D 1 13 r t e Sozialdemokrat Sentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme bes Montag täglich früh Einzelpreis 75 Seller Redaktion u. Berwaltung: Brag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Berantwortlicher Rebatteur: Rarl Rern, Prag 18. Jahrgang Samstag, 20. August 1938 Wirtschaftspanik in Deutschland Deutsche in hohe Staatsstellen SIC Aus dem Inhalt: Das Echo der Rede Roosevelts Neue Warnung Churchills SdP- Mitglieder revoltieren gegen SdP- Vorsteher Sittlichkeitsaffären in Aussig Gespräch mit dem reichsdeutschen Deserteur Schulz | Ausflüchte Nr. 195 Selten war es so leicht, die Wahrheit zu erz tennen, selten so hoffnungslos, sie zu fälschen. Die Pragis der völtischen Wirtschaftspolitik im sudetendeutschen Gebiet ist denkbar eindeutig. Die deutschen Manöver ein Bumerang",| Pädchen ganz neuer Banknoten mit ununterbroches| Aussicht auf Erfolg. Unter solchen Umständen würde Wenn der Reichenberger Messeaussteller, von wel überschreibt der Londoner„ Daily Herald" feinen ner Numerierung erhalten, die offenbar eben aus es nicht überraschen, wenn die Reichsmart wieder chem heute der Freigeist" berichtet, seinem NeWirtschaftsbericht vom Mittwoch, in dem es heißt: dem Druck tamen. Da die Aufsicht an der deutschen entwertet werde. In der Financial Times" ver- benmann Kunden mit der Begründung abjagen " Das Sturmzentrum der europäischen Gerüchte- Grenze sehr streng ist, ist es nicht denkbar, daß so öffentlicht der außenpolitische Redakteur einen Ar- will, daß der Konkurrent nicht Arier sei, und es macher scheint jetzt fein Hauptquartier in Berlin große Bündel von Banknoten heimlich über die titel über die Berliner Baisse und gelangte zu dem sich herausstellt, daß er selbst waren einer jüdis aufgeschlagen zu haben, wo die Börsenkurse gestern Grenze gebracht werden konnten. Es ist vielleicht er überraschenden Schluß, daß es möglich sei, daß dies schen Firma verkauft, so wird auch der zuständige wieder gesunken find. Die riesigen deutschen Ma- wähnenswert, daß zur Zeit der Nachkriegsinflation alles mit Zustimmung der deutschen Regierung als Amtswalter der SdP bestätigen müssen, daß hier növer, welche die Aufmerksamkeit der demokrati- die deutsche Regierung sich für die Bezahlung der Verspiel zu einer Verstaatlichung der gesamten deuts nicht völkisches Empfinden und kein Rasseninstinkt, schen Länder auf fich lenken sollten, haben sich so Reparationen Geld in der Weise versorgte, daß sie schen Industrie geschehe. Alle Blätter verzeichnen die sondern gewöhnlicher Konkurrenzneid gesprochen als ein Bumerang erwiesen. Während New York, ganze Wagen mit Banknoten ausführte, welche in Berichte über eine Berliner Konferenz unter dem hat. Wenn mißliebige Aerzte, Advokaten, GeLondon und Paris ruhig blieben, ist Berlin in der ganzen Welt aufgekauft wurden. Nach den Er- Vorsiz des Marschalls Göring, bel welcher ein Plan werbetreibende und Fabrikanten ihre bisherige Banik, und diese Panik ist um so bemerkenswerter, fahrungen des Jahres 1923 ist das Ausland ver- für die Verteilung von Rohstoffen an die verschiede Existenzgrundlage im Stich lassen, Betriebe ver wenn man an die strenge Kontrolle denkt, welche hältnismäßig wenig geneigt, deutsche Banknoten nen Industriegruppen ausgearbeiter worden sein kaufen oder liquidieren, dann wird man vergeb die deutschen Behörden über alle Zweige der Bri- aufzunehmen. Der Versuch, sich fremdes Geld für soll. Von 27 Gruppen werden nur fünf vollständig lich versuchen, ihren Entschlüssen andere Motive vatwirtschaft verhängt haben. Auch die Ankunft Banknoten zu besorgen, die in London und anderswo mi. Rohstoffen versorgt werden. Diese fünf Gruppen zu unterschieben als die, die sie selbst angeben: Hitlers in Berlin konnte der Panik nicht Einhalt auf den Markt geworfen werden, hat möglicherweise arbeiten an Staats- Aufträgen. Den Zwang der fanatisierten SDP- Menge, den gebieten, und die Börse schloß bei tiefsten Kursen." organisierten Terror, der heute im sudetendeutUeber die wirtschaftliche Lage im Deutschen schen Gebiet wütet. Reich gibt der diplomatische Korrespondent des Blattes gleichzeitig einen bemerkenswerten Be richt. Er berichtet, daß Göring für Mittwoch eine In der Zeit" wollte Dr. Janowsky den Bes Konferenz der deutschen Industriellen auf sein weis für die Unschuld der SdP erbringen. Der ehemalige Zentralfefretär des deutschen Hauptver Landhaus einberufen hatte, um mit ihnen über die Wirtschaftslage zu diskutieren. Die Industrielbandes der Induſtrie und Schöpfer zumindest eines Teiles der diversen Wirtza; aftstheorien der len werden Göring bei dieser Gelegenheit mitges teilt haben, daß ihre Lage sehr ernst zu wer SdP ist tatsächlich vor allen andern berufen, für die Folgen der Totalitätspolitik in der Deffentden beginnt und daß in manchen Industrien die Gefahr des Zusammenbruches besteht. Das rapid: der Regierung Dr. Hodža mitgeteilt, daß inner- bestätigte, teilte Lord Runciman dem Vorsitzenden lichkeit einzustehen. Beginnen wir also diese AusSinten der Börsenkurse für Industrielverte ist nur halb von vierzehn Tagen in der Postverwaltung der Regierung mit, daß er die Regierungstätigkeit einandersetzung mit dem Thema, das Dr. Janowein Symptom für die tatsächlichen Schwierigkeiten. fieben Stellen von großer Wichtigkeit Beamten in dieser Frage begrüße und dem Vorsitzenden der fty behandelt, nämlich mit Dr. Janowiły ſelbit! Das Resultat der planwirtschaftlichen Maßnah- deutscher Nationalität zugewiefen werden, und Regierung dafür danke, daß er ihn in dieser An- Keine Sefunde wollen wir daran zweifeln, men der letzten Zeit ist, daß die großen Konzerne zwar: die Postmeisterstellen in Bodenbach, gelegenheit in liebenswürdiger Weise vorher in- daß schon seit vielen Jahren unseren Gebieten die an Arbeiter und Rohstoffmangel leiden und ge- fch, Rumburg, Haida, Saaz und Fal. zwungen sind, ungeeignete Ersabstoffe zu verwen eine Bostmeisterstellvertreterstelle in den. Sie können ihre Betriebe nicht ordnungsgerice. Weitere Stellen, beren mäß in Gang halten. Auch ihre Geldmittel werden genaue Zahl noch nicht bestimmt werden kann, immer knapper, da sie die Steuern prompt bezah- werden Beamten deutscher Nationalität bei ben Ten müssen, die Regierungszahlungen aber aufge- Direktionen Troppau und Brünn zugeteilt werden. Steuern In der politischen Berwaltung beabsichtigt der Minister des Innern in absehbarer Zeit Bes amte deutscher Nationalität zu Bezirkshauptleuten Ueber den Vorschlag auf Ernennung eines in Afch und Trauten an zu ernennen. Außer deutschen Kandidaten zum Präsidenten des Kreisdem werden zwei weitere Stellen von Bezirksgerichtes in Eger befchloß die freitägige Situng hauptleuten in Kürze Deutschen zugeteilt werden. des Ministerrates. Der Antrag wird nach der EntWas den Wirkungsbereich des Justizministe- fcheidung der Regierung dem Präsidenten der Reriums anbelangt, so wird sich die nächste Sihung publit vorgelegt werden. des Ministerrates mit der Ernennung eines beutfchen Bewerbers zum Vorsitzenden des Kreisgerich tes in Eger befaffen. Neubesetzungen bel der Post, Justiz und Verwaltung Prag. Tas Sekretariat der Mission Lord wird Lord Runciman bei nächster Gelegenbeit in Runcimans hat folgenden Bericht ausgegeben: formiert werden. Indem er die obangeführten Informationen Lord Runciman wurde vom Vorsitzenden formiert habe. Abwanderung wichtiger Industrien drohte und daß Dr. Janowsky es war, der in vielen Fällen Zu der Mitteilung des Borsitzenden der Re- ſelche Verluſte verhinderte, indem er als Zentralgierung über die Ernennung von Beamten deut- sekretär des Industriellenverbandes ausländische scher Nationalität auf wichtige Poſten in der ſtant- Angebote in seiner Schreibtischschublade liegen lichen Verwaltung muß bemerkt werden, daß die ließ. Ehre, wem Ehre gebührt! Auch so kann maa Vorschläge für diese Ernennungen von den zustän- für das deutsche Volt Gutes tun, und wir fragen bigen Nefforts vorbereitet und teilweise bereits gar nicht danach, ob Dr. Janowsky nicht lediglich auch durchgeführt wurden. bandes befohlen hatte. Den jebigen Mandataren so gehandelt hat, wie ihm die Leitung des Verund Funktionären des Industriellenverbandes überlassen wir die Frage an Dr. Janowity, mit welchem Recht er der Deffentlichkeit einen Vergleich zwischen der Zeit vor und nach seiner Tätig feit im Verband aufdrängt. Selbst uns erscheint Das Innenministerium hat die Ernennung solch eine Kritik an einer Korporation, die sich, in neuer Bezirkshauptleute in Asch und Trautenau die Volksgemeinschaft eingereiht" hat und in welbereits durchgeführt. Zum Bezirkshauptmann in cher übrigens der Kritiker eine, wie viele sagen Trautenau wurde der Rat der politischen Verwal- beherrschende, Rolle spielt, etwas ungewöhnlich. Posten im Wirkungsbereich des Eisenbahnminifte- tung Anton Gerl und zum Bezirkshauptmann Beschäftigen werden wir uns mit dieser Frage riums und des Finanzministeriums Beamten in Asch der Oberkommiffär der politischen Verwalteutscher Nationalität verliehen werden sollen. tung Dr. Georg Reiter ernannt. Verzweifelte Angriffe Francos am Ebro schoben werden. Die Kosten steigen, die steigen, aber die Preise dürfen nicht steigen. Den Anstieg der Steuern zeigt am deutlichsten das Beispiel der Körperschaftssteuer; sie betrug bis zum vorigen Jahre 20 Prozent, wurde dann auf 30 Prozent erhöht und ist nun auf 35 Prozent erhöht worden. Die deutsche Industrie leidet so an Geldmangel, Arbeitermangel und Rohstoffmangel. Die deutsche Wirtschaft leidet außerdem an Erportschwierigkeiten. Der Göringsche Vierjahresplan scheint das Gegenteil dessen zu bewirken, was er beabsichtigte. Er sollte Deutschland autark Darüber, welche der wichtigsten amtlichen machen, hat aber bisher nur zum Ansteigen des Imports und zum Sinten der Ausfuhr geführt. In den ersten sechs Monaten des Jahres war die Einfuhr ins Altreich" neun Prozent höher als im Vorjahre, während der Export um drei Prozent sant. Auch wenn man Desterreich hinzurech= net, ergibt sich ein Einfuhrüberschuß von zehn Millionen Pfund. Der Grund dafür ist vor allem die Verschlechterung der Qualität der deutschen Industrieprodukte. Die deutschen Industriellen werden Abänderungen des Vierjahresplans, Lodes rung der Staatskontrolle und Verminderung der Partei- Eingriffe in die Wirtschaft gefordert has ben. Aber Göring neigt eher dazu, ihnen zu drohen, daß, wenn sie die deutsche Wirtschaft nicht in die Höhe bringen können, der Staat noch weitere Eingriffe vornehmen wird. Die Markentwertung organisiert? London. Die Financial News" schreibt: Wäh rend der letzten Wochen ist der Wert der reichsdeutschen Banknoten ungefähr um 35 Prozent gesunken. Man zahlt jest 36 Wart für ein Pfund, was unge fähr ein Drittel des Wertes der freien Mart darstellt. Die Entwertung ist hauptsächlich deswegen eingetreten, weil sich in England eine sehr große Menge deutscher Banknoten zeigte. Die Londoner Kaufleute haben zu ihrer großen Ueberraschung oft nicht, denn uns scheint der Streit Dr. Janowstys und seiner Schreibtischlade um die Verdienste für das Sudetendeutschtum nicht so wichtig zu sein. Entscheidend ist, daß der Hinweis auf auss ländische Angebote an unsere Industriefirmen den Dingen aus dem Weg geht. Nicht darum handelt es sich, daß solche Angebote gemacht wur den und gemacht werden; das weiß der letzte Mann im deutschen Gebiet seit Jahren. Der weiß auch, was niemand in der SdP wissen will, daß vor allem aus Deutschland solche Angebote kamen und fommen und daß die Industrieverschleppung nach Barcelona,( Ag. Efp.) Die Nieder- Deutschland für das Gablonzer Gebiet und in letlage der Rebellen an der Estremadurafront ver- ter Zeit für das Erzgebirge eine furchtbare Gefdjärft fich. Auf der für ihn ungünstigsten Linie fahr geworden ist. Es handelt sich darum, daß abgeschlagen und blockiert, versuchte der Feind solche Angebote jest in steigendem Maße ange= vergeblich durch massiven Einsatz seiner überlege- nommen werden, daß also die Bereitschaft da nen materiellen Kräfte und ohne Nücksicht auf ist, mit der Induſtrie in andere Länder zu gehen. blutige Verluste, aus dem Bogen des Zujarfluffes Davon spricht aber der Anwalt der SdP nicht, längs der Achse Castuera- Almaden durchzubre- denn dann müßte er etwas auch über die Gründ chen. Seine Angriffe brachen völlig zusammen. dieser Bereitschaft sagen und da bleibt er lieber im Hintergrund. Zusammenbruch der Offensive auf Almadèn Front von Gandesa. Der Havas- und die Engländer auf ihre letzte Demarche, die berichterstatter meldet, daß die heftigen Kämpfe vor elf Tagen erfolgte, noch keine Antwort er füdwestlich von Gandesa den ganzen Freitag an- hielten. dauerten. An dieser Front konzentrieren die Francoabteilungen, die ihre besten Truppen dort hin geworfen haben, alle ihre Kräfte. An zwei Bunkten wurde besonders heftig ackämpft, und zwar an der Cote 666 und 602, wo aber alle Angriffe der Rebellen abgeschlagen wurden. Dagegen ist es den Francoabteilungen gelungen, östlich des Santa Madalena- Massivs die Linien der Republikaner zu durchbrechen und bis in die Nähe des Nio Canaletas vorzurüden. Dem Feinde ist der Weg nach vorn, d. i. nach Osten, wirksam gesperrt und der Druck. der Republikaner vom Osten und Südosten her auf die Spiße des Gegners verstärkt sich zusehends. Im nordöstlichen Abschnitt des Bujarbogens ist der Einbruch in die feindlichen Linien bereits vollendet und die republikanischen Truppen ste hen in unmittelbarer Nähe von Barza Capilla. Auch füblich der Eisenbahn Castuera- Cabeza del Wieder englisches Schiff versenkt Barcelona. In dem füblich von Barrelona gelegenen Hafen Balcarca wurde am Freitag durch italienische Bomber das britische Handelsschiff„ Stanbroot" versenkt. Zum Glück find keine Menschenopfer dabei zu beklagen gewefen. Am felben Tag wurde das englische Schiff Stanforth" Hinrichtungen, Hinrichtungen... Berlin.( DNB) Die vom Reichstriegs- auf offener See durch ein Francoflugzeug ange- Buch wurde der Feind weit zurüdgedrängt. Reichstriegs- griffen und bombardiert, allerdings ohne getrofgericht wegen Landesverrates zum Tode veuririlfen zu werden. ten Karl Wie shoff aus Werne in Westpholen, Es ist damit zu rechnen, daß diese neuerlichen Peter Heinz aus Bewen, Kreis Trier, und Wilhelm Br a un aus Bad Dürkheim, Bfals, find Angriffe auf engliſche Schiffe eine weitere VerFreitag hingerichtet worden. Alle brei Berurteilten fchärfung zwischen England und Franco bringen hatten, wie amtlich behauptet wird, aus Gewinn werden, wie überhaupt auch die Spannung avis fucht Berbindung mit dem Nachrichtenbienft einer fchen England und Italien neuerlich wächst, da die ausländischen Macht aufgenommen. italienische Intervention ruhig weitergeführt wird das Entscheidende hört man auch über die Abwan Nur halbe Wahrheiten und gar nichts über derung von Betrieben aus dem sudetendeutschen Gebiet in andere. Man lieſt: ,, Aber auch der Abwanderungsprozeß aus der böhmen ist schon mehr als zwölf Jahre alt. Das fudetendeutschen Provinz nach Prag und Innerböhmen ist schon mehr als zwölf Jahre alt. Das mals schwieg man darüber wohlweislich in der Oeffentlichkeit, denn die betreffenden Firmen machten aus ihrem Herzen keine Mördergrube. Barcelona. Freitag vormittags wurden auf Sie erklärten jedem, der es hören wollte, daß die Barcelona drei Fliegerangriffe unternommen. Umlagenpolitik der roten Gemeinden den Hout Die Zahl der Opfer, soweit sie bis jetzt bekannt bestand des Unternehmens in der favetendeutschen ift, beträgt 20 Tote und 100 Verwundete. Wei- Provinz unmöglich mache. verglichen mit den tere Opfer werden noch unter den Trümmern der niedrigen Umlagen, Brag oder andern tschechi zerstörten Häuser vermutet. Zürich. Ministerpräsident Negrin ist Freitag nachmittags nach Barcelona zurüdgereist. schen Ortschaften.1 Unic Gedächtnis sagt uns vor allem, daß les she eine hübsche Reihe von Jahren ist. seitdem Scite 2 diese beklagenswerten Industriellen sich mit ihren Samstag, 20. August 1938 Nr. 195 Freunden in den bürgerlichen Bartelen zufamme Das Echo der Rede Roosevelts Neue Warnung Churchills In der Union und in Kanada Drängen die ernsten und fachlichen Worte verantwortlicher ausländischer Politiker, Worte der Mahnung und Warnung, zu den leichtgläu bigen Sudetendeutschen, die geduldig auf den immer wieder verschobenen„ kommenden Tag" warten, auf den Tag, an dem Hitler auch ihr Herr werden soll- fie befännen sich wahrscheinlich doch, sie begännen zu zweifeln und zu überlegen. haben, um Umlagenpolitik der Selbstverwaltung in einen engen Rahmen zu preſſen für die demokratischen Mächte und gegen die totaliund nach ihren Bedürfnissen zu formen. War Washington.( Havas.) Die Rede des Präfiden- tären Staaten bezeichnet. Diese feierliche Bestätigung denn nicht das Gemeindefinanzgesetz ein Werk, ten Roosevelt wird in Washington als Kundgebung des Einvernehmens der großen Demokratien ruft das ohne und gegen die Sozialisten zustande ausgelegt, die neuerlich den Willen der amerikanis eine gewisse Unruhe hervor. Es wird betam und unter den bürgerlichen Spitzenverbänden schen Regierung zum Ausdruck bringt und ihr Be- merkt, daß, wann immer Mussolini über Außenausgehandelt wurde? Wir wissen, daß es sich in streben, die öffentliche Meinung auf politik sprach, er gleichzeitig den Wunsch äußerte, den der" Zeit" und ähnlichen Blättern immer gut das Programm des Friedens und Frieden zu erhalten. Man könne also Italien nicht macht, über die roten Gemeinden zu schimpfen, der Verteidigung der Dem of ratien vorwerfen, irgend jemandem gedroht zu haben Aber Churchills Rede, in der er darlegte, daß die doch mag es der Janowsky tausendmal beund es wird hinzugefügt, daß dasselbe für Reichs das Sudetendeutschtum im Falle eines Krieges zu zu vereinigen. streiten anständiger gewirtschaftet haben als Ottawa.( Savas.) Eine hohe militärische Per- fangler Hitler gelte. In Rom gibt man dem Wunich Pulver zerrieben würde, ist von der deutschnatio ihre Vorgänger es taten und ihre Nachfolger es fönlichkeit Kanadas bemerkt: Die Erklärung Roofe- Ausdruck, daß die Vereinigten Staaten, wenn sie nalen Presse nicht gebracht worden die Sudetun werden. Wir hätten nur nicht erwartet, daß velts, daß im Falle eines feindlichen Angriffes a schon aus ihrer gleichgültigen Neutralität heraustreStrea tendeutschen sollen gläubig bleiben. Und manche im Zentralorgan der SdP das Argument der Genada. auf die Hilfe der Vereinigten Staaten zählen ten und sich in europäische Probleme einmischen andere gewichtige Acußerung anderer Politiker meindepolitik ausgerechnet in dem Augenblick könne, ist der Ausdruck eines bereits seit langer Zeit wollen, auch eine von jeder Parteilichkeit freie Mit ist ebenso verschwiegen worden. Und so bleibt der auftauchen wird, in dem von roten Gemeinden von beiden Ländern empfundenen arbeit mitbringen mögen; bisher hätten die ameri- Glaube lebendig, daß das Einstecken der judete nicht mehr gesprochen werden kann. Die SdP hat Gefühl 8. Trotz der amerikanischen Unterſtüßungs- fanischen Politiker allzusehr ihre Parteilichkeit kund- deutschen Gebiete für das Dritte Reich eine Spie die Mehrheit in den Gemeinden erobert- und bereitschaft müsse aber Kanada, auch wenn es autem getan.( Wogegen das natürlich keine Parteilichkeit lerei wäre, daß zweitens niemand versuchen auf einmal verlassen fast zweihundert Firmen die noch durch die britische Flotte geschützt ist, die eigene tvar, wenn Muſſolini über die„ Plutodemokratie" türde, es daran zu hindern, und daß drittens Orte! Wegen der„ roten" Gemeindevorsteher und Land-, Luft- und Seemacht als wesentlich für seine höhnte, und feine Kriegsdrohung, wenn er zu immer Deutschland überhaupt unbesiegbar ist, auch wenn Gemeindemehrheiten? Nicht vielleicht doch aus an- Verteidigung ansehen. Die kanadische Rüstungspolitik neuer Rüstung aufrief, und keine Einmischung und es noch so viele Gegner wider sich hätte... dern Gründen, Herr Dr. Janowsky? werde nicht geändert werden. keine Parteilichkeit, wenn er seine Freiwilligen" nach Spanien abfommandierte!) Es ist herzlich wenig, was dem frommen Leser der völkischen Presse als Erklärung genügen soll, und es kann wirklich nur dem genügen, der schon zu denken aufhört, wo andere zu denken erst anfangen. Begrüßung in London London. Die Londoner Blätter widmen der Rede des Präsidenten Roosevelt längere Betrachtun gen. Sie begrüßen als einen weiteren amerikanischen Schritt von der politischen Isolierung weg zur politischen Mite arbeit nicht allein mit dem britischen Reich, sondern auch mit den übrigen demokratischen Läns dern der Welt. Schweigen in Berlin Zustimmung in Paris Niemand wird Winston Churchill genaue Kenntnis des englischen Wesens, des britischen Denkens, der politischen Methoden Englands, Paris. Der Temps" befaßt sich in einem der Stimmung der Bevölkerung Großbritanniens, Leitartikel mit den bedeutsamen Sundgebungen der abstreiten können. Töricht, wer da glaubt, ChurNicht fehlen darf natürlich die Klage über amerikanischen Staatsmänner, des Außenministers chill sei etwa deshalb, weil er jetzt in Opposition die Greuelpropaganda, die alle die IndustrieabHull und des Präsidenten Roosevelt. Die Rede Gulls zur Politik Chamberlains steht, weniger berech schreibt er war eine genaue Formulierung des tigt, über weltpolitische Probleme zu sprechen, er wanderungen an die große Glocke hänge. Es ist begreiflich, daß die SdP für das Schweigen ist. Standpunktes der Vereinigten Staaten und sie stellt sei ein ,, erledigter Mann"! Churchill hat nicht nur Sie hat ja auch nicht geantwortet, als sie gefragt einen weiteren Schritt auf dem Wege in der englischen Politik eine große Rolle gespielt wurde, was sie zu den Industrieverschleppungen der politischen Zusammenarbeiter spielt sie auch weiter! So verdienen denn nach Deutschland zu sagen hat, die für tausende Berlin. Zur Rede des Präsidenten Roosevelt in mit den übrigen Mächten zum 8 we de seine Betrachtungen über weltpolitische Probleme der Erhaltung des Friedens dar. immer Beachtung. judetendeutsche Arbeiter den Verlust der Eristenz Kingston( Ontario) liegt eine Stellungnahme hiesi bedeuten. Sie hat nicht einmal etwas zu sagen ger politischer Kreise nicht vor. Man hat hier offenMit der Erklärung, daß die Zivilisation nicht natio gewagt, als ihr nachgewiesen wurde, daß stramme bar den Eindruck, daß es sich bei diesen Ausführun- nal, sondern international iſt, betonte Roosevelt mit allem Nachdruck, daß Amerita fein entfernter E.dteil Kameraden und völkische Funktionäre am Schagen um eine der jetzt vor den Wahlen zum Senat cher mit Produttionsmaschinen ins Ausland ver- und Repräsentantenhaus häufigen, vor allem für das mehr ist, den die Ereignisse auf der anderen Seite des Ozeans nicht interessieren. Man kann sich daher dienen. Sie sucht überall die Schuldigen, nur dort amerikanische Volk bestimmten Propagandar: ven nicht wundern, daß diese Worte lebhaftes Interesse in nicht, wo sie zu finden sind: in ihren eigenen handelt. Reihen. Kein besseres Beispiel dafür gibt es als England erregten, wo sie als Bestrebungen der Vereinigten Staaten nach noch engerer Zusammenarbeit Dr. Janowskys Artikel, der ja den Schuldbeweis Rom.( Savas.) Die Rede Roosevelts wird in zur Sicherung der anglo- amerikanischen Demokratie, versucht. Was ist es mit dem Boykott? will einer seiner Titel wissen. Aber mitteiner Zeile Rom als Stellungnahme der Vereinigten Staaten sowie der übrigen Demokratien ausgelegt werden. geht er mehr darauf ein. Warum also jetzt Boyfett, wenn die sudetendeutsche Industrie nieUnruhe in Rom ma Is früher boykottiert worden war, nicht vor Die deutschen Manöver 1933, aber auch nicht nach 1933, als in Deutschland schon die Nationalsozialisten herrschten? Die Frage hat Dr. Janowity sich ge st e II t, vor der Antwort ist er zurüdgewichen. und die SdP Eine Stellungnahme Léon Blums Aber durch Totschweigen, durch Umgehen oder durch falsche Behauptungen kann man die Wahrheit nicht aus der Welt schaffen. Steine Klagen über Greuelpropaganda, über die verlockenden Staatsaufträge oder über Mißgunst staatlicher Stellen kann darüber hinwegtäuschen, daß das Schicksal unserer Industrie, damit das Schicksal Paris. Die donnerstägige Zusammenkunft Lord Runcimans mit Henlein veranlaßt die Blätter zu umfangreichen Kommentaren über die Situation in der Tschechoslowakei, in denen die Bedeutung der Aufgabe Lord Runcimans hervorgehoben wird, die nun eigentlich im wahren Sinne des Wortes beginnt und auf die einzelnen Schwierigteiten verwiesen wird, die das judetendeutsche Problem enthält: tät zu begeben. Wir sind fest überzeugt, daß weder in Frankreich noch in England jemand an etwas berartiges bentt." Demonstration der Wehrbereitschaft in den USA Washington. In Los Angeles findet Samstag der Jahreskongreß der Amerikanischen Legion statt, welcher au einer Manifestation der Wehrbereitschaft benügt wird. Das Kriegsdepartement bezeichnet diese Manifestation als die größte Konzentrierung moderner Flugzeuge Geschichte Ameritas. An der über 800 Landflugzeuge und Manifestation Jm ,, Daily Telegraph" schrieb er dieser Tage, wer Lord Runcimantenne, wisse, daß es ihm Ehrensache ist, die Wahrheit festzu it e II en undleiner der beiden Parteien. Gerechtigkeit vorzuenthalte n. Vorausgesezt, daß seine Mission ibren nor malen Verlauf nimmt, werde ein praktisches Kompromiß zustande kommen.( Wir hoffen auf diesen normalen Verlauf, wir wünschen ihn, und daß wir ein die nationale Befriedung sicherndes Kompromiß für möglich halten, ist selbstverständlichfür sachlich möglich.) Churchill hielt es aber auch für notwendig. auszusprechen, was geschehen würde, wenn es zu feinem Verhandlungsergebnis käme, wenn der von den Nazi ersehnte Tag" fäme. Er legte zunächst dar, wie rasch sich 1914 die Stimmung des Voltes, das zunächst einfach nicht glauben wollte, daß Deutschland wirklich Frankreich und Belgien angreifen werde, wandelte, als die deutsche Vorhut in Luxemburg einbrac). Da wußte je der instinktiv, wo er zu stehen habe." Und dann sagt Churchill: der Großteil der Wasserflugzeuge teil. Die Behörden erklären, daß dieser Manifestation fein internationa ,, Eine Episode, wie das Niedertram les Motiv zu Grunde liege. Sie bildet wahrschein- beln der Tschechoslovakei durch lich nur einen Teil einer Aftion der Regierung, deren eine leber macht würde den ganzen Lauf Biel es ist, das Volt auf die Notwendigkeit der Be- der menschlichen Ideen ändern und vielleicht dent reitschaft in einer kritischen Zeit aufmerksam zu Angreifer in eine katastrophe ver wickeln, die zum Schluß die größten Namachen. tionen der Welt gegen ihn vercinigen würde." unſerer ganzen deutschen Bevölkerung vor allen davon abhängt, wie sich das Leben in unserem Léon Blum schreibt im Populaire": Grenzland gestaltet, das ohne die tausendfältige Verknüpfung mit der ganzen Welt nicht gedeihen Es haben sich die vorauszusehenden Folgen tann. Die Sozialdemokratie hat dies erkannt. Sie der deutschen Manöver eingestellt, nämlich, daß hat ihre Forderungen an die staatlichen Stellen die Sudetendeutschen einen unverföhnlichen erhoben und den Weg gebahnt für ihre Erfüllung, Standpunkt eingenommen haben. Troybem bleibt jie hat auch den Weg gewiesen für die Wiederein- die europäische Deffentlichkeit ruhig. Zwei Demoschaltung der judetendeutschen Wirtschaft in die tratien wie England und Frankreich können von Wirtschaft der Welt. Die Schuld der SdP wird es der befreundeten Tschechoslowakischen Republik bleiben, daß sie von innen her ein Wert der Zer- verlangen, daß sie allen ihren Bürgern ohne Un- Tokio.( Reuter.) Japanische Truppenabteistörung eingeleitet hat, unter dessen Folgen ganze terschied der Nationalität die unbedingte Gleich- lungen haben Putschau, die Endstation der TaGenerationen leiden würden, wenn ihr nicht noch berechtigung sichere, fie können aber nicht verlan- tung- Eisenbahn erobert. Im Kampf um Putschau in letzter Stunde Einhalt geboten wird. gen, sich ihrer politischen Einheit und Souveräni- wurden 1500 Chinesen getötet. Zwischen 50 nur an einen denkt, da es doch so viele Menschen auf der Welt gibt! Daß man immer, immer von neuem hofft... Alma fährt auf, vergißt, daß die Votač Albert tennt, vergißt, daß ihre Augen voll Tusche Putschau erobert Diese Warnung Churchills, allen Nationalgläubigen bekannt geworden, müßte zum Nachdenken und schließlich zum Zweifeln an dem Kommen des Tages führen. Mann und Kind find, die eine Wange braun, die andere weiß, fühlte sich glüdlich, weil er noch so empfinden ihn die lehte Zeit nicht geſehen. Aber ich bin geRoman von Lili Körber daß ihr Frisiermantel an Frische zu wünschen übrig läßt. Das gilt nicht mehr, denn das Gefühl, das in ihr auflodert, legt einen Glanz in ihre Augen, einen Glanz um ihre Gestalt, einen Glanz über die staubige Garderobe und die dicke Frau Votač... Alma Braun saß vor dem Spiegel ihrer Garderobe, die eine Hälfte des Gesichtes schon abBitte lassen Sie den Herrn eintreten..." geschminkt, die schwarze Perrücke der Kolcherin Was gilt der Beifall der Vielen gegen das Wiedea auf dem Toilettentisch. Mit einem Watte- erschütterte Herz des Einen? Hat er endlich bebausch voll Fett strich sie sich die asiatische Bräune griffen, was sie seit Wochen von Dual zu Dual der Wilden aus dem Gejicht. Draußen hatte sich peitschte, bis sie sich in dem Schicksal der fremden der Applaus schon gelegt, und die Stollegen, die Fürstentochter, der Barbarin, erlöfen konnte? ihr mehr oder minder aufrichtig ihr ,, Gratuliere Auch eine, die widerstrebend liebte, einen Fremherzlich zum großen Erfolg" mit einem Hände den, einen Feind, der sie nicht liebte, den nur der druck bekräftigt hatten, waren fort... Gott sei Sieg über ihren Trop freute, der sie verstieß, als Dant, auch die zwitschernden Kolleginnen und die er ihr alles genommen hatte, was ihr Stolz und Reporter. Nur Frau Votač war da, Frau Votač, Salt war... Die starke, wissende Frau, die sich die es ziemlich kalt ließ, ob das Fräulein Alma dem Manne zuliebe ein einfaches Herz wünscht, Ovationen bekommen hatte oder nicht, ja, die alberne Kinderliedchen lernt, ja, ihr Können, ihre gegen Ovationen war, weil die Vorstellung das Begabung preisgibt, weil sie ihm unheimlich find. durch länger dauerte und das Fräulein später zu Alle Phasen der Erniedrigung einer überdurch Bett tam... Frau Volač, die immer die Gleiche schnittlichen Frau, die sich an einen nicht hochgeblieb, geschäftig brummend, der Verberus der sinnten Mann verschwendet hat... Ein Schmerz, kleinen Mädchen, die Autogramme, der Journa- ein Trost, ein Glück, diese schwarze, ausgestoßene listen, die Interviews, der Verehrer, die alles Medea mit ihrer Haßliebe zu spielen, eine haben wollten. Das Fräulein sollte nicht belästigt Wollust, sich mit ihr zu rächen und dem Gebrochemerden, sie sollte nach Hause ausruhen, damit nen die drei leßten Worte zuzurufen: sie endlich dicker werde... Das Fräulen.... Jest tam sie herein, unzufrieden... Ta ist einer draußen... Laßt sich net wegschicken... Er sagt, er kennt Ihna persönlich... Soll ich cahm..." Sie machte eine nicht mißzuverstehende Geste. Daß die Liebe ein Kreislauf ist, der immer zu demselben Punkt zurücführt! Daß man immer ..Trage! Dulde! Büße!" Luis Mayer betrat die Garderobe. ,, Alma Braun, ich habe gewartet, bis das Auge sagen wollte, daß Sie herrlich waren!" Volt sich verzogen hat, weil ich Ihnen Aug' im zunächst nicht: sie war in diesen Stunden für ihn Mayer sagte langsam: neu geworden, eine große Künstlerin, alles andere ,, Alma, Sie unterschäßen mich und meine fiel ab, gleichgültig, nebensächlich. Er war ihr Beziehungen zu Ihnen, weil Sie sich selbst unterdankbar dafür, daß er nach langer Beit wieder schäzen. Das ist Ihr Unglüd. Würden Sie sich einmal jich und seinen Alltag vergessen hatte, er lieben, so hätte auch Geßler Sie geliebt. Ich habe konnte, das wollte er ihr sagen und ihr die Hand lommen, um Ihnen zu sagen, daß Sie auf ihn drücken. Aber jetzt unter seinem Blid traf wieder verzichten müssen."( Jezt glaubte er selber, daßz die bleiche Frau vor ihn, die damals im Auto er deswegen zu ihr gekommen war.) so stumm neben ihm gesessen hatte, wurde eins mit der Kolcherin Medea und er verstand alles. Und weil er sie jest liebte mit der guten, so seltenen Liebe des Künstlers für einen Kameraden, den er anerkennt, den er bejaht, als einen. Kerl, der schon das Rechte macht und der Welt gibt, was gegeben werden soll, deswegen wußte er auch plötzlich, daß sie gefährdet war und daß er sie jest da herausziehen mußte, zupacken mit der Kraft, die sie ihm durch den heutigen Abend gegeben hatte. Und er setzte sich auf das goldene Bließ. Er saß da und war nicht schön. Er hatte zu kurze Beine, die Füße berührten kaum den schmußigen Boden der Garderobe. Auf einem behaglichen Bäuchlein treuzten sich fleischige Hände mit turzen Fingern. Seine graumelierte Mähne reichte bis zum Kragen, der nach der Pußerei schrie. Er war aber nicht verlegen darüber, weil er sich selbst vergessen hatte. Er dachte nur an Alma, die vor ihm saß, ebenfalls unschön mit ihrem halbgeschminkten Gesicht und er sah auch das nicht. Und er bemerkte die Garderobericht. Gr hätte auf einem Misthaufen sizen können es wäre ihm gleich gewesen. 1 Plößlich sagte sie mit schriller Stimme, und zwischen der Tusche blißte ein Meffer auf und blutete zugleich eine Wunde: Medea. ,, Hat Albert Sie geschickt?" Mayer nidte. Diese Frage war in Ordnung. Aber sie mißberstand sein Niden. Also sagen Sie schon was will er noch von Einen Augenblic lang war es still. Alma schien die Worte Mayers nicht gehört zu haben. Zwischen der schwarzen Tusche ihrer Wimpern flehte ein verwundeter Blick, daß es nicht wahr und Luis Maher nicht Luis Mayer sei. Er begriff mir?" Sie lachte, es llang wie das Knirschen einer kapuiten Feder. Warum so pathetisch, Luis Mayer? Und warum muß ich auf etwas verzichten, was mir weggenommen wurde, ohne mich erst lange zu fragen?" Und wieder haßerfüllt: Haben Sie teine Angst. Sie guter Freund, ich werde ihr kein giftgetränktes Gewand, keinen flammenspeienden Becher schicken. Soll er nur glücklich werden mit dieser... mit dieser..." Luis Mayer stand auf und ging einige Schritte auf und ab: ,, Ach, Alma, warum sind Sie Ihrer selber nicht würdig? Warum martieren Sie trampfhaft Furie? Was wollen sie von diesen armen Leuten? Sie leben, wie sie können. Lassen Sie sie doch in Duhenein, ich meine es jetzt nicht äußerlich, lassen Sie sie in ihrem Herzen in Ruhe, verzehren Sie sich nicht. Sie haben kein Recht, sich so zu verschwenden, Sie müssen sich aufsparen für etwas anderes!" Er merkte, daß sie ihm erstaunt folgte und fuhr fort: ,, Sie stehen jest an einem Wendepunkt. Wie Sie diese Sache verarbeiten, das wird Ihr ganzes Leben entscheiden. Albert Geßler ist jest nur Objekt für Sie ich fürchte, er war es immer an dem Sie wachsen oder fallen. Die Medea Sappho, eine Iphigenie; für diese wird es bei haben Sie jest gemacht aber es gibt noch eine Ihnen nicht reichen, wenn Sie nicht die Kraft zum Berzicht aufbringen." ( Fortsetzung folgt.). Nr. 195 C Samstag, 20 August 1938 Sudetendeutscher Zeitspiegel SdP- Mitglieder revoltieren gegen SdP- Vorsteher In Gartis bei Aussig wurde am 18. Juli der Geschäftsführer der Ortsgruppe Gartis der Sudetendeutschen Partei, Berthold Arlt. zum Gemeindevorsteher gewählt. Sofort nach der Wahl erschienen Mitalieder der SdP bei führen den Sozialdemokraten und erkundigten sich, ob gegen diese Wahl nicht Einspruch erhoben werden könne, und ob die Sozialdemokraten nicht Einſpruch erheben wollten. Die Sozialdemokraten erflärten, daß sie kein Intereſſe daran haben, im Laden der SdP Ordnung zu machen, das müsse man ihnen selber überlassen. Zur Erntehilfe Der freitägige Ministerrat Cite 3 Prag. Der Ministerrat hielt am 19. August feine regelmäßige Sigung ab, in welcher der Vorsitzende der Regierung Bericht über die Verhand lungen des Ministerkomitees für politische Fra gen erstattete. Es wurde die Bewilligung zur Errichtung einer städtischen Handelsakademie in Laun und zur Um änderung der öffentlichen Handelsschule in Königin Genehmigt wurde, daß das tschechoslowakische Reformrealgymnasium in Prag XIX, Velvarská třída, mit Rücksicht auf die Schülerzahl in zwei Anstalten geteilt wird. Genehmigt wurde der Rechnungss abschluß für das Jahr 1937, des Sonderfonds für die Linderung der aus den Nachkriegsverhältnissen hat das mitgebracht. Sehr erstaunt waren jene ſtaatlichen wasserwirtschaftlichen Fonds beim MiniAber nur ein Teil der städtischen Erntehilfe entstandenen Verluste; ebenso der Voranschlag des Bauern, bei denen Damen erschienen, die hre ſterium für öffentliche Arbeiten.. zarten Händchen mit Handschuhen gegen etwa ges Rauh- und Rissigwerden geschüßt hatten. Und auch jene waren überrascht, bei denen die städtischen Kameraden in Schaftstiefeln und sonstiger Kampf und Paradeadjuſtierung antraten. Sowohl die Bauern als auch die Hilfsmanen hatten sich die Erntehilfe etwas anders vorgestellt. Richtig erfaßt hat die Sache jene Kameradin, die einem Bauern, dem sie helfen sollte, zwanzig Kronen schickte und ihm in einem Briefe mitteilte, sie wolle sich nicht ihren Teint verderben lassen. Der Präsident der Republik empfing am 19. August den Stellvertreter des Vorsißenden der Regierung Eisenbahnminiſter Rudolf Bechyne und darauf den ehemaligen franzöſiſchen Hanlelsminister V. B a st i d. Schon die utopischen Sozialisten haben die[ Teistet, nie den geübten Landarbeiter ersetzen kann. hof an der Elbe in eine Handelsakademie erteilt. Nachteile der nur- gewerblichen oder nur- geistigen Das wäre eine allzu geringe Einschäßung der Arbeit erkannt, aber auch die Nachteile ausschließ- Landarbeit, zu glauben, dazu brauche man überwünschten harmonische Ausbildung aller förperli- Arme, einen starten Rücken und guten Willen mitlich landwirtschaftlicher Beschäftigung. Sie haupt nichts zu können. Immerhin: wer kräftige chen und geistigen Fähigkeiten und schlugen des bringt, kann wirklich eingermaßen Erntehilfe! eihalb abwechselnde Beschäftigung in der Land- sten." So Thomas Morus in seiner„ lltopia". wirtschaft und in der gewerblichen Arbeit vor. und dieser gesunde Gedanke, einseitige förperliche oder geistige Ausbildung aber auch ewig gleiche Landarbeit oder Stadtarbeit zu vers hüten, alle Menschen nach verschiedenen RichtunMittlerweile haben SdP- Mitglieder an die gen hin auszubilden, einen Ausgleich zwischen Gendarmerie und die Staatsanwaltschaft in Leit- Stadt und Land zu schaffen, ist dem Sozialismus meriz eine Anzeige eingereicht, in welcher der nie mehr fremd geworden. neue Gartißer Vorsteher beschuldigt wird, sechs Städter zur Erntearbeit heranzuziehen Jahre lang die staatliche Arbeitslosenunterstübung das ist also feineswegs ein neuer", nur dem zu unrecht bezogen zu haben. Es wird in den An- ,, volksgemeinschaftlichen" Denken entspringender zeigen behauptet, daß Arlt bis zu seiner im Jahre Einfall. Aber freilich: die Erntehilfe so zu ge1932 erfolgten Entlassung aus der Arbeitsstelle stalten, daß man der Landwirtschaft an S. lle nicht gewerkschaftlich organisiert war, daß er aber der Landarbeiter, die bezahlt werden müßten, un Städer zur Landarbeit heranziehen das trozdem seit Anfang des Jahres 1933 bis zum entgeltliche Arbeitskräfte zur Verfügung stellt, ist mehr als Romantik und mehr als Verlegen 24. Juni 1938 und zwar zu unrecht die staat wenn auch nur Amateure, und die Hilfe bei der heitsaktion. Das soll eine soziale und eine pädaliche Arbeitslosenunterstüßung, den Zuschuß nach Erntearbeit zu einer Art Sensation" für blagogische und hygienische Tat sein. Sie ist es aber dem Genter System- bezogen hat und auch reich fierte Städter zu machen und gleichzeitig zu einer nur, wenn sie allseitig durchgeführt wird, wenn lich während der sechsjährigen Dauer der Arbeits- nationalistischen Sache- das blieb der SdP vor- auch der Landmann für einige Zeit der Monolosigkeit aus den Sammlungen von Lebensmitteln behalten. tonie und Einseitigkeit seiner Arbeit entführt wird, und Geldspenden in der Gemeinde unterstützt und ist es nur als dauernde planmäßige Aftion. worden sei. In den Händen der SdP wurde der Gedanke verniedlicht zu einer romantischen Ferienangelegenheit, entſtellt zu einer Lohndruck- Aktion, mißbraucht als Parteimache. Arlt war vermögend. Er kaufte laut Grundbucheintrag in Gartis eine Hausrealität für 70.000 Kč. Seine wirtschaftliche Lage war auch sonst nicht schlecht. Seine Mutter und seine Frau, mit denen er im gemeinsamen Haushalt lebt, verdienen sehr gut. In der Anzeige, die von einem Mitglied der Sudetendeutschen Partei unterzeichnet ist, wers den weitere fünf SdP- Mitglieder als Zeugen für die Behauptungen genannt. Neudeutsche Märchen Ein reichsdeutscher Kaufmann, der in der Tschechoslowakischen Republik reiste, tam im Zuge mit den anwesenden Sudetendeutschen auf die Berhältnisse in Deutschland zu sprechen. Als er von den Steuern, Abgaben und Beiträgen erzählte, die dort zu leisten sind, fiel ihm ein Sudetendeutscher ins Wort: Da haben wir ja nicht einmal die Hälfte von dem zu leiſten, was die Reichsdeutſchen zahlen müssen!" Der Reichsdeutsche bemerkte noch, daß in Deutschland die Lebensmittel Inapp und was das wichtigste sei, verfälscht wären. Ein reichsdeutscher Monteur ersuchte in einem elektrotechnischen Unternehmen in Böhmen einen Arbeiter, ihm einmal die Brot- und Fetts karte zu zeigen. Als der Arbeiter erstaunt er klärte, daß es ettvas derartiges in der Tschechaslowakei nicht gebe, meinte der Reichsdeutsche topfschüttelnd: Da sind wir wieder einmal beTogen worden. Bei uns zu Hause erzählt man, in der Tschechoslowakischen Republik gebe es so wenia zu essen, daß man gezwungen gewesen ist, für alles Starten einzuführen." Ein anderer Reichsdeutscher war sehr erstaunt, die deutsche Realschule in Tepliß- Schönau in tadellosem Zustand vorzufinden. Er 30g eine reichsdeutsche Zeitung hervor, in der au Tefen stand, daß in Teplik die deutschen Schulen demoTiert worden seien. Lettre persane aus den Sudeten lesbek an Mirza Nun ist es gewiß so, daß manche der aufs Land Gelockten und Geführten ihre Sache ecnst nehmen, sich Mühe geben, bei einigem guten Wilen also auch etwas leisten, wenngleich natürlich der Städter, der Landarbeit als Ferienaufgabe Butterknappheit durch Maul- und Klauenseuche wurde der Junge von Bayer verführt und mizbraucht. Der Junge schwieg zunächst. Erst jetzt. als er seinen Verführer in einem Aufsiger Lofal wiedersah, machte er seine Verwandten auf die Vorgänge aufmerksam und Payert wurde verhaftet. Er gestand seine Untaten ein. Einen Tag später wurde der Aussiger Polizei Meldung gemacht, daß ein 60jähriger Aussiger Einwohner mit seinem 17jährigen Neffen uners laubte Beziehungen unterhalte. Die Beziehungen bestehen schon lange. Erst jetzt, nachdem bei dem jungen Mann sich gesundheitliche Folgen eingestellt hatten, zeigte er den alten Mann an. | Für die Staatsverteidigung: Prag. Am Donnerstag, den 18. August, erreichte der Jubiläuniss fonds der Staatsverteidigung laut dem Bericht des Arbeitsausschusses 460.282.189 Kč.Seit dent Mittwoch sind weitere 4,651.000 Kč an Spenden zugeflossen. Die Zahl der Spender hat sich um 4507, auf insgesamt 193.970 erhöht. Der erste Vorstoß. Auf der Verbandstagung der christlichen Tertilarbeiter in Mähr.- Schönberg ( 13. bis 15. August), beantragte die Ascher Ortsgruppe eine Aenderung des Verbandstitels aus Verband christlicher Tertilarbeiter" in ,, Sudeten deutscher Textilarbeiterverband". Der Name wurde diesmal noch nicht geändert. Wieder 37 Tote in Palästina Jerufalem.( Savas.) Den lesten Nachrichten zufolge sind bei dem Zusammenstoß, der sich Donnerstag bei Afra zwischen einer Militärabteilung und einer bewaffneten Bande ereignet hat, insgesamt sind 35 Terroristen getötet worden. Auf Seite der Militärs wurden zwei Soldaten getötet, ein Offizier und sieben Soldaten verwundet, Verweigerung ,, staatswichtiger Arbeiten" Aus Aussig wird uns geschrieben: Das Anhalten der Maul- und Klauenſeuche hat eine Butterknappheit im Gefolge, die sich auf den Märkten und in den Molkereien unliebsam auswirkt. Die Aussiger Bezirksbehörde hat übrigens wirksame Maßnahmen zur Beseitigung der Seuche ergriffen. In Malschen, wo die ersten Erkrankungsfälle festgestellt wurden, konnte die Strankheit im Seime erstidt werden. Anscheinend durch Unvorsichtigkeit der Bevölkerung wurde je doch die Seuche nach Peterswald übertragen. Taß dort die Seuche größere Ausbreitung finden konnte, liegt daran, daß die Landwirte, deren Vich ge= fund blieb, die Ausgabe von 30 Kč für die Imp. fung pro Stück scheuten. Auch in Leschtine und einer Siedlung in der Nähe von Kleinpriesen ist die Seuche aufgetaucht. Die Bezirksbehörde hat sofort Vorkehrungen getroffen, die Weiterverbrei- Nacht vom 18. auf den 19. August in einem Nachtschafter in Berlin wurde damit betraut, dent tung der Seuche zu verhindern. Sittlichkeitsaffären in Aussig Trunkenheitsexzeß in Komotau Komotan.( Amtlich.) Einige Bürger tichechischer Nationalität in Komotau, und stvar Fr. Kratochvil, B. Stehlik, J. Markvart. J. Engelmaher, K. Stiblit. J. Trousil und R. Fišer, weilten in der lofal in Komotau, wo sie sich betranken und einen Erzeß verursachten. Zum Weggehen aufgefordert. vierließen sie das Lofal, unterwegs aber fielen sie den Handelsgehilfen deutscher Nationalität Leopold i fcher an, dem Kratochvil das Abzeichen der Sudetendeutschen Partei vom Rock riß und sich selbst anitecte. Fischer wurde von einem der Erzedenten acschlagen. Die Aussiger Staatspolizei beschäftigt sich zur Zeit wieder mit zwei Fällen von Homosexualität. Der erste Fall spielt zwischen Leitmeriß und Dresden, teilweise auch in Brünn, wird aber von der Auffiger Staatspolizei bearbeitet, da der Hauptbeteiligte in Aussig gefaßt wurde. Es handelt sich um den Handelsreifenden Ostar Payer l aus Brünn, der vor einiger Zeit in einem Leitmerizer Bad mit einem Dreizehnjährigen Betanntschaft schloß, mit dem Jungen dessen Eltern aufsuchte, und sie bat, ihm den Jungen zu einem Auto und versete Stehlit mit der Handlurbel einen längeren Aufenthalt in Dresden anzuvertrauen. Schlag. Stehlit erlitt eine schwerere Verlegung und Er sei dort Leiter einer Jugendherberge. Dort| wurde ins Krankenhaus übergeführt. Imich ins Sudetengebiet. Nach gründlichen Um fragen gelang es mir dort, mich von der wirklien Lage zu unterrichten, Das Ergebnis meiner Forschung ist für die Regierung niederschmetternd. Die SudetendeutIch hab Dir einmal über die großen Magier schen sind in Wahrheit unterdrückt. Sie sind geschrieben, die in dieser Gegend der Welt ihre unterdrückt, weil sie mit großer Mehrheit beMacht ausüben, über denjenigen im Vatitan schlossen haben, die Juden und die Sozialdemokraund den anderen in Versailles. Sie beherrschen ten zu berauben, einzusperren, zu prügeln bis sogar ben Geiſt ihrer Untertanen berichtete einige von ihnen sterben, ihnen ins Gesicht zu ich Dir damals sie zwingen ihre Leute so zu spuden, und das alles erlaubt die Regierung tatdenten, wie sie es wollen. fächtlich nicht. Die Regierung respektiert den mit großer Mehrheit gefaßten Willen eines freien Wolfes nicht, alle diese Handlungen zu begehen. Was nüßt es, daß die Regierung den SudetenDie Erzedenten gingen dann weiter in ein ande res Nachtlokal, wo sie abermals hinausaewieſen wurden. Dabei zerschlug einer von ihnen dem Chauffeur Erwin Schuster ein Fenster des Autos. Schuster fuhr mit dem Wagen zum Standplay, aber die Gruppe der Betrunkenen folgte ihm, machte vor seinem Auto abermals halt und zerschlug ihm zwei weitere Scheiben. Daraufhin stieg Schuster aus dem Breslau. Jn Gleiwit wurden vier Arbeiter, die der Aufforderung zur Verrichtung staatswichtiger Arbeiten" nicht nachgekommen waren, 31: Gefängnisstrafen verurteilt. Drei von ihnen erhielten drei Monate, der vierte erhielt drei Wochen Gefängnis. Ernste Vorstellungen Londons in Berlin London.( Renter.) Der britische Botdeutschen Auswärtigen Amt mitzuteilen, daß die britische Regierung die Verhaftung Hauptmann Kendricks als sehr ernst ansche und voraussche, daß fie rasch eine vollkommene Aufklärung darüber erhalte. Das deutsche Auswärtige Amt hat versprochen, den Fall eingehend zu erheben. In London erhofft man die Freilaffung Rendrids. Vier ungarische Staatsmänner nach Berlin Budapest. Der ungarische Reichsverweser von Horthy und Gemahlin treten Sonntag früh ihre Reise nach Deutschland an. In der Beglei tung des Reichsverwesers befinden sich der ungarische Ministerpräsident von Imredy, der ungarische Miniſter des Aeußeren von Kanya, sowie der ungarische Honvedminiſter General der Infanterie von Raß. zu Zeit über die Dörfer und Herden ihrer an- gebiet erfuhr ich aber auch etwas, was man mir ders gearbeiteten Nachbarn her, sengen, morden in Prag ganz verheimlicht hatte. Nämlich, daß die und plündern. Wir Orientalen sind schon soweit Tschechoslowaken zum Bolschewismus neigen. modern, daß wir die nationalen Rechte eines und man teilte mir auch eine Fülle von Tatsachen freien Volkes zu ehren gelernt haben. Wir haben mit, von denen ich mich selbst zu überzeugen in Verständnis dafür, daß die Kurden, wenn unser der Lage war. Die Tschechoslowaken machen zum Schah Pahlavy( dem übrigens Allah den Bart Beispiel sehr wenig Schulden im Auslande und mächtig wachſen laſſe) ihnen verbietet, über die was sie kaufen, das bezahlen sie pünktlich. Die Chriſtenſtämme herzufallen, ihre Schafe zu ver- Deutschen dagegen machen viele Schulden und treiben, ihre Frauen zu vergewaltigen, dann die bezahlen sie nachher nicht. Die Tschechoslowaken Kurden sich empören und zu den Waffen greifen. wurden von den Sudetendeutschen aufgefordert, Nun möchte ich Dir noch Einiges über die sich, wie die Desterreicher, an das deutsche Wirts Objekte mitteilen, an denen der höchste nationale schaftssystem anzuschließen, die Tschechoslowaken Ich versichere Dich aber, lieber Mirza, daß ,, Belang" geübt werden soll. Was Juden sind, bestehen aber darauf, ihre Schulden zu zahlen, das das alles Stümperarbeit war dagegen, was man das weißt Du. Was aber die Sozialdemokraten muß aber früher oder später, wie man mir vermir jest vom großen Magier erzählt, der in auch Marristen genannt betrifft, so sind sicherte, zum Bolschewismus führen. Daß man Deutschland herrscht.. Er ist noch mächtiger als deutschen alle anderen Rechte und Begünstigungen ſie, obzwar sie eine verschwindende Minderheit hierzulande fich hartnädig weigert, den Juden ihr unser großer iranischer Schah Pahlavy( dem gewähren will; dieses tapfere und freie Volk und der Allah den Schatten bis ins Unendliche verlän- läßt sich von solchen Regierungstniffen nicht be- dorstellen, hartnäckig dagegen, daß man sie in Vermögen und Habseligkeiten wegzunehmen, habe stechen und fordert das höchste aller Rechte von Stonzentrationslagern und Kerker einsperrt. Nach ich Dir schon mitgeteilt. Vom empörendsten Fall meiner Privatmeinung finde ich das noch ver- konnte ich mich aber an Ort und Stelle selbst überständlich. Die Sozialdemokraten haben aber auch zeugen. Es geschah, daß ungefähr fünfzig Mänkeine Freude daran, den Juden ins Gesicht zu ner aus irgendeinem Grunde vor einer Fahne spucken, das ist aber eine Geschmacksache und we Nachtwache halten mußten. Als sie von der Wache gen einer Geschmacksangelegenheit die nationale müde, sich ausruhen wollten, drangen sie in ein Einheit zu sprengen, ist entschieden etnVerbrechen. Haus ein, wo die Leute schliefen. Die Tschechen Sie werden auch danach behandelt. Die Sozial helten aber ihre Soldateska und ließen die Su demokraten sind im Sudetenland ungefähr das, dentendeutschen hinaus: verfen, die dann weiter was bei uns die Gottverlassenen, verfluchten vor ihrer Fahne Nachtwache halten mußten. Sunniten find, die wie Du weißt, im Jeruſalem Solche Tatsachen machen es verständlich, daß die den Juden als Reiteſel dienen werden und sie Sudetendeutschen sich vom Bolschewismus bedroht im flinken Trab in die Hölle befördern müssen. fühlen und der nahenden Gefahr Man nennt die Sozialdemokraten auch viel wollen. Lebewohl und sei versichert, daß ich Dich vorbeugen fach, Separatisten", und zwar, wie man mir er immer lieben werde. klärte, darum, weil sie sich von der Tschechoslowatei nicht trennen wollen. Nun, weißt Du, lieber Mirza, was Separatisten sind. Im Sudeten gore). den Sudetendeutschen Belang" genannt Das erzähle ich Dir nur, damit Du verüber seine schwache Minderheiten herfallen zu stehst, daß der Blid des Magiers aus Deutschdürfen. Um so mehr, da sie diese Behandlung Land selbst über die Landesgrenzen reicht und der Juden und Sozialdemokraten mit offenfundiBürger dieses Landes, in dem ich jetzt verweile, bezaubert. Diese besessenen Untertanen verden fer großer Mehrheit beschlossen haben. Sudetendeutsche genannt. Die große Frage in Die Lage ist um so gefährlicher, da in Wien. Europa, über die jeder spricht, ist nun die: wer- wo die Menschen nicht mehr unterdrückt sind, die den die Sudetendeutschen unterdrückt oder sind sie Juden in Freiheit beraubt, bespuckt, von ihrem nicht unterdrückt? In Prag eine schöne große Brotherb verjagt werden dürfen, die SozialdeStadt, in der man ein weiches, pappiges Brot motraten aber zu zehntausenden eingesperrt werißt, ned lith genannt, das man warm den. Das sieht das Volk der Sudetendeutschen berzehrt, aber jedes Volt hat seine Eigentümlich- und Erbitterung erfüllt ihre Seelen, daß sie nicht teiten in Prag nun versicherte man mir, daß ebenso verfahren dürfen, obzwar sie es mit gros die Sudetendeutschen nicht unterdrückt sind. Um her Mehrheit beschlossen haben. Du weißt, lieber mich nach der von mir geübten gewissenhaften Mirza, daß die Kurden an unserer Grenze die Weise von der Wahrheit zu überzeugen, begab ich selbe Gepflogenheit haben, auch sie fallen von Zeit Aus Prag im Mond des Gemmadi. Für die genaue Uebersezimg: Paul Kéri. Grite 4 MiniMo Jagesneuigkeiten Das ist der Fluch von Ludwig Uhland* Das ist der Fluch des unglückseligen Landes, wo Freiheit und Gesetz daniederliegt, daß sich die Besten und die Edelsten verzehren müssen in fruchtlosem Harm, daß, die fürs Vaterland am reinsten glühn, gebrandmarkt werden als des Lands Verräter und, die noch jüngst des Landes Retter hießen, sich flüchten müssen an des Fremden Herd. Und während so die beste Kraft verdirbt, erblühen, wuchernd in der Hölle Segen, Gewalttat, Hochmut, Feigheit, Schergendienst. Wie anders, wenn aus sturmbewegter Zeit Gesetz und Ordnung, Freiheit sich und Recht emporgerungen und sich festgepflanzt! Da drängen, die so grollend ferne standen, sich fröhlich wieder in der Bürger Reihn, da wirket jeder Geist und jede Hand belebend, fördernd für des Ganzen Wohl. *) Ludwig Uhland, geboren 1787, gestorben 1862, war ein hervorragender Dichter, der sich vor allem durch seine Balladen einen Namen gemacht und als unbedingt freiheitlich empfindender Mensch im Deutschland des Vormårz wie in der revolutionären Bewegung des Liberalismus der 48er Aera eine große Rolle in seinem Heimatstaat Württemberg gespielt hat. Sein darf heute mehr als je Aktualität beanspruchen. 15 Flugopfer in Italien Samstag, 20. August 1938 Franco- Bomben haben, wie das Bild zeigt, ein Schiff im Hafen von Valencia in Brand gesetzt. Zier abgedrucktes, nun bald 100 Jahre altes Gedicht die Sprengung und Verschüttung zahlreicher Not- Rumänische Metallarbeiter verhaftet. Wie schächte, wobei sich ihnen die Arbeitslosen, die das Bukarester Blatt ,, Universul" berichtet, wurde ihre einzige Verdienstquelle bedroht sahen, ent- im Orte Schela Tinta eine Anzahl Metallarbeiter gegenstellten. Es tam zu heftigen Zusaminenſtö- von der Gendarmerie in Haft genommen, weil sie Ben, in deren Verlauf ein Arbeitsloser durch einen eine Gewerkschaft gründen wollten. Nach dem Sicvolverschuß schwer verletzt wurde. Polizei Bericht derselben Zeitung wurden in Ploest i mußte einschreiten. Auf Seiten der Bergleute wie die Sekretäre und der Präsident der dortigen Meauch der Arbeitslosen gab es eine Anzahl Vers tallarbeiter- Gewerkschaft verhaftet. Die Verhafletzte. tung in Bloesti erfolgte wenige Stunden vor dem Stattfinden einer einberufenen Gewerkschaftsversammlung, die ausfallen mußte. Bei Varese in der Nähe von Mailand stürzte Donnerstag nachmittag ein Wasserflugzeug furs nach Berlaffen des dortigen Flughafens ab. Es find sowohl die Mitglieder der Besatzung als auch fämtliche Passagiere verbrannt, insgesamt vierzehn Personen. Aus Varese wurde sofort die Feuerwehr zu Hilfe gerufen, die sich aber nur noch auf die Eindämmung des Feuers beschränken konnte. Zu retten vermochte sie niemanden. Es verbrannte dabei auch der Präfekt von Varese mit feiner Gattin und zwei Töchtern. Aus Mailand haben sich zwei Generale der Flugeskader und der Direktor des Flugbauwesens zur Untersu chung an die Unglücksstelle begeben. Ein italienisches Flugzeug stürzte während eines Nachtfluges bei Cagliari ab. Ein Mitglied der Besayung tam ums Leben, drei weitere Personen wurden verlegt. Der letzte Weg der Besatzung des OK- BAG Im neuen Strematorium in Prag- Straš nice fand Freitag nachmittags die Einäscherung der am 13. d. M. bei der Katastrophe des Flugzeuges OK- BAG bei Offenburg in Baden auf tragische Weise ums Leben gekommenen Besat zung statt. Poděbrad lädt Runciman ein. Der Stadtrat in Poděbrad hat Lord Runciman zu einem Besuch eingeladen, damit eine eine rein tschechische Umwelt und die Wiege eines Großen der Geschichte ( Georg v. Poděbrad) kennenlerne, der schon im Mittelalter jich um den Weltfrieden bemüht habe. Geleis verlegt. Die Direktion der Staatsbahnen in Brünn meldet, daß beim Verschieben eines Laftzuges in Bohuslavice nad Vlárou Freitag um 6 Uhr auf der Ausfahrtseite gegen Brünn ein beladener Waggon entgleiste und das Geleise verlegte, welches um 7 Uhr 50 Min. wieder frei gemacht wurde. Der Einzug Nr. 133 verspätete sid infolgedessen um eineinhalb Stunden. Die Ursache des Unfalles wird untersucht. Ernst Toller in Spanien. Der deutsche Dich ter Ernst Toller ist nach längerem Aufenthalt in Amerila, den er zu zahlreichen Vorträgen für den spanischen Freiheitsfrieg benußte, nach Spanien zurückgekehrt. Er äußerte sich bei seiner Ankunft, daß er das Land begrüße, das dem Faschismus die erste Schlacht liefert. Die Bewegung für die Der ganze Raum vor dem Krematorium wie spanische Republik, fuhr er fort, in den USA geauch das Krematorium selbst waren von einer vinnt ständig und rasch an Umfang und Tiefe und großen Menschenmenge dicht gefüllt. Die sterbes ist wohl möglich, daß sie die Aufgabe der Neulichen leberreste der unglücklichen Opfer, und tralität und tätige Hilfe für die Voltsarmee zwar des Chefpiloten Karl Bra bene c, des durchsetzt. Wordmechanikers Alois Krahulec und der Stewardeß Marie Strentner ruhten auf drei Katafalken, die mit zahlreichen Kränzen bedeckt waren. Personal der tschechoslowakischen staatlichen Aerolinien sowie der Air de France bildeten die Ehrenwache. Von den Verstorbenen verabschiedeten sich außer den Familienmitglie dern auch Vertreter der Behörden, der Armee und der Fluggesellschaften. Fliegerunglück. Unweit von Neu- Soncz in Steinpolen ereignete sich ein ungewöhnliches Flugzeugunglück. Ein Segelflugzeug geriet bei einem lebungsflug in einen heftigen Sturm, wobei der rechte Flügel abbrach. Dem Piloten gelang es. sich durch Fallschirmabsprung zu retten." Manöverunglück in Belgien. Bei den Manövern der belgischen Armee kam es Freitag in der Nähe von Louveigne zu einem schweren Unglück. Ein militärisches Lastauto überschlug sich. Sieben Soldaten wurden verletzt, drei davon schwer. Lindbergh bewundert Sowjetflieger. Oberst Lindbergh, der das Programm der Fliegerfestlichfeiten in Moskau mit großem Interesse verfolgt bat, ſprach ſeine Bewunderung über die Flugleiſtungen der sowjetrussischen Piloten aus. Na mentlich bewunderte er die Leistungen der militärischen Jagdflugzeuge. Alles war gut, aber das ist hervorragend", rief Lindbergh bei diesem Punkte des Programmes aus. Ein Opfer der Pyrenäen. Zwei Seminaristen unternahmen eine Bergbesteigung in der Umgebung von Lourdes. Sie kamen vom Wege ab und einer von ihnen stürzte in eine 150 Meter tiefe Schlucht. Sein Leichnam wurde bereits aufgeHeinrich Allina verhaftet. Mittwoch wurde funden. in Wien der ehemalige sozialdemokratische Natio- Ein schöner Flugrekord. Ein junger Offinalrat und Präsident der Organisation der öster- zier der britischen Luftwaffe überbot den engreichischen Bankbeamten Heinrich Allina aus un- lischen Dauerflugreford für einsißige Segelflugbekannten Gründen von der Gestapo verh.:ftet. zeuge um 80 Minuten, nachdem er mit dem moBaris tätig. Der Sohn Allinas ist zur Zeit journaliſtiſch in torlosen Flugzeug nur fünf Tage geübt hatte. Er hielt sich 15 Stunden 45 Min. in der Luft. Einer von Vielen Gespräch mit dem reichsdeutschen Deserteur Schulz Das heutige Programm Nr. 195 der deutschen Sendung Brag- Mělnik: 10.15 Für die Frau. Vt. Tilly Schaffasch: Frauen von heute, Bräute von morgen. 10.30-11.00 Schallplatten. 12.10 Duette aus Obc= retten( Ges. Emmy Kreuzer und Ferry Löring). 18.00 Kreuz und quer durch unsere schöne Heimat. 18.30 Beethoven in Schelsien, Hörfolge mit Musit, dann Beethovens Sonate für Klavier F- Moll, oesp. von Franz Osborn. 19.30 Feierabend" von Mul terer. 20.15 Bunte Sdg.( Ges. Mali Trummer und Hans Multerer, Zither Anna Richter, Klavier R. J. Schubert, Dir. R. M. Mandée). 22.30-23.30 Tanzmusit aus dem Hotel Corso, Marienbad. Brünn: 18.00-18.35 Rund um den Erdball". Schallplattenrevue. Hollands Gesandter in Berlin tödlich ver. unglüdt. Wie das Niederländische Außenministe rium mitteilt, ist der niederländische Gesandte in Berlin Van Rappard Freitag im Krankenhaus in Bückeburg( Deutschland) seinen schweren Verlegungen erlegen, die er bei einem Kraftivagenunfall erlitten hatte. Urteile gegen brasilianische Faschisten. Im Prozeß über den im Reime erſtidten Versuch eines Aufstandes der brasilianischen Integras listen im März d. J. verurteilte das Nationale Sicherheitsgericht 29 Angeklagte zu Gefängnisstrafen von drei Monaten bis zweieinhalb Jahren. 25 weitere Angeklagte wurden freigesprochen. Steiermarks Klosterschulen eingestellt. Der Völlische Beobachter" meldet, daß einer Reihe von Klosterschulen in der Steiermark das Deffentlichkeitsrecht entzogen wurde, darunter dem berühmten Stiftsgymnaſium in Admont. Für eine Million Franc Wertpapiere gefunden. Donnerstag bemerkte ein Passant im Bois de Bin cennes bei Paris zwei Männer, die sich bei einem Baum verdächtig zu schaffen machten, worauf fie in einem Auto davonfuhren. Als der Passant au dem Baume fam, bemerkte er in einer Höhlung ein Bün de! Wertpapiere und ein auf den Namen Robert Michel lautendes Militärbuch. Er übergab seinen Fund der Polizei, die feststellte, daß die gefundenen Wertpapiere, sowie das Militärbuch aus einem Dieb stahl stammen, der in der Wohnung eines außerhalb Die gefundenen Wertpapiere haben einen Wert von Paris weilenden Fabrikanten verübt worden war. mehr als einer Million France. Das Wetter. Im Bereiche eines Drucklochs mit dem Kern über der Balkanhalbinsel herrscht Freitag bei uns vorwiegend heiteres Wetter. Die Temperaturen stiegen in den Niederungen erneut auf 25 Grad an und auf den Bergen ist eine starke Erwärmung eingetreten. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen. daß unter der Einwirkung einer Störung über der Nordsee die Bewölkung und die Neigung zu Schauern vom Westen her bereits in den böhmischen Ländern neuerlich zunehmen wird. Wahrscheinliches Wetter Samstag: Im ganzen heiter und troden, Söd ſttemperaturen bis 25 Grad, Minima um 10 Grab, Südwestwind. Später in den westlichen Teilen des Staates neuerliche Wetterverschlechterung möglich. Wetteraussichten für Sonntag: In den böhmis schen Ländern und später auch in der Slowakei wechselnd bis ziemlich bewölft, Neigung zu Schauern, fühler, auffrischender Westwind. Politische Witze Rassenlehre. cin Jude. Hast du gehört! Der Papst verurteilt die Er ist bestimmt auch ein Freimaurer oder ( Canard.) In Berlin sagt man: Wenn man einen Boltsempfänger hat, dann hört man damit ,, Deutschland über alles", wenn man aber einen beffern Apparat besitzt, dann hört man damit alles über Deutschland. Die Trauerfeierlichkeiten wurden mit den eine Ohrfeige zu hauen. Und es blieb nicht bei| Leib und Seele. Nach sechs Monaten winkten die Sempofiitionen Engel der Liebe" und..Näher der Entlassung allein, Schulz wurde überdies ver- heiß ersehnten Gefreitenfnöpfe. Aber an dem mein Gott zu Dir" eröffnet. Sodann nahm ein haftet und ohne Gerichtsverfahren, ohne Verhör, Tag, da er avancieren sollte, tamen seine Altea Geistlicher der tschechoslowakischen Kirche die in das berüchtigte Konzentrationslager Dachau zum Militär. Und von diesem Augenblick an war Trauerzeremonien vor. Es sprachen anschließend gebracht. Dort blieb er genau dreizehn Monate! von Ernennung zum Gefreiten keine Rede mehr. der Settionschef im Ministerium für öffentliche In der Dlouhá in Prag ist ein MassenquarMan stelle sich das vor: ein jugendlicher Ar- Wohl aber wurde ihm angedroht, daß er beim Arbeiten Ing. Syrovátka und für die tschecho- tier. Hier wohnen die aus Deutschland kommen beiter haut einem gleichaltrigen Kollegen in einem geringsten Verstoß gegen die strengen Disziplinslowakischen staatlichen Aerolinien Oberdirektor den Emigranten, hauptsächlich die jüdischen Emi- Streit eine Ohrfeige. Es ist ein ganz gewöhnlicher vorschriften in die Straffompagnie versetzt würde. Ing. František Stočes. Nach den Kundgebungen granten. In jedem Zimmer stehen, acht, zehn oder Wirtshausstreit. Der Streit hat nichts mit Politik Und zugleich wurde er von den Unteroffizie des Vertreters der Air de France und des Kapi- gar noch mehr Betten. Platz zur Erledigung der zu tun. Vielleicht hatten beide ein Glas Bier zu ren in jeder Weise schifaniert. Das ging solange, täns Černý, der im Namen des Fliegerverbandes sonstigen Bedürfnisse ist nicht vorhanden. Gerade viel getrunken. Vielleicht hatte auch wirklich nur bis ihm eines Tages die Geduld riß und er einem sprach, wurde der Pietätsatt mit der Staats- daß die Flüchtlinge während der Nacht ein Dach der Gine, nämlich der siebzehnjährige Schulz die Unteroffizier eine schroffe Antwort gab. Der UnHumne abgeschlossen, während welcher die Särge über den Kopf haben. teroffizier drohte ihm eine Ohrfeige an. Schulz langsam hinter dem Vorhang des Verbrennungs- In diesem Massenquartier habe ich den erklärte, er würde in diesem Fall seinen Gewehrraumes verschwanden. Während den Trauerfeier Reichswehrsoldaten Schulz aus Bunzlau in kolben auf den Schädel des Unteroffiziers schlagen. lichkeiten freiste ein Verkehrsflugzeug über dem Deutsch- Oberschlesien getroffen. Es ist einer von Friedhof. den Vielen, die in den letzten Wochen dem neudeutschen Drill entronnen sind und Zuflucht in der Tschechoslowakei gesucht und gefunden haben. Wahnsinniger bedroht 300 Kinder Die Kinder Ferienkolonie in Geneville ( Frankreich) durchlebte Donnerstag aufregende Augenblicke, als ein mit einem Gewehr bewaffneter Wächter plößlich vom Wahnsinn befallen wurde. Der Wahnsinnige machte in dem Schloßpark, in welchem die Kolonie von 300 Kindern untergebracht ist, die Runde, und bedrohte die Kinder und Lehrer. Herbeigerufene Gendarmerie bemühte sich vergeblich, den Mann unschädlich zu machen. Man rief Verſtärtung herbei, doch hatte der Wächter unterdessen durch einen Schuß in den Schulz ist heute 21 Jahre alt. Er war gern Soldat und es tut ihm eigentlich leid, daß er geflüchtet ist. Aber ihm blieb keine andere Wahl, er hat den Drill, verbunden mit dem ungenügenden Essen, nicht mehr ausgehalten. Zuviel hat man ihn schifaniert. Schuld. Dem andern war nichts geschehen. Troßdem wurde der Eine für länger als ein Jahr ein gesperrt. Und nur deshalb, weil er nicht der NSDAP angehörte. Es würde zu weit führen, zu schildern, wie es Schulz im Konzentrationslager Dachau ergangen ist. Die Berichte hier gleichen alle: schwere Arbeit, ungenügendes Essen, und nachts Schläge. Straffompagnie. Erfolg: Meldung und Verseßung in die land vier Jahre Zwangsarbeit. Straffompagnie bedeutet heute in Deutsch Dazu hatte Schulz keine Lust. Er erbat sich Nach dreizehn Monaten wurde Schulz aus einen Urlaub von zwei Stunden, um seine Privats Dachau entlassen. Er wanderte durch Deutschland, angelegenheiten regeln zu können. Der Urlaub bis nach Hamburg, ließ sich dort anheuern und wurde gewährt. Schulz seßte sich auf den Zug und fuhr als Leichtmatrose zur See. Eineinhalb Jahr. Seine Vorgesetzten waren mit ihm stets zufrieden, fuhr nach Dresden, wo er sich zunächst bei Freun den versteckt hielt. In die ČSN zu gehen hatte er Schulz war stets unpolitisch. Als junger ebenso war er bei seinen Kollegen beliebt. Einmal aber, als sein Schiff gerade wieder deutschen Zeitungen über die furchtbaren Zustände zunächst Angst, die vielen Greuelmeldungen der Bursch von 17 Jahren war er in einer EisengieBerei beschäftigt. Einmal geriet er mit einigen nach Hamburg zurückgekommen war, hielt es der in der Tschechoslowakischen Republik hielten ihn Gleichaltigen, die Mitglied der Hitler- Jugend Needer für richtig, eine patriotische Feier mit schö- davor zurüd. Aber bann, nach bier, the Engen, waren, in Streit. Einer der Hitlerbuben schlug nen Reden auf das Dritte Reich zu veranstalten. lebte an den Straßeneden von Dresden der Sted ihn. Schulz blieb die Antwort nicht schuldig und Schulz, in Erinnerung an seine Zeit als Eisen- brief des Deserteurs Schulz und da hielt es dieser Stopf seinem Leben ein Ende gemacht. gab eine fräftige Ohrfeige zurüd. Eine Prügelei. dreher und im Konzentrationslager, fand nicht den dann doch für richtiger, die Flucht in die CSM, bie wie sie unter jugendlichen Arbeitskollegen nicht richtigen Ton. Er stimmte nicht in das Heil Hitler- Flucht in die Freiheit und Menschlichkeit anzus Drei Opfer des wilden Bergbaues schön, aber auch nicht gerade etwas absonderliches Gebrüll mit ein. Und wurde am nächsten Tag wie- treten. Bei Weipert überschritt er die StaatsIn Klimontow bei Myslowik in Oberschlei. Für Schulz hatte die Ohrfeige zur Folge, daß der verhaftet, um diesmal in Verivahrungshaft grenze. fien verunglückten Donnerstag zwei Jungen und er am nächsten Tag fristlos entlassen wurde. Es überführt zu werden. ein Arbeitsloser tödlich durch Absturz in einen wurde nicht gefragt, wer der Urheber des Streites Nachdem er zunächst wegen verbotenen Dort hielt man ihn solange gefangen, bis er Grenzübertritts abgestraft worden ist, sitt er jetzt stillgelegten Schacht. Diese bedauerlichen Vor- war, es genügte einfach die Tatsache, daß jemand, militärdienstpflichtig wurde. Aus der Verwah- im Massenquartier in der Dlouhá oder in einer fälle lösten bei der Bergarbeiterschaft große Erre- der teiner Nazi- Organisation angehörte, es ge- rungshaft heraus kam er zum Militär. Und wurde Kaserne, wo ihm seine tschechischen Kameraden gung aus. Die Bergleute machten sich sofort an wagt hatte, einem organisierten Hitler- Anhänger t: oßdem ein guter Soldat, denn er war es mit jeden Mittag zu essen geben... ―ed.. b 11 17 t Mr. 195 Zwischen Elend und Glanz Soziale Reportage Samstag. 20. August 1938 Spioninnen an der Barcelona- Front aus der Diamantenindustrie Diamanten! ,, Glanz aus Blut und Tränen" hat sie einmal ein Dichter genannt. Ein furcht bares und doch sehr treffendes Bild. Es ist ein weiter Weg von der lungenfressenden Hölle der Diamantenschleifereien bis in den Galaabend irgendeines Großstadttheaters, von dessen Dias mantenschau dann die Reporter unter Gesells stellten. schaftliches" so amüsant zu berichten pflegen Zwei Häuser von der marmorsteinernen Börse entfernt ist das Café der Millionen, eine kleine verräucherte Kaffeestube, in der die Luft so dick und so echt antwerpnerisch schwer zwischen Boden und Decke liegt, daß man beim Eintreten zuerst überhaupt nichts sehen kann. Die vier interessantesten Fälle des spanischen Bürgerkrieges MTP Perpignan. Vor dem Kriegsgericht der geschah, dachte niemand in Barcelona daran, den fatalanischen Generalidad sind in furzer Folge wertvollen Verbindungsposten" zu verdächtigen. vier Spioninnen abgeurteilt worden, von denen Erst als durch ihre Tätigkeit zwei Franzosen, 30jede zumindest das Format einer Mata Hari be- seph Moins und Jean Bradès, erschossen wurden faß, die jedoch alle vier grundverschiedene, absolut faßte man Mißtrauen, und als sie kurz darauf neuartige„ Type" der weiblichen Spionage dar- nach Barcelona fam, ermöglichte ihre eigene Unbersichtigkeit ihre rasche Ueberführung. Sie wurde sofort standrechtlich erschossen. Barcelona. Mercedes Horta wurde sofort bei ihrer Festnahme ohne Gerichtsurteilstandrechtlich erschossen. Conchita Laus wurde zum Tode verurteilt und in der Festung Montjuich erschossen. Jeanne Georgel erhielt 20 Jahre Zwangs arbeit; ihre französische Staatsangehörigkeit wirkte strafmildernd. In den Tod geschict! Sie haben verschiedene Ziele angestrebt, nach Angebot und Nachfrage regulieren auf jedem verschiedenen Methoden gearbeitet", und die UnMarkt Arbeits- und Verdienstmöglichkeit, aber terschiede in den von den Militärrichtern gegen Ein Schiff bringt 8igaretten wohl in keiner Branche sind Glück und Unglüdie verhängten Strafen haben bewiesen, daß auch Conchita Laus ist an ihrer Leidenschaft für tausender Diamantarbeiterfamilien so sehr vom die verschiedenen Beweggründe, die sie zu ihrer englische Zigaretten zugrunde gegangen. Es war Zufall und von der Spekulation abhängig wi im- Tätigkeit veranlaßten, ein für Bürgerkriegsver- ihr gelungen, die Freundin des Verpflegschefs der Diamantengewerbe. hältnisſe ſehr weitgehendes Maß von Verständnis Generalidad zu werden und so unmittelbar an der Das Herz der Diamantenindustrie ist Antgefunden haben. Quelle wertvollster Nachrichten zu sitzen. Eines werpen. In den engen, menschenwimmelten aber nicht erschossen worden, sondern befindet sich die ihren Freund vergeblich um einige Pädchen Elvira Mirallès ist zum Tode verurteilt. Tages war Barcelona ohne Tabat, und Conchita, Gassen rings um den Bahnhof blüht das Gefäft in strenger Einzelhaft in der Nueva Carcel zu englischer Zigaretten gebeten hatte, erfuhr, daß in einer bizarren Stala von tausend Größenumer schieden. Hier in der Pelikanstraat liegt die Dia am übernächsten Abend ein Lebensmittel- Dampfe: mantenbörse, der Nerv des Handels und der Sit aus Marseille einlaufen würde; er werde sicher der Spekulation. Aber neben der offiziellen Börse auch Zigaretten mitbringen. Die Nachricht war gibt es auch eine sehr lebendige inoffizielle und bald im Besitz der nationalistischen Flottenstation neben den seriösen Geschäftsinstituten mit SchalPalma di Mallorca, ein U- Boot torpedierte den terraum und distinguierten Chefräumen amtieren Dampfer, und Schiffstrümmer, Lebensmittel. in großer Zahl die kleinen., Edelleute", die ihr Leichen und Zigaretten schwammen auf den Vermögen und oft kein leines, buchstäblich in der Wogen. Die dreißig Silberlinge für ihren Ver Westentasche mit sich herumtragen... rat bestanden aus 3000 Peseten Franco- Währung. Conchita gab fie in ein paar Tagen für Toiletten aus und Tenfte so die Aufmerksamkeit der UeberElvira Mirallès, ein ungewöhnlich schönes wachungsbehörden auf ihren neuen Reichtum. Ihr Mädchen aus alter monarchistischer Offiziers- Freund wurde diskret vernommen, man flärte den familie, war furz nach Beginn des Bürgerkrieges Busammenhang ihrer Vorliebe für englische ZigaEnde Juli 1936 in die Dienste des Generals retten, den Kleidern und dem Untergang des Dann schälen sich die vagen Umrisse heftig Franco getreten und von seinem Geheimdienst in Dampfers. Das Todesurteil war die Folge. gestikulierender Menschen aus diesem Inferno der vertraulicher Mission" zuerst nach Valencia, dann Unhygiene. nach Barcelona geschickt worden. Ihre Aufgabe Küsse führenvordas Kriegsgericht Eine bunt zusammengewürfelte Gesellschaft war besonderer Art und ihre für eine Spa- Tragisch ist das Schicksal der blonden franhockt da in engster Tischfühlung. Neben dürftigen nierin ungewöhnliche- moralische Hemmungs- zösischen Tänzerin Jeanne Georgel. Sie tam, Representantinnen des horizontalen Gewerbes losigkeit fam ihr dabei glänzend zustatten. Sie unmittelbar vor Ausbruch des Bürgerkrieges, nad) sieht man nachlässig gekleidete, bärtige Männer, Inüpfte nacheinander mit zehn jungen Offizieren Madrid. Hier wurde sie die Freundin des reichen die mit gleichgültiger Miene in die Westentasche Liebesverhältnisse an und veranlaßte sie dann zu Aristokraten Don Frederico del Castillo Olivarez. greifen und aus schmierigem Papier ein aligern desertieren und über die schlecht bewachten, unzu- Als dieser als Offizier in die Franco- Armee eindes Diamantenhäufchen im Rohstoff auf den Tisch gänglichen Maultierpfade des Jaca- Gebirges zur rüdte, begleitete sie ihn an die Front bei Irun, Iegen und anbieten. Franco- Armee überzulaufen. Gleichzeitig sorgte ließ sich für den Spionagedienst gewinnen, wurde 20.000, 30.000, 50.000 belgische Francs, jie jedoch, ihrer besonderen Aufgabe entsprechend, nach Barcelona geschickt, und leistete faſt 3ivei das sind so die Normalverte dieser winzigen dafür, daß sie dies Ziel nicht erreichten. Die Offi- Jahre hervorragende Dienste, ohne je verdächtigt Warenschau der Welt, an die man dann hettig ziere wurden infolgedessen regelmäßig von Miliz zu werden. Sie begann jedoch ein Liebesverhältnis feilschend, mit der Linse herangeht, um sie auf Patrouillen, die auf geheimnisvolle Weise verſtän mit einem Argentinier, dem sie ihr Geheimnis ihren Wert abzutarieren. digt worden waren, abgefangen und standrechtlich preisgab. Er war aber selbst Geheimagent der Die eigenartige Lagerung des Diamanten erschossen. Der Franco- Armee lag garnichts am Generalidad. Jeanne wurde festgenommen, aber gewerbes unterbindet jede Konzentration. So hat Ueberlaufen republikanischer Offiziere; sie war das Urteil lautete" nur" auf 20 Jahre Zwangsder kleine und mittlere Verarbeiter die Initiative nur daran interessiert, den Offiziersbestand der arbeit, weil das Fehlen egoistischer Motive strafund er ist es, der bei Konjunktur sich die Diaman-| Regierungstruppen möglichst gründlich zu schwämildernd wirkte, denn sie hatte für ihre Stüsse tenarbeiter holt und sie meist ohne eigene Fabrika- chen und gleichzeitig in den Reihen der übrigblei- weder Geld verlangt, noch erhalten. ionsanlagen, in gemieteten Werkstätten beschäf- benden Offiziere eine nervöse Mißtrauensstim- So laufen im und neben dem großen Drama tigt. Dadurch bekommt der Arbeitsmarkt etwas mung hervorzurufen. Wenn ein bereits zur Deſer in Spanien täglich Dußende privater Tragödien zufällig rudhaftes. Nirgends ist die Arbeitsmög tation entschlossener Artillerie- llnterleutnant nicht lichkeit so wenig kontinuierlich wie bei den Dia- im letzten Augenblick wieder anderen Sinnes gemantiers. worden wäre, und seine Vorgesetzten verständigt hätte, würde Elvira Miralles vielleicht nie in Ver dacht geraten sein. Herr über Leben und Tod der Diamantiers wie der Arbeiter ist im wirklichen Sinne des Wortes das Diamantensyndikat in London, the Diamant Corporation". Hier sitzen die millionenpfundschweren Männer, die den Arbeitsmarkt regulieren, die die Ware ausgeben und rationieren und die gegebenenfalls den Markt sperren, um ein Preise und Löhne gefährdendes Neberangebot zu vermeiden. Die blonde kastilterin Mercedes Horta einher. Hellende Kräuter Eine Zeit, die sich aufgeklärt dünfte, hat die alten Bauernlehren verlacht und die moderne Wissenschaft hat alle Großmutterweisheiten über heilende Kräutlein und Tees über Bord geworfen. ar- peute sehen wir, daß wir in dieser Verachtung zu weit gegangen sind. Oft genug greift die moderne Wedizin selbst auf die Ueberlieferung zurüd. Wir brauchen nur an die Kamille zu erinnern, die immer noch einen Ehrenplaß unter den Heilmitteln einnimmt, ebenso wie die Lindenblüte und die Minze. Scite 5 Man zerstampft die Wurzeln der männlichen Pflanzen zu Pulver, das man auftocht, 50 Gramm auf einen Liter Wasser. Eichenrinde 100 Gramm auf einen Liter Wasser dient zur weiblichen Hygiene. Sie Gegen Entzündungen hilft eine Abfochung von wirkt desinfizierend und zusammenziehend. Malvenblättern oder Wurzeln. 30 Gramm auf einen Liter Wasser. Zur Milderung von Erkäl tungen und Susten trinkt man Malventee. Man nimmt aber dann nur 15 Gramm auf einen Liter Wasser. Eschenblätter wirken abführend. Man nimmt 30 Gramm auf einen Liter Wasser und tann noch ein paar Mingblätter des Aromas wegen beifügen. Man trinkt davon ein Glas täglich. Die blonde Kastilierin Mercedes Horta beitete als„ Agent double". Sie war im Auftrage der Franco- Behörden nach Barcelona gefahren und hatte dort erreicht, daß man sie als" VerbinGegen Ende des Tezten Jahres hatten die dungsposten" einstellte. D. h., sie mußte wieder Londoner die Warenausgabe gesperrt. Die Dia- zurückkehren und hatte in ihrer Heimat, die von mantenbänke standen still, die Arbeiter feierten Franco- Truppen besetzt war, nichts weiter zu tun, ohne Feiertagsfreude, der Hunger ging um in den als die ankommenden Geheimagenten der Barce Weniger befannt ist die weiße Taubnessel, engen düsteren Ghettogassen der Antwerpener Alt- Icna- Regierung zu empfangen und ihnen die die zusammenziehend wirkt. Nur die Blüten werstadt. Denn... Durchführung ihrer Aufgaben zu erleichtern. den benutzt, und zwar zehn Gramm auf einen Denn die Amerikaner machten o längst Etwa zwanzig Agenten der Regierung fehrten Liter Wasser. Tee aus gewöhnlichen Brenneseatschwundene prosperity"- keine Gesch..fte nacheinander bei Mercedes Horta ein. Aber sie seln hilft gegen Darmerfrankungen. Man läßt mehr. Amerika aber ist Abnehmer bis zu 70 Pro- fuhren nicht wieder nach Barcelona zurück, son- 250 Gramm davon zwölf Stunden lang im Waszent, wenn die Vörsengewinne ihren normalen dern verschwanden spurlos. Da dies aber immer fer ziehen, filtriert dann und fügt der Flüssigkeit Weg" in die Taſchen der Spekulanten nehmen. erſt einige Tage nach ihrem Besuch bei der schönen ihr doppeltes Gewicht an Zuder bei.- Ein MitAcht Wochen war fürchterliche Ebbe. Mitte Jänner Mercedes und nie in der Nähe ihres Wohnortes tel gegen Eingeweidewürmer ist das Farnkraut.j aber gab man aus London das erlösende Signal: die Syndikat Diktatoren..zeigen" wieder. Reigen" ist der Fachterminus. Und jetzt stehen an een Schleiferbänken die Diamantarbeiter mit verg fDie Bärenjäger teter Lunge, aber mit frohen Mienen, denn sie Einer wahren Begebenheit nacherzählt verdienen wieder! Von Franz Krippner, Wenussen Wieviel verdienen sie? Die Löhne sind durch Gesetz vorgeschrieben, aber sie sind sehr verschieden. Weit, aber weniger rühmlich bekannt wurde weil die Qualifikation recht erhebliche Nuancen die Stadt Tuschtau wegen einer Begebenheit, die aufweist. Von 250 Fres, bis 1000 Fres. marimal sich dort vor fast eineinhalb Jahrhunderten zuir Monat. Hier sind die Feiertage eingerechner, trug, im Jahre 1808. das ständige Berg und Tal der Beschäftigungs Der Schieber Tonl, städtischer NachtwächIrrven. Im übrigen gilt die Fünf- Tagewoche( das ter, hatte soeben die Runde durch alle Gasthäus Vierzigstundensystem). ser beendet. Er hatte nachzuschauen, ob die PoliDie sehr verdienstvoll arbeitende freie Gezeistunde eingehalten wurde. Traf er noch irgend wertschaft hat in Strifenzeiten einen sehr schweren wo Zechende an, so seste er sich einfach zu ihnen, bis sie sich zum Heimgehen entschlossen... Nun aber war sein Rundgang beendet und der Tol wandte sich der Kirche zu, um in irgend einem Winkel sein Nickerchen zu machen. Die Uhr schlug zwei. Tonl war sehr erstaunt darüber, daß es heute bedeutend später geworden war als sonst. Stand. Schach ins Volk Schachaufgabe Nr. 405 Von Franz Tesák, Prag. ( III. Preis im Thema- Länderkampf Frankreich- ČSR.) Schwarz: Kd4, Da8, T18, Lh5, h8, Sd5, Ba6, 15.( 8) 8 7 abcdefgh a b c d f g h 8 Weiß: Kf2, Dd7, Tb3, Lb8, Sd2, g3. Bb2, b4, h3.( 9) Matt in 2 Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an Wenzel Scharoch, Drakowa 32, Post Modlan, einzusenden. Lösungszug zu Nr. 402: Sd4-13! Richtige Lösungen sandten ein: Lohmüller Hans, Robert, Freund! Anton, sämtlich Nestersitz; Tepper Habl Erwin, Kreusche Franz, Holfeld Otto, Schindler Franz, Karlsbad: Dinnebier Emil u. Amler Rudolf, Tetschen: Schöffel Anton, Schöbritz; Beutel Wilhelm, Franz, Hostomitz; Havel Franz, Modlan; Berger Josef, Klein- Augezd; Mildorf Adolf u. Thönert Max, Tischau: dolf, Richter Heinrich, Klötzig Rudolf, sämtlich GroßWeigel Walter, Saubernitz: Strache Karl, Strache RuPriesen. Arnsdorf b. Tetschen: Schöpka Josef, Dux: Hyna Kreismeisterschaft Die zweite Runde, welche am Sonntag, den 14. August ausgetragen wurde, zeitigte folgende Resultate: in Dux spielte Sobrusan gegen Teplitz und es gewannen Erstere trotzdem sie wieder ein Brett unben sich schnell von der in der 1. Runde erlittenen Punkten ab. Komotau spielte ganz ausgezeichnet, bei Wisterschan vermißten wir den früheren Kampfgeist. Es traten an, in Dux ,, Arbeiterheim": Sobrusan Teplitz Brett 1 Marzin 1: 0 Heřmann Brett 2 Pichl 1: 0 Hampl besetzt hatten mit 3: 2 Punkten. Die Komotauer haNiederlage erholt und fertigten Wisterschan mit 5: 1 Brett 3 Webersinke 1: 0 Tausik Brett 4 Böhm 1: Frisch Brett 5 unbesetzt 0: 1 Loos Brett 6 Wiedemann 0: 1 Edel Ergebnis: 3%: 2% für Sobrusan. Kampfrichter war Černý, Dux. In Wiesa..Haynýs Gasthaus". Komotau Brett 1 Křenek Brett 2 Fialka Brett 3 Thiel Wisterschan 1: 0 Schramm 1: 0 Tesař 1: 0 Scharoch 0: 1 Robek 1: 0 Havel Brett 4 Görg Brett 5 Eis Brett 6 Wilhelm 1: 0 Eichler Ergebnis: 5: 1 für Komotan. Kampfrichter war Gen. Sopper, Wiesa. Stand nach der 2. Runde: 1. Sobrusan 2 Siege 7 Punkte 2. Teplitz 1 Sieg 7 Punkte 3. Komotau 4. Wisterschan 1 Sieg 6 Punkte 0 Sieg 3 Punkte gekommen war, hastete er zurück, um Hilfe zu| Nachtwächterwaffe und schob den widerstrebenholen. Fast hätte er den Kramer überrannt... „ Na, was gibt's denn?" „ Ein Bär tommt über die Wiesen herauf!" " Du bist besoffen." stellte der Stramer sachs lich fest. Stannst dich ja überzeugen, ob ich die Wahrheit sag'! Wart bei der Kirche, bis ich zurücktomme!" Und weg war der Tonl. den Tont vor sich her. Und nun tamen sie dem Bären näher und näher, kam der Vär ihnen näher. Des armen Tonl Herz klopfte vor Angst so arg, daß die Hellebarde zitterte und so alle anderen angesteckt wurden. Nun hielt aber der Gusten Gustl den richtigen Augenblick für ge= lommen, dem wilden Tier den Garaus zu machen. Alle standen reglos und harrten dessen, Beim Zollner angelangt, fuhr er mit dem was nun geschehen sollte. Ein scharfer Knall zerSchaft der Hellebarde durch das Fenster, daß die riß die Stille der Nacht. War der Vär getrofScheiben flirrten. So trieb er den Zollner Hans fen? Er stieß ein fürchterliches Gebrumm aus aus dem Bette. Der hörte ungläubig des Tont und kam näher. Der Gusten Gustl feuerte zum Bericht, wollte antworten, fragen aber der zweiten Mal. Noch ein schreckenerregendes Brum: Tonl war schon wieder fort. men, ein letztes Aufbäumen, dann vrach der Vär Bald darauf waren sechs handfeste Männer leblos zusammen und ie Sieger stießen ein bei der Kirche versammelt. Es war ihnen allen lautes triumphierendes Hurra aus und stürmten ein wenig eigen zumute, als sie sich anſchidten, auf den Bären zu... durch die engen Gäßchen auf die Wiesen hinaus Der aber erhob sich wieder... nein, fein vorzurücken. Selbst der Gusten Gusti, der mit Bär erhob sich, ein Mann rappelte sich auf, blieb einer Mustete bewaffnet war, die er im Striege auf schwankenden Füßen stehen und guckte auf gegen den großen Franzosenkaiser erbeutet hatte selbst der Gusten Gustl, der noch nie in seinem Leben Furcht gehabt hatte, mußte fich ein gestehen, daß er augenblicklich etwas Aehnliches Der Gusten Gustt soll den Anführer mas Am 27. Dezember 1937 zum Beispiel waren von 12.404 organisierten Mitgliedern 65 Prozent arbeitslos. In voller Arbeit standen 4749. 3000 Arbeitslose wurden staatlich unterstüßt, 3409 Arbeitslose, die über ein wenig Landwirtsaaft verfügten, gingen leer aus... Plößlich horchte er auf. Ein seltsamer Die Gewerkschaft hat eine eigene Fabrit. Sie vermietet Diamantschleifbänke, sie vermittelt dem dumpfgrollender Ton drang an sein Ohr. Ein Patron", dem Unternehmer mit der Schleifant so schauerlicher Ton, daß dem Tonl Angst und Schreden eistalt über den Rüden liefen. Aber auch zugleich ihre organisierten Arbeiter. ein Nachtwächter ist, wie der Türmer, zun empfand. Aber es gibt auch Arbeiter, die, im vinagsten Maßstabe natürlich, an den Schleifbänken Schauen bestellt. Vom Kirchhügel aus fonnte man für eigene Bwede arbeiten, Ireditiert von den die Gegend leicht übersehen. Zwischen zwei Säuschen, weil er die beste Waffe hat!" rief der Git fleinen Patrons, die in einer gewissen Batrialchas fern hindurch hatte er freien Ausblick auf die ter Seff. , gemächlich ,, Sei still, du Schleder! Ich weiß schon, lität zu den Arbeitern stehen einer fennt den Wiesen. Dada was fam andern und wer heute Diamantarbeiter ist, fann trabend, für ein seltsames braunes Wesen daß du nicht Erster sein willst. Aber führen soll Mauber Tont, weil er Stadtangestellter ist so ist's vielleicht... vielleicht... schon morgen ein ganz heran? Ein Bär! Ein Bär! gellte sein Schreden3- seine Pflicht und verlangt es seine Ehr's" fleiner Patron und übermorgen schon wieder ein schrei durch die Nacht. Den Weg, den er soeben Rasch entschlossen packte er den Schaft der doch. Diamantarbeiter sein. ein unförmiges Ding nieder, das die Bärentöter nun als eine Baßgeige erkannten. Der Spiels mann, der nach einer Tanzunterhaltung in einem Nachbardorfe, die sich ein wenig in die Länge gezogen hatte, etwas unsicher heimgeschlendert war. hatte beim Gehen immer wieder die Saiten der Baßgeige gestreift und so das drohende Brum= men erzeugt. Nach dem zweiten Schuß hatte er sich einfach aus Furcht, vielleicht gar getroffen zu werden, zu Boden geworfen. Die Bärenjäger haben nicht viel von ihrem Abenteuer erzählt, aber befannt geworden ist es Abkürzungen: Dt. Sdg. Deutsche] Sendung Na- Nachrichten- OK Orchesterkonzert- Sch= Schallplatten TM Tanzmusik- UM= Unterhaltungsmusik- Vt Vortrag. Inland Rundfunk der Woche Prag- Mělník an allen Wochentagen: Montag, 22. August 6.00-8.00 Morgensendung. 12.30 Na. 12.45 Sch.- Konz. 14.00 Börse. 19.15 u. 22.15 Na. Prag an allen Wochentagen: 6.00 Morgensendung. 9.45 Sicherheitsdienst. 10.45 Frauenfunk. 11.55 Landw. 13.50 Industrie. 16.00, 19.00 u. 22.00 Na. Sonntag, 21. August Prag- Mělník: 9.30 Sonntagsgedanken. 9.40 Blasmus.( Blaskapelle ,, Harmonie".) 10.00 Der Mann ohne Schatten, Hörf. zum hundertsten Todestage Chamissos v. Dr. Olga Cermak. 11.00 Symph. Konz.( Sch.) 12.05 Pressc. 12.25 Konz.( Ges. Kate Slyn und Herbst. Brünn: 11.05 UM. 13.50 Industrie. Ettrich: Die Gewerkschaftsbewegung in d. Tschechoslowakei; Landw. 18.35 Sch. 19.55 Das Fensterchen, Lustsp. v. Olga Scheinpflug. Minuten. 18.45 Vt. Prof. Guido Glück, Brünn: Theodor Körner in Böhmen. 19.00 Erntekranz, Lieder a. d. Sammlung v. 1794( Ges. Milada Plotz, Klav. Fr. Holeček). 19.30 Fahrt ins Blaue, Hörf. v. Jos. Kühnel. 20.00., Ernte" ( Ges. Gerda Redlich, Klav. Fr. Holeček). 20.45 Der gute Richter, Hörsp. v. Ernst Feigl. 21.20 Gebel- Trio spielt Violine: Rud. Kökert). 22.30-23.00| Cosma). 18.35 Arbeiterfk. Vt. über( Übertr. v. Kammermusik in TrentArbeiterkinder am Schulbeginn. 20.40 schin- Teplitz). 22.00 Missglückte Prag- Melnik: 10.15-11.00 Sch. 12.15 OK( Werke v. Dvořák). Prag: 12.10 Sch. 12.05 OK a. Ka- Vt. ü. interessante Berufe. 20.55 Du- Flucht d. Generals Lafayette, a. d. Vt. Dr. Mikolaschka: Die VerarbeiDenkwürdigkeiten v. Varnhagen v. tung d. Rohstoffe. 18.00 UM( Dir. R. schau. 13.50 Ber. v. d. Donaumesse in delsackpfeiferquartett. Mähr. Ostrau: 12.45 OK. 16.45 Ense. 22.30-23.00 Moderne Musik. M. Mandée). 18.45 Vt. Franziska Plat- Preßbg. 14.10 Sch. 16.15 UM aus zer: Die Gestalt d. heiligen Johanna Ostrau. 16.45 Vt. ü. slowak. Reise. Vorles. R. Deyl: Renée, ein Märchen( Klav. Ernst Latzko u. Gerta Resek) Prag: 12.10 Sch. 12.45 OK a. KaFranziska v. Chautel. 19.00 UM.( Ges. 17.00 UM a. Ostrau. 17.40 Harfenso- ja. d. Ferne v. J. Wechsberg. 17.40 Vt. Werke v. Petyrek u. Béla Bartók. Erna Hütter, Klav. R. I. Schubert.) lo. 18.10 Arbeiterfk. Vt. ü. Anteil d. ü. Brieftauben. 18.00 Schles. Ernte19.30 Schrammelmus. 20.00 OK( Wer- Arbeiters an d. Hebung d. wirt- fest. 18.30 Arbeiterfk. Vt. ü, Körper- schau. 14.10 Sch. 16.15 Blaskonz. a. ke v. Rich. Wagner) Ges. Lore Meyer. schaftl. Lage. 18.20 Blaskonz. 19.25 erziehung d.Arbeiterfrauenu. Mädchen. Trentschin- Teplitz. 16.45 Vortrag ü. Instruktionskurse f. Reserveoffiziere. 21.00 Vt. Der Erntemonat'. 21.15 UM. 19.55 Lustspiel v. O. Scheinpflug 20.40 Vt. ü. abenteuerliche Lektüre. 17.00 Blaskonz. a. Trentschin- Teplitz. Übertr. v. Kammermusikfest Trent-( a. Brünn). 21.15 Werke v. Janáček. Donnerstag, 25. August 18.00 Kulturber. 18.10 Landw. 18.20 22.15 Sch.- Potpourri a. Ostrau. schin- Teplitz( Quartetto di Roma): Prag- Melnik: 10.15 F. d. Frau: Gu- UM. 19.25 Vt. Beispiele der Väter. Quartett as- dur v. Dvořák. 22.00 Armin T. Wegner: Am Kreuzweg der 16.45 Vt. ü. Fasanerie. 17.40 Klavier- tes Benehmen im Wandel d. Jahrhun- 19.55 Die heilige Ludmilla, Oratorium Welten. 22.30 Sch. 22.40-23.00 Dr. stücke v. Th. Schäffer. 18.00 Dt. Sdg. derte, Hörfl. 10.45-11.00 Sch. 12.10 v. Dvořák. 22.15 Sch. 22.30 bis 23.00 trud Brill, Klav. Fr. Holeček). 18.20 Brünn: 16.45 Vt. Warum ist Seine Kreitner: Kulturvorschau für den Arbeitersdg, Sozialinform. Johann Sch. 18.00 Wagner- Lieder( Ges. Ger- Sreichquartett B- dur v. Jos. Suk. Landw. 18.45 Sch. 19.00 Polit. Wo- Hand geschickter? 17.40 Sch. 18.00 Dt. Hans Ritter, Cello: Grete Augustin, Prag: 12.10 Sch. 12.45 Blasmus. a. chenschau. 19.30 Hörf. z. 70. GeburtsSaxophon: Willi Fleischhans, Klav. Sdg. Dr. Karl Kreisler: Theodor Körtage Jos. Gangls v. Fritz Huemer- ner, Heldentod eines deutschen DichR. M. Mandée u. R. I. Schubert.) Brünn. 13.50 Arbeitsmarkt. 14.10 Sch. 14.00 Bauernpredigt. 14.15 Arbeiter- 16.15 Tschaikowski: Konz. f. VioliKreiner. 20.15 Report. aus. einer ters vor 125 Jahren, H. Beck- Utis: Die Mühle u. einer Bäckerei. 20.45 Der sendung: Rudolf Geissler: Demokratie ne u. Orch.( Sch.) 16.45 Vt. 17.00 erste Etappe d. Oder- Donau- Kanals. Mähr. Ostrau: 16.45 Vt. ü. Eisenu. Opferbereitschaft. 18.00 Funkber. ü. Blasmus. 17.40 Sch. 18.10 Arbeitersdg. Dorfbarbier, kom. Oper v. Jos. Weid. Wachsstockfest in Mähr. Neustadt. Vt. ü. Sommerschulen d. Arbeiterdemann, Mus. v. Joh. Schenk. 21.45 bahn- Statistiken. 17.40 Neue Bücher. 18.30 UM.( Augustin- Sextett). 19.15 akademie. 18.20 UM. 19.25 OK aus Kammermus. f. Bläser. 22.30-23.00 18.10 Dt. Sdg. Eva Peter liest aus Tm.( Sch.) ihren Werken, Sch.- Progr. Na. 19.30 Alte Mus. auf alten Instru- Kaschau. 19.55 Min. Ing. Nečas: Die Prag: 12.45 UM. 14.10 Sch. 16.15 menten( Holländ. Kammermusikver- Bedeutung d. Sozialversicherung. einigung Musica antiqua"). 20.00 20.10 OK a. Kaschau. 20.35 Kleine Prag- Melnik: 10.15-11.00 Sch. 12.15 Klass, OK a. Mähr. Ostrau. 16.45 Samstag, 27. August Sportber. 20.15 Bunte Szenen u. Mus. Werke v. Dvořák. 21.00 Liter. Einla- Vt. Viktor Hartberg: Kitsch, der uns Report. v. Marchkanal a. Brünn. 17.15 Prag- Melnik: 10.15 F. d. Frau: Vt. 22.15 Na. 22.30-23.30 TM( Sch.) ge. 21.15 Dvořák: Streichquartett begegnet. 13.50 Arbeitsmarkt. 18.00 Buntes Progr.( OK) a. Ostrau. 18.10 Maria Ertl: Ein wenig Liebe. 10.30 Prag: 6.30 Morgensdg. 7.00 Blas- as- dur( v. Kammermusikfest Trent- Des Bassisten Lied( Ges. Magnus Arbeiterfk. Vt. ü. Arbeiternachwuchs. bis 11.00 Sch. 12.10 Blasmus. 18.00 konz. a. Trentschin- Teplitz. 8.00 Si- schin- Teplitz). 22.15 Sch. Andersen Klav. Fr. Holeček). 18.20 i. d. Grenzgebieten. 18.20 UM. 19.25 Soeben erschienen, die neusten Sch. cherheitsdienst. 8.10 Sch. 9.00 Hinde- Brünn: 12.45 Blaskonz. 13.50 Be- Arbeitersdg. Senator Heinrich Mül- Mil. Konz. 20.10 Jazz. 20.40 Der 18.45 Der Mann, der keine Musik vermith: Sonate Nr. 1, 1937( Orgel). 9.15 lehrende Lektüre. 16.45 Vt. 18.00 Dt. ler: Ein Jahr Atus- Union. 18.40 So- Ratkover Postillon, Hörsp. v. Hron- trug. Hörsp. nach Quentin Reynolds, Arbeiterfk. Vt. i. Facharbeiterman- Sdg. F. Schindler: Heimische Gift- zialinform. 18.45 Neue Bücher. 19.00 ský a. Preßbg. 21.00 Slowak. Lieder- übers. u. dramat. v. Viktor Sordan. gel. 9.30 Sch. 9.40 Industrie. 9.55 Mel. pflanzen, Msgre Fritscher: Arbeiter- Ernte- Lieder( Ges. Katharina Hoff- potpourri v. Tvrdý. 21.55 Streich- 19.30 Feierabend- Hörf. 20.15 UM a. d. Ballett ,, Der faule Hans" v. Nes elsorge. 18.35 Arbeiterfk. 19.55 Vt. mann, Klav. Fr.Holeček). 19.30 Tanz in quartett e- moll Aus meinem Leben"( Klav. Friederike Schwarz u. Fr. Hodbal. 19.25 Rez. a. Werken v. Dr. Ve-. Verrosten einer halben Million alter Zeit, Hörf. m. Mus. 22.20 Symph. v. Smetana( a. Preßbg.). 22.20 Sch. leček). 22.30-23.30 TM a. Hotel Corsely. 11.00 Blaskonz. a. Trentschin- Tonnen Eisen jährlich i. d. Tsche- Konz.( Dir. Fr. Rieger, Klav. Berta 22.35 Zigeunermus. a. Trentschin- so, Marienbad. Teplitz. 12.25 Popul. Progr. 13.50 choslovakei. 22.30-23.00 Sch. Rix). 21.30 Sch. 21.40 Die Ernte, Teplitz. Landw. 14.05 Sch. 15.30 UM. 16.00 Mähr. Ostrau: 10.45 Vt. ü. Säuglin- Schauspiel v. Ludw. Hugin. 22.30 bis Blaskonz. a. Trentschin- Teplitz. 17.00 23.00 TM.( Sch.) ge im Sommer. 11.05 UM. 16.45 Vt. Vt. Vor zwanzig Jahren u. heute. 18.10 Dt. Sdg. Dr. Hadina: Die erste 17.15 Mähr. Volkslieder. 17.35 UM. u. die letzte Liebe Goethes. Lieder18.05 Blasmus. 18.30 UM. 19.20 UM. konz. Friedr. Sobek( Klav. Richard 19.50 Podskaláci", humor. Hörf. 20.50 UM. a. Mähr. Ostrau. 22.25 Sch. Langer). 22.35-23.30 Sch.- Revue. Brünn: 9.00 Gottesdienst d. Böhm. Brüder. 14.05 Dt. Landw. 17.15 Hörf. lyr. Dialoge im Volkston, 17.35 Dt. Sgd. Ing. Golda ü. gesundheitl. Wert d. Leibsübungen. 17.50 Sch. 18.50 Dt. Na. Mähr. Ostrau: 9.00 Lieder v. V. Novák. 9.40 Arbeiterfk. 17.00 Vt. 17.35 Feuilleton. 18.50 Dt. Na. 19.50 Nach der Ernte, Hörbilder a. d. walachischen Bergen. 20.50 UM. Ausland Sonntag, 21. August Deutschlandsender: 10.00 Um 11.30 Sch. 12.00 OK a. Dresden. 14.00-14.30 Kleine Stücke grosser Meister( Sch.) 19.00 Bunte Stunde. 20.10 OK a. Köln ( Ouvertüren). 21.00 OK 22.30 Kammermus. 23.00 Mus. a. Dresden. 1.05 bis 2.00 Neue französ. Mus. a. Stuttg. Berlin: 10.00 UM 11.30 OK d. Wiener Philharm. a. Salzb. 14.00 Sch. 16.00 UM a. Saarbrücken. 18.00 Tänze der Linzer Buam. 19.20 UM 20.10 UM 22.30 UM 1.00-3.00 Mus. a. Hamb. Breslau: 10.00 UM 11.30 Schubertlieder. 14.30 UM 15.30 Hochschule der Heiterkeit, Hörf. 18.00 Trara, die Post ist, da, Hörf. 19.30 Konz. 20.10 Hörf. v. Kleingarten. 22.30 UM 24.00-3.00 Mus. a. Hambg. Leipzig: 9.45 Sch. 11.35 Klaviermus. 12.00 OK. 14.05 Sch. 16.00 UM a. Wien. 18.00 Schöne Stimmen. 18.25 Hörf. ü. Dresdner Zwinger. 20.10 UM 22.30 UM a. Berlin. 24.00-3.00 Mus. a. Hamb. Dienstag, 23. August Prag- Melnik: 10.15 F. d. Frau: Vt. Else Haase: Drei Freunde d. Hausfrau. 10.30-11.00 Sch. 12.10 Sch. 18.00 UM.( Sch.) 18.45 Vt. L. Reichl, Direktor d. AB- Filmgesellschaft ü. d. tschechoslow. Filmschaffen. 19.00 Sch. 19.30 Dt. Volkslieder u. Märsche ( Sch). 20.15 Unser tägl. Brot, kulturhistor. Hörf. 21.00 UM( Ges. Gertrud Brill, Eugenie Vlna u. Rolf Hartmann, kau u. Luxembg. 22.15 Prag- Melnik. 22.50 Bukarest. Berlin: 12.00 OK a. Hambg. 14.15 UM 15.15 Sch. 16.30 Hörf. v. Alexander d. Großen. 17.00 Klaviermus. 18.00 UM. 19.00 UM. 20.10 Sibelius- Tschaikowski Sch. 21.00 TM 22.30 TM a. Köln. 24.00-3.00 Mus. a. Köln. Breslau: 12.00 OK. 14.00 Sch. 16.00 UM 18.20 Lieder Sch. 19.00 Oberlausitzer Mus. 20.10 Der blaue Montag, Hörf. 22.30 TM a Köln. 24.00-3.00 Mus. a. Köln. Leipzig: 12.00 UM 14.00 Sch. 15.20 Altitalienische Violinmus. 16.00 UM a. München. 18.00 Vt. ü. Pompeji. 18.20 TM( Sch.) 18.50 Hörf. a. d. Bayrischen Wald. 20.10 Symph. Konz. 21.30 Brautgespräch vor 800 Jahren, nach Stifters, Witiko". 22.30 TM a. Berlin. 24.00-3.00 Mus. a. Köln. Mähr. Ostrau: 12.00 Landw. 16.15 UM. 17.00 Buntes Progr.( OK.) 18.05 Dt. Sdg. Landw.. Feuilleton ,, Gedankenlos" v. Illona Hermann. 22.15 bis 23.00 Schallplatten- Potpourri. Mittwoch, 24.August Prag: 12.10 Sch. 12.45 OK a. Ostrau. 13.50 Arbeitsmarkt. 14.10 Sch. 16.15 OK a. Kaschau. 16.45 Vt. ü. ostböhm Theater. 17.00 OK a. Kaschau. 17.40 Zd. Fibich: Streichquartett C- dur. 18.10 Vt. ü. geistige Arbeiter u. Fremdenverkehr. 18.20 TM. 19.25 UM. 20.40 Vt. ü. Reporterschicksal. 21.00 Austauschkonzert Prag- Paris( Prager Funkorch., Dir. O. Pařík) Tschechoslow. Tänze. 21.30 Französ. Volks tänze( a. Paris). Dir. M. Bigot. 22.15 Schallplatten. Brünn: 14.20 TM. 17.00 Der Regenbogen, Lieder v. Axmann. 18.00 Dt. Sdg. Lieder v. Rob. Franz u. H. PfitzIner( Sopran: Else Fink, Klav. Tibor UM. 20.10 OK. 21.15 Chopin: Konz. f. Klavier u. Orch. e- moll. 22.30 OK. 24.00-3.00 Mus. d. Wiener Kammerorch. Beromünster: 18.00 Kirchenmus. v. Haydn u. Mozart. 19.00 Volksbräuche. 19.10 Schweizer Lieder. 19.55 Volkst. Mus. 20.25 Der Frieseweg". 21.15 Nordische Mus. 22.05 Brahms- Sonaten. Straßburg: 18.30 Lieder. 19.30 Liederstd. 20.30 UM. 21.15 Klaviermus. 21.40 Lieder u. Duette. Mailand: 17.15 Violinmus. 21.00 Gioconda, Oper v. Ponchielli. Budapest: 13.30 Zigeunermus. 17.30 OK. 20.00 OK. 21.55 TM( Sch.) 23.10 Zigeunermus. ukrain. Volkslieder. 19.00 Ges. 19.30 Moskau- Komintern: 18.00 Russ. u. UM. 21.30 Na. 23.00 Deutsches Progr. Mittwoch, 24.August Brünn: 13.55 Dt. Arbeitsmarkt. 16.45 Report. v. Marchkanal. 18.00 Dt. Sdg. Arbeitersdg. Ferd. Jurda: Die Geschichte d. Sozialvers. Dr. Walter Bock: Gewerbebetrieb u. Anreisser. 19.55 Hörf. ü. Ivančice. Möhr. Ostrau: 16.15 Klass. OK. 17.15 Buntes Progr. d. Funkorchester. 18.00 Vom Ostrauer Motorradrennen. 18.10 Dt. Sdg. Klavierkonz. Marianne Sperl- Kurst. 22.35-23.00 UM. Freitag, 26. August Prag- Melnik: 10.15-11.00 Sch. 12.15 Vt. L. E. Neuburg: Blick i. d. Werkstatt sudetendeutscher Sonderlinge. 18.00 Zeitgeist in Tönen, Hörf.( Ges. Margot Lefèvre, Klav. Fr. Holeček). 18.20 Sportorakel. 18.35 Aktuelle zehn Prag: 12.10 Sch. 12.45 Mil.- Konz. 13.50 Arbeitsmarkt. 14.00 Sch. 14.10 UM a. Brünn. 16.10 UM. 17.40 Landw. 17.50 Industrie. 18.05 Arbeiterfk. 18.20 Blasmus. 19.20 Ber. v. Flugrennen durch die Kleine Entente( a. Brünn). 20.15 UM. 20.45 Vt. Am Abend in Buenos Aires. 21.05 OK a. Ostrau. 22.15 Sch. TM. a. Trentschin- Teplitz. Brünn: 11.05 UM. 13.50 Industrie. 14.00 Landw. 14.10 UM. 17.55 Violinkonz. 18.00 Dt. Sdg. Im. Gasthaus zur zerbrochenen Wurst, Hörsp. v. Hubert Nerad, Zitherquartett. 18.35 Sch. 19.20 Bericht v. Flugrennen durch die Kleine Entente. 19.25 Mánes in der Haná, Hörsp. v. J. Vaca. Mähr. Ostrau: 17.45 UM. 18.20 Arbeiterfk. Aktualitäten. 18.30 Sch. 21.05 Popul. OK. Königsbg. 18.00 Solistenmus. 18.45 Lohengrin, Imecke. 22.40 TM. 24.00-3.00 Mus. a. Oper v. Wagner( a. d. Berl. Staatsoper). 23.00 Konz. 24.00-2.00 Konz. a. Stuttg.( Deutsche Romantik.) Berlin: 12.00 Festkonz. 14.15 UM. 15.15 Sch. 16.30 Hochsommer- Intermezzo. 17.00 Dt. Lieder. 18.00 Tänze u. Lieder d. Nationen. 19.00 UM. 20.10 TM. 22.30 UM a. Stuttg. 24.00-3.00 Mus. a. Danzig. Breslau: 12.00 Festkonz. 14.15 UM a. Berlin. 16.00 UM. 18.20 Cellomus. 19.00 Seemannslieder. 22.30 UM. a. Stuttg. 24.00-3.00 Mus. a. Danzig. Leipzig: 12.00 Festkonz. 14.00 Sch. 16.00 OK. 18.20 Sch. 20.10 UM. 22.30 Goethelieder. 22.50 UM a. Stuttg. 24.00-3.00 Mus. a. Danzig. 16.00 UM. a Breslau. 18.15 Sch. 18.45 Wien: 12.00 Festkonz. 14.10 Sch. Lohengrin, Oper v. Wagner a. Berlin. 22.30 UM a. Stuttg. 24.00-3.00 Mus. a. Danzig. Beromünster: 18.00 UM. 21.00 KonWien: 12.00 Konz. a. München. 14.10 Opern- Sch. 16.00 Konz. a. München. 18.15 Lieder v. Hugo Wolf u. Deutschlandsender: 12.00 Mus. a. Reger. 19.00 Geschichten v. Rosegger. Danzig. 14.00 UM. 15.15 Arien u. Lie- zert. 20.10 Badereise a. Saarbr. 21.00 OK a. der. 16.00 UM. 18.00 Lieder. 19.15 Budapest. 22.30 UM a. Berlin. 24.00- Sch. 20.15 Mus. 21.00 Konz. 23.30 OK. 3.00 Mus. a Köln. 24.00-2.00 UM a. Frankf. Mailand: 17.15 TM. 21.00 Operette. Wien: 9.00 Sch. 11.30 OK d. Wiener Beromünster: 17.00 Neue dt. Musik. Philharm. a. Salzb. 13.00 OK. 14.00 18.00 Lieder. 18.30 Erlebnisse m. AfSch. 15.30 Streichquartett F- dur v. fen. 19.55 Jodler- Mus. 20.30 UM. Nielsen. 16.00 UM 18.00 TM( Sch.) 18.40 Volkslieder. 20.00 Welle 1838-23.15-23.55 TM. 1938, Hörsp. 22.45 UM a. Berlin. 24.00 Budapest: 17.00 Sch. 18.00 Kantate. bis 3.00 Mus. a. Hambg. 19.20 Zigeunermus. 23.10 ZigeunerBeromünster: 18.00 Orgelkonz. 18.30 mus. Kammermus. 19.00 Jugendstd. 19.45. Moskau- Komintern: 17.00 Hörf. ü. Na 20.20 Schubert- Sonaten. 20.50 rote Kavallerie. 17.30 Mus. v. StrawinSchubertlieder. 21.10 Sommernächte, sky u. Mussorgski. 18.00 Sängerchor lit.- mus. Hörfolge. u. Blasmus. 18.30 Polit. Uebersicht. 19.30 Mus. v. Alexandrow. 20.30 TM. 21.30 Na. Budapest: 14.00 Sch. 15.45 OK. 17.00 Zigeunermus. 18.00 OK. 20.10 RadioPhanatsic. 22.20 Irischer Abend. 22.50 TM Sch. Moskau- Komintern: 17.00 Mus. v. Grieg. 1800 Armenische u. grusinische Volkslieder. 18.30 Polit. Uebersicht. 19.00 Hörf. 20.00 Jazz. 21.30 Na. Montag, 22. August Deutschlandsender: 12.00 Mus. a. Leipzig. 14.00 UM. 15.00 Rich. StraußLieder. 16.00 UM a. Wien. 17.10 OK a. Wien. 18.30 Sch. 20.15 Kammermus. 21.00 OK a. Budapest. 22.30 Kammermus. 23.00 OK. 24.00-2.00 OK a, Frankf. Nachrichten in deutscher Sprache ( ausser Sonntags). 5.45 Paris Mondiale. 7.55 Luxemburg. 8.20 Straßbg. 10.05 Brünn. 12.30 Prag- Melnik. 13.55 Brünn. 14.00 Prag u. Preßbg. 18.15 Moskau. 18.45 Brünn, Mähr. Ostrau u. Preẞbg. 19.00 Luxembg. 19.15 Prag- Melnik. 19.45 Beromünster, 20.00 Straßbg. 22,00 MosDienstag, 23. August Berlin: 12.00 OK a. Stuttg. 14.15 UM. 15.15 Sch. 17.00 Kammermus. 18.00 UM. 19.00 Sch.( Weber- Flotow). 20.10 OK( Operettenmus.) 21.00 Konzert. 23.00 UM a. Breslau. 24.00-3.00 Mus. a. München. Breslau: 13.15 UM. 14.00 Sch. 16.00 UM. 18.15 Sch. 19.00 Klaviermus. 20.10 Bergmannsmus. 21.00 Konz. 23.00 UM. 24.00-3.00 Mus. a. München. Leipzig: 13.15 Konz. a. Stuttg. 14.00 Konz. d. Berl. Philharm. 16.00 OK 18.20 Kammermus. 20.10 UM 21.00 OK Konz. 23.00 Mus. a. Wien. 24.00 3.00 Mus. a. München. Wien: 12.00 Konz. a. Stuttg. 14.10 Deutschlandsender: 12.00 Mus. a. Sch. 16.00 OK( Joh. Strauß). 18.20 Stuttg. 14.00 UM. 15.15 Sch. 16.00 UM. Mus, f. Viola u. Klav. 20.10 UM a. 18.00 Klaviermus. 18.30 Schubertlieder. Leipz. 21.00 Konz. 23.00 Mus. a. Wien. 20.15 Richard Wagner- Abend( OK). 24.00-3.00 Mus. a. München 22.30 Kammermus. 23.00 OK. 24.00- Beromünster: 17.00 Slaw. Mus. 18.00 2.00 Wiener klass. Mus. a. Stuttg. Kinderstd. 18.30 Kulturvortrag. 19.55 Berlin: 12.00 OK a. Frankf. 14.15 UM. 20.40 Erzählung. 21.10 Chorkonz. Sch. 16.00 UM a. Königsbg. 18.00 UM. Straßburg: 18.30 Händel- Sonaten. 19.00 Falstaff, Oper v. Verdi( a. Salz- 20.30 Symph. Konz.( Mozart. Beethoburg). 22.30 TM a. Hambg. 24.00- ven). 22.00 Swingmus. 3.00 Mus. a. Wien. Mailand: 17.15 TM 21.00 Mil. Konz. Breslau: 14.15 UM a. Hambg. 16.00 22.10 Chorges., dann. 23.55 TM. UM v. Dtschl.- Sender. 19.00 Blasmus. Budapest: 13.00 Sch. 17.00 Violine 20.00 Der Etappenhase, Komödie v. u. Klav. 18.10 Klarinettenduo. 19.00 Bunje. 21.15 Wagner- Abend v. Dtschl.- OK. 22.15 Ges. m. Klav. 23.10 Jazz. Sender. 22.35 TM a. Hambg 24.00- Moskau- Komintern: 16.45 Ges. u. 3.00 Mus. a Wien. Streichquartett. 18.00 Meister BrugLeipzig: 13.15 OK a. Frankf. 14.00 non, Spiel m. Mus. v. Romain RolSch. 16.00 UM. 18.20 Lieder. 19.00 UM. land. 19.00 Symph. Konz. 21.30 Na. 20.10 Monatsschau. 22.30 Konz. a. 23.00 Deutsches Progr. Dresden. 23.30 TM a. Hambg. 24.003.00 Mus. a Wien. Donnerstag, 25. August Wien: 12.00 Konz. a. Frankf. 14.15 UM. 16,00 UM v. Dtschl.- Sender. 18.30 Deutschlandsender: 12.00 Festkonz. 14.00 UM, 1515 Hausmus, 16,00 UM, | Straßburg: 18.30 Orgelkonz. 19.30 Mus. v. Wagner. 20.30 Abenteuerliches Hörsp. 21.30 OK. Mailand: 17.15 Lieder u. Duette. 21.00 Lustsp. 21.40 Cellokonz., dann bis 23.55 TM. Budapest: 17.30 Jazz. 18.50 Mil. Konz. 19.20 Lohengrin, Oper v. Wagner a. Berlin. Moskau- Komintern: 16.30 Liter. Progr. 17.00 Mus. 18.00 Mus. 19.00 Liter. Progr. 19.30 Konz. 21.30 Na. Freitag, 26. August Beromünster: 17.00 UM. 19.00 bis 22.30 Tannhäuser, Oper v. Wagner a. Salzbg. mälde. 18.30 Klavierkonz. 19.30 UM. Straßburg: 17.45 Vt. ü. elsäss. Ge20.30 Opern- Uebertr. Mailand: 17.15 Klaviermus. 21.00 Schlager. 21.30 Symph. Konz. Budapest: 13.30 Zigeunermus. 17.30 OK. 19.20 Klaviermus. 20.00 Tonbilder m. Mus. u. Ges. 22.00 Jazz, 22.45 Sch. Moskau- Komintern: 16.30 Liter. Progr. 17.00 Mus. 19.00 Konz. 21.30 Na. 23.00 Deutsches Progr. Samstag, 27. August Deutschlandsender: 12.00 Mus. a. Königsbg. 14.00 UM. 15.15 Sch. 16.00 OK m. Solisten. 19.00 Die Geschöpfe d. Prometheus, Ballett v. Beethoven ( a. München). 20.35 Der Friedenstag, Oper v. Rich. Strauss. 24.30-2.00 OK a. Stuttg. Berlin: 12.00 OK a. Wien. 14.15 Sch. 16.00 Funkkabarett a. Saarbr. 18.00 UM. 19.00 UM a. München. 20.10 Die Glocken von Corneville, Operette v. Planquette. 22.30 TM. 2.00-3.00 Blasmus. a. Breslau. Breslau: 12.00 OK a. Wien. 14.00 Sch. 16.00 Funkkabarett a. Saarbr. 18.00 Die goldene Tabaksfeife, lust. Szene a. Aitjapan. 18.30 Caruso a. Sch. 20.10 UM. 22.30 TM a. Berlin. 24.00-3.00 UM. Leipzig: 12.00 OK a. Wien. 14.00 Sch. 16.00 TM( Sch.) 17.00 UM. 18.45 Wiener Volkstanzweisen, 20.10 TM. 22.30 TM a. Berlin. 2.00-3.00 UM a. Breslau. Deutschlandsender: 12.00 Mus. a. Hambg. 14.00 UM. 15.15 Ital. Opern ( Sch.) 16.00 UM. 19.15 Verklungene Stimmen. 20.50 Vogel friß oder stirb. Komödie v. C. v. Arx. 22.30 KammerWien: 12.00 OK a. Wien. 14.10 Sch. mus. 23.00 Mus. v. Paul Graener. 24.00 bis 2.00 Mus. v. Lincke( a Frankf.). 16.00 Funkkabarett a. Saarbr. 19.00 Berlin: 12.00 Konz. a Saarbr. 14.15 UM. a. München. 20.00 Lustige Szenen UM. 15.15 Sch. 17.00 Beethoven: m. Mus. 21.00 Serenade a. Salzbg. 22.30 Streichquartett d- dur. 17.30 Goethe- Mus. a. München. 24.00-3.00 UM a. Hörf. 18.00 UM. 19.00 UM. 20.10 UM. Breslau. 21.00 OK. 22.30 TM a. Leipzig. 24.00 bis 3.00 Mus. a. Königsbg. Beromünster: 17.00 UM. 18.10 Arbeiterdichtung. 18.40 Marschmus. Breslau: 13.15 Konzert a. Saarbr. 19.55 Reportage. 21.05 Bunte Std. 14.00 UM. 16.00 TM. 19.00 UM. 20.10 22.10 TM. Hörf. ü. Land an der Neisse. 20.30 Straßburg: 18.00 Elsäss. Sdg. 18.30 TM a. Leipzig. 24.00-3.00 Mus. a. Lieder. 19.30 UM. 20.30 UM. 21.25 Königsb. Lieder( Schumann Strauß) Sch. 21.40 Moderne franz. Mus. 23.00 TM. Mailand: 17.15 Neue Sch. 21.00 Der Mantel, Schwester Angelica u. Gianni Schichi, Opern v. Puccini. Leipzig: 13.15 Konz. a. Saarbr. 14.00 Sch. 15.20 Kammermus. 16.00 UM a. Danzig. 18.00 Vt. ü. Schulze- Delitzsch. 19.00 Instrumental- Kabarett. 20.10 Hörf. ü. die Familie Theodor Körners. 21.30 Mus. v. C. M. v. Weber ( Sch.) 22.30 TM. 24.00-3.00 Mus. a. Königsbg. Wien: 12.00 Konz. a Saarbr. 14.10 UM. 16.00 Konz. a. Köln. 19.00 Volkslieder, 20.10 Monika, Operette v. HerBudapest: 13.30 Sch. 17.30 Ungar. Lieder. 19.00 Violine u. Klav. 19.50 OK. 21.35 Zigeunermus. 22.00 Jazz. 23.10 TM( Sch.) Moskau- Komintern: 16.30 Liter. Progr. 17.00 Mus. 18.00 Konz. 19.00 Konz, 21.30 Na, Mr. 195 Samstag, 20. August 1938 Ein ,, Anschluß" und eine ,, Nichteinmischung" - vor vierhundertfünfzig Jahren Von Martin Grill Zum Glück waren die Elbogener nicht allein. Es half ihnen der von den Burggrafen bedrückte niedere Landadel und Heinrich von Plauen lam ihnen mit fünfhundert Mann zu Hilfe. Die beiden großen tschechischen Künstler| mogin", und sie bitten um Geld und um mindes Voskovec und Werich, die auch dem deutschen stens zwei bis dreitausend Mann. Bublikum durch ihren Film Die Welt gehört uns!" bekannt wurden, schilderten einmal den Freiheitskampf einer mittelalterlichen Stadt. Die schwere Barbara" nannten sie das an Aben teuern reiche Spiel, und es führte uns weit zurück in eine Zeit, da man noch die Bewohnerschaft der Nachbarstädte bei Nacht und Nebel ohne Ankündigung überfiel, da Abenteurer nach den höchsten staatlichen Würden strebten, da man im Herzen der als Opfer auserforenen Völker Fünfte Kolonnen" organisierte, die den Staat von innen her aushöhlen und seine Widerstandskraft schwächen follten, turz, es führte in einer fernliegende Reit, die sonderbarerweiſe bis aufs J- Tüpfert die unsere sein könnte. Man brauchte bloß die Namen auszuwechseln und den Akteuren schwarze oder braune Hemden anzuziehen und man hätte ein Stüd lebendiger Gegenwart gehabt. Nicht nur auf der Bühne gibt es einen verhinderten Anschluß", eine Stadt in Böhmen fann auf eine Geschichte zurückbliden, die den bei den Künstlern wohl als Vorwurf hätte dienen fönnen, wir meinen die Stadt E 1 bogen an der Eger. Auf einem unzugänglichen Feisen in einer weiten Schleife des Egerflusses gelegen, entwidelte sich die Siedlung frühzeitig zu einem bedeuten den Ort, zum maßgebenden Roll- und Handelsplatz des westlichen Böhmen. Es gab Reiten, da man Elbogen zu den reichsten Städten des Landes zählte und unmittelbar hinter Prag nannte. Dazu kam die sehr günstige strategische Lage auf cinem nur über einen schmalen Landstreifen zugänglichen Felsen, der vom natürlichen Wallgras ben der Eger umgeben war. Stadt und Burg Stein Ellenbogen waren das befestigte Borwert des Landes Böhmen. Das Elbogener Land hat schwer zu leiden, die Anwesen werden geplündert und niebergebrannt, die Stadt wird von allen Seiten belagert und in ihrer Mitte sitzt als Pfahl im Fleische die fünfte Front, die von hagerfüllten Feinden erfüllte Burg. Und dennoch halten sie stand, denn sie erkennen wohl, daß sie nur ein Handelsobjekt und einem machtgierigen Fürsten eine Stufe auf dem Wege zum Erfolg und Ruhm sein sollen; sie haben Etwas vielen Sudetendeutschen unserer Reit voraus: sie wissen, worum es geht und sie tämpfen, als es hart auf hart geht, für das Land Böhmen und gegen den deutschsprechenden Eroberer. Man sieht: die Funktionen der Franco und Henlein sind keine Erfindungen unserer Zeit; nur eines iit betrüblich, nämlich dies, daß die Berständigen und Wissenden, die Standhaften und Treuen heute eine Minderheit innerhalb des Voltsund also brauchen wir uns auf unsere sittliche und ganzen sind, damals aber eine Mehrheit waren, geistige Entwicklung nicht allzuviel einzubilden. Die Herren von Sachſen konnten den fetten Bissen nicht erlangen; die Kämpfe des Jahres 1471 sahen die Bürger als Sieger und frohlockend fonnte der Chronist den Bericht über das üble Unternehmen abschließen: ..... davon die Meißner vor dem Ellebogen nach groszen empfangenen schaden abziehen mussten und den Ellebogen mit schanden laffen." Der Kampf um die Freiheiten und Rechte der Stadt ist mit diesem Treffen allerdings nicht ents schieden. Fünf Jahre später überfällt ein Graf Schlid- ein würdiger Schußherr bei Nacht und Nebel die Stadt, plündert sie und brennt sie zur Hälfte nieder. Und abermals zwanzig Jahre später erstürmen die Elbogener, von Verzweiflung getrieben, die Burg, nach dem sie sich schon vorher mit der Ritterschaft des Kreises und der Stadt Karlsbad au einer feierlichen Eidesgenossenschaft verschworen hatten. Wieder ein paar Tage später überfällt Herzog Georg, einer aus dem Hauſe derer von Sachsen, die ihre Gelüste auf das Elbogner Gebiet nie aufgegeben hatten, zur Nachtacit die Stadt und brennt sie nieder, aber wenige Jahre später schon erringt die Stadt den vollständigen und endgültigen Sieg über die gewalttätigen Grafen von Schlick und ihre mächtigen Sintermänner. Gesiegt haben das Recht, die Wahrheit und der unverdroffene Mut einer kleinen tapferen Schar.und was nach der Erfüllung ihres PhantasieStaates Eidam Voskovec und Werich dem hellhörigen Publikum zurufen, fann man mit ug als Mahnung und als Warnung: und Recht auch an das Ende dieser Historie seßen, ..Borcht auf Ihr Leute und spißt die Ohren. Wir wollen Euch warnen zur rechten Zeit!" Volkswirtschaft und Sozialpolitik Dle Relchenberger Messe Crite 7 Kreditanstalt der Deutschen wg. Gen. 81 Nirberlaffungen Durchführung aller Gelbgefa& ite Berwaltungstapital 1200 Rionen Ke Haftungstapital 120 Millionen Kč Aus aller Welt Der Kriegs- Sanitätsdienst in England London.( UN) Der Gesundheitsminister, auf ben vom Innenministerium die Verpflichtung zur Fürsorge für die Strankenhäuser zur Behandlung der bei Fliegerangriffen Verletzten überging, hat ein Rundschreiben an die Ortsbehörden erlassen, in dem mitgeteilt wird, daß das Ministerium einen Blan ausarbeitet, der im Bedarfsfalle jederzeit in Kraft treten kann. Obwohl der Plan in feinen Details noch den örtlichen Verhältnissen angepaßt wird, besteht der Hauptgrundsay darin, daß jedes Krankenhaus für die Behandlung von bei Fliegerangriffen in der Umgebung Verlegten vorbereitet sein muß. Außerdem muß jedes n cht in dem besonders gefährdeten Gürtel liege.de Krankenhaus darauf vorbereitet sein, nicht nur Verwundete aus der Umgebung, sondern auch Strante aufzunehmen, die aus den gefährdeten ebieten dorthin transportiert werden. Jedes Krans tenhaus hat sich mit der Frage der Sicherstellung einer größtmöglichen Anzahl von Krankenbetten für den Bedarfsfall zu befaffen. fäßlich kein Plaß auf dieser Ausstellung an Interessenten vermietet wird. Die tschechoslowakische Der heutige Freigeist" schreibt: Schon im dreizehnten Jahrhundert wurde Exposition soll ein fünstlerisch und repräsentativ Elbogen freie tönigliche Stadt und erlangte unter Mit dem morgigen Sonntag findet die dies- abgeschlossenes Ganzes bilden. Daher müssen Firs den Luxemburgern weitgehende Freiheiten und jährige Reichenberger Messe ihren Abschluß. Kaum men, die sich an der Ausstellung beteiligen wollen, Der Bulfan Afama in Japan ist Freitag Gerechtsame. Als der Gaufürst von Rettliß auf mit einem andern und befferem Ergebnis abschlies dem Ausstellungsausschuß in Prag einen Entwurf früh wieder in Tätigkeit getreten. Aus dem Kras der Burg dauernden Wohnfiß nahm, erhielt Elbo- Bend als ihre Vorgängerin, war sie doch eine glans der von ihnen beabsichtigten Ausstellung mit ein- ter steigt eine mächtige Rauchsäule bis zu 1500 gen eine Sonderstellung im Bereiche des König- zende Schau heimischen Fleißes und heimischer gehender Beschreibung einschiden. Der Ausstel Leistung. Keineswegs aber waren die Umsätze so lungsausschuß wird sodann die Pläße im Rahmen reiches eingeräumt und hatte eigene landständiMeter hoch empor und aus dem Innern des sche Einrichten, die Bürger der Stadt waren also befriedigend wie allgemein erwartet wurde. Dies der allgemeinen Dispositionen zuteilen und die Verges ist ein donnerähnliches Getöse zu hören. rechtlich weit besser geſtellt als die Inwohner ande- liegt wohl zum Teil an der Zeit, in der die M. ffe Höhe der Plazmiete feſtſeßen. abgehalten wurde. In der möglichen Schußbahn von Granaten lassen sich nicht gut Geschäfte ab schließen. Anderseits aber auch unter den noch nicht viel geänderten Verhältnissen der Weltwirtschaft. rer böhmischer Städte. Später erneuerte und bers mehrte Karl der Vierte die Freiheiten der Stadt und schaffte so die Grundlagen für ihr rasches Aufblühen. Im Jahre 1434 trat jedoch ein für die Stadt Die Vereinigten Staaten lehnen deutsches Angebot ab Washington.( Reuter.) In Beantwortung einer Rede des deutschen Wirtschaftsministers in Streifunruhen auf Suderplantagen. Aus Georgetown( Britisch- Guayana) wird gemeldet, daß die Streifunruhen auf den Zuderfarmen in der Gegen von Port Mourant sich immer weiter ausdehnen. Bei Georgetown haben 300 Arbeiter mit Stöden und Eisenstangen das Lohnbüro einer Zuderfarm gestürmt. Dabei seien ein PoliIn diesem Zusammenhang wird sehr oft auch auf die mangelnde Einsicht der deutschen Indus striefreife verwiesen, die nicht imitande der die aufgebrachten aus Striese zu beruhigen versuchte, niedergeschla gen worden. Die Lage wird immer ernster. tige König Sigismund verpfändete Stadt und Wirtschabie eine raus, auf hin welcher dieser für bessere Handelsbezie zeibeamter sowie ein? Bahnen zu Entwicklung ermöglicht hätten. Initiative hat un und beſſere here Industrie nicht allzuviel entwickelt. Und wenn, dann bestand sie in Ueberrationalisierun gen, lierte, erklärte Staatssekretär Hull, daß die VerGrundlage für die Steigerung des Handels mit einigten Staaten glüdlich wären, wenn sie eine Deutschland auf der Basis eines mehrfeiti gen Handels finden könnten, daß sie jedoch den deutschen Vorschlag eines Handelsvertrages, der auf dem deutschen System der Zweiseitig feit begründet wäre, ablehnen. England schränkt Ausfuhr nach Italien ein " Dorfes Mataro, an der spanisch- französischen Grenze stand am Straßenrand ein mit einer Benzinladung beladenes Auto. Im Vorbeifahren stieß ein anderes Lastauto gegen den stehenden Wagen. worauf es zu einer großen Erplosion tam. Die beiden Wagen standen augenblicklich im Flammen. Einem der Chauffeure gelang es, sich mit schweren Verbrennungen zu retten, während drei weitere Personen verbrannten. Benzinauto explodiert. In der Nähe des Deutsche Polizisten unerwünscht. Auf dem Brighon- Quai in London fand Donnerstag abends den Besuch von 40 deutschen Polizeibeamten statt. eine öffentliche Versammlung als Protest gegen Nach der Versammlung wurde auf dem Rathaus eine Betition überreicht, die gegen den Besuch protestiert und von 1000 Personen unterschrieben Burg für 11.900 Schod Prager Groschen an sei nen Kangler Kaspar S ch lid. Nun begann eine Zeit schwerster Leiden, denn die Grafen Schlick glaubten mit ihrem Pfandbriefe auch das unumschränkte Verfügungsrecht über die Bürger er halten zu haben. Die Elbogener jedoch weigerten Eine der Ursachen ist die Politisierung der sich, dem Burgarafen die Rechte eines Herr Wirtschaft seit dem Einzug der SdP ohne Zweischers zuzuerkennen und verwiesen unentivegt darauf, nur dem Könige selbst untertänig zu sein, fel das berühmte Wort von der Nichtpolitifierung der Graf sei Burgherr und Schuhherr, aber nicht der Wirtschaft das letztere aufgehoben hat. Aber es ist dort nicht mangelnde Einsicht, sondern bemehr, über die Stadt aber verfüge die Bürgerschaft. In unzähligen Petitionen und Vorsprachen, wußte Sandlung. Und wenn sich viele Besucher der Messe über das SdP- Blech der Verkäufer in Prag verteidigten sie zäh und hartnädig ihre Nechte, doch nicht nur mit Worten fochten sie: als und Inhaber der Kojen wundern, wenn MesseRom.( Stefani.) Gironale d'Italia" bes die Schlicke zur Gewalt griffen, um die Stadt angestellte mit dem Hitlergruß grüßen, wenn man der wahren Bedeutung der Maßnahmen der eng ſchlüſſel und die Königsbriefe zu rauben, antwor- Geschäfte duldet, die die Aufschrift ,, Arisches Ges faßt sich in seinem Leitartilel mit einer Prüfung schäft" führen, wenn es zu Auseinandersetzungen teten sie mit Gewalt und schlugen dem Grafen zwischen zwei Füllfederhändlern kommen fann, lischen Regierung, welche den britischen Export die Hälfte seiner Knechte tot. weil der ,, arische" die Besucher auffordert, bei bei nach Italien verlangsamt und bremst. Das Blatt Als Graf Matthias Schlick sich außerstande dem anderen nichts zu laufen, weil er ein Jude weist die Erklärungen Londons zurüd, als ob fah, mit den Elbogener Hartschädeln fertig zu wer- fei( während es in Wirklichkeit ein tschechischer Großbritannien ein Anwachsen der italienischen den, verpfändete er die Burg für 23.000 Gulden Unternehmer war und der Antisemit seine Waren Schuld in den Handelsbeziehungen der beiden ist. Einer der Veranstalter der Versammlung eran die Herzoge von Sachsen und rief sie mit ihren von einer jüdischen Firma bezog)- so braucht Länder nicht wünschen würde. Das Blatt bemerkt, lärte den Berichterstattern, daß die deutschen bewaffneten Haufen zu Hilfe. Es handelte sich nicht angenommen werden, daß die Herren der daß die passive Bilanz Italiens im Handel mit Nationalisten, wohin immer sie sich begeben, von darum, das befestigte Vor: vert aus dem Besiß der deutschen Industrie das nicht wüßten und daß Großbritannien nur daher rührt, weil Italien, Leuten begleitet sein werden, die Proteſtplakate Krone Böhmens zu lösen und an Sachſen anzu- der in wei 3 sie zur Einsicht bringen müßte. indem es dem britischen Wunsche entgegenkommt, tragen. Das werde auch bei dem Fußballspiel der schließen. Erfüllt vom Hasse gegen die Bürger, die feine Einkäufe gewisser Produkte, insbesondere von Fall sein, welches sie gegen eine Polizeimannschaft zugehörigen fleinen Städte und dem niederen Wirtschaft. Das erste, der Versuch die Opfer einer britannien nicht das gleiche tat. Der britische Vier Dinge kennzeichnen die sudetendeutsche Maschinen und Nohle, erhöht hat, während Groß- der Grafschaft Sussex austragen sollen. Landadel, waren die Grafen Schlick willens, die- Fehlrationalisierung dem Staat zur Versorgung Handelsminister hätte, um ein Gleichgewicht der quellen weltberühmt sind und das einer der meist dieses Vorhaben zu unterstüßen. zuzuweisen, das zweite der unerhörte Kampf geDoch die Elbogener erfuhren von dem Plan, gen die freien Gewerkschaften als die Hebel für sicherten sie sich Verstärkung und sperrten den die soziale Besserung der Arbeiter, das dritte die Sachsen die Stadt vor die Nase zu. Auch das ist Erziehung einer neuen ausbeutungsfähigen Arbei. wert, festgehalten zu werden: Die stod tergeneration durch die Arbeitslager und das letzte deutschen Elbogener, die oft biel Be- den Abbau der überdimentsionierten sudetendeuts schwernisse damit hatten, daß man mit ihnen in schen Industrie um einen Teil, in diesem Falle die Prag nur böhmisch redete, wehrten sich politisch schwächeren, einschränken zu können. mit der Waffe in der Hand Politischer Träger dieses Strebens, das nichts dagegen, von den Dewi che n" anderes ist als Katastrophenpolitit, das ist die befreit und von Böhmen 103 Sb. " getrennt zu werden. Sie hatten gar Die große Masse wurde nur dafür gewonnen, teine Freude an diesem ,, Anschluß", sondern teilweil ihr die Lösung der sozialen Frage verib: os ten im Gegenteil immer wieder dem König Wlaschen wurde. Auf diese Weise wird sie nicht ges dislaw mit, daß der Sachsenherzog nach der böh- löst. Damit aber werden ihre Freunde in der mischen Serone und nach böhmischem Land strebe, Voltsgemeinschaft zu Feinden werden. Unscre fie aber des wehren wollten und um Hilfe und Bundesgenossen. Und diese werden mithelfen in Unterstüßung bäten. einer kommenden Zeit jene Formen der Wirtschaft Als sich die Bürger nicht im Guten fügten, au schaffen, die allein den Wohlstand der Allgegriffen die Sachsen an, werden aber gar übel mit meinheit fördern werden. Pfeilen und Büchsenschüssen empfangen. Außerdem sind die Flußufer start befestigt und die Anführer der Sachsen, Bernhard von Schönberg, an der New Yorker Weltausstellung Hermann von Weiszenbach u. a. schreiben an ihren Herrn einen gar sorgenvollen Brief, worin sie ihre Die tschechoslowakische Industrie und naErfolgsaussichten sehr gering einschäßen, denn mentlich die sudetendeutsche Textilindustrie bekuns wir habe heute wenigt Luft an unsern trabantin det für die New Yorker Ausstellung ein außeror gesehin... wir alle finden die sach also, dass wir dentliches Interesse. Zu den vielen Nachfragen shn grosa bescherung an den bergt nicht tommin über die Plazmicte wird mitgeteilt, daß grundDie Industriebeteiligung Sonten zu erzielen, den britischen Importeuren raten können, ihre Einkäufe in Italien zu erhöhen, anstatt Maßnahmen zur Herabsetzung der briti schen Einfuhr nach Italien zu treffen. Das Blatt schließt: Im Hinblick auf diese britische Initiative wird Italien gezwungen sein, die Produkte, die es bisher in Großbritannien taufte, wie z. B. Kohle, andeswärts zu laufen. Man erhält für 100 Reichsmart Markmünzen. 100 rumänische Lei 100 polnische Bloth 100 ungarische Bengö 100 Schweizer Franken 100 franzöfifche Francs 1 englisches Bfund. 1 amerikanischer Dollar 100 italienische Lire.. 100 holländische Gulben. 100 jugoslawische Dinare 100 Belgas 100 dänische Kronen 100 schwedische Kronen · . Kč 523.675.16.85 548.50 578.50 666.78.95 142.25 28.95 149.40 . 1587.64.80 488.633.733.Eine Babe- Ausstellung. In Bichh, dessen Wasserbesuchten internationalen Badeorte Frankreichs ist, ist zur Hochsaison eine höchst amüsante Ausstellung eröffnet worden. Es handelt sich um ,, Das Baden im Laufe der Jahrhunderte". Man sieht auf einer Freste, wie in griechischen Bädern Slaven mit einer Bürste, wie wir sie heute nur noch zur Pflege von Pferden benußen, den Schmutz von den Körpern ihrer Herren abtraßen. Eine Rekonstruktion römischer Bäder beweist, daß man im alten Rom Anlagen gebaut hat, die selbst neben unseren modernsten Stadien grandios wirken. Aber dann kommt das Interessanteste: im Mittelalter gibt es überhaupt keine Badekultur. Fässer erseßen die Badewannen, man gießt Wasser aus wenig gweddienlichen Gefäßen u. f. f. Das ändert sich lange nicht, im Gegenteil, während es im 15. und 16. Jahrhundert in Paris noch etwa 50 Badehäuser gab, blieben unter dem Sonnentönig nut noch drei geöffnet, weil die anderen feine Gäste hatten. Interessant ist ferner auch der ,, bernier cri" aus dem Jahre 1660: es ist ein Badesad, in den der Badende hineinsteigt; das Wasser wird durch die enge Halsöffnung hineingegossen und läuft langsam unten wieder ab. Sehr amüsant sind endlich die Wannen aus der Renaissance; Email wurde nicht an gewandt, und die Marmorivannen wurden von außen mit Seide und Atlas ausgeschlagen, um besonders prächtig zu wirken und hatten ein ebenfalls gepolsiertes Brettchen am Kopfende, worauf man gut ausruhen konnte, Seift f Sozialdemokrat" SamStng, 20. August 1038 Nr ISS Kroger Rettung Von neun auf siebzig Kinos Nicht nur die Einwohnerschaft von Prag wuchs mächtig nach dem Umsturz an, auch die Kino» setzten sich im Sturmschritt siegreich durch. Prag vordem Krieg besäst neun Kino», da» Prag von 1088 I>atschon70. Allein auf dem Wenzelr- platz sind nicht weniger al» elf moderne Lichtspieltheater. Sie erfahren gleichfalls«Inen Zuwachs, wenn die auf diesem Platz noch befindlichen Altbauten den Neubauten gewichen sein werden. Von den 70 Lichtsvieltheatern spielen t ä g l i ch 28. Elf Lichtspieltheater, elf Kaffeehäuser, elf Speisebüfett». -Wölf LänzbarS und Wcindlelen, sechs Hotel»: sie alle befinden sich zurzeit auf dem WenzelSplah und, ivenn man nianchmal einen Streiszua durch diese Vergnügungsstätten macht, hat man die Ueberzeu« gung, e» hätten— besonder» an Regentagen— noch weitere Kino», Cafi», Dielen, Büfett» usw. genug Gäste, Er sehnte sich nach seiner Liebsten. Al» der 8ljährige Josef L e S ä l von der Arbeitsstrafanstalt zu Feldarbeiten in die Anstalt für Schwachsinnige nach Bohnitz beordert wurde, hatte er noch leinen Fluchtplan. Al- er aber die Umgebung sah, den Blick nach Prag gerichtet, überkam ihn die Sehnsucht, die Stätte, wo seine Liebste weilte, doch nochmal» in Freiheit geniesten zu könne». So benützt« er eine Gelegenheit tnährend der Arbeit und verliest unbemerkt den Arbeitsplatz. Jetzt hiest eS: wie weiterkommen? LeSäk dachte nicht lange nach. In einem Geschäft sah er ein Fahrrad. Er holte tt sich unbemerkt, und fuhr los. Er mustte aber seine AnstaltStleidung verdecken und wieder zur Selbsthilfe greifen. Da lag auf einer Fährte«in tvasserdichter Mantel, wie für LeSäk geschaffen. Nachdem er ihn über seine verräterische Kleidung augezogen hatte und nun wie jeder andere Zivilist au»sah, stand er n o ch vor einem Probiem. Wie über die Moldau gelangen? Sieh dal Heut' lacht dem LeSäk wirklich da» Glück! Kinder sah er in einem Kahn und um 60 Heller brachten ihn die kleinen Fährleute an da» Ufer von Dejwitz. Er war am Ziel. Welcher Art seine Gefühle und die de» Mädchen» waren, al» er nach dieser gelungenen Flucht in ihre Wohnung kam, darüber berichtet kein Polizeibericht. Der verzeichnet nur die Tatsache: Josef LeSäk wurde in der Wohnung seiner Geliebten verhaftet. Da» bedeutet für ihn: Abschied für längere Zeit von der Liebsten, von Prag und von der Feldarbeit in Bohnitz, zurück in die verschlossene Zelle einer Strafanstait. Da» Auge de» Gesetze»— hat ihn erkannt. E» ist ein Vorteil für Kriminalbeamte und Polizisten, ein gute» Persoiyngedächtni» zu besitzen. Ein immer wieder Gesuchter wünscht aber nicht» sehnlicher, al»: diese Gesetzeshüter sollten diese Eigenschaft nicht besitzen. Karl Marlan geht durch die Fochovä, auf dem lllücken den Rucksack, den Kopf nach vorn gebückt und bvsft, unerkannt zu bleiben. Er irrt. Er wurde er« kannt und must den Rucksack, statt an einen anderen Ort, in da» Polizeigesängni» tragen. Die Schreibmaschine, die Marlan so sicher verpackt glaubte, stammt au» einem Eiichruch in die Volksschule in Riian. Marlan wollte bei der Verhaftung die Fahrkarte Sträschnitz—Lbermichelnp verschlucken. E» mistlang. Eingeliefert in die Haft unternahm er noch einen Entlastung-Versuch: Umtausch seiner Halbschube mit denen eine» anderen Häftling. Doch Marlan war an diesem Tag vom Pech verfolgt, und so mistlang auch da». Also entdeckte man eben gleich olle- auf einmal. Au» den Halbschuhen. unter der Sohle verwahrt, zog man ein Register der Stellen, an denen Marian verschiedene Dinge aufbewahrt hatte. Nun resignierte der Ueberführte doch und unternahm nicht» mehr. Er ergab sich in da» Mistge- schick, da» ihn für einige Zeit von Spaziergängen durch Prag» Strasten enthob. Ein Aut» brenn«! Ein Tankauto der Vacuum- Oil-Company fuhr durch die Krälovslä in Lieben. Mit einmal geriet der Motor de» Auto» in Brand. Feuerwehr mustte alarmiert werden und löschte— umgeben von einem Krei» neugieriger Menschen— den Brand. Lachbrand. In Holleschowitz. aus dem Kai, befindet sich«ine Kantine und eine Fischverkaufsstelle. Au» nichi bekannter Ursache geriet da» Dach diese» Bau» in Brand. Arbeiter au» der nahen Omnipol- Fabrik löschten den Brand, bevor die Feuerwehr eintraf, doch entstand trotzdem ein Schaden von etwa KC 6000.—. Seltene Hochzeit, Eine Mindenhochzeit kommt nicht alle Tage vor. Auf deiy Standesamt in Zijl» koo wurden Donn«r»tag im Familienkreise der blinde Musiker Fr. Kuiera mit der gleichfalls blinden Eugenie Müller getraut. Prager Stromverbrauch steigt. Im Juli d. I. werden al» Verbrauch au»gew!esen: 26,664.04 KWh, gleich 10.8 Prozent mehr al» im Juli de» I. 1087. Pelzdieistahl. Zwei unbekannte Täter räumten die Auslage de» Pelzhändler MatijovSskh, in der Blaniekä au». Breitschwänze im Werte von 14.080 KC haben sie mitgenommen. Die AuSlageschribe hatten sie eingeschlagen, die den Wert von KC 1800.— repräsentiert. Als Andenken verblieb am Tatort ein Schraubenzieher und ein Ziegelstein. Während der Arbeit ließen die Täter den Motor eine» Auto» laufen. da» ermöglichte ihnen da» Scheibeneinschlagen. Antozusammmftoß. Eck« Klimentska und Sam- eova stiest da» Personenauto de» Direktor Karl Jindra auf da» Motorrad de» Karl Kkepelka. Der Motorradfahrer wurde niedergestosten und fiel unter da» Hinterrad«Ine» Fuhrwerk». Der Verletzte wurde! auf die Klinik Jiräsck gebracht, wo bei ihm ein -Schlüsselbeinbruch, Verletzungen am Bmich und Ouetschungen fcjtgestellt wurden. Nicht vorlaufen! In der HuSstraste in■ Ziikov■ lies die BeamtenSfrau Marie MaStalkobä vor einem fahrenden Auto über die Fahrbahn und einen gerade von der anderen Seite anfahrenoem Auto in den Weg. Di« Frau wurde niedergestosten nnd erlitt eine Gehirnerschütterung. Eine katholische OrdenSmittelschule. Die Schulschwestern de» Hl. Franziskus haben in Prag auf dem Weinberger Platz ein OrdenSrealgpmnastum errichtet, da» zn den modernsten Schulbauten der Republik zählt. Die Schul« hat u. a. ein eigene» Observatorium, da» zum eingehenden Studium der Astronomie benützt werden wird. Der Unterricht an dieser Anstalt wird im kommenden Schuljahr ausgenommen. Ein« ne« AntobuSlinie wird aus der Strecke Zlichov—Hluboiepy—Slivenec geschaffen werden. Sie beginnt bei der Endstation der Straßenbahn» linie 6 und führt über die BarrandovkomtNunikation zu den Filmatelier» und weiter über eine neue Per« bindungsslraste zur Bezirk»straste nach Slivenee. Die Strecke wird 16 Stationen und eine Länge von 6660 Meter haben. Die Autobu»strecke„S" vom Wenzeltplad zum Barrandov wird aufgelgflen. Für die StaatSverteidigung wurden al» Ergebnis der Sammlung unter den städtischen Angestellten und den Lehrern an den Prager Bolt», und Bürgerschulen bisher 124.000 Ki abgeführt. Mehr Wählerinnen al» Wähler. Die Zahl der Wähler beträgt nach dem letzten RekkamationSverfab» ren 688.802(davon 286.429 Männer und 861.968 Frauen. Mindesten» 24 Jahre alte Wähler wurden 608.765, mindesten» 26 Jahre alte 676.598 Wähler gezählt. Der Sonderzug der Aktion„Für die Gesundheit der Arbeitenden" nach Karvathorustland. den die Gesellschaft Narci» gemeinsam mit den Ausflug»- zögen der Staatsbahnen vom 8. bi» 11. September veranstalten wird, hat in der ganzen Republik unerwartete» Interesse hervorgerufen. Im Laufe einer Woche haben sich bereit» fast 200 Teilnehmer au» den verschiedensten Gegenden angemeldet. Informationen über die Fahrt und Anmeldungen im Basar neben dem Wilsonbahnhos, Del. 888-86.•* ,' Die AukflugSzüg« der Staatttahnrn veranstalten vom 27. August bi» 4. September d. I. folgende Fahrten: Auf die Sokolbaude und auf die Koliner Baude 490 AL. nach Johannisbad 420 Ai. nach Kar» paihorustland 490 Ai. Berg« und Städte Nordmähren» 680 AL. und schliesslich kreuz und guer durch die Slowakei im Autocar von Prag au» 860 Ai. Anmeldungen und Informationen im Basar neben dem Wilsonbahnhos. Telephon 888-86. Der Mm Ole Pariserin ist nach längerer Pause wieder ein tschechischer F'lm, dem aber keine besondere Bedeutung beikommt. Seme Handlung— von der Angestellten eine» Modehauie», die sich z>« Reklamezwecken fortgesetzt verkleiden muh, und von dem berühmten Piloten, in den sie sich verliebt hat— ist zu einfältig, um amüsant zu sein. Und der Regisseur S l a v i ns k h hat die Geschichte wieder einmal mit soviel Umständlichkeit und Ueler- deutlichkeit inszeniert, dass der Zuschauer, wenn er diese Art de» humorlos.gedehnten Ulk» nicht liebt, Geduld aufbringen must. Auch über Vera Ferba« s o v ä, die mit ihrer nun schon Routine gewordenen Naivität die neckische Verwandlungskünstlerin spielt, lässt sich nach dem. wa» bei ähnlichen Gelegenheiten schon früher über kie bemerkt wurde, nicht» Neue» sagen.—«iS— O Die Herrin des Dsdiungels - Der Titel de» Film» entspricht zwar seinem Inhalt nicht und man hat ihn in Hollywood noch schöner,„Ihr Dschungel-Geliebter", genannt, aber dem Wesen de» Film» wird jeder Name gerecht, der erotischen Kitsch auf primitiv« Art andeutet. H:er findet also wieder einmal ein in die Südsee Verschlagener sein Flieger, der abstiirzte, ohne Wetter Schaden zu nehmen) eine schöne Eingeborene leme „Wilde", die nach allen Regeln Hollywooder Schönheitspflege zurechtgemacht ist), lehrt ste englisch sprechen und lernt ste lieben, während er zu Hause eine Braut hat, die ihn am Ende retten, kommt, wobei e» dann also eine peinliche Ueberraschung gibt. Auch vorher schon ging e» wild zu, al» nämlich die schöne Eingeborene, von einem grausamen Häuptling hyp-- notisiert, die Opferimg«ine» gefangenen Weihen an die menschenfresserischen Krokodile vornahm und al» dann, kurz bevor ste selbst geopfert werden ,'ovt«, die Erde stch öffnete und die Felsen über den Wstden zusammenstürzten. So mischen stch Liebe»- mtt Schrecken»szen«n. alle in unbeschreiblichen Farben aiiSgeführt, und wenn man die Hauptdarsteller erwähnt kdie gar zu malerische Dorothy Lamour und den gar zu anstchtSkartenäbnlichen Rah Mil» land), darf man gerechkerweise auch einen A°len namens Gaga nicht vergessen, der seine Rolle mit überlegenem Humor spielt.—ei»— Uranla-KIno „Mädchen für Alle», Roberts-Premiere,„Mickey im Riesenland" und Ufawoche. 6.%9. Jikina Sedläkkovck in dem Film »Da» Ideal der Srpttma" Filme in Prager Lichtspielhäusern Urania-Kino:„Mädchen für alle»." Rohert»- Premiere.— Adria:»Der unbekannt Troubadour." A. Faye. A.— Alfa:„Marco Polo." Gary Cooper, A. Apollo:„Vier unruhige Mädchen." H. Moser. K. v. Nagy.— Avion:„Fräulein Mama." lDie Paris«, rin). Bira Ferbasovä. Tsch.— Baikal:„Der schwarze Sahara-Herrscher." Robeson. E.— Beränek:..Der König amüstert sich." Franz,— Feniz:„Da» letzte Zigeunerlager". Russ.— Flora. .Liebes-Parade." I. MacDonatd. M. Chevalier. A. — Hollywood:„Fräulein Mama." Tsch.— Hvezda: „Tarzan» Rache." Glenn Morri», E. Holm. Ä.— Juli»:„Ihr Husar." Magda Schneider. D.- Kinema d. 18. B-: Journale. Groteske. Report.— Koruna: sAkt.-Th.): Journale. Grotesken. Report.— Koloa: „D i e lustige W i t w e." A.— Lurerna: „Spanische Blockade." A.— Metro: „Herrin der Dschungel." A.— Passage:„Spanische Blockade." A.— Praha:„Der chwarze Kosar."— Radio:„Der König amüstert ich." Franz.— Maut:„Der König amüsiertsich." Franz.— Svktozor:„Vier unruhige Mädchen." Moser, K. v. Nagy. D.— Belrtrhy:„Die Entehrte." Pictor Franken. Hayakawa. Fr."— Belvedere: „Die Frau im Geheimdienst." L. Harvey. A.— Besedar„Der Mustergatte." H. Rübmann. D— Earlton:„Wolkenstürme." Wallace Beery.'Clark Gable. A.— Illusion:„Sie sündigen Frauen von Boom." Fr.— Lido II:„Das Geheimnis de» Kapitän»." Fay Wray. A.— Louvre: „Der schwarze Sahara-Herrscher." E.— Maceika: ,Kavalkad e." A.— Olympier„Die Korallen» Prinzessin." I. Petrovii. D.— R»»y:.Li,,der auf Bestellustg." Plachta. Petek. Ls«.— Tatra-Wein- berge:„Prinzessin Inkognito." A.— U Bejpvdü: „TeraSreiter." Jean Parker. A. Okie. A.— Waldek: ..Indisches Mysterium." Elissa Land!. IfcreinMacIkictteo Ortsgruppe Prag. SamStag. den 20. August. Treffpunkt auf dem Schubbau»„Demokrat" im Brdywald Sonntag früh Wanderung nach Karlstein— Cernotice. Führt Pauer.— Benützet jede Gelegenheit, unsere Naturfreundehäuser aufzusuchen. Sie vermitteln Euch einen schönen und billigen Weekend- und Urlaubsaufenthalt.— Unsere Hütten im Brdywald und Schelesen erwarten Euch! Hüttendienst: Brdywald: Korn. Schelesen: Gregor«. Vie erste Dampfmelkerei und Käserei ii Gntzen, Böhmerwifd empfiehlt Ihr« eratklai*. Erzeugnisse Beachten 81» dl« Hohn txmerlce’ s Verlanget überall Volkszünder Charles Cunningham Boykott Von Erich Roseck Boykott— ein Wort, das aus dem täglichen Sprachgebrauch nicht mehr foctzudenken ist, sind doch Boykottbeschlüsse, Boykottaufrufe und Boylottierungen in allen Teilen der Welt heute an der Tagesordnung. Und doch ist e» erst genau sechs Jahrzehnte her, dah das Wort entstandet ist. Der Mann, der durch dieses Wort den Sprachschatz aller Völler bereichert hat, ist in Vergessenheit geraten. Der Mann, nach dem das Wort Boykott in seiner heutigen Bedeutung geprägt wurde, war der englische Kapitän Charles Cunningham Boykott. Er stand in den Diensten des irischen Groh» arundbesitzer» Lord Erne und iibte seine Tätigleit in Lough MaSk in der Grafschaft Mayo auS. Lord Erne hatte, wie zu jener Zeit fast alle seine StandeKgenossen, seine riesigen Güter in kleine Ländereien aufgeteilt, die er einer großen Gruppe kleiner Pächter überlassen hatte. Die Pachtverträge sahen für die kleinen Pächter nur Lasten und Abgaben vor. Die Pachtverträge de» Lord Erne waren in diesem Punkt keine Ausnahme im Vergleich mit jenen Verträgen, die die anderen irischen Grossgrundbesitzer mit ihren Pächtern abgeschlossen hatten. Ueberall war das. gleiche Bild festzustellen: drückende Lasten und völlige Entrechtung, durch das Gesetz legalisiert, auf der einen Seite, und Nur-Rechte auf der andern Seit«. Lord Erne nahm den als besonders energisch bekannten Kapitän Boykott in seine Dienstr. dessen Aufgabe darin bestand, die kleinen Pächter zu überwachen und die Pachtabgaben rücksichtslos einzutreiben. Kapitän Charles Cunningham Boykott führte feine Aufgabe mit aller Energie durch, geradezu grausam und unerbittlich ging er gegen die in Rückstand gekommenen, Pächter vor. Manchen von ihnen trieb er durch sein rigorose» Vorgehen zum Selbstmord. Und da griff endlich, vor nunmehr sechzig Jahren, die Irische Landliga ein. Sie untersagre ihren Mitgliedem jeden Verkehr, jede Berührung »lit dem Engländer Boykott. Dieser Beschluß wurde so streng hurchgefichrt, dah es dem Kapitän nicht mehr möglich war, Waren von seinem Kaufmann zu beziehen, es fand stch in der ganzen Grafschaft kein Schuhmacher, der ihm Schuhe richtete und kein Schneider, der einen Anzug für den Kapitän änzüfertigen bereit war! Und auch die irischen Eisenbahngesellschaften lehnten e» ab, die Waren des Kapitäns Boykott zu befördere. Trotz größtev Arbeitslosigkeit war«S ihm nicht möglich, Landarbeiter für sein eigene» Gut zu bekommen. Energisch wie. er aber war, wollte er seinen Willen durchsetzen. Er wandte stch an di« Regierung in London und diese stellte ihm eine Kompagnie Söldate'n zur Verfügung. Unter dem Schuhe de» Militärs holte stch Kapitän Boykott au» Nordirland• bie notwendigen Erntcarbeiter. Al» sie eintrafen, war die Ernte jedoch bereitverdorben., Der' Kampf.de».hartnäckigen' Kapitän- Charles Cunningham Boykott mit, der nicht mitt- der. hartnäckigen Irischen Landliga dauerte bi» zum Jahre 1881. Die englische Regierung gab 25.000 Pfund her für die. militärische Bewachung. Und dann gab Boykott den Kampf auf. Er hatte sein ganze» Vermögen verloren. Gerade dah er noch da» Geld hatte, um nach Amerika auszuwandern. Man hat nie wieder etwa» von ihm gehört, er ist in Amerika verschollen. Sein Name aber lebt fort, ist ein Begriff geworden. Der Begriff Boykott selbst ist übrigen» viU älter al» dieser erste nachweisbare„Boykott". Im Mittelalter war im deutschen Zunftwesen der Begriff de»„Schelten»" bekannt. Meister, die gegen die Zunftbeschlüsse verstossen hatten, wurdur öffentlich„gescholten". Dadurch wurden sie„unehrlich"^ sie verloren die Privilegien, die die Handwerksmeister damals hatten, durften ihr Gewerbe nicht mehr ausüben, hatten keinen Sitz im Rat, konnte keine Gesellen beschäftigen oder Lehrlinge ausbilden und dergleichen mehr. Da» Gegenstück hierzu bildete da»„Auftreiben",' da» von den Gesellenvereinigungen geübt würde, und sich gegen jene Meister richtete, di-..die Gesellen zu stark au»beuteten. Obwohl e» damals noch keine Zeitung und kein Radio gab, wurden die AuftreibungSbeschlüffe durch die wandernden Handwerksburschen sehr schnell überall bekannt. Die Beschlüsse, wurden streng eingehalten und ein Meister, der„aufgetrieben" war, konnte unmöglich einen neuen Gesellen bekommen.'Die Macht der Gesellenbereine war so stark, daß im Jahre 1781 da»„Auftreiben".den Gesellenvereinen durch Gesetz verboten wurde, Zuwiderhandlungen wurden Aschwer bestraft. Der erste große Boykott— um da» erst später entstandene Wort vorweg zu nehmen■— der internationales Aufsehen erregte, ereignete sich gleichfalls in Irland und ging von England au». England„boykottierte" damals den Export irischer Wollstoffe, um aus politischen Gründen die irischen Tuchhändler zu schädigen. Da» geschah 1690, fast zweihundert bevor durch den englischen Kapitän Charles Cunningham Boyle t dieser Name zn einem Begriff wurde.. Bon England bzw. Irland griff Begriff und Name Boykott sehr bald nach Amerika übec, wo der Boykott al» Kampfmittel der Arbeiterorganisationen gebraucht wurde. Man stützte'sich dabei aber auf die Bibel, indem man den Apostel Paulus zitierte:„Wir hören, das etliche unter Euch wandeln unordentlich und treiben Vorwitz... So aber jemand nicht gehorsam ist un« serm Wort den zeichnet an durch einen Brief und habt nichts mit ihm zu schaffen, auf daß er schamrot werden." Die Boykottbeschliisse wurden ausschließlich gefaßt zur Unterstützung streikender Arbeiter. Diese Maßnahmen erwiesen sich äl» so wirkungsvoll, daß, trotz der Zitierung des Apostel Paulus, jeder Boykott in der amerikanischen Anti-Trust-Gesetzgebung verboten wurde. In der deutschen Arbeiterbewegung wurde erst« mav ein Boykott 1880 in Sachsen gegen die dortigen Gastwirte verhängt. Neun Jahre später folgten die Hamburger Arbeiter mit einem Boykott der dortigen Brauereien. Und 1009 wurde auf dem Parteitag der deutschen Sozialdemokratie ejn großer Brayntweinboykott beschlossen. Dadurch wollte man hie Steuerpolitik her Regierung treffen. Der Boykott erwies sich jedoch al» wir» kungÄo». Be,ua»bedinaunaen:Bet Zultelluna tn»Sau» oder bet Bezua Kur» die Poft monatlich Ii« 17.—. vierteljährig KL 61—, halbjährig Ui 102.—. ganzjährig KL 294.—— Anker»« werd«,.kam Tarif billigst berechnet.— Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken.— Die ZettungSfrankatur wurde von der Poft- u. Telearaphendirektton mit Erlast Nr. 1S.S90.VH/19Stt bewilligt- LKontrvllpvstatnt Praha 26.— Druckerci;^OrbiS". Druck-. Verlag»« u. Zeitungr-A.-G. Praa.