Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh/ Einzelpreis 75 Heller Redaktion u. Verwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Berantwortlicher Redakteur: Rarl Rern, Prag 18. Jahrgang 100.00% 19b pusi Sokoltage Die Hauptstadt der Republik prangt im Dienstag, 5. Juli 1938 Versteckenspiel im Unterhaus London. In Abwesenheit des Minister- britische Regierung über die Angelegenheit der präsidenten Chamberlain, der in Leeds zum Ehrendoktor promoviert wurde, machte in der Unterhausfihung am Montag Schatzkanzler Sir John Simon in Beantwortung zahlreicher Anfragen Andeutungen über die Antwortnote des Generals Franco betreffend die Bombardierung britischer Schiffe in spanischen Häfen. Aus dem Aus dem Inhalt: Der letzte Artikel Otto Bauers Das Falkentreffen in Bodenbach Arbeitsunfälle in alier Welt Ein Mord bei Turnau Nr. 156 Otto Bauer Der sozialistische Leser wird von stärkster hohen Politit mit Graf Ciano und nicht mit Ueberraschung und schwerster seelischer Erschütteden Behörden in Burgos verhandelt?- Abge- rung gepackt sein, wenn er den Namen Otto ordneter Noel- Baker wiederum fragt: Kön- Bauers mit Trauerrand versehen sieht. Er wird nen Sie sagen, warum die britische Regierung die Behörden in Burgos verantwortlich macht, wenn wir aus der von der Regierung kontrolliers ten italienischen Presse wissen, daß diese Flugzenge ihre Befehle aus Rom erhalten? Die Opposition ruft: Antworten Sie: Festesschmuck, in den von Menschen überfüllten Butler: Nur Franco und nicht Italien für die Luftangriffe verantwortlich Straßen wehen zahllose Fahnen, Freude liegt auf den Gesichtern der tschechischen Bevölkerung Brags. Es gibt wenige Tschechen, die nicht von der Jubelstimmung dieser Tage erfüllt sind. Alle Beitungen ohne Unterschied der politischen Richtung zum ersten Male auch die kommunistische Bresse bringen Bilder vom zehnten Kongreß der Sofoln, der nun auf seinem Höhepunkt angelangt ist. Zweifellos hat dieses große Fest für das gesamte tschechoslowakische Volt eine große politische Sir John Simon wies darauf hin, daß die Bedeutung, weswegen es nottut, auch der deut- Beratungen des britischen Geschäftsträgers schen demokratischen Oeffentlichkeit, die alles wohl odgson, der die Antwort nach London beachten muß, was im tschechischen Lager vorgeht, brachte, mit dem Außenamt noch nicht beendet ein paar Worte darüber zu sagen. seien. Er müsse sich deshalb auf eine furze Inhaltsangabe beschränken. Die Antwort Francos behaupte, daß die Säfen legitime militärische Objekte feien, und bestreite irgendwelche Absichten, insbesondere die britische Schiffahrt zu überfallen. In der Die Entwicklung der großen tschechischen Turnerorganisation Sokol( Sokol heißt Falfe) ist aufs engste verknüpft mit dem Aufstieg der tschechischen Nation überhaupt. Gegründet wurde der Sokol 1862, zu einer Zeit, als sich in Defter Antwort wird vorgeschlagen, einen be reich Deutsche und Tschechen von den Schlägen zustimmten afen zu wählen, in dem die erholen begannen, die ihnen der über die Revolution von 1848 triumphierende Absolutismus zu gefügt hatte. Damals begründeten Dr. Heinrich Fügner und Dr. Miroslav Thrs, wohl nach dem den in Burgos fordern entsprechende BürgschafSchiffe vor Angriffen sicher wären. Die Behör= ten für die in diesen Häfen eingeführten Waren und erklären schließlich ihre Versitwilligkeit, Borschläge zu unterbreiten, die die Einführung eines neuen internationalen Rechtes für die fünftige Kriegsführung ermöglichen würden. Vorbild des deutschen Turnens, eine Organisation tschechischer Turner, die ihre Aufgabe darin er blidte, eine gesunde, körperlich fräftige Generation heranzuziehen und so von dieser Seite aus an der Regeneration der Nation mitzuarbeiten. fragen verwies Sir John Simon auf eine spä Alle an den Schazkanzler gerichteten An Insbesondere Dr. Thrs, der Profeſſor der Kunsttere Zeit, bis der Ministerpräsident im Hause geschichte an der Prager Universität und im Geiste anwesend sein werde. Auf zahlreiche andere Anwar, hat die organisatorische, aber auch die ideo- fragen antwortete Unterstaatssekretär Butler. logische Grundlage des Sofoltums gelegt. Für Der oppofitionelle Abgeordnete Artur Henihn hatte die Vereinigung, die bei ihrer Gründung berson erklärte in feiner Anfrage, daß die Flugzeuge, die die britischen Schiffe bombardierten, nicht mehr als 200 Mitglieder zählte, nicht nur von Italienern geliefert worden feien, und fragte, rein turnerische Bedeutung, sondern nach dem altrömischen Grundsaß, daß ein gesunder Geist ob die britische Regierung der italienischen Regies in einem gefunden Körper wohne, wollte er die ung auseinandersetzen wolle, daß die sofortige Burüdziehung dieser Flugzeuge für die guten Be Sokoln auch geistig beeinfluſſen, ſchuf aus ihnen ziehungen zwischen den beiden Ländern wün eine ausgesprochen nationale Organisation, die ich e ns wert sei. Butler erklärte in seiner aus der Geschichte des Tschechentums nicht weg- Antwort, die britische Regierung müsse für jede audenken ist. Luftaktion, die von der Insel Malorca ausgehe, Allerdings konnte der Sokol, der ursprüng- die Behörden in Burgos verant lich die einzige Turnerorganisation der Tschecho- wortlich machen. Die britische Regierung flowafei gewesen ist, sich der sozialen und politi fei nicht bereit, die Auffassung Hendersons zu schen Differenzierung, die allmählich auch im teilen. tschechischen Volt eintrat, nicht entziehen. Die so- Der Abgeordnete Cooks fragte, ob Butler zialistische Arbeiterschaft schuf sich ihren eigenen wisse, daß diese Flugzeuge zur königlich- italieniTurnverband, die DTI, welche in den vergange- fchen Luftwaffe und daher der italienischen Renen Jahren man dente nur an die letzte Arbei- gierung gehören. Butler wiederholte, daß er für ter- Olympiade in Prag- das große Können der die Luftangriffe die Behörden in Burgos verant Arbeiterturner unter Beweis stellte und in her wortlich machen müsse. vorragendem Maße Anteil genommen hat an der Erziehung eines gesunden Geschlechts arbeitender Menschen, ebenso wie innerhalb der sudetendeut schen Arbeiterbewegung der Atus. Auch die tschechisch- katholische Partei baute eine eigene Turners organisation auf, die sich Orel nennt. So haben schon vor dem Weltkriege mehrere tschechische Turnerverbände nebeneinander gewirft. Das Mitglied der Labour- Partei Miß wiltinson fragt: Warum hat jedoch die Buttler: Baker hat seine Informationss quellen und wir haben die unseren. Nach unseren Informationen jedoch sind die Burgos Behörden für die Luftangriffe verant wortlich. Auf eine weitere Anfrage erklärte Butler, daß er über die in Rom geführten Verhandlun gen über die Versentung britischer Schiffe noch getroffenen Nachrichten werde die Kontrolle an nichts Näheres sagen könne. Nach den bisher eintugiesischen Behörden durchgeführt und sei auch der spanisch- portugiesischen Grenze von den por wirtsam... London über Franco verstimmt London. Die britische Antwort auf die Franco- Note dürfte kaum vor dem britiſchen Ministerrat am Mittwoch beschloffen werden. Die Stellungnahme Francos zu der Frage der Ent- es laum fassen können, daß der noch nicht 57jäh fendung einer internationalen Kommiffion zweds rige Mann nicht mehr unter den Lebenden weilt. Untersuchung des Bombardements offener Städte Und doch ist das Furchtbare wahr: in der Nacht hat in London ver stimmt. Franco hatte Ein- auf Montag, den 4. Juli, ist er in Paris gestorben. wendungen dagegen erhoben, daß Norwegen und unerwartet trifft das Ableben selbst seine nächsten Schweden, welche keine diplomatischen Vertreter Freunde, denn Bauer war noch Sonntag bis in Burgos haben, Delegierte in diese Kommif- gegen halb 11 Uhr nachts mit dem Sekretär der fion entfenden. Beide Staaten find bekanntlich Sozialistischen Arbeiter- Internationale, Friedrich von der britischen Regierung hiezu aufgefordert Adler, und mit Otto Leichter in lebhaftem Geworden und haben auch zugesagt. Der Italienische Generalstabchef In Berlin dantenaustausch beisammen. Zwischen zwei und drei Uhr früh hat ein Herzschlag dem Leben des großen Politikers und Theoretikers ein Ende gefegt. Wenn je das Wort wahr gewesen ist, daß der Tod eines Menschen eine unausfüllbare Lücke Berlin.( Havas.) Der Chef des italienischen hinterläßt und daß der Verlust unerfeßlich ist, so Generalstabes General Pariani ist Sonntag diesmal. Es hat in den letzten Jahrzehnten eine abends über Einladung des deutschen Oberbefehl Reihe bedeutender sozialistischer Wissenschafter, Habers von Brauchitsch in Berlin eingetroffen. Politiker und Schriftsteller gegeben; Otto Bauer General Pariqni wird eine Reihe militärscher den Schülern von Mary und Engels neben Starl war zweifellos einer der bedeutendsten und' unter Objekte in der Umgebung Berlins besuchen. Von Stautsky wohl der bedeutendste. Man hat seinen beiden Seiten wird betont, daß dieser Besuch rein Namen oft neben dem Karl Renners genannt, militärischen Charakter hat. Mussolinis Getreidesorgen Er verzichtet trotzdem auf Hilfe aus dem Auslande... Rom.( Havas.) Ministerpräsident Mus- Dualität ist, als im Vorjahr. Sie ist jedoch folini eröffnete am Montag feierlich die geringer, was die Menge betrifft. Das italicErntearbeiten in der Provinz Littoria, welche nische Volk wird das zum Leben notwendige Brot durch Trockenlegung der ehemaligen pontinischen haben. Auch wenn es nicht reichen sollte, wird es Sümpfe geschaffen wurde. Um 12.30 Uhr stieg Mussolini auf eine Dreschmaschine, entblößte den Oberkörper und hielt eine Rede, in der er unter anderem fagte: fich nie dazu erniedrigen, irgendwelche Hilfe vom Ausland zu fordern. Die sogenannten Demo- Blutokratien haben sich verrechnet. Das italienische Volk wird immer und unter allen Um ständen dessen eingedenk sein im Kriege. - im Frieden und weil diese beiden Männer die ideologischen Wortführer der österreichischen Sozialdemokratie und der gesamten Internationale in der nationalen Frage gewesen sind. Zeichnete sich Renner durch einen ausgeprägten realpolitischen Sinn, durch rasches Erfassen der konkreten politischen Situa tion aus, so war an Bauer seine unerhörte Viel seitigkeit charakteristisch, mit der er alle Gebiete der Sozialwissenschaft, Philosophie, Nationalökonomie, Soziologie umspannte; dazu kam seine eingehende Kenntnis der Naturwissenschaften ja sogar der Mathematik. Dabei zeichnete Bauer tann: eine ungemein flare und einfache Schreibetwas aus, was nicht hoch genug geschätzt werden weise, die der klassischen Klarheit und Gerad ist mit Bauer einer der größten Denker dahinge linigteit feines Dentens entsprach. Ohne Zweifel gangen, die die sozialistische Arbeiterbewegung je hervorgebracht hat, und in einer Ideengeschichte des Sozialismus wird ihm dauernd einer der er ften Pläße gewahrt sein. Nach dem Weltkriege ist eine bedeutsame Aufwärtsentwvidlung aller dieser Turnerorganisas tionen eingetreten, wobei der Sokol, der gegen wärtig etiva 800.000 Mitglieder umfaßt, zahTenmäßig an der Spike marschiert. Seine Aufgabe ist die körperliche Ertüchtigung der Men schen schon von Jugend auf: vor einigen Tagen haben wir die prächtigen jungen, gesunden, frohen Menschen in den Straßen Prags gesehen. Was uns politisch in den letzten Jahren am Sokol am Ich bestätige, daß die Getreideernte im 16. bedeutsamsten erscheint, ist die Tatsache, daß diese Jahr des faschistischen Regimes von befierer Massenorganisation demokratisch geblieben ist, was wesentlich dazu beigetragen hat, dem Faschismus im tschechischen Volke den Boden zu entziehen. Die demokratische Tradition des tschechischen Vol: lamiert, durch diese Proklamation ist aller| garien, möge die Politik der Regierungen wie Otto Bauer wurde am 5. September 1881 tes, die ein Ergebnis seiner Geschichte ist, hat auch dings der Turnverband nicht die einzige Erzie- immer sein, an der Seite der Tschechoslowakei ist. in Wien geboren, hat aber schon in jüngeren Jah auf den Sokol mächtig gewirkt und verhindert, daß hungsorganisation geworden während man Ebenso bedeutsam sind die militärischen Uebun- ren Beziehungen zu Böhmen gehabt: 1897 bis diefe militante Organisation vom Faschismus auf deutscher Seite jeden, der nicht nach der gen, deren Zeugen wir morgen sein werden und 1900 hat er am Reichenberger Gymnaſium_ſtumißbraucht wurde. Diese Tatsache wird von allen Pfeife des Herrn Henlein tanzt, einfach aus der bei denen tschechoslowakische, jugoslawische und diert. Er besuchte dann die Universität in Wien tschechischen Parteien anerkannt und das ist der Nation ausschließt, bietet das tschechische Volt rumänische Militärabteilungen gemeinsam auftre- und hat sich bereits als Student der sozialiſtiſchen Grund dafür, daß alle tschechischen Zeitungen das lehrreiche Beispiel eines demokratischen Zus ten und damit die Festigkeit des Bündnisses der Bewegung angeschlossen. Auch seine MilitärdienſtSofoltongreß mit großer Sympathie sammenstehens für die Nation, für die staatliche Kleinen Entente- Staaten dokumentieren werden. zeit hat er in Böhmen verbracht, er diente beim gegenüberstehen. Im tschechischen Volfe ist eben Unabhängigkeit. So bedeuten die Sokoltage eine moralische Infanterieregiment Nr. 75 in Neuhaus und hat das Bewußtsein verbreitet, daß Ueber die innenpolitische Bedeutung hinaus und politische Stärtung der tschechoslowakischen diese Zeit benüßt, sich die Kenntnis der tschechi was für die hat aber das Prager Fest noch eine nicht zu über- Nation, insbesondere ihres wehrhaften Teiles und schen Sprache anzueignen, die er gut beherrscht Ertüchtigung und für den Fortschritt der sehende außenpolitische Wichtigkeit. Mit befondes damit, eine Kräftigung des demokratischen Staa hat; er hat nicht nur tschechisch gelesen, sondern Nation geschieht, für das Volt lebensnottvendig rer Begeisterung werden die jugoslawischen und tee. Der zehnte Sofolfongreß ist so als ein Be- auch tschechisch gesprochen. ist. Während auf sudetendeutscher Seite der bulgarischen Sokoln begrüßt, die in großer Zahl weis der Lebenskraft der Demokratie eines kleiTurnverband totalitäre Tendenzen verfolgt und in Prag eingetroffen sind. Es zeigt sich wieder. nen Voltes zu betrachten, als ein Beweis dessen. sich als die einzige Erziehungsorganisation pro- daß die Voltsstimmung in Jugoslawien und Buls daß die Demofratie im Herzen Europas lebt, dent und Orel, kurz, daß alles, Sokol, DTI Schon als Student wandte er seine besondere. Aufmerksamkeit der nationalen Frage zu. Die Frucht dieser Studien war sein berühmtes und Seite 2 DlenStag, 5. Juki 1038 Präsidenten-Appell an den Sokol Für Frieden und nationale Gerechtigkeit GEDENKET I>ai affen Anflmn der Arbeiterfürsorge! bahnbrechendes Werk„Die Nationalitätenfrage und die Sozialdemokratie"(1907). In diesem Buch hat er zum ersten Mal eine systematische sozialistische Theorie der Nationalitätenfrage ge- geben, aber auch der praktischen Politik der Sozialdemokratie die Wege geiviesen. Wie alle seine Bücher zeichnet sich auch dieses durch den allumfassenden Standpunkt und durch einen klassischen Stil aus. Mit einem unerhörten Wisse» und einer bei einem damals so jungen Menschen staunen»- lverten Belesenheit hat er, beivasfnet mit allem Rüstzeug der modernen Sozialwissenschaft, eine Erklärung des Wesen» der Nation und der nationalen Probleme gegeben, die auch heute unerreicht und unübertroffen ist. Diese» Buch ist ein Standardwerk der sozialistischen Literatur eines Jahrhundert», es wird noch Jahrzehnte mit Ruhen gelesen werden. In dem gleichen Jahr, da diese» Buch er« schien, Ivnrde die wissenschaftliche Revue der österreichischen Sozialdemokratie,„Der Kampf", begründet, die Otto Bauer mitredigierte und in der er fast Heft für Heft seine aufschlußreichen Artikel über die Zeitereignisse schrieb, mögen diese • da» Gebiet der Innen- oder Außenpolitik, der Wirtschasts- oder Sozialpolitik berührt haben. Ebenso wurde er Mitarbeiter der„Arbeiter-Zeitung", in der er die Ereignisse des Tages mit informativen Artikeln erläuterte. Er hat so neben Friedrich Austerlih dazu beigetragen, die„Arbeiter-Zeitung" zu einer der bedeutendsten Tageszeitungen Europa» zu machen. Hauptberuflich Ivar er vou 1907 bis 1914 Sekretär des Klubs der sozialdemokratischen Abgeordneten im Wiener ReichSrat und hat dort durch sein unerhörtes Wissen der Partei große Dienste geleistet. Er ist auf Parteitagen al» Referent einige Male ausgetreten, auch auf den Parteitagen der deutschböhmischen Sozialdemokratie hat er gesprochen, tvozu er als Kenner der nationalen Frage berufen war. Er schrieb in dieser Zeit auch eine Reihe von Broschüren, von denen tvohl die bedeutendste die kleine, aber ausgezeichnete Schrift„Die Teuerung" war, die geradezu als ein nationalökonomisches Lekrbiichlein betrachtet werden konnte. Auch in der Analyse der wirtschaftlichen Fragen war eben Bauer unerreicht. Bei Beginn des Weltkriege» mußte Bauer einrücken, er ging al» Offizier auf den russischen Kriegsschauplatz, wurde dort gefangen und hat längere Zeit in der Kriegsgefangenschaft verbracht. Diese, Zeit hat er dazu benützt, Russisch zu lernen und sich eine genaue Kenntnis Rußlands anzueignen, die ihm auch später große Dienste geleistet hat. Als Austauschgefangener zurückge- kehrt, trat er bald in der aktiven Politik hervor und kam nach dem Zusammenbruch im Jahre 1918 mit Viktor Adler inS Ministerium deS Aeußern. Als Adler am 12. November 1918 starb, wurde Otto Bauer als dessen Nachfolger Staatssekretär deS Aeußern und führte die aus« wärtige Politik Oesterreichs bis zum Friedensschluß von St. Germain, nach welchem er von seiner amtlichen Stelle zurücktrat. Während er Minister tvar, fand er dennoch Zeit, sich auch niit jenen brennenden Problemen zu befasien, die außerhalb seiner ministeriellen Funktion lagen, so mit der Frage der Sozialisierung, worüber er, eine Broschüre schrieb, welche die Auffassungen der sozialistischen Kreise jener Tage tief beeinflußt hat. Die russische Revolution und die mit ihr aufgeworfenen Fragen, die dann zu scharfen Gegensätzen innerhalb der sozialistischen Arbeiterbewegung führten, veranlaßte ihn, eine größere Broschüre über das Thema„BolschelviSmuS oder Sozialdemokratie?" zu schreiben, durch die er gleichfalls einen bedeutsamen Einfluß auf die Stellung der Sozialdemokratie zum russischen Problem auSübte. Nach dem Rücktritt von seinem Ministeramt wurde Bauer der ideologische Führer der Partei," er ist der Berfaffer des Linzer Programm» der österreichischen Sozialdemokratie gewesen und er hat auch die Agrarpolitik der österreichischen Sozialdemokratie durch sein Buch über die Agrar« rage bestimmt. Wie alle seine Bücher übten auch diese einen weit über Oesterreich hinauSgehenden Einfluß aus, sie wurden überall im Ausland gelesen und haben klärend auf die Politik der übrigen sozialistischen Parteien gewirkt, so daß Bauer auch durch Jahre hindurch der ideologische Führer der sozialistischen Internationale war. Auf allen Kongressen deS internationalen Sozialismus redete er in den Fragen der Außenpolitik ebenso wie in den Wirtschaft-- und sozialen Fragen ein gewichtiges Wort. Obwohl er der politische und parlamentarische Führer der österreichischen Sozialdemokratie war, fand er immer wieder Zeit, Bücher zu schreiben, deren Wert stir den internationalen Sozialismus unvergänglich ist. So legte er die politischen Erfahrungen der ersten NachkriegSjahre in seinem Buch„Die österreichische Revolution" nieder, so gab er einen Ueber» blick über die neueste ökonomische Entwicklung in seinem Buch„Rationalisierung und Fehlrationalisierung", so hat er noch im vorigen Jahre die gesamte europäische Situation, die Lage de» Sozialismus in seinem Buch„Zwischen zwei Weltkriegen" Umrissen. In den denkwürdigen Febertagen hat Otto Bauer, so lange noch ein Fünkchen Hoffnung vorhanden war, daß es den österreichischen Arbeitern gelingen toerde, den Angriff de» Faschismus abzuschlagen, an der Spitze der Bewegung gestanden. E» gelang ihm dann, in die Tschechoslowakei zu flüchten; er ließ sich.in Brünn nieder, wo er bi» vor kurzem geweilt und. das Auslandsbüro der österreichischen Sozialdemokratie geleitet hat. Gerade in dieser Zeit kamen wir mit ihm oft in Berührung und konnten ihn an der' Arbeit sehen, konnten beobachten, wie er nicht nur immer wieder die Zeitereignisse zu verstehen suchte» sondern wie er jedem österreichischen Emigranten zu helfen bemüht war. Bor kurzer Zeit ist er nach Paris übergesiedelt. Mit ihm ist einer der. größten Denker gestorben, den der wissenschaftliche Sozialismus und den die Sozialdemokratie hervorgebracht hat. Eine Zeit, in der ein geist- und kulturloser Faschismus triumphiert, kann einem so großen Geist nicht voll gerecht werden. Wer sich jedoch mit den großen Lebensfragen des sozialistischen Proletariats je beschäftigt, wen jemals das Feuer des sozialistischen Ideals erwärmt hat, in weffen Herz die Sehnsucht nach einer besseren Gesellschaftsordnung, nach Freiheit, Frieden und Menschenwürde lebt, der weiß,>vaS der internationale Sozialismus, was die Welt des Geiste», was die Menschheit an diesem großen Vorkämpfer der sozialistischen Idee verloren hat. Wir sind der festen Ueber« zeugung, daß die Nachwelt Otto Bauer würdigen und daß das Urteil über eine Zeit beschämend sein wird, welche einen ihrer größten Denker in der Emigration hat sterben lassen. Prag. Ani zweiten.Haupttag de» Sokolkon« gresseü brachten die Sokoln dem Präsidenten der Republik auf dem dritten Burghof eine Huldigung dar. I» seiner Dank-Rede sagte der Präsident, eS sei ein Erfolg deS Staates und der Ratio««, daß der Sokol in dieser unruhigen Zeit Ruhe und Ordn«ui«g und tiefe Ergebenheit für die deniokra» tischen Ideale bewahrt hat. Diese Ideale schlös- seu die Freiheit und die sittliche Reife der Bürger in sich und die ergebene Zusammenarbeit mit allen Rationen in der Sache deS Frieden». Die Idee deS Sokol verkünde der Welt, daß die Nation nur ein Teil der gesamten Menschheit ist, eine Einheit, die der gesainten Menschheit nützlich sein müsse. In diesem Sinne müßten auch die Sokoln alles begreifen, wa» in den nächsten Tagen zur Zusammenarbeit mit allen Nationen de» Staate» werde unternommen werden.»Wir wollen auch mit ihnen eine menschlich hingebungsvolle, ruhige und vernünftige Zusammenarbeit, wir wollen auch ihnen einen Beweis unserer Achtung vor ihrer menschlichen und nationalen Individualität geben. Wir wollen auch hier unsere sokolmäßige und demokratische Gleichheit und Menschlichkeit geltend machm. Wir verlangen freilich dasselbe von der«««deren Seite." ES werde nichts geschehen» >va» die Republik m«d daS demokratische Reginie gefährden könnte. Aber gerade jetzt werde der Beweis geliefert, daß der Staat fest, Widerstands, fähig, reif und friadenvfähig sei. kiesige Beteiligung am SokolkongreB Am Sonntag war der erste Haupttag de» zehnten SokolkongreffeS. Die Teilnahme stellte alles bisher bei ähnlichen Massenkundgebungen Dagewesene in den Schatten. Auf dem Stadion in Prag waren nicht weniger als 200.000 Zuschauer versammelt, die den Uebungen der 54.000 Sokoln und.Sokolinnen zusahen und angesichts der schönen Leistungen iinmer wieder zu Beifallskundgebungen hingerissen wurden. Den Uebungen wohnte auch derPräsidentderRe, publik bei, der Gegenstand begeisterter Huldigungen war. Fast das ganze diplomatische Korp» war vertraten. Um drei Uhr nachmittag» begannen die Vorführungen. 8000 Brieftauben flogen mit Botschaften vom Sokollongreß in alle Windrichtungen. Dann zeigten die Sokoln Wehrhaftigkeitsübungen. Anschließend turnten die Frauen und die Jugoslawen. Bei den Uebungen der Jugoslawen kam eS zu eindrucksvollen Verbrüderungskundgebungen. An der Aufführung der Sololszene am Sonntagabend nahmen 70.000 Zuschauer teil. Aus Rumänien und Jugoslawien kamen Militärdelegationen nach Prag.Die Prager Bevölkerung bereitete ihnen einen begeisterten Empfang. Hunderttausende säumten die Straßen, durch die sich der Zug der Soldaten belvegte. Die Soldaten-Gäste aus Rumänien und Südslaivien«vurden in der Stefanik-Kaserne und in der Kaserne auf dem Pohokeleh untergebracht. Ihr Marsch durch die Straßen machte infolge de» Andranges der sie begrüßenden Massen eine stundenlange Einstellung des Verkehrs in gewissen Gaffen notivendig. Am zweiten Haupttag"(Montag)' des SokolkongreffeS waren wieder gegen 180.000 Zuschauer auf dem Stadion;-sie akklamierten besonder» die Freiübungen der Amerikaner, des russischen Emigranten-SokolS und anderer ausländischer Gäste. Ain Dienstag«verden ebenfalls ausländische Gäste zu Uebungen antreten. An die 30.000 inländische Sokoln und ebensoviel Sokolinnen werden Freiübungen zeigen. Sänttliche Plätze des Stadions sind besetzt, es war■ schon seit Tagen keine Karte mehr zu bekoinmen. Festzug der 300.000 Der Mittwoch wird mit einem großen Umzug der Sokoln eingeleitet werden. Er wird sich durch folgende Straßen bewegen: Sokolskä, Wen» zelsplah, Straße de» 28. Oktobw, Jungmannova, LazaruSgasse, Myflikova, Riegerkai,, Nationaltheater, Masaryk-Kai, Parlament, Salnitergasse, Parisergasse, Altstädter Ring. Man rechnet mit einer fünfstündigen Dauer des Zuges und einem Vorbeimarsch von etwa 800.000 Mensche». Mittwoch nachmittags wird im Stadion das Militär auftreten, und zioar 8800 tschechoslowakische Soldaten, 300 Jugoslawen, 300 Rumänen, ferner einige motorisierte Einheiten und Dragoner-Abteilungen der tschechoslowakische«« Armee. Ferner werden Artillerie« und Genietruppen Vorführungen zeigen. Die Schlußparade «vird durch den Flug von 250 Apparaten eingeleitet«verden. 7lso und Sokol del Hodia Prag. Der Vorsitzende der Regierung Dr. Milan H o d j a empfing Montag nachmittags die Vertreter der Slovakischen BolkSparlei HlinkaS, den Borsitzenden-Stellvertreter Abg. Dr. T i f i und den Generalsekretär Abg. Dr. Sokol. Gegenstand deS Gespräches waren einige GesetzeSprojekte, die sür die bevorstehende Parka» «nentSsaison vorbereitet sind. Dr. Hodja wird in den nächsten Tagen auch die Vertreter der übrigen oppositionellen Parla- mentSklub» empfangen. Unabsehbare Folgen... Neiu vor den Analandstachechen Auf dem Manifestationskongreß der Auslands-Tschechoslowaken, der am Montag im Parlament tagte, hielt Minister Jng. NeöaS in Vertretung der Regierung eine Rede, in der er u. a. sagte: In Europa wird jetzt ein Kcunpf um die Evhaltung der Demokratie geführt. Wir sind hiebei das am meisten exponierte Land. Wir sind Hüter nicht nur der eiaenen Freiheit, sondern auch des europäischen Gleichgewichtes im besten Sinne des Worte». Wir sind der Schwer« punkt Europas und seine Verlagerung würde für Europa und die ganze Welt unabsehbare Folgen hüben. Dessen mögen sich alle jene bewußt sein, die an dem tschechoslowakischen Grundpfeiler rütteln wollten. I Zwischen I Mann und Kind Roman von Llli K ö r b e r M AuS dem Nebenzimmer kamen plötzlich schrille Geigenstriche. Die Mutter steckte den Kopf durch die Tür, bat gequält: „Werner, verstehst du denn nicht, daß du um diese Zeit nicht spielen darfst. Franzl muß schlafen." „Ich schlafe nicht, Mutter", rief eS springlebendig hinter ihrem Rücken.„Ich warte, bis du aus dem Taft Museum zurückkommst. Und Robert ist ja auch noch nicht zu Bett gegangen." „Gute Nacht mein Liebling", gab es Frau Martha auf und beugte sich über ihren Jüngsten. Franzl schnellte auf, drückte sein Mauseköpschen an ihre Brust: „Mutter, weißt du, der Schäffer ist so ein Ekel, er..." „Morgen, Franzl, morgen erzählst du mir alles, ja?" „Nur ein kleines Momenterl," bat er,„ich muß dir waS sagen." „WaS denn?" „Ich«nüchte so gern eine gebrannte Mandel haben, nur eine einzige", flüsterte er zärtlich. Im Speisezimmer, wo sie die gebrannte Mandel holte> saß Robert über seiner lateinischen Grammatik gebeugt, die Finger in den Ohren, und sprach drohend mit düsteren Augen: „Als Neutrum haben wir auf„er" „Cadaver, iier, verber, ver..." Daß Robert von selbst Latein stuckte, dawar auch noch niemals vorgekommen. Wa» die Buben heute nur hatten? M» sie. Franzl die Mandel in den Mund gesteckt hatte, erhob sie sich energisch. Er protestierte nur schwach: sein Gerechtigkeitsgefühl sagte ihm, daß die gebrannte Mandel al» M-< fertigung anzusehen war. Aus dem Nebenziinmer drang kein Ton, nur ein Lichtstreifen kam durch den Türspalt. Die Mutter schaute«wch in» Speisezimmer, wollte Robert zu Bett schicken, ihm gute Nacht sagen. Mer. er saß mit haib- geschlossenen Augen da und wiederholte laut und abweisend: „Cadaver, iter, derber, bec.. Der freundliche Gutenachtgruß der alten Steffi tat ihr besonders wohl. Zumindest war ihr diese nicht böse. In der Straßenbahn wagte sie es endlich, auf die Uhr zu schauen. ES war zehn nach neun. Wie peinlich l Aber allerdings, Werner hatte red)t: in ihrem Alter, mit ihren Pflichten durfte man keine Verabredungen treffen. Gewiß ging sie ab und zu mit Wally und ihrem Mann abend» ins Cafi, warum also auch nicht mit Dr. Geh- ler? Warum waren die Kinder plötzlich renitent geworden und warum hatte sie ihnen gegenüber die ganze Zeit ein Schuldgefühl? Dr. Gehler erhob sich, al» er sie auf seinen Tisch zukommen sah. Dabei registrierte er noch schnell, daß seinem Körper die frühere Geschmeidigkeit fehlte. Er stand nicht so behend auf wie früher.„Ich bin alt geworden." fühlte er und wunderte sich gleichsam, daß er alt werde wie andere Menschen auch. Und lächelte zugleich über sein Erstaunen und darüber, daß jeder Mensch, selbst ein Arzt, so egozentrisch sei, daß er nicht recht an seinen Verfall und Tod glauben könne. Und freute sich, daß die große, schöne Frau, die mit ruhigem Lächeln auf ihn zugeschritten kam, e» ihm nicht verdachte, daß er nicht mehr der Jüngste war. Und half^ffr dankbar au» der Jacke. „Lesen Sie nur ruhig Ihre Zeitung zu Ende,"— sie deutete auf den„Manchester Guardian", der vor ihm lag,„ich schaue mir indessen ein paar Modejournale an." Dabei griff sie nach den braunen Pappendeckeln, in die Zeitschriften hineingeheftet waren. „Die ist nicht von Männer verwöhnt worden," dachte Dr. Geßler mit Befriedigung. Aber er legte die Zeitung weg: „Wenn ich die seltene Gelegenheit habe, ein wenig mit Ihnen zu plaudern!" „Ol. Die seltenen Gelegenheit! Wir waren doch tagtäglich zusammen!"' „In Pörtschach! Aber hier lassen die drei kleinen Kerle kein Stückchen von der Mama übrig!" Sie lachte belustigt. Nun meldete auch er seinen Anspruch an! „Sie wisse«« gar nicht, wie recht Sie haben. Deswegen komme ich auch so spät! Mein Großer wollte einen Schilling haben, der Kleine eine gebrannte Mandel, und der Mittlere war einfach bitterböse auf mich und stürzte sich vor lauter Verzweiflung in lateinische Vokabeln!" „Ader nach allem, was ich von ihm weih, dürften die Folgen dieses BerzweiflungSauSbru« ches für den jungen Mann recht gesund sein?" Sie lachte wieder. Auf einmal war da» alles nicht mehr tragisch, nicht einmal der Fleck, den sie plötzlich mitten auf ihrer weihen Bluse entdeckte. „O Weh! Die Spuren von Franzl» gebrannter Mandel." Dr. Gehler sah ihr auf die Brust. Mer bevor sie noch Zeit hatte, verwirrt zu werden, blickte er sie voll an und fragte: „Sind Sie mit dem Ergebnis de» Sommer» zufrieden?" „Ja und nein. Erholt haben sich die Buben wunderbar. Aber—", sie suchte nach Worten, die alle» erklären würden, ohne die Jungen in» Unrecht zu setzen.„Aber es ist so furchtbar, daß, ich sie gar nicht erziehen kann." Er lachte über dieses treuherzige Geständnis. Sie lachte mit und fuhr fort: «Ich verwöhne sie doch gar nicht. Mer ich weih nicht wieso, sie verwöhnen sich selbst!" Wiederum lachten beide. „Na, da» möchte ich aber auch tun, da muß ich bei Ihren Buben in die Schule gehen. In der heutigen Zeit kann man'» so recht brauchen." Martha tat er leid. Sie blickte auf den schwarzen Streifen auf seinem Aermel. „Aber Ihre Freundin," sagte sie ermunternd,„Ihre Freundin verwöhnt Sie doch gewih." „Ja, ich beklage mich auch nicht. Mer wissen Sie, manches Mal verwöhnen einen die Menschen auf die falsche Art." Er schwieg, setzte dann fort.„Weil sie eigentlich gar nicht wissen, wa» man braucht." Frau Martha tat diese» langsame Reden, «nit Pausen dazwischen, ordentlich wühl. Seine Art erinnerte sie an irgend jemanden, der ihr sehr lieb war, sie wuhte nur nicht, an wen; ein Bindeglied in der Assoziation entfiel, sie hatte nur ein unbestimmte» Gefühl von Wärme. Und e» war schön hier im Taft, e» glänzte voll Licht, an den Nebentischen sahen elegante Frauen und Männer mit interessanten Gesichtern. So kamen sie zumindest Frau Martha vor. Auf einmal gefiel ihr die ganze Welt. Wie schön war es, sich einmal auszusprechen, mit Wally konnte sie da» nicht. Wally war eine gute Freundin, hatte sie für die Ferien in ihre Billa nach Pörtschach eingeladen, da» wuhte sie zu schätzen. Gewih, e» war nicht ganz uneigennützig, sie muhte jemand haben, mit dem sie über das Verhältnis ihres Manne» schimpfte.„Eine Kindergärtnerin," wiederholte sie empört,„eine ganz simple Kindergärtnerin..." Plötzlich fragte Dr. Gehlert «Wie geht e» Frau Kandlerf* (Fortsetzung folgt) Mr. 156 Dienstag, 5. Jult 1938 Sudetendeutscher Zeitspiegel Das Reichsfalkentreffen in Bodenbach 3000 Arbeiterjungen und Mädel marschieren Bodenbach im Zeichen der Roten Falken Bodenbach.( Eigen bericht.) Der Haupttag des Roten altentreffens wurde zu einem wahrhaft erhebenden Erlebnis für alle Teilnehmer. Schon in den Morgenstunden kamen immer neue Gruppen Roter Falken mit ihren Helfern aus allen Richtungen. Bald waren alle Straßen belebt von blau gekleideten Buben und Mädeln. Um§ Uhr früh nahmen weit über 1500 Falken und 500 Jugendliche auf dem Festplatz den Morgenappell entgegen. Dann folgten Spiele und Tänze. Nach kurzer Pause traten 1200 Fals fen und 400 Jugendliche zu einem Propagandamarsch durch die Straßen Bodenbachs an." Es war ein herrliches Bild, die Arbeiterjungen und Mädel in blau und rot, überweht von Fahnen und Wimpeln, in kilometerlangem Zuge marschieren zu sehen. Von allen Seiten flangen Fanfaren und Trommeln, schallten ihre Lieder und widerhallten die frohen Kinderstimmen in Freundschaft und Freiheit- Rufen. Der Festzug Den Höhepunkt der ganzen Veranstaltung bildete der Fest zug. Er bot ein einzigartiges Bild, ei war ein Erlebnis für die Kinder und für die Suschauer und wir behaupten nicht zu viel, wenn wir sagen, daß wir Aehnliches noch nicht gesehen haben. Ein Feitzua, filometerlana, gebildet von 3000 jungen Menschen, alle in bauen Hemd und roten Schlips, ein estzug der Kinder deut cher jozialdemokratischer Arbeiter, Die herbeigeeilt waren aus dem tiefsten Böhmerwald, aus Weitböhmen, dem armen Erzgebirge, aus den Industriegegenden Aussig und Tepliß, aus dem Niederlande, aus Reichenberg, aus Mähren und Schlesien und die uns so recht vor Augen führten, daß es mit dem Wunsche unserer Gegner, die Sozialdemofratie, die Arbeiterbewegung auszurotten, noch gute Wege hat. Unter Vorantritt einer starken Gruppe von Bläsern und Trommlern und eines starten Fahnen auges ergoß sich ein Strom sozialistischer Kinder durch die Straßen der Stadt. Im Zuge bewegten sich außer den Roten Falfen eine größere Gruppe tsch es chischer Jungturner und Turnschüler, die überall freundlich begrüßt wurde. Auch eine Gruppe Atus- Kinder in ihrer schmucken Kleidung fand bei dem Spalier bildenden Publikum freundliche Begrüßung. Die Freidenfer hatten eine schöne, ebenfalls blaugefleideie Gruppe Kinder geftellt. Gruppe an Gruppe zog vorüber. Jede zeigte etwas Sinnvolles. In dem langen Zuge verteilt famen Gruppen von Kindern, deren jedes auf der Bruſt einen großen Buchstaben trug, jede Reihe ergab ein Wort und die Worte bildeten Säße, Paro len. Da lasen wir:„ Ordnung, Freundschaft, Solidarität"...Wir grüßen alle Arbeiterlinder der 190 würden lieber das Sorst- Wessel- Lied und andere Botenlieder hören. Unsere Fahnen gefallen ihnen nicht, weil sie Sehnsucht nach dem Hakenkreuz haben. Es gefällt ihnen auch nicht, daß Arbeiterwohnungen gebaut werden, weil sie es lieber fäben, wenn für Sozialisten Gefängnisse und Kerter gebaut würden. Wir aber wollen dis Freiheit und die Demo Kindern sprechen muß, die Bedeutung dieser beiden ratie hochhalten und die Arbeiterbewegung vorSymbole. Sie sind beide für uns Zeichen der Frei wärtsführen Abgeordnete Irene Kirpal beit, des Rechtes und der Menschlichteit. Sie sind Symbole, die überall gelten, Namens des Frauen- Reichskomitees begrüßte wo Menschen leben, die es mit der Sumanität. Irene Kirpal die Sundgebung und richtete herz mit den ewig unvergänglichen Menschenrechten halliche Worte an die Kinder. Ihr seid, so sagte fie, ten. Unter großem Zubel der Kinder und der Er- terufen, das Erbe unferes Kampfes zu übernehmen. wachsenen verlas er sodann ein Begrüßungs- Die Schule, die ihr chreiben unseres Genoffen Dt.& 3 ed, dem bon for creatie haben mich das, was mir Mitgründer unserer Kinderfreundebewegung, in weldig und das wollen wir Frauen der Partei wetthem es u. a. heißt: machen. Ibr. Jungen und Mädel versteht vielleicht noch nicht ganz, was Faschismus ist. Aber der Fas schismus greift auch in Euer Leben. Wir wollen ihn verhindern und Ihr sollt dazu mithelfen. Mit Euch, mit Euren Elternbauen wir eine neue Welt, eine Welt ohne Knechtschaft, ohne Unterdrüdung, eine Welt glüdlicher Menschen, die Welt des Sozialismus. „ Nehmet, liebe Jungen und Mädel, auf diesem Wege meinen innigsten Freundschaftsgruß entgegen. Auf Euch, die Ihr die Hüter des heiligen Feuers unserer Bewegung, die Träger unserer stolzen Tua ditionen, die Wahrer ihrer herlichen Ideen sein follet, auf Euch ist die große Goffnung der fudeten deutschen arbeitenden Menschen gestellt. Als Vollender des begonnenen Werfes werdet Ihr bauen, an einer neuen Welt, die heute mitten im internationa en Chaos noch ein Traum sein mag, schließlich aber doch Wirklichkeit werden wird, denn dies ist der Geschichte chernes Muß." Abgeordneter Franz Kögler überbrachte unseren Falfen die Grüße des Partei, vorstandes und der Kreisvertretung. Mit einem vinweis darauf, daß es nur unserer wehrhaften Demokratie gelungen ist, zu verhindern, daß unsere schönen deutschen Städte verwüstet und ihre Menschen vertrieben wurden, saate er, die Tiche choslowakei ist das einzige Land in Mitteleuropa, wo die Freiheit noch lebt. Sier wehen noch rote Bahnen, hier tönen noch Trompeten und Trommeln, damit die Schläfrigen aufgewedt werden. Jene, die geglaubt haben, als man ihnen ſagte, die Sozial demokratie sei tot, werden heute große Augen gemacht haben und vielleicht erkennen sie, daß sie angelogen worden sind. Wir wollen uns die Freiheit eines Landes, in welchem es Kinderrepubliken gibt, bewahren. Aus wenn es den anderen nicht gefällt. Es gefallen ihnen ja auch unsere Lieder nicht. Sie 1200 junge Falfen führten sodann das eit spiel auf, das eine symbolische Darstellung des Kampfes zwischen Gut und Böse zum Inhalt hat und teils in Sprechchor, teils in Liedern abs gewickelt wurde. In weiterem Verlaufe des Feſtes gab es Wettkämpfe, unter den Neſtfalten im Eierlauf, unter den Jungfalten wurde eine Wimpelſtafette ausgetragen und die Rotfalten wetteiferten im Zeltbau. Selbstverständlich zeig ten auch die Turnschüler des Atus ihr Können und den Abschluß bildete dann die feierliche Einholung der Fahnen. Am Montag unternahmen die Fallentinder Besichtigungen und Wanderungen in der Stadt und Umgebung und am Dienstag werden sie eine Besichtigung des Zeltlagers in Steins dorf vornehmen. Den Gästen, vor allen Dingen unseren Roten alten, aber auch den Arbeitern von Bodenbach und Umgebung wird dieses einzigartige Erlebnis dauernd in bester Erinnerung bleiben. Das Fest ,, aller" Deutschen in Komotau ein Fest der SdP ,, Ein Volk, ein Reich, ein Führer!" ,, Wir sind Nationalsozialisten!" Wir wollen Volksabstimmung!" Wir wo In Komotau wurde am Sonntag vom Bund der Deutschen" das Fest aller Deutschen" abgehalten. Vorher hatten die Nazi- Zeitungen geschrieben, daß man mit einer Teilnehmerzahl von 170.000 redne; nun, die Tatsachen reden eine andere Sprache... Am Freitag wurde die Stadt dekoriert und illuminiert. Ueber die Straßen wurden Papiergirlanden gespannt und die Häuser mit Reisig und Abzeichen geschmückt. Allerdings hatte ein über Nacht tobendes Gewitter die Dekorationen arg zugerichtet, so daß sie Samstag früh erneuert werden mußten. Welt". Wir find Arbeiterkinder und sind stolz dar auf". Wir wollen für unsereVäter Arbeit, für unsere Mütter Freude"... Wir wollen quieKinderbüchereien". " Wir wollen schöne Spielpläge"," Wir wollen son nige Kinderheime"," Wir trinken nie Alkohol" und vieles andere. Eine große Gruppe 30g an uns vor über und jedes Kind trug ein Buch in der Hand. Samstag traf der Bundesobmann Pfarrer Sehr treffend bemerkte eine Arbeiterfrau dazu: Das ist der Unterschied, unsere Sin Wehrenfennig ein, der mit Fanfarenmujit vom Ser tragen Bücher, die völtische Ju- Kirchturm herab begrüßt wurde. Außerdem gab send trägt Dolch messer." Im Zuge wurde es im Rathaus einen feierlichen Empfang. In cine riesige Staatsflagge getragen. Wo den Abendstunden des Samstag wies die Stadt diese Fahnengruppe das Svalier passierte, erscholl fast teine Veränderung auf, denn auswärtige Tautes Händeflatschen, ertönten Bravo- Rufe. In Gäste waren nur in geringer Zahl eingetroffen. furzem Abitaude folgte eine ähnliche Gruppe, die eine Sonntag freilich sah es schon anders aus. ebenso große ro te ahne trug. Und weiter folg= ten Gruppen, Festwagen und als der Zug der Kin rer beendet war, schlossen sich hunderte und hunderie erwachsene Arbeiter an, die als Gäste an dem Reichstreffen unserer Roten Falken teilnehmen wollten. Auf dem Festplats War der große Festplaß während der Dauer des Feitzuges nur von einzelnen Personen belebt, so änderte sich schlagartig das Bild, als der Feitzug fam. Im Handumdrehen bildete er ein wogendes Meer von Menschen und selbstverständlich vor allen Dingen unserer Roten Falten. Diese waren in ihren Formationen angetreten, rings herum standen Kopf cr Kopf Arbeiterfrauen, Arbeiter und was uns besenders freut, es befanden sich unter ihnen auch zahlreiche unserer tschechischen Freunde. Wohl an die 6500 bis 7000 Menschen dürften am Plaze gewesen sein. Die Staatsflagge wird gehißt Ein Fanfarenfigual ertönte. Mit entblößtem Haupte standen die Männer, als sich langsam die riesige Staatsflagge hob. Und dann flangen von tav senden Kindern erstmalig in solchem Umfange und kei solchem Anlaſſe in deutscher Sprache gesungen, die Staatshymne über den weiten Plak. Als der lezte Laut verffungen war, webte das Symbol unserer Republit, stolz und feierlich auf hobem Maite Die rote Fahne Wieder ein Fanfarensignal und die rote abne wurde hochgezogen. Wieder klang aus Kinderfehlen ein Lied, das Falkenlied, das Ried unserer Kinder. As der feierliche Aft der Fahnenhissung beendet war, sprach ein Falkenmädei einen furzen Prolog und dann trat Gustav Schweizer, Um etwa dreiviertel zwölf 11hr fam Konrad Senle in mit seinem Stab in Stomotau an. Dabei fopierte er hn"... Im offenen Auto stehend, hob er lässig dic Hand zum Faschistengruß. Auf dem Marktplage wurde er von einer großen Menschenmenge begrüßt. Sonntag früh fand auch die Hauptversammlung des„ BdD" statt, in der Konrad Henlein besonders geehrt wurde. durch die nachfolgenden Reden und durch Sprechchöre der Teilnehmer noch verstärkt. die Ceite 3 Noch 224.000 Arbeitslose Schwächster Rückgang in Böhmen Prag. Ende Juni dieses Jahres wurden nach den vorläufigen Ziffern der Arbeitsvermitt lungsämter 224.253 Arbeitslose gezählt, wäh rend Ende Mai nach den definitiven Ziffern noch 284.785 Arbeitslose gezählt wurden. Der Rück gang für das gesamte Staatsgebiet beträgt also 60.532 Personen oder 21.3 Prozent, ist jedoch in den einzelnen Ländern sehr ungleichmäßig. 3n Böhmen beträgt er 17.440 Personen oder 10.7 Prozent, in Mähren- Schlesien 18.293 oder 28.8 Prozent, in der Slowakei 23.735 oder 44.2 Prozent und in Karpathorußland, wo das Net der Arbeitsvermittlungsanstalten noch nicht sehr ausgebaut ist und daher keineswegs alle Arbeitslosen von der Statistik erfaßt werden, 1.064 oder 20.7 Prozent. Gegenüber dem Juni 1937 ist die letzte Arbeitslosenziffer um 79.282 geringer, gegenüber dem Juni 1936 ſogar um 341.546. Binnen zwei Jahren ist also die Arbeitslosenziffer um 60.4 Prozent gefunken. sent. Das sind unzweifelhaft sehr ungünstige Da ten, von denen man nur erwarten kann, sie seien vorübergehend. Die leeren we st böhmischen Bäder, mag nun die Schuld bei der internas tionalen Spannung oder der organisierten Attion der reichsdeutschen Presse liegen, können- eben sowenig wie Wirtschaftsbontott und Wirtschaftsterror- zu einer Lösung der sudetendeutschen Frage in dem Sinne führen, an dem allen jenen gelegen sein muß, die eine gewaltlose Lösung suchen. Es ist bemerkenswert, wie viele Leute, so wie sie in den Stand hochgradigen politischen Fic bers gelangen, gleich zu den Waffen greifen, die sich schon so oft als zweischneidig erwiesen und für die Lösung strittiger Fragen durchaus ungeeignet. Selbst wenn es während der politisch so unruhi gen Mai- Tage schwer fiel, auf die Ausländer dahin einzuwirken, daß sie die westböhmischen Bäder aufsuchen, wäre es zumindest möglich ges wesen, den Prozentsatz der ständigen Gäste aus dem Inland zu erhalten. Es geschah allerdings, daß z. B. auch Karlsbader Gemeindeangestellte sich zu Verkündern der mitteleuropäischen„ Naumann'schen Lösung" bekannten und gegenüber tschechischen Gästen offen von der Vertreibung der Tschechen nach Karpathorußland sprachen. Vertrauenskundgebung für Jaksch An den Parteivorsißenden Abg. Wenzel Jafsch traf gestern folgende Depesche ein: „ Die Vertrauensmänner Konferenz der Bauarbeiter am 3. Juli in Marienbad spricht dem Parteivorsitzenden volles Vertrauen aus und steht im Kampfe auf seiner Seite. Günther." Immer wieder, besonders jedoch dort, wo die Teilnehmer an Mitgliedern der Staatserekutive vorübermarschierten, hörte man Rufe wie: ,, Ein Volt, ct Reich, ein Führer!" ,,, Wir wollen Boltsabstimmung!" oder:„ Es lebe unfer Abolf, SdP- Blamage mit Jannings Konrad Henlein!" Daß daneben auch„ Juda verrede!" geschrien wurde, nur so nebenbei, dafür aber hatten auch einige Stomotauer Ju den ihre Häuser wegen des festlichen Anlasses" geschmückt... Gastspiel in Bürgstein unmöglich: Sechs Besucher Wie uns berichtet wird, sollte Staatsschaus spieler Emil Jannings, im Film und Die für 16 Uhr festgesetzte Kundgebung auf als begeisterter Nazi berühmt geworden, dieser dem höchstens 50.000 Menschen fassenden Kund- Tage im sudetendeutschen Bürgstein, wo er gebungsplatz fonnte erst um 19 Uhr abgehalten einst seine Starriere begonnen hatte, auf Einla werden. Zuerst sprach der Bundesobmann Pfar- dung der SdP dort und zur Hebung des Frem rer Wehrenfennig. Seine Rede hielt sich denverkehrs gastieren. Große Plakate hingen in in den allgemein üblichen Formen. Aehnlich Bürgstein und Umgebung und die gleichgeschalreferierte dann der SdP- Abgeordnete Künzl. teten nordböhmischen Blätter brachten entspre Als letzter sprach schließlich enle in selbst. Er hende Vorankündigungen. Und damit die Zeit" betonte neuerdings, keine Ausrede habe: die Veranstaltung war be hördlich bewilligt. Aber sie konnte dennoch nicht stattfinden, weil sowohl die Bürgsteiner als auch die Fremden bis auf sech 3 Personen ausblieben. Und Emil Jannings zog es unter diesen Umständen vor, nicht aufzutreten... daß er von den in Karlsbad erhobenen Forderungen nicht abgehen und bis zum letzten Mann darum kämpfen werde. Die Zahl der Kundgebungsteilnehmer läßt sich nicht genau abschäßen, doch war sie bedeutend größer als die der Festzugsteilnehmer. Zusammenfassend fann man nur noch ein mal festhalten, daß dies keine Kulturtagung, sondern eine politische Großkundgebung der SdP war, die in einem neuerlichen Bekenntnis zur nationalsozialistischen Weltanschauung gipfelte. Zu neun Zehnteln Wir sind doch auch Kameraden!" Beim Fest aller Deutschen in Komotau" konnte man einige interessante und bemerkens werte Beobachtungen machen. Es sei hier nur eine davon angeführt. Wie immer, tauchten auch bei diesem Fest alle iene Menschen auf, die von der Wohltätigkeit anderer leben. Straßenmujifanten. Bettler und ähnliche Existenzen, deren es heute leider nur zu viele gibt. Besonders auffallend aber waren einige traurige Gestalten, die in den dicht belebten Straßen lagerten: Striegstrüp p e I. Mit aufgehobenen Händen baten sic: ei, Kameraden! Ervarmt euch. Der für zwei Uhr nachmittags angefeßte Abmarsch des Festzuges erlitt eine gewaltige Verspätung. Erst nach 4 Uhr marschierten die Teilnehmer vom Stellplaße ab. Die Spize des Festzuges traf um 16.35 Uhr auf dem Marktplaß ein und um 18.25 Uhr kamen die letzten aus Deutschland! Teilnehmer anmarschiert. Der Umzug, der in„ Hosp. Politika" schreiben über das Paj der Mehrzahl Frauen als Teilnehmerinnen sah, sivum der Fremdenverkehrsbilanz: währte also eine Stunde und 50 Minuten. Da„ Nach der verhältnismäßig langen Zeit einer die Teilnehmer in Viererreihen marschierten, und vierjährigen günstigen Fremdenverkehrsentwidabgesehen von den gewaltigen Abständen der lung weisen die Mai- Statistiken in allen Teilen einzelnen Abteilungen voneinander, auch nicht einen Rückgang auf. Wesentlich gesunten sind die wir sind doch auch Deutsch e!" Aber allzu rasch gingen, da sie auf dem Markte ja den Meisen der Ausländer zu uns und der Tschecho- die vorüberhastenden Menschen hatten keine Zeit Opfergang des Bundes pajjieren mußten, fommt flowaten nach dem Ausland, die Aufenthaltsdauer für jie. Ihre Herzen wurden vom Anblick dieser man auf eine ungefähre Teilnehmerzahl von der Ausländer bei uns ist kürzer und besonders armseligen Opfer eines politischen Wahnsinnes 32.000 Personen, unter denen sich jedoch einige betroffen ist der Bäderbesuch. Gegenüber dem Vor- nicht bewegt, die Taschen blieben verschlossen. tauſend ſchulpflichtige Stinder befanden. In der jahrsmai kamen heuer u'm 50 Prozent uns aber, die wir die Zeit und ihre Gefah Stadt selbst dürften etwa doppelt soviel Men- weniger Ausländer zu uns, auch die ren verstehen, schien es, als wären diese Kriegss schen gewesen sein als man Festzugsteilnehmer Reisen unserer Angehörigen nach dem Ausland früppel ein lebendiger Protest gegen das Treiben zählte. find um etwa 20 Prozent zurückgegangen. Charat der Festveranstalter. Mit Schaftstiefeln und teristisch ist, daß den Rückgang der Ausländer schmissigen Uniformen bekleidete Männer, begei bei uns zu neunzehnte In die Deutschen aus sterungstruntene Frauen hasteten durch die dem Altreich und aus Desterreich dar- Straßen. Sie wollten ihren Führer" sehen. stellen. In den Bädern und klimatischen Kur- Und dann im Umzug schrieen sie:„ Ein orten hat die Zahl ausländischer Gäste um 40 Bolt, ein Reich, ein Führer!"" ober: bis 80 Prozent abgenommen, Wir wollen Volteabstimmung!" daneven tam es bei den Inlandsgästen in Dabei wissen sie sehr genau, daß ihre Wünsche Böhmen zu einem Rüdgang von 20 bis 35 Broz und Schnsüchte die Gefahren friegerischer Vers. An der Spise des Zuges marschierten einige hundert SDP- Fahnen. Sonst war im ganzen Umzuge höchstens noch die Fahne des Turnverbandes vertreten. Bundesfahnen jedoch sah man, der Vater und unermüdliche Betreuer obwohl es doch das Feſt des Bundes der Deutunserer Kinderfreunde bewegung schen" war, überhaupt keine. Das ganze machte an das Mikrophon. Nach herzlichen Worten der Be- daher den Eindruck einer politisch en grüßung erflärte er den Kindern, so wie man aus und gebung und dieser Eindruck wurde Seite 4 widlungen in sich bergen. Aber das ficht sie nicht| weiter an. An die möglichen Folgen einer der artigen Katastrophe wollen und mögen sie nicht denken. Ob mancher von den schmissigen Jünglingen beim Anblick der armen Kriegstrüppel daran gedacht haben mag, daß morgen schon er selbst so zugerichtet sein kann, wenn..., ja wenn es eben nicht Mächte gäbe, die um die Erhaltung des Friedens und die gütliche Lösung aller Probleme lämpfen würden. Mährisch- schlesische Dienstag, 5. Juli 1938 Der letzte Artikel Otto Bauers Nr. 156 Mitteilung der Verwaltung Die Verwaltung. Heftige Rebellenangriffe abgeschlagen Da am Dienstag den 5. Juli anläßDie dritte Ausgabe der von Ottol In Wirklichkeit geschieht genau das Gegenteil. lich des Feiertages nicht gearbeitet Bcuer begründeten Revue Der sosialistische Es geschicht gerade das, was Mussolini braucht, um Kampf"( Erscheinungsort Paris), enthält die sich seinen Bedrängnissen zu entwinden. Er hat jetzt wird, entfällt am Mittwoch den Teste journalistische Arbeit tes großen Berselbst das stärkste Interesse daran, seine Truppen 6. Juli unsere Ausgabe. Am Donners storbenen. Unter der Ueberschrift: Staats anleihen, der gelbe Fluß und die Pyrenäen" von den spanischen Fronten zurückzuziehen; denn er tag den 7. Juli erscheint unser Blatt zur schrieb O. B. unter anderem: fann die hohen Kosten seines spanischen Feldzuges Die chinesischen Armeekommandanten haben die des spanischen Krieges vor den italienischen Volksimmer schwerer tragen und die schweren Blutopfer gewohnten Stunde. Dämme des Gelben Flusses sprengen lassen. Riesige massen immer schwerer rechtfertigen. Aber er fann Gebiete Chinas sind überschwemmt. Tausende Dör- seine Truppen von der Front nur zurüdziehen, wenn fer sind zerstört. Hunderttausende chinesische Bauern zugleich Maßregeln getroffen werden, die dem GePartelberatung mit Weib und Kind find obdachlos. Millionen werden metal Branco such ohne bie italienischen Siffstruppen Olmüh.( Eigen bericht.) Im Zuge verhungern. Aber die Aufmarsch- und Etappen- den Sieg sichern. Genau das, was Mussolini braucht, der Aussprache mit den leitenden Vertrauens- linien der japanischen Invasionsarmeen sind zu sieht der englische Plan vor: die Zurüdaichung der männern der großen Organisationsgebiete fand unwegsamen Sümpfen geworden. Die japanische Freiwilligen" um den Preis einer Verschärfung Montag eine gemeinsame Sigung der mährisch- Seeresführung muß alle ihre Operationspläne der Blokade, die die spanische Republik erdrosseln schlesischen Streisorganisationen Brünn, Stern- revidieren. Japan, gezwungen, sich auf lange Dauer soll. Mr. Chamberlain hat ja ein persönliches Inberg und Troppau und der oſtböhmischen Kreis des Feldzuges einzurichten, muß seine Importe teresse daran, daß sein Freundschaftsvertrag mit organisation Landskron im Olmüßer Gewerk- drosseln und den Konsum seiner Voltsmassen ratio- Italien, um dessenwillen er Eden ausgeschifft hat, schaftshaus statt. Den Vorsitz führte Abg. He e- nieren. Auf lange Zeit hinaus find die japanischen in Kraft treten könne. Darum geschieht in dem ger. Der Parteivorsitzende Abg. I a tich er- Streitfräfte in China gebunden. Die Machtver- Augenblick, in dem es leichter wäre als seit Jahren, stattete einen eingehenden Bericht über die hältnisse in der Welt sind verschoben: Starte Kräfte der faschistischen Weltallianz eine Niederlage von außenpolitische Lage und über den augenblick der Sowjetunion, die bisher im Fernen Oſten ge- entscheidender Bedeutung au bereiten, gerade das, lungen. In seinem Referat behandelte er auch Generalstab wird die Kriegsmacht der Sowjetunion ihren Gefahren und damit zu ihrer Stärkung lichen Stand der nationalpolitischen Verhand- bunden waren, sind für Europa frei. Der deutsche was die faschistische Weltallianz zur Rettung aus eine Reihe von Aktionen und Maßnahmen, die in seine Rechnungen anders einstellen müſſen als braucht! zur Steigerung der Kampffähigkeit der Bewves bisher. gung teils eingeleitet wurden, teils vorbereitet find. An das Referat schloß sich eine Debatte, an der sich Abg. 3ischka, Kutscha, Lein 3 mer, Klascha und Rother beteiligten. In ſeinen Schluß- Ausführungen betonte Heeger, daß die mährisch- schlesische Parteibewegung bei der Vorbereitung des Gegenangriffes gegen Senleinfaſchismus nicht an letzter Stelle ſtehen wird. Sozialistische Jugend marschiert durch Bodenbach Der Kampf gegen den deutschen, den japanischen, den italienischen Imperialismus könnte nur als Stampf gegen den Faschismus wirksam geführt werden; denn der agressive Imperialismus ist der Lebensquell und der Lebensinhalt des Faschismus. Aber die herrschenden kapitalistischen Klassen der tärische Interesse des Sonntags galt den beiden Barcelona.( Ag. Esp.) Das größte milis Flügelpunkten des zwischen Bechi und Tales etwa acht bis zehn Kilometer breiten Abschnittes am Flusse Seco. Die republikanische Front, die hier von Ost nach West im allgemeinen zunächst dem Flußlauf folgt, ist im Rücken durch eine ausges dehnte Bergkette gesichert. Auf beiden Seiten dies scheitert sind, versuchten sie jetzt, in südlicher ser Kette, wo die frontalen Angriffe ſeit einer Woche unter blutigen Verlusten der Rebellen ges Richtung vorzugehen. Auf der andern Seite ist der italienische Fas Die durch Artillerie, Flugwaffe und Tanks schismus in arge Bedrängnis geraten. Die italieungewöhnlich stark unterſtüßten Angriffe im Unnische Ernie ist schlecht. Die Vorräte sind gering. terabschnitt Bechi galten vor allem dem etwa drei Der Brotpreis mußte erhöht, die Qualität des BroKilometer füdlich gelegenen Straßenkreuz. Von tes empfindlich verschlechtert werden. Die italieni hier aus geht eine Straße in füdwestlicher Richsche Intervention in Spanien, die weit mehr Blut- demokratischen Länder wollen nicht das faschistische tung über Artana nach Eslida unmittelbar am opfer fostet, als der abessinische Strieg gekostet hat, ist, System bekämpfen, sondern sich mit dem konkurs Rande des Massivs von Espadan. Eine andere unpopulär. Auf der Basis der gegenwärtigen wirt- rierenden Imperialismus ausgleichen. Deshalb Straße führt von dort über Villoveja nach Nuschaftlichen Lage fönnte eine Niederlage in Spanien tapitulieren sie in den Pyrenäen in demselben les. Mehrfach wiederholte Angriffe wurden fämtHerrn Mussolini sehr gefährlich werden. Augenblid, in dem die faschistische Weltallianz am lich abgewiesen. Auf dem westlichen Flügel dieser Die faschistische Weltallianz ist an zwei Stellen, im Gelben Fluß eine schwere Niederlage erlitten hat Front, bei Tales, versuchte der Feind längs des Fernen Diten und in Italien, empfindlich geschwächt. und in dem sie am Po und am Liber in ernste Fluffes auf Alcudia de Veo vorzudringen. Da Im Rahmen des Reichsfaltentreffens fand Die Möglichkeit wäre da, ihr eine Niederlage au be- Schwierigkeiten geraten ist, in demselben Augen- das republikanische Oberkommando über den Anam vergangenen Sonntag in Bodenbach u. a. auch reiten. Der Frontabschnitt, an dem man sie ihr be blid, in dem feste Entschlossenheit in Spanien den griffsplan der Rebellen rechtzeitig unterrichtet ein sozialistischer I ugen dappell statt, reiten kann, ist Spanien. Italien und Deutschland italienischen Faschismus ernsthaft erschüttern und worden war und die vorspringenden Punkte des der ein beredtes Zeugnis von dem unzerstörbaren haben alle Vereinbarungen über die Nichtintervention damit den deutschen isolieren und zum Frieden Verteidigungssystems rechtzeitig zurückgenomFreiheitswillen unserer Arbeiterjugend ablegte. in Spanien frech gebrochen. Antworteten die West- zwingen würde. Was Wunder, daß es im Ge- men hatte, konnten auch hier sämtliche Angriffe Auf dem Sokolplaz traten in den Morgenstunden mächte endlich damit, daß sie das zum Gespött ge folge solcher Politik der englische Nationalstola er mühelos abgewiesen werden. fünf Sundertschaften Burschen und wordene Prinzip der Nicht- Intervention aufgäben, tragen muß, daß Herr Mussolini seinen FreundMädels aus den Bodenbacher Bezirken zu einem der spanischen Republik die Versorgung mit Kriegsschaftsvertrag mit Mr. Chamberlain mit dem Bom Appell an, bei dem der Verbandssekretär Josef gerät freigäben, dann würde Mussolini in Spanien bardement englischer Handelsschiffe besiegelt und reiner sprach und feststellte, daß die eine Niederlage erleiden. Sein Prestige würde er- Herr Sitler es der City überläßt, sich die Darlehen, Jugend zum besseren Deutschtum, zur schüttert. Der Widerstand der darbenden Volks- die sie Desterreich gewährt hat, selbst zu bezahlen? Menschlichkeit die Voraussetzung für eine massen Italiens gegen den faschistischen Imperialis. Den fapitalistischen Demokratien ergeht es, wie sie große sudetendeutsche Jugendbewegung schafft. mus würde gestärkt. Deutschland wäre isoliert und es verdienen: Sie haben das Recht preisgegeben, als Bei dem darauffolgenden Marsch durch Bodenbach attionsunfähig, wenn sein italienischer Bundes- es um Abessinien, China, Spanien, Desterreich ging; und bei dem nachmittägigen Festzug umsäumten genosse durch wirtschaftliche und soziale Krisen ge- was Wunder, daß der Faschismus nun auch mit viele deutschvöltische Jungturner die Straßen. schwächt würde, während sein japanischer Bundes- ihren Rechten in gleicher Weise umspringt? Aber Ganz verdußt schauten sie drein, als sie die präch- genosse in China festgerannt ist. Die Tschechoslowas wie lange werden sie solche Behandlung ihrer Rechte tigen und feschen Arbeiterburschen und Mädels lei, mehr noch, der europäische Friede wäre gerettet. ertragen fönnen? hocherhobenen Hauptes in festem Gleichschritt durch die Stadt marschieren sahen. Sie mußten zur Kenntnis nehmen, daß ihrem Totalitätsanspruch hier eiserner Widerstand entgegengesett wird. Der Rassismus an der Prager Deutschen Universität Wir fügen diesem Bericht lediglich die Frage bei: Was sagt das Unterrichtsmini sterium zu dieser neuesten GleichschaltungsNuance? Steine gegen die Eisenbahner geworfen worden, die werden konnte, starb er. Drei weitere Arbeiter, iedoch niemanden trafen. Ueber den Vorfall, der sich die zur Hilfeleistung herbeieilten, erlitten ebennach 22 Uhr ereignete, wurde das Polizeiamt Fal- falls Vergiftungen und mußten in das Krankenkenau verständigt, das eine strenge Untersuchung an- haus übergeführt werden. ordnete. Acht Bergleute verschüttet Die am Sonntag von den republikanischen Truppen siegreich gewonnene Abwehrschlacht hat einen umfassenden Operationsplan des Feindes gleich zu Beginn durchkreuzt, was nicht nur ein glänzend gelungener taktischer Erfolg ist, sondern auch einer von höchster strategischer Bedeutung. Französisch- türkisches Militärabkommen Antiochia.( Havas.) Die französisch türkische Konferenz der Generalstäbe wurde er. folgreich abgeschlossen. Den Vorsitz führte der französische Divisionsgeneral unhinger, der Oberbefehlshaber der Levante- Armee; von türkifcher Seite nahm u. a. der zweite Generalstabschef General Hasim Gunduz an der Konferenz teil. Ueber die Konferenz wurde ein Kommuni qué herausgegeben, in dem es heißt: Sonntag nachmittags wurde in Antiochia eine Vereinbarung des französischen und türkischen Generalstab unterzeichnet, welche auf Grund des franzöfifchtürkischen Vertrages von 1937 abgeſchloſſen Gemäß den Bestimmungen des Abkommens Brag.( Amtlich.) Am frühen Morgen des Das Hilfsschülerheim in Reichenberg ist erweiMontag verübte in Komotau der Hilfsarbeiter der tert worden. Der siebenklassigen Hilfsschule in Das Prager Montagsblatt"( das gewiß Staatsbahnen Josef Jedlička in angetrunkenem Bu- Reichenberg wird ein Kindergarten für keine Meldung bringt, deren Wahrheitsgehalt ſtand einen Erzez. Er traf in der Kudlichgasse den schwachbefähigte Stinder angegliedert. Es fönnen von den Nazis angezweifelt werden könnte) Kaufmannsgehilfen Rudolf Selinger und mit dem noch einige ſolcher Kinder zwiſchen 4 und 14 Jahren wurde. Zwed diefer Vereinbarung iſt eine cene weiß zu berichten, daß an der juristischen FaRufe ,, Du bist auch so ein Henleiner" überfiel er ihn für das nächste Schuljahr aufgenommen werden. tuelle Zusammenarbeit beider Armeen zur Siche kultät der Prager Deutschen Universität bei den ohne alle Ursache mit einem Lederfnüttel. Selinger In den Monaten Juli- August werden schwachverfchat von Alexandrette und dessen politisches StaPromotionen, die in den letzten Wochen floh zur Polizeiwache, wo er aber die angebotene anlagte Kinder für eine Feriensiedlung aufgenom- ung der Unantastbarkeit des Gebietes des Sanh vorgenommen wurden, das erstemal Arierärztliche Untersuchung ablehnte. Dann ging Jedlička men. Anfragen an die Direktion des Hilfsſchüler- tut. Nach Unterfertigung der Bereinbarung weiter und überfiel in der Prager Gasse auf die heimes, Reichenberg, Hirtengasse 3. unterschrieben die Vertreter beider Generalstäbe von Nichtariern sorglich geschie auch ein beigefügtes Protokoll, durch welches Deden wurden. Da einige eifrige Anhänger des gleiche Weise den Handlungsgehilfen Franz Becht, tails der Zusammenarbeit des französischen und Rassenprinzips den Wunsch aussprachen, bei der der bei dem Beltlager der Turnerjugend Wache hielt. Amtseinführung des Prager Primators türkischen Militärs in Sandschak geregelt werPromotion unter sich zu bleiben, und die Fatul- Pechl rief um Hilfe. Eine Schar von 16 Mitgliedern tät diese Forderung angesichts der hier herr- des Arbeitsdienstes", die hier mit Schaufeln aufBrag. Der Primator der Hauptstadt Prag den die beiden Regierungen bestimmen. den. Den Beginn dieser Zusammenarbeit wermarschierte, verfolgte darauf den Jedlička und holte Dr. Bent 1, dessen Wiederwahl durch den Präschenden Strömungen offenbar gerechtfertigt gefunden hat, wurde dem Ersuchen der jugend- ihn bei der Anlage vor dem Bezirtsgericht ein. Sie sidenten der Republik bestätigt worden ist, wurde lichen Reinheitsfanatiker Folge gegeben. Die schlugen mit den Schaufeln einige Male auf Jedlička Montag vormittags durch den Landespräsidenten fommt fofort ein 2500 Mann startes Kontingent , jüdischen" Promotionen wurden, wie das Blatt ein und fügten ihm eine leichte Verlegung zu. Die Dr. J. Sobotta feierlich in sein Amt eingeführt. des türkischen Heeres in den Sandſchak. herbeigerufene Polizeiwache machte weiteren Ausfast zynisch weiter berichtet, dadurch einigerma Ben gemildert", daß als freifinnig beschreitungen ein Ende und brachte sowohl Jedlička Anwesend waren u. a. der Präsident des Abgeord= netenhauses Jan Malypetr, der Präsident Jüdische Terroristen wie auch Beschl und zwei Mitglieder des Arbeitskannte nicht jüdische Studenten über bedes Senats Dr. Frant. Soukup, zahlreiche Abgeordnete und Senatoren, die Minister Be= werfen Bomben sonderen Wunsch der SdP- Studenten diesen Ab- dienstes auf die Polizeiwache. teilungen zugeteilt wurden. chyně, Dr. Černý, Dr. Krofta und Jerusalem. Da sich abermals einige Mlčoch, verschiedene Gesandte und der Chef Attentate an der Grenze zwischen Jaffa und Tel des Generalstabes Armeegeneral serejči. Aviv ereigneten und Montag früh einige Bomben Prag.( Amtlich.) Auf der ,, Ludwig"-Grube Primator Dr. Zentl legte das vorgeschriebene explodierten, durch die drei Araber getötet und in Radwanitz bei Mährisch- Ostrau ereignete sich Gelöbnis in die Hand des Landespräsidenten ab. zwei verletzt wurden, wurde verboten, die Häuser. Montag nach 9 Uhr vormittags eine starke Flöz In einer Ansprache entwickelte der Primator sei- zu beleuchten. Im Indenviertel in West- Jerufaerschütterung, durch die einige Ausbaue und nen Plan einer modernen Gemeindeverwaltung. lem warf ein unbekannter Täter Montag früh Stredengänge zu Bruch gingen, in denen die Er erwähnte dann auch die Bedeutung der Kul- eine Bombe gegen einen Autobus, wobei vier Prag.( Amtlich.) Am Sonntag abends fam Kohle herausgedrückt und die betroffenen Strek- tur für das Leben einer Stadt und ihrer Bewoh- Araber getötet und neun verletzt wurden. Die ce während einer Tanzunterhaltung im Gasthaus fenabschnitte verschüttet wurden. In dem ver- ner und sprach die Hoffnung aus, daß gerade auf Gesamtziffer der bei Zusammenstößen zu verzeich= ., Hubertus" in Hartenberg im Bezirk Faltenau zu schütteten Teil der Grube blieben acht Arbeiter, dem Wege tultureller Beziehungen es ge- nenden Toten und Verletzten in Jaffa und Jeru einem Streit zwischen deutschen und tschechischen von denen bis 18 Uhr fünf geborgen wurden, die lingen werde, eine Brücke zwischen den Bürgern falem beträgt 24 und zwar wurden fünf Araber Gästen. Während der Abendunterhaltung, an der ernstlich verletzt, aber am Leben sind. Drei Berg- beider Nationalitäten zu errichten, die in Prag getötet und 15 verlegt, auch vier Juden trugen etiva 200 Personen teilnahmen, hatte ein gewisser leute sind noch verschüttet. Die Wegräumungs- nebeneinander leben, aber sich gegenseitig nur Verlegungen davon. In der Araberstadt von Dent aus Hartenberg laut eil Adolf" ge- arbeiten werden mit größter Anstrengung fort- venig kennen. Wenn wir den Versuch machen. Jaffa find alle Läden geschlossen. rufen. Die tschechischen Gäste verwahrten sich dagegen gefeßt. Das Revierbergamt entfandte unverzüg- fagte er, den wirklichen Kern der nationalen Aus Anlaß der Attentate wurde in Jaffa und verlangten von dem Wirt, daß er solche Aus lich zwei Beamte an Ort und Stelle, die an den Frage von der politischen Färbung zu trennen und der Generalstreik proklamiert. rufe verhindern möge. Der Gastwirt begann jedo Rettungsarbeiten teilnahmen. Das Unglüd er besonders von dem Mißbrauch, unter dem sie ge mit den Tschechen einen Streit, in dessen Verlaufe eignete sich in einer Tiefe von faft 500 Metern wöhnlich auftritt, werden wir feststellen, daß es er sie schmähte. Hierauf rief eine Gruppe von etwa untertags. sich im Wesentlichen um nichts anderes handelt, fünfzehn deutschen Gästen, die sich um die Tschechen als darum, wie man es praktisch einrichtet, minister wurde ein Attentat verübt, indem gegen geschart hatte ,,, Sieg Heil" und warfen die Tschedaß Leute verschiedener Sprache es zustande brin- sein Auto eine Bombe geworfen wurde. Es kam chen aus dem Gasthaus hinaus. Dem Arbeiter Brda gen, ruhig neben einander zu leben, niemand zu Schaden, da die Bombe nicht erplowurde dabei der Unterarm gebrochen und Bei der Firma Biette in Marschendorf sich gegenseitig zu achten und sich in den Bestre- dierte. Die Polizei hat eine Reihe raditaler Pos dem Postboten Bohotinst eine Rißwunde am Kopfe reinigte am Freitag der Arbeiter Sturm Maschi bungen nach ihrer nationalen Geltendmachung litiker verhaftet. Man ist der Meinung, daß das zugefügt. Die Tschechen flüchteten in. das Bahnhofs- nenteile und bediente sich dazu einer Säure, die teine Hindernisse in den Weg zu stellen. Zu einem Attentat mit den Streitigkeien zwischen der gebäude, wohin sie aber von etwa fünfzehn deutschen dort, wo sie die Stellen, welche mit Schwefel ver- Tohalen Uebereinkommen könne man freilich nur ransjordanischen Regierung und dem Mufti von jungen Burschen verfolgt wurden, die erst, als sie gossen sind, berührte, sehr giftige Dämpfe ent- dann gelangen, wenn auf beiden Seiten ein Jerusalem und seinen Anhängern in Angelegen= von einem Bahnbediensteten hinausgewiesen wurden, wickelte, die zu einer schweren Vergiftung des ehrlicher Wille au einem Einverständnis heit der Teilung Palestinas im usammenterhgingen. Borher aber waren aus der Gruppe Arbeiters führten. Noch ehe ihm Silfe zuteil vorhanden sein wird. hang steht. Zwischenfälle Todesopfer der Arbelt Haifa. Auf den Transjordanischen Premiers Nr. 156 Chamberlain will die Weltwirtschaft organisieren London. Ministerpräsident Chamberlain ist bemüht, eine Rette von Wirtschaftspalten zustande zu bringen, wie„ Daily Expreß" zu berichten Dienstag, 5. Juli 1938 Bürckel gibt Mißwirtschaft zu Großes Reinemachen unter den Kommissären angekündigt Der entlarvte Bürckel Die Behauptung des Reichskommissars BürSeite 5 Jagesneuigkeiten Louis Pierar d, der bekannte französ sische Journalist, hatte dieser Tage als Prager Sonderberichtserstatter der Brüsseler sozialdemo kratischen Pe up I e" Gelegenheit, mit unses rem Präsidenten Dr. Beneš zu sprechen, dem er schon während des Weltkrieges zum ersten Male begegnet war: in einem bescheidenem Gasthaus in Paris. Aus dem Prager Gespräch zitiert Pierard nun in dem genannten Blatt folgenden Aus spruch Benešs: weiß. Montag ist im Parlamente das englisch- Wien. Gauleiter Bird el hielt in Graz| Dachau verlegt und wartet dort auf die Borladung Ein Beneš- Wort türfische Handelsabkommen ratifiziert worden. eine große politische Rede, in der er u. a. behaup des Staatsanwaltes. Sie werden mehr als ein Der Erfolg der Verhandlungen mit Deutschland tete, daß das jüdische Problem„ kompromi ß- Jahr warten. über die österreichischen Schulden habe die Melo 3" gelöst werden wird; wie, das möchte er gierung in ihrem Plan ermutigt, auch mit Grie- einstweilen nicht sagen. Die in Haft befindlichen chenland und Rumänien ähnliche Abkommen wie Juden seien nicht als Juden in Haft, sondern als mit der Türkei in Angriff zu nehmen. Es sei ein einde des Staates". In Desterreich del vor Vertretern der ausländischen Bresse, daß Teil der britischen Regierungspolitik, die Ursachen sei daher keinesfalls jüdisches Vermögen beses nur einen einzigen Reichsdeutschen an maßder internationalen Wirtschaftsunruhen zu besei- fchlagnahmt worden, sondern nur das Vermögen tigen und durch den Abschluß von Handelsabkoms von Staatsfeinden"." men, denen eine politische Verständigung folgen soll, planmäßig das Kriegsrisiko zu beseitigen. Der amerikanische Botschafter in London, Ken nedy, der im Laufe dieser Woche aus Washington zurückkehrt, soll eine Reihe von Vorschlägen des Präsidenten Roosevelt mitbringen, um die laufen den englisch- amerikanischen Handelsvertragsverhandlungen zu beschleunigen. Man hofft, daß in dicher Angelegenheit ein lebereinkommen im Laufe der nächsten sechs Wochen abgeschlossen werden fann. Britische Flugzeugbasen Im Golf von Persien Die britische Flugwaffe bedarf, um das britische Gebiet wirksam vor jedweden Angriff zu schüßen, noch dreier weiterer Flugzeugbasen im Nahen Orient. Nach Karachi, wo die Verhandlungen über Festsetzung dieser Basen geführt werden, wurde nunmehr der Sultan von Mastat der Beherrscher des Oman, eingeladen, geeignete Stellen auf seinem Gebiete in Vorschlag zu bringen. Die Tschechoslowakel und der Weltkongreß gegen Flugmord Paris.( Ag. Esp.) Das veranstaltende Ko Ich bleibe, trotz alledem, meiner optimistischen Betrachtungsweise tren, von der ich mich niemals entfernt habe. Wenn wir es wollen, werden wir feinen Krieg haben. Jedenfalls sehen Sie, wie ruhig die Nation ist: stark und ruhig. Ich glaube, daß die Dinge in Ordnung kommen werden, daß die Vernunft obsiegen wird und daß wir den Fric den erhalten werden." Das Gesicht der Zeit In ihrer Nr. 19 vom 15. Mai 1988 bea gebender Stelle des österreichischen Staatsappa rates gäbe, und das sei er", hat, wie die„ Basler Bürdel fündigte jedoch an, daß alle durch Nationalzeitung" berichtet, in der Wiener Def= geführten Konfiskationen und Verhaftungen fentlichkeit allergrößte Verwunderung hervorge überprüft werden sollen, da die Revolution rufen. Denn Herr Bürdel scheint bei jener Ausnunmehr in ein neues Stadium der Disai funft völlig vergessen" zu haben, daß die zur plin trete. Dabei werde er niemanden Beit in Desterreich allermaßgeblichste Stelle, ich onen, er möge was immer für eine Stels nämlich die Geheime Staatspoli lung in Partei und Staat belleiden. Die einzige 3 ei, fast zu 100 Prozent aus reichsdeutschen Bez Frage in Oesterreich sei sicherlich das System der amten besteht. Und zwar hielten diese bereits in om miffäre an leitenden Poden ersten Tagen nach der Machtergreifung ihren ste n. Einzug in Desterreich und haben sich inzwischen dürften die unumschränkten Vollmachten, die geim ganzen Lande häuslich eingerichtet. Bürckel rade die Geheime Staatspolizei für das Land Desterreich erhalten hat, nicht unbekannt sein und fleißigt sich die Koralle", Berlin, einer Offens zweifelsohne auch nicht die gewichtige Tatsache, heit, wie sie heute, selbst außerhalb Deutschlands, daß gegen Maßnahmen der Gestapo in Desterreich selten geworden ist. Der Prof. Starl Haushofer tut möglich ist weder beim Bundesgerichtshof noch tische Betrachtungen zur politischen Lage im genau wie im Reich keinerlei Einspruch einen Blick in die Welt", den ein Untertitel ,, Stri bei irgendeiner anderen Verwaltungsbehörde. Man darf wohl auf Grund der Verordnung vom 23. fenntnis:„ So reihte sich Meriko unter die Una April" nennt. Dabei kommt er zu folgender Ers März 1938, wonach der Chef der Gestapo, ruheherde der Weltpolitik, und zwar durch PräSimmler, unumschränkte Befugnisse über Dester- sident Cardenas, der britische und amerikanische Mein und Dein untersch i c d e n. Einem Teil der Kommissäre muß ich Lob zollen, Geheime Staatspolizei in Desterreich heute die als Volksfront- Diktator die verfahrene meritas reichs Bevölkerung erhielt, also behaupten, daß die Delpolitik wider einander auszuspielen suchte, um den übrigen werde ich erst nach Revision der Bü- m ä chtigste Stelle des gesamten nische Agrarpolitik durch Veraubung cher danken. Am wenigsten Verständnis habe ich Staatsapparates darstellt und diese des Fremdkapitals zu lösen. Aber für die arisierenden Kommissäre, die sich als besteht eben nachweislich fast ausschließlich aus Beamten des Reiches. Und die Tätigkeit dieser dazu gehören sehr starke Hände und in sich Uebernahmskandidaten für Geschäfte in die eige- Einrichtung ist es ja auch, die die Bevölkerung in geſchloſſene Völker wie sie die Dreiedstaaten Deutschland, Italien und Japan haben..." haben ihre Tätigkeit ins Konzentrationslager nach friedenheit hervorruft. Als ich meine Aufgabe übernommen habe. sagte er, waren die Kommissäre schon ernannt, gegebenenfalls haben sie sich selbst ernannt. Ich hatte von allem Anfang an dazu kein Bertra ne n. Jetzt ist der Augenblick der end. gültigen Reinigung gekommen. Es iſt nicht möglich, daß ein neuer Beruf entstehe, für ben in einer geordneten Wirtschaft tein Plah ist. Der eine oder andere hat nicht zwischen mitee für den RPU- Kongreß in Paris am 23. nen Hände betrachten. Ein Duhend Kommissäre Desterreich so von Grund auf empört und Unzus Das läßt an Deutlichkeitt nichts wünschen übrig. und 24. Juli 1938 gibt die bereits eingelangten Anmeldungen bekannt. Aus der Tschechoslowakischen Republik ist eine starke Abordnung angekün digt, der u. a. angehören werden: Der Obmann der Geſellſchaft der Freunde des dentofatifden Todesstrahlen- Sender von Buenos Aires Spaniens, Vertreter der Sozialdemokratie, der Kommunistischen und der Partei der tschechischen Sozialisten, der Liga der Menschenrechte, ein katholischer Universitätsprofessor u. a. m. Das Prager Hilfskomitee hat ferner angekündigt, 50.000 Silogramm Zuder sur internationalen Solidaritätswoche für das demokratische Spanien beizutragen. Selbst der Mikado spart Totio.( Havas.) Der Bericht über die Wirtschaftslage des Landes, der dem Kaiser vom Ministerpräsidenten Fürsten Konohe und dem Finanz minister vorgetragen wurde, machte auf ihn einen tiefen Eindruck. Der Kaiser ordnete sofort strenge Sparmaßnahmen für die Verwaltung des kaiserlichen Hauses an, um so der übrigen Nation ein Beispiel zu geben. Die aus dem Auslande eingeführten Getränke für die kaiserliche Tafel werden durch japanische Nationalgetränke, der aus Aegypten eingeführte Tabat durch Tabat aus Formosa ersetzt werden. Das Ministerium des kaiserlichen Hauses wird keine aus Edelmetallen erzeugten Geschenke machen. Sabotage in der Kanalzone? Vanama.( Reuter.) Die Militärwache bei der Festung Kobbe, einem strategischen Punkt beim Panama- Kanal, schoß auf zwei Männer, die sich bei den Uferbatterien der 163ölligen Geschüße herumtrieben und durch ihr Verhalten Verdacht erregt hatten. Einer von ihnen wurde verwundet, dem zweiten gelang es, in den nahen Wald zu flüchten. Polizeiabteilungen durchsuchen nunmehr die ganze Umgebung. Man zu nehmen. Er war sich selbstverständlich darüber im flaren, daß man weder durch Kurzwellen, noch durch Schwarze Magie" jemanden„ per Distanz" umbringen kann, aber er vermutete sofort, daß hinter diesem pseudo- offulten Dedmantel trimi nelle Atte sehr realer Natur verborgen ſeien. Massenmord durch ,, Schwarze Magie" MTP Buenos Aires. Die Affäre des Magiers" Roberto Valdeires, der am 12. Juli vor dem Kriminalgericht zu Buenos Aires wegen sechsfachen Mordes zur Aburteilung kommt, ist ein interessantes Schulbeispiel für die oft mehr als raffinierte Art und Weise. auf die das Verbrechertum aus den Fortschritten der Technik und Wissenschaft Vorteil zu ziehen weiß - auch dann, wenn es sie nur als Aushängeschild oder Bluff benußt. ,, Der fünfte Deutsche Apothekertag... be gann mit einer Festsitzung der Reichsapothekers fammer... besondere Bedeutung, die diesem ersten Großdeutschen Apothekertag zukommt. Der Bezirksapothekerführer... durch Einführung der neuen Reichsapothekerordnung alle Angelegenhei ten der Apothekerschaft zu bereinigen. Festrede Reichsapothekerführer und Leiter der Reichsapotheferkammer- SA- Brigadeführer Schmie - Genügt. rer...". Ein Krefelder Kabarett lockt auf der ersten ( ,, Basler Nationalzeitung".) Am nächsten Tage ging er zu dem„ Magier", Seite seines Programms: Besuchen Sie unsere gab sich als klient ausnahm dann eine über- Schießstände und Kegelbahn im raschende Haussuchung vor, trok wütenden Pro- uftfchutkeller." Ein Profit der tests des Magiers", der auf die noch im Vor- Gemütlichkeit! zimmer wartenden fünf anderen Klienten hinvies. Diese machten im übrigen keinerlei Schwierigkeiten, denn sie waren ebenfalls Inspektoren der Securidad. Der„ Hellseher" hatte das alles nicht vorausgesehen. Arbeitsunfall bei Brünn Der„ Magier" Roberto Valdeirez gehört seit Jahren zu den bekanntesten Persönlichkeiten der argentinischen Hauptstadt. Er las die VerganBrünn. In Mödriß bei Brünn reparierten genheit, deutete die Zukunft, sagte mit unfehl barer Gewißheit" die Gewinn- Nummern der allSonntag früh zwei Arbeiter in acht Meter Höhe wöchentlich( 1) zur Ziehung gelangenden StaatsEin Telephon- Anruf einen Transformator, wobei sie wahrscheinlich lotterie voraus, verkaufte Talismane und wandte Während die Haussuchung noch im schönsten die Hochspannungsleitung berührten. Der 47jäh Unglück ab", genau so, wie es die Hellſcher und Gange tvar, läutete das Telephon; Mendez nahm rige Karl Buchta aus Rozjařín wurde durch den Wahrsager anderer Länder auch tun. den Hörer ab und gab sich als Valdeirez aus, wo- Strom zur Erde geworfen und war gleich tot. bei er sich bemühte, dessen Stimme genau nachzu Sein Arbeitsgenosse Augustin Pezlar aus Přis ahmen. Der unbekannte Anrufer bat ihn dar- milice erlitt schwere Verlegungen und wurde ins aufhin, ihm seine„ heutigen Weisungen" zu geben, Unfalltrantenhaus nach Brünn eingeliefert. und Mendez forderte ihn nun auf, sofort zu ihm zu kommen. Für besonders reiche und zahlungswillige Klienten" hielt er aber noch andere, weniger harmlose Dienstleistungen bereit. Sie bezeichneten ihm irgend jemanden, der ihnen unbequem war oder den sie aus irgendwelchen Gründen haßten. Der Magier" ließ sich eine Photographie des Betreffenden geben, verfluchte sie, durchstach ihr mit einer Nadel das Herz und die Augen, warf sie dann unter geheimnisvollen BeschwörungsformeÏn ins Feuer, und der Betreffende starb in der Tat in den nächsten Tagen, mochte er vorher auch noch so gesund gewesen sein. So erzählten wenig stens die in Buenos Aires kursierenden Gerüchte. nimmt an, daß diese beiden Männer die Geſchüße Todesstrahlen im Kurzwellen- Sender beschädigen wollen. Einheltliches Strafrecht " Gine halbe Stunde später erschien der befannte Arzt Dr. Emilio Cardan und verlangte den Magier" zu sprechen. Man forderte ihn auf, im Vorzimmer zu warten. Er protestierte:" Ich bin eigens telephonisch hergerufen worden und habe darum keine Veran Tassung zu warten!" fofort für berhaftet und führten ihn ihrem Chef Daraufhin erklärten ihn die fünf Inspektoren mendez vor. Mendez griff nun zu einem Trick. früchte au machen", fuhr er den Arzt an, Ihr " Es hat für Sie feinen Zwed mehr, AusStomplice ist nämlich gerade dabei, ſein Geständ= nis zu Protokoll zu geben!" Vor einigen Monaten entschloß sich Baldeirez dann, sein Geschäft zu modernisieren. Er beschaffte sich einen Kurzwellen- Sender, erklärte in der Schweiz ſeinen Stunden, das Verbrennen der zubor ber fluchten Photographien sei überholt", und verIn der Schweiz gab es bisher kein einheit- riet ihnen, daß er nun in der Lage sei, die Opfer liches Strafrecht für das ganze Bundesgebiet, son- durch mit Todesstrahlen geladenen" Kurzwellen dern lediglich ein kantonales Strafrecht. Am ver- zu erledigen". Diese Todesstrahlen stellte er Cardan ließ sich bluffen und sagte aus. Die gangenen Sonntag entschied eine Voltsabstim- einfach dadurch her, daß er die alten Beschwö- Rusammenarbeit der beiden Verbrecher war höchst mung, daß die Schweiz ein einheitliches Straf- rungsformeln in das Mikrophon des Senders einfach. Valdeirez hatte dem Arzt die zu„ er= recht bekommen werde. An der Volksabstimmung Sprach. ledigenden" Opfer bezeichnet, und dieser hatte es beteiligten sich 54 Prozent der Stimmberechtigten. In der Tat ereigneten sich nun in rascher dann verstanden, ihnen unauffällig ein von ihm Es standen 360.000 Jaſtimmen gegen 310.000 Felge mehrere geheimnisvolle Todesfälle. Aber selbst hergestelltes, bisher unbekanntes Pflanzen auch die Polizei erfuhr von den merkwürdigen gift beizubringen, das im Körper feine Spuren Gerüchten, die über den Todesstrahlen- Sender" hinterließ. Bisher waren insgesamt sechs MenDer Präsident der Republik Dr. Edvard im Umlauf waren und leitete die Untersuchung schen auf diese Art dem Fluch des Magiers" und Beneš empfing am Montag auf der Burg den ein. G3 tam aber nichts dabei heraus, da weder seinem Todesstrahlen- Sender" zum Opfer gePrager Primator Dr. Zenfl nach seiner feiers die Kunden des" Magiers" noch die Hinterblie- fallen. diese aus Angst vor seiner Die für die Morde ausbedungenen Sonos lichen Amtseinführung im Altstädter Rathaus in benen der Toten Audienz. Weiters empfing Dr.Beneš den jugosla Rache- irgendwelche Aussagen machten. Außer- rare" wurden dann zwischen den beiden Spießwischen Gesundheitsminister Dr. Miletič, dem zögerte die Polizei auch, der Sache mit grö- gefellen geteilt. Neinstimmen. Auf Grund der Erhebungen einer Gerichtss fommission wurde der die Arbeiten beaufsichti gende Polier Johann Hráčet verhaftet und dem Brünner Kreisstrafgericht eingeliefert. Der Untersuchungsrichter gelangte zu der Ueberzeus gung, daß Hráčet an dem Unfall schuld sei. Mord bel Turnau Turnau. Sonntag nachmittags wurde der Gendarmerie von der Gendarmeriestation Byster de Vyster an dem 52jährigen Kaufmann Fran telephoniert, daß im Katastralgebiet der Gemeintiset Mlejnek ein Word verübt wurde. Die Tat vollführte der Mörder mit einem Stirschenast nets aufgefunden wurde.. Der Tote lag in einer in Form einer Keule, die unweit der Leiche Miejs Scheune, die etwa fünfzehn Weter von dem Weich bild der Gemeinde entfernt ist. Mlejnek wurde von dem 19jährigen Knecht Fr. Rudyš, der aus dem Bezirk Feldsberg in Mähren stammt, ermor det. Der Mörder erbeutete bei seinem Opfer 94 Kč und kehrte noch am gleichen Nachmittage nach der Tat in die Wohnung des Kaufmannes zurück, wo er Kleidungsstücke seines Opfers an sich nahm. Nudys verbrachte bei Mlejnek öfter längere Zeit, manchmal auch einige Wochen. Es wurde festgestellt, daß der Mord am 29. Juni geschah. Der Autotod bei Bodenbach Am Montag, den 4. Juli, gegen halb 8 Uhr morgens ereignete sich in Ullgersdorf( Stadtteil den Vertreter Jugoslawiens beim Sotolfongreß, kerer Energie nachzugehen, da sie nicht mit un- Die beiden Verbrecher werden voraussichtlich von Bodenbach) abermals ein Autounfall, dessen den offiziellen Delegierten der rumänischen Re- recht fürchtete, sich durch ein Eingehen auf„ aber- wegen sechsfachen Mordes zum Tode verurteilt nähere Ursachen noch nicht geklärt sind und das gierung, Major Sidorovici. und endlich gläubiges Geschwäß“ eine Blamage zuzuziehen. werden. Gegen die„ Klienten", die sie für die leider ein junges Menschenleben zum Opfer forderte. den Vertreter der griechischen Regierung, Minister Nobias. Am Sonntag hatte der Präsident die Teilnehmer an der Konferenz der Der Sherlock Holmes von Buenos Aires Beseitigung ihrer Gegner bezahlten, konnte hingegen nicht einmal ein Strafverfahren eingeleitet werden, da die argentinischen Strafgefeße, nies Industrieverbände empfangen, die gegenivärtig Schließlich entschloß sich der fähigste Detet- nandem verbieten, jemand zu verfluchen oder durch in Poděbrad unter Teilnahme von Vertretern tib Argentiniens, Chefinspektor Mendez von der einen anderen verfluchen zu lassen. aus neun Staaten abgehalten wird. Securidad in Buenos Aires, die Sache in die Hand Carlos Cabrera, Filiale Niegersdorf des Arbeiter- Konsumbereins Um die angegebene Zeit fuhr der in der Bodenbach als Verkäufer beschäftigte 19jährige Genosse Edwin Ma che aus Altstadt an seine Arbeitsstätte. Bei dem Sägewerke des Zimmers Cette 6 meisters Fritsche wurde er von dem Auto des Fleischermeisters Fritsche aus Bünauburg von rückwärts angefahren und mit solcher Wucht an einen Baum geschleudert, daß er auf der Stelle tot war. Wie das furchtbare Unglück geschah, ist noch nicht klargestellt. Soviel feststeht, ist Ma che ganz lints am Rande der Straße gefahren und es ist noch zu ermitteln, wie das Auto, das von dem Besizer selber gelenkt wurde, soweit nach links kommen konnte, um so mehr, als jene Stelle gut übersehen werden kann. Die amtlichen Erhebungen werden ja ergeben, ob den Lenker des Autos ein Verschulden trifft. Spenden für die Staatsverteidigung. Am Yegten Samstag wurden an Spenden für die Staatsverteidigung 19.3 Millionen Kč eingezahlt. Die Gesamtzahl der eingelaufenen Spenden ist damit auf 257,964.396 Kč, die Zahl der Spen der auf 73.121 Personen gestiegen. 7178 PK.P Warszawa Kaunas Dienstag, 5. Juli 1938 Zum erstenmal seit 20 Jahren: Schnellzug Wilna- Kowno Mr. 156 denn sie erreichte eine Geschwindigkeit von 125 Die deutsche Sendung Meilen, d. s. 201 Kilometer pro Stunde, wodurch sie den letzten Reford um elf Meilen schlug. Diese Lokomotive, welche eine streng ärodynamische Form hat, gilt als eine der modernsten Lokomotiven der Welt. Dienstag und Mittwoch Dienstag, 5. Juli. Suzanne Lenglen gestorben. Montag früh um 7 Uhr starb in Paris die bekannte frühere Tennismeisterin Suganne Lenglen. Brag- Melnik: 10.00 Sonntag in der Hanna, zum Chrill und Method- Feste. 11.00 Symphonie Konzert auf Schallplatten. 12.05 Presse. 12.25 M.( Ges. Kate Slyn und Rud. Bandler, Klavier R. J. Schubert und R. M. Mandée). 14.00 Lustige Leute, Hörspiel von Multerer. 14.15-14.30 Ars Raubmord im Walde. Einen schrecklichen beitersendung. 14.30 Uebetragung aus dem SokolFund hatten am vergangenen Freitag zwei Stadion. 1.15 Barod- Musikfest. Sörb. m. Mus. v. Waldarbeiter in den Donnersmardschen Forsten Dr. Nettl( Gefana Selene Karit, Gerda Redlich. in Zyglin( Polen) gemacht. Im Dickicht stand Mud. Bandler, Cembalo: Gertrud Butter). 19.15 ein Wagen mit zwei Pferden, die im Geschirr Na. 19.45 Sportberichte. 20.10 Seldenepen. 20.30 verhungert waren. Im Wagen lag die starkver- Lustige Bauden- Fahrt, Hörfolge. 21.30 Kammerweste Leiche des Landwirtes Josef Zasadzin aus musit.( Prager Quartett). 22.15 Na. 22.3023.00 TM( Sch.). dem Kreise Zawiercie. Bei der Leichenöffnung fand sich zwischen den Rippen des Toten eine Revolverfugel. Wahrscheinlich liegt Raubmord vor. Zasadzin hatte 40 Zloty zum Kauf von Kohle auf Radzionkaugrube von Hause mitge nommen. In den Sachen des Toten fanden sich aber nur 20 Zloty. Das Geld war so gut verBrag- Melnik: 10.00 Schallplatten( mit Res steckt, daß es der Mörder vermutlich nicht gefunden hat. Ferner fehlten bei der Leiche die hohen portage vom Sofol- Feftzug). 12.05 Breffe. 12.25 Stiefel, die der Landwirt angehabt hatte. Dieu( DN und Chor). 14.00 Landwirtschaft. 14.15 bis 14.30 Arbeitersendung. 17.30 Uebertragung Nachforschungen nach dem Raubmörder werden aus dem Sofol- Stadion. 18.00 Schallplatten. 18.30 fortgefeßt. Mit den Funtbaededer na Dalmatien. 19.15 Na. Brünn: 13.50-14.00 Landwirtschaftliche Sendung: Prof. Heinrich Till. Bienenzüchter und Schulmeister, 14.05-14.30 Schallplatten. 18.30 bis 18.50 Violin- Vorträge. Mitwirkende: Margarete Kubin( Violine), am Klavier: Prof. J. Kalab. Mittwoch, den 6. Juli: In der Wüste verirrt. Der Richter der Stadt 19.30 Dänische Musit.( Gesang Solger Bruus Ramadi, der auf einem Wagen mit seiner fünf- gaard. Klavier Fr. Solečet. 19.45 Sportbericht gliedrigen Familie nach Bagdad fuhr, verirrte sich 20.00 O. Dir. Fr. Rieger, Gei. Gerda Redlich. 21.00 Kammermusit( Prager Blasquintett, Klavier Soleček). 21.20 Diogenes und Alexander, Sörszene am Freitag der vergangenen Woche in der Wüste. Montag iſt ſein Wagen gefunden worden. Drei Personen waren verdurstei Raffenreine Architektur. Auch die polnische Architektenvereinigung hat jezt den Arier- Paragraphen angenommen. Zur Begründung wird in dem Beschluß angeführt, daß die polnische Architektur von fremden Einflüssen gereinigt werden müsse. v. St. Lom. 21.50 Alte Mufit( Minwirkende Gebels Trio, Berlin, Maria Kramer( Spinett), Sylv. Grümmer( Viola), Mirich Gebel( Flöte). 22.15 Na. 22.30-23.00 TM.( Sch.). Brünn: 17.25-14.45 Fachlehrer Ing. Hubert Golda: Vom gesundheitlichen Wert der Leibesübun gen. 17.45-18.10 Selten gesungene Opernarien. Mitwirkende: Wolf Bassing( Bariton). am Kabier: Philipp Beran. 18.10-18.50 Silmultan. Prag. Zehnkronen Noten der SdP. Von mehreren Seiten werden wir aufmerksam gemacht, daß bei Zebnfronen- Noten in der linken Ede oven, zwischen den Buchstaben S P ein d mit roter Farbe steht. Das Ganze sieht dann wie eine Banknote der Sd P aus. Sie hat nur den Nachteil, daß sie nicht eingelöst wird. Es tut daher jeder gut daran, jich jede Zehnkronen- Note in der linken Ede genau anzusehen. Den Erzeugern solcher Sdp= Noten tommt es nur darauf an, die Staatsautorität herabzuseßen. Für diesen Zwed opfert Der Eisenbahnverkehr zwischen Polen und man gerne ein paar Kronen; daß auch„ Volts- Litauen, der seit Kriegsende unterbrochen war, genossen" dabei zu Schaden kommen, verursacht wurde jetzt in festlicher Weise wieder aufgenomdiesen Leuten keine Gewissensbisse. men. Der erste Zug, der die seit 20 Jahren stillEin Grab bestellt und sich erschossen. Ausgelegte Grenzstrecke passierte, wurde überall freudig begrüßt. Unser Bild zeigt einen Wagen B. 2ci pa wird folgender Fall gemeldet: Auf des Zuges, der direkt von Warschau nach der einer Ruhebank in der Nähe des Waldfriedhofes Litauischen Hauptstadt fuhr. Haida fand man einen gut angezogenen Mann in mittleren Jahren bewußtlos, mit einem Revolver in der Hand und einer Schußwunde im Teil der Strecke zusammenstürzte. Zum Glüc Flug um die Erde. Der bekannte Millionär, Kopfe auf. Nach dem Lichtbilde im Reisepaß, den gelang es der Rettungsmannschaft, die nieder- Flieger und Filmschauspieler Howard Hughes der Mann bei sich trug, konnte sichergestellt wer- gegangenen Gesteinsmassen in verhältnismäßig startete Sonntag in Burkank zum Fluge nach den, daß es sich um den 46 Jahre alten Buch- furzer Zeit wegzuräumen. Die vier eingeschlosse Wichity in Kansas, von wo er nach New- York händler Walter Tögel aus Neu- Oderberg han- nen Bergleute waren unverletzt geblieben. fliegen wird. Damit hat er seinen geplanten handelt sich um eine künstlerische Plakette aus ges delte. Der Schwerverletzte starb im Kranken- Ausflügler von SS verhaftet. Sonntag um Flug um die Erdkugel herum begonnen. Ihn schliffenem Kriſtall mit einer Gravierung von Prof. J. Drahoňovský. hause ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu ha- 11 Uhr vormittags verlangte beim Zollamte in begleiten zwei Navikationstechniker, ein Radioben. Tögel hatte am Tage der Tat bei einem Ober- Hennersdorf bei Rumburg der Beamte der operateur und ein Mechaniker. Man flüstert in den Sudeten. Der fleine EberPhotographen eine Aufnahme von sich machen Wirtschaftsgenossenschaft in Melnit Josef Bartoš Explosivstoff in den Händen von Kindern. hard Günther kommt von der Zeugnisverteilung lassen und zwölf Bilder bestellt, die er letztwillig einen Grenzpaffierschein für Ausflügler. Nach Im Dorf Witonia, Kreis Lenczyca,( Polen) nach Hause, will aber nicht recht mit dem verhäng für seine Frau und seine Freunde beſtimmte. dem er ihn erhalten hatte, überschritt er die spielten die Brüder Wieslaw und Edward Grod- schwere Hand fürchtet. Aber dann fällt Eberhard nisvollen Dokument herausrüden, da er Vaters Bei einer Haidaer Bantfiliale hatte er seine Bar- Staatsgrenze beim Zollamte Seifhennersdorf, wo icfi, 7 und 6 Jahre alt, mit einer Petarde, wie Günthers Blick auf das SdP- Abzeichen im Knopfmittel im Betrage von 400 Kč erlegt. Bevor er man ihn abfertigte und passieren ließ. Kurz sie zum Anhalten von Eisenbahnzügen verwen- loch des Vaters. Sein Blid erhellt sich, er stellt sich Hand an sich legte, war Tögl zum Friedhofsver- darauf aber fuhr ihm ein Mitglied der SS auf det werden. Das Geschoß explodierte. Die Fol- stramm auf und präsentiert den Wisch mit folgenwalter gekommen und hatte sich einen beſtimm- dem Rade nach und holte ihn zurück. Um 13 Uhr gen waren schrecklich. Dem siebenjährigen Wie- den Worten:„ Ein Bolt, ein Reich. drei Vierer, en Platz für ein Grab ausbedungen. In einer wurde er vom Zollamte mit dem Auto ,, I. 25016 law wurden die Hände und die Beine, Edward Siegheil".(..Die Wahrheit".) festen Aufzeichnung legte Tögel den Wunsch fest. D" wahrscheinlich nach Seifhennersdorf gebracht. ein Arm abgerissen. Beide Knaben wurden in daß er in diesem Grabe ruhen möchte. Warum dies geschah, ist vorläufig nicht bekannt. schwerem Zustande in ein Krankenhaus überge- und 3.Juli wurde mit Rücksicht auf die Zahl der SonVom Blitz erschlagen. Ueber Mukačevo wüRaubüberfall auf einen Lehrer. In der Nähe führt. derzüge zum Sofol- Kongreß und die Vermehrung des fete Sonntag ein heftiges Gewitter, welches eine der Schutzhütte Dembowice( Polen) wurde in regelmäßigen Verfebre ohne größere Verspätungen Die Praga 1938" gefchloffen. Die Prager und Anstände bewältigt. Insgesamt vassierten die tödliche und zwei leichtere Verlegungen verur ciner Blutlache der Lehrer Paul Bathelt aus internationale Ausstellung der Bostwertzeichen war Prager Bahnhöfe am 2. Juli 349.957 Personen, am sachte. Der 23jährige Kaufmann Kratochwil aus Alt- Bieliz besinnungslos aufgefunden. Der Arzt Sonntag das Ziel Zehntausender Besucher aus dem 3. Juli 265.245 Personen, an beiden Tagen somit Wiutačevo badete im Flusse Latoricu. Als sich das der Rettungsbereitschaft stellte eine schwvere In- und Ausland. Von den frühen Morgenstunden 615.202 Personen. Die größte Ankunfts- Frequenz Gewitter näherte, verbarg er sich mit den übri- Kopfwunde und Verletzung der Schädeldecke feſt. an strömten ununterbrochen große Menschenmengen wurde auf dem Masaryk- Bahnhof am 2. Juli vergen Badenden unter den Bäumen, später klet Bathelt war der Rod, der Geldbeutel, die Uhr durch die Ausstellungsräumlichkeiten um noch am zeichnet und betrug 53.600 Personen. terte er auf dem Baum, während seine Bekann- und andere Dinge geraubt worden. Das Opfer vorlegten Tage die bisher schönste philatelistische ten unten blieben. Der Bliz schlug in den Baum des blutigen Raubüberfalles wurde in das Bie Ausstellung zu sehen. Unter a. besuchte eine 70ein und verletzte Kratochwil tödlich. Zwei Kinder, lizer Spital übergeführt, wo es bis zur Stunde gliedrige französische Delegation von Postbeamten, die in der Nähe standen, wurden leicht verletzt. das Bewußtsein noch nicht wiedererlangt hat. geführt vom Generaldirektor der französischen Poſt, Zentl, Ehrenbürger von Nimes. Der Pri- Erste Heilkräutermesse in Wilna. In Wilna Quenon, die Ausstellung. Auch Vertreter der ru mator der Hauptstadt Prag Dr. Zenki wurde in wurde ein eilträuterm arft eröffnet. mänischen und der belgischen Poſt famen am Sonneiner Sizung vom 30. Juni d. J. zum Ehren- Auf dem Gebiete der Wilnaer Handelstammer tag in die Ausstellung. Unter den Besuchern sah hürger der französischen Stadt Nimes, dem Ge- befinden sich 46 Großhandelsfirmen, die mit man bulgarische und rumänische Nationaltrachten. burtsort Professor Denis, ernannt. Seilkräutern handeln. Acht von ihnen befassen Der starke Besuch am Sonntag machte eine VerVier Bergleute aus höchster Gefahr gerettet. sich mit der Ausfuhr, die im vergangenen Jahre stärkung des Ordnerdienstes notwendig. Alle AusWie durch ein Wunder entkamen auf der polni- einen Wert von etwa 700.000 3loth hatte. länder anerkennen die großartige Organisation der schen Bielschowitzgrube( Starboferme) vier Die schnellste Lokomotive der Welt. Eine Ausstellung. Montag, den 4. Juli um 17 Uhr wurde Bergleute aus. höchster Lebensgefahr. Die vier Lokomotive der Eisenbahnstrecke London- Nord- die Ausstellung geschlossen. Bergleute hatten vor Ort im Antonienflöz gear- heast Railway hat Sonntag nachmittags einen fidenten der Republik als Grand Prix der Ausstelheitet. als plötzlich infolge eines Erdstoßes ein neuen englischen Schnelligkeitsreford aufgestellt, lung erhielt W. S. Alfieris aus Alexandria. Es lichem Wind noch unbeständig bleiben. Den Preis des PräDer Verkehr auf den Prager Bahnhöfen am 2. Das Wetter. Montag traten in unseren Gegenden noch an vielen Orten leichte Regenſchauer auf; die Bewölkung nimmt jedoch namentlich in Böhmen vorübergehend ab. Die Regenzone einer neuen aus Frankreich gegen das Binnenland vorrückenden Drud störung ist nun bereits ins Rheingebiet gelangt. Bei vorherrschendem Westwind dürfte sich das Wetter Dienstag auch bei uns verschlechtern. Wahrscheinliches Wetter Dienstag: Unbeständig. in den böhmischen Ländern ziemlich ſtart bewölkt, zeitweise Negen, mäßig fühl, etwas auffrischender Wind aus westlichen Richtungen. Im Karpathengebiet nach vorübergehender Besserung und mäßigem Temperaturantica später vom Weiten her erneute Wetterverschlechterung. Wetteraussichten für Mittwoch: Der allgemeine Witterungscharakter wird bei weitsüber alles! Er macht sich nichts daraus, um 3 beim Schneiden grünlich- schwarz färben, aber dem Abschneiden eines Pilzes soll man ja nicht Die Sippe oder 4 Uhr aufzustehen, ein paar Stunden lang weiches Fleisch haven, und deren Aroma Fein- mit offenem Messer weiter gehen, auch beileibe der Schwammerlsucher durch feuchte neblige Wiesen und Wälder zu strei- ſchmecker über das der Herrenpilze ſtellen. Es nicht bei den ersten Beuteſtücken gleich den großen fen, um die geliebten Pilze quasi beim Aufwachen gibt noch viele andere gute Pilze, wie Blaupilze, Rucsac aufmachen das hieße die Götter verSchon lange vor Antritt des Sommer- zu überraschen. Wenn nämlich der Regen so uhpilze, Täublinge, Schüpplinge, die bekannten scheuchen! sondern die ersten Pilze nur hübsch urlaubes bilden die Wetteraussichten die große hübsch leise und fein„ schnürlt", wenn sich Moos Cierpitze und Reizter und viele andere, die we- in der Hand tragen und bescheiden abwarten, ob Frage. Die berufsmäßigen Wettermacher werden und Erdreich in den Wäldern langsam vollsaugen niger bekannt sind, die aber von der oberen Schicht einem weiteres Heil blüht. befragt, der hundertjährige Kalender wird zu und in einer lauen Nacht recht dunsten, dann der Schwammerlsucher verächtlich abgelehnt wer- Charakteristisch für die leidenschaftlichsten Rate gezogen. Soll man gleich die ersten schönen so geht die Sage bei den Fachleuten schießen den. Ich nehme nur Steinpilze oder höchstens Pilzesucher ist es, daß oft gerade sie Schwämme Miaientage benüßen und nach dem sonnigen am Morgen die Pilze aus dem Boden, daß es eine Birkenpilze!" das ist Wahlspruch und Adels- gar nicht oder nicht gerne eſſen. Ihre Freude ist Süden fahren, oder wäre es flüger, der tropischen Lust und Freude ist! Da beeilt man sich, um mög- brief zugleich. rein platonisch und besteht nur im Aufspüren des Stadthize in den Hundstagen durch eine Flucht lichst früh an Ort und Stelle zu sein, damit einem Es ist überhaupt merkwürdig, wie streng das Wildes. Manche empfinden noch größere Freude an die See oder in die Berge auszuweichen? Wer kein anderer zuvorkommt und die besten Stücke Volk der Pilzsüchtigen sich an ſelbſt gegebene Ge- beim Durchschneiden des festen Schwammstiels in der glücklichen Lage ist, seine Urlaubszeit selbst wegschnappt. Um eine gute Ausbeute zu haben, setze hält. Wenn 3. B. zwei Sucher gleichzeitig bei der Besizergreifung. Aber später schenken sie beſtimmen zu können, beteiligt sich damit an muß man durch Geſtrüpp und Jungwald auf dem einen Pilz sehen, so gehört er demjenigen, der os den ganzen„ Krempel", wie sie schnöder Weise einem Lotteriespiel. Erst nach der Rückkehr weiß Beuche triechen, die Arme schüßend vor den Augen, rascher zugreift. Und ist der Pilz auch noch so die Beute benennen, fort. man, ob man das große Los„ schönes Wetter" damit fein zurückschnellender Zweig einem eine ein Prachteremplar da nüßt nichts! Der an- Kommen die verschiedenen Rivalen von ihrem ober eine Niete„ Dauerregen" gezogen hat. äußerst schmerzhafte und schwer heilende Ver- dere fügt sich, zwar neidisch, aber tampflos. Er Streifzug zurück, dann geht es an ein Besichlegung zufüge. Die Kleidung besteht am besten nimmt sich nur vor:„ Warte nur, nächstens bin tigen, gegenseitiges Zeigen, Vergleichen und Aber eine Kategorie von Sommerfrischlern aus ausgetretenen wasserdichten Schuhen, altem ich aber firer!" Hat einer einen Schwammfreis Rühmen. Von einzelnen besonderen Eremplaren gibt es, auf deren Gesichtern auch bei Regenivetter 3eug, womöglich glatte Stoffe, wie Windjacke entdeckt in der Nähe eines Pilzes wachsen im werden die Art, wie man sie fand, ausgrub, der -um mich so auszudrücken eitel Sonnen- oder so ähnlich, und einer Bastenmüße auf Umkreis gewöhnlich noch mehr, oft bis 40 Stüd Standort, die merkwürdigen Begleitumstände lebschein herrscht, das sind die Schwammerljucher. dem Kopf. so gebührt ihm die Ausbeute dieses ganzen ledes, haft geschildert. Es entspinnen sich Debatten Sie bilden eine weitverzweigte Gilde, einen Welt- Das Klappmesser griffbereit in der Tasche, und kein Schwammerlsucher mit Ehrgefühl wird darüber, ob es schmackhafter ist, die Schwämme verein, dessen Mitglieder einander an geheimnis geht es nun auf die Suche. Die Schwanumsucher Anspruch auf einen Anteil davon machen, auch zu salzen oder auf Schnüre zu ziehen oder in der vollen Eigenheiten erkennen. Man spricht von mit Routine kennen schon ihre Plaßln". Sie wenn er dazukommt und einen Pilz dort vor Sonne liegend zu trocknen. Bald sizt alles einträchtig zusammen nete besitzen solche Augen, welche an noch so ver- Serrenpilze mit ſamtroten, mit milchkaffeebraunen Wie alle Hasardeure( und Schwammerl- alt und jung Männlein und Weiblein. Sie borgenen Stellen das kleinste Schwammföpfchen oder die mit weißen Hüten wachsen. Herren- oder suchen ist ja ein Glücksspiel, nur ist der Einsaß pußen und schneiden, müde von der Anstrengung entdecken und es aus der Erde locken. Schwamm Steinpilze sind von allen Schwammsüchtigen am nicht groß) sind die von der Pilzkrankheit Befal- und stolz auf den Erfolg. Der Held des Tages najen" gibt es, die nach dem Geruche gehen und heißesten begehrt wegen ihres feinen Geschmackes lenen auch sehr abergläubisch. Erste Bedingung ist die Dame mit einer fabelhaften Ernte von so das edle Wild aufspüren. und appetitlichen weißen Fleisches, das auch durch beim Suchen ist Ruhe. Nicht aufschreien, wenn Herrenpilzen. Sie wird gelobt und bewundert Mit der Jagd hat das wirklich fanatische die Konservierung nicht unansehnlich wird. In einem ein überraschender Fund geglückt ist! Das bis ihre beste Freundin, vor Neid verzehrt, heimSchwammerlsuchen große Aehnlichkeit. Der Spät- Gegenden, die arm an Herrenpilzen sind. schäßt verscheucht die Glücksgeister( und ruft eventuell lich zischt:" Gefunden? Daß ich nicht lache! Sechs sommer und die frühen warmen Herbsttage sind man sehr die Birkenpilze. auch Rottappen ge- unerwünschte Teilnehmer herbei). Ueberhaupt Kronen das Kilo hat sie bezahlt! Bei einer Einauch die ergiebigste Zeit dafür. Was ein richtiger nannt, mit ihren gelblich- roten bis braunen leder nicht viel reden beim Suchen( vielleicht hören es heimischen im Wald! Mein- Wort darauf!" Echwämmesucher ist, dem geht diese Leidenschaft lartigen Hüten und grauweißen Röhrchen, die sich die Schwammert und verkriechen sich dann?) Nach Schivammaugen". Ganz besonders Ausgezeich- wissen den Boden für jede Sorte Pilze, wo die dem ersten Eroberer erblickt. Grete Salzer, Mr. 156 Dienstag, 5. Juli 1938 Volkswirtschaft und Sozialpolitik Italiens Finanzlage namentlich in den Exportgruppen, die Beteiligung erneuert. Auch die Erportfonzerne Omnipol, Kotva und Jepa stellen im gleichen Umfange wie im Frühjahr aus. Einige Abteilungen der Messe sind schon jetzt voll besetzt. Das Angebot in den Gruppen der Glass, Porzellan- und feinferamischen Industrie, in Spielwaren, Lederwaren, Haus- und Küchengeräten und Galanterie ist nahezu komplett. In der Textilabteilung ist es teilweise zu einem jahre der Produktionsinder vom Jänner bis April von 92.6 auf 96.7 stieg, hat die Entwicklung in Im„ Daily Herald" untersucht Douglas diesem Jahre den Inder von 89.4 im Jänner auf Jay, der Wirtschaftsredakteur des Blattes, die 84.7 im April zurückgeworfen. Im Mai hat sich Firmentausch gekommen; in den übrigen Gruppen schwierige Lage Italiens, dessen Gold- und Devi- die Produktion in den einzelnen Industriezweigen des Messepalastes sind keine Veränderungen erfolgt. senbestände in schnellem Schwinden sind. Das uneinheitlich entwickelt. Die Steinkohlenforderung, Plazmangel herrscht wieder in der großen Maschi bedeutet nicht notwendig, daß ein finanzieller Zus die Erzeugung der Metallindustrie, der Porzel nenhalle. Die Fachmesse Foto Kino Optit“ sammenbruch unmittelbar bevorsteht, aber es legt lanindustrie, der Zementindustrie und der Woll- wird, wie stets im Herbst, vorwiegend auf den Wingrößere wirtschaftliche Macht in die Hände eines industrie hat sich erhöht, während im Braunkoh- terbedarf abgestellt sein. Auf den beiden Au 3Landes, das ausländische Kredite bieten kann." lenbergbau, in der Papierindustrie, in der Leinen st e IIungsgeländen bewegt sich der AusDie finanziellen Verluste Italiens sind durch und Seidenindustrie und in der Juteinduſtrie ein ſtellerstand gleichfalls auf Vorjahrshöhe. Die der zwei unvorhergesehene Ereignisse verschärft wor- Rückgang festzustellen ist. Radio- und der Möbel- und Pianoindustrie vorbe den: durch die schlechte Weizenernte und die lange haltene Fläche ist nahezu belegt. An weiteren Son Dauer des spanischen Krieges. Die Weizenernte Guter Ausstellerstand zur Prager Herbstmesse. derveranstaltungen sind vorgesehen: Was die Frau dürfte auch nach den optimistischesten Schäßungen Nach Erhebungen des Messeamtes zum 1. Juli iſt intereſſiert", die Fachmesse„ Das moderne Büro", nicht größer sein als die schlechte Ernte von 1936, der Ausstellerstand zur nächsten 37. Prager Herbst die Gartenbaumeſſe, eine Unfallverhütungsschau die 6,100.000 Tonnen betrug, während der messe, die vom 2. bis 11. September stattfindet, gut usw. Von Auslandsexpositionen ist die Teilnahme Durchschnitt 7,270.000 Tonnen ist und im Jahre und bewegt sich auf der Höhe der Herbstmesse des Dänemarks gesichert; die Anmeldung Bulgariens 1937 jogar 8,450.000 Tonnen geerntet wurden. Vorjahres. Schon nach Abschluß der erfolgreichen steht bevor. Mit einigen weiteren Staaten wird noch Das bedeutet, daß Italien dieses Jahr 5,000.000 Frühjahrsmesse hatten die meisten Aussteller, verhandelt. Tonnen mehr Weizen als sonst einführen muß und dafür 700,000.000 Lire wird zahlen müssen. Die italienische Handelsbilanz von 1927 bis 1934 weist ein Defizit von 1.500,000.000 Lire auf. Von den 8.000,000.000 Lire der italienischen Gold- und Devisen- Reserve mußten Die Begebenheit spielt an der Grenze eines der Uhr tastete. Langjam verrann unter quälen1.550,000.000 für das Defizit des Jahres 1936 großen Landes, das einmal vor einer Reihe von dem Warten die Zeit. Um zwei Uhr früh hob sich und 4.000,000.000 für das des Jahres 1937 ge- Jahren ein Hord der Freiheit und der mensch der Nebel und flog in Schwaden über den Wald opfert werden. Die Ursachen waren der abessi- lichen Kultur war. Durch Unglück und eigene davon. Durch die Wolken lugte der Mond und nische Strieg, die Sanktionen und die Einmischung Schuld tam das fleißige und tüchtige Volf dieses warf dünne Strahlenbündel zwischen die schwarin Spanien. Wenn die Zahlungsbilanz Italiens Landes in einen Zustand der drückenden Unter- zen Stämme. Nun vermochte man einen größeren sich in diesem Jahre so ungünstig wie im vorigen tänigkeit. Die Freiheit seiner Presse und des Teil der Umgebung zu überschauen. Die Männer Jahre entwickelt, würden zwei Drittel der Refer- Wortes wurde aufgehoben, die Ansäße einer trochen unter den Zweigen hervor, um die steifven am Ende des Jahres verschwunden sein. Be sozial gerechten Gesezgebung beseitigt; die Folter gewordenen Glieder zu bewegen. In diesem Mosondere Kosten verursacht die Kolonisierung Abes- und das Fauſtrecht wurden zwar nicht formal, ment erreichte sie ein Laut, der sie beide aufmerfiniens. Ostafrita hat Italien bis zum letzten dech tatsächlich wieder eingeführt, ja selbst die ken ließ. Winter bereits 1.200,000.000 Lire in Gold ge- intimsten Dinge des menschlichen Lebens werden fostet. Deshalb sind jetzt die meisten Kolonisten durch strenge Vorschriften geregelt und es ist gewieder zurückgeholt worden, und Abessinien wird fährlich, ein Wort der Kritik darüber zu äußern. eine rein militärische Kolonie bleiben müssen. Ein Wiewohl nun das Volk nicht ganz schuldlos anderer großer Verlustposten ist der Fremdenver- an diesen Zuständen ist, fühlt es doch die Schmach tehr aus Frankreich, der infolge der Franc- Ab- der Unterdrückung und es sind seine besten Teile, wertung ungünstiger für Italien geworden ist. die sich gegen die Sklaverei wehren. Der Dienst Die Clearing- Schulden Italiens betrugen am 20. an der Freiheit bringt ihnen den Haß der Herr Mai 499,000.000 Lire. Die größten Clearing schenden und oft auch die Verachtung der will Gläubiger Italiens sind die Schweiz, Deutschland fährigen Knechte, trotzdem ist ihnen dieser Dienst und Großbritannien. Alles spricht dafür, daß wichtiger als ihr Leben. Italiens Devisenreserven nicht viel länger als ein Kann man die Wahrheit verbieten, so kann Jahr ausreichen werden, wenn nicht dem Volke man sie doch nicht in der ganzen Welt töten und durch Kürzung der importierten Konsumgüter auslöschen aus den Herzen der Menschen. Und äußerste Opfer auferlegt werden. Deshalb wird so findet die geschriebene und gedruckte Wahrheit ein immer stärkerer Druck auf die italienische Re- den Weg über die Grenzen, und die ihr Eingang gierung ausgeübt, wenigstens eins seiner auslän- verschaffen sind lebendige Beweise dafür, daß dischen Abenteuer aufzugeben, wenn sie nicht man nie ein Volk zur Gänze und für immer recht große ausländische Kredite erhalten kann." los machen kann. Uneinheitliche Die Rebellion der Gehenkten Industrie- Entwicklung Schon dem letzten Bericht der Tschechoslowa: fischen Nationalbant war zu entnehmen, daß sich in einigen Industriezweigen die Lage wieder gebessert hat. Der vom„ Obzor Národohospodařsty" errechnete Inder der induſtriellen Produktion (( 1929 iſt 100) weiſt bereits für den Monat April cine Produktionszunahme aus. Von 82.2 im März hat sich der Inder auf 84.7 im April er höht. Für die ersten vier Monate 1938 zeigt die Entwicklung der industriellen Produktion im Vergleich zum Vorjahre das folgende Bild: 1929= 100 1938 1937 Jänner 89.4 92.6 Feber 84.9 92.1 81.8 93.5 84.7 96.7 März April Im April 1938 bleibt demnach der Inder; unserer Industrieproduktion um 12 Punkte hinter dem gleichen Vorjahrsmonat zurück. Während im VorIch bin doch kein Verbrecher...!" Dämmerung liegt über dem Verhandlungssaal, schüßt den Angeklagten vor den Blicken der Richter. Da sitt er, schmächtig ist sein Störper, fahl die Farbe des noch jungen Gesichts. Glatt ist das hellblonde Haar, seitlich gescheitelt. Die lang jährige Arbeitslosigkeit zeichnete tiefe Falten um das etwas vorstehende Kinn. Die Augen sind von den Lidern bedeckt, es ist, als schlafe dec Mann. Doch er ist wach, allzuwach. Bei jedem Wort, das monoton aus dem Munde des Protokollführers strömt, bewegen sich die Finger der ineinandergeschlossenen Hände nervös. Manchmal geht ein Bittern durch den Körper des Angeklagten, eine stumme Abwehrbewegung gegen die Anklage, die verlesen wird. Treten Sie vor, Angeklagter! Sie haben gehört, was Ihnen zur Last gelegt ist, was sagen Sie dazu?" Langsam, als hielten ihn unsichtbare Kräfte zurück, nähert sich der Angeklagte dem Richtertisch. ,, Na, also!" Ungeduldig flingt des Richters Mahnung. Sie erwirkt, daß der Angeklagte mit leiser Stimme, a" sagt. ,, Das genügt nicht, erzählen Sie, wieso Sie zu dieser Sache kamen, den ganzen Hergang, also!" Der Mann vor dem Richtertisch schweigt. Es war eine trübe Herbstnacht. Der dichte Nebel hing in den Fichtenwäldern, die sich zu beiben Seiten der Grenze hinziehen. Auf einem verborgenen Schmugglerweg schritten zwei Männer dem Kamm des Gebirges zu. Die halbhohen Bäumchen drängten sich eng an den Weg heran und wenn einer der Männer den Zweigen zu nahe tam, rieselte ein talter Guß von oben herab. Doch sie achteten nicht darauf; mit angespannten Sinnen lauſchten ſie in das Dunkel hinein und mußten sich doch mehr auf das erprobte Gefühl als auf Augen und Ohren verlassen. Auf einer fleinen, taum merklich helleren Lichtung blieben sie endlich stehen, krochen dann unter die tief her abhängenden Zweige einer Fichte und hockten sich eng nebeneinander auf den Boden. Sie gaben Antwort und nach kurzer Zeit betraten drei Männer, die erwarteten Freunde, die Lichtung. Sie hatten, aus Furcht sich zu verirren, es nicht gewagt, in der vollkommenen Dun kelheit die Grenze zu überschreiten. Nun war der Morgen nahe und wenig Zeit zur Aussprache. Ein paar Worte wurde geflüstert, Berichte und Briefe ausgetauscht, dann gingen, begleitet von den Wünschen der Zurückbleibenden, die Drei wieder in das Land der Unfreiheit zurück. Wohlverborgen an ihrem Körper aber trugen sie Druckschrif ten gegen die Dittatur und Aufrufe an das Volt, alles zu tun, um seine Freiheit zurückzugewinnen. Ein solcher Gang über die Grenze ist ein gefähr liches Spiel, sein Einsaß ist das Leben. Dazu sind die Gewinnchancen ungleich verteilt: gewin nen die Rebellen, so haben sie ihren Kampf noch lange nicht gewonnen, gewinnen es die Söldner der Regierenden, dann ist das Leben der Verlierer verwirkt. Diesmal ging das Spiel verloren. Seite 7 Genossen! Genossinnen! jeder Betriebsversammlung Getverkschaftsversammlung, Genossenschaftsversammlung, Wählerversammlung, Frauenversammlung, politischen Versammlung, Versammlung oder Sigung einer proletarischen Organisation sollt Ihr für die fozialdemokratische Parteipresse intensivste Werbearbeit leisten. die er, so weit sie reichte, bewohnt sehen wollte von einem freien und glücklichen Volte. Er und die vielen andern, die vor ihm gefallen waren, bilden das unübersteigbare Hindernis zwischen den Vertretern zweier Welten. Zwischen Diktatur und Freiheitswillen gibt es fein Stompromiß, nur in diesem Lande so, sandern überall in der Welt. Kampf bis zum bitteren Ende. Das ist nicht nur Die tägliche bittere Wirklichkeit läßt die Völker die Wahrheit erkennen und sie werden, je früher, desto besser, ihr gemäß handeln müssen. Warum ich euch diese Geschichte erzähle? Als man die Zurückgebliebenen durchsuchte, fand man bei den Toten neben anderen Drudschriften ein Buch, das feucht und klebrig war vom roten Herzblut: dieses Buch hieß B. Traven, Die Rebellion der Gehenkten". Schon früher hatten einige Exemplare dieser Freiheitsdichtung den Weg über die Grenze gefunden, drüben gingen sie von Hand zu Hand und waren nicht einfach Bücher, sondern koſtbares Besitztum und Waffen im Kampfe um die Wiedergewinnung der Freiheit. Sie wiesen auf die Fehler der Vergangenheit, waren Besinnung, Mahnung und Aufruf. ,, Wenn ihr Revolution machen wollt, dann macht Revolution, und macht sie ganz, oder sie richtet sich gegen euch selbst und zerschmettert cuch!" Wo war einmal mit solch kristallklarer Schärfe die Wahrheit gesagt worden? Dieses Buch ist mehr wert als zehntausend Flugzettel. Wian sollte es in Dünndrudausgaben herstellen und in den Diktaturländern verbreiten, das wäre der beste Dienst an unserer gerechten Sache." So hatte der Mann gesprochen, dessen Blut an jenem frühen Morgen im schwarzen Moorboden versicherte. Ich habe eigentlich die Kritik eines Buches schreiben wollen und nun ist beinahe eine Geschichte daraus geworden, die sich zur Kritik eines fluchbeladenen und unwillkommenen Regimes ausweitete. Es liegt an den Verhältnissen, daß diese Kritit des Regimes wieder zur Kritik des Buches wird. Eine halbe Stunde nach dem Abschied der Möge es als solche verstanden werden. Freunde knallten jenseits der Grenze ein paar Dieses Buch ist wahr; Begebenheiten, die es Schüsse. Einer von den Dreien fiel vornüber, mit schildert, geschehen unter dem Decmantel einer dem Gesicht in die weiche Moorerde, seine Hände verlogenen Kultur auch bei uns, und die vorbe verkrampften sich im Boden und blieben dann schriebene Geschichte ist mehr als einmal passiert starr liegen. Die beiden andern warfen sich hin und wird in ähnlichen Formen noch oft geschehen, ter Baumstämme, griffen nach ihren Pistolen so lange es unterdrückte und gedemütigte Völker und setzten sich zur Wehr: ohne Widerſtand ſollte gibt und Menschen, die um ihre Freiheit tämpfen. man sie nicht abtnallen. Im Halbkreis flammten Wenn das Leben selbst sinnlos geworden ist, eine Reihe von Taschenlampen auf, flatschend wenn der Mensch fühlt, daß man ihm zum schlugen die Kugeln in die Baumstämme. Die ſtumpfen, gehorsamen Tier herabwürdigen will, zwei Männer zielten auf das Mündungsfeuer, wenn selbst Wissenschaften, Künste und alle Ergleich darauf schrie drüben einer auf. Die Licht scheinungen des menschlichen Geistes nur dazu tegel wandten sich der Stelle zu, die beiden spran- dienen, um diesen Geist zu schänden und zu vers Fünfzig Meter von diesem Ort entfernt lief gen auf und wollten zurücklaufen, doch schon nichten, dann ist die Zeit gekommen, da der cine Straße durch den Wald und weitere fünfzig wieder knallten Schüsse. Diesmal traf es den Mensch sein Leben um dieses Lebens willen in Mieter nördlich war die Grenze. In das endlose Zweiten, der schwerverletzt zu Boden taumelte. die Schanzen schlagen muß. Das sagt uns ein Fallen der Tropfen hinein hörte man manchmal Der letzte schoß sein Magazin leer, rannte weiter Blick in die bittere Wirklichkeit, das jagt uns auch den Schritt eines patrouillierenden Grenzpostens. und enttam. Zwischen den Bäumen Tagen zwei das Buch B. Travens, auf das ich auch aufmerk Kein Laut drang sonst durch die Nacht, fast för- Schwerverlette und ein Toter. Er lag wie er ge- sam machen wollte. Es ist wert, im Stampfe für perhaft breitete sich rings das Dunkel aus. Mits fallen war, das Gesicht im Moorboden vergra- Wahrheit und Gerechtigkeit als Waffe zu dienen. ternacht war vorbei, als einer der Männer nach ben, die Hände verkrampft in der Heimaterde, Martin Günther. Nun? Sie heißen Joſef Rieger, sind 28| entſage einem großen Glück, wenn er das An- I am ganzen Körper. Nur mühsam entringen ſich Jahre alt, Perlenfärber, ledig, zu sorgen haben gebot nicht annehmen würde. Sie für niemand... also, nun los, Mann, erzählen Sie boch!" Endlich hat sich Josef Rieger so weit zusammengenommen, daß er obgleich noch immer sehr eingeschüchtert erzählt. Arbeitslos sei er lange Jahre, immer ein sehr guter Arbeiter gewesen, strebiam, sparsam, troßdem mußte er mit vielen anderen den unfrei willigen Wüßiggang auf sich nehmen. Jahrelang. Eines Tages lam in die Ortschaft ein fremder Herr. Aus Deutschland, habe er gesagt, und er fönne arbeitslosen Glasarbeitern gute Stellungen verschaffen. Wieso er gerade zu Josef Rieger tomme? Josef Rieger oder ein anderer, das sei doch egal, wo in der Gablonzer Gegend doch nur Glasarbeiter leben. Und übrigens, so zufällig sei dies ja wirklich nicht. X. Y. Habe ihm den Josef Rieger als einen qualifizierten Perlenmaler, d. h. Färber genannt und so sei er eben da. Auswan: dern müsse er, der Josef Ricger, nicht nach Deutschland, nach Polen und dort wäre er nicht etwa ein einfacher Arbeiter, nein, man wisse die Leute gut einzuschäßen, in dem anderen Land. Er werde Meister sein und guten Lohn und sichere Eristenz haben. Die Gegenleistung? Ja, nur die polnischen Arbeiter anlernen, sicher nicht schwierig, was überlege Rieger so lange, eine solche Gelegenheit fände sich doch nicht alle Tage Dann redete der Fremde von allen möglichen Dingen, schließlich meinte er so nebensächlich, Josef Rieger ,, Nun, und dann?" ,, Hohes Gericht, ich war in so großer Noi, die Eltern sind alt, auch die Brüder arbeitslos. Ich habe an nichts mehr denken können, als an ben guten Poſten. Vorwürfe habe ich mir gemacht, weil ich den Fremden gehen ließ. So vergingen einige Tage- Wochen. Da brachte die Poſt einen eingeschriebenen Brief. Es war die Firma 1 Polen. Ein Vertrag war es, ich möge nur kom men, Anweisung für Reiſeſpeſen lag dabei. Ich war glücklich, endlich wieder arbeiten zu dürfen, Geld verdienen zu können! Ich beschaffte mir alle Dokumente, die man zu einem Paß benötigt. Ich lief stundenlang herum, es nüßte nichts. Ich betam den Paß nicht." Der Angeklagte weint. die weiteren Worte seinem Mund. Er sei dann doch eines Tages losgefahren, beschwerliche Wege habe er hinter sich, aufregende Grenzüberschreis tung. Schon glaubte er, alles überstanden zu haben. Da erwischen ihn die polnischen Grenz wachen, alle Erklärungen sind vergebens, man schenkt seinen Worten nicht Glauben, schiebt ihn zurück an die tschechoslowakische Grenze. Jezi übernehmen ihn die Organe der tschechoslowakis schen Grenzwache, man findet den Brief der pol nischen Firma, die Überweisung für die Reisefarte, erstattet die Anzeige. Die Antlage wird auf Grund des Gesezes über Induſtrieverschleppung und Wirtschaftsspionage erhoben. Ganz gebrochen hört der Angeklagte, daß schwere Kerkerstrafe über ihn verhängt wird und sinkt noch mehr in sich zusammen, als in der Begründung des Urteils ge= sagt wird: die Industrieverschleppung set in die sem Fall einzig und allein nur dadurch unmöglich geworden, daß Josef Rieger durch die polnische Grenzwache an der Ausübung des Verbrechenz verhindert wurde. Ich bin doch kein Verbrecher! Ich hab' von Kindheit an immer nur gearbeitet. Ich bin kein Verbrecher!" ,, Das Weinen nützt jetzt nichts, lieber Mann. Sie hätten sich das überlegen sollen. Sie wissen doch, daß die Verschleppung der Gablonzer Industric verboten ist, man gab Ihnen den Vaß nicht, weil Sie nicht abwandern dürfen, um im Ausland das Geheimnis der Perlenfärbung preiszugeben." ..Ich ich bekam aber doch hier keine Wie er so steht, immer wieder nur sagt: Beschäftigung... und hatte doch schon den Vor- Ich bin kein Verbrecher...!" wird er zur lebenschuß und den Vertrag... die gute Stellung...| den Anklage einer Wirtschaftsordnung, die in Perlenfärben ist ja auch schon im Ausland bekannt Krisenzeiten selbst ihre besten Spezialarbeiter ... ich wollte doch niemand schaden... nur nicht beschäftigen kann und ihn der von ,, Kindarbeiten, endlich wieder arbeiten!" Da steht der junge Mensch, weint und zittert beit an immer nur gearbeitet hat" – zum Beibrecher stempelt. Ceite 8 Prager Zeitung Teilnahme der Flieger ,, Sozialdemokrat Dienstag, 5. Juli 1938. Nr. 156 Erdbeeren sind billig! JETZT RECHTZEITIG VORRAT MACHEN AN MARMELADEN, SELBSTBEREITET am besten Opekta weibliche Kollegin handelt, die einander heiraten wollen, daran aber erstens durch den Chef der am Sokolkongreß Braut( der fie nicht verlieren will) und zweitens Bei dem Auftreten des Heeres beim X. All durch ihre allzu hißige Sensationsgier gehindert fofolfongres am 6. Juli werden als Bunfi 6 des werden, dann ergibt sich eine Mischung aus Sensa Programmes Proben der fliegerischen Ausbildung tionsgeschichte, Kriminalistik und Ehefrieg, die vorgeführt werden. Vor allem werden Evolutionen einem Teil des Publikums sicher behagt. Tatsächlich eines Schwarmes von sieben Flugzeugen gezeigt aber handelt es sich um eine wertlofe, mit gewalt- welche einen Zwei- Tor- Vorsprung zu verteidigen| fung eines außerordentlichen Verbandstages, da der batten, lieferten ein schwaches Spiel und scheiden Auflösungsbeschluß den Statuten des DFV werden, und zwar unter der Führung von Ober- famen und noch dazu herkömmlichen Mitteln ge widerspricht. In diesem Zusammenhange sei leutnant Novát. Der Schwarm setzt sich ferner zu- machte Art der Unterhaltung, die Massenmorde mit nach dieser Niederlage aus dem Bewerb aus. Kladno wurde in Agram zwar von auch erwähnt, daß sich der Nordwestgau- Obmann sammen aus Leutnant Sirofy, Rottmeister Snobl, verliebter Somit und angeblichem Edelmut mischt Roty Hormann, Zugsführer Smolik, Bugsführer und der nur die Routine der Regie und der Darat mit 1: 2( 0: 1) geschlagen, verbleibt aber wei- Babinsky da ihm die Divisionsvereine ihr MitJicha und Korporal Pokorný und wird verschiedene ſteller das Ansehen der Flottheit gibt. Die Haupt- ter in der Konkurrenz, wo er in der zweiten Runde trauen aussprachen in einer Gauleitungssizung Formationsänderungen zeigen. Sodann wird eine darsteller sind Gene Raymond und Anny auf Juventus Turin stößt, gegen den er wenig Aus- von dieser das Vertrauen bescheinigen ließ... Der Wert" solcher Vertrauensvotums" ist sicher nicht besondere Afrobatit in einem dreigliedrigen Schwarm ut her n, die sicher und munter wirken, solange fichten beſitzt. Die Ueberraschung brachten die beiden runrä- Sarnach angetan," Statutenwidrigkeiten aus der Welt vorgeführt werden, wobei Oberleutnant Novát, die Handlung feine seelischen Regungen von ihnen nischen Klubs. Bekanntlich wurde Rapid Busu schaffen. Leutnant Siroký und Zugsführer Lipa die Flugs fordert. -cisfarest von Ulipest in Budapest mit 1: 4 gefchagen, so Die Wiener Fußballmeisterschaft fand mit den zeuge führen werden. Zum Schluffe tritt Oberleu daß den Ungarn der Aufstieg bereits sicher schien nant Novát allein auf, um seine hohe fliegerische am Sonntag ausgetragenen Spielen ihr Ende. Das Bukarester Rückspiel wurde jedoch von den auf Rapid heißt der letzte Meister... Eine Reihe bes Kunst zu zeigen, die schon so oft im Auslande den Sicherheit spielenden Ulipestern nach einer torlojen fannier Slubs und ihre Namen wird verschwinden, Namen unseres Militärflugwesens berühmt gemacht Halbzeit mit 4: 0 verloren, so daß nun die Bufarester denn nach den„ Verfügungen" ist für sie angeblich hat. Alle diese llebungen unserer Militärpiloten in die zweite Runde gelangen. Auch Rispensia nach der im Dritten Reiche bestehenden..Amateur" werden auf afrobatischen Schulflugzeugen Avia Temesvar, das zwar in Mailand gegen den FC mit Meisterschaftsordnung feine Lebensberechtigung vorB122 durchgeführt werden. Die Flieger werden sich auch an dem festlichen Umzuge der mitwirkenden 3: 1( 2: 1) verlor, gelangt dant des 3: 0- Vorsprun handen... 21 frühere Profis wurden in städtischen Secresabteilungen am Schluſſe des Brogrammes be ges in die zweite Runde. Betrieben Anstellungen vermittelt. Sesta und Sindelar sollen, da sie Kapital haben, Staffeehäuser erteiligen. Hiebei wird die Fliegerbrigade in einer Anhalten... zahl von mehr als 200 Militärflugzeugen verschie duer Typen das Stadion in einer regelmäßigen Gruppierung überfliegen. Die Fliegerbrigade wird der Brigadegeneral des Flugwesens Karel Procházka anführen.( TN) Wegen dringender Herstellungsarbeiten wird der Eisenbahnverkehr auf der Strede Tábor- Bechyně vom 11. Juli bis einschließlich 5. September an Arbeitstagen nach dem Zuge 3308, das ist von 7.15 Uhr bis zum Zuge 3308, das ist bis 18 Uhr, einges stellt. Die ausfallenden Züge werden durch Straßens autobusse ersetzt. An Samstagen dauert die Schies nensperre nur bis zum Zuge 3304, das ist bis 18 Uhr. Der provisorische Fahrplan der Ersatz- Autobuslinie ist mit dem Fahrplan der entfallenden Züge fast identisch. Der genaue Aurobusfahrplan ist in allen an der Strede liegenden Gemeinden ausgehängt. Die Fahrvreise sind dieselben wie im Bahnverfehr. Ausflugszüge der Staatsbahn. Vom 16. bis 24. Juli Ausflug in den Böhmerwald für 520 Kč, in die Slowakei für 720 Kč. Anmeldungen und Informationen im Bajar neben dem Wilsonbahnhof. Telephon Nr. 383-35. Sport- Spiel- Körperpflege Die ,, göttliche Suzanne" gestorben In Paris ist am Montag die vor einigen Jabren sehr befannie französische Tennisspielerin Su 3 anne Lenglen im Alter von 39 Jahren an ( Franzözische Karikatur.) Die besten Einfochrezepte finden Sie jeder| Flasche Opetta und jeder Schachtel Opelta- Troden vernetiöfer Anämie gestorben. Die Göttliche" beigevadt. Mit Opefia jind die Marmeladen in 6 bis 10 Minuten gefocht, haben ursprünglichen Geſchmad und Farbe des Obstes und sind unbegrenzt haltbar und billig. 1 Sädchen Opefta- Troden à Kč 2.reicht für 1 Kg. Marmelade. 1 Schachtel à Kč 6.50 für 3½ bis 5% Kg. Marmelade, 1 Flasch: OpekiaFlüffig für 4 bis 6 Kg. Marmelade. Außer den ausführlichen Rezeptheften sind noch Zellophan und Gläseretifetten beigepadt. 4885 Der Film Ihr lester Fall. Reporter, die immer zugleich auch Deteftive find, schienen für den Sollywooder Durchschnittsfilm unentbehrliche Figuren zu sein, und manchmal werden sie wie hier jogar zu Hauptfiguren: der Kriminalfall, hinter dem sie her sind. wird dann Anlaß zu Stonfurrenzfämpfen, und wenn es fich um einen männlichen Reporter und eine Literatur diesen Beinamen erhielt sie ob ihres wunderbaren Spicis-- war, bevor sie sich dem Profeſſionalismus( 1926) verschrieb, die beite Tennisspielerin der Belt. Mit 15 Jahren war sie schon Weltmeisterin. ton 1919 bis 1925 ſechsfache Siegerin in Bim bledon. In den letzten Jahren unterhielt sie eine Tennisschule die im„ Amateurismus" schwelaende bürgerliche Tenniswelt hatte sie jedoch schon vergessen... Von den ungarischen Slubs ist nun nach Kispest, lipeit auch Hungaria ausgeschaltet worden. Juventus Turin gewann daheim über die Budapester 6: 1( 4: 0) und erzielte somit nach dem 3: 3 im ersten Spiel ein Gesamtsfore von 9: 4. Das Qualifikationsturnier hat seine erste Hälfte durchgespielt und es beginnen nun die Rückspiele. Die am Sonntag ausgetragenen Begegnungen brachten Erfolge der Gastmannschaf ten. S Lieben siegte in Stopitz über den dortigen S verdient mit 3: 0( 2: 0) und setzte sich damit an die Spitze der Konkurrenz. Auch Bohemians fonn ten das Kaschauer Spiel gegen MAC erfolgreich abschließen, obwohl das Endergebnis mit 1: 0( 0: 0) recht Inapp ausfiel. Bemerkenswerte Fußballergebnisse vom Sonntag. Grasli: DFC gegen Schwalbe Brür 5: 3 ( 4: 2). altenau: DE gegen Karlebader FS 2: 0( 1: 0). Dur: DSK gegen DF Aussig 4: 4( 2: 2). Teplit: Lobofizer FK gegen VfB 4: 2( 1: 1); von der Divisionself des VfB find nur noch drei Spieler vorhanden!- Bodenbach: SpVg gegen Teplißer FK 3: 3( 0: 1). Gab lonz: DSV Trautenau gegen DE 4: 3( 2: 2). Warnsdorf: WIK gegen DSV B.- Leipa 4: 8 ( 3: 0). Tyrnau: CE Preßburg gegen Rapid 1: 0( 0: 0). Munkacs: MSE gegen Vittoria Bilsen 4: 3( 1: 3). Das Endspiel um die Nazi- Fußballmeisterschaft In der Tabelle führt also Sr Lieben mit sie dauerte 237 Winnten! In Berlin wurde zum zwei ben Puntten, gefolgt von Bata Zlin mit sechs, So- ten Male das Endspiel Schalke 04 gegen Hannopisty mit fünf, Bohemians haben drei, Teplißer Fver 96 ausgetragen, das nach Ablauf der regulären zwei und KAC Kaschau leinen Bunft Spielzeit unentschieden 3: 3( wie in der ersten Begegnung nach Verlängerung) stand und in der neuerlichen Verlängerung mit 4: 3 für die Hannoveraner endete, welche zum ersten Male„ deutscher Meister" wurden. Auch das vorangegangene Spiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hamburger SV um den dritten und vierten Plaz wurde zum zweiten Male durchgeführt; das erste Match endete nach Verlän gerung torlos. Diesmal siegten die Düsseldorfer mit 44 Fußball- Schiedsrichter schon aus dem DFV ausgetreten. Die Gleichschaltung des DFV wurde von den ihm angeschlossenen Schiedsrichtern nicht ruhig und tatenlos zur Kenntnis genommen. Wie aus dem letzten Amtsblatt des DFV im„ Allgemeinen Sportblatt" zu ersehen ist, sind bisher 44 Schiedsrichter aus der„ Deutschen Schiedsrichterver einigung" ausgetreten 4: 2. Leichtathletik am Sokol- Fest DFV- Fußballspieler gegen die Gleichschaltung. Dic diftierte Eingliederung des Day, in die„ Volksgemeinschaft" hat in zahlreichen Vereinen zu massenbaften Austritten von Mitgliedern und Spielern ges Die leichtathletischen Bewerbe des Sofolfestes, führt. Die Spieler, die in dieser Angelegenheit die im leichtathletischen Stadion auf dem Strahov überhaupt nicht um ihre Meinung befragt werden, ausgetragen wurden, hrachten durchschnittlich gute verlassen nun ihre Klubs und melden sich zum gro- und einige ausgezeichnete Ergebnisse. Ueberraschend hen Teile bei den Fußballvereinen der Atus- Union wirft es, daß keiner der ersten Pläße von Prager an. So sind z. B. die bekannten Spieler Vacek, Athleten besetzt werden konnte. Bis auf die zwei Libal und Buchia des Warnsdorfer FK dem Atuz ersten Pläße Jungbunzlauer Wettkämpfer und einem Verein Freiheit" Warnsdorf beigetreten. In allen bulgarischen Sieg im Dreisprung fielen alle übrigen Gauen des DFV ist von den bekannten wie auch Diszipline an mährische Wettkämpfer aus Brünn und weniger bekannten Slubs eine Abwanderung ihrer Olmüß. Die am Samstag vom Regen aufgeweich ten Laufbahnen und Sprunganlagen waren ein in mitunter besten Spieler zu verzeichnen. dernis für die Läufer und Springer. Das beste 1 DFV- Divisionsklubs gegen Auflösung. Die Di Ergebnis erzielte der Brünner J. Vitet im Sugelvisionsklubs im DFV batten eine Besprechung nach stoßen mit 15.30 Meter. Weiter sind erwähnens Aussig einberufen, die jedoch vom DFV- Vorstand wert der Speerwurf Dr. Ries'( Olmüß) mit 60.36 verboten worden war. Die Vertreter der DivisionsMeter, der Hochsprung mit 1.85 Meter durch die beiNach dem am Samstag erfolgten Ausscheiden vereine hatten aber trotzdem eine Aussprache, wobei den Jungbunzlauer Fiedler und Sobotka; einen dreis Spartas folgte am Sonntag die Brünner 3ide sie beschlossen, gegen den Auflösungsbeschlußfachen Sieg konnte der Olmüßer Langstredenläufer nice, die ihr Budapester Rückspiel gegen renc des DFV- Vorstandes Returs einzubringen. WeiBombit über 1500 Meter in 4: 20.9, 5000 Meter in varos glatt mit 3: 0( 1: 0) verlor. Die Brünner, ter verlangen die Diviſionsvereine die Einbern- 16: 37.5 und 10.000 Meter in 34: 42.7 Min. buchen. Im Granateniversen vollbrachte Kabalet( Blansko) mit 82.85 Meter eine bisher in der Tschechoslowakei noch nicht festgestellte Leistung. Der Dreisprung fiel an Kalintov( Sofia) mit 13.17 Meter. Ueberraschungen im Mitropacup Slavia und SK Kladno in die zweite Runde Am Montag trug in Prag die Slavia ihr Rückspiel mit dem BEK Belgrad aus und blieb fnapp mit 2: 1 jiegreich. Somit fommt Slavia aud: in die zweite Runde, während die beiden jugoslawi schen Klubs ausscheiden. oder jener Arbeit verweisen, nicht zu jeder kritisch Stellung zu nehmen. Aber es genügt wohl zu sagen, daß dieses Buch den Beweis erbringt, daß die freie deutsche Wissenschaft noch lebt. " bern, mit den vernichtenden Himmelsgaben beglüdt wurde. Kein noch so deutliches Abzeichen des Roten Kreuzes schützt vor Mördern, die Mörder sein wol len.( Die Kisch- Broschüre, di. illustriert ist. tostet Kč 5.-.) Der leichtathletische Wettkampf FrankreichDeutschland in Paris endete mit dem Erfolge der Deutschen mit 105: 45 Punkten. Die Franzosen erreichten nur im Stabhochsprung( Remadier, 4 Meter) den einzigen erſten Play. Die Leichtathletik- Meisterschaften des DLAV in Auſſia, welche eritmals nach der Eingliederung mit dem DTV zusammen ausgetragen wurden, brachten als erwähnenswerte Ergebnisse: 5000 Meter: Simm ( Bodenbach) 15: 46.5 Min., 100 Meter: Dr. Voigt ( Brünn) 11.2 Sef., Hochsprung: Palischef( Brünn) 1.80 Meter. Alle übrigen Ergebnisse sind durchschnittlich. Die Turner- Athleten konnten nur im Sugelitoßen( 12.67 Meter) einen Sieg erreichen. Der Besuch war gering. Zwei neue Leichtathletik- Weltrekorde für Frauen stellte bei einem Meeting in Cleveland die polnische Sportlerin Stella Walasiewicz auf, indem sie die 100 Yards in 10.4 Set. und die 60 Yards in 7 Sef. lief. | Spanische Frauen heute" berichtet von den Leiden und der Tapferkeit der spanischen Frauen, von einigen Bekannten und den vielen namenlosen Heldinnen, von ihrer Fürsorgearbeit, ihrer Schul- und Maß und Wert. Zweimonatsschrift für freie Erziehungstätigkeit, von dieser ganzen großen umFreie Wiſſenſchaft. Ein Sammelbuch aus der deutsche Kultur." Serausgegeben von Thomas fassenden Arbeit der republikanischen Frauen, die in deutschen Emigration.( Sebaſtian- Brant- Verlag, Mann und Konrad Falfe. Verlag Oprecht. Zürich. Wahrheit ein Liebeswert ist, der fein Aehnliches an 5. Place du Corbeau, Strasbourg. Preis brosch. ffrs. Weit dem Juli- August- befte schließt der erste Jahr- die Seite gestellt werden kann. Dieſe Broschüre, die 30.- Kč 32.-:) Die Mitarbeiter, durchwegs ebe- gang dieser schönen, edlen Zeitschrift. Es mochte vor allem von den Frauen gelesen werden soll, malige deutsche Hochschullehrer, die jetzt in der Emigewagt erscheinen, eine solche Zeitschrift herauszu- fostet bloß Kč 1.50. Si ich erzählt von einem giation leben, wollen, wie in der Einleitung gefagt geben in einer Zeit, da sich das Verbreitungsgebiet spanischen Badeort, deſſen Villen, früher nur zwei wird, die Tradition der deutschen Hochschulen, 10- des unabhängigen Schrifttums stetig verringerte. Monate im Jahre bewohnt, in ein ganzjähriges weit sie freiheitlich und weltbürgerlich war, fort- Daß das Wagnis geglückt ist, ist der beste Beweis Spital für tranfe und verivundete Soldaten umges sezen. Sie wollen dazu beitragen, daß auch die der Güte von Maß und Wert". Das Heft 6 dieser wandelt wurden. Er erzählt in seiner bekannten deutsche Wissenschaft dereinst wieder ihrem Rufe, Wionatsschrift" bringt den Schluß der Novelle lebendigen, anschaulichen Art und auch davon erder Menschheit zu dienen, folgen kann. Das Adeles Erzählung", die Thomas Mann in seinen zählt er, wie dieser Badeort von ganz niedrig flie Buch gliedert sich in die Gruppen:„ Geistige Situa- Roman Lotte in Weimar" eingebaut hat. Die genden Franco- Bombern, von chriſtkatholischen Bom tion",„ Staat und Gesellschaft" und„ Naturwissen- Freunde der Projakunst A. M. Freys werden sich schaften". Das erste Kapiel geht aus von dem freuen, seine neue Novelle. Unsterbliche Geliebte" Begriff der Erziehung als sozialem Phänomen, der Problematit der Intellektuellen und der Literatur. 3 lejen. Walter Benjamin's Kindererinnerung„ Berliner Kindheit" um 1900" ist ein Bereits die Gegenüberstellung dieser klassischen Beinteressanter Beitrag zur Psychologie des Kindes griffe mit der deutschen Wirklichkeit zeigt den Na-Mit den durch Freud und Bachofen aufgeworfe tionalsozialismus als Feind jeder geistigen Freiheit. nen mutterrechtlichen Fragen beschäftigt sich Das Versagen derer, die solche Werte zu verteidigen Adrien Turel in seinem Auffaß Raum- und hatten, wird vor allem am religiösen Problem ge- Beitgrenzen des Individuums". zeigt. Der letzte Abschmitt weist den Weg zum soziaprimitive Neger heute den Weißen? das ist das listischen Neuhumanismus. Das 2. Stavitel geht Thema, das sich der weitgereiste Forscher Julius öffentliche Bildunspflege, Folge 6 1938, Verlag " Volt und Kultur", Zeitschrift für die deutsche aus von der flaſſenlosen Geſellſchaft der Primitiven, Lips in seinem Artitel Weißer Mann, wohin?" Institut für deutsche Voltsbildung, Prag I, Kar entwickelt die klassischen Kriterien des Staates und gestellt hat. Besondere Hervorhebung verdienen lova 40. Das vorliegende Heft enthält den Bericht zeigt, daß das heutige Deutschland eine Despotic ist, die lyrischen Beiträge des Heftes: Elf neue Ge- über den zweiten gesamtstaatlichen Volksbildner innerhalb deren eine Staatsrechtswissenschaft unmög dichte von Franz Werfel und Kindheitsge- Kongreß, sowie die Entschließungen der einzelnen lich ist. Im letzten Stapitel werden zunächst die schichte" von Albin Zollinger. Der Seffionen des Kongresses. Ferner die Rede des WiDer Hermann Löns- Film ,, D a hinten in anerfannten Regeln der Vererbungstheorie an einem Beispiel entwickelt. Hieraus wird gefolgert, daß Mann zur deutschen Romantit anläßlich einer Franke, das Referat über die öffentliche Bil- Weißner und der Musik von Künete! Heute und Glossenteil enthält eine Betrachtung von Klaus nisters für Schulwesen und Voltskultur. Doktor der eide" mit Speelmans, Stüwe, Hilde nichts, aber auch gar nichts an den Rassentheorien Sondernummer der Cahiers du Sud, ferner eine richtig ist, und daß sie in Wirklichkeit nur den Vordungspflege in der Tschechoslowatei von MinisterialStudie von Leo Spitzer über den verstorbenen fran- rat Prof. A. Matula, einen lleberblick über die morgen 2, 4, 6, 49 Uhr. wand zur Kriegsvorbereitung darstellen. Zuleßt zösischen Romanisten Ferdinand Brunot. werden die Verirrungen der Logit vorgeführt, zu deutsche öffentliche Bildungspflege von Archivrat Dr. denen die Konstrukteure einer„ arischen" Mathematif gezwungen sind. Würdigung der einzelnen schen Spanien" hat eben zwei neue Spanien e iman, Dr. Pulrabet, Toni Köhler, Beiträge ist nicht möglich; das erforderte einen um- Broschüren herausgebracht; Spanische Frauen Prof. Dr. Franz Longin. Heinrich Serget, fangreichen Auffaz. Und dabei tönnte man auch noch heute" von Gertrud Rybak und" Soldaten Prof. Viktor Schön, Prof. Ostar Dreyhausen taum mehr tun, als auf die Besonderheit dieser am Meeresstrand" von Egon Erivin Nisch. über Einzelthemen der Volksbildungsarbeit. Von Georg Mannheimer erscheint in den näch sten Tagen ein neues Buch unter dem Titel„ Fünf Minuten vor zwölf" im Verlag Neumann und Co., Wie sieht der Prag- Karlin. Die dänische Weltrekord- Schwimmerin Ragnhild Hveger schwamm in Helsingör über 1500 Meter in nene Weltrekorde. 21: 45.7 Min. und eine Meile in 23: 11.5 Min. zwei. Urania- Kino Die„ Geſellſchaft der Freunde des demokrati Anton Mouch a ſowie Auffäve von Settion Verlanget überall Volkszünder Hezuagbedinguna en: Ber Buſtelluna iussanz oder bei Bezua durch die Poſt monatlich Ke 17. bierteljährig Kč 51- halbjährig Kč 102,- aanzjährig Kč 204 Inserate werden la'ı Zarif billigit berechnet. Rüditellung von Wianuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Detourmarfen. Die Zeitungsfrantatur wurde von der Boit- u. Tejearaphendirektion mit Erlak Nr. 13.800 VII/ 193) bewilligt( Kontrollpostamt Praha 25. Druderei:..Orbis". Drud. Verlags- u. Beitungs- A.- G. Braa