$ Sozialdemokrat Sentralorgan ber Deutſchen ſozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Einzelpreis 75 Heller Redaktion u. Berwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Verantwortlicher Redakteur: Karl Kern, Prag 18. Jahrgang Samstag, 30. Juli 1938 Spaniens Volksarmee weiter siegreich Marsch auf Alcaniz Gandesa eingeschlossen Offensivstöße auch an der Castellon- Front Barcelona.( Ag.- Esp.) Der Vormarsch der Regierungstruppen an der Ebro- Front wurde auch am Freitag fortgesetzt. Die am Freitag erzielten Erfolge haben große strategische Bedeutung. Im Abschnitt Gandesa wurden folgende Höhen eingenommen: 326 im Osten des Abhanges Roy, 660, 671, 644 und 626 in der Sierra Pandolf, des weiteren 332, 378, 322, 484 und 426 in der Nähe der Kreuzung der Straßen Gandesa- Prat de Contte und Horta- San Juan. Der Feind, der Verstärkungen erhielt, leistete großen Widerstand, der aber von den tapfer kämpfenden Republikanern mit großem Elan gebrochen wurde. Große Fortschritte wurden and in der Richtung Fayon erzielt, also am nördlichsten Punkt der Bewegung geratenen Ebro Front. Es wurden mehr als 200 Gefangene gemacht und außerdem wurde eine große Anzahl von Maschinengewehren, Mörsern- Gewehren und ein Zug mit Kriegsmaterial erbeutet. Die italienische Luftwaffe hat mit ungeheurer Heftigkeit in den Kampf eingegriffen.- An der Le vante Front wurden in der Zone Manzanara die Ortschaften Los Novales und Casa Quemato erobert. Barcelona.( Ag. Efv.) Rund 650 Dua England und die Miaja- Offensive CONTO bratkilometer eroberten Geländes, mehr als 4600 Gefangene, viele Geschütze aller Kaliber, ungesählte Maschinengewehre und Gewehre, unabfehbare Borräte an Munition und sonstigen Kriegsmaterials das ist das Ergebnis der großen republikanischen Offensive aus dem Ebrobogen am Ende ihres vierten Tages. Villal bo de los Arcos ist besetzt, Gandesa völlig eingekreist, die am weitesten nach Westen vorgeschobenen Regierungstruppen stehen unmittelbar vor und beiderfeits Bot, 30 Kilometer vom Ausgangspunkt der Offensive, Mora de Ebro, entfernt. Im nördlichen Abschnitt von Fayon ist der Fluß Battea erreicht. Die von dort in füblicher Nichtung vordringenden republikanischen Truppen näher fich der Straße Gandefa- Alcaniz, welche Stadt 75 Kilometer westlich von Gandesa liegt. London.( Ag. Eſp.)..Innerhalb von 72 Stunden haben die republikanischen Truppen sich eines größeren Gebiets bemächtigt, als sie durch ihre Offensive von Bruntee, Belchite und Tecuel erringen fonnten" wird dem ,, Daily Expreß" aus Barcelona berichtet und hinzugefügt, daß etwa je zehn Soldaten die beim Vormarsch erober ten und überschrittenen Dörfer bewachen. Nur die die Flugwaffe der Rebellen versuche noch, Widerstand zu leisten, während ihre Infanterie offenbar vorziehe, sich zurückzuziehen. Eine sehr bedeutungsvolle Tatsache". jo meldet ,, New 3 Chronicle" aus Barcelona. iſt die Silfeleistung der Bevölkerung des bisher von den Rebellen besetzten Gebiets für die Repufaner. Diese Tatsache, die in amtlichen Berichten der Rebellen anerkannt ist, beweist entscheidend die unwahrheit der Rebellenbehauptung, daß das Volk zu ihnen stehe." Der Korrespondent betont weiter das massive aber wirkungsvolle Eingreifen der deutsch- italienischen Flugwaffe und fügt hinzu: Der plötzliche und bisher so siegreiche Vorals überaus bemerkenswertes Fattum bezeichnet. das sehr dazu beigetragen hat, die Moral der republikanischen Bevölkerung und Armee aufs Höchste zu heben." og ber Republikaner wird von Sachverständigen Kein zweiter Besuch Wiedemanns Runciman in Begleitung vieler Fachleute London.( Eigenbericht.) Sowohl in London, als auch in Paris werden mit größter Entschiedenheit alle Nachrichten dementiert, die über einen zweiten Besuch des deutschen Hauptmanns Wiedemann verbreitet werden. Im Foreign Office weiß man überhaupt nichts von einer bevorstehenden deutschen Demarche, ebenso wenig in Paris. Tatsächlich ist der englische Ministerpräsident nach Schluß der Unterhausdebatte das Unterhans trat seine Ferien an nach Chequers gefahren, um dort seinen Urlaub zu verbringen. Aus dem Inhalt: Neue Attentate in Palästina Gewitterkatastrophen in der Tschechoslowakei SdP- Bauern gegen die ärmsten Volksgenossen ,, Neues Schauspielhaus" in Brünn Nr. 177 Englisch- französische Aktion in der Tschechoslowakei Von Léon Blum Zwischen England und Frankreich gibt es eine a II gemeine Attionsgemein scha ft. Es gibt nicht und es kann nicht geben eine völlige Identität der Betrachtung, der Gefühle, der Interessen, der Besorgnisse in allen möglichen Problemen. Die gemeinsame Aftionslinie muß also durch eine freie und gleiche Erwägung beſtimmt werden, sie muß einer Art Komponente der Kräfte entsprechen. die Stellungen vom Ausgangspunkt auseinander. Frankreich ist der Tschechoslowakei durch einen besonderen Beistandspakt verbunden; Großbritannien ist es nicht. Die gesamte französische Meinung fühlt sich, abgesehen von einigen unbedeutenden Ausnahmen, mit der Prager repu blikanischen Regierung solidarisch. Ein bedeuten Für das tschechoslowakische Problem gingen der Bruchteil der englischen Meinung betrachtet, durch lange Propaganda bearbeitet, die Forde rungen Henleins wenigstens zum Teil als legis tim. Dagegen besteht auf der einen wie auf der anderen Seite der gleiche Wille, den europäischen Frieden zu bewahren. Wie nun firiert sich jetzt die gemeinsame Aktionslinie? Ein erstes Ergebnis wurde im vergangenen Frühling erzielt. Die französische Regierung hatte feierlich erklärt, daß sie im Fall eines HitlerAngriffes gegen die Tschechoslowakei ihre Bei standsverpflichtung erfüllen würde. Und durch diese Entschließung bewogen, hat die englische Regierung geantwortet, daß sie eine indi rette Verpflichtung auf sich zu nehmen akzeptiere. Sie fuhr fort, jede eigene Verpflich tung gegen die Tschechoslowakei abzulehnen, aber sie betrachtete sich als an Frankreich engagiert. Die von der Lebantefront eiligst herbeigezoNach den letzten und nun wohl endgültigen dem Staatspräsidenten Dr. Beneš einen Besuch Wenn infolgedessen Frankreich sich in einen allgenen Regimenter der Rebellen, meist Italiener Meldungen wird Lord Nunciman seine Reise nach abstatten, sodann Fühlung mit der Brager Regie- gemeinen Krieg durch die Auslösung seines Beiund Marokkaner, versuchten verzweifelte Gegen- Prag am fommenden Dienstag antreten. Es ent- rung aufnehmen und schließlich Informationen standspaktes mit Prag verwickelt fände, könnte es stöße, die sie aus der vollständigen Umzingelung spricht nicht der Tatsache, daß sich in der Beglei- bei den verschiedenen Parteien einholen, und zwar seinerseits auf den Beistand Londons zählen. befreien sollten, aber mühelos zurückgeschlagen tung Lord Runcimans lediglich Wirtschaftsfach sicherlich nicht nur bei der Sudetendeutschen seit März bestimmt, durch kategorische Demarchen Diese Stellung, durch Chamberlain im Unterhaus lente befinden. Eine ganze Anzahl von Beamten wurden. Kämpfe in den Straßen von Gandesa bes Foreign Office ist Lord Runciman zugeteilt Bartei, sondern auch bei den deutschen Sozial- in Berlin zwischen dem 20. und 22. Mai beſtähaben begonnen. bemokraten. In der ersten Phase feiner Arbeit tigt, hat ohne Zweifel den Frieden Europas wird sich Lord Runciman lediglich informieren und es ist anzunehmen, daß diese Phase längere Beit in Anspruch nehmen wird. Der Nachschub von Verstärkungen für die im Ebrobogen siegreich operierenden republifanischen Truppen funktioniert reibungslos. Die über den Ebro geschlagenen Notbrüden wurden ausges baut und verstärkt. Selbst schwere Fahrzeuge und und während der Zeit ihres Aufenthaltes in Prag beurlaubt worden. Darunter befinden sich auch politische Fachleute. Lord Nunciman wiro, wie man aus informierten Kreifen erfährt, zunächst " gerettet. Vom Tage an, da England auf diese Weise proklamierte, daß es in einem europäischen, aus dem tschechoslowakischen Streitfall hervorgegan Geſchüße konnten sie am Donnerstag bereits pas Klarheit in der Labour Party in der judetendeutſchen Gebiete durch das war es logiſch, daß England eine noch hartzu verlangen, sei der erste Schritt zu einer genen Strieg nicht Neutralität bewahren könnte, negion fieren. Die Sicherung der Brücken durch Flatartillerie und Jagdflugzeuge hat ein Höchstmaß von London. Die Gegnerschaft die die Vorschläge Reich und das, was von der Tschechoslowakei nädigere Anstrengung zur Lösung unternahm. Je Birtungskraft erreicht. Deutsch- italienische Flug- Lord Nock Buxtons betreffend die übrig bleibt, werde zu einem verarmien Basallen mehr es entschloſſen war, nicht außerhalb des geschwader, die ohne Pause operierten, waren Tschechoslowakei in einem Großteil der britischen[ C: ßdeutschlands herabsinken. Er polemiſiert Stampfes zu bleiben, desto mehr befleißigte es sich, außerstande, sich auch nur den Brücken zu nähern. Deffentlichkeit hervorgerufen haben, kommt zum gegen Henlein, insbesondere gegen die Befun- ihm zuvorzukommen. Mit dieser ganz natürlichen Auf der Teruel- Castellonfront, wo die Re- Ausdruck in einer großen Anzahl von Briefen, dung der nationalsozialistischen Weltanschauung Vorsorge muß man das Projekt der Neutralisierung der Tschechoslo bellen unter dem Eindruck ihrer vernichtenden Nie- die der englischen Preſſe fortlaufend zugehen. für die Sudetendeutschen und meint, Henlein for a te i in Busammenhang bringen. Dieser Plan derlage im Ebrobogen fei drei Tagen jebe Tätig- Manchester Guardian" veröffentlicht zwei die- dere das gesetzmäßige Recht, illoy a ler Bür- atei in Zusammenhang bringen. Dieser Plan leit eingestellt haben, find die Republiktruppen an jer Briefe. ger der Tschechoslowakei zu sein. In jedem tota- war in London gefaßt worden. Es ist überflüssig. einigen Abschnitten zur Offensive übergegangen. Der eine stammt von dem Vorsitzenden seslitären Staat würde ihn eine solche Forderung zu untersuchen, wie er in Prag und in Paris aufIn fühnem Ansturm haben sie dem Feind im Ab- Exekutivkomitees der Labour Party G. Da Il a s. fofort ins Gefängnis bringen. Es sei dies völlig genommen wurde, da er, soviel ich weiß, prattisch aufgegeben worden ist. Meinesteils schnitt Barracas, also an der Hauptstraße Teruel- In diesem heißt es: Lord Noel Buxton hat ber die Antithese des Schweizer Systems, welches: bedauere ich das keineswegs, denn wenn der GeSagunto, wichtige Stellungen entriffen. Im tschechoslowakischen Regierung im„ Manchester und seine Freunde unermüdlich den Tschechen als danke einer ausgezeichneten Absicht entsprach, Abſchnitt füblich und füdwestlich dieser Straße Guardian" einen Nat gegeben, der berechtigten Beispiel vorhalten. Sie alle vergessen aber, daß haben wir in der Linie Nagudo- Begis- Salvado Grund zu Mißverständnissen im Ausland geben das Schweizer System deshalb so erfolgreich arunsere Stellungen weit nach vorn verlegt. tönnte, da Lord Burton als Mitglied der Labour beitet, weil alle Schweizer Nationalitäten Lie Barth dem Oberhaus angehört. Deshalb fühle gemeinsame staatliche Konzeption anerkennen. ich mich verpflichtet, sowohl für meine Person, wie für die Partei mich von den Anregungen und Amerikanische Abfuhr für die Nazi Borschlägen Buxtons Ioszufagen. " Runcimans Mitarbeiter 2ondon.( Britischer amtlicher RadioDienst.) Wie man vernimmt, wird Lord Runciman am Dienstag aus London nach Prag abreifen, und zwar in Ausübung seiner Miffion, die konnte er doch zu sehr gefährlichen Folgen führen. Auf die Neutralisierung verzichtend, hat nun das englische Kabinett seine Anstrengungen ver doppelt, um die von der Prager Regierung mit Henleins Sudetendeutschen unternommene Verhandlung zu einem übereinkommenden Vergleich gu lenken, und um auf diese Weise einem Hitlerangriff selbst den Schatten eines Vorwandes zu nehmen. Frankreich hat die englischen Anstrengungen unterstüßt, indem es sie gleichzeitig mäßigte und gleichzeitig ſich befleißigte, ihnen Das Exekutivkomitee der Labour Party und die SoLondon. Daily Telegraph" meldet aus Washington, daß eine kürzlich vorgenommene Befriedigung zur K zialistische Arbeiter- Internationale haben mit Fühlungnahme Deutschlands in Amerika betreftfchechoslowakische Regierung Kenntnis genommen, daß die fend das deutſch- amerikaniſche Handelsabtemmen, entschsprechenden Bevöiterung innerhalb der er angenommen hat, nämlich als unabhängiger Una auf einer dem Van Zeeland- Plan ähnlicher States eine verföhnliche Bolitit verfolgt und Ermittler und Berater(„ inveſtigator and abvi einen zweiseitigen Charakter zu erhalten. Um zu Grundlage, von den Vereinigten Staaten nichi Statine beffende att en fall fer") in den strittigen Fragen zwischen der tiche- einem gerechten Uebereinkommen zu gelangen, ist Titigt worden ſet. Nach dem Vorschlage latent alle vernünftigen Beschwerden auf Grund- hoflowafifchen Regierung und der Sudetendent- ee notwendig, daß der engliſche Einfluß fich in Deutſchlands hätte durch das Handelsabkommen at leidet, reifeit Gerechtigkeit fchen Bartei aufzutreten. Lord Runciman hat Berlin mindestens ebenso fühlbar mache wie in auch eine schrittweise Annäherung der deutschen Handelspolitik zum Gedanken der meistbegünstig faffung zu beseitigen. Dieses Urteil über die Bo- ucht, ihn zu begleiten. Die Mitglieder feines tei- mit ihrer politiſchen Einheit und mit ihrer Soualle Teile der Bevölkerung innerhalb der Ber- einige Freunde, von denen er meint, daß ihm ihre Prag. Frankreich versteht sich nicht dazu, die Hilfe bei seinem Werke nüßlich sein könnte, er- Tschechoslowakei zu Konzessionen zu zwingen, die ten Warenbehandlung ermöglicht werden sollen. litik der tschechoslowakischen Regierung wurde von, Staves" find M. Stopford, der Setre- veränität und infolgedessen mit dem wahren FrieDie amerikanische Ablehnung sei damit begründet gewesen, daß lediglich Staaten, welche die von nationalen Exekutivausschuß der Partei( Ben- tär in der Simon- Kommiffion war und Fachmann| densinteresse unvereinbar wären. Es möchte nicht, Staatssekretär Cordel Hull verschiedentlich darge- und stellt also auch dessen Ansicht dar. tralexekutivausschuh) voll übernommen in Minderheitfragen ist, dann das ehemalige Par- daß der Druck der befreundeten Mächte zu den legten handelspolitischen Prinzipien angenommen lamentsmitglied Geoffrey Bette und selben Ergebnissen führte wie die Drohung eines haben, für Verhandlungen in Frage kommen. Prof. Ka st m er von der Universität Mans Ashton G. Watt- in, Vorstand der Sektion für Hitlerschen Gewaltstreiches. In diesen Bedingun Teſſenungeachtet habe Amerita fürzlich einen cheſter ist der Schreiber des zweiten Briefes. Er wirtschaftliche Fragen im Außenamt, der dent Lord gen und durch diese Vermittlungen hat sich jezt Sonderhandelsvertrag mit der Sowjetunion jagt: Von der tschechoslowakischen Regierung Runciman auf seinen Wunsch vom Auswärtigen die gemeinsame Aftion ausgewirft. Und in dieterritoriale Autonomie für die Sudetendeutschen Amt zur Verfügung gestellt wurde. sem Geiste möchte ich jetzt noch die letzte englische abgeschlossen. ( ople pose) für alle Seite 2 Samstag, 30. Juli 1938 Initiative, nämlich die Entsendung des Lords| fachem Sinn das Schicksal Europas hängen also Runciman nach Prag, interpretieren. an dem Urteil eines Mannes. Frankreich hat sich dieser Initiative zugesellt, aber nicht ohne eine gewisse Reserve. Ich glaube wohl, daß das englische Kabinett es vor gezogen hätte, wenn Lord Runciman nach Prag von einer französischen politischen Persönlichkeit begleitet worden wäre, deren Stellung eine gewisse Analogie zu der seinen böte. Es scheint nicht, daß das französische Kabinett diese Empfindung teilte; es befürchtete zweifellos, daß eine eng Tisch französische Delegation den Anschein einer Art Schiedsgerichts bekommen hätte, vor dem Herr Benes und Henlein auf gleichem Fuß er ſchienen wären und deſſen Spruch wie eine Rechtsentscheidung hätte wirken müſſen. Lord Runciman wird also allein reisen und seine Aufgabe wird die eines offiziellen Beraters" der tschechischen Regierung sein. Man darf sich jedoch nicht verhehlen, daß die tschechoslowakische Regierung, indem sie den Berater annimmt wie sie es mit so mutiger Klugheit tut sich selber eine Weigerung, dem Rat zu folgen, ſehr ſchwer macht. Das Schicksal der Tschechoslowakel und in viels Zuchthausurteil gegen 231 Sozialdemokraten Nr. 177 Das ist bedenklich. Aber Frankreich hat keinen Grund, die Unparteilichkeit des Lord Runci man in Zweifel zu ziehen; es hat keinen Grund, zu befürchten, daß dieser erprobte Demokrat daran denke, die Sudetendeutschen aus dem allgemeinen Hannover. Im Sommer 1936 wurden in dieser Arbeit. Polizei und Gericht erklärten, das Gefeß der Demokratie zu entlaffen, daß er für Hannover mehr als 1000 frühere Mitglieder und im roten Hannover ein Erempel ſtatuiert wer sie ein Privileg an Stelle der Gleichheit fordere Funktionäre der sozialdemokratischen Arbeiter den müſſe. und daß er ihnen das Recht zuerkenne, sich inner- bewegung verhaftet. Anlaß zu dieser VerhafDie zu Buchthaus Verurteilten sind: halb des tschechoslowakischen Staates einer aus- tungswelle war die Tatsache, daß sich die FestigHugo Bestel, Aug. Bleibohm, Willi Bluhm, ländischen Macht zu unterwerfen. Es gibt also keit der Sozialdemokraten Hannovers als unüber- Aug., Blume, Gustav Blume, Albert Breizke, Guite keinen Grund, zu vermuten, daß die englische windlich erwies. Die Verhaftungen erfolgten Breiske, Rub. Duy, Heinr. Frohme, Frau Faßhauer, Attion von heute sich außerhalb der gemeinsamen wahllos. Das Ziel der Gestapo war die Her- Ludw. Friedrichs, Heinr. Froehlich, Ernst Fremle, Aktionslinie auswirke. Aus der Mission Lord stellung einer Anklage wegen Fortseßung ver- Aug. Sahn, Willi Hahn, Schneiderm. Heife, Willi Runcimans will Frankreich im Augenblick nur botener Parteitätigkeit. Zu diesem Zwede wur- Saman, Karl Hille, Gen. Horn sen., Frau Ilten, zwei Konsequenzen ziehen, zu denen es sich voll den die Verhafteten einzeln verhört und fürchter- Anni Kannengießer, Rob. Kellner, Georg Roenig, beglückwünſcht: die eine iſt die, daß die von Großlichen Mißhandlungen unterworfen. Etwa 800 Guenther Koenig, Henry Krumfuß, Erich Kunse, britannien übernommene Vormundschaft in be- Verhaftete mußten wieder entlassen werden, sie Alb. Lechten, Ernst Lohmeier, J. Milewezet, Fran stimmten Falle eine Bürgschaft und eine blieben aber zum größten Teil unter Polizei- Wilewezek, Franz Nauſe, Ernst Pleitner, Baul Rich Garantie mit inbegriffe; die zweite die, daß aufsicht. Gegen 231 andere wurde eine Anklage wien, Ernst Schinke, Hilde Schoeneberg, Genoffe die Chance eines friedlichen Uebereinkommens zuſammengekleiſtert, die nunmehr, nach fast zwei Schroeder, Werner Schluze, Ferd. Schneider, Hilbe wachſe oder, um genauer zu sprechen, daß das Jahren, zwei Prozessen zugrundelag, von denen Schlebes, Herm. Sedat, Frių Simon, Luise Spenge. Risiko eines Gewaltunternehmens abnehme. einer gegen sieben Angeklagte vor dem Volts- mann, Chr. Spengemann, Walter Spengemann, gerichtshof in Berlin, der andere gegen 224 An- Seine. Wellern, Seinz Wille, Nub. Wittrock, Frau getlagte vor dem Sondergericht Hamm in Han- Ther. Wittrock, Genoffe Wolf, Bruno Zikron. nover durchgeführt wurden. Gestapo und Unter- Diese Angeklagten bekamen insgesamt 166 suchungsrichter bedrohten die Angeklagten immer Jahre und zehn Monate Suchthaus. wieder mit der Todesstrafe, wenn sie nicht die ge- Alle Angeklagten bekannten sich tapfer zu V ra g. Freitag nachmittags fand eine nicht nur formal, sondern auch reel ausgeglichen famte illegale Organisation der Soialdemokraten ihrer sozialistischen Ueberzeugung. Der Prozez Sihung des politischen Ministerausschusses statt, fei. Seuer wird auf die Svarsamkeit in allen verraten würden. 60 Männer und Frauen wur- gegen die Sozialdemokraten von Hannover ist in in welcher der Finanzminister einen eingehenden Budgetposten, die nicht durch unerläßlichkeiten den wegen organisatorischer Arbeit für die So- Beweis dafür, daß die Sozialdemokratische BarBericht über das Staatsbudget für das Jahr 1939 unaufschiebbar sind, strengstens geachtet werden. zialdemokratic abgeurteilt, 171 wegen Kenntnis tei Deutschlands weiterlebt. erstattete. Der Ausschuß der politischen Minister Nirgends, wo nicht eine gesetzliche Verpflichtung Für ein ausgeglichenes Staatsbudget beschloß, daß die Verhandlungen der einzelnen vorliegt, wird eine Erhöhung der Ausgaben be- Immer neue Attentate In Palästina Refforts mit dem Finanzministerium über die willigt werden. Regelung der Budgetentwürfe mit Beschleunigung Der Vorsitzende der Regierung empfing Frei- Jerusalem.( DNB) Nachdem wieder in den aufgenommen werden. Gleichzeitig wurden die tag den Finanzminister Dr. Kalfus, mit dem er verschiedenen Landesteilen Bombenfunde zu verNichtlinien für die Budgetarbeiten gebilligt. Die über die Grundsätze und Nichtlinien für die bevorzeichnen waren, wurde Freitag morgen auf dem Regierung beharrt darauf, daß das Staatsbudget stehenden Budgetarbeiten beriet. ,, Ein Zurückweichen Deutschlands" Die schweizerische Zeitschrift„ Die Weltwoche" beschäftigt sich in einem längeren Aufjaz mit der judetendeutschen Frage. Das Blatt schreibt u. a.: Allein schon die Tatsache, daß man sich bereitfindet, mit den Engländern über die sudeten deutsche Frage zu sprechen, bedeutet ein Zurück weichen Deutschlands. Denn man anerkennt damit in Berlin, daß auch England im europäischen Osten mitzureden hat, was letzten Endes einen ersten Schritt zur Anerkennung des von den Westmächten immer verlangten Prinzips der Kollektivjicherheit bedeutet. Das deutsche Vorgehen begt en ghr als so. wie derungsfeier des britischen Monarchenbesuches in Paris stehen, eine Befragung Englands auch schon automatisch eine Befragung Frankreichs bedeutelche Aner der deutet. VerbrüSitzung des Ministerrates jüdischen Gemüsemarkt in Jerusalem eine große Bombe entdeckt, die aber unschädlich gemacht werden konnte. Auch zahlreiche Schießereien sind wieder zu verzeichnen, z. B. an der Straße Jerusa lem- Jericho und zwischen Jerusalem und Jaffa. Prag. Der Ministerrat hielt am 29. Juli In Südpalästina wurde der Bahnhof Asdod an ſeine reguläre Sizung ab, in welcher er den Be- der Strede nach Aegypten von bewaffneten Anricht des Vorsitzenden der Regierung über die Be- greifern in Brand gestedt. Das Bahnhofsgebäude ratungen des Komitees der Miniſter für politi- wurde ein Raub der Flammen. Die Telephonsche Fragen zur Kenntnis nahm. drähte hatten die Brandstifter vorher durchschnitAuf dem Gebiete der Wirtschaftsagenda ten. Bei Tulfarem wurde eine Eisenbahnbrüde wurden die Ergebnisse der Arbeiten des Komitees zerstört. Bei einem Bombenwurf auf die Polizei der Minister für wirtschaftliche Fragen genehmigt station in Nablus wurden mehrere Araberfrauen über die der Stellvertreter des Vorsitzenden der verletzt. Das Dorf Eltirem nördlich von TullaRegierung Bericht erstattete; es handelt sich ins- rem wurde von Militär nach Waffen durchsucht. besondere um die Aufteilung der Ausfuhrquoten 31 Araber wurden verhaftet. Zwischen Nablus in der Tschechoslowakischen Getreidegesellschaft, und Zulfarem wurden 90 Telegraphenstangen über die Festsetzung der Modalitäten bei der Re- zerstört. Zwei Araber wurden wegen des Besizes fundierung der Handelssteuern in der Glas-, von Waffen, bzw. Bomben, von den Kriegsgerich en in Jerusalem und Haifa zum Tode verurteilt. Textile, Porzellan- und Keram- Induſtrie. Gebilligt wurde der Regierungs- Entwurf des Gesetzes betreffend die Verlängerung der bisherigen Begünstigungen bei der Hauszins- und Erwerbsteuer für Sturhäuser. Venizellsten- Putsch auf Kreta England und die Tschechoslowakei Die Lidové Novinh" veröffentlichen in ihrer gestrigen Folge die Briefe avischen Dalas dier und Chamberlain, die diese vor dem eng lischen Königsbesuch gewechselt haben, im Worts Taut. Besonders bemerkenswert erscheint fols gende Stelle in dem Briefe des englischen Minis sterpräsidenten: Ein Grundsaß bleibt der Drehpunkt der britischen Außenpolitit: Die Freundschaft und die enge Zusammenarbeit mit Frankreich. Auch wenn England und seine Regierung manchmal gerne etwas im eigenen Interesse unternehmen würden, werden sie eher darauf verzichten, als daß sie sich dadurch der Gefahr aussehen, die britisch- französische Zusammenarbeit zu schwächen. Ich bin überzeugt, daß wir uns über die besten Mittel verständigen werden, um praktisch auch dann vors augehen, wenn wir zu Beginn einige Dinge ver schieden beurteilen werden. Weder in der spani schen Frage noch im Verhältnis zu Italien noch in der Beurteilung der tschechoslowati. Athen.( DNB.) Auf Kreta ist eine Revolte ichen Angelegenheiten wird die bris Auf dem Gebiete der besonderen Verord- ausgebrochen, die von einem gewissen Mitſotatis, tische Regierung einen Standpunkt einnehmen, einem Neffen des verstorbenen Politikers VeniPraktiſch hatte die Annäherung Deutschlands nungsgewalt genehmigte die Regierung die Ber- zelo geführt wird. Mitsotatis hat mit 500 Mann welcher sich in irgendeiner Weise mit der britiſchs an England den englischen Vorschlag zur Folge, ordnung, durch die mit Gültigkeit vom 1. Oktober Ranca und die Radiostation befeßt, sowie die Be- franzöſiſchen Freundſchaft oder mit unſeren ges Lord Runciman als Berater nach Prag zu ent- 1938 die neue Eisenbahn- Verkehrsordnung her- hörden und den Gouverneur der Insel verhaftet. meinsamen Bestrebungen nicht vereinbaren würde, ſenden. Offiziell wird Runciman nicht als Ver ausgegeben wird, die auf Grund der gewonnenen Die Regierung hat soofrt Gegenmaßnahmen er- den Frieden trotz aller Hindernisse aufrecht zu era mittler bezeichnet. Aber praktisch wird er es wohl Erfahrungen und im Hinblick auf die internatio- griffen und zwei Regimenter nach Streta entsandt. halten, welche sich auftun. Das Vertrauen, wels werden. Die Tatsache, daß, wie der 20. Mai ge- nalen Verkehrs- Abkommen ausgearbeitet worden zeigt hat, Deutschland gegen England nichts un- ist. ches mir der französische Ministerpräsident dura ternehmen will oder kann, im Verein mit der seine Zuschrift persönlich fundgibt, ist eine große anderen Tatsache, daß Prag es kaum wagen wird, Genugtuung für das Haupt der britischen Regies sich London zum Gegner zu machen, macht den rung und ein Beweis mehr, daß nichts im Wege Abgesandten Englands mehr als nur zu einem ist, was die Zusammenarbeit beider Staaten Vermittler, zu einem Schiedsrichter. stören könnte. 32 ☐ Zwischen Mann und Kind Roman von Lili Körber Dieses politisch so interessierte Volk, das bei den Wahlen eine viel größere Stabilität der Gesinnung gezeigt hatte, als die im Reich und es auch verstand, diese Gesinnung auf temperamentvolle Weise zu verfechten, mochte keine Gardinen predigten über soziale oder ethische Probleme, es wollte unterhalten, aber nicht helehrt werden. urd wenn schon, dann so, daß es die Belehrung nicht merkte. Und so war Luis Mayer melancholisch zu Kriminalromanen übergegangen. Der Gouverneur der Insel Kreta teilte dem griechischen Ministerpräsidenten Metaras mit, daß in der Stadt Kanea die Ordnung wieder hergeDer Präsident der Republik empfing Frei- stellt wurde. Die Aufständischen wurden zerstreut tag, den 29. Juli, eine in der Tschechoslowakei ein- und haben die Stadt geräumt. Die Behörden haben lgetroffene Exkursion amerikanischer Studenten. alle öffentlichen Gebäude wieder besetzt. um so eine große Familie zu erhalten. Jest et tappte es sich selbst: also dachte er daran, so nas türlich und selbstverständlich war ihm der Gedanke gekommen. Ja, aber wenn sie nicht wenigstens ein Minimum hatte, ging es nicht, diese Verantwor tung fonnte er in diesen Zeiten nicht auf sich nehs men. Dann würde er nur ihr Freund seinach, aber das war es doch gar nicht, wonach er sich sehnte. Er wollte ja nicht nur Martha, er wollte - hauptsächlich, wie es ihm schien die Kins der haben. Diese drei Buben und dann noch ans dere, eigene. Er lächelte. Mayer, der ihn beobachtete, glaubte den günstigen Augenblick gekoms men. Er neigte sich vor: seine Gefühle zu analysieren, stellte er noch schnell fest, daß diese Freude nicht nur der Aussicht auf die zehn Schillinge entsprang. Nein, sie war segar uneigennüßig. Ein lieber Kerl, dieser Geßler. Und. daß er gleich auf ihn, Luis, zufam, obschon er wußte, was ihm drohte. Ein anderer hätte sich distret gedrückt, sich in die andere Ede des Cafés gefeßt, mit dem Rücken zu ihm. Oder lieber gleich hinaus in ein anderes Café. Er aber lief treuherzig in des Löwen Rachen. Luis Mayer war gerührt. Jest sollt' ich ihn verschonen, um mich seiner würdig zu zeigen," dachte er. Wenn's ein Film wäre, ich würde ihn verschonen. Aber ich fann nicht. Mein Stoffwechsel erlaubt es nicht. Ich muß essen, weil ich verdauen muß. Und wei ich essen muß, kann ich nicht edel sein, bin gezwungen, die Opferbereitschaft von Frauen und die Die fröhliche Bereitwilligkeit, mit welcher Sympathie von Freunden Geßler in seinen Rod hineinfuhr, wunderte ihn Nahrungszwecken zu Bu mißbrauchen. Und ich weiß doch, wie man das selbst woher tam diese Geberlaune? Ach ja, macht, stolz und edel, meine Helden sind immer er fühlte sich glücklich seit langer Zeit wieder stolz und edel und sterben lieber, als daß sie sich und wollte auch dem alten Freunde eine was vergeben. Aber ich will nicht sterben, lieber Freude bereiten. Wenn es auch recht bedenllich vergebe ich mir etwas. Ich kann nicht bafür, die auging in dieser besten aller Weltender ruhig Krise ist schuld und die politische Lage." Blick von braunen Frauenaugen half sie ertras aen. Und er griff nach seiner Brieftasche. ,, Skannst du mir nicht..." er zögerte: ,, zehn Schilling borgen?" geligen Landschaft zur höchsten Anmut steigert;[ nem Tischchen näherte, und freute sich. Gewöhnt, weil sie Trauer und Schmerz in Wehmut aufzu lösen weiß, und weil man das zarte Aufleuchten des Frühlings und die bunte Schönheit des Herbstets hier besser spürt als in einer richtigen, ernst zu nehmenden Großstadt. Wie gern hätte Luis Mayer eine Philosophie Wiens geschrieben, aber was nüßte ihm das? Die Wiener interessierte das nicht und die anderen erst recht nicht. Er seufzte. Vielleicht sollte er doch seinen Kriminalroman ändern, damit der Verleger anbiß? Einen Back fisch vergewaltigen lassen, zum Beiſpiel, das würde ziehen. Ziehen würde es schon, aber das Buch würde beschlagnahmt werden. Wenn der Verleger die Auflage gleich bezahlte, schadete es nichts, in Gottes Namen sollte sie beschlagnahmt werden. aber so schlau war der Alte auch, daß er nicht ins Ungewisse blechte. Heute war doppelte Vorsicht geboten: erstens hatte niemand Geld, um Bücher zu kaufen, zweitens fonnten sie konfisziert werden. Vielleicht genügte es, wenn man den Badfisch Es wurde zehn, es wurde halb elf. Viele Be- einer Prügelstrafe unterzog, die man pädagogisch ſucher hatten sich schon erhoben und das Lotal verbrämen konnte oder sie so darstellen, als sei verlaſſen. In Wien, wo das Haustor vielfach um man selbst darüber entsetzt. Prügelstrafe hat's ja neun Uhr geschlossen wird, geht man früh schla in der Weltliteratur immer gegeben. Bei Didens, fen, steht deswegen aber auch nicht früher auf als und bei Rousseau wird's direkt pornographisch. in Berlin. Das Tempo des Lebens ist langsamer, Diese Stelle in den ,, Bekenntnissen" ist meistens Aber er zog sie nicht heraus. Die Drehtür nicht zweckhaft, wie in der preußischen Hauptstadt, das einzige, was die Leute von Mouffenau tennen. befchrieb einen heftigen Bogen und spuckte eine nicht den Geschäftsinteressen, einer fieberhaften Die hat ihn berühmt, ja unsterblich gemacht, viel Frau ins Café- schlant, mittelgroß, mit ge Tätigkeit unterworfen. Man bringt es fertig, troß mehr als seine Forderung Zurück zur Natur" all der Geldsorgen, doch ein wenig zu tun, wozu eder sein ,, Contrat social" oder was sonst man velltem braunen Haar unter dem kleinen blauen Aber Albert wollte nicht reden, hätte es auch Sut. Ihre Bewegungen waren etwas zerfahren man Lust hat, auszuschlafen oder spazieren zu über ihn in der Schule lernt. Heute ist es viel nicht können ja, warum war er eigentlich auf und gewollt gehen, statt ununterbrochen dahinter zu sein, sein schwerer unsterblich zu werden, beziehungsweise gefragt? Weil er den Abend in der Gesellschaft ordentlichen Ruck geben müssen, um herzukommen, vermutlich hatte sie sich einen Einkommen zu vergrößern. Oberflächlichkeit oder Geld mit Büchern zu verdienen, weil man be- von drei Rangen und ihrer Mutter verbracht Sie suchte mit den Augen die Tischchen abach, Weisheit? Tas fonnte Luis Maher nicht entschei- schlagnahmt werden kann. Wie ein Alpdruck hängt hatte? Gelviß, diese Mutter war noch jung, schön da war er schon. Ihr Mund wurde hart, bitter... hen. Aber er liebte diese Stadt mit ihrer lässigen diese Furcht über einem Schriftsteller. Und dabei und anmutig, aber es gab so viele schöne Frauen, Grazie und ihren passiven, gutmütigen Menschen, wollen die Leute was lesen, was libelt, oder was die mondäner wirkten, eleganter angezogen waren. Hand ohne die Brieftasche auftauchen. Später Maher sah zu seiner Enttäuschung Geßlers wie sie jeder liebt, der längere Zeit in ihr gelebt Aktuelles. Sonst kaufen sie das Buch nicht. Und Es ging ihr materiell bestimmt nicht gut- man gebe ich dir das Geld," flüsterte der Doktor. hat; weil sie so unaufdringlich ist, einen nicht man sißt da zwischen Szylla und Karibdis und fah, daß die Wohnung schon lange nicht renoviert einschüchtert mit einem Riesenverkehr, auch an der wartet darauf, daß jemand einem zehn Schillinge worden war, die Decke im Speisezimmer wies Peripherie, dort wo in anderen Großstädten borgt, um drei Tage leben zu können. Sprünge auf. die Malerei der Wände bröckelte ab. Slums beginnen, sie selbst bleibt, ja sich gerade Hier angelangt, hot Luis Mayer den Kopf, Er mußte sich erfundigen, wovon sie. Tebte. dort mit den hübschen Schrebergärten in der bis fah bor sich Albert Geßler, der sich animiert jeie Schließlich verdiente er heute auch nicht genug. " Guten Abend," schüttelte er Geßler erfreut die Hand. Und troß seiner Sorgen fiel ihm der heitere Blick und die jugendlich gestraffte Gestalt feines Freundes auf: Was ist denn, altes Haus, warum so aufgefragt?" Alma Braun trat an den Tisch. ..Spielst du heute nicht?" fragte Gekler mil Bespielter harmlosigkeit. ( Fortschung folgt.)] 11 8 11 c 9 6 fo b 2 RUIKESE h ci a e ip A bi 2 80 fe to 20 ja id fi b er ro 3 n m g fo fo ໄດ f '«r. 177 SamStag, 80. Juli 1988 Seite 8 WWDWMrMM BSMRS D Nordböhmische Kurorte leer Nordböhmtacher Kurverband glelchgeschaltet Der Nordböhmische Kurorteverband hat in seiner letzten Sitzung den Beschluft gefaßt, sich mit der SdP gleichzuschalten. In diesem Sinne «nrde auch gleich, denn eS handelt sich doch dabei um eine ganz eilige Sach», an Herrn Henlein rin BegrütznngStelegramm geschickt. Erst dieser Tage wurde von der gleichen SdP in Heindorf-Liebwerda bewegliche Klage Über den elendenBesuch dieser Sommerfrischen geführt. Aber gleichzeitig werden die SdP-Anhänger nach Deutschland in grotzen Massen-dirigiert: zur Berliner HandwerkerauSstcllung und jetzt zum Turnfest nach BreSlau, wo sich 80.009 Deutsche aut der 2TN eingefunden haben. Gerade die Gleichschaltung, daS ewige Heilgeschrei und die fortwährende Anpiipelunq A nd e rS g e sinnt e r hat die Saison in West« töhmen und zum Teil auchinNordböhmen ruiniert. DaS Nachsehen haben die schwergeschädig- »m Gastwirte, die Kellner und die PrnsionSin- häier. Bezeichnenderweise ging die Anregung deS Telegrammes an Henlein von einem Lehrer aus, also von jemandem, dem der tschechoslowakische Staat die Dauerexistenz sichert, der aber nicht Imstande ist, die Konsequenzen seiner Handlungsweise zu überlegen, die sich gcgendieeige« nenVolkSgenossen auswirken. Auf der erwähnten Tagung machte der Abg. Hirte in einer großen Rede u. a. folgende Bemerkung: „Die SdP will nach st er Jahr dem Fremdenverkehr in Nordböhmen 180.000 Personen zusätzlich zuführen I" Nächstes Jahrl Sehr edel. Zuerst schädigt man mit allen möglichen Mitteln Handel und Wandel, vertreibtdieKurgäste, verödet die FremdenverkchrSgebiete, treibt die Menschen in Bankrott und Elend,— und dann reißt man hilfsbereit däs Mundwerk auf, um ein(wenigstens für Heuer) wertloses großmütiges Versprechen zu geben. Brief an den Zettmleoel Ein partelgenössischer Gewerbetreibender schreibt uns in Anknüpfung an die, B o y k o t t-Parolen der Henleinisten gegen die demokratisch eingestellten Kaufleute: Es Ist fehlerhaft, daß von Mitgliedern der DBAP parteigenössischc Gewerbetreibende außer acht gelassen oder vernachlässigt werden. Es darf dem Genossen Arbeiter, Gemeinde-, Konsum- oder Krankenkasse-Angestellten nicht gleichgültig sein, w o er einkauft. Der Genosse Gewerbetreibende, der als Funktionär, Abonnent, Gemeindevorsteher etc. geachtet ist, darf gerade jetzt nicht als Einkaufsquelle übergangen werden. Gewiß gibt esAusnahmen— aber es wäre schon wünschenswert, daß die Partei sich einmal mit dieser Frage befaßt. Die SdP entfaltet eine wirksameBoykottbewegung gegen Sozialisten, Demokraten, Juden— und unter unseren Menschen soll es noch immer Leute geben, die ihr Geld zu den Boykottfreunden tragen statt zu den boykottierten Gesinnungsfreundent Es darf einfach nicht vorkommen, daß ein sozialdemokratischer Gewerbetreibender sich in einem Arbeiterort nicht halten kann!— Ich werde diesen Brief nicht unterfertigen, damit er nicht den Anschein erwecke, als schreibe ich ihn aus Eigennutz, Aber ich schreibe im Namen und Interesse vieler, denen zu helfen jetzt endlich Zeit wäre! „Neues Schauspielhaus" In Brünn Wir haben mitgeteilt, daß der Ausschuß der Brünner Deutschen demokratischen Theatergemeinde den bisherigen Direktor des Ostrauer deutschen Theaters, Rudolf Z e i s e l, als Leiter der Brünner demokratischen Bühne bestellt hat. Die Vorarbeiten für die neue Saison haben unter der Mitwirkung deS neuen Direktors begonnen, der bereits seit einigen Tagen in Brünn weilt. In seiner letzten Sitzung beschloß der Ausschuß der Demokratischen Theatcrgemeinde, der Brünner demokratischen Bühne den Name»»Neues Schauspielhaus in Brü n n" zu geben. In dieser Sitzung hielt Direktor Zeisel ein Expos«!, in dem er seine Arbeitspläne für die kommende Saison entwarf. Es wurde vom Ausschuß genehmigt. Die Arbeitersendung Melnik bringt in dieser Woche: Sonntag. 81. Juli, 14.18—14.80:„ES siebt ein goldener Garbenfeld...(Grete Weber). Mittwoch, S. August, 18.40—18.46: Ar- beitsmarkt.— 18.20—18.40: Gewerkschaften und Demokratie,(Franz Klein er,Reichenberg). 18.40—18.45: Soziale Informationen. Freitag, 6. August, 18.85—18.45: Aktuelle zehn Minuten. Au-gleich bei einem Brüxcr Bankhaus. Der gerichtlich bestellte Kurator des Bankhauses Siegfried Langer& Sohn in Brüx hat Freitag beim Brüxer ÄreiSgerichte für dieses Bankhaus um die Einleitung des gerichtlichen Ausgleichsverfahrens angesucht. Die Passiven betragen nach einer provisorischen Bilanz 22,092.000 Xi, die Aktiven 19,849.000 XC. f Unwahrscheinliches vom Balkan Von Zeit zu Zeit kann eS vorkommen» daß ein Mann vom Blitz getroffen wird, der verheiratet ist. In diesem Fall wird seine Frau Witwe. Wenn diese Frau sich ein zweites Mal verheiratet und nach einer Reihe von Jahren auch ihr zweiter Mann vom Blitz erschlagen wird, so klingt dies absolut unglaubwürdig. Die WahrscheinlichkeitS- rechnung ergibt, daß sich in den letzten 4000 Jahren ein solches Geschehen erst dreimal ereignet haben kann. Aber in Kutschcwo in Jugoslawien lebt eine Frau Matic, die vor einigen Tagen durch den Blitz zum dritten Male zur Witwe geworden ist. Ein ähnliches Ereignis dürfte sich in den nächsten 8000 Millionen Jahren überhaupt nicht wiederholen. Fran Matic ist in der Lage, die drei Todesurkunden ihrer drei Männer vorzutoeisen, In denen dreinml„Tod durch Blitzschlag" amtsärztlich beglaubigt wird. Vollends unwahrscheinlich— wenn eine Steigerung überhaupt denkbar ist— ist die Tatsache, daß Frau Matic jetzt einen vierten Mann gefunden hat, der sich durch daS Ende seiner Vorgänger nicht abschrecken ließ, wenn er auch darauf bestanden hat, daß auf seinen: Hause ein ganz moderner Blitzableiter angebracht wurde. * DaS Ehepaar Skobar aus Rogatie hat sich demnächst wegen KindeSmord vor Gericht zu verantworten: Frau Skobar hat ihren zwei Tage alten Sohn im Einverständnis mit ihrem Manne durch ein Kissen erstickt. 1km dieses Geschehnis aus dem Nahmen einer AlltagStragödie herauSzuhe- bcjij sei bemerkt, daß Herr Skobar 84 Jahre alt via SdP-Bauern Segen die Mrmtten Volksgenossen DeutKh*techedilsche Profltsemelnschaft will HopfenpflUdcerlöhne kürzen Die SdP hat sich zum nationalen SozirliS« muS bekannt, der die„Volksgemeinschaft" verwirklichen soll. Die„Kameraden" Hopfenbaucrn zeigen eS den Hopfenpflückern, also den ärmsten unserer Volksgenossen, was nationaler Sozialismus ist; er heißt: weitere Beschneidung deSHungerlohneS. Alljährlich fahren 80.000 Arbeiter und Arbeiterinnen in die Hopfenpflücke. Oft bildet der karge Verdienst bei vielstündiger Arbeit nach drückender Arbeitslosigkeit den einzigen ordentlichen Lohn im ganzen Jahre. Da 70 Prozent des HopfewbaueS im deutschen Gebiete liegen, ist der größte Teil der Hopfenpflücker deutscher .Nationalität. Hören wir, wie sich die SdP« Hopfenbauern diesen Volksgenossen gegenüber verhallen: Am 29. Juli fand in Prag die Sitzung deS Landesbeirates für dieAngele« genheiten der landwirtschaftlichen Arbeiterschaft statt, die sich Wit den Akkordsätzen für die Hopfenpflücker im heurigen Jahre zu befassen hatte. Son feiten der der deutschen und tschechischen freien Gewerkschaften war der Antrag unterbrellet Volksgemeinschaft auf Kosten der Arbeiter In den letzten Tagen brachte daS«Traute« nauer Tagblatt" unter dem Titel'„Betriebsgemeinschaft marschiert" eine Notiz, die sich mit dem Betriebsausflug der Firma Pech in Ober« prauSnitz beschäftigte. Darnach hat die Firma einen GcmeinschaftSauSflug auf die Wiesenbaude arrangiert, bei dem an die Arbeiter ein Mittagessen und eine Jause verabfolgt worden sein sollen, worauf der begeisterte Gemeinschaftsausflug beendet wurde. DaS„Trautenauer Lagblatt" spricht in dieser Notiz vor allem dem Herrn Ehef der Firma den besten Dank auS, welcher diesen Ausflug zur Gänze finanziert hat. Wie die Finanzierung solcher Ausflüge durch di« Firmen auSsieht, beweist folgende Tatsache. Die letzte Lohnkontrolle bei dieserFirma zeitigte da- Ergebnis: Bei 38 Arbeitern wurde festgestillt, daß der Lohnvertrag«m zehn Prozent unterschritten wurde. Rechnet man daS Jahr zu rund 2400 Arbeitsstunden, so beträgt die Fehldifferenz tei 36 Arbeitern etwa 21.600 X« jährlich. Mit diesem Betrage lassen sich einige solche GemeinschaftSauSflüge für 180 Arbeiter finanzieren! Den Arbeitern ist also viel mehr vorenthalten worden, als dieser Ausflug an Kosten erforderte und diese Firma läßt sich ganz zu Unrecht als Wohltäterin preisen. Anläßlich dieses Ausfluges soll noch eine Reisekasse beschlossen worden sein, um im nächsten Jahre noch größere Ausflüge unternehmen zu können. Nach den Erfahrungen kann dazu gesagt werden, daß auch die weiteren Ausflüge nur dieArbetter allein bezahlen werden: Sollten unsere Behauptungen bezweifelt werden, dann möge sofort eine neue Lohnkontrolle durchgeführt werden, um die Wahrheit jestzustellen. worden, die Akkordlöhne im Saazer Gebiet von XL 1.60 im Vorjahre auf XL 1.80 bis 1.90 und im Auscha-Daubaer Gebiet von Xi 1.40 auf XL 1.80 zu erhöhen. Die deutschen und tschechischen Hopsenbauern stellten drmsegenüber Gemeinsam den Antrag» Ue Löhne um 6 Heller abzubauen, waS ater von dm Arbeitervertretern mtschieden abgrlehnt wurde. Ein weiterer Antrag, eine LohnerhShnng um 8 Heller vorzunehmm, wurde elmsallS von dm Lauem abgrlehnt, hier sah man wieder die Volksgemeinschaft deS Profits, dmtsche und tschechische Unternehmer in einer Front. Erst ein dritter Antrag, den gegenwärtigen Lohnstand bcizubehalten, land die Mehrheit. Me Hopfenpflücker müssen wissen: Den„Volksgenossen" Bauern haben sie eS zu verdanken, daß die Löhne nicht erhöht wurden. Die freien Gewerkschaften haben den Plan einer Herabsetzung deS Lohnes seitens der„Volksgenossen" Bauem zunichte gemacht. Der nationale Sozialismus bedeutet: SdP- Unternehmer und SdP-Bauern in einer Front mit dem tschechischen Kapital, Mrsenjargoh In dar„Zelt" Die„Zeit" hat— bezeichnenderweise— einen Chefredakteur, der früher Börsmredakteur des„Prager Tagblatt" gewesen ist, wo er Wohl wenig Gelegenheit hatte, seine antiliberalistische Gesinnung zu betätigen. Man würde sich ccker irren» wenn man glauben sollte, daß der Mann sich sehr umgostellt hätte. Er denkt und schreibt weiter im Börsenjargon und es fällt ihm bei der Betrachtung der Mission RuncimanS nichts Besseres ein, als dieses: Allerdings ist für einen Engländer, der in großen Dimensionen zu denken gewohnt ist, die Einfühlung in das aus tausend Einzelfälle zu- sammengesetzte Mosaik deS sudeiendrutschen Lei- denSbildeS fast unmöglich. Außerdem pflegen auch ehemalige britische Handelsminister nicht sentimental, sondern in kalten kaufmännischen Begriffen zu denken. Diese kaufmännische Betrach- wngSwelse braucht jedoch der Erfüllung der Auf« gäbe Dir RuncimanS nicht abträglich zu sein Gerade im kaufmännischen Leben ist der Fall häufig, daß die Hilfe eines Treuhänders in Anspruch, genommen wird, umBilanzberei- nigungen durchzuführen. Solche B i l a n z» bereinig nngen werden notwendig, Menn die Zeit die Werte ändert und Aktiva', die einst hoch zu Buche standen, plötzlich kostenfressender Ballast geworden sind» Nicht nur in der Tschechoflowakei sind Dinge, die ISIS werwoll erschienen waren, 1SS8 a b z u s ch r e i b e n. Freilich kann matt in seiner B i la n z die zu HauSnummem gewordenen Werte vm einst ruhig stehen lassen und sich etn- reden, man sei ein reicher Mann geblieben. Diese Methode hat sich jedoch nicht als glücklich erwiesen, sondem er sind diejenigen besser gefahren, die zeitgerecht von einer Treuhand« Gefellschaf t einen Sachverständigen anforderten, der die HauSnummrrn aus der Bilanz auSmerzte, den unerfreulichen tatsächlichen Stand klarstellte und so die erforderlichen Schritte zur Umkehr aus der Sackgasse ermöglichte. Hoffentlich ist der in allen Börsentransaktionen sattelfeste Chefredakteur des Henlein« blattes für den Fall der Uebernahme der Macht durch die SdP als Kommissär luu Effektenbörse vorgesehen. 57 Milliarden Kt Englands Rttstangsbadget Die englische Arbeiterpartei hat jüngst beschlossen, das Rüstungsbudget Englands zu bewilligen. Die englischen MilitärauSgaben belaufen sich gegenwärtig auf etwa 400 Millionen Pfund, das sind mehr als 87 Milliarden XL oder 40 Prozent des englischen Gesamtbudgets. Tie Ausgabensteigerung hängt nicht nur mit der Quantität des hcrgestellten Materials zusammen, sondern auch mit der Tatsache, daß sowohl Schiffe als auch Flugzeuge teurer sind, als vor Jahren. So hat ein englischer Zerstörer im Jahre 1912 die Summe von 140.000 Pfund gekostet, jetzt kostet er den vierfachen Betrag. Die gesamte eng« lisch« Flugzeugindustrie ist in der Lage, etlva von 1940 an jährlich 28.000 Flugzeuge herzustellen. Außerordentlich groß sind die Bemühungen Englands um den Luftschutz. So betragen die Gesamtkosten des passiven Luftschutzes der Stadt Birmingham allein 458.000 Pfund, das sind mehr als 68 Millionen XL. Die Stadt hat 2088 Luftschuhposten mit einer Besatzung von 12.518 Lüft« schuh-Mannschaftcn, 6000 Rtanu Sanitätspersonal und 2000 Mann zur GaSmaSkcnvcrteilung. Die Gesamtstärke der Luftabwehrtruppen in England hat. sich von 5870 im Jahre 1936 auf 39.999 im Jahre 1938 erhöht. Die Hauptstadt ist insbesondere durch Sperrballonanlagcn geschützt. Es gibt heute schon Ballonstaffeln, die die Nummern über 900 tragen. Jede Staffel hat 50 Ballone, und man hofft, in kurzer Zeit mit den Ballons bis zu 8000 Meter hoch das Gitter heben zu können. An den großen Flugmanövern, die vom 5. bis 7. August stattfinden, nehmen 900 Militärflugzeuge teil. Var tägliche Zwischenfall an der Sowletgrenze Tokio.'(Havas.)' Die japanische Agentur „Domei" meldet, daß zehn Sowjetsoldaten nördlich von Tschangkufcng ungefähr 800 Meter wett auf mandschurisches Gebiet eingedrungen sind« Dies geschah Freitag nachmittags um 14.40 Uhr. Die Sowjetsoldaten eröffneten das Feuer auf eine japanische Grenzwache. Nach einftündigem Kampfe sollen die Sowjetsoldaten vertrieben worden sein. klne skeptische Stimme London.(Eigenbericht.) Die englische'Zeitschrift News StateSman ist der Ansicht, daß alle mit dem tschechoslowakischen Problem zusammenhängenden Fragen selbstverständlich auf daS genaueste geprüft werden sollen, doch ist daS Blatt hinsichtlich deS Erfolges der neuen englischen Aktion sehr skeptisch. Es ist die Frage, so meint daS Blatt, ob es gelingen werde, Hitler, der Frie« dcnsreden hält und zugleich bedeutende Truppenmengen zusammcngezogcn habe, davon zu überzeugen. daß eS gefährlich ist, die Tschechoslowakei sp zu behandeln, wie er Oesterreich behandelt hat. Vas heutige Programm der deutschen Sendung Prag-Melnik: 10.15 Für Vie Frau, Di. Käthe Neuwirth, Leitemeritz, über Hochsommermode. 10.30 bis 11.00 Sckallpl. 12.10 Unt.-Musik(Gesang. O. Dewald, Klavier R. M. Mandke). 18.00„Soeben erschienen", die neuesten Schallplatten. 18.45 P, Braun: DaS Hundeorakel, spannende Hörfolge, 19.80 Unt.-Musik. 20.15 Bunte Szenen und Musik, (Ges. Rud. Bandler, Klavier Friederike Schwarz)« 22.80—23.30 Tanz-Musik.(Sch.) Brünn: 18.00—18.85„A propoS, wohin auf Urlaub?" Eine Schallplatten-Revue von Erwin Schneider. ist, seine Frau aber 80 Jahre, und daß die Ehe der beiden bisher noch nicht durch Kinder gesegnet gewesen war. Die Aerzte hielten es für völlig unmöglich, daß eine Achtzigjährige Mutter werden könnte, bis eine Untersuchung die Wahrheit dieses Tatbestandes ergab. Weniger unwahrscheinlich als der Vorfall selbst ist das Motiv, das der Tat zugrunde lag: die beiden alten Leute, die bei ihren Bekannten sehr geachtet waren» fürchteten, bis an ihr Lebensende dem Gespött der Lcuie ausgesetzt zu sein; deshalb entschlossen sie sich, ihr Kind um« zubriugen. Unwahrscheinlich ist auch die Art, wie der KindeSmord entdeckt wurde: aus dem Stall eines Nachbarn war ein Schwein entkommen,, das sich in den Garten der SkobarS verlief, wo es die KindeSleiche ausgrub. * In Ostruga im ehemaligen Mazedonien gibt eS einen regelrechten Hciratsmarkt. DaS ist an sich nicht weiter ungelvöhnlich, denn die Zahlung einer Summe an die Eltern eines Mädchens ist jahrhundertealte Tradition und lvird noch immer geübt. Ungelvöhnlich dagegen ist eine Tatsache, die sich auf den: letzten Markt in Ostruga ereignete: Da kamen nämlich drei englische junge Herren in einem schönen Auto dahcrgcfahren. Und wer saß in dem Auto neben den englischen jungen. Herren? Niemand anders als Sofia Stankövic, einer der routiniertesten Bräntemakler des ganzen Balkans. Er hat die Unwahrscheinlichkeit fertig gebracht, den Engländern drei Mädchen aus Ostruga anzudrehen, und jeder der Herren hat 15.000 Dinar für die Bräute bezahlt. Um das Unglaubliche vollzumachen: die Mädchen sind keineswegs verführt, sie sind wirklich standesamtlich geheiratet und kirchlich getraut worden.' Seite 4 IM TE Lord Runciman Schiffsreeder, Wirtschaftsexpert und Sondergesandter Englands MTP London, Ende Juli. Lord Runciman hieß noch bis zum vorigen Jahre schlicht Mr. Walter Runciman, und unter diesem Namen war er jahrzehntelang der Welt der Politik und Wirtschaft sehr bekannt. Sowohl äußerlich wie in bezug auf seine Laufbahn gleicht er dem Ideal eines britischen Gentleman. Ein glattes, junges Gesicht; nur die weißen Haare verraten, daß der Mann wirklich 67 Jahre sein könnte; blaue Augen, Samstag, 30. Juli 1938 Jagesneuigkeiten Zitieren verboten So unjinnig es flingen mag, so logiſch und selbstverständlich ist es im Grunde-: die Diktatur Schon 400 Millionen für die Staatsvertei bigung. Die Spenden für den Jubiläumsfonds der Staatsverteidigung haben gemäß dem Aus weis des Arbeitsausschusses am Donnerstag, den 28. Juli, den Stand von Kč 402,005.880.erreicht. Schwere Gewitterschäden 9. 177 Brag. Ueber vielen Gebieten der Tschecho flowalei gingen Freitag nachmittags Heftige Ges witter nieder, die schwere Schäden verursachten, Das den ganzen Nachmittag über der Mähr. Oftrauer Gegend lagernde Gewitter erreichte über Wieviel Lehrerinnen gibt es in der GSN? Durch Blikschlag wurde der Motor eines Stras Mähr. Ostrau gegen 16 Uhr besondere Heftigkeit, wird früher oder später gezwungen, die Waffe der Su der Prüfung für ehrer ramen kenbahnwagens demoliert und die Strecke schied Geistesknechtschaft und Meinungsfnebelung gegen fich meldeten sich 49 Prozent Frauen, 60.5 Prozent auf eine halbe Stunde aus dem Verkehr aus, selbst zu richten. Die der Despotic innewohnende absolvierter Lehrerinnen entfallen auf Böhmen Außerdem wurden durch Blikschlag zwei Trans lebendig- zwangsläufige Dialektik läßt keinen anderen allein. Für die Bürgerschulen meldeten sich weni- formatoren beschädigt und Störungen im automa Weg. Tausend Gesetze kann die Diktatur brechen, verMonotel à la Auſten Chamberlain und ein jo vollfächen, beseitigen- nur nicht das eine: das Ge- ser Frauen, ihre Anzahl betrug nur 36 Prozent. Strophal wirkte bas Univetter auf die Zeitun fommenes Phlegma, daß der gewiß ruhige Lord Halifax neben ihm temperamentvoll wirkt. Als Runciman im Jahre 1927 die Wirtschaftskonfe= sez, wonach sie angetreten. Ihm ist sie untertan, von ihm wird sie gerichtet. So unsinnig es flingen mag: zu den im Dritten Reich verbotenen Büchern gehören nunmehr auch die reng in Genf leitete, die dann später, ebenfalls Schriften und Reden des Adolf Hitler. Zwar: man darf sie im Buchhandel kaufen man darf sie lesen und soll sie sogar. Aber man darf den Führer nicht mehr zitieren, man darf sich nicht mehr auf ihn berufen und beziehen. Niemand soll es mehr dürfen: kein Journalist, fein Dichter, fein Gelehrter- es sei denn, er habe vorher in einem langwierigen und umständigen Verfahren untertänigst um Genehmt gung mit Erfolg nachgesucht. So bestimmt es eine im Juni erlassene Verfügung des Reichsleiters Bouhler, des Chefs der Hitlerkanzlei( eines Mannes, der sich und seinen Namen meist diskret im Hintergrund hält, dort aber machtgierig an so manchen Fäden fingert...) unter seiner Leitung, 1933 tläglich zusammenbrach, war er berühmt dafür, daß er die langweiligsten Reden, stundenlang ohne eine Miene zu verziehen, ruhig anhörte, um dann mit ein paar langsam gesprochenen Worten die Situation zu tlären. Er fann nicht bloß Leuten zuhören, die mit ihren Reden kein Ende zu finden wissen, sondern er versteht auch, Aften zu lesen. Je höher der Aftenberg, desto intensiver Iniet er sich in die Materie hinein, langsam, bedächtig, mit einer Gründlichkeit, die man im 20. Jahrhundert gar nicht mehr kennt. Gute Seiten für Gangster. Vor einigen der mährisch- schlesischen Elektrizitätswerte im Ge. Tagen wurden zwei Wiener nach Dachau ges biete von Hennersdorf, Rudmantel und über bracht, die in einer fremden Wohnung bei Durch Oftrau hinaus gegen Karvinna. Die Industries führung einer Hausdurchsuchung ertappt wurden. unternehmungen waren vielfach ohne Stromvers Gestern wurden der 21jährige K. Fiedler und der forgung. An einigen Stellen gingen durch Bliz25jährige Jan Fod verhaftet, die unter dem Vorschlag auch die Leitungsmasten in Flammen auf. wand, nach illegalem Material zu fahnden, die Stromlos blieb auch die Lokalbahn Ostrau- Kars Wohnung eines jüdischen Bürgers durchsuchten. winna. Bei der Gemeinde Hrabovd wurde der Beim Verhör beriefen sie sich darauf, daß der 48jährige Arbeiter Křižecký, Vater dreier Kinder, Jude, als sie ihn begegneten, das Abzeichen der vom Blize erschlagen. nationalsozialistischen Partei trug. Sie hätten ihn deshalb stellig machen wollen. Der Jude fei Teplice ein mit einem Wolfenbruch und Has Um 17 Uhr wütete über Trenčaniti jedoch geflüchtet und habe sich in einem Haus verborgen. Deshalb führten sie in dem Hause die gelschlag verbundenes schweres Gewitter, wobei Durchsuchung vor und hätten auch Bilder des Schloſſen bis zu einem Durchmesser von 3 Renti Führers in der jüdischen Wohnung beschlagnah- schwemmt, die Kanalisierung wurde beschädigt und meter fielen. Die Keller waren im Augenblick übers men wollen. Beide bestreiten, daß sie auch Geld das Waſſer überflutete die Hauptstraße, den Dabei stammt Walter Runciman nicht etwa und Wertgegenstände hätten mitnehmen wollen. aus alter Familie. Es war sein Vater, der in den Marktplaß und die anliegenden Gasien Die neue Verfügung ist in die unauffälligere Da jedoch Fiedler bereits se ch 3 m a I und Fock sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, als Form bloßer Ausführungsbestimmungen zu einer bereits dreizehnmal vorbestraft ist, wurde Nach 14 Uhr wütete über N á ch od ein Kajütenjunge beginnend, den Grundstock zu dem früheren( nichtssagenden) gekleidet. Sie lautet: iren tein Glauben geſchenkt und es wurden beibe furchtbares Gewitter, das von zahllojen Bilis ungeheuren Reichtum legte, über den der Sohn Die Verleger find verpflichtet, Buch oder dem Landesgericht eingeliefert. In der Nacht auf schlägen und einem Wolfenbruch, sowie Sagel heute verfügt. Als Runciman Senior bei seinen Seereiſen genug Ersparniſſe gemacht hatte, taufte Kampf" oder die Reden des Führers enthalten, vor politischen Bezirk Wiener- Neustadt in die Woh- Met., Cervený Kostelec und vor allem in Náchod Reitdriften auftriple die Auszüge aus Mein Freitag drangen alei Burschen in Billingdorf im fanern bealitet for. In one, Bolice n er ein altes Kohlenschiff. Das war der Beginn Drudlegung der parteiamtlichen Brüfungstommiffion nung des dortigen farben dabei eine ſcharfaela- nungen überschwemmt, Baſt ein, wurden beinahe fämtliche Steuer bag Baffer bon zur Gründung einer der größten Handelsschiff zum Schuße des NS- Schriftums aur burchsuchten und fahrtsgesellschaften, über die Großbritannien vorzulegen. Dies gilt auch für Bezugnahmen auf den dene Repetierpistole. Inzwischen war der Pfarrer heute verfügt, sein Sohn vergrößerte sie noch er- Führer oder auf Aussprüche vom Führer im Text in die Wohnung zurüdgelehrt und einer der Ein heblich, heute heißt sie„ Walter Runciman Co. oder in Fußnoten. Bei wiſſenſchaftlichen Werfen, insbrecher trat ihm mit angelegter Pistole entgegen. Ltd." und dürfte über eine Flotille von einigen besondere auch Differtationen genügt die Vorlage der hundert Schiffen verfügen. Bitate, es sei denn, daß darüber hinaus eine beson Er forderte dem Pfarrer seine Barschaft im Bedere Vorlage ausdrücklich angeordnet wird. Bei trage von 100 RW. ab. Einer der beiden Täter, Ueber Aussig und Umgebung der Einreichung der Schriftstüde ift eine genaue der 19jährige Karl Fieser wurde noch am gleichen Quellenangabe beizufügen. Aus der Angabe muß ging vormittags ein heftiger Wolkenbruch nieder, Tage verhaftet. Sein Komplize ist geflohen. so weit es sich um Reden handelt Ort und Reit der stellenweise von einem Hagelschauer begleitet der Rede, sowie die au Grunde gelegte Veröffent Schloß Mitterfill abgebrannt. Freitag früh war. In Schönpriesen, wo die Kanäle die Wassers lichung dieser Rede zu ersehen sein... Ich mache ist das Schloß Mittersill in Salzburg einer massen nicht aufzunehmen vermochten, wurden ausdrücklich darauf aufmerksam, daß die Verlage Brandkatastrophe zum Opfer gefallen. Das Feuer einige Straßen und Parterre- Räume überberpflichtet sind, sich genaueſtens an die Anordnun brach aus bisher unbekannter Ursache im West- schwemmt, so daß die Feuerwehr eingreifen gen zu halten. Schriften, die unter Außerachtlaffuna tratt des Schlosses aus und verbreitete sich über mußte. Auf den Feldern und in den Obstkulturen ber Anordnung herausgebracht werden, werden unter Umständen eingezogen. Auch die bereits erſchienenten einen hölzernen Wehrgang auch über den Ost- wurden Schäden verursacht. Runciman Senior war finanziell schon in der Lage, seinem 1870 geborenen Sohn die Erziehung zuteilwerden zu lassen, die notwendig ist, um aus dem Sohn eines ehemaligen Schiffsjungen einen vollendeten Gentleman zu machen: Walter besuchte als Student das berühmte Trinity College von Cambridge, trat dann in das Geschäft seines Baters ein, aber erkannte frühzeitig, daß man als Mitbeſizer eines großen Konzerns auch die Pflicht hat, sich aktiv an der Politik zu beteiligen. 1900 wurde er als Mitglied der damals noch großen liberalen Partei ins Unterhaus gewählt. Von dieſem Augenblick an stieg ſein Stern schnell. Er wurde Unterrichtsminister, Aderbauminister, Wirtschaftsminister, Präsident der Handelskammer, Mitglied des„ Privy Council". Erst mit dem Rüdtritt Baldwins trat auch er aktiv von der politischen Bühne zurück und wurde in den Peerstand erhoben, womit er zugleich vom Unterhaus ins Oberhaus hinüberwechselte. und der Feuerwehr ausgepumpt werden mußte. An einigen Stellen schlug der Bliß ein, ohne jedoch zu zünden. In Náchod selbst wurden hundertjährige Linden und Weiden entwurzelt. in Frage kommenden Schriften find von seiten der trakt des Schlosses. Die Feuerwehren vermochten Ueber Tschechisch- Teschen und Umgebung Verlage anmeldepflichtig." nur die sogenannten Herrschaftszimmer vor der Vernichtung zu retten. Das Schloß gehörte zuletzt einem englischen Sportklub. Was ist Grund und Anlaß dieses seltsamen Verbots, das im Reiche Adolf Hitlers gegen Hitlerzitate erlassen wird? In lester Zeit haben die literarischen Mederer und Kritikaſter- auch im Nasilager Den Führer anzugreifen oder auch nur im mindesten selbst immer raffiniertere Methoden ersonnen. anzuzweifeln, ist lebensgefährlich. Aber ihn zu zitieren? ging ein heftiges Gewitter nieder. In Trinee schlug der Bliz mehrmals in Fabritschornsteine ein. In Oldřichovice wurde durch Blizschlag der scher, May Serruhs, der durch seine Arbeiten auf rend des Gewitters ein Lastauto auf der Aſphalts Forscherschicksal. Ein junger französischer For- 16jährige Mierka getötet. In Třinec geriet wäh ist, wurde Donnerstag abends bas Opfer eines Der Chauffeur Galuszka wurde durch Glasſplitter dem Gebiete der Aerodynamit bekannt geworden straße ins Rutschen und durchbrach das Geländer. seiner Versuche. Bei einer Explosion in seinem schwer verleßt und ins Krankenhaus eingeliefert, Laboratorium in Chalais Meudon wurden ihm sein leichtverleßter Mitfahrer Froffer konnte in beide Hände weggerissen. Serruys wurde sofort häuslicher Pflege belassen werden. Das Gewitter operiert; die Aerzte erklären, daß sein Zustand hat auf den Feldern schweren Schaden angerichtet. derzeit nicht hoffnungslos ist. Brasiliens Banditenkönig erschöffen. Der dort besorgen. Von der Mafarht- Fürsorgerinnenschule. Daß Kinobesuch in Moskau. lleber 30 Millionen Ministerium für öffentliches Gesundheitswesen und Zuschauer besuchten 1937 die Moskauer Kinos. Körpererziehung verlängert die Anmeldefrist für Den stärksten Besuch hatte der Film„ Lenin im deutsche Hörerinnen des neuen Lehrganges an der Oktober"( 1.754.000 Personen) dann„ Peter der staatlichen Masaryk- Schule für Gesundheits- und Große"( 1,500.000 Personen). Und so zitierte man. Man zitierte Führerreden Parallel mit dieser politischen Karriere ging und Führerworte. Heute ein Hitlerwort von der die Aufwärtsentwicklung innerhalb des wirtschaft- Brechung der Zinsknechtschaft"( wohin ist sie entlichen Rahmens. Sein Konzern wuchs von Jahr schwunden?), morgen ein Hitlerwort gegen deutsche zu Jahr, er wurde Präsident zahlreicher Schiff Kolonialwünsche( es war einmal)... Man zitierte fahrts- Versicherungsgesellschaften und Aufsichts- alte Führerreden voll Liebeswerben um Banditenhäuptling Campeao, dessen Bande seit Fahrpreisermäßigung für Hopfenpflücker. Vont ratsvorsißender in zahllosen anderen Unterneh- England( haben Sieben bolt bon Riebeam sahren den Berfolgungen der Bolige und des Landesarbeitsami in Brag wird amtlich verlautbari: mungen. Er war Gutachter, Sachberater und Reden von der Zeit der Ueberraschungen die vorbei Militärs getrost hat, so daß ihn bereits fagen- Anweisungen für Hopfenpflücker für die zulässige Schiedsrichter und verstand es, überall Achtung sei( bis dann der Marsch auf Wien kam). Man hafter Ruhm umgab, wurde von der Polizei des Fahrpreisermäßigung auf den Staatsbahnen werden zu erringen und, ohne die Ellenbogen zu gebrau aitierte Stellen aus„ Mein Kampf", deren Sirnver- Staates Alagoas in einem Schlupfwinkel aufge- au 20 Seller per Stück ausschließlich in den Bezirkss chen, sich durchzusetzen. branntheit auch dem Dümmsten nicht entgehen konnte, stöbert. Er wurde mit seiner Geliebten Maria anstalten für unentgeltliche Arbeitsvermittlung ber In dem Augenblick, da er die Mission erhält, und Stellen, deren, falsches Deutsch auch dem Bar- Bonita und zehn Mitgliedern ſeiner Bande im fauft. Die Partieführer( Führerinnen) von Pflül. in Prag eine Vermittlungsrolle zu spielen, die von baren eine Gänsehaut über den Rüden jagen muß.. Stampf erschossen. Die Polizei brachte die Leichen ferpartien müssen sich rechtzeitig dieſe Legitimationen allergrößter Bedeutung für die Erhaltung des Jezt also soll Schluß damit sein. Man darf die der zwölf Erschossenen nach Pirnhas als Beweis, europäischen Friedens ist, ist die Frage besonders Worte des Großen nicht mehr unnüßlich im Munde daß der König des brasilianischen Banditentums interessant, wie Runciman politisch steht. Diese und in der Feder führen. Zwangsbewirtschaftung der wirklich erledigt ist. Stellung ist nicht genau zu umreißen. Einerseits Hitlerzitate! Die Idee stammt von Bouhler und der iſt er von jeher der inzwischen ihres Glanzes be- Führer hat ihr dankbar Anerkennung gezollt. raubten liberalen Partei treu geblieben, und man Eines Tages aber wird das deutsche Bolt allen weiß, daß er demokratischen Tendenzen huldigt. Verboten zum Troß die Führer zitieren. Nämlich vor Andererseits steht er auf dem rechten Flügel der das Revolutionstribunal. liberalen Partei und befindet sich seit Jahren in schroffem persönlichen und sachlichen Gegensatz zu Lloyd George, der diese Abneigung übrigens ebenso heftig erwidert. Manche glauben, daß er sehr deutschfreundlich sei, andere weisen darauf hin, daß er die Tendenzen der liberalen Partei und deren Einstellung gegenüber den mitteleuropäischen Problemen voll teile. Nicht ohne Eins fluß auf seine politische Meinung dürften auch die Striege in Spanien und im Fernen Osten sein, denn als Besizer einer der größten Reedereien haben seine Schiffe wiederholt sehr erhebliche Schwierigkeiten in den spanischen Gewässern und in China gehabt. Im allgemeinen gilt wohl von ihm dasselbe wie von Lord Halifax: beide sind, unabhängig von persönlichen oder privaten Neigungen, so typisch englische Persönlichkeiten, daß sie, wenn man sie auf einen verantwortlichen Posten stellt, ganz nüchtern und sachlich an ihre Aufgabe herangehen. Er teilt auch noch eine andere Eigenschaft mit Lord Halifar, nämlich die, sehr trocken und ohne Humor zu sein. Er haßt Ironie und billigen Wiß, und er huldigt weder dem Genuß des Alkohols noch dem des Tabats. Mit Schmeicheleien ist Lord Runciman nicht beizukommen, ebensowenig mit tönenden Reden und irgendwelchen Attitüden, die darauf abgestellt sind, Eindruck zu machen. Ein Engländer, undurchdringlich, fühl und leidenschaftslos. Alles dies sind Eigenschaften, die einem Schiedsrichter in einer so schwierigen Situation wie der in Mitteleuropa nur von Vorteil sein önnen. J. A. Erntezelt Sozialfürsorge in Prag bis zum 15. August d. J. Die gestempelten Gesuche der Absolvertinnen von Mittelschulen, belegt mit einer Abschrift des Reife zeugnisses, der Staatsbürgerschaftsbescheinigung, dem Tauf- oder Geburtsschein und einem amtsärzt lichen Zeugnis nimmt die Direktion der Schule in Brag XII., Rustá 2881 entgegen, die auf Ersuchen auch nähere Informationen erteilt und gedrudie Pro spekte verschidt. Biehung der Staatsbaulofe. Die amtlichen Zie hungslisten über die am 1. und 2. August d. I. statis findende Ziehung der Staatslose zur Unterstübung der Bautätigkeit werben von der Direktion der Staatsschuld in Prag III, Malostranské nám. 2 auss gegeben und können gegen Einsendung von 1 Kč per Stüd und 20 Heller des Portobetrages( Drucksache) durch die Post bezogen werden. Das Wetter. Nach der allgemeinen Luftdrud berteilung über Europa und über dem Atlantischen Dzean ist zu erwarten, daß die gegenwärtige soms merliche Witterung mit örtlichen Gewittern noch in den nächsten Tagen anhalten wird. Der Kern des Tiefbrudes liegt bereits seit einigen Tagen über dem Dzean zwischen Island und Schottland, so daß dem Festland von Südwesten etwas kühlere maritime Luft auströmt. Da sie sich bei ihrem Fortschreiten rasch ertvärmt, veranlaßt sie bei uns nur eine Ver Stärtung der Gewitterneigung. Wahrschein liches Wetter Samstag: Vorwiegend heiter, örtliche Wärmegewitter. Nachmittagstemperaturen um 30 Grad, Südwestwind. Wetteraussich ten für Sonntag: Noch Andauern des war men Sommerwetters mit Neigung zu Lofalgewits tern. d E 11 s 2120 e T. t t, t. nt ge 3. ม 11 臺 et It 23 זוב m EESEE t, Mr. 177 Samstag, 30. Juli 1938 Der Sorgenbrecher 90 Von C. B. Wind Mr. Basebull goß seinen Morgenkaffee hin-| unter, machte sich eine Weile vor dem Spiegel zu recht, nahm Mantel und Hut und verließ in Eile das Zimmer. Drück den Daumen!" rief er sei ner Frau zu und schoß aus dem Hause. Als er um die Ede biegen wollte, prallte er mit einem Herrn heftig zusammen. Basebull ſah den Wann an und erkannte seinen Freund Blad. Wohin so eilig am frühen Morgen?" fragte dieser. Ich gehe, mich bewerben. Demnächst erzable ich dir alles. Wiedersehen!" stieß Mr. Bajebull hervor und sauste davon. Basebull wollte die Allee entlang laufen. Blößlich besann er sich: Man muß heutzutage flint sein. Und er sprang auf einen vorbeifahrenden Autobus. Die Uhr zeigte genau acht, als Bajebull bei Mr. Beel war. Mr. Peel ließ den Besucher Play nehmen. Ich habe Bahr Inserat gelesen," begann| Sie glauben also," unterbrach ihn Mr. Beel, Sie glauben also, daß Sie sich für diesen Posten eignen werden?" Doch!" ,, Gehorchen Sie ohne Widerspruch?" Wenn es sein muß." ..Also, es handelt sich um folgendes: Mein Arzt hat mir absolute Sorglosigkeit verordnet. Ich suche daher einen Mann, der mir meine laufenden Sorgen abnehmen kann. Das Gehalt beträgt dreihundert Mark den Monat!" Mr. Basebull niďte. ,, Das kann ich machen!" Sie kommen morgens um 9 Uhr. Um 5 Uhr nachmittags ist Ihr Dienst beendet." Sie handeln und arbeiten volllommen selbs ständig und unabhängig. Die Instruktionen fins den Sie jeden Morgen auf einem Zettel. Merten Sie sich, ich darf nicht gestört werden!" ..Jawohl! Mr. Peel." Beschwingt schritt Basebull heimpärts. ,, Viola," sagte er zu seiner Frau glüdstrahlend. ich habe die Stellung bekommen! Jest brauchen wir nicht mehr von unseren Ersparnissen zu leben." Anderen Tags, Schlag neun Uhr, erschien Basebull im Büro. Auf dem Tisch fand er einen Zettel, der folgende Anweisungen enthielt: 1. 1500 Dollar abheben! 2. Wechsel im Betrage von 500 Dollar bei der Kommunalbant einlösen! 3. 200 Dollar für zwei Monate Miete an ben Hauswirt bezahlen! 4. 500 Dollar an Mr. Sabel zahlen! 5. 50 Dollar an den Schneidermeister, Karl Johann, Bumpstreet 16, zahlen! 6. 100 Dollar an meine geschiedene Frau, Mrs. Cläre Bogger, Brockloonstreet 222, senden! 7. Den Rest von 50 Dollar erhalten Sie als Vorschuß! 8. 100 Dollar in die Sparbüchse steden! Mr. Basebull schaute im Zimmer umher, suchte nach etwas. Ja, wo sollte er die 1500 Dol lar abheben? Wo war der Scheck? Wenn er nur wüßte, bei welcher Bank sein Chef ein Konto hatte! Basebull wollte zu seinem Chef gehen, sich nach dem Scheck erkundigen; plößlich fiel ihm ein, daß er Mr. Peel nicht stören durfte. Basebull suchte und tramte umher. Da Klingelte das Telephon schon. Er nahm den Hörer ab. ,, Wann bekomme ich endlich mein Geld?" fragte eine aufgeregte Stimme. Heute noch, Mr. Sabel," gab Basebull zur Antwort, heute nachmittag fönnen Sie sich den Betrag in unserem Büro abholen." Gleich darauf meldete sich ein anderer Gläu biger. Auch ihm versprach Basebull sofortige Zahlung. 001 Der Krieg der Rasier- Apparate Stumm bor Entfeßen ließ fich Babu in einen Stuhl fallen. Eine lange Beit faß er be drückt da, mit frauser Stirn und nachdenklich hochgezogenen Brauen, Plöglich öffnete sich die Tür. Sein Chef trat ein. ,, Was ist nun los? Sie lassen ja den Kopf hängen, Basebull?" Seite 5\ Schach ins Volk Es verging jedoch eine Stunde und Basebull hatte Punkt 1 noch nicht ausgeführt. Wo sollte er die 1500 Dollar abheben? Bu dumm! Sätte er sich doch gestern bloß von seinem Chef über die Geldverhältnisse näher unterrichten lassen! Seis Ich bin verzweifelt," stammelte der Angenen Chef stören gleich am ersten Tage? Un stellte, wie friege ich meine 1500 Dollar zurüd? bermittelt ging ihm ein Gedanke durch den Kopf: Ich traue mich gar nicht nach Hause... Meine Ich habe 1500 Dollar auf der Sparkasse. Ich Frau..." hebe einstweilen die 1500 Dollar von meinem ,, Nur feine Aufregung," sagte Mr. Peel gestr Konto ab, erledige alles und morgen lasse ich lassen und verzog teine Miene. mir von meinem Chef einen Scheck über diesen ,, Aber mein Geld, meine 1500 Dollar!" Betrag ausschreiben... Inirschte Basebull. Gedacht getan. Nach zwei Stunden hatte Basebull den Wech fel eingelöst, die Miete bezahlt, die Schneider rechnung beglichen und 100 Dollar in die Sparbüchse getan. Befriedigt ging er um fünf Uhr nach Hause. Den ersten Tag hatte er gut bestanden. Sein Chef soll sich wundern. Basebull weiß sich zu helfen! Am nächsten Tage ließ sich Mr. Peel für fünf Minuten bliden. Er nahm die hand von Mr. Basebull und schüttelte sie fräftig. Das haben Sie gestern ausgezeichnet gemacht! eute bringen Sie nun die Geschäftsbücher in Ordnung!" Basebull niďte betroffen. Er scheute auch die Frage nach dem Sched. Wiedersehen! Keine Störung!" rief Mr. Peel und verschwand. Kaum hatte Baseball sich in eines der Geschäftsbücher vertieft, da läutete es schon ein Herr trat ein. Könnte ich Mr. Peel sprechen?" ,, Bedauere, Mr. Peel ist nicht zu sprechen! Worum handelt es sich?" Ich befomme 100 Dollar für gelieferte Fleischwaren! Ich warte nun nicht länger!" Basebull warf einen ratlosen Blick umher, dann fiel ihm ein, daß er gestern 100 Dollar in die Sparbüchse getan hatte. Er ging an den Schrank und holte die Sparbüchse hervor. Da stupte er plötzlich. Die Büchse war leer! ,, Vielleicht kommen Sie morgen wieder." sagte er nachdenklich zu dem Gläubiger, ich werde mir das Geld von meinem Chef geben lassen." 10.81 3 00.ES Ich verstehe, ich verstehe. Sie wollen Ihr Gelb wiederhaben. Sie können sich übermorgen hier im Büro 1600 Dollar abholen!" 11 Uhr vormittags. Mr. Basebull erscheint im Büro feines Chefs. Ein Herr empfängt ihn. Ich habe 1600 Dollar zu bekommen!" sticß Basebull hervor. Schachaufgabe Nr. 402 Von Wenzel Pichrt, Bergesgrün. Schwarz: Ke4, De8, Bb5, 14, 16.( 5) a b c d e f g h 8 8 7 7 6 6 M 5 4 3 a b c d e f g h Welß: Kf1, Te3, d6, Lb1, Sd3, d4, Ba5,( 7) Matt in 2 Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Er kowa 32, Post Modlan, einzusenden. Sie scheinen der Aufgabe an Wenzel Scharoch, Dra ,, Ach, Sie sind Herr Basebull!" Der neue Herr warf einen Blick auf einen Bettel. stehen hier an erster Stelle, Mr. Basebull. Aber mein Chef vergaß leider, einen Sched auszu schreiben... Warten Sie einen Augenblid, Sie fönnen sich den Betrag von meinem Konto ab heben, ich verrechne es dann mit Herrn Beel..." Der neue Herr schrieb einen Sched aus und überreichte ihn Mr. Basebull. Mit zitternden Händen griff Mr. Basebull nach dem Scheck und eilte kopfschüttelnd davon. Lösungszug zu Nr. 399: D12- h4! Richtige Lösungen sandten ein: Pichrt Wenzel, Bergesgrün; Beutel Wilhelm, Arnsdorf b. Tetschen; Allendorff Fritz, Prag: Lohmüller Hans, Habl Erwin, Kreusche Franz, Holfeld Otto, Schindler Robert, Schöbritz: Dinnebier Emil und Amler Rudolf, TetFreundl Anton, sämtlich Nestersitz; Schöffel Anton, schen; Jelinek Hermann, Bodenbach; Strache Karl, Strache Rudolf, Klötzig Rudolf, Richter Heinrich, sämtlich Groß- Priesen; Weigel Walter, Saubernitz: Berger Josef, Kleinaugest; Mildorf Adolf und Thōnert Max, Tischau; Schöpka Josef Dux: Ulbert Ru dolf, Proseditz; Havel Franz, Modlan; Lippert Georg, Eger. Bundesmeisterschaft 1938 findet am 8. und 9. Oktober in Dux statt. Da gleich Süße Gespräche. Nachdem festgestellt worden war, daß die Zeit zwischen 12 Uhr mittags und 2 1hr nachmittags zu den Stunden gehört, in Die diesjährige Bundesmeisterschaft, welche von denen das Telephon in London am meisten in An- den Kreismeistern des II., V. und VI. Kreises bespruch genommen wird, diese Zeit aber gerade die stritten wird( als vierter Teilnehmer kommt wahr Lunchstunde darstellt, in der bekanntlich der Gescheinlich der Zweitplatzierte des V. Kreises in Frage), schäftsbetrieb ruht, ist man dieser Erscheinung zeitig auch andere Wettkämpfe stattfinden, wird mit nachgegangen und zu dem Ergebnis gelangt, daß den Vorarbeiten in den nächsten Tageu begonnen nahezu alle jungen Bureauangestellten weiblichen werden, Geschlechts ihre Tischzeit dazu benüßen, um Tange Sonntag, den 31. Jull: 1. Runde Kreismeister. und ausgiebige Gespräche mit ihren ,, boys" 31schaft, 9 Uhr vormittags: Sobrusan gegen Wister führen. schan in Teplitz(., Bauer"). Teplitz gegen Komo tau in Oberleutensdorf( Kinogasthaus). bowliM Adamson und sein Versucher 00.57 Partie Nr. 158. Sizilianisch. Gespielt um den Sikapokal in den Prager D.T.J. Schachsektionen. Sieger wurde Gen. Hájek, welcher ungeschlagen mit 9 Punkten hervorging. Weiß: Fr. Hájek. Schwarz: Wagenknecht. 1. e2- e4 2. 12-14 3. Sg1-13 4. Lfl- b5 5.0-0 6. d2- d3 7. e2- c3 8. Lb5- a4 9. Dd1- e1 10. La4- c2 11. Del- h4 c7- c5 Sb8- c6 buoiz e7- e6 Sg8- e7 87-86 and L18-87 a7- a6 d7- d5 0-0 b7- b5 Lc8- b7 Dieser Zug ist nicht am Platze, da Weiß den Schwerpunkt des Spieles auf den Königsflügel überleitet. 12. Sf3-85 Provoziert den Bauern h7 zum Ziehen, womit eine Schwächung des Punktes g6 entateht. Die schwarze Dame entfernt sich vom Kampfplatz; dies gibt Welß das Signal zum Angriff. 85 geht nicht wegen Lxg5, hxg5, Sxg5 mit augen. blicklicher Vernichtung. 12...... 13. Sg5-13 14. 14-15! 15. Lc1xh6 16. Dh4- h3 06h7- h6 Dd8- b6? 26 × 15 Se7- g6 có cát c4Xd3 17. Kg1— hị Ein Ausfall zum Materialgewinn, welcher aber in Wirklichkeit die Vernichtung bringt. Eine glänzende Kombination. 18. e4 × 15 d3c2 19. 15xg6 c2xb1D 20. Talx bl 17Xg6 21. Dh3Xe6t Kg8- h7 22. Lh6xg7 Kh7Xg7 28. Sf3- e5 Db6-07 24. De6xg6t Kg7- h8 25. Se5-17t T18x17 26. Tf1x17 und Schwarz gibt auf. wähnen, sind wir bereits mitten in der Materie, Freilich hat der Konzern heute nicht mehr| Eroberung des Marktes geht, sondern auch darum, nämlich in einem Millionen- Krieg der amerikas wie in den ersten Jahren seiens Bestehens ein ob die bisherige Art des Rasierens in ein paar nischen Rasierklingenindustrie. Es handelt sich um Monopol, und als Jacob Schick im vorigen Jahre Jahren endgültig verschwunden sein wird oder einen der größten Wirtschaftskämpfe, der seit starb, befand er sich inmitten eines wütenden nicht. Seiten operieren mit wissenschaftlichen und ärztlichen Gutachten, selbstverständlich wird der neue Apparat als gesundheitsschädlich hingeſtellt, wähMTP New York. Wenn man durch die Ge- Jahren ſtill, aber zähe ausgefochten wird. Er Patentkrieges mit anderen Geſellſchaften, so ins- Der Ausgang des Kampfes ist vorläufig noch schäftsstraßen von New York geht, kann man in nimmt dieselben Ausmaße an wie fünfzig Jahre besondere mit der Remington- Gesellschaft, die ungewiß. Aus diesem Grunde beziehen Konzerne lezter Zeit häufig die Beobachtung machen, daß borher der Krieg Gillettes, des Erfinders der ebenfalls auf den Gedanken gekommen war,„ Dry wie Gillette eine doppelte Stellung: einerseits sich eine erhebliche Menschenmenge um einen der Raſierklingen, gegen die Rasiermesser- Fabrikan Shavers" zu produzieren. Gezwungenermaßen sichern sie sich das Recht,„ Dry Shavers" herzuten. Gillettes Erfindung war seinerzeit eine veris hatte sich auch der Gillette- Konzern der neuen stellen, und tun dies auch in einem beschränkten zahlreichen Telephontioste schart. Das NewYorker Telephon pflegt sehr gut zu funktionieren, table Revolution, nun bringt der" Drh Shaver" Wiode angeſchloſſen, und man ging bis zum höch Maße, um sich einen Platz auf dem Markt zu und die Bewohner der Stadt fassen sich kurz bei eme neue Umwälzung, und diesmal ist es Gillette sten Gerichtshof, um zu beweisen, daß Schid zwar sichern, andererseits unterstüßen sie die übrigen ihren Gesprächen, so daß niemals Andrang um selbst und mit ihm alle anderen Rasierklingen- einige Grundpatente besiße, aber deshalb nicht Najierklingenfabrikanten sowie die Hersteller von das Recht auf ausschließliche Produktion besigen Seifen, Pinseln, Cremes usw. in deren Propa die Apparate der Stioste herrscht. Es muß also Fabrikanten, deren Existenz bebroht ist. osa Der Erfinder des Dry Shaver", Jacob dürfe. In der Tat gab der Gerichtshof dem Ber- gandafeldzug gegen die neue Erfindung. Beide schon etwas Außerordentliches passiert sein. In Schid, geborener Amerikaner und naturalisierter Tangen der Konkurrenz nach. Konnte man so der Tat: wenn man sich der Menschenmenge Stanadier, starb noch sehr jung im vorigen Jahr, mächtigen Gesellschaften wie Remington und nähert, hört man Lachen und sieht vergnügte Gesichter. Wenn man sich endlich durch den Wen- ießt führt seinen Riesenkonzern seine ebenfalls Gillette das Recht versagen, sich an einem Wettrend andererseits die Propagandisten in den fchenwall durchgearbeitet hat, erblidt man durch noch sehr junge Witwe. Schid, der den Weltkrieg rennen um ein Millionengeschäft zu beteiligen? Aber das ist nur die eine Front des Krieges. Telephonzellen beweisen, daß das Rasieren mit das Fenster der Zelle einen gutausschenden iun mitmachte und Hauptmann wurde, erfand feinen jungen Mann, der keineswegs telephoniert, sondern Apparat im Schüßengraben, meldete seine ersten An der zweiten Front wird noch viel heftiger ge- dem neuen Apparat alles in allem zwei Minuten sich- rasiert. Patente 1918 an und begann nach dem Weltkrieg fämpft. Die Ausbreitung des Dry Shaver" dauert. Beide Seiten erhöhen ihre Reklame- Etats in Connecticut mit einem halb Dubend Ange- droht nämlich, die gesamte Zubehör- Industrie zu um Millionen, und abends im Klub oder auf Er tut das nicht wie andere Menschen, son- stellten seine Produktion. Im ersten Jahr seßte vernichten: Rasierseife, Pinsel, Puder und Creme. einer Gesellschaft unterhält man sich erregt dars dern mit Hilfe eines Apparates, ber in Amerika er nur ein paar hundert Apparate ab, aber dann Allein dafür gibt der Amerikaner im Jahre 20 über, welche Methode die bessere sei: hic ,, Blade " Dry Shaver" heißt. Er wird elektrisch betrieben. besorgte er sich Gelb, um die nötige Propaganda bis 30 Millionen Dollar aus, ganz zu schweigen Shavers" hie„ Dry Shavers". Die Frauen Man stedt die Schnur, an der sich der Apparat be- machen zu können, und 1932 verkaufte er bereits davon, daß er bisher noch für rund 50 Millionen haben bisher noch nicht Stellung genommen, aber findet, in einen Lichttontalt und rasiert sich ohne 10.000 Apparate zu einem Durchschnittspreis von Dollar im Jahr für Rafierklingen ausgibt. In den die amerikanischen Fabrikanten wissen, daß von Seife, die kleinen Scheren des Apparates voll- 15 Dollar pro Stüd. USA vor allem benußen sehr viele Männer eine ihrem Urteil schließlich alles abhängen wird. führen ohne jebe Hilfe ihre Arbeit. Von 1982 ab stieg die Produktion gigantisch. Nasierflinge nur einmal, höchstens zweimal, und Denn sie waren es auch, die seinerzeit die Männer Der Mann, der sich in der Telephonzelle auf zumal da es gelungen war, neue und noch fleinere cremen sich das Gesicht vor und nach dem Raste- dazu brachten, statt des Rastermessers RasierWodelle herzustellen: 1987 feßte der Schid- Kon- re ein. Alle diese Ausgaben und Prozeduren flingen zu gebrauchen. Werden sie auch die ,, Dry gern über 700.000 Apparate ab. Heute produzie- macht der Dry Shaver", der fahrelang hält, Shaver"-Revolution unterſtüßen.? ren die Schick- Werte in Amerita pro Tag über überflüssig. Kein Wunder also, daß der Krieg 8000 Apparate. nicht nur um die Ausnutzung der Batente und die diese Weise rasiert, ist einer der vielen Angestellten des Schid- Konzerns, der auf diese Weise Propaganda treibt, und zwar mit eklatantem Erfolg. Aber indem wir den Namen dieses Konzerns er " G. S. Abkürzungen: Dt. Sdg.- Deutsche Sendung- Na- Nachrichten- OK Orchesterkonzert- Sch- Schallplatten- TM Tanzmusik- UM= Unterhaltungsmusik- Vt= Vortrag. Inland Prag- Mělník an allen Wochentagen: 6.00-8.00 Morgensendung. 12.30 Na. 12.45 Schallpl.- Konz. 14.00 Börse. 19.15 u. 22.15 Na. Prag an allen Wochentagen: 6.00 Morgensdg. 9.45 Sicherh.- Dienst. 10.00 Frauenfk. 11.55 Landw. 13.50 Industrie. 16.00 u. 22.00 Na. Sonntag, 31. Juli Rundfunk der Woche ratung 18.20 Sportorakel 18.35 Arbei tetsdg. Aktuelle zehn Minuten 18.45 Prof. Dr. Pringsheim: Der Waldgarten 19.00 Lieder v. Beethoven( Ges. Kurt Mahr, Klav. Dr. Kurt Behr) 19.30 Slowak. Fahrt Hörf. v. Nerad 20.00 Ehrgeiz in der Küche, kom. Oper. v. Lortzing( Ltg. Herb. Pop. per) 20.45 Adrian Köster: Der Stern 19.40 Hochzeit in Mährisch- Budweis, d. tschechoslow. Kulturleben( Jar. Brünn: 13.50 Arbeitsmarkt 14.10 d. Südens 21.15 OK( Dir. Fr. Rieger) Hašeks ,, Hundefänger") 19.00 UM Landw. 17.40 Zitherkonz. 18.00 Dt. 22.30-23.00 Moderne Mus.( Ges. Hörf. 20.55 Graphol. Vt. Mähr. Ostrau: 9.20 Sch. 9.30 Ar-( Sch.) 19.30 Besuch der Sternwarte Sdg. Romantische Klaviermus.( Klav. Gerda Redlich. Ltg. Dr. K. Behr). Prag: 12.45 OK a. Kaschau 14.10 beiterfk. Vt. ü. berufstätige Frau. a. d. Laurenziberg 20.00 OK( Klav. Gerda Franz) 18.35 Arbeiterfk. Vt. ü. 10.20 Sommergrüße, Verse u. Prosa. Friederike Schwarz, Cello Karl Hor- Auslandsreisen von Arbeiterturnver- Sch. 16.15 Tschech. Operettenmus. a. Kaschau, Mähr. Ostrau 17.00 OK 16.30 Feuilleton. 18.00 Dt. Sdg. Dr. schitz) 20.45 Unser Wald, Hörf. v. einen. a. Ostrau 18.00 Kulturber. 18.20 BlasHadina: Sommer i. d. Poesie. 18.50 Dt. Na. 19.25 Am Lagerfeuer 20.25 Die Montag, 1. August Prag- Mělník: 9.30 Sonntagsdanken. 9.40 Posaunenmus. 10.00 Vom gol- Prag- Mělník: 10.15 Sch. 12.15 Dr. denen Überfluß d. Welt, Hörf. um Sinkule: Vt. Als Handelsvertreter in Gottfr. Keller u. C. F. Meyer. 11.00 Übersee 18.00 UM( Ges. Wilma KüSymph. Konz. a. Sch. 12.05 Presse. rer, Ferry Löring, Klav. R. I. Schuu. R. M. Mandée) 18.45 OK. 12.25 Konzert( Ges. G. Redlich, H. Bert Der Sternenhimmel im August Aktualität 19.25 UMI 20.00 Sch. 20.10 Klav. R. I. Schubert.) 14.00 Bauern- 19.00 UM( Walter Simlinger) 19.30 Die drei Musketiere, v. Dumas( 3. predigt. 14.15 Arbeitersdg. Grete Unterh.- Abd. a. d. Sanatorium Zuck- Teil) 22.15-23.00 TM( Sch.) a. Weber:„ Es steht ein goldnes mantel 20.30 Übertr. d. Konz. zum Brünn. Ährenfeld". 18.00 UM. 18.30 Feuer- Schweizer Nationalfeiertag 22.00 Aus wehrfest, Hörf. 19.15 Na. 19.30 Alte schönen Büchern( Peter Rosegger) Musik.( Gebel- Trio, Berlin, Spinett: 22.30 Sch. 22.40-23.00 Kreuz u. quer Maria Kremer, Viola: Sylvia Grüm- durch unsere schöne Heimat. mer. Flöte: Ulrich Gebel.) 20.00 Sportvorschau. 20.15 Geburt. d. Wiener Operette, Plauderei m. Mus. v. Jos. Zell.( Ltg. R. M. Mandee.) 21.15 OK. 22.15 Na. 22.35 TM a. Hotel Königsvilla, Franzensbad. 23.00-23.30 TM.( Sch.) Prag: 12.10 Sch. 12.45 Sch.- Konz. 13.50 Arbeitsmarkt 14.10 Sch. 16.15 Kurkonz. a. Pistyan 16.45 Vt. ü: Töpferkunst in Wittingau 17.00 Konz. a. Pistyan 17.40 Duo f. Violine u. Klav. Mähr. Ostrau: 12.00 Landw. 13.45 A- dur 18.10 Arbeitersdg. Vt. ü. Land- OK 16.45 Feuilleton 17.40 Liederkonz. arbeiter 18.20 UM 19.15 Aktualitäten 18.10 Dt. Sdg. Landw. Nährstoffzu19.25 Mil.- Konz. 20.10 Zum Schweizer fuhr f. Kulturböden, Kurt Kment: Staatsfeiertag 20.30 Konzert zum Das Gold. Schweizer Staatsfeiertag( Übertr. a. Brünn: 14.10 Landw. 16.45 Vt. Das Leben auf einer Wiese 17.40 Schubert- Lieder 18.00 Dt. Sdg. Hinaus in die Ferne, Hörf. f. d. Jugend v. O. Waldmann 1925 Blasmus Samstag, 6. August Walter Kunze 21.30 Kammermus. Mähr. Ostrau: 11.05 UM 16.45 mus. 19.15 Aktualitäten 19.25 UM ( Prager Streichquartett) 22.30-23.00 Feuilleton 17.40 Vt. ü. Öffentlichkeit u. Wälder 18.00 Dorfblasmus. 18.20 Schweizer Familie, Singspiel v. J. Prag: 12.10 Sch. OK a. Ostrau Arbeiterfk. Aktualitäten 18.30 Dorf- Weigl 22.30-23.00 Sch. Revue a. 14.10 Sch. 16.15 Popul. Konz. 16.45 blasmus. 19.25 Radiofilm f. Fischer, Ostrau. Vt. ü. Jiu- Jitsu i. d. Wehrerz. 17.00 Heitere Hörf. m. Mus. Popul. OK 17.40 Liebeslieder v. V. Donnerstag, 4. August Blodek. 18.10 Arbeiterf. J. Danda: Prag- Mělník: 10.15 F. d. Frau: Musik fan Freien, Hörf. 10.45 Sch. 12.10 Sch. 18.00 Lieder v. Pfab, nach Texten Mähr. Ostrau: 12.00 Landw. 16.15 v. Maria Stona( Ges. Maria Hauner, Tschech. Operettenmus. 16.45 Vt. ü. Klav. Gerta Resek) 18.45 Sch. 19.00 Hultschiner Schulwesen 17.00 OK Brünn: 13.50 Industrie 16.45 Vt. ü. Polit. Wochenschau 19.30 Sch. 20.30( Aus tschech. Opern) 17.40 Neue Büd. Orch. 17.25 Unser Freiheitslied von Mozart auf der Reise nach Prag, nach cher 18.10 Dt. Sdg. Dr. Hoffenreich: 1918, Hörf. 18.00 Dt. Sdg. Sozialinf. Mörikes Novelle bearb. v. Jos. Mühl- Tierschutz im Sommer, Klavierkonz, Arbeitersdg. Senator Niessner: Vor- berger 21.10 Konz. d. tschech. Phil-( Ernst Immerglück) 22.15-23.00 Sch. u. Nachkriegseuropa, Landw. 18.35 harm.( Dir. Rob. Brock) 22.00 Vor- Revue. Sch. 22.15-23.00 Wir tanzen, Sch.- les. a. Viktoria" v. Hamsun 22.30 bis Revue. 23.00 TM( Sch.) Prag: 12.10 Sch. 12.45 UM a. Ostrau Prag- Mělník: 10.15 Fd. Frau Vt. 14.10 Sch. 16.15 Buntes Progr. a. Dr. Elisabeth Schenk: Frauenbio. Brünn 16.45 Donaumühlen( a. graphien 10.30 Sch. 12.10 Blasmus. Preßbg. 18.10 Arbeiterfk. 18.20 UM 18.00 Kreuz u. quer durch unsere Prag: 6.30 Morgensdg. 8.10 Sch. 19.25 UM a. Kaschau 21.00 Viermal schöne Heimat 18.30 Blasmus. 19.30 8.45 Vt. u. Schönheit d. tschech. Whisky, Funkdialog v. N. Garai 21.10 Feierabend 20.15 Fahrt ins Blaue Sprache. 9.00 Orgelkonz. 9.15 ArbeiKonz. d. tschech. Philharm. 22.15 Sch.( Ges. Erna Terrel, Ralph Hartmann, terik. Szene: mit den Flössern a. d. d. Schweiz) 22.15-23.00 Sch.- Revue Mittwoch, 3. August 22.25 Konz. d. Prager Quartetts. Gitarre: Dr. Rud. Köhler, Saxophon: Moldau. 9.45 Alte tschech. Musik. a. Brünn. Prag- Mělník: 10.15 Sch. 12.15 Vt. Brünn: 10.45 Vt. Dr. Pollach: Dür- J. Domes 22.30-23.30 TM. 10.05 UM. 10.25 Sommersymphonie, Brünn: 14.10 Landw. 17.40 Klav.ü. unsere Pilze 12.45 OK( Franz Bal- fen wir unverzollten Wein zu Hause Prag: 12.10 Sch. 12.45 Popul. OK literar. Hörfl. v. Dr. Rutte. 11.00 Konz. 18.00 Dt. Sdg. A. Moder: Vt. lettmus.) 13.50 Arbeitsmarkt 18.00 haben? 13.50 Dt. Arbeitsmarkt 16.45 13.50 Arbeitsmkt. 14.00 Sch. 14.10 UM OK a. Brünn. 12.05 Na. 12.25 OK.. Einkochzeit, Hans Stienicka: Werke v. Busoni a, 2 Klavieren 18.20 Buntes Progr. 18.00 Dt. Sdg. Arbei- a. Brünn 16.10 Sch. 17.50 Industrie 13.50 Dt. Landw. a. Brünn. 14.05 Sch. Ländl, Brauchtum zur Erntezeit 18.35 Arbeitersdg. Fr. Kleiner: Gewerk- tersdg. Dr. Ernst Bloch: Die Chemie 18.05 Arbeiterfk. Vt. Abg. Bergmann 15.30 Popul. OK. 16.30 Vt. ü. Ge- Arbeiterík. Vt. ü. Ergebnisse d. Gen- schaften u. Demokratie 18.40 Sozial- als Freund u. Feind d. Kultur, Dr. ü. d. Arbeit d. Postbeamter 18.20 UM fahren d. Sommers. 16.45 Mil.- Konz. fer Arbeitskonferenz 20.10 Erntenfest inf. 18.45 Neue Bücher 19.00 Slaw. Rob. Kocaurek: Überempfindlich- 19.50 Alte Bäume erzählen 20.05 UM 17.35 Der reizende Findling, Ein- in der Hana, Hörbild 20.50 Gespr. m. Volkslieder( Ges. Hilde Raave, Klav. keitskrankheiten 18.35 Chopin- Lieder a. Kaschau 20.45 Herrn Kondeliks akter v. G. B. Shaw. 18.00 Buntes einem Erzeuger von Panzerkassen Gerta Resek) 19.30 Konz.( Ges. Kate 20.10 Odyssee der rosenroten Perlen, heimlicher Ausflug, aus Ignat HerProgr. 18.30 Märsche u. Walzer. 22.15-23.00 Grosse Sendung in Ame- Slyn, I. Batistič, Klav. R. I. Schu- Detektiv- Sketsch von Polach 21.10 manns Roman. 22.15 Sch. ( OK.) 19.00 Na. 19.10 Aktualität. rika, Sch.- Revue. bert) 21.00 Das Nest, Schauspiel v. Engl. TM. 19.20 Hochzeiten, ethnographische Mähr. Ostrau: 16.45 Wanderung d. Edm. Konrad 22.30-23.00 TM. Mähr. Ostrau: 12.45 UM 18.10 Dt. Hörf. 20.20 UM. 20.55 Vt. Mit dem Karpathorußland. 18.10 Dt. Sdg. Prag: 12.10 Sch. 12.45 Mil.- Konz. Sdg. Ernst Farnik: Alte Statistiken Auto um die Welt. 21.00 Schehere- Arbeitersdg. Ernst Cinciala: Kunst- 13.50 Arbeitsmarkt 14.10 Sch: 16.15 klagen an, zur Gesch. d. Schulwesens zade, symph. Suite, Oper v. Rimsky- betrachtung; Johann Tengler singt UM a. Kaschau 16.45 Vt. ü. Pflanzen- im Hultschiner Gebiet; Rezit. von Korsakoff.( Sch.) 22.00 Na. 22.30 beliebte Lieder( Klav. E. Schulhoff) schutz 17.00 UM a. Kaschau 17.40 Traute Sauer. Sch. 22.30-23.30 TM a. Preẞbg. 20.55 Vt. Dr. Feldmann ü. Vitamine Engl. Klaviermus. 18.10 Vt. ü. IntelBrünn: 7.00 Konz. 9.15 Arbeiterfk. u. Kinderernährung. Hörf. ü. mähr.- schles. Arbeiterolympiade. 11.00 Kurkonz. a. Luhačovice. 13.50 Dt. landw. 15.30 Dt. Sdg. Zehnter Hochzeitstag, Kom. v. Fel. Langer, Schrammel- Konz. 18.50 Dt. Na. Ausland Sonntag, 31. Juli bis 22.25 TM. Brünn: 13.50 Industrie 14.10 UM 17.35 Orgelkonz. 18.00 Dt. Sdg. Der Narrenzug, Hörsp. v. Fritz Gidela 19.20 UM( Hanakentrio) 20.45 Der rätselhafte Rotkopf, Kriminalstück v. Fleischmann 21.25 UM 22.20-23.30 TM a. Zlin. Wien: 14.00 UM. 15.30 Klass. u. Kammerorch. 18.30 UM. 20.10 Dichtung u. Musik d. Ostmark. 21.05 Serenade a. Salzburg. 22.30 TM a. Leipzig. 24.00-3.00 Mus. a. Königsb. moderne Violinmus. 16.00 Konz, des lektuelle im prakt. Leben 18.20 Blas- Freitag, 5. August Mähr. Ostrau: 18.00 Zither- Konz. mus. 19.15 Polit. Aktualität 19.25 Ra- Prag- Mělník: 10.15 Sch. 12.15 Vt. 18.25 Arbeiterfk. Vt. ü. LandarbeiterDienstag, 2. August diofilm f. Fischer a. Ostrau 21.00 Vt. Markus Harant: Erleichterungen im schaft 19.20 Wettbewerb: HanakiPrag- Mělník: 10.15 F. d. Frau: Vt.ü. Talsperren 21.15 Zd. Fibich: Symh. Grenzverkehr 18.00 Mozart: Sonate sches Trio u. Ostrauer Sängerquar Olga Bacher ü. d. Küche im August Es- dur( Tschech. Philharm.) 22.15 c- moll( Klav. Georg Singer) 18.10 tett 19.50 Vt. ü. Verbrecherwerkzeuge 10.30 Sch. 18.00 UM( Sch.) 18.45 A. Sch. Vt. Karl Bartel ü. gesetzl. Berufsbe- 20.45 Dorfkabarett, heitere Hörf. Berlin: 12.00 Konz. a. Leipzig. 14.15| Beromünster: 18.00 Walzer. 19.00| 19.30 TM. 20.30 Melodie d. Sommers, UM. 15.15 Sch. 16.30 Ein Sommerlied. Musik& Violine, Bratsche, Gitarre. Hörf. 22.30 Kammermus. 23.00 OK a Hörf. 17.00 Klaviermus. 18.00 UM. 19.55 Schubert- Sonate. 20.30 Der Ra- Hambg. 24.00-2.00 Mus. a Frankf. a. Freienwalde. 19.00 UM. 20.10 Zau- stelbinder, Operette v. Lehár. 21.50 ber d. Stimme( Sch.). 21.00 UM. 22.30 TM aus Köln. 24.00-3.00 aus Köln. Breslau: 12.00 OK a. Leipzig. 14.00 Sch. 16.00 UM a. Frankf. 18.00 Abseits vom Großstadtlärm. Hörf. 19.00 Breslauer Klaviertrio. 20.00 Beliebte Opernmelodien( OK). 22.30 TM aus a. Köln. 24.00-3.00 Musik aus Köln. Leipzig: 12.00 OK. 14.00 Sch. 15.20 Breslau: 11.00 Lob der Heimat, Klaviermus. 16.00 Konz. a. Köln. 18.00 Hörf. v Kölwel. 12.00 UM a. Berlin. Vt, ü. nordische Königshalle. 19.00 14.30 Volksmus. 21.00 UM. 22.30 TM Schöne Stimmen( Sch.). 20.10 TM. v. Deutschl.- Sender. 24.00-3.00 Mus. 21.00 Abendmusik im Klostergarten. aus Hamburg. 22.45 TM a. Köln. 24.00-3.00 Musik aus Köln. Deutschlandsender: 11.00 Sch. 12.00 Mus. a. Aachen. 14.30 Dt. Lieder ( Sch.) 15.00 UM a. Stockholm( Sch.) 21.00 UM a. Breslau. 22.35 TM 1.05 bis 2,00 Mus. a. Frankfurt. Berlin: 11.00 OK d. Wiener Phil harmonie a. Salzburg. 12.00 UM. 15.30 Sch. 21.00 TM. 22.30 UM 1.00 bis 3.00 Mus. aus Hamburg. Leipzig: 11.00 Sch. 12.00 Mus. aus Berlin. 14.05 Sch, 15.15 Kammermus. und Lieder. 21.00 Fröhl. Melodien ( Sch.) 22.30 TM v. Deutschl.- Sender. 24.00-3.00 Musik aus Hamburg. Wien: 11.00 OK. d. Wiener Philharmonie a. Salzbg. 13.00 UM. 14.00 Sch. 15.00 Reineke Fuchs. Märchenspiel v. Trojan. 21.00 UM a. Breslau. 22.30 OK. 24.00-3.00 Mus. a. Hamb. Beromünster: 17.00 OK. 18.30 Schweizer Lieder. 19.00 Vt. ü. Meertiere. 19.30 Sch. 19.45 Na. 20.05 Dialektspiel. 21.30 TM. Mailand: 17.15 UM. 21.30 Orfeo, Oper von Casella. Wien: 12.00 Konz. a. Hambg. 14.10 Sch. 15.30 Mus. v Liszt( Sch.). 16.00 UM a. Stuttg. 18.15 Klaviermus. 20.10 Ferienzeit, heitere Mus. Chronik. 22.30 TM a. Köln. 24.00-3.00 Mus. a. Köln. Beromünster: 17.00 UM. 18.30 Lieder. 19.25 Schweiz, Kammermus. 19.55 Hörf. 21.30 Uebertr. v. Rütli. Mailand: 17.15 UM. 21.10. Die Rosenkönigin, Oper v. Leoncavallo. 23.15 bis 23.55 TM. Budapest: 13.30 UM. 17.30 OK. 19.20 Zigeunermus. 20.55 Klavierkonz. Dohnanyi. 22.00 Sch. 23.10 Jazz. te. 21.30 Na. Moskau- Komintern: 18.00 OperetBudapest: 14.00 Sch. 15.45 Zigeunermusik. 17.00 OK. 18.50 Jazz. 19.30 Der Dichter u. der Tod, Spiel von Herczeg. 20.15 Aus Operetten von Dienstag, 2. August Planquette. 21.55 Zigeunermus. 23.00 Dt. Vt. über die Margareteninsel. 23.10 TM. Moskau- Komintern: 16.30 19.30 Konz. 21.30 Na. Montag, 1. August Mailand: 17.15 Klaviermus. 21.00 Lustspiel. Berlin: 12.00 Konzert a. Frankf. 14.15 UM. 15.15 Sch. 16.30 Hörf. u. Sommer. 17.00 Schubert- Lieder, 18.00 UM. 19.00 Sch. 20.15 UM a. Frankf. 22.30 UM a. Stuttg. 24.00-3.00 OK a. Danzig. Budapest: 13.30 Märsche u. Walzer ( Sch.) 17.00 TM. 18.30 OK. 20.00 Ungar. Lieder. 21.10 Berühmte Dia- Breslau: 12.00 UM. 14.15 UM aus loge. 22.15 TM( Sch.) 23.10 Zigeu- Berlin. 16.00 OK a. Flinsberg. 19.00 nermusik. Kleiner Roman in Wort u. Ton. 20.10 UM. 23.00 UM a. Stuttg. 24.00-3.00 OK a. Danzig. Moskau- Komintern: 16.30 Mus. 18.00 Liter. Progr. 19.00 Konz. 21.30 Nachrichten. Mittwoch, 3. August Beromünster: 17.00 Klaviermus. 18.00 Kind und Tier. 18.45 Wunder der Pampas. 19.10 UM. 20.05 Blasmusik. 21.40 Bunte Stunde. Mailand: 11.15 Klaviermus. 21.00 Moderne Schlager, 21.30 Symphon. Konz., dann TM. Budapest: 12.05 Lieder mit Klav. Leipzig: 13.15 Konzert a. Frankf. 13.30 Zigeunermus. 17.00 Ungar. Lie14.00 Sch. 15.15 Vt. ü. Fernsehtepho- der( Klav.). 18.00 OK. 19.30 Violine nistin. 16.00 UM a. Frankf. 18.20 Gi- und Klavier. 20.00 Hörspiel. 22.25 Zitarrenlieder. 21.00 UB. 22.45 Volks- geunermusik. 23.30 TM( Sch.). musik a. Stuttg. 24.00 bis 3.00 Mus. Moskau- Komintern: 16.30 Mus. a. Danzig. 18.00 Konz. 19.00 Konz. 21.30 Na. Samstag, 6. August Deutschlandsender: 12.00 Mus. a. Danzig. 14.00 UM. 15.15 Eberh. Bauschke spielt( Sch.). 16.00 UM. 19.00 Don Giovanni, Oper v. Mozart ( a. Salzburg). 20.20 Don Giovani 2. Wien: 12.00 Konz. a. Frankf. 14.15 Akt. 22.30 Beethoven: Sonate op. 101. UM a. Hambg. 15.30 Lyrisches Kon23.00 Mus. a. Wien. 24.00 Wagner- zert.( Sch.) 16.00 UM a. Saarbr. 18.40 Konz. a. Stuttg. 1.05-2.00 Stücke Lieder a. Steiermark. 20.10 Sch. 20.30 großer Meister( Sch.). Tannhäuser, Oper v. Wagner, 2. Akt ( a. Salzburg). 22.30 TM. 24.00-3.00 Mus. a. Danzig. Berlin: 12.00 Konz. a. Stuttg. 14.15 UM. 15.15 Sch. 16.30 Die kleinen Verwandten, Lustsp. v. Thoma. 17.00 Kammermus. 18.00 UM. a. Freienwalde. 19.00 UM. 20.10 OK a. Hambg. 22.30 TM a. Breslau. 24.00 bis 3.00 Sch. Breslau: 13.15 UM. 14.00 Sch. 16.00 OK. 18.00 Plauderei ü. Heinr. Laube. 19.00 Sommerliches Mißvergnügen, Hörf. 22.30 TM. 24.00-3.00 Konzert a. Stuttgart.2 Deutschlandsender: 12.00 OK v. d. Rundfunkausstell, 14.00 UM. 15.15 UM. 16.00 UM aus Köln. 18.15 Hörf. ü. Geheimnisse d. Hörberichte. 19.15 UM. 20.10 Festabend d. Funkausstell. Beromünster: 18.00 UM. 19.10 23.00 TM a. München. 24.00-3.00 TM Volksbräuche. 20.40 OK. 21.10 Ital. Mexik. OK. 20.10 Jodellieder. 20.30 aus Frankfurt. Mus. 22.00 Abendmus. Mailand: 17.15 Brasil. Austauschkonzert. 21.00 Lustsp. 21.40 Klavierkonzert, dann TM. Freitag, 5. August Berlin: 12.00 OK a. Wien. 14.15 Sch. 16.00 UM. 18.00 UM. 19.00 Opern. klänge( Sch.). 20.10 Alt- Berl. Tanzabend. 22.30 TM. 2.00-3.00 UM aus Breslau. Breslau: 12.00 OK a. Wien. 14.00 Sch. 16.00 UM. 18.15 Musik an zwei Klavieren. 20.00 Heitere Hörf. 22.30 TM. 24.00-3.00 UM. Budapest: 17.30 OK. 19.00 ZigeuLeipzig: 13.15 Konz. a. Stuttgart. nermusik. 20.30 2. und 3. Akt des Deutschlandsender: 12.00 Mus. aus Stuttgart. 14.00 UM. 15.15 TM( Sch.) 14.00 Sch. 16.00 UM v. Dtschl.- Sen- Tannhäuser" a. Salzburg. 23.10 Jazz. Moskau- Komintern: 16.30 Mus. Leipzig: 12.00 OK a. Wien. 14.00 16.00 UM. 18.00 Klaviermusik. 19.00 der. 18.00 Vt. ü. böhm. Geschichte. Mus. UM. 20.10 UM. 21.15 Kammermusik. 19.00 Musik. Kabarett. 20.10 OK. 18.00 Liter. Progr. 19.00 Konz. 21.30 Sch. 16.00 UM a. Köln. 18.15 TM 18.00 Konzert. 19.00 Liter. Progr. 22.30 K. M. v. Weber: Variationen f. 21.30 Dt. Chormus. 22.30 Mus. aus Nachrichten. ( Sch.). 19.00 Volkslieder. 20.10 BunKlarinette u. Klavier. 23.00 TM aus Wien. 24.00 3.00 Mus. a. München. ter mus. Abend. 22.30 Mus. a. Berlin. Köln. 24.00-2.00 Konz. aus Frankf. Wien: 12.00 UM. 13.15 Konzert a. 2.00-3.00 UM a. Breslau. Berlin: 12.00 Konz. a. München. Stuttg. 14.10 I Romant. Mus.( Sch.) Deutschlandsender: 14.00 UM. 15.15 W Wien: 12.00 OK. 14.10 Sch. 16.00 Deutschlandsender: 12.00 Konzert 14.15 Sch. 15.15 UM. 16.00 Konz. aus 15.30 Sch. 16.00 OK. 18.20 Die Welt Kinderlieder. 16.00 UM. 17.30 Neue UM a. Köln. 18.00 Blasmus. 19.00 a. Hambg. 14.00 UM. 15.15 Kompo- Königsb. 19.00 UM. 20.10 UM aus a. d. Schallpl. 21.00 Neue dt. UM. Lieder. 18.00 UM a. d. Rundfunk- Wanderlieder. 20.10 Im Tanzschritt sitionen von Walter Jaeger( Sch.). Stuttg. 22.30 TM aus Hambg. 24.00 22.30 Musik aus Wein( OK). 24.00 Ausstellung. 19.25 Zauber d. Instru- durch die Welt. Hörf. 24.00-3.00 UM 15.40 Gespr. ü. Unfälle im Haushalt. bis 3.00 Konzert aus Wien. bis 3.00 Mus. a. München. mente( Sch.). 20.10 Neue dt. Blas- aus Breslau. 16.00 UM. 18.25 UM( Sch.). 18.40 Breslau: 13.15 Konz. aus München. Beromünster: 17.00 OK. 17.10 Som- musik. 21.00 Wilfried Krüg spielt. Hörber. a. d. Herz- Forschungsinsti- 14.15 UM a. Hambg. 16.00 Konz. 18.10 mertage. 17.45 Sch. 18.00 Kinderstd. 22.30 Kammermus. 23.00 TM aus rikanische UM. 19.15 Wiener Lieder. Beromünster: 17.00 TM. 18.30 Ametut Nauheim. 19.15 UM. 20.10 OK. Cellomus. 20.10 UM. 21.00 Sommer- 18.30 Ländler. 19.55 Hörsp. 20.30 Frankfurt. 24.00 2.00 UM a. Stuttg. 21.10 Opernmus. 22.00-23.00 TM. 22.30 Kammermus. 23.00 UM. 24.00 liches Dorf. Landschaftsbild. 22.35 Symph. Konzert.( Berlioz.). 21.20 Berlin: 14.15 UM. 17.00 KammerBlasmus. 1.05-2.00 Konz. Meister TM a. Hambg. 24.00-3.00 Konzert Vorles. 21.40 TM. musik. 18.00 UM. 19.00 UM. 20.00 Straßburg: 18.00 Heitere Sendg des Hochbarock. aus Wien. Mailand: 17.15 Lieder u. Duette. Welle 1838-1938, lustiges Spiel. 22.30 18.30 UM. 19.30 Konz. 20.30 OK Leipzig: 12.00 Konz. a. München. 21.00 UM. 21.50 Symph. Konz. 23.15 TM a. Leipzig. 24.00-3.00 Mus. a. Kö-( Mozart, Gluck) und komische Oper. Nachrichten in deutscher Sprache 23.00 TM. 14.00 Sch. 16.00 OK. 18.20 Lieder. bis 23.50 TM. nigsberg. ( ausser Sonntags). 19.00 TM. 20.10 Essenszeit, Hörf. 19.00 Operette. 21.35 OK. 22.05 Kla- Breslau: 14.00 Sch. 16.00 UM vom Mailand: 17.15 TM. 21.00 Tosca, 5.45 Paris Mondiale. 7.55 Luxem- 21.10 UM. 22.30 TM aus Hamburg. vierkonzert. 22.45 Sch. Deutschl.- Sender. 17.10 UM a. Stuttg. Oper v. Puccini, dann TM. burg. 8.20 Straßburg. 10.05 Brünn. 24.00-3.00 Musik aus Wien. Moskau- Komintern: 17.00 Mus. 18.10 Vt. ü. Kämpfe u. Freundschaf- Warschau: 17.00 TM. 18.10 Violin12.30 Prag- Mělník. 13.55 Brünn. 14.00 Wien: 12.00 Konz. aus München. 17.30 F. d. Arktis. 18.00 Konz. 19.00 ten zwischen Pflanzen u. Tieren. 18.20 konzert. 18:55 Sch. 19.30 SoldatenliePrag und Preßburg. 18.15 Moskau. 14.10 Sch. 15.30 Caruso- Sch. 16.00 Liter. Progr. 19.30 Konz. 21.30 Na. Zeitgenöss. Orgelmus. 19.00 UM. 20.10 der. 21.10 UM. 22.00 Bunte Stunde. 18.45 Brünn, Mähr. Ostrau u. Preß- Konz. aus Breslau. 18.00 Hörf. über 23.00 Deutsch. Progr. Schles. Feierstunde. 22.30 TM aus burg. 19.00 Luxemburg. 19.15 Prag-| Norwegen. 18.30 Sch. 19.00 R. v. MojLeipzig. 24.00-3.00 Mus. a. Königsb. Budapest: 13.30 Sch. 17.30 ZigeuMělník. 19.45 Beromünster. 20.00 sisovics: Sonate f. Violine u. Klavier. Donnerstag, 4. August Leipzig: 14.00 Sch. Heitere nermusik. 18.40 TM( Sch.) 19.35 Ges. Sraßburg, 22.00 Moskau u. Luxembg. 20.10 Bitte einsteigen, Hörf, über Fe- Deutschlandsender: 12.00 Mus. aus Tiersedichte. 10.000 Date m. Klavierbegl. 20.10 OK. 23,10 Jazz. 18.20 Lieder u. Duette. 19.00 UM aus 19.15 Prag- Mělník. 19.45 Beromün- rienreise. 21.15 Abendlieder. 22.30 Breslau. 14.00 UM. 15.15 Hausmus. ster. 20.00 Moskau u. Luxembg. 22.15 TM a. Hamburg. 24.00-3.00 Nacht- 16.00 Mus. a. Stuttg. 17.10 UM a. Bad Prag- Mělník 22.50 Bukarest. musik.( Kammerorch, u, Volksmus.), Dürckhein, 18.15 Violine u, Klavier. Moskau- Komintern: 17.00 Konz. Dresden. 22.30 TM. 24.00-3.00 Musik 18.00 Konzert. 19.00 Liter. Progr. aus Königsberg, 19.30 Mus. 20.00 Mus. 21.30 Na. Rr. 177 Samßtag, 30. Juli 1938 Sette 7 IMhwirhcfiftft wut Sagiafp^tife Ueber aktuelle Probleme der Landwirtschaft injormicrtc Herr Minister für Landlvirtschaft, Dr. Zadina in einer Konferenz am 29. Juli die WirtschastSredakteure der TägeSblätter. DaS wichtigste Problem ist die E r n t« e i n b r t n« A u n fl. Die heurige Ernte ist gut bis sehr gut, an Brotegtreide werden wir vollständig selbstgenügsam sein, nur die Obsternte ist schlecht. Durch die teilweise Lagerung des Getreides, vor allen» aber durch die Maul» und Klauenseuche, wird Heuer eine bedeutende Mehrarbeit bei der Ernteeinbringung erforderlich. Es gilt daher, alle verfügbaren Kräfte zu mobilisieren, damit die Ernte rechtzeitig eingebracht werden kann. Der Minister bespricht dann die Maßnahmen, die getroffen werden sollen, um den Landwirten genügend ArbeitS- lräfte zu verschaffen. In erster Linie sollen die noch. vorhandenen Arbeitslosen herangezogen werden. Der Minister gab einen Ueberblick über die Raul« und Klauenseuche und den derzeitigen Stand derselben in unserem Staate. Wahrend die Zahl der betroffenen Gemeinden und dex erkrankten Tiere in Böhmen und Mähren fast gleich hoch sind(1400 Gemeinden und 200.000 Tiere), sind die Verluste in Böhmen unvergleichlich höher. Da» Landwirtschaftsministerium hat eine Unterstützungsaktion in die Wege'geleitet, die sich auf eine Preisermäßigung des Serum» und auf Unterstützungen an die betroffenen Landwirte bezieht. Für Rindvieh, da» bis zum 15. August eingeht, wird«ine Unterstützung von 600 KL per Stück, für Jungvieh im Alter von einem Jahr von 100 KL, für Kälber von 150 KL und 50 KL für eine Ziege gewährt. Nach dem 15. August wird KL 1.20 je 1 Kg. Lebendgewicht für ein Jahr altes Vieh, KL 1.50 für Kälber bis zu einem Jahr und, KL 50.— für eine Ziege an Unter, stützung gewährt. Am stärksten ist da» Gebiet von Mttelböhmen und Mittelmähren von der Seuche betroffen. kteue» International«» Zuckerabkommen Nach wochcnlangen Verhandlungen der Vertreter de» Internationalen Zuckerkartells ist in London soeben ein Neues internationales Zuckerabkomme» abgeschloffen worden. Die Modifizierung de» seit dem vorigen Jahre gültigen inter- nationahm$eri.wflcö., mit ,seiner Wggjung J?ei. Ausfuhrquoten war deshalb notwendig geworden, weil sich der Welt-Zuckermarkt als weniger aufnahmefähig erwiesen hat, al» man im vorigen Jahre bei der Festsetzung der Zuckerquoten angenommen hatte. Daraus ergab sich dann jene Entwicklung am Zuckermarkt, die bei einem Ueber- angebot von Zucker zu einem Rückgang der Zuckerpreise geführt hat. Wenn auch vorübergehend der Preisrückgang unterbrochen wurde und einer leichten Preissteigerung, Platz machte, so lag hoch der Zucker-Weltmarktpreis am 15. Juli rund SO Prozent unter dem Stand de» Vorjahres. Für das laufende Jahr wird der Bedarf de» steien Markte» für die Länder des internationalen Zuckcrabkommens auf etwas mehr als drei Mill. Tonnen geschäht. Ilm die Wiederholung eine» Ueberangebotes zu verhindern, mußten alle Länder in eine Herabsetzung ihrer Einfuhrquote einwilligen. Neben einer allgemeinen Kürzung um 5 Prozent mußten die ZuckerproduktionSländer noch einer besonderen Herabsetzung zustimmen. Für die Tschechoslowakei bedeutet das, daß sie neben den 15.500 Tonnen, die die fünfprozentige Kürzung auSinacht, noch auf weitere 22.500 Tonnen Ausfuhr verzichten muß. Sie hat demnach bei den internationalen Zuckerverhandlungen im Einverständnis mit der Regierung einer Minderausfuhr von 38.000 Tonnen oder um 12.6 Prozent ihrer vorjährigen Quote zugestimmt. Es wird mitgeteilt, daß andere Länder noch größere Opfer haben bringen müffen. Die im vorigen Jahre zu verzeichnende leichte Steigerung des ZuckerexportcS wird demnach in diesem Jahre, und voraussichtlich auch im nächsten Jahre, wieder verloren gehen. Die Zuckerindustriellen werden dieser internationalen Neuregelung nicht gerade schiveren Herzens zugestimmt haben. Denn der Gewinn ist bei den gedrückten Zucker-Weltmarktpreisen nicht eben hoch und könnte sich bei einem weiteren Nachgeben der Preise wieder in einen Verlust verwandeln. Dagegen bringen die JnlandS-Zuckerpreise stark erhöhte Uebergewinne, die denn auch von den Zuckerindustriellen viel hartnäckiger verteidigt werden al» ihre Exportquoten.. Exportwerbung der Prager Messe Ueber eine Million Plakate, Prospekte, Flugblätter in 21 Sprachen Die Prager Messe hat sich in den letzten Jahren im verstärktem Maße der Exportförderung zugewendet. Für jede Veranstaltung hat das Messeamt eine umfangreiche AuSlandswerbung durchgeführt, deren Zweckmäßigkeit in steigenden Besucherzahlen au» dem Ausland zum Ausdruck gekommen ist. Für die bevorstehende Herbstmesse, die vom 2. bis 11. September stattfinden wird, wurde die Auslandswerbung der Prager Meffe Iveitcr verstärkt. Insgesamt wurden über eine Million Stück Wcrbematcrial in 21 Sprachen versandt. Da» neue Plakat der Meffe veranschaulicht den großen Mcffepalast als Haus der tschechoslowakischen Exportindustrien; die typischen tschechoslowakischen Ausfuhrartikel wurden im Plakat geschickt zur Geltung gebracht. Besondere Sorgfalt wurde dem großen Prospekte zngewendet. Lichtbilder von Qualitätswaren werben für die heimischen Ausfuhrindustrien. Für die einzelnen auf der Meffe stark vertretenen Exportzweige wurden besondere Flugblätter In» Ausland verschickt; auf diese Weise wird für die Glas-, Porzellan-, Spielwaren«, Lcderwaren-, Metall- und Maschinen» Industrie Propaganda gemacht. Besondere Aufmerksamkeit wurde Ivieder den ausländischen Warenhäusern und Einkaufskonzernen gclvidmet. Die führenden Häuser wurden mit individuellen Briefen cingelade». Die Aktion hat sich auch heuer Afrika In der Weitproduktion Der ehemalige Generalgouverneur von Französisch-Aequawrial-Afrika, Raphael Antonetil, hat kurz vor seinem Tode für die Internationale Handelskammer einen bemerkenswerten Artikel geschrieben, in dem er prophezeit, daß die kommenden Jahrzehnte„dal Jahrhundert Afrika»" bedeuten werden, so wie die vergangenen 100 Jahre das Jahrhundert Amerika» bedeuteten. Die gewaltig gestiegene Produktion Europa» brauchte im 19. Jahrhundert die gestiegene Kaufkraft Nordamerika», um ihre Erzeiigniffe absetzen zu können, und sie benötigte auf der anderen Seite Nord- und Südamerika als Rohstofflieferanten.'Raphael Antonetti seht auseinander, daß e» möglich sein müsse, auch die Kaufkraft der übrigen 150 Millionen Afrikaner wesentlich z» heben und so ein neues Absatzgebiet zu schaffen. Auch sei in Afrika ein getvaltiger Bestand fruchtbaren Boden- in Reserve, der die Vervierfachung der bisherigen afrikanischen Produktion ermögliche. Wie beträchtlich diese Produkiton km Rahmen der Welterzeugung schon heute ist, zeigt unser Schaubild.— Außer den angeführten Produkten' werde» noch BaunUvolle, Bananen und Kautschuk In beträchtlicher Menge in Afrika erzeugt, sind aber unberücksichtigt geblieben, da sie weniger als zehn Prozent der Weltprodukition auLmache». Keeüttsnstalt öer Deutschen ■».•au«SSI 11■.».£. 81 Niederlassungen Haftung-kapital 120 Millionen KS bewährt und dem Messeamt sind bereits Zusagen von ausländischen Warenhäusern zugcgangen. Daü Werbeinaterial der Messe toi'rd in die ganze Welt versandt. Besonders umfassend wird die Werbung in Ländern durchgeführt, in denen sich günstige Absatzchancen für tschechoslowakische Erzeugnisse ergeben., Man erhült für KB 100 Reichsmark(Roten)'. .. 578.— Reichsmark(Münzen) .. 745.— 100 rumänische Lei.. .. 19.35 100 polnische Zloty., .. 548.50 100 ungarische Pengö., .. 638 50 100 Schweizer Franke», ,.«48.50 100 französische Franc». ,. 82.20 1 englisches Pfund., .. 144.37 1 amerikanischer Dollar .. 28.95 100 italienische Lire«, .. 170.40 100 holländische Gulden. .. 1599.— 100 jugottawische Dinare. .. 64,80 100 BelgaS..... .. 490.— 100 dänische Kronen.. ..«38.- 100 schwedische Kronen, . 738.— „Hüte dich vor Rechtsanwälten!" In London wurde das Testament eines Sonderlings eröffnet. Der Mann, der zu Lebzeiten dadurch auffiel, daß er einen hohen Zylinderhut mit der weithin sichtbaren Aufschrift trug:„Hüte dich vor Rechtsanwälten", hat auS seinem stattlichen Nachlaß seinem Friseur eine JahreSrente vermacht und bestimmt, daß jeder seiner Erben, der dieses Legat anfechtcn würde, seines Anteils an der Erbschaft verlustig gehen Ivürde. DaS Mikrophon im Kragen. Da- Lustfahrtministerium der Bereinigten Staaten von Amerika bat einen Apparat zur allgemeinen Benutzung auch in der • zivilen Luftfahrt freigegeben, der por drei. Jahren erfunden wurde und bisher«in Geheimliii der Militärbehörden war. Es handelt sich um ein Mikrophon, das in Form eines Kragens um den Hals getragen wird. DaS Mikrophon selbst liegt genau den Stimmbändern über und überträgt ihre Schlvingungen, obne daß der Sprecher überhaupt Laute von sich' gibt. Da» leiseste Flüstern ist im Aufnahmeapparat ebenso gut zu vernehmen, als ob die Worte ganz laut in ein Mikrophon gesprochen worden wären. Der praktische Vorteil dieser Apparatur besteht darin, daß der Pilot ersten» da» Steuer nicht aus der Hand zu lassen braucht, uni ein Mikrophon in die Hand zu nehmen, und daß er zweiten» nicht von dem Propcllergeräusch gestört wird. Denn sonst müßte er ja in da» Mikrophon hineinschreien, und man würde ihn trotzdem l nicht deutlich vernehmen. Lynchstatistik Das amerikanische Lynchwesen—oder vielmehr-uiyvesen— ist hervorgegangen aus der primitiven Justiz von Pionieren und Goldgräbern, deren Trupps und Siedlungen, auf eigene Faust lebend, In einem riesigen Gebiet verstreut, abgeschieden und isolierte gezwungen waren, auf gcsellschaftSschädigende Handlungen irgendwie kollektiv zu reagieren, Mit Schädlingen irgendwie abzurechnen. So entstanden sehr einfache Volksgerichtshöfe, bei denen zwischen Publikum, Klägers Ankläger, Richter und Henker kein Unterschied mehr war. Wie immer in unstabilen Ber- hältnissen. lvar bei Vergehen von einigem Gewicht die Alternative sehr einfach: Freispruch oder Strick. Jene Gerichte der Frühzeit waren im Grunde Standgerichte; die kleinen Kommunen oder die zum Gerichtsakt aus einem Bereich mit meilenweitem Durchmesser zusammengekommenen Siedler konnten sich nicht mit Bewachung und Versorgung eines Gefangenen abgeben; es wurde also in jedem Sinne— beim Verfahren wie beim Urteil, wie bei dessen Vollzug— kurzer Prozeß geniacht. Heute sind die Bereinigten Staaten ein durch« organisiertes Land, Gesetze bestehen, ein. ausgedehnter Justiz«-und Polizeiapparat ist da,, die Gleichheit der Bürger vor dem Gesetz ist para» graphenmäßig statuiert, Strafprözeßordnungen regeln das Verfahren und sehen die Rechte des Angeklagten fest, für. eine Wildwestjustiz ist also keine sachliche oder moralische Basis mehr vorhanden, und trotzdem wird noch gelyncht. Die vom Direkwr Work im Statistischen Amt des TuSkegee-Jnstitut» in Alabama jährlich aufgestellte Statistik erfaßt die seit dein Jähre 1382 vorgekommenen Lynchungen. Das letzte Jahr der jüngsten Aufstellung Ist 1936. In den 55 Jahren sind in den Bereinigten Staaten 4673 Menschen gelyncht worden; davon waren 3384 Neger und 1289 Weiße. Die Statistik zeigt, wie die Lyn- cherei immer mehr zu einer Methode pervertierter »weißer" Justiz gegen die schwarze Rasse Ivird. Was dem Nazi sein Jude, ist dem weißen Mob in USA, besonders in den Südstaate», sein Neger. In den Jahren 1882; 1883, 1884 und 1885 überstieg die Zahl der gelynchten Weißen die der Neger: in jener frühen Zeit handelte es sich offenbar noch wirklich um jene primitive Not« und Standgerichtsbarkeit der Pioniere, und Richter Lynch ging tatsächlich nur darauf aus, die Gesellschaft von Gezücht zu säubern— ohne einen Unterschied in der Hautfarbe anzuerkennen. Bon 1886 ab ist die Zahl der Neger immer höher als die der Weißen. ES gibt Jahre, i» denen überhaupt kein Weißer gelyncht wurde, während, selbstverständlich, Neger dieses Schicksal erlitten: 1924 mit 0 Weißen, 16 Negern; 1925 mii 0 Weihen, 17 Negern; 1927 mit 0 Weißen, 16 Negern; 1934 mit 0 Weißen, 15 Negern und 1936 mit 0 Weißen, 9 Negern. Jahre, in denen sich Richter Lynch nur Weiße holte, gibt es nicht. Nur in, zwei Jahren blieb die Zahl der Lynchmorde unter 10: 1982 mit 8 Lynchungen (2 Weiße, 6 Neger) und 1986 mit 9 Negern. Der Jahresdurchschnitt für die Zeit 1882—1936 beträgt 84,9 Lynchungen, also rund 85. Bon diesen 85 jährlichen Opfern waren 23 Weihe, 65 Neger. ES werden also fast dreimal soviel Neger gelyncht wie Weiße. Diese Verhältniszahl gilt aber nur für die gute alte Zeit: In den letzten Jahren ist der Prozentsatz wesentlich anders. DaS zeigen schon die angeführten Beispiele der Jahre, in denen zwar keine Weißen, aber 9—17 Neger gelyncht würden. Aber die Erscheinung ist seit vielen Jahren elndeuiig: die Zähl der gelynchten Neger beträgt ein Vielfaches der Zahl der Weihen. Außer in vier Jahren ist seit 1900 die Zahl der Weißen einstellig, die der Neger zwei- oder dreistellig; und Jahre wie 1929 mit 3 Weißen zu 7 Negern oder 1932 mit 2:6 sind günstige Ausnahmen. Typisch sind Verhältnisse wie: 1904 mit 7 Weißen und 76 Negern, 1908 mit 8:89,1913 mii 1:51, 1923 mit 4:29, 1928 mit 1:10, 1985 nist 2:18. Die Kriminalität der Neger ist prozentual nicht»ennenSwert.verschieden von der der Weißen, obgleich cS sozusagen spezifische Negergesetz« gibt. 2m ganzen Süden ist zum Beispiel eine Heirat zwischen Negern und Meißen verboten.(In einigen Staaten,übrigens auch die zwischen Weißen u. Indianern, und in Arizona die zwischen Ariern und Malaien oder Filipinos.) Diese Nassengesebe bringe» es nut sich, daß jede Beziehung zwischen einem Neger und einer weißen Frau als verbrecherisch gilt, und bei ihrer Aufdeckung hat ez die Weiße immer leicht, zu sagen, sie habe nicht eingewilligt, sondern sei- vergewaltigt worden. Einen typischen Fall dieser Art bildet der Prozeß gegen die neu» jungen Neger von SkottSboro. Selbstverständlich geschieht aber dem Weißen, der mii einer Negerin in Beziehung steht, nichts. Da die Neger etwa ein Zehntel der Bevölkerung ausmachen, müßte bei gleicher Kriminalitätsziffer das Verhältnis der gelynchten Weißen zu den gelynchten Negern 1:9, also zuungunsten der Weißen, sein. Statt dcffcn ist es umgekehrt,. Immer und unbedingt zuungunsten der Neger, und der Prozentsatz ist oft so absurd, daß auf einen gelynchten Weißen 10, 20, ja 50 Neger kommen. Die Begründungen, unter denen gelyncht wird, sind verschiedener Art. Es genügt, wenn ein Negers der von einem Weißen beschimpft wird, ihm eine hernnlerhaul. Vor einigen Jahren Ist ein Neger erniordet worden, weil er an einer HauStür betttlte und die hysterische Hausfrau glaubte, er wolle ihr was tun. Die neun Opfer deS Jahres 1936(nur Neger) wurden folgender Verbrechen bezichtigt: Vergewaltigung in drei Fällen, versuchte Vergewaltigung ebenfalls in drei, Mord: 1, aktive Teilnahme an einem Streik: 1, Beschimpfung einer weißen Frau: 1. Bei den 15(nur Neger-)Opfern des Jahres 1Ü84 wurden außer den üblichen Fällen von Vergewaltigung und Mord genannt: Verwundung eines Weiße» während eines Streites: 1, sexuelle Beziehung zu einer weißen' Frau: 1, Beschimpfung einer weihen Frau: 1; einer mußte sterben, weil er Terpentin gestohlen hatte, einer, tvcil er einen Weißen geschlagen hatte, einer, weil er einen beschimpfenden Brief geschrieben, und einer, weil rr »respektlos geredet" hatte. Man sieht:.Dinge, die Weißen überhaupt- keine Strafverfolgung' zuziehen oder bei ihnen als Bagatellvergeheis mit Minimalstrafen gesühnt werden, zahlt der Neger oft mit dem Tod unter den Händen des weißen Mobs. Die Zahl der Lynchunge». nimmt erfreli- licherweise ab; seit 1924 ist sie ständig unter. 30. Aber eS scheint, daß diese Entwicklung nicht auf eine Milderung der Sitte» und Anschauungen in den Südstaaten zurlickzuführen ist, sondern nur auf den wirksamere» Schutz, den die Behörden den in ihren Händen oder schon in denen des Mobs befindlichen Beschuldigten oder Angeklagten zuteil werden lassen. Sie nehmen für sich in Anspruch, beispielsweise im Jahre 1934 im ganzen 74 Personen(14 weiße Männer, 57 Neger und drei Negerinnen) vor der Lynchung gerettet zü habe», und im Jahre 1936'insgesamt 70(7 Weihe, 72 Neger). Das heißt:.wären diese Menschen nicht gerettet worden, so lväre die Zahl der Opfer 1934 mit 89 und 1936 mit 88 jcdeömal über dem Jahresdurchschnitt(85) gelegen,' der für den ganzen, von der Statistik erfaßten'Zeitraum gilt. Max Barth. Ceite 8 Prager Allerlei ps 10 Prager Zeitung Barock- Ausstellung " Sosialbemokrat" II. Tell Samstag, 29. Juli 1938. Nr. 177 - aber Eine ganze Flucht von Räumen ist der Ar-..Kartenspiel“ wurden häufig während der vergan. chitektur und Blaſt it eingeräumt. Ueber nenen Saison aufgeführt. Das letzte Ballett„ Beries 600 große Photographien, zum größten Teil eigens phone" erlebte fogar erst im April auf den Mufitfür diese Ausstellung aufgenommen, veranschaulichen defipielen von Baden- Baden ſeine Uraufführung. Es den wirklich unerschöpflichen Reichtum an fünftleri- äre intereſſant au wissen, welcher der Natale Bitlers der Mufiftammer dieses Mal feine höchit schen Schäßen, den die Barockzeit in Böhmen, Mäh- persönliche Meinung aufgezwungen hat. ren, Schlesien und in der Slowakei hinterlassen hat. (..Freies Deutschland") Es ist nur zu raten, an diesen Photographien nicht nur mit einem flüchtigen Ueberblid vorüberzugehen Einst Lackierer jetzt Bäderdieb. Zur Nun ist auch der zweite Teil der Barodausstel Er ist im Balais ber Der Film Badesaison stellen sich regelmäßig auch jene ein, lung eröffnet worden. Er ist im Palais ber sondern sie wirklich zu betrachten. Manchmal offenbart sinnfälliger noch als die Wirklichkeit das leicht die weniger das Wasser, als die Gegenstände der 2 andesvertretung in der Sněmovní un Badenden lieben. So wurden auch schon in der tergebracht. Schon der erste Eindruck zeigt, daß es überschaubare Abbild den ganzen Zauber eines baroden Bauwverkes, das man längst zu kennen Heurigen Badezeit aus einer Badeanstalt an der sich dabei nicht nur um ein weniger wichtiges AnDer Gentleman- Spion Moldau Diebstähle in den Kabinen begangen, hangfel der Ausstellung im Waldstein- Palais han glaubte, und das Unbekannte seßt sich zu Bekanntem in aufschlußreiche Beziehung. Das gilt auch von den Ob es in Spionagefilmen überhaupt noch eine ohne daß man die Täter stellen konnte. Deshalb delt. Im Gegenteil: auch diese Erweiterung ist so Grundrissen, die in Weiß und Rot auf schwarzem neue Variante geben fann, ist zweifelhaft bewachten in letzter Zeit Detektive die Badeanstalt reichhaltig und intereſſant, daß es bedauerlich ist. Grund wie zarte gestridte Dedchen wirken. Was schon der Anfang dieses Films aus Hollywood weist int und mit Erfolg. Es fiel ihnen ein etwa 37jäh- daß fie erst so spät zugänglich wird und daß viele riger Mann auf, der in einer Stabine verschwinden auswärtige Besucher der Ausstellung im Waldstein- von den Grundrissen im Herzogssaal des Waldstein- merhin so etwas wie Erfindung auf: ein gefangene: wollte, die er mit einem Nachschlüffel geöffnet Palais diesen Teil nicht zu ſehen bekommen werden. Palais gesagt werden konnte und was dort bei den deutscher Offizier ähnelt einem englischen Kollegen, hatte. Es war nicht zu leugnen, denn der Mann Der größte Raum ist einer Schau des Ba- Grundrissen der Italienischen Kapelle in der Karls- und der englische Spionagechef kommt auf den Eini ist bereits wegen ähnlicher Diebstähle vorbestraft. rod Theaters eingeräumt worden. Diese gang gaffe und der Kirche St. Nepomuk auf dem Felsen der fall, den Engländer die Rolle des gefangenen Deuts Einst hatte er ein anderes Handwerk: Ladierer, in Rot ausgestattete Abteilung gibt eine Vorstellung Neustadt besonders auffiel, trifft hier in vielen Fälschen spielen au lassen: also wird der Engländer für doch fand er damit nicht den Lebensunterhalt und davon, wie fefſelnd und wertvoll ein Theater Reiz und den originellen Reichtum der baroden gefeiert und hat als solcher Zutritt zu den wichtig len zu: daß erſt die Betrachtung des Grundrisses den tot erklärt, flieht als deutscher Gefangener aus et englischen Festung, wird in Berlin als Nationalheld so suchte er den ,, anderen" Weg. Noch dazu einen wäre, für deſſen Einrichtung wohl schon von lang her Bauidee finnfällig macht. Und noch ein anderes wird sten Männern des deutſchen Generalftabs und i sehr weit von seinem Wohnorte entfernten. Ueber Pläne bestehen; es war einmal die Rede davon, daß Humor verfügt er auch: Die Badeanstalten in im Schlößchen auf der Höhe des Baumgartens ein dem Betrachter vor dieser unerschöpflichen Fülle deutschen Spionageabwehr. Was dann erfolgt, meinem Bezirk sind nicht so ansprechend", sagt er folches Theatermuseum eingerichtet werden sollte. architektonischer und plaſtiſcher Kunstdenkmäler klar: freilich weniger neu: denn es folgt die bekannte Ge dem Kriminalbeamten, der ihn an einen noch aus den noch vorhandenen Beständen alter Barock- welche große verpflichtende Aufgabe es ist, diesen schichte von der verliebten Spionin, die ein mikweniger ,, ansprechenden" Ort nach Pankrac Theater in Böhmen, aus dem Prager Stadttheater unerjeßlichen Kunstbejiz zu pflegen und zu erhalten trauischer deutscher Oberst dem verdächtigen Natio auf dem Koßen" neben dem Gallifoster an der als ein Vermächtnis, das nicht als überkommenes nalhelden auf die Spur heßt, die aber ihr Opfer Stelle der heutigen Städtischen Spartasse, aus den Erbgut eben nur vorhanden ist und etwa leicht aud) in besonders großer Reichhaltigkeit aus dem Thea- auch noch in ferner Zukunft als lebenerfüllte Behauter auf dem Schloſſe in Böhmisch- Krumau, aus des- hung dient und in seiner künstlerischen Formung das en Beständen auch die ausgestellten Theaterkostüme Antlig des Landes prägen hilft. stammen, ist eine Fülle interessanter Gegenstände brachte. warnt und ihm die Fällen von Arbeiterunfall. Der Eisenbahnarbeiter J. N. Theatern des Grafen Spord in Prag und Kutus und entbehrt werden könnte, sondern das noch immer und Handlung, in der est celicht. Die reißerifche aus Čelalovie ging, wie jeden anderen Tag, sei nem Beruf nach: Auf dem Bubenečer Bahnhof leitete er die Maschine eines Lastenzuges. Als er ebsprang, um die Weichen zu stellen, kam die Lokomotive eines Personenzuges, die ihn erfaßte, niederriß und ihm den rechten Fuß unterhalb des Knics überführ. In schwerverletztem Zustande wurde er auf die Klinik Schloffer gebracht. Die verlorene Gand. Kürzlich hat jemand eine lebende Gans vergessen, sicherlich kommt dies selten vor. Jezt meldet das Fundbüro, jemand habe seine Gasmaste verloren; das ist jemand, der unbedingt Erstrecht im Vergessen oder Verlieren dieses den meisten noch fehlenden modernen Ausrüstungsgegenstandes erworben hat. Er kann sie wiederbekommen, sie legt neben einer süßen Gefährtin einer Bonbonniere auf dem Fundbüro der Polizei. Achtung vor giftigen Pilzen und verborE.. seis überraschenden Zwischenfällen im rechten Augenblid wimmelt, hat unter der Regie des Schauspielers Gregory Ratoff, der vorwiegend komische Rollen zu spielen pflegt. ein etwas possenhaftes Aussehen angenommen, das zu dem ernsten Hintergrund des und Dokumente zusammengetragen worden. Kleine Bei der Besprechung der Barod- Ausstellung im Weltkrieges nicht recht stimmen will. Nicht nur, daß die preußischen Offiziere recht sonderbare Karifa Bühnenmodlelle veranschaulichen barode Theater Waldstein- Palais fragten wir, warum es für diese turen find- auch der mit unfreiwillig tomischen zenerien; ihnen ähnlich sind die vielen Gudfästen Ausstellung nicht auch einen deutschen Katalog gebe. deutschen Broden garnierte Dialog bringt den Tilm mit ihren bis zu zehnfach hintereinander gestaffelten diesem Mangel ist nun abgeholfen. Jetzt ist ein oft in die Nähe eines Lacherfolgs. Dabei ist der perspettivischen Szenerien aus allen Bereichen deutscher Katalog erschienen und an der Aus- Sauptdarsteller George Sanders ein recht feriös baroden Hof- und Wolfslebens und religiösen Darstellungslasse zu haben. Er ist weniger umfangreich fer Mann, Dolores del Rio eine malerische Ers stellungen, die mitunter zu ganzen Szenenfolgen an- als der tschechische Katalog, umfaßt aber alles Nötige, scheinung, während in den übrigen Rollen viel übers einandergereiht sind und die in ihrer naiven Anmut nämlich die einführenden Auffäße über barode Archi- trieben wird. Peter Lorre hat übrigens in der auch auf Betrachter von heute noch einen eigenartigen teltur, Malerei und Bildhauerei und Kunstgewerbe hier gezeigten Fassung des Films nur eine sehr unbedeutende Rolle. Reiz ausüben, so etwa wie ja selbst die raffinierte von D. Stefan, V. V Stech und Dr. Emanuel Poche Technit des Films auch den Zauber des einfachen und dann das Verzeichnis der ausgestellten Werte Marionettenspiels nicht hat ſchmälern können. Ein Theaterzettel verkündet die Uraufführung von Mozarts Oper Don Juan", die auf diesem Bettel noch den moralisierenden Untertitel„ Der gestrafte Ausschweifende" führt. Daneben hängen Szenenbilder aus Mozarts Bauberflöte" aus der damaligen Beit. Sehr reichhaltig und in ihrer theatergeschichts Tertbücher und Handschriften aus der Zeit der Bras ger italienischen Oper und Manuskripte von Theaterſtüden, die in Stlöstern aufgeführt wurden. Viele dieser theatergeschichtlich wertvollen Dokumente find nach der Sälularisierung unter Josef II. in Archiven verschwunden, dort in Vergessenheit geraten und erst mit den biographischen Angaben über die einzelnen Filme in Prager Lichtspielhäusern Sünstler. Weggelassen sind also nur die Maß- und Besibangaben für die einzelnen Werke und die dem tschechischen Katalog beigefügten Abbildungen. Dem deutschen Besucher dient somit dieser Katalog vollauf. benem Fleiſch!“ Die erſten Schwämme dieſes lichen Bedeutung wohl gar nicht ausgewertet find Kunst und Wissen Entartete Musik " " Abria: Urania:„ Das große Abenteuer." Gentleman- Spion." P. Lorre, Dolores del Rio. A. Alfa:„ Duchačet schafft alles." V. Burian.Apollo: Der geheimnisvolle Herr Pitt". Harry Biel. Avion: Moderne Beit." Charlie Chap Iin.- Bajtal: Die Gondel der Träume.".Flora: Londoner Nächte." A. Hollywood:„ A. 1. f. Feldmarschall." V. Burian.- Hvězda: ,, GentTeman- Spign." Dolores del Rio, Lorre. Julis: ,, Wie du mich willst." Greta Garbo. A. Kinema: b. VI. B.: Journale, Grotesken, Rep. Att.- Th.: Journale, Grotesken, Rep. " Der Musterbiener." Charles Laugton. A. Metro: Karriere mit Hindernissen." Alice Faye. „ Der lachende Dritte."- Louis- Schmeling.. Jahres forderten bereits ihr Opfer. Es ist ein 18jähriges Mädchen, das nach dem Genuß giftiger Pilze schwer erkrankte und eine 21jjährige, die verdorbene Wurst gegessen hatte. Beide Mädchen wurden ins Krankenhaus gebracht. Da ihnen sogleich Hilfe zuteil wurde, sind sie außer Lebena in neuerer Zeit zufällig wiederentdedt worden und leberraschung gebracht. Neben den Schönberg. Braha: Die Elenden." A. gefahr. einer und anderen Barodfünstlern ausgestellt. Besonders die Graphit Hollars, zum Teil in Origi nalen, zum Teil in Photographien nach den Originalen im Londoner Britischen Muſeum, ist von großem Reiz. Die Stadtansichten von seiner Hand interessieren sowohl sachlich als auch fünstlerisch, und ein fleines Blatt, die radierte Studie eines Belzverles, zeigt die große Meisterschaft des Künsälers in der Wiedergabe des Stofflichen. barren noch ihrer Durchforschung, für die diese Ausstellung wohl den Anreiz geben wird. Und wahr Was stört die Hotelgäste in Prag? Frage- scheinlich wird viel derartiges noch immer in unbebogen, ausgegeben von den Prager Hoteliers,| fannten Winkeln verſtedt sein. On awei Räumen find Stiche von Sollar brachten die Antwort: Das Teppichklopfen am frühen Morgen, das Kreischen der Straßenbah- und Handzeichnungen von Stréta, Brandl, nen, das Poltern der Wagenräder auf den nicht asphaltierten Straßen und die Straßenmujitanten. Sie stören, so wird geflagt, weil sie stets mittags und stets das gleiche spielen oder singen. Das Teppichtlopfen geschieht tatsächlich im Wettlauf mit der von der Hausordnung in Prag zur Verfügung gestellten Zeit. Mit dem zweiten Uebel, dem Lärm der Straßenbahn befassen sich die zu ständigen Techniker. Was aber könnte die Straßenmujifanten veranlassen, nicht täglich die Zwei Räume enthalten eine Sammlung gleichen Lieder zu spielen und zu singen? Nicht baroder Streich und 3upfin st r us täglich während die anderen Menschen beim m en te, Biolinen, Lauten und Gitarren. In die Mittagmahl sißen oder Mittagsschläfchen halten Kulturgeschichte der Barodzeit füh die Höfe abflappern zu müssen? Vielleicht ren in Vitrinen ausgestellte Dokumente, die in das würden diese ,, Ruheſtörer" lieber auch vor einem Zeben der Menschen auf dem Schloſſe, in der Stugedeckten Tisch sizen, gebe es nur die Möglichkeit, ihnen durch Arbeit einen solchen zu sichern. Und worüber klagen die Prager? Daß die Vegräbnisse auf dem Olšaner Friedhof sehr ge= stört werden durch Tanzmusik, die aus dem Gartenrestaurant, das an den Friedhof grenzt, durch Lautsprecher verstärkt ertönt. Daß in Vysočan und Hloubětin troß aller Bemühung der Stadt Prag die Ultramarin- Fabrik den Sieg davonträgt und die von der Stadt entsandte Kommission nichts ausrichten konnte, weil der Fabrifbesizer behauptet: bei höherer Kaminanlage wurde das richtigellltramarin nicht erzielt werden. So müssen die Vysočaner und Hloubětiner weiter die Abdämpfe einatmen, die aus dieser Fabrik die Umgebung zeitweise umnebeln und nicht gerade ,, duften". ( Aus dem ,, Cesté Slovo".) Tatra- Ausflugszüge. Das Referat der Aus-LOO eierstube und im Bauerndorfe, in das Kriegswesen der Zeit und in die Reiscerlebnisse böhmischer Missienare Einblick gewähren. Wie man in Rumänien Wie man die Toten bestattet in Soruna: Kotva: Sfaut: Die Eröffnung der Ausstellung., Entarte Musik" Düsseldorf hat einigen Ehrengästen eine veinliche und indemith gewidmeten Kojen, in denen sich die Besucher nach einem einfachen Druck auf einen Beletrhy:„ Die Tänzerin und der Diplomat." D. Snopf ausgewählt schlechte Wiedergaben der betreffenden entarteten Musit auf Schallplatten anhören fonnten, war da auch eine Koje, die dem Russen " Belvedere: Gebrochene Flügel." Lida Baar. D. Beseda: Die gute Erde." Luise Reiner. A. Sita init gewidmet war. Ueber der støje Illusion: Der Weg ins Ungewisse."- Lido II: ..Sände hoch!" H. Garch. Louvre: Es war die ſtand„ Wir achten die Kunſt aller Völfer, aber wir Belt der Liebe." – placesła:„ Nok oder troden. verneinen die Internationale der Kunst". Brüder Ris. Olympic: Die Mädels von Paris." Beim Anblick dieser Koje stürzten einige Ge- Perštýn:..Der Graf von Monte Christo." Robert neralmusikdirektoren und Bühnenleiter entfest zum Donat. Roxy: Konzert in Tirol." D.- Tatra Boſtamt um schleunigst den Spielplan ihrer Bühnen Weinberge: ,, Vergessene Batrioten." It Vejvodů: telegraphisch abzuändern. Es war ja noch in zu puter Die Sechzehnjährige." Lil Dagover, Katt.- Bal. Erinnerung, wie es den Museumsleitern ergangen bet: Die Männer im Dunkel." Fröhlich. iſt. die nichtsahnend Gemälde von Künstlern erworben hatten, die Hitler und sein Leiphotograph, der frischgebadene Professor Hoffmann, für entartet hielten. Bahnhof- Restaurant Eger Georg Eberl Die Museumsdirettoren sind geflogen. Ob auch Göring und Goebbels, die in ihren bescheidenen Heimen ebenfalls Bilder Entarteter hängen hatten, einen hält sich bestens empfohlen Tadel erhalten haben, ist nicht bekannt geworden. Im Falle Jaor Strawinſth hatte die Reichs- Die erste Dampfmolkerei und Käserei musiltammer den Bühnenleitern wiederholt zu ver= stehen gegeben, daß gegen die Aufführung der Stra winstyschen Ballettsuiten nichts einzuwenden wäre. Bei dem großen Mangel an guter Mujit hatten die Bühnenleiter von dieser Erlaubnis ausgiebig Ge brauch gemacht...Petruschka"...Feuervogel" und & in Gratzen, Böhmerwald empfiehlt ihre erstklass. Erzeugnisse Beachten Sie die Schutzmarke! Zigeunergeigern bestehende Kapelle, die ununter-[ messe. Die um den Sarg stehenden Verwandten brochen schwermütige Melodien spielt. und Bekannten der Verstorbenen unterhalten sich Auf dem Friedhof wurde der offene Sarg und tun so, als ob die Leichenfeierlichkeit sie übermit den Kerzen, Streichhölzern und Tüchern in haupt nichts anginge. Plößlich, wie auf ein StichJedes Volk und jeder Kult bestattet seine das ausgemauerte Grab versenkt. Die Speisen wort hin, beginnen die sich in der Kirche BefindToten auf die ihm eigene Art. Nachfolgend soll an aber, gekochter Reis und Backwaren, werden an lichen nach Art türkischer Stlageweiber anzuweinen. einigen Beispielen gezeigt werden, wie das die vor dem Friedhof wartenden Stadtarmen und Siebei ist jeder sichtlich bemüht, den anderen an rumänische Volt seine Toten bestattet. Zigeuner verteilt. Lautstärke zu übertrumpfen. Gleichzeitig wird die Leiche von allen Anwesenden auf Mund, Augen, Wir kamen von Campina, einer Stadt, Von Ribnicul- Saarat fahren in deren Umgebung aus hunderten von Bohr- wir über Putea mare die ansteigende Stirn und Hände geküßt. türmen das kostbare Erdöl fließt, um uns über Straße ins Gebirge hinauf, um uns dasSchlacht | Io e st i nach Bukarest zu begeben. Kaum feld, auf dem im Winter 1916/1917 die Schlacht Weinstadt Octobe st i fonnten wir im Dorfe Beim Besuche der Umgebung der berühmten hat unser Wagen die ersten Häuser P Io e st i bei Ribnicul- Saarat tobte, anzusehen. Hinter N c ur u 3 i dem Begräbnisse einer alten erreicht, als unser Chauffeur den Wagen anhält Putea- mare geht die Straße plößlich in Serpen- Bäuerin beiwohnen. Diese Bäuerin, der man des und seine Müße vom Kopf nimmt. Jetzt erst neh- tinen ins Tal hinab. Im Orte M a co treffen Lebens Mühjal noch im Lobe vom Gesicht ableſen men wir wahr, daß uns ein langer Rug von wir auf einen Leichenzug. Auf einem von Ochsen fonnte, lag in ihrem besten Kleid, an dem sie ihr bilder, außerdem auf Tabletten: Kerzen, Streich Brettern hergestellten Sarg, der die Armut der Als der Sarg ins Grab versenkt war, weihte der Menschen, dem mehrere Standarten und Heiligen gezogenen Wagen liegt in einem aus ungehobelten ganzes Leben genäht und gestickt hatte, im Sara. hölzer, Taschentücher und allerhand Lebensmits dort levenden Bauern zum Ausdruck bringt, ein Pope ein sich in einer hölzernen Kanne befindtel vorangetragen werden, entgegenkommt. etwa 17jähriges Mädchen. Das Gefolge dieses liches Gemisch von aus Pflaumen gebrannten Dem Wagen entstiegen, stellten wir fest, daß Leichenzuges unterhält sich und scheint sich Scherze Branntwein und Rotwein, goß ein wenig auf die es sich um einen Leichenzug handelt, den wir an zu erzählen, denn alles ist in einer Stimmung, Leiche, trant davon und gab es dann dem Küſter, ms vorüberziehen ließen. Kurz nach den Trägern die alles andere als traurig ist. der Standarten, Heiligenbilder u. a. folgt der fast der gleichfalls davon tranf. Genau so wie Pope In der Kirche von Murgest i wird dieausschließlich aus Glas bestehende Leichentvagen, fer Leichenzug vom Popen, einem alten, vollbär- der hölzernen Kanne. Der verbliebene Rest wurde und Nüster, trank das ganze Leichengefolge aus in dem sich, im offenen Sarg, die Leiche eines tigen, das Haupthaar zu Zöpfen geflochtenen auf die im offenen Grabe liegende Leiche gegossen. jungen Mannes befindet. Dicht hinter dem Lei Geistlichen erwartet. Vor dem Altar wird die chenwagen marschiert eine aus etwa 30 bis 40 Reiche aufgebahrt. Der Pope zelebriert die Totenflugszüge Bazar neben dem Wilson- Bahnhof teilt mit, daß die Exkursionen der Ausflugszüge nach der Hohen Tatra, dem freien Lager in der Natur und Streifen durch die Slowakei aus Verkehrsgründen am Samstag, den 30. Juli, bereits um 20.34 Uhr von Prag. Wilson- Bahnhof, abgehen. Urania- Kino Jufhny- Gastspiel in der„ Urania" Sonntag zum lesten Mal„ Danke schön, es war bezaubernd" um 49 Uhr. Karten von 6 bis 24 Kč. Paul Thom a 3. Bezugsbedingungen: Bei Ruitelluna insaus oder bei Bezua durch die Poft monatlich Ke 17. vierteljährig Kč 51.- halbjährig Kč 102. aanzjährig Kč 204.-- Inserate werden la'n Tarif billiaft berechnet. Rüditellung von Vianuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarten- Die Beitungsfrantatur wurde von der Post- u. Teirarapbendirektion mit Grlak Nr. 13.800.VII/ 193" bewilligt( Kontrollpoftamt Brabe 25.- Druderei:..Orbis". Drud.. Verlags- u. 8eitungs- A.- G. Craa. C $ b 6 g a 6 b I h C e འ a t