Sozialdemokrat «eutralorga« der Deutsche» sozlaldemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik «rscheiut mit«u»«ah»e de» Maut», sr»h/«iupelprer» 7» Heller .. PraglM,Fochova62- Telephon 68077- Herausgeber: Siegfried Laub- BercmtwoMicher Redakteur:«art Kern, Prag Aus dem Inhalt: Sozialdemokratische Arbeit In der Selbstverwaltung Die Kapitalsflucht aus Nordbtthmen Dio Ausbeutung der HopfenpflUdcer Die Offensive In Spanien schreitet fort 18. Jahrgang Samstag, 6. August 1938 Nr. 183 Zur Mitarbeit bereitl Deutsche Sozialdemokraten bei Runciman Prag. Freitag nachmittags um 5 Uhr sprach auf Einladung Lord Rqpci- mans die Verhandlungs-Delegation der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei, und zwar der Parteivorsitzende,, Abgeordneter Jak sch, Vizepräsident des Abgeordnetenhauses Taub und Redakteur Reh wald bei Lord Runciman und seinen Mitarbeitern vor. Abgeordneter Jak sch erklärte, daß die Deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei ihre Aufgabe in der Arbeit für die Aufrechterhaltung des Friedens und in der Förderung der Verständigung der beiden großen Nationen unseres Landes erblickt. Sie habe daher ein vitales Interesse an dem Gelingen der Friedensmission Lord Runcimans und stelle ihre Mitarbeit zur Verfügung. Jaksch teilte gleichzeitig mit, daß die Partei ihren Standpunkt zu den national- und wirtschaftspolitischen Problemen der Sudetendeutschen in Form eines Memorandums vorlegen wird. Er lud Lord Runciman und seine Mitarbeiter ein, das sudetendeutsche Gebiet, insbesondere einige Zentren der Exportindustrie zu besuchen. Lord Runciman erwiderte, daß er die Ueberreichung der Denkschrift und die Mitarbeit der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei als nützlich und wünschenswert betrachtet. Japan muß nachgeben RuBlands Forderung: Zuerst Rückzug der Japaner Tokios Auffassung: H lm allgemeinen annehmbar Besuche bei Runciman Prag. Das Sekretariat der Mission des Lord Runciman hat Freitag folgendes Kommunique auSgcgeben: „Ministerpräsident Dr. HodZa und Außen. Minister Dr. Krofta suchten Freitag vormittag» Lord Runciman im Hotel„Alcron" auf, um seinen gestrigen Besuch zu erwidern. Der Präsident der Republik und dessen Gemahlin luden Lord Runciman mit Gemahlin zum Dejeuner ein. Die Besprechungen zwischen dem Stab des Lord Runciman und den Vertretern der Sudetendeutschen Partei, die am 4. August stattfanden, werden am Samstag, den 0. August, fortgesetzt werden." Ueber die Borsprache der Vertreter der DSAP gab da» Sekretariat der Mission folgende» Kommunique aus: „Lord Runciman empfing Freitag um 17 Uhr im Hotel Alcron den Abgeordneten Jaksch, de» Vorsitzenden der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei, ferner den Abgeordneten Taub, den Generalsekretär dieser Partei, und den Sekretär der Partei Fr. Rehwald, die zusagten, zu Beginn der nächsten Woche ein Memorandum zu überreichen, welches die allgemeinem Ansichten der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei enthalten soll.- Die polnischen Verhandlungen Pro». Freitag vormittag fand eine Sitzung de» politischen MinisterauSschuffeS statt, an der auch Außenminister Dr. Kamil Krofta und Justizminister Dr. Ivan Dtrer tcilnahmen. Der Mini- sterrat hat nicht stattgefunden. Mit der freitägigen Sitzung des polftischen Au-schusseS der Minister wurden die Regierungsberatungen in dieser Woche abgeschlossen.' Für den SamStag wurde keine Beratung einberufen. Der Vorsitzende der Regierung, Dr. M. HodZa, lud den Finanzminister Dr. KalfuS für Dienstag den 0. August vormittags zu einer Beratung ein. Der Vorsitzende der Regierung wird mtt dem Finanzminister über Budgetfragen, über die finanzielle und wirtschaftliche Seite de» Nationalitäten« pwblem», insbesondere de» deutschen und über dieEinordnung derAufwände für dieDurchsührung des Nationalitätenproporzes im Stande der staatlichen Angestelltenschaft in den Voranschlag für da» nächste Jahr verhandeln. Nach dieser Beratung mit dem Vorsitzenden der Regierung wird der Finanzminister mit den Vertretern der Sude« tegdeutschen Partei zweck» vorbereitender Verhandlungen über die wirtschaftliche und finanzielle Seite der neuen Nationalitätenregelungen zusammenkommen. In Nord-China Rückzug der Japaner Hankau.(Reuter.) Die japanischen Truppen, die vor einigen Tagen nach der Eroberung von Kiukiang südlich von Nantschang vorrückten, haben ihren Bormarsch plötzlich eingestellt und einen raschen Rückzug auf Kiufiang angetretcn, Auch scheint cs, daß die Japaned die Absicht, Hankau anzugreifen, aufgegeben haben. Ungefähr tzü Kilometer nordöstlich von Kiukiang entwickelte sich eine Schlacht am Nordufer de» Jangtse, doch jvurden Nachrichten au» chinesischer Quelle zufolge sämt« Ilche japanischen Angriffe zurückgeschlagen. Japanische Kriegsschiffe bombardierten die Stadt Wuh« sien ungefähr 28 Kilometer westlich von Hsuliang. Die Japaner versuchten hier Truppen zu landen, doch wurde diese Absicht von der chinesischen Verteidigung vereitelt. Aufstande Im Rücken der Affnee Pelping.(Reuter.) In der gleichen Feit, in der sich an der sowjetrussisch-mandschurischen Grenze der Zwischenfall ereignete, wächst in Nörd- llhina die Unruhe, wo irreguläre chinesische Trup« penabteilungen einen großen Teil deh Gebietes besetzten. Von glaubwürdiger Seite wixd der Abtransport zahlreicher japanischer Truppenabtei- lungen au» Nord-China sowie die, Einstellung aller größeren militärischen Aktionen^ bestätigt. Die von den Japanern ernannten Beamten sollen, au» vielen Gebieten von Ost-Hopei geflüchtet sein und in vielen Fälle» sollen sich bewaffnete Abteilungen, welche den Ordnungsdienst vexsehen sollten, den irregulären Abteilungen angeschloffen haben. Die Japaner sind gegenwärtig nicht imstande, gegen diese Entwicklung etwa» zu unter« Athoien.,' Der gestern gemeldete Besuch de» japanischen Botschafter» in Moskau Schigemitsu beim Bolkö- kommiffär für Aeutzere» Litwinow scheint bereit» praktische Ergebniffe gezeitigt zu haben. Die ruhige, abe» entschiedene Haltung Rußland» hat ihre« Eindruck nicht verfehlt. Auf die japanische Bereitschaft zur Wiederherstellung de» früheren Stande» am llhasan-See sind auch di» militärischen Mißerfolge der gegen Hankau operierenden Armee sicher nicht ohne Einstuß geblieben. Au» Tokio wird gemeldet: Der Bericht Schigemitsu» über seine Unter« rrdung mit Litwinow hat eine optimistischere Atmosphäre geschaffen. Die Antwort der Sowjetregierung auf da» japanische Friedensangebot wird in amtlichen japanischen Kreisen al»„im allgemeinen annehmbar" angesehen. Die Moskauer Blätter wiederum bringen keine Kommentare zur Situation» wahrscheinlich, um die diplomatischen Aktionen nicht zu behindern. Die japanische Presse veröffentlicht weitere Meldungen über Kampfhandlungen: Auki(Korea).(Reuter.) Der a»o dem Tschangkufrng-Gebiet zurückgekehrte Reuter-Kor- rrspondent erklärte, daß die Sowjettruppen unablässig die japanischen Positionen bombardieren, während sich die Japaner nur aus dir Beschießung von Flugzeugen beschränken. Domei meldet» daß vier Sowjetstugzeugr«inen Angriff ans die japanischen Linien bei Tschankufeng unternommen Huben. Dir japanischen Fliegeravwehrbatterien eröffnete» da» Feuer, worauf sich die Flugzeuge entfernten. Auch Freitag wurden die koreanischen Dörfer Kojo und Sozan bombardiert. Zur Lage In Oesterreith Von besonderer Seite Die inneren Verhältnisse Oesterreich- werden von Tag zu Tag komplizierter und verworrener. Dem leidenschaftlichen Misten der nationalsozialistischen Machthaber, da» Land in preußischem Sinne zu faschisieren, steht ein von Tag zu Tag wachsendes Mißtrauen der Oesterreicher gegenüber, ein Mißtrauen, da» auch weite Kreise der Nationalsozialisten erfaßt. Die Ablehnung de» Nationalsozialismus ist in bewußt katholifchenKreisrn fast allgemein. Jnniher stößt bei den Katholiken auf Verachtung und Ablehnung. Die Ivahre Stin.mung unter den Gläubigen brachte vor einiger Zeit ein Prediger im Wiener Stephansdom zum Ausdruck, indem er— mtt entsprechender Betonung— sagte:„ll n s e r Führer bleibt nach wie vor— Jesus Christus I" Insbesondere die Provinzgeistlichkeit ist tveit davon entfernt gleichgeschaltet zu sein, sie ist über den Verrat JnnitzerS am stärksten erbittert. Unter den B a u e r n war die nationalsozialistische Agitation vor dem Anschluß qm erfolgreichsten. Und tatsächlich bilden die Bauern auch heute noch, sehr zum Unterschied von vielen anderen Schichten der Bevölkerung, den festesten An», Hang deS Nationalsozialismus. Da» ist damit zu erklären, daß ihre Produkte angesichts der Leere der deutschen Märkte in hohem Kurs stehen. So ist z. B. der Fleischmangel in Wien nicht zuletzt darauf zurückzuführen, daß die Transporte aus den Lgpdgegenden nach Wien von reichsdeutschen Autofahrern abgewäüet werden, die alle» zusammenkaufen, dessen sie habhaft werden können. Ihnen kommt zugute, daß die Zollgrenze für die Ausfuhr aus Oesterreich nach Deutschland praktisch fast vollständig gefasten ist. Da» a r i s ch e B ü r g e r t u m, da» sich von der Judenverfolgung eine Hebung seiner sozialen Lage oder neue Profitmöglichkeiten versprochen hat, muß erleben, daß die Judenverfolgungen zu einer allgemeinen Lähmung deü Handel» geführt haben. Die sogenannte„Arisierung" der Geschäfte und Unternehmungen, also die ersehnte Gelegenheit, die jüdische Konkurrenz loSzuwerde» oder bei der ehemaligen jüdischen Konkurrenz Posten zu bekommen, läßt auf sich warten. Der Gauleiter Bürckel, der der wirkliche Herr Oesterreich» ist, hat die„Arisierung" bisher zu verhindern verstanden. Er hält nämlich die österreichischen Nationalsozialisten nicht für Nationalsozialisten, sondern fiir bloße Antisemiten und traut ihnen auch nicht die Fähigkeit zu, die Wirtschaft zu verwalten. ES ivurden ursprünglich Maßnahmen getroffen, die die Ueberschwemmung Oesterreich» mit dem betä» tigungöhungrlgen reichsdeutschen Kapital verhindern sollten. Man wollte auf privatwirtschaftlichem Gebiete Oesterreich den Oesterreichern Überiaffen, d. h. die Arisierung mit österreichischem Kapital durchführen. Dem reichsdeutschen Kapital wird die Möglichkeit de» Zustrom» nach Oesterreich erst am 1. Oktober geöffnet werden. Bi» dahin aber verhindert Bürckel die„Arisierung", indem er die kommissarische Verwaltung der Unternehmungen fördert. Nach dem 1. Oktober wird auch die Privatwirtschaft verpreußt werden, und dem arischen Kleinbürgertum und den arischen österreichischen Kapitalisten werden die Felle davonschwimmen. Diese Entwicklung haben die Interessierten schon star erkannt, und diese Erkenntnis hat die Begeisterung auch in den Kreisen de» arischen Bürgertums merklich abgekühlt. Bleiben die Arbeiter, von denen nicht wenige zu Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft ehrlich begeistert waren. Man hatte ihnen Arbeit und Existenzsicherung versprochen. Und wenn e» wahr ist, daß die Arbeitslosigkeit sank, so ist eS ebenso wahr, daß die Methoden, durch.welche diese Senkung erreicht wurde, bei den Arbeitern Empörung hervorrief. Schon die Gleichsetzung von Schilling und Mark hat eine Senkung de» Reallohn» herbeigeführt. Dazu kommt die u n a b- hängig von dieser Währungsmaßnahme sich entwickelnde Teuerung, dazu kommen die Lohnabzüge. Alle diese Tatsachen bewirken, daß der durchschnittliche Wert eine» Arbeiterlohnes heut« kaum dem Wert der seinerzeitigest Arbeitslosenunterstützung ausmacht. Dafür Muß aber der Arbeiter jetzt schwer schuften; der Achtstundentag ist nur noch auf dem Papier vorhanden. Auf den Bezirksämtern für Arbeitsvermittlung werden den Ola russische Antwort auf das lapanlschc Friedensangebot Der javanische Botschafter erllärte bei seiner Vorfvrache am Donnerstag Litwinow, daß■ seine Regierung die Absicht habe, da» Inzident beim Cha- san-See als lokalen Zwischenfall friedlich zu lösen- Im Auftrage seiner Regierung schlüge er daher vor. daß die Feindseligkeiten eingestellt werden und die Angelegenheit durch diplomatische Verhandlungen bereinigt werde. In der"niwort wie» Litwinow darauf hin, daß die Handlungen der javanischen Militärbehörden durchaus nicht den betonten friedlichen Absichten entsprechen. TaS bewaffnete lleberschreiten der Grenze uiid Machtangriffe auf sowjetruffische Grenzposten können nur ironisch eine friedliche Tätigkeit genannt werden. Wenn die Japaner die Angriffe auf russische» Gebiet einstellen und auch jenen Teil der Soldaten, die vielleicht noch auf russischem Gebiet geblle- ben sein sollten, abberufen, wird auch Rußland keinen Anlaß zu militärischen Gegenmaßnahmen haben und zu diplomatischen Verhandlungen bereit sein. Nunmehr erklärte der Botschafter, daß er den Streit über die Grenze nicht erneuern wolle, weit keine übereinstimmende Ansicht beider Seiten bestehe. Er anerkenne dte Gültigkeit internationaler Verträge, aber Japan habe die Karte, die dem Chint-tschuner Vertrag beigeschlossen war. jetzt zum erstenmal erblickt. Daher sei e» unvernünftig, den Zwischenfall auf Grund dieser Karte zu lösen. Die japanische Regierung sei aber zu Verhandlungen über den Hu rechnet mit 600.000 Flüchtlingen London. Der diplomatische Korrespondent der«Time»" berichtet, daß der amerlkanische Delegierte Myron Taylor bei der Londoner Tagung der internationalen FlüchtlingSkommiffion erklärt habe, man müsse mit einer Gesamtauswanderung von,S00.0ü0 Flüchtlingen im Laufe der nächsten fünf Jahrs rechnen. Die« würde bedeuten, daß die sonst innerhabb IS Jahren normal vonstatten gehende Auswanderung um 8 Jahre zusammengedrängt würde. Die Bereinigten Staaten Wirf« Vertrag und die Karte bereit. Der Botschafter brachte dann die Eigsrtzung gemischter Schiedrfommisslonen zur Sprache: praktisch solle man aber zuerst über die Einstellung der militärischen Operationen verhandeln. Litwinow wies die Auffassung zurück, daß etwas andere» Gültiakeit haben könnte al» die bestehenden Verträge: Gegen die offiziellen Dokument« Rußland» bat Japan nicht» andere» in» Treffen zu führen gehabt al» die Erklärung, daß es ander« Grenzen wünsche. In keinem Falle war die Sowjetregierung mit Verhandlungen über Grenzänderungen einverstanden und sie ist e» auch jetzt nicht. E» ist nicht die Schuld Rußlands. IveNN in Tokio nicht die Verträge und Mappen sind, die bei der chinesischen Regierung waren und jetzt bei Mandfchukuo fein müssen. Wenn sie die Massden wirklich nicht haben, so konnte der Botschafter Rußland ersuchen, ihm eine Kopie zur Einsicht zu geben. Anstatt dessen gaben die javanischen»dräste den Vorzug direkten militärischen Operationen. Die Sowjetregierung zieht ihre Ku« stimmung zu gemischten Kommissionen mit bestimmten Aufgaben nicht zurück, aber e» handelte sich seinerzeit nicht um Festsetzung neuer Grenzen, sondern nurum Demarkationen(Festsehung von Grenzpfählen). Solange ein japanischer Soldat auf russischem Gebiet sich befindet, werde sich die Sowjetregierung die Handlunglireiheit Vorbehalten. Der Gesandte versprach, seine Regierung zu informieren.... ten sm Laufe der nächsten fünf Jahre rund ein Sechstel der Gesamtmenge aufnehmen. Die Auswanderer seien hauptsächlich Katholiken. Juden und Halbjuben. Duff Cooper In Kiel Kiel.(DND) Der erste Lord der englischen Admiralität Duff Toopcr ist Freitag nachmittag» stuf seiner Ostsecfahrt in Kiel-Holtenau, auf'der Admiralitätsjacht„Enchantreß" eingetroffen. Er Wurde von dem Festungskommandanten Kontre- admiral Mewis und dem englischen Marineattachö Troubridge begrüßt. Seite 2 Samstag, 6. August 1938 Arbeitern die Arbeitspläße zugeteilt. Jeder Ar- Iman das Gelingen seiner Mission womöglich stören beiter muy die Zuweisung akzeptieren. Die Ver- will, weil man einfach unter gar keinen Umstän schickungen ins Reich mehren sich, ohne daß die den das Entstehen einer friedlichen Atmosphäre zurückbleibenden Familien ein wirtschaftliches ermöglichen will! Nr. 183 Die Offensive schreitet fort Aequivalent bekommen. Statt der Existenzsiche- Sofern man aber glaubt, durch die deutsche rung haben die österreichischen Arbeiter die Preffekampagne auf das Ausland in einem Zwangsarbeit unter preußischen Antreibern ein- Deutschland günstigen Sinne einwirken zu können, getauscht. So hat der Nationalsozialismus denn irrt man gründlich. Gerade deshalb, weil es in auch unter den Arbeitern den größten Teil seiner Deutschland keine freie Presse gibt, weil man früheren Anhänger verloren. Und es ist wahr, daß weiß, daß die Presseheze amtlich dirigiert wird, es in Wien eine sehr ausgedehnte, geschickt arbei- weil man also weiß, daß die deutschen Zeitungen tende sozialistische und kommunistische Opposition nicht die Volksmeinung spiegeln, sondern Instru gibt, die sich vor allem auf die Betriebe stützt. mente der Außenpolitik sind, zieht man aus dem Verhalten der Nazipresse den einzig möglichen Schluß: daß das Dritte Reich schon vor der Mög lichkeit eines Erfolges Lord Runcimans Unbe hagen empfindet und sich nach Kräften bemüht, Alcañiz die Situation zu erschweren. Die im Ausland verbreitete Behauptung, daß avischen der Reichswehr und der SA offene Feindschaft bestehe, ist übertrieben. Es herrscht zwischen diesen beiden Gruppen fühle Korreltheit. Die Stabsoffiziere des alten Bundesheeres wollen vom Nationalsozialismus auch heute noch nichts Die beste, weil absolut fachlich argumentie wissen. Es ist bemerkenswert, daß in der Nacht rende Antwort auf die neueste reichsdeutsche nach dem Sturze Schuschniggs in ganz Desterreich Pressekampagne ist die durch das Tichil. Pressefein einziger Stabsoffizier aufzutreiben war, der bureau verbreitete Darstellung der Grenzverbereit gewesen wäre, den Posten des Staatssetre- legung durch deutsche Flieger. In dieser Darsteltärs für das Heerwesen zu übernehmen. Die jun- lung wird gesagt: gen Offiziere, die sich im Bundesheer illegal nationalsozialistisch betätigt haben, find bei den maßgebenden Leuten der Reichswehr dennoch nicht beliebt. Generaloberst Bod, der Kommandant der österreichischen Heeresgruppe, macht den Offizieren aus der nationalsozialistischen Betätigung eher einen Vorwurf, denn daß er sie als Verdienst gelten läßt. Es heißt, daß er kein Vertrauen zu den Qualitäten von Offizieren habe, die es zuivege brachten, fünf Jahre hindurch illegal gegen ihre Regierung zu arbeiten. Daß das Verlieren der Orientierung im Flugzeuge, insbesondere bei schlechten atmoſphärischen Verhältnissen und bei der Ausbildung von Pilotenschülern möglich ist, wird durch konkrete Fälle aus der letzten Zeit bewiesen. 1. Am 20. Juni um 15.20 Uhr landete auf dem Militärflugplake in Pilsen das reichss deutsche Flugzeug D- IHSI des Typs Arado 66 C. Der Pilotgefreite Will Hörner von der Fliegerschule Hagenow in Mecklenburg landete infolge Fehlorientierung er hatte den Surs So wächst denn in allen Kreisen die Unzu- um 180 Gradverfeh It. friedenheit und Enttäuschung. Die Desterreicher 2. Am 27. Juni um 14.10 landete auf dem sind selbst davon überzeugt, daß sich an Oester- Flugplave in Plan das reichsdeutsche Flugzeug reich das Schicksal des Nationalsozialismus ent- D- EUSI des Typs FW 44, das von dem Unterscheiden wird. Kein aufmerksamer Beobachter offiziersanwärter Rudolf Dietrich von der glaubt, daß sich der Nationalsozialismus der Er- lebungsstaffel aus Ulm- Dornstadt pilotiert oberung freuen kann, die er durch die gewaltsame wurde. Er soll die Orientierung verloren haben. Besetzung des Landes erreichte. Die Ablehnung 3. Am 12. Juli um 15.20 Uhr landete auf des Nationalsozialismus ist begleitet von einem dem Militärflugplaße in Kutná Hora das neuen österreichischen Heimatgefühl, einem öfter- reichsdeutsche Flugzeug D- EONI des Typs FM reichischen Patriotismus, der, auch wenn er jetzt 44, das von dem Soldaten Heinz Elsner von der noch politisch ohnmächtig ist, in kritischen Stunden Fliegerschule in Braunschweig pilotiert wurde. zu einer entscheidenden politischen Kraft werden fann. Großes Berliner Luftschießen Wären nicht zufällig dieser Tage tschechoslowakische Flugzeuge irrtümlich bei Glaz über die Grenze geflogen, so hätte Berlin einen anderen Vorwand gefunden, um eine neue heftige Presse= tampagne gegen die Tschechoslowakei zu inszenie ren. Denn es ist nicht das erste Mal, daß Flugzeuge die Grenze überflogen vor allem haben deutsche Militärflugzeuge sie überflogen und find irrtümlich recht weit in die Tschechoslowakei hineingeraten und mußten sogar auf tschechoslowakischem Boden landen, und gar nicht etwa unmittelbar hinter der Grenze, sondern in einem Falle sogar in der Nähe von Pilsen. Und doch hat man feinen Krawall gemacht, hat nicht gedroht, hat einfach die reichsdeutschen Flieger wieder heims tehren lassen. Warum macht aber die reichsdeutsche Presse solchen Lärm, warum benüßt sie diesen Zwischenfall zu so heftigen Angriffen wider die Tschechoslowakei, warum werden sogar Drohungen ausgestoßen, wie die, daß bei fünftigen Grenzzwischenfällen die Abwehrgeschüße in Tätigkeit gesetzt werden sollen? Weil man beunruhigt ist über den Besuch Lord Runcimans in Prag, weil 38 Zwischen Mann und Kind Roman von Lili Körber Martha sagte borsichtig: ,, Stanzi, hast du nicht bedacht? Das erste Kind in deinem Alter?" Ja, aber ich bin gut gebaut, sporttrainiert. Du Martha, hast nie Sport betrieben." ..Nein, ich war 21, als ich Werner bekam und 28, als Franzl geboren wurde..." Stanzis Stimme bebte etwas: Ja, ich weiß, daß ich mein Leben berpaßt babe," wiederholte sie, aber ich will noch nicht lein beigeben..." Caspe Vaide Probres Castellon de la pla Balea Gandesa LEGENDE: WASSERLAUFE A STRASSEN CISENBAHNEN FRÜHERE FRONT ....... NEUE FRONT TARRAGONA TARRAGONA Diese Karte enthält die erste amtliche Darstellung des Frontver laufs nach der siegrei chen Offensive der repu blikanischen Truppen. Die schraffierte Fläche zeigt den Geländegewinn der Republikaner. Die Stadt Gandesa hat sich infolge ihrer guten Verbindungswege nach Westen als ein fester Widerstandspunkt der Rebellen erwiesen. Gandesa ist in ähnlicher Weise eingeschlossen, wie Не fit ft r tod 06 gen Un den Tortosa ihr füb G Amposta es seinerzit Oviedo in Asturien war. Die Fort. setzung des Vormarsches der Republikaner wird erst nach dem Fall von Gandesa möglich sein. Die Karte widerlegt auch die Franco- Meldungen über eine erfolgreicheGegenoffensive der Rebellen bei Fayon. tün a Ge rei thr inb als die ftig Te Na gen hat Be gro fäl ein Vinaroz Havas meldet aus Barcelona: Die republikanischen Truppen seben ihren Vermarsch in der Richtung zur Sierra Mequi nenza nördlich von Fayon fort. Corderra, eina zwei Kilometer östlich von Gandesa, und die republikanischen Positionen in der Umgebung der Stadt wurden von Franco- Flugzeugen heftig bombardiert und aus Maschinengewehren be Barcelona.( Ag. Efp.) Die vor fünf Tagen gegen Albarracin, 40 Kilometer weftlich von Teruel, begonnene Offensive der Republik truppen schreitet planmäßig und siegreich vorwärts. Die drei Heereskörper, die den Vormarsch auf die vorgelagerten Höhen in weitem Querabstand getrennt durchgeführt hatten, haben sich beiderseits Siezu bemerken wir, daß die Räume, des Guadalaviartales zur durchgehenden Linie welche diese Flugzeuge überflo- mit der Front nach Often organisiert. Diefe Linie schossen. gen, als viel wichtiger angefehen hat die Höhenstellungen, die ein schweres Hinder- Der Druck der republikanischen Truppen bei werden können, als das Gebiet, nis bildeten und die der Feind auf das Modernſte Albarracin, westlich von Terruel, wird mit volüber welches unfere Flieger in- befestigt hatte, im Kampf überschritten und malem Erfolg fortgefeßt. Die Regierungstruppen növriert langsam abwärts in der Richtung auf sind bis an die Gebirgsabhänge vorgerückt und Albarracin. folge eines Irrtums gerieten. Ueberall Manöver Der Widerstand des Feindes ist gebrochen. Ein großer Teil der Rebellenartillerie ist in die sände der Republikaner gefallen, die zersprengten Bataillone weichen in Unordnung zurüd. Lediglich die Flugwaffe der Nebellen versucht Die deutschen Herbst manöver werden diesmal ganz besonders dem Ernstfall: angepakt werden, auch die Wirtschaft soll mit zur großen Probe herangezogen werden. U. a. sollen auch Autos, Wagen und Pferde in größerer AnDie Deutschen werden zahl requiriert werden. mit keineswegs gemischten Gefühlen- sie haben ia erst im Mai allen Anlaß gehabt, vor dem Ernstfalle zu bangen diese Probe auf den Krieg mit- Berstärkungen der Rebellen auf den bedrohten erleben. Frankreich führt große Verteidigungs manöver in einem breiten Streifen an der Ostgrenze des Landes durch. Sie werden die bisher größten tombinierten Luft- und LuftabwehrManöver sein, bei denen auch die Luftabwehr der Maginot- Linie mitwirken wird. In England begannen große Luftmanö ver im Osten Englands. Neunhundert Flugzeuge nehmen daran teil. sich selbst über die Freude, die sie bei dieser Feststellung empfand...) Bielleicht hatte Stanzi ihre Gedanken erraten, denn sie machte sich los und sagte ziemlich fühl: ,, Ach, weißt du, Martha, es ist eigentlich nicht viel zu besprechen. Ich möchte nur einen Arzt befragen, ob das überhaupt möglich ist... Kennst du jemand, zu dem du Vertrauen hast?" Martha tam plößlich ein Gedante. Ja, ich kenne einen Arzt..., d. h. ich kenn' ihn nicht als Arzt, nur privat, aber ich habe sehr viel Vertrauen zu ihm... d. h. ich glaube, er ist ein ernster Mensch, wird dir nichts vormachen. Das ist doch in deinem Fall das Wichtigste, nicht, Stanzi, daß man dir nichts vormacht?" ,, Na, und wer ist dieser privat so vertrauenswürdiger Mann?" Martha schien es, als Hänge Stangis Stimme ironisch. Nun war es an der Reihe der Schwester, sie mißzuverstehen. Warum, warum hatte sie davon angefangen?" haben die Dörfer Vilar de Cobo und Muela de San Juan erobert. Sie beherrschen das ganze Flußtal des Quadaljavir und bedrohen Noguera. Wieder ein englischer Dampfer bombardiert vergeblich und ohne nennenswerte Berlufte zu ver. Balencia.( Reuter:) Freitag früh bei der ursachen, den fiegreichen Vormarsch der Republika. Bombardierung Valencias durch) 10 Francoflugs die Straße Teruel- Albarracin, auf der allein durch zivei Bomben getroffen. Von der Bejagung. ner zu hemmen. Die republikanische Fliegerei hält zeuge wurde der britische Dampfer Stanleigh wurde niemand verletzt. Frontabschnitt von Teruel geworfen werden können, unter ständiger wirksamer Beobachtung. Für die Staatsverteidigung! Der Stand Nicht minder erfolgreich verlaufen die repu- der Spenden an den Jubiläumsfonds der Staatsblikanischen Operationen auf dem Nordflügel der verteidigung hat gemäß dem Ausweis des Ar Ebrofront. Während zwischen Cherta und Pobla beitsausschusses am Donnerstag, den 4. Auguſt, die Front gegen den hartnäckig kämpfenden Feind 424,281.915 Kč gegenüber 418,850.601 Kč am mühelos behauptet werden konnte, gingen bei Vortage erreicht. Der Zuwachs betrug am Don Fayon die Republiftruppen in überraschender Dfnerstag also 5,381.314 Kč. Die Zahl der fenfive vor und eroberten die Höhen 301, 304 und Spender ist um weitere 1855 auf insgesamt 266, die die Stadt Fayon im Norden überragen. 159.065 Personen angewachsen. ihn gleich wegschnappen. Auch Franzl hat um sie verheizt werden. Gewiß, es ist belanglos, denn getvorben, sie hat es nur glücklicherweise nicht be- welcher wartende Patient kann sich konzentrieren? merkt... aber bis die Buben älter sind, wird sie Alle seelischen Funktionen sind erstarrt aus Angſt es bemerken... in fünf Jahren ist Werner er- vor der Diagnose oder vor den Schmerzen, vor den wachsen." Dann fiel ihr ein, daß in fünf Jahren Instrumenten, die den Laien wie mittelalterliche Stanzi über vierzig sein würde, und wiederum Folterwerkzeuge anmuten; vor dem Erzählen infreute sie sich... timer Dinge und dem Ablegen der Kleider einem ,, Also laß ich dich schlafen, vielen Dank, Menschen gegenüber, den man nie gesehen hat, Martha", sagte Stanzi, dieses ,, vielen Dant" und der selbst vollständig forrekt angezogen bleibt. flang wie das eines braven Kindes, das die Mut- Aerzte sollten nur in Badetrikots ordinieren, dann ter soeben zur Höflichkeit ermahnt hat... Du wirst wäre alles viel einfacher. Dann würde es auch mich doch morgen zu diesem Geßler begleiten, dem Patienten leichter sein, sich im négligé zu nicht?" zeigen, es entstünde eine gemütliche StrandbadMartha bäumte sich auf: ,, Nein, wieso... atmosphäre, bei der auch Vertrautheiten eine warum?" sportlich- kameradschaftliche Note befämen. Getriß, Stanzi mißverstand sie: Aber nachmittags Fachleue versichern, daß Aerzte eine noch so schöne fannst du dich doch freimachen, Martha, du kannst Frau im Augenblicke der Behandlung nur anatos doch wirklich nicht wie eine graue Haustaße ewig misch sehen, und sie bemüht sich, das zu glauben, au Hause hoden falls ihr nicht an der Behandlung, sondern an Hätte Wally ihr das gesagt, sie würde aus dem Resultat gelegen ist. Jeder jüngere Arzt fennt diesen Worten freundschaftliche Fürsorge herauss die Patientinen, die nie gesund werden, bei der gesehen haben, aber von Stangi verleßte sie die Untersuchung selig die Augen schließen, seine ,, Er heißt... Dr. Albert Geßler..."( E3 graue Haustake". Und doch freute sie sich, daß schnell unterdrüdte Ungeduld mit der Unterwürs Martha sah im Halbdunkel ihr Gesicht, war ihr, als legte sie ein Geständnis ab). Er Stanzi den Grund ihrer Weigerung mißberstan- figkeit der Liebe tragen, ein gütiges Wort wie findlich traurig, die Schwester tat ihr leid, das praktiziert in der Argentinierstraße. der Argentinierstraße. Wally den hatte und sie fürchtete, sich durch eine neue eine Lieblosung genießen, sich also gegen ärztliches arme fleine Geschöpf, das so gern die große spie- Kandler sagte, er sei ein sehr guter Arat." Sie Absage verdächtig zu machen. Das wäre entfeßlich Honorar Sensationen verschaffen, die jenseits der len wollte. Und plöblich bekam fie Angst um sie, war jetzt selbst davon überzeugt, daß Wally so gewesen. Sie wußte, daß Stanzi ihre Freundschaft Medizin liegen. Es bedarf der Geschicklichkeit eines vie in der Kindheit, wenn Stanzi auf einen etwas gesagt hatte. mit Geßler univeigerlich auf das Niveau ihrer Afrobaten, um streng sachlich zu bleiben, sich Baum oder über einen Zaun letterte und Martha Wally Kandler? Ach ja, ich erinnere mich. eigenen Liebesgeschichten" herabgezerrt hätte. weder zu einer Grobheit noch zu einem Ge unten stand und zitterte, daß ihr die Hände ab- Die mit dem scheußlichen hageren Mann, den auf Wie jede Liebende betrachtete sie ihr Gefühl als fühl, wenn auch rein menschlichen Mitleides, hins aleiten und sie hinfallen, sich zerschlagen würde. Don Juan posiert?" Natürlich, Stangi hatte fich ettvas Einmaliges, noch nicht Dagewesenes und reißen zu lassen, sich einer Frau gegenüber, die Sie zog sie wieder zu sich aufs Bett. nur den Mann gemerkt. Wieder echt. Na schön. von niemand Empfundenes, an das niemand, und nach allen Seiten hin zugänglich ist wie ein Also Stanzi, gut, ich verstehe dich, wir Also gehen wir morgen, das heißt heute, es ist schon gar nicht Stangi rühren durfte. Und Square und nach einem Liebesersaß schnappt wie wollen vernünftig reden. Es ist ja sehr schön, daß schon nach Mitternacht zu deinem Geßler. Biel- gleichsam als Abwehr überwand sie ihre Scheu, ein Ertrinkender nach Luft, gepanzert zu verhar du ein Kind befommen willst..."( Ich spreche leicht gibt er mir eine Empfehlung an eine eurer diese Aerzteviſite mitzumachen, die so sehr nach ren, ohne sie jedoch gänzlich von sich zu stoßen; zu ihr wie du Franzl," fiel ihr ein.) ,, Aber du Moryphäen, wenn ich schon in Wien bin. Weißt Bortvand aussah, und flüsterte, auf Franal weis gehört doch diese Sorte Kranter zu den treueften, sollst doch nicht so böse sein auf dich und deinen du, ich freue mich direkt auf diesen Geßler, nach send, der, von der Stimme der Tante halb aufge- die einem kein noch so berühmter Kollege abipens Mann..."( Ach, was rede ich da für Blech", dem Wilhelm Tell, dem Grobian." wedt, sich in den Nissen herumgeivorfen hatte: ftig machen kann und bei denen ein medizinischer dachte sie. Nein, ich kann nicht, tann nicht rich Jest freut sie sich auf den neuen Flirt", ,, Gut, ich komme mit!" dig zu ihr sprechen, finde nicht den richtigen Ton. dachte Frau Martha. ,, Natürlich, sie hat doch einMißgriff ausgefchloffen ist, weil Diagnose und Es gibt feinen unsympatischeren Raum als Therapie von vorneherein feststehen: Nit ja alles Unsinn. Vermutlich hat sie irgends mal gesagt, noch im Kriege, daß sie jedem Mann das Wartezimmer eines Arates. Was immer für cinen jungen Mann kennen gelernt, den sie durch winke- ivinte macht, ach Gott, wenn sie doch ab- Möbel drin stehen mögen, er erscheint immer ein Stind an sich feſſeln will... ſchließlich ist f tfie teen fuvolltel Imer war das ſo, wenn ich sie mit häßlich und lieblos. Schon daß stets mut alte Beit: nicht mehr jung genug dazu..." Sie tounderte jemandem belannt gemacht habe, mußte sie mir schriften auf den Tischen herumliegen, die sonst " ,, Es ist der Frauen tausendfaches Weh und Ach Aus einem Punkte zu kurieren...." Fortjebung folgt.). I 8 jin in ftri fün ind Ea gef fche gla tvä ein Na De Ben 201 ihr in ba Ge der tif Sid ger for Go για hi en G die Darver grei. repu Die zeigt der Stadt folge nga s ein unkt esen. icher , wie o in Fort sches wird von sein. auch angen meGe Dellen ihren equis etwa die g der heftig bea n bei bols ippen und Ta de ange uera. er Eber flug eigh Bung Stand aats Ars igust, I am Don der jamt denn eren? Angit or den rliche n incinem - bat, leibt. dann auch zé zu dbad eine ewiß, chöne natoNr. 183 Samstag, 6. August 1938 Sudetendeutscher Zeitspiegel Henleins ,, Erfolg": Kapitalflucht ins englische Notstandsgebiet Der Londoner ,, Daily Herald" meldet, daß in England wichtige Verhandlungen über die Berlegung bedeutender Indu= #riefirmen aus der Tschechoslo watei nach England im Gange find. Obgleich das Blatt keine Namen nennt, ist unidhwer zu erkennen, um was für Unternehmungen es sich handelt. Der Daily Herald" schreibt: " Das judetendeutsche Problem schafft beträchtliche Unruhe bei den großen Industrie- Interessenten in dem diskutierten Gebiet, und England ist das Land ihrer Hoffnungen geworden. Eine der führenden füdisch tschechischen Firmen hat ihre großen Bejizztümer im tschechischen Kohlengebiet verkauft. Die Familie, welche die Industrie in diesem reichsten Gebiet der Tschechoslowakei beherrscht hat, hat bereits Kundschafter nach London gesandt. Es ist ihre Absicht, Kapital in die Notstandsgebiete zu investieren, und dieser Plan, sowohl ihr Kapital als auch ihre enorme industrielle Erfahrung in dieses Land zu bringen, wird, wie wir hören, günstig aufgenommen.- Eine andere Firma, die in Textil und Bergbau interessiert ist und deren Rame ein Wahrzeichen der tschechischen Industrie gewesen ist, aber deren Inhaber auch Juden sind, hat schon in London Büros eröffnet. Ein Prager Bericht, demzufolge diese Firma einen weiteren großen Teil ihrer tschechischen Interessen abstößt, fällt mit der Nachricht zusammen, daß Pläne für eine neue Fabrit bei Manchester schon genehmigt find. Aber vor allem sind es die Brünner Zertilindustriellen, die viele Jahre in engem Kontakt mit der englischen Textilindustrie waren und jetzt besorgt Britannien als ihr fünftiges Wirkungsfeld betrachten. Die Textilindustrie in diesem Teil der Tschechoslowakei ist hauptsächlich in den Händen von Juden, deren Angestellte aber die aktivsten Anhänger der Henleinschen Nazi- Bewegung sind. Die Industriellen glauben, daß, wie immer das Ergebnis der gegenwärtigen politischen Verhandlungen fein möge, eine Zusammenarbeit der jüdischen Besizer mit Nazi- Angestellten nicht befriedigend sein wird. Der Befiber eines großen Tertilbetriebes im Her zen des judetendeutschen Gebietes ist fürzlich in London gewesen. Viele der Industriellen verlassen ihr Land mit der Absicht, sich eine neue Zukunft in Britannien aufzubauen und studieren sorgsam das Problem unserer Notstandsgebiete. Sie hatten Gelegenheit, ihre Pläne den Berantwortlichen für den Wiederaufbau der schwachen Stellen des britischen Industrielebens vorzulegen." In der ersten Nummer der volkswirtschaftlichen Wochenschrift Der Ost- Volkswirt", die gerade in Brag zu erscheinen beginnt, wird befondere Aufmerksamkeit den Berhältniffen in den Schichtwerten gewidmet. Es wird auf die nicht nazistische Orientierung der Londoner Schichts hingewiesen, von denen angeblich einer unlängst energisch in die Verhältnisse in Aussig eingriff. Er verlangte, daß jeder Angestellte, der in die Fabrit in der Stoßtruppuniform erscheint, augenblidlich entlassen werde. Die Verantwortung für die Wahrheit dieser Nachricht überlassen wir naturgemäß dem erwähnten Blatte... SdP stimmt gegen Staatsverteidigungsspenden Wie bekannt, hat die SdP in einem vorsich Higen, trotzdem aber sehr verständlichen Aufruf seinerzeit gegen die Sammelaktion für die Staatsverteidigung Stellung genommen. Nun läßt sie ihren Worten die Tat folgen. In einer Reihe von Gemeinden mit ,, boltsgemeinschaftlichen" Mehrheiten wurden von den sozialdemokratischen Vertretern Anträge auf Leistung einer Spende aus Gemeindemitteln gestellt. Die SdPBertreter enthalten sich h bei allen solchen Entfdheidungen der Stimmen und bringen so die Anträge zu Falle. So u. a. in Neudorf bei Sebastiansberg und in Kaiz, beide Gemeinden des Bezirtes Komotau. uben, En an ternt ei der jeine Civürs t wie Cliches 8 ber An der Grenze festgehalten eines fich Ge - hins , bie ein ot topic char oßen; eften, spens ifcher und d A 00: 20M Eine sudetendeutsche Arbeitergemeinde Kleinaugezd, wie es war und wie es ist Sleinaugezd war ein Dörfchen, abseits der mer gleichzeitig dem sozialen Hilfswerk in der großen Verkehrsstraßen, wenig gepflegt, mit Serise. Immer wurde dafür Sore getragen, daß einem großen Bündel Schulden, wie sie bei faſt die Arbeitslosen wenigstens eine Zeitlang bes allen Gemeinden unter der früheren Führung schäftigt werden konnten. Da aber die Arbeit nicht vorhanden waren. Wer vor etwa fünfzehn bis ausreichte, wurden Einrichtungen zur direkten zwanzig Jahren nach Kleinaugezd fam, fand sich Unterstützung der Familien getroffen. Zu Weihnachten gab es Bargeldunterstützungen. Zusägliche Lebensmittel wurden beschafft. Für die Kinder gibt es jedes Jahr über den Winter eine Suppenküche, sie erhalten warme Kleidungsstücke, in den Ferien werden immer eine erheblich Anzahl ( heuer vierzig) in einer Ferienkolonie unterges bracht. Die Diphtherieimpfung wurde unentgelt lich durchgeführt, so daß niemand fern bleiben mußte. Die Folge zeigte sich auch. Kleinaugezd ist von dieser heimiüdischen Stranfheit fast ganz verschont. zunächst schwer aus dem Ort hinaus. Enge Gaffen, die ein Ausweichen unmöglich machten, behüteten den Ort wie Befestigungsanlagen die Festung, damit ja tein Fremder den Zutritt suche. Bei Regenwetter war der Boden aufgeweicht und es war gutes Schuhwerk nötig, den Morast auf den Straßen zu durchwaten. Den Straßen zur Seite ſtanden Ställe, Schupfen und auch gewisse kleine Baulichkeiten, die sonst dem Anblicke mehr entzogen werden. Man kannte zwar die treuzschänke", die wenigstens wußten aber, daß sie zur Gemeinde Kleinaugezd gehört. Fragte man nach tem Ort, wußten viele teine Antwort. Dieser Ort hat sein Antlig völlig verändert Ueberall saubere, gepflasterte Straßen, die selbst für viele Städte ein Vorbild sein können. Die unschönen Randbauten sind alle verschwunden. Die schönen Straßen veranlaßten die Hausbeſizer, auch dem Aeußeren ihrer Häuſer mehr Sorgfait zu widmen. Auf dem Ortsplak entstand eine schöne Anlage, in der der Gedenkstein für die Gefallnen im Weltkrieg steht. Dieser Plaz bildet ein Schmudstück für eine Dorfanlage, die immerhin auf einige Jahrhunderte des Beftandes zurüdblicken kann. Der Plaz erhielt deshalb auch den Namen des größten Mannes unserer Zeit, den Namen unseres ersten Staatspräsidenten Th. G. Masaryf. Die alte mit Schulden belastete Wasserleitung wurde vollständig rekonstruiert und von der Schuldenlast befreit. Durch den Anschluß an das Gruppenwasserwert wurde die Wasserver sorgung für trockene Zeiten gesichert. Die Straßenbeleuchtung wurde ausgebaut, so daß sie allen Anforderungen entspricht. Die Glanzleisiung stellt aber der herrliche Sportplaß dar. Die Anlage, die immer noch in der Entwicklung ist, bietet heute schon einen schönen Anblid. Ein Arbeiterbezirksfest wird wohl selten einen solchen Rahmen erhalten haben wie in Kleinaugezd. Vor allem aber: in diesem Orte gibt es auch fünf große Gemeindewohnhäuser mit schönen, gesun den Wohnungen. Sie wurden mit Benüßung der durch das Bauförderungsgeses möglichen Erleichterungen erbaut. Alle diese Arbeiten dienten imEin Zwischenfall in Prag Ein besonderes Augenmerk wurde der Schule zugewendet. Die Ausgaben für Lehr- und XX Seite 3 TAG DER FREIHETT AUSSIG SUND PROL FREIDEMMER CS.R 6- ZVI 1938 Lernmittel find den Eltern erspart. Alles erhal Jeder Genosse, jede Genossin ten die Schüler in der Schule. Die Schule ist auf das modernste ausgestattet. Man tann wohl sagen, daß sie zu den besteingerichteten des ganzen Gebietes gehört. Bei all diesen Aufwendungen wurden aber auch die Gemeindeschulden nicht vergeffen. Die Vorkriegsschulden hatten eine ziemliche Höhe. Sie sind mit dem Ende des Jahres 1938 vollständig getilgt. Im heurigen Jahre werden noch über 200.000 Kč abgestoßen. Die Gemeinde hat dann keine Dars Ichen, als jene auf den Gemeindebauten. Diese sind aber für die Allgemeinheit keine Last, weil sie sich unter Aufsicht des Ministeriums auf den Mietzinsen decken. beteilige sich! Sonderausbeutung der Hopfenpflücker welcher sich in verschiedenen Zweigen bemüht, Der gleichgeschaltete ,, Bund der Deutschen", ,, Voltstumarbeit" auf seine Art zu leisten, hat heuer auch die Vermittlung von Hopfenflüdern übernommen und war bemüht, aus dem Bezirk Dur Partien anzuwerben. Selbstverständlich werden nur Henleinleute von den Partieführern verlangt, was bestimmt darauf schließen läßt, daß Man kann nun einwenden, daß Kleinaugezd heuer der Hopfen nur an SdP- Käufer abgesetzt eben bedeutende Einkünfte hat. Bis zu einem ge- werden wird. Inwieweit ihnen dieser Vorgang wissen Grad stimmt der Einwand. Aber man muß gelingen wird, wollen wir dahingestellt sein lassen, bedenken, daß das schönste Instrument nichts nüßt, doch ist uns schon jetzt bekannt, daß viele Partiewenn es niemand spielen kann. Hier liegt das führer abgefagt haben, die Hopfenbauern dieſe Geheimnis des Aufstieges. Es fanden sich Män- Partieführer persönlich aufsuchen und nun wohl ner, welche mit fluger Zielseßung den richtigen oder übel alle Pflücker, ohne Unterschied der ParWeg nach aufwärts ſuchten und fanden. Klein- tei und der Nation annehmen. augezd wird seit dem Jahre 1919 von einer Wie sich die SdP- Bauern die Voltsgemeins Arbeiter mehrheit verwaltet. Der Wohlschaft vorstellen, hat schon die Festsetzung der stand der Gemeinde stieg immer mehr. Sie mar- Pflückerlöhne bewiesen, da die Profitgemeinschiert heute mit an der Spize der Gemeinden. haft der deutschen und tschechischen Bauern die Das konnte nur durch rastlose Arbeit erreicht crabsehung der Affordlöhne verlangt hat. Wer werden. Die Funktionäre in der Vertretung und nun glauben sollte, daß sich der Bund der Deutden Kommiffionen haben viel und gute Arbeit schen, in Erfüllung seiner Volkstumsarbeit, dafür geleistet. Das muß anerkannt werden. Aber dabei einsetzen werde, daß die Löhne der Volksgenosse. bleibt der Aufstieg der Gemeinde Kleinaugezd doch Sopfenpflüfer von den Kameraden Hopfenbauern für alle Zeiten mit einem Namen verknüpft, dem erhöht werden, der irrt sich gewaltig. Der Bund unseres Freundes Anton Lippert. Als eins der Deutschen will noch an den Hungerlöhnen der facher Glasarbeiter wurde er im Jahhre 1919 Hopfenflüder verdienen. In seinen Vermittlungszum Vorsteher gewählt und er versieht dieses Amt briefen heißt es wörtlich: noch heute. ,, Vermittluungsgebühr ist keine zu zahlen, lediglich ist jeder der Partieteilnehmer nach Abschluß der Hopfenpflüde und Erhalt des Lohnes zu ersuchen, eine kleine Spende zu geben, die der Partieführer mit dem beiliegenden Erlagschein an uns einsenden möge." In wenigen Tagen vollendet er sein sech zigstes Lebensjahr. Nicht nur die Arbeiter von Sleinaugezd, auch die Sozialdemokraten des Bezirtes Teplit, in deren Organisation er seit Jahren an verantwortlichster Stelle tätig ist, be= glückwünschen Anton Lippert in herzlicher Freude, und mit ihnen die Gesamtpartei. Anton Lippert Ob diese Methoden den SdP- Hopfenpflüdern ist ein typischer sudetendeutscher Arbeiter: schlicht, als nationaler Sozialismus oder als Sozialisruhig, gewissenhaft, fleißig, umsichtig und mus der Tat schmachaft gemacht werden, ist uns treul Treu der sozialistischen Idee, der er sich als nicht bekannt. Wir sind jedoch der Anschauung, Jüngling begeistert zugewandt, treu seinen Ar- daß, dies nur eine besondere Art der Ausbeutung beitsbrüdern. Nur ein Mann mit solchen Charat- der Aermsten der Armen ist. Die SdP liefert tereigenschaften vermochte, freudig unterstüßt von wahrlich herrliche Beispiele echter Voltsgemein gleichstrebenden Genossen, ein so großes Wertschaft"! zu vollbringen, wie es die Erneuerung seines Heimatortes ist. nur Anton Lippert ist und er wird es als Ehrung emfinden, wenn dies gesagt wird einer von vielen! In vielen fudetendeutschen Gemeinden haben einfache Arbeiter wie er Achn| liches geleistet. Dant an Lippert ist Dant an alle, die so wie er arbeiten. Ein tragisches Unglück Die Melniker Arbeitersendung bringt in dieser Woche: Sonntag, 7. August, 14.15-14.30: Reportage aus dem Jugendzeltlager der Atus- Union in Saaz. Mittwoch, 10. August, 13.40-13.45: Arbeitsmarkt. 18.20-18.40: Wirtschaftsboykott ( Rudolf if he r) 18.40-18.45: Soziale Informationen. Freitag, 12. August, 18.35-18.45: Aftuelle zehn Minuten. Abgeordneter Eichholz und Dr. Schmued stellten in Abrede, einen schmähenden Ausspruch getan zu haBrag.( Amtlich.) Donnerstag frith faß der ben, wie dies Ratšány behauptet. Da an dem AbAbgeordnete der Sudetendeutschen Partei Ludwig geordneten Eichholz keine Verlegung festgestellt Eichholz in Gesellschaft zweier Herren in der wurde, mußte der Vorfall als Ehrenbeleidigung Abgeordneter Eichholz ersuchte Bom. 1. Bezirksfest der Atus- Union Saas, Restauration 2. Klasse auf dem Masaryk- Bahnhof beurteilt werden. in Prag. Plößlich trat zu ihrem Tisch ein Mann, nur, ihm ein ungestöries Weggehen zu sichern. Rat- bzw. dem dortigen Jugendzeltlager bringt der ' n bem später der Slovale Ratsány, städtischer sánh wurde deshalb auf der Wachstube zurüdge Melniker Sender eine Reportage morgen, SonnBeamter in Breßburg, festgestellt wurde, der die halten und später mit dem Zuge von Prag nach tag, den 7. August, von 2.15 bis 2.45 Uhr nach= Znaim. Freitag zeitig früh fuhr ein Last- Serren, die das Abzeichen der Sudetendeutschen Preßburg zurückgeschickt. Inzwischen wurde gegen mittags. Es spricht Franz Kunig- Turn- Teplik. auto von Schönwald bei Bnaim mit einer Ladung Bartei trugen, fragte, ob sie das Abzeichen der ihm das adminiſtrative Strafverfahren wegen ErBaumaterial auf der Straße bei der Gemeinde Freiwilligen vom Jahre 1919, das er an seinem effes eingeleitet. Höflein, die über einen reichsdeutschen Gebiets- Rode befestigt hatte, fennen. Der bei der polizeiliausläufer( niederösterreichisch), der an dieser den Untersuchung des Falles gemachten Aussage zuStelle über die Thaha auf tschechoslowakisches folge habe Ratšánh auf diese Frage vom Abgeord. neten Eichholz als Antwort eine beleidigende und Gebiet herüberreicht. Der Chauffeur des Last verächtliche Aeußerung erhalten, auf die Rafsány autos tannte diese Tatsache offenbar nicht und damit reagierte, daß er dem Abgeordneten Eichholz. war überzeugt, daß auch in diesem Abschnitt der den er nicht fannte, ins Gesicht schlug. Die herbei- tenau dem dreijährigen Kind des Landwirtes Um die Kreismeisterschaft 1938 der Arbeiter. Thaya- Fluß die Grenze bildet. Er beachtete den gerufene Polizeitvache traf die Gruppe des Ab- Sturm, das ungesehen in den Bereich der Mäh- fußballer. Am Sonntag, den 14. August, treten Grenzstein nicht und fuhr bis zum Thaha- Fluß, geordneten Eichholz und Ratšány an, als sie im maschine geriet, beide Füße abgeschnitten. Bevor sich die Kreismeister des Aufſiger und des Lepliker also auf reichsdeutsches Gebiet, wo er die Labung Begriffe waren, die Reſtauration zu verlaſſen, bei die Maschine zum Stehen gebracht werden konnte. Streifes, le i ich e- Aussig und Eisich a umit den mitfahrenden Arbeitern ablud. Ungefähr deren Ausgang Rafsánh gegen den Abgeordneten war das Unglück geschehen. Ein Füßchen wurde e pris. im Endspiel um die Streismeisterschaft eine Stunde später Tehrte er zur selben Stelle mit rer Zusammenstoß wurde durch den Polizeiwacht- dem Mädchen glatt abgetrennt, das zweite fast gegenüber. Als Ort der Begegnung wurde das Stadion in Auffig bestimmt. Nähere Einzelheiten weiterem Baumaterial zurüd. Aber da waren meister verhindert, der ben Abgeordneten Eichholz durchgeschnitten. Das sind wurde sofort in das werden noch bekanntgegeben. bereits reichsdeutsche Grenzorgane zur Stelle, und den ihn begleitenden Dr. Alfred Schmued zu Krankenhaus gebracht, der Vater des Kindes, der Das Schlußspiel um die Bundesmeisterschaft welche das Auto anhielten und mitsamt der La- fammen mit Ratšánh auf die Wachstube führte, wo die Mähmaschine ſelbst führte, ist dem Wahnsinn findet am 21. August in Choba u gegen een streis: bung ins Innere des Landes dirigierten. die Identität aller drei Personen festgestellt wurde. nahe. Eichholz neuerlich tätlich werden wollte. Ein weiteTrautenau.( Eigenbericht.) Mit der Mähmaschine wurden in Soor im Bezirk Trauder Aus UNION 20 meister des VI. Streises statt. ATUS UNION Weite l GamStag, 6. August 1088 Nr. 183 Zum Konflikt Im Fernen Osten Wir zeigen hier eine Gegenüberstellung des Flächeninhalts und der Bevölkerungsziffern derjenigen Reiche im Fernen Osten, die jetzt augenblicklich in den Mittelpunkt des WeltlnteresseS gerückt sind: Japan, Mandschukuo, China und Sowjetrussland. DgesimÜALeiten. Aufbruch und Auftrieb oder: Getarnter Hochverrat „Konrad Henlein ist nicht nur der Sprecher der sudetendeutschen Volksgruppe, sondern der Volksdeutsche» überhaupt... Auch in Oesterreich find die Turner an der Spitze der nattonaksozia- ttfttfchen Revolution gestanden. Die sudetendeutschen Tümer haben gezeigt, daß sie nicht nur doch im Turnen stehe«, sondern dass sie auch ein Borbild der erneuerten Turnidee sind. Hier ist ein Aufbruch geschehen, der unserer Revolution offenbar einen Austrieb gibt..." „Der Angriff", Berlin) Denn die Sprache Handstand macht, kann es passieren, dah aus ihrer Leere malgrä lui, wider ihren Willen, eine Wahrheit herauüplumpst: Der Nationalsozialismus braucht wie einen Bissen Kartoffelbrot den»,Auftrieb", den ihm der sudetendeutsche„Aufbruch" liefert; denn im Drittel: Reich ist die Bewegung erstarrt, die Begeisterung erloschen, und übriggeblieben ist die politische Lethargie einer Enttäuschung und Der« zwciflung, die von Zeit zu Zeit durch Morphium- Injektionen aufgepcilscht werdeü mutz. Eine solche„Spritze" war Oesterreich. Keine andere Funktion hat das Sudetendeutschtum. Auf dem Breslauer Turnfest haben ein paar tausend Henlein-Leute offenkundig vor der Hitler-Tribüne Hochverrat verübt. Vielleicht hat die Tschechoslowakische Republik nicht einmal Beobachter in Breblau gehabt. Man ist grotzzügig. Man wird die Schuldigen nicht aus der Turnerriege her« auSgreifen. Wenn reichsdeutsche Turner im Ausland für die Demokratie und den Anschlutz an einen fremden Staat demonstrieren würden, dürften sie eS nicht wagen, ins Reich zurückzukehren. Das ist heute schon ein Gemeinplatz, bei dem man sich nicht aufhält, denn die Demokratien glauben, im Interesse des Friedens alles einstecken zu müssen. Die Ztveckmähigkeit diese» Verhaltens bleibe hier nutzer Betracht. Breslau war ein„Ausbruch", ein„Durchbruch", ein„Aufschwung"; man hat das Karlsbader Bekenntnis des Turnvaters Henlein mit Keulen geschwungen. Aus dem getarnten wurde ein geturnter Hochverrat. Das Dritte Reich braucht Bewegung, Dynamik, um über die Serie toter Punkte hinwegzukommen. Das ist die Funktion der Sudetendeutschen. Datz es sie gibt, ist ein tvahrer Segen. Südtirol eignet sich nicht für diesen Zweck und Nurn hat diese kleine, entnationalisierte Märtyrer-Volksgruppe endgültig liquidiert. Das Wort Südtirol ist in Deutschland auSgemerzt. Man hat vermittels eines Wunschtraums die Leiden der Südtiroler ganz einfach auf die sudelendeutsche Volksgruppe übertragen. Dem totalitären Staat ist jedes Mittel— also auch die Sudetendeutschen — recht, das ihm in seiner eigenen Stagnation und Gefährdung einen Auftrieb verschafft. Die echten Dynamiker können, tvie alle Spielernaturen, ohne einen hohen Einsatz und eine noch grössere Chance nicht leben. Henlein, der zur Lin- ken des Führers fitzt, ist heute der zweitwichtigste Mann Deutschlands. Nie noch tourde eine Volksgruppe so kalt und berechnend als Mittel zum Zweck missbraucht wie die Sudetendeutschen. Man sagt„sudetendeutsches Unrecht" und meint die Uurlche Europas, die Expansion, die Rohstoffe und Lebensmittel des„Südostraumes". Davon ahnen die sudetendcutschen Nazi nichts. Wie sollten sie auch, da sie unter der Gleichschaltung der Willens, und Meinungsbildung stehen? Sie befinden sich, ähnlich wie Teile ici deutschen Volkes im Jahre 1033, in einer Art messianische» Erlvartung, an die leine Erfahrung— weder die reichsdeutsche noch die österreichische— herankommt. Zwei Jagdflugzeuge abgestürzt Freitag um 9.48 Uhr ereignete sich bei einer Uebung von Luftkämpfen im Raume von Celä« kpvice in der Höhe von rund 3000 Metern ein Zusammenstoss zweier Jagdflugzeuge. Beide Flugzeuge stürzten ab, wobei der Pilot des einen Flugzeuges Leutnant Bäclav P o h a n l a ums Leben kam. Der Pilot des zweiten Flugzeuges, Zugssührer Josef SaSek, sprang mit dem Fallschirm ab und erlitt bloss leichtere Verletzungen. Leutnant Väclav Pohanka Ivar 25 Jahre alt und stammte aus Üjezd, Bezirk Tiönov. Nadi 24 Jahren zurUckgekehrt Bei Ausbruch des Weltkrieges trat im Jahre 1014 der damals junge Jaroslav Malik aus Chro« pin in der Hanna den Militärdienst an und fiel bald in Kriegsgefangenschaft. Durch 24 Jahre gab es keine Kunde von ihm und daher wurde er schon lange als tot erklärt. In diesen Tagen kehrte jedoch Malik aus Ruhland zurück und besuchte sein Gei burtSstädtchen, wo er seine alte Mutter wiedersah. Nach Beendigung des Weltkrieges heiratete Malik in Russland und anfänglich ging es ihm sehr schlecht. Nun ist er in Ruhland zufrieden und nach kurzem Aufenthalt in der Heimat wird er nach Russland zu seiner Familie zurückkehren.' Drei Jahre Kerker fUr Priester Vor dem Linzer Schöfsensenat hatte sich der 40jährige Geistliche Dr. Johann Gruber, der ehemalige Direktor der Blindenanstalt in Linz, wegen Schändung, Verführung zur Unzucht und Vergehens gegen die öffentliche Ruhe und Ordnung zu verantworten. Dr. Gruber wurde im Sinne der Anklage schuldig gesprochen und zu drei Jahren schweren, verschärften Kerkers verurteilt. Grüber meldete Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an. Geldfälscher— fünf Jahre Zuchthaus Vor dem Strafsenat des Kreisgerichte» in Ka- chau hatte sich Freitag der 40jährige Martin Glane aus Jza, Bezirk Chust, in Karpathorutzland, wegen des Verbrechen» der Äeldfälschung zu verantworten. Die Anklageschrift legt ihm zur Last^ er habe vom Frühjahr 1038 bis zu seiner am 18. September lb88 erfolgten Verhaftung in Budapest eine Ge« ellschaft zur Äeldfälschung gegründet. Diese hatte rn Budapest in der Bezerdi-Strahe 13 einen Keller gemietet, wo sie mit Hilfe einer Hand- und einer hydraulischen Presse, wie auch verschiedener Matrizen falsche tschechoslowakische 10-Ai-Münze» und auch polnische und rumänische Münzen herstellte. Den Sicherheitsbehörben ist e» gelungen, in der Tschechoslowakei 880 Stück falscher 10-AL-Btünzen, 202 polnische Zloty und eine Menge rumänischer 100-Lei-Münzen festzustellen. Glanz verbreitete die falschen Münzen mit Hilfe seiner Leute in der Tschechoslowakei, in Rumänien und in Polen. Am 18. September 1938 unternahm die Polizei von Budapest im Keller der Geldfälscher eine plötzliche Durchsuchung und verhaftete dort die ganze Gesellschaft. Alle wurden vor die königliche Kurie in Budapest gestellt und verurteilt. Glane begab sich nach Abbüssung einer Kerkerstrafe von 14 Monaten nach Wien, wo er auf Grund" eines Haftbefehls des Kaschauer KreiSgerichte» verhälfet und den tschechoslowakischen Behörden ausgeliefert wurde. Nun wurde er schuldig befunden und zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Der StaatSamvalt erhob Berufung toegen de» geringen Strafausmasses, der Verurteilte nahm die Strafe an. Tödlicher Autounfall bei Brünn. Freitag um 13 Uhr fuhr auf der Staatsstrasse bei Brünn dec Direktor Gottlieb Lukat aus Pressburg mit einem Auto, ur dem noch die Anna Pauli und die Anna Seviik, beide aus Pressburg, sahen. Aus unbekannter Ursache fuhr der Wagen plötzlich gegen «ine Telegraphenstange, die er umriss. DaS Auto tourde völlig zertrümmert und aus den Trümmern wurde der Direktor bereits tot hervorgrzogen. Die beiden Mitsahrendcn erlitten schwere Verletzungen und wurden von der Freiwilligen Rettungsgesellschaft in die Brünner Landeskrankenanstalt gebracht. Die Ursache des Unfalls wird untersucht. Ertrunken. In der Schwarza bei Jundorf badete Freitag gegen 16 Uhr der 12jährige Schüler Jaroslav Peträk. Er begann plötzlich zu sinken und obwohl einige erwachsene Leute in der Nähe waren, eilte ihm niemand zu Hilfe. Endlich fand sich ein Mann, der ins Wasser sprang, den Lstraben aber nur mehr tot ans Land brachte. Die herbeigerufenen Mitglieder der RettungSabteilung konstatierten, datz jede Hilfe zu spät kam und überführten den Toten ins gerichtsmedizinische Institut. Eine interessante Operation wurde in der Nacht zum Freitag von dem Oberarzt des städtischen Krankenhauses in Mainz Dr. Lenner durchgeführt. In der Nähe eines Bergnügungslokals war es zu einer Schieherei gekommen, in deren Verlaufe ein 24jähriger Mann einen Herzschuh erhielt. Der Schuss, der in die rechte Herzkammer eindrang verlief mit einer grossen Wunde in die linkeHerzkammer. Der Verletzte wurde in hoffnungslosem Zustande in dar Krankenhaus gebracht, wo der Arzt sofort eine Operation vornahm. Es gelang ihm, beide Herzkammern zunähen, so dass nach wenigen Minuten der rhythmische Herzschlag wieder einsetzte. ES ist anzunehmen, dass mit dieser Operation daS'Leben des Verletzten gerettet wurde. Ekplostsn auf italienischem Kreuzer. Wie gemeldet wird, ereignete sich Montag dieser Woche auf dem italienischen Kreuzer„Quarto" unweit von Pollena auf der Insel Mallorca eine Explosion, die 18 Todesopfer forderte, 20 Personen wurden verletzt. Die Schiffsschäden waren nicht allzu bedeutend. Zwei Grohbrände in Wien. In der Nacht auf Freitag wüteten im 8. Wiener Bezirk zwei Grossbrände, di« beträchtlichen Schaden anrichteten. Gegen Mitternacht entstand im Frachtenmagazin des AspangbahnhofeS ein Brand, der bis in die Morgenstunden audauerte und das ganze Objekt einäscherte- Früh wurde die Feuerwehr neuerlich zu einem Brand in den Arbeitsräumen der Tischlergenossenschaft alarmiert. Insgesamt wurden Objekte von mehreren tausend Quadratmetern vernichtet. Die Ursachen der beiden Brandkatastrophen werden untersucht. Fahrplanmäßige Weltnmfliegung. Der bekannte deutsche Australienflieger HanS Bertram ist Donnerstag abends um 22 Uhr 06 Minuten mit der planmässigen Maschine der Strecke Lissabon—Berlin von seiner Weltumfliegung zurückgelehrt. Bertram hat mit seinem Flug den Beweis erbracht, dah eS möglich ist, mit den bestehenden internationalen Luftlinsen an Hand des Kursbuches die Welt zu umfliegen. Bertram brauchte für seinen Flug um die Welt genau 20 Tage, 21 Stunden und 85 Minuten. Sein Weltflug führte ihn von Berlin über Bagdad, Karachi, Kalkutta, Bangkok, Manila, Honolulu, San Francisco, New Dork, Lissabon und wieder nach Berlin. Der Rekord der dänischen Schwimmerin Jenny Kammersgaard, die im Vorjahr das Kattegat in 28 Stunden durchschwommen hatte, wurde Donnerstag von der schwedischen Schwimmerin Sally Bauer um nahezu elf Stunden unterboten. Die Schwedin war Donnerstag früh von der südwestlichen Spitze der Insel Seeland aus nach Jütland gestartet, wo sie um 22 Uhr 20 bei PamSkov an Land ging. Sie brauchte für die Durchschwimmung des Kattegats 17 Stunden und 20 Minuten. In einem Anfall von Geistesstörung tötete ein Mann in CormonS bei Görz feine 27;ährige Frau und sein dreijähriges Kind, während sie im Schlafe lagen, durch Revolverschüsse. Dann ergriff er die Flucht, stürzte aber auf der Treppe des Hauses, wobei sich der Revolver entlud und ihm selbst eine tödliche Schusswunde in die Brust beibrachte. „Hawai Clipper"anfgegeben: Das amerikanische Marineministerium hat die weitere Suche nach dem vermissten Flugzeug„Hawai Clipper" aufgegeben. Es wurden von den suchenden Schiffen mit Hilf« von Flugzeugen 280.000 Quadrat« kilometer abgesucht. ZugSunglück in Trier; Ein Personenzng fuhr Donnerstag kurz nach der Ausfahrt aus dem Bahnhofe Ralingen auf einen, vor dem Einfahrtssignal haltenden Triebwagen auf. Durch den Zu« sammenstoss wurden drei Personen schwer und 14 Personen leicht verletzt. Carrigan bejubelt. Als der Dampfer„Manhattan" mit dem Flieger Carrigan an Bord an der Küste bei New gork landete, bereitete ihm die Bevölkerung derartig stürmische Ovationen, wie sie seit der Zeit Lindberghs nicht mehr zu verzeichnen waren. Krakodil entflohen. Einem Wanderzirkus, der eben in Danzig weilt, ist ein grosses Krokodil entlaufen. Das Tier trachtete zum Weichselarm zu gelangen,>vo gerade eine grosse Menge von Menschen badete, und rief unter den Badenden eine grosse Panik hervor. Nach längeren Anstrengungen gelang es in einigen Stunden das Krokodil zu fangen und in den Zirkus zurückzuschaffen, Die. Moskauer Untergrundbahnen.- Drei Jahre sind seit der Eröffnung der ersten Unter« grundbahnlinie vergangen. In der Zeit hat sich die Läng« der Untergrundbahnstrecken verdoppelt. Nach der in einigen Wochen bevorstehenden Inbetriebsetzung einer neuen Strecke beträgt die Länge der Moskauer Untergruiidbahu(eingleisig berechnet) 66.7 Kilometer. In der USSR hatte matt bis vor wenigen Jahre» überhaupt keine Er- Das heutige Programm der deutschen Sendung Prag-Melnikr 10.15 F. d. Frau: Dortr. Dr. Elisabeth Schenk: Jrauenbloarrrphicn. 10.30 Schall- platten. 12.10 Blasmusik. 18.00 Kreuz und quer durch unsere schöne Heimat. 18.80 BlaSnmsik. 19.30 Feierabend. 20.15 Fahrt in» Blaue(Ges. Erna Ler- rel, Ralph Hartmann. Gitarre:' Dr. Rud. Köhler, Saxophon: I. Dome». 22.80—28.80 Tanzmusik. Brünn: 18.00—18.15 Dr. Lilli Fried-Pola- schck: Kunstbcricht. 18.15—18.20 Schallplatte». 18.20—18.85 Else Kormar: Jugendstunde. fahrungcn im Untergrundbahnbau. Der Bau der ersten Moskauer Strecke war gleichzeitig die Schule zur Ausbildting der Arniee der Bauarbeiter für die Untergrundbahn. Während beim Bau der. ersten Strecke noch 76.000 Arbeiter beschäftigt waren, konnte die ztveiie Strecke trotz der umfangreichen Bauarbeiten mit 80.000 Arbeitern in kürzerer Frist als die erste vollendet werden. Insgesamt tourde» seit der Inbetriebsetzung der ersten Moskauer Metrostrecke 800 Millionen Fahrgäste befördert. Warme Konserven. Zwei junge Techniker in Novisad haben Konserven hergestellt, die sich selbst genussfertig machen. Die Konservenbüchsen bestehen au» vier Teilen. Im weitaus grössten von ihnen lie- gen die konservierten Leben»mittel, beispielsweise ! Würstchen. Darunter kommt ein flacher Behälter, der ! mit Wasser gefüllt ist. Von ihm führt am Seltenrand der Konservenbüchse ein Kanal zum Boden de» Gefässe», in dem sich ungelöschter Kalk befindet. Wenn inan nun den Kanal durchsticht, bzw. ein Ventil öffnet, fo strömt da» Wasser auf den ungelöschten Kalk. E» kommt zu einer heftigen chemischen Reaktion, bei der sehr viel Hitze entwickelt wird. Die Hitze ist gross genug, um die oben in der Büchse befindlichen Konserven essfertig zu machen. Die Herstellungskosten sind nach den Berechnungen der Erfinder so gering, dass eine heizbare Konservendose mit Inhalt um kaum einen Dinar teurer sein wird, al» eine gewöhnliche Konservenbüchse. Die Erfindung scheint für Autoausflüge, Picknick» usw. da» Ei de» Kolumbus darzustellen. Habsburger vor Pariser Gericht. Da» Pariser UebertrewngSgericht hat vor sechs Jahren ein Mitglied der Familie Habsburg den 82jäbriaen Franz Habsburg-Lothringen toegen Betrugs verurteilt, well er Zahlungen mit ungedeckten ScheckS-aeleistet batte. Der Prinz floh vor dem Urteil, da» auf leck» Monate Gefängnis und 80 Franken Geldstrafe lautete, ans Frankreich. Anfang Juli dieses Jahre» hielt er sich jedoch in Nizza auf. Er tourde verhaftet und halle sich Freitag neuerlich vor dem Uebertretung»gerichr zu verantworten. Da der Prinz seine Schulden inzwischen bezahlt hat, hob da» Gericht die Gefängnis« strafe auf, wogegen die auf 50 Franc» lautende Geldstrafe in Kraft belassen wurde. Die tschechische Sängerin Jarmila Novotnö, von der die„Pritimnost" behauptet hatte, sie beteilige sich au dem Boykott dc» Melniker Senders, weist, wie „A-Zct" mitteilt, diese Behauptung entschieden zurück. Sie habe, so erklärt sie, in der letzten Zeit iveder mit dem Prager, noch mit dem Melniker Sender verhandelt. Am SaniStag und Sonntag können Sie überallhin zum Wochenende mit einer Eisenbahn- Rückfahrkarte fahre», die um 2b Prozent verbilligt ist. Gewitterzone im Anrücken: Die Luftmassen Über Mitteleuropa sind nunmehr in der Weise stabilisiert, dass sich hier nur ganz vereinzele Getoitter ausgebildet haben. Bon Westeuropa her schreitet jedoch gegen das Binnenland eine neue Gewitterzone fort, die Freitag nachmittags das Rheinland erreichte und Samstag auch das Gebiet unserer Staates erfassen dürste. Nach den Gewittern wird eine leichte Abkühlung eintrctc».— Wahrschein- lichesWetterSamStag: Im ganzen heiter, in Böhmen und in den mittleren Teilen des Staates vom. Westen her verstärkte Neigung zu Schauern oder Gewitter», leichte Abkühlung.— Wetteraussichteu für Sonntag: bloch Andauern des sommerlichen Wettere, jedoch verstärkte Gewittertätigkeit, Temperatur in den böhmischen Ländern noch etwas tiefer alt Samstag. Lin Zwerg aus dem Kelche des Tonfilms eine Filmkamera für Schmalfilme— mit Tonaufnahme—, die erst» ihrer Art, wird in Prag erzeugt. r. 30 ( a= 211. Der ife Für Der igt 11= in 11. Der en in bit Sen ies ife Der nb Bes enn til ten 011, tit Sen ten 18. ומגב für fer its 113 Deil te. 20 etc. et tte ht 11 18 18wort ich vie AU: der Der čie 111. zen tas ter jes er and cine it 11 len ing rs, in als A Cag Mr. 183 Samstag, 6. August 1938 stände aller Art wurden erstanden. In der Abend- weißen Ziffern war der Grund, weshalb Franz Seite 5 Der Telephonapparat bämmerung fam er in die Wohnung, beren, Weiller am Abend nachauſe haftete, erfillt bis Schach ins Velk Von Else Weltheim Wie eine Bombe plaste in das Büro die Nach richt, daß der Abteilungsleiter Franz Müller die Brotura erhalten hatte und somit in die höheren Sphären der allmächtigen Geschäftsleitung empor gerüdt war. Franz Müller, der unbedeutendste Mann im ganzen Unternehmen, der nicht einmal die heiratsveſseſſenſten Stenotypistinnen zu vagen Träumereien veranlaßte. Schachaufgabe Nr. 403 Von W. Schalit. MT Schwarz: Ke2, Da5, Td1, d2, Lel, h5, Be5, 12.( 8) 8 abcdefgh A a b c d e f g h Weiß: Kh2, Dh3, Te4, g2, Le3, Bc2, d4, 14.( 8) Matt in 2 Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach ErschelModlan, einzusenden. Lösungszug zu Nr. 400: Lb5- e2! Richtige Lösungen sandten ein: Lohmüller Hans, Habl Erwin, Kreusche Franz, Holfeld Otto, Schindler Robert, Freundl Anton, sämtlich Nestersitz: Schöffel Anton, Schöbritz; Weigel Waiter, Saubernitz; Strache Schlüffel er oft und liebevoll in der Westentaiche zum Rande mit einer unruhigen Erwartung. Er betastete, stand im leeren Zimmer und träumte ließ sich auf einen Stuhl finken und wartete. Der die Möbel auf ihre Pläße, die Vorhänge auf die Telephonapparat ruhte hell und blank, zierlich und Fenster, die Teppiche auf das Parkett. Seine doch gemächlich auf einem niedrigen Tisch, daAugen streichelten die lichten Türen, wanderten neben das Telephonverzeichnis und ein Blüten die Wände entlang und blieben am Telephonstecker weißer Blod mit Bleistift. Das Telephon starrte haften. Das Telephon! Was ist eine Wohnung Franz Müller höhnisch und unnahbar an und ohne Telephon! Er hatte weder Freunde noch An- fchwieg. Er hatte niemanden, der ihn hätte an gehörige, er war gesund und brauchte nie einen rufen tönnen. Es gab niemanden, den er interArzt, im Betrieb galt tein Telegramm, tein Tele- essierte, dem er nahestand. Er war nie anschlußDer Mann ohne Privatleben" wurde er ge- phonanruf ihm, und doch fühlte er mit tödlicher bedürftig gewesen und überhaupt nicht mitteilſam. nannt, wenn man fich überhaupt die Mühe nahm, Gewißheit, daß er ein Telephon haben mußte, Das Schidial anderer interessierte ihn nicht und fich für ihn zu intereſſieren. Tatsächlich schien er gleich, sofort mit der Wohnung zusammen, sonst ging ihm nicht nahe. Die Menschen waren ihm ganz ohne Familienanhang zu sein, und wenn er hätte das Ganze keinen Sinn und Wert für ihn. fremd, und er blieb den Menschen fremd. vielleicht doch Angehörige hatte, so waren sie wohl Er meldete sich am nächsten Morgen bei der Dieses Gefühl bedrückte ihn immer häufiger, allesamt unbemannt, unbeweibt und unsterblich, Post an, entrichtete die Gebühren auf ein Jahr, wenn er seinem Telephonapparat gegenüber saß da weder Hochzeiten noch Begräbnisse Franz Mülzahlte für einen neumodischen Apparat sogar noch und auf das Wunder eines Anrufs wartete. Das Yer während der 18 Jahre, die er in der Firma einen Buschlag. Auch das war also erledigt. Telephon schwieg hartnäckig, und Franz Müller war, auch nur eine einzige Bürostunde versäumen Am Nachmittag faß er wieder an seinem fühlte sich immer verlassener und ausgestoßener. ließen. Das ganze Unternehmen bekundete fein Er- Schreibtisch, abgehezt, müde und selig. Er wurde nervös und reizbar, mit Haß vernahm Staunen, als man am Morgen nach seiner Ernener jedes Klingelzeichen der Büroapparate. Diese mung seinen leeren Schreibtisch bemerkte, und Mit angeschraubten Naturbronze- Buchstaben häßlichen altmodischen, fettig glänzenden und abHerr Pfau, der Abteilungsleiter, erklärte, er verkündete ein schmuckes Mattglastäfelchen, daß genüßten Dinger hatten ihr Leben, ihre Bestim nen der Aufgabe an Wenzel Scharoch, Drakowa 32, Post würde den Herrn Prokuristen Müller in seiner die Wohnung Nr. 7 im IV. Stock des Hauses mung, ihre Sprache, nur der schöne, fleine AppaAbwesenheit vertreten. Herr Prokurist Müller ſei Universitätsgasse 23 vom Prokuristen Franz Mül rat in seinem Heim wahrte stumm sein Geheimwegen dringender Privatangelegenheiten gezwun Ter bewohnt sei. Bewohnt bereits seit einem hal- nie. Das Telephon wurde für Franz Müller ein gen, drei Tage lang dem Geschäft fernzubleiben. ben Jahr. In der neuen Ausgabe des Telepson- Wesen mit geheimnisvollem Eigenleben, um deffen Dies ging zwar die Belegschaft nichts an, doch war buches stand auf der Seite Mu- Mii sein Name, Gunst er warb und das sich ihm nicht erschließen es ganz interessant, verkünden zu können, daß der eingetragen zwischen Müller Erna, Private, und wollte. Mann ohne Privatangelegenheiten" doch Privat- Müller Franz, Inhaber der chemischen Färberei ,, und doch werde ich Dich zum Reden 3vinangelegenheiten hatte. After". Unzählige Male glitten verschiedene Zei- gen", dachte er an einem trostlosen Winterabend. Es war der 15. Juli, und Franz Müller gefinger über seinen Namen hinweg, wenn er Er lief in den gegenüberliegenden Zeitungskiosk hatte keine Zeit zu verlieren. Jetzt konnte er einen der siebenundzwanzig Müller, die in dem mit öffentlicher Telephonstation und rief bebend, jetzt war er in der Lage, seinen langjährigen Verzeichnis der Telephonabonnenten vermerkt mit Herzklopfen seine eigene Nummer an. Er Traum zu verwirklichen und sich eine Wohnung zu waren, ein Anruf fällig war. Alle diese Müllers schaute dabei auf die hell erleuchteten Fenster nehmen. Der Traum, den er in den knarrenden wurden von Zeit zu Zeit angerufen. Sie wurden feiner Wohnung und fab sich zum Telephon eilen, Betten und auf den zerschliffenen Sofas der begrüßt, verabschiedet, einverufen, um Rat ge- als das Signal ertönte. Das Spiel wiederholte er Mietzimmer geträumt hatte, der Traum, dem er fragt, angepöbelt, angebetet, gebeten und bedroht einige Male, und er sah den Telephonapparat der diesjährigen Kreismeisterschaft ausgetragen. In nachhing, als er in seinen freien Stunden alle durchs Telephon, sie erhielten Glückwünsche und wissend und etwas frech an, wenn er seine Woh- an. Obwohl Sobrusan mit einem unbesetzten Brett an Neubauten der Umgebung inspizierte und als ge- Bestellungen, es wurde ihnen etwas versprochen nung wieder betrat. Doch der Apparat schien weieignet oder ungeeignet registrierte- dieser und es wurde etwas abgesagt, zugesagt und ge- ter unberührt und widerstand höhnisch seinen Traum sollte nun erfüllt werden. dankt; in angenehmen und unliebsamen Angeles Blicken. Am vorlegten Sonnabend hatte er gerade die genheiten, in guter und in böser Absicht wurden Er hatte ihn zum Sprechen gebracht, doch die Wohnung gefunden, die er suchte. Sie war in sie gesucht und angerufen, ihre Namen bedeuteten Sprache galt nicht ihm. Er wußte ja nicht einmal. einem schmucken Neubau einer vornehmen Straße nicht nur Adressen und Nummern im Telephon- was für eine Klingel sein Apparat hatte. Surrte im Stadtzentrum, dennoch ruhig gelegen, ganz in buch, sondern auch Menschen, die Angehörige, er nur oder Klingelte er? War der Ton zart oder der Nähe, aber doch so, daß ein gesundheitsför- Freunde, Bekannte, Geschäftsverbindungen, Men schrill? dernder Morgenspaziergang nötig war, um das schen, die ,, Privatangelegenheiten" hatten. Büro zu erreichen. Die Wohnung hatte eine Gartenaussicht, sie war licht und nicht zu start überſonnt, die Türen und Fensterrahmen in Elfenbeinton gehalten, in Buttergelb und Nilgrün die Wände. Ein quadratisches Wohnzimmer mit Ballon; Schlafraum, Badezimmer mit Dusche; Kochnische. eingebaute Schränke; Antenne und Telephonanschluß. Es verschlug Franz Müller den Atem, als er Monatsmiete hörte, doch hatte er " Karl, Strache Rudolf, Klötzig Rudolf, Richter Heinrich, sämtlich Groß- Priesen; Dinnebier Emil und Amler Rudolf, Tetschen; Tepper Franz, Karlsbad; Pichrt Wenzel, Bergesgrün; Beutel Wilhelm, Arnsdorf Fritz, Prag: Berger Josef, Klein- Augezd, Schöpka Josef, Dux: Mildorf Adolf u. Thönert Max, Tischau: Rudolf, Proseditz; Lippert Georg, Eger. Kreismeisterschaft b. Tetschen; Jelinek Hermann, Bodenbach; Ollendorf Havel Franz, Modlan, Eichler Gretel, Drakowa; Ulbert Am Sonntag den 31. Juli wurde die erste Rundo Teplitz traten die Sektionen Sobrusan und Wisterschan getreten war( 6. Brett) gelang es ihnen die Wisterschaner mit 3: 2 Punkten zu besiegen. Einen schö nen Sieg konnte Teplitz buchen, welche in Oberleutens dorf gegen Komotau angetreten waren. Mit 4: 1% Punkten mußten die Komotauer den Heimweg antreten. Nachfolgend die Ergebnisse: In Teplitz- Schönau ,,, Café Bauer". Wisterschan Sobrusan Brett 1 Schramm 0: 1 Marzin 1: 0 Webersinke 14: Böhm 0: 1 Pichl Franz Müller verfiel zusehends. Dem Chef Brett 2 Tesař fiel es am Ende doch auf, und er wies ihn an den Arzt. Der schickte ihn zu einem Spezialisten, der ihn gründlich untersuchte. sie minute mehr. Die Wohnung war ab gen, die Sonn- und Feiertage mit leinen ukhwieg. feine Brett 3 Scharoch Brett 4 Robek Brett 5 Havel Brett 6 Eichler 0: 1 Wiedemann 1: 0 Hofmann( nicht erschienen) Ergebnis: 24: 3% für Sobrusan In Oberleutendorf,., Richters Gasthaus". Teplitz Brett 1 Heřman Komotau 1: 0 Křenek Brett 2 Hampl 0: 1 Fialka Brett 3 Tausik 1: 0 Thiel Brett 4 Frisch 1: 0 Fejfar Brett 5 Srb : Görg Brett 6 Edel 1: 0 Els Ergebnis: 4: 1½ Punkte für Teplitz. Die zweite Runde wird am 14. August ausgetragen, es spielen: Teplitz gegen Sobrusan in Dux- Raden. Arbeiterheim". Kampfrichter Cerný. Dux.- Komotau gegen Wisterschan in Wiesa,..Arbei terheim". Kampfrichter Hyna, Hostomitz. Franz Müller, Proturist der Transportfirma Uebersee", Universitätsgasse 23. Tel. 27-2-63, wurde nie angerufen. Der Mann ohne Privatangelegenheiten" blieb auch weiter seinem Spik ,, Sind sie verheiratet? Saben Sie Familie? namen treu. Er blieb auch weiter der avar Eltern? Geschwister? Niemanden?" nicht fähigste doch zuverlässigste Beamte der Nein, er hatte niemanden, der Franz Müller. Firma. Pünktlich, genau und forrett. Nur seine Er hatte nur einen geliebten, schönen, falten und Umgebung und seine Zeiteinteilung hatten sich unbarmherzigen Telephonapparat, der ihn mit geändert. feiner Stummheit peinigte, der ihn zu Tode Wenn er die Abendstunden mit Spaziergän- schwieg. Nun erfuhr er, daß er schwer nervös sei und 1. August beziehbar, und Franz Müller rannte touren, mit Kino- und Kaffeehausbesuchen aus- ein schwaches Herz habe. Ein schlechtes Herz, das tagtäglich nach Büroschluß in die Universitäts- gefüllt hatte, so verbrachte er jetzt jede Minute für kein Lebewesen warm empfinden konnte, das gaffe, um aufatmend feststellen zu können, daß seiner freien Zeit in der Wohnung. Er gewöhnte niemals schneller schlug. Ein faltes, lebloses Herz, feine Wohnung diesmal noch nicht vergeben sich an die Wohnung, die Wohnung gewöhnte sich das nur für leblose Dinge aufleben tonnte. Ja, war. Und jetzt war das Wunder geschehen: Franz an ihn. Sie empfing ihn am Abend heiter und also: dieses Herz war schwach, sagte der Arzt. Müller erhielt die Prokura, Gehaltserhöhung, ordentlich, anheimelnd und anhänglich. Ein jedes Müller erhielt die Prokura, Gehaltserhöhung, or Er ging nach Hause und fühlte sich mit einem Stimme schrie auf, als Franz Müllers Rödjeln lalter Schweiß trat ihm auf die Stirn wie, Stüd in seiner Wohnung offenbarte fich ihm im Male trant und müde. Saß lange vor dem Tele- am anderen Ende des Drahtes in die Muschel wenn man die Wohnung gerade heute früh ver- täglichen Gebrauch, sprach zu ihm in seiner phonapparat, blickte ihn vorwurfsvoll und drang. Ein so schöner Anruf, falsch verbunden mietet hätte? Gestern war sie noch zu haben, aber Sprache der Abnußung und Dienstbereitschaft. schmerzlich an. zwar, doch eine so liebe Stimme. Er drückte den manchmal entscheidet eine Stunde, zehn Minuten. Die Dielen Inarrten unter seinen Schritten, die Brrr brrrbrrr- Bart gurrend und Apparat auf das sich bäumende Herz, dann stürzte Er winkte ein Taxi heran. Der Chauffeur maß Fensterscheiben flirrten, die Wasserhähne glud gleichmäßig erscholl das Anrufssignal. Franz er zu Boden und riß alles mit sich. ihn mit einem eindeutigen Blick, als er die kurze sten, das Bett seufzte unter der Last seines Kör- Müllers Herz stand fast still, dann tat er einen Fahrtſtrecke nannte. Sie bogen in die Universi- pers, die Lichtschalter nackten beim Anknipsen, riesigen Sprung. Mit bebender Hand hob er den tätsgaffe ein. Nummer eins, drei, fünf, dreizehn das Rohrgeflecht der Stühle zirpte, wenn er sich Hörer ans Ohr: einundzwanzig. Stop! Gott sei Dant, die sezte, die Wände widerhallten von den fremden..Oh, Liebling, bist Du trant, daß Du mich weige Tafel hängt noch am Tor! Er entlohnte Geräuschen der Nachbarwohnungen. Die Woh- feit zwei Tagen nicht angerufen hast? Ich weiß. den Chauffeur, gab ihm das Doppelte als Trint- nung lebte, nahm ihn auf und sprach zu im. geld und verschwand im Hause. Stumm und freundlich blieb nur das Telephon. Dieser fleine hübsche Apparat aus licht grünem Galalith mit schwarzer Drehscheibe und Nun tamen für ihn Tage fieberhafter Besorgungswut. Möbel, Vorhänge, EinrichtungsgegenDer Schafspelz Von Kurt Hiller I. Wäre das Gedächtnis der Menschen besser, dann hätten die Guten unter ihnen gegen die Bösen eine schärfere Waffe... II. Reich? Warum die Heßsprüche und Lügenberichte über einen bleinen Nachbarstaat? Warum diese den Kontinent erschütternde„ Dynamit"? Am 7. Juni 1933 berichtete die Berliner Presse über ein Interview, das Ministerpräsident Göring dem Vertreter des Petit Journal" gewährt hatte; Göring sprach zu Herrn André Waltz und zur Welt: ... Ein Krieg? Aus vielen Gründen wollen und können wir feinen führen... Wenn wir zu einem Verteidigungskrieg gezwungen würden, dann allerdings würde das deutsche Volt sich mit wilder Energie wehren. Aber ein Angriffsfrieg? Niemals!" Die Telephonarbeiter, die die Störung seines Anschlusses reparieren wollten, fanden ihn tot. Ein Schlosser und der Hausverwalter gingen vorz an, als die Wohnung gewaltsam geöffnet wurde. Ein Polizist wurde auch herbeigerufen. Franz Du magst nicht, wenn ich Dich anrufe, doch bin Müller lag auf der Erde, die Muschel in der ers ich besorgt um Dich. Du weißt doch. Du bist mein falteten Hand, ein seliges Lächeln um den Mund. alles... Hallo, warum antwortest Du nicht? Um Der Telephonapparat lag auf seiner Brust und Gottes Himmels willen..." Die liebe, sanfte glänzte im Lichte der letzten Sonnenstrahlen. Wenn dem so ift, Herr Reichspropaganda- rührte sich nicht, Geduld ist fast ein Ausdrud für minister, warum dann die gewaltigen Rüstungen? ihre Haltung. Geändert hat sich, daß DeutschWer bedroht das Reich? Warum die Heßsprüche land, damals militärisch eine Mittelmacht, heute und Lügenberichte über einen Heineren Nachbar- eines der furchtbarsten Arsenale des Mords ist. staat? Warum diese den Kontinent erschütternde Es gibt nur zwei Möglichkeiten: entweder die " Dynamit"? Versicherungen damals waren absichtsvolle Lüge. oder das Rasseln und Drohen, das Klirren und Brüllen heute ist Bluff.( Und also die Aufrüstung nur ein Ausweg der Ratlosigkeit: wie den Hun gernden, Lungernden Arbeit, auf welche Art eine Konjunktur" schaffen?) Am 5. August 1934, drei Tage nach Hindenburgs Heimgang, empfing der Führer und Reichskanzler den bekannten Korrespondenten der " Daily Mail"; Hitler sprach zu Herrn Ward Price und der Welt: .... Soweit es an Deutschland liegt, wird Ich möchte teinem Nachbar Deutschlands es feinen neuen Serieg geben. Deutschland tennt raten, an Bluff zu glauben. Man kann ein die schlimmen Folgen eines Krieges besser als Werkzeug gegen die Ertverbslosigkeit herstellen, nationalen Regierung kennen persönlich seine sein Zweck; oder ein neuer tritt zu dem ursprüngund hat man's in der Hand, ändert sich plößlich irgendein anderes Land. Fast alle Mitglieder der Wenn dem so ist, Herr Generalfeldmarschall, Am 17. Mai 1933 sprach Reichstanzler HitJer zum Deutschen Reichstag und zur Welt: Kein neuer europäischer Krieg wäre in der Lage, an Stelle der unbefriedigenden Zu stände von heute etwa bessere au seßen. Im Gegenteil, weder politisch noch wirtschaftlich könnte die Anwendung irgendwelcher Gesvalt in Europa warum dann die gewaltigen Rüstungen? Wer beeine günstigere Situation hervorrufen als sie heute droht das Reich? Warum die Hessprüche und besteht. Selbst bei ausschlaggebendem Erfolg Lügenberichte über einen leineren Nachbarstaat? einer neuen europäischen Gewaltlösung würde als Warum diese den Kontinent erschütternde" TyEndergebnis eine Vergrößerung der Störung des namit"? europäischen Gleichgewichts eintreten und damit so Am 10. Mai 1984 berichteten die deutschen oder so der Keim für spätere neue Gegensäße und neue Verwidlungen gelegt werden. Neue Kriege, Blätter über zwei Empfänge, erst polnischer, dann neue Opfer, neue Unsicherheit und neue Wirt- füdslawischer Journalisten, beim Reichsminister schaft not würden die Folge sein. Der Ausbruch für Voltsaufklärung und Propaganda; Goebbels eines solchen Wahnsinns ohne Ende aber müßte prach zu den Polen, zu den Jugoslawen und zur zum Busammenbruch der heutigen Gesellschafts- Welt: und Staatsordnung führen... Es ist der tiefernste Wunsch der nationalen Regierung des Deut. schen Reiches, eine solche unfriedliche Entwicklung durch ihre aufrichtige und tätige Mitarbeit zu ver hindern... Die deutsche Regierung wünscht sich über alle schwierigen Fragen mit den anderen Nationen friedlich auseinanderzusehen. Es weiß, daß jede militärische Attion in Europa, auch bei deren völligem Gelingen, gemeffen an den Opfern, in feinem Verhältnis stehen würde au dem Geminn." Wenn dem so ist, Herr Reichskanzler, warum dann die gewaltigen Rüstungen? Wer bedroht das| Schrednisse. Sie wissen, daß er nicht ein romantisches Abenteuer, sondern eine gräßliche Kata- lichen hinzu. Ich rate eher zu der andern strophe ist. Es ist die Ueberzeugung der natio- Diagnose so wenig schmeichelhaft sie für leis nalsozialistischen Bewegung, daß Krieg niemand tende Staatsmänner einer berühmten Kultura Nußen bringen und nur Ruin zur Folge haben nation auch ist. Aber schließlich sind es ja der fann. Uns würde ein Krieg feinen Gewinn geben. Verfasser des Buches" Mein Kampf" und seine Wir verlangen nur, daß unfere ießigen Grenzen Freunde,... eines Buches, in dem von all diesen aufrechterhalten bleiben sollen. Wir werden be- beruhigenden Versicherungen und edlen Bekennt stimmt niemals wieder kämpfen, außer in Not- nissen bekanntlich das Gegenteil steht. Hat man auch das vergessen? Glaubt man an mystische Wenn dem so ist, Staatsoberhaupt Deutsch Metamorphosen? Zum Beispiel daran, daß ein Tands, warum dann die gewaltigen Rüstungen? Wolf durch Machtergreifung zum Lamm wird? Wer bedroht das Reich? Warum die Sessprüche und Lügenberichte über einen fleineren Nachbarstaat? Warum diese den Kontinent erschütternde ... So haben sich Marschall Pilsudsti und der Führer Adolf Hitler über alles Trennende hinweg die Hand reichen fönnen, um gänzlich neue Wege der Verständigung zu suchen. Diesen Männern ist der Krieg mit seinen furchtbaren Folgen" befannt und sie würden daher niemals zu dem Mittel des Krieges greifen, um Eroberungen zu machen... Ich halte allein schon das Reben von einem Ferieg für verbrecherisch; Europa hat noch nicht einmal den alten Krieg überwunden wie tann man auf den verbrecherischen Gedanken kommen, ihn durch einen neuen überwinden zu wollen!" wehr." " Tynamit"? III. Sier flafft ein Widerspruch. Hier öffnet ein Widerspruch den Rachen. Hier zeigt ein Widerſpruch Haifischzähne. Wer aber partout nicht zu argwöhnen wagt, das beleidigt, der nehme die Herren doch wenig daß unter dem Schafspelz ein Wolf stecke, tveil stens beim Wort! Wozu sind jene töstlichen Auss sprüche getan, wenn man sich ihrer nicht erinnert und bedient; wenn die Friedenspartei der Welt sie nicht täglich zweimal den Verfassern unter die Naje bält? Ich vermisse das. Zwischen damals und heute hat sich an dem Die Propaganda des Bösen ist dreift und Friedenswillen der Westwelt und der flawischen schlau; die Propaganda des Guten ist zaghaft Welt nichts geändert; sie nahm vieles hin und und falzarm." Abkürzungen: Dt. Sdg. Deutsche Sendung- Na- Nachrichten- OK Orchesterkonzert- Sch= Schallplatten TM= Tanzmusik- UM= Unterhaltungsmusik- Vt= Vortrag. Inland Prag- Melnik an allen Wochentagen: 6.00-8.00 Morgensendung. 12.30 Na. 12.45 Sch.- Konz. 14.00 Börse. 19.15 u. 22.15 Na. Prag an allen Wochentagen: 6.00 Morgensendung. 9.45 Sicherheitsdienst. 10.45 Frauenfunk. 11.55 Landw. 13.50 Industrie. 15.00, 19.00 u. 22.00 Rundfunk der Woche 20.05 Buntes Progr. Montag, 8. August Waldgarten. 19.00 Alte Schlager. ( Ges, Rolf Hartmann, Klav. R. Schubert). 19.30 Das Land an der Thaya, Hörf. 20.00 OK. 21.00 Der Friede siegt, Hörsp. um Berta v. Sutt ner u. Alfred Nobel v. Karl Schnog. 22.00 Sch. 22.30-23.00 Klaviermusik v. Leos Janáček( zu seinem 10. Todes. tage).( Klav. Fr. Holeček.) Prag: 12.10 Sch. 12.45 OK a. Kafolg demokratischer Erziehung. Kulturleben. 19.00 Sch. 19.30 Schram-[ felswand". 22.15 Schlagerrevue aus Mähr. Ostrau: 9.20 Sch. 9.40 Ar- melkonz.( Violine: Jos. Pour, Accor- Ostrau. beiterfunk. Vt. ü. Sommerschulen f. deon: Rud. Thüringer, Ges. Hans Brünn: 14.10 Landw. 16.45 Vt. ü. schau. 14.10 Sch. 16.15 OK. 16.45 R. d. Arbeiterjugend. 17.35 Vt. ü. russ. Svoboda). 20.00 Das Saxophon- Genie Leben d. Waldes. 17.40 Saxophonsoli. Firkušny: Erinnerungen an Janáček. Dichter. 18.50 Dt. Na. 19.20 UM.( Sch.). 20.30 Um( Werke v. Ziehrer). 18.00 Dt. Sdg. Lieder v. Brahms( Ges. 17.00 OK. 18.00 Kulturber. 18.20 21.15 Uns geht die Sonne nicht unter, Wilma Staniek), Karl Meixner: Gutes Sch.( TM). 19.25 UM a. Ostrau, Hörsp. v. Martin Grill. 21.45 Report. Deutsch. 18.35 Arbeiterfunk. Vt. ü. 20.10 UM a. Ostrau. 20.55 Janáček: a. einem Jugendferienheim. 22.30 bis Landarbeiter und Arbeitsrecht. 20.20 Die Glagoler Messe( f. 4 Soli, Chor u. Orch.). 22.20-23.00 Sch. Prag- Melnik: 10.15-11.00 Sch. 12.15 23.00 OK( Werke v. Schumann u. Vortrag über Ameisenbau. Mähr. Ostrau: 12.45 UM. 17.40 Brünn: 11.05 Mil.- Mus. 13.50 SozialVt. Fritz Wurm: Die New Yorker Jensen). Ltg. R. M. Mandée, Sonntag, 7. August Prag: 12.10 Sch. 12.45 OK. a. Ka- Volksmus. 18.00 Harmonikakonzert. inf. 14.10 Landw. 16.45 Vt. ü. WeltWeltausstellung. 18.00 Prof. Fr. Weyr: Sch. 22.15-23.00 Schlager- kriegsdrohung 1913. 17.40 KlavierPrag- Melnik: 9.30 Sonntagsgedan- Wissenschaft u. Politik. 18.15 Sch. schau. 14.10 Sch. 16.15 Popul. OK a. 18.30 ken. 9.40 Mus.( Cembalo: Fr. Hole- 18.45 Vt. Dr. Fr. Glaser: Neue katho- Ostrau. 16.45 Vt. Mira Holzbachova: Revue. konzert. 18.00 Dt. Sdg. Rud. Ullrich: Reisen mit d. Eisenbahn, Dr. Norbert Klein: Erste Hilfe bei Unglücksfällen. Mähr. Ostrau: 12.00 Landw. 17.40 Na. TM. Prag- Melnik: 10.15 F. d. Frau: Aus Prag- Melnik: 10.15 F. d. Frau: Dr. Käthe Spiegel: Reisen in Amerika. 10.30-11.00 Sch. 12.10 UM( Ges. Ferry Löring, Klav. R. I. Schubert). 18.00 Soeben erschienen, die neuesten ček). 10.00 Lasset hoch die Fahnen lische Literatur. 19.00 Seemannslieder Spanien tanzt. 17.00 Buntes Progr. a. Donnerstag, 11. August wehn, Hörf. um Turnvater Jahn. 11.00( Ges. Ludw. Rumland, Klav. Fr. Hole- Ostrau. 18.10 Arbeiterfk. Vt. ü. ErSymph. Konz.( Sch.) 12.05 Presse. ček). 19.30 OK. 20.30 Don Pasquale, werbslosigkeit u. Verbrechertum d. 12.25 Konz.( Ges. Ferry Löring, Vio- Oper von Donizetti( Querschnitt der Jugend. 18.20 UM. 19.25 Heitere Mu- unserer Heimat, Hörf. v. Gust. Lerch. Heimkehr. Feuilleton. 17.50 Sch. 13.10 line: Jos. Thüringer, Saxophon: W. Auff. in der Mailänder Scala a. Sch.). Sik 11. Ges. 20.55 Konz Tschech. 10.45-11.00 Sch. 12.10 Sch. 18.00 Dt. Sdg. Ing. Karl Pusch: Rational Fleischhans, Klav. Georg Singer u. 21.15 Von Prag 1: Kompositionen v. Philharm. Dir. O. Pařík. 22.15 Sch. Franz Wagner sp. Klavier( Rob. sierung,„ Stachelkaktus", heitere SchR. I. Schubert). 14.00 Bauernpredigt. Leoš Janáček, gesp. v. Firkusny und trust 08.00 Dt. Schumann: Kinderszenen). 18.20 Land- Revue v. Kurt Müller. 19.25 UM. 20.10 14.15-14.30 Arbeitersdg. Reportage Heran. 22.00 Aus schönen Büchern Sdg. Arbeitersdg. Sozialinform. Dr. wirtschaft. 18.45 Sch. 19.00 Polit. UM. a. d. Atus- Jugendzeltlager Saaz. 18.00( Aus dem Löwenbuch" von Martin J. W. Brügel: Neue Bücher f. Arbei- Wochenschau. 19.30 Werke v. Gluck Trickfilmstar gesucht, Hörf. v. E. Johnson). 22.40-23.00 Vt. Fr. Argus ter, Landw. 18.35 Sch. ( Ges. Katharina Hoffmann, Klav. Fr. Samstag, 13. August Mähr. Ostrau: 16.15 Popul. OK. Holeček). 20.00 Rosemarie, Operette Larsen. 19.15 Na. 19.30 Bunte Szenen ü. Prager Jesulein. 1. Mus.( Ltg. R. M. Mandée). 20.10 v. Friml( Dir. R. M. Mandée). 22.00 Prag: 12.05 Sch. 12.45 Mil- Konz. a. 17.00 Buntes Progr. 18.05 UM. 18.20 Sportber. 21.15 Die alte Operette, Preßbg. 13.50 Arbeitsmarkt. 14.10 Vt. ü. Jagden in Polargegenden. 18.30 Vorles. a. d. Buche„ Robert Koch" v. Plauderei m. Mus. v. Jos. Zell( Dir. Sch. 16.15 OK. 17.00 OK. 17.40 Volks- Blaskonzert. Br. Heymann. 22.30-23.00 TM( Sch.) R. M. Mandée). 22.15 Na. 22.30-23.30 lieder. 18.10 Arbeiterfk. Vt. ü. Typo- Mittwoch, 10. August Prag: 12.00 Sch. 12.45 UM. 14.10 graphen. 18.20 Blasmus. 19.25 UM a. Sch. 16.15 Mil.- Konzert aus Preßbg. Prag: 6.00 Morgensdg. 7.00 Mil.- Kaschau. 19.55 Vt. Stabsoberst Hou- Prag- Melnik: 10.15-11.00 Sch. 12.15 16.45 Vt. ü. Nationalitätenfrage. 17.00 Sch. 18.45 30 Minuten, Spannung. Konz. 8.00 Sich.- Dienst. 8.10 Sch. ra: Worin besteht die eigentl. Gefahr Vt. Siegfr. Oehlinger: Roentgen in Mil.- Konz. a. Trentschin- Teplitz. 17.40 19.30 Feierabend, Hörf. 20.00 Sonn8.45 Erwägungen aus Kaschau. 9.00 eines heutigen Krieges? 20.05 Werke Medizin u. Technik. 12.45 OK. 13.50 Liederkonz. 18.10 Arbeiterfk. Jilek: ag an der Moldau, bunte Szenen u. Orgelkonz. 9.15 Arbeiterfk. Vt. ü. v. Dvořák. 20.40 Das Almidyll, Drama Arbeitsmarkt. 18.00 Mus. Reise nach Erinnerungen eines alten Knechtes. Mus. v. Rud. Hermann. 22.30-23.30 Pilsner Ausstell. 9.30 Sch. 9.40 In- von Hviezdoslav aus Kaschau. 21.20 dem Orient.( Sch.- Folge). 18.20 Ar- 12.20 UM. 19.25 Das Land d. unsterb- TM a. Hotel Corso, Marienbad. dustrie. 9.55 UM. 10.25 Olympischer Werke v. Janáček. 22.20-23.00 Sch. beitersendung. Dir. Rud. Fischer: lichen Hirne, Funkutopie v. Dr. Sou- Prag: 12.10 Sch. 12.45 Sch.- Konz. Lorbeer, Hörspiel aus Brünn. 11.00 a. Brünn. Wirtschaftsboykott. 18.40 Sozialinf. rek. 22.15 Sch. 22.30 Janaček: Streich- 13.50 Arbeitsmarkt. 14.00 Sch. 16.10 Mil.- Konz. a. Poděbrad. 12.05 Presse. Brünn: 13.50 Belehr. Lektüre. 14.10 18.45 Neue Bücher. 19.00 UM.( Ges. quartett Vertrauliche Blätter". UM. 17.45 Sch. 17.50 Industrie. 18.05 12.35 Auf d. grünen Wiese, Operette. Landw. 17.40 Arien a. Samson u. Kate Slyn, Klay. R. I. Schubert). 19.30 Brünn: 13.50 Dt. Arbeitsmarkt. Arbeitersdg. M. Majerova: Bergmann14.10 Sch. 15.30 UM. 16.30 Im Domica- Dalila" v. Saint- Saëns. 18.00 Dt. Sdg. UM.( Ges. Liesl Fischer, Emanuel 16.45 Vt. ü. Luftmotore. 17.40 Rolla: Ballade. 18.20 UM. 20.05 Vt. a. Brünn. Labyrinth, Report. a. Kaschau. 17.05 Dr. Weyr: Wissenschaft und Politik, Silten, Violine: Rud. Köckert, Klav. Duo f. Violine u. Viola. 18.00 Dt. 20.10 Extrazug nach Nizza, Operette UM. 17.35 Jäger- Feuilleton. 17.45 Fr. Cizinsky: Was erstrebt die mo- R. I. Schubert. Dir. Bruno Pleier). Sdg. Arbeitersdg. Leopold Zahel: Die v. K. Weis. 22.15 Sch. 22.30-23.30 Tschech. Operettenmus. 18.15 Vortr. derne Schule? 18.35 Arbeiterfk. 22.30 21.00 A. d. Heimatmuseum in Klent- Arbeiter im demokratischen Staate, TM. a. Brünn. ü. Hopfenpflücker. 18.30 Mil.- Konz. bis 23.00 Sch. nitz. An der Fundstätte d. Venus v. Maria Erben: Besinnliches f. d. Ar19.00 Na. 19.10 Aktualitäten. 19.20 Brünn: 14.00 Landw. 14.10 UM. Mähr. Ostrau: 11.05 UM. 16.45 Wisternitz". 21.30 Kammermus.( Pra- beiterfrau. 18.35 Sch. 19.30 Sch.17.35 Tambour.- Chor. 18.00 Dt. Sdg. UM. a. Ostrau. 19.50 Prof. Dr. Nowak: Ferien- Feuilleton. 17.40 Volkslieder. ger Streichquartett, Klav. Fr. Hole- Revue. Vt. ü. Heilkräuter. 20.40 Sascha Gui- 18.10 Dt. Sdg. Arbeitersdg., Lieder ček). 22.30-23.00 TM( Sch.). Mähr. Ostrau: 17.40 Neue Bücher. Was der Alltag bringt, Kantate v. V. Hochmann. 18.35 Sch. 20.05 Vt. Wie try: Zwei Bestecke, Einakter. 21.00 von Franz Schubert, ges. v. Erich Prag: 12.10 Sch. 12.45 UM a. Ostrau. 17.50 Sch. 18.10 Dt. Sdg. Hedwig UM. 22.00 Na. 22.20 Sch. 22.40-23.30 Turck. 20.25 Blasmusik. 13.50 Arbeitsmarkt. 14.10 Sch. 16.15 Franke: Meine Urlaubsreise, Ernst man aus einer Mücke einen Elefanten TM. OK a. Kaschau. 16.45 Vt. ü. Pflanzen- Vogel: Erinnerungen an Odrau. 20.55 macht. 22.30-23.30 TM. Brünn: 10.25 Olympischer Lorbeer. Dienstag, 9. August schutz. 17.00 OK a. Kaschau. 17.40 Popul. OK. Sport- Hörf. 14.10 Dt. Landw. 17.35 Prag- Melnik: 10.15 F. d. Frau: Ein- Violinsoli. 18.10. Vt. ü. Tierarzt u. Freitag, 12. August Dt. Sdg. Vt. Ing. Jos. Kleiber: Wald siedekurs: Stachelbeeren. 10.30-11.00 Wehrhaftigkeit. 18.20 Schrammelu. Siedlung, Die Postkutsche", Hör- Sch. 12.10 Sch. 18.00 Mit dem Funk- Konz. 19.25 Die Teufelswand, Oper Prag- Melnik: 10.15-11.00 Sch. 12.15 spiel v. Péery- Klettner. 18.50 Dt. Na. baedeker auf Nordlandreise, v. Anne- v. Smetana( 1. Akt). 20.20 Vt. ü. erste Vt. Dr. Olga Cermak: Worüber wir 19.50 Vt. Prof. Dr. J. L. Fischer: Er- marie Rost. 18.45 A. d. tschechoslov. tschech. Bibel. 20.35 2. Akt d... Teu- lachen. 18.00 Klaviermus.( Gerty Ausland Sonntag, 7. August Deutschlandsender: 10.00 UM. 11.00 Haydn- Mozart- Konz. a. Salzbg. 13.15 OK a. Wien. 15.00 Sch. 16.00 Bunter Nachm. v. d. Funkausstell. 18.00 UM a. München. 18.30 UM a. Wien. 20.10 TM. 22.30 TM. 1.05-2.00 Musik aus Hambg. a. Berlin: 12.00 OK a. Hannover. 14.15 UM. 15.15 UM. 17.30 Klaviermus. 18.00 UM a. Freienwalde. 19.00 UM. 20.10 UM. 21.00 Verdi- Sch. 22.30 TM Köln. 24.00-3.00 Konz. a. Frankf. Breslau: 12.00 OK. 14.00 Sch. 16.00 UM v. Deutschl- Sender. 17.10 Konz. a. Leipzig. 19.00 Hucke u. Elle, Hörspiel. 20.10 UM. 22.30 TM a. Köln. 24.00-3.00 Musik aus Köln. Leipzig: 12.00 OK. 14.00 Sch. 16.00 UM a. Wien. 18.20 Sch. 19.00 Fidelio, Oper v. Beethoven( a. Salzbg.). 22.25 bis 3.00 Mus. aus Köln. Blasmus. a. London. 23.15 OK. 24.00 Berlin: 10.00 UM. 12.00 Mus. a. d. Funkausstell. 14.00 Sch. 15.30 UM. 16.00 UM a. Saarbr. 18.00 Report. a. d. Funkausstell. 19.35 UM. 20.10 UM. 22.30 UM. 1.00-3.00 Mus. a. Stuttg. Wien: 12.00 Konz. a. Hambg. 14.10 Breslau: 9.30 Violinmus. 10.00 UM. Sch. 15.30 Chorkonz. 16.00 UM. 18.20 11.30 Flötenmus. 12.00 Mus. a. Berlin. Vt. ü. Polarforschung v. Drygalski. 20.10 Mus. Kabarett. 21.00 Serenade 14.30 UM. 15.30 Lachender Aeskulap. Hörf. 16.00 UM. 18.00 OK. 21.00 Kon- d. Mozart- Orch. a. Salzbg. 22.30 TM. zert( Kompositionen v. Lubrich). 22.30 24.00-3.00 Musik. TM v. Dtschl.- Sender. 24.00-3.00 Musik a. Hambg. Leipzig: 8.00 Orgelmus. 9.30 UM. 12.00 OK. 18.15 Dt. Lieder u. Tänze. 20.10 Spaziergang durch den dt. Wald ( Konz.). 22.30 TM v. Dtschl.- Sender. 24.00 3.00 Nachtmus. Wien: 9.00 Sch. 11.00 OK d. Wiener Philharm. a. Salzbg. 13.15 OK. 14.00 Sch. 15.30 Gitarrenmus. 16.00 UM a. Saarbr. 18.30 UM. 20.10 Wo die Lerche singt, Operette v. Lehar. 22.30 TM v. Dtschl.- Sender. 24.00-3.00 Mus. a. Hambg. Beromünster: 17.30 Cowboys singen. 18.00 Schubert- Sonate. 18.50 Gondellieder. 19.45 Na. 20.20 Mandolinenkonz. 21.50 Konz. Beromünster: 18.00 Filmmelodien.[ chais- Mozart. 21.05 Figaros Hochzeit, 18.55 Mexik. Mus. 21.30 Mus. Lust- 4. Akt. 23.45 TM a. Frankft. 24.00 bis 2.00 OK a. Danzig. spiel. Straßburg: 18.30 Lieder u. Cellomusik. 19.30 Klaviermusik. 19.45 Sch. 20.30 UM. 21.15 Kabarett. Mailand: 17.15 Lieder. 21.00 Il carillon magico, Oper v. Pick- Maniagali u. Rosa Rosa, Oper v. Bossi, dann bis 23.55 TM. Mähr. Ostrau: 17.45 Sch. 18.00 Licderkonz. 18.30 Arbeiterfk. Vt. ü. Sport d. Arbeiterturnvereine. 19.45 Bilder a. d. Walachei. 19.55 Festkonz. d. Funkorchesters. 20.45 Vt. ü. Rožnov. 21.00 Forts. d. Festkonz. 21.45 Sch. Beromünster: 17.00 UM. 17.30 Kammermusik. 18.45 Tierlieder. 20.15 Ländl. Komödie. 21.10 Symph. Konz. Straßburg: 17.00 Klavierkonz.( Beethoven, Schubert, Chopin). 18.30 Lieder u. Klav. 19.30 Sch. 20.30 Der zerbrochene Krug, kom. Oper. 23.00 Konzert. Berlin: 12.00 UM. 14.15 UM. 15.15 UM. 17.30 Romant. Mus. 18.00 UM. 19.00 Zeitgenöss. Mus. 21.10 UM a. Frankf. 22.30 Um a. Stuttg. 24.00 bis 3.00 Konz. a. Stuttg. Breslau: 12,00 OK. 14.15 UM a. Mailand: 17.15 Klavierkonz. 21.00 Berlin. 16.00 UM v. Dtschl.- Sender. UM. 21.30 Symph. Konz., dann 23.55 Warschau: 17.00 TM, 18.10 Kam- 17.10 Konz. a. Frankf. 19.00 UM. 20.10 TM. mermus. 19.00 Ges. 19.30 UM. 21.10 UM. 21.00 Mozart- Serenade a. Salz- Warschau: 17.00 TM( Sch.). 18.10 Mus. 22.00-23.00 Alte Mus. burg. 22.45 UM a. Stuttg. 24.00 bis Klavierkonz. 19.00 Bekannte MeloBudapest: 12.05 Sch. 13.30 Zigeu- 3.00 Musik aus Danzig. dien. 19.30 UM. 21.10 Chorkonz. 21.55 nermusik. 17.25 Arbeiterchöre. 18.35 Leipzig: 12.00 Konz. a. München. bis 22.55 Symph. Konz. Harfe. 19.30 Ungar. Lieder. 21.10 14.15 UM. 15.25 OK( Sch.) 16.00 UM. Budapest: 12.05 Zigeunermus. 13.30 Klavierkonz. 22.00 OK( Franz. Mus.). 18.00 Lust. Stunde v. Dtschl.- Sender. OK. 17.25 UM. 19.00 TM. 20.20 OK 19.15 Opern- Sch. 20.10 Sommer- Hörf. m. Solisten. 21.50 Klavierkonz. 22.45 23.10 Jazz. Moskau- Komintern: 16.30 Musik. 21.00 Mozart- Serenade a. Salzbg. 22.45 Zigeunermusik. 18.00 Liter. Progr. 19.00 Konz. 21.30 UM a. Stuttg. 24.00 Mus. a. WalkenMoskau- Komintern: 17.00 Konzert. Na. ried. 1.00-2.00 Mus. a. Danzig. 18.00 Konz. 19.00 Konz. 21.30 Na. Wien: 12.00 Konz. a. München. 14.10 Mittwoch, 10. August UM. 15.30 Sch. 16.00 Konz. a. Frankf. Samstag, 13. August Deutschlandsender: 12.00 OK. 14.00 18.20 Blasmus. a. England. 18.50 Deutschlandsender: 12.00 Schöne Melodien. 18.15 Vom Menuett zum 1838. 19.05 UM. 20.00 Welle 1838- Sch. 16.00 Die Walküre, Oper v. WagUM. 15.15 TM( Sch.). 16.00 Beliebte Philadelphiabrücke, Hörsp. a. d. Jahre Melodien( OK). 14.00 UM. 15.15 Feuertanz( Violine u. Klav.) 19.15| 1839, Hörsp. a. Berlin. 22.30 UM a. Mailand: 17.15 TM. 21.10 Der Tanz Sch. 23.00 Mus. a. Wien. 24.00-2.00 Stuttg. 24.00-3.00 Mus. a. Danzig. ner( a. Bayreuth). 18.00 Fortsetzung ins Glück, Operette v. Stolz. 23.15 Mus. a. München. d. Walküre. 19.45 Hans Priegnitz Beromünster: 18.00 Mus. a. aller bis 23.55 TM. Warschau: 17.00 TM( Sch.) 18.10 UM. 15.15 Sch. 17.00 Heitere Kam- Das Lied v. d. Glocke. 21.40 Tschai- tellen. 23.25 TM a. München, 24.00 Berlin: 12.00 OK a. Stuttg. 14.15 Welt. 19.00 Konz. f. Flöte u. Klavier. Spielt. 20.30 Fortsetzung d. Walküre. 22.30 Beethoven: Menuette u. BagaKlavierkonz. 19.30 UM. 21.10 Violine, mermusik. 18.00 Ballettmusik.( Sch.) kowski- Symph. bis 2.00 UM a. Breslau. Cello u. Klavier. 21.55-23.00 Symph. 19.00 UM. 20.10 Bunter Abend. 22.30 Mailand: 17.15 Lieder u. Duette. Konz. TM a. Breslau. 24.00-3.00 Konz. a. 21.00 Tannhäuser, Oper v. Wagner( a. Frankf Verona), Beromünster: 17.00 UM. 19.25 A. ital. Opern. 20.15 Cello- Musik. 20.55 Aus Peer- Gynt" von Grieg. Straßburg: 18.30 UM. 20.30 Franz. Hörspiele. Budapest: 12.05 Klav. u. Violine. 13.30 OK. 17.00 Zigeunermus. 18.30 Sch. 20.10 Turandot, Oper v. Puccini. 20.25 TM( Sch.). 23.00 Zigeunermus. Moskau- Komintern: 18.00 Operette. 21.30 Na. Straßburg: 17.00 UM. 18.00 Lieder Dienstag, 9. August 11. Arien. 19.30 Alte Schlager. 20.30 Elsäss. Abd. 22.00 Ges. 23.00 TM. Deutschlandsender: 13.15 Mus. aus Warschau: 17.30 UM. 21.00 Bunte Stuttgart. 14.00 UM. 15.30 UM a. d. Sdg. 22.00-23.00 Mus. Funkausstell. 17.30 Klaviermus. 18.00 Budapest: 12.30 OK, 14.00 Sch. 15.45 UM. 20.00 Welle 1838-1939, Hörsp. Zigeunermus. 17.00 Klavierkonz. 18.30 23.00 TM a. Köln. 24.00 Konz. aus Jazz. 18.50 OK. 20.10 Heiteres Hörsp. Wien. 1.05-2.00 Schrammelmus. aus 22.10 Jazz. 22.50 OK. Moskau- Komintern: 16.30 Musik. 18.00 Konz. 19.00 Liter. Progr. 19.30 Konz. 21.30 Na. Montag, 8. August Deutschlandsender: 12.00 Mus. 14.00 Sch. 15.30 UM. 17.30 Sch. 18.00 UM. 19.15 Ständchen a. aller Welt. 20.10 Die Pflicht, Hörsp. v. W. v. Scholz. 21.00 Kammermus. 22.30 Kammermus. 23.00 TM. 24.00-2.00 Mus. a. Köln. Wien. Berlin: 13.00 Im Wald u. auf der Heide( OK). 14.15 Sch. 15.15 UM. 16.00 OK a. Königsbg. 18.00 UM. 19.00 UM. 20.00 Schubert- Abend a. Salzbg. 22.30 TM a. Hambg. 24.00-3.00 UM a. Stuttg. Breslau: 13.15 Konz. a. Stuttg. 14.00 Sch. 16.00 UM. 18.00 Humor a. Gerichtssälen. 19.35 Schöne Stimmen ( Sch.). 22.30 TM. 24.00-3.00 Musik a. München. Berlin: 12.00 OK. 14.15 Sch. 16.00 UM a. Stuttg. 18.00 UM. 19.00 Wunderliche Gedanken eines KonzertbeHörsp. 18.50 Ungar. Lieder. 19.25 Abend a. Leipzig. 22.30 TM. 2.00 bis suchers, mus. Hörspiel. 20.10 Lehar UM. 21.10 Mus. 22.00 Kammermusik. Warschau: 17.00 TM( Sch.). 18.10 Leipzig: 13.15 Konz. a. Stuttg. 14.00 Mozart- Sch. 15.20 Rumän. Violinmus. 16.00 Beliebte Melodien v. Dtschl.- Moskau- Komintern: 18.00 Literar. Sender. 19.00 Konz. am Badestrand. Progr. 19.00 Konz. 21.30 Na. 22.45 Mus. a. Wien. 24.00-3.00 Mus. Freitag, 12. August a. München. 3.00 Bunte Melodien a. Stuttg. Budapest: 12.05 Konzert. 13.30 Sch. Breslau: 12.00 OK a. Wien. 14.00 17.30 Zigeunermus. 19.00 OK. 20.15 Operetten- Uebertragung a. d. Elisa- UM. 16.00 Die Walküre. Oper von beth- Theater. 23.25 Zigeunermusik. Wagner. 17.15 Opern- Sch. 18.30 Violinmus. 23.00 TM. 24.00-3.00 UM. Leipzig: 13.15 OK a. Wien. 14.15 UM. 15.20 Sch. 16.00 Zwei fröhl. Stunden a. d. Berliner Funkausstellg. 18.30 Volkslieder. 20.10 Bekannte Melodien a. Saarbr. 22.45 TM. 24.00 bis 3.00 UM a. Breslau.. Wien: 12.00 Konz. a. Stuttg. 14.10 Deutschlandsender: 12.00 UM. 15.15 Sommer- Mus.( Sch.) 16.00 OK. 18.20 Kinderlieder. 16.00 UM. 18.00 UM. Mozart- Wolf- Konz. 22.30 Mus. aus 20.10 Melodie und Rhythmus( UM). Wien. 24.00--3.00 Musik aus München. 23.00 OK a. Hannover. 24.00-2.00 Wien: 12.00 OK. 14.10 Sch. 16.00 Beromünster: 17.00 OK. 18.30 UM. OK a. Königsberg. Lust. Wochenende. 18.00 TM( Svh.) 19.10 UM. 19.55 Amerik. Mus. 21.30 Berlin: 12.00 OK a. Saarbr. 14.15 19.00 Kärntner Lieder. 20.10 Mus. u. Swingmusik. UM. 15.15 Sch. 17.00 Erz. a. Süd- Humor a. d. Alpen. 22.30 UM. 24.00 Mailand: 17.15 TM. 21.00 Symph. amerika. 17.30 Dt. Lieder. 18.00 UM. bis 3.00 UM a. Breslau. Jazz. 22.00 Lustsp., dann 23.55 TM. 19.00 UM. 20.10 UM. 21.10 Mazeppa, Beromünster: 18.30 Schweizer ChöWarschau: 17.00 TM( Sch.). 18.10 symph. Dichtung v. Liszt( Sch.) 22.30 re. 19.35 Heimatlieder. 20.15 TM. Breslau: 12.00 OK. 14.15 UM. a. Ges. 19.30 UM. 21.10 Chopin- Konz. TM a. Leipzig. 24.00-3.00 Ital. Mus. 21.05 Hörbild. 22.05 TM. Hambg. 15.30 Kinderlieder. 16.00 22.00-22.55 Ballettmusik. a. Frankf. Straßburg: 18.00 Konz. z. Andenken Kammermus. 17.00 UM. 19.00 UM. Budapest: 12.05 Balalaika. 13.13 OK. Breslau: 12.00 UM. 14.00 Sch. 16.00 an Massenet. 19.30 u. 20.30 Konzert. 20.10 Spuk, Hörsp. v. Littmann. 22.45 17.00 Violine. 18.00 TM. 19.30 Ges. OK, 18.15 Vt. i. d. Literarhistoriker 23.00 TM. TM a. Hambg. 24.00-3.00 Konz. a. m. Klav. 23.10 Zigeunermus. 23.45 Hettner. 19.00 TM. 22.45 TM a. Leip- Mailand: 17.15 TM. 21.00 Mil. KonWien. Jazz. zig. 24.00-3.00 Mus. a. Königsberg. zert. 21.10 Kammermus. 22.45-0.30 Leipzig: 13.15 OK a. Saarbr. 14.00 TM. Sch. 15.30 Lieder. 16.00 UM a. DanNachrichten in deutscher Sprache Leipzig: 13.15 Konz. a. Frankf. 14.00 Moskau- Komintern: 17.00 Musik. ( ausser Sonntags). Sch. 15.30 Kammermus. 16.00 OK. 17.30 F. d. Arktis. 18.00 Konz. 19.00 5.45 Paris Mondiale. 7.55 Luxem- 22.20 Romantische Nachtwache, Bilder Liter. Progr. 19.30 Konz. 21.30 Na. burg. 8.20 Straßburg. 10.05 Brünn. u. Lieder. 23.35 TM a. Hmbg. 24.00 23.00 Deutsch. Progr. 12.30 Prag- Mělník. 13.55 Brünn. 14.00 bis 3.00 Musik aus Wien. Warschau: 17.00 TM.( Sch.) 18.10 zig. 19.00 Lieder u. Balladen. 20.15 Cellokonz. 19.00 Lieder. 19.30 TM. Melodien v. Lehar. 22.30 OK. 24.00 22.00-23.00 Ueberraschungen. bis 3.00 OK a. Königsberg. DES Budapest: 12.05 OK. 13.30 Sch. 17.30 Donnerstag, 11. August Wien: 12.00 UM. 14.10 Sch. 16.00 Zigeunermus. 18.35 OK. 20.00 HörDeutschlandsender: 12.00 OK. aus OK. 18.30 Vt. ü. Donner h. Blitz. Spiel 2013 Zigeuners. 22.10 Jazz. Breslau. 14.00 UM. 15.15 Hausmusik. 18.50 Kammerkonz. 20.10 Hörsp. ü. 23.15 OK. 16.00 UM. 18.00 Lust. Stunde. 19.00 Nikotinvergiftung. 21.10 Kärntner Moskau- Komintern: 17.00 Konzert. Figaros Hochzeit. Oper v. Mozart Lieder. 22.45 UM. 24.00-3.00 OK a. 18.00 Konzert. 19.00 Liter, Progr 24.00-3.00 OK. Schrammelmusik( a, Salzbg.). 20.45 Vt, ü, Beaumar, Königsberg 19.30 Mus, 21.30 Na. Prag und Preßburg. 18.15 Moskau. Wien: 13.15 UM. 14.10 Sch. 15.30 18.45 Brünn, Mähr. Ostrau u. Preß- Konz. v. Dtschl.- Sender. 17.45 Sch. burg. 19,00 Luxemburg. 19.15 Prag- 18.00 Vt. ü. Naturkunde. 18.15 Lieder Mělník, 19.45 Beromünster. 20.00 u. Balladen v. Jos. Reiter. 21.15 DiaSraßburg. 22.00 Moskau u. Luxembg. log ü. starkes u. schwaches Geschlecht. Prag- Mělník, 22.50 Bukarest, D Ti Ja gen alle tent ten jin fri har ma ein bei Ed jol gro 11 ich Fe tut de po ga Бе G da be ite fl G 811 ge ci b } a r P 8 ร I Nr. 183 SamSta», 6. August 1038 Seife 7 UM und in Pragar Harbatmaaaa vom 2. bla 11. Saptambar grat. Die Vorbereitungen zu« diesjährigen Herbstmesse haben trotz der bestehenden Begleitumstände einen günstigen Verlauf genommen. Die Ausstelleranmeldungen setzten sofort nach der Frühjahrsmesse ein; nach kurzen Stockungen Anfang Juni blieb das Interesse der Industrie leb-! hast. Andererseits hat auch die Messeverwaltung i die Werbung für die Herbstmesse, namentlich im l AuSlande verstärkt. Die Messepropaganda hat be«! reit» Echo gesunden und täglich gehen dem Messeamte Besuchermeldungen aus dem Auslande zu. Das Datumder Herb st messe wurde wieder der mitteleuropäischen Messesaison aiigkpaßt; der Messepalast eröffnet bereits am 2., die Aus- ftellungSgelände am 4. September. Gemeinsamer Schluß ist am 11. September abends. Als erfreulichste Erscheinung bei den Vorarbeiten ist da« starke Interesse der Industrie zu werten. Die Beteiligung der typischen Ausfuhrindustrien aus allen Teilen des Staates ist für eine Herbstmesse ungemein stark. Die Beteiligung in diesem Sektor der Messe reicht bereits stark an die letzte Frühjahrsmesse, die Rekordbeschickung hatte, heran und übertrifft die. Herbstmesse 1037. ZollschutiwUnsche dar auatrallsdien Glasindustrie London. Die australische KristallglaSindustrie hat sich an die Regierung um eine Erhöhung de» Zvllschuhes gewandt. Durch die Handelsverträge mit Belgien und der Tschechoslowakei sei die heimische Produktion benachteiligt worden. Man glaubt nicht, daß die australische Regierung die Forderungen berücksichtigen wird, da eine Aende« rung der Zollsätze eine Kündigung der Vertrage notwendig machen würde und Australien mit beiden Staaten eine aktive Handelsbilanz hat. Armee handelt. ES ist trotz allem, was geschehen ist, auch nicht sehr wahrscheinlich, das; es hier zu »Entscheidungsschlachten" überhaupt kommt. Die diplomatischen Gespräche sind durch die Kämpfe nicht unterbrochen, sondern im Gegenteil beschleunigt worden, und es scheint, daß beiderseits eie Lösung gesucht wird, die das empfindliche Prestige der japanischen Militärs tvahrt und dabei die russischen Interesten nicht verletzt. Der Kmups um den Hügel von Tschang-Ku-Feng und Scha-Tsao-Ping wird darum trotz der Bedeutung des Kampfvbjektes letzten Endes wohl im Sande verlaufen, womit aber nicht gesagt ist, dah die Auseinandersetzung ztvlscheu Ruhland und Japan nicht trotzdem hier ihren militärischen Beginn hat. Slowakiatha„Sflnx“-Warka nach BrUx? Bor kurzem wurden die„Ssinx"-Werke Filakovo, die 2500 Arbeiter beschäftigen, durch einen Riesenbrand eingeäschert. Wie ,,L. L." dazu melden, gab der Umstand, dah bisher nichts zum Wiederaufbau des Werkes unternommen wurde, Anlaß zu dem Gerüchte, dah die Brüxer„Sfinx"- Wcrke erweitert und der Betrieb in Filakovo nicht mehr ausgenommen werden soll. n Hsft»n«»kapit«l 130 MM-n« Ali ES geht aus dieser Uebersicht hervor, dah die tschechoslowakische Ausfuhr nach Ungarn Pen gröhten Verlust zu verzeichnen hat. ES ist überhaupt bemerkenswert, dah die unmittelbaren Nachbarländer der CSR und Südosteuropastaaten tm Jahre 1037 bedeutend eingeschränktere Absatzmärkte für die tschechoslowakische» Waren waren, al« im Jahre 1020. Es sind aber auch einige europäische Staaten, in denen die tschechoslowakischen Exporteure bedeutende Eroberungen■ machen konnten. Die stärkste Ausweitung hat die tschechoslowakische Ausfuhr nach Norwegen erfahren. Unter den auhereuropäischen Ländern bzw. Erdteilen steht Australien an erster Stelle, das 1937 eine um 62.4 Prozent höhere Ausfuhr von tschechoslowakischen Waren ausgenommen hat als 1920. Mit einem Blick ist auch sestzustellen, dah die autoritären Staaten in den Handelsbeziehungen an relativer Bedeutung zurückgegangen sind. Dio nauan französischen Einfuhrkontingente Die autonomen französischen Einfuhrkontingente für das dritte Vierteljahr 1988 wurden eben kundgemacht. Sie bewegen sich nahezu auf der gleichen Höhe wie im verflossenen Quartal. Nur bei Hutstumpen und Hüten sind einige Aen- derungen eingetreten. Bemerkenswert ist, däh die sogenannten Lizenzkontingente für Wollgewebe, natur- und kunstseidene Kräwattenstoffe, naturseidene Stoffe, seidene Konfektionswaren und Krawatten gegenüber den früheren Vierteljahren doppelt bis viermal so hoch angesetzt tvurden. Frankreich scheint damit zum erstenmal von der ursprünglich vorgesehenen Ermächtigung zur Erhö- hUng der Lizenzkontingente Gebrauch zu machen. Wa« die in der Tschechoslowakei bewirtschafteten französischen Kontingente betrifft, so können angesichts der jetzigen Absatzmöglichkeiten in Frankreich als so ausreichend angesehen werden, dah alle Ansprüche der tschechoslowakischen Exporteure befriedigt werden können.(DÄD). Deutschlands Wirtschaft vor einem Wendepunkt? Bei den Schweizer Banken besteht ein vertraulicher Informationsdienst, der, sehr gut fundiert, die Leiter der Banken und die höheren Beamten über die politische und wirtschaftliche Situation in den einzelnen Ländern unterrichtet. Bon zuverlästiger Seite erfahren wir, dah die letzte Information den folgenden sensationellen Inhalt hatte: Situation im Dritten Reich: „Aach Berichten au« Deutschland, welche die Zurcher Finanzkreise besitze», soll die Politik Deutschland« infolge der Schwierigkeiten in der Wirtschaft vor einem Wendepunkt stehen. Die Lage sei katastrophal, indem die finanzielle Anspannung einen äußerst kritischen Punkt erreicht hat. Die Fabriken haben für StaatSlieserungen seit längerer Zeit keine Bezahlung mehr erhalten. in den beiden letzten Jahren wesentlich weniger neue Mickey Monse- und Silly Symphonies- Filme vollendet Iverden konnten.) Der neue Grohsilm, an dem bereits gearbeitet wird, und der Ende 1939, vielleicht gar erst im Frühjahr-1940 fertig werden soll, heißt„Pinoc- chio". Walt Disney hat nicht verraten, worum e« sich handelt, sondern lediglich gisagt, es würde eine reine Fabel werden, die Personen— wenn man die gezeichneten„Darsteller" überhaupt so nennen kann— würden darum auch reine Fabelwesen sein, auS seiner und seiner Mitarbeiter Phantasie entsprungen. Das Szenario ist eine Originalschöpfung und stützt sich auf keinerlei literarisches Vorbild. Trotzdem die Vollendung dieses Filmes noch lange auf sich warten lasten wird, werden bereits die Vorarbeiten zu einem dritten Grohfilm begonnen, der den Titel„Bambi" tragen wird. DaS Budget der Walt DiSneY-StudioS für das nächste ProduktionSjahr ist auf 3 Millionen Dollar festgesetzt. Damit sollen die Kosten für den „Pinoechio"-Film bestritten werden und für weitere 18 Kurzfilme. Zwei Drittel davon werden die üblichen Silly Symphonie« und Mickey Monse- Filme sein, fünf aber ausgesprochene Märchen« und Legendenfilme. In Europa dürfte am meisten interestieren, dah auch die verftlmung de«„braven Schneiderlein»" von Grimm geplant ist..Ein Film wird als„Star" die Ente Donald haben, der al« Autogrammjäger auftritt; dies ist eine Satire auf das Pressewesen. Auherdem wird noch eine Satire auf Hollywood gedreht, wobei alle berühmten Stars karikiert werden sollen; dieser Film heißt„Mother Goose goe« Hollywood", d. h.„Die Gänsemutter, in Hollywood ein wenig verrückt", wenn man da» Wortspiel de» unübersetzbaren Titel» sinngemäh wiedergeben will. Verlorene und erweiterte Absatzmärkte Die Ausfuhr der tschechoslowakischen Republik hat in den letzten Jahren einen Richtungswandel erfahren. E» sind ihr alte Absatzmärkte für ihre Jndustrieprodukte zum Teil verloren gegangen, während sie sich neue Absatzgebiete, vor allem in Uebersee, erobert hat. von der Stärke diese» Richtungswandels zeugt ein Index, den Dr. Schmilauer in der„HofpodarskS Zasmy" veröffentlicht. Er seht die Ausfuhr der Tschechoslowakei nach den einzelnen Ländern im Jahre 1929 gleich 100. Für das Jahr 1987 ergibt sich dann dieser Index: Walt Disney an der Arbeit Dia nächsten Pläne dos Schöpfers der Mickey Mause Es ist etwas ganz anderes, wenn Walt Disney seine Pläne bekannt gibt, oder das Produktionsprogramm irgend einer anderen Firma veröffentlicht wird. Das mag hauptsächlich daran liegen, dah die Arbeiten von Walt Disney Jahre in Anspruch nehmen, so schnell kann man nicht wieder eine solche immense Kollektivleistung erwarten, wie„Schneewittchen und die sieben Zwerge". Auch ist da» Programm von Walt Disney weniger ein Geschäftsbericht, sondern zeigt vielmehr Absichten und Ziele diese» einzigartigen Filmschöpfer». Darum ist da» Interview, das Walt Disney bei seinem kürzlichen Aufenthalt in New Nork den Presteleuten gab, nicht nur in den amerikanischen Zeitungen, sondern i» denen der ganzen Welt zitiert worden. Allerdings hat es Disney auch verstanden, bei großen und kleinen Kindern wieder Hoffnungen und Erwartungen zu erregen. Man erfuhr zunächst, dah der ungewöhnliche Erfolg des„Schneewittchen"-Films Walt Disney und seine Mitarbeiter veranlaßt hat, grundsätzlich Großfilme in die Produktion der Walt Disney« Studio» aufzunehmen; dieser Beschluß hat zur Folge, daß die Studios wesentlich erweitert und eine große Zahl neuer Mitarbeiter ausgebildet werden müssen, die diejenigen ersetzen, die jahrelang an den neuen Großfilmen zu arbeiten haben werden, damit die Herstellung von Kurzfilmen nicht leidet. lE» ist ja bekannt, daß die Schaffung des Schneewittchen-Film» die Produktion von Kurzfilmen, außerordentlich gehemmt hat, so daß Var Konflikt A. F. of L.—C. I. O. (IGB) 2m Februar diese« Jahres hat der amerikanische Gewerkschaftsbund(A. F. os L.) drei Organisationen des Komitees für Industrieorganisationen iE. I. O.) von John Lewis au« der A. F. of L. ausgeschlossen: den Bergarbeiterverband, die Föderation der Arbeiter der Flach« glasindustrie und den verband der Minenarüei« ter, Müllereiarbeiter und Gießer. I» einer wei« teren Sitzung hat die Exekutive der A. F. of F. einstimmig sechs weitere Organisationen de« C. I. O. ausgeschlossen: die verbände der Vereinigten Bekleidungsarbeiter, der Eisen-, Stchl« und Zinnarbeiter, der Textilarbeiter, der Bereinigten Automobil-Arbeiter, der Kautschukarbeiter und der Oelseld«, GaS- und Raffineriearbeiter. Als nicht ausgeschlossen verbleibt somit nur noch der verband der DamenbekleidungSarbeüer in der A. F. os L., dessen Vorsitzender, D. Dubinsky, laut„International Labor News Service" die Methoden des C. I. O. während der Friedensverhandlungen zlvischen A. F. of L. und C. I. O. Im vergangenen Jahre kritisierte Und Hur Kenntnis gab, daß seine Organisation dem Kongreß de» C. I. O. im Herbst, der eine permanente Organisation errichten soll, nicht beiwohnen wird. 2m Zusammenhang mit den neuen Ausschlüssen sagte W. Green, der Vorsitzende der A. F. of L., dah diese Organisationen lange genug Zeit hatten, ihre jetzige und künftige Lage zu prüfen: die Exekutive ist vorsichtig zu Werke gegangen und hat nichts übereilt.„Wir waren der Ansicht, daß die Zeit gekommen ist, dah im Interesse der Verhütung von Mißverständnissen die Mitgliedsurkunden dieser Organisationen Null und nichtig erklärt werden." Um die Organisation der Bergarbeiter im Rahmen der A. F. of L. zu fürder«, ist der Organisation der„Fortschrittlichen Bergleute", die sich hauptsächlich auf den Staat Illinois beschränkt, eine MitgliedSurlunde der A. F. of F. gewährt worden. DaS Experiment de» Bier- ■ jahreSvlanes mache heute unvoraut- gesehene Schwierigkeiten, indem die Berechnungen viel zu optimistisch waren. Die Kosten für die Ersatzftossabriken liegen teilweise um 50% und darüber über den Voranschlägen.. Lohnerhöhungen al» Folge der Preissteigerung werden unvermeidlich. Die Börsenkurse seien seit Jadren nie so tief gewesen, und jede Zuversicht in den Nazikreisen für die Zukunft sei geschwunden." Die noch immer steigende» Schtvierigkeiten zwingen da» Diktaturregime zu einer Verschärfung de» schon ungeheuren Druckes auf da» Volk. Sie bestimmen aber auch die auhenpolitischen„Taten", die ein Mittel sind, die Aufmerksamkeit von den innerpolitischen und innerwirtschaftlichen Schwierigkeiten abzulenken. 81 Niederlassungen Durchsüürnna aller Beldsefchtft» Der Schlckialtwinkel von Trchang-ku-feng Ole SchlUssalstellungder Drelllnderecka die umliegenden Hügelketten bombardiert, die von den Japanern in fieberhafter Eile befestigt werden. Die strategische Wichtigkeit de» umkämpften Gebietes liegt nach dem Gesagten klar auf der Hand. ES mag darum merkwürdig erscheinen, dah weder die Japaner noch die Russen hier bisher gröhere Truppenkontingente eingesetzt habe»; die offiziellen russischen Meldungen betonen sogar, daß es sich auf russischer Seite lediglich um Grenzschutz, nicht aber um Truppenteile der roten MIP. Pars», Tschang-Ku-Feng und Scha- l i Tsao-Piug: wir sind ja seit mehr al« einem!> Jahr immerhin unaussprechliche chinesische Namen l gewohnt, aber dieser doppelte Dreiklang kam wohl allen völlig unbekannt vor. Man schlug die Kar«, teil nach, und selbst auf den besten Atlan» teil fand man die Bezeichnungen nicht, denn es! sind nicht die Namen von Städten, die man früher zwar auch nicht gekannt hat, deren Vorhandensein irgendwo im chinesischen Kriegsgebiet man aber immerhin feststellen konnte. Aber seit\ einigen Tagen scheint es, al» ob sich an diesen beiden Hügeln mit den mcheklumten Namen da»| Schicksal eine» ganzen Kontinents entscheiden soll, als ob hier die Lücke in de» Worte» geographischer Bedeutung sich befände, wo Rußland und Japan hart aneinander stohen. Nein, diese schicksalsträchtigen Hügelnamen Tschang-Ku» sseng und Scha-Tsao-Ping wird man sich in Zu« lunst voraussichtlich sehr genau einprägcn müssen. Wo liegen die Hügel? In dieser Frage, deren Beantwortung zwar geographisch leicht, politisch aber offenbar sehr schlvcr ist, liegt ja der ganze Keim de» letzten Konflikte», de» ersten größeren Zusammenstoßes des russischen Riesen» 1 reiches mit der riesigen japanischen Militärmacht. 1 Schon am 27. Juli erklärte der japanische Außen« I Minister, Japan habe„ein wesentliche» Interesse l daran, die russisch-mandschurische Grenze, ins»< besondere in ihrem östlichften Teil, genau festge-' stellt zu sehen". Aber unmittelbar nach dieser Er-' klärung gingen bereits die Schüsse an dieser 1 Grenze Io», und auf die unibedeutenden Grenz-' Zwischenfälle, die schon Anfang Juli hier stattgefunden hatten, zu offizielle:: Protesten und einer geharnischten Erklärung von russischer Seite führten, folgte jetzt die erste richtiggichende Schlacht mit Einsatz modernster Kampfmittel, von Tank» und Flugzeugen. Wo liegen diese Hügel? Wir wollen die Frage noch einmal wiederholen und gleich an- merken, dah die Russen erklären, sie lägen zweifelsfrei auf sowjetrussischem Gebiet, die Japaner aber, sie gehörten zum Hoheitsbereich de» Kaiserreiches Mandschukuo. Aber diese Hoheitsrechte stehen nur auf dem Papier. In Wirklichkeit, hat die Regierung de» Kaiser» Kang-Teh nicht einmal da» Recht, hier Gendarmerie zu unterhalten. Die Hügelketten sind von japanischen Truppen besetzt; die japanische Schautung-Armee ist dabei, hier eine Art fernöstlicher Maginot-Linie mit Fort, 40.6»Geschühen, Tank», Flugzeuglandeplätzen und motorisierten Truppeneinheiten anzulegen, und nicht« ist natürlicher, al» dah die Russen sich hierdurch beunruhigt fühlen und, nachdeyzMe diplomatischen Vorstellungen erfolglos geblieben sind, kurzerha nd mit Waffengewalt dagegen vorgehen. . Der Angriff ist in diesen: Falle wirklich nur Abwehr. Wären die Truppen der roten Fernost- Armee Geivehr bei Fuh stehen geblieben» so hätte sich mit fast minutiöser Sicherheit der Augenblick vorausberechnen lassen, in dem die Batterien von Tschang-Ku-Feng den Kriegshafen Wladiwostok und das Hauptquartier der Jernostarmee, Chabarowsk, unter Feuer genommen haben würden. Die Verlegung wichtiger Dienststellen dieses Hauptquartier» nach dem entfernteren, außer- hakb de» Feuerlbereiche» der Tschang-Ku-Feng- Linie liegenden Tschita ist gewiß nicht au» einer Laüne des Augenblicks heraus erfolgt. Um die» zu verstehen, braucht man, nur einen kurzen Blick auf die Landkarte zu werfen. Die Hügelketten, von Tschang-Ku-Fei^ schieben sich in fast schnurgerade von Westen nach Osten verlaufender Linie unmittelbar an jener Stelle an» Meer heran, wo die sowjetrussische»Republik des Fernen Osten»" und da« japanische Korea sich fast berühren und nur durch einen ganz schmalen Streifen mandschurische» Hoheitsgebiet getrennt werden. Sie liegt nur 35 Kilometer von Wladi«' Wostok und knapp 50 Kilometer von der neuen sowjetrussischen Flottenstation Possieh, dem .Singapur der Fernost-Republik", entfernt, und ihre Geschütze können zwar nicht Chabarowsk bombardieren, Wohl aber jode Verbindung zwischen Chabarotvsk und Wladiwostok abschneiden und gleichzeitig auch einen eventuellen Vormarsch von Chabarowsk nach Charbin, der wichtigsten Stadt diese» ganzen Gebiete», durch ihr Sperrfeuer im Vorau» zu einem unabwendbaren Mißerfolg machen. ES ist nicht recht ersichtlich, warum die Japaner diesen wichtigen Landstreifen bei ber Schaffung des Kaiserreiche« Mandschukuo nicht einfach stillschweigend annektiert und ihrer Kolonie Korea angegliedert haben. Man kann die» Berhälten nur aus der Einstellung der damaligen japanischen Regierung heraus verstehen, die offene oder getarnte Intervention der Sowjetoffenbar. annahm, sie könne ihr Expansionspro- gramm gegenüber China durchführen, ohne dabei durch, eine offene oder getarnte Intervention der Sowjet» gestört zu werden. Die seitherige Entwicklung hat jedoch bewiesen, daß diese weniger von strategischen al» rein politischen Erwägungen beeinflußte Voraussicht falsch war. Inzwischen haben die Plänkeleien nun den Charakter offener KriegShandlungen angenommen. Die Japaner sind am Khaffan-See in einer Breite von etwa 10 Kilotneter tief auf sowjetrussisches Gebiet vorgedrungen, russische Flugzeuge Haven den Hügel Tschang-Ku-Feng, der sich nach den letzten japanischen Meldungen noch immer jn den Händen der Japaer befindet, und. Ungarn.... . 17.4 Oesterreich... 28.5 Polen.... 84.7 Deutschland.» 88.3 Jugoslawien.. 51.5 Italien.... 52.4 Großbritannien. 78.2 USA 75.5 Schweiz.... 81.7 Rumänien... 84.8 Amerika ohne USA 108.0 Niederlande.. 118.1 Asien.... 121.0 Afrika.... 124.8 Schweden.». 180.1 Belgien.... 135.7 Frankreich... 141.1 Australien... 132.4 Norwegen... 139.3 Sri«- 8 Sozialdemokrat' TamStag, 6. August 19.38. Nr. ISS Vie enie Damplmolkerei und Käserei ii Gntzen, Bfihmerwild •apHehll Ihn inUdiu, Erzeugnis« Beachten K« die Sohu tzmarke* DOGOGGOOGGOGGOGOV Zwei Jahre Krieg In Spanien und die Pariser Friedenskonferenz ist das Thema einer von der Gesellschaft der Freunde dcS dcniokratischen Spanien i. v. TSR für Montag, den 8. August, in den Großen Saal der Lurrrna einberufcnen öffentlichen Veranstaltung, bei der Dr. I. Fischer, der Vorsitzende der Gesellschaft der Freunde des demokratischen Spanien, Kurt Schrader, der zweite Vorsibcnde, Jng. Keinen«!, Redakteur Ottokar Wünsch und Schriftsteller Jän Po- niöan sprechen werden. Alle Freunde der Spanischen Republik werden zur Teilnahme aufgefordert. Aus aller Welt Der„Balaneierwägen"— di« Weltsensatlon von 1912. Ein Fund, der alle Autofahrer interessieren wird, ist kürzlich in den Wolseley-Automobikwer- ken in Birmingham gemacht worden. Arbeiter, die auf einem freiliegenden Grundstück in der MH« der Fabrikgebäude gruben, brachten einen seltsamen Mechanismus zum Vorschein, der sich später al««in massiver, zweirädriger Kraftwagen herausstellte. Weitere Nachfragen ergaben, daß eS sich um da« gnroskopische Auto handelt, da« ein russischer Rechtsanwalt, Graf Peter Schilowsky, im Jahre 1912 erfand. Die Kürasse, die ursprünglich mit Aluminium gedeckt war, hat unter der Erde stark gelitten, aber dar Chassis ist in ausgezeichnetem Zustande. Nach Reinigimg konnte der Motor gestartet werden, und dar„Gyro" lGleichgewichtirad). drehte sich. Man brauchte nur die Ketten mit dem Pendelschalter zu verbinden, um den Mechanismus des ungewöhnlichen Wagens in» Gang zu sehen. Der Erfinder ging von dem Prinzip aus, daß ein Zweirad-Anto durch«in Gyroskop im Gleichgewicht gehalten mit viel geringerer Moiorenkraft hohe Geschwindigkeiten erreichen könne, und daß darum der Rahmen und die Karosserie entsprechend leichter gebaut werden könnten. Di« Konstruktion de» Wagen» begann im Jahre 1912, und nach vielen Experimenten und Aenderun« gen konnte Graf Schilowsky im April 1914 seinen Wagen mit Erfolg in London vorführen. Leidet wurden die Arbeiten infolge de» Kriege» unterbrochen. Ter Wagen ist jetzt gereinigt und teilweise ergänzt und im historischen Museum in Birmingham oufgcstellt worden. Die Giraffe der dem Biadukt. Die» ist eine schottische Geschichte, und sie ist für die Schotten um so schlimmer, al» sie hohe Kosten verursacht hat. Schottland hesaß bi» jetzt noch, keine Giraffe, und «Mich entschloß sich der Zoologische Garten von Corstorphin, die Giraffe George von dem Zoo in Cliston zu übernehmen. Di« Giraffe wurde auf ein offene» Lastauto verladen, aber der Transport be, segnete einer ungewöhnlichen Schwierigkeit: auf der Straße war nämlich«in Viadukt, da» zwar 4 Meier lichte.Höhe hatte, aber die.Giraffe maß 5.49 Meter. Man stoppte und versucht«, Georg« dazu zu bewegen, den Halt zu beugen. Aber da» Tier war renitent und blickte vergnügt über da» Brückengeländer zum Erstaunen und Schrecken aller dort vorüberfahrenden Auto», rührte sich aber sonst nicht von der Stelle. Nach stundenlangen Bemühungen mußte man nach Clifton zurückfahren und einen großen Umweg über Straßen machen, auf denen es keine» Viadukt gab. Prag bei mehr als 30 Grad Celsius Da» hätten sich di« Prager nach dem kalten April-iviaiwetter nicht träumen lasten l Da»übt auch keine Couksche Methode, der Mensch schwitzt au» allen Poren— und da» ist gut, wenn auch nicht angenehm. Lastauto», Pfcrdegespanne. Laiidwagerl— alle» wälzt sich heran, um genug Flüstigkeiten für die. Dürstenden zu beschaffen. Rekorde werden ausgestellt: Preisträger ist da» Trinkwasser: 1,850.999 Hektoliter an einem Tag l Da» führte aber noch immer nicht zum Stillen asten Durste», über 190.990 Liter Sodawasser und fast 200.000 Liter Bier halfen nach. Ungezählte Tassen Tee, Kaffee, Milch, laben die geplagten Menschen. Die Vernünftigen bleiben beim Warmgetränk, die nur rasch Kühlung finden wollen, ziehen kalte Getränke vor. Prag, da» sonst so normale Prag, e» hat den Tropenkoller. E» strahlt di« tagsüber aufgenommene Sonnenglut verzehnfacht au» seinen Poren, dem Steinpflaster, dem Häusermeer und die arme Moldau dunstet und rächt sich auf ihre Art: in den Wohnmrgen duften die Rohrleitungen nicht gerade angenehm-.Ein Trost blieb den Pragern immerhin: Die tropische Hitze in Prag ist graduell nicht die stärkst«, andere Städte Mitteleuropa«(Budapeft. die Slowakei) weisen in diesen Tagen noch mehr Hitzegrade au». Undankbar. wie die menschliche Kreatur schon ist, sehnt man sich susta- nient, nachdem man richtige Sommerszeit gar nicht vor so langer Frist herbeisehnte, nach Abkühlung. »Ich? Nein, ich werd nie wieder schimpfen, ivenn» kalt ist", sagte der der Sonne erbarmungslos drei«gegebene Zeitung»kolporteur Ecke Wenzelsplatz. lachte gleich darauf über sich selbst, er weiß ja: beim nächsten Regenwetter schimpft er und alle wieder frisch drauf Io». Reue Einwendungen der kommunistischen Rat» hauSfraktion. Nach ,L. R." haben die Kommunisten der Landetbehörde neuerliche Einwendungen überreicht, mit welchen sie fick gegen di« Wahl der Re- ferenwn lvendcn. Sie verlangen, wie sie e» schon in den Sitzungen des Stadtrates und der Stadtvenre« tuns taten, zwei gewählt« Referenten, da die Anwendung der Berhältnirwahl auch auf diese Funktionen anzuwcnden sei. Durch die Einwendungen wird die Arbeit de» Stadtrate» aufgehalten, da bis zu ihrer Erledigung durch da» LandeSamt die gewählten Referenten ihr Amt nicht antreten können. Die Stadtratssitzung wurde daher erst auf den 19. August angefetzt. Wieviel Deutsche leben in Prag und wir würde sich da» Nationalitätenstatut in Prag«Mitwirken? Darüber gibt"eine Statistik im..Prävo Lidu" Auskunft: Der Stand der Bevölkerung in Prag, berechnet zum 1. Jänner 1987 betrug: 945.100 Personen. Da» Verhältnis zwischen Tschechen und Deutschen war folgende»: Einwohner tschechischer Nationolität 98.6 Prozent, Deutsche fünf Prozent. Gegenüber der Zählung de». Jahre» 1921 beträgt der Zuwachs bei den Deutschen 4 Prozent. Sitz der Einwohner deutscher Nationalität bildet haupisächlich die Josef« stadt, da meldeten sich zur deutschen Nationalität 15.2 Prozent, ferner in der Neustadt(1.8 Prozent), auf dem Hradschin<10.2 Prozent) Altstadt(9.4 Prozent), auf der Kleinseite<9.1 Prozent). Weinberge<7.7 Prozent) Karolinental<7.5 Prozent) und in Bubentsch<7.4 Prozent). Wie ersichtlich, er« reicht in keinem Stadtteil— außer in der Josefstadt — die Einwohnerschaft deutscher Nationalität 15 Prozent. Josefstadt bildet aber«inen Bestandteil von Prag I bi» VII, d. i. einer gemeinsamen Gemeindeverwaltung, so daß dieser Umstand nicht in» Gewicht fällt. Nach der Zählung sind in Prag rund ca. 50.009 Deutsche, im Jahre 1980 waren e» 41.701. Unfälle und Selbstmorde mehren sich. Vergiftet hat sich mit Luminal der 25sährig« Heinz Aufrichtig. der beschäftigungslos war und die Tat au» finanzieller Not beging.— Auf dem Geleise zwischen Lieben und Prag fand man den Kaufmann Karl Dolanikv au» KÜniggrätz. Er war tot. da» Gesicht war zerschmettert, die beiden Füße waren überfahren worden.— Die 26jährige Helene W. au» Zflkov hat zwei Fläschchen Alonal au-getrunken.— In einer Klempnerei Prag-Zilkov wurde während der Arbeit der lüsährige Autoklempner Karl Znamenäöek au» Vinok erschlagen. Der Fall wird untersucht. Eine ganze Reihe anderer Upfälltz lPerfehrSunfälle^ und solche während der Arbeit) ereigneten sich außerdem; die Statistik diese» Tage» weist 4 Tote 5 Verletzte und 1 Selbstmordversuch au». Alles a m 4. « u g u st' 19 8 8.4.•; i.:\| J J Ist es di« Hitze-der Jugendphantafterei? Ein Finanzer der Station. Nr. Verzehrungssteuer in Prag-Li boe zählte? nach getaner Arbeit gerade, die Münzen, al» er ein verdächtige» Geräusch hörte.' Er eilte auf den Gang,'sah dort einen Mann .mit einem Revolver in der Hand. Der Firumzer stürzte sich auf den Fremdln,' der sprang beiseite, entfloh in die nahen'Felder." Der Finanzer erstattete die Anzeige. Knapp danach kam ein Radfahrer an der Station vorbei, der Finanzer erkannte in ihm den Fremden. Kollegen nahmen ihn fest. E» ist ein Neunzehnjähriger, der angab, den lleberfall geplant zu haben, weil er— i n die Fremdenlegion eintreten toollte. Damit ist«» natürlich jetzt Schluß, denn der Jugendliche wird sich wegen versuchten Ralchüberfalle» verantworten müssen. Gemäuer verschüttet eine alt« Frau. In der Langengaffe 42 wird da» Dach eine» Lause» abgetragen. Ein'Teil de» Gesimse» hat sich abgelöst und begrub die 57jährige Frau Josefine Kaizl, Prag, Haötalskä, unter sich. Man befrejte hi« Frau au» ihrer unglückseligen Lage und. brachte sie auf die Klinik. Die Verletzungen find schwer: Gehirnerschütterung. Beckenbruch. Rißwunden und Quetschungen. Selbstmord? Die Polizei, alarmiert durch ein« Wohnungsnachbarin. des. Tischler» Prespl in Prag XVII, fand da» Ehepaar in einer grauenvollen Lage. Der Mann sgßerhängt am Türhaken, der unter seinem Gewicht abgerissen war. auf dem Fußboden, die Frau ihm gegenüber beim Fenster, betrunr ken und vor sich binsingend. Die untersuchenden Beamten sehen noch nicht klar. Die Frau wurde verhört und dann in Untersuchungshaft genommen. Man weiß noch nicht, ob sie ein Verschulden an dem Tod de» Manne» trifft oder ob sie in ihrer Trunkenheit von dem Selbstmord- überhaupt nicht» merkte. Die Staatlbahnen veranstalten vom 18. bi» 15. August eine Exkursion-nach Schloß Mnec bei Klattau für 150 Xö, vom 18. bi» 16. August eine Erknrsion nach Kremnica für 898 Xi und vom 18. bi» 21. August in» Erzgebirge für 598 Xi. Anmeldungen und Informationen im Referat der Au»« slugszüge neben dem Wilsonbahnhof, Telephon Nr. 88885, Der Dstn Fräulein Autor »gou can.t have everything"—»Man kann nicht alle» haben" ist der ursprünglich« lau» einem der von den Ritz-Brother» vorgetragenen Thanson» entnommene) Titel de» Film», dessen Lehre sich auch an den Herstellern bewahrheitet. Eie haben Gesang, Grotesken, Revueszenen, virtuose» Violin» spiel, Liebe»« und Eifersuchtsszenen aneinandergereiht, aber diesem Sammelsurium von Amüsement entspricht eine, ganz billige, erfindungsarme und :g«'.nicht! itmrüsant» Handlung.? Ta lernt die mit Schriftstellerin'bei einer Zechprellerei zusällig btn eleganten Revue-Autor keimen, der sich inkognito siik^' Ihr' Stück"etnseht/ aver damit die Eifersucht seiner Freundin erregt, und da läuft gerade st, entscheidenden Augenblick der Stak der Revue dauon, und' die Schriftstellerin, die auch singen kann, foti die Hauptrolle übernehmen, läuft aber auch au« Eifersucht davon, und nun verkitscht der Revur- Autor ihr an sich schon schlechtes Stück— und ei bat «'nen Bombenerfolg, woraufhin ein happy end er, folgt. E» fällt schwer, ohne Murren dem Gang der Ereignisse zu folgen, der dauernd durch musikalische und elownhaft« Einlagen unterbrochen wird, dü offensichtlich die Wirkung de» FiünS garantieren sollen. Gewiß ist Alice Faye eine ganz nette Stirn- tuungSsängerin. gewiß find die Ritz-Bro- ther» spassige und geschickte Leute, aber wenn sie. statt Episoden darzustellen, Hauptdarsteller werden, wirken sie teil» monoton und teil» aufdringlich, Man kann nicht alles haben, aber e» ist besser, einen guten Einfall und«in gute» Ensemble al» ein Dut. zend Revue-Einlagen zu haben.--eir- Ortsgruppe Prag: Sonntag, den 7. CTBfiHkAugust, Wanderung von der Hütte zur Besedna— tj, uMw j o v i e e. Führung: Schaffer.— Hüttendienst: Korn. film in Prainr Lichtspielhäusern Adria»Tarzan» Rache"(A.)— Alfa»Ducho- üek schafft alle«"(Tsch.)— Apollo»Die tolle Jagd nach Ruhm"