St tel ba er aft Rei Cor gts 3 tio bet Sma ber ber iele rden bom oda au rle Bri bort E Diff arn Gaby [ De Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Einzelpreis 75 Heller / Redaktion u. Verwaltung: Prag XIL, Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Berantw. Redakteur i. V.: Zdenko Neuwirth, Prag 18. Jahrgang Mittwoch, 14. September 1938 Die Reaktion der Welt auf Hitler: Einmütig in der Verurteilung Nr. 216 Standrecht in acht Bezirken Allgemeines Versammlungsverbot Englischer Ministerrat mit den Generälen der Chef des Reichsgeneralstabes General Gord. In dieser nachmittägigen Beratung wurde das Studium der Rede Hitlers fortgeseti. Der Entscheidung zu Die Rede, welche Adolf Hitler Montag in Nürnberg gehalten hat, treibt in ihren Auswir London. Ein großer Teil der Flotte des kungen die Dinge der Entscheidung zu. Sie ents Mutterlandes ist Dienstag vormittags aus der Bucht von Cromarty zu den Herbstübungen ausPrag.( Amtlich.) In einigen Be Nach Mitteilungen aus gut infor- hohe Persönlichkeiten des Generalstabes, darunter zirken kam es Montag nachts zu be- mierter zuständiger Stelle herrschte dauernswerten Gewalttätigkeiten und Dienstag abends in allen Bezirken, in Zusammenstößen mit Sicherheitsorga denen das Standrecht verhängt wurde, nen. Infolgedessen hat die Regierung beschloffen, in allen Gebieten, in denen Ruhe. Die Organe der öffentlichen hielt ein Höchstmaß an Drohungen, Beleidigungen, die öffentliche Ordnung und Ruhe ge- Verwaltung sind überall Herren der Einschüchterungen. Dennoch hat der deutsche stört werden wird, das Standrecht zu Lage. gefahren. Die Torpedobootzerstörer defilierten Reichskanzler nicht die Schlußfolgerung gezogen, zuerst vor dem Admiralsschiff ,, Nelson", worauf welche seine Anhänger in Deutschland und im broklamieren. Zu derartigen Maßnahfie in Formation in See gingen. Eine Stunde sudetendeutschen Gebiet von ihm erwartet haben. men ist einstweilen in den Bezirken Eger, Neudek, Preßnitz, Elbogen, KaaLondon.( Reuter.) Beint Ministerpräsi- darauf richteten der Kreuzer ,, Southampton" und Sie horchten gespannt am Mikrophon auf die Ans denten Chamberlain fanden sich Dienstag nachmit- der Kreuzer ,, New Castle" die Anker. Ihre Aus- fündigung wenigstens des Verlangens nach der den, B.- Krumau, Falkenau, und Karls- tags außer dem Außenminister Lord Halifax und fahrt wurde von Flugzeugen der Militärbasis von Volksabstimmung. Sie kam nicht. Statt deſſen bad gegriffen worden. Die Regierung dem Schazkanzler Sir John Simon auch die die Evanton begleitet. Sodann folgten die Linien- verlangte Sitler- weitere Verhandlungen mit fordert die gesamte Bevölkerung zur Nationalverteidigungsrefforte leitenden Minister, schiffe Revengo“ und„ Royal Sovereign" und der SdP. Aber die nazistischen Hörer, denen man Ruhe auf, die Sicherheitsorgane rei- und zwar Thomas Instiv, Hore Belisha, Duff nach ihnen stach die„ Nelson" in See, von deren monatelang eingeflüstert hatte ,,, er" fomme bechen zur Aufrechterhaltung der gesetz- Cooper und Kingsley Wood ein, ferner einige Ded ans die Operationen geleitet werden. stimmt, hörten nur die Drohungen in der Rede. lichen Ordnung vollkommen aus. nicht aber die konkrete Forderung. Sie sahen in der Rede die Ankündigung des Einmarsches und ließen sich zu Gewalttätigkeiten hinreißen, das Ergebnis war das Standrecht. blon gegen ber oft chön 11: 2 Rapid 2 bir 1. ge Vrag.( Amtlich.) Gemäß dem Beschlusse der Regierung werden hiemit verboten und dürfen nicht geduldet werden irgendwelche Versammlungen bolitischen oder unpoliti ichen Charakters, und zwar so wohl in geschlossenen Räum lichkeiten wie unter freiem Himmel. Unter das Verbot fallen auch Umzüge und ähnliche Verant ftaltungen. Die SdP ichen eiben 7: 3 tadi fold ente: febr idben legen 5: 2 Polin eteor BER cam 2: 2 5: 3 egen Irje Rat abin trägt die Verantwortung! Mitbürger! Es geht um alles! Die Sudetendeutschen stehen vor histori-| das Sterben unschuldiger Kinder, der Schmerz scher Entscheidung. der Frauen und Mütter, die um die zerfetzten Es geht um Leben oder Tod unseres Vol- Leiber ihrer Liebsten trauern, ist ihnen kes. Das Tor zur friedlichen Sicherung der fremd! sudetendeutschen Lebensinteressen steht weit offen. Die Spekulation auf den Zusammenbruch der Staatsgewalt. mit der die Sdẞ rechnete. Hut fich als fehlerhaft erwiesen. Die Regierung isti in ihrem Wunsche nach Erhaltung des Friedens bis an die Grenze der Selbstverleugnung gegangen. aber schließlich und endlich hat die Staatsgewalt nicht fapituliert, weil es sich in diesen Stunden um die Erhaltung des Staates gehandelt hat. enn jetzt die SdP- Leute über das Standrecht jammern, genügt es, dies mit dem Hinweis abzutun, was Menschen in Deutschland geschehen wäre, wenn sie sich so benommen hätten, wie die Erzedenten von Montag abends und Dienstag. Ihr aber, Männer und Frauen des Sudetenvolkes, habt die Hölle des Krieges kenNationale Gleichberechtigung, weitestge- nengelernt. Ihr habt die Sandfelder Galiziens hende Selbstverwaltung unserer Angelegen- mit euerem Blut gedüngt, die Schrecken des Ob da auch nur noch einer am Leben wäre? heiten, wirtschaftlicher Wiederaufbau und Kriegswinters in den Karpathen erlebt, in Leider hat es bei diesen Zusammenstößen soziale Hilfe können erreicht werden ohne den Isonzoschlachten die Schädel hingehal-| Todesopfer gegeben. Die Blutschuld für diese nutDas Präsidium der Deutschen Sozialdemo- Krieg. Auf der anderen Seite lauert die töd- ten, ihr habt euch in den Gefangenenlagern los Geopferten fällt in aller Schwere auf die Sdp. kratischen Arbeiterpartei übergibt der Presse liche Gefahr, daß unser Volk als Werkzeug in Sehnsucht nach der Heimat verzehrt. Ihr 20 war die SdP- Führung von Montag abends folgende Mitteilung: imperialistischer Vorherrschaftspläne miß- habt in den Kriegsbetrieben, in den Muni- bis Dienstag mittags? Hat sie die Weisung zu te über die Zwischenfälle in den sudeten- tung gestürzt wird. Nach Ueberprüfung sämtlicher Berich- braucht und in einen Abgrund der Vernich- tionsfabriken die Peitsche der Kriegsdisziplin diesen Demonstrationen gegeben, ist sie ebenso ausgekostet, ihr habt im Hinterlande gedarbt gerichtet, wie wenn sie untätig zugesehen oder deutschen Gebieten, welche sich am eine solche Gelegenheit, einen dauernden tes Volk Europas! Nur einmal in Jahrhunderten ergibt sich und an den Fronten geblutet wie kein zwei- wenn sie den Einfluß auf die Massen verloren 12. September abends und im Laufe des ehrenvollen Frieden mit unseren slawischen hat, die sie seit Monaten mit Illusionen und einer Wahrlich, die Toten müßten aus den romantischen Flüsterpropaganda gefüttert hat. Die 13.September abspielten, kann festgestellt Nachbarn zu schließen. Massengräbern aufstehen, euch zu warnen Schuld an den Vorfällen im sudetendeutschen Ges werden, daß in keinem einzigen Falle AnWir haben die Möglichkeit in der Hand, und zu beschwören und euch zurufen: Laßt biet und an allem, was für Europa und die gehörige der Deutschen sozialdemokrati- auf dem heißumkämpften Boden Böhmens euch kein zweites Mal als Opfer des Ehr- Menschheit Grauenhaftes daraus entstehen kann, schen Arbeiterpartei an Angriffshandlun- und Mährens ein Friedenswerk zu vollbringen geizes unmenschlicher Machtpolitik auf die fastet auf ihr und auf jenen, die hinter ihr stehen. gen beteiligt waren. In allen Fällen waren und damit einen entscheidenden Beitrag zur Schlachtbank führen. zumeist jugendliche Angehörige der SdP., friedlichen Neuordnung Europas zu leisten. bzw. Mitglieder ihrer Ordnerformationen enice lao= ader 2: 2 慕鬆 管理 鋁 愛 素 Bon nder mb jarb thre ang den tel ffen Sch for em gba 112 Fällen Wir deutschen Sozialdemokraten wollen Ein Deutschtum aber, welches wieder die vor unserem Gewissen und vor der GeGewaltpolitik einschlägt, welches GleichIn Augenblicken, die über Sein oder Die Vertrauensmänner der sudetendeutschen Sozialdemokratie sind in den lebten 24 Stunden auf ihren Posten gestanden und bleiben weiter die Angreifer. Mit Rücksicht auf die verhängnisvolle Bahn der imperialistischen schichte rein dastehen. außenpolitische Situation haben die Mit- berechtigung ablehnt und nach Vorherrschaft Nichtsein eines Volkes entscheiden, müssen dort stehen, furchtlos und treu. Sie sind keine. glieder der Deutschen sozialdemokrati- über andere Völker strebt, wird früher oder alle Parteischranken fallen. Schen Arbeiterpartei in keinerlei Zusam- später in einen blutigen Konflikt mit der menstöße mit Angehörigen der SdP. ein- aufstrebenden slawischen Welt und mit den gelassen und sie haben in einer Reihe von jungen Völkern des Südostens verstrickt werblick sogar darauf verzichtet, das Eigen- den. In einer gewaltsamen Entscheidung wird tum der Arbeiterbewegung zu schützen. Aus dieser Sachlage ergibt sich eine voll- wieder eine waffenstarrende Welt gegen das ständige Klärung der Schuldfrage im Hin- deutsche Volk aufstehen. auf die möglichen Folgen der AusDie Sudetendeutschen werden das erste Schlachtopfer sein. Ihre Heimat würde im Zusammenprall der Weltkräfte vernichtet, schreitungen der Anhänger der SdP. Die Deutsche sozialdemokratische Ar- ihre Zukunft ausgelöscht! beiterpartei legt Wert auf die Feststellung, daß sie mit ganzem Einsatz ihrer Weiter dafür eintreten wird. Mitbürger! Sudetendeutsche! Bedenkt es in dieser Schicksalstunde: Die Sudetendeutsche! Söldner, sondern Kämpfer für eine Idee. Sie haben sich ebenso wie die aktiven Bekenner der. Sozialdemokratie bewundernswert und diszipli Ihr alle steht nunmehr vor der Wahl niert benommen. Sie waren besonnen und haben Gleichberechtigung durch Frieden oder Un- nirgends provoziert, sie haben sich aber faltblütig tergang durch Krieg. gewehrt, wenn es notwendig war. Die ParteiErfüllt von brennender Sorge um den führung war in Permanenz, hat ständig ein Frieden Europas und die Zukunft unserer gegriffen und im Rahmen des Möglichen Abhilfe Heimat appellieren wir an euch: geschaffen. Der Parteivorstand war, verstärkt Entscheidet für den friedlichen Ausweg! durch Delegierte der Gewerkschaften, GenossenWir rufen alle unsere Mitbürger ohne Un- schaften und Kulturorganisationen Dienstag in terschied der Weltanschauung und des poli- Prag versammelt. Der Parteivorsitzende hat die tischen Bekenntnisses, ob Arbeiter, Bauern, Teilnehmer an der Sißung ausführlich über die Beamte, Industrielle oder Gewerbetreibende außen und innerpolitischen Vorgänge und Zu auf, ihren guten Willen zur rettenden Tat zu fammenhänge informiert, die Funktionäre aus der den Orten und Bezirken erstattet. Die Führer der Wir wenden uns an das Volk mit der Pa- Partei haben mit allen in Betracht kommenden Faktoren die Verbindung aufgenommen, die VerVereinigung aller Kräfte für Frieden und| trauensmänner sind mit den entsprechenden Wei für eine friedliche Lösung der sudeten- jugendlichen Fanatiker, die nach der Gewalt vereinen zur Schaffung eines sudetendeut- Provinz haben Berichte über die Geschehnisse in deutschen Frage eingetreten ist und auch rufen, haben keine Ahnung, welche Summe schen Friedens- und Aufbaublocks. Vor der öffentlichen Meinung der Welt und vor der Geschichte mit der Alleinvon Grauen und Zerstörung das Wort ,, Weltkrieg" umfaßt. Sie haben noch kein Trommel- role: Für den Fall, daß die Führung der SdP. feuer erlebt, sie wissen nicht, wie das Giftgas| Bung in der seit Montag abends ange- friedlichen Dörfer und Städte in Flammen detendeutschen, für ein neues Europa gleich- rigen Posten zurückgekehrt, sie wie die Parteis die Voraussetzungen einer friedlichen Lö- die Lungen zerfrißt, sie sahen noch keine Freiheit, für eine bessere Zukunft der Su- fungen in den Nachmittagsstunden auf ihre schwies wandten Methode zerstören sollte, ist sie aufgehen. Das Elend heimatloser Flüchtlinge, berechtigter Völker. Schuld für alle Folgen belastet. Deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei Der Vorsitzende: Wenzel Jaksch führung, die in Permanenz ist, sind bereit, unter allen Umständen und mit allen Kräften das zu Teisten, was die Welt von gesinnungsfesten, tapferen Sozialdemokraten erivartet, S'Hr 2 Mittwoch. 14. September 1938 Nr. 216 Die Reaktion der Weltöffentlichkeit: Einmütig in der Verurteilung der deutschen Drohungen Die Kommentare der ausländischen Blätter zu der Rede Hitlers hatten— wie es nur natürlich ist— nur den Wortlaut der Rede zur Grundlage. Sie wurden geschrieben ohne Kenntnis der Ereignisse, die ihr in der sudetendeutschen Provinz folgten, ohne Kenntnis der SdP-Terrorakte, zu welchen sie das Signal gab. Trotzdem hat die Rede Httlers in keinem Lande eine günstige Reaktion hervorgerufen, in den demokratischen, oder wie es die amerikanische Preffe nennt, in den freien Ländern, wurde sitz einmütig verurteilt» Don Hitlers Friedensbeteuerungen ließ sich niemand täuschen, das wohlwollendste Urteil ging dahin, daß Hitler im jetzigen Augenblick keine Gewalt wolle. London; Dip Gpfahr eines deutschen Angriffes bleibt Die englische Meinung über die Hitler-Rede m Nürnberg scheint Montag allgemein dahinsegan- gen zu sein, das; die Warnungen der britischen Regierung doch Hitler davon abgehalten haben, eine direkte Aktion gegen die Tschechoslowakei an zu« -kündigen und die Tür zu weiteren Verhandlungen zuzuschlagen. Die Menschenmassen; die sich am Montag abends in Downing-Street versammelt hatten,-—die größten seit der Thronentsagung Edwards VIII.— begrüßten die Minister, die den Kabinettsrat nach Bekanntwerden des Inhalts der Hitler-Rede verließen, t mit lebhaftem Beifall.„Im Augenblick", schreibt N. Ewer im„Daily Herald". „wird eS keinen europäischen Krieg geben. Die Verhandlungen in Prag gehen weiter. Und sdlange sie andauern, gibt«S immer noch die Chance einer friedlichen Lösung." Allerdings verschweigen die Blätter den Ernst der Lage nicht. ,,Die Drohung einer deutschen Angriffs auf die Tschechoslowakei, wenn die Verhandlungen scheitern, hängt weiter über der Welt", sagt der„Daily Herald". Und der„Daily Telegraph" überschreibt seinen Leitartikels„Der Schatten nicht verschwunden, Europa noch im Zweifel". Vor allem wird auf den scharfen Ton der Rede hingewiesen...HitlerS Stil war kriegerisch, feine Säße bitter und beleidigend— für die Tschechen, für die Demokraten und(überflüssig zu sagen) für die Russen. Er raste und drohte und prahlte. Ein Mann, von Erregung gepeitscht", heißt es im„Daily Herald", der die Forderung der„Selbstbestimmung" eine„zweischneidige Drohung" nennt, weil sie erstens ein Eingreifen Deutschlands androht, wenn die „'Selbstbestimmung" nicht erreicht wird und zweiten- die Sudetendeutschen zu Gewalttaten gegen die„Unterdrückung" ermuntert. Die Rede lasse nach Anficht des Blattes die Frage offen, ob Hitler ein friedliches Ergebnis der Verhandlungen abwarten oder aber die Verhandlungen sabotieren wolle.„Es. wäre töricht", sagt der Leitartikel des..Daily Herald". „die zukünftigen Gefahren zu verkennen, die in Hitler- Worten liegen." Er habe an die Forderung der Selbstbestimmung Drohungen geknüpft, aber nicht klar gesagt, was er mit der„Selbstbestimmung" meint. DaS Blatt sagt, weiter:„Wenn Hitler meint, daß Deutschland in die Tschechoslowakei einmarschieren wird, wenn nicht eine rasche Lösung gefunden wird, die völlig von der deutschen Konzeption diktiert ist, dann muß er sich über die Konsequenzen klar werden. Die Tschechen haben nicht weniger Freunde das stehe ganz außer Zweifel... aber eine st seltene... vielleicht sogar einzigdastehend«.-- die zu beobachten sie den Vorzug hätten.. Eva und Max neigten sich zueinander, mit ihren Gläsern anzustoßen. Durch das plätscher ihrer Reden drang irgendeine Gemüts bewegung. Eva blickte mit zärtlicher Scheu»ui ihn, der bald ihr Gefährte fürs Leben werden sollte. Die Umstände und ihr gesellschaftli^ Milieu hatten sie einander nahe gebracht. Als M ihre gleichen Neigungen, die Unkompliziertb" ihrer Charaktere erkannten, war in ihnen so etwa wie eine gegenseitige Dankbarkett erwacht. Jetzt aber stieg ein unbekanntes Gefühl ihnen auf..tg Hubert, der immer noch am Fenster st-lia verkündete: „DaS Meer scheint stillzustehen i" Paulchen war enttäuscht. „Ich wollte gerade Vorschlägen, daß wir d" Nacht im Hotel verbringen, denn morgen hnttw wir vom Waffer eingeschloffen sein können", sag. Frau von Miramar.„Aber da eS aufgehört V" zu steigen..." Der Kaffee wurde im Salon gereicht. .(Fortsetzung folgt.) Geite 3 Mr. 216 erklärte, daß er die Wiederholung eines solchen Vorfalles nicht dulden werde. Es wird festgestellt, daß er aber gleichzeitig die Möglichkeit der Fortsetzung der Verhandlungen nicht ausschloß. Jugoslawien: Kundgebungen für die Tschechoslowakei Belgrad. Die, Kundgebung Hitlers wurde in Belgrad bei den Lautsprechern in den Lokalen und auf den Straßen von vielen Menschen angehört. Die scharfen Aeußerungen gegen die Tschechoslowakei haben einen ungünstigen Eindruck und Entrüstung hervorgerufen. Die Oeffentlichkeit reagierte auf fie mit Kundgebungen für die Tichechoslowakei, die viel fach aus den Gruppen der Zuhörer auf den Straßen zu bernehmen waren. In Belgrader politischen Kretfen ist man der Ansicht, da die Kundgebung tros all ihrer Dynamit einer gewissen Erleichterung für die Gegenwart nicht entbehrt und es wird die Soffnung ausgesprochen, daß die ganze Frage eine Lösung in Ordnung und Rube finden wird. Polen: Noch kein gewalttätiger Entschluß Mittwoch, 14. September 1938 Sudetendeutscher Zeitspiegel Zusammenstöße, die das Standrecht auslösten ( Die Meldungen sind amtlich. Andere Berichte dürfen nicht veröffentlicht werden.) Nach der Hitler- Rede Prag. In der Nacht auf Dienstag kam es zu einer Reihe von Zwischenfällen, deren Zahl fich hauptsächlich in den späten Nachtstunden, größtenteils beim Auseinandergehen von Grupven, vermehrt hat, die die Rundfunkübertragung nicht übersehen werden, daß in einem triegerischen Konflikt von feindlicher Seite mit Giftgasen vorgegangen werden kann, die ein augenblidliches Verderben jener Lebensmittel, die nicht gassicher aufbewahrt sind, zur Folge haben. Wie der DND erfährt, werden die maßgebenden Behörden gegen jede Art von Verteuerung energisch einschreiten.( DNT) gisch eingeschritten, auch wenn sie bedroht waren. In einigen Orten haben die Demonstrationen bedenklichen Umfang angenommen, z. B. in Ron 3verg, so daß es notwendig war, mit der größ- 15 Verhaftungen in Triebendorf ten Energie einzuschreiten. Zwei Todesopfer Darunter der Gemeindevorsteher Pfarrer Barát aus Triebenders, der, wie wir gestern berichteten, von SdP- Leuten aus seis der Rede des Reichskanzlers Hitler angehört in Schönpriesen ner Wohnung vertrieben wurde, erstattete in hatten. Die bedauernswerten Zwischenfälle, bei Olmüß die Anzeige bei der Sicherheitsbehörde, denen auch Menschenleben zum Opfer fic- Prag. Montag nach 23 Uhr ging in welche die Verhaftung der in Betracht kommenden len, trugen alle die bisher bekannten charakteristi- Schönpriesen ein Umzug nach dem Anhören der Täter, von denen Barát einige persönlich kannte, schen Merkmale: Abfingen deutscher Lie Rede des Reichskanzlers Hitler auseinander. durchführen ließ. In dieser Angelegenheit sind be= ber, Schmährufe u. dgl. Außerdem muß Als er zu dem Hause KN 27 kam, wurden aus reits 15 Leute aus Triebendorf terhaftet worden ale Zeichen besonderer Gereiztheit die Bedro- der Menge zwei Schüsse gegen eine kleine und dem Brünner Kreisgericht uberstellt. Unter Warschau.( Havas.) Bolnische offizielle Stehung amtlicher Personen und Ge- Gruppe von Tschechen und Deutschen abgegeben, ihnen befinden sich die führenden lokalen SdP Len bewahrten Montag abends noch die übliche Rebäude und die Beschädigung von die mit dem Umzug nichts zu tun hatten. Dar- Mannen Lehrer Richard Monhert( der Räserve. Sie charakterisieren die Rede des ReichsSo auf wurden auch von der entgegengesezten Seite, fanzlers als ungewöhnlich heftig, wobei sie betonen, Staatseigentum angeführt werden. delsführer), der Gemeindevorsteher Franz daß sie noch feinen gewalttätigen Entschluß be wurde von einer Menge von 2000 bis 3000 Per nach der bisherigen Untersuchung von der Seite, Fritscher und der Gemeindefekretär Franz inhalten, die tschechoslowakische Frage sofort und fonen in Ka a den, von einer kleineren Menge von der der Zug kam, zwei Schüsse vernommen. Portisch. Sämtliche Verhafteten werden sich um jeden Preis zu beenden, wie dies in den Bes in Unter Tannowi in Mähren, in Rum- Durch einen Schuß wurde der 19 jährige wegen Freiheitsberaubung zu verant fürchtungen einiger ausländischer Staaten zum burg und an verschiedenen von einander ent- ellmuth Lang aus Schreckenstein, Instal- worten haben. Es handelt sich bei der Sache Ausdruck kam. Mit Genugtuung wird die freund- fernten Orten des nationalgemischten Gebietes lateursvolontär, Angehöriger der Sudetendent wahrscheinlich um einen böswilligen Aft von schaftliche Erwähnung Pilsudstis und die des deutsch- demonstriert. Es besteht nicht der geringste Zwei- faen Bartei, getötet. Bei der Schießerei traf Privatrache, da Barát diefen Leuten nicht ge= bolnischen Abkommens vom Jahre 1934 vermerkt. fel, daß die größte Schuld an den Zwischenfällen, eine Kugel den tschechischen Schloffer Rudolf Ebenso günstig wurde die Erklärung über die Gren bei denen von deutscher Seite geschoffen und Vácha, der im ersten Stockwerk das Fenster zen aufgenommen, die für die Ewigkeit festgesett wurden, womit nach Warschauer Ansicht auch die leider von tschechischer Seite geantwortet schloß. Dem Vácha wurde die Pulsader am Hals Grenze zwischen Polen und Deutschland gemeint ist. wurde, unverantwortliche Indivi-| durchschoffen, so daß er auf dem Wege ins KranInsgesamt kann der Warschauer Eindruck folgender- buen tragen. Die Sicherheitsorgane sind ener- kenhaus dieser tödlichen Verletzung erlag. maßen zusammengefaßt werden: Nach der Rede des Ranglers ist eine friedliche Lösung des tschechoslowatischen Problems nicht ausgeschlossen, doch beinhaltet das bindende Versprechen, den Sudetendeutschen zu helfen, die Gefahr, daß es noch heftigere Zwischenfälle hervorrufen wird, als es die der legten Tage waren. Japan: Die Börsenkurse gesunken = Brag. Nach Beendigung der Uebertragung Aufforderung, aus dem Auto zu steigen, mit aus Nürnberg fam es in zahlreichen Städten Schüssen beantworteten. Auf wiederholte zuund Gemeinden der Gebiete mit gemischter Bevöl- rufe, die Schießerei nicht fortzusehen, wurde aus ferung zu Zusammenrottungen, Demonstrationen dem Auto weiter geschossen. Die amtlichen Or und Zusammenstößen. Diese Unruhe hielt auch gane feuerten dann insgesamt 7 Schüsse ab in der Nacht an und auch am Dienstag vormittags und mußten dann zurückweichen. Als dann eine fam es an verschiedenen Orten zu verschiedenen Bereitschaftsabteilung eintraf, fand sie bei einer Bivischenfällen. Besichtigung des Wagens die Leiche des In Asch samelten sich Montag abends Autobesikers; unter den Tätern, welche Tofio.( Reuter.) Die Tofioter Effektenbörse, die in der vergangenen Woche eine gewisse Festigkeit auf den Straßen etwa 8000 Personen an. Es aus dem Auto auf die Gendarmen geschoff, en hatin der Erwartung eines europäischen Krieges ver- wurden tschechische Aufschriften der Gemeinde seichnete, hat sich heute infolge der Rede Hitlers herabgerissen und Wegweiser übermalt. Miznice festgestellt. abgeschwächt. In japanischen Kreisen ist man der Ein Zivilwachmann wurde von seinem In Teplitz- Schönau begann nach Beendigung Ansicht, daß die Rede Hitlers den Wen au einer Motorrad gerissen und schwer verlet. des Rundfunkempfanges ein Andrang der Menge friedlichen Regelung der tschechoslowakischen Frage Gegen 23 Uhr war in der Stadt Ruhe eingetreten. aus zivei Straßen gegen den Marktplatz zu, der affen läßt. Japanische autorisierte Kreise erklären in Erwägung der Vor- und Nachteile eines Krieges Böhm.& rum au kam es zu Demon- ron einem Kordon abgesperrt war. in Europa, daß sie den Frieden vorziehen würden. Genf: Kein Beitrag zur Lösung die Tür zu weiteren Verhandlungen offen lasse. Die ten, wurde der Vorsteher Bei der nehm ist. Das Ausland über unsere Kundgebungen Der Londoner Daily Telegraph" berichtete gestern über die eindrucksvollen Des monstrationen der Loyalität und der Bereitschaft zur Verteidigung der Republik", die im judetendeutschen Gebiet stattgefunden haben. Besonders hervorgehoben werden die Kundgebungen der Res publikanischen Wehr in Duy, an der 10.000 Deutsche teilnahmen, und die Kundgebung der 4000 deutschen Arbeiter in Bodenbach. Weiter wird über die große deutsch- tschechische Kundgebung in Aussig, über die von 25.000 Deutschen und Tschechen besuchte Fahnenübergabe in Hultschin sowie über die Kundgebungen in Sternberg, Landskron, Jechnik, Kaplik und Pils sen berichtet. Neues deutsches Gymnasium in Eger. Das alte Gymnasium in Eger( auf dem Kirchenplas). entspricht nicht mehr den Schulerfordernissen. Wie das Finanzministerium der Egerer Stadtgemeinde mitteilt, hat es sich entschlossen, die Baukosten zu bewilligen, um ein neues Gymnasium zu ers richten. Die Bauarbeiten beginnen im Frühjahr. Eine Achtzehnjährige läßt sich vom Zuge töten.. Am verflossenen Sonntag warf sich die 18 Jahre alte Verkäuferin H. R. aus Arnsdorf, die in einem Modewarengeschäft in Haida beschäftigt war, bei der Station Haida vor den gegen 2 Uhr nachmittags aus Röhrsdorf eintreffenden Personenzug. Der Lokomotivführer bemerkte zwar das Mädchen, konnte aber den Zug nicht mehr rechtzeitig zum Halten bringen. Der Körper des Mädchens wurde in mehrere Stüde zerschnitten. Die Identität wurde erit festgestellt, als die Mutter der Unglücklichen da ihre Tochter nicht wie gewöhnlich heimgelommen war Nachfrage hielt. Sie fonnte ihre Tochter nurs ſtrationen der Kinder aller Schulen sowie auch Durchbrechung des Kordons an einer Stelle soll des städtischen Gymnasiums in Begleitung ihrer der SDP- Abgeordnete 3ippelius ge Mütter. Es demonstrierten ungefähr 800 fchlagen worden sein. Bei den DemonstraKinder und an der Spike des Zuges wurde eine tionen wurden drei Wachleute ver atenkreuzfahne getragen. Iet. Sowohl die Verletzung des Abgeordneten Zahlreiche Telephonleitungen Dr. Zippelius als auch die der Wachleute wird Genf. Der erste Eindruck der Rede Hitlers, wie in der Umgebung von Karlsbad wurden gewalt untersucht. In Sternberg demonstrierten etwa er fich in Genf zeigt, besagt, daß fie feinen Beitrag i am zerstört. In Elbogen wurde in 5000 Menschen, in Jägerndorf ungefähr 1000. zur Lösung der judetendeutschen Frage bedeute, aber den Fabriken die Arbeit eingefte II t, In Trübenwasser bei Trantenau an den Schulen wird nicht unterrich- wurde der Chauffeur einer tschechischen Firma daß das Reart zur Rechtlosigkeit werde, wurde durchtet und die Geschäfte sind geschlossen. verlegt. Der Bahnhof in Bürstein wurde die Forderung abgeschwächt, daß sich die Sudetendeut Dienstag bormittags demonstrierten in den von Mitgliedern der SdP besetzt, die auf dem ichen mit der Regierung einigen. Diese Forderung. Straßen gegen 4000 Personen. Gebäude eine Hafenkreuzfahne hißten; fpelche übrigens den positivsten Punkt der ganzen In Bürstein im Bezirk Kaaden kam es der Bahnhof wurde jedoch von einer GendarmerieRundgebung darstellt, wird als Folge der feiten Ent- zu einer Zusammenrottung von etwa 1500 Per- affistenz wieder geräumt, ohne daß sich ein fchloffenheit Englands und Frankreichs angesehen. fonen. Gegen die militärische Assistenzabteilung Einschreiten als notwendig erwiesen hätte. In feine friegerische Lösung der judetendeutschen Frage wurden vom Kirchtum Schüsse abgegeben und weierin wurde aus einer Zusammenrottung ein Soldat wurde von einem Schuß in den von etwa 150 Personen ungefähr 10 Schüsse Bauch getroffen und getötet. Ein anderer Sol- gegen den tschechischen Gerichtsbeamten Karl dat erschoß ein SdP Mitglied. Kraus abgegeben und dann wurde auf eine In Neuern demonstrierten ungefähr 5000 Gendarmeriepatrouille gefchoffen, sig und in Winterberg statt. In der Nacht auf Notwehr vier Revolverschüsse ab, durch die jedoch Dienstag wurden in Eger alle Fenster der tsche- niemand verletzt wurde, während Kraus eine Das ist der richtige Stundenplan, um auch cinzutragen, wann die von der Henlein- Partei wird die Kreditpost von den bisherigen 1,500.000| Plan bei Marienbad kam es um 23 Uhr zu einer Prag. Am Montag abends überfielen Ange- Fonen stattfinden: der vom Verlag Karl H. Frant angeordneten Schulstreiks und Schülerdemonstra Demonstration; die Demonstranten bedrohten die Bfund Sterling auf zwei Millionen erhöht wer Gendarmeriestation und schlugen die Fenster- Straße bei Trautenau einen Slowafen, der eine Werbebild für das" Witiko"-Heft„ Konrad Henhörige der Sudetendeutschen Partei auf der( Starlsbad) verbreitete Stundenplan mit dem ben. 500.000 Pfund werden der Modernisierung scheiben des staatlichen Polizeiamtes sowie in der Stichwunde erhielt, an deren Folgen er Dienstag lein an der Front". Ein Kriegsbild, das hinter einiger britischer und indischer Formationen geWohnung des Bezirks- Gendarmeriekommandanten widmet werden. Ebenso wird die indische Armee im Krankenhause starb. Bei den Demonstra- serschossenem Stacheldraht einen Handgranaten auzulaffen. Ausbau der indischen Armee London. Amtlich wird mitgeteilt, daß die Personen; ebenso fanden Demonstrationen in Auf die aus Mies eingetroffen war. Kraus gab in mehr an den Kleidern erkennen. britische Regierung beschloffen habe, eine umfangreiche Reorganisierung der indischen Armee durchzuführen. Beginnend mit 1. April 1939 hischen und jüdischen Kaufleute eingeschlagen. In Berlekung am Kopfe erlitten hat. " durch die Einreihung neuer Flugzeuge ergänzt ein. Die Gendarmen zerstreuten die Demonstran tionen in Leitmeriz am Montag abends wurde schleudernden Soldaten zeigt. Neudeutsche Gra werden. Nächsten Monat wird eine Untersuchungs monstrant und drei Gendarmen tionalität verwundet. tommission von Experten nach Indien reisen, um an Ort und Stelle die militärischen und damk berbundenen Studieren. finanziellen Erfordernisse Die Tagung des Völkerbunds Sowjetunion. 31t berlegt. In Freiwaldau demonstrierten über 3000 Personen, doch ging die Menge wieder auseinan der. In Warnsdorf kam nach Beendigung der Rede des Reichskanzlers eine Menge in der Zahl von 6000 Menschen zum Zollamt gezogen und verlangte die Herausgabe der Schlüssel zu dem mobile den Ort und wurden von Mitgliedern der Kein Grund zu Panikkäufen deuts ichen Krieg". Da solche Stundenpläne ohne Widerspruch der Lehrpersonen, deren still- fröhliche Zurkenntnisnahme selbstverständlich ist, und ohne. Einschreiten der Schulbehörden berbreitet werden dürfen, ist die Angleichung unserer Schulen an das reichsdeutsche Vorbild offenbar schon im Gange. Einschreibungen an der Deutschen Technischen In den letzten Tagen mehrten sich, besonders in der Hauptstadt Prag, die Fälle, daß die Bevölkerung aus Angst vor einem bevorstehenden Genf. Nach der Wahl de Valeras zum Vor- Grenzschranken. Die Zollbeamten öff- friegerischen Konflift und einer damit zusammen= die Wahl der Vizepräsidenten durchgeführt. Ge- etwa 500 Personen aus der Menge die Grenze, mittel Einkäufe über das gewohnte Maß hinaus 1938/39 finden in der Zeit vom 24. September bis sizenden der Völkerbunds- Versammlung wurde neten die Schranken und daraufhin überschritten| hängenden allgemeinen Verknappung der Lebens- Hochschule. Die Einschreibungen für das Studienjahr wählt wurden die Vertreter Großbritanniens, wo die reichsdeutschen Schranken bereits geöffnet täligte. Dies hatte wiederum einen zeitweiligen 8. Oftober statt, und zwar in nachstehender ReihenFrankreichs, Siams, Polens, der Türkei und der waren. In Haselbach passierten zwei fremde Auto- Ausverkauf gewisser Lebensmittel und dies wie folge: Neu eintretende Hörer( Inländer) am 24. der eine Verteuerung dieser meist gefragten und 26. September, bereits immatrikulierte StuDie Arbeiten der Böllerbundsversammlung Staatsverteidigungswache angehalten. Aus einem Waren zur Folge. So verteuerten u. a. Konser dierende( Inländer wie Ausländer) vom 27. Sepnahmen Dienstag vormittags ihren Fortgang. der Kraftwagen sprangen givei Männer, von denen ven, Fett, dessen Preis von 13 Kč per kilogramm tember bis 6. Oftober, und zwar in alphabetischer.. Arbeitsprogramm festzusehen. Es wird gebildet in an zwachmann verleite, auf den er sichern deshalb, daß jede Panikstimmung voll- fundgemacht wird. Neu eintretende Ausländer am 7. lung De Valera, ferner aus den Vizepräsidenten haftet. Aus dem anderen Auto sprangen am Anlegung von Vorräten ist natürlich nichts einzu- Darstellenden Geometrie und dem Freihandzeichnen aus dem Vorsitzenden der Völkerbundsversamms fünf Schüsse abgab; der Täter wurde verstommen unbegründet ist. Gegen die vernünftige und 8. Oftober. Die Aufnahmsprüfungen aus der und den Vorsißenden der sechs Ausschüsse. Nach- Ausgang der Gemeinde mehrere Personen, die wenden; schädlich, weil panifbringend, ist jedoch für absolvierte Gymnasiasten werden am 1. Oftober mittags stand auf dem Programm die allgemeine auf einen Finanzwachmann und einen Gendarmen, eine Anhäufung von Lebensmitteln, die oft zur I. 3. vor der Einschreibung bei den betreffenden Lehrs Debatte über die Weltlage, die bis zum Ende der welche sie auf einem Motorrad verfolgten, 15 bis Ausgabe des lebten Spargroschens führt. Die fangeln im Hauptgebäude, Husgaffe, abgehalten. Die Boche dauern wird. Es ist unzweifelhaft, daß 20 Schüsse abgaben. das tschechoslowakische Problem alle Delegationen Das an erster Stelle beschäftigt. Rebensmittelborräte sollen so gekauft werden, daß Hinter der Gemeinde Wassersuppen fic ständig verbraucht und durch Neuanschaffunwurde ein Lastauto angehalten, dessen Infaffen die gen ersetzt werden können. Es darf im übrigen Vorlesungen beginnen am 3. Oftober. Das Programm( I. und II. Teil) wird nur gegen Voreinsendung von 18 Kč( Ausland Kč 19.40) gefandi, E-kte 4 14. 1938 Nr. 216 Tiefste Besorgnis in London Die britische Stellung war und ist vollkommen klar wird, daß Großbritannien geringes Verständnis erzielt nnd dies beweist als unparteiisches Zeng- Friedens fortschreiten soll. Der ll für das Problem bewiesen hat oder daß Groß-§nis, wie sehr es moralisch nicht zu rechtfertigen I hat einmütig diese Beschlüsse gebilligt. tern eine Erhöhung der Löhne und regelte die Arbeiten gleichzeitig derart, daß eine Beschleunig gung des Hafenbetriebes ermöglicht wird. Man glaubt, daß die militärische Ueberwachung des Hafens noch etwa 48 Stunden bestehen bleibt. sein könnte, ihre Entscheidungen zu treffen, muß vollkommen eindeutig erklärt werden, trotz des heißen Wunsches des britischen Lol- daß dieses Problem, das vom britischen Volke wahrhaftes Problem anerkannt wird, gelöst Anschlag auf den Bürgermeister von Jerusalem Jerusalem.(Reuter.) Gegen das Haus des neuen Bürgermeisters von Jerusalem wurde eine Bombe geworfen. Die Explosion richtete jedoch keinen Schaden an. Chilenische Regierung zurückgetretea Santiago de Chile. Das Kabinett ist zurück» getreten. Besondere jüdische Schulen In Italien Rom. Die italienische Regierung hat beschlossen, aus Staatsmitteln für jüdische Kinder eigene Volksschulen zu schaffen, da diesen Kindern der Besuch einer öffentlichen italienischen Schule untersagt wurde. wäre, wenn von welcher Seite immer etwas getan würde, was die Hoffnung vernichten würde, daß diese Verhandlungen zu einem erfolgreiches Abschluß führen werden. 880 Francoflugzeuge abgeschossen Barcelona.(Ag. Esp.) Wie amtlich mitge« teilt wird, hat die republikanische Flugwaffe, seit Aufstandsbeginn 380 feindliche Flugzeuge abge» schossen. Marseiller Streik beendet Paris. Am Montag unterzeichneten im Ministerium für öffentliche Arbeiten die Vertreter der Hafenarbeiter von Marseille sowie die der Unternehmer das Abkommen, durch das der Konflikt im Hafen beendet wird. Die Ministevverord- nung, welche den Erlaß vom 26. August d. I. abändert, wird morgen im Amtsblatte veröffentlicht werden. Das Abkommen bringt den Arbei- Die schwedischen Manöver Stockholm. Die diesjährigen großen Herbst» Manöver, die am 16. September beginnen- wer» den in der südostschwedischen Provinz Emaland stattfinden. An den Manövern werden mehr als 24.000 Mann, 1000 Kraftwagen und 3000 Pferde teilnehmen. Rumänisches Rechtsblatt eingestellt Bukarest. Der Innenminister hat das Er» scheinen des rechtsorientierten Blattes„Porunca Vremii"(„Gebot der Zeit") für acht Tage verboten. Anlaß zu diesem Verbot war ein Bericht über den Nürnberger Parteitag. Der diplomatische Reutrrberichterstatter meint, daß es nach reiflicher Ueberlegung möglich sei, zu sagen, in autorisierten Kreisen überwiege ein Eindruck in dem Sinne, daß durch diese Rede Hitlers keine Tür definitiv und gewaltsam geschlossen wurde und daß die Tür vielleicht für eine Lösung offen blieb, so daß es möglich fei, die Be- ratunaen fortzusetzen. Hingegen könne nicht gesagt werden, daß diese Rede irgendein Problem gelöst oder konkrete und speziftsche Anregungen welcher Art immer gebracht hätte, die den Weg zu einer Lösung bereiten würden. Es herrscht die Ansicht vor, daß die Rede HitlerS sehr wenig dazu beigetragen habe, die Drohung zu beseitigen, die Europa und die ganze Welt so sehr beunruhigt. Die direkte Folge der Rede Hitlers war eine Reihe ernster Zwischenfälle der Tschechoslowakei, deren Folgen bisher nicht völlig zu übersehen sind und die beweisen, in wie großem Maße die Atmosphäre geladen ist. Diese Zwischenfälle beweisen jedoch auch, daß es absolut notwendig ist, die Ruhe bei der Durchberatung dieses Problems zu bewahren. Außer der Erwähnung in der Rede Hitlers über daS sudetendeutsche Problem und der direkten Reaktion sowie der direkten Folgen, welche diese Rede nach sich gezogen hat, ist noch an eine Sache zu erinnern, das heißt, daß in dieser Rede offenbar der Standpunkt Großbritanniens nicht gewürdigt wird, und daß ans diesrm nicht die entsprechenden Folgerungen gezogen werden. Es ist dies sicher ein bemerkenswertes Versäumnis, wenn verhehlt wird, daß Großbritannien die Gültigkeit dieses Problems anerkannt nnd darnach gehandelt hat und wann sogar angedeutet Warschau. Der Präsident der Republik hat mit einem Dekret vom Dienstag die Auflösung deS SejmS und des Senats ungeordnet. Das Auflösungsdekret besagt: Seit den letzten Wahlen in die gesetzgebenden Körperschaften kamen im inneren Leben Polens wesentliche Veränderungen vor» und in den breiten Massen der Nation wuchs das Verständnis für die Notwendigkeit einer aktiveren Beteiligung an den Arbeiten zum Wohle deä Staates. Aus diesem Grunde habe ich eine Erneuerung der Zusammensetzung dieser Kammern für angezeigt gehalten, damit sie den in der Oefsentlichkeit herrschenden Strömungen vollends Ausdruck verleihen können." Aus dem weiteren Inhalt des Auflösungsdekretes geht hervor, daß der neue Sejm und Senat eine bestimmte Haltung in der Angelegenheit der bisherigen Wahlordnung für die gesetzgebenden Körperschaften einzunehme» haben werden, das heißt die eventuelle Aenderung der bisher geltenden Wahlordnung zu beschließen haben werden. Gemäß den Bestimmungen der Verfassung hat der Präsident der Republik die Parlamentsneuwahlen im Laufe von 30 Tagen nach Auflösung des Sejm und des Senats anzuordnen. Die Auflösung des Parlaments ist mit großer Befriedigung in den Reihen der Opposition ausgenommen worden, wo seit vem Jahre 1935 unablässig die Forderung geltend gemacht wurde. britannien mit den übrigen Demokratien bemüht . ist, Hindernisse ans dem Wege zu einer Lerstän- digung aufzntürmen. In britischen maßgeblichen Kreisen wird bewnt» daß nichts mehr nnd gefährlicher von der Wahrheit entfernt sein kann, als Vermutungen solcher Art. Die britische Stellung war und ist vollkommen klar. Großbritannien hat nie verabsäumt, die Dringlichkeit deS Problems und in vielen Fällen die Berechtigung der Forderungen der Sudetendeutschen anzuerkennen, doch muß daran erinnert werden, daß in London stets erkannt wurde, daß die Folgen absolut unabsehbar wären, wenn der Versuch gemacht würde, dieses Problem durch Gewalt zu lösen. Niemand kann die Ereignisse Voraussehen und niemand kann sagen, wann, wie und in welcher genauen Form die Regierung gezwungen doch daß kes, al« werde. Es wäre absolut unmöglich, anzunehmen, daß Großbritannien bei einem allgemeinen Kon- flikte beiseite stehen könnte, in welchen di« Integrität Frankreichs bedroht sein könnte. Alles zielt daher darauf ab, zu zeigen, wie wichtig es ist, alle Reaktionen auf Provokationen von der oder jener Seite einzuschränken und trotz aller Schwierigkeiten dieser äußerst gespannten Atmosphäre die Gelegenheit zur Fortsetzung der Verhandlungen zu schaffen und zwar in einer Art, daß diese mit einem Abkommen endigen könnten, was an sich nicht unmöglich wäre, wenn dies von Außen her erlaubt würde. Es wurde ei» großer Fortschritt Vie Judenausweisung gesetzlich Rom. Die vom Ministerrat unlängst beschlossene Ausweisung aller seit dem 1. Jänner 1919 nach Italien gekommenen Auslandsjuden ist jetzt als Gesetz im Reichsgesetzblait veröffentlicht worden. Das Gesetz ist am 12. September in Kraft getreten. Somit müssen alle Betroffenen Juden bis spätestens 12. März 1939 Italien, Libyen und die italienischen Besitzungen im, Aegäischen Meer verlassen haben. daß das alte Wahlregime der indirekten Wahl aufgehoben wird, durch welches die Zusammensetzung eines ganz und gar nur aus Regierungsanhängern gebildeten Parlaments ermöglicht wurde, in dem die OHwsition keine Vertretung hatte. Bekanntlich haben alle Oppositionsparteien, Sozialisten, Bollsparteiler und Nationaldemokraten im Jahre 1936 die Wahlen boykottiert und bemühten sich seit der Zeit ununtochrochen um eine Wahlreform auf demokratischer Grundlage. Ruhe an Spaniens Fronten Barcelona.(Ag. Esp.) Die Rebellen haben in der Ebro-Zone wenig Tätigkeit entwickeü. Ihre Artillerie hat einige Höhen in der Opera« tionslinie beschossen, ebenso Mas de Parret. Die feindliche Flugwafse bombardierte die Sierra Lavall della Torre und Venta de Campesine«. Unsere Flugzeuge führten Patrouillen« und Schutzflüge durch. Im Abschnitt von Carabanchel sprengte der Feind eine Mine und wir besetzten die dadurch entstandene Bresche. Deutschland entnationaüsiert die Polen Warschau. Die Monatsschrift„Polak w Niemczech", das Organ des Polenbundes in Deutschland, weist darauf hin, daß in Deutschland in Verbindung mit der für den Mai 1939 vorgesehenen Vollszählung bereits jetzt eine starke Agitation eingesetzt hat, welche vor allem die Entnationalisierung der in Deutschland lebenden Polen bezwecke. Alle Polen, die sich in den VollszählungSlisten zur polnischen Nationalität bekennen sollten, würden die Ausweisung aus Deutschland, bzw. den Entzug der Arbeitslosenunterstützung zu befürchten haben. Die Volkszählung im Jahre 1939 soll also gewissermaßen eine Art von Volksabstimmung bilden. Diese Agitation, schreibt die genannte Monatsschrift, bestärkt uns in der Ueberzeugung, daß die Vollszählung im Jahre 1939 stch in ihren Folgen vor allem gegen die polnische Bevölkerung in Deutschland wenden wird. Infolge dieser deutschen Taktik wird die Zahl der Polen in Deutschland nur auf jene kleine Gruppe von wirtschaftlich und finanziell unabhängigen Personen zusammenschrumpfen, welche nicht befürchten müssen, daß sie arbeitslos werden. „Oer Deutsche Im Ausland" in Algier verboten Rabat. Der Verkauf und die Verbreitung der Zeitschrift„Der Deutsche im Ausland" wurde auf dem ganzen Gebiet von Französisch-Marokko vom Oberbefehlshaber des ftanzöfischen Militärs verboten. Spanisches Flugzeug in Frankreich abgestürzt Perpignan. Freitag überflog ein Jagdflugzeug der spanischen Regierung das französische Dorf Prades, worauf es in ein Feld abstürzte. Das Jagdflugzeug war nicht bewaffnet und wurde vollständig vernichtet, während der Pilot ohn« Verletzung davon kam. Es wird gemeldet, daß sich der Pilot im Nebel verflog. rcm Auge vorüber, seine Arbeit und sein Kampf werden vor uns lebendig, sein Wollen, sein hohes und reines Wollen wird uns gegenwärtig. In ruhigerer Zeit würde man den Denker Masaryk würdigen, den Ethiker und Verkünder der Humanität, und vielleicht würde man sein politisches Wirken kritisch untersuchen. Heute, da der Staat Masaryks in Gefahr ist, die von ihm begründet: demokratische Republik, heute gilt für alle Demokraten als oberstes Gesetz, zu Masaryks Werk zu stehen, diese Demokratie zu verteidigen. Masaryk hat den Staat, an dessen Schaffung er mehr als irgend ein anderer beteiligt war und an dessen Spitze ihn der Wille seines Volles gestellt hatte, nie als fertig, als vollkommen angesehen. Mochten tschechische Politiker aller Parteien des Glaubens sein, die nationale Frage sei gelöst, weil ja die Bürger aller Nationen die gleichen politischen Rechte hatten und ihnen der Minderheiten-Schutzvertrag gewissen Schutz vor Entnationalisierung und die Gewähr kulturellen Eigenlebens gab— Masaryk wußte, daß das rationale Problem in der Tschechoslowakei weiterbestand, daß es das tragische Erbe des alten 'Oesterreich war. Unablässig hat er sich mit diesem Problem beschäftigt, immer wieder die Aufmerksamkeit der tschechischen Politiker dieser Frage zuzuwenden versucht. Leider hat die tschechische Politik nicht so weit in die Zukunft gesehen, wie Masaryks Seherauge, nicht so wie er in die Tiefe, Kompliziertheit und den Gefahrenreichtum des nationalen Problems erkannt. Es ist, so ost auch Masaryk auf die Dringlichkeit der Arbeit an der Lösung dieser wichtigsten Frage des Staates verwies, doch nie ein ernster Lösungsversuch gemacht worden. Freilich, auch wenn Masaryks drängende Wünsche befolgt worden wären, noch zur Zeit seiner Präsidentschaft eine Verständigung zwischen den Nationen herbeigeführt worden wäre, wenn — abgesehen von unvermeidbaren Kleinigkeiten— kein begründeter Anlaß zu Beschwerden der nationalen Minderheiten verblieben wäre: der d-utsche Nationalsozialismus wäre dem Sudetendeutschtum nicht erspart göblieben und der Tsche- dwslowäkischen Republik nicht der Druck Deutschlands. Denn um die„Befreiung der Sudetendeutschen aus einem unerträglichen Joch" geht es ja der Politik, des Dritten Reiches nicht! Die Sudetendeutschen sind nur ein Werkzeug der alldeutschen Machtpolitik, der die Tschechoslowakei im Wege steht, der sie im Wege stünde, auch wenn die Sudetendeutschen nicht im mindesten Anlaß zu Klagen hätten. Daß sie aber mannigfache Ursachen zu Beschwerden hatten, das gab dieser . deutschimperialistischen Politik nicht nur einen willkommenen Vorwand, das trieb auch hunderttausende ruhiger, keineswegs kriegsbegeisterter deutscher Bürger ins Lager der SdP, das komplizierte und verschärfte die Situation. Wir wollen heute, da wir trauernd unseres großen ersten Präsidenten gedenken,' uns vor Äugen führen, daß jeder wirklich demokratische V-rsuch der Lösung des nationalen Problems Erfüllung des Testaments Masaryks ist, seines ungeschriebenen Testaments, das die Logik seiner Politik und seiner Philosophie ist. Wir wollen an diesem Tage aber auch dessen uns bewußt sein, daß er uns ein reiches demokratisches Erbe hinterlassen hat. Und dieses demokratische Erbe ist in Gefahr! Die Freiheit des Denkens, des Aussprechens eigener Ueberzeugungen, die Freiheit der Presse, die Freiheit der OrganisationSbildung, das große unschätzbare Gut der Freiheit der Person, dieses Ergebnis jahrhundertelanger opferschwerer Kämpfe der Menschheit— diese Freiheit ist in der Tschechoslowakei/jedem gesichert, auch uns Deutschen! Ja, wir gehören zu den letzten Deutschen, die dieser Freiheit noch teilhastig sind! Und wenn auch die Mehrheit der Sudetendeutschen derzeit diese Freiheit nicht zu schätzen weiß— wir kämp» Attlee bei Chamberlain London. Premierminister Chamberlain hatte DienStag vormittag eine Unterredung mit dem Führer der ParlamentSoppofition Attlee. Er erklärte ihm, daß es nicht angezeigt wäre, das Parlament jetzt früher einzuberufen als zu dem Datum, das für die Einberufung des ParlamemS schon festgesetzt wurde. Attlee hielt sich im Gebäude des Ministerpräsidenten in Downiugstrert eine halbe Stunde auf. Nachdem Attlee gegangen war, fand sich bei Chamberlain der Führer der Liberalen, Sinclair, ein nnd hatte mit ihm ebenfalls eine halbstündige Unterredung. Sodann hatte Chamberlain eine Beratung mit Außenminister Halifax. Die französische Regierung tagt Paris. Der Ministervat trat unter dem Vorsitz des Präsidenten der Republik am Dienstag um 10 Uhr vormittags zusammen. Nach Be« endignng des Dtmistermtes um 12 Uhr 30 Minuten verlas Innenminister Sarrant den Journalisten folgendes Kommunique: Ministerpräsident Daladier und Minister des Äußern George Bonnet haben dem Ministerrat Bericht erstattet über die auswärtige Lage und Über die Bedingungen, unter welchen die französische Regierung in ihrer wachsamen Aktion zur Erhaltung des Der Ministerrat fen, indem wir die Demokratie verteidigen, doch auch für ihre, für die Freiheit aller Deutschen! Und wenn es auch für Sozialisten selbstver- fländlich ist, die Freiheit zu verteidigen, so stärkt es uns doch in unserem Kampfe, zu wissen, daß wir im Sinne Masaryks handeln. In seiner Auseinandersetzung mit Tolstoi wandte sich Ma« saryt gegen die Passivität dem Bösen gegenüber. Wehret dem Bösen! Und der Faschismus ist das Böse, ist das große Unheil, ist das Menschheits- miglückl Nicht allein darauf wollen wir uns stützen, daß uns im Kampfe für die Freiheit starke Freunde zur Seite stehen. Sondern vor allem Kraft und Zuversicht schöpfen aus dem unerschütterlichen Glauben an die Sieghaftigkeit der Freiheit! Verkünder dieses Glaubens, von dem er selber so ganz erfüllt war, war T. G. Masaryk. Nichts vermochte ihn in diesem Glauben wankend zu machen. Aus tiefster Weisheit schöpfte er, aus seiner Kenntnis des Weges der Geschichte, als er, im Gespräch mit dem amerikanischen Journalisten Mowrer, sagte, die Reaktion gegen die Zivilisa- i.on(so hatte Mowrer den Faschismus bezeichnet) werde die Menschen zur Schönheit der Freiheit zurückrufen.„Die Demokratie wird kommen, weil sie kommen muß. Die menschlichen Wesen werden sie zum Schluß verlangen." Ja, die Demokratie wird dort, wo sie verloren ging, wiederkommen. Wir aber wollen, uttd das sei unsere Ehrung Masaryks, dafür sorgen, daß sie uns nicht verloren geht! Wehret dem Bösen! Zu T. G. Masaryks Todestag So überreich an einander jagenden und sich überstürzenden Ereignissen ist unsere Zeit und so gefahrenreich und so gespannt blicken wir dem Morgen entgegen, daß kaum jemand betrachtenden Versenkens in die Geschichte fähig ist. Der Mann aber, dessen Todestag sich heute zum ersten Male jährt, ersteht sofort, wenn sein Name genannt wird, wieder in leuchtender Größe vor uns; wie im Fluge zieht vor uns sein Leben an unse- Das polnische Parlament aufgelöst Sieg der demokratischen Opposition Nr. 216 Mittwoch, 11. Snrtentker 1938 Seite 5 Was ist das Standrecht? «LmUch die„Rund- „Sudetendeutschen Die Morgennebel und die starken Regenfälle erschweren allerdings die Militäraktionen. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die ausgebildeten Jahrgänge im Herbst entlasten werden und die Belastung dieses Jahrgangs im Dienste die Ber- teidigungskräste rechtzeitig sicherstellt. Die Frühjahrsmonate(März, April, Mai) sind noch günstiger für den Angreifer. Der im Herbst eingezogene Jahrgang kann zur Rot bereits eingesetzt werden, das Terrain ist übersichtlich mit allen Vorteilen der Herbstmonate ohne deren Nachteile, Die Sommermonate(Juni, Juli, August) find am günstigsten für die Eröffnung der Operationen. Die meisten Kriege haben im Sommer begonnen: Der Krieg 1866 am 14. Juni, der deutsch-französische Krieg 1870 am 19. Juli, der russisch-japanische Krieg 1904 begann allerdings im Frühjahr, der erste Balkankrieg am 8. Oktober 1912, der zweite am 28. Juni 1913. Der Weltkrieg am 28. Juli 1914, der spanische Bürgerkrieg am 18. Juli 1936, der abessinische Krieg Anfang Oktober, der japanische-chinesische Krieg am 13. August. Wir sehen in der langen Reihe der Kriege ist keiner in den Spätherbst- und Wintermonaten ausgebrochen. Zu- um Graus der darum kein Volksgenosse geworden. Anders steht es mit einem anderen alten Mann, mit dem Pfarrer, von dem man sich gar kein Bild machen kann. Ein katholischer Pfarrer, Leute, und ein Rasten- kämpferl Habt ihr so etwas jemals gehört? Da soll «iner sagen, eS gibt nichts Neues auf der Welt... Es gibt immer Neues, immer noch gebiert sich daS Böse seine Brut, immer noch streichen die Häscher durch die Wälder, durch Wüsten, durch Olivenhaine und suchen den Mcnschensohn, auf daß sie ihn zu Tode bringen I Aber eines darf man nicht vergeffen: daß unser Leben einen tiefen Sinn hat, nicht nur für den Einzelnen, sondern vor der ganzen Geschichte der Welt, und daß dieser Sinn darin besteht, daß nmn lernen muß, daß alles ein« Lehre ist, nach der wir Fehler und Fehler verbeffern können, um eines Tages, soweit es menschenmöglich ist, einer glücklichen Zukunft entgegen zu gehen. Aber vom Sportplatz dringen Kommandoschreie zu mir herüber. Zackig klingt daS: Habt acht, rechtsum, und vorwärts marsch, marsch I Es ist unsere Jugend, die man ertüchtigt, die für etwas gedrillt wird von einem Herrn, der vom Gauturnwart entsandt wurde und sich OrtSturn- wart nennt. ES ist gerade so, als sollten sie schon morgen losgehen, mit Gesang und Stechschritt. Für wen? Gegen wen? Ja, das sind Fragen, die man nicht erörtern will. Wenn man den OrtSturnwart fragt, da ist er wie eine Sphinx.— Die Geschichte vom Pfarrer aber werde ich ein an- Die gesetzliche Grundlage für die Proklamierung des Standrechtes bildet die Strafprozessordnung vom 23. Mai 1873, RGBl. 119, welches über das Standrecht in den Paragraphen 429 bis 446 handelt. Das Standrecht kann im Falle des Aufruhr- verhängt werden, wenn die übrigen gesetzlichen Mittel zu dessen Unterdrückung nicht ausreichen. Die Proklamierung de- Standrechtes steht dem Landespräsidenten im Einverständnis mit dem Obergerichtspräsidenten und mit dem Oberprokurator oder bei Gefahr im Verzüge auch dem Vorsteher der politischen Bezirksbehörde im Einverständnis mit dem Präsidenten des Gerichtshofes erster Instanz und dem Staatsanwalt zu. Äusser dem Fall des Aufruhrs kann daS standrechtliche Verfahren auch für Verbrechen des Mordes, der Brandlegung, des Raubes und der böswilligen Beschädigung fremden Eigentums angeordnet werden, wenn sie in einzelnen oder mehreren Bezirken in besonders gefahrdrohender Weise um sich greifen. Dabei kann das Standrecht nur auf eine bestimmte Art der Verübung eines dieser Verbrechen, z. B. Beschädigung von Fabriken, Eisenbahnen p. ä. beschränkt werden. In diesem zweiten Falle steht die Verkündung des Standrechtes dem Innenminister im Einverständnis mit dem Justizminister zu. Ueber die Verhängung des Standrechtes ist in allen Fällen der Nationalversammlung oder, wenn diese nicht tagt, dem Ständigen Ausschuss nach§ 54 der Berfastungsurkunde Bericht zu erstatten. Hinsichtlich der Gerichtszuständigkeit ist ausschließlich der Gerichtshof erster Instanz, in dessen Sprengel das Standrecht verkündet wurde, für alle in, dessen Sprengel verübten Straftaten, auf welche sich das Standrecht bezieht, sowie für Mitschuld an diesen Verbrechen und jede strafbare Beteiligung an diesen zuständig. Das Standgericht setzt sich aus vier Richtern zusammen, von denen einer den Vorsitz führt. Tagen kann es in welchem Orte des Bezirkes immer, für welchen das Standrecht verkündet wurde. Besonderheiten des Verfahren? find: Der Staatsanwalt hat sich sofort, sobald ein Beschuldigter betroffen wurde, entweder für das standrechtliche oder für das ordentliche Verfahren zu entscheiden. Im standrechtlichen Verfahren gibt eS Prag. Der Vorsitzende der Regierung Dr. Milan HodZa empfing Dienstag den französischen Gesandten in Prag Grafen Victor de la Croix und den englischen Gesandten Newton. kein besonderes vorbereitendes oder Uebergangs- stadium. Das ganze Verfahren findet mündlich vor dem Standgericht statt, und zwar womöglich ohne Unterbrechung und soll nicht länger als drei Tage von dem Zeitpunkt, da der Beschuldigte vor das Standgericht gestellt wurde, bis zum Schluß des Beweisverfahrens dauern. Die Oeffentlichkeit kann im Verfahren vor dem Standgericht ausgeschlossen werden. Jeder Angeklagte muss einen Verteidiger haben. Die Arte« der Entscheidung des Standgerichtes sind: 1. Freispruch, 2. Verurteilendes Erkenntnis, zu dem Einstimmigkeit notwendig ist. Z» der Regel ist ein Todesurteil zu fällen, und zwar auch wen« es im Strafgesetzbuch für die Straftat, um die eS sich handelt, nicht vorgesehen ist. Rur wen» durch die an einem oder einigen am meisten strafbaren Schuldigen vollzogene Todesstrafe ein zur Wiederherstellung der Ruhe notwendiges abschreckendes Beispiel bereits gegeben wurde, können auS wichtige» Milderungsgründen denjenigen, welche in minderem Matze beteiligt waren, statt dar Todesstrafe schwere Kerkerstrafe« von fünf bis zwanzig Zähren auferlegt werden. Diese Strafe ist auch denjenigen aufzuerlegen, die zur Zeit der Tat das 20. Lebensjahr noch nicht vollendet habe«. Gegen das Urteil des Standgerichtes können nicht die übliche« Rechtsmittel (Dernfung, Nichtigkeitsbeschwerde) an- gewendet werden. Die Todesstrafe soll innerhalb zwei, längstens aber innerhalb von drei Stunden«ach der!lr- teüsverkündung vollstreckt werden. Das Standrecht soll sofort aufgehoben werden, sobald der Grund, dessentwegen es verhängt wurde, weggefallen ist. Die Aufhebung steht den gleichen Personen wie die Verkündung zu. Ausserdem ist die Regierung verpflichtet, das Standrecht aufzuheben, sobald eine Kammer oder der Ständige Ausschuss dies verlangt. Die„krlegsgefährllchen Monate** „Düstojniett lisch"(das Blatt des Offiziersverbandes): Die Wahrscheinlichkeit eines Kriegsausbruchs ist im Laufe eines Jahres nicht gleichbleibend. Die modernen Kriegswaffen sind zum Teil ziemlich empfindlich gegen ungünstiges Terrain und ungünstiges Wetter, die sehr leistungsfähigen Schusswaffen bedürfen mächtiger Muni- tionstransporte und daher ist es fiir die beabsichtigte Operation nützlich, die bestgeeignete Zeit auszusuchen. Die Wintermonate(Dezember, Jänner und Feber) sind für die Kriegsoperationen am ungünstigsten. Schnee und Frost erschweren die Truppenbewegungen, namentlich aber die Tank, und Fahrzeugbewegung, die für den sogenannten schnellen Krieg unentbehrlich sind. Am ungünstigsten sind diese Verhältnisse im Gebirge, was gerade für unseren Staat am wichtigsten ist, da der Angreifer gleich bei Kriegsbeginn auf schwere Hindernisse stiesse. Die kurzen Wintertage bieten wenig Zeit für die Auskundschaftung und erschweren die Beobachtung, was wieder für den Angreifer, der auf unbekanntem Terrain kämpft, besonders behindert. Die Herbstmonate(September, Oktober, November) sind für die Eröffnung der Kriegsoperationen bedeutend günstiger. Die Landschaft, die schon der Getreidekulturen entblösst ist, bietet gute Sicht und dem Verteidiger geringeren Schutz. Je besser ein Staat ist, desto angelegentlicher und glücklicher wird in ihm die Humanität gepflegt; je inhumaner, desto unglücklicher und ärger. Dies geht durch alle Glieder und Verbindungen desselben von der Hütte an bis »um Throne. Johann Gottfried Herder .(„Briefe zur Beförderung der Humanität"). Nicht jeher ist ein Patriot, der nicht deutsch kann, konstattert die„Bräzda" in einem Artikel, welcher für die Reform und Intensivierung des Deutschunterrichtes an den tschechischen Schulen eintritt: Das Deutsche müssen wir an allen in Betracht kommenden Schulen als einen ausserordentlich wichtigen Gegenstand ansehen, welchem die größte Sorgfalt zu widmen ist. Die Unkenntnis des Deutschen ist für uns ein teurer Luxus, den wir uns nicht erlauben können, und darum dürfen wir nicht weiter untätig zusehen, wie an den Mittelschulen Absolventen maturieren, welche selbst nach einem achtjährigen Studium des Deutschen so armselige Kenntnisse aufweisen, dass sie für den praktischen Gebrauch fast völlig wertlos sind. Nach achtjähriger Arbeit bringen sie nicht einmal die gewöhnlichste Konversation zustande. So unfähig und untalentiert sind unsere Studenten denn doch nicht und so muß man den Fehler anderswo suchen. Wenn die Methoden falsch sind, dann mutz man sie ändern, wenn vielleicht unsere Professoren schlecht sein sollten, müssen sie ausgewechselt werden. Richt jeder Student hat die Möglichkeit, sich einen privaten Deutschlehrer zu halten, der gutmachen kann, was die Schule versäumt hat. Die Sache müssen wir ernsthaft in die Hand nehmen. Wir können dem Schulministerium die Reihe der vorbereiteten und bisher nicht verwirklichten Reformen verzeihen, aber die unhaltbaren Zustände im Deutschunterricht können wir ihm nicht weiter verzeihen. Wir würden uns damit am Staate und an der jungen Generation versündigen und daher müssen wir darauf dringen, datz sich das Schulministerium seiner Verantwortung bewutzt wird. Und unsere Hochschulen müssen sich von ihrer Befangenheit in nattonaler Einseitigkeit emanzipieren, unter deren WÄung das wissenschaftliche Schaffen und der Anteil am praktischen Leben leiden. Ein wenig ftische Luft würde gewiss einen stärkeren Besuch fremdsprachiger Hochschulen durch tschechische Hörer mit sich bringen. Wenn der Staat mit bedeutendem Aufwand bei uns deutsche Hochschulen erhält, würde es nicht schaden, wenn auch der tschechische Hörer die Möglichkeit hätte, eist oder daS andere Semester an der deutschen Hochschule zu absolvieren, wobei ihm diese Semester in sein ordentliches Studium voll eingerechnet würden. Für die Staatsverteidigung. Der Spendenausweis zum 12. September weist eine nähme der effektiv eingezahlten Spenden 1,524.578.70 KC aus, wodurch sich der samtstand der eingezahlten Spenden 507,541.366.10 Xö erhöht hat. Die Zahl Spender ist um 1338 Personen auf 235.944 Personen gestiegen. Leichen der„leit" Angesichts der gestern herausge- kommeneu abermals verschärfte» Zen- surweisung, die eine wahrheitsgemäße Berichterstattung über die Entwicklung der innerpolitischen Lage vollständig unterbindet, wird„Die Zeit** ihr Erscheinen vorübergehend einstelle«. Für diese Pause verweisen wir unsere Leser als Nachrichtenquellen auf de« Rund» funk. Eine» ähnliche» Entschluß veröffentliche« die übrigen parteioffiziellen oder offiziösen in Prag erscheinende« Organe der SdP, schau" und die Preffebriefe". » Die am Dienstag abend von Bodenbach nach Dresden fahrenden Züge waren auffallend start besetzt. ES reisten viele Reichsdeutsche, aber auch viele Sudeteirdeutsche ab. Besonders auffallend war der Zuzug aus dem Egerland. Die kmpttnge Runcimans Prag. Da' Sekretariat der Mission LordRuncimans hat Dienstag um 17 Uhr folgenden Bericht auSgegeben: ■ Die Mission Lord Runcimans hat Dienstag vormittags den Abgeordneten Jaromir Spaöek, der die tschechischen Mitglieder des Abgeordnetenhauses aus dem Mährisch-Ostrauer Bezirk vertritt, gemeinsam mit dem Grossgrundbesitzer Frantisek Schwarzenberg, der als Vertreter des Tschechoslowakischen Nationalrates erschienen war, empfangen. Die Mission Lord Runcimans empfing ferner eine gemeinsame Deputation der Republikanischen Partei und des autonomen landwirtschaftlichen Verbandes aus Karpathoruhland. Die Republikanische Partei vertraten der Abg. Peir Zidovskh und Senator Dr. E. BaLinskh, den autonomen Landwirte-Verband die Abgeordneten Andrej Brody und Dr. Ivan Pieskak sowie Se- nator Julius Földesi. Die Deputation war von Dr. Alexis Gierowski, Generalsekretär des Kar- pathoruffischen Verbandes begleitet. Grenzlandskizze V. Von Ferdinand E n z k i n Biel Unverständliches geschieht jetzt bei unS. Von unserem Pfarrer, der alt, weisshaarig uni) eifernd fiir Christus war, soll später die Rede sein. . Aber es gibt noch eine ganze Menge von Gescheh« mffen, die einen den Kopf schütteln lassen— obwohl sie wieder nicht unbegreiflich find, wenn man die ganze Verworrenheit berücksichtigt,. die in unfern Dörfern herrscht. Zuerst einmal ist es die Jugend. Die jungen Burschen von vierzehn an sind Politiker geworden— habt ihr so etwas schon gehört?! Und sie sind von einer Wichtigkeit, die Kinder! Abends, wenn die Sonne sich über den Horizont beugt, um noch einmal nach den Feldern zu sehen, stehen sie an den Häuserecken in lleinen Gruppen und polttisieren, schaffen in ihren Kindsköpfen neue Staaten und vernichten die Republik. Sie tragen sich älplerisch und haben Abzeichen angesteckt und manchesmal gehen sie mit etwelche» Aufrufen und Aufforderungen zu Versammlungen i» die Häuser, abends, wenn die Leute von den Feldern kommen. Sie sind nicht mehr verlegen, wie sie es fru- ber waren, sie haben eine bedeutende Aufgabe vor der Volksgemeinschaft, und also dürfen sie e» wagen, eine kühne Sprache zu führen dem Erwachsenen gegenüber, der sich einen Einwand erlaubt. So wird zwar das Selbstbewusstsein der Jungen gesteigert zur Ueberheblichkeit, aber besser, wertvoller, werden sie davon nicht! Gewiss ist es nicht die Schuld der jungen Burschen vom Dorf, die ihrer Einfalt gehorchen, wenn sie sich einer Partei zugesellen, die mit Klimbim und Trara sie zu fangen trachtet. Was war das früher für eine stille Sache! Die Jungen hatten keine Aufgabe als jung zu sein. Man hatte ihnen wohl was gesagt von: seid .verträglich, achtet den andern, vergesst nicht, daß wir Menschen sind. DaS war aber alles. Heute wird ihnen mehr gesagt. Heute wird gesagt: die andern sind nichts gegen euch, ihr seid Volks« qenoffen, ihr seid die, die zur Herrschaft berufen sind, und wer sich gegen euch stellt, den vernichtet! Ist eS da ein Wunder, wenn sie»sich fühlen"? Denn sie jeden, der ihnen als andersgesinnt bekannt ist, mit spöttischen Blicken verfolgen, unsere jungen Helden? Rur den Gendarmen nicht! Da werden sie still, und einer, der gerade eine kräftige Mundklinge geführt hat, ist sogar bereit, in seiner Brettertür zu verschwinden. Aber der Zivilbe- völlerung geben sie manche Ruß zu knacken. Eine durchaus schäbige Gesinnung breitet sich aus. Gegen den Schwächeren gehtS. Das ist das neue Gesetz deS Heldentums. Ich habe euch schon von jenem Emigranten erzählt, den wir im Dorf hatten. Was hat sich die Jugend fiir ein Verdienst um seine Vertreibung erworben! Das gehört nicht in die Annalen des Kampfes, den ein Volk führt, es ist der Kampf eines Volkes nicht— es ist ein Kampf, um Lumpen aus Menschen zu machen, denen Gott alle Möglichkeiten zur Güte ins Herz gelegt hat! Was nun die Sache mit dem Emigranten betrifft, der so fteundlich und still war, so wurde er von lleinen Gruppen der Jungen zuerst des öfteren heimbe- gleitet. Richt offen natürlich, nein, hinterrücks schlichen sie nach Jndianerart auf seinen Fersen. Dann begannen sie zu rufen und schließlich warst» sie Steine deS Nachts in die lleinen Fenster der Emigrantenwohnung. Mer das sind ja nur unwichtige Dinge, könnte man sagen, und sie als Jungenstreiche bezeichnen. Biel schlimmer ist die Geschichte, die dem Lechner Emil zustieß. Ein einfacher Mann an die fünfzig. Ein guter Mann. Breitschultrig, mageren Kopf und angegrauten Schnauzbart. Ter Lechner Emil hat einen Sohn, den Franz, der ist sechzehn, und der Sohn wurde der politische Gegner des Vaters. Der Sohn wurde volksbewußt, stht an! L Der Vater härmte sich. Er hatte seine gute Gesinnung sein Leben lang, hatte seine Ansichten hon Gerechtigkeit, Freiheit und was man so als anständiger Mensch in sich trägt. Aber der Sohn sollte plötzlich nichts mehr damit zu tun haben, wollte einen Führer haben, einen, der ihn zum Marsch in die Zukunft, in den Schützengraben, ausrichtet. Das wollte er haben! Also der alte Rechner kränkt sich Tag und Nacht, aber eS nützte nichts. Ein Verräter bist du, sagt der Sechzehn- lährige zum Vater, ein Bolksverräter! Kurz, der alte Lechner macht die scharfe «robe und sagt: Lass den Firlefanz sein, sonst gehst niir auS dem Haus. Er schielt den Jungen dabei au von der Seite, denn sein Herz hängt an ihm. und der Junge ist einen Augenblick ganz still, schliesslich kriegt er eine Falte auf der Kinderstirn n«d schiebt den Mund vor, aber spricht kein Wort, "ud der Lechner Emil versteht nichts von Kinder- Ahchologie und dergleichen, er denkt: so, nun ist in Ordnung! Er geht befriedigt seiner Arbeit Busch nach, nimmt Axt und Säge und geht da- M in den Busch. Der Jung' wird schon wieder, ^nkt er. U Ja, und der Junge hat die Absicht, wieder zu a>krden. Als sie kommen, er solle eine Haken- stkuzfahne hissen, am Präsidentengeburtstag, sagt Nein, ich tu's nicht, der Alte, wirst mich raus! So so, sagen sie, na, da kann's deinem Vater pf gehn. TvS iS ein Rindvieh, weisst! Was "ttikst,-er wird ein' Kopf kürzer gemacht, wenn'S ^wmt, der Bolksverräter. Bor das Bolksgericht a>ird er gestellt und da gibts nur Todesstrafe! ■ So reden sie und erweisen sich als sehr ver« Da wird dem lleinen sechzehnjährigen Franz ängstlich zumute und er denkt gar, dass er daS ^ben seines Vaters retten muß— denn wer ^>8, vielleicht kommen sie morgen schon,,. Man ist auf alles wunderbare Unheil vorbereitet ranz grau, em alter Mann plötzlich. Aber er ist bei uns, selbst die Erwachsenen nehmen ihren Ver stand nicht mehr zusammen, wie erst die Kinder? Also er hisst des Nachts die Fahne, eine Hakenkreuzfahne auf dem Sportplatz, der bet ein zige grössere Platz bei uns ist. Am nächsten Mor gen erwacht, zeitiger als das Dorf, der Gendarm, geht auf den Dienstgang und sieht die Fahne wehen. Er sieht sich das an, schüttelt den Kopf, holt sie herunter und bringt sie dorthin, wo sie hingehört— jenseits des Grenzsteines der Repu blik. Das war das Ganze. Aber ein Gerede wurde daraus und der Franz bekam es mit der Angst. Er lief eines Tages, blossfüssig und mir mit Hemd und Hose belleidet, davon, hinüber, seiner Fahne nach. Nun ist der Alte verzweifelt. Er ringt die Hände und ist ganz grau geworden und seine brei ten Schultern sind gebückt. Er hat auch immer rote Augen. Denn der Junge war sein Alles. Er muss Wohl auch drüben vorlaut gewesen sein, der Bub, denn man hat ihn in ein Lager gesteckt, damit er sich das abgewöW. Das nämlich ist der Witz bei der Sache: dass man ja leicht ein Volks genosse und ein Held sein kann, wenn man den Mund vollnehmen darf, weil einen das Gesetz der Demokratie schützt! Aber dort drüben hat das Kämpfertum ein Ende. Dort wird nicht gekämpft, dort wird stillgestanden. Der Franz also ist in einem Lager, oder in einem Gefängnis oder sonstwo, wo keiner es weih und sagen Lum. Der alle Lechner aber ist grau,< derer Mal erzählen. rite 6 Jagesneuigkeiten Stunden der Spannung Das tschechische Volt weiß nicht minder genau als die sudetendeutschen Demokraten, wie ernit die Situation ist. Seit Tagen weiß das tschechische Volt, daß die Situation einer Entschei dung entgegenreift, seit dem Vormittag des Dienstag weiß es, daß die politische Spannung den höchsten Grad erreicht hat. Wie das tiche= chische Volt, wie vor allem die Bewohnerschaft der Hauptstadt diese Spannung ertragt, mit welcher Gefaßtheit und Ruhe und Würde, das ist wahrhaft bewundernswert. Als deutscher Demokrat muß man in diesen Stunden das tschechische Volt bewundern lernen. Man muß sich nur vor Augen halten, welche Angriffe auf den tschechoslowakischen Staat und welche Beschimpfungen der Nation das tschechische Volf in den letten Tagen erlebte, wie sehr es darüber und über die Zerstörungsversuche der Sdp erbittert sein mußte, um zu ermessen, wel ches Maß von Selbstbeherrschung, welche fraftvolle Selbstdisziplin sich darin offenbarte, daß es feine Demonstration gab, daß die Bevölkerung ruhig blieb. Mittwoch, 11. September 1938 Das heutige Programm Nr. 216 der deutschen Sendung Prag- Melnik: 10.15 Schulfunk: Festsendung für Masaryk. 10.35 Schallplatten. 12.15 Wachtmeis fter Otto Schiller: Die Entdeckung der Tropfsteins Höhle von Donica. 13.50 Arbeitsmarkt. 18.00 u gendstunde: Hörbilder von der Moldau und Elbe. 18.20 Arbeitersendung. 18.40 Sozialinformationen. 18.45 Zum Gedenken T. G. Masaryks( Gesang: Gerda Redlich, Konstantin Schindler, Klavier: Fr. Holeček). 19.30 Das deutsche Handwerk: Der Zim mermann. 20.00. Symphonisches Konzert, 20.30 In memoriam T. G. Masaryk. 20.45 Von Prag I: Or chesterkonzert( Dir. K. B. Jirák): Suf: Asraels Symphonie. 21.55 Vorlesung aus Masaryks Werken. 22.30 bis 23.00 Konzert auf zwei Klavieren( Loris und Ida Margaritis). Nachrichten um 12.30, 19.15 und 22.15. Brünn: 17.20 bis 18.15 3um Gedenken an den ersten Todestag des Präsident- Befreiers T. G. Mas farht:„ Requiem", eine chorische Dichtung von Felip Langer. a G be m ge ge Die neuen Rekruten der spanischen republikanischen Armee Eventualitäten. Schritte von dem Gebäude entfernt geparkt hatte. um schnell wieder zurück zu sein, lief er rasch und ohne sich umzusehen. Er wurde von einem vorbeirajenden Auto erfaßt und auf der Stelle getötet. Kingsley Wood. Wissen Sie auch", sagte der Ad vokat zum Minister, daß Sie auf die Folter ges spannt werden müßten und daß man Ihnen die Bunge mit glühenden Zangen ausreißen sollte?" Auf Sen erstaunten Blick des Ministers zog er ein urs altes Bergament aus der Tasche: es war ein Gese aus dem dreizehnten Jahrhundert, in dem es hieß, Seß jeder, der es wagte, das Wetter vorauszusagen, ein vom Teufel beseffener Mensch sei, der gefoltert und getötet werden müsse. Das Luftfahrtministe rium gibt die täglichen Wetterberichte für seinen Dienſt aus, und da dieses Gesetz, wie sich tatsächlich herausstellte, bis auf den heutigen Tag durch fein anderes außer Kraft gesezt wurde, mußte Sir Kings Ten Wood lachend zugeben, daß er eigentlich eine Ant Staatsverbrecher sei. h ge be St te ne be ite da ich gu the fur Tur fen die we Ber and An Tie idha ift Hor Err End Tich bra Die Deputiertenkammer wird gasdicht gemacht. Die Deputierten, die jetzt allmählich von den Ferien In dieser bewundernswerten Ruhe einer zurückfommen und ihren ersten Informationsbesuch ins ehrwürdige Palais Bourbon unternahmen, stellBevölkerung, die politisch außerordentlich interessiert ist, die an allem politischen Geschehen ten zu ihrem Erstaunen fest, daß der berühmte schöne Rachmaninoff spielt nicht im Rundfunt. Die stärksten Anteil nimmt, offenbart sich die politische Garten des Kammerpräsidenten mit den großen Blu- Direktion des britischen Rundfunks ist sehr verstimmt, Reife des tschechischen Volkes. So wie sich in der menbeeten und kunstvoll geschnittenen Gebüschen ver- daß es ihr wiederum nicht gelungen ist, den berühmTapferkeit, in der Treue, in der herrlichen Diszis schwunden ist. Statt dessen war der ganze Boden auf- ten russische Komponisten und Pianisten Rachmaniplin der deutschen sozialistischen Arbeiter die Tiefe geriffen. Was war geschehen? Die Verwaltung des noff für einen Vortragsabend zu gewinnen. Man ihrer sozialistischen Ueberzeugung, die unerschüt- Balais Bourbon hat beschlossen, den längst geplanten hatte ihm diesmal eine Summe geboten, die so phanterlichkeit ihrer demokratischen Gesinnung sich Bau bomben- und gassicherer Unterkunftsräume für tastisch hoch war, daß die Direktion sich weigert, sie offenbart die Deputierten während der Ferienzeit durchzufüh- befanntzugeben. Aber Rachmaninoff schickte ein TeDiese Größe des Voltes, diese Charakter- den, aber dann wird nicht mehr Erde bedecken, son- alle Versuche gescheitert sind, scheint jest endgültig will. Die Polizei und die Gerichtsbehörden des Kleis ren. Später soll der Garten wieder hergestellt wer- legramm, das nur das Wort ,, No" enthielt. Nachdem Der Häftling, den man gern wieder loswerden festigkeit, die aus innerer Stärke und aus dem bern eine Art unterirdischen Sizungssaal mit allen festzustehen, daß Rachmaninoff der einzige Künstler nen Ortes Bay City im Staate Michigan bereuen es felsenfesten Vertrauen zur Gerechtigkeit der eiges Errungenschaften ber modernen Technit gegen alle der Gegenwart zu bleiben wünscht, der niemals im bitter, vor einiger Zeit den Vagabunden Tom Mass Rundfunk sich hören läßt. Er hat sich seit Beginn der jaro festgenommen zu haben. Kaum verhaftet, begann Rundfunk- Aera geweigert und im Gegensatz zu vie- der bis dahin recht harmlose Massaro eine Reihe von Ten anderen diesen Standpunkt bis heute beibehalten. Taten zu vollführen, die das gesamte Gefängniswesen Höher als der Eiffelturm. Die gerade fertig von Bay City in Unordnug brachten. Zunächst schlug gestellten Stahltürme des japanischen Senders in er in seiner Belle die Dampf- und Wasserrohre ents Tokio sind je 312 Meter hoch und schlagen demnach zwei. Daraufhin überführte man ihn in ein größeres den Eiffelturm, der bis jetzt der höchste Stahlturm Gefängnis, wo es ihm dreimal kurz hintereinander der Welt war, um einige Meter. Die Sender be- gelang, Feuer zu legen. Man zweifelte an seinen fißen eingebaute Fahrstühle, mit deren Hilfe man, Geisteszustand und brachte ihn als Gefangenen ins wenn keine Sendungen ſtattifnden, bis zur Spizze fah- Krankenhaus. Hier bekam er einen Tobsuchtsanfall, ren kann, von wo aus die Tokioter ein überaschend aber die Zwangsjacke, die man ihn anlegte, zerris schönes Panorama über ihre Stadt zu ihren Füßen er alsbald in Stücke. Daraufhin gelang es einent Wärter, mit Hilfe eines 30 Meter langen Strides, ihn zu fesseln. Danach war aber der Wärter so er und ihm den Schlüssel stehlen konnte, mit deffen Hilfe müdet, daß ihn der gefesselte Massaro überwältigen er aus dem Krankenhaus, entfloh. Man fing ihn ein, brachte ihn in ein drittes Gefängnis, wo es ihm faft gelang, zusammen mit 14 anderen Gefangenen die Gitter der Fenster zu durchfeilen und zu entfliehen. Jest sucht man ein viertes Gefängnis, in dem es end lich möglich sein wird, den Gefangenen solange unters zubringen, bis er vor Gericht gestellt wird. nen Sache sich ergebende ruhige Erwartung des Kommenden, diese Ruhe der Bereitschaft, so tel tenfern von jener Hysterie, die, wie sich die MitTeste in verschiedenen Sprachen für die psychoerlebenden erinnern, im Juli 1914 die Menschen technischen Prüfungen. Das Eisenbahnministerium erfaßt hatte, muß mit Zuversicht erfüllen. Was hat im Einvernehmen mit dem staatlichen psychotechauch die nächsten Stunden bringen- im guten nischen Institut die Entscheidung getroffen, daß Bewußtsein, daß die Demokratie ihre Pflicht dem künftig den Kandidaten, die einer psychotechnischen Frieden gegenüber, und damit die höchste Pflicht Prüfung unterliegen, Teste in ihrer Muttersprache gegenüber dem Volke, treu und gewissenhaft er- gegeben werden und daß eventuell den Kandidaten füllt hat, gehen wir dem Kommenden entgegen. die Möglichkeit gegeben wird, ein Test zu wählen, der in der Sprache verfaßt ist, die er am besten beZum Tode Jean Longuets Ein Enkel Karl Marx' Wie wir bereits kurz gemeldet haben, ist am 12. September in Paris der sozialdemokratische bgeordnete Jean Longuet gestorben. Longuet hat während seines Urlaubes einen Autounfall erlitten, der nun zu seinem Tode geführt hat. Longuet war 1876 in London als Sohn einer Tochter von Karl Mary geboren. Schon als Student wandte er sich der sozialistischen Bewegung zu und war auch seither journalistisch und schrift stellerisch tätig. Später schloß er enge Freund schaft mit Jaurès, die bis zu dessen Tode anhielt. Im Kriege wurde er Abgeordneter und Führer der Minderheit in der französischen sozialistischen Wartei, welche die Teilnahme an der Regierung während des Weltkrieges ablehnte. Gegen die Bestimmungen des Versailler Friedensvertrages trat er mutig in der Kammer auf. Lange Jahre war er Redakteur des„ Populaire", in den letzten Jahren Herausgeber der„ Nouvelle Revue Socialiste", Mitglied der Exekutive der Sozialistischen Arbeiter- Internationale, Abgeordneter des SeineDepartements und Rat des Pariser Appellationsgerichtes. Er weilte auch mehreremals in der Tschechoslowakei, wo er dank seiner Liebenswürtigkeit ebenso die Herzen gewann, wie in Frankreich. In der Geschichte der französischen Arbeiterbewegung bleibt sein Name verzeichnet. Totschlag in Karpathorußland. Am 8. September abends tehrte in Horinčov bei Chust der 20jährige Michal Petrevsky in Gesellschaft einiger Kameraden heim, als sie mit Steinen beworfen wurden. Alle flüchteten an verschiedene Orte. Herrscht. Bewerbern für den Dienst bei den tschechoslowakischen Staatsbahnen werden künftig Leste in tschechischer, slowakischer, deutscher, ungarische, polnischer, ukrainischer oder russischer Sprache freistehen. Durch diese Maßnahme ist den Forderun gen der Interessenten der einzelnen. Nationen in der Tschechoslowakei vollkommen Genüge getan. Kanada, das Land der elektrischen Küchen. Nach einer Statistik des kanadischen Gesundheitsministe riums sind die kanadischen Küchen die modernst eingerichteten der Welt: jede fünfte Küche wird elektrisch bedient. In den USA kommen dagegen nur auf te elf Küchen eine elektrische, dann folgen England mit 22: 1, Deutschland' rund 30: 1 und Frankreich 50: 1. MTV Briefe, die sie nicht erreichen. Seit langem wird in Moskau und anderen Städten der URSS über das mangelhafte Funktionieren der Post geklagt, und die Publikumsseiten der Zeitungen füllen sich mit Protesten. Die Redaktion der„ Jswestija" beschloß daraufhin, die Angelegenheit auf eigene Faust zu untersuchen. Die Redaktion schrieb an sich selbst 50 Briefe, die teils von Moskau, teils von anderen Orten aus aufgegeben wurden. Nur 36 erreichten ihr Biel, 14 tamen nicht an und blieben trotz aller Nachforschungen unauffindbar. Nun soll also die große Reorganisierung beginnen. MTP haben. indien ist ein Strieg zwischen zwei mächtigen Khans Krieg mit einer einzigen Kanone. In Nordwestausgebrochen, dem Khan von Khar und dem von Nawagi. Dieser Krieg währt allerdings schon ein Dutzend Jahre, er wird nur immer wieder mit Rüdsicht auf die Ernte einige Monate im Jahre unterbrochen, um im Herbst zu einem vorher verabredeten Termin von neuem aufzuflammen. Aber dieser Krieg hat noch eine andere Besonderheit: beide Parteien verfügen nur über einige uralte Steingewehre sowie über eine einzige Kanone. Diese Kanone gehört überdies nicht ihnen, sondern dem Khan von Halemzat, der es vorzieht, neutral zu bleiben und die Kanone an den jeweils Meistbietenden zu vermieten. In die sem Jahr ist es dem Khan von Nawagai gelungen, die Kanone für den diesjährigen Winterfeldzug zu erwerben. Jedoch soll sein Gegner mit einem anderen Fürsten in Verhandlungen über die Vermietung einiger moderner englischer Flinten stehen, so daß, falls auch dieser Mietsvertrag" zum Abschluß fommt, die technischen Kräfte der beiden Parteien annähernd gleich sind. Todesstrafe für Wettervoraussagen. England ist das Land, in dem Gesetze aus dem Mittelalter Witwe zwei Stunden nach der Hochzeit. Einer und noch früherer Zeit, die niemand kennt, juristisch der tragischesten Zufälle ereignete sich dieser Tage noch in Gültigkeit sind, einfach weil man vergessen MTP bei West- bis Südwestströmung vom Ozean her ein Das Wetter. Ueber das Binnenland breitet sich Hochdruckgebiet aus. Infolgedessen nimmt die Regen neigung und Bewölkung in Mitteleuropa ab und die Temperaturen haben sich etwas über den Normalwert erhoben. In den Niederungen der Republik wurden Dienstag nachmitags 20 bis 23 Grad erreicht. Das verhältnismäßig heitere Herbstwetter dürfte anhal ten. Wahrscheinliches Wetter Mittwood: Wechselnd, teilweise ziemlich bewölft, in den höheren Lagen Regenfälle nicht ausgeschlossen. Erwärmung Wetteraussichten für Donnerstag: Bei Südwestwind weitere Bewölkungsabnahme und Er wärmung. Stärkendes Mittel ,, Hans, ich war heute beim Arzt zur Unter vor einem Kopenhagener Standesamt. Ein junges bot, sie außer Straft zu sehen. Ein sehr bekannter suchung. Ich mußte ihm die Zunge zeigen und Paar namens Jörgensen ließ sich trauen. Kaum Londoner Anwalt, dessen private Liebhaberei es ist, dann hat er mir ein Stärkungsmittel ver war die Zeremonie beendet und Zeugen und Gäste sich um die Entdeckung dieser uralten, noch nicht für schrieben." beglückwünschten die beiden strahlenden jungen Leute, ungültig erklärten Gesetze zu kümmern, hatte jüngst als der Ehemann merkte, daß er seine Brieftasche in einem der vornehmsten Londoner Klubs ein interin seinem Wagen gelassen hatte, den er wenige essantes Gespräch mit dem Luftfahrtminister Sir nicht für die Zunge?" Michal Petrevstý lief auf den Hof des Andrej Die Erben des Azteken- Rente war recht hoch, durfte hoch sein, denn die Cepka, wo ein Unbekannter auf ihn wartete und ihm einige Schläge mit einem Beil in den Kopf und in die Brust versezte, so daß Petrewith an Ort und Stelle tot war. Zugsentgleisung. Auf dem Bahnhofe Klits schen auf der Strecke Thorgau- Eilenburg ents gleisten drei Wagen, wodurch drei Passagiere tödlich, sowie zwei Passagiere und ein Eisenbahnbeamter schwer verlegt wurden. Wiener Zwangsarbeiter getötet. In den legien Tagen versuchte einer der 850 Wiener Arbeiter, die zwangsweise an den großen Kasernenbauten bei Bruck beschäftigt sind, zu flüchten. Er sprang in die hochgehende Mur und schwamm flußabwärts. Während S- Leute ihn in einem Boot verfolgten, gab eine SA- Patrouille vom anderen Ufer aus Revolverschüsse auf den Geflüchteten ab und warf mit Seinen nach ihm. Er wurde am Kopf getroffen und versant in den Fluten. Mangel an Hausgehilfinnen in Prag. In Prag wird ein großer Mangel an Hausgehilfinnen, Wirtschafterinnen und Kinderfräulein berzeichnet. Es fehlt besonders und in bisher unbefanniem Ausmaße an jüngeren Kräften.( DND) kaiser Montezuma Prozeß um ein Rentenversprechen Kaiser Karl V. achtet, ob nicht gerade jetzt in Europa ein neues Während die ganze Welt gespannt darauf Kapitel Weltgeschichte mit Schivert und Blut beKapitel Weltgeschichte abgeschlossen, ein Kapitel, ginnen soll, hat man in Merko ein älteres das vierhundert und etliche Jahre alt ist.. Das Kapitel, unter das der Oberste Ges feinerlei Verpflichtung, noch länger an die Nach Zeiten eine staatliche Rente zahlen würde. Diese gehen würden. Die spanische Republik hatte aljo kommen der Isabella von Montezuma zu zahlen, obwohl alle diese Nachkommen dem spanischen Hochadel angehörten. Ber die beip baij Verk dem berh BU d nach auch niedr einen Bujar Bfad jen 1 er no ichnel dem hänt Um Gotteswillen, Liebling! Aber doch damn Biri itämr fich n touchi follte ein a Bebnj find { mann Best bie S Rebol bu ha ibien Bu ha ausfo euere ibe ic ihr bi Maul Eroberung Meritos hatte unermeßliche Reichtümer eingetragen, so daß man sich der Tochter des gemordeten Kaisers gegenüber großzügig verhalten durfte. Länger als vierhundert Jahre ist das worden. Die spanische Regierung hat den Rentenversprechen Kaiser Karl V. eingehalten kommen Isabella von Montezuma jahraus, jahr der Nachkommen inzwischen auf nahezu Breiein die kaiserliche Rente gezahlt, obwohl die Zahl hundert angewachsen war. des Die Nachkommen der Kaisertochter aber wollten nicht einfach auf ihre verbrieften Renten berzichten. Sie flagten daher den merikanischen Staat. Der Prozeß dauerte immerhin einige langsam. Es wurde auch hier ein juristisches achten ausgearbeitet. Und in diesem wird mit langfam. Es wurde auch hier ein juristisches Guts Messerschärfe nachgewiesen, daß keine merikanische Regierung jemals eine Verpflichtung übernom richtshof von Merifo- City jetzt den Schlußbericht Kapitel Weltgeschichte, die Monarchie verschwand von den Spaniern hingerichteten Aztekenkaiſers Dann aber begann für Spanien ein neues men habe, an die Nachkommen der Tochter gesetzt hat, begann mit der Groberung des Kaiser- und die neuen Herren erklärten kurzerhand, nicht eine Rente zu zahlen auf Grund eines Verspres reichs der Aztefen durch den spanischen Eroberer mehr zu zahlen. Sie erklärten aber nicht einfach, chens Kaiser Karls V. Dieses Gutachten machte Ferdinand Cortez. Diesem gelang es auch, den daß sie nicht mehr zahlen würden, weil sie keine sich der Staatsgerichtshof in Merito- City für ſein Kaiser der Azteken, Montezuma, gefangen zu Lust dazu hätten, sondern stützten sich auf ein jest ergangenes, ablehnenden Urteil zu Eigen nehmen. Das Schicksal des Gefangenen ist be- juristisches Gutachten. In diesem Gutachten und fügte noch hinzu, daß es gegen jede Vernunft tannt: er wurde enthauptet. Die Tochter des wurde ausgeführt, daß, als Meriko sich von spräche, wenn man dem merikanischen Sta Kaisers jedoch wurde als Kriegsbeute nach Spa- Spanien löste und selbständig machte, in dem überhaupt eine derartige Verpflichtung nien gebracht, wo man sie mittels Taufe bekehrte. Staatsvertrag zwischen den beiden, nun getrenn- wolle. Hierbei erhielt sie den Namen Isabella von Mon- ten Reichen ausdrücklich vereinbart war, daß getezuma, zugleich aber bekam sie von Kaiser wisse Verpflichtungen aus der Zeit Kaiser ein Kapitel Weltgeschichte gefeßt, unter Mit diesem Urteil ist der Schlußstrich unter Start V. eine feierliche, schriftliche Zusicherung, Karl V., das Aztekenreich betreffend, in Zukunft Kapitel, in dem Europa wieder einmal daß man ihr und ihren Nachkommen für ewige auf den selbständigen merikanischen Staat über- teine sehr erfreuliche Rolle gespielt hat. zumuten ein Rr. 216 Seite. Mittwoch, 14. September 1938 da die angekündigten Borratskäufe nicht erfolgt sind. Braunkohlenversand auch in der zweiten Augusthälfte schwach Das Brüxer und Falkenauer Revier werden »ach den ersten vorliegenden Betriebsausweisen »uch in der zweiten Augusthälfte einen wesentlich niedrigeren Versand als im Vorjahr aufweisen. Warum die Konsum* senossenschaften Erfolg haben ’ Nehmen Konkurrenten der Konsumgenossenschaften zu dieser Frage Stellung, dann nehmen sie sich selten die Mühe, zu den Kernproblemen genossenschaftlicher Wirtschaft vorzudringen; die Herren machen sich's in der Regel sehr leicht: die angeblichen Steuerbegünstigungen seien es, welche den Konsumgenossenschaften ein so großes Gewicht in der Wirtschaft ermöglichen. Daß der Erfolg der Konsumgenossenschaften auch von der Art und Weise abhängt, wie ihr Wirtschaftsbetrieb geleitet wird, ob nach veralteten oder nach modernen, wissenschaftlich fundierten Methoden, ist den Gegnern zumeist ein Buch mit sieben Siegeln. Da sind die Konkurrenten der Konsumgenossenschaften in der Schweiz schon etwa- objektiver. In einer schweizerischen Kaufmannszeitung war vor kurzem u. a. zu lesen: „Alle übrigen Wirtschastsgruppen, denken wir nur an die Landwirtschaft mit ihrer ausgebauten Betriebspolitik, denken wir auch ganz besonders an unsere wirtschaftlichen Gegner, die Konsumgenossenschaften zum Beispiel, haben sich schon frühzeitig die intensive Mitarbeit prominenter Wissenschaftler gesichert, und es ist bezeichnend, daß im Internationalen Arbeitsamte eine besondere Sektion für Genossenschaftswesen besteht. Geben wir ohne weitere- zu, daß gerade bank dieser weitgehenden Zusammenarbeit zwischen der praktischen KonsumgenossenschastSbewe- gung und der Wissenschaft die Genossenschaftstheorie eine wissenschaftliche Untermauerung gesunden hat, die wesentlich zur praktischen Förderung und Ausdehnung des GenoffenschaftSgedan- stns beigetragen hat." L So schreiben Kaufleute in der Schweiz über bie Konsumgenossenschaftsbewegung. Bei unweiß man sich mit der Selbsthilfebewegung der Verbraucher, den Konsumgenossenschaften, nicht anders auseinanderzusetzen, als daß man ihr Ansehen in der Oeffentlichkeit herabsetzt, daß man sie beschimpft und, wo man kann, ihre volkswirtschaftlichen Leistungen einfach totschweigt. DaS ist die Methode unserer Kaufleute, solange es Konsumgenossenschaften überhaupt bei uns gibt. Erreicht haben sie damit gar nicht-; denn letzten Endes bahnt sich der Gedanke der genoffenschaft- llchen Selbsthilfe doch seinen Weg unter den Verbrauchern.(Die Konsumgenossenschaft.), Die Radballmeisterschaft 1938 der AtuS-Union am 19. und 11. September in Aussig wurde nicht nur zum großen sportlichen Ereignis, chr kommt auch besondere politische Bedeutung zu. Während unsere anderen Deutschen hierzulande auf„den Tag" noch immer warten, sind Arbeitersportler dabei, im friedlichen Wettkampfe die Kräfte zu messen und ihre Meister zu ermitteln. Die Radballkämpfe, die Vorführungen der Reigen- und Kunstfahrer beim Festabend und di« Leistungen der Rennfahrer auf der Straße zeugten von hohem Können. Etwas bedauerlich ist, daß die Arbeiterradler für ihren schönen Saalradsport noch zu wenig Interesse unter. der Arbeiterschaft finden. Anders war es allerdings bei dem Langstreckenrennen Komotau—Tetschen. Da säumten diele Hunderte die Straße,und immer wieder wurden die Fahrer mit»Freiheit"-Rufen begrüßt. Mustergültig war der Ordnerdienst auf der Strecke, so daß es zu keinerlei Unfällen und auch zu keinem Zwischenfall kam. Nach den Bezirksfesten, der Fußballmeisterschaft und nun auch der Radballmeisterschaft hat die AtuS- Union neuerlich unter Beweis gestellt, daß der Ar« beftevfport in allen Zweigen des KörperfportS Großes zu leisten vermag und ein wichtiger Faktor aus dem Gebiete der körperlichen Ertüchtigung der Jugend ist. Die Borentscheidungen im Radball am SamStag nachmittags zeigten schon, daß es ein harter Ringen um die Meistertitel geben wird. DaS Können der teilnehmenden Mannschaften war vollständig ausgeglichen und wurde mancher Spiel nur durch glückhafte- Erfassen und AuSnützen einer gegebenen SvielmomentS entschieden. Der Festabend wurde entgegen den üblichen Gepflogenheiten in ganz zwangloser Form durchgeführt und zu den Darbietungen wurde nicht di« Bühnen-, sondern die Saalfläche benützt. Nach einer kurzen Ansprache Herders für die Verbandslei» tung zeigten Warnsdorfer Fahrer einen herrlichen Kunstreigen. Bier Bünauburger Fahrer sichren auf Emrädern einen Reigen. Die Jungmädelschule des zweiten Kreises zeigte zwei schöne Volkstänze mit Gesang. Der VerbandSmeifter Kosten hielt mit Vorführungen im Zweier- und Gruppenkunstfahren die Zuschauer im Bann und dann wiederum Warnsdorf mit einem Steuerröhrreigen. Bokauer Turnerinnen führten zwei gut einstudierte Tänze vor und zuletzt sind es Turnerinnen am Barren und Türner am Hochreck. Alles in allem ein Festabend, der die zahlreichen Zuschauer restlos befriäigte. Die Straßenrennen Komata«—Tetschen und Turn—Aussig wurden am Sonntag-Morgen gestartet. Die Renn- fahrer auf der Strecke Komotau—Tetschen wurden ganz besonders in Dux, wo ein Kreistreften der Republikänischen Wehr stattfand, lebhaft begrüßt. Aus dem bis vor Teplitz geschloffenen Fahrerfeld löste sich plötzlich Schweriner(Warnsdorf). Sein Ausreißversuch glückte und bis ins Ziel vergrößerte er seinen Vorsprung. Auch die Mannschaftsfahrer lieferten sich auf der Strecke Komotau—Tetschen herrliche Kämpfe. Die Mannschaft Biela, die bereits zweimal siegreich war. wurde nun zum dritten Male Sieger. Aber auch die Jugend- und Altersfahrer, welche die Streck« Turn—Aussig zu bewältigen hatten, leisteten Gutes. Die Motorradfahrer starteten nach dem Einlauf der Rennfahrer in Aussig zu einem Zuverlässigkeitsfahren über 88 Kilometer mit 35 Kilometer Ssiindengesthwindigkeit. Der Vorjahrsfieger Winter(Neudek) errang wieder den Wanderpreis. Die Entscheidungsspiele im Radball begannen am Sonntag nachmittags. In der ersten Grupp« kämpften Warnsdorf I, Neutitschein und Steinschönau um den ersten Platz, der schließlich im Internationale Tagung über Staublungenkrankheit PM. Am 29. August sind im Internationalen Arbeitsamt in Genf sachverständige Aerzte aus zehn Ländern zu einer Tagung über die Staub- lungenkrankheit zusammengetreten. Die Staublungenkrankheit(Silikose) entsteht bekanntlich durch da- Einatmen von kieselhaltigem Gesteinstaub oder des Staubes von Stoffen, die zur Herstellung gewisser Erzeugnisse oder Gegenstände verwendet werden und die Kiesel enthalten. Zahlreiche Gruppen von Arbeitnehmern, insbesondere Arbeiter in Bergwerken, Steinbrüchen, Arbeiter beim Bau von Tunnels, Keram- und Glasarbeiter sowie Arbeiter bei der Gewinnung von Eisen und Stahl sind dieser Krankheit ausgesetzt. DaS Jnternafionale Arbeitsamt hat sich seit Beginn seiner Tätigkeit eingehend mit dieser Frage befaßt, und zwar sowohl vom Standpunkte der Vorbeugung und Verhütung aus als auch im Hinblick auf die den erkrantten Arbeitern zu lei« Drei Verhandlungspunkte mit Deutschland Mitte nächsten Monats soll eine deutsche Verhandlungsdelegatton in Prag eintreffen, um die wichtigsten Fragen des Handelsvertrages zu besprechen: Zoll- und Kontingentfragen, die An» baffung des Zahlungsverkehrs an die geänderten Verhältnisse und die Durchbesprechung der seit d«n Anschluß geänderten Verkehrs- und Bahn- deshältniffe. Großkampftag im Arbeiter-Radfahrsport Spitzenleistungen Im Saalrad- und Rennsport Unlon-Radballmelster 1938: Neutltschein und StrauBnltz stende Entschädigung. Eine lange Reihe von Un- tersuchungen und Erhebungen zeugen fiir die Tä- tigkeit des Jnternattonalen Arbeitsamtes auf diesem Gebiete. Es sei auch auf die im Jahre 1933 in Johannesburg abgehaltene Internationale Silikosekonferenz hingewiesen, auf der Sachverständige aus acht Ländern vertreten waren. Im Jahre 1934 nahm die Jnternafionale Arbeitskonferenz die Staublungenkrankheit(Silikose) in die Liste der nach dem Entwurf eines Uebereinkom- mens vom Jahre 1925 entschädigungspflichtigen Berufskrankheiten auf. Seitdem hat die Internationale Arbeitskonferenz im Jahre 1936 eine von der Regierungsvertretung der Vereinigten Staaten von Amerika eingebrachte Enfichlietzung angenommen, in der erklärt wird, daß die verschiedenen Seiten der Staublungenkrankheit(Silikose)„erneut untersucht werden sollten im Lichte der neueren Erkenntnisse, die im Verlaufe der letzten Jahre sowohl auf ärztlichem wie auf technischem Gebiet gewonnen wurden". Auf Grund dieser Entschließung wurde die erwähnte Sachverständigentagung einberufen. Auf ihrer Tagesordnung stehen insbesondere folgende Fragen: Untersuchung der neueren Erfahrungen auf dem Gebiete der Pathologie der Silikose; die Möglichkeiten der Frühdiagnose; die Verfahren der Staubuntersuchung; die Bestimmung des Grades der Erwerbsunfähigkeit und die besondere Therapie der Staublungenkrankheit(Silikose). Die Konferenzarbeiten waren auf 14 Tage berechnet. Man erhält für, K6 100 Reichsmark,, a • * 523.— Markmünzen,, ■ ■ a 675.— 100 rumänische Lei.( a « 8 17.60 100 polnische Zloty« V a W 553.50 100 ungarische Pengö« ■ ■ • 578.50 100 Schweizer Franken « ■ • 666— 100 französische Franc- V W 80.45 1 englische- Pfund. H ■ « 143.— 1 amerikanischer Dollar ' H a- W 29.— 100 italienische Lire. E a 1 134.40 100 holländische Gulden « V 1587.— 100 jugoslawische Dinare a 64.80 100 Belga-...» ■ a W 490.— 100 dänische Kronen. ■ a ■ 633.— 100 schwedische Kronen ■ ■ » 733.— Entscheidungsspiel an den vorjährigen Verbandsmeister Neuttfichein fiel. In der zweiten Gruppe gelang es WarnÄwrf II, Straußnitz auszuschalten. Bei den Spielen der Dreier-Mannschaften schlägt Straußnitz den bisherigen Verbandsmeister Sodau und sodann Steinschönau, womit der Meistertitel für 1938 an die Straußnitzer fiel. Die Enficheidung im Zweier-Radball brachte die Begegnung Neutit« schein und Warnsdorf II. Neutifichein enttäuschte nicht und errang nach hohem Sieg wiederum de» Meistertitel. Die Ergebnisse: Radrennen Komata«—Tetschen(100 Kilometer): Rennfa.hr«r:,l. Schweriner(Warnsdorf) 8:27:30, 2. Feistauer(Karbitz) 2:35:80, 3. Goß- nitzer(Alfiattl) 2:38:85, 4. Fritsche(Warnsdorf) 2:47:45 Stunden.— Mannschaftsfahren lHauptklasse): 1. Biela 8:09:00 Std., 2. Ncstomitz 8:22:10 Stunden. Radrennen Turn—Aussig(18 Kilometer): Rennfahrer: Jugendklasse: 1. Fritsche(Schönborn) 80 Minuten.— Altersklasse: 1. Lichtenecker (Warnsdorf) 30:30 Minuten.— Mannschaftsfahren: Jugendklasse: 1. Eulau 33 Minuten.— Altersklasse: 1. Aussig 43 Minuten. Zuverlässigkeitsfahren der Motorradfahrer über 85 Kilometer: 1. Winter(Neudek) 28.5, 2. Wünsche(Straußnitz) 80.5. 8. Lös!(Höflitz) 31, 4. a) Geher(Wilsdorf) 31.5, 4. b) Gärtner(Bodenbach) 31.5, 5. Baier(Bodenbach) 32 Strafpunkte. Dreier-Radball: Straußnitz gegen Sodau 4:1 (2:1). Sodau gegen Steinschönau 7:1(4:1), Steinschönau gegen Straußnitz 2:8(1:2). Sieger: Straußnitz. Zweier-Radball: Erste Gruppe: Neutitschein gegen Nassengrub 11:6(3:2), Steinschönau gegen Warnsdorf I 3:7(1:2), Steinschönau gegen Neutitschein 8:5(2:4), Warnsdorf I gegen Nassengrub 6:2(3:0), Steinschönau gegen Nassengrub 9:2 (1:1), Neutifichein gegen Warnsdorf I 7:5(3:2), Steinschönau gegen Warnsdorf l 3:3(1:2). Neu« fifichein gegen Steinschönau 5:2(8:0), Warnsdorf I gegen Neutifichein 7:7(1:2).— Zweite Gruppe: Kosten gegen Komotau 6:6(4:3), Warnsdorf II gegen Straußnitz 5:3(3:0), Kosten gegen' Warnsdorf II 1:5(1:3), Straußnitz gegen Komo- tau 9»ss(5:2). Kosten gegen Straußnitz 17(0 3), Komotau gegen Warnsdorf II 9:8(5(4).— Entscheidungsspiel: Neutitschein gegen Warnsdorf II 8:2(5:1). Sieger und Meister: Neuttfichein. Glauben Sie, mein Freund, reine Bemühungen zum Beeten der Jtenscheit können in einem Staat schwerlich gedeihen, so lange der Brobe• rungsgeist die Fahne schwingt und die erste Staat8livrei trägt. Wir sind sodann und bleiben, was wir bereits zu Tacitus’ Zeiten waren,,jauch im Frieden zum Kriege gewaffnete Barbaren." Johann Gottfried Herder —SHSBSBBSHS-ESBSBBSS Der kleine Pfadfinder Von Paula Reicher Wir versetzten dem wartenden Chauffeur Einen Kinnhaken, so daß er wie ein Taschenmesser ^sammenklappte, und als der Bub au- dem dsadfinderlager trat, stürzten wir uns auf die« isn und drängten ihn in unseren Sedan, bevor Et noch einen Laut von sich geben konnte. Bill fuhr Mell die dunkle Straße entlang und ich saß mit °em Buben im Rücksitz und hielt ihm mit beiden Händen den Mund zu. L Dieser Percy Richmann war aber ein der« Mmtcr Junge, nicht so ein verhätschelte- ^ürschchen, wie sonst reicher Leute Kind. Ein äämmiger Kerl in Pfadfinderuniform, wandt er äch wie ein Aal und versetzte meinem Schienbein ^chtige Tritte. L„Wenn ich wiedermal jemanden entführen We", sagte ich keuchend zu Bill,„dann ist mir E>n ausgewachsener Athlet lieber, als dieser vier- ?Ehnjährige Bengel." M«Nimm dich zusammen!" brüllte Bill.„Wir rM gleich am Ziel!" kJ In diesem Augenblick stieß der junge Richen seinen Elbogcn in meine Magengrube. W hatte ich e- satt. Ü.Jch zog den Revolver aus der Tasche, nahm ^E Hand von seinem Mund und hielt ihm den 7>edolver unter die Nase.„Noch einen Laut, und hast ausgeschrien!" -. Mein Revolver und meine drohende Sprache, Dienen keinen Eindruck auf den Jungen gemacht ** haben. Er sah mich finster an und sagte her- ^fordernd:„Man sieht, wie wenig ihr von ?krem Geschäft versteht, wenn ihr glaubt, daß y so einfach mtt mir ferfig werdet. DaS sollt T* büßen, ihr Anfänger!" Bill mischte sich ein:«Schau, daß ec da- Mul hält!" «.Nimm dich in acht!" fuhr ich den Burschen an.„Du hast gesehen» wie es dem Chauffeur ergangen ist!" „Das hat mir gefallen", sagte Percy.„Ich kann den Kerl nicht auSstehen. Aber steht daS ganze dafür. Wieviel Lösegeld wollt ihr denn?" „Fünfzigtausend!" erwiderte ich.„Uebri« gens was geht das dich an? Wer ist hier der Kidnapper, du oder wir?" Bill lenfte nun den Wagen in den Hof eine- von unS gemieteten Hauses. Dieses stand inmitten einer Billenkolonie auf einer Anhöhe» von allen Teilen der Stadt, deren Lichter man übersehen konnte, weit sichtbar. Als wir ausstiegen murrte ich:„Das gefällt mir hier gar nicht, es find zuviel Häuser ringsherum." „DaS sieht dir ähnlich. Vielleicht irgendein einsames Farmerhaus?" höhnte Bill.„Junge, du hast zwar einen Stiernacken, aber ein Hirn wie ein Spatz. Ich habe diesen Platz hi-r gemietet und mich in tzer Nachbarschaft bekannt gemacht. Ich habe den Leuten erzählt, daß ich meine Gattin erwarte und ein Paar Tage hierbleibe, um alles für ihre Ankunft vorzubereiten. In dieser belebten Gegend wird un- die Polizei nicht vermuten." Wir gingen in das Haus. Ich hielt Percy beim Kragen. Bill drehte das Licht auf und führte un- in den Keller. Percy sah sich neugierig um. Bill öffnete die Tür zur Waschküche, einem fensterlosen, kleinen Raum, der nicht- enthielt, als einen Waschkessel, den Gasometer und den Zähler für da- elektrische Licht. Wir stellten eine eiserne Bettstatt hinein. „Hier bleibst du, bis uns dein Vater das Lösegeld für dich gegeben hat", sagte Bill zu dem Jungen.„Und jetzt wirst du ein paar Zellen an deinen Vater schreiben und ihn wissen lassen, daß er dich nur gegen ein Lösegeld wieder zurückbekommen kann." Er reichte Percy ein Blatt Papier und einen Bleistift und dann dütierte er ihm:»Meurer Vater! Ich werde von zwei Männern gefangen gehalten, die gedroht haben, mir etwas Furchtbares anzutun, falls du ihnen nicht das Lösegeld anszahlst, das sie verlangen. Bitte widersetze dich nicht ihren Forderungen, damit mir nichts geschieht. Dein Sohn Percy." Der Junge schrieb, doch als es Bill gelesen hatte, brach er in ein Wutgeschrei aus. „Hör dir einmal an» waS der Schlingel da geschrieben hat", sagte er zu mir.„Paß auf Alter! Zwei unbegabte Kerle von Kidnappern, halten mich in einem Keller gefangen. Ich denke du kannst ihnen geben, was sie wollen, denn die Polizei wird es ihnen später schon wieder abnehmen. Percy." „War es das, was ich dir zu schreiben diktiert habe?" brüllte Bill den Buben an. „Mein Alter ist diesen Stil von mir nicht gewöhnt. Wenn ich ihn mit teurer Vater anspreche, glaubt er bestimmt nicht, daß der Brief von mir ist", meinte Percy ärgerlich. „Also, wie du willst", sagte Bill zu dem Buben.„So wirst du eben solange hier eingesperrt gehalten, bi- wir haben, was wir wollen. Du kannst schreien bis dir der Atem ausgeht, es kann dich ja doch niemand hören. Und hinaus kannst du auch nicht." Wir sperrten den Jungen ein und legten vorsichtshalber noch«in Schloß vor. Dann sagte Bill zu mir:„Du bleibst zu Hause, Mike und läßt im Stock das Licht brennen, damit alles ganz harmlos aussieht. Ich will inzwischen ein Arrangement wegen des Lösegeldes treffen."... Bill ging und ich stellte mir ein Sofa vor die Tür der Waschküche, in der Percy eingeschlossen war. Ich war furchtbar müde, da ich die ganze Zeit vor der Enfführung viel auf den Beinen sein mußte. Den Buben wußte ich sicher, und so beschloß ich, mir ein Schläfchen zu gönnen. Bald war ich fetz eingeschlafen... Erst als mir etwas Hartes an die Rippen fuhr, erwachte ich. Es dauerte ein Weilchen, ehe ich erfassen konnte, was vorging. Da stand ein Riesenkerl von einem Schutzmann vor mir und das Harte, das er gegen meine Rippen preßte, war ein Revolver. Der Keller war voll von jungen Pfadfindern und mitten unter ihnen stand Percy Richmann. „Hallo, was ist los?" begann ich, doch der Schutzmann neben mir lächelte mild und sagte sanft:„Hast du geschlafen, Mike? Das ist»gut für dich, da du jetzt eine flotte Fahrt mit uns machen wirst." Dann hörte man vom oberen Stockwerk Füße scharren und stampfen und eine Ordonanz kam und meldete, daß Bill, eben als er ins Haus wollte, festgenommen wurde. „Da habt ihrs", mischte sich der freche Bengel Percy in die Amtshandlung.„Habe ich euch nicht gesagt, daß ihr Anfänger seid? Mich in einem Raum einzusperren, in dem sich der elektrische Zähler mtt dem Hauptschalter befindet!" Percy sprach triumphierend weiter:„Ich hörte, wie dein Komplice sagte, das Licht im oberen Stockwerk brennen zu lassen, und während ich dich so friedlich schnarchen hörte, sandte ich durch Betätigung des Hauptschalters unentwegt SOS-Lichtzeichen hinaus. Ja, das lernen wir alles im Camp. Ich wußte, daß meine Kameraden mich suchen und die Lichtzeichen besfimmt bemerken würden." Ich stand ganz verdutzt da und kam erst wieder zu mir, als ich mich etwas unsanft angefaßt fühüe. „Also, vorwärts, Mike", sagte der Inspektor. »Letzt bist du wieder einmal unser Gast. Doch diesmal, glaub ich für länger." Verfluchter Lausbub!" war alles, was ich im Moment hervorbrachte. Mir war gar nicht wohl zu Mute, als ich daran dachte, was mir Bill alle- erzählen würde. Und alS Bill neben mir im grünen Wagen saß, war es verteufelt viel, was er mir alle- zu sagen hatte. 14 14 For Britt Menschen vor 500.000 Jahren Während in Deutschland und Italien die eratte Wissenschaft vom Menschen und seiner Entstehung einer politischen Glaubenslehre ,, dem Rassismus" geopfert wird, geht unabhängig von diesen Verirrungen einer Umbruchszeit die internationale Wissenschaft ihren Weg, der auf sorgsamen Forschungen und ihrer objektiven Ausvertung sich stüßt, weiter. Auf dem Ziveiten internationalen Kongreß für Anthropologie und Ethnologie hat Prof. Weidenreich, welcher seinerzeit auf Grund der Rassenpolitik Deutschland verTassen mußte, und heute Leiter des Cenozic Re= search Laboratorn in Peiping ist, interessanic Mitteilungen über zahlreiche neue Funde von Res sten vorzeitlicher Menschen gemacht. Der Umfang dieser Funde übertrifft an Menge zusammen mit früheren Funden des gleichen Ausgrabungsgebiete alle bisherigen Funde von Ueberresten des Vorzeitmenschen. Bei den Funden handelt es sich um die leberbleibsel des sogenannten Pekingmenschen, des Sinanthropus Pekinensis, wie er wissenschaftlich bezeichnet wird. Seit 1933 wurden die UeberP ,, Sozialdemokrat" Zita Kabátová in dem Film ,, Silberwolfen" Täglich LUHAČOVICER VINCENTKAQUELLE macht die Wangen rot und helle.. 35 Mittwoch, 14. September 1938. Nr. 216 Prager Zeitung Verhängnisvolles Schlafmittel. In das Allgemeine Krantenhaus in Prag wurde am Montag aus ihrer Wohnung in der Pariser Straße in Prag V die 78jährige Witte Hermine Pipes überführt, die zu Hause bewußtlos aufgefunden wurde. Dort wurde festgestellt, daß die Frau mit unbekanntem Gift vergiftet hatte. Sie starb noch im Laufe des Vormittags. In der Wohnung wurden zwei Briefe gefunden, in welchen die Frau ihre Familie ersucht, man möge sie schlafen lassen. Nach der Aussage der nächsten Verwandten gebrauchte die Frau starfe Schlafmittel. Es konnte nicht festgestellt werden, ob es sich um einen Zufall oder um gewollten Selbst mord handelt. er sie mit Schimpfworten, die nicht wiedergegeben werden können, und beteuerte immerfort, er ,, müffe fie bernichten". Die Frau widelte den Kopf in den Bolster ein, aus Furcht, er könnte seine Drohung erfüllen. Einige Tage später bedrohte er sie mit einem großen Küchenmesser. Die Frau hatte solche Angst, daß sie zu ihrer Schwester ging. 8e 18. Aber sie liebte ihren Mann tros seiner Roheit. Deshalb fehrte sie wieder heim, eben als fieben Leute im Hofe standen. Franz 2. packte sie und warf sie gegen das Fenster das sie dabei zerschlug, dann schlug er sie und versette ihr noch Fußtritte, als sie schon zu Boden sant. Die Frau fonnte wegen der dabei verlegten Hand zwei Tage lang nicht arbeis Reb Ein internationaler Taschendieb wurde verhaften und ihr ganzer Körper wies Spuren von Schlä tet. Gestern Mittag fuhr ein Mann mit der elet- gen und Fußtritten auf. trischen Bahn Nr. 23 nach Nusle. Auf einmal mertte er, daß sich ein Unbekannter verdächtig an ihn heranschmiegte und bevor er sich dessen versah, entwendete ihm dieser aus der Tasche eine Uhr mit Mette im Werte von 2500 Kč. Der Eigentümer der Uhr wollte den Unbekannten fassen, der sprang aber rasch aus dem Wagen und eilte davon. Er wurde jedoch von Bassanten angehalten und der Polizzi übergeben. Später wurde festgestellt, daß es sich um den 35jährigen Rasierer Johann Szumlan internationaler, mehrfach vorbestrafter Taschendieb, wurde. Jetzt befindet er sich in Saft in Prag und der schon einmal aus der Republik abgeschoben wird nach Verbüguna der Strafe wieder abgeschoben werden. Die Ausflugszüge der Staatsbahnen veran= stalten folgende Erfurfionen: 17 bis 25. September Ždiar bei Javorina 520 Kč und nach KarpathorußLand 490 Kč, 18. September Gedenkwallfahrt zum Grabe des Präsident- Befreiers nach Lánh 15 Kč. 18. bis 24. September mit dem Motto„ Folklore und tschechoslowakische Weinrebe" mit einem Besuche von Kroměříž, Zlin, Brezová p. Bradlem, Modrá, Pezinok, Bratislava sowie zu den mährischen und slowakischen Strohkränzen und hervorragenden Weinfellern 590 Kč. Im reise ist das Fahrgeld auf der Eisenbahn und im Autocar, die Unterbringung, die Verpflegung, die Weinkostprobe bei allen Besichtigungen der Weinunternehmungen, die verschiedenen Eintrittspreise während der Fahri, Trinkgelder, die Anmeldungen und Informationen im Bajar neben Versicherung und die Führung mit inbegriffen. dem Wilsonbahnhofe, Telephon 383-35. Gerichtssaal Franz 2. wurde wegen öffentlicher Gewalt tätigkeit und wegen schlechter Behandlung feiner Frau angeklagt und erschien gestern vor dem OGR. Dr. Kaplan, verklagt von Dr. Gemrich. Da hatte er endlich seinen Mut verloren und verneinte die Angaben der Anklage. Er habe der Frau nicht gedroht, er habe sie nicht zu überreden versucht, daß sie sich der Frucht entledige, er habe sie auch nicht geschlagen. Die Verlegungen habe sich die Frau selbst zugebracht, als sie während eines Streites ins Fenster schlug und sich verwundeta. Wenigstens gab er also zu, daß es Streitigkeiten zwiſchen ihm und der Frau gab. Die Zeugen, welche vorgeladen waren, sagten B. sagte, Franz 2. habe seiner Frau immer vorges halten, daß sie nicht reich gewesen sei, eine andere hörte, daß er ihr für den Fall drohte, daß sie sich nicht helfen läßt. aber gegen ihn und für die Frau aus. Die Zeugin Frau gegen ihn nicht aussagen will. Es iſt das Dabei hat Franz 2. noch das Glück, daß seine alte Schauspiel: Ein jähzorniner Mann, der seiner Frau das Leben zur Hölle macht und eine liebende Frau, die ihn nicht der Gerechtigkeit ausliefern will. Außerdem fehlte die Hauptzeugin, eine gewisse Marie B., und deshalb beantragte Staatsanwalt Dr. Gemrich die Vertagung. Was wird wohl indeffen geschehen, bevor es zu neuer Verhandlung fommi? Kommt inzwischen das Kind und wird es etwa den Bater umſtimmen? Auch das ist nicht ausgeſchloſſen und vielleicht gibt sich die Anna L. eben dieser Sof den Weg zu einer besseren Ehegemeinschaft nicht bers nung hin, wenn sie nicht aussaaen und dem Manne Tegen will. Kunst und Wissen mg. rejte von etwa 40 Individuen beiderlei Geschlech lebenden Menschentypen, einigen gegenwärtigen tes und jeden Alters gefunden. Während die Mongolengruppen, feststellbar zu sein scheint. Es Ausgrabungen bisher nur Schädel, Unterkiefec- wurde festgestellt durch andere Funde, daß zuteile und Zähne zutage gefördert hatten, fand fammen mit dem Betingmenschen schon Menschen- ity aus Bolen handelt. Saumlanity iſt ein Weidenreich vor einigen Monaten auch Arm- und formen an anderen Orten der Erdoberfläche gelebt Beinknochen, aus deren Proportionen die Körper- haben, die dem heutigen Menschentypus, dem so größe dieſes vorzeitlichen Vertreters des heutigen genannten homo sapiens, entsprechen. Dies und Menschen geschlechtes errechnet werden konnte. E3 andere Dinge deuten darauf hin, daß das Men ergab sich aus diesen Rechnungen eine Körperschengeschlecht an mindestens vier verschiedenen größe von etwa eineinhalb Metern. Der Pefingmensch stellt die primitivste Menschenform dar, die bisher entdeckt wurde. Er ist z. B. weit urtümlicher als der bekannte Neandertaler. Zusam men mit einem Menschentypus, dessen Ueberreste ein Schädeldach in den Schottern des Trinilflusses auf Java 1891 gefunden wurden, wird er zu den Vormenschen, den Prähominiden, ge= zählt. In Verbindung mit den obengenannten Funden wurden zahlreiche Knochen- und Steiniverkzeuge von urtümlicher Form gefunden, des- Stellen der Erde seine Entwicklungszentren hat. gleichen Feuerstätten, Aschen- und Holzkohlen- Aus dieser Annahme ließe sich das Bestehen der reste, sowie Trinkschalen aus Tierschädeln. Die verschiedenen Menschengruppen, Farbige, Weiße Knochenfunde, welche zum Teil neben den Feuer- usiv. erklären. Die menschliche Entwicklung würde stellen lagen, zeigen, daß der Pekingmensch ein sich so an der einen Stelle im Zusammenwirken Stannibale war, der auch Menschenhirn verzehrt mit den Umständen, in denen der Mensch lebt und haben muß. Die zusammen mit dem Peking die die Grundlage für die Entwicklung des Men menschen lebende und von ihm zum Teil gejagte ichen und seiner Gesellschaft bilden, verzögert und Tierivelt ist aus mit den Resten des Beling an der anderen Stelle beschleunigt haben. Aus menschen zusammen entdeckten Knochenfunden den verschiedenen Entwicklungszentren haben sich heraus erkennbar. Die meisten dieser Tierarten dann gleichwertige Menschengruppen entwickelt, sind ausgestorben. Das am häufigsten vor die unter ähnlichen äußeren Umständen entstan kommende Jagdwild ist ein Riesenhirsch und ein den, weitgehend einander gleichen, wie das AufRiesenschwein. Daneben fanden sich Knochen der treten hoher Kulturen bei den verschiedensten Höhlenhyäne, des Säbeltigers, des Rhinozeros, Menschentypen, die Kreuzungsmöglichkeiten zwides Großpferdes, des Elefanten, des Wasser- schen Farbigen und Weißen und dergleichen mehr büffels, des Wildschafes und des Hundes. All ungeachtet aller Rassentheorien, allen Rassendiese Tiere gehören einer Epoche an, die etwa gefasels klar zeigt. Die Gleichheit alles dessen, 500.000 Jahre zurückliegt. An der Fundstätte was Menschenantlig trägt, dies ist heute das Erzu Chou- fou- tien werden zur Zeit noch gebnis ernster wissenschaftlicher Forschung abseits genauere, geologische Untersuchungen durchge von der.. iii enichaft bynamischer Wissenschaft führt, um die geologischen Verhältnisse, Alter der Fundstätte usw. näher festzulegen. Mit Sicherheit kann heute gesagt werden, daß der Pekingmensch vor der Vereisung Europas gelebt hat. Er war ein aufrecht gehendes Wesen, das Jagd betrieb, sich Gerätschaften anfertigte und schon das Feuer tannte. Die exakten Messungen Weidenreichs haben ergeben, daß der Befingmensch eine Neuer Weltrekord im Hochsprung für Frauen. Zwischenstellung zwischen der Affen- und Men Bei einem Meeting in Saarbrüden fam die Nazis Urania- Masaryk- Volkshochschule: Tschechisch jchenstufe einnimmt. Seine Hirnmasse beträgt sportlerin Dora Ratjen im Hochsprung auf 1.67,5 So fam der 28. Mai. Franz 2. kam an dies Anfänger( Doz. Hanika), Kursbeginn: Donnerstag zum Beispiel etwa 1000 ccm. Sie steht mit die Mieter und erzielte damit eine neue Weltbeſtleiſtung. sem Tage sehr schlecht gelaunt nach Hause und wollte halb 7 Uhr. Zuschneide- Kurs für Herrenwä ser Größe zwischen der Hirnmasse der Großaffen, Das Radrennen Brag- Karlsbad- Prag wissen, ob die Frau seinem Auftrage schon nachgekom-( H. W. Pšenička), Kursbeginn Donnerstag 7 Uhr. die 500 bis 600 ccm. beträgt, und derjenigen der( 260 Kilometer) wurde von 35 Fahrern, darunter men sei. Als sie dies verneinte, drohte er ihr mit heutigen Menschen, welche 1100 bis 1700 ccm. 3ei Schweizer, bestritten und von Rozvoda( Slavia dem Tode. Nach heftigem Streite gingen die EheBrag) nach scharfem Kampf in 8:22:21 Std. vor leute schlafen. Im Mitternacht stand Franz L. auf, umfaßt. Einige Merkmale deuten darauf hin, Weber( Schweiz) in 8: 22: 25.4 Std. gewonnen. Der nahm eine Flasche mit Salzsäure, entfernte den 49: Ab Freitag: Doppelprogramm! Gaftipis daß zum erstenmal eine unmittelbare Verbindung| zweite Schweizer hatte bei der Wende in Karlsbad Stöpsel, ging zum Beit seiner Frau und drohte ihr. Betia Miſtaja mit Enſemble. Dazu der Lachfilm: zwischen diesen Befingmenschen und heutigen einen Stettenriß und gab auf. | er werde den Inhalt auf sie schütten. Dabei belegie ,, Frl! Liselott" mit Magda Schneider! Anatolien, Staaten". Martin, Ing. Sport- Spiel- Körperpflege Eine ,, glückliche" Ehe Sen Bei bezei lijah ler. Layla fran bejo ante ber aufh Den mitn bei feur Sin be a inch, Ter 1 Spielplan des Deutschen Theaters. Witt ivoch 19.30: Gärtnerin aus Liebe kommen, um den man sie wirklich nicht beneiden muß. Donnerstag 19.30: ,, Banditen". Die 30jährige Anna L. hat einen Ehemann be-( B2). Freitag 20: Banditen". Samstag 19.30: Die Gilderung diejer Gbe in der Anflageſchrift li..Die kameliendame"( A 1). Sonnta eine wenig angenehme Leftüre. 19.30: Louise Miller", Oper von Verdi. Erit aufführung( B1) Der Mann der 2., der 32jährige Klempner Franz 2. aus Krtsch, ist zwar erst seit einigen Monaten verheiratet, aber seine Frau hat schon oft seine schwere Sand zu spüren befommen. Er wirft ihr vor, daß fie fein Geld in die Ehe mitbrachte, obwohl er dies natürlich ganz gut wußte, noch bevor er fie nahm. Seine Coheiten der Gattin gegenüber steigerten sich besonders seit dem Frühjahr, als ihm die Frau mitteilte, daß sie Mutterfreuden entgegen sehe. Franz 2. nötigte sie, sich der Frucht zu ent Tebigen. Die Frau wolte nicht. Sie freute sich auf das Kind und hoffte, daß dieses aus dem Manne vielleicht einen besseren M nichen machen werde. Außerdem sagte sie, sie wolle sich die Gesundheit nicht ruinieren. Spielplan der Kleinen Bühne. Mittwoch 20: weierlei ab". Donnerstag 19.30: reißig Setunden Liebe". Luſtipiel Erstaufführung. Freitag 20:„ Dreißig Se Samstag 20: otel Samstag 19.30: 0 funden Liebe". Shlvia Dunn". mödie der Irrungen". " Mitteilungen der Urania Urania- Kino ,, Der müde Theodor". Heute und morgen für alt b Cha Sit fam Sem bea 1 Writt Bunel ne fried bem bre iten linn ment Anti zens. Als man vor etwa hundert Jahren die gro-| Bodenkunde als regelrechte Forschungsinstitute| waren zugleich Lagerhäuser, Hotels und Stallun Ben gut bewäfferten Prärien Kanadas der Land- dar. Im Institut für Bodenkunde zeigt uns der gen für die Kamele. Die meisten dieser Karawan, die Musterfarm Atatürks wirtschaft nußbar machen wollte, machte man Ver- türkische Assistent eine lange Reihe fleiner Säd- fereien dienen heute nicht mehr ihrer ursprüng suche mit den verschiedensten Getreidesorten. Die chen. Sie enthalten alle Erde aus verschiedenen lichen Bestimmung. Denn das neue Eisenbahnnes, MTP. Ankara. Gleich hinter Anfasa beginnt einzige, die sich dort unter den klimatischen Um- Provinzen. Wir untersuchen sie hier auf ihre das seit der Regierung Atatürks das anatolijche die Steppe. Dürres Buschwert und nackte Felsen ständen hielt und entwickelte, war der Weizen aus Nährstoffe hin und bestimmen danach die Anbau- Land immer dichter durchzieht, läßt das Bedürfnis umjäumen die Straße. Plößlich wird dann alles Anatolien, der heute als kanadischer Weizen einen möglichkeiten der betreffenden Gegend. Unser nach Karawanten immer mehr verschwinden. Wenn grün: Wiesen breiten sich über die Ebene, Ge- großen Teil der Welt mit Brot versorgt. Im Land, das so lange brach gelegen hat, birgt unge man aus den zackigen Felsgebirgen von Afyon treidefelder und Gemüsegärten, und ziptschen den anatolischen Heimatboden aber verfümmerte er, heure Möglichkeiten. Schon in den wenigen Jahren der Eisenbahn in die fruchtbare Ebene von noch jungen Obstbaumpflanzungen lugen rote weil man ihn nicht die richtige Pflege angedeihen unseres Birkens hat sich der Getreideanbau vers nissa, dem alten Magnesia, hinunterfährt, wenn Dächer hervor. Diese Musterfarm Atatürks ist ein ließ. Heute hat Atatürk alles unternommen, um vielfacht. Die länst vorhandenen Baumwollful man von der eintönigen, endlosen graugelben lebendiger Beweis von dem gewaltigen Auftrieb den Weizen von neuem auf türfischem Boden in turen sind modernisiert und der Juteanbau neu Hochebene durch zahllose Tunnels und über der anatolischen Landwirtschaft. Die Bauern, die großem Umfang anzubauen. Heimaterde unter dem Mikroskop Ma eingeführt worden. Bald werden wir in der Lage schlanke Viadukte hinweg in das grüne und faftige fein, uns ganz allein zu helfen und unsere Aus- Flußtal des Oediz gelangt, sieht man oft auf beis fuhr beträchtlich zu steigern." Der Fünfjahress den Seiten der Bahnstrede endlose Ramellaraiva Sic Eine strenge Fassade aus Beton und Glas, ganze Land: er dringt in die Tiefe, erfaßt dienen, die unter heißer Sonne mit schweren Laften sich Generationen hindurch mit den fümmerlichen Erträgnissen ihres Bodens begnügen mußten, sehen hier mit Staunen, wie die gleiche Erde bei fachgemäßer Pflege ganz andere Früchte und Pflanzen gedeihen läßt, als sie jemals erivariei eine mächtige Auffahrt unter breiten Arkaden. hatten. Es gibt hier draußen vor den Toren An- dann eine langgestreckte Doppelreihe weißer Baufaras dank einer reichlichen Bewässerung und ten in blühenden Gärten das ist die landwirtAckerbau und Viehzucht alle lebensnotwendigen Dinge: Schafzucht und Hühnerfarm, Molkerei und Bäckerei, Brauerei mit Eisfabrif; und demnächst werden für die reichen Erträgnisse der Obitplan tagen eigene Stonjervenfabriken in genügender Grze und Mineralien; er greift über den Boden nach Landwirtschaft und Viehzucht, erweitert das Bahn und Straßennes, reguliert Flüsse, staut ungeheuren Aufschwung des ganzen Landes. Ramele längs der Eisenbahn. beladen, langsam talabwärts steigen. - tragen Feigen und Trauben aus entlegenen Dör fern zu den großen Exporthäusern nach Izmit ans Düngung, sowie der produktiven Verbindung von Schaftliche Hochschule von Ankara. An dieser Stelle, Seen und bewässert Steppen. Er bedeutet einen dem alten Smyrna. Auch Tabakblätter, zu fchives Zahl vorhanden sein. Gear britti treff Stra begle praji jeit 1 Ante tihed mitte Er b fucht Den f Baut an berla allge Euro iblie 201 wirb wo wissenschaftliche Forschung der Gelehrten und Ausbildung der Jugend Hand in Hand gehen, laufen alle Fäden zusammen, die alle Provinzen des weiten Landes mit dem Gedanken an eine Erneue rung und rationelle Ausnutung eigener Kräfte rerknüpfen. Es handelt sich ja nicht nur darum, verfallene Höfe, umgeben von dicken Mauern und Schafpelze gehüllt, der Leiter der Karaivane bodt. ren Ballen gepreßt, werden von ihnen bis Meer gebracht. Die großen Kamele mit den hohen Lasten auf dem Rücken, sind alle durch eine dünne Schnur miteinander verbunden und werden ge Am Fuße der Zitadelle von Antara liegen führt von einem winzigen Efel, auf dem, in bide Landwirte für die neue Türkei auszubilden. Wich Kuppelhallen. Es stinkt entseßlich darin, denn die So schreiten alte und neue Zeit nebeneinander tiger fast ist die wissenschaftliche Untersuchung des Eingeborenen verrichten dort Geschäfte, die mit her. Und in Jamar angelangt, finden die Kamele gesamten Landes und seiner Möglichkeiten. So dem ursprünglichen Handel und Wandel nichts Unterkunft in einem Han, der dicht neben einer Garage für Autobusse liegt. Anatolischer Weizen reist um die Welt Die größte Umwälzung in der türkischen stellen sich die Laboratorien für Forstwirtschaft und mehr zu tun haben. In diesen Hans" fonzen Landwirtschaft ist das Wiederaufblühen des Wei- Tierheilkunde, für Pflanzenernährungslehre und trierte sich früher der ganze Ueberlandverkehr. Es Bezugsbedina una en: Bei Rustellung ins Saus oder bei Bezug durch die Boft monatlich Kč 17 vierteljährig Kč 51.-, halbjährig Kč 102. aanzjährig Kč 204.Tarif billigit berechnet. - Rückstellung von Manuskripten erfolgt nur bei Einsendung. der Retourmarken, Die Zeitungsfrantatur wurde von der Post- u. Telegrapher.direktion mit Erlas Nr. 13.800. VII/ 1930 2. St. Inferate werden lat bemilliat Controllbpitamt Braba 25,- Druderei: Orbis". Drud, Berlagse u. Beitumas G. Saa