1 D t r ง ht it BRE h nanen Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Einzelpreis 75 Heller Redaktion u. Verwaltung: Prag Xll., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Giegfried Taub- Berantwortlicher Rebakteur: Rarl Rern, Prag 18. Jahrgang Dienstag, 2. August 1938 Blutiges Gefecht bei Wladiwostok Kriegsrat in Tokio Telle Japans verdunkelt van vorläufig nicht die Absicht und wohl auch nicht die Kraft hat, eine kriegerische Auseinandersetzung mit der Sowjetunion zu riskieren. Sowjetbomben auf Korea? Keine Opferung Aus dem Inhalt: Siegreicher Vormarsch der Republikaner westlich Teruels Demokratische Festtage Eisenbahnkatastrophen am laufenden Band Vom Geist Nr. 179 der Versöhnung der Tschechoslowakei Baris. Der ehemalige Ministerpräsident Léon Blum befaßt sich im„ Populaire" im An der sowjetrussisch- mandschurischen Grenze Mahmen von Erwägungen über die franzöſiſchDeutsche und Tschechen, die seit vielen Jahrund zwar in der Zone bei WIa di wo stot britische Tätigkeit in Spanien auch mit der Tätig hunderten gemeinsam Böhmen, Mähren und herrscht schon seit einigen Tagen große Un feit der Großmächte in der Tschechoslowakei. Der Schlejien bewohnen, jene Länder, die den Stern des ruhe und es kam schon einige Male zu franzöfifche fozialistische Führer verbindet diese tschechoslowakischen Staates bilden, sind wir Zwischenfällen. Die Sowjetregierung behaup beiden Probleme, denn ihre Lösung hängt zu haben oft genug darauf hingewiesen auf Ge tet, daß die Höhen von Tschankufeng SowjetTokio.( Havas.) Die Nachrichtenagentur fammen. Er macht auf ihre Wichtigkeit für die deih und Verderben miteinander verbunden. Nicht bejiz sei, und aus diesem Grunde wurden diese Domei veröffentlicht den Tert eines Comuniqués Sache des Friedens aufmerksam. In der tschecho- nur weil ihre Geschichte, auch wenn sie die beiden Höhen türzlich von Sowjetsoldaten besetzt. Die des Hauptstabes der Korea- Armee, das Sonntag flowakischen Angelegenheit, so schreibt Léon Blum, Völler nicht felten gegeneinander stellte, eine ge Regierung von Tofio hat beim Außenamt der um 20.30 Uhr ausgegeben wurde und in dem es ist bis in die jüngste Zeit die Initiative aus Paris meinſame iſt. Auch weil die Wirtschaftsverbindun Somiets gegen dieſe Beſeßung Einspruch erhoben heißt: Sowjetflugzeuge haben Sonntag nachmit gekommen. Der Standpunkt, den Paris einnahm, gen so enge sind, daß sie nicht ohne schwersten gehabt, doch wurde dieser Einspruch von Litwinow tags zwei Tichantufeng überflogen und japanische hatte die lebereinstimmung des Standpunktes Schaden für beide Teile zerrissen werden könnten, mit dem Hinweis auf die Zugehörigkeit des strit- Abteilungen bombardiert, doch waren keine Todes- Londons in der Sache Spaniens zur Folge. Blum und weil ein Voneinanderlösen ohne schmerzendſte ligen Gebietes zur Sowjetunion abgewiesen. Die opfer zu verzeichnen. Um 14.30 Uhr überflogen gelangt zu diesem abschließenden Urteil: es wäre Wunden für beide Völler nicht möglich wäre. Wie japanische Regierung hat daraufhin neue Schritte ichwere Sowjet- Bombenflugzeuge die Grenze über gleich abfurd, Spanien zu opfern, damit die Tsche- man sich die staatlichen Grenzen auch denken mag angekündigt, und zwar energischere". Zu diesen dem Südlauf des Tumon- Fluffes und drangen choslowakei gerettet wird, wie die Tschechoslowakei und niemand kann der nationaliſtiſchen PhanSchritten iſt es in der Nacht zum Sonntag ge- auf koreanisches Gebiet vor, wo sie die Eisenbahn zur Rettung Spaniens zu opfern. Die gemein- tajic Beschränkungen bei solchen Gedankenſpielen bei Kimsojy südlich von Kogi bombardierten. Spä- fchaftliche Tätigkeit Englands und Frankreichs in auferlegen fie fönnen nicht zusammenfallen ter bombardierten sie die Brücke bei Dekehke, ohne Spanien bemüht sich um dasselbe Ziel und stößt mit den Sprachgrenzen. Immer, unter allen Um jedoch ernſtere Schäden anzurichten. Dabei wur- auf die gleichen Hinderniffe. ständen, werden Tschechen und Deutsche auf dem den fünf dieser Sowjetflugzeuge abgeschoffen. Der diplomatische Redakteur des„ Fi- Boden dieser Länder miteinander, nebeneinander, qaro" Vladimir d'Ormesson ist der Ansicht, daß durcheinander wohnen, immer werden sie aufeindie politischen Streitigkeiten, zu denen haupt ander angewiesen sein, wird ihr Schicksal durch nabited. Frantreich jopie die Zichedhofiowatei ihr Ver- dem State wir leben, und wäre er auch eine Deutschland den gebe, indem es dieſes Verbundenſein beſtimmt werden. In welnern jedoch zurüdgeworfen worden sein. Während bie Sowjetregierung bisher keine Darstellung der minister 3tagali zusammengetreten. Gegenstand hältnis zu Sowjetrußland zum Vorwurf mache, Busammenfassung Europas au einer staatlichen vor einem tritischen Beobachter nicht bestehen. Einheit immer werden Sudetendeutsche und Ereignisse und auch keinen Bericht über die Ver- der Beratung sind die sowjetruffiſchen Luftangriffe Frankreich hat Deutschland sein freundschaftliches Tschechen beisammen sein, werden sie miteinander lufte ausgegeben hat, behauptet die Regierung von auf Korea.„ Domei" meldet dazu, man habe sich Berhältnis nach dem Ablommen von Rapollo nicht leben müſſen. Tokio, daß die Sowjettruppen 200 Soldaten, dar entschieden, vorläufig alles zu vermeiden, was die zum Vorwurf gemacht, es hat seinen Verbündeten unter 30 Tote, verloren haben. Die Behauptung Polen nicht beschuldigt, als dieses ein leberein ber Japaner, daß der erste Angriff von Sowjet- Lage verschärfen könnte. Aber man fei trohdem fommen mit Deutschland schloß, und es hat in foldaten unternommen worden sei, fann schon des vorbereitet und entschloffen, weiteren Provokatio- ähnlicher Weise keinen Protest erhoben, als Reichs, halb nicht den Entfachen entsprechen, well, wie nen der Sowjetunion entgegenzutreten. fchott gefagt, die Höhen von Tschankufeng von Telle, ale i Sowjetsoldaten befcht tommen. Japanische Soldaten haben einen Angriff auf die Höhen von Tschantufeng unternommen und nach japanischen Berichten die Sowjetsoldaten vier Kilometer zurückgedrängt. Es kam zu einem heftigen Gefecht, bei welchem Tanks und Artilerie wurden. Die follen einen Japans Generale tagen Totio. Generalität neralität in Montag Gegenangriff unternommen haben, von den Sapa in Stiegen. Die General waren. Das ist alles nicht neu, ist oft gesagt worden, fann von feinem geleugnet werden, der nicht wirklichkeitsblind iſt. Ist es aber eine ganz offen zu Tage liegende Wahrheit, eine einfache Selbstfanzler Politif, die diese Tatsache unbeachtet läßt, Pitler Oesterreich anneftierte, es hat so verständlichkeit, dann ist jede Bolitit. Tolio. Für Juluota und Umarbung gar der Prager Regierung den Rat erteilt, fich ( Nordkhushiu) ist ab Montag Mitternacht erhöhte friedlich zu verhalten, und ebenjo gemäßigt sei es Luftbereitschaft durch Berdunkelung angeordnet berheit vorgegangen. Entschieden aber müsse sich auch gegenüber dem Problem der deutschen Minworden. Fukuoka ist ein wichtiges Industrie- Frankreich wehren gegen jeden Gedanken eines gewaltsamen Auftretens. Der japanische Innenminister hat bezeichnenderweise angeordnet, daß die japanischen Blätter feine Nachrichten über die Zwischenfälle von Tschantufeng veröffentlichen dürfen. Zwar ist der sentrum. Chef des japanischen Generalstabs sofort nach dem Belanntwerden der Ereignisse von seinem Urlaub zurückgekehrt, doch zeugen sowohl die Tatsache, daß er sich in Urlaub befand, als auch der Umstand, daß der japanische Botschafter in Moskau den Auftrag erhalten hat, Verhandlungen über eine freundschaftliche Regelung des Grenzzwischenfalles einzuleiten, dafür, daß 3aDer Friede Eine Rede Daladiers SdP- Kritik Eine Sdp- Broschüre am Vorabend des Runciman- Besuches am Nationalitätenstatut spruch nahm und die Mitarbeit zahlloser techni ist der Frieden durchaus nicht durch Menschen ge- Publikation ng der Und wer in diesen schicksalsschweren Tagen, da von Tschechen und Sudetendeutschen gesucht wird, nach einer Dauerregelung des Zusammenlebens Politit nicht im Geiste der Versöhnlichkeit macht, nicht mit der ehrlichen Absicht, zu einer Verständigung zu gelangen, macht Politik gegen die Notwendigkeiten beider Völker, sündigt wider die Zu unft der beiden Nationen. Kein einsichtiger Tscheche, fein Tscheche, der die Schicksalsfragen seines Volkes und des tsche choslowakischen Staates sachlich beurteilt, im Sin blide auf die Zukunft, wird sich der Einsicht ver schließen, daß, ungeachtet der gegenwärtigen euroBrag. Einen Tag vor dem Eintreffen Run- fassungsgemäß garantiert werden. Aus diesem päischen Machtverhältnisse, die nationalen Probcimans in Prag hat die SdP die angekündigte Grunde werde die Anerkennung der Minderheiten leme einer Regelung bedürfen. Diese Erkenntnis Broschüre über den Entwurf der Regierung als Volksförper verlangt. Das Statut lasse den war im Wachsen, noch ehe das Dritte Reich fam, zum Nationalitätenstatut veröffentlicht. Da die nationalen Schuß des Arbeit sie war unvermeidliches Ergebnis der inneren ist kein Wunderwerk Vorbereitung der Broschüre längere Zeit in An- plages, den Schuß des materiellen Besieges und Entwicklung des Landes. Daß sie sich nicht raich den Schuß gegen die Národní Jednota" außeracht. genug durchseßte, daß nicht schon früher, che von Der im Statut vorgesehene Strafschutz gegen Entſcher und journaliſtiſcher Helfer erforderlich nationalisierung fei fein Lösungsversuch. Der außen her in unsere Angelegenheiten drein, eredet Avignon. Der französische Ministerpräsident machte, wird die Annahme wahrscheinlicher, daß vra ch I i che ln recht 33 u it and in der wurde, Unterlassungen und Fehler der Frühzeit Taladier hielt hier am Sonntag eine Nede, in der die vorzeitige Veröffentlichung des Statuten- Nationalversammlung solle erhalten bleiben. Das der Republik gutgemacht wurden, wird auch auf er über die Aufgabe Frankreichs im Kampfe um entwurfs sie erfolgte erst am 27. Juli, also Statut sche nur vor, daß Uebersezungen gestattet tschechischer Seite bedauert. Aber wenn heute die den Frieden sagte: genau fünf Tage vor der Herausgabe der SdP find. Die EdP verlange die Einführung eines natio- Erfenntnis, daß eine Neuregelung der nationalen " Die freiwillige Disziplin, die das franzöſi- Broschüre auf eine von der SdP verschul-- nalen Sturiensystems. Der Grundfaß des Pro- Verhältnisse im Interesse des tschechischen Wolfes sche Volt bei dem Königsbesuche so ergreifend an dete Indiskretion zurückzuführen ist. Die Bro- porzes beschränke sich auf den zivilen Staats- und des tschechoslowakischen Staates notwendig den Tag legte, iſt zur Verwirklichung der täglichen schüre enthält nämlich die wörtliche Wiedergabe dienst, über die Rückverſchung der im deutschen Geist, eine ziemlich allgemeine ist, so darf daraus biete tätigen Beamten sei im Regierungsentwurf Bedürfnisse und Bestrebungen unerläßlich. Ein- des Regierungsentwurfes. In ihren Schlußfol- teine Rede. Der Grundfaz der Proportionalität be- nicht geschlossen werden, daß nun von deutscher Seite einfach diftiert werden könne, daß die cung, Disziplin, der Wille, jeder Gefahr trozen gerungen lehnt sie den Regierungsentwurf als schränke sich auf die Neuaufnahmen, weshalb die Be zu können, das sind feine Gefühle, die nur an zur Lösung des tschechoslowatischen Problems feitigung des bestehenden zahlenmäßigen Mißver- Tschechen schließlich zu jeder Forderung der SdP Feiertagen und bei außerordentlichen Gelegenhei- nicht geeignet zur Gänze ab. In einem furzen hältnisses unmöglich sei. Der Regierungsentwurf ent- ja" sagen müssen, daß ihnen einfach nichts anz ten Geltung haben. Das sind dauerhafte Gefühle, Kommentar zur Meldung über das Erscheinen halte auch eine Stlaufel, die die Möglichkeit bestehen deres übrig bleibt! Die Erkenntnis der Notwen bie niemals ihre Stärke einbüßen dürfen. Selbst der Broschüre sagt das Právo Lidu": In poli- lasse, die Grundsäße der Proportionalität nicht ein- digteit umfassender nationalpolitischer Reformen wenn der Strieg nicht schicksalhaft notwendig ist, tischen Kreisen dieſe auhalten. Die Verweigerung der Proportionalität im iſt keineswegs begleitet von Depreſſionsstimmun militärischen Bereich sei eine Diffa- gen! Die Tschechen betrachten jetzt erst recht die tionalität müffe auch in allen Rangstufen gesichert mierung der nichttschechischen Völfer. Die ProporTschechoslowakische Republik als ihren Staat, werden. Auch die Durchführung der Proportionalität sehen in ihr den von ihnen erkämpfen und aufmache den nationalen Kataster notwendig. Der gebauten Staat, die Erfüllung jahrhundertelang Regierungsentwurf beseitige auch in keiner Weise den genährter Sehnsucht, und wenn sie auch nicht zuDergärten, auch sehe er nicht die nationale Set Bugeständnissen in nationaler Beziehung bereit tionierung des Fachschulvejens vor, die dem Han- find, so werden sie doch zu keinem Zugeſtändnis zu delsministerium unterſtehen. Die nationale Settio haben sein, das die Einheit und die Sicherheit dies nierung der Landesschulräte bedeute fast nichts, da ses ihres Staates in Frage stellt. Das sollen und deren Wirkungsfreis zugunsten des Ministeriums ständig eingeschränkt werde. Auch die Freiheit der müssen jene Deutschen, denen es wirklich um Vera Hochschulen, der Wissenschaft und ihrer Lehrer werde föhnung und Verständigung zu tun ist und die nicht in genügendem Maße gesichert. Bei den nicht nur an die heutigen vergänglichen politischen Staatslieferungen gebe es vane Er- Machtverhältnisse in Europa denken, sondern an messungsbestimmungen, die eine willkürliche Aus- die Zukunft ihres Volfes, die verbunden sein wird legung des Gesezes ermöglichten. Es seien von der mit der Zukunft des tschechischen Volkes, gerade Proportionalität bei den Staatslieferungen die jetzt beachten! Staatsbetriebe, die Betriebe mit Staatsbeteiligung, Es war gewiß falsch, daß die Staatsmänner, die Rüstungsbetriebe und die Betriebe für zibile die 1919 die Friedensbestimmungen festlegten, Flugabwehr ausgeschloffen. Die Post und Eisenbahn würden auch in Hinkunft nicht zur Beachtung der daß die Schöpfer des„ neuen Europa" nur das nichttichechoslowakischen Sprachen gezivungen werden. besiegte Deutschland sahen und nicht mit seiner es bleibe die tschechoslowakische Sprache als bevor- Biedererholung rechneten. Aber es ist nicht min rechtete bestehen, während die anderen Sprachen der verderblich, diesmal aber vor allem verderb. weitrangig blieben. lich für unser Volt, nur die augenblickliche militä sichert, die für ihn nichts tun. Der Friede wird Situation bedeutet, um die Vermittlerfunktion gewonnen, errungen. Der Friede wird aufge- Lord Runcimans zu erschweren, wenn nicht unbaut, der Friede wird verteidigt. Der Friede möglich zu machen. Es ist klar, daß dieser Standfann nicht das Ergebnis der Gleichgültigkeit oder punkt der SdP das Ergebnis der Besprechungen das Ergebnis eines Wunders sein. Wenn wir nicht mit deutschen Kreisen im Reich ist. Daß die Ein- Seelen fangin Schulen und Sin- leßt aus Liebe zu ihrem Staate zu weitgehenden an die Schicksalhaftigkeit des Krieges glauben, so darum, weil wir an die Wirksamkeit der mensch lichen Bemühungen, des Verstandes und der Energie glauben. leitung von allen Sprechern der Henleinpartei unterschrieben ist, mache die Sache noch ernster. Es sei eine dirette Unterminierung der Sendung Lord Runcimans." Bum Schuß sprach Daladier die feste lleberzeugung aus, daß diese seine Aufforderung ganz Im ersten Teil der Broschüre werden die bes Frankreich vernehmen wird. Jedesmal, wenn Frant- stehenden Geseke mit den Regierungsvorschlägen zu reich gezwungen war, eine Entscheidung auf sich zu den nationalen Fragen verglichen, im zweiten Teil nehmen, von der sein Leben und seine Zukunft ab- werden die Auffaſſu Auffassungen der EdP formuliert. hingen, hat es dies in einmütiger Begeisterung ohne Zunächst wird die Bedeutung der Volts au Saudern und Schwäche getan. Frankreich verstand a ehörigkeit betont, die nur durch einen natioes, gleichwertig au ſein in allen seinen großen Pflich- nalen Stataſter festgehalten werden könne. Die Bes ten, die Völlern und ihren Männern auferlegt wer. Stimmung der Voltszugehörigkeit nach der Mutter den. Frankreich ist niemals vor einem Opfer zu- sprache sei nicht genügend, denn der Regierungsents tüdgewichen, vor keiner Gefahr, vor leinem Leiden. u treffe teine Vorsorge dafür, welches Organ Streitigkeiten über die Boltszugehörigkeit nach der Bie fönnte es heute friedliebende Bemühungen ab- Muttersprache au lösen bätte. Die Gleichheit lehnen, die im gegenwärtigen Augenblid hinreichen der Staatsbürger fönne in einem Viel müssen, um sein heil zu sichern. völferstaat nur durch die Gleichheit der Böffer ver Leite 2 DienStag, 2. August 1SSS Nr. 179 Drei Minister Uber das Statut rische Macht Großdeutschlands j» sehen und sich nur auf diese Macht zu verlassen und nur aus sic zu bauen. To wie Deutschlands Niederlage vergänglich war, so ist eS auch Deutschlands heutige militärische Macht. Mer ein gedeihliches Zusammenleben von Sudctendentschcn und Tschechen will, darf nicht nur daS Vergängliche sehen, sondern muß auf daS Dauernde schauen, auf die beiden hier in gemeinsanicni Raume siedelnden Völker. Zu einer wirklich einvernehmlichen und deshalb dauernden Regelung des Zusammenlebens kommen wir nun. wenn an dieser Regelung gearbeitet wird mit dem Willen zur Verständigung, mit der unverkennbaren ehrlichen Absicht, zueinander Wege zu bahnen, den Staat als wohnliches HauS für alle feine Völker zu bauen. Athen.(AA.) SamStag vor 18 Uhr wurde zwischen dem griechischen Ministerpräsidenten MetaxaS und dem bulgarischen Ministerpräsidenten Kjossejvanov im Gouverneurpalast zu Saloniki ein Vertrag unterzeichnet, der besagt: „Im Hinblick darauf, dass Bulgarien eine Politik der Befestigung deS Friedens auf dem Balkan verfolgt und von dem Wunsche durchdrungen ist, mit den Lalkanstaaten gutnachbarliche Beziehungen und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu pflegen, und im Hinblick darauf, daß die Staaten der valkanentrnte Bulgarien gegenüber von dem gleichen Geiste der Friedensliebe und dem gleichen Wunsche der Zusammenarbeit durchdrungen ist, erklären der griechische Ministerpräsident und Außenminister MetaxaS in seiner Funktion alS amtierender Vorsitzender deS Ständigen RateS der Balkanentente und der bulgarische Ministerpräsident und Außenminister Kjos- scjvanov namenS der Staaten, die sie vertrete», daß diese Staaten sich verpflichten, sich in ihren gegenseitigen Beziehungen feder Anwendung von Gewalt im Einklang mit den von frdem dieser Staaten unterzeichneten Nichtangriffspakten zu enthalten, und kommen, soweit rv sie betrifft, überein, daß sie auf die Anwendung der in den Artikeln und Klauseln deS Vertrages von Reuilly betreffend die militärischen, Marine- und Flugfragen enthaltenen Bestimmungen sowie die in der Konvention von Lausanne de dato 24. Juli 1923 enthaltenen Be,ir..munge» betreffend die Grenze von Thrazien verzichten." Der bisherige Zustand Sofia. Im FriedenLvertrag von Reuilly alldem Jahre ISIS wurde Bulgarien nur«ine Milizarmee von 88.000 Mann mit zwölfjähriger Dienstzeit bewilligt. Jährlich dursten nicht niehr als 80 Leutnants au-gemustert werden. Verboten waren Äriegrschiffe, Unterseeboote, militärische Flugzeuge, Willen zu einem friedlichen und freundschaftlichen Beisammensein, lind da die Sudetendeutschen jetzt die Fordernden sind, so muh vor allem bei Wen dieser Will« sichtbar werden. Bricht er nicht durch, wird er nicht erkennbar, spitzen die Nationalsozia- lisien das ganze Problem nur auf eine Machtfrage zu. zeigen sie, daß sie die nationale Befriedung gar nicht wollen, dann fügen sie dem sude-d tcttdeutscben Volk, was immer daS schließliche Ergebnis der derzeitigen Verhandlungen sein mag, dauernden Schaden zu. Den nationalsozialistischen Politikern geht eS um nationale Machtfragen, um Befriedigung nationalistischer Träume, um Stillung politischen Ehrgeizes— der sudctcndeutschen Bevölkerung aber ist damit nicht gedient. Sie muh, morgen so wie heute und gestern, mit den Tsche- Tanks und motorisierte Abteilungen. An den Grenzen in Thrazien wurde im Sinne des Lausanner Abkommens vom Jahre 1028 eine 80 Kilometer breite demilitarisiert« Zone errichtet. Au- verschiedenen Gründe», wegen der Kostspieligkeit der Miliztruppe— wurden die militärischen Klauseln, namentlich nach der Unterzeichnung de- ewigen Friedenspakte- mit Jugoslawien, allmählich aufgehoben. Nach und nach wurde tatsächlich ein« Wehrpflicht einge- sühri und die Arbeit-pslicht wurde auf militärische Grundlage gestellt. Die erste Regierung Kjosejwanow crllärte im November 1085 bei ihrem Antritt, daß sich auch für die Vervollkonunung und Modernisierung der Armee sorgen wolle, di« heute zusammen mit der Arbeitsarmee 60.000 Mann zählt. Da- in Saloniki unterzeichnete Abkommen erscheint sohin bloß al- eine Bestätigung de- tatsächlichen Zustandes. Hinsichtlich des Abkommens von Saloniki wird in bulgarischen Kreisen insbesondere darauf verwiesen, daß eS zur Erneuerung der bulgarischen Wehrmacht durch gegenseitiges 11 c B e c» einlommen und keineswegs— wie im Falle Deutschlands— durch einen einseitigen Akt gekommen ist. ES wird ferner erklärt, daß daS Streben Bulgariens nach RüstungSgleichberech» tigung keineswegs mit den lebten Ereignissen in Mitteleuropa,- insbesondere nicht mit dem Anschluß im Zusammenhang steht. DaS Abkommen von Saloniki ist ein weiterer Schritt auf dem Wege der Annäherung zwischen Bulgarien und den übrigen Balkanstaaten. Es bedeutet jedoch nicht, daß Bulgarien damit bereits der Balkan- Entente beitritt. Duff Cooper nach dem Baltikum London.(.tzavaS.) Aus Portsmouth wird gemeldet, daß der Marincministcr Duff Cooper wahrscheinlich Mittwoch nächster Woche auf der Ad- miralSjacht„Enchautereß" eine Rundfahrt durch das Baltische Meer antreien wird. Nach England werde er am 1. September zurücktehren. Am Sonntag sprachcy dje Minister N c öaS. T u L n Hund FeZek auf Tagungen ihrer Partei über das Nationalitätenstaat. Arias hielt feine Rode in Groß-Meferitsch, Tuönh in Hlinsko und JcZek in Nächod.'!■'< Neöas:„Die Republik lassen wir uns nicht zerstören!“. * Die heute fn der Oeffentltchkett weit vcrbrelkeit Anschauung, als ob es sich bei der Lösung der Jialio- nalitätensragen bei uns nur um Zugeständnisse. Konzessionen und eine größere oder kleinere Kapitulation handelt, ist abzulehnen. In Wirtlichkeit geht«S um die Erforschung einer zweckmäßigen Lösung der Na«, tionaliiälcnsrage und usti dttt'f Beninoarung? die freilich- beiderseitig sein müsse. Wir haben den Wunsch, daß alle unsere Staatsbürger sich bei, uns zufrieden und glücklich'fühlen. Je'"zufnede'Nkd die Bürger unseres Staates ohne Unterschied der Nationalität sein werden, um so konsolidierter und fester wird unsere Republik sein. Allerdings, die Republik und ihre denrokratischen Einrichtungen lassen wir uns von niemandem zerstören, und auch Lügen aller Art, di« in der Republik verbreitet werden, werden wir immer mit Nachdruck zurückweisen. luenv: Leine territoriale Autonomie! Durch die Entwicklung der deutschen Politik ist eine Aera eingetreten, die man die zweite napoleonische Aeva nennen kaNn. Wie sie kür uns enden wird, ist nicht genau abzuschätzen. Wie jedoch die Lera Napoleons geendet hat, ist bekannt. Die tschechoslowakische Frage ist nicht nur unsere Frag:, sondern eine Frage der ganzen demokratischen und friedliebenden Welt Europas. Wir find bereit, für den Frieden Europas die größten Opfer zu bringen, damit man uns niemals als Schmerzbeule Europaansehen kann. In dem Statut wird den Deutschen ein gerechter Teil gegeben, der ihrer zahlenmäßigen Stärke angemessen ist. aber das, was den Höhepunkt der Karlsbader Forderungen bildet, nämlich die territorial« Autonomie, können wir um keinen Preis gewähren. In diesem Falle würde» aus einem Staate zwei Staaten: ein demokratischer und ein totalitärec. entstehen. Soweit können wir nicht gehen, selbst wenn dies unsere Verbündeten und Freunde im AuSlande forderten. B a l e n e i a. wen leben, mit ihne^i arbeiten, mit ihnen wirtschaften, mit ihnen in den Gemeinden und im Lande Hausen, und deshalb braucht sie keine nationalistischen Triumphe, die immer teuer bezahlt werden müssen, sondern den gesicherten Frieden, die ruhige Arbeit, das möglichst reibungslose Zu« sammenleben, ein Sieben- und Miteinander ohne Verbitterung, ohne nationale Ressentiments, die tvirkliche Versöhnung. Bulgarien militärisch gleichberechtigt Militärklauseln des Friedensvertrages aufgehoben Die neue Ebro-Front stabilisiert Siegreiches Vordringen der Republikaner westlich vonTeruel I Zwischen I Mann und Kind ■ Roman von LIU K 8 r b e r „Ob man nicht mit der Elektrischen fahren könnte und die fünf Schillinge sparen," fuhr es Mayer durch den Sinn.»Mein, nein, das ist schäbig und außerdem kann sie auö der Elektrischen herauSspringen. Im Auto pumpe ich sie an, sie ist geizig, wenn sie jemand nicht mag, sie wird sich ärgern, daS wird sie von Albert ablcnkcn..." „Sie fahren zuerst in die Zicglergasse 2," sagte Geßler zum Chauffeur,„dann..." „Halt!" rief Mayer," ich steige dort auch aus, ich will ein Stück zu Fuß gehen, Lust schnappen. Leb' wohl Albert," fuhr er leise fort, ich komme mir vor wie in der„Bürgschaft"... DaS Auto setzte sich in Bewegung. Albert Geßler sah ihm nach. Jetzt kamen ihm die Gefühle, wie sie Alma Braun herbeigewünscht hatte. Er war ein guter Mensch und Alma tat ihm leid. Er dachte an ihre eckigen Bewegungen, die gequälten Augen, den bitteren Mund.„Das ist mein Werk", sagte er sich,„so sieht eine Frau aus nach einer jahrelangen Beziehung mit mir. Und wie lieb war sie als junges Mädel, unbeschwert, vital, amüsant. Wäre sie an den Richtigen gekommen, sie hätte eine nette Mutter abgegeben. Statt dessen ist daS aus ihr geworden..." Eine Straßendirne mit blonden Drehlocke» und hohen grauen Gummischuhen stellte sich ihm in den Weg:„Geh. komm' mit, ich hab' heute noch nichts verdient", bat sie mit heiserer Stimme. Geßler schüttelte nur den Kopf, er war zu traurig, um zu reden, es schien ihm, als verstünde er Alma jetzt, ihre Liebe zu ihm, ihren Schmerz,.Aber zum Teufel auch, ich kann doch nicht eine Frau heiraten, die nicht zu mir hält!" rief er plötzlich auö, erleichtert, daß er einen wirklichen, ernsten, triftigen Grund gefunden hatte, warum er Alma nicht heiraten konnte. Und dann blieb sein Auge an der Kuppel der Karlstirche hängen, die unter den Scheinwerfern grün aufglänzte. Er verlangsamte den Schritt, um die Schönheit dieser regelmäßigen Linien, die grell aus dem Dunkel hervortraten, und der cmaiischimmernden Rundung genießen zu können. Als er in die Argentinierstraße einbog. da hatte er sich bereits verziehen. Und weil er ein richtiger Wiener war, schob er die unangenehmen Gedanken von sich mit den Worten, die in Wien jede Schwierigkeit lösen: „Da kann man halt nix machen!" Gerade in diesem Augenblick blätterte Alma Braun, zu Hause angekommcn, in einem schmalen Heft, auf d«m mit ihrer Handschrift geschrieben stand:„Die schönsten Gedichte der Weltliteratur". Endlich fand sie lvaS sie suchte. ES waren die Verse der Chinesin Pan Tsieh-M, die jahrelang die erste Geliebte des Kaisers Cheng-Ti(82 bis 7 vor Chr.) gewesen war. Sie wurde schließlich durch die Tänzerin Chao, die ivegen ihrer leichten Grazie den Beinamen„Fei-Aen", die„fliegende Schwalbe" erhalten hatte, in der Gunst des Kaisers verdrängt. Ehe sie sich in die Einsamkeit zurückzog, sandte sie dem Kaiser einen Fächer mit einem daraufgeschriebenen Widmungsgedicht: Aus einem Seidenstücke zart Wie Schnee und Reif so weiß, Ter Fächer hier geschnitten ward, Rund wie des Bollmonds Kreis, Im Aermel und im Busen auch Mein Herr ihn mit sich führt, ES weht ihn an ein kichler Hauch Wenn seine Hand ihn rührt. Doch ach! schon kommt die Sonnenwend' Ein frischer Herbstwind weht. Der Sommer ist nunmehr zu End', Die Sonnenglut vergeht. Den armen Fächer nimmt mein Herr, Wirft in den Kasten ihn. Denn er hat seine Gunst nicht mehr Und seine Zeit ist hin. Unter stand die Anmerkung, daß diese» Gedicht eine so große Popularität bekam, daß der Ausdruck— ts-iu-hou-shan, d. h.„Spätherbstfächer" sich in der Bedeutung einer im Stiche gelassenen Frau im Sprachgebrauche eingebürgert hatte. Und wie die Schönheit der Karlskirche bei Albert Geßler die peinlichen Gedanken verscheucht hatte, so löste jetzt daS Gedicht der Chinesin die Bitterkeit aus Almas Seele. Die Vornehmheit, mit der dieses Frauenherz vor zweitausend Jahren gelitten hatte, hob auch ihren eigenen Schmerz heraus in eine Sphäre, wo iS keine lleinliche Ran, küne und keine Anflage gab, nur noch das Walten des ewigen Naturgesetzes, das den Mann von Erlebnis zu Erlebnis, von Frau zu Frau treibt. Jede glaubt zu Beginn einer neuen Liebe dem Geliebten endgültiger Ruhepunkt und Hafen zu sein, und jede muß zum Schluß erkennen, daß sie für ihn mir Oase war auf der mühseligen Fahrt durch die Wüste de» Lebens. Lange saß Alma über dem chinesischen Gedicht, in stiller Gemeinschaft mit dieser Frau, deren Herz längst zu Staub geworden war. Und weil sie sich müde und abgespannt fühlte und keine Kraft mehr hatte zu leiden, tauschte sie sich, fast gegen ihr besseres Wissen, daß, wenn sie so blieb, wie sie diese Chinesin gelehrt hatte— ausgeglichen llnd harmonisch im tiefsten Schmerz— sie Albert Geßler doch noch zurückgewinnen könnte, daß ein neuer Anfang begann, wo alles«zu Ende war. Und sie erhob sich, um zu Bett zu gehen, gerade in dem Augenblick, al» Geßler, stiner Wohnung zuschreitend, die abschließenden Worte gesprochen hatte voll von der tiefgründigen Wiener Weisheit: „Da kann man halt nix machen!" X. Kapitel. Die Schwester aus London Der Zug Zürich—Wien sollte in fünf Minuten in die Bahnhofshalle«inlaufen. Geduldig standen die Angehörigen der Passagiere an den beiden Türen, die auf den Perron führten, nur wenige leisteten sich den Luxus einer Bahnsteigkarte. Zu diesen wenigen zählte Frau Martha, sie wollte Stanzt„anständig" empfangen, wie es einer Schwester geziemt; nein, Stanzi sollte nicht merken, daß sie sich mit dem Brief, der ihre Ankunft ankündigte, nicht richtig gefreut hatte. Stanzi lebte in guten Verhältnissen und manches schien ihr selbstverständlich, was Martha Kopfzerbrechen verursachte. Ein Logiergast kostet Geld, dazu noch ein Logiergast, der geivöhnt ist, jede» Tag Fleisch zu essen, Bohnenkaffee zu trinken, zum five o'elock oder in» Theater zu gehen und nicht an hundert Kleinigkeiten zu sparen, wie eS die Wiener jahraus jahrein tun. Ja, als Stanzi zuletzt da war, da lebte Gustav und die Familie hatte ihr gutes\ Einkommen, aber heute spielte jede kleine Extraausgabe eine Rolle und drohte das bescheidene Budget aus dem Gleichgewicht zu bringen. Das würde man Stanzi nicht verständlich machen können, reiche Leute begreifen niemals, wenn es bei den anderen an diesem und jenem fchlt. Die große Wohnung und die Hausgehilfin gaben den Wie« singers den Schein der Wohlhabenheit. Martha konnte doch nicht jedem erzählen, daß sie die ineinandergehenden Zimmer nicht vermieten konnte und die alte treue Steffi, di« noch bei ihrer Mutter gedient hatte und feit Gustavs Tod kein Gehalt mehr bekam, ebenso wenig fortschicken konnte wie eines ihrer eigenen Kinder.., (Fortsetzung folgt) 1 t Nr. 179 Dienstag, 2. August 1938 Sudetendeutscher Zeitspiegel Große Grenzlandkundgebung der Sozialdemokraten niemandem Unrecht tun, aber auch lein Unrecht erleiden. Wenn Lord Runciman sich einmal unser Grenzgebiet anschaute, würde er zehntausende Männer und Frauen finden, die würdig wären, Bürger des stolzen, demokratischen England 3n ſein. Tag der Einheit in Karbitz Seife 3 Die montägigen Koalitionsberatungen Die große Koalitionskonferens, bestehend aus den Mitgliedern des Sechferausschusses, den beiden Kammerpräsidenten, dei. Parteivorsitzen ben und den Vorsitzenden der parlamentarischen Klubs der Koalitionsparteien, die am Montag zusammentrat, wurde mit einem Referat des Mi. nisterpräsidenten Dr. Hodža eingeleitet. In seilichen Bericht über die innerpolitische Situation nen Ausführungen gab Dr. Hodža einen ausführ und über das Ergebnis der bis rigen Beratun gen. Außerdem beschäftigte er sich mit der Bestellung des englischen Vermittlers Runciman und umriß dessen Aufgaben. Besonders wurde von Dr. Hodža die vollständige Uebereinſtimmung zwischen dem Sechserausschuß und der Regierung hervorgehoben. An das Referat des Ministerpräsidenten schloß sich die außenpolitische Rede des Außenministers Doktor Krofta an. Am Dienstag wird es zur Schlußredaktion der vorzulegenden Geseze kommen, so daß sofort mit dem Eintreffen Lord Runcimans die sachlichen Verhandlungen beginnen tönnen. Asmotan.( Eigenbericht.) Am schen der Veranstaltung zujahen. In HeinrichsSamstag veranstaltete die Deutsche sozialdemo- dorf wurde dann eine große und gebung fratische Arbeiterpartei des Komotauer Be- abgehalten, die von Ardelt, dem Vertrauens Die Atus- Union und die DTJ hatten die zirfes eine große Vertrauensmännerverjamm mann der Heinrichsdorfer Arbeiter, eröffnet Bevölkerung von Karbis und Umgebung für lung. Der Voltshaus- Saal und die Nebenraum wurde. Sunächst sprach, von den Versammelten Sonntag zu einem Tag der Einheit eingeladen. reichten nicht zu, die Teilnehmer zu faffen. Die stürmisch begrüßt, Abg. Jarfch. Er umriß in Kachmittag zog ein Demonstrationszug von reich Hede des Parteivorjibenden Jalich, deren furzen Worten die politische Situation, dankte den lich 2000 Personen durch die Straßen der Stadt, Grundzüge wir schon in unserer lesten Ausgabe Erzgebirglern für ihre beispielgebende Treue und an dem herrlichen Majarytdenkmal vorüber zum veröffentlichten, wurde mit Begeisterung aufs ehrte schließlich die" Alien" in der Heinrichsdorfer prächtig geschmüdten Sokolplaz. Als die Klänge genommen und war oft von Beifall unterbrochen. Parteibewegung. Es handelt sich vor allem um der Staatshymnen verklungen waren, sprachen Auch diese Vertrauensmännerfundgebung war Ernst Roscher, Stari Ihl, Franz Körner, für die tschechischen Sozialdemokraten Dr. Sve ein Beweis für die Stampfentschloffenheit unferer und Alfred Kaaden, der für seine Ueber- rál und für die Deutsche sozialdemokratische Partei. zeugung drei Jahre im Zuchthaus saß. Diese Arbeiterpartei Ernst Paul, Prag. In den Das heute zusammentretende Parla• in tiefer Ergriffenheit angehört. Dantestundgebung wurde von den Versammelten Ansprachen wurde die Verbundenheit der beiden ment wird sich vorläufig mit einigen Gesetzes= fozialdemokratischen Parteien gefeiert. Dr. Svě erneuerungen befassen müssen, so z. B. mit dem Schließlich sprachen der Finne Sundrát dankte der deutschen Sozialdemokratie, die in Straßenunifizierungsgesetz, einer Novelle zum den schwersten Stunden und Kämpfen nicht mut- Lehrergesez und einigen internationalen Wirtlos wurde, und sich nicht niederringen ließ, herz- fchaftsabfommen. lich und versicherte, daß man ihr diese Treue nie vergessen werde. Ernst Paul betonte, daß die deutsche Sozialdemokratie auch in den Stunden des Terrors und der Lüge nicht machtlos ist. Wir kennen den Krieg, sagte er, aber wir fürchten ihn nicht! Wir werden immer im Geiste Mafaryls und Beness kämpfen, bis unser Tag der Freiheit errungen ift. Die Internationale" beschloß die würdige Veranstaltung. Am Sonntag besuchte Abg. Jatich die josia liftischen Vorposten im Erzgebirge. Die soziali stischen Arbeiter veranstalteten in ein rich ström, Abg. Strejči und für die Komotauer bort, also unmittelbar an der Grenze, ein großes Begirlsorganisation Josef Ha a s. Die trajtvolle Grenztreffen, an dem viele tausende Arbeiter Kundgebung wurde mit dem Sozialistenmarsch" teilnahmen. In& allidh formierte jich nachmit geschlossen. Nach der Kundgebung blieben alle tags ein Demonstrationszug. An der Spipe mar- Teilnehmer in fröhlicher Unterhaltung auf dem schierte die RW, dann folgten die Turner, die Festplatz beisammen. Die zahlreich erschienenen Jugendlichen und die Frauen. Der Zug wurde ausländischen Journalist en jam von den Männern abgeschlossen. Viele zote melten bei dieser Gelegenheit wichtige InformaFahnen wurden von den begeisterten Menschen, die tionen. Erst in den späten Abendstunden traten von Stollich nach Heinrichsdorf zogen, die Grenze die Arbeiter und Arbeiterinnen den Heimweg an, entlang getragen, immer wieder flangen Kampf um ein gewaltiges, unvergeßliches ein gewaltiges, unvergeßliches Erlebnis lieder nach Deutschland hinüber, wo viele Wien- reicher. Sozialistische Jugend den„ Naturfreunden" am Sonntag in Neu-! " Demokratischer Festtag bades zehnjährigen Bestehens tag ein Gedenkstein für T. G. Majaryt enthüllt. veran- Obgleich In Waltirsche wurde Sonntag- Vormit es Naturfreundehauses in Neuhammer veran- Obgleich die loyalen Nazi, mit ihnen der staltet wurde. An 2000 Menschen aus dem Eger- Geistliche, den Ort velassen land und dem Erzgebirge hatten sich auf der hatten, war Waltirsche doch in festlicher StimBergeshöhe versammelt, darunter starle Kontin- mung. Zur Feier hatten sich aus dem Orte und gente der von einem Uebu.igsmarsch kommenden der Umgebung etwa tausend Teilnehmer deutscher NW, ferner die Aberthamer mit ihrer Turner- und tschechischer Nationalität eingefunden. Eine Kapelle und auffallend viel Jugend. Militärabteilung legte am Sockel des GedenkIn einer begeistert aufgenommenen Festrede stei nes einen Kranz nieder. Landesausschußbeisitz führte Abg. de Witte u. a. aus: zer Dr. Kubist a und Senator Heinrich Mü ler hielten Ansprachen. Gemeindevorsteher Schil= ler übernahm das Denkmal in die Obhut der Gemeinde und versicherte, daß die demokratischen Gemeindevertreter auch in Zukunft im Geiste Masaryts arbeiten werden. Arbeiterfärger verschönien bel aer roten Grenzwacht wad Nach den imposanten Aufmärschen un, erer Jugend in Wigstadtl, Bodenbach und Pilsen zogen am vergangenen Samstag und Sonntag die Kos motauer sozialistischen Jugendlichen nach Heinrichsdorf- Stallich, um gelegentlich des Besuches de Abg. 3 afsch bei den tapferen Vorposten der Freiheit auch ihre Treue zu unseren Grenzsolda ten zu manifestieren. Bereits am Samstag nach mittag herrschte in dem S3- Beltlager reges Leben Wir feiern heute nicht nur das Fest des und Treiben, das sich von Stunde zu Stunde ver- zehnjährigen Bestehens dieses Hauses, wir feiern, stärkte. Bei der feierlichen Eröffnung des Wochen- daß es überhaupt noch steht, wir feiern, daß diese endlagers standen 200 Burschen und Mädeln in Wälder noch nicht in Brand aufgingen, daß diefe Bereitschaft. Am Sonntag vormittags bereiteten fchönen Siedlungen ringsum nod nicht in eine hieße nach Heinrichsdorf- Statlich einen herzlichene Harber, wie fols die Jugendlichen Abg. Jatich auf der Eingangs- Wüste verwandelt wurden. Wir sind stolz darauf, Empfang. Bei dem nachmittägigen Werbemarsh Friebe nicht zerbrochen wurde und daß die deutstaunten die Denleinleute, aber noch mehr die schen Menschen diesseits und jenseits der Grenz reichsdeutschen Bewohner, als in dem gewaltigen pfähle noch nicht die Gemeinschaft im Maffengrab Zug der Partei hunderte junge, frische und mutige gefunden haben. Wir wollen freie Menschen sein, Menschen marschierten. Bei dem Nachmittagsappell der Jugend, wo der 3- Verbandssekretär Josef reiner eine Ansprache hielt, wurde den E3- Gruppen Heinrichsdorf, Meretis undKomotau ie ein S- Wimpel als Anerkennung des SJ- Be zirles Komotau für die besonders gute Arbeit liberreicht. Die anwesenden amerikanischen, engli fchen, franzöfifchen, holländischen und finnischen Journalisten und Parlamentarier machten aus ihrer Bewunderung für unsere sozialistischen Jus gendlichen, über ihren Mut und ihre Treue zur freien Deutschtum lein Hehl. Kundgebung in Litschkau die einfache Feier durch festliche Chöre. Die drei schweren Syenitblöde. aus denen Für die Staatsverteidigung! Der Stand der Spenden für die Staatsverteidigung wies Sams tag an erlegten Barbeträgen 409,091.320 Kronen aus. Bis Freitag, den 29. Juli, wurden 405,011.043 Stronen gespendet. Der Zuwachs am 30. Juli betrug infolgedessen 4,080.276 Stronen. Bis zum Samstag betrug die Zahl der Spen= der 149.145 Personen, bis zum Freitag, den 29. Juli, 145.309 Personen, so daß am 30. Juli zu den bisherigen 3886 neue Spender hinzugefommen sind. Henlein statt Masaryk und Beneš. Die wurde in der Generalversammlung im Mai unter deutsche Bezirksjugendfürsorge in& altenan der Leitung des Fachlehrers Breitfelder gleichge= schaltet und der Führung Konrad Henleins unter stellt. Diese Gleichschaltung hat sich jetzt auch äußerlich bemerkbar gemacht. In der Kanzlei der Bezirksjugendfürsorge im Bezirksvertretungsdie dort angebracht waren, verschwunden. An gebäude sind die Bilder Masaryks und Beness, ihrer Stelle prangt jetzt ein großes Bild Konrad Henleins. Kriegsvorbereitungen am Rhein das Denkmal besteht, hat der Pächter des Gemeindet: Das Deutsche Nachrichtenbüro berichtet, daß Berlin.( Havas.) Das Havasbureau mel desteinbruches zur Verfügung gestellt; deutsche und das beabsichtigte Gesetz über das Sperrgebiet, tschechische Steinmetze verrichteten in ihrer freien das Ausländern im aftive: Militärdienste der Zeit die notwendigen Arbeiten. Aufgehobene Konfiskation Zutritt verboten ist, folgende Gebiete einschließt: Das ganze linke Rheinufer, Baden, mit Ausnahme einiger Diftrifte, eine bestimmte Anzahl von Diftritten in Heffen, Preußen, Bayern und Württemberg. Diese Maßnahmen dürften wohl im Zusammenhange zu den Nachrichten über die befchleunigte Befestigung bestimm ter Gebiete stehen, in die nach dem vor kurzem erlassenen Dekret des Marschalls Göring affentierte Arbeitskräfte dirigiert wurden. Die neue Leitmerih.( E.-B.) Vor einem Erkenntnis zu stehen und ihr in der Bedrängnis zu Hilfe zu fenate des Leitmerißer Kreisgerichtes wurde über eilen, wobei gegen die Bedrohung ihrer Unabhäneinen Einspruch gegen die Konfislation eines am gigkeit und Sicherheit protestiert wird. Das war 28. April in der ,, Gewerkschaftlichen Rundschau" feine Verbreitung univahrer Nachrichten, und es veröffentlichten Aufrufes des Inter- fann auch nicht als strafbares Vergehen ange= nationlen Gewerkschafts- Bun- ichen werden, wenn auf die Agressivität der den Verordnung soll die geheime Durchfüh des zum erst n Mai verhandelt. Diefer Staat bedrohenden ausländischen Fattoren hinge- rung dieser Arbeiten ficherstellen. Täglich find Aufruf, der, wie der Beschwerdeführer feststellte, wiesen wurde, weil hiebei nur eine staatfeindliche ganze Züge mit Arbeitern, die aus Berlin und weder eine Schmähung der Republit, noch eine Politit, nicht aber ein ausländisches Staatsober- anderen Städten nach dem Westen gehen, zu beobachten. Komotau.( Eigenbericht.) Auch im Verbreitung unwahrer Nachrichten enthielt, wurde haupt kritisiert worden sei. Nach der Auffassung Landgebiet, wo der Terror am stärksten wütet.( von der Aufsiger Staatspolizei ganz zu Unrecht des Beschwerdeführers sei die Konfistation nur zu zeigten die sozialdemokratischen Arbeiter am auf Grund der Paragraphen 14/5 und 18/2 erklären durch ungenügende deutsche Sprachkennt Sonntag ihre Stampfentschloffenheit. In Litsch des Gefeßes zum Schuße der Republik beschlag- nisse des Zensurbeamten. lau bei Saaz wurde ein großer Aufmarsch ver- nahmt. Der Aufruf war als Sympathieerklärung anstaltet, an dem viele hunderte tschechischer und des GB für die Republik gedacht, ist auch ganz deutscher Arbeiter teilnahmen. Das Voltsfest allgemein so aufgefaßt und deshalb in zahlreichen die Beschlagnahme zur Gänze auf. Da der Ver: wurde im Schloßgarten abgehalten, die Festreden inländischen Blättern unbeanständet erschienen hielten Selretär Sykora aus Kladno, Franz und auch in der gesamten ausländischen sozialSern Momotau und Wäller Kaaden für demokratischen und Gewerkschafts- Presse veröfdie Kommunisten. Alle Reden klangen in das fentlicht worden. Der Aufruf richtet an die Arbeiallen Gefahren zum Troß die ter die Forderung, aur demokratischen Republit Freiheit unseres Landes zu verteidigen. Auch diese Kundgebung erfüllte die Teilnehmer mit neuem Mut und neuer Zuversicht. Demonstration sozialistischen Kulturwillens In Neuhammer Karlsbad.( Eigenbericht.) Bu einer großen demonstrativen Befundung des sozialistischen Kulturwillens gestaltete sich das Bergfest, das von Henleinturner Eine Ehetragödie im letzten Augenblicke verhindert Bodenbach.( Eigenbericht.) Am 80 Juli hat sich in Bodenbach ein Vorfall abgespielt, dessen nähere Umstände noch der Aufklärung bedürfen und der großes Aufsehen erregt hat. London. Der Berliner Korrespondent der Times" berichtet zu den Befestigungsarbeiten in der Rheinzone: In Berlin verlautet, daß aus verschiedenen Werkstätten 200.000 Mann zu den Der Gerichtshof hob nach längerer Beratung Befestigungsarbeiten abtransportiert wurden. Im Baugewerbe wurde die Arbeit eingestellt, da den treter der Staatsanwaltschaft gegen dieses Er- Un.ernehmern die Arbeiter genommen wurden. kenntnis die Beschwerde anmeldete, wird der Ge- Gleichzeitig mit der Befestigung der Westgrenze richtshof über die etwaige Zuerkennung des Scha- wird auch das Arbeitstempo in den Muni. denersatzes erst nach der Entscheidung des Ober- tionsfabriken beschleunigt. Die Propaganda bemüht sich, die öffentliche Meinung davon gerichtes schlüssig werden. zu überzeugen, daß starke Kräfte in den demokra= tischen Staaten einen Präventivkrieg gegen mittag der Mann aus der Arbeit heimfehrte, über Deutschland wünschen. Die Propaganda für eine goß ihn die Frau mit Benzin, seßte ein Streichholz weitere Aufrüstung schreitet fieberhaft fort und in Brand und war schon im Begriffe dieses an ist bemüht, in der öffentlichen Meinung den Einzuzünden, als ihr der Mann im leßten Augen- druck zu erwecken, daß man sich auf eine Erblice noch das brennende Streichholz aus der füllung der Hoffnungen der deutschen Regierung and schlug. auf eine friedliche Lösung der sudetendeutschen Frage nicht völlig verlassen kann. Das alles geschah in Anwesenheit des drei An dem genannten Tage verhaftete die Poli- jährigen Kindes, das ebenfalls mit Benzin bezei eine Frau, Mutter eines dreijährigen Kindes, goffen war. wegen versu hten Gattenmordes. Prag. Die beschleunigte Befestigung des Rheingebietes durch Deutschland läßt nicht gerade Die Frau, die von den Hausbewohnern alz Großfeuer in Schluckenau. Das zwei- auf friedliche Absichten des Nationalsozialismus ruhig, fleiß und bescheiden geschildert wird, stödige, an der Hauptstraße gelegene Gebäude der schließen. Es ist nämlich bekannt, daß Frankreich rufen nach dem Anschluß fcheint, wie es heißt, mit ihrem Manne tein gutes Stahlwarenfabrik Ignaz Mösler Söhne wurde unter keinen Umständen einen Angriff auf Das Tschechoslowakische Pressebiiro hat einen Gheleben gehabt au haben. Wiederholt soll es zu Samstag ein Raub der Flammen. Aus bisher Deutschland plant, daß aber deutsche Grenzbefeziemlich ausführlichen Bericht über das Turnfest häglichen Szenen gekommen fein und auch ma ungeklärter Ursache entstand im unteren Arbeits- ftigungen für den Fall von großer Bedeutung in Breslau ausgegeben, bei dem es zu stürmischen terielle Not war in der Familie tein seltener Gast. faal, in dem die Schleifmühle für die Messer- wären, daß Frankreich ſeinen angegriffenen Demonstrationen der sudetendeutschen Irredenti- Infolge der nicht immer guten Behandlung, der erzeugung untergebracht war, ein Brand, der in Bundesgenossen zu Silfe eilen wollte. ſten gefommen ist. Von diesen Demonstrationen die Frau ausgesetzt war, scheint sich ihrer eine ben dort lagernden Stoffen reichliche Nahrung Die Grenzbefestigungen im Westen würden berichtet jedoch das Tschechoslowakische Pressebüro schwere Erbitterung gegen den Mann bemächtigt fand. Das Feuer griff auch auf die Stockiverte Deutschland gestatten, militärische Sträfte für Nachdem sich die Irredentisten zu- zu haben, die schließlich zu einem furchtbarer über und legte schließlich auch den Dachstuhl in andere Striegsschaupläze freizumachen, dort nächst geweigert hatten, ihrem Zuge eine tschecho Entschluffe führte. Asche. Die Fabrit ist vollkommen ausgebrannt Entscheidungen herbeizuführen und so Zeit für die flomatische Staatsfahne voranzutragen, taten sie Am 30. Jult um 5 Uhr früh erwachte der und die dort beschäftigten 38 Arbeiter verlieren eigentliche Auseinandersetzung mit Frankreich zu es nach einer Intervention des tschechoslowakischen Mann in dem Augenblicke, als die Frau mit ihren Arbeitsplatz. Während die Firma versichert gewinnen. Uns dünkt, daß der Eifer, mit dem Generallonfuls doch. Sie hielten sich dadurch einem ein Kilogramm schweren Hammer einen ist, erleidet eine Anzahl Arbeiter dadurch großen die Befestigungen gerade jeßt ausgebaut werden, schablos, daß sie, als sie an Sitler vorüberzogen. Schlag gegen seinen Kopf führte. Der Sieb traf Schaden, daß Werkzeuge, die das Privateigentum ein: treffliche Illustration zu dem Fragenkompler in Sprechchören den Anschluß des Sudetengebietes aber nur schwach und hatte nur eine leichte Ver der Arbeiter waren, durch das Feuer vernichtet sind, der mit dem Besuche Runcimans in der mit Deutschland forderten. legung des Mannes zur Folge. Als am Nach wurden. Tschechoslowakei susammenhängt. fein Wort. Seite 4 Jagesneuigkeiten Dienstag, 2. August 193. Trunkenheitsexzesse in Trautenau und Prag Nr. 179 Das heutige Programm der deutschen Sendung Brag II Melnit. 10.15 Für die Frau: Vor. Jensen und der Marschaller Staatsstraße in Trautenau ein unbekannter Beinitube beſtellte Dr. Stelaia tichechisch Wein und Schallplatten. 18.00 Unterhaltungsmufil. 18.43 Auf dem Altstädter Ring ersuchte Dr. Stelaig eine zweigliedrige Batrouille der Sicherheitswache um Feststellung der Gäfte in der Weinstube, die ihn ceschlagen hätten. In der Weinstube, wobin sich die Patrouille sofort mit Dr. Stelaia becab, fonnte jedoch Dr. Stelzia niemanden von den Anwesenden als Täter bezeichnen. Dr. Stelzig wurde auf die olizeiwachſtube zwecks amtlicher Einvernahme vorge: führt. Er beschwerte sich über Kopfschmerzen und über Schmerzen in der Gegend der Garnblase. Der Polizeiarzt, der ihn sofort also nach 2 Uhr mornoch sehr ernst, doch würde nur eine Komplikaansuntersuchte, fand keine äußerlichen Anzeichen einer Verlegung, außer einer Beule auf der Stirn. tion sein Leben gefährden. Er bezeichnete die Verlegung Dr. Stelaias als leicht. Nach der Einvernahme wurde Dr. Stelzia fofort entlassen. In der Sache selbst ist das Strafverfahren eingeleitet worden. sonen erfaßt und schwer verletzt wurden. Alle Verlegten wurden ins Krankenhaus übergeführt, wo einer von ihnen seinen Verlegungen bereits erlegen ist. Sizewelle erfordert Todesopfer. Die bereits seit Tagen über England lagernde Hizewelle hat Montag fünf Togesopfer allein in London ges fordert. In Westerland setzten Montag nachmit tags heftige Gewitterstürme ein, die von starken Regengüssen begleitet warden. Zahlreiche Orts schaften waren bis zu einem halben Meter überflutet. Der Verkehr war zeitweilig lahmgelegt und die Telephonverbindungen unterbrochen. Prag.( Amtlich.) Am 31. Juli 1988, um Arzt an der zweiten internen Klinik der Deutschen ungefähr 1.15 Uhr nachts, wurde die Polizei- Universität in Prag, und ein Bekannter von ihm, wache in Trautenau aufmerksam gemacht, daß auf Hans Hüttl, in eine Weinitube in Praa I. An der tra Olga Bacher über die Küche im Auguſt. 10.30 Aus dem tschechoslowakischen Kulturleben( Jar. begann dann, sich mit Hans Hüttl laut deutsch zu Mann liege. Die Wache brachte den Unbekannten unterhalten. Einige Gäste der Weinitube belum asels undefänger"). 19.00 Unterhaltungsmusil, Außer dem Melniker Nachrichtendienst, der auf die Wachstube, wo der Polizeiarzt feststellte, reten darüber Unzufriedenheit und erjuchten den 19.30 Besuch der Sternisarte am Laurenziberg. mit untadeliger Objektivität auch die Hofberichte daß der Betreffende durch zwei Stichwunden in stellner, die Gäste aufmerkiam au machen, daß es 20.00 Orchesterkonzert( Klavier: Friederike Schwarz, des Goebbelsschen Nachrichtenbüros wiedergibt, den Rücken schwer verletzt sei. Der Polizeiarzt nicht notwendig fei, so laut au sprechen. Der Sell Cello: Karl Sorschik). 20.45 Unser Wald, Hörfolge werden manche unserer Leser wissen, daß Gene- erdnete die Ueberführung des Schwerverletzten ins ner vermochte dem Wunsche der Gäste nicht nachzu vo Walter Kunze. 21.30 Kammermusikt( Prager Brünn. 18.00-18.05 Arbeiterfendung: So. ralfeldmarschall, Ministerpräsident, Reichstags- rantenhaus an. Im Krankenhaus konnte der fommen, weil die beiden Genannten. Dr. Stelaia Streichquartett) 19.30-23.00 Orcheſterfonzert. präsident, Reichsluftfahrtminister, Reichsjäger- Unbekannte bisher nicht vernommen werden. In- und Hans Hüttl, inzwischen bezahlt hatten und wegmeister, Vierjahrplandittator usw. auf seiner zwischen wurde festgestellt, daß er Adolf M at hes gegangen waren. Gemäß den Aussagen von Zeusiale Information. 18.05-18.20 Arbeiterfenbung. gen fam Dr. Stelzig aus dem Vorraum der Wein- Reb. Josef Schramict: Sehn Jahre Kelloggpakt. 18.20 Privathacht Carin II. fürzlich die dänischen Ge- heißt und deutscher Nationalität ist. ſtube zuriid, fiel einen Gaft an. beaann ibn au bis 18.35 Landwirtschaftl. Sendung. Gartenbaus wässer durchfuhr. Im Hafen der roten Haupt- Die polizeilichen Erhebungen ergaben folgen schütteln und schrie ihm zu: Blöder Hund!" Der( Oberinspektor Franz Turetschef: Erfahrungen im stadt blieb die Yacht nur einige Minuten weit des: Adolf Mathes ging durch die Staatsstraße, wo betreffende Gait schob Dr. Stelaia wea und der Pfirsichbau. Währ. Oftrau. 18.10 Landw. Nährstoffzufuhr draußen liegen, so daß das diensteifrig herbeige et ohne Ursache von Bohuslav la dif, Fleischer Kellner Stanislav Bajiček führte darauf Dr. Stel eilte Personal der deutschen Gesandtschaft nicht gehilfen aus Trautenau, mit der Schulter gestoßen zig aus der Weinstube auf die Straße. Was weiter für Kulturböden, Kurt Kment: Das Gold. wurde, worauf sich zivci Soldaten auf Mathes stürz- geschehen ist, ist einstweilen nur aus den Aussagen seine Huldigung darbringen und nur auf einem ten, die vorher mit Hladik in dem nahen Gasthaus Dr. Stelzigs bekannt, der auf der Polizei behauptete, Motorbot hinterherfahren konnte. Aber auch ein bei Kamis getrunken hatten. Der Soldat Sádlo daß er auf der Straße von Gästen aus der Wein deutscher Meinenleger und eines jener startbewaff verfeste Mathes zwei Meſſerſtiche in den Rücken. tube und von Baſſanten überfallen, aufs Pflaster neten Schnellbote, deren Zahl im deutsch- britis Der zweite Soldat fonnte bisher nicht sichergestellt geworfen, mit Fäusten auf den Kopf geschlagen und schen Flottenabkommen nicht erwähnt wird, folg werden, weil ihn seine Genossen nicht fannten. Der getreten worden sei. Nach einer Weile stand Doktor ten dem schmucken Schiffe. Ergänzend teilt der Soldat Sádlo wurde verhaftet und gestand die Tat Eat Stelzig auf und lief in der Richtung zum Altstädter Kopenhagener..Socialdemokraten" u. a. mit, daß am Garnisonskommando ein. Das Messer mit Bluts Ring. Ein Zeuge, der ihm beacquete, faate aus. ein Blick in den Baderaum der Yacht die geSpuren wurde bei ihm auch gefunden. Sádlo wurde daß Dr. Stelzig im Laufen in tschechischer Sprache rade etwas schief lag eine Pracht zeigt, wie in waft genommen und es wurde gegen ihn die acichrien habe: Wir werden es euch zeigen. ihr Strafanzeige erstattet. Auch Sladik blieb in Polizeilichechischen Hunde!" sie nicht einmal auf den größten Lurusdampfern haft und vorderhand wurde gegen ihn das volizeianzutreffen ist. Eine besondere Kammer dient der liche Strafverfahren eingeleitet. Weiter wurde festMitführung einer Auswahl von Uniformen, gestellt, daß ladit und die beiden Soldaten sich ber natürlich alle mit dem entsprechenden Rangabzei- reits beim Verlassen des Gasthauses mit einem unde chen. Göring fuhr nach Helsingör, wo jeẞtam fannten Zivilisten gerauft hatten, welche Rauferei je let" an der klassischen Stätte aufgeführt wird. doch ohne Folgen blieb. Die Genannten begingen Kurz vor seiner Ankunft lief ein Motorboot ein, die Tat in Trunkenheit. Daß die Tat aus nationalen oder politischen Motiven begangen worcuf dem ein ebenso umfänglicher Mann in weißer den wäre, wurde nicht festgestellt. Seemannstracht stand. Aber es war nur der Motorbootführer Jensen, der seine Fahrgäste an Land setzte und unbefümmert um das braujende ,, Heil!" von den Aussteigenden je 25 Dere einzog. Bald darauf glitt ,, Carin II." in den Hafen. Und nun konnte man von Goerings Fingern und aus seiner Schlipsnadel kostbare Edelsteine funfelt fehen. Obgleich alle die Pgs. aus Kopenhagen herbeigeeilt waren, blieb ein Viertel des Theaters Icer. Da für Göring und Begleitung zwei Sitzreihen bestellt waren, solche aber nur noch hinten unverkauft geblieben, hatte die Direktion zivci Reihen Stühle, wie sich's gehört, vor das übliche Partett gestellt. Zur sichtbaren Enttäuschung der braunen Volfsgemeinschaft erschien Hermann in einem schlichten schneeweißen Jachtanzug mit blendend weißem Umhang, immerhin jedoch mit einem großartigen Seidentaschentuch an der Brust und einem Hakenkreuz aus Diamanten und Saphiren am Rodaufschlag. Die Triumphpforte cm Eingang trug allerdings nur die Inschrift: ,.Rauchen im Schloßhof verboten!", dies aber in vier Sprachen. Einer Dänin, der die strahlende Weiße des Gewandes besonders auffiel, sprach die Vermutung aus, es sei gewiß aus feinster Vollmilch hergestellt. Als Hermann mit einiger Verspätung das Theater betrat, stieß Prinz Ham le angesichts des Gespenstes( nämlich des er mordeten Königs) den angstvollen Ruf aus: Ha, ist das nicht mein Vater?" Vom Schauspiel Fegab sich der erlauchte Gast zum Seerestaurant Marienlyst. Den Nebentisch hatte sich die römische Achsengesandtschaft reservieren lassen. Es gab Gerichte, die das deutsche Volf im Reiche nur noch von früher kennt. Adolfs starter Mann jedoch schob das alles zur Seite, erlabte sich aber desto ausführlicher an Sowjettaviar! Elsenbahnunglücke am laufenden Band Montag früh wurde beim Verschieben des Zuges Nr. 484 in Starý Plzenec bei Pilsen der Bugsführer Emil Weindl überfahren und ge= tötet. Wie wir erfahren, ist Mathes zwar schwe: verletzt, die Aerzte hoffen jedoch, ihn retten zu fönnen. Montag abends war sein Zustand immer Prag.( Amtlich.) Am 29. Juli gegen 23 Uhr nachts fam der 30jährige MUDr. Rudolf Stelaig, des verunglückten Zuges hinein und zertrüm-, Petras anlegte und ihn durch einen Schuß in der merte diefe völlig. Die Aufräumungsarbeiten, die linten Seite schwer verletzte. Die Täter, es waren den ganzen Tag über durchgeführt wurden, find nur 17jährige, wurden verhaftet. noch nicht zu Ende. Mord in Schlesien Mähr.- Oſtrau. Die auf einem Gute in Nová Bělá beschäftigte 20jährige Dienstmagd Marie Foltyn wurde Montag früh von ihren Dienstgebern, die sie wecken wollten, tot aufgefunden. Die Untersuchung ergab, daß die Foltyn zuerst auf den Kopf geschlagen und dann erDie CLS- Stede an erster Stelle im Verkehr über den Flughafen Zürich. Die Neue Züricher Beitung" fommt zu der Feststellung, daß der Reford in der Verkehrsfrequenz im Juni d. I. von der Strede Prag- Zürich- Genf- Marseille der Tschechoslowatiſchen Luftverkehrs- Gesellschaft gehalten wird, da diese Strede bloß zwischen Zürich und Brag in beiden Richtungen in diesem Monate 649 Passagiere befördert hat. drosselt worden war. Der Mordverdacht richtete Diebstahl militärischen Eigentums schwer besich gegen den auf dem gleichen Gute beschäftigten straft: In der vergangenen Woche wurde der Ar26jährigen Knecht Rudolf Böhm, der Montag beiter Franz Duß aus Bleistadt von dem Straffrüh verschwand und bisher nicht zurückgekehrt ſenat in Eger zu einer strengen Strafe verurteilt. ist. In seinem Zimmer fanden die Gendarme Er hatte sich am 5. Juni ein Stück Telephondraht einen Zettel vor, auf dem Böhm mitteilt, man des militärischen Feldtelephons angeeignet, um möge ihn in der Oder suchen. Die Nachforschungen damit eine Antenne auszubessern. Duß wurde sonach ihm waren bisher vergebens und auch seine fort nach der Tat ausgeforscht und ist nun zu acht Leiche wurde nicht gefunden. Seine Tat beging Monaten schweren Kerkers unbedingt verurteilt Böhm deshalh, weil die Foltyn seine Liebesanträge abwies. Zwei Explosionsunglücke in Deutschland 3n München ereignete sich Sonntag in einer chemischen Fabrit eine Explosion, durch die das ganze Dach des Gebäudes in die Luft geschleudert wurde. Drei Arbeiter wurden verlegt. Dec verursachte Materialschaden ist groß. Auf dem Staliwert in Merkers in Thüringen ereignete ſich Samstag ein Kohlensäureausbruch Auf dem Eisenbahn- Uebergang im Nilo- von ungewöhnlicher Stärke. Elf Mann wurden meter 12.2 zwischen den Stationen Berchy- von den Gasen überrascht und fanden den Tod. Nové Selo in Karpathorußland fuhr der Zug Nr. 3505 auf ein Personenautomobil auf. Der Autolenker wurde schwer verletzt. Samstag gegen Mittag fuhr zwischen den Stationen Aufsig- Stadt und Auffig- Staatsbahnhof der Motorzug Nr. 1627 auf eine stehende Personenzugsgarnitur auf, wobei acht Personen Ieicht verlegt wurden. Zu dem Unfall kam es in folge unrichtiger Weichenstellung. Sechs Jahre umsonst gearbeitet worden. Ertrinkungstod eines Kindes. Am Ufer eines Mühlgrabens in Mähr.- Ostrau- Hrabuvka fiel die sechsjährige Vlasta Gilikova plößlich ins Wasser, schwamm aber an das andere Ufer. Die ältere Johanna sprang in der Annahme, daß ihr Schwesterchen ertrinke, hinter ihr in den Bach, da sie aber nicht schwimmen konnte, ertrant sie. Ein verübergehender Arbeiter zog sie zwar aus dem Wasser, aber alle Belebungsversuche waren vergeblich. Tschechoslowakisches Eigentum in Deutsch. land beschlagnahmt. Das sich überwiegend in tschechoslowakischen Händen befindende Kallwert Nenerlicher Piratenüberfall. Der britische Dampfer Vincent de Paul" wurde Samstag ungefähr 100 Meilen nördlich von Schanghai von Piraten überfallen. Diese näherten sich dem Dampfer auf armierten Dschunten, überfielen ihn und entfernten sich, noch che ein durch Funkspruch zu Hilfe gerufenes britisches Kriegsschiff du ilfe kommen konnte. Die zuläffigen Rauschstoffvorräte der App. theken. Nachdem die Durchführungsverordnung zum Gejes über den Rauschstoffhandel(„ Opiumgefes") fertiggestellt ist, wurde festgesetzt, daß der Vorrat an diesen Stoffen in den Apotheken nicht größer sein darf, als der doppelte. Jahresdurchschnitt des Be darfs während der letzten drei Jahre. Das gleiche gilt von den Vorräten an Zubereitungen, welche Rauschstoffe enthalten. Die Stoffe" und die sie enthaltenden Zubereitungen müssen auch in den öffentlichen wissenschaftlichen Anstalten- derart auf Lager gehalten werden, daß ein Mißbrauch ausgeschlossen ist, wobei sie stets von den übrigen Baren getrennt aufbewahrt und mit einem Schlüss sel versperrt sein müssen, den die für die Leitung des Unternehmens oder der Anstalt verantwortliche Person, bztv. ihr Vertreter in Verwahrung hat. Der Komponist von Tipperary" geftorben. Der Schöpfer eines Liedes, das während des Welt. frieges und auch heute noch in der ganzen Welt ge fungen wurde, das mehr als„ God save the King" zur Nationalhymne der englischen Truppen wurde, noch während des Weltkrieges in sämtliche Sprachen, sogar ins Deutsche, übersetzt, seinen Weg um den Erdball machte, Jad Judge, ist eben gestorben. Jad Judge hatte kein Kriegslied geschrien, sondern das, was man in Frankreich ein Chanson nennen würde. Als er It's a long way to Tipperary" komponierte, dachte er auch gar nicht an Krieg, denn man schrieb den 1. Januar 1912, und es war einfach ein Lied zu Neujahr. Aber dann beim Beginn des Weltkrieges wurde es in einer Londoner Revue in einer Solde tenszene gesungen. Es fand viel Anklang, und eines der ersten Regimenter, die auf das Festland herüber. famen, die Connaught Rangers, fangen es bei der Landung in Boulogne. Unter den Leuten, die das Regiment empfingen, befand sich auch der Reporter der„ Daily Mail". Er notierte sich die Boric, be schaffte sich Noten und schickte einen schönen Stim in Regensburg, dessen Wert rund 22 Millionen mungsbericht an das Blatt. Die Zeitung publizierte Reichsmart beträgt, ist von den Göringwerfen für das Lied, und wenige Wochen später fannte es jede3 deren Bedarf angefordert und von der Regierung Rind in England. Der Verlag, der die Noten herausbeschlagnahmt worden. Das Göringwert bietet gebracht hatte, hatte aus Dankbarkeit dem Komponi dem tschechoslowakischen Befizer, einem Prager sten eine lebenslängliche Rente ausgesetzt. Millionen Reichsmark als Abfindung. Hochschullehrer, die lächerliche Summe von zwei Klaffenlotterie. Die Verlosung der Gewinste der 3. Stlasse der 39. Klassenlotterie wird am 10. August 1938 um 18 Uhr im Ziehungssaale der Direttion der Staatslotterien, Prag I, Kozi ul. Nr. 4, beginnen und am 11. August 1988 um 8 1hr fortgesezt werden. Verlost werden im ganzen 5125 Gewinste im Gesamtbetrage von 2,111.600 Kč, welche ben Spielern ohne Abzug ausgezahlt ein Ge Kranz vor dem höheren Gewinsten werden winn zu 140.000 Kč, einer au 70.000 Kč, brei au 20.000 Kč, fieben au 10.000 Kč, 18 zu 5000 Kč, 50 au 2000 Kč usw. Die amtliche Verlosungsliste wird am 12. August 1938 erscheinen. mittags am Jahrestage der Ermordung des SoAtaliſtenführers Saurès einen Bietätaumaug bom Außenministerium, Dentmal Aristide Briands niederlegten, zum Bantheon, wo die irdische Hülle Jaurès rubt In diesen Tagen kehrte der Arbeiter Ivan Vajnagy, der sechs Jahre in belgischen Bergwerten gearbeitet hatte, in seine Heimatsgemeinde Teresva, Bezirk Tačovo, zurück. Er brachte 27.000 Stronen Ersparnisse mit, die er dazu verwenden Ehrung Jaurès'. Die Vereine und Orgawollte, sich in der Landwirtschaft auszubilden. nisationen der Linken sowie die Verbände chemaDa er um sein Geld Angst hatte, riet ihm seine liger Frontkämpfer veranstalteten Sonntag nach Am Sonntag, den 31. Juli d. J., um 15.58 Mutter, es im Ofen zu verstecken. Vajnagy folgte Uhr entgleiſten in Krompachy( Slowakei) dem Nat. Als am anderen Tag die Familie von die zwei letzten Wagen des Zuges Nr. 604, wobei der Feldarbeit am Abend heimkehrte, mußte Vajein Wagen des Zuges Budapest- Poprad- Vellá nagy die Warnehmung machen, daß jemand das auf die Lokomotive des Zuges Nr. 605 aufstieß. ganze Geld gestohlen hatte. Die Gendarmerie Hiebei wurden elf Personen leicht und eine Per- forscht nach dem Diebe. son schwer verletzt. Alle elf Leichtverleßten wurs den an der Unfallstelle ärztlich behandelt, wäh Eröffnung der Fluglinic Brag- Budapest. Monrend der schwer verleẞte Reisende ins Kranken- tag wurde der regelmäßige Verkehr auf der direkten haus eingeliefert wurde. Der Unfall ist auf die Luftlinie eröffnet, welche die Tschechoslowakei mit vorzeitige Umstellung der Weiche zurückzuführen. der ungarischen Hauptstadt verbindet. Die neue LuftBei einem Zusammenstoße auf der Pariser Untergrundbahn, der sich an der Kreuzung bei der Station Comat ereignete, wurden drei Personen ernst und 40 leicht verletzt. 300 Tiere durch Blitz getötet. Bei Prilep in Serbien schlug der Bliz in eine Schaf- und Ziegenherde ein und tötete 300 Tiere. Auch der Hirt vurde tödlich verletzt. Das USA- Handelsministerium hat dem Flieger Corrigan wegen der Durchführung seiner Ozeanüberfliegung ohne Bewilligung mit einer Strafe belegt. Seine Lizenz wird bis 4. August für ungültig erklärt. Die Strafe wurde im Hinblick auf die Sympathien, die sich der erfolgreiche Ozeanflieger in der ganzen Welt erwarb, so gering bemessen. Das Wetter. In Südost- Europa und über der Ballan- Salbinsel, in Ungarn und Südrußland finkt der Luftdruck in den lezten Tagen andauernd und die Temperaturen sind dort start angestiegen. Montag nachmittags wurden dort a. B. 32 bis 87 Grad strede, die die Tschechoslowatische Aerolinie betreibt, im Schatten verzeichnet. Dagegen steigt der Luftknüpft an das Neß dieser staatlichen Flugverkehrsdrud über England und der Nordsee start an, aber Gesellschaft in Preßburg an, von wo jetzt eine neue die Temperatur beträgt dort gleichzeitig nur 15 bis direktte Fluglinie nach Budapest führt. Das erste 18 Grad. Im Hinblick auf diese Luftdruck- und Temperaturunterschiede wird die weitere Entwicklung Auf der Insel Jamaika ereignete sich Sonn- Flugzeug, geführt von dem Chefpiloten der Tschechoder Wetterlage in Mitteleuropa allmählich unsicher. tag zwischen Montego und Kingston in der Nähe slowakischen Aerolinie, Brabenec, ist am Montag um Die Gewittertätigkeit wird sich voraussichtlich steigern der Ortschaft Balaclava ein Eisenbahnunglück. C.45 Uhr vom Flugplaze Prag- Ruzyně abgeflogen. und um die Mitte der Woche dürfte sich das Wetter Es hat nach den letzten Meldungen bereits 60 Nach einem Aufenthalt auf dem Flugplaße von wesentlich verschlechtern. Wahrscheinliches Weiter Todesopfer: gefordert und man befürchtet, daß Preßburg in Vajnory flog es weiter nach Budapest, Dienstag: Vorwiegend bis wechselnd bewölft, stelauch dies noch nicht die endgültige Verlustziffer wo um halb 12 Uhr die Landung erfolgte. Tenweise Gewitter oder Schauer, und zwar beiondarstellt. Die Lokomotive eines vollbesetzten Per- Mysteriöse Bluttat in der Slowakei. Am ders in den mittleren und östlichen Teilen des fonenzuges entgleiste bei der Ausfahrt aus einem Sonntag saßen in einem Walde bei Kolajnice vier worden. Staatsgebietes. Nachmittagstemperaturen über 25 Grad. Nordost- bis Ostwind. Wetteraussichten Tunnel, wobei fämtliche Wagen umgeworfen Burschen, unter ihnen Ladislav Roszas und Ste- Auto verleht fieben Personen. Sonntag fuhr für Mittwoch: Vorerst Andauern des sommerlichen wurden. Eine zweite Lokomotive, die auf der fan Petraš. Nach einiger Zeit tamen weitere in Colombes( Frankreich) ein Automobil, Witterungscharakters mit fofalen Gewittern oder gebirgigen Strecke am Ende des Zuges eingesetzt vier Burschen hinzu, von denen einer, durch seinen dessen Chauffeur einem anderen Wagen auswei- Schauern; später stärkere Verschlechterung des Wet war, fuhr mit voller Kraft in die acht Wagen Kollegen noch aufgemuntert, den Rebolber aufhen wollte, auf den Gehsteig, wobei sieben Bersters möglich. Fabriksbrand. In Marburg ist Sonntag nachts die Ehrlichsche Textilfabrik, die in einer früheren Kaserne untergebracht ist, abgebrannt. Der Schaden beläuft sich auf ungefähr fünf Millionen Dinar. 250 Arbeiter sind arbeitslos ge 30 45 nt. it. FA. 8. де er 0. 8. 20 m r Ie Et, s B.n.. at 2 PANNEK t je 8 It It f Nr. 179 Die polnische Ostsee- Politik Dienstag, 2. August 1938 100 Reichsmark( Noten) 100 rumänische Lei 100 polnische Zloty Seite 5 Kč 568.Reichsmark( Münzen) 750.19.35 548.50 648.50 668,50 82.20 144.37 28.95 170.40 1599.64.80 490.638.738.100 ungarische Bengö. 100 Schweizer Franken 100 französische Francs 1 englisches Pfund 1 amerikanischer Dollar 100 italienische Lire. 100 holländische Gulden 100 jugoslawische Dinare. 100 Belgas 100 dänische Kronen 100 schwedische Kronen Konflitts Deutschlands mit der Sowjet- Union. Jeine neue Staatenfonstellation, die Zusammenars| Man erhält für Für diesen Fall glaubt Polen sich in allererster beit aller neutralen" baltischen Staaten, gefähr Linie rüsten zu müssen, und es hat sich die Auf- det sieht. Aus diesem Grunde hat der deutsche Nagabe gestellt, seine Politit unabhängig von den tionalsozialismus eine neue Aftivität an der OstDie jüngsten Reisen des polnischen Außen- beiden Nachbargroßmächten zu gestalten, ebenso see entfaltet und beginnt in Memel wieder seine ministers Veck nach den Hauptstädten der baltischen wie Schweden, Finnland, Estland, Lettland und Wühlarbeit. Sie ist in erster Linie gegen Polen Staaten haben die Aufmerksamkeit Europas wohl auch Litauen. Dem gleichen Ziel dient das gerichtet, das hat die deutsche Presse auch dadurch neuerdings auf die polnische Ostseepolitik gelenkt. Bündnis mit Rumänien, deffen Außenpolitit fich offen eingestanden, daß fie recht unfreundliche Diese Politik iſt ſeit der Beilegung des polnisch- in letzter Zeit immer stärker an Polen angelehnt Stommentare zu den Reisen Beds in die baltischen litauischen Grenzzwischenfalls im März dieses hat. Bolens Außenminister hat aus diesen Grün- Hauptstädte veröffentlichte. Polen aber fann von Jahres in ein entscheidendes Stadium getreten. den in Stockholm dem Wort des schwedischen seiner Ostsee- Politit nicht ablassen, es sei denn, Die stille Kriegszustand, in dem fich Polen feit der Außenministers Sandler„ Gegen jede Blockbil- es wollte sich in eine Vasallenabhängigkeit zum Bejezung Wilnas durch die polnischen Truppen dung" bedeutungsvoll zugestimmt. Auch seine Deutschen Reich begeben. Es verdoppelt daher im Jahre 1920 mit Litauen befand, hatte die Politik steht heute in diesem Zeichen, wobei er seine Anstrengungen, die polnische See- und KoloVerwirklichung der polnischen Pläne an der Ost- freilich für gute Beziehungen zum Deutschen Reich nial- Liga führt einen gewaltigen Propagandasec bisher start gehemmt. Litauen, das in offener Sorge trägt, andererseits aber auch nicht daran Feldzug im Lande für die Intensivierung des Feindschaft zu Polen lebte, suchte abwechselnd denkt, das Bündnis mit Frankreich aufzugeben. Baues der Kriegsflotte und das Volt nimmt verAnlehnung an die Sowjet- Union und an Deutsch In den letzten Monaten ist das Wort von hältnismäßig starten Anteil an diesen Bemüland. Es war außerdem durch die Balten- Entente der Ostsee als polnischem Lebensraum in Polen hungen. mit Lettland und Estland verbunden und verhin ständig zitiert worden. Es hat aber keineswegs Von seiner Stellung an der Ostsee hängt derte durch seine Gegnerschaft zu Polen die Zu- ein freundliches Echo im Dritten Reich geweckt, nicht nur das Gedeihen der Wirtschaft Polens ab. jammenarbeit Bolens mit diesen beiden Staaten, das seine Vormachtstellung in der Ostsee, die ihm viele Polen glauben, die Selbständigkeit des pols mit denen Polen an sich die besten Beziehungen bisher nur die Sowjet- Union mit freilich unzu nischen staatlichen Lebens überhaupt sei damit unterhielt. Die Ausnutzung des Grenzzwischen- reichenden Mitteln strejtig zu machen schien, durch verbunden. falls durch Polen in einer Situation, in der die deutschen Kräfte in Oesterreich gefesselt waren und die Sowjet- Union sich weitgehend uninteressiert zeigte, führte zu der Wiederaufnahme der zwis jchenjtaatlichen Beziehungen mit Litauen, die aus nächst das einzige Ziel des polnischen Ultimatums an Litauen darstellte. Gewiß erfolgte die Annahme des Ultimatums durch Litauen unter ZähnelnirVolkswirtschaft und Sozialpolitik Beschäftigung schen, aber inzwischen find die wirtschaftlichen und Die industrielle verfehrstechnischen Beziehungen zwischen den bei den Staaten bereits weitgehend geregelt. Politisch ist die enge Zusammenarbeit Polens mit der Balten- Entente restlos hergestellt. In einem gewissen Zeitabstand erfolgten so- j dann die Besuche des Obersten Bed in Stockholm und in der Hauptstadt Estlands, Tallinn, dann in Riga, jüngst in Oslo. Namentlich der Besuch in Schweden machte den Eindruck einer Zusammenarbeit aller baltischen Staaten, die zwischen Deutschland und der Sowjet- Union liegen. nach dem Bericht der Nationalbank Die Beschäftigung der einzelnen Industriegruppen im Juni und anfangs Juli äußert sich nach dem zusammenfassenden Monatsbericht der Nationalbant folgendermaßen: eine Abschwächung mehr saisonmäßigen Charafs Vorjahre. In graphischem Papier trat im Juni ters ein. In Padpapier hat sich die Situation etwas gebessert. Lederindustrie. Die Beschäfti gung der Gerbereien und auch der Absatz haben sich nicht geändert. Infolge der Preisfestigung find Hoffnungen auf eine Besserung der Lage. In den Schuhfabriken war zumeist saisonmäßige Arbeitsruhe, nur einige begannen bereits für die Herbst- und Winterbestellungen zu arbeiten. Die Bestellungen sind im großen und ganzen zufriedenstellend. Die Handschuherzeugung ist günstigen Niveau des vergangenen Jahres. Die auf der gleichen Höhe, wie im Vormonat. private Bautätigkeit ist örtlich sehr verschieden. In 38 größeren Städten, die gewöhnlich als soweit die Farben und Lacerzeugung in Be Die chemische Industrie zeigt, Maßstab genommen werden, wurden um 15 Prozent mehr Neubauten kollaudiert und auch die tracht kommt, eine gewiffe Besserung, in der Phosphordüngemittelindustrie herrscht Saisons Rahl der neuen Baubewilligungen war über dem ruhe, die Teer- und Dachpappenfabriken melvorjährigen Stand. Singegen ist der verbaute den eine leichtere Abschwächung des Abſazes inRaum gesunken, was darauf schließen läßt, daß folge der zurückhaltenden Stimmung der Käu heuer der Anteil der kleineren Objekte gewach= fer. Die Stickstoffdüngemittelindustrie war mit sen ist. den Vorbereitungen für die kommende Saison beschäftigt. Kein Verkauf der Lederwerke Plunder& Pollak Kohle und Koks: Während die Steinfohlenförderung im Laufe des Juni um weitere Glasindustrie. Im Juni sank der Wert 54.000 Tonnen gegenüber dem Mai stieg, damit des Exports von Glaserzeugnissen gegenüber demDaß Polen die Ostsee als seinen notwendigen selbst die Rekordförderung vom Juni 1937 über- felben Monat des Vorjahres um 10 Millionen Lebensraum betrachtet, steht außer Frage. Die traf und 1,382.000 Tonnen erreichte, sant die Kč, d. i. um 14.1 Prozent. Die Gesamtausfuhr Friedenskonferenz in Versailles hat sich mit faum Braunkohlenförderung um 93.000 Tonnen auf im ersten Halbjahr zeigte gegenüber dem Vors ciner Frage so lange und gründlich beschäftigen 1,270.000 Tonnen und blieb damit unter dem jahre einen Rüdgang um 35 Millionen Kč, In einem Teil der tschechischen Presse wurde müssen, wie mit der des Zugangs des neuerstan= Vorjahr( 1,348.000 Tonnen). Die Erzeugung d. f. 8.2 Prozent. Von den einzelnen Glaswaren die Nachricht verzeichnet, daß die Lederwerke denen polnischen Staates zur Ostsee. Aber so zäh von Steinkohlentots stieg um 4000 auf 226.000 zeigten den relativ größten Erportrüdgang Ta- Plunder& Pollat A.-G. in Leitmerik von Bafa die polnischen Unterhändler ihre Interessen ver- Tonnen im Juni des Vorjahres. Die Beleg felglas( um 34 Prozent), Gablonzer Waren bzw. einer tschechischen Finanzgruppe angekauft fochten, sie erreichten nicht das geſtedte Biel. Ichaft in den Kohlenrevieren erfuhr eine wei-( zirka 10 Prozent), hingegen hat sich die Aus- würden. Hiezu erfährt der DND, daß diese Nachtere Senkung, sie ist aber um 1155 Personen fuhr von Hohlglas um zirka 6 Prozent vergrö- richt aus der Luft gegriffen ist. Anlaß zu dem Danzig wurde zwar dazu bestimmt, Polen als Hafen zu dienen, und deshalb vom Deutschen größer als im vergangenen Jahr, was auf die Bert, hauptsächlich infolge der stärkeren Ausfuhr Gerücht dürfte die Tatsache gegeben haben, die Reich abgetrennt, aber es wurde zur" Freien bessere Beschäftigung der Steinkohlengruben zu bon raffinierten Hohlglas, dessen Export um allerdings gleichfalls alten Datum ist, daß Bala 21.4 Prozent zugenommen hat, togegen die einer der Hauptabnehmer dieser Gesellschaft, ebenStadt" erklärt und unter den Schuß des Völker- rückzuführen ist. bundes gestellt. Heute freilich ist es eine Domäne Metallindustrie. Der Auftragsein- Ausfuhr von gewöhnlichem Hohlglas und Preß- so wie der Leitmerizer Lederiverke Gebrüder gang war im Juni fleiner, was sich insbesondere glas die vorjährige Höhe nicht erreicht hat. Der Taussig ist. Auch bei der letztgenannten Firma fin= bei Roheisen äußerte. Der Rückgang ist auf ver- diesjährige Glaserport entspricht etwa 51.9 det kein Wechsel in den bisherigen Besitzverhält ringerte Auslandsaufträge zurückzuführen. Die Prozent des Exportes i, J. 1929. Im allgemeiniffen statt. Roheisen produktion stieg im Juni unbenen leiden sämtliche Zweige der Glasinduſtrieniffen trächtlich auf 10.305 Tonnen, während die Ro hunter einer Verringerung der Beschäftigung und it a h I produktion auf 174.03 Tonnen zurüd- die Aussichten auf eine Besserung der Situation ging. In beiden Fällen ist die Produktion gegen sind vorläufig nicht günstig. _ 404 of Investitionen im Juni 133 Millionen Kronen des deutschen Nationalsozialismus geworden, der Einfluß des Völkerbundes ist vernichtet, der Bolens fast illuforisch geworden. Schon frithzeitig hatte Bolen sich einen zweiten Hafen geschaffen und wenige Kilometer von Danzig entfernt an der schmalen polnischen Ostseeküste unter Aufbietung aller wirtschaftlichen und moralischen Kräfte des Landes Gdynia erbaut. Es ist heute einer der über dem Vorjahr kleiner gewesen( um 19.1, Die Stein- und Erdindu- Vom Fürsorgeministerium wurden für Juni modernsten Häfen der Welt und zählt bereits ztv. 13.8 Prozent). Die Drahtwerke, die strie verzeichnet eine unverändert günstige für öffentliche Investitionsarbeiten staatliche Beis 120.000 Einwohner. Es wird aber bei einem Blid im Mai eine Besserung verzeichnet hatten, arbei- Beschäftigung. Der Koalinabsatz hält sich ständig träge und zinsfreie Darlehen in der Gesamthöhe auf die Landkarte klar, daß Gdynia und Pomme- teten weiter normal, der Auftragseingang bei den auf dem erhöhten vorjährigen Niveau und auch von 7,489.800 Kč auf veranschlagte Kosten von rellen, jener polnische Korridor", der Ostpreußen Röhrenwerten gestaltete sich ungünstiger, die Absatzverhältnisse in der Baukeramik können 133,004.408 Kč gewährt. Von diesen Beiträgen vom Deutschen Reich getrennt hat, im Falle frie- ohne daß sich die Beschäftigung vorläufig ge- als günstig bezeichnent werden. In feuerfesten wurden für Bauten in Böhmen 3.91 Mill. Kč, in gerischer Verwicklungen mit Deutschland seinen ändert hätte. Die Brückenwerke arbeiteten Waren kommt die heurige schwächere Beschäfti- Mähren- Schlesien 2.42 Mill., in der Slowakei Wert einbüßen muß, wenn er überhaupt in einem unverändert. Die Abſazverhältnisse in der gung der Hütten zum Ausdruck. Die ungün 1.07 Mill. Kč und in Starpathorußland 86.000 solchen Falle startegisch haltbar erscheint. Für die Email industrie haben sich im Inland und ſtige Abſaßentwicklung in Feinteramik hat sich Stronen bewilligt. Von den gesamten veranschlagjen Fall besonders bedarf Polen der Freundschaft insbesondere im Export nicht gebeffert. Der Ab- im Juni nicht gebessert. Der Bestellungseinlauf ten Kosten für Notstandsarbeiten entfallen auf der baltischen Staaten mit ihren Ostseehäfen, vor say von Messing- und Kupferhalbfabritaten ging für Porzellangeschirr ist gegenüber dem Vor- Böhmen 58.65 Mill., Mähren- Schlesien 40.04 allem eines festen Einvernehmens mit Litauen und univeſentlich faisonmäßig zurüd. jahre um 30 Prozent gesunken und der Absatz Mill., auf die Slowakei 33.05 und auf Karpathoseinem nahen Hafen Memel, dem heutigen Klai- Maschinenindustrie. Die allge- ven elektrotechnischen Porzellan gegenüber dem rußland 1.27 Mill. Kč. Durch die Beiträge wurs veda. Umgekehrt würde übrigens die Frage im meine Maschinenindustrie und die elektrotech- Berjahre um fast die Hälfte. Die Eportverhält den Arbeitsgelegenheiten ermöglicht: auf die Dauer Falle triegerischer Verwicklungen mit der Sow- nische Industrie waren im ganzen so wie im nisse haben sich weiter verschlechtert. Der Zement- von einem Monat 535 Personen, zwei Monate jet- Union stehen. Dann würden die baltischen Vorjahr beschäftigt. Der Autoabjaß war um absab bewegte sich auf dem günſtigen Niveau 1696 Personen, drei Monate 1705 Personen, vier Säfen möglicherweise abgeschnitten und Gdynia 10.5 Prozent über dem Vorjahr, der Absatz land- der Vormonate, der Ziegelabsab ist ungefähr Monate 1001 Personen, fünf Monate 6185 Perwürde zu dem einzigen wichtigen Hafen Polens wirtschaftlicher Maschinen besserte sich zwar ſai- gleich hoch, wie im Vorjahre, die Preisverhält- fonen, sechs Monate 866 Personen, sieben Mowerden. Aber mit dieser Möglichkeit ist, heute sonmäßig, blieb aber unter der vorjährigen Höhe. nisse sind stabil. nate 1728 Personen, acht Monate 350 Personen. wenigstens, kaum zu rechnen. Baubewegung. Im ganzen ent= In der Papierindustrie sind teine wichtigen neun Monate 40 Personen, zehn Monate 200 wickelte sich die Baubewegung unter dem Einfluß Alenderungen eingetreten. Der Absatz von Rota- Personen, 12 Monate 1050 Personen, insgesamt der öffentlichen Investitionstätigkeit auf dem tionspapier ist weiter wesentlich höher, als im somit 15.356 Personen. hungernden" Wiener, für gute Stimmung sorgi 1. Oftober als dem Tage des Ausgleiches. Inzwi-| tation ihrer Gemeinheiten von der Wiener Beeine Regimentstapelle. Selar erkennt heute die schen aber steigen die Lebensmittelpreise weiter an. völkerung zu hören.„ Ach so, das ist die Befreiung, Wiener Bevölkerung, welch schnöder Betrug hier Kopffalat, der früher am Wiener Markt das wert das die preußische Kultur!" Diese und ähnliche mit ihr getrieben wurde, sie schämt sich ihrer Mit- loseste Produkt war und den Hausfrauen als Bemerkungen werden heute öffentlich und laut den Einmal kommt die Zelt... bürger, die zu diesem„ Dreh" die Statisten abga- Draufgabe in die Einkaufstasche gesteckt wurde. SA- Bengeln an den Kopf geworfen, wenn fie Juben. Wohl wurden Attionen, wie dieser Film sie kostet heute zehn Pfennig; die Qualität des Mehls dentrupps durch die Straßen treiben. Ein Wiener schreibt uns: zeigt, durchgeführt, aber die Wiener Vorstadtbe- wurde bei gleichbleibenden Preisen verschlechtert, Sie ist sehr bald gekommen. Als die völkerung kannte ja nicht den Zweck des Ganzen. Zwiebeln waren eine Zeitlang überhaupt nicht zu Reichswehr am 13. März in Oberösterreich ein- Sie lief am ersten Tage aus Neugierde zu den haben. Zum ersten Male mußte der Wiener nach 80g, da konnten sich die dortigen Bauern nicht ge Fleischtöpfen des Dritten Reiches, die sich bald dem Entschwinden der Backhenderlzeit" nun auch Daß die Empörung jedoch auch die österrei= nug tun im Sieg- Heil- Geschrei. Ob dieses en- als Kohlsuppenbehälter entpuppten, am zweiten auf sein geliebtes Gulasch verzichten. Aber nich chische Jugend ergriffen hat, beweist ein von Zeuthuſiaſtiſchen Empfanges gab es auf feiten der Tage aber wurde davon um so ausgiebiger Ge- genug damit. Die preußischen Parteifunt- gen verbürgter Vorfall am Wiener Westbahnhof. Reichswehr verdußte Gesichter:„ Euch wird das brauch gemacht: als Futtermittel für all das tionäre, die nun in Wien sich häuslich eingerichtet Ein Zug mit Jungarbeitern sollte ins Dritte Reich Jubeln bald vergehen" riefen die deutschen Sol- Kleinvich vom Kaninchen bis zum Spanferkel, das haben, drohen, wenn sie einmal aus ihrer Befreier zur Umschulung abgehen. Die Einwaggonierung daten den Bauern zu. Und wirklich, den Dester- der Wiener Vorstadtmensch mit Vorliebe züchtet. rolle fallen, den Wienern noch ganz andere Dinge war bereits beendet und eben nahm eine SAreichern und besonders den Wienern, die damals an. Zum Herbst soll die Aufzucht von Schweinen Formation längs des Zuges Aufstellung um in nichts den oberösterreichischen Bauern nachstan Martsinkt auf Schillingsniveau eine starte Einschränkung erfahren, da diese all- Desertionen zu verhindern. Den Jungens wurde den, ist das Jubeln sehr rasch vergangen. Es ist zuviel Körnerfutter kostet und so dem Volts. zwar eingeredet, daß die alten Kämpfer gekom= einem Gefühl der persönlichen Unsicherheit, des Am meisten empört sind die Wiener jedoch wohle" zum Fehlen kommt. Nach dem Backhendert men waren, um ihnen ein herzliches Lebewohl zu Mißtrauens dem Nächsten gegenüber, furz einer über die Verteuerung der Lebensmittel, die trotz und dem Gulasch nun also auch die„ Schweins- sagen, den wahren Zweck aber hatten sie längst ungeheueren Enttäuschung gewichen, die alle Be- allen Verordnungen und Drohreden des Herrn hagen"! bölferungsschichten vom ehemaligen Sozialdemo- Bürdels nicht zu verhindern war. Die Mazt ist traten und Christlichsozialen bis zum alten„ Ille- auf die Kauftraft des Schillings gesunken, die galen" erfaßt hat. Einige Momentbilder aus den Löhne und Gehälter aber sind gleichgeblieben, Straßen Wiens illustrieren am besten diese venn sie nicht in vielen Fällen durch die neuen Stimmung. Eine Konstellation, der man heute jedoch das Hauptaugenmerk widmet, ist die Möglichkeit eines Schönes Wien, du Stadt der Lieder Preußische Kultur" " Heil Mostau" am West bahnhof durchschaut. Eine Musikkapelle intonierte das Horst- Wessel- Lied, hunderte alte SA- Schlen schrien ,, Sieg Heil". Aber all dieser Klamaut konnte die jungen, kräftigen- pardon, ausgehungerten Wie tief die allgemeine Ernüchterung bereits- Wiener Arbeiterstimmen nicht übertönen, die gebiehen ist, fann man auch daran ermeffen, daß im Chor, Heil Moskau" und statt„ Heil Hitler" die Judenhaß, die in den ersten Tagen von den Heil Stalin" riefen. Unter dem Gesang der„ InWienern mit einem gewissen Wohlgefallen auf- ternationale" rollte langsam der Zug aus der genommen wurde, heute insbesondere in den Ar- Bahnhofshalle der Umschulung entgegen. Die In den Kinos des Dritten Reiches liefen vor wieder von neuem verschoben zu werden. Nun beitervierteln verurteilt wird. Die Auslandspresse Wiener Jungarbeiter erlaubten sich auf ihre Art furzem Beiprogramme mit obigem Titel. Sie zei- fchreiben wir bereits August und in Parteitreisen braucht sich in dieser Hinsicht nicht mehr bemühen. zu bemerken, daß diese überflüssig ist, umſchulen gen die Feldtüchen der Reichswehr, davor die spricht man vertraulich und mit Fragezeichen vom Die SA- Männer befommen die richtige Qualifi- wollen sie ihre Altersgenossen im Reich! Die Reichs we hr speist das hungernde Wien" Arbeitszeitbestimmungen sogar eine Sentung zu verzeichnen haben. Die Angleichung der Einkom men an das Altreich wurde den Angestellten und Arbeitern für den 1. Mai versprochen, um immer ) at It t 2 Scite 6 ,, Sozialdemokrat" Dienstag, 2. Auguft 1938. Nr. 179 Reste Verkauf Prager Zeitung Chronik eines Tages Verjüngt der Tod? Trauernd stehen sie an der Wahre der geliebten Verstorbenen. Abschied wollen sie doch noch nehmen. Der Sarg wird geöffnet. Allgemeines Entfegen. Dat der Tot die 69jährige verjüngt? Bei näherer Betrachtung kommt der Irrtum auf. Im deutschen Pathologiſchen Inſtitut fleidete man eine verstorbene, junge, Namensschwester in die Kleidung der 69jährigen. Statt in die Erde, wurde die Leiche zurück befördert, die Ankunft der anderen abgewartet. Jezt ist dieser Frrium Gegenstand einer strengen Untersuchung im deutschen Pathologiſchen Institut. Automaten, die der Post nichts einbringen, obwohl täglich telebhoniert wird, müssen nachgeprüft werden. Das geschah. Sie funktionierten tadellos, nech besser aver X. 9., der aus ihrem Behälter die Münzen flaute. Deteftive erwischten ihn, als er e= rade frisch am Werfe war. Er leugnete, obwohl man 90 Kč Einfronenmünzen bei ihm und in seiner Sohnung noch mehr fand. Ich bin doch Klarinettespieler!" Die Klarinette war wirklich vorhanden, nie aber in Tätigkeit, auch an dem Tage des Auffliegens" nicht, was Beugen bestätigten. Auch Straßen mufiter als Sachverständige, behaupten, fast nic schenft jemand eine ganze Krone. Also gelang das Alibi nicht und der Münzensammler wurde dem Gericht übergeben. Echaden: 10.000 Kč. Jan Voziř( als er noch gesund war, von Beruf Geschäftsdiener) fam als Geistestranter in eine Prager Heilanstalt. Am 9. Juli wurde der 67jährige als geheilt entlaſſen. Am 29. Juli begann er plöglich unzusammenhängendes Zeug zu reden, lief aus der Wohnung, dann zurück, nahm eine Spiritusflasche, goß den Inhalt auf die Sileider seiner 64jährigen Frau und zündete fie an. Lichterloh brannten die Kleider und schreiend lief die arme Frau in das Zimmer zu ihrem Sohn. Der löschte den Brand mit dem Bettzeug. Inzwischen stürzte sich der Frrünnige drei Stodwerke tief auf den Hof. Unterwegs ins Stranhaus starb er. Die Frau hat Brandwunden ersten und zweiten Grades. das besorgten die Verwegenen noch gründlich. bevor sie den halsbrecherischen Weg zurüd antraten. Kasseneinbruch bei Afo. In der Nacht auf Sonntag drangen Einbrecher in die Räume der AioFiliale in der Národní ein und raubten aus der Staffe 110.000 Kč in Bargeld. Die Tat muß jemand verübt haben, der mit den Lokalverhältnissen volltommen vertraut ist. Die Kaise war nämlich durchaus unbeschädigt und muß mit dem normalen Schlüssel geöffnet worden sein, den die Einbrecher in einer Schreibtischlade gefunden hatten. Auch gelang es ihnen, troß der in den Türen einmontierten Alarm vorrichtungen in den Kassenraum zu gelangen, ohne ibre Anwesenheit au verraten. Raubüberfall in Karolinental? Wie der„ ABet" berichtet, erstattete gestern, nachmittags der Bankprokurist K. V. die Anzeige, daß er bei der Rüdkehr in seine in Prag X gelegene Wohnung sein: Frau in schwerer Ohnmacht gefunden habe. Dem Polizeiarzt gelang es zwar, Frau V. wieder zun Bewußtsein zu bringen, doch ergaben die Auss fagen, welche sie machte, nicht genug, um Klarheit über den Vorfall zu gewinnen. Frau V. wurde verist aber auch möglich, daß sie bei der Feststellung. mutlich in der Wohnung von Dieben angefallen; es daß Diebe in der Wohnung waren, einen Nervenschod erlitten hat. Bata JWN 1785, die andere: Goz: Miß. Nicolaus Löw wannen Kesler( DTJ Jarov)-Chadima( DTI Prag 1686. Die Vermutung liegt nahe, daß diese Prag I- V) in 4:32 Min.; über 1000 Meter blie beiden Altertümer von einem Pfarrer in Verwah- ben Stegmüller- Vaněk( Žižkov) in 6: 27.3 min. rung gegeben wurden, um sie vor Requirierung zu erfolgreich. Im Einer- Sanufahren siegte Krasný schützen. In den Wirren der Zeit dürfte man auf sie DTI Nusle) in 8:18 Min. Ein Wolleyballturnier vergessen haben und so gerieten sie als Diebsgut beschloß die Veranstaltung, daß DTJ Podol gewann. in das Alt- Eisenmagazin. An den heißesten Tagen haben sich griechische Sandalen, die sogenannten„ Christussandalen" von Bafa sehr bewährt. Heuer wurden sie noch verbessert. Sie besigen ein verstärktes Gelent, so daß fie auch Männer mit Senffuß tragen fönnen. 100 Aus dem Prager Gemeinderat. Wit der letzten Sibung nahm diese Körperschaft Sommerurlaub. Getagt wird erst wieder am 19. Auguit, vorher fonstituieren sich die einzelnen, neuen Stommiſſionen. Ferien auch in der Bibliothek und dem Archiv des Nationalmuseums in Prag. Sie bleiben über den ganzen Monat Anquit geichloſſen. Die Füße erinnern. Wenn Sie am Abend nach Hause kommen und die Füße mehr als sonst ermüder sind, die Soblen brennen, dann erinnern die Füße: quäl' uns nicht in den schweren Winterschuhen. Gib uns leichte und luftige Sommerschuhe aus Textil oder mit Textil fombiniert. Sie schüßen die Gesund heit Ihrer Füße, wenn Sie die Bafa- Verkaufsstelle aufsuchen und Sommerschuhe kaufen. 100 Sport Spiel Körperpflege • ASK Kleische- Aussig gegen ASK Warnsdorf 4: 1( 2: 0) Der DTJ Straßenlauf Hoftiwit- Litowitz um den Polal des Právo Lidu" wurde am Sonntag durchgeführt und war von 80 Teilnehmern beschickt. Bei den Frauen( 800 Meter) siegte Votrubová ( DTI Michle) in 2: 02.4 Min. Den Jugendsportier lauf über 1500 Meter gewann Teplý( UR) in 4: 02.6 vor Mares( DTI Straschnit) in 4:06 Min. Bei den Männern( 5800 Meter) blieb in der Kategorie der DTI Seletečka( Hoftiwitz Litowik) in 19.20.2 vor Stupec( Böhm.- Brod) in 20: 40.5 Min. erfolgreich. Die beste Zeit über diese Strede wurde jedoch in der Kategorie der Anhänger von Novák ( Dubi) in 18: 50,2 Min. erzielt. Um die Hazena- Meisterschaft im DTJ- Verband fämpften am Sonntag auf dem DTJ- Plaze in Spinov bei Mähr.- Oſtrau die Vertreter des Mährisch- Ostraner, Proßnißer und Brünner Keiſes um den Titel eines Meiſters von Mähren. Das Team des Mähr. Oftrauer Kreiſes gewann gegen jenes des Broßnißer Kreises 9: 0 und gegen Brünner Kreisteam 10: 2. Brünn und Proßnitz trennten sich unentschieden 6: 6. Das Kreisteam Mähr. Ostrau wird nun zu den Endspielen um den Verbandsmeister in Pilien antreten. Die Italiener im Mitropacup ausgeschaltet Die Finalisten: Slavia und Ferencvaros Stille Abende in der Natur bedeuten für das Die Rückspiele der Vorschlußrunde brachten die vsviische Wohl des modernen Menschen sehr viel. Am Sonntag standen sich in Warnsdorf die Entscheidung über die beiden Finalisten. Die letz Ind sie sind leicht erreichbar: eine Lagerstelle wählen beiden Vereine im Spiele um den Titel eines Kreis- ten zwei italienischen Stlubs wurden troß ihrer fnapein Belt aufstellen, Vorräte zusammenstellen, die meisters gegenüber. Die Hausherren bedrängten pen Siege einwandfrei geschlagen und scheiden damit Ausrüstung und vor allem gute Wanderschuhe an- gleich nach Anstoß das Kleischer Tor und erzivan- aus. Ferencvaros Budapeſt konnte daheim mit schaffen. Für solche, die Ihnen stets guie Laune pen die erste Ede, die jedoch zu keinen Erfolge führte. 2: 0( 0: 0) in einem mit Stratvallen und Prügeleien Immer wieder wird Sleische in die eigene välfte reichlich gesegneten„ Stampf" die Turiner Juventus sichern, sorgt Bata. In seiner Sommerfollektion bringt er fejte Sportschuhe mit starker Sternieder gedrängt, so daß die Verteidiger voll beschäftigt abhängen. waren. Dann zeigte aber auch die Gästemannschaft sohle, welche durch eine doppelte Naht gesichert ist. 100 ihr Stönnen, machte sich von dem falschen Syſtem frei Einbrecher mit eigenem Auto? Sonntag wurde und verwandte des öfteren ihren Rechtsaußen, der festgestellt, daß in der Villa des Ingenieurs E. Janit glänzende Vorlagen vor das Tor gab. In der 11. in Branit Einbrecher gehauſt hatten, welche die Ab- und 18. Winute gab es wieder erfolglose Eden für wesenheit des Eigentümers dazu benüßten, um in suleische. In der nächsten Minute gelang den Gästen Ruhe Schmucksachen, ein Radio und Einrichtungs- ihr erstes Tor und in der 42. Minute folgte der gegenstände wegzuschleppen. Der Diebstahl wurde zweite Treffer. Mit 2: 0 für Sleische wurden die wahrscheinlich bereits am Donnerstag verübt, denn Seiten gewechselt. Nach faum fünf Minuten Spielar diesem Tage wurde bei der Villa ein Autozeit brachte ein Nachschuß den dritten Treffer der beobachtet, das längere Zeit wartete, ohne daß der Gäſte. Schon glaubte man, daß Kleische ziemlich Motor abgestellt worden wäre. hoch gewinnen werde, aber die Warnsdorfer seßien Das heiße Wochenende hat wieder eine Flucht alles daran und ließen nicht loder, so daß es den aus der Stadt bewirkt. Obwohl zehntausende Prager Gästen nur noch einmal gelang, den vierten und daauf Urlaub sind und die Samstags und Sonntags mit leßten Treffer zu buchen. Aber auch die Haus frequenz also schwächer sein sollte, haben die Prager herren zeigten, daß jie Tore schießen fönnen und erBahnhöfe an diesen beiden Tagen doch wieder weit zielten in der 78. Minuten ihr Ehrentor. Die letz über 300.000 Personen aus und in die Stadt zuten Minuten bedrängte Warnsdorf öfter, aber erTeplitzer FK„ erwacht". Vielleicht um doch befördern gehabt. An Hunderttausend zogen zur Mol- folglos. ASK Meiſche wurde somit Streismeister noch vor Torschluß sozusagen nicht den Anschluß zu dau, wo sie jedes freie Pläßchen besetzten. des 2. Elbgaufreises. Beide Mannschaften zeigten verpassen, haben die Teplißer in Nopiß den dortigen ein schönes und für den Arbeiterfußball werbendes Et mit 3: 0( 3: 0) im Qualifikationsturnier ge Spiel. Schiedsrichter Uhlig leitete zur beiderseiti- schlagen und somit den ersten Sieg erzielt. Rußen gen Zufriedenheit vor gutem Besuch. „ In der Nacht, in der Nacht!..." erwachte bei emnem biederen Prager Bürger die Liebe. Erwedet hat sie ein Mädchen aus dem Revier einer Seitennaise des Wenzelsplayes. Mondhelle scheint in das Zimmerchen eines Mietshauses, vor dessen Tür es sehr laut zugeht:„ Wirst du rauskommen, na wart' nur!" Der brave Bürger erfennt mit Schreck die Stimme ſeiner Gattin. Natürlich wird nicht geöffnet, angitvoll wartet der Wann, bis die Ehefrau verschwindet. Das ist geschehen, inzwischen auch das Haustor versperrt worden.„ Jeßt folg mir, aber ganz leise!" Das Mädchen schleicht über die dunkle Treppe. Worauf legen Männer das größte Gewicht? ihr nach der Liebhaber. Gott sei dant- niemand Auf Bequemlichkeit. Zumindestens behauptet man es hat uns gesehen!" Der Mann wird aus dem Tor von den Männern. Sie sißen gern bequem und noch gelassen doch o Schreck eine Horde Weiber lieber gehen sie bequem. Deshalb hat Baka für den empfängt ihn, zerrt ihn, schon sind Rock und Hemd Sommer ideale, bequeme Herrenschuhe, Halbschuhe serriffen. Dann los auf das Mädchen im Haustor. und Sandalen- sie sind die Verkörperung sommerDa wird gründlich gearbeitet: Eva steht im Mondschein, wie Gott sie erschaffen. Und über all dem Ge- licher Bequemlichkeit, leicht und luftig. 100 schrei und Geheuldas Entscßen der eifersüchtigen Wenn der eine hat, der anbore nicht... ist die Frau. Das hat sie ja nicht gewollt, so hat sie sich die Versuchung immer groß. Das hätte Frau B. wissen Solidarität der Frauen( denen sie ihre Geschichte müssen, dann wäre sie noch im Bejize ihrer beiden crzählte) nicht vorgestellt. Sie nimmt den halbbe- Einlagebücher im Werte von 72.000 Kč. Jest wußtlosen Ungetreuen beim Arm, zieht ihn rasch da- beklagt sie diefes Geld. Sie hat ihrer Untermieterin von. Lang noch hört man das Gezeter der Weiber. einer D. 2. nicht nur verraten, daß sie Einlagedann hält nächtliche Stille wieder ihren Einzug. bücher besitzt, sondern auch das Losungswort. Die D. L. ging zur Bant, behob das Geld und kam nicht Und während alles schläft, sind verwegene wieder. Frau B. ging zur Polizei. Die Polizei nahm Afrobaten auf dem Hof eines Wenzelplaß- Hauses in die Fahndung auf. Seine leichte Aufgabe, denn die Aftion. Ueber eine hohe Leiter hinüber in den Nach. hat eine Karte nach Dran( Nordafrika) gelöst. barhof. nochmals eine Leiter, dann über den Balton Nun hofft man sie mittels Radiogrammen doch noch und das Büro der Firma Brüder Hornet ist er zu erwischen. reicht. Niemand kommt vom Schlaf auf durch das Der niedrige Absatz eine gefunde Abwechslung. Stlirren der eingeschlagenen Glastür. Niemand hört Im Sommer ist es vorteilhaft, wenn die Frauen das Durchbohren der feuerfesten Stassen. Bei dren abwechselnd Schuhe mit hohem und mit niedrigem wird der Einbruch versucht, bei zweien gelingt er. Absatz tragen. Der Gang ist in den niedrigen Schuhen 8700 Kč werden gefunden, an sich genommen. Stems bequemer. Und am Abend vor allem in die Ges bel 1000 Kč- verachten die Knader." Nun noch raich in einen vierten Raum. Schreibmaschinen stehen darin. Der Schlüssel bricht und bleibt im Schloß steden; das rettet der Firma die Schreibmaschinen. Als der Diener am nächsten Morgen die Unordnuna Wassersportfest der Prager DTJ In Prag fam es erst am Montag zwischen Slavia, welche befanntlich in Genua im eriten Spiel 4: 2 verlor, und dem AC Genua zum entschei denden Spiel. Die Prager haben sich mit 4: 0( 2: 0) den Aufstieg in die Schlußrunde gesichert und das mit das Vertrauen der 30.000 Zuschauer bestätigt. Aber es muß doch hervorgehoben werden, daß diefer Erfolg, obwohl die ganze Elf mit Eifer und manch mal mit lebereifer, welcher auch den Ausschluß eines Prager samt den daran beteiligten Italiener zur wolge hatte, einem einzigen Spieler, dem ehemaligen Wiener Bican- alle Tore schoß er! zu verdanken ist. In der Verteidigung war Cerny im Angehen sehr unfair. Die Italiener spielten gut, einige auch sehr gut, aber als Gesamtes waren sie nervös und dann auch noch überaus hart. brachte dieser Erfolg den Teplißern nur insofern, daß sie nun eine bessere Placierung einnehmen. In Staschau getvann Bata Zlin gegen AC 4: 1 Auf der Schwarzenberg- Insel in Podol veran- 13: 0). Die Entscheidung, wer mit E Lieben in staltete der Wassersportsparte des Prager DTJ- die Liga kommt, fällt in der tommenden Runde. Streises am Sonntag einen Tag des Wassersports. Sonstige Fußballergebnisse. Pardubiß: Sk Der Wassersport hat im Prager DTI- Streis teine Nachod gegen S 4: 3( 2: 0). Weipert: DSR reiche Tradition. Die Stanufahrer wurden erst im gegen DSS Dur 4: 1.- Brür: DFC Grasliß Frühjahr zusammengefaßt und die Schwimmer be- gegen Schwalbe 3: 3( 2: 0). Tepliß: VfB gcg. ichlen zu ihrem Aufstieg die nonvendigen Bedin- Turner Ese 4: 3( 3: 1). Leitmeris: D gungen. Demgegenüber muß aber doch anerkanni gegen DSV Trautenau 4: 2( 0: 1). Reichen werden, daß die Veranstaltung gut gelungen war und Berg: RFK gegen Sportbrüder Brür 4: 4( 2: 2), gewiß noch ihre Früchte tragen wird. Den Haupt- Slavia gegen Explosia Semtin 6: 3( 3: 2). punkt bildeten die wehrsportlichen Kämpfe der Ju- Proßniß: Rolny gegen Gidenice Brünn 4: 4 endlichen, welche überaus start beschickt waren. Als( 2: 2). Neusoh 1: Sparta Prag gegen mittelSieger ging Stroupa( DTI Holleschowiß) hervor, flowafisches Team 5: 0. welcher im Schwimmer über 50 Meter, Schießen und Den Frauen- Leitathletikkampf Frankreich gegen 100 Meter Hindernislauf 449 Punkte erzielte. Das Italien in Paris gewannen die Franzöſinnen mu Schwimmen Quer durch die Moldau" über 164 52:51 Punkten. Meter gewann bei den Männern Kučera( 223| Podol) in 2: 34.1 Min., bei den Jugendsportlern Přibáň( DTI Žižkov) in 2: 53.8 und bei den Frauen war Svičinitá( DTI Bizfov) in 3: 17.4 Min. er folgreich. Ueber 50 Meter Brust der Männer fiegte Kadeřábel( DTI Podol) in 38.2 Sef., welcher auch über 50 Meter Freistil in 32 Set. erfolgreich blieb. Das Frauenschwimmen über 50 Meter Bruſt ge Die tschechoslowakische Wasserballmeisterschaft ges wann Kvičinitá in 46.3 Sef.; bei den Jugendsport- wann Svarta Prag, dessen Team in Preßzburg mit 100 Tern siegte über 50 Meter Brust Edelstein( DTI Bar Kochba 2: 2( 1: 1) spielte. merkt, verständigt er die Stassentnader- Abwehr- Turmgloden- 252 Jahre alt. Sie wurden bei Weinberge), in 43.6 Sel., während die 50 Meter In der Eurova Bone des Daviscup blieb in Berbrigade". Erfahrene Jungs waren am Wert, wird einer Razzia von Detektiven in Vršovice zwischen Freistil Tüma( DTJ Hollescholvis) in 31.3 Sef. ge- lin Deutschland mit 3: 2 über Jugoslawien erfolg feitgestellt, denn alle Spuren waren abgewaschen, Alteifen gefunden. Die eine trägt die Prägung: wann. Das Zweier- Stanufahren über 600 Meter ge- reich. Beauasbedina una en: Bet Ruitelluna insaus oder bei Bezua durch die Poft monatlich Kč 17. bierteljährig Kè 51, halbjährig Kč 102,-. aanzjährig Kč 204.-- Inserate werden la Tarif billigst berechnet. Rüditellung von Vianuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken. Die Beitungsfrankatur wurde von der Poſt- u. Telearapbendirektion mit Erlak Nr. 13.800. VII/ 193) bewilligt.( Kontrollpostamt Praha 25. Druderei: Orbis". Drud. Verlags- u. 8eitungs- A.- G. Prag. sellschaft und beim Tanzen am Sommerparkett-- ist es wiederum besser, Schuhe mit hohem Absatz zu tragen. Der Wechsel des Schuhwerks erhöht die Charme jeder Frau. Neuer Leichtathletik- Weltrekord. Bei dem in Göteborg stattgefundenen Meeting erzielte der Ame ritaner Ray Mallot über 500 Meter in 1: 01.5 Min. einen neuen Weltrekord. Einen neuen tschechoslowakischen Schwimmrekord erzielte der Gablonzer Erbert über 400 Meter Bruſt in 6: 18.3 Meter.