Das Memorandum an Lord Runciman Überreicht Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutsche« sozial demokratisch en Arbeiterpartei in der rschechoflowakischen Republik arfche,«t»it in M»«tA« tN,ttch sr«h/ E,«,el»rei» 75 Heller i8.^ahrgMg Samstag, 13. August 1938 Nr. 189 Politische Hetie an Gräbern! Wir haben gestern berichtet, datz H o i d e n, der Mann, der in Höhal den tödlichen Stich gegen denSdP-Mann Baierle geführt hat, keinSo- ^ialdemokrat ist. Wir sehen un» heute deranlaßt, auf diesen Tatbestand noch einmal hinzuweisen. Herr Abg. K. H. Franl, SteNvertreter de» .MhrerS", hat am Grabe de» getöteten SdP» Mannes eine Rede gehalten, die ein Schulbeispiel für die moralische Verworfenheit de» SdP-Kamp« set ist, ein Beweis mehr für die Niederträchtigkeit dec Methoden, die der Nationalsozialismus im Kampfe gegen seine politischen Widersacher an- »endet. Die Auseinandersetzung in Höhal war einer jener WirtShauSstritte, die überaN vorloinmen, dar allem auch im Dritten Reich. Die„bayerische Kirchweih" hat z. B. infolge der Raufereien, die immer mit ihr verbunden sind und häufig mit einem Totschlag enden, in der ganzen Welt beson« deren Ruf. Erst der NationalsozialiS- m u S hat es zuwege gebracht, mit den Opfern von unpolitischen Wirtshausraufereien erbärmliche politische Geschäfte'zu machen. Wie wenig der Mord von. Höhal als politi« scher Totschlag zu werten ist, geht ja auch daraus iervor, daß nur drei der sieben Verhafteten So« zialdemolraten sind. Herr K. H. Franl hatte aber den-traurigen Mut, am Grabe von„roten Rorldbub en" zu sprechen, die schon längst VssMmörmeÜim Überreicht Sn Friedensbeitrag der deutschen Sozialdemokratie Prag. Die Verhaadlungodelegation'der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei, bestehend aus den Abgeordneten Jiksch und Taub und Redakteur Rohwald, überreichte Freitag nachmittag der Mission Runciman ein umfassendes Memoran. dum, in welchem sowohl der allgemeine Standpunkt als auch die konkreten Vor* söhlige der Partei zum Problem der nationalen Verständigung dargelegt werden. Dem Memorandum, welches die politische, wirtschaftliche und soziale Seite des Fragenkomplexes behandelt« wurde ein Schreiben an Lord Runciman beigeschlossen, das eine allgemeine Motivierung der Stellungnahme der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei enthält. G Das von unserer Delegation Überreichte Memorandum umfaßt 45 Seiten maschinengeschriebenen Text. ■ i AZ Die Offiziere warnen Keine weitere Schmllerung der SteetMutorltlt Prag. In einem Aufruf des Verbandes der tschechoslowakischen Offiziere heißt«S u. a.r „Wir Offiziere, die als erste dem Tod geweiht sind, nehmen uns im vollen Bewußtsein unserer Berantwortung und entschloffen, mit allen Kräften Masaryks BermächtniS zu erfüllen, das Recht, warnend unsere Stimme»n er- heben: Die StaatSautoritSt darf unter keinen Umstanden geschmälert, untergraben oder her* abgesetzt werden. Richt durch eine einzige Tat, nicht durch ein einziges Wort mehr! Bor dieser Stellung darf kein RüSzug augetreten werden. Ja ihr können wir lesen und arbeiten, verteidi* gen und kämpfen,' wir können sterben, aber wir können nicht«ehr zurückweichen. Richt nm einen Schritt, nicht um ein Fußbreit!" keine Deutsche mehr seien und die man al» Abtrünnige den Tschechen zuzählen müsse. Dem !sranl, der ein öffentliche» Amt bekleidet, sollten die Begriffe Wahrheit und Anständigkeit nicht remd sein, aber et ist wohl so, daß die Kenntnis und die Anwendung dieser Begriffe einen nationalsozialistischen Führer disqualifizieren würden. So wollen wir denn nochmals in aller Deutlichkeit feststellen, datz die moralische Berantwortung für tausende eindeutig politischer Mordtaten, dieimDritten Reich an Sozialdemokraten verübt wurden, datz die Berantwortung für die Morde an Rosenzweig, Prof. Lessing und" Formi- dem Nationalsozialismus zufällt. Wie kann sich einer, der moralisch mitverantwortlich ist für die viehischen Grausamkeiten, die tagtäglich im Dritten Reich an wehrlosen Juden und Sozialdemokraten begangen werden, mit kalter, zynischer Berechnung begangen werden, als Hüter der Sitte und Moral aufspielenl Datz wir im Namen de» Deutschtums, da» ununterbrochen durch die Praxis de» Nationalsozialismus geschändet wird, den Nationalsozialismus bekämpfen, das ist u n S genug nationale Legitimation, deren Wert die Geschichte ebenso icher anerkennen wird, wie sie die nationalsozialistische Epoche al» die Epoche de» tiefsten moralischen Verfall», den je ein Volk erleiden konnte, bezeichnen wird. Ws war die Stimme de» St. H. Frank, al» da» Bist LesstingS floß?«» blieb seine moralische Entrüstung, als der Sozialdemokrat Rosenzwei, in Kunan ermord et wurde, und zwar von einem Nationalsozialisten in Die chinesische Gesandtschaft teilt mit: Bei Schanghai kam eS in den letzten Tagen neuerlich zu Kämpfen» die am Montag durch einen heftigen Angriff der chinesischen Truppen auf die Stellungen der Japaner bei Putun Ihren. Höhepunkt fanden.(Putun ist da» FatrlkSviertel Schanghais.) Aeder Putun und da» chinesische Viertel Nantao wurde unverzüglich der Au»- nahmözustand verhängt. Im Norden und Westen der Provinz Anhui haben die chinesischen Truppen mehrere strategische Stellungen, au» denen sie kürzlich vertrieben worden waren, wieder zurückerobert. In Honan schreitet der Vormarsch der chinesischen Truppen gegen Osten fort. Zahlreiche Siedlungen und Städte vor allem entlang der Lunghaj-Bahn wurden zurückerobert. Irreguläre chinesische Abteilungen belagern die Stadt Kaifeng, deren südliches Borland bereit» vollständig vom Feinde gesäubert wurde. Seit Beginn der chinesischen Offensive in Honan, die hauptsächlich deshalb von Erfolg begleitet ist, weil bedeutende japanische Kräfte von dort an di« Jangtse-Front abberufen wurden, haben die Japaner rund 8000 Tote und 6000 Verwundete zu beklagen. Autzerdem fielen den Chinesen hier erhebliche Mengen von Kriegsmaterial In die Hände. Auch hu Süden der Provinz Schaust haßen die Chinesen einen bedeutsamen Sieg errungen. Die 108. japanische Diviflon» die den hier bedroh» ien japanischen Truppen zur Hilfe eilte» stieß bei Wangtsai und Jangtschiaschan mit chinesischen Truppen zusammen und wurde nach einer mehrtägige« Schlacht vollständig ausgerieben. Die Japaner verloren hier 1500 Mann und viel Kriegsmaterial.— Westlich von Beiping in der Provinz Suijan haben irreguläre chiuestsche Abteilungen ihre Tätigkeit wieder aufgenommen. Unruhen in Schanghai Schanghai. Freitag früh zwischen v und S Uhr explodierten in der Internationalen Konzes«: sion bei einer japanischen Fabrik, beim japanische«' Polizeiamt und' bei einer japanischen Spinnerei- drei Bomben. Drei Chinesen wurden getötet und 15 verlebt. Diese Aktionen per Chinesen erfolgten Falle noch immer.seine menschliche Gesinnung beweisen» indem er dagegen protestiert, daß da» Dritte Reich die Auslieferung deS feigen Mörder» verweigert. Wo» hat der Stellvertreter de»»Führer»" zur Ermordung de» unglücklichen Formis, die sich auf unserem Boden vollzog und Im Auftrag nationalsozialistischer AmtS» stellen begangen wurde, zu sagen gehabt? Wo blieb sein Sinn für Wahrheit und Gerechtigkeit, al» in Rirdireinstrdel die sozialdemokratische Abgeordnete Kirpal durch BrrsammlnngSrowdie» der SdP schwer verletzt wurde? Wann hat der Frank gegen die feige Ermordung de» deutschen Sozial* dewokraten Pfeiffer In MirzmannS bei Znaim, wann hat er gegen die Ermordung de» deutschen Sozialdemokraten Fuch» in Erdterg protestiert? Die SdP-Moral ist eben schon so«eit» daß Mordtaten an politischen Gegnern alS nationale» Verdienst bezeichnet werden. Nicht» hat der Frank zu sagen gewusst gegen den Versuch der reichsdeutschen Propaganda, die Mordtat von Hühal al» Kriegsvorwand gegen die Tschechoslowakei zu missbrauchen. Nichts war von der Siimme seines empfindsamen Gewissen» zu vernehmen,, als der nationalsozialistische Propagandaapparat den Vorfall von Höhal zur Diffamierung eine» ganzen Volkes zu missbrauchen versuchte. Still bleibt er gegenüber der Tatsache, datz diese selbe Propaganda ganz offensichtlich den Krieg und damit die Abschlachtung zehntausender Sudetendeutscher zum Fiel hat. am Jahrestag der ersten Kämpfe um Schanghai. In den internationalen Koiuiessionen wurde da» Standrecht verhängt. «Verhandlnngsbeginn an der Grenze Juki.(Reuter.) Freitag nach Mittag (Ori-zeit) wurde der Waffenstillstand von Tschangkufeng von sowjetrusfischrr Seite durch General Schutern und von japanischer Seite durch Oberst Cho Unterzeichnet. Nach dem Bekanntwerden de» Waffenstill» ständeS sind viele Koreaner in ihre Heimat und ihre Anwesen zurückgekehrt, die jedoch zum grötz» ten Teile durch das Artilleriefeuer vernichtet sind. Die militärischen Schutzmassnahmen im ehemaligen Kampfgebiete bleiben weiter bestehen. Zu der Unterredung des japanischen Botschafters Shigemitsu mit Aussenkommissar Litwinow gibt das Tokioter Aussenamt noch folgende Eiiizelheiten bekannt: Gegenüber dem javanischen Vorschlag, den Status quo mit dem Stichtag des 89. Juli herzustellen, habe Litwinow auf die im Lunchunvertrag festaeleate Grenze verwiesen. Der Einwurf ShjgemitsuS, dass die Anwesenheit sow» jetrussischer Truppen unmittelbar an der Grenze einer Grenzregulierung hinderlich sein könnte, wurde von Litwinow verneint. Keine ausländische Macht, so betonte Litwinow, könne von der sowjetrussischen Regierung die Zurückziehung von Truppen auf ihrem eigenen Territorium fordern. Hinsichtlich deS Hunchunvertrage» habe sich Litwinow schliesslich bereit erklärt, auch das von javanischer Seite herbeigeschaffte Material zu berücksichtigen. Am Zweifelsfalle sei jedoch der Lunchunvertrag allein ausschlaggebend.' Am Abend deS 11. August fand die erste Begegnung der militärischen Bevollmächtigten beider Seiten südlich der Anhöhe von Tschangkufeng statt, die sich mit Festlegeung der Positionen der belderfeitigen Truppen befaßten. Für den 12. August mittag» ist die nächst« Zusammenkunft der Bevollmächtigten geplant. Die japanische Verlustliste Tokio. Der Sprecher de» japanischen Autzenamtes gab am Freitag die japanischen»««, lüste bei den Kämpfen an der sawjetrusfisch-man- dschurischen Grenze-iS-um S. August mit 300 Toten und 000. Verwundeten an. Unser Wort Die deutsche sozialdemokratische Delegation hat mit dem Memorandum über die nationalpolitischen Probleme folgende» Begleitschreiben an Lord Runciman überreicht: Sehr geehrter Herr Minister l Wir haben da» Bedürfnis, unsere Motive zu erklären, welche den in beiliegender Abhandlung niedergelegten Standpunkt der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei zum sudetendeutschen Problem diktieren. Unser Standpunkt ergibt sich au» der Position einer nach jeder Richtung hin unabhängigen Interessenvertretung der deutschen arbeitenden Schichten unsere» Landes. Was wir an diesem historischen Wendepunkt der inneren Geschichte der Tschechoslowakei al» unsere Meinung vertreten, soll vor dem Urteil de* sudetendeutschen Bevölkerung bestehen, mit der wir un» als deutsch« Partei unlösbar verbunden fühlen. Diese Meinung ist der Ausdruck unserer traditionellen Bemühungen, im Rahmen einer friedlichen Lösung der tschechoslowakischen Rationalitätenprobleme der sudetendeutschen Bevölle» rung volle staatspolitische Gleichbe«' recht ig u ng, soziale und kulturelle Existenzsicherung zu erringen. Wir sind tief von der Ueberzeugung durchdrungen, dass ein freundschaftliche» Zusammenleben und eine bessere wirtschaftlich-soziale Zukunft der Sudetendeutschen und ihre» tschechischen Nachbarvolkes nuraufdemBodeneiner demokratischen Staatsform gesichert werden können. Au»-dem Bekenntnis zur Demokratie ergeben sich auch absolut friedliche Zielsetzungen in der Aussenpolitik und da» Bedürfnis, ein gutnachbarliche» Verhältnis zwischen der Tschechoslowakischen Republik und allen ihren Nachbarstaaten anzubahnen. Die Anerkennung der demokratischen Prinzipien erfordert die Verwirklichung derGleich« berechtigung der Nationalitäten unseres Staate» auf dem Gebiete der Innenpolitik. Die gleichen Prinzipien aber verlangen, datz in auhenpolitischen Fragen die Lebensinter« essen der kleinen Völker nicht dem Diktat ihrer großen Nachbarn ausgeliefert werden. Wir fordem von der tschechischen Politik, dass sie die LebenSrechtedersudeten« deutschen Bevölkerung in vollem Umfangt respektiert. Al» selbstverständliche Gegenleistung müssen aber vom deutschen Standpunkte au» ebenso die Lebensrechte de» tschechischen Volke» anerkannt werden. DaS deutsche Volk in seiner Gesamtheit hat kein Interesse daran, die nationale Freiheit und staatliche Selbständigkeit der Tschechen und Slowaken zu bedrohen. Eine solche Politik würde e» wiederum in einen verhängnisvollen Konflikt mit allen kleineren und mittleren Nachbarvölkern verwickeln. welche durch den Weltkrieg ihre staatliche Selbständigkeit wiedergewonnen oder anSgebaut haben. As demokratisch und europäisch orientierte Deutsche treten wir für ein« Neuordnung der zentraleuropäischen Probleme ein, die allen beteiligten Böllen, allen Nationalitäten und Minoritäten die weitestgehenden Sicherungen ihrer nationalen Existenz und ihre» wirtschaft-sozialen Aufstieges darbietet. Ein besonderes Kapitel unserer Erwägungen ist den Notwendigkeiten einer speziellen wirtschaftlich-sozialen Hilfeleistung für die durch die Weltkrise außer« ordentlich hart betroffenen Sudetengebiete gewidmet. Unsere dahinzielenden Vorschläge sind von der Erkenntnis getragen, datz die Beschaffung von Arbeit und die zielbewußte Hebung de» Lebensniveau» der arbeitenden Volksmassen einen unentbehrlichen Beitrag zur nationalen und politischen Befriedung darstellt. ES wär« eine Beleidigung für die Sudetendeutschen, in ihnen nur ein Bettlervolk zu sehen, welches da» Mitleid der Welt herausfordert. DieSudetendeut« schen sind einBoU der Arbeit und wir wollen, dass sie al» ökonomisch-sozialer Qua» liiätsfaktor wiederum in die Zusammenarbeit der Nationen unseres Kontinents ausgenommen werden. Indem wir mit unseren Anträgen dem sudetendeutschen Export-JndustrialiSmu» wiederum einen Platz in der Weltwirtschaft sichern wollen, berühren wir die tieferen Ursachen de» politisch-ökonomischen Krisenzustande» in Zen« , traleuropa. Nur ein Sieg der nationalen und «Deutsch sein, heißt wahr sein"— do» ist rin Lieblingspruch der national- sozialistischen Führer. Er dient ihney zur Tarnung einer lumpigen Gesinnung, die vor der seigen Berfälschung der Wahrheit nicht einmal an offenen kalter Berechnung au» dem Hinterhalt,Verfälschungder»vahr ermordet wurde? K. H. Frank könnt« in diesem I Gräbern zurückschreckt. Die Chinesen greifen Schanghai an Leite 2 Dam»tag, 13. August 1038 Ar. 180 Die deutschen Manöver und England politischen Toleranz, nur die Schlichtung des Nachbarstrcites der zcutraleuropäischen Bölter im (Seifte der Gerechtigkeit, der Vernunft und der europäischen Solidarität kann die Kräfte des tvirtschaftlichen Wiederaufbaues freimachen und die Neueingliederung des Kontinent» in eine gesunde, wirtschaftliche Zusammenarbeit ermöglichen. Diese Motive liegen unseren Vorschlägen zugrunde. Wir"bitten Sie, sehr geehrter Herr Minister, sic als Ausdruck unseres guten Willens zu werten und mit Wohlwollen zu prüfen. Im Meritum der Sache legen wir besonderen Wert darauf, jeden Beitrag zu leisten, welcher die praktische Lösung der umstrittenen Probleme erleichtern könnte. Nach den Spielregeln der Demokratie hat auch die schwächere deutsche Partei einen vollen Anspruch darauf, als gleichberechtigter Partner bei dem Werkt der Versöhnung der Völker unseres Landes mitzuwirlen. Di« deutsche sozialdemokratische Delegation stellt sich daher der britischen Mission weiterhin zur loyalen Mitarbeit zur Verfügung und ist bereit, die im beigeschlossenen Memorandum niedergelegten'Vorschläge je nach Bedarf zu konkretisieren und auSzubaucn. Mit besonderer Hochachtung zeichnen Jaks ch, Taub, Rehwald. Prag, 12. August 1038. Tschechische Pressestimmen „P r ä v o l l b ft": Die westeuropäische Oesfentlichkeit hat ihre Urteilsfähigkeit nicht verloren und vermochte daher die durchsichtigen Tendenzen de- letzten Ansturms des(deutschen) Propa« gandaapparat» gegen die Tschechoslowakei ablehnen... Deutschland zu Hilfe kam nur die italienische Presse, die annimmt, das; eS an der Zeit ist, die hundertprozentige Verläßlichkeit für di« Achsen« Politik zu beweisen. Wundern wir unS nicht. Eine Pressekampagne gegen die Tschechoslowakei ist ein billiger Beweis der Sympathien für Deutschland, dem man so«insnreden versucht, daß da» deutschitalienische Bündnis unerschütterlich ist und daß Deutschland in jedem Fall auf die Unterstützung Italien» rechnen kann. „tk e s k i slovo": Wir glauben, daß durch die Fälle(dar Ueberfliegen der Grenzen) die reichsdeutschen Flieger auf eine sehr drastische Weis« ihr eigene» Mnisterium, ihren eigenen Rundfunk und ihre eigene Press« kompromittiert werden. Sie bewiese», daß ein Flieger wirklich einmal die Orientierung verlieren und auf fremdes Gebiet fliegen kann. E» ist allerdings möglich, daß alle deutschen Flieger so vollendet sind, Laß ein Orientierungsirrtum bei ihnen unmöglich ist. Tann freilich würden die deutschen Flieger«Noa» weit Wichtigere» kompromittieren al» die Möglichkeiten der Orientierung: Sie würden die deutschen FriedenSabstchten kompromittieren,-weil sie über fremde Grenzen au» offenkundia friedtnSfelndlichest Gründen flogen."' „L i d v v ö I i st v": Mit welchem Stolz hörten wir die entschlossenen Worte eine» Priesters, der sagte, daß, wenn die Tschechoslowakei auch einen Kreuziveg antreten müßte, die Priester e» sein werden. die ihn akS erste antreten toerden, denn eS geht nicht nur um die Freiheit der Tschechoslowakei, sonder» vor allem um daS Kreuz Christi und seine Lehre! Für die Staatsverteidigung. Der Jubl« läumsfondS der Staatsverteidigung hat gemäß dem Bericht des Arbeitsausschusses am 11. August *180,004.160 KL erreicht. Gegenüber dem Vortag sind weitere 2,604.168 KL hinzugekommen. Tie Zahl der Spender ist um 6210 auf 178.106 Personen angcwachsen. London. Der diplomatische Mitarbeiter de» „Manchester Guardian" schreibt: Die britische und die französische Regierung erhalten detaillierte Informationen über die militärischen Maßnahme», wie die Einberufung von Reservisten in Deutschland. Hiesige Kreise enthalten sich definitiver Schlußfolgerungen. Es ist tatsächlich sehr zweifelhaft, ob die deutsche Regierung irgendeine definitive Absicht außer der hat, daß sie in sehr kurzer Zeit militärisch vollkommen vvrhereitet sein will. Ihr Recht, alle militärischen Maßnahmen zu treffen, die sie, innerhalb ihrer Grenzen.wünscht, wird hier nicht bestritten. Aber es wird auch darauf verwiesen, daß di« deutsch« Regierung nicht überrascht fein kann, wenn ihre Nachbarn besondere militärische Schutzmaßnahmen für alle Fälle treffen, auch lvcnn diese Fälle vielleicht nicht eintreten. Es liegen hier keine Meldungen vor, die verläßlich darauf Hinweisen würden, daß in Deutschland eine allgemeine Mobilisierung vorbereitet wird oder daß auch nur an eine solch« gedacht foitb; Es ist tatsächlich zweifelhaft, ob Deutschland auch im Falle eine» offenen Konflikte» mit der Tschechoslowakei mobilisieren würde. Die Tschechen, die sich in einer strategisch sehr ungünstigen Stellung befinden und gezwungen sind, ihre Grenzbefestigungen mit der ganzen zur Verfügung stehenden Mannschaft zu besehen, werden genötigt sein, eine Generalmobilisierung durchzuführen, sobald sich eine unmittelbare Gefahr zeigt, mag sie tatsächlich oder nur scheinbar sein, denn sie können kein Risiko eingchen. E» ist unzlpeifelhaft, daß eine gewisse deutsche Gruppe für«inen bewaffneten Angriff eintritt, aber e» liegen keine Beweise dafür vor, daß diese Gruppe die Oberhand gewinnt. Die endgültige Entscheidung wird stet» Hitler treffen und soweit hier bekannt ist, hat er selbst stch nie für kriegerische Methoden ausgesprochen. Gewisse militärische Maßnahmen, die in Deutschland getroffen werden, sind lo wenig ein Geheimnis, daß ein gewisser Grund für den Verdacht besteht, Deutschland wünsche den Eindruck hervorzurufen, daß cs fitr alle» vorbereitet ist, wenn die Forderungen der Sudetendeutschen nicht erfiillt werden sollten und hoffe auf diese Weise nicht nur die Tschechen, sondern auch die West« Ministerrat Prag. Der Ministerrat hielt am 12. August vormittags seine regelmäßige ArbeitSsihung ab. Nach Durchberatung der laufenden politischen Fragen wurden folgende Beschlüsse gefaßt: E» wurde die Verordnung genehmigt, mit der da» Gesetz vom 28. Juni 1037 Nr. 170 Slg. d. G. u. Vdg. über die Errichtung einer Technischen Hochschule ist Käschau durchgeführt und ein OW« nisatkonrstntüt sowie eine"Rigorosen-, Promotion»« und H/rbilitationSordnung dieser Hochschule erlassen wird. Von internationalen Vereinbarungen wurden daS Abkommen mit Italien über die Zusatzkontigent« für den gegenseitigen Warenaustausch, die Neuregelung des Warenaustausche» mit Ungarn,«ine Ergänzung zum Handelsvertrag mit A u st r a l i e n und eine Vereinbarung mit D e u t s ch l a n d über die Vereinfachung des Vorgehens bei der Beglaubigung von Urkunden genehmigt. Weiter wurde die Errichtung einer tschechoslowakischen Gesandtschaft für die Republik Kuba in Havanna, eine» Generalkonsulate» in Hongkong und wirklicher Mächte einzüschüchtern. Eine solch«'Taktik—- tatsächlich angewendet— kann auf die Arbeit der Mission Lord Runciman» keine Wirkung ausüben. Der britisch« Standpunkt zu dem Konflikt bleibt genau. Esp.) Der neue Boll- »UgSauSschnß der Sozialistischen Partei besteht an» den« Präsidenten Gonzale» Penn, dein Bizepräsi- drnten Alexander Otcro, dem Sekretär Ramm Lamoneda, dem Bizrsckretär Juan Simeon Bi> barte und de« Mitgliedern Jndalecio Priel«, FranceSeo Largo Caballero, Julio Alvarez del Baye usw. Vie Kümpfe am vonnerstag B o r c c l o n a. Ein amtlicher Bericht der Regierung besagt, daß die spanischen Regierungs- truppen an der Ostfront bei Piedra» Deaolo zwei Angriffe der Franco-Truppen zurückgeschlagen haben. Rach einen: Angriff der Francotruppen aus die republikanischen Stellungen am rechten User dcü Segre mußten die Regierungstruppen etwa» zurückgehen. Auch bei Guadalaviar haben die republikanischen Truppen neue Stellungen bezogen. An der Estremadura-Front sind heftige Kämpfe tm Gange, wobei die Regierungstruppen den Angriffen de» Gegner» zähen Widerstand leisten und diesem große Berlnste zufügen. Vie deutschen Bischöfe uneinig Wiener katholische Kreise wollen wissen, daß die Bischofskonferenz in Fulda am 16. August stattfinden wird. Der Termin der Konferenz wurde einige Male verschoben, weil man immer auf eine Einigung zwischen den österreichischen und deutschen Bischöfen hasste. Diese Einigung ist nicht zustandege- kommen. Die österreichischen Bischöfe nehmen daher an der Bischofskonferenz in Fulda, zu der sie nicht eingeladcn wurden, nicht teil. Die österreichischen Bischöfe werden eine eigene Konferenz in Salzburg abhalten, die wahrscheinlich erst im Scpteinber stattfinden wird. Der Bischof-Ion- ferenz in Fulda sieht man mit großem Interesse entgegen. ES verlautet nämlich, daß dort eine Kundgebung des Papstes erfolgen wird, die möglicherweise entscheidend sein wird für das weitere Verhalten der katholischen Kirche gegenüber dem Nationalsozialismus und dem Dritten Reich.. englischer Pessimismus wegen Palästina London.(Reuter.) Der britische Kolonialminister NiacDonald sprach Donnerstag abend» im Rundfunk über die Eindrücke seines Palästina- Besuche», wobei er u. a. erklärte, der Hohe Kommissar und per britische Psilitärgouvernenr in Palästina ständen vor-einer so schwierigen Ausgabe, wie sie der brittschen Regierung seit dem Weltkrieg in keinem Lande begegnet sei. Die britische Regie- rung, so fuhr MaeDonald fort, entledige sich ihr« Aufgabe auf der Grundlage der Gerechtigkeit gegenüber den Juden, die hier ihre nationale Heimstätte errichten, wie auch gegenüber den Arabern, deren Rechte in ihrem Vaterland unbestreitbar seien/ Dec Minister fügte hinzu, daß die Arbeiten der technischen Kommission, welche die Teilung des Landes vorbereite, noch einige Wochen dauern dürsten, obwohl alles getan lvurdc, um sie möglichst bald zu beendigen. Auch das Bestreben der britischen Behörden, die Ordnung tm Lande wieder herzustellen, werde nicht so bald durchsiihr- barsein.•. 44. I Zwischen| Mann und Kind Roman von Lill Körber H Es dauerte Tage, bis Frau Vlasak begriffen hatte, was geschehen war. Die Gräfin besuchte sie, weinte mit ihr zusammen, versicherte immer wieder, sie hätte dem Buben wohl Borwürfe gemacht wegen seiner Nachlässigkeit, aber beileibe nicht mit Kündigung gedroht, sie sei so zufrieden mit ihm gewesen, Sie zahlte auch einen Teil de» Leichenbegängnisses. Eine gerichtliche Untersuchung wurde natürlich nicht vorgenommen, da sich drc Sache im Schloß abgespielt hatte. Zwei— drei« mal am Tage ging Emilie auf den Friedhof, dort, kam sie etwas zu sich, konnte weinen und beten." Und dann schrieb sie Martha einen Brief. Martha fuhr früh hinaus, am Abend wollte sie zurück sein. Die Kinder. Und. sie hatte Besuch» die Schwester. Das sagte sie Emilie nicht, denn sonst hätte Emilie verlangt, daß auch Stanzt Bin« auskäme, und das hätte diese nie und rrjmmer getan. Sie saß in Blasak» Küche, Ernst machte die gute Stube zurecht, nein, nein, sie müsse, müsse wenigsten» zwei Tage bleiben, die Kinder seien doch nicht mehr so klein, die Kinder, ach, nun hätte sie kein Kind mehr... Neuerdings brach Emilie in Schluchzen aus, Martha stützte sie und e» war der armen Mutter doch ein Trost, daß sie sich nicht ganz allein fühlte' und auch, daß die Jellinek, die Resch und all die anderen, die zu Besuch kamen, sehen konnten» wie sie an der Schulter dieser Dame, der Witwe de» berühmte» Musiker», weinte. Nächsten Morgen.war Sonntag, der wie all«. wöchentlich den alten Rosenblatt nach Leopold»; darf brachte. Wenn alle auSblieben, der vergaß einen nicht. Nun in. auch der arme Rateniud mußte leben. Letzten Sonntag war der Bub noch dagewesen, sie hätte die fünfzig Groschen für seine Schuhe hergegeben und der Alte scherzte noch: „Aber Frau Blasal, schauen Sie, geben Sie mir doch mal einen Schilling, wegen fünfzig Groschen lassen Sie mich au» Wien kommen.* Frau Blasak erzählte da» Martha, trocknete sich plötzlich die Augen und sagte energisch: „Weißt du, liebe Martha vielleicht wird dich die Jellinek draußen abfangen, wenn du aus den Abort gehst oder so, und dir erzähley, daß sie nicht bei Rosenblatt auf Raten kauft, sondern in den Geschäften in Wien, alle» Lug und Trug, eine Lügnerin ist sie und deswegen glaubt sie auch, daß andere äusschneiden. Als ich erzählt habe, wen unsere Stanzi geheiratet hat, da hat sie gesagt... Jetzt ist sie ja nett zu mir, wie da» mit meinem armen Buben g'schphn ist... Ach Gott, ach Gott, ach Gott...* Emilies Tränen flössen von neuem und wiederum mußte Frau Marthe sie trösten und ablenken. Und dann kam Herr Rosenblatt, alt, krummbeinig, graumeliertes Haar an den Schläfen. Er trug einen schwarzen, von Zeit und Flecken bräunlich schimmernden Rock, aber er sah au» ,al» trüge er einen Kaftan. Vielleicht machte e» die Sprache, er stammte au» Galizien, war im Kriege zugereist, au» Furcht vor den' Kosaken, und wenn ein Jud sich auch überall eingewähnt, gehört er doch nirgends ganz hin, so hing sein, de» alten Rosenblatts Herz, doch an jenem Ort, wo er jung gewesen war, an d.em Gut Sträkowiee und ihrer HerriNi der jungen schönen Gräfin.. „Eine andere Gräfin als eure Baronin"- sagt» er höhnisch.„Ich.habe sie gesehen. Gesehen habe ich st». Wie ein dünne», gerupfte» Huhn unk'ohne Air, Ein Air da» ist, wie eine anfiritt. -Ist da» eine Baronin—pahl Daß ich nicht lgch'l" Jetzt waren die LeopoldSdorfer beleidigt. „Na, tun Sie sich nix an, Rosenblatt. Auch die unsrige ist«in ganz ein fescher Kerl." „Pahl Da» heißt bei euch ein fescher Kerl? Bei mir heißt daS nix. Ueberhaupt nix. Ich schaue nicht einmal hin. Schade, um meine Augen. Da sehe ich mir lieber meine Erinnerung an, in mir drin, die Erinnerung an meine Gräfin.-." Und wieder begann er zu erzählen» nichts lieber al» das, er hätte einen Autobus nach dem anderen versäumt, wenn man ihn nicht direkt hinauSge- dräpgt hätte ,.. Jetzt kam er mit betrübten, mitleidigen Augen herein. Man hatte ihm schon Bescheid ge- sagt, er wunderte sich nicht darüber. Wenn man die Mutter einer Baronin ist, die s o auSsieht — so einer Frau kann man alles zutrauen. Die Gräfin von Sträkowiee hat anders auSgeschaut. Und die Schuhe de» Jungen warep nicht bezahlt. Frau Emilie weißt« stärker, al» Rosenblatt hereintrat, denn er erinnerte sie an den Buben und an die Skaten, die sie vergeblich bezahlt hatten Und sie meinte:„Sie wissen schon, Herr Rosenblatt? Sie kommen um die Schuhe, gelt, Sie nehmen sie zurück. Da stehen sie in der Ecke, nur einmal getragen, und warten auf Sie. Mein armer, schöner B»chs Und da» Geld, dar ich Ihnen schon gegeben habe, neun Schilling fünfzig Groschen, da» schreiben Sie mir gut für eine Hose, schwarzgestreift, da» Maß von meinem Mann haben Sie ja..." „Sie unglückliche Mutter," sagte Herr Rosenblatt,„ich kondoliere von ganzem Herren. Niemand kann besser kondolieren wie ich, denn auch ich habe ein geliebte» Kind verloren, mein Jüngster ist aus dem Judentum ausgetreten einer roten konfessionslosen Goite zu lieb, die ibn gezwungen hat, sie zu heiraten. Ich weiß, wie da» tut,-Frau Blasak. Aber die Schuhe kann ich nicht zurücknehmen: al» wären sie neu, die Schuhe kann ich nur zurücknehmen wie alte und demnach erlasse ich Ihnen, Werl Sie'S find,-Frau vlasak und au» Mitgefühl mit einer treuen Kundschaft, die weiteren. Raten, und für. die Hose mache ich einen killigen Preis uird Sie zahlen frische Keine Raten." „DaS habe ich nicht von Ihnen erwariel, Herr Rosenblatt, daß Sie sich so benehmen. Ach bin eine Stammkunde von Ihnen, und wenn ich auch alles bar zahlen könnte in einem Geschäft in Wien wie die Jellinek Ihnen erzählt, daß sie «S kann, so bleibe ich bei Ihnen, damit Sic wat verdienen, und jetzt wollen Sie mir nicht einmal die Schuhe wie neue zurücknehmen, wo mein armer Bu»u»ub u«mgeko-o«mmen ist.. „Also, Frau Vlasak, weinen Sie nicht so, wir werden alle einmal sterben, und bei den heutigen Verhältnissen ist es kein Vergnügen zu leben, auch für die Jugend nicht. Was haben junge Leute heute für eine Zukunft? rin gar nix haben sie. Und dämit Sie sehen, Frau Blasak, daß ich" Ihnen entgegenkomme, geben Sie mir die Schuhe, und'einen Schilling rechne ich Ihnen für die Hose gut.". „Schauen Sie, Herr Rosenblatt, das hier ist mein Zögling, Frau Martha Wiesinger. Sie ist gestern aus Wien gekommen, um mich zu trösten. Ihr Mann war ein weltberühmter Kapellmeister. Was wird mein Zögling Frau Die« finger von Ihnen denken, Herr Rosenblatt, wenn Sie. sich so gegen eine arme Mutter benehme»?' Rosenblatt verbeugte sich linkisch gegen Martha. „Gnädige Frau. es ist mir eine Ehre. Eine große Ehre. U»w es freut mich besonders, daß die gnädige Frau aus Wien ist, da kann die Gnädige Ihnen erzählen, Frau Blasak, was die Sachen kosten. Ist das viel, gnädige Frau, zwanzig Schilling, für ein Paar Schuhe auf Raten aus bestem Leder und die größte Nummer, weil unser seift ger Bub so große Füße hatte?" Frau Blasak schluchzte wieder auf. „Also geben Sie wenigstens zwei Schillinge für die Schuhe,.Sie hartherziger Mensch,' sagte sie.'" sFortsetzung folgt.),. ns Mr. 189 Samstag, 13. August 1938 Seite 3 Sudetendeutscher Zeitspiegel Der größte deutsche Arbelter S tont Ein Doppel- Jubiläum Vi cto, del der 88, wei gent auf fer Und nd 3 gen. bfe nb Daß am der veil den fte. e= en der cer eng im on= eſſe ine en wird che Dem a als 1155 na Ome Ba be, rieg ies rer ge= ims ern, bar Gei Eeis hen fie ben nbe hr Fünfundzwanzig Jahre nach dem Tode August Bebels Als am 13. August 1913 die Kunde von Dieser große Redner, dieser ganz große I sie zu Arbeiten an der Turnhalle mißbraucht, August Bebels Tod durch die Welt eilte, wollten Boltsführer war einfachster Herkunft und fein also zu Arbeiten, für die er sonst Arbeiter zu die Arbeiter sie nicht glauben. Seit es eine Ar- Bildungsweg war der des Arbeiters der ehema feiert dieser Tage Frau Antonie Scheufler ortsüblichen Löhnen bezahlen müßte. Wer sich beiterbewegung gab, seit es die Sozialdemokratie ligen Zeit. Am 22. Februar 1840 wurde er in in Reichenberg: den fünf und siebzigden von der nationaliſtiſchen Führung des gab, gab es auch August Bebel! Immerschon, so Nöln als Sohn eines Unteroffiziers geboren. Mit en Geburtstag und die se ch 3 ig= Arbeitslagers getroffenen Anordnungen nicht veit man zurückdenten fonnte, marschierte er an vierzehn Jahren kam er in die Lehre; er wurde jährige zugehörigkeit zur fo- fügt, wird entlassen oder bestraft. der Spiße der deutschen Arbeiterbewegung, und Drechsler. Als junger Gehilfe ging er, wie es zialdemokratischen Partei. Als Wir fragen: wann wird in dieser Arbeits- fein Name, von Millionen ehrfürchtig genannt, damals noch allgemein gebräuchlich war, auf die fünfzehnjähriges Mädchen schloß sie sich der Ar- gemeinschaft Ordnung gemacht werden? Wann war untrennbar verbunden mit dem Worte" So- Wanderschaft. In Leipzig blieb er schließlich in beiterbewegung an, aber schon als elfjähriges wird dafür gesorgt werden, daß die Arbeitsge= Der Jüngling auf der Tragbahre Breslauer Feste die sudetonazistischen Turner in Wenn aus einem der Sonderzüge, die vom die tolerante Tschechoslowakei zurückbrachten, in Bodenbach ein junger Turner auf der Tragbahre vem Bahnhofe abtransportiert wird- was kann lich haben die Tschechen den Deutschen mißhandelt da geschehen sein? Wer fragt noch lange? Natürund niedergeschlagen! Der Goebbels- Rundfunk hat es ganz genau gewüßt und hat es in die Welt hatten den bedauernswerten jungen Turner mißhinausgeschrien: Tschechoslowakische Grenzorgane handelt, ihn so sehr geschlagen, daß man den Schwerverletzten mit einer Tragbahre wegschaffen mußte! Hind war sie mit ihr in Berührung gekommen, meinschaften Instrumente des demokratischen hatte sie von vertraulichen Zusammenkünften der Staates bleiben oder es wieder werden? Sozialisten erfahren, und bald darauf war sie Teilnehmerin solcher Besprechungen und in einem Alter, in dem jetzt die Kinder noch schulpflichtig find, las sie schon die erſten ſozialistischen Flug Blätter und Broschüren. Aber freilich: sie war auch schon von ihrem elften Jahre an arbeitspflichtig! War jie reif genug, um mit elf Jahren sich.hr Brot zu verdienen warum sollte sie sich nicht reif genug fühlen, dafür zu kämpfen, daß die Arbeitenden ein etwas größeres Stück Brot bekamen? Als Antonic Scheufler sich der sozialdemo fratischen Partei anschloß, da war die ArbeiterHoiſe noch gar arm an politischen Erfahrungen, schuf sie sich erst die erſten Organiſationen. Noch flangen in den Arbeiterherzen die Donnerworte Lassalles nach, Bebel und Liebknecht begann erst zu wirken, hierzulande sammelte der Schiller Seff Es ist wirklich ein Henleinturner mittels die Arbeiter. Wie fern das alles! Die schüchternen und doch so hoffnungsvollen Anfänge hat Antonie im 18.05 traf ein Sonderzug aus Breslau mit Tragbahre weggeschafft worden! Am 2. August. Scheufler miterlebt, Aufstieg, Kämpfe, Verfolgun- etwa tausend Turnern in Bodenbach ein. In Bogen, und sie hat in ihrem langen Leben, in der denbach mußten die Leute umsteigen, denn von hier langen Zeit ihrer Parteimitgliedschaft auch mans an brachten sie Sonderzüge der tschechoslowakischen cherlei„ Ewigkeiten" vergehen gesehen: Das Kai- Staatsbahn weiter. Lange vor dem Eintreffen diefertum Napoleons III., das wilhelminiſche fes Sonderzuges aus Breslau- es war der SonDeutschland, das Desterreich, das ewig stehn sollte, derzug Nr. 1406, der schon um 17.15 eintreffen das ebenso für die Ewigkeit beſtimmte Zarenreich sollte, aber Verspätung hatte wurde bei der zialdemokratie". Die deutsche Sozialdemokratie -und sie glaubt daraus das Recht ableiten zu Reichsbahn in Bodenbach von einer reichsdeutschen dürfen, immerhin ein wenig ſteptisch zu lächeln, Stelle aus eine Tragbahre bestellt. Als der Zug renn sie von der Verkündung des fünf- bis zehn eintraf, mußte ein Turner aus dem Wagen getausendjährigen Bestandes der Naziherrschaft hoben, auf die Bahre gelegt und zum Zuge der Tieft... ESD getragen werden. Die tschechoslowakische Aber auch das hat Antonie Scheufler erlebt: Grenzpolizei war äußerst zuvorkommend und daß die Arbeiter, dank der Arbeiterbewegung, fich bahnte den Trägern einen Weg durch die Menge. gewandelt haben, daß sie als Klasse gesehen doch einfichtiger, dentfähiger, politisch reifer, ful- Rundfunk, die tschechoslowakischen Grenzorgane Just deshalb eben behauptete dann der deutsche turnäher sind als die Arbeiter vor fünfzig und hätten den Turner roh behandelt. Was ihm gesechzig Jahren. Und daß es so ist, dazu hat auch schehen war? Er hatte in Deutschland Brüche beiihre Arbeit, hat auch ihre Treue ein wenig beige der Kniescheiben erlitten. In der Tschechoslowakei tragen. Für diese Treue und für ihre Mitarbeit war ihm nicht nur nichts geschehen, sondern man danken die Arbeiter, vor allem die nordböhmischen, hatte ihm geholfen. Kann der deutsche Rundfunk Antonie Scheufler von ganzem Herzen. Zum Dant da anders, als den Jüngling zu einem Opfer gesellt sich für die Jubilarin der Wunsch, es seien tschechischer Roheit machen? ihr noch viele Lebensjahre beschieden, Jahre auch neuen Aufstiegs unserer Bewegung! Macht Ordnung in den Arbeitslagern! Reichenberg. In Reichenberg wird mit Unterftigung des Ministeriums für soziale Fürsorge als Fortsetzung der Heimstättenaktion eine soge= nannte Arbeitsgemeinschaft unterhalten. Diese Arbeitsgemeinschaft wurde von der SdP ganz in den Dienst des Nationalsozialismus gestellt. Der Dienst ist militärisch streng, die Teilnehmer müssen mit dem., deutschen" Gruß grüßen, die ganze Arbeitsgemeinschaft untersteht dem Kommando des Deutschen Turnverbandes, der Hungernde Begs in buckligen Häusern Von Ferdinand Gärtner Es wäre nicht der deutsche Rundfunk, wenn er es nicht getan hätte! Die Melniker Arbeitersendung bringt in dieser Woche: Sonntag, 14. August, 14.15 bis 14.30 Uhr: Gefeffelter Aufstieg( Frizz Weise). Montag, 15. August, 14.15 bis 14.30 Uhr: Frauen in Spanien( Magda Riesner). Mittwoch, 17. August, 13.40 bis 13.45 Uhr: Arbeitsmarkt- 18.20 bis 18.40 Der Kampf um den Arbeiter( Abg. Franz Streiči) 18.40 bis 18.45 Soziale Informationen. Freitag, 19. August, 18.35 bis 18.45 Uhr: Aktuelle zehn Minuten. Männer interessieren sich in unseren Tagen, hier wie überall, mehr für das Fußballspiel als lyrische Liebesgedichte. Doch es gibt in Travnik noch Menschen, die der Poesie leben und die das alte Volkslied nicht mur erhalten, sondern auch weiter bilden. Der Markt als Zentrum I ohne August Bebel konnte man sich einfach nicht vorstellen. Bebel marschieren. Und nun mußte die Sozialdemokratie ohne ohne August Bebel... In ihre schwersten Kämpfe marschierte sie Mit August Bebel erlosch der letzte Stern Sozialdemokratie Deutschlands vorangeleuchtet; des großen Dreigestirns. das viele Jahre lang der nach Wilhelm Liebknecht und Paul Singer wurde nun auch Bebel den deutschen Arbeitern durch den Tod entrissen. Mit Bebels Hinscheiden schloß eine ganze Epoche der sozialdemokratischen Beweaung: die des steten organisatorischen Aufstieges. des Wachsens der Anhängerschaft, der Zunahme des Glaubens an die Partei, die Epoche des Glaubens an den unaufhaltsamen fast gradlinigen Aufstieg der Menschheit, an die unblutige soziali= stische Revolution, an das Kommen des Sozialismus als einer fast naturgefeßlichen Notwendigteit. Arbeit, dort trat er einem unter liberaler Füh rung stehenden Bildungsverein bei. Von Politik wollte er damals noch nichts wissen, er hielt die Arbeiter noch nicht für reif genug. Aber Schrif ten Lassalles und die Bekanntschaft mit dem aus Preußen ausgewiesenen, nach Leipzig übersiedel len Liebknecht führten die Wandlung herbei; Bebel war es, der, noch als sehr junger Mann, die Mehrzahl der deutschen Arbeitervereine zum Sozialismus führte, er war es, der die Zusammenfassung dieser Vereine zu einer Partei des Namens " Sozialdemokratische Arbeiterpartei" erzielte. Diese Partei hat er aus fleinen Anfängen empor geführt zu imponierender Größe. Er hat sie durch die Stürme des Bismardschen Sozialistengesetzes hindurchgeleitet, durch manche andere Gefahren. Freilich, er mußte mancherlei Opfer bringen. Fünf Jahre seines Lebens hat er, politischer Tes Tifte wegen verurteilt, im Gefängnis zugebracht. Aber damals wurden politische Gefangene höchst anständig behandelt, sie hatten mancherlei Belve gungsfeiheit, durften lefen und schreiben. Bebel hat im Gefängnis den Maryismus ftudiert, Frans zösisch gelernt, sein später so weltberühmt gewor denes Buch„ Die Frau und der Sozia Lismus" geschrieben. Kein Mann hat so beharrlich, so leidenschaft lich, so aus innerster Ueberzeugung für die Begroße Kämpfer für die Menschlichkeit ehrte in der freiung der Frau gefämpft wie Bebel. Dieser rau den Menschen, stritt für das Menschenrecht der Frau. Das war seine unerschütterliche Uebers acugung, sie goß er in die Worte, mit denen sein berühmtes Buch austlingt:„ Die Zukunft gehört dem Sozialismus, das heißt in erster Linie dem Arbeiter und der Frau." Er war der größte deutsche Arbeiter! Aus Bartei, in Millionen seiner Klaffengenossen er einem fleinen Arbeiterverein schuf er eine große vielen schweren Kämpfen, die er an der Spitze der weckte er Selbstbewußtsein, Zukunftsglauben, in Partei führte, siegte er- und er war ein wahr Wissen verfügte, und er war ein nach Gerechtig haft gebildeter Mensch, der über ein erstaunliches feit dürftender, ein wahrhaft guter Mensch, und rar so Verkörperung der besten Eigenschaften, der fchönsten Tugenden des deutschen Arbeiters. In seinem Lande, in dem seine Partei gemeuchelt wurde und viele seiner Genossen mißhandelt, eingekerfert, gemordet, darf heute August Bebels Name nicht genannt werden. Ist Bebel deshalb ausgelöscht aus dem Gedächtnis der Nation? Nein! August Bebel war vielleicht der gläubigste aller deutschen Sozialisten, unbeirrbar in seiner Zuversicht, und wohl deshalb konnte er der feurigste, der wortgewaltigste Verkünder des Sozia Wird auch Bebels Partei taum in derselben lismus sein, ein Redner, der ungeheure Massen Gestalt auferstehen, in der sie August Bebels Para fortriß, wohl der beste Redner, den das deut- tci war, und wird auch die fommende neue sozia sche Volt je hatte, aber ungleich manchem heuti- listisch- revolutionäre Partei Teutschlands ihre pen Redner einer, der nie Demagoge war, der nie Stämpfe in anderen Formen führen als die alte an die atavistischen Instinkte der Hörer appellierte. Partei unter Bebels Führung sein Geist wird sendern an ihren Verstand und an ihre Mensch- auch in der künftigen Partei der deutschen Arlichkeit. beiter leben. Go find So fingen heute die als Obsthändler verkleides( durch das Tuch verhüllt wird. Der edle Beg tritt in ten Sänger- Dichter von Travnik. sein Haus. Der erste Teil des Spiels ist vorbei, das Fleisch wurde in das Haus gebracht. Nun kann der zweite Teil beginnen. In dem agiert die Hausfrau. Fleißig klopft sie auf einem leeren Hackbrett herum, während auf dem Herde die Milch brodelt, von der sich die Familie an diesem Tage nähren wird, wie an jedem anderen. So leben heute die einst reichen Aristokraten von Travnik, Als ihnen die neue Beit die Leibeigenen nahm, blieben sie hilflos zurüd. Diese Klaſſe von Großgrundbesitzern war längst überſtändig geworden. Die Annegion der beiden serbischen Länder BosDie Hidalgos von Bosnien Die vornehmen Einwohner von Travnik gleichen Sind die Häuser der Stadt Travnik budlig? spanischen Hidalgos. So wie diese geboten sie einst Ja, die Häuser dieser alten bosnischen Ansiedlung über märchenhafte Schätze. So wie diese versuchen sie sind bucklig. Aber sie sind nicht verkrümmt, wie VerDie engen Straßen Travniks sind menschenleer. die Welt und sich selbst über ihre jezige Armut zu wachsene, sondern wie Menschen, deren Rüden durch die Laft der Sorgen und des Alters gekrümmi ie in allen Städten, die vorwiegend von Moslims täuschen, Geht man am Vormittag durch die toten wurde. Zivei Meter über dem Boden hat jedes Haus bewohnt sind, spielt ſich auch in dieser das Leben ſtillen Gaſſen der alten Stadt, dann kann man aus in dieser muselmanischen Stadt Erler mit Fenstern, zum größten Teil im Innern der Häuſer ab Wenn manchem Hause ein rhythmisches Klopfen hören, ez die durch enge Holzgitter gesichert sind. Nun sind man Menschen sehen will, muß man die čaršija flingt, als würde Fleisch gehadt. Doch es wird kein diese Häuser alt, grau, schmußig, und es ist, als berlassen. Dort, wo sich um die Sulimanmoschee der Fleisch gehackt. Niemand hat hier Fleisch, um es zunien und Herzegowina durch die österreichischwären sie eingesunken, darum sehen sie altersbudlig Knoten der engen Gäßchen zu einem Platz entwirrt, haden. Die Bewohner des Hauses spielen Fleisch ungarische Monarchie löste bei den Serben in- und aus. Einst, als die Häuser von Travnik noch nicht haben Obst- und Gemüsehändler ihre Waren ausgehoden. Eine reiche Mahlzeit soll vorgetäuscht werden. außerhalb der Monarchie eine Welle der Empörung breitet. Da warten sie, angetan mit ihren komischen Natürlich sind sie nicht so naiv, ſich mit ein wenig aus. Die Herrenklassen des Habsburgerreiches, die sen Erfern die Söhne der Paschas und Begs von dwarzen Filzhosen, denselben, die jetzt in der Türkei Gehade auf einem leeren Brett zu begnügen. Das den schon morschen Staat in dieses lebensgefährliche Bosnien und sangen vielstrophige Liebeslieder voll berboten wurden. Gebaut, um dem Moslim seine Fleischhacespiel wird nach festen und komplizierten Abenteuer stürzten, verstanden faum die verhängnisArt des Sikens zu ermöglichen, haben diese Bein- Regeln gespielt. So wie ein Negerzauberer, wenn er ficider einen weit herunter hängenden Gefäßteil. Die Regen herbeiführen will, fich nicht einfach damit beHändler warten auf Kunden, die nie kommen und gnügt, die symbolische Ersatzhandlung des Wasserauf junge Paare, die von Beit zu Zeit kommen. auf- den- Boden- Gießens vorzunehmen, sondern mit Wenn so ein Pärchen den Blak überquert, dann zeigt viel Lärm und einem gewaltigen Apparat ein ganes sich, daß die Beschäftigung mit dem nüchternen 3e Gewitter vorspielt, ſo ſpielt der verarmte Beg altersbudlig, sondern jung waren, standen unter dieveis nen cine tet, Ich ich in ste Vas mal tein So, eus Te= nge ben ich uhe, die Romantik und Wohlflang: Warum ist Travnik in Nebel gehüllt? hier Sie gu Ras Bie enn 1?" gen Cine die Dige hen hil tem elis Enge dj," Brach ein Feuer aus oder verheert es die Pest? Die Pest verheert es nicht, auch nicht das Feuer. Ein Mädchen hat es mit seinen Augen entzündet. vor zwanzig Jahren haben die jungen das Hör- und Schaustück einbezogen. vollen politischen Folgen ihrer Aktion„ zur Mehrung des Reiches". Das Verhängnisvollste an dieser, im ganzen unglüdjeligen Aftion, war aber, daß die neuen Herren der beiden Länder die alte, verrottete Agrarverfaffung unverändert weiterbestehen ließen. Die aristokratischen Großgrundbesizer, die DesterreichHerrschaft muselmanischen Herren so gesungen. Sie konnten Svede vorgetäuscht wird, damit sie bequemer ihrem bereitungsspiel. Es dauert viele Stunden und so viele die Großgrundbefiberklaffe der beiden neu erworbes leicht in den Nächten singen, denn bei Tag hatten sie eigentlichen und auch nicht einträglichen Beruf als Leute als nur möglich werden aktiv und passiv innen Länder zu stüßen. Dieses unzeitgemäße Begin nichts zu tun. Ihre Familien waren reich, io reich, Poeten und Sänger nachgehen können. Kaum erdaß man die Erzählungen von ihren Schäßen nicht äugen die Händler- Poeten ein Pärchen. stimmen sie wiedergeben kann, wenn man sich seinen Ruf als schon ihren Gesang an: wahrheitsliebender Mensch bewahren will. Es gibt nech Männer, die sich erinnern, als Gäste in solchen Häusern Decken für die Nacht erhalten zu haben, die viele Kilogramm schwer waren, von dem Golde, das man in sie hinein geſtidt hatte. Diesen ganden, oft realiſtiſch- peſſimiſtiſchen Boeten zu entkommen. Doch wahrhaft märchenhaften Reichtum haben im Laufe der Jahrhunderte die leibeigenen Rajahs für die recht aktuellen neuen Strophe nach: Herrenschicht der Begs erarbeitet. Es gab Familien, Warum ist Travnik in Nebel gehüllt? die besaßen dreißig und mehr Dörfer. Was für eine Liebe, welch' ein Beben, Doch Geld ist alles in diesem Leben. Das Pärchen eilt, um aus der Nähe dieser es flingt ihnen das alte Travnifer Lied mit einer Brach ein Feuer aus oder verheert es die Best? Seute ist in Dingen der Liebe die alte orienta- Die Pest verheert es nicht und auch nicht das Beuer. lische Romantit vielfach einer sachlicheren, viel Auch hat es fein Mädchen mit seinen Augen entzündet. weniger poetischen Einstellung gewichen. Die jungen Die Strise hat es in das Feuer geworfen. Am frühen Morgen nimmt der Hausherr einen leeren Korb und ein Tuch, ruft eines seiner Kinder und verläßt mit Kind, Korb und Tuch sein budliges Haus. Zuerst sucht er die Fleischstände des Marktes auf, grüßt mit orientalischer Höflichkeit da einen Bekannten, schwaßt wohl auch dort ein wenig mit einem Verwandten und begibt sich dann mit würdigen, gemessenen Schritten hinweg. nen mußte die reichlich vorhandenen Spannungen in den einer neuen Fremdherrschaft unterworfenen Ges bieten furchbar vergrößern. Die Großgrundbesitzer waren kaum imstande, sich selber vor der But der Bauern zu schüßen. Viele von ihnen konnten es zu Beiten nicht wagen, die aufgewühlten Dörfer zu bes treten. Unter der Masse der Bauern schwoll der Haß gegen die Fremden immer mehr an. Mit dieſem hartnädigen Volte waren die Türken während ihrer Er verläßt die Stadt, um draußen in der freien Jahrhunderte dauernden Herrschaft nicht fertig geNatur Dinge zu tun, bei denen er nicht beobachtet worden. Die Desterreicher brachten auch nicht fertig, fein will. Würdig gemessenen Schrittes tehrt er was den Türten mißlungen war. Schließlich explos fchließlich heim. An einer Hand führt er sein Kind, dierte das Pulverfaß. Welche Folgen diese Explosion unter einem Arm trägt er den nun sahver geworde- für Europa gehabt hat, ist hinlänglich bekannt. nen Norb. Es ist jetzt Erde darin, die sorgfältig| ( Schluß folgt.), Seite 4 SamStag, 13. August 1938 Nr. 189 Die großen französischen Alpenmanöver General Hartung, Kommandant Carrins, General Gamelin und General Touchon bei den großen Sommermanövern in den Alpen am Galabier. DAesnmigLeiten. Alemanos! Alemanosl Angstschrei der spanischen Kinder: Alemanos! Alemanos! Denn andere» wissen die spanischen Kin» ver von heute nicht von den Deutschen, al» da» sie Todbringer sind. Deutsche Flieger werfen Bomben auf spanische Städte, deutsche Flieger beschießen au» Maschinengewehren flüchtende Frauen und Kinder. „Die Alemanos kommen"— e» klingt in diesen» Schrei derselbe Schreck wie im Angst« und Warnruf während der dreißigjährigen Kriege»: Die Schweden kommen I Aber während Schweden durch angestrengte Kulturarbeit bei gleichzeitigem Fernbleiben von allen kriegerischen Abenteuern längst dm bösen Ruf, den seine Mitteleuropa verheerenden Soldaten sich vor ein paar hundert Jahren erwarben, vergessen gemacht hat, e» kaum irgendwo in der Welt jemanden geben kann, der andere» al» Gute» vom schwedischen Volk zu sagen weiß, haben deutsche Führir dafür gesorgt, daß man nicht mehr an deutsche Dichter, an deutsche Maler, an deutsche Gelehrte denkt, wenn man irgendwo in der Welt von Deutschen spricht, sondern an deutsche Rüstungen, an deutsche Soldaten und an deutsche Rücksichtslosigkeit und Erbarmungslosigkeit. Ach, wie gut wir e» wissen, daß nicht da» ganze deutsche Volk grausam» rücksichtslos, barbarisch, sadistisch ist! Wie gut wir«» wissen t Aber wo wird jener Teil de» deutschen Volke», der Grausamkeit und Untoleranz und Machtgier ablehnt, sichtbar, wann und wo kann er zu Worte kommen? Seit Jahren also erfährt die Welt nicht» andere» von den Deutschen, al- daß sie ihre politischen Gegner in Konzentrationllager stecken und dort quälen, daß sie wehrlose und ahnung»lose politische Gegner hinterrück» l.auf der Flucht") erschießen, daß sie die Juden erst bestehlen und dann mißhandeln und zuletzt aut dem Lande jagen, daß sie freiwillig abgeschlossene politische Verträge nicht halten, daß sie dar Menschenleben— fall» e» da» Leben eine» Nichtnazi ist— gering schätzen, daß sie Furcht erwecken wollen, daß sie auch»atsächlich durch den Ver« nichtung-kampf gegen alle Andersdenkenden im Innern und durch die Art ihrer kriegerischen Inter« vention in Spanien Schrecken erregen. Daß es einmal ein andere» Deutschland gab — da» heutige sorgt dafür. daß das vergessen wirol Daß spanische Kinder, kleine Kinder, nur in Angst und Schrecken und in Zorn und Haß an die Deutschen denken können, daß„Alemanos" zum Inbegriff alle- Schrecklichen, Furchtbaren, Entsetzlichen geworden ist— ja, da» mag manchem der Neudeutschen ungemein schmeicheln— für da» deutsche Volk ist e» unheilvoll genug I Da» wird nämlich nie, nie in der Welt vergessen werden, daß deutsche Flieger mithalfen, die spanische Freiheit und kleine spanische Kinder zu ermorden! Vor fast vier Jahrzehnten, im Sommer 1800. hielt Wilhelm II eine Ansprache an Marinesoldaten, die zum Abtransport nach China, wo damals die Boxer-Unruhen Sorge erweckten, bereit stände*» In dieser Ansprache rief der Kaiser den gegen d< Chinesen«»»ziehenden Soldaten zu:»Pardon wird nicht gegeben! Wer euch in die Hände fällt, sei euch versallen! Wie vor tausend Jahre« sich d i e H u n n e n einen Namen gemacht, der sie noch jetzt in Ueberlieserungen und Märchen gewaltig erscheinen läßt, so möge der Name Deutscher durch euch in China in einer Weise betätigt werden, daß niemals wieder ein Chinese e» wagt, einen Deutschen auch nur scheel anzusehen!"— Nie ist Wilhelms Wort von den Hunnen vergesse» worden! Während de» Weltkriege» erinnerte man sich allüber- all schauernd diese» Selbstvergleicher, gegen dt» »Hunnen" zog eine Welt in den Krieg und— kx« siegt- da» deutsche Volk! Wieder soll e» so werden, daß man sich die Alemanos, die Gernmin»— in- welcher Sprache immer man an die Deutschen denkt— nur al» Todbringer, al» Gewaltgläubige, alt Barbaren vorstellen kann? Und ein Volksverräter soll sein, wer zu beweisen versucht, daß e» noch ein andere» Deutschtum gibt? Es ist also allein echte» und rechte» Deutschsein, dafür zu sorgen, daß die Vermutung, im deutschen Volk könnte noch ein Rest von Menschlichkeit leben, gründlich zunichte gemacht wird? Flieger rettet sich durch Absprung Prag. Am 12. August um 16,20 Uhr geriet der Gefreite Alois Jirovskh bei der Rückkehr von einem Bestimmungsslug mit einem Jagdflugzeug bei der Gemeinde Pkezlesice bei Binoi in ein heftiges Gewitter. Beim Flug durch eine Wolke geriet das Flugzeug ins Trudeln und daher benützte der Pilot den Fallschirm. Er ging unweit von Prezletice nieder, wobei er eine leichtere Verletzung erlitt. Das Flugzeug stürzte 500 Meter nordöstlich von der Gemeinde ab. Endlich Kegen I Es sah schon am Donnerstag so aus, als ob... Aber erst am Freitag kam der ersehnte Regen. Im Lause deö Vormittags schoben sich die Regen« wände von Deutschland her quer über die Tsche« choslowakei. Mittags stürzte der Regen auf Prag nieder, sehr heftiger, ausgiebiger Regen. Wohl« tätiger Regen, von den meisten sehr freudig be« grüßt. Aber— wesentlich kühler wurde es nicht, es blieb auch nach dem Regenguß ganz schön warm. Samstag und Sonntag, wird es wieder, Wahrscheinlichkeit nach, so sonnig sein, wie all die bisherigen Augusttage. Aber der Regen selber erfrischte, sehr viele setzten sich Ihm gerne au», ließen froh da» Wasser an sich herunterlaufen. Während de» Regens fühlte man auch Frische in den Wohnungen und Arbeitsräumen. Er hat wohlgetan. Er war zur rechten Zeit gekommen. Bald war der Regen nur noch eine Erinnerung. Nur noch ein paar rasch vertrocknende Pfützen gaben Zeugnis von ihm. Und daß der Abend doch ein wenig erquickender wurde al» die früheren, auch das erinnert angenehm an diesen Sommerregen. Aber ehe er zu uns gekommen war, hat er sich recht wild gebärdet. Besonder» in England, wo er sich von Stürmen über» Land jagen ließ und von Gewittern begleitet war. In Dutzenden von Londoner Geschäftshäusern schlug der B l i tz ein. Mehrere Häuser gerieten dadurch in Brand. Der Verkehr mußte wegen wolkenbruchartigen Regen» und Ueberschwem- m u n g e n ganzer Straßenzüge teilweise stillgelegt werden. Der Norden London» wurde von einem schiveren tz a g e l s ch l a g heimgesucht. Die Hagelkörner lagen zeitweilig bis fünf Zentimeter hoch. In Middlehäm wurden ein Mann und zweiRennpferde vom Blitz erschlagen. Auch die britische Luftwaffe hat unter den ungünstigen Wetterverhältniffen Verluste erlitten. Auf einem UebungSflug über Lincolnshire stürzte ein zweisitziger Militärflugzeug in der Nähe von Caythrope ab, wobei die z w e i I n s a s s e n ihrLebe n verloren. Bei Ehesbire flog ein Flugzeug in schwerem Regen gegen einen Hügel. Die beiden Flieger wurden auf der Stelle getötet. In beiden Fällen wurde die Maschine völlig zertrümmert.(Jn-gesamt hat die britische Luftwaffe damit in diesem Jahre bei 68 Abstürzen 116 Flieger verloren.) Ttslgsnds Kriminalität der Jugend Nach der eben veröffentlichten Statistik für 1936 weist in diesem Jahre die Kriminalität der Jugend sowohl im Hinblick auf die Zahl der Straffälle al» auch auf die Beschaffenheit der Delikte eine Zunahme auf. Im Jahre 1986 standen vor den Jugendgerichten 26.646 Personen bis zu 17 Jahren, d. i. um 2969 Jugendliche mehr al» im Jahre 1935. Aus den absoluten Ziffern der Anzahl Jugendlicher in der Population der Jahre 1937/40 erhellt, daß aber die größte absolute Anzahl abgeurteilter Jugendlicher gerade heuer zu erwarten ist.(TND) Gedächtnisfeier für Klabund. Am Sonntag, den 14. Apgust, wird vom Sender Prag II in der Zeit von 20.15 bis 20.45 Uhr in einer literarischen Hörfolge anläßlich seines 10. Todestage» des Dichter» Klabund(Alfred Henschke) gedacht werden. Die Hörfolge wird ein Lebensbild de» Dichters und eine Auswahl au» feinen Werken bringen. Die Schlacht von Zborov wurde rekonstruiert. Auf der Militärfchießstätte von Milowitz wurde Freitag ein Teil der Schlacht von Zborov, an der sich bekanntlich die tschechischen Legionen während des Weltkriegs maßgeblich beteiligten, rekonstruiert. Diese Rekonstruktion erfolgte, unter Beteiligung militärischer Sachverständiger und etwa 4000 Soldaten, zu Filmzlvecken.(DND) Tschechoslowakin in Wien verurteilt. Bor dem Schöffensenat beim Landesgericht l in Wien sand Donnerstag gegen die 54jahrige tschechoslowakische Staatsbürgerin Louise Guttmann die Verhandlung wegen Devisenvergehen statt. Die Blätter, die die Angeklagte al» Jüdin, die die tschechoslowakische Staatsbürgerschaft besitze, bezeichnen, berichten, daß Louise Guttmann beschuldigt wird, da» Vergehen der Devisenverschleppung begangen zu haben. Seit dem Umbruch hatte Louise Guttmann jede Woche von ihrem Konto bei der Kreditanstalt-Bankverein rund 1000 Reichsmark behoben. Neber den Verbleib des Geldbetra- aller ge» gestand sie schließlich, da» Geld einem früher in Wien ansässigen Ausländer zur Aufbewahrung übergeben zu haben. Dieser Ausländer stellte, als er einvernommen wurde, dem TvvifenfahndungS« amt ein Einlagsbuch auf 7587 Reichsmark und einen Barbetrag von 4000 Reichsmark zur Verfügung und bemerkte, daß er diese Werte in geschloffenem Kuvert zur Aufbewahrung übernom« ntcn habe. Der Verbleib von weiteren 3400 RM blieb unaufgeklärt. Die Angeklagte wurde zu scch» Monaten strengen Arrest, znr Bezahlung von 7996 NM und 4000 RM verur!'ilt. Außerdem wurden die beschlagnahmten Beträge für versallen erklärt. Dem Antrag de» Staatsanwaltes auf Landesverweisung wurde nicht stattgegeben. Die Angeklagte hat sich Bedenkzeit erbeten. Slowakischer Lehrer überfahren. Auf einem ungeschützten Bähnübergange in SpiSskä Bklä ereignete sich Donnerstag ein tragischer Unglücksfall. Um diese Zeit wollte der Arbeiter HokejS, der aus dem Beiwagen den Lehrer Jarosiav Novotnh aus Spiüskä Bklä hatte, vor dem anfahrenden Zuge mit seinem Motorrad die Eisenbahnstrecke überqueren. Er gab daher GaS und fuhr dicht vor dem Zuge über die Geleise. Der Lehrer Novotnh, der die gefährliche Lage sah, sprang aber ab, wobei er tödlich verunglückte. Kinderspiel mit Granaten. Im toskanischen Dorfe Strada in Casentino fand ein Kind beim Spielen einen Sprengkörper, brachte ihn heim und warf ihn ins Feuer. Das Geschoß explodierte und tötete die Mutter sowie zwei Kinder. Ein Kind wurde schwer verletzt. In Ecuador werde» ständig neue Erderschüt- terungen verzeichnet. Durch diese Erdbeben wurden die drei Dörfer San Golqui, Tingo und Alan« gasy zerstört, die ungefähr 25 Kilometer von Quito entfernt liegen. Blitz tötet vier Menschen. Die schiveren Un« weiter, die seit Tagen Jugoslawien Heimsuchen, baben Donnerstag durch Blitzschlag vier neue Todesopfer gefordert. Besonders heimgesucht wurden diesmal die Gegend von Risch sowie verschiedene kroatische Landesteile. Geldfälscherwerkstatt in Pari» nusgehoben. Die Polizei hat eine Geldfälschertverkstatt entdeckt, in der falsche Banknoten, und zwar insbesondere 50 Francs» und 5 Pfund-Noten erzeugt wurden. Als Täter wurde der Rumäne Jan Jliescu verhaftet, der das Atelier als Zeichner unter dem Namen Jan Rosst; gemietet hatte. Bei der Hausdurchsuchung wurde bei ihm belastendes Material gefunden. JlieScu gestand auch selbst ein, Bank« notensälschung betrieben zu häben. Außer ihm wurde auch sein Gehilfe Lucien Bourgeat verhaftet. Beide wurden von der Polizei dem Gerichte eingeliefert. Sir Walter Strickhand, der Wanderbaron, welcher auf da» britische Baronat verzichtet bat und tschechoslowakischer Staatsbürger geworden ist, ist im Alter von 87 Jahren in Buitenzorg auf Java gestorben. Sir Strickhand wird seinem Wunsche gemäß verbrannt werden. Er wurde 1851 geboren, wurde in Edinburgh und Cam- bridge erzogen, und folgte 1909 in der Baronie. Im Jahre 1923 gab er durch seinen Anwält in Aork bekannt, daß er tschechosiowakischer Staatsbürger geworden sei und auf seinen Titel verzichte. Streik untertags. Auf der großen Kohlengrube„Walenty Wawel" in Ruda bei Kattowitz ist die Belegschaft in einer Stärke von 8200 Mann untertags in den Streik getreten. Der Streik brach infolge Nichteinhaltung der geltenden' Lohnabmachungen und Herabsetzung der Bergarbeiterlöhne durch die Grubendirektion aus. Die streikenden Bergarbeiter drohen mit einem Hungerstreik. Drei Petroleumtanks explodiert. Infolge eines Brandes explodierten drei große Petroleumtanks der Salpetermine von Rosario de Huara in Chile. Sieben Personen wurden getötet und 15 schwer verletzt. Die Verwaltungsgebäude der Mine wurden durch den Luftdruck teilweise zerstört. Das heutige Programm der deutschen Sendung Praq-Melnik: 10.15: Funk der Frau: Dr. flütft Spiegel: Reisen in Amerika. 10.80 bis 11.00: Schallplatten. 12.10: Unterhaltungsmusik l Gesang Ferrh Löring. Klavier R. I. Schubert). 18.00: Eo- ebcn erschienen, die neuesten Schlager. 18.45: 80 Minuten Spannung. 19.80: Feieräbend, Hörfolge. 20.00: Sonntag an der Moldau, bunte Szenen und Musik von Rud. Hermann. 22.30 di» 23.30: Tanzmusik aus Hotel Corso. Marienbad. Brünn: 18.00 di» 18.35: ,,Wa» der Alltag bringt". Eine kleine Kantate von Vaöa Lochmann. Ausführende: Lele Scharff. Marianne Weigl, Willi Wickerhauser, Otto Ritter, Diide Walz, Sylvester Such, OSkar Willner. Regie: VaSa Lochmann. Am Klavier: Tibor CoSma. Hohentriger dürfen nicht ge-eigt werd«. Tee Bürgermeister von Lang Beach(USA) hat den Besuchern de» Strande» strengsten» untersagt, die Röcke abzulegen, wenn sie Hosenträger tragen. Dar sei unästhetisch und unmodern. E» entspann sich nne Auseinandersetzung mit einer Zeitung in Lang Beach, und ihr Redakteur nahm nun gerade seinen Rock am Strande ab, obwohl er Hosenträger trug. Er ist sofort verhaftet und mit einer hohen Geldstrafe belegt Wochen. Mövenkrieq in Schweden. Die schwedischen Be« Hörden haben einen erbavmung»losen Feldzug gegen die Möven begonnen und allein in den Gebieten von Biekinge und Wallo sind in wenigen Tagen 7000 Eier in Mövennestern durch Gisteinsprihung sterilisiert worden. Diese Methode mag merkwürdig erscheinen und man könnte annehmen, daß e» doch wesentlich einfacher wäre, die Möveneier au» den Nestern zu entfernen oder zu zerschlagen. Aber die Möve ist ein außerordentlich kluge» Tier, und wenn sie das Nest leer oder die Eier zerstört finden würde, so würden die Vögel sicherlich fahr schnell den Platz frei machen, und ein andere» Mövenpaar würde neue Eier in da» Nest legen. Die durch Gift sterilisierte» Eier aber werden von den Vögeln weitergebrütet, und loenn sie die Zwecklosigkeit bemerken, ist die Brutzeit bereit» vorbei. Dieser Betrug der Möven durch die schwedischen Behörden ist dadurch notwendig geworden, weil die Seevögel weit in» Land hinein kommen, sich hier ansiedeln und ausgesprochene Schädlinge darstellen; die Möven brandschatzen Obstgärten und Felder. Ein Heiliger entsteigt dem Grabe. Im Dörfchen Bridorck in der Touraine hat vor einigen Tagen eine seltsame Zeremonie stattgefunden. Man hat dort das „Grab" eine» Heiligen wieder geöffnet, und dieser darf nach mehr al» einem Jahrhundert wieder das Licht der Welt erblicken. Ja mehr al» da», seitdem er wieder seinen Platz in der Dorfkirche gefunden hat, dürsten die Touristen, die in da- schöne Tal der Indre» kommen, nicht versäumen, einen Abstecher nach Bridorö zu machen. Nun handelt e» sich freilich nicht um die Gebeine eine» Heiligen, sondern um sein Standbild. Diese» stammt au» dem 15. Jahrhundert und ist ein Meisterwerk der Spätgotik. Aber es stellt den Heiligen St. Roch so eifervoll und lebendig dar, daß die Frauen der Gemeinde jahrhundertelang Angst davor hatten. Hierher wurden die unartigen Kinder gebracht, denen man sagte, der Heilige würde sie mit seinem Zorne strafen, und sie brauchten bloß zu dem leidenschaftlichen Gesicht aufzublicken, um vor Schreck zu zittern. Anfang de» 18. Jahrhunderts hat man darum die St. Noch-Statue regelrecht auf dem Gemeindefriedhof begraben. Diese» Grab Ist sehr verehrt worden, und e» fehlten niemals frische Blumen auf ihm. Die Exhumierung der Statue ist auf Anordnung de» Ministeriums für schöne Künste erfolgt. Lewanewski gänzlich aufgegeben. Eine amtliche Mitteilung der Sotvjetreaiernng betreffend die Besatzung de» Flugzeuges Lewanewski», da» am August 1087 von Moskau über den Nordpol nach Nordamerika abflog, und seither vermißt wurde, besagt: Die Besatzimg bildeten sech» Personen; Flugzeugkommandant war der Held der Soivjetunion Lewanewski. Der Flug wickelte sich unter überaus schwierigen meteorologischen Verhältnissen ab und kurz nach der Ueberfliegung de» Nordpol» setzte ein Motor aus. Darauf brach die Verbindung mit dem Flugzeug ab. Obzwar nach Ansicht der Fachleute alle- auf eine Katastrophe hindeutete und da» Flugzeug aller Wahrscheinlichkeit nach verunglückt war, organisierte die Regierung der NSSR Nachforschungen auf der gesamten Flugstrecke von der Küste der USSR bis nach Alaska und Nordkanada.- E» wurden einige Flüge zum Nordpol, nach Amerika und an die Küste von Grönland unternommen. Sie blieben aber erfolglos. Man muß annehmen, daß die Besatzung de» Flugzeuges um» Leben gekommen ist. Deshalb beschloß der Volkskommiffarenrat dec UDSR, die Nachforschungen nach dem Flugzeug einzustellen. Die Regierung der USSR teilt die Trauer de» Sowjetvolkes Aber den Verlust der tapferen Flieger und spricht deren Familien ihr tiefstes Beileid au». Zum Andenken der verunglückten Flieger wird ein'Denkmal in Mo»kau errichtet werden. Eine Anzahl Institutionen, Schulen und Werke wird nach ihnen benannt werden. Die Familien der verunglückten Flieger erhalten erhöhte Pensionen und eine einmalige Aushilfe von je 20.000 Rubel. Unbeständig. Im Zusammenhänge mit einer Störung, die sich Donnerstag über Bayern ausgebildet hatte und Freitag nachmittags über Böhmen verrückte, haben sich in der ganzen Republik zahlreiche Gewitter mit stellenweise erheblichen Regengüßen ausgebildet. Gleichzeitig gingen die Temperaturen weiter zurück,, so daß sie die sommerliche Höbe von 25 Grad nur vereinzelt erreichte». In den nächsten Tagen dürfte ziemlich unbeständiger Wetter vorherrschen.— Wahrscheinliche» Wetter Samstag: Wechselnd bi» vorwiegend bewölkt. Zeitweise Regenfälle oder Gewitter, Nachmittag-temperaturen um 20 Grad. Minima unter 15 Grad. Südwestwind. In der Ostslowakei und Karpathorußland noch ziemlich warm. Oertliche Gewitter. Südostwind.— Wahrscheinliches Wetter Sonntag: Ändauern de» verhältnismäßig unbeständigen Wetter» mit Gewittern oder Regenfällen. Weiterer Temperaturrückgang.. the 00: ang 500 30 Ige. und 118 tan nn. Billi iter Am Der Be öde fei ine ach, am 10 Tegt Bes gen bon 00 cilis ers Doch den die enn de, Tais eue ten ind geit die ms id= ten en ne as er as cr at, er Ser ich in ert 401 r, git er it m d n 18 t. he ch 18 d te 3 Mr. 189 Chiromantie Von Artur Möller Samstag, 13. August 1938 Blutrache unter Eskimos Elf Menschen sterben für Malla und Ekootuk Es ist ja selbstverständlich, daß das Geficht eines Menschen uns am meisten über seine Men MTP. Torento. Vor dem Supreme Court Doak brachte seinen Gefangenen nun nach talität jagt. Die Augen werden ja Spiegel der of the North West and Yukon Territorys ist so- der kleinen Polizeiftation Craig Harbour, um Geele genannt- obwohl fie in Wirklichkeit eher eben ein Kriminalprozeß zu Ende geführt wor- ihn hier gesund zu pflegen und dann nach dem sie Erscheinungen der Umwelt spiegeln. Was kann den, dessen Einzelheiten an die großen Klassischen Süden zu bringen. Noch in derselben Nacht geein Gesicht nicht alles von den Strapazen, Tragödien der griechischen Antike erinnern. lang es dem fchwerkranten in hohem Fieber lieRaftern, Enttäuschungen, Entbehrungen und Ge Die Tragödie begann damit, daß der in der genden Estimo jedoch, sich unbemerkt von seinem nüffen eines Lebens erzählen! In der Tat legt einen Siedlung Craig Harbour auf Ellesmeres Lager zu erheben. Er ergriff das Gewehr des doch das Gesicht eines Menschen schon bei der Land, nur 1600 Kilometer vom Nordpol entfernt, Konstablers Doat und schlug dem schlafendin lebende deutsch- kanadische Trapper Otto Binder Polizisten mit einem wuchtigen Kolbenhieb den criten Begegnung den Grund zu unserer Meinung die Frau des Estimo glialgagina entführte. Schädel ein. Dann legte er sich in aller Ruge über ihn, welche wir später nur widerwillig medifizieren, wenn sein Auftreten ganz andere Malia so hieß die Entführte war nicht neder, um zu schlafen. Eigenschaften verrät als jene, welche wir ihm anfangs zufchrieben. Seite 5 Schach ins Volk Schachaufgabe Nr. 404 Von B. M. Neill. Schwarz: Ke4, De6, La7, g8, Baб, d4, g7.( 7) abcdefgh a abcdefgh 8 Auch am nächsten Morgen dachte er nicht daran, die Polizeistation zu verlassen, sondern wartete mehrere Stunden hindurch, bis er den Trapper Otto Binder gewahrte, der die Ges wohnhheit hatte, den Konstabler im Borbeigehen auf einige Minuten zu besuchen. Als Binder in Schußweite war, tötete ihn Alikomiat durch einen Gewehrschuß durch das Fenster, um so die Ursache der Blutrachen- Kette und damit diese selbst aus nen der Aufgabe an Wenzel Scharoch, Drakowa 32, der Welt zu schaffen. schöner als andere Estimofrauen, aber sie gait als Meisterin in den Künsten, zu kochen, Kleider aus Seehundsfellen zu nähen und in den EisManchmal jedoch sagen mir die Hände löchern Fische zu fangen. Diese Fähigkeiten hatten mehr von dem Charakter einer Person als das Binder zu ihrer Entführung bewogen und ließen Geficht. Ich erhebe freilich nicht wie die Chiro- ihren verlassenen Gatten seinen Verlust aufrichmanten Anspruch darauf, die Zukunft eines Men- tig bedauern, bis sein Better Hanat, der mit ihm fden aus den Linien der Handfläche lesen zu fönden gleichen Igloo( Hütte aus Seehundsfellen) nen. Aber dagegen erzählen mir ein Paar Hände bewohnte, ihm vorschlug, kurzerhand eine andere oft das Wesentlichste über das gegenwärtige Leben Frau zu nehmen. Dies war jedoch leichter geihres Besizers, über seine Veranlagung und über fagt als getan, denn auf Ellesmere- Land find fern Familienleben. bie Frauen seltener als überall anderswo. Und das Leben geht weiter... Als Hanat deshalb an einem der nächsten Einige Wochen später wurde der ganze Tage auf der Jagd ein an einem Eisloch fiſchen- Sachverhalt aufgedeckt und Alikomiat in saft des Estimo- Paar eines Nachbarstammes ges genommen, nach Herſchell- Island geschafft, zum wahrte, schoß er den Mann kurzerhand nieder und Tode verurteilt und gehängt. befahl dann der Frau, ihm zu folgen. Die Frau, die Ekootuk hieß, befolgte diesen Befehl mit dem stoischen Gehorsam der Frauen des hohen Nors dens. Sie wurde die Gattin Jtialgaginas, und damit begann die Tragödie. Ich entsinne mich eines Paares, das ich zum ersten Male in einem Hotel an der Riviera sah. Die beiden waren gerade dabei, ihr Diner zu beenden, schälten Obst und tranken Dessertwein. Der Schein der fleinen Tischlampe, deren roter Schirm beider Geficht verschleierte, fiel scharf und weiß auf ihre Hände. Die seinigen waren braun, mager und kräffig, mit hervorstehenden Gelenken, welche den Eindrud ihnen innewohnender Energie verstärk ten. Die Nägel waren ein wenig abgepĭattet, jdhaufelförmig, tvas auf gediegene Charaltereigenschaften schließen lassen soll. Sie waren lura geschnitten, aber die Hände dieses Mannes zeigten durch nichts an, daß er je grobe Arbeit verrichtet habe. Und doch war diese Hand das, was man eine Arbeitshand nennt, sie wirkte streng, abgearbeitet, schon etwas gealtert. Die Hände der Frau dagegen waren von milchweißer Bartheit. Das Handgelenk mit dem geldenen Armband war rund und als ich die Innenfeite ihrer Hand sah, zweifelte ich nicht mehr an der Behauptung, daß die Feinschmecker der Kannibalenvöller diesen Teil des Menschen als den wohlschmeckendsten betrachteten. Auf die schö nen, gewölbten Nägel war sorgfältige Pflege verwendet worden, doch trugen sie nicht die barbarische Hennéfarbe, sondern glänzten in natürlichem Rosa. Ihre Spigen erinnerten mich daran, daß die Chinesen ursprünglich das Maniküren man durch Nägel zeigen konnte, daß man gu arbeiten brauchte. Ein Mord zeitigt den anderen Damit war die blutige Tragödie jedoch noch immer nicht zu Ende. Die von Binder entführte Estimo- Frau Malia war sofort nach der Ermordung des Trappers die Gattin des Estimos Ahtat geworden, Ahtat, der ein schlechter Jäger und deshalb arm war, mußte sich in ihren Bejiz jedoch mit seinem Hauptgläubiger, dem reichen Estimo Aragat, teilen. Einige Tage später kam es zwischen den beiden Männern zu einer Eifersuchtsszene, in deren Verlauf Ahtat Tragat niederstach. Malia rächte seinen Tod aber noch am gleichen Tage, indem sie Ahlat mit einer Fellschnur erdrosselte. Noch in der gleichen Nacht drangen zwei Freunde des Ermordeten, Bugana und Totamas gana, in den Igloo der beiden Bettern ein, um den Tod ihres Stammesgenossen zu rächen. Sie erschlugen nacheinander Jlialgagina, seinen Vetter Sanat, seinen alten Vater und sein und der entführten Malia vierjähriges Töchterchen, das Malia wurde daraufhin vom Gericht 32 letztere nach dem uralten Barmherzigkeitsgeseh der Estimos, das befiehlt, niemanden am Leben Herschell- Island zu einem Jahr Gefängnis verzu lassen, der nicht in der Lage ist, sich zu erurteilt; erhielt aber mit Rüdjicht auf die Bräuche der Eskimos, nach deren Moralauffassung fie nähren. vollkommen forrekt gehandelt hatte, bedingte Strafaussetzung. Auf die Intervention der Mounted Police hin befahl das Gericht beiden Frauen Dann nahmen sie die zum zweiten Mal zur Witive gewordene Elootut mit und flohen, um nicht ebenfalls der Blutrache anheimzufallen. Von diesem vierfachen Mord erfuhr am nächsten Tage einer ihrer Stammesgenossen, ein gewisser Alikomiak, der schon vor dem ersten Ermordeten( dessen Namen die kanadische Polizei nicht feststellen konnte) versucht hatte, die schöne fort die Verfolgung der beiden Mörder auf, erreichte sie mitten in der Eiswüste, schoß sie nacheinander nieder und kehrte dann mit Etootut in aller Ruhe in seinen Igloo zurüd. Die R. C. M. P. greift ein Als das auf der Insel stationierte Kommando der Royal Canadien Mounted Police von Und es war wirklich unmöglich, sich vorzustellen, daß diese schönen, lässigen, etwas üppigen Hände irgendeine Arbeit angreifen oder sich zu einer Anstrengung anspannen fonnten. Gewiß waren diese Hände für ihre Besizerin eine Quelle des Stolzes und der Freude. Sie legte sie jetzt in die des Mannes und verstecie die weiße, zum diesen Vorgängen erfuhr, begab sich der KonGenuß geschaffene Hand in seiner braunen, wil- stabler W. A. Doak fofort nach dem Eskimodorf, lensstarten Arbeitshand. Und sein Antlitz beugte sich über sie. Das sind ein paar verliebte Men schen- ob es wohl Mann und Frau sein mögen? Am nächsten Tag reisen wir im selben Zug. Aber es sind jetzt drei, sie haben einen sechsjähs rigen Knaben bei sich. Unser Wagen hält außerhalb des Bahnsteiges, so daß das Trittbrett ziemlich hoch über dem Boden schwebt. Der Mann verstaut zuerst den großen Handtoffer, der aussieht, als ob sehr viel Kleider in ihm Platz hätten, dann stellt er den Sinaben auf das Trittbrett und zuletzt fassen seine großen Hände die Frau um die Hüften und heben sie hinauf. Es ist höchste Zeit. Sie macht einen atemlosen und etwas zerzausten Eindruck, sie scheint jich abgehezt zu haben. Aber jest kann man sich bequem zurüdlehnen und über das beseze Coupé senkt sich mit dem Schaukeln des Wagens eine ruhebolle, ergebene Stimmung, in der man die Gefichtszüge feiner Mitreisenden studiert. um den einzigen überlebenden Mörder festzunehmen. Alikomiak ließ sich widerstandslos verhaften, aber uf dem Nüdwege zur Polizeistation stellte der Konstabler fest, daß seinem Gefange nen beide Füße erfroren waren. Alifomiak hatte feine Molaffins ausgezogen, um sie Ctootut zu geben, deren Fellschuhe auf der Flucht zerrissen waren. Malia und Ekootik- jedoch, das Dorf zu verlassen, um so eine neue Blutrache zu verhindern. Die beiden Frauen wurden durch den Konstabler nach einem Kleinen Dorf der etwa 80 Stilometer entfernten Adelaide- Halbinsel ges bracht und fanden hier noch am gleichen Taxe zwei Estimos, die hocherfreut waren, endlich Frauen zu bekommen, die für sie kochen, Kleider aus Seehundsfell nähen und an Eislöchern Fische fangen konnten. Allan E. King. Genossen! Ihr musset unaus gesetzt für die Ver breitung unserer Zeitung agitieren. Setzt euch überall für unsere Parteipresse ein. In das Heim des Arbeiters gehört die Arbeiterpresse. Darum, Genossen und Genossinnen agiliert! ..Kann man ihn denn nicht reparieren?" Ich beobachte, wie etwas Grünliches und Unheilverfündendes in ihren schönen, dunkelblauen Augen aufstieg. heraus, einen Soldaten in feldgrauer Uniform, ungefähr zehn Zentimeter hoch. Sie zieht die Seder auf und stellt den Soldaten auf den Klapptisch am Fenster. Die Augen des Jungen leuchten und fein Mund ist geöffnet, als wolle er sein Stell dich nicht so dumm an, Eugen! Es Spielzeug verschlingen. Aber, o weh! Der Soldal macht nur ein paar wacklige und unsichere ist doch besser, wenn du einen neuen bekommst!" Schritte, dann fällt er zur Seite und das SchnurSo oberflächlich können Erwachsene sein! ren in seinem Innern hört mit einem kurzen Eugen drückt den Bleisoldaten an seine Brust Sinag auf, als stehe ihm das Herz plößlich still. und schluchzt. Jetzt beginnt eine Kleine Tragödie. Die Mutter versucht von neuem, den Mechas nismus aufzuziehen, aber nun geht es überhaupt nicht. Wahrscheinlich ist die Feder gesprungen. Die Augen des Jungen sind merkwürdig starr geworden. Zuerst, als der Soldat wackelte und umfiel, lachte er dazu. Aber jetzt beginnt ihm das Unglück in seiner ganzen Schrecklichkeit klar Der Knabe ist ein hübsches und lebhaftes Kind. Beide Eltern hätten das Recht, sich in seinem Gesicht wiederzuerkennen. Die hohe Stirn, den ernsten Blick und das Kinn hat er von seinem Water. Das seidenglänzende, kastanienbraune zu werden. Haar, die kirschroten Lippen und die zarte Haut jind von der Mutter vererbt. Die Gebrauchsanweisung des Heizkörpers bietet ihm eine Weile Berstreuung, dann rollt er den Lederriemen des Coupéfensters auf und läßt ihn wieder fallen. Aber auf die Dauer kann man diesem Spiel freilich fein Interesse abgewinnen. Er lehnt sich an die Knie der Mutter: Mama, sei so gut und gib mir einen Soldaten." Sie macht ein Gesicht, als bereite ihr die Hiße im Coupé Unbehagen. ,, Stannst du nicht mit etwas anderem spielen? Ich weiß im Augenblid nicht, wo er steckt." ..Aber er liegt ja in der Tasche, du haft ihn ja selbst hineingeſtedt, Mama. Bitte, liebe Mamal" Seine Augen betteln, seine Lippen beben vor Eifer. Die schöne Frau erhebt sich nachlässig und Iramt aus der Tasche ein mechanisches Spielzeug Papa, er ist doch nicht kaputt gegangen?" Seine Stimme ist schrill vor Angst. Das scheint fast so", gibt der Vater zurück, während er lächelnd das lodige Köpfchen streichelt. Papa, hat Mama die Feder kaputt ge= " macht?" Nein, sie hat wohl in der Tasche einen Knag bekommen." Der Knabe dreht den Soldaten um und um, untersucht ihn hilflos, verſucht nochmals, ihn in Gang zu sehen. Dann bricht er in Tränen aus. ,, Warum durfte ich ihn nicht selbst tragen?" Zwischen den Augenbrauen der Mutter gräbt sich eine Falte ein, die nicht in ihr zartes, die nicht weiches Gesicht paßt. Still, Eugen, wenn wir in Marseille sind, bekommst du einen andern!" Aber der Junge sieht sie durch seine Tränen streifelnd an und schluchzt. ,, D, mein Soldat, mein füßer Soldat! Warum durfte ich ihn nicht selbst tragen?" Die Mutter neigt sich zu ihm herunter, jetzt bekommt ihr ſinnlicher Mund einen bösen Ausdruck. ,, Wenn du nicht im Augenblick aufhörst...!" Und sie hebt ihre Hand. Aber ein schluch zendes Kind kann sich nicht in einem Augenblid beruhigen, und im nächsten flatscht die Ohrfeige - aber es ist ein härterer Schlag, als man von einer solchen weichen Hand erwarten sollte, besonders wenn er gegen eine zarte Kinderwange gerichtet ist. Welß: Ka8, D1, Ta2, e8, Ld8, 17, Sd5, h3.( 8) Matt in 2 Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach ErschelPost Modlan, einzusenden. Lösungszug zu Nr. 401: Be3- et! Richtige Lösungen sandten ein: Beutel Wilhelm, Arnsdorf b. Tetschen; Tepper Franz, Karlsbad; Schöf nebier Emil u. Amler Rudolf, Tetschen; Schöpka Josef, fel Anton, Schöbritz; Pichrt Wenzel, Bergesgrün; DinDux: Lohmüller Hans, Habl Erwin, Kreusche Franz, ich Nestersitz; Weigel Walter, Saubernitz; Hyna Holfeld Otto, Schindler Robert, Freundl Anton, sämt Franz, Dux- Krankenhaus: Strache Karl, Strache RuPriesen; Berger Josef, Klein- Augend: Mildorf Adolf u. dolf, Klötzig Rudolf, Richter Heinrich, sämtlich GroßThönert Max, Tischau; Havel Franz, Modlan; Ulbert Rudolf, Proseditz. Partie Nr. 159. Damenbauernspiel. Gespielt im Qualifikationsturnier für die Olympiade in Antwerpen 1937 in Pilsen. Weiß: Schwarz: V. Novák, Pilsen T. Sika, Prag d2- d4 00 d7- d5 Sg1-13 8g8-16 02-03 e7- e6 L1- d3 c2- c3 Sb1-12 c7- c5 Sb8- c6 Lf8- d6 7. 0-0 8. d4c5 Ld6xc5 03-04 Dd8- b6 10. h2- h3 T18- d8 11. Dd1- c2 12. 13. Sd2xe4 Ld3xe4 d5xe4 S16xe4 17-157 und gleichzeitig wird Bauer e4 rückständig. BewunEin doppelter Fehler; schwächt die Königsstellung derungswürdig ist nur mit welcher Genauigkeit Weiß diese Schwächung auszunützen versteht. 14. 15. 16. Le4- d3 Tf1- e1 Tel- d1 Db6- dc7 De7-46 Sc6- e5? Ein weiterer Fehler, nach welchem Weiß bedeutenden Positionsvorteil erlangt. 17. Ld3- e2! Schwarz rechnete nur mit Sxe5. 17. Se5x13+ 18. Le2x13 Dd6- e7 19. Td1xd8+ De7xd8 20. Lc1-14 Dd8- e7 21. Dc2- e2 Verhindert den Vorstoß e6- e5! 21. Lc5-16 22. Lf4xd6 De7xd6 23. Tal- di Dd6- c7 24. Lf3- d5!! Fesselt und bedroht zugleich den Be6; auf jeden anderen Zug von Weiß käme Schwarz endlich zu Le8- d7 mit nachfolgenden Tas- e8 und Ausgleich des Spieles. 24. 25. Läuferzug d7. 25. Ld5- b3! Dc7- b6 Verhindert wieder den a7- a5 Die Situation ist für Schwarz hoffnungalos, die schwarze Dame kämpft vergeblich gegen die Uebermacht der weißen Figuren. Ebenso ist Schwarz außerstande die übrigen Figuren ins Spiel zu bringen. De2- h5! 87-86 Dh5- h4 und Schwarz gibt auf. Anmerkungen von Novák, Pilsen. 26. 27. Die Mutter stampft mit dem Fuß auf den Beden und auch ihre Stimme wird schrill: ,, Willst du endlich ruhig sein, Bengel, oder es seht noch eine!" Der Vater wirft ihr einen bittenden, fast flehenden Blick zu. Aber die weiße Hand schlägt zum zweitenmal zu. Jetzt ist der Augenblid gelommen, in dem die Kräfte des Kindes erlahmen. Seine Stimme estidt in leßten schluchzenden Seufzern. Der Schlaf nimmt ihn nach diesem vielleicht unglüc und an der Brust des Knaben schläft der Soldat, lichsten Augenblick seines Lebens in die Arme. ber nicht mehr gehen lann. Aber als der Knabe aufwacht, entsteht eine neue Szene. Na, ist Eugen jekt brav? Süß der Mama die Hand!" Und sie streckt die Hand hin, nicht ohne eine gewisse Notetterie. Der Junge sieht mit seinen rotgeweinten Augen zuerst auf die Hand, welche seinen SolJedenfalls ist das nicht die richtige Methode, baten laputt gemacht und ihn dann geschlagen hat, das Büblein zu trösten. Sein Weinen wird zum dann sieht er zu des Vaters Gesicht auf, gleichSchreien. Er schreit weniger aus Schmera, als sam bittend. Ist dies wirklich gerecht? Er findet aus Erbitterung über den ihm angetanen Menschen, die Zeuge seiner Erniedrigung waren, Schimpf. Er wirft einen wilden Blid auf die in dem großen Geficht mit dem Ausdrud ergeden wirren Blid eines verwundeten Tieres. Dann verheißt. Der Vater bückt sich nur zu ihm nieber gräbt er sein Gesicht in den Rodarmel des Vaters und flüstert ihm einige Worte ins Ohr. Und mit feft zufammengelniffenem Kindermund brüdt er und fängt von neuem zu weinen an. Ich glaube, daß die meisten von uns inner- einen Stuß auf die grausame, weiße Hand, die Ich glaube, daß die meisten von uns inner schlalich seine Partei nehmen. Aber geradeau peinlich lässige, weiße Genießerinnenhand, welche fajlaberührt sicht der Bater aus. Man merkt es an gen fann und streicheln, zärtlicher sicher als seinem halb abgewandten Blick und an der Art, in der sich seine großen, braunen Finger um die Strüde seines Stodes trampfen, biele andere. Sie war es auch, die Tenkte- an Stelle der Ilugen, festen Arbeitsfauft, Abkürzungen: Dt. Sdg. Deutsche Sendung-Na- Nachrichten- OK Orchesterkonzert- Sch- Schallplatten TM Tanzmusik- UM= Unterhaltungsmusik Vt= Vortrag. Inland Prag- Mělník an allen Wochentagen: 6.00-8.00 Morgensendung. 12.30) Na. 12.45 Sch.- Konz. 14.00 Börse. 19.15- 22.15 Na. Prag an allen Wochentagen: 6.00 Morgensendung. 9.45 Sicherheitsdienst. 10.45 Frauenfunk. 11.55 Landw. 13.50 Industrie. 16.00, 19.00 u. 22.00 Na. Sonntag, 14. August Rundfunk der Woche Montag, 15. August Sportorakel. 18.36 Aktuelle zehn Minuten. 18.45 Doz. Dr. Sitte: Todesstrahlen. 19.00 Lieder, ges. v. Kurt Mahr( Klav. Fr. Holeček). 19.30 Ostböhmisches Land. Hörf. 20.00 Geschichte zweier Töne, Hörf. m. Mus." ( Ges. Gerda Redlich, Klav. Fr. Holeček). 20.25 Sch. 20.40 Symphon. Konzert v. d. Luzerner Festspielen( Dir. 16.30 Volksfest in Hukvald( Walachi- Brouček ins 15. Jahrh., v. Svatopluk Küche d. Arbeiterfrau. 21.00 Mähr. Fritz Busch, Solist: Adolf Busch). sche Volkstänze). 17.30 Vorles. J. Cech.( Vorles.) 19.00 Sch. 19.30 Der Volkslieder. Werke v. Beethoven( Eroica). 22.55 Glazerova. lust. Krieg, Operette v. Joh. Strauß. Mähr. Ostrau: 16.45 Vt. ü. verges- bis 23.00 Sch. 21.00 Schicksale unterm Hradschin, sene schles. Orte, 17.40 Vt. ü. das Prag: 12.10 Sch. 12.45 UM. 14.10 histor. Hörsp. v. Rob. Emse. 21.30 Ostrauer Schauspielprogramm. 18.00 Sch. 16.45 Der Plattensee. 17.00 UM Prag- Mělník: 9.00 Gottesdienst. OK( Beliebte Ouvertüren). 22.30 bis Schles. Erntefest, folklor. Bild. 18.30 a. Ostrau. 18.00 Kulturber. 18.20 TM. 10.00 Vom goldnen Ueberfluß der 123.00 OK. Arbeiterfk. Vt. ü. bezahlten Urlaub. 19.25 OK a. Kaschau. 20.50 Die BalWelt". Hörf. um Gottfr. Keller u. C. Prag: 12.10 Sch. 12.45 Blaskonz. a. lade v. Schuhflicker, Melodram von 19.25 UM. F. Meyer v. Heinr. Fischer. 11.00 Ostrau. 14.10 Sch. 16.15 Sch. 18.10 Donnerstag, 18. August Ostrčil. 21.15 Aus d. Lyrik Ant. SoSymph.- Konz.( Sch.) 12.05 Presse. Arbeiterfk. Außenpolit. Aktualitäten. vas( a. Brünn). 20.30 Aus der Oper 12.25 UM( Ges. Gerti Kuthan u. Rolf 18.20 Blaskonz. 19.20 OK a. Kaschau. Frauen u. das Geld, Hörf. v. Maria 22.20-23.00 Sch. Prag- Mělník: 10.15 F. d. Frau: Die„ Die Legende von Erin" von Ostrčil. Prag- Mělník: 9.00 Sch. 9.30 SonnHartmann, Fagott: KarlWatzek, Klav. 20.25 Kokain, Detektiv- Hörsp. v. Bu- Kluger. 10.45 Sch. 18.00 Klaviermus. tagsgedanken. 9.40 UM( AugustinR. I. Schubert u. R. M. Mandée). 14.00 lan. 21.10 Symph. c- moll v. K. Weiss. Brünn: 12.00 Landw. 16.15 OK. Sextett). 10.00 Segen der Erde, ländl. Landw. Aus einer alten Dorf- 22.15 Sch. 22.30 Werke v. Janáček Schwarz). 18.10 Landw. 18.45 Sch. Vt. Karl Schirmeisen ü. Schönheit von J. S. Bach( Klav. Friderike 17.00 Buntes Progr. 18.00 Dt. Sdg. Bilder. 11.00 Symphoniekonz.( Sch.) chronik" v. Gust. Lerch. 14.15-14.30( Klav. R. Firkušny). 12.05 Presse. 12.25 OK( Dir. R. M. Arbeitersdg. Magda Riesner: Frauen Brünn: 13.30 Industrie. 18.00 Dt. Rosenheim: Zum Gedächtnis Angelo Lyrik Ant. Sovas( z. 10. Todestage). 19.00 Polit. Wochenschau. 19.30 Rich. Mährens, Jugendfunk. 21.15 Aus d. Mandée). 14.00 Bauernpredigt. 14.15 in Spanien, 17.35 Schönhengster Blas- Sdg. Arbeitersdg. Sozialinform. F. Neumanns( z. 100. Geburtstage), dann 21.30 Volkslieder von Janáček. 22.20 Arbeitersendung: Fritz Weisse: Ge- musik a, Brünn. 18.00 OK( Gesang Tejessy: Die kulturellen Aufgaben d. Sch.( Mus. v. Rich. Wagner). 20.00 bis 23.00 Buntes Sch.- Potpourri. fesselter Aufstieg. 14.30-15.30 Aus d. Wallfahrtsort Haindorf: Blumen- line: Amalie Bartfeld, Klav. R. I. 19.25 Kabarett. Gerda Redlich u. Jos. Baptistič. Vio- Arbeiterbewegung, Landw. 18.35 Sch. Das Ochsenmenuett, Singspiel v. G. und Kräuterweihe( Sprecher: Hugo Schubert, Dir. R. M. Mandée). 19.15 Mähr. Ostrau: 14.50 Sch. 16.15 OK. v. Hofmann, Mus. v. Haydn u. Sey- 16.45 Vt. ü. Barnum. 17.00 UM. 18.10 Rokyta). 17.35 Schrammelkonzert a. Na. 19.30 OK( Dir. R. M. Mandée). Landw. 12.45 Blaskonz. 18.10 Dt. Sdg. Mähr. Ostrau: 11.05 UM. 12.00 fried( Dir. H. Popper). 20.50 Der Dt. Sdg. Vt. Dr. Matuschka: Obst u. Brünn. 18.00 Das Märchen der 1002. 20.20 Vt. Hans Multerer: Prager Ka- Landw., Feuilleton„ Gedankenlos" v. terer. 21.10 Musik in Venedig, mus. Herr Fabrikant, Hörsp. v. Hans Mul- Arzt. 19.25 OK. Nacht, dramat. Gedicht von Maria v. pellen u. Kirchen. 21.00 OK( Dir. Dr. Illona Hermann. Rumänien. 19.15 Na. 19.30 KammerJalowetz). 22.15 Na. 22.40 Unsere Hörbild( Ges. Gerda Redlich, Cem- Samstag, 20. August musik( Klav. Fr. Holeček). Mozart: Ernteaussichten u. Herbsturlaub i. d. Mittwoch, 17. August balo: Gertrud Hutter). 22.00 Vorles. Klavierquartett g- moll. 20.00 SportTschechoslowakei. 23.00-23.30 TM ,, Clowns mit u, ohne Maske" v. Erich bericht. 20.15 Report. v. d. ReichenPrag- Mělník: 10.15-11.00 Sch. 12.15 Roseck. 22.30-23.00 TM( Sch.). ( Sch.) berger Messe. 20.45 Die alte Operette Vt. Dr. Suskoff: Höhensonne im Prag: 12.10 Sch. 12.45 UM a. Ostrau. ( Johann Strauß), Plauderei m. Mus. Prag: 6.30 Morgensendung. 7.00 Dienste d. Volksgesundheit. 13.50 14.10 Sch. 16.15 OK a. Kaschau, 16.45 v. Jos. Zell( Dir. R. M. Mandée). OK a. Pistyan. 8.10 Sch. 9.00 Engl. Arbeitsmarkt. 18.00 Was Liebe Vt. ü. Hopfenpflücker. 17.00 Konz. a. Emmy Kreutzer und Ferry Löring). 22.15 Na. 22.30-23.30 TM( Sch.). Madrigale, ges. v. d. Tudor Singers. wohl ist?"( Ges. Gret Dietrich, Klav. Kaschau. 17.40 Janáček: Jugend, Suite 18.00 Kreuz und quer durch unsere Prag: 6.30 Morgensendung. 7.00 9.25 Arbeiterik. Hörszene ü. Sonnen- Fr. Holeček). 18.20 Arbeitersdg. 18.40 f. Blasinstrumente. 18.00 Landw. 18.20 schöne Heimat. 18.30 Beethoven in Kurkonz, a. Luhačovice. 8.10 Arbeiter- sanatorium. 9.55 Werke v. Dvořák. Sozialinform. 18.45 Neue Bücher. 19.00 UM. 19.25 Liederpotpourri von Boh. Schlesien, Hörf. m. Mus., dann Beetfunk. Vt. ü. Masaryks soziale Frage. 10.25 Vt.. Wesen d. Poesie. 11.00 Walzer von Joh. Strauß( Ges. Erna Tvrdy. 19.55 Mozart: Konz. f. Vio- hovens Sonate f. Klav. F- Moll, gesp. 8.45 Vt. Prof. Nejedlý ü. d. tschech. Konzert a. Pistyan. 12.25 Sch. 13.50 Bergener, Klav. Fr. Holeček). 19.30 line u. Orch. A- Dur, 20.25 Damen u. v. Franz Osborn. 19.30 ,, Feierabend" Lied. 12.25 UM. 13.50 Landw. 14.05 Landw. 14.05 Sch. 16.00 Konz. a. Der Widerspenstigen Zähmung, Lust- Husaren, Lustsp. v. A. Fredro. 22.20 V. Multerer. 20.15 Bunte Sdg.( Ges. Sch. 15.30 UM. 16.00 Hörf. ü. Janá- Pistyan. 17.00 Jim gibt seinen Beruf spiel v. Shakespeare. 21.00 Sch. 21.30 Sch. Mali Trummer und Hans Multerer, ček a. Ostrau. 17.00 OK. 17.30 August- auf, Sketch v. Cossin u. Charpentier. Eröffnungskonz. d. Trentschin- TepBrünn: 10.45 Vt. ü. flüss. Obst, 11.00 Zither Anna Richter, Klav. R. I. Feuilleton. 17.45 UM. 18.30 Militär- 17.20 UM. 17.50 UM. 18.30 UM. 19.20 litzer Kammermusikfestes( Ondříček- Sch. 11.05 OK. 13.50 Dt. Arbeits- Schubert, Dir. R. M. Mandée). 22.30 Konzert. 19.10 Aktualitäten. 19.20 Hochsommer- Unterhalt.- Progr. 20.40 Quartett). 22.00 Vorles. aus Maxim markt. 16.45 Vt. ü. Goldgräber von bis 23.30 TM a. Hotel Corso, MarienBunte Sdg. a. Kaschau. 20.00 Sport- Vt. ü. den Dichter Ant. Sova. 20.55 Gorki:„ Das flammende Herz". 22.30 Neuseeland. 18.05 Dt. Sdg. Arbeiter- bad. plauderei a. Brünn. 20.55 Rakos Ra- OK a. Ostrau. 22.20-23.00 Sch. sendung. Fr. Matuschka: Arbeiter- Prag: 12.10 Sch. 14.10 UM a. Brünn. koczy, Ballett v. Leoš Janáček( OK). Brünn: 8.10 Sch. 17.20 Sch. 17.35 Prag: 12.05 Sch. 13.50 Arbeits- kinder in den Ferien, Guido Brandt: 16.10 UM a. Kaschau. 18.05 Arbeiter22.25 Sch. 22.35-23.30 TM a. Preẞbg. Dt. Sdg. Schönhengster Blasmusik markt. 14.10 Sch. 16.15 Mil.- Konz. a. Dorffriedhöfe unserer Heimat. 18.40 funk. Vt. ü. Garten nach der Arbeit. Brünn: 7.00 Konz. a. Luhačovice.( Schönhengster Bauernkapelle, Ltg. Trentschin- Teplitz. 16.45 Vt. ü. Graf Sch. 14.05 Dt. Landw. 15.30 Report. v. d. H. Habermann). Der Obrist, Wal- Sporck. 17.00 Konz. a. Trentschin- Mähr. Ostrau: 12.45 UM. 16.45 Vt. dem Fliegen, Hörf. a. Brünn. 20.20 Republik- Feier d. mähr. schles. Ver- lenstein- Drama v. Felix Langer. 22.30 Teplitz. 17.40 Russ. Lieder. 18.20 UM. ü. amerik. Tschechoslowaken. 17.40 Vt. ü. Alois Jirásek. 20.35 Popul. Konbandes. 17.35 Dt. Sdg. Schrammel- bis 23.00 Sch. 19.15 Polit. Aktualität. 19.25 Hörf. ü. Neue Bücher. 18.10 Dt. Sdg. UM zert d. Tschech. Philharmonie. 21.25 alte Bäume. 20.10 UM a. Ostrau.( Mandolinenorch. Atus aus Liskovec, Dvořák: Serenade f. Streichorch. 22.15 20.40 Bei Morgengrauen. Dorfbild a. Ltg. A. Totzauer u. Jos. Schreyers Sch. 22.30-23.30 TM aus Preßburg. Preßburg. 21.00 Mähr. Volkslieder a. Schrammelquartett). 19.55 Hörsp. Brünn. 21.20 Konz. a. Trentschin- Freitag, 19. August Teplitz. 22.15 Sch. konzert( Violine: Jos. Pour, Accor- Mähr. Ostrau: 9.00 Mil- Konz. a. deon: Rud. Thüringer, Guitarre u. Ges. Hranice. 9.30 Sch. 9.40 Arbeiterfunk. Hans Swoboda), Opernarien, ges. v. 18.20 Feuilleton: Schles. Sommer. Wolf Bassing. 18.50 Dt. Na. 20.00 20.55 Popul. OK. Sporthistörchen. Mähr. Ostrau: 8.25 Arbeiterfk. Vt. ü. Bergleute u. Maschinen. 9.00 Uebertragung a. d. Militärakademie Hranice. 10.45 Janáček- Feier in Hukvald. 11.15 Mil- Konz. aus Hranice. 16.00 Hörf, Leoš Janáček bei den Seinen. Ausland Dienstag, 16. August Prag- Mělník: 10.15 F. d. Frau: Vt. Mimi Gürau. Diät im Monat August. 10.30 Kammermus. Violine: Rud. Kokert, Klav.: Fr. Holeček). 18.00 UM ( Sch.). 18.45 Der Ausflug des Herrn a. bis 23.00 TM. Prag- Mělník: 10.15 F. d. Frau. Vt. Tilly Schaffasch: Frauen von heute, Bräute von morgen. 10.30-11.00 Sch. 12.10 Duette aus Operetten( Ges. 18.20 UM v. d. Slaw. Insel. 19.20 Heil Brünn: 13.50 Industrie. 14.00 Landw. 14.10 Lust. Mus. 17.35 Virtuose Violinmusik. 18.00 Dt. Sdg. Rund um den Brünn: 13.50 Arbeitsmarkt. 14.10 Prag- Mělník: 10.15 Sch. 12.15 Vt. Erdball, Sch.- Revue v. Dr. Bermann. Landw. 17.40 Opus 4 v. V. Novak. Adolf Hoser: Unsere lieben Sänger. 19.20 Heil dem Fliegen, Hörf. 18.00 Dt. Sdg. Die Weise v. Liebe u. 18.00 Flötenmus.( Flöte: Alfr. Werk- Mähr. Ostrau: 12.45 OK. 17.45 Sch. Tod des Cornets Christoph Rilke, meister, Cembalo: Fr. Holeček). 18.10 18.05 Jugoslaw. Lieder. 18.25 ArbeiterDichtung v. R. M. Rilke m. Mus. v. Sekretär Wilh. Schubert: Die Ar- funk. Vt. ü. die Kopřivnicer ArbeiterPaszthory. 18.35 Arbeiterfk. Vt. ü. beitsgerichte u. ihre Tätigkeit. 18.20 schaft. 18.35 Sch. Leipzig: 12.00 Konz. a. München. 14.00 Sch. 16.00 Konz. a. Wien. 19.00 UM. 20.10 Zwei bunte Stunden. 22.45 UM a. Stuttg. 24.00-3.00 Musik a. Danzig. Straßburg: 18.30 Lieder u. Mus. f. Violine. 19.30 Sch. 20.30 OK. 22.00 Franz. Gesänge. 23.00 OK. Budapest: 12.05 Gesang u. Violine. 13.30 Konz. 17.00 OK. 19.00 Sch. ungar. Künstler. 19.30 Fest der ung. Hymne. 20.30 Klaviermusik. 21.10 Zigeunermusik. 23.10 UM. Berlin: 12.00 OK a. Leipzig. 14.15| Beromünster: 18.00 Ouvertüren Breslau: 12.00 OK. 14.15 UM a. Beromünster: 17.00 Sommertage m. UM. 15.00 Heitere Klänge. 17.30( Sch.) 19.00 Genfer Komponisten. Berlin. 16.00 UM. 18.30 Peer Gynt- Musik. 17.35 Lieder u. Gesänge. 19.35 Sonntag, 14. August Klaviermusik. 18.00 UM. 19.00 Don 19.55 Bunte Std. 21.10 Ernte- Hörfolge. Suite v. Grieg( Sch.) 19.00 Sommer- Schweizer Chöre. 19.55 Volkslieder. Giovanni, Oper v. Mozart( a. Salz- Straßburg: 18.30 Cello- Konz. 19.30 Hörf. 21.10 Lust. Hörf. ü. Dichter. 20.30 Festwoche in Luzern. Deutschlandsender: 9.00 Haydn- burg). 23.00 TM a. Köln. 24.00-3.00 UM. 20.30 Ferienzeit in Wort u. Ton. 21.00 Streichquartette v. Schubert u. Mozart- Sch. 10.00 UM. 12.00 Mus. Mus. a. Köln. Budapest: 12.05 Ilonka Tomas singt. Verdi. 22.30 UM a. Stuttg. 24.00-3.00 a. Leipzig. 14.30 Ungar. Lieder. 15.00 Breslau: 12.00 OK a. Hamburg. 14.00 17.15 Mil- Konz. 19.00 OK. 21.20 E Mus. a. Danzig. Werke v. Puccini u. Liszt( Sch.) 21.10 Sch. 16.00 OK. 18.30 Mus. v. Mau- öffnung d. Weltkongresses d. Ungarn UM a. Hambg. 22.30 TM. 1.05-2.00 rice Ravel( Sch.) 20.10 Der blaue in Budapest. 22.05 Zigeunermus. 23.10 Kapelle Kermbach( a. Frankf.) Montag, Szenenfolge. 22.30 TM Sch. Berlin: 10.00 UM. 11.30 Sch. 12.00 Köln. 24.00-3.00 Musik aus Köln. Mailand: 17.15 Klaviermusik. 19.30 OK m. Solisten. 14.00 Sch. 16.00 Zwei Leipzig: 12.00 OK. 14.00 Sch. 16.00 UM. 21.00 Peter Ibbetson, Oper von heitere Stunden. 20.10 OK u. Ges. a. Konz. a. Breslau. 20.10 UM. 21.00 Die Köln. 23.30 UM. 1.00-3.00 Mus. a. Freundschaft v. Port Said, FunkbalHamburg. lade v. Huchel. 22.30 Konz. f. Flöte Breslau: 10.00 UM. 11.30 Lieder. und Klavier. 23.00 TM. 24.00-3.00 12.00 Mus. a. Berlin. 14.30 Hörf. ü. Musik aus Köln. Sommerfrische. 16.00 UM. 18.30 Klaviermusik. 21.00 Kammermusik. 22.30 TM. 24.00-3.00 Musik aus Hamburg. Leipzig: 10.30 Mozart: c- mollMesse( a. Salzbg.) 12.00 UM. 14.05 Sch. 15.30 Duette dt. Romantik. 17.00 Dt.- ital. Konz. 20.10 Musik. 22.40 TM. 24.00-3.00 Musik a. Hamburg. Wien: 10.30 Zeitgenöss. Klaviermusik. 12.00 Musik aus Berlin. 13.00 OK. 14.00 Sch. 15.30 Flötenmusik. 23.00 TM. 23.15 Jazz. Wien: 12.00 UM. 14.10 Sch. 16.00 Konz. a. Breslau. 18.00 Hörf. ü. MoTaylor. Moskau- Komintern: 17.00 Musik. 18.00 Konz. 19.00 Konz. 21.30 Na. Mittwoch, 17. August Wien: 12.00 OK. 14.10 Sch. 18.20 Kammermusik. 20.10 UM a. Saarbrücken. 21.00 UM. 22.30 TM. 24.00 bis 3.00 Musik aus Danzig. Beromünster: 19.55 Vt. ü. Pestalozzi. 20.55 Der Mikado, Operette v. Gilbert u. Sullivan. 22.10 TM. Straßburg: 18.30 Orgelkonz.( Bach). 19.15 UM. 20.15 Blasmus. 21.00 UM 19.30 Klaviermus. v. Debussy. 20.30 Deutschlandsender: 12.00 Musik a. Danzig. 14.00 UM. 15.15 TM( Sch.) 16.00 UM a. Frankf. 18.20 Franz. Mus. Sch. 15.00 Hörf. a. Dessau. 16.00 OK. 18.20 Kammermus. 21.00 Sch. 23.15 Musik aus Wien. 24.00-3.00 Musik a. München. Mailand: 17.15 Violinkonzert. 19.30 Sch. 21.00 UM. 21.30 Symph. Konz. ( Beethovens Pastorale u. a.). Moskau- Komintern: 17.00 Konzert. 18.00 Mus. 19.00 Literar. Progr. 19.30 Konz. 21.30 Na. 23.00 Deutsches Programm. Samstag, 20. August zart. 19.00 Don Giovanni, Oper von Mozart( a. Salzburg). 22.50 TM. 24.00 a. Wien. 22.35 Kammermus. 23.00 TM( Sch.) 21.00 Hörsp. 21.30 Komibis 3.00 Musik aus Köln. Mus. a. Wien. 24.00-2.00 Mozart- sche Oper. Deutschlandsender: 12.00 UM. 14.00 Beromünster: 17.00 UM. 18.50 Sch. Feier a. Stuttgart. Budapest: 13.25 OK. 14.35 Konz. UM. 15.15 Sch. 16.00 Operettenkonz. 20.10 Marschmusik, 20.45 UM. Berlin: 12.00 UM. 14.15 UM. 15.15 15.35 OK. 18.20 Zigeunermus. 21.25 18.00 Mil. Konz. 19.00 Fidelio, Oper Straßburg: 16.30 UM. 18.30 Sch. Sch. 16.00 UM. 18.00 Opernmel. Konzert. 22.50 Zigeunermusik. v. Beethoven( a. Salzbg.) 20.45 2. Akt 19.30 Klaviermus. 20.30 Theaterabend.( Sch.) 19.00 UM. 20.10 Volkslieder. Mailand: 17.15 Duette. 19.30 UM. des Fidelio. 23.00 TM a. München. Budapest: 12.00 Zigeunermus. 13.00 21.00 Serenade a, Salzbg. 23.00 TM a. 21.00 Hochsommer, Spiel v. Feline. 24.00 TM a. Frankfurt. 17.00 Domkonzert aus Salzburg. 18.50 Konz. 14.00 Sch. 15.30 Orgelkonzert. Breslau. 24.00-3.00 Mus. a. München. 21.35 Violinkonz. 22.20 Chorges. 23.15 Berlin: 12.00 OK a. Wien. 14.15 TM. 20.10 OK m. Solisten. 23.00 TM. 16.35 TM( Sch.) 18.00 Ges. Maria Breslau: 13.15 OK a. Stuttg. 14.00 bis 23.55 TM. Sch. 16.00 UM. 18.00 UM. 19.00 24.00-3.00 Musik aus Hamburg. Basilides. 19.00 OK. 21.20 Konz. 22.30 Sch. 16.00 OK. 18.40 Sch. 19.15 Moskau- Komintern: 16.30 Musik. Sch. 20.10 Italienische Opern, Konz. Beromünster: 18.00 Vt. 18.20 Hei- Jazz. 23.10 Zigeunermusik. Kammermus. a. Hambg. 20.15 TM a. 18.00 Liter. Progr. 19.00 Konz. 21.30 d. Wiener Symph. 22.30 TM. 2.00 bis tere Musik. 18.45 Seemannslieder. Mailand: 17.15 Sch. 18.15 UM. 19.30 Stuttg. 21.00 Serenade a. Salzbg. 22.30 Nachrichten. 3.00 UM a. Breslau. 19.00 Sch. a. London. 19.30 Engl. Sch. 21.10 Ave Maria, Operette von TM. 24.00-3.00 Mus. a. München. Breslau: 12.00 OK a. Wien. 14.00 Volkslieder. 19.45 Na. 20.20 Schwei- Bettelini. 23.15-23.55 TM. Leipzig: 13.15 OK a. Stuttg. 14.00 Freitag, 19. August UM. 16.00 Hundstagsstimmung, Hörf. zer Lieder. 21.05 Hörspiel. 22.05 Moskau- Komintern: 17.00 Musik. Deutschlandsender: 12.00 Musik a. m. Musik. 18.30 Klaviermus. 20.10 Schweizer Komponisten. 18.00 Liter. Progr. 19.00 Konz. 21.30 Bremen. 14.00 UM. 15.15 Kinder- Leuchtende Nächte, Melodienfolge. Straßburg: 17.00 UM. 19.30 Sch. Nachrichten. lieder. 15.30 UM. 17.20 Hörf. ü. den 22.45 TM. 24.00-3.00 UM. 20.30 Popul. Konz. 21.30 Hörspiel. Dienstag, 16. August Dichter Villon. 18.00 UM. 19.10 Sechs Wien: 12.00 OK a. Stuttg. 14.15 UM Musici auf 18 Instrumenten( a. Köln). Leipzig: 12.00 OK a. Wien. 14.00 Budapest: 12.00 OK. 14.00 Sch. Deutschlandsender: 12.00 OK aus a. Hambg. 16.00 UM. 18.15 Lieder. 20.15 UM. 22.30 Beethoven: Sonate Sch. 16.00 Hundstagsstimmung, mus. 15.45 Konz. 17.00 Ungar. Lieder. 18.35 Stuttgart. 14.00 UM. 15.30 UM. 17.30 18.40 Volksinstrumente. 21.00 UM. f. Cello u. Klav. 23.00 TM a. Köln. Hörfolge. 18.15 Sch. 19.00 BauernKonz. 21.00 OK. 22.00 Zigeunermus. Ber. ü. Filmausstellung in Venedig. 22.30 Musik a. Wien. 24.00-3.00 Mus. 24.00-2.00 Konz. a. Stuttg. hochzeit, Hörf. 20.10 Operettenmus. 17.40 Zeitgen. Lieder. 18.00 UM. 19.00 a. München. 22.45 TM. 24.00-3.00 UM a. Breslau. Berlin: 12.00 OK. 14.15 UM. 14.40 Mailand: 17.15 Varieté. 18.45 Sch. Sch. 20.15 UM. 20.30 OK. 22.30 Mo- Beromünster: 17.00 UM. 18.00 Zeit- Hörf. ü. Hochzeitsbräuche. 15.30 UM. Wien: 12.00 OK, 13.15 UM. 14.10 21.00 Hörsp., dann TM. zart: Sonate C- dur( Klav). 23.00 UM gen. Komponisten. 19.10 Operetten- 17.30 Beethoven: Sonate f. Violine u. Sch. 16.00 Operettenmus. v. Deutschl.Moskau- Komintern: 17.00 Konzert. a. Stuttgart. 24.00-2.00 Konzert a. Lieder. 19.50 Volkslieder. 20.55 Vt. Klavier G- Dur. 18.00 UM. 19.00 UM. Sender. 18.00 Mil.- Konz. v. Dtschl.18.00 Konzert. 19.00 Literar. Progr. Frankfurt. ü. Schweizer Maler. 21.35 Violine u. 20.10 Berliner Pflaster. Hörsp. v. Hans Sender. 19.10 Sch. 20.10 Italienische 19.30 Konzert. 21.30 Nachrichten. Berlin: 12.00 OK. 14.15 Sch. 15.15 Cello. Richter. 21.15 Sch. 22.30 TM a. Leip- Opern, Konzert d. Wiener SymphoniUM. 16.00 Konz. a. Königsberg. 18.00 Budapest: 13.00 Symph, Konz. 17.00 Montag, 15. August zig. 24.00-3.00 Musik a. Königsberg. ker. 22.45 TM a. Berlin. 24.00-3.00 UM. 19.00 UM. 20.15 UM a. Frankf. Zigeunermus. 18.15 TM( Sch.) 19.30 Musik aus Breslau. Breslau: 13.15 UM. 14.00 Sch. 16.00 Deutschlandsender: 12.00 OK. 14.00 21.00 TM. 22.30 TM a. Hambg. 24.00 Violine u. Klavier. 21.10 Alte ungar. UM. 17.10 Konz. a. München. 18.20 Beromünster: 17.00 Mil.- Märsche. Sch. 15.30 UM. 17.45 Altdeutsche bis 3.00 OK u. Volksmusik a. Wien. Lieder. 22.05 OK. 23.10 Zigeunermus. Liebeslieder. 18.00 UM. 19.15 Schöne Mailand: 17.15 TM. 19.30 UM. 21.00 Sch. 19.00 Vivat die Eisenbahn, Hör- 17.25 Soldatenlieder. 17.40 LändlerMelodien, 20.10 UM. 21.15 Kammer- Hambg. 17.00 UM. 18.00 Der Meister Jazz. 21.40 Varieté. 23.15-23.55 TM. Spiel. 20.00 Welle 1838-1939, Hörsp. musik. 18.30 Zitherkonz. 19.15 UM. musik. 22.30 Kammermus. 23.00 TM. von Cremona, Hörszene v. Gertrud Moskau- Komintern: 17.00 Konzert. 22.30 TM a. Leipzig. 24.00-3.00 Mus. 20.40 Liebeslieder. 22.00 TM. Straßburg: 18.00 Elsäss. Sdg. 18.30 24.00-2.00 Konzert aus Frankfurt. Runge. 20.10 UM. 22.35 TM a. Ham- 17.30 Liter. Progr. 18.00 Konz. 21.30 aus Königsberg. burg. 24.00-3.00 Musik aus Wien. Leipzig: 13.15 Konz, a. Saarbr. 14.00 Sch. 19.30 UM. 20.30 Volksmus. 21.10 Na. 23.00 Deutsches Programm. Sch. 16.00 OK m. Solisten. 18.20 Dänische Komponisten u. Kantate v. Leipzig: 12.00 Konz. a. Frankf. 14.00 Donnerstag, 18. August Melodien aus Irland, Sch.- Hörf. 19.00 Debussy. 23.00 TM. ( ausser Sonntags). Sch. 15.40 Vt. ü. Musik u. Musiker. Deutschlandsender: 12.00 OK. 14.00 Sommerglück, Hörf. m. Mus. 20.10 Budapest: 13.25 OK. 14.35 Konz. 5.45 Paris Mondiale. 7.55 Luxem- 16.00 UM. 18.20 Kammermus. 19.00 UM. 15.15 Hausmus. 16.00 UM. 17.45 Musik a. Dresden. 22.30 TM. 24.00 15.35 OK. 18.20 Zigeunermus. 19.30 burg. 8.20 Straßburg. 10.05 Brünn. Alte Tänze( Sch.) 20.00 Welle 1838 Violine u. Klav. 18.00 UM. 19.15 UM. bis 3.00 Musik aus Königsberg. König Stefan, Tragödie von Sandor 12.30 Prag- Mělník. 13.55 Brünn. 14.00 bis 1938, Hörsp. 24.00-3.00 Musik aus 20.15 Musik und Humor. 23.00 TM. Wien: 12.00 Konz. a. Saarbr. 14.10 Sik. 21.25 OK. 22.50 Zigeunermusik. Prag und Preßburg. 18.15 Moskau. Wien. 24.00-2.00 Konzert aus Frankfurt. OK. 16.00 UM. 17.10 OK. 18.45 Im Mailand: 17.15 TM. 17.55 Sch. 19.30 18.45 Brünn, Mähr. Ostrau u. Preß- Wien: 12.00 Konz. a. Frankf, 14.10 Berlin: 12.00 Konzert aus München. Zeichen der Sonne, sommerl. Spiel. UM. 21.00 Parisina, Oper v. Mascagni burg. 19.00 Luxemburg. 19.15 Prag- Sch. 16.00 UM. 18.00 Lieder. 19.00 14.15 UM. 15.00 Dorfkirmes, Fest v. 20.10 Bauernmus. 21.00 Aufmachen,( Dir. der Komponist). Mělník. 19.45 Beromünster. 20.00 Sch. 20.10 Hörf. ü. Eislutscher. 21.00 d. Funkausstellung. 15.30 Sch. 17.00 Kriminalpolizei, Hörszenen. 22.30 TM Moskau- Komintern: 17.00 Musik. Sraßburg, 22.00 Moskau u. Luxembg. Kammerkonz. 22.30 TM a. Hambg. Kammermus. 18.00 UM. 22.30 UM. a. Leipzig. 24.00-3.00 Mus, a. Königs- 18.00 Liter. Progr. 19,00 Konz. 21.30 Prag- Melnik 22.50 Bukarests 124.00-3.00 OK u. Volksmusik, 24.00-3.00 Konz, a Danzig berg Nachrichten Nachrichten in deutscher Sprache Breslau: 12.00 OK. 14.15 UM aus N Biff im meb aller a Na Na Gei Sal 402 gur den 528 aus das and GI ber Tan bon Sa ihr Be Ju fich na der παρ Ju 11 bo bon bor im au ful Sr 4,1 An me im fie บท bo ru be mi 78 la ge id ni ge E E 11 R g 01 2 if 20 8 8 " 8 a ล 9 6 8 Nr. 189 Samstag, 13. August 1938 Volkswirtschaft und Sozialpolitik Die Lage unserer Leder- und Stoffhandschuhindustrie Das statistische Staatsamt veröffentlicht dienach USA und die sichtbare Steigerung unseres Ziffern über den Handschuherport im Juni ſowie Abſaßes in Großbritannien auf. Daneben fällt im ersten Halbjahr 1987. Diese Zahlen sind inaber der Rückgang unserer Ausfuhr nach Großmehrfacher Beziehung interessant und wichtig. Borbritannien im Monat Juni 1938 ins Auge. allem fällt der große Rückgang unserer Ausfuhr Nachstehende Zahlen geben ein anschauliches Bild: Gesamtausfuhr im Juni: • 1938 Paar 437.000 Wert in Kč 8,900.000.1937 Unterschied Paar Wert in Kč in Paar 712.000 14.900.000.--275.000 Davon nach Großbritannien: 205.000 4,100.000.- 316.000 Nach den Vereinigten Staaten: in Kč -6,000.000.111.000 2,400.000.- 316.000 5,000.000.--108.000-2,600.000.Gesamtausfuhr im ersten Halbjahr: ohne ausländischen Zwischenhandel sich herausbil-] den, der von der Tschechoslowakischen Nationalbank angestrebt wird und angestrebt werden muß, weil in fast allen Ländern der Import eine Funktion des Exports geworden ist. Darum wiederholen wir und werden es immer wieder tun: Wir brau chen eine tschechoslowakische Exportbank. Der Abstand der Ausfuhr vom Jahre 1929 Man erhält für 100 Reichsmark Markmünzen. 100 rumänische Lei 100 polnische Bloth 100 ungarische Bengö. Seite 7 Kč 543.645.17.35 548.50 608.50 100 Schweizer Franken 668.50 100 französische Francs 79.70 144.38 160.40 1 englisches Pfund 100 italienische Lire Das russische Budget Die günstige Entwicklung der tschechoslowakis schen Ausfuhr im Jahre 1937 und in den ersten Monaten des laufenden Jahres hat den Export aller Industrien erheblich über den Tiefstand des Moskau.( Taß) Der Volkskommissar für Jahres 1933 hinausgeführt. Es gab in jenem das Finanzwesen Swerew teilte in einer Meldung. Jahre Industrien, die nur noch ein Fünftel des dem Obersten Sowjet der USSR u. a. mit, daß Wertes vom Jahre 1929 zur Ausfuhr brachten. der Ueberschuß der Einnahmen des Staatsetats im Am ungünstigsten war der Export für die Textil Jahre 1936 eine Milliarde 933 Millionen Rubel industrie. Die Besserung, die bis zum Jahre 1937 betrug. Im Jahre 1937 betrug der Ueberschuß zu verzeichnen ist, wird am deutlichsten erkennbar, 2.7 Milliarden Rubel. Der Staatsetat für das 6,400.000.-- 111.000-1,110.000.- wenn man die Ziffernt von 1987 denen des Jah- Jahr 1938 sichert eine ähnliche Entwicklung sowie res 1933 gegenüberstellt. Setzt man den Ausfuhr- die Festigung des sozialistischen Aufbaues in der wert im Jahre 1929 gleich 100, dann ergibt sich Sowjetunion. Er ist aufgebaut im Einklang mit für den Export in den nachstehenden Warengrup- dem staatlichen Plan für die Entwicklung der Volkswirtschaft. Für das Jahr 1938 ist der pen folgende Riffer: Wert der Gesamtproduktion der Industrie in der Union und den Republiken auf 87.5 Milliarden Rubel festgelegt, was eine Zus nahme um 21 Prozent gegenüber 1937 ergibt. Der Warenumsas steigt von 125 Milliarden Rubel im Jahre 1937 auf 140.5 Milliarden Rubel im Jahre 1938. Die Fonds für die Löhne und Gehälter der Arbeiter und Angestellten wird im Jahre 1988 94 Milliarden Rubel( plus 15 Progent) betragen gegenüber 82 Milliarden Rubel im vergangenen Jahre. Die Einnahmen des dem Obersten Sowjet zur Bestätigung vorgelegten Staatsetat für 1938 betragen 125 Milliarden 184 Millionen Rubel, die Ausgaben 123 Milliarden 684 Millionen Rubel. 3,714.000 76,400.000.- 4,116.000 82,900.000.-- 402.000-6,500.000.Davon nach Großbritannien: 2,038.000 48,600.000.- 1,795.000 33,400.000.-+243.000+ 15,200.000.Nach den Vereinigten Staaten: 571.000 13,200.000.1,099.000 23,500.000.-+528.000-10,300.000.Wie aus obigen Ziffern ersichtlich ist, ist die Gesamtausfuhr unserer Handschuhe im ersten Salbjahr 1938 gegenüber derselben Zeit 1937 um 402.000 Paar im Werte von 6,500.000 Kronen zurüdgegangen. Der Rüdgang ist zur Gänze auf den rüdläufigen Export nach USA, der insgesamt 528.000 Paar im Werte von 10,300.000 Kronen ausmacht, zurückzuführen und betrifft vor allem das Industriegebiet des oberen Erzgebirges. Nebst anderen Ursachen ist der Rückgang mit auf den Gleichschaltungsrum me I gerade in der Zeit, als die saisonmäßigen Bestellungen einlangen ſollten, zurückzuführen. Zum Unterschied vom rüdläufigen Amerilaegport ist es der Prager Handschuhinduſtrie gelungen, in derselben Zeit ihren Erport nach England um 243.000 Paar im Berte von 15,200.000 Kronen zu steigern. in der Beschäftigung im oberen Erzgebirge berich tet. Da sich sowohl in Amerika als auch in England immer größere Schwierigkeiten im Export unserer Waren bemerkbar machen, sind die Aussichten für die kommenden Monate nicht besonders erfreulich. Gerade unsere Lederhandschuhindustrie würde eine Normalisierung der politischen Verhältnisse dringend benötigen. Nur dadurch kann die Arbeiterschaft vor neuer Arbeitslosigkeit be3. Sch. wahrt werden. Der Ruf nach der Exportbank Kohle ( 1929= 100) 1937 1933 Eisen und Eisenwaren 100,9 28,0 Baumwolle, Garne u. Waren 33,1 20,4 Glas und Glaswaren 57,1 38,5 Wolle, Garne und Waren 85,0 20,1 Getreide, Malz usw. 65,1 26,1 Leder und Lederwaren 44,6 22,5 64,1 41,9 Konfektionswaren 71,9 21,8 82,2 32,1 Seide und Seidenwaren 62,1 85,7 Papier und Papierwaren 96,2 42,7 Uneble Metalle und Waren 76,6 34,8 Maschinen und Apparate 67,5 23,2 Flachs, Hanf, Jute u. Waren 53,6 Obst, Gemüse usw. Buder 33,9 74,2 56,5 24,0 17,0 Holz Mähdrescher und Arbeitslosigkeit Auf der Prager Tagung des„ Internationa Aus dieser Tabelle geht hervor, daß die Ausfuhr len landwirtschaftlichen Verbandes" wurde auch in allen diesen Warengruppen 1937 erheblich die Frage Arbeitslosigkeit und Arbeitsmangel in höher ist als 1933. Sie zeigt aber außerdem, daß der Landwirtschaft behandelt. Der Referent zu diesich gegenüber dem Jahre 1929 in den meisten sem Thema führte aus, daß die technologische ArWarengruppen noch ein beträchtlicher Exportrüd- beitslosigkeit ihre Ursache in der raschen Entwickstand ergibt. Lediglich in Eisen und Eisenwaren lung der Landmaschinenarbeit habe. So habe die überschritt der Export die Höhe von 1929. Die Einführung der Mähdreschmaschine in den VerPapierindustrie erreichte fast den Stand von einigten Staaten etiva 250.000 Erntearbeiter 1929. Dagegen bleiben die verschiedenen Branchen brotlos gemacht. Auch in Kanada seien jetzt rund der Textilindustrie weit zurück. Auch die Leder- 60.000 Wanderarbeiter infolge der Mechanisie und Lederwaren- Ausfuhr machte 1937 erst weni- rung brotlos. Traktor, Mähdrescher und andere Großmaschinen bewirkten außerdem eine Konzen ger als die Hälfte von 1929 aus. trierung des Bodenbesizes in den beiden Ländern, weil zahlreiche kleine Landwirte ihren Besitz verlassen haben. Eine neue Maschine, der Baumwoll pflücker, die vor der Einführung stehe, werde die technologische Arbeitslosigkeit in der Landwirtschaft nech vermehren. Bemerkenswert ist, daß 1937 die Ausfuhr von Agrarprodukten bedeutend gesteigert werden konnte und daß sowohl der Getreide und Malzexport als auch der Export von Holz, Obst und Gemüse weit über den Durchschnitt der allgemeintn Ausfuhr liegt. Der„ Bankdienst" schreibt: Der Nüdgang des Erports ist für die Tschechoslowakische Repu= blit eine viel wichtigere Frage als für viele große Länder, die immerhin in den meisten Branchen Vergleicht man aber unsere Ausfuhr im den Großteil ihrer Produktion in der Heimat abJuni mit jener im Monat Mai 1938, so ergibt seßen fönnen. Bei uns bedeutet mangelnder Exsich eine wesentliche Erhöhung unserer Ausfuhr port Arbeitslosigkeit, die nicht nur wirtschaftlich, nach USA, wogegen zum erstenmal eine Sentung sondern auch politisch zu Spannungen führt. Desder Ausfuhr nach England festzustellen ist. Bu halb ist es notwendig, dem Exporteur alle nur nächst sei darauf verwiesen, daß der Export im möglichen Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen. Juni von 546.000 Paar im Werte von Und ein solches Hilfsmittel ist unserer Meinung 11,200.000 Stronen auf 437.000 Paar im Werte nach in erster Linie eine Erportbant. Eine tschevon 8,900.000 Aronen zurüdgegangen ist. Das choslowakische Exportbant, mit welcher der Erpor von wurden nach USA 111.000 Paar im Werte teur arbeiten kann, bei der er nicht fürchten muß, bon 2,400,000 Stronen gegenüber 51.000 Paar daß ſeine Geschäftsverbindungen und GeſchäftsEigentümlich, daß in anderen Ländern in im Mai 1938 im Werte von 1,100.000 Stronen methoden dem ausländischen Konkurrenten zuDie Verteilung der Arbeitslosigkeit der Landwirtschaft großer Arbeitermangel herrscht. ausgeführt. Nach Großbritannien ging die Aus- gänglich gemacht werden, sei es absichtlich oder unfuhr von 331.000 Paar im Werte von 6,400.000 absichtlich. Eine Bant, die die Industrie genau In der ganzen Republit entfielen Ende Juli So in Schweden, Deutschland, Frankreich. Letzte Kronen auf 205.000 Paar im Werte von kennt, weil sie dauernd mit ihr in Fühlung steht nach den„ Mitteilungen des Deutschen Hauptver- res Land hat 1937 33.000 Einreiſeerlaubnisse an 4,100.000 Stronen zurüd. Während also der und auch andererseits das Ausland kennt, in dem bandes der Industrie" auf 1000 Berufstätige Saisonarbeiter und 43.000 an ständige Arbeiter Amerikaegport im Juni gegenüber Mai 1988 um sie arbeitet. Sie muß ebenso wie die inländischen 28.2 und auf 1000 Einwohner 12.5 Arbeitslose. erteilt. Heute zählt Frankreich 91.000 Landwirte mehr als das Doppelte und zwar 60.000 Paar Fabrikationen auch die ausländischen und beson In den 50 Bezirken mit überwiegend deutscher fremden Ursprungs, die eine Fläche von 586.000 im Werte von 1,300.000 Stronen gestiegen ist, ders überseeischen Rohstoffproduzenten kennen und Bevölkerung gab es 103.714 Arbeitslose, somit Hektar bebauen, was ungefähr einem französischen fiel die Ausfuhr nach England in derselben Zeit die Märkte beobachten. Sie muß feine Beamten, e7.2 auf 1000 Berufstätige und 34 auf 1000 Departement gleichkommt. So sind die Arbeitsum nicht weniger als 126.000 Paar im Werte sondern Kaufleute haben, die auch dem inländi- Einwohner, im übrigen Staatsgebiet gab es verhältnisse in der Landwirtschaft sehr verschieden. bon 2,300.000 Stronen. So erfreulich die Steige- fchen Importeur Hinweise geben können, wann 80.453 Arbeitslose, 16.1 auf 1000 Berufstätige Das Problem ist besonders kompliziert, weil es rung nach Amerika ist, so bedenklich erscheint uns und wie er kaufen soll; kurz und gut, sie muß das und 6.9 auf 1000 Einwohner. Auf 100 Arbeits- sich um Saisonarbeiter handelt, die auf Monate, der merkliche Rüdgang nach England. Zur Zeit Auslandsgeschäft, also Export wie Import, becse in den tschechischen Bezirten entfallen 493 Ar- ja manchmal auf Wochen im Jahre zusammenge preßt sind. wird übrigens bereits wieder eine Abschwächung herrschen. Dann wird auch der direkte Verkehr beitslose in den deutschen Bezirken. Erinnerungen an Bebel nicht leicht einer eine Vorstellung, der sie nicht erlebt Sache." Ich war nämlich eben erſt aus Desterreich ihn als fittliche Persönlichkeit wertet. Er Bebel wird man nur dann gerecht, wenn man Von der Gewalt dieser Beredsamkeit macht sich und an der richtigen Stelle sind auch eine ganz gute hat. Auf dem Dresdner Parteitag 1903 schilderte gekommen, hatte noch den Lärm der Schlacht auf war der gewaltige Bußprediger gegen die Sünden Am 13. Auguſt 1913 starb August Bebe 1. Bebel, sicher nicht ohne Uebertreibung, die Verwerf dem Kolowratring" in den Ohren und empfand die des Kapitalismus und der Realtion, und wenn er 78jährig, im Sturhaus Passugg in der Schweiz. Nicht lichkeit der Mitarbeit von Sozialdemokraten an würdige Geruhsamkeit der reichsdeutschen Bewegung im Reichstag seine großen Momente hatte, dann faßen die Junter artig auf ihren Bänken und mach lange zuvor hatte ich ihn das leztemal im Reichstagarden& Bukunft". Plötzlich wandte er sich an ein wenig drüdend. gesehen und gesprochen. Ludwig Frant und einen der Angeklagten: ,, Und Sie, Genosse, wenn Sie Aber damit war ich an den Unrechten gekommen. icn Gesichter wie am Sonntag in der Kirche. Das ich hatten ihn gebeten, das Wort zu ergreifen noch einmal vor der Entscheidung stünden, ob Sie für Ach, ihr Desterreicher! Faule Eier habt ihr ja bei erschien dieser Mann, der die Kraft seiner Rede nicht zu einer langen Rede, die war ihm bei dem dieses Blatt arbeiten sollen, würden Sie es tun?" genug geworfen! Aber ihr seid damit auch weit aus dem Innersten schöpfte, niemals als ein bloßer geschwächten Zustand seines Herzens nicht mehr zuzu- Nein!" fam es ganz tläglich von den Lippen des genug gekommen!- Und dann sette er mir mit Schwärmer. Seinen jittlichen Idealismus verband muten, nur zu einer ganz kurzen Erklärung. Genosse Angesprochenen, der aber auch schon in der nächsten herrlichem Eifer auseinander, daß ein jeder, der sich er mit einer überraschenden Klugheit in allen pralBebel, ein Saß aus Ihrem Munde wird heute stärker Setunde über seine eigene Antwort erschral. War an der Würde des Parlaments vergehe, damit auch tischen Dingen und mit einem außerordentlich starwirken als die Zweiſtundenrede irgend eines anderen. fie doch das gerade Gegenteil von dem, was er bei die Rechte des Voltes selbst in den Boden trete. Oft fen Verantwortungsgefühl. Er exponierte sich selEr versprach es zu tun, aber die Sizung ging autalter Ueberlegung geantwortet haben würde. habe ich an dieses Privatissimum denken müssen ber oft genug und brachte es in der verhältnismäßig Ende und kein Bebel sprach. Später gestand er uns: Harden, rachsüchtig und schmähsüchtig wie später, als ein stumpfsinniges Rowdytum in den milden Atmosphäre der Kaiserzeit auf die RefordDer bloße Gedanke, daß ich sprechen sollte, verursachte mir solches Herzklopfen, daß ich mich von der immer, führte die faszinierende Wirkung der Bered- Reichstag einbrach und alles niedertrampelte, was leiſtung von insgesamt rund fünf Jahren Festung Rednerliſte wieder streichen lassen mußte." Der samkeit Bebels ganz einfach auf einen nasalen Ton an Geist und Würde übrig geblieben war. Was und Gefängnis, aber er war dafür desto vorsichtiger der Stimme zurüd.( ,, Könnte ich so durch die Nase würde wohl Bebel dazu gesagt haben, wenn er das dert, wo es um die Haut anderer und insbesondere große Meister des Wortes, der seit vierzig Jahren an dieser Stätte ungezählte Triumphe gefeiert hatte, reden wie er, wäre ich auch ein großer Redner.") noch erlebt hätte! Was aber mich betrifft, so hatte wo es um das Schicksal der Massen ging. Als einen Das war die Antwort eines Komödianten auf die ich das mit den faulen Eiern natürlich nicht wört- Revolutionsführer, der um eines großen Bieles wil wagte einen letzten Gang zur Tribüne nicht mehr. neidische Frage: Wie macht er das?" In Wirklich gemeint; ich hatte damit eigentlich nur sagen len auch Menschenleben opfert, fann ich mir ihn nicht Bald darauf war er tot. lichkeit ,, machte" Bebel überhaupt nichts, er gab nur vollen, daß dem Reichstag ein wenig mehr Tempera- borstellen. Das Wort, das einst Friedrich Na uBebel war der erste deutsche Volksredner gro Ben Stils.& affa II e, das sagten mir alle, die sich selber. In seinen Worten glühte der heilige ment von Nußen sein könnte. Später habe ich mich mann in einem Freundeskreis sprach:„ Die deutauf ihn gemünat. ihn gehört hatten, wirfte falt, akademisch, Wilhelm Eifer seines Prophetentums. Er sagte nichts, wovon gehütet, in Gesprächen mit Bebel ironisch gemeinte fhe Sozialdemokratie ist blutſcheu", war vor allem Noch schlechter als mir erging es einem an Von Bebel zu Hitler welcher Weg in die Siebnecht aufgeregt lehrhaft. Bebel verför- er nicht felfenfest überzeugt war wovon er über- Formulierungen zu brauchen. perte das edle Pathos der großen sittlichen Forderung zeugt war, das sprach er mit absoluter Offenheit des Sozialismus. Er brauchte nicht, wie Bittor aus. Damit gewann er die Liebe von Millionen, aber deren Genossen, der in feiner Jugend ein orthodoxer Tiefel Bebel war der große Führer gegen bas Marrist und Anhänger der Verelendungsführertum. Er verdammte den Personenkult und theorie war. Es war in der Zeit, in der auch in verhöhnte jene Art der Geschichtsschreibung, die vers Adler erſt ein Stottern zu überwinden, um zu auch den Respekt aller anständigen Gegner. Ironie lag ihm nicht, er pflegte sie nicht, und Preußen die Wahlrechtstämpfe begannen und auch gangene Beiten mit unwahrscheinlichen Seldengestal großen Wirkungen zu gelangen, ihm floß das Wort von den Lippen. Wenn Viktor Adlers Rede in ihren er berstand sie nicht. Das mußte ich selber einmal die Berliner Straße etwas lebhafter wurde. Eben ten bevölkert. Er pries das Mißtrauen als eine Höhepunkten ein erschütternder Aufschrei der ganzen in etwas peinlicher Weise erfahren. Ich ſtand mit waren Nachrichten von neuen Demonstrationen und demokratische Tugend. Desto größer war sein eigegequälten Menschheit war, so war Bebels Rede einigen Genoffen im linken Wandelgang des Reichs- kleinen Zuſammenſtößen mit der Polizei gelommen, nes Vertrauen zum Bolf. Edgar Steiger hatte „ Siegeslied, Triumpheslied, Lied von der Zukunft tags, als Bebel aus dem Sizungsfaal herauskam da sagte der junge Genosse händereibend: Alles geht recht, wenn er sein schönes Gedicht auf August Bebels großem Tag". Unbeschreiblich die Begeisterung, als er und auf uns zutrat. Er erzählte uns von einem zwi gut, jest brauchen wir nur noch eine schlechte Tod mit den Worten schloß: an feinem 70. Geburtstag in der Berliner Neuen schenfall, der sich eben drinnen zugetragen hatte und Ernte". Du aber, Menschheit, hebe stola dein Haupt, der vom Präsidenten rasch beigelegt worden war. In Bebels Zügen malte sich aufrichtiges EntDenn der hier ruht- er hat an dich geglaubt. Belt ben Maſſen zurief:„ Ich hoffe den Tag nach Er schloß mit den Worten:„ Der deutsche Reichstag feßen und Born.„ Was jagen Sie da", so donnerte zu erleben, an dem ich euch die Sturmfahne der Mancher wird heute diese Verse mit Bitterfeit Revolution vorantragen werde." Unter denen, die ist doch das beste Parlament der Welt. Wo anders er den Unglücklichen an, eine schlechte Ernte twünhingeriffen applaudierten, befanden sich nicht wenige, hätte man schon faule Eier geworfen, bei uns aber fchen Sie? Geht es denn nach Ihrer Meinung demand Achselzucken lesen. Aber, des bin ich gewiß. armen Volt noch immer nicht schlecht genug? Eine lebte der Alte noch, er würde allen Zweiflern und die sonst über Augusts häufige Revolutionsprophezei- wird das alles in anständigen Formen geregelt." Da war ich junger Mensch so unvorsichtig zu schlechte Ernte wünschen Sie und Sie wollen ein Kleingläubigen sein herrliches Trop alle dem!" entgegenschleudern, Friedrich Stampfer, erwibern: ,, Genosse Bebel, faule Eier zur rechten Beit Sozialist sein?" ungen zu fezern liebten. Auf einmal hatten sie ihren Spott verlernt. Scite 8 Aus aller Welt Die Ohrfeigen Kur. Die Besucher des Parts von Castello in Florenz waren vor einigen Tagen verblüfft über ein höchst merkwürdiges Schauspiel. Zwei junge Leute, ein gutgekleideter Herr und eine elegante junge Dame standen mitten auf einem Weg und ohrfeigten einander. Sie waren dabei weder aufgeregt, noch schrien fie einander an, es sah gar nicht danach aus, als ob hier ein Streit ausgetragen würde, sondern beide schienen das Ohrfeigen sozu " Sozialdemokrat" Prager Zeitung bay ,, Berufssorgen" Die heutigen Einbrecher sind auch von Sorgen geplagt. Berufsjorgen nennen fie fie und suchen und finnen, wie sie zu überwinden wären. Einbrechen, wenn die Wohnungen leer stehen, wenn man ausbetrachtete das als weniger selbstverständlich und ver- das ist schon so banal und dabei uneinträglicher, denn es ist an bestimmte Termine gebunden. Da haftete jie. Es handelte sich um ein ganz frisches Stumüssen die Intelligenzler" der Zunft neue Wege dentenehepaar. Der Mann erklärte, er sei bereit, sein fuchen. Sie finden sie und hatten dabei bisher gute Verhalten zu erklären, allerdings nicht in Gegen Erfolge. Manchmal geht es mit alten Trids: Kam wart seiner Frau. Dann teilte er mit, sie sei ge- da fürzlich in die Konviktgasse ein Mann im blauen mütsfrant und der Arzt habe ihm diese merkwürdige Arbeitsanzug. Er läutet an der Türe, man öffnet. Methode der Bekämpfung ihrer Minderwertigkeits- Ich bin der Installateur und soll die Wasserleitung komplere empfohlen. Die Frau ihrerseits allein verrichten!" Man hat zwar keinen Inſtallateur beſtellt: ſagen als ſelbſtverſtändlich zu betrachten. Die Polizei pioniert hat, wann die Partei auf Urlaub gefahren, nommen, gab genau die gleiche Antwort, nur, daß nicht sie, sondern ihr Mann gemütskrant sei. Der Polizei blieb nichts weiter übrig, als beide ins Jrrenhaus zu schaffen, wo diese Frage entschieden werden soll. vielleicht aber ist der Hausherr was fann tropischer Size nicht alles passieren- plößlich splen did geworden und läßt den Wasserhahn richten. Also läßt man den Installateur genau alles untersuchen und er untersucht genau. So genau, daß er bald nach dieſem Besuch einen anderen abſtattet, ohne blaue Bluſe, boch auch mit Werkzeug und diesmal feinem wirklichen: Sperrhaken, Stemmeisen und andere, zum Einbruch geeignete Dinge. Er nahm, was er fand, bisher hat man ihn nicht erwischt. Shop Shower am See und Sonntag wit er am See und Sonntag um 7 Uhr und Bad Hammer am nach Hirschberg- Thammühl fahren, kehren erst Montag, den 15. d. M., um 21.30 Uhr nach Prag. Vech lického sady( beim Museum), zurück. Der Film Der Das letzte Zigeunerlager Der Versuch, die Bigeuner in der Sowjetunion in landwirtschaftlichen Kollettiven anzusiedeln, die ewigen Nomaden seßhaft zu machen, hat Anlaß zu dieſem Film gegeben, der das Werben der Siedlungstommiſſare um einen Biaeunerstamm zeigt, den Widerstand, den der Führer der Zigeuner leistet, den lebertritt eines der Zigeuner in den bäuerlichen Kol chos und die nur angedeutete Liebesgeschichte Samstag, 13. August 1938 Nr. 189 Bezüglich des Prager DFC stellte die ČSAF die Ablehnung des mittelböhmischen Gaues richtig, ins dem der DFC in die Divisionsmeisterschaft dieses Gaues eingeteilt wurde. Bis zum 17. August d. J. muß der DFV seine Beschlüsse revidieren und eine am 20. Auguſt ſtatt findende neuerliche Präsidialfißung der auch Serr Friedl vom DFV beizuwohnen hat wird dann die grundfäßlichen Entscheidungen bezüglich des DFV getroffen werden. Teplizer Polizei gegen Schiedsrichter- das ist bisher das Ergebnis des Krawallspieles Tik gegen SK Bata. Der Schiedsrichter Tuma hatte in seinem Bericht angegeben, daß er das Spiel abgebrochen habe und die Anfrage der Turnierkommission bei der Tepliker Polizei wurde gegenteilig beantwortet. Die Bolizei bestätigte, daß sie das Match vorzeitig wegen der bekannten Vorfälle beenden ließ. Was Schiedsrichter Tuma bewogen hat, wider besseres Wissen einen anderslautenden Bericht zu geben, ist nicht bea fannt geworden. Ebenso wenig hat man noch teine Entſcheidung über dieses Spiel getroffen, obtine man au der Erkenntnis gelangt ist, daß beide Teile gleich viel Schuld an den Vorfällen haben. Die neuen Ligaschiedsrichter wurden von der zwischen einem Kolchosmitglied und der Zigeuners CA bereits nominiert. Unter ihnen befindet sich tochter, und am Ende den Erfolg der Ansiedlungs- auch der Deutsche Lichtenecker( B.- Budweis), der seibemühungen, von dem nur der Zigeunerführer, der nerzeit bei der. Gleichſchaffung der der feis Unterwasser- Fischjagd verboten. Durch eine im Bösewicht des Films, ausgeschlossen bleibt. Der aus dem DFV und der Deutschen Schiedsrichtervers französischen„ Journal Officiel" veröffentlichte VerFilm, der unter der Regie von Schneider und einigung austrat. Der Fifa wurden ebenfalls die fügung ist neuerdings die Unterwasser- Fischjagd verGoldblat entstanden ist, hat im Aufbau und internationalen Schiedsrichter bekanntgegeben. In boten worden. Es handelt sich nicht um Fischfang, in der Ausgestaltung der Handlung Schwächen und der Liste sind die deutschen Schiedsrichter nicht mehr Unflarheiten, er vermag nicht zu überzeugen, aber berücksichtigt, da sie es aus eigenem abgelehnt haben, sondern um eine besondere und allerdings grausame Ob es derselbe ist oder einer von der gleichen was in der Gestaltung der Handlung fehlt, erfest er vorläufig" weder Ligas noch andere Spiele zu Sportart, die vornehmlich an der Riviera geübt Blatte? Einstweilen weiß die Polizei nur, daß in durch die Schönheit der Bilder und den Rauber der feiten. wurde und bei der in aller Form mit dem Gewehr einem Hause auf der Letná die Fensterrahmen gestri- Musit. Die Szenen auf der Landstraße und bei der auf Fische Jagd gemacht wurde. Es gibt eine ganze chen wurden und daß bei der Mietspartei kurz dar- Ernte erinnern an die besten Traditionen der ruffi Ausrüstung für diesen Sport; der Fischjäger legt auf. als die wirklichen Arbeiter forigingen, ein fchen Filmregie und das Fest der Zigeuner ist in fei cine Gummihülle an und nimmt komprimierten Mann in weißem Mantel vorsprach:" Die Firma ner musikberauschten Wildheit fesselndes Theater. Sauerstoff mit, d. h. er steigt in einer primitiven ſchicht mich, ich soll kontrollieren, ob die Arbeit gut Ueberhaupt legt dieser Ruffenfilm mehr Gewicht auf durchgeführt wurde." Na, so denkt auch diese Par Taucherausrüstung unter Waſſer. Die Waffe iſt tei, die Firma iſt ſehr zuvorkommend, und erfreut Theatraliſches als auf Realiſtif, und er ſchwelat geebenfalls ein besonders konstruiertes Gewehr, mit Tägt fie die Stontrolle vornehmen. Der Mann in radezu in Solo- und Chorgeſängen, in denen sich vem man im Wasser schießen kann. Das dritte wich- Weiß fontrolliert genau, alle Fensterrahmen, Türen, russische Volkslieder mit Rigeunerweisen reizvoll vertige Gerät ist eine Blendlaterne, denn damit wer- brummt, weil da und dort nicht alles schön genug ist, mischen. Auch die Hauptdarsteller lassen ihrem den die Fische angelodt. Gerade große Fische sind leat felbst noch Band an, streicht nach. Dann emp- Komödiantentum freien Lauf: die temperamentvolle, besonders neugierig und bleiben minutenlang in fichlt er sich höflich und geht. Gleich mitgenommen in Tanz, Geſana und Mimik eindrudsvolle Zigeunernächster Nähe vor dem Jäger im Wasser stehen, der hat er Verlen- Ohrgehänge im Wert von 800 Kč. Am Schauspielerin Cialia& er mai a, der früher in damit ein leichtes Ziel hat. Eine Beute von einem Nachmittag ergänzte er feine Kontrolle und nahm Berlin tätige Alexander Gran a c( der den Böse= beim Weggehen 2500 Kč in Bargeld mit. Bisher wicht mit faltem Feuer spielt) und der in den Szenen halben Dußend großer Fische pro Tag ist keine Seljah man ihn nicht wieder und jetzt sucht die Polizei. naiven Glücks hervorragende Mordvinov. tenheit gewesen, geschickte Jäger dieses snobisti-eißMeteor VIII ein Freundschaftsspiel aus, das er DFC Brag trug am Freitag in Lieben gegen 3: 1( 3: 1) gelvann. Die DFC- Spieler zeigten sich bereits in besserer Kondition, wenngleich nach der Bause teilweise Ermüdungserscheinungen zutage tras ten. Die Begegnung wurde eine Viertelfſtunde vor Schluß wegen einbrechender Dunkelheit abgebrochen. Vereinsnachrichten Ortsgruppe Brag. 13. und 14. August: Treffpunkt Samstag auf der Hütte„ De mofrat" im Brdywald. Sonntag bei schönem Wetter Badetour nach Badnis Třeban. Führt Lauer. Infolge großen Zuspruches der Hütte empfiehlt es sich, die eventuelle Premiere ,, Wie einft im Mai!" Berlin vor 30 lebernachtung in den Amtsstunden anzumelden. Süts Urania- Kino ichen Sports erlegten manchmal sogar ein Dußend. leberprüfung der Prager Alarm Sirenen. Wenn Die Folge aber war, daß die Detonation der Schüsse am Mittwoch, den 17. August, die Sirenen erklingen. die Fische von diesen Stellen vertrieb, so daß die dann bedeutet das kein Warnungssignal, sondern die Fischerei schwer geschädigt wurde. Eine Beschwerde Sirenen werden brobeweise auf zehn Sekunden ein Jahren und heute! Seiter, gemütvoll, erstklassia ae- tendienst: Korn. der Fischer gelangte bis ans Ministerium, das auf aeschaltet. Der Verkehr wird also nicht unterbrochen. Spielt. Se ute um 6, 49 Uhr, Sonntaa um Grund des Gesetzes, das die Benutzung von Taucher- ünf Minuten nach dem Eirenenalarm geben die 2, 4, 6, 49 Uhr, Montag um 4, 6, 49 hr. ausrüstungen grundsätzlich von einer Genehmigung Straßenlautsprecher Signalisierung in der Dauer abhängig macht, diesen Sport verbot. von zirka einer Minute. Das Oberkommanda der CPO wird solche Probealarme während des Jahres einigemal wiederholen. Millionärin, ohne es zu wissen. Eine 85jährige Greifin, Vincenzina Critelli, in Pontegrande in Wenn sich Liebe wandelt. Vor dem Valais Calabrien hat zu ihrem größten Erstaunen durch die Riunione" in der Národní goß eine Frau dem TariSteuerbehörde, die von ihr sehr hohe rüdständige chauffeur V. Pliml Säure ins Gesicht. Es ist die Steuern anforderte, erfahren, daß sie seit dreißig Lebensgefährtin des Chauffeurs. Da Pliml Böses ahnend sich beim Nahen der Frau abwandte, erlitt Jahren Millionärin iſt. Und dabei lebte sie in dem Dorfe in ziemlicher Armut und konnte sich die Zah- schwand die Frau und konnte bisher nicht ermittelt er nur leichtere Verlegungen. Im Gedränge verlungsforderungen des Steueramtes zunächst über- werden. Bliml gibt an, er habe die Lebensgefährtin haupt nicht erklären. Dann aber stellte sich heraus, vor furzer Zeit verlassen, was wohl die Ursache für daß der Baron Henri de Nobili aus Neapel, bei dem das Attentat sein dürfte. sie jahrelang im Dienst gewesen war, bei seinem Tode im Oftober 1907 ihr sein ganzes Vermögen vermacht hatte. Dieses Testament ist 1908 auch ordnungsgemäß registriert worden, aber der Testamentsvollstrecker starb, und so wurde Vincenzina Criitelli ne benachrichtigt. Muttertragödie. Aufsichtspersonen einer Prager Gebäranstalt fanden Donnerstag morgens einen Säugling, der am 5. August geboren wurde. Das Kind war tot, und zwar, wie festgestellt wurde. er ſtit. Die Zeugenaussagen sind so widersprechend, daß abgewartet werden muß, bis die junge Mutter. eine 19jährige Verläuferin, vollkommen verneh mungsfähig fein wird. Borderhand besteht der Verdacht, daß das Kind während des Stillens ums Lebentam. Sport- Spiel- Körperpflege ČSAF gegen Teplitzer DFV- Beschlüsse DFC Prag spielt in der mittelböhmischen Division Sent Rebal 18. P der Ma den Sd zial beranla hinzutv Führe Manne für die fee ift, der M Kampf wendet G jener bor all Kirchi immer einem deren mus unpoli politij 2 ſcher herbor Alfa: zialde den tr Mo Filme in Prager Lichtspielhäusern -" Urania: Wie einst im Mai", Premiere. Abria:„ Sträfling Nr. 7117"( A.) " Marco Polo"( Am., Gary Cooper, S. Gurie). Apollo: Die heilige Lüge"( D., Pola Negri, H. Paulsen). Avion: Geheimnis eines alten Haus ſes"( D.). Fenig:„ Das letzte Zigeunerlager" ( Ruff.). Flora: Beethoven- Konzert"( Ruff.). Hollywood: Rastolnitow"( Am.).- Hvězda: Sträfling Nr. 7117"( Am.). Julis:„ Die heis Dieser Tage hat eine Präsidiumssibung der lige Lüge"( D.). Ninema: Journale, Grotesken, CAF in Prag stattgefunden, an welcher auch als Ver- Reportagen. Koruna: Journale, Grotesken, Re treter des DFV Dr. Schmieder teilnahm. In dieser portagen. Lucerna: Spanische Blockade"( Am. Metro: Fräulein Sißung wurden hauptsächlich die bekannten Beschlüsse M. Carroll, H. Fonda). Der Autor"( Am., Alice Fah, Br. Rizz)- Passage: des DV behandelt und dann abgelehnt. Praha: Die Vertreter des DFV machte wohl Einwendungen, daß Spanische Blockade"( Am.). Radio: Konzert in ieder sein Haus so anſtreichen könne, wie es ihm ge- Dame in Grau"( D.). - Staut: Charlie falle, aber auch die Versicherung, daß der TV- Tirol"( D., H. Fintenzeller). Chan in Monte Carlo"( Am., W. Oland). Obmann Friedl- immer hübsch weit vom Schußthm aufgetragen habe mitzuteilen, daß der DFV Světozor:„ Ich bin verliebt"( Am., Grace More,. einen Bruch mit der CSA vermeiden wolle, fand Grant). Veletrhy:„ Ein weißes Segel nicht jenes Verständnis wie erwartet wurde. Herr am Horizont"( Ruff.).- Belvedere:„ Das Friedl hatte vor furzem in der henleinistischen Presse Kind zweier Mütter"( D., Fritsch, Dagover)." Verbringet Euren Urlaub eine Verlautbarung des Inhalts veröffentlicht, daß Beseda:„ Geheimagent Nr. 13"( Am., G. Cooper, In Naturfreundehäusern! fann immerhin balb ettbas pajjieren. Daß aber inlet brief en ten, und mur iel- am dorizont"( Ruff.)."- Juſion:„ Die Welt Unfälle während der Nacht. ſtarlem Verkehr Spieler und Vereine sich durch nichts in den näch W. Davies). Carlton:„ Gin weißes Gegel einer menschenleeren Straße, beim Smichover Bahn- nen Direktiven Folge neleistet werden möge. Wie der Walzer"( D.).- Libo II:" Der Sender im Moderne und geräumige Urlaubs- und Fehof. ein Personenauto gegen ein Laitauto fährt. be- verlautet, haben die leßten sie waren die ersten Panzerwagen"( Am.). Louvre:„ Der Adjutant rienheime findet man vor: darf doch genauer Aufklärung. Lenker des Personen- positiven Verhandlungen mit dem DTV dazu ge- Seiner Hoheit"( Tsch., V. Burian). Maceška: autos war der Beamte Fr. Fencl. Das Lastauto führt, daß der DFV jetzt schon alles afzeptierte, was Karriere mit Hindernissen"( Am.). Riesengebirge: Naturfreundehaus, parfte infolge eines Defeftes in der Straße und der DTV befiehlt. Darum fann Herr Friedl nicht Lenzenberg- Beter( 1050 Meter). Zwei- und Drei- perrte den Weg ab. Das Hindernis hätte entweder anders, als durch die Teplitzer Beſchlüſſe den fubeten. bettzimmer, Duſch- und Wannenbad, volls Penſion. beleuchte t fein müſſen oder der Beamte senci teutiden Sport vollends au bringen. Telephon: Petzer Nr. 31. Bahnstation: Freiheit hätte bei Einschaltung der Blender es sehen Die Herren von der CSAF, die bisher den VersicheJohannisbad. müssen. So aber stieß das Lastauto den anfahrenden rungen des DFV- Obmannes Friedl immer Glauben Wagen des Fencl auf die entgegengesezte Straßen- geschenkt haben, müssen nun feststellen, daß nicht alles Isergebirge: Naturfreundehaus ,, Stö feite wobei die 23jährige Schlossersgattin V. Hufaf| Gold ist, was glänzt. Die Studienkommission des nigshöhe"( 800 Meter) Bahnstation Reichenberg. aue Stošič aus dem Wagen fiel Den schweren Ver- Fußball- Staatsverbandes hatte sich der Arbeit unter50 Betten, vorzügliche Küche. Badegelegenheit. Telegungen, die sie dabei erlitt, erlag fie. In dem zogen, die Teplißer Beschlüsse zu studieren und durchlephon: Reichenberg ,, Königshöhe“. Wagen befanden sich der Gatte der tödlich Verlegten zuberaten. Die Entscheidung fiel in der obigen Sitund Bekannte des Fencl. Fencl wurde bis zur Klä- zung, in der diese Kommission ihre Ablehnung und rung des Falles in Haft genommen. Vorschläge unterbreitete, die auch angenommen wurden mit Ausnahme der Stimme des DFV- Vertreters Dr. Schmieder. Lausißergebirge: Naturfreundehaus in Nieder- Lichtenwalde.( 540 Meter) am Plissen berg. Bahn- und Autobusverbindung. Zimmer, volle Pension. Anmeldungen: Heinrich Hode, Warnsdorf VIII, Schillerstraße. Bei der Arbeit verunglückt. Bei Adaptierungsarbeiten in einem Haus in der Klimentská stürate eine Mauer ein und begrub den 17jährigen Arbeiter Furge aus Prag XIX. Auf der Klinit Jiráset wurde ein Bruch des linken Fußes festgestellt. Erzgebirge: Naturfreundehaus in Nol Was alles gestohlen wird. In der Londýnská Tendorf( 680 Meter) Bahnstation Tellnik. Bimmer, nahm ein Unbekannter eine Personenwaage volle Pension. Anmeldungen: Jos. Weis, Bolau bei der Type Toledo im Werte von 8000 Kč mit. Aussig, Augasse 252. Naturfreundehaus..Mor- Wieder einer. Der Privatbeamte Rudolf Fišer bachhütte" am Müdenberg,( 806 Meter) Bimmer, aus Žilov wollte unbedingt in den schon fahrenden volle Pension. Anmeldungen: Mizzi Kuns, Turn- Autobus und sprang ungeachtet aller Warnungen Teplitz, Landstraße 818. Telephon: Teplik N. 4411. auf den bereits fahrenden Wagen. Dabei fiel er Naturfreundehaus in Gersdorf( 850 Meter) auf das Straßenpflaster so unglücklich, daß er mit Autobusverbindung ab Komotau. Bimmer, volle haus geschafft. dem Kopf aufschlug. Fišer wurde in das KrantenPension, Dusch und Wannenbad. Anmeldungen: Eine Ausstellung von Photographien des„ beWenzel Dornaus, Komotau, Kohlstattgasse 10. feuchteten Prag 1938" veranstalten im November d. Naturfreundehaus bei Stolzenhain( Steilberghütte), 3. die Elektrischen Unternehmungen der Hauptstadt --WO 1040 Meter, volle Verpflegung, Zweibettzimmer. Prag. Interessenten aus den Reihen der Photogra Brausebad. Anmeldungen: Karl Heidl, Stolzenhain phen mögen sich Informationen in der Propaganda167. Naturfreundehaus in Neuhammer( 900 abteilung der Elektrischen Unternehmungen, Prag An- VII., Bubenská 1, einholen. Meter) bei Starlsbad. Zimmer, volle Penſion. Un Die Schalter der Boftsbarkaffa bleiben Montag, meldungen: Eduard Sierath, Karlsbad, Graphia". den 15. August 1938, für den Parteienverkehr ge= Tagespension von Kč 22.- bis 29.-, reichliche schlossen. gute Verpflegung. Auskünfte und Prospekte( auch Autobusfahrplan Aendering. Die Autobusse der über die übrigen Naturfreundehäuser) durch die Na- tschechoslowakischen Staatsbahnen, die Samstag, den turfreunde- Ortsgruppen und Hausverwaltungen. 13. b. W., um 14.30 Uhr nach Thammühl- Hirschberg Die erste Dampfmolkerei und Käserei & in Gratzen, Böhmerwald empfiehlt ihre erstklass. Erzeugnisse Beachten Sie die Schutzmarke' Reichenberger Sparkasse Gemeinde- und Bezirkssparkasse Abgelehnt wurden u. a. die Teplißer Beschlüsse| Gegründet im Jahre 1854 über die Nichtteilnahme der DFV- Klubs an dem Postsparkassen- Konto Prag Nr. 9323, 25085 und 33591 gangstaatlichen Pokalturnier, die Forderung der Auf- Fernsprecher Reichenberg 3941 hebung bezahlter Spieler, die Auffassung der Divifion, die Streichung der DFV- Vereine ASK Jägerndorf und Nikolsburg. Deutsche Klubs, Spieler und Schiedsrichter, die mit dem DFV nicht mehr übercinstimmen, werden dem nächstliegenden andersnatio len Verband zugeteilt. Die Es wird die Division DFV nun selbst in die Hand nehmen und jene Ver= eine, die ihre Teilnahme daran verweigern, aus der Mitgliedsliste streichen. Hauptanstalt: Reichenberg, Schloßgasse 9 Zweiganstalt: Zweiganstalt: Relchenberg, Altstädter Pl.2 Reichenberg ,,, Am Kranich" Hanichener Straße 12 Zweiganstalt: Georgswalde, Fernspr. Nr. 13 Postsparkassen- Konto Nr. 89.020 Unbeschränkte Haftung der Stadtgemeinde und des Bezirkes Reichenberg Anglo- Elementar Versicherungs- Aktiengesellschaft in Wien Direktion für die ČSR in Prag Generalagentschaft Reichenberg Da Ein der Deut tei, Jak wal Miss dum Stan schla len Mem scha plex Lor gem Deu tei Men ges D ber tue 8939 un all Ten be 11 3907 ab ni G TN ge ci empfiehlt sich zum Abschluß von Feuer-, Unfall-, Haftpflicht-, Einbruch-, Auto-, Transport-, Glas-, Maschinenbruch-, Zeitkarten-, Reisegepäck- und Wetter- Versicherungen zu kulantesten Preisen Bargarantiemittel in der CSR 63 Millionen Büros: Prag, Národní tř. 17, Reichenberg, Schützengasse 21, Brünn, Theatergasse 6 Bezugsbedingungen: Bei Ruftelluna insaus oder bei Beaua durch die Boft monatlich Ke 17.- vierteljährig Kč 51. halbjährig Ke 102-, ganzjährig Kč 204.-- Inserate werden lau Tarik billigst berechnet.- Rüditellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken Die Reitungsfrantatur wurde von der Post- u. Teicarapbendirektion mit Erlak Nr. 18.800. VII/ 1980 bewilligt.( Kontrollpostami Praha 25. Druderei: Orbis". Drud. Verlags- u. Beitungs- A.- G. Paa.