tir Dem ber bie das eichs chen ber al abel, und Stelle after iner eren after te n. Nines forter n an Rodiss enisch 4710 na ins 17.Ajabrig rechnet. Einfen wurde k Nr. 95). Braa find: hiveis, Bunich Blattes, 4909 nen ugt: brik rt 3896 Sozialdemokrat niors! ms singles norbajub ob nov nelle 10 nalistle Sentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik -> Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Einzelpreis 75 Heller Rebaltion u. Berwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub Berantwortlicher Redakteur: Rarl Rern, Prag 18. Jahrgang Dienstag, 16. August 1938 Schützt die Demokratie im Sudetengebiet Auf Arbeit nach Deutschland Aus dem Inhalt: Die Katastrophe in Durbach Geflohener Reichswehrsoldat erzählt SdP- Wegelagerer in Mähren Sozialdemokratische Kundgebungen in Brux und Böhm.- Kamnitz Nr. 191 Keine sommerliche Ruhe Was will Hitler? Tausende, die nicht zum Gebt den Deutschen Arbeit! Eine eindringliche tschechische Stimme Glauben verpflichtet sind, der Führer" werde schon immer das Richtige tun, grübeln darüber. vor allem die Staatsmänner und Diplomaten. Prag. Die Erzgebirgshilfe hatte die Be- war, wurde vereitelt durch die Verhaftung des der Arbeit werden sie unter verschiedensten Vor- Hitler will den Frieden! So wird gelegentlich sehr richterstatter der Prager Blätter zu einer Be-" nternehmers auf einer Geschäftsreise in Defter- wänden entlassen und neue Arbeit erhalter sie laut beteuert. Warum aber dann die gigantischen fichtigung des Kindererholungsheimes in Rothau reich. Er wurde gegen den Revers entlaffen, daß überhaupt nicht. Einem jungen Gesellen, von dem Rüstungen eines Landes, das von niemandem beeingeladen. Der Berichterstatter des angesehen- er von der vorbereiteten Erzeugung zurücktreten bekannt ist, daß er Freidenter ist, fagt der Meis droht war? Warum dann Manöver von einem sten tschechischen Blattes ,. der Lidové Noviny", in diefem Gebiet Elend fint. Bur Milderung des arbeitest. Die anderen Arbeiter weisen darauf kin, gefannt hat? Dieſe Manöver müſſen, es iſt gar werde. Ja, es gibt Leute, die es nötig haben, daß ster: Ich habe kein Glück, seitdem du bei mir Umfang und einer Art, wie man sie bisher nicht nahm Gelegenheit, nicht nur über das Kinder- Elends- viele Menschen in Rothau sind schon daß uns nichts gelingt." Der Arbeiter wird ent- nicht anders möglich, die höchste Besorgnis er heim und seine Erfolge, sondern auch über die sehn Jahre ohne Verdienstmöglichkeit- steuert lassen. Auf dem Weg zeigt man ihm, wer wo wecken überall dort, wo man die Erhaltung des politische und soziale Situation im Rothauer der Staat Millionenbeträge bei, die als Arbeits- hängen wird, bis der Tag kommt. Er fann der Friedens wünscht, aber eine Erhaltung des Frie Gebiet Erkundigungen einzuziehen. Er legte fofenunterstützung ausbezahlt wurden. Die Men Gendarmerie nichts anzeigen, weil er teine Reus dens ohne Zerstörung des europäischen Gleichge seine Wahrnehmungen in einem langen Bericht fchen aber sehnen sich nach Arbeit. Die ärgste gen hat. Man spricht unter vier Augen. Der Ar- wichtes. Krieg um jeden Preis, unbedingt Krieg dar, der in der Sonntag- Ausgabe der Lidové Erscheinung zeigte sich in der letzten Zeit: es beiter Fd K. arbeitete in Deutschland: am 27. wird niemand wollen, auch der ruhm und machtNoviny" erschien. Obwohl sich die Schlußfolge- gibt Arbeit, aber nur für die Feinde dieses Juli erhielt er eine amtliche Mitteilung folgenden lüfternſte Machtpolitiker würde, wenn er seine rungen des tschechischen Journalisten nicht von Staates. Inhalts: Der Bürgermeister zu Mildenburg Bicle fampflos erreicht, auf den Krieg verzichten. denen unterscheiden, die schon oftmals in der ( Bezirk Auerbach in Sachsen): Sie sind nicht Was aber sind die politischen Ziele der Führung deutschen sozialdemokratischen Presse zu lesen Mitglied der Sdp, wir fordern sie daher auf, des Dritten Reiches? Ziele, die ohne Krieg erreich binnen 24 Stunden das deutsche Reichsgebiet zu bar sind? waren, geben wir seine Darstellung in vollem Wenn die Informationen, welche die Ein- verlassen." Unterschrieben der Bürgermeister A. In der Frankfurter Zeitung", deren AufUmfang wieder. Sie ist umfassend und eindring- wohner des Ortes gaben, nicht durch Vertreter der Hahn eigenhändig, die Stampiglie war beigefügt. gabe es ist, zum Ausland zu sprechen in For lich und ihr Wert liegt eben darin, daß sie von staatlichen Behörden beglaubigt wären, würden sie Ein Paß oder ein Grenzausweis genügt nicht men, die als zivilifiert gelten und dem Auslande, einem objektiv urteilenden Tschechen stammt. unwahrscheinlich flingen. Unweit unserer Staats- für die Aufenthaltsbewilligung. Es muß eine ge- in dem sie aus ihrer demokratischen Zeit her noch grenzen entstand auf sächsischer Seite in der leßMöge sie dazu beitragen, daß den schwergeprüfen Zeit eine neue Industrie oder neue Zweige. monatlich sein. Zu diesem Schritt der deutschen zialismus und seine Außenpolitik als möglichſt gitimation mit der Marke der SdP für Kč 2.50 einen Rest guten Ansehens hat, den Nationalso ten deutschen demokratischen Grenzbewohnern unsere Fachmänner und eingearbeiteten Arbe.ter Behörden genügte eine Anzeige der Sdp. Ein harmlos aufzuschwäßen, schreibt Dr. Kirchner, endlich Hilfe werde! Möge sie dazu beitragen, werden dazu gelockt, dieser Industrie nicht nur eines Mädchen, das die Ferien in der Rolanie nachdem er festgestellt hat, daß man in London die über das Leben und Kämpfen dieser Grenzbe- ihre Sträfte, sondern vor allem ihre Fertigkeit, bes bemokratischen Vereins verbrachte, brach fich tschechoslowakische Frage als außenpolitische Frage wohner im tschechischen Volke jene Klarheit zu ihre Erfahrungen und Erzeugungsgeheimnisse zu die Hand. Für den Transport ins Krankenhaus ersten Ranges betrachte und daß die Engländer schaffen, der es bei der Beurteilung der Lage widmen. Sie arbeiten dort in Fabriken für Musik- trieb man in ganz Nothau kein Auto auf. Aus den Verdacht nicht loswerden. Deutschland wolle unserer deutschen demokratischen Menschen so instrumente und heute gehen von 38.000 Eintosh Prag famen Geschenke für die notleibenden rein Stück des europäischen Südostens nach dem oft ermangelt. Wir geben nun den Lidové nern des Graslißer Bezirks an 6000 über die beitslofen. Es war nicht möglich, ein Gasthaus anderen sich einverleiben:„ Die große Chance, die Noviny" das, Wort: Grenze zur Arbeit in Deutſchland. Sie arbeiten ein utrchu, hatir liest, daß Deutſchland nur ein Reich der U wöchentlich S0 bis 90 Stunden und verdienens man die Geschente hätte verteilen können. Deutschen sein will und daß der nationalsoziali Ein Lichtpunkt auf der Fahrt durch das verhältnismäßig große Beträge. Sie verdienen fie stische Glaube die Individualität anderer Rassen Grenzgebiet war der Besuch in der Ferienfolonic deshalb, weil die Reichsregierung den Exporteren der deutschen Kinder. Ihr Heim ist die Volts- bis fünfzigprozentige Prämien zahlt. Alle in und Völker im eigensten Interesse wahren, ja sich schule in Rotbau, wo in zwei Perioden einander Deutschland arbeitenden tschechoslowakischen Die Grenzgebiete wimmeln von uniformier dagegen deutlich abgrenzen will, ist in der Umwelt nicht genügend bekannt geworden." Das klingt zus 160 der ärmiten und von der Not am meiſten Staatsangehörigen müssen. Mitglieder der SdP ten Ordnern, auf den Straßen fahren Kuriere und nächst bestechend, aber es enthält nur einen Teil bedrohten Arbeitslosenfinder aus dem Graslizer ſein und sich mit einer Arbeitsmarte der Sdß aus Verbindungsleute auf Rädern und Motorrädern der Wahrheit. Es sagt nichts gegen Eroberungsund Elbogener Bezirk ablöjten. Die Kinder erweisen; sie müssen Fragebogen mit 21 Buntien hin und her. Der Pfarrer Ott aus Rothau hat und Unterwerfungsabsichten. Abgrenzen gegen ans holen sich im Lager in turzer Zeit vielverspre ausfüllen, von welchen zehn ausschließlich mili- auf seinem Motorrad neben der kirchlichen Flagge dere Völker kann man sich auch dann, wenn diese chend und viele von ihnen haben schon ein bis tärischen Charakter haben. Wenn uniere auch die SdP- Flagge, die an allen möglichen und Völker unterworfen sind. Das wäre die Abgren wei Nilo an Gewicht zugenommen. Die Kinder Administrative es ablehnt, verschiedenen Ind vis unmöglichen Stellen weht, und mit ihr geschmuckt zung der Sieger gegen die versflavten Besiegten. begrüßten den Besuch mit der Staatshymne, die duen, bestraften oder sonst gefährlichen Elementen war auch ein Fiater, den wir unterwegs traien. Und wenn man, wozu man nicht nur als Natio Schule hatten sie mit Fahnen und Bildern der Reisepäſſe oder Grenzübertretungsscheine auszu die Berichterstatterorganiſation iſt muſtergültig: nalsozialist berechtigt ist. Hitler mehr glaubt als Repräsentanten des Staates geschmückt und sie folgen, dann genügt den deutschen Organen die Städte und Dörfer( Ortsgruppen) find in Spren- Dr. Kirchmer, dann wird man doch als zuverläis baten durch den Mund ihrer kleinen Freunde, die Arbeitsmarke der SdP, die in die Parteilegitima- ael eingeteilt. So z. B. hat Graslih sechs Spun- iger halten, was„ Mein Kampf", sagt: daß näm tichechische Deffentlichkeit möae sie nicht vergessen. tion geklebt wird. Diejenigen, die sie benuken gel. Jeder Sprengel iſt eingeteilt in Kameradlich die Deutschen unbedingt Siedlungsland im Es waren teine gelehrten Erklärungen, sondern werden angewiefen, sich nicht von den tschechischen schaften, nach Gassen oder anderen ähnlichen Endas aufrichtige Danteswort jener, die zeitweilig Grenzorganen sicherstellen zu lassen. heiten und schließlich bilden kleinere Gruppen non auch den„ unabdingbaren" Grundsätzen des natio Osten gewinnen müssen. Und ein wenig darf man aus dem Elendsmilieu herausgerissen wurden Häuschen oder Bewohner eines größeren Hauses, eine Nachbarschaft. In jedem Ort ist ein Bericht- und diese verfünden den Zusammenschluß aller nalsozialistischen Parteiprogramms glauben und glauben, daß der Krieg, den ihnen der unger erflärt hat, enden muß mit dem Siege ihrer erstatter und ein Finanzdienst. Die Befehle der von dem wir keine Ahnung haben Väter, die arbeiten wollen. Der Druck, dem deutsche, aber demokratisch zentralen Führung übernimmt der Ortsgruppens on Deutschen bewohnten Gebiete in einem Großdeutschland. Das mochten Vertrauensselige, die Teiter, der sie dann seinen Sprengelleitern niw. denkende Bürger ausgesetzt sind, ist unvors gelegentlichen Friedensbeteuerungen allzu gerne weitergibt, so daß jeder Wink schnell und sicher in stellbar. Die augenblickliche Situation ist für diese deutschen Bürger weit schliminer als für die allen Einzelheiten allen SdP- Angehörigen mit Alaubten, für nicht besonders ernst zu nehmenden Tichechen, die im Grenzgebiet wohnen. Nach der acteilt wird. Alle persönlichen Feststellungen der Aufpuß der nationalsozialiſtiſchen Agitation ħalErklärung des Abg. Frant sind die beutichen ge: SbB- Mitglieder, die für die SdP- Führung woh ten seit der Annerion Desterreichs, dessen Unzialdemokraten oder Kommunisten nicht Deutsche, tig sind, ſelbſtverſtändlich auch für unsere Freunde Deutschland noch feierlich anerkannt worden war, Die Situation in Rothau Terror Anschläge gegen den Staat ( Fortfchung auf Seite 2) Weiterer Vormarsch auf Albarracin abhängigkeit ja auch vom nationalsozialistischen und nach dem Bekenntnis der so lange demokra tisch getarnten SdP zum Nationalsozialismus. nach der heftigen Presse- und Rundfunkpropaganda Deutschlands gegen die Tschechoslowakei muß man diesen Programmsaß ernster denn je nehmen. In dem Augenblick, als vor mehr als zehn Jahren der Betrieb der Rothau- Neudeter Eisen werle eingestellt wurde, verloren nach und nach fajt 3000 Ortsansässige die Beschäftigung. Mit sondern nur deutschsprechende Marristen". Aus einem Schlag wurde die Tradition vernichtet. Die Erzeugung brachte durch Jahrhunderte dem gangen Gebiet Brot. Die Einstellung des Werkes war ein umso weniger verständliches Beginnen, als während der letzten vier Jahre des Beste hens der Betrieb einen Gewinn von Dußenden Kirchner zeigt freilich einen Weg des Fries Millionen brachte und ständig die Produktion er Barcelona,( Ag. Efv.) Sechs heftige erobert. Sie sehen ihren Vormarsch fort und ha- dens: wenn sich die Tschechoslowakei ihrer tatsäch höhte bei gleicher Anzahl der Beschäftigten. Angriffe auf die Brückenkopfstellungen am Segre ben die Höhen 1631 und 1634 hinter fich gelafen. lichen Selbständigkeit begibt. Als törichtes MißDie Situation, die durch die Auflassung der Pro- fluß find abgeschlagen worden. Die Rebellen ha- Havas meldet: Franco- Abteilungen unter verständnis bezeichnet er es, wenn ihn ein Eng buttion entstand, war umjo gefährlicher, als die ben über 300 Mann verloren, darunter einen nahmen heftige Angriffe auf die Regierungspost- länder anfuhr:„ Wie kommen Sie dazu, der Arbeiterschaft kostspielige Investitionen im Ver- Major und zwei Leutnants. In der Ebrozone tionen in der Sierra Pandols ſüdöstlich von Tschechoslowakei die Außenpolitik diftieren zu wol Invaſion von gelang tung gemacht hatte, daß für das Schicksal des Kräfte die Angriffe in der Sierra Bandolf fortge es ihnen, die Kote 671 zu besetzen, deren sich Mißverstehenden":" Diftieren wir unseren tiche Betriebs nicht die geringsten Befürchtungen befeht, find aber völlig abgefchlagen worden. Sie aber die Regierungstruppen in einem heftigen äischen Nachbarn, wenn wir sie darauf auf ſtehen. So begann sie den Bau einer Häuſer Verluste des Feindes find sehr hoch, unter den Gegenangriff wieder bemächtigten, wobei ihnen merksam machen, daß sich inzwischen manfolonie mit neunzig Summern. Die Häuschen Toten ist ein Bataillonschef. Die republikanische zahlreiches Kriegsmaterial in die Hände fiel. ches verändert hat, was ihnen eine gründliche waren noch nicht zu Ende gebaut, geschweige Flugwaffe hat in diefen beiben Abschnitten mit Die republikanischen Truppen beherrschen nun Neuorientierung ihrer Außenpolitik nahelegt, dikdenn bezahlt, als die Katastrophe fam; die Ge- großer Intensität und Wirksamkeit speriert, die den ganzen östlichen Teil der Sierra Bandols his tieren wir ihnen, wenn wir ihnen zeigen, was meinde errichtete eine tostspielige elettrische Lei- feindlichen Linien und Konzentrationen bombar- zur Straße von Gandefa nach Tortofu. Die nach unserer Meinung die Konsequenzen der bistung, eine Wasserleitung, eine Schule, Straßen biert. Franco- Pofitionen im westlichen Teile der Sierra herigen tschechischen Außenpolitik getvefen sind und und investierte in zehn Jahren elf Millionen Ke Die Kräfte im Dienste der Invasion haben, Bandols wurden Sonntag abends von Regie- daß eine Neugestaltung des Staates, sofern die in öffentliche Bauten. Sie rechnete mit einem unterstützt von einer großen Bahl Flugzeuge und rungsfliegern wirksam bombardiert. Auf beiden Sudetendeutschen zu ihrem Recht kommen, eine gewissen Ertrag der Gemeindeumlagen und fah Tanks Baldecaballeros in der Zone Logrofán beSeiten herrschte während der ganzen Nacht lebeinzigartige Gelegenheit für unsere Nachbarn fich im Laufe von vierundzwanzig Stunden hafte Artillerietätigkeit. wäre, mit dem Deutschen Reich in ein ganz neues, ruiniert. Alle Bemühungen, um den Aufbau fekt. Die Republikaner halten den feindlichen einer Erfaßindustrie enttäuschten. Man verhan. Druck in Nichtung auf den Fluk Guadalupejo delte über die Errichtung eines Kupferwertes auf. und über die Einführung einer Erzeugung von In den Montes Uverfales haben die repu optischen Gläsern. Das lekte Projekt, das durch blikanischen Truppen Lo Bicanchales, Altos del eine Staatsgarantie von brei Millionen gesichert Aguila, Mojon Blanco El Guerbo glänzend An der Segréfront unternahmen die Franco- fruchtbares und für die gesamte Südostpolitik in trappen sechs erfolglofe Angriffe auf die Regie- quiem Sinn bedeutungsvolles Verhältnis zu rungspofitionen in der Vorstadt Balaguers. Die fommen?" Angriffe wurden von Tanks und Fliegern unter- Die gründliche Neuorientierung: das wäre ſtüßt, die die Regierungspofitionen heftig bom- die Loslösung der Tschechoslowakei von ihren Verbarbierten. bündeten. Diftiert man denn, wenn man der Leite 2 Dienstag, 16. August 1938 Nr. 191 Tschechoslowakei klar macht, daß sie mit Deutschland in ein gutes Verhältnis kommen kann, wenn sie ihre außenpolitischen Freundschaften kündigt, wenn sie Forderiingc» der SdP, die Forderungen Berlins sind, erfüllt? Die Gelegenheit, auf diese Art mit Deutschland in ein gang neues Verhältnis zu kommen, ist wirklich einzigartig. Aber was bliebe dann von der Souveränität der Tschechoslowakei noch übrig? Nickt einmal der Grund« 'ckarakter eine- demokratischen Staates, da ja Erfüllung der SdP-Fordcruugcn die Demokratie aufhebcn würde! Bon außenpolitischer Bewegungsfreiheit gar nicht zu reden. Deutlich genug haben die veranttvortlichen Staatsmänner der Tschechoslowakei zu verstehen gegeben, mehr als einmal, daß die Republik an ihren außenpolitischen Jrenndschasten unbedingt festhalten wird. Wie könnte in dieser Haltung eine Aenderung eintreten nach einer Bewährung der Bündnistreue, der die Tschechoslowakei am 21. Mai so viel zu verdanken hat! Könnte überhaupt ein tschcchoslotvakischcr Politiker, der nicht die Selbstaufgabe des Staates will, der von Berlin gewünschten Aenderung der Außenpolitik zustimmen? Ist nun aber nach all dem, was auf außenpolitischem Gebiete geschehen ist, damit zu rechnen, daß Berlin es einfach zur Kenntnis nehmen wird, daß die Tschechoslowakei an ihrer außenpolitischen Linie festhält? Berlin wird nicht einfach zur Kenntnis nehmen! ES wird weiterhin versuchen, das zu erreichen, was Dr. Kirchner so zart umschrieben hat alS ein neues bedeutungsvolles Verhältnis. Es wird tveiterhin versuchen, durch die SdP im Innern der Tsckeschoslowakei in dieser Richtung zu wirken, es wird aber auch nicht unterlassen, außenpolitischen Druck anzuwenden. Wirkt dieser Druck nicht ununterbrochen? Ist die Einberufung von eineinviertel Millionen Soldaten zu Manö- vern kein solcher Druck? Zumindest wird gezeigt, wie bereit Deutschlands Militärmacht ist. Ist aber eine so große HeereSmacht manöverbereit, so ist sie auch sofort einsatzbereit. Das soll wohl angedeutet werden. ES soll der tschechoslowakischen Regierung, er soll Lord Runciman, es soll London und Paris angedeutet werden. Und wenn gar nichts geschieht, wenn nur eineinviertel Millionen Wochen hindurch manövrieren, so ist zumindest eines erreicht: die Welt ist in Unruhe gehalten worden. Der Welt wird vordemonstriert, daß eS so lange keine Ruhe geben wird, so lange Deutschlands Wünsche nicht erfüllt sind. Und da diese Wünsche, da des Dritten Reiches außenpolitische Ziele niemand wirklich kennt, muß die Beunruhigung um so größer sein. Wir nehmen an, daß eS im Dritten Reich nicht nur Ba bangue-Spieler gibt unter den Verantwortlichen. daß auch etliche fähig sind, die europäischen Machtverhältnisse real abzuschähen, daß sie schließlich doch Einfluß genug haben, um zu verhüten,. daß aus der Demonstration mehr wird als eine Demonstration. Aber daS hängt nicht nur von ihnen ab! Mehr nock davon, daß diese Demonstration nicht die beabsichtigte Wirkung der Einschüchterung erzielt, daß sie nicht jene Stärke und Entschlossenheit, die sich am 21. Mai so wirkungsvoll offenbarten, in Bedenken und Nachgiebigkeit umwandelt. Gelänge das, dann, aber nur dann, würden im Dritten Reich jene Bedenken, die allein durch das Zusammenwirken des tschechoslowakischen AbwehrwillenS mit der Festigkeit der Pariser und Londoner Diplomatie in der Maimitte erweckt wurden, durch die Meinung verdrängt, die Demokratie sei ja doch wirklichen Widerstandes nicht fähig und Berlin könne ohne besondere Besorgnisse ein neues Abenteuer wagen. Aber da man allmählich doch in London und Paris dir Berliner Taktik zu verstehen beginnt, ist anzunehmen, daß die Demonstration ihren Zweck picht, erreicht. Wir toerden also keinen ruhigen Sommer haben, keinen sorgenlosen— wirkliche Ruhe wird Auch für den angriffigen Siegfried ist die Vorsicht allgemach zur Mutter der Weisheit geworden. Und da die Zeiten vorbei sind, wo ein Bad im Drachenblut genügte, um sich fast unverwundbar zu nmchen, so muß man wohl oder übel zu jenen Mitteln greifen, die der Mensch den Maulwürfen abgeguckt hat. Man geht unter die Erde, denn trotz der vielen demonstrativen Reden von der Unbesiegbarkeit der deutschen Wehrmacht zu Lande, zu Wasser und in der Lust ist man doch nicht ganz so sicher, daß man ungestraft sich auch in Zukunft alle» werde leisten können, an weiß, daß Hitler selbst die entsprechenden Befehle gegeben hat. Was inan nicht wußte oder vielmehr genauer wußte, das enthüllt jetzt«ine geradezu sensationelle Reportage, die im„Pari» Soir" in mehreren Fortsetzungen von Maurice Lcroy veröffentlicht worden ist und bisher keinen überzeugenden Widerspruch gesunden hat. Diell-icht ist sogar auf die Unternehmung diese» französischen Journalisten hin erst jene Anordnung getroffen worden, die in bestimmten Grenzgebieten Deutschland» den Aufenthalt unberufener Ausländer verbietet. Wa» ist e» also, was Maurice Le roh berichtet? Mit einer bi» in» Einzelne gehenden Präzision schildert der französische Journalist, dem e» gelungen ist. sich unerkannt längere Zeit in dem betreffenden Gebiet aufzuhalten und sogar Photographien mitzubringen, die in rasender Eile von einem ungeheuren Aufgebot an Arbeitskräften durchgeführten Befestigung-arbeiren. Wie sehr diese Dinge darauf abgestellt sind, Frankreich die Erfüllung seiner Bündnispfiicht im Falle eine» deutschen Angriffe» auf die§SR zu erschweren, geht au» der ganzen Anlage diese» innerhalb sechs Wochen durchgeführten Ausbau« der Siegfried-Linie hervor. Und damit wiederum rechtfertigt sich die— freilich, wenn man so sagen will: an Spionage grenzende— Bravourleistung des Berichterstatters. Denn heute ist e» nun einmal so, daß derjenige dem Weltfrieden dient, der die kriegerischen Vorbereitungen der totalitären Staaten in» rechte Licht seht. In Winde»eile sind im HunSriick, im Taunus und in der Rhön unterirdischeFlug« Plätze für je 299 Kampfflugzeuge angelegt Korden. Man hat sich nicht die Mühe genommen, die dazu benötigten Flächen und Plätze in langwieriger EbnungSarbeit herzurichten. In einer dramatischen Schilderung entwirft Leroy, dem von ihrem Boden vertriebene deutsche Bauern ihr Leid geklagt haben, ein Bild der unbeschreiblichen RiickstchtSlostgkeit und Brutalität, mit der der deutsche Generalstab die Befehle seine» Herrn und Meister» ausführte. In einer Juninacht haben deutsche Bombenflugzeuge vorher innerhalb weniger Stunden evakuierte Dörfer, Heimat und Wohnsitz deutscher Menschen, dem Erdboden gleichgemacht. Die Leut« bekamen kurzfristigen Befehl, sofort mit all ihrer Habe davonzuziehen; nicht» al» die Zusage, daß ihr Verlust ihnen entschädigt würde, konnten sie auf die Wanderung in» Ungewisse mitnehmen. eS nicht mehr geben, so lange e» den Faschismus gibt—, aber wir dürfen hoffen, daß den Völkern Europa» doch Ivenigsten» für die nächste Zeit der Friede erhalten bleibt. Wer wagt heute noch feine Hoffnungen über Jahre hinwegzuspannen? Allein in der Rhön, berichtet Maurice Leroy, feien 27 Dörfer auf diese Art niedergetrommelt und in den wenigen Tagen danach von den Massen eingesetzter Arbeit-dienstpflichtiger und Gefangener für dir Bedürfnisse der Befestigungsarbeit hergerichtet worden. Zur Zeit, da Leroy seinen Bericht schrieb, sei der zementiert« und betonierte unterirdische Flugplatz in der Rhön fertig gewesen. Die beiden anderen stünden, so schreibt er, in tvenigen Tagen'ebenfalls für je 299 Bomber und Jagdflugzeuge bezugsbereit. Am 11. Juni hat Göring persönlich die Äiegfriedlinie besichtigt und die Anordnungen für ihren blitzschnellen Aurbau getroffen. 399.999 Spezialarbeiter sind auf seinen Befehl eingcketzt worden, um eine Kette von Fort» im Abstand von nur je 189 Metern zwischen Straßburg, Rheinau und Markholsheim zu ziehen. Diese unterirdisch angelegten Fort» enthalten elektrisch bediente Artillerie der verschiedensten Kaliber; teilweise nur wenige Meter vom Rheinufer entfernt, hat man, um sie möglichst ungesehen errichten bczw. in die Erde bauen zu können, den Rhein entlang künstliche Baumkulissen und Palissaden gezogen, hinter denen Tag und Nackt gearbeitet wurde. Alle diese Fort-, so berichtet Leroy. seien nach demselben Typ gebaut; sie erheben sich nur einen Meter über der Erde bei einer Fronibreite von 28 Metern. Hinter dieser dichtgedrängten Kette von Fort» im Abstand von 299 Metern zieht sich eine zweite Verteidigungslinie hin, die indessen noch nicht vollendet gewesen sei.„Mit 89.999 Mann", so hat man ihm gesagt,»werden wir in der Lage sein, da» gesamte Rheinufer gegen jedermann zn verteidigen." Ende September soll dieser Zustand erreicht sein. Jeder Quadratmeter der französi« Motzkau. Aus einer Erklärung de» Taß geht hervor, daß an der Konfliktsstelle bei Zaczernaia (Tschankufeng) sich gegen Wochenende ein neuer Streitfall ergeben hat, indem die Japaner mich Abschluß de» Waffenstillstands den Nordabhong de» Berges besetzten. Nach einem Einschreiten Littvinow» bei Schigemitsu wurden die japanischen Soldaten zwar zurückgezogen, später aber weiger«. ten sich die lokalen japanischen Militärdelegierten, die entsprechenden Protokolle der Verhandlungen an Ort und Stelle ohne weitere Weisungen zu unterzeichnen. In dem strittigen Gebiet herrscht aber Ruhe. Zwlechenfall auf Sachalin Hingegen meldeten die Japaner einen Zwi» sckenfall, der sich auf Sachalin, da» zur Hälfte russisch, zur Hälfte japanisch ist, ereignet haben soll. Al» da» Mitglied de» japanischen Reichtag» Tashirogi, der von seinem Sohn und einigen japanischen Grenzpolizisten begleitet war, die nordöstliche Grenze Sachalins besichtigte, sei die Gruppe von der sowsetrussischen Grenzwache beschoßen worden. Schützt die Demokratie (Fortsetzung von Seite. 1.) auf der anderen Seite der Grenzen, werden auf dem entgegengesetzten Weg vom Nachbarschaftsleiter bis zum Führer geleitet. Botschaft an die tadiechladie Oeffentlldikelt Alle demokratisch denkenden Bürger deutscher Nationalität bitten, daß unsere Oeffentlichkeit ihrem ehrlichen Bemühen glaube, treu auf dem Boden diese» Staate» zu stehen und seine Unabhängigkeit gegen Jeden und unter allen Verhältnissen zu verteidigen. Sie glaube, daß die Urieche ihrer Not weder die Tschechen, noch ihre Regierung sind. Sie brauchen nur eine gerechte Verteidigung ihrer Sache, sie wollen, daß der Staat zum Schutze ihrer Rechte seine Mach! zeige und in seinen Diensten keine feindlichen Elemente dulde. Diese deutschen Bürger geben einem unbeträchtlichen Ler« dienst in der Republik den Vorrang vor lockenden Angeboten au» der Fremde, denn sie glauben an den gerechten Sieg der Demokratie und der Menschlichkeit. Sie glauben, daß auch für sie Arbeit gefunden werden wird. schcn Ufer wird automatisch unter unserem Ab« Ivehrfeuer liegen, prahlte einer der von Leroy interviewten Ingenieure, man wird nur auf einen Knopf zu drücken brauchen. Bestimmte Batterien seien haargenau auf die im Bezirk der Maginot« linie liegenden lebenswichtigsten französischen Betriebe eingerichtet. Mühlhausen, Straßburg usn>. sollen dem unausweichlichen BcrnichtunM-uer weittragender Geschütze ausgesetzt sein. ES ist nicht möglich, die bi» in» Einzelne gehenden und von größter Sorgfalt in der Beobachtung zeugenden Mitteilungen de» französischen Journalisten, die viele Spalten in den Nummern vom 19. und 11. August de-„Paris Soir" umfassen, hier wiederzugeben. Wa» er aber gesehen hat, das beweist einmal mehr, wie sehr der Schreck über den BerteidigungSwillen der demokratischen Mächte dem kühnen Siegfried in die Glieder gefahren ist und wie wenig er sich dennoch von seinen Plänen abhalten lassen will ,,, Taohangltufeng; 894 Tote, 1851 Verwundete Moskau.(Reuter.) In den Kämpfen e» der mandschurischen Grenze bei Tschangkusen» find einem amtlichen Sowjetbericht zufolge in-gesomt 236 Sowjetsoldatcn gefallen. Weitere 611 Soldelen wurden verwundet. Tokio.(Reuter.) Ein amtlicher Bericht de» KrirgSministerium» teilt mit, daß im verlause der Kämpfe an der sowjetrusflsch-mandschurischeu Grenze die Gesamtverluste der japanischen Am« 898 Mann betragen, hievon 188 Tote. Japan meldet TruppenzurUckriehung Tokio. Da» Kriegsministerium hat mitze> teilt, daß sämtliche japanischen Truppen seit dm 13. August au» dem bisherigen Kampfgebiet zurückgezogen worden seien und auf koreanisches Erbiet westlich de» Tumen geführt wurden. Sonst verbleibe kein japanischer Soldat östlich de» Tumen. Die Zurücknahme der Truppen wird al» fine vollkommen freiwillige Handlung de» japanisch« Oberkommando» in Söul bezeichnet Siegfried gräbt sich ein Einzelheiten von der deutschen Festungslinie am Rhein Bruch des Waffenstillstands I 46 I Zwischen I Mann und Kind | Roman von LIU Körber Kämpfen muß der Mensch, um lebendig zu bleiben. Was glaubt ihr? Ich gehe von ihr weg, es ist schon Feierabend, die Knechte sitzen in der Gemeindestube und der Janek schlägt auf den Tisch und sagt: „Dieser Hundefraß, wie lange wird das noch gehen? Bon morgens bis abends schuften und nicht einmal etwas Ordentliches in den Bauch?" Und ich sage ihm:„Paß auf, sage ich," daß dich der Verwalter nicht hört!" Und er sagt:„Ach was," sagt er,„genug mit dem Aufpassen, ich geh' selber zum Verwalter, laß mir den Grafen Herausrusen und sage ihm meine Meinung: so und so, umsonst arbeiten wir nicht. Alle sind unzufrieden, einer muß den Anfang machen." Wischt sich den Mund mit der Hand und schaut drein mit Augen, die zu allem entschlossen sind. „Wenn er wüßte, daß die Gräfin da» Feld verkauft hat, um nach Pari» zu fahren," habe ich mir gedacht. Selbst der Graf hat verstanden, daß e» da Trubel geben könnte und hat erzählen lassen, daß sie zu ihrer kranken Mutter nach Krakau fährt. La! und dann begann der Diener, ihr Gepäck auf den Wagen zu laden, kein Ende hat danehmen wollen, die nackten Sohlen der Mädeln klatschten hin und her, bald hatte man da», bald jene» vergessen. Wir standen auf der Treppe, ich, der Verwalter und das Gesinde, sie winkte allen mit der Hand:„Lebt wohl!" und die Augen lachten. Und der Graf hüllte sie jn einen Plaid. man sah, er wollte gern etiva» sagen— genierte sich aber vor den Leuten. Nun, und dann ist sie weg— auf und davon. Und was ich sagen wollte: Kämpfen muß der Mensch, und wenn er nichts hat, tvofür er kämpfen kann, wenn er keine Sorgen hat, um seines Leben» willen und um dar tägliche Brot, dann kämpft er eben mit sich seihst und verzehrt sich und ist sich selber zur Last und bringt über die anderen Menschen Unglück. Da» wollte ich sagen." Der Alte verstummte und die Blasak meinte: „Auch solche Menschen braucht der liebe Gott." Und nach einer Weile fragte sie: „Wo wird sie denn jetzt sein?" Rosenblatt zuckte die Achseln: «Weiß nicht. Einige Wochen später brach der Krieg au» und ich zog fort. Ich hörte, daß Stra- kowice verkauft wurde. Alle» geht zu Ende, alle». Die Schönheit und die Jugend und der Schmerz. Und nur Gott allein weih, warum, und kennt den Weg. Den ganzen Weg kennt er, wir sehen nur einen Teil." Sie saßen nun schweigend da, jeder mit seinen Gedanken beschäftigt. Martha dachte an Stanzi: War sie nicht auch wie die Gräfin von Strako« wice, die der alte Mann bis heute nicht vergeßen konnte, nach mehr al» zwanzig Jahren? Eine, die mit sich kämpfte au» der Leere ihre» Leben» heraus, sich verzehrte und Unglück Wer andere brachte? Die Turmuhr auf dem Rathau» schlug— zuerst viermal langsam und dann, nach einer kurzen Pause, zweimal nacheinander, man hörte sie bi» in di« Siedlung. Der alte Rosenblatt erhob sich: „Run muß ich nach Pritlau," sagte er.„Bleiben Sie gesund, Frau Blasak. Meine Verehrung, gnädige Frau." «Leben Sie wohl, Herr Rosenblatt," seufzte Emilie,„und nehmen Sie meinen Dank. Sie haben ein wenig Balsam auf meine Wunde ge- gossen. E» ist richtig, alle» ist Gotte» Wille, auch, daß mein armer Bub sein Leben lassen mußte. Und geben Sie mir einen Zettel wegen dec zwei Schillinge, sieber die Hose sprechen wir nächsten Sonntag." XU. Kapitel. Medea „Warum." fragte Franzi Dr. Geßler, während sie, von der Kindervorstellung kommend, die Stiegen hinaufgingen,„warum wollte Schneewittchen nur au» dem Becher de» kleinsten jsiver« ges trinken und in seinem Bettchen schlafen?" «Vielleicht, weil e» besonder» nett und sauber war," meinte der Dvktor. „Wie müssen sich'die großen Zwerge gegiftet haben!" schmunzelte Franzt spitzbübisch.«Waren die Zwerge alle Brüder?" „Wann kommt denn die Mutter zurück?" fragte Dr. Gehler unvermittelt. „Vielleicht schon heute abend," tröstete Franzt überlegen.„Wollen Sie auf die Mutter warten? Jetzt wird die Tante auch zu Hause sein. Sie muß packen. Weil ihr Mann, da» ist ein Engländer, will, sie soll umziehen und dann weg- kahren. Gestern ist er angekommen. Jn einem Flugzeug. Sind Sie schon geflogen, Herr Doktor?" „Ich habe nur einen Probeflug gemacht. Da wird die Mutter sehr enttäuscht sein, wenn sie zurückkommt und die Schwester nicht vorfindtt," «O nein," schüttelte Franzl den Kopf. „Weil e» so viel Geld kostet, und wir müssen svaren. Die Steffi sagt, die Tante telephoniert zu viel und badet in einem fort. Und in der Früh will sie Schinken mit Eiern essen." Er sprang ein paar Stufen hinauf, blieb stehen und sagte schmerzlich und vorwurfsvoll:„Mir hat sie cme Armbanduhr mitgebracht, aber die Mutter hat sie weggenommen." Dvch diesmal ging Dr. Gehler nicht darauf ein. Er schien angestrengt über etwa» nachzudenken. Franzl betrachtete ihn enttäuscht von der Seite. Komisch war der Doktor heute. Schon ast et. ihn vormittags in» Theater abholte, wie er ei mit der Mutter besprochen hatte, machte er rin lange» Gesicht, als er von Steffi hörte, die gnä' Frau sei weg. Was er nur von der Mutter wollte? .Wann kommt denn der Zug aus Leopolds- darf?" fragte der Doktor. „Gar nicht," erklärte Franzl, genoß einige Sekunden das Erstaunen des Doktor» und fügte hinzu:„Weil e» nämlich gar keine Eisenbahn dorthin gibt. Man fährt mit dem Autobu». Sind Sie schon einmal mit dem Autobus gereist, Herr Doktor? Haben Sie den Wohnungsschlüssel mit« genommen? Sonst muß ich klingeln. Rein, blüe, tasten Sie mich klingeln. Ist die Mutter schon da?" fragte er Steffi und hatte das Gefühl, mit dieser Frage deni Doktor einen Gefallen zu erweisen.„Sie ist nicht da," sagte er wichsig z» Geßler, al» hätte der die Antwort nicht gehvrr. „Aber es macht nichts. Sie wird bald kommen. Und außerdem ist die Tante zu Hause. Sie mutz packen. Und der Werner. Und der Robert, Und die Isa Abel. Das ist Robert» Freundin." „Daß du jetzt wegfährst, Tante," sagst Werner und schaukelte auf der Sessellehne, «weißt du, das ist zu dumm. Nun wird also nicht» au» unserer Skitour. Und ich habe mir doch den feschen Sportanzug gekauft! Wenn ich gewußt hätte, daß der Onkel gleich kommt, wäre ich nicht so blöd gewesen, dein Telegramm zur Poft zu tragen." «Ja, das habe ich auch nicht gewußt," seufzte Stanzi und stopfte Wäsche rind Tollettegegem stände durcheinander in den Koffer.„Er handelt immer anders, als man glaubt. Das heißt, nein, eigentlich ist er konsequent, aber da ich er nicht bin, muß ich immer wieder staunen, daß er stets bei der Stange bleibt. Seit sechzehn Jahre» staune ich, daß e» so etwa» gibt! Kennst du „Trohkopf als Großmutter?" (Fortsetzung folgt) 5Jr. 101 Dien»««,, 16. August 1938 «eite 8 bekannte deutschsprechende Fremde geohrseigt worden sei. nicht- zu wissen. Diese Angelegenheit schien dem deutschen Rundfunk so wichtig, daß sie in den Aether hinaus, posaunt wurde. Ohrfeigen bei Bodenbach Bodenbach. SamStag meldeten nach 21 llhr zwei Turner, Gerhard Watlauer, geboren am<2. De» zember 1022 In Tetschen, und Karl Schulz, geboren am 20. Mai 1021 in Letschen, beim Staatspolizeiamt in Bodenbach, daß sie am 13. August nach 18 Uhr auf Fahrrädern auf der Bezirksstraste von Neu- Ohlisch in der Richtung gegen Windisch-Kamnib sichren. Sie wurden in Äöhmisch-Kamnitz von 60 bis 80 Mann, unter denen sich auch Jugend in Blauhemden befand, angehalten und gezwungen, von den Rädern zu steigen. Sie legten die Räder auf die Erde und wollten weglausen. Sie tvurden jedoch von etlva 18 Atauii abgesangen und geohrfeigt. Als ihnen bedeutet wurde, dast sie weiter fahre» können, stellten sie fest, dast die Luft aus den Gummischläuchen herauSgelassen und die Ventile entwendet worden waren. Di« Männer, die sie überfallen hatten, waren laut Angabe deutsche Sozialdemokraten- Sie fuhren auf Fahrrädern weg und die Turner gingen nach Hause. Der Polizeiarzt konstatierte bei der Untersuchung Spuren von Ohrfeigen. Dar weiter« Verfahren wurde eingeleitet.. Gemischte Kommission für Gefangenenaustausch London.(Reuter.) Amtlich wird mitgeteilt, dast beide kriegführenden Parteien in Spanien den Vorschlag der britischen Regierung auf Ernennung einer dreigliedrigen Kommission angenommen haben, die sich mit dem Au-tausch der Gefangenen und anderen damit zusammenhängenden Fragen befassen soll. Die Kommissionsmitglieder wurden von der britischen Regierung ausgewählt. Ihr Vorsitzender Wirtz Feldmarschall Sir Philip Chetwod sein. Als Sitz der Kommission wurde Toulouse bestimmt. Die Kommission wird lediglich eine humanitäre Tätigkeit entfalten und ihre Verhandlungen werden alle Kategorien von Gefangenen betreffen, d. h. sowohl Soldaten, als auch politische Führer und Zivil» flüchilingc. Das Reutcrbüro erfährt, daß sich die Tätigkeit der Kommission auch auf Gefangene anderer Nationalitäten erstrecken wird, trotzdem von diesen nicht direkt die Rede ist. Valrneia. lReuter.) Bei dem Bombardement Valencias am Montag wurde der Telegraphist Amern des britischen Schiffes„Hillfern". dec sich an Land befand, getötet. An Bord de» finnischen Dampfers„Fredavore'' wurde der Offizier der Nichtinterventionskommission, der Deutsche Christian Schmidt, verletzt. Starke Aktivität der chinesischen Frelschürler Schanghai.(Reuter.) 300 Mann chinesischer irregulärer Truppen griffen Sonntag den fünf Meilen von der internationalen Konzession in Schanghai entfernten japanische» Flugplatz an. Sie überwältigten die japanische Wach« und hitzten am Flugplatz die chinesische Flagge. Die Irregulären flohen, als sie japanische Berstärkunzen gegen den Flugplatz anrücken sahen. Tokio. Die Agentur Domri teil« au» der Stadt Tsinan, Hauptstadt der Provinz Schantung, mit, daß diese Stadt«um ersten Male von chtne- sischrn Freischülern überfalle» wurde. Sie wurden aber abgewehrt und ließen am Kampfplatz 200 Tote zurück. Rach Aussagen der Gefangenen soll es sich hier um Reste der 69. chinesischen Armee handeln. politische Vagungen am Sonntag In Krumau hielt Fürsorgeminister J»g. Mas am Wochenende Beratungen mit den lokalen Faktoren ab, die regionalistischen Fragen gewidmet waren. Sonntag sprach er auf einer öffenllichen Kundgebung, an der auch die demokratische deutsche Bevölkerung teilnahm. In Scestadtl bei Brüx sand eine grosse Jubi- laumSmanifestation unter dem Leitgedanken„20 Jahre Republik und SO Jahre Sozialdeniokratische Partei" statt. Auch an dieser Feier beteiligten sich die deutschen Sozialdemokraten. Die Festrede aus der Kundgebung, die dem Umzug durch die Stabt folgte, hielt der Senatspräsidcnt D. Soukup. An der Feier der mährischen DTJ in Brünn nahm Eisenbahnministcr Bcchhn! teil. Der Nachmittag vereinigte auf dem Brünner Stadion 18.000 Menschen, zu welchen der Minister sprach. Porsührungen des Militärs gaben Anlass zu demonstrativen Kundgebungen für die Armee, Schliesslich ist von grösseren Veranstaltungen ter Orel-Kongress in Königgräh anzuführen, an welchem sich Arbeitenminister Jng. Dostälek beteiligte. Die grösste Kundgebung des Sonntags war der Rcichskongreh der nationalsozialistischen Eisenbahner, an deren Umzug durch Prag 30.000 Personen, darunter Abordnungen ausländischer Organisationen teilnahmen. Ausmusterung In M.-WelBklrchen Mähr.-Weißkirchen. In Mähr.-Weihkirchen fand Sonntag die Ausmusterung der zu Leutnants ernannten Absolventen der Militärakademie in Anwesenheit des Nationalverteidigungsministers Machntk statt, der die Parade der Absolventen abnahm und an sie eine kurze Ansprache hielt. KrUfteverfall Hllnkas Rujrmberk. Am heutigen Montag-Nachmittag war das objektive Befinden des erkrankten tzlinka unverändert. Die Nacht hat der Kranke im ganzen ruhig verbracht. Die Kräfteabnahme schreitet vorwärts. Infolge dieser körperlichen Schwäche und der erhöhten Temperatur verfällt der Kranke zcitioeise in Bewusstlosigkeit. Tschechische Pressestimmen „Prckvo lidu": Obwohl die allgemeine Ueber- zevgung die ist, dast Deutschland zu einem Krieg weder entschlossen noch für ihn vorbereitet ist, und dast seine führenden Menschen ihn im Wesen nicht vollen— wenigstens Heuer nicht— sind doch alle europäischen demokratischen Staaten in Bereitschaft. Frankreich hat ebenso wie wir alle inneren Vorbereitungen und alle Massnahmen an den Grenzen und Russland hat an seinen Grenzen bereits grosse Kräfte versammelt, um zum Eingreifen bereit''zu sein. Deutschland ist sich allerdings bewusst, dast solch ein Zusammenstoss mit seiner Niederlage enden vürde.«r weist aber auch, dast niemand in Europa den Krieg will, und erlvartet daher sozusagen als Tauschobjekt für Kriegsdrohungen die Geneigtheit. Zugeständnisse zu machen. Irgendwelche Erfolge der deutschen Aussenpolitik zu erzwingen, damit sich das deutsche Volk wieder etwas beruhige und sich mit etwas beschäftigen könne, das ist offenbar der Sinn diese« kostspieligen, erregenden und äusserst gefährlichen Spiels, da« Deutschland uns allen aufge- vvungen hat. Wir müssen' mitspielen, ob wir wollen oder nicht. Alle europäischen Staaten rechnen damit, sind vorsichtig, hüten ihre Grenzen und sind auf alle» vorbereitet. Deutschland rechnet offenkundig damit, dass e» unsere Nervenkrast erschöpfen, uns schwere Ausgaben verursachen kann, und dass e» uns viellicht einschüchtern wird. Das ist allerdings«in Irrtum. .... I M etwa traten sprach der Obmann der Legionärgemeinde, Wenzel, der den deutschen Kampsgenoffen für ihre Treue und Tapferkeit dankte. Mit dem„Lied der Arbeit" wurde die schöne Kundgebung abgeschloffen. Sodann blieben die Teilnehmer noch bis in die späten Abendstunde» beisammen, um sich an den Vorführungen der Turner und und Turnerinnen zu erfreuen. Auch der Tag von Kopist war ein Beweis für die ungebrochene Kampfbereitschaft der sozialistischen Arbeiterbewegung in den Grenzgebieten. Dummheit der anderen nicht stören kaffen. Samstag abends veranstalteten die 1000 Blauhemden einen F a ck e l z u g, bei dem Heinrich W e i s b a ch sprach. Der Zug wurde von der demokratischen Bevölkerung begeistert begrüßt. Sonntag früh zog die Jugend auf dem Marktplatz zu einem Werbesingen auf, an dem auch die„Roten Falken" mitwirkten. Dieser pe- lungenen Veranstaltung lvaren der Kreisappell der Jugend und der Appell der R W vorausgegangen. Der Höhepunkt des Jugendtages bildeten der Festzug und die grosse Kundgebung auf dem Marktplatz. 1200 Menschen marschierten im Umzug, der farbenfroh und lebhaft war. mehr als 2000 Teilnehmer wies die Kundgebung auf. Zu den Versammelten sprachen der BerbanoS- fekretär Josef Kleiner, der Parteibezirkssekretär Ku nie. Abg. Franz Kögl er u»d KreiSvertrauenSmann K a r l B e ck. Der Nachmittag war dem frohen Spiel der Jugend gewidmet. Auf dem Festplahe hatten sich auch viele Offiziere und Soldaten eingefunden, um ibre Verbundenheit mit der demokratischen Bevölkerung zum Ausdruck zu bringen. Grove sozialdemokratische Kundgebung bei BrUx SamStag und Sonntag wurde in Kopist bei Brüx das BeziriSarbeiter- und-Turnscft der deutschen Sozialdemokraten abgchalteu. Schon die gutgelungenen turnerischen Veranstaltungen des SamStag hatten eine Menge Besucher herbeigelockt. Am Sonntag wanderten ununterbrochen grosse Teilnehmerscharcn aus allen Gebieten de» Bezirkes nach Kopist. Auch viele Sozialdemokrat- ten aus dem Gebirge, aus den Landgebieten und aus dem Oberleutensdorfer Gebiet waren gekommen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde eine eindrucksvolle politische Kundgebung abgehalten, die durch einen Festzug eingeleitet wurde. Am Festzug beteiligten sich etwa 1800 Männer, Frauen und Jugendliche des AtuS und der S2. sowie Mitglieder der DTJ und der tschechischen Parteiorganisation. Viele rote Fahnen wurden im,Zuge getragen, der von einem dichten Spalier immer wieder herzlich begrüht wurde. Die Kundgebung auf'dem Sportplatz wurde mit der Staatshymne, gesungen von den deutschen Arbeitersängern eingeleitet und in Anwesenheit von mehr als 2000 Teilnehmern vom Bezirksvertrauensmann Johann Zettl eröffnet, der in einer deutschen und tschechischen Begrüssungsansprache auf die Bedeutung der Zusammenkunft aufmerksam machte. Sodann sprach in Vertretung des Parteivorstandes, von den Versammelten herzlich begrüßt, Karl Kern, der in deutscher und tschechischer Sprache, immer wieder von Zustimmungskundgebungen unterbrochen, über die Aufgaben der Sozialisten in dieser schweren Zeit sprach. Seine Aufforderung, treu und fest zu bleiben, wurde mit starkem Beifall SdP-Wegelagerer In. Nähren Freudenthal.(Eigenberich t.) Sonntag, den 14. August, fand in Sternberg ein Kreis- Sport- und Spieltag der AtuS-Union statt. Bei dieser Veranstaltung waren auch Teilnehmer au» dem Freudenthaler Gebiet, welche den Weg auf Fahrrädern in einigen Gruppen zurücklegten. Auf dieser Fahrt passierten sie auch(am.Richtweg von Sternberg) die Ortschaften Lodcnitz, Dittersdorf, Lobnig, Tillendorf und Kriegsdorf. Da man die Sozialdemokraten am Samstag und Sonntag durch die Orte fahren gesehen hatte, wusste man auch, dass die Radfahrer denselben Weg zurückfahren würden. Die SdPler hatten daher in diesen Orten ihre Mitgliedschaft verständigt und die Weisung erteilt, die Leute entsprechend zu empfangen. In allen Orlen, die oben genannt wurden. waren die Strassen von SdP-Leuten besetzt; als Melder hatte man Kinder verwendet. Als die verschiedenen Gruppen durch die Ortschaften fuhren, wurden sie mit„Heili"« und„Pfui I"-Rufen empfangen und.mit den verschiedensten Schimpfnamen, wie:„Rote» Gesindelk",„Tschcchen- ....„,, freunde!",„Volk-Verräter I",„Mit Euch werden ausgenommen. Für die tschechischen Sozialdemo-' wir bald aufräumenl",„g „Tag der freien Jugend Eine erhebende Kundgebung der S3 In Böhmlsch-Kamnltz Die Kuh auf der Waage...1 In einer kleinen Gemeinde bei Aussig sollte ein Landwirt einem Fleischer eine Kuh verkaufen. Der Landwirt hatte die Kuh einen Tag vor dem Verkauf gewogen. Bevor der Handel abgeschlossen wurde, wurde die Kuh im Beisein de» Landwirte» noch einmal auf dec Gemeindewaage gewogen. Das Tier hatte seit einem Tage einen Meterzentner an Gewicht eingebüsst. Der Landwirt schlug die Hände über dem Kops zusammen:„Da» ist doch nicht möglich! Das muss eine schlechte Waage feint" Um sich von der Zuverläsiigkeit zu überzeugen. bestieg er selbst die Waage, und siehe, da» Gewichtsbestimmungsinstrument zeigte das richtige Gewicht de» Bauern mit 110 Kilogramm an. Also wurde die Kuh nochmals auf die Waage gestellt, aber wieder zeigte sie ein Gewicht, daS sich nicht nur von dem, da» der Bauer am Tage vorher festgestellt, gründlich unterschied, sondern auch von dem, da» erst wenige Minuten vorher die Ge- mcindcwaage angczeigt hatte. Und wieder bestieg der Landwirt die Waage, wieder zeigte sie 110 Kilogramm I Abermals wurde die Kuh gewogen Und prompt ergab sich wieder ein anderes Gewicht. Die versammelten Leute staunten. Einmal hatte die Kuh ein Gewicht von sechs Meterzentnern, dann fünf, dann fünfeinhalb und schliesslich fiinf- dreiviertcl.„Möglich, dass sic nicht geschmiert ist", liess sich jemand vernehmen. Und so stieg man unter die Waage. Unten fass ein junger Mann in einem weihen Kittel, wohl ein Fleischergcselle, verschwitzt und atemlos, und jetzt, da so viel Leute kamen, auch verstört... l Man stellte fest, dass der Fleischcrmeister mit seinem jungen Gehilfen, einem bärenstarken Bur« scheu, verabredet hatte, unter die Waage zu kriechen, und sich beim Abwiegen der Kuh dagegen zu stemmen, damit die Waage ein geringeres Gewicht angab. Der Landwirt hatte für die Art„Schmiere" kein Verständnis. Während sich die Dorfbewohner, und es waren ihrer mittlerweile nicht weniger geworden—, noch angeregt unterhielten und dem Fleischer mit seinem Gesellen für die„Kraftan- strcnguiig" begeistertes Lob spendeten, erschien der vom Landwirt berbeigeholte Gendarm. Mährend der Flcischergchilse kurz vorher noch im Vollbesitz seiner.Kräfte gewesen war, konnte e: sich seht nur zu der Ausrede aufschtvingen, dass er unter der Waage— übernachten— wollte... 1 Der kräftige Flcischergehilfe bekam Gelegenheit, sich in .ES wird nicht mehr lange itzinem abgeschlossenen Raum auSzuruhen. dauern I" empfangen. Zwei Jugendliche aus Freudenthal, M. und St., wurden, da sie allein fuhren, angespuckt, mit Steinen beworfen und M. erhielt einen Boxschlag in die linke Seite. Tv» geschah in Tillendorf. Eine kleine Gruppe von Jugendlichen au» Jägerndors wurde ebenfalls mit Steinen beworfen, die zum Glück nicht trafen. Die RW-Leute und AtuS-Turner, die die Weisung hatten, sich auf dem Weg in keine Auseinander» sestung mit eventuellen Wegelagerern einzulaffen, berichten von ihrer Fahrt dieselben Erlebniffe wie die Jugendlichen, allerdings getraute man sich nicht, sie mit Steinen zu bewerfen. Bemerkt werden muss noch, dass aus der ganzen Strecke kein einzige» SicherheiiSorgan gesehen wurde; die Strecke ist ungefähr 60 Kilometer lang. Böhmisch.Kamnitz.(E i g e n b e r t ch t.) Die sozialistische Jugend veranstaltete hier am Samstag und Sonntag ihren Kreisjugcndtag für da» nordböhmische KreiSgebict. Ist schon in normalen Zeiten die Abhaltung einer grossangelcgten Kundgebung der sozialistischen Jugend angesichts der wirtschaftlichen Not, unter der die Jugend leidet, ein schlvierigeS Unternehmen, so erst recht in der Gegenwart, in der unerhörter politischer Druck alle freiheitlichen jungen und erwachsenen Menschen bedroht. Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass die Kundgebung der sozialistischen Jugend in Böhmisch-Kamnib ein Zeichen für diewachsen- d e Kraft der sozialistischen Jugendbewegung war. Die KrciSorganisation Nordböhmen des Sozialistischen Jngendverbandc» konnte in den letzten schweren Wochen einige neue Gruppen grünten und der KreiSjugendtag war von kaum zu überbietender Begeisterung getragen. Die„deutschbewusste" Bevölkerung von Böhmisch-Kamnitz, will sagen die nazistische, war von der Veranstaltung natürlich nicht erbaut. ES war die Losung auSgegcben worden, die Stadt zu vcrlaffen. Die Jugend hat diese Tatsache mit Heiterkeit und Beifall quittiert und sich in ihrem Treiben durch di« ••* „Slovenskh hlaS": Man kann nicht verschweigen, dass, obwohl London automatffche Verpflichtungen zu übernehmen' ablebnt, die Bereitschaft zum Widerstand(gegen die Methoden Deutschland») ständig wächst. Di« Entwicklung der englischen Linie sei' dem 2. Mai ist nicht stehen geblieben. Die eug- llschen Berichterstatter melden au» Berlin, dass der Reichskanzler bisher da» Gleichgewicht zwischen den Extremisten der Partei und den besonnenen Elementen der Arme« aufrechtcrhält. Dasselbe gilt für den englischen Ministerpräsidenten, der sich um den Ausgleich zwischen den Isolationisten und den offenen Interventionisten bemüht. Man muss sich also vergegenwärtigen, dass die Entscheidung de« einen Partners in England die Wahl der Alternative beeinflusst. „Dloväk": In der tschechischen Prelle äussert sich eine ungewöhnlich« Nervosität, dass die Deutschen di« Verhandlungen sabotieren und eine Einigung unmöglich machen wollen. Die Deutschen protestieren dagegen, dass die deutsche Sozialdemokratie all BerhandlungSpartei angesehen werde, weil die letzten Wahlen ihre Bedeutungslosigkeit bestätigt hätten. Sie wollen nicht mit den Sechserausschüllen. sondern direkt mit der Regierung verhandeln. Die Million Lord Runeimans wird dadurch erschwert, denn auf der einen Seite will er den Regierungsforderungen entsprechen und Rücksicht auf die deutsche Sozialdemokratie nehmen, auf der andern Seite stösst er auf den deutschen Widerstand. Vie Sonntagszwischenfalle Irrsinniger verwundet Gendarmen Prag. SamStag um 18 Uhr sollte der Arbeiter Adolf Barisch aus SaubSdorf, Bezirk Freiwaldan, der seine Familie bedrohte und schrie, dass er allein Brand stecken werde, in die Irrenanstalt eingelie- fert werde». Barisch wollte nicht freiwillig mitgehen. Deswegen ersukP« der Bürgermeister der Gemeinde, KapS, Mitglied der SdP, um Gendarmerieassistenz, worauf Stabswachtmister Liienik und Wachtmeister Matouiek sich zur Amtshandlung einfanden. Barisch sperrte sich auf dem Boden de» Hause» ein und als Bürgermeister Kap» ihn auffprderte. sich zu ergeben. begann er zu schiessen. Er gab fünf Pistolenschülle ab und verwundete den Stabswachtmeister Likenft an der rechten Seite. Durch die Schiesserei waren die zwei Gendarmen, vier Feuerwehrleute und die zusammengelaufene OrtSbevölkeruna bedroht. Daher war die Gendarmerie genötigt, von der Waffe Gebrauch zu machen, um eine weitere Bedrohung zu verhindern. Als die Schüsse vom Boden herab aufhörten, drangen die Gendarmen in» Hau» und fanden den geisteskranken Barisch mit einer Wunde in der Schläfe vor. Barisch wurde in da» Krankenbau» gebracht, wo festgestellt wurde, dass seine schwere Verletzung von der eigenen Pistole berrübrte. Barisch hatte auch auf dem Boden einen Brand gelegt, der jedoch gelöscht wurde. Stabswachtmeister Lu» Senft hat«ine ernstliche Verletzung erlitten und befindet sich im Krankenhaus. eine Ohrfeige Im Nachtlokal Prag. Am SamStag, den 18. August, wurde der StabSivachtmeister Rudolf Zährobskts, al» er auf dem DeniSbahnhof«ine» dringenden Dienstoustrag durchführte, von einem deutjchsprcchenden unbekannten Mann aufgefordert, einen Mann sicherzustellen, der ihm in einem Lokal mit Damenbedienung in der Nähe de» DeniSbahnhofeS eine Ohrfeige verseht Hobe. Der angeführte StabSwachtmeister konnte diesem Wunsche nicht sofort entsprechen, da er bei dem Zuge, der kurz darauf abfahren sollt«, wartete und verwies den Unbekannten zur Wachstube in der Bischofsgasse. Der Unbekannte kehrte nach zehn M- nuten zurück und sagte, er sei auf der Wachstube in der. Bischofsgasse abgewlesen worden, Stabswacht- meister Zahrobskij suchte sofort nach Abfahrt de» Zuge» den unbekannten Mann, fand jedoch bloss die Dam«, die den Unbekannten begleitet hatte. Diese Dame nab an. der Unbekannte befinde sich vor dem Bahnhof. Dort wurde er jedoch nicht vorgefunden und hat sich auch bi» jetzt beim Polizeiamt nicht gemeldet. Durch Erhebungen wurde festgestellt, dass auf der Wachstube in der Bischofsgasse dem Unbe- kannien nicht entsprochen werden konnte, weil dort im Augenblick nur ein Wachmann war. Da» Personal der Lokal», welche» der Unbekannte bezeichnet«, erklärte, von einem Auftritt, bei welchem der un« Ceite 4 Dienstag, 16. August 1938 Nr. 191 Jagesneuigkeiten Durch Nebel und Wolken in den Tod Das heutige Programmed Keine gewollte Sache Stewardess Krentner gestorben Das 17. Todesopfer der samstägigen Katastrophe Die Ufa, Filmgesellschaft in Berlin, versen Die einzige Ueberlebende des Flugzeuguns det einen Prospekt über die Filme, welche sie für glückes auf der Strecke Prag- Paris bei Durbach die kommende Spielzeit vorbereitet. Es werden, im Schwarzwald, die Stewardes Marie& rent nach den Ankündigungen zu urteilen, die üblichen ner, ist Sonntag im Offenburger Krankenhaus Unterhaltungswaren sein, aber die Anfündigun gestorben. Damit beträgt die Zahl der Todesopfer geit selbst verraten von dem Geist, in dem die dieses Flugzeugunglüces insgesamt siebzehn. Die heutige deutsche Filmkunst" geschaffen wird, Leichen der Opfer wurden in der Leichenhalle von wohl beinahe noch mehr als die Filme selbst vers Offenburg aufgebahrt. Die Särge find mit Bluraten werden. Zwei Beispiele seien zitiert. Da men geschmückt, was für die große Anteilnahme heißt es über einen Film„ Drei Unteroffiziere": der Bevölkerung zeugt. Eine Kommiffion and " Film von der jungen deutschen Wehrmacht! Das Prag, sowie auch eine Kommission des ReichsluftSeer schafft den Hintergrund, ist der außerordent- fahrtministeriums find zur Untersuchung der Urlich weitgespannte Rahmen einer Handlung, in der fache des Unglückes an der Unfallsstelle eingedrei Unteroffiziere sich treffen. Das Spiel haftet jedoch nicht an der Kaserne; es geht vielmehr hinaus ins private Leben und schafft so"- man beachte den Stil- intereffante Gegenüber stellungen zur Verpflichtung um die Uniform, um schließlich in Kameradschaftstreue auszuklingen, wie sie das Leben des deutschen Soldaten bestimmt." Noch verheizungsvoller heißt es dann: " Dieses Wert wird nichts auslassen"- wirklich nicht? aber dafür wird Goebbels schon sorgen „ wird dem männlichen Erleben das weibliche Element zur Seite stellen, wird derb humorig wirken, wie es unter jungen Soldaten nicht anders sein kann, um dann wieder hinaufzusteigen in hohe ethische Pflichtbegriffe, die das Ganze menschlich start vertiefen." Und wer von dem derben Humor, der da ins hohe Ethos und in die menschliche Tiefe hinabsteigt, noch nicht genug hat, laffe folgende Anfündigung auf sich wirken:" Brüde ins Leben ( Kolonne 13). Ein Film von den Reichsautobahnen nach einem Originalstoff von Hans Schmodde. Ein Zeitfilm, der Freud und Leid, Fleiß und Kameradschaft der deutschen Arbeiter, die die Straßen des Führers bauen, im Rahmen einer packenden und menschlichen Spielhandlung zeigt." Das Wort„ menschlich" scheint zu Reflamesweden noch immer erlaubt zu sein. Aber seine Wirkung wird noch überboten durch den folgenden Aufruf:" Kein Lehrfilm! Keine gewollte Sache! Sondern eine Handlung, die dort spielt, wo der arbeitende deutsche Mensch seit nun über vier Jahren schafft." Propagandafilme dieser Art wird sicher niemand als Lehrfilme auffassen wollen. Und man tann auch der Versicherung glauben, daß sie keine gewollte Sache sind. Ihr Niveau, das sich schon im Stil der Ankündigungen offenbart, ist feine Sache des Wollens, sondern eine des Nicht- Könnens, und im übrigen sind diese Filme von der jungen Wehrmacht und den„ Straßen des Führerg" ſicher feine gewollte, sondern eine befohlene Sache. Elf Bergleute eingeschlossen Chemnik.( DNB) Auf der vereinigten Feldfundgrube in Ehrenfriedersdorf ereignete sich Montag ein schweres Bergwertunglück. In einem 150 Meter tiefen Stollen erfolgte bei Sprengarbeiten ein Wassereinbruch, wobei 25 Bergleute in der Grube eingeschlossen wurden. Zehn Berg Yeute fonnten sich retten, vier weitere Bergleute fonnten lebend geborgen werden. Die übrigen elf Bergleute befinden sich noch in dem erfoffenen Stollen und geben Klopfzeichen, so daß Hoffnung besteht, sie noch lebend bergen zu können. Die Rettungsarbeiten sind fieberhaft im Gange.. troffen. Prag. Es ist nun festgestellt worden, daß das Unglücksflugzeug über dem Schwarzwald in Nebel und Regen geriet. Es flog in einer Höhe von ungefähr 1600 Metern und der Pilot ver. fuchte die Schlechtwetterzone zu unterfliegen. Die Flugstation in Straßburg, mit der das Flugzeug in Verbindung stand, bekam um 10.45 Uhr die lekte Meldung, die befagte, daß das Flugzeug auf 600 Meter heruntergegangen war. Augen blicklich gab die Flugstation in Straßburg, der bekannt ist, daß in der durchflogenen Zone Höhen bis zu 800 Meter find, den Alarmbefehl, fofort wieder auf 1000 Wieter aufzusteigen. Der Sen der bekam keine Antwort mehr, das Unglück war bereits gefchehen. Das Flugzeug war gegen einen Steilabhang gerannt, nachdem es auf einer Strecke von hundert Meter die Kronen der Bäume geföpft hatte, und zerschellte dann. Die mittlerweile verstorbene Stewardeß Krentner, die noch verhört werden konnte, wußte nur an zugeben, daß das Flugzeug durch Wolken flog, und daß fie plöblich das Bewußtsein verlor. Zwei Knaben, die im Augenblick der Katastrophe durch den Wald gegangen waren und die dann als erste die Trümmer gefunden hatten, erzählten, daß fie knapp über ihren Köpfen das Surren der Proveller hörten, aber nichts fahen. Wenige Sefunden später hörten fie einen Schlag, der die ganze Umgebung erschütterte. Sie liefen dem Schall nach, fanden das Flugzeug und liefen fofort nach Offenburg. Die Zahl der Todesopfer der Flug katastrophe beträgt nun insgesamt siebzehn. Ringsum llegen die Leichen... Berlin. Zu dem Flugzeugunglück in Durbach wird weiter mitgeteilt: In den nahegelegenen Weinbergen beschäftigte landwirtschaftliche Arbeiter fanden gegen Mittag has a und vollkommen verbrannte Flugzeug, um das ringsum die verkohlten Leichname der Flugzeuginsassen lagen. Etiva zehn Meter vom Flugzeug entfernt lag ein Mädchen mit schweren Brandwunden und rief um Hilfe. Es war die Stewar deß Krentner. Die Unglückstätte bietet ein Bild der Vernichtung. Sonntag fanden sich bei den Trümmern des Flugzeuges die Mitglieder der Hollywood bedroht Amerika? Untersuchung der Tätigkeit ausländischer StaatsWashington.( Reuter.) Der Kommissar für bürger auf dem Gebiete der Vereinigten Staa ten berichtete vor dem zuständigen Ausschusse des Kongresses, daß einige Mitglieder der Filmfolo nie in Hollywood ihre großen Einnahmen zur Finanzierung der kommunistischen Propaganda in den Vereinigten Staaten benüßen. Der KomDas Verkehrsflugzeug, das ſeit Samstag missar betonte auch die geradezu ſehr ernste und bedrohliche Situation, welche durch die umstürzlerische Tätigkeit in Los Angeles, San Frandisco, Portland und Seattle hervorgerufen 19 Flugopfer bermißt wurde, fonnte zertrümmert und ver= brannt auf einem Bergabhang bei San Andres Turtla im Staate Veracruz aufgefunden werden. Acht Reisende und drei Mann der Besaßung fand man als verkohlte Leichen. wurde. Betrunkener Soldat sticht Rio de Janeiro. Ueber der Rio- Bucht stürzte ein Verkehrsflugzeug der brasilianischen Ver- Neuhaus. Samstag, den 13. August, tamen tehrsgesellschaft unmittelbar nach dem Start vom nach neun Uhr abends in das Gasthaus des Nus hiesigen Flughafen ab. Die dreiföpfige Bejagung dolf Máder in Burgstall fünf Soldaten ruthenis sowie fünf Passagiere tamen dabei ums Leben. Scher Nationalität und bestellten Rum. Der Sol dat František Burišin trant am meisten und als fich die Soldaten gegen Mitternacht zum Aufbruch rüsteten, wollte er mit den übrigen nicht weggehen. Da er völlig betrunken war, nahm ihm der Soldat Kolda die Waffen ab. Burišin versteckte sich in einem Raume neben dem Ausschant, in dem der Turngerät wird verschrottet Berlin. Der Reichskommissar für Altmaterialverwertung hat angeregt, daß die in den Turnballen vieler Schulen noch vorhandenen EisenHanteln und Eisenstäbe verschrottet werden. mußte ihn hinausdrängen. Burišin widersetzte sich der deutschen Sendung Brag- Melnik: 10.15 Für die Frau: Vortrag Tofalen Staatsanwaltschaft sowie eine GerichtsMimi Gürau, Diät im Monat August. 10.30 Sams Kommission, weiter eine staatliche Kommission mermusit, Violine: Rud. Kofert, Klavier: Fr. Holes des Berliner Luftfahrtministeriums und die bei čet. 18.00 Unterhaltungsmusif. 18.45 Der Ausflug den Mitglieder der Kommission des Ministeriums des Herrn Broučet ins 15. Jahrhundert, von Evato füz öffentliche Arbeiten aus Prag ein. Die Lei- plut Tech( Vorlesung). 19.00 Schallplatten. 19.30 chen der Opfer wurden in der Offenburger To- Der lustige Krieg. Operette von Joh. Strauß. 21.00 tentammer ausgestellt und die Bevölkerung Schicksale unterm Hradschin, hiſtoriſches Hörspiel von Rob. Emie. 21.30 Orchesterkonzert( beliebte Ouvers schmückte die Särge mit Blumen. türen). 22.30-23.00 Orchesterfonzert. Belleid Görings Prag. Anläßlich der Katastrophe des tsche choslowakischen Verkehrsflugzeuges bei Durbach in Deutschland sandte Generalfeldmarschall Her mann Göring dem Minister für öffentliche Arteiten Ing. Dostálet am Samstag nachstehendes Telegramm:„ Minister für öffentliche Arbeiten, Prag. Zu dem schweren Verluste, der die Luftfahrt Ihres Landes heute mit dem Unglücksfall eines Verkehrsflugzeuges bei Durbach betroffen hat, möchte ich persönlich und im Namen der deutschen Flieger aufrichtiges und tiefempfundenes Beileid zum Ausdruck bringen." Fritjof Arzt Brünn: 18.00-18.05 Arbeiterfendung: So. ziale Information. 18.05-18.20 Frit Tejefin: Kulturaufgaben der Arbeiterbewegung. 18.20 bis 18.35 Landwirtschaftl. Sendung. Prof. Dr. Ernit Jung: Wintergerite. Mähr. Oftrau: 18.10 Landw.. Feuilleton„ Ges dankenlos" von Illona Hermann. vatiſchen staatlichen Aerolinien hat Montag die ungarische Fluggesellschaft Malert" den Verkehr auf der Strecke Budapest- Prag aufgenommen. Ehrung des Dollfus- Mörders. Der ehemalige Parhammer- Play in Hernals wurde in PlanettaPlatz umbenannt, nach dem Nationalsozialisten Planetta, der bekanntlich des Mordes an Dollfus Eines der Opfer der Flugzeuglatastrophe ist beschuldigt und hingerichtet wurde. der dreißigjährige Fritjof Arzt, Sohn des che Polizeifeier in New York: ein Toter fünf Ver. maligen Reichstagsabgeordneten Arzt aus Dresden. wundete. Sonntag wurde im New Yorker Zentral Als im März 1933 während des nationalsozialisti- part eine Feier zu Ehren verstorbener New Yor schen Machtantrittes der Reichstagsabgeordnete Arzt fer Polizisten veranstaltet. Während der Feier einer schweren Krankheit wegen im Auslande weilte, bahnte sich ein Mann, der mit zwei Karabinern wurden seine fämtlichen Familienangehörigen ver- bewaffnet war, einen Weg durch die Menge zur haftet. Am schlimmsten erging es seinem Sohn Ehrentribüne und eröffnete das Feuer gegen die Fritjof. Er wurde in den Räumen der„ Dresdner drei dort jizenden Personen. Fünf Personen wurs Volkszeitung", deren Firmenträger sein Vater war, den durch die Schüſſe verletzt. Der Angreifer fürchterlich verprügelt und, weil er sich zur Wehr wurde durch die Schüsse der Polizisten getötet. Anjekte, weiter mißhandelt. Zweieinhalb Tage mußte scheinend handelt es sich um eine Tat aus Verfol er hierauf in Duntelarrest verbringen, so gefesselt, gungswahn. daß er auf den 3chen stehen mußte. Dann wurde er 50 Fleischvergiftete. In Legnano( Italien) zum Tode verurteilt. Man zwang ihn, Abschieds- wurden 50 Personen nach dem Genuß von untens briefe zu schreiben, dann wurde er unter Trommel- trolliertem Rindfleisch, das ein Bauer verkauft wirbel zur Sinrichtung geführt. Es wurde der Be- hatte, von Fleischvergiftung befallen. Der Zustand fehl zum Laden gegeben, Fritjof wurden die Augen einiger erkrantter Personen ist kritisch. verbunden, dann wurde Feuer fommandiert, aber nicht Der Staatsschauspieler Lothar Muetel, Ber geschossen. Als beim Kommando" Feuer" die Knie lin, ist Sonntag auf der Fahrt nach Wien in der Fritjofs einfnidten, brachen die. Nazis, denen das Nähe von Jena schwer verunglückt. Beim Ueber. Miterleben der Todesangst ein besonderes Vergnü- holen eines anderen Kraftwagens geriet sein Bas gen bereitete, in Gelächter aus. Schließlich gelang gen ins Schleudern und stürzte eine Böschung hm. es dem Verhafteten, freizukommen. Die Familie unter. Der Wagen überschlug sich mehrmals und ging in die Emigration. Verrätereien eines ches blieb schwer beschädigt liegen. Lothar Muetel er= maligen Parteiſefretärs führten zu neuen Verhaf- litt ernstliche Verlegungen. tungen von Angehörigen der Familie. Die Auf- Funde aus vorchriftlicher Zeit. In Biskupin regungen darüber führten den vorzeitigen Tod der in Westpolen werden bereits seit einigen Monoten Mutter Fritjofs herbei. Fritjof vermochte seine Ausgrabungen vorgenommen, die zur Freilegung Studien nicht zu vollenden. Seine Doktordiffertas von Ueberresten altslawischer Siedlungen aus ver tion, die sich mit Sorel und Bergson beschäftigte, vorchriftlichen Zeit führen. Soeben wurde die wurde mit der Begründung abgelehnt, daß es cine 50. slawische Wohnstätte aus der Zeit vor etwa the Arbeit über Franzosen freibe. Ciglicht 2500 Jahren freigelegt, wobei u. a. Hausgerät ge- und Waffen gefunden wurden. Berlin- New York in 19 Stunden 54 Minn. liche lang es Fritjof doch, eine seinen Fähigkeiten entsprechende Stellung zu bekommen. Er übersiedelte ten. Das Flugzeug ,, Condor", das Samstag nach mit seiner jungen Frau und einem dreijährigen Kind 14 1hr in New York gestartet war, landete Sonnnach Paris, wo er für die spanische Regierung tag um 10.01 Uhr am Flugplatz Tempelhof in arbeitete. Nach einem Besuch bei seinem Vater, der Berlin. Es hat den Rückflug in der neuen Refordin Prag lebt, ereilte ihn auf der Rückreise nach zeit von 19 Stunden 54 Minuten bewältigt. Paris der Tod. 31.69 Knoten drei Tage, 20 Stunden und 42 Minuten. Juden unerwünscht. Die Stadt Baden hatte ,, Queen Mary" erobert das ,, Blaue Band". Auch auf der Rückfahrt von New York nach Souts Wagenführer verursacht, der dem Alkohol zu stark hampton hat die Queen Mary" die Rekordfahrt zugesprochen hatte. der ,, Normandie" um eine Stunde und 52 Minus Weltchampion abgestürzt. Bei einem Flugten unterboten und damit das Blaue Band zus rüderobert. Die Fahrzeit der„ Queen Mary" be meeting in Lons de Saumier( Frankreich) hat sich Sonntag beim Fallschirmabsprung aus 1000 ug bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von Meter Höhe der Weltchampion James William erschlagen. Seinen Championatitel erwarb er am 8. März 1938 durch einen Absprung aus 11.245 Metern, wobei er den Fallschirm erst in einer vor einiger Zeit verlautbart, daß Wochenendgäfte, Höhe von 225 Metern über der Erde öffnete. Ja- die Juden sind, unerwünſcht sind, daß aber für wurde am 19. Mai 1910 in Paris geboren. Seit letzten Woche haben sich in Baden verschiedene mes William, dessen wirklicher Name Nilaud ist, dische Sur gäste aufgenommen werden. In der dem Jahre 1928 hat er 350 Absprünge vollführt. Zwischenfälle ereignet. SA- Leute kamen in verschiedene Hotels und Sanatorien und forderten 100 Dörfer burch Hochwasser zerstört. Die energisch die sofortige Entfernung der jüdischen Hochwasserfatastrophe in Indien hat im Gonda- Kurgäste. Unter dem Drud der SA Distrikt schwere Schäden verursacht. Ueber 100 verlautbart nun die Stadt Baden, daß in einem Dörfer wurden weggespült. Man zählt über 100 gewissen Teil der Hotels und Sanatorien, die Todesopfer. Hunderttausende von Menschen sind namentlich angeführt werden, 15 v. S. der Kurobdachlos. In einem Flüchtlingslager brach Cho- gäste Juden sein dürfen. Die anderen Betriebe lera aus. dürfen Juden nicht aufnehmen. Wiener Parks„ judenrein". In den letzten Tagen ist neuerlich eine Reihe von Wiener Parkanlagen, darunter auch der Stadtpart, für die uden gesperrt worden, so daß nunmehr beinahe sämtliche Wiener Parts für Juden nicht mehr zu gänglich sind. wieder eine phantastische Operation gelungen, die Die Augen der Toten. In San Francisco ist der Augen- Chirurgie seit einigen Jahren bekannt ist. aber nur sehr selten durchgeführt wird. Am 31. Juli verstarb in Berkeley eine gewisse Mrs. Margaret Carr im Alter von 80 Jahren. Ihr letzter Wunsch Ein großer Berlust für die Negerkultur. war, ihre Augen auch nach ihrem Tode Blinden zur Gastwirt Mäder schlief, der ihn deshalb hinaus. Durch den Zob bes Regerintellektuellen James Berfügung au stellen. Ihre Familie respektierte dieſen wies. Burišin kehrte aber zurück und Mäder Weldon Johnson erlitt die Negerkultur und nicht Wunsch und benachrichtigte sofort die Augenklinik. ... muß es in den Beinen haben und ſtach den Gastwirt mit einem Taschenmesser minder amerikanische Stultur als Ganzes einen Bwei Patienten, der 43jährige Pastor Harding und Nom. Zur Offizierslaufbahn werden künftig leicht in die linke Handfläche. Dann verließ er das Großen Verlust. Der 1871 als Sohn eines Kell- der 21jährige Pianist Arthur Morton, der erſte ſeit nur noch solche Personen zugelassen werden, deren Gasthaus. Soldaten führten ihn in die Ubitationers in Florida geborene James Weldon John- 30, der lektere feit vier Jahren erblindet, erklärten Körpergröße mindestens 1.65 Meter beträgt. Zu- ab. Burišin wurde verhaftet und Sonntag früh on erlangte einen Ruf als Schriftsteller, Dich sich mit der Operation einverstanden. Die Chirurgen ter und Verteidiger der Negerrechte. 1917 gab nahmen nun die Hornhaut von den Augen der Toten gleich wurde die Mindeſtgröße für die föniglichen von einer Militärwache nach Neuhaus eingeliefert. er einen Band Gedichte heraus, dem 1922 die und setzten sie den Blinden ein. In beiden Fällen ist Sammlung Buch der Poesie eines amerikani- die Operation gelungen. Als man nach zehn Tagen Ein Riesenschuh. Die Karlsbader Schuh- schen Negers" folgte. Er bewies mit diesen Ge- den Verband entfernen konnte, tonnten beide sehen. machergenossenschaft hat das Modell eines Sport- dichten, daß die Schöpfungen der Neger es mit Der junge Pianist brach vor Erregung zusammen, ſchuhs in der Länge von 190 Zentimeter fertigge dem Beſten aufnehmen kann, was der menschliche während der Pastor überglücklich auf die Knie ſank stellt, der 186 Kilo wiegt. Das verarbeitete Mas Geist hervorgebracht hat. Der Band„ Gottes und betete. Oplum für 600.000 Dollar terial stellt einen Wert von etwa 4500 Kč dar. Trombone"( 1927) enthält die von den PrediDel aus Kaffeebohnen. Um die Ueberschüsse der Washington.( Havas.) Das Schabamt mel- Der Riesenschuh war für die Berliner Ausstellung gern alter Zeit überlieferten Voltsgeschichten Kaffeernte verwerten zu können, die alljährlich aus det, daß auf einem in den Brooklyner Dods lies des Handwerks bestimmt, wurde aber nicht abges der Neger. Das Schwarze Manhattan"( Alt- Mangel an Käufern zerstört und ins Meer gewor New Yort mit dem Negerviertel parlem)( 1930) fen werden mußten, wird jekt ein Verfahren in den senden Schiff, das einem gewissen Frank R. Mc. schickt.( DND). Betrunkener Lenker: 20 Opfer. Ein mit schildert 300 Jahre der Geschichte des Negers staatlichen brasilianischen Versuchsanstalten auspro Cann gehört, Opium für 600.000 Tollar beschlagnahmt wurde. Die Zollbehörden ſeßen die Autobus fuhr in der Nähe von Warschau gegen Feuerwehrleuten und ihren Angehörigen beseßter in New York. biert, durch das man das Del aus den Bohnen ge Luftlinie Budapest- Prag eröffnet. Nach der winnen und für die Seifenfabrikation verwerten Untersuchung fort. Es handelt sich um die größte einen Telegraphenmast. Ein Insasse wurde getötet, Eröffnung des Verkehrs auf der direkten Luftlinie fann. Die Versuche haben sehr günstige Ergebnisse Stonfistation im Laufe der Testen gehn Jahre, 19 wurden verlegt. Das Unglüd murde durch den Brag- Breßburg- Budapest durch die Tschechoslos gehabt. Der Delgehalt beträgt etwa 14 Brosent Carabinieri von 1.70 auf 1.75 Meter erhöht. Auf die Länge tommt es an, nicht darauf, was im Kopf steckt! te an fell In De Be der off un na fin EXTENS bo bie od ich ein lid ift Ei an ein G au Un AU gu Tei Er feh dig ein St pä be na ein do an De ein de A1 th C di Ct ci bi 2 G Wr. int DienStag, 16. August 1938 Lette 8 S am- olr, flu, alo» 1.30 1.00 von »er- Se. :ffn: Hl itnft Se. bie lehr Iiflt lta- fteit lfuß Irr. al. dreier crn zur dir m- lfer In, For en) in» mit mb erber er« Sa« m« mb er« -in ten >ng der bie Iva rät w> ifi m» in rb« b". ul« Sri m« (U» i>e« ton 42 Hl fit' ili« «r int :r« itn itn Ä em bie ir« ibt ist bie ist. uli tti isth >»r fen mb seit ten ,en len ist je» e» en, irf ,ek vl >r«’ ien :o» l«' ÄI ff« ick Warum Ich desertierte Die Erzählung eines Relchswehrsoldeten Einer ber geflüchteten Reichswctzrsoldaten, über deren Aussagen wir in unserer letzten AuS« gäbe berichteten, erzählte unS über die Ursachen seiner Desertion u. a.: Ich bin nicht der einzige, oder einer von tvenigen, die au» dem Dritten Reich als Militär« angehörige flüchteten. Nicht nur Mannschaften, selbst Offiziere haben eine Flucht wagen müssen. 2m deutschen Heer, namentlich in Bayern und Vesterriech, hat die preußische Anmaßung und Skvormundung schon so weit geführt, daß eS in den Militäreinheiten der süddeutschen Länder zu offenen Auseinandersetzungen zwischen preußischen mb bayrisch-österreichischen Offizieren kam. Die M Einführung deS preußischen Militarismus nach den Südstaaten kommandierten Offiziere finden nicht selten offenen und-passiven Widerstand nm Offizieren und Mannschaft. Um von vornweg die.Ilnverletzbarkeit" eines preußischen Urteils zu dokumentieren, ist schon eine Stellungnahme oder Kritik Auflehnung, eine gerechtfertigte Be« Werbe Meuterei und für jede ähnliche Art, sich em freier Wort zu erlauben, erfand man ein ä^n« liches Verbrechen. Ein Wort nur, das einem die Sjut entfahren läßt, die einem zutveilen lon.mt, ist oft Anlaß zu den schwersten Mißhandlungen. Ein Vorfall zeigt dies ganz deutlich: Ter Gefreite X., der mit dem Rad eine leicht ansteigende Straße ansuhr, begegnete auf dieser einen zu Fuß entgegenkommenden Offizier. Der Gefreite grüßte, indem er, Ivie vorgcschrieben, sich ausrichtete und Blickwendung zum Offizier machte. Und trotzdem forderte der Offizier ihn auf, ab- zusteigen, notierte seinen Namen und meldete ihn zur Bestrafung.(Der Gefreite hat nämlich nicht aufgehört, das Pedal zu treten, weil eben die leicht ansteigende Straße es nicht anders erlaubte. Er hat somit unmilitärisch gegrüßt und das An« sehen der Luftwaffe in erheblichem Maße geschä« digt.) Die Strafe dafür war drei Tage je ein« einhalb Stunden Strafexerzieren. Nur wer eine Twnde Strafexerzieren mit kriegsmäßigem Gepäck und Gewehr unter Kommando eines preußischen Offiziers einmal kennen gelernt hat, kann beurteilen, was das bedeutet. Der Gefreite mußte nach dem zweiten Strafexerzieren ins Lazarett eingeliefert werden, und wurde nachher wegen .mangelnder Eignung" entlassen. Was war jedoch der eigentliche Grund, der den Offizier ver- anlasstc, den Gefreiten zur Bestrafung zu melden? Der Gefreite hat eine hübsche Schwester, die-hn einmal in der Kaserne besuchte. Sie wurde von dem betreffenden Offizier gesehen. Der Gefreite ivurde am anderen Tag zu dem Oberleutnant gerufen, wo er gefragt.wurde,.wer daö Mädchen sei. All der Oberleutnant ihm mitteilte, daß er für ihn etwas tun würde, wenn er die Bekanntschaft mit seiner Schwester arrangieren würde, sagte der Gefreite prompt, seine Schwester sei ein anständiger Mädchen. Der Offizier, der bekannt dafür ist, in seiner Junggesellenwohnung allerhand Orgien gefeiert zu haben, kam derartig in Wut, daß er dem Gefreiten förmlich auflauerte, um ihm ein» auSwischen zu können. DaS war eine von vielen mir bekannten Begebenheiten. Ich habe mit einem Idealismus meinen Dienst bei einer der gefährlichsten Waffen, bei einem Sturzkampsgeschwader, angetreten und habe in der Zeit meines Dienstes gewiß keinen Grund oder eine Veranlassung zu einer Beschwerde gegeben. Sonst wäre ich nicht Unter offizier geworden. Ich hatte aber eine AuSeinan« dersetzuntz mit meinem Kommandeur, die sich auf Einzelheiten im Dienst und auf die Art und Weise, wie der Soldat gehalten wird, bezog. Die Folge davon war, daß ich wegen Widersetzlichkeit beim Kriegsgericht angeklagt wurde. DaS war die letzte Konsequenz, die mich veranlaßte, über die Grenze zu gehen. Die Regimenter in Bayern und Oester« Oer nordböhmische Arbeitsmarkt In den 46 BezirkSanstalten für Arbeitsvermittlung in 24 politischen Bezirken NordböhmenS waren im Juli 23.867 ArbeitS« und Dienststellen gemeldet, wobei 17.721 Stellenbesetzungen erreicht Iverden konnten, von denen die Bezirksanstalt in Brüx 1662 ausweist, das städtische Arbeitsvermittlungsamt in Reichenberg 1472, die Bezirksanstalten in Teplitz-Schönau 1086, Aussig a. E. 968, B.«Kamnitz 948, Bodenbach 828, Gablonz a. N. 827, Friedland i. B. 764. Den Berufs« klassen nach entfallen von den Vermittlungen 8447 ans Bauarbeiter, 2502 auf Taglöhner, 2234 auf Arbeitskräfte bei der Landwirtschaft, 1836 auf die Textilindustrie, 1672 auf Hilssarbelter, 960 auf das Haushaltung-personal, 877 auf die Glasindustrie und 686 auf Lehrlinge uitd Lehrmädchen. Bemerkenswerte Erfolge wurden auch in der Ton-, Metall-, Holz« und Lebensmittelindustrie erreicht. Bei der Landwirtschaft wurden besonder- im Zusammenhänge mit den Erntearbeiten in Wirklichkeit bedeutend mehr Arbeiter untergebracht al- statistisch ausgewiesen erscheinen. Fast allgemein zeigt sich bei der Landwirtschaft«in beträchtlicher Mangel an ledigen Dienstboten, die auch im Laufe des Jahres nur schwer gefunden werden können. Die beträchtlichen Erfolge bei der Vermittlung von Lehrlingen und Lehrmädchen hängen mit der achtjährigen Schulpflicht, mit dem einheitlichen Schul» austritt und daher mit einer gewissermaßen Zentralisierung dieser Vermittlung in den Ferienmonaten zusammen. Die mit Ende Juli 1938 au-gewiesene Anzahl von 55.557 Arbeitslosen, von denen diele aucb bei landwirtschaftlichen Arbeiten beschäftigt waren, aber sich nicht abgemeldet haben, weil sie diese Beschäftigung nur für gelegentlich und vorhergehend halten, ist die niedrigste Anzahl seit Anfang des IähreS 193'!'."Gegenüber Ciide IM 1031-1037 zeigt sich he'üer em Rückgang um 2448, 59.957, 80.498, 60.195, 58.560, 52.382 und 8778, gegenüber Ende Juni 1988 um 5487, gegenüber der niedrigsten Zahl des Jahres 1937, die Im September erreicht wurde, um 2491, gegenüber der niedrigsten Zahl des Jahres 1331 — vom August— um 476, Gegenüber der höchsten Anzahl der Arbeitslosen vom Ende Februar 1933 zeigt sich jetzt ein Rückgang um 133.386, also um 70.6 Prozent. Zum Rückgang der Anzahl der Arbeitslosen hat zum Teil auch der Abgang verschiedener Arbeitskräfte— vor allem Saisonarbeiter— nach Deutschland beigetragen, ähnlich wie die- auch vor Jahren zum Teil im sogenannten kleinen Grenzverkehr, zum Teil bei reich mit preußischen Kommandeuren, haben offene Auflehnung und Proteste der Mannschaft, teilweise auch der Offiziere, zur Folge gehabt, die jedoch augenblicklich unterdrückt werden konnten. Die im Verhältnis zum»Vergehen" enormen Strafen, oft für eine harmlose Stellungnahme in einer harmlosen Sache, ivurde mit Anklage beim Kriegsgericht wegen Widersetzlichkeiten geahndet. Die Einführung de- preußischen Militarismus in Oesterreich hat den Soldaten die Augen geöffnet. Da» beweisen die Ziffern der Desertionen auS diesem Land. Die Ueberheblichkeit der deutschen Kommissare erinnert an Gesangenenwiirter. den Bauarbeitern, die in verschiedenen größeren Städten gearbeitet haben, der Fall war. AuS einigen Bezirken gingen Heuer auch landwirtschaftliche Arbeit-kräfte, darunter auch Dienstpersonal nach Deutschland ab. Auf 178 NotstandSarbeiten haben im Juli 4562 Personen Beschäftigung gefunden, bei 65 Investitionsarbeiten 2.081, zusammen bei 248 öffentlichen Arbeiten 6638 Personen. Diese Arbeiten wurden mancherorts vorübergehend einge« schränkt, weil andere Arbeiten bei der Landwirtschaft und Im Baufache vorhanden waren. Ein teilweise» Bild der Entwicklung der Lage geben die Zahlen über die Anzahl der Arbeit», losen in den Hauptberufsklaffen: Ende Juli Juni JuN 1988 1937 1938 Landwirtschaft 4.949 2.142 1.586 1.182 Bergbau 8.634 1.954 1.774 1.508 Ton 1.508 861 607 560 Gla« 21.469 7.030 6.381 5.854 Metall 9.049 4.058 4.115 8.808 Maschinen 2.782 933 761 672 Holzarbeitung 4.918 2.876 2.752 2.285 Textil 25.927 11.713 12.582 11.961 BekleidungSind. 3.745 2.888 2.348 2.163 Baugewerbe 10.037 5.315 5.072 4.003 Hilfsarbeiter 21.625 7.483 7.100 6.701 Angestellte 4.105 8.902 8.395 8.804 Tagarbeuer 10.688 4.477 4.145 8.565 Haushalt 2.965 2.505 2.282 2.158 Reichenberger Messe eröffnet Reichenberg. Sonntag vormittag- wurde die XIX. Reichenberger Messe feierlich eröffnet. Bon der Regierung war da- Handelsministerium und da- Außenministerium vertreten. Die diesjährige Reichenberger Messe hat ihren Anfang mit einem sehr starken,Besuch genommen. In allen Messehäusern herrschte großer Andrang. Die dekorative Ausgestaltung der Messestände, die qualitativ bessere Beschickung der Messe überhaupt sowie der geschmackvolle und vorzügliche Aufbau der Souderveranstaltungen fanden allgemein besondere Anerkennung. Die Textilmesse bietet eine beinahe vollzählige Waren« sihau, wie sie schon viele Jahre nicht gezeigt wurde. {Slowakische Beschäftigung größer als 1929 Die durchschnittlich Anzahl der Arbeiter— ohne Heimarbeiter und Rentner— die bei den Krankenversicherungsanstalten in der Slowakei und in Karpathorußland im Vorjahr versichert Eine Schweizerin besucht Prag „Gerade jetzt mußt du in die CSR fahren, Ivo die Lage so gespannt istl ES kann ja dort zwischen den Tschechen und den Sudetendeutschen jeden Moment zu den ärgsten Dingen kommenI" Alle Bekannten warnten und wollten sie abhalten, als unsere Schweizer Freundin Lisi kam, um Ab« schied vor ihrer Urlaubsreise in die ÜSR zu nehmen. Aber mochten auch andere der Berleum« dungSpropaganda gegen die ESN unterliegen, Lisi blieb fest. Sie hatte in Zürich die Borträge des Freundes der Tschechoslowakei, des Pastors Ragaz besucht, die TSR war ihr so sympathisch geworden, daß sie sich von einem Besuch nicht nur neue und schöne, sondern auch bereichernde Eindrücke versprach. Auch an der deutsch-schlveizerischen Grenze versuchten Mitfahrende sie wankend zu machen. „Fahren Sie doch nicht zu diesem Gesindell* sagte eine Mitreisende.„Und überdies, sie sollen ja so verschuldet sein dort! Hitler hätte ja nicht einmal viel davon, wenn er sich sie holte." War das eine bewußte Provokateurin und Ehrabschneiderin, oder unterlag diese Frau nur selbst der Nazipropaganda? Und wollen sich etwa die Nazis, indem sie in der Flüsterpropaganda von einer angeblichen Verschuldung der CSR sprechen lassen, nur selbst den Rückzug offen halten, wenn die Trauben doch zu hoch hängen sollten? „Wir Deutschen hätten gerne, daß auch di« Schweiz zu uns kommt," sagte ein Mitreisender. „Nie," fuhr eS da Lisi heraus.„Wir Schweizer lehnen daS heutige Regime in Deutschland ab. Air liebest unsere Freiheit und Selbständigkeit und wollen unS sie erhaltenl" Einer der Mitfah« renden ging hinaus und Lisi wurde ihr Paß noch einmal abverlangt. Bon nun ab lehnte sie auf der ganzen Fahrt durch Deutschland, in ihrer Ecke und im Abteil herrschte Schweigen. Als sie über di« Grenze der ESN und ins Sudetengebiet hinein kam, war Lisi überrascht, wie vollkommene Ruhe und Ordnung hier überall herrschten. Hatten doch vor wenigen Tagen mehrere Zeitungen, darunter auch unser Zürcher Parteiorgan und die angesehene bürgerliche Zürcher Zeitung, übereinstimmend di« Meldung gebracht, daß in der ESN Eisenbahnschienen aufgerissen wurden. Lisi selbst ist gewerkschaftlich organisiert und ihr Bruder, den sie erzog, ist Maschinenschlosser. Deshalb freute sie sich, daß sie als Gast zum Metallarbeiterkongreß zugelassen wurde. Auch da sah sie, daß keinesivegs alle Sudetendeutschen den Anschluß anS Dritte Reich wünschen, daß viele die Freiheit und die sozialen Rechte zu schätzen wissen.„Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit gibt es bei unS auch," erklärte sie, aber deswegen will doch niemand zu Deutschland und unter ein Regime von Rechtlosigkeit, Zwang und Nationalhaß. Da müssen schon alle Völker zusammenstehen und andere Wege suchen!" Als Leiterin eines Kinderheimes in Zürich interessierte sie sich dafür, wie eS bei uns mit der Kinderfürsorge steht. Deshalb erwirkte die Schreiberin dieser Zeilen die Erlaubnis zur Besichtigung des Baxahekmes der Stadt Prag für durchreisende Kindergruppen. In einem Teil der großen, gesunden Schlafräume war voller Schlafbetrieb, obwohl es Heller Vormittag war. Um 5 Uhr früh war ein Transport von tschechischen Kindern aus Jugoslawien gekommen. Daneben gab eS gerade etwa 160 Kinder aus Deutschland, vom Rhein und aus Berlin» und Kinder aus Frankreich und aus Rumänien. Au» den Sudeten waren in den letzten Tagen über 900 Kinder durchgekommen. DaS Heim ist fürstlich untergebracht, nämlich in einem herrlichen Barockpalais, das ehemals den Windischgrätz gehörte und mitten in einem der schönsten Parkbon Prag liegt. Lisi-sollte aber di« suÄtendeutschen Kinder 'ehenl Deswegen suchte sie sie im Tagesheim der Stadt Prag auf der Hetzinsel auf. Dort sah. sie sie mit deg Prager Kindern-in der Moldau und' auf den Wiesen de» Heime» spielen. Sie aß auch mit den Kindern gemeinsmn zu Mittag. E» gab Gemüsesuppe und Kalbsbraten mit Kartoffeln. „Vom Verhungern seid ihr in der ESR doch noch Iveit weg," sagte Lisi und dachte an die Lügen, die man im Ausland verbreitet. Sie sah sich alles mit Sachverständigkeit an, freute sich über die Zweck- niäßigkeit und Großzügigkeit der Anlage und hörte gerne, daß es noch vier weitere solch« Freiluft- Kinderheime in Prag gibt. Sehr gefiel ihr auch die Barockausstellung im Waldsteinpalais auf der Kleinseite. Die Fülle großer Kunstwerke, die da aus der ganzen Republik zusammengctragen sind, vermittelte ihr ein lebhaftes Bild von der kulturellen Verbundenheit der böhmischen Länder mit den Weltströmungen und widerlegte die Lüg« von ihrer Barbarei. Ein tschechischer Kunsthistoriker führte gerade eine Gruppe andächtiger Kunstfreunde. AIS er nachher hörte, daß die Fremde bedauerte, nicht auch seinen Ausführungen folgen zu können, sagte er:„Ja, loenn ich daS geahnt hätte, hätte ich doch mindestens manches auch deutsch gesagt!" Er fragte sie, ob sie die tschechische Geschichte kenne:„Wir sind nämlich ein freiheitsliebende» Volk und glauben, daß die Freiheit ein unersetzliche» Gut ist. Wir werden sie, wenn eS sein muß, auch mit dem Einsatz von Blut und Leben verteidigen." Diese ernsten Worte fanden den vollen Beifall der freiheitt« liebenden Schweizerin. «Euer festes Bekenntnis zur Freiheit, dem ich öfter begegnet bin, ist uns Schweizern sehr sympathisch," sagte sie nachher zu mir.„Aber angesichts der verleumderischen Kampagne gegen euch ist eS doch nötig, daß wir wissen, wie ruhig und schön eS bei Euch ist. ES sollten viele au» dem AuSlande Herkommen, damit sie zu Hause den Lügen entgegentreten können." ■ Wir trennten uns von Lisi mit einem herzlichen„Freundschaft" und sagten ihr:„Also erzählt nur recht viel von unS. Aber nur di« Wahrheit. Die Wahrheit ist unsere beste Waffe!" Gertrud Rybak. waren, zeigt Im Vergleich zum Jahre 1036 eins Steigerung um 36.418 auf 384.723. Damit haben die beiden Länder den BeschäftiguugSstand des letzten Konjunktnrjahreü bereits überschritten,» denn 1929 war die durchschnittliche Versichertenzahl 366.865. Die Löhne, welche In der Slowakei und in Karpathorußland gezahlt werden, sind weiterhin bedeutend niedriger als in Böhmen und Mähren«' Schlesien. Der mittlere Arbeitsverdienst eines Sozialversicherten betrug im Vorjahr in der Slo«' wakei X6 12.56 und in Karpathorußland XL 10.96 täglich, während in Böhmen XL 15.81 und ln Mähren-Schlesien XL 14.73 täglich errrcchnet wurden. Zum Teil sind diese großen Unterschiede' zwischen dem Osten und dem Westen der Republik auf den verhältnismäßig größeren Anteil von' überall schlecht bezahlten Arbeiten f Forstwirt- schäft uftv.) in der Slowakei und in Karpatho« rußland zurückzuführen. Dirngende Reform der Sozialversicherung Infolge der politischen Ereignisse und besonders wegen der nationalpolitischen Spannung wurden Heuer verschiedene Fragen in den Hintergrund gedrängt, welche schon lange ihrer Lösung harren. Wenn im Herbst die nationalen Probleme in den Grundzügen gelöst sein werden, wird ea notwendig sein, den sozialpolitischen Fragen wieder mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Nachdem die Arbeitslosigkeit merklich nachgelassen hat, tritt die Novellierung der Sozialversicherung wieder al- wichtigste Frage der Arbeiterschaft in den Vorder« gründ. Die Mängel derselben loerden stets fühl« barer und beunruhigen die gesamte Arbeiterschaft.' Die NovellierungS-Kommission ist bereits das' dritte Jahr am Werke und bereitet die entsprechenden Anträge vor. In erster Linie ist sie bestrebt, da» versicherungsmathematische Defizit auszugleichen, um die Versicherung auch für die Zukunft sicherzustellen. Di« Ursache desselben ist hauptsächlich auf die Verschlechterung der Bürgerkocüition zurückzufiihren. welche in den niedrigsten Klassen die Beiträge so herabsetzte, daß dieselben passiv wurden. Diese Sünde ist ivieder gut zu machen und eS müssen alle Klassen aktiv gestaltet werden. Neben dieser Wiedergutmachung sind aber auch jene Mängel der Sozialversicherung zu beheben, welche die Arbeiter am meisten bedrücken. Vor allem ist e» die Unterversicherung eines gro-' ßen Teiles der Arbeiter, was sich an denselben im Alter bitter rächt. Es müssen deshalb höhere Beitragsstufen eingeführt werden, welche die Arbeiter nach ihrem vollen Lohn versichern. Dann ist der Anspruch auf dir Altersrente vom 66. auf das 55. Lebensjahr herabzusetzen, da nur sehr wenige Arbeiter die jetzige Karenz erreichen. Schließlich ist der Anspruch auf«ine unbedingte Witwenrente einzuführen,' um die Frauen nach dem Tode ihre» Mannes vor deni Hungertode zu schützen. Dieser Ausbau der Sozialversicherung ist dringend nottvendig, da die jetzigen Leistungen nicht einmal den minimalsten Existenzbedürfniffen entsprechen. Dies sind keine unmöglichen Forderungen und eS ist auS prinzipiell-demokratischen und Menschlichkeitsgründen eine Annäherung ast die Pension-Versicherung unaufschiebbar, damit die unerträgliche Kluft, durch welche die Arbeiter zu minderwertigeren Menschen gestempelt wurden, endlich aus der Welt geschafft wird. Die Unzufrie« denheit der Gesamtarbeiterschaft mit diesen Dttin« geln wird stet» größer und die Forderung»ach der Verbesserung loird immer lauter und nachdrücklicher. Einige Arbeilerkategorien, toie z. B. die Buchdrucker, Chauffeure und Maschinensüh« rer verlangen die Umreihung In die Pepsionsver« sicherung, wenn die Sozialversicherung nicht bald verbessert wird. Deshalb ist es unerläßlich, nach Erledigung der nationalpolitifchen Probleine im Herbst, sofort' auf die beschleunigte Verbesserung der Sozialver» sicherung zu drängen. Neben anderen Gewerkschaften verlangt nun auch die stärkste Organisation, welche über 100.000 Mitglieder zählt, nämlich der Prager BerbaudStag der Metallarbeiter, in einer Resolution die Einführung höherer Lohnstufen in der Sozialversicherung al- auch in der Krankenversicherung, solvic die Einführung der unbedingten Witwenrente. Den erweiterten Beitragsklassen entsprechend, sollten auch die Ber« "sicherungSleistungen erhöht werden. Der Zentralgewerkschaftsrat hat sich schon öfter für diese Reform mlSgesprochen und er sollte nun an alle sozialistischen und demokratischen Parteien herantreten und diese Verbesserung gemeinsam anstreben. Die gcnieinsamc Gewerkschafts- zentral«, al» stärkste Arbeitervereinigung könnte hiebei die Initiative ergreifen und dahin lvirken, daß ehestens die entsprechenden Anträge im Parlament eingebracht werden. ES liegt aber auch an jedem einzelnen Arbeiter, ständig und überall ftir die Verbesserung der Sozialversicherung einzutreten, da diese Reform bestimmt auch viel zur Stärkung der Demokratie beitragen wird. DI« Ausgaben für die Krlegsbeschädlgtenfürsorge ■ In den Jahren 1010—1087 hat der Siqgt für Renten an Kriegsbeschädigte 2.662,459.000 Kronen, für Hinterbliebenenrenten 4.286,678.000 Kronen, zusammen also fast sieben Milliarden, ausgegeben. Für nachträgliche Heilbehandlung von Invaliden wurden 309,528.000 Kronen ausgege« ben, für Fürsorge für Verstümmelte 206 Millio« nen. Häuserbauten für unterstandslose Invalide erforderten mehr als 42 Millionen. Der Aufwand» für sozialärztliche Untersuchungen wixd mit 88, Millionen angegeben.' Scite 6 Prager Zeitung In Pankrac sahen sie sich wieder! ., Guten Abend, Väterchen!" Guten Abend. schön ists bei euch in Prag, so schön...!" antwortete das Väterchen, ein kleiner, schlau dreinschauender Bauer, dem sympathischen Mann, der sich zu ihm auf die Bank fest...Bin arad angekommen und rub fest aus. Soviel Leut' suchen die Anlage auf, schauns eine Mendesfinsternis, Väterchen!" lacht der ihm nur, die vielen Liebespärchen!" Die warten auf vathische Mann. Dann schweigen beide ein Weilchen. Das Väterchen vom Land pafft hershaft aus der Pfeife. Ja, ihr aus dem Dorf, ihr habt's aut, in der Großstadt aber, da sind die bösen Geister los. Sind gar zu raffiniert die Svipbuben, Väterchen! Und unsere Polizei...! Fürchten Sie sich denn gar nicht, Väterchen?"..Fürchten? Wovor denn? An Gespenster glaub ich lang nicht mehr und die Leut? ,, Sozialbemofrat" wurde, gab er an, von einem Unbekannten, mit dem er in Streit geraten sei, verlegt worden zu sein. Der Fall wird weiter untersucht. stattendiftatorisch feitstellt, was man in der Stunft tun dürfe und was nicht. Und wenn man die Metropol- Revue von 1913 mit dem Berliner Festsaug von 1937 vergleicht, dann weiß man wirklich nicht, worin der Fortschritt bestehen soll, für den dieser Film Propaganda machen möchte. -cisDie heilige Lüge a Dienstag, 16. August 1938 Nr. 191 Eier Vorral für den Winter in hervorragender Güte durch Garantol In Garantol halten sich Eier über 1 Jahr/ Für, 120 Fier: Kč 3en: S gegen Meteor VIII Prag 5: 4( 5: 1). Bilfen 2: 2( 2: 1):- remfier: Židenice Brünn M. Ditrau: S Schlef.- Ostrau gegen Vittoria gegen Han. Slavia 3: 3. Breßburg: Ges gegen Uipeſt Budapeſt 2: 2( 0: 1). Eine fentimental- dramatische Geschichte von Der erste Weg ist immer mit großer Aufregung der Mutter, die um ihres leichtsinnigen Sohnes wil verbunden. Schließlich ist es für ein Stind keine Steilen einen Betrug begeht, als fie, die eben noch ge Garantolvertrieb: Wenzel Müller, Tetschen feierte Sängerin, infolge der Aufregung bei einem nigkeit, zum erstenmale in die Schule zu gehen. Für Auto- Unfall des Sohnes die Stimme verloren hat, die Eltern ist es noch eine größere Aufregung, denn tischt uns dieser Berliner Film eines offenbar ita bunden. Was die neuen Schuhe und Turnschuhe anbe- auf. Vola Near i erscheint in der Rolle der Sän dieser Schulgang ist immer mit großen Kosten ver- lienischen Regiffeurs namens M a I af omma Tangt, werden diesmal die Eltern aufatmen. Bafa gerin, noch immer eine intereſſante und elegante bringt nämlich in allen seinen Verkaufsstellen eine Figur, aber in den Auftritten, in denen fie ergreiSonstige Fußballergebnisse. Weipert: DEK solche Auswahl zu solch niedrigen Preisen, daß diese fend und ergriffen wirken soll, doch schon ein we nig müde wirkend. Unter den übrigen Mitwirten gegen VfB Teplit 4: 0( 2: 0). Oberleutens Anschaffung im neuen Schulbudget den niedrigsten den des Films fällt eigentlich nur Joſefine Dor dorf: DSV gegen Schwalbe Brür 3: 3( 1: 2). Poſten einnehmen wird. 100 als urwüchsig- treuherzige Haushälterin auf, die Gablonz: BSN gegen Reichenberger FK 6: 1 der Sängerin gegen ihren Willen die Hilfe des einit( 2: 1). Reichenberg: DEV B.- Leipa gegen geliebten Mannes verfchafft, der die damals noch 4: 1( 2: 0). aida: DFC Graslig gegen Ünberühmte verlassen hatte und seine Schuld wie DS 4: 1( 1: 1).- Warnsdorf: st acaen dergutmachen will. Sehr intereffant ist diese Privat Di Niemes 6: 2( 3: 1).— Jägerndorf: affäre nicht, auch die Regie ist recht umständlich ge- gegen DFC Grofa Würbenthal 10: 0. Freu führt, und die Darsteller lassen viel au wünschen denthal: DFK gegen DFC Römerstadt 4: 1( 3: 1). übrig. -Oderberg: S gegen DSV 2: 0( 2: 0). Raudnik: Ek gegen Cechie Karlin 1: 3( 0: 2).Jungbunalau: Se gegen Union Bizfob 3: 1 ( 1: 1).horod: Rusi gegen AG 10: 0. Budapest: Elektromos gegen Phöbus 4: 3. Bismardhütte: Hungaria Budapest gegen Ruch 8: 4. Kunst und Wissen Erzählens mir feine Schauermärchen, die Leut in Kunst Prag jind genau so gut, wie unsre Landsleut, und die Polizei? Die nimmi's mit den raffiniertesten Spigbuben auf, mir fönnens nichts vormachen, ich bir fein Landonkel, hahaha!" Aber etwas unruhig ist der Alte doch geworden. Er rutscht auf der Bank herum, greift in die Hosentasche. Alles in Ordnung, mein Lieber, da schauns!" Mnd er zeigt dem Nachbarn das Geldböril, schmunzelt:„ Ich sags doch, die Leute in Prag find gut!" Sagts und greift in die Westentasche, springt auf, schreit:..Jejasmaria, mein Uhr ist futsch!" Dab ichs Ihnen nicht gejagt? Jezt aber gleich zur Polizei!" Der gute Alte folgt dem iympathischen Mann bis auf den Wenzelsplay. Wartens ein Weilchen, gleich bin ich mit dem Voliaisten wieder da, den Gauner werden wir schon crwischen!" Das Väterchen vom Land wartet zehn Minuten, eine Viertelstunde nach mehr als einer halben Stunde geht er in das baus. Ein Durch gangshaus ist das, und feine Polizei!" sagt der Portier. Dem Alten geht ein Licht auf, dann geht er aufs Kommissariat. Dort steht schon ein befann ter Langfinger, eben beim Verfauf einer Uhr ers tappt und gleich mitgenommen. Ich habs von einem Unbekannten getauft" fage der Verhaftete und dann schweigt er, schweigt auch, als ihm das Väterchen gegenübersteht und die Geschichte vom Park den Richtern erzählt... Warum fuchten Sie sich den armen Alten als Opfer?"..Ja, wiffens Herr Nat. heutzutag ist es schier ein anständiger Dieb au bleiben, man muß allerhand Trids ausdenken, wenn man leben will!" Nach diesem Geständnis nimmt er die Strafe von sechs Monaten ich we ren erter dantend an: Väterchen, feins mir nicht bös, es sind halt schlechte Zeiten...!" No ja, is schon gut! Aber daß die Leut in Prag brav sind und die Polizei die raffiniertejten bigbuben find das stimmt doch?" sagt verschmitt lächelnd das Bäuerlein, verbeugt sich und geht. Neudeutsche Malerschule. Sie müssen irgend des Milieus, die deutschen Kunstdiktatoren, und da etwas gehört haben von der charakterformenden Straft ji: außerdem des Glaubens sein dürften, man brauche außer der richtigen Umgebung auch noch fünstlerische dem Jüngling, der sich für einen Maler hält, nur Vorbilder zu geben und den Befehl zu erteilen... rich tia" zu malen, hatten sie bald den Weg zur Züchtung deutscher Rembrandts gefunden: die Schaffung der ..Hermann Göring- Meisterschule für Malerei" in Kronenburg. Fünfzehn Maler find als Lehrlinge. Gesellen und Meisterschüler in diese Meisterschule ab tommandiert. Diese Malerschule: ..Am Fuße des Berghanges steht nun diese neue Schule, die durch den Architekten Profeffor Fahrenlamp aus der alten Jugendherberge geschaffen wurde. Ein offener Innenhof mit einem Brunnen. eine überdachte Pergola geben fast das Bild italienischer Klosterträume. Das Innere freilich ist mit Bewußtsein dem Nordischen zu gewandt. Schmiedeeisernes Gerät, fchwere Dedballen, Kamine, ein großer Raum Atelier und Gemeinschaftshalle wuchtige Solzstühle, das wendet sich durchaus an das Gefühl des Betrachters dieser Gegend, wo über weiten einsamen Kuppen fich dunkle Ruinen abzeichnen. An den Wänden hängen Kunstdruckblätter: frühe Nieder länder, altdeutsche Meister, einige frühe Italiener -auch darin deutet sich wieder ein Programm an." Urania- Kino = cis= Berlin einst und jest! 6. 49 1hr. Bis Donnerstag Premiere, Wie einft im Mai!" Ab Freita Premiere des Ralph- Arthur- Roberts Lustspiels Mädchen für alles!" Sport- Spiel- Körperpflege Turn- und Sportfest der mährisch- schlesischen DTJ Gleichschaltung vertreibt Spieler Die nun beginnende Saison im DFV zeigt bei einer nicht zu unterschäßenden Reihe von Vereinen großen Spielermangel. Schwalbe Brür' erste Mannschaft mußte am Sonntag mit sechs„ Ersag" antres ten, weil eben ihre Vorgänger nicht den Gleichschal tungsrummel mitmachen wollen. Aehnlich ergeht es dem Reichenberger Fe, der anscheinend seine ganze In Brünn fand am Samstag und Sonntag erste Mannschaft und die Reserve verloren" hat, das Turn- und Sportfest der DTI Währen- Schle da er in Gablonz nur Alte Herren" und Junioren fiens im dortigen DTI- Stadion statt, das von über zu einer Elf vereinen fonnte. Schlecht muß es auch 15.000 Buschauern gefüllt war. An der Veranstal- um den VfB Tepliß stehen, der troz Nachfüllung" tung nahm auch Eisenbahnminister R. Bechyně eine Niederlage nach der anderen erhält. Auch den teil, dessen Ausführungen wir an anderer Stelle wie- DSV Pihanfen scheinen die Spieler davongelaufen dergeben. Der sonntägige Festzug war sehr impo- zu sein, denn sein Team wurde durch eine Reihe von fant und in feinen Reihen marschierte auch eine starte Jugendspielern ergänzt". In einer großen Ans Delegation von Mitgliedern der Atus- Union, die zahl der TV- Spiele gab es am Sag über eine herzliche und freundschaftliche Aufnahme fand. raschende" Ergebnisse und die daran wften Bes Die Vorführungen am Sonntag im Stadion brach richte laffen erkennen, wie beſchnell die ten ein schönes und vielfältiges Bild der turnerischen gleichgeschalteten Klubs von ide eines an Erziehungsarbeit und das mitwirkende Militär der deren belehrt wurden, nämlich. Freie Mens Brünner Garnison wurde stürmisch bejubelt. schen sein und nicht wie Stults behandelt werden wollen... Nordisch- wuchtig, wie sich halt der Herr Architekt das Nordische vorſtellt( früher hat man das altdeutschen Auf sportlichem Gebiete begannen schon am Stil" genannt, es war altdeutscher Stil des neun Samstag die Wettfämpfe, in denen der Brünner zehnten Jahrhunderts).- also da muß doch das DTI- Kreis schöne Erfolge zu verzeichnen hatte. Die richtige beutiche Malen wie geſchmiert achen, nicht? Leichtathletischen Bewerbe fanden durch die TeilUnd wenn das schmiedeeiserne Gerät in der Gemein- nahme von Militär- Sportlern eine Bereicherung und sterschaftsspiele aus technischen" Gründen verscho 962.400 Prager mehr Todesfälle als Geschaftshalle noch nicht genug Inſpiration geben sollte, burten. Das Statiche Amt in Prag gibt inter- dann braucht der Malerjingling bloß ins Dork zur essante Daten über Leben und Sterben in Pran wandern. Das ganze Dorf.Kronenburg ist stilgerecht während des Jahres 1937. Danach lebten gegen zurechtgemacht worden. Die Häuser sind alle aleich Jahresende 962.000 Personen in 38.680 Säufern mäßig weiß verbust worden. Fachwerf und Dächer und 290.669 Wohnungen. Prag hatic ein Ausmaß wurden ausgebessert, dazu wurden alle Straßen und bon 17,206.34 Heftar. Gestorben sind 12.482 Bra Zeitungen verschwanden, schmiede Gäßchen neu gepflastert, die elektrischen iserne Lampen vonaltdeutscher Form wurden zur Straßenbeleuch tung angebracht." Da muz doch den Leuten ein Licht aufgehen, das wahre Licht der altneuen Hochzeiten auf, am wenigsten heirateten die in Prag V Wohnenden, nur 17 wagten es. Ara wü- unit, im Schein der schmiedeeisernen Lampen müſſen doch die Genies heranwachsen! ger und geboren wurden 9737 Kinder. 230 davon Toigeburten. Es gab 9875 Hochzeiten. 5241 davon 1700 Bezirt wei brennungen zu. Der Film Wie einst im Mai azena- und Wolleyballturniere vervollständigten das Programm. Im Geräteturnen der Unterstufe für Männer- Mannschaften siegte W.- Dftrau mit 570.25 Buntien vor Brünn; den Zehnlampf der Oberstufe für Turner gewann Profes( Brünn) mit 222.25 vor Evanda( M.- Ostrau) 221.25 Punkten; im Siebenmit 885.25 vor M.- Ostrau mit 881 Bunften erlampf der Turnerinnen( Mannschaft) blieb Brünn folgreich. Die neue gleichgeschaltete DFV- Meisterschaft begann am Sonntag. Im Weſtgau wurden die Meis ben, aber in den übrigen Gauen durchgeführt. Die früheren Divisionsklubs find selbstverständlich auch dabei. Vergleicht man aber die Zuschauerziffern der auten" Tage mit den derzeitigen, so ergibt sich, daß diese immer geringer werden und damit auch die finanzielle Seite die empfindlichste Stelle des bür Vereine aushalten werden, wird auch noch zu erwar gerlichen Sports. Wie lange dies allerdings die ten sein. Die„ Voltsgemeinschaft" erivics sich also im ersten Gang schon als ein- Versager. In der Leichtathletik gab es folgende wichtige Ergebnisse: 100 Meter: Stugler( B) 11.8 Sef.; Amerifa schlägt Deutschland in der Leichtathletik 400 Meter: Banašla( B) 55 Sef.( für das Militär: mit 122: 92 Bunften. Diese in Berlin stattgefundene Zugsführer Salle 52.5 Set.); 800 Meter: Volijnicef Begegnung ergab für die Amerikaner einen glatten ( Militär) 2: 05.9, 3. Broučet( DTI Blin) 2: 12.2 und sicheren Sieg. Sie gewannen in der Mehrzahl Min.; 1500 Meter: Večeret( M.- Dstrau) 4: 27.5, der Bewerbe und in jenen, wo die Nazis einen fiches Militär: Zugsführer Salle 4: 13.7 Min.; 5000 Meren Gewinn erhofften, gab es Doppelerfolge der ter: Mistera( B) 17.12 Min.; Weitsprung: Stti- Amerikaner. Die wichtigsten Ergebnisse: 100 Meter: van( B) 6.03 Meter; Hochsprung: Palkovsky( M.Oftrau) 1:60 Meter; Dreisprung: Pallovity 11.67 Meter; Kugel: Jilet( B) 11.01 Meter; Disfus: Vaňous( Uiti n. Orl.) 33.36 Meter; Speer: Fiala ( W.- Ostran) 39.40 Meter; 4 × 100 Meter: 1 Brünn 46.8, 2. Militär 47.3, 3. M. Ostrau 47.5 Sef.; Olympische Stafette: 1. Militär 3: 30.6, 2. Mähr. Oftrau 3:44, 8. Brünn 3: 46.9 Min. Den Kreis- Wettkampf Brünn M.- Oſtrau gewannen die Brünner mit 69:62 Punkten. Das Hazenakurnier gewann DTI Židenice als Vertreter des Brünner Kreiſes vor Proßniß und M. Ostrau und im Wolleyball ſiegte die Kreismannschaft von Brünn vor M.- Ostrau und Proßniz. SK Bat'a Zlin in die Liga Johnson( A) 10.5 Sef.; 200 Meter: Jeffrey( A) 21 Sef.; 400 Meter: Malcott( A) 46.5 Sct.; 800 Meter: Harbig( D) 1: 52.5 Min.; 1500 Meter: Fenste( A) 3: 53.8 Win.; 3000 Meter Hindernis: Gfair( 2) 9: 33.6 Win.; 5000 Meter: Rice( A) 14:56 Min.; 10.000 Meter: Pentti( A) 32: 11.2 Min.; 100 Meter Hürden: Wolcott( A) 14.1 Sel; 400 Meter würden: Patterson( 2) 53.8 Sel.; 4X 100 Meter: Amerila 40 Gef.; 4 × 400 Meter: Amerifa 3: 13.4 Min.; Weitsprung Leichum( D) 7.61 Meter; Hochsprung: Walter( A) 2 Meter; Dreisprung: Kotratschef( 2) 14.61 Meter; Stab hoch: Warnerdam( A) 4.27 Meter; Hammer: Blast ( D) 57.20 Meter; Disfus: Schröder( D) 50.19 Meter; Kugel: Ryan( A) 15.82 Meter; Speer: Stöd( D) 69.79 Meter. Also im ganzen 14: 6 Siege zugunsten der Amerikaner. tete der Tod unter den Alten von Prag. 2154 Versonen im Alter von 60 bis 69 Jahren, zwischen 70 und 79 Jahren 2107, 50 bis 59 Jahren 1551. Die Kindersterblichkeit bei ienem Alter von einem bis neun Jahren betrug 1437. Dann folgten die 40 bis 49jährigen mit 1064. Von den 80 biz Sjährigen starben 910 Prager. 766 Alvischen 30 und 39 Jahren. 524 zwischen 20 bis 29 Jahren, schn bis 19jährig starben 184. Den Altersreford Die im vorigen Jahre willkürlich angesezie von 90 bis 99 schlicht der Tod mit 157 Per 700- Jahr Feier der Stadt Berlin fand ihren Nicfonen ab und bei zwei Personen ließ er sich sogar derschlag in diesem Film des Regisseurs Schnei Beit, fic erit nad) über 100 ahren Auder Edenlobe n, den jezt das Urania- Kino helen. Woran starben diese Prager? 2004 an ipielt, aber es scheint, nach dem Besuch bei der Sertranfheiten, 1368 an Krebsleiden. Premiere au urteilen, in Prag lein großes Interesse 1107 an Tuberkulose. für Berliner Lofalgeschichte zu bestehen. Dabei ist der Arbeitsunfälle. Aus noch nicht geklärten Ur- Inhalt des Films vorwiegend eine sentimentale Liefachen erplodierte eine Karbidlampe, die der 20jäh- besgeschichte, von einem Baron und einer Handwerrige Installateur St. Brožef während der Arbeit an ferstochter, deren Ehe durch die Fürsorge der Eltern einem Neubau in Smichov verwendete. Durch die verhindert wird. eine Geschichte, die vor vierzig Stichflamme erlitt der junge Arbeiter Verlegungen Jahren beginnt und damit Gelegenheit zu historischen im Gesicht. Während der Arbeit an einem Reminiizenzen geben soll. Da sehen wir also ein Transformator in Ober- Krč entstand ein Brand und Rollschuh- Parkett von 1899, eine Revue- Szene im Am Sonntag fiel die Entscheidung über den Internationale Leichtathletik. In Brüssel wurde die Flammen fügten dem Wertmeister schwere Ver- alten Berliner Metropol- Theater von 1913, wir zweiten Aufstiegslandidaten in die Liga." Die Tepdie Begegnung Belgien- Deutschland von der zweischen die Pferdebahn von der Jahrhundertwende, aus liber Affäre hatte reichlich die Gemüter in Bewegung der sich der moderne Großstadtomnibus entwvidelte. gebracht und allgemein nahm man an, daß die Bos ten Garnitur der Nazi mit 114: 73 Vunkten gewon Bekämpfung des Rauſchrifthandels hat durch ihre aus dem inzwischen ein hochmodernes Stabiviertel lichen Gedanken ist es von Vorteil, daß die Entscher mit 70:50 Punkten. Die Engländer blieben in den Das weiße Gift". Die Polizeiabteilung zur und man zeigt das alte, noch ländliche Schöneberg. hemians davon profitieren würden. Für den sport- nen England gewann in London gegen Frankreich Gift" oder" Stols" wird nur noch felten und meist spielen, weil sich auf Schöneberg der alte Schlager beiden reitlichen und maßgebenden Spiele den Aus- Sprungfonkurrenzen erfolgreich.- In Bromberg geworden ist.( In Schöneberg muß der Film deshalb dung nicht vom grünen Tisch her fiel, sondern die Laufbewerben, die Franzosen in den Wurf- und von Willi Kollo bezieht, der den Film auch inspi- schlag gaben. Wie nun auch die Teplißer Affäre ging die Frauenbegegnung Polen- Deutschland vor Lieferanten ſehr hohe Preiſe, denn sie kalkulieren riert" hat.) Benn man faat, daß die historischen" beigelegt werden wird, fie bleibt ohne Einfluß wie ich, die mit 59:40 Punkten für die Nazinnen er ihr Rijifo mit ein. Wenn ihnen ein Verlauf aludt. Ezenen zwar in der Auswahl dürftig, aber gana das montägige Kaschauer Match TFK gegen AE, können sie sich getrost auf längere Zeit zurückziehen. amüsant anzusehen sind und daß unter den Minwir das 2: 2 endete. Allerdings weniger angenehm gestaltete sich das tenden wenigstens alvei, nämlich der gemütliche Otto Der Sieger des Turniers und neue Ligaklub, Zurückziehen" für den Viktor Niederle aus Vršo- Wernide und die aus der Stummfilmzeit be- Lieben, spielte am Sonntag in Blin gegen S vice. Er hatte fürzlich dem Straffenat in Prag Rechenschaft über Rolfen" zu geben. Außer einer ausnimmt als der heute emporfommende beutiche hemians wider Erwarten in Kopis gegen den dorti fannte Charlotte Ander( die sich noch immer besser Bata und wurde mit 1: 4( 0: 2) geschlagen. Da BoGeldstrafe von 5000 Kč erhielt er vier Monate Filmnachwuchs) ihre Sache aut machen, dann hat gen S mit 2: 3( 2: 2) verloren, war auch die Frage Kerfer und weitere 50 Tage, falls er die Geldstrafe man die Vorzüge des Films erschöpft. Er nimmt fich des zweiten Aufstiegslandidaten gelöſt: SK Bala. nicht bezahlen sollte. Wenig genug, wenn man an che der Halentreuz- heitzug erscheint, recht harmlos Das Zliner Spiel war nicht sehr anregend. Die die Gefahr des Rauschgiftschmuggels denft. aus. Aber seine Berlogenheit ist dennoch beträchtlich. Hausherren waren überlegen und die Liebener schieEin Soldat durch Auto schwer verleßt. Beim Denn er macht sich über die Vorurteile der alten nen sich zu schonen. Je ein Prager und Kliner SpieUeberqueren der Washingtonstá und Bredobffá Beit lustig und will damit andeuten, wie groß der ler wurden ausgeschlossen. In Kopis dagegen ging wurde der Soldat Gregor Andras von dem Chauf- heutige Fortschritt in Berlin sei. Vor vierzig Jahren es fehr hart zu und man hatte Mühe, die Zuschauer feur M. Suchan aus Boješice überfahren. Der Sol wurden also, wie der Film zeigt, unstandesgemäße vom Eindringen auf den Plaß abzuhalten. Die Bodar erlitt einen Schädelbruch und wurde in das Ehen manchmal von den Eltern verhindert. Aber hemians hatten ihren Gegner unterschäßt und verMilitärspital geschafft. Der Chauffeur bleibt bis heute werden, was der Film nicht zeigt, Ehen..ae loren zum Schluß auch noch die Nerven und damit alle aur Klärung des nfalls in Haft. Geringes Interesse fanden die in Komotau auss feglich" verboten, weil einer der beiden Liebenden Chancen für einen Sieg. getragenen Ersten Sudetendeutschen Tennismeister Der Dolmetsch F. G., Prag XIV. wurde rassefremde" Großeltern hatte. Vor vierzig Jahren schaften" bei der Volksgemeinschaft. Und da M. Sonntag morgens in leicht angetrunkenem Rustand hatte man, wie der Film sciat, in bezug auf die Ligaklubs bereiten sich vor. Slivenec: Slavia Menzel lieber in Berlin spielte als in Komotau, o ami Oberen Kai in Smichov verlegt aufgefunden. Mode einen fomischen Geschmad. Aber heute müssen Brag gegen S 13: 1( 4: 1). Jungbuna lau: fann man daraus ermessen, wie wertvoll" dieſe Er hatte eine Schnitthvunde unterhalb des Sinns. fich Maler und Museen einem noch fragwürdigeren Sparta Prag gegen Aston Villa 8: 2( 3: 1).-Na- Meisterschaften" von der Deffentlichkeit befunden die stark blutete. Als er zum Bewußtsein gebracht Geschmad unterworfen, der ohne Stritit au ge- chod: Se gegen S Kudrnač 11: 0( 2: 0).- il- wurden. Wachsamfeit gute Resultate erzielt. Das weiße in Lurusnachtlokalen gehandelt. Dabei fordern die --O folgreich endete. Die Weltmeisterschaften im Bogenschießen in London brachten den tschechoslowakischen Vertretern einen großen Erfolg. Sie gewannen die Konkurrenz rekord) bor Polen und Frankreich sowie die Meis für alle Distanzen mit 6154 Punkten( neuer Weltsterfchaft für large Distanzen mit 3035 Punkten bor Belgien und Frankreich. Die Meisterschaft auf lange Diſtanzen gewann Volen mit 8299 Punkten( neuer Weltrekord) vor Frankreich und Tschechoslowakei ( 3119 Punkte). Davis Cup. In der amerikanischen Zone ge wann Australien im Endspiel über Japan 3: 2 Australien wird nun das Interzonen- Finale mit Deutschland bestreiten. Beaugsbedingungen: Bei Ruftellung inshaus oder bei Beaua durch die Bost monatlich Kč 17. bierteljährig Kč 51.- halbjährig Kč 102. aanzjährig Kč 204. Inserate werden lau Tarif billigst berechnet. Nüditellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarlen. Die Beitungsfrantatur wurde von der Boft- u. Telearabbendirektion mit Erlak Nr. 13.800/ VII/ 1980 bewilligt( Kontrollpoitamt Braha 25. Druderei: Orbis". Drud. Verlags- u. Beitungs- A.- G. 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