Sozialdemokrat 8entralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Einzelpreis 75 Heller Rebattion u. Berwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Berantw. Redakteur i. B.: Zdenko Neuwirth, Prag 18. Jahrgang Samstag, 24. September 1938 Ein Krieg ist Hitlers Ende Alles für die Republik! Alles für die Freiheit! Mobilisierung Die Konferenz von Godesberg wegen Hitlers Forderungen abgebrochen Nr. 225 Chamberlains Versuch gescheitert Frankreich und Rußland erklären sich bündnistreu! Das Fiasto der Konferenz von Godesberg wurde gestern abends in folgendem Reuter- Bericht zugegeben: Heute abends wurde offiziell mitgeteilt, daß Ministerpräsident Chamberlain und die übrigen Mitglieder der britischen Delegation morgen zeitig früh nach London zurückkehren. Brag. Kurz und fast schroff ist die] Rentermeldung, daß Chamberlain und seine Mitarbeiter Samstag früh abreisen. Wurde auch in diesem Kommuniqué nicht mitgeteilt, baf die Verhandlungen ge. Scheitert sind, so ließ doch schon das Fehlen jedes Hinweises auf eine etwaige Wiederaufnahme der Verhandlungen erkennen, daß die Berhandlungen abgebrochen sind. Ueber die Ursache schreibt die morgige Times", das die Verhandlungen an den übertriebenen Forderungen Hitlers gescheitert sind. Daß Hitler sich mit dem Plan, der das Er gebnis der ersten Besprechung mit Chamberlain war, nicht mehr zufrieden gab, wußte man bereits, ohne zu wissen, was er nun forderte. Die Sprache des reichsdeutschen Rundfunks und der beutschen Presse ließen es erkennen. Das Spiel, bas Hitler so oft gespielt, wiederholte er auch diesmal: immer mehr und mehr verlangen, in ber Ueberzeugung, daß alle Welt sich vor ihm Frankreich kommt zu Hilfe! kommt zu Hilfe! Ein letzter Versuch Paris.( Havas.) Ministerpräsident Daladier erklärte gestern: Wenk die Tschechoslowakei das Opfer eines unprovozierten Angriffes werden würde, so würde Frankreich nicht zögern und sofort alle notwendigen Maßnahmen zur Hilfeleistung treffen. Auch Rußland bundestreu! Gen f. Gestern ergriff in der Völkerbundsigung Litwinow das Wort zu der wiederholten Erklärung, daß Rußland den sowjetrussisch- tschechoslowakiGodesberg.( Reuter.) Ministerpräsident Chamberlain kam um 22 Uhr 30 in das Hotel Dreesen zum Reichskanzler Hitler. Falls Ministerpräsident Chamberlain nach die ser Unterredung mit Hitler seinen Be schluß nicht ändert, wird er also Samstag um 8 Uhr früh im Flugzeug nach London a breisen. fchen Pakt einhalten werde, wenn Frankreich feine Verbindlichkeit einlösen kraten, die nicht nur Lippenbekenntnisse zur wird. Russische Warnung an Polen fürchte, daß er schließlich alles verlangen könne, Bei Angriff auf die Tschechoslowakei fars für auswärtige Angelegenheiten Potemkin demokratischen tschechoslowakischen Republik abgelegt haben, die mit dem Einsaße ihrer Eristenz und ihres Lebens den Kampf gegen die inneren Staatsfeinde geführt haben, werden auch in dem Verteidigungskampf der Republik gegen den äußeren Feind nicht nur ihre Pflicht erfüllen, sondern mehr als ihre Pflicht tun. Sic fämpfen aus innerster Ueberzeugung für die was er nun wolle, daß ja doch niemand WiderKündigung des Nichtangriffspaktes Republik und gegen den Todfcind aller Freistand zu leisten wagt. Wir schrieben gestern, baf ungemein viel davon abhängen werde, ob Mosfa u.( Havas.) Die Sowjetregie- Artikel 2 des polnisch- sowjetruffischen Ver- heit, gegen den Faschismns. Chamberlain nur nachgiebig sein werde oder rung hat der polnischen Regierung in Angelegen- trages entbindet die Vertragspartei von ihren mit ihnen alle deutschen Demokraten stimmen Die deutschen sozialistischen Arbeiter und auch fest zu bleihen vermöge. Den überstei- heit des sowjetrussisch- polnischen Nichtangriffs- Verpflichtungen in dem Falle, daß die andere mit ein in den Ruf, der sich auf die Lippen gerten Forderungen gegenüber blieb er fest. pattes eine Note übermittelt. Freitag früh um Partei einen Angriff auf einen dritten Staat Die erste Enttäuschung erlebte Chamber- vier Uhr übergab der Stellvertreter des Kommis- unternimmt. Die Note der Sowjets stützt sich auf unserer tschechoslowakischen Landlente drängt: Es lebe dic tschechoslowa. lain, als Hitler die Unterzeichnung eines ge- biefe Note dem Leiter der polnischen Botschaft Informationen, daß sich die polnischen Truppenkische Republik! meinsamen Aufrufes zur Bewahrung der Ruhe verweigerte. Die zweite war, daß Hitler ihm Jankowski. In dieser Note teilt die Sowjetregie- an der tschechoslowakischen Grenze konzentrieren, dung ber polnischen Regierung mit, daß fie ce für und auf Gerüchte, die von der polnischen Regieerklärte, der englisch- französische Plan sei be- notwendig halte, mitzuteilen, daß sie den sowjet- rung bisher nicht dementiert wurden, daß die Hitler wollte keine Beruhigung reits überholt, die Zustände in der Tschecho- russisch- polnischen Nichtangriffspakt, ohne volnischen Truppen die polnisch- tschechoslowakislowakei seien derart, daß eine viel weiter irgendwie aufmerksam zu sche Grenze überschreiten wollen. gehende Liquidierung der Tschechoslowakei not- machen, in dem Falle, daß die polnische Rewendig sei. Chamberlain vermochte auf dieser gierung ihren Truppen den Befehl erteilen Grundlage nicht weiterzuverhandeln. Es kam würde, in tschechoslowakisches Gebiet einzumaram Freitag nicht zu der für 11.30 Uhr verein- fchieren, fündigen würde. barten neuen Zusammenkunft, sondern Chamberlain sandte Hitler einen Brief, in der AbDie Note fügt hinzu: Die Sowjetegierung erwartet, daß diese Gerüchte dementiert werden. London. Ueber die mehr als dreiſtündige Zusammenkunft Chamberlains mit Hitler am Donnerstag wurde nichts weiter mitgetetts, als daß die Gespräche zwischen beiden Staatsmännern unter Hinzuziehung eines Dolmetschers stattfanden. Mehr erfuhr die Welt nicht, als das im Namen Chamberlains ausgegebene Kommuniquee be= fagt, in dem gefordert wird, daß alle beteiligten Bedingungen der Tschechoslowakei ein ungestörtes Parteien sicherstellen mögen, daß die örtlichen Fortfahren in den Gesprächen nicht stören. Der Berichterstatter der„ Daily Mail" Ward sicht, die Situation ganz eindeutig klarzustellen. zwungen, zu einem reinen Abwehrkampf, Ten. Hitler war sie noch immer nicht kühn Um 15 1hr 35 fam Hitlers Antwort. Das Er- dann ist sie frei von Schuld an dem furchtbaren| genug! gebnis war: die Verhandlungsfortsehung er Geschehen. Die ganze Welt ist einig in dem Greift nach dieser Ablehnung Hitler die wies sich für die englische Delegation als un- Urteil, daß sie bereit war zu Zugeständniffen Tschechoslowakei an, so ist eindeutig und klar Price, der auch von deutscher Seite informöglich. ganz außerordentlicher Art, zum Verzicht auf der Bündnisfall für Frank- miert ist, übermittelt einen Bericht aus dem man Abbruch der Verhandlungen: das beden- sehr wesentliche Teile des Staatsgebietes, daßreich und damit auch für entnehmen kann, daß die Mission Chamberlains tet, daß nun die Tschechoslowakische sie zu Opfern bereit war, wie in der neueren Sowjetruhland gegeben. Die und Hitlers nicht parallel in der gleichen RichRepublik des Angriffes gewärtig sein Geschichte nie ein Staat sie für den Frieden ge- Tschechoslowakei steht nicht allein in tung verlief. Er meint, man habe erwartet, der mus. Es ist selbstverständlich, daß nun sofort bracht hat. Chamberlain stellte bei der Zusam- dem ihr aufgezwungenen Kampfe. Ein Kampf werde auch im Namen Hitlers ausgegeben wer Aufruf, den Chamberlain allein ausgegeben habe, die Mobilisierung angeordnet menkunft mit Hitler am Donnerstag fest, die um die Existenz des Staates, aber er wird den. Das ist aber nicht geschehen. Chamberlain wurde. Sie wurde noch am Freitag nach von der Tschechoslowakei angenommene Lösung zu einem Kampfe um die Exi- jedoch legte so großen Wert darauf, daß die Atmoviertel 11 Uhr durch den Rundfunk verkündet. könne die kühnsten Wünsche der stenz des Dritten Reich es wuer- sphäre des Friedens bewahrt werde, daß er sich Ist die Tschechoslowakei zum Stampfe ge- betroffenen Minderheit und des Reiches erfül- den! Die deutscher Sozialdemo entschloß. den Appell nur im eigenen Namen zu " Seite 2 Samstag, 24. September 1938 veröffentlichen. Man fühlt es allgemein, und zum Abdruck zur Verfügung gestellt werden Chamberlains Appell Chamberlain brachte es sich auch in Godesberg zum sollte. Bewußtsein, daß die Deutschen beabsichtigen, die Diskussionen in Godesberg nur eine bestimmte zeitlich beschränkte Zeit fortzusehen und daß man es dann für richtig erachtet, nach eigenem Ermessen zu handeln. In Londoner diplomatischen Kreisen wurde das Fehlen der Unterschrift Hitlers auf dem Apvell Chamberlains ebenfalls so beurteilt, daß Sitler sich Aktionsfreiheit vorbehalte. Es wird ange. nommen, daß der Appell Chamberlains, so meint „ Daily Mail", ein neuer Appell an die Geduld und, was die Tschechoslowakei anlangt, an die Mäßigung sein wird. Der diplomatische Korrespondent der Ti. Zur Bewahrung der Ruhe mes" verweist ebenfalls darauf, daß es im anglofranzösischen Plan drei Punkte gab, die keineswegs allgemeine Zustimmung von deutscher Seite finden und daß, wenn die Verhandlungen über einen derselben scheitern sollten, Chamberlain unvermittelt zurüdfchren unb fchic falhafte Folgen eintreten tönnten. Der erste Punkt ist der Ausschluß der polnischen und ungarischen Forderungen aus beit Verhandlungen in Godesberg. Der zweite bekannte Stein des Anstoßes ist die deutsche Demobilisierung. Chamberlain muß mit der Wirkung auf die britische und französische öffentliche Meinung rechnen, wenn die der Tschechoslowakei gestellten Forderungen über den bisherigen Plan hinaus erweiPrag. An die tschechoslowakische Regierung ist vom Premierminister Chamberlain eine Mit teilung ergangen, in der dieser fordert, daß überall und insbesondere auch in den gemisch is pr as higen Gebieten in der Tschechoslowakei ein allwerde, allem aus dem Wege zu gehen, was irgend gemeiner Appell an die Bevölkerung gerichtet welche Inzidente herbeiführen könnte. Sir Horace Wilson, der versönliche Berater Chamberlains, erklärte bei der Uebergabe des Kommuniqués an die Presse nachdrücklich, daß dieses der deutschen Presse sofort mitgeteilt und tert würden. Die Tschechoslowakei bleibt nicht allein! Sympathiekundgebungen aus aller Welt Es war vorauszusehen, daß die Londoner Vorschläge zur Lösung des„ sudetendeutschen Problems" nicht ohne ein tiefgehendes und nachhaltiges Echo bleiben würden. Nicht nur in England und in Frankreich, sondern auch in anderen europäischen Ländern und in Nebersee mehren sich die Stimmen, welche gegen das Zurückweichen vor dem Faschismus Stellung nehmen und herzliche Sympathien für die Tschechoslowakei bekunden. Wir geben nachstehend einiges aus der Fülle dieser ausländischen Kundgebungen wieder: Attlee: Kriegsgefahr nicht abgewendet London. Der Abgeordnete Attlee veröffent lichte unter dem Titel„ Friede und Freiheit verraten" im„ Daily Herald" einen großen Artifel, worin er erklärt, daß der englisch- französische Entschluß ein Migerfolg war, was eine Lösung genannt werde, sei in Wirklichkeit feine. Den Tschechen wurde nicht gestattet, über die Bedingungen zu diskutieren, aber auch die Sudetendeutschen wurden nicht befragt. Man hat durch diese Unterlassung ganz Ost- Europa mit seiner Hilfe an Menschenkräften und Sachwerten in die Pariser Arbeiter für Prag Diese Aufforderung ist ihrem Wortlaut entsprechend an alle Seiten, insbesondere auch an die deutsche Seite gerichtet und es sollen ihr zu folge derartige Inzidente weder innerhalb der Grenzen der Tschechoslowakei noch durch irgendwelche Eingriffe von der andern Seite der Grenze hervorgerufen werden. Flugzeuge im Dienst Mr. 225 der staatlichen Propaganda Prag. Gestern um 11 Uhr flog über Prag ein tschechoslowakisches Flugzeug, von dem Flug. blätter mit dem Text der Rundfunkkundgebung abgeworfen wurden, die am 22. September Armeegeneral Jan Syrový, der gegenwärtige Vors sitzende der Regierung der Tschechoslowakischen Republik, gehalten hat. Die Prager Bevölkerung hat die Aufrufe, fich in Ruhe ihren bürgerlichen Pflichten und der Arbeit zu widmen befolgt. In der Stadt Herrscht vollkommen normales Leben. werde mit vollem Vertrauen in Sie alle Ihnen helfen und ich erwarte auch Ihre Unterstützung Von tschechoslowatischer Seite wird sicherlich und Hilfe. Ich verweise darauf, daß ich bei den alles getan werden, daß derartige Ingidente und Verhandlungen über die neue Regierung Nachs strittige Eingriffe nicht vorkommen. Die tschecho- druck darauf gelegt habe, daß alle politischen Parilowakische Regierung erinnert in dieser Bezie teien, besonders die Parteien der Regierungshung an alle ihre Aufrufe zur Aufrechterhaltung foalition, hinter der neuen Regierung stehen und der Ruhe und Ordnung. In diesem Sinne wird sie gern und bereitwillig unterſtüßen. Sie sichern die Regierung alles tun, daß die gegenwärtigen Ihnen Unterstützung zu und insbesondere in polidiplomatischen Verhandlungen zwischen England tischer und parlamentarischer Hinsicht wollen sie und Deutschland nicht gestört werden und sie hofft. Ihre Arbeit vor allem in der Form eines besondaß auch alle übrigen Faktoren, welche der Appell deren Koalitionsausschusses der sieben politischen des Premierministers Chamberlain betrifft, das Parteien ermöglichen. Ich danke Ihnen noch eingleiche tun werden. mal, daß Sie in dieser schweren Zeit in die Dienste In einem Kommuniqué der britischen Dele- des Staates getreten sind und ich wünsche Ihnen gation in Godesberg, das Donnerstag ausgegeben viel Glück. wurde, heißt es: Es ist nach Ansicht des Ministerpräsidenten Chamberlain die Hauptsache, daß alle Parteien und alle Beteiligten fest entschlossen bleiben, daParis. Der Verband der Arbeitergewerk- hinzuwirken, daß die lokalen Verhältnisse in der schaftssyndikate des Pariser Departements hat Tschechoslowakei nicht einen solchen Charakter tra einen Aufruf an die gesamte Barijer Arbeiter gen, daß sie in irgendwelcher Art den Fortgang Arbeiter- gen, schaft gerichtet, heute nach beendigter Arbeit in dieser Unterredungen vereiteln könnten. Der Miden Werkstätten oder in den Arbeiterhäusern Ver- nisterpräsident fordert deshalb jeden Beteiligten in sammlungen und Kundgebungen für die ernsthaftester Weise auf, zur Erhaltung der Ruhe Tschechoslowakei als eines wahr- und Ordnung mitzuhelfen und sich jedweder Aktion haft demokratischen und fried zu enthalten, welche zu Zwischenfällen führen liebenden Staat zu veranstalten, dessen könnte. Wahrung der Souveränität und Unabhängigkeit eine der Grundbedingungen der Sicherheit Frankreichs und des Friedens ist. Von den Versammlungen werMacht Deutschlands gegeben. Das wirkliche Ersten Delegierte auf die tichechoslowakische Gesandt- Arbeit haben" acbnis Chamberlains in Berchtesgaden sei, daß Hitler zum Herren Europas ges macht, aber die Gefahr eines euros päischen Krieges nicht abgewendet wurde. Die Herzen aller, welche an Frieden und Demokratic glauben, wenden sich zum Volke der Tschechoslowaken in ſeiner schwersten Stunde. Ein zivilisiertes Volt, der äußerste Vorposten von Demokratie und Freiheit in Mitteleuropa, ist verraten und einer willkürlichen und gnadenlosen Dittatur ausgeliefert. ,, Steht zu den Tschechen!" London.( Reuter.) Große Menschenmengen protestierten Donnerstag abends gegen den englisch- französischen Plan einer Aufteilung der „ Steht den Tschechen bei",„ Cham Tschechoslowakei. Die Menge rief im Chor: berlain soll gehen". Der Drud dieser Menge nach Downing Street war so start, daß die Polizisten nicht mehr ausreichten, so daß Verstärkung geholt werden mußte. Schließlich wurde einer Deputation furz vor 23 Uhr gestattet, das Foreign Office zu betreten und die Protestresa lution zu überreichen. 18 Die neue Sintflut Roman von Noëlle Roger Aus dem Französischen übersetzt von Irma Rippel Virginie brach in Tränen aus. Vor Sonnenaufgang waren die Männer ins Tal hinunterge stiegen, um ihre Habseligkeiten aus den Hütten zu retten, troßdem sie an eine nahe Gefahr nicht hatten glauben wollen. Die Rhône sollte das Illièztal überschwemmen? Unmöglich! Die beiden Greise schüttelten die Köpfe. An sie wandte sich nun Hubert: ..Ihr kennt die Gegend. Wohin sollen wir gehen?" schaft in Paris geschickt werden, um die angenom menen Resolutionen zu überreichen, in denen die Treue der französischen Arbeiterschaft zur Tschecho= flowakei erhärtet wird. Die Mitglieder der neuen Regierung unterfertigten sodann das Protokoll über das Gelöbnis und der Präsident verweilte dann mit ihnen eine Zeitlang im Gespräch. Verabschiedung der alten Regierung ,, Selen wir ständig auf der Wacht!". Gestern vormittags erschien der Vorsitzende der zurückgetretenen Regierung Dr. Milan Hodža mit allen Mitgliedern seiner Regierung auf der Burg zur Abschiedsaudienz beim Präsidenten der Republik Dr. Edvard Beneš. Hodža hielt eine An,, Sie werden eine schwere prache an den Präsidenten, in der er u. a. sagie: Wir haben aus einer bloken Zusammens fassung von politischen Parteien einen einheitlichen politischen Organismus und einen einheitlichen Willen dieses Organismus geschaffen. Diese Eins Heitlichkeit, Herr Präsident, äußert sich darin, daß wir, wenn wir uns von Ihnen verabschieden, uns dadurch nicht der Verantwortung entledigen. Die formale Verantwortung hört auf, es bleibt die jittliche Verantwortung. Deshalb stellen wir uns dem Staate und der Nation mit allen, durch deren des Vorsitzenden der zurücktretenden Regierung Dr. Milan Hodža ant wortete der Präsident der Republik u. a. Der Präsident an die neue Regierung Freitag Mittag stellte sich dem Präsidenten der Republik auf der Prager Burg die neue tschechoslowakische Regierung des Armeegenerals SySüdafrika verurteilt den Plantový vor. Der Vorſizende der neuen Regierung richtete an den Präsidenten eine turze Beder Arbeit. grüßungsansprache und ersuchte ihn um Hilfe bei Johannesburg. Donnerstag wurden in hannesburg zwei große Boltsmanifestationen für die Unterstüßung der Tschechoslowakei abgehalten. Von den Manifestationen wurden telegraphische Kundgebungen an den südafrikanischen Minister präsidenten Herzog, den britischen Ministerpräsidenten Chamberlain, den Führer der" LabourOpposition Attlee und den Präsidenten der Tschechoslowakischen Republik Dr. Beneš abgesendet. Die öffentliche Meinung verurteilt das Vorgehen des britischen Ministerpräsidenten. Im tschechoslowalischen Konsulat in JohanResburg häufen ſich ſchriftliche, telephonische und telegraphische Sympathiekundgebungen für die Tschechoslowakei. des Col de Caur bringen. Virginie wollte die Rückkehr ihres Mannes abwarten. ..Er muß bald kommen." wiederholte sie wie geistesgestört, gleich wird er hier sein..." ,, Sie müssen ihre Kinder in Sicherheit bringen; ein Mann allein weiß sich immer zu helfen." Da gab sie weinend nach. Viele waren es nicht, die dem Schafhiet folgten: die beiden Greise, Virginie, Rose, die Wirtin von der Konturrenz mit ihrer Mutter und noch einige Frauen mit ihren Kindern. Die Kleiniten wurden auf die schwer beladenen Tragkörbe geschnallt. Bei jedem Schritt sahen sie sich in noch immer wacher Hoffnung, die stets aufs Neue enttäuscht wurde, um. Schwerfällig teuchend ging Frau von Miramar auf einen: Stock gestük als letzte in dem Buge, den sie hemmte. Sie erklomm die steilen grünen Abhänge; auf dem ersten Plateau hielten sie Rast. Der Präsident richtete sodann an die neue Regierung folgende Ansprache: Vertrauezur vollen Verfügung. Wir haben uns bemüht, im Geiste gemeins ſamer Ergebenheit zu arbeiten. Von diesem Geſichtspunkt danke ich Ihnen dafür, daß, wenn Sie ießt aus der Regierung scheiden, als politiche Herr Vorsitzender der Regierung, geehrte Herren Minister, ich dante Ihnen und gestatten Sie mir gleich, Ihnen mit einigen Worten zu jagen, daß Sie sich sicherlich des Ernſtes des Augenblicks bewußt sind, in welchem Sie Ihre Aemter übernehmen. Wie Sie wissen, befindet Faktoren mir und der Regierung weiter innerhalb sich ganz Europa in Spannung. Wir werden auf Ihrer Parteien helfen werden. Es wird dies notsolche Art vorgehen, daß wir gerade aus dieser wendig sein. Ich hoffe ständig, daß sich die Dinge schweren Strise möglichst ungeschwächt in unserem nun zum Guten wenden werden, aber ich sage nationalen Organismus, gesund und gestärkt her- auch: Seien wir ständig auf der Wacht. Wir wers vorgehen können. Sie werden in diesen erregten den, wie wir es in der Sigung der Regierung auss Tagen eine schwere Arbeit haben. Sie werden viel gesprochen haben, ohne Rücksicht auf Parteien, Sorgen in Ihren Ressorts haben, ganz abgesehen ohne Rücksicht auf Personen, in diesem Augenblick von den politischen Angelegenheiten. Ich selbst i nur den Staat vor uns sehen. einen breiten Strom aus, der mit erbarmungsloser Zielbewußtheit vorwärts drang. Niederung. Man sah, wie das Wasser umsichtig näher fam, sich in zwei Bäche teilte, die sich wiederUeber den Felsen geneigt, starrten die Men- trafen, nachdem sie die Anhöhe wie mit zwei Armen schen wortlos hin. Das Wasser hatte bereits umschlossen hatten. Mit sichtlichem Bemühen schob Trois- Torrents überschwemmt, stürmte nun auf es sich an der Böschung empor. Vor der Schyvelle der fast ebenen das Bett des man sah es am egte sich undeutlich ein scharzes Etwas, das an den Felsen gefesselt schien. Plötzlich trug der Wind seinen Todesschrei herauf. Eine Menschenstimme rief und von allen Seiten antworteten andere Stimmen und stiegen empor zu ihnen: Der Klagechor des versinkenden Ortes. Fuße des Geländes ansteigen. Seiter und in Sonne getaucht lag Champéry, scheinbar unbetüm mert um die gigantische Gefahr. Als sie aber angestrengt hinblickten, gewahrten sie schwarze Punkte aus den Häusern in der Nichtung nach „ Hört!" hauchte Yvonne. Jezt blies ihnen der Wind direkt ins Gesicht dem Felsen laufen, auf gut Glück hin und herbuschen und in alle Winde zerstieben. Andere ra- und das verworrene Jammern zahlloser Stimmen schere Gestalten überholten sie in rasendem Ga- wurde deutlicher. Man unterschied schrille und Topp. Es war das Vieh, das aus den Ställen schluchzende Frauenstimmen, verzweifelte Wut ausbrach und in wildem Durcheinander flüchtete. Schreie und das heisere Gebrüll sich wehrender ..Das ist furchtbar", flüsterte Yvonne, indem Männer. Die Hunde heulten dem Tode entgegen. sie ihre Augen verdeckte.„ ,, Alles, alles wird um- Hinter diesem Wehtlagen und Schreien hörte man in dieser Schreckenssymphonie, wie einen ständigen tiefen Grundton, das Brüllen der fliehenden Herden. Gebete, Flüche, Lästerungen stiegen von dem armen Häuflein Lebender auf, die, an die Berghänge geflammert, sich vom Schrecken der Schrecken scheßt fühlten. tommen. Da erklärte der alte Hans: Ins Tal von Sujanje. Es läge zweitausend Meter hoch; jenseits des Dent du Midi. Mit den Frauen und Kindern würde man es über den ja nur." May, Hubert und die Mädchen waren ,, Wir müssen fort, fort!" beschwvor sie der Pas dEncel in drei Stunden erreichen. dem Schäfer bis an den Rand des Felsens ge- Sirt. Susanfe ist noch sehr weit und das Waffer " Fort, nur fort", wiederholte der Schafhirt. folgt, der über das Tal hinausragte. Und plöß- steigt rasch). ,, 3hr wißt nicht, wie rasch das Wasser steigt." lich, starr, vor Entseßen keines Lautes fähig, Er wies nach dem Col de Bonavaug über den Aber der ganze Worgen verging mit Vor- blieben sie wie angewurzelt stehen. Da tam auch Tannen, aber keiner war imstande, seine schreckbereitungen. Man häufte Proviant in Rucksäcke. Herr von Miramar heran. Er wankte und mußte gebannten Augen von dem Schauspiel da unten packte Kleider und Mäntel, die Kinder fingen die sich auf seinen Sohn stüßen. abzuivenden. Hühner und Kaninchen ein, banden ihnen die Das Illièztal bot das gewohnte Bild heiterer Man mußte doch sehen, wie sich Wesen und Füße zusammen und steckten sie in Tragförbe. Größe. Das schon beruhigte Auge schweifte lang- Dinge inmitten der wankenden Weltordnung verMan überwachte den schmalen Fußpfad, um die sam abwärts. Aber dort, wo der grüne Sattel der hielten, dieser Weltordnung, an die man wie an Nückkehr der Männer zu erspähen; man schrie, Wiesen sich zu den Tiefen der Rhônetales erwei- etwas Ewiges, Unantastbares geglaubt hatte. jammerte, lief fopflos hin und her; das aufgez tert, erschien eine schivarzgraue Masse, breitete Das Wasser füllte das ausgehöhlte Plateau scheuchte Vieh stov auseinander. Der Sturmhauch sich zwischen den Bergen aus und schwoll von Mi- von Champéry. Mit tückischer Beharrlichkeit nahm der Panit wehte über den einst so friedlichen nute zu Miunte an. Klar und deutlich sah man es jedes Hindernis und umzingelte nach und nach Weideplatz, der doch vor allem Unheil so sicher den grünen Streifen Zoll um Zoll verschwinden jeden Erdhügel, wanderte die Straße hinan, zwischien. Man war verzweifelt, daß man die Pferde und versinken. schen den winzig scheinenden Häuschen. Von allen und Kühe im Stiche lassen mußte, weil sie über Die schwarze Fläche kroch über die Felder, Seiten sah man schwarze Zungen vorschnellen, sich die glatten Felsen des Pas d'Encel nicht hinüber näherte sich den Dörfern, verschlang die Straße. treffen, ineinander fließen und rastlos ihre mathe= konnten. Die meisten Frauen weigerten sich mit Siegreich ergriff die dunkle Masse Besib, machte matisch genaue Umzingelung durchführen. zugehen. Sie wollten das Vich auf die Abhänge sic breit, verharrte unbeweglich, dann sandte sie Eine Hütte auf einer Anhöhe überragte eine l Laßt mich hier," bat Frau von Miramar Diese bebenden Worte rissen die Männer aus im Grase zusammenbrechend; ,, ich behindere euch ihrer Grstarrung. Männer und Frauen hörten es und die Verzweiflung in den Stimmen dieser Todgeweihten erschütterte sie noch mehr, als das Vordringen der Fluten. Viele brachen in hysterisches Schluchzen aus. Aber einmal muß das Wasser doch endlich stillstehen!" schrie Herr von Miramar.. Aber wo? Sehen Sie denn nicht, daß es immer " Stillstehen!" wiederholte Mar.„ Sicherlich! schneller und schneller steigt!" Da richteten sie sich mit zitternden Knien auf. Fliehen... sie konnten noch fliehen! Dieser einzige Gedanke erfüllte sie nun. Und sie stürzten fort, gegen die steilen Wände des Col de Bonabaug. ( Fortseßung folgt.) Mr. 225 Zu den Fahnen! Als gestern nach 10 Uhr abends der Rundfunk zunächst in tschechischer Sprache den Mobilifierungsbefehl verkündet hatte, fetzte sich tatfächlich fast augenblicklich sozusagen die ganze Hauptstadt in Bewegung. Wer etwa eine Viertelstunde später die nächtlichen Straßen betrat, gewann sofort den überwältigenden Eindruck der Selbstverständlichkeit, mit der das Volf die Mobil machung zur Kenntnis genommen hat. In den großen Straßen der Stadt strömten innerhalb fürzester Zeit die Menschen aus den Wohnungen und aus den Gaststätten zusammen, um sich innerlich angesichts des großen Ereignisses zu sammeln und um ihren Gefühlen gegenseitig Ausdrud zu geben. Wer in einer Wohnung sich befand, in der ein Mitglied der Familie zu den Waffen gerufen war, fonnte erleben, wie der betreffende Mann auch im selben Augenblick schon und ohne zu zaudern die notwendigen Anstalten traf, um sich womöglich noch in der selben Stunde bei seiner Truppe zu melden. Im 11 Uhr begegnete man auf den Straßen bereits vielen, vielen Mobilifierten, erkenntlich nicht nur an dem Koffer, den fie trugen, fandern auch an der geballten Miene, mit der fie einem von fluchwürdiger äußerer Gewalt her nusgeforderten Schicksal entgegengingen. Man hegegnete jungen Paaren, die sichtlich eben ein Kaffeehaus oder ein Kino verlassen hatten und die nach Hause eilten, weil der Mann dem Befehl zu den Fahnen Folge leisten mußte. Tränenden Samstag, 24. September 1938. der Fall war, wo eine Woche beschossen wurde und das Feuer erwiderte. Die Aufrührer ließen Standrecht im Bezirk Kaplitz am Tatorte drei tote Ordner zurüid. Die übrigen entflohen. Die tschechoslowakische Regierung ist ständig für die Rechtsordnung in diesen Gebieten verantwortlich und darum ist es die Pflicht ihrer Organe, keine Gewalttaten zu dulden und den Res spelt zur Staatsautorität auch von jenen zu er zwingen, die sich ihr mit der Waffe in der Hand entgegenstellen. Unterbrochener Bahnverkehr Brag. Die Staatsbahndirektion in Königs gräs teilt mit: Der Verkehr auf der Strecke zwi schen Tannendorf und Ober- Kreibig ist unterbro chen. Waren zum Transport auf dieser Strecke werden vorläufig nicht angenommen. Unterwegs befindliche Sendungen werden zurückgehalten und den Absendern zurückgestellt. Auch auf der Strecke Varschnitz bei Trautenau und Liebau der tschecho= slowakischen Staatsbahnen wird der Verkehr und die Annahme von Waren eingestellt. Waren, die unterwegs find, werden ebenfalls zurüdgestellt. Die mit Waggonsendungen verstopften Stationen Freiheit- Johannisbad stellen bis auf weiteres die Annahme von Sendungen mit Sand, Schotter und Bauholz ein. Tschechen und Slowaken Die schweren Augenblicke, welche wir durch Auges schritten die Frauen neben ihren Männern. leben, so schreibt man den„ Lidové Noviny" aus Vor den Haustoren und an allen Eden standen Preßburg, haben mehr als je die Reihen der Gruppen von Menschen, die das Ereignis disku. Slowalen zur Bezeugung der Treue zur Republik tierten. Noch war den meisten von ihnen gar nicht und ihrer Ordnung zusammengeschlossen. Es gibt bekannt, was in den letzten Stunden in Godesberg feinen Unterschied in den Auffassungen bei den oder sonstwo sich ereignet haben mochte und was Slowaken, ob sie nun politisch zu den Regierungs also den Präsidenten und die Regierung der Me- oder Oppositionsparteien gehören, und ein ein publik genötigt hatte, alle Soldaten bis zum einziges Sehnen geht durch das slowakische Wolf, es schließlich 40. Lebensjahr unter die Fahnen zu möge nach dem jeßigen Wirbelsturm, der um uns rufen. Während der ganzen Nacht dauerte die tot, sich wieder alles aufheitern zur dauernden außerordentliche Bewegung in der Stadt an, die Zufriedenheit und zu noch engerem ischechoslowa wahrhaftig nicht nur eine äußerliche, sondern eine fischen Zusammenschluß. Die Schicksalsaugen, in des Wortes tiefster Bedeutung innerliche ist. blicke haben das wahre Fühlen der Slowaken ges zeigt und jene Ueberzeugung, daß wirklich nur unsere Republik den Slowvalen alle Bedingungen des Nationalen, kulturellen und wirtschaftlichen Auslebens geben könne. Aus den Reihen der Opposition hat sich von neuem in diesem Sinne der Abgeordnete der Volkspartei, Rudo Tavojský. in seinem Wochenblatt Slovenský Robotnik" erwiesen. Er sagt da u. a.: Fast vor drei JahDie Lüge von der Panzerbrigade Brag. Mit Gültigkeit vom Freitag wurde das Standrecht für den politischen Bezirk Kaplik verkündet. Regierungsergänzung durch Slowaken Prag. Der zurüdtretende Ministerpräsident Dr. Milan Hodža hat die Ergänzung der neugebildeten Regierung durch Vertreter der Slowakei vorgeschlagen, die chestens durchgeführt werden wird, sobald die mit den einzelnen slowakischen Gruppen bereits im Zuge befindlichen Verhandlungen beendet sein werden. Gebackener Karpfen Seite 3 Der geschuppte und ausgenommene Karpfen wird der Länge nach gespalten, gesalzen und in Stücke zerlegt, die man paniert und in reichlich siedendem Ceres- Speisefett goldgelb bäckt. Achtung! Das übrig bleibende Ceres- Speisefett wird beim nächsten Fischgericht wieder verwendet, denn Ceres ist unbegrenzt haltbar. Ceres 100% reines Pflanzenfett haben, nach Kronstadt zurückgekehrt. An den Uebungen haben Schlachtschiffe, Torpedobootzerstörer, Unterseeboote, Torpedoboote und Flugzeuge teilgenommen. Armee, wo er den Rang eines Reserveoffiziers erreichte. Der Weltkrieg überraschte ihn in Wars hau. Er meldete sich in die ruſſiſche, ſpäter in die tschechoslowakische Armee, wurde 1915 russ sischer Offizier und diente im Infanterieregiment Jan Hus Nr. 1. Zum ersten Male hatte er Gelegenheit, sein militärisches Geschick in der Schlacht bei Zborow zu zeigen, wo er schver verwundet wurde und das rechte Auge verlor. Schon 1915 war er Kompagniekommandant, 1917 fom mandierte er ein Bataillon und bald darauf über nahm er das Kommando über das zweite In fanterieregiment ,, Georg von Poděbrad". 1918 wurde er zum General und Kommandanten der tschechoslowakischen Truppen in Rußland ernannt und führte die tschechoslowakische Armee in der berühmt gewordenen Anabasis. 1920 fam er in die Republik zurüd, wurde Militärkommandant| Jerusalem. Als Protest gegen die scharfe von Böhmen, 1924 Stellvertreter des General Sandhabung der Zensurbestimmungen haben die stabschefs und 1926 Chef des Stabes der tiche arabischen Zeitungsverleger von Palästina bes choslowakischen Armee. Vom März bis Oktober schlossen, für 14 Tage das Erscheinen von Zeitun 1926 war er Minister für nationale Verteidigen und Zeitschriften einzustellen. gung und blieb dann Generalstabschef bis 1933, da er zum Generalinspektor der gesamten Wehrlären Abteilungen Aufständischer und Militär zu Bei Safed tam es zwischen größeren irregu macht ernannt wurde. einem großen Zusammenstoß, wobei auf seiten des Militärs drei Flugzeuge mitwirkten. Die Aufständischen ließen 21 Tote am Kampfplatz zurüd. Zusammenarbeit Sokol, DTI, Orel. Die Vertreter der großen tschechischen Körperkultur Organisationen Sofol, DTI und Orel haben über ihre weitere Zusammenarbeit beraten und sich entschlossen, den Ordnungs- und Wachdienst, den sie bisher in Prag besorgt haben, auf die ganze Republik auszudehnen. Im Dienst treten die Prag. Das Deutsche Nachrichtenbüro ver breitete Donnerstag eine Nachricht, in der es behauptete, daß tschechoslowakische militärische For mationen einer Panzerbrigade, die dazu bestimmt waren, einige Orte in Westböhmen im Egerer, Falkenauer und Joachimsthaler Gebiet zu säuren, da ich als jüngster Abgeordneter von Slin- Mitglieder dieser Organisation gemeinsam auf, fas Slowakischer Volkspartei im Rundfunk sprach, jie haben auch eine ständige Zentralfommission sagte ich u. a. dieses: Für uns Slowafen gibt es gegründet, die ihren Sitz im Tyrshaus in Prag nur zwei Möglichkeiten: entweder frei leben und hat. sich in diesem Staate entwideln, oder sterben. Außerhalb dieses Staates gibt es für uns fein Leben. An diesem Staate liegt uns genau so wie am eigenen Leben. Und die jeßigen entschei denden Augenblice erzwingen es geradezu, mit Rücksicht auf das Intereſſe unserer slowakischen Nation zu sagen, daß wir aufrichtig für diesen Staat sind." bern, ohne Warnung aus Maschinengewehren geschossen und innerhalb von drei Stunden 16 Su detendeutsche erschossen hätten. Wie glaubwür dig" diese Berichterstattung" der reichsdeutschen offiziellen Nachrichtenagentur ist, davon zeugt am besten die Tatsache, daß in einigen von dieser Berichterstattung angeführten Orten überhaupt nichts geschehen ist und nicht ein einziger Deutscher erschossen oder verletzt wurde. So behauptet z. B. das Deutsche Nachrichtenbüro, daß auf der Straße zwischen Falfenau und Zwodau vier sudeten deutsche Ordner erschossen wurden. Durch die Erbebungen unserer Behörden wurde jedoch feſt gestellt, daß auf dieser Straße nichts derartiges geschehen ist. Weiter behauptet das Deutsche Nach richtenbüro. daß in der Gemeinde Königsberg zwei Männer und eine Frau erschossen wurden. Indessen haben unsere Behörden jedoch festgestellt, daß es in Königsberg überhaupt keine Ausschrei tung gab und daß es dort weder Tote noch VerTeste gibt. Das tschechoslowakische Militär schreitet nirgends mit der Waffe gegen Passanten ein, wie dies in lügenhafter Weise die deutsche Berichtcrstattung meldet. Es macht von der Waffe nur dann Gebrauch, wenn es bei der Herstellung der Ordnung in Orten, wie sich Aufrührer staatlicher Objekte bemächtigt haben, beschossen wird, wie dies in der Gemeinde Habatladrau, Bezirk Marienbad, Bilder sehen dich an Das Erfolgsgeheimnis Montag ständiger Ausschuß Der Ständige Ausschuß nach§ 54 der Ver fassungsurfunde hält am Montag, den 26. September, um 23 Uhr nachmittags eine Sigung ab. ( SNS) Ministerpräsident Syrový Konferenz der Oslo- Staaten Genf.( Havas.) Sieben Mitglieder der Staatengruppe der Oslo- Konvention traten gestern zu einer Beratung zusammen, um in der Frage der Reform des Völkerbundpattes, insbesondere hinsichtlich des Artifels 16 des Paftes, Stellung zu nehmen. Schweden schränkt Militärentlassungen ein Stockholm.( Havas.) Die schwedische Regie rung hat beschlossen, eine gewisse Anzahl von Sol daten, die in der nächsten Zeit abrüsten sollten, unter Waffen zu behalten. Der Ministerpräsident betonte, daß diese durch die internationale Lage hervorgerufene Maßnahme nur ungefähr ein Proteststreik der arabischen Presse in Palästina Seeleute verweigern Transportarbeit für Franco Baltimore, USA. Die Besatzung des nor wegischen Dampfers Titania", der Kriegsmaterial für die spanischen Rebellen befördert, hat zum Zeichen des Protestes ihre Arbeitsver träge gekündigt und einmütig erklärt, daß sie sich nicht zum Komplizen der Eindringlinge in Spanien machen lasse. Ein Sprecher der Besatzung hat in deren Namen die Bitte ausgesprochen, auf dem amerikanischen Schiff, das 5000 Tonnen Lebensmittel, Kleider und Arzneien bald nach Spanien bringen wird, dorthin fahren zu dürfen. Wir haben nicht Angst", erflärte er, nach Spanien zu gehen, aber mit Franco und seinen Spießgesellen haben wir nichts zu schaffen". Die Prager Illustrierte ABC bringt in ihrer Nummer am Samstag, den 24. d. M. alle aktuellen Der neue Ministerpräsident, Armeegeneral| Viertel der Soldaten betrifft, deren Präsenzdienst Bilder von den Ereignissen dieser ernsten Tage in unserem Lande Jan Syrový, wurde am 24. Jänner 1888 in geit heuer im Herbst enden sollte. Trebitsch in Mähren als Sohn eines SchuhRussische Marinemanöver beendet machers geboren und studierte an der höheren Gewerbeschule in Brünn das Vaufach, wo er Kronstadt.( Taß.) Donnerstag sind die Ein1907 maturierte. Seine Militärdienstzeit ab- heiten der sowjetrussischen baltischen Kriegsflotte solvierte er in der österreichisch- ungarischen die gerade ihre großen Flottenmanöver beendet Sorgt für die Verbreitung des Blatte Geschäfte, die man damit machte, blieben mittels| Jang ihren Plan bis in alle Einzelheiten daß sein wird. Wenige Monate nach„ Lise" kam„ Lool" mäßig, selbst als man dazu überging, möglichst ein Photograph, ein gewisser Dr. Salomon, der heraus. Die Herausgeber des Look" ginget wenig Text und möglichst viele Bilder zu brin- in früheren Jahren in Deutschland tätig war von dem Gedanken aus, daß es nicht darauf angen. Vor ein paar Jahren versuchte man es in Den U. S. A. mit dem Midweef Pictorial", das aber nicht über eine Auflage von 25.000 hinaustam. Englische und andere ausländische Magazine wurden überhaupt nicht getauft. „ Tiund dann nach England ging, Dinge zu photos graphieren verstand, für die das Publikum außergewöhnliches Interesse zeigte: Stabinetts jigungen, eine Theatervorstellung, nicht vom Zuschauerraum her, sondern von einem Plaß hinter der Bühne aufgenommen, erstaunliche Reportagen aus Fabriten und Büroräumen, Szes nen aus dem Privatleben bekannter Persönlich Photographen bisher gelungen, genau im entfeiten usiv. Und immer war und ist es diesem scheidenden Augenblick zu fnipfen. fäme, sensationelle Bilder von den Ereignissen der vergangenen Woche zu bringen, sondern Photos, die unabhängig von der Attualität an sich interessant find. Loof" hatte denselben außerordentlichen Erfolg: Erstauflage 400.000, 2. Auflage eine Million, heute zwei Millionen. drittes Picture Magazine, Click", das in bezug Neben diesen beiden ist noch Platz für ein auf Thrilling" alle Reforde schlägt. Es bringt Photoserien, wie: Wie wird ein Mädchen zur Mädchen vor der Vergewaltigung?" Prostituierten?" oder„ Wie schützt sich ein Ueber den Geschmack läßt sich streiten, aber der Picture Magazins" MTP. New York. Wissen Sie, was ,, Picture Magazines" find? Ich werde Ihnen das gleich näher erklären, aber zunächst sollen Sie erfahren, daß diese Picture Magazines" den Da fand, vor zwei Jahren, Henry Luce, größten Ueberraschungserfolg darstellen, den es der Herausgeber der beiden Zeitschriften i je in der Geschichte des Zeitungs- und Zeit- me" und Fortune", die auf der Straße lies schriftenwesens gegeben hat. Die Idee ist zwar gende Idee. Bisher hatten sich die Bilderzeit typisch amerikanisch, ebenso die Ausnutzung des schriften der ganzen Welt entweder darauf beErfolges, aber es müßte sonderbar hergehen, schränkt, Bilder aus aller Welt zu veröffentlichen Es fam darauf an, diese einmalige Leistung, wenn man sie nicht auch in Europa aufgriffe, ob- und um diese irgend einen Tert zu gruppieren, die soviel Antiang fand, zu einem System zu wohl das europäische Publikum einen anderen der mit den Bildern nur in losem oder gar machen, und Luce begann Ende 1936 mit der Geschmack hat. Aber da der amerikanische Film feinem Zusammenhang stand, oder man hatte die Welt erobert hat, steht nichts der Möglichkeit sich spezialisiert. Es gab Kunstmagazine, wis- Herausgabe seines Picture Magazine Life". man muß ehrlicherweise hinzufügen, daß ,, Life" ..Life" wurde ein geradezu phantastischer Publi- und Look" auch wirklich meisterhafte Serien entgegen, daß auch die neue Form illustrierter senschaftliche Zeitschriften, Hefte vom Film, fumserfolg: man hatte 250.000 Exemplare ac- über das soziale Leben veröffentlichen: Sensa Wochenschriften im alten Erdteil Fuß faßt. Reisebroschüren. Sie alle zeigten entsprechende druckt, die innerhalb weniger Stunden ausver- tionelle Bilder von der Kinderarbeit auf der Wie alle großen Geschäfte in den U. S. A. Photos, aber bisher hatte es noch niemals ein fauft waren. Gleichzeitig aber war Luce vom Welt, von dem Elend in den Slums in den begann auch das der Picture Magazines die Bildermagazin gegeben, das fugen die geschäftlichen Ruin bedroht, denn die Inserate, U. S. A., vom dampf gegen die Tuberkulose. sozusagen drei bauptsächlichsten von ihnen verlaufen heute photographiſchen Spizenleiſtungen auf allen nur die man geworben hatte, waren auf der Basis Bier bekommt das Publikum Dinge zu sehen, die monatlich mehr als 16 Millionen Exemplare! dentbaren Gebieten des menschlichen Lebens einer Auflage von 200.000 bis 300.000 gehal es bisher nicht kannte. mit einer guten Idee und mit einem Wagnis. zuſammenfaßt und sie in einer Form gruppiert, ten, also relativ niedrig im Preis, statt dessen daß der Leser an Hand der Bilder das Leben Diese Idee lag, und dies ist bei den meisten anderen guten Einfällen ebenfalllls so aewesen, sieht, wie es iſt. sozusagen auf der Straße. Man brauchte sich bloß zu büden, sie aufzuheben, sie ein bißchen Bu formen. Eine furchtbar einfache Idee, nicht wahr? Die Durchführung freilich ist schon erheblich schwieriger. Man braucht vor allem einen Stab Illustrierte Magazine existieren, solange es von unerschrockenen, ja, genialen Photorepor die Photographie gibt, genauer gesagt: solange tern, die sozusagen in die Welt hinter den Ku es technisch möglich ist, Photographien im Ver- lissen einzubringen verstehen. Luce ſtellte fest vielfältigungsdrud wiederzugeben. Aber die er und seine Mitarbeiter überdachten monates Wenn man die außerordentliche Verbreitung mußte er 600.000, 1,000.000, 1,500,000 dieser neuen Art von Bilderzeitschriften in Zu 2,000,000 Exemplare wöchentlich drucken. De sammenhang mit der Tatsache bringt, daß das Bublifum riß den Händlern die Zeitschrift aus Sino in der heutigen Welt fast die einzige Un den Händen. Infolge der Fehlkalkulation in terhaltungs- und Belehrungsmöglichkeit für den Inseratenpreisen verlor Life" im ersten Millionen von Menschen geworden ist, so kann Jahr seines Erscheinenz rund 3.5 Millionen man wohl daraus schließen, daß die Menschheit Dollar. Jeßt, im zweiten Jahr, sind auch die sich heute in der Aera des Bildes befindet, zumal Inseratenpreise ins Gigantische gestiegen, so daß der Runfunk innerhalb kürzester Frist zum Bildvoraussichtlich ein großer Gewinn zu buchen funt geworden sein wird, A. E. K. Nr. 225 Jagesneuigkeiten Sommerlicher Herbsttag Man fist noch einmal vor den Türen der heimlich staunenden Cafés. Man glaubt noch einmal nicht an Frieren und an die Fülle weißen Schnees. Man sieht in wolkenloser Klarheit den Himmel und man faßt es kaum. Es ist, als würden Märchen Wahrheit, als wäre Tod ein böser Traum... Die Sommerkleider, die schon schliefen, erwachten noch einmal zum Licht; als helle Frauenstimmen riefen, versagten sie die Dienste nicht. Die Pärchen, jene unentwegten, gehn Hand in Hand, so wie im Mai: wo sich des Frühlings Wünsche regten, find Jahreszeiten einerlei. Der Sommer hat in Abschiedseile den Tag vergessen, denk ich mir, und bitt ihn: Laß für eine Weile noch mehr vergeßne Tage hier! Renée Tyl. Vom zukünftigen Sieg der Demokratie Es wird wohl nicht wenige unter den guten Demokraten geben, die in diesen Tagen das Glaubensbekenntnis, das durch die Titelzeile oben auss gedrückt wird, nur mit Stepsis, Bitterkeit und Schmerz vernehmen werden. Und dennoch ist gerade solcher Glauben heute mehr denn je notwen dige Herzstärkung. Kein Geringerer als Tho mas Mann überschreibt mit dieser Erklärung einer unversiegbaren Hoffnung seine neueste Schrift( die als Sonderheft der prachtvollen Revue „ Maß und Wert" vor kurzem bei Oprecht in Zürich- New York erschienen ist). Gerade weil es mit der Selbstverständlichkeit der Demokratie in aller Welt, jüngst beispiellos tragisch bei uns eine zweifelhafte Sache geworden ist, sieht sich der großze deutsche Schriftsteller, der als ragendes Zeichen der Zeit im Eril ist, gezwungen, die Frage nach der Demokratie neu zu stellen, eine neue, bessere Antwort zu finden und so troß alledem den Glauben an das frisch aufzurichten, was auch in den Stunden der tiefsten Verzweiflung und Erniedrigung für Millionen Leitstern bleiben muß. Wer über den Glauben lächelt, daß am Ende doch Intelligenz, Charakter, Wahrheitssinn und mensch liches Gefühl triumphieren werden, der ist wohl ſchon böse angekränkelt von den Miasmen des Faschismus, dessen Tagessiege Geist und Herz zu töten drohen. Aber alle Gewalt ist zeitlich, die Demokratie jedoch, wie Thomas Mann überzeu gend lehrt, zeitlos- menschlich. Gewiß predigt Mann unzähligen tauben Ohren, wenn er sagt, daß man die Demokratie als diejenige Staatsund Gesellschaftsform betrachten muß, welche vor jeder anderen inspiriert ist von dem Gefühl und Bewußtsein der Würde des Menschen. Aber auch die zynisch Lächelnden würden wenn sie überhaupt etwas läsen- vielleicht nicht ohne Erschütterung lesen fönnen, was einer der größten lebenden Deutschen über die schmutzige und pathologische Menschenschändung durch den Faschismus sagt, der es nur gut mit seiner M a cht meint, während die Demokratie, mag sie noch so viele Fehler haben und begehen, es mit den Menschen gut meint. Masaryt hat einmal gesagt: Demokratie ist Disfussion. Thomas Mann geht vielleicht noch einen Schritt tiefer, wenn er formuliert: De motra tie ist Denten. Und zum Denten ruft Mann mit flammenden Worten auf. Die Erneuerung des Samstag, 21. September 1938 Seite 4 460 Opfer der Sturmkatastrophe unklage ein. Aber Adolfo konnte nachweisen, daß Die heutige deutsche ab.us in USA New York. Die Sturmkatastrophe an der Atlantiktüste hat 460 Todesopfer gefordert. Der Staat Rhode Island, der am schwersten betroffen wurde, hat allein 230 Tote zu verzeichnen. Die Zahl der Vermißten ist noch unbekannt. Sie dürfte sehr hoch sein. Mehrere tausend Verwundete liegen in Krankenhäusern. Die Zahl der Obdach losen nimmt stündlich zu, da immer neue Orts schaften überflutet werden. Die Bundes- Arbeitsbeschaffungsbehörde hat 100.000 Mann für Nettungsarbeiten eingesetzt. Sechs Arbeiter wurden durch vorzeitiges Losgehen einer Sprengladung bei Straßenarbeiten in der Nähe der südserbischen Stadt Pripepolpe ge= tötet. Weitere fünf Arbeiter wurden schwer berlegt. Fünfzehn Jahre Zuchthaus in Kaschau. Vor dem Schwurgericht in Kaschau hatte sich der 28jäh rige Arbeiter Georg Kostrej- Dzuro aus Sentes in der Ostilowakei zu verantworten, der im Oftober des Vorjahres bei einer Wirtshaus- Rauferei eine Person durch Messerstiche getötet und eine zweite schwer verlebt hatte. Der Angeklagte, der sich vor Gericht mit Volltrunkenheit verantwortete, wurde im Sinne der Anklage für schuldig erkannt und zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Das französische Wasserflugzeug Lieutenant de Vaisseau Paris", das wegen schlechter Witterung seinen Flug verschoben hatte, startete Freitag früh um 5.30 Uhr zu seinem zweiten Prüfungsfluge nach Amerita. Das Flugzeug wird über Bidarossa- Lissabon- Horta und die Azoren nach New York fliegen. Die Rückkehr nach Europa soll über Neufundland erfolgen. ALPA Franzbranntwein erfrischt die Nerven Die Beförderung von Privat- und Nadiotelegrammen in verabredeter oder Chiffre Schrift wird nach§ 10, Abs. 2, des Telegraphengeſetzes, Rahl 60/1923 Slg. d. Gef. u. Vog. eingestellt, und zwar sowohl im Verkehr mit dem Ausland als auch im Inlandsverkehr( Ministerium für Post und Telegraphen.) Glück gehabt! Das NO- Filmatelier teilen mit, daß Douglas Corrigan, der ,, irrtümlich" den Atlantischen Ozean überflogen hat, für den Film Zum Fliegen geboren", engagiert wurde, der das Leben dieses Fliegers schildert. In vier Stunden wird Ihr Blut an der Front sein. Wenn das Tschechoslowakische Rote Kreuz feine Blutspenderorganisation schon heute aufbaut. so geschicht dies durchaus nicht vorzeitig. Wenn eines Tages, der hoffentlich noch in weiter Zukunft liegt, der verwundete Soldat das konservierte Blut um einige Stunden, die durch die rechtzeitige Organisierung erspart wurden, früher erhält, ist die Wahrscheinlichkeit der Rettung weitaus höher. Tausende. die sonst ein Opfer ihrer Verwundung werden würden, können derart noch gerettet werden. Auch Sie sollten sich noch heute beim Verein vom Roten Kreuz im Orte Ihres nächstgelegenen Krankenhauses als freiwilliger Blutspender melden. Inland- Sendung er sich eine Lungenentzündung bei einem der Morgengebete während eines Schneesturms zugezogen Brag- Melnik: 10.15 Für die Frau: Dr. Mice hatte. Seilgemüse. Es handelt sich nicht um die Be- Ertl: Kinderturnen. 10.30-11.00 Schallplatten. 12.10 Blasmusik( Kapelle Harmonie"). 12.45 fömmlichkeit von Gemüſen, deren Genuß bekanntlich Schallplatten. 14.10 Jugendstunde( Wehrerziehung). bei mancher Diät erhebliche Heilwirkungen hat. Viel14.40-15.10 Orchesterkonzert( Werte von Lehár). mehr hat socben eine amerikanische pharmazeutische 18.00 Orchesterkonzert( Dir. Fr. Rieger, Gesang: Firma Gemüse auf den Markt gebracht, die mit Me- Jul. Guttmann). 18.30 Unterhaltungsmusif. 19.30 dikamenten richtiggebend imprägniert sind. Und zwar Feierabend von Multerer. 20.15 Richard Straußsind sie in einem Boden gezüchtet, in dem vorher in Abend( Orchesterkonzert). Dir. Fr. Rieger, Gesang: Form von Salzen diese Meditamente beigemischt was Kurt Baum, Josef Schwarz, Rudolf Bandler, Lore ren. So gibt es eine Kartoffel gegen Migräne, Ka- Meyer. 21.10 Buntes Programm( Klavier: R. J. rotten mit Abführwirkung und Kohlrüben zur Bluts Schubert, Dr. Kurt Behr). 22.30-23.30 Tanz musit( Schallplatten). Nachrichten ab 11.00. reinigung. Beim Genuß soll man angeblich nichts von Brünn: 17.40 bis 18.15: Liederkonzert: Heidiesen Beimischungen merken, und die Aerzte sollen sich sehr günstig über die Wirkung dieser Gemüse- mische Komponisten. Ausführende: Marianne Sperlmedikamente geäußert haben. Kurst. Die Inftription an der Deutschen Universität in Prag für das Wintersemester 1938/39 findet in der Beit vom 10. bis 22. Oktober statt. Gebrauchsgegenstände gestohlen. Die Staatsbahnen im Jahre 1937. Dem Bericht über das Geschäftsjahr 1937 nach, wies die Staatsbahn im vergangenen Jahre eine derart auf steigende Tendenz auf, daß gegenüber 1936, wo ein Defisit von 400 Millionen Kč verzeichnete, ein Aktivum von fast 80 Millionen Kč erreicht Aus der Aufsiger Polizeichronik. Bei einem Ein wurde. Die Gesamt- Ausgaben betrugen 1937 bruch in die Wohnung eines Auffiger Einwohners 4.228,648.273 Kč, 1986 38.977,280.791 Kč. Die wurden sechs Einlagebücher auf einen Gesamtbetrag Gesamt- Einnahmen betrugen 1937 4.308,411.216 bon 3350 Kč, ein Barbetrag von 1000 Kč, ein Kč, 1986 3.576,025.256 Kč. Gegenüber einem Verlust von 400 Millionen Ke im Vorjahr ergibt dunkelbrauner Anzug im Werte von 500 Kč, eine sich also ein Bilanzgetvinn von 80 Millios goldene Damenuhr im Werte von 500 Kč und drei Auf dem Aussiger nen Kč. Die im Staatsbetrieb stehenden Bahnen Fünftel- Baulose gestohlen. verzeichnen insgesamt 137.3 Millionen Zugstilo Marktplatz wurde ein Personenauto, während der meter, d. i. um 6.9 Millionen Kilometer oder 5.35 Besizer geschäftliche Angelegenheiten erledigte, geProzent mehr als 1936; im Personenverkehr ſteistohlen. Der Wagen ist Marte„ Emta" und trug die gerte sich die Bugsleitung um 1.7 Millionen Kilo Registernummer. C. 89.561." Bei einem Einbruch meter(+ 1.8 Prozent), im Lastverkehr um 5.3 in den Nachmittagsstunden wurden Seidenstrümpfe, Millionen Kilometer(+13.91 Prozent). Die Staatsbahnen beförderten 1937 insgesamt 268.7 Damenschuhe, Handschuhe, Seidenwäsche und andere Millionen Reisende(+ 27.9 Mill. oder+ 11.57 Prozent mehr als 1936) und haben 9,239 Millio nen Personenkilometer zurückgelegt. Die Durch schnittsentfernung bei Reisen erhöhte sich um 22.2 Prozent auf 34.38 Kilometer. Schnellzüge benüßten 8.1 Mill. Reisende, Eilzüge 2.8 Mill. Reisende und Personenzüge 257.8 Mill. Im Lastverkehr wurden 72.5 mill. Tonnen befördert(+ 24.4 Prozent). Die Einnahmen aus dem Personenver fehr betrugen 907 Mill. Kč, aus dem Lastverkehr 2848 Mill. Kč; insgesamt betrugen die Transports einnahmen 3.884,232.945 Kč( negenüber 1936 +604 mil. Kč oder 18.44 Prozent). Von den Gesamtausgaben entfielen auf Investitionen 571 Mill. Kč( 58 Mill, mehr als 1936). Auf die Verstärkung des Oberbaues wurden 228 Millionen, auf Bahnbauten und Geleise- Erneuerung 97 Mill., auf Stredenherrichtung für stärkeren Verkehr 18 Millionen, auf Bahnhofbauten 63 Mill. ausgegeben. Für den Anlauf von Lokomotiven, Waggons und Motorfahrzeugen wurden 95.4 Millionen Kč aufgewendet. Die Länge der Eisenbahnstrecken stieg auf 13.297 Kilometer(+ 26.9 Kilometer); die Länge der Straßenautobus- Streden wurde im Personenverkehr um 209 auf 8219 Kilometer berlängert und im Gütertransport um 70 Stilo meter auf 603.6 Kilometer gefürzt. Baltimore macht Witze. Der Rundfunksender in Baltimore hat sein Programm grundsäßlich geändert. Er beginnt im Gegensatz zu faſt allen übrigen Sendern der Welt weder mit Nachrichten, noch mit Frühgymnastik, sondern mit der Uebertragung von Heiterer Musik, von lustigen Sketches, und der Spea fer verbindet die Darbietungen durch Wizze. Die Leitung des Senders hat diese Programmänderung ausführlich begründet: in der heutigen Beit wäre es geradezu unberantwortlich, den Tag mit der Enige gennahme von meist schlechten Nachrichten zu beginnen, auch sei nicht die Frühgymnaſtik wichtig, sondern die gute Laune, und die Wiße, die Musik und die Stetches sollen allen Hörern ermöglichen, wenigstens vor Arbeitsbeginn einen Augenblic lang ihre Sorgen zu vergessen. Schach ins Volk Schachaufgabe Nr. 410 Von Gustave Guidelli. Schwarz: Kg6, Dc6, Ta6, Ld8, Sc7, e7, Bc4, h6,( 8) a b c d e f g 8 7 I 6 a D a b c d e f g h Weiß: Kh8, Db6, Tf2, Ld1, Sh5, Bh4.( 6) Matt in 2 Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erschei nen der Aufgabe an Wenzel Scharoch, Drakowa 32, Post Modlan, einzusenden. Lösungszug zu Nr. 407: Sg3- e2! Richtige Lösungen sandten ein: Dinnebier Emil, Tetschen: Pichrt Wenzel, Bergesgrün; Schöffel Anton, Schöbritz; Tepper Franz, Karlsbad; Beutel WilSchöpka Josef, Dux: Lohmüller Hans, Habl Erwin, Schindler Robt, Freund Anton, Kreusche Franz, Holfeld Otto, mtlich Nestersitz: Havel Franz, Modlan; Stiller Emil u. Stiller Günther, Arnsdorf b. Arnau: Berger Josef, Klein- Augezd, Mildorf Adolf, Tischau; Ulbert Rudolf, Proseditz; Hyna Franz, Hostohelm, Arnsdorf b. Tetschen; Amler Rudolf, Tetschen; mitz. Partie Nr. 164 Gespielt zu Bern Ostern 1937 Klasse A. ( Unregelmäßig.) Weiß: Bruderer, Reinach. Schwarz: Winzenried, Bumplitz. Das Wetter. Die aefamie Witterungslage erfährt nahezu keine Aenderung und wird noch immer von einem mächtigen kontinentalen Drudkhoch mit dem Kern über Rußland beherrscht. Bei vorwiegend heiterem Simmel und schwachem überwiegend östlichem Winde wurden in Mitteleuropa Freitag nach mittags 22 bis 25 Grad, in Frankreich bis 28 Grad Sg8-16 verzeichnet. Nur im Bereich der Karvathen behaup d2- d3 c7- c6 tet sich etwas stärkere Bewölkung unter dem Einfluk h2- h3 Ein häßlicher Zug. Einvon Störungsresten über dem Südostteil des Erd- mal droht Lg4 noch gar nicht, und dann hätte Weiß teiles. Wahrscheinliches Wetter Sam 3 ta a: diesen Zug gar nicht zu fürchten. Weiß sollte seine Schön, auch im Often des Staates voraussichtliche Figuren entwickeln. Ausheiterung. Am Morgen stellenweise etwas nebelig. Warm. Ruhiger oder schwacher Ost- bis Südostganzen noch schön und tagsüber warm. Wind.- Wetteraussichten für Sonnta a: Im Mitteilungen aus dem Publikum. e2-04 Lf1- c4 3. 4. 4. 5. c4Xd5 6. Lc4- b5+ 7. Sg1-13? e7- e5 d7- d5 c6xd5 Sb8- c6 Dd8- a5+ Im Gegensatz zu Weiß macht Schwarz alle kräftige Entwicklungszüge, Dabei gewinnt er noch Material. 8. 9. Sb1- c3 Lb5Xc6+ 10. Lc1- d2 11. Ld2Xc3 12. Dd1- d2 13. d5- d4! b7Xc6 d4Xc3 L18- b4 Lb4Xc3 b2Xc3 Eigentlich sollte man meiBombardement im Lautsprecher. Dem Vernehmen nach prüft das War Ofice allen Ernites die Erfindung oder vielmehr die Idee eines Amateurs, die es ermöglichen soll, sehr viel Munition im Striegsfalle zu sparen. So grotest das klingt: die demokratischen Denkens verspricht sich Thomas Munition soll durch Schallplatten ersetzt werden. Der Mann von einer Reform der Freiheit, einer Re- Wann hat keinen schlechten Einfall gehabt: er sagte form sozialen Sinnes. Aber nicht eine Humani- sich, daß man nicht nur mit dem Kriege, sondern auch tät der Schwäche und der selbstbezweifelnden im Kriege bluffen könnte. Für einen Truppenteil Duldsamkeit ist es, die heute der Freiheit not tut dürfte es tatsächlich nicht unwichtig sein, wenn in der damit nimmt sie sich erbärmlich und gottverlas- Nähe größerer Kampfhandlungen stattfinden. Ansen aus angesichts eines Gewaltglaubens, der von stelle aber wirklich die benachbarten Teile der Front feines Gedankens Blässe im mindesten angekrän= felt ist. Was not tut, ist eine Humanität des Wilder vor, an den betreffenden Stellen große Lautspre= zu bombardieren, schlägt dieser merkwürdige Erfinlens und der kämpferischen Entschlossenheit zur cher zu postieren, die den Schlachtenlärm, die DetoErfolg hat, der mehr aushält, als die Selbſterhaltung. Die Freiheit muß ihre Männlich- nationen von Bomben, das Taden der Maschinen- anderen. Darum benutzen Sie den Kraftquell Alpafeit entdecken, sie muß lernen, im Harnisch zu gewehre und was sonst alles dazu gehört, zum Bei- Franzbranntwein. Wenn Sie die Haut mit Alpa ein- nen, es habe keinen Wert mehr, denn Schwarz hat gehen und sich gegen ihre Todfeinde zu wehren, spiel sogar den Marschschritt anrückender Verstärkun- reiben, fühlen Sie ſich wie elektrisiert und zu neuen bei mindestens ebenbürtiger Entwicklung Figur mehr. muß endlich, nach bittersten Erfahrungen, begrei gen verbreiten. Die Lautsprecher sind ja bereits in Taten bereit. Das ist ein Beweis für die wohltuende Nun wollen wir aber schauen wir es Schwarz fertig fen, daß sie mit einem Pazifismus, der eingesteht, genügender Schallkraft vorhanden, die Schallplatten Wirkung von Alpa. Alpa beschleunigt den Blutkreis- bringt die Partie noch zu verlieren. den Krieg um keinen Preis zu wollen, den Strieg selbst soll man eben vorsorglich vorher aufnehmen lauf und läßt die ermatteten Nerven wieder aufleben. herbeiführt, statt ihn zu bannen." und mit dieser eigenartigen Rüstung in den Krieg Fragen Sie Ihren Arzt! Liest und wiederholt man diese Worte, wäh- ziehen. rend Chamberlain in Godesberg auf seine Weise Das Testament von Anselmo Gianatei. Das Geangeblich den Frieden zu retten sucht, so trampft richt von Turin wird in einem Erbstreit eine Ents sich einem wohl das Herz zusammen. Aber nicht, scheidung zu fällen haben, der sehr merkwürdig ist. weil Mann nicht recht hätte und weil etwa die Vor einem Jahr verstarb dort ein gewisser Anselmo Demokratie ein untaugliches, nicht mehr verbesse- Gianatei, der sein Vermögen in Höhe von rund rungsfähiges Instrument geworden sei, sondern anderthalb Millionen Lire seinem jüngsten Bruder weil Chamberlain, anders als Mann, an die Adolfo hinterließ; seine beiden anderen Brüder wurPflicht glaubt, eine unmenschliche soziale Ord- den überhaupt nicht bedacht. Allerdings war an dies nung zu konservieren". Möglich, daß in diesem ses Erbe die Bedingung gefnüpft, daß Adolfo jeden Beitabschnitt die Demokratie versagt. Aber dann Morgen um neun Uhr an seinem Grabe beten sollte. eben nur aus Mangel an wahrer Demokratie, dem Dort stellten sich auch regelmäßig die beiden anderen tapitalistisches Ruhe und Besißbedürfnis mehr Brüder ein, die später Privatdetektive damit beaufanhaftet als Geist und Gefühl. Wir alle suchen tragten, über Adolfo zu wachen. Ihre Freude war jetzt Kräfte auch zur Verteidigung des Besten in groß, als im Januar Adolfo zwei Tage hintereinuns. Thomas Manns Schrift ist das ein Quell, ander wegblieb. In Gegenwart eines Notars stellaus dem teiner ohne Befriedigung schöpfen wird! ten sie sein Fortbleiben fest und reichten eine Anfech Man erhält für 100 Reichsmart Markmünzen 100 rumänische Lei. 100 polnische Zloty 100 ungarische Pengö 100 Schweizer Franken 100 französische Francs 1 englisches Pfund 1 amerikanischer Dollar 100 italienische Lire. 100 holländische Gulden 100 jugoslawische Dinare. 100 Belgas 100 dänische Kronen 100 schwedische Kronen 0-0 0-0 13. 14. e5-04 15. S13-14 Da5- c7 c5 wäre aggressiver und vertreibt den Springer von seinem guten Platz. Kč 16. Dd2- g5 e4Xd3 17. c2Xd3 h7- h6 503.18. Dg5- c5 Lc8- b7 775.19. Tal- bl Sf6- d7 20. Dc515 T18- e8 17.60 21. Tfl- el Sd7- b6 553.50 578.50 666.80.45 143.29.23. 24. 134.40 1587.riger Henkersknecht! 24. 64.80 491.25. 26. 633.73322. D15-84! Kg8- h8 Schwarz verteidigt umständlich den Bauern c6. Dabei rennt er blindlings ins Verderben. 23. Sd4- f5 Die Sache wird brenzlich. Das defensive Spiel des Schwarzen beginnt sich zu rächen. Te8-88? Tel- e7! ein blut- und beutegieDc7- c8 7-86 T67x17 Dg4- d4+ Aufgegeben. Ein Beispiel wie genossene Partien durch ängst liches Festhalten am materiellen Vorteil noch verlo ron gehen Nr. 225 SamStag, 24. September 1038 Seite! Die Abschaffung der Robot Heuer sind 00 Jahre verflossen, seit in den Sudeteiiläirdern und In den Alpen die Robot ab* geschafft worden ist. Solange der Bauer auf deu Güter» der Adeligen und Herren fronde» muhte, lonute von einer restlosen Ueberwindung der Leibeigenschaft leine Rede sein. Die Bauernbefreiung von 1848 ist mit ehernem Griffel in die Agrargeschichte eingegraben und Oberhaupt eines der wichtigsten historische» Ereignisse. Der moderne Mensch kann sich nur schlver eine Borstellung davon machen, wie unmenschlich der Bauer, damals die zahlenmäßig größte Be- völlerungSschicht, unter der Herrschaft des Feudalismus auSgesaugt worden ist. In den Sudetenländern begann die Leibeigenschaft bereits im zehnten Jahrhundert und im siebzehnten Jahrhundert. gab eS hier leine deutschen und tschechischen Bauern mehr, die nicht hörig gewesen wären.„Gewalt siegt ob, das Recht ist uns entzogen", saug schon Walter von der Vogelweide. Der Bauer, einst freier Nutznießer deS gemeinsamen Grundbesitzes, mußte für die Herren die Feldarbeit besorgen, Botengänge verrichten, die Miihlengräben in Ordnung bringen, aber auch Getreide, Heu, Flachs, Federn, Gk- fli'igel und Honig abliefern und bekam dafür oftmals noch Prügel. Die Jagd war das ausschließliche Vorrecht der besitzenden Klassen. Wer heiraten oder ein Handwerk erlernen wollte, mußte hiezu die obrigkeitliche Erlaubnis einholen, lieber« dies war die Bauernjugend gezwungen, sechs bis sieben Jahre Zwangsgesindedienst zu leisten. Beschwerden gegen die unerträglichen Lasten und die Willkür der Gutsbeamten, deren eS auf mauchen Besitzungen bis dreihundert gab(Karl Gruen« berg:„Die Bauernbefreiung"), blieben in der Regel fruchtlos. Bon den Kunstkennern wird, mit Recht, die Behauptung in der Barockperiode Böhmens nicht tvenig gerühmt. Aber selbst Alfred Schmidlmayer, ein antidemokratischer Historiker' henleinscher Richtung, muß in seiner„Geschichte der Sudetendeutschen" unumwunden zugeben:„Nur deshalb sind viele dieser böhmischen und mährischen Adelshöfe so prächtig ausgefallen, weil ganze Dörfer darüber wirtschaftlich zugrunde gegangen sind." Ohne jedes Entgelt mußten die Leibeigenen Steine schleppen und Ziegeln brennen, damit die Adels« und Bischofsihe nur ja recht ansebnlich würden. Ist eS unter solchen Umständen ein Wunder, daß die Bauern während der zahlreichen Aufstände, die sich auf länger als drei Jahrhunderte ausstreckten und allerdings stets aufs grausamste mit Rad und Galgen unterdrückt wurden(Emil Strauß:„Vauernelend und Bauernaufstände in den Sudeten"), unzählige die Schlösser zerstörten? Die Unzufriedenheit der Bauern, die Fernwirkung der revolutionären Gärung in Frankreich und die kräftige Entwicklung des Handelskapitals erzwangen schließlich gebieterisch eine Aenderung der unhaltbaren Lage deS Bauernstandes. Kaiser Josef II. wagte daher die„Revolution von oben" und hob durch die Verordnung vom 1. November 1781 die Leibeigenschaft auf.(In Preußen erst 1807, in Bayern 1808.) Auch der Staat hatte ein Jnteresie an dieser Reform und der Beschneidung der Sonderrechte des Adels. Damit war aber von den Schultern der Bauern noch keineswegs die Hauptlast abgenom- men. Wohl hörten die Lieferungen auf, aber„die Macht der Feudalherren beruhte nicht auf dem Pachtzins, sondern auf der Zahl ihrer Untertanen"(Karl Marx:„Tas Kapital"). Der aufgeklärte Absolutismus toar nicht imstande, auch die Robot zu beseitigen und die bürgerlickie und wirtschaftliche Gleichberechtigung der Bauern herzustellen, weil die Feudalen nicht freiwillig auf ihre unbezahlten Arbeitskräfte verzichten wollten, ebensowenig auf ihre Steuerfreiheit. Ilm dies zu erreichen, dazu bedurfte es erst der revolutionären Erhebung im Jahre 1848; jenes Sturmwindes, der von Paris auf Berlin, Dresden,"Wien und Prag Übergriff. Schon vorher war der Staat gezwungen gewesen, durch die sogenannten Robotpatente(1080, 1718, 1717, 1738) eine Herabsetzung der Arbeitszeit, die häufig 14 Stunden betrug, anzuordnen. Desgleichen wurde der freie Sonntag und das Beschwerderecht garantiert. Wie rücksichtslos trotz dieser staatlichen Eingriffe die Bauern auch weiterhin auSgesogen wurden, dies hat Hans Kudlich, der Bauernbefreier, in seinen„Lebenserinnerungen" für einige Zeiten festgehalten. Die Grundsteuer betrug 17 Prozent deö Reinertrages. Auch in der Mitte deS neunzehnten Jahrhunderts mußte der Bauer noch drei Tage in der Woche mit zivei Pferden auf den Gutshöfen arbeiten. Für feine Verpflegung und sogar für Pferdefutter mußte er selbst Sorge tragen.„Die Summe aller unbezahlten Leistungen und Abgaben an Staat, Obrigkeit, Schulen und Gemeinden und an den Pfarrer machte 70 bis 80 Prozent des Reinertrages aus" (Kudlich). Die Häusler mußten 40 Tage Fußrobot leisten. Das RevolutionSjahr, das endlich diese Schmach beseitigen sollte, wurde eingeleitet durch die Folgen der Mißernte im Jahre 1847. Im Erzgebirge herrschte Hunger, die Arbeitslosigkeit in den Städten tvar groß und die Bauern zerrten an ihren Ketten. Hans Kudlich, der Kampfgefährte Moritz Hartmanns, der Bauernsohn aus Schlesien, vom Kreise Bennisch in den Wiener ReichSrat entsendet, der am 24 Juni 1848 zusammentrat, stellte bereits am 26. Juli den Antrag, das Unter» tänigkeitsverhältnis sei aufzuheben. Am 7. Sep- „lm achten Haus hinter der Pumpe” Das AlchlmlstengSBchen In Präs Von Erich Roseck(Prag) Seit fast vierhundert Jahren hat das Alchimistengäßchen sein Aussehen nicht verändert. Die- s-.lben kleinen, einstöckigen Häuschen, einige so klein, daß man bequem auf das Dach langen kann, schauen vom Hradschin über die Moldau hintvog nach Prag. Die Häuser sind vor vier- bundert Jahren fest gebaut, man sparte damals noch nicht mit Rohstoffen, und außerdem waren sie bestimmt zur Ausnahme illustrer Gäste, die Kaiser Rudolf II. auf seine Burg geladen hatte. So kommt es, daß die Häuser wohl noch nie« nials renoviert worden sind, gerade daß man die Fassade von Zeit zu Zeit frisch angestrichen hat, was schon nottvendig war, um den vielen Fremden, die de» Hradschin besuchen, ein freundliches Bild zu vermitteln. Im Innern sind die Häuser unverändert belasten, enge, schmale Holzstiegen, nach heutigen Begriffen eigentlich richtige Hühnerleitern, führen in das in dem einen oder andern Haus vorhandene Dachgeschoß. Wafferlei« t,i»g. Kanalisation, sind unbekannte Begriffe geblieben. Gewöhnlich besteht das ganze Haus aus zwei Räumen, einem Wohnraum und einer Küche. Und diese Küchen werden den Fremden heute als besondere Sehensivürdigkeit gezeigt, in diesen Küchen haben vor vier Jahrhunderten die Alchimisten sich bemüht, den Stein der Weisen zu entdecken. In fast allen diesen Häusern haben Alchimi- iember erlangte der Antrag Gesetzeskraft— die Robot war utiter dem Druck der Straße gefallen I Fast alle Errungenschaften der Revolution gingen verloren,— aber an die Wiedereinführung der alten Bauernsklaverei wagten selbst die größten Reaktionäre nicht mehr zu denken. Wie unabweiölich diese Reform gewesen war, beweist die Tatsache, daß außer dem Anträge Kudlich noch 63 ähnliche Vorschläge eingelaufen waren. Der Einfluß der Feudalherren erwies sich aber immer noch sehr stark, um eine riesige Entschädigung für die entfallenden Getreidezinsungen und Spanndienste erpreffen zu können. Tatsächlich mußten 074.624 österreichische Bauern an 28.440 Großgrundbesitzer eine Ablösung von 00 Millionen Gulden bezahlen. Insgesamt erhielt die Feudalkaste 280 Millionen Gulden auSgezahlt. Schwarzenberg steckte allein 1,870.000 Gulden ein. Bis zum Jahre 1801 wurden diese Summen, die eö den Empfängern ermöglichten, große Biehkäufe zu tätigen, landwirtschaftliche Maschinen anzuschaffen und Zuckerfabriken zu errichten, aus dem Staatssäckel entnommen. Der Antrag, auf Grund besten diese Riesensummen der Allgemeinheit entzogen wurden und der in drastischer Weise die Halbheit der bürgerlichen Revolution bewies, stammte von dem Abgeordneten Lasser aus Salzburg. Kudlich selbst erreichte ein Alter von 04 Jahren und starb erst, geehrt von der ganzen sudetendeutschen Bauernschaft, während des Weltkrieges. Ohne den revolutionären Ansturm vor 00 Jahren wäre die Fronarbeit nicht beseitigt worden. Hätten die freiheitlichen Studenten und die Arbeiter damals nicht ihr Leben eingesetzt, so wären vielleicht noch ganze Generationen von Bauer» gezwungen gewesen, für die Herren zu roboten. Absolutismus und Diktatur bedeuten für die Bauern stets nur Sklaverei und wirtschaftliches Elend und es hat sich auch hier gezeigt, daß der menschliche Fortschritt ohne Freiheit undenkbar ist. sten gewohnt und gearbeitet, die auf Beranlaffung von Rudolf II. nach Prag geholt wurden, um hier mit kaiserlicher Unterstützung das Geheimnis des Goldmachens zu ergründen. Ob Rudolf II. ein Narr war, wie vielfach von Historikern behauptet wird, mag dahin gestellt bleiben. Tatsache ist, daß er von mütterlicher Seite vielleicht erblich mit einem geistigen Defekt belastet war.» Tatsache aber ist auch, daß er, nachdem er 1575 König von Böhmen wurde— einige Jahre zuvor hatte er sich bereits zum ungarischen König krönen lasten — daran ging, die Kunst und Wissenschaft in den böhmischen Landen zu fördern. Gelehrte von Weltruf holte er nach Prag, so Tycho de Brahe und Keppler. Der dänische Astrolog Brahe hat ebenfalls in der Alchimistengaffe gewohnt. Ein scharfer Trennungsstrich zwischen Wissenschaft und Ho- lospokuS war damals noch nicht gezogen. Und Gast auf dem Hradschin bei Rudolf II. war auch der sagenhafte Wunderrabbi Löw, der Schöpfer deS Golem. Am 10. Adar des JahreS 5352 nach der Erschaffung der Welt, nach neuerer Zeitrechnung also am 23. Februar 1502, hatte der Fürst Berthier dem Wunderrabbi den kaiserlichen Befehl überbracht, sich auf der Burg auf dem Hradschin einzufinden. WaS der Kaiser mit dem Auirderrabbi verhandelt hat, ist Geheimnis geblieben. Tnß der Besuch stattgefuuden hat, bestätigt David GanS, Mathematiker, Historiograph und Freund von Tycho de Brahe, selbst ein Bewohner der Alchimistengaffe. Folgt man den Historikern jener Zeit, so hat der Kaiser damals vom Munderrabbi verlangt, er möge dem geheimnisvollen Golem lvieder das Leben nehmen. Und der Rabbi war bereit, dem kaiserlichen Wunsch zu entsprechen, wenn ihm der Kaiser die Zusage gebe, daß von nun niemand mehr die Beschuldigung deS Ritualmordeö erheben dürfe und daß die Judenstadt künftighin vor Ausschreitungen geschützt würde. Der Kaiser soll das versprochen haben... Nach andern Quellen freilich handelte es sich bei der Unterredung lediglich darum, daß der Kaiser durch den gelehrten Rabbi in die Geheimnisse der Kabbala eingeweiht werden wollte... Wie dem auch sei, Glaube und Aberglaube, Wissenschaft und Mystik wohnen noch heute dicht beieinander auf dem Hradschin. Betritt man das Alchimistengäßchen, so ist gleich am Eingang ein Schild zu sehen, das auf das Haus hinweist, in dem einst Tycho de Brahe, der vielleicht einzige ernste Wissenschaftler aus diesem Gäßchen, gewohnt hat. Aber auf dem Schild ist jedoch nichts zu lesen von Tycho de Brahe, sondern es heißt dort, in freier Uebersehung: Madame de Thebe Sagt Ihnen die Zukunft nach Astromogie, Graphologie, Chiromantie, mich Kristall. Das achte Haus nach der Pumpe. Beim Daliborky. Und so amtiert hier Madame de Thebe, die übrigens nicht von der Seine stammt, sondern, wie man aus ihrer Aussprache sofort erkennen kann, von den eben so schönen Ufern der Moldau, und sagt aus Karten oder aus der Hand oder aus einem geheimnisvollen Kristall die Zukunft. Sie gibt weise und beherzigenswerte Lehren(— mir hat sie prophezeit, ich muß darauf achten, daß ich im Winter keine kalten Füße bekomme, ich kann mich sonst leicht erkälten und meine Bronchitis könnten erkranken!—) und... kassiert das Geld. Madame de Thebe hat das Geheimnis des Goldmachens entdeckt, vielleicht ist das die geheimnisvolle„Astromogie", die sie mif dem Schild am Eingang der Gaste ankündigt. Sie erfreut sich eines großen Kundenkreises und speziell heute, da sich die Menschen nicht mehr so recht auskennen in der von ihnen selbst angerichteten Verwirrung, kommen täglich Klienten, die für gutes Geld wis« >>>.» wollen, ob sie in der Lotterie spielen sollen, wie sich die politische Lage gestalten wird und ob 'nicht endlich bald ein sagenhafter Vetter in Amerika das Zeitliche segnet und das Vermögen hinterläßt. Madame de Thebe vom Moldau-User läßt sich zunächst zehn Kronen geben— Mindestpreis! — nach oben ist keine Grenze gezogen— und mäkelt dann aus den Karten, aus den Handlinien oder aus dem Kristall. Und WaS sie sagt, ist genau so geheimnisvoll, aber auch ebenso lvenlg zu widerlegen wie das, lvas ihre große Konkurrenz, die Madame Pythia vom Orakel zu Delphi gesagt hat. Wenn jemand, so ist es die Pythia vom achten Hau8 hinter der Pumpe, die in die Alchimistenpaffe gehört, denn sie hat das Geheimnis des Gold- MächenS, sei eS auch nur in Form tschechoslowakischer Banknoten, glänzend gelöst. DaS achte HauS hinter der Pumpe steht, wie schon auf dem Schild angekündigt wird, beim Da« liborka, wie heute der einstige Hungertnrm des Hradschin heißt. Den Namen hat er nach dem Ritter Taliüor, der hier eingekerkert gewesen war, weil er sich gegen seine daS Volk unterjochenden Stammesbrüder aufgelehnt hat. Vom Hungerturm aus aber hat er noch das Volk für sich gewonnen durch sein luunderbares Geigenspiel, das durch die dicken Manern des Turmes hinausdrang und dort sogar daS Herz seiner größten Widersacherin für sich eroberte. Die Geschichte vom Ritter Dalibor wird vermutlich ebensowenig wahr sein wie die vielen andern Gespenstergeschichten rund um den Hradschin. Aber diese Geschichte hat den Vorzug, den tschechischen Komponisten Smetana Motiv und Anregung gewesen zu sein zn seiner Oper„Dalibor", womit die Existenz dieser Sage vollauf gerechtfertigt ist. Der„Tankschrecken" Viel ist über die Wunder des Tanks geschrieben worden. Ein richtiges Bild der Tankwaffe kann man sich nur machen, lvenn die Wirklichkeit einer Untersuchung unterworfen wird.„Panzerschwärmer" glauben mit der Tanktvasse allein einen Krieg führen zu können. Auf der anderen Seite stehen diejenige», lvelche alle Hoffnung aus die Taukabwehr setzen. Sie glauben die panzerbrechenden Waffen könnten die Wirksamkeit der Tankwaffe vollkommen lahmlegen. Aber weder die Tanktvaffe, noch die panzerbrechende Tankabwehr vermag allein einen Kampf zu entscheiden. Beide Waffengattungen bedürfen z. B. der Unterstützung der Infanterie, die den Kampf endgültig zum Abschluß, zn irgend einer Entscheidung bringen muß. Waren im Weltkriege 1014 bis 1018 die damaligen Tanks noch sehr unbeholfen, so hat sich inzwischen die Tankwaffe in technischer Beziehung sehr vervollkommnet. Damals krochen diese Ungeheuer mit einer Stundengeschwindigkeit von sechs Kilometern im Durchschnitt bei nicht zu unwegsamem Gelände durch die Gegend. Waren sie zuerst auch ein Schrecken für eine nicht tankgewohnte Infanterie, die in Massen vor ihnen, von Panik gepackt, die Flucht ergriff, so gab es doch schon zu dieser Zeit auch eine„tankgewohnte" Jnfante- rie. Mutige Einzelkämpfer gingen mit Handgra- natentadungen vor und sprengten die Tanks in die Luft. Flammenwerfer wurden ähnlich wie jetzt im spanischen Bürgerkriege wirksam gegen Tanks eingesetzt und brachten sie zum Brennen. Mancher Tank wurde von der Artillerie im Direktschuß vernichtet. Anderen Tanks ging die Puste aus, ihr Betriebsstoff war verbraucht, bewegunglos und damit hilflos waren sie der Vernichtung ausgeliefert.. Die ersten Tankschlachten des Weltkrieges zeigten damals schon klar die Schlvächen und Stärken der Tanktvasse. Heute rasen die Tanks mit Geschwindigkeiten von 35 biö 40 Kilometern über das Gelände. Sie können sogar Flüsse durchschwimmen. Aus Revolverkanonen, Maschinengewehren aller Art und Leichtgeschützen speien sie Tod und Verderben. Ihre Besatzung beträgt bis zu zehn Mann. Die Vesehlübermittlung geschieht drahtlos. Lustüberdruck im Innern deö Tanks schützt die Mannschaft vor der Einwirkung von Giftgasen. Auf der anderen Seite hat aber auch die T a n k a b w e h r bedeutende Fortschritte gemacht. Antitankgeschütze durchschlagen im Direktschuß den stärksten Tankpanzer. Minen sprengen den Tank in die Lust. In Tankfallen findet er eventuell ein unrühmliches Ende, er kippt in ihnen um uud explodiert. Der Infanterist erhält heute Antitankmunition, mit deren Hilfe er den Tank durch Gelvehrschüsse an seinen schwachen Stellen treffen und verwunden kann. Infanterieflieger lassen im Tiesfluge ihre Bombe auf die Tanks herabfallen usw. DaS ideale Kampfgelände für die Tanktvasse ist die Ebene oder ein Gelände mit sanften Hügeln, die keine allzu großen Höhenunterschiede zeigen. Hier kann der Tank mit großem Erfolge zur Vernichtung lebender Ziele, zur Vernichtung von MG-Nestern und Artilleriestellungen eingesetzt tverden. Wald, Gebirge, von vielen Wassergräben durchzogenes und eventuell noch sumpfiges Gelände ist für den Einsatz der Tankwaffe nicht geeignet, sie nehmen der Tankwaffe ihre größte Stärke, die rasche Belveglichkeit. Die leichten Tanks können in einem schwach eingeschnitte- ncn Gelände als Ersatz der Kavatteriepatrouille dienen. Mit großer Geschwindigkeit können sie vorbrechen und tief im Rücken des Feindes eine Aufklärung erzwingen. Vielfach geschieht eine solche gewaltsame Aufklärung im Verein mit Fliegern, die mit den Tanks in drahtloser Verbindung stehen und ihnen Anweisung zulommen lassen können, wohin sie sich zu lvenden haben. Im Gebirge und in stark hügeligem Gelände ist die Tanktvasse zur Aufklärung Iveniger geeignet. Die schweren Tanks werden in großen Verbanden in einem fest umriffenen Abschnitt eingesetzt. Ihre Aktion soll möglichst überraschend erfolgen. Flieger leiten nach Möglichkeit einen Tankangriff. Oft sitzt der Kommandant der Tanktvasse selbst im Flugzeug. Er erteilt seine Befehle auf drahtlosem Wege an seine Unterführer. Mit Flam- mentverfern sollen die Tanks die Gegend abbrennen. Diese Flammenwerfer haben eine Wirkung bis auf 40 Meter Entfernung und streuen auf einer Breite bis zu 15 Metern. Die Verteidigungslinie des Gegners soll von den Tanks mit einem Flainnienmeer und einem Hagel von Geschaffen überschüttet werden. Ehe der Gegner richtig zur Besinnung kommt, soll er überrannt, niedergewalzt und in eine panikartige Flucht getrieben tverden. Die Verteidigungslinie des Gegners soll nach beiden Seiten, ausgehend von der Ein« bruchöstelle, aufgerollt tverden. Der Tankangriff darf auf keiuen Fall auch nur einen Augenblick von seiner Wucht verlieren, es muß nach Ueber- renncn der Linie des Gegners noch soviel Kampfkraft übrigbleiben, daß man die rückwärtigen Artilleriestellungen des Gegners Niederkämpfen kann. Ist die Bresche in die gegnerischen Reihen durch die schweren Tanks geschlagen, so fahren die kleinen Tanks, die Tanketts, in sie hinein, um die Lücke zu säubern und etwa noch auftauchende Widerstandsnester zu vernichten. Die Verteidigung versucht dem überraschenden Tankangriff elastisch zu begegnen, sie zieht sich in eine vorher vorbereitete Auffangstellung zurück. Die eigene Infanterie soll die Tanks, soweit sie in ganzem Zustande über die Minenfelder und Tank» fallen hinlvegkommen, passieren lassen. Sie hat die Aufgabe, die nachrückende feindliche Infanterie im Ölegenstoß znrückzutverfen und die Tanketts mit Hilfe von Handgranaten usw. zu erledigen. Die schlveren Tanks werden von Fliegern und Antitankgeschützen aufs Korn genommen. Eventuell legt man hinter sie nach den Frontlinien zu einen Sperrfeuervorhang, damit ihnen der Rückweg abgeschnitten wird, denn jedem Tank geht einmal der Betriebsstoff aus. Panzerwagen allein können niemals ein Gebiet erobern und halten. Eie sind immer auf die Ilnterstützung der Infanterie und anderer Waffen aygelviesen. Sie können bei einem Angriff oder einem Gegenstoß entscheidend mithelfen. Sie sind in der Hand einer richtigen Führung eine furchtbare Waffe, aber sie haben ihre verwundbaren sehr empfindlichen Seiten. Werden sie gegen einen Gegner eingesetzt, dessen Kampfmoral auf höher Stufe steht, so wird dieser Gegner immer Mittel und Wege finden, sich dieser feuerspeienden rasenden Ungeheuer in den meisten Fällen zu entledigen. Finden die Tankbesatzungen sich einer lvirksamen Abwehr gegenüber und erleiden die angreifenden Tanks schwere Verluste, so sinkt ihre Kampfmoral rasch. Sie werden, wenn man so sagen lvill, in ihren„fahrenden Särgen"' von der Enge, den Nervenbeanspruchungen usw., erdrückt. All diese Dinge hat der spanische Bürgerkrieg bestätigt, er hat die Wirklichkeit der Tankwaffe mit ihren Licht- und Schattenseiten zum großen Teil praktisch vordemonstriert. Abkürzungen: Dt. Sdg. Deutsche Sendung. Na. Nachrichten. OK Orchesterkonzert.- Sch.= Schallplatten.- TM Tanzmusik. UM Unterhaltungsmusik. Vt.= Vortrag. Inland Rundfunk der Woche moderne Kaufmannsladen. 13.50 Sch. Prag: 12.10 Sch. 12.45 UM a. Ka- Mähr.- Ostrau: 8.00 Arbeiterfk. Vor schau. 15.15 Buntes Progr. a. Preß- 20 Jahren. Szene. 17.30 Vt. ü. walachiburg. 15.45 Vt. Was die Republik in sches Holzporzellan. 18.50 Dt. Na. 20 Jahren für d. Schulwesen tat. 16.10 OK a. Brünn. 17.30 K. B. Jirak: Donnerstag, 29. September Sonate f. Cello u. Klavier. 18.10 Arbeiterfk. Aktualitäten. 18.20 UM. 19.25 OK a. Ostrau. 20.25 Der heilige Wenzel. Spiel v. St. Lom. 22.20 OpernOuvertüren a. Sch. Prag- Melnik an allen Wochentagen: 18.00 Kinderstunde„ Der Herbst ist 6.00-8.00 Morgensdg. 12.30 Nach- da", Hörszene. 18.30 Dr. Ferry Schimrichten. 12.45 Sch.- Konzert. 14.00 mel: Achtung, Paragraphen! in der Börse. 19.15-22.15 Nachrichten. Sozialversicherung. 18.45 UM. 19.30 Prag an allen Wochentagen: 6.00 Sch. 19.45 Aus d. tschech. KulturMorgensdg. 8.45 Sicherheitsdienst. leben. 19.55 Wagner- Konz.( Uebertr. aus London, Dir. Sir Henry Wood). 22.45-23.10 Na. 10.45 Frauenfk. 11.55 Landw. 13.50 Industrie. 16.00, 19.00 u. 22.00 Nachrichten. Sonntag, 25. September Brünn: 11.00 Sch. 13.50 Industrie. Prag: 12.10 Sch. 12.45 Blasmus. a. Ostrau. 13.50 Arbeitsmarkt. 15.45 Vt. ü. Rotary, 16.10 Dän. Mus. a. Preßbg. 15.45 Dr. Pojkovsky: Visionen. GePrag- Melnik: 9.30 Sonntagsgedan- 17.05 Kinderstd. a. Ostrau. 17.25 Vt.dicite u. Halluzinationen. 16.10 OK. ken. 9.40 Orgelmus. 10.10 Liter. Mor-. Setzmaschinen. 17.40 Lieder a. d. 17.30 Sch. 17.40 Dt. Sdg. Arbeitersdg. genfeie: Schenk ein den Wein, den Zeit d. Wiedergeburt. 18.10 Arbeiter Sozialinform. W. Nießner: 70 Jahre Golden". 11.00 Symph. Konz.( Sch.) funk. Erinnerungen an Klofáč. 18.20 Brünner Arbeitergeschichte, Landw. 12.00 Lieber Hörer! 12.05 Presse. 12.25 OK. 19.25 UM. 19.55 Zum dänischen 18.20 Sch. 18.30 Wochenschau. OK. 13.30 Alte Tänzé.( Sch.) 14.00 Staatsfeiertag, 20.10 Konz. v. JanáčekBauernpredigt. 14.15 Arbeitersdg.. Dr. Festival( Chöre u. Glagoler Messe). E. Goder- Hermann: Die Frau i. d. 22.20-23.00 TM 2. Ostrau. Staatsverteidigung. 18.50 Sch. 19.15 Na. 19.30 Jenufa, Oper v. Janáček( a. d. Neuen Deutschen Theater, Prag). 22.15 Na. 22.35-23.30 TM a. d. BataHotel, Zlin. Prag: 6.45 Morgensdg. 7.20 Sicherheitsdienst. 7.30 UM. 8.00 Arbeitersdg. Report, a. einer Auto- Werkstätte, 8.20 Tschech. Opernmus.( Sch.) 9.00 Konz. af. Violine u. Orgel. 9.40 UM a. Ostrau. 10.40 Vt. ü. Jaroslav Kvapil. 11.10 Der heilige Wenzel, geistl, Oper v. Zelenka. 12.05 Presse. 12.25 UM a. Pressbg. 13.20 Landw. 14.05 Sch. 15.30 Mil. Konz. 16.30 Zwischen Himmel u. Meer, Funksketch. 16.45 UM. 17.30 Buntes Progr. 18.30 OK. 19.20 UM a. Brünn. 21.05 UM a. Kaschau. 22.25 Sch. 22.35-23.30 TM d. Jazzorch. Osten. Brünn: 8.00 Arbeiterfk. Vt. ü. Otto Bauer. 8.40 Vt. Die Gefahr d. Idealismus. 14.05 Dt. Landw. 17.15 Janáček: Fünf Volkslieder. 17.35 Dt. Sdg. Dr. Jos. Obrist: Neues auf d. Gebiete d. Physik u. Optik. 18.50 Dt. Na. 19.20 Bunte Musik. Mähr. Ostrau: 8.00 Arbeiterfk. Gespräche ü. Häusler u. Arbeiter. 9.30 Sch. 10.30 Uebertr. a. Haj b. Troppau. 13.20 Landw. 17.15 Vt. ü. Kvapil. 17.50 Dt. Sdg. OK.( Dir. A. Klima). Montag, 26. September Prag- Melnik: 8.00 Schulfunk. 10.15 Sch. 12.15 Vt. Dr. Ernst Schein: Der Ausland Sonntag, 25. September Deutschlandsender: 9.00 UM. 10.45 Kammermus. 11.30 Ges. 12.00 Mus. a. Wien. 14.30 Konz, z. 65. Geburtstag v Lulu v. Strauß u. Torney. 15.00 Mozart- Mussorgsky- Konz. 16.00 UM. 18.30 Schumann- Romanze. 20.10 OK. 22.30 Kammermus. 23.00 Ital. Volkslieder. 23.30-24.00 Haydn: Symph. d- dur. Berlin: 10.00 UM. 12.00 UM. 14.00 Sch. 15.30 UM. 18.00 OK. 19.20 Sch20.10 Clivia, Operette v. Dostal. 22.30 24.00 TM. Brinn: 12.00 Landw. 13.50 Arbeitsmarkt. 14.10 Landw. 15.15 UM. 17.20 Das Memento, lyr. Trilogie v. Kvapil. 17.40 Dt. Sdg. Jugendfunk. J. Gajdeczka: Monologe u. Dialoge aus Shakespeare. Dr. Kar! Pacher: Vorles. aus eigenen Werken. 18.20 Vt. ü. neue russ. Bücher. 18.35 Arbeiterfk. 19.55 Plauderstd. Mähr. Ostrau: 12.45 Blasmus. 15.45 Vt.. Volkstrachten. 17.05 Kinderstd. 17.20 Liederkonz. 17.40 Feuilleton. 18.10 Dt. Sdg. Arbeitersdg. UM d. Mandolinenvereins Atus a. Liskovec ( Dir. Totzauer). 22.20-23.00 TM ( Sch.) Dienstag, 27. September Prag- Melnik: 10.15 Für die Frau: Hanna Reiner Sven: Wie kaufe ich gut und praktisch ein? 10.30 Volksmusik.( Ges. Elisabeth Krammer, Klav. R. I. Schubert. 11.10 Schulfk. Vom Rohzucker zum Rübenzucker. 11.50 UM( Sch.) 13.45 Sch. 18.00 Waldliedlein v. J. H. Schein( Kammerchor Kabeláč, Cembalo F. Holeček). 18.30 Lebendiges Tschechisch( Dr. Paul Eisner). 18.45 UM( Sch.) 19.30 Berühmte heimische Musikgelehrte, Hörber. m. Mus. 20.00 UM. 20.45 OK ( Dir. Fr. Rieger). 21.45 Graf Sporck u. Joh. Sebastian Bach, Hörb.( Ges. Lore Meyer, Kurt Mahr). 22.30-23.00 OK( Werke v. J. Strauß). Montag, 26. September Mähr. Ostrau: 11.00 Sch. 13.50 Industrie. 15.45 Vt. ü. Botanik. 17.30 UM. 18.00 Esperantovt. 19.25 UM. Mittwoch, 28. September Prag- Melnik: 9.30 Morgenmusik. ( Blasquintett u. Chor). 10.10 H. Multerer: Kirchweih. 11.00 Symph. Konz. ( Sch.) 12.00 Lieber Hörer! 12.05 Na. 12.25 OK. 13.30 Jazz. 14.00 Landw. 14.15 Arbeitersdg. Bilder aus d. AtusUnion. 18.00 Hörb, zum Wenzelstage. 18.30 UM. 19.15 Na. 19.30 Sportber. 19.40 Das deutsche Handwerk: Der Müller. 20.10 OK( Dir. Herb. Popper, Ges. Magda Szakmary). 21.00 Maryša, bäuerl. Drama v. Mrštik. 22.15 Na. 22.30-23.30 TM( Sch.). u. Pädagogik. 19.45 Sch. 20.10 Beethoven- Konz.( Uebertr. a. London). Dir. Sir Henry Wood. 22.45-23.00 Moderne Mus.( Werke v. Victor Ullmann). Klav. Vict. Ullmann, Ges. Tilly de Garmo. Prag: 12.10 Sch. 12.45 OK a. Ostrau. 15.15-16.00 Sch. 16.10 OK. 16.45 L. Vycpalek: Stille Versöhnung( Liederzyklus). 17.25 Kulturber. 18.05 Vt. ü. Wasserwirtschaft i. Böhmen. 18.20 Blasmus. 19.30 Vt. ü. Masaryk u. d. Tschech. Frage. 20.00 OK a. Brünn. 21.25 Dvořák: Trio f. Klavier. Violine u. Cello. 22.25-23.00 Alte TM aus Prag- Melnik: 10.15 Für die Frau: Freiheit, wie man sie nimmt, Sch.- Brünn. Folge. 10.45 Sch. 18.00 Beethoven: Brünn: 12.00 u. 14.10 Landw. 17.05 Duett m. zwei obligaten Augen- Sch. 17.25 Dt. Sdg. Leo Zeckendorf: gläsern( Bratsche: Vera Smolik, Aktuelles aus dem Sportleben, Dr. Cello: Karl Horschitz). 18.10 Landw. 18.45 Sch. 19.00 Polit. Wochenschau. 18.00 V. Novak: Erinnerungen( KlaRob. Kocaurek: Kinderpsychologie. 19.30 UM. 21.00 OK. 22.30-23.00 TM ( Sch.). vierkonz.). 18.20 Mus wird eingekocht, heitere Szene. 20.00 OK. 20.55 Hörbilder aus d. Leben d. afrikanischen Legionen. 22.25 Esperanto- Na. 22.35-23.00 Aeltere TM. Prag: 12.10 Sch. 12.45 Mil. Konz. a. Preẞbg. 15.15 Opernmus. a. Sch. 15.45 Vt.. Schule, Skauting u. Wehrerz. 16.10 OK. a. Ostrau. 17.40 Janáček: Mähr. Ostrau: 12.45 OK. 17.05 Neue Streichquartett.( Nach der Kreutzer- Bücher. 17.15 Mil.- Konz. 18.10 Dt. Sdg. sonate.) 18.10 Arbeitersdg. Vt. ü. so- Elternschulung: Nervenkrankheiten zialen Film. 18.20 UM. 19.25 Buntes im Kindesalter. Liederkonz.( Ges. K. Progr. a. Kaschau. 20.00 Vt. ü. Maler- Schuster, Klav. R. Langer). 20.55 romane. 20.15 Buntes Progr. a. Ostrau. Jagd- Radiofilm. 20.45 Stimmen aus vergangener Zeit. 21.15 Aus tschech. Opern. 22.20-23.00 Samstag, 1. Oktober Sch.- Revue. Prag- Melnik: 10.15 F. d. Frau: Dr. Brünn: 13.50 Dt. Arbeitsmarkt. 15.15 Maria Czerny: Soziale Arbeit im UM. 17.40 Dt. Sdg. Arbeitersdg. Dr. Krankenhaus. 10.30 Sch. 12.10 UM J.W.Brügel: Neue Bücher f. Arbeiter( Ges. Ferry Löhring, Klav. R. I. leser; Hans Stienicka: Südmährische Schubert u. R. M. Mandee). 14.10 Eigentümlichkeiten. 18.25 Vortr. über Jugendstunde: Besuch in einer SparHerbstunterhaltungen. 18.35 Arbeiter- kasse. 14.40 OK( Dir. Franz Binder). funk. Vt. Arbeiterturner fahren in die 18.00 OK( Dir. Fr. Binder, Klav. Fr. Schweiz. 20.15 Sokol- Chor. Mähr. Ostrau: 15.45 Vt. ü. gute BilPrag: 6.45 Morgensdg. 7.20 Sicher- der. 16.10 OK. 18.10 Dt. Sdg. Dr. Fr. heitsdienst. 7.30 OK. 8.00 Moldau- Katholnigg: Das Kinderlied( m. Lieflößer, Funkszene. 8.20 Blasmusik. derproben), Ges. M. Pretzlik. 20.00 ( Sch.) 9.00 St. Wenzelsmesse. 9.40 Dr. Fr. Kral: Das Programm d. Industrie. 9.55 OK a. Preßbg. 10.55 Masaryk- Volkshochschule. 22.20 bis St. Wenzelsverse. 11.00 OK a. Brünn. 23.00 Sch.- Revue. 12.05 Na. 12.25 UM. 14.05 Sch. 16.00 Report. v. Melniker Winzerfest. 17.00 OK. 17.30 Besuch im Veitsdom. 18.00 OK. 19.00 Na. 19.20 St. Wenzelskirchweih. 20.25 J. B. Foerster: Der heilige Wenzel, Oratorium. 22.25 Sch. 23.15 bis 23.30 Sch. Brünn: 9.00 St. Wenzels- Akademie v. Velehrad. 11.00 OK. 14.05 Dt. Landwirtsch. 17.35 Dt. Sdg. UM( Brünner Salonquintett). 18.50 Dt. Na. 19.20 Blasmus. 22.25 Sch., 22.35-23.30 Sch.Revue. Konz. 22.30 TM a. Köln. 24.00-3.00| OK 1. UM. Beromünster: 18.00 Kirchenchöre. Freitag, 30. September Prag- Melnik: 8.00 Schulfunk. 10.15 Trostreiche Stunde( Ges. Fine ReichDörich, Klav. Fr. Holeček). 12.15 Prof. Dr. E. Rosenbach: Ein Kulturbild Böhmens aus d. Jahre 1831. Nach einem engl. Reisebericht. 18.00 Heimische Lieder.( Ges. Lies! Koralek, Klav. Fr. Holeček. 18.20 Sportorakel. 18.45 UM( Ges. Else Lord, Klav. R. I. Schubert). 19.30 Jaroslav Kindlmann: Musik im Dienste d. Therapie Maxian, Ges. Julius Guttmann). 18.30 Musik. Tee in Hollywood, lust. Sch.Konference. 19.30 Feierabend v. Multerer. 20.15 Buntes Progr.( Ges. Magnus Andersen, Rolf Hartmann, Emmy Carpentier, Klav. R. I. Schubert.) 22.30-23.30 TM( Sch.). Prag: 12.10 Sch. 12.45 OK a. Preßburg. 15.20 UM a. Kaschau. 16.50 Jugendtheater. 17.50 Arbeitersdg. Sozialversicherungsnachrichten. 18.20 Sch. 19.20 Mil. Mus. 20.15 Unterh.- Progr. 22.20 Sch. Brünn: 13.50 Industrie. 17.40 Dt. Sdg. Die Ehe, ein Boxkampf, Hörsp. v. F. Böhm u. Willi Rolden. 18.20 Kinderchor. 22.35-23.30 Jazz. Mähr. Ostrau: 12.00 Landw. 15.00 Die Frau i. d. Fabrik, Zwiegespr. 17.40 Vorles. Zd. Bar. 18.00 Zitherkonz. 18.30 Sch. Moskau: 18.30 Liter. Progr. 19.00 Wien: 12.00 OK a. Saarbr. 14.10 Mus. 20.30 UM. 21.30 Na. Deutschlandsender: 12.00 UM. 14.00 Sch. 15.15 Walzer( Sch). 16.00 UM. 18.35 Zeitgen. Lieder 20.10 Klavier- 18.50 UM. 19.55 Bunte Std. 21.00 Hör- Donnerstag, 29. September konz. 22.30 Kammermus. 23.00-24.00 spiel. 22.00 Stille Einkehr. 22.20 Sch. UM. Berlin: 12.30 Konz. a. Leipzig. 14.15 UM. 15.15 Sch. 17.00 Klav. u. Ges. 18.00 UM. 19.00 Sch. 20.10 UM a. Stuttg. 22.30-24.00 TM a. Köln. Breslau: 12-30 UM. 14.00 Sch. 16.00 OK a. München 18.20 Violin mus. 20.10 Bunter Abend. 22.30-24.00 TM a. Köln. Leipzig: 12.30 OK. 14.00 Sch. 15.35 Heidemärchen. 16.00 UM v. Dtschl.Breslau: 9.30 Flötenmus. 10.00 Sch. Sender. 18.30 TM. 20.10 Hörf. ü. Franz 12.00 UM a. Berlin. 14.30 Sch. 16.00 v. Suppé. 22.30 TM a. Köln. 24.00-3.00 OK.18.00 Bei einem Wirte wunder- Mus. mild, mus. Hörf. 18.30 Goethe- Lieder v. Schubert. 19.00 OK( Sch). 20.10 Lottchens Geburtstag, Lustspiel v. Thoma. 21.00 Kammermus. 22.3024.00 TM. Leipzig: 11.15 Chorges. 12.00 OK. 14.05 Sch. 16.00 UM. 17.00 UM a. Saarbr. 18.00 Hörf. ü. Vögel. 20.10 UM a. Wien.22.30 TM a. Wien. 24.00 -3.00 Mus. a. Königsbg. Wien: 12.00 OK. 14.00 Sch. 15.25 Brahms: Klaviertrio h- dur. 16.00 UM a. Saarbr. 18.00 Schein u. Sein, Hörf. 18.20 Chopin- Konz. a. Warschau 19.00 Bauernmus. 20.10 UM. 22.30-24.00 TM. Beromünster: 17.30 Plauderei. 18.00 Harmonikakonz. 18.15 Blaskonz. 19.45 Na. 20.05 OK. 21.00 Aus d. Fledermaus v. J. Strauß. 22.00-22.55 Sch. Straßburg: 16.30 UM. 17.45 Dt. Vt. 18.00 UM. 19.30 Schlager. 20.30 Mil Konz. 21.45 Operettenmel. 23.00 TM. Mailand: 16.00 Hörsp. 21.00-23.55 UM. Warschau: 17.20 Klaviermus. 18.05 Opernsdg. 20.05 Werke v. Paganini ( Sch). 21.00 Lust. Sdg. 22.30-23.10 TM. Budapest: 17.10 Zigeunermus. 19.30 Ges. 20.10 Ferien in Texa, Spiel v. Gellert. 20-35 Zigeunermus. 22.25 Jazz. Moskau: 17.30 F. d. Arktis. 18.30 Septembernacht. Spiel v. Tschekin. 20.15 Schubert- Konz. 21.30 Na. Nachrichten in deutscher Sprache ( außer Sonntags) 5.45 Paris Mondiale. 7.55 Luxemburg. 8.20 Straßburg. 10.05 Brünn. 12.30 Prag- Melnik, 13.55 Brünn. 14.00 Prag u. Preẞbg. 18.15 Moskau. 18.45 Brünn, Mähr. Ostrau u. Preßbg. 19.00 Luxemb. 19.15 Prag- Melnik. 19.45 Beromúnster. 20.00 Straßburg. 22.00 Moskau. 22.15 Prag- Melnik. 22.30 Straßburg. 22.50 Bukarest. Wien: 12.30 OK a. Hambg. 14.10 Sch. 15.30 Maria Nemeth singt( Sch). 16.00 OK a. München. 18.00 Vt. ü. Walther v. d. Vogelweide. 18.40 UM. a. Saarbr. 22.30 TM a. Köln. 24.00 2.15 Falstaff, Oper v. Verdi. Beromünster: 17.00 UM. 19.55 Hexentänze, 20.30 Vt. ü. Böcklin. | Straßburg: 17.00 Lieder v. Ravel. 18.30 Klavierkonz. 19.30 Sch. 20.30 Operettenmelodien. 21.30 OK m. Ges. Mailand: 17.15 Violinmus. 21.00 Fidelio., Oper v. Beethoven. Warschau: 17.00 TM. 18.10 Klavier u. Buch. 19.00 Lieder, 19.30 UM. 21.10 Volkslieder u. Mil. Mus. 21-55-23.00 Poln. Kammermus. Budapest: 17.30 OK. 18.40 Klav. 19.15 Ungar. Abend 20.00 Sch. 21.20 Symph. Konz. 23.10 Zigeunermus. Moskau: 18.30 Liter. Progr. 19.00 Mus. 20-30 UM. 21.30 Na. Mittwoch, 28. September Deutschlandsender: 12.00 Mus. a. München. 14.00 Sch. 15.00 Konz. a. Rom. 18.00 Virtuose Mus. 18.40 Programm- Mus. a. alter Zeit. 19.10 Stimmen d. Völker. 20.30 Mus. a. Dresden. 22.30 Kammermus 23.00-24.00 Mus. a. Wien. Straßburg: 17.00 UM. 18.30 Cellomus. 19.30 Lieder. 20.30 Theatersdg. Mailand: 17.15 TM. 21.00 Dorette, UM. 15.15 Sch. 17.45 Overtüren u Berlin: 12.00 OK a. Stuttg. Operette v. Pietri. 23.15-23-55 TM. Warschau: 17.00 TM. 18.10 Mus. aus 14.15 Walzer. 19.00 UM. 20.10 Zither u. HarMozart- Opern. 19.30 UM. 21.00 Chor- monika. 20.45 OK. 22.30-24.00 UM a. konz. 22.00 Ges. 22.30-23.00 Moderne Breslau. Mus.( Sch). Budapest: 17.00 Konzertquintett 18.30 Chorges. 19.10 Sch. 20.25 Ges. 20.55 TM( Sch). 23-10 Zigeunermus. Moskau: 17.30 UM. 18.30 Ges. 19.00 Mus. v. Alexandrov. 20.00 PuschkinVerse. 20.30 Kompositionen v. Gounod. 21.30 Na. Dienstag, 27. September Deutschlandsender: 12.00 UM. 14.00 Sch. 15.15 Opernmelodien( Sch). 16.00 UM a. Frankf. 18.15 Hauskonz. 19.15 Breslau: 12.00 Konz. 14.00 Sch. 16.00 UM.18.40 Schlusnus singt( Sch). 19.15 UM a. München. 20.10 TM. 21.00 Vt. ü. Finnland. 22.30-24.00 TM. Leipzig: 12.00 Mus. 13.15 OK a. Stuttg 14.00 Sch. 15.20 Kindermus. 16.00 Konz. a. Rom. 18.00 Vt. Prof. Bergius ü. flüssige Kohle. 18.20 Cembalomus. 18.55 Neue Mus. 19.30 Die Gärtnerin aus Liebe, kom. Oper v. Mozart. 22.30 Mus. a. Wien. 24.303.00 Mus. a. Königsbg. Wien: 12.15 Schwed. UM. 13.00 Mus. aus galanter Zeit. 20.10 Fin- Konz. a. Stuttg. 14.10 UM. 15.00 Konz. nisch- schwedisches Konz. a. Kopen- a. Rom. 18.40 Herbst- Hörf. 21.00 Vt. hagen. 22.30 Kammermus. 23.00 UM. ü. Finnland. 22.30 Mus. aus Wien 24.00-0.55 Mus. 24.00-3.00 Mus. a. Königsbg. Berlin: 12.00 OK. 14.15 Sch. 15.00 Beromünster: 19.10 Engl. Mus. UM. 16.00 OK. 17.30 Herz u. Herme-( Sch). 20.00 Das große Los, Hörsp. lin, Hörf. 18.00 UM. 19.00 UM. 22.30-20.45 Lieder v. Mussorgsky. 21.14 24.00 TM a. Hambg. Vorles. 21.30-22-15 Konz. Breslau: 13.15 UM. 14.10 Melodien aus Köln. 16.00 OK. 18.20 Lust. Hörf. ü. Rezensenten. 19.15 Sch. 20.10 Menschliches- Allzumenschliches, Hörf. 22.30-24.00 TM a. Hambg. Leipzig: 12.00 UM v. Dtschl.- Sender. 14.00 Sch. 16.00 UM a. Wien. 18.20 Violinmus. 20.10 Graener- Konz. 21.00 TM a. Hambg. 24.00 Mus. v. DtschlSender. 2.00-3.00 Mus. a. Frankf. Wien: 12.00 Mus. 14.10 Sch. 15.30 Kammermus. 16.00 UM. 18.40 Kammermus. 20.10 Dorfmus. 21.00 Symph. Straßburg: 17.00 UM. 17.45 Franz. Literatur. 19.30 Mus. 20.30 Symph. Konz.( Schubert, Mozart.) Mailand: 17.15 UM. 21.10 Konz. a. Warschau. 22.00 Lustsp. Warschau: 17.00 Sch. 18.10 Cellomus. 19.00 Poln. Lieder. 19.30 UM. 21.10 Chopinkonz. 22.00-22.55 Kammermus.( Brahms- Sonaten). Deutschlandsender: 12.00 OK a. Breslau. 14.00 Sch. 15.15 Hausmus. 16.00 UM. 17.10 UM. 18.15 Lieder. 20.10 Händel: Orch. Konz. 20.30 Die geheimnisvolle Tür, Hörszene. 21.00 Bruckner 4. Symph. 22.30 Kammermus. 23.00-24.00 UM. Berlin: 12.00 OK a. München. 14.15 UM. 15.15 Sch. 16.40 Lieder. 17.30 UM. 19.00 UM. 21.10 Kammermus. 22.3024.00 UM. Breslau: 12.00 OK. 14.15 UM. 16.00 UM. 17.00 Blasmus. 18.00 Der wilde Wassermann, Hörsp. 18.35 Vt. ü. Diesel. 19.00 Blasmus. 21.10 Kammermus. 22.30-24.00 UM a. Stuttg. Leipzig: 12.00 Konz. 14.00 KammerUM. 21.15 Beethoven: Klavierkonz. mus. 16.00 UM. 18.30 Lieder. 20.10 Es- dur. 22.30 UM. 24.00-3.00 Mus. a. Frankf. Wien: 12.00 OK. 14.10 Sch. 16.00 UM. 18.15 Gerh. Hüsch singt( Sch). 18.30 Hörf. ü. Salzbg. 21-00-0.20 Die Favoritin, Oper v. Donizetti. Beromünster: 18.10 Sch. 20.00 UM. Straßburg: 17.00 Kindestd. 19.30 OK m. Ges. 20.30 Einakter. 21.00 Ges. 21.30 ΤΜ. Mailand: 17.15 TM. 21.00 Lustsp. Warschau: 19.00 Klavierkonz. 19.30 UM. 21.10 UM. 22.00 OK. Budapest: 17.30 Zigeunermus. 18.30 Ges. 19.20 Mil. Konz. 21.20 Jazz. 23.10 TM( Sch). Moskau: 18.00 Weihnachtsnacht, Oper v. Rimsky- Korsakoff. 22.00 UM. Freitag, 30. September Sch. 15.30 Gigli singt( Sch). 16.00 UM. 18.50 Erntelieder. 20.10 UM. 21.00 Die Pflicht, Hörsp. v. W. v. Scholz. 22.30 TM. 24.00-3.00 Mus. a. Königsbg. Beromünster: 19.20 Novelle a. Island. 19.35 Volksmus. 20.55 Kammermus. 21.55 Franz. Mus. Straßburg: 17.00 UM. 18.30 Klaviermus. u. Ges. 19.30 UM. 20.30 OpernUebertr. Mailand: 17.15 Harfenkonz. 21.00 Chorges. 21.50 Mil. Konz. Warschau: 17.00 TM( Sch). 18.10 Solistenkonz. 19.00 Klaviermus. 19.30 UM. 20.30 Opern- Uebertr. Budapest: 17.30 Flötenmus. 18.00 Klavierduo. 19.00 TM( Sch). 20.00 Operettenmus. 21.55 Zigeunermus. 23.10 OK. Moskau: 18.00 Konz. a. Kiew. 19.00 Konz. 21.30 Na. 22.00 UM. Samstag, 1. Oktober Deutschlandsender: 12.00 Musik a. Königsbg. 14.00 Sch. 15.15 Sch. 16.00 UM. 18.15 Streich- Orch. 20.10 Die Dubarry, Operette v. Millöcker. 22.30 Kammermusik. 23.00 UM. 23.45-24.00 Sch. Berlin: 12.00 OK. 14.15 UM. 15.30 Herbstlieder. 16.00 UM a. Köln. 18.00 UM. 20.10 Ungar. Mus. 20.30 Potpourri a. Wien. 22.30-1.00 UM. Breslau: 12.00 OK a. Wien. 14.00 TM. 16.00 UM a. Köln. 18.20 Mus. an zwei Klavieren. 20.10 Opernmelodien ( OK). 22.30-24.00 TM a. München. Sch. 15.20 Ges. 16.00 UM a. Köln. Leipzig: 12.00 OK a. Wien. 14.00 18.15 TM( Sch.) 20.10 Herbstlieder. 22.30 UM a. Berlin. 24.00-3.00 TM a. Königsbg. berg. Deutschlandsender: 12.00 Mus. a. Wien: 12.00 OK. 14.10 Sch. 15.10 Bremen. 14.00 Sch. 15.15 Virtuose Sch. 16.00 UM a. Köln. 18.15 Sch. Mus.( Sch.) 16.00 UM. 18.30 Brahms: 20.10 Volkslieder. 20.30 Funkpotpourri. Klaviersonate C- dur. 19.15 Von Post u. 22.30 UM. 24.00-3.00 UM a, KönigsPostillionen. 20.10 D. Barbier von Sevilla, Oper v. Rossini( Querschnitt). 22.30 Kammermus. 23.00-0.15 Kam- Beromünster: 18.30 TM( Sch.) 19.30 mermus.( Beethoven- Spohr- Reger.) Jodelkonz. 20.00 Volkst. Abd. 22.00 Berlin: 12.00 OK. 14.15 UM. 15.15 bis 22.55 TM( Sch.) Sch. 17.00 Schubert: Klaviersonate Straßburg: 16.45 Symph.Konz. 19.30 schöne Abenteuer, Lustsp. v. Cailla- viermusik. 23.00 TM. A- dur. 18.00 UM. 20.10 UM. 21.00 Das UM. 20.30 Symph. Konz. 21.00 Klavet, de Flers u. Rey. 22.30-24.00 TM a. Leipzig. Breslau: 13.15 OK a. Saarbr. 14.00 Sch. 16.00 OK. 19.00 UM. 20.10 OK. 22.30-24.00 TM a. Leipzig. Leipzig: 1315 OK a. Saarbr. 14.00 Sch. 16.00 UM a. Danzig. 18.00 Vt. ü Kairo. 18.20 Tonfilm- u. TanzmeloBudapest: 17.30 OK. 18.40 Klav. dien. 19.00 Lachendes Leben, Hörf. 19.15 Volkslieder. 20.00 TM. 21.20 20.10 Mus. a. Dresden. 22.30 TM. Symph. Konz. 23.10 Zigeunermus. 24.00-3.00 Mus. Mailand: 17.15 Klaviermus. 21.00 Die Favoritin, Oper v. Donizetti. Warschau: 17.00 Volkst. Mus. 18.10 Kammermus. 19.00 Lieder. 19.30 Chorkonz. 21.10 UM. 22.00 Std. d. Ueberraschungen. 20.25 Sch. 21.45 OK. 23.10 TM( Sch.). Budapest: 17.30 Jazz. 18.30 Klavier. Moskau: 18.00 Oper od. Konz. 21.30 Na. 22.00 UM. Mr. 225 Roter schwedischer Wahlsieg Eroberung der absoluten Mehrheit In Stockholm Samstag, 24. September 1938 Seite 7 kraten haben jetzt von insgesamt 1145 Landtags| holmer Gemeinderat zusammen, so ergibt das 60| Majorität der Lefer entschied für den Place de la mandaten 634 erobert! Die mit ihnen in der sozialistische Mandate gegenüber 40 bürgerlichen. Concorde in Paris. An zweiter Stelle wird der Plaz Regierung foalierten Landbündler befamen 175 Der großartige Wahlsieg unserer schüvedi vor dem Winterpalais in Leningrad genannt,( der Mandate, die Rechte erhielt nur mehr 194 Man- schen Genossen hat hier den stärksten Eindruck ge- übrigens nach französischem Muster angelegt worden date, die Volkspartei( eine bürgerliche Partei, die macht. Neben dem oben erwähnten politischen ist). Erst an dritter Stelle steht der berühmte Marir der Außenpolitik antifaschistisch und inner- Grund für diesen eindrucksvollen Sieg der Partei fusplatz in Venedig, an vierter Stelle folgt der AmaM. N. Stockholm. Sonntag wurde in ganz und stieg auf 126, die von den Sozialdemokraten entschlossene Führung der Fraktion und des gan Leser auch darüber befragt, welche Straße der Welt politisch demokratisch iſt) gewann sieben Mandate muß noch angefügt werden, daß die kluge und lienborgplay in Kopenhagen. Gleichzeitig wurden die insbesonders den troitanten Bajfientus predigt, tene des Socialdemokraten Höglund, den größten die Champs Elysées in Paris und nicht etwa für die Mehrheit entschied für hatte in den Landtagen bisher elf Mandaie; sie Anteil an dem Sieg hat. Er hat es verstanden, berühmten Quais von Rio de Janeiro. verlor alle Mandate bis auf eines. Und im die Gemeindefraktion zu verjüngen, den Frauen Stockholmer Gemeinderat verblieben ihr von den einen stärkeren Anteil an der politischen Arbeit bisherigen fünf Mandaten noch zwei. Die kom einzuräumen und so brachte der Wahltag die Gemunisten vermochten ihre Stimmenzahl ein biß wißheit, daß die schwedische Jugend und die dhen zu steigern. Bisher hatten sie in den Land- Frauen der Parole der Sozialdemokratie folgen tagen sechs Mandate, jie bekommer jest 15 Man- und ihre schon bisher gefestigte Poſition noch um Beschäftigung und Löhne date. Im Stockholmer Gemeinderat verbesserten etiva 33 Prozent verstärkt haben. Die Kunde da sie ihre Stärke von zwei auf drei Mandate. Mech- von für alle Orte des Landes und Wahlen für die Stockholm gewählt. Es waren Erneuerung aller Landtage, die auch beſtimmend jind für die Zuſammenſeßung der ersten Stammer. Für die Bevölkerung in Mitteleuropa mag die Tatsache, daß in irgendeinem Gebiet jetzt noch gewählt wird, als Groteske wirken, da jeßt nicht der Stimmzettel die Entscheidung bringen kann, sondern Argumente, die nur von Herrn Hitler beſtimmt werden. Abwegig wäre es aber, zu meinen, daß Schweden, weil es wählt und, in Volkswirtschaft und Sozialpolitik ( f.b) Der von der Zentralfozialversiche mitten der Brandung der europäischen Gescheh net man die proletarischen Mandate im Stockmag unsere Freunde und hart bedrängten rungsanstalt veröffentlichten Gesamtübersicht ist nisse, Muße für einen dreiwöchigen Wahlkampf aufgebracht hat, an dem Schicksal Europas im allgemeinen und an dem der Tschechoslowakei im besonderen desinteressiert wäre. Die geographische Lage des Landes erlaubt ihm zwar die Rolle des scheinbar gleichmütigen Zuschauers, aber weder das schwedische Volf, noch viel weniger aber dessen Arbeiterklasse verkennt die Gefahren, die ein gewaltsamer Vorstoß gegen die Tschechoslowakei für alle europäischen Staaten, insbesonders aber für die kleineren unter Umständen heraufbeſchwören Tann. Deshalb muß festgehalten werden, daß der Wahlfamof von unseren schwedischen Genossen, so sehr auch Totale erwaltungsarbeit, Sozialpolitit, Fürsorgetätigkeit usw. im Vordergrund standen, mit der großen politischen Parole: für Frieden und Neutralität geführt wurde. Nicht für einen verwaschenen Frieden, sondern für einen, der bereit iſt, Freiheit und Demokratie mit dem Teßten Einsatz zu verteidigen. Ich verfälsche den Sinn des prächtigen und für Stockholm überraschend großen roten Wahlsieges nicht, wenn ich lage, daß die schwediſche Wählerſchaft der unte schlossenen Abwehrbereitschaft der Sozialdemofratic gegen jeden und alles, was Frieden, Freiheit und Demokratie bedrohen könnte, mit freu digem Herzen zugestimmt und mit den Stimmzetteln besiegelt hat. Auf dem vornehmsten Plak Stocholms hat die größte bürgerliche Zeitung die jeweiligen Wahlresultate Sonntag nachts bekanntgegeben. Etwa zivanzigtausend Menschen standen da und jubelten, wenn die Siegesnachrichten für die Sozialdemokraten bekanntgegeben werden mußten. Neben den Wahlresultaten wurden auch die neuesten politischen Nachrichten übermittelt. Als ein Londoner Bericht mit der Laufschrift mitGenossen aufmuntern. Europas Minoritäten In seiner Triester Rede hat Mussolini, an spielend auf das judetendeutsche Problem, erklärt, Europa müſſe allen Minderheiten das Recht geben, sich mit Hilfe von Plebisziten zu entscheiden, ob sie in dem gegenwärtigen Staatsverbande verbleiben wollten oder nicht. Der Kampf der Minoritäten gegen ihre jeweiligen Herren ist so alt wie die Weltgeschichte überhaupt. Wenn man, was heutzutage sehr viele Menschen und Dikta toren tun, den Krieg als das Wesen aller Dinge ansieht, so wird es sehr schwer möglich sein, diese These mit der von dem Recht zum Kriege unter einen Hut zu bringen: Kriege führt man um die Eroberung von Ländern und ihrer Rohstoffe. Im allgemeinen find Länder von Menschen bewohnt, beiten. und indem man sie erobert, sc. ift man Minder Rumänien: 1.5 Millionen Ingarn 750.000 Deutiche 750.000 Iltrainer 350.000 Bulgaren 250.000 Türfen 150.000 Ruffen 150.000 Gaaausen Jugoslawien: 500.000 Deutsche 500.000 Ungarn 500.000 Albaner 250,000 Rumänen 150.000 Tschechen zu entnehmen, daß die Entwicklung der Beschäfti gung, soweit sie aus der Bewegung der Krankenversicherten erfaßt werden kann, im ersten Halbjahr 1938 einen befriedigenden Verlauf genom men hat. Es betrug die Durchschnittszahl der Krantenversicherten im ersten Halbjahr 1938 2,221.179 Männer und Frauen. Im gleichen Zeitraum des Jahres 1933 waren insgesamt 1,819.804 Personen krankenversichert. Es ist demnach im ersten Halbjahr 1938 die Versicher tenzahl der Männer um 29 Prozent, die der Frauen um 17 Prozent gestiegen. Gegenüber dem ersten Halbjahr 1937 ist die Summe der Versicherten um 95.915 oder um 4,5 Prozent gestiegen. Aus diesen Ziffern, die sich auch auf andere Diese günstige Entwicklung des Beschäfti Länder( etiva Litauen, Lettland, Finnland) auss gungsstandes in der tschechoslowakischen Industrie dehnen lassen, geht eine Tatsache klar hervor: hat auch in den Monaten Juli und August fort wenn man allen europäischen Minderheiten, vor gedauert. Vis Ende August ist die Zahl der Ars allem den zahllosen Völkerschaften in Ost- und beitslosen bekanntlich auf 164.898 zurückgegan= Südosteuropa, die Möglichkeit verschaffte, eigene Staatengebilde zu gründen und sich völlig ſelben, war also gegenüber dem Höchſtſtand des Jahres 1933 um rund 760.000 Arbeitslose geständig zu machen, so würde der unmögliche Fall, vorausgesetzt, daß sich dies ohne Krieg und ringer. völlige Berrüttung Europas bewerkstelligen ließe im ersten Halbjahr 1938 weitere Fortschritte ges Auch die Besserung der Lohnverhältnisse hat eine leberfülle von Miniaturgebilden entstehen, die wirtschaftlich einfach nicht lebensfähig macht. Folgen wir der Lohnklassenbesetzung der wären. Die Sprach- und Wölfergrenzen in Strankenversicherung, so ist, wie schon in der ersten Europa gehen oft mitten durch wichtigste IndustrieHälfte des vorigen Jahres, wieder ein absoluter bezirie, zerschneiden lebensnotwendige Rohstoff- und relativer Rückgang der in den unteren Lohnklassen Versicherten zu verzeichnen, während die mittleren und die oberen Lohntlassen eine entspres chende Zunahme der Versicherten aufweisen. So waren in der 10. Lohnklasse, also in jener, der die Versicherten mit über Kč 34.50 Tagelohn ange= hören, im ersten Halbjahr 1935 nur 8,68 Prozent aller Versicherten versichert, im ersten Halbjahr 1938 dagegen 12,26 Prozent. Vor dem Weltkriege gab es in Europa ebenso viel Minderheiten wie danach, und auch schon vor 1914 fämpften diese europäischen Minoritäten um ihre Rechte: damals nannte man diese Vewegung noch„ Irredenta", nur der Begriff heute, weil man damals eine derartige Einrich- basen, zerstückeln die natürlichen Flußverkehrs" Plebiszit" var noch nicht so weit verbreitet wie tung für absurd gehalten und ihre Durchführung sofort zu einem Kriege geführt hätte. Sehen wir uns einmal näher die Karte Europas an und setzen wir sie in Beziehung zu Mussolinis jüngster Forderung. Mussolini ist der Herr Italiens, und im ehemaligen Südtirol, heute eine italienische Provinz, wohnen 200.000 teilte, daß Sonntag in London eine vieltausend- Deutsche. Dieser Teil ist 100prozentig nicht italienisch. Ferner leben in Istrien 300.000 Töpfige Menge für den Frieden demonstriert, im ſtrativ Stellung genommen habe, da quittierte en: Minderheiten, die„ eigentlich" zu Inas beſonderen aber für die Tſchechoslowakei demonderheiten, De 10 Gerbera die harrende Menge diese Nachricht mit jubelndem flawien gehören müßten. Beifall. Das ist die Stimmung des Schweden, das Wenn Mussolini ferner die ungarischen Andie des Stockholmers. sprüche auf bestimmte Teile der Tschechoslowakei Und da unter sozialistischer Führung alle anmeldet, so hat er offensichtlich vergessen, daß Vorkehrungen zu Lande und in der Luft getrof- in dem gewiß zerstüdelten Ungarn noch immer fen wurden, die Schwedens Freiheit und Demotratie wirksam zu verteidigen in der Lage find, so sind die Wahlergebnisse des Sonntag ein ungeheurer Vertrauensbeweis des ganzen schwedischen Volkes für die draſtiſche ſozialdemokratische Politit, die niemandem im Zweifel läßt, wie sie im Ernstfalle gemeint sein fann. folgende Minderheiten leben: 500.000 Deutsche, 150.000 Slowaten und rund 100.000 Stroaten. Serben und Rumänen. Auch in Warschau bemüht man sich sehr, annejichts der knapp 100.000 in der Tschechoslowakei lebenden Polen, das Recht der Minderheiten zu proklamieren. Sollte dieses Recht, dank Mussolinis Vorschlag, tatsächlich in Straft treten, so würde Volen buchstäblich von einem Tag auf den anderen auseinanderfallen, denn seine Minderheiten sehen sich aus nicht weniger als 4 Millionen Ultrainer n. 1 Million Weiß russen und 1 Million Deutschen zusam men, von den 2.5 Millionen I uden ganz zu schweigen. Deshalb wäre gleich hier zu sagen, daß Hit Yers Filiale in Schiveden am Sonntag förmlich aufs Haupt geschlagen wurde. Sie, die Schwedens Politik ins nationalsozialistische Fahrwaffer alvingen und aus Schweden ein Dominion Hitlers machen möchten, haben die Hälfte ihrer im Jahre 1936 aufgebrachten Stimmen verloren, haben jetzt feine Vertretung in einem Landtag und haben auch ihre zwei Gemeinderäte in der zweitgrößten Auch Deutschland selbst besitzt rund Stadt Schwedens, in Göteborg, eingebüßt. Hier eine Million Polen, und ein Land wie hätten sie sogar mit einem Zuwachs an Mandaten Belgien, das ich aus je drei Millionen zu rechnen gehabt, da Göteborg start mit natural amen und Wellonen zusammensetzt. Lijierten Deutschen durchfest ist. Die Niederlage müßte glatt in der Mitte durchschnitten werden. der Nazi in Schweden wird Hitler gerade heute sehr schmerzlich empfinden, weil er erfahren muß. Länder wie Jugoslawien und Rumänien daß seine Politik auch von den schon einmal von scheinen sich überhaupt nur aus Minderheiten au= ihm gewonnenen Schichten verabscheut wird. Nicht ſammenzusehen. Dies zeigt am besten folgende minder auffällig ist die schwere Niederlage der Aufstellung: Rechten. In Stockholm büßten sie von bisher 33 Mandaten gleich sieben ein und am flachen Land. ist die katastrophalé Niederlage womöglich noch größer. Gesinnungsgemäß sind sie etwa mit den Von neuen Büchern straßen, turz: geben aus purem geographischen Zufall dem einen Volle Zugang zum Meer und zum Ozcan, während das andere völlig abge= schlossen und erstickt wird. Die raditale Lösung, allen Minderheiten ihr Recht zu geben, scheint zwar auf den ersten Blick sehr menschenfreundlich und fortschrittlich zu sein, versuchte man aber, sie in die Wirklichkeit umzu schritt auf dem Gebiete der Entlohnung unserer Der gegenüber dem Vorjahre erreichte Fortjesen, jo müßte der ganze Erdteil in einer rajchen Arbeiterschaft kommt auch noch darin zum Ausund am Schlußz würden ein paar Sieger über- Versicherten in der ersten Lohntlaffe Versicherten folge furchtbarer Eriloſionen ausei underplasen druck, daß im ersten Halbjahr 1988 die Zahl der bleiben, die den Rest der am Leben gebliebenen im Vergleich zu 1937 nur um 4,5 Prozent zuge Völker beherrschen würden. Dann wäre man nommen, in der zweiten Lohntlasse um 4.8 Prowieder bei der Minoritätenfrage angelangt. Aus aller Welt zent und in der 3. Lohnklasse um 3,2 Prozent abgenommen hat. Obwohl also die Zahl der Kranfenversicherten insgesamt gegenüber 1937 gestic gen ist, ist die Zahl der in den unteren Lohntlassen Versicherten, also jener Arbeiterschichten mit den tiefsten Löhnen, zurückgegangen. Dagegen ist sie in der 8. Lohullasse um 7,9 Prozent, in der 9. Lohnklasse um 20,4 Prozent und in der zehnten Lohntlaffe fogar um 24,4 Prozent höher als im ersten Halbjahr 1937. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 1935 hat die Versichertenzahl in den vier höchsten Lohnflaffen wie folgt zugenommen; in der 7. um 53,2 Prozent, in der 8. um 38.0 Prozent, in der 9. um 51.2 Prozent und in der 10. gar um 74,2 Prozent. Zwangsverlobung in Südafrika. Dem Parlament der Südafrikanischen Union ist ein von dem Abgeordneten Badenhurst unterzeichneter Gesetzentwurf zugeleitet worden, der die Schaffung einer obligatorischen Verlobungszeit vorsicht. Alle jungen Leute, die heiraten wollen, sollen durch dieses Gesetz verpflichtet werden, mindestens ein Jahr lang vor der Eheschließung verlobt zu sein. Badenhurst it ſicht in einem solchen Gesetz das einzige Mittel, die über handnehmenden Scheidungen zu vermeiden, weil der Hauptgrund der Scheidungen seiner Meinung nach einfach darin liegt, daß sich die jungen Leute vorher Der Durchschnitts- Tageslohn, der im Jahre nicht fennen. Die Begründung des Antrages ist recht 1935 15,78 Stronen, 1937 16.67 Kronen betrug. amijant: Die holländischen Kolonisten", schreibt hat sich im ersten Halbjahr 1938 auf 17,43 Kro Badenhurst, haben niemals eine zu schnelle Ehe nen erhöht. Das gesamte Tages- Arbeitss ihrer Kinder zugelaffen; ſie ſtellten eine Rerze auf einkommen der Krankenversicherten ist von den Tisch, wenn der Bräutigam ſeine Braut be- 28,424.000 Kronen im ersten Halbjahr 1935 auf ſuchte; er ging erst dann, wenn die Kerze niederge- 38,726,000 Kronen im Jahre 1938 gestiegen. brannt war, und es war Ehreniache, daß 50 Ker- Diese Vermehrung des Arbeitseinkommens unie zen niedergebrannt sein mußten, bevor überhaupi rer Bevölkerung teilt sich auch dem Abfak von über die Hochzeit gesprochen werden konnte." Gütern des täglichen Verbrauches mit. So ist der Erlös sämtlicher Konsumgenossenschaften in der Periode von Jänner bis Mai 1938 um 8,3 Progent höher als in der gleichen Vorjahrsperiode. Der schönste Platz der Welt. In einer englischen Beitung ist eine Umfrage veranstaltet worden, welches der schönste Platz der Welt sei. Die überwiegende sisch- russischen Stoalition ist nicht zu bezweifeln, dieser Vorträge hinweisen. Sie sind tatsächlich wertselbst wenn man nicht ganz so optimistisch alles Rus voll und wichtig. Sie sind nicht bloße Propagandaehemaligen Deutschnationalen zu vergleichen oder Wie rasch aktuelle Bücher veralten können! Vorstiche sieht wie Werner. Werner erwähnt die Hoff- borträge, obwohl sie auch das sind. Aber Dr. Liang mit dem reaktionären Flügel der englischen Kon- ein paar Monaten erst erschien Mar Werner 3 nung der militärischen Führung des Dritten Reiches, zeigt eindeutig, daß es sich Javan feineswegs, tie servativen. Sie haben starte Sympathien für Buch„ Der Aufmarsch zum zweiten Weltkrieg"( Ver- daß die antihitlerische Koalition unentschlossen und die deutsche Propaganda für Japan glauben minde Hitler- Deutſchland, gleichen sich aber jeweils der lag Sebaſtian Brant, Straßburg), und schon iſt es neinheitlich handeln, daß der Koalitionstrieg gegen will, um irgend eine Bekämpfung des„ Volicewis ir: mancherlei Beziehung veraltet. Leider nicht etwa tas Dritte Reich lüdenhaft, mangelhaft und plan- mus" handelt, sondern um Aufrichtung seiner Vorschwankenden englisch- konservativen Haltung an. in dem Sinne, daß nun der neue Weltkrieg über- los geführt werden wird". Das aber hat wahr herrschaft. Er zeigt das Wachsen des chinesischen Wie das Wahlergebnis gezeigt hat, erträgt nicht haupt nicht mehr droht, wäre es so wir fönn ſcheinlich die militärische Führung des Dritten Rei Widerstandswillens und der chinesischen Widerstant einmal die konservative schwedische Bourgeoisie ten uns dieses Ueberholtieins freuen. Nein, ver- des nicht anzunehmen gewagt, darauf hat aber die fraft, er stellt die Möglichkeiten des chinesischen Ausein Liebängeln mit Sitler und läuft daher der altet ist das Buch Mar Werners deswegen, weil es politische Führung spekuliert: daß die antihitlerische barrens dar, die Sauvierigkeiten, Japan3, die wirt Stoalition einheitlich sein werde nur in der Stapitu- schaftlichen und die aus der Volksstimmung gegen Führung einfach davon. Hat diese stärkste bürger- tor der verhängnisvollen Wendung der englischlation vor Hitler! Sie glaubt damit dem Kriege den Serica sich ergebenden, und kommt zum Ergebnis, liche Partei im Stockholmer Gemeinderat nur französischen Politik erschien und also die Entwidzu entgehen, wird ihn aber nur unter viel, viel um daß China siegen muß. Wir können nur hoffen, dan mehr 26 Size, so verlor sie in den Landtagen Tung der Kräfteverhältnisse so darstellt, wie sie sich günstigeren Verhältnissen führen müssen. Das Tr. Lione Liangs Optimismus recht behält. Seine bis vor wenigen Tagen darboten. Kommt es zum nicht weniger als 84 Mandate!. Striegspotentiel des Dritten Reiches wird um noch Schilderungen wirken überzeugend. Nachprüfen Uchie günstiger, für die etwaigen Gegner Deutsch in die moralische. Denn nun, nach dem Zurüdiverfchen Probleme. neuen Weltkrieg, so wird das Kriegspotentiel für die cine bisher sehr fragliche Straft gesteigert werden: fönnte sie nur ein gründlicher Kenner der ostasiati lands und Italiens ungünstiger fein, als Werner3 chen aller großen Militärmächte vor Sifler, wird e. So fehlt jede Möglichkeit, zu übers Buch zeigt. Werner berücksichtigt alle die Kriegsman nicht nur in Deutschland, sondern vielfach auch ist. Wir müssen ihm glauben. Wir glauben ihm prüfen, ob nicht Dr. Lione Liang doch zu optimistisch Die Sozialdemokraten haben jetzt im Stod macht eines Staates bildenden und beeinflussenden außerhalb Deutschlands feit davon überzeugt fein, holmer Gemeinderat von insgesamt 100 Man- Kattoren: Menschenzahl, Industrie. Ernährungstag Hitler alles erreiche, was er erreichen wolle. gerne. Nicht nur, weil unsere Sympathien so ganz bei dem überfallenen friedliebenden chinesischen Volle baten 55 erobert und damit bisher die höchste grundlage, geographische Verhältnisse. Er kommt, ,, China muß fiegen." Drei Vorträge von sind. Auch deshalb, weil wir wissen, daß Japans Mandatszahl erreicht. In den Landtagen haben indem er auf beiden Seiten der vermutlichen Mächtebie Sozialdemokraten 128 Mandate neu erobert gruppierung in einem etwaigen Kriege ſorgſam alle Tr. Lione Liana, chinesischem Gesandten in Niederlage eine Niederlage des Imperialismus und die Kriegskraft und die Kriegsführung bestimmenden Brag.( Verlag Heinrich Merch in Prag.). Der des Faschismus wäre. Aber: in einem vergenewin und haben dadurch die Mehrheit in der ersten Verhältnisse untersucht, aur Ueberzeugung einer ftar- Generaliffimus Tichi anglaischer und die chi fel hockt doch die Befürchtung, dieser Imperialismus Stammer erreicht, da die erste Kammer nicht durch fen Ueberlegenheit der Achsengegner in ieder Bezie- nesischen Botschafter in London und Paris, sowie fonnte sich als stärker erweisen denn sein tapferer direkte. Bahl, sondern durch die Parteienstärke in hung, und er hat in allem recht, die militärische und Dr. Sun Fo, Vorsitzender des Legislativen Rates. Widersacher. Wir haben ia in den letzten Jahren. den Landtagen gebildet wir. Die Sozialdemo- wirtschaftliche Ueberlegenheit einer englisch- franzö- haben Geleitworte geschrieben, die auf die Bedeutung mancherlei Enttäuschungen cricbt. Der rote Wahlsieg in Stockholm und im ganzen Lande werden durch zwei Ziffern veranschaulicht: Seite\h „Sozialdemokrat" Sam-tag, 24. September 1938. Nr. 225 Aus der Stadtratsitjung In der gestrigen Stadiratsihung dankte Primator Dr. Zenkl dec Prager Bevölkerung für die musterhafte Ruhe und Beherrschung, die sie in diesen Tagen bewahrt hatte. Dann beglückwünschte der Prtmatorstellvertreter Dr. Stüla Dr. Zenkl zu seiner Ernennung zum Minister. Dr. B r b e n« k k i). der Vertreter der Kommunisten sagte, daß die gesamte Bevölkerung hinter der neuen Regierung stehe. Eine ähnliche Erklärung gab auch der sozialdemokratische Primatorstellvertreter Dr. I. 2 e k ä b e k ab. ES wurde beschlossen, für neue Kommunikationsarbeiten den Betrag von Kö 6,958.700.— bereitzustellen. Die Preiskommission besteht darauf, daß dem Wucher resolut begegnet werde und daß Konsumgenossenschaften von Fall zn Fall zu den Sitzungen dieser Kommission zugelassen werden.— Die Zahl der unterstützten Arbeitslosen beträgt nun 6606. Die Sechserlinie wird verlegt. Tie Sechserlinie wird zum Westbahnhof verlegt werden, bevor der Transport aus der TrolehbuSstrecke beginnen wird. In der Zwischenzeit wird die Verbindung zwischen der Pilsnerstraße und der SantoSka mit Autobussen ausrechterhalte» werden als Ersatz für die Linie 6. Auf dieser Ersahstrecke werden Fahrscheine, die für die elektrische Bahn von SantoSka auSgegeben werden, das Umsteigrecht für die Stationen Weinberger-, Moldau« und Pilsnerstraße genießen, wobei dieses Umsteigen für die Fahrt auf die SantoSka oder zurück nicht in die normalen zwei Umsteigmöglichkeiten eingerechnet wird. Für die Fahrt in der Richtung Ean- toSka werden in dieser Autobuslinie ohne sede Auszahlung alle Arten von Fahrscheinen nnd Monatskarten, die für die elektrischen Bahnen gelten, anerkannt werden, sofern sie das Recht zur Fahrt mit der Strecke 6 in diesem Abschnitt hatten. Ein Mordversuch in Prag. An Prag wurde in dem neuen Automaten in Pokli ein Mordversuch unternommen. Der 43jährige Beamte Vladimir V o I e j n t k aus der Umgebung von Pklbram zog dort auf einmal die Pistole heraus und gab einen Schuß auf die Frau des Eigentümers dieses Unternehmens, Julie R e j I e k, gerade in dem Augenblick ab, als sie Kaffee trinken wollte. Die Kaffeeschale zerbrach, die Rejlek wurde jedoch nicht verwundet. Sie ries um Hilfe. Der GeschäftSführende deS Unternehmens C i l ä n stellte sich vor sie, um sie vor dem Angreifer zu beschütz:«. Volejnlk schoß zum zweiten Male und Eiläit bekam diesen Schuß in die Seite. Nach der Schießerei warf Bolejnkk daS Geld auf das Pult und wollte fliehen. Er wurde jedoch von den Angestellten angehalten und der Polizei übergeben. Cikän wurde in« Svital geschafft. Bei Volejnlk fand man eine Repetierpistole und sechs Geschosse. Er will nicht angeben, warum er auf die Frau geschossen hatte. Eine Engländerin wählt lieber den Tod, al» daß sie Prag verläßt. In da« Allgemeine Krankenhaus ivurde in tiefer Betvußtlosigkeit die 68jährige Privatlehrerin der englischen Sprache M. Richards geschafft. Sie nahm in selbstmörderischer Absicht in ihrer Wohnung in Iirchäre, Prag II, eine große Menge Veramon. Erst gegen den Morgen kam sie zu sich. M. Richards ist eine gebürtige Engländerin. Tie kam in die Tschechoslowakei kurz nach dent Umsturz, um hier die englische Sprache zu unterrichten. Sie hatte genug Schüler und lebte ganz gut. Nun fühlte sie sich von den Begebenheiten so sehr betroffen, denn sie lieble unser Land sehr, daß sie nicht mehr weiter leben wollte. Die Bereinigung„Adravä generare", die ihren Sitz im VolkShauS in der Hybernerstraße hat, wendet sich auf die gesamte demokratische Oessentlichkeit mit der Bitte, den deutschen und tschechischen Flüchtlingen, die jeden Tag auS den Grenzgebieten nach Prag kommen, je nach Möglichkeit zn helfen.. Geldbeiträge können auf die Rechnung Nr. 20.150,„Zdravä generaee", eventuell an die VSeobecnä dilnickä Moina, Prag II, Hybernergasse 7, oder an ihre Filialen in Smlchov,„II andila", oder in Lieben, Na Palmovce", mit der Anmerkung, welchem Zwecke der Betrag dienen soll, adressiert werden. Geschenke von verschiedenen Sachen nimmt die Kanzlei der „Zdrava generaee", Prag II, Htzbernskä 7,1. Stiege, 2. Stock, an. Größere Pakete wird man auch abholen. Telephonnnmmer 33.186. Einen AuSslng zur Marocha und nach Brünn veranstalten die AuSfluaSzüge der Staatsbahnen einschließlich Eintrittsgeld in die Kasematten in Brünn, das Mittagessen. Rundfahrten im Auto- Brünn, da» Milla?esfen. Rundfahrten im Autocar. da» Eintrittsgeld in die Höhlen, das Nachtmahl, die Führung, die Versicherung und das Fahrgeld. Abfahrt von Prag Wilson-Bahnhof 6.05 Uhr, Rückkehr nach Prag 23.89 Ubr. Anmeldungen und Informationen im Referat der AuSflugSzüge der tschechoslowalifchen Staatsbahnen neben dem Wilson-Bahnhof, Telephon 888-85. Weil Ihn seine Geliebte soviel kostete Vor dem Einzelrichter Dr. K a p l a n verantwortete sich gestern der 48jährige Privatbeamte Johann Karafiät, welcher Veruntreuungen großen Stil» verübt batte. Johann Karafiät war lange Zeit ein braver Beamter, war verheiratet, die Ebe blieb jedoch kinderlos. Zuerst war er im Elektrizitätswerk in Seestadt! angestellt, dann kam er vor elf Jahren in die Zentrale der Elektrizitätswerke nach Prag. Er bekleidete dort die Stelle eines Kassiers nnd hatte einen Gehalt von 1700 KL monatlich. Auch in Prag ging zuerst alle- gut. Karafiät lebte mit seiner Krau in gutem Einvcrnebmen und beide leisteten sich kleine Freuden der Daseins, die arbeitenden Leuten ihres Milieu- erschwinglich sind. Vor mehr als zwei Jahren lernte aber Kara« kiät eine hübsche junge Dame kennen und nahm mit ibr intimere Beziehungen auf. Die hübsche Dame war aber nicht für platonische Liebe zu haben. Sie wollte gut leben und da- kostet Geld. Sie selbst hatte keine-, eS mußte also Herr Karafiät herhalten. Sein Gehalt genügte zwar für bescheidene Ansprüche zweier Leute, für die hübsche Dame aber langte er nicht. Karafiät griff deshalb in die Kasse, die ibm im Elektrizitätsiverk anvertraut war. Er stahl Geld und auch Bon». er trug die Eingänge nicht in die Bücher ein, sondern verwendete dar Geld für sich. Da- trieb er volle zwei Jahre hindurch, bi» man seine Schwindeleien entdeckte. Die entwendeten Gelder betrugen damals schon 125.000 KL. woran- man ersehen kann, daß die hübsche Dame nicht besonder« sparsam war. Karafiät, wurde nun zu 18 Monaten schweren Kerker- unbedingt, vierteljährig mit Fasten verschärft, verurteilt. Er tat vor Gericht sehr gerührt, aber dahalf ihm schon gar nichts. mg. Wer war der Vater? Vor dem OGR. Dr. Berner stand gestern die 25jährige Arbeiterin Rose B u d s k ä nur deswegen, weil sie sich nicht entschließen konnte, wen sie al- den Vater ihre- außerehelichen Kinder bezeichnen soll. ES hals ihr wenig, daß sie einen bösen Geist batte in dem 28jährigen Arbeiter Josef Hazuka, der ebenfalls angeklagt war. wird aber separat gerichtet werden. Role Budikä sollte im Mai vor dem KreiSgericht aussagen, wer der Vater ihres Kinde- sei. Sie mußte zuerst den üblichen Schwur leisten und dann sagte sie, daß sie dar Kind von ihrent Onkel Herrn N., hatte. Hazuka hatte ihr nämlich zugeredet, sie werde vom reichen Onkel höhere Alimente bezahlt bekommen als von einem getvissen K.. der der wirkliche Vater ihre- Kinde« ist. Rose gehorchte und nun kamen die Folgen: sie wurde zu drei Monaten bedingt verurteilt, weil sie bisher noch unbescholten war. Hoffentlich hat sie jetzt gelernt, daß man vor dem Gericht so, wie e« in der Schwursormel steht,.Wahrheit und nur die Wahrheit" sagen muß. mg. JCtuisl und Wte&rn Spielplan de» Neuen Deutschen Theater». Samstag, 19 Uhr:„Don EarloS" lneu inszeniert). — Sonntag, 19.80 Uhr:„ToSea"