakischen Staates auftauchen könnte. Die nationale Ehre ist ein unantastbarer Schah in welcher er darlegte, daß die tschechische öffentvon unvergänglichem Wert. Jedes Voll hütet liche Meinung und ſelbſt die Mitglieder der Reihn. Wir stehen auf dem Grundfah, uns mit allen gierung für einen Ausgleich psychologisch; und Nationen zu einigen, vor allem aber mit allen sten ist aber das Nebeneinander von Optimismus politisch nicht vorbereitet seien. Am auffallends Nationalitäten im Innern des Staates, werden in den Verlauf der Verhandlungen und tiefstem aber gemeinsam und einträchtig die staatliche Sou Umständen verteidigen. veränität und Autorität der Republik unter allen Pessimismus in ein und derselben Folge der Rundschau", des offiziellen Organs der SdP sogar auf ein und derselben Seite. Im Leitaufsaß der Rundschau" vom 2. Juli 1938 schreibt ein Herr W. vermutlich derjenige Journalist der Sdp, der früher mit einer Einrichtung der den verwundet, davon einer schwer. Donnersfapitalistischen Wirtschaft zu tun gehabt hat. tag 14 Uhr bombardierten zwei Gruppen DreiPrag. Der Vorsitzende der Regierung Dr. welche mehr liberal und weniger arisch ist, näm motormaschinen Linia und richteten Schäden an. Wir geben gern unsere Zustimmung, schreibt Milan Hodža empfing Samstag nachmittags lich der Börse daß die Worte des AußenminiDie Zahl der Opfer ist noch nicht bekannt. Die der„ Venkov" und werden loyal mit allen übrigen im Ministerratspräsidium den Gesandten Groß- ster Dr. Krofta( der jüngst gesagt hat, die Tiche Flieger der Aufständischer bombardierten Freitag Parteien und mit allen verfaffungsmäßigen Faf- britanniens in Prag, den bevollmächtigten Mini- choslowakei werde weiter ein Land der freien Meinachmittags Segorbe, 40 Kilometer nordwestlich toren zusammenarbeiten, um das Wert des Ein- ster Newton. Freitag hatte der Vorjißende der nungsäußerung bleiben) geeignet scheinen,„ den von Valencia. Acht Personen wurden getötet und vernehmens mit den übrigen Nationalitäten auf Regierung eine Unterrredung mit dem Gesandten Optimisten recht zu geben, die in der Vollendung 14 verletzt. dem Boden des tschechoslowakischen Staates zu der Republik Frankreich in Prag, dem bevollmäch der Arbeit an dem Nationalitätenstatut nur mehr vollenden. Wir werden ihnen die größtmöglichen tigten Minister Graf de Lacroix. Die beiden eine Formsache sehen wollen. Denn mit dem zuRechte gewähren, wir werben den Forderungen Gefandten informierten den Borfikenden der gesicherten Recht der freien Meinungsäußerung entsprechen, die zu einer Beruhigung der Verhält- tschechoslowakischen Regierung über die Ansichten... wäre zweifellos ein Schritt auf dem Wege niffe im Innern dienen und zur Sicherung des ihrer Regierungen zur gegenwärtigen Situation. zu einer Lösungsmöglichkeit der brennenden FraFlugangriffe der Rebellen Madrid.( Ag. Eſp.) Donnerstag 23 Uhr warfen ein Invasionswafferflugzeug und eine Dreimotormafchine Brandbomben auf die Hafenstadt Denia ab und zerstörten elf Häuser sowie acht Kleine Fischerbarken. Mehrere Zivilisten wurDie Nebellenartillerie, die feit einigen Tagen nicht mehellenartillerie, bie et taiselle on Madrid beschossen hatte, nahm sie am Donnerstag wieder unter sporadisches Feuer. Die sofort ermidernden republikanischen Geschühe veranlaßten die Einstellung des Rebellenfeuers. Heftige Kämpfe an der Levantefront zu geben, was sie zu ihrer nationalen, kulturellen und wirtschaftlichen Entfaltung brauchen. Wir wollen den Frieden, wir wollen und werden die Freiheit auf ewig erhalten: wir werden beweisen, daß wir ihrer würdig sind. Nur keine Störung! Wie unsicher die Sd ist und wie wenig sie eine flare Stellungnahme bezieht, geht aus folgender Mitteilung des Presseamtes der SdP hervor: Englischer und französischer Gesandter bel Hodža " gen gegeben". Gleich neben dieser Hoffnungsfreude steht aber der tiefe Pessimismus des guten Samebisher keine Stellung zum sogenannten Natio- raden des Börsen- W's, des Herrn Ernst Kundt. nalitätenstatut der Regierung beziehen, da ihr in welchem die geplante Länderautonomie abges bisher lediglich der Entwurf eines Sprachen- lehnt und die nationale Autonomie als wesentMadrid. Freitag abends wurde folgende gesches, das außerhalb des Statutes geregelt liche Forderung anfgestellt wird, ein Standpunkt, Meldung des republikanischen Nationalverteidiwerden soll und nur ein Teilstück des eigentlichen dessen Aufrechterhaltung wohl zum Scheitern dec gungsministeriums durch den Rundfunk bekannt Statuts übergeben worden sind. Erst in der näch- Verhandlungen führen würde. Die nationale gegeben: An der Levantefront im Abschnitte In böswilliger Verdrehung der Tatsachen sten Woche soll der Sdß die Hauptmaterie auge- Sturie in den Ländern, wäre, so meint Sundt, eine Buebla de Valverde bemächtigten wir uns der versuchen einige Prager Blätter, auffallend stellt werden. Eine Aeußerung der SdP zu den Scheinlösung", mit allen bösen Folgen von Höhen füblich Muelas. Auch bei Rivesalbos be gleichzeitig den Bericht über die Sigung des Par- Vorschlägen der Regierung kann daher erst erfol- Salbheiten. setzten wir mehrere Positionen. Im Abschnitte lamentarischen Klubs der SdP und Koß und den gen, bis der Partei das Nationalitätenstatut zur Becji gelang es den Franco- Abteilungen troß dem Artikel des Abg. Kundt in der Rundschau" vom Gänze vorliegen wird. Ebenso ist die Stellung Problematit der sudetendeut Die SdP beginnt also die alte hartnädigen Widerstand der Regierungstruppen 2. Juli derart auszulegen, als ob die Sd eine nahme der Regierung zu dem von der Sd am fchenFrageameigenen Leibzuspü Bechi, den Berg Solach und La Boretta zu befeßen. Rösung des Nationalitätenproblems und irgend- 29. Mai mündlich und am 7. Juni schriftlich darren. Während die einen Realpolitik treiben wolwelche Vorschläge der Regierung abgelehnt habe. gelegten Lösungsvorschlages ausständig. Die len und sich schon, wie manche Industrielle durch Franco läßt verhaften Das Nommuniqué über die Sigung des Parla- Schreibweise gewisser Prager Blätter ist daher die Ablehnung der Sammlung für die LandesGibraltar. Die Agence Havas meldet: Nach- mentarischen Klubs der SdP und Kd sowie der wahrheitswidrig und nur geeignet, Störungen verteidigung seitens der Sdp in eine unlösbare richten aus Nationalspanien aufolge wurden die Artikel in der ,, Rundschau" deuten allerdings die hervorzurufen und die Deffentlichkeit des In- Lage verstrict sehen, wollen die andern das Habeiden Mitglieder des einer Totallösung immer und Auslandes irrczuführen. sardspiel der Illusionen weiterspielen, ohne zu bes giften Aanaz and Bélez und einige andere noch entgegenstehen und warnen vor Scheinlösundenten, daß ihnen am Ende auch etwas anderes ale der Trumpf in der Hand bleiben kann. Es naht die Zeit, wo die SdP sich wird entscheiden, cine Entscheidung wird fällen müssen, bei der fie tionalrates der Phalan Schwierigkeiten an, die " zu Bersönlichkeiten verhaftet, die im Verdachte stehen, gen, Halbheiten und einseitigen Maßnahmen im Sie sind ausgezogen, eine Nevolution daß sie sich durch ihre Saltung im Gegensaß zu Sinne eines parlamentarischen Oltroi gegen das machen und rufen jetzt den Zuschauern zu: Still, Franco stellen. Sudetendeutschtum. Die Edẞ fann und tonnte still, nur teine Störungen!" Sette 2 Sonntag, 8. Juli 1038 Nr. M v der ncn Ungünstige Lage der sudetendeutschen Exportindustrien Der soeben erschienene Bericht der Nationalbank enthält finen Ucberblick über die Wirtschaftslage de« Lande«, au«'dem wir da« Wesentliche" wiedergeben, was über die Situation in den typischen sudetendeutschen Erportindustrien gesagt wird: Glasindustrie. Die Ausfuhr von Glas-Er- zcugniffen ist im Mai gegen April nm 8.1 Progent gestiegen, ist aber um 2.8 Progent dem Werte »iach niedriger als im Vorjahre. In den ersten fünf Monaten ist die Gesamtausfuhr von Glas um 28.3 Millionen AL, d. s. 8.8 Prozent niedriger als im Vorjahre. Eine Analyse ergibt, daß Preßglas, Tafelglas und Glasbijouterie stark rückgängig ist, während die HohlglaSaiiSfnhr dem Werte nach um 11.0 Progent gestiegen ist. In der Gablonzer Industrie ist infolge der politischen Ereigniffe die| vor dem Volk und der Geschichte wird die Verantwortung tragen müssen. Die sudetcndcutsche Sozialdemokratie bat da« moralische Recht, vor der gesamten Bevölkerung diese Verantwortung derSdP f e st z u st e l l r n, denn die Sozialdemokratie hat — auch das steht vor der Geschichte fest— ihren Beitrag zur Lösung des nationalen Problems in diesem Lande geleistet. Sic hat in den Vereinbarungen vom 18. Feber 1037 den Weg gewiesen und den ersten Durchbruch getan, die sprachliche Gleichberechtigung und die Proportionalität sind Ideen aus dem geistigen Arsenal der deutschen Sozialdemokratie. Für die Gleichberechtigung der Völker dieses Staates— aber gegen jede Totalität, ist für uns Grundsatz und Parole. Wir haben Regierung und tschechisches Volk darauf aufmerksam gemacht, daß ein großzügiger Versuch zur Lösung der nationalen Frage in allem Ernst gemacht und den Deutschen die Garantie gegeben werden muß, daß alle Zusagen eingelöst werden nküssen, aber ebenso sagen wir der SdP, daß alle ihre Versuche, den Staat in einen demokratischtschechischen und autoritär-deutschen Teil zu zerreißen, scheitern werden. In der Heranziehung der deutschen Sozialdemokratie zu den Verhandlungen kommt zum Ausdruck, daß die von derSdP geforderte Totalität für das deutsche Gebiet nicht anerkannt wird. Die deutsche Sozialdemokratie wird an einer demokratischen Lösung der nationalen Streitfragen Mitarbeiten im Sinne ihrer Tradition, d. h. nationaler und sozialer Gleichberechtigung, für den Frieden im Lande und für den Weltfrieden. Die Sudctendeutsche Partei aber wird vor die Frage gestellt: Bollsinteresse oder Parteiinteresse? Parteipolitisches Machtinteresse ist der Grund, warum sie die Auslieferung des sudetendcutschen Gebietes, seiner Wirtschaft und Kultur an ihre Partei verlangt, um alle Demokratie und Freiheit mit der Wurzel aus- zurotten. VolkSintereffe verlangt hingegen Sicherung der Entfaltung der sudetendcutschen Wirtschaft und eines freien deutschen Kulturlebens. So ruft die Entwicklung der SdP zu: Hie Rho«' duS, hie salta l Hier ist RhoduS, hier springe! innern» daß Sonntag, den 29, Mai 1988, Abgeordneter Jalsch vor der Ezelutive der Sozialistischen Arbeiter-Internationale, an der Politiker einer Reihe von Ländern teilnahmen, eine Rede über das sudetendeutsche Problem gehalten hat, in welcher er insbesondere auf die Engländer starken Eindruck machte, so daß von englischer Seite eine Entschließung vorgeschlagen wurde, in der es u. a. heißt: Dir Internationale stellt mit Befriedigung fest, daß die Regierung der Tschechoslowakei gegenüber der deutschsprechondrn Beoblkeiung de« Staate« eine versöhnliche Polttk verfolgt, gemeinsam mit ihr und den anderen Rationalitüten der Tschechoslowakei die Beseitigung berechtigter Beschwerden auf der Grundlage der Gleichheit, der Freiheit und der Gerechtigkeit für alle Telle der Bevölkerung im Rahmen der Berfasiung zu erörtern. Hätte Abgeordneter Jalsch wirklich jene Absichten, die ihm von der gleichgeschalteten Presse in der Tschechoslowakei zugeschricben werden, wäre niemals im Anschluß an seine Rede eine Entschließung angenomen worden, worin„die Beseitigung berechtigter Beschwerden auf der Grundlage der Gleichheit, der Freiheit und der Gerechtigkeit" verlangt wird. Wie die gleichgcschal- tete Presse da mit der Wahrheit umspringt, verdient angeprangert zu toerden und es muß die Absicht, da« eventuelle Scheitern der Verhandlungen der SdP mit der Regierung der deutschen Sozialdemokratie in die Schuhe zu schieben, damit die politische Unfähigkeit der SdP nicht entlarvt werde, von der gesamten deutschen Bevölkerung zurückgewiesen werden. Ein paar wenige Zeilen möchten wir noch „Deutschen Presse" widmen, welche vor ein!« Tagen geschrieben hat, daß die deutsckie Sozialdemokratie„eine klägliche Rolle" spiele, indem sie„sich in entickicidendcr Stunde bewußt gegen die deutsche Einigkeit stellt" Zu diesem Erguß der„Deutschen Presse" braucht man wirklich nur zu sagen, daß die Herren Schütz und Konsorten am wenigsten berechtigt stnd, von einer kläglichen Rolle zu sprechen, denn ihre klägliche Rolle ist vor der Geschichte bereit- heute eindeutig sestgestellt. So wie man in Deutschland nach dem Jahr? 1918 die sogenannte Dolchstoß-Legende erfand, das heißt, die demokratischen Parteien, insbesondere die Sozialdemolratie beschuldigte, sie hätten die Front von hinten erdolcht und wären damit die Schuldigen an der Niederlage Deutschland« im Weltkrieg, so versuchen e« nun die siidc- tendeutschen Nachahmer des NationalsozialiSznuS. Freilich hat man in den letzten Jahren von dieser Dolchstoß-Legende im Reiche nichts mehr gehört, denn die Legende hat ihre Schuldigkeit getan, hat gewisse Kleinbürgermassen mit Haß gegen die Sozialdemolratie erfüllt. Nun hat man diele Legende besseite gelegt und stellt in nationalsozialistischen Blättern fest, daß die Niederlage Deutschlands im Weltkriege militärischen Charakter gehabt habe. Man steht also, was man von der Dolchstoß-Legende zu halten hat, welche die gleichgeschaltete sudctendeutsche Presse so zur Nachahmung reizt. Angefangen hat damit die„Reichenberger Zeitung", welche, wie wir bereit« berichtet haben, am 21. Juni ein paar Sätze aus der holländischen Zeitung„Het Volk" abgedruckt hat, welche dazu dienen sollte, dem Abgeordneten Jaksch zu beschuldigen, er wolle die Verhandlungen der Sudetendeutschen Partei mit der Regierung torpedieren. Wir haben schon in unserer Folge vom 28. Juni die unrichtige Information der„Reichenberger Zeitung" klar sestgestellt und die Rede des Abgeordneten Jaksch in Brüssel zitiert. In welcher er Gleichberechtigung für die Sudetendeut» scheu verlangt hat. Nichtsdestoweniger versucht die„Sudetendeutsche Tageszeitung", diese Dolchstoß-Legende weiter zu verbreiten und erzählt ihren Lesern von dem Artikel des„Het Volk", in dem eine Handlungsweise des Abgeordneten Jalsch zum Ausdruck komme, die, wie die„Sudetcudeutschc Tageszeitung" schreibt,„wir nicht ander- als mit Dolchstoß bezeichnen können". Die SdP, dieser Unschuldsengel, wolle nichts anderes als den europäischen Frieden, und Jaksch sei es, der diese hohe und edle Ausgabe der SdP unmöglich machen wolle. Um ein für alle Mal dieser Legende, welche da von der gleichgeschalteten Presse verbreitet wird, ein Ende zu machen, wollen wir oaran er» Vie neueste Dolchstoß-Legende Ole SdP will sich von der Verantwortung drücken Zum Thema„Verschwelzerung“ Die Rundfunkstation Prag II bringt jetzt jeden Tag um 19.80 Uhr eine Sendung.An alle Menschen guten Willens". In dieser Relation antworten bedeutende Repräsentanten det tschechischen Kulturleben« auf Zuschriften deutscher Hörer, die dem Radiojournal aus die kürzlich erfolgte Aufforderung Dr. Karel Capeks zukommeii. ES habe» bereit« Dr. Josef Knap, Jaroslav Seifert und Josef HaiS- Thnecky gesprochen. Samstag antwortete Universität-Professor Dr. Lesnh aus die Frag«:.Ist die Republik ein National- oder Nationalitätenstaat?" „Ein 3!ationalitätenstaat ist üverhaupt nur dort möglich, wo sich alle Staatsbürger vor allem anderen und mit absoluter Selbswer« sländlichkcit als Bürger dieses Staates fühlen. Wann könnte die staatspolitischc Atmosphäre der Tschechoslowakei„schweizerisch" werden? Auf diose ofsene Frage eine offene Antwort: Dann, und nur dann, wenn die national« und psychologische Atmosphäre in der Tschechoslowakei „schweizerisch" geworden ist. Und das helßr: Wenn die Tschechen, Slowaken, und Ihr Deutsche, in e r st e r Linie selbstbewußte, patriotische Bürger der Republik und erst in zweiter Linie Tschechen, Slowaken, Deutsche sind. Ihr wollt so etwas wie eine Schweiz? Gut. Aber zu einer Schweiz gehört ein schweizerisches Staatsbewußt« sein." I erwartete Saisonbcfferung nicht eingekreken, da» Geschäft weist eine depressive Ruhe auf. Gut beschäftigt sind nur di« in England eingeführten Exporteure. Porzcllanindustrir. Auch dic^Lage^n. dpr Porzellanindustrie hat sich nicht gebessert. Der Zugang von Bestellungen hat beinahe vollständig aufgehört und in manchen Fällen wurden auch die schon erteilten Ordre« storniert. Die Zementwerke arbeiteten voll. Auch alle Ziegeleien arbeiten bereits, doch beginnt der Absatz in der letzten Zeit schwächer zu werden, infolge Verlegung des Baubeginns. Textilindustrie. Die Beschäftigung in den Spinnereien und Webereien für Baumwolle ist noch ständig im Sinken. Die DurchschnittSavbeits- zcii ist gegen das Vorjahr um 8.62 Prozent zu« rückgegangen. Neben der absoluten Stagnation lm Exportgeschäft und der allgemeinen Zurückhaltung der Einkäufer hat auch die heurige beson« 10 I Zwischen I Mann und Kind ■ Roman von Lill K& r b• r B Er steuerte unbeteiligt durch« Cast und wählte ein abseits stehendes Tischchen. Und sie nahm di Speisekarte und bestellte für ihn wie für einen kleinen Buben, da sie es ja doch zahlte. Aber sie sparte nicht. Denn sie liebte ihn wirklich und betrachtete ihn überdies als ihren Mann. Und er war, obschon er lange in Deutschland gelebt hatte, noch so sehr Wiener, daß er sich scheute, unliebenswürdig zu sein und den Tatbestand richtig- zustellen. Er überließ es lieber dem Zufall oder der Zukunft. Er war müde von Auseinandersetzungen, müde vom Kampf, müde von den Niederlagen— wie sein Freund Geßlcr. Und auch müde von dem ewigen Rcchcnmüffen und Sorgen um den nächsten Tag. So saßen sie da. Albert und Luis, räumlich getrennt, wie Unbekannte, und doch verbunden Durch all die Jahre, die in die Kindheit reichten. Keine Bindung wie bei den klassische» Freunden Homer«, man hatte einander ein halbe» Leben lang vergessen. Aber man sand sich wieder und merkte, daß man zueinander gehörte. Von seinem abseitigen Tischchen au« beobachtete Lui« die stattliche, schöngewachsene Frau, die durch die Tür getreten war, einen Augenblick lang suchend herumschaute, dann mit einem lebhaften. Lächeln, da« Lui« Mayer von weitem als liebreizend registrierte, auf Gehler zuging und sich von ihm au« dem Mantel helfen ließ. Und wie sie nebeneinander standen, von gleichem Wuchs,' einer gleichen Geradlinigkest und Einfachheit de» We sen», lächelte Lui» Mayer befriedigt und nickte einigemal bejahend, wa» Liesl auf sich bezog. IV. Kapitel. Mutter geht Ins Cafe Als Frau Martha sich Donnerstag abend» für den Caftbesuch fertigmachen wollte, kam Werner plötzlich in ihr Zimmer: „Mutter, kannst du mir einen Schilling geben?" Er hatte seinen herauSsordernden Ton wie immer, wenn er um etwa» bitten mußte. «Jetzt gleich? Du hast doch erst vorige Woche Taschengeld bekommen." „Wenn ich noch etwa» hätte, brauchte ich mich nicht an dich zu wenden", kam e» schnippisch. Wie keck der Junge doch war. Die Mutter antwortete nicht». Werner ließ sich zu einer Erklärung herbei: „Ich habe Borchardt und seiner Schwester ein Ei» spendiert." Fast mechanisch erkundigte sich Frau Martha: „Was ist da« für eine Schwester?" Werner machte eine ungeduldige Bewegung: „Da» ist doch ganz Wurst. Sie interessiert mich gar nicht. Aber er ist mein Freund." Wieder sagte Frau Martha unwillkürlich: «Daß du immer Freunde hast, für die du zahlen mußt!" „Ich kann sie mir doch nicht nach ihrem Taschengeld aussuchen k" Der Ton war schon recht grob.«Wenn. Borchardt» Ellern kein Geld haben, so..." „So hast du auch keine», Werner. Da» weißt du ganz genau. E» ist vollständig überflüssig, daß du den Kavalier spielst." „Pfui, Mutter, wegen der paar Groschenl Und nur, weil da» Mädel dabei war!" Seine Augen funkelten,'dann beruhigte er sich und sagte wiüer herablassend:„Sie. gefällt mir wirllich nicht, sie hat Wimmerln im Gesicht." Die Muller schwieg. Eine gespannte Pause folgte. Dann sagte Frau Martha mühsam: „Also erkläre mtr, wozu du jetzt um halb neun Uhr abend» einen Schilling brauchst!" Werner» Augen blitzten boshaft: „Wer weiß? Vielleicht will ich in« Kino gehen?" „Nein, Werner, nein, da» ist ausgeschlossen. Morgen ist Wochentag. Seit wann gehen Kinder abends in» Kino?" „Also, wa« das anbetrifst: mich hält jeder für achtzehn Jahre!" „Na, übertreib nicht, Werner!" «Glaubst du, ich übertreibe? Neulich im Prater fragte mich eine Dame ob ich Student seil" „Wann warst du denn im Prater?" Werner sprang auf: „Herrgott Sakrament, Mutter, wa» du alles für einen schäbigen Schilling wissen willst! Du glaubst wirklich, ich sei noch immer so klein wie der Franzl!" «Nein, aber so erwachsen bist du auch nicht, daß du tun und lassen kannst, was du willst. Nachher kommst du in der Schule nicht gut vorwärts." „Das ist doch gar nicht wichllg für mich. Ich werd' ja Musiker." „Aber eine allgemeine Bildung muß jeder Mensch haben." «Na ja, deSIvegen laß' ich doch diesen ganzen Mist, der mich nicht» aNgeht, den Cicero und wie sic alle heißen, über mich ergehen. Doch du möchtest am liebsten, daß ich immer zu Hause sitze und stucke und ein säuerlicher Musterschüler werde. Du hastst kein Verständnis ftir die Bedürfnisse der heullgen Jugend." „Du bist nicht die heutige Jugend, sondern ein Schulbub. Und nun geh' hinau». Ich muß mich umziehen." Werner erhob sich: „Ist das dein letzte» Wort, Muller?'* der» schlechte Witterung einen empfindlichen Rückgang des Absatzes auf dem Jnlandsmarkte zur Folge gebracht.. Davon sind Heuer besonders die Druckereien betroffen. Auch in-der Lcinenindu- strie bewirkt der sinkende Absatz nach USA eine Verschlechterung in diesem Zweige. Soweit dieses Fach beschäftigt ist, handelt e» sich meist um Staatalieferungen. Auch die anderen Zweige der Textilindustrie leiden unter der allgemeinen Stagnation infolge der chaotischen außen- und innenpolitischen Verhältnisse. Empfindlich betroffen ist besonders die Erzeugung von Kunstseide, woselbst infolge de» Sinkens bei der konsumierenden Industrie die Verkäufe gegen da» Vorjahr um-13 Prozent zurückgegmigcn sind. Der Präsident der Republik empfing SamS- iag, den 2. Juli, den Minister fiir auswärtige Angelegenheiten. Dr. Kamil Kraft a. Ferner empfing er den scheidenden Militärattache der Bereinigten Staaten von Amerika GeneralstabS- major John S. Wi n«l o w, der sich in Begleitung de» neubestellten Attaches Generalstabsmajor L. M. R i l c y einfand. Außerdem empfing der Herr Präsident Herrn Dr. Jaroslav P r e i ß. Feier der tschechischen Sozialdemokratie. Am 2. und 8. Juli finden in Mähr.-Ostrau Feiern der tschechoslowakischen sozialdemokratischen Arbeiterpartei statt. Samstag wurde im Volkshause der Jubiläumsparteitag des Gaues abgehalten, an dem über 1000 Delegierte aus dem ganzen Gau teilnahmen. Bei dieser Gelegenheit hielt der Parteivorsihcnde Hampl eine Rede. Deutsch-englisches Wirtschaftsabkommen Bonbon. Die deutsch-britischen Wirtschaftsund Finanzverhandlungen wurden mit einem Kompromiß abgeschlossen, welches, obzwar ei dem britischen Standpunkt entgegenkommt, große Vorteile für Deutschland in sich schließt. Die Vorteile Englands sind: 1. die Zahlung dec österreichischen Auslandsschulden an England, 2. einen größeren Anteil englischer Erzeugnisse an der Ausfuhr nach Deutschland als bisher, wo den Großteil der über England bezogenen Güter, Rohstoffe und Transitwaren bildeten. 8. Durch die Einführung einer gleitenden Skala wird auch bei einer Vermehrung der au» Deutschland stammenden größtenteils subventionierten Erzeugnisse da« britische Verhältnis der Warenausfuhr zu diesem nicht ungünstiger und damit wird auch der Anreiz zur Hebung der Stützungen der deutschen Ausfuhr geringer. Deutschland wiederum konnte durchsetzen: 1. Die Bernieidung der Uebernahme einer bindenden Verpflichtung zur Zahlung der österreichischen Schulden, 2. eine allgemeine Konversion der deutschen Auslandsverschuldung in England, die bisher auf Schwierigkeiten gestoßen war 8, die Verhinderung der Bildung einer einheitlichen Front der Gläubiger und 4. die Verhinderung eine« deutsch-britischen Clearings. Cedillo vor der Gefangennahme Mexiko.(Havas.) Nach Berichten de» Ministerium« für Nationalverteidigung wurde der Ort gefunden, wo sich General Cedillo versteckt hielt. ES ist die» Cerro TreS Palos in den Huastera« bergen an der Grenze der Staaten Tamaulipa» und Coabuila. Regierungstruppen umzingelten diefcn Ort. „Daß ich mich umziehen muß? Jawohl." „Du weißt genau» IvaS ich gemeint habe. Weil du da« Geld hast, glaubst du, du kannst mich verhöhnen. Selbst gehst du ins Caft in deinem Alter und einem jungen Menschen gönnst du gar nicht«. Da kann man wirllich Kommunist werden." Bevor sie den Hut aufsetzte, schaute sie in das Schlafzimmer der Jüngeren. Franzl lag schon im Bett. Sie beugte sich über ihn, schob die beiden Deckenzipfel unter da« Kopfkissen: „Nun wirst du bald, schlafen» nicht, mein Lieblüig?" „Mutter, kommst du. bald zurück?" „Ja, mein Kind, sehr bald." „Wirst du mir erzählen, was der Doktor gesagt hat?" „Was der Doktor gesagt.hat?" „Ja. Weißt du, ich bin doch schon groß, ich gehe in die zweite Klasse. Und ich lerne sehr gut, nicht? Muß ich da Lebertran nehmen?" „Nein, mein Herz, vielleicht bekommst du wa» andere», was besser schmeckt. Wir gehen die- ser Tage zu Doktor Stern." „Triffst du ihn denn nicht heute im Taft?" „Doktor Stern? Wie kommst du darauf?" „Du hast doch gesagt: Gut, Herr Doktor, Donnerstag abend- im Caft Mufeum." „Ach sol.Nein, da» ist-nicht Doktor Stern, e» ist ein fremder Doktor, ich habe etwa» mit ihm zu besprechen. J-tz schlaf mein Bub, gute Nacht!" „Sagst du mir nochmals gute Nacht,, wenn du nach Hause kommst?" „Dann wirst du doch schlafen...* „Bleibst du so lange weg, Muller?"' „Nein, aber du hast mir versprochen, daß du gleich einschläfst!" „Nein, ich schlafe nicht ein, Mutter, bestimmt nicht. Robert ist ja auch noch nicht zu Bett gegangen. Du kommst doch noöünaÜ herein, Mutter?" (Fortsetzung folgt.),' Nr. 155 Sonntag, 3. Juli 1938 Sudetendeutscher Zeitspiegel Sammlung zum Gegenangriff lildu atos Aus UNION anstaltete der Ortsleiter der SdP, Arthur I as nuschte, eine nichtbewilligte Sammlung für die Leute und schrieb auf dem Kopf des Sammelbogens die Worte:„ Sammlung für einen Uns schuldigen, der dorthin gehen mußte, von wo er feine Familie nicht unterstützen fann." Die Gendarmerie beschlagnahmte das Geld und leitete das Verfahren ein. Erste Vorbereitungen Seite 3 ATUS UNION für den Reichsarbeitertag 1939 Die Verbandserefutivsizung der Atus- Union vom 30. Juni hat die Einladung der ReichsparteiLeitung, aftiv an der Gestaltung des Reichsarbeitertages, welcher 1939 in Aussig stattfinden wird, mits zuwirken, zum Anlaß genommen, um die erſten vorbereitenden Arbeiten zu beschließen. Führende Funktionäre des Verbandes werden sich mit ihren ErSA kauft bei Juden, das haben wir kürzlich fahrungen der Parteileitung zur Verfügung stellen in einer Notiz festgestellt. Aber bei der Nennung und die nächstjährigen Arbeiten sollen ganz auf diese der betreffenden Firmen ist unserem Informator Veranstaltung eingestellt werden. Die technische Leiein Irrtum unterlaufen: Die Firma Sbor tung plant, lebungen für ein Massenturnen, ges macht uns nämlich darauf aufmerksam, daß unser meinsam mit der Republikanischen Wehr, für dicie Hinweis, was dieses Unternehmen anlangt, Veranstaltung herauszugeben. Der Fachausschuß feder Grundlage entbehrt, da Sbor niemals für Radsport beabsichtigt, ein Massenreigenfahren an SA- Abteilungen geliefert hat. Wir stellen durchzuführen, an welchem 240 Fahrer teilnehmen das, der Wahrheit die Ehre gebend, gerne werden. richtig. Sozialdemokratische Vertrauensmännerkonferenzen Trautenau. In der Industriegemeinde Ne t-| fonnte Rambauste die von glänzendem Kampftendorf, hat an der Sprachgrenze vor Königeiste getragene Konferenz mit dem Appell ginhof, wo die deutsche sozialdemokratische Beschließen, alle Kräfte für die kommende Durch wegung nach wie vor ausgezeichnete politische und bruchsschlacht gegen den judetendeutschen Faschisgewerkschaftliche Positionen besißt, fand Donners- mus zu mobilisieren. tag abends eine Funktionärkonferenz des Kreises Aufsig. In Aussig tagte am Samstag eine Trautenau statt, die von mehr als 200 Ver- gemeinsame Sigung der Kreisvertretungen der trauenspersonen besucht war. Vor Beginn der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei für Tagung begrüßte die Rettendorfer Arbeiterschaft die Kreisorganisationen Auffig- Bodenbach- Warns durch ihren Vertrauensmann 2 ang hammer dorf und Tepliß- Saaz. Parteivorsitzender Abg. auf dem Sportplaß die Abgeordneten Jatsch Jatich gab in einer längeren Rede eine Ueberund er ei či. Jatsch dankte den sozialdemokras sicht über die innen- und außenpolitische Lage tischen Arbeitern und Arbeiterinnen von und besprach im Zusammenhange damit auch or Rettendorf für die im Wahlkampfe bewiesene ganisatorische und tattische Fragen der Partei. Treue mit einer kurzen Ansprache. Unter dem atsch konnte nach den Wahrnehmungen, die er Vorsiz Ram baustes tagte sodann die in allen Teilen unseres Organisationsbereichs Funktionärkonferenz. Jakſch erstattete einen Be- gesammelt hat, mit stolzer Freude einen fris richt über die außenpolitische Lage, über die fchen Offensivgeist unserer Bewegung nationalpolitischen Verhandlungen und über die feststellen, der zu den besten Hoffnungen berech großen organisatorischen Aufgaben, welche durch tigt. Im Anschluß an seine überaus intereſſanten en in der Schweiz gewirkt, Ursprünglich Christ 10. und 11. September in Auffig stattfinden wird, die heutige Situation der deutschen sozialdemo- Ausführungen stellten Hans Ziglarsch, Ben- lichsozialer, wandelte er sich nach dem Anschluß fratischen Bewegung gestellt sind. Er unterbreitete sen, Emil Arnberg, Bodenbach, Dr. Se I- aum Nationalsozialisten. Modes hatte in der der Stonferenz eine Reihe von Vorschlägen zur ler, Tepliß- Schönau und Bruno Grund, Schweiz viele Konflikte, besonders mit der sozialius- linion teilnehmen und es werden, so wie bei Vorbereitung der sozialistisch- demokratischen Ge- Tetſchen, einige Anfragen, die sowohl die Innen-, listischen Bewegung. Die Schweizer, die ihn seiner Verpflichtungen in St. Gallen rasch entban genoffensive in der judetendeutschen Bevölkerung. wie auch die Außenpolitik betrafen. Die AnfraStrejci ergänzte das Referat vom Standpunkte gen wurden von Jalich eingehend beantwortet. den, haben den Wunsch ausgesprochen, daß Modes der Notwendigkeiten des Kreisgebietes in wir Es dürften in der nächsten Zeit in allen Gekungsvoller Weise. Nach Beantwortung einer bieten größere Versammlungen und Beratungen Reihe von Anfragen durch den Parteivorsitzenden, der Vertrauensmänner stattfinden. Das Reichsfalkentreffen Ein Kunstretter. Die völlische Theatergemeinde in Brünn beruft, wie die Blätter melden, Herrn Dr. Theo Modes als Leiter des Brünner völlischen Theaters. Modes ist tschechoslowatischer Staatsbürger und hat bisher in St. Galin die Schweiz nicht mehr zurückkehren möge. Geld stinkt nicht, auch wenn man es sich bei Suden verdienen kann, dachte sich der Henleinist Raimund on aus Bulb, als er in Schatz auf im Sprechchor:„ Ein Volt, ein Reich, ein reichsdeutschem Boden drei flüchtende Juden beFührer", 3uden raus". Bemerkenswert obachtete, die, müde und erschöpft, einen Weg in Bodenbach war, daß von der städtischen Sicherheitswache über die Grenze suchten. Der Judaslohn, um Durch unfreundliches Wetter, leider sehr be- überhaupt niemand zu sehen war, daß aber auch den er als Gründer der SdP in Zulb feinen einträchtigt, wurde am Samstag in Bodenbach die staatlichen Sicherheitsorgane nicht einschritten. Führer verriet, betrug 180 Kč, die er aber zu das erste Reichsfaltentreffen er Und der Erfolg dieser Demonstration? Am feinem großen Schmerze sofort einem hiesigen öffnet. Nach herzlichen Begrüßungsworten von 28. Juni sprachen jüdische und arische Vertreter Staatsorgane abliefern mußte, dem er bei der Willi Hocke führten die einzelnen Faltengruppen der Industrie bei der Bezirksbehörde vor und Auszahlung in die Hände fiel. Nun muß sich auf dem Masaryk- Play in Bodenbach Volks- drohten mit der Verlegung ihrer Be- Namerad Hosh noch bei seiner Partei verant triebe, wenn dem maßlosen Treiben des Hen- worten, die bereits über seinen Hinauswurf aus tänze vor und sangen Volkslieder. der SdP beraten hat. Nach 8 Uhr abends traf, stürmisch begrüßt, lein- Mobs nicht Einhalt geboten wird! Unsere Exportindustrie verträgt derartige der Parteivorsitzende Jaks ch bei den Roten Falten ein und hielt eine turze, herzliche Be- Dinge nicht. Gewisse Herrschaften scheinen aber zu grüßungsansprache an die Arbeiterfinder und die mit Gewalt die Industrie vertreiben au tvollen. zahlreich erschienenen Besucher der Veranstaltung. Die Arbetier mögen darüber nachdenken, was eine Mit starkem Beifall empfangen, sprach dann der Verlegung der Industrie für sie bedeutet. Wird finnische Vertreter Sundström, der ins- ihnen die SdP am Samstag eine Lohndüte in beſondere ben heroiſchen Kampf ber beulichen- Die die Hand brüden, wenn sie arbeitslos gewors zialdemokratischen Arbeiter unseres Landes um die den sind? Erhaltung der demokratischen Freiheit würdigte. An dieser Kundgebung nahmen tros strö mendem Regen etwa 1500 Rote Falten, darunter sämtliche Teilnehmer des Zeltlagers in Steinsdorf, und mehr als 500 Erwachsene teil. Die schöne Abendveranstaltung wurde mit dem gemeinsam gesungenen Kameradschaftslied abgeWie sie lügen! Schweiz verbietet fremde Partelabzeichen Bern. Der Bundesrat hat einen ergänzenden Beschluß betreffend das Verbot des Tragens von Parteiuniformen gefaßt. Darnach wird der Bundesratsbeschluß vom 12. Mai 1933 über das Verbot des Tragens von Parteiuniformen durch einen weiteren Artikel folgenden Wortlautes ergänzt: Bis auf weiteres ist verboten: Union- Rabballmeisterschaft und Jubiläumsradtenen am 10. und 11. September in Auſfig. Das traditionelle Jubiläums- Langstredenrennen über 100 Kilometer von Komotau nach Tetschen wird heuer aus Anlaß der Union- Radballmeisterschaft, welche am durchgeführt werden. An der Radballmeisterschaft werden Mannschaften aus allen Kreisgebieten der den Meisterschaften der vergangenen Jahre mehr als 40 Spiele notwendig sein, um den neuen Union Radmeister zu ermitteln. Diesen Titel verteidigen für Zweier- Rodball Neu- Titschein und für DreierRadball Türmis. Das Jubiläumsradrennen wird ausgeschrieben für Einzelfahrer, Mannſchaftsfahrer ( pro Mannschaft fünf Fahrer) und Junioren. Es werden auch tschechische Arbeiter- Radfahrer daran teilnehmen. Die Arbeiter Motorradfahrer begeg nen sich gleichfalls an dieſen Tagen in einem Zuver äiteitsfahren und führen die Kreise 2 und 5 nach Auffig Sternfahrten durch. Atus- Union beim Jubiläums- Sportfest in Dr. lan( Polen). Eine Delegation der Atus- Union mit 24 Genossen und sechs Genossinnen, durchwegs aus dem 10. Bezirke im 1. Kreise( M.-Ostrau- NeuZitſchein) entnommen, beteiligte sich an den Jubiläumsfeierlichkeiten der polnischen Arbeitersportler in Orlau. Leider war diese Veranstaltung stark verregnet und es fonnten die vorgesehenen Wettkämpre nicht restlos durchgeführt werden. Im Kugelstoßen erreichte Fischer( Ostrau) die Beſtleiſtung mit 9.72 Meter und im Diskuswerfen wurde Grill( Listoweiz) Erster mit 80.35 Meter. Die Sprungfonkurrenzen und auch das vorgesehene Freiübungsturnen unserer Delegation fielen leider dem Regen zum Opfer. Tennis- und Rabballspieler der Atus- Union rämpfen international. Am 6. und 7. August 1986 finden das Verbands- Turn- und Sportfest des Satus in Biel( Schweiz) und die Bundes- Radballmeisterschaft des Arbeiter- Touring- Bundes der Schweiz in Winterthur statt. An diesen Veranstaltungen der Schweizer Arbeitersportler nimmt eine Delegation unserer Atus- Union teil und werden die Tennisspieler in Biel und die Radballer in Winterthur Vor wenigen Tagen meldete die Zeit", daß in Olmü deutsche Sozialdemokraten einer getreten seien. Dazu wird uns aus Olmüß berich- den Landesfarben der Schweiz, 1. Das Anbringen ausländischer Hoheitseben gegründeten„ Národni Garda" beiund Parteiabzeichen im Wappen, der Fahne und tet, daß die Meldung der Zeit" völlig aus der Luft gegriffen ist; nichteineinziges MitAm Vormittag war eine Dampferfahrt nachglied der DSAP ist der„ Národni Garda" bei- ländischer Hoheits- und Parteizeichen in Fahnen, antreten. Während im Tennis der Kampf um die Herrnsfretschen durchgeführt worden, an der sich getreten, in die übrigens statutengemäß nur Bür- Wappen, Abzeichen und Veröffentlichungen schweiger tschechischer Nationalität aufgenommen zerischer politischer Vereinigungen. schlossen. 600 Falten beteiligten. An die Hopfenpflücker! werden können. Heil Hitler!" und die Folgen. Unlängst Vom Zemstý ústřední úřad práce" in Prag wird amtlich verlautbart:„ Der Landesbeirat verhaftete die Gendarmerie drei Leute aus Bossen für Angelegenheiten der landwirtschaftlichen Ar- und Umgebung, die sich eines Gewaltattes an dem beiterschaft für Böhmen" hat den Kollettivarbeits- Straßenwärter Schuster deshalb zuſchulden bertrag für die heurige Hopfenpflüde getommen ließen, weil er nicht„ Heil Hitler!" nehmigt. Die Lohnakkordjäße wird der Landes- rufen wollte. Anstatt die Tat zu verurteilen, verbeirat, wie alljährlich, erst Anfang August, also noch immer rechtzeitig vor dem Beginne der Pflücke Kundmachen. Mit der Zusammenstellung und Anwerbung der Partien muß jedoch fofort be- Zur Melniker Sendung im Juni 2. die Verwendung und Nachahmung ausIn den Strafbestimmungen ist u. a. vorgesehen, daß bei Zuwiderhandlungen bei Ausländern Landesverweisung bis auf zehn Jahre ausgesprochen werden kann. Presseorgane und Druckschriften, die die verbotenen Hoheits- und Parteizeichen enthalten, sind von der Postbeförderung auszuschließen und polizeilich zu beschlagnahmen. Schweizer Arbeiter- Tennismeisterschaft geht, treten die Radballer zu einem Dreiländerkampf an. Gegner sind die Schweiz und Elsaß. Die Schweizer Madballer wurden zum Rüdspiel bei der UnionRadballmeisterschaft am 10. und 11. September in Aussig eingeladen. Interessenten, welche die Auslandsreise zum Satus- fest und anschließender Sahrt durch das herrliche Alpengebiet der Schweiz mitmachen wollen, melden dies dem Union- Sefretariat in Aussig. Vormittagsstunden zu verlegen, in denen nur Wenige[ Hugo Wolfschen Goethelieder durch eine vor dem MiBeit zum Hören haben. trophon offenbar unsichere Sängerin. Die viel un Bei den literarischen Sendungen problematischeren Schlager- und Operettengefänge fiel diesmal der Mangel an Hörspielen auf. So..zum Feierabend" flingen zumeist viel besser, ive I wahr es ist, daß eine überzeugende dramaturgische fie im allgemeinen mit Temperament und Routine Form für das Hörspiel bis heute nicht gefunden ist. so wenia darf das ein Grund zur Resignation fein. Nur in den als bloße Unterhaltungsstündchen au wertenden Sendungen„ Bunte Szenen und ein bißchen Musit" bekam man allerhand Einutter zu hören, gegen die in diesem Rahmen gar nichts einzuwenden ist. Aber ein bißchen mehr literarischer Ehr aeia im allgemeinen könnte nichts schaden. Daß die einaigen größeren Hörspiele des Monats Theaterſtüde vorgetragen werden. Zwei wertvolle Mozartaufführungen aus den letzten Tagen der Spielzeit des Brager Deutschen Theaters, die Bauberflöte" und die Freilichtaufführung der Gärtnerin aus Liebe". wurden vom Rundfunt übernommen. qonnen werden, weil es sich wieder um den Bedarf von etwa 4500 Partien mit rund 80.000 bis 85.000 flückern handelt. Alle Partieführer Daß der erste Monat der nun schon nicht mehr und Partieführerinnen werden deshalb aufgefor hert, ihre Partien in der nächsten Bezirksanstalt im Stadium der Versuche" befindlichen ganztägifür Arbeitsvermittlung unverzüglich anzumelden. aen deutschen Sendung in die sogenannie Sommerspielzeit fiel, hindert den Ruhörer noch immer an der In den Anstalten erhalten diese einen Abdruck der Beurteilung des normalen Niveaus, auf das sich diese Au den schon bestehenden Vortragsreihen sind Bertragsbedingungen und die notwendigen Infor- Sendung stellen wird. Die Störungen, die noch im zwei neue hinzugekommen, die beide begrüßenswert mationen. Ueberall, wo beide Vertragsparteien vorangegangenen Monat infolge der henleinschen sind: der Blick in die for ich una und die Vorim Vorjahre zufrieden waren, wird das obige Ar- Bontott- Dianöver wahrzunehmen waren, scheinen lejungen„ A u 3 1 ch ön en 3 ich et n'. dic, beitsamt bestrebt sein, solche Partien wieder in inzwischen völlig überwunden. Die Attade iſt abge aus dem älteren und ältesten Repertoire der Pro- wenn sie aut ausgewählt und vorgetragen werden. ihre alten Arbeitsstellen zu vermitteln. An= wehrt, der Kreis bereitvilliger Mitarbeiter ist groß binzbühnen waren, der„ Raub der Sabinerinnen" zweifellos eine nicht zu unterschätzende Bereicherung meldungen der Unternehmer über- genua, und man darf nun erwarten, daß sich der und der zum Ueberfluß wiederholte drach um Jo- der Hörer werden können. Man brauchte sich da nicht nimmt der" Remitý ústřední úřad práce" bi 3 Sörer mehr als bisher auf die Ankündigungen im lanthe". erscheint felbft in Anbetracht der Sommer- nur auf die sogenannte schöne Literatur zu beschrän= Programm auch wird verlassen fönnen. Grundfäßlich zeit etwas dürftig. und ob die Einafter von Tiche- fen, sondern fönnte auch aus Büchern weitanschau= Yüngstens 2.0. Juli 1938. ist zur Gesamtsendung des Monats au bemerken, daß chow, die man aufführte. die besten waren, die man lichen und zeitgeschichtlichen Inhalts Wert- und sie den propagandistischen Aufgaben, die dem hiesi- für diesen wed finden konnie, darf bezweifelt wer- Wirkungsvolles lefen. gen deutschen Sender aufallen, noch viel zu wenia den. Einiges lokalhistorische Interesse fonnte die Denn sicherlich gibt es nicht wenige Hörer, die gerecht wurde. Während sogar schon bei den ami örfolge über den Alt- Prager Poſſenreißer Ber- vom Rundfunk nicht nur Unterhaltung und Stunitlichen Nachrichten hin und wieder eine aur Abwehr nardon mit charakteriſtiſchen Darbietungen ienec genus, sondern auch gedankliche Anregung erwarbon Falschmeldungen und Verleumdungen beſtimmte nun schon so fernen Zeit in Anspruch nehmen, aana ten und noch mehr Hörer, die ihrer- auch ohne fie Einleitung erfolgte, vermißte man bei den Vorträ- im Gegensatz zu der textlich, muſikaliſch und reaie- zu wünschen bedürfen. Die Arbeiterienz gen der Meiniker Sendung solaje, die für die Gedan- mäßig miklungenen Sendung. Großmutters Ka- bung kann den Ruhm für sich in Anspruch nehmen. fen und die Exiſtenz der Demokratie entschieden barett". die wohl nur wenia Hörer bis zum Ende dieser Aufgabe am fonſequenteſten gerecht zu wer eintreten und den Angriffen auf sie mit geistigen ertragen haben werden. Im Prinzip sind gemischte den. Als Beispiele feien aus dem letzten Monat Waffen entgegentreten. Entgleisungen allerdings musikalisch- literarische Sendungen im Funk durch nur der Vortrag Franz Rehwalds über Nationalwie die während der Maisendungen wahrgenommen aus zu bejahen, aber gerade fie erfordern Sorgfalt und Sozialpolitit der Sudetendeutschen, der Vortrag Josef Hofbauers über den Freiheitstraum und hier besprochenen Anbiederungen an die Ideo- und Geschmad. Unter den musikalischen Sendungen vor 90 Jahren. die 48er Revolution und der Vorlogie der Gegenfeite sind diesmal nicht zu verzeich nen. Und an den Aufruf Karel Cabet 3 zur waren die Orchesterkonzerte die wertvolliten des trag Ruth Körners über den Humanitätsgedanken freundschaftlichen Diskussion der Nationalitätenfra- Monats, besonders die von Fris Rie aer aelei und die Frauen genannt. Eine willkommene Bereigen sei noch einmal dankbar erinnert. Es ware über teten Aufführungen flassischer und romantischer Mei- cherung der Arbeitersendung dieses Monates waren haupt au wünschen, daß man Diskussionen( Biegefter. Rühmend erwähnt sei auch das hübsche Gesangs die Vorträge, die sich mit der Welt der Schüler und sprächen über volitische, aber auch über künstlerische Konzert der Fischerner Arbeitersänger, das qut gelun- der Kinder, oft in heiterer Form. beschäftigten und und philosophische Probleme) in den Sendungen gen war. während unter den sonstigen Gesangs in der Würdigung der Bedeutung des Bodenbacher Raum gäbe. Und es sei auch der Wunsch vermerkt, darbietungen manchmal gerade die anspruchsvollsten Kindertages durch With Sode ihren Ausklang fanVorträge von allgemeinerem Intereffe nicht auf die nicht befriedigen fonnten, mie der Vortrag der den. ―eisDie Verantwortungslosen In Ta cha u rotteten sich am 27. Juni in den Abendstunden etwa 800 Sdpler zusammen, die gegen halb 10 Uhr nachts mit Indianergeheul durch die Stadt zogen. Die Demonstranten schrien Mittellung der Verwaltung . Da am Dienstag den 5. Juli anläßlich des Feiertages nicht gearbeitet wird, entfällt am Mittwoch den 6. I u li unsere Ausgabe. Am Donnerstag den 7. Juli erscheint unser Blatt zur gewohnten Stunde. Die Verwaltung. Mr. 155 Scite 4 In der Kinderrepublik Sonntag, 3. Juli 1938 der ,, Roten Falken' 66 ger des Eulautales einen prächtigen Chor. Chors Die deutsche Sendung lieder, ein Volkstanz schlossen die Feier ab und nun fand eine Besichtigung des ganzen Lagers durch die Gäste statt. am Sonntag und Montag Sonntag, den 3. Juli Das Lagerleben beginnt nun sich normal Brag Mielnik: 9.30 Sonntagsbetrachtungen. zu entwickeln. Viele der Kinder sind keine Neu- 9.40 Geitliche Musik( Schallplatten). 10.00 Litera linge mehr, haben schon an einigen Zeltlagern rische Hörfolge( zum 50. Todestage Storms). 11.00 teilgenommen. Für die Eltern dieser Republi- Symphoniekonzert auf Schallplatten. 12.05 Preſſe. faner mag die Gewißheit, daß die Kinder gut 12.25 Unterhaltungsmusit. 14.00 Bauernpredigt. untergebracht sind und in vorzüglicher Obhut 14.15-14.30 Arbeiteriendung 17.00 Die Gärtnerin aus Liebe, fomische Oper von Mozart( Reprise). erfahrener Menschen stehen, eventuelle Sorgen 19.15 Nachrichten. 19.30 Sportbericht. 20.00 Buntes zerstreuen. Für die Kinder sind solche Zeltlager Programm( Szenen und Wufif). 22.15 Nachrichten. Erlebnisse von großem sittlichen Wert und für 22.35-23.00 Tanzmusik( Schallplatten). die Arbeiterschaft eine Garantie, daß hier eine junge Generation von wahrem sozialistischem Steinsdorf, ein kleiner Ort um herr-| ihren Fahnengruß, während dessen die Lager lichen Eulautale, wenige Kilometer von Boden- fahnen hochgezogen wurden. Die„ Proflamabach entfernt, ist sozusagen über Nacht ein wich- tion" der Republik erfolgte durch ode tiger Punkt der sozialdemokratischen Bewegung WiIIi, der in einfachen und überzeugenden des judetendeutschen Siedlungsraumes geworden. Worten den Geist der Gemeinschaft, wie er unter Auf dem Boden dieser Gemeinde ist eine selb- Arbeitertindern und nicht nur unter diesen ständige Republik", ein souveräner Staat" ent- herrschen soll, verdolmetschte. Kühne 1, der standen: Die Kinderrepublik der Vorsißende des Gruppengebietes Eulautal, be Roten Fallen, das Reichszelt grüßte die Republik" und deren Insassen Lager unserer Kinderfreunde. namens der sozialdemokratischen Arbeiterschaft Unsere jungen Republikaner haben sich für des Eulautales. Dann sangen die Arbeitersän- Geiste erfüllt und geformt wird. F. A. ihren Staat", dessen Bestand für drei ganze Wochen gesichert ist, ein herrliches Fleckchen Erde ausgesucht. Von allen Seiten von Wald umges ben, grünt eine Wiese. Man schreitet darüber wie auf einen Teppich. Vor ein paar Tagen wurde das Gras abgemäht und heute stehen dort in Reih' und Glied mehr als dreißig große Zelte. Drei Dörfer" zählt die„ Republit" und über 300 Einwohner bevölkern jie. Rote Fahnen flattern neben der Staatsflagge über den ,, Dörfern", vor jedem Zelt leuchten Wimpel und Fahnen und auf jedem ,, Dorfplaße" wimmelt es von blau behemdeten Buben und Mädeln im Alter von 10 bis 14 Jahren. Heute gibt es noch viel zu tun. Abends tit die feierliche Eröffnung der Republik". d. 5. des Zeltlagers. Da muß alles in Ordnung sein. Die Straßen und Plätze, die Zelte innen und außen, da wird gezimmert und getischlert und da auch die Mengenfrage der Lösung harrt, jizen Gruppen von Mädeln um große Sessel, puzen Gemüse und schälen Kartoffel. Wer sein Arbeitspensum erfüllt hat, spielt oder liegt in der Sonne. Die ,, diensttuenden" Falken," d. i. die ,, Lagerwache" und anderes, schreiten würdevoll ihre Streden ab. Wir blicken in die Zelte und sind überrascht. Da gibt es keine Primitivität. Wahre Schmuckfästlein" sehen wir da. Strohsäcke liegen im Halbtreis aneinandergereiht, Deden und Kopfpolster sorgsam darübergebreitet, selbstgezim merte Kleiderständer, Schuhregale, sogar Tischchen und eine Art Toilettentischchen ergänzen die ,, Einrichtung". Vor jedem Zelt lesen wir Namen befannter Männer der Arbeiterbewegung, nach denen die Zelte benannt sind. Auch die einzelnen Dörfer und die ganze Republik erhalten ihre Namen, aber darüber ist noch nicht ents schieden und der Beschluß des Parlaments" die Verfassung der Republit ist absolut demokras tisch steht noch aus. So leben unsere Falken in ihrer Kinderrepublik! Jagesneuigkeiten Deutsche Jugendfürsorge Unser Führer Konrad Henlein Nach der Gleichschaltung der Deutschen Jugendfürsorge scheinen die letzten Hemmungen ge= Die Sprachenfrage, über die sich fallen zu sein. Die Befürsorgung" der Kinder in der Tschechoslowakei die ganze Regierung und sicht dann so aus: An der Attion„ Kinderland" ein paar hundert Barlamentarier die Köpfe ein Reichenberg nahmen auch Kinder aus Boden brechen und die Gegenstand des internationalen bach teil. Als sie von dort zurückkamen, fangen Interesses ist, ist in der Kinderrepublik wunder- ste nach der Melodie„ Eine Turnfahrt, die ist bar gelöst. Es gibt deutsche und tschechische Bes lustig" folgendes schönes Lied: wohner. Aber nationalen Streit tennt man nicht. Wunderbar verständigen sich diese Republikaner und es kann schon vors tommen, daß ein Disput dreier Bürger deutsch, tschechisch und in einem Sprachgemisch geführt wird. Die deutsche Sprache hört man in allen Als die Kinder gefragt wurden, wo sie diese Dialetten vom Böhmerwald über das Egerland erhebenden Verse gelernt haben, teilten sie mit, bis Nordböhmen, Mähren, Schlesien und bei- daß man sie ihnen während ihres Aufenthaltes im nahe fremdartig mutet das Deutsch der Prager„ Kinderland" in Reichenberg beigebracht Fallen an. habe. ist ein großer starker Mann. Wenn die Sozi aus dem Lande, fängt ein neues Leben an. Holari usw. Dienstag abends erfolgte der feierliche Aft der Proflamation dieser freien, demokratischen Militärverwaltung fucht Technifer. Das Republif. Auf ein Signal hin änderte sich das Nationalverteidigungsministerium schreibt mehganze Bild des Lagerlebens. In furzer Zeit rere Offiziersstellen bei den technischen Truppen ſtanden die Zeltgemeinschaften, an der Spize aus. Es handelt sich um Offiziersstellen des jeder einzelnen ein erwachſener Helfer, vor ihrem höheren techniſchen Dienstes. Als Bewerber komZelte. Dann hörte man einen Spielmannszug men Technifer, bzw. Absolventen höherer Induund plößlich ergoß sich ein nach vielen Sun- trialschulen in Frage. Nähere Bedingungen derten zählender Zug Kinder und Erwach- werden im Amtsblatt des Nationalverteidigungssener, mit stürmischen Freiheit und Freund- ministeriums veröffentlicht.( DND) schaftsrufen begrüßt, in das Lager. Die Sozia Listen des Eulautales, aus Steinsdorf, RiegersMord bei Falkenau. Der 22jährige Tischdorf, Eulau, Königswald, hatten es sich nicht bei Faltenau erschoß am 30. Juni im Walde bei Tergehilfe Johann Hahn aus Lauterbach- Stadt nehmen lassen, zum Ehrentag der Republik zu der Gemeinde Fronau seine Geliebte, die 20jäh Tommen. Die Zeremonie war furz und ganz unfompliziert. Ein Prager Fallenmädel sprach einen rige Hedwig Anders, ein Dienstmädchen aus prächtigen Prolog. Dann sangen 300 Fallen Lauterbach- Stadt. Hahn selbst schoß sich dann Prag im Zeichen aus seiner Repetierpistole in den Kopf und fügte sich eine schwere Verwundung zu. Er ist in das Krankenhaus von Faltenau gebracht worden. Das Motiv feiner Tat war angeblich Eifersucht. des Sokolkongresses Bluttat eines Wahnsinnigen. In Schön Der heurige Sokolkongreß ist die größte Versfeld bei Auffig wurde der frühere Angestellte anstaltung, die Prag je gesehen hat. Der Jung des Tschechoslowakischen Pressebüros in Prag, sofol hat in den letzten Tagen die Hauptstadt Anton Brambora plößlich irrjinnig. Er berlassen, der er durch viele Tage hindurch ein brachte mit einem Taschenmesser seinem Stief anderes Gesicht gegeben hatte. Nun beherrscht die bruder fünf schwere Stiche bei. Der eine Stich erwachsene Sotolschaft die Straßen, die bis in die drang oberhalb des Herzens, ein zweiter, eben fernsten Vororte festlich geschmückt sind. Sine Un- falls äußerst gefährlicher, in die Nierengegend zahl von Sonderzügen traf in den lezten Tagen ein. Der Schwerverlette wird wahrscheinlich am in Prag ein, darunter waren viele Rüge aus dem Leben erhalten werden können. Der Verlegte Ausland. Es sind schäßungsweise insgesamt und der Täter wurden dem Krankenhaus zuge 500.000 Gäste zum Sofolfest gekommen, unter führt. Brambora hat offenbar durch eifriges ihnen sind auch Minister aus befreundeten Län- Studium seine Nerven stark überreizt. dern. Einer englischen Delegation gehören u. a. an: die Herzogin von Atholl und Wickham Steed. Besonders start sind die Delegationen aus Jugoslawien. Heute, Sonntag, ist der erste Haupttag des Gololfongresses. Die ersten 200 Millionen überschritten. Am Freitag zahlten bei den verschiedenen Bostämtern 4.052 Personen einen Gesamtbetrag von Unter schwerem Verdacht. In der Gemeinde Botfalva im Bezirke Uzhorod verhaftete die Gendarmerie den 40jährigen Landwirt Jan Süč, der von mehreren Zeugen bezichtigt wurde, daß er im Jahre 1922 feinen Nebenbuhler Jan Kováč aus Botfalva ermordet und dessen Leiche vom Zuge überfahren ließ, um einen Unfall vorzutäuschen. Brinn: 13.50-14.05 Landwirtschaftliche Sens dung: Prof. Ing. Ernst Stulit: Der internationale Süßmoitfongreß 1937, 14.05-14.15 Schallplatten. 14.15-1430 Landwirtschaftliche Sendung: Oberlehrer Hans Mikulasch: Der Garten im Sommer und die Arbeiten in ihm. 18.30-18.50 Zwiegespräch in Volksliedern. Altdeutsche Volksweisen zur Laute. Mitwirkende: Vera Borsta( Alt), Josef Nikolaus ( Variton und Laute). Montag, den 4. Juli Brag Melnik: 10.15-11.00 Schallplatten. 12.15 Dr. Bacher: Wirtschaftsrelief. 18.00 Orchesterfonzert. 18.45 Vortrag Siegfried Dehlinger: Witroftopische Welt, Wunderwelt. 19.00 Unterhaltungsmusit.( Gefang: Magnus Andersen. Klavier: Fr. Jaroschy). 19.30 Balladen.( Gesang: Sturt Mahr, Klavier: Gerta Rejef.) 20.00 Die Neunte, Hörspiel von Paul Senft. 20.45 Schallplatten. 21.10 Orcheſterfongeri. 22.00. Multerer liest aus Robert Michels Burg der Frauen". 22.40-23.00 Nachrichten fürs Ausland. Brinn: 18.00-18.15 Fachlehrerin Anni Moder: Frauenfunf. Die Küche des Junggesellen. 18.15 bis 18.20 Schallplatten. 18.20-18.35 Med.- Rat Dr. Robert Kocauret: Goethes Italienische Reise". ( Bur Erinnerung an Goethes Rückkehr von seiner Italienreise am 18. Juni 1788.) Mähr. Ostrau: 18.10 Deutsche Sendung. Arbeitersendung: V. K. Schön: Feiern und Volksfeste in der öffentlichen Bildungspflege, Cellofonzert von Grete Hahn- Dit( Klavier: Marianne Sperl- Kurz). erklärte, daß Eden die Ehrendoktorwürde ver lichen werde, weil er in einer Zeit eines beispiellojen Wechsels sich für die höchsten Prinzipien britischer Staatskunst eingesetzt habe. und seiner Gattin, der zwölfjährige Gerhard Wale erhängt aufgefunden. Der Knabe hatte Amokläufer in Antwerpen. Im Hafen von sich nach dem Mittagessen aus der elterlichen Antwerpen tötete ein Matrose eines jugoslawiWohnung entfernt. Als er spät am Abend noch schen Schiffes in einem Wahnsinnsanfall drei nicht zurüdgefehrt war, begann man ihn zu Personen und verletzte drei weitere, darunter juchen, fand ihn jedoch nirgends. Zufällig begab einen Hafenbeamten. Es verfolgte zuerst seinen sich die Mutter der Frau Markt dann auf den Kapitän bis auf den Hafendamm, tötete ihn durch Boden des Hauses, wo sie zu ihrem Entsegen mehrere Messerstiche und warf den Leichnam in den Knaben erhängt auffand. Der Unglüdliche den Hafen. Einen Matrosen, der ihn entwaffnen dürfte die Verzweiflungstat bereits Stunden vor- wollte, verletzte er durch Messerstiche. Dann enther begangen haben, da die Leichenſtarre bereits riß er einem Hafenbeamten den Revolver, eilte eingetreten war. Die Leiche des unglücklichen auf das Schiff zurück und erſchoß, albei seiner naben wurde in der Totenhalle des Friedhofes Kameraden. Als Polizei erſchien, wollte er auf in Prohn übergeführt. Was das bedauernswerte die Beamten schießen. Der Revolver war jedoch Kind zu seiner Tat bewog, ist unbekannt. leer geschossen. Er stürzte sich daraufhin ins Wasser und wurde dort von Matrosen und Poliaisten aufgefischt und festgenommen. Zwei Schiffe aus Paris nach Prag. In Prag sind eben zwei Promenadenschiffe eingelangt, die sich bei der vorjährigen Pariser Weltausstellung großer Aufmerksamkeit erfreut hatten und für Fahrten auf der Seine verwendet worden waren. Die Prager Dampfschiffahrtsgesellschaft hat diese Schiffe angekauft und sie durch die deutschen Staäle nach Prag befördert. Die Schiffe wurden am 2. Juli in Betrieb genommen. Jedes bietet 150 Personen Platz; 110 Plätze sind Sizpläße. Die flache Gestalt der Schiffe ermöglicht eine gute Aussicht und erhöht die Fahrtsicherheit. Martha Frenzels Tricks... In Aussig und Umgebung tritt zur Zeit eine Frau auf, die verSchiedene Schwindeltricks anwendet. In das chemische Laboratorium Dr. chem. Grunerts in Aussig lam vor einigen Tagen eine dem Inhaber des Laboratoriums unbekannte Frau, die sich als Gattin des Spediteurs Hübner aus Reichenberg vorstellte und vorgab, den Auftrag zu haben, zwei Kisten mit Gefäßen, die mit Blausäure gefüllt waren, und einen Wert von etwa 1700 Kč hatten, mitzunehmen. Da Dr. Grunert mit einer Reichenberger Firma in Geschäftsverbindung steht, und von dieſer eine telegraphische Beſtellung auf die genannte Ware bekommen hatte, hegte er feinen Verdacht und erklärte sich bereit, der Dame die Kisten auszuhändigen. Die Frau ging dann in Klaus Mann sprach im spanischen Radio. Klaus Mann, der Sohn Thomas Manns, hat nach dem Beſuch vieler Städte und Dörfer sowie der Front der Republik durch den Nundfunt zum deutschen Volk gesprochen. Er schilderte die schauerlichen Verwüstungen der faschistischen ein gegenüberliegendes Geschäft und ersuchte dort, Flugmörder, die das ganze Volk mit unauslösch man möge ihr einen Arbeiter zur Verfügung stellen, lichem Haß gegen die Mörder und ihre Auftraggeber erfüllen. Er führte aus, daß das spanische Volt das Mördertum des Faschismus verstanden hat und einmütig entschlossen ist, ihm zu wider spanischen Soldaten lernen sollten ist, nicht zu stehen. Klaus Mann schloß:..Was wir von den vergessen, daß wir alle uns gegen den Faschismus gemeinsam verteidigen müssen." Eine Dynamitladung explodiert. Bei Uebungen von Pionieren bei Krajowa explodierte eine Dynamitladung nicht in dem Zeitpunkt, auf den daher der Dynamitladung, um die Ursache des sie eingestellt war. Die Soldaten näherten sich Versagens festzustellen. In diesem Augenblid er folgte jedoch die Explosion. Siebei wurde ein Rott meister und zwei Zugsführer getötet und zwei Soldaten verleßt. „ Park- Verbot" für Juden. Das Minierlassen, derzufolge den Juden das Betreten der fterium für Landwirtschaft hat eine Verfügung Staatsgärten verboten wird. Unter dieses Ver bot fallen neben zahlreichen kleinen Gärten auch der Schönbrunner Bart, der Schloßpark Heßendorf, der Belvedere- Part, der Augarten, der Burg- Garten und der Volksgarten, weiter der Hofgarten in Innsbruck und der Schloßpart von Amras. Der 13. internationale Kongres der Rom ponisten hat seine Arbeiten in Stockholm abges fchloffen. Zum Präsidenten des Kongreffes im nächsten Jahre, der in London stattfindet, wurde Richard Strauß gewählt. der die zwei Kisten herschaffe, die dann einige Zeit im Geschäft untergestellt werden sollten. Dabei gab fie fich als Verlobte Dr. Gruners aus und borgte sich von dem Geschäftsinhaber 600 Kč. Zwei Tage später urgierte die Reichenberger Firma ihre Bestellung. Gleichzeitig erschien auch der Geschäftsinhaber, bei dem die Kisten untergebracht waren und fragte, was er damit anfangen solle. Nun wurde dem Chemiter klar, daß er und der Geschäftsmann das Opfer einer Schindlerin geworden waren. Die Powieder einige ihrer flugen Trics erfolgreich angelizei stellte fest, daß es Martha Frenzel war, die wendet hatte... Das Wetter. Ueber Mitteleuropa verläuft eine ausgeprägte Grenze zwischen sehr warmer fontinentaler Luft und fühlen Meeresluftmassen, die vom Nordwesten her über das Binnenland vorgedrungen find. Besonders fühl ist es in West- Böhmen und in Bayern, wo Samstag um 14 Uhr bei regnerischem wurden. Deſtlich der böhmisch- mährischen Höhe stic Wetter stellenweise nur 12 bis 14 Grad verzeichnet über 30 Grad an. Die lühie Luft dringt jedoch nunmehr in Begleitung von Gewittern auch nach Mähgen die Temperaturen auch Samstag wieder auf ren ein. Sonntag: Die Wetterverschlechterung wird sich Wahrscheinliches Wetter unter Gewittern und Regenfällen bei gleichzeitiger Abkühlung über den mittleren Teil der Republit ausbreiten. Im Diten des Staatsgebietes noch im ter. In Böhmen zunächst umzogen und zeitweise ganzen schön und heiß, nachmittags lofale Gewits noch Regen, später vom Westen her mäßige Besse rung und ein wenig wärmer. Wetterau 3fichten für Monta a: In den böhmischen Ländern und in der West- Slowakei unbeständig, verstärkte Bewölkung. Gewitter und Regenfälle, stellenweise Schauer, müäßig fühl, Wind aus westlichen Michtungen. Im Often des Staatsgebietes noch immer wärmer als in den übrigen Gebieten Selbstmord eines Zwölffährigen. In Prohn über 40 Millionen Kč auf den Staatsverteidi- wurde Donnerstag gegen halb 10 Uhr abends verlieh am Samstag dem früheren Außenminister Ehrendoktor Eden. Die Universität Bristol gungsfonds ein. Dadurch stieg die Gesamtfumme auf dem Boden des Wohnhauses seiner Pflege- Eden das Ehrendoktorat. Die Festrede hielt Wins ber Spenden auf ungefähr 230 Millionen Kč, eltern, des Baggerführers Herrn Josef MartIfton Churchill, Der Rektor der Universität der Republik. Mr. 155 Theodor Storm Zu seinem 50. Todestag am 4. Juli 1938 Ich zage nicht, es muß sich wenden, Und heiter wird die Welt erstehn, Es fann der echte des Keims des Lebens Nicht ohne Frucht verlorengehn. Und durch den ganzen Himmel rollen Wird dieser letzte Donnerschlag. Dann wird es wirklich Frühling werden Und hoher, heller, goldner Tag. Storm. Selten werden die Glocken den Menschen so traurig geklungen haben, als jenen Bürgern Hufums, der grauen Stadt am Meer", die am 4. Juli 1888 die frische Gruft ihres großen Landsmannes, des Kreisrichters und Dichters Theodor Storm umstanden. Diese insichgekehrten, Fliegen beide aus mitsammen, Fliegen beide Heimatmärts. Sonntag, 3. Juli 1938 funden hat wurde für ihn jeßt seine Verbun denheit mit der heimatlichen Umwelt und sein ichönes Gedicht„ Die Stadt": Dieser Zeit entstammt auch sein wunder- mit menschlichen, allzumenschlichen" Angelegen ,, Doch hängt mein ganzes Herz an dir, Du graue Stadt am Meer; Der Jugend Zauber für und für Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir, Du graue Stadt am Meer." heiten ausgefülltes Richteramt zu glücklichen Ümfiänden für sein fünstlerisches Schaffen. Aus dieser doppelten Befruchtung ergibt sich seine Bedeutung, die sich bis in unsere Tage erhalten hat. Taß Storm nicht nur ein großer Dichter, sondern auch ein guter Richter war, dafür gibt Die Sehnsucht nach seiner Heimat veran es viele Beweise. Der beste Beweis scheint jedoch laßte ihn auch, daß er troß seiner Antipathie in sein menschliches Verständnis, die mitfühlende Art preußische Dienste trat, als seine schleswiger Hei- mit dem Schidial eines Vorbestraften in der Nomat Preußen einverleibt wurde. Während seiner velle„ Ein Doppelgänger" zu sein. Unvorstellbar, Amtszeit in Husum entstanden seine reifsten und daß in unserer Zeit derartiges von einem deuts schönsten Erzählungen. zu jener Dichtergenera- ichen Richter geschrieben würde. Ein dichtender tion gehörend, die den Uebergang der Dichtung Richter? Er würde an sich schon als" peinvon der Spätromantik in die Realität einleitete, lich" empfunden werden. Wenn er in seiner Dichund in der nordländischen Literatur durch das tung aber gar menschliches Verständnis zum AusVorhandensein von Schönheits- und Wirklichkeits- druck bringen wollte? Ersparen wir uns sinn einen besonders schönen durch den Dänen die Antwort! Storm ist ja schon fünfzig Jahre Peters J. Jacobsen ihren höchsten Ausdruck ge- tot. M- 3. Volkswirtschaft und Sozialpolitik Der Fürsorgeminister Seite 5 Bekenntnis ihres unerschütterlichen Glaubens an die Grundsätze der Demokratie, der Freiheit und des Friedens. Sie geben ihrem Abscheu Ausdruck vor jeder Einmischung in die Rechte und Freiheiten freier Völker und vor jeder Schmälerung der Möglichkeit freiwilligen Zufammenschlusses und freier Entfaltung. Sie verkünden ihre Ueberzeugung, daß die wirtschaftlichen Grundsätze und sozialen Ideale, welche die Grundlage der Genossenfchaftsbewegung bilden, die stärkste Hoffnung für die soziale Erneuerung und die sicherste Bürgschaft eines allgemeinen, auf wirklicher Gemeinschaft beruhenden Friedens sind. Die Genoffenschaften verpflichten fich, ihren Einsatz zur Verteidigung der Freiheit zu verstärken und mit ganzer Kraft alle Mittel anzuwenden und alle Bestrebungen zu unterstützen, die die Möglichkeit einer friedlichen und gerechten Lösung der gegenwärtigen Weltkonflikte bieten." Beratung über den Mangel an landwirtschaftlichen Arbeitern Am 1. Juli fand im Fürsorgeministerium eine Beratung über die Besorgung von Arbeitsfräften für die Landwirtschaft statt; an der EnLandwirtschaftsministeriums teil. Minister Nečas über aktuelle Wirtschaftsfragen quete nahmen Bertreter des Fürſorges und des Der Fürsorgeminister empfing Samstag die ratungen im volkswirtschaftlichen Departement teilte mit, daß auf Grund von Verhandlungen Pressevertreter, um ihnen eine Üebersicht über des Ministerratspräsidiums ausgearbeitet wurden, einige altuelle wirtschaftliche und soziale Fragen der zweite Teil dieser Anträge wird voraussichtlich mit Minister Zadina gewisse Maßnahmen getrofzu geben, mit welchen sich die Regierung gegen schon in den nächsten Tagen erledigt werden. Die fen wurden, um wenigstens teilweise Abhilfe zu wärtig beschäftigt. Ohne die vorhandenen Schwie- Hauptaufmerksamkeit wurde zwei Fragen gewid- schaffen. rigkeiten unterschätzen zu wollen, bekannte sich met: Weiteren Steuererleichterungen und der Ing. Nečas zu einem Optimismus, der sich wirt- Frage der Rayonierung, der Konkurrenz zwischen .wortfargen Menschen verstanden, daß niemandſchaftspolitisch u. a. auf die Besserungsanzeichen Eisenbahn und Auto. Die Regelung bedeutet einen auch der Pfarrer nicht an seinem Grabe reden stüßt, die augenblicklich in den Vereinigten Staa- wesentlichen Fortschritt auf diesem Gebiet. wollte. Denn sie waren wie er, Menschen der ten zu beobachten sind: Ernährungsaktion Stille und der Besinnlichkeit, und sie verstanden sich auf den Klang der Glocken besser als auf der Menschen Wort. Ja, es waren sonderbare MenHandelspolitik Troß der unruhigen Zeit ist in den ersten fünf Monaten 1938 unsere Ausfuhr auf 4818 zeit und 2242 im Jahre 1933 gestiegen. ichen au jener Reit, als es in Deutschland noch Millionen gegen 4505 in der gleichen Vorjahrsrichtende Dichter und dichtende Richter gab. Einschneidende Wirtschaftsmaßnahmen in Mexiko Mexiko.( Savas.) Die merifanische Regierung Für die Fortführung der staatlichen Ernäh die gesamte Ausfuhr, und zwar auch auf Rohstoffe, hat mitgeteilt, daß sie eine 12prozentige Steuer auf rungsaktion in der nächsten Periode bis 7. Auguſt einführen und gleichzeitig den Import durch die Einwurden vom letzten Ministerrat 5,474.600 Kč bewilligt, für die Weiterführung der Milchaktion führung eines Doppelkurſes des merikaniſchen Besos Stronen. Gleichzeitig wurden 1,500.000 kronen amerikanischen Dollar und einen solchen von 4 Besos für Arbeitslosenkinder in der gleichen Zeit 747.000 einschränken wolle. Der entsprechende Entwurf sieht für die Ausfuhr einen Kurs von 5 Pesos für den für die Brotaktion für Arbeitslose ausgesetzt. bei der Einfuhr vor. Der Entwurf verfolgt einerDie Arbeitslosigkeit und die feits die Aufholung des Budgetdefizits, das durch Unterstüzungsfürsorge den Wegfall der Einnahmen aus der PetroleumAm 14. September 1817 wurde Theodor Beachtung verdient vor allem der im Mära Storm als Sohn eines Advokaten in Husum ge- abgeschlossene Vertrag mit den USA, der sich boren. Er studierte an der Universität seiner günstig auswirken wird, sobald die vorübergehende Heimat in Stiel Jura, um selbst Advokat in Depression in Amerika behoben ist. Das zweite seiner Heimatstadt zu werden. Wäre nicht die große Ereignis in handelspolitischer Beziehung Dänenherrschaft gekommen, so wäre er wahr ist der Anschluß. Von dem ganzen Fragentompler, ist der Titel einer neuen sozialpolitischen Studie scheinlich seiner Heimat so wenig fern geweſen, der damit zusammenhängt, wurde ein Teil bereits des Ministers Ing. Nečas, welche dieser Samswie er ihr jemals fremd geworden ist. Denn mit gelöst, so der Zahlungsclearing, das Abkommen tag der Presse übergab. Wir werden auf diese jeder Faser seines Herzens hing er an der heimat- über den Reise- und Bäderverkehr. Interimistisch außerordentlich beachtenswerte und gehaltvolle lichen Landschaft und ihren Menschen. Und nur geregelt ist der Warenverkehr mit dem ehemaligen Arbeit des Fürsorgeminiſters ausführlich zu= hier konnte sich sein Leben, das so arm an äuße- Desterreich, nämlich bis ungefähr Ende 1938. rüdfommen. ren Ereignissen, dafür aber reich an innerem Erleben war, erfüllen. Von Kongrefsen, Maſſen- Zeit prattiſch nicht, die Ausfuhrmöglichkeiten aus Die Einfuhr aus Desterreich ändert sich in dieſer triumphen und Autogrammjägern wußte der freiber Tschechoslowakei werden durch eine Herabfeta sinnige Storm seinem Biographen noch nichts zu zung der Steinkohlen- und Kotsausfuhr tangiert. berichten. Aber was Fremde, Heimweh, was Die Verhandlungen über Zolltariffragen und die " Nicht- nach- Hause- tönnen" ist, das wußte auch Revision des deutsch- tschechoslowakischen Abkomer wenn seine Emigration auch eine andere mens werden anfangs September eingeleitet werwar, als die der Menschen unserer Zeit. Denn den. Daneben eristieren aber eine Reihe von nicht nur in seiner Heimat, wo das stolze Wort: Transportfragen. Lewer dot- als Stlav' seit altersher der Wahlspruch dieser Menschen ist, sondern überall in Europa war derzeit die Ueberzeugungstreue den Menschen wohl noch selbstverständlich. Zum Internationalen Genossenschaftstag steuer entſtand und andererseits die Erhaltung der Einfuhr auf einem Minimum. Trager Zeitung renb ber Haupttage des Sokolfongreſſes täglich Der Zoologische Garten in Prag ist wäh von 5 Uhr früh bis 8 Uhr abends geöffnet. Die wurde bereits vor Jahren der erste Sonntag im Linie 6 zur Trojabrücke und von dort der AutoVom Internationalen Genossenschaftsbund beste Verbindung dahin bildet die elektrische Monat Juli zum Internationalen Genoffen bus I bis zum 300 oder die elektrische Linie 6 ichaftstag erklärt. Der Sinn dieser Einrichtung bis zum Ausstellungsplatz und von dort 25 MinuMit den Kleinen- Entente- Staaten wurde eine ist, daß in allen Ländern der Welt, deren Genos- ten Fußweg durch den Baumgarten. Vertiefung der Handelsbeziehungen erzielt. Diese senschaftsbewegungen dem Internationalen GeWer weiß was von Weiß? Sie wissen nichts Situation wird sich voraussichtlich nach der komnossenschaftsbund angeschlossen sind, zu gleicher Storm unterstellte sich nicht der dänischen im Herbst noch bessern. Mit Ungarn wird in den menden Sißung der Kleinen Wirtschafts- Entente Beit die Oeffentlichkeit auf die jittlich hohen Ziele Weiß ist die Farbe des Sommers. Die Farbe aller Sommerkleider, oder zumindest der Sommer- Schuhe und Aufgaben der Genossenschaftsbewegung aufHerrschaft. Aber auch mit dem preußischen Geist nächsten Tagen über einige wirtschaftliche Fragen merfiam gemacht wird. In dieser gemeinsamen und Strümpfe. Wenn Sie richtig ausgerüstet in die fonnte er sich nicht befreunden. Ueber seine Gerichtstätigkeit in Potsdam hat er nur wenig be- lien werden eben zu Ende geführt und werden eine noffenschafter der ganzen Weltbie Batas Weiße Strumpfwoche in der nächſten Ververhandelt werden. Die Verhandlungen mit Ita- Aftion der Aufklärung reichen sich die Ge- Sommerfrische fahren wollen, dann besuchen Sie richtet. Man hat den Eindruck, als wenn es die weitere Feſtigung der gegenseitigen Wirtschafts- ände. lleberall dort, wo die Genossenschaften aufsstelle und treffen dort Ihre Auswahl in weißen, unfreundlichste Erinnerung seines Lebens war. beziehungen bringen. Es besteht Hoffnung, daß frei wirken können und wo insbesondere die Mas- schönen, festen und preiswerten Sportfoden. 109 Vielleicht ahnte dieser Seelentenner, wie neben die Konsolidierung Frankreichs und seine neue fenbewegung der Selbsthilfeorganisationen der falter Nüchternheit unberechenbare Süchte lauern, Selbstmord nach der Entlassung. Gestern mit die bei einer Erschütterung die unbändigſten wird, die Regelung der zwischen uns und Frank- en über die engen Begriffe von Völkern und Nuite die 43jährige Elisabeth Naubert aus Radmoderne Wirtschaftspolitit, die jetzt eingeschlagen Verbraucher in die Erscheinung tritt, sehen wir tags erschien bei einer Firma in der Oldřichgasse in Triebe entfesseln. Seine Abneigung gegen das reich noch offenen wirtschaftlichen Fragen beschleu- Staaten hinausragendes Bekenntnis zu den völlig, um eine bestellte Arbeit zwei Arbeitsmäntel Preußentum hat er nie verhehlt; und wenn er es nigen wird. auch nicht offen bekämpfte, so hat er seinen Reprä terverbindenden Idealen der Freiheit, des Frie- und sieben Schürzen abzugeben. Nach der Bedens und der Demokratic. zahlung erklärte ihr der Chef, daß er sie entlassen sentanten auch feine Zugeständnisse gemacht. Ueber müsse, da er wenig Arbeit habe. Die Naubert ging feine Haltung gegenüber einem der stärksten Nach der Behandlung unserer Exportver So schrieb der Generalsekretär des Inter- Fierauf in den fünften Stod des gleichen Hauses Pfeiler der Herrentaite den feudalen studenti- hältnisse, welche der Minister als das wichtigste nationalen Genossenschaftsbundes Henry John und stürzte sich auf die Straße, wo sie bewußtios schen Korps ſagte er selbst:" Ich leugne nicht, Problem bezeichnete, wandte er sich den öffent- Man jüngst in einem Artikel im Zusammenhange liegen blieb. Sie starb furz nach der Einlieferung daß der Haß, den ich mein lebenlang gegen das lichen Arbeiten und den damit verwandten Fra- mit den Kriegsgefahren, welche den friedlichen auf die Klinik Schloffer. Korpsstudententum empfunden habe, mir zum gen zu. Er wies auf die in letzter Zeit bekanntge- Völkern Europas drohen, u. a. folgendes: Nachteil der Dichtung die Feder geführt hat." gebenen Arbeiten insbesondere im Sektor des ( Gemeint ist die Novelle Auf der Universität".) Straßenbaues hin und erwähnte die TelephoniAber auch seine stolzen, mannhaften Sinnsprüche: sierung des flachen Landes, die demnächst auf feste Unterlagen gestellt werden wird. oter Der Glaube ist zum Ruhen gut, Doch bringt er nicht von der Stelle; Der Zweifel in ehrlicher Männerfaust, Der sprengt die Pforten der Hölle, Der eine fragt: Was tommt danach? Der andere fragt nur: ist es recht? Und also unterscheidet sich Der Freie von dem Knecht, haben wenig gemein mit dem Untertanengeist und der Autoritätsgläubigkeit des Preußgentums, und es ist unschwer zu erraten, wohin diese Worte zielen. Oeffentliche Arbeiten, Baubewegung Auch die private Bautätigkeit entwickelt sich günstig. Die gegenteiligen Behauptungen werden durch die Ziffern aus den 38 größten Städten der Republik widerlegt, wonach sowohl die Zahl der Baubewilligungen als auch der Umfang des verbauten Raumes auf Vorjahrshöhe sind. Die Zahl der kollaudierten Neubauten stieg heuer um mehr als sieben Prozent. Von Jahr zu Jahr mehr wer den die Steuervorteile bei Hausreparaturen, die im Jahre 1934 nur 2554 mit einem Aufwand von 29 Millionen Kronen ausmachte, stieg im Jahre 1937 schon auf mehr als 15.000 mit einem Aufwand von 150,000.000 kronen. Förderung des Motorismus Sind sie wirklich komplett? Bestimmt fehlt „ Unter solchen Umständen tut es bitter not, Ihnen noch eine Garnitur weißer Sportsoden. Verdaß der größte Bund der Völker der Erde, die sich gessen Sie nicht daran, daß Sie selbst zum Strandzum Zwecke des Aufbaues freier Institutionen fleid solche Socken brauchen, abgesehen davon, wenn und der Schaffung engster Beziehungen unterein- Sie Tennis spielen, segeln, rudern oder Nachmit ander ohne Rücksicht auf Rasse, Farbe oder Reli- tag tanzen gehen. Besuchen Sie deshalb die nächste gion zusammengeschlossen haben, nicht passiv bleibt, Bafa- Verkaufsstelle. Jetzt in der weißen Strumpfsondern eine fräftige Politit zur Serbeiführung woche haben Sie die beste Gelegenheit gute, schöne einer gerechten und friedlichen Lösung der gegen und billige Soden zu laufen. wärtigen Probleme des internationalen Rechts Ein Blißschlag. Außer in den Transformator verfolgt... Es läßt sich nicht bestreiten, daß beim Masarht- Bahnhof schlug beim vorgestrigen Geder Kampf für den Frieden politische witter der Bliß noch in den Kamin des Hauses Nr. 8 Kontakte und politische Attionen erfordert, ebenso in der Husstraße in Biztov, das einem Herrn Frang wie die tägliche Verteidigung unserer wirtschaft- Ducháčet gehört. Der Blizz zerriß den Kamin, lichen Rechte im Barlament und in der Staats- so daß die Ziegel auf die Straße fielen. Verlegt wurde aber niemand. vertaltung. 100 Die Aufgabe der nationalen und internatio- Luft für die Beine! Heute ist es nicht mehr nalen Genossenschaftsbewegung ist die Organisie notwendig, im Sommer lange Strümpfe bis über die rung der moralischen Kräfte, die zumindest poten- Knie zu tragen. Auch der Strumpfbandgürtel ist im tiell in den genossenschaftlichen Organisationen Sommer überflüssig geworden. Bata bringt doc. vorhanden sind, und die Geltendmachung ihres ge- icht die idealen, modernen Kniestrümpfe heraus, samten Einflusses durch alle ihnen zur Verfügung welche den Beinen vollkommene, unbehinderte Bewes stehenden Mittel, damit die Menschen die Waffen gungsfreiheit lassen. In allen Verkaufsstellen Bafa des Krieges niederlegen und sich wieder den Wer erhalten Sie Kniestrümpfe in den modernen Coufen des Friedens zuwenden." Teurs. Viele Jahre lebte und wirkte er als Richter in Heiligenstadt. In dieser Zeit entstanden seine ersten Novellen wie" Immensee". Wie Stifter, den sich der Nordländer Storm nicht zufällig zu Der Ministerrat nahm am 30. Juni schon scinem Lehrmeister gewählt hatte, denn wie jener den ersten Teil der Anträge an, die bei den Beliebte er die stille, hingebende Betrachtung in den Weiß schützt vor Hike nicht nur in den TroVorgängen des Lebens, überwand er nie eine große, unglückliche Liebe seiner Jugend. Seine pen, sondern auch bei uns. Deshalb ist die weiße Melancholie und Resignation finden ihren Aus- Farbe die Farbe des Sommers. Auch wenn man nicht Der Internationale Genossenschaftsbund druck in seinem ersten Wert, und das Heimweh immer ausschließlich weiße Sommerkleider tragen läßt ihn die schönsten Verse seiner wenig zahlrei- tann, trägt man zumindest weiße Soden. Sygieni- legt seine Stellungnahme zur gegenwärtigen chen Gedicht: formen: sche, schöne und gute Soden bringt jest Bata in Situation in folgender Entschließung dar: allen seinen Verkaufsstellen unter der Devise ,, Weiße Strumpfwoche" heraus. Sin gen Norden zieht die Möbe, Sin gen Norden zieht mein Sera; 100 ,, Die im Internationalen Genossenschaftsbund vereinigten Genoffenschafter erneuern daß 100 Zwei Selbstmörder. Vorgestern abends sprang der 36jährige JUE Viktor Glanz in selbstmörderischer Absicht aus dem Fenster seiner im dritten Stock eines Hauses in der Krkonošstá in Prag- Weinberge gelegenen Wohnung und blieb mit einem Bruch beider Beine, einer Gehirnerschütterung und mehrerer Scite 6 ,, Sozialdemokrat" 10% Ermässigung 82 Sommerschuh- Sorten 8 Strumpf- Sorten auf VOM 29.VI. BIS 13.VII. Aata Rigwunden bewußtlos liegen. Er wurde auf die Klinik Jiráset gebracht. Grund der Tat sind häusliche Zerwürfnisse. In der Nacht auf gestern unternahm in einem Zimmer des Hotels Beranek auf dem Tylplatz in Prag XII der 40jährige Arzt Dr. Andor Tulipan aus Munkacs einen Selbst mordversuch mit Morphium. Ursache der Tat ist eine Nervenkrankheit. Er blieb auf der Klinik Hynek in Pflege. geschichtlichen Legende, aber sie gewinnt dafür an Menschlichkeit und Lebensnähe, fie weist auf die wirklich demokratischen Wurzeln der Revolution und sie bringt in den Film etwas, was Geschichtsund besonders Revolutionsfilme so selten haben: einen Tebenslustigen Humor, der die blutigen und ernsten Augenblide umso wirksamer macht. In dies sem Film erscheint der König nicht als Thrann, sondern nur als unfähig und überflüssig, die Köni ain Marie Antoinette nicht als Teufelin, sondern nur als von Tradition und Familieneinfluß Verblen dete, die Aristokraten sind keine Bestien, sondern Leute, die aus Hochmut das Volk nicht verstehen, und der Höhepunkt des Films ist jene Szene bei der Erſtürmung der Tuilerien, da die revolutionären Angreifer die föniglichen Söldner auffordern, sich mit ihnen zu verbrüdern, die deutschen übrigens in deutscher Sprache. Sonntag, 3. Juli 1938. Nr. 155 Hochleistungs- Drehbänke, Fräsmaschinen, Radialbohrmaschinen, Bohrwerke, Shaping- u. Hobelmaschinen Spannfutter in modernster Ausführung erzeugt: Werkzeugmaschinenfabrik Arno Plauert Warnsdorf, ČSR. Teplitz Schönau Bestes Heilbad für Rheuma Gicht Ischias Alters- Frauenleiden Auskünfte: STADT.KURDIREKTION 3898 ( Bohmen Beste Kurhotels STEINBAD STÄDT. KURHAUS STADTBAD Jean Renoir hat den Film vor allem malerisch aufgefaßt: Volksfeste, Kampfesszenen, Auftritte im Königsschloß und in den Quartieren der Freiwilli gen find als lebendige Bilder nesehen, wobei oft genug eine historische Seiterfeit um das Kriegsgerät jener Beit, um die Berüden und die Unifor men schwebt. Und hinzu kommt natürlich das Musifalische: die Marseillaise als Leitmotiv, die Carmagnole dazwischen, beide in immer neuen Situatio nen und immer neuer Bedeutung aufflingend. Unter den vielen Mitwirkenden des Films verdienen Pierre Renoir als König Ludwig XVI., Lisa Dela= mare als Marie Antoinette und Léon Jouvet als Deputierter befondere Erwähnung; fie alle und auch die Figuren der Marseiller und der emigrier ten Aristokraten sind ohne Pathos. Gestalten die nach Prag übersiedeln wollen, mögen sich an das eines Welttheaters, das Menschen menschlich und die Geschichte im Fortschritt natürlich und in der Reaftion gespenitisch sicht. Die Aufnahme des Films bei der Prager Première war von feltener Herzlichkeit. Besonders die Szenen, die afiuelle Vergleiche nahelegten, fanden stürmischen Beifall. -cisUrania- Kino Der Hermann- Löns- Film Da hinten in bereide" mit Speelmanns, Stiwe, Weißner und der Musik von Künefe! Attualita! 2, 4, 6, 9. Montag: Unvergeßlicher Film Schatten der Londoner Nächte" mit Sans Albers, Diehl, Charlotte Susa, Wylong- Münz. Lotte Stein, Fischer- Köppe! 6, 49 Uhr. Alle Občanske stavební družstvo zaps. spol. sruč. obm. se sídlem v Praze VIII Na Báni 1007 um Informationen wenden Wir haben nachstehende Wohnungen, bestehend aus: 2Zimmer und Küche kompl. jährl. Zins Kč 4000.-, 1 Zimmer und Küche TürKč 3100.- bis Kč 3200.- jährlich zu vermieten. Der Zins versteht sich ohne sonstigen Abgaben, die in Prag üblich sind. Die Genossenschaftshäuser liegen im gesunden Teil Prags und nahe der elektrischen Bahn. Hotel Smetana Sport- Spiel- Körperpflege Bad Luhačovice Sparta aus dem Mitropacup ausgeschieden In Prag ging am Samstag auf dem Spartaplay das Rüdspiel der Sparta mit dem FC Genua vor sich, das über Verbleib oder Ausscheiden der 50 gut eingerichtete Zimmer Erstklassiges Restaurant Ältestes Haus am Platze Mäßige Preise 4888 Dr. Schweinburg, Zuckmantel Schlesien Prager die Entscheidung brachte. Die Prager ent- Wald- Sanatorium täuschten in diesem Spiel vollends. Sie waren auf dem nassen und aufgeweichten Boden nicht nur im Nachteil, sie waren aber auch an Schnelligkeit, Tattil und Zusammenarbeit ihrem Gegner unterlegen. Die Italiener schoffen in der ersten Halbzeit nach Erstklassige, physikalisch- diätetische Heilanstalt einem Freistoß ein Tor, das die Prager erst nach für innere, Nerven- u. Stoffwechsel- Krankheiten der Pause aufholen konnten. Mit 1: 1 trennten sich Mäßige Pauschalkuren die beiden Mannschaften und da Sparta im ersten Spiel 4: 2 verloren hatte, lautet nun das Endergeb nis 5: 3 für die Italiener, die damit in die nächste Runde aufsteigen. Sparta, der oftmalige Endspielgegner im Mitropacup, ist diesmal vorzeitig und nach den gezeigten Leistungen verdient schon in der ersten Runde ausgeschieden. sung zu handeln. Was man sieht, sind Szenen, Episoden aus dem großen Geschehen der Revolution, aber man hat den Eindrud, daß der Film auch in der vollständigen Form diesen Charakter einer Episodenreihe hatte, beginnend mit der Erhebung in Marseille und dem Zug der Marseiller Freiwilli gen nach Paris, gipfelnd in der Erſtürmung des Sönigspalastes. der Tuilerien, und endend vor der Schlacht von Valmy, jener von Goethe in seiner Säugling vergiftet. In einem unbewachten Campagne in Frankreich" beschriebenen Kanonade, In Budapest fand gleichfalls am Samstag Augenblic tranf gestern der eineinhalbjährige Sohn mit der das französische Revolutionsheer dem Vor- das Rüdspiel avischen Kispest und Ambro= Georg des Hausmeisters Dufek auf dem König- marsch der aus Preußen, Desterreichern und fran- fiona Mailand statt und endete ebenfalls 1: 1, Georgs- Platz in Prag XII eine Flasche Essigsäure| zösischen Aristokraten gebildeten Interventions- nachdem die Italiener zur Pause 1: 0 geführt hatten. Da die Budapester in Mailand auch 4: 2 geschlagen worden waren, sind sie mit einem Verlust ergebnis von 5: 3 aus dem Bewerb ausgeschieden. Bad kunnersdorf BEIOSCHITZ NORD BOHMEN. SCHÖNE STRANDBADANLAGE WALDREICHE UMGEBUNG MOOR-, KOHLENSÄURE-, FICHTENNADELBÄDER PROSPEKTE DURCH KURVERWALTUNG DAS MOOR MANCHEN UNVERGLEICHLICHE HEILERFOLGE. KONZERTE TENNISPLÄTZE KEGELBAHN cus. Die Rettungsgesellschaft brachte ihn in3 tsche- larmee ein klägliches Ende machte. Gerade dieser chische Kinderspital, wo er furz nach der Einliefe- Teil der Revolution, die Aufstellung einer Volfs rung starb. armee und die siegreiche Abwehr eines Angriffes der Gleichberechtigung der Männer! In der Mode internationalen Reaktion, die auch im eigenen Lande mußten sie es verlangen. Schließlich haben auch sie Bundesgenossen hatte, kann heute Anspruch auf aftuelle Bedeutung erheben. mehr als der Kampf Anspruch auf luftigere, bequemere Sommerjoden gegen den König und die Auseinanderseßungen der und Strümpfe, wenn Frauen jetzt die so beliebten Revolutionsparteien. Es ist ein Vorzug des Films. Kniestrümpfe von Baia tragen fönnen. Bata hat wie daß er den Akzent bei der Auswahl des Stoffes auf RODISFORTER Der Film Die Marseillaise rein das billige, rein natürl. KRISTALLQUELL Mineralwasser MATTONIA.G. scheint. Wir empfehlen in Bad Luhačovice das Hotel ,, Havliček" 2 Minuten vom Bahnhof Gute bürgerliche Küche, gut gepflegte Biere und prima Weine, billige, saubere Fremdenzimmer 4849 J. Klímák, Hotelier Prospekte gratis 1646 Großmutter und Mutter waren verurteilt im Sommer die Qualen der Sommerhiße lachend zu erdulden. Moderne Frauen wissen, daß sie nicht nur Wir empfehlen allen Parteigenossen und Freunden elegant sein können, sondern auch Anspruch auf Bein TRENČIN TEPLITZ, die quemlichkeit haben. Deshalb trägt jede moderne Frau im Sommer die idealen Knieſtrümpfe, welche Bafa Restauration ,, International" in allen modernen Couleurs herausgebracht hat. Sic erübrigen nicht nur den unbequemen Strumpfbandgürtel, sie ermöglichen auch dem Beine jede Bewe gungsfreiheit. Vereinsnachrichten $ 4890 100 Wochenprogramm: Da Diensiag Feiertag ist, findet der Heimabend nicht Diensta a. sondern Donnersta a. statt. 7. Juli. DSAP Scim. 20 Uhr: Rohstoffprobleme. M Mitteilungen aus dem Publikum. 4710 ( Parteilokal) Billiger Mittagstisch, ff Biere und Weine Josef Ehn, Restaurateur Hohe Tatra Dr. Szontagh- Sanatorium Nový Smokovec, d. Meer INDIKATIONEN: Erkrankungen der Lunge, Heilungsprozesse, Erkrankungen des Kehlkopfes, tuberkulöse Erkrankungen der Gedärme, Knochen, Gelenke und anderer Organe Die Lungenhellanstalt steht im Vertragsverhältnisse mit dem Heilfonds der Staatsangestellten, mit der Zentralsozialversicherungsanstalt allen Krankenkassen Wir empfehlen das und 4892 Hotel ,, DAX" immer an die Bequemlichkeit der Herren gedacht und das gelegt hat, was uns heute am aftuellsten erbringt jetzt in allen seinen Verkaufsstellen eine ideale Sommer- Strumpf- und Socken- Kollektion heraus. Wer von dem Film allerdings ein hinreißendes Wenn Frauen Kniestrümpfe tragen, fönnen Herren Geschichtsbild erwartet, wird enttäuscht. Es war oder gar pathetisch- monumentales Tendenz- und Knöchelsocken anziehen. 100 offenbar ganz im Gegenteil die Absicht des RegisRodisforter„ Kristallquell" ist ein rein natürfeurs, der Gefahr des Dentmaltitsches und der liches Mineralwasser, das so, wie es dem Urgestein Lesebuch- Historie auszuweichen, und mit einem entspringt, auf den Tisch kommt. Seine rein natürNachdruck. der zuiveilen fast übertrieben erscheint, liche Kohlensäure verleiht ihm Wohlgeschmack und hat er die handelnden Gestalten der Revolutions- seine mineralischen Bestandteile machen ihn bekömmbewegung unheroisch gemacht. Es entsteht ein sehr lich. Ein weiterer Vorzug ist sein billiger Preis. menschliches Bild von ihnen: nie wird unterlassen, die waderen Marseiller als Südfranzosen zu schildern, ein wenig prahlerisch, sehr eßiustig, sehr zuDem Vernehmen nach hat die Aufführung des geneigt den Reizen des Pariser Lebens.- Sanatorium Dr. Gufir großen Revolutionsfilms, den Jean Renoit, der Leute, die im Kampfe nicht nur an ihre Familien, Megisseur der Madame Bovary" und der Grande fondern auch an die der Gegner denten, und es wird 1010 m ü. d. M. Tatranska Poftanka Illusion" im Zeichen der französischen Volksfront auch nicht verschwiegen, daß es eine ganze Weile Spezialheilanstalt für Basedov- Kranke geschaffen hat, im Original etwa drei Stunden ge-| gedauert hat, bis aus der revolutionären Bewegung und andere Stoffwechselleiden 4801 dauert, und es scheint sich demnach bei der hier ge- eine wirkliche einheitliche und zielbewußte Aktion zeigten„ Marseillaise" um eine stark gekürzte Fas- wurde. Diese Klarstellung geht auf Stosten einer Erholung- Sport Chefarzt Dr. Paul Kunsch Bezugsbedingungen: Bei Ruſtellung ins aus oder bei Bezua durch die Bost monatlich Kč 17.- bierteljährig Kč 51.- halbjährig Kč 102. ganzjährig Kč 204-- Inserate werden laur Tarif billiaft berechnet. Rüdstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarten. Die Beitungsfrantatur wurde von der Post- u. Telegraphendirektion mit Erlak Nr. 18.800/ VII/ 1930 bewilligt( Kontrollpostamt Braba 25.- Druderei:..Orbis". Drud, Verlags- u. Beitungs- A.- G. Paa. Bratislava, Stefanikstraße 31 4893 3 Minuten vom Bahnhof Bürgerliches Haus, Menü Kč 6'Neurenovierte Fremdenzimmer von Kč 16- an