? Er wagte sich nicht zu rühren. Eine mächtige Er- schütterung ging ihm durch den Körper, er lag wie niedergeschmettert. Die ganze Qual der letzten Wochen, die gehetzte Arbeit der Nächte, das Versuchen und Grübeln, das Sorgen ums Gelingen, Zweifel und Furcht, wilde Freude und dann wieder kindische Angst, all' das brauste und brandete noch einmal durch sein Gehim. Bäbbi betete und die wilden Gedanken wurden plötzlich so glatt wie Meereswogen, auf die man Oel gießt. Thränen brachen ihm aus den Augen, erlösende Thränen; sie liefen ihm über das hagere Gesicht und rannen nieder auf das elende Bett. lFortsetzung folgt.) Tlnfero Der Edelmarder heißt auch Baummarder, iveil er ein Kletter- meister erste» Ranges ist, und von dein Wanderer wohl uichr aus Bäumen als auf dein Erdboden erblickt wird. Denn dort huscht er dahin wie ein Schatten und halt sich hinter Verschlag und Verdeck. Den Namen Buchinarder führt er jedoch selten anders, als in dem Sprichwort:«Schreien wie ein Buchmarder", das am Mittelrhcin häufig in Gebrauch steht. Das Fell glänzt über dem Rücken kastanien- braun, Ivird jedoch»ach der Stinie zu lichter und über de» Schwanz hin dunkler. Kehle und Hals schimmern in freundlichcin Gelb, das auch iii ähnlicher Tönimg über den Bauch läuft. Die Beine hiugegen verfinstern sich wieder zu dunkelbraun. Schweden soll die schönsten Edclmardcrpelzc in Europa liefern. Die Körperbeschaffenheit des Marders ist ganz seinem blutigen Geschäfte angepaßt: katzenartig lang gestreckt, kurze Beine, spitze Schnauze, Gebiß aufs beste aus- gebildet und geschärft, die Eckzähne hervortretend. Ganz martialisch machen sich auch die Schuantzbarthaare. Die Sohlen find mit Haaren versehen; aber auS den Sammetpfötchcn gucken, wie bei den Katzen, die zurückziehbaren Krallen hervor, allerdings nur im Zustande des Zonics, der Getrizthcit oder wilden Kainpfeslnst. Den buschigen Schwanz schleifen die Marder nach wie die Schleppe eines Gewandes; mit seinen 30 Centimctcr ist er schon lang genug dazu. Aus den lange» Schwanzhaarcn verfertigt man feine Malerpinsel. Der sonstige Kerl ohne das Schwanzstück mißt einen halben Meter, natürlich nicht abgemessen, sondern je nachdem ettvas zu oder ab. In Deutschland sind die Edelmarder nicht mehr allzu häufig anzutreffen, in manchen Gegenden nur äußerst selten. Laub- und Nadelwälder sind ihr Revier; insofern könnte man sie im Gegensatz zu den HauSmardern auch Waldmarder nennen. Im Dickicht und finsteren, entlegenen Gehölze oder Hochwald Hansen sie an, liebsten. Felsenhöhlen, alte Nester großer Vögel und ausgehöhlte Baumstämnie dienen ihnen zum Lager. Dort liegen sie meist den ganzen Tag auf der faulen Haut. Zivischen Dag und Dunkel werden sie ledendig und rüsten sich zur Jagd. Mäuse und Ratten flüchten vor ihm eiligst in den Erdboden hinein, werden jedoch häufig ertappt und sofort zerrissen. Mag die Wasserratte auch uiS Wasser flüchten, der Marder in allen Arten rst keineswegs wasserscheu und kann schwimmen wie ein Frosch. Mit Vorliebe' bindet er mit dem Eichhörchcn au. Blitzschnell folgt er ihm auf den Baum nach. Das Vcrsteckenspielen bald rechts bald links auf dem Baum- stamm, bald in den Astgabeln oder Knoten, welches das Eichhörchen mit vielem Geschick den, Menschen gegenüber anwendet, hilft ihm gegen seinen furchtbarsten und gefährlichsten Feind wenig. Der Marder kennt seine Schliche. Nur die Flucht auf die äußerste Spitze der Krone oder Acste kann ihm etwas helfen, weil der Verfolger mit seinem schweren Körpergewicht sich nicht so hoch wagen darf. JndeS hält er smubenlang Wache und sucht durch allerlei Kiiifse den Flüchtling zu erhasche» und zu verscheuchen. Er mordet daS arme Tier mit wahrem Vlutrausch und nimmt, wenn es ihm gerade paßt, auch noch sein Nest zum ständigen Ruheplatz. Daß er auf die vogel- freien Hasen sich stürzt, ist eigentlich selbstverständlich; auch Reh- kälbchen envischt er mitunter, wenn sie sich von der Mutter etwas verirrt haben. Vögel aller Arten und Größen"zerreißt er ohne Unterschied. Nur in höchster Not, wie sie bei ihm in schneereichen Wintern am häufigste» eintritt, wagt er sich vorsichtig an einzelne Gehöfte und die äußersten Häuser und Ställe der geschlossenen Ort- schaften heran. Trotz seiner wilden Natur läßt sich der Edelmarder, jung ge- fangen, leicht zähmen. Man hat Beispiele, daß solche Tiere ihrem Herr» wie Hiindlcin folgten. Indes verlieren sie ihre Natur eigent- lich selten gänzlich, und so hannlos sie auch in zarter Jugend spielen und necken, so sind sie bei vorrückendem Alter keineswegs zu gut dazu, plötzlich ernst zu werden und in die Hand zu beißen. In Tiergärten sind sie meist gar nicht zu sehen, so tief verkriechen sie sich in ihren Höhlen; niag man rufen und klopfen, sie bleiben uu- gerührt und wollen sich keineswegs als Schaustücke betrachten lassen. Auch pflanzen sie sich in Tiergärten verhältnismäßig selten fort; die Jungen wollen gar schlecht gedeihen, wenn sie übrigens von ihren Alten nicht aufgefressen werden, Um unsren Haus- oder Steinmarder kennen zu lernen, müssen S) Aus der«Kölnischen Volkszeitung wir auS dem Gehege des Wäldes unsere Schritte heiniwnrts wenden. Denn der Steinmarder ist durch seinen Aufenthaltsort ein wirkliches Haustier, ähnlich wie die Maus und Kcllerratte, zwar ein ungebetener Gast, aber oft nächster Nachbar, Mitbewohner unsrer Ställe, Holzremisen, Scheunen. Oft genug schläft er mit uns als Chambreganiist unter einem Dache, ohne um Erlaubnis zu fragen. Auf deni Speicher oder in der Dachkammer, vielleicht auch unter der Giebelverschalung oder in den Winkeln der Dachsparren steht seine bescheidene Schlnsstätte. Er lveiß genau, wo in der Dachluke ein enger Ein- und Ausgang sich befindet. Hat er einmal seinen Spitz- köpf hineingesteckt, so zlvängt er den übrigen Körper leicht nach. Eine zerbrochene Scheibe im Dachfenster entdeckt er eher, als die Haus- eigentümer und verwertet so allein, ohne Patent seine Entdeckung. Etwa noch stehende Glassplitter stören ihn gar nicht, er weiß sich schon geschickt herein zu turnen. In einer Scheune schlug der Haus- eigentümer jeden Abend das Fenster fest zu; ein Riegel befand sich nicht daran. Eine lange Zeit stand am folgenden Morgen jedesmal das Fenster offen. Der geheimnisvolle Vorgang erklärte sich später sehr natürlich. Ein Marder hatte das Fenster aufgedrückt. Da wird uns die Behauptung glaublicher, daß der Einbrecher auf schlechten Dächer» sogar Ziegel abheben soll, um zu seinem Opfer zu gelangen. In den engen Gängen und Riimen zwischen zwei Häusern öder Mauern, in welche niemand Zutritt hat, findet der Marder regcl- mäßig in Not und Verfolgung seine Zufluchtsstätte; ebenso wählt er zum Versteck den Zwischenraum zwischen Holz- oder Wellenstößen und den Mauern, an welche sich jene anlehne». Auch im aufgeschichteten Scheitholz selber oder iin dürren, zusammengebundenen Rcbholz. immer im Hinteren Teile, bereitet er sich mit Meisterblick einen sicheren Lagerplatz. Durch die vorderen Stroh- und Heuhaufen der Ställe und Scheunen wühlt, schiebt und beißt er sich hindurch bis gegen die Mauern hin. Mindert sich während des Winters die Vorder- wand der Futtcrschichtcn, so setzt er bei guter Zeit seinen Wanderstab weiter und wartet nie und nimmer, bis er völlig entblößt ist. Hier zimmert er sich mit roher, oberflächlicher Arbeit gewöhnlich auch sein N e st znrecht. Eine kleine Höhlung oder Vertiefung wird ettvas aus- wattiert mit alten, wollenen Fäden, Federn und Haaren, also ganz so wie ein Hascnnest draußen auf dem Felde im Klee oder Gras. Der Hausmarder geht wie sein wilder Waldbruder mit dem edeken Namen bei Beginn der Dämmerung auf Nahrung aus. Was sich dieser erjagt, ist auch ihm gute Beute. An Ratten ist in den Abläufen und Gruben der Dörfer und Städte viel weniger Mangel als draußen im Walde. Was ihn in Verruf gebracht hat, ist seine unividerstehlichc, angeborene Sucht, in die Hühner-, Tauben- und Eittcnställe einzudringen, aber auch die Gänse nicht zu vergessen. Mag sich der Eingang zum Taubenschlag selbst in schtvindelnder töhe an steiler Wand befinden, der Hausmarder klettert wie eine atze. Kanu er auch die glatte Wand nicht hinauf, so turnt er sich anr Balken oder Dachkändel empor; er verschmäht auch den Umweg übers Dach nicht und sucht von oben Zutritt. Geht es nicht von oben, so versucht er es zur Rechten oder Linken seitlich, er versteht, wenn nötig, zu springen, zu schleichen, sich platt durch die engsten Spalten durch- zudrücken. Die Nacht ist lang, da wird stundenlang gesucht, ge- schafft, gesonnen. Endlich steht er vor dem Schlag; aber wie das verschließende Fallbrctt heben? Vielleicht hat der Rahmen eine morsche Stelle, er bohrt und beißt, der Fuß geht durch, die Oeff- nnng wird größer, er steckt den Kopf hinein und schleift den Körper mit Gewalt nach. Drinnen gchlls im Nu einer jeden Taube an die Kehle, das Blut wird ausgesogen und Kopf und Rumpf vorläufig liegen gelassen. Mögen auch zwanzig oder dreißig Tauben auf der Stange sitzen, keine entgeht dem Blutbad. Vielleicht gewinnt der Mörder noch Zeit, eins oder zwei seiner Opfer nüt in sein Wer- steck zu holen, die übrigen birgt er nach und nach, wenn übrigens die Luft rein bleibt. Wohl die wenigsten Hühnerzüchter dürfen von sich behaupten, daß ihnen nicht wenigstens einmal ein Huhn von einem Marder geholt worden sei. Wenn freilich das Hühnerhaus stets tadellos geschlossen Ivird, so ist ein nächtlicher Einbruch unmöglich. Aber wer vergißt nicht einmal zu schließen oder einen eben sich zeigenden Mangel am Stalle auSznbeffern? Oder wer hat nicht cm störrisches Hinkek, welches einfach nicht in den Stall geht, sonder» sich bei guter Zeit in das Stroh oder Heu verkriecht? Am andern Morgen liegt es zerzaust und zerstückelt ani Boden, den folgenden Morgen ist seine Leiche weiter hinein inL Stroh verschleppt oder gänzlich verschwunden. Lange Zeit hindurch mag ein solches Federvieh auch ungestört bleiben; mau wird schon sorglos, bis dann plötzlich daS Verhängnis hereinbricht. Kein Ort am ganzen Rheinstrom, in ganz Westdeutsch- land ist frei von diesem Raubzeug. Selbst im Süden Italiens und Spaniens befindet sich der Pelzträger trotz seiner Ivarmen Kleidung wohl, wie er ebenso fröhlich haust im Norden und Osten bis über den Ural hinaus. Man behauptet im Volke, der Marder sei im Sonimer viel sorgloser und öfters sichtbar als im Winter; er wisse in seiner Schlauheit, daß sein Pelz im Sommer ihm sicher sei. Der Grund ist hinfällig, aber die Thatsache mag bestehen. Wenigstens habe ich mehrercmal im Sommer bei Beginn der Nachtzeit eine ganze Anzahl von Exemplaren sich in geringer Entfernung balgen sehen. Wahr- schemlickj sind das aber Junge desselben Jahres, welche bis zum Winter ruhiger und erfahrener werden. Im Sommer sitzt man bis spät in' die Nacht im Hofe vor dem Hause, da wird man auch eher das Anschleichen der Marder gewahren als im Winter, wo man sich in die vier Wände einschließt. Sobald übrigens der Marder der Menschen ansichtig wird, verschwindet er mit Wiudesschnelle in Furcht und heillosem Schrecken. Sein scheues, verstecktes und dabei schlaues Wesen macht eine Jagd zur Sommers- zeit fast unmöglich, abgesehen davon, daß dann auch sein Pelz fast »vertlos ist. Im Winter hingegen stellt man ihm eifrig nach. Das Auf- stellen von Marderfallen an den Ort ihrer vernultlichen Lagerstätte ist freilich meist erfolglos. Wenn jedoch nur lvenig Spur- schnee gefallen ist, geht man ihm mit großem Erfolg direkt zu Leibe. Der Eindruck der Füße ist deutlich erkennbar mid leicht als Marderspur zu unterscheiden. In einer einzigen Nacht besteigt der Marder nach diese» Spuren unzählige Dächer, Mauern und Holzstöße; er schleicht von Hof zu Hof und spioniert die weite Nachbarschaft ab. Der Jäger geht der Spur»ach, untersucht den letzten Eingang und sagt dann mit aller Bestimmtheit:„Hier in» Heu, Stroh, Holz oder alten Gerüuipel sitzt er." Dann holt er seinen Spürhund herbei, der schnüffelt und saugt die Luft tief ein, er geht hin und her, endlich bleibt er fest stehen, wird wütend, fängt an zu bellen und nach einer Richtung hin sich ins Stroh oder Heu hineinzuarbeiten. Die Buben, Ivelche zusammengelaufen find, erheben auf Geheiß ein großes Geschrei, klopfen und schlagen wider Holz- und Strohhauscn. Der Förster spannt die Büchse, vorsichtig streckt der aufgescheuchte Marder beobachtend seine spitze Schnauze mis, um in demselben Rngcnblickc zu Tod ge- troffen niederzufallen. Ii» den Kopf, nicht in den Rumpf sucht der Förster zu treffen, damit daS werlvolle Fell nicht durchlöchert werde. Aber noch geht er nicht ab. Denn sehr häufig fitzt noch ein zweiler oder dritter Marder in der Nähe; auf wiederholtes Lärmen und Bellen setzt auch dieser sich in Bewegung. Nur etwas kleiner ist das Fell des HanSmarders als daS des Edelmarder?, auch ziemlich von gleichem Aussehen. Nur geht bei dem Hausmarder die helle Färbung an Kehle und ttnterhals förm- lich in Weiß über. Die Beine find etivas kürzer und der Kopf noch etwas gespitzter.—_ Meines Zeuillekon« kg. Chinesische GeheiingesrNschaften. Die jiingsten Ereignisse in Peking lenken die Aufi»erksa»»kcit ivicder auf die geheimen Gc- sellschaftcu in China, die den Hort und den Rückhalt der in den jetzigen Wirren augenscheinlich siegreichen Reaktion bilden. Wie ge- meldet, ist der Vater des neu ernannten Thronerben daS Haupt einer jener geheimen Gcscllschasteu. Diese sind die Urheber der traurigen Zustände in den chinesischen Städten, der Ausstände, blutigen Kämpfe und Verfolgungen der Missionen, von denen a»ls China immer wieder zu melden ist. Der mächtigste, am meisten gefürchtete und verbreitete Geheimbund ist die Ticn-ti-Hwey oder die Hung- Gesellschaft, von deren Bestehen bereits aus dem 17. Jahrhundert Nachrichten vorliegen. Der Bund strebt die Beteiligung aller Chinesen an, und um dieses Ziel zu erreichen, ist ihm jedes Mittel recht. In wohl jeder chinesischen Stadt giebt es. nach den Schilderungen E. v. Hesse-Wartcggs, eine Loge, deren jede eine An- zahl Werber besitzt. Wünschen diese, daß irgend ein Chinese in den Bund eintritt, so erhält er auf geheimnisvolle Weise einen ge- schriebe»?» Befehl, sich zu der gegebenen Zeit au einem genau bc- zeichneten Ort einzufinden. Widerstand ist unmöglich, er müßte einen schlimmen Racheakt befürchten-, will er nicht eintreten, so muß er aus seinem Wohnsitz fliehen. Die geheimsten und entlegensten Schlupfwinkel dienen den Hung-Mitglicder» als Versammlungsorte; in Canton und Singnpore liegen sie zivischcn Sümpfen und Dschiiugcln, deren Zugänge durch Bclvaffilete beivacht werden. Dorthin wird der Novize geführt; ehe er aber als Mitglied aufge- uommcn wird, hat er sich cincii» äußerst umständliche» Ceremonicll zu unterwerfen. Die ganze Nacht hindurch werden alle niöglicheii Procediircn mit ihn» vorgenommen, er lebt in Angst und Pein, bis er endlich vor den Thron des Meisters gelaugt. Dort liegt er, in weiße Gewänder gehüllt, mit aufgelöstem Haar und offener Brust auf dem Rücken, während acht Räte spitze Schwerter nach seiner Brust richten. Er muß schwören, daß fortan seine Faniilie für ihn tot ist und daß keine irdischen Verpflichtungen ihn mehr binden. In einen mit Wein gefüllten Becher»miß er einige Tropfen seines Blutes fallen lnffen, diesen muß er Iceren, und nun erst ivird er in den Bund mifgciiommcii, muß sich aber bei späteren Bersaminlungen noch Ivciterei» Prüfungen unterwerfen. Verrat der Geheimnisse des Bundes wird mit den» Tode bestraft. Die Hung- Gesellschaft wird von den fünf Großlogcn der Provinzen Folien, Kwantung, Vünnan, Huna» undATschckiaug geleitet; ihre Mitglieder- zahl muß mehrere Millionen erreichen. Mit furchtbaren Strafen ivird die Uebertretung der Vorschriften und die Verweigerung des Gehorsams bedroht. Grausanie Strafe wird verhängt, wenn ein Mitglied sich an die bestehenden Behörden wendet oder Zeugenaussagen macht, es sei denn falsche auf Befehl der Logcnleitcr. Der Einfluß und die Bedeutung des Bundes in China ist danach ungeheuer, er bildet einen Staat im Staate, der bester organisiert ist als dieser selbst und cme Schreckensherrschaft ausübt. Oft beuten die Logenlcitcr ihre Macht auch zu ihren eigenen Zwecken aus und gelangen so zu großem Reichtum. Die Mitglieder schützen einander, verbergen ihre Verbrechen und helfen sich gegen- seitig. Die chinesischen Beamten wagen meist nicht, gegen sie einzu- schreiten, da sie die Rache der andern fürchten. Dagegen wurde in den europäischen Kolonien in Ostasien die Uiitcrdlücknng der Hung- Gcsellschast mit mehr oder minder Erfolg durchgeführt. Nächst der Tienti-Gesellschaft ist die Wu-wei-kian, zu deutsch„Thue nichts", die mächtigste. Der Genuß von Fleischspeisen ist ihren Mitgliedern verboten, beim Eintritt in den Bund müssen sie ihre ganze Habe an diesen abtreten und behalten nur die Nutznießung, so lauge sie leben. Da die Mehrzahl der Mit- glieder den wohlhabenden Ständen angehört, soll der Btind, der unter einem einzigen Oberhaupt steht, migeheure Reichtümer befitzen. Sie gelten beim Volke als Magiker, als im Bunde mit diabolischen' Mächten stcheude Wesen; sie sollen auS Papier Vögel ausschneiden und diesen mittels eines Zaubern, ittels Leben einflößen können; man erzählt, sie könnten de» Atem lange Zeit anhalten, bis sie im Gesicht ganz schwarz werden und alles Leben erloschen scheint, und die Seele verlasse unterdessen den Leib, um allerhand Auskünste ein- zuholcn. Ihr Hauptstreben ist gegen die Fremdherrschaft, gegen die Ma»idschurcn, gerichtet; sie stehen aber ebenso allen Europäern und allen europäischen Religionen feindlich gegenüber; sie gelten daher auch als die Haupwrhcbcr der Angriffe auf die Missionare. Die drittgrößte Geheimgescllschaft ist die Ko-Lao-Wni oder„Gesellschaft des älteren Bruders," deren Hanptziel es ist, an die Stelle der Mandschuren die Nachkommen der Tang zu setzen. Auch die Mohainednner, deren Zahl in China 20— 25 Millionen erreicht, haben ihren eignen großen Geheimbund, Hwny-Hwuy-Jin genannt. Ihre Novizen werden dadurch„gereinigt", daß man sie zunächst tüchtig durchblänt und ihnen dann Scifenwasser zu trinken giebt. Außerdem giebt es noch unzählige viel kleinere Gehcimgescllschasten, die auf Provinzen oder Städte beschränkt sind.— Medizinisches. — Profestor Robert Kochs zweiter Bericht über die Thätig» k e i t der M a l a r i a- E x p e d» t i o n. der in der neuesten Nummer der„Deutsch, med. Wochenschr." veröffentlicht ivird, behandelt den Aufenthalt der Expedition in Niederländisch-Jndien in der Zeit vom 21. September bis 12. Dezember v. I. Tie beiden Hauptarbeits- stätten der Expedition auf Java waren Batavia und Ambarawa. Besonders während des Aufenthalts in Batavia war Gelegen- heit gegeben. an menschenähnlichen Affe», den am meisten geeigneten Tieren, zu prüfen, ob die Malaria auf Tiere übertragbar i st. Es wurden an 7 Tieren, daninter 3 Oraug- UtanS, Versuche angestellt in der Weise, daß den Affen häufig Malariablut, das Kranken mit Tertian- und mit Tropeuficber entnommen war, eingespritzt wurde. Es gelang aber niemals,«ine Malaria-Ansteckuug bei diesen Tieren zu stände zu bringen. Wenn die menschenähnlichen Affen für die Malaria imempfäiiglich sind, ist wohl nicht anzunehmen, daß andre dem Menschen fenierstchcndc Tiere in ihren» Blute die Malaria» Parasiten beherbergen können. Der Mensch ist der einzige Träger der Malariaparafiten.«ine Thatsache. die für die Bekämpfung der Malaria von der größten Bedeutung ist. Sehr wichtig find die Untersiichungen Kochs»n Am- barawa, in Mittel-Java, südlich von der Hafenstadt Scmarang ge- legen, wo die NeiSkultur in weitem llmfange betrieben wird. Diese sumpfige Gegend mußte nach ihrer natürlichen Beschaffenheit als Malariagcgend angesprochen werden. ES fand sich aber unter den Erwachsene» der Gegend sehr lvenig Malaria; in zwei Wochen konnten nur 21 Malariafälle aufgefunden werden. Um festzustellen, ob nicht trotzdein, wie zu vermuten»var, in dein Gebiete von Ambarawa Malaria heimisch ist, machte sich Koch eine Erfahrung a»lS Ostafrika zu untze, nämlich die, daß Kinder für Malaria besonders empfäng- lich sind. Es wurden in drei Dörfern Kinder daraufhin untersucht, ob sich in Blutproben von ihnen Malariaparafiten finden. ES fände»» sich in» ersten Dorfe im Blute von i>,2 Proz. der untersuchte»» Kinder Malariaparafiten, im zweiten Dorfe bei 12 Proz., im dritten bei 22,8 Proz. Es kamen ans Kinder in» ersten Lebensjahre Malaria« Erkrankungen bei 16 Proz. im ersten Dorfe, bei 15,5 Proz. im zweiten und bei 41 Proz. im dritten Dorfe. DaS Ergebnis lehrt, daß ein sehr brauchbares Mittel zur Feststellung, ob in einer Gegend Malaria besteht oder nicht, die Untersuchung der Kinder ist. Daß unter den Erwachsenen Malaria selten ist, erklärt sich aus der Häufigkeit der Malaria bei den Kindern. Wer in jungen Jahren die Malaria dnrchge- macht hat, erwirbt dadurch einen mehr oder»veniger»veitgehendcn Schutz gegen Malaria. ES folgte» gleichsam KontrolluiNersuchnngen zu Tosari im Te»kggcrgebirge, von dem behauptet wird, daß es dort keine Moskitos gebe und daß dort auch keine Malaria vorkomme. Die Angabe bestätigte sich, waS daS Vorkommen von Moskitos und auch der Malaria angeht. Die untersuchten Kinder eriviesen sich ohne Ausnahme malariafrci. Lehrreich ist, daß es im Tosari keinen Reisbau giebt. Reisbau und Borkommen von MoStitos fallen »mnlich nach Kochs Beobachtungen immer znsammen. Diese Wahr« nehmimg giebt Koch Veranlassung, nachdrücklich für die Richtig- k e i k der M o s k i t o l e h r e der Malaria einzutreten.— Geologisches. — Die rascheAbnahme derGeiser-Erscheinungen im Dellowstone-Nationalpark brachte Erwin H. Barbour in der Amerikanischen Gesellschaft für den Fortschritt der Wissen- schaften zur Sprache; die Abnahme ist denen ausfallend, die daS Geiser-Gebiet wiederholt bcsllchcn. Er machte,»vie der„Prometheus" berichtet, darauf aufmerksam, daß der Rückgang der Gciser-Thätigkeit in den letzten vier Jahren bedeutend»var. An den heißen Mammut- Quellen hat diese nicht mehr den zehnten Teil ihrer früheren Krsjti Die Minerva-Terrasie ist seit 1335 tot, die Ergüsse der Pnspit- und Jlipiter- Terrasse haben sich stark vermindert. und die als Narrow Gange bekannte Ansflichspaite ist fast ganz erloschen. Der Ron ring Mountain dampft zwar noib. ist aber still gelvorden. Im Norris-Gciser-Becken ist die Thätigkeit des Black Growler zurückgegangen. Im untere» Becken ist der prächtige Fountain-Geiser mit' einer benachbarten schtvachcn NebenauSflühöffimiig. dem sogenannten Delvey. erloschen. Der Um- fang der Giant Paint Pots ist zusammengeschrumpft, da der oberste Kessel halb unthätig ist. Im obere» Becken sind manche der bc- kannteren und auch der iveniger bekannten Geiser tot oder Ivcrden es voraussichtlich bald sein. Zn ihnen gehören der Splcndid-Geiser und der Benhivc-Geiser. Der Grand-Geiser. dessen Ausbrüche früher täglich zu erfolgen pflegten, hat jetzt in der Saison nur noch drei Eruptionen in unregelmäßigen Zivischenrämucn, und die Cascade, deren Wasser 1333 alle Viertelstunden hervorbrachen, ergießt sich jetzt nur noch einmal am Tage.— Technisches. b. Die Geschichte der Farbenindustrie im neun- zehnten Jahrhundert behandelte der Centcnarvortrag. den Professor Witt am 31. Januar in der llrania hielt. Das Färbe» mit sogenannten n a t ü r l i ch e n F a r b st o f f e n, die von Tieren und Pflanzen gewonnen werden, ist uralt: wir erinnern nur an die aus der Purpurschnecke beruhende Purpurfärberei der alten Phönicicr, und an die Kreppfärberei der alten Aeghpter, bei welcher der auS der Krepppflanze gewomiene Farbstoff verwendet wurde. Die Industrie der Farbcndroguen entwickelte sich außerordentlich, und im Anfang deS 13. Jahrhunderts war die Menschheit im Besitze sehr vieler, teils hcimi- scher, teil überseeischer Farbstoffe. Aber der Farbcnglanz und die Farben- Pracht, von denen die Feste jener Zeit glänzte», würde» uns heute nicht arniselig erscheinen. In der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts vollzog' sich in der Farbenindnstrie eine llmivälzung und eine Ent- Wicklung, die zu den größten Errungenschaften des menschlichen Geistes gehört. Diese Entwicklung ging von der Erforschung eiueS schwarzen, schmutzige» Stoffes ans. deii man bei der Bereitung von Leuchtgas als Nebenprodukt erhält, und zwar als ein lästiges Nebenprodukt, mit dem man viele Jahre lang nichts anzufangen wußte. Wenn wir Steinkohle in einer Retorte erhitzen, so eutwickcln sich aus ihr Gase und Dämpfe, die wir durch Ablühlung von einander trennen können. Die Gase, ivelche sich nicht verdichten, liefern daS Leuchtgas, während die Dämpfe sich zu dem schwarzen dickflüssigen Teer verdichten. Dieser unscheinbare Stoff ist der AuS- gangspunkt für die reiche Farbenpracht, mit der nnS das 13. Jahr- hundert in seiner zweiten Hälfte beschenkt hat. Durch die nähere Untersuchung dieses in Bezug auf seinen cheiuischen Aufbau sehr komplizierte» Körpers wurde man auf einen gewissen Znsaminenhang zwischen ihm und dem pflanzlichen Farbstoff Indigo, dein vorzüglichsten aller Farbstoffe, hingewiesen. I» rascher Folge wurden eine große Slcihc Farbstoffe aus dein Teer entwickelt: die Gnmdlage der ersten bildete das A n i l i n. ein farbloses Oel. weshalb diese Farbstoffe gewöhnlich Anilin- Farbstoffe genanut werden, obtvohl bei vielen nicht mehr Anilin die Grundlage ist. Wir können hier nicht näher auf die Bereitung der Farben, ja nicht einmal auf die Andeutungen eingehe», die Prof. Witt davon gab. Wir wollen nur noch ganz kurz ein Problem erwähnen, daS vor dem Ende deS Jahrhunderts gelöst ivorden ist. das Indigo- Problem. Es handelte sich hierbei liicht, wie bei andern Probleme» der Farbenindnstrie, darum, natürliche Farbstoffe durch besser wirkende künstliche zu ersetzen. Denn der Indigo ist gc- wissermaßen selbst schon ein chemisches Präparat, das aus dem Saft der Indigopflanzen abgeschieden wird und den Farbstoff kou- zentriert enthält. Der schlechteste Indigo enthält 20 Proz., der beste bis zn 80 Proz. reinen Indigo, und die Bcmicnguugcn sind meist erdiger Art. die beim Färbeprozeß nur Ivenig stören. Auch sonst ist der Indigo ausgezeichnet durch Frische. Echtheit der Färbung, über- Haupt durch alle guten Eigenschaften eincS Farbstoffs. Das Indigo- Problem kann daher nur für gelöst erklärt werden, wenn eö gelingt, den Indigo synthetisch aus seinen Bestandteilen aufzubauen. Schon vor 2V Jahren gelang dies nach jahrelangen Versuchen Baeher in München. Aber seine Methoden waren so kostspielig, daß der Pflanzenindigo dadurch leinen Konkurrenten erhielt. Aber im Jahre 1837 konnte unerwartet und überraschenderweise die badische Anilin- und Sodafabrik die Mitteilung»rächen, daß eS ihr gelungen sei, reinen Indigo billig herzustellen, und seitdem ist derselbe auch thatsächlich in den Handel gebracht Ivorden. Ob er den Pflanzen- tndigo verdrängen wird, läßt sich nicht voraussagen! aber so viel ist .jetzt schon sicher, daß er sich neben diesem ein großes Feld erobern wird.— Humoristisches. — S a l o m o n i s ch e s U r t e i l. In einer Weinstube sitzt ein junger Elegant, der seine Schnurrbartspitzen bis zur Höhe der Augen- lider„hinaufgelvichst" hat. Von zwei an einem entfernten Tische sitzenden Herren findet einer die Barttracht des GasleS geschmackvoll, während der andre nicht dieser Ansicht ist.— Die Meinungs- Verschiedenheiten arten schließlich in einen heftigen Worttvechsel auS; man ruft endlich den erfahrenen Wirt, um seine Ansicht zu hören. „Aber meine Herren/ bemerkt dieser,„wie können Sie sich nur wegen einer solchen Lappalie aufregen, das ist ja ein Streit u m des 51 a i s e r S B a r t l"— — Sieht ihm ähnlich. Ein Bankier schenkt seinem Pro- knristen zn dessen 23 jährigem GefchäftSjubilämu nichts weiter als seine Photographie. Als dieser, ob der Größe der Gabe etivaS indigniert, schweigt, fragt ihn der Ehest»Run, Ivie gefällt eS Ihnen?" —„Es sieht Ihnen ganz ähnlich/— — A u l„Haben Sie schon gehört, daß die Fran von Martens täglich mindestens einen Liter Kölnisches Wasser trinkt?" „Nicht möglich l" „Freilich— sie lebt ja in Köln/— („Jugend".) Notizen. — Die Direktion de? neuen S ta d t th e a t e r S in Köln ist dem bisherige» Leiter des 5tölner Stadttheaters H o f f m a n n übcrtragcil worden.— — Für die Errichtimg einer t e ch n i s ch e n H o ch s ch n l e in Breslau sind von interessierten schlesischen linternchmer-Vercüien 700 000 M. gezeichnet worden.— — Der Hamburger Bürgerschaft ist eine Vorlage zu- gegangen, wonach die zahlreichen wissenschastlicheir Anstalten Hanl- bnrgs, die bisher selbständig nebeneinander bestände», durch die Bildung eines P r o f e s s ö r c n- 5l o n b e n t s der Wissenschaft- lichcn Anstalten" znsannnengebracht werden sollen. Der Vorsitzende würde die Funktionen eines lluiversiläts-Rektors, wenn auch nickst diesen Titel habe». ES ist dies ei» weiterer wichtiger Schritt zu der geplanten Errichtung einer Universität in Hamburg.— — An der Pariser„Sorbonne" studieren: in der medizinischen Fakultät 123 Frauen, darunter 23 Französinne». 2 Deutsche und 32 Russiune», Litteratnr, Geschichte und Philosophie 200 Französinnen und 37 AnSländcrumc», NechtSwisscuschaft 7, Naturwissenschaften 33 Frauen.— t. In einem Etitwnrf zur Errichtung einer Tierärztlichen Hochschule in C h r i st i a n i a ist die Bcstiniinnng onfgcnonnnen, daß die KeiminiS der deutschen S P r a ch e iii diesem Institut obligatorisch sein soll.— c. Ein prächtiger, römischer Triumphwagen auS dem 4. Jahrhundert v. Chr. ist in einem der Grabhügel des alten Thrncicns. nicht weit von Philip popel gefunden worden. Die dazu gehörigen Mctallteile mit kleinen Broiizcsignren. alles ist erhalte». DaS Ganze wird in das Museum von' Philippopel gelangen.— — In Amerika hat sich vor kurzem nun auch eine Freie Bühne gebildet, die in New Jork. Boston und Wuflsiiiglou Auf- fühnnigeil veranstaltet. Die erste Vorstellung brachte uiiter lebhaftem Erfolg„Galcotto". An zivcitcr Stelle wird„Baumeister Solneß" folge». Daran wird sicki im»ächsteu Monat eine Ausführung von Mcix Dreher?„Drei" schließen.— — In dem OrganisaiionSstatut für die llnivcrsiiät Jena von 1791, an deren Ausarbeitung Goethe beteiligt war, wurde für Carter st rasen bestimmt: Dein Inhaftierten sollen „als Getränke nicht mehr als zwei GlaS Bier. Wasser aber in beliebiger Menge gegeben werden". Darin wird ferner das Begieße n an» einem unentbehrlichen Hanshaltmigs- gerät ohne vorhergegangenes dreimaliges„Kopf weg!"- Rufe» das erstemal mit dreitägigem Carcer. das zweitemal, wenn eS in einer Frist von 0 Monaten' geschehen ist. mit 8 Tagen Haft belegt, außerdem solle der Frevler zur Bezahlung der beschädigten Kleidungsstücke angehalten werde».— — Das„Bayrische Vaterland" erzählt folgende Schnurre: Der in RcgeuSburg erscheinende„Deutsche Hanös'chatz" hatte nnlängst empfvhle», Cylinder durch Kochen in heißem Wasser daner- haftcr zu machen. Einige Tage darauf kam eine erzürnte Postkarte mit einer Schadenscrsntzfordernng von 8 M. a». Der Schreiber derselben hatte das Experiment mit seinem C y li n d e rh u t au- gestellt.— — Von der japanischen Regierung tvurde 1393 eine E r d b e b e u k o m m i s s i o n eingesetzt, die alle auf Erdbebe» in Japan bezüglichen Thatsachen zu' sammeln hatte. Die Arbeit geht nun ihrer Vollendung entgegen! inzwischen hat Prof. Omori eine» 5katalog veröffentlicht, der Zeit, Ort und Stärke von 1823 Erdbeben aus den Jahren 416 bis 1307 angiebt und unter Benutzung von 427 verschiedenen japanischen Geschichtsbücher» und Chroniken zu- samn'.cngcstcllt ist. Die Gesamtzahl der Erdbeben. die zerstörend gewirkt haben, ist 220 i da aber die älteren Jahrbücher unvollständig sind, so kann man annehmen, daß etwa alle 2'/z Jahre in dem einen oder andern Teile Japans ein vernichtendes Erdbeben aufgetreten ist. Zmveilcn erschienen sie einzeln, doch kamen sie zn Zeiten größter Häufigkeit, die im Durchschnitt alle dreizehn bis vierzehn Jahre ein- treten� gruppenweise vor.— Die nächste Nummer deS UuterhaltungSblatteS erscheint am Sonntag, den 4. Februar._ Beramwortücher Rcoacteur: Paul Job» in Berlin. Druck und Benag von Mar Badtn« m Berlcn.