Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Einzelpreis 75 Heller Rebattion u. Berwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Berantwortlicher Redakteur: Rarl Kern, Prag 18. Jahrgang Samstag, 27. August 1938 Lasset euch von der SdP nicht provozieren! Scharfe Warnung an die SdP Rundfunk- Erklärung gegen SdP- Aufruf SdP- Aufruf Britisches Radio für Prag -Die Sudetendeutsche Partel braucht Zwischenfälle Die Erklärung im Sender Melnik Prag. In der gestrigen Abendsendung um 19.15 1hr gab der Prager deutsche Rundfunk folgende Erklärung durch: Durch ein mühsames Sammeln verschie dener Bagatellfachen aus Polizeichroniken und die Aufbauschung dieser Vorfälle durch die a u 8 l ändische Propaganda hat die Sudetendeut sche Partei, deren Mitglieder auch heute bei Lord Runciman erschienen waren, ihre Vorbereitungsarbeiten für die Steigerung des Druds auf den tschechischen Verhandlungspartner eingeleitet. Daß diese Tätigkeit ihren politischen Zwecken sowohl im Inlande als auch im Auslande dienen sollte, hat bie Parteileitung heute flar und eindeutig bewiesen. Sie hat an ihre Anhänger einen Aufruf erlassen, in welchem sie versucht, der Welt einzumachen“. ' Mitteilungen über eine deutsche Demarche, die sudetendeutsche Frage betreffend, in einigen europäischen Hauptstädten; eine englische amtliche Rundfunkerklärung zum tschechoslowakischen Problem; ein die„ Notwehr" freigebender, also zur Gewaltanwendung auffordernder Aufruf der SdP und eine scharfe Regierungserklärung gegen diesen Aufruf, und dies alles knapp vor der mit äußerster Spannung erwarteten Rede Sir Simons diese Ereignisse eines Tages offenbaren die Zuspigung unserer innenpolitischen und der weltpolitischen Situation. Wieder Drohungen Deutschlands England anerkennt Versöhnlichkeit Prags Nr. 201 In der Erklärung des amtlichen britischen. Rundfunkdienstes über die Situation in der Tschechoslowakei wird hervorgehoben, daß es an gesichts des versöhnlichen Geistes der tschechoslo watischen Regierung offensichtlich höchst wichtig ist, daß ein gleich versöhnlicher Geist auch auf Seite der Sudetendeutschen gezeigt werde". Am selben Tag, am Freitag, hat die SdP auf ihre Art zu den Bemühungen, jede Trübung der Atmosphäre zu verhindern, beigetragen, hat sie flar und eindeutig geoffenbart, daß in ihren Reis hen für den Geist der Versöhnlichkeit kein Plaz ist, daß sie unbedingt eine Erschwerung der Sis tuation, eine Vergiftung der Atmosphäre will. Sie hat es getan durch die Veröffentlichung jenes Aufrufes, gegen den in einer scharfen Erklärung das Innenministerium Stellung nimmt, in einer auch reden versuchen, die Sudetendeutschen seien so reden, daß die Anhängerschaft der Sudetendeut- London. Der amtliche britische Radio- lands einige Mächte, bei denen sie beglaubigt durch den tschechoslowakischen Rundfunk verbrei fchen Bartei durch marxistische Terroristen bedroht dienst hat Freitag nach Mittag folgenden Be- sind, von der Auffassung des Reiches verstän- teten Erklärung, die die Bevölkerung vor der Be sei, die sich durch Anwendung von Gewaltmitteln richt ausgegeben: digt, daß Deutschland den Frieden wünsche und folgung dieses Aufrufes, der zur„ Notwehr" auffordert, eindringlich warnt. als politischer Faktor zu behaupten suchten. Diese In der Presse wird den Nachrichten aus daß cs das Verlangen habe, die sudetendeutsche funftvolle, aber leicht durchschaubare Prag große Bedeutung beigemessen, denen zu- Frage möge in Ruhe gelöst werden. Sollten ten. Aber es werden ihn längst alle deutschen Die Verbreitung dieses Aufrufes ist verboKonstruktion dient der Parteileitung zum folge die tschechoslowakische Regierung eine aber die Verhandlungen, die ohnehin lange dan Staatsbürger kennen, er wurde bereits Freitag Vorwand, von ihren bisher geltenden Weifungen an die Anhängerschaft abzurüden und auf neue Grundlage für die Annäherung in der ern, scheitern, dann müßte Deutschland sich ve- mittag durch den Leipziger Sender in die Weit die weitere Unmöglichkeit hinzuweisen, die Ver- judetendeutschen Frage erwägt. An informierten streben, zur Lösung dieser Frage beizutragen. geschrien. Und wo immer in der Welt ein politisch antwortung für Freiheit und Bermögen dieser An- Stellen wird dies als etwas angesehen, was be- Bezeichnend ist, das wohl der deutsche Gesandte urteilsfähiger Mensch den Wortlaut dieses Aufhänger zu tragen. Die Leitung der Subeten- weist, daß die Regierung in ihrem Bemühen in Moskau die Sowjetregierung von dieser rufes gehört hat, wird er sich vor Staunen kaum deutschen Partei stellt es feit heute den Anhän- um die Auffindung einer Lösung tatsäch Auffassung Deutschlands in Kenntnis geser au fassen vermögen. Wie, das ist möglich? Führer gern frei hier zitieren wir wörtlich den Auf- lich von verföhnlichem Geifte hat, nicht aber der deutsche Gesandte in Paris bern ihre Anhänger durch den ausländischen Rundeiner Partei, Mitglieder des Parlamentes, fortuf- in allen Fällen, in denen fie angegriffen durch brungen ist. In London ist nicht die Regierung Frankreichs. Die Mitteilung an funt auf, in allen Fällen, in denen sie angegrif werden, von dem Recht der Notwehr Gebrauch zu bekannt, welches diese neuen Vorschläge sind, die Sowjetregierung, mit der sonst Deutschland fen werden, von dem Rechte der Notwehr Gebrauch Diefe Worte zeigen deutlich, daß die zwei es wird jedoch hervorgehoben, daß es offensicht sich hütet, in nähere Beziehungen zu kommen, au machen? Sie fordern also ihre Anhänger zu Unterzeichner des Aufrufes, Herr Dr. Fritz Köll- lich höchst wichtig sei, daß ein gleich ver- wird damit erklärt, daß Deutschland fich im offenem Stampf auf, und dieselben Politifler tun ner und Herr Karl Frank, fich eine Rolle anmaken, föhnlicher Geiſt auch auf Seite der japanisch- ruffischen Konflikt neutral verhalten es, die der Welt freilich vergebens einzufür die fie, keine Legitimation befizen. Das Sudetendeutschen gezeigt werde Innenministerium der Tschechoslowakischen Repu- und daß in diesem Stadium alle beteiligten habe und daß es von Rußland auch ein demeat furchtbar unterdrückt, daß sie einen Existenzlampf blik, beren Organe alle Ursachen und Urheber der Faktoren ihre Bemühungen auf das Ziel rich sprechendes Verhalten in den europäischen Fra- im wahrsten Sinne des Wortes führen müssen? sogenannten Zwischenfälle genau kennen, konfta- ten, jedweder Aktion auszuweichen, die auf eine gen erwarte. Wo in aller Welt, in welchem zweiten Staate tiert mit voller Autorität, daß der Aufruf einer Trübung der Atmosphäre gerichtet ist. Dieses Vorgehen Deutschlands reiht sich in der Welt, ist eine solche Handlung verantwort ieden ernsten Grundlage entbehrt. Sollte der Eine ähnlich lautende amtliche Rundfunkmet die deutsche Außenpolitik der letzten Wochen ein. licher politischer Führer möglich, wo auch nur Aufruf von jemandem zum Anlaß der Gefährdung, die Freitag abends im Londoner Sender ver- die darin besteht, die Tschechoslowakei in der denkbar? Welches Ausmaß von Freiheit, welche dung der öffentlichen Ruhe und Sicherheit miß- lesen wurde, schließt mit den Worten: Presse ununterbrochen anzugreifen, sic womög- schier unbegrenzte politische Bewegungsfreiheit braucht werden, so wird jeder, der im Geiste diefes Aufrufes handelt, an dem strengen und ener- Bestreben eines Teiles der reichsdeutschen durch Drohungen die Sudetendeutsche Partei In London empfindet man das offenbare lich bei allen Mächten zu diskreditieren und muß dieser Staat einer ihm in schroffster Feindgischen Vorgehen des staatlichen Sicherheitsdieneines Teiles der reichsdeutschen durch Drohungen die Sudetendeutsche Partei schaft gegenüberstehenden Partei gewähren, wenn Parteiführer einen solchen Aufruf zu erlassen stes scheitern. Das Innenministerium Presse, kleine Ereignisse zu Presseangriffen bei ihren Verhandlungen über die Lösung des wagen! macht die Bürger diefes Staates gegen die Tschechen und gegen den guten Willen nationalen Problems zu unterstützen. Diese Po- Aber es handelt sich nicht um den Eindruck aufmerksam, daß auch die Berbrei der Prager Regierung auszunügen, als einen litik der Drohungen dürfte aber vei den West- auf das Ausland. Das gesamte Ausland, soweit tung diefes Aufrufes eine gefet- bedauerlichen Umstand. mächten nicht die von Deutschland erwartete es sich ein objektives Bild der tschechoslowakischen widrige Handlung darstellt. Die Aufnahme finden, denn weder die Westmächte Verhältnisse schaffen will und es ist der entOrdnung und Ruhe in der Republit Demarchen noch die Tschechoslowakei werden sich durch diese scheidende Teil des Auslandes-, hat längst die werden durch die verantwortlichen Drohungen einschüchtern lassen. Die Antwort deutsche nazistische Rundfunk- und Preßpropa Organe des staatlichen Sicherheitsdienstes aufrechterhalten und auf die deutsche Demarche wird England heute ganda richtig einschäßen gelernt. Wollten Nazidurch keine illegale Notwehr. durch den Mund Sir John Simons geben. funk und Nazipropaganda durch ihre Hekkampagne wider die Tschechoslowakei gegen unseren Staat wirken, so haben sie sich bei der Wahl der Mittel und der Methoden gründlich vergriffen, sie fei in mehr als der Hälfte der Grenzen umgibt und haben gegen den Nationalsozialismus, ge das eben iebt teilweise für die Manöver mobilisiert gen seine machtpolitischen Bestrebungen, sie haist. Der„ Daily Expreß" bringt gleich, nach der Nach bei für die Tschechoslowakei gewirkt! Daß just richt über die forderung der britischen Regierung am Tage vor der Rede Sir Simons, just am nach Einstellung der deutschen Pressekampagne gegen Tage, da der amtliche britische Rundfunk die die Tschechoslowakei folgende Meldung aus Berlin in besonderem Rahmen: Die deutsche Presse ist auf- Hoffnung aussprach, auch auf Seite der Sd gebracht gegen die britische Bresse, weil sie die nazi- werde sich der Geist der Versöhnlichkeit zeigen, ftischen Blätter der antitschechischen Kampagne bes daß just an diesem Tage ein solcher Kampfschuldigt, feßt aber heute die Angriffe gegen die aufruf veröffentlicht wurde und durch den Tschechoslowakei neuerlich fort. reichsdeutschen Rundfunk!, das wird die Meinung über die Sdp, die man sich in England ge= bildet hat, nur noch bekräftigen. Dieser Aufruf der SdP ist auch bestimmt, innenpolitisch zu wir fen, und zwar in zweifacher Beziehung. der deutschen Gesandten Prag. Wie erst jest bekannt wird, haben vor etwa fünf Tagen die Gesandten DeutschIn Erwartung der Rede Simons London. Die aeſamte Aufmerkſamkeit iſt auf die Die Londoner Blätter bezeichneten Freitax die Rede gerichtet, die Schabkanzler Sir John Simon in Lage in Prag fait durditvegs als hoffnungsboller. Die Lanart halten wird. Die Voraussage des Inhaltes Times" fanen: In der Entscheidung der tschechoslomacht den Blättern keine Schwierigkeiten, da sich die watischen Regierung vielen strategische Rüdfichten Rede wahrscheinlich mit der Wichtigkeit einer defini- eine große Rolle. Bei den Verhandlungen mit den tiven britischen Politik in der Frage Mitteleuropa Sudetendeutschen kann sich die tschechoslowakische Rebefassen wird. Dem..Daily Herald" zufolge wird der gierung des Gefühles nicht erwehren. daß sie es mit Schabfanzler erklären, daß an der Festigung des dem Dritten Reich zu tun hat, das die Tschechoslowa Friedens in Mitteleurova und der Unabhängigkeit der Tschechoslowakei die britische Politik hauptsächlich interessiert sei. Wenn ein Krieg ausbrechen werde, werde Großbritannien nicht abseits stehen können. Die Blätter sind aber der Ansicht, daß die Rede des Schabfanzlers feine Drohung enthalten wird. Auch der Daily Erpres" teilt mit, daß der Schabkanaler Regierungsumbildung in Belgrad Pra g. Wie die„ Pr. Pr." aus Bled er- der jugoslawischen Armee, General Milutin Nenachdrücklich verlangen werde, daß die deutsche Preise- fährt, hat der dort weilende Ministerpräsident die, das Handelsministerium übernimmt der Abkampagne gegen die Tschechoslowakei eingestellt und Stojadinović eine Kabinettsumbildung vorge- geordnete Ingenieur Nikola Kabalin und das Midaß alles vermieden werde, was die Spannung in der Zeit erhöhen würde, da Lord Runciman das schwie- nommen. Der Minister für Krieg und Marine mationen Afton Gwatting ist das Prager Problem rige Problem zu lösen bestrebt ist. Nach den Infor- Ljubomir Marič, der Minister für Handel und alvar sehr schwierig, eine Einigung aber nicht unmög lich. Die Aussichten find ein wenig beiser als zur Beit, da Lord Runciman seine Mission übernahm. es wird aber anerkannt, daß noch sehr viel Reit und Mühe notwendig sind, wenn die Verhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluß gelangen sollen. nifterium für phyfische Ertüchtigung der bisherige Industrie Dr. Milan Vrbanić und der Minister Bürgermeister von Split Dr. Mirko Bujić. Der für physische Ertüchtigung Dr. Vjekoslav Miletić neue Kriegsminister General Nedić war, bevor Dr. Die a haben ihre Demission gegeben, angenommen er zum Chef des Generalstabes und zum Kriegswurde. An ihre Stelle treten im Ministerium für minifter vorrückte, jugoslawischer Militärattaché Krieg und Marine der bisherige Generalstabschef in Rom und Armeckommandant in Stoplic. Er soll den Druck auf den Verhandlungspartner, auf die Regierung und die Koalitionsparteien, aber auch auf die Mission Lord Runcimans verstärken. Er soll aber auch noch in viel verhängnisvollerer Art wirken: er wiII.3 wijchenfälle" schaffen 1 Die Sd braucht „ Zwischenfälle". Sie braucht sie für ihre Anhänger, deren Kampflust nach Betätigung verlangt, aber sie braucht sie nicht nur für die„ kampfluſtidie der Meinung sind, man solle doch schon ends gen" Anhänger, sondern nicht minder für jene, lich versuchen, mit den Tschechen zu einem Ab 3 r 3 n.bt 1, rt ci ic ch er = en Tic en en och C= en ic nd ig, ht Mr. 201 Seite 2 kommen zu gelangen, der Spannungszustand, der das sudetendeutsche Wirtschaftsleben ruiniert, sei nicht länger zu ertragen. Ihnen, diesen gemäßig ten Gefolgsleuten, soll durch solche Zwischen fälle" klar gemacht werden, daß eine Verſtändigung angesichts fortdauernder Gewalttaten gegen die Sdp- Leute nicht möglich ist. Und das alles ist noch die mildeste, die harmloseste Deutung, die man dem Aufruf der SdP geben kanner will, wahrscheinlich noch ganz anderes, will noch viel mehr! Denn wenn es„ Zwischenfälle" gibt, bei denen die armen verfolgten, die von der marristiSamstag, 27. August 1938 in Zwischenfälle" nicht geschehen zu lassen. Freilich: schaftlichen Schädigungen ausgesetzt sind General Miaja: wer raufen will, findet einen Anlaß dazu. Wer den nächsten Tagen ein Höchstmaß von Selbst- Almaden kriegen sie nicht! einen Zwischenfall" braucht, weiß ihn zu er beherrschung, von Geduld, von Zurückhaltung Mabrid.( Ag. Esp.) Bon einer Besichtigung zeugen. Wer intervenieren" pill, wird nicht aufbringen. Aber je entschlossener sie dazu sind, lange um einen Anlaß verlegen sein. Das weiß umso notwendiger ist es, daß die staatlichen der Estremadurafront kommend, ist General die Welt, und in diesem Wissen ist sie durch den Sicherheitsorgane sie, die sich selber nicht schüßen Miaja hier eingetroffen und von der Bevölke Aufruf der SdP bestärkt worden. Die demokrn- können, wirklich schützt! Es ist wohl selbstverständ- rung stürmisch begrüßt worden. Der Oberbefehlstischen judetendeutschen Staatsbürger werden lich, daß der demokratische Sudetendeutsche vom haber erklärte: und was wäre selbstverständlicher, da sie doch Staate erwartet, daß er diese Treue durch den überall in der Minderheit und täglich neuen wirt- Schutz des Lebens lohnt! ſchen„ Splitterpartei" drangfalierten deute Dr. Hodža kündigt neue Verhandlungsbasis an London. Der ,, Daily Telegraph" bringt eine Unterredung seiner Prager Korrespondentin Baula Le Cler mit dem Ministerpräsidenten Dr. Hodža. Lord Runciman und Gemahlin nahmen ge= stern abends an einem Muſitabend teil, der von Frau Havránková in ihrer Villa, Hadovka" veranstaltet wurde, wo sie übernachteten, früh kehrten sie ins Hotel ,, Alcron" zurück. „ in Notwehr" Gewalt anwenden müssen, dann ist doch vor der Welt„ bewiesen", daß die Staatsautorität zu schwach oder nicht willens ist, die große judetennazistische Mehrheit vor der kleinen marristischen Minderheit zu schüßen, dann ist in jedem Augenblick, den man für günstig hält, der D. Hodéa sprach seine Hoffnung aus, daß " Anlaß" zur Intervention da, dann muß ein eine nene dritte Grundlage für die Verhandlun Heute um 11 Uhr vormittags empfingen geschritten" werden zur„ Wiederherstellung der gen, und zwar rasch gefunden werden würde. Wir Lord Runciman und die Mitglieder seiner Mission Ordnung". Der Aufruf der SdP, von dem nicht treten in eine Periode von Ereignissen ein, sagte den Abgeordneten Dr. Alfred Roſche, Mitglied erst gesagt zu werden braucht, daß er auf das er, wo die Entscheidung nicht aufgeschoben werden der politischen Delegation der Sudetendeutschen schverste gegen etliche Gesetze verstößt, müßte- lann. Ich hoffe, daß es mir in einigen Tagen Partei, ferner den Abgeordneten Hubert S. wenn etliche Anhänger der SdP verblendet genug möglich fein wird, genau zu sagen, welche präzi Birke, den Vorsißenden der Fachgruppe für Sozial wären, ihm Folge zu leisten die verhängnis fen Formen die weiteren Bemühungen um die vollsten Folgen haben. Er ist Aufruf zur Aniven- Erreichung eines Kompromiffes annehmen wer- politik bei der Sudetendeutschen Partei, den Abgeordneten Hans Schüß, den Vorsitzenden der dung von Gewalt gegen den politischen Gegner! ben. deutschen christlichen Gewerkschaften, Josef Er will Deutsche gegen andersgesinnte Deutsche, Dr. Hodža sprach seine Hoffnung aus, daß Bude, den Vorsitzenden der deutschen ArbeitergeDeutsche gegen Tschechen in Auseinanderſebunen bezügliche Frage, ist ein nebelhafter Begriff. wertschaft und Fr. Möldner, Verwaltungsrat des mit den Mitteln der Gewalt treiben. Würde die Dieses Problem kann man von zwei Gesichts-DHV.( Deutscher Handels- und Induſtrieangeser Aufruf befolgt, so stünde bald das Land in puntten ſehen: vom Gesichtspunkt des In- stellten- Verband), um mit ihnen über die Lage Flammen. halts und vom Gesichtspunkt der Form. der deutschen männlichen und weiblichen AngeWir sind davon überzeugt, daß die Organe Was den Inhalt anbetrifft, so war die Ne- stellten in staatlichen und privaten Diensten zu des Staates nun vielfach wachsam sein werden gierung in der Lage, der Partei Henleins verhandeln. Die Beratungen werden später fortund daß sie wirklich jedem Versuch, durch Zwi- Selbstverwaltungsvorschläge zu machen, die sich gesetzt werden. schenfälle" die öffentliche Ruhe zu gefährden, nicht allzu sehr von deren eigenen Ansprüchen mit äußerster Energie entgegentreten werden. auf die Macht und auf Erweiterung der Macht De Lacroix bel Dr. Hodža Hunderttausende Staatsbürger im sudetendeut unterscheiden. In dieser Phase sind wir einem schen Siedlungsgebiet Tschechen, Sozialdemo- Einvernehmen nahe. Demgegenüber ist der Vor- Brag. Der Vorsisende der Regierung traten, Kommunisten, Juden haben gegenüber schlag der Partei Henleins bezüglich der Form for Milan Hodža empfing Freitag nachmittags der nationalsozialistischen Notwehr“ leinen an- weder mit den tatsächlichen Bedingungen des den französischen Gesandten in Prag de Lacroix. deren Schuß als den staatlichen! Denn zum öffentlichen Lebens in der Republik noch mit der Selbstschutz dürfen sie gerade jetzt, gerade ange- unteilbaren Einheit und Integrität des Parlajichts des Aufrufes der SdP nicht greifen! Gie ments als der Vertretungskörperschaft unferes dürfen gerade jetzt nicht den Vorwand liefern, Staates zu vereinbaren. Troß dieser scheinbaren für nationalsozialistische Kampfaltionen". Obs| Unversöhnlichkeit, fuhr Dr. Hodža fort, fönnen wohl wir sehr gut wissen, wie schwer es den wir, was die Regierung anlangt, sagen: Es bedemokratischen Deutschen werden muß, die täglich steht die Möglichkeit einer Regelung gerade darjich steigernden SdP- Provokationen ruhig hinzu- um, weil es die Form ist, über die auf einer nehmen, fordern wir doch die Arbeiter zu größter neuen Grundlage verhandelt werden soll. Besonnenheit, zu äußerster Zurüdhaltung auf! Sitzung des Sechser- Ausschuss Wir wiederholen, was an' ieser Stelle vor einigen Wochen den Arbeitern gesagt wurde: Laßt euch nicht provozieren! Lieber höhnische Worte und Schimpfereien und auch den Vorwurf der eigheit ertragen, als sich in irgendwelche Auseinan Verhandlungen mit den Hafenarbeitern ,, An der Estramadurafront find alle Mak nahmen getroffen, um die lokalen Erfolge des Feindes zu begrenzen. Wo ihnen das überhaupt möglich war, hatten sie es dem Umstand zu ver danken, daß ihnen nur schwache republikanische Besatzungen gegenüberstanden. In militärischer Hinsicht haben die von den Rebellen eroberten Gebiete feinerlei Bedeutung. Die Absicht des Feindes war in der Hauptsache, die Republikaner dort zu schwächen, wo sich wichtige militärische Ereignisse abspielen, aber der Heldenmut der republikanischen Truppen hat diese Absicht zunichte gemacht. Die Estramadurafront ist uner schütterlich und die Rebellen werden auch weiter sich ihre Köpfe an ihr zerbrechen. Die Einnahme der Quecksilbergruben von Almadén, an deren Eroberung Franco und seinen Verbündeten soviel liegt, wird für sie ein unerfüllbarer Traum bleiben. Sie werden von den kampfbegeiſterten republikanischen Truppen verteidigt, die den Stoß des Feindes bereits aufgehalten haben." General Miaja berichtete dann eine Episode, die sich soeben in der Zone von El Carneril ereignet hat, wo mehrere Abteilungen Rebellensoldaten unter dem Ruf„ Es lebe die Republik!" geſchloſſen zu uns übergegangen find. Miaja ſagte zum Schluß: Die republikanischen Soldaten können heute mit als die besten der Welt angesehen werden." 16 Tote nach einem Bombenanschlag Jaffa.( Havas.) Freitag in den frühen Mor Dot- genstunden wurde im Bazarviertel von Jaffa ein in seinen Wirkungen fürchterliches Attentat verübt. Unter die Massen der Käufer und Verkäufer wurde eine Bombe geschleudert, durch deren Explosion 16 Araber getötet und 30 Araber verwun det wurden. Das Attentat hat in der ganzen Stadt große Erregung hervorgerufen. Vor der Anglo- Palästina- Bant rottete sich eine große Menschenmenge zusammen, welche das Gebäude der Anglo- Palästina- Bant in Brand zu stecken versuchte. Britische Truppen waren rechtzeitig zur Stelle, so daß nur die Frontseite des Bankgebäudes ausbrannte. Auf einen Direktor der Englischen Bant wurde ein Anschlag verübt. Paris. Arbeitsminister Pomaret betraute den Sekretär der Volkswirtschaft, den Deputierten Alerander Parodi, mit der Sonderaufgabe des Studiums der Durchführung der Sozialgeseze, in erster Reihe des Gesetzes über die 40stündige Arbeitswoche. Der Minister für öffentliche Arbeiten Kanada Rüstungsbasis für England Brag Freitag vormittags fand im Abgeord de Monzie empfing Freitag die Delegierten der netenhause eine Sigung des sechsgliedrigen Par- Hafenarbeiter. Samstag vorm. sollte nach einem Ottawa.( Havas.) Die britische Mission, die lamentsausschusses statt, welcher beiwohnten: Kommuniqué des Ministers eine Entscheidung in mit der Organisierung eines Zentrums für den Der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses Jan dem Konflitt getroffen werden. In Marseille Bau von Militärflugzeugen in Kanada betraut 1 Es geht Malypetr, der Vorsigende des Senates der Na- arbeiteten die Arbeiter normal, haben aber teine ist, hat bereits alle Konstrukteure an zwei Orten geordneten Dr. L. Rašin, Dr. A. Meißner, Dr. Eine Delegation des Marseiller Arbeiter- Shndi- britszentren errichten. Es handelt sich um den Dufet, Dr. Slapta, Dr. J. Patejdl, Ostrý, Cha-| fats hat dem Präfetten befannt gegeben, daß sich ersten Fall, daß die kanadische Industrie auf eine luva und Msar. Dr. B. Staset. Abgeordneter Dr. das Syndikat mit den Hafenarbeitern solidarisch solche Weise für Arbeiten zur Verteidigung des Meißner gab eine Uebersicht der Verhandlungen erklären werde, wenn diese gezwungen sein wer- britischen Imperiums herangezogen wird. des sechsgliedrigen Ausschusses mit den Mitglieden, zu besonderen Maßnahmen zu greifen. Japan bestreitet die Anwendung dern des Stabes Lord Runcimans. Der Vorsitzende der Regierung. Dr. Hodža, der gleichfalls ben die drei Bergarbeiter Synditate in den De Einem Bericht der Humanité" zufolge ha von Giftgasen an der Sigung teilnahm, erstattete ein Ervoiépartements Nord, Aisne und Pas- de- Calais beüber die Nationalitätenfragen und beantwortere schlossen, in den Generalstreit zu treten, wenn die einige vorgelegte Fragen. derjezungen mit uten auferei tionalversammlung Dr. Fr. Soukup und die Ab Nachtarbeit und keine Ueberzeitarbeit gemacht, versammelt, die dort nunmehr zwei große Faja nicht nur darum, zu verhindern, und nicht darum, der leinen Vorwand für Wehllagen und Antlagen zu liefern. Es acht um mehr! Es geht darum, den frieden im Lande zu erhalten soweit es auf die foaia listischen Arbeiter ankommt. wird er erhalten ' bleiben. Und es geht darum, der SdP den Worwand zu nehmen, durch Unruben im Lande sei eine Atmosphäre entstanden, die ein Weitervers bandeln mit der Regierung unmöglich mache. Und schließlich handelt es sich darum, dem Natios nalsozialismus nicht den gewünschten Anlaß zu einer Intervention finden zu lassen. So weit es an den sozialistischen Arbeitern liegt, wird gewiß alles getan werden, was zu tun möglich ist, um die von der SdP gewünschten 4 DIE SPIONIN VON W. STERNFELD Die Bestellung der Vertrauensleute für die einzelnen Abschnitte hatte Hermine persönlich übernommen. Daß eine solche Tätigkeit für eine Belgierin nicht leicht war, weiß jeder, der zu jener Zeit in den Jahren 1915-16 in Belgien gewesen ist. Reisen war in diesen Kriegsjahren eine schwierige und mit ungemein vielen Unannehmlichkeiten verknüpfte, meist sogar uns mögliche Sache. Man war froh, wenn man nicht genötigt war, seinen Wohnsis zu verlassen und in Das Bulletin der Mission Runciman Brag. Das Sekretariat der Mission Lord Runciman hat Freitag um 17.30 Uhr folgenden Bericht ausgegeben: reit fanden. Buweilen holte sich Hermine auch eine glatte Ablehnung und mußte froh sein, nicht sofort den deutschen Behörden übergeben zu wers den. Doch sie zählte auf den Patriotismus ihrer Landsleute und ihre Verschwiegenheit und hatte sich bei dieser Rechnung nicht getäuscht. Grubenbesitzer die Lohnforderungen der Bergarbeiter nicht bis 15. September erfüllen. Diese drei Syndikate vereinigen etwa zwei Drittel der gesamten Bergarbeiterschaft in Frankreich. Die nordfranzösischen Gruben beschäftigen insgesamt etiva 250.000 Bergarbeiter. die Mitglieder ließen sich so wenig wie möglich außerhalb ihrer Behausung sehen. Einige Wochen nach der Verhaftung Rocks Hermine war gerade nach Hause gekommen trat, ohne angeklopft zu haben, ein ihr unbetannter Mann in ihr Zimmer. ministeriums erklärte Pressevertretern, die in Totio. Der Sprecher des japanischen KriegsChina kämpfenden japanischen Truppen hätten niemals Giftgase verivendet. A; erdings hätten Japaner im Notfalle zur Verdeckung ihrer Bewegungen fünstlichen Nebelschleier verwendet. Dagegen erklärte der Sprecher, daß gerade chinesische Abteilungen es seien, welche nicht nur Giftgaic, sondern auch Cholera- Bazillen anwenden. den Kriminalbeamten zu folgen, die sie für verhaftet erklärten. Sie wurde in das deutsche Untersuchungsgefängnis abgeführt. seinen vier Wänden bleiben fonnte. Ziel und jedes Mitglied der Organisation täglich 18.50 Fr. ohne sich vor und wand Hermine, glieder zu verständigen, wäre tollkühne Vers Swed der Fahrt mußten der deutschen Behörde jedes Mal genau angegeben werden und wurden vor Genehmigung der Reise scharf geprüft. Bei Antritt der Fahrt erfolgte eine genaue Kontrolle des Ausweises und der Person selbst, und sogar während der Reise war man mehrfachen Kontrollen und einer Leibesvisitation ausgesetzt. Was sollte sie jetzt tun? Sie hatte keine Ahnung, was der Grund ihrer Verhaftung war und welche Beweise man gegen sie in Händere Sie arbeitete mit unerhörtem Glück und Er- Es dämmerte bereits, und draußen goß es hatte. Sie empfand nur, daß sie selbst, die andern folg, was um so höher zu werten ist, als sie den in Strömen. Der Fremde, schwarzhaarig und mit Mitglieder, die Organisation und das Land in Vertrauensleuten so gut wie kein Entgelt für scharfem, forschenden Blick, hatte den Mantel- sehr großer Gefahr waren. Wenn sie doch nur ihre gefährliche Tätigkeit bieten konnte. Die Mit- fragen hochgeschlagen und den Hut tief in die Lampert verständigen könnte, damit er alle andeglieder der Organisation erhielten von der Ben- Stirn gezogen. Ohne daß der Mann auf sie einen ren warne! Sie dachte an ihren Vater, der ebens trale in Vlissingen über Brüssel täglich 3.50 Frs unheimlichen Eindruck gemacht hätte, hatte sie falls in Diensten der Spionagezentrale stand. und die Barauslagen für gemachte Reisen. Ge- doch sofort das Gefühl, daß dieser Besuch nichts Wenn sie nur wüßte, wer außer ihr noch vers nau soviel erhielt auch Hermine selbst. Beträge, Gutes für sie bedeute. Einen Augenblick betrach- haftet war! Den Stunden quälender banger die von Lampert ausbezahlt wurden. Ernest hin- tete der Fremde musternd seine Umgebung, streifte Fragen folgten solche, in denen sie sich klar über gegen, der ungefährdet in Vlissingen saß, betam die wenigen Möbel und an der Wand hängenden ihr Verhalten wurde. Unternehmen konnte sie von von seinen englischen Auftraggebern für sich und Bilder mit kurzem Blick und wandte sich dann, hier aus nichts. sich dann, hier aus nichts. Jeder Versuch, einzelne Mitmit zu vergütet. Da mindestens fünfaig, wahrscheinlich ob sie Mademoiselle sei. Sie bejahte und fragte messenheit gewesen, wäre einem Verrat gleichaber wesentlich mehr Menschen in Diensten der ihn nach seinem Namen und den Bwed seines Be- gekommen. Also konzentrierte sie ihr Denten darSache standen, so bedeutete für ihn die Sache ein ſuches. Hermine erwiderte ihm, daß da wohl ein auf, wie sie sich in dieser Lage am richtigsten vers gutes Geschäft, während alle die, die von ihm so Irrtum vorliegen müsse, denn ein Herr Ernest sei halte, damit sie niemanden gefährde. Sie wurde schlecht bezahlt wurden, mit ihrem Tun ihren ihr unbekannt. Der Unbekannte ließ sich indes sich schlüssig, alles und jedes zu leugnen, was Kopf ristierten. dadurch keineswegs irre machen und zeigte einen man ihr auch vorwerfe, so lange sie nicht überBrief vor, dessen Inhalt er zwar nicht sehen ließ, führt sei. Sie hoffte, schon bei der ersten VerAm leichtesten hatten es in dieser Hinsicht der aber deutlich die Unterschrift Ernests trug. nehmung herauszubekommen, wer neben ihr ins die Arbeiter, die von ihren Wohnpläßen zu ihren Dennoch ließ sich Hermine nicht von ihrer Bala Garn gegangen war und worauf sich ihre VerArbeitsstätten fuhren. So fuhr denn auch her tung abbringen, erklärte nochmals, daß sie keinen haftung ftüße. mine, meist als Arbeiterin, verkleidet, zu ihren Herrn Ernest kenne und bat den Fremden, ihr Werbe- und Inspektionsfahrten. Am Arm hatte Die Nachricht von der Verhaftung des No- Bimmer nunmehr zu verlassen, dem jeßt nichts sie häufig einen Korb mit Klöppeleiarbeiten, da tars verbreitete sich in den eingeweihten Kreisen anderes übrig blieb, als sich zu entfernen. ihr Paß auf Spitzenarbeiterin" lautete und sie schnell. Es hieß zwar, daß die Festnahme nur Kaum, daß er verschivunden war, nahm jich Handarbeiten in dem Geschäft, in welchem fie ivegen eines unbedeutenden Vorfalles erfolgt sei. Sermine den regentriefenden Hut und Mantel angestellt war, leicht beschaffen konnte. Im aus- aber dieser Mitteilung wollte niemand Glauben und schickte sich an, sofort trotz dem Wetter und gehöhlten Absatz trug fie Ausweis und Dokus schenken, und die deutschen Behörden hüteten na der späten Stunde alle ihr erreichbaren Mit mente. Sie verhandelte mit Rechtsanwälten und sehr wohl, etwas von dem in ihre Hände gefal- glieder der Organisation aufzusuchen und sie von Ingenieuren, mit Magistratsbeamten und Kauf- lenen Dossier verlauten zu lassen. Doch die bloße dem Vorfall in Kenntnis zu setzen. Sie eilte die Teuten, mit Handwerkern und Angestellten, mit Tatsache der Verhaftung genügte, um die Leitung Treppe hinunter und der Haustür zu, als sich Straßenhändlern und Bahnarbeitern. Manchmal der Organisation mißtrauisch zu machen. Sie ihr eine fremde Gestalt in den Weg stellte, und bedurfte es mehrerer Unterredungen, ehe sich die arbeitete awar intensiv weiter, war aber noch vor- fie gewahrte, daß andere ähnliche auch an der zu einem Dienste Auserschenen zu dem gefähr sichtiger als bisher. Sie wechselte noch häufiger Haus- und Softür Posten gefaßt hatten. Sie war lichen Bosten, den man ihnen zugedacht hatte, beal die Treffpuntte, vermied jede auffällige Reise und gefangen und es blieb ihr nichts übrig, als willig Monate hindurch ging alles gut. Der Dienst funktionierte ausgezeichnet. Jedes Glied der Kette erwies sich als zuverlässig und hätte gewiß weiter so gearbeitet, wenn nicht dem Mitglied Noels das Mißgeschick mit dem„ Att" augestoßen wäre. Die Behandlung durch die deutschen Bes hörden war höflich und ohne Härte, ihre Vernehmung durch den Untersuchungsrichter aber für Hermine eine große Enttäuschung. Mit keinem Wort verriet er, wer außer ihr noch festgenommen worden sei. Nach einigen Tagen wurde sie in das Untersuchungsgefängnis nach Mons übergeführt, wo die Behandlung weit schlechter und die Vernehmungen viel schärfer und genauer waren. Bald hatte sie herausgefunden, daß ihr Vater und auch Lampert noch in Freiheit waren. ( Fortschung folgt.) bi ta al bo al do 1989 TERSE g r 23 fo a h h b Б i 6 17 G 11 L Mr. 201 ung eral Ife 13aßdes upt Ders sche her cten des laEtä mut 34= er iter me Sra wiel ei Des ral Sen vo em Ins B: nit Ors zin fer g= en er Be de cn ΠΙΣ i. ie en t en ne En en DEFES je c, je e It 11 11 C Samstag, 27. August 1938 Sudetendeutscher Zeitspiegel Die Hopfenernte In Gefahr? Gemeinde bei, der Scholz aus leicht erklärlichen die sich vor der Wahl zu einer deutschen WahlGründen besonders gut" gesinnt ist. Durch die Nazizeitungen geht ein Notschrei. gemeinschaft zusammengeschlossen hatten, das SitDie Spachendorfer Gendarmerie zeigte also zungslokal. Infolge des Auszuges der Bürger„ Die Hopfenernte ist in Gefahr!" Dann liest feine besondere Eile, die Messerstecher festzuneh- lichen konnten diese Tagesordnungspunkte nicht man folgenden Aufruf des BdD: men. Das mußte das Freudenthaler Fahndungs- erledigt werden. In der fortgesetzten Sigung „ Die große Abwanderung von Arbeitsträffommando besorgen. Die Anzeige aber, daß Scholz lehnte die Stadtvertretung einstimmig die Beru ten ins Ausland bringt es mit sich, daß die an unrechtmäßig einen Revolver befike, fchien Herrn fung der Arnold und Genoffen gegen den Begeforderten Hopfenpflüder- Partien nur zum Teil Oberwachtmeister Kratochvil so dringlich, daß er beim Hopfenbauern eintreffen. sich nicht erst einen richterlichen Befehl zur HausDer Bedarf an Arbeitskräften ist ungeheuer durchsuchung verschaffte, sondern sich mit erstaun groß. Die Witterung bringt es mit sich, daß die lichem Eifer und einer Präzision sondergleichen Gefahr des Rotwerdens des Hopfens und daher ans Werk machte, während Scholz noch im Spital seiner Entwertung von Tag zu Tag steigt. Es lag. Es wurden sogar die Patienten im Spital gilt wertvolles Volfsvermögen zu retten." verhört, ob Scholz ihnen nicht erzählt habe, daß Der Aufruf wendet sich dann schließlich an er einen Revolver besize. die Kameraden und Kameradinnen", die wochenSchließlich sei noch festgestellt, daß Herr tags in Büro oder Werkstatt sißen und fordert sie Oberwachtmeister Kratochvil sich mit den auf, die„ Bauernkameraden" nicht im Stiche zu Safentreu 3 Iern so ausgezeichnet versteht, daß er unter Ueberschreitung der Sperrstunde Taffen. Wir glauben gerne, daß bei den Hopfenbauern zu wenig Arbeitskräfte eingetroffen sind, aber daran ist der Bund der Deutschen", der jetzt das Lamento erhebt, nicht ganz unschuldig. Die einzelnen Partieführer hatten ja die Weifung er Salten, nur der Boltsgemeinschaft" angehörende Arbeitslose zu den Kameraden Bauern zu bringen - Tschechen und Rote sollten ausgeschieden werden. Wir haben schon berichtet, daß diese Pas role fläglich Schiffbruch gelitten hat, denn die Werber waren froh, überhaupt Pflüder zu be= fommen, gleichviel welcher politischen Richtung fie angehören. Alle aber waren doch nicht dafür zu haben, sich als„ Emigranten im eigenen Volfe" hinſtellen zu lassen und dann noch den„ Kameraden Hopfenbauern" Vorspanndienste zu leisten. Daß es beim Hopfen um„ wertvolles Voltsvermögen" geht, das hätten die Herren von der SdP halt eher wissen müssen. Um dieses bedrohte Gut zu retten, wären die marristischen Arbeiter gerade gut genug, aber sonst begegnet man ihnen nur mit grenzenlosem Haß. Die Hopfenbauern aber werden aus den vorhandenen Tatsachen ersehen, daß es verkehrt war, die Hoffnungen auf die Volfsgemeinschaft" u ießen. Andere Jahre hat es besser geklappt als Heuer, aber da hatte der BdD auch seine Finger nicht mit im Spiel. mit ihmen manchmal bis in den grauen Morgen zecht und dann in einem recht unwürdigen Zustand nach Hause geht, der nicht gerade geeignet ist, den Respett vor der Sicherheitsbehörde, die er doch repräsentieren soll, zu heben. Wir hoffen, daß sie Ordnung schaffen wird. Nun hat die vorgesetzte Behörde das Wort.) „ Zelt"-Lügen Die Zeit" vom 24. de. berichtet untr dem Titel:" Tschechen im deutschen Ortsichulra t". aus Mähr.- Sön berg über die in der letzten Sitzung der Stadtvertretung erfolgte Wahl des deutschen Ortsschulrates und schreibt: schluß des Stadtrates, der Deutschen sozialdemo fratischen Arbeiterpartei das Stadttheater, das Stadion und das Warmbad für den Arbeitertag 1939 zur Verfügung zu stellen, ab und bestätigten den Beschluß des Stadtrates. Zum Schluß der Sizung verabschiedete sich Bürgermeister Pölz mit einem Rückblick auf die in den letzten zwan= zig Jahren geleisteten Arbeiten und dankte feinen Mitarbeitern. Vizebürgermeister Heinrich 3 entsch von der deutschen Sozialdemokratic, der tschechische Stadtrat Dr. Kubista und Stadtrat Vogel dankten Pölzl für seine aufopferungsvolle und erfolgreiche Tätigkeit und die Stadtvertretung und die zahlreiche Zuhörerschaft liche Ovation dar. brachte dem scheidenden Bürgermeister eine herzBrünner Redoutengebäude endgültig für das demokratische Theater Seite 3 Dr. Krofta berichtet im Ministerrat Brag. Freitag nachmittags fand eine Sits zung der politischen Minister statt, welcher der Borsigende der Regierung Dr. Milan Hodža vrä sidierte. Bei der Sigung wurde ein Referat des Ministers für Auswärtige Angelegenheiten Dr. Kamil Krofta über die Konferenz des Ständigen Rates der Kleinen Entente in Bled entgegenge= nommen. Ist der Krieg unausweichlich? Mit dieser Frage befaßt sich im Leitartikel des„ Cesté Slovo" Starel Jisc. Er schreibt darüber: Im wesentlichen ist es immer die gleiche Hauptfrage, die über Europa hängt: Wird es Krieg geben oder nicht und ist der Krieg unausweichlich? Es gibt überall Leute, welche mit der Behauptung umhergehen, daß es ohne Strieg nicht gehen werde. Einer solchen Psychoſe zu unterSiegen würde jedoch bedeuten, den Krieg herbeizu rufen, statt ihn abzuwenden. Denn es ist nicht wahr, daß Eeuropa nichts anderes übrig bleibt als der Krieg. Die demokratischen Staaten wollen ihn aus innerer Ueberzeugung nicht und die tota Grunde nicht brauchen, weil ein friegerischer Nonlitären Staaten können ihn aus dem einfachen flitt gerade für sie die große Gefahr innerer Ver änderungen bedeutet, zumindest die Unmöglich machung der vorfäßlichen Durchführung und Einführung ihres besonderen Systems. Erinnern wir uns daran, wie viel man vor einiger Zeit von der Sowjetheze für einen europäischen Krieg gespro chen hat, obzivar gerade den Sowjets vielleicht am meisten an der Erhaltung des Friedens gelegen ist, damit sie in Ruhe den Umbau des Sowjetbür gers und des Sowjetlandes im Sinne ihres rebos lutionären Umsturzes vorbereiten können. Diese Situation iſt heute auch bei den anderen totalis tären Staaten, abgesehen von ihren wirtschaftlichen und anderen Schwierigkeiten, welche der ganzen Welt gemeinsam sind, und denen nicht einmal die totalitären Regime ausweichen können. Brünn.( Eigenbericht.) Das Präsidium der Stadt Brünn hat seinerzeit den Bes schluß gefaßt, das städtische Redoutengebäude der deutschen demokratischen Theatergemeinde zu überlassen. Die endgültige Entscheidung sollte der Stadtrat fällen. Die Nazis, die schon seinerzeit alle Hebel in Bewegung gesetzt hatten, um den Beschluß zu verhindern, haben auch noch am Freitag, an welchem Tage sich eine außerordentliche Sigung des Stadtrates mit dieser Angelegenheit beschäftigte, die Durchführung des Beschlusses zu verhindern versucht. Der Stadtrat hat sich aber Kein Budget- Provisorium dem Vorschlag des Präsidiums und des Referen= Vor einiger Zeit wurde die Nachricht verbrei. ien angeschlossen und gegen die Stimmen der Hen- tet, daß mit Rücksicht auf die nationalen Verhand Teinleute den Beschluß gefaßt, das Redouten- lungen, deren Gegenstand auch die künftige Vers gebäude fostenlos für den Betrieb des deutschen waltungsorganisation des Staates bilden werde, demokratischen Theaters zur Verfügung zu stellen. es nicht gut möglich sein wird, rechtzeitig das BudDer völlischen Theaterbau- Gemeinde wurde auf- get für 1939 auszuarbeiten und parlamentarisch cetragen, die ihr gehörenden noch im Gebäude be- zu genehmigen, sondern daß es notwendig sein findlichen Gegenstände binnen acht Tagen zu ent- werde, ein Budgetprovisorium auf einige Monate fernen. Mit dem Beschluß des Stadtrates ist die zu beschließen. Diese Meldung wird nun demen endgültige Entscheidung über den Betrieb des tiert und es wird berichtet, daß ein regelrechtes deutschen demokratischen Theaters gefallen. Gasthaus- Rauferelen Budget dem Parlament vorgelegt wird, wobei die Ausgaben jene des vorigen Jahres um etwa eineinhalb Milliarden überschreiten werden. der Henleins untereinander Konzentration der Staatspropaganda Der Karlsbader„ Volkswille" berichtet aus Schönwerth im Bezirk Grasliz: ,, Bezeichnend für die Stimmung in der Semeindestube in Mährisch- Schönberg ist nun, daß der einzige und alleinstehende Vertreter der deutschen Sozialdemokraten mit den Tichechen koppelte und die Tschechen sich dafür an der Mabl in den deutschen Ortsschulrat betei Tiaten, um sich im Drtsschulrat eine Vertretung zu sichern. Dieses Were balten der Lichechen löite bei der SDP- Vertree tung aroße Entrüstuna aus." Dazu stellen wir zur Steuer der Wahrheit Ein sonderbarer Gendarm! feft: Der Vertreter der deutschen Sozialdemokra= ten toppelte mit der tschechischen Wahlgruppe für Am 24. Juli wurde der sozialdemokratische die Wahl des Ortsschulrates aus dem Grunds, Lotalvertrauensmann Alois Scholz in einem weil il die op die Totalität im Ortsschulrat b Gasthause im Verlaufe einer politischen Ausein- anspruchte, das heißt, unserer Partei überhaupt andersetzung von dem übel beleumundeten Sdp- tein Mandat einräumen wollte. Die Behauptung Mann Friedrich Schilder durch drei Mes der Zeit", die Tschechen hätten sich durch dieje serstiche in den Rüden so schwer verleßt, daß Koppelung eine Vertretung im deutschen OrtsBisher hat es im wesentlichen zwei Aemter er vier Wochen im Spital verbringen schulrat sichern wollen, ist glatt erlogen. Das In der Nacht zum Montag ist hier der 75 gegeben, welche sich mit der Propaganda des mußte und heute noch im Krankenstand ist. Gegenteil ist wahr. Durch die Koppelung mußten jährige Landwirt Konrad Ilner freiwillig Staatsgedantens befaßten. Das eine ist das Obwohl dieser Vorfall der Spachendorfer Gen- der gefoppelten Gruppe entgegen der ursprüng- aus dem Leben geschieden, indem er sich in einem Pressedepartement des Ministerratspräsidiums, darmerie am nächsten Tage bekannt war, unlichen Absicht der Sdp zwei Mandate auf Gebüsch in der Nähe des Ortes erhängte. Der das andere die Pregabteilung des Ministeriums ternahm sie nichts. Grund der gesetzlichen Bestimmungen eingeräumt Tat ist eine schwere Schlägerei zwischen des Aeußern. Um nun die Arbeit der beiden Aemwerden und diese beiden Mandate liner und einem etwa gleichaltrigen Mann im ter zu vereinheitlichen, ist ein Koordinationsaus Erst drei Wochen später wurde Schilder und noch wurden mit zwei deutschen So. Gasthaus vorausgegangen; Jüner wies eine schuß gebildet worden, in welchem die beiden geein zweiter Mann verhaftet, und zwar über direk- aialdemokraten beseßt. Die Tsche erhebliche Verlegung im Gesicht auf. Wohl mög- nannten Aemter vertreten sind. Zum Vorsitzenden tes Eingreifen der Fahndungskommanden Freuchen stimmten für unsere Genossen und verzich lich, daß er sich diese Auseinandersetzung so zu des Ausschusses wurde der Gesandte R. Münzldenthal und Troppau. Man kann also sagen, daß teten dadurch auf eine Vertretung im deutschen Herzen nahm, daß er seinem Leben freiwillig ein 3izerstý ernannt. Der neue Vorsitzende iſt 55 die Spachendorfer Gendarmerie selbst an der Fest- Ortsschulrat. Die SDP- Vertreter bekamen des- Biel fezte. Beide waren Anhänger der Jahre alt, ehemaliger öſterreichiſch- ungariſcher nahme der beiden Raufbolde durchaus unschul- halb einen Wutanfall und als ein tschechischer dP. Generalstabsoffizier und war bereits Gesandter dig war. Stadtvertreter den Zwischenruf machte, die Tiches Der Altvorsteher hatte eine Auseinan- in Bufarest, in Bern und zuletzt in Wien. Wähchen hätten ja die Siße im deutschen Ortsschultat derießung mit einem anderen Volts gerend es früher geheißen hat, daß die TschechosloDeutschen überlassen, erklärte der SDP- Büroffen, wobei es ebenfalls zu Tätlich te i= walei ein Propagandaamt erhalten wird, hat man nun zu einem Stoordinationsausschuß gegriffen, germeister Fachlehrer Hans Sau- ten fam. lich wörtlich. Eine dritte Affäre in diesen drei kritischen von dem man bezweifeln muß, ob dieser Ausschuß Tagen bildete ein Zusammenstoß zwischen einem ein Propaganda- Amt ersetzt. hiesigen Gastwirt und einem Jugendli d, en, beide Anhänger Konrad Hen= eins, bei der es ebenfalls ziemlich Schläge ſezte. Nach sechs Tagen Haft wurden die beiden entlassen. Ihre Heimtehr gestaltete sich zu einer Siegesfeier der Hakenkreuzler. Es wurde feste " Sieg- Heil" gebrüllt und bis früh gesoffen. Seitdem streifen die zwei, da sie arbeitslos find, Tag und Nacht durch das Dorf und stoßen blutrünftige Drohungen gegen fozialdemokratische Funktionäre aus. Obwohl die Anzeige erstattet. wurde, sind sie noch immer auf freiem Fuß. Wen wundert es, daß die beiden- Schilder wurde schon einmal wegen Messerstecherei bestraft, sich sicher fühlen und daß ihnen und allen Hafenkreuzlern der Kamm gewaltig schwillt? Ben wundert es, daß unter den sozialdemokratischen Arbeitern, die troß fürchterlichen Terrors mutig zu ihrer Idee stehen, sich das verbitternde Gefühl berbreitet, vogelfrei zu sein? ..Ich verwahre mich gegen diese Behaup tung. Wir von der SdP haben uns ein für allemal abgewöhnt, die Sozialdemokraten noch als Deutsche zu bezeichnen." Das ist der wahre Sachverhalt Die ganze Wut der Sdp, die so weit geht, die Wahrheit ins Gegenteil zu verkehren, ist darauf zurückzuführen. daß ihre totalitären Träume gleich zu Beginn grausam zerstört wurden. Und was die ,, Zelt" verschweigt Schließlich wäre noch zu berichten, daß ein hiesiger SdP- Mann L. mit der Hacke die Zimmereinrichtung zu kleinholz verarbeitete und seine Angehörigen mit Erschlagen bedrohte. Auch L. ist ein aufrechter Henleinmann. Das alles hat sich in einem Orte inner halb weniger Tage ereignet. Die Arbeitersendung Melnik bringt in dieſer Woche: Sonntag, 28. August, 14.15 bis 14.30 Uhr: Frauen, Krieg und Menschlichkeit( Ruth Körner). Mittwoch, 31. August, 13.40 bis 13.45 Uhr: Arbeitsmarkt- 18.20 bis 18.40 Uhr: Kinder träu. men( Dr. Alvis Mühlberger- Trautenau) 18.40 bis 18.45 Uhr: Soziale Informationen. Freitag, 2. September, 18.35 bis 18.45 lihr: Aktuelle zehn Minuten. Mehr Wirtschaftspolitik In der Zeitschrift„ Cesta" erinnert Fr. Svartil im Zusammenhang mit den nationalen Verhandlungen daran, daß es Zeit sei, ſich mit den Fragen der auswärtigen Wirtſchaftspolitik zu befaſſen. Heute sei der günstigste Augenblick da= für, daß die Tschechoslowakei im Einvernehmen mit Großbritannien die Initiative zur wirtschaftlichen Organisation des Donauraumes ergreife. Die Koordination der Diplomatie und der Wirtschaftspolitik ist ein Lebensbedürfnis unseres Staates. Nur dadurch kann man einer gefähr lichen Entwicklung entgegensteuern, in der die Tschechoslowakei ein Wirtschafts- und Kompensas tionsobjekt der Großmächte würde. Zur Regelung des Minderheitenproblems gehört auch eine neue wirtschaftliche Initiative in Mitteleuropa. Diese Stimme eines tschechischen Volkswirtschaf ters zeigt auf, daß das Verständnis für die wirts schaftlichen Probleme der Minderheiten auch im tschechischen Volke im Wachsen begriffen iſt. Die Zeit" berichtet in ihrer Nummer vom Aber ganz untätig war die Gendarme= 24. ds., daß ein Samerad aus Deutschrie in Spachendorf denn doch nicht. Zu Liebau aus der Haft des Olmüßer Kreisge allererst erstattete sie gegen Scholz,(!) der richtes entlassen worden sei, weiß sich herausgeschuver verletzt im Spital lag, eine Strafan stellt habe, daß er an der vor einiger Zeit erzeige. Selbst das mit der Untersuchung schließ folgten Hissung einer Hafenkreuzfahne auf einem lich betraute Gendarmerieorgan aus Freudenthal Fabrikstamin unschuldig sei. Die Zeit" der schüttelte über diese Tatsache den Kopf. Sodann schweigt nur, daß gleich darauf drei veranstaltete Oberwachtmeister Kratochvil, wäh= andere Si P- Kameraden wegen der rend die Mefferhelden frei umherliefen, in Schols selben Sache verhaftet und in die Haft des zens Wohnung eine aus durchsuch una Olmüßer Streisgerichtes eingeliefert wurden. nach verbotenem Waffenbesitz, die ergebnislos verlief. Dabei versuchte er die Frau, die allein im Hause war, dadurch zu verwirren, daß er ihr fagte, ihr Mann habe schon gestanden, einen Reaus der Aussiger Stadtvertretung volver zu besitzen, sie solle nur sagen, wo er ist. Auffig.( Eigenbericht.) In der Sigung der Daran war selbstverständlich kein Wort wahr. Mit solchen Finten versuchte der Herr Oberwacht- alten Stadtvertretung am Freitag, die auch einige te zu erledigen hatte, zu deren Beschlußfai- nf.- Reg. 43 eingeladen. Sie wurden dort be= Für die Staatsverteidigung. Der Spendens meister die aufs höchste aufgeregte Frau in die Punkte Enge zu treiben. Da Scholz feinen Revolver be- fung eine Zweidrittelmehrheit nötig ist, darunter wirtet. Sie wurden von Kap. Cavejšek in deut ausweis zum 25. Auguſt weist eine Zunahme der fist, konnte die Frau auch nicht angeben, wo dies die Bevilligung einer Spende für die Staats- scher und tschechischer Sprache begrüßt und fodann effektiv eingezahiten Spenden um 1 Million jer verſtedt lit. Daraufhin führte der Herr Ober- verteidigung, stellte der bürgerliche Vizebürger- mit dem Leben und Treiben der Soldaten bekannt 283.655.45 Kč aus, wodurch sich der Gesamtwachtmeister die Untersuchung mit aller Gründ- meister Dr. Arnold den Antrag auf Absehung gemacht. Nach der sehr herzlichen Begrüßung stand der eingezahlten Spenden auf 471 Millichkeit durch. Er fand aber nicht einmal eine Pa- dieſer Punkte von der Tagesordnung. Die Mehr- fangen die deutschen Kinder zum Dank einige lionen 47.800.70 Kč erhöht hat. Die Bahl ser tronenhülse. Der Hausdurchsuchung wohnte der heit der Stadtvertretung lehnte den Antrag ab. Lieder. Auch der Abschied nach der Bewirtung Spender ist um 1051 Perjonen auf 208.187 Personen gestiegen, Genleinmann Springer als Bertreter der Darauf verließen sämtliche bürgerliche Gruppen, war sehr herzlich. Auszug der Bürgerlichen Sudetendeutsche Kinder bei Brünner Solbaten zu Gast. Die judetendeutschen Kinder, die sich in Brünn und Umgebung auf Ferienaufenthalt befanden und Samstag die Heimreise antreten, varen am Freitag in die Kaserne des Brünner Zweisprachige Stationsbezeichnungen in der Slowakei. In den südslowakischen Eisenbahns stationen, wo sich eine ungarische Minderheit bes findet, werden jetzt zweisprachige Bezeichnungen, und zwar in flowakischer und in ungarischer Sprache, angebracht.( DND) Seite 4 Samstag, 27. Auguft 1938 Ueberall Hochwasser- Katastrophen der Nacht auf gestern um einen weiteren Meter Das heutige Programm auf insgesamt 4 Meter gestiegen. Der durch das Wasser verursachte Schaden läßt sich vorläufig noch nicht abschäßen. Das Niveau der Schwarza ist um mehr als einen Meter über den Normalstand gestiegen. Der Fluß ist aus den Ufern getreten und hat fast jämt Die Ueberschwemmung im Aupatal fiche Grundstücke der Ruderklubs im Schreibwald, Donnerstag nachmittags erreichte das Hoch- die Wohnung eines Fährmanns und das Spiel wasser der Aupa seinen Höhepunkt. Im Gebirge feld des S. K. Maktabi überschwemmt. Viele wurden viele Holzbrücken und Stege von den Flu- Weekendhäusschen und Verkaufsvuden wurden ten weggeriffen, Bäume entwurzelt, aufgeschicha mitgerissen und die Holzbrüde in Jundorf mußte ietes Brenn- und Nußholz weggeschwemmt. Auf für den Verkehr gesperrt werden, da Einsturzge den Bausnißer Wieser reichte die Ueberschwem- fahr besteht. In der Fischergasse, in Gerspitz und mung bis zur Straße, die stellenweise unterspült an anderen Stellen sind viele Parterrewohnunwurde. Heu, welches auf den Wiesen lagerte, gen überschwemmt und mußten zum Teil gewurde weggeschwemmt. Im Gebirge famen außer räumt werden. Polizei und Feuerwehr sind in den Forsten besonders die Wege arg zu Schaden. Permanenz und treffen alle Sicherheitsvorkehrun An der Bezirksstraße Freiheit- Peter riß das gen. Wasser stellenweise die Böschungen auf. Brag. Die Folgen des langandauernden Res Imeinden wurde deshalb Hochwasseralarm gegegens sind schon stark fühlbar. Da der Wasserstand ben und zwar für die Gemeinden Einsiedel, Neunauf der Moldau und Elbe und deren Zuflüssen dorf, Krayau, Weiskirchen und Grottau. rasch gestiegen ist, mußte unverzüglich am 26. August 1988 um 5 Uhr zur Umlegung der beweg lichen Stauwehre geschritten werden. Große Höhe eichte der Wasserspiegel der Oberen Elbe und ihrer Zuflüsse, vor allem der Aupa und der Adler, die in Teinis fast um 8 Meter gestiegen ist. Auch die Loutschna, Chrudimla und Doubrava find der art angeschwollen, daß die Schußdämme an diesen Flüſſen ganz angefüllt sind und das Wasser in der unteren Strede noch stark angestiegen ist. Das durch ist der Wasserspiegel auf der Elbe in Pardubis schon auf 2 Meter gestiegen, wobei das Was ser noch eine langsam steigende Tendenz aufweist. Auch die Jfer führt starkes Hofswaffer, so daß sie in Eisenbrod am 26. August früh plus 212 cnt erreichte. Auch der Polzen hat einen höheren Wasserstand. Interessant ist, daß die Flüsse, deren Quellen in Nordwestböhmen liegen, besonders die Eger und die Biela von dem Hochwasser überhaupt nicht berührt wurden. Verheerungen im Braunauer Ländchen Die anhaltenden Regengüsse, die seit Sonnfog 21. Auguſt, faſt ununterbrochen über die Talsente des Braunauer Ländchens niedergingen, bewirkten ab Donnerstag mittag ein derartiges Ansteigen des Steine Fluffes, daß er über seine Ufer trat und schwere Schäden verur sachte. Das sonst kaum Bachwaffer- Menge enthaltene Steine Flußbett wurde innerhalb weniger Stunden zu einem reißenden Strom, der nicht nur in der Stadt Braunau in die tiefer liegenden Wohnungen eintrat, sondern auch den Stadtteil Niedersand( so wie fast bei jedem Hochwaffer) neuerlich überschwemmte. BeIn der Donnerstag- Nacht sant das Wasser der Aupa. Der Gesamtschaden ist bedeutend. Schwere Schäden bei der Kinitzer Talsperre Hochwasser in Glatz Breslau.( DNB.) Die starken Regengüsse der letzten Tage haben in Teilen Schlesiens zu Ueberschwemmungen geführt, wie sie sich seit Jahrzehnten nicht mehr ereignet haben. In der Stadt Glatz stehen ganze Straßenzüge und der Die ausgiebigen Regengüsse der letzten Tage, Bahnhof unter Wasser. Allenthalben mußten die über ganz Mähren niedergingen, verursachten Wehrmacht, Arbeitsdienst, Feuerwehr und Poein starkes Ansteigen der Flüsse und Bäche und lizei eingesetzt werden, um Menschen aus den damit überall Hochwassergefahr. Bei der Kinizer bedrohten Häusern zu bergen. Die Straßen sind Talsperre sind die Baugrube und alle Maschinen bis zu einem Meter überschwemmt. Im Kreise überschwemmt und alle bisherigen Arbeiten sind Frankenstein wurden Brüden zerstört. In Waidamit zunichte gemacht. Auch ein großer Kran denburg- Weißenstein hat sich die Erde bis zu zehn stürzte in der Nacht auf gestern ins Wasser. Die Metern gesenkt. Mehrere Häuſer mußten wegen Gewalt des Wassers ist ungewöhnlich groß und Einsturzgefahr geräumt werden. Der Sachschaden die Wasserfläche bei der Kinizer Talsperre ist in list beträchtlich. Jagesneuigkeiten fonders schlimm find die Verheerungen in der GeEs ist keinem anderen das Heil..." meinde Heinzendorf, wo zwei Brücken weggefchwemmt und die dritte so unter-„ Moderne Bibelforscher" oder wie sie sich waschen wurde, daß sie nicht mehr befahren wer lieber nennen- Zeugen Jehovas" gibt es auch den kann. Am Haufe des Schuhmachers Schols bei uns. Niemand hat sich bisher um sie gefüm wurde eine Seitenwand herausgespült, so daß mert, weil sie niemandem etwas tun, eine NeliEinsturzgefahr besteht. In Ottendorf ftan- gionsgemeinschaft neben anderen sind und sich von den die meisten der Säufer am Steine- Ufer unter den Angehörigen der großen Kirchen hauptsächlich Waffer. Auch dort ist der durch die Ueberschwem- dadurch unterscheiden, daß sie es mit dem Chrimung angerichtete Schaden groß. stentum sehr genau nehmen, mit einem ChristenEr trifft vor allem fleine Leute, während die tum, wie es das Neue Testament sie lehrt. Aber reichen Bauern, die ihre Gehöfte auf den An- da sie es ernst, sehr ernst nehmen mit dem Wort: höhen links und rechts des Steine- Flusses stehen Tu sollst Gott mehr gehorchen als den Menschen! haben, verschont blieben. und deshalb es ablehnen, mit Heil Hitler" zu grüßen, werden sie in Deutschland hart und grauiam verfolgt. Es nüßt sie nichts, daß sie jede politische Betätigung vermeiden, seit jeher schon; ihre Bibelstunden werden doch als verbotene Versammlungen" behandelt, die Teilnehmer an Auch in Wekelsdorf und Mohren solchen werden auf Monate in Gefängnisse und hat das Hochwaffer große Schäden angerichtet. In Stonzentrationslager gesteckt. Bewundernswert, Wekelsdorf wurde das Straßenpflaster wie feit die Zeugen Jehovas" trotz alledem aufgeriffen und wurde: metertiefe Löcher bleiben! in den Straßen aufgespült. Es ist da das gleiche Bild zerstörender Wirkung des naffen Elements zu beobachten wie in Heinzendorf, Braunau und Ottendorf. In Polit an der Mettau wurde ebenfalls eine Brüde weggeriffen und die Straße von der Stadt Polit vom Bahnhof unpassierbar gemacht. Bei den im Halb städter Settor begonnenen Regulierungsarbeiten wurde der aufgeschüttete Sand zum größten Teil wieder fortgespült, so daß dieser Teil der Arbeit umsonst geTeistet worden ist. Obzwar heute der Umfang des angerichteten Schadens noch nicht zu übersehen ist, darf man doch ohne Uebertreibung fogen, daß einige Millionen Kronen notwendig fein wer den, um die entstandenen Schäden auch nur notdürftig zu beheben. als jener Kardinal, der, ohne sich darum zu fümmern, was die Apostelgeschichte über das HeilLufen fagt, freiwillig mit Heil Hitler" grüßte. Leichter Auto- Unfall des Abgeordneten Jatid. Der Vorsitzende der Deutschen sozialde mokratischen Partei, Abgeordneter Jaksch, der zur interparlamentarischen Konferenz nach Haag gefahren ist, hat dort einen leichten Autounfall er litten. Das Auto, in dem er fuhr, stieß mit einem anderen zusammen, wobei Abgeordneter Jalsch eine leichte Verlegung erlitt. die es ihm jedoch gestattet, bereits nächste Woche nach Prag zurückzukehren. Bruder und Schwester ertrinken. Die drei Kinder des Eisenwertsarbeiters Videňla aus Tři nec, die bei einer Tante in 3zupná Lhota bei Tschechisch- Teschen zu Besuch waren, spielten Donnerstag nachmittags in der Nähe der Olsa, wobei der sechsjährige Karel Videňka in den Hoch wasser führenden Fluß fiel. Sein neunjähriger Bruder Leopold versuchte vergeblich, ihn zu retten, worauf die 14jährige Schwester der beiden Marta ins Wasser sprang, um ihren Bruder Karl au retten. Auch sie wurde von der heftigen Strömung erfaßt und ihre Leiche wurde erst bei Freistadt geborgen. Der neunjährige Leopold Videňka wurde von Fischern, die eben am Ufer weilten, gerettet. Die Leiche des Jüngsten der Geschwister konnte bisher nicht geborgen werden. schienenen Buche:„ Kreuzzug gegen das ChristenIn einem im Europa- Verlag in Zürich erium" berichtet dessen Verfasser Franz Zürcher über eine sehr große Bahl solcher Grausamkeiten, auch Auto gegen Motorzug: ein Toter. Auf dem über den Tod von" Zeugen Jehovas" infolge der Bahnübergang der Strede Trnava Kúty im Mißhandlungen in Konzentrationslagern. Wie Kilometer 3417 stieß Freitag um 16.05 Uhr ein man sich zu den religiösen Anschauungen der Personenauto mit dem Kennzeichen M 5677 auf Bibelforscher" stellen mag, ist ganz gleichgültig; den Personen- Motorzug 5207 auf. Das Autodarüber dürfte wohl unter zivilisierten Menschen mobil wurde von dem Zuge 112 Meter geschleift Einverständnis herrschen, daß ieder zibilisierte und zertrümmert, der Motorwagen wurde beStaat jedem religiösen Bekenntnis volle Freiheit gewährt, daß aber auch feine zivilisierte Gemeinschaft von den Menschen Bekenntnisse und HandDie Unwetterschäden im Komotauerungen verlangt, die religiöse Menschen in schwere Gewissenskonflikte bringen müssen... Die Zeugen Jehovas" pflegen alljährlich find bedeutend größer als wir anfangs angenom- zur Zeit, da, nach dem Berichte der Evangelien, men haben. Nicht nur an Häusern, elettrischen Jesus mit seinen Jüngern zum letzten AbendAnlagen, Antennen und ähnlichen Einrichtungen mahl versammelt war, zu schlichten Gedenkfeiern wurden Schäden verursacht, sondern auch in den zusammenzukommen. Ein achtunddreißigjähriger Obftanlagen. Man kann ohne Uebertreibung Mann, Angehöriger der( seit dem 12. September sagen, daß durch das Unwetter und Saazer Bezirke 1934 verbotenen) Gemeinschaft der„ Modernen mehr als die Hälfte der gesamten Obsternte Bibelforscher", hielt mit seiner Frau und mit vollkommen vernichtet deren Freundin, also bloß zu dritt!, eine solche wurde. Der verursachte Schaden geht in die Gedenkstunde, wobei er aus der Bibel vorlas. Tausende. Nicht nur Obst wurde herabgeschüttelt, Wegen dieser„ berbotenen Versammlung" wurde sondern auch serienweise Bäume umgebrochen. er zu sechs Wochen Gefängnis, wurden die beiden Aus dem Saazer Land wird gemeldet, daß dort der Sturm wohl nicht jene Heftigkeit hatte wie im Komotauer Gebiet, doch wurden immerhin einige Hopfenanlagen mit mehreren hundert Schock Hopscnpflanzen umgelegt. Auch dort sind die verurfachten Schäden sehr bedeutend. In den Forsten wurden ebenfalls größere Verwüstungen festge stellt, die ziemlichen Schaden verursachen. Reichenberger Talsperre übergelaufen Frauen zu je 150 Mart Geldstrafe verurteilt, wobei in der Urteilsbegründung gesagt wurde, man habe in diesem Falle die Angeklagten noch milde behandelt! Einer Mutter wurde die dreizehnjährige Tochter weggenommen und das Kind wurde, nachdem es von der Schule( nach vorheriger Mißbandlung durch den Schulleiter) ausgeschlossen worden war, unter Vormundschaft gestellt, weil das Kind sich geweigert hatte, den Gruß Heil Hitler" zu gebrauchen. Die Mutter hatte das Reichenberg. Am Freitag um 10.03 Uhr ist eind gelehrt, diesen Gruß nicht zu leisten, weil die Talsperre, wo sich um 6 Uhr früh 525.000 qm über das Heilrufen geschrieben steht:" Es ist in und bis 9 Uhr früh 600.000 qm Wasser angesams feinem anderen das Heil, denn auch kein anderer melt hatte, übergelaufen. Die Reichenberger freis Name ist unter dem Himmel den Menschen gewillige Rettungsgesellschaft hat seit Donnerstag geben, in welchem sie errettet werden müssen, als abend Hochwasserbereitschaft. Infolge der Kas in dem Namen Jesus Christus."( Apostelges nalisation der Sorge" liegt vorläufig feine schichte.) Man mag der Meinung sein, daß Ueberschwemmungsgefahr vor. Oberhalb des es sich doch um einen Bwang handle, daß ein er,, Stadtwäldchens" hat das Hochwasser große zwungener Gruß doch keinem freiwilligen gleichSchäden beim Waldbad angerichtet, das den stars fomme, daß es sich überhaupt nicht verlohne, einer fen Zulauf des Baher- Baches nicht aufnehmen eußerlichkeit wegen solche Opfer zu bringen tann. Die freiwillige Rettungsgesellschaft wurde man wird dieser Frau nicht die Bewunderung berum 5 Uhr verständigt, daß die Voigtsbacher Tal- sagen können und kaum daran zweifeln können, sperre überläuft. Für die darunter liegenden Ges daß sie um vieles näher zum Christentum hat als schädigt. Der Chauffeur des Autos, Alexander Jurkovič, wurde getötet. Der Mitreisende Németh Géza wurde schwer verletzt und ins Krankenhaus von Trnava übergeführt. Beide Genannten find Beamte der Filiale der Slowakischen Versiches rungsgesellschaft in Trnava. Die Ursache des Unglücks wird untersucht. Mr. 201 der deutschen Sendung Brag- Melnit: 10.15 Für die Frau: Vortrag Maria Ertl: Ein wenig Liebe. 10.30 bis 11.00 Schallplatten. 12.10 Blasmusif. 18.00 Soeben er schienen, die neuesten Schallplatten. 18.45 Der Mann, der keine Wufit vertrug, Hörspiel nach Quentin Reynolds, übersetzt und dramatisiert von Vittor Sordan. 19.30 Feierabend- Sörfolge. 20.15 Unterhaltungsmusik( Klavier Friederike Schtvars und Fr. Soleček). 22.30-23.30 Tanamufit im Hotel„ Corso", Marienbad. Brünn: 18.00-18.20 Jm Gasthaus..Bur zers brochenen Wurst". Hörspiel von Hubert Neras. 18.20-18.35 3ither- Konzert. Mitwirkend: Das Zitherquartett Hrdina. Erklärung Zu dem in unserer Zeitung am 26. Juni 1938 unter der Ueberschrift SdP- Denunzia tionsfartothet" veröffentlichten Artikel erklären wir, daß der Inhalt dieses Artikels auf unrichti gen Informationen beruht hat, weshalb wir die in dem Artikel enthaltenen Behauptungen, die die Ehre der Sudetendeutschen Partei, Bezirksleitung Reichenberg, berühren, widerrufen. Die Re baltion. Drei Kinder verbrannt. Donnerstag zeitig früh brach im Hauſe des Landwirtes Plavšič in der Gemeinde Bogomilja auf der Insel Hvar ( Serbien) ein Brand aus. Die Eheleute Plavšič befanden sich seit dem frühen Morgen auf dem Felde, während ihre drei Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren im Obergeschoß des Hauses schliefen. Das Feuer brach im Erdgeschoß aus, two eine schwachsinnige Greisin wohnte, breitete sich rasch aus und vernichtete das Haus bis auf die Grundmauer. Die Kinder des Ehepaares Plavšič tamen in den Flammen ums Leben. Ein furchtbares Autounglück. Donnerstag in den Abendstimden ereignete sich auf der Straße zwischen Chinon und Tours( Frankreich) ein großes Automobilunglüd. Ein mit der Geſchyvin digteit von 130 Kilometer fahrendes Auto wollte einem Bauernwagen vorfahren, serfing fich jedoch an einem Rad dieses Wagens, erschlug fich mehreremals und stieß auf einen Baum auf. Das Auto wurde vollkommen zertrümmert. Die fünf Insassen waren auf der Stelle tot. Gangster- Morde am laufenden Band. Der seit mehreren Wochen hier in Chifago wütende Gangster- Strieg hat ein zehntes Todesopfer ges fordert. Donnerstag fand man, von Maschinenpistolenkugeln durchsiebt, einen Gangster namens Battaglia, der dem„ 42. Gang" angehörte. Es ist der Polizei bisher nicht gelungen, auch nur eine einzige Verhaftung vorzunehmen. Zwei Hinrichtungen in Belgrad. Freitag früh wurden in Banja Luka die Räuber und mehrfachen Mörder Sovilj und Tomič, von denen der letzte Vater eines 18 Monate alten Kindes ist, hingerichtet. Sovilj schrieb im Gefängnis eine Autographie, in der er die Kunst des Raubes, des Kartenspieles und seine Ansichten über den natürlichen und den gewaltsamen Tod" schildert. Er begann ferner ein Schauspiel Wie man leicht zu Gelde kommt" zu schreiben. Das Wetter. Ueber Deutschland behauptet sich auch Freitag die. Bewölkung in unseren Gegenden noch immer eine Druditörung, unter deren Einfluß beträchtlich war. Es traten stellenweise Schauer auf. Nur im Bereich der nordböhmischen Berge und im Gesente, wo die Regenmengen während der letzten Tage 150 bis 200 Millimeter erreichten, gehen noc immer länger anhaltende Regenfälle nieder. Die erwähnte Störung zerfällt allmählich, ihre Reſte berhindern iedoch eine rasche Wetterbesserung. Wahrscheinliches Wetter Samstag: Veränderlich, zeitweise noch beträchtliche Bewöltung und stellentveise Schauer, mäßig fühl.--Wetteraussichten für Sonntag: Allmähliche Besserung und ein wenig wärmer. Zwei französische Bomber stießen zusammen fei glä Bi bel vor fau spu die hin Eu fön die hal all Pi mä fan dir ein де cin ma fro Si id er bir Ind hei 28 nin da Gi fro Vi det for för де ich fee iit tvi S ito gi di G re ei ho fo in ih fc er ha d h r C d D St C Ti to h T 11 R C 2 f Von einem schweren Unglück wurde die französische Luftwaffe betroffen. In der Nähe von Lyon stießen zwei Bomber in der Luft zusammen und stürzten ab. Die Katastrophe forderte sechs Menschenleben. f Kr. 201 ng 00 er ch ווס 15 Ta nt 0. 8 i e e 8 1 8 n Die drel Landsknechte Von J. Foerster Samstag, 27. August 1938 Scite B „ Gnade! Gnabe! Ich werde beſtimmt keinen Menschien mehr umbringen. Ich werde beſtimmt nicht mehr stehlen. So redet doch etwas, ſo ſant doch schon, daß ich schon hier fortlaufen kann. Ich muß hier weg! Ich muß hier" Da stößt ihn ein Wilder vom Leben in den Tod. fressen und zu faufen. Was sollen sie tun? Wir ben zum Tode zu bringen. Das darf doch nicht machen ein Feuerchen an. sein. Ich will doch leben! Leben! Leben! Leben!" Was grinst du so frech, Pinto, wenn du nichts Ein Schrei ist noch und Alberto ist verSie ſizen im Gasthaus, der Alberto- dick ist einem Fluß entlang, weil der Tag so heiß ist. Ge- es war ein heißer Tag, und das Feuer hat sich verstehst? Um unser Fleisch zu braten! Nun ja, schwunden. Pinto zittert und fällt auf die Knie: sein Bauch, did iſt ſein Geldbeutel, sein Gesicht schwist haben wir, ich kann euch nicht jagen wie. ausgebreitet. Wir konnten nichts machen. Wirklich glängt vom Fett und von Zufriedenheit, der Wir kommen zu einem Wildendorf. Beg sind die nicht. Wir warfen diese Wilden in das Feuer, um Pinto, dessen Bart in dünnen Spitzen aufgezwir- Wilden. Wie vom Erdboden verschludt. Und wir es zu löschen. Aber sie rannten wie Fadeln um belt ist, über den eine spike Nase keck in die Welt hatten gehofft, daß wir endlich etwas zu essen be- her, statt zu tun, was sie sollten." vorspringt, und Matteo, der seine Fingernägel fämen und einiges mehr. Vorsichtig betreten wit faut und in regelmäßigen Abständen in die Stube das Dorf. Ein junger Wilder steht plößlich vor " Wo ist diese Siedlung?" fragt der Wirt. spudt, funstvoll, höchſt kunstvoll; es gibt wenige, uns. Einer meiner Burſchen will anlegen und bie- Gott seis geklagt, gänzlich ausgebrannt. Und die " Du meinst natürlich, wo sie war. Sie ist die den Bogen heraus haben, wie er. Es ist da sen niederknallen. Ich sage: Das hat Zeit. Jener Beute ist auch schon längst verschwunden. So, und Matteo ist geblieben. Matteo ist der Letzte. hinten, weit in der Welt und beileibe nicht in beteuert, daß sie alle friedlich sind, daß sie feine ießt, meine ich, kommt Alberto an die Reihe." Europa, wo diese Art Dinge noch vorkommen bösen Absichten haben. Ich versuche ihm klar zu " Ihr habt keine Kultur im Leibe, das ist cs. fönnen, die hier zu schildern sind. Außerdem ist machen, daß wir auch nur in den besten Absichten beginnen. Alberto wischt sich die feisten Backen und will Das werdet ihr bereuen. Man wird es euch heimzahlen. Laßt mich leben. Ich habe das ja nie gees zum Ausgang des Mittelalters, wo eben doch gekommen find. Er konnte ja nicht ahnen, was uns die Menschen nicht eine so hohe Kultur erreicht fere besten Absichten sind! Er ruft und auf ein- dammich!" Plötzlich reißt er seine Augen auf:„ Verwußt, wie das ist, wenn man Angst hat um sein Leben. O, diese Sonne. Ich habe nie nach der haben, wie heute im 20. Jahrhundert. mal ist das Dorf belebt. Auf einmal sind alle da." Was hast du denn?" fragt Pinto.„ Was Sonne geschaut. Ich will ja weiter nichts, als daß „ Ich werde dir sagen, daß die Wilden an Sie bringen uns Früchte und Tiere und Getränke. ich habe?" knurrt Alberto. Er zeigt auf die Tür. ihr mich leben laßt." allem schuld find!" ſagt in diesem Augenblic Und wir langen zu und essen und ſaufen, aber Die Kumpane schauen bin. Zur Tür quillt es her- Er spürt die Fauſt im Rücken. Er versucht Binto mit ſeiner ſpißen Stimme. Alberto nicht ge- das so, daß wir nicht allzu besoffen waren. Jebt, ein, Maffen von Wilden mit Bogen und Pfeilen. fich zu wehren. Es iſt vergebens. Er fühlt sich mächlich." Selbſtverständlich ſind ſie ſchuld. Das denke ich, jetzt ist es genug mit dieſer Spielerei. Meinen Ton geben sie von fich. Langſam rüden fallen. fann man sich an den Fingern abzählen. Ich werde Bring Gold, sag ich dem Häuptling. Der schüttelt sie näher. dir auch sagen, warum sie schuld sind: Weil sie den Kopf und meint, daß sie keines haben. .Die Pistolen!" schreit Matteo. Sie find einfach feine Kultur haben." „ So, sage ich, ihr habt kein Gold? Die Män nicht da. Keiner hat eine Waffe. Jetzt sind die Matteo spudt einen seiner wundervollen Bo- ner sollen zusammentreten! sage ich. Warum Wilden dicht um sie. Den Wirt schieben sie zur gen: Was ist das Stultur?" Binto sieht ihn wie sollen die Männer zusammentreten? fraat ber Seite. Ein ftrenger Alter heißt sie aufftehen. is Schach ins Volk cinen Narren an:" Was das ist, Kultur? Hat Säuptling- Weil ich es so will, du alter Narr. derwillig folgen sie ihm. Alberto ſchwißt. Pintos man ſe ſchon einen folchen Dummkopf gesehen! Et Los! Schnell, ich habe keine Zeit. Vierzig Män Nale ist noch sviber, Matteos Mund ist trocken, fragt, was Kultur ist! Das ist doch sehr einfach: ner waren das, und ich sage ihnen, daß ich sie daß er nicht einmal spucken kann. Sier ſteht der Wilde, verstehst du? Und hier stehe ießt zu großen Männern machen werde. Sie müſWiJetzt sind sie aus dem Gasthaus gedrängt. ich, sichst du. Na, und er hat keine Kultur, weil sen nur die Hände so ein wenig nach vorn halten, 3mmer weiter müssen sie gehen. Alberto versucht er ein Wilder ist, und ich habe sie, weil ich feiner und ich und meine Burschen werden ihnen einen an sprechen: Ihr lieben Leute, ich meine der bin. Und wenn er etwas von mir verlangt, so Strid darum binden. Wir werden einen Zauber- Svak follte jetzt ein Ende haben. Solche ehrlichen Inalle ich ihn nieder, da hast du die Kultur. Das spruch sprechen, und sie sollen sehen, wie das Seelen" " heißt, um es dir Dummtopf noch klarer zu sagen: wirft. Ja, und sie machen es, und wir binden sie. Da ist ein Wilder bei ihm, deffen Geficht ist Wenn er nun einen seiner verfluchten Giftpfeile Dann halten wir ihnen die Pistolen unter die mit schrecklichen Brandwunden bedeckt. Der legt nimmt und auf mich anlegt, so erkennst du daran, Nase, treiben sie zu den Booten und jagen sie den inner auf den Mund und heißt ihn schweidaß er keine Kultur hat; denn wie kann man mit hinein. Gottverdammich! Es war eine reißende aen. Jekt neht es bergauf. Ein vaar Hundert Gift einen ehrlichen Menschen umbringen wollen, Stelle dieses Flusses und die Boote schossen davon Wilde müssen das sein, die da um sie sind. Gotts frage ich dich? Na also!" und verschwanden. Es war ein toller Spaß! Wir verdammich! Das ist doch der Weg zu diesem BulMatteo traut sich den Bart:" Da ist also das holen uns aus den Hütten, was zu holen war. fan, den sie uns da führen," flüstert Pinto seiBulver gewissermaßen die Kultur?" Pinto wen- Auf die Pferde und fort, wenn auch meine Bur- nen Kumpanen zu. det sich verzweifelt an Alberto:„ Er ist ein Dumm- schen nach den Frauen schielten. Ich sage ihnen: ..Was soll das bedeuten," flüstert Matteo kopf! Außerdem haben wir Menschen, die schreiben Kerls! Das könnt ihr im Lager haben. Hier ist zurück. fönnen, ja, die sogar zu lesen verstehen, was sie das zu gefährlich. Na, und so sind wir zu dem geschrieben haben Gott verdamm mich, wenn Lager zurück. Es war ein Hauptspaß!" nern?" " Sind es nicht auch Kreaturen wie wir?" Pinto stieß Alberto in die Seite:„ Er hat nichts von unserer Kulturgeschichte gehört.". Ja, aber habt ihr es ihnen, ich meine, das Gold ist doch gestohlen!" Sörst du, was der Narr sagt? Gestohlen! " Leben!" schreit er. Dann ist es still. Schachaufgabe Nr. 406 Von A. Ellermann, Buenos- Aires. Schwarz: Ke6. Dd2, Te4, Ld3, g1, Sg8, Ba4, b5, e2, e5, f4, 15.( 12) 7 1 abcdefgh abcdefgh 8 1 Weiß: Kb6, Dc5, Ta6, a7, Lh3, h8, Bg3.( 7) tt in 2 Zügen! Lösungen Alberto versucht aufs Neue sich zu rechtfer= tigen: Ich bin unschuldig! Gott weiß, daß ich unschuldig bin. Ich stehe auf dem Standpunkt. daß wir alle Menschen sind, fertig! Na, und da fann ich also ießt gehen. Diese beiden sind üble scheinen der A Burschen. Ich bin gewiffermaßen der einzia An= 32, Post Modl ständige. Ich habe immer gesagt: Diese Wilden find brave Menschen. Sie hun mir nichts, also tue ich ihnen auch nichts." An ihn drängt sich einer, dessen Augenhöhlen Teer sind. Da sanveigt Alberto, da er erfennt, daß sie schon alles wissen. ich mich je mit solch einem Zeug abgeben werde! Der Wirt wischt sich mit dem Handrücken die -und sie verstehen nicht, was unsere Schreiber. Nase: Und was wurde aus den gefesselten Mänseelen schreiben, da hast du die Kultur!" Alberto nickt Matteo wohlwollend zu: Weiß ich das? Bin ich verantwortlich für Außerdem haben sie uns ihr Gold und ihren sie? Vielleicht reitest du einmal hin und sichst Schmud zu geben, weil wir eben wir sind. Das nach, wo ihre Gebeine bleichen." ist auch ein Teil der Kultur." Matteo grient: ,, Wenn wir das drüben gemacht hätten, so wären wir verdammte Diebe und Gauner! Hier ist es Kultur. Ich verstehe schon. Jedenfalls sind wir stark mit dieser Kultur verbunden." Alle drei beDen hat er um sein Augenlicht gebracht. ginnen schallend zu lachen, daß der schmierige Matteo iſt erboſt über Albertos Gemeinheit, Wirt Carlos herbeigelaufen fommt und sich erfun- Vielleicht haben sie es auf unrechte Art erworben, fich herausreden zu wollen:„ Dieses fette Schwein digt, was es gibt. und sie mußten es wieder herausgeben, wie es will sich reinwaschen. Gottverdammich, ich habe Alberto ruft ihm zu:„ Bring noch von deinem Recht ist, verstehst du? Er weiß nicht, was Recht einiges getan. Aber laßt mich jest laufen, ihr sollt Geföff und hocke dich zu uns, so wirst du erfah- ist! Man muß ihn entschuldigen. Er kommt nicht sehen, was für ein friedliebender Mensch ich sein ren, warum wir fröhlich sind." Carlos bringt aus seiner Gaststube heraus, wo er uns begaunert, werde." einen schmutzigen Krug und füllt die Becher und so fann er nicht wissen, was Recht ist! So, und hodt sich zu den Sauftumpanen. jezt fommt Matteo an die Reihe." Alberto trinkt, seßt ab und meint:„ Wir sollten uns erzählen, was unser bestes Stück war in diesem gesegneten Erdteil. Pinto!" Er stößt ihn fräftig in die Seite:" Fang an!" Pinto fragt sich die Seite:„ Ich?" Ein grins sendes Lächeln erscheint auf seinem Gesicht, daß er einem Teufel gleicht:„ Mein bestes Stück? Da haben wir es: Ich reite mit sechs Mann durch das Land, weil wir Langeweile hatten. Wir reiten an Der Wohltäter Von Grete Hartwig Er erhält keine Antwort. Der Zug ist jest oben angelangt. Sie stehen Matteo spudt seinen kunstvollen Bogen am Rande des fochenden Kraters. Vor ihnen hat Ich tomme an die Reihe? Also schön, fomme ich sich die Menge geteilt. Vor ihnen ist der Weg frei. daran. Wir hatten wieder einmal alles durchge- Der Weg führt in den Krater. bracht, und es mußte durchaus für unseren Geld-„ Nein!" schreit Pinto und seine Stimme beutel gesorgt werden. Also auf die Pferde und tippt über vor namenloser Angst. ins Innere. Es war ein heißer Tag. Wo ist ein Jegt treten Wilde an die drei Männer, im solches Nest von diesen verfluchten Wilden? fag Nu sind sie gebunden. ich. Petruccio antwortet: Weiß eins. Hatte dort Alberto ist halbirr:" Ihr dürft das doch garzu tun.- Wir also hin. Sie bringen uns zu nicht tun. Einen lebendigen Menschen so vom Lelängstens 14 Tage nach Ern Wenzel Scharoch, Drakowa enden. Löst u Nr. 403: T2- g1! Richtige Li sandten ein: Pichrt Wenzel, Bergesgrün: Din Emil u. Amler Rudolf, Tetschen; Schöffel Anton. Schöbritz; Beutel Wilhelm. Arnsdorf b. Tetschen; Hyna Franz, Dux- Krankenhaus: Tepper Franz, Karlsbad; Lohmüller Hans, Habl Erwin, Kreusche Franz, Holfeld Otto, Schindler Robert, Freundi Anton, sämtlich Nestersitz; Havel Franz u. Schmied Ferdinand. Modlan; Mildorf Adolf u. Thönert Max, Tischau: Schöpka Josef, Dux; Berger Josef, Klein- Augezd; Ulbert Rudolf, Proseditz. Partie Nr. 160 Gespielt in Pilsen im Wettkampf ..Atus" gegen Pilsen II. Damengambit. Benda, Pilsen Körbl, Altrohlau 0-0 Weiß: Schwarz: 1. d2- d4 Sg8-16 2. c2- c4 e7- e6 3. Sb1- c3 c7- c6 4. Lc1-85 d7-15 e2- e3 L18-07 6. Sg1-13 S68-17 7. Tal- cl 8. Lf1- d3 d5xc4 Ld3xc1 10. Lc4- d3 b7- b5 Lc8- b7 11. 03-04 12. 04-05 a7-26 S16- d5 13. Sc3-04 Le7xg5 14. Se4X g5 h7- h6 15. Sg5-04 17-15 16. e5x16 e. p. Sd7x16 17. 0-0 Sd5-14 18. Se4x16 19. Ld3- e4! Dd8x16 Ta8- d8! gab es Geschrei beim Nachbarn zur Rechten. Ein schen überwirfst, dann sind wir hier ausgestoßen. Bater brüllte mit seinem Sohn, weil der die Auf- Wenn wir ertranfen werden, wird niemand für gabe schlecht gemacht hatte. Jedes Wort verstand uns um einen Arzt laufen, wenn sich Diebe bei man bei Mayers von diesem pädagogischen Ser- uns einschleichen werden, wird niemand die Polis mon. zei rufen, wenn es bei uns zu brennen anfangen sucht Schwarz eine letzte Falle, welche auch wohl geIch lasse mir das nicht bieten", sagte Maher wird, wird niemand auch nur einen Kübel Wasser lingt. bringen. Wir sind verloren." entschlossen, ich gehe mich beschweren." " Alle guten Geister!" jammerte die Gattin, jest hast du schon den Nachbarn zur Linken zum Feind, jetzt wirst du den zweiten auch wütend machen. Du wirst in den Ruf eines Wüterichs Mayers waren in ihr kleines Häuschen eingezogen und nun war alles fix und fertig. An den Fenstern hingen die buntgemusterten Vorhänge, auf den Fensterbrettern standen die Geranientöpfe und auf dem Gasherd broßelte das erite föstliche Wahl. Es war doch reizend, in diesem freundlichen Villenviertel zu hausen; der fleine Vorgarten empfing einen schon so lieb und kommen!" die Nachbarhäuschen waren so gepflegt und herzig. Aber Herr Mayer ließ sich nicht abhalten. Er Hoffentlich wohnten hier auch nette Leute, mit machte dem Nachbarn zur Rechten auch den Standdenen man mit der Zeit in freundschaftlichen Ver- punft flar und von nun an hörte man von dort tehr treten konnte. Frau Mayer lugte aus ihrem fein lautes Wort mehr. Gurren. Es begann um vier Uhr früh und endete gegen Abend. Es war, um schön langsam irr finnig zu werden. Die Leute hielten sich eine Turteltaube. Stüchenfenster schon neugierig nach allen Seiten. Bald darauf hörten sie aber aus dem Hause, Sie hatten vier Nachbarn: einen rechts, einen das hinter dem ihren stand, ein fortwährendes Tints, einen hinten, einen vis- à- vis und die Gärten waren so klein, daß man einander recht nahe war. Hier muß man sehr verträglich sein!" sagte Frau Mayer sinnend und Herr Maher nidte dazu. " Das halte ich nicht aus!" tobte Mayer, Am nächsten Tag ließ der Nachbar zur Linlen seinen Radioapparat laufen, und zwar ohne die Leute müssen das Tier weggeben." Unterbrechung. Man hörte die Turnstunde, Wal-" Gott!" wimmerte die Frau, man wird zer, Vorträge, Märsche, Hörspiele, Opern und ja mit Fingern auf uns weisen und wir werden Sportberichte. Herr Mayer begann sich zu ärgern, als Quälgeister und Nörgler verschrien werden! es half nichts, innerlich zu wüten, es half nichts, Bis jetzt haben die Leute hier in Ruhe gelebt, seit zu schimpfen und sich die restlichen Haare zu rau- du da bist, werden sie gepeinigt und gemaßregelt. sen. Es half nichts. Das fann nicht gut ausgehen." Mayer fümmerte sich nicht um ihre Klagen, fondern ging Ordnung machen. Und die Turteltaube. verschwand. " Ich gehe hinüber und verbitte mir diesen Lärm!" schrie Mayer. Um Gotteswillen!" flehte feine bessere Sälfte, gleich am ersten Tag willst du dir die Leute zu Feinden machen?" Aber Mayer machte Ernst, ging hinüber, siellte die Leute zur Rede und von nun an hörte man den Apparat nur mehr ganz schwach oder gar nicht. Aber nicht lange genoß das Ehepaar den erkämpften Frieden. Schon am übernächsten Tag Befriedigt genoß Herr Mayer die neue Ruhe. Aber nicht lange. Sturze Zeit später erflangen aus der Villa bis- à- vis Klavierübungen. Stalen, hinauf und hinunter, hinauf und hinunter. Nachdem der Bauer c6 unrettbar verloren ist, ver20. S13- e5? 21. g2- g3? D16-85 Td8Xd4! Festen Schrittes ging Herr Maher über die Weiß gibt auf. Die letzten Züge von Weiß waren schmale Straße in die Villa vis- à- vis. Und die sehr lau gespielt und gaben Schwarz diese Chance. Stalen verstummten. Und siehe da. Es kam der Nachbar zur Linten und sagte: Früher ließ meine Mutter den ganzen Tag das Radio laufen und man fonnte vor Lärm sein eigenes Wort nicht verstehen. Seit Sie sich aber beschtvert haben, läuft es nur mehr ganz leise und nun halte ich es zu Hause auch wieder aus. Ich danke Ihnen. Sie haben mir einen großen Dienst erwiesen." Es kam die Nachbarin zur Rechten und sprach:" Mein Mann hat früher mit meinem Buben immer fürchterlich gebrüllt. Das Kind war schon ganz nervös und auch ich habe mich darüber schrecklich aufgeregt. Partie Nr. 161 Gespielt im Wettkampf..Atus" zegen Pilsen I. Sizilianisch. Weiß: Schwarz: Thiel, Komotau e2- e4 Tous, Pilsen c7- c5 Sg1-13 Sb8- c6 3. Sb1- c3 07-06 a2 a3 d7-45 e4Xd5 e6xd5 d2-43 Sg8-16 7. h2- h3 Lf8-46 8. LI1- e2 Sc6- d4 9. St3xd4 c5xd4 10. 11. 0-0 12. Le2-13 13. Lc1-85 Sc3- a2 0-0 Lc8- e6 Dd8- d7 S16-08 14. 82-84 17-15 15. Tf1- el Dd7-17 16. Lg5- h4 67-85! 17. Dd1- e2 18. Lh4xg5 Se8- c7 Seit Sie bei uns waren, spricht mein Mann leise und das Kind lernt jetzt auch viel besser. Das verdanke ich nur Ihnen." Der dritte Nachbar raunte:„ Die Turteltaube hatte mich schon selbst zum Wahnsinn gebracht, aber meine Frau wollte sich ja absolut nicht von ihr trennen. Erst durch Ihre Beschwerde mußte sie sich dazu bequemen und nun ist auch der Defensive gedrängt, Sa2 steht auf verlorenen Posten. eheliche Friede wieder hergestellt. Innigen Tant!" D17- g6 Die weißen Figuren werden immer mehr in die . 19. Lg5- h4 20. Kg1 – h Ta8- e8 Dg6- h6! Weiß muß Figur einstehen lassen da eine MattDas Töchterlein von vis- à- vis flüsterte: " Immer wurde ich zum Klavierüben gezwungen und haßte es doch so. Jeßt, seit Sie den Strad drohung anders nicht zu verhindern ist. gefchlagen haben, bin ich es los. Sie sind ein Bohltäter." Und den Nörgler Mayer nannte nun das " Du wirst doch nicht unsern leßten Freund ganze Villenviertel so, die Männer zogen tief die auch noch vor den Kopf stoßen!" beschvor Frau Süte vor ihm, die Frauen lächelten ihn an, die Mayer ihren Gemahl, noch ehe er ein Wort gefagt Kinder grüßten wohlerzogen und die reizenden, hatte." Wenn du dich auch noch mit diesen Men- jungen Mädchen brachten ihm Blumen. 21. 22. 23. 24. Tf1- gl 84x15+ De2-11 Df1- g2 Dh6Xh4 Kg8- h8 Tf8x15 T15- g5! Weiß kann den Turm wegen drohenden Matt nicht nehmen. 25. Dg2- f1 Le6Xh3! und Weis gibt die aussichtslose Partie auf. Es war aber auch schon höchste Zeit. Abkürzungen: Dt. Sdg.- Deutsche Sendung- Na- Nachrichten- OK Orchesterkonzert- Sch- Schallplatten TM Tanzmusik- UM= Unterhaltungsmusik Inland Vt= Vortrag. Prag- Mělník an allen Wochentagen: Rundfunk der Woche 6.00-8.00 Morgensendung. 12.30 Na. Montag, 29. August 12.45 Sch.- Konz. 14.00 Börse. 19.15 u. 22.15 Na. Na. Sonntag, 28. August Mittwoch, 31. August Schulmeisterleins. 18.00 Sudetenife Cellomus.( Cello: Josef Merz, Klaw Fr. Holeček). 18.10 Vt. Sekr. Rudolf: Die Siedlung d. Industriearbeiters. 18.20 Sportorakel. 18.35 Arbeitersdg. Aktuelle zehn Minuten. 18.45 Blasmusik d. Postler. 19.30 Vt. Dr. Wodak ü. moderne Gesichtsplastik. 19.45 Was die Woche brachte, Plauderei. 20.00 Prag- Mělník: 10.15 F. d. Frau: Vt. Gerta Resek ü. Charme. 10.30-11.00 nade Es- dur. 16.45 Donau- Mühlen, in Tätigkeit. 18.35 Arbeiterfk. Vt. ü. OK( Dir. Fr. Rieger) Werke v. Uebertr. a. Preßbg. 17.15 UM( Sch.) jungen Arbeiter auf dem Sokolfest. Brahms u. Dvořák. 21.00 Der tapfere Prag- Mělník: 10.15-11.00 Sch. 12.15 17.40 Violinkonz. 18.10 Arbeiterfk. 19.25 Ber. ü. Flugrennen durch die Cassian, Marionettenspiel v. Arthur Prag an allen Wochentagen: 6.00 Vt. Max Filipp ü. Messen als Brenn- Aktualitäten. 18.20 UM. 19.25 Ber. ü. Kleine Entente. 19.30 Blasmusik. 20.00 Schnitzler, Musik von Oscar Strauß, Morgensendung. 9.45 Sicherheits- punkte internationalen Handels. 18.00 Flugrennen durch d. Kleine Entente Vt. 20.40 Kameraden, Hörsp. a. d. 22.30-23.00 Moderne Mus.( OK, Dir. Goethe und Tomaschak, Hörbild mit a. Brünn. 19.30 UM. 20.25 Hörf. ü. Weltkriege v. Pleva. 22.15-23.00 Ančerl). dienst. 10.45 Frauenfunk. 11.55 Landw. Prag: 12.10 Sch. 12.45 OK a. Ka. 13.50 Industrie. 16.00, 19.00 u. 22.00 Mus.( Ges. Gertrud Brill, Klav. Fr. Holland( zum holländ. Staatsfeier- Sch.- Folge. Holeček). 18.30 Vt. Dr. Hans Adler: tag). 20.05 V. Nejedlý: Dritte Symph., Mähr. Ostrau: 16.45 Vt. ü. Schüler schau. 14.10 Sch. 16.15 UM a. Ostrau, Rechte u. Pflichten der Radiohörer. den Verteidigern d. Demokratie ge- d. Hilfsschulen. 17.40 Feuilleton. 18.00 16.45 Vt. ü. Stundenplan i. d. Schule 18.45 OK. 19.30 P. A. Mill: Glücks- widmet. 22.15 Tanzrevue( Sch.) a. Chansons. 18.20 Arbeiterfk. Vt.Warum d. Lebens. 17.00 UM a. Ostrau. 18.00 sollen wir Volkswirtschaft studieren. Kulturber. 18.20 UM v. d. Slaw. Insel, Prag- Mělník: 9.30 Sonntagsgedan- zahl 19. 20.00 OK. 20.35 Von d. Lu- Ostrau. Brünn: 13.50 Industrie. 17.40 Russ. 20.00 Vt. ü. Regulierung von Sturz- 19.25 Ber. ü. Flugrennen a. Brünn, ken. 9.40 Blasmus.( Prager Blas- zerner Festspielen: Symph. Konz. 20.00 Tschech. Volkslieder. 20.25 Der quintett). 10.10 Walter Seidl zum Ge-( Dir. Bruno Walter). 22.40 Vt. Anne- Lieder. 18.00 Dt. Sdg. Arbeitersdg. bächen. 21.25 Popul. OK. Mond auf dem Dorfe, Komödie v. dächtnis, Hörf. v. Dr. Maras. 11.00 marie Rost: Die Tschechoslovakei Sozialinform. Sen. W. Nießner: Ideale Donnerstag, 1. Setember Turgenjeff. 22.15-23.00 Sch. Symph. Konz.( Sch.) 12.00 Lieber d. Land d. olymp. Spiele. 22.50-23.00 und Wirklichkeit im Zeitgeschehen. Prag- Mělník: 10.00 Schulfunk: Feier- Brünn: 12.00 Landw. 13.50 SozialHörer! 12.05 Presse. 12.25 OK. 13.30 Dr. Ernst Schein: Vor der Prager Landw. 18.35 Sch. 19.25 Ber. ü. das Flugrennen durch d. Kleine Entente. liche Eröffnung d. neuen Schuljahres inform.16.15 Vt. ü. Windantrieb. 17.40 Sch. auf Wunsch der Hörer. 14.00 Herbstmesse. Bauernpredigt. 14.15-14.30 Arbeiter- Prag: 12.10 Sch. 12.45 Mil- Konz. 20.25 Mus. Monatsschau. 20.50 Car-( m. Ansprache des Ministers Dr. Sch. 18.00 Dt. Sdg. Sportber.„ Ferien", Franke). 10.30-11.00 F. d. Frau: Elsa Hörsp. f. d. Jugend v. Willi Rolden. sendung. Ruth Körner: Frauen, Krieg 13.50 Arbeitsmarkt. 14.10 Sch. 16.15 men, Oper v. Bizet. u. Menschlichkeit. 14.30-15.30 Fuß- Kleine Stücke v. Dvořák. 16.45 Vt. ü. Mähr. Ostrau: 12.00 Landw. 17.25 Schulz: Schmuck und Edelsteine im 19.25 Ber. ü. Flugrennen durch die ballreportage. 17.50-18.50 OK aus d. Photographieren v. Tieren. 17.00 Vt. ü. Kindergärten. 18.10 Dt. Sdg. Wandel d. Jahrhunderte. 12.10 Sch. Kleine Entente. 19.30 Mil.- Konz. 18.00 Bohuslav Martinů: Moderne Mähr. Ostrau: 12.00 Landw. 16.15 Mähr. Ostrau. 18.50 Hörbild v. d. Popul. Musik. 17.30 Sch. 17.40 Volks- Landw. Fr. Mannjoung: Die HotelKlavierstücke( Klav. Gerta Resek). UM. 16.45 UM. 17.00 UM. 17.40 VorHopfenpflücke. 19.15 Na. 19.30 Musi- lieder. 18.10 Arbeiterfk. Vt. ü. Hopfen- ratte, Erzähl. 20.25 Chrysanthemen, 18.10 Landw. 18.45 Dr. G. Alter: Der lesung a. d.„ Großmutter" v. Něm ker um Goethe( Renate Görling, So- pflücken. 18.20 UM. 19.25 Ber. ü. Flug- Hörsp. a. d. Filmwelt v. Fr. Rosenpran, Magnus Andersen, Baß, Fr. rennen durch d. Kleine Entente. 20.15 berg. 21.30 Poln. Lieder. 22.15-23.00 Sternhimmel im September. 19.00 cová( Der Weg in die Schule). 18.10 Polit. Wochenschau. 19.10 Sch. 19.30 Dt. Sdg. Dr. Leicht: Vt. ü. SchulHoleček, Klavier). 19.50 Sportbericht. Lieder a. d. walachischen Bergen a. Tanzrevue( Sch.). Dt. Klavier- Balladen( Klav. Friede20.00 OK. Aus ital. Opern. 20.30 D. Ostrau. 20.45 Vt. Mojzis- Lom: Wie rike Schwarz). 19.40 Die Spieler, Ein- Zahnpflege. Max Reger: Suite im alten Stil f. Violine u. Klavier( gesp. Jahrmarktsfest von Plundersweilern, das Nationaltheater den 20. Jahresakter nach Gogol v. Alfons Schultz. v. Schmidt- Kubin u. J. Kalab). Spiel v. Goethe. 21.00 Vom Kammer- tag d. Republik feiert. 22.20 Esperanto Prag- Mělník: 10.15-11.00 Sch. 12.10 20.35 Von d. Luzerner Festspielen, musikfest Trentschin- Teplitz( Quar- a. Brünn. 22.30-23.00 Konz. d. Quat- Sch. 12.15 Vt. Oswald Günther: Die Symph. Konz.( Dir. Mengelberg). Samstag, 3. September tett F. Touche, sp. Roussell u. Ravel). tuor pro nova a. Belgien. Entwicklung d. Schulwesens in Ost- 22.45-23.00 TM( Sch.) 21.55 TM a. Hotel„ Corso", MarienBrünn: 13.50 Belehrende Lektüre. böhmen. 13.50 Arbeitsmarkt. 18.00 Prag: 12.10 Sch. 12.45 OK a. Ostrau. bad. 21.15 Na. 22.30-23.30 TM a. 17.40 Sch. 18.00 Dt. Sdg. K. Kinzel: Lieder u. Duette v. Joh. Strauß( Ges. 14.10 Sch. 16.15 OK. 16.45 Vt. Slavia Bafa- Hotel Zlín. Das Taschentuch, eine hygien. Be- Emmy Kreutzer, Hilde Raave, Klav. trainiert f. Mitropa- Pokal- Finale. 17.00 Sch. 12.10 UM( Ges. K. E. Preger, Prag: 6.30 Morgensdg. 7.00 Mil.- trachtung, Dr. Lilli Fried- Polaschek: R. I. Schubert). 18.20 Arbeitersdg. UM. 17.40 Violakonz. 18.10 Arbeiter- Martha Rieß, Klav. R. I. Schubert). 14.00-14.30 Jugendstd. ,, Mikrophon Konz, a. Poděbrad. 8.00 Sich.- Dienst. Die Prokopbasilika in Trebitsch. Dr. Alois Mühlberger: Kinder träu- funk. Vt. Durch Fleiß u. Ausdauer 8.10 Sch. 8.45 Erwägungen a. Ostrau. 18.35 Arbeiterfk. 19.25 Ber. v. Flug- men. 18.40 Sozialinform. 18.45 UM des zum Erfolg. 18.20 UM. 19.20 Ber. ü. d. Jugend". 18.00 Kreuz und quer 9.00 Orgelkonz. 9.15 Arbeitersdg. Vt. rennen durch d. Kleine Entente. 19.30 Augustin- Sextetts. 19.30 Das deutsche Flugrennen durch d. Kleine Entente durch unsere schöne Heimat. 18.30 ü. Arbeiter i. d. Strakonitzer Waffen- Der blaue Montag, Kabarett- Revue. Handwerk, Hörf. v. Hans Multerer. a. Brünn. 19.30 Aus d. National- OK. 19.00 Zum 50. Geburtstage Friedr. fabrik. 9.30 Sch. 9.40 Industrie. 9.55 22.20 Esperanto- Na. 20.00 OK( Dir. S. Glanz). 21.00 Albert theater: Dalibor, Oper v. Smetana. Bluncks. 19.30 Feierabend" v. MulUM. 10.25 Liter. Sdg. 11.00 OK a. Mähr. Ostrau: 16.45 Vt. ü. das Kind Winter: Applaus nach dem hohen 22.40 Sch. terer. 20.15 Spätsommerfest, lustiges Preßbg. 12.25 UM a. Kaschau. 13.50 u. d. Schule. 17.40 Vt. ü. Polar- Luft- C".( Vorles.) 21.15„ Das Märchen Brünn: 10.30 Sch. 13.50 Dt. Arbeits- Abendprogr.( Orch. u. Ltg. v. Popper, Landw. 14.05 Sch. 15.30 UM. 16.00 reisen. 18.00 Sch. 18.10 Dt. Sdg. Ar- von d. schönen Magelone" v. Ludw. markt. 16.45 Vt. ü. Flugplätze u. Flug. Solistin Rose Book, Jodlerin Zenzi Mil.- Konz. 16.45 Report. v. Wasser- beitersdg. M. Nichert: Arbeiterinnen- Tieck, Komp. v. Brahms, für d. Sen- zeuge. 17.40 Sch. 18.00 Dt. Sdg. ArGruber, Ges. Ferry Löring). 22.30 bis 23.30 TM a. Hotel„ Corso", sport. 17.05 UM. 17.35 Vorles. v. Fr. schicksal einst u. jetzt, Liederkonzert der eingerichtet v. Ernst Latzko( Ges. beitersdg. Fritz Perlsee: Upton SincLanger. 17.45 UM. 18.15 Vt. ü. San Else Holosch- Langer( Klav. R. Lan- Mali Trummer, Gerda Redlich, Rolf lair( zum 60. Geburtstage), Karl Marienbad. Prag: 12.10 Sch. 12.45 Popul. OK. Marino. 18.30 UM. 19.00 Na. 19.20 ger). 20.15 Lieder a. d. walachischen Hartmann, Kurt Mahr, Klav. Ernst Schirmeisen: Der mähr. Karst. 18.35 Latzko). 22.30-23.00 TM( Sch.) Report. v. Flugrennen durch d. Kleine Bergen v. V. Musil. Sch. 19.20 Ber. ü. Flugrennen durch 13.50 Arbeitsmarkt. 14.00 Sch. 14.10 Entente. 19.25 Hörf. Es weht schon Prag: 12.10 Sch. 12.45 UM. 14.10 d. Kleine Entente. 19.25 UM. 20.00 Die UM a. Brünn. 16.10 Konz, a. Kaschau. über die Stoppelfelder. 20.50 Vt. ü. Dienstag, 30. August Sch. 16.15 Dvořák: Streichquartett G- slowakisch- mähr. Sonne, Funkbild v. 17.50 Industrie. 18.05 Arbeiterfk. Vt. Jirásek. 21.05 Konz. d. Tschech. Phil- Prag- Mělník: 10.15 F. d. Frau: Ein- dur. 16.45 Vt. ü. Janáček- Festival. Vaněk. 20.30 Sch.- Revue. 21.15 Vt. ü.ü. Kulturwillen d. Arbeiters. 18.20 harmonie. 21.55 Na. 22.20 Sch. 22.35 siedekurs: Gemüse. 10.30-11.00 Sch. 17.00 TM v. Barrandov. 17.40 Lieder- Studium an den franz. Hochschulen. OK d. Postangestellten. 19.20 Ber. ü. bis 23.30 TM a. Preßbg. 12.10 Sch. 18.00 Schrammelkonz.( Ges. konz. 18.10 Vt. ü.. Aufgaben d. Sach- 21.30 Respighi: Alte Tänze u. Arien Flugrennen a. Brünn. 20.50 Vt. ü. BeBrünn: 8.25 Liederzyklus nach Ge- Erich Wolf), Klav. R. I. Schubert. verständigen. 18.20 Leichte Mus. 19.15( Brünner Quartett). ginn d. Schuljahres. 21.05 OK aus dichten v. Jiří Wolker, v. J. Plavec. 18.30 A. d. tschechoslov. Kulturleben. Polit. Aktualität. 19.25 Ber. ü. Flug- Mähr. Ostrau: 12.45 OK. 16.45 Vt. Preßbg. 22.15 Sch. 22.30-23.30 Jazz9.15 Arbeiterfk. Vt. ü. Arbeitsvertrag 18.45 UM. 19.30 Jazz auf 2 Klavieren rennen durch die Kleine Entente a. ü. bulgar. Klöster. 17.40 Neue Bücher. musik aus dem Café National. im neuen Gesetz. 14.05 Dt. Landw.( Ges. Rolf Hartmann, Saxophon: Brünn. 19.30 OK a. Kaschau. 20.00 18.00 Vt. i. Hultschiner Ländchen. 17.45 Sch. 18.50 Dt. Na. 19.20 Report. Willi Fleischhans). 20.00 Beethoven- Vt. ü. unsere Freiwilligen 1918 und 18.10 Dt. Sdg. Maria Stona liest aus v. Flugrennen durch d. Kl. Entente. Konz.( OK) Klav. Erich Landerer. heute a. Brünn. 20.15 UM a. Kaschau. ihren Werken. Wilh. Matzner: Phi20.50 Vt. ü. Fischfang mit Flugzeug. 21.00 Die Armbanduhr, Einakter von 20.40 Kameraden, Hörsp. v. Pleva a. latelic f. Laien. 22.15-23.00 Sch. Mähr. Ostrau: 8.45 Erwägungen. Emil Faktor. 21.40 Die gute alte Zeit, Brünn. 21.25 OK a. Ostrau. 22.15 9.20 Waldhorn- Quartett. 9.40 Arbei- Liederstd. v. Pollini( Mitw. Else Sch. a. Brünn. Freitag, 2. September terfk. Vt. ü. 20- Jahrfeier d. Republik. Lord, Leop. Dudek u. Augustin- SexBrünn: 13.50 Arbeitsmarkt. 14.10 Prag- Mělník: 8.00 Morgenruf des Mähr. Ostrau: 17.45 Sch. 18.05 10.25 Literatur. 17.35 Ferienfeuilleton. tett). 22.30-23.00 OK( Werke von Landw. 16.45 Vt. ü. Richter als Er- Schulfunks. 10.15 Trostreiche Std. Konz. d. Peterwalder Zitherkränz17.50 Dt. Sdg. UM d. Rundfunkorch. Schubert). Dir. R. M. Mandée. zicher. 17.40 Cellosoli. 18.00 Dt. Sdg.( Ges. Kath. Hoffmann, Klav. Fr. chens. 18.20 Arbeiterfk. Vt. ü. Jugend ( Dir. G. Singer). 18.20 Dt. Na. 20.55 Prag: 12.10 Sch. 12.45 UM. 14.10 Dr. Rob. Kocaurek: Psychologie d. Holeček). 12.10 Sch. 12.15 Vt. Her- in d. Walachei. 18.30 Zitherkonz. 20.50 Schallplatten. Sch. 16.15 J. Suk: Streichorch. Sere- Kindes; Fr. Biberle: Der Krakatau mann Hochfelder: Erlebnisse eines Vt. ü. Troppauer Kulturgeschichte. Ausland Sonntag, 28. August Deutschlandsender: 6.00 Konz. a. Hambg. 8.00 Sch. 9.00 UM. 11.00 OK a. Salzbg. 13.15 OK a. Leipzig. 18.00 Schöne Melodien. 20.15 Franz. Mus. ( Sch.) 20.30 Der Mann aus d. Expreß, Hörszene v. Angermayer. 21.00 OK. 22.30 Kammermus. 23.00 OK. 0.10 bis 2.00 Mus. a. Frankf. Berlin: 10.00 UM. 11.30 Ital. Sänger.( Sch.) 12.00 OK. 14.00 Sch. 15.30 UM. 16.00 UM a. Saarbr. 19.00 UM. 20.15 OK m. Solisten. 22.30 UM. 1.00 bis 3.00 Mus. a. Hambg. Breslau: 9.30 Klaviermusik. 11.30 Lieder u. Balladen. 14.30 Sch. 16.00 Schles. Dorfzeitung. 1.830 Chorkonz. 19.30 Sch. 20.30 Nachbarin des Donners, Hörf: ü. Glocken. 22.30 UM a. Berlin, 24.00-3.00 Mus. a. Hambg. Leipzig: 9.30 Sch. 12.00 OK. 14.05 Sch. 18.00 Klaviermus. 20.10 UM. 22.30 TM a. Stuttg. 24.00-3.00 Mus. a. Hambg. Wien: 9.00 Sch. 11.00 OK aus Salzbg. 13.00 OK a. Berlin. 18.00 Sch. 20.10 UM. 22.30 UM a. Berlin. 24.00 bis 3.00 Mus. a. Hambg. 15.40 Hörber, ü. Geigenbau. 16.00 Streichorch. 16.45 UM. 18.00 Lieder v. Jos. Haas u. Hugo Wolf. 19.15 Musik. Seefahrt v. Genua bis Yokohama. 20.10 OK a. Leipzig. 22.30 Mozart: Sonate D- dur. 23.00 TM a. Wien. 24.00-2.00 Konz. a. Stuttg. Berlin: 12.00 OK a. Leipzig. 14.15 UM. 15.15 Sch. 17.00 Klaviermusik. 18.00 UM. 19.00 Franz. Komponisten. ( Sch.) 20.15 UM. a. Wien. 22.30 TM a. Köln. 24.00-3.00 Mus. a Köln. Breslau: 12.00 Konz. aus Hambg. 14.00 Sch. 17.00 Vt. ü. Wilh. Busch. 17.10 UM. 20.10 Der blaue Montag, Hörf. 22.30 TM a. Köln. 24.00 bis 3.00 Mus. a. Köln. Leipzig: 12.00 OK. 14.00 Sch. 15.40 Vt. ü. die Dichterin Karschin. 16.00 OK a. Frankf. 18.00 Vom Kasperle u. vom Puppenspiel. 18.20 Lieder von Beethoven. 20.10 OK m. Solisten. 22.30 TM a. Köln. 24.00 bis 3.00 Mus. a. Köln. Wien: 12.00 Konz. a. Hambg. 14.10 Sch. 16.00 Konzert a. München. 20.10 UM. 22.30 TM. 24.00-3.00 Mus. aus Köln. Beromünster: 17.00 Sch. 18.00 Kinderstd. 18.30 Thurgauische Dichtung. 19.00 Sch. 19.55 Schweizer Mus. 20.00. OK. Beromünster: 16.50 Zichharmonikakonzert. 17.35 Erzählung. 18.00 Volkstüml. Std. 19.00 Klaviermus. Mailand: 17.15 TM. 21.00 Operette. 19.45 Na. 20.00 Hörfl. 20.50 UM. 21.45 23.15-23.55 TM. Orgelkonzert. Mailand: 17.15 UM. 21.00 Lustsp., dann bis. 23.55 TM. Moskau- Komintern: 17.00 Lieder. 17.30 Mus. 18.00 Sängerchor. 18.30 Polit. Übersicht. 19.30 Mus. v. Borodin. 20.30 Festkonz. z. 20jähr. Bestehen d. Komsomolz. 21.30 Na. Montag, 29. August Deutschlandsender. 12.00 Konz. a. Hambg. 14.00 UM. 15.15 Caruso- Sch. Nachrichten in deutscher Sprache ( außer Sonntags): 5.45 Paris Mondiale. 7.55 Luxemburg. 8.20 Straßbg. 10.05 Brünn. 12.30 Prag- Mělník. 13.55 Brünn. 14.00 Prag u. Preßbg. 18.15 Moskau. 18.45 Brünn, Mähr. Ostrau u. Preẞbg. 19.00 Luxemb. 19.15 Prag- Mělník. 19.45 Beromünster. 20.00 Straßbg. 22.00 Moskau. 22.15 Prag- Mělník. 22.50 Bukarest. Moskau- Komintern: 17.00 Sängerchor. 17.30 Liter. Progr. 18.00 Ukrainische jüdische u. weißruss. Volkslieder. 19.00 Span. Mus. 20.00 Dramat. Progr. 21.30 Na. Dienstag, 30. August | Leipzig: 12.00 OK. 14.00 Sch. 15.20 Kammermus. 16.00 UM. 18.00 Vt. ü. Straßburger Münster. 19.00 Bunte Std. 20.10 Chorges. 22.30 TM a. Hambg. 24.00-3.00 Mus. a. Wien. Wien: 12.00 OK. 14.10 UM. 15.30 Hausmus. 16.00 UM. 18.00 Hörber. v. d. Grabungen in Hallstatt. 18.15 Sch. 19.00 Lieder u. Balladen. 20.10 Heimatabend aus Lienz. 22.30 TM a. Hambg. 24.00-3.00 Kammerorch. und Volksmus. Beromünster: 18.00 Ländlermus. 18.20 Jodellieder. 18.45 Franz. Mus. 19.00 Vt. ü. Afrika. 19.15 Slaw, Violinvirtuosen. 20.55 Schubert- Sonaten. 21.40 UM. Mailand: 17.15 Cellokonz. 21.00 La Gioconda, Oper v. Ponchielli. Moskau- Komintern: 16.30 Chorges. 17.30 Vt. 18.00 Rezitation. 21.30 Nachrichten. Mittwoch, 31. August Brünn: 12.00 Landw. 13.50 Industrie. 14.10 UM. 17.35 Klavierkonzert. 18.00 Dt. Sdg. Violinkonz. Karl Brix ( Klav. Ph. Beran). 18.35 Sch. 19.20 Ber. v. Flugrennen durch d. Kleine Entente. 19.25 Radio- Revue. Moskau- Komintern: 17.00 Sch. 17.30| OK aus Oper u. Operette.( OK.) F. d. Arktis. 18.00 UM. 19.00 Liter. 20.15 Symph. Konz. 21.30 UM. 22.30 Programm. 19.30 Mus. 21.30 Na. 23.00 TM. 24.00-3.00 Mus. a. Königsbg. Deutsches Progr. Donnerstag, 1. Setember Deutschlandsender: 12.00 Mus. a. Breslau. 14.00 UM. 15.15 Hausmus. 16.00 UM. 18.15 Lieder v. Pfitzner u. Marx. 19.15 Stimmen der Völker. 20.15 Kammermus. 20.40 Symph. Konz. a. Luzern.( Dir. Mengelberg.) 23.00 OK. 24.00 bis 1.20 Haydn- Brahms- Tschaikowski- Konz. Berlin: 12.00 Konz. a. München 14.15 UM. 15.15 Sch. 17.00 Dt. Lieder. 18.00 UM. 19.00 Sänger u. Virtuosen. ( Sch.) 20.15 UM. 22.30 UM. 24.00 bis 3.00 Konz. a. Danzig. Breslau: 12.00 Konzert a. Saarbr. 14.00 Sch. 16.00 UM. 17.00 Blasmus. 18.00 Vt. ü. Professorenweisheit.. 19.00 Blasmus. 20.25 Dt. Balladen. 22.30 TM. 24.00-3.00 Mus. a. Königsbg. Leipzig: 13.15 Konz. a. Saarbr. 14.00 Sch. 16.00 OK. 18.20 Klaviermus. 22.30 TM. 24.00-3.00 Mus. a. Königsbg. Wien: 12.00 UM. 14.10 OK.( Sch.) 15.30 Lieder. 16.00 OK. 19.00 Flieger im Westen, Hörsp. v. Grabler. 22.30 TM a. Leipzig. 24.00-3.00 Musik a. Königsbg. Beromünster: 17.00 UM. 18.00 Kinderstd. 18.45 Wochenschau. 19.10 Von Volksbräuchen. 19.55 UM. 20.20 Hörf. 21.40 Vokalkonz. 22.00 Walzer. ( Sch.) Moskau- Komintern: 17.00 Konzert. 18.00 Mus. 19.00 Konzert. 21.30 Na. 23.00 Deutsches Progr. Breslau: 12.00 OK. 14.15 UM a. Berlin. 16.00 OK a. Leipzig. 18.20 Or gelmusik. 19.00 Virtuose Mus. 20.10 Heitere Szene v. guten Ton am Telephon. 20.30 OK. 22.30 UM a. Stuttgart. 24.00-3.00 Mus. a. Danzig. Deutschlandsender: 12.00 Mus. aus Danzig. 14.00 UM. 15.15 Opernduet- 14.00 Sch. 16.00 OK. 18.20 Violinmus. Leipzig: 12.00 Konz. a. München. Samstag, 3. September te.( Sch.) 16.00 UM. 18.15 Grieg: So- 20.10 Mus. a. Dresden. 22.30 UM aus nate a- moll f. Cello und Klav. 19.15 Stuttg. 24.00-3.00 Mus. a. Danzig. Deutschlandsender: 12.00 Konz. a. Königsbg. 14.00 UM. 15.15 DeutschIm Wald und auf d. Heide.( Mus. Wien: 12.00 GK. 13.15 Konzert a. ital. Opernmelodien.( Sch.) 16.00 UM. Hörf.) 20.15 Streichquartett. 21.15 München. 14.15 UM a. Hambg. 15.30 18.00 Duos u. Duette. 19.15 KammerErster Klasse, Lustsp. v. Thoma. Walzer- Sch. 16.00 OK a. Leipzig. musik. 20.15 Schöne Melodien. 22.30 21.30 Sch. 23.00 Italienische Musik. 18.00 Lieder v. Pfitzner. 18.25 Vt. i. Kammermus. 23.00 Mus. a. Dresden. Berlin: 12.00 Konzert a. Stuttgart. UM. 21.40 V. d. Luzerner Festspied. Antillen. 18.40 Ländl. Mus. 21.00 24.00-2.00 Konz. a. Frankf. 14.15 UM. 15.15 Sch. 17.00 Kammer- len: Symph. Konz.( Dir. Mengel- Sch. 16.00 OK a. Breslau. 18.00 UM. musik. 18.00 UM. 19.00 Sch. 20.15 Ope- berg.) 22.50 UM a. Stuttg. 24.00-3.00 rettenmus.( Sch.) 21.00 Schubert- OK. Mus. a. Danzig. 22.30 TM a. Breslau. 24.00-3.00 Konzert a. München. 24.00-2.00 Konz. a. Stutg. Breslau: 12.00 Konz. a. Stuttg. 14.00 Sch. 16.00 UM a. Saarbr. 19.00 Hörf. v. Schles. Dorf. 20.10 Sch. 22.30 TM. Deutschlandsender: 12.00 OK aus 24.00-3.00 Mus. a. München. Frankf. 14.00 UM. 15.15 Sch. 16.00 Leipzig: 13.15 Konzert a. Stuttgart. UM. 18.00 Klaviermus. 19.15 Dorflic- 14.00 Sch. 16.00 OK. 18.00 Vt. über der. 20.10 u. 21.15 Mozart- Serenade Abraham a Santa Clara. 20.10 UM. a. Salzbg. 22.30 Kammermus. 23.00 22.20 UM a. Bad Sachsa. 23.05 Mus. Symph. Konzert.( Dvořák: Aus der a. Wien. 24.00-3.00 Mus. a. München. Wien: 12.00 Konz. a. Stuttg. 14.10 neuen Welt.) 1.05-2.00 Musik aus Frankfurt. Berlin: 12.00 OK. 14.15 UM. 16.00 OK a. Königsbg. 18.00 UM. 19.00 Fidelio, Oper v. Beethoven a. Salzbg. 22.30 TM a. Hambg. 24.00-3.00 Mus. aus Wien. Breslau: 13.15 OK a. Frankf. 14.15 UM a. Hambg. 16.00 Konz. 19.00 UM. 20.10 Mus. alter Meister. 22.35 TM a. Hambg. 24.00-3.00 Mus. a. Wien. Beromünster: 18.10 Sch. 20.00 Schweizerische Dirigenten. 21.45 Musiker- Gedächtnisstunde. Mailand: 17.15 Austauschkonzert m. Brasilien. 21.00 Lustspiel. 21.35 Klavierkonzert. 22.20-23.55 TM. Moskou- Komintern: 17.00 18.00 Konz. 19.00 Liter. Progr. 19.30 Mus. Konz. 21.30 Na. Freitag, 2. September Berlin: 12.00 OK a. Wien. 14.15 19.00 Ballette und Benjamino Gigli. ( Sch.) 20.15 UM a. München. 22.30 TM. 2.00-3.00 UM a. Breslau. Breslau: 12.00 OK a. Wien. 14.00 Sch. 15.20 Märsche a. Sch. 16.00 OK. 18.20 Zigeunerlieder v. Brahms. 22.30 TM. 24.00-3.00 UM. Leipzig: 12.00 Konz. a. Wien. 14.00 musik. 20.10 TM. 22.30 TM a. Berlin. Sch. 16.00 UM a. Köln. 18.15 Haus2.00-3.00 Mus. a. Breslau. Wien: 12.00 OK d. Wiener Symphoniker. 14.10 Operettenklänge.( Sch.) 16.00 UM a. Köln. 20.10 TM. 22.30 UM. 24.00-3.00 UM a. Breslau. Beromünster: 17.00 Rich. StraussDeutschlandsender: 12.00 Musik a. Sch. 16.00 OK. 19.00 Fidelio, Oper Hambg. 14.00 UM. 15.15 Kinderlieder. v. Beethoven. 22.30 Musik aus Wien. 16.00 OK aus Leipzig. 18.25 Bach: ( OK.) 24.00-3.00 UM a. München. Violinsonate E- dur. 19.15 Kammer- Sch. 18.00 Sch. 20.00 Konz. d. ArbeiBeromünster: 17.00 Arien. 17.25 musik. 21.00 Das tote Herz, Hörsp. termusik. 21.45 Spanisch- schweizer. Sommerabend. 19.10 UM. 20.15 Der v. J. M. Bauer. 22.30 Kammermusik. Barbier von Sevilla, Oper v. Rossini. 23.00 Bläserserenade. 24.00 bis 2.00 21.45 Sch. Konz. a. Stuttg. Mailand: 17.15 Lieder u. Duette. 121.00 Konzert d. Akademie v. Siena. 23.15--23.55 TM. Berlin: 12.00 Konz. a. Saarbr. 14.15 UM. 15.15 UM. 17.00 Schubert: Klaviersonate a- moll. 18.00 UM. 19.00 Musik. Mailand: 17.15 TM. 21.00 Die Lorelei, Oper v. Catalani, dann bis 0.30 TM. Moskau- Komintern: 17.00 Konz. 18.00 Konz. 21.30 Na, Blo ften Sej rid rid idha ter We die Pr gen Tid itri St des wi fan jud Sa die Au nic lid sch de im tü m Be m RECERE be di G 93 im al Tid de สิน pr V di du ge 19 tu De bl te e 21 Nr. 201 Samstag, 27. August 1938 Volkswirtschaft und Sozialpolitik Die ,, Union der Bergarbeiter" berichtet Vor uns liegt ein kleines, auf der ersten Berater, sondern auch Hilfebringer ist, denn die Blattseite mit dem Bildnis des verstorbenen er im Berichtsjahre ausgezahlte Summe an zwölf ſten Staatspräsidenten versehenes Büchlein. Ein verunglückte Bergarbeiter betrug Kč 23.280.Seitchen von 40 Seiten; es heißt Jahres- Be richt 1937" und enthält Ziffern, Tabellen, Be- Nach den Ausweisen über die Kassagebarung, ridhte. Interessante Auffäße über die Kohlenwirt- Berbandes schließt eine llebersicht das geftchen ab, die Bilanz und andere materielle Leistungen des schaft und den sozialen Kampf der Grubenarbeiter vermitteln dem Lefer jenen Einblick in die aus der die finanziellen Leistungen der„ Union" Welt des„ Börsianers der Arbeit"( so wurden in den Jahren 1903 bis 1937 hervorgeht. Wir die Bergknappen einmal von der bürgerlichen veröffentlichen die Tabelle: Bresse genannt), der ihn fähig macht, die bewe- Arbeitslosenunterstüßung. Kč genden Kräfte zu erkennen. Streifunterstüßung. Kč • Kč Kč Kč Die Darstellung über allgemeine wirtschaft- Fachblatt. liche Tendenzen hält vor allem fest, daß die induifrielle Produktion bei einer 16.9prozentigen Rechtsschutz Steigerung nur noch mit 3.7 Prozent hinter jener Bildungszwecke. des Jahres 1929 zurückbleibt. Daß diese Ents Reiseunterstüßung widlung auch am Arbeitsmarkt ihren Niederschlag 699.970.60 Ruf nach Industrieobligationen Seite 7 Die internationale In einem Interview, welches unlängst Abs geordneter Jalsch der„ Osteuropäischen Wirt an die Spanische Sozialistische Partell schaft" gegeben hat, erhebt er den Ruf nach Aus-( 3. 3.) Die Sozialistische Arbeiterpartei Spagabe von Industrieobligationen, den die deutsche niens hat vor fünfzig Jahren ihren ersten Stongreß Sozialdemokratie schon in ihrem anläßlich ihres in Barcelona vom 23. bis 25. August 1888 abgeParteitages im März aufgestellten Wirtschafts- halten. Im Donner der Kanonen zur Verteidigung slowakischen Industriellen soll nun für diese For Die Sozialistische Arbeiter Internationale hat das plan erwähnt hat. Auch von Seite der tschechoder spanischen Freiheit feiert die spanische Arbeiter= fiasse die fünfzigste Wiederkehr dieses Gedenktages. derung Interesse gezeigt werden. Der Zwed die nachfolgende Begrüßungstelegramm an die Sozia fer Induſtrieobligationen wäre, durch Heraus- listische Partei Spaniens gerichtet: gabe verzinslicher Papiere, welche durch induduſtrie zu beschaffen. strielle Werte gedeckt werden, Kredit für die InSchwieriger Leinenexport nach Amerika Partido Socialista Obrero Espagnol Catorce de Abril 413 Barcelona. In feinem Moment in den fünfzig Jahren seit dem ersten Kongreß der Spanischen Soziali8,694.825.25 zunächst auch in diesem Jahre angehalten hatte, inniger in Denken und Fühlen in der folidariDie Erholung in der Leinenindustrie, die stischen Partei war das internationale Proletariat 9,0971002.80 reist jetzt, seit der verstärkten Depression in den schen Aktion mit der spanischen Arbeiterschaft ver6,944.390.35 übrigen Tertilztveigen, wieder eine rückläufige bunden als während dieses verbrecherischen Kric2,755.697.72 Bewegung auf. Im Amerika- Erport macht sich ges, den die spanische Reaktion im Bunde mit den die Erhöhung des Umsatzsteuerpauschals nachteilig faschistischen Mächten gegen das spanische Volk bemerkbar, da das Pauschale in die Grundlage entfeffelt hat. Im Namen der Sozialistischen Ar38.430.33 ber amerikanischen Wertzölle eingerechnet wird. beiter- Internationale begrüßen wir an diesem SummeKč 28,225.317.05 3n den Testen Wochen erfolgten einige Betriebs- wichtigen Gedächtnistag unsere spanische Sektion, einschränkungen, wobei der Bestellungseinlauf die ihren beroischen Kampf bis zum Siege weiterführen wird, die, wie Marx es in der DeklaKč 18,684.983.26 borläufig feine Besserungstendenzen geigt. ration zum Krieg en 1870 formuliert hat, alle Zusammen. Kč 41,860.300.31 Englische Baumwollspinnereien ihre Kräfte einſcht für die neue Geſellſchaft, die nach innen keine andere Politik kennt als die ArDer Jahresbericht einer freien Gewerkschaft! schließen beit, weil sie nach außen feine andere Politik hat als den Frieden". • Kč fand und eine wesentliche Abnahme der arbeit- Staatsbeitrag zur Arbeitssuchenden Menschen zur Folge hatte, liegt auf der Tosenunterstützung Hand. Interessant sind die Aufzeichnungen über die Produktionsziffern der Schwerindustrie, den Außenhandel und den Warenverkehr. Hiebei wird nicht verschwiegen, daß die Auswirkungen hinsicht lich der Konsumkraft der arbeitenden Menschen Welche Arbeit verbirgt sich in den Ziffern, welche London.( Insa) Die Baumwollspinnereien sehr gering ſind, was wiederum mit der gebun- Mühe liegt in den Tabellen und Aufzeichnungen Bedford New Mills und Brook Mill in Leigh sind denen Getreidewirtschaft und den Erscheinungen verborgen. Mögen die Bergarbeiter erkennen, daß für drei Wochen stillgelegt. 1450 Baumwollarbeiim Kartellwesen zusammenhängt. Es genügt naihrer Gewerkschaft, der„ Union der Bergarbeiter" ter verlieren für ebensolange Arbeit und Vers türlich nicht, die Arbeitslosenziffer zu senken, man eine gewaltige Straft innewohnt, die noch gestärkt dienst. Das ist schon der zweite schwere Schlag muß auch dafür sorgen, daß die Einkommen der werden kann, wenn alle Menschen, die in unserer für diese Stadt im Baumwollgebiet von LanBeschäftigten einen lebhafteren Warenumlauf erHeimat nach den schivarzen und braunen Diaman- cashire. Erst vor kurzem waren die Courtaulds möglichen. ten graben, zu der Ueberzeugung kommen, daß Coventry- und die Stanley- Spinnereien geschlos= die wirtschaftlichen Erfordernisse und Bedürfnisse sen worden, wodurch 600 Arbeiter criverbslos des praktischen Lebens das wichtigste Element wurden. wieder in ein Stlavenjodh zurüdzudrängen; Phrasind. Dunkle Kräfte sind am Werke, die Arbeiter sen und Schlagtvorte schwirren durch unsere Tage. Sie werden vergehen und verklingen. Ewig nur wird bleiben die Leistung der eigenen OrganisaMenschen. tion, die unauslöschbare Tat der organisierten Jugoslawiens Außenhandel passiv Belgrad. Die jugoslawische Außenhandelsbilanz für die ersten sieben Monate des heurigen Jahres ist mit 378.5 Millionen Dinars passiv, während sie in der gleichen Zeit des Vorjahres mit F. S ― del. 505.7 Millionen Dinars altiv war. In der Produktion und Belegschaftsbewe= gung der Kohlenwirtschaft verdient die Tatsache vermerkt zu werden, daß der Bericht vor allem die verschiedenen Abstufungen, in denen sich die Steigerung der Förderung und Erzeugung bewegte, registriert. So hat die Steinkohle mit der Produktion von nahezu 17 Millionen Tonnen die im Jahre 1929 erzielte Förderung überschritten; auch die Koks- und Briketterzeugung hat wesent lich zugenommen. Diese Entwicklung zeigt, daß der Koks nurmehr um elf Prozent hinter 1929 zurüdbleibt, während bei den Britketts eine 70prozentige Ueberschreitung der Ziffern des letzten Vortrijenjahres möglich war. Hingegen erreichte( Dr. W. H.) Einem Ausweis des Reichs-| ternationale Anleihe des Jahres 1930 hinzu, ferdie Braunkohlengewinnung gegenüber der Pro- finanzministeriums zufolge betrugen die gesam- ner solche auf die sogenannte Aeußere Anleihe duktionsmenge des Jahres 1929 nur 79.98 Pro- ten Schulden des Dritten Reiches am 30. Juni vom Jahre 1924 in Höhe von 81,4 Will. Reichszent, obwohl auch hier im Vergleich zum Jahre d. I. 22,45 Milliarden Reichsmart. Von aus- mart, die wegen Devisenmangel nicht transfe1936 eine Steigerung um 8.74 Prozent erzielt ländischen Wirtschaftsexperten wurde die Staats- riert, d. h. den ausländischen Gläubigern bis zum werden schuld schon vor, mehr als einem Juni 1938 nicht ausbezahlt werden konnten, Jahre auf rund nicht au den Die Schulden des Dritten Reiches te. Die Entwicklung vollzog sich 15 Milli häßt. Unter- hinzu. So als blieb Brüg- Komotau- Tepliz um 28 Prozent hin- stellt man indes die Ziffer des Reichsfinanzminiter 1929 zurüd, Karlsbad- Faltenau um 21 Bro- fteriums als richtig, so erscheint die Summe von zent, während die Braunkohlengewinnung in dem 22,45 Milliarden Reichsmart( rund 250 Mil leinen Brünner Revier 107.000 Tonnen mehr liarden Kč) trotzdem noch sehr hoch. Ende Mai ergab als im Jahre 1929. Die Förderung in der betrugen die Staatsschulden Deutschlands 21,59 Slowakei weist gegenüber 1929 eine Steigerung| Milliarden und Ende April( nach der gleichen um 25 Prozent auf. amtlichen Stelle) 20,74 Milliarden. Vergleicht Aus der im Anschluß an diese Darstellung man die Monate Juni, Mai und April mit eingezeigten Tabelle über die Zahl der verfahrenen ander, so ergibt sich, daß die Verschuldung des Schichten geht jedoch unzweideutig hervor, daß Dritten Reiches in den einzelnen Monaten des diese Produktionssteigerung zur Zahl der beschäf-| zweiten Quartals 1938 um rund eine Milliarde tigten Arbeiter in feinem Verhältnis steht. Im Reichsmart, also um rund 10 Milliarden Kč geJahre 1929 wurden in der Steinfohle 16,066.575 stiegen ist. Schichten verfahren, in der Braunkohle 11,035.905. Diese Ziffern sanken bis zum Jahre 1935 auf 8,731.576 und 6,528.530, um dann im Jahre 1937 auf 11,715.562 und 7,349.735 zu steigen. Mit Recht vermerkt hier der schriftliche Bericht: Verminderter Belegschaftsstand bei niedrigerer Zahl der verfahrenen Schichten und dennoch Probuftionssteigerung, das ist das Merkmal der Entwicklung der Wirtschaftssituation im Bergbau im Interessant dabei ist ferner, daß die A u 3landsschulden sich durch Tilgungen der Dawes- und Younganleihen und durch Abschreibungen auf ausländische Währungsentwertungen um 5,3 Will. auf 1304,1 Millionen Reichsmart vermindert haben. Allerdings tommen Zinsenrüd stände in Höhe von 58,1 Millionen auf die InDas Kapital Teßten Jahrzehnt und zugleich ber unwiderlegbare sucht eine Zufluchtsstätte Beweis dafür, daß die in dieser Zeit durchgeführten Mechanisierungen der Betriebe und die eingeführte Rationalisierung der Produktionsmethoden ausschließlich auf Kosten der Arbeiter ging. Wir lesen dann noch, daß in der Steinlohlen branche 77 Schächte in Betrieb stehen, die wö chentlich 5.27 Schichten verfuhren; in der BraunTohle sind es 170 Schächte mit 5.02 Schichten im Durchschnitt pro Woche. Tanger das neue Liechtenstein Der Stand der Auslandsschulden, gemessen an der Gesamtverschuldung des Dritten Reiches ist somit verhältnismäßig gering. In der Tat spielen ja seit 1933 die inner en Schulden Deutschlands die Hauptrolle. Das Reichsfinanzministerium gibt die lang- u. mittelfristigen Schulden per Ende Juni mit 14,24 Milliarden an, gegenüber 13.87 Milliarden Reichsmark per Ende Mai 1938. Diese Steigerung erklärt sich auch zum Teil daraus, daß die Aktionäre der ehemaligen Desterreichischen Nationalbant abgefunden worden sind, d. h., daß diesen Aktionären das Deut sche Reich die Attien bar bezahlt hat. Für die Sozialistische Arbeiter- Internationale: Louis de Brouckère, Präsident Friedrich Adler, Sekretär. verpflichtungen( die die Deutsche Reichsbant ausgibt) im Juni um 504,3 Mill. und im Mai um 550,6 Mill. Reichsmart gestiegen sind. Hinzu kommen Neuausgaben von Steuerguts cheinen im Juni in Höhe von 134 Will. Reichsmart. Außerdem stiegen die Betriebstrebite der Reichsvant im Juni um 19,2 Millionen Reichsmart. Dagegen hat das Dritic Reich im gesamten 1. Halbjahr rund 900 Millionen Reichsmart von seinen gesamten Schulden durch Reichsanlei hen getilgt. Das ist eine sehr geringfügige Summe, was am besten aus der Tatsache hervorgeht. daß die Staatsverschuldung monatlich um rund eine Milliarde gestienen ist. In den Monaten Juli und August dürfte die Verschuldung des Dritten Reiches erheblich stärker gestiegen sein, wenn man erwägt, daß um= fangreiche Festungsbauten an den Grenzen vorgenommen werden und außerdem Manöver stattfinden, die einige Hundert Millionen Reichsmark erfordern. Um die Staatsschulden nicht zu sehr anschwellen zu lassen, sind bekanntlich die um= fangreichen Reichsbauten in Berlin z u ridgefte II t worden. Aus dem gleichen Grunde ist die Ausgabe von Lieferungsschaganweisungen fast eingestellt worden, so daß die Industrie gezwungen ist, ihre Aufträge bei der Reichsbank zu beleihen ( oder wie der technische Ausdruck heißt, zu lom bardieren). Da der Lombardzinsfuß 5 Prozent beträgt und nur 75 Prozent der Auftragssumme ( des Wechsels) bei der Reichsbank beliehen wer= den, ist die kapitalbedürftige Rüstungsindustrie in Die inländischen furzfristigen Schul- getviffe Schwierigkeiten geraten, die in den umden erhöhten sich durch die Ausgabe von soge- fangreichen Aktien verkäufen an der nannten Lieferungsschaganweisun Berliner Börse ihren deutlichen Ausdruck gefungen im Juni um 482,5 Millionen, in Mai um den haben. Solche Schwierigkeiten müssen zu488,2 Mill. Reichsmart( die Gesamtsumme wird nehmen, sofern die Steigerung der Staatsschuld nicht angegeben), während die unverzinslichen zu weiteren wvangsmaßnahmen am Geld- und Scha sanweisungen für Zahlungs- Stapitalmartt greift. liberal sind, nunmehr auch in großem Maßstabe| streden, hat Tanger vor allem den ungeheuren Kapitalsflüchtlinge zu beherbergen beginnt. Diese neue Rolle Tangers ist in der eigenartigen politischen Stellung dieses nordmarolla Vorteil des internationalen Regimes, was bedeutet, daß man mit ziemlicher Sicherheit damit rechnen kann, die gegenwärtig geltenden Finanz-, Steuer- und Handelsgesetze würden sobald keine Aenderung erfahren. Denn da eine solche nur im Wege einer vorangegangenen Einigung zwischen Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien erfolgen fönnte, was um so ausgeschlossener er=. scheint, als Italiener und Engländer sich nicht einmal über die Gültigkeit der Legitimation des spanischen Vertreters im Kontroll- Ausschuß einien lönnen, dürfte eine Aenderung der Statuten bon Tanger heute ungefähr den gleichen Schwierilanischen Verfassung. rigleiten begegnen, wie eine Aenberung der ame nischen Hafens wohl begründet. Nach dem sogenannten Tanger- Statut vom 18. Dezember MTP Tanger. In den letzten Wochen ver- 1923, das nach dem Beitritt Italiens am zeichnen die Banten von Tanger eine ungemein 25. Juli 1928 entsprechend geändert wurde, ist Tanger ein autonomes Gebiet unter der Herr steigende Bewegung der Einlagen ausländischer schaft des Sultans von Marokko, der aber nur Stapitalisten. Gleichzeitig wird bekannt, daß beim über die etwa 30.000 maurischen und mohamhiesigen Handelsgericht eine größere Anzahl von medanischen Einwohner der Stadt Rechtspflege Firmen eingetragen wurden, die alle Merkmale von Holdings und Treuhandgesellschaften auslän- und Verwaltung durch seinen Stellvertreter, dem discher kapitalistischer Interessengruppen an sich sogenannten Mendub, ausüben läßt, während die Von großem Interesse für alle Menschen, tragen. Eine Umfrage bei Banten, Anwälten allgemeine Verwaltung und die Jurisdiktion über die sich mit den tvirtschaftlichen Dingen beschäf- usw. hat ergeben, daß die Anfragen wegen der die etwa 20.000 Europäer und Juden den vier Den französischen Kapitalsflüchtlingen sind tigen und das Leben der Völker auch nach den Formalitäten bei Gründungen von Geſellſchaften europäischen Mächten, Frankreich, Großbritan- alsbald auch andere gefolgt, wobei speziell eine vielsagenden Ziffern der Ein- und Ausfuhr be- über steuerrechtliche und sonstige mit der Trans, nien, Spanien und Italien, übertragen ist. Der Monte Carlo ansässiger Holding- Gesellschaften trachten, ist der Abschnitt über den Kohlenhandel ferierung von Kapitalien zusammenhängende Borjizende dieser ausländischen Verwaltung ist Anzahl bisher in Liechtenstein, Luxemburg und Jamie Stoltenberbrand im Jahre 1937 erreichte focht haben. Auch verzeichnen die Hotels die An- unter franzöſiſchem Schuß steht, wird Tanger Flucht- Sapital wegen der Großzügigkeit ihrer Fiund den Kohlenverbrauch im Inlande. Der ge- Probleme sich im Laufe weniger Wochen verviel Franzose, und da der Sultan von Marotto selbst nach Langer verlegt sein sollen. Die bisher vom nanz- und Steuergeseße bevorzugten Zufluchts= bereits 96.33 Prozent des Verbrauches im funft einer Anzahl von Persönlichkeiten der in- diplomatisch durch Frankreich vertreten. Jahre 1929. ternationalen Finanzwelt, darunter einige von Die Franzosen waren es auch, die bei ihrer stätten erscheinen aus leicht erkennbaren politi Die von der Union durchgeführten Lohnbe- sehr bekanntem Namen, deren Besuch zweifellos Suche nach einer Zuflucht für ihr von der Franc- sajen Gründen in der letzten Zeit an Anziehungswegungen, der Kampf um den Schuß des Arbeits- mit dem Wunsch nach persönlicher Fühlungnahme Entwertung bedrohtes Kapital, noch mehr aber kraft bedeutend eingebüßt zu haben. Die Nachplazes und die organisatorische Arbeit beinhalten mit hiesigen Finanzkreisen in Zuſammenhang zu aus. Angst vor einem schärferen Zugriff der fran- richt von der Entdeckung eines geeigneten Ersatz eigentlich jene Tätigkeit, die seitens der freien bringen ist. Die Mehrzahl dieser Besucher sind zösischen Steuerbehörden und am allermeisten aus zes für sie ist in jenen Streisen, die von einer Gewerkschaft im Interesse der Mitglieder, besser französischer Nationallität, doch befinden sich Furcht vor möglichen triegerischen Verwidlungen Aenderung der politischen Lage in diesen rivali gefagt, für die gesamte Belegschaft, geleistet wurde. barunter, häufig dem Anschein nach: fimple Ber- in Europa, auf die Idee famen, ihr Geld nicht, sierenden Großmächten eingebetteten Zwergstaa Die„ Union" zählt 192 Ortsgruppen mit 18.858 gnügungsreisende, auch solche aus einer Reihe wie in solchen Fällen üblich, nach London oder ten alles zu fürchten hätten, mit einem wahren Mitgliedern und vermochte 629.811 Beitrags- mittel- und osteuropäischer Staaten. Alles deutet über das große Wasser nach New York oder Aufatmen der Erleichterung begrüßt worden. Die marken umzuseßen. Im Unterstüßungsbezuge darauf hin, daß Tanger, das bisher nur eine be- Montreal zu schicken, sondern es in Holding- und Banken, Rechtsanwälte und Hoteliers von Tanstanden durchschnittlich 486 Mitglieder, die den liebte Zufluchtsstätte politischer, aber auch fon- Trustgesellschaften auf dem Gebiet der interna get aber reiben sich die Sände und versichern, daß Betrag von Kč 1,822.650.- erhielten. Im stiger Flüchtlinge vor der gerichtlichen Verfol- tienalen Stadt Tanger anzulegen. Nicht nur daß ihnen in ihrer langen Praris bisher noch teine Herbst dieses Jahres wird zum 25. Male der gung anderer Staaten gewesen war, da feine die Gefahr ziemlich gering erscheint, es fönnten so gewinnbringende Saison beschert gewesen sei Bergarbeiterfalender erscheinen, welcher nicht nur Auslieferungsbestimmungen ganz außerordentlich sich etwaige Kriegshandlungen bis hierher er- wie der Sommer 1938. — Scite 8 EIN LORD TA LORD CREME Mala Ein Tigel LORD"-Krem Kč 3: UNTER SCHUHKREMEN. Mit ,, LORD"-Krem erzielt man nicht nur Hochglanz, weiches und gepflegtes Leder, sondern man konserviert es auch damit. Aata Trager Zeitung Tag der Solidarität mit dem demokratischen Spanien. Am Sonntag, den 28. Auguſt, findet in Strč,„ Ve zámečku", zugunsten des republikaniichen Spaniens ein großes Voltsfest statt, das zugleich auch eine Sympathiekundgebung des demokratischen Prag für das im Kampf um seine Freiheit stehende spanische Volt werden soll. In dem ganztägigen Programm( von 8 Uhr früh bis 24 Uhr) wirken u. a. auch 30 hervorragende Prager Künstler- Schauspieler, Musiker, Tanzund Musikgruppen mit. Die Eintrittskarte ( Kč 2.40) berechtigt außerdem zum Besuch der ,, Ausstellung der Internationalen Brigaden" und der Filmvorführung:„ Das Herz Spaniens". Jeder freiheits- und friedensliebende Mensch be fundet am Sonntag durch den Besuch des Volks festes seine Solidarität mit dem schivergeprüften spanischen Volf. Ein Tag geringerer Unfälle. Abgesprungen ist der 20- jährige Beamte Star 1 Cáp aus Podol von der 15er- Linie der Straßenbahn in der Poděbradstá ul. und fiel gegen die Tafel, die die Station anzeigt. Der Aubrall war so heftig, daß Cáp Aurüd geschleudert wurde und unter den Motorivagen fam. Mit schweren Verlegungen mußte er in das Kran kenhaus gebracht werden. Ein Lastkraftwagen, gelenkt vom Chauffeur B. Daněk stieß in Libeň gegen das Personenauto des Kaufmannes Bid aus Holleschowiß. Der Personenwagen wurde auf den Gehsteig geschleudert und die Mitfahrer, der a britant ersten, sowie der Schuster Rožnovjat erlitten schwerere VerTezungen. Wer lärmt am stärksten? Stürzlich hatten die Prager Hoteliers Rundbriefe mit dieser Frage herausgeschickt, das Resultat haben wir berichtet. Jezt liegen Ergebnisse der Lärm messungen in Prag vor. Auch dieses Resultat zeigt, daß den ersten Preis die Straßenbahnen bekommen müßten, dann die unbereiften Räder der Fuhrwerte, die Kutscher, Poker In dem jetzt geschlossenen Zirkus- BuschGebäude in Berlin hängt eine Gedenktafel mit der Aufschrift: Dem Andenken des Löwendompteurs Starl Roß. Der hier von seinen Löwen zerrissen wurde". Dies ist die Geschichte der Tafel: Ein Zirkus war in die Stadt gezogen zu einem furzen Gastspiel. Die bunten Plafate drüdten der Stadt seit Wochen ihr Gepräge auf. Ueberall sprach man von den hervorragenden zirzensischen Leistungen, die allabendlich geboten wurden. Be sonders erwähnt wurde der wagemutige, fast tollfühne Löwendompteur. Der Dompteur kümmerte sich nicht um das, was die Leute von ihm sprachen. Er stand Abend für Abend in der bunten, goldbesezten Uniform in der Manege und arbeitete mit acht prächtigen Berberlöwen. Und am Tag saß er in der Kantine und spielte Karten. Alle Artisten spielen gern. Diesmal waren zwei besonders fanatische und leidenschaftliche Spieler zusammengetroffen. Der Dompteur hatte in dem Kunstreiter einen gleichwertigen Partner gefunden, der ebenso gern und leidenschaftlich spielte. Alle Artisten, die mit Tieren zu tun haben, find Gefangene des Zirkus. Sie können nicht, wie etwa die Akrobaten oder Clowns tagsüber irgend wo in der Stadt umherbummeln. Sie müssen immer in der Nähe der ihnen anvertrauten Tiere bleiben. So kam es, daß der Kunstreiter und der Dompteur fast den ganzen Tag zusammen in der Kantine saßen und poferten. AR, Sozialdemokrat", die mit der Beitfche luftig knallen, die Radio- und Grammophon- Liebhaber, die ihre Apparate rüd fichtslos auf ihre Nebenmenschen in voller Lauts stärfe loslassen, Betrunkene, die nachts randalieren, Am günstigsten kommen die Autohupen und Signale davon. Sie wurden als verhältnismäßig harmlos be zeichnet. Die Stefánik Brüde ist wegen verkehrstechni fchen Maßnahmen bis auf weiteres für schwere Fuhr zeuge gesperrt, nur leichte Fahrzeuge dürfen die Brüde passieren. Für wen arbeiten die Chemiker? Sie werden wohl erstaunt sein, zu erfahren, daß sie für die Frauen arbeiten. Die meisten Erfindungen auf dem Gebiete der Chemie sollen den Frauen die Arbeit erleichtern und ihnen mehr freie Zeit gewähren. Num ist den Chemikern eine Erfindung gelungen, welche von allen Frauen mit Freude begrüßt werden wird. Sie erfanden ein Spezialmittel zum Waschen von Strümpfen und feinen Stoffen. Dieses Waschmittel heißt Madelon. Madelon hat mit Seife nichts gemeinsam. Es bejizt eine Reihe von Vorzügen, welche bei der Seife fehlen. Vor allem enthält es keine Aezmittel. Es schäumt gut und löst auch in hartem Waffer den Schmuß auf. Es bildet keine Kalfmilch, frischt die Farbe des Gewebes auf und erhöht feine Dauerhaftigkeit. Mit Madelon gewaschene Strümpfe halten aiei bis dreimal so lange aus. Madelon ist in jeder Verkaufsstelle Baia erhältlich. 100 Groß Prag erweitert seinen Polizeibereich. Nach Kundmachung des Innenministeriums wird der Bereich der Polizeidirektion von Groß- Prag auf Hrdlořezy, Malešice( die von vom Žižkover Polizeifommissariat betraut werden) und auf Dolní Liboc und Motol( unter Aufsicht der Košířer und Bubenečer Kommissariate) erweitert wird. Einschreibung für die Sekretär- und Sekre. tärinnenfurse. Am 15. September wird ein neuer Jahrgang dieser einzigartigen Kurse eröffnet werden, ordentlichen Erfolg hatten. Privatangestellte, Absolwelche im vorigen Frühjahr einen wirklich außer venten der Mittel- und Handelsschulen und Aademien sowie die Hörer der letzten Jahrgänge dieser Schulen haben Gelegenheit, in diesen Kursen ihre Fachbildung zu vervollständigen und so binnen tur sem eine bessere Stellung zu erlangen. Es wird uns in der tschechoslowakischen Gandelsalademie in mitgeteilt, daß der Unterricht am 15. September Prag II eröffnet wird. Die Einschreibungen finden in der Kulturabteilung des Einheitsverbandes der Privatangestellten in Prag II, Na zbořenci 18, statt. Die Absolventen erhalten ein ordentliches Zeugnis. Falls sich eine ausreichende Bahl von Hörern meldet, wird auch eine Klasse mit deutscher Unterrichtssprache eröffnet werden. Ausflugszüge der Staatsbahnen. Vom 1. bis 15. September Fahrt nach Marienbad Kč 750.vom 3. bis 11. September Fahrt nach der Hohen Tatra Kč 515.-, vom 3. bis 18. September Fahrt und vom 4. bis 18. September Fahrt nach Gräfennach Bad Stos im slowakischen Paradies Kč 900.berg Kč 850.-. Anmeldungen und Informationen im Referat der Ausflugszüge im Bazar neben dem Wilsonbahnhof, Telephon 388-35. Kunst und Wissen Spielplan des Deutschen Theaters. Donnerstag, 1. September, 19.30 Uhr: Chrano von Bergerac"( neuinszeniert). Freitag, 20 11hr, im Waldsteingarten:„ Gärtnerin aus Liebe"( bei Regen im Deutschen Theater). Eamstag, 19.30 11hr: Salome"( neuinszeniert). Sonntag, 19.30 Uhr: " Die Kameliendame". Samstag, 19.30 Uhr: Hotel Sylvia Dunn" ( Erstaufführung). Sonntag, 20 Uhr:„ Hotel Sylvia Dunn". Der Film lisdis Tarakanova P Samstag, 27. August 1938 Nr. 201 Jiří Dohnal und Hana Vitová in dem Film Unter einem Dach". Eine Episode aus der russischen Geschichte wird hier in einem französischen Film malerisch ausges schmückt: die Uhrmacherstochter Tarakanova, die eine Nachommin der Zarin Elisabeth zu sein behauptete, machte von Venedig aus Ansprüche auf den russischen Thron geltend, den Katharina die Große innehatte. Die Taratanova war, dem Film zufolge, nur das findliche Werkzeug in den Händen von Verschwörern, ren, und als der Graf Orlow nach Venedig fam, um zu machen, entwickelte sich, wie der Film erzählt, die Nebenbuhlerin im Auftrage Satharinas unschädlich eine recht bevegte Liebesgeschichte zwischen dem Abgesandten der Barin und der Thronprätendentin. Der Graf war bereit, den Auftrag der Barin unausge führt zu laffen, die Taralanova war bereit, auf ihre Thronansprüche zu verzichten, sie folgte dem Geliebtrotz aller Bemühungen des Grafen auf tragische Art - infolge der Eifersucht der Barin Katharina. Daß der Hergang der Geschichte, wie sie der Film dar stellt, überzeugend wirft, wäre zuviel behauptet. Auch daß die Geschichte als solche interessant ist, fann man nicht sagen.. Aber sie ist immerhin ab wechslungsreich und enthält alle jene Gefühle, die im Kino bevorzugt werden: Liebe und Edelmut, Tapferfeit und Todesbereitschaft, und wenn die Darfteller bedeutender wären als sie sind, hätte der Film zweifellos spannende und ergreifende Wirkungen has ben können. So, wie er ist, mit den Damen Annie We'r na h- und Susi Prim und den Herren Pierre Richard i II m und Roger& ar I in den Hauptrollen, ist er nur ein Kostümspiel geworden, das der toreste und pruntvolle Szenerie ausgestattet hat. Regiffeur Fedor Oze v mit einer Vorliebe für pitten nach Rußland, und dort endete as the Filme in Prager Lichtspielhäusern Urania- Kino ,, Röserl vom Wörthersee", Theater und Film Karl Erner, Otto Kings, Edy Lechner. 6, ¼⁄49 11hr. aleichzeitig! Persönliches Auftreten: Adele Baum. Beranek: Adria:„ Der unbekannte Troubadour." Alice Jahe. A.- Alfa:„ Marco Polo." Gary Cooper, A. Apollo: Tarantanowa." Pierre R. Willim, A. Vernay. Fr. Avion:" Fräulein Mama." Ferbas. Bajtal:„ Ihr erster Ball." Fr. sch. Ich bin verliebt." Grace Moore, C. Grant. A. - Flora: Fénix:" Die baltischen Matrosen." Ruff. Hollywood:„ Fräulein Ich bin verliebt." A. Hvězda:„ Tarzans Rache." Glenn Mama." Tſch. Julis:„ Taralanowa." Fr.- Kine Morris. A.ma: Journale, Grotesken, Reportagen. Koruna: Journale, Grotesken, Reportagen. Kotva:„ Dic große 3llusion." Strohheim. Fr.-D. cerna: Goldwyn Follies." Farbenfilm. A. -21. Metro: Herrin der Dschungel." D. Lamour. A. Bassage: Goldwyn Follies." A. Praha:„ Der schwarze Korjar." It. Radio: Die Frau im Geheimdienst." 2. Harvey. Engl. Stant: Gentle man- Spion." A. Světozor:„ Die baltischen Matrosen." Russ. Veletrhy: Verklungene Melodie." Belvedere:„ Husaren heraus!" 2. Slezat. D. D. Beseda:„ Der geheimnisvolle Herr Pitt." Harry Biel. D. Carlton: Feurige Küsse." Tino Rossi. Illusion:„ Der Geheimdiplomat." A. rein ist und wie ein Spiegel glänzt. Jeder Gast be- Ernte." P. Wessely. D.— Macesta:„ GentlemanEine Wohnung ist schön, wenn der Fußbodenr. Lido II: Gentleman- Spion." A. wundert solche Parketten, aber nicht jedem fommt es Spion." A.- Olympic:„ Batallion." Tich. Perš zu Bewußtsein, welche Arbeit nötig ist, um Parket- tyn:" Ich bin verliebt."" A. Rogy: Marietta." ten so blizblant au puzen. Allerdings wird die Arbeit Martha Eggert, P. Hörbiger. D. Tatra: Graf durch eine gute Pasta sehr erleichtert. Auch sehr alte von Monte Christo." A. Vejvobu:„ Melodie der Valdek: Marseillaise." und vernachlässigte Parketten werden mit der Bata- Welt 1936." A. Parkettpasta rasch auf Hochglanz gebracht. Französisch. Vereinsnachrichten 100 Ortsgruppe Prag. Sonntag, 28. Auguſt. Ausflug. Zusammentreffen 7 Uhr früh, Weinberger Bhf.. Fahrt nach Ríčany, Wanderung Téhov,-Svojetice- VoděradhMnichovice. Führung: Lauer. Vergesset nicht, unsere Hütten im Brdywald und Schelesen aufzusuchen! Hüttendienst: Licwald. ATUS UNION PRAG Turner und Turnerinnen, Achtung! Ab Montag, den 29. August, begin= nen die regelmäßigen Turnabende auf der Heßinsel. Turner: Dienstag und Freitag von 19 bis 21 Uhr; Turnerinnen: Montag und Donnerstag von 19 bis 21 11hr. Freitag, den 2. September, ist nach dem Turnen Spielplan der Kleinen Bühne. Donnerstag, 1. September, 19.30 Uhr: Flitterwochen"( Erstaufführung). Freitag, 20 Uhr:„ Flitterwochen". I technische Sißung. Louvre: Die erste Dampfmolkerei und Käserei in Gratzen, Böhmerwald empfiehlt ihre erstklass. Erzeugnisse Beachten Sie die Schutzmarke Genossen! 19 RO id າ ນ er T fd fc fi Ihr müsset unaus gesetzt für die Verbreitung unserer Zeitung agitieren. Setzt euch überall für unsere Parteipresse ein. In das Heim des Arbeiters gehört die Arbeiterpresse. Darum, Genossen und Genossinnen agitiert! Meine Löwen sollen mich auffressen, wenn sim: Löwenkäfig lag der Dompteur, genau gesagt ich mir den Einsatz nicht hole!" Hatte er wirklich so gute Karten, daß er so Man wartete gespannt, ob er den Einsaß noch weiter steigern würde. tam eine besonders gutes Blatt in die Hand und bluffen konnte man nicht, dazu kannten sich die Teilnehmer der Partie bereits zu gut. Plötzlich schien aber etwas Besonderes in sicgessicher war? Gang zu kommen. Man begann zu lizitieren. Die Einfäße steigerten sich von einer Mart bald auf fünf Mart... zehn Mart... zwanzig Mark. Einer der Mitspieler nach dem andern stieg aus, lediglich der Dompteur und der Kunstreiter ligitierten weiter. 50 Mart betrug bereits der Einsatz. Der Kunstreiter verdoppelte auf 100. Der Dompteur verdoppelte ebenfalls. Der Kunstreiter blieb hartnädig, er verdoppelte nochmals, so daß jezt bereits vierhundert Mark zu gewinnen oder zu verlieren waren. Der Dompteur verdreifachte. Tausendzweihundert Mart! Eine volle Monatsgage! Der Kunstreiter hielt. Obwohl cine niedrige Gage hatte und sich eigentlich ein derartiges Hasard nicht leisten durfte, verdoppelte er wiederum den Einsaß. Zweitausendvierhundert Mark! Sensation!! In diesem Augenblick ertönte vom Stall her lautes Löwengebrüll. Gleichzeitig stürzte auch bereits ein Stallbursche herbei und rief dem Dompteur zu, daß die Löwen miteinander rauf ten und er möge sofort zu den Käfigen kommen. Wenn Löwen in der Brunstzeit zu raufen beginnen, bleibt oftmals einer von ihnen am Platz, wenn der Dompteur nicht rechtzeitig ein greift. Also sprang Rost sofort auf und rief seinem Kartenpartner nur kurz zu: „ Ich komme gleich wieder, Sarten nicht aufdeden, das Spiel geht weiter!" Im Abgehen steckte er sich seine vier Kartenblätter in die Tasche. Der Kunstreiter stedte gleichfalls seine Karten ein. das, was von ihm noch übrig war. Denn die Bes stien hatten bereits große Fleischstücke aus dem furchtbar zugerichteten Störper herausgerissen, die sie gerade in Ruhe auffraßen... Die polizeiliche Untersuchung hatte später ergeben: der Dompteur, vom Spielfieber gepadt, war ohne Waffe in den engen Stäfig gesprungen und wollte die miteinander kämpfenden Löwen schnell trennen. Die Bestien waren über den wehrlosen Mann hergefallen und hatten ihn zerrissen. Nach Stunden hatte man die Ueberreste des zerstückelten Leichnams aus dem Löwenkäfig geborgen. Aus einer Hosentasche fielen vier Kartenblätter, blutdurchtränkt und zum Teil von den Slauen der Löwen zerrissen. Aber deutlich waren zu erkennen: vier Könige. Ein Blatt, das man nicht oft beim Poker bekommt und mit dem jeder Spieler bis zum höchsten Einsaß geht. Beim Anblick der vier Könige erbleichte der Sunstreiter und holte seine Starten aus der Tasche heraus: vier Asse. Einer der umstehenden Kiebiße nahm den Talon zu sich. Somit war jede Schiebung ausgeschlossen, das Spiel konnte weitergehen, sobald einmal vorkommen, daß ein Spieler vier Könige Unter zehntausend Partien mag es vielleicht der Dompteur ſeine Arbeit im Löwenkäfig voll- und der andere gar vier Asse in die Hand beendet hatte. Hatten beide Spieler so gute Blätter oder lich... blufften sie? tommt. Alle Zirtusangestellte, vom Ballettmädel bis zum Stallburschen waren herbeigeeilt, um den Ausgang dieser sensationellen Boterpartie mit anzusehen. Jeder wollte dabei sein, wenn dieser Die Spannung unter den Kiebigen blieb. Der Kunstreiter hätte mit seinen vier Affen höchste Einsaß, der jemals in einem Zirkus zu Denn der Kunstreiter zeigte seine Karten nicht die in jeder Beziehung sensationelle Parverzeichnen war, von dem glücklichen Gewinner auf, es wußte also noch immer niemand, ob das tie gewonnen... und der Dompteur war von seieingestrichen wurde. Sensationsspiel nur Bluff war oder ob wirk- nen Löwen aufgefressen, wie er selbst es im Scherz gewünscht hätte, wenn er sich nicht den sensa Es fiel mit der Zeit auf, daß der Dompteur tionellen Einsaß holen würde. Jemand versuchte einen Wiß zu machen: nicht zurückkam, obwohl das Brüllen der Löwen Nächsten Monat werden wir keine Löwen mehr längst verstummt war. Endlich kam der Stall- dem Zirkusgebäude und zugleich war es die letzte Das war die Geschichte der Gedenktafel in Wieder einmal, drei Stunden vor Beginn haben. Wenn Rost sein ganzes Vermögen verspielt, bursche wieder, schreckensbleich im Gesicht. Er Kartenpartie, die in diesem Haus gespielt worden der Vorstellung, saß man zusammen am Spiel wird er wohl die Löwen schlachten und aufeſſen konnte vor Aufregung kein Wort. hervorbringen. ist keine Direktion hat ein Spielverbot erlassen. tisch. Aber zunächst schien es, als ob die Partie müssen, wenn er nicht verhungern will." Mit Gesten mehr als mit Worten holte er die Aber kein Artist hat es noch einmal gewagt, hier nicht sonderlich aufregend werden sollte. Die Ein- Der Dompteur berzog feine Miene, als er 3irfusleute in den Stall. Karten anzurühren. säze hielten sich in mäßigen Grenzen. Nieman be- lauf diese Bemerkung erwiderte:" Dort bot sich ihnen ein schauriger Anblick: her bei Bezug Erich Rose d. Bezugsbedingungen: Bei Zustellung inshaus oder bei durch die Poft monatlich Kč 17.-, vierteljährig Kč 51.-, halbjährig Kč 102. Tarif billigit berechnet.- Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarfen. Die Zeitungsfranfatur wurde von der Post- u. Telegraphendirektion mit Erlaß Nr. 13.800/ VII/ 1930 ganzjährig Kč 204.- Inserate werden lan Semilliah Controllpoftant Brabe 25. Druderej; Orbia". Drude. Merlons Beitunas. Saa ป h 8 it 11 11 It ti 2 d b i A 10 t tt D อ L