i t b i, 1. is er n = ta ta cr. 37 Det nd em and Der nd. er Das ems der Jers Bers ird. 3. 30 Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoſlowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh/ Einzelpreis 75 Heller Redaktion u. Berwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 58077- Herausgeber: GSiegfried Taub- Berantwortlicher Rebakteur: Rarl Rern, Prag 18. Jahrgang Gamstag, 23. Juli 1938 Neuerlicher Schritt Dircksen bel Chamberlain Hitlers in London Deutschlands Plan: Neutralisierung der CSR? bielmehr lediglich eine Aenderung seiner Taftit, zu beabsichtigen. Aus dem Inhalt: 290 Sudetendeutsche Sudetendeutscher Katholizismus immer schärfer gegen den Nationalsozialismus Ablehnung des SdPMemorandums Verlegung der Bat'aStrumpffabrik Schach dem Terror Melnik und die ,, Zeit" Nr. 171 Asien und Europa Zum japanisch- russischen Grenzzwischenfall Der Bericht des Daily Telegraph" befagt, baf Hitler am Mittwoch in einer mit seinen Mitarbeitern abgehaltenen Konferenz den Bericht Wiedemanns und im Zusammenhange damit die Während die Blicke aller derjenigen, die den gefamte europäische Lage studiert habe, insbeson- Frieden und Wohlfahrt für alle anstreben, nach bere habe er die Haltung der englischen Regierung Europa gerichtet sind und bald von den EreignisDie tschechoslowakische Frage steht weiterhin Aus Prag lägen zwei bedeutsame Nachrich in der tschechoslowakischen Frage geprüft. Man sei sen in Spanien, bald von jenen in der Tschechos im Vordergrunde der europäischen Politik. Dem ten vor, schreiben die Time3", eine gute über hiebei zu der Annahme gelangt, daß die britische slowakei gefesselt werden, ist ein Konflikt im Fers ersten Schritt Hitlers durch seinen Adjutanten die unmittelbar bevorstehende Bollendung des Regierung der Prager Regierung zu weiteren nen Osten ausgebrochen, der nicht ohne Rüdwirs Wiedemann bei Halifax ist nun der zweite gefolgt. Nationalitätenstatuts und eine minder günstige Sugeständnissen insbesondere in Bezug auf die fungen auf die europäischen Ereignisse ist. Der deutsche Gesandte in London von Dird über die Vertiefung der zwischen dem Inhalte des wirtschaftliche Entwicklung der Sudeten- In dem südöstlichsten Teil der russischen Bes sen hatte mit Ministerpräsident Chamberlain Statuts und den bisher nicht erfüllten Forderun- deutschen und in der Frage der Aufnahme der sizungen in Asien, unweit von Wladivostok, ist ein cine längere Unterredung, der außerordentliche gen der Sudetendeutschen Partei bestehenden Sudetendeutschen in den Staatsdienst raten Grenzkonflikt zwischen der Sowjetunion und dem Wichtigkeit beigemessen wird, da bei dieser Gele- Kluft. Das Blatt meint, daß die Veröffentlichung werde. Für den Fall, daß Prag ein faires Aus- Staat Mandschutuo, hinter dem Japan steht, aus. genheit das ganze mitteleuropäische Problem auf des Statuts noch einige Tage auf sich warten maß der Forderungen der Sudetendeutschen Par- gebrochen. Am 11. Juli haben ungefähr 40 rusgerollt wurde. Es wird von einem deutschen An- lassen wird. Der Times- Korrespondent berichtet, tei erfüllen würde, bestünde die Möglichkeit, daß fische Soldaten die Höhe Tschantschi westlich vom gebot gesprochen, zu dem Chamberlain feine An- die Tschechen seien auf das Statut stolz, weil es der deutsche Reichskanzler der Tschechoslowakei Khasan- See besetzt. Die Russen behaupten, daß fichten darlegte, über die nun dem deutschen geeignet sei, das Regime rasch zu reformieren, nach dem Muster des deutsch- polnischen Vertrages der See und seine Umgebung zur Sowjetunion Heichskanzler berichtet wird. während sich die Deutschen als nicht befriedigt eine Garantie anbieten würde. gehören und stüßen sich auf einen Vertrag von Der Korrespondent des Daily Telegraph" 1869, während die Japaner behaupten, daß diese erklären. meldet aus Berlin, daß die halbamtlichen Demen- Gegend zu China gehört habe und nun der Hoheit tie über den Besuch Wiedemanns in London nun- von Mandschutuo unterstellt sei. Dazu kam noch, mehr eingestellt wurden. Das Blatt hält es wei- daß am 15. Juli ein koreanischer Gendarm erter für bedeutsam, daß die antitschechoslowakische schossen wurde, von dem behauptet wird, er habe Pressekampagne in Deutschland aufgehört hat. Es russisches Gebiet betreten. Wer sich daran erinnert, jei wahrscheinlich, daß Neichskanzler Hitler ge- aus welchem geringfügigen Vorfall gerade vor rade in diesem Augenblick eine Regelung der Be- einem Jahre der Feldzug Japans gegen China ziehungen zwischen Deutschland und Großbritan- herauswuchs, der wird die Meldungen der letzten nien für besonders wichtig ansieht. Wenn dies Tage mit Besorgnis verfolgt haben, zumal sos tatsächlich der fall wäre, würde man für die wohl von russischer als auch von japanischer Seite nächsten Tage einen Wechsel in der Baltung der in die bedrohte Gegend Truppentransporte erfolg deutschen Presse gegenüber der Tschechoslowakei ten. Die letzten Berichte besagen, daß es in Moserwarten fönnen. Die italienische Presse weiß zu berichten, daß ber deutsche Plan die Neutralisierung der Tschecho. flowakei und die Dezentralisation ihrer Berwal. Taktische Schwenkung tung beinhalte. Ein Viererpatt, abgeschlossen zwifchen Deutschland, England, Italien und Frankreich soll die Integrität dieses neuen neutralen Staates garantieren. Die große außenpolitische Aktivität Deutschlands mit dem Ziele, ben innerpolitischen Berhandlungen in der Tschechoslowakei über den nationalen Ausgleich die ihm genehme Richtung zu geben, erfieht man aus der Aussprache zwi schen dem französischen Außenminister Bonnet und dem tschechoslowakischen Gesandten Ofuffi, bei der ausführlich über die in England verbreiteten Nachrichten gesprochen wurde, daß die tsche choslowakische Regierung einen unbemokratischen Weg einzuschlagen gebenke. Notwendige Aufklärung Osuskýs Hitlers? Wir geben im nachfolgenden eine Berliner Wir geben im nachfolgenden eine Berliner Information des englischen Blattes Daily Telegraph" wieder, ohne in der Lage gewesen zu sein, die Michtigkeit dieser Informationen zu überprü fen. Hitler hat, auch wenn diese Informationen richtig sein sollten, zweifellos nicht die Absicht, ſeine grundsäßliche Haltung zu ändern. Er scheint Erhöhung des Ernährungsbeitrages Erweiterung auf Gewerbetreibende fau zwischen dem japanischen Botschafter und Lit toinow zu Verhandlungen gekommen sei, die vorläufig zu feinem Ergebnis geführt haben. Immer hin wird festgestellt, daß Japan nicht die Absicht habe, Gewalt anzuwenden, um die russischen Trup. pen von dem Gebiet westlich des Khasan- Sees zu berjagen. Es ist sehr wenig wahrscheinlich, daß Japan Prag. Zu der amtlichen Meldung überträge nunmehr innerhalb einer Spannung von im gegenwärtigen Augenblic einen Krieg gegen den Ministerrat am Freitag erfährt das Kč 3.15 bis 3.85 pro Tag bewegen werden, wodie Sowjetunion zu entfesseln suchen wird. Seit Baris. Der Gesandte Dr. Ofuffi, der Tfch. P. B. von informierten Stellen hinsichtlich bei diefer höchste Sat für die Hauptstadt Prag, einem Jahr führt Japan einen schweren Kampf Donnerstag mittags vom französischen Außen- der Genehmigung des Regierungsgefchentwurfes, für Brünn und Bratislava beſtimmt ist. Der mittminister Bonnet empfangen wurde, hatte mit ihm mit welchem die Vorschriften über den staatlichen Tere Sat von Kč 3.50 gift für Orte mit mehr als gegen China. Aus dem Spaziergang, wie sich ihn die japanischen Chauvinisten vorgestellt haben ebends eine weitere längere Unterredung, in der Ernährungsbeitrag abgeändert und ergänzt wer- 25.000 Einwohner. Eine wichtige Neuerung in( genau so, wie die österreichischen Stiefelwichs ihn der französische Außenminister ausführlich den, daß der Regierungsentwurf eine wesentliche sozialer Hinsicht ist es, daß der Beitrag nicht nur über die Pariser Unterredung der franzöfifchen Erhöhung der bisherigen Säge des Ernäh- bei einem Lohnverhältnis, fondern auch für selb- patrioten 1914 von einem Spaziergang nach Belgrad gesprochen haben), ist ein regelrechter Minister mit Lord Halifax und über den Stand- rungsbeitrages und deren Abstufung in drei Ka- ständige Unternehmer, insbesondere Gewer- Feldzug, ein großer Krieg geworden, der die vunkt der beiden Regierungen zum tschechoslowategorien je nach der Größe der Orte, zu welchen betreibende, gewährt werden kann, die Boltsfraft Japans und seine finanziellen Mittel lischen Problem informierte. Er machte den Ge- der Unterstütte seinem Wohnorte nach gehört, stark in Anspruch nimmt und noch nehmen wird. fandten aufmerksam, wie die Engländer und die vorbereitet. Es wird die alte Struktur beibehalWie lange dieser Krieg dauern wird, ist bei der Franzosen die tschechoslowakische Frage sehen, für ten, doch werben hiebei affe Säse linear um Größe Chinas und bei der Art der chinesischen welche Ereignisse fie namentlich empfindlich find, 75 Prozent erhöht, so daß sich die BeiKriegführung, welche in den schon von Japan bes worin sie vorsichtig sind und worin sie einer Aufsetzten Gebieten immer wieder Freischürler gegen lärung bedurften. Diese Zweifel beruhen auf die japanischen Truppen vorſchidt, nicht abzusehen. berschiedenen Gerüchten, die in letzter Zeit in Es ist wahrscheinlich, daß der Krieg nach lange England verbreitet wurden, daß nämlich die tscheZeit währen wird und das ist für Japan angechoslowakische Regierung und die tschechoslowakisichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage des schen politischen Führer in Wirklichkeit nicht eine Landes und der sozialen Gegensäße außerordentgerechte Regelung und ein Einvernehmen mit der deutschen Minderheit wünschen. Deshalb begrüßte nachweifen können, daß sie kein Vermögen besitzen, respektive keine Erträgnisse aus ihrem Vermögen beziehen, und daß der Unterhalt ihrer Familien ausschließlich von ihnen abhängig war. Moskau weicht keiner Drohung Japans Forderungen abgelehnt rung die Lage, aber es kann ein Augenblick kommen, wo das Boll sich gegen den Strieg aufbäumt und die sozialen Gegensätze ſich entladen. Die Tatsache, daß die Japaner augenblicklich in China start engagiert sind, übt naturgemäß auch einen Einfluß auf die europäischen Ereignisse Moskau. Das russische Boltskommissariat für an der Westgrenge des Staates Mandichukuo rers lich bedenklich. Vorläufig beherrscht noch die Regieman in den französischen Beratungen die Ber- auswärtige Angelegenheiten hat die japanische haftet wurde, der Verlegung erlegen ist, die er bei ficherung mit Genugtuung, daß solche Gerüchte Forderung nach der Zurüdnahme der russischen dem Feuerwechsel zwischen der mandschurischen unrichtig sind, daß weder die tschechoslowakische Militärabteilungen von der Höhe Tschantschi a b Patrouille und fünf Sowjetsoldaten erlitten hatte. Regierung noch die politischen Faltoren den Weg gelehnt. Der japanische Botschafter erklärte, au einem Einvernehmen mit den Sudetendeut- daß Japan bereit sei, die Grenze genau abzu Stennes bleibt in China fchen verlegen, daß die tschechoslowakische Megie- steden und Verhandlungen über die Grenzziehung Hankan.( Inja.) Hauptmann Stennes, aus. Solange Japan einen Strieg führen muß, rung tatsächlich parlamentarisch und demokratisch zu beginnen, wenn die Sowjettruppen zurüdge- einstmals ein Führer der Berliner SA, im Früh der seine Kräfte stark in Anspruch nimmt, kann verfahre und die Sudetendeutschen nicht vor eine zogen würden. Während der japanische Botschafter jahr 1981 aber in Opposition zu Hitler getreten, es im Gefolge Deutschlands und Italiens, mit bollendete Tatsache stellen wird. Sehr guten Ein- behauptet, daß das strittige Gebiet zu Mandichu hat seit 1934 als militärischer Berater der chine- denen es zusammen den Antikomintern- Block bildruck machte die Nachricht, daß der Vorsitzende der tuo gehöre, behauptet Litwinow, daß das Gebiet fischen Regierung in China gelebt. Er hat sich ge- det, in Europa nicht eingreifen. Dadurch können Regierung Dr. Milan Hodža mit den Vertretern Besiß der Sowjetunion sei. weigert, der aus Berlin erhaltenen Rückberu- Deutschland und Italien England und Frankreich ber Sudetendeutschen Borbesprechungen und Unterrebungen über den Inhalt des NationalitätenLitwinow fagte dem japanischen Botschafter, fungsordre Folge zu leisten. Stennes erklärte in in Asien nicht beschäftigen, die demokratischen ftatuts führen wird. daß über die Truppenbewegungen innerhalb der einem Presseinterview: Japan tann niemals Westmächte können ihre ganze Aufmerksamkeit Sowjetgrenzen lediglich die Sowjetbehörden ent- China besiegen. Wenn die Japaner ihre selbst auf Europa konzentrieren, wodurch Deutschlands scheiden und daß Interventionen oder Metlara mörderische Politit, ihre schlecht gesicherten Linien und Italiens Vormarsch in Europa aufgehalten tionen eines anderen Staates in dieser Hinsicht ins Innere vorschieben, fortseßen, wird der Krieg ist. Gleichzeitig bedeutet die Bindung Japans in nicht zulässig find. Die Ruhe an der Grenze tönne mit einer japanischen Niederlage enden. Ich sehe Asien eine Stärkung der Sowjetunion. Der VorDie palästinensische Presse berichtet, daß vor nicht durch die Sowjettruppen gestört werden, die meinen Ruf dafür aufs Spiel. Es wird bald zu marsch Japans in Südchina hat die Aufmerksam zwei Monaten eine größere Anzahl deutscher lediglich zur Sicherheit des Sowjetbefines bestimmt spät sein für einen japanischen Rückzug." teit Englands und Frankreichs auf sich gezogen Agenten in Palästina eingetroffen fei, um hier find, sondern höchstens burch Japan oder Mandund die Sowjetunion bleibt für diese beiden LänVerräter verfallen der Feme der in Asien ein wichtiger Bundesgenosse. In der eine Agitation gegen England und gegen die Ju- fchukuo. Die Drohung mit der Anwendung von den auf Grundlage des Panislamismus zu entfal- Gewalt, der andere Staaten zu unterliegen Schanghai. An der Westgrenze der inter- Tat hat sich in der letzten Zeit eine bedeutsame ten. Für die Tätigkeit der deutschen Agenten pflegen, verfange bei ber Sowjetregierung nicht. spricht, daß in der bekannten Dran- Moschee in union vollzogen und man erblickt in der Rückfehr In Tokio hat die Antwort des Außenfomnis nationalen Niederlassung ereignete sich Freitag Annäherung zwischen England und der Sowjets Jerufalem, die feinerzeit bas Ashl des Großmufti färs Litwinow wenig befriedigt, doch ist man in ein drittes Attentat, durch das der Vizevorſißende des sowjetrussischen Botschafters Maiski nach Lon= war, als er sich hier vor den britischen Behörden japanischen Kreisen der Ansicht, daß troßdem von des Ordnungsausschusses getötet wurde. Der Vor- don ein Anzeichen, daß wichtige Unterhandlungen berbarg, nunmehr bei einer Polizeiburchsuchung einem definitiven Abbruch der Verhandlungen füßende dieses Ausschusses wurde dabei schwer zwischen England und Rußland bevorstehen. Ein ein großes Waffenlager gefunden wurde. Dar nicht gesprochen werden könne. berlegt. Der Vorfall ereignete sich auf dem von stärkeres Eingreifen der Sowjetunion in die eurounter waren auch Gewehre und Munition deutBut Gegner Japans besetzten Gebiet Groß- Schanghais. päischen Ereignisse bedeutet eine Stärkung der Granaten. Die Waffen waren in Bementfäden Tokio.( Havas.) Aus Sfinking wird gemel- Beide Chinesen befanden sich gerade auf dem Friedensfront, eine Festigung der Hoffnung, dak ben europäischen Völkern der die Zukunft des versteckt, der zur Reſtaurierung der Moschee be- det, daß der Sowjetsoldat, der am Mittwoch von Wege zu Besprechungen mit den japanischen Be- Menschengeschlechtes mit Tod und Vernichtung beeiner mandschurijchen Patrouille bei Mandschuria hörben. drohende Weltkrieg erspart bleiben wird. Deutsche Waffen in Palästina scher Provenienz, wie auch deutsche Bomben und Ein Toter reitgestellt war. Seite 2 Ablehnung des In der gesamien tschechischen Presse findet das SdP- Memorandum einmütige Ablehnung. Wir zitieren nachstehnd die Stellungnahme des ..Právo Lidu", in welchem Blatte Dr. V. Charvat schreibt: Samstag, 23. Juli 1938 Juden noch zu milde behandelt Nr. 171 Bis vor kurzem haben die Repräsentanten der Sudetendeutschen Partei dem Ausland verHingegen beharrt das Organ des Ministers sichert, daß ihre Forderungen mit der demotra Mlčoch, der Moravský denit", darauf, daß der tischen Verfassung unserer Republik übereinstim Entwurf in seiner derzeitigen Form Gesetz wers men. Viele Leute im Ausland haben dieser Be- den soll. Dies verlange vor allem das Finanzhauptung Glauben geſchenkt. Die Henleinſche miniſterium, sotvie auch das VerteidigungsminiStizze widerlegt diesen Glauben und dieses Ver- sterium. Die Sudetendeutsche Partei wäre, wie wir trauen. Nicht nur, daß sie nicht mit dem Inhalt und Geiſt unſerer Verfaſſung übereinstimmt, ſon erfahren, unbedingt gegen den Entwurf, weil das dern sie stört die Verfassung von Grund auf, stürzt durch die zahlreichen Arbeitslager des Bundes der sie um und zerschlägt sie. Henlein hat im Ausland Deutschen aufgelöſt und in die gesamtstaatliche der deutschen Minderheit im Rahmen unseres der BdD wahrscheinlich eine Entschädigung hiedargelegt, daß es ihm nur um das freie Leben Organisation is erfitt werben wirben, ohne daß Staates gehe. Sein Vorschlag aber bemüht sich um für bekäme. die Zerschlagung der Republik und ihre Beberr schung durch ein totalitäres Regime. Die Senlein schen Forderungen bedeuten die Bildung eines Staates im Staate, die Begründung eines totalitären Staates im demokratischen Staate. Die Hen Yeinleute fordern nichts anderes, als daß der tiche choslowakische Staat aufgegliedert werde, innerlich so zerlegt und zerrissen, daß er bei der geringsten inneren oder äußeren Anspannung in Trümmer fiele. Die Existenzbedingung unserer Selbständig keit ist das demokratische Regime. Die Existenzbes dingung der Henleinpartei ist der Nazismus und die totalitäre Einrichtung. Das demokratische Prinzip steht hier in scharfem Gegensatz zu dem diftatorischen Prinzip. Diese beiden Grundsäke Tassen sich nicht zu einem Ganzen vereinigen. Alle Erklärungen der Henlein- Presse über den frie densliebenden Geist des Memorandums haben feinen wirklichen Wert. Keiner der verantwort lagern ausgesprochen arbeitsscheue Elemente oder Von den Vorlagen für die Nationalversolche Personen, die selbst den Willen hätten, in ſammlung genehmigte der Ministerrat den RegieSdP- Memorandums ein Lager zu geben, unterzubringen. Außerdem rungsgesehentwurf, durch welchen die Vorschrif bestehe nach Ansicht der Linken die Gefahr, daß ten über den staatlichen Ernährungsbeitrag abges Gauleiter Globočnik hat Pläne bei einer zu großen Zahl von Arbeitslagern, deren ändert oder ergänzt werden, sowie den RegieBeschäftigung sich hauptsächlich auf Straßenbau rungsgesehentwurf, durch den einige Bestimmun Wien. Der Wiener Gauleiter Globočnit etc. beziehen würde, die ohnedies und zu norma- gen über die Anforderung von Berkehrsmitteln sprach Donnerstag in Floridsdorf in einer VerTen Löhnen durchgeführten Arbeiten zu leiden Hät für militärische Zwvede abgeändert und ergänzt sammlung der Parteimitglieder über das lems ten, so daß nur wieder eine neue Erhöhung der verden. Auf dem Gebiete der Regierungsverords mende Arbeitsprogramm der Organisationen. nungsgewalt wurden einige minderwichtige Ent- Diese Arbeit fagte er, wird besonders schwierig. Arbeitsloſenziffer die Folge wäre. umfangreich und verantwortungsvoll sein. Im würfe egnehmigt. Herbst wollen wir uns der übrigen Bevölke rung nähern, sie mit unserem Geistesgut( 1) Der Präsident der Republik empfing Frei- vertraut machen und so die Grundlage unseres tag, den 22. Juli, den italieniſchen augerorden Staates erweitern. Dann sprach Globočnik über Domenico de Facendis in Abschiedsaudienz. Fer- allem sagen, daß wir uns gegen die Juden nicht lichen Gesandten und bevollmächtigten Ministeriene Fragen, die die Partei am meisten beschäfti gen. Zur Judenfrage, sagte er, müssen wir vor ner empfing der Präsident der Republik Bertreter wirtlich ausgeto bt haben( 1), benn der tschechoslowakischen Freiwilligen- Gemeinde, wenn wir dasselbe gemacht hätten, wie sie mit der Vereinigung tschechoslowakischer Freiwilliger dann hätten menter der Freiheitswache, der Sofol- Bataillone wir sie anders verfolgen müſſen. Wir haben den und die Vereinigung der Mitglieder der Regi- hätten, was fie uns angetan haben, de bergoten Auftrag dazu an den Staat weitergegeben und Spenden für die Staatsverteidigung. Im dieser wird den von uns erhaltenen Auftrag Tagung des Ministerrates freitägigen Spendenausweis des Jubiläumsfonds durchführen und unsere Stadt von den Juden bes Prag. Der Ministerrat nahm in seiner für die Nationalverteidigung wird ein weiterer freien. Sollte es aber Hindernisse geben und sollte ordentlichen Sizung am 22. Juli den Bericht des Spendeneingang von 5.4 Millionen Kč ausgeber Staat versagen, dann werden wir mit Vorsitzenden der Regierung über die Verhandlun- wiesen, wodurch die bisherigen Gesamteinzahlun- aller Seraft nachdrüde n, damit sich sen des Ministerkomitees für politische Fragen gen 381 Millionen Ke überschritten haben. Die unser Standpunkt durchsetzt. jomie über die gejamie politische Lage zur Bahl der Spender hat im 1861 Perſonen unie lichen europäischen Staatsmänner fann von uns verlangen, daß wir Forderungen annehmen, die unserer demokratischen Verfassung zutiefft wider sprechen und die Integrität unseres Staates un= tergraben. Vor einem Konflikt um die Arbeitsdienstpflicht? Menninis. und Kompagnien. nommen und 131.667 erreicht. Republikanische Gegenangriffe Barcelona.( Ag. Efp.) Die spanischen| Seine Erklärung, das seien seine ganzen ErsparTruppen haben Donnerstag Terro Gruz glänzend niffe, wurde nicht geglaubt und auch er wurde von wieder erobert, das im Südosten von Barracas seinen Untergebenen" eingelocht. liegt, und dabei 18 Italiener gefangengenommen, bier Maschinengewehre, acht M.- Pistolen, viet Mörser und 40 Gewehre erbeutet. Der Kampf geht in allen Frontabschnitten heftig weiter. Mit Tanks und Flugzeugen übt der Feind starken Druck aus, besonders in Nichtung Biver und Bonafor. Er wurde angehalten und erlitt sehr starke Verluste. Im Abschnitt Buente del Arzobispo, ring Toledo, hat der Feind den ganzen Tag Broving über einzelne unserer Stellungen angegriffen, ist aber zurückgeschlagen worden und floh in Unorb. nung. In der Zone Madrigalejo ist es dem starDer Deutsche Nachrichten- Dienst berichtet: Ten Drud ber Rebellen gelungen, ihre Stellung Innerhalb der tschechischen Koalitionsparteien etwas vorzuschieben. herrschen starke Meinungsverschiedenheiten über den Entwurf der allgemeinen Arbeitsdienstpflicht. Diese Meinungsverschiedenheiten nehmen allmäh= lich solche Ausmaße an, daß sie sich zu einem Konflift entwideln können. Die tschechischen Linksparteien, vor allem die Flugmord ohne Ende Valencia.( Ag. Esp.) Als 75 dreimotorige Invasionsflugzeuge die Zone Jerica Viver bombardierten, fiel eine Bombe in die fliehenden Betwohner der umliegenden Dörfer und tötete 38 ,, Alte Kämpfer" versorgt Globočnit tam dann auf die Arbeitslosen frage und die damit zusammenhängenden Fragen zu sprechen und führte aus: Es ist richtig, daß die Arbeitsvermittlung vieler Volfsgenossen in das Altreich zu Befürchtungen Anlaß gab, aber wir fönen versichern, daß Vorsorge getroffen wurde, allen den Aufenthalt im Altreich so an genehm als möglich zu gestalten. Vielfach wird die Frage gestellt, wie es mit der Versorgung der alten Kämpfer steht; dazu lassen wir Zahlen sprechen. 20.600 wurden bei der Beratungss 3200 in Arbeit gebracht. Es ist selbstverständlich, stelle gemeldet und von ihnen wurden alle bis auf daß wir unsere Bemühungen fortseßen werden. Unsere Bemühungen werden aber dadurch erschwert, daß manche von ihnen Stellungen vers Bankdirektor werden. Greise, Frauen und Kinder, die auf dem Wege Tangen, die sie beim besten Willen nicht ausfüllen nach Valencia gewesen waren. Freitag vormit- langen, die sie beim beſten Willen nicht ausfüllen tags bombardierten nationalistische Flugzeuge den lönnen. Es kann ein Friseur nicht ohne weiteres Safen Torre Vieja in der Proving Alicante. Die vehren die nach Alicante führende Straße. In Flugzeuge bestrichen hierauf aus Maschinenge- Die ,, befreiten" Oesterreicher Torre Vieja wurden durch das Bombardement portzug mit 5000 österreichischen Arbeitern aus dem Braunschweig. Im Fallsgitter traf ein Transs sechs Häuser zerstört und elf Personen verwundet. Bezirke Wiener Neustadt ein. Die Arbeiter wurden fen von Valencia zu bombardieren, wurde jedoch und anderen Arbeitsstellen der Reichswerte Hermann in zeug versuchte am Vormittag, den Has von Braunschweig mit Autobuſſen nach den Gruben von den Flugabwehrgeschüßen vertrieben. Es warf Göring befördert. zivar sieben Bomben ab, die jedoch ins Meer die Nationalsozialisten, stellen fidi gegen auch die Einreise von Engländern, damit diese nichts fielen. Dänischer Dampfer versenkt Dänischer Dampfer versenkt Sleben Juden and dir London.( Reuter.) Der britische Kreuzer von Arabern getötet Jerusalem.( Neuter.) Eine Bande von etwa zwanzig Arabern überfiel und beraubte ein des Weſtufers des Toten Weeres. Drei Juden jüdisches Lager von Brunnengräbern in der Nähe wurden getötet, zwei verwundet. Franco läßt Engländer verhaften Gibraltar.( Ag. Esp.) Die Francobehörden in der Nähe von Gibraltar hindern in jeder Weise den Ent von den großen Kriegsvorbereitungen gegen das Ent von den großen Kriegsvorbereitungen gegen das wurf in seiner bisher bekannten Form. Sie bestrei- britische Besitztum sehen. Dem Zweck der Ab. ten überhaupt, daß sich die kompetenten Ministe schreckung dient auch die Verhaftung von zehn tien bereits auf einen gemeinsamen Entwurf ge- Engländern in den letzten Wochen, die beschuldigt„ Shrepshire" fichtete auf der Fahrt von Balma einigt hätten und betonen, daß es sich vorderhand werden, Valutaschiebereien begangen zu haben. nach Marseille in einer Entfernung von 60 Meium nichts anderes als um einen von der tschechi- In La Linea uſw. brechen Faschisten in die Wohlen östlich von Barcelona den dänischen Dampfer schen Gewerbepartei, besonders von Handelsminis nungen auch hochgestellter Leute ein und wenn ster R. Mlčoch ausgearbeiteten und forcierten dort auch nur ein mäßiger Geldbetrag vorgefun-" Bodil". Der Kreuzer war elf Seemeilen von dem Entwurf handle, der in dieser Form niemals vom ten wird und nicht sofort befriedigend aufgeklärt dänischen Dampfer entfernt, als ein unbekanntes Haifa. Wie aus Jerusalem gemeldet wird, Barlament und von den anderen Parteien akzep- verden kann, fliegt der Verdächtige ins Ge- Flugzeug sich anschickte, das dänische Schiff anzu- wurden Freitag früh an drei verschiedenen Stels tiert werden könne. Es sind vor allem die Behaup= fängnis. Alles Geld wird ihm weggenommen, greifen. Als der Kreuzer herbeikam, befand sich len vier Juden erschossen. tungen unwahr, daß die Arbeitslosen gezwungen wenn er nicht einwandfreien" Aufschluß gibt. Die Besagung des dänischen Dampfers schon in den sein würden, die im Zuge der Arbeitslosenfürsorge aber auch im anderen Falle wird ihm der größte und der Ernährungsaktion erhaltenen Beträge in Teil als..freiwillige Spende" geraubt. So ging Booten, während der Dampfer selbst fant. Der den Arbeitslagern gewissermaßen abzuarbeiten. es z. B. einem höheren Faschisten, als er gerade Streuzer nahm die Mannschaft an Bord und setzte Es könne nur die Rede davon sein, in den Arbeits- den Kaufpreis für ein Hotel aufzählen wollte. die Fahrt nach Marseille fort. Zwischen 26 Im Aufstandsgebiet von Jenin, Nablus und Tulfarem unternahmen die englischen Truppen größere Säuberungs- Aktionen. Wehrere hundert Bauern wurden dabei verhaftet. er nicht, daß die Isa Besuche macht und überhaupt| angezogen war, doch den Eindruck einer aufge- letwa so:„ Eine Hand wäscht die andere." Nein, allein ausgeht." scheuchten Henne machte. Schön, daß Robert für so arm durfte sie nicht sein. Sja zu jung ist," dachte sie wieder. Sie hatte das amüsante, aufgeiecte Mädel gern gemocht, aber icit gestern, feit sie wußte, wie sehr Robert an Frau Martha martierte Erstaunen und Frau Abel sette fort: ,, Wir haben so ein Bech gehabt mit Jias Mann und Kind Gouvernante. Eine Engländerin. und fängt sich ihr hing, war ihr Iſa unsympathisch. Roman von Lill Körber Aber warum sollen wir uns zufällig treffen, warum fommen Sie nicht einmal zu mir, Sie haben es mir damals in Purkersdorf versprochen..." ..Ich tomme recht gern einmal," log Martha und überlegte, wie sie dem Gespräch am besten die nötige Wendung geben könnte. Ich würde auch gern Ihr Mäderl wiedersehen, sie muß ießt schon ganz erwachsen sein... mein Robert er zählt mir immer so viel von ihr." darf." Als es einmal klingelte, zuckte sie zusammen, obschon es noch zu früh war, erst halb fünf. Sie hörte Steffi die Küchentür schließen, aber nichts rührte sich. Nach einer Weile ging sie in die Küche was mit meinem Bruder an. Mein Mann war und fragte mit gleichgültiger Miene:„ Wer hat Allein geblieben überlegte fie, ob sie für benn geläutet?"" Ein Bettler", brummie außer sich. Hat sie natürlich sofort entlassen. Und heute Abend Obst oder Bäderei besorgen sollte. Steffi.„ Das G'sindel, das ölendige, das sich hers ist weiter außer sich. Und deswegen weiß ich nicht, Beides ging nicht, kostete zu viel. Schon die ge- umtreibt und die Mauern verschmiert." Steffi darf. Oder aufrichtig gesagt weiß ich, daß ich Budget gerissen. Aber die buchte sie als Betriebs- och zu sehen und wenn ein Bettler hinter der Tür ob ich Ihre liebenswürdige Einladung annehmen strige Jause für Bühler hatte einen Miß in ihr pflegte, wenn die Klingel ertönte, durchs GudIhre liebenswürdige Einladung nicht annehmen spesen für Werners Zukunft, während Dr. Geß- stand, gleichgültig in ihre Küche zurüdzugehen. ler ihr persönlicher Gast war. Für sich selbst Immer wieder wunderte sich Frau Martha über „ Ich werde Ihren Herrn Gemahl anrufen traute sie sich nicht so viel auszugeben. Und nun die Härte der Leute von unten gegeneinander. und um Isas Besuch bitten", schlug Frau Martha gar, da sie nicht genau wußte, ob er tame. Merts Dabei war Steffi gut und treu und bereit, jedem vor." Meine alte treue Steffi wird die Kleine abwürdig, daß er sich nach jenem Abend gar nicht die Augen auszufraßen, der einem der Kinder holen und wieder nach Hause bringen, ich habe gemeldet hatte. Vielleicht trug er ihr etwas nach? etwas zu Leide getan hätte. feine Gouvernante, es fann ihr nichts geschehen." Sie hätte ihm doch einige Worte schreiben sollen, " Sie meinen?" fragte Frau Abel, Sie mei- um sich für ihr jähes Aufbrechen zu entschuldigen. Malzlaffee mit einer mürben Semmel. Nur Um fünf Uhr brachte Steffi die Jause. nen? Ich meine auch, daß es für sie eine nette Nun tvar es zu spät. Franzl betam Katao. Werner fehlte- er hatte Gut, daß Frau Abel nicht fragte, was, Berstreuung wäre, aber mein Mann will even Sie kaufte Aufschnitt und Obst. Zu Hause Geigenstunde bei Veilchenstein- morgen würde Martha wäre in großer Verlegenheit gewesen, nicht, daß sie sich zerstreut, als Strafe dafür, daß gestern zum ersten Male hatte Robert mit ihr sie uns von der Miß nichts erzählt hat. Doch, fragte sie Stefft möglichst unbefangen, ob jemand es sich entscheiden, ob es das letzte Mal gewesen über Jsa gesprochen. wenn Sie anrufen wollen, dann glaube ich schon, angerufen habe, nun sah sie die Alte doch einiger war. Robert laute stumm und nachdenklich an seiJa, in fünf Jahren ist sie heiratsfähig," daß er Ihnen feinen Storb gibt. Aber ich will maßen verwundert an: diese Frage stellte sie feit ner Semmel, seine Hände sahen aus wie die eines lächelte Frau Abel etwas wehmütig. mich nicht einmischen, nachher bin ich schuld. Im- drei Tagen regelmäßig jedes Mal, wenn sie Arbeiters nach Schichtschluß. Frau Martha fagte möglichst unbefangen: Dann ist Robert erst siebzehn." rechnete mer bin ich an allem schuld. Sogar daran, daß die heimkam. " Wir haben heute einen Gast zum Nachts Frau Martha voller Genugtuung. Kommt gar bort übernachtet hat. Und heute auch. Bitte, was frischen Kragen an ihr blaues Kleid. Sie über- hoffe, daß ihr nicht vergeßt, euch vor dem Eſſen Miß zu meinem Bruder gegangen ist und gestern Sie faß in ihrem Zimmer und nähte einen mahl." Und etwas unsicher fügte sie hinzu: 3 nicht in Frage. Gott sei Dant." Sie fagte tann ich machen," habe ich gesagt,„ Ich kann ihr legte, ob sie den Buben sagen sollte, daß sie einen die Hände au waschen und euch zu kämmen, daß laut:., Wollen Sie uns nicht Ihr Mäderl nächsten Sonntag überlassen? Meine Buben würden sich doch nicht ein Appartement im Hotel Imperial Gast bekämen. Robert hatte sich in den lezten Las ich mich nicht genieren muß." Robert antwortete bezahlen von dem Wirtschaftsgeld, das du mir gen nur flüchtig die Nägel gepußt, und es war nicht, obschon er eigentlich gemeint war, aber sehr freuen." gibst." Schließlich soll sie übernachten wo sie will. ihr unmöglich gewesen, ihm etwas zu sagen. Nun Franal sah interessiert auf, er liebte fremde Hier begann Frau Abel auf ihrem Size 3st sie mein Kind? Aber mein Mann ist so ver- schien ihr das Schicksal zu Hilfe zu tommen: feit herumzurutschen, seufzte, brehte sich nach den rüdt und fürchtet, daß mein Bruder so verrückt gestern ließen ihre beiden Großen die Nasen hänNachbarn um und sagte dann vertrauensvoll zu ist und die Miz heiratet, Gott, ich muß aussteigen, wollten gern wieder gut werden, konnten aber„ Ist das dein Doktor, Mutter?" fragte er Martha: gen. Bitte Frau Wiesinger, unter uns. Man muß noch nicht den gesellschaftlichen Uebergang finden. neugierig. Ich werd' Ihnen was sagen warum soll sich mal aussprechen. Aber unter uns. Und machen Aber würde diese versöhnliche Stimmung anhal- Es ist ein Herr Doktor Geßler," antwortete ich es Ihnen nicht sagen? Sie tennen meinen Sie mir mal das Vergnügen." ten, wenn sie wüßten, daß der Doktor" ins Haus Martha und erhob sich. Und wenn er nicht Mann, wir haben ja einen Sommer zusammen. Frau Abel drückte Martha bewegt die Hand fam? Sollte sie Robert vielleicht von dem Ge- fommt," dachte sie.„ bann werden sich die Jun gewohnt. Er ist der beste Mensch auf der Welt, und stieg aus. Martha sah ihr nach und konnte spräch mit Frau Abel erzählen? Nein, das mochte gens über mich lustig machen." aber er hat seine Eigenheiten. Augenblicklich will es nicht begreifen, wiejo diese Frau, die so gut fic jeht nicht, das wäre, als werbe sie um ihn, Fortschung folgt.). Menschen: h fd an gl Z in Ju tur ita nie un üb au ehe Bef di d tel jol Sta de did Ται Gr Gi Tid tre jat We be der be in 3 it 11. ESSE r. m er ur tte be en eis gte Sfits Ich Tien Dak tete ber nde et 03 tete icht june Fr. 171 Samstag, 23. Juli 1938 Sudetendeutscher Zeitspiegel Sudetendeutscher Katholizismus immer Die Kranzniederlegung am Pilsner schärfer gegen Nationalsozialismus Die Anzeichen dafür, daß das sudetendeut-| Nationalsozialismus steht doch im Vordergrund sche katholische Lager( wenn auch spät, beinahe und man darf neugierig darauf sein, wie die zu spät) gegen den Truck des Nationalsozialis- Serren von der SdP darauf reagieren werden, mus und feiner Gleichschaltungsbestrebungen auf daß die ehemals christlichsoziale Presse so scharf aubegehren beginnt, mehren sich in auffallender gegen den Nationalsozialismus, wenn auch nur Weise. In der Deutschen Presse" gegen den reichsdeutschen oder österreichischen ( weiland Hauptblatt der Christlichsozialen) vorgeht. kommt dieser Prozeß nun fast täglich an einer eder mehreren Stellen zum Ausdruck. Am Freitag beispielsweise meldete dieses Blatt: Von ganz zuverlässiger Seite wird uns berichtet, daß in a la burg drei Klöster furzerhand aufgehoben wurden. Die Kapuziner auf dem Mönchsberg, die Franziskaner in der Nähe des Domes und die Kapuzinerinnen im Kloster Loretto erhielten den Befehl, diese Klöster zu räumen. Irgendwelche Begründung wurde nicht gegeben. Man vertreibt ausgerechnet die Söhne des hl. Franziskus aus ihrem Obdach und setzt sie ohne, Anlaß und ohne Begründung einfach auf die Straße. Wir können uns nicht erinnern, daß selbst der dem Bolschewismus nas bestehende Austro- Marrismus in der Zeit seiner höchsten Macht in Desterreich eine ähnliche Gewa Ittat verübt hätte. Solche ,, Stulturtaten" hat bisher nur der reine Bolschewismus in RußTand, Merilo und Rotspanien vollbracht und jetzt in Deiterreich der ,, Retter Deutschlands vor dem Bolschewismus" die Nationals o zialisten. Was wird jetzt Erzbischof Wais darüber schreiben? Noch versucht die Deutsche Preſſe" ihre Wut gegen den Nationalſozialismus in der Wirtung auf die braunen Kommandoſtellen zu dämpfen indem sie solche Angriffe auf das Hakenkreuz mit Ausfällen gegen den„ Bolſchewismus“ verbindet. Aber die bittere Ironie gegen den rettenden" Schach dem Terror! lebrigens aber traut sich die„ Deutsche Presse", vorläufig nur unter dem Strich, in derselben Nummer auch schon gegen die heimischen Nazi- Methoden ein wenig heraus, indem sic Leser schreiben läßt", deren einer gegen Herrn Senleins 3 eit am Montag" losgeht. Dagegen beeilt sich die Deutsche Presse" richt, die jüngste Rede des Pap it es zu zitie= ren, in der es unter anderem heißt: ,, In Wahrheit tönnte man sagen, daß auf den Glaubensartikel vergessen wurde, der sagt: Credo in ecclesiam catholicam.( Ich glaube an eine allgemeine und universelle und keine 3wegs rassistische oder nationa I istische und feineswegs separatistische, aber katholische( allgemeine) Kirche. Es ist etwas A bstoßendes in dem Geist des gesteigerten Separatismus und Nationalismus, der gerade deswegen, weil er nicht christlich ist, damit so endet, daß er nicht menschlich ist. Masarykdenkmal Parteivorsitzender Abg. Jaksch würdigt Masaryks Werk Und auch das registriert die Deutsche Preise" nicht, daß in Oesterreich seit dem Anschluß 46.000 Satholifen aus der Mirche ausgetreten sind. Wahrscheinlich fürchtet das Blatt, daß auch das unter der Fuchtel des lida" unter dem Verdachte der Warenverschlep Satenkreuzes im judetendeutschen Gebiet Nach- pung verhaftet. Martha Böhm hatte sich schon ahmung finde. Aber die Herren, die firchen- und längere Zeit durch ihren flotten Lebenswandel hilterfromm zugleich bleiben möchten, werden und größere Geldausgaben verdächtig gemacht. schon noch draufkommen, daß sie a II es verlie- Auf eine Anzeige wurde über ihren Verbleib nachren müssen, wenn sie nicht Farbe bekennen! Ceite 3 Der Königsbesuch beendet Billers Bretonneux. Vor seiner Abreise aus Frankreich empfing am Freitag der englische König Georg VI. auf dem Friedhofe in Villers Bretanneur, 15 Kilometer westlich von Amiens, auf dem von der französischen Regierung England gewidmeten Grunde, den Präsidenten der Repus blit Lebrun sowie die Mitglieder der französischen Regierung und nahm die Enthüllung des zur Ers innerung an die im Weltkriege gefallenen australi schen Soldaten errichteten Denkmals vor. Allein auf diesem Friedhofe ruhen etwa 11.000 austra lische Soldaten. Das Königspaar bestieg dann den Zug nach Calais, von wo es um 17 Uhr mit der königlichen Yacht die Rückfahrt nach England antrat. Französisch- britische Militärberatung Paris. Der britische Kriegsminister Hore Belisha hatte Freitag vormittags in Amiens mit dem französischen Generalstabschef General Gamelin eine Aussprache. Es wird auch mit dem Ministerpräsidenten und Minister für Nationalverteidigung Daladier und den Mitgliedern des französischen Generalstabes Unterredungen haben. Donnerstag abends ist in Paris auch der Generalstabschef der britischen Luftwaffe Sir Cyrill Newall im Flugzeug angekommen. Eine Friedenskonferenz in Paris Paris. Freitag um 11 Uhr vormittags wurde in Paris die Konferenz gegen Bombardie rung offener Städte und für den Frieden eröff net. Die Konferenz ist von der Weltvereinigung für den Frieden( RUP) einberufen worden. In England und in den Vereinigten Staaten findet die Aktion der RUP großes Interesse. Die ersic zahlreiche Delegation aus England und Amerika, die 300 Mitglieder zählt, ist bereits in Paris eins getroffen. Darunter find Lord Robert Cecil, die Herzogin von Atboll, Lord Davies und zehn Bürs germeister der größten englischen Städte, 20 Ahgeordnete aus allen Parteien und führende Persönlichkeiten aus den Arbeitergewerkschaften u. a. Spaak: Keine Politik der Isolierung geforscht. Dabei wurde in ihrer Wohnung eine Sausdurchsuchung durchgeführt und eine große ( Kulturorganiſation Pregburgsteile unbenüßter Damenwäsche vorgefunden. Der Menge teils bereits in Gebrauch genommene, geworden. Geschäftsinhaber erkannte die vorgefundenen SaDer Vorstand hat bereits die nötigen Die Verbandsleitung der Atus- Union hat in hrer Sizung vom 19. Juli mit Empörung die Schritte zweds Abhaltung von Gastspielen des chen als aus seinem Geschäfte stammend. Berichte von den lleberfällen auf Mitglieder der Br inner demokratischen Thea= Henleins Erfolg. Der Erport von Karlsbader Atus- Union durch Angehörige der Sudetendeutster 3, das in den letzten Tagen große fünst Wasser und Salz verzeichnete in diesem Jahre ,, Die internationale Lage Belgiens ist genau schen Partei und des Deutschen Turnverbandes lerische Erfolge aufzuweisen hatte, eingeleitet. einen starken Rückgang. Einzelne europäische angehört und folgende Mitteilung an die Mit- Außerdem hat die Demokratische deutsche Kultur- Länder haben die Einfuhr um 25 Prozent einge- festgelegt. Die franzöſiſch- britische und die deutsche gliedschaft beschlossen: gemeinschaft es sich zur Aufgabe gemacht, das bis- faränkt, aber auch Ueberseeländer sind nicht mehr Erklärung haben in einer vollkommen klaren plan im alten Umfang Abnehmer von Karlsbader Salz. Weise die Unabhängigkeitspolitik Belgiens bekräfBrüssel. Ministerpräsident Spa af erklärte Freitag vor seiner Abreise nach Kopenhagen, zur Konferenz der Oslo- Staaten u. a.: Mitglieder der Atus- Union, welche an dem her zerkommende seitdem Henlein dem Namen Karlsbad einen üblen tigt. Sie zielt darauf hin, mit allen NachbarstaaKreisturnfest der DTI in Pilsen teilnahmen, mäßig Betriebsstillstand Die Melniker Arbeitersendung bringt in dieser Woche: Sonntag, 24. Juli, 14.15-14.30: Ange stellten Treffen in Pilsen( Dr. Franz Munk). wurden auf der Fahrt von Henleinanhängern Saison eine rege Stulturtätigkeit in demokrati- politischen Ruf gegeben hat. überfallen und verletzt. Wir wenden uns empört schem Geiste( Theater, Vorträge, Konzerte, Ausgegen diefe ,, neudeutsche Kultur" und die Anstellungen u. a.) zu erwarten ist. wendung solcher SA- Methoden und fordern unsere Mitglieder auf, mit den schärfsten Mitteln der Selbsthilfe den Abwehrkampf aufzunehmen. Jede, auch die gringste Belästigung durch die SudetoNazis ist unverzüglich der Staatspoli zei anzuzeigen und der Verbandsleitung zur Kenntnis zu bringen. Diese wird alles tun, um zu verhindern, daß das Treiben dieser Nazihelden in unserem Staate gang und gäbe wird. Die Verbandsleitung der Atus- Union. Zur Vereinigung der Arbeiterjugend in eine einzige Organisation hat der Sozialistische Jugendverband einen Vorschlag der Verbandsleitung der Atus- Union unterbreitet, welcher Gegenstand ausführlicher Beratungen war. Ihr Ergebnis wurde in einem Elaborat zusammengefaßt Die Firma Oesterreicher, Flachs spinnerei in Arnau, beabsichtigt ab nächster Woche die Stillegung des Betriebes in der Dauer von fünf Wochen. In dieser Zeit soll auch der fäl Tige Urlaub, den die Belegschaft zu fordern hat, mit inbegriffen sein. Die Firma Etrich in Jungbuch hat in der Vorwoche 79 Arbeiter neu ausgesetzt und gegen Arbeiter, die bisher arbeitslos waren, ausges tauscht. Darunter waren 34 Angehörige der Union der Tertilarbeiter, die durch nur 29 Arbeiter und Arbeiterinen des gleichen Verbandes ersetzt wurden. Es sind also nach dem Austausch neuerdings fünf freigewerkschaftliche Arbeiter weniger im Netriebe als vor dem Austausch. Mittwoch, 27. Juli, 13.40-13.45: Arbeits. markt. 18.20-18.40: teber praktisches und be. quemes Wohnen( Dr. Elja Goder- herr mann). Freitag, 29. Juli, 18.35-18.45: Aktuelle zehn Minuten. Hlinka legt den Parteivorsitz nieder ten in möglichst herzlichen Beziehungen leben zu fönnen. Ebenso wünsche Belgien- so fuhr Spaat fort mit den Ländern, die in Kopenhagen vertreten sind, enge und freundschaftliche Beziehungen wirtschaftlicher und politischer Natur zu unter halten. Belgiens Unabhängigkeitspolitik fei keine Politik der Isolierung und laufe nicht auf ein Desintereffement an den großen Problemen hinaus. Der Chaco nicht mehr Streitobjekt Buenos Aires.( Havas.) Donnerstag wurde in Buenos Aires feierlich der Friedens- und Freundschaftsvertrag zwischen den Republiken Der bisherige Vorsitzende der Slowakischen Bolivien und Paraguay unterzeichnet. Im glei Vollspartei, Andrej linka, äußerte den chen Zeitpunkt, als der Freundschaftsvertrag Wunsch, daß noch zu ſeinen Lebzeiten die Frage unterfertigt wurde, tagte in Washington seiner Nachfolgeschaft in der Parteiführung ge- unter dem Vorsitz des Staatssekretärs Hull der Bei der Rückkehr vom Urlaub wegen Dieb- löst werde. Er betonte, daß sein Gesundheitszuszu Hauptausschuß der panamerilanischen Union, der und wird den in Betracht kommenden Verbänden stahls verhaftet. Auf dem Leitmerizer Bahnhof ſtand ihm nicht mehr gestatte, die Funktion des aus diesem Anlaß zusammengetreten war. Hull überreicht werden. Gleichzeitig wird der Wunsch wurde bei der Rückkehr vom Urlaub Martha Parteivorſizenden auszuüben. Ueber die Nach- äußerte seine Freude darüber, daß Paraguay und äußerte seine Freude darüber, daß Paraguay und ausgesprochen, daß die Verhandlungen hierüber Böhm aus Czalosi 3, seit mehreren Jahren folgeſchaft wird in allernächster Zeit der Partei- Bolivien Sinn für Verantwortung gezeigt hätten. ehestens aufgenommen werden, den Plan in für die erſte Verkäuferin und Vertrauensperson des vorstand verhandeln, der wahrscheinlich nach Ro- Er fügte noch hinzu:„ Hoffen wir, daß dieser Inhabers der Leitmerizer Modewarenfirma ,, So- senberg einberufen werden wird. zester Zeit zu verwirklichen. Pick- Oberleutensdorf soll A.-G. werden Einige Blätter bringen die Meldung, daß die Firma E. G. Pid in Oberleutensdorf, eine der größten Maccospinnereien Mitteleuropas, in eine A.-G. umgewandelt werden soll, wobei 49 Prozent der Aktien an englische Sapitalisten abgetreten würden. Die Firma, bei der weit über 2000 Personen arbeiten, ist stän dig gut beschäftigt. Demokratische deutsche Kulturgemeinschaft Preßburgs Die Demokratische deutsche Kulturgemein schaft hat schon in den ersten 14 Tagen nach ihrer Gründung zahlreiche Beitrittserklärungen von Einzelpersonen erhalten. Außerdem ist gelegent= lich der letzten Vorstandssizung, zu welcher Vertreter der demokratischen deutschen Kulturorganis sationen geladen waren, eine große Anzahl dieser Vereine mit einer Gesamtzahl von 3280 deutschen Mitgliedern tollettiv der Demokratischen deutschen Kulturgemeinschaft beigetreten. Dadurch ist diese Bereinigung in lurzer Zeit zur mächtigsten deutschen Die gewaltige Kundgebung der deutschen Sozialdemokratie in Pilsen am 17. Juli herrliche Sieg, den der Grundsak freundschaftlicher Regelung internationaler Stritte feiert, denjeni gen, die aller Welt zum Troß für einen geordneten Fortschritt fämpfen und für Recht und Gerech tigkeit einstehen, neue Kraft und neuen Mut verleiht." USA warnen Mexiko Washington.( Havas.) Staatssekretär Cordel Hull sandte dem megikanischen Botschafter in Washington Castello eine Note, in welcher die Forderung der Vereinigten Staaten betreffend rasche Kompensierung der früher Staatsbürgern der Vereinigten Staaten von Nordamerika gehö rigen und von der merikanischen Regierung ents eigneten landwirtschaftlichen Güter formuliert wird. Die Note ist sehr energisch abgefaßt. Es heißt in ihr u. a.: Es ist keine Frage, ob Merifo eine auf die Besserung des Lebensniveaus seis ner Bevölkerung abzielende Wirtschafts- und Sozialpolitik betreiben soll. Es ist aber fraglich, ob die merikanische Regierung ermächtigt ist, bei Vers folgung dieser Politit Grundstücke nordamerika nischer Staatsangehöriger ohne entsprechende Vergütung zu beschlagnahmen. Hull schlägt auf Grund des Internationalen Rechts vor, diese strittige Frage einer Arbitrage zu unterziehen. Ferner betont Staatssekretär Hull, daß die Behandlung dieser Frage die warme Freundschaft, welche beide Regierungen verbindet, nicht schädigen dürfe. »(Seite 4 SamStag, SS. Juli 1938 Nr. 171. Agesneui-keikN' Das Uabermlkroskop Noch interessanter Ware es, einen Flug rund um die Welt über die zwei Pole(Entfernung 40.000 Kilometer) mit nicht mehr al» zwei Zwisihesilän« düngen zu unternehmen. Unsere Erfahrung spricht dafür, daß in Zukunft alle Fernflüge in der Sira» tosphäre d. i. in einer Höhe zwischen 9000 und 10.000 Meter durchgeführt werden. Dann wird sich der Flieger nicht mehr in unbedingter Abhängigkeit von den metereologischen Verhältnissen befinden. Uns scheint e» das, der Kampf um die Aufstellung des Weltrekordes im Fernflng sich gerade in diesen Höhen abspielen wird und das mit großen Geschwindigkeiten. Erdumfllegung Uber die Pole Absichten der Sowjetflleger Anläßlich des Jahrestages der FlugeS der sowjetischen Flieger Gromow, Jumaschew und Ganilin auS der UDSSR nach den USA iiber den Nordpol(10.148 Kilometer) brachten die Sow» jetzeitungen ausführliche Artikel der Flugteilnehmer. Bei dieser Gelegenheit schreibt Gromow in einem Artikel:„Wir haben uns natürlich mit der von uns im Vorjahr erzielten Leistung nicht zufrieden gegeben. Nach eingehendem Studium de» Problems der Fernflüge gelangten wir zur Schlußfolgerung, daß alle Möglichkeiten für die Schaffung eines Flugzeuges vorhanden sind, mit dem alle Rekorde der Fernflüge im Kreisflug, in gerader und Zickzack-Linie ohne Treibstoffergän- zung und ohne Zwischenlandung brechen kann. Es ist möglich, einen Flug auf unserer alten Flugstrecke aus Moskau über den Nordpol nach Südkalifornien ohne Zwischenlandung und Treibstoffergänzung und nach Moskau zurück vorzunehmen. Diese Strecke dürfte etwa 20.000 Kilometer betragen. 2n diesem Falle wird das Flugzeug seinen Flug über den Wolken in 8000 bis 10.000 Meter Höhe nehmen müssen, wobei die Gefahr einer Vereisung de» Flugzeuge» beseitigt wird. Ein Militärlastauto verunglückt Ein Toter, sechs Verletzte Prag.(TNO) Am Donnerstag, den 21. Juli, gegen 11 Uhr stürzte auf der Straße bei der Gemeinde Dkevöice bei BrandhS an der Elbe ein Militärlastauto um, auf dem sich zwölf Soldaten unter dem Kommando eines Leutnants befanden. Zu dem Unglück kam es auf der teilweise aufgeweichten Bezirksstraße beim Verlassen einer sehr mäßigen Kurve. Obzwar der Wagen bloß mit einer Geschwindigkeit von 30 Kilometer fuhr, kam er auf der unebenen Fahrbahn ins Schleudern, ohne daß e» dem Chauffeur gelang, die normale Fahrt wieder herzustellen. DaS Auto überschlug sich, wobei von den Insassen vier Soldaten leicht und zwei ernstlich verletzt wurden. Der Soldat Frantibek B ä L a wurde getötet. Die Verletzten wurden zunächst mit einem Zivilauto in die Militärpflege- änstalt und von dort ins Divisionsspital überge« ührt. Der Wagen blieb fahrtfähig und kehrte rasch zurück. Und noch«in Unglück Prag. Freitag um 7.18 Uhr kam cS bei Belkä Chuchle zur Havarie eines Militärpersonen« antoS, in welchem drei Angehörige des Artillerieregimentes in Ptibram saßen. In einer Reihe von Wagen, welche die Fahrt von der Akzise fortsetzten, bremste plötzlich heftig ein vor dem Militärfahrzeug fahrendes Auto. Deshalb war auch das Militärauto gezwungen, rasch die Geschwindigkeit herabznsetzen. Dadurch geriet der Wagen auf der feuchten Straße ins Schleudern und fuhr aus der Fahrbahn direkt gegen ein schweres Lastauto, das auS der entgegengesetzten Richtung kam. Bei dem Zusammenstoß wurden alle drei Insassen des Militärpersonenautos verletzt. ES sind da» Kapitän S k ä ch a, der Leutnant des WirtschaftSdienste» Eule, und der Soldat K o h ä r. Die Verletzten tvnrden sofort in das Prager Divisionsspital übergeführt, wo ihnen sofort ärztliche Behandlung zuteil wurde. Ein schworst Autounglück ereignete sich vergangenen Mittwoch, gegen dreiviertel S Uhr abends vor der Hammerbrücke in Oberaltstadt. Der in Trautenau beschäftigte Tischlergehilfe K u p s l y Alois aus Jungbuch befand sich auf feinem Fahrrad auf dem Heimwege; beim Ueberholen eines Pferdes erlitt er einen Schlauchdefekt, durch welchen da» Pferd scheu wurde und nach ihm ausschlug. DaS Fahrrad kam unter daS im gleichen Augenblick entgegengesetzt fahrende Auto der Frau Posselt au» Trautenau zu liegen und Kupsky wurde, da die Autolenkerin nicht sofort bremste, auf den Kühler de» Wagen» geschleudert. Frau Posselt, die den Wagen steuerte, fuhr mitKupskyam Kühler noch 22 Meter weiter in den Straßengraben, prallte an einer Ueberbrücknng an und schleuderte Kupsky an eine Mauer. Kupsky wurde mit zertrümmertem Schädel in» Trautenauer Krankenhaus eingeliefert, wo er drei Stunden später starb. Frau Posselt wurde durch die gebrochene Volantstange am Leib verletzt und erlitt eine Gehirnerschütterung. Trauerfeier für Otto Bauer in Bad Stos Einer Anregung folgend, die von dm deutschen Sozialdemokraten in der Gemeinde und einem Teil der Gäste de» Sanatorium» Sw» ausging, veranstaltete die Verwaltung des Bade» am vergangenm Montag eine schlichte, eindrucksvolle Trauerfeier für Otto Bauer. Im Anstaltssaale, der mit schwarzen! Tuch und Blattgrün dekoriert war, hatten sich die einheimischen Sozialisten, zahlreiche Gäste und da» Personal de» Sanatorium»«ingefunden. Nach der ungemein herzlichen und' warmen Eröffnungsansprache de» Verwalter» der Anstalt, Karol S v i! t l t k, trug da» Musik« korp» der Messerschmiede von Sto» einen Trauermarsch vor, worauf Roth da» von Josef Hofbauer verfaßte Gedicht„Emigranten" sprach. Die Gedenkreden hielten in tschechischer, deutscher uiw ungarischer Sprache Prof. Patzak, Hofbauer und Ri* pässy. Rezitationen der Mitglieder de» Nationaltheater» in Prag, Bydra und Chvälobä, bereicherten da» Programm in wirkungsvoller Wesse. Am Schluß der Feier hörten die Anwesenden stehend die vom Muflkkorp» gespielte.Marseillaise" an. Die Veranstaltung dieser Gedächtnisfeier, die nicht nur mif die sozialistischen, sondern auch auf die indifferenten Zuhörer starken Eindruck machte, er« wie» auf» neue, in welch gutem Geiste die Heilanstalt in Sto» geleitet wird. Im Laboratorium für Elektronenoptik von Siemens L Hälfte wurde jetzt von den beiden Erfindern Bodo von BorieS und Ernst RuSka ein Uebermikrofkop herauSgebracht, dessen Entwick« lungSmüglichkelten sich noch nicht absehen lassen. Schon jetzt erzielt man 80.000fache Vergrößerungen, die jedoch so scharf sind, daß man sie auf Gesamwergrößerungen von 100.000fach und mehr vergrößern kann. Durch diese außerordent» lichevergröherungSmöglichkeit kann man gefährliche Krankheitserreger sichtbar machen, die bisher noch nie eine» Menschen Auge gesehen hat, und Dinge erkennen, die sich in einem Größenbereich der hunderttausendstel und millionstel Millimeter obspielen. Wegen der großen Bedeutung, welche die Uebermikroftopie für diele Gebiete der Dissen« chast und Technik hat, ist da» mit Elektronen« Wahlen arbeitende Uebermikroflop so eingerichtet, daß drei Forscher gleichzeitig da» Bild beobachten können. betätigen, wo ihm bereit» eine Reihe von Ber« waltunaSratSstellen angetragen wurden, und auch seine' Memoiren schreiben. Um die Rückkehr de» Exkaisers. Die eng« lischt Zeitschrift„New Revue" behauptet, daß ein deutscher Adeliger, dessen Name nicht genannt wird, in der letzte» Zeit einigemal Doorn besuchte. Die Besuche galten der beabsichtigten Rückkehr Wilhelm lk. nach Deutschland. Dieser solle angeblich lediglich versprechen, daß er sich politisch nicht exponieren tvolle, worauf ihm die Rückkehr gestattet werden würde. Die eigentliche Ursache dieses Schrittes erblickte man darin, daß Hitler durch die Rückkehr Wilhelms einen weiteren Punkt deS Versailler Friedensvertrages beseitigen tvolle. Wilhelm soll erklärt haben, daß er an eine Rückkehr nach Deutschland nicht denke, solange die Monarchie nicht erneuert werde. Ein neuer Spanienfilm. Der amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway, der seit Beginn de» Kriege» in Spanien tveilt und den Reportagefilm„Spanische Erde" gedreht hat, arbeiten gegenwärtig an einem neuen Spanienfilm. Mehrere tausend Meter Film sind an den verschiedenen Fronten bereits gedreht worden. Die Hauptrolle wird Robert Montgomery spielen, die berühmte« sten Schauspieler Hollywoods tverden im Film mitwirken: Luise Rainer, Frederic March, Joan Cratvford, JameS Cagney, Leo Carillo, Paul Muni, Franchet Tone, Eddie Cantor. Der Film wird von den Schauspielern auf eigene Verantwortung und auf eigene Rechnung hergestellt. Die genannten Filmschauspieler gehören fast alle dem Spanienkomitee von Hollywood an. Regisseur Wyler, ein Schweizer, wird dir Inszenierung leiten. 100.000 Franks geraubt. In einer Mar« sailler Vorstadt überfielen Freitag fünf mattierte und bewaffnete Banditen drei Angestellte eine» Unternehmen» für öffentliche Arbeiten, die in einer Marseiller Bank die wöchentlichen Lohngelder geholt hatten. Die Ueberfallenen mußten 100.000 Franc» den Räubern überlassen, die in einem Kraftwagen entkamen. Weder Gefrorene»,«och saure Gurke« für So- koltumrr. Die Sanitättsektion der Sokolgemeinde hat ihren Rechenschaftsbericht über die Nahrungsmittelversorgung beim Sokolkongreß fertiggestellt, der einige interessante Einzelheiten über die Organisation der Massenverköstigung enthält. Bei der Zusammenstellung de» Speisezettels für die Jungtürner wurde streng darauf geachtet, daß die Speisen für den kindlichen Magen verdaulich seien. Deswegen wurde die : Speisenfolge von einem Dozenten für Kinderheilkunde festgesetzt. Die beim Kochen verwendeten Rohstoffe mußten garantiert frisch sein: so wurde da» Fletsch direkt von den Schlachthöfen bezogen und sofort ver- : arbeitet. Mit großer Strenge wurde darauf geachtet, l daß keine Speise verabreicht wurde, die schon vor ; einigen Stunden zubereitet worden war. Alle Spei- senreste wurden verschenkt oder vernichtet, nicht» wurde auf den nächsten Tag aufbewahrt. Der Verkauf von Gefrorenem und sauren Gurken auf dem Stadion war überhaupt verboten, weil nach den Erfahrungen der letzten Kongresse gerade diese Leckerbissen die häufigsten Magenbeschwerden bei den Turnern hervorgerufen hatten.(DND) Ermäßigt« AufbewahrungSgeiühr für da» Gepäck der Geschäftsreisenden. Jene Geschäftsreisenden.die sich mit einer— von der Handel»- und Ge« Werbekammer— ausgestellten Legitimation auSwei« sen konnten, hatten bisher Anspruch auf ein» 50prozentige Ermäßigung der Aufbewahrung»gebühr von Gepäckstücken in den Bahnhofsgarderoben. Wie un» die Union der Geschäftsreisenden und Berireter mitteilt, werden ab 1. Jänner 1989 laut dem Erlaß des EisenbahnmlnisteriumS Nr. 29.455 nur jene Geschäftsreisenden diese Ermäßigung erhalten, die sich mit einer— durch ihre GewerkschastSorganIsasion bestellten— Halbjahreskarte ausweisen können. Bon der Fürsorgerinnenschule. Da» Ministerium für öffentlicher Gesundheitswesen und Kör« Pererziehung verlängert die Anmeldefrist für deutsche Hörerinnen de» neuen Lehrganges an der staatlichen Masaryk-Schule für Gesundheitswesen und Sozialfürsorge in Prag bis zum 15, August d. I. Die gestempelten Gesuche der Absol« vcntinncn von Mittelschulen, belegt mit einer Abschrift der Reifezeugnisse», der Staatsbürgerschaftsbescheinigung, dem Tauf- oder Geburtsschein und einem amtsärztlichen Zeugnis, nimmt die Direktion der Schule in Prag XH, Ruskä 2881, entgegen, die auf Ersuchen auch nähere Informationen erteilt und gedruckte Prospekte verschickt. Fahrprei»ermäß!gung für HopfenvflÜcker. Pom Landesarbeitsamt in Prag wird amtlich verlautbart: Anweisungen für Hopsenpslücker für die zulällig« FahrpreiSermäßiguim auf den Staatsbahnen werden zu 20 Heller für Stück ausschließlich in den Bezirksan st alten für unenl« geltliche Arbeitsvermittlung verkauft. Die Bartieführe'r(Führerinnen) von Bflückerpartien sollen sich rechtzeitig diese Legitimationen dort besorgen. In den erwähnten Bezirksanstalten erhalten sie auch ein Flugblatt, in welchem auch eine B elehrung über die für Hopsenpslücker geltenden Begünstigungen bei Bahnfahrten enthalten sind, nach welcher sich diese genau zu richten haben, weiter die„Bedingungen" de» Ar« beitSvertrage» für die beurige HopfenvMcke. Partien. welche keine im voraus gesicherte Arbeitsstelle bei der Hopfenpflücke haben, dürfen keine Anweisungen ausgestellt werden. DaS Wetter. In Mitteleuropa, wo sich kühle maritime Luft mit den warmen kontinentalen Lustmassen durchmischt, herrscht bereits seit mehreren Tagen ungünstiges und regnerisches Wetter. Die Temperaturen liegen dabei— und zwar besonders in Böhmen—unter dem Normalwert. Freitag hat ei sich auch in den Karpatbenländen abgekühlt. Eine durchgreifende Besserung ist vorläufig noch nicht zu erwarten.— Wahrscheinliche» Wetter Sam»taa: Borwiegend bi» wechselnd bedeckt mit örtlichen Regenfällen oder Gewitter. NachmittaaStemverawren um 20 Grad. In der Nacht ziemlich kithl. Westwinde.— Wetteraussichten für Sonntag: Im ganzen noch Andauern der unbeständigen Witterung, etwa» wärmer. Var heutige Programm der deutschen Sendung Prag-Melnik: 10.15 Für die Frau: Traut« Riedl, Komotaur Deutsch« Volkstrachten. 10.89 ist 11.00 Schallplatten. 12.10 Unterhaltungsmusik.(Gesang: Eugenie Blna, Klavier: R. M. Mandke.) 18.00 Kreuz und quer durch unsere schöne Heimat, 18.80 Tschechische Violinmusik.(Violine: Egon Ledei, Klavier: Fr. Holeäek.) 19.80 Feierabend, Hörfolge von Multerer. 20.15 Orchesterkonzert und Schallplatten. 22.80—28.30 Tanzmusik au» dem Hotel „Corso", Marieubad. Brünn: 18.00—18.25 Eine halbe Stunde Kammermusik. Mitwirkende: Da» Brünner Streichquartett: Karl Brix(erste Geige), Alex. Kuntschner (zweite Geige), Richard Kozderka(Viola), Walter Klein(Cello). 1825—18.85 Schallplatten. Der Erfolg der Erfindung Links: So sah man bisher Eitererreger in tausendfacher Vergrößerung gefärbt unter dem Lichtmikroskop; recht» sieht man Eitererreger jetzt ungefärbt in 20.400facher elektronenoptischer Vergrößerung. Sßdtähmen kauft drei Armeeftugzeuge. Heber Initiative de» Bürgermeister» von Bud« weil, Dr. Neumann, wird unter der Bevölkerung Südböhmen» eine Sammlung für den Ankauf von drei Armeeflugzeugen durchgeführt. Die Flugzeuge wurden bereit» bestem und werden dem Nattonal- verieidigungSministerium am L8. Oktober d. I. übergeben werden.(DND) Frankenstein britischer Staatsbürger. Der frühere österreichische Gesandte in London, Frankenstein, hat kürzlich die britische Staatsbürgerschaft erworben. Mit Rücksicht auf seinen ununterbrochenen mehrjährigen Aufenthalt in England(Frankenstein war bereit» vor dem Kriege al» österreichischer Handelsattache in London tätig) wurde sein Gesuch vom Innenministerium unter Außerachtlassung der sonst üblichen Formalitäten erledigt. Baron Frankenstein, der gegenwärtig Gast Lord Londonderry» ist, wird demnächst eine Reise antreten und erst im Herbst wieder nach London zuriickkehren. Dem„Ewcning Standard" zufolge Will er sich in der Wirtschaft Melnlk und die„Zelt" Seit Monaten treibt die„Zeit" ein von ihrem Gesichtspunkt aus neckische» Spiel, da» aber nach den verschiedensten Seiten politisch-moralischen(oder unmoralischen) Charakter hat. All« wöchentlich nämlich veröffentlicht da» vornehme Blatt eine Liste jener Künstler und Sprecher, die zwei arische Großmütter und dennoch die Courage haben, am Melnikcr Sender mitznwirken, den bis zum Sieg Henlein» oder aber bi» zum St. Nim« nicrlcinötag zu boykottieren die SdP sich entschlaf« sen hat. Die also Angeprangerten sollen, da» ist der Sinn dieser schwarzen Listen, sich entweder einschüchtern lassen oder aber es soll ihnen gewissermaßen gedroht werden: Na, wartet nur, bis wir... I Erfreulicherweise hat die SdP mit dieser noblen KampfeSweise gegen Künstler, die sich loyal in den Dienst einer demokratischen Entwicklung stellen, gar keinen Erfolg gehabt, und die Melniker Station lebt auch ohne da» Protektorat durch die SdP. Die Sache hat aber auch noch eine andere Seite. Eine ganze Anzahl von Künstlern befolgte die Boykott-Parole vom Anfang an, sei e» weil sic Mitglieder der SdP sind, sei e» weil sie sich eben einschüchtern— und einreden ließen, daß die ganze Geschichte ja nur ein paar Wochen dauern könne... Darüber sind aber eben Monate in» Land gegangen und die fteiwillig oder unfreiwillig Gehorsamen, zum großen Teile arme Teufel, stehen hungernd vor dem Melniker Tor und warten, bis ein Wunder e» ihnen aufschließt. Wie wir hören, geht schon seit Langem ein kräftige» Murren durch diese Reihen der Wartenden, lind was bietet ihnen die SdP und die„Zeit" unterdessen? Allwöchentlich die Liste der anderen, die verfemt sind und angesichts derer, so hofft die „Zeit", die„Braven" den künstlerischen und materiellen Verlust leichter ertragen sollen. Aber inan dürfte sich in der„Zeit" wohl klar darüber sein, daß auch diese Geduld einmal ein Ende hatk «r. 17t GamSta«, 23. Juli 1938 Seite 5\. Adamsön kauft ein Haarwuchsmittel vom flteHet her gekonnt hatte— aber von der Peripherie her, nicht als M i t t e l p u n k t der Revue, in dem sie sich jetzt anscheinend befand. Und da« ist ein großer Unterschied! Sie fühlte tf erschauernd vor Wonne und beschloß, e« sich auf Kosten ihre« abwesenden„Firmenchess" gut wie im Paradies gehen zu lassen, bevor sie wieder hinter einem der Wandspiegel Verschtvand. Sie schätzte die zwei Meter Sprungtiefe von der Bett» kante ab und landete wie eine Katze auf allen Bieren auf dem welchen Eisbärenfall. Sie fuhr I in die goldenen Griechensandalen, die für sie vor« Marlo lächelte unergründlich wie ein schwedischer Bergsee. Ihr lila Mund(dernter eri!) näherte sich dem seinen. ,Küß mich!"— Girlie« kleine« Herz stand eien Sekunde lang still— vor weher Eifersucht. Dann— „Hand« up!" Robert stoppte den entsetzten Aufschrei der Marlo, indem er ihr mit der Hand den Mund zu« hielt:„Erpresser! Kein Aufsehen—" Girlie« Revolver zuckte hoch:„Lassen Sie die Dame lo«, Sie— Gentleman! Hand« up!" Robert hob puterrot vor Verwirrung die Hände:„Aber daü ist doch— diese Aehnlich« leit—" „Mein Double natürlich!" stellte mehr ironisch al« ärgerlich die Marlo fest, al« sie sich selbst— tizianrot, im sportlich gegürteten Py» sama, die Waffe sieghafter Jugend in der Faust — im Spiegelrahmen erblickte. Sie wandte sich gefaßt an Girlie: ,,Wn« wollen Sie? Geld?" „Rein!" sagte Girlie, tollkühn vor Angst, denn der Revolver war nur ein ZIgarettcnauzün» der»„stellen Sie sich einmal da her, wo ich seht stehe und rühren Sie sich nicht vom Fleck! Aber hurryl"— Meta Marlo erstarrte im Goldrahmen de« Spiegel« zur bittersüßen Salzsäule, als sie sdie-mal selber Double) zusehen muhte, wie ihr verjüngte« ZwillingS-Fch auf Robert Sailor zu« ging und, den Revolver auf sein Herz gerichtet, sagte:„Kiissen Sie mich!" Worauf Robekt Sailor wobl oder über da» Gangstergirl in Gestalt der jugendlich herben Meta Marlo mittep auf den blaßroten Mund küßte. Ec rieb sich die Augen, denn er glaubte zu träumen vor Seligkeit— aber da war das Mädel schon— längs der schwarzwcißen Schachbrett, diagonale exakt steppend wie eine Nähmaschine — hinter der Spiegeltiire verschivunde»... Das ist da« Ende der Geschichte einer gewissen Girlie Miller. Und der Anfang einer Geschichte, die mit der Hollywoodprömiere de« Farbentonfilms „Double«"— mit dem neuentdeckten Steptanz- wunder Girlie Mills und ihrem. Entdecker Robert Sailor in den Hauptrollen— endet. Und wenn sie nicht geschieden sind, so sind sie noch heute ver« liebt. Wenigstens für- Publicity-Department. däimnrigen Korridor« fegte die dicke Mulattin, lemtiend, den Abendmantel der Marlo auf dem Arm.„Da sind Sie ial Wir haben Sie schon über» all gesucht, Miß Marlo!"— Girlie wollte antworten— aber ihr schwach protestierende«:„Ach bin nicht—" wurde im weichsten Flauschmantel erstickt, der je die nackten Schultern einer frierenden Sleptänzeriu(Gägc: zweistellige Zahl pro Drehtag) umhüllte— ah, wie gut! Weltberühmter Parsümduft berauschte und befeuerte sie zugleich wie die Derbystimmung das edle Rennpferd— aber da wurde sie gerade im richtigen Moment schwarz abgeblendet, das heißt ohnmächtig... Als sie tvieder zu sich kam, flog sie geradewegs in den Himmel hinein. Tatsächlich jagte sie, tief in die Ecke des fabelhaft federnden Riesenwagens gedrückt, die mit der Doppelreihe Weiher jiiigelnioiide endlos aufgehende nächtliche Strahe nach Beverly Hills hinauf. Die Reglosigkeit, mit welcher die Tellerkappe des Neger« vorn sämtliche in gleicher Richtung rasenden Wagen überflügelte, hatte etwas Unheimliche«. Sie griff nach der Mikrophonmuschel, um sich zu vergewissern, dah sie nicht träume:„Driver!"— Der Chauffeur drehte sich nicht um:„Mih Marlo befehlen?"— „Bitte etwa« Musik!"—„Sehr wohl. Mih Marlo!"— Die Radiolampe am Schaltbrett vorn glühte rot auf. Hotjazz tollte gedämpft lo«, synkopierte abgehackt den schwingenden Rhythmus der Fahrt. Pause, Ansager.., Was? Also doch kein Träum. Man träumt nicht„die neueste Tanzplatte au« dem kommenden Farbentonsilm, gesteppt von Meta Marlo", wie der Sprecher soeben angesagt hat— man Ist wach und todunglücklich» weil kein Mensch den Flamen Girlie Miller kennt, die in Wirklichkeit den Fox au« dem kommenden Farbentonfilm steppt. Denn Double ist Double, und Kontrakt ist Kontrakt. So ist da« Lebe». Und da sitzt das arnie todmüde Aschenbrödel, durch einen idiotischen Zufall im tveihen Flanschmantel im blautapezierten Rieseneoupö de- Star« und fährt schwarz in die Starvilla nach Beverly Hill«, und da« ganze ist mehr lächerlich al« romantisch, denn morgen lvürde man sie wegen dieser Frechheit mit Gagenabzug entlassen und sich um ein anderes Double für Meta Marlo umsehen, und zlvar höflich lächelnd, denn heute war ohnehin der letzte Drehtag für sie gewesen... Plötzlich gab sie das Denken auf— in Robert Sailor hoffnungslos verliebt, war sie vernünftig genug, zu wissen, dah man mit Vernunft nicht weit kam— und lieh sich einfach treiben... Schaukeln vom rasenden Flug und tollen Gegentakt der Musikmaschine, was erst aufpeitschend, dann betäubend auf sie wirkte wie da« Endspurt, gehen! auf das gedopte Rennpferd... Bi« das Schicksal sie abermals im richtigen Moment sal« der Wagen scharf abbog und die Zielkurve hinauf zur hngelbeherrschenden Starvilla nahm) abblenden, das heißt in einen traumlos schwarzen Schlaf fallen lieh... Al- sie wieder zu sich kam, war sie Im Himmel. Tatsächlich lag sie wie die Prinzessin auf der i Erbse unter dem blauseidenen, goldbesternten- Baldachin eines zweimeterhohen Himmelbettes, ganz klein unter der gewaltigen Steppdecke. Hatte sie ihre nächtliche Ankunft im Märchenschloh der schwedischen Gagenriesin verschlafen?— Bei Mickey Mäuschen l Sie fühlte sich wunderbar frisch und ausgernht wie nie. Fetzt mochte komme», was da wollte— sie hatte einen Mordsappetit wie fünfzig ausgehungerte GirlteSl Sie setzte sich blinzelnd auf, gähnte herzhaft und— erschrak furchtbar: Unter der tage-hellen Fupitersonne sah sie halbnackt im Mittelpunkt eines Riesenschachbretts aus fchlvarzlveihen Marmorplatten,. an dessen weiter Kreisperipherie durch Säulen voneinender getrennte Himmelbetten sie ring« umgaben, au« denen lauter tizianrote, halbnackte GirlieS sie anstarrten— so viel Double«? muhte sie denken... Aber dann muhte sie so laut lachen, dah die Fu« pitersonne in der Mitte der Niesenkuppel erklirrte! Gleichzeitig schüttelten sich die unzähligen Girlie« in den Himmelbetten ringsum vor Gelächter und machten mit ihr zugleich einen Purzelbaum— alle im gleichen, entzückenden, violetten Pyjamal Spiegelwände natürlich, aber e« war doch allerhand für Girlie, die bisher solche„Gag«" nur ver Haupttreffer Von M. Rolf Mit zitternden Händen entfaltete Franz Schmidt die Ziehungsliste der Klassenlotterie. Er bezog zwar nur eine bescheidene Pension, aber trotzdem kauft er sich immer wieder ein Klaffenlos, es war zwar nur ein Achtellos, aber auch der achte Teil de« Haupttreffer- hätte ihm genügt. Aber das Glück war ihm bisher noch nie hold gewesen. Immer der gleiche Vorgang: Er kaufte eine Ziehungsliste, blätterte sie durch und immer wieder mußte er feststellen, daß die Nummer, die er gewählt hatte, nicht enthalten war. „Wird wohl wieder nicht« sein!" sagte er leise vor sich hin, als er da« Los aus der Tisch, schublade nahm. Er legte es auf den Tisch, nahm dann die Liste zur Hand und begann die Zahlenreihe durchzugehen. Da! Wa« war denn da«? Da« konnte doch nicht möglich sein! Der Haupttreffer von einer Million Kronen war auf das Los 43.218 gefallen, auf sein Los. Er sah sich noch einmal das Lo« nnd die Liste an, doch eS stimmte, er war d^ Glückliche! Hundertfünfundzwanzigtausend Kronen sollte er jetzt erhalten. Alle« sollte jetzt ander« werden, endlich war e« so weit, daß er sxch aller leisten konnte, wa« sein Herz begehrte. „Ja, ja, wer da« Geld hat, hat eben doch alles!" stellte er schmunzelnd fest. Sofort wollte Girlie Von Fritz Bralnln.(Relchsprelstrlger 1936) „AbblendenHI“— DI« Jupiterlampen verlöschten Als einige Minuten später die blutjunge Eteptänzerin Girlie Miller, die als Double des Farbentonfilmstar» Meta Marlo beschäftigt war, noch ganz ateinlos die Tür ihrer Garderobe auf riß,— konnte sie gerade noch sehen, wie Robert Sailor, der beliebteste männliche Farbentonfilm star Amerikas, seine Partnerin Meta Marlo küßte, — bevor sie geräuschlos diskret die Tür wieder WWWWWWWWWM Eine Sekunde lang stand Ihr kleines Herz bereitet lagen, stand auf und wagte sich auf« eisstill— vor weher Eifersucht. Dann machte sie glatte Riesenschachbrett hinaus, ihrer Wut durch eine kleine Stepkadenz Luft, wa«| Al« sie Norm Spiegel einen Grätschsprung dcn> trotzigen Aufstampfen de« romantischen versuchte, verlor sie die eine Sandale— schwups! Mädchenstöckelschuhesum l837 verdammt gleich vom rosigen Fuß. Boll Verachtung schleuderte sie lam, und klapperte lvie aus der flucht den Korri- ihr hie andere nach und schlüpfte in ihre alten dor hinunter, bis sie die richtige Tür ihrer in Eile Stöckelschuhe. Dann fand sie auf dem Büfett ein verwechselten Garderobe sand. Aufatmend griff. Tablett mit Riesenananas, schenkte sich ein GlaS sie nach der Kume"Miß Marlo! Whisky ein— beherrschte sich aber und trainierte Girlie riß es herum, wie immer, wenn In vorm Breakfast ein bißchen Fußspitze Absatz, daß ihrer Gegenivart der Name ihre»„Firmenchefs" I ihre Doubles ringsum kaum nachkommen kann-' laut wurde.„Miß Marlo!" Um die Ecke de« ten. Nach dem Breakfast beschloß sie, halbwegs gesättigt, ihrer Frechheit die Krone aufzusehen und in Meta Marlos weltberühmtem, jungbrunnengespeisten Schwimmbassin ein Bad zu nehmen. Aber e« kam ander«, al« sie dachte. Bevor sie noch nach der Glocke greifen konnte, um der Zofe zu läuten, hörte sie lachende Stimmen, die sich der Schlafzimmertür näherten. Wahrscheinlich die Marlo und Robert Sailor, die vom Souper heimkehrten. Lautlos schlich sie hinter eine der Marmorsäulen. Ihr Herz klopfte zum Zerspringen. Ihr Blick fiel zufällig auf einen kleinen Rauchtisch in der Nähe, auf dem ein Revolver lag. Die Tür öffnete sich und herein trat im Pelzmantel die Marlo, gefolgt von Robert Sailor im Smoking. Girlie sah sofort, daß beide total betrunken waren. Wahrscheinlich hatten sie den letzten Drehtag de« M. M.-ProduktionSfilm gefeiert... Als ob sich die Marlo außer beim Scheckunterschreiben besonders dabei angestrengt hätte! Es war zum Lachen, wenn e« nicht zum Weinen gewesen wäre, wie dieser junge raffinierte „Frauenliebling" der reifen Diva, die ihm zum Welterfolgt verhalfen hatte, ein Theater vormachte. Jetzt warf er sich sogar vor ihr auf die Knie und flehte mit tränenerstickter Stimme„Bitte!" Die I Marlo lachte dunkel auf, dann klopfte sie sich eine I Zigarette auf und ließ sich Feuer von ihm geben, der noch immer in derselben aubetenden Stellung vor ihr verharrte. Sie trat auf einen der Spiegel zu und rich, tete sich mit lässiger Hand die tizianrote Abendfrisur, während die andere Hand den eleganten Pelzmantel vorn zusammenhielt.„89.000 Vorschuß? So viel?" fragte sie nachdenklich. Bevor noch der junge Mann den Mund aufmachen konnte, gab ihre schmale, lange Hand den Pelzmantel frei und er glitt langsam von ihren Schultern zu Boden. Sie war vollkommen nackt— von einer Art mondänen Schleiertoga und ihren Dernier eri-Stöckelschuhen abgesehen.„Ahl" sagte der junge Man» zu ihren Füßen.„Wir wollen schwimmen!" sagte die Marlo mit ihrem tiefen, schwedischen Akzent, die knapp zensurfreie Einstellung im Spiegel prüfend. Girlie hätte am liebsten laut aufgelacht, so grotesk war die Situation. Robert, der noch immer nüchterner war al« er glaubte, sprang auf und wollte wie Josef vor Frau Potiphar fliehen— aber sie warf sich an seine Smokingbrust, da« sie knitterte:„Komm! Da» Daffer ist vorgolvärmt!"—„Ich kann nicht schwimmen—* beteuerte der arme kalifornische Rekordinhaber in LOO Meter-Crawlen. Die Schach ins Volk Schachaufgabe Nr. 401 Von J, K. Ileydon. Schw.: KdS. D<3. T«3. Lf3. SR. Baß. c6.«7. M Weiß: Kd3. Da3. Td2. Lg4. h3. 8(6. BM. e3. Q.(91 Malt In 3 Zügen! Lösungen sind bla längstens 14 Tage nach Er« scheinen der Aufgabe an Wenzel Scharoch. Dra« kowa 93, Post Mod Ian, einzusenden. Msungssug in Nr. 3M: Td3—dS! Richtige Lösungen sandten ein: Ämter Rudolf und Dlnnebier Emil, Tetschen: LohmUUor Hans, Hab! Erwin. Kreuzcbe Franz. Hol fold Otto. Schind« ler Robert. Freundl Anton. sdmUloh Nesteraitz: Ollcndorrr Fritz, Prag, plchrt Wenzel, Bergesgrün; Tepper Franz. Karlsbad; Schöffel Anton, SchtJbritz; Beutel Wilhelm. Amsdorf bei Tetschen: Jelinek Hermann. Bodenbach: Strache Karl. Stracho Rudolf. Klötzl* Rudolf, Richter Heinrich.«Amtlich Groß- Priesen: Weiset Walter. Saubernltz: Lippert Geonr, Euer: Havel Franz. Modlan; Schöpka Josef. Dux: Nitsch Rosa. Tnipschitz. 8chaehwetlklmpfe In Pilsen. An den SchachwettkUmpfen In Pilsen, an denen außer swel Pilsner Mannschaften auch eine„Atua"- Sohachmannschaft und eine Prager D.T.J.-Mannschaft teil nah men. nahm die Pilsner Schach- gemeinde regen Anteil. Die..Atus"-Mannschaft hielt sieh gut und ea gehuur Ihr. einen schönen Sieg Ober die Pilsner Bezirks man nschaft zu erringen. Nachfolgend die Ergebnisse: Am Samstag, den 16. VIT.. 7 Uhr abends* Alna gegen Pilsen II. Brett t Kört» ,, 3 Kfonek ,. 3 Hamp) „ 4 Thiel H S Scharoch „ 6 Görg 7 Els 1 0 Benda 0 1 Kuchynka 1 0 BArta H U Svehla 1 0 KfltanovskF 0 1 VdpenUt ’s zt KolAf Ergebnis: 4:3 für„Atua" Prag x Brett 1 Slka h 3 Matus n 3 Spoula „ 4 Janku ,, 6 Wagenknecht „ I Vydra » 7 LukU h S Folta M S Bll? Ergebnis: 3 en Pilsen I. U 14 WavAk 0 1 Sperl 0 1 Cmellnsk? St. 0 1 Cmellnsk# Boh. %’s Toul 1 0 RussF Dr. ’s's MAdr 0 1 Skola 0 1 B reiche Dr. : 6*ä fUr Filsen I Am Sonntag, den 17. VII.. 8 Uhr früh« Atos feien Pilsen I. Brett 1 Körb! 0 1 Wovik Kfcnek 0 1 fiperl 3 Hampl 0 1 cmellnek? St. „ 4 Lippert % Cmellnaky Boh >. s Thiel 0 1 Toul ., 6 Scharoch 0 1 Ruin? Dr« „ 7 Görir 0 1 Marti nek „ 3 Steffen 0 1 Madr M 9 Bla % % Skola Ergebnis : 1:8 für Pilsen I Prag gegen Pilsen II. Brett 1 Slka u % Benda Malus 0 1 Zamecky 3 Spoula <1 Svoboda 4 Janku 1 0 BArta 5 Wagenknecht 0 1 KPilanovak/ 6 Vydra 1 0 VÄnenlk 7 LukU u u Bitner 8 Folta 0 1 Siecht tzG S Bll? 1 0 Richter Ergebnis: 4 5 für Pilsen II Leider war nicht mehr soviel Zeit vorhanden, daß die„Atua'‘-Mannschaft gegen Prag bitte noch spielen können. Trotz der hohen Niederlage gegen die Pilsner Elitemannschaft sind wir zufrieden. In Anbetracht der Spielstarke war unser Sieg über die zweite Pilsner Mannschaft ein schöner Erfolg. er zu einer Bank gehen und sich über alle- Nähere erkundigen. Nasch zog er sich daher de» Mantel an, setzte den Hut auf und verließ dir Wohnung. In der Aufregung vergaß er sogar die Tür abzuschliehen. In größter Eile ging er die Herrengassc zum Markt hinauf. Sein einziger Gedanke war, da« Bankhaus P. und Co. so schnell als möglich zu erreichen. Es war daher auch gar nicht verwunderlich, daß er an allen Bekannten, die er unterwegs traf, grußlos vorüberging. Er war am Markt angekommen, nur noch eine Straßenkreuzung hatte er zu überschreiten, dann war er bei dem Bankhaus. Ohne links und rechts zu schauen, überschritt er die verkehrsreiche Straße. Bor seinen Äugen sah er nichts als lauter Notcnbündel. Zu spät erreichte ihn daher auch der Ruf des Verkehrs« Polizisten, er war direkt in den schweren Lastwagen hereingerannt, der ihn zu Boden warf« Die RettungSgescllschaft wurde herbeigerufen. „Zu spät!" sagte der diensthabende Arzt» „Da können wir nicht mehr helfen!" Am nächsten Tag brachte die Tageszeitung eine kurze Notiz: „Am Markt wurde gestern ein älterer Mann von einem Lastkraftwagen niedcrgesahren. Er war sofort tot. Außer einem Klassenlos Nr. 43.218 vom Vorjahre wurde nichts gefunden, da« auf die Identität des Toten schließen läßt. Zweckdienliche Angaben sind an die hiesige Polizeidirektion erbeten." -Abkürzungen: Dt. Sdg.- Deutsche Sendung- Na- Nachrichten-OK= Orchesterkonzert- Sch= Schallplatten TM Tanzmusik- UM= Unterhaltungsmusik Vt= Vortrag. To Inland andr Prag- Mělník an allen Wochentagen: 6.00-8.00 Morgensdg. 12.30 Na 12.45 Schallpl.- Konz. 14.00 Börse 19.15 u. 22.15 Na. Prag an allen Wochentagen: 6.00 Morgensdg. 9.45 Sicherheitsdienst 10.00 Frauenfunk 11.55 Landw. 13.50 Industrie 16.00 u. 22.00 Na. Sonntag, 24. Juli Rundfunk der Woche Montag, 25. Juli Prag- Mělník: 10.15-11.00 Sch. 12.15 Prof. Ziak: Vt. ü. Gesuche in Steuerangelegenheiten 18.00 UM( Sch.) 18.45 Vt. Dir. Möhler: Die Geschichte d. Kreuzberges bei Staab 19.00 Heitere Volkslieder( Ges. Gerda Redlich, Klav. Gerta Rese) 19.30 Sch. 19.45 ,, Ein zärtlich Lied sing ich dir"( Ges. Vilma Kürer u. Rolf Hartmann, Klav. R. I. Schubert) 21.00 OK( Dir. H. G. Schick) 22.00 A. schönen Büchern ( Aus Travens„ Der Karren") 22.30 Sch. 22.40-23.00 Vt. ü. Prager Sehenswürdigkeit Prag- Mělník: 8.50-10.00 Gottesdienst a. d. Anna- Kirche i. Pilsen 10.00 Fahrt nach Orplid, liter.- mus. Hörf. 11.00 Symph.- Konz.( Sch.) 12.05 Presse 12.45 Konz.( Ges. Lila Alexander u. Josip Batistič, Violine: R. Köckert, Prag: 12.10 Sch. 12.45 OK a. Brünn Klav. u. Cembalo: Dr. Ernst Latzko) 13.50 Arbeitsmarkt 14.10 Sch. 16.15 14.00 Bauernpredigt 14.15-14.30 Ar- UM a. Pressbg. 16.45 Vt. ü. Gefahren beitersdg. Franz Munk: Angestellten- d. Fliegens 17.00 UM a. Pressbg. 17.40 treffen in Pilsen 18.00-18.20 Orgel- Lieder 18.10 Arbeiterfk. Vt. ü. Namus.( Rob. Prokesch, Reichenbg.) choder Ausstell. 18.20 Blasmus. 19.15 18.20-18.50 Sch. 18.50 Bratschenmus. Aktualitäten 19.25 Sdg. zum Namens( Ant. Krafft) 19.15 Na 19.30 Kammer- tag d. Annen 20.20 Ferienbriefe 20.25 mus. 20.00 Sportber. 20.15 Die alte Hörf. ü. heimische Scholle a. Brünn Operette, Hörf.( Ltg. R. M. Mandée, 21.10 Dvořák: Symph. es- dur 22.15 Mitw. O. Dewald, Gerti Kuthan und Sch.- Revue a. Brünn. Rud. Bandler) 21.15 Symph.- Konzert ( Dir. Br. Pleier) 22.15 Na 22.30 TM a. Hotel Königsvilla, Franzensbad 23.00 bis 23.30 Sch. Prag: 6.30 Morgensdg. 7.00 Konz. a. Pystian 8.10 Sch. 8.45 Vt. u. Angst u. Tapferkeit a. Brünn 9.00 Orgelkonz. 9.15 Arbeitersdg. Vt. über Arbeitsbeschaffung und Lebensniveau 9.30 Industrie 9.45 OK 10.30 Literatur aus Pressburg 12.05 Na 12.25 OK 13.50 Landwirt. 14.05 Schallplatten 15.30 Der Vagabundenkönig, Operett von Friml 17.30 Militär. Konzert 18.00 Werke v. Fučík( OK) 18.30 UM 19.00 Na 19.10 Aktualitäten 19.20 Tatra- Hörf. a. Kaschau 19.45 Hörf. n. histor. Bäume a. Brünn 20.00 Frau Marjanka, Idylle v. Tyl a. Pressb. 21.55 Na 22.20 Sch. 22.35 TM a. Pressburg. Brünn: 12.45 OK 13.50 Belehrende Lektüre 14.10 Landw. 16.45 Vt. ü. d. Insel Robinsons 17.40 Klavierkonz. 18.00 Dt. Sdg. Jos. Perlet: Wald in Gefahr, F. Jurditsch: Heimische Dichter 18.35 Arbeiterfk. Vt. ü. aktuelle Forderungen d. Privatangestellten 19.25 Zum Annen- Tag 19.55 Terzett f. 2 Violinen u. Viola 20.25 Hörf. ü. heimische Scholle 22.15 Sch.- Revue. Mähr. Ostrau: 16.45 Vt. ü. Apotheken 17.40 Vt. ü. Schlangen- Sagen 17.50 Sch. 18.00 Sch. 18.10 Dt. Sdg. Arbeitersdg. u. Opernmel. Dienstag, 26. Juli Prag- Mělník: 10.15 Für d. Frau: Einkochkurs: Himbeeren 10.30-11.00 Sch. 12.45 OK( Klav. Prof. Fr. Wagner) 18.00 Mit dem Funkbaedeker nach Frankreich 18.45 Vt. Dr. E. Faktor: Prags Zukunft als FestBrünn: 8.45 Vt. ü. Angst u. Tapferk. spielstadt 19.00 Sch. 19.30 UM( Walter 9.15 Arbeiterfk. Wie ein Arbeitsloser Simlinger, Klav. R. I. Schubert) 19.45 d. Zeit verbringt 13.50 Landw. 14.05 Bratschenlieder Bratsche- Ant. Krafft, Dt. Landw. 17.35 Dt. Sdg. Dr. Lilli Ges. Katharina Hoffmann, Klav. Dr. Fried- Polatschek: Die Prokop- Basi- K. Behr) 20.00 SOS, Hörsp. v. Rud. lika in Trebitsch, Maria heiratet", Stern 20.50 Bruckner: 7. Symph. EHörsp. 18.50 Dt. Na 19.45 Hörf. ü.dur( Dir. Clemens Schmidt) Sch. 21.50 histor. Bäume. Mähr. Ostrau: 9.20 Sch. 9.30 Arbeiterfk. Vt. ü. Arbeitersch. u. Konjunktur 15.30 Buntes Progr. 17.35 Wanderung durch d. slow. Roman 18.50 Dt. Na. Ausland Sonntag, 24. Juli Deutschlandsender: 8.10 Konz. a. Franki. 9.30 UM. 12.15 Konzert a. Frankf. 18.00 Schöne Mel. 20.10 Funkzirkus. 23.00-0.55 TM. 1.05-2.00 UM a. Hambg. Berlin: 10.00 UM. 11.30 Gigli singt ( Sch.). 12.00 UM. 14.00 Sch.- Konz. 15.30 Sch. 16.00 UM a. Saarbr. 18.00 UM. 20.10 UM. 22.30 UM. 1.00-3.00 Mus. a. Stuttg. Breslau: 9.30 Violinmus. 10.00 UM. 12.00 UM. 13.00 UM a. Berlin. 19.00 Frauensilhouetten( Lieder u. Mus.). 20.10 UM. 22.45 TM v. Dtschl.- Sender. 24.00-3.00 Mus. a. Hambg. Leipzig: 8.30 UM a. Frankf. 12.00 Konz. a. Frankf. 14.05 Sch. 15.00 Märchen a. aller Welt. 16.00 UM a. Saarbr. 17.00 Dtsch- ital. Konz. 19.00 UM. 22.30 Dtsch. u. niederl. Motetten. 23.00 TM von Dtschl.- Sender. 24.00-3.00 Mus. a. Hambg. Wien: 10.00 Violinsonaten v. Beethoven u. Brahms. 11.00 UM. 12.10 Mus. a. Berlin. 16.00 Mozart: Streichquartett B- dur. 16.30 UM a. Saarbr. 18.00 Volkslieder a. Zell am Sec. 19.00 Mozarts Requiem a. d. Salzburger Dom. 20.15 OK, 22.30 A, dtsch Open Böhm. Musiker um Mozart, Hörbild ( Ges. Maria Hauner, Klav. Gertrud Hutter) 22.30-23.00 OK Prag: 12.10-12.30 Orch. E. Lorand spielt( Sch.) 12.45-13.50 OK a. Pressbg. 14.10-15.00 Sch. 16.15 Popul. Budapest: 15.45 Zigeunermus. 17.30| Moderne Musik( Ges. Alexandra Le vicky, Klav. Friedrike Schwarz). Prag: 12.10-12.30 UM( Sch.). 12.45 bis 13.50 Sch. 14.10-15.00 Liszt- Konz. a. Sch. 16.15 Streichorch. a. Brünn, 16.45 Vt. ü. Grenzen d. leichtathlet. Konz. a. d. Baumber. 18.00 Kulturbet. 18.30ärsche u. Mähr.- Ostrau: 11.05 UM. 17.40 Heitere Vorles. 18.00 Klavierkonz. feuer. 20.35 Konz. d. Gesangschors 18.20 Arbeiterik. Vt. ü. Arbeiterschaft mähr. Lehrer. 21.05 J. B. Foerster: 1. u. Sokolfest. 18.20-18.45 TM( Sch.). Symph. d- moll( Tschech. Philhar20.35 Histor. Vt. monic). 22.15 Sonntagsrennen in Poděbrad. 22.30-23.00 Dvořák: SlawiDonnerstag, 28. Juli sche Tänze f. Klavier. Konz. 16.45 Vt. ü. d. Tschechoslowakei auf ausländ. Ausstell. 17.00 Popul. OK 17.40 Altitalienische Lieder 18.10 Arbeiterfk. Vt. Jar. Hovorka ü. Arbeitersanatorien in USSR 18.20 UM 19.25 OK a. Brünn 20.15-22.00 Drei Musketiere, Hörsp. nach Dumas 22.15 Sch.- Revue a. Brünn. Prag- Mělník: 10.15 In der BeerenBrünn: 13.50 Industrie 16.15 Blas- zeit, Hörsp. v. G. Lerch. 18.00 Ballamus. 16.45 Vt. u. Pariser Kunstleben den v. Carl Loewe( Ges. Magnus 17.40 Zither- Konz. 18.00 Dt. Sdg. So- Andersen, Klav. Nik. Strausz). 18.20 zialinf. Arbeitersdg. Dr. Artur Lampl: Ing. Ad. Steiner, Saaz: Notwendigkeit Berufskrankheiten, Landw. 18.35 Lie- d. Buchf. i. d. Land. 18.45 Sch. 19.00 der 19.25 Popul. OK 22.15-23.00 Polit. Wochenschau. 19.30 SchramSwing- Time( Sch.). melkonz.( Ges. Ferry Löring). 20.00 Die Pfingstorgel, Bauernkomödie v. Alois Lippl. 21.30 Kammermus.( Prager Streichquartett). 22.30-23.00 TM ( Sch.). Mähr. Ostrau: 12.00 Landw. 16.45 Schles. Mundartvt. 17.40 Macedonische Lieder 18.05 Blasmus. Mittwoch, 27. Juli Prag- Mělník: 10.15-15.11 Sch. 13.50 Arbeitsmarkt. 18.00 Klavierkonz.( Dr. Kurt Behr) Beethoven: 15 Variationen u. Fuge Eroica- Variationen). 18.20 Arbeitersdg. Dr. Else GoderHermann: Prakt, u. bequemes Wohnen. 18.40 Sozialinf. 18.45 Neue Bücher. 19.00 Operetten- Duette( Ges. Adele Baum u. Hans Ritter). 19.30 Franz. Ballettmus.( OK). 20.30 Wie werden Lebensmitte! konserviert ( Report, a. d. Untersuchungsanstalt f. Lebensmittel). 20.55 Von Prag I.: Konz. d. tschech. Philharmonie( Dir. Iša Krejči). 21.55 Vorles.„ Es war einmal ein König" v. Rab. Tagore. 22.30-23.00 TM( Sch.). Brünn: 12.00 Landw. 13.50 So. zialinf. 14.10 Landw. 16.15 Strich. orch. 17.40 Aus tschech. Liedern. 18.00 Dt. Sdg. Die Schicksalsfrage, aus d. Spiel ,, Anatol" v. Schnitzler. 21.05 Die Ehe der Lydia Ivanovna, Hörsp. v. Lida Merlinova. Mähr.- Ostrau: 12.00 Landw. 1645 Vt. ü. Orgelpfeifen. 17.40 Neue Bicher u. Zeitschriften. 18.10 Dt. Sdg. Dr. Jos. Wechsberg: Glauben und Aberglauben im Orient, Arbeiterchor a. Witkowitz.( Dir. K. Weliszewski.) Samstag, 30. Juli Prag: 12.10-12.30 UM( Sch.). 12.45 bis 13.50 Popul. OK. 14.10-15.00 Beethoven- Konz.( Sch.). 16.15 OK a. Preßbg. 16.45 Report. a. einer Ferienkolonie a. Ostrau. 17.15 UM a. Preßb. Prag- Mělník: 10.15 F. d. Frau Vt. 18.10 Arbeiterfk. Vt. ü. Arbeiter u. Käthe Neuwirth, Leitmeritz, ü. HochGasmaske. 18.20 OK. 19.26 Buntes sommermode 10.30-11.00 Sch. 12.10 Progr. a. Brünn. 20.20 Vt. Ing. Pro- UM( Ges. O. Dewald, Klav. R. M. chaska: Wird ein Meteorit auf uns Mandée) 18.00„ Soeben erschienen", fallen? 20.35-21.55 Von der unsicht- die neuesten Schallpl. 18.45 P. Braun: baren Stadt Kitesch, Oper v. Rimsky- Das Hundeorakel, spannende Hörf. Korsakoff, 2. u. 3. Akt. 22.15 Sch. a. 19.30 UM 20.15 Bunte Szenen u. Mus. ( Ges. Rud. Bandler, Klav. Friederike Ostrau. Brünn: 13.50 Dt. Arbeitsmarkt. Schwarz) 22.30-23.30 TM( Sch.) 18.00 Dt. Sdg. Arbeitersdg. Senator Prag: 12.10-12.30 Lieder u. MeloWellan: Die Stadt Brünn als Arbeit- dien a. d. Disney- Film„ Schneewitt geber, Vt. Franz Fürst ü. Burgen bei chen u. d. sieben Zwerge"( Sch.) Brünn. 19.25 Buntes Progr. 20.20 Mo- 12.45-13.50 OK 18.50 Arbeitsmarkt natschau. 20.50 OK. 21.30 Der Fluß, 14.10-15.00 UM a. Brünn 16.10 UM a. Pressbg. 17.40 Landw. 17.50 Indupoetisch- musik. Hörf. strie 18.05 Arbeiterfk. Vt. Jos. Pojar: Das Arbeitsjubiläum d. Arbeiters 18.20 TM d. Kapelle Ježek 19.20 Auf der grünen Wiese, Operette v. Jara Beneš 20.50-21.05 Vt. ü. Volksleben i. d. Tatra a. Kaschau 21.05 Serenaden a. Brünn 22.15-22.30 Märsche a. Sch. 22.30-23.30 TM a. Luhačovice. Mähr. Ostrau: 16.45 Besuch in einer Ferienkolonie. 18.10 Dt. Sdg. Margaret Strauß liest aus ihrem Buche„ Karussell des Lebens; heitere Grammophon- Revue Im Schatten des Schwimmbades" v. K. Müller. Freitag, 29. Juli Prag: 12.10-12.30 Operettenmus. a. Sch. 12.45-13.50 Mil. Konz. a. Brünn. 13.50 Arbeitsmarkt. 14.10-15.00 Kammermus.( Sch.). 16.15 Konz. f. Violine u. Orgel. 16.45 Vt. Dr. Václav Rut u. Schönheit. 17.00 TM v. Barrandov. 17.40 Klavierkonz, 18.20 Soldatenmus. 19.15 Polit. Aktulität. 19.25 Buntes Progr. a. Brünn. 20.35 Histor. Vt. a. Ostrau. 20.55-21.55 Konz. d. tschech. Philharmonic( Dir. Iša Krejči). 22.15 bis 22.30 Aus d. Oper Die Meister- Prag- Mělník: 10.15-11.00 Sch. 12.15 singer" v. Wagner. 22.30 Streich- Helmut Willer: Vt. ü. aufschlußreiquartett d- dur v. V..Novák. che Sagen. 18.00 Hans Multerer singt Lautenlieder. 18.20 Sportorakel. 18.35 Arbeitersdg. Aktuelle zehn Minuten. 18.45 Dr. Paiker, Brünn: Der deutsche Demokrat i. d. Tschechoslowakei. 19.00 Dänische Lieder( Ges. Holger Bruunsgard, Klav. Fr. Holeček). 19.30 Fahrt ins Blaue, Hörf. v. Jos. Kühnel. 20.00 OK( Dir. R. M. Mandée, Ges. Magnus Andersen). 21.30 TM a. Hotel Corso, Marienbad. 22.30-23.00 Brünn: 12.00 Landw. 12.45 Konz. 13.50 Arbeitsmarkt. 14.10 Landw. 16.15 Klaviertrio. 16.45 Vt. ü. d. Zeit d. Luxemburger u. Hussiten. 17.40 Jugendsdg. 18.00 Dt. Sdg. Arien( Ges. Augusta Korschonska, Klav. Hanns Schimmerling), Vt. Karl Meisner ü. gutes Deutsch. 18.35 Arbeiterfk. Vt. Jos. Kučera ü. soziale Kämpfe im ü, sozial Altertum. Brünn: 12.00 Landw. 13.50 Industrie 14.00 Landw. 14.10-15.00 UM 17.35 Klaviermus. 18.00 Dt. Sdg. Urlaubslieder( Sch.) 20.50 Vt. General Ingr: Reservisten rücken ein 21.05 Serenade aus dem Hof des Rathauses 22.30 bis 23.30 TM a. Luhačovice. Mähr. Ostrau: 17.45 Slowak. Volkskapelle Samko Dudik 18.20 Arbeiterfunk. Vt. Jos. Branžovský: Werden sie leben?( zu dem Buche ,, Warum sollen sie leben?" v. Paul de Kruif) 18.30 Sch. 20.50 Vt. ü. Sommerlektüre. Breslau. 12.00 OK a. Gleiwitz. 14.15| 19.55 OK. 20.45 Sommerfreuden, hei-| 23.30 TM a. Leipzig. 24.00-3.00 KonKlaviersoli. 18.30 OK. 20.10 Hary Ja- UM a. Hambg. 15.15 Vt. u. südam. tere Hörk OK. 21.00 nos, Märchensp. v. Kodaly. Moskau- Komintern: 16.30 Mus. 18.00 Konz. 19.00 Liter. Progr. 19.30 Konz. 21.30 Na. Montag, 25. Juli Urwald. 18.20 UM. 19.30 UM. 20.30 Neunte Symp. v. Beethoven. 22.45 Blasmusik a. Görlitz. 24.00-3.00 Konzert a. Wien. Leipzig: 13.15 Konz. a. München. 16.00 OK. 19.30 Volksmusik a. Bad Deutschlandsender: 12.00 OK. 14.15 Elster. 20.10 Meister ihrer InstrumenUM a. Hambg, 15.15 Volkslieder te.( Sch.) 20.45 Hein Godenwind. ( Sch.). 16.00 UM. 18.30 Jaro Micha- Hörsp. nach Gorch Fock. 22.30 TM. lek spielt. 20.10 Ballmus. 22.30 Kam- a. Hambg. 24.00-3.00 Mus. a. Wien. mermus. 23.00 UM a. Stuttg. 24.002.00 Mus. a. Köln. Berlin: 12.00 Konz. a. Hambg. 14.15 UM. 17.00 Klaviermus. 18.00 UM a. Freienwalde. 19.00 Berliner Philharm., Dir. Furtwängler( Sch.). 19.30 Mus. v. Joh. Strauß( Sch.). 20.10 Buntes. OK. 22.30 Mus. a Köln. 24.00-3.00 UM. a. Frankf. Breslau: 12.00 Konz. a. Hambg. 14.00 Sch. 16.00 UM. 18.00 UM a. Gleiwitz. 19.30 Sch. 20.10 Kabarett. 22.45 Mus. a. Köln. 24.00-3.00 Mus. a. Köln. Leipzig: 12.00 UM. 14.00 Sch. 16.00 UM v. Dtschl.- Sender. 19.30 Sch. 20.10 Monatsschau. 22.25 OK. 23.30-3.00 Mus. a. Köln. Wien: 12.00 Beethoven.- Konz. d. Wiener Symphoniker. 13.15 OK. 14.10 Volksmus.( Sch.). 16.00 OK. 17.20 ( Sch.). 24.00-3.00 Mus. a. Hambg. Beromünster: 10.45 Ernste Gesän- Mozart: Streichquartett C- dur. 19.30 ge. 12.00 OK. 13.50 UM. 14.30 NaturKlass. Kammermus. 20.10 D. Frankf. u. Liebeslieder, 16.00 TM( Sch.). 18.30 Würfelspiel, Hörsp. v. Möller. Moderne Klaviermus. 19.00 Vt. über Beromünster: 17.00 Mus. d. RomanChina. 19.20 A. fernen Ländern( Sch.). tik. 19.00 Sch. 19.15 Vt. ü. Tiere. 19.55 OK. 20.40 Ausläufer Dr. Müller. Hörsp. v. Rausch. 21.15 Wochenschau. 21.30-22.30 OK,( Werke d. Schweizer Komp. Hans Huber). 20.05 Schlager. 21.00 La Contadina. Oper v. Pergolese. 21.50 Sommergeschichten. Straßburg: 12.00 UM. 15.00 Mandolinenkonz. 16.30 UM. 18.30 Gesangsoli. 19.30 Sch. 20.30 OK. 23.00 TM. Mailand: 17.15 UM. 20.35 Bunte Mus. 21.00 Nebukadnezar. Oper v. Verdi. Warschau: 13.15 Konz. 16.30 Der Knoten, Hörsp. 17.10 Klaviersoli, 17.40 Wochenschau. 18.10 OK. 20.05 Sch. 21.00 Heitere Sdg. 21.50 TM( Sch.). 22.15 Dina, kom. Oper. Nachrichten in deutscher Sprache. ( ausser Sonntag). 5.45 Paris Mondiale. 7.55 Luxembg. 8.20 Strassbg. 10.05 Brünn. 12.30 Prag Mělník. 13.55 Brünn. 14.00 Prag und Pressburg. 18.15 Moskau. 18.45 Brünn. Mähr. Ostrau u. Pressburg. 19.00 Luxembg. 19.15 Prag- Mělník. 19.45 Beromünster. 20.00 Strassbg. 22.00 Moskau u. Luxembg. 22.15 Prag- Mělník. 22.50 Bukarest. 23.00 Moskau. 2001 Mailand: 17.00 TM. 19.30 OK. 21.10 Lieder. 21.30 Symph.- Konz.( Dir. B. Molinari). Budapest: 17.00 TM( Sch.). 18.15 OK. 20.10 Ungar. Abend. 23.10 Zigeunermus. Moskau- Komintern: 18.00 Operette 21.30 Na Dienstag, 26. Juli Deutschlandsender: 12.00 Mus. a Stuttg. 15.14 UM a. Hambg. 15.15 Operettenmel.( Sch.) 16.00 UM. 18.00 Donau- Lieder. 18.30 Klaviermus. 20.10 UM. 23.00 Blasmus. a. Breslau. 24.00 bis 2.00 Konz. a. Wien. Berlin: 12.00 Konzert a. München. 14.15 Operettenmel.( Sch.) 15.15 UM. 16.00 Konz. a. Königsbg. 17.30 Vt. ü. Arno Holz. 18.00 UM. 19.30 Sch. 20.10 Chopin- Konz. 20.30 Carmen, Oper v. Bizet. 23.30 TM a. Hambg. 24.00-3.00 Konz. a. Stuttgart. Wien. 12.00 Konz. 14.10 Sch. 15.30 Mus. alter Meister. 16.00 OK a. Graz. 18.00 Alt- Wiener Tänze. 19.30 Sch. 20.10 Steirische Mus. 20.15 Von Wien nach Istambul, Hörf. m. Musik. 24.00 bis 3.00 UM. Beromünster: 17.00 TM. 18.00 Jodellieder. 18.45 Vt. ii. Amerika. 19.00 Amerik. UM. 20.45 Schweizer Volksmusik. 21.15 Klavierkonz. 21.45 Vt. ü. modernen Krieg. 22.10 Tschaikowski: Ouvertüre 1812( Sch.) Mailand: 17.00 Klavierkonzert. 19.30 OK, 21.00 Phrynes Tod, Oper v. L. Rocca; Die Legende v. d. 7 Türmen, Oper v. Gasco. Budapest: 17.30 Zigeunermus. 19.05 Sch. 20.20 Heiteres Hörsp. 21.30 Mil. Konzert. 23.10 Zigeunermusik. Moska- Kongerne 10.30 Mus. 18.00 Liter. Progr. 19.00 Konz. 21.30 Na. Mittwoch, 27. Juli Deutschlandsender: 12.00 Musik a. Danzig. 14.15 UM a. Hambg. 15.15 Sch. 16.00 UM. 18.00 Zeitgen. Lieder. 19.30 UM. 20.10 UM. 21.15 OK a. bis 2.00 Konz. a München. Berlin: 12.00 Konz. a. Stutg. 14.15 UM 15.15 Sch. 18.00 UM 20.10 Heitere Sdg. 22.30 Walzer. 22.45 TM a. Breslau. 24.00-3.00 Der Barbier v. Bagdad, kom. Oper v. Cornelius u. UM a. Frankf. Breslau: 12.00 UM. 13.15 OK. 14.00 Sch. 18.00 UM. 22.45 TM a. Gleiwitz. 24.00-3.00 Konz. a. München. Leipzig: 12.00 Konz. a. Stuttg. 14.00 Sch. 15.00 Vt. ü. Thüringen. 18.00 Vt. ü. Bauwerke d. Altertums. 18.20 Tonfilmschlager. 20.10 Hörf. ü. Kärnten. 21.00 UM. 22.15 Orgelmusik v. Bach. ( a. d. Thomaskirche). 23.00 Musik a. Wien. 24.00-3.00 Mus. a. München. Wien: 12.00 Konz. a. Stuttg. 13.15 Konz. 14.10 Sch. 15.30 Brahms: Variationen u. Fuge ü. ein Thema v. Händel. 18.20 UM. 20.10 Symph.- Konz. a. Salzburg( Dir. Knappertsbusch). 22.30 Musik a. Wien. 24.00-3.00 Musik. a. München. Beromünster: 17.00 OK. 18.30 Sch. 19.10 UM. 19.25 Vt. ü. zoolog. Garten. Mailand: Hörsp. 21.50 Violinkonz. 23.15 TM. Budapest. 17.30 Bratsche u. Klavier. 18.30 OK. 19.30 Bunter Abd. 20.55 OK. 22.05 Operettenmus.( Sch.) 23.10 Jazz. Moskau- Komintern: 17.00 Mus. 17.30 F. d. Arktis 18.00 Konz. 19.00 Liter. Progr. 19.30 Konz. 21.30 Na 23.00 Deutsches Progr. Donnerstag, 28. Juli Deutschlandsender: 12.00 Musik a. Breslau. 13.15 UM a. Breslau. 14.00 UM. 15.15 Hausmus. 16.00 UM. 18.30 Sch. 20.15 Deutsche u. engl. UM. a. Frankf, 21.00 Waldemar Hass spielt. 23.00 TM a. Frankf. 24.00-2.00 Konzert a. Danzig. Berlin: 12.00 Konz. a. Frankf. 18.00 UM. 20.10 TM. 22.30 UM a. Stuttgart. 24.00-3.00 Konzert a. Stuttgart. Breslau: 12.00 UM. 23.15 UM a. Stuttg. 24.00-3.00 Konzert a. Danzig. Sch. 15.10 Vt. ü. ländl. Feste. 16.00 Leipzig: 12.00 Konz. a. Frankf, 14.00 Sch. 18.00 Vt. ü. Sachsen u. d. Welt. 18.20 Moderne Klaviermus. 21.00 OK. 22.30 UM a. Stuttg. 24.00-3.00 Mus. a. Danzig. Wien: 12.00 OK. 14.10 Sch. 15.30 Volkskundl. Vt. 16.00 OK. 17.00 Humor. 17.10 Konzert a. Frankfurt. 18.00 Hausmus. 20.10 Buntes Konz. 22.30 Konz. a. Stuttg. 24.00-3.00 Musik a Danzig. zert a. Frankfurt. Breslau: 12.00 OK. 20.10 UM. 23.20 TM a. Leipzig. 24.00-3.00 Musik a. Königsberg. Leipzig: 12.00 Konz. a. Saabr. 14.00 Sch. 15.20 Kinderkonzert. 16.00 OK. 18.20 OK.( Tänce) a. Dresden. 20.10 Bunde Std.( Sch.) 23.20 TM. 24.00 bis 3.00 Musik a. Königsberg. Wien: 12.00 Konz. a. Saarbr. 14.10 Sch. 15.30 Lieder v. Grieg. 16.00 Konz. a. Leipzig. 18.00 Volksmus. a. d. Egerland. 20.10 OK. 23.30 TM( Sch.) 24.00 bis 3.00 Musik a. Königsberg. Beromünster: 17.00 Klavierkonzert. m. Sch. 18.00 Sch. 20.00 Amerik. Musik.( Dir. Scherchen.) Mailand: 17.00 Kammermusik. 21.00 Blaskonz. 22.00 Chorkonz. 23.00 T'M. Budapest: 17.30 Zigeunermus. 19.00 OK. 20.25 Othello, Oper von Verdi. ( Sch.) 23.20 Zigeunermusik. Moskau- Komintern: 17.00 Konz. 18.10 Konz. 19.00 Konz. 21.00 Na. Samstag, 30. Juli Königsbg. 18.00 UM. 20.10 Serenaden. Deutschlandsender: 12.00 Musik a. 23.30-2.00 UM a. Breslau. Berlin: 12.00 Konzert a. Wien. 18.00 UM. 20.10 Mus. Nordlandreise. 23.30 TM. 2.00-3.00 TM a. Stuttgart. Breslau. 12.00 Konz. a. Wien. 20.10 Bunte Std. 23.15-3.00 UM. Leipzig: 13.15 Konz. a. Wien. 18.00 TM v. Flughafen. 20.10 UM. 23.30 TM a. Berlin. 2.00-3.00 UM a. Breslau. Beromünster, 17.00 OK. 18.00 Vt. ü. Wien: 12.00 OK. 18.00 Volksges. Frauenfragen. 18.10 Sch. 18.30 Vt.. 18.30 Sch. 20.10 Lust. Abend a. Graz. Erfindungen. 20.00 Volkslieder. 20.50 23.30 TM( Sch.). 24.00-3.00 UM. a. Zar Saltan, Oper v. Rimsky- Korsa- Breslau. kov( 2. u. 3. Bild). Warschau: 17.00 TM( Sch.). 19.00 Poln. Klaviermusik. 19.30 UM. 21.00 Alte Lieder. 22.00 Kammerm.( Sch.) Mailand: 19.30 Streichorch. 21.00 Isabella, Oper v. Mascagni, Budapest: 17.25 Mil. Konz. 19.25 Gesangsoli. 20.00 Hörsp. 21.45 Zigeunermusik. 23.10 TM( Sch.). Moskau- Komintern: 17.00 Konz. 18.00 Liter. Progr. 19.00 Konz. 21.40 Na. Freitag, 29. Juli Deutschlandsender: 12.00 Musik a. Hambg. 14.15 UM a. Hambg. 15.15 Kinderlieder. 16.00 UM. 18.30 Cello musik. 19.00 UM. 20.10 Bunter Abd. 23.30 Symph. Konz. 1.05-2.00 Musik a. Königsberg. Beromünster: 17.00 TM( Sch.) 17.40 Gittarrenkonz. 18.00 Vt. 18.30 Länd lerkapelle( Sch.). 19.15 Vt. ü. Student u. Volksgemeinsch. 19.55 Rund ums Telephon, Hörf. 21.00 Wiener Musik. ( OK) 21.45 Vt. ü. Franz Joseph. 22.05 TM( Sch.) Strassburg: 17.00 Klav. u. Violine. 18.00 UM. 18.30 Ber. v. d. Tour de France. 18.45 Sch. 19.30 Klaviermus. 20.00 Ber. v. d. France. 20.45 OK. 23.00 TM. Mailand: 17.00 TM. 19.30 OK. 21.00 Symph. Konz. 23.35-0.30 TM. Warschau: 17.00 Poln. UM. 18.10 Tenorsoli. 19.00 Violinosoli. 19.30 TM ( Sch.) 21.10 Poln. Musik. 22.00 Überrasch. Budapest: 17.00 Arbeiterchöre. 18.20 Jazz. 19.30 Ungar. Lieder. 20.30 Heite Berlin: 12.00 Konz. a. Saarbr. 14.15 res. Hörsp. 21.35 OK. 23.10 TM( Sch.) UM. 15.30 Klav. u. Violine. 16.00 Kon- Moskau- Komintern: 17.00 Konz. zert a. Leipzig. 18.00 UM. 20.10 Ber. 18.00 Konz. 19.00 Liter. Progr. 19.30 Dirigenten( Sch.). 21.00 Zither- Konz. Mus. 20.00 Mus. 21.30 Na. S r 20 g Id 11 G 30 บ 92 pl be St bi bi ne ta fta Ta ter che Jo Do bo ber ter Ju ne for all tig die flä ber fu der flo Be pr ich die ir: De ite etn ນາ an Gr ist Tif ift geg Po Po für ihr M gib de bui 0905 is 10 Z. ONLO 00 t. 100 00 di. 12. a. 11. 00 30 .10 5.00 TM . ges. az. a. 7.40 ndent ms sik. 2.05 line. de mus. OK. 21.00 18.10 TM ber18.20 eiteSch.) Conz. 19.30 Mr. 171 Ein riesiger Waldbrand Im Staate Washington ringt man immer noch mit dem Waldbrand, der vor zehn Tagen im Nordwesten des Staates ausgebrochen ist und be reits 35.000 eftar Waldbestand vernichtet hat. Samstag, 23. Juli 1938 Volkswirtschaft und Sozialpolitik Der Waldbrand hat sich auch auf den Staat Dre Ein ernstes Wort gon ausgebreitet und hat auch die Wälder BritischKolumbiens ergriffen, wo das Dorf Forbes Landing vollkommen vernichtet wurde. Die Flammen bedrohen auch Comoy, wo rund 18 Millionen Raummeter Bauholz aufgestapelt find. In Ores gon kamen drei Personen ums Leben. Der Brand wurde, wie gemeldet wird, durch Sabotage gelegt. Einige Brandstifter wurden auf frischer Tat er tappt. Man nimmt an, daß zahlreiche Personen den Brand deshalb gelegt haben, um sich später in die den Brand bekämpfenden Hilfsabteilungen melden und auf diese Weise Geld verdienen zu fönnen. zur Maul- und Klauenseuche Weil es an Fleisch fehlt. In Oesterreich geht man baran, den Seefischtonjum au propagieren. Der österreichische Landdienst wird Seefische in besonderen Kühlwagen nach Desterreich befördern und die Reichsfischwerbung wird fahrbare Fisch lehrfüchen aufstellen, welche die Konsumenten über die Zubereitung von Fischspeisen aufklären wer den. Es wird auch auf die bedeutende Rolle des Fischabsatzes im Rahmen des Vierjahrplanes verwiesen, wobei gefordert wird, daß der Konsum von Seefischen 20 Kilo je Kopf der Bevölkerung im Jahr erreichen soll. Gegenwärtig beträgt der Seefischkonsum im Altreich 12.7 Kilo jährlich pro Stopf, in Oesterreich hingegen nur 1 Stilo pro Kopf und Jahr. Zur Erreichung der Absatzsteige rung soll auch eine Preisherabjegung erfolgen. den Landwirten liegt. Durch entsprechende allseitige Sicherheitsvorkehrungen kann die Ausbrei tung der Seuche doch teilweise gehemmt werden. Der Schaden, der durch die Seuche den Die Viehzüchter des deutschen Randgebietes Viehzüchtern zugefügt wird, trifft vor allem die haben wahrlich außerordentlich schwere Zeiten fleinen Vichbefiber schwer. Der Zentralverband hinter sich. Trockenjahre und übermäßig hohe Fut- der deutschen Meinbauern hat deshalb verlangt, termittelpreise einerseits, Preis- und Absazunsi- daß das Landwirtschaftsministerium einen größe cherheit andererseits haben ihnen in den Teßten ren Betrag zur Unterſtüßung der durch die Seuche Jahren ungeheure Verluste augefügt. Seit Monas Geschädigten zur Verfügung stellt. Wir hoffen, ten wütet nun ein neuerlicher arger Feind auch daß dieser Forderung bald und in ausreichendem in unserem Lande und bedroht immer weitere Maße entsprochen werden wird. Teile des deutschen Gebietes, die Maul- und Klauenseuche. Während sie anfänglich in der mil deren Form auftrat, zeigt sich nun immer mehr Gegensätze in den Man erhält für 100 Reichsmark( Noten) Reichsmark( Münzen) 100 rumänische Lei. 100 polnische Zloty 100 ungarische Rengö. 100 Schweizer Franken 100 franzöfifche Francs Seite 7 Kč 558. 755.19.60 548.50 648.50 668.50 82.70 1 englisches Pfund.. 144.37 28.95 170.40 1599.64.80 490.1 amerikanischer Dollar 100 italienische Lire 100 holländische Gulden 100 jugoslawische Dinare. 100 Belgas Verlegung der Bafa- Strumpffabrik aus Trebitsch. Die Strumpffabrik der Trebitscher Vata- Werke soll an einen anderen Ort Mährens verlegt werden, so daß in Trebitsch nur die Schuhfabrik bliebe. Die Trebitscher Bafa- Werke Schaden droht deshalb den in erster Linie auf die Völkischen Gewerkschaften beschäftigen berzeit insgesamt über 2500 Arbeidie bösartige. Neuer, schwer gutzumachender Vichhaltung angewiesenen Landwirten. Es kann deshalb allen Landwirten nicht eindringlich genug gesagt werden, alles zu tun, was der Weiterverbreitung der Seuche entgegenzuwirken vermag. Es fönnen die behördlichen Maßnahmen nicht streng genug sein, um der Weiterverschleppung Ginhalt zu bieten. Leider muß jedoch festgestelli werden, daß weder die Aufsichtbehörden mit Nachdrud auf die Einhaltung der Schußmaßnahmen sehen, noch ist das Verhalten vieler Landwirte vor allem der größeren den gesetzlichen Beſtimmungen entsprechend. Aus dem Bezirk Wegstädtl werden uns folgende, einfach unglaubliche Fälle gemeldet: Ueber die Auseinandersetzungen, die sich awwischen den ehemals christlichsozialen Gewerkschaftern und den DAG- Leuten abspielen, berichtet die Presse der freien Gewerkschaften: Wie bekannt, haben sich auch die deutschen christlichen Gewerkschaften gleichgeschaltet. Es müßte also angenommen werden, daß sich die Mitglieder der christlichen mit denen der völkischen Gewerkschaften gut vertragen, daß sie einvernehm lich zusammenarbeiten und sich gegenseitig för dern. Diese Anahme wäre aber ein böser Jrrtum! Denn die völkischen Gewerkschaften, die jetzt seviel über einen Mitgliederzutachs zu berichten In der Gemeinde Welletik ist am 11. Juli wissen, verhalten sich ihren Brüdern gegenüber Die Seerüftungen. Der neueste Wochenbericht des eine Auh in einem Seuchengehöfte gestürzt. Sie ganz unkollegial. Sie anerkennen die christlichen Berliner Institutes für Konjunkturforschung beschäf wurde auf einen Bretterwagen geladen und ober- Gewerkschaften nicht als vollwertig und versuchen ngt sich eingehend mit der Entwicklung der See- halb das Dorf geführt. Der Wasenmeister wurde aus ihrem Gefüge möglichst viele Mitglieder herrüstungen in der Welt. Gegenüber dem Vorjahre verständigt und es dauerte volle 24 Stunden, bis auszureißen. Dieser Bruderkampf muß schon sehr haben die Marinevoranschläge der großen Seemächte tie Suh begraben war. Sie lag nahe an der schlimm sein, denn der Sekretär Renner der christ für das Jahr 1988/89 sich von rund 5.8 Milliarden Straße und einigen Feldwegen. Hunde, Gänse lichen Gewerkschaften für das Trautenauer GeMart auf rund 5.8 Milliarden Mark erhöht. Die und Hühner aus den verseuchten Gehöften laufen biet nimmt in einem Rundschreiben gegen die größte Steigerung weist mit rund 20 Prozent Eng auf der Straße frei herum. Die Folge von all dem DAG Stellung. Ueberraschenderweise kommt land auf. England marschiert mit der Neubau- Ton- ist, daß bereits in zehn Gehöften die Seuche Herr Renner dabei zu der gleichen Feststellung, die nage mit einem großen Vorsprung an der Spize der wütet. auch wir im Interesse der Wahrheit machen muß Großmächte. Es hat im Jahre 1988 rund 80 ProAehnlich war es in Tichałowik, to am ten. In seinem Rundschreiben heißt es: zent mehr Striegsschiffe auf Stapel gelegt als 1937 14. und 16. Juli fünf Stück Vieh umſtanden. In und im Vergleiche zum Jahr 1938 hat sich seine einigen verseuchten Gehöften werden dort nicht Neubau- Tonnage bergwölffacht. Die größere Kom einmal die Tore geschlossen. Am ärgsten liegen die pliziertheit der Schiffskonstruktion in der Gegenwart Tinge auf dem dortigen Meierhofe des Pächters bebingt eine Steigerung der Baukosten. Ein englisches Bollaf. Es stehen, troßdem der Hof verseucht ist, Kriegsschiff lostete Ende des 19. Jahrhunderts 50 die beiden Tore den ganzen Tag offen. Kleinbis 60 Pfund Sterling pro Tonne; im letzten Jahr tiere Taufen heraus und hinein, Schweine laufen zehnt vor dem Weltkrieg stiegen die Kosten auf 80 frei auf die Gasse, Kinder gehen ein und aus. bis 100 Pfund pro Tonne und heute kostet die Trotzdem der Stall des Meierhofpächters sehr Schlachtschiff Tonne in England weit über 200 groß und luftig ist, an beiden Längsseiten FenPfund. Die Machtverschiebungen, bie sich im legten ster und auch Luftabzugsrohre durch das Dach sind Jahrzehnt zur See vollzogen haben, ergeben aus und der Pächter niemals die Fenster gegen die einem länderweisen Bergleich: England steht mit ſei Sofieite des angrenzenden Nachbars Stohr gener Tonnage noch immer an der Spike. Deutschland, öffnet hatte, öffnet er gerade jetzt diese zwei von das im Jahre 1914 mit 18.6 Prosent des Gesamt der Eingangstür in den Stall des Nachbarn nur standes aller Länder den sweiten Play hinter Eng- zirfa vier Meter entfernten Fenster. Auf die land einnahm, steht heute unter den großen Seemäch Vorstellungen, die Fenster doch zu schließen, gab ter mit 2.8 Prozent an Tester Stelle, wie der Wo- der Pächter die Antwort, daß er lüften müsse und chenbericht des Institutes für Konjunkturforschung Stohr die Seuche in seinem Stalle so und so befonstatiert. tommen werde. ,, Die Vertrauensleute der DAG erklären, daß ihre Organisation die einzige völkische Bewe gung sei, und daß sich alle anderen deutschen Gewerkschaften der DAG anschließen werden. Kura und gut, es wird die unglaublichste Unwahrheit als Werbemittel benüßt." ter.( DND) weisen. Statistik der landwirtschaftlichen Industrie. Im Rahmen der Statistik über die industrielle Produktion in der Tschechoslowakischen Republik über die Spiritus- und Hefeindustrie in den Be hat das Statistische Staatsamt eine Erhebung triebsjahren 1934/35 und 1935/36 durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Erhebung sind in Nummer 36/37 der Mitteilungen des Statistischen licht. Die Uebersichtstabellen dieser Veröffent Staatsamtes"( Jahrgang 19, 1988) veröffent der Betriebe, den Rohstoffverbrauch, die Erzeu lichung enthalten statistische Daten über die Zahl gung, den Absatz und die Vorräte an Spiritus und Hefe, den Berbrauch von Heiz-, Treibstoffen und elektrischem Strom, die Maschinen, die tech nische Einrichtung und die Transportmittel sowie Daten über die Arbeitskapazität, die Länge der Stampagne, die Beschäftigten, ihre Löhne und Gehälter sowie den Ein- und Verkauf der Rohstoffe, bzw. Erzeugnisse. Preis 2 Kč. In Kommission bei der Firma Bursit u. Kohout, Prag II, Václavské náměstí. dem am 16. Juni abgeschlossenen Handels- und Große Tabattäufe in Griechenland. Nach Zahlungsabkommen mit Griechenland wird die Tschechoslowakei im Laufe dieses Jahres 800.000 Kilogramm griechischen Tabat kaufen. Unfallverhütungs- Schau auf der Prager Herbst. meffe. Im Rahmen der diesjährigen Prager Herbstmesse findet im Industriepalaste vom 4. bis 11. September wieder eine Unfallverhütungs- Schau statt, in der die einzelnen Gebiete der Unfallsverhütung, nach Interessant ist in dem Rundschreiben des Industriezweigen geordnet, dargestellt werden. Herrn Renner noch folgender Saß: Hutausfuhr nach England behauptet. Export,, Unsere christlichen Gewerkschaftsmitglieder schrumpfung in Wollfils.Sorten. England hat heuer müssen eigentlich schon längst wissen, daß die Su- die Einfuhr von Kopfbedeckungen im Vergleich zum detendeutsche Partei mit ihrem Rundschreiben Nr. Vorjahr vermindert. Trotzdem ist es der Tschechoslo4 vom 29. März den Mitgliedern der Sudeten- wakei, mit Ausnahme von Wollfilzhüten, gelungen, deutschen Partei den Beitritt zur DAG verboten hat. Dieses Verbot ist bis heute noch nicht aufgehoben." ihre Lieferungen zu behaupten. Der englische Ge famtimport von Wo II fila hüten senfte sich im ersten Halbjahr auf 71.485( i. 2. 138.726) Pfund. Wenn schon die christlichen Gewerkschaften Der Anteil der Tschechoslowakei in dieser Warenart mit diesem Hinweise ihre Mitglieder, die nun auch ist mit 3680( i. V. 9133) Pfund an sich gering; Balzac und Rabelais auf der schwarzen Liste. völkisch sind, vor dem Beitritte zur DAG warnen. heuer hat überdies eine starke Ausfuhrverminderung Die beiden Beispiele zeigen, daß die AufDas jüdafrikanische Innenministerium hat eine Listesichtsbehörden viel energischer die Einhaltung der dann muß diese Warnung erst recht für alle ande- Plaß gegriffen. Weitaus größter Lieferant ist Italien. bon Büchern veröffentlicht, deren freier Berfauf auf Schußmaßnahmen kontrollieren müßten, daß es ren Arbeiter und Angestellten gelten, die ihre be- Auf andere süte entfällt der größte Teil dem ganzen Gebiete der Südafrikanischen Union un aber auch angezeigt wäre, wenn die Landwirte rechtigten Interessen gewahrt wissen wollen. Die der englischen Einfuhr; im ersten Semester wurden tersagt ist, weil sie fittlich anstößig sind und weder in Fällen, wo sich einzelne Bejiser nicht nach den Mitglieder der christlichen Gewerkschaften, die mit 560.551( i. V. 650.386) Dubend für 399.788 Jugendlichen noch vor allen Dingen den Eingebore Vorschriften richten, selbst zu Abhilfsmaßnahmen der Gleichschaltung ihrer Verbände nicht einver-( 415.064) Pfund eingeführt. Die Tschechoslowakei nen, die englische Schulen besuchen, in die Sände greifen würden. Der Zentralverband der deut- ſtanden sind und mit Entseßen sehen, wohin sie stand mengenmäßig mit 130.672( 115.855) Dugend lommen dürfen. Auf dieser Liste befinden sich auch ichen Kleinbauern hat bei den maßgebenden Stel- geführt wurden, mögen sich beizeiten darüber klar an der Spitze der Lieferanten. Der Werte nach alle Werke von Rabelais und die Contes Drola- en mit Nachdruck verlangt, daß alle Organe zur werden, daß sie ihre Interessen als Arbeitnehmer nimmt sie allerdings mit 41.081( 87.200) Pfund tiques" von Balzac. Der besondere Wiz dabei ist, daß strengen Beaufsichtigung aller Schußvorschriften nur durch die freien Gewerkschaften vertreten tönnur den fünften Platz ein. Werimäßig steht die die südafrikanische Regierung vorher ausdrücklich er- verhalten werden. Wir unterstreichen diese For- nen. Die einzig richtige Konsequenz tann nur sein Schweiz an erster Stelle; es folgt China, Italien, flärt hatte, daß flassische Werke grundsäßlich von derung hier neuerlich. Nochmals wollen wir jedoch der Beitritt zur berufszuständigen deutschen Frankreich; Deutschland folgt nach der Tschechoslodem Verbot nicht betroffen werden würden. wiederholen, daß die wichtigste Verpflichtung bei freien Gewerkschaft. wafei. fen. Man will wissen, wie es um die britischen Fernostgeschwader steht, aber man will ebenso sehr wissen, wie start der Gegner ist. Gerede von der phantastischen Uebermacht der Japaner im Fernen Osten eben nichts weiter ist als Unkenntnis der wirklichen Sachlage. Mogami- Klasse 8500 Tonnen Verdrängung haben Der Kampfwert sollte, hat die britische Admiralität veranlagt, die Tonnage der englischen Kreuzer auf 9000 Tonnen der japanischen Flotte Es ist auch in der Tat nicht nur die eine hinaufzuseßen. Und nun untersuchten die britis Man weiß, daß die japanische Flottenaufs Stichprobe, um die es sich handelt, sondern die in fchen Sachverständigen die Möglichkeiten der ArMTP. London. Obschon bei der gegenwärti- ritſtung die verschiedensten Aenderungen der Flot- diesem Artikel an einem geradezu tassischen mierung dieser Kreuzer. Obwohl die englischen wärtigen Riesenaufrüstung Englands der Schuß tenbauprogramme nicht nur Englande, sondern Spezialfall untersuchte Frage ist die der lever- Schiffe also größer gebaut werden sollten als die der britischen Inseln und der Ausbau der Luft- auch Amerikas nach sich gezogen hat. Die Frage rüstung überhaupt, der Grenzen des Nünstungs- japanischen, tamen fie eindeutig zu dem Ergebnis, flotte an erster Stelle stehen, ist nach wie vor die der Tonnagebegrenzung ist ja eben erst aufs Beherrschung der Meere das militärische Zentral- äußerste aktuell geworden, nachdem die Japaner Wahnsinns, die der Commander nicht etwa unter daß sie lediglich 12 Geſchüße, 4 Luftabwehrge= problem des Imperiums. Die Möglichkeit europäi- erklärt haben, sich nicht mehr an die 35.000 Ton pazifiſtiſchen oder ökonomischen Gesichtspunkten geschüße und 6 Torpedorohre tragen konnten. Die icher Konflitte hat im Laufe der letzten Monate nen- Grenze zu halten. Und schon im Jahre 1934 untersucht, sondern einfach sachlich von den Ge- Japaner aber rüsteten ihre Mogami- Streuzer mit die Fragen des Landheeres und der Aviatik zwar war England gezwungen, das Programm für den gebenheiten des Marinebaus her. Umso wirksamer 15 Geschüßen von größerem Kaliber, mit 5 Tufts ir: den Bordergrund gerüdt, aber die englische Bau neuer Kreuzer vollkommen umzuwerfen, weil und umso deutlicher sind die Argumente und ist abwehrgeschüßen und sogar mit 12 Torpedodie Beweisführung. rohren aus. Die Folge? Sie ergibt einfach zwangss Deffentlichkeit ist nach wie vor am leidenschaftlich die Japaner in diesem Jahre eine neue Kreuzer= Worum handelt es sich? Kurz und knapp läufig: bei allen Manövern haben die Wlogamisten an Flottenfragen interessiert. Dies war vor lasse auf die Werften legten. England mußte antund in aller Drastik gesagt: die überarmierten Streuzer absolut versagt. Sie hatten Verspätun einem Jahrhundert so, es blieb so vor, während werten, auch wenn dies gar nicht vorgesehen war. japanischen Kriegsschiffe sind einfach nicht mehr gen, für die unter normalen Verhältnissen der und nach dem Weltkriege, und es ist heute nicht Der Flotten- Sachverständige der" Sudah feetüchtig und nicht mehr manövrierfähig. Die Kommandant vor das Kriegsgericht gestellt wer anders. Es wird immer wieder gesagt, daß, die Times", die ja bekanntlich das ernsteste Sonntags Sapaner haben diese Tatsache lange Zeit geheim- den würde, sie konnten sich nicht bewegen. Sie Ergländer in Kontinenten denken, und dieser Sat blatt Englands ist, Lieut.- Commander Kenneth zuhalten versucht. Man erfährt unter anderem hatten nochmals kurz und drastisch gesagt, einfach ist richtig, wenn man hinzufügt, daß für die eng- Edwards, beschäftigt sich nun mit diesem Spezials aus dem Artikel, daß schon vor zwei Jahren das teinen Stampfwert mehr. lische Mentalität immer noch Ostasien ebenso nahe fall der japanischen Kreuzer von 1934. Man sollte japanische Torpedoboot Tomoduru" bei den Man wird zugeben, daß diese Tatsachens ist wie Mitteleuropa. annehmen, daß ein solcher Artikel eigentlich nur Manövern glatt gefentert ist, obwohl die Mehr schilderung eindruccvoll genug ist. Commander Ganz abgesehen von der englischen Politit Marine- Fachkreise interessiert. Aber seine Veröf- belastung des Schiffes lediglich in einer einzigen Edwards unterstreicht sie noch durch ein drittes gegenüber dem heutigen Fernoſtfonflitt- einer fentlichung hat ſenſationell gewirkt; fast alle Tele- Sanone bei etwas größerem Kaliber gegenüber Beispiel über die neuen japaniſchen Flugzeug Politik, die keineswegs so eindeutig tit, als daß graphenagenturen haben ihn ausgiebig zitiert, und den englischen Torpedobooten der gleichen lasse mutterschiffe Hiryu“ und„ Soryu". Sie sind man von einer ausgesprochenen antijapanischen diese Zitate sind zum Teil unter der Schlagzeile bestand. So nah ist bereits die Grenze, die nicht wunderschön schlank die britischen wirken, das Position des britischen Imperiums sprechen Die japanische Flotte ist wertlos!" veröffentlicht verschritten werden darf. Die Folge dieses Zwi agen plump. Aber das Mißverhältnis zwischen füunte ist die Frage der japanischen Flotte und worden. Soweit geht freilich der sehr vorsichtige schenfalles war, daß die ganze Tomoduru- Klasse, länge und Breite wirkt sich so aus, daß sie zwar ihres Kampfwertes immer wieder auch für den Lieut.- Commander Edwards nicht, aber er tommt ven der sechs Schiffe gebaut werden sollten, voll außerordentlich schnell find, aber eben völlig unMann auf der Straße nah und intereffani. Es immerhin zu dem bemerkenswerten Schluß, daß lommen umkonstruiert werden mußte. Schon dies stabil, und Stabilität ist die Hauptvorausseßung gibt im Fernen Osten, in Hongkong und Singas auf Grund biefer Stichprobe eine objektive Beur- ist ein äußerst interessantes Beispiel. für diese Spezialgattung. pur, es gibt im Pazifit für England feinen an feilung des Kampfwertes der japanischen Flotte Das Hauptbeispiel aber sind die Krenzer der Den Kommentar werden wohl die Fachleute deren möglichen Gegner als Japan, und die mindestens schiver, wenn nicht ganz unmöglich sei. Mogami- Klaffe 1934. England hatte die Absicht, geben. Der Durchschnittsleser wird wohl nicht Flottenrivalität in diesem Gebiet ist zwischen den Zwischen den Zeilen liest man deutlich eine ver- im gleichen Jahre 7000- Tonnen- und 5200- umhin fönnen, sich feine eigenen Gedanken über beiden Ländern schon immer beunruhigend gewes nichtende Seritif, und die Ueberzeugung, daß alles Tonnen- Kreuzer zu bauen. Die Nachricht, daß die derlei Erzesse des Rüstungswahnsinns zu machen. Seite 8 „Sozialdemokrat" Sam-tag, 23. Juli 1938. Nr. 171 existierte. Diese- sieht aber vor, daß der Chef de» Protokoll- Ihre Majestäten nicht nur-um Fahrstuhl bringt, sondern auch oben die Fahrstuhltitr Sssnet. Es ist ganz au-geschlossen, da- KönigSpaar. seine Znite, den Protokollchef und seine Suite, zusammen in den Fahrstuhl zu pressen; die Beamten de» Quai d'Orsay müssen darum die Treppen zu Fuß hinaufsteigen. Da» ist die-inal aber leichter gesagt al- getan, denn die Herren müssen ja oben zum Enipfang Eineinhalb Millionen XL veruntreut? Der Polizeibericht gibt bekannt:„Gemäß Strafanzeige vom 21. Juli wurde der Bankbeamte Wenzel Jekabek(87jährig), wohnhaft in Prag II, wegen Veruntreuung eine- Betrages von 800.009 Kc verhaftet. Die Ermittlungen ergaben, daß der Genannte einen weiteren Betrag in der Höhe von 800.000 XL geborgt hatte, den er gleichfalls nicht mehr besitzt. Tor Bankbeamte verantwortete sich mit Verlusten bei Geschäftsabschlüffen und daß er an Personen, die ihm Geld liehen, hohe Wucherzinsen zahlen mußte. Auf Grund dieser Angaben wurden auch ztvei Geschäftsleute in Untersuchung gezogen pitb zwar, ob sie sich tvirklich Wucher oder Erpreffung zu schulden kommen ließen." Die Anzeige bei der Polizei erstattete ein Rechtsanwalt. Die Polizei konnte den Bankbeamten in seiner Wohnung nicht stellig machen, denn er hatte bereits Donnerstag früh Prag verlaffen. Erst am 21. Juli nachmittag- wurde er auf dem Bahnhof in Tabor— beim Schnellzug, Richtung B.-Budweis— verhaftet und zurück nach Prag befördert. Prag- Bahnhöfe verschönert. Erst der Wilson«, dann der Masaryk» und DeniSbahnhof, jetzt auch der Bahnhof von Dejwitz erhielten— durch architektonischen An« und Umbau ein neues Antlitz. Der Dejwitzer Bahnhof(traditionell der „Burgbahnhof") ist nicht wieder zu erkennen. Seit Mitte des Vorjahres ivird an der Renovierung gearbeitet. Nun entstanden sehr schöne Wartesäle, eine-„Freiheitsstatue"(von Prof. Pelarek) und da» Präsidentenwappen aus Mosaik schmücken die Seitenwände. Eine beachtenswerte Neueinrichtung ist der elektrisch heizbare offene Kamin. Straßenbahnunterbrechung. Das heftige Abendgewitter am Donner-tag verursachte eine eindreiviertelstündige BerkehrSunterbrechung der Straßenbahn, weil ein Blitzschlag die elektrische Leitung in der Clam-Martineh-Gaffe auf dem Hradschin zerstörte. An den Haltestellen der betroffenen Straßenbahnlinien warteten die au» den Büros und Geschäften nach Hause Eilenden und wo es keinen Unterschlupf für sie gab, glichen sie lebenden Springsbrunnen, da der wollenbruchartige Regen sie ganz in Naß einhüllte. Wie immer bei ähnlichen Gelegenheiten wurde lebhaft diskutiert— manchmal auch kräftig geschimpft— erst als der wahre Grund der.Störung bekannt war, beruhigten sich die Gemüter. bereit stehen, bevor der Fahrstuhl ankommt. Da» Dilemma schien unlü-bar, bi» man endlich auf die naheliegendste Idee kam, an die über natürlich niemand gedacht hatte: man lieh in; letzten Moment den Fahrstuhl nochmals umbauen und seine Geschwindigkeit so regulieren, dah er jetzt ganz langsam fährt, und wenn der Protokollchef ztvei Stnfen auf einmal nimmt, so dürfte er zwar außer Atem, aber immerhin pünktlich oben die Tür aufreißen können. Wieviele Prager unternehmen Reisen? In diesem Jahre ,ab 1. Jänner bis Mitte Juli, wurden in Prag 18.9-10 Reisepässe ausgestellt, eine weit geringere Zahl als im Vorjahre zur gleichen Zeit.(17.845 Pässe.) Als Reiseziel waren in erster Reihe Jugoslawien, dann Italien angegeben. Nach dem„befreiten" Oesterreich aber zog e S fastkeinenPragermehr, nur ganz vereinzelt wurde dieses sonst von den Pragern so stark besuchte Land als Reiseziel angeführt. WUl'MlMl EPI q'eorgtberl hält lieh bestens empfohlen G Zehnjährige durch Auto schwer verletzt. Auf dem Wege zu ihrer Mutter wurde die zehnjährige Marie Wozilka durch ein Auto, das von dem Beamten Rudolf Sterel aus Bränik gelenkt wurde, am Raölnkai niedergestoßen und schwer verletzt. Nach der Aussage des Autolenkers sei das Kind direkt in das Auto hineingelaufen, al» es hinter einer Elektrischen die Straße überqueren wollte. Der Autolenker, der das Kind selbst in das Podoler Spital brachte, wurde verhaftet. AuSflug-züge der Staatsbahnen. 80. bi» 81- Juli Fahrt nach Deutsch-Brod Xi 14V.—, 80. Juli bi- 7..August Hohe Tatra XL 880.—, Riesengebrrae Xi 420.—, Streifzüge durch die Slowakei Xi 875, 80. Juli bi» 15. August Karpathorußland Xi 780. Anmeldungen und Informationen beim Referat der Au»flug»züge neben dem Wilsonbahnhof, Telephon 888-85. Urania-Kino Jushny-Gastspiel in der U r an i al Heute und täglich%9 Uhr in„Dankeschön, e»war bezaubernd" mit Abbel, Barring, Dewald ete.l Karten 6 bi» 24 Xi Urania. Im Oualifikationltumier um den Ausstieg in die Liga siegte Freitag in P r a g SK. Lieben «regen SK. Kaschau 4:0(8:0). Dem Spiele wohnten 2000 Zuschauer bei, die den Sieg der Heimischen stürmisch bejubelten. Lieben ist durch diesen Sieg al» erster Liga-Awvärter zu betrachten.* Der Mm Karriere mit Hindernissen ist ein Unterhalt' tung-sisin au» Hollywood mit allen Zutaten, die in solchen Fällen Üblich— und erforderlich sind, um die Dürftigkeit der Handlung zwischen Song», Grotesken, Revue-Szenen und Sensationen(hier sst et eine drohende Schisfrkatastrophe) vergessen zu lassen. Dah eine kleine Sängerin, die e» zu nicht» bringt, einen Sänger liebt, der sich ihretwegen die Karriere verdirbt, und dah der adlige Gönner der Sängerin sie nur finanzieren will, wem: sie ihn heiratet, während auch der Sänger nur durch Heirat mit einer Millionärin zum Erfolge kommen kann, und dah die beiden Liebenden trotz dieser Sachlage doch vor den Augen der beiden Geldgeber gewtssermahen„spielend" getraut werden— da» wäre, alle» in allem, weder sehr neu noch sehr glaubwürdig noch sehr witzig. Aber tl werden, wie bemerkt, au» dieser Handlung allerhand Wirkungen geholt, kitschige und komische in wechselnder Folge, e» werden Witze über Amerikaner und über ausländische Aristokraten gemacht, und da» Revue-Milieu, da» sonst oft fast feierlich erscheint, hat hier einen Anflug von Selbstironie. Wlsiam S e i t e r hat die Sache flott inszeniert, Aliee F a Y e und Tony Martin spielen und singen die Rollen de» Liebespaare» erträglich, und die exzentrische Komikerin Joan Davis bringt in einer Nebenrolle al»„Zigeunerin" und„Brautjungfer" ansehnlich groteske Sololeistungen zustande.-eit- Fllme In Prager Lichtspielhäusern Adria-„Die Matrosen kommen." F. Astaire, G. Roger». A.— Alfar„Duchäiek schafft alle«." B. Burian. Tsch.— Apollo:„Die glücklichste Ehe der Welt." Moser, Andergast. D.— Avion:„Indische« Mysterium." L. Stone, M. Evan». A.— Flora: „Der Triumph de» Detektiv» Bill." A.— Hollywood: ,K. u. k. Feldmarschall." B. Burian. Tsch.— Hvkzda:„Indische» Mysterium." A.— Juli«:„Die Drei-Groschen-Oper." G.W. Pabst. D, — Kinema: Journale, Grotesken, Reportagen.— Kiruna r Journale, Grotesken, Reportagen.—< Kotvar„Der Musterdiener." Charte» Laugh« ton. A.— Metro:„Karriere mit Hindernissen." Aliee Faye. A.— Praha:„Geheimnisvolle» Flugzeug." R. Keich. A.— Staut:„Scotland Aard befiehlt." Lorette Aoung. A.— Svitozor:„Der König amüsiert sich. G. Morlay. Fr.— Leletrhy: „Ekstas e." Hedi KieSler. Tsch.— Alma:„Fra Diabolo." Laurel und Hardy. A,— Belvedere:„Da« große Abenteuer." Schönhal», Andergast. D.— Carlton:„Flucht vor dem Tode." Homolka, Bennet. A.— Illusion:„Drei im Krei»." Ä.— Lido ll: „Sherlock Holme»." Han» Alber». D.— Tatra: die Zeit der Liebe." I. MaeTonalü. A.)— Macetka: „Scotland Aard befiehlt." A.— Olympier„Die H och z e i t»»ach t." Anna Sten. A.— Perothn: „Der Weg in» Ungewisse." Barthelme». A.— Rap» „Shelock Holme»." Han» Alber». D.— Tatra: „Musik für Madame." Nino Martini.— U Bejvodii: „Freunde au» dem Jenfeit»." C. Bennet. A.— Salbet:„Das große Abenteuer." D. Aut aller Welt Elektrizität al» Fischköder. ES ist eigentlich unrichtig, die neue'Ersindüng, die die Anglerwelt in ganz England" erregt,'„Elektrizität al» Fischköder" zu nennen. Tenn eigentlich handelt e» sich gerade darum, daß die Elektrizität nicht al» Köder dient, sondern die Fische vertreibt— allerdings mitten in die ausgestellten Netze hinein. Ta» Prinzip dieser merkwürdigen elektrischen Fijchjagd— denn von Fischfang kann man dabei wohl nicht mehr rede»— ist sehr einfach. Da» Wasser in nichtdestilliertem Zustand, da» heißt praktisch da» Wasser aller Flüsse und Teiche ist ein ausgezeichneter Elektrizitätsleiter. Nun wird an einer bestimmten Stelle ein schwacher Wechselstrom durch daS Wasser gesandt, der eine für die Fische undurchdringliche Sperre bildet. Chemisch siegelt die Dinge so, daß sich das Wasser dabei zersetzt, die Fische enipsinden e» al» sauer und flüchten von den Stellen, durch die der Strom hindurchgeht. Man kann, indem man die beiden in» Wasser versenkten metallischen Pole bewegt, eine ausgesprochene Treibjagd auf die Fische veranstalten und sie zwingen, in der Richtung davonzuschlvimmen, in der man e» gerade wünscht, und in der sie die Jangnetze erwarten. Amerikanische Frauen al» Aeschwirme. E» ist interessant, daß bei der sonst absoluten Gleichstellung der amerikanischen Frauen und bei ihrer überragenden Rolle in der amerikanischen Wirtschaft Frauen als Geschworene noch immer sehr selten austreten. Im Staate New Fort sind die Frauen überhaupt erst seit dem 1. September 1087 al» Geschworene zugelassen, aber sie werden für diese Funktion nicht, wie die männlichen Geschworenen, von den Justizbehörden bestimmt, sondern dürfen sich lediglich dafür melden. Seit diese Verfügung in Kraft trat, haben sich rund 12.000 Frauen al» Geschworene gemeldet, und man kann jetzt von den ersten Erfahrungen mit weiblichen Geschworenen reden. Die Oeffentlichkeit ist sich darüber einig, daß sie gewisse Vorzüge gegenüber ihren männlichen Kollegen haben, vor allem die größerer Geduld und de» besseren Verständnisses für die Angeklagten. Umgekehrt aber werfen ihnen manche Zeitungen, in denen zur Zeit die Frage lebhaft diskusiert wird, vor, daß sie die Posten au» Sensationslust annehmen, deyn cs sst öfter» beobachtet worden, daß sie in besonders auffallenden Toiletten, die zu dem Ernst eine» Prozesse» gar nicht paßten, auf der Geschtvo- renenbanl erschienen sind, und e» ist schon einige Male vorgekommen, daß der Richter die Damen zu« rcchtwie» oder über sie abfällige Bemerkungen machte. Pässe für den Himmel. Die südafrikanischen Behörden haben seit einiger Zeit festgestellt, daß mehrere Eingeborenenstämme sich immer wieder gegen die Durchführung von sonst ohne weitere» hingenom- nrencn polizeilichen oder amtlichen Verordnungen auflehnen, zum Beispiel gegen da» Einziehen von Steuern. Matt ist der Sache nachgegangen, unb die Häuptlinge dieser Stämme haben zur größten Ver- wiinderung der Beamten erklärt, sie hätten gar keinen Grund mehr, irdssche Gesetze einzuhalte», da ihnen ihr Platz im Himmel sowieso gesichert sei. Die weiiere Nachprüfung ergab, daß die» worttvörtlich stimmte. Denn fast alle Männer der betreffenden Stämme hatten ganz reguläre Pässe vorzuweisen, in denen sich ein ebenso reguläre» Visum zum Eintritt in den Himmel befand. Diese Pässe sind ihnen ganz offenbar von irgendwelchen einfalllreichen Betrügern verkauft worden. Die Verkäufer handelten sonst noch mir Gegenständen de» täglichen Bedarf» und taten bei dein Angebot der Pässe sehr geheimnisvoll. Der Preis betrug ein Pfund, der Häuptling und seine Familie dursten da» Doppelte für einen bevorzugten Platz im Himmel zahlen. Die Polizei hat bi» jetzt nicht weniger al» 2000 Pässe beschlagnahmt, ist aber dieser eigenartigen Paßsälscherbande noch nicht auf die Spur gekommen. Ta» verbreitetste Verkehrsmittel Ne« Avrk». Wenn man von dem Verkehr der Riesenstadt New Uork spricht, so denkt man in allererster Linie wohl bestimmt an die Untergrundbahn und dann an die Autobusse, die täglich Millionen von einem Ende der Stadt zum anderen befördern müssen. Da» ist auch richrig, und die Autobusse und Straßenbahnen befördern täglich drei Millionen Menschen, die Untergrundbahn sogar sech» Millionen. Aber e» gibt noch ein andere» Verkehrsmittel, da» diese Zahlen bei weitem übertrifft. Es handelt sich nm den vertikalen Verkehr: die Fahrstühle in den unzähligen Geschäftshäusern und selbstverständlich in den Wolkenkratzern befördern täglich nicht weniger al» 15 Millionen Menschen, und man kann sich vorstellen, welche Katastrophe ein Streik der Fahrstuhlführer für New Port bedeutet. Uni nur eine einzige Angabe zu machen: in Rockefeller-City gibt es nicht weniger al» 180 Fahrstühle, von denen jeder im Lause eine» Jahre» über eine Million Kilometer zurücklegt. Ter Fahrstuhl de» Quai d'Orsay. Die königlichen Gäste werden im Ouai d'Orsay-Palast zu ihren Gemächern im Fahrstuhl gelangen. Ta» ist nur selbstverständlich, aber der Fahrstuhl ist ja ein neuere» Requisit, und vor hundert Jahren, al» da» Gebäude errichtet wurde, dachte niemand daran, einen Lift cinzubauen. Natürlich ist da» schon vor Jahren geschehen, aber sehr repräsentativ war dieser Fahrstuhl nicht. Bei den großen Umbauten, die jetzt an» Anlaß dr» englischen Königibesuche» vorgenommen wurden, ist auch eine vollkomnien neue, sehr prächtige Fahrstuhlanlage geschasfen worden. Soweit wäre nun alle» in Ordnung gewesen, wenn nicht da» Protokoll Begegnung Im dunkeln Indochina Die Geschichte von dem Monteur aus Zijkow hat mir der tschechoslowakische Konsul in Sin« gapore an einem glühendheißen Abend erzählt. Wir saßen in seiner Billa, einige Kilometer von den Festungswerken entfernt, die England jetzt in dkm wichtigsten Stützpunkt seiner Weltmacht im Osten ansbaut, da» Grammophon spielte da» Amerikanische Quartett von Dvokäk und wir kamen auf jenes Thema zu sprechen, bei dem in Singapore alle anlangen, früher oder später: die Heimat. Die Geschichte klingt phantastisch und unglaubwürdig, aber sie ist wahr. Doch das ist nicht der einzige Grund, sie zu erzählen, aber da jeder von uns, die wir weit reisen, schon eine solche Geschichte erlebt hat, soll sie den Leuten, in der Heimat Freude machen und zeigen, daß es in jedem Land der Welt, unter allen Breiten.,. Aber urteilen Sie selbst! Die Geschichte beginnt in Saigon, Jndo- china, seither ist schon einige Zeit vergangen. Der Konsul hatte eine Autotour»ach Dalat, dem berühmten Höhenkurort von Cochinchina gemacht, dem Luftreservoir der Leute au» Saigon, einem kühlen Gebirgöort, in den alle flüchten, die es in der feuchten Hitze von Saigon schon nicht mehr . auShaltcn. Er war von einem zweiten Landsmann, einem Baka-Mann, in dessen Auto eingeladen worden, aber die Fahrt gestaltete sich sehr abenteuerlich, denn das Auto, in dem sie fuhren, spielte ihnen die tollsten Streiche., Es war ein billiger Wagen, aber auch ein billiger Wagen sollte einen Auto-Stolz haben. Doch dieser hatte ihn nicht. Die beiden Touristen hatten zwischen Saigon und Dalat alle Autopannen, die man überhaupt haben kann. Sie kamen um zwei Tage zu spät in Dalat an, nachdem sie in der Nacht auf offener Straße liegen geblieben waren und dann bei einem opiumrauchenden Residenten Aufnahme gefunden hatten. So sahen sie der Rückfahrt mit gemischten Gefühlen entgegen, und nm kein Risiko einzugehen— denn Dalat ist von Saigon einige hundert Kilometer entfernt und der Weg fiihrt stellemveije durch Uvwaldgebiete und Dschungel, Ivo es noch Tiger und andere liebliche Tiere gibt— beschlossen sie, über die „Route des Mandarins" zu fahren. Das ist eine berühmte Autostraße, die die Franzosen in Indochina gebaut haben, viel befahren und immer voll Leben. Auf dieser Straße konnte nicht viel passieren, dachten sie und fuhren los. Erste Panne. Keine Sache, wir warten eben, meinte der Bata-Mann, jeden Augenblick kommt ein Auto und der Chauffeur wird uns helfen. Aber aus dem Augenblick wurde eine halbe Stunde, eine Stunde, kein Auto kam, kein Lebewesen. Die Route des Mandarins war verlassen wie ein Mondgebirge. Jetzt machen sie sich an die Arbeit, wirklich gelang eS ihnen, den Wagen zu starten. Sie fuhren weiter, nicht lange: eS gab einen Ruck und das famose Auto stand wieder. DieSinal war der Fall hoffnungslos, wie sie auf den ersten Blick sahen: der Gummischlauch der Benzinzuleitung war geplatzt.„Jetzt könnten wir ein Klistier brauchen, meinte der Konsul,«damit wir den Schaden reparieren..." Aber eS war Galgenhumor. Welcher Tourist, der von Dalat nach Saigon über die berühmte Route des Mandarins fähxt, nimmt ein Klistier mit? Eher ein Gewehr, und auch daran hatten die beiden vergessen. Und die Nacht kam und sie hörten Schreie aus dem Dschungel, die sie nur zu gut kannten... Peinliche Situation. Hungrige Raubtiere sind keine angenehme Nachtgesellschaft. Die Männer legten sich, so gut es ging, in» Auto, verbarrikadierten sich; daß jemand entgegenkommen könnte, der Hilfe brächte, erwarteten sie nicht mehr, denn die „belebte" Route erwies sich verlassener als ein Karollenriff im Stillen Ozean. Sie hatten das Auto gerade an die Seite gerückt, als ein Scheinwerfer anftnuchte. Tatsächlich, das waren Lichter, die näherkamen. Also I wagte sich noch jemand in finsterer Nacht auf die I wilde und verlassene Route? Das Auto—r denn e» war ei» Auto— hielt. Die Insassen stiegen aus: ein vermummter Anamite, seine Frau, zwei Kinder. Ein anderer Anamite saß am Steuer. Tie beiden Touristen erzählten ihr Unglück, bitten rlm Hilfe. Der Anamit lächelt.„Mais naturelle- m'ent... aber wie soll er helfen? Er versteht ja nichts davon. Der Mann agr Volant rührt sich. Es ist dunkel, man kann ihn kaum erkennen. Aber er scheint größer zu sein als ein Einheimischer. Sein Französisch hat nicht den weichen Akzent der Anamite». Der Konsul stellt eine Frage. Oui, knurrt der Mann, er sei aus Europa.— Aut Europa? Vielleicht aus Frankreich?—„Non. Tch^choslovaguie...", sagt der Fremde und beugt sich über die Motorhaube. Die beiden Schiffbrüchigen springen auf ihn zu.„Sie sind aus der Tschechoslowakei?" Jetzt beginnt auch der andere lebhaft zu werden.„Sehen Sie", schloß der Konsul seine Erzählung,„so sind wir hinderte Kilometer auf der Route des Mandarins gefahren, ohne eine Menschenseele zu tresfen. Und als wir jede Hoffnung ausgegeben hatten, kam dieses Auto mit diesen Mann. Er war Monteur und stammte aus Zijkov und der Baka-Mann, der mit mir war, hat in derselben Straße in ZiZkow drei Jahre gewohnt. Stellen Sie sich das nur bildhaft vor, mitten in Jndochina, ini östlichen Asien, weit im Land zwischen Urwäldern und meilenweiten Reisfeldern. Damals habe ich die Ueberzeugung gewonnen, daß es so etwa» wie Wunder geben muß. Und wir waren gar nicht mehr überrascht, als der Monteur aus Zijkow auf der Route des Mandarins ein Klistier aus feinem Auto zog und den Schaden reparierte. Es gehöre ihm nicht, sagte er verschämt, aber wenn man mit Kindern reist, muß man an alles denken... Er hat nicht verstanden, warum wir zehn Minuten lang lachten, ohne uns beruhigen zu können. Natürlich I Schließlich gibt es nichts Selbstverständlicheres, als im dunkelsten Jndochina einen Monterir aus Zijkow mit einem Klistier in der Hand zu treffen....' I. W. Bezugsbedingungen: Bei Zustellung in»Hau» oder bei Bezug durch die Bost monatlich XL 17.—, vierteljährig Xi 51.—, halbtährig XL 102.—, ganzjäbria Xi 204. Inserate werden lau Tarif billigst berechnet.— Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Rerourmarten.— Die ZeitungSfraukatur wurde von Her Post« u. Telegraphendirektion mir Erlaß Nr. 13.800.VIl/108') bewilligt-(Kontrollpoltamt Praha 25.— Druckerei:.Orbis". Druck-, Verlag»- u. ZeitunaS-A.-G. Prag.