Nr. 205. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatt. 1,10 wt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrierter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungss Breislifte für 1899 unter Mr. 7820 Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montage. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 40 Pfg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Hmt I, Mr. 1508, Telegramm- Adresse: " Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Quikkung. Sonnabend, den 2. September 1899. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Die Aussperrung ist ein Krankheitssymptom dieser Entwickelung: man in Koppenhagen und auf den Inseln über einen ein Angriff des konzentrierten Kapitals auf die organisierte Klaffe folchen einig geworden, wogegen ein Teil jütländischer der Lohnarbeiter in Kopenhagen und in den Provinzstädten. Die Meister unter der Führung eines Herrn Haslund in Hjörring Hälfte der hier beschäftigten Arbeiter sind auf die Straße ge- den von den Meistern auf den Inseln anerkannten Lohntarif nicht worfen. Die induſtriellen Betriebe in der Landwirtschaft sind von einführen wollte. Die Gesellen in sieben jütländischen Städten stellten der Aussperrung nicht berührt, aber hier hat die Arbeiterorganisation deshalb die Arbeit ein. auch nicht dieselbe Rolle gespielt, wie in den industriellen Betrieben Im Monat August gingen bei dem Unterzeichneten folgende Parteibeiträge ein: Augsburg, U. 20,- Berlin, Beiträge der Wahlkreise: 2. Kreis 100,-( darunter Freiheit W., amerik. Auktion 4,60, Ueberschuß von 2. J." 7,90). 4. Kreis( Oft) 1000,-. 6. Kreis( Moabit) 250, ( darunter Alb. Weise, Beusselstraße, 5,-). 6. Kreis( Rosenthaler der Städte. Vorstadt und Gesundbrunnen) 650,-. 6. Kreis( Wedding und Wie ist es nun zugegangen, daß das Kapital ein solches geOranienburger Vorstadt) 600,- 6. Kreis( Schönhauser Vorstadt) fährliches Experiment macht, wie es die Aussperrung von mehr als 350,-( darunter A. B. Mister 1,-, H. R. 5,-). Berlin, diverse der Hälfte der Arbeiter in den eigentlichen Industrie- und HandBeiträge: B. V. P. S. 4000,-. Dr. 2. A. 50,-. Rote Buchbinder Grünftraße 5,- 2. u. 5. B. 10,-... 50,-.. 50,- werksbetrieben ist, und wie ist es zu begreifen, daß dieses Experiment H. P. S. Roland 2,-. Chamissoplay, Salomonstraße 11,50. Von einer Ver- nach einem nun schon 3 Monate dauernden Kampfe noch nicht geTobungsfeier, Eisenbahnstr. 21, 1,25. Arbeiter von Schuster u. Bär lungen ist? 10,30. Arbeiter u. Arbeiterinnen der Buchbinderei von M. Bading 15,-. Zur Beantwortung dieser Fragen wollen wir einige Mitteilungen Eiseleurwerkstatt P. u. S. 15,-. Breslau, v. d. Vertr. 300,-. Bamberg, über die dänische Arbeiterbewegung und über ihre Stellung innerJäcklein Rohrbach 5,-. Bern 50,-. Bramsche, 4. Hannov. Wahlkreis halb der socialen Entwickelung in Dänemark vorausschicken. Osnabrück 15,- Bernburg 10,-. Crimmitschau 200,-( darunter B- t u. Frl. Garderobe 1,-, H. H- e 5,-, Schieburg bei Ah. d. Die dänische Arbeiterpolitit. " 4 Am 15. April wurde mittlerweile zwischen den centralisierten Gewerkschaftsverbänden und dem Unternehmerverein ein Abkommen getroffen, nach welchem die jütländischen Meister etwas weniger als die Meister auf den Inseln, aber etwas mehr als bisher bezahlen sollten. Diese Ausnahmestellung wurde ihnen eingeräumt, um einem weitergehenden Konflikte zu entgehen. Die jütländischen Meister wünschten jedoch, daß die Uebereinkunft einer Abstimmung sowohl zwischen den Meistern als den Gesellen in den jütländischen Städten übergeben werden solle; ein solcher Vorbehalt wurde deshalb der Uebereinkunft hinzugefügt. Nun wiegelte der Tischlermeister Haslund und die von ihm inspirierte reaktionäre Presse die jütländischen Gesellen auf, das Uebereinkommen zu verwerfen. Man erzählte, daß die Gesellen unter den alten Bedingungen wieder in Arbeit treten sollten und man verhöhnte sie, weil sie den„ Arbeiterführern" in openhagen gehorchen wollten! Und wirklich gelang es, die Gesellen dazu zu bringen, die Uebereinkunft zu verwerfen. Sie hatten ja, ebenso wie die Meister, ein formelles Recht dazu, und die centralisierten Gewerkschaftsverbände hatten kein Recht, Zwangssehr unflug hielt. maßregeln gegen sie zu ergreifen, obwohl man das Geschehene für einer Aussperrung in der Tischlerbrauche drohte. Die centralisierten Die Verwerfung führte dazu, daß der Unternehmerverein mit Gewerkschaftsverbände richteten deshalb am 25. April eine eindringliche Aufforderung an die jütländischen Gesellen, die Uebereinkunft gutheißen zu wollen, aber diese waren noch zu sehr dem Einflusse gutheißen zu wollen, aber diese waren noch zu sehr dem Einflusse der reaktionären Presse unterworfen und verwarfen die Uebereinkunft mit 201 gegen 89 Stimmen. R. 1,27, roter Geburtstag Leitelsheim 1,60). Döbeln, Romanus Es war wohl die Niedermezzelung der Kommunarden in Paris, 20,40. Delitzsch, Wahlkreis Delitzsch, Wahlkreis Delizich- Bitter- welche das Signal zum Eintreten der dänischen Arbeiter in die feld 10,-. Faltenberg kämpfenden Reihen der Socialdemokratie gab, aber auf jeden Fall Oberschl. 2, Forst i. d. L. v. d. Parteigenoffen 200,- Desgleichen war dies nur möglich, weil die ökonomische Entwicklung eine solche durch J. S. 20, Frankfurt a. M., von den Parteigenossen 500,- Stufe erreicht hatte, daß die aufblühende Industrie sich neben dem Frankfurt a. O., durch J. S. 15,- Fürstenwalde, d. J. S. 10,-. Frankenthal, d. d. Vertr. 25,- Gießen, Wahlkreis Gießen- Nidda früher alleinherrschenden Ackerbau geltend machen konnte. 25,10. Greiz, Wahlkr. Neuß ä. 2. 50,- Gera, Wahlkr. Reuß j. L. Das Signal tam aus Paris. Die Anweisung, den Kampf zu 40,-- Hamburg, 2. Wahlkreis 2000,-. Hämelerwald, Ueberschuß aus Deutschland mit seiner socialdemokratischen Politik geholt. Diese 150,-. Gießen, E. R. 10,- Großenhain, d. d. Vertrauensmann führen, wurde aus England mit seinen starten Gewerkschaften und v. Nachtwaldfest" Solidarität" 2,50. Hastedt b. Bremen, v. Bartei- beiden Strömungen sind in Dänemark nicht getrennt nebeneinander genossen 10,-. Herne, organisierte Schneider 5,60. Hannover 1000,- gelaufen. Im Gegenteil vereinigten sie sich zu einem Hauptfluß: Harburg a. G. 400,- Herford, durch den Kreisvertr. von Herford- der Arbeiterpartei. Eine jede Strömung behielt mur ihre Halle 100,-. Hof i. B., Uebersch. vom Volksfest 10,-. Hamburg, eigene Regie und ihre specielle Leitung. Ihre Leiter dagegen waren in der Expedition des Echo" im Monat August eingegangen 94,75. Hagen i. W., rote Hochzeit 1,50. Lübec 400,- Mainz, von den sozusagen diefelben Männer, und durch die Errichtung der Barteigenossen 50,-. München, Waldläufer 5,- New York, Centralisierten Gewerkschafts Verbände" vor ungefähr zwei Dr. Romm 5,-. Oelsnig i. V., freie Sänger der roten Kindtaufe Jahren erreichte der gewerkschaftlich kämpfende Teil der Arbeiterbei E. W. 4,90. Ottensen, durch Paulsen, 16. State, 10,- Rudol- laffe eine Organisation, wo die Kämpfe der einzelnen Branchen 2. Mai ab eine Aussperrung in der Tischlerbranche zu beginnen. Am 28. April faßte der Unternehmerverein den Beschluß, vom stadt, einsamer Ausflug der Holzarbeiter 8,- Stuttgart, durch die gesamte Gewerkschafts- Bewegung unterstügt wurden. G. 11. 10. Weimar, v. d. Tischlern in Ettersberg 2. Württem Die Situation war nun eine außerordentliche geworden. Die berg 50. Woltmershausen, von Parteigenoffen 30. Wurzen, ziel hervor und in den bisher vorgekommenen Aussperrungen, welche eine Sitzung sämtlicher Vorstände der zu ihnen gehörenden Verbände Deshalb gingen die Arbeiter aus den meisten Streits fiegreich centralisierten Gewerkschaftsverbände beriefen deshalb auf den 6. Mai bewußte Weber, d. M. 1,-. Zeig, Wahlkreis Zeitz Weißenfels Naumburg 400,-. gegen die größeren Branchen gerichtet waren, schlugen sie die An- ein und hier beschloß man, daß die jütländischen Gesellen ausgriffe des Kapitals zurück.. Aber die Unternehmer folgten diesem Beispiele. Jbre bereits geschlossen werden würden, wenn sie die Uebereinkunft nicht Aber die Unternehmer folgten diesem Beispiele. Ihre bereits acceptieren wollten. Dieser außerordentliche Schritt wurde gethan, existierenden Organisationen wurden in einen gemeinschaftlichen nicht weil die Uebereinkunft von 15. April dieses erforderte, denn Verein eingeordnet und dessen Hauptleitung wurde mit beinahe diese gab den jütländischen Gesellen das Recht zur Verwerfung, diftatorischer Macht ausgestattet. Die größten Stapitalisten erhielten jondern im Jnteresse des socialen Friedens und der ruhigen Enthierdurch das Hand- und Halsrecht über die kleineren Industrie- wicklung. Am 10. Mai nahmen die jütländischen Gesellen eine neue treibenden und Handwerker. Diese fesselte man durch strenge Be Abstimmung vor und jezt fügten sie sich. Stimmungen an den Verein: eine lange Kündigungsfrist beim Austreten, Bußen in der Höhe von mehreren Tausend Mark usw. Und in blinder, dummer Furcht vor den socialdemokratischen Arbeitern gingen die kleinen Meisterlämmer unter die Vormundschaft der großen Kapitalistenwölfe. N In der Quittung in Nr. 184 des Vorwärts" vom 9. August d. J. muß es unter Nürnberg nicht heißen: socialdemokratische Partei Niederbayerns, sondern: Nordbayerns. Für Löbtau sind noch folgende Beträge ein gegangen: St. Louis, Brauer- und Mälzerunion 42,-. Berlin, Butbuferstraße 10,-. Aus Deutsch- Südwest- Afrika durch W. Bock Gotha 20,- Schwerin i. Meckl., von den Parteigenossen 178,55. Summa 250,55. Dieser Betrag ist ebenfalls dem Unterstügungsfonds der socialdemokratischen Partei überwiesen worden. Berlin, den 1. September 1899. Für den Parteivorstand: A. Gerisch, Kazbachstr. 9.. Als der Unternehmerverein sich bis an die Zähne gerüstet hatte, faßte er den Entschluß, einen tötlichen Stoß gegen die Arbeiter Die Massenaussperrung in Dänemark. bewegung zu führen. Man hatte mit Erbitterung die Erfolge gesehen, welche die Gewerkschaften in den letzten Jahren erreicht hatten Kopenhagen, den 31. August 1899. Ein tapitalistisches Experiment. und durch welche der Ausbeutungssucht der Unternehmer ein Ziel Der sociale Kampf, welcher augenblicklich in Dänemark wütet, gesetzt worden war. Mit nicht weniger Erbitterung war die konser hat sicherlich die Aufmerksamkeit der ganzen civilisierten Welt auf vative und gemäßigt- liberale" Majorität der Unternehmer über die hat sicherlich die Aufmerksamkeit der ganzen civilisierten Welt auf politischen Siege, welche die Arbeiter in Kopenhagen und den anderen dieses kleine Land gezogen. Und das mit vollem Rechte. Denn was hier in Dänemart vor sich geht, ist eine Generalprobe der Städten, wo die Industrie in den letzten Jahren einen starken Aufmodernen Kapitalherrschaft, um die sociale Frage" zu ihren Gunsten schwung genommen, errungen hatten, erfüllt. Alle größeren Städte zu lösen- ein Experiment im Laboratorium der Geldmacht, darauf und die„ Rechte" war als Folge dessen abscheulich im Rückgange zu lösen- ein Experiment im Laboratorium der Geldmacht, darauf wählten Socialdemokraten zu der Deputiertenkammer des Reichstags berechnet, die Arbeiterbewegung auf einem kleineren Gebiete zu vernichten, und dadurch den Kapitalisten in der übrigen Welt einen begriffen. Fingerzeig zu geben, diese Erfindung auf dem internationalen Gebiete auszubeuten. Die Aussperrung in Dänemark verdient aus diesem Grunde die größte Aufmerksamkeit überall, wo das Kapital und die Arbeit mit einander kämpfen. auch die In den achtziger Jahren gelang es der Rechten, eine Zeit lang politisch reaktionär zu regieren. Nun wollte man ökonomisch reaktionär gegen die moderne Oppofition Socialdemokratie- vorgehen. Die Aussperrung wird erklärt. Man muß sich zuerst erinnern, daß die Aussperrung jetzt über Am 24. Mai segte der Unternehmerverein die große Aussperrung 50 000 Arbeiter umfaßt, von welchen gegen 2000 weibliche Arbeiter in Scene, indem er anfangs 30 000 Arbeiter über ganz Dänemark in den letzten Tagen hinzugekommen sind. Diese Zahlen auf die auf die Straße warf. Diese 30 000 Mann gehörten folgenden elf deutschen Verhältnisse übertragen, würde bedeuten, daß in Deutsch- Branchen an: die Schmiede und Maschinenbauer, die Former, die Tand ca. eine Million Arbeiter ausgesperrt worden seien. Däne- Maurer, die Zimmerleute, die Bautischler, die Klempner, die Maler, mart hat ja mur eine Bevölkerung von etwas über 21 Millionen. Die Stuccateure, die Arbeitsleute, namentlich in den Baugewerben, Der Ackerbau und die Viehzucht bilden wohl noch jetzt die die Maschinentischler und die Arbeiter in den Sägewerken, sowie die Haupteinnahmequelle des Landes, aber doch sind auch diese schon Möbeltischler. zu einem großen Teile industriell gevorden( zum Beispiel Bald darauf wurde die Aussperrung noch auf mehrere andere die Molkereien und die Schlächtereien), und in den letzten Jahr Branchen ausgedehnt. zehnten hat die Industrie einen großen Aufschwung genommen. Nur in einzelnen größeren Maschinenfabriken und einigen wenigen Etwas weniger als die Hälfte der gesamten Arbeitstraft wird jezt Werkstellen wurde die Aussperrung nicht erklärt z. B. in den in der Landwirtschaft beschäftigt, wohl ungefähr 40 Proz. Während großen Maschinen- und Schiffsbauereien in Kopenhagen und Helsingör der Teil der Bevölkerung, welcher in der eigentlichen Landwirtschaft aber gleich in der ersten Periode der General Aussperrung war beschäftigt wird, in dem Zeitraum von 1870-1890 nur um 12 Broz. die Zahl der Ausgesperrten von 30 000 auf 40 000 gestiegen, und zugenommen hat, ist im Gegensatz der Teil, welcher sich in der jetzt, in der 18. Woche der General Aussperrung, ist diese Bahl über Industrie ernährt, um 43 Pro z. gewachsen. Jetzt ist ungefähr der die 50 000 hinausgegangen, indem die Schneiderbranche, die Cement vierte Teil der Gesamtbevölkerung Dänemarks in der Industrie fabriken sowie einige andere Branchen vom Unternehmerverein die beschäftigt, und es herrscht ein stetes Wachstum, das sich mehr und Ordre erhalten haben, zu schließen. mehr nach dem Muster des modernen Großbetriebs formt. Nament Aber wie verantwortete sich das Kapital wegen dieses seines lich ist es die Hauptstadt Kopenhagen mit ihren ca. 450 000 Gin- Auftretens der Oeffentlichkeit gegenüber. wohnern, welche ganz die Entwicklung des fapitalistischen Großbetriebes zeigt. U. U. a. hat die Maschinenbauerei sich zu einer Brauche von Bedeutung entwickelt. Das Handwerk weicht, wenn auch nur langsam, der Großindustrie, und in Kopenhagen find ca. 62 Broz. der Arbeiter in solchen Betrieben beschäftigt, bei welchen mindestens 21 Arbeiter pro Betrieb angestellt sind. B 8 Natürlicherweise suchte man einen Grund zu dieser brutalen Handlungsweise. Aber dieser Grund wurde nicht im entferntesten vom Rechte unterstützt, was aus der folgenden Darstellung hervorgehen dürfte: Aber nun erklärte der Unternehmerverein die lebereinkunft vom 15. April für aufgehoben! Ohne jedwede Verhandlung mit uns dehnte er am 13. Mai die Aussperrung auf die Sägewerke und die Maschinentischlereien aus und endlich am 15. Mai stellte er eine wodurch die ganze gewerkschaftliche Organisation der Arbeiter un Reihe neuer Bedingungen als Grundlage für eine Verhandlung auf, gefrempelt werden sollte, z. B. wurde verlangt, daß die Lohntarife am 1. Januar( also mitten im Winter!) ablaufen sollten, daß die Vorleute nicht Mitglieder der Gewerkschaften sein dürften, usw. Alles dieses konnte die Leitung der centralisierten Gewerkschaftsverbände nicht einmal annehmen; unter allen Umständen mußten diese Forderungen erst auf den Kongressen der einzelnen Gewerkschaftsverbände verhandelt werden, und eine Debatte hierüber tönnte leicht mehrere Monate erfordern. Die centralisierten Gewerkschaftsverbände gaben ant 18. Mai aufgestellten Bedingungen einige Sachen wären, um welche man eine ruhige und fachliche Antwort; sie erklärten, daß zwischen den verhandeln könne, andere Punkte seien unannehmbar, aber man erbot sich zu einer neuen Verhandlung über den Tischlerkonflikt. Tags darauf, am 19. Mai, hielt der Unternehmerverein eine Generalversammlung ab. Im Laufe von 2 Stunden war man damit fertig. Es wurde beschlossen, die Aussperrung auf die oben erwähnten 11 Branchen auszudehnen. Man sandte den Zeitungen Mitteilung hiervon, aber unterließ es, die centralisierten Gewerkschaftsverbände oder die betroffenen Gewerkschafts- Organisationen davon zu benachrichtigen. Das ist die Vorgeschichte dieses National- Unglücks, dessen weiterer Verlauf den Lesern bekannt ist. Niemals hat es sich bei einem gewerkschaftlichen Konflikt flarer gezeigt, wo die Schuld liegt, als hier. Die Arbeiter wollten den Frieden, die Unternehmer dagegen haben den Krieg gewollt. Oder wie ein liberales Blatt schrieb: Die Arbeiter haben tonservativ gehandelt, die Unternehmer die Großfabrikanten und Kapitalisten der Rechten haben revolutionär gehandelt! Für den Fernstehenden dürfte es unbegreiflich erscheinen, daß die dänische Produktion eine nun bald vier Monate andauernde Arbeitssperre von einer solchen Dimension aushalten kann. Und daß im Lande eine Notlage herrscht, ist selbstverständlich. Eine Anzahl Konkurse haben bereits stattgefunden, und viele andere werden in steigendem Tempo nachfolgen. Namentlich der ge werbetreibende Mittelstand ist in eine gefährliche Situation gebracht und die kleineren Meister werden dem Feldzuge des großen Kapitals zum Opfer fallen. Aber in welchem Grade die Arbeitssperre ihren Einfluß auf die Produktion der dänischen Gesellschaft ausüben wird, kann noch nicht gesagt werden. Erst nach Jahr und Tag, wenn die offizielle Statistik vorliegt, wird es sich zeigen, welchen Abbruch die Aus- und Einfuhr von Waren erlitten hat. Bis zum 1. April 1899 follte ein neuer Lohntarif in der Tischler- Man muß sich dabei erinnern, daß die ausgesperrten Branchenbranche in Straft treten. Nach langwierigen Verhandlungen war doch mit Ausnahme der Maschinenfabriken solche sind, welche nicht von der Konkurrenz des Auslandes bedroht werden. Häuser werden ja aus dem Weltmärkte nicht gekauft. Aber für dje Ma- schinenfabriken gilt es ivohl auch, daß das Auftreten der Kapitalisten unserer Ausfuhr, z. B. von Centrifugen, in einem bedeutenden Grade geschadet hat. Aber die Folgen der Aussperrung werden doch erst später richtig an den Tag kommen. Die Arbeiterklasse, welche unter schweren Leiden und mit einer beispiellosen Ruhe für ihre Rechte gekämpft, wird wohl die Nachwirkungen der Aussperrung zu tragen haben, aber 'dafür hat der Kampf den Arbeitern die Anwendung neuer Mittel im Kampfe gegen das Kapital gelehrt,>vas sicherlich seinen Ausdruck finden wird in einer noch stärkeren gewerkschaftlichen Organisation als bisher, in ausgedehnteren internationalen Verbindungen, in einer erhöhten Teilnahme am politischen Kampfe, sowie in der Errichtung von neue» Kartellen auf kooperativer Basis. Die Aussperrung wütet noch immer, aber die Arbeiter stehen auch noch unüberwunden. Und diese Eintracht ist der schönste Beweis dafür, daß die socialdemokratische Verbrüderung die Wege ebnen wird für eine auf Freiheit und Gleichheit aufgebaute Gesellschaft. Nolitipche Mvvvvfirszt. Verlin. den 1. September. Die Aussperrung der La«ldräte. Was das zweifelhafte Deutsch des gestrigen Erlasses noch im Dunklen ließ, wird durch eine Extra- Ausgabe der ministeriellen„Berliner Korrespondenz" klar gestellt: die be- amteten Kanalgegner im Abgeordnetenhaus sind thatsächlich gemaßregelt worden: 20 Laildräte und zwei Regierungs- Präsidenten. Der offizielle Artikel handelt von den„Pflichten der politischen Beamten" und lautet wie folgt: „Das Staatsministerium bringt in einem Erlast von: 31. August er. den politischen Beamten in eindringlicher Weise in Erinnerung, dast sie in ihrer amtlichen Stellung berufen und verpflichtet sind, die Regierungspolitik zu unterstützen und zu fördern, keinesfalls aber sich für berechtigt erachten dürfen, der- selben Hindernisse in den Weg zu legen. Diese Kundgebung wiederholt im wesentlichen nur diejenigen Grundsätze, welche auch bisher in Geltung waren und im Laufe der Zeit den Beamten ist amtlicher Form mehrfach von neuem ein g e s ch ä r f t worden sind. Wie die Staatsrxgicrung zur Er- fiillung der ihr obliegenden Aufgaben und zur Durchführung der von ,hr angeordneten Mastnahmen der willigen und eiftigen Hiw gäbe seitens der Beamten nicht entbehren kann, darf In der That, die Maßregelung bekundet eine Art Aus sperrung. Die Landräte sind nicht entlassen, nicht pensioniert. sondern sie sind nur vorläufig ihrer Thätigkeit enthoben worden Sie bleiben offenbar so lange ausgcsverrt, bis sie sich unterwerfen, ihre Kanalbegeisterung entdecken und ihren er staunten Krciseingesessenen als arbeitswillige Regierungs agenten mit feuriger Beredtsamkeit predigen. Dann werden sie wieder Landräte und vielleicht sogar mehr. Ganz Methode, mit der der Kapitalismus den Arbeitern Selbstbewußtsein und Selbständigkeit abzugewöhnen sucht Freilich ist diese Aussperrung durch eine wesentliche Eigen schaft von den im socialen Klassenkampf geübten Zwangsmittel unterschieden: der Regierungsunternehmer zahlt— wenn auch auf Kosten des Volkes— den Ausgesperrten Wartegelder: d. h. die Landräte und Regierungspräfidenten beziehen ihr volles Gehalt weiter, ohne daß sie dafür etwas zu leisten haben. Es wird ein interessantes Schauspiel werden, zu erfahren wie sich die Junkerschaft gegenüber Praktiken benehmen wird die das Proletariat tagtäglich in tausendfach schärferer Form zu erleiden hat. Was früher— zur Aufrechterhaltung des Staates— von den Konservativen immer wieder gefordert wurde, die sklavische Unterwerfung der Unter beamten unter den RegierungLwillen— diese reaktionäre Auffassung wendet jetzt ihre Stacheln gegen ihre einstigen Prediger. Den Kon- servativen bleibt nun wirklich nichts übrig, als in die Opposition abzuschwenken und ihr Verhältnis zu den leitenden Gewalten zu revidieren. Wir haben die Vermutung, daß das Ministerium Hohen- lohe die Konsequenzen der Aussperrung nicht zu tragen der- mögen wird. Die 22 Wärtegcld- Märtyrer des Kanals werden sich als die Stärkeren erweisen. Es wird ein lustiger Krieg werden.—_ ..___________,............... fie auch nicht darauf verzichten, dast die zu unmittelbarer Ver- tretung der Regienmgsabsichten. insbesondere in den Provinzen und Kreisen, berufenen höheren Venvaltungsbeamten i n d e Hauptsache der vom Staats in ini st erium vor gezeichneten R i ch t u n g s l i n i e folgen. Diese Forderung ist unl so unerlästlicher, wenn es gilt, für große und neue nationale Zielpimkte, deren Tragweite die Allgemeinheit nur allmählich zu erkeuuen vermag, in der Bevölkerung Ver- standnis zu wecken und den Boden zu bereiten. Wer ungeachtet lemer Stellung als politischer Beamter diesen Aufgaben sich rutzicht und gar noch die Regiernngspolitik durch«e gunstigung von Sonderbestrcbunge» oder partikularen Juter e„eu erschwert, verstößt gegen die Amtspflichten, zu deren Erfüllung er durch den Eintritt in den Staatsdienst sich bereit erklart hat; sein Verhalten stände„mit alle» Traditionen der preußischen Verwaltung im Widerspruch". „Die StaatSregierung hat aus den Erfahrnngen der jüngsten Vcrgaiigenheit leider die Ueberzengung gewinnen müssen, daß eine Anzahl politischer Beamten die Grenzen der politischen Be- thatigmig, welche im vorbezeichneten Erlast erneut gewiesen worden sind, bewußt oder unbewußt überschritten hat. Die Staatsregierung hat über eine solche Aktion um so weniger hinwegsehen können, als es sich im vor- Agenden Falle um Fragen handelt, die nach inmitten des Widerstreits der Meinungen und des Zwiespalts der Parteien stehen, die daher einer aufklärenden Thätigkeit und einer vorurteilslosen Haltung seitens der zu Trägern der Regie- rnngspolitik berufenen Beamten ganz besonders bedürftig erscheinen. Unter den zur Zeit obivaltenden Verhältnissen entsprechen die be- tresienden Beamten nicht in ausreichendem Maße in allen Be ziehungen denjenigen hohen Anforderungen, die im Interesse des Dienstes und in Anbetracht der auf ihnen ruhende» Verantwort- uchtett au sie zu erheben sind. Di- Staatsregierung hat stch daher entschließen müssen, eine Anzahl politischer Ver waltnngSbeamtc« mit Wartegeld«iustweilcu in de» Ruhe stand zu versetzen. „Es mag hierzu bemerkt werden, dast die Staatsreaierung bei ihrer Entschließung selbstverständlich nicht die Stell», ig wohnte der betreffenden Beamten in threr Eigenschaft als Landtags-Rbgeordnete zu den Tagesfragen, sondern lediglich ömu Verhalten gegenüber den besonderen Pflichten des von ihnen gegenwärtig bekleideten Amtes in Betracht gezogen hat. -Die vaterländische Gesinnung und das ausgeprägte Pflicht- gefühl deS preußischen Beamtenstandes werden. wie nicht zu be- zweiseln. dazu mitwirken, in Zukunft Geschehniffe hintanzu- halte», die eben ,etzt das Einschreiten der Staatsregierung wotwendig gemacht haben." Ueber die Beweisführung dieses Artikels, der nur wieder- holt, was der gestern mitgeteilte Erlaß und die„Berliner Politischen Nachrichten" ausgeführt haben, haben wir schon das nötige gesagt. Die Maßregelung ist verfassungs- widrig, weil Abgeordnete für ihre parlamentarischen Handlungen nicht zur Verantwortung gezogen werden können. Die widerliche Ausrede, die auch die„Berliner Korrespondenz" versucht, die Disciplinierung sei nicht infolge der Ab- stimmung erfolgt, verstärkt nur die Jämmerlichkeit dieser großen Aktion. Die Regierung scheint selbst das Verfassungs- widrige ihrer Handlung gefühlt zu haben und darum hat der von Hohenlohe unterzeich>iete und im„Reichs-Anzeiger" veröffentlichte Erlaß mit geflissentlicher Zweideutigkeit es ver- mieden, auszusprechen, daß die Maßregelung bereits erfolgt ist. Das Verfahren ist zudem innerlich unlogisch, weil e> die parlamentarische Thätigkeit der Beamten nicht verbietet,— demoralisierend, da es die Beamten zu gefügigen Konunis der Regierungslaune degradiert,— und schließlich— vom Standpunkt Politischer Zweckmäßigkeit unglaublich thöricht; denn eS treibt nun wirklich zum Konflikt mit dem Junkertum und ruft außerdem den Unwillen aller anständig Gesinnten hervor. Die Niederlage der Regierung wird durch diese Aktion noch vergrößert. Nachdem sie immer nur gedroht und den Drohungen keine politische That hat folgen lassen, hat sie sich jetzt von dem Gebiet der Politik überhaupt zurückgezogen und sich auf das Feld persönlicher Verfolgung begeben. Auflösung des Landtags, Demission des Ministeriums, WahlrechtS-Aenderung, das wären politische Handlungen gewesen. Die verfassungs- widrige Abstrafung einiger Beamten muß als persönlicher Rache-Akt der Regierung wirken, der mit politischem Handeln nichts mehr zu thun hat. Oder wäre es doch Politik? Beabsichtigt die Regierung, durch eine Kraftprobe festzustellen, wer stärker ist: sie oder die Junkerschaft? Und hat sie darum das Mittel des Unter- nehmertmns angewendet, das nach Kraftproben gegenüber dem Proletariat lüstern ist? Vertrauliches über die Notwehr der Landräte. Wir sind in der Lage, folgendes streng vertrauliche Aktenstück veröffentlichen zu können, das einen interessanten Einblick in die nächsten Absichten der gemaßregelten Ver- waltungsbeamten gewährt. Das Rundschreiben, das nach dem uns vorliegenden Exemplar bereits vor zwei Tagen ver- sandt worden ist, lautet: Streng vertraulich! Hochverehrter Herr und Kollegel Mit Entriistung haben Sie bereit? von dem unerhörten Attentat des Ministeriums Hohenlohe auf unsere verfassungs- mästigen Rechte erfahren. Eine Anzahl unserer bewährtesten und charakterfestesten Männer sind gemastregelt worden, weil sie nach Ehre und Gewissen ihrer Ueberzengung gemäß im Abgeordneten- hause gegen die Kanalvarlage gestimmt haben. Zwar sind die Frauen und Kinder der von der Mastregelung betroffenen zivanzig Landräte und zwei Regierungspräsidenten gegen die unmittelbare Not geschützt, weil ihre Ernährer Warte- geld erhalten. Darum ist aber die Handlungsweise deS Ministerium« Hohenlohe nicht minder verwerflich und unerträglich. Me aber sollen wir diesen Schlag begegnen, der nnS in unseren heiligsten Empfindungen und höchsten Rechten bedroht? Es giebt nur ein Mittel: Wir müssen«nS solidarisch mit den edlen Märtyrern deS Mittellandkanals erklären. Kein in den Traditionen des preußischen Adels erzogener Mann dar fürderhin dieser Regierung dienen. So erwarten wir denn auch von Ihnen, hochverehrter Herr Landrat, daß Sie sofort die Arbeit niederlegen, selbst auch dann, wenn Sie bisher keine sonderliche Arbeit geleistet haben sollten Die gemaßregelten Kollegen haben mit anerkennenswertem Opfer- sinn den für die kräftige Durchführung dieses Ausstände» unbedingt notwendigen Ueberwachungsdieiist übernommen. Zuzug ist fern zuhalten, und wir glauben, dast mit Hilfe unserer ausgestellten Posten auch die schwächeren Charaktere, die Streber und Earriöre- jäger— nötigenfalls unter energischem Appell an ihr Ehrgefühl, und wenn das nicht hilft, unter Androhung gesellschaftlichen und geschäftlichen Boykotts— zu ihrer Pflicht gerufen werden können. Sollten Sie von der Regierung kein Wartegeld erhalten, so sind bereits die nötigen Summen zur Berftigung, um Ihnen und Ihrer Familie während der Zeit des Kampfes eine stände« gemähe Lebensführung zu ennöglichen. Streiklarten sind auf unserer Geschäftsstelle erhältlich. Zugleich teilen wir Ihnen mit, daß über sämtliche Ministerien die Sperre verhängt ist. Wir dürfen mit den in Betracht kommenden Persönlichkeiten auch nicht mehr die unverbind lichen gesellschaftlichen Höflichkeiten austauschen, geschweige denn, daß Ivir mit ihnen verkehren. Helfen Sie uitS, hochgeehrter Herr Landrat, in unseren be rechffgten Beinühnngen, so zlveifeln wir nicht im mindesten, daß wir siegen werden. Die Anmaßung der RegiernngSarbeitgeber mutz gebrochen werden I Durch Nacht zum Licht! Hoch die Solidarität der BerwaltnngSbeamten! Rieder mit dem Ministerium Hohenlohe! Das Organifationskomitee des verein? zur Wahrung der Interessen der höheren Verwaltungsbeamten Wir können den Herren, obwohl sie unsere politischen Gegner sind, das Zeugms nicht versagen, daß sie den richtigen ! Leg gewählt haben, um ihre Interessen zu fördern. Unsere verständnisvollen Sympathien begleiten sie, und sie können versichert sein, daß von unserer Seite keine Streikbrecher ihnen drohen. Uebrigens ein Glück, daß die Zuchthausvorlage noch nicht Gesetz ist.—_ Die katholische Heerscha«. Die Centrumsfedern preisen den Erfolg der General- Versammlung ihrer Getreuen in Neisse. Den Mißton, den das Fernbleiben der Polen brachte, übertönt der Jubel von der imposanten Größe der Versammlung, von der Ein- timmigkett der Beschlüsse, von der Macht der katholischen Ideen. Wir sind sehr geneigt, den Gegner nicht zu niedrig einzuschätzen, da rechte Würdigung die rechte Bekämpfung be- dingt. Dennoch erscheint uns der Glanz der katholischen Generalversammlung als eitel Flitter und Prunk. Der Erfolg kann nicht darüber täuschen, daß der großen katholischen Partei die innere gefftige und ethische Kraft fehlte, die allein Gewähr ur Dauer und weiteres Wachstum bietet. Schon äußerlich zeigt der Verlauf der großen Katholiken- tagungen bedenkliche Symptome. Auf diesen Zusammen- künften giebt es keine Streitenden. Nach Vorschrift einiger Oberführer wickelt sich die lange Folge von Borträgen und Resolutionen ab. Nirgend geraten die Geister aufeinander und die Einigkeit ist nicht die für politische Parteien so wert- volle Einigkeit in der Aktion, die aus ernstem Ringen der Meinungen hervorgeht, sondern die Einigkeit der Stumpfen und Starren, denen die Unterwerfung unter feststehende Ge- böte die Fähigkeit, geistig zu kämpfen, erdrückt hat. So viel auch auf der Generaloersammlung in Neiffe von der Notwendigkeit gesprochen wurde, daß insbesondere die Arbeiter herangezogen werden sollten— bisher ist kein Wort aus Arbeitermunde laut geworden, der Pfarrer und der Advokat, beide an Schläue wetteifernd, leiten die ganze Maschinerie an ihren Schnürchen. Und welche Politik geht aus dieser Maschinenarbeit her- vor? Es ist eine geist- und principienbare Allerweltspolitik ohne festen Aufbau und inneren Zusammenhalt. Auch die Ncisser Versammlung zeigte das Centrum als Partei der Ver- sprechungen und Verleugnungen vor allen Bevölkerungsgruppen. Kommerzienräte und Kapitalisten, Agrarier und Bauern, Hand- werker und Arbeiter, alles soll sich in dem alleinseeligmachen- den Schöße der katholischen Kirche zusammenfinden.„Vom reichen Fabrikbesitzer bis zum einfachen Arbeiter, vom schlichten Landwirt bis zum Fideikommißbesitzer, ja bis zum Fürsten sei in aller Einigkeit zusammengewirkt worden"— so rühmte in seinem Schlußwort Reichsgerichtsrat Dr. Spahn. Ein Redner legte dar, was das Centrum alles für die arbeitende Landtvirtschaft gethan habe, ein anderer prieS die Ver- dienste der Partei um das Handwerk, der dritte um die Ar- beiter und so fort. So will das Centrum entgegen dem Bibel- wort vielen Herren dienen und nennt„Versöhnung der Klassen", was in Wahrheit Beschönigung der Privilegien und Ungerechtigkeiten, Vernachlässigung der Armen und Leidenden ist. Wie deutlich zeigte sich dieser wirkliche Charakter der CentrumSjesuiterei z. B. in den Vorschlägen für die Landbevölkerung. Da ward die ganze agrarische Flöte herabgespielt und mancherlei den Bauern versprochen, wie ja das Centrum seit je sein gerüttelt Maß Schuld an den Kornzöllen und sonstigen Liebesgaben für die Besitzenden auf dem Lande auf sich genommen hat. Wie aber steht es um die Landarbeiter? Was wurde ihnen verheißen? Wie soll ihrer leiblichen und geistlichen Not begegnet werden? Es sollen Vereine für ländliche Ar- beiter und Dienstboten errichtet werden— natürlich„auf christlicher Grundlage". Das heißt: diese Vereine sollen die Aufgabe haben. die ländlichen Arbeiter„über die Vorzüge der ländlichen Arbeit vor der industriellen" zu be- lehren und einen festen Damm gegen die Socialdemokratie zu errichten l So wahrlich ist die vielgerühmte Versöhnung aller socialen Klassen ein Leichtes: Den Besitzenden Förderung aller ihrer Eigensucht, den Besitzlosen Belehrung über die Vorzüge ihrer Lage! Diese saubere Politik wird schließlich in das Gewand des religiösen Bekenntnisses markiert. Das Christentum wird aus dem engen Kämmerlein auf den Markt geschleppt und lärmend angeboten. Es wird als Fundament gepriesen für alle politische Bethätigung. Doch n. an mag die Grundsätze des Christentums noch o dehnen, eine Centrumöpolitik kann nimmer vor ihnen bestehen. Selbst in der socialen Gesetzgebung hat die Centrumspartei des Reichstags, der die Generalversammlung besonderen Dank aussprach, ihre christlichen Grundsätze dadurch bewährt, daß te vor den Wünschen des ausbeuterischen Kapitalismus änunerlich kapitulierte. Denn diese Partei hat nichts von enem christlichen Wesen, das von einer anderen Welt sei, andern sie strebt nach Macht und Ansehen, nach Aemtern und Ehren. Nicht einmal das Bewußtsein ihrer Antichrtstlichkeit at sie bewahrt, indem sie stets bereiter für MilttartSmus und Vorbereitung scheußlichster KriegSgreuel dem armen Volke schwerste Steuerlasten auferlegte. Nicht christliche Ziele verfolgt das Centrum, sondern die Herrschast der Kirche, des unfehlbaren Papstes, deS Priester- tums, dem die unmündige Menschheit die geistige Freiheit und Selbständigkeit ausliefern soll. Auch in Neisse trat der pfäffische Widerwille gegen den frei sich entfaltenden Menschen- geist hervor. Man wetterte gegen die moderne Kunst, und nicht etwa nur die mancherlei häßlichen Begleiterscheinungen des Kunstringens unserer Tage wurden verdammt, sondern auch die reinste und größte Kunstschöpfung, sobald sie der Kirchen- luft entflieht, ist den Dunkelmännern verhaßt, welche für Goethe die Denkmalsehrung verweigerten. Selbst bis in die kleineren Fragen läßt sich die muckerische, einem freudigen Volksleben eindliche Art des Centrums verfolgen. LegationSrat a. D. i. K e h l e r— vorjähriger CentrumSkandidat in allen Berliner Wahlkreisen— bedauert und die Generalversammlung stimmt ihm einhellig bei, daß der Staat durch billige Sonderzuge die Entheiligung des Sonntags befördere... Eine Partei solcher Art kann nur herrschen, so lange die Geister im Schlafe liegen. Noch weniger kann sie, wie Herr Trimborn forderte, neue Eroberungen machen; in Schlesien gerade, dem die Trimbornsche Anfeuerung galt, ist das Centrum auf dem Mckmarsch vor der vorwärts marschierenden Socialdemokratie, welche die Geffter erweckt und dem Bann- chein frommer Gaukeleien entreißt. Schließlich ist noch ein nicht uninteressantes Bekenntnis von den tieferen Beweggründen der Wallfahrer nach katho- lischen Kongressen getreulich zu vermelden; Herr Baumgarten aus München verriet, daß die nächste Generalversammlung der deutschen Katholiken nicht, wie vorgeschlagen war. in Berlin stattfinden soll, da es in diesem Sündenbabel„so viel zu sehen" gebe, sondern in Bonn, von wo es bequem sei, die Pariser Weltausstellung zu besuchen. � Deutsches Hteich. Stimme» zur Aussperrung der Landrüt«. ?n erster Linie interessiert es natürlich, wie sich die K o n s» r- v e n zu der Abstrafung ihrer Standesgenosten stellen. Die„Kreuz-Zeituug", die vor d e r T h a t bei der Ankün- diguug der Mayregel sich sebr scharf gegen die Avsicht gewendet hatte, hat bisher noch nicht das rechte Wort der Kühle gefunden. Sie druckte den„Reichs-Anzeiger'-Erlast ab, zuerst ohne etwas dazu bemerken und begnügte sich in der Abendnummer, auf die mangelnde Klarheit des Schriftstücks hinzuweisen. Die Regierung habe unzweifelhaft einen schweren Fehler begangen. Die„Deutsche Tageszeitung", das Organ des Bunde« der Landwirte, sagte am Freilagmorgen, ob diese„Herabsetzung des Be- amtentums" notwendig sei und wie sie aufs Volk wirken müsse: .Gewisthaben die Beamten die Pflicht, die ihnen be-» kannten Anschauungen der Regierung zu vertreten; sie können das aber nur. soweit sie ihnen bekannt sind,— und das ist bei dem Wechsel der Regierungsanschauungen nicht immer möglich. Gewiß sollen die Beamten die Durch- ftihnmg der Politik der Regierung erleichtern, aber Eisenbahn- und W a sserstrastenfragen haben mit der R e g i e r n n g S- Politik nichts zu thun." Das Blatt fordert, dast der Beamte»in aufrechter Mann sein olle. Di« Wirkung des Erlasse« müsse verwirrend sein. In ihrer Abendausgabe wiederholt die„Deutsche Tageszeitung- gar die lonstitutionellen Argumente, die— der.VonvSrt»- gestem dargelegt hat: „Van dem Beamten zu verlangen, daß er in feiner amtlichen und ansteramtlichen Thätigkeit jede Mastregel der Regierung, jede von ihr vorgeschlagene Eisenbahn und jeden Wafferstrastenbau vertritt und verficht, ist ein Unding, wenn man da» aber that» sächlich will, wenn der in der Morgennummer mitgeteilte Regierungserlaß diesen Sinn haben soll, dann ziehe man die unerbitt- lich notwendige Konsequenz und verschließe den Be° nniten die Parlamente. Glaubt man wirtlich, von ihnen fordern zu müssen, daß sie in jeder einzelnen Frage nicht ihre eigene Ueberzengung, sondern die Meinung der jeweiligen Regierung verlreten sollen, so zwingt man sie zu einem offenkundigen Verfassungsbruch.„Daß irgend ein Mensch im stände sei, seine freie Ucberzeugung sofort nach der Vorschrift der Regierung zu wechseln,' ist undenkbar, und sollte es solche Leute geben, dann wären sie zum Amte eines Volksvertreters im höchsten Grade ungeeignet.' Das Blatt weist auf den Zickzackkurs hin und erinnert die Regierung daran,„wie in den letzten Jahren nicht bloß in kleinen, sondern in sehr bedeutenden Dingen die Anschauungen der Regierungen gewechselt haben'. Nach dem Wortlaute des Erlasse? müßte leder Beamte jeden solchen Wechsel sofort mitmachen.' Wir sehen mit Staunen, eine wie gelehrige Schülerin— socialdemokratischer Logik die„Deutsche Tageszeitung' plötzlich geworden ist. Der„ReichSbote", das einzige konservative Organ, daS nach den Dortmunder Reden seine Opposition aufgegeben hat, fragt jammernd: „Was soll denn nun werden? Man kann der Regierung darin mir zustimmen, was sie über die„amtliche Stellung' der Beamten sagt, muß ihr aber widersprechen, fall? fie das Gesagte auf die Stellung der Beamten als Abgeordnete ausdehnt! und tief be« danern mutz mau es, wenn infolge dieses Erlasses die Beamten aus den Parlamenten fern bleiben müßten. Das kann weder die Regierung, noch die konservative Partei, noch das Volk wünschen.' Diese Hofpastorale Weinerlichkeit hat in der Junkerschast kein Echo. Der„Reichsbote' vertritt nur die kleinen Kreise der in Pfaffen- demut ersterbenden konservativen Opposition. Die„Freisinnige Zeitnng" hebt mit uns daS verfassungswidrige der Maßnahme hervor: „Gegen dies Vorgehen der Regierung muß auf daSent« schieden sie Einspruch erhoben werden. Die Maßregelung der konservativen Abgeordneten wegen ihres parlamentarischen Verhaltens ist ein Verstoß gegen die Verfassung und ein schwerer Eingriff in die parlamentarische Freiheit der Abgeordneten. Artikel 83 der Verfassungs« Urkunde für den preußischen Staat besagt, daß die Mitglieder der Kammern nach ihrer freien Ueberzengung stimmen und an Austräge und Instruktionen nicht gebunden find. Art. 84 setzt fest, daß die Abgeordneten für ihre Abstimmung in der Kammer niemals, für ihre darin ausgesprochene Meinung nur innerhalb der Kammer auf Grund der Geschäftsordnung zur Rechenschaft gezogen werden können. Im vorliegenden Falle' ergiebt sich der klare Thatbestand, daß Abgeordnete wegen ihrer Abstimmung zur Rechenschaft ge- zogen worden sind.' Sie hebt ferner hervor, daß die Wartegeld- Politik für die Steuerzahler sehr kostspielig ist, weil jetzt zwei Landräte statt eines zu bezahlen sind, einer, der Landwirt ist. und ein anderer, der es nicht mehr ist, aber wartet, daß er es wieder werden wird. Das gleiche gilt von den Regierungspräsidenten, die 12 000 M. jährlich Gehalt beziehen. Die liberale Presse vom Schlage der„Kölnischen Zeitung" ist natürlich über das stramme Vorgehen hoch- deglückt— sie hat in der ganzen Kanalkampagne keinen anderen Ehrgeiz gehabt, als das möglichste Höchstmaß von Würdelosigkeit zu erreichen.—_ Er ist nicht müde k Die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung' schreibt: „Eine Auslastung der Münchener„Allgemeinen Zeitung' be- schäfttgte sich dieser Tage mit dem Befinden deS Viceprästdenten de« StaatSministeriumS, Finanzminister Dr. von M i q u e l. Unter anderem hieß es dort, nach seiner eigenen Bekundung sehe der Minister„dem Zeitpunkt, da er seines schivierigen und ver- antwortungSreichen Amtes endlich enthoben sein werde, mit Sehn- sucht entgegen.' Aus dieser, möglicherweise auf eine gelegent- liche, bei dem hohen Alter des Ministers leicht verständliche Aeußerung zurückzuführenden Angabe sind in der Presse allerlei Meldungen über angebliche„Amtsmüdigkeit" des Finanzministers und dergleichen entstanden. Daß von einer Amtsmüdigkeit des Ministers in dem sSinne, als ob er sich außer stände fühle, den Anforderungen seines Amtes weiterhin gerecht zu werden, nicht die Rede sein kann, läßt sich unseres Erachtens schon aus dem Maße der Teilnahme des Mi- nisters cur den parlamentarischen Arbeiten der verflossenen Session, nicht nur im Plenum des Parlaments, sondern auch in den ver- schiedene» Kommissionen, schließen.' Daß Herr Miquel immer noch der arbeitsfähigste Minister der gegenwärtigen Regierung ist, daran zweifelt kein Mensch. Es fragt sich nur, ob er nicht wirklich die Lust verloren hat, weiter zu amtieren, namentlich seitdem die zum Weinen lustige Tragikomödie von den gemaßregelten Landräten begonnen hat.'ES muß doch kein Ver- gnügen sein, derartige Handlungen mit einem politischen Namen zu decken.— Geächtet. Graf Limburg-Stirum, der Führer der Konservativen in der Kanalfronde, ist von der— Hofliste gestrichen worden. ES ist ihm also die Hoffähigkeit aberkannt worden.— DaS Wartegeld, lieber die einstweilige Versetzung in den Ruhe st and trifft das Gesetz vom 21. Juli 13S2 betreffend die Dienstvergehen der nichtrichterlichen Beamten Bestimmungen. Nach dem§ 87 dieses Gesetzes können„durch königliche Verordnung jederzeit die nachbenannten Beamten mit Gewährung de« vorschriftsmäßigen Wartegeldes einstweilen in den Ruhestand versetzt werden: Unterstaatssekretäre. Ministerial- Direktoren, Oberpräsidenten, Regierunasvräsidenten und Vicepräsidenten, Beamte der Staatsanwaltschaft bei. den Gerichten, Vorsteher königlicher Polizeibehörden, Landräte, die Gesandten und andere diplomatische Agenten. Weiter wird tn diesem Z 87 bestimmt:„Wartegeld-Empfänger sollen bei Wicderbesetzung erledigter Stellen, für welche sie sich eignen, vorzugsweise berücksichtigt iverden.' Eine KcwissenSfrage. Im preußischen Abgeordnetenhaus sitzen zweifellos eine Anzahl Reservelieutenats, die gegen den Kanal, also gegen die Interessen der Landesverteidigung gestimmt haben. Sind sie noch fürderhin würdig, dem edelsten der Stände an- zugehören? Sind sie nicht moralisch zu militärischem Gehorsam verpflichtet und könnten sie nicht eventuell kriegsgerichtlich zur Ber- antwortung gezogen werden? Hohenlohe wird Antwort wissen, Laffalle ein Führer der— Slnttseuiite». Zum Parteiiag der deulich-socialen Reformpartei, der vom 9. bis 11. September in Hamburg stattfindet, hat der Antisemit Karl Lebermann, Hamburg- St. Pauli, den Autrag eingebracht: „Der Parteitag wolle beschließen, in das Parteiprogramm folgende Forderung anfzunehme»:„Lösung der socialen Frage durch die freien individuelle» Produktiv-Associationen der Arbeiter vermittelst Staatskredits nach den Principien von Ferd. L a s s a l l e als das unerläßlichste Bedürfnis unserer Zeit und als eisernen Bestand der Jnitiativ-Anträge im hohen Deutschen Reichstage.' ®a_ sieht man, wie weit die Verjudung vorgeschritten. Selbst die Antisemiten begeben sich in die Geistesknechtschaft eines Juden.— Von der preußischen Bergverwaltung. Auf recht seltsame Zustände in der preußischen Bergverwaltung des SaarrevierS läßt eine Verfügung der Bergdirektion Saarbrücken schließen, die zwar als„geheim" behandelt werden sollte, durch eine Zuschrift an die„Straßburger Bürgerzeitung' aber ans Licht der Oeffentlichkeit gezogen wird. Seit dieser vom zuständigen Mini st er be- st ä t i g t e n Verfügung ivird einer einzelnen privaten Firma deS Taarbrücker Kreises die Lieferung des gesamten Stamm« und StempelholzbedarfeS der elf Berg- inspektionen des SaarrevierS übertragen. Diese Lieferung im Werte' von etwa elf Millionen Mark war bisher im Wege Lfsent- licher Ausschreibung unter ca. 20 Lieferanten verteilt' und ist nunmehr für eine Reihe von Jahren der erwähnten Firma freihändig übertragen worden. Diese freihändige Ueber- tragung steht in direktem Widerspruch mit dem Erlasse des Ministers der öffentlichen Arbeiten vom 17. Juli 1885, welche grundsätzlich vorschreibt, daß sämtliche in sein Ressort fallenden Lieferungen und Leistungen von über 1000 Mark in öffentlicher Ausschreibung ver- geben werden müssen. Durch das Verhalten der Saarbrllckener Bergwerksdirektion werden sowohl der Berg- wie der Forstfiskus, die Gemeinde- und Privatwaldungen wie zahlreiche Geschäftsfirmen in weitem Umkreis erheblich geschädigt. Dasselbe steht im diametralen Gegensatz zu dem von der Staatsregierung so oft und so pompös ausgesprochenen Grundsatze, daß der Mittelstand sowie der kleine Mann in dem ungleichen Kampfe gegen das Großkapital kräftig unterstützt werden sollen.— Begnadigt. Der„Lothringer Zeitung' zufolge ist der Ober- lieutenant S ch l i ck m a n n, der am S. Januar d. I. den Sohn des Mühlenbesitzers Tillement in Metz im Duell erschaffen hatte und deshalb zu zwei Jahren Festungshaft verurteilt worden war, jetzt, nach Vcrbüßung von sieben Monaten feiner Hast, vom Kaiser begnadigt worden.— Ausland. Liberale und Socialisten in Belgien. Man schreibt uns aus Brüssel: Die Kammer hat diese Woche die Diskussion darüber fort- gesetzt, ob der Gesetzantrag, das Pluralstimmrecht durch daS allgemeine zu ersetzen, zur Debatte gestellt werden soll. In der Sitzung vom Dienstag hat der neue Minister des Innern, de Trooz, zu beweisen versucht, daß diejenigen, welche die Revision der Verfassung fordern, im Lande nicht die Mehrheit bilden. Uebrigens hat er erklärt, daß er den Census als Grundlage der Zusatzstimmen bedaure.(Der Familienvater von 35 Jahren bat eine zweite Stimme, falls er 5 FrS. direkte Steuern befahlt). Ein bemerkenswertes Zugeständnis! Woeste, der Führer der anti-proportionalistischen Klerikalen, hat eine außerordentlich heftige Rede gehalten. Sein Thema war:„Die Regierung zieht es vor, der Gefangene einer liberalen Fraktion zu sein, als auf die Ratschläge ihrer Freunde zu hören. Woeste ist für das Einstimmrecht und haßt wütend den Chef der Proportionalisten, Beernaert, der Vorsitzender der Kammer ist. In der Mitlwock-Sitzung hat L o ra nd, der Kührer der vier Liberalen, die für die Proportionalvertretung mit Pluralstimmrecht stimmen werden, Woeste entgegnet, daß ein Bündnis zwischen ihm und der Regierung nicht existiert. Dabei beging er die Un- geschicklichkeit, die Socialisten anzugreifen. Die Socialisten müßten die Porportionalvertretung auS dem schönen Grunde an« nehmen, damit die Regierung eine Majorität hat und nicht den Drohungen der Straße zu weichen braucht. Nun ist Lorand Korrespondent der„A u r o r e' in Paris, und in einer Korrespondenz stachelt er die Regierung an,„nicht zu weichen; denn das würde das Ende des parlamentarischen Regimes in Belgien sein, und die Herrschaft des Cäsarismus bedeuten'. Sie muß„den Sieg der Straße verhindern oder verschwinden". Dieser liberale Rat, fich um das Volk nicht zu kümmern, gefiel der socialistischen Linken natürlich nicht, und Vandervelde geißelt in starken Ausdrücken den elenden Umfall dieses Mannes, der früher im Parlament und auf der Straße mit uns kämpfte— der im Jahre 1886 sogar bedauerte, daß der Aufstand nicht noch heftiger war.—_ Die Pest. Oporto, 31. August. Heute wurde ein verdächtiger Krank- heitsfall gemeldet. Der Ausschuß der kauftuännischen Vereinigung richtete an den König und den Gouverneur Eingaben, in welchen um Antwort auf die vorgebrachten Beschwerden gebeten wird. Einige Geschäfte in der Stadt sind geschloffen. Heute nachmittag verlas der Präsident der kaufmännischen Vereinigung vor einer großen Volksmenge eine Verfügung der Regierung, durch w e l ch e B e r- s a m m l u n g e n verboten werden. Die Menge protestierte i» lärmender Weise, Gendarmen zerstreuten dieselbe und nahmen mehrere Verhaftungen vor. Aus Petersburg wird gemeldet: Die Pestkommisfion erklärte den Hafen Jntou sJing- tse- Kau bei Niutschivang?) in der Mand- schüret für pestverseucht.—_ Schweiz. Zürich, 1. September.(Eig. Ber.) Während eine Reihe von Kantonsregierungen die vom Bundesrat im Auftrage der Bundes- Versammlung gestellte Frage: ob es wünschbar sei, die Ein- bürgcrung von Ausländern in der Schweiz zu erleichtern, ver- »unten, haben sie verschiedene andere bejaht. Darunter auch diejenige des Kantons Zürich. Neben Genf und Basel leben hier die meisten Ausländer, nämlich 70 300 auf eine gesamte Ein- ivohnerzahl von etwa 420 000, d. h. rund 17 Proz.; in der Stadt Zürich kommen 48 000 Ausländer auf 160 000 Einwohner. Das ist cm arges Mißverhältnis und es war daher zu erwarten, daß sich die Züricher Regierung für die Erleichterung der Einbürgerung von Ausländern' aussprechen wird. Im Kanton Zürich kostet heute das Staatsbürgerrecht für den Ausländer 200 biS 500 Fr. und das Gemeindebürgerrecht im Minimum 100 Fr., meiste»« aver 500 Fr. und hier und da noch mehr, so daß jeder Eingebürgerte mit Recht sagen kann: teuere Heimati Gewöhnlich kommt die Einbürgerung auf S00 Fr, zu stehen. Da vielleicht 90 Proz. der Ausländer Besitz- lose find, so erkennt der Regierungsrat auch in der Höhe der Ei»- kaufsgebühren die Hauptursache, daß sich so wenige Ausländer um da« Bürgerrecht bewerben, im Durchschnitt alljährlich kaum mehr als 200. Die Regierung schlägt daher eine Re- duktion der Gebühr für da« Staatsbürgerrecht auf 50 Franks vor, ebenso eine erhebliche Reduktion der Gebühr für das Gemeindebürgerrecht und endlich die Schaffung eines Rechts auf Einbürgerung nach einer gewissen Dauer des Aufenthalt«, eventuell sogar auch die unentgeltliche Einbürgerung. Diese Vor« schlüge werden mit rechtlichen, polittschen und militärischen Motiven begründet. Die Züricher Regierung wünscht aber, wohl in genauerer Kennmi« der erschreckenden Engherzigkeit, mit der weite Volksweise der Frage der Einbürgerung gegenüber stehen, daß da durch die geltende Bundesgef'etzg'ebung Wandel geschafft werde.— Frankreich. Greuel deS Militarismus. Der„Matin" veröffentlicht nach Dokumenten au» dem Kolonialministerium Einzelheiten über die Grau- samkeiten, die sich die Mission v o u l e t- C h a n o i n e hat zu schulden kommen lassen. Am 8. Januar wurde ein Eingeborener, der erklärte, den Weg nach dem Osten nicht zu kennen, auf Befehl Voulets enthauptet. An demselben Tage ließ Voulet 20 eingeborene grauen mit ihren Kindern, darunter Säuglinge, durch Lanzenstiche nieder- machen; er wollte ein„Exempel statuieren". Ferner schoß Voulet einem Schützen, weil er mit seiner Munition verschwenderisch umgegangen war, eine Kugel in den Kopf. Um dieselbe Zeit brannte die Mission eine Stadt von 10 000 Einwohnern nieder, die einen Handelsmittelpunkt bildete. Ferner wurden zwei Träger, die, weil sie nur mit Lanzen bewaffnet waren, nicht gewagt hatten. Eingeborene, die mit Pfeilen bewaffnet waren, zu verfolgen, auf Be- fehl Chanoine'S ohne Urteil erschossen. Andere Blätter berichten, Voulet und Ehanoine hätten sich die Hände der niedergemachten Eingeborene» bringen lassen, um die Zahl derselben festzustellen— Serbien. Belgrad, 1. September. Den zahlreichen hier eingetroffenen ZeitungL-Korrespondenten wurde bekannt gegeben, daß die Eröffnung der Verhandlungen im Attentats- und Berschwörunasprozeß neuerdings auf unbestimmte Zeit verschoben ist. Zahlreiche Offiziere und Beamten wurden teils ihres Dienstes enthoben, teils pensioniert.— Afrika. Die TranSvaalkrifiS. Die Situation bleibt weiter sehr gespannt. Präsident Krüger berief den Raad zu einer geheimen Sitzung am Donnerstagabend, um über Ehamberlains letzte Depesche zu beraten. Staatssekretär Reitz besprach die Vorschläge Trans- vaalö, welche Chamberlain in nicht formeller Form durch den britischen Agenten mitgeteilt worden. Ehamberlains Antwort habe den Inhalt gehabt, daß, falls Transvaal solche Vorschläge mache, wie sie ihm mitgeteilt worden seien, dieselben ihrem Werte gemäß erwogen werden würden. Ferner meldet das„Reutersche Bureau": In ihrer letzten Mit- teilung an die englische Regierung erklärt die Regierung der Süd- afrikanischen Republik, falls ihre Gegenvorschläge von England an- genommen werden sollten, werde der Raad aufgelöst werden und nach erfolgten Neuwahlen in wenigen Wochen daS neue Gesetz in Kraft treten. Der Zweck, welchen man mit dieser Hand- lungSweise verfolge, sei, von Südafrika einen Krieg abzuwenden, der die weittragendsten Folgen haben würde. Gleichzeitig spricht die Regierung ihre Ansicht dahin auS, daß die Bestimmung, wonach ein Aufenthalt von 7 Jahren zur Erlangung des Wahlrechts er- forderlich fei, genüge, den Bedürfnissen der neuen Bürger zu ent- sprechen. Und aus Zanzibar wird vom 1. September telegraphiert: Der englische Kreuzer„Philomele' und das Kanonenboot»Widgeon' sind nach der Delagoa-Bai abgegangen.— Amerika. Washington, 1. September. Die Voranschläge für die Marine weilen für daS nächste'Jahr eine beträchtliche ?u n a h m e auf. Insbesondere werden 13 Millionen Dollar für ie Vermehrung der Flotte, neue Schiffe und Trockendocks bean- tragt._ 13. Parteitag der norivegischen socialdemakratisihen Arbeiterpartei. 3. und 4. Verhandlungstag. Montag und Dienstag wurden fast ganz von den Debatten ein- genommen, welche den Borstandswahlen vorausgingen. Bisher hatte Advokat Ludwig Meyer die Stellung als 1. Vorsitzender und als Cheftedaeteur zugleich inne und diese Posten hat er unentgeltlich venvaltet. Der Antrag der Opposition, daß die Posten getremit werden sollen,>v»rde gegen 5 Stimmen abgelehnt und beschlossen, eS dem Gesamtvorstande zu überlassen, eveni. einen besoldeten Chef- redactenr anzustellen. Die hierauf vorgenommene Wahl ergab die Wiederwahl des Genosse» Meyer mit 78 Stimmen. Gegen 11 Stimmen wurde hieraus eine Resolution angenommen, worin der Parteitag dem Vorstände für seine Thätigkeit dnnlt. Zu Iveitere» Vorstandsmitgliedern wurden gewählt: Bnchdruckereibesitzer Chr. Knudsen, Olaf Ström, Advokat Hazeland, Frau Anne Andersen, I, Johansen, Oskar Pedersen und Frl. Birgitte Heloorsen. Nachzutragen ist noch die Resolution, betreffend die Einwanderungsfrage. Sie besagt, daß der Parteitag mit den Gesetzes- vorschlafen einverstanden ist, soweit sich dieselben gegen Leute richten, die sich innerhalb einer gewisse» Zeit krimineller Verbrechen schuldig gemacht haben, er protestiert aber ganz entschieden gegen ein Gesetz, welches geeignet wäre, fremde ehrliche Arbeiter unter Polizei- Auf- ficht zu stelle». Ueber die Frauenfrage wurde folgende Resolution angenommen: Zur besseren Agitation unter den Frauen und Mädchen wird der Parteivorstand ersucht, von einer oder n,ehreren Frauen Agitations- reisen vornehmen zu lasten, ferner werden die Fachvereine auf- gefordert, von Zeit z» Zeit für Frauen und Mädchen besondere Ber- sammlungen einzuberufen. Dem vom Parnivorstande vorgelegten Plan zur Gründung einer Aktiengesellschaft behufs Uebernahme der Druckerei, in welcher das Partei-Organ gedruckt wird, spricht der Parteitag seine Shm- pathie aus. Um ein besseres Zusammenarbeiten mit den Gewerkschaften her- zustellen, ivird beschlossen, daß zwei von den Gewerkschaften zu wählende Genosien dem Parteivorstande angehören sollen und daß andererseits zwei Mitglieder des Parteivorstandes dem Sekretariat der gewerkschaftlichen Landesorganisation angehören. Wegen vorgerückter Zeit(Titan hat bereits einen Tag länger getagt, als anfänglich angenommen wurde) werden die Punkte 6, das neue Jagdgesetz. 7,, Gewerbegerichte und 3., Erhöhung der Zoll- tarife auf Lebensirnttel, bis zum nächstjährigen Parteitage vertagt. Die Einberufung deS nächsten Parteitages wird dem Borstande überlasten. Hierauf schloß der Präsident den Parteitag mit einem Hoch auf die internationale Socialdemokratie. Ein Jubiläum. Unser Erfurter Parteiblatt, die„Tribüne". kann auf ein zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Sie wurde an« 1, September 1889 begründet als Kopfblatt des früheren Leipziger „Wählers" und erschien anfangs nur zweimal die Woche. Jetzt erscheint das Blatt täglich. An der Redaktion waren in den zehn Jahren nacheinander die Genossen Karl Schulze, P. Ed. Wehder, Güldenberg. A. EnderS, Hülle, Rose, Leven, Rauh, Hnth, Wiertelarz, E. Wiehle, Ziegler, Coors, Heinrich Schulz, Karl Wiehle, A. Rudolph, Pappe und May beteiligt. Bon den Kämpfe», die daS Blatt in dieser Zeit zu bestehen hatte, giebt die Straflisre seiner Redacteure sprechendes Zeugnis. Es wurden über sie insgesamt 6 Jahre Gefängnis, 22 Tage Hast und 6300 M. Geldstrafe verhängt, wozu mehr als 7000 M. Prozeß- kosten kommen. Eine Strafsache gegen den Redacteur Genossen Rudolph schwebt noch. ES handelt sich um eine Wiedergabe der von uns gegen das Dresdener Ober-Landesgericht gerichteten Kritik, die vom hiesigen Gericht als eine berechtigte anerkannt wurde. Trotzdem ist unser Bruderblatt lräftig emporgewachsen. Wir wünschen ihm ein ferneres gutes Gedeihen. Politeiliches. kSerichtlichrs usiv. — Der Bürgermetster von VollmarShanfe»(Kaffek) gc- nehmiat eine Voltsversammlung„nur für hiesige Einwohner und nicht für auswärtige Personen". Vollmarshausen scheint demnach sein eigenes VerewSgesetz zu haben. In Rennes. Die Freitag-Sitzuiig wird um 6 Uhr 35 Min. eröffnet. Der Präsident läßt die über den Zeugen Dubreuil eingezogenen Erkundigungen verlesen. Aus denselben geht hervor, daß Dubreuil niemals Pferdehändler war und ein sehr ehrenwerter Mann ist. Auf eine Frage Dubreuils erNärt Drehfus, im Jahre 1887 hätten seine Beziehungen zu Frau Bodson aufgehört. Dubreuil erbietet sich, den genauen Zeitpunkt, an welchem dies geschehen ist. durch zwei ehemalige Bedienstete der Frau Bodson feststellen zu lassen. (Gelächter.) DreyfuS ist aufgebracht darüber, daß man von seinen persönlichen Beziehungen zu Frau Bodson spreche und versichert, daß er niemals irgend eine ausländische Persönlichkeit bei Frau Bodson getroffen habe; er ersuche, über diesen Punkt eine Untersuchung anzustellen. Der nächste Zeuge ist der Zureiter des Mülhausener Pferde- Händlers. Germaiu. Er sagt aus, er habe im Jahre 1886 das Pferd gesattelt, welche» DrehfuS benutzte, um de» deutschen Manövern im Elsaß zu folgen. Später sei er im Bois de Voulogne DreyfuS begegnet. D'Jnfreville habe ihm gesagt:«Das war Lieutenant DreyfuS." Der Präsident fragt Germain, ob er DreyfuS wiedererkenne, wa» Zeuge mit Bestimmtheit bejaht. Der Verteidiger Demange richtet an Germain mehrere Fragen nach seinen Vorstrafen. Zeuge giebt zu, wegen Unterschlagung bestraft zu sein. Quesnay de Beaurepaire zu kennen leugnet Germain. Dreyfus giebt zu, bis etwa zu den Jahren 1886 und 1887, während er im Lyceum, im Polytechnikum oder in Fontainebleau war, jedes Jahr zwei Monate auf Urlaub in Mülhausen gewesen zu sein; er versichert jedoch, niemals offiziell oder offiziös den deutschen Manövern beigewohnt und ebenso wenig jemals mit einem deutschen Offizier gespeist zu haben. Jedesmal bei seiner Anwesenheit in Mülhausen sei er bei dem in Mülhausen tommandierenden General gewesen, um sich ihm vorzustellen. Dazu fei er verpflichtet gewesen. Dreyfus betont, daß das Manöverterrain in Mülhausen von keiner Bedeutung sei und nur der Garnison zu Uebungen diene. Er sagt, im Jahre 1886 habe er, wenn er spazieren ging, die Regimenter manövrieren sehen können; aber weder 1886 noch 1887 habe er jemals, wenn er beritten war, mit deutschen Offizieren gespeist. Er sei von ihnen auch nicht eingeladen worden, wie er auch mit ihnen nicht gesprochen habe. Auf eine Frage des Präsidenten teilt Dreyfus mit, daß er in Mülhausen die Pferde seiner Brüder ritt. Er erinnere fich nicht, Pferde Kullmanns geritten zu haben oder mit diesem ausgeritten zu fein. Der Pferdehändler Kullmann aus Mülhausen, in dessen Diensten der Zureiter Germain stand, erklärt es in aller Form für unrichtig, daß er mit Dreyfus zu Pferde oder zu Fuß den deutschen Manövern beigewohnt habe. Major d'Infreville giebt sodann an, daß er im Jahre 1894 Germain fennen lernte, welcher ihm von einem Spazierritt des Dreyfus zum Zwecke der Beobachtung der deutschen Manöver er zählte. Jufreville fügt jedoch hinzu, er habe niemals gesagt, daß der Offizier, welcher ihnen im Bois de Boulogne begegnete, der Lieutenant Dreyfus sei, und zwar aus dem guten Grunde, weil er diesen gar nicht fannte.( Bewegung.) Germain erwidert, er habe bestimmt geglaubt, daß d'Jnfreville diese Aeußerung ihm gegenüber gethan habe. Kapitän Lemonnier, welcher mit Dreyfus zusammen die Kriegsschule besuchte, sagt aus, Dreyfus habe ihm versichert, er kenne sehr gut die Stellung, welche die Deutschen einnehmen würden, um einen welche sich westlich von Mülhausen befindet, mit dem Bemerken er Einfall im Ober- Elsaß abzuschlagen. Dreyfus habe ihm die Pofition, flärt, er habe sie eines Tages besichtigt, als er den deutschen Manövern zu Pferde beiwohnte. Dreyfus unterbricht den Zeugen mit dem Bemerken, die Thatfache sei richtig, er habe jedoch nicht von deutschen Manövern gejprochen. Er habe in seiner Jugend die Position zu Pferde durchstreift, dieselbe sei übrigens auf einem anderen Punkte gelegen, als das Gelände, in welchem er den Manövern hätte beiwohnen können, es müsse bei dem Zeugen eine Verwechselung vorliegen. Beuge Villon, der im Jahre 1894 in einem Berliner Hotel speiste, will deutsche Offiziere daselbst über Spionage haben sprechen hören. Einer derselben habe gesagt:„ Wir erwarten den Mobilisierungsplan von Dreyfus". Der Polizeikommissar, der über die Abgänge in der Feuerwerksschule zu Bourges Ermittelungen angestellt hat, jagt, nichts habe auf Dreyfus hingewiesen. wollen. D Lieutenant Bernheim, der in Rouen dem Esterhazy Auskünfte gab, jagt, dieser Offizier habe sich anscheinend lediglich informieren Der frühere Artillerie Lieutenant Bruyère sagt, er habe im Jahre 1894 im Lager von Chalons den llebungen der Schießschule beigewohnt. Es sei für Offiziere leicht gewesen, das Geschüß 120 furz in der Nähe zu sehen, da für dessen Ueberwachung feine besondere Maßregel getroffen war. Erläuterungen seien allen Offigieren geliefert worden. Zeuge bemerkte bei mehreren Schießübungen die Anwesenheit zahlreicher ausländischer Artillerie- Offiziere; er feẞt auseinander, daß das neue Schießreglement im Mai 1894 an die Batterien verteilt wurde; dann sei es auf der Regimentspreise abgezogen worden und Offiziere wie Unteroffiziere konnten soviel davon haben als sie wollten. In anderen Regimentern hätten auch einfache Soldaten dasselbe haben können. Zeuge jagt ferner, daß er sein Schießreglement am 17. Mai 1894 einem Infanterie Offizier mitgeteilt habe. Hauptmann Leroud versichert, daß im August 1894 sich kein Geschüz 120 turz im Lager von Chalons befand. Es ereignete sich dann ein lebhafter Zwischenfall. daß durch das Wiedergutmachen des geschehenen Unrechts, wozu bei- An die ftreifenden Textilarbeiter in Brünn wurden nach tragen zu können er sich glücklich schäße, eine Beruhigung der Ge- der soeben veröffentlichten Abrechnung in Geld und Naturalien müter eintreten und eine Aera des Friedens und der Einigkeit für 88 569. Unterstützungen gezahlt. In Naturalien wurden für das Land anbrechen möge.( Anhaltende Bewegung.) 31 500 fl. gewährt. Hierauf wird die Sigung unterbrochen. die Nach Wiederaufnahme der Sigung spricht General Sebert auf Ausgesperrte Schuhmacher in der Schweiz. In Pruntrut Aufforderung Laboris seine Ansicht über das System des Haupt-( Kanton Bern) sind 66 Arbeiter und Arbeiterinnen von der Firma manns Valerio aus, welcher der Theorie Bertillons zustimmt. Ge- Brossard u. Kohler, Schuhfabrit, ausgesperrt worden, weil sie eine neral Sebert drückt sein Bedauern darüber aus, daß Hauptmann Gewerkschaft gründeten und sich weigerten, dem Verlangen Valerio für das System Bertillons eintrete, das falsch sei. der Herren nach Wiederaustritt aus der Organisation Folge Bertillon bittet ums Wort, welches ihm aber der Präsident zu leisten. Das ist ein Fall des schlimmsten FabrikantenJouaust verweigert. Es wird darauf zur Vernehmung des folgenden Terrorismus, auf den man auch in der Schweiz bei AusBeugen geschritten, nachdem Dreyfus erklärt hatte, daß er nichts zu breitung der Organisation in neue Gegenden immer und immer sagen habe. wieder stößt. Auch in der demokratischen Schweiz blühen im ein despotisches Artilleriemajor Ducros sagt aus, Dreyfus habe an ihn niemals Verborgenen noch viele Stummlinge, Der eine Fabrikant, Fragen über die Feldartillerie gerichtet, er habe sogar die Auskünfte, Gewaltregiment über die Arbeiter führen. welche Ducros ihm über die Zeichnung einer Kanone in den Jahren Brossard, ließ die Arbeiter einzeln ins Bureau kommen, um sie 1891 und 1894 anbot, abgelehnt. unter Drohung mit den Fäusten zur Unterzeichnung folgender Erflärung zu zwingen:" Pruntrut, den 26. August. Unterzeichnete erflären, daß das Schuhmacher- Syndikat und seine Vertreter sich gegen die Herren Brossard und Kohler inforrekt und unhöflich verhalten haben und treten deshalb aus dem Syndikat aus." Der Fall ist Der Präsident fordert Hartmann auf, einstweilen über die ebenso interessant wie lehrreich, er demonstriert einmal klar und jenigen Bunfte auszusagen, bei denen der Ausschluß der Oeffentlich- deutlich aller Welt, wie die berüchtigten Erklärungen von Streiffeit nicht notwendig ist. brechern oder von nichtorganisierten Arbeitern bei sonstigen Anlässen freiwillig" zu stande kommen. Mercier erklärt, diese Kanone hätte für Dreyfus fein Interesse gehabt, da das Kriegsministerium ihre Einführung abgelehnt hatte. Major Hartmann beantragt, für furze Zeit die Oeffentlichkeit auszuschließen zwecks Prüfung gewisser Stücke. " Major Hartmann erklärt hierauf, er glaube, daß das Geschüß. um das es sich im Bordereau handele, das Geschüß, 120 lang" sei. Der Konflikt innerhalb der Gewerkschaften Englands, Das Geschoß 120 fura" fonnten alle Offiziere im Jahre 1891 fennen und die fremdländischen Offiziere, welche den Manövern der, wie wir schon berichteten, in dem Ausschlusse der Amalgamated beiwohnten, fonnten es in Augenschein nehmen. Major Hart Society of Engineers vom nächsten und übernächsten Gewerkschaftsmann fagt weiter aus, alle Artillerie- Offiziere fonnten all- tongresse, verhängt durch das Parliamentary Committy, gipfelt, hat gemeine Kenntnisse von„ 120 furz", über sein Verhalten während einen recht eigentümlichen und unseres Erachtens kleinlichen Grund. bes Feuers und über die hydropneumatische Bremse haben, aber Die Maschinenbauer haben ihre Rivalen unter den Angehörigen diese Kenntnis konnten in gleicher Weise die fremdländischen Diese streiften 1898 in einer Schiffswerft am Tyne, weil ein verwandter Gewerbe. Dazu gehören die„ kooperativen Schmiede". Artillerie- Offiziere haben, namentlich hinsichtlich des Verhaltens Arbeiter, der eigentlich noch Lehrling während des Feuerns im Lager von Chalons im Jahre 1894. Was junger taubstummer Arbeiter, aus Rücksicht auf seine Familie, deren Bater ges nun die detaillierten Kenntnisse betrifft, welche Gegenstand des war, und Bordereaus sein müssen, wenn es sich um ,, 120 furz" handelt, so konnten storben war, dort mit einer Arbeit betraut wurde diese nur einige Offiziere der Geschüßgießerei in Bourges sowie die 12 Shillings wöchentlich erhielt, ein Lohn, der nur gelernten Offiziere der Prüfungskommission oder der dritten Artilleriebirektion Schmieden zukommit. Die Maschinenbauer hielten diesen Streit für; konnte zu dieser Kenntnis gelangen, außer durch die oben ge- Faffung der Schmiede als„ Streifbrecher". Dies geschah im März haben; kein anderer Offizier, auch keiner aus dem Generalstab, ungerechtfertigt und ließen zu, daß ihre Mitglieder in die Stellen der streikenden Kooperativen Schmiede" eintraten, nach Auf=" nannten Offiziere. Hartmann weist sodann nach, wie leicht es war, 1898. sich diese allgemeinen Auskünfte im Jahre 1894 zu verschaffen, sei es durch Kenntnisse. die bereits vor dem Jahre 1890 zu erlangen waren, oder durch solche, die zum Beispiel im Lager von Chalons im Monat August gewonnen wurden. Der Urheber des Bordereaus hätte demnach im Jahre 1894 nur eine Notiz geliefert, die er sich bereits im Jahre 1890 hätte verschaffen können. Das weitere Verhör Hartmanns wird sodann auf morgen ver: schoben und die Sigung geschlossen. * * Weitere Haussuchungen. Freitag früh wurden zu Paris bei verschiedenen Personen, deren die mit dem Komplott gegen die Sicherheit des Staates in Namen noch nicht bekannt sind, Haussuchungen vorgenommen, Verbindung stehen und, wie es heißt, zu der Verhaftung des werden. Auch in Remmes wurden bei dem Sekretär der Antisemiten Leiters einer großen Vereinigung in der Provinz führen liga Petit und bei einem Kaffeehausbesizer Haussuchungen vorgenommen; zahlreiche Papiere wurden beschlagnahmt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Das ist der Grund des Ausschlusses. Beim Rigdorfer Gewerkschaftskartell gingen für die ausgesperrten dänischen Arbeiter vom 26. bis 31. August folgende Beiträge ein: Durch Bennewitz, Liste Nr. 147 10,55. Durch Hartmann, Lifte Nr. 143 4,80. Durch Th. Körner, Liste Nr. 171 6,25. Nr. 196 5,35. Von den Malern Rirdorfs: Liste Nr. 187 6,25. r. 192 6.95. Nr. 194 13,05. Nr. 200 9,25. Gesammelt in der Albumfabrik Weigert, Ritterstr. 22, durch Frait Hirsemann auf Liste Nr. 193 15,-. Laubenkolonie Louisenthal ( Sakowski), 2. Rate 3,20. Durch Noack, Liste Nr. 216 7,60. Durch Vor verg, Liste Nr. 213 16,70( Fabrik Nothmann). straße 85, H. II Weitere Beiträge nimmt entgegen A. Nierich, Rirdorf, SteinmetzLehte Nachrichten und Depeschen. Leoben, 1. September.( B. H.) Im Zeltweger Eisenwerk wütet ein großer Brand. Details fehlen noch. Budapest, 1. September.( B. H.) Der Buchhalter Jerovis der ungarischen Escompte- und Wechslerbant, Filiale Hermannstadt, defraudierte 50 000 Gulden. Der Defraudant wurde verhaftet. Prag, 1. September.( B. H.) Die„ Narodni Listh" gestehen nunmehr zu, daß die Chancen der Deutschen im Steigen begriffen sind. Der Stat Chlumechs scheine beim Kaiser durchgedrungen zu sein, und die Deutschen würden außer der Aufhebung der Sprachenverordnungen auch die Demiffion des Kabinetts Thun als DraufDie Steinarbeiter Berlins und Umgegend, die gestern, Freitag eine gut besuchte Versammlung abhielten, um zu den statt gefundenen Verhandlungen vor dem Einigungsamt Stellung zu nehmen, beschloß nach einer lebhaften Beratung mit allen gegen 7 Stimmen die Forderung auf Einführung der allgemeinen Tages lohus- Arbeit aufrecht zu erhalten und den Vergleichs- Vorgabe erhalten. schlag des Einigungsamts abzulehnen. Vor der Beschlußfaffung haben die Stommissionsmitglieder auf alle eventuellen Folgen, die durch die Ablehnung des Einigungsvorschlages entstehen können, hingewiesen. bis von Paris, 1. September.( B. H.) Vor dem Schloß von Rambouillet fand eine große Demonstration der nationalistischen Frauen Frankreichs statt. Da denselben der Eintritt verwehrt wurde, wurden die Damen äußerst rabiat. Schließlich erhielten sie den schriftlichen Bescheid, Frau Loubet werde ihrem Gemahl die Petition zu Gunsten Guérins überreichen. In der Diskussion sprachen sich fast fämtliche Redner, nachdem die Mitglieder der Kommission über die Verhandlungen und über General Roget fragt den früheren Artillerielieutenant Bruyère, die Situation den Streiks eingehend berichtet hatten, für die Ablehmung des Einigungsvorschlages aus. Alle diese Nedner erParis, 1. September.( B. H.) Der Kriegsminister hat die ob er nicht f. 3. dem damaligen Kriegsminister Cavaignac in einem klärten den Vorschlag insbesondere deshalb für unannehmbar, großen Herbstmanöver für dies Jahr abbestellt, angeblich, weil eine Schande sei, im französischen Heere zu dienen.( Anhaltende forderung der Arbeiter, nicht zugestanden ist. äußerst heftigen Brief seine Entlassung gab und hierin sagte, daß es weil die allgemeine Einführung der Lohnarbeit, die Haupt- in dem Departement, wo die Manöver stattfinden sollten, eine Sie plädierten epidemische Krankheit herrschen soll. In politischen Kreisen will man Bewegung. General Deloye erklärt, daß er auf Wunsch des Ministers einen für die strikte Aufrechterhaltung des Streiks, und zwar so lange, dagegen vissen, daß die wahre Ursache die augenblickliche gefahrvolle innere Lage sei. den Unternehmern die Beseitigung der Accord Bericht über die Angelegenheit abfaßte und daß damn der Präsident arbeit bewilligt wird. Von den zu den neuen Bedingungen Paris, 1. September.( B. H.) Vor der Festung Guérins der Republik die Abseßung Bruyères als Offizier der Landwehr Arbeitenden wurde versprochen, daß sie noch einen größeren wurden heute die Mannschaften der Feuerwehr verstärkt, man glaubt berfügte. Bruyère versichert energisch, daß sein Brief einen anderen Prozentsatz von ihrem Verdienste als bisher abgeben werden, jedoch, daß erst ernstliche Maßregeln nach. dem Urteilsspruche in Sinn hatte, daß er nur gewisse Persönlichkeiten und nicht das ganze Ein Teil derjenigen, die zur Zeit in Arbeit stehen, haben sich um die genügende Unterstügung der Ausständigen zu sichern. Rennes gegen Guérin erfolgen werden. Paris, 1. September.( W. T. B.) Der Ministerpräsident Heer im Auge gehabt habe. Waldeck- Rousseau empfing heute den Erzbischof von Paris, der um Auf Verlangen Laboris wird bestimmt, daß dieser Brief dem bereit erklärt, anderen, bisher Streifenden den Platz zu räumen. Kriegsgericht unterbreitet werde. Achtung! Lederarbeiter!( Portefeuiller!) Der Streit in der Schonung für Guérin bat, und hob hervor, wie sehr er diesen Artillerie Hauptmann Carvalho erklärt, es sei ziemlich schwer Lederwarenfabrik von Sommer, Reichenbergerstr. 181, ist zu Gunsten Besuch zu schäßen wisse, bemerkte aber gleichzeitig, daß die Regierung Der Vertrauensmann. nur mit sich selbst zu Rate zu gehen habe über die Maßregeln, die gewesen, sich ein Exemplar der Schießvorschrift zu verschaffen und der Arbeiter beendigt. die Berichte über das Geschüß 120 furz" seien im Kriegs- Posamentierer Berlins! Der Termin, an dem die Ent- sie ergriffen habe. Die Regierung habe Langmut und Geduld gezeigt, ministerium erst nach dem 1. Oktober 1894 eingegangen. Carvalho scheidung über unsere Forderungen fallen soll, rückt immer näher, die vom Standpunkt der Menschlichkeit aus gerechtfertigt seien, und überreicht dem Kriegsgericht ein Exemplar der Schießvorschrift und und die Unternehmer zeigen sich immer ratloser. Sie versuchen mit die sich die Regierung angesichts des rebellischen Verhaltens Guérins fügt hinzu, daß man derselben in Deutschland feine große Bedeutung allen Mitteln, einzelne Stollegen breitzuschlagen und zeigen dadurch, als besonderes Verdienst anrechne. beilegte. daß sie sich durchaus nicht sicher fühlen! Kollegen! Haltet an den London, 1. September.( Franff. 8tg.") Nach einer Depesche Labori verliest dann den Brief eines gewissen Corningue, in Forderungen fest, überlaßt alles der Lohnkommission! Haltet fest der„ Central News" aus Shanghai hat der„ Ostai. Lloyd" die Nachwelchem dieser erklärt, er habe die Schießvorschrift im Zimmer des zusammen, dann ist auf einen Sieg mit Bestinumtheit zu rechnen; richt gebracht, daß im Hinterlande von Kiantschon ernste UnAgenten B. in Gegenwart des Agenten A. fopiert. Ersatz für streikende Arbeitskräfte ist nicht vorhanden. Näheres in ruhen ausgebrochen seien und ein Kampf stattgefunden habe, in der am Dienstag Neue Roßstr. 3 stattfindenden Versammlung. welchem sechs Chinesen erschossen wurden. Der deutsche Gesandte Baron Ketteler habe ein Ultimatum an die chinesische Regierung geschickt und Sicherheit für Leben und Eigentum im Hinterland und Aufrechterhaltung der Ordnung verlangt. Andernfalls werde Deutschland Schritte thun, um seine Interessen zu schützen. Auf eine Frage Laboris sagt Picquart, er glaube, daß es sich um die Schießvorschrift von 1895 handelte. Er habe von dieser Angelegenheit im Jahre 1896 Kenntnis gehabt. General Deloye bestätigt die Auslassungen Picquarts. Lauth giebt seinem Staunen darüber Ausdruck, daß Picquart sich nicht genauer dieses Vorfalles erinnere und leugnet, daß er zu Corningue Beziehungen gehabt habe. Labori fragt, ob Lauth damit sagen wolle, daß Corningue Geld erpressen wollte. Der Vorsitzende weigert sich, diese Frage zu stellen. Labori ruft dem Vorsitzenden zu: ,, Gehen Sie doch über alle unbequemen Fragen hinweg!"( Bewegung.) Es entspinnt sich hierauf ein lebhaftes Zwiegespräch zwischen dem Vorsitzenden und Labori. Der Regierungskommissar Carrière beklagt sich lebhaft darüber, daß die Verteidiger jeden Augenblick zu sprechen verlangen, während man ihm immer das Wort verweigert. Die Lohntommission. J. A.: Fr. Berger. Deutsches Reich. Der Maurerstreik in Elberfeld ist, entgegen den Meldungen bürgerlicher Blätter, noch nicht beendet. Die Maurer in Offenbach sind in den Ausstand getreten. Sie verlangen zehnstündige Arbeitszeit, 45 Pf. Mindeſtſtundenlohn und Brüffel, 1. September.( B. H.) Aus dem Kongostaat sind Abschaffung der Accordarbeit. Beteiligt sind 524 Gesellen. Drei Nachrichten hier eingetroffen, daß bei einem Zusammenstoß zwischen Firmen mit 20 Gesellen haben bewilligt. Kongosoldaten und den eingeboren Batetelas 25 Soldaten und 100 Eingeborene getötet wurden. Die Rebellen ließen sämtliche Gewehre in den Händen der Kongosoldaten. Im Leipziger Tischlerstreit sind noch 460 Arbeiter und 6 Arbeiterinnen ausständig. Zu den neuen Bedingungen arbeiten bereits 618 Arbeiter und 5 Arbeiterinnen in 44 Betrieben. Die sonders fruchtbaren Boden gefallen zu sein. Scharfmacherei des Unternehmertums scheint denmach nicht auf be" Erniedrigende Zumutungen werden den Bergarbeitern des Der Vorsitzende antwortet hierauf: ,, Still! Schweigen Sie!" Plauenschen Grundes bei Dresden gestellt. Vor einigen Wochen Der Artillerie- General Sebert äußert sich über das Bordereau. streikten dort auf den Werken des kgl. sächsischen Kanımerherrn Freiherrn v. Burgt die Förderleute. Jufolge von Versprechungen Seiner Ansicht nach ist dasselbe das Wert eines Menschen von nahmen sie die Arbeit nach zwei Tagen wieder auf. Jegt will man niederer Bildungsstufe und die im Bordereau vorkommenden Ausdrücke beweisen die fachliche Unwiffenheit desselben. Wenn man das sie, wie die Deutsche Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung" mitteilt, Bordereau einem Offizier zuschreiben wolle, so könne das fein bestrafen, wenn sie nicht ein Bittgefuch eingeben, worin sie Artillerie- Offizier sein, das bewiesen die fehlerhaften Ausdrücke. Der diefen Schritt bereuen und um Strafbefreiung bitten. So werden General hebt sodann die eigentümliche Wendung„ sans nouvelles". die Arbeiter durch Kapitalistenübermut zur Empörung getrieben, die welche man bei Esterhazy wiederfinde, hervor, und weist nach, daß früher oder später ausbrechen wird. die Note über Madagaskar wenig Interesse für eine Macht habe, für Ausland. Belgrad, 1. September.( W. T. B.) Die Untersuchung in der Angelegenheit des Attentats auf König Milan iſt abgeſchloſſen. 16 Personen sind in Freiheit gesetzt worden; 29 Personen, darunter Bafitsch, Tauschanowitsch, Oberst Nikolitsch und der Redacteur des „ Odjek" Protitsch sind im Zusammenhange mit dem Attentat wegen Hochverrats angeklagt. Zehn Personen sind wegen MajestätsWeitere Frei beleidigung den Gerichten überwiesen worden. lassungen sind nicht ausgeschlossen. Es verlautet, die Gerichtsverhandlung werde am Donnerstag beginnen. New York, 1. September.( W. T. B.) Nach einem Telegranını des" New York Herald" aus Santo Domingo ist die Regierung infolge Fehlschlagens der Verhandlungen mit den Aufständischen bis nach der Wahl eines neuen Präsidenten in die Hände von Pedro Mejio gelegt worden. Es bestehe indessen nur wenig Zweifel darüber, das Jimenez bei seiner Ankunft die Präsidentschaft erlangen werde. New York, 1. September.( Meldung des„ Reuterschen Bureaus".) welche der übrige Teil des Bordereaus von Wert war. General Die Maffenaussperrung in Dänemark. Wie uns ein PrivatGebert bemerft weiter, das Ausland könne fich Austünfte namentlich telegramm aus Kopenhagen meldet, haben die Verhandlungen Nach einem heute hier veröffentlichten Telegramm aus Washington dann verschaffen, wenn ein neues Material in Frankreich eingeführt und in den Dienst gestellt wird und faßt seine Aussage in die formelle Er- zwischen den Vertretern der Unternehmer und der Arbeiter auch hat der Staatssekretät Hay den amerikanischen Konful in Prätoria flärung zusammen, daß das Bordereau nicht von einem Artillerie- gestern noch zu keinem Reſultat geführt. Die Verhandlungen werden angewiesen, darüber zu wachen, welchen Einfluß die weitere EntDer Kampf dauert also noch unverändert wickelung der Dinge auf die Amerikaner und die amerikanischen offizier geschrieben sei. Der Zeuge erklärt schließlich, er werde in Montag fortgesetzt. feinen Ausführungen bestärkt durch die Ueberzeugung von der Unfort. Die entgegenstehenden Meldungen bürgerlicher Blätter sind Interessen haben werde, und für den nötigen Schutz derselben zu schuld des Hauptmanns Dreyfus und spricht die Hoffnung aus, lunrichtig. forgen, falls ein Stonflitt fie gefährden sollte. Hierzu 2 Beilagen. Berantwortlicher Redacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und verlag von Max Bading in Berlin. Ur. 205. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 2. September 1899. Stimmungsbilder von der ,, Affaire". befreundeten Hause mit dem öſtreichischen Militärattaché, dem Oberst bekannt find. So oft man auch seine Räume durchwandert, man Ueber die Mittwoch Sigung, in welcher immer noch Sachverständige vernommen wurden, schreibt unser Berichterstatter aus Rennes unterm 30. August: Heute früh betrat man den Saal nur mit einer gewissen Furcht. Drei Sachverständige waren als Beugen angekündigt. Man hat von den Sachverständigen genug. Seit Bertillon, seit dem komischen Trio Couard, Belhomme und Varinard, begiebt sich das Publikum nicht ohne Bangen an die Orte, wo diese Herren sprechen sollen. Indessen die Sitzung erwies sich besser, als wir fürchteten. Die heutigen Zeugen waren keine seichten, ermüdenden Kleinigkeitskrämer, sondern Gelehrte. Der sympathische Direktor der Ecole des Chartes, Paul Meyer, Professor am College de France, vernichtet in übersichtlicher und scharfer Beweisführung Bunft für Punkt die Schlußfolgerungen der Sachverständigen des Generalstabes. Unbarmherzig zerpflückt er das System Bertillon. Wenn eine englische Jury über Bertillon ein Verditt abgegeben hätte, sagt er, so würde sie nicht zögern, ihn für geistesgestört zu erklären. Natürlich lacht man ein wenig auf Kosten Bertillons, der hinter den Generalen sigend in einer ungeheuren Aftenmappe herumivühlt und einzelne Stücke fieberhaft in die Hände nimmt. Mit philosophischen und moralischen Ueberlegungen entwickelt Paul Meyer dann die Psychologie der Affaire, und zeigt, daß Dreyfus in keinem Fall das Bordereau geschrieben haben tönne, als dessen Verfasser sich im Gegenteil Esterhazy selbst nennt. Die Richter folgten der Darlegung des hervorragenden Professors mit außerordentlicher Aufmerksamkeit, und vielleicht zum erstenmale interessierte sich das Publikum, das allen Sigungen beiwohnt, wirk lich für das Zeugnis eines Sachverständigen. Doch die allgemeine Aufmerksamkeit sollte auch durch die folgen den Zeugen gefesselt werden. Bei der Antwort auf eine Frage des Präsidenten Jou a ust erklärte Molinier, daß die Schrift Esterhazys seit 1894 merklich verändert worden wäre. In diesem Moment trat Mercier hinzu, um den Präsidenten zu bitten, die Aussage Greniers vor dem Freund des Kommandanten Esterhazy, daß dessen Handschrift seit der Anzeige von Mathieu Dreyfus merklich verändert worden sei. Ini Saale entsteht ein Eindruck der Ueberraschung, und man fragt sich nach dem Beweggrunde dieser Einmischung des Generals Auch auf der Bank der Verteidiger wird man unruhig, und Labori beantragt, eine Frage zu stellen. Welcher Beweggrund, sagt er, leitet den General Mercier, der sich sicherlich weniger als Zeuge eingemischt hat, sondern um den Regierungskommissar zu ergänzen. Und General Mercier antwortet, er wolle die Aussage Moliniers bestätigen, indem er bemerke, daß Esterhazy seine Handschrift seit 1894, bielleicht schon früher, verändert habe. Mercier. Der deutsche Militär- Attaché hatte zuerst die Absicht, zu warten, und schrieb das famose Petit Bleu an Esterhazy. Dann besann er sich anders, indem er daran dachte, daß Esterhazy nach allem doch nur ein Renommist und Betrüger wäre, zerriß das Petit Bleu und warf es in den Kamin. Von da kam es ins Nachrichtenbureau und wurde dem Oberst Picquart zugestellt. Das ist also die Geschichte des Petit Bleu. Aber diese Geschichte ist nicht nach dem Geschmacke Rogets, der sich aufbläht und auf den Zeugenstand tritt, um zu versuchen, den Eindruck abzuschwächen, den sie auf die Richter gemacht hat. Da ist Herr Picot, Mitglied des Instituts. Er erzählt uns Das hygienische Museum in der Klosterstraße gehört zu eine sehr niedliche Geschichte. Eines Abends speiste er in einem jenen Sammlungen Berlins, die der großen Menge fast gar nicht Schneider. Diejer sprach zu ihm über die Beziehungen Esterhazys trifft nur wenige Besucher darin. Jedenfalls ist die unglückliche mit dem Oberst Schwarzkoppen. Nach Schneider hielt der deutsche Besuchszeit( Dienstags und Freitags von 10-2 Uhr) an diesem UmAttaché besonders Esterhazy für einen Schuft, der ihm übrigens tein stand schuld. Es ist angebracht, daß man wenigstens noch den wichtiges Dokument lieferte. Daher strich er auch sein Gehalt. Sonntag freigebe und so das Museum auch den Arbeiterkreisen zuDamals unternahm num Esterhazy Schritte, um ins Kriegs- gänglich mache, für die es immerhin ein nicht unbedeutendes ministerium einzutreten, und er benachrichtigte den Oberst Schwarz- Interesse hat. Seinen reichen Inhalt bilden Modelle und toppen, daß er im Begriffe stände, dies zu erreichen, und daß er ihm Gruppen aller hygienischen Einrichtungen, die für Industrie dann auch bessere Schriftstücke würde liefern können. und Gewerbe, Oeffentlichkeit und Haushalt erfunden sind. Jm Parterre findet man das Rettungswesen zur See in sehr interessanten Darstellungen geschildert. Die Hafen- und Strandanlagen, Leuchttürme, Lootsenstationen usw. geben ein anschauliches Bild des Küstenlebens. Der Facharbeiter findet in der Abteilung Schußvorrichtungen in der Industrie" außerordentlich viel Belehrendes und kann an den Modellen der Wasch- und Bade- Einrichtungen für Fabriken, Arbeiterhäuser usw. erkennen, wie viel ihm selber in Wohnung und Werkstatt von all' den schönen Dingen meist noch fehlt. Den Bergiverksbetrieb kann man an einem im Querschnitt dargestellten Bergwerk studieren. Allerliebst sind die Modelle eines Turnplages mit unzähligen kleinen Figürchen, sowie die Darstellung einer Hutwäscherei und eines Kinderhortes, eine Arbeit, die von Kindern selbst gefertigt ist. Ebenso sind reizende Miniaturlandschaften der Osdorfer Rieselfelder, der Breslauer Kanalisation und ähnlicher Anlagen ausgestellt. Plößensee und das Bellengefängnis von Moabit kann man, obgleich es mit seinem hygienischen Wert sehr zweifelhaft steht, hier ebenfalls inwendig und auswendig studieren. Bimmerchen ist ganz als Jfolierzelle eingerichtet. Hochinteressant sind die Modelle unserer Irren- und Krankenhäuser, jedes ein Puppenhaus für sich, dem selbst die kleinen Büppchen in Aerzte-, Wärter- und Krankentracht nicht fehlen. Der Feuerbestattung ist ein ganzer Saal gewidmet, ebenso der Schulhygiene. Ganze Räume sind zu Klassenzimmern eingerichtet. Die Baby- Ausstattungen, Wagen, Stühlchen usw. werden die Frauen interessieren, wenigstens sieht die Proletarierin daran, was man so im allgemeinen für Kinderpflege nötig hält und wie wenig sie selbst sich bei ihren targen Löhnen von alle dem für ihre Lieblinge leisten kann. Dasselbe Terut jie an den Einrichtungen für häusliche Hygiene, sowie an den Heiz-, Koch- und Bade- Anlagen usw. Jedenfalls ist für den, der Verlorene Mühe! Alles stürzt zusammen, alles weicht und das Dazwischentreten des Generals Roget verursacht selbst bei den Richtern nur ein Gefühl der Langeweile. Man schließt diese Sigung mit dem Verhör des Generals Delo ye. Er wiederholt seine vor dem Kaffationshof gemachte Aussage, jedoch mildert er die Ausdrücke und spricht ohne Haß und Heftigkeit. Man merkt, daß er sich anfangs von den Verbrechern des Generalstabes hat mitreißen lassen, daß er ihnen aber nicht bis zu Ende folgen will. Er spricht im Ton eines guten Kindes, vermeidet es, Namen zu nennen, und will ersichtlich Dreyfus zum mindesten nicht erdrücken. Da General Delohe auch geheime Stücke aus dem Ministerium über die hydropneumatische Bremse und die Fabrikation der Granate Robin beibringt, so beschließt das Kriegsgericht, die Stücke in geheimer Sigung zu prüfen. Kommunales. Toren. Empfang von Ein Molinier, Professor an der Ecole des Chartes, und sein Kollege Giry, Professor an der Hochschule, griffen fräftig die Schlußfolgerungen der Sachverständigen des Generalstabes an, und zeigten ihre ganze Thorheit und Nichtigkeit. Ich will auf die Einzelheiten dieser so wichtigen und entscheidenden Befundungen in Bezug auf die Handschriften Esterhazys und Dreyfus nicht eingehen. Ich will Ordinariate der jüdischen Lehrerinnen hat das Augen zum Sehen hat, im hygienischen Museum teine Gefunde ver Aus der Magistratsfihung am Freitag. Hinsichlich der mich nur bei einem Zwischenfall aufhalten, der vom General Mercier Magistratskollegium dem Beschlusse der städtischen Schuldeputation hervorgerufen wurde, und der zeigt, wie weit die Leute des General zugestimmt, daß das Abkommen ihrer Kommission mit dem Schulftabes heute zurückgewichen sind. Für die Beurteilung des Fleischverbrauchs in Berlin find grundsäglichen Standpunkts der städtischen Verwaltung und statistischen Zahlen nicht ohne Interesse. Für diesen Schlachtvieh kollegium genehmigt werde unter Vorbehalt des abweichenden auch die den Viehverkehr auf den Berliner Bahnhöfen betreffenden der Betonung, daß Härten auch nach diesem Abkommen nicht verkehr hinsichtlich des eingeführten Großviehes kommt hauptsächlich werden vermieden werden können. Vom Minister sind diese Ver- der städtische Centralviehhof in Betracht. Der Empfang von Großvieh abredungen hinsichtlich der bereits angestellten und noch an- auf den anderen Bahnhöfen Berlins iſt daneben verhältnißmäßig an städtischen Schulen unbedeutend. Die Hauptmasse des eingeführten Großviches wird genehmigt worden. Mit dem gnädigen Vorgehen gegen folche auf dem Centralviehhofe abgeladen. Im Jahre 1898/99 waren dies Lehrerin, die sich weiter nichts als ihre jüdische Religion und Ab- 350 220 Stück. Seit dem Jahre 1894.95 var bis zum vorigen Jahre stammung habe zu schulden kommen lassen, sieht es folgendermaßen der aus: Es sollen im Ordinariate verbleiben oder wieder eingesetzt Jahre 1894/95 betrug derselbe noch 455 110 Stück, im folgenden Im Großvieh ständig zurückgegangen. werden: die drei jüdischen Lehrerinnen Fräulein Tobias, Beermann Jahre schon 100 000 Stück weniger, genau 355 998 Stitc; m und Jastrow I, welche entsprechende Gesuche eingereicht haben Jahre 1896/97 fiel derselbe weiter auf 341 002 Stück und im mit Rücksicht auf ihre langjährige und treue Dienstzeit". Be Jahre 1897/98 auf 338 914 Stück. Erst im letzten Rechnungsjahre züglich der neu anzustellenden Lehrkräfte ist festgesetzt, daß die beiden ist wieder eine kleine Steigerung, um 11 306 Stüd, eingetreten. bereits beschäftigten Frl. David und Ranfft mit Rücksicht auf ihre Vom chrsamen Handwerk. Das Submissionswesen wird längere Dienstzeit ausnahmsweise zur Anstellung gelangen, sobald ihnen wieder einmal durch größere Malerarbeiten beleuchtet, die in diesem mit der Maßgabe, daß diese Stunden bei geeigneter Gelegenheit auf Vollendung entgegengehen. Es handelt sich um Bahnhöfe und lebermindestens wöchentlich 8 Religionsstunden übertragen sind und Sommer die Eisenbahnverwaltung vergeben hat und die jetzt ihrer Uebertragung eines Ordinariats an dieselben soll auch in Zukunft Bei einem Loose- Lehrter Bahnhof und Bahnhof Bellevue 12 erhöht werden. Die Anstellung neuer jüdischer Lehrkräfte und die führungen der Stadtbahn, deren Anstrich einer Erneuerung bedurfte. nicht ausgeschlossen sein unter der Bedingung, daß die ministeriellen gorderungen in den beiden Erlassen vom 27. November 1895 und trug die höchste Forderung 8425 und die geringste 2887 M., beim 14. Februar 1899 nachgewiesenermaßen erfüllt werden. zweiten Bahnhof Janowißbrücke und Thiergarten und 1655 M. Das erste Brückenloos umfaßte die leberdem Stupfergraben an der Muſeumsinsel hat das Magistrats- führungen an der Janowitzbrücke, Alexanderstraße, am Lehrter follegium genehmigt. Diefelben sind auf 90 000 m. veranschlagt.bahnhofe. Hier verlangte der Höchstfordernde 6870 und der Mindest Stadtbahnhof und an der Ladestraße beim Lehrter Hauptist der Lehrer vom Luisenstädtischen Gymnasium Neunzig vom zweiten Loose Ueberführung am Bahnhofe Bellevue, an der Zum Oberlehrer für das Dorotheenstädtische Realgymnasium fordernde nur 3511 M. Achnlich stellte sich der linterschied beim Magistratskollegium gewählt worden. Was soll das heißen? Bedeutet das einen Frontwechsel? Gestern stimmte er dem Oberstlieutenant Cordier zu, um die Loyalität von Mathien Dreyfus festzustellen, und er zerstörte fonfequenterweise das lächerliche Märchen vom Syndikat. Heute scheint er die Zeugnisse stüßen zu wollen, welche das Bordereau Esterhazy zuschreiben. Offenbar wird irgend etwas vorbereitet. Denn es wäre lächerlich, zu glauben, daß der Mercier, durch die Verhandlungen aufgeflärt und von Gewissensbissen ergriffen, sich anfchidt, eine öffentliche Ehrenerklärung abzugeben. Man darf keine anständige Handlung von einem Manne erwarten, der, um der Verantwortlichkeit eines ersten Verbrechens zu entgehen, auf dieses andere Verbrechen gehäuft hat. Die Projekte der beiden neuen Brücken über die Spree be 6490 Die Stadt Berlin soll sich an der Hundertjahrfeier der Berliner 4300, ein anderer nur 1660 M. Noch größer war die Differenz Grolmannstraße und an der Knesebeckstraße. Ein Meister forderte Man muß sicher Mißtrauen hegen. Uebrigens ist die Haltung 100 000 m. an die Hochschule beteiligen und zwar jollen die Zinsen lottenburg, in der Nähe der Nadrennbahn Halensee, und auf der Technischen Hochschule durch Gewährung eines Kapitals von beim dritten Loose Ueberführungen hinter dem Bahnhofe Charder Generale und der Offiziere des Generalstabes seit zwei oder dieses Kapitals alljährlich zu zwei Stipendien zu 1500 M. Ver- Strecke beim Kilometerstein 12: 8600 und 3000 M. Den Zuschlag erbrei Tagen sehr wohl geeignet, unser Mißtrauen zu verstärken. Sie wendung finden. Es sollen bereits weiter vorgebildete Schüler der An hielten in allen Fällen die Mindestfordernden. Wie sie auf ihre Kosten treten auf den Gängen und in den Sälen des Lyceums in Gruppen stalt mit diesen Stipendien zu Studienreisen bedacht werden. Das tommen, ist eine andere Frage. Ein Meister wollte, als er den Zuschlag er zufammen; Noget ist beständig mit den offenkundigsten Lügnern Magistratskollegium hat beschlossen, hierzu die Genehmigung der halten hatte, die Ausführung der Arbeit ablehnen. Er sah ein, daß von den Offizieren, die als Zeugen im Prozeß auftraten, im Ge- Stadtverordneten- Versammlung nachzusuchen. spräch, und es ist mehr als gewiß, daß er mit ihnen die Lügen er sich gründlich verrechnet hatte, aber es war zu spät. Nach einer präpariert, die sie morgen vorzubringen haben. Einen leitenden Erzieher im Waisendepot beabsichtigt der Ministerialverfügung muß der Zuschlag dem Mindestfordernden erDiese Leute merken, wie die Anklage von allen Seiten zu Magistrat anzustellen. Die Aufgaben, welche dieser Pädagoge zu teilt werden, wenn er leistungsfähig ist, das heißt, wenn er etwas fammenstürzt, und wie von allem, was sie gesagt haben, rein nichts erfüllen haben wird, sind im wesentlichen folgende: 1. Die obere zuzusetzen hat. Ist das der Fall, und bei diesem Meister ist es so, dann gegen Dreyfus übrig bleibt. Sie suchen eine Stettungsplanke. Und Leitung der Erziehung der stiftungsmäßig im Waisendepot dauernd ist der Mindestfordernde verpflichtet, den Zuschlag anzunehmen, und überdies ist es je länger, um so weniger möglich, zu leugnen, daß zu erziehenden Frankeschen Waijen; 2. die Leitung der für die vor- wenn er ihn dennoch ablehnt, so läßt die Eisenbahn- Berwaltung die das Bordereau von Esterhazy stammt; daher suchen sie, durch welche übergehend im Depot untergebrachten Kinder bestehenden Schule; Arbeit auf seine Stosten ausführen. Da es dann noch teurer wird, mußte Umstände fie Dreyfus trotzdem vernichten können. 3. die Leitung der im Waisendepot unterhaltenen Fortbildungsschule sich der Meister doch wohl oder übel selbst an die Arbeit machen. Noch Bis jetzt benutzen sie zwei Mittel: Esterhazy zu einem Stroh- für die in hiesigen Pflegestellen untergebrachten Waisenmädchen im anders kam es in Altona. Dort sollte das Hallendach des Bahnhofes mann im Solde des Syndikats oder der Familie Dreyfus zu 15. Lebensjahre. Der Erzieher würde in dem weiteren Ausbau gestrichen werden. Die höchste Forderung dafür betrug 26 224, die machen; in diesem Falle würden sie behaupten, Esterhazy habe sich dieser Einrichtung ein besonders fruchtbares Feld seiner Thätigkeit geringste nur 5627 M. Nun kostet die Rüstung für die Arbeit, die Mühe gegeben, die Schrift des Bordereaus nachzuahmen, uni in finden, und soll daher in jeder der drei Klassen wöchentlich mindestens von Berlin geliefert werden muß, allein schon 4000 M. Der Meister einem gegebenen Augenblick sich an die Stelle Dreyfus' jezen zu zwei Stunden erteilen. 4. Die Leitung der Sonntagsversammlungen erhielt aber, da ein schwerer Verlust bei diesem Angebot unabwend= tönnen. Ich bemerte übrigens, daß Esterhazy seine Handschrift ge- fchulentlassener Waisenmädchen; 5. die Lehrunterbringung solcher bar gewesen wäre, von Berlin tein Gerüst geliefert, und da Altona ändert hat, damit sie der des Bordereaus nicht mehr gleicht. schulentlassener Waisenknaben, für welche der Vormund nicht sorgt; oder Hamburg für derartige Bauten feins befizen, so tann er eben 2. Eine Frage der Mitschuld zwischen Dreyfus, Esterhazy und 6. ebenso die Unterbringung der Mädchen in Dienststellen; 7. auf die Arbeit nicht machen. Zwei oder drei anderen Meistern, deren dem Kommandanten Weil, dem früheren Adjutanten des Generals besondere Veranlassung die Prüfung der hiesigen Pflegestellen für Forderungen der geringsten am nächsten kommen, erging es ebenso. Sauffier, aufzuwerfen. Waisen; 8. die Beratung der entlassenen Waisen auf deren Anrufen. Die übrigen aber scheinen der Eisenbahnverwaltung zu teuer zu sein In beiden Fällen werden die Fälscher des Generalstabes elend 9. Endlich würde der Erzieher bei der Auswahl der Pflegestellen für so ist denn die Arbeit, die im Frühjahr gemacht werden sollte, bis scheitern. Denn im ersten Falle wird die Verteidigung leicht be- die Depottinder soweit beratend mitwirken, als er ihre Charakter- jezt noch nicht begonnen und wird voraussichtlich zum nächsten Jahre weisen können, daß die Briefe Esterhazys vor 1894 der Handschrift eigenschaften kennen gelernt hat. noch einmal ausgeschrieben werden. des Bordereaus gleichen. Und im zweiten Falle wird leicht der Die Stadtverordneten Spinola u. Gen. haben folgenden Das Polizeipräsidium hat der Allgemeinen Omnibus- AktienBeweis zu führen sein, daß Esterhazy und Dreyfus niemals Beziehungen hatten. Wollte man übrigens sagen, das Bordereau jei Antrag in der Stadtverordneten- Versammlung eingebracht: Die Gesellschaft die Erlaubnis erteilt, während der Dauer der am Stadtverordneten Versammlung ersucht den Magistrat, durch Ver- 3. September beginnenden Motorwagen Ausstellung auf von Esterhazy, doch habe dieser noch Dokumente von Dreyfus, so handlungen mit den zuständigen Staatsbehörden dahin zu wirken, der Linie: Askanischer Play- Hedemann- Wilhelm-- Neue Wilwürde die Anklage auch zusammenstürzen, da sie ja lediglich auf daß das Gebäude des neuen Amtsgerichts Berlin- Wedding helm- Luisen- Karlstraße( Ausstellungsgebäude) unter Erhebung Was die Generale auch thun, so sind sie überführt, und der nicht in Reinickendorf, sondern im Berliner Stadtteil Wedding, möglichst eines Fahrpreises von 10 Pfennigen für die ganze Strede einen Be Beweis, daß sie selbst das Bewußtsein ihrer Niederlage haben, besteht an der Grenze des Stadtteils Gesundbrunnen errichtet wird." eben darin, daß sie jetzt nach dreißigtägiger öffentlicher Verhandlung nach neuen, noch unbekannten Dingen suchen, um die Anklage zu ftügen. dem Bordereau beruht. Einige unter ihnen verhehlen sich übrigens die Niederlage nicht. Man versichert, daß die Generale Boisdeffre und Billot mit einigen der wenigst bloßgestellten Offiziere gegen den General Roget, gegen den General Mercier und gegen die Lauth, die Cuignet, die Gribelin ankämpfen, um die letzten Umtriebe aufzuhalten und nicht unheilbar alle Offiziere des Generalstabes zu vernichten. = Lokales. Die Beerdigung unseres Kollegen Auguft Jacobey erfolgt Sonntagvormittag nach dem städtischen Friedhofe in Friedrichsfelde. Näheres wird in der Sonntag. nummer bekannt gegeben. trieb mit elettrischen Omnibussen einzurichten; auch darf die Gesellschaft auf dem Askanischen Plazz eine Ladestation bauen. Die zulässige größte Geschwindigkeit ist auf 12 Stilometer die Stunde festgesezt. Der Asylverein für Obdachlose hatte im Verwaltungsjahr 1896 eine Einnahme von 452 028 M., darunter 393 918 M. Legate und 2000 M. Zuschuß aus städtischen Mitteln. Die Ausgaben bes trugen 49 545 M., davon für Unterhaltung des Männerasyls Der 27 210 M., für das Frauenasyl wurden 5378 m. verausgabt. gesamte Vermögensbestand des Asylvereins stellte sich Ultimo 1896 auf 671 313 M. Seit dem Bestehen des Asyls bis Ende 1896 wurden 2 496 809 Männer und 461 245 Frauen aufgenommen. An Bädern wurden 1896 im Männerasyl 40 667( im Vorjahr 40 280), Der Arbeitsnachweis wurde im Frauenasyl 738( 803) verabreicht. Billot und Boisdeffre, welche die Partie verloren sehen, würden bereit sein, zum Rückzug zu blasen, und man versichert, daß ihr Dazwischentreten es gehindert hat, einen weiteren falschen Zeugen gegen Dreyfus, eine frühere Bediente der deutschen Gesandschaft, Die koufiscierte Beilage unseres Blattes, welche das Berliner Frau Bastian, vor das Gericht zu citieren. Polizeipräsidium, den Untersuchungsrichter beim Amtsgericht bon 1260 Männern( im Vorjahre von 1897) benugt. Im Berichtsjahr Diese Frau, die eine Agentin des Generalstabes war, ist durch und das Richterkollegium Heybel- Löwy- Nürnberg vom Land- fanden 109 578 Personen im Männerasyl und 10 148 in Frauenden Chef der Fälscher nach Rennes gerufen worden, und hält sich, gericht I zu überkühner Stonstruktion eines Majestätsbeleidigungs- asyl Unterkunft. Unter den Aufgenommenen befanden sich 506 Kinder, wie es scheint, bereit, Dreyfus zerschmetternde Enthüllungen zu Prozesses verführt haben, ist uns nunmehr zurückerstattet barunter 66 Säuglinge. machen. Aber auch dieser Coup würde vergeblich sein. Denn die worden. Der Polizeibeamte, der die schweren Zeitungsballen herbei- Nachklänge zum Prozeß Ziethen". Der Schriftsteller militärischen Beugen haben uns selbst gesagt: Außer dem Bordereau schleppte, hatte unser ganzes Beileid. Sicherlich haben auch die Gustav Landauer hat die ihm im Prozeß Ziethen wegen Beleidigung lag im Jahre 1894 nichts gegen Dreyfus vor. sonstigen Eigentümer von fonfisciert gewesenen Exemplaren der ge- des Polizeikommissars Gottschalt zudiftierte sechsmonatliche Ge llebrigens wollen wir abwarten und jetzt zu den Zeugen zurüd- fährlichen Beilage ihren Besitz zurückerhalten. Nun dürfen die- fängnisstrafe im Strafgefängnis Tegel angetreten. Auch der Redacteur jenigen unserer Leser, denen jene Beilage durch die Konfiskation des Armen Konrad", Tischler Ruppert, hat sich zur Verbüßung einer Heute haben die berühmten Persönlichkeiten das Wort entzogen wurde, sich dieselbe bei uns abfordern. zweimonatlichen Strafe in Tegel gestellt. lehren. " Die Papierkörbe in den städtischen Parkanlagen find jeßt| an den Kaiser adressiertes Batet bei ihm vorfand. J. wurde in den verschiedensten Mustern vorhanden, viereckig und rund, aus Freitagvormittag nach dem Hofmarschallamt geleitet, damit er dort Holz, aus Weidengeflecht, aus Draht und aus Eisenstäben. Bemußt sein Gesuch abgeben könne, womit J. auch zufriedengestellt war. werden sie leider immer noch wenig anscheinend, weil sie zu Papiersammlerinnen treten nach wie vor des Morgens um 6 Uhr Theater und Kunft. -r. Schiller- Theater. Ein paar Bühnen raffen sich nun doch zu Ehrungen Goethes auf. Zu ihnen gehört auch das Schillerspärlich verteilt sind. Die von der Parkverwaltung angestellten Grampton", welche im„ Deutschen Theater" am nächsten Sonntagabend vorstellungen mit„ Iphigenie auf Tauris" aufwartete. Un Theater. In Gerhart Hauptmanns Komödie Kollege Theater, das Donnerstag beim Wiederbeginn der Schauspielmit ihrem Hakenſtock an, um aufzuleſen, was achtloſe Beute am Tage Tittelrolle auftritt, auch Sermann Niffen die von ihm schon in der erſten berechtigt ſein. Obgleich die Theaterleitung, bias wieder mit neu einstudiert in Scene geht, spielt außer Georg Engels, welcher in der sich mag das Schiller- Theater noch am ehesten zu einer Goethe- Feier vorher weggeworfen haben. Im Hochsommer, wo die Parkanlagen Aufführung des Stückes dargestellte Rolle des Adolf Strähler. Im am meisten besucht sind, müssen die Sammlerinnen ihren Rundgang Schiller Theater werden auch in der diesjährigen Spielzeit nebst Publikum gehemmt wird, hat sie sich mehrfach im Laufe des Tages wiederholen. den festen Abonnements, die jetzt zur Ausgabe kommen, frete, d. h. nicht an frischem Mute an die Klassiker gewagt und trop widriger Die große Herbstparade ist gestern unter den üblichen Ver- Iphigenie auf Tauris" geht heute und in der morgigen Nachmittags: zeichnen können. den Tag gebundene Abonnements in Heften zu 6 Billets ausgegeben. Umstände manchen hübschen und ehrlich verdienten Erfolg verfehrsstörungen abgehalten worden. In liberalen Blättern ertönt das Vorstellung in Scene. Leider war die Eröffnungsvorstellung nicht so, gewohnte Klagelied über die Unannehmlichkeiten, die der Bürger find Sippels Stettiner Sänger mit ihren drolligen Vorträgen mit dem Freude hatten wir an der Iphigenie der Frau Wiede, die sich mit Im Fürftenfaat des affage Banopiitums wie sie im Schiller- Theater ſein ſollte. Die einzige reine dieserthalben auszustehen habe. Uns will scheinen, daß solche Be- 1. September eingezogen. Die Renovierungsarbeiten imt Baffage schwerden inkonsequent find, wenn sie von Leuten kommen, die an Panoptikum schreiten so rüftig vorwärts, daß die Direktion hofft, die neuen feinem Verständnis ebenso vor geschrobener Sprache und unnatürder Parade des Kriegsheeres so großen Gefallen finden, gerade so Balast Theater( früher Seen- Palast) in der Burgstraße ist heute der Tag realismus hütete. Vielleicht, daß ihre Iphigenie im Ausbruche der Prachträume zum 1. Oktober dem Publikum öffnen zu können. Imlicher Pathetik als vor unangebrachten Konzeffionen an den Ueberwie es intonſequent ist, wenn der Paradebunniler, der hier in der Gröffnung. tausenden Exemplaren umherläuft, fich etwa über polizeiliche Miß Auf der Treptow- Sternwarte spricht Direktor F. S. Archenhord goethisch gehandelt fein, wenn die Künstlerin in solchen Momenten Erregung das Amt der Priesterin vergessen machte, doch wird es helligkeiten beklagt. immer zuerst das Weib Iphigenie sprechen ließ. unberührt. Ein Grund seines Kaufvertrages" ein gutes Leben zu verschaffen wußte. Er ließ sich unter anderem auch Visitenkarten anfertigen, auf der die Stolze Firma prangte: Befizer und Direktor des Stargarder StadtTheaters", und erschwindelte sich durch Präfentierung derselben bertua Aus den Nachbarorten. d schiedentlich recht ansehnliche Geldbeträge. Als ihm in Stargard der Für die ausgesperrten dänischen Arbeiter veranstaltet der Kameraden und bittet um Rat, wie er sich helfen soll. Boden unter den Füßen zu heiß wurde, packte er schleunigst seine Gesangverein Kreuzberger Harmonie" unter Leitung seines DiriKoffer und verschwand auf Nimmerwiedersehen. Jegt fahndet die genten Herrn Bleil am Sonntag, den 3. September, nachmittags Staatsanwaltschaft mittels Steckbriefes auf ihn und glaubt, daß 4 Uhr, ein Votalfonzert in Franz Kigings Gartenlofal, Bris, ber Flüchtige identisch fei mit einem Menschen, der in letter Rubowerstr. 85, Haltestelle der Südringbahn( Rigdorfer Kirchhof) Beit wiederholt Gasthöfe und Hotels aufgesucht hat, um dann Es wird erwartet, daß dieses Konzert in Anbetracht des guten Zweds plötzlich nach Berübung von Diebstählen und Bechprellereien spurlos zahlreich besucht wird. Eintrittspreis 20 Pf. zu verduften. " 7. Ti Clos Eine Generalversammlung der Krankenkasse Silfe", Sonntagnachmittag lautet das Thema um 5 Uhr„ Die Weltuntergangs Sonnabendabend 8 Uhr über„ Die Riesenfernrohre und ihre Leistungen". Was im übrigen die Darstellung anging, jo blieb es bei dem welche jetzt durch die Verhaftung ihres Angestellten Urban von sich Prophezeiungen" und um 7 Uhr„ Die Bewohnbarkeit der Welten" Weit guten Willen. Herr Bach als Oreft eiferte in unbändiger Leidenreden macht, wird, wie gemeldet wird, am 12. September statt- dem Riesenrefraktor wird in der Dämmerung die Wega, von 7-8 Uhr der schaft, doch war er ein etwas degenerierter Tantalussohn, mehr der finden. Voraussichtlich wird die Affaire Urban bei dieser Gelegen- Jupiter, von 8-1/ 10 Uhr der Saturn und alsdann bis 12 Uhr nachts der geärgerte Jüngling als der Unglückbeladene, der unter der Last heit besprochen werden. Der Angeschuldigte hat dem Vernehmen Ringnebel in der Leyer beobachtet. TIDE THE feiner Qualen aufschreit. Der Pylades des Herrn Paeshte gab nach in der Untersuchungshaft seine Strafthaten bereits ein gestanden. Er ist übrigens im Nebenamt nicht Angestellter der Ver- Brände abzulöschen. Feuerbericht. In der Nacht zum Freitag waren zwei größere fich als ein liebenswürdiger junger Mann. Thoas, der König der ficherungsanstalt" Fides" gewesen, sondern er war lediglich im verschläge, wobei auch die Dachkonstruktion beschädigt wurde. Er schritt in so schnauzbärtiger Maske einher, doch wenn er sprach, verschlagewebterstr. 15a brannten Boden- Taurier, wurde von Herrn Gregori gespielt. Der edle Stonią! Bureau eines Generalvertreters der Gesellschaft thätig, so daß dieser Bessel str. 17 hatte in einer Buchdruckerei der Fußboden und die erfloß er in Weichheit und Wehmut, als ob er zeigen wollte, daß den Schaden zu verantworten hat. Die„ Fibes" selbst bleibt hiervon Schaldede Feuer gefangen, das die Wehr längere Zeit beschäftigte. er einen viel zu barbarischen Respekt vor Iphigenie habe, um fie Am Donnerstag waren mehrere Brände zu beseitigen. Turm- ernsthaft zur Frau zu begehren. Theaterdirektor" als Hochstapler gesucht. Als traße 26 hatte die Dekoration in einem Saale Feuer gefangen, odpo Direktor des deutschen Gesammt- Gastspiels in Berlin" gab sich im bas aber mit Leichtigkeit gedämpft werden konnte. Ein Posten onl Juli d. J. in Stargard i. P. der Kaufmann Paul Klein aus Tapeten ging Große Frankfurterstr. 99 in Flammen auf. Berlin aus und taufte das dortige Theater- und Konzerthaus, deffen Längere Zeit wurde die Wehr in Anspruch genommen durch ein wie die Oftelbier sich ihre Leute" wünschen! Am Gerichts- Beitung. Auflaffung am 15. Auguft geschehen sollte. Dem Leiter des Theaters, Schadenfeuer, das Kaiser Wilhelm str. 12 in einer Schuh- Dienstag stand vor der Greifswalder Ferien- Straffammer ein ils Herrn Schuster, erklärte der Käufer auf die Frage, wo sich denn sein fabrik zum Ausbruch kam, während die Arbeiter Mittagspause russischer Schnitter, der sich nur mit Hilfe eines Dolmetschers verPersonal befinde, daß dasselbe augenblicklich in Misdroy und anderen hatten. Der verursachte Schaden ist hier erheblich. Koch str. 71 Seebädern gaftiere. Wie fich jetzt auf Grund eingehender Recherchen war Terpentin in Brand geraten. In einem Chemikalienlager in ſtändlich machen konnte, unter der Anklage der fahrlässigen Brandherausgestellt hat, ist klein ein raffinierter Hochstapler, der noch nie der Königin August a str. 81 hatten Anilinfarben Feuer gestanden und sein Quartier unter dem Rohrbach des Schnitterhauses ge- ſtiftung. Er hatte nämlich in Stolpe( Streis Auklam) in Dienst geSchauspielerisch wirkte, auch keinen Pfennig Geld besaß und sich auf fangen, wobei Regale und Tische mit eingeäschert wurden. gehabt. In der Nacht zum 10. Juli hat er jedoch gar nicht schlafen fönnen, weil und das ist für oſtelbische Arbeiterwohnungen charakteristisch seine ganze Strohlagerstätte voller Wanzen und sonstigem Ungeziefer wimmelte. Der Bedauernswerte weckt seine Dabei zeigt abgebrochen und das buchstäblich schwarz war von jenem peinigenden er ein Brett, das er von dem die Lagerstätte bildenden Verschlage Gewürm! Aber in der Nacht ist schwer helfen und so muß der arme Bolad", wenn er nicht ganz sein Blut fich aussaugen laffen will notabene von den Wanzen zur Selbsthilfe greifen! Diefe hat ihn aber auf die Auflagebant geführt. Er nahm nämlich ein Streichholz und leuchtete damit an jene Stelle, wo er das Brett Auch eine Wahrung der ärztlichen Standeswürde. Keines Die Technische Hochschule in Charlottenburg erhält jetzt abgebrochen hatte. Durch die Hitze und den Lichtschein angelodt, Konimentars bedarf ein Vortommnis der leztverflossenen Tage in an der Westseite einen großen Erweiterungsbau, dessen Fundierung tamen die schwarzen Beiniger zum Vorschein und so konnte er wenigstens Berlin W., über welches der Zahnarzt E. Lazarus in Neu- Weißenfee bereits zum größten Teil ausgeführt worden ist, so daß demnächst einen Teil derselben zertreten. Das verglimmende Streichholz warf mit dem Oberbau begonnen werden kann. in der Zahnärztlichen Rundschau" folgende Mitteilungen macht: er achtlos fort. So entstand das Feuer, das den Schnittern und Ein etwa zehnjähriges Mädchen hatte heftige Zahnschmerzen und welches für die Maschinentechnik bestimmt ist, und nach den auf- auch dem Brandstifter" ihre Habe raubte und ben Dachstuhl des flagte dies feiner Großmutter. Diese begab sich mit ihrer Enkelin gestellten Probestücken denselben Charakter wie das Hauptgebäude Gebäudes einäscherte. Der Angeklagte wurde zu einer Woche GeKlagte dies seiner Großmutter. Diese begab fich mit ihrer Enkelin haben wird, erstreckt sich von der Charlottenburger Chaussee bis zur fängnis verurteilt und aus der Haft entlassen, die seit dem 12. Juli zu einem Zahnarzte, ließ dem Kinde den kranten Zahn ausziehen und bezahlte die geforderten 2 M. dafür. Bald darauf stellten fich di jun di tantürzte im Glücksgefühl der Freiheit auf den Gutsherrn von Stolpe bei dem Mädchen Schmerzen in der Wange ein und diese schwoll dergestalt an, daß die Großmutter mit ihrer Enkelin nachmittags mitteilten, die Die drei großen Kinder- Spielplätze, welche, wie wir neulich zu, umarmte ihn und fißte ihm die Brust und den Saum feines Stadt Charlottenburg innerhalb ihres Kleides!!! Dafür darf er nun wieder in Stolpe arbeiten und wieder zu dem betreffenden Bahnarzt ging, um Hilfe zu suchen. Auf Gemeindebezirks einrichten will, werden sich auf dem Markthallen hoffentlich in einem von Wanzen gereinigten Bette schlafen! ihr Klingeln öffnet ein weibliches Wesen. Was wünschen Sie?" Terrain am Bahnhof, auf dem Schulgrundstück in der Spreestraße Soffen wir's! Den Herrn Doktor sprechen. Ich war vormittags mit dem Kinde und auf dem städtischen Grundstück an der Bismarck- und Spielschon einmal hier." Bitte einen Augenblick warten."-Bause.hagenstraßen- Ede befinden. Wegen der Beaufsichtigung der Kinder Narrenschiff" war wegen verschiedener Artikel und Abbildungen Der Herausgeber der verflossenen Zeitschrift„ Das Der Herr Doktor läßt fragen, ob Sie Geld haben?"„ Geld auf den Pläßen gehen die Meinungen noch auseinander. Es soll aus§ 184 des Strafgesetzbuchs beschuldigt, aber nur wegen einer habe ich nicht, ich bin eine einfache Fraul Habe ja aber vor den Kindern Gelegenheit zu völlig freien Spielen gegeben werden, Erzählung verurteilt. Auf Revision des Staatsanwalts wurde das mittags zwei Mark bezahlt." Pause. Dann ist der Herr doch wird sich eine Aufsicht nicht vermeiden lassen, die gegen bös- freisprechende Urteil in zwei weiteren Punkten aufgehoben. In Doktor nicht zu sprechen!" In ihrer Angst läuft die Frau hin artige Bänker und Friedensstörer einschreiten kann. Ob hierzu Lehrer einem Anklagepunkte handelte es sich um nadte oder wenig verhüllte und her, bis sie, völlig ratlos, in die im Bezirk belegene Apotheke nötig sind, oder ob schon die Autorität des Parkaufsehers genügt, weibliche Figuren, bezüglich welcher das Urteil freisprach, weil das geht und dem Apotheker ihr Leid flagt. Nehmen Sie einen wird die Erfahrung lehren müssen. Augenblick Play!" Der Apotheker ruft telephonisch einen Arzt Blatt nach seiner Tendenz durch Karikaturen, also durch absichtliche herbei, welcher die Bahnwunde des Kindes mit einem Heilmittel Sämtliche Bürgersteige Schönebergs sollen jetzt einer Re- Verzeichnung und Uebertreibung plump und grotest erscheinender betupft. Den Dant, Frau, begehren wir nicht!" Mit diesen Darstellungent wirken wolle, welche jedoch objektiv nicht Worten entlassen beide das nunmehr wenigstens beruhigte Kind und unzüchtig seien, wenn sie auch auf einzelne aus subjektiven Gründen feine Großmutter. Also geschehen im August 1899 in Berlin W. Anstoß erregen könnten. Das Reichsgericht verwarf die Revision, -Es ist schade, daß Herr 2. den Namen des menschenfreundlichen weil zwar die Eigenschaft einer Darstellung als Karikatur den un Bahnarztes nicht nennt. züchtigen Charakter nicht ausschließt, hierüber aber nur das Gefühl eines Anstoßes vor, sondern es handle sich um objektive des normalen Menschen entscheiden könne, nicht die Auffassung einzelner. Bezüglich solcher liege nicht nur die Möglichkeit der Erregung eines Anstoßes vor, sondern es handle fich um objektive Anstößigkeit, um die im Volfe allgemein herrschenden Anschauungen über Scham, Sitte und Anstand. Bezüglich eines andern Bunttes erfolgte aber Aufhebung, weil das angefochtene Urteil eine objektive Bu Kurfürsten- Allee. Das neue Gebäude, gedauert hatte. gulierung und Neupflasterung unterzogen werden und zwar in der Weise, daß fie in der ganzen Stadt einheitlich eine je nach ihrer Gesamttiefe ein bis givei Meter breite Mittelbahn aus Steinfliesen und zu deren beiden Seiten Mosaitpflaster erhalten, während bisher die Schöneberger Bürgersteige alle möglichen und unmöglichen Kartons von Raphael in der Rotunde des Alten Muſeums hat steig- Regulierung will zu 3/5 die Stadt leisten, während/ die an Die Reinigung der berühmten neuen Teppiche nach den Pflasterungsarten zeigten. Die Kosten dieser allgemeinen Bürgerfich als äußerst schwierige Arbeit herausgestellt. Zunächst ist der die liegenden Befiger tragen sollen, die auch fast sämtlich dazu bereit sich als äußerst schwierige Arbeit herausgestellt. Zunächst ist der die find. Zunächst sollen die Straßen im„ Berliner Ortsteil" Steinigung des heiligen Stephanus darstellende Teppich gereinig in Angriff genommen werden. worden. Er war nach beendeter Reinigung bis vor kurzem auf einer Staffelei in der Rotunde zu ebener Erde aufgestellt, während Nieder- Schönhausen. Selbstmord beging gestern Morgen Unzüchtigkeit angenommen, dieselbe aber so berbedt fand, daß nur die Teppiche sonst bekanntlich ihren Platz an den Wänden oberhalb gegen 91/2 Uhr der in der Nenen Hochstraße 58 zu Berlin wohnhafte wenige jie verstehen würden und ein Dentprozeß erforderlich sei, der an der Rotunde fich hinziehenden Galerie haben. Trotz aller Kaufmann Ludwig Wendel, indem er sich auf dem Wege nach Schön- um das Anstößige herauszufinden. Das Reichsgericht befindet, Anerkennung der gelieferten Arbeit hat sich jedoch ergeben, daß die holz, unweit der Pantebrücke in der Schönholzerstraße eine Revolver- daß nicht die größere oder geringere Intensität des zur Reinigung noch nicht ganz gelungen war. Infolgedessen ist der fugel in die rechte Schläfe schoß. Die Leiche des 60 Jahre alten Erkennung erforderlichen Denkprozesses einen Unterschieb Teppich noch einmal an die mit der schwierigen Arbeit betraute Mannes wurde nach der Leichenhalle in Nieder- Schönhausen geschafft. gründen könne, sondern das Schama und Sittlichkeitsgefühl des nachFabrit zurfidgegangen, und zu gleicher Beit ist ihr ein zweiter Außer einer Barschaft ve 3,50 m. und einer goldenen Uhr und denkenden Lesers nicht minder Schutz zu beanspruchen habe, als bas Teppich, welcher die Heilung des Lahmen durch Petrus darstellt, zur Stette fand man bei ih zegitimationspapiere vor, aus denen die des oberflächlichen. In einem dritten Punkte erfolgte Aufhebung Reinigung mit überwiesen worden. Identität des Selbstmörders hervorging. Bis jetzt fehlt jeder des Urteils, weil das Instanzgericht im Wortlaut des Artikels nichts Die üblichen Zusammenstöße. Gestern gegen 4 Uhr nach- Anhalt, weshalb der Unglückliche freiwillig in den Tod ging. das Echame und Sittlichkeitsgefühl Berlegendes gefunden habe, aber mittags fand auf der Kreuzung der Schlesischen Straße und des Aus Rigdorf. Ein entsetzlicher Unglücksfall ereignete sich am nicht bloß der Wortlaut, sondern der Sinn geprüft werden müßte. Görliger Ufers ein Zusammenstoß zwischen einem leeren Omnibus der Linie Groß- Görschenstraße- Frankfurter Allee und einem elet- Freitag früh gegen 8 Uhr in der Bergstraße, am Bahnhof der Ring- Nachstehende Entscheidung: In der Straffache gegen den bahn. Dort war der Pferdebahnschaffner Reichelt aus Berlin trischen Straßenbahnwagen der Linie Treptow- Zoologischer Garten babet beschäftigt, zwei Straßenbahnwagen zusammenzukoppeln. Redacteur August Jacoben zu Berlin, geboren 24. März 1854 statt. Der Omnibus bog im Trabe statt im Schritt von dem Hierbei rückte der Motorwagen an und Reichelt kam so unglücklich vierte Straffammer des königlichen Landgerichts I Berlin am in Frankfurt a. D., Dissident, wegen Beleidigung hat die Görlitzer Ufer in die Schlesische Straße ein und wurde von dem nach zwischen beide Wagen, daß ihm der Brustkorb teilweise eingedrückt, vierte Straffammer des königlichen Landgerichts I Berlin am Treptow fahrenden Straßenbahnwagen an der linken Seite erfaßt ihm mehrere Nippen, sowie das Becken zerbrochen wurden. In 30. März 1899 für Recht erkannt: Der Angeklagte ift der Der Omnibustutscher flog vom Bock auf den Straßendamm, erlitt Der Omnibuskutscher flog vom Bock auf den Straßendamm, erlitt hoffnungslosem Zustande wurde Reichelt im Gemeinde- Krantenwagen lastung mit den Kosten des Verfahrens mit dreihundert Mark Geld. Beleidigung durch die Presse schuldig und wird deshalb unter Ber aber nur unerhebliche Abschürfungen an der linken Hand. nach dem Briger Krankenhaus gebracht. Seine Frau, die ihm einem heftigen Zusammenstoß zwischen einem Wagen der elektrischen weggelaufen war und verschiedene Liebesverhältnisse angeknüpft hatte, strafe bestraft, an deren Stelle im Nichtbeitreibungsfalle für je fünf Straßenbahn und einem Bofiwagen tam es gestern nachmittag um wollte am Freitagmorgen auf den Köllnischen Wiesen der Brunnen: Mark ein Tag Gefängnis tritt. Die Nummer 247 des„ Vorwärts" 5 Uhr an der Ede der Jerusalemer und Zimmerſtraße. Der Postillon macher Krystal aus der Hermannstraße erschießen. Beide Che- vom 21. Oktober 1898 ist in allen Exemplaren einzuziehen, die zu flog in weiten Bogen vom Bock herab und soll erheblich verletzt leute wurden nach der Polizei gebracht, wo dem Ehemann ein ihrer Herstellung bestimmten Platten und Formen find unbrauchbar worden sein. Beide Wagen wurden stark beschädigt. fechsläufiger, scharfgeladener Revolver abgenommen wurde. indin Magdeburg wird die Befugnis zugesprochen, die Berurteilung des zu machen, Dem Polizeipräsidenten und dem Ersten Staatsanwalt elvogel fehlt bis jest jede Spur. Stan nimmt an, daß er fich Nach den bisherigen Ergebnissen der Untersuchung in Sachen Angeklagten auf dessen Kosten binnen vier Wochen nach Zustellung nach der Schweiz gewandt hat, wo er von früher her Bekanntschaft des Mordes in Alt- Buchhorst ist anzunehmen, daß die Mörderin des rechtskräftigen Urteils durch einmaliges Einrüden in den„ Bor unterhält. Ueber den abenteuerlichen Lebenslauf des Defraudanten Bertha Schröter die Blutthat allein ohne Mitwisser begangen hat. wärts" und in die" Magdeburger Voltsstimme" öffentlich bekannt zu liegen jezt folgende nähere Angaben vor: Er wurde als Sohn Ursprünglich war angenommen worden, daß die Sch. einen Lieb- machen", wird hiermit auf Antrag des töniglichen Bolizeipräsidenten eines Kutschers zu Glaz geboren und ist jetzt erst 22 Jahre alt. haber befize, der den Mord auf Anstiften des Mädchens verübt und des königlichen Ersten Staatsanwalts zu Magdeburg bekannt Seine Lehrzeit absolvierte er in Wünschelburg, Kreis Neurode; hätte. Alle nach dieser Richtung hin in Kalkberge- Rüdersdorf und gemacht. Berlin, den 28. August 1899. Der Erste Staatsanwalt er machte schon während dieser Zeit seinem Vormunde durch un- Alt- Buchhorst aufgenommenen Nachforschungen sind jedoch erfolglos beim königlichen Landgericht 1 Oberstaatsanwalt Jfenbiel. nötige Ausgaben viel zu schaffen. Später nahm er eine Stellung geblieben. Ebenso ergebnislos waren die Nachforschungen an den in Forst N.-L. an, von wo Sp. unter Hinterlassung von Schulden früheren Dienststellen des Mädchens. Trotz des Leugnens der lodiy heimlich nach Berlin abreiste. Hier hielt er sich längere Zeit Mörderin muß als ficher an angenommen werden, daß die Schröter das stellungslos auf: erst ein Jahr später glückte es ihm, Engagement Geld der Wittwe Fielig geraubt und verborgen hat. Eine Befichtials Theaterdiener bei einer Schauspielertruppe in Bürich zu finden. gung jener Stelle des Fieligschen Gartens, wo mehrere Tage nach Sonntag, den 27. d. m., nachmittags 3 Uhr, fand die ParteiDieser Dienst behagte ihm jedoch nicht lange, und in herzzerreißen- dem Morde ein gebätelter Spisentragen gefunden wurde, ergab Konferenz für den Reichstags. Wahlkreis Königsberg im den Briefen schilderte er dem Vormunde sein Elend, daß dieser sich nicht nur die Thatsache, daß dort gegraben worden war, sondern es Busackschen Lokale in Bellin an der Ober statt. Vertreten waren bewogen fühlte, ihm das Geld zur Heimreise zu schicken. Im wurden auch Blutspuren entdeckt. 15 Orte durch 28 Delegierte, als Vertreter der Agitationsfommission Jahre 1897 erscheint er als Korrespondent in Trachenberg, wo er Die Zahl der Schwäne auf der Havel und Spree wird von Charlottenburg und viele Gäste aus der Umgegend anwesend. Nach Genofie afewis, als Kandidat des Streifes Genoffe Göhrte fich auch verheiratete, Lange war feines Bleibens auch dort nicht. Jahr zu Jahr geringer; schätzungsweise befinden sich jetzt auf der dem Bericht des Kreis Vertrauensmannes Genossen Felsmann. Er fand in Berlin Engagement und hat nun hier das Vertrauen Spree von Berlin bis Spandau und auf der Havel von Hennigsdorf Neudamm betrugen die Einnahmen im verflossenen Jahre 455,33 M., seines Chefs in so arger Weise getäuscht. bis Potsdam 400 Schwäne; noch vor sieben Jahren waren etwa 800 während sich die Ausgaben auf 388,66 m. beliefen, so daß ein Be Ein aus Berlin und Umgegend ausgewiesener Arbeiter vorhanden und früher belief sich die Menge diefer schönen Tiere auf stand von 66,67 m. verblieb. Zum Kreis- Vertrauensmann wurde Anton Jauek hatte in verschiedenen Sneipen erzählt, daß er am den bezeichneten Wasserftreden auf 1500. Die Brut ist in diesem der Genoffe Felsmann einstimmig wiedergewählt. Im allgemeinen Tage der Parade dem Kaiser ein Aftenstüd persönlich überreichen Jahre gut ausgekommen; man sieht verschiedentlich Baare mit drei waren die Delegierten mit den finanziellen und auch agitatorischen wolle, in welchem er den Nachweis führe, daß ihm Unrecht geschehen und fünf Jungen. Aber der immer stärker werdende Schiffahrts- Ergebnissen nicht zufrieden und tabelten lebhaft die Lauheit der fei. Die politische Polizei erhielt hiervon Kenntnis und ließ am verkehr und die zunehmenden Nachstellungen tragen dazu bei, daß einzelnen Genoffen im Kreise in Bezug auf Einführung unserer Donnerstagabend den 3. festnehmen, wobei man in der That ein alljährlich zahlreiche Tiere eingehen. Presse. Von der Annahme des auf der Provinzial- Ronferenz zu slo isdie Versammlungen. stellenden Antrages: Gratis- Beigabe der Neuen Welt" zur Märt. 1 Stunde geleistet werden. Für selbständige Isolierer sollte dem fünften Hofe belegen fet. In der Betriebsstätte der Firma Boltsstimme", erhofft die Konferenz größere Fortschritte zu Gunsten der Stundenlohn 40 Pf. und für Hilfsarbeiter 35 f. wo nach der Gewerbe- Ordnung die Frauen des Sonnabends nur der Parteipresse, da die Frauen Sonntags eine Unterhaltungs- betragen; bei Arbeiten in den Vororten Berlins follten bis 1/26 Uhr arbeiten dürften, werde gerade an diesem Wochentage Beilage in unserem Sinne sehr vermißt haben. Entgegen der immer 50 Bf. als besondere Vergütung, sowie Fahrgeld länger, manchmal sogar bis 10 Uhr gearbeitet. Gegen die anwiederkehrenden Behauptung, die Leute auf dem Lande hätten gezahlt werden. Fahr- und Laufzeit sollten als Arbeitszeit geführten Mißstände und Vorkommnisse müsse energisch protestiert keine Zeit zum Lesen", berichteten die Delegierten aus den Ziegelei- berechnet und außer dem Minimal- Stundenlohn eine Bandzulage" werden, und wenn ein Versuch zur Einigung erfolglos bleibe, dann Distritten des Kreiſes, daß die Märkische Volksstimme" deshalb für Arbeiten in der Provinz, nebst Fahrgeld 3. Klaffe gezahlt werden. müsse die allgemeine Arbeiterschaft Berlins zur Stellungnahme aufso schwer einzuführen ist, weil sie nur dreimal wöchentlich erscheint, Accordarbeit sollte gänzlich ausgeschlossen bleiben. gerufen werden.( Anhaltender Beifall.) Redner ging auch auf die während die Provinzialblätter, die hauptsächlich im Kreise gelesen Diese Forderungen waren von der bisherigen Lohnkommission Berhältnisse und Arbeitsbedingungen der Handlungsgehilfen und werden, täglich herauskommen, man will eben alle Tage nebst einem bescheidenen Begleitschreiben an sämtliche Unternehmer Gehilfinnen bei Jandorf ein, die er als nicht gerade rosige schildert. neues lesen. gefandt worden mit dem Ersuchen um eine entsprechende Erklärung. Als Vertreter der Firma Jandorf nahm Herr Gen. Base wit teilt hierzu mit, daß vom 1. September d. J. Aber nur die Firma Horn u. Taube hatte, und zwar ausweichend, or ad zu einigen Erklärungen das Wort. Für private Aufträge ab monatlich einmal eine neue Beitung herausgegeben wird, für die geantwortet, außerdem aber ihren Buchhalter H. Schmidt be- hätten die Diener besondere Vergütungen erhalten. Von 34 Hausdie Genossen kräftigst einzutreten haben, so daß die Agitations- auftragt, in der Versammlung namens sämtlicher jetzt vereinigten bienern fomme jeder nur alle 4 Wochen einmal zur Sonntagswache. kommission auch hierin für Erfaz des noch Fehlenden gesorgt hat. Unternehmer zu erklären, daß diese den aufgestellten Tarif nur( Buruf: Gegen Bezahlung?) Nein, ohne Bezahlung. Unter den in Als Delegierte zur Provinzialkonferenz wurden die Gen. 8abel- teilweise anzuerkennen gewillt seien. Herr Schmidt ent- den letzten Tagen vom Arbeitsnachweis geschickten drei Leuten habe Königsberg, Benz- Bellin und Felsmann Neudamm gewählt. ledigte sich aber seiner Aufgabe in so eigenartiger Unternehmer- man nicht eine engere Wahl treffen können, deshalb habe man Für den Parteitag zu Hannover Gen. Görke- Charlottenburg. Manier, daß er mit seinen Ausführungen nicht nur den einige der täglich einlaufenden Offerten benußt. Von den HausUnter Verschiedenem wurde beschlossen, für den Kreis Königs- lebhaften Unwillen der Versammlung, sondern den Spott bienern erhielten 16 einen Lohn von 24 M., 10 von 21 M., 5 von berg einen Wahlverein zu gründen, mit der Motivierung, daß und eine gründliche Abfertigung feitens der meisten Redner 18 M., einer 16 M., einer 15 M. und einer, ber Teller wäscht, 12 M. Das dadurch den nicht gelernten Arbeitern eine Möglichkeit gegeben wird, erntete. Die Arbeiter wüßten gar nicht, daß die Unternehmer vielfach Berbot, mit Sch. zu sprechen, sei erlaffen worden, weil Sch. auf dem Hofe sich zu organisieren, was dieselben bis jetzt nicht fonnten. Die nächste am Material" noch„ Geld zuseßen", um nur die Arbeiter beschäftigen in der Lindenstraße die Diener lange aufgehalten habe. Der Hausdiener, Volksversammlung soll sich jedoch noch einmal mit der Frage be- zu tönnen! Diese und ähnliche Bemerkungen wurden namentlich vom der das Plakat herabgeriffen habe, hätte den Mut haben müssen, es schäftigen, die Vorarbeiten aber bis zu dieser erledigt sein, damit Töpfer Thieme u. a. in längeren Ausführungen widerlegt und auch zuzugestehen. Es wäre ihm nichts passiert.( Stürmisches Gesofort nach derselben die Statuten eingereicht werden können. Ferner nachgewiesen, daß z. B. eine Firma, die mit ganzen 1000 M. Be- lächter.) Nur um die Disciplin aufrecht zu erhalten, sei die foll energische Agitation zur Erringung von neuen Lokalen getrieben triebsfapital" begonnen, innerhalb weniger Jahre 80 000 m. ber- Kündigungsfrist auf einen Tag festgelegt worden. Hätte werden. Nach Erledigung diverier Angelegenheiten und nach fräftigem dient" hatte! Auf den Einwand des Herrn Schmidt, daß sich der Entferner des Platats gemeldet, dann hätte die Schlußwort des Genossen Görke wurde die Konferenz um 61/2 Uhr es früher" wohl möglich gewesen wäre, Lohnaufbesserungen zc. Firma die vierzehntägige Kündigungsfrist wieder eingeführt. mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die Socialdemokratie zu gewähren, wurde ihm entgegnet, daß eben vom Genossen 8abel geschlossen. deshalb, Der Chef habe auch dem Inspektor seine sofortige Entlassung für weil es nicht früher geschehen, die Arbeiter jezt unbedingte Erfüllung den Fall angedroht, daß er noch einmal häßliche Redensarten geIm Centralverband der Töpfer sprach am 29. August das ihrer jedenfalls bescheidenen Forderungen verlangen. Dazu jei nicht brauche. Man sei der Kommission dafür dankbar, daß sie hierauf Mitglied Drunjel in einem beifällig aufgenommenen Vortrage bloß eine wohlwollende" mündliche Erklärung, sondern eine aufmerksam gemacht habe. Die Lage der Gehilfen in andern Häusern über die Zuchthausvorlage. Sodann wurden einige Ergänzungsarbeit in diesem Berufe sei nicht nur eine anstrengende und gesund- Berläuferinnen für 30 M. monatlich habe Jandorf nicht. 30 M. bekämen schriftliche Vereinbarung unbedingt erforderlich. Die fei auch nicht besser wie bei Jandorf, sie bekämen auch bloß 75 M. wahlen vollzogen: Kundi wurde zum Schriftführer und Hilde brandt, Diet, Borschin, Paul Thiele, wolf, heitsschädigende, sondern namentlich auch eine verantwortungsvolle. wohl eine furze Beit die eben ausgelernten Mädchen, die erst geprüft werden Dreßler und 8epke zur Führung des Arbeitsnachweises ge Mit allen gegen eine Stimme gelangte schließlich ein Antrag müßten, ob sie sich für den Berkauf eignen. Wenn dies der Fall, wählt. Auf Anregung des Mitgliedes Hagen wurde der Lohn zur Annahme: Falls bis Sonnabend, den 2. Sepwürden sie bald mit 50 bis 60 M. Gehalt angestellt. Nachtarbeit kommission anheimgegeben, ob es nicht ratsam sei, von der Ver- tember, der Lohntarif in seinem vollen Umfang von den sei nicht mit einem Glas Bier und Butterbrot bezahlt worden. fammlung am Montagvormittag Abstand zu nehmen, um an einem Unternehmern nicht bewilligt werde, habe Montag, den auf eine Anfrage Straubes erklärt Herr Horad, daß Jandorf Abend die Versammlung einzuberufen. Beschlossen wurde, die Mit- 4. September, die allgemeine Arbeitseinstellung nicht gefagt habe, wer in die Bersammlung gehe, werde glieder, die in Brandenburg als Streitbrecher thätig waren, aus zu erfolgen. Die neugewählte Lohnkommission wurde beauftragt, entlaffen, Straube schloß sich in längeren Ausführungen dem Verbande auszuschließen. diesen Beschluß sämtlichen Unternehmern zu unterbreiten und in der im wesentlichen dem an, was Rein gesagt hatte. am Sonntag, mittags 12 Uhr, stattfindenden VersammBorath, der seine Stellung bei Jandorf aufgegeben hat, weil Bichtung hielten am Donnerstag zwei( una bei Buste, Grenadierſtr. 33. Bericht über das Ergebnis zu man ihm statt 18 nicht 21 M. geben wollte, teilte mit, daß er noch öffentliche Bersammlungen ab, in denen das Thema:" Die Pläne erstatten. Die auswärts arbeitenden Sollegen find fofort zu bis 10 Uhr habe den Hof fegen sollen, obwohl das Arbeitsverhältnis des Unternehmertums und unsere Stellung dazu" erörtert wurde. benachrichtigen und ihnen event. das Reisegeld zu ver durch die Lohnzahlung bereits um 8 Uhr gelöst worden sei. Schließlich In der in Nümanns Saal, Brunnenstraße, stattgehabten Berfamm- güten. Die angeregte Stellungnahme zur Berliner Gewerkschafts- habe Wachsen verlangt, daß er bis zehn auf dem Hofe spazieren lung, die zahlreich besucht war, referierte Stater. Gewertschaftsgehe. habe sich dann aber entfernt und später ſeine ihm Erbe kommission wurde für eine spätere Versammlung vertagt. sprach insbesondere das neuerdings hervorgetretene Bestreben Köppen sind bei des Arbeitgeberbundes, welches darauf ausgeht, mit Silfe zu welcher die Angestellten des Warenhauses A. Jandorf u. Co. bes Jandorf 17 M. Lohn angeboten worden, als er 21 m. verlangte. Eine gutbesuchte Versammlung der Hausdiener und Packer, so lange vorenthaltenen Papiere geholt. des Arbeitsnachweises eine Auslese unter ben Arbeitern Stein bemerkte in seinem Schlußwort, daß eine Bezahlung von gu halten. In der Achtzehner- Kommission habe man den onders eingeladen waren, tagte am Donnerstag in den Arminhallen. 1 bis 2 Mart für Nachtarbeit nicht viel mehr seien wie ein ButterBertretern der Arbeiter zwar versichert, daß der hiefige Arbeits- Joh. Rein referierte über:„ Die Ausnutzung und Behandlung der nachweis nicht mehr bestehe, Thatsache sei aber, daß verschiedene Angestellten im Warenhause Jandorf." Redner führte u. a. aus: Ob- brot. Die Beseitigung der 14 tägigen Kündigung sei doch bezweckt Poliere die von ihnen angenommenen Maurer erst einstellen, nach- Mißständen zu leiden hätten, habe man sich doch in dieser Versammwohl bie Hausdiener auch in anderen Warenhänget anden worden, denn Jandorf habe schon lange vor dem Fall Sch. Leute mit eintägiger Kündigung eingestellt. bem bieſe fich einen Arbeitsſchein aus dem Nachweisbureau geholt ung mur mit der Firma Jandorf beſchäftigen wollen. Das auf den Berhalten der Firma, im Eimme des Referats getadelt wurde und Es gelangte sodann eine Resolution zur Annahme, in der das haben. Seitens der Unternehmer werde in der Provinz fortgesetzt Säulenplakaten anzugeben, jei jedoch nicht gestattet worden, auf den Berliner Nachweis des Arbeitgeberbundes hingewiesen, zu dem so daß man darauf als Thema schlechtweg die Mißstände in Waren- dementsprechend Forderungen zur Beseitigung solcher Uebelstände Absicht, Statut einer Stulle abspeisen zu lassen. mutete, fich für Nachtarbeit mit einem Glas Bier und Sonnabends 10 vorzulegen, für zu Uhr nach 9 Uhr gestei uns he ben " Hierauf zuzuführen, ehe fie sich an die hiesigen Organisationen ihrer Kollegen Jandorf zu Differenzen gekommen, weil man den Hausdienern zu bereit, über die Beschwerden mit einer Kommission zu verhandeln. wenden können. Die Einrichtung von nicht paritätischen ArbeitsWie uns heute von der Firma Jandorf mitgeteilt wird, ist man nachweisen in ganz Deutschland, sowie die obligatorische Einführung bon Entlassungsscheinen, beides von dem Vorstand des Deutschen Damals hätten Verhand- Schmargendorf. Am Dienstag fand hier eine ParteiversammArbeitgeberbundes als erstrebenswertes Biel bezeichnet, das seien die und es sei letteren folgendes versprochen worden: Jugendliche die Thätigkeit des Reichstags referierte. Eine Refolution, in welcher lungen mit den mit den Vertretern der Organisation stattgefunden lung statt, in welcher Reichstags- Abgeordneter Fri 8ubeil über Mittel, durch welche die Unternehmer die Wirksamkeit der Maurere Thätigkeit des Reichstag tags- Abgeordneter Fris Bubeil über organisation lahm legen möchten. Die Bedeutung des Arbeits- Hausdiener zwischen 16 und 18 Jahren sollten 16 M., solche zwischen sich die Anwesenden mit der Thätigkeit der socialdemokratischen 18 und 21 Jahren 18 M., ältere ledige 21 M. Maurer bie Mbridit, bem Borſtande bes Arbeitgeberbundes ein ter but 24 Wt. Wochenlohn erhalten. Die Erbelidzett ſolite 9 lbr abends- wurden 2 1 5 amb& e eger au Delegierten für die Stret Luh und zu Kreiskonferenz richtet er auf Grund beffen ein paritätischer Arbeitsnachweis eingefeien 50 Biemmig bewilligt, worden, fir jebe 41/2 stündige und Peters als Nevisor des Kreisvertrauensmannes gewählt, günstig, daß man einen Druck auf die Unternehmer nach dieser" Sonntagswache" auf dem Hofe des Geschäftshauses 1,50 W. Die Weißenfee. Hier tagte am 30. Auguſt eine gutbesuchte VerRichtung ausüben könne. Die Erfüllung der Wünsche der Maurer und Transportgewerbe beschäftigten Silfsarbeiter Berlins bezogen in ausführlicher Weise über die Lohnbewegung der Bautischler sprach. Arbeitskräfte sollten vom Nachweis des Verbandes der im Handels- sammlung des Holzarbeiter- Verbandes, in der das Mitglied tusche hinsichtlich des Arbeitsnachweises sei im Rahmen des Einigungs werden. Diese Vereinbarungen feien vorläufig gehalten worden, Sierauf gelangte die Einführung eines wöchentlichen Extrabeitrages vertrages möglich. Da Mitte Oktober ein Bundestag des Arbeit bis anfangs biefes Jahres den Hausdienern Diebstähle vorgeworfen von 10 Pf. zur Beratung. Nach längerer Debatte wurde dem Angeberbundes stattfinde, so wolle man schon jezt mit der Forderung des paritätischen Arbeitsnachweiſes an die Unter- wurden. Der Verband sei der Sache näher getreten und die Firma trag zugestimmt. beachtet werden, dann käme eventuell der Kampf gegen den Arbeits- Redner hebt hervor, daß es sogar gestattet worden sei, eine Bahl- häftig. Geptember, abends 8 Uhr, in Feuersteins Saal, Alte Jatob Sollten die Wünsche der Arbeiter nicht habe dann brieflich erklärt, daß es sich nicht um Angestellte handele, die der Nachweis des Verbandes vermittelt habe. Achtung, Mappenbranche! Für die in der Mappenbranche bes nachweis der Unternehmer in Frage. schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen findet heute, Sonnabend, Beiersdorf und Vorpahl vertraten in längeren Ausführungen die Ansicht, daß der damn fort: Bis Pfingsten dieses Jahres hätten sich gewisse Branche beschäftigten Berfonen hiermit eingeladen werden. ſtelle des Verbandes Betriebe errichten, und fährt straße 75, eine äußerst wichtige Besprechung statt, zu welcher alle in dieser lähmt und das Intereffe an der Bewegung vermindert habe. Sater Sociaison sei es anders geworden. Da habe man Arbeitskräfte im oberen Saal bes Englischen Gartens", Alexanderstraße 270, Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 3. September, vorm. 8 Uhr, trat dieser Auffassung entgegen und meinte, er hätte er wartet, daß sich die Kollegen liber die von ihm behandelte Frage beinahe aufgerieben hätten. Die Lohnstala sei seitdem nicht mehr baſelbſt: Bortrag be entlaffen, die sich bei langer Arbeitszeit und intensivster Thätigkeit Beefgelung: Greireligiöse Borlesung Um 10 Uhr vormittags ebendes Arbeitsnachweises aussprechen würden. Schließlich wurde eine E. Vogtherr: Fatalismus". Gäste, Resolution angenommen, die sich mit den Ausführungen Katers eininnegehalten worden. Man habe fich nicht mehr um Damen und Sercent, fehr wilkommen, verstanden erklärt. Socialdemokratischer Agitationsverein für den Wahlkreis Im weiteren Verlauf der Debatte wurde ein den Arbeitsnachweis des Verbandes gefümmert, sondern Stratfund- ranzburg- Mügen. Sonntag, den 3. September, vormittags Antrag eingebracht, welcher verlangt, daß den durch die Arbeits- bem Geschäft vorgekommen, daß die Kassiererinnen Heine Mantos Leute zu jedem Preise angenommen. Es sei öfter in 10 Uhr, bei Mörschel, Jüdenstraße 35/36: Sigung. niederlegung der Bauarbeiter in Mitleidenschaft gezogenen Maurern Berein der Buchdrucker und Schriftgieher für Nigdorf. Brit. Streikunterſtügung gezahlt werde. Der Antrag foul auf die Tages- fuchten sich auf den Erdboden gefallene teine Gelbstlice beim Ans- Apollo Theater, Hermannstraße 48-50,( leiner Saal). Statutenänderung. Das habe zu der Behauptung geführt, die Hausdiener Sonntag, den 3. September, nachm. 1 Uhr: Vereinsversammlung im ordnung der nächsten für ganz Berlin stattfindenden Versammlung fegen auf und steckten das Geld ein. Der Hausinspektor Wachsen Saal bes Langenbeckhauses, hält am Sonntagvormittag 10% Uhr Serr In der Humanistischen Gemeinde, Ziegelstraße 10/11, im oberen Im Englischen Garten kritisierte Mele mit scharfen Worten habe darauf gezeichnete Geldſtücke hingelegt, um die Hausdiener Dr. Rud. Benzig ben Bortrag über: as it mir Goethe?" Gine die Absicht der Unternehmer, unparitätische Arbeitsnachweise einzuführen. auf die Probe zu stellen. Eines Tages habe er dann dem Kollegen Sch., Gewissensfrage. Damen und Herren haben freien Zutritt. Dann könnten die Unternehmer allerdings mit dem Schwarze Listen" dessen Ehrenhaftigkeit über jeden Zweifel erhaben sei, auf den Stopf zu- Centralverein der im Aldreffenwesen und verwandten Branchen System wirtschaften und der von ihnen ersehnte Terrorismus gesagt, daß er 20 Pf. gefunden habe. Sch. habe dies energisch bestritten. Beschäftigten. Am Sonnabend, ben 2. September, abends 8 Uhr, be könnte durchgeführt werden. Jeder Bauarbeiter bekomme, ganz wie Danach sei er nach allen Regeln der Kunst visitiert worden, und Wilh. Schmolke, Wallstr. 65: Versammlung. heute noch das Gefinde, seinen Entlassungsschein, und die Gesinde als man nichts fand, habe sich Wachsen sogar zu den Worten verOrdnung, die noch als ein Ueberbleibsel aus dem Fendalismus stiegen, er fei vielleicht bloß zu schlau gewesen, fich friegen zu lassen. auf uns gelommen fei, würde einen größeren Umfang an in der Wohnung Sch's eine Haussuchung vorzunehmen, die natür Damit nicht genug, jei auch noch die Polizei veranlaßt, wo worden, nehmen, würde auf die Arbeiter ausgedehnt werden, ans statt, wie es an der Zeit sei, ihr Ende zu finden. lich auch vergeblich gewesen sei. Sch. sei sofort entlassen worden. In der Diskussion behauptete Dahlste, es sei die Schuld der seinen Hausdienern verboten, mit Sch. zu sprechen.( Lachen und Nordsee- Kanal, der Amsterdam mit der Nordsee verbindet, ( Allgemeine Entrüftung.) Durch ein Blatat hatte schließlich Jandorf Schiffsunglück. In der Nacht zum Freitag fand auf dem Arbeitervertreter, daß bei der Einigung nicht auch die Arbeitsnachweis jei ein Zusammenstoß zwischen zwei Flußdampfern statt. Ein Dampfer das zu iſt geſunten, 9 Personen, darunter 2 Frauen und 4 stinder find Dort müßten sich die Arbeiter eintragen lassen, damit der Bauarbeitgeberlegenheit gleichzeitig benutzt, die bisherige vierzehntägige Kündigungs Unglücksfälle. In Gosaiejewo bei Rogafen sind mehrere annehmen, sie aber erst nach dem Nachweis der Unternehmer schicken. haben, da seien fie sämtlich gekündigt worden. Man habe die Geertrunten. bund mit den vielen Stellen prunken kann, die er vermittelt hat. mehr bezahlt und ohne Mehrbezahlung müßten die Kollegen meist Scheunen und Ställe des Dominiums, sowie drei Bauernwirtschaften Mette erklärte, daß nicht die Einigungskommiſſion schuld an der eine Viertel- und eine Halbestunde des Abends länger arbeiten. abgebrannt. Biele Schafe, Geflügel und Borräte find nemichtet damals verlangt, daß die weggereiften Arbeiter hergeholt würden. Neuerdings habe sich nun aus drei Angestellten der Firma, dem Der Blizz tötete in Wismar einen Arbeiter und lähmte einen Darauf fei ihnen erwidert worden, daß fie genug Arbeitsträfte in den Nachweisen der Organisationen bekommen könnten. Doch die eine friedliche Regelung der ganzen Verhältnisse anzubahnen. Einen durch den Bliz gelähmt. Das Gewitter hat viele Brandschäden Arbeiter hätten selbst die Unternehmer auf den Gedanken gebracht, bahin beantwortet, daß er sich in Geldangelegenheiten nicht mehr Automobilsport. Ein Mitglied eines britischen Automobilflubs Hinweis auf die Vereinbarungen des vorigen Jahres habe Jandorf angerichtet. die Nachweise der Arbeiter zu ruinieren. Die Arbeiter, unorganisierte beeinflussen lasse. Er tönnte in seinem Betriebe thun, was er hat einen Betroleummotor herstellen lassen, mit dem es im nächsten und organisierte, seien stets hingelaufen nach den Nachweis der gefeßt werden. frage geregelt worden sei. Andere Redner wiesen darauf hin, daß auf Befragen alle Hausdiener verneinter chivunden, und als D " Dermilchkes. Unternehmer. Ihre eigene Leichtfertigteit, ihre Gleichgültigkeit gegen bewegen laffen und verschiedene Bersprechungen gemacht. wolle. Schließlich habe sich J. doch zu ernsthaften Verhandlung Februar von Hongtong nach Baris und Calais und von Dover ang die Organisation, zwinge sie in das Joch der Unternehmer, Ein Die o Briefkasten der Redaktion. 斯 夢 101353 Antrag, die Neuner- Kommission der Arbeiter solle der Achtzehner Ueberstunden sollten regelmäßig bezahlt werden, eine menschliche Be London zu reifen gedenkt. Der Wagen wird bei Stoch in Paris Kommission einen Antrag über paritätische Arbeitsnachweise unterbreiten, handlung eintreten, der Arbeitsnachweis des Verbandes wieder be- gebaut und soll den Namen„ Koch- in- China" führen.( au!) wurde einstimmig angenommen. Hierauf wurde bekannt gegeben, mußt werden 2c. An diese Versprechungen scheine sich aber Jandorf leben wollen. Echon am nächsten Tage habe er mit einem daß die aus der Gewerkschaftstommiffion ausgetretenen Gewerk fchaften eine eigene Centralstelle gründen wollen. Außerdem würden Hausdiener Krach gemacht", weil dieser einen Starton herunter auch die ständigen Bureaus der Lotalorganisierten jederzeit Auskunft mit 1,50 M. bezahlen folle. Dabei habe der Gegenstand nur einen geworfen habe, und habe angeordnet, daß der Kollege den Kasten für die Gewerkschaften erteilen, die tein ständiges Bureau haben. Saufwert von höchstens 60 einer Rede abermals stürmisch das Wort forderte, wurde ihm auf Leute von 24, 25 Jahren, die natürlich 21 M. Wochenlohn verfolgen, wo ber Belagerungszustand verhängt war. Aus bem preußischen tüchtige Leute der Firma zugeschickt; Dr. 100. Ausweisung konnte unter dem Socialisteugefeß nur da er Beschluß der Versammlung das Wort nicht erteilt und die Verlangten. Herr Mayrens, der Finanzverwalter des Hauses, habe Staatsgebiet fonnte auch zu jener Zeit tein Staatsangehöriger ausgewiesen sammlung geschlossen. ihnen darauf 16 M. angeboten. Ebenso hätte ein werden. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Als Dahlske, der die Redner mehrmals unterbrochen hatte, während wachsen habe Redner einige Auf eine Bestellung des Herrn Freitags abends von 6 bis 8 1hr abgehalten. Die Jfolierer und Rohrumhüller hielten am Donnerstag äußerst tüchtiger Glaspader mur 18 M. erhalten sollen, Wolff, Lichtenberg. Die Angelegenheit ist bereits im Versammlungseine Versammlung ab, um über den vor einigen Wochen aufgestellten Run würden die Leute wieder von der Straße genommen. bericht erwähnt. Zwei Wettende Hofstede. 1. Die erfter Klaffe tragen einen weiß2. Der und bie Hausflur. D. M. Lohntarif schlüssig zu werden. Aehnlich wie fast alle dem Bau- Auch in gesundheitlicher Beziehung bleibe im Geschäft manches au ladierten enn Sie in Berlin wohnen: nein, sonst ja. gewerbe angehörigen Berufsgenossen, hatten auch diese Arbeiter in winfchen übrig. So müßten Handelsgehilfen, Gehilfinnen und Haus. dem Lohntarif eine Verkürzung der Arbeitszeit auf 10, Sonnabends diener Lindenstraße 16/17 bei langer Arbeitszeit den ganzen Tag 99, Moabit. 1. Darüber fönnen wir teine ausfunft geben. 2. Für Unparteilsch auf 9 Stunden gefordert. Ueberstunden sollten vermieden und nur bei elektrischem Licht in einem Lagerteller thätig sein, ber zum Preußen ist die standesamtliche Ehe durch Gesetz vom 9. März 1874 für die unter dringenden Umständen mit einem Buschlag von 15 Pf. pro dauernden Aufenthalt von Menschen ungeeignet und direkt unter vom 1. Oftober 1874 ab geschloffenen Ghen, für Deutschland burch Gesez jmh da bom 6. Februar 1875 für die vom 1. Januar 1876 ab geschlossenen Ehen I Fall der Pfändung müßte Ihre Frau Interventionsklage erheben und Eineingeführt. 3. Ja. 4. Ja. Klarbaum. Gegen die Verfäumung des stellungsantrag stellen. Formulare hierzu sind in der Buchhandlung VorTermins fann der Betreffende Einspruch und Wiedereinsegung in den wärts, Beuthstr. 2, zu haben. 5. W. 100. 1. Darüber besteht keine borigen Stand beantragen. Ihnen steht das Recht der Beschwerde zu. gesetzliche Bestimmung. Es entscheidet der hierorts übliche Branch. Ein P. N. 51. 1. Zwischen 6 und 12 m. 2. Darüber bestehen keine Bor: Brauch, die außerhalb der Werkstatt gefertigten Waaren in der Werkstatt schriften. 3. und 4. Sie müssen zahlen was angemessen ist: 6-12 M. für fertigzustellen, besteht unseres Wissens nicht, daher 2. Ja.- 1000. Nein. die Entbindung, 1-3 m. für jeden Besuch werden hier als angemessen Anna 46. Eine Heirat zwischen Onkel und Nichte, die heiratslustig, unerachtet. P. 29. 1. Es ist ohne Einfluß auf eine etwaige Rente, ob Sie verheiratet und im Besitz der erforderlichen Einwilligung sind, steht nichts oder Ihre Frau ein Kramgeschäft besitzen. 2. Wenn das Anlagekapital unter entgegen. G. 1. Ist das Kostüm nach Ansicht des Gerichts passend, so 3000 M. beträgt, so haben Sie keine besondere Steuer zu zahlen. 3. Jst tönnen Sie die Zahlung nicht zurückverlangen. Dasselbe ist der Fall, wenn nichts Besonderes vereinbart, so hat der Wirt für ein paar Tage vor dem das Kostüm passend gemacht werden kann. In wessen Besitz das Kostüm Ersten nichts zu verlangen. Alte Schönhauserstraße. 1. und 2. Ja. zu Beginn der Klage ist, ist unerheblich. Vor allen derartigen Prozessen ist F. S. 100. 1. Falls nicht das Gegenteil aus einem etwa von Ihnen zu überlegen: a) die Frage, ob das Kostüm passend ist; ist häufig Geschmackunterschriebenen Vertrage hervorgeht, muß der Wirt Schadensersatz leisten. sache, b) der unterliegende Teil hat infolge der Sachverständigen 2. Nein. 3. Ja. in ber D. R. 27. Den Schlüssel müssen Sie Ende Sep: tosten in der Regel mehr zu zahlen, als der Wert des Kostüms beträgt. tember abgeben. M. H. 100. Falls keine Unterbrechung der Ver P. W. 22. Nach der Polizeiverordnung vom 26. März 1810 muß in fährung stattgefunden hat, so verjährt die im Jahre 1897 gemachte Bech- Berlin die Räumung der Wohnung seitens des abziehenden Mieters bei fchuld mit Ausgang des Jahres 1899. A. J. G. Wiederholen fleinen( d. i. aus höchstens zwei Wohnzimmern und Zubehör bestehenden) Sie Ihre Aufrage. F. Sch 574. Eine Klage wäre erfolglos. Wohnungen am ersten, bei mittleren( die aus drei bis vier Wohnzimmern P. L. Sie müßten sich an das Vormundschaftsgericht wenden. und Zubehör bestehenden Wohnungen) amt zweiten Quartalstage um 12 Uhr . 83. 1 und 2. Nein. 50. K. N. W. Nein. 23. 6. 26. mittags, bei großen( d. i. mehr als vier Wohnzimmer enthaltenden Woh 1. Nein. 2. 180. A. G. 1000. Der von Ihnen geschilderte Thatbestand nungen) am dritten Quartalstage um 12 Uhr mittags geräumit sein. Jedoch ist nicht der eines Ehebruchs. 5. B. 27. Eine gefeßliche Bestimmung, muß bei Wohnungen, welche aus drei Wohnzimmern und Zubehör bestehen, bis zu welcher Zeit inuficiert werden kann, besteht nicht. Ob ungebührlich ein Wohnzimmer, bei Wohnungen von mehr als drei Wohnzimmern und lange und ruheftörend musiciert wird, ist von Fall zu Fall durch den Richter Zubehör zwei Wohnzimmer schon am ersten Quartalstage völlig geräumt unter Würdigung aller Umstände zu entscheiden. Auf Unterlassung der un- und dem anziehenden Mieter zur Verfügung gestellt sein. Unter Zubehör berechtigten Störung fann jeder Mieter des Hauses und der Vermieter find Küche, Kammer, Bodenräume, Keller und dergleichen zu verstehen. Da flagen. N. Eine Klage in dieser Art wäre kaum durchführbar, allenfalls der 1. Oftober auf einen Sonntag fällt, so würde, falls nicht noch eine Klage feitens eines etwa durch Kontraktbruch geschädigten Arbeiters. eine andere Polizeiverordnung ergeht( uns ist solche nicht Mehr Aussicht auf Erfolg hätte eine Klage nach Einführung des Bürger- bekannt), danach allerdings ein Konflikt mit den Sonntagsheiligungs: lichen Gesezbuchs. 2. 3. 100. Die Frage ist hier nicht zu erörtern. Verordnungen entstehen, dennoch die fleine Wohnung erst am Morgen Nudens 94. Leider steht in Ihrem Fall die Gesetzgebung Ihrem Andes zweiten zu räumen sein. spruch entgegen. Bei jeder anderen Beschädigungsurfache, z. B. wenn Sie *. Besuchen Sie uns in der Sprechst unde überfahren worden wären, richtet sich die Höhe der Entschädigung nach dem wirklichen Schaden. Es würde Ihnen also dann die frühere nach Maßgabe Ihrer Lehrlingsstellung zugebilligte kleine Entschädigung jetzt erhöht werden. Witterungsübersicht vom 1. September 1899, morgens 8 1hr. Anders bei den sogenannten Unfallrenten: da bleibt die nach Maßgabe Ihrer Lehrlingsstellung Ihnen für den fortgerissenen Arm zugebilligte geringe Rente" in derselben minderen Höhe bestehen, wiewohl Sie nun älter geworden und, ohne den Unfall erlitten zu haben, erheblich mehr ver dient hätten. Auf Abstellung dieser wie vieler anderer auf dem Gebiete der Unfallversicherung liegenden Mißstände ist im Reichstag bislang vergeblich seitens der socialdemokratischen Fraktion gedrungen. Karl. Die Zurüd nahme einer Anzeige wegen Bedrohung ist unwirksam, die Zurücknahme eines Antrages auf Bestrafung wegen Beleidigung und Körperverlegung ist bis zum Erlaß eines auf Strafe lautenden Urteils erster Instanz zulässig und wirksam. Schöneberg 12. Gültig bis zum 31. Dezember 1899. A. 100. 1. Ihre Frau haftet nicht für Ihre Schulden. 2. Ja. 3. Im Stationen Wetter Stationen Wetter 5° C.= 4° R. Swinemde. Hamburg Berlin 756 SSW 754 SW 757 NÆ 3hlb. bed. 4 Regen 15 Haparanda 756 NO 14 Petersburg 2 bedeckt 15 Cort 75723 Wiesbaden München Wien 759 W 763 761 Still 1 bedeckt 16 Aberdeen 5 wolfig Owolfen! 14 15 Paris 75293 760 2 bedeckt 351b. bed. 3 wolfig 2 wolkig 6 16 13 15 VI. Wahlkreis und Reinickendorf! Sonntag, den 3. September cr.: Lassalle- Feier arrangiert von den Socialdemokraten des 6. Berliner Wahlkreises und Reinickendorf in folgenden Lokalen: Mierkes Gesellschaftshaus, Schönhauser Allee 101/102. Jägerhaus, Schönhauser Allee 103/104. Zimmermanns Klubhaus, Badstr. 58. Marienbad, Badstr. 35/36. Danksagung. Sage hiermit allen Kollegen und Genossen für die reichen Blumen spenden sowie die zahlreiche Beteiligung bei der Beerdigung meines Bräuti gams Emil Kube meinen herzlichen Dank. 23316 Die trauernde Braut Martha Müller nebst Familie Kube. Außerordentliche Generalversammlung der Orts- Krankenkasse der Gelb und Zinngießer findet am Sonntag, den 10. Sep tember cr., vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Pafter, Inselstr. 10, statt, wozu sämtliche Vertreter der Arbeitnehmer hiermit eingeladen sind. Tages- Ordnung: 1. Abänderung der VIII. Abänderung zu§ 14, Absatz 3. Wirtshaus am Brocken( Reinickendorf- West), Tegeler Chaussee( am Chauffeehaus). 2. Berschiedenes. Moabiter Gesellschaftshaus( Peters), Alt- Moabit 80/81. Konzert.- Gesangs- Aufführungen. Vorträge.- Lebende Bilder. Alles Nähere die Programms. Turnerische Aufführungen.- Volks- u. Kinderbelustigungen aller Art. Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von nachmittags 2 Uhr zur Verfügung. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Billets 20 Pf. In den Sälen: Tanz. Herren, welche daran teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Um recht zahlreichen Besuch aller Genossen und Genossinnen bitten, da wir dieses Jahr das Fest besonders ausgestaltet haben Das Komitee. 220/1 Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Berlin, den 31. August 1899. 23136 Der Vorstand. Arbeiter- Radfahrer- Verein ララ Berlin". Morgen 1/26 Uhr Königsthor nach Oder: berg i. M.( 80 km.) 2 Uhr Königsthor nach Bernau( 21 Kilom.). 12/14 Donnerstag: Versammlung 1, Andreasstraße 26. Billets zum Stiftungsfest daselbst zu entnehmen. Restaurant Kiekemal bei Ravenstein, Bahnstation Hirschgarten. Sonntag, den 3. Sept.: Gemütl. Beisammensein. Sonntag, den 3. September, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Cohn, Raffelüche. 2 neue Kegelbahnen. Beuthstr. 20-21, 1 Treppe: Allgemeine Versammlung der Klempner. Tages Ordnung: 1. Bericht der Agitationsfommission. 2. Beschlußfassung über die von den Berliner Klempnern aufzustellenden Lohnforderungen, sowie die weiteren Maßnahmen. Referent Otto Näther. 3. Verschiedenes. 113/14 Die außerordentlich wichtige Tagesordnung bedingt das Erscheinen aller Kollegen. Die Kommission hat sich der Aufgabe unterzogen, die aufzustellenden Forderungen zu präcifieren und wird hierüber die Versammlung end: gültig zu entschei den haben. Kein Kollege darf deshalb in der Versammlung fehlen. Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Leder- Galanteriewaren- Industrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Zahlftelle Berlin. Unsere auf Dienstag, den 5. September, festgesetzte Mitglieder- Derlammlung Ausspannung. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. [ 23662 Wilhelm Brüsewitz. Mühlenstr. Nr. 8 nahe Oberbaum. Schlesischem Bahnhof und Warschauerstraße, find zum 1. Oftober noch 2 freund liche Hofwohnungen für 20 M. und 22 M. pro Monat zu vermieten. Näheres daselbst beim Verwalter. Achtung! Bautischler. Sonntag, 3. September, mittags 1 Uhr, in Wittes Volksgarten, in Wilmersdorf: Oeffentliche Versammlung der Zahlstellen Wetter: Prognose für Sonnabend, den 2. September 1899. Ein wenig kühler, ziemlich trübe, mit leichten Regenfällen und mäßigen westlichen Winden. Berliner etterbureau. Marktpreise von Berlin am 31. August 1899 nach Ermittelungen des fgl. Polizeipräsidiums. *) Weizen Roggen Futter- Gerste Hafer gut " D.- Ctr. 15,70 14,70 Schweinefleisch 1 kg 1,60 1, " 14,30 14,10 Kalbfleisch " 1,60 1, " 13,30 12,70 Hammelfleisch 1,60 1, n 15,30 14,70 Butter 2,60 2, " mittel gering " 14,60 14,10 Gier 60 Stüd 4, 2,20 " 14, 13,50 Karpfen 1 kg 2,40 1,20 " 4,16 3,66 Male 2,80 1,20 " " 6,40 3,80 8ander 2,60 1,20 " 40, " 25, Hechte 2,40 1,20 " 50, 25, " Barsche 1,80 0,80 " 70, " 30,- Schleie 2,50 1,20 " " 8, 4,- Bleie Nichtstroh Hel Erbsen +) Speisebohnen +) Linsen Kartoffeln, neue 1,40 0,80 Rindfleisch, Keule 1kg 1,60 1,20 Strebse per Schock 12,- 2, do. Bauch 1,20 1, *) Ermittelt pro Tonne von der Centralstelle der Preuß. Landwirt: schaftskammern Notierungsstelle und umgerechnet vom Polizeipräsidium für den Doppel- Centner. " +) Kleinhandelspreise. der Getreidebörsen Nordamerikas und gleiche Meldungen sonstiger Auslands: Produktenmarkt vom 1. September. Die matten Tendenzberichte pläge hatten eine wesentliche Abschwächung des Getreidepreises zur Folge. Weizen, für welchen überdies noch die bedeutende Zunahme der hiesigen Lagerbestände verflauend in Betracht kam, gab am Frü markte bis 12 M. nach. Roggen, der für nahe Sichten seine letzten Preise behauptete, ging für spätere Lieferungsfristen 0,75-1 M. im Preise zurück. Am Hafermarkte haben die vorwiegend festen Preise der letzten Zeit allmählich ein gesteigertes Angebot in neuer Ware vom Inlande herangezogen. Daraufhin lag der Artikel heute im Lieferungshandel schwächer, während sich das Locogeschäft in alter Ware nach wie vor zu festen Prrisen vollzieht. Am Mittags: Spiritus. Das berkehr zeigte sich Brotgetreide 0,25-0,75 M. erholt. Geschäft war nicht bedeutend, aber doch blieb die Tendenz fest, da Hamburg die Kündigungen abgenommen hat. Für Hamburger Rechnung wurden 10 000 Liter 70er Loco mit 43,60(+ 0,20) gehandelt. Termine setzten un verändert ein und waren späterhin auf steigenden Locopreis befestigt. Kartoffelfabritate. Berlin, 1. Septbr. Prima trockene Kar toffelstärke per 100 Kg. Brutto inkl. Sad und Mehl 19,50 M. Kartoffelmehl per 100 g. 19,50 M. Todesanzeige. Allen Freunden, Verwandten und Bekannten statt besonderer Meldung die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Bater, Schwiegervater u. Ontel, der Redacteur u. Stadtverordnete August Jacobey am 30. August, früh 12 Uhr, am Herzschlag verstorben ist. Die Beerdigung findet am dem Sonntagvormittag nach städtischen Friedhof in Friedrichsfelde statt. Das Nähere wird in der Sonntagsnummer bekannt. gegeben. Um stilles Beileid bitten Wwe. Marie Jacobey und Kinder. Prima Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berlin. ReichstagsWahlkreis. Den Genossen zur Nachricht, daß unser Mitglied,[ 247/20 der Redacteur u. Stadtverordnete August Jacobey am Mittwoch früh 122 Uhr am Herzschlag verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntagvormittag nach dem städtischen Friedhof in Friedrichsfelde statt. Das Nähere wird in der Sonntagsnummer bekannt gegeben. Ehre seinem Andenken! Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Allen Genossen und Genossinnen die traurige Nachricht, dass unser alter Freund und Genosse August Jacobey am 30. August plötzlich verstorben ist. Einer der bravsten, aufopferungsfähigsten Genossen ist uns damit entrissen, der in selbstlosester Weise seit langen Jahren für die Arbeiterschaft thätig war. Vor und während des Socialistengesetzes_war er die Seele der Partei- Organisation im sechsten Kreis; in stiller Weise wirkte er unermüdlich und trotzte jeder Gefahr. Ein ganzer Mann, ein guter Freund, ein braver Genosse, so wird er in unserem Andenken weiterleben. Das Die Beerdigung findet am Sonntag früh nach dem städtischen Friedhofe in Friedrichsfelde statt. nähere wird in der Sonntagsnummer bekanntgegeben. Um zahlreiche Beteiligung bitten 220/3 Die Vertrauensleute. Achtung, Bildhauer! Sonntag, den 3. September, abends 7 Uhr: Oeffentliche Versammlung in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Curt Freudenberg über: " Alkoholismus." 2. Disfussion. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Um zahlreiches Erscheinen, auch der weiblichen Angehörigen, ersucht Der Vertrauensmann: Otto Krippahle. NB. Nächste Woche: Versammlung betreffs Beschlußfassung über eine 20/19 event. Lohnbewegung. Näheres Dienstag im Vorwärts". か Schöneberg, Charlottenburg, Steglig und Wilmersdorf. Verband der Möbelpolierer. Tages Ordnung: fällt aus. Die nächste Versammlung findet am 19. September statt. wir dieselben? teferent Stollege Bleeck. 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes. 1. Unsere Errungenschaften durch die Lohnbewegung und wie erhalten Die Billets vom Sommerfest sind schleunigst abzurechnen. Pflicht eines jeden Kollegen ist es, zu erscheinen. Billets zur Kunstausstellung der„ Secession" sind zum ermäßigten Preise von 35 Pf. im Bureau zu haben. 25/4 Sonnabend, den 16. September 1899, in Kellers Festsälen, Koppenstraße. 29: Große humoristische Soiree der Langstengelschen Leipziger Sänger. Nach der Soiree in beiden Sälen: Groker Ball. Herren, die daran teilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. 109/15 Der Einberufer: Karl Meyer. Central- Verband der Elektro- Monteure und Berufsgenossen Deutschlands, Sektion| Berlin. Die Kollegen werden ersucht, heute Abend in folgenden Zahlstellen ihre Weißenfee, Rölkestr. 20, bei Kühn. Mitgliedsbücher in Ordnung zu bringen. Babenschneider. Friedrichsbergerstr. 11, bei Urban. Rigdorf, Hermannstraße 197, bei Swinemünderstr. 26, bei Geike. Oranienstr. 197, bei Mohn, Amt IVa, Nr. 6062. Blumenstr. 38, bei Scheere, Amt VII, Nr. 3760. Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11, bet Heinicke. Berlin: Koppenstr. 42, bei Herold. Nur in den legten drei Bahlstellen befindet sich unser unent geltlicher Arbeitsnachweis. Die Mitglieder, welche ihre Kinder: billets von der Dampferpartie bis heute abend nicht zurückgegeben haben, 147/7 Sonntag, den 3. September, vormittags 10 Uhr, im Restaurant werden nicht mehr berücksichtigt. Immendorf, Sophienstraße 5: Sigung. Ausgabe der Statutenbücher. Aufnahme neuer Mitglieder. 268/17 Der Vorstand: Fr. Abraham. Montagabend 8% Uhr, in Rixdorf, Hermann- Straße 197: Derlammlung. Tagesordnung: 1. Unsere Forderung von 1896 und wie können wir die jetzige Geschäftszeit ausnutzen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Ausgabe der Billets zum Stiftungsfest am 7. Oftober in Kellers Festsälen, Der Vorstand. Anfang der Soiree Punkt 8½ Uhr abends. Eintritt 30 Pf. Verein der Maschinisten, Heizer und Berufsgen. Stoppenſtr. 29. Billets sind in sämtlichen Zahlstellen, bei allen Werkstuben- Bertrauens personen, sowie int Bureau zu haben. Am Festabend bleiben sämtliche Zahlstellen geschlossen. Um regen Vertrieb der Billets ersucht Die Ortsverwaltung. Achtung! Achtung! Isolierer und Rohrumhüller. Sonntag, den 3. September, nachmittags 2 Uhr, bei Buske, Grenadierstr. 33: Große öffentliche Versammlung Berlins und Umgegend. Sonntag, 3. September, nachmittags 5 Uhr, in Cohn's Festfälen, Beuthstraße Nr. 19/20( fleiner Saal): Versammlung. 138/14 Verein der Leitergerüstbauer Berlins und Umgegend. Tagesordnung: Vortrag über die Konstruktion der elektrischen Sonntag, den 3. September, vormittags 9 Uhr, im Lokal Bogenlampen. Verschiedenes. Fragekasten. J. A.: Der Vorstand. Oeffentl. Derlammlung sämtlicher Kleber Berlins und Umgegend am Sonntag, den 3. September, vormittags 11 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Das Erscheinen sämtlicher Kleber ist unbedingt notwendig. Die Agitationstommission der Kleber. des Herrn Zubeil, Lindenstraße 106: Dersammlung. Bitte die Kollegen, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Möbel 268/18 und Polsterwaren. Reelle Arbeit. Ganze Einrichtungen zu billigen Preisen.[ 24372* Franz Tutzauer, Brunnenstraße 152. Tages Ordnung: Bericht der Lohntommission und Stellung nahme zu demselben. 268/14 Die Lohnkommission. J. A.: W. Brantel, Schönh. Allee 158 a. b. Berantwortlicher Redacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den nieratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin. 23196 Ir. 205. 16. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Somabend, 2. September 1899, ſeitenes der Landwirte die Mittel der Selbsthilfe nicht vernachlässigt Abg. Dr. Hille Berlin ersucht, für das Jahr 1901 Berlin 46. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands. werben. Ats ſegensreiche Einrichtungen haben sich die Baueruats Abhaltungsort der Generalversammlung in fusficht zu nehmen. Dereine und ländlimen Genolieni aften, ins- Baumgarten- München: Berlin eigene sich überhaupt nicht eröffnet. Neisse, den 31. August. besondere die Raiffeisenschen Darlehnskassen seit Jahren erwiesen. als Kongreßstadt. In Berlin gebe es soviel zu sehen, daß es zweifelVormittags wurde die letzte geschlossene Generalversammlung Die 46. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands haft erscheine, ob die Versammlungen dort gut besucht, ja ob die empfiehlt daher wiederholt auf das dringendste die Gründung von Teilnehmer der Generalversammlung überhaupt zusammengehalten sein Auf Antrag des Generalsekretärs Dr. Pieper M.- Gladbach Bauernvereinen und Darlehnskassen im allgemeinen. Im befonderen würden. Wenn die Generalversammlung in Berlin mur ein kleines gelangten darauf folgende Erklärungen zur Annahme: legt fie ben Landwirten der Provinz Schlesien den Anschluß Fiasto erlebte, fo wäre das sehr zu bedauern. Bedeutend mehr eigne a)„ Die Generalversammlung erneut die Mahnung: Gründet an den Schlesischen Bauernverein und dessen Wirtschaftsgenossenschaft sich Bonn, wovon man auch im nächsten Jahre die beste Gelegenheit überall katholische Arbeitervereine und betont die Notwendigkeit, ans Herz, um diese vortrefflich wirkenden Einrichtungen noch kräftiger habe, nach Paris zur Weltausstellung zu fahren. insbesondere auch die wirtschaftlichen Interessen des Arbeiterstandes und fegensreicher zu gestalten. Dazu richtet sie an alle, die an dem Es wurde schließlich fast einstimmig Bonn als Abhaltungsort wahrzunehmen und zu diesem Zwecke die auf christlicher Grundlage Wohl und Wehe der Landwirtschaft Anteil nehmen, besonders an der Generalversammlung für das Jahr 1900 gewählt. aufgebaute Gewerkschaftsbewegung zu fördern; die Generalversamm den hochw. Klerus das Ersuchen, die Ausbreitung der Darlehustassen Gegen 1034 1hr vormittags wurde die legte öffentliche General lung erkennt in den christlichen Gewerkvereinen nicht einen Ersatz zu fördern, ihre Gründung anzuregen und ihre Leitung in die Hand verfammlung eröffnet. und ihre der konfessionellen Arbeitervereine, sondern eine notwendige Er zu nehmen." Geistlicher Rat Dr. Lorenz Werthmann( Freiburg f. 8.) gänzung derselben und hält die möglichst baldige Durchführung c) Einer der brüdendsten Uebelstände im und Dienstboten. Darauf sprach Bater Röslin( Tirol) über att.bomtionis Diefer Uebelstand wird häufig noch gesteigert durch das gegenseitige gratis b) Die General- Versammlung fordert im Namen des Christen- Verhältnis von Arbeitgeber und Arbeiter. die Frauenfrage.tald tums und der Humanität möglichste Beschränkung und Beseitigung Aus diesem Grunde empfiehlt die 46. Generalversammlung der der Beschäftigung von verheirateten Frauen und Katholiken Deutschlands die Gründung von Vereinen für ländliche möglichste Durchführung und Erweiterung der Schutzbestimmungen Arbeiter und Dienstboten auf christlicher Grundlage. für Kinder im Fabrikbetriebe." Als Aufgabe diefer Vereine erachtet sie die Belehrung der lände c) Die General- Versammlung betrachtet es als eine hochwichtige lichen Arbeiter und Dienstboten über die Vorzüge der Tänd Aufgabe, Wohnungsver- lichen gabe, auf, die Verbesserungachtet es als eine fchen gebe gwei or der industriellen Arbeit, den Vorzug des hältnisse sowohl der alleinstehenden Arbeiter und Arbeiterinnen,| Aufenthaltes auf dem Lande vor dem in Griftlicher Gewerkschaften für ein wesentliches Mittel zum socialen bejnych der Arbeiterfamilien erhöht Bedacht zu nehmen und weist besonders auf entsprechende Hospize und gemeinnützige Baugenoffend)„ Die General Versammlung dankt der Centrumsfraktion für die nachdrückliche und umsichtige Vertretung der berechtigten Interessen aller Berufsstände und erhofft deren unentwegtes Fortschreiten auf dieser Bahn." Betriebe ist der Mangel an Urbeltern in landwirtschaftlichen usw. die ſittliche und religioſe bebung der Mittebetadt und nicht zuletzt Durch solche Vereine wird ein fester Damm um den Kreis der ländlichen Arbeiter gezogen werden, der geeignet ist, die Gefahren der Socialdemokratie von dem empfänglichsten Teile der ländlichen Bevölkerung feruzuhalten. Im eigensten Interesse der ländlichen Befizer richtet die Generalversammlung an diese die Mahnung, derartigen Bestrebungen nicht mit Mißtranen entgegenzutreten, sondern felbft die Hand hierzu zu bieten, um dadurch die Seßhaftigkeit und Berebelung es ländlichen Arbeiterstandes, i zu fördern." ſprach hierauf über den katholischen Charitasverband. paal Benn man fage: die Frau gehört ins Haus, so werden die Frauen, sagen: auch die Männer gehören 1.3 Haus, wenigstens zu rechter geit.( Seiterfeit.) Der Nebner führte im weiteren aus, daß der Grundsatz: die Frau habe ihren Beruf verfehlt, wenn sie auf die Che freiwillig verzichten oder auch verzichten müsse, eine sociale und religiöse Irrlehre sei. Millionen Frauen, die nicht unter die Haube kommen könnten. Ein sehr wesentlicher Uebelstand sei, daß die jungen Kaufleute kaum noch eine Stellung erlangen können, da Tausende von Mädchen Ladnerinnen werden. Schuld hieran haben in erster Reihe die Männer, die in den Zeiten des Liberalismus ber Gewerbefreiheit zugestimmt haben. Die Frauen werden deshalb nur den Männern vorgezogen, weil sie mit einem niedrigeren Lohne zufrieden seien. Der Staat mache es ähnlich wie die Kaufleute. Auf den Post, Dr. Pieper empfahl ferner die Annahme folgenden Antrages: Telegraphen Telephonämtern usw. werden vielfach Frauen ber a) Der Bauernstand als der älteste und grundlegende Stand niedrigen Löhne wegen angestellt. Es sei eine Forderung der Geder Gesellschaft, durchdrungen von christlich- konservativer Gesinnung, Leistungen die gleichen Löhne zu geben. Der Redner bezeichnete es ferner lichen Ordnung die umsichtigste Aufmerksamkeit und Fürsorge. Im weiteren gelangte noch folgende Erklärung zur Annahme: als notwendig, die jungen Mädchen weniger zum Romanelesen und Bon jeher hat die politische Vertretung der Katholiken Deutsch- Wie die Frauenfrage im allgemeinen, so ist sie von be mehr zu prattischen Hausarbeiten zu erziehen und sie auch zum gewidmet e boule Thätigkeit den Intereſſen der Landwirtſchaft ſonderer Wichtigkeit für ben is iſt beboth von der Führung Studium ber focialen rage anzuhalten. Der Sieg gewidmet und durch ihre anregende und ausschlaggebende gefeß- des Haushaltes gar oft das Wohl und Wehe der Hausbewohner ab. werde auch in dieser Beziehung auf seiten der katholischen Kirche sein. geberische Arbeit das Gedeihen derselben gefördert. Für dieje Um die Töchter der Landwirte zu verständigen, tüchtigen, christlichen( Stüentischer Beifall.) erfolgreiche Thätigkeit spricht die 46. Generalversammlung der Hausfrauen vorzubilden, find von verschiedenen Seiten ländliche Haus-+ Der Präsident, Reichsgerichtsrat Dr. Spahn- Leipzig, gab hierauf Katholiken Deutschlands der Centrumspartei ihre volle Anerkennung haltungsschulen auf chriftlicher Grundlage gegründet worden.taba einen Rückblick auf die Berhandlungen und bezeichnete es als notund ihren aufrichtigen Dank aus. Bugleich erachtet sie es als Die Generalversammlung empfiehlt die Schulen aufs wärmste wendig, daß die Katholiken der ganzen Welt fort und fort ver dringende Nothwendigkeit, daß auch in Zukunft auf dem Gebiete der den Landwirten, um ihren Töchtern eine standesgemäße Ausbildung langen, daß dem heiligen Vater die volle weltliche Souveränität, Gesetzgebung und Verwaltung alle jene Maßregeln ergriffen werden, zu teil werden zu lassen. Den Besuchern der Generalversammlung unabhängig von jedem Staate, gewährleistet werde. Das Centrum die nach objektiver fachkundiger Beurteilung geeignet erscheinen, die bietet sich Gelegenheit, eine solche vom Schlesischen Bauernverein habe wieder einen vollen Sieg errungen. Bom reichen Fabrikbefizer gegenwärtige Notlage der Landwirtschaft zu erleichtern und den angeregte Schule in den von den Grauen Schwestern der heiligen und Kommerzienrat bis zum einfachen Arbeiter und Handwerker, Bauernstand in jeder Beziehung zu heben und zu fördern." Elisabeth geleiteten St. Georgs- Stift, Neisse- Ober- Mährengasse, tennen vom schlichten Landwirt bis zum Fideikommißbefizer, ja bis zum zu lernen. Landwirtschaftlichen Rotſtandes nicht erinevler merben befcitigung des guf Befürwortung des Abg. Rechtsanwalts Dr. Bach em- Generalversammlung zu einer gelungenen zu machen.„ Ja wir einerseits die Möglichkeit hierzu ausgeschlossen erscheint und anderer Köln wurde endlich noch eine Erklärung angenommen, in welcher die haben, um mit der„ Kölnischen Zeitung zu reden, gezeigt, daß feits dadurch Eingriffe in die persönliche wirtschaftliche Freiheit des Förderung der christlichen Kunst und der Anschluß an den Albert- wir eine Macht sind und daß wir nicht dumm find.( Beifall und einzelnen kaum zu vermeiden wären, ist es erforderlich, daß von Dirrer- Verein empfohlen wird. verdient als einer der Hauptträger der gesellschaftlichen und staat- solcher Vereine steht beiterstandes, soweit es in der Macht rechtigkeit, den Frauen bei gorderung der Ge Seelachs pro Pfund 18 Pfennig. oh 3.0 im Ausschnitt 25 Pf. pro Pfd. Schellfische pro Pfd. 15-25 Pf. Cabliau pro Pid 20-25 Pf. Pf. sowie Knurrhahn, Seehecht, Rotzungen, Heilbutt, Scholle etc. Ferner: Geräucherte und marinierte Seefische ebenfalls billig, empfiehlt die Deutsche Dampffischerei- Gesellschaft, Nordsee", Haupt- Filiale: No. V. Berlin N.( Wedding), Reinickendorferstr. 1, No. Ill. Berlin NW., Berlin C. 22, Bahnhof Börse, Lüneburgerstrasse, Ecke Paulstr., Bogen 9-10. Stadtbahnbog.388/ 9( Centrallagerei). Eingang Schulzendorferstrasse. No. 11. Charlottenburg, No. VI. Prinzenstr. 30, Wilmersdorferstr. 10/11, Im Schlesischen Bahnhof zwischen Moritzplatz und am Wilhelmsplatz. No. IV. Madaistr. 22. Ritterstrasse. 19710 2342L Seefisch- Kochbücher erhalten Käufer umsonst. Vertreter für Berlin; Johs. Skorczyk. C. Joëls Victoria- Garten SO., Köpnicker Landstraße Nr. 4, unmittelbar am Treptower Bark. Telephon: Amt IV, No. 2724. 2387L Grosser Saal, Konzert- Garten, geschützte Veranden, für Vereine u. Festlichkeiten, 6000 Personen faffend. 11 Kegelbahnen, Kaffeeküche und allerlet Boltsbeluftigungen. 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