Ents mute Selhert 113 Tuf aren iers Iten lich ann SA Bro gten tere hin Ciga eine tten hid in bor tür ern gleit ejen midit gent ung piel Ratch und Ein , so piel Becky aus. val haf egen wels mäter wwird cin ein Spie Quer Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Einzelpreis 75 eller Rebaltion u. Berwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Berantwortlicher Rebatteur: Rarl Rern, Prag 18. Jahrgang Mittwoch, 10. August 1938 HEUTE: Blücher, Fernost- Marschall der Sowjet- Union Nr. 186 Vier Divisionen Grenzgänger Neue Hetzkampagne In Saaz wurden am Sonntag fozialdemo Der politische Missbrauch der Arbeitslosen fratische Turner von Henlein- Leuten überfal Ien, ein deutscher sozialdemokratischer Ver Brag. In immer höherem Maße bemühen beschäftigt, in Wirklichkeit werden fie militärisch zialen Problems der Sudetendeutschen war. Durch I e t t. Nicht der erste leberfall dieser Art! Nicht trauensmann wurde ernstlich ver sich die nationalsozialistischen Parteistellen im geschult. die besondere Art der Befürsorgung, die die Reich um die Zuziehung sudetendeutscher Arbeiter Vorläufig sollen die neuen Grenzgänger bis Grenzgänger durch den Nationalsozialismus er der erste Sozialdemokrat, der verletzt wurde! Man zu Arbeiten im reichsdeutschen Grenzgebiet. Die zum September beschäftigt werden. Es ist uns fahren, laufen sie zudem Gefahr, fich den Nüd- muß sich vorstellen, in welcher Atmosphäre der neuen Grenzgänger sollen vor allem in ihrer Hei bekannt, ob bis dahin alle Bauten schon fertig weg in die Heimat selber zu verlegen. Verfolgung, der ununterbrochenen Bedrohung die mat nationalsozialistische Propaganda treiben und sein sollen oder ob dieser Termin aus anderen deutschen Sozialdemokraten seit Monaten leben, Wir gönnen jedem armen Teufel auch das um zu verstehen, daß eine geradezu bewunderns also mithelfen, die Tschechoslowakische Republik Gründen festgesetzt wurde. Jedenfalls werden Stück Brot, daß er sich durch eine Beschäftigung werte Geduld und eine ebenso bewundernswerte " Sturmreif" zu machen. Augenblicklich verfügt der die Grenzgänger, falls die sozusagen normalen im Ausland verdient. Es ist aber an der Zeit, Disziplin in diesen Menschen leben müssen, um Nationalsozialismus über mehr als 20.000 fol Rustände im Grenzgebiet weiter andauern, im vor dem wahrscheinlichen Versuch des National- zu verhindern, daß Ausbrüche der Leidenschaft. cher Propagandisten, von denen ein großer Teil September wieder arbeitslos fozialismus zu warnen, fie als Kanonen des Bornes auf diese nie endenden Drangſalierun allerdings nur durch die Not gezwungen die sein, und dann wird sich herausgestellt haben, daß futter für die nationalsozialistische Hafard- gen, Bedrohungen, Tätlichkeiten antworten! Noch Grenzgängerei betreibt. auch die neue Grenzgängerei feine Lösung des so- politik zu mißbrauchen. Die Nazibehörden haben dafür gesorgt, daß die Grenzgänger- Propaganda alle sudetendeutschen Gebiete erfaßt. Das wird durch eine Aufstellung bewiesen, die über die Zahl und die Verteilung der neuen Grenzgänger genauen Aufschluß gibt. Bir laffen diese Aufstellung, deren Ziffern aus bester QueIIe ftammen, hier folgen: Baustelle Sudetendeutsche Satvarzenberg( Kreis Awidau i. Ga.) 205 340 1760 3539 260 410 80 320 820 610 1649 die Geher( Kreis Chemniß i. Ga.) FR port Freiberg( Sachfen) Birna( Sachsen) Reichenbach( Vogtland) 6: 4 Hallenstein( Vogtland). Sem Birk bei Blauen( Vogtland) 841 Delsnik( Boatland). 508 egen Greis( Thüringen) 170 11 11: ib: Beiba( Thüringen) Marktredwitz( Bahern) 4: 2 Beiden( Bayern) сл Schwandorf( Bayern) AS. Regensburg( Bahern) Baffau( Bahern) mial. Zwettl( Defterreich) chge Born( Mühlviertel bei Budweis) hlug. Görlitz( Schlesien). 5247 tich Glas( Schlesien) ran Neiße( Schlesien) oflo Brieg( Schlesien) 197 90 150 ging. Kamens( Oberlausit) 488 Der 185 anu 302 Dafen 1 ge fei). t für eten theit. 100 ter), rung ter). 28.2 fus: Meter Ver it 92 tadt, ábor zung elebt olras ein hin jipt. über den oßen die lbst= chaft im Vors ung, archie bis ftigt. chens irets Be= Ben fidh eiden Die und Her St. us 80 Glogau( Schlesien) Sagan( Schlefien) Frankenstein( Schlesien) 741 985 380 985 In dieser Ziffer sind jene sudetendeutschen Arbeiter nicht enthalten, die in Betrieben und in der 2 andwirtschaft arbeiten, sondern nur die auf den Straßen und Bauten beschäftigten. Außer diesen Grenzgängern gibt es noch tau fende in Lagern untergebrachte Sudetendeutscher im Innern des Dritten Reichs, und zwar im Bezirk Braunschweig rund 3000, im Bezirk Magdeburg rund 1400, im Bezirk Er furt rund 1600, im Bezirk Würzburg 1100, im Bezirk Aschaffenburg 700. Alle diese Zahlen die aus der Juli- Mitte stammen, sind bereits überholt; die Gesamtzahl der bei Bauten und in Lagern untergebrachten Sudetendeutschen sollte bis Anfang August auf 50.000 erhöht werden. Der Segre überschritten! | von keinem Ueberfall auf Arbeiter, noch von keiner Katastrophe, die durch den nazistischen Terror herbeigeführt wurde( Selbstmorde!), hat die Presse Deutschlands Notia genommen. Selbstverständlich nicht! Nach nationalsozialistischer Auffassung ist ja alles, was einem Nichtnazi Böses angetan werden kann, recht und gut. Außerdem aber lassen fich Brutalitäten, die an fudetendeutschen Sozial demokraten begangen werden, nicht gut zu einer Heße gegen die Tſchechoslowakei benüßen. Neuer Offensivstoß der Republikaner Nun ist am selben Tage, da der Nazi- leberBarcelona.( Ag. Esp.) Die Truppen Eindrud dieser ununterbrochenen Niederlagen, fall auf die Arbeiterturner in Saaz erfolgte, in der republikanischen Ost- Armee haben am die die Moral des Feindes schwer erschütterten, einer Heinen entlegenen Gemeinde eine Wirts wurde die Gegenoffensive am Montag nicht er ausdiskussion zwischen Nationalsozialisten und Dienstag nördlich vom Gebiet des Ebrobogens, neuert. Die Kampftätigkeit war geringfügi. Sozialdemokraten zu einer auferei ausge und zwar im Süden des Brückenkopfes von Lediglich auf dem nördlichen Flügel der Front artet, wobei zweifellos der Alkohol wie so oft schon Baraguer, eine neue strategisch wichtige Offen- bei Fayon versuchte der Feind, einen stärkeren eine verderbliche Rolle spielte, zu einer RauDrud auszuüben. Dieser wurde aber mühelos ferei, die damit endete, daß ein Nationalsozialist fiv- Operation durchgeführt. Trok der großen aufgefangen und abgewiesen. getötet wurde. Selbstverständlich ist die Tat nicht Wassermenge, die der Segre- Fluß mit sich führte, und trok hartnädigem Widerstand der Rebellen vom anderen Ufer wurde der Fluß überschritten; die feindlichen Linien wurden durchbrochen und die Republikaner brangen tief in das Kampfgebiet der Rebellen ein. Sie haben zahlreiche Gefangene gemacht und viel Kriegsmaterial aller Art erbeutet. Unerschütterte Ebro- Front Barcelona.( Ag.Esp.) Vor acht Tagen feste mit Unterstützung einiger hundert deutscher und italienischer Flugzeuge und aller verfügbaren Artillerie die große Gegenoffensive der Rebellen im Ebrobogen ein. Ohne Rücksicht auf die ins Ungentessene steigenden Mannschaftsverluste wuts den die Sturmbataillone immer wieder vorge trieben. Trotzdem gelang es ihnen nicht, die Re publikaner, die in der siegreichen Abwehrschlacht einen neuen glänzenden Beweis ihres soldatischen Sönnens ablegten, auch nur von einem einzigen Quadratmeter Boden zu verdrängen. Unter dem mic an Auf der Levantefront im Abschnitt au entfchuldigen. Wir halten auch Betrunkenheit ber Straße Teruel- Sagunto macht sich mittler- des Täters für leinen Entschuldigungsgrund. Und weile der strategische Erfolg der Ebro- Offenfive wir, die wir jedes Menschenleben für etwas Einin wachsendem Umfang fühlbar. Der Widerstand maliges, Kostbares, Heiliges halten und gerade des Gegners, der gezwungen war, seine Elite- durch diese humanitäre Einstellung uns vom antitruppen abzuziehen, erlahmt. Die Republikaner humanitären Nationalsozialismus durch einen behaupten die Initiative und drängen die Nebel- unüberbrüdbaren Abgrund getrennt wissen, wir len im Abschnitt Biver der Sierra de Espadan bellagen tief das Todesopfer von Höhal. Nicht ents und im Salado- Massiv mehr und mehr zurüd. schuldbar ist die Rauferei, nicht entschuldbar die Messerstecherei, und sie wäre es auch dann nicht, Franco wenn, wie das in jenen Gegenden nicht selten ist. die Rauferei aus anderen Gründen als denen des läßt Abgeordnete erschießen politischen Gegensabes entstanden wäre. Nicht ent Barcelona.( A g. Es p.) Der Ständige Aus- fchuldigt, aber erflärt fann die Tragödie von schuß der Cortes hielt in Gegenwart des Minister- Höhal werden, und zu erklären ist sie nur aus der präsidenten Negrin eine Sißung ab. Er gab seiner Vergiftung der politischen Atmo tiefen Empörung über die am 17. Juli in Se- sphäre durch die Nazi- Propa villa erfolgten Erschießung des Cortes- Alge- ganda, aus dem furchtbaren gesellschaftlichen. ordneten Gonzales Tatavull Ausdruck und wirtschaftlichen und politischen Drud, der seit sprach dessen Hinterbliebenen die Teilnahme aus. Sahren, besonders schwver aber seit dem Frühling Der Belagerungszustand wurde um einen Monat dieses Jahres auf den nichtgleichgeschalteten Arbei verlängert. Der Antrag der Sozialisten, der Ar- tern lastet. Seit Jahren säen die Nazi bewußt und mee für ihre hervorragende Haltung Dank und wohlüberlegt Sturm und nie und nirgends Anerkennung auszusprechen, wurde einstimmig soll dann böse Ernte aufgehen? Seit Jahren traongenommen. gen die verfolgten und geschmähten Arbeiter schweigend, verbissen ihren Groll, ihre Empörung mit sich herum. Ist's dann so schwer erklärlich, fo erstaunlich, daß einmal diese angesammelte Ver bitterung durchbricht? Raufereien aus politischen Ursachen, auch Totschlag bei solchen Raufereien hat ee zu allen Zeiten und in allen Ländern gegeben. Was geschieht in solchen Fällen? Die bellagens werten Ereignisse werden untersucht, die Schulbigen werden festgestellt und bestraft, und man bemüht sich nicht nur durch Polizeimaßnahmen, sondern auch durch moralisches Einwirken auf die Bevölkerung die Erregung zum Abflingen zu brin gen, wieder Suhe herzustellen. Wir wollen es auch diesmal tun! Wir fordern die sozialdemokratischen Arbeiter eindringlich auf, jede Diskussion abzubre. chen, sobald sie die Formen der Sachlichkeit verläßt, vor allem aber sich im Gasthaus auf teinerBeratung Hodža- Runciman Heute Aussprache mit der SdP Hodža als Vermittler nach Irland? Es ist nicht unwichtig, daß diese Zahl von Grenzgängern zur Bildung von ungefähr vier Divisionen ausreichen würde. Biele der Grenzgänger werden polizeilich über ihre politische Prag. Dienstag vormittags fand eine Be-( Gebiet und befchloß, Lord Nunciman über diese Bergangenheit und ichige Gesinnung genau ver- ratung des Vorsitzenden der Regierung mit dem Brouleme eingehend zu informieren. Weiters benommen. Außerdem werden Erhebungen über Finanzminister Dr. J. Kalfus statt, in der alle zog der Ausschuß zu dem von der Regierung vorihren Gesundheitszustand veranstaltet. Die mili- Fragen vorgenommen wurden, die die Vorberei- bereiteten Nationalitätenstatut, soweit es sich um tärische Ausbildung der Grenzgänger wird auf tungen des staatlichen Budgets betreffen. Nach die polnische Bolfsgruppe handelt, Stellung und einer besonderen Liste verzeichnet. Biele der mittag empfing der Vorsitzende der Regierung im befchlof, an alle maßgebenden Faktoren in den Grenzgänger werden auch über ihre Erfahrungen Präsidium des Ministerrates den Besuch Lorb nächsten Tagen ein Memorandum zu diesem Stabeim tschechoslowakischen Militär ausgefragt. Runcimans. Der Vorsitzende der Regierung tut zu überreichen.( DND) Manche der militärisch noch nicht ausgebildeten empfing dann im Präsidium des Miniſterrates Grenzgänger, so folche aus den Baulagern in den Fabrikanten Dr. 3. A. Bafa. Gegen Abend lei politische Auseinandersetzung einzulassen, lieber die Gaststätte zu verlassen. Wir fordern die lak und Ramenz, wurden in ein 2 and wehr- trat der politische Ministerausschuß zufammen, Ein humorvoller Vorschlag Arbeiter auf, unbedingt 8urüdbal= lager der Wehrmacht bei Görlitz geschickt. Nach der sich mit verschiedenen Einzelheiten befaßte, die London. Auf die eigenen ungelösten Minderatung zu bewahren, ihren begreiflichen aufen wird behauptet, sie seien dort als Arbeiter mit dem weiteren Fortgang der Berhandlungen über die Nationalitätenfragen mit den oppofi- heitenprobleme in England nimmt Harrison in Unmut niederzuzwingen. Sie sind es sich, find e3 tionellen Parteien zusammenhängen, besonders einem Schreiben, welches Dienstag im Manches der Partei, sie sind es aber auch dem Staate und mit der Sudetendeutschen Partei. An informierten ſter Guardian" veröffentlicht ist, Bezug. Er be- der Sache des Friedens schuldig! Denn leider ist Stellen nimmt man an, daß Mittwoch die Ver- faßt sich mit den Sudeten- dren" in Nor da es so, daß auch dieser Zwischenfall treter der Sudetendeutschen Partei, wahrscheinlich irland( Ulſter) und regt an, ob Dr. Hodža zu einer wilden und wüsten eße Ta cha u.( E.-B.) Die Abwanderung der Abg. Rundt und Abg. Dr. Nos che, von dem einen älteren Staatsmann aus der Tschechoslowa gegen die Tschechoslowakei be Industrie greift nun aug auf unser industrie- Vorsitzenden der Regierung empfangen werben. fei mit der Mission bei der britischen Regierung nißt wird, daß er der reichsdeutschen Provain Nordirland betrauen wolle als Vermittler, ganda gerade gut genug ist zu einem neuerlichen armes Gebiet über. Die Firma M. Kohners Söhne verlegt ben Sih ber Firma am 15. Auguft Auch die Polen zu Lord Runciman Berater und Befürworter einer verfaffungsmäßi- Verfuch, die Bemühungen Lord Nuncimans zu gen Regierung für die Minderheit der Subeten bereiteln. Anders ist die Seßerei der reichsdeutschen nach Prag. Ob der Betrieb in Tachau dauernd aufrechterhalten wird, ist ungewiß. Die Firma In Teschen tagte Samstag der sogenannte ren", die über Bebrüdung sich zu beklagen be- Breffe nicht zu erklären. Rudolf Abler, Galtenhof, wandert ebenfalls ab.„ Berständigungsausschus der volnischen Parteien ginnen. Die Sauce, die für die Ganz in Prag geDer Betrieb dürfte schon in allernächster Zeit still. in der Tschechoslowakei". Er befaßte fich mit den eignet ist, werde sicherlich in gleicher Weise für Broblemen ber polnischen Minderheit im Teschner den Gänferich in der Downing- Street geeignet jein, Betriebsverlegungen nach Prag Belegt werden. " Da behauptet z. B. die Deutsche Allgem. Zeitung", die feige Mordtat an Baierle springe wie ein Fanal aus der großen Bahl der tschechis " Nr. 18« Celle 2 Mittwoch, 10. August 1088 I!i - H Bericht deö japanische» KriegsministeriumS, der DienStag»m 10.80 Uhr au-gegeben wurde, besagt: Beträchtlich« Abteilungen van Sowjet-Infanterie, Artillerie und Reiterei werden südöstlich und nordwestlich von Hanrsch, 20 Kilometer nördlich von Tschangkuseng, an der Südwest-Küste der Possiet-Bay konzentriert. kromnn von LIII Körber !S> I London.»News Thronicl«" berichtet, in den deutschen KonzenirattonSlagern für Ach, warum ist Leopoldsdorf nur so traurig? Eine Ortschaft wie eine andere mit ihrer Weitzen Kirche, dem Rathaus mit dem Kino, der Schule, der Dorfstratze, die unten am Strandbad vorbei nach PrieSlau führt, der Arbeitersiedlung hinter dem Gasthaus-, ein grotzer Hof, um den die Häuser hufeisenartig herumtriechen, alle vier Meter eine WohnungStür. Manche-rangen in frischer grüner Farbe, andere wiederum, hinter der die Leute es aufgegeben haben, sich gegen Not und Elend zu wehren, zeigen morsches Holz. Vor der Tür der Blasak Emilie ein Baum mit einer üppigen, jetzt gelb und rot melierten Krone und einer Bank. Welter Holzbaracken, die Aborte, von denen se einer fünf Parteien gehört. Rechts die große Mietskaserne, wo die Angestellten wohnen, wenn sie kein Häuserl mit Schrebergarten draußen im Dorf haben. Hie und da Stangen in die Erde ge« stoßen, wie Telegraphendrähte ziehen sich Schnüre über den Hof, auf denen derbe, geflickte Wäsche trocknet, darunter laufen Kinder und Katzen herum. Linl» öffnet sich da» Hufeisen, führt zum Tor hinaus, hier hat die Mali ihren Laden, bei ihr laufen die Frauen, deren Männer noch in Arbeit stehen; weiter, an die Mauer gedrückt, versorgt Nahodil die Arbeitslosen mit ihrem Sonntagsbraten— Pferdefleisch. Jenseits der Straße tauchen die ersten Bäume de» gräflichen Park» auf, dahinter liegt ein Feld mit harten Getreidestoppeln, dann der gräfliche Wald, die Arbeitersiedlung der Lederarbeiter dicht an der Prislau mit den kalten Schloten der Lederfabrik im Hintergrund... Kein Ausflügler am Sonntag, keine pfeifenden Burschen mit Rucksäcken um die Schultern, keine Mädchen mit fliegenden Haaren und gebräunten Beinen.. hier ist die Landschaft arm, hier geht'» Ungarn zu, hier beginnt bereit» die burgenländische Heide, aber ohne Poesie, durchzogen von Kartoffeläckern, verwahrlosten. Häusern Jahren 1021 bis 1080 eingetretenen Aendmmge» sind nicht berücksichtigt und stellenweise geht die Karte Frank» um 80 Jahre zurück, so z. B. bet der Iglauer Sprachinsel, bei der der Stand von 1880 angegeben erscheint. In dem Kartelliert wird angegeben, daß al» Ouellenwerk die„Teskoslovenstü statistika" beniiht worden sei. Au» diesem Weck sei jedoch nur die Zahl der Deutschen, swvie die Länge der Staatsgrenzen übernommen worden, während alle anderen Daten nicht au» diesem Werke, sondern au» dem ebenfalls im Verlag K. H. Frank erschienenen Buche Erwin Winkler». Die Tschechoslowakei im Spiegel der Statistik^(Seite 12—14 und 16) entnommen wurden. Der Verlag benützte also nicht die offiziellen Quellen, sondern ein bei ihm selbst erschienene» Werk. lDNDj Der Präsident der Republik empfing am v. August den außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister in Washington, Vladimir Hurban und nach ihm den Großindustriellen Dr. techn. h. c. Jan A. Baka. Am Nachmittag fuhr der Präsident nach Läny. . Spenden für die StaatSverteidisun». Im Bericht des Arbeitsausschusses wird der Jubi« läumSfondS der Staatsverteidigung am Montag, den 8. August, mit 488,246,080 XL ausgewiesen. Seit dem Samstag sind weitere 8,881.888 Xi eingezahlt worden. Die Zahl der Spender hat sich um 8270 Personen auf 166.708 Personen erhöht. Disziplinarvorschriften finden Auspeitschungen vor dem ganzen Lager statt. Der Berliner Korrespondent berichtet, daß die deutsche Geheim» polizgi die Angaben der„News Chronicle" bestreitet, aber keine eigenen Ziffern zur Verfügung stelle. Er berichtet ferner, daß die sterblichen Ueberreste der betreffenden Häftlinge al» Asche-in einem Palet an die Angehörigen per Post zugesendet und. diese den Gegenwert von drei engl. Schillingen für die Einäscherung zu bezahlen haben. In einem zweiten Artikel befaßt sich das Blatt besonder» mit diesen Vorgängen und meint, die deutsche Regierung müßte wegen ihre» eigenen Ansehen» auf einer neuen Untersuchung der Tat schen Verbrechen an der sudetendeutschen Bevölkerung hervor. Seit zlvanzig Jahren stehe die deutsche Bevölkerung unter der Drohung, da» Leben einzelner Glieder dieser Volksgruppe durch aufgehetzte und zu Gewalttaten angereizte Mordbuben tschechischer Nationalität zu verlieren".—. Dar aber ist noch verhältnismäßig harmlos. Der „Deutsche Dienst" schreibt:„Wer wird noch lange zusehen können, daß deutsche Kinder mißhandelt werden, weil sie Deutsche find, auf Bauern, auf ' dem Felde geschossen wird, Männer gemordet werden, die nur die eine Schuld haben, daß sie Deutsche sind und Deutsche sein wollen? Keiner weiß, ob er nicht selbst der Nächste sein wird, an dem die Mordbestien ihren Haß kühlen wollen." — Wa» eine Wirtshausrauferei war, die mit einem Totschlag endete, wird zu einem planmäßigen Mord umgelogen,— was ein Streit zwischen Deutschen war, anderkeinTschechebetei« l i g t war, wird umgelogen zu einer tschechischen Gewalttat. Der Zweck ist allgemein verständlich: in Deutschland, wo zur Bevölkerung keine andere al» die von oben gewollte, oben zurechtredigierte Nachricht kommt, soll der Eindruck erweckt werden, daß in der Tschechoflowakei kein Deutscher seine» Lebens sicher ist. Bedankt euch, ihr nationalsozialistischen Hotelier», Gastwirte und Gewerbetreibenden der sudetendeutschen-Kurorte, für diese wirkungsvolle Propaganda— gegen den Besuch der sudetendeutschen Bader! Aber waS bedeutet schon die Sabotierung deö Fremdenverkehr», wa» bedeutet schon der Ruin etlicher tausend sudetendeutscher Geschäftsleute gegenüber der Möglichkeit einer neuen Hetzkampagne gegen die Tschechoflowakei I Woher die Nazi in Deutschland die Legitimation nehmen, als Ankläger aufzutreten, nicht etwa nur gegen einen Totschläger, sondern gegen den Staat, in dem das Unglück geschehen ist? Nun, sind nicht jene dazu besonders berufen, die tausende Männer und Frauen seit fast sechs Jahren im Gefängnis halten, ohne sie vor das Gericht zu steflen,— jene, die die Rathenau« und Erzberger« und Dollfuß-Mörder zu Helden erheben, — jene, die hunderte in den Konzentrationslagern zu Tode gemartert haben und unzählige auf der Flucht erschießen ließen,— jene, die grundsätzlich Mörder nicht ausliefern? Aber wer fragt in diesen Zeiten nach moralischer Legitimation! Vor ein paar Tagen war die irrtümliche lieberfltegung deutschen Gebiete» durch tschechoslowakische Flieger willkommene Gelegenheit zu einer Kampagne gegen die Tschechoflowakei, jetzt ist ein Totschlag noch willkommenerer Anlaß. Und in ein paar Tagen wird sich ein neuer Anlaß finden. Man läßt den Nachbarn nicht in Frieden leben! Man macht immer wieder neue EtönmgS- versuche. Was nicht nur Lebensnotwendigkeit für die Tschechoflowakei ist, sondern nicht minder Le- benSnotwendigkeit für die Sudetendeutschen, aber auch Lebenselement de» europäischen Frieden»; die Verständigung zwischen Sudetendeütschen und Tschechen, wird immer wieder'zu vereiteln versucht. Und weil man die Absicht kennt, gilt e» erst recht, auch angesichts dieser neuen dirigierten reichsdeutschen Preffehehe gegen die Tschechoflowakei, die Nerven in der Gewalt zu behalten, ruhig und entschieden diese durch nicht» gerechtfertigten Angriffe zurückzuweisen, aber sich nicht provozieren zu lasten. Just die in so kurzen Inter, vollen sich erneuernden, mit gesteigerter Heftigkeit sich erneuernden Störungsversuche mahnen, nun erst recht Mühe, Geduld, Beharrlichkeit und Festig, leit bi» an» Aeutzerste aufzubringen bei dem Ber- suche, den Frieden zwischen den Völkern unsere» Staate» zu schaffen. Hoffnung auf Einvernehmen Tokio.(Domei.) Es verlautet, daß Krieg», Minister General Jtagaki in der Dienstagsitzung deS Ministerrates über die Lage an der koreanischen Grenze Bericht erstattet hat. Außenminister Ugaki berichtete über die zweite Zusammenkunft Litwinow und Schigemitsu und erklärte, e» scheine, daß die Sowjetregierung bereit ist, die zum Zwecke der Beilegung de- Grenzzwischenfalles aufgenommenen diplomatischen Verhandlungen versöhnlich zu beantworten und eine Basta für ein Einvernehmen zu finden, wobei sie die im gegenwärtigen Augenblick bestehende Situation In Erwägung zieht. Tschechische Pressestimmen »Lidovt novtntz": E» ist klar, baß die deutsche Sozialdemokratie nicht weniger an den Vorteil der deutschen Bevölkerung in der TschechoslowÄei deckt al» die Sudetendeutsche Partei. Aber du große Unterschied zwischen den Anträgen der beiden Parteien liegt darin, daß die Sozialdemokratie ihre Ver« wirüichung mit der prinzipiellen Bedingung verlangt, daß da» demokratische System de» Staate» nicht verletzt werde. E« stecken darin keine raffinierten An« griffe auf die Einheit de» Staate» und seine demokratischen Grundlagen, die sich hinter den frisierten Texten der henleinistischen Forderungen verbergen. Denn darin liegt der Unterschied in den Forderungen der zwei deutschen Gruppen, daß die eine den Frieden will und. die andere— keineswegs. „Prävo lidk": Amerika.schloß sich uwviMr- lich dem Prinzip der kollektiven Sicherheit an und bemüht sich im Einklang mit seinen demokratischen Idealen eine Gemeinschaft der Staaten zu schossen, die den Frieden erhalten wollen. Daher rührt die systematische Tätigkeit der amerikanischen Diplomatie tn Europa, und zwar besonder» um den Brennpunkt der europäischen Politik, da» heißt, um das tschecho« slowakische Problem, eine Tätigkeit, welche die faschistischen Staaten nicht unterschätzen sollten. Lord Runeiman und Hugh Wilson in Prag— da» ist ein Memento für den Dynamismu» jener Staaten, die den Bogen der Geduld der Welt bi» an die äußerste Grenze spannen. Da» Rüstungsprogramm der Vereinigten Staaten sollte sie übrigens über den wahren Standpunkt der großen amerikanischen Demokratie belehren. „Närodni osvobozeni": Seien wir un» dessen bewußt, daß die geschichtliche Entwicklung al» mächtiger ReinigungS- und Rechtfertigungsprozeß die Spreu vom Weizen. Schein von Sein, sondern und Recht über Unrecht, Gerechtigkeit über Ungerechtigkeit siegen lasten wird. Und daß sie zeigen wird, daß die Zukunft nicht den Völkern und Staaten gehört, deren Führer unaeistia und gegen den Geist regieren wollen, indem sie die Vernunft(nichk aber di« Gescheithest» liquidieren und an die niedrigsten Instinkte und Leidenschaften der Volksseele appellieren, indem sie fa« natisieren und radikalisieren, sondern den Völkern und Staaten und Führern, die in Achtung vor der Seele ihre» Volkes, sie mit Wahrheit, kritischem Wirklichleit»sinn und Ächtung vor moralischen Prinzipien nähren. Eine Fälschung der SdP Der Verlag K. H. Frank brachte vor kurzer Zeit in Form einer Doppelkorrespondenzkarte eine Ratio« nalitätenkarie der Tschechoslowakei heran», die nunmehr verboten wurde. Zu gleicher Zett mit der Veröffentlichung diese» Verbreiiungsverbotes erscheint im Bulletin de» Statistischen Staatsamtes, den„Statistischen Nachrichten" ein Artikel, der sich gegen die Verwendung des Namen» Dr. A. Bohäi wendet. Auf der Karte war nämlich al» Basis und al» Quelle die Arbeit Dr. A. Bohäi» angegeben worden'. So stellen die»Statistischen Nachrichten" fest, daß die-Karte Bohiii» die Nationalitätengtiederung sehr genau durchführt, u. zw. mit Hilfe einer zwölfglie- drigen Skala. Diese feine Einteilung wurde von der Karte K. H. Franks vollkommen außer acht gelassen, so daß sie mit der Karte Dr. BohäiS nur die Unterlage, die Grenzen de» Staate» und einige Städte gemein hat. Ferner hat K. H. Frank die Tscheche» und die Slowaken mit verschiedenen Farben bezeichnet, während Dr. Bohäi für diese Völker eine gemeinsame Farbe wählte, da e» sich um die tschechoslotvaki« sche Nation handelt. Die Karte K. H. Frank» kann also den Eindruck erwecken, daß auch Dr. Bohäi zwei verschiedene Farben angewendet hat. Die Ar^abe der . Frankschen Karie, sie sei nach dem Stande der Volkszählung 1080 berichtigt, ist unwahr. Die in den Ribbentrop ermuntert Japan Tokio.(Havas.) Nach dem Blatt„Asahi" war der Meinungsaustausch über die Situation an der Grenze von Sowjetruhland und Man« dschukoo der Gegenstand der montägigen dreistündigen Aussprache zwischen dem japanischen Botschafter In- Berlin und Außenminister v. Ribbentrop. von Ribbentrop habe erklärt, im Konfliktsalle sei die Sympathie de» Deutschen Reiche» auf >er Seite Japans. Nach der Meinung deö Blattes bedeute die» nicht nur eine moralische Hilfe ür Japan, sondern auch Hilfe anderer Art, deren Umfang bei der Zusammenkunft bestimmt wurde. Japanische Berichte melde»: Bei Tschuliu- rng, nördlich von Tschangkuseng, wird andauernd heftig gekämpft. Etwa zwei Bataillon« sowjetrussischer Infanterie näherten sich Vi» ans eine Entfernung von weniger al» 100 Meter den japanischen Stellungen hei Tfchuliufrng. Ein amtlicher „O doch ,ich liebe ihn," sagte plötzlich Fräulein Braun leise.„Er ist mir so nah und vertraut, der Fallotl" Martha verzog da» Gesicht. „Ja, sehen Sie, alle anderen-sind mir Fremde geblieben, nur er...." „Alle anderen?" „Na ja! Glauben Sie, ich habe nicht alle», wa» in meinen Kräften lag, getan, um ihn au», zutauschen? Sie können es ihm ruhig erzählen, ich habe e» ihm selbst gesagt, und dann..." „Ich erzähle gar nichts, es geht mich nichts an." „Da» können Sie halten, wie Sie wallen. Diskretion erwünscht, aber nicht Bedingung. Er sitzt mir im Blut. Und dabei ist er nicht einmal fesch. Und wa» den Dienst am Kunden betrifft..." „Bitte, Fräulein Braun, bitte nicht!" „Sie lieben ihn wirklich. Oberfaul. Wa» soll ich tun? Ich kann nicht ohne ihn seist. Er fit so herzig, wie ein Bub. Zum Beispiel, daß er die Welt verbessern will— ist da» nicht rührend? Er hat nie an seinen Vorteil gedacht, deswegen liebe ich ihn. Wo findet man selbstlose Menschen, jeder denkt nur an Verdienst und Karriere." «Sie widersprechen sich beständig, Fräulein Bräun." Plötzlich klappte Alma Braun zusammen. Sie saß da, den Kopf in den Händen. „Ach, liebe Frau Wiesinger, ich bin ja so unglücklich! Ich verstehe nicht zu leben. Und habe auch keine Kraft mehr." „Da» ist doch nicht Ihr Ernst, Fräulein und einem Flüßchen, der Prislau, die von Fa- briks- und Menschenabfällen glänzt.. Ach, warum ist Leopoldsdorf so traurig, die Menschen tun doch wa» sie können, um ihre Armut zu verbergen, putzen ihre Häuser und waschen ihre Wäsche, denn, wenn man nicht tot ist, so muß man leben, und vielleicht stellen Beck und Co., genannt Dreck und Co, doch noch Leute an— ist doch seine Fabrik die einzige, die in der Gegend noch arbeitet... Frau Martha steht an der Tür der Blasak. Sie ist müde vom Trösten und Küssen und Händestreicheln und Zureden, und der Kübel in der Küche riecht nicht gut, auch da» Bett nicht und erst recht nicht die Blasak selbst. Die brave Emilie! Nach so einem Verlust kann niemand von ihr erwarten, daß sie sauber macht; sie weint, sie schwitzt, sie sollte jeden Tag die Wäsche wechseln, also jeden zweiten Tag waschen, das kann man bei einer grau in ihrem Mter, die von Jugend auf nicht daran gewöhnt war, nicht verlangen. Arme Emilie! Martha sieht sie bor sich, wie sie damals zu ihnen kam, auch schon dick, aber jung und gepflegt. Sie konnte sogar ein wenig Klavier spielen. Wenn die Ettern in» Theater gingen, setzte sie sich ans Klavier, spielte das„Gebet einer Jungfrau", in dem die eine Note oben so verzagt bebt, und dann noch ein Lied:„Warum kommst du nicht, ungetreuer Freund?". Die Brüder lachten und Stanzi meinte:„Wenn er ungetreu ist, kann er doch nicht kommen!" Aber Emilie ließ sich nicht beirren, sie hörte nicht zu, sie war unglücklich, hatte Pech in der Liebe. Ihr erster. Bräutigam, ein Student, hatte ihre sämtlichen Ersparnisse aufgebraucht, auch die von Martha und Stanzi, zum Schluß heiratete er im schwarzen Anzug, den Emilie für ihn machen ließ, die Inhaberin eine» Zuckerlgeschäfte».„Wer nie sein Brot mit Tränen aß." Der zweit« Bräutigam war anständig, von dem Geld«, da» er von einer anderen, einer Reichen» erhielt, kauft« er Emilie einen Wintermantel. lFortsetzung folgt)' Braun? Sie, so begabt, mit einer solchen Zukunft!" „Ja, meine Zukunft. Wissen Sie wa»? Sie soll mir den Buckel'runterrutschen. Ja. Sie kann mich kreuzweise. Ich will glücklich sein, geliebt werden, nicht von lauter Leuten, die mir Wurst sind und sich nur gebauchpinselt fühlen, wenn ich sie beachte. Ich will ihn. Und Strichpunkt, Trotz all den vielen Männern will ich nur Ihn. Haben Gi« verstanden» Sie gnädige, anständige Frau?" „Ja, Fräulein Braun, ja, ich verstehe alle», aber wa» kann ich tun? Und wenn ich Dv. Beß- der sagte, er soll mich nicht mehr besuchen/dawürde auch nichts helfen." Alma Brauns Gesicht erhellte sich. „Nein, würden Sie da» wirllich tun? Ach, tun Sie«» doch. Liebste, Beste. Sie haben doch Ihre Kinder und ich habe keinen Menschen. Und ich will ander» werden, ich fange von vorn« an, ich werde so sein wie Sie, geduldig, werde so tun, al» bemerkte ich nicht, daß er in letzter Zett ein bifferl heruntergekommen ist. Ich habe es mir schon immer vorgenommen. Ach, es wäre so schön, wenn Sie ihn'rauSschmeihen, dann würde er doch sehen, wo die einzige treue'Liebe ist. Und wir wären wieder vereint, vereint Mr immer. Seine Mutter ist jetzt auch gestorben, ich hätte ihn für mich allein..." Alma faltete die Hände und schlug die Augen auf und Martha hatte da» Gefühl, daß sie trotz ihre» Schmerze» eine neu« Gebärde einstudiert-.. «Ich muß jetzt gehen, Fräulein Braun," sagte sie und winkte den Kellner heran. „Nehmen Sie ihn niir nicht weg," sprach Alm» Braun, ganz dem Spiel hingegeben. „Lassen Sie mir ihn— die Zukunft liegt vor Ihnen... Frau Wiesinger," rief sie mit ihrer natürlichen Stimme, al» Martha sich erhoben hattet„bitte Frau Wiesinger, nur noch einen Augenblick, ein kleine» Momenterl. ,." Martha war schon an der Tür, XI. Kapitel. Das Gewehr des Grafen Japans Vormarsch auf Hankau Schanghai. Frontmeldungen zufolge eroberten die japanischen Truppen Schaho, 15 Kilometer südlich von Kiukiang. Damit haben die Japaner die«rst« chinesische Verteidigungsstellung vor Hankau durchbrochen, die den Weg nach Ran- tfchang deckt» sollt«. Außerdem stießen japanische Truppenteil«, die aus dem Westufer det Pojang- Ser» gelandet waren, westwärt» vor und umgingen die stark auSgetauten chinesischen Stellungen auf der Hügelkette westlich von Schaho. Meldungen aus Kanton zufolge, griff am Dienstag ein Bombengeschlvader der japanischen Morine dreimal hintereinander die Stadt an. Da» Geschwader bestand au» 14 Flugzeugen und hatte eS ganz offensichtlich auf da» Elektrizitätswerk, auf die Kasernen sowie die RegierungSgebäude abgesehen. Jedoch sollen auch Bomben in das Ge, lchäftS« und Bankenviertel gefallen sein. Die Meldungen besagen jedenfalls, daß ganze Häuserblocks in Schutt gelegt worden seien. Die Trümmer liegen stellenweise bi» zu zehn Meter hoch. Die Zahl der Todesopfer wird auf mehrere hundert geschäht. daß__. Juden in Buchwald im Laufe de» Jahre» nach verläßlichen Nachrichten mehr al» etwa 80 Per« sonm gestorben sind. Der Jüngste, Erich Löwen berg, war 21 Jahre, und der älteste, Ludwig Kahn, über 70 Jahre alt. Die Todesursachen sind: Uebermäßige Arbeit und unmenschliche Be handlung. Gearbeitet wird in einem Steinbruch von 4 Uhr früh bi» 8 Uhr abends mit zweimal einstündiger Unterbrechung. Im Falle, daß der Betreffende die Arbeit nicht leisten kann und zusammenbricht, wird er mit kaltem Wasser über schüttet und muß Weiterarbeiten. Wenn er da» zweite Mal zusammenbrtcht, wird er einfach liegen gelassen. Im Falle von Vergehen gegen die I fachen bestehen. W Vie braunen Menschenfreunde Massensterben Im Konientratlonslager I Zwischen I Mann und Kind Nr. 188 Mittwoch, 10. August 1988 Seite 3 W fflH Ihr selbst seid schuld! Ole SdP verwüstet die sudetendeutsche Wirtschaft! Die SdP bringt tausende deutsche Arbeiter In Gefahr! geht kommen sie alle mit Klagen über den Verfall. der sich allerorten im sudetendeutschen Gebiet in beängstigender Weise bemerkbar macht. ES - wächst täglich die Zahl der Zirmen, die liquidieren, die ihren Eid in» Landesinnere verlegen oder die m tschechische-Hände übergehen. Die Verluste an llufträgen gehen in unzählige Millionen, nicht nur au» dem Ausland, auch au» dem Inland werden Bestellungen widerrufen, hunderte Millionen Spargelder sind au» den Grenzgebieten in die andern geflossen, haben die sudetendeutsche Wirtschaft geschwächt und die tschechische gestärkt. E» gibt kein« andere Ursache dafür al» den offenen und den versteckten Terror der Henlein- leute, ihre Drohungen mit dem„Tag. an welchem mit allen abgerechnet werden würde, die nicht zur SdP gehören", der Boykott alle» Nichtvölkischen, die niedrigste antisemitische Propaganda. Die Früchte reifen schneller, al» man er erwarten konnte. Herr Gebekowski tat wahrhaftig gut daran, al» er auf die Forderung nach Wiedergutmachung der 1918 begangenen Schäden verzich- ieie. Da» täte denn die SdP, wenn sie ftir die Schaden einstehen müsste, die sie auf dem Gewissen bat? E» wäre der größte Fehler, der denkbar ist, wenn der Arbeiter, aber auch der Gewerbetreibende und Kaufmann nur an diese oder jene Firma dächte, deren Namen in der letzten Zeit durch die Oeffentlichkeit ging. Nicht einmal mit einem Bericht, wie ihn unlängst die„Bohemia" brachte, der von fast 200 Zirmen sprach, ist die Gefahr nicht genügend gekennzeichnet. Andere Betriebseigentümer, ein anderer Sitz^deS Unternehmens, das ist nicht nur di« Gefährdung von Existenzen, da» ist auch vielfach ein Umlagenverlust für die Gemeinde und den Bezirk, da» ist auch ein Wechsel in den Bezugsquellen der Betriebe, eine Schaden»quelle, die immer weitere Kreise zieht und jeden bedroht. Auch dle beiden letzten Tage haben neue solche Meldungen gebracht. ES berichtet die„Sudetendeutsche Tageszeitung" und ebenso andere Blätter: Die größte Wirkwarenfabrik in Iglu geht In tschechische Hände Ober Seit mehr al» vier Jahrzehnten stand unter den zahlreichen Jglauer Strickwarenfabriken die Firma Emil Seidner an erster Stelle, Al» vor ein paar Iah» rm der Gründer der Fabrik verschied, übernahm sein Sohn San» die Leitung der Fabrik. Da» Unternehmen beschäftigte zwarauch Tschechen, vornehmlich aberDeutsche. Bereits vor ein paar Monaten vernahm die Arbeiterschaft mit Bestürzung, daß die Fabrik an eine tschechische Firma verkauft werden soll. Da» Gerücht hatte aber trotzdem Recht behalten, denn Donner-tag wurde der Arbeiterschaft bekanntgegeben, daß die Fabrik in andere Sande übergegangen ist, und zwar wurde sie von dem bisherigen Direktor der Strickwarenfabrik F. Besely in Deutschbrod Josef Knap und seinem Verwandten, dem Fabrikanten Josef Matern«, der eine Wirkwarenfabrik in Neu-Paka besitzt, für 8'/, Millionen Kä gekauft. Der bisherige Besitzer San» Seidner dürfte wahrscheinlich nach England übersiedeln. Damit qing eine der größten Iglauer Fabriken au» deutscher Hand in tschechische Hände über. Da die neuen Besitzer al» gute Tschechen gelten, ist anzunehmen, daß nun auch in diesem Betrieb tschechischen Arbeitern der Vorzug gegeben wird, so daß die deutsche Arbeiterschaft einen fchwerenKampf um ihre Sristenz zu führen haben wird. Einen Tag später meldet die»Zeit": Neuer Vorstoß Bataa Macosplnnerel Cicborios in Kratsau erworben Die lange Reihe der Fabrik-Verkäufe jüdischer Industrieller an Tschechen, ist durch eine neue große Transaktion vermehrt worden. Die Firma Bata A.-G. in Zltn hat die Maeospinnerei TichoriuS& Co. A.-B. in Kratzau erworben. Da» Aktienkapital diese» Unternehmens besaß zu V8.8 Prozent die Neu- Pakaer Baumwollspinnerei und Weberei Gottlieb Schnabel. Der Rest de» Aktienkapital» befindet sich in ausländischem Besitz, Die Firma Bata hat die Absicht, in dem erworbenen Betrieb Spezialgarne kür ihre vor kurzem erst s„Zelt, Folge vom 28. Juli) gekaufte Strumpffabrik„Ideal", G. m. b. H. in Schönlinde) lStammkapital 1 Mill, ftö) zu erzeugen. Die Höhe de» Verkaufspreises ist bisher unbekannt, in Fachkreisen schätzt man 5 hi» 8 Millionen. Diese Tran»attion. die wiederum ein Unternehmen im deutschen Sledlung»gebiet in tschechische Hände überführt, erweckt naturgemäß nicht nur bei der Arbeiterschaft de» Unternehmens, da» in letzter Zeit rund 800—850 Arbeiter beschädigte, sondern auch in'der sudetendeutschen Oeffentlichkeit neuerlich berechtigte Befürchtungen in national-politischer Hinsicht... Wie einfach für die„Zeit"! Die Transaktion erweckt Befürchtungen in nationalpolitischer Hinsicht— und wer ist schuld? Natürlich die jüdischen Industriellen. Wir haben nicht die geringste Ursache» jüdische Andustrielle in Schuh zu nehmen, denn in sozialen Fragen gingen sie und »erden sie auch jetzt gehen, denselben Weg wie ihre arischen Kollegen. Am allerwenigsten werden wir da« gutheißen, was sie jetzt tun. Aber es kann nichts besser Verden, wenn mgn nicht klar ausspricht, wo die Schuld an dem jetzigen Zustand liegt: Die„Zeit selbst beweist, welches verbrechen an der sudetendeutschen Bevölkerung die verantwortungslose Hetze der SdP begangen hat. Wa» sagt denn die„Zeit" jetzt— erst jetztl— andere», al» daß unter den früheren Besitzern, den immer wieder beschimpften jüdischen Besitzern, die Befürchtungen in nationalpolitischer Beziehung nicht bestanden? Wa» sagt denn die„Zeit' andere» mit ihrem Bericht, al» daß e» übelste Demagogie, auf die Kurzsichiigkeit der Menschen berechnete Hetze war, die sich jetzt so furchtbar autwirkt? Jetzt plötzlich entdeckt man— siehe den Bericht dgx „S. T."— daß die volk-fremden„zwar auch Tschechen, vornehmlich aber Deutsche beschäftigt" haben! Wahrhaftig«Ine„völkische", eine weitblickende Partei, die solche Politik treibt I Die Folgen zu tragen, überläßt sie dein Volk! Französische Alpenmanöver Pari». Seit Montag finden in den französischen Alpengebieten grosse Manöver der f-on» »öflschen Armee statt, wobei namentlich Kampfwagen und neu« Gefchütstypen auSprobiert«erden. Der Präsident der Republik Lebrun, der in Savoyen auf Ferien weilt, wird diese unterbrechen, nm den Schlustmonövern beizuwohnen. Frankreichs Luftchef nach Berlin Pari». Da» Lustfahrtministerium teilt mit, daß General Buillemin Dienstag, den 18. August, nach Berlin fliegen wird, wo er sich bi» 21. August aufhalten wird. Außer seinem Adjutanten und dem bekannten französischen Major Rosii, der da» Flugzeu glenken wird, werden den französischen Generalstabschef in einem anderen Flugzeuge drei weitere französische Generalstabsoffiziere, ein Oberst, ein Major und ein Kapitän begleiten. London kontrolliert Portugals KUstenverteldlgung Lissabon. Admiral Woodhouse, der Chef der englischen Militärmiffion in Portugal, hat in Begleitung de« portugiesischen General- Miranada Tabral die KüstenverteidtgungSattlagen ain nördlichen Ufer de- Trjo bei Lissabon besichtigt. Wie ferner verlautet, wird Woodhouse am 12. Au,nist nach London zurückkehren, um voraussichtlich Anfang Oktober die Arbeiten der britischen Msiitär» Mission in Portugal wieder aufzunehmen. Madrid berichtigt Madrid.(HavaS.) Amtlich wird die Nachricht de» nationalistischen Rundfunk- dementiert, derzufolge die Behörden in Alicante 800 nationalistische Häftlinge erschießen ließen.— Es heißt, daß die von Franco-Flugzeugen abgeworfenen Bomben in unmittelbarer Nähe der Festung explodiert seien, weshalb sich die Behörden entschlossen hätten, die 800 Häftlinge an einen anderen Ort zu bringen. Meder Sabotage-Urteile In der USSR Moskau.(HavaS.) Der frühere Direktor de- Kohlentrustes„Donpasugol" Studenko und der frühere Direktor des Trustes„Naljevugol" Z a v a d f k i wurden vom Oberste» Gericht der Ukraine wegen Sabotage zum Tode verurteilt. Durch ihre Tätigkeit verursachten sie, wie e« in dem Bericht heißt, den Tod vieler Personen und eine DeSorganisierung der Betriebe. Die übr-gen Angeklagten würben zu Freiheitsstrafen bis zu 25 Jahren verurteilt. Pandit Nehru In Prag Prag.(E.-B.) Pandit Nehru, der frühere Vorsitzende dc» Indischen Nationalkongrefse», einer der hervorragendsten Repräsentanten der National-Indischen Bewegung, traf Dienstag abend» mit Gemahlin in Prag ein. Er wurde aus dem Wilsonbahnhof von zahlreichen Vertretern tschechischer und deutscher FricdenSorganikationen herzlich empfangen. Pandit Nehru, dessen sozialistische Orientiert»:» bekannt ist, wird sich während seine» Prager Aufenthalte- auch über den Stand der tschechoslowakischen Nationalitäten-Probleme informieren. Neue Probe Im September London. Nach Ansicht dcS diplomatischen Mitarbeiter» de«„Manchester Guardian" sind ruhigere Beziehungen zwischen Sudetendeutschen und Tschechen daü Ergebnis der Runciman- Mission. In dem ausführlichen Bericht heißt cs u. a.: Mit der Entsendung Lord Runciman» habe England in ähnlicher Weise aus die mitteleuropäische Lage eingewirkt, wie während der Krise des 81. Mai ES hat keine definitiven Vervflichtungen übernommen, dennoch aber, obzwar e» sich um eine persönliche Mission ohne offiziellen Charakter handelt, vor der Welt und insbesondere vor Deutschland und der Tschechoslowakei demonstriert, daß e» bei der am 23. März eingenommenen Haltung verharrt. D>cle wurde am 83. März im Unterhaus von Chambe.lain mit folgenden Worten umschrieben:„Die vornehmliche Sorge der Regierung Seiner Majestät war es. allen Einfluß, wo immer er wirksam sein konnte zu gebrauchen, zugunsten von Zurückhaltung in Wort und Tat, während der Weg für friedliche Verhandlung über eine zufriedenstellende Regelung ossengc- halten wird." E» kann gesagt lverden, daß der wesentlich-. Zweck der Mission der ist: Richtlinien oder Prinzipien zu finden, durch die e» möglich sein wird, zu entscheiden, wie weit die Tschechoslowakei in ihren Konzessionen und Deutschland in seinen Forderungen gehen kann. Offiziell hält die Tschechoslowakei oder Deutschland nicht» zurück. Wenn aber entweder der eine zu viel verlangt, oder andere zu wenig anbietet, wird da» Gewicht de» britischen Einflüsse», der weit größer ist al» angenommen wird, auf der Seite der mehr willfährigen Macht stehen. Man glaubt, daß diese» Gewicht der britischen Stimme auf Wiederverstärkung de» mitteleuropäischen Alelchgetvichts wirken wird. Jedenfalls scheint die Mäßigung de» Ton» in dem die Mission Runcimant von der deutschen und sudetendeutschen Bresse diskutiert wird, anzuzeipen. daß die Mission bereit» etwa» Große» bewirkt Hai. Man weiß aber in London, daß der wirkliche und endgültige Prüfstein möglicherweise erst im S e p- t e m b e r kommen wird. SdP-Rowdles an der Arbeit Sonntag, den 7. August, war im Verein»« heim der SdP in Tachau, das vor der Gleichschaltung katholische Besitzer hatte, eine Tanzunterhaltung. Der SdP-Mann Alfred Schwarz begab sich vorübergehend in» benachbarte Arbeiterheim der Sozialdemokraten, von dort ging er mit einem Soldaten auf die Straße, wo sie sich einige Zeit unterhielten. Während ihrer Unterhaltung kam der SdP-Mann Anton S ch ö d l auf Schwarz zu, faßte diesen beim Arm und sagte, daß er in» SdP-Heim gehöre. Schwarz blieb st.hen. Nach kurzer Zeit kam Schödl mit noch einigen SdP-Leuten, sie faßten Schwarz an und schleppten ihn fort. Eine größere Gruppe von SdP-Leuten deckte die Schwarz schleppende Gruppe ab. Schwarz wurde auf der Straße niedergeworsen und schwer verprügelt. Ala man ihn in- SdP-Heim geschleppt hatte, wurde die Tür verschlossen und Schwarz weiter geprügelt. Diese. Untat der SdP-Rowdie- führte zu einer Menschenansammlung vor dem SdP-Heim, die schließlich von der Staatspolizei und der Gendar« werte zerstreut wurde. Schwarz sagte später au», daß er im SdP-Heim gewaltsam festgehalten wurde, bis ihn die Staatspolizei herausholte. Gegen die Schuldigen wird da» Strafverfahren eingeleitet werden. Vie Atmosphäre, die sie schufen Aus dem Briefe eine» Arbeiter»: Es haben zwei junge Burschen von der SdP, oft vorbestraft, am Sonntag, den 24. Juli, den Lokalvertrauensmann unserer Partei in Spachendorf, Gen. Scholz, im verlaufe einer Auseinandersetzung im Gasthaus Kube verprügelt und drei Messerstiche von rückwärts in die Lunge beigebracht, st. daß er in der Nacht noch dem Krankenhau» in Hof übergeben werden mußte. Die Messerhelden hat man zwar gesucht, aber bi» heute noch nicht eingesperrt. Englische Gäste in Graslitz und Rothau Der««Tee der Freiheit** In Anssis Teilansicht der Kundgebung der 12.000 am Marktplatz GraSlitz.(E i g e n b e r i ch t.) Eine Exkursion von 80 Engländern, unter ihnen Stadträte von Landon, namhafte Vertreter, der englischen Gewerkschaften und Genossenschaften■■ und der Privatsekretär de» Führer» der englischen Arbeiterpartei Major Attlee hatten sich auf einer Reise durch da» deutsche Gebiet unsere» Staate» am Montag auch nach Graslitz und Rothau begeben, um die dortigen Verhältnisse kennenzulernen. Unter der Führung von Funktionären unserer Arbeiterorganisationen besuchten die briti- schen Gäste zuerst einen Großbetrieb der Gral« litzcr Musikinstrumentenerzeugung, um sich anschließend von der Selbsthilfeeinrichtung der Gras» litzcr Musiklnstnlmcntenarbeiter zu Überzeugen. Aus dem Nicht» heraus haben da Arbeiter, die von deutschen Unternehmern keine Arbeit erhielten, weil sie nicht ihre Gesinnung verkaufe» wollten, eine anerkennenswerte Einrichtung geschaffen. Nach der Besichtigung versammelten sich die T-ll« nehmer der Exkursion im Bolkshau». R o s ch, der Sekretär de» Internationalen Metallarbeiterverbandes, erstattete einen kurzen Bericht über die derzeitige Lage im GraSlitzer Bezirk und er wie auch andere Funktionäre gaben auf die gestellten Fragen Auskunft. Die Exkursion besuchte dann noch Rothau, wo sich insbesondere die Teilnehmerinnen für die hochwertigen Erzeugnisse der Heimindustrie interessierten und große Käufe tätigten. Die Exkursion wurde abgeschlossen mit einer Besichtigung der Ruinen des ehemaligen Eisenwerkes. Aus diesem ersiehst Du. wie bei un» die Verhältnisse zwischen SdP und un» stehen. Man ist nicht sicher, daß man am Abend alleine in» Dorf gehen kann, da man auch andere Genossen am Nachhausegehen von der zweiten Schicht um 10 Uhr abgepaßt hat und verprügeln wollte. Mir wurde auch vor dem 1. Mai der Galgen angedroht» aber man hat mich bis heute noch nicht er, wischt, da ich sehr vorsichtig bin. Groter Waldbrand bei Biela Am Dienstag geriet wahrscheinlich infolge sträflichen Leichtsinn» eine» Unvorsichtigen, d:» Wald bei Biela, und zwar an der Ecke zwischen dem Fällenstale und dem Teichgraben. in Brand und bald hatte das Feuer gefährlichen Umfang angenommen. Glücklicherweise trieb der Wind die Flammen nicht gegen den Ort, sondern in entgegengesetzter Richtung, so daß wenigsten» die Hauser nicht gefährdet wurden. Trotz de» Eingreifens der Feuerwehren von Biela, Bodenbach, Bünauburg, Letschen und anderen Orten verbreitete sich das Feuer mit größter Schnelligkeit und nahm gefährliche Ausmaße an. Erst gegen Abend gelang e», den Brand zu begrenzen. Der Schaden, den die Herrschaft Thun erleidet, ist erheblich. Sudetendeutsche Kino» gegen Loui»—Schme. ling'Film. Der vor 14 Tagen in Prag angesehie Kurzfilm über den Boxkampf Loui» gegen Schme« ling wird von einem großen Teil der deutschen Ksnobesiher abgelehnt. D