MnlerHattmlgsblatt des VorivSrts Nr. 62. Dienswg. deil 29. März. 1898. lNachduicl oettoten.) 21] Klm hÄuslichetr Herd. Roman von Iwan Franko. Mundi erzählte diese Geschichte lebhaft, atheinlos, mit sichtlichein Stolz und großer Freude, mährend Lieschen mir mit Angenzwinkern und Ach-Rnfen ihr Entzücken zu erkennen gab. Angela konnte ihre Augen mm den Kindern nicht iveg- wende», und mar von ihrem Anblick so hingerissen, wie sie es von Gregor's Erzählung und von der That ihres Vaters waren. „Nun schlaft jetzt, schlaft. Kinderchen!" sprach sie endlich, „morgen wird Euch der Vater selbst noch schönere Geschichten erzählen.* „Ach lispelte Lieschen, im Vorgeschmack dieser Geschichten. „O nein, schönere kann er unS nicht erzählen," sagte Mundi ernsthaft. „Gregor sagte, daß dies die schönste war." Angela lachte, küßte die Kinder und ging in ihr Zimmer. Nach der warme», lieblichen Atmosphäre des kindlichen Ge- plauders und der kindlichen Liebe, umwehte sie hier von neuem der kalte Lufthauch der Angst, der Ungewißheit und der Er- Wartung. Weder Anton, noch Julie waren gekommen. Es ivar bald neun, was konnte das bedeuten? Angela setzte sich und wollte wieder ihre Arbeit vor- nehmen, doch ihre Finger bebten, ihre Gedanken flogen unruhig hin und her, daß sie sich umsonst bemühte, sie zusammen- zufassen. Das Wagengerassel und das hcrauftönende Wellen- brausen des Nachtlebens, abgerissene Rufe, Fragmente eines lauten Straßcnzanks, das Geräusch schleppender Schritte auf der Stiege, das langsam herannahte und sich dann in den oberen Stockwerken wieder verlor, all das flimmerte kalei- doskopartig in ihrem Gehirn und versetzte sie bald in»er- vöscs Zittern, bald in ein stumpfes Gefühl einer einförmigen Nerve, lanspannnng, bald wieder in melancholische Resignation. Minure»m Minute, Viertelstunde um Viertelstunde ver- ging. Jetzt ist's halb zehn, jetzt dreiviertel. Angela geht auf und ab, blickt durchs Fenster ans die Straße. Es ist dunkel, das Brausen des Nachtlebens verhallt langsam, und Angela's Scelenverfassung wird immer unleidlicher. Die Angst um Anton und die Unruhe, die Jnlien's Karte in ihr wachrief, steigern sich immer mehr. Daß sie unfähig war, diese beiden Angelegenheiten in Gedanken von einander zu trennen, regte sie noch mehr auf. Marie trat ein und fragte, ob die gnädige Frau allein das Nachtmahl nehmen wollte. „Nein, ich habe keine Lust," erwiderte Angela. „Du und Gregor, Ihr habt ivohl schon gespeist?" „Ja, gnädige Frau, Gregor hat sich in die Kaserne be- geben." „So leg' Dich auch schlafen. Das Nachtniahl für den Herrn stelle in die Röhre, ich werde auf ihi, warten." Marie entfernte sich. Angela zog, ohne zn wissen wozu. eine Schublade des Kastens heraus und begaim die Wäsche zu ordnen. Da ließ sich ein Klopfen— diesmal ein starkes und hastiges an der Thür vernehmen— Angela sprang ans und erschrak wie ein Verbrecher, der auf der That ertappt wird. Sie wollte„Herein" rufen, doch die Stimme versagte ihr. Doch ohne ans ihr Herein z» warten, öffnete sich die Thür, und herein stürzte athemlos Agnes. In ihrem Gesichte malte sich Schrecken, das Tuch hing ihr nachlässig um den Nacken. Der Kopf war entblößt und mit Schneeflocken bedeckt. Die Alle athmete schwer, preßte die Hand bald an die Brust, bald hob sie sie zum Hals, machte verzweifelte Zeichen niit Kopf und Händen, bis sie endlich dazu kam, ein Wort herauszubringen. „Um Eotteswillcn, Agnes, was ist Euch, was ist geschehen?" rief Angela, die etivas ruhiger wurde, als sie Agnes erblickte und sie eher mit Erstaunen, als niit Schrecken betrachtete. „Ach! Ach!" ächzte Agnes, ganz kraftlos ans den Sessel sinkend. „Ich kann— nicht— gnädige Frau— ich bin gelaufen — ganz athemlos— dmrch die Promenade-Anlagen"... „Ha ha ha ha," lachte Angela laut, daher das Entsetzen! Agnes passirte die Anlagen? Ha, ha, ha! Was hat Euch denn zu einem so furchtbar unvorsichtigen Schritt bewogen? Und ich dachte schon, halb Lemberg sei eingefallen! Doch wo ist Julie? Warum ist sie nicht gekommen?" Agnes, die sich noch nicht erholt hatte, machte wieder mit Kopf und Händen verzweifelte Bewegungen. „Ach, ich kann nicht!— ich kann nicht— gnädige f ran— hier, hier fühle ich ein Würgen," sagte sie, auf ihren als zeigend. „Da trinkt das," sprach Angela, ihr ein GlaZ Wein reichend,„vielleicht hilft Euch das!" Mit zitternden Händen nahm Agnes den Wein und leerte das Gläschen. Der Trank schien sie wirklich zn stärken,' sie athmete zweimal tief ans und begann zu weinen. „Ach, meine Frau ist nicht mehr da!" schluchzte sie. „Unsere jungen Damen sind auch nicht mehr da! Niemand ist da! Niemand!" „Was sagt ihr. Agnes?" fragte Angela, noch immer erstailnt, ohne recht zu verstehen.„Sie sind nicht mehr da? Wo sind sie denn hin?" „Man hat sie fortgeführt, alle fortgeführt." „Wer denn?" „Die Polizei?... Ja, hören Sie nur. Wie ich von Ihnen nach Hause komme, sehe ich vor dem Hanse etwa fünf Wagen stehen, beim Thor Polizei, unter de» Fenstern Polizei, auf der Stiege Polizei und in der Woh- nung eine Menge Kommissäre, Revisoren? Ein Lärmen, ein Weinen, alle Schubladen geöffnet, alles von unten zu obcrst gekehrt, die jungen Damen kleiden sich an. Einige Herren, die gerade anwesend waren, wissen nicht, was sie anfangen sollen. Und meine Frau sitzt blaß wie eine Leiche, ganz durchnäßt, gewiß war sie ohnmächtig geworden und mußte mit kaltem Wasser ange- spritzt werden. Kaum trat ich ins Zimmer, als der Kommissär über mich herfiel, wer ich sei, was ich hier zu thuu habe? Ach, gnädige Frau, seit ich lebe, war ich nicht so erschrocken?" Halbtodt hörte Angela ihr zu. Die Nachricht von Julieus Verhaftung hatte sie betäubt, ihr die Fähigkeit, zu denken und zu fühlen, geraubt. Sie empfand weder Schmerz, noch Angst— überhaupt nichts. Es schien ihr, als versinke alles um sie herum; die ganze Wirklichkeit zerstob wie ein Nebel vor ihren Augen, die Menschen verschwanden, das Hans, die Stadt, die ganze Erde löste sich auf, und sie selbst flog leicht, ivie ein Mohnkorn in eine grundlose Tiefe und zerfloß in ein Nichts. Nur noch an einem einzigen dünnen Faden schwebt sie zwischen Himmel und Abgrund, und der Faden ist Agnes' Stimme, die schwach, zitternd, wie aus ungeheuerer Entfernung zn ihr dringt. „Ich ivollte gleich fortlaufen," fuhr Agnes fort,„aber sie ließen mich nicht. Dann durchsuchte man alle meine Sachen, doch man fand nichts. Dann befahl nian mir, nieine Frau an- znkleiden, die Arme war eiskalt. Ich weinte, als ich sie an- kleidete, als wenn ich sie in den Sarg legen würde, doch sie kam etwas zu sich und sagte zn mir:„Weine nicht, Agnes, ich hoffe, daß dieses Unglück vorübergeht." Und dann, als niemand von den Leuten in unserer Nähe war, flüsterte sie mir ins Ohr:„Agnes, lauft schnell zu Angela hin und er- zählt ihr alles. Vielleicht kann sie durch ihren Mann oder sonst durch jemand für mich etwas thnn— und auch für sich." Ja, so sagte sie auch für sich! Ich küßte sie, als man sie in den Wagen hob. Die jungen Damen wurde» auch alle fortgeführt. Zivei lagen krank zn Bett, doch mußten sie sich auch anziehen und zur Polizei fahren. Nur mich allein ließ man zurück. O mein Gott, mein Gott, was wird mit mir geschehen!" Agnes begann wieder zn weinen»lud von Zeit zu Zeit die Augen mit dem Tuch zu wischen. Angela saß noch immer unbeweglich da, mit weit geöffneten Augen; ihr Gesicht war ganz ausdruckslos, und auf den Lippen schwebte sogar der Schatten eines sonderbaren Lächelns. Agnes, die mit dem Schicksal ihrer Fran und ihrem eigenen viel zn sehr beschäftigt war, beachtete Angela wenig. Sie erhob sich, wischte noch einmal die Thränen aus den Augen und sagte:„Nun gehe ich schon, gnädige Frau, ich habe das Meinige gethan, jetzt mnß ich nach Hanse eilen; ich habe die Wohnung abgesperrt, da ich jetzt ganz allein bin. Ich küß' die ßcmb, gnädige Frau, und schönen Tan! für den Labe- trunk!" Sie küßte Angela wirklich die Hand, die ganz bewegungZ- los ans dein Tisch ausgestreckt lag,"und ging fort, ihr gute Nacht wünschend. Angela� bewegte sich nicht, blickte ihr nicht nach, sie saß wie eine Statue da. Minuten, Viertelstunden, ja Stunden vergingen, sie saß noch immer ohne jede Bewegung, nur das ruhige, gleichförmige Atbmcu vcrricth ein lebendes Wesen. Wäre der Hauptmann, der eben zu dieser Zeit an dem Hans- thore geläutet und gleich darauf den schrecklichen Kampf i» seinem Innern ansgefochten hatte, in diesem Augenblick ins Zimmer gestürzt und hätte seinen, noch in Bosnien ge- schärften Säbel ibr in die Brust gestoßen, ihr Tod wäre nur ein unmerklicher Uebergang gewesen aus der jetzigen Erstarrung in die ewige, vollkommene Erstarrung, ein ruhiges, unbewußtes Hinübergleite» ans der Meerenge des Lebens auf den un- begrenzten, unergründlichen stillen Ozean des Nichtseins. Erst gegen 1 Uhr nachts änderte sich ihr Zustand so weit, daß sich die Augenlider langsam schlössen, der Kopf auf den Tisch sank, und die Hand sich mit einer unbewußten Be- wegnng unter die Stirne schob, Angela schlief ei». In dieser Lage traf sie früh bei der noch immer brennenden Lampe die erschrockene Marie._(Fortsetzung folgt.) Bwct Vvirfe von Virkor �ngo. Vor kurzem erschien zu Paris ein neuer Band der gesammelten Korrespondenz Victor Huyo's. des gröhteu Dichtergenics, da- das E rankreich des neunzehnten Jahrhunderts hervorgebracht hat. Die riefe, die uns hier geboten werden, umfassen die ereignihoollste» Jadre ans dem Leben des Dichters und entstammen der Zeit von 1836—1882. Alles was wir an Victor Hugo's Merken schätzen. die unvergleichliche Lebhaftigkeit des Stiles, die treffende Sicher- heit des Ausdrucks, die mannhafte Ehrlichkeit des Dichters, der immer sein Ureigenstes giebt, finden wir in erhöhtem Maße in diesen verlrantichcn Dokumenten wieder, in denen er als Schriftsteller nicht zum Publikum, sondern als Mensch zum Menschen spricht. I, An Lamartine. Hantevillc-Hoiise, 24. Juni 1862. (Victor Hugo lebte damals als Proilribirter der napoleo- Nischen Gewaltherrschaft auf englischem Boden.) Erhabener Freund! Wenn das Radikale zugleich das Ideale ist, ja, dann bin ich radikal. Ja, von jedem Gesichtspunkte aus verstehe, wünsche und begrüße ich da? Beste; wenn das Sprichwort es auch verlästert, so ist das Beste doch nicht der Feind des Guten, denn das würde ja logisch darauf hinauslaufen, daß das Beste der Freund des Schlechten wäre. Ja, eine Gesellichasr, die das Elend, eine Religion, die die Hölle, eine Menschlichkeit, die den Krieg zulasse», erscheinen mir als eine minderwerthige Gesellschaft, als minderwerthige Religion, als »ündcrwerlhige Menschlichkeit, und gerade gegen diese Gesellschaft von oben, gegen diese Religion von oben und gegen diese Mensch- lichkcit von oben wende ich mich: Gesellschaft ohne König, Menschheit und Menschlichkeit ohne Grenzen, Religio» ohne Buch und Buchstabenglauben! Ja, ich be- kämpfe den Priester, der die Lüge verhökert, und de» Richter, der ungerecht richtet. Das Eigcnlhnm allgemein machen(was das Gegeutheil von abschaffen ist), indem man den Parasitismus unter« drückt, das heißt zu diesem Schlüsse kommen: alle Menschen Eigen- thiimer und keiner Herr über den anderen— mir scheint das die wahrhafte soziale� und politische Oekonomie. Ich fasse kurz zusammen und wiederhole: Ja, soviel ein Mensch wollen kann, so will ich das Unglück unter de» Menschen vernichten, so verdamme ich die Sklaverei, so verfolge ich das Elend, so kläre ich die Unwissenheit ans. so pflege ich die Kranken, so erhelle ich die Nacht, so hasse ich den Haß. So bin ich, und deshalb habe ich»leinen Roman(die Elenden, los ißlissrablss) geschrieben. Nach meiner Älbsicht sind die„Elenden" nichts als ein Buch, daß die Brüderlichkeit zur Grundlage und den Fortschritt als Gipfelpunkt hat. Und nun nrtheilen Sie über mich. Die Achlnngsbezengnngen nntern Schriftstellern sind lächerlich, aber die politischen und sozialen Debatten unter Dichtern, das heißt unter Philosophen, sind«rnn und fruchtbringend. Sie wolle», des bin ich sicher, wenigstens zum großen Theile, dasselbe wie ich; nur wünschten Sie vielleicht, daß diese Neigung noch mehr gemäßigt werde. Ich aber gestehe, daß mir, abgesehen von Eewaltlhaten und Repressalien, die streng zur Seite bleiben sollen, der kurze Weg der liebste wäre, wo ich so viel Leid um mich sehe. Lieber Lamartine, im Jahre 1820— es ist lange her— war mein erstes schüchternes Stottern als junger Poet ein enthu- fiastischer Gruß a» Ihren strahlenden Stern, der sich über die Welt erhob. Diese Seite steht in meinen Werke» und ich freue mich des; sie steht darin nebe» vielen anderen, die Ihren Ruhm und Ihr Genie ver« herrlichen. Heute meinen Sie. daß die Reihe an Sie gekommen sei. von mir zu sprechen, und ich bin stolz darauf. Wir lieben nnS seit vierzig Jahren und— sind nicht einmal todt! Sie möchten weder, wie ich sicher bin, diese Vergangenheit, noch diese Zukunft auS- löschen. Machen Sie mit meinem Buche, was Ihnen gut dünkt. Von Ihren Händen kann nichts als Licht kommen. Ihr alter Freund Victor Hugo. II. An den Herrn Bischof von Sögnr. Hauteville-House, 17. September 1872. Mein Herr! Ihre Existenz war mir bisher unbekannt. Heute erfahre ich, daß Sie existire» und sogar Bischof sind. Ich glaube es. Sie haben die Güte gehabt, einige Zeilen über mich zu schreiben, die man nur übermittelt und die ich hier wiederhole: „Victor Hugo, der große, der erhabene Victor Hugo, der großartige Dichter der Demokratie und der universellen Republik ist ein armer Man», der mit d r e i m a l h u n d e r t t a u s e n d Franks Rente geschlagen ist(im Text unterstrichen), einige behaupten sogar mit f ü n s m a l h n n d e r t t a n s e n d(im Text unterstrichen); sein infames Buch: D i e E l e» d e n hat ihm ans einen Schlag fünfhunderltansend Franks eingebracht. Man ver- gißt nur imnier die Wohlthaten anzuführen, die sein großes Herz voll Menschenliebe sicherlich zwingt, feinen Freunden ans den unteren Klaffen zukomme» zu lasse». Man sagt, er sei gerade so habsüchtig und egoistisch wie er prahlerisch ist." Es folgen zwei Seiten in gleickei» Stil über Ledrn-Rollin, der ein„dicker Mastbürger" ist, über Rochefort,„der in Meaux mit einer Anzahl Banknoten im Futter seiner Kleidung gefaßt wurde, über Garibaldi, den Sie Garibaldi Pascha nennen, der„Krieg führt, ohne sich zu schlagen", der als Armee„fünfzehn tausend Banditen hatte, feig ivie Mondkälber", und der„mit unseren Millionen ans» gekniffen ist" u. s. w.». s. iv. Ich will meine Zeit nicht damit verlieren, mein Herr, Ihnen zu sagen, daß in den paar oben zitirten Zeilen so viele Lügen wie Worte sind. Sie wissen das selbst. Ich begnüge mich dainil. in diesen Zeilen eine literarische Kritik sestzustellen, die Bezeichnung „infam" in bezug auf das Buch:„Die Elenden". Es kommt in den„Elenden" ein Bischof vor, ein guter, ans- richtiger, bescheidener, brüderlich fühlender Mensch, der ei» warmes Herz mit feinei» Geiste verbindet und alle Tugenden seinen Segens- sprächen hinznsügt. Deshalb nennen Sie offenbar die„Elenden" ein infames Buch. Man muß also daraus schließen, daß die „Elenden" ei» bewundernswürdiges Buch wären, iven» der Bischof ein unverschämter und gehässiger Mensch wäre, ein Verleumder, ei» dummer und grober Schriftsteller, ein elender Slribifax der tranrigslcn Sorte, ei» Agent polizeilicher Niederträchtigkeiten, ein mit Krnmmpab und Mitra geschmückter Lügner. Würde der zweite Bischof lebenswahrer sein', als der erste? Diese Frage geht Sie a», mein Herr. Sie kennen sich besser unter den Bischösen aus als ich. Victor Hugo. Die Geschickte hat uns die Antwort des also avgesertigtcn Priesters nicht überliefert. Es ist schade. Sie wäre wahrscheinlich ein Hochgenuß.—_ Mteittrs Fettillekon — Chinesische Palmblättcr-Fächcr. Der französischenZeitschrift „L'Jndnslrie" entnimmt der„Prometheus" folgende hübsche Plauderei über den chinesischen Palmblätter-Fächer und dessen Herstellung: Jedermann kennt den Fächer auS Palmblättcrn, der zu Dutzenden (man könnte selbst sagen zu Tausenden) ans dem äußersten Osten zn uns gelangt und der jetzt selbst in den kleinsten enropäischc» Bazaren verkauft wird. Die Verfertigung dieses kleinen exotischen Gegenstandes hat in der Provinz Canton eine besondere Industrie geschaffen. In dem Bezirk von Jan-»i im Siidep von Canto» wird auf einem Flächenraum von 600 Quadratkilometern die Zucht des PalmbannieS, der die so verivendeten Blätter liefert, betrieben, und die Herstellung der Fächer selbst beschäftigt über 20 066 Per- sonen, sowohl Männer als Frauen. Der fragliche Palmbani». der de» bezeichnenden Namen„Fächerpaline" führt, ist die livistona. odineirsis. Der Boden und das Klima der genannten Region sind der Entwickelniig jener Palmenart besonders günstig. Man zieht die Fächerpaline in Samenbeeten, woselbst nach einigen Monaten die junge» Triebe erscheinen. Nach Verlauf eines Jahres verpflanzt man diese ins Freie, wobei man zwischen den Stämmen um so i»ehr Zwischenraum läßt, je feinere Fächer man erzielen will. Erst wenn der Baum sieden oder acht Jahre alt geworden ist, beginnt man damit, die Blätter desselben abzuschneiden und zwar jährlich etwa 5— IS Stück per Baum. Das Einsaniinel» der Blätter kann sich dann auf mehrere Jahrhunderte erstrecken. Die abgeschnittenen grünen Blätter werden an der Sonne getrocknet, bis sie vollständig dürr geworden sind; man nimmt sie jede Nacht hinein, damit sie nie der Feuchtigkeit ausgesetzt werden. Nach dem Trockne» be» schneidet man je nach der Gestalt, die man dein Fächer geben will, die Ränder des Blattes mehr oder iveniger; setzt hierauf jedes Blatt, um es zu bleichen, Schweseldämpfen ans. polirt schließlich de» Stil, der später den Griff bilden soll, und der Fächer ist nur noch einzusnsse». Letztere Arbeit wird von den Frane» mis- geführt, die man oft anf ihren Thürschwellen arbeiten sieht. Man bezahlt ungefähr 1 Sou(--- 4 Pf.) für das Dutzend solcher Fächer. Manchmal wird die Dekoration der Palmensächer noch vervollständigt, indem der mit einem Pinsel ausgerüstere Künstler darauf Vögel. Landschaften. Personen oder Sittensprüche malt, von denen die letzteren von der europäischen Kundschaft allerdings nicht sehr ge- würdigt werden; mitunter erfolgt die Dekorirung nach Art unserer Brandmalerei mittels heißer Eisen. Der so vollendete Fächer wird nach Europa ausgeführt und zwar zum Preise von 10— IS M. für die Kiste mit SOO Stück, zu welchem Preise allerdings noch die Transportkosten kommen.— Theater. Das Thalia-Theater scheint in argen Nöthen zn sein. Kürzlich berief es eine der fünf Barrisons. die an einen, wirklichen Theater debutiren wollte;»nd jetzt gebt es vom Schwank und Singspiel geraden Weges auf die Tragödie. Und welche Tragödie war das, die Herr H e rm a n n Friedrichs unter der lieber« schuft„Verwirktes Glück" aufführen ließ. Fern vom Theater muß der gute Verfasser weilen; nur ein ein» sau, er Dilettant reitet so eifrig auf seinem Steckenpferd»nd nur in der einsamen Studirstube gedeiht solch hochtrabend schöner Stil, wie ihn die Helden und Dulder von Fiedrichs' Trauerspiel sprechen. Für den Zuschauer ist derlei eine harte Gednldprobe; aber man be- steht ste, wenn man das Zeug parodistisch nimmt. Schicksal, Schicksal, wie wunderlich sind deine Wege! Ei» junges Mädchen aus guter Familie hat sich einmal vergangen und einem unehelichen Kind das Leben geschenkt. Die Familie hat das Kind in, Ausland, in einem neapolitanischen Findelhans dein Zufall überantwortet. Unser junges Mädcben hat»ach Jahre» geheiratdel»nd zwar so, als besähe es nirgend in der Welt einen Aubnng. Aber die rächend« Vergeltung trifft jeden Sünder. Halte Frau Neimann.— so heißt unsere Heldin— keine Liebe für ihr uneheliches Kind, um so zärt» licher schlägt ihr Mntterherz für das legitime Kind, bei dessen Ge- bnrt sie schwer krank wurde. Und gerade an dieser Liebe wird sie gestraft. Eine schreckliche Krankheit rafft das kleine Wesen fort. Drei Akte lang ist die Bühne das reine Hospital. Nu» deichtet Frau Reimann. Ter Gatte vergiebt. Nur wülbet er gegen das Findelhaus. Da erkennt Fra» Neimann ihre neue Pflicht und zum Sterben skrauk reist sie doch nachNeavelundglücklicherwischtsie den Find- ling sammt seinem Amulet aus der Brust. Stolz aber weist der Findling der gransamen Mutier die Thüre. Die wird vom Herzschlag ge- rührt. Verwirktes Glück! Ein Fräulein Else Malta»« ans Nachen dcbulirte als Frau Reimann. Man thäle der Schauspielerin unrecht, wollte man sie für die Nerveupein verantwortlich mache», die die Rolle einer ewig jammernden und heulende», hysterischen Person verursacht. — ff. 5?»nst. — Die Schwarz-Weiß- Ausstellung wird am 1. April tn den Räumen der Akademie, Unter den Linden, eröffnet. Es ist ei» reiches und werthvolles Material zusammengebracht worden. Die historische Abtheilung stellt sich fast lückenlos dar. Von den Illustratoren unserer Tage sind wohl alle vertreten. Nur Wilhelm Busch, der bekannte Humorist, hat die Einladung zur Bethei- lignng abgelehnt. Er lebt bereits seil Jahren völlig zurückgezogen auf dem Bauernhof« seines Brnders im Bückeburger Laude.— — Aus der T i e d g e- S t i f t u n g in Dresden wurden im Jahre IS97 14 600 Mark zu Ehrengeschenken und Unterstützungen an Künstler»nd deren Hinterbliebene verivendet. Angekauft wurde das farbige Marmorrelief„Amazone" von dem Leipziger Bildhauer Arthur V o l k n, a n n. Das Werk wurde dem Dresdener„Albertinnn," überwiesen. Weitere 46 324 Mark für künstlerische Zwecke bestimuit, wurden einstweilen zinsbar angelegt. Das Vermögen der Stiftung betrug Ende 1637 661 970 Mark.— Archäologisches. — U e b e r die neuesten Ausgrabungen in E p h e s n s hat der Sekretär des österreichischen archäologischen Institutes, Dr. Rudolph Heberdey, der Wiener Akademie der Wissen- schatten eine» Bericht erstattet, welcher überraschende und werthvolle Ansftndunge» meldet. Durch die Grabungen, welche mit hundert Arbeitern vorgenomuien worden, wurde ein Theater aus der römischen Kaiserzcit freigelegt mit einem Zuschauerraums von drei Rängen, einer Orchestra und einem Szenengebände. Daneben ka», ei» zierlich gesänltcs Brunnenhaus jonischcn Stiles, Mit Löwen- köpfen als Wasserspeiern, zu Tage. In, Schutt fand man massenhaft Thonlampen und Fragmente von Terrasigillata, ferner eine Statue der Nemesis mit Palmzweig und Füllhorn„nd einen Greif mit Weltkugel und Steuerruder als Attributen. Ferner wurde eine Wasserleiliing mifgefundeii, welche ans lhönerne» Röhren besteht, durch die das Masser in die bedeutende Höhe von 90 Metern über Meer geleitet wurde, mit einem den» Angustns gewidmele» Aquädukt. Dem Tempelbezirke des Rrtemisium wurde das Wasser aus weiter Entfernung in Steinröhren zugeführt. Die städtischen Anlagen wurden weiter erforscht,»nd man fand architektonische Prachtbauten ans dem Jahre 263 v. Chr.— Geographisches. — Zur S ü d p o l- F o r s ch n n g. Zur Besprechung und Förderung der Südpol-Forschnng fand dieser Tage in London eine Berathnug statt, zu der auch ausländische Polarforscher und Gelehrte, so Dr. Nansen und Dr. Neumayr, der Direktor der deutschen See- warte in Hamburg, eingeladen und erschienen waren. Die Er- örternugen wurde» durch einen längeren Vortrag des Dr. John Mnrray, des bekannten wisseuschattlichen Theilnehmers der ,Chnllenger"-Expedition, eröffnet. Hinsichtlich der Eismasse» am Südpol kam Murray zu dem Schluß, daß diese Eismaffe» einem ausgedehnten gebirgigen Laude«»tstainiue» müßten. Eine Bestätigung seiner Annahme fand er in der Art der Stein- proben, die man vom Boden des antarktischen Meeres heraufgeholt hatte und die wahrscheinlich durch das Eis ins Meer hinansgesührt worden waren. Von dem Umfang des Südpol-Eises erhält man einen Begriff, wenn man sich erinnert, daß Rost während seiner 1340—1843 ausgeführten Expedition 300 englische Meilen(430 Kilo- meter) weit an einer senkrechten Eismauer von 40— 60 Metern Höhe entlaug segelte, und dabei bildet der über de», Wasser enipor- ragende Theil einer Eismasse blos etwa den siebenten Theil des Gcsammtumsanges. Doch nicht alles antarktische Land ist von solchen miübersteigbaren Eisipällen nmgeben, wie beispielsweise die „Antarctic"- Expedition gezeigt hat, die 1394 bei», Kap Adare, Victorialand, landete. Das Land bei diesem Kap war eisfrei und von einer„»geheure» Menge von Pinguinen bevölkert, die verinnth- lich die einzige lebende Thicrart auf de», antarktischen„Festland" bilden. Dr. Murray sprach sich übrigens dahin ans, daß die englische Regierung alle» Grund habe, eine Südpol-Expedition auszusenden, da eine solche Aufschlüsse von größter Wichtigkeit für die Wissenschaft bringen müsse. Dr. Nansen betonte die Wichtigkeit einer Land- Expedition. Er wäre zwar nicht sicher, ob die antarktischen Landmassen ein Festland oder eine Gruppe großer Insel bildeten, doch müßten auf jede» Fall einige eisbedeckte Gebirge vorhanden sein, und deren Er- zorschung wäre für die Wissenschaft von größtem Werth. Von dem antarktischen Inlandeis erwarteten die Geologen Ausschlüsse über die Eiszeit. Vielleicht sei es schwierig, anf das antarktische Inland« eis zu kommen, unmöglich wäre es aber sicher nicht. Die Oderfläche dieses Eises sei vermuthlich weit gleichmäßiger, als beim grön- ländischen Inlandeise; werthvolle Ergebnisse seien von den Forschungen über die Stärke des Eises zu erwarten. Diese kolossalen Eismassen müßte» auf die klimatischen Verhältnisse der ganze» Welt großen Einfluß i» meteorologischer Beziehung haben. Dr. Nansen glaubt, daß, wenn England eine Südpol-Expedition aussende, Norwegen geneigt sei» werde, eine solche Expedition ansznriisten, die mit der englischen a», Südpol zusammenarbeite» könne.— Aus dem Thierlebeu. — Spinnen als A in e i s e» j ä g e r. Spinnen, die Haupt- sächlich anf Äineisei, Jagd machen, sind schon wiederholt beobachlet worden. Ei» neues Beispiel dafür liefert nach de» Wahrnehm,»igen des als Insekten- und namentlich als Ameisenforschers bekannten Jesuitenpaters Wasmann in Exacten bei Roermond das fflioüäium triste, eine kleine, glänzend schwarze Spinne mit kugelförmigem Hinlerleibe, die regelmäßig in der Nachbarschaft von Ameisennester» lebt. Aus einem Grashalm sitzend, lauert sie anf vereinzelte Ameisen. die«uter ihr hiulauseu; hat sie eine erspäht, läßt sie sich rasch zn ihr hinab, wirst ihr einen Gespinnstkuänel an den Leib und zieht sich dann sofort wieder ans ihre Warte zurück. Manchmal gelingt es de, Ameise durch bestige Bewegungen sich zu befreien, ist dies nicht der Fall, so wird sie nach einiger Zeit von der Spinne emporgezogen und mit feinen Fäden an der Spitze des Halmes befestigt. Wasmann giebt daher dem ffheriäiunr triste den deulschen Namen Galgen- spinne. Die von ihr gelödtelen Ameisen gehöre» häufig Arten an, welche viel größer sind als sie selbst. Da auch ihre Kiefer sehr schwach entwickelt sind, so hält es Wasmann für möglich, daß das Gift dieser Spinne ungewöhnlich stark sei. UebrigenS sind die von ihr gelödteten Ameisen äußerlich unversehrt; Wasmann konnte kein« Spur eines Bisses an ihnen finden. Auffallend ist aber die Schlaffheit ihrer Muskeln und die damit zusammenhängende Brüchigkeit, selbst bei ganz frisch gelödteten Ameisen.— Wie sich Wasmann durch Einsehen einer Galgenspin»« in ein im Zimmer gehaltenes Anicisennest überzeugte, fühlte sich die Spinne in der Nachbarschaft so zahlreicher Ameisen unbehaglich, sie flüchtet vor ihnen und, verfolgt, fällt sie ihnen endlich zur Beute. Nur in der geschilderten Art. durch Angriffe auf vereinzelte Ameisen, vermag sie die wehrhasten Thierchen zu überivindcii.— Mineralogisches. ie. Ueber die Häufigkeit der„seltenen Erden" plaudert Truchol in der Pariser„Revue Generale des Sciences". Die Mineralien bezw. Elemente, welch« in der Chemie seit langem unter den, Namen der„seltenen" Erde» zusammengefaßt werden, haben diese Benennung jetzt nicht mehr zu beanspruchen, da sie in taufenden und abertansenden Kilogrammen gefunden sind und ver- arbeitet werden. Dieser Umschwung ist allein von der Erfindung und ungewöhnlichen Verbreitung des GaSglühlichts veranlaßt worden, das zur Erzeugung der Glühstrnmpse die seltenen Erden Thorium, Cer und Lanthan benutzt. Diese Stoffe finden sich Haupt- sächlich in den Mineralien Thorit. Monazit und Zirkon, von denen jetzt immer größere Lager entdeckt werden, so daß die Gasglühlichl- Jnduflrie den von der Natur gelieferten Vorrath wohl niemals er- ichöpscn wird. Auch die Wiffenschaft hat dadurch, daß ihr so große Mengen dieser bisher seltenen Stoffe zur Verfügung gestellt wurden, bttftl&tn weit gründlicher untersuchen können und dadurch manche neu« Erkenntnip gewonnen. Es ist wirklich interessant, zu sehen/ wie sich von solchen Stoffen, die der Mensch sür ganz selten hält zuweilen plötzlich ziemlich große Mengen finden laffen. sobald die Industrie eine Berwerthung dafür bietet.— Meteorologisches. t. Neue? von Blitz und Donner. Bor einiger Zeit habe» wir die interessante wiffenfchaftlich« Beobachtung erwähnt, daß zahlreiche Helsen, besonder? wenn sie frei in die Luft hinaus- ragen, einen blechenden Magnetismus aufweisen und daß dieser Zu- stand wahrscheinlich eine Folge von Blitzschlügen ist. die die Felsen getroffen und sie magnetisirt haben. Ein Gestein, das«in« ganz de- sondere Neigung zur Annahme deS Magnetismus zu zeigen scheint, freilich auch besonders häufig frei eniporragende Nuppen und Säulen bildet, ist der Basalt. F. Pockels ist durch die Erkennwiß dieser Thatsachen auf den Gedanken gebracht worden, daß sich ans der Stärke des Magnetisinils in einem Felsen die elektrische Strom« stärke des Blitzstrahls, der ihn traf, bestimmen laffen müßte. Die dazu nöthigen Berfuche, über die ein vorläufiger Bericht in der „Meteorologischen Zeitschrist" veröffentlicht worden ist, wurden in der Weise angestellt, daß ein Stab aus gewöhnlichem Basalt der Eni- ladung einer elektrischen Batterie ausgesetzt und der ihm dadurch ertheilte Magnetismus der Stärk« nach bestinimt. Es ergab sich, daß die Stärke des vom Basalt angenommenen Magnetismus von der Zeitdauer der elektrischen Entladung, so lange dieselbe einen«n- unterbrochenen elektrischen Stron, darstellte, nicht abhängig war, da- gegen abhängig von der Stärke des Entladnngsstromes. Es konnte vorläufig der Schluß gezogen werden, daß die Stromstärke vo» Blitzen mindestens 10v a l d e bei Thorn ivurde die furchtbar verstümmelte Leiche eines MrnmeS aufgesmideu. Ais der That dringend verdächlig wurde» seine Frau und ein Mann ver- hastet.— — Eine groß« Patron rnfabrik in Hirten berg (Niederösterreich) ist a b g e d r a n n t.— — In Mailand herrscht eine für dies« Jahreszeit außer- ordentliche Kälte. Die Provinz Como ist inil Schnee bedeckt. In der Provinz Novara beschädigien gewaltige Lawine» die Post- straßen.— — Mit Hilfe der R ö n t g e n- S t r a h l e n wurde in einem A n s h e b n» g s b n r r a u in Paris festgestellt, daß ein früher durch eine Revolverkugel am Schienbein vcrletzler junger Mann dienstuntauglich ist.— — In Süd-Frank reich ist durch starkeu F r o st großer Schaden in de» Weinbergen augerichiet worden.— — Eine B r i e f m a r k e n- H a n d l n u g in London wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Das Aulagekapiial beträgt We Millionen Mark. Der Ilmsatz der Firma im Jahr« 1897 belief sich auf über 1 Million, der Nutze» ans 227 000 M.— — In A t h«»«nldeckte man, daß ein Beamler der Bureaus der öffentlichen Schuld seit längerer Zeit«ntwerthete Koupous ent« wendet und wieder i» Umlauf gesetzt hat.— — Ei» Zug der Süd-Pacificbahn wurde angehalten und beraubt. Di« Diebe erbeuteten etwa 300 000 Dollars.— — I» der Nähe von N e w> F o u n d l a n d sind 43Robben« jag er erfroren. Am 2l. Mörz war die 54 Mann zähiende Besatzung des Robbeudampsers„Greenland" ausgesandt, um auf einem Eisfelde Robben zu jagen. Ein Schnee stürm überraschte sie lind trieb das Eis auseinander. Nur sechs Mann konnten sich reiten.— — Bei der Rückkehr vo» Kloudyke erfroren im Skagway« Passe zwei Bergleute. Der eine hatte 90 000, der andere 70000 Dollars in Banknoteil nnd Goldstaub bei üch.— — Die Fenerbeftattung ist in Japan in ausgedehntem Maße verbreitet. Bei Tokio befinden sich sechs große Krematorien modernste» Stils.— Berantivortlicher Redakteur: August Jacoben in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin.