Sozialdemokrat Sentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Einzelpreis 75 Heller Rebaltion u. Berwaltung: Prag XII., Fochova 62- Telephon 53077- Herausgeber: Siegfried Taub- Berantwortlicher Rebatteur: Rarl Rern, Prag 18. Jahrgang Eine Belastung? Samstag, 15. Oktober 1938 Aus dem Inhalt: Vereinigung der Volksparteien in der Slowakei Die gewerkschaftliche Konzentration Kontrolle der Vermögensübertragungen Nr. 243 Aussprache in Berchtesgaden Erörterung aller bestehenden Fragen Labour Party Die bitteren Gefühle des tschechischen Volfes fann man sehr wohl verstehen. Wer, der seit langem inmitten des tschechischen Voltes levt und den Staat immer als sein Vaterland ge= liebt hat, könnte des Verstehens dieser Bitterfeit ermangeln? Und auch das ist begreiflich, daß diese bitteren und schmerzlichen Gefühle sich nicht Minden, 14. Oktober.( DNB.) Reichs-| funden sei. Er sprach die Hoffnung aus, daß es gegen ein schredliches Schicksal schlechthin wen- fanzler Hitler empfing hente in Gegenwart des gelingen möge, auch in dieser Frage baldigit den; stets suchen Menschen im Unglüd nach be- Reichsaußenministers von Ribbentrop den tsche- eine befriedigende Lösung zu finden. stimmten Schuldigen: nach einzelnen, nach Grup- choslowakischen Außenminister Dr. Chvalkovský. Die Besprechungen waren gegen halb 2 pen, nach Völfern. Was liegt näher, als daß jest Der tschechoslowakische Außenminister gab dem 1hr beendet. Wie das Deutsche Nachrichtenbüro sich Abneigung gegen die Deutschen zeigt, und Reichskanzler die Versicherung ab, daß die hört, gab die etwa anderthalbstündige Ans- teilt wird, empfing Donnerstag abends Unterwas leider eine Selbstverständlichkeit war zu Tschechoslowakei eine loyale Haltung Deutschsprache, an der auch der Reichsanßenminister allen Notzeiten auch gegen die Juden! Schwer, land gegenüber einnehmen werde, wovon der teilnahm, Gelegenheit, alle beide Staaten bemit rein fachlichen Gründen sich gegen Gefühle deutsche Reichskanzler mit Befriedigung Kennt- rührenden Fragen zu erörtern. wenden! Aber muß man nicht gerade dann, nis nahm. Reichskanzler Hitler drückte dem Außenminister Chvalkovský stattete nach für die Flüchtlinge London.( Reuter.) Wie amtlich mitge staatssekretär Butler im Außenministerium eine Abordnung des Rates der nationalen Labour Party und verficherte fic, die britische Regierung sei sich voll der Dringlichkeit des Problems der fudediefer Angelegenheit wirksam beſchäftigen. wenn solche Empfindungen hochfluten, doch vertichechoslowakischen Außenminister sein Be- mittags Reichsanßenminister von Ribbentrop tendeutschen Flüchtlinge bewußt und werde sich mit suchen, das Sachliche dagegen zu stellen? Man liebt derzeit die Deutschen nicht sehr. danern darüber aus, daß in der Frage der im Münchener Hotel Vier Jahreszeiten" erungarischen Minderheiten noch keine Lösung ge- neut einen Besuch ab. Der Konflikt mit Ungarn Maximale Forderungen- Daranyi bei Hitler In einem Brief an den ,, Daily Telegraph" verlangt die unabhängige Abgeordnete Mis Rathbone, daß die Flüchtlinge in der Tschechoslowakei für eine Zeit lang ein Asyl in England finden und daselbst auf Kosten des britischen Schaamtes erhalten werden sollen. Das Innenministerium folle für die fudetendeutschen Flüchtlinge eine libe= Wiele Deutsche bekommen das auch schon anders als rein gefühlsmäßig zu spüren. Es ist für einen Deutschen jetzt schon schwer und es wird noch schwerer werden, eine Arbeitsstelle zu bekommen. Sogar jüdische Firmen ziehen es jetzt vor, Deutſche nicht zu beschäftigen. Soll das, kann das so bleiben? Soll sich das noch steigern? Zunächst: getroffen werden vor allem Budapest, 14. Oktober.( MTJ.) Nach der Sprachgrenze aus dem Jahre 1910 geltend. Es ralere Einwanderungspolitik zulaffen. Deutsche, die treu zum Staate standen und Nückkehr der Minister Kanya und Teleki von stehen und ihre Staatstreue nicht bloß durch Komorn nach Budabest hielt die Regierung unter Worte, durch Beteuerungen bewiesen. Soll es Vorsit des Ministerpräsidenten Imrédy eine juſt dieſen Deutschen jetzt und in aller Zukunft Sitzung ab. Miniſter Kanya berichtete über den im tschechischen Staate schlechter gehen als Verhandlungsverlauf mit der Delegation der andersgesinnten Deutschen? Es wird ja auch in tschechoslowakischen Regierung. Der Ministerrat Zukunft im tschechoslowakischen Staate nicht an befchlof, einige Maßnahmen zu treffen, durch Deutschen fehlen, die deutschnational sind, welche wird. forderte auch die Durchführung eines Plebiszites In einem großen Artikel im ,, New Chroauf dem übrigen Gebiet der Slowakei und Karnicle" erklärt Sir Walter Layton, der gestern aus pathorußlands. Diese Forderung wurde von tschecho Brag zurückgekehrt ist, wo er zusammen mit dem slowatischer Seite abgelehnt, denn sie lonnte mit Recht darauf veriveisen, daß das Münchener Ab- Londoner Bürgermeiſter weilte, daß in der Flüchtkommen nur von der ungarischen Minderheit und lingsfrage die Initi..tive von England und feineswegs von den Slowafen und Ruthenen spricht. Frankreich kommen müsse, da diese Mächte fragDer ungarische Vorschlag würde bedeuten, daß mehr los eine moralische Verantwortung tragen. Die als 400.000 Stowalen und etwa 80.000 Ruthenen vier Mächte von München hätten die BerantworUngarn eingegliedert werden würden, so daß in tung zu tragen und Layton meint, England und Ungarn, wo gegenwärtig eine Minderheit von Frankreich seien moralisch verpflichtet, von Berlin 300,000 Slowaken und 40,000 Ruthenen lebt, eine zu verlangen, in der Flüchtlingsfrage keinen große slawische, etwa 800.000 Ruthenen und Slo- Druck auf Prag auszuüben. England und Frankwafen umfassende Minderheit entstehen würde. Eine solche Lösung würde der Slowakei und Karpatho- reich müßten alles tun, damit die Flüchtlingsrußland eine ganze Reihe großer Städte, wie zum verforgung keine finanzielle Last für den tscheBeispiel Košice, Bratislava, Nitra, Uiborod usw. choslowakischen Staat werde und damit eine neue entziehen und dem Lande auch die wichtigsten Ver Heimat für die Flüchtlinge gefunden werde. fehrsadern des ſlowafischen und farpathorussischen Kommunikationssystems abschneiden. Aus diesen Gründen waren die ungarischen Vorschläge unan Kirchliche Sammlungen in Paris desmäßig vor, lasse man die Gefühle schweigen, haben, daß diese Verhandlungen an einem toten hätte Ug00 Meni lägen Die ungarischen Forderungen Brag. Ungarn machte den Anspruch auf Abtretung eines Gebietes der gegenwärtigen Slowakei auf Grundlage des Nationalitätenprinzips und nach Paris. Der Pariser Erzbischof Kardinal da Verdier hat alle Pfarrer seiner Diözese aufge= von etwa 330.000 Perfonen ungarischer Nationali- fordert, am Sonntag, den 16. d. M. bei allen Hl. tät bewohntes Gebiet erhalten. Durch dieſe Rege- Weffen zugunsten der tschechoslowakischen FlüchtLung wäre einerseits vollständige Befriedigung der ungarischen Ansprüche auf Gebiete mit überwiegend linge Sammlungen zu veranstalten und das Erungarischer Bevölkerung, andererseits ein gewisses trägnis der Sammlungen unverzüglich an das erzbereitelt forben. Da gegenüber der flairiſchen, Gleichgewicht haewicht bezüglich der nationalen Minderheiten bischöfliche Ordinariat zu überweisen. 400.000 zählenden Minderheit in Ungarn in der Slowakei und in Karpathorußland etwa 300.000 Ungarn verblieben wären. Englisches Militärflugzeug in Palästina abgeschossen Kündigung des Flottenvertrags? man wird es hinnehmen, daß sie es fim. und beit besiederstärkung der militärischen Sicher Sie werden sich gesichert fühlen im Vertrauen auf Hitler empfing heute nachmittags in Geden Schuk Deutschlands. Die demokratischen genwart des Reichsanßenministers von RibbenDeutschen aber, die unter niemandes Schuß trop den ehemaligen ungarischen Ministerpräfistchen werden, sollen sich als Diffamierte fühlen? denten von Daranyi zu einer Besprechung über In den tschechischen Blättern wird jetzt oft Fragen des ungarischen Volkstums in der Tschegesagt, man müsse jetzt auf den Lugus großer choslowakei. Gefühle und Tugenden verzichten, müsse aus dem Der Berliner Berichterstatter des Havas Reben streichen den Glauben an Freunde, an die büros meldet, dar amtliche deutsche Kreise gestern demokratische Solidarität, an die flatvische Brü- abends in der Beurteilung des negativen Ausberlichkeit, man müsse eine Politik des falten ganges der tschechoslowakisch ungarischen VerVerstandes machen. Gut, gehe man bei der Behandlungen von Komárno sehr zurückhaltend nehmbar. urteilung des Deutschenproblems ganz verstan- waren. Sie sollen ihr Bedauern ausgesprochen dann wird man schon zu einer erträglichen Punkt angelangt sind und sprachen nur die SoffRösung kommen! Dreihundertfünfzigtausend oder nung aus, daß es möglich sein wird, auf Grand bierhunderttausend Deutsche in einem Zehnmil- der Münchener Vereinbarungen eine zufriedenTionenvolt, zerstreut über das ganze Staats- stellende Lösung zu finden. gebiet, brauchten überhaupt kein Problem zu sein. Die im tichechoslowatischen Staat verblei benden Deutschen werden in der Politik keine Rolle mehr spielen. Sie werden nichts anderes wollen, als daß man sie arbeiten läßt, um leben zu können. Sie werden und das kann man ihnen doch nicht gut verdenken leben wollen. Der tschechoslowatische Staat wird durch eine zahlenmäßig so wenig bedeutende Minderheit nicht mehr belastet als alle anderen Staaten, die auch Minderheiten haben einen national so Jerusalem, 14. Oftober( Reuter). In den lek- bei zwei Polizisten getötet und zwei verwundet leicht gezwungen sehen, den deutsch- britischen einheitlichen Staat, daß er überhaupt teine ten zwei Tagen wurden durch Schädlingsbanden wurden. nationalen Minderheiten hat, gibt es nicht. So zahlreiche Straßen in Nordpalästina beschädigt. Beim Kampf an der Straße nach Hebron geringe Minderheiten brauchen teinem Staat An vielen Orten wurden die Straßenbrücken ein wurde neuerlich ein britisches Militärflugzeug abSorgen zu bereiten. gerissen und die Straßen aufgegraben. Der Stadt geschossen und verbrannte. Der Pilot und der BeAber wenn man die hier verbleibenden Schafamer, östlich von Haifa, wurde eine Bußze Deutschen hier auch arbeiten läßt, so braucht man von 700 Pfund Sterling auferlegt. In die Biga- obachter sprangen mit Fallschirm ab, jedoch wird fich gar nicht etwa auf den Humanitätsstandpunkt rettenfabrit einer beitisch- amerikanischen Tabak- der Beobachter vermißt. zu begeben; man kann auch dabei fühl- sachlich Company an der Straße Jerusalem- Jaffa dran= Anläßlich der heutigen Rückkehr des Hohent urteilen. Ein beträchtlicher Teil dieser Deutschen gen heute Bewaffnete ein, die die Belegschaft mit Kommifffars für Palästina nach seinen Verhandfind Bauern. Niemand kann sagen, daß der Waffen in Schach hielten und das ganze Tabat- lungen mit dem Dominienminister MacDonald in deutsche Bauer am Rande der Hanna oder in der lager mit Petroleum übergossen und ansteckten. London herrscht die Ueberzeugung vor, daß die glauer Sprachinsel einem tschechischen Bauern Sämtliche Tabakvorräte gingen in Flammen auf: Unruhen ihren Gipfelpunkt erreichen. Die Tätig den Boden wegnimmt, ihn in der Eristenzmög- Der Gesamtschaden beträgt 20.000 Pfund. Bei keit der Aufständischen steigt sowohl in bezug auf lichkeit behindert, denn diese deutschen Insel dem Dorfe Kubele kam es geſtern zu einem Ge- die Zahl der Vorfälle als auch in bezug auf ihre bauern sißen auf ihrer Scholle seit vielen, vielen fecht zwischen Arabern und jüdischer Polizei, wo- Ausdehnung. Generationen. Andere unserer Deutschen sind Arbeiter. Sehr viele von diesen sind Qualitätsorbeiter, Gereicht das Vorhandensein von etlichen wieder Zeiten industrieller Belebung, in denen es ruhig und sachlich ein Problem, das für den tausend hochqualifizierten deutschen Arbeitern sogar Mangel an guten Facharbeitern gab Staat und das tschechoslowakische Volt fein dem tschechoslowatischen Staate, der ja auch Wenn die Tschechoslowakei die jeßige Krise durch schwieriges zu sein braucht, zu beurteilen. Dann tünftighin eine Industrie haben wird und sie wird schritten haben wird, wird sie Facharbeiter brau- wird man ertennen, daß das Verbleiben einer so weiterentwickeln wollen, etwa zum Schaden? chen! Dann werden ihr auch die bekanntlich sehr geringen Anzahl Deutscher den Charakter des Staates als Nationalstaat durchaus nicht beein Dder hat nicht vielmehr noch jedes Industrieland tüchtigen deutschen Qualitätsarbeiter nüßen! Und was von den deutschen Arbeitern ge- trächtigt und daß die verhältnismäßig wenigen auch die Tschechoslowakei wird in Zukunft noch immer nicht bloß Agrarland, sondern auch Indu- sagt wurde, gilt auch von den deutschen Gewerbe- Deutschen, die als Tätige in Industrie, Hand tanutgegeben, daß zum Schuße wichtiger Indus ſtrieland sein von der Tüchtigkeit seiner Ar- treibenden, Handelstreibenden und Intellek- und Gewerbe in Betracht kommen man muß ſtrieunternehmungen gegen Luftangriffe Formas von der Zahl der Erwachsenen auch noch die tionen leichter Luftabwehrartillerie werden gebil beiter, aus der Arbeitsbegabung der in den tuellen. Fabriten Schaffenden, Borteil gezogen? Es gab Es handelt sich nicht darum, Gnade für die deutschen Bauern abrechnen nicht den Tſche- det werden, und zwar aus der Reſerve der Terri in vielen Staaten schon schwere Induſtriekrisen, im Staate verbleibenden Deutschen zu erflehen. chen„ das Brot wegnehmen“ werden, sondern torial- Armee. Die hiezu erforderliche Mannschaft während welcher auch bestqualifizierte Arbeiter Onein! Nur darum, ſich nicht bloß von zeit- vielmehr durch ihr Können und ihren Fleiß dem soll unter den Angestellten dieser Industrieunter arbeitslos wurden; aber dann famen doch immer bedingten Gefühlen leiten zu lassen, sondern Staate nüßen werden. Rom, 14. Oktober( Havas). Falls Großbritannien bei der Absicht, seine Rüstung zu verstärken, bleiben sollte, würde sich Deutschland vielFlottenvertrag zu kündigen. Zu diesem Schluß ge= langen die italienischen Beobachter in Berlin, die die Reaktion der amtlichen deutschen Stellen auf die Tendenz der verantwortlichen englischen Faktoren verzeichnen, die bemüht sind, das Tempo der englischen Nüftung zu verstärken.„ Popolo di Roma" führt in einem aus Berlin datierten Artitel aus: Deutschland gibt zu verstehen, daß es ge= zwungen werden wird, dem Beispiel Englands und Frankreichs zu folgen, und infolgedessen gegebenenfalls auch den mit England abgeschlossenen Flottenvertrag zu fündigen. abend in Sheffield eine Rede, wobei er u. a. era flärte, daß die Regierung beschlossen hat, eine eins gehende Untersuchung aller Mängel einzuleiten, die sich auf dem Gebiete der Nationalverteidi gung in der legten Zeit ergeben haben. Sir John Simon tat feine Erivähnung darüber, ob die Res gierung die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht beabsichtigt oder ob sie sich auch weiterhin mit dem Freiwilligendienst zufriedengeben wird. Schaßlanzler Sir John Simon hielt gestern Das Kriegsministerium hat heute früh be nehmungen ausgewählt werden. Seite 2 Teilkrise der rumänischen Regierung fter für Nationalverteidigung General Argeseann und Unterstaatssekretär General Glaz haben die Demiffion überreicht. Samstag, 15. Oftober 1938 Die Offensive auf Kanton Str. 245 Bomben auf Madrid Mabrib, 14. Oktober.( Reuter.) Gea Stern abends um 19 Uhr als die Straßen von Bukarest, 14. Oktober.( Savas.) Mini- Eilige chinesische Truppentransporte in das gefährdete Gebiet abrib überfüllt waren, begann eine Bombar vierung der Stadt, die volle zwei Stundent Sonkong, 14. Oftober( Reuter). Die liede Verbindung zwischen Huntong und Stanton bauerte. Madrid wurde mit einem Negen von neue Aktion der Japaner in Südchina hat sich schon unterbrochen. 500 Bomben überschüttet, die größtenteils int Aus Kwanst treffen tausende Soldaten in Stadtviertel Vallecas und auf der Gran Via gestern abend rasch weiter entwickelt. Am frühen Worgen hatten die Japaner von der Biasbucht Kanton ein, von wo sie mit sämtlichen Transport- niederfielen. Sieben Bomben trafen das Bio aus Tamschui besetzt, das ungefähr zwölf Meilen mitteln an die Front befördert werden. Central, ohne jedoch dort eine Panik hervorzu rufen. nordwestlich von der Bucht entfernt ist. Der Widerstand der Chinesen war gering und die Japaner dringen daher leicht weiter vor, um die Stadt weischon im Binnenlande zu erreichen. Wie man hört, ist die Bezirks- und Gemeindeverwaltung der Stadt Kanton weiter ins Innere verlegt worden und Vorbereitungen zur Fortschaffung der Die Gründe der Demission sind offiziell noch nicht bekannt. In informierten Kreisen wird darauf verwiesen, daß sie in dem Augenblick er folgt ist, in welchem die Reihe der Ministerrats fizungen unter dem Vorsiz des Königs beendet ist, in denen der Bestand der Ausrüstung des Landes geprüft wurde. Nach der Konferenz in Sinaja vom 12. Oktober hieß es in einem Kommuniqué, daß die Fürsorge für die Ausrüstung des Landes auf neue Grundlagen gestellt werden soll. Minister Argeseanu übernahm das Ressort der Nationalverteidigung kurz vor der Bildung des Kabinetts des Patriarchen Miron Christea. General Glaz beschäftigte sich bereits drei Jahre hindurch mit den mit der Ausrüstung zusammen hängenden Fragen zunächst als Generalsekretär und später als Unterstaatssekretär im Ministerium für Nationalverteidigung der Regierungen Tatarescu, Goga und Christea. Divisionsgeneral Nicolas Ciuperca wurde zum Minister für nationale Verteidigung und General Jakobici zum Vorstand des Departe ments für Aufrüstung, welches heute durch ein Tönigliches Dekret errichtet wurde, ernannt. Das alte Lied jetzt im Elsaß chinesischen Frauen und Kinder find im Gange. bet, find jett 40 bis 50 japanische Schiffe, die in Wie das Reuterbüro aus verläßlicher Quelle melSwatau Fonzentriert waren, an die Mündung des Berufluffes abgegangen. Man glaubt, daß die Japaner den Verfuch machen werden, in Namtau and Land zu gehen und sich mit den Abteilungen aus der Biasbucht zu verbinden. Auf Grund unbestätigter Nachrichten haben die Behörden von Kivantung die ausländischen Konsuln ersucht, mit den Japanern über die Er richtung von Flüchtlingsheimen in der Universität Lingnam zu verhandeln, die Eigentum der Amerikaner ist, ferner in der französischen römisch- katholischen Kathedrale und in anderen Missionsheimen. Weiteren Nachrichten zufolge ist Spionageprozeß gegen amerikanische amerikanische Deutsche Aus bisher nicht bestätigter Quelle verlautet, daß japanische Flugzeuge in den letzten 24 Stunden über Kanton Flugzettel mit der Auffor derung an die Bevölkerung abgeworfen haben, sich zu ergeben, weil sie sonst in der nächsten Beit einem heftigen Bombardement ausgesetzt werde. Kein englischer Protest Dle Helmfahrt Italienischer ,, Kämpfer" Gibraltar, 14. Oktober.( Ag. Esp.) Die italienischen Kriegsschiffe Cerdena", Cala. bria"," Piemonte"," Liguria" sind von Cadiz mit italienischen Soldaten abgefahren, die als amtes stellte heute im Zusammenhang mit gewis werden. In der Hauptsache sind es Invalide, Tokio, 14. Oktober. Der Sprecher des Außen ausländische Kämpfer" nach Hause gebracht sen Gerüchten über angebliche diplomatische Schritte Englands aus Anlaß des japanischen bahren auf die Schiffe gebracht werden. Bei der Verwundete und Kranke. Viele mußten auf Trag Borstoßes in Südchina fest, daß sich die Stellung Abfahrt ereigneten sich zahlreiche Zwischenfälle. nahme Englands bisher ausschließlich auf die per- Die Bewohner von Cadiz waren von den Rebelsönlich geäußerten Bedenken seines Botschafter Craigie mit Vizeaußenminister Horinuchi gegen Ten zur Spalierbildung auf den Kais befohlen über beschränkt habe. Craigie habe Horinuchi worden, wo sie ihrer Dankbarkeit für Italien einen Tag vor Beginn der Operationen auf die Ausdruck geben sollten. Aber die Cadizer waren Schwierigkeiten aufmerksam gemacht, in die nur in geringer Bahl, doch in erkennbar feindHongkong durch die militärischen Maßnahmen in feliger Haltung gekommen. Die Ansprache des der Nähe seiner Grenzen geraten könnte. Amts italienischen Generals Berti an die Heimfahrer liche Warnungen englischerseits liegen jedenfalls wurde öfter durch laute Rufe ,, Es lebe Spanien!" und Spanien den Spaniern!" unterbrochen. nicht vor. Als danach die italienische Hymne gespielt wurde, behielten die Spanier demonstrativ die Hüte auf. Es folgten Proteste der Italiener und Schläs gereien. Bei der Abfahrt der Schiffe riefen die uniformierten Passagiere als Abschiedsgruß: Wir kommen bald und auf immer zurück!" Sitzung der Sozialistischen Jugend- Internationale Haus verlassen. Der gesamte Telephon- und Telegraphenverkehr mit dem Ausland war bis zum Abend unterbrochen. Aehnliche Maßnahmen wurden auch in allen übrigen Städten Bulgariens durchgeführt. Nachmittags wurde durch den Rundfunt amtlich mitgeteilt, daß die Regierung beschlossen habe, Durchsuchungen vornehmen zu lassen, um Personen auszuforschen, die nicht das Aufenthaltsrecht in Sofia haben. Paris, 14. Oktober.( Savas.) Der Stell vertreter des Ministerpräsidenten, Chautemps, erhielt von dem führenden Mann der elsässischlothringischen Deutschen Josef Rossé ein vom New York.( Havas.) Samstag beginnt 12. Oktober datiertes Schreiben. In diefem vor dem Bundesgericht in New York der größte Schreiben protestiert Roffe gegen die Kampagne amerikanische Spionageprozeß unter dem Vorsitz der französischen und der Auslandspresse, die mit des Nichters John Knox. Auf der Anklagebank der Behauptung operiert, Rosse fordere eine Ab- siten vier Beschuldigte, und zwar Johanna Hofftrennung von Elsaß und Lothringen von Frank- mann, Schiffsfriseure, angeklagt, die IlebermittUm 7 Uhr abends teilte der Sofioter Rundreich und ihre Angliederungen an Deutschland. lung von geheimen Dokumenten betreffend die NaRoffe betont, daß er der journalistische Sprecher tionalverteidigung besorgt zu haben, der gewesene funk mit, daß die ganze Aktion beendet sei. In einer politischen Partei sei, die einen Großteil der Sergeant der amerikanischen Armee Günther Gu- einer amtlichen Meldung heißt es, daß alles in Wähler des Departements Unter- und Oberrhein stav Numrich, der später desertierte, angeklagt des Ordnung durchgeführt wurde und sich keine Zwvidereinigt, und führt dann weiter aus: Diebstahls eines geheimen Rodes der amerikaniſchenfälle ereignet haben. In Sofia und im gan Wenn gegen unseren Willen und mit be- fchen Luftwaffe, Erich Glaser, amerikanischer Mi- Ben Lande herrscht Ruhe. In der Meldung wird wußter Fälschung der Tatsachen vor der Oeffent- litärflieger, angeklagt des Diebstahls geheimer eine genaue Zahl der Verhafteten angegeben, jelichkeit behauptet wird, daß ich und durch mich Dokumente, und Otto Hermann Foß, Angestellter doch erklärt, daß deren Zahl groß sei und daß die meine Partei die Lostrenning des Elfaß von einer Flugzeugfabrik, angeklagt des Diebstahls von ohne Ausweis angetroffenen und die von der PoFrankreich fordere, werden Deutschland direkt die Plännen eines neuen Modells eines Jagdflugzen- lizei gesuchten Personen in ihren HeimatgemeinArgumente zu einer Aftion gegeben, die die ges. Weitere 14 Angeklagte werden bei dem Bro- den interniert werden. Private Nachrichten schätschlimmsten Folgen haben könnte. Niemand hat zeß nicht anwesend sein, da sie im Ausland wei- zen die Zahl der Verhafteten auf einige Tausend. im Elsaß daran gedacht, niemand denkt daran, len. Es befinden sich unter ihnen insbesondere sich gegen den Staat zu erheben. Ich halte es für drei Offiziere des reichsdeutschen Kriegsministeein Verbrechen, in diesem Augenblick aus mir umriums. bekannten Gründen, die aber keinesfalls die niedrige Handlungsweise rechtfertigen fönnen, Scharfe Angriffe Bürckels ein Problem aufzurühren, welches selbst diejenigen, die es betrifft, als erledigt betrachten. Soweit es mich betrifft, nehme ich zur Kenntnis, daß die Angelegenheit in Paris aufgeworfen wurde und nicht im Elsaß. Ich lehne jede Verantwortung ab. auf die Kirche London. Der Wiener Reuter- Korrespondent meldet: Gauleiter Bürckel sprach Donnerstag auf einer nationalsozialistischen Versammlung über die fürzlichen Demonstrationen gegen Kardinal Inniger. 1. a. erklärte er, daß die Staatsautori Kopenhagen, 14. Oktober( Savas). Poli tät mit der Kirche in der Ostmark nicht mehr vertifen" berichtet: Pastor Schmidt, der deutsche Ab- handeln werde und daß alle konfessionellen Schu geordnete für Nordschleswig, der auf Grund des len, soweit dies noch nicht geschehen sei, geschlossen Plebiszits vom Jahre 1920 dänischer Staatsan- werden. Die politische Amnestie, die gehöriger wurde, hielt gestern im Parlament eine wahrscheinlich nach der Angliederung des sudetenRede, in der er sagte: Dem deutschen Volt in deutschen Gebietes an Deutschland erlassen werDänemark sollte eine fulturelle Selbstverwaltung den wird, werde sich nicht auf Prieſter beziehen erteilt werden, es sollte für dasselbe wegen der und alle Bemühungen der Klerikalen Kreiſe, füz wirtschaftlichen Schwierigkeiten ein Moratorium Schuschnigg eine Amnestie zu erreichen, seien abverkündet werden und es sollten Maßnahmen ge- solut vergeblich. troffen werden, damit es seinen Besißstand bewah ren fann. Schmidt glaubt, daß es nicht möglich fei, alle Nationalitätenfragen so zu lösen, wie sie in Oesterreich und im Sudetenland geregelt wurden, daß aber die Erreichung der kulturellen Selbstverwaltung durchführbar sei. Das Büro der Sozialistischen Jugend- Internationale und die Vertreter der sozialistischen Jus gendverbände in Belgien, Dänemart, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Holland, Italien, Lus remburg, Desterreich, Schweden und Spanien haben am Sonntag, dem 2. Ottober 1938, in Paris eine Sißung abgehalten, die sich mit der gegen wärtigen internationalen Situation beschäftigt. Nach einem Bericht des Generalsekretärs der Sozialistischen Arbeiter- Internationale, Friedrich Adler, wurden in einer ausführlichen Diskussion die Auffassungen der einzelnen Verbände ausges tauscht. Das Eretutivkomitee der Sozialiſtiſchen Jugend- Internationale wird Ende November zu einer neuen Sißung zusammentreten. Die Tas gung übermittelte der Tschechoslowakischen Repu blit und insbesondere der sozialistischen Jugendund Arbeiterbewegung dieses Landes den Auss Delhi. Hier kam es zu ernsten Zusammen- drud ihrer herzlichsten Sympathie und Solidaris stößen zwischen Mohammedanern und Hindus, tät. Die Sigung beschloß eine dringende Auffors 2 Hindus wurden getötet, 6 Hindus und 1 Mo- derung an die Verbände, die Hilfsaktion für das hammedaner schwer verwundet. In Multan grif- republikanische Spanien und die Propaganda gedeten einen von ihnen. Die Polizei mußte das zusetzen und zu verstärken, da der spanische Freis fen Mohammedaner die Hindus an und verwungen die faschistische Intervention in Spanien forts Feuer eröffnen, wobei 2 Mohammedaner verwun- heitskampf in der gegenwärtigen Situation von bet wurden. der größten internationalen Bedeutung ist. Mohammedaner gegen Hindus Verband bürgerlicher Bereitschaft abordnung mitgeteilten Beschluß des Vorstandes des Exekutivausschusses der tschechoslowakischen Volkspartei in der Slowakei, daß mit Rücksicht auf die staatsrechtliche Aenderung in der SlowaPrag. Freitag traten die Vertreter der fei die tschechoslowakische Volkspartei in der SloSokolgemeinde, des Verbandes der tschechoslowa- wakei ihre selbständige Tätigkeit einstelle und fich tischen Arbeiterturnvereine, des Orei, der Legio- mit der Volkspartei lintas vereinige, zur Kennt närgemeinde und der Unabhängigen Vereinigung nis genommen. der Legionäre zusammen und beschlossen, einen Nach der Rede zogen Zehntausende in endlo- Verband bürgerlicher Bereitschaft zum Zwecke der sen Demonstrationszügen vor dem erzbischöflichen gemeinsamen Arbeit für Bolt und Staat zu bildet. Palais auf dem Stephans- Platz vorüber. Immer In vollem gegenseitigen Vertrauen und unter wieder stieß die Menge Demonstrationsrufe gegen Aufrechterhaltung der Selbständigkeit wurden die den politischen Statholizismus aus. Dabei wurden Richtlinien der Zusammenarbeit festgelegt. Miniauch Knallerbsen gestreut, die von der Menge zer- ster. Dr. Stanislav Bukovský wurde mit der Einbetreten wurden. Zur Stunde ziehen die Menschen- rufung der konstituierenden Sitzung betraut. Französischer Bauarbeiter- massen immer noch an dem erzbischöflichen Palais vorüber. führer verhaftet Paris. Im Auftrage des Untersuchungsrichters wurde der Stellvertreter des GeneralBeratung der tschechischen Sozialdemokraten Das Zentralsekretariat der tschechoslowatischen sozialdemokratischen Arbeiterpartei stellt den Blättern folgende Nachricht zur Verfugung: Freitag, den 14. Oktober, fand eine Vor Veränderungen in der tschechoslowakischen Diplomatie Die neue außenpolitische Lage wird wohl zu gewissen Veränderungen in der tschechoslowakischen Diplomatie führen, einige Umbesetzungen wurden bereits durchgeführt. Durch die Ernennung des bisherigen Gesandten in Rom, Dr. Chvalkovský, zum Außenminister, wird unsere Bertretung in Rom neu besetzt werden müssen. Ebenso soll es in Paris und London zu einem Wechsel in der Person der Gesandten kommen. Der bisherige Pariser Gesandte, Dr. Osustý, der diesen Posten seit zwanzig Jahren bekleidet, und der vor 1918 in den Vereinigten Staaten gewohnt hat, soll als Gesandter nach Washington Hinrichtungen in Deutschland Berlin.( DNB) Heute wurden die durch das fekretärs des Gewerkschaftsverbandes der Bau- Reichskriegsgericht zum Tode verurteilten Franz arbeiter Labrousse verhaftet, weil er während der Backes aus Trier und Josef Baranet aus Ratibor Streiks der Bauerbeiter in Lyon die Streikenden hingerichtet. Backer war aus Geldgier und Veraufforderte, die übrigen Arbeiter daran zu hin- gnügungssucht, heißt es in der Begründung zu ſtandſigung der Partei unter Vorsitz A. Hampls dern, auf den Bauplätzen zu arbeiten. Diese Ber- einem gefährlichen Spion geworden. Baranet ſtatt. Dieser gedachte bei Eröffnung der Sigung gehen, während der bisherige Gesandte in Lons haftung, welche die erste ihrer Art seit einigen hatte sich aus Gewissenlosigkeit und Gewinnsucht mit warmen Worten des verstorbenen Fr. To- don, Jan Masaryk, in die Prager Zentrale ein Jahren in Frankreich und insbesondere seit dem dem Nachrichtendienst einer ausländischen Macht mášek und würdigte dessen Verdienste um den berufen werden soll. Ueber die Nachfolge der beis Bestande der Volksfront ist, hat in der Arbeiter- verkauft. Beide haben ihre Verbrechen über einen Staat und die Arbeiterbewegung. Rudolf Bechyně, den Gesandten auf dem Pariser und Londoner öffentlichkeit große Erregung und Wiberhall in der längeren Zeitraum hin ausgeübt. der seinen Gesundheitsurlaub beendet hat, nahm Posten verlautet noch nichts sicheres. Auch der Presse, scharfe Proteste auf der Linken und Zuan der Sitzung des Vorstandes teil. Ueber die leß- Berliner Gesandte Dr. Mastný wird von seinem stimmung auf der Rechten hervorgerufen. ten Ereignisse im Aus- und im Inland, über die Amte scheiden und geht er ist 64 Jahre Tausende Verhaftungen in Sofia Verhältnisse in der politischen Arbeiterbewegung mit Ende des Jahres in Pension. An seine Stelle Klagen polnischer Auswanderer Sofia, 14. Oktober. Als die bulgarische und in der Gewerkschaftsbewegung, über Verfas soll der letzte Gesandte der Tschechoslowakei in Hauptstadt gestern früh erwachte, befand sie sich sungs-, soziale und wirtschaftliche Fragen, die ge- Wien, Künzl- Jizersih, kommen. Auch in der Pras über Frankreich im Belagerungszustand verbunden löst werden sollen, berichteten A. Sampl, R. Be- ger Zentrale ist es zu einigen Veränderungen ges Paris.( PAT.) Der polnische Botschafter mit einer militärischen Blodade. Die chyně, Dr. Dérer, Husnay, Vesely und Němec. kommen. An Stelle des bisherigen Chefs der Lukasiewicz empfing eine Delegation der polni Zeitungen waren nicht erschienen, der gesamte Die erstatteten Referate wurden nach einer um Kanzlei des Außenministers, Gesandten Dr. Jina, schen Arbeiterorganisationen in Frankreich, die Straßenverkehr war abgesehen von der Ver- fassenden Debatte genehmigt. trat Legationsrat Dr. Masařit, der an den Verihn über die peinliche Lage der polnischen Emi- sorgung der Stadt mit Milch eingestellt. Die handlungen in München teilgenommen und auch granten während der französischen Mobilisierung Alemter, die Geschäfte, Restaurants und Kaffeeden neuen Außenminister nach Berlin begleitet insbesondere im Hinblick auf die feindseligen häuser waren geschlossen. Vom frühen Morgen an hat. Auch der Chef des Nachrichtendienstes des Sundgebungen eines Teiles der französischen gingen die kurz nach Mitternacht mobilisierten Außenministeriums, Sektionschef Hájek, ist zu öffentlichen Meinung gegenüber den Polen unter- Militär- und Polizeiabteilungen unter Führung Die tschechoslowakische Voltspartei in der rüdgetreten. richteten. Die Delegation ersuchte den Botschafter, von Offizieren von Haus zu Haus, um nach Waf-| Slowakei hat sich mit der Volkspartei Hlintas zugunsten der jungen polnischen Generation in fen und verdächtigen Personen zu forschen. In vereinigt. Der Vorsitzende der Regierung ArmeegeneFrankreich, die heute mit Rücksicht auf die ein- den menschenleeren Straßen sah man Militärab- Das Präsidium des Zentralvollzugsaus- ral Jan Syrový empfing den vom Vorsitzenden der schränkenden Bestimmungen für Ausländer keine teilungen, die zum Teil mit Handgranaten be- schusses der tschechoslowakischen Volkspartei hat in slowakischen Regierung Dr. Tiso ernannten Chef Beschäftigung finden kann, die nötigen Schritte zu waffnet waren. Von Zeit zu Zeit passierten Mili- seiner am Donnerstag, den 13. Ottober 1938, des staatlichen Pressedienstes in der Slowakei unternehmen. tärautomobile die Straßen. Niemand durfte das labgehaltenen Sizung den ihm durch eine Sonders Petr Pridavot. Vereinigung der Volkspartelen In der Slowakel b T G f t h b b b d i Rf. 243 SamStag, 15. Ott-Ser 1V38 Sette S Vs8 schrsiht dis tschechische Presse? wird, denizufolge einige dem Präsidenten Beneä « tt n B t I Versuch gescheitert. In i Der Zustrom der Flüchllinge aus dem sude- ! tendeutschen Gebiet ebbt ab. Er ist zwar noch nicht i an seinem Ende angelangt, aber die große Welle . scheint sich doch schon größtenteils erschöpft zu i haben. Wie viele Flüchtlinge eS zur Zeit in > Jnnerböhmen gibt und wie viele darunter : deutsche Demokraten sind, läßt sich auch heute noch nicht annähernd feststellen. Ständig finden Verschiebungen von einem Lager zum anderen statt, so daß schon aus diesem Grunde eine zahlenmäßige Erfassung nicht möglich ist. Der Mangel einer ZählungSmöglichleit und böser Wille bauschen das Problem, das ja an sich tragisch genug ist, inS Ungemessene auf. Völlig ohne Kontrolle tauchen in der Preffe— und leider auch in einem Teil der deutschen demokratischen Presse — Phantasieziffern auf, deren Nennung die Lö«< sung des Problems nicht gerade erleichtert. Wir wollen keineswegs ins entgegengesetzte Extrem verfallen, aber wir glauben, immerhin vermerken zu dürfen, daß nach der Ansicht eines uns nahestehenden Sekretärs, der mit der Flüchtlingsfürsorge in Prag betraut ist, die Zahl der deut- schenSozialdemokraten, die als Flüchtlinge in innerböhmischcn Lagern untergebracht sind, 4000 nicht übersteigt. Aber auch wenn diese Zahl zu niedrig gegriffen sein sollte, gibt sie doch einen Begriff von der Unsinnigkeit anderer Behauptungen, bei denen mit den Zehntausenden nur so herumgeworfen wird. In Prag selber zählen die im Studentenheim massenhaft untergebrachtcn Flüchtlinge etliche hundert. Außer ihnen gibt eS in der Hauptstadt keine in Maffenlagern untergebrachten Flüchtlinge. Die Lager in der böhmischen Provinz enthalten durchaus je zwei- bis dreihundert Menschen. Bei einigem guten Willen und wenn einmal ein klarer Organisationsplan vorliegen wird, wird das Problem wahrscheinlich und hoffentlich, so ernst und bitter eS ist» keiner übermenschlichen Anstrengung zu seiner Lösung bedürfen. Wo Vernunft und menschliche Gesinnung herrschen, geht man erfreulicherweise die Frage schon jetzt ruhig und sachlich an. Beispielsweise bemüht sich I. A. B a k a, die Aufstellung eines Programms durch, praktische Ratschläge zu beschleunigen und zu erleichtern. Er beantragt eine gesetzliche Verpflichtung für jede Gemeinde, auf je 1000 Einwohner bis zu 20 Flüchtlinge aufzuneh« nen und den Familien etwas Grund zur Verfügung zu stellen; die Staatsforste sollten durch die Lieferung von Brettern und Balken Hilfen,■ damit die Flüchtlinge sich Heime bauen könnten.' Würde ein solcher oder«In ähnlicher Plan durch«' geführt werden, dann würde das Problem sofort J viel von seinem Gewicht verlieren. Brächte man I auf diese Weise zehntauscnde tschechischer Flücht- i linge unter, so wäre eS wahrhaftig keine unmög- i liche Sache, auch für ein paar hundert oder tau- Stärkere Rolle der Gewerkschaften „Närodnl Osvobozenl" berichtet über die Kon» zentrationSbeslrebungen innerhalb der Gewerkschaften und teilt mit, daß ebenso wie-wischen den Organisationen der Metallarbeiter auch zwischen jenen der Eisenbahner über die Vereinigung verhandelt wird. Welche Bedeutung eine einheitliche ÄewerkschaftSorganisation haben würde, geht darau» hervor, daß darin ungefähr zwei Millionen Arbeiter und 180.000 Angestellte vereinigt sein würden. Deswegen seien die Bereinigungsbestrebungen der Gewerkschaften zu begrüßen.„Bor allem deshalb, weil eS im Interesse de» arbeitenden Volkes und unserer neuen Wirtschaft notwendig ist, alle Kräfte anzuspannen und alle Gesichtspunkte und Erfahrungen zur Geltung zu bringen. Der zweite Grund, warum die breite Oeflentlichlelt diese Licheit mit Interesse verfolgt, ist die Tatsache, daß die gewerkschaftliche Arbeit sozusagen daS Oel ist, welche die ideologischen Unterschiede in der Parteipolitik glätten und überwinden. Die gewerkschaftlichen Organisationen sind also und werden hoffentlich eine der besten Kräfte der neu aufgedauten Republik sein." binden sollen, die Armee gehört, schreiben die„Dll- stojnicki Lisch"