Nr. 218. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrierter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post: ZeitungsPreisliste für 1899 unter Mr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblaff. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 40 fg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derGrpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Hmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Socialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Der Anteil der Masse. I. Sonntag, den 17. September 1899. 10 984 842 11 " " " " " " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Hierdurch entstehen für die Partei mancherlei Schwierigkeiten. Mit Ausnahme Württembergs besitzt kein deutscher Staat das allgemeine gleiche und direkte Wahlrecht; die Wahlgesetze der deutschen Staaten stellen eine Sammlung der verschiedensten Anordnungen vor, die alle einen Zwed haben, die Arbeiterklasse von jeder politischen Vertretung auszuschließen. Aehnliche Verschiedenheiten und Schwierigs teiten, wie für die gesetzgebenden Körperschaften, bestehen auch für die kommunalen Vertretungen. In dem natürlichen Streben, Macht und Einfluß in diesen Vertretungskörperschaften zu erwerben, haben unsere Parteigenossen bei den Wahlen in mehreren Bundesstaaten vorübergehende Uebereinfommen mit bürgerlichen Parteien geschlossen, und diese Uebereinkommen haben in der Gesamtpartei lebhafte Diskussionen hervor gerufen. Wahrscheinlich werden sie auch auf die Tagesordnung unseres nächsten Parteitages in Hannover gesetzt werden. So z. B. die Art des Vorgehens unserer bayrischen Genoffen gelegentlich der legten Wahlen zur zweiten Kammer des bayrischen Landtages. Und da die Frage, welche Taftik die Partei unter diesen und ähnlichen Verhältnissen befolgen soll, von Tag zu Tag dringender wird, so kommt vielleicht der Parteitag von Hannover endlich dazu, eine allgemeine Verhaltungslinie festzustellen. Nun aber besaß Preußen im genannten Jahr eine erwerbs- schauen kann, während das Deutsche Reich aus sechsundzwanzig Staaten thätige Bevölkerung( mit Einschluß der Empfänger von und Kleinstaaten zusammengesezt ist, deren Größe und Bevölkerung Pensionen, Alters- und Invalidenten 2c.) von 13 588 134 Per- fehr verschieden sind und deren innere Verfassung und Gefeßgebung, Der kapitalistischen Presse hat es im letzten halben Jahr sonen; von diesen die obige Zahl der Steuerzahler abgezogen, besonders die Wahlsysteme für die gesetzgebenden Körperschaften, sich in hohem Maße unterscheiden. an Material nicht gefehlt, um ihrem gläubigen Leserkreis den bleiben 10 984 842 Personen, die nicht zur Einkommensteuer beginnenden Berfall der socialdemokratischen Partei und veranlagt waren. Woraus besteht diese Masse? Nach der ,, bölligen Bankrott" des Marrismus zu demonstrieren. Erst Berufszählung befinden sich darunter allein 835 100 im häusmußte die Bernsteinsche Broschüre zu diesem löblichen lichen Dienste thätige Dienstboten, ferner die Knechte und Zwed dienen und als diese abgenugt war, folgten in Mägde in landwirtschaftlichen und städtischen Gewerbebetrieben, bunter Reihe die tiefgelehrten Abhandlungen der Herren Aufwärterinnen, Scheuerfrauen, Waschfrauen, Näherinnen, er Weifengrün, Oppenheimer, Masaryk, Simkhowitsch usw. Indes werbsthätige Kinder( Ausläufer, Kegeljungen usw.), Altersauch deren schlagende" Beweise für das Ende der Marrschen rentner 2c. 2c. Wie hoch stellt sich im Durchschnitt das Einkommen Lehre beginnen allgemach langweilig zu werden, und so sieht sich der einzelnen dieser Gruppe? Herr May veranschlagt dasselbe die bürgerliche Presse genötigt, sich nach neuen Demonstrations- einfach auf 700 M. und multipliciert diese Summe mit der objekten umzuschauen, denn gerade jezt vor dem hannoverschen Zahl der Nichtsteuerpflichtigen. Danach stellt sich sein Ergebnis Parteitag, der doch nach ihrer Prophezeiung den Krach" folgendermaßen: bringen soll, darf sie nicht in ihrem redlichen Bemühen er- 2 603 292 Personen hatten ein Einkommen von 5937 Min. Mark Iahmen. Unter diesen Umständen ist es begreiflich, daß in 7689 Ermangelung eines Besseren einige Blätter wieder Nun geben aber die meisten Steuerpflichtigen, wie auch auf Herrn Raphael E. May zurückgreifen, der vor einiger Herr Raphael May zugesteht, ihr Einkommen zu niedrig an. Zeit eine so wunderhübsche jetzt auch im Sonderabdruck Nach Julius Wolff beträgt diese Unterschätzung bei niedrigeren erschienene Widerlegung der Marrschen„ Doktrin" in Einkommen 25-33 Proz., bei mittleren und höheren 66 bis Schmollers Jahrbuch" gebracht hat. 75 Proz. Unser verehrter Autor wehrt sich selbstverständlich Herr Raphael May ist ein sehr vielseitiger Mann, der, dagegen, daß die höheren Klassen sich im Verhältnis noch wie er jüngst in der Zukunft" bewiesen hat, nicht nur im niedriger einschätzen, wie die unteren Steuerstufen, er läßt Hamburger Zuckerhandel, sondern auch in der Kunst der nur einen allgemeinen Aufschlag von 25 Proz. gelten. DemInsinuation ganz Ansehnliches Teiftet; seine eigentliche Be- nach hatten also in Preußen: gabung liegt jedoch ohne Zweifel auf dem Gebiet der Statistik. Dafür liefert seine Mary- Vernichtung den vollgültigsten Beweis. Eine angenehme Aufgabe ist es gerade nicht, Herrn May auf Trotz der geradezu lächerlichen Ausstattung der Nichtseinen statistischen Exkursionen zu folgen; ba aber seine steuerpflichtigen mit einem Durchschnittseinkommen von 700 m. Leistung nicht nur von der Unternehmerpresse, sondern auch und des entschieden zu niedrigen Zuschlages von 25 Proz. bon wissenschaftlichen Zeitschriften ernst genommen wird, ist zeigt sich also, daß ein Fünftel der preußischen Bevölkerung, eine kurze Nachprüfung seiner Rechenkunststückchen nicht zu wenn nicht zwei Drittel so doch die Hälfte des Gesamt- Ein umgehen. Zeigt sie doch, was man alles in gewissen Streisen fommens bezieht. Und man braucht nur die lächerliche für erlaubt hält, sobald es sich darum handelt, dem Socialis- Biffer von 700 Mark auf die zweifellos richtigere von 450 mus eins auszuwischen. oder 400 zu ermäßigen, um selbst für Preußen Mary' Annahme Aus dieser Haltung der Partei folgt, daß sie überall, wo sie zu Herr May legt seinen Ausführungen eine Aeußerung bestätigt zu finden. Ergiebt sich doch aus Herrn Mays eigener schwach ist, aus eigenen Sträften zu handeln, den nächſtstehenden von Marr zu Grunde, die sich in einer am 26. Juni 1865 Berechnung( 5.33) für die Versicherten der Alters- und Invaliden- bürgerlichen Kandidaten wählt, um den gefährlichsten Feind aus dem von diesem vor dem Generalrat der Internationale gehaltenen versicherung nur ein Durchschnittseinkommen von 602,25 M. Eine ähnliche Taktik wird sie überall befolgen müssen, wo ste an Parlament zu entfernen. Unter zwei leben wählt fie das kleinere. Rede findet. Diese Aeußerung lautet( Neue Zeit", XVI. Jahr obgleich Herr May sich die sonderbare Storrektur gestattet, für einem Wahlkampf teilnimmt, bei welchem der Wahlmodus ihr weniger gang II, S. 9):„ Wenn Ihr bedenkt, daß zwei Drittel der die vierte Lohntlasse statt 960 M. einfach 1000 M. in Anfat günstig ist. nationalen Produktion von einem Fünftel der Bevölkerung zu bringen, und ebenso das Einkommen aller zu den Knapp- Die Socialdemokratie hat zwei verschiedene Aufgaben. Ihre berbraucht werden ein Mitglied des Hauses der Gemeinen fonstatierte jüngst, daß es nur ein Siebentel der Bevölkerung schafts- und Eisenbahukassen Zahlenden mit 1000 M. ein hauptsächlichste ist die Verwirklichung ihres Programms, die Verzustellen, wandlung der gegenwärtigen Gesellschaftsorganisation in die wäre so werdet Ihr begreifen, welch ungeheurer Bruchteil der Indes das hieße ja Mary' Meinung bestätigen und Herr socialistische. Um für dieses Programm Anhänger zu gewinnen, nationalen Produktion in der Form von Lurusartikeln her may beabsichtigt doch, Marr zu widerlegen. Die Rechnung muß sie überall, wo sich Gelegenheit bietet, Propaganda machen. gestellt oder für Luxusartikel ausgetauscht, und welch' un- muß also anders aufgemacht werden. Zu diesem an nimmt." 2 603 292 Personen ein Einkommen von 7421 Millionen M. 10 984 824 7689 " " " " " " " die Bartei in allen Kreisen, wo sie Anhänger hat, Kandidaten auf. Für die Reichstagswahlen ist die Lage sehr einfach. Hier stellt Wenn unsere Kandidaturen beim zweiten Wahlgang ausfallen, so giebt die Partei ihre Stimmen derjenigen bürgerlichen Partei, die bereit ist, gewisse von der Partei aufgestellte Minimalforderungen zu unterstützen. Diese Taktik ist trog gewisser Schwankungen befolgt worden, die eintraten, weil die Haltung der nächstſtehenden bürgerlichen Parteien deren man beschloß, bei der Stichwahl zwischen mehreren bürgerlichen bei wichtigen Fragen eine Erregung hervorgerufen hatte, infolge Kandidaten sich der Abstimmung zu enthalten. Wenn es aber zum Kampfe tam, so siegte stets der praktische Verstand über die Empfindlichkeit und Bedenken. * * 牽 geheure Menge selbst notwendiger Lebensmittel auf Lataien, gestrebten Zweck unterschiebt unser Herr Verfasser zunächst nächste Aufgabe die Erweiterung und die möglichst günstige Ge Um aber dieses Endziel zu erreichen, muß die Partei als ihre Pferde, Kazen usw. verschwendet werden muß eine Ver- furzweg Marr, daß dieser unter dem Verbrauch des Kapitalisten staltung ihres Kampffeldes ansehen. Hierzu bedarf sie socialer geudung, von der wir aus Erfahrung wissen, daß sie nur dessen individuellen Stonsum und den der von ihm unter Reformen, welche die Arbeiterklasse aktionsfähiger und in ihrem stets mit dem Steigen der Lebensmittelpreise erheblich ab- haltenen Familienmitglieder begreift. Solche Unterstellung Stampf gegen die unterdrückenden ökonomischen Kräfte der kapitawiderspricht nun allerdings direkt Mary' Ausführung; denn dieser listischen Ordnung widerstandsfähiger machen; ebenso bedarf sie Marr sucht in der betreffenden Rede den Einfluß der will zeigen, daß der Arbeiter von der„ nationalen Produktion" politischer Rechte und Freiheiten, um mit größerer Straft für die Lohnveränderungen auf die Profitrate klar zu machen. Die oder, wie er weiter unten sagt, der„ Gesamtmasse der Produktion" sociale Sebung der Arbeiterklasse und die Eroberung der politischen vorstehende Aeußerung dient nur dazu, zu veranschaulichen, bloß einen Bruchteil konsumiert und deshalb, wenn wirt- Macht tämpfen zu können. daß nur ein Teil der nationalen Produktion aus„ notwendigen lich die Lohnsteigerung zu einer entsprechenden Preiserhöhung dem Boden der gegenwärtigen Gesellschaft von bürgerlichen Parteien Coweit unsere Bemühungen hinsichtlich der Verbesserungen auf Lebensmitteln", ein anderer aus Lurusartikeln 2c. besteht, der Waren führt, auch nur einen Teil dieser Erhöhung in unterstützt werden, haben wir keinen Grund, ihre Hilfe zurückzuderen Preise nicht durch eine allgemeine Steigerung der Lohn den konsumierten Waren bezahlt. Worin der Anteil des weisen. Wir müssen es sogar als unsere Pflicht betrachten, die fäße in gleichem Maße erhöht werden, wie die Marktpreise Stapitalisten an der Konsumtion besteht, ob in Lebensmitteln, bürgerlichen Parteien anzustacheln, uns bei diesen Anstrengungen zu der notwendigen Lebensmittel. Gegenüber der Theorie, daß Pferden, Jagdhunden, Villen oder in neuen Maschinen für unterſtügen. eine Lohnsteigerung den Arbeitern nichts nützt, da der Preis ihrer seine Fabrit, ist ganz gleichgültig, ebenso auch, ob er einen Wenn es sich nicht darum handelt, Fortschritte zu machen, Verbrauchsartikel in gleicher Weise steigt, sucht nämlich Mary Teil seines Einkommens einem anderen Kapitalisten sondern Rückschritte zu verhindern, so ist die Partei im so mehr in hervorzuheben, daß erstens nur ein Teil der Produktion aus oder einer Aktiengesellschaft vorstreckt, und diese dafür ihrem eigenen Interesse verpflichtet, Seite an Seite mit den Lebensmitteln besteht, die der Arbeiter konsumiert, und daß Betriebseinrichtungen anschafft. Jedoch für Herrn Mays versuche kämpfen. Dies erscheint so selbstverständlich, daß darüber bürgerlichen Parteien zu marschieren, die gegen diese Rückschrittszweitens selbst von diesem Teil außer Arbeiter und Unter- Absicht ist nun mal solche Unterschiebung nötig. zieht nehmer noch viele Konsumenten zehren, die nicht produktiv deshalb nur den Verbrauch des Kapitalisten für sich gar nicht zu diskutieren ist. Diese Saltung zwingen uns die Taktik und und der Selbsterhaltungstrieb zugleich auf. thätig sind, sondern nur zur Bedienung resp. Bequemlichkeit seinen Hausstand in Betracht und unterstellt dann weiter, um Dieselbe Taktik muß bei allen Verhältnissen gelten, bei denen es der Kapitalisten existieren, z. B. Lakaien, Pferde, Kazen usw. einen recht hohen Prozentsaz sogenannter Ersparnisse von dem sich um das Recht, die Gerechtigkeit und die Menschlichkeit handelt. Herr May stellt diese rein nebensächliche Bemerkung als Einkommen der Höherbesteuerten abziehen zu können, daß Gewiß, wir sind eine proletarische Partei, welche Klassenpolitik einen bon Marg ,, eingenommenen Standpunkt" hin und macht sich alle Erwerbsthätigen, die nicht mindestens 3000 bezw. 3750 W. treiben muß, aber die Socialdemokratie ist gleichzeitig die nun allen Ernstes auf den nächsten Seiten seiner Schrift verdienen, nur selten sparen, jo daß fast die ganze Stapital bridung, denn sie fämpft für die Freiheit und die Gerechtigkeit Stapital- artei aller Opfer des Unglücks und der Unterdaran, nachzuweisen, daß es in England gar nicht so sehr zunahme von den oberen Dreihunderttausend erspart werden brückung, denn sie kämpft für die Freiheit und die Gerechtigkeit zu Gunster alles dessen, was Menschenantlig trägt. Wo immer viele Lakaien giebt, ohne zu bemerken, daß Mary diesen Aus muß. Sonst wird von den Geistesverwandten des Herrn ungerechtigkeit und Mißbrauch der Gewalt sich zeigt, muß die druck ironisch für das gesamte, in vornehmen Häusern vor. May bei allen möglichen Gelegenheiten erklärt, daß selbst der Socialdemokratie zum Stampfe bereit sein. Dazu ist sie nicht nur handene Dienstpersonal gebraucht. Doch halten wir uns mit gewöhnliche Arbeiter sich ein fleines Kapital ersparen tann; durch ihr Programm gezwungen, sondern auch durch rein taktische folchen Einfältigkeiten nicht auf. Die Hauptunrichtigkeit, die hier, wo es zu dem verfolgten Zwed paßt, fann mit einem Erwägungen; denn ein solches Eintreten für das Recht und die Herr May an Marr' Sätzen zu rügen findet, besteht in dessen male selbst derjenige, der 3000 oder 3750 m. verdient, nichts Gerechtigkeit kann zahlreiche Gegner neutral machen und sogar für Annahme, daß zwei Drittel der Gesamtproduktion Englands zurücklegen. die Partei gewinnen. von einem Fünftel der Bevölkerung verbraucht werden. Bebel über den französischen Parteistreit. Werte Genoffen! I. * # Mary' Ausspruch bezieht sich auf England. Herr May So mußte jeder Socialist von dem Augenblick an, in welchem man die Gewißheit hatte, daß Dreyfus unschuldig verurteilt sucht seine Unrichtigkeit durch die preußischen Einkommenswar, schon einfach vom rein menschlichen Standpunkt aus für verhältnisse zu erweisen. Das ist natürlich Unfinu. Jeder die Revision des Prozesses eintreten. Als aber durch weiß, daß schon in den sechziger Jahren die industrielle EntDie Petite République" veröffentlicht jetzt ausführlich die eine Verkettung der verschiedensten Umstände der Prozeß wickelung Englands, die Konzentration des Kapitals, der Antwort Bebels auf die beiden an ihn gestellten Fragen: Dreyfus ein Ereignis ersten Ranges wurde, hinter welchem große Gegensatz zwischen Arm und Reich, viel weiter vorgeschritten und mächtige Parteien ihre gegen das Volk gerichteten Pläne vermar, als selbst heute in einem großen Teil Preußens, bargen, die auf nichts Geringeres abzielten, als den Sturz der dessen östliche Provinzen, abgesehen von Schlesien, nur erst Die Fragen, die Sie an uns stellen, beschäftigen die Genossen republikanischen Verfassung, da war es für die socialistische Partei die Anfänge einer großindustriellen Produktion kennen. aller Länder lebhaft. eine Pflicht, für Dreyfus mit allen Mitteln und allen Kräften, über Indes, wollen wir Herrn Mays Rechenkünstlereien fennen In Deutschland befinden wir uns seit langen in ähnlichen die sie verfügte, in ihrer Eigenschaft als Partei einlernen, müssen wir diesen Einwand vorläufig beiseite Diskussionen, wie sie jetzt in Frankreich stattfinden, doch mit dem zutreten. Trotz Dreyfus wurde seine Sache die Sache der Gerechtig= stellen und ihm folgen. Von den 1895/96 vorhandenen Unterschied, daß wir in Deutschland eine einheitliche socialistische keit und der bürgerlichen Freiheit. Partei bilden, die mit größerer Leichtigkeit die Meinungsverschieden30 812 583 Einwohnern Preußens, so führt er aus, ver- heiten überwindet, die sich in ihrem Schoße erheben, während unsere steuerten 2 603 292 physische Personen ein Gesamt- Einkommen französischen Genossen noch in mehrere Fraktionen gespalten sind, von 5937 Millionen Warf, und zwar hatten wodurch eine lebereinstimmung schwieriger herzustellen ist. 2 278 998 Personen ein Einkommen von 900-3000 m. über 3000 m. 324 294 Aber andererseits habt Ihr vor uns den Vorteil, in einem einheitlichen Staate zu leben, wo man mit einem Blick die Situation über Ich verhehle nicht, daß die ungeheure Mehrheit der deutschent Genossen nicht hat begreifen können und auch jetzt noch nicht begreift, wie die französische socialistische Partei in der Dreyfus- Affaire sich hat spalten können. Hätte sich der Fall Dreyfus mit allen seinen Folgen anstatt in Frankreich in Deutschland er eignet, so wäre zu Gunsten Dreyfus zweifellos die Gesamtheit der deutschen Socialdemokratie, mit Liebknecht an der Spige, eingetreten. Warum soll es sich hierin in Frankreich anders verhalten als in Deutschland? Das verstehe ich nicht. Ich antworte also auf die erste Ihrer Fragen mit einem" a". II. Die zweite Frage ist nicht so einfach. oder den deutschen Einzelstaaten kann sie nicht auftauchen. Dort " " Politische Mebericht. Berlin, den 16. September. Froschmäusekrieg. " " Ein Unternehmer- Ideal. Wir raten allen Unternehmern, die sich über Unbotmäßigkeit der Arbeiter beklagen, flugs nach uckenwalde, dem industriereichen Städtchen an der Nuthe, zu pilgern. Von verwaltung zu Luckenwalde ein Strafmandat folgenden erbaulichen Wortlauts: Der Krieg zwischen den agrarischen Mäusen und den Dort werden sie eine Polizeibehörde finden, die ihre heißeste offiziösen Fröschen geht weiter. Hatte gestern die ministerielle Sehnsucht nach Arbeitertruk zu stillen vermag, die vielleicht Berliner Korrespondenz" die journalistische Vertretung des felbst ein Zuchthausgesetz überflüssig zu machen versteht. Die Frage, ob ein Socialist in eine bürgerliche Regierung ein- Bundes der Landwirte angequatt, nachdem sie den Bund selbst In Luckenwalde, so wird uns berichtet, legten die Cigarrentreten kann, taun nur in solchen Staaten in Erwägung gezogen in schleimiger Höflichkeit eine große und bedeutsame Ver- macher der Fabrik des Herrn Vogel die Arbeit nieder, um werden, die, wie die Schweiz, reine Demokratien find, oder in Staaten einigung" genannt, so pfeifen heute die ergrimmten Mäuse einen höheren Lohn zu erringen, da sie bei einer täglichen mit parlamentarischer Regierung, in denen also das Staatsoberhaupt eine gar schrille Entgegnung. Der Deutschen Tageszeitung" Arbeitszeit von 12 Stunden nur einen Verdienst von 12 bis stets gezwungen iſt, ſeine Minister aus der angenblicklichen Majorität scheint es, als ob in der Redaktion der offiziellen Korrespondenz 15 M. pro Woche erzielten. des Parlaments zu nehmen. In Staaten, wie dem Deutschen Reich augenblicklich nur untergeordnete Sträfte thätig seien." hre Einer der Streifenden erhielt nun von der Polizeiüberwiegt trotz der parlamentarischen Boltsvertretung nach der Wille Auslaffungen müßten allgemeine Heiterfeit erregen. des cegierenden Fürsten, der seine Minister nach seinem Gutdinten uns zu verlangen, daß wir diese Auslese ernst nehmen, wählt, ohne der parlamentarischen Mehrheit Rechnung zu tragen. würde lächerlich sein": Nehmen wir nun den Fall an, daß in einem parlamentarischen Staate eine socialistische Majorität in der Kammer vorhanden ist. Dann würden die Socialisten natürlich verpflichtet sein, die Regierungsgewalt zu ergreifen. Es wäre ihre Pflicht, die Gewalt im Sinne der Mehrheit des Bolles, das sie hinter sich hätten, zu handhaben und den Staat und die Gesellschaft in diesem Sinne umzuformen. Aber die Frage stellt sich etwas anders dar: Ein Socialist tritt in ein Ministerium ein, dessen große Mehrheit die Vertretung hent bürgerlicher Parteien ist, weil die Mehrheit des Parlaments wesentlich aus diesen Parteien zusammengesett ist. Eine Regierung muß im Princip aus gleichartigen Elementen zusammengesetzt sein, oder sie ist keine Regierung. Eine Regierung, die in allen wichtigen Fragen gespalten ist, fann nicht lange regieren. Ein socialistischer Minister, von dem seine Parteigenossen verlangen müssen, daß er nach seinen eigenen Ueberzeugungen handelt, wird gewaltsam in einen Konflikt mit seinen Kollegen kommen und wird außer kleinen Reformen, die er in seinem Verwaltungszweig durch zuführen im stande sein wird, nichts Wesentliches erreichen können. Bei allen ernsthaften Fragen wird er mit seinen Kollegen auf be= ständigem Kriegsfuß stehen. Aus diesen Gründen wird ein Socialist in einem bürgerlichen Ministerium weder Kriegsminister noch Marineminister, noch Kultusminister, noch Minister des Innern, noch Minister des Aeußern werden können. Man wird ihm die Stelle geben, in der er am wenigsten schädlich sein wird. * Hierzu kommt eine andere Ueberlegung. Eine Partei, die einen Minister in der Regierung hat, ist in Bezug auf die Gesamtheit dieser Regierung gebunden. Unmöglich kann sie sich darauf beschränken, einzig den Minister, der sie vertritt, zu unterstüßen, und gegen die anderen in ihrer oppositionellen Haltung zu verharren, so daß sie eines schönen Tages durch ihre Abstimmung dazu beiträgt, die Regierung zu stürzen, an der eines ihrer Mitglieder teilninunt. Wenn die Partei also ihre principielle Haltung als Vertreterin des bewußten Proletariats bewahrt, so folgt daraus, daß sie die Schwierigkeiten für das von ihr in die Regierung entsandte Mitglied vermehrt. In dem Falle, daß dieser sich mit seinen Kollegen solidarisch erklärt, wird jie sogar gezwungen sein, gegen ihn zu stimmen. Mit einem Wort, der socialistische Minister wird sich am frühesten gezwungen sehen, seinen Platz zu verlassen. Die Schönheiten und der Glanz der Regierung werden also bald ihr Ende gefunden haben. Oder aber die Partei unterstützt die Regierung dem Socialisten zuliebe, der an ihr teilnimmt, dann begeht sie einen Verrat an ihren Grundsägen, ruft Verwirrung und Spaltung in ihren eigenen Reihen hervor und zerstört sich selbst. Die Frage würde sich unter einem etwas anderen Gesichtspunkte darstellen, wenn die Mehrheit des Parlaments aus Socia listen und bürgerlichen Radikalen zusammengesetzt wäre, die geneigt wären, Hand in Hand zu gehen, um die Forderungen, die wir au den gegenwärtigen Staat und die gegenwärtige Gesellschaft stellen zu erfüllen, Aber eine solche radikale Partei existiert weder in Frankreich noch anderswo, und folglich haben wir uns mit dieser Eventualität nicht zu beschäftigen. Das gilt um so mehr, als es Thatsache ist, daß die bürgerlichen Radikalen überall um so reaktionärer werden, je mächtiger die Socialdemokratie wird. Schließlich kann man sich noch folgenden Fall vorstellen. Gin Ministerium bildet sich zur Lösung einer besonderen Aufgabe, wie das gegenwärtige Ministerium, an welchem der Genosse Miderand teilnimmt, dessen Aufgabe bekanntlich darin besteht, die Dreyfus Affaire nach der Gerechtigkeit und dem Gesetz zu Ende zu führen. Man muß anerkennen, daß die Frage sich in diesem Fall ein wenig anders darstellt. Aber hätte derselbe Zweck nicht erreicht werden können, ohne daß Millerand ins Ministerium eintrat? Wenn rung unterstützen, die verspricht, dafür einzutreten, daß der Gered tigkeit und dem Gesetz in der Affaire Dreyfus Achtung verschafft wird, so wäre das gewünschte Resultat vollständig erreicht. * Gewiß ist es eine schöne und gute Sache, daß Millerand durch die Reformen, die er in seinem Verwaltungszweig durchgeführt hat, den bürgerlichen Parteien bewiesen hat, daß ein Socialist regieren kann, und zwar besser, als sie; aber der Schaden, welcher der Partei durch die Diskussionen zugefügt ist, die auf seinen Eintritt in das Ministerium folgten, scheint uns größer, als die Vorteile, die man daraus ziehen kann. Steinesfalls hätte er sein Portefeuille ohne die Zustimmung der Partei annehmen dürfen. * Wie soll man sich nun dem Eintritt eines Socialisten in die Regierung eines demokratischen Staates gegenüberstellen? In der deutschen socialistischen Presse hat man gelegentlich des Falles Millerand darauf hingewiesen, daß unsere Schweizer Genossen schon das Beispiel gegeben haben, indem sie die Macht annahmen, und daß bis jetzt hiergegen kein Widerspruch laut geworden ist. Zu den Regierungen der, Kantone Genf und Zürich fizzt je ein Socialist. Warum soll man also das, was man in Genf und Zürich natürlich findet, in Paris für unangebracht halten? Daß die Maßnahmen der Regierung das monarchische Gefühl und das Anschen der Staatsregierung geschädigt haben, ist auch weiter nichts als eine offenkundige Thatsache. Wenn die Herren von der Berliner Korrespondenz" von dieser Thatsache nichts Der" Berliner wissen, so befunden sie wiederum, wie schlecht sie unterrichtet sind. Zu unserm tiefen Bedauern hat das Vorgehen der Regierung thatfächlich diese Schädigung zur Folge gehabt, die abzuwehren und abzuschwächen unsere Aufgabe ist. Der Vorwurf, daß die Bundesleitung fast meitenes die Absicht gehabt habe, die vorhandene ErJ.- N: I 3741. In der der Gewerbe Streitfache des Cigarrenfabrikanten R. Vogel wider Sie wird Ihnen, nachdem Sie zur Wieder aufnahme und Fortsetzung der Arbeit auf 14 Tage berurteilt sind, hiermit aufgegeben, die Arbeit bei dem Kläger Vogel innerhalb zwei Tagen wieder aufzunehmen und 14 Tage noch fortzusehen, und zwar bei Vermeidung einer Geldstrafe von 20 M., an deren Stelle im Falle des Unvermögens eine Haft von 1 Woche tritt. Polizei- Amtssiegel. i. B. ( Unterschrift unleserlich.) D regung fünstlich zu steigern, ist geradezu unerhört. Die Bundesleitung und wir haben genügend zu thun, die natürliche Erregung, die im Lande draußen herrscht, zu beruhigen.... Daß durch solche Der betroffene junge Arbeiter ließ sich aus UnerfahrenAuslaffungen, wenn sie der Regierung zugeschrieben werden, die Erregung gesteigert werden müßte, ist selbstverständlich. Wir heit infolge dieses Strafmandates zur Wiederaufnahme der bitten aber unsere Freunde im Lande, sich auch dadurch nicht Arbeit herbei. Wurde ihm doch bedeutet, daß schon im verbittern zu lassen, sondern zunächst in der Auslaffung Jahre 1890, als die Hutmacher in Luckenwalde streiften, die der„ Korrespondenz" nur eine maßlos ungeschickte Aus: Polizeiverwaltung kontraktbrüchige Arbeiter durch Androhung führung eines misverstandenen Auftrages zu sehen. von Strafe und Pfändung in die Arbeit zurückgezwungen Nicht anders als drollig fann die Schlußbemertung habe; dagegen lasse sich nichts machen. Fabrikant Vogel der„ Korrespondenz" wirken, wenn sie der Ueberzeugung Aus- aber, fühn geworden durch den Polizeischutz, drohte dem bruck giebt, daß die weitaus größte Mehrzahl der Angehörigen des Bundes der Landwirte mit ihr zusammen das Arbeiter, wenn er nicht sehr fleißig fet, fo Auftreten des Bundes organs verurteilen würden. Die Herren werde er ihn noch extra mit zwanzig Mart scheinen zu träumen. Allerdings ist der fragliche Artikel bestrafen lassen! der„ Korr. d. Bundes d. Landwirte" verurteilt worden, aber Das sind reizvolle Zustände, die den Neid der Rapitalediglich deshalb, weil er viel zu wenig scharf gewesen sei. listen allerorten entfachen werden. Wagen die Arbeiter im Sollte die offiziöse„ Korrespondenz" mit ihrer findlich ungeschickten Kampfe gegen allzu ausbeuterische Unternehmer vom KonAuslassung vielleicht den Zweck verfolgen, uns zu schärferen aus traft zurückzutreten, so sollen sie nicht nur gleich dem norlaffungen herauszuloden, so wird dieser Zweck nicht erreicht malen Schuldner civilrechtlich belangt werden, sollen vielmehr werden. Die Stimmung, die uns angesichts dieser neuesten offiziösen Blüte beherrscht, ist lediglich die des Mitleids mit bei Strafe an Geld und Körper dem Unternehmer zwangsder Regierung und mit dem Ungeschide ihrer Breßvertreter." weise überantwortet werden. Die gewerblichen Arbeiter sollen Man sieht, der Bund der Landwirte fühlt" sich in seiner unter das Gesinde- Unrecht gebeugt werden. oppositionellen Rolle. Auch die Kreuzzeitung" weist die Dieser Patriarchalismus ist zwar noch nicht von Gesetzes ministerielle Auslassung schroff zurück: wegen errichtet, aber eine Polizeibehörde muß nicht wissen, was im Lande Gesetzes ist, wenn ihre Unwissenheit dem Fabrikherrn gefällt. Der füdafrikanische Konflikt. " sist Wir verstehen es nicht, wie die„ Berliner Korrespondenz" dazu kommt, die Form jener Ausführung zu bemängeln. Am allerwenigsten trifft eine derartige Bemängelung für die von dem offiziösen Organe besonders, hervorgehobenen Stellen zu. In der That haben sehr besonnene und streng konservative Männer die Auffassung, daß die Maßregelungen mit der Verfassung im Wider- Unser Londoner Korrespondent schreibt vom 14. b. M.: spruche stehen. Dieser Auffassung hat auch die„ Korr. des V. der Seit der Wortlaut der als energisch" angekündigten Depesche Landw." in einer ruhigen und keineswegs verlegenden und gehässigen an die Transvaal- Regierung bekannt geworden ist, beurteilt die Form Ausdruck gegeben. Auch von denjenigen Säßen des an hiesige Bresse fast ausnahmslos die Situation als hoff. gegriffenen Artikels, in denen bolt der Schädigung des nungsvoll. Ich nehme an, daß der Vorwärts" die Depesche monarchischen Gefühls gesprochen wird, kann man billigerweise bereits mitgeteilt hat, und unterlasse es daher, auf seine nicht behaupten, daß ihre Form eine verlegende und gehässige Einzelheiten genauer einzugehen. einzugehen. Zusammengefaßt besagt fei. Den der Regierung nabestehenden Organen wird es gewiß sie, daß die britische Regierung nunmehr nur noch das niemand verwehren, daß sie gegnerische Darstellungen sachlich be- lezte, höchste Angebot der Transvaalregierung in der Stimmrechtskämpfen und verleßende Schärfen des Tones gebührend zurüd Frage als acceptabel bezeichnet, dagegen die daran geknüpfte Be weisen. Sie werden aber gut thun, sich einer übertriebenen dingung Anerkennung der internationalen Souveränität des Empfindlichkeit zu enthalten und nicht in jeder ihnen nu Transvaal zurückweist. Dafür wird aber die von dem Transvaal bequemen Meinungsänßerung eine Beleidigung der Staats: erstrebte Bildung eines Schiedsgerichts, dem fortan alle Streitig regierung zu erblicken. teiten zwischen der englischen Regierung und der Regierung in Pretoria überwiesen werden sollen, als die unmittelbare Folge der Annahme jener Wahlrechtserweiterung in Ausdrücken zugegeben, welche dem Selbstgefühl der Boeren- Regierung eine Art Genugthung gewähren. Ueberhaupt ist der Ton der Depesche als gemäßigt zu bezeichnet. Diefe fonservative Mahnung an die Regierungsorgane, sich einer übertriebenen Empfindlichkeit zu enthalten und nicht gleich in jeder unbequemen Stritit eine Beleidigung zu sehen, wirft von dieser Seite verblüffend. Hat die Streuz- Zeitung" nicht erst das Disziplinarverfahren gegen Prof. Delbrück lebDie Blätter, die hier die Sache der Boeren verfechten, raten der haft verteidigt, weil er in seiner Kritik die Form verletzt hat? Regierung in Pretoria an, auf die Forderungen und Vorschläge der Die Kanalrebellen wenden jetzt auch in dieser Frage die Depesche einzugehen. Selbst einer der eifrigsten Anwälte des TransArgumente der Opposition an, die unzählige Male darauf vaal, der radikale Abgeordnete Dr. Clark, der seiner Zeit Generalhingewiesen hat, daß kritisieren nicht beleidigen heißt. Lonsul für die Boeren- Republik war und Vorsitzender eines Komitees Es macht wahrlich einen unjäglich fümmerlichen Ein- für die Veranstaltung einer Friedensdemonstration im Hydepark ist, druck, wie die Regierungsorgane sich jetzt wieder auf, die bezeichnet sie einem Vertreter des Daily Chronicle" gegenüber als , billig und vernünftig". Aehnlich äußert sich das genannte Blatt Form" der Agitation zurückziehen, als ob der Stampf gegen felbst. Es meint, der Regierung in Pretoria würde es ebenso schwer die Kanalfeinde von altjüngferlich- prüden Gouvernanten ge- fallen, den Anspruch auf die Stellung eines international souveränen Teitet wird. Der Bund der Landwirte ist an sich eine schöne Staats zu begründen, wie England, die Doktrin von seiner OberEinrichtung; auch dagegen ist nichts zu sagen, daß er gegen hoheit in ihrer vollen Tragweite aufrechtzuerhalten. In der britischen den Kanal agitiert, nur darf er nicht so gräßlich grobe Worte Depesche ist von dem Anspruch auf die Oberhoheit Englands daß, sobald gebrauchen. Eine lächerliche Art, zu kämpfen: statt auf die nicht mehr die Nede, dagegen wird gesagt, das Stimmrecht Sache, auf Worte einzuhauen. Sieht denn niemand in der die Ausländer haben und damit in die Regierung die Komit eines Stampfes ein, der mit offiziösen age versetzt sind, ihre Beschwerden direkt vor der Regierung und Auslassungen wie den folgenden der Nordd. Allgem. Regierung wahrscheinlich keinen Anlaß mehr haben werde, sich zu dem Volksraad der südafrikanischen Republik zu vertreten, die englische Beitung" geführt wird: Gunsten der Abstellung solcher Beschwerden einzumischen. Das Blatt rät der Regierung in Pretoria eindringlich an, auf die Vorschläge der Depesche einzugehen. Aehnlich der radikale„ Morning Leader", " Daily News" und andere liberale und radikale Blätter. " Wenn die Kölnische Zeitung" mit Bezug auf die oben citierten Säße der Bundesforrespondenz" bereits früher bemerkt hat, daß ein politischer Beamter nicht inmitten einer Bewegung verharren dürfe, deren offizielles Organ einen solchen Ob die Boeren dem Nat folgen werden, muß natürlich ab Ton gegen die Regierung anschlägt, so fönnen wir dem nur bei- gewartet werden. Wie es scheint, sind auch die Kapholländer und pflichten. Daß politische Beamte einer Vereinigung nicht an ein Teil der Oranjeboeren für ein derartiges Kompromiß. Sind gehören können, deren Leiten des Organ eine derartige fomit die Aussichten auf eine friedliche Beilegung Auffassung gegenüber der Staatsregierung in bes konflitts entschieden günstigere geworden, so ciner programmatischen Erklärung befundet, wird von allen wird in den militärischen Vorbereitungen für die andere objektiv Urteilenden als selbstverständlich an- Möglichkeit nicht abgelassen. Fortgesetzt werden neue Abgefehen werden." sendungen von Offizieren nach Afrika und neue Mobilisierungen von Truppenteilen gemeldet. Allerdings nötigen auch Bewegungen unter den Eingeborenen zu militärischen Sicherheitsmaßregeln. Unter den Bajutus, Swasis und anderen Negerstämmen zeigen sich allerhand bedenkliche Regungen, die sowohl den englischen Ansiedlern wie den Boeren recht unangenehm werden können. Wenn man mit derlet Lufthieben gegen das Agrariertum Aber die Lage ist in Frankreich und in der Schweiz eine wesentlich verschiedene. Die schweizerischen Kantone sind bekanntlich nicht losschlägt, die der Anstandslehre eines Pensionats für höhere parlamentarisch regierte Staaten, sondern Demokratien. Die gefeß- Töchter entlehnt sind, so ist es allerdings kein Wunder, daß gebende Macht liegt beim Volte selbst oder im Stantonsrat, der die fecken Mäufe auf das Gezänt pfeifen. Ja, das nach einem durchaus demokratischen Wahlgefeße gewählt ist; in Gezänk dient den Mäufen nicht als Abschreckungs-, sondern letter Instanz entscheidet stets das Volk selbst über die Geseze, so als Ermutigungs- und Stärkungsmittel. Es stellt sich jetzt bald eine gewisse Anzahl von Wählern diese Entscheidung verlangt herans, daß die gestern erwähnte Erklärung der Bundes- Die Antwort Transvaals auf die letzte englische Note ist noch oder indem ein aus der Initiative des Volkes hervorgegangener leitung, in der von der polizeilichen Einforderung der Mit nicht bekannt. Wie nach einer Neuter- Meldung aus Kapstadt bere Gesetzesvorschlag von der Mehrheit der Bevölkerung gebilligt wird. Andrerseits giebt es in den Schweizer Kantonen teine erste gliederlisten eine warnende Mitteilung gemacht wurde, eine lautet, wird in der Antwort Transvaals auf die Depesche Chamberlains Stammer, die fantonale Regierung hat auch kein Beto, fie hat mir bloße agitatorische Finte war. Wie die„ Poſt" nämlich die Erlangung des Wahlrechts nach sieben Jahren in Vorschlag auszuführen, was das Bolt beziehentlich seine gewählten Vertreter erfährt, ist die Aufforderung schon vor mehreren Wochen ergangen, und zwar rein geschäftsmäßig, wie dies auf Grund Unter solchen Umständen verfügt die Socialdemokratie über so des Vereinsgefeßes allen Vereinen gegenüber geschieht, um viele Macht, als sie bei den Wahlen gewinnt. Wenn das von ihr zeitweise die Berichtigung der Mitglieder- Verzeichnisse herbeigewählte Regierungsmitglied die ihm gestellte Aufgabe nicht löst, so wird er nicht wieder gewählt. Die Verhältnisse in der zuführen. anderen Ländern. Ich muß daher auf die zweite Frage also antSchweiz liegen also ganz anders als in Frankreich und den worten: Ich sehe den Eintritt eines Socialisten in die Regierung eines parlamentarischen Staates als Fehler und als geeignet an, die Partei zu verivirren. Handelt es sich um das Eintreten eines Socialisten in ein Ministerium, sobald eine außerordentliche Aufgabe zu lösen ist, so soll dieser schwierige Schritt nicht unternommen werden ohne Zustimmung der Partei. Anders liegt die Frage in Demokratien, wo die Minister gewählt werden, wo also der Gewählte der Vertrauensmann der Partei ist. August BebeL gebracht. 14 Auch die„ Times" haben aus Pretoria erfahren, dem Vernehmen nach sei jedoch die Antwort negativer Natur; es werde darin erklärt, daß die südafrikanische Republik an der Konvention festhalte, daß sie von der Bestimmung der Erlangung des Wahlrechts nach sieben Jahren nicht abgehen könne, daß sie aber gewillt sei, Ratschläge zur Besserung der Lage anzunehmen. Ist das richtig, so hätte sich der Bund zu agitatorischen Zwecken einer groben Täuschung schuldig gemacht. Denn das von der Leitung des Bundes unterzeichnete Rundschreiben an die Beamten- Weitglieder giebt sich den Anschein, als ob die Bestätigen sich diese Meldungen, so würde die Situation sich Polizei eben erst um die Mitgliederliste ersucht hätte. Die wiederum fritischer gestalten. ,, Deutsche Tageszeitung" wird also mun gegenüber der „ Post" das Datum mitteilen müssen, an dem das polizeiliche Gesuch ergangen ist. 1 Southampton, 16. Eeptember. Der Dampfer„ Gaul" ist Jedenfalls zeigt es sich, daß die spaßhaften Scharfschieß- heute mit 1000 Mann und Offizieren an Bord nach Südafrika abübungen mit Knallerbfen, die von der Regierung gegen die gegangen. Agrarier unternommen werden, keine andere Wirkung haben, als das Selbstbewußtsein der Kanalfeinde zu steigern. Deutsches Reich. Fürs Zuchthaus reif ist nun nach der Versicherung der Berliner Kanonenjournalisten Krupps der Nationalliberalismus. Berliner Die Neuesten Nachrichten" lassen sich aus nationalliberalen Streifen schreiben: Gesellschaft. Bei feinem Negerstamm wäre eine gleich wahnwißige Einrichtung zum Ehrenausgleich denkbar, als diese„ Creme" unserer höchsten Civilisation." Die Neger sind eben bessere Menschen als sehr viele unserer Edelsten der Nation oder, wie das Hoforgan sagt, der„ besten Gesellschaft". Dabei halten sich die Neger streng an die Lehren ihrer Religion", was bei vielen der besseren" Gesellschaft im christlichen Deutschland ein längst überwundener Standpunkt sein soll. Die Religion ist für die Kaffern". Die Ehrentafel. Ein Fadelzug wird auch dem gemaßre gelten Landrat Dumrath in Strasburg, Westpr., dargebracht werden. Wir lehnen es ab, das große französische Bolt mit diesem ungeheuerlichen Verbrechen, oder seine tapfere Armee mit einer Handvoll Schurken zu identifizieren, die die von ihnen getragene ruhmreiche Uniform verunehrt haben. Briten! Es giebt Aber mittlerweile stirbt Dreyfus! Forderungen, welche mit Sprache und Stasse nichts zu thun haben, Mächte, die an teine Nationalität gebunden, die universell sind: Gerechtigkeit, Wahrheit, Recht. Unter Anrufung ihrer wollen wir am Sonntag an alles appellieren, was wahrhaft groß und edelmütig in den Herzen der Franzosen ist und den glänzenden Ueberlieferungen Frankreichs entspricht." „ Es ist allgemein bekannt, daß das runde„ Nein" des Herrn Baffermann keineswegs schlechtweg für die National liberalen", auch nicht für wenigstens den weitaus größten Teil der nationalliberalen Fraktion gegolten hat. Herr Bassermann selbst hat offen im Reichstage erklärt, daß ein Theil" feiner Freunde Von emigen Leuten wurde erivartet, daß der gestern in Dover für eine positive Lösung sei. Ob dieser Teil die Mehrheit oder zusammengetretene Rongreß der Britischen Gesellschaft die Minderheit der Fraktion war, blieb im unklaren. Wir haben Centrum und Kanalvorlage. Gegenüber dem bekehrten für die Pflege der Wissenschaften sich zu einer antifrüher bereits mitgeteilt, daß bei der Abstimmung über die Frage, Grafen Strachwiz bemerkt die katholische Köln. Wolfsztg.": französischen Demonstration hergeben werde. Der Verein hat dies ob die Vorlage einer Kommission zu überweisen sei, nach unsern" Jedenfalls müßte die Vorlage sehr erheblich umgestaltet aber hübsch bleiben lassen und vielmehr die Fahne der InterInformationen- eine namentliche Abstimmung hat leider werden, wenn die Hoffnung des Grafen Strachwiß sich verwirklichen nationalität der Wissenschaft hochgehalten. Der Präsident, Sir nicht stattgefunden genau die Hälfte der anwesenden soll. So lange sie mit der abgelehnten Vorlage in den Grundlinien Michael Foster, ein rühmlich bekannter Physiologe, drückte am Nationalliberalen für die Ueberweisung gewesen ist. Es übereinstimmt, ist kaum daran zu denken, daß ein erheb- Schluß einer inhaltsreichen Ansprache, in der er die Fortschritte hat danach von vornherein außer Zweifel gestanden, daß licher Teil der ablehnenden Gruppe des Centrums seinen Widerspruch der Wissenschaft im Verlaufe des nunmehr zu Ende gehenden Jahrhunderts Revue der fragliche Teil" der nationalliberalen Fraktion bei der aufgiebt." passieren ließ, Hoffnun die aus, Weiterberatung im Plenum positive Vorschläge machen, Mit Blauftift. Die Leipziger Volksztg." konstatiert, daß in daß trop mancher Hindernisse" die Pariser Ausstellung den ersten werde und wir haben Grund zu der Annahme, daß dieser Teil den stenographischen Reichstagsberichten in den jetzt an die Ab- ausgewählten Rat der Vertreter der Wissenschaft in der ganzen Welt die Mehrheit sein wird, halten sogar nicht für ausgeschlossen, geordneten verteilten gebundenen Eremplaren eine„ Korrektur" fehen möge, und hob die Tatsache hervor, daß nach einem verdaß ruhige Ueberlegung die ganze Fraktion dahin führen wird, der famosen Korrektur" vorgenommen worden ist. Ein dider selben Zeit in Boulogne tagt, so daß nur ein schmaler Streifen des einbarten Arrangement die französische Gesellschaft der Wissenschaften zur den mit der Bassermannschen Rede begangenen Fehler wieder Bla ustift strich geht durch den mittelsten Sag, so daß Ballestrem Kanals beide Zusammenkünfte trennt und sie mit der größten gut zu machen." jest sagt: Aehnliches wird dem„ Hamb. Correspondent" geschrieben: Die„ Dann ist dies etwas anderes. Dann können Sie ste in an- beraten. Diese brüderliche Zusammenkunft nehme er als ein Zeichen, Leichtigkeit zufammenkommen könnten, gemeinsam Angelegenheiten zu preußischen Nationalliberalen, denen der Kampf für den gemessener Weise erwähnen". Kanal und gegen die Nechte identisch sei, fuchten um jeden Preis zu verhindern, daß die Krone fich an anderer Zeit doch nicht wieder etwas anderes" wird. Hoffentlich hält der Blaustift in der Farbe vor, damit es mit der daß die Wissenschaftspflege, wenn sie auch in stiller Weise und von der Menge unbeobachtet arbeitet, doch unablässig für den Frieden Stelle wieder auf die Rechte stützen müsse, und wenn dieser wirke. Eine parlamentarische Erörterung über den Fall wird durch Preis die Zuchthausvorlage ist. Wie ein Kompromiß in der Zucht- diesen Blaustiftstrich natürlich nicht mit beseitigt. Beide Bemerkungen wurden mit lautem Beifall aufgenommen. hausfrage zu stande zu bringen ist, das sei den preußischen Nationalliberalen im Grunde ganz gleichgültig; es fomme ihnen nur Die Landtags: Erfahwahl in Linden bei Hannover für den Die Pest. darauf an, daß die preußischen Nationalliberalen der Krone im verstorbenen nationalliberalen Abg. Mattfeld hat an diesem SonnOporto, 15. September. Die Bevölkerung warf auf An Reichstag zu einem wenigstens teilweisen Siege der Zuchthaus- abend stattgefunden. Die Zahl der Wahlmänner beträgt 284. Im gestellte, welche eine Leiche zur Untersuchung überführten, mit vorlage verhelfen; das Gesetz muß muß ferner auf der einen November wurde Mattfeldt mit 170 gegen 97 socialdemokratische Steinen. Gendarmerie schritt ein und zerstreute die Menge. Seite möglichst scharf sein, um den Teilsieg möglichst groß Stimmen gewählt. Am Sonnabend ist der nationalliberale KanTamatave( Madagaskar) 15. September. Das Auftreten der zu machen und die Konservativen nicht vom Kompromiß aus- didat Bürgermeister Lichtenberg mit 167 gegen 93 ſocialdemokratische Beſt wurde hier amtlich festgestellt. zuschließen, auf der anderen Seite aber auch möglichst den Stimmen gewählt worden. 13 socialdemokratische Wahlmänner focialreformerischen Schein wahren, um das Centrum nicht aus- waren in der ersten Abteilung gewählt. zuschließen und auch die eigenen Parteifreunde vom Bassermannschen Darmstadt, 16. September. Der Darmstädter Zeitung" zu Flügel nicht abzuschrecken. Das ist nun freilich keine leichte Aufgabe, folge ist Oberschulrat Dettweiler in den Ruhestand verscht worden. Es ist ein trauriges Dokument der politischen Verwahrlosung. daß die ernſteſten Lebensfragen der Kultur, wie der Kampf des Proletariats um bessere Daseinsbedingungen, zum Spielball parteitattischen Herrschaftsschachers gemacht werden. Jedenfalls geht aus all diesen Aeußerungen hervor, daß die Socialdemokratie im Kampf gegen die Zuchtshausvorlage allein auf ihre eigene Kraft angewiesen ist. Auf fächsisch verurteilt. Bukarest, 16. September. Da seit 20 Tagen aus Rußland feinerlei Besifall gemeldet wird, haben die Sanitätsbehörden die Einstellung außerordentlicher Maßnahmen, die Aufhebung des Militärfordons an der russischen Grenze angeordnet und nur die Bestimmungen über eine ärztliche Untersuchung an den Einbruchsstationen ungeni, Galatz und Sulina aufrechterhalten. Schweiz. aber man will sich an ihr versuchen." Die Liberalen wollen also aus parteitaktischen Gründen für die Zuchthausvorlage eintreten; sie wollen durch diese Prostitution ihre Notarseinkünfte. Aus Elsaß Lothringen wird uns geRegierungsfähigkeit beweisen und erwerben. Die Dirnemnatur des schrieben: Anläßlich der kürzlich stattgehabten Verhandlungen im Liberalismus würde durch solch schmählichen Handel freilich aufs Landesausschuß über die Ausführung der Grundbuch- Ordnung vom Zürich, 15. September.( Eig. Ber.) Die Militärjustiz neue festgestellt, aber zugleich auch seine Dummheit. Er hat ja die März 1897 erfuhr man über die Einkünfte der reichsländischen Notare Möglichkeit, sich in jedem verlangten Grade der Schamlosigkeit an ben jogenannten Notariatszwang, dessen Anhänger Rechtspflege zu haben, die von der allgemeinen Auffassung abweicht. recht interessante Dinge. Die Verhandlung drehte scheint überall, auch in der Schweiz eine besondere Auffassung der zubieten. Der Liberalismus wird dem Junkertum nicht das sich um Regierungsmonopol entwinden. beantragt hatten, daß das Grundbuchamt die Erklärung der So wurde jüngst von dem in Alten versammelt gewesenen KriegsAuflassung mur entgegennehmen solle, wenn die nach 313 gericht der IV. Division der wegen Unterschlagung angeklagte und daß dieselbe Vorschrift auch für die Notare zu gelten habe. Zum Summe von 231 Fr. veruntreut hatte, freigesprochen, da des Bürgerlichen Gesetzbuchs erforderliche Urkunde vorgelegt werde, Lieutenant Roth von Luzern, der zum Nachteil von Refruten die Zwecke der Widerlegung der von seiten der Notare gegen die die rechtswidrige Absicht gefehlt habe". Noth hatte nämlich nachGrundbuch- Ordnung erhobenen Einwände, daß mit der Aufhebung träglich den geschädigten Refruten die Beträge wieder zurüdgezahlt. des Notariatszwanges ihre Einkünfte eine unbillige und unverhältnis Der Angeklagte habe jedoch liederlich und ordnungswidrig gehandelt, mäßig starke Einbuße erleiden müßten, wurde u. a. eine amtliche erklärte das Militärgericht weiter und sei daher disziplinarisch zu Statistit, über den Gebührenertrag der elfaz- lothringischen Notariate bestrafen. Die socialdemokratische und ihr nahestehende demokratische ins Feld geführt. Nach derselben stellte sich der niedrigste Jahres- Presse schlug Lärm über eine solche Justiz und mun erfuhr sie die ertrag eines Notariates in den vier größten Städten des Genugthumg, daß das Kaffationsgericht, an das sich der Auditeur Kaum find 14 Tage verflossen, daß die dritte Straflammer des Landes( Straßburg, Mülhausen, Metz, Colmar) auf 19 547 M., mit der Stafsationsbeschwerde gegen das freisprechende Urteil gewandt Dresdener Landgerichts unter Vorsiz des aus dem Zuchthausprozeß während der Durchschnittsertrag der Jahre 1898/99 daselbst hatte, den betrügerischen Lieutenant Roth zu 15 Monaten Gefängnis " Damit ist", bemerkt dazu die bekannten Landgerichtsdirektors Frommhold den Maurer Horter 40 959 M., der höchste Jahresertrag eines Notariates( in der Stadt und zur Degradation verurteilte. wegen einer Lappalie auf fünf Monate ins Gefängnis Mülhausen) aber nicht weniger als 101 652 M. betrug. Auch in den Züricher Poft"," der Sorte Militärjustiz, die mit unvermeidlicher schickte, und schon wieder hat dasselbe Gericht eine gleiche Verurtei- zielten die Notare Jahresbezüge aus ihrer amtlichen Thätigkeit bis das Divisionsgericht Neigung zeigte, fest an den Stragen gegangen". übrigen Kreishauptstädten und den kleineren Orten des Landes er- Konsequenz zur General stäblerei führen mußte und zu der lung ausgesprochen. über 40 000 m., und nur in verhältnismäßig wenigen Landorten Der Bundesrat hat die Nationalratswahlen auf Sonntag, Am Freitag wurde der Maurer Fallen bed wegen angeblicher faufen dieselben auf den Betrag von 3-4000 M. Gegenüber den 29. Oktober, festgesezt. einfacher Körperverletzung zu fünf Monaten Gefängnis den Jahren 1886/89 zeigten die Notariatserträgnisse der Frankreich. verurteilt. Fallenbeck war einer der Streifleiter beim Dresdener legten drei Jahre 1896/99 allenthalben eine bedeutende Paris, 16. September. Dem" Matin" zufolge beschäftigte man Maurerstreit. Er tontrollierte am 6. Juli Streit post en Steigerung, die stellenweise, und zwar gerade bei den best sich in der gestrigen Konferenz radikaler und socialistischer und traf da den polnischen Maurer Sessin in dem Moment, als dotierten Stellen, einer Verdoppelung des des früheren, ohne Deputierter mit dem Ministerpräsidenten Walded Rousseau dieser„ arbeitswillig" die Arbeit zu den alten Bedingungen auf einem hin schon unverhältnismäßig hohen Einkommens gleichkommt. Troß Neubau aufnehmen wollte. F. flärte den S. in aller Güte über die Sach- fieben im Landesausschuß ſizenden Notare die obligatorische dieser geradezu glänzenden Einkommensverhältnisse verteidigten die lage auf, versprach ihm auch andere Arbeit zu den neuen Bedingungen materielle Beurkundung bei der Uebertragung unbeweglichen Eigen gegen höheren Lohn anzuweisen, wenn er solche annehmen wolle. tums mit Nägeln und Zähnen und gaben schließlich auch zu ihren Diefer erklärte aber höhnisch:" Die Arbeit fannst Du selber eigenen Gunsten den Ausschlag, indem der Landesausschuß den diesmachen." Darauf soll nun F. dem S. in der Erregung über die bezüglichen Antrag zur Abänderung der Grundbuch- Ordnung mit 27 Antwort auf den Fuß getreten und ihm einen ganz leichten Stoß vor gegen 24 Stimmen zum Beschluß erhob. die Brust gegeben haben. F. bestritt das ganz entschieden, das Gericht glaubte aber dem einzigen 8eugen Sassin, der diese Angabe der Anklage bestätigte. Jedoch mußte G., de augenscheinlich darum zu thun war, als ehrenhafter Mensch dazustehen, selbst zugeben, daß selbst zugeben, daß er keinen Das Urteil des Kriegsgerichts in Rennes hat hier einen wahren Schmerz gehabt und die Sache garnicht so ernst genommen habe. F. war wegen der Geringfügigkeit bereits zwei Monate in Untersuchungshaft gehalten worden. Warum? Weil man befürchtete, daß er den Zeugen Sessin, der ein schüchterner Mensch sei, beeinflussen würde, wenn er auf freiem Fuße bliebe. Nur ein Monat ist als verbüßt angerechnet worden, so daß F., ein bisher unbescholtener Mann, insgesamt sechs Monate im Gefängnis figen muß. Das Gericht hat dabei, nach sächsischem Brauch, dem Angeklagten noch allergnädigst zu gut gerechnet, daß er unbescholten, daß die Verlegung"(!) eine geringe, und daß er gereizt worden ist. Andrerseits fiel natürlich viel mehr ins Gewicht das brutale Auftreten gegen Arbeitswillige". Es sei nur noch zur Charakteristik darauf hingewiesen, daß vor einigen Tagen von einem Dresdner Gericht ein gebildeter Flegel, ein Techniker, zu 40 Mark Geldstrafe verurteilt wurde, weil er einem andern ohne jeden Grund, aus reinem Webermut öffentlich in einem Restaurant mit einem starken Spazier stock cine klaffende, stark blutende Kopfwunde beibrachte. Ausland. England und die Dreyfus- Affaire. Aus London wird uns geschrieben: und mit der Bewegung zum Zwecke einer sofortigen Einsprechungen ergeben haben, daß diese Bewegung keine Aussicht auf berufung der Kammern; es soll sich jedoch aus den Bes Erfolg hat. Bezüglich der Dreyfus- Angelegenheit zeigte sich der Ministerpräsident, wie das Blatt weiter meldet, sehr reserviert; die Deputierten hatten aber den Eindruck, daß die Begnadigung Dreyfus bald erfolgen werde. Waldeck- Rousseau teilte ferner mit, daß unverzüglich gegen die Insassen des Hauses in der Nue Chabrol Maßregeln ergriffen werden sollen. Schweden. Weitere Reichstagswahl- Resultate. Es sind mun im ganzen 110 Wahlen vollendet. Die Linke hat bisher 16 Size gewonnen, die Rechte 3, so daß noch immer zu Gunsten der Linken 13 verbleiben. Unsere frühere Aufstellung, wie sich der neugewählte Reichstag zu den drei Hauptstreitfragen stellt, hat jetzt folgende Gestalt angenommen: In der Stimmrechts Frage find: 1. gegen jebe Stimm rechts- Reform 54, 2. für Stimmrechts- Erweiterung 86, 8. für all Arbeiter Frage sind: für Zwangsgesetze 45, gegen Zwangs gemeines Stimmrecht 8, 4. Unsichere zwischen 1 und 2 12. In der gefeße 55, lufichere 10; für Reformgefege 68, gegen Reformgeseze 34, Unfichere 13. In der Unions Frage gehören: zur Striegspartei 31, zur Verhandlungspartei 62, zur Friedenspartei 17. Sturm der Entrüstung hervorgerufen, mit all' den Uebertreibungen und Ungereimtheiten, die sich auch in Deutschland gezeigt haben, nur daß sie hier vielleicht noch freieren Lauf ließen. Allgemeiner Boykott der Franzosen und Boykott der nächstjährigen Pariser Ausstellung im besonderen, das war nach Ansicht eines Nation für die Glinden der Mehrheit des Tribunals von Rennes Teiles der Bresse das mindeste, womit man die französische büßen lassen mußte. Es haben sich auch in der That allerhand Geschäftsleute und sonstiges Publikum gefunden, die ernsthaft Miene machen, der Weisung Folge zu geben. Indes find das natürlich nur eine Minderheit, deren Zahl nicht ins Gewicht fällt und in den nächsten Tagen eher ab- statt zunehmen wird. Die Masse der Geguer des Verdikts begnügt sich mit der Fassung Belgrad, 16. September. Da mehrere Zeugen in dem Hochvon Entrüstungsresolutionen gegen dieses oder gegen dieses oder der Unter- verratsprozeß infolge von Verkehrsstörung nicht eingetroffen sind, bor zeichmig Serbien. seine Familie und seine Advokaten. Eine solche Adresse des„ Daily delifte. Sympathie Adressen an den Verurteilten, verhandelt der Gerichtshof mehrere Anklagen betreffend PreßChronicle" hat in einem Tage über 3000 Unterschriften erhalten. Ueber die Hochverrats- Broschüren, die einigen der An Auch wird für ein Ehrengeschent an Dreyfus gesammelt und werden geklagten zur Last gelegt werden, erhält die„ N. Fr. Pr." aus Zürich allerhand sonstige Vorschläge diskutiert, dem Opfer einer verbissen folgendes Telegramm: engherzigen lassenjuftig eine Genugthuung zu bereiten. Ich bitte um Aufnahme folgender Erklärung: Ich bin Autor jener Broschüren, in welchen das serbische Bolt zur Steuerverweigerung und zum Aufstand aufgefordert wird. Die serbische Regierung weiß es, da sie meine Ausweisung verlangt hat; fie weiß auch, daß ich mit den Radikalen in teiner Verbindung stehe. Sie hat es legtens selbst erklärt, und doch nimmt sie diese Broschüren als Grundlage der Anklage gegen Basic und Genossen. Ich stelle die nötigen Beweise dem Standgerichte zur Verfügung, wenn es sich überhaupt um die Wahrheit interessiert. Bivoni Balugdic in Meirin bei Genf. Murerifa. Es läuft dabei viel Selbstgerechtigkeit und Kinderei mit unter. aber im ganzen ist die Bewegung doch als der natürliche Ausdruck Sofreinigung. Die Pos. 8tg." will wissen, daß die kanal- beleidigten Rechtsgefühls zu betrachten. Soweit es sich um den legitimen gegnerischen Hofwürdenträger nicht vom Hofe zeit- Ausdruck dieses Empfindens handelt, d. H. um Beschlüsse, die sich nur gegen weilig verbaunt, sondern ihrer Stellung enthoben worden seien. die Verfolgungswut bestimmter Kreise, aber nicht gegen die französische Das Berliner Tiergartenviertel bereitet sich bereits vor, als Nation als solche richten, nehmen auch die socialistischen und gewert Ersatz ausgehoben zu werden. schaftlichen Arbeitervereinigungen an der Protestbewegung teil. Die Eine Skandalaffaire, die in höheren Gesellschaftstreifen spielt, Bollziehungs- Ausschüsse der Socialdemokratischen Föderation, der macht gegenwärtig die Runde durch die Presse. In Baden hat Maschinenbauergewerkschaft, des Eisenbahnervereins und vieler plötzlich der Ober- ofjägermeister Freiherr Schilling anderer Arbeitervereine haben Resolutionen in diesem Sinne von Canstatt aus dem Dienst entlassen werden müssen. Der gefaßt. Zugleich haben aber auch verschiedene Socialisten Vorfall mußte allgemeines Aufschen hervorrufen, da der Genannte bei ihre Stimme dagegen erhoben daß man pharifäerhaft allen Hofjagden eine Vertrauensstellung einnahm und sonst als eine der zur Last legt, Stütze für Ordnung und Sitte galt. Jetzt wird bekannt, daß der terroristisch auftretender Kliquen ist. So K. M. Hyndman im Provinz Havanna, hat an die Regierung einen Bericht gesandt, in Gble, frogsem er verheiratet war, in Karlsruhe mit der Tochtec" Daily Chronicle", Sidney Ollivier in der„ Westmünster Gazette" welcheni er erklärt, daß die Wahlfrage bei den warzen einer Offizierswitwe, einem 17jährigen Mädchen, ein Verhältnis ein- und Prof. Ed. Becsly im„ Morning Leader". Wie mur billig, richtet eine große Schwierigkeit für die Zukunft des Landes bilde. Auf ging. Der Bruder des jungen Mädchens, ein badischer Offizier, erhielt sich die Entrüstung der besser Unterrichteten in hohem Grade gegen der ganzen Insel werden augenblicklich Klubs gegründet, von welchen von dem Treiben des Freiherrn Kenntnis und forderte den Verführer das Treiben der Blätter vom Schlage des Intransigeant", der die Forderung der Gleichstellung der Neger mit den Weißen.in seiner Schwester zum Duell. Wie es nun bei solchen Ehrenhändeln oft Patrie", des„ Echo de Paris" und ähnliche Heßorgane. Bezug auf die politischen Rechte aufgestellt wird. Geschieht dies, u gehen pflegt, so auch hier. Den in seiner Ehre Verlegten traf Auf nächsten Sonntag ist ein von Reformern aller Art( Radikalen, dann wird tuba ein zweites Haïti werden. Das Programm der daß Mißgeschick, daß er von dem Freiherrn, der ein trefflicher Socialisten usw.) veranstaltetes Meeting nach dem Hydepart Reger will Magimo Gomez zum Präsidenten der tubanischen Republik Pistolenschüße sein soll, kampfunfähig gemacht wurde und den Verlust einberufen worden, das, wie es in einem heute bekannt gegebenen aufstellen und einen Neger zuni Oberbefehlshaber der Armee erzweier Finger zu beklagen hat. Manifest heißt, Das Organ der badischen Höflinge, die nationalliberale, Straßb. Post" giebt sich den Anschein, das Duell zu perhorrescieren, indem sie zu diesem Skandal die höhnische Bemerkung macht: " Sich einem solchen Manne im Duell entgegenstellen zu müssen und als Genugthung unfehlbar tot oder angeschossen werden, gehört auch zu den wunderbaren Ehrenvorkehrungen der besten " ganzen Nation was nur das Werk „ dem Lande Gelegenheit geben soll, in nicht mißzuverstehender Weise das Mitleid und die Sympathie aller Briten für den gemarterten französischen Soldaten und sein heldenmütiges Weib kundzuthun, und dem Abscheu, der Entrüstung und dem Ekel vor einem in der Geschichte kaum seinesgleichen findenden Prozeß kräftigen Ausdruck zu geben. New York, 16. September. General Lee, Gouverneur Ser neunen. Washington, 16. September. Ein beim Staatsdepartement eingegangenes Telegramm besagt, daß die Revolutionäre in Venezuela die Regierungstruppen aus Valencia vertrieben und die Stadt besetzten. Es liegt Grund zu der Annahme vor, daß die Generale der Regierungstruppen im Einverständnis mit den Aufständischen stehen. Die Lage der Militäreffekten- Sattler. Man schreibt uns: Die Militäreffekten- Sattler gehören zu den jenigen Arbeitern, welche die vom Staate vergebenen Arbeiten unter den schlechtesten Verhältnissen anfertigen müssen. Militäreffekten- Fabriken sind in den letzten Jahren, trotz der in Deutschland befindlichen fünf Artilleriewerkstätten, wie Pilze aus der Erde geschossen, deren Inhaber sich mehr oder weniger an den von den einzelnen Regimentern veranstalteten Submiſſionen beteiligen oder auch in fürsorglicher Weise in anderer Art Beschäftigung für ihre Arbeiter verschaffen. In Spandau besteht eine Artilleriewerkstätte, die Sattlerarbeiten in großer Menge an Privatunternehmer vergiebt. Allen voran marschieren die Militäreffekten- Fabrikanten GitanBerlin, Georgenkirchstraße, Franz Cobau- Berlin, Dresdenerstraße und Wunderlichs Nachfolger- Berlin, Karlsbad. Bu bemerken ist, daß diese Arbeitgeber Accordlöhne zahlen, welche mit Recht Hungerlöhne genannt werden können. Ein Vergleich zwischen den Accordlöhnen, die die Arbeiter in der Kgl. Artilleriewertstätte erhalten und denen, welche von den genannten Firmen gezahlt werden, dürfte dieses zur Genüge beweisen. Gegenstand Accordlohn in d. Artiller. werkstatt in Spandau Accordlohn bei Elfan Satteltrensen 0,29 0,16 Handtrensen 0,38 0,17 Halfter 1,30 0,85 Padriemen 0,16 0,08 Eimerriemen 0,36 0,20 Satteltissen. 2,25 1,75 Hauptgestelle 0,45 0,25 Beinleder 0,50 0,26 Kurze Koppel. 0,40 0,20 Hufeisentaschen 0,90 0,45 Spatenfutterale Brustriemen 0,27 0,45 0,42 0,35 Deutsches Reich. Aus dem Plauenschen Grund. Der Streit der hiesigen Bergarbeiter dauert unverändert fort. Wohl sind Streitbrecher vorhanden, doch ihre Zahl ist gering. Verändert hat sich die Situation nur insoweit, als aus dem Streit eine Aussperrung geworden ist. Vom Hochwasser. Eine der stolzesten Zierden Münchens, die Prinz übrigens schon seit Jahren so gestellt sind, daß jeder tüchtige Arbeiter auf den geforderten Lohn kommt, eine Garantie dafür übernehmen. Der Streit der Kohlenarbeiter und Kutscher ist beendet. Ne genten Brüde, der Mittelpunkt eines der schönsten neuen Bei 18 Firmen wurden die Forderungen vollständig durchgesetzt. In Stadtteile, ist am Donnerstagnachmittag furz nach 5 1hr, wie teleallen anderen Geschäften wurde eine Lohnzulage von 3 M. pro Woche graphisch schon gemeldet wurde, ein Opfer der Hochflut ges sowie die Bezahlung der Ueberstunden mit 35 Pfg., der Sonntags- worden. Im Jahre 1891 am 12. April wurden die Pläne zu der Brücke arbeit mit 40 Pfg. pro Stunde erreicht. Die Unternehmer versuchten und das zu den Brücken nötige Gelände der Stadtgemeinde übergeben sich zu rächen, indem sie 80 Mann aussperrten, von denen augen- und von diesem Tage an der Bau der Brücke fleißig gefördert. 1893 blicklich noch 44 Mann unterstützt werden müssen. war der Bau vollendet und die Brücke konnte dem Verkehr übergeben werden. Der Bau hatte einen Aufwand von rund 300 000 m. erfordert. Die herrlichen Anlagen um den Brückenkopf, dieser selbst mit der erst kürzlich eingeweihten Friedenssäule und das sich anschließende elegante Bauquartier waren die Freude und der Stolz der Münchener Bevölkerung. Jetzt ist der ganze stolze Bau in den Wellen, aus denen nur noch Trümmer hervorragen, die fest zu sammenhaltend, einen Beweis von ihrer soliden Bauart geben, den Auf dem Burgker wie auf dem königlichen Werk hatte man einen nur die Fundamentverankerung war dem Anprall der Wogen nicht Termin bestimmt, daß diejenigen, welche sich bis dahin nicht wieder gewachsen. Die Quaimauern oberhalb der Brücke sind weggespült, zur Arbeit gemeldet hätten, als entlassen gelten sollten. Auf dem Sie Uferböschungen rutschten fortwährend in mächtigen Erdmassen Burgker Werk lief die Zeit der Meldung am legten Dienstag ab. nach; noch stehen drei von den vier steinernen Brückenfandelabern, Am Montag fowie Dienstag hatten sich, wie schon gesagt, einige aber schon ist auch deren Fundament losgespült und ihr Einsturz gemeldet. Ob mn in richtiger Würdigung dieser Handlungs- unvermeidlich. Auf dem rechten Ufer, auf dem das Erdreich dem weise oder aus andern Gründen, wissen wir nicht, man bestrafte Wasser fast gar keinen Widerstand bietet, klaffen bereits breite Spalten die reumütig zur Arbeit Zurückkehrenden, und zwar die am Montag sich und zeigen den Abrutsch gewaltiger Massen an. Meldenden mit einem und die am Dienstag sich Meldenden mit zwei Schichtlöhnen. Die am Mittwoch sich Meldenden wurden ohne weiteres abgewiesen, sie sollten warten, bis man sie rufen würde, also: Aussperrung. Etwas besseres konnte aber die Werksdirektion gar nicht thun, jetzt kann es wenigstens teine Streifbrecher mehr geben. Die Austeilung der Lohnzettel und Auszahlung des Lohnes am Donnerstag ist trop eines großen Polizeiaufgebots ruhig verlaufen. Die Ausständigen haben auch gleich den Lohn auf die schon in diesem Monat verfahrenen 5 bis 6 Schichten mit erhalten, und zwar ist hier, ohne die geleistete Arbeit abgenommen zu haben, allen ein fast gleicher Lohn, für Häuer 4,30 M., ausgezahlt worden. Würde man dieses immer thun, einen gleichen Schichtlohn zahlen und die GedingeArbeit ganz beseitigen, so würde man unter den Arbeitern sehr zu frieden sein. Auf dem königlichen Werk hat sich nichts geändert. Der Direktor scheint immer noch nicht aus seiner Sommerfrische zurück zu sein, wenigstens ist das Versprechen, welches er der Kommission bei seiner Abreise gegeben, mit ihr zu verhandeln, noch nicht eingelöst. Herr Franz Cobau stellt hauptsächlich Artillerie- Backtaschen für die Spandauer Werkstätte her, Ichtere zahlt ihren Arbeitern 4,20 M., während er einige Zurichtarbeiten in Lohn herstellen läßt und dann 3,20 M. bezahlt, um auf diese Art den Unterschied zu verdecken. Es ist leicht erklärlich, daß unter solchen Umständen die Heimarbeit in hoher Blüte steht. Auch in Spandau selbst befinden sich Am 14. d. M. fand eine Volksversammlung, welche sich mit dem einige Unternehmer", die von der königlichen Werkstätte Arbeit Streit beschäftigte, statt. Die Versammlung war, obschon keine abholen und mit Hilfe von willigen und billigen Arbeits- Bergarbeiter anwesend waren, überfüllt. In derselben wurde fräften dieselbe herstellen. Bedauerlich ist es aber, daß ein eine Resolution einstimmig angenommen, welche besagte, daß die Staatsinstitut wie die Spandauer Artilleriewerkstätte den bei ihm Bergarbeiter garnicht anders hätten handeln können, und daß der beschäftigten Arbeitern noch Arbeiten mit nach Hause giebt, damit Schritt, den sie gethau, als gerecht anzuerkennen sei. Die Verdieselben nach Feierabend und Sonntags hergestellt werden können. fammlung erfärte sich solidarisch mit den Bergarbeitern und versprach Sollten die Arbeiten, die doch noch im Preise bedeutend besser dieselben nach jeder Hinsicht auf das kräftigste zu unterstützen, damit stehen, als es bei den Abholern der Fall ist, so minimal sein, dieser Kampf für die Bergarbeiter zu einem siegreichen Ausgang käme. daß die in der Artilleriewerkstätte beschäftigten Arbeiter ihr Aus- Hoffentlich werden auch alle anderen Arbeiter Deutschlands Auf der Strecke München- Rosenheim- Salzburg wird von heute ab. wieder der gewöhnliche Personenzug- Verkehr aufgenommen, während die Schnellzug- Berbindung auf dieser Strecke erst in 2 bis 3 Tagen aufgenommen werden kann. Die Schnellzüge zwischen Berlin, Regensburg und München verkehren wieder über FreisingLandshut. Die Strecke Rosenheim- Kufstein- Innsbruck ist noch nicht frei. Aus Breslau wird gemeldet: Verschiedene unter großem Kostenaufwand mit Hilfe des Militärs erbaute Notbrücken über die schlesischen Gebirgsflüsse sind durch das Hochwasser zerstört. Aus Wien wird dagegen berichtet: Die Donau ist in der Nacht zum Sonnabend zwar gestiegen, doch ist die Hochwassergefahr für Wien nach der Ansicht des Sachverständigen geschwunden. Um 7 Uhr früh betrug die Pegelhöhe 526 Centimeter über normal. Von einem entsetzlichen Unglück ist Gmunden heimgesucht worden. Ein Teil der Traunbrücke, auf der Feuerwehrmänner das Antreiben von Bauhölzern abhielten, ist eingestürzt. Bisher werden sechs Personen vermißt. Die Zahl läßt sich zur Stunde noch nicht genau feststellen. Die Panit ist furchtbar. Die besten Männer der Feuerwehr und Turner sind unter den Opfern. In Gmunden herrscht größte Trauer. Da die Gaswerfe unter Wasser stehen, mußten die ganze Nacht brennende Kerzen in den Fenstern stehen. Aus Ischl wird gemeldet: Da jämtliche Bahnlinien unterbrochen sind, so fehlt für die nächste Zeit thatsächlich jede Möglichkeit, Ischl zu verlassen. kommen erst auf diesem Wege finden? Und wie schlecht muß dann das Ihre dazu thun, daß dieser Kampf zu einem siegreichen Ende Lehte Nachrichten und Depeschen. erst die Lage der Arbeiter sein, die der Staat solchen Abholern ausliefert. Und ist es dem Herrn Kriegsminister vielleicht auch unbekannt, daß die Unternehmer diese Arbeiten auch teilweise in Gefängnissen aufertigen lassen? gelangt. Briefe und Sendungen sind zu richten an Oswald Bug, Niederhäslich bei Dresden, Nr. 59 n. den Komplott gegen die französische Republif. Paris, 16. Sept.( W. T. B.) Der Präsident des Senats hatte eine Besprechung mit dem Generalprofurator wegen des Prozesses vor dem Obersten Gerichtshofe. Gegen 45 in dem Brozesse Angeklagte ist das Verfahren eingestellt, so daß nur gegen 22 Perjonen verhandelt werden wird. Die Krefelder Färber befinden sich, wie bereits furz mitMit der Infanterie- Arbeit ist es um kein Haar beffer; die geteilt, in der Zahl von etwa 600 im Ausstand. Die Ursachen der preußischen Artillerie- Werkstätten befassen sich damit überhaupt nicht. Differenzen mit den Unternehmern sind, wie in einem an die BürgerDas Blatt„ Liberté" ließ Lagasse, ein Mitglied der ständigen Nur die bayrische Artillerie- Werkstatt in München fertigt diese schaft von Krefeld gerichteten Flugblatt auseinander gesezt wird, Kommission der radikal- socialistischen Gruppe, interwiewen, welche Arbeiten auch selbst an. Als die Sattlerarbeiten der neuen Infanterie- turz folgende: Die Färber von drei größeren Firmen hatten sich gestern von dem Ministerpräsidenten Waldeck Rousseau empfangen Ausrüstungen im Jahre 1895 in Preußen begannen, zahlten in in einer Besprechung gegen das übliche Feier- System wurde, Lagasse erklärt, der Minister habe ihnen Beweise Barmen, Elberfeld die Unternehmer 7 M. für den neuen gewendet. Nach diesem System mußten die Arbeiter an eines Komplottes geliefert, für dessen Bestehen gewisse sichere Infanterietornister, in Berlin wurde annähernd dieser Preis Montagen fast regelmäßig feiern und dann an den übrigen Thatsachen sprächen; demnächst würden alle Republikaner gezahlt; in der königlich bayrischen Artilleriewerkstatt wird jetzt noch fünf Tagen die liegengebliebene Arbeit doch noch mit einholen. alt das Vorhandensein eines solchen Komplottes glauben. 4 M. Accordlohn gegeben, und werden daselbst Faden, Wachs, Nägel Damit wollten die Unternehmer die kurz vorher zugestandene Die Untersuchung habe ergeben, daß keinerlei Einvernehmen geliefert, wer aber das Glück hat, diesen Artikel in dem größten und Lohnerhöhung und noch mehr dazu wieder einholen. Um zwischen den Führern der Armee und den Verschwörerit bestehe. tonangebenden Bundesstaate Deutschlands, in Preußen, ja in un- die sich entwickelnde Protestbeivegung der Arbeiter von vorn Generale seien nicht kompromittiert. Die orleanistische Partei sei mittelbarer Nähe des preußischen Kriegsministers in Berlin, anzu herein zu erdrücken, maßregelte man 14 Personen, und drohte, erstaunlich gut organisiert, es habe tur wenig gefehlt fertigen, erhält für dieselbe Arbeit jetzt bei Wunderlich 2,80 M., bei weitere Maßregelungen vornehmen zu wollen. Alle Versuche. und der Herzog von Orleans wäre nach Paris gekommen. Hoffmann, Wafferthorstraße 2,79 M. und bei Coban gar mir 2,50 M. eine Einigung herbeizuführen, scheiterten, und so beschlossen die Ar- Er. Lagasse, sei überzeugt, daß Déroulède allein vorgehen wollte und muß derselbe noch den Herren Fabrikanten Faden, Wachs und beiter, am 6. September in den Ausstand zu treten. und zwar im Interesse einer plebiscitären Republik. Lagasse schloß, Nägel zu dieser Arbeit kaufen. das gerichtliche Vorgehen sei gerechtfertigt, die Republik stand um Haaresbreite vor einem Gewaltstreich; die Gefahr war groß. Kammern ausgesprochen. Charles Dupuy hat sich gegen jede vorzeitige Einberufung der Auch die Einführung der Schußtruppe hat den MilitäreffektenSattlern Arbeit gebracht, dieselbe übernimmt v. Tippelskirch u. Co., Dorotheenstraße. Herr v. Tippelskirch läßt aber diese Arbeiten von der Firma Loh's Söhne aufertigen, legtere vergiebt sie wieder ihren Hausindustriellen und diese beschäftigen wieder Leute. Auf diese Art und Weise erklärt sich das fortwährende Sinken der Accordlöhne in der gesamten Militäreffekten Industrie, wie auch die Zustände in den einzelnen Werkstätten viel zu wünschen übrig lassen. Mehr als einmal haben sich die Militäreffekten- Sattler mit diesen Verhältnissen befaßt. Petitionen sind an die Kriegsminister behufs Beseitigung der Hausindustrie gerichtet worden. Herr von Goßler wollte aber mit den„ unbekannten Sattlergesellen" nichts zu thun haben. Die Militäreffekten- Sattler wiffen deshalb, was sie von unserer Regierung zu erwarten haben und was sie zu thun haben. Die Staatshilfe wird abgeschlagen, also Selbsthilfe. Selbsthilfe in der Organisation, in der sich nur etwas durch thatträftiges Mitwirken erreichen läßt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. H. Die Haltung der Streifenden ist eine mustergültige, und ist die Hoffnung berechtigt, daß der Streit mit Erfolg zu Ende geführt wird. Das Streiflokal befindet sich bei G. ter Stein, Krefeld, Kronprinzenstr. 122. Geldsendungen richte man an E. Winterberg dortselbst. Münster( Westfalen), 16. September.( W. T. B.) Zu Ehren Den Musik- Instrumenten- Arbeitern zur Nachricht, das in des zum Kultusminister ernannten bisherigen Oberpräsidenten unserem Arbeitsnachweis, Naunynstr. 78 bei Grundmann, Adreffen Studt fand hier heute Abend ein Fackelzug statt, an welchem etwa aller Branchen vorhanden sind und ersuchen die Kollegen, mehr wie 5000 Personen mit mehreren Musikkorps teilnahmen. Erster Bürgerbisher Gebrauch davon zu machen. Die Vermittelungs- Kommission. meister Jungeblodt brachte ein Hoch auf den Gefeierten aus. Letzterer nahm in seiner Erwiderung von Provinz und Stadt, in Ausland. Die Typographen des heiligen apostolischen Stuhles", welchen er eine zweite Heimat gefunden, Abschied: Aktiengesellschaft in dem allerfrönumsten Einsiedeln( Schweiz), Er habe seines Amtes gewaltet mit dem Vorsatz, Recht und Ges haben infolge des Widerstandes der Arbeiter die angekündigte Lohn- rechtigkeit zu wahren. In diesen Bahnen werde er auch in seinem Der fromme Direktor riet den neuen Amt fortfahren. An den Fackelzug schließen sich vier Verreduktion wieder zurückgezogen. Arbeitern, ihren Magen nach dem Lohn einzurichten. Greulich sammlungen an, welche Minister Studt besuchte. sprach in Einsiedeln vor 400 Arbeitern über die Organisation. St. Johann a. D. Saar, 16. September.( W. T. B.) Wie In den Jntespinnereien von Dundee( Echottland) ist ein die St. Johanner Volkszeitung" meldet, entstand heute mittag auf Konflitt ausgebrochen, der zu einem allgemeinen Ausschluß zu führen der Kohlengrube Reden" bei Neunkirchen durch Dämpfe, welche von droht. Die Sache wird in den nächsten Tagen entschieden und betrifft einem brennenden Flötz ausgingen, eine Explosion. Acht Arbeiter, über 20 000 Arbeiter. In Northampton droht ein Konflikt der welche in der Nähe mit den Aufbau einer Mauer beschäftigt waren Arbeiter einer der dortigen Schuhfabriken wegen eines miß- und ein Steiger sind erstickt. Bisher hat man noch keine Leiche ge= liebigen Wertführers zu einem größeren Ausstand zu führen. Dagegen funden. 11 Zum Staude der Lohnbewegung der Glaser ist noch folgendes zu berichten: Bewilligt haben noch die Firmen: Sievert, Forsterstraße. Bremer, Rosenthalerstraße. Koch, Char- ist im englischen Baugewerbe ein großes nationales Marseille, 16. Septeniber.( W. T. B.) Auf einem Baketboot lottenburg, Kantstraße. F Zindler, Friedrichshagen. Rothe, Pallas- Einigungsamt ins Leben getreten, das die verbündeten Unter der" Compagnie transatlantique" trafen hier heute elf schiffbrüchige straße. Lippstreu, Reichenbergerstraße. Köther, Schillingstraße. nehmer im Verein mit den Arbeiterorganisationen des Gewerbes Matrosen vom norwegischen Dampfer„ Durae" ein, welcher in der Jessel, Zimmerstraße. Schömann, Ritterstraße. Genth, Wrangel- gebildet haben. Das Amt hat Distriktskomitees in allen wichtigeren Nähe der Insel Elba am 7. D. M. untergegangen ist. Ein Boot mit straße. Scholz, Wrangelstraße. Hübner, Wrangelstraße. Livonius, Centren Englands. weiteren dreizehn Mann der Besatzung des Durae" ist verschollen. Schäferstraße. Fuß, Schmidstraße. Meyer, Rigdorf, Bergstr. 19/20. Die Matrosenbewegung dauert unausgesetzt fort, nur daß sie Der Durae" hatte Erz für Glasgow geladen. Liebenow u. Jarius, Briz, Bürgerstraße. Maresch, Richardstr. 78. fich, statt zu einem allgemeinen Ausstand zu führen, in Form eines Gall, Steinmetzstr. 4. Die Streitkommission. Falmouth, 16. September.( W. T. B.) Das norwegische Guerillafampfes abspielt, wie ein Werkstättenkampf in den produ- Schiff Taurus", dessen Bestimmungsort Hamburg ist, ist, von Caras Achtung! Holzbildhauer. In der am Freitag, den 15. Sep- zierenden Industrien. Da es sich dabei stets um die Mannschaften bella( Florida) fommend, hier eingelaufen, weil an Bord Mangel tember, stattgefundenen gut besuchten öffentlichen Versammlung von Schiffen handelt, die im Begriff stehen, in See zu stechen, läßt an Mannschaften eingetreten war. Vier Mann waren unterwegs wurde die Aufstellung folgender Forderungen endgültig beschlossen sich nicht immer genau feststellen, ob und wieviel der Forderungen infolge Krankheit gestorben und mehrere andere waren durch 1. Höchstarbeitszeit in Bildhauerwerkstätten 51 Stunden, in Tisch- des Verbandes von den Schiffsherren bewilligt find. Doch steht skrankheit dienstunfähig. Das Schiff wurde alsbald zur Quaran lereien und Fabriken 52 Stunden. 2. Gänzliche Abschaffung der fest, daß cine Anzahl Schiffe sich nur durch folche täne beordert; die ärztliche Untersuchung ergab, daß es sich um Accordarbeit. 3. 10 Proz. Lohnaufschlag. 4. Mindestlohn in Bewilligungen die nötige Mannschaft sichern konnten. Heute heißt die Beriberi- Krankheit handelt. Der Kapitän, der erste und der Bildhauereien 24 M.; in Tischlereien und Fabriken 25 M. 5. Ueber- es, daß die verbündeten Reeder ein Schiff," Lady Jocelyn", gechartert zweite Steuermann und der Segelmacher liegen an der Krankheit stunden werden nicht gemacht; in ganz besonders dringenden Fällen und in Gravesend stationiert haben, um fremde Matrosen, soll dafür ein Aufschlag von 25 Proz. gezahlt werden. Die Kollegen die vom Festland durch Werber herübergeholt sind, dort in Empfang werden nun ersucht, an der strikten Durchführung der Forderungen zu nehmen und den Schiffen in Londoner Hafen direkt zuzuführen. festzuhalten und sind Meldungen umgehend an die Lohnkom- Bestätigt sich dies, so würde es die Behauptung der Reeder, daß sie mission, Köpenickerstr. 62( Tel.- Amt VII 3932) zu richten. jederzeit in England so viel Leute zu den alten Lohnsätzen haben Die Lohntommission. Tapezierer. Die Differenzen bei der Firma Töple find noch tönnten, wie sie nur wollten, als bloße Flunkerei erweisen. nicht beseitigt, wir bitten deshalb den Zuzug fernzuhalten. Die Agitationstommission. darnieder. Caracas, 16. September.( Meldung der Agenca Havas".) Die Insurgenten, welche Valencia genommen haben, standen unter dem Befehl des Generals Castro. Der Kampf war sehr erbittert. Präsident Andrade kehrt nach Caracas zurück. Die Lage ist höchst fritisch. San Sebastian, 16. September.( W. T. V.) Der Ministerpräsident Silvela erklärte beim Empfange des diplomatischen Korps, die Aufhebung der konstitutionellen Garantien in der Provinz Biscaya sei ausschließlich durch separatistische Manöver hervorgerufen worden, welche die Regierung energisch unterdrücken wollte. Silvela stellte in Abrede, daß der am nächsten Dienstag stattfindende Ministerrat sich mit der Frage einer Kabinetskrise zu befassen habe. Soffari, 16. September.( B. H.) Der aus Aegypten hier ein getroffene Passagierdampfer San Gottardo" wurde zur Quarantäne nach den Asinari- Inseln dirigiert, da er zwei verdächtige Kranke an Bord hatte. Aus der Frauenbewegung. Zur Klempnerbewegung. Von der Firma Fr. Weberu. Co., Der Verein der Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse Laternenfabrik, Berlin S., Planufer 92B, geht uns nachstehendes hielt Montag, den 11. September, seine regelmäßige Vereinsversamm Schreiben mit der Bitte um Veröffentlichung zu:" In Ihrem Artikel, lung ab. Herr Dr. Kurt Freudenberg sprach über" Arbeiterbetreffend die Lohnbewegung der Klempner, nannten Sie unter schutz und Volksgesundheit". Der Redner betonte, daß die bestehenden anderen auch unsere Firma, welche die gestellten Forderungen be- Arbeiterschutzgesetze nicht ausreichend wären, sondern nur als Anwilligt habe. fänge zu betrachten seien. Besonders notwendig sei die Reform der Wir bemerken hierzu, daß dies den Thatsachen nicht ganz entspricht; Kinderarbeit. Wenn auch die Thätigkeit der Kinder in den Fabriken die meisten Forderungen haben wir in unserer Fabrit bereits seit auf das 13. Jahr( praktisch meist auf das 14. Jahr. Ned. d.".") 1896 bewilligt, als 1. 9stündige Arbeitszeit, 2. Lohnzahlung jeden beschränkt ist, so ist doch der Ausnutzung der Kinder in der HansSonnabend 5 Uhr, vor den Festtagen bereits um 1 Uhr mittags usw. industrie keine Schrante gefeßt; es wäre durchaus notwendig, die und nun haben wir zu den bisher gezahlten Löhnen auch noch 5 Pf. Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung auf die Hausindustrie auszu- Pretoria, 16. September.( Meldung des„ Reuterschen Bur.") für die Stunde zugelegt, womit sich unsere Klempner einverstanden dehnen. An der darauf folgenden regen Diskussion beteiligten sich Die Antwort der Südafrikanischen Republik auf die letzte Deerklärten. Andererseits haben wir aber der Deputation ausdrücklich mehrere Frauen. Die nächste Vereinsversammlung findet Montag, pesche der englischen Regierung ist dem englischen Agenten Greene erklärt, daß wir unter feinen Umständen für die Accordarbeiten, die den 25. September, statt. heute Vormittag 11 Uhr zugestellt worden. Rerantwortlicher Redacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inferatenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 4 Beilagen und Unterhaltungsblatt. Br. 218. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 17. September 1899. Partei- Nachrichten. M " demokratisch sein. Ich antworte darauf nicht dem Herrn Professor Der Wahlverein des ersten Berliner Wahlkreises hält am Georg Adler; ich vermag nicht zu erkennen, wo an ihm der Trott! Dienstag seine Monatssigung in den Arminhallen ab. Der Genoffe Zu den Landtagswahlen in Hessen. In einer Versammlung aufhört und der Strolch anfängt oder auch umgekehrt; es kommt mir Rechtsanwalt Dr. Karl Liebknecht spricht über das Thema: in Klein- Linden sprach Genosse Liebknecht. Er schilderte, wie nicht auf den beiläufigen Bravo, sondern auf den Herbergsvater an, der in Kommunismus und Frauenrecht in der Entwicklungsgeschichte der der großindustriellen Entwicklung das Bestreben der Herrschenden seiner Spelunke meucheln läßt. Die Fabel, daß ich in den fiebziger Menschheit". Die Mitglieder werden daran erinnert, daß Billets Gewalten gegenüber stehe, die arbeitende Bevölkerung politisch Jahren, in den Anfängen meiner Schriftstellerei, viele Gefimmungs- zur Treptower Sternwarte in folgenden Zahlstellen zu haben sind: rechtlos zu machen. Erst das Socialistengeset, dann die Zuchthaus- echfel" begangen haben soll, ist vor neun Jahren von den Freunden Mörschel, Jüdenstr. 35; Pinzer, Friedrichsgracht 16; Sommer, vorlage. Redner fam dann auf hessische Verhältnisse zu sprechen vorlage. Redner fam dann auf hessische Verhältnisse zu sprechen des Herrn Lindau aufgebracht und von mir, so weit überhaupt Thatsachen Grünstr. 20; Moll, Klosterstr. 101, Preuß, Neue Friedrichstr. 20 and beleuchtete nebenbei die Einfalt und Böswilligkeit der Anti- dafür angeführt wurden, in der Schrift„ Kapital und Presse" widerlegt sowie beim Genossen Glodde, Pintschstr. 22. und beleuchtete nebenbei die Einfalt und Böswilligkeit der Anti- worden. Darüber schrieb Herr Mazimilian Harden, der sich damals Sur Lokalliste. Den Parteigenossen Berlins die Nachricht, daß semiten, die die Juden für die heutigen Zustände verantwortlich unter der täuschenden Maste eines angehenden Socialdemokraten bie Berolina Festfäle( früher Prochnow), Schönhauser Allee 28, machen. Wir bekämpfen den Kapitalismus und appellieren an den machen. Wir bekämpfen den Kapitalismus und appellieren an den mein Vertrauen erschlichen hatte und meine privaten Verhältnisse uns nicht mehr zur Verfügung stehen. Diese Lokalitäten find an Verstand der Massen, die Antisemiten räfonnieren auf die Juden und kannte:" Im August 1890 hatte Mehring das für einen deutschen den Kapellmeister Meyder übergegangen. Die Lokalkommission. spekulieren auf die niedersten Instinkte und auf die Dummheit der Menschen. Der Jude als Kapitalist und Wucherer ist unser Feind. Publigiften gewiß glänzende Einkommen von 10 000 m. im Jahre; den Kapellmeister Meyder übergegangen. Menschen. Der Jude als Kapitalist und Wucherer ist unser Feind heute ist er ohne Anstellung, und kein bürgerliches Blatt wird ihmi Freie Bolksbühne. Heute nachmittag 23/4 hr findet die Aber der scheußlichste Wucher, den es gebe, sei der Brotwucher, und den betreiben die Antisemiten Arm in Arm mit den Junkern. In auf absehbare Zeit seine Spalten öffnen. Das ficht den Tapferen nicht Vorstellung der III. Abteilung im Leffing Theater statt: Die Sachsen sei man die legten Antisemiten aus dem an: freiwillig hat er, als man ihn mundtot machen wollte, feinem Journalisten" von G. Freytag. Die Mitglieder werden dringend Barlament herauszuwerfen, ihre letzte Zuflucht fei Seffen. behaglichen Bosten entfagt, um der guten Sache zu dienen, für die gebeten, pünktlich zu erscheinen. Am nächsten Sonntag findet dieselbe Vorstellung für die IV. Aber den Kampf einmal aufgenommen hatte. Und diesen weißen Staben Hier solle man ihnen gleichfalls den Lanfpaß geben. unter den Journalisten versuchte der unsaubere Klingel vor teilung statt und für die I. Abteilung zum 150. Geburtstag Goethes Die kommende Landtagswahl biete die beste Gelegenheit, den seit der Deffentlichkeit als einen caratterlofen Solbichreiber gelangt der erste Teil der Tragödie" Faust" unter Mitwirkung von her von einem Antisemiten innegehabten Landtagsfiz für einen Socialdemokraten zu erobern. Es sei die vielfach verbreitete An- hinzustellen, der um 3eilenlohn den verschiedensten Künstlern ersten, Ranges( Gäfte hiesiger Bühnen) zur Aufführung. Barteirichtungen seine Dienste geliehen habe. Die alten Mitglieder werden dringend gebeten, ihre Mitgliedskarten nahme falich, als handle es sich bei den Landtagswahlen um etwas Seute mag der Verfuch die Herren wohl einigermaßen gereuen, abzuholen, da dieselben sonst anderweitig vergeben werden. weniger Wichtiges. Gewiß sind dem Reichstag weitgehende Be fugnisse eingeräumt. Aber die Landtagswahlen sind deshalb doch denn in einer glänzenden und in ihrer lückenlosen Logik bezivingen in sting on molineDer Vorstand. J. 1.: G. Winkler. von der allergrößten Bedeutung. Im hessischen Landtag kommen die den Streitschrift hat Mehring nicht nur sein eigenes Verhalten über jeden 8weifel hinaus gerechtfertigt, er hat allerwichtigsten, für jeden Hessen bedeutsame Angelegenheiten zur Sprache. Segen Sie alle Sträfte ein, um dem Kandidaten bes auch zugleich mit seinen hinterlistigen und ſtrupellosen Angreifern eine Abrechnung gehalten, von deren verheerenden arbeitenden Boltes zum Siege zu verhelfen.time Wirkung fie vorläufig sich noch nicht erholt haben." So zu lesen in der Gegenwart" von 1891 und auch in der Sammlung: Apostata, die Herr Harden 1892 im Verlag von Georg Stilfe in Berlin veralso öffentlicht hat. Und damit genug von dem unsaubern Klingel" der Zukunft", von den hinterliftigent und ſtrupellosen Angreifern" Harden, Adler und wie das Gesindel sonst heißt. opbo Stegliz Berlin, 16. September 1899. Gemeinderatswahlen. Die Genossen von Bernburg beschlossen in einer Parteiverfamming, sich an den diesjährigen Gemeinderatswahlen zu beteiligen. Es wird eine rein socialdemokratische Liste aufgestellt. Polizeilidhjes, Gerichtliches ufiv. Eine Anklage der merkwürdigsten Art wurde dem Genossen Echade in Halle zugestellt. Er soll, so heißt es in der Ladung zur Verhandlung, ani 8. März gelegentlich der Beerdigung des Arbeiters Sonntag aus Trotha einen öffentlichen Aufzug des socialdemokratis schen Vereins von Halle veranstaltet, sowie durch das Tragen eines init einer roten Schleife versehenen Kranzes die Aufmerksamkeit der Ortsbewohner auf sich gelenkt und am Grabe des Verstorbenen während des Gebets durch auffälliges Hochhalten und Zeichen" der erwähnten Schleife öffentliches Wergernis erregt und dadurch groben Unfug verübt haben. 310 dr Issung Zur Abwehr. prphizi IT " " W # piping d F. Mehring. Polleoni8u den Stadtverordneten- Wahlen. Am 6. November soll die wertthätige Bevölterung Berlins ent denen scheiden, wer für die nächsten 6 Jahre die Wahlbezite, in beng diesntal Ersatzwahlen zur Stadtverordneten- Berjammlung zu voll An Bewerbern um die ziehen sind, im Roten Hause vertreten soll. gut vergebenden Mandate wird es nicht fehlen. Alle Parteien, die sich an den früheren Wahlen beteiligt haben, werden auch diesmal voraussichtlich ihre Waffen zum Wahlkampfe fchärfen. Vielleicht aber erleben wir auch wieder das Schauspiel, daß sich, wie vor zwei Jahren im 10. Kommunal- Wahlbezirk, die gegnerischett Parteien, alle gwiftigkeiten, die sie sonst trennen, bergessend, auf einen gemeinsamen Kandidaten vereinigen, um der an stürmenden Socialdemokratie die Eroberung neuer Mandate zu ers Kommunales.schweren. Auf diese Eventualität haben sich die Parteigenossen vorvor ber. Die städtische Parkdeputation hat in ihrer geftrigen unter ubereiten und darauf hinzuarbeiten, daß auch den ber einigten Gegnern eine entschiedene Niederlage bereitet werde. Vorsiz des Stadtrats Kocham stattgehabten Sigung über ein Projekt Der vereinigte freisinnig- antisemitische Mischmasch muß überall, wo des Stadtbaurats Krause betreffend die Umgestaltung der Das er es wieder versuchen sollte, die Wähler hinters Licht zu führen, Straße Unter den Linden" eingehend beraten. All die reaktionären Maßnahmen gegen die Stadtgemeinde Die Aufgaben der Polizei. In Lößniz im fächsischen Strausesche Projelt unterscheidet sich von den früher der Stadt- energisch aufs Gaupt gefchlagen werden. Bogtlande hat der Wirt des Lofals, in dem bisher der Wahlverein verordneten Versammlung vorgelegten, von derselben aber ab Berlin: Nichtbestätigung eines socialdemokratischen Mitgliedes der seine Versammlungen abhielt, erklärt, er hätte sich der Behörde gelehnten Hobrechtschen Projekt dadurch, daß die Straßeneinteilung Schuldeputation, die Verweigerung der Errichtung des Portals auf dem burch bie Beibehaltung oder Kaffierung des Reit Friedhofe der Märzgefallenen, die Richtbestätigung des gewählten gegenüber unterschriftlich verpflichtet, sein Lokal, nicht mehr burch die Beibehaltung oder Raffierung des Meitweges nicht berührt wird. Er hat der Mittelpromenade eine Das Gesek hatutiert die Versammlungsfreiheit und die Polizei Breite von 14 Wieter gegebent, so daß diefelbe nach wie vor als Oberbürgermeisters ze. erfordern gebieterisch, die Mandate zur Stadtverpflichtet die Wirte, ihre Lokale nicht zu Versammlungen her- via triumphalis beibehalten werden kann, und hat auf jeber verordneten- Versammlung nur solchen Männern zu übertragen, Seite derselben einen zugeben. Das ist die harmonische Versöhnung von Theorie und Seite derselben einen Rafenstreifen von 6% Meter Breite welche durch ihre Bergangenheit bewiesen haben, daß sie entschloffen vorgesehen, welcher durch Bordsteine und niedrige Barigitter ein- find, allen reaktionären Gewalten zum Trotz das Recht der energisch Selbstverwaltung der Kommune au Pragis. gefaßt ist. Diese Rasenflächen dienen dazu, je zivet Reihen Allee- teidigen und kein Jota von diesem Rechte preiszugeben. li bänme aufzunehmen und ihnen die zit ihrem Wachstum erforderliche Wir appellieren deshalb an alle Arbeiter und Kleinbürger, sowie dodraLuft und Feuchtigkeit zuzuführen; jodam aber auch, um eine pengen durch Blumenanlagen, Teppichbeete, Buichwert zc. geschmückte an die Kleinen Beamten Berlins, welchen die veraltete und bringend Gartenanlage zu schaffen, die das Straßenbild verschönerit foll. Sit der Verbesserung bedürftige Städte- Ordnung das Wahlrecht für die Sit 111. Abteilung gewährt, von diesem Rechte Gebrauch zu machen. Sie werden bemerkt haben, daß die gestern erschienene Nummer der Mittelpromenade, welche mit einem 8 Meter breiten Mosait Steiner verzichte freiwillig auf die Ausübung seines Bürgerrechtes, > ce„ Zukunft" einen Schimpfartikel von zehn Seiten Länge gegen pflaster und mit Tiergarten- Ruhebänken versehen ist, find mir die eines Rechtes, welches er so schon nur alle 6 Jahre einmal auszuüben mich enthält. Als Herr Harden mich im vergangenen Frühjahr mit alten Lichtträger verblieben alle Anschlagfäuleit, Irania berechtigt ist. eetteanderischen Atladen anfiel, habe ich meine notgedrungene Ab- Uhren, Trinkhallen und Bedürfnis- Anstalten sind aus der= wehr in einem bürgerlichen Verlage veröffentlicht, da ich Partei felben entfernt und soweit sie beibehalten werden müssen, Organe nicht mit persönlichen Angelegenheiten behelligen mochte. anderweitig untergebracht. Die Aufstellung der Säulen und Jedoch der neueste Angriff der Bühnft" richtet sich gegen meine ihren ist ait die den dent Enden der Nasenflächen, Parteigeschichte oder, wie das Blatt sich in seiner verlogeneit Weise Straßenfrenzungen entsprechende Ansrundingen erhielten, vorausdrückt, gegen den offiziellen Siftorifer der Partei" und so bitte gesehen. Die Trinkhallen, und Bedürfnisanstalten sind dagegen mitten ich, mir eine Antwort im Vorwärts" gestatten zu wollen. in die Nasenflächen gesetzt und mit Buschwerk umpflanzt, so daß sie Die Ursache dieses neilen Angriffs ist folgende. Der Appell, dem Anblicke möglichst entzogen find. den ich in meiner Broschüre„ Herrn Hardens Fabelu" an das EhrIm weiteren Verlaufe ihrer Sibung genehmigte die Parke gefühl der Schriftsteller richtete, die an der Zukunft" mitarbeiten, deputation den Vorentwurf zum Neubau einer Unterkunftshalle hat reichlich den gewünschten Erfolg gehabt. Wer die Zukunft" im nebst zwei Bedürfnisanstalten für Frauen und zwei Bedürfnisanstalten für Frauen und Kinder im letzten Halbjahr darauf hin angesehen hat, kennt eine Reihe von Friedrichshain, und im Walded Part den Neubau eines Namen, die dem Blatte früher ein gewisses Relief gaben und nun Gerätschuppens mit einer Bedürfnisanstalt für Frauen und Kinder, Geehrte Kollegen! Wiehr als je ist es bei den diesmaligen Stadtverordneten- Wahlen notivendig, aus der Wertretung der Berliner Bürgerschaft alle zweifelhaften, alle unzuverlässigen Glemente fernzuhalten und charakterfeste Mämier zu Stadtverordneten zu wählen; Männer, die auch in fritischen Momenten fest und tren zum Volte stehen, die sich durch nichts beirren Taffen, die Interessen der werkthätigen Bevölkerung Verlins gegenüber den Interessen privilegierter Klassen zu vertreten. Wir appellieren ferner an alle, die man zwar zum Steuerzahlen für gut genug hält, denen aber der Berliner Magistrat im Gegensat zur Stadtverordneten- Versammlung das Kommunal- Wahlrecht, verweigert, weil sie nach Ansicht des Magistrats ,, teinent eigenen Hausstand führen und deshalb bon Sinne der Städte- Ordnung nicht nicht mehr da sind. Nur im Auslande behielt Herr Harden einen die Aufstellung eines Springbrumens im Humbolbhain, die ihm als selbständig im erachtet werden", troydem ein großer Teil von ihnen das gewissen Anhang, und so verfiel der in allen kapitalistischen Buffs Aufstellung von 3 Brunnen am Eingange des Friedrichshain, die viel wichtigere Reichstagswahlrecht auszuüben berechtigt ist. Auch erfahrene Mann auf den famosen Gedanken, sich als frisch Aufstellung eines Schmuckbrummens auf dem Lüpowplaze sowie die angestrichene Unschuld wieder vom Auslande importieren zu Aufstellung einer 7ständigen Bedürfnisanstalt an der Westseite des laffen: ein berühmter ausländischer Poet sollte ihn im südlichen Potsdamer Thores. Schließlich wurde Bestimmung geFeuil.ten einer großen ausländischen Zeitung befingen. Jedoch troffcit, daß die Dauer der Beleuchtung des Wasserfalles im Victoria das schöne Blänchen scheiterte, und zwar kurz vor dem verhängnisvollen part von jeyt an bis zum 15. Oktober vom Eintritt der Dunkelheit Oktoberwechsel. In seiner Verzweiflung entschloß sich Herr Harden, an zwei Stunden betragen soll. 612 940 Von der Einutahnte entals 900-3000 M. 3 245 370 M., bolt Lokales. diese Männer, denen die Weisheit des Magistrats bas Kommunalwahlrecht vorenthält, mögen bei den Stadtverordnetenwahlen ihre Schuldigkeit thut, wenn nicht als Wähler, so doch als tüchtige ahlagitatoren, als Agitatoren für die Wahl social. demokratischer Stadtverordneten. an abermals mit mir anzubinden, nicht jedoch indem er mir endlich Bei der Gemeinde Einkommenftener beträgt der Zugang für ,, Lasset die Kindlein zu mir kommen." auf die zweite Auflage von„ Herrn Hardens Fabeln" antwortete, das Steuerjahr 1898: 3 752 837,19.. ber Abgang 1 155 168,24 M., sondern indem er einem jener Professoren, auf die das gefliftgelte die Gesamteinnahmen 26 381 151,55 M. Die Rigdorfer Polizeiverordnung über die gewerbliche Be Wort des Königs Ernst August von Hannover zutrifft, die Spalten fallen auf Cenfiten mit einem Einkommen von mehr als 660-900 m. häftigung schulpflichtiger Kinder hat einen Teil der Bäckermeister Rigdorfs bereits veranlaßt, die bisher mit Herr Profeſſor Georg Adler übernahm dieſe Aufgabe um ſo fiber 3000 mt. 16 169 840 W., von juristischen Personen 5 3825 817 W., rag zu ersehen. In Lehrertreisen wird freilich Austragen von Frühstück beschäftigten Kinder lieber, als er dabei ein feines Geschäftchen machen und einen alten von Militärpersonen 98 737 W. und von Forensen 928 946 M. befürchtet, daß eine Umgehung der Polizeiverordnung Ladenhüter, den er schon vor Jahr und Tag in dem von dem anderen Professor Julius Wolf redigierten Stümmlingsorgan unter Neue Gemeindeschulen. Die vom Stadtbaurat Hoffman in Die vom Stadtbaurat Hoffmann in der Weise versucht werden wird, daß Mütter der beschäftigten Kinder als Austrägerinnen angestellt Ausschluß der Oeffentlichkeit veröffentlicht hatte, als funkelnagelnenes dem Magistrat überreichten Vorentwürfe zum Neubau einer Gemeinde- bisher und sich dann von ihren Kindern„ helfen" Original in die Zukunft" verhöfern konnte. Eben dies ist der Doppelschule in der Maldenserstr. 25/26, einer Gemeinde- Doppel- werden Ein anderer Teil der Rigdorfer Bäder, naEchimpfartifel, zu dem ich einige Bemerkungen machen möchte. schule in der Rügenerstraße, einer einfachen Gemeindeschule auf dem lasse it. ist entschlossen, den 1. Soll ich auf Bismard geschimpft" haben. Da die angebe Grundstück Waldemarstr. 77, sowie der specielle Entwurf zum Neubau ntentlich die Innungsmeister, lichen Proben, die davon gegeben werden, von Herrn Göhre in die einer Gemeinde- Doppelschule in der Wiclef bezw. Emdenerstraße Widerstand gegen die Verordnung fortzusehen. Hilfe" des Pfarrers Naumann verschleppt worden sind, so habe ich sind nach erfolgter Genehmigung seitens des Magistrats nunmehr In einer vor einigen Tagen abgehaltenen neuen Protestversammlung um Göhres und der Hilfe" willen mich darüber erklären zu sollen geglaubt der Stadtverordneten- Versammlung vorgelegt worden. 2013 der Bäckerimmung ist vorgeschlagen worden, sich an die Ver ordnung überhaupt nicht zu fehren. Man solle, und zwar in der„ Nenen Zeit", wo der schon seit mehreren Tagen in der falls es Strafmandate setze, richterliche Entscheidung Stuttgarter Druckerei befindliche Artikel demnächst erscheinen wird. rufen. Die Bäcker behaupten nach wie vor, ihr Gewerbe werde Ich weise darin nach, daß die Citate, wodurch meine Beschimpfungen" geschädigt, wenn es ihnen erschwert oder gar unmöglich gemacht Bismarcks bewiesen werden sollen, von Herrn Professor Adler entwerde, Kinder mit Der Parteitag für die Provinz Brandenburg dem Austragen von Frühstück zu bes weder schon in ihrem Wortlaut gefälscht oder aber in fälschender Die Verordnung wird von ihnen um so mehr als Absicht aus dem Zusammenhange meiner Darstellung gerissen tritt Heute um 12 Uhr mittags in dem Lokale des Herrn Stechert, schäftigen. worden sind.. Andreasstr. 21, zusammen. Sind die Verhandlungen und Beschlüsse Beeinträchtigung empfunden, da den Bäckern der Nachbar2., will mich der Schimpfartikel der Zukunft" und das ist dieser Konferenz auch nicht von der weittragenden Bedeutung, wie orte eine solche Beschränkung nicht auferlegt sei. fein hauptsächlicher Juhalt dadurch lächerlich machen, daß er die des Parteitages der Gesamtpartei, so wird diesem Provinzialtag Dieser Einwand ist nicht ganz von der Hand zu weifen, aber daraus folgt nicht, daß nun die Mixdorfer Verordnung, wie es die dortigen von mir gegen die Socialdemokratie gerichteten Schrift, die bor doch stets von allen Seiten ein großes Interesse entgegen ge- Bäder verlangen, wieder beseitigt oder mindestens gemildert werden 22 Jahren geschrieben und vor 20 Jahren zum letztenmal auf- bracht, weil er ein Bild giebt über den Fortschritt der Bewegung in muß, sondern daß eine allgemeine und einheit gelegt worden ist. Auf die Fälschungen, die da wieder mit unter der Provinz Brandenburg. Kommen doch hier die Delegierten der liche Regelung der Sache notwendig ist. Zulaufen, gehe ich nicht erst ein. Ich habe nie bestritten und mich Provinz zusammen und tauschen ihre Erfahrungen aus, die sie bei nächst sollte dessen auch noch keinen Augenblick geschämt, daß ich im Laufe zweier ihrer rastlosen Agitationsarbeit in den Streisen gesammelt. Aus ereignisreicher Jahrzehnte aus einem Socialistenfresser ein Socialist den Berichten der Delegierten wird von neuem erhellen, welche geworden bin. Das ist in der Partei hinlänglich bekannt, wie es Summe von den Partei Kleinarbeit jahraus jahrein bolt nicht minder bekannt ist, daß ich seit mindestens 15 Jahren, genossen der Provinz, nicht zum minbesten auch von denen erst als leitender Redacteur der Bolts Zeitung", bann als Mitarbeiter der„ Neuen Zeit" Verfasser einer der Hauptstadt geleistet wird. Zu Hunderten ziehen sie, die Send und wieder boten des Socialismus, hinaus bis in die entlegensten Winkel, und Reihe bon Schriften, mich redlich bemüht habe, gut zu machen, was ich vor 20 Jahren an der Arbeiterbeivegung bringen dem armen geknechteten Landproletariat geistige Speise und gefündigt haben mag. Daß eine solche Entwicklung überhaupt nur damit einigen Hoffnungsschimmer in ihr ditsteres Einerlei. Die Veraus Gründen der besseren Ueberzeugung möglich ist, ergiebt sich von handlungen werden Beuguis ablegen von dem Opfermit der Genossen, selbst; fette Biffen fallen allein bei der umgekehrten Entwicklung ab, die auch unter dem Zuchthauskurs des letzten Jahres ihre Pflicht wie Herr Harden am besten weiß, der über Nacht aus einem feurigen gethan haben und sich durch keinerlei Chicanen und Verfolgungen Bewunderer des proletarischen Emancipationstampfes zum Bis- haben abhalten lassen, für die Ausbreitung des Socialismus thätig märdischen Sauhirten geworden ist. 8., aber, um dennoch glaublich zu machen, daß ich aus un zu sein. Hoffen wir, daß auch die heutigen Verhandlungen und Tauteren Beweggründen zur socialdemokratischen Bartet fibergetreten Beschlüsse dazu beitragen mögen, die Ausbreitung unserer Lehren fei, schildert mich der Schimpfartikel der Zukunft" als einen fleinen zu fördern; und in diesem Sinne entbieten wir den Delegierten Rigdorfer Bädermeister recht, aber fie ich afft mehr Beschäftigung Tintentuli, der jedem zahlfähigen Blatte seine Dienste anbiete, möge unferen Gruß. Stellen aus meiner Parteigeschichte abdruckt neben Stellen aus einer = es übrigens nationalliberal, secessionistisch, fortschrittlich oder sociale man aber besonders in Beclin aus den Slagen der Rigdorfer Bäcker Veranlassung nehmen, auch hier so bald wie möglich auf dem Wege einer vorläufigen Verordnung eine nachdrückliche Beschränkung der Kinderausbeutung herbeizuführen. Am nächsten Donnerstag wird sich die Berliner Stadtverordneten Versammlung mit einem dahingehenden Antrage unferer Genossen zu beschäftigen haben. Wir werden sehen, wie sich die Ver sammlung dazu stellen wird. Hoffentlich kommen uns die Vertreter der Geldfac- Interessen in der Stadtverordneten- Versammlung aun nicht mehr mit dem alten, in dieser Bersammlung bis zum Ueberdruß oft vorgebrachten Eintvand, daß man nicht in die Elternechte eingreifen" dürfe. Durch solche Rücksichtnahme wird weniger das Intereffe unbemittelte. Gltern, als das eines profitgierigen Unterneğmertums gewahrt. Die Beschränkung oder Beseitigung der Kinderarbeit schmälert den Profit des Unternehmertums- barin haben auch die für Erwachsene und trägt so mit bei zur Hebung der wirta tschaftlichen Lage der besiglosen Klasse. Und noch eines darf die besig " die ihr Geld für solche Unternehmungen opfern. | lose Klasse von der endlichen Regelung dieser Frage erwarten, einen| Bewohner ungeschwächt fort. Kürzlich kam ein Ehepaar in der Nacht- Der in der Wanzlichstraße Hierselbst wohnhafte Arbeiter ButVorteil, der allein schon groß genug ist, um zur Bekämpfung der nach Hause. Es fand vor seiner Thür einen kleinen Scheiterhaufen borowski wollte an der Ecke der Hermann- und Münchenerstraße Kinderausbeutung anzuspornen: die Beseitigung der zahl aus leicht brennbaren Gegenständen regelrecht aufgebaut, wie es einen festgefahrenen Lastwagen wieder flottmachen helfen. Hierbei reichen und schweren Schädigungen an Leib und früher auch schon vor anderen Flurthüren vorgekommen ist. Am schoben die Pferde plötzlich den Wagen nach rückwärts, P. kam Seele, denen die proletarische Jugend bei ihrer folgenden Tage wurde eine im Hause wohnende Frau in einem infolgedessen zu Fall und geriert unter die Räder, die ihm ein Bein Erwerbsarbeit ausgesetzt ist. anonymen Briefe bei der Polizei als Thäterin bezeichnet. Es ergab vollständig zermalmten. Der unglüdliche Helfer wurde nach dem sich aber, daß dieselbe sich zu der fraglichen Zeit mit ihrem Ehe Brizer Krankenhaus gebracht, wo er bald darauf verstarb. In der Anklagefache gegen den Subdirektor der Kranken- mann in einem Badeorte an der Ostsee befunden hatte. Auch dem In der letzten Sihung der Briger Gemeinde- Vertretung taffe ,, Hilfe", Mar Urban, finden zur Zeit täglich Vernehmungen Verteidiger der L., Rechtsanwalt Dr. Grünfeld, gehen fortgesezt teilte der Vorsitzende, Gemeindevorsteher Regling, mit, daß der durch den Untersuchungsrichter statt. Die Angehörigen des An- Anzeigen in dieser Angelegenheit zu. Pfarrbrunnen total verjaucht sei und daher polizeilich geschlossen getlagten haben den Rechtsanwalts Dr. Grünfeld um UeberEinen tödlichen Absturz erlitt am Sonnabendabend der worden ist. Die Vertretung genehmigte die Anlegung eines neuen nahme der Verteidigung ersucht. Inwieweit die schreienden Klempner Heinrich Wernicke aus Nixdorf, Biethenstraße 31, der auf Brunnens. Eine Anzahl Grundbefizer in der Jahnstraße schulden Wizz stände, welche zweifellos in der Geschäftsführung M. der Gesellschaft bestanden haben, auf das Konto des Angeklagten dem Dache am Seitenflügel des Hauses Beuthstraße 4 bei Aus der Gemeinde seit 1891 ca. 2000. Pflasterkosten, ohne bisher Sämtlichen Schuldnern sollen Zahlungss zu schreiben sind, wird abzuwarten sein, jedenfalls haben solche beftanden. glücklich auf den Hof hinab, daß er mit gebrochenem Genic tot liegen befehle zugestellt werden. besserungsarbeiten beschäftigt war. Er glitt aus und stürzte so un- Bahlung zu leisten. Der Anschluß der Gemeinde Tausende von Mitgliedern haben ihren dreimonatigen Beitrag opfern blieb. Brizer Gaswerk Die Die Leiche des Verunglückten, der bei einem in der Kom- Buckow an das wird genehmigt. müssen, ohne im Erkrankungsfalle eine Unters stügung zu erhalten. Bei der Aufnahme mußten die Be- mandantenstraße 16 wohnhaften Klempnermeister beschäftigt war, ist Verwaltungsgehilfen Haupt, Pietsch und Just werden als GemeindeAssistenten lebenslänglich und mit Pensionsberechtigung angestellt. werber einen Fragebogen ausfüllen, in welchem sich auch die Frage nach dem Schauhause gebracht worden. befand, ob der Aufzunehmende früher an einer ernsten Krankheit Eine bedeutende Verkehrsstockung trat gestern zwischen 10 Das Anfangsgehalt wird auf 1200 m., das Höchstgehalt auf 2250 M. normiert. Zulagen von je 150 M. erfolgen von 3 zu 3 Jahren. gelitten habe. Diese etwas dehnbare Frage wurde zumeist verneint. und 11 Uhr am Spittelmarkt ein. Ein großer, schwer mit Ein Nachtragsvertrag mit der südlichen Vorortbahn wird debattelos Nach Ablauf von 3 Monaten nach ihrer Aufnahme gewannen die Bohlen beladener Wagen war an der Kreuzung der Pferdebahngenehmigt. Mitglieder erst ein Anrecht auf Unterstützung im Falle einer Schienen zusammengebrochen, so daß innerhalb weniger Minuten Erkrankung. Trat eine solche ein, so hatte das Mitglied sich an fast der ganze Pferdebahn- Betrieb an dieser Stelle gesperrt war, und Die Errichtung einer Apotheke in Britz ist jetzt vom Obers einen Vertrauensarzt der Gesellschaft zu wenden, dem aufgegeben die meisten Linien nach dem Schlesischen Thor und Treptow über präsidenten der Provinz Brandenburg genehmigt worden. war, gerade der Umstand einer etwa vorgekommenen früheren Er- den Moltenmarkt geleitet werden mußten. Der sofort requirierten Pankow. Der auf dem hiesigen Amtsbureau beschäftigte frantung festzustellen. Gelang dies, so teilte der Vorstand dem er- Feuerwehr gelang es nach fast einstündigem Bemühen, das Hindernis 16 jährige Hilfsschreiber 8. hatte schon seit längerer Zeit seine Einfrankten Mitgliede mit, daß er jedes Anrecht auf eine Unter- zu beseitigen. nahme dadurch zu vergrößern gewußt, daß er Privaten und Gestügung verwirkt habe, weil er den Fragebogen nicht gewissenhaft beantwortet habe. Eine Liebestragödie. In einem Hotel im Norden der Stadt schäftsleuten Kleinere Geldbeiträge abschwindelte. Unter Zuhilfenahme und immer wieder von uns geschilderten Praktiken noch Leute finden, die Modistin Klara Wilke, erschossen und dann sich selbst getötet. Das letzter Woche 60 Personen durch Vorspiegelung von allerlei erEs iſt bedauerlich, daß sich troß dieser immer hat der verheiratete Kellner Traugott Laue gestern seine Geliebte, des auf dem Amtsbureau befindlichen Telephone hat er allein in Baar war vor einigen Tagen in dem Gasthof als" Ingenieur dichteten Vorwänden geschädigt. Trotzdem der Water des 3. sofort Die Mörder der Gips- Schulten ergriffen. Eine Botschaft, Theodor Lange aus Bergen am Rhein und Frau" ab- den Geschädigten das Geld zurückerstattete, wurde der Finanzdie kaum noch erwartet werden konnte, hat die hiesige Polizeibehörde gestiegen und hatte sich in keiner Weise auffällig gemacht. fünstler entlassen. Er sieht außerdem seiner Bestrafung entgegen, aus der Hauptstadt Brasiliens erhalten. Das offiziöse Telegraphen- Gestern nachmittag hörte man plötzlich aus dem von ihnen da das Amt Strafantrag gestellt hat. bureau meldet nämlich: Die benach bewohnten verschlossenen Zimmer zwei Schüsse. Auf den Linien der westlichen Vorortbahn wird mit dem Laut einer dem königlichen Polizeipräsidium aus Rio de richtigte Polizei ließ die Thür öffnen und fand beide Per- neuen Winter Fahrplan für die Strecke Nollendorfplatz- Kurfürstensonen tot. Das Mädchen zeigte eine tödliche Verlegung in der linken danım- Halensee- Hundekehle, auf der gegen Ende dieses Monats Janeiro zugegangenen Meldung ist daselbst der Schuhmacher Schläfe, der Mann hatte sich in die rechte Schläfe geschossen. Der der elektrische Betrieb endlich wird eingeführt werden können, statt Gönczi nebst Frau, welche wegen des Mordes an der Frau Revolver, aus dem vier Schüsse abgegeben waren, lag auf dem Fuß der jetzt nur halbstündlichen Wagenfolge zwischen dem NollendorfSchulze und ihrer Tochter verfolgt werden, ergriffen worden. boden. Die Polizei beschlagnahmte einen Brief an die in der LützowBeide gaben ihre Identität zu, bestritten aber, die That begangen zu straße wohnhafte Ehefrau, worin Laue erklärt, daß er ohne die Wilke play und Halensee von 6 Uhr früh bis 10 Uhr abends ein regelhaben. Die Angaben Gönczis und seiner Frau widersprechen jedoch nicht leben könne, und daß beide, da eine Vereinigung nicht möglich mäßiger 15 Minuten- Verkehr und dann bis 12 Uhr nachts noch ein erschien, gemeinsam in den Tod gegangen wären. Laue lebte schon Halbstundenverkehr eingerichtet werden. Auf der bisherigen HauptDie durch ihren Geiz und ihre Unverträglichkeit allgemein ver- einige Beit von seiner Frau getrennt, die für ihren Unterhalt selbst linie der Westlichen": Zoologischer Garten- Nollendorfplatz- Schöne haßte Hausbefizerin Frau Schulze führte mit ihrer erwachsenen sorgen mußte. In der letzten Zeit hatte Laue eine Stellung in einem berg- Steglitz wird eine ganz neue Linie von Bedeutung eingeschoben, die vom Wannsee- Bahnhof Großgörschenstraße" durch Tochter im Hause Königgrägerstr. 35 ein Sonderlingsdasein. Die Gasthof in Bergen a. N. als Oberkellner. die Bahn-, Haupt- und Friedenauerstraße ebenfalls nach Friedenau Leichen der beiden Frauen wurden am 23. August 1897 im Keller des Straßensperrungen. Die Flottwellstraße von der Lützow- bis und Steglitz führen und die Endstrecke der wichtigen neuen Linie Hauses aufgefunden. Sie waren mittels scharfer und schwerer In- zur Stegligerstraße( einschließlich des Kreuzdammes der letzteren) Berlin- Linkstraße- Dennewigstraße- Schöneberg- Steglitz bilden strumente durch Schläge auf den Kopf getötet worden; ihre Körper wird bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt, desgleichen wird. hatte der Mörder mit schwarzer Wachsleinewand umwickelt und dann die Linkstraße von der Botsdamer- bis zur Eichhornstraße, die in genagelte Stiften verpadt, auf die Erde geschüttet worden Heidereutergasse und die Lüzowbrücke. war. Es wurde bald ermittelt, daß die That schon am 14. August verübt sein mußte; und als Mörder konnte, wie weiter bald feststand, nur das Ehepaar Gönczi in Betracht kommen, das im Parterre des Hauses ein Schuhwarengeschäft betrieben hatte und seit dem Tage des Verbrechens verschwunden war. Die Spuren des Baares ließen sich bis nach Brüſſel verfolgen, wo die Beiden am 25. Auguſt ihr Gepäck vom Bahnhof hatten abholen lassen. Weiter fehlte jedoch jeder Anhalt über ihren Verbleib. Der immerhin seltene Fall, daß die Thäter und die Umstände des Mordes allgemein bekannt waren, und demnach der Polizei jegliche Möglichkeit zu fehlen schien. die Schuldigen zu faffen, erregte seiner Zeit bedeutendes Aufsehen and führte hauptsächlich zu dem allerdings wohl nicht besonders gelungenen Versuch, die Kriminalpolizei zu reorganisieren". Im Hinblick auf die Peft in Oporto hat der Regierungspräsi Ueber die Einzelheiten der Verhaftung erfahren wir noch: Die Gesundheit) vertreten sein. Ueber die Bedingungen, unter denen sich Nachforschungen nach dem Raubmörder und seiner Fran wurden, so die Umsetzung der Naturkräfte vollzieht, wird Professor R e uleaug dent in Potsdam vorbehaltlich der Zustimmung des Bezirksaussichtslos sie auch erscheinen mochten, ununterbrochen mit Eifer be- sprechen und hierbei im besonderen die Entwickelungsgeschichte der ausschusses für den Umfang des Regierungsbezirks eine Verordnung trieben. Am 11. Juli erhielten alle deutschen Konsulate in aller Dampfmaschine darstellen, während die Elektrotechnik in einem erlassen. Danach ist jede Erkrankung und jeder Todesfall an Pest Herren Länder eine Bekanntmachung über den Aufsehen erregenden Vortrag des Direktors Dr. P. Spies( Die Geschichte des elektrischen( prientalischer Beulenpest) sowie jeder pestverdächtige Fall unverzüglich Raubmord und eine genaue Beschreibung des flüchtigen Ehepaares Stromes) zur Geltung kommen wird. Herr Professor Graes aus der zuständigen Polizeibehörde anzuzeigen. Zur Anzeige find ver in zwölf Sprachen. Darauf ging hier am 9. August vom Konsul München wird das Thema," Sichtbare und unsichtbare Strahlen" pflichtet: der behandelnde Arzt, jede sonst mit der Pflege des ErBerife aus Curtiba, einer Industriestadt Brasiliens, die etwa behandeln, der geistvolle Leiter der Siemens'schen Werke, Professor frankten beschäftigte Person, sowie jeder Haushaltungsvorstand, in 100 Meilen von Rio de Janeiro entfernt ist, die Mitteilung ein, udde, hat es übernommen, die allmähliche Wandlung, welche dessen Behausung sich der Krankheits- oder Todesfall ereignet hat. daß in Curtiva ein Ehepaar gesehen worden sei, ouf das die sich in unserer Anschauung über das Wesen der Elektricität Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 60 M. bestraft Beschreibung Gönczis und seiner Frau passe. Sogar der Spitz, den vollzogen hat, zu schildern und Professor Nernst aus Göttingen bezw. mit entsprechender Haft. einander. " Kulturfortschritt. Zwei Ochsentreiber auf Fahrrädern erregten am Donnerstag in Potsdam allgemeines Aufsehen. Sie kamen aus einem Dorfe der Umgegend und zogen die Tiere, die da durch eine etwas beschleunigtere Gangart anschlagen mußten, an am Stricken nach sich. Gewerbegerichtswahlen in Potsdam. Bei den Ergänzungs Die bereits von uns erwähnten Vorträge, durch welche die Gesellschaft Urania" die Fortschritte der Naturwissenschaften im neunzehnten Jahrhundert darzustellen beabsichtigt, werden Donnerstag, den 5. Oktober, ihren Anfang nehmen. An erster Stelle ſpricht Fritjof Nansen" leber die Fortschritte der Polarforfour gewahlen der Beifizer zum Gewerbegericht siegten in Potsdam aus und diesem Thema reiht sich ein weiteres geographisches Ueber die den Kreisen der Arbeitnehmer die Kandidaten der Socialdemo Lehre von der Entwickelungsgeschichte der Erde" an, dessen Behand- tratie mit über 100 Stimmen Majorität über die von den Gewerklung der Wiener Geograph, Professor Bend, übernommen hat. vereinlern aufgestellten Kandidaten, deren Hauptanhänger, die Das biologische Gebiet wird durch Vorträge des Geheimrats Pro: Eisenbahn- Werkstättenarbeiter, meistens der Wahl fern blieben. Von feffor Waldeyer( Die Erforschung des Nervensystems und ihre den Arbeitgebern siegten die Kandidaten des Vereins für Handel und Lebewesen) und des Professors Rubner( Der Kampf um die Gewerbe. das Ehepaar von hier mitgenommen hatte, war bemerkt worden, wird auf die Entwicklung des Beleuchtungswesens näher eingehen. And dem Hertha- See im Grunewald ist die Leiche einer unals die Frau ihn reinigte. Die Verfolgten mußten aber wohl Auch die Chemie wird durch die Vorträge von Professor Ramsay bekannten Frau gelandet worden. Die Ertrunkene mag etwa 30 irgendwie wahrgenommen haben, daß sie beobachtet worden waren. aus London( Die Erforschung der Atmosphäre) und Profeffor itt bis 35 Jahre alt gewesen sein, ist 1,55 Meter groß, hat rötliches Professor Förster Plötzlich waren sie verschwunden. Man vermutete gleich, daß sie( Geschichte der Farbenindustrie) vertreten sein. Haar und schlechte Zähne und trug ein graues wollenes Kleid, fich nach Rio de Janeiro gewandt hätten, um dort unterzutauchen; wird die Erforschung des Himmels in einem Vortrage behandeln einen braunroten, wollenen Unterrod, ein weißes Hemd mit dem diese, Vermutung hat sich jetzt bestätigt; gestern abend traf hier und über die Errungenschaft, die unserem Jahrhundert ausschließlich Beichen E. D., lange braune Strümpfe, Tuchschuhe, einen schwarzen beim Polizeipräsidium eine Stabeldepesche des Konsuls Baver aus angehört, die Photographie, wird Herr Profeſſor Fritich( Ein Sammethut mit schwarzem Bande, zwei Handschuhe und ein weißes Rio de Janeiro ein, daß dort Gönczi und seine Frau festgenommen halbes Jahrhundert der Lichtbildkunst) sprechen. Das ausführliche Taschentuch mit dem Zeichen H. W. Rekognoscenten wollen sich worden sind. Beide haben auch ihre Identität mit den Verfolgten Programm über diese Veranstaltungen wird in der„ Urania" auf an den Gutsvorsteher von Grunewald, Wernerstr. 3, wenden. vor den dortigen Behörden eingeräumt, leugneten jedoch, bei dem Wunsch verabfolgt. Raubmorde beteiligt zu sein. Dieses Leugnen wird ihnen natürlich Auf der„ Treptow Sternwarte" wird Sonntag Herr Professor nichts nügen. Denn es giebt wohl keinen Fall in der Geschichte der Gustav Amberg nachmittags um 5 und 7 Uhr einen Experimentalvortrag Kapitalverbrechen, in dem ein bündigerer Judicienbeweis geführt über Spectralanalyse" halten, mit besonderer Berücksichtigung ihrer AnMit dent Riesenrefraktor wird werden könnte, als in diesen. Das Auslieferungsverfahren erfolgt wendung bei der Erforschung der Gestirne. nach dem Vertrage, den das Deutsche Reich unterm August 1874 mit der Mond von 6 Uhr nachmittags bis 12 Uhr nachts beobachtet. Brasilien abgeschlossen hat; die Verhandlungen werden durch die hiesigen Justizbehörden und die Brasilianische Gesandtschaft ge= pflogen. Durch die Ergreifung Gönczis wird nun voraussichtlich auch der Civilprozeß entschieden werden können, der um den Nachlaß der Gips- Schultzen vor den Berliner Gerichten schwebt. Es handelt fich bei der Geltendmachung der Ansprüche der verschiedenen Erben um die Feststellung, welche von den beiden ermordeten Frauen die andere überlebt hat. Auf diese Frage wird nun der Mörder selbst zu antworten haben! Aus den Nachbarorten. Zur Lokalliste. In Baumschulen weg stehen jetzt der Arbeiterschaft sämtliche Lokale zur Verfügung. Herr Ernst Schulz ( Restaurant zur Baumschule) hat sich verpflichtet, sein Lokal zu allen Bersammlungen zur Verfügung zu stellen. Die Lokalkommission. Gerichts- Beitung. Die Straßenpolizei. Eine Sachbeschädigung eigener Art führte gestern den Kaufmann Alfred Konitowsti vor die 134. Abteilung des Schöffengerichts. Am Nachmittage des 16. Juni ging der Angeklagte durch die Friedrichstraße. Ihm fiel eine bekannte Persönlichkeit auf: der Druckschriftenhändler Neumann ging wie gewöhnlich auf dem Straßendanum, unmittelbar neben dem Bürgersteig auf und ab und hielt den Vorübergehenden seine antisemitischen Druckschriften entgegen. In einer Hand hielt er ein Plakat bis zur Gesichtshöhe empor, welches die mit fetten Lettern gedruckten Worte:„ Die Die Lokalfommission zu Spandau ersucht uns um folgende Juden sind" und darunter zwei Schweine zeigte. Der Angeklagte, Mitteilung: In der Donnerstagsnummer des" Vorwärts" befindet welcher jüdischen Glaubens ist, ärgerte sich über das Plakat, mit sich ein Inserat des Herrn Freund in Pichelswerder. Dies Lokal raschem Griff entriß er es dem Händler, zerriß es in fleine Stücke Polizeilich verboten wurde auch den Komikern und Sängerinnen steht nicht auf der letzten Lokalliste, ebenso die Lokale von Feuer und warf die Fezen auf den Straßendanimi. Neumann folgte ihm in verschiedenen Berliner Specialitätenlokalen der Vortrag von jo- heerd, Scharfe Lante, Golz, Pichelsdorferstraße, sowie und veranlaßte seine Feststellung durch einen Schuhmann. Der Angenannten Dreyfus Couplets". Es verfielen meist nur limtsch ebendort. Die Berliner Parteigenossen wollen dieses bei geklagte gab den Sachverhalt unumwunden zu. Die Zeugen beeinzelne, sich in scharfen Worten gegen die französischen Generale ihren Ausflügen beachten. tumbeten, daß durch den Druckschriften Händler Neumann und Richter wendende Strophen der Censur, vereinzelt ist jedoch auch das Singen von Dreyfus- Couplets überhaupt inhibiert worden. Schmargendorf. Die Parteigenossen werden auf die am fast täglich Aufläufe in der Friedrichstraße hervorgerufen würden. Der Staatsanwalt verkannte. nicht, daß der Angeklagte Auffallend ist es, daß die Censur nach dieser Richtung hin erst seit Dienstagabend im Wirtshaus Schmargendorf stattfindende Verdem Urteil von Rennes datiert und auch Couplets untersagt wurden, sammlung des Arbeiter- Bildungsvereins aufmerksam gemacht und Grund hatte, in Erregung und Zorn zu geraten, aber ein Recht, so zu handeln, wie er gethan, fönne ihm nicht zugesprochen werden. die vor dem zweiten Dreyfus- Prozeß austandslos" gesungen werden um zahlreiches Erscheinen ersucht, Er beantrage gegen ihn eine Geldstrafe von 5 M. Der Verteidiger, durften. Die läppische Verhinnielung des Kapitäns Dreyfus und Schöneberg. In der bei Obst, Grunewaldstraße 110, ftatt- Rechtsanwalt Dr. Davidsohn, trat mit Wärme für die Freis das Gebelfer auf Frankreich nahm sich in den Berliner Tingeltangeln findenden Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins werden fprechung des Angeffagten ein. Die Ehre desselben sei durch gewiß widerwärtig genug aus. Aber in Sachen des Geschmacks Vereinsangelegenheiten verhandelt. das beschimpfende Plakat auf das empfindlichste verlegt worden und erscheint uns die Polizei wahrlich nicht als die geeignete Schiedsrichterin. Lichtenberg- Friedrichsberg. Der Wahlverein hält Dienstag- er habe nur in erlaubter Notwehr gehandelt, wenn er den beleidi abend 9 Uhr bei Banten, Frankfurter Allee 174, eine wichtige genden Gegenstand mit Gewalt beseitigte. Sollte der Gerichtshof möge durch Fest Kenntnis, daß beim bevorstehenden Quartalswechsel der Umzug erst Besuch agitieren und dahin wirfen, daß der Verein an Mitglieder werden, daß der Fall sehr milde läge. Der Gerichtshof folgte dem Zum Wohnungswechsel bringt das Polizeipräsidium zur Generalversammlung ab. Die Parteigenossen wollen für zahlreichen aber zu einer Berurteilung fommen, am 2. Oftober beginnt, da der 1. Oftober auf einen Sonntag zahl zunehme. Die kommunalen Zustände erfordern die regste legteren Antrage und erkannte auf eine Geldstrafe von 3 M. Von fällt, an dem nach dem§ 3 des Gesetzes vom 30. Juni 1834 Wirksamkeit. dem Vorhandensein einer Notwehr könne keine Rede sein, denn es ( G..S. S. 92) die Umzugspflicht ruht. Bei fleineren, aus höchstens würde zu sonderbaren Konsequenzen führen, wenn jemand jeden zwei Zimmern mit Zubehör bestehenden Wohnungen muß der Umzug bereits am 2., bei mittleren, aus drei oder vier Zimmern Gegenstand, durch den er sich belästigt oder beleidigt fühle, ohne weiteres vernichten dürfe. Der Angeklagte hätte bei der Polizei und Zubehör bestehenden Wohnungen am 3. mittags 12 Uhr, und bei großen, mehr als vier Wohnzimmer umfassenden Wohnungen am Niederschönhausen. Das Lofal von Schäffer, Lindenstraße 43, Schutz und Hilfe nachsuchen sollen. Gegen das abwartende Verhalten, das die Polizei dem anti4. Oftober, mittags 12 Uhr, beendet sein. steht der Arbeiterschaft zur Verfügung. semitischen Druckschriftenhändler gegenüber einnimmt, troßdem durch Die sonderbaren Vorfälle, durch welche die Bewohner des Aus Rigdorf. Der„ Graphologe", Kaufmann und Inseraten- ibu tagtäglich im verkehrsreichsten Teil der Friedrichstraße AufHauses Neue Königstr. 60 seit Ostern in Unruhe und Aufregung erhalten acquisiteur Bruno Koniezny, über dessen umfangreiche Schwindeläufe verursacht werden sollen, ist an sich gewiß nichts einzus werden, machen der Polizei viele Umstände. Ob die Verdächtigte, Ieien, besonders auf dem Gebiete des Juseratenwesens, wir seiner wenden. Eine Verkehrsfreiheit, wie sie etwa in London üblich ist, das 17jährige Dienstmädchen Bertha 2., wirklich diejenige ist, welche Beit ausführlich berichteten, ist fürzlich in Nürnberg auf Grund des wäre auch für Berlin selbst dann zu wünschen, wenn sie einzelnen die Rolle des unsauberen Kobolds gespielt hat und noch spielt, von der Staatsanwaltschaft des Landgerichts II Berlin gegen ihn empfindsamen Israeliten auf die Nerven schlagen sollte. Nur harmoniert diese polizeiliche Zurückhaltung sehr schlecht mit scheint immer unwahrscheinlicher zu werden, denn in Briefen ohne erlassenen Steckbriefes verhaftet und nach Rigdorf transportiert Unterschrift, welche fortgesetzt bei der Polizei einlaufen, wird bald worden, wo er sich wegen Betruges und Unterschlagung vor dem dem Vorgehen, das die Sicherheitsbehörde anzuwenden beliebt, Das Urteil lautete auf sechs wenn Arbeiter auf der Straße Streitposten aus die eine, bald die andere Person als die Thäterin bezeichnet. Es Schöffengericht zu verantworten hatte. müssen immer neue Ermittelungen angestellt werden. Inzwischen Monate Gefängnis. Gestern wurde K. nach Nürnberg zurück- stellen. Diese werden mit einem Eifer, als ob es sich um die dauerte der Unfug in dem bezeichneten Hause trotz aller Wachsamkeit der transportirt, da er auch dort noch ein Straffonto zu begleichen hat. Ergreifung von Raubmördern handelte, auf Grund des groben Paufow. Der nächste Leseabend des Arbeitervereins findet am Dienstag bei Störr, Mühlenstr. 24, statt. Freiwaldt wird über: Moderne Dichter und Dichtungen referieren. fo zu erkennen gegeben Unfug sparagraphen oder der Straßenpolizei- Ver-[ für Arbeitnehmer darlegte. Des besonderen hob Referent herbor, sprach man sich durchweg befriedigend aus. Jin Mittagsverkehr war Roggen ordnung im Handumdrehen zur Strede gebracht! daß man auch Sorge tragen müsse, Arbeitgeber- Beisiger aus den bevorzugt, für den größere Kaufaufträge am Markt blieben. Weizen auf Nach einem eingehend begründeten Erkenntnis des Kammer- Reihen der parteigenössischen Kleinmeister durchzubringen, da diese Amerifa erholt. Hafer in guter Qualität begehrt. An den letzten Tagen Am Spiritusmarkt hoben sich Termine auf Deckungen und Käufe gerichts, welches die„ Deutsche Juristen- Zeitung" veröffentlicht, be- auf Grund ihrer Praxis am besten Gewähr bieten, ein Sach- machte sich wieder einmal regers Intereffe geltend. Rüböl behauptet. steht ein Recht der Polizei, bestraften Personen das vorüber verständigen- Urteil resp. Gutachten bei Zwiftigkeiten zwischen Arbeit des Synditats um 0,20 M. Im Locoverkehr wurden 70er mit 43,70 M. gehende Verweilen an bestimmten Orten zu verbieten, in gebern und Arbeitnehmern zu fällen, weil diese auch selbst mit werk-(+ 0,30) gehandelt. Am Markte waren ca. 28 000 Liter. thätig sind; so z. B. ein Gutachten über Verbot der Beschäftigung Städtischer Schlachtviehmartt vom 16. September 1899. Preußen nicht mehr. schulpflichtiger Kinder usw. Als Beisiger wurden die Kollegen Zum Verkauf standen: 3204 Rinder, 1155 Rälber, 12 155 Schafe, Kraft, wittig und Schulz( Puzer) gewählt. Nach Aufforde- 8807 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht in Mark( berung zum Besuch der Versammlungen des Vereins„ Vorwärts" bezw. ziehungsweise für 1 Pfund in Pfennig). Für Rinder: Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt Beitritt und regerer Beteiligung an den Gewerkschafts- Versammlungen 62-66, b) junge fleischige, nicht ausgemäſtete und ältere ausgemäſtete erfolgte Schluß der Versammlung. 56-60, c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 54-55, d) gering genährte jeden Alters 50-53. Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 58-62, b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 53-57, c) gering genährte 50-53. Färsen und Kühe: a) voll: fleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts b) voll: fleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 54-55, c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere ühe und Färsen 52-53, d) mäßig genährte Kühe und Färsen 51-53, e) gering genährte Kühe und Färsen 48-50. Kälber: a) feinste Mast tälber( Bollmilchmast) und beste Saugtälber 71-73, b) mittlere Waſtfälber und gute Saugtälber 67-70, of geringe Saugfälber 61--66, d) ältere, gering genährte Kälber( Fresser) 46–52. Schafe: a) Mast lämmer und jüngere Der Polnacr Mädchenmord- Prozeß verursacht in Kuttenberg und Bolna große Aufregung. Obwohl in der Anklage von einem „ Ritualmord" keine Rede ist, sprechen alle Zeugen die Ueberzeugung aus, daß die Anna Bruza von den Juden zu rituellen Zweden geschlachtet sei. Mehrere Geschworene sollen diese Ueberzeugung teilen, selbst die Gerichtsärzte, die den Leichnam untersuchten, geben die Möglichkeit zu, daß die Bruza von mehreren Personen überfallen, durch Schläge auf das Hinterhaupt betäubt, mit einem Strick stranguliert und zuletzt durch einen Halsschnitt getötet sei, wonach man ihr Blut aufgefangen habe. Ein gestern Abend eingelaufenes Telegramm meldet, daß die Schuldfrage wegen Meuchelmordes von den Geschworenen mit 11 gegen 1 Stimme verneint, die Eventualfrage wegen Mitschuld am Meuchelmord mit allen 12 Stimmen bejaht wurde. Der Gerichtshof verurteilte Hilsner zum Tode durch den Strang. Versammlungen. Eine Baudeputierten- Versammlung der Maurer tagte am Freitagabend bei Zubeil. Bömelburg referierte über die Frage des Arbeitsnachweises für das Maurergewerbe. Er geißelte unter anderem die von dem Arbeitgeberverband geplanten einseitigen Arbeitsnachweise mit Entlassungsscheinen. Sollten die hiesigen Arbeitgeber einen solchen zu gründen versuchen, so haben wir den selben einfach zu ignorieren. Ein Arbeitsnachweis könne nur den Zweck der Arbeitsvermittlung haben, aber niemals dürfe derselbe von einer Partei als Stampfmittel benutzt werden. Des weiteren wurde bekannt gegeben, daß die 18. Kommission die Frage des Arbeitsnachweises bis zur nächsten Sigung, Mitte Oktober, vertagt hat, in welcher diese Frage endgültig ihre Erledigung finden Bis dahin sollen auf beiden Seiten Beeinflussungen nach dieser Nichtung nicht stattfinden. Sodann erstattete Dähne einen Situationsbericht über die hiesige Puzer- Bewegung und gelangte folgende Resolution zur einstimmigen Annahme: soll. Die heute tagende Versammlung der Baudeputierten der Maurer Berlins und der Umgegend bringt der Lohnbewegung der hiesigen Buzer volle Sympathie entgegen und verpflichtet sich, alle moralischen Mittel anzuwenden, denselben zu ihrem Siege zu ver helfen. Die Baudeputierten wollen hauptsächlich dafür sorgen, daß Buzarbeiten, welche bisher nur von den Buzern gefertigt wurden, während der Bewegung derselben von den Maurern unter feinen Umständen in Angriff genommen, oder in Folge des Ausstandes liegen gebliebene Arbeiten nicht von unseren Kollegen fertig ge stellt werden dürfen. Des weiteren gelangte ein Antrag zur Annahme, wonach bei zukünftigen Baudeputierten- Versammlungen jeder Deputierte fich durch die letzte Quittung zum Streitfonds zu legitinieren hat. Das mit die Kollegen des Baues eine Kontrolle über ihre Baudeputierten haben, soll beim Eintritt in die Versammlung die Quittung auf der Rückseite mit einem Stempel versehen werden. Behufs schneller Erledigung etwa ausbrechender Differenzen, die ihren Grund in der Nichtinnehaltung der Vertragsbestimmungen haben, wurden die Depu tierten aufgefordert, die Differenzen auf dem schnellsten Wege der Verbandsleitung zu melden. Rigdorf. In einer öffentlichen Versammlung, zu welcher der Stadtverordnete Rezerau das Referat übernommen hatte, nahmen am 13. d. M. die Maler und verw. Berufsgenossen zu dem zu errichtenden Gewerbegericht Stellung. Der Referent schilderte in interessanter Weise die schweren Kämpfe der Rigdorfer Arbeiter schaft um Errichtung eines solchen Gerichts schon bevor Rigdorf Stadt wurde. Er erläutert dann eingehend das in der betreffenden Stommission beschlossene Ortsstatut, die diesbezüglichen reichsgesetzlichen Vorschriften und die Vorschriften am Tage der Wahl. Er ersucht dann die Anwesent., in Anbetracht der Wichtigkeit dieses Gerichts, schon als Einigungsamt bei gewerblichen Streitigkeiten, in der fein. Vermischtes. In Stendal entgleiste Sonnabendvormittag 11 Uhr bei der Einfahrt auf Bahnhof Stendal der Güterzug 4051. Die entgleiste Maschine bohrte sich tief in die Erde ein. Ein Packwagen und zwei Güterwagen wurden demoliert; ein Zugführer leicht verletzt. Drei von der Station ausfahrende Personenzüge konnten die Station nicht verlassen; auch die Seitengeleise sind infolge des Unfalles gesperrt. Masthammel 63-65, b) ältere Masthammel 55-59, c) mäßig genährte Hammel und Schafe( Merzschafe) 47-53, d) Holsteiner Niederungsschafe( Lebendgewicht) 25-31.- Schweine: a) vollfleischige, der feineren Raffen und deren Krenzungen im Alter bis zu 1 Jahren 50, b) Stäjer 48-49, c) vollfleischige 48-49, d) gering entwidelte 46-47, e) Sauen 44-45. Das Kindergefchäft wickelte sich glatt ab, es bleibt wenig Ueberstand. Der ganz langsam, es bleibt Ueberstand. Der Schweinemarkt verlief ruhig und Kälberstand gestaltete sich ruhig. Bei den Schafen war der Geschäftsgang wird voraussichtlich geräumt. 210 Aus Rastenburg wird vom 14. September berichtet: Ein Unteroffizier und vier Gemeine von dem in der Umgegend einquartierten Füfilierregiment Nr. 33 wurden gestern abend als Ruhrtrante ins hiesige Militärlazarett eingeliefert. Im Laufe des heutigen Tages erfolgte die Einlieferung von weiteren acht Soldaten, welche mit den Erkrankten in einem Quartier gelegen hatten. Bei sechs der kranken Soldaten ist die rote Ruhr durch die Aerzte festgestellt worden; die anderen sind ruhrverdächtig und bleiben zur Beobachtung bis auf weiteres in der Krankenanstalt. Man nimmt an, daß die Erkrankungen auf schlechte und unsaubere Quartiere zurückzuführen sind. In Bohiebels bei Rastenburg ist Wir bitten, bei jeder Aufrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahn übrigens die rote Nuhr amtlich festgestellt worden. Selbstmord eines Grafen. Mittwochnachmittag wurde in dem Schilleningker Walde bei Tilsit der Rittmeister Graf v. Rittberg vom Dragoner- Regiment Prinz Albrecht von Preußen er schoffen vorgefunden. Der Leichnam wurde bis zur Ankunft der Gerichtskommission militärisch bewacht. Die Kommission stellte fest, daß Rittberg Selbstmord begangen hat, und zwar durch Erſchießen mittels eines Revolvers. Die Kugel ist in die linke Brusticite gedrungen, Das Pferd des Entleibten fand man an dem Thatorte der 5. Eskadron. Ueber das Motiv der That ist näheres nicht bean einem Baum angebunden. Graf Rittberg war Eskadronschef fannt geworden. Rettung Schiffbrüchiger. Der Dampfer der HamburgAmerika- Linie Alesia", Kapitän Knuth, rettete auf der Steise von Amoy nach Shanghai 10 Mann von der Bejagung der englischen Bark Kitty", welche die„ Alesia" auf Wrackstücken treibend antraf. Auf der Bahnstrecke Belgrad- Nisch ist der Tunnel bei Ralja vorgestern nacht geborsten und teilweise eingestürzt. Infolgedessen ist der Verkehr auf der Linie unterbrochen. Orient- Expreßzug konnte gestern nicht paffieren. Marktpreise von Berlin am 15. September 1899 nach Ermittelungen des fgl. Polizeipräsidiums. Weizen *) Roggen 4,- 350 Aale Der 1,10 Briefkasten der Redaktion. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll und die letzte Abonnementsquittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beant wortet und schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Heinze. Kommen Sie event. mit dem Mietskontrakte in die juristische Sprechstunde. A. Richter. Solche Mitteilungen werden gern aufgenommen, wenn Freitag abends von 6 bis 8 1hr statt. sie von der Organisation beglaubigt find. 150 m., jo ist Ihre Schwester an den mündlichen Vertrag nicht gebunden, sonit G. G. Rigdorf. Nein.- C. S. 5. Betrug die Jahresmiete über um wen es sich handelt, ja. 8.. 1. War das Andenten eines Verstorbenen gleichviel, dadurch beschimpft, daß er wider besseres Wissen eine unwahre Thatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben bei seinen Lebzeiten verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet gewesen wäre, wird mit Gefängnis bis zu 6 Monaten Sp. 11. Briefliche Auskunft erteilen wir nicht. bestraft. 2. Noch nicht. 5. D. 3. Wenn Sie ihm nicht mitgeteilt haben, daß er ausscheidet: ja. Schönholz 100. 1. Da Jahresmiete vereinbart ist, so gilt der Vertrag auf ein Jahr und verlängert sich um je ein Jahr, wenn er nicht spätestens in den ersten drei Tagen des letzten Mietsjahrquartals( in Ihrem Falle also bis am 3. Januar) gekündigt ist. 2. Nein. Streitfrage NeuWeißensee. Nach Beendigung der Nede. – 3. 28. 1. Legen Sie in eineut Schriftsatz an das Gericht den Sachverhalt dar, beantragen die Bestrafung des Betreffenden, geben eventuelle Zeugen( den Hauswirt?) unter Dar legung, was er bekunden soll an und beantragen die Ladung der Zeugen zum Termin. 2. Mit der Civilflage fönnen Sie warten. F. F. 165. Wenden Sie sich direkt an den Konsul oder an das Auswärtige Aut. Witterungsübersicht vom 16. September 1899, morgens 8 1hr. Wetter Stationen D.- Ctr. 15,30 14,40 Schweinefleisch 1 kg 1,60 14,90 13,80 Kalbfleisch 1,60 " Futter- Gerste Hafer gut 13,30 12,50 Sammelfleisch " " 1, 1,60 1, 15,20 14,60 Butter 2,60 2, mittel 14,50 13,90 Gier 60 Sind 4,50 2,60 " " 13,80 13,30 Starpfen 1 kg 2,20 1,20 2,80 1,20 Stationen " " 6,50 3,90 Bander 2,60 0,90 " " 40, " 25, Hechte " 2,20 1,20 50, 25, Bariche " " 1,80 0,80 70, 30, Schleie " P 2,50 1,20 Swinemde. 754 S 3 bedeckt 7, 5, Bleie 1,60 1,20 Strebje 1,20 1, 1,40 per Sjof 12, 0,80 bamburg 2,- Berlin Wiesbaden Dünchen 750 SSD 754 SO 754 NW 759 SW 2 bedeckt 1 Regen 2 wolfig 11 Baris Wien 760 2 wolfenl 13 gering Richtstroh Heit 1) Erbsen Speiscbohnen Linsen Kartoffeln, neue dindfleisch, Keule 1 kg do. Bauch " *) Ermittelt pro Tonne von der Centralstelle der Preuß. Landwirt: und umgerechnet vom Polizeipräsidium schaftsfammtern- Notierungsstelle für den Doppel- Gentner.+) Seleinhandelspreise. Produktenmarkt vom 16. Sept. 1899. hauptete seine feste Tendenz. Am Frühmarkt war namentlich guter Roggen, bei Hafer und Braugerste begehrt. Ueber die Qualität des neuen Gewächses Auswahl der Beisizerkandidaten recht vorsichtig 811 In der Diskussion bemängelt Hendrischke, daß der Wahltag nicht auf einen Sonntag gelegt ist. Die Ausrede unferer Gegner, daß die religiösen Gefühle der Einwohner dadurch verletzt würden, trifft nicht zu, da die Kirchenwahlen doch Repertoire. auch am Sonntag stattfinden. Darauf wurden die Kollegen Paul Find und Adalbert Fleischer als Beisigerkandidaten. aufgestellt. Königl. Opernhaus Königl. Schauspielh. Schiller: Theater Deutsches Theater Der Getreideverkehr be: der Weise 3 bedeckt 12 Daparanda 7520 11 Petersburg 754SO 11 Cort 11 Aberdeen Wetter Temp. 11. C. REF 5° C.= 4° R. 2 bedeckt 3 bedeckt 11 758 NNW 5htb. bed. 750 NW 15 50lb. bed. 12 755 SSW 5 Regen 12 Wetter Prognose für Sonntag, den 17. September 1899. Ziemlich fühl, zeitweise aufflarend, vorwiegend trübe und regnerisch frischen nordwestlichen Winden. Troubadour Neu einstudiert: Bergißmeinnicht Der Wildschütz Iphigenic auf Tauris Berliner Wetterbureau. Sonntag 17. Montag 18. Carmen Don Juan Dienstag 19. Waffenschmied Vergißmcinnicht Mittwoch 20. Donnerstag 21. Freitag 22. Sonnabend Sonntag 23. 24. Lohengrin Auf Strafurlaub Nathan Caub Auf Strafurlaub Caub Cavalleria rusticana. Bajazzi Ewige Liebe Der Wildschütz Ewige Liebe Die Ehre Biel Lärmen um Nichts Die Ehre Viel Värmen um Nichts Die Ehre Viel Värmen um Nichts Maria Stuart Die Ehre Rosmersholm Rosmersholm LessingTheater ( Duse) Heimat ( Casa paterna) Jm weißen Rößl. Die Zeche, Sittl. Forderung, Die Lore 2c. Heimat Cyrano von Bergerac Jm weißen Rößl. Kollege Crampton ( Duse) Weib des Claudius ( Duse) Rameliendame Berliner Theater Dolly Dolly Nenes Theater Kiwito Kiwito Die heil. Frau Vorher: Die Frau Major Die Reise nach China Undine Заза Die heil. Frau Borher: Die Frau Major Die Reise nach China Dolly Заза Dolly Kiwito Kiwito Kiwito Die Reise nach China Der Waffenschmied Undine Vom Gewerkschaftskartell berichtet Hendrischke, daß seit der Uebernahme der Leitung des Kartells durch den jetzigen Obmann ein frischer Zug in die hiesige Gewerkschaftskommission gekommen ist, und führt als Beweis dafür die Agitation unter den Fabrikarbeitern, Schlächtern und Bäckern an. Ebenso hat die Ucber= nahme der Wahlen zur Ortskrankenkasse durch das Kartell gute Erfolge gezeitigt. Die Versammlung erklärt sich mit der Thätigkeit der Delegierten einverstanden und wurde Hendrischke als Delegierter und Hirsemann als Stellvertreter nengewählt. Rezzerau wünscht, daß das Kartell sich mit der Beteiligung der Arbeiter am städtischen Arbeitsnachweis beschäftigen möge, da die Stadtverwaltung ihren früheren reaktionären Standpunkt, wonach die Arbeiter int der Verwaltung des Arbeitsnachweises nichts jagen haben sollten, aufgegeben hat. Der anwesende Obmann des Kartells verspricht diesbezügliche Schritte zu unternehmen. Blietsch au fordert die Anwesenden auf. sich rege an den Sammlungen für die ausgesperrten Steinarbeiter zu beteiligen. Nachdem der Vorsitzende Mie z noch zu eifriger Agitation und Beteiligung an den Gewerbegerichtswahlen ermahnt hatte, wurde die des Westens Versammlung geschlossen. zu Rigdorf. Eine leider nur schwach besuchte öffentliche Maurer Versammlung tagte am 14. d. M. in Lauchnerschen Lokal, um Stellung zu den Gewerbegerichts= Wahlen zu nehmeit. Das ein Teitende Referat hierzu hatte Genosse Faber übernommen, welcher in kurzen Worten die Entstehung und Einführung des Gewerbegerichts, sowie ihre wirksame Thätigkeit für Arbeitgeber sowohl wie Redacteur- Gesuch. Gute journalistische Kraft, bereit, verantwortlich zu zeichnen, für Partei- Organ gesucht. Offerten unter X. Y. Z. in der Expedition des ,, Vorwärts". M. 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Alle Abende: Die Geisha. Tiejen Sonntagnachmittag: Der Bettelstudent. Thalia Theater. Alle Abende: Der Plazmajor. Viktoria Theater. Alle Abende: Die weiße Henne. Ostend- Carl Weiß- Theater. Alle Abende: 11m 1000 Mart. Diesen Sonntagnachmittag: Die Grille. Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Alle Abende: Die Reise nach der Teufelsinsel. Apollo- Theater. Frau Luna und Specialitäten. Berliner Theater: Faust. Schiller Theater: Viel Lärmen Nachmittags- Borstellungen: Deutsches Theater: Fuhrmann Henschel. um Nichts. Neues Theater: Sohn der Frau. Fachschule der Maler Berlins. XVII. Semester. Der Unterricht für das Wintersemester 1899/1900 beginnt am Sonntag, den 15. Oktober 1899, früh 9 Uhr, im Schullokal Mauteuffelstr. 7. Privatmalschulef.Dec.- Maler 193/195. Gemeindeschule( Aula). 0. Hüttel Für Deforation, Holz- und Marmormalerei. Schnellste Ausbildung nach bewährter, prattiicher Lehrmethode, der Neuzeit entsprechend. Anmeldungen werden bis zum 13. 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Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 17. September 1899. Sociales. 199 daß bei lebhaftem Wind der Rußfall von der Fabrikstadt Linden nur zu nennen. Eine durchgreifende Abhilfe könne in dieser Beziehung nur ein Zehntel so groß sei als bei Windstille. Er erachte es für erforder- erfolgen, wenn Centralbackhäuser, ähnlich den Vieh- und Schlachthöfen lich, den Kleinbetrieben größere Aufmerksamkeit als bisher zuzu- von Gesetzes wegen geschaffen werden und nur der Verkauf von Ueber Maßregeln gegen die Rauchbelästigung in den wenden und zwar weniger durch gesetzliche Verordnungen Backwaren im Innern der Stadt erlaubt werde. Erster BürgerStädten verhandelte die Generalversammlung des deutschen Vereins als durch geeignete Belehrung. Ganz besonders müsse meister Bansi Quedlinburg: Er müsse Herrn Ingenieur Schott für öffentliche Gesundheitspflege am Freitag. Ingenieur Haier dafür gewirkt werden, daß die Kleinbetriebe, insbesondere bemerken, daß die Heizung mit Braunkohle, infolge der dadurch eraus Stuttgart referierte. Der Redner legte seinen Ausführungen die Bäckereien, Coats, Gas oder Braunkohlen als Feuerungsmaterial zeugten Flugajche, noch gesundheitsschädlicher sei als die Heizung folgende Leitfäge zu Grunde:„ 1. Jede Feuerung ist ein verwenden. Außerdem sei es erforderlich, für Verwendung guter mit Steinkohle. Eine Beseitigung der Rauchbelästigung werde wohl Werkzeug in der Hand des Heizers. Eine ganz wesent Defen zu wirken. nicht erreicht werden, ehe allgemein die Coats- oder Gasfeuerung liche Rolle für die Beseitigung der Rauchbelästigung spielt Ingenieur Schott Köln: Wenn dem Schornstein dicke Rauch eingeführt sein werde. Regierungs- Baurat Beisner Merseburg daher die Bedienung. 2. Es giebt keine Feuerung, welche wolfen entsteigen, dann sei gewöhnlich die Heizungsanlage zu klein, teilte mit, daß es an einigen Krantenanstalten in Halle a. S. bereits zum Zwecke der Rauchverhütung allgemein vorgeschrieben so daß der Sessel nicht das leisten könne, was von demselben ge- gelungen fei, die üblen Folgen der Flugaiche, die die Braunkohle werden könnte. 3. Unter den bestehenden Feuerungen giebt fordert werde. Durch derartige fehlerhafte Heizungsanlagen erzeuge, zu beseitigen. Er verspreche sich auch von der bloßen es aber Einrichtungen in genügender Zahl, welche den örtlichen Ver- entstehe auch zumeist der große Nebel in London. zumeist der große Nebel in London. Die Selbsthilfe zur Beseitigung der Rauchbelästigung sehr wenig. Ohne hältnissen( Reſſelſyſtem, Brennstoff, Betriebsverhältnisse usw.) richtig Polizei müsse daher in erster Reihe den Heizungsanlagen thatkräftiges Einschreiten der Polizei werde man wenig erreichen. angepaßt und richtig bedient, völlig zufriedenstellende Ergebnisse er ihre Aufmerksamkeit zuwenden. Viel liege auch am Heizungs- Die Besprechung war danach beendet und die Generalversammlung zielen lassen. 4. Einfaches Rauchverbot vermag dem Uebelstand nicht material. Soweit ihm bekannt, haben sich die Braunkohlen wurde darauf geschlossen. zu steuern. 5. Die Ansprüche an Rauchverhütung sind den örtlichen als vorzügliches, rauchfreies Heizungsmaterial bewährt. Ju Verhältnissen entsprechend zu bemessen. 6. Das Vorgehen gegen Mitteldeutschland und auch zum Teil in Berlin sollen mit der Die Reichs- Eisenbahn als Musterbetrieb. Eine Petition die Rauchbelästigung hat von Fall zu Fall und nur unter Mit- Braunkohlenheizung sehr gute Ergebnisse erreicht worden sein. Er einzureichen beschlossen am Sonntag über 100 Bremser und Hilfswirkung geeigneter, technisch erfahrener Organe zu geschehen. Vorfreulich sei es, daß auch vor einiger Zeit am Niederrhein, in der bremser der Station Frintrop. Der Grund ist kaum zu glauben! fichtige, wenn nötig auch mit Schomung getroffene, aber ausdauernd Nähe von Köln, ein großes Braunkohlenlager entdeckt worden sei. Jufolge des starten Güterverkehrs im Stohlenrevier treffen die Güters verfolgte Maßnahmen führen allein zum Ziel. Durch vor- Oberbürgermeister Dr. Ebeling Dessau: Er verspreche sich züge oft mit stundenlanger Verspätung auf den Stationen ein. Die bildliche Einrichtungen der Gemeinde und des Staates find von der bloßen Belehrung keine großen Erfolge. Ohne Eingreifen Eisenbahn- Verwaltung hat nun für diese Ueberstunden folgenden die beteiligten Kreise erzieherisch zu beeinflussen. 7. Der der Polizeiverwaltung werde man wenig ausrichten. Er verkenne Vergütungsmodus eingeführt: Die Bremser und Hilfsbremser Heranziehung eines tüchtigen Heizerstandes ist ganz besondere Auf- allerdings nicht, daß hierbei große Schwierigkeiten zu über- erhalten für die erste Stunde nichts, für die merksamkeit zu schenken. 8. Für Haushaltungsfeuerungen, sowie winden feien, denn man tönne gegen die Industrie nicht zweite dasselbe, für die dritte für verschiedene Kleinere gewerbliche Feuerungen ist die Verwendung so scharf vorgehen, da diese der Bevölkerung vielfach nichts, für vier volle Ueberstunden aber ganze von Coates sowie die Einführung von Gasfeuerungen mit centraler Nutzen bringe. Die Industrie, deren oberster Grund 24 Reichspfennige, für jede weitere Stunde fechs Pfennige! Gaserzeugung in größerem Umfange als bisher ins Auge zu faffen." fab Geldverdienen sei, werde aber im all- Wenn zwischen der absolvierten Tour ganz gleich, ob mit fürstlich Der Redner bemerkte unter anderem: Am schwierigsten werde es gemeinen durch diese Belehrung nicht zur Herbezahlten Ueberstunden oder unbezahlten und der nächsten Tour sein, in den Induſtriegegenden die Rauchbelästigung zu beseitigen. ite II ung rauchfreier Heizungsanlagen zu be- ein Beitraum von 8 Stunden liegt, darf diese nicht versäumt werden. Die Bevölkerung habe im allgemeinen durch die Industrie Vorteile, wegen sein. Andererseits sei es notwendig, gegen die gesund- Durch die Petition wollen die Bremser versuchen, Aenderung zu fie nehme daher die Rauchbelästigung mit in den Kauf. Fast noch heitsgefährdende Rauchbelästigung mit Energie vorzugehen. Man erzielen. Da Minister Thielen zur Zeit das Kohlenrevier bereiſt, mehr als durch die Großindustrie werde durch den Rauch der Bäckereien empfinde die Rauchbelästigung bloß deshalb nicht mehr so arg, weil fann er die Petition gleich mitnehmen, dann sißen die Bremser die Luft in den Städten verschlechtert. Zumeist sei hieran die Art man sich daran bereits gewöhnt habe. Die Schädlichkeit sei aber hoffentlich nicht lange mehr mit 6 Pfennigen Wartegeld" für die der Feuerung sowie die Bedienung schuld, für die zumeist nicht der dadurch nicht geringer geworden. Die Polizeiverwaltungen müßten crforderliche Raum vorhanden sei. Es sei notwendig, dahin zu ganz besonders bei neuen Industrie- Anlagen darauf achten, daß die wirken, daß ganz besonders in den Bäckereien Coats und Gas als Rauchbelästigung vermieden werde. Er sei der Meinung, daß in Ueber die Lage der Arbeiter beim Bau der sibirischen Feuerungsmittel zur Verwendung komme. Eine Hauptforderung dieser Beziehung die Polizeiverwaltungen vielfach etwas zu lag vor Bahu berichten sibirische Blätter. Die Arbeiter leiden Mangel an müsse die Ausbildung eines tüchtigen Heizerpersonals sein. Auf der gegangen seien. Lebensmitteln und haben auch nicht genügend Wasser, und das vortechnischen Hochschule in Stuttgart werden die Maschinentechniker auch Bezirksarzt Dr. Dorffmeister Augsburg: Schr viel Rauch- handene ist schlecht. Zum Nachtlager dienen den Arbeitern schmutzige im Heizen unterrichtet. Er gebe sich der Hoffnung hin, daß es durch belästigung werde auch durch die Waschküchen verursacht. Es müsse und feuchte Baracken. Das Brot, das sie von der Bauverwaltung die in seinen Leitfäßen vorgeschlagenen Wege allmählich gelingen dahin gewirkt werden, daß die Waschküchen möglichst im Souterrain bekommen, ist nicht durchgebacken, da das von der Verwaltung den werde, die Rauchbelästigung in den Städten zu beseitigen.( Beifall.) angelegt werden. Eine sehr arge Rauchbelästigung werde ferner Bäckern gelieferte Mehl nicht gesiebt wird. In letzter Zeit wurde Professor Nußbaum Hannover: Er stimme dem Vorredner durch das häufige Aufreißen des Asphalt- Straßenpflasters verursacht. einer großen Zahl der Arbeiter der spärliche Lohn teils gar nicht, bei, daß der Kleinbetrieb im allgemeinen mehr Rauchbeläftigung Er erachte es für dringend erforderlich, eine bereits in den 1880er teils ir teilweise ausbezahlt. Die ursprüngliche Veranlassung hierzu berursache als der Großbetrieb. Sobald schwarze Rauchwollen dem Jahren gegen diese Rauchbelästigung erlassene Polizeiverordnung mit boten Unterschlagungen von Bangeldern durch die Beamten. Endlich Schornstein entsteigen, sei zweifellos irgend ein Fehler vorhanden. voller Energie zur Anwendung zu bringen. Die schlimmste Ranch- werden die Arbeiter fortgesetzt von ansteckenden Krankheiten heimGewöhnlich sei alsdann die Heizfläche zu klein oder es fehle an der belästigung werde bekanntlich durch die Bäckereien verursacht. Die gesucht. Besonders der Skorbut und die Dysenterie fordern zahlgeeigneten Bedienung. In Hannover habe man die Beobachtung gemacht, Heizungseinrichtungen in den Bäckereien seien zumeist„ vorsündflutlich" reiche Opfer. Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, 17. September. Freie Volksbühne. Lessing: Theater. 3. Abteilung( graue Karten): Die Journalisten. Anfang 23 Uhr. Opernhaus. 72 Uhr. Carmen. Montag: Don Juan. Anfang Schauspielhaus. Auf Strafurlaub. Anfang 72 Uhr. Montag: Caub. Neues Opern Theater( Kroll). Die Fledermaus. Anfang 71/2 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Deutsches. Rosmersholm. Anfang 71/2 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Fuhrmann Henschel. Montag: Kollege Crampton. Leffing. Casa paterna.( Heimat.) Anfang 72 Uhr. Montag: Ini weißen Rößl. Berliner. Dolly. Anfang 7/2 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Faust. I. Teil. Montag: Der Pfarrer von Kirchfeld. Schiller. Die Ehre. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Viel Lärmen um nichts. Montag: Die Ehre. Neues. Kiwito. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Sohn der Frau. Montag: Kiwito. Residenz. Die Logenbrüder. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Hüttenbesizer. Montag: Die Logenbrüder. Schiller Theater Urania ( Wallner Theater). Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Viel Lärmen um nichts. Lustspiel in 5 Aften v. W. Shakespeare. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Ehre. Montag, abends 8 Uhr: Die Ehre. Dienstag, abends 8 Uhr: Taubenstrasse 48/49. Im Theater abends 8 Uhr: Der Sieg des Menschen über die Natur. Montag: Dasselbe. Invalidenstr. 57/62: Viel Lärmen um nichts. Tägl. Sternwarte. Friedrich- Wilhelmst. Theater Chausseestr. 25/26. Abends 8 Uhr: Zum 6. Male: Nachmittags 5-10 Uhr. Die Reise nach der Lenfelsinsel Reise nach der Teufelsinsel Berliner Aquarium Die Burleste Abenteuer- Bosse mit Gesang Unter den Linden 68 a, und Tanz in 5 Atten von* Musit von Albert Wicher. In Scene gesetzt vom Dir. Mar Samst. 1. Bild: Auf zu Dreyfus. 2. Bild: Verbündete Mächte. Eingang Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis 50 Pf. I Reichhaltigste Ausstellung 3. Bild: Attentat und Verrat. der Welt an lebenden Seetieren, 4. Bild: Das belagerte Haus. 5. Bild: Die Gerichtsverhandlung. 6. Bild: Apotheose. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Preisen: Der Glöckner von NotreHeute, Sonntag, nachm. 4 Uhr, 3. T. Dame. Schauspiel in 5 Aften von Charlotte Birch- Pfeiffer. Ostend Garl Weiß- Theater. = Gr. Frankfurterstrasse 132. Nachmittags 3 Uhr, fleine Preise: Die Grille. Abends 72 11hr: Um tausend Mark. Boltsstück mit Gesang von Buchholz und Felsch. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Westen. Die Reise nach China. Central- Theater Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Waffenschmied. Montag: Die Reise nach China. Thalia. Der Plazmajor. Anfang 72 Uhr. Montag: Diefelbe Vorstellung. Luisen. Die Stüße der Hausfrau. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Romeo und Julia. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central. Die Geisha. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Bettelstudent. Montag: Die Geisha. Ostend. Um tausend Mart. Anfang 7½ Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Grille. Montag: Um tausend Mart. Victoria. Die weiße Henne. An fang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Grille. Montag: Die weiße Henne. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Reise nach der Teufelsinsel. Anfang 8 Uhr. = Nachm. 4 Uhr: Der Glödner von Notre- Dame. Montag: Teufelsinsel. Die Reise nach der Metropol. Berlin lacht. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Borstellung. Belle Alliance. Specialitäten- Bor: stellung. Anfang 7½ Uhr. Apollo. Frau Luna. SpecialitätenVorstellung. Anfang 72 Uhr. Urania. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 5-10 1hr: Sternwarte. Taubenstr. 48/49. Jm Theater: Der Sieg des Menschen über die Natur. Anfang 8 Uhr. Direttion: José Ferenczy. Nachmittags 3 Uhr zu halben Breifen: Der Bettelstudent. Operette in 3 Aften von C. Millöcker. Abends 72 Uhr: Die Grisha oder: Eine japanische Theehaus: geschichte. Operette in 3 Aften v. Sidney Jones. Morgen und folgende Tage: Die selbe Vorstellung. Thalia- Theater. Tel. Amt IVa 6440. Dresdenerstr. 72/73. Reptilien etc. 98/15 Passage-Panopticum 2 Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Hippels Stettiner Quartett- u. HumoristenEnsemble. CASTANS * PANOPTICUM DREYFUS- LABORI ESTERHAZY MERCIER Ohm KRÜGER- Mc'KINLEY * und viele andere Neuheiten. Vorzügliche Damen- Kapelle. Lebende Photographien. Der Plazmajor. Victoria- Theater Prachtvolle neue Ausstattung! Thomas, Thielscher, Helmerding, Junkermann. Jm 2. Aft: Gr. Mutoscop Terzett. Anfang 7 Uhr. Ende 10% Uhr. Vor der Vorstellung Konzert im Tunnel. C. Alexanderstr. 40. Fernsp. VII 1711. Direft.: V. Bausenwein 1. C.Emmerich. Anfang 28 Uhr. Zum 9. Mal mit vollständig neuer Ausstattung: Novität! Die weisse Henne. Novität! ( La poule blanche). Vaudeville in 3 Akten von Hennequin v. Bolten Bäckers. Musik v. V. Roger. In Paris mit sensat. Erfolge über 500 mal gegeben. Metropol- Theater. und Mars. Deutsch Behrenstr. 55/57. Direktion: Richard Schulz. Nur noch furze Zeit: Berlin lacht: Maehrs Theater Mdme. Jane Pierny, Alice Bonheur, Brothers Paxton, The Daineffs, sowie das sensationelle SeptemberSpecialitäten- Programm. Anfang 72 Uhr. Ende 11 Uhr. Das Rauchen ist in jämt lichen Räumen gestattet. Oranienstr. 24. Cirkus Busch. Sonntag, den 17. September er.: Zwei grosse brillante Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr hat jeder Er wachsene ein Kind unter 10 Jahren frei, weitere Kinder unter 10 Jahren zahlen halbe Preise auf allen Bläzen mit Ausnahme der Galerie, abends 71 Uhr jedoch volle Preise. Unsere Marine. Gr. Ballett, getanzt vom gesamten Corps de Ballett.. Ziethen aus dem Busch. Quadrille in pompösester Ausstattung, geritten auf 12 Schulpferden. In beiden Vorstellungen Mr. Webb mit seiner Wunderdressur an See: löwen und Seehunden, einzig in der Welt dastehend. Vorführung der Original Meister: Dreſsuren des Direktor Busch. Stunde. wieder Freie Volksbühne. III. Abteilung ( graue Karten): Heute, Sonntag, 23, Uhr, Lessing- Theater: Die Journalisten. Die Mitglieder aller Abteilungen werden dringend ersucht, ihre neuen Mitgliedskarten aus den Zahlstellen abzuholen, da die Karten sonst anderweitig vergeben werden. Neue Mitglieder zur 6. Abteilung können sich täglich in allen Zahlstellen zur Aufnahme melden. Nächsten Sonntag: I. Abteilung im Ostend- Theater: Goethes Faust( I. Teil) unter Mitwirkung hervorragender Gäste. Im Lessing- Theater: IV. Abtellung: Die Journalisten. [ 230/20] Der Vorstand. 1. A.: G. Winkler. Schweizer- Garten Am Königsthor. Am Friedrichshain. Jeden Sonntag: In beiden Borstellungen Auftreten Extra- Theater- und Specialitäten- Vorstellung aller neu engagierteu Künstler und. Künstlerinnen sowie sämtlicher Clowns und Auguste. 7 Uhr: Grosser Elite- Abend. Montag, den 18. September, abends Reichshallen. Stettiner Sänger ( Menfel, Bietro, Britton, Steidl, Krone, Kirchmayer, Schneider und Schrader). Bum Schluß, neu: Stuckes Pfingstfahrt. Ensemble von MeyseĽ. Tenor Böckmann ( Wachtel redivivus). Anfang 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Tagesfasse 11-1 Uhr. Die Pläße zu den numerierten Sigen sind stets 8 Tage vorher zu haben! Palast- Theater früher Feen- Palast, Burgstraße 22. In den wunderbar renovierten Riesen- Pracht- Räumen allabendlich um 82 Uhr die mit großem Erfolg aufgenommene Berliner Ausstattungs Gesangsposse Spree- Tottchen! • Erdmann Herzchen Spree- Lottchen Rich. Winkler. Wilh. Fröbel. Helene Boß. Der Herzverführer. Stürmischer Beifall! Operette in 1 Aft v. Leopold Ely. Brothers Runge. Frères Alexandré. Franziska Held. Else Messer. Trude Bürgel. Gustav Eulenburg. Paul Frey etc. Anfang 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Vorzugskarten an Wochentagen gültig des engagierten Specialitäten- und Poffen- Ensembles. Bolksbelustigungen aller Art. Gr. Ball. Entree 30 Pf. Jm Saale: An den Wochentagen der Winter- Saison ist der Saal an Vereine 2c. zu vergeben. 24312* W. Noacks Theater, Apollo- Theater. Brunnenstraße 16. Täglich: Theatervorstellung. Stürmischer Erfolg! Abends 9 Uhr: Der Stabstrompeter. Frau Luna Posse mit Gefang u. Tanz in 4 Aften Ferner: von Mannstädt. Musik von Steffens. Otto Reutter, Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Alcazar- Theater Variété I. Ranges Dresdenerstr. 52-53. Annenstr. 42-43. Auftreten von absolut erstklassigen Specialitäten Anfang: Yumata Tiero, Paulette Darty etc. etc. etc. Kasseneröffnung 6 Uhr. Anfang der Vorstellung 72 Uhr. Vorverkauf täglich im Theater und beim Künstlerdank", Unter den Linden 69. Wochentags 8 Uhr. Sonntags 6 115r. Sanssouci Entree: Wochentags 20 Bf. Sonntags 30 Pf. 23682*] Die Direktion: Richard Winkler. Victoria- Brauerei Lützowstraße 111/112. Im Naturgarten oder Saal: Täglich Humoristische Soiree der Norddeutschen Sänger ( Führmann, Horst, Walde). Auf. Sonntags präc. 7, wochen tags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorvert. 40 Bf. Familienbillets 3= 1M. Sonntag und Donnerstag nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Alhambra Helene Voss und Wilhelm Fröbel als Tanz- Duettisten( Pantow fille 2c.) Dazu das phänomenale große Specialitäten- Programm. Wallner- Theater- Str. 15. Anfang 72 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Jeden Sonntag: Gr. Ertra Ball, Kaffenöffnung 1 Stunde vor Anfang. bei doppelt bejeztem Orchester. An Billet- Vorverkauf vorm. v. 11-1 Uhr. fang 5 Uhr. A. Zameitat. Kottbuserstr. 4a. Täglich außer Sonnabends Hoffmanns Norddeutsche Sänger. Anfang wochentags 8 Uhr. Entree( Vorverkauf) 30 it. 50 Pf. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 u. 75 Pf. Donnerstag und Sonntag nach der Soiree: Tanz- Kränzchen. R. Ballschmieders 33 Kastanienwäldchen" Konzertgarten u. Prachtsäle Badstr. 16. Gesundbrunnen. Badstr. 16. Täglich: Gr. Promenaden Konzert. Jeden Donnerstag: Elite- Streich- Konzert. Sonntags: Großer Ball im menterbauten Saal. Empfehle meine Säle zu allen Festa ichteiten. R. Ballschmieder. Achtung! 1. Wahlkreis.tu5. Kreis. Dienstag, den 19. Septbr., abends 8 Uhr, tu den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Versammlung des Wahlvereins. Tages Ordnung: ED 1. Bortrag des Genossen Rechtsanwalt Dr. Karl Liebknecht über: Kommunismus und Frauenrecht in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit". 2. Disfussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Berschiedenes. 236/9 Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berliner Reichstags= Wahlkreis. Mittwoch, den 20. September, abends 81/2 1hr, Versammlung im ,, Mekpalast", Alexandrinenstraße Nr. 110, 1 Tr. Tages: Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten Richard Fischer über: Beitfragen und Klaffenkampi." 2 Distussion. 3. Vereins: angelegenheiten. Gäste willkommen. Regen Besuch erwartet Der Vorstand. Socialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Süd- Ost) Am Dienstag, den 19. September, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Graumann, Naunynstraße Nr. 27: Versammlung. Tages Ordnung: Singing 1. Vortrag des Genoffen Th. Metzner über: Die Sittlichkeit der heutigen Gesellschaft". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste willkommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 243/19 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Achtung! ( Zahlstelle Berlin.) Donnerstag, den 21. September, abends 82 Uhr, im ,, Schüßenhaus", Linienstraße 5: Kranken Unterstützungsbund der Schneider. Unser Mitglied Otto Will 167/1 Oeffentl. Parteiversammlung. Seguing the death on teg Tages Drdnung: . and niggl ist am Sonnabend früh verstorben. findet am Dienstag, 19. d. m, nachm. 4 Uhr, der hid Leichenhalle des Danfestirchhofs in der Müllerstraße aus statt. 1. Bericht der Delegierten von der Provinzial- Konferenz. 2. Wahl von Revisoren. 3. Fortsetzung ber Diskussion über den Parteitag in Hannover. Um zahlreiches und pünktliches Ericheinen ersuchen Achtung! Die Vertrauensleute. Achtung! 217/5 Mitglieder der Central- Krankenkasse der Maurer ett. „ Grundstein zur Einigkeit"( Berwaltungsstelle Berlin). Mittwoch, den 20. September 1899, abends 8 Uhr: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung Die Ortsverwaltung. Sechfte Abänderung zum Statut der Orts= frankenkasse der Schneider, hneiderinnen und ver wandter Gewerbe zu Berlin bom 28. März 1894. Artikel I. § 56 des Statuts erhält nach Biffer 12 folgenden Zusatz: Biffer 13. Beschlußnahme über Er: in den Arminhallen( großer Saal), Kommandantenstraße 20. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über:„ Die Heilkraft des Waffers." 2. Dis. werb, Veräußerung und Belastung Mitgliedsbuch legitimiert. fuffion. Da der Vortrag ein interessanter, werden die Mitglieder ersucht, zahlreich zu erscheinen. Achtung! Der Vorstand. Achtung! 149/5 von Grundeigentum, sowie über eine hierdurch bedingte Aufnahme Darlehen. Grand Aktien- Brauerei Friedrichshain. 130 d Heute, Sonntag, den 17. September: Grosses Extra- Konzert von Der Beschluß der Generalversamm lung bedarf in den unter Biffer 13 genannten Fällen zu seiner Rechtsgültigkeit die Bustimmung der Auffichtsbehörbe. Artitel II. Die vorstehende Abänderung des Statuts tritt mit dem Tage, an welchem fie vom Vorstande bekannt gemacht wird, in Kraft. der Sänger- Abteilung des Arbeitervereins Neu Neudnitz- Thonberger, ben 10. mai 1899 Jom tibi Anfang 6 Uhr. Achtung! Achtung! Bürsten- u. Pinselmacher. Sonntag, den 17. September, vormittags 10 Uhr. im Lotal des Herrn Schiller, Rosenthalerstr. 57, Hof part. I.: Branchenverlammlung. Tages Ordnung: 1. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in unserer Branche und sind die Kollegen gewillt, dieselben zu verbessern? 2. Disfuffion. 3. Ergänzungs wahl der Werkstatt- kontrollkommission. 4. Fragekasten und Verschiedenes. Kollegen! Die verschiedenen Werkstatt- Sizungen haben gezeigt, daß sich die Zustände in unserem Gewerbe seit der letzten Lohnbewegung bedeutend verändert haben; es ist daher notwendig, daß alle Kollegen, welche eine Berbesserung ihrer Lage herbeizuführen suchen, in dieser Ver: sammlung zahlreich und pünktlich erscheinen. Der Obmann: P. Flegel, Aderftr. 10, Quergeb. prt. Am Montag, den 18. September, abends 84 Uhr, im Lokal des Herrn Zubeil, Lindenstraße 106: Bezirksversammlung für Westen u. Süd- Westen. Tages Ordnung: Werkstattangelegenheiten und Verschiedenes. ( ehemalige IV. Sänger Abteilung) H 100 Sänger aus Leipzig 100 Sänger arrangiert vom Gefangverein Schildhorn- Berlin. Dekatenre. Eintritt 50 f. Vorstand der Orts- Krankens 66/3 taffe d. Schneider, Schneiderinnen und verwandter Gewerbe zu Berlin. H. Wegener, Vorsitzender. H. Möbius, Schriftführer. Vorstehende Abänderung wird hierdurch genehmigt. Berlin, den 11. Juli 1899. ( L. S.) Achtung! Bereinszimmer zu 50 Berfonen Dienstag, den 19. September, abends 8 1hr, im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstr. 75, zu vergeben. Pfefferberger Ausschank, Brückenstr. 2. Vereine 26036 Schönhauser Vorstadt. Empfehle mein neu renoviertes herrOeffentl. Versammlung. fiches teftaurant und Gartenlekal Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Ad. Hoffmann über„ Simmel und Hölle und deren Bewohner". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Blumenthal und Ratterschafta sind hiermit besonders eingeladen. Die Kollegen von 58/6 Der Vertrauensmann. Graveure u. Ciseleure. Dienstag, den 19. September 1899, abends pünktlich 8½ Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag über: Das Invaliditäts- und Altersver: ficherungs- Gesetz. Referent Reichstags- Abgeordneter Fritz Zubeil. 74/8 Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Die Vertrauensmänner werden ersucht, zu dieser Versammlung 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. ben mit den Meistern vereinbarten Tarif mitzubringen. Ferner muß die Anzahl der in der Werkstatt arbeitenden organisierten und nichtorganisierten Stollegen angegeben werden. Besonders eingeladen sind die Wertstellen von Kaiser, KreuzbergStraße; Hartmann, Wilhelmstraße; Wendt, Schleiermacherstraße. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Die Kollegen werden er: sucht, zahlreich zu erscheinen. Am Montag, den 18. September, abends S Uhr, im Lokal Uhr, im Lokal ,, Märkischer Hof", Admiralstraße 18c: Bezirks- Derlammlung der Bezirke Süden und Süd- Often. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Steiner über:„ Die deutsche Litteratur In den letzten zehn Jahren". 2. Disfussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Achtung! Stuccateure. Montag, den 18. September, abends 8 Uhr, bei Herrn Buske, Grenadierstr. 33: Mitglieder Versammlung. Tages Ordnung: い 1. Das Gewerkschaftskartell und unsere Stellung zu demselben. 2. Bericht über Bau- und Werkstatt- Deputiertenßigung. 188/4 Erscheinen aller Mitglieder ist notwendig. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vorstand. Orts Krankenkasse Bo Wichitatieber umb Frauen haben als Gäfte freien Zutritt der Schneider, Schneiderinnen und verwandten Gewerbe Die Kollegen werden des außerordentlich lehrreichen Vortrages wegen er fucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 210/11 zu Berlin. Dienstag, den 19. September, abends 8 Uhr, in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57: Achtung! Rabigspanner n. Träger. Berjamming der Mitglieder ſowie der Arbeitgeber. Sonntag, 17. September, vorm. 10 1hr, in Fenersteins Festsälen ( Garten- Saal), Alte Jakobstr. 75: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Der Stand unserer diesjährigen Lohnbewegung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 219/6 Die Ortsverwaltung. J. A.: G. Kuschmieder. Tapezierer. Dienstag, den 19. September, abends 812 Uhr: Versammlung beider Filialen. Filiale Nord: Brunnenstraße 188. Filiale Süd: bei Zubeil, Lindenstraße 106. Tagesordnung in beiden Bersammlungen: 1. Vortrag. 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes. 178/4 Die Referenten werden in der Versammlung bekannt gemacht. Die Kollegen der Firma Lichtenstein sind zu den Versammlungen besonders eingeladen. Socialdemokratischer Wahlverein richt der Delegierten. Tages Ordnung: 25746 1. Vortrag des Herrn Dr. Brauer über„ Berufskrankheiten". 2. Bc Mitgliedsbuch der Mitglieder legitimiert. Für Arbeitgeber die Der Vorstand! H. Wegener, Borsigender. H. Möbius, Schriftführer. Beim Quartalswechsel empfehlen sich folgende Partei- Speditionen: Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, Frucht: ftraße 30, Hof II.- SO.: Frip Thiel, Staligerstr. 35 v. part. Sechster Wahlkreis( Moabit): Karl Anders, Salzwedeler Straße 8, part. im Laden. Wedding und Oranienburger brunnen: Wilhelm Gaßmann, Grünthalerstr. 65. Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiesenstraße 14. GesundRosenthaler Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: arl Mars, Kastanien Allee 95/96. Charlottenburg: Gustav Scharnberg, Schillerstr. 94, v. 1 Treppe. Dentsch- Wilmersdorf: Frau& ft bler, Sigmaringenstr. 5, und Frau Heinemann, für Lichtenberg- Friedrichsberg Sigmaringenſtr. 35. Dienstag, den 19. September, abends 9 1hr, im Lokal des Herrn Banten, Frankfurter Allee Str. 174: Versammlung Tages Ordnung: 1 b Grünau: Engel, Dahmestraße 6.- Rix,, Zum Schweizerhaus" in Pankow, Kaiser Friedrichstraße 12. Bom 1. Oktober an auch Sonntags für Vereinsvergnügen jeder Ark. Bom Bahnhof Schönhauser Allee in 10 Min., Bahnhof Prenzlauer Allee in 15 Min. zu erreichen. Saal mit Theaterbühne, bis 400 Personen fassend. Heinrich Klingenberg. Hirtes Festsäle. Der Bezirks- Ausschuh. J. V.: Hobrich. 25735 Zeugen gesucht. Am 8. Mai 1899, morgens gegen 6 Uhr, sind zwei Radfahrer in beſſerer Kleidung an der Ecke der Gollnowund Neuen Königstraße heftig zu fammengestoßen, so daß beide stürzten und der aus der Neuen Königstraße herankommende bis zur anderen Seite * des Fahrdamms geschleudert wurde. Der letztere soll hierbei den anderen durch Schimpfworte beleidigt und diese Schimpfworte wiederholt haben, als ein Schußmann die Personalien beider feststellte. Es werden Zeugen gesucht, die diese Schimpfworte gehört haben, und gebeten, sich bei Nechts: anwalt Liebknecht, An der Span dauer Brücke 8 I zu melden. Unkosten werden vergütet. Gumpfehle den Bereinen meinen renovierten Saal und Nebenräume fir Sonnabend und Sonntag zu Geftlichkeiten. Auch sind Vereins: zimmer sowie 2 Kegelbahnen zu ver: gebeit. 24709* Elisabethkirchstr. 14. Urania Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag:[ 24152* Grosser Ball. Auf. 4 Uhr. Siehe Anschlagfäulen. Empfehle mein Lofal zu Fest lichkeiten und Versammlungen. Gesellschaftshaus Swinemünderstr. 42. Säle 150-800 Personen fassend zu i Hübner.( 24102" Kriegers Festsäle Wasserthorstraße 68 empfiehlt seine Säle für Privatfestlich: feiten, Stränzchen Vereinen und zu Versammlungen. Jeden Sonntag, Dienstag 1. Donnerstag: Gr. Ball. Achtung! Vereine! 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Bortrag über die Gewerbegerichte und ihre Bedeutung für die Friedenau- Steglitz: H. Bernsee, Stirchstraße 1, in Friedenau. arbeitende Klaffe. Referent AI win försten. 2. Diskussion. 3. Ver: Bestellungen nehmen entgegen in Steglitz: H. Mohr, Düppelstraße 8, fchiedenes. und Fr. Schell haje, Ahornstr. 15a. Baumschulenweg: Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, der Wichtigkeit der Tagesordnung Gode I, Baumschulstraße 32, v. III. Gross- Lichterfelde: halber in der Versammlung zu erscheinen.[ 14/12] Der Vorstand. Abonnenients nehmen entgegen: Atemp, Chauffeestr. 45; Voigt, Dürer und Moltkestraßen- Ede; Kutner, Dürerstraße 41; Pagel, Achtung: Chauffeeftr. 104; I fiter, verl. Wilhelmstr. 33; Richter, Lorenz fertige Anzug, 20 M., haltb. Zuth, ſtraße 34;& römming, Lantwigstr. 10; Senger, Sturfürstenstr. 35; Lüd, Chausseestraße 109; 23 enzel, Lanfwigerstraße 6.- NenWeissensee: Spediteur Heinrich Bachmann, Lehderstraße 1, Außerdem ist sämtliche Parteilitteratur sowie alle wissenschaftlichen Achtung: E Isolierer und Rohrumhüller. Montag, den 18. d. Mts., abends 7 Uhr, bei Buske, Grenadierstr. 33: part. Iints. Oeffentl. Derlammlung Tages Ordnung: Bericht der Lohnkommission und Stellungnahme hierzu. Die Lohnkommission. J. A.: W. Prätel. Die Frauen sind eingeladen, 269/4 Cohns Festsäle, Beuthstrasse 20 Amt I, 1722. 22869* Empfehle meine Festfäle mit Bühne, von 100-1000 Personen fassend, zu Versammlungen und Festlichkeiten. Sonnabende und Sonntage im September und Oktober noch zu haben. Von 32 M. an Anzüge nach Maß, guter reinw. Stoff, neneste Muster, haltbare Zuth.. zwei Anproben, nur unter Garantie für guten Sih. Engel, Münzstraße 26, p. Von 30 M. an Winter- Paletot u. 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Verantwortlicher Redacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Nummern 5 Pf. Nr. 21, 6 Pf. Nr. 27, Gold7 Pf. Nr. 22. 25216 Nr. 218. 16. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 17. September 1899. oder Sociale Rechtspflege. der den Streit führung der Lohnarbeit und Beseitigung der Accordarbeit. Auch Die Konditoren hielten am 7. ihre regelmäßige Mitgliederwurde den Gehilfen der Minimallohn bon 24 Mart bei versammlung ab. Zum 2. Punkt der Tagesordnung referierte 51stündiger, 25 Mart bei 52stündiger Arbeitszeit zuge Pigusch über den gegenwärtigen Stand der Situation in der Die streikenden neunzehn Klempner des Herrn Gericke billigt. Für Ueberstunden, bie nur im Notfalle gemacht Berliner Gewerkschaftskommission. Die Versammlung erklärte sich Prinzenstraße) hatten sich gestern wegen Kontraktbruches vor dem werden sollen, wird ein Lohnzuschlag bon 25 Proz. be mit dem neuen Regulativentwurf einverstanden, beauftragte aber den Gewerbegericht zu verantworten. Herr Geride, vertreten zahlt. Gin allgemeiner Lohnzuschlag von 5 Broz. soll sofort, ein Delegierten, gegen den Passus, daß auf Antrag von 8 Delegierten durch seinen Werkmeister Bernhagen, verlangte von jedem Lohnzuschlag von 10 Proz. am 14. Oftober erfolgen. Von den bei Abstimmungen dieselbe nach der Kopfzahl der in jeder Gewerkverlangt o Gin bont b von 8 gemäß§124 b der Gewerbe- Ordnung eine Buße von 16,20 Mart Meistern wurde verlangt, daß die Gehilfen für die Einführung der schaft organisierten Arbeiter zu erfolgen habe, und weiter gegen den gemäß§ 124 b der Gewerbe- Ordnung eine Buße von 16,20 Mart Accorde, soweit dieſe Arbeiten noch nicht anderweitig in diejendar sperren, in Tagelohnarbeit in den Fabriken und Tischlereien auch energisch Paragraphen, daß von allen durch die Hände der Kommission gehenden fertig gestellt sind. Die Beklagten waren vollzählig erschienen. Nach eintreten und alle diejenigen sperren, in welchen dieselbe nicht be- Geldern 3 Proz. für Verwaltung von dieser abzuziehen feien, zu fertig gestellt sind. Die Beklagten waren vollzählig erschienen. Nach willigt wird. Hingegen verpflichten sich die Meister, von diesen propagieren. Unter Verschiedenem wurden u. a. den ausständigen längeren rechtlichen Auseinandersetzungen des Gewerberichters Betrieben während der Dauer der Sperre feine Arbeit zu über- Steinarbeitern 10 M. bewilligt. Dr. Leo licßen die Beklagten, die von Näther vertreten waren, Der Verband der in der Kürschnerbranche beschäftigten den Einwand fallen, daß sie die Bestimmungen der Arbeitsordnung 13 der Hierauf folgenden Distuffion poremifterte In der Hierauf folgenden Diskussion polemifierte Dupont zu Arbeiter und Arbeiterinnen von Berlin und Umgegend hielt nicht hätten beachten brauchen. Sie erklärten sämtlich, daß sie es nächst gegen die Verhandlungen, die in der Meisterversammlung am 11. b. M. feine regelmäßige Mitgliederversammlung bei Feind, ablehnten, die angefangenen Accordarbeiten fertig zu stellen. Weiter wurden, wobei am Donnerstag gepflogen hielt einen Bortrag über er insbesondere Weinstr. 11; ab. Herr Dr. Rattowsky gaben sie der klagenden Firma anheim, vorbehaltlich des Urteils- bas Berhalten des Herrn Pieper, den man sonst nicht Stoffwechsel und Ernährung". An der Diskussion beteiligten fich pruches des Gewerbegerichts, die Accorbe perfigſteffen zu Taffen. Numehr gab Dr. Leo Herrn Bernhagen auf, bis zum nächsten Stammer die Meisterkommission gewählt wurde, unter lebhafter Bustimmung Steinarbeitern 20 m. aus der Verbandskaffe bewilligt. Unter BerNunmehr gab Dr. Leo Herrn Bernhagen auf, bis zum nächsten Kammer- ernst nehme, mit dem man sich nur beschäftige, weil er mum in Moldenhauer und Gobin. Sodann werden den ausständigen termin festzustellen, wie lange die einzelnen Beklagten noch der Versammlung kennzeichnete.( Wie von einem anderen Redner schiedenem teilt Wier mit, daß am 25. d. M. eine öffentliche Veran ihren Accorden gearbeitet hätten, wenn der Streit nicht dazwischen gekommen wäre. Hierzu führte der Richter noch aus: Nach§ 124 b mitgeteilt wurde, gehört Herr Pieper dem Verein selbständiger Hand- fammlung der in der Kürschnerbranche beschäftigten Arbeiter und Der Gewerbe- Ordnung könne für den Tag des Vertragsbruches und werker an, der sich bekanntlich zur Aufgabe gestellt hat, Material zur Arbeiterinnen in Cohns Festsälen, Beuthstr. 20, stattfindet. Die der Gewerbe- Ordnung könne für den Tag des Vertragsbruches und Buchthausvorlage zu fanmelir. Es liege deshalb die Vermutung nahe, nächste Mitgliederversammlung findet am 9. Oktober bei Feind, für jeden folgenden Tag, höchstens aber für die Dauer von baß dieser Herr die Gelegenheit benutzen wolle, auch feinen Teil zu dem Weinstr. 11, statt. nehmen. sechs Tagen, eine Buße in Höhe des ortsüblichen Tagelohnes ge- Material beizutragen.) Dupont weist sodann darauf hin, daß fordert werden. Da nun in den vorliegenden Fällen nach der wenn auch das Ergebnis der Verhandlungen nicht ganz den Wünschen Der Verein zur Wahrung der Jntereffen der Maurer Arbeitsordnung das Arbeitsverhältnis nach Beendigung jedes ber Gehilfen entspricht, doch den Abmachungen deshalb eine größere Berlins und Umgegend hielt am 10. September ſeine Mitglieder, das Accordes gelöst werden konnte, so könne nicht unterschieds- Bedeutung beizumessen ist, weil für die Aufrechterhaltung derselben versammlung im Englischen Garten, Alexanderstraße 27e, ab. Paul Tos von jedem Beklagten die höchste Buße des§ 124 b beibe Teile eintreten müssen und dadurch schließlich stabilere Ver- Jahn hielt einen Vortrag über: Welthandel im 19. Jahrhundert". mit 16,20 20. gefordert werden. Diejenigen Beklagten, die hältnisse geschaffen werden. Allerdings müsse versucht werden, daß die Diskussion fand nicht statt. Im Verschiedenen wurde folgender Anweniger wie jechs Lage zur Fertigstellung ihres Accordes ge- fürzere Arbeitszeit, die in den verschiedenen Betrieben jetzt schon befteht, trag angenommen: Die Hilfskaffierer werden beauftragt, jeben braucht hätten, wären auch nur zur Zahlung der entsprechen beibehalten wird. Ein Kampf, der unter Umständen recht bedeutende Monat bei dem ersten Kassierer anzufragen, wie weit bie fra der Hifskassierer vom den geringeren Bußen verpflichtet: für einen Tag 2,70 M., Dimensionen annehmen könnte, wegen Verkürzung der Arbeitszeit Mitglieder bezahlt haben. für zwei Tage 5,40 M., fo weiter bis zu zum Höchstbetrage von um eine Stunde, ſei unter den gegebenen Verhältnissen nicht zu Centrum wird beauftragt, den Hilfskassierern mitzuteilen, 16,20 M. Der Vertreter des Herrn Geride meinte hierauf, die ge- empfehlen. Eine Verkürzung der Arbeitszeit ist in mehreren Städten wer bezahlt hat. Die Aufnahmen jedoch sind sofort dem geforderten Feſtſtellungen würden geraume Zeit in Anspruch nehmen. eingetreten oder in der Durchführung begriffen und sie wird auch in betreffenden Hilfstaffierer, in deſſen Bezirk der Aufgenommene Es feien ja einige Gesellen in der Werkstatt, die die Arbeiten fertig Berlin in der nächsten Zeit nicht mehr verweigert werden können. wohnt, mitzuteilen. Im weiteren teilte der Borsigende machen könnten; deren Thätigkeit würde aber durch das Post en Der Rebner hält die Vorschläge der Kommission für annehmbar, mit, daß für den Verein am 29. Oktober mittags 1 Uhr, im Theater ſtehen erschwert. Mehrere Beklagte protestierten energisch gegen giebt aber in feinen weiteren Ausführungen der Befürchtung Aus der Urania, Taubenstr. 48/49 ein Vortrag über: Der Sieg bes die in diesen Worten enthaltene Behauptung, daß fie irgendwelche bruck, daß sich für die Fabriken, die gesperrt werden sollen, Klein- Menschen über die Natur gehalten wird. Billets find in den zahlungehörige Mittel anwendeten. Das Verhalten der Posten sei ein meister und auch einzelne Gehilfen finden werden, welche die not- stellen zu dem ermäßigten Preise von 0,50 m. au haben. Bun Zum durchaus gesetzliches. Man wolle sich nur über die Situation inSchluß wurde der von der Neuner- Kommission gefaßte Beschluß gutformieren. Berwerflich wäre dagegen das Vorgehen der Familie wendigsten Arbeiten anfertigen. Wintler berichtete, daß in den Verhandlungen, die mit allen geheißen, daß diejenigen Mitglieder, welche aus dem Verein resp. Gericke, die jeden ruhig dastehenden oder promenierenden Streikenden zur Solzarbeitergruppe gehörenden Branchen gepflogen wurden, den Verband ausgeschlossen worgen find, innerhalb eines Jahres, beidervon der Straße weg verhaften lasse. Eine weitere Unterhaltung hierüber ließ der Vorfigende nicht zu, indem er beſtützung zugesichert worden ist, daß es aber für ratsam erachtet Der Verein der Kleber( Tapezierer und verwandten Berufs Bildhauern zu ihrem Vorgehen die moralische und finanzielle Unter- feits nicht aufgenommen werden dürfen. merkte, die Borgänge auf der Straße gingen das Gewerbegericht wurde, die Verkürzung der Arbeitszeit vorerst durch Einführung genossen Berlins) hielt am Dienstagabend bei Baſter, Inselstr. 10, ſeine absolut nichts ant. Die Verhandlung wird am 14. Oktober fortgesetzt. bezw.' Verlängerung der Pausen anzustreben. Wie ein Redner mit erste Vereinssigung ab. Nach einem einleitenden Referate Eine fehlerhafte Lohnzahlung. Der Holzhändler Polensky teilte, find den Bildhauern bei der Firma J. C. Pfaff auf ihre Schröders wurde zur Beratung der Statuten geschritten, die batte dem Arbeiter K. das Abtragen von Holz in Accord übertragen, Vorstellungen hin einigermaßen annehmbare Konzessionen gemacht mit einigen Abänderungen angenommen wurden. Hierauf wurde wobei er voraussetzte, daß K. die Arbeit mit einem Stollegen zu worden. Es ist ihnen eine prozentuale Lohnerhöhung zugebilligt die Ergänzungswahl der Agitationstommission borgenommen. ein bestimmter Mindestlohn garantiert worden, obwohl Gewählt wurden fammen verrichten würde. Dieser Kollege, der Arbeiter S., mußte und Pette, Rielblod, Fleischer, als Döring Agitationsmitglieder, vor Beendigung der Arbeit frankheitshalber fortbleiben und erhielt die Accordarbeit beibehalten werden soll. Die Verkürzung der gittelbach Rau, Lehnig, Lewerenz dann für die von ihm geleistete Arbeit kein Geld, abgesehen von Arbeitszeit soll durch Einführung von entsprechenden Pausen erzielt sowie als Ersazleute. einem Vorschuß. Er verklagte deshalb Herrn Polensky beim werden. Von der Firma Grosch tus wurde berichtet, daß außer In der hierauf folgenden Distusfion gaben verschiedene Redner ihren Gewerbegericht und beanspruchte von ihm 19 M. Der Ver- einem Lohnzuschlag auf verschiedene Arbeiten, alle anderen Forde Unmut über, die zurüdstoßende Haltung der Centralisation in treter des Holzbändlers bestritt, daß dieser dem Kläger gegenüber rungen abgelehnt worden sind. Unter den 16 Bildhauern, die daselbst drastischen Worten Ausdruck. Ein hierauf eingebrachter Antrag, sich zu irgend etwas verpflichtet sei. Mit ihm habe er nichts zu thun, beschäftigt find, mangelt es an der notwendigen Einigkeit, so daß nochmals mit Hamburg in Berbindung zu setzen, wurde mit 48 da die Arbeit dem S. übertragen worden wäre und K. auch den ein einheitliches Vorgehen, zumal noch eine Anzahl Kleinmeister in gegen 5 Stimmen abgelehnt. Nach einem zündenden Schlußwort vollen Accordbetrag ausgezahlt erhalten hätte. Der Vertreter Betracht kommen, die sich indifferent verhalten, vorläufig nicht zu Schröders wurde die Versammlung mit einem begeisternden mißte zugeben, daß Polensky für den Kläger geklebt und erwarten ist. In der weiteren Diskussion wurde auf die Arbeits- Hoch auf den Verein geschlossen. Strantenlaffen- Beiträge entrichtet hatte. int den Der Vorsigende riet verhältnisse Fabriken und Tischlereien verwiesen Der Zweigverein Berlin des Verbandes der Barbier. zu einem Vergleich und führte aus: Der Beklagte sei als und angeführt, daß eine Verkürzung der Arbeitszeit für Arbeitgeber des Klägers S. anzuschen, er hätte darum dafür sorgen bie Bildhauer allein mit vielen Schwierigkeiten verbunden sei und und Friseurgehilfen hielt am 14. d. M. bei Schiller, Rosenmüssen, daß S. die geleistete Arbeit richtig bezahlt erhielte. Es viel leichter gemeinsam mit den übrigen in Betracht kommenden thalerstraße 57, eine Versammlung ab, in der Kollege Liere über genüge nicht, daß er das Geld dem N. gegeben habe. Wenn K. den Holzarbeitern durchzuführen wäre. Außer den Mitgliedern der Lohn- Die Inmung und die Sonntagsruhe" sprach. Es wurde folgende Kläger aus irgend welchen Gründen bei der Verteilung zurüdießte, fommission plädierte auch Herr Bildhauermeister Westphal sehr Resolution angenommen: Der Zweigverein Berlin protestiert gegen dann müsse der Beklagte ihn befriedigen. Der Unternehmer lönne dringend für die Annahme der gemachten Vergleichsvorschläge. jede Schmälerung der gesetzlich gewährten Sonntagsruhe und er ja dan S. zur Zurückzahlung des zuviel gegebenen Geldes anhalten. Mehrere andere Redner traten entschieden für die Aufrechterhaltung wartet von der Agitationskommission die nötigen Maßregeln, um Die Parteien verglichen fich hierauf. der aufgestellten Forderungen und für die Ablehnung der Vorschläge den ersten Versuch der Innung, für Weihnachten und Neujahr ver ein. In einer großen Anzahl von Werkstätten seien die Forde- längerte Geschäftszeit zu erlangen, abzuwehren. Die nächste Verrungen bereits bewilligt worden und andere würden bei einem fammlung findet am 28. d. M., abends 10 Uhr, in obengenantem bald folgen. Die Konjunktur, die Lokal statt und sind Gäste willkommen. berurteilte indessen deir Beklagten, 19,80 Mart 1 an und wenn bei der Firma Kleber in Accord gearbeitet und an den Löhnungs- einmütigen Vorgehen Accordquittung und Nebenaufprüche. Der Schlosser O. Hatte tagen auch die Accordpreise richtig ausgezahlt erhalten. Indem er gegenwärtig eine sehr günstige ist, müsse ausgenugt werden, Die Tapezierer verhandelten am Donnerstag über den Stand beim Gewerbegericht flagbar wurde, verlangte er 19,80 M. um möglichst viel zu erlangen. Es sei auch keinerlei Garantie ge- ihrer Lohnbewegung. Zunächst berichtete Berger über den Streik rückständigen Lohn. Er begründete die Forderung damit, daß er geben, daß die Unternehmer die Abmachungen, die für die Gehilfen der Posamentiere und ersucht die Versammlung, fich mit diesen an einzelnen Stücken länger zu thun gehabt habe, weil er gewisse Wünsche nur geringe Vortheile bieten, in geschäftlich schlechteren Zeiten be- solidarisch zu erklären. Es wird beschlossen, daß die Tapezierer den und Aufträge des Meisters habe berücksichtigen müssen. Er habe mehrfach achten werden. Bosamentieren in jeder Beziehung ihre Unterstüßung angedeihen erklärt, daß man ihm die Mehrarbeit extra bezahlen müsse. Der den Bericht Sodann giebt Leo Schmidt Bertreter des Beklagten berief sich hauptsächlich darauf, daß der Nachdem die Anträge, nach welchen die früher aufgestellten lassen sollen. Forderungen zur Durchführung gelangen sollen, gegen bedeutende über die Lohnbewegung der Tagezierer. Diese sei eine Kläger stets über die erhaltene Accordsumme quittiert habe Die Minoritäten abgelehnt worden waren, gelangte folgende, von der Lohn- lebhaftere gewesen, als frühere Jahre und habe, Quittungen liegen vor. Der Herr vermochte weder zu bestreiten, fommission gestellte Resolution gegen wenige Stimmen zur Annahme: auch nicht ganz befriedigt, so doch im allgemeinen ein gutes daß dem O. 36 Shinden Mehrarbeit erwachsen feien, noch fonnte Die öffentliche Versammlung erklärt sich damit einverstanden, daß Resultat gezeitigt. In zwölf Werkstätten seien Forderungen gestellt er sonst eine bestimmte Angabe über die Mehrarbeit machen. Er folgende Forderungen aufrecht erhalten und mit allen uns gesetzlich und teils ohne, teils durch kurze Arbeitseinstellungen durchgeſetzt bat deshalb um Vertagung. Die Stammer V des Gewerbegerichts zustehenden Mitteln durchgeführt werden. 1. Stritte Durchführung worden. Von einigen Rednern wurde die Agitationskommission einer höchstens 51 Stunden betragenden Arbeitszeit in den Bild- heftig angegriffen, weil sie es bei den Streits häufig an dem zwed zu zahlen. Der Vorsigende Dr. Schalhorn führte be= hauereien und einer höchstens 52 stündigen in den Tischlereien und mäßigen Vorgehen habe fehlen lassen. Schmidt, der die Agigründend aus: Der Vertreter des Beklagten habe die Angabe Fabriken, in welchen bisher noch länger gearbeitet wurde. 2. Gänz- tationstommiffion gegen die Angriffe zu verteidigen suchte, konnte des Klägers, daß er ohne sein Verschulden insgesamt 36 Stunden liche Abschaffung der Accordarbeit und Einführung der Lohnarbeit in wegen des von einigen Anwesenden erhobenen Tumults nicht zu bei verschiedenen Accorden zugelegt habe, nicht bestritten, die An- allen Werkstätten, Tischiereien und Fabriken. 3. Anerkennung eines Ende sprechen. Die Versammlung mußte vorzeitig geschlossen werden, gabe des Klägers sei darum jür das Gericht maßgebend. Das Mindestlohnes von 24 M. bei 51stündiger und 25 M. bei 52stündiger so daß eine eingebrachte Resolution, in welcher der AgitationskomGericht jei aber auch der Meinung, daß die 36 Stunden angemessen Arbeitszeit. Bewilligung einer allgemeinen Lohnerhöhung von miffion ein Vertrauensvotum ausgesprochen war, nicht zur Abstimmung bezahlt werden müßten und nicht in den Accordpreis einzurechnen 10 Brez. 5. Ueberstundenarbeit ist nur in ganz dringenden Fällen gelangen konnte. icien. Der Einwand, daß die Quittungen über empfangene zulässig und ist dann der Zuschlag von 20 Proz. strikte zur Durch- Charlottenburg. Der Verband der Fabrit, Land. Accordsummen weitere Ansprüche gänzlich ausschlössen, finde im führung zu bringen. Außerdem gelangte ein Antrag zur An- ilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands hielt Gejez teine Begründung. Wenn in einer Quittung ausdrücklich nahme, nach welchem auch mir dann Ueberstunden gemacht werden am 12. d. M. seine regelmäßige Bersammlung in der Gambrinusbefundet werde, daß nichts mehr auszuzahlen sei, dann feien aller dürfen, wenn keine Arbeitslosen mehr vorhanden sind. Ferner wurde Brauerei ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammdings alle Forderungen bis zum fraglichen Zeitpunkt erledigt. Hier beschlossen, daß überall da, wo die Forderungen nicht bewilligt werden, lung das Andenken des Genossen Jacobey durch Erheben von habe aber O. nur über den Empfang der betreffenden Summen quittiert. am Sonnabend, den 16. d. M. die Arbeit einzustellen ist. Von allen den Sitzen. Hierauf hielt Dr. Borchardt einen interessanten Vors Landwirtschaftlicher Betriebsunfall im Kaufmannsladen. Vorkommnissen und aus allen Werkstätten ist der Lohnkommission trag über„ Arbeiterschutz und Arbeitertruz", welcher mit Beifall aufDie Frau des Landwirtes Werk war ausgeglitten und zu Boden ge- umgehend Bericht zu erstatten. Das Bureau der Kommission ist den genommen wurde. Zur Diskussion sprach Pohl im Sinne des stürzt, als sie einen Kaufmannsladen verließ, wo sie waren eine ganzen Tag, geöffnet und befindet sich bei Spielberg, Köpnickerfir, 62. Referenten. Zu Verbandsangelegenheiten wurde der Beschluß gegekauft hatte. Frau Wert erlitt hierbei einen Knöchelbruch. Sie be Die Versammlung fand erst nach 1 Uhr mit einem kräftigen Hoch faßt, den Gauvorstand zu ersuchen, eine jede dem Gau angehörige anspruchte darauf eine Unfaffrente. Die brandenburgische land- auf die Bildhauerbewegung ihren Abschluß. Bahlstelle zu verpflichten, daß ein jedes Mitglied pro Quartal 5 Pf. Die Unternehmer werden am Montag in einer Versammlung zu zu entrichten hat, um dem Gauvorstand die Möglichkeit zu geben, wirtschaftliche Berufsgenossenschaft wies den Anspruch ab, das zu fedegericht verurteilte dann jedoch die Beklagte, indem es an den von der Kommission gemachten Vergleichsvorschlägen Stellung Agitationsreisen zu unternehmen. Nach Erledigung innerer An 1m, daß der Unfall dem kleinbänerlichen Betriebe des Land- nehmen. gelegengeiten erfolgte der Schluß der gut besuchten Versammlung. 1. rts Werk zuzurechnen sei. Das Reichs- Versicherungs- Die Handelshilfsarbeiter( lokal) hielten am 10. d. M. cine Die Gastwirtsgehilfen hielten am Donnerstag in Nigdorf amt als Retursinstanz hob diese Entscheidung wieder auf und wies gut besuchte Versammlung ab, in welcher der Genosse Grempe eine öffentliche Versammlung ab, in welcher Way Thomas über den Anspruch der Frau Werk als unbegründet ab. Das Einkaufen über Technische Fortschritte mit Berücksichtigung der Motorwagen die Notwendigkeit einer einheitlichen Organisation sämtlicher im von Salz, Staffee und Farbe zum Färben von Strümpfen habe nichts Ausstellung" sprach. Die Versammlung folgte aufmerksam dem Gastwirtsgewerbe thätigen Personen referierte. In der gepflogenen mit der Landwirtschaft zu thun. Aber auch Del und Petroleum, intereffanten Vortrage und fand darüber keine Diskussion statt. Diskussion schloffen sich mehrere Redner diesen Ausführungen an welches die Klägerin nach späteren Angaben ebenfalls geholt haben Stein berichtete dann über die Verhandlung mit Jandorf und und wurde zum Schluß folgende Resolution einstimmig ana wolle, stehe in einem allzu entfernten Zusammenhange mit dem ist demnach die Angelegenheit, welche schon eine öffentliche VersammDie heute in Rigdorf tagende Versammlung Betriebe. Der Unfall fönne umso weniger als landwirtschaftlicher lung beschäftigte, beigelegt, indem die Firma Fandorf den größten aller Angestellten im Gastwirtsgewerbe erklärt sich mit den Betriebsunfall angesehen werden, als er außerhalb der Wirtschaft Teil der Forderungen bewilligte und eine schriftliche diesbezügliche Ausführungen des Referenten einverstanden und berpflichtet passiert sei. Erklärung abgegeben hat. Des weiteren wurden noch einige Firmen sich mit allen ihr zustehenden Mitteln für eine Erweites genannt, welche ihre Angestellten sehr gut auszumützen ber- rung des Verbandes Sorge zu tragen. Gleichfalls hält die Vera stehen; fo eine Firma Gustav Cords, Leipziger- sammlung es als ihre Pflicht, für die Beseitigung des Kommissionära straße 39, an der Spizze, welche ihre Hausdiener, alte, beim Militär unwesens nach besten Kräften zu wirken. Sodann wurden der Kellner Zur Lohnbewegung der Holzbildhauer Berlins. Eine gut gediente Leute, mit 15 M. Wochenlohn als Anfangsgehalt bezahlt Heinrich Müller als Vertrauensmann und Delegierter für das refuchte öffentliche Versammlung der Bildhauer tagte am Freitag und Laufburschen von 14 Jahren einen solchen von 20 M. pro Monat. dortige Gewerkschaftstartell gewählt und als dessen Stellvertreter der bei Stechert, Andreasstraße, um über die weiteren Maßnahmen Be Allseitig wurde bemängelt, daß die Kollegen selbst an derartigen Zus Büffettier Jacob. schluß zu faffen. ständen die Schuld trügen, indem sich dieselbon um keine Organi Nach dem Bericht der Lohnkommission haben die Verhandlungen jation kümmern. Pflicht eines jeden Verbandskollegen wird es sein, mit den Meistern das Resultat gezeitigt, daß die Forderung der derartige Kollegen aufzuklären und für den Verband dieselben zu 50stündigen Arbeitszeit nach längerer Beratung und in Erwägung gewinnen suchen. Dann wird auch bei denjenigen Geschäften eine der gegenwärtigen Verhältnisse von der Kommission zurückgezogen bessere menschenfreundlichere Behandlung und Bezahlung zu erzielen wurde. Dafür soll aber darauf geachtet werden, daß die 51stündige fein. Das Ableben des Kollegen Heinrich Höpfner ehrte die Arbeitszeit in Bildhauereien und die 52stündige Arbeitszeit in Versammlung durch Erheben von den Plägen und erfolgte dann nach Fabriken nicht mehr, wie es bisher vielfach üblich war, überschritten Mitteilung von Vereinsangelegenheiten Schluß der gut besuchten wird. Völlig anerkannt wurde die Forderung auf allgemeine Eine Versammlung. 3 Versammlungen. steht genommen: Tanz Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Sonntag, den 17. September, abends 6 Uhr: Gemütliches Beisammensein. Vorträge im Parterresaale von G. Feuersteins Festsälen, Alte Jakobstr. 75. Bandsleute, Damen und Herren, sowie Gäste willkommen. Freie Bereinigung selbständiger Barbiere, Friseure und Pers rückenmacher. 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( Ohne Gewähr.) 81 123 670 710 17 93 983 1218 313 405 7 19:63 541 48 76 862 972[ 1000] 2529 33 72 85 602 15 997 3021 86 126 76 245 303 698 729 910 50 4074[ 200] 213 399 447 79 81 822 40.55 57 968 5083 364 613 98.747 850 915 67 6148 220 83 472 667[ 200] 994 7015 256 343 415 663 84 911 34 8034 418 559[ 500] 93 781 819 54 19351 53 602( 3000) 748 900[ 300] 59 10433 96 631 740 11164 88 292 338 92 592 603 858 12120 29 214 81 358 476 511 794 861 64 13146 244 308 556 92 718 92 992 98 14032 51 321 60 65 575 602 15 88 895 900 15077 164 243 407 516 53 99 605 84 90 877 980( 16029 342 494 645 781 87: 838 64 17017 21 22 [ 500] 243 318 70 449 539 65 98 691 95 735 87 922 18318 679[ 200] 780 906 19046 93 96 124 59 73 267 633 767 819 20241 49 550 619 52 738 21084 319 497 558 89 638 773 808 22244 334 36 479 528 33 59 695 733 96 832 996 23011 51 87 122 80 241 49 423 26 687 711 67 24065 132 81 218 486 579 601 942 25008 301 520 783 806 [ 200] 68 91 26207 33 49 56 525 609 738 79 865 77 7030 115 51 225 349 485 560 606 28059 81 162 234 365 429 656 808 12 29270 355 641[ 300] 786 93 841 59 30095 108 229 857 92 417 939 31046 456 576 81 935 32094 138 58 94 231 387 449 688 48 707 76 934 86 33050 872 946 34808 432 68 35032 81 97 174 85 484 50 501 20 35 632 85 970 36197 228 74 820 22 401 519 88 661 864 957 37081 139 309[ 500] 13 486 42 587 620 777 95 857 38088 68 99 107.229 497 39044 172 204 78 95 427 692 904 40076 79 181 84 226 402 45 58 752 55 41238 641 52 721 54 909 28 42078 108 70 228 789[ 300] 913 48120 205 60 474 645 754 829 70 941 44067 78 249 307 606 45017 108 62 338 466 581 788 939 46061 161 263 336 405 29 61 524 630 69 956 47184 270 330 42 525 619 31 50 827 941 48024[ 200] 261 97[ 10000] 618 53 80 98 761 819 907 76 49074 564 671 709 874 947 55 50028 45 198 315 96 494 541 614 945 51079 283 84 485 757 883 986[ 200] 52029 93 187 98 240 610 59 848 922 53245 61 309 28 417 746 99 54000 24 117 97 276 383 406 588 888 55144 448 565 638 859 50032 136 45 374.439 571 926 68 57130 600 21 94 706 17 85 803 68 917 57 58018 149 230 581 88 715 55 868 95 970 59052 110 96 204 99 459 70 949 57 60000 22 47 237 64 605 95 761 915 61232 49 338 472 548 782 838 56 934 88 62225 357 666 934 63026 344 65 70 409 33 502 56 782 64082 170 281 355 80 547 609 13 724 837 44 86 65214 349 446 630 71 701 73 858 943 84 66280[ 300] 310 71 95 400 51 958 81 $ 7247 377 489 712 844 57 64 68086 182 592 630 863 69484 89 966 70020 96 176 254 65 347 478 1702 1810 55 66 941 71098 126 31975 456 501 606 23 35 707 918 72017 149 320 68 86 681 88 707 870 906 50 72 78602 25 751 821 56[ 300] 66 74013 45 252[ 200] 83 316 421 890 910 31 75087 166 69 473 94 525 763 82 76145 86 202 424 534 60 669 711 16 30[ 200] 77023 216 74 76 85 383 [ 200] 422 66 75 562 67 663 813 59 78055 285 90 704 6 812 79147 214 375 415 669 794 811 62 80233 512 30 788 829 907 81097 153 473 635 718[ 200] 942 82035 51 103 35 72 495 636[ 200] 992 83020 156 235 78 516 614 78 84 806 90 84004 76 219 33 50 310 96 410 566 706 30 907 61 62 69 71 85161 376 448 99 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Berichtigung. In der Liste vom 15. September nachmittags lies 6626 35 ftatt 6026 35. Kommandantenstr. 51, Fahrstuhl nach alfen Etagen. Sensationelle Erfindung für Schwer- und Schwachhörige Hörrohr Miniature eingetragene Schußmarte ,, Liliput" eingetragene Schußmarte von H. Frensdorff& Co., Hamburg. Fast unsichtbar, per Paar M. 4,-, per Stück M. 2,-, Nachnahme, Porto und Verpackungsgebühr 50 Pf. extra. Das Hörrohr erleichtert den Schwerhörigen, das Hören in Familienkreisen, Gesellschaften, Theatern 2c. ganz bedeutend. Auch für den Sprechenden von großer Annehmlichkeit, indem er nicht nötig hat, so laut mit dem Schwerhörigen zu reden. Für auf beiden Ohren Schwerhörige ist ein Paar Hörrohre erforderlich.- Generaldepot für Berlin und Umgegend Franz Schwarzlose, Berlin SW., vormals A. Thieme& Co., 134/ 10* Leipzigerstr. 56, neben den Colonnaden. Nenes Bürgerliches Gefehbuch nebst Einführungsgesetz und Sachregister. Größter Maffenartikel. 470 Seiten. Nur in Postpateten von 25 Stüd a 25 Pf. p. Nachu. 111/5 L. Schwarz& Co., Berlin C. 14. 2.8iehung d. 3. Klasse 201. Kgl. Preuß. Lotterie.| 572 699 887 117018 47 180 251 894 405 23 80 556 727 Biehung vom 16. September 1899, nachmittags. Nur die Gewinne über 160 Mart find den betreffenden Nummern in Slammern beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 91 201 312 61 463 513 21 612 17 920 1092 107 20 859 443 511 60 739 913 29 60 2080 142 222 333 418 23 44 98 833 71 3139 233 389 94 523 28 65 690 4045 58 182 281 303 470 84 505 47 96 667 88 713 901 20 97 5055 82 264 98 363 977 81 6007 292 403 545( 300) 821 46 924 7058 357 84 454 91 597 921 37 8057 127 36 529 71 648 68 710 20 9154 276 379 407 810 10235 58 514 781 64 72 817 1200] 920 52 11038 88 110 416 565 671 886[ 200] 12444 52 82 514 680 881 13042 235 40 91 470 539 77 712 14120 366 504 25 55 626 720 29 86 954 15017 34 36 161 355 472 907 38 78 16022 102 26 49 264 363 511 43 72 885 926 17192 486 627 76 87 858 67 900 29 35 18049 123 70 579 89 621 766 849 19059 127 205 317 510 723 29 52 62 846 61 95 905 63 20015 255 415 587 626 99 816 83[ 200] 940 58 75 21132 36 302 42 441 567[ 200] 94 876 80 905 22135 330 56 592[ 200] 623 35 777 84 95 815 27 49 28208 30 57 74 561 68 96 629[ 500] 813 969[ 300] 92 24010 114 247 337 90 574 688 777 960 25018 32 53 89 125 71 285 394 417 591 874 906 26216 38 838 408[ 200] 805 45 27065 219 577[ 200] 673 28214 463 91 655 913 73 29088 51 108 371 474 559 663 921 76 EVER 30080 246 62 80 884 480 614 35 728 72 925 81028 116 57 424 94 569 71 812 86 992 96 82036 251 68 80 358 458 665 99 794 98 968 33063 188 281 426 830[ 300] 914 34117 68 309 31 592 651 912 35471 637 65 714 813 88 971 36119 45 271 366 503 12 29[ 200] 612 88 94 897 37137 86 200 365 593 687 930 38185 631 99 727 981[ 300] 39161 226 32 38 580 690 822 34 77 79 939 64 40029 38 175 314 55 78 409 85 511 66 741 41014 113[ 200] 400 63 73 584 638 67 828 55 42090 112 54 87,505 625 731 72 846 43046 97 239 76 300 31 514 612 751 81 964 44047 281 83 451 58 537 42 87 643 762 874 45073 526 731 803 46256 511[ 500] 686 833 49 47009 94 294 369 495 542 904 44 56 48067 806 546 73 79 84 88 687 707 96[ 300] 40087 210 338 452 89 518 761 852 50016 31 84 87 165 246 84 452 56 645 85 51058 150 322 588 685 801 972 52000 180 95 286 95 383 466 648 803 72 53897 403 63 585 607 41 986 54141 247 309 787 55098 117 245 444 520 32 99 681 56062 280 411 539 86 703 969 57094 100 221 311 584 625 773 824 932 58417 56 570 857( 200) 939 91 59248 85 332 92 545 79 610 746 77 97 800 69 60183 213 94 581 84 616 43 799 842 61076 188 480 520 628 928 62202 398 411 19 21 47 633 708 41 838 45 64 63040 196 321[ 200] 410 65 541 604 55 782 917 81 64016 205 54 924 65123[ 300] 46 92 207 399 684 66046 101 78 305 16 39 42 56 483 96 501 3 903 67102 591 641 58 861 992 68012 114 378 442 589 784 815 09105 247 495 592 606 765 834 70201 20 91 92 93 95 319[ 500] 615 74 920 84 71330 443 738 829 82[ 200] 72072 113 33 303 85[ 500) 418 34 [ 200] 88 90[ 500] 586 624 31 85 932 48 91 73022 107 296 363 441 502 792 74127 51 85 88 206 47 379 444 86 565 647 802 909 75163 72 277 370( 3000) 471 512 77029 30 93 788 70003 157 279 338 486 940 58 66 133 210 32 1200) 42 48 368 920 78067 253 510 693 715 79049 166 68 301 514 46 80023[ 500] 156 232 93 404 14 587[ 200] 89 653 783 885 953 81013 62 137 226 464 68 79 90 648 82102 81 98 232 33 324 34 90 98 454 679 712 65 924 83054 226 64 322 457 99 674 829 84214 82 404 500 684 965 85050 154 55 71 446 502 85 724 95 847 952 86050 121 265 477 81 733 931 87176 86 220 83 89 327 37 58 99 413 21 27 31 50 69 549 52 685 705 31 803 82 905 34 99 88028 186[ 300] 365 72 599 606 30 46 86 913 89139 48 384 493 568 618 902 25 55 86 90036 45 144 79 270 303 549 98 605 95 91064 425 720 894 954 92056 142 204 305 594 669 83 707 825 93262 587 746 981 94019[ 200] 69 106 787 822 961 95102 338 72 86 506 651 718 85 96052 151 77 600 93 775 96 821 97131 205[ 200] 13 96 300 15 620 77 750 855 985 98197 407 699 957 62 99115 43 430 71 959 100016 130 000] 319 582 969 101048 261 418 725 918 90 102221 72 91 518 48 96 771 853 103303 86 585 608 39 104002 69 441 618 96 779 896 933 62 105666[ 200] 106095 219 347 52 613 911 107036 38 412 553 92 676 776[ 200] 836 43 959 108101 13 99 200 356 469 898 941 109065 137 204 304 462 600 7 29 883 110151 262 430 56 660 741 810 21 111072 314 47 438 530 38 836 968 112027 90 176 214 406 576 607 701 3 998 113115 27 91 385 443 525 42 82 602 28 808 115144 114057 62 268 369 530 671 730 99 878 964 370[ 200] 587 692 793[ 200] 841 983 116144 366 78 404 55 66 801 118022 213 411 95 98 588 706 59 836 912 119057 114 54 71 86 448 69 569 96 618 767 824 120187 210 40 65 350 65 545 79 610 958 121047; 50 53 248 359 474 743 844 917 99 122058 410[ 10001 23 36 658 711 86 946 123106 10 21 317 490 541 625 751 974 124036 165 377 550 51 716 815 125016 21 28 68 96 125 236 59 431 571 89 744 57 840 126240 310 15 49 68 637 817 78 97 918[ 200] 39[ 200] 71 83 127045 291 589 647 48 748 911 128096[ 200] 226 429 58 625 700 71 129140 231 95 369 519 92 708 93 857 935 95 130056 398 421 528 91 990 131085 414 599 809 132170 280 568 764 998 133157 81 298 472 78 562 616 56 811 80 906 91 134057 268 331 70 74 459 625 [ 1000] 86 835 967 72 73 135202 58 515 20 85 629 813 136005 28 48 87 242 68 69 391 589 721 40 898 137133 74 510 72 670 799 138009 140 239 74[ 200] 417 41 832 988 139032 350 457 513 600 929 140267 86 338 520 33 695 715 141077 101 69 418 30 42 501 703 25 49 71 871 933 142217 324 37 65 524 89 97 651 892 98 972 143384 526 45 690 91 95 709 144145 70 245 87 512 679 85 708 37 61 954 83 145129 259 385 421 48 536 672 146033 41 57 91 142 89 223 376 84 625 64 712 923 33 81 147073 191 804 15 85 503 20 640 951 148168 382 427 756 850 970 149092 198 225 54.857 62 90 528 793 808 150265 468 80 700 928 151048 130 82 691 773 888. 992 152000 79 82 110 20 200 36 39 547 153244 95 97 832 454 612 767 93 831 94 991 154023 78 147[ 800] 60 419 57 845 948 50 90 155062 186 280 79 759 136079 179( 300) 215 28 36 587( 500) 614 28[ 300] 85 745 804 157087 41 383 90 682 836 38[ 200] 914 158158 66( 200) 159426 63 588 378 416 91 578 96 625 767 820 31 98 92 712 161136 316 83 160001 113 30 97 221 67 409.679 453 98 920 23 25 55 162162 322 27 41 591 958 103039 42 96 176 292 395 98 601 44 782 85 810 70 912 164041 291 306 419 527 919 165217 54 412 60 602 894 166060 167189 291 369 421 77 284 530 71 732 856 79 900 54 168165 827 472 521 87 57 501 29 80 88 656 745 902 666 88[ 200] 716 38 924 68 169044 164 280 314 472 607 21 801 170048 523 644 757 93 98 947 171092 97 120 284 536 754 76 990 172072 194 245 303 460 95 677 703 47 892 173062 305 72 791[ 200] 839 174171 244 387[ 200] 446 604 29 756 911 175313 24 27 42 58 489 531 819 36 59 176020 125 309 62 458 578 616 712 42 46 56 89 971 82 177102 1200] 391 551 660 720 853 178065 101 426 531 70 613 895 982 179125 230 45 781 180032 49 239 40 484 585 781 889 181026 111 88 222 328 40 43 587 96 652 66 719[ 200] 182399 653 57 73 702 183042 266 392 695 804 9 958 71[ 200] 181058 238 459 525 82 621 59 185195 272 611 79 1500) 855 907 186003 30 198 257 306 26[ 500] 473 601 858 75 187005 7 111 38 208[ 200] 396 549 188103 45 48 79 260 326[ 200] 684 776 913 74 189248 59 432 501 644 190230 46 88 301 53 696 933 191250 55 614 20 192108 15 59 69 238 57 382 85 453 560 62 623 713 930 78 193128 209[ 3000] 336 797 855 63 67 88 194001 195179 221 619 889 96 13 37 114 369 501 601 82 934 [ 200] 196001 16 30[ 500] 42 47 49 65 119 227 307 61 197000 431 37 59 525 409 36 66 693 798 845 68 923 661 83 99 846 64 198033[ 200] 97 133 74 276 326 42 436 528 80 788 199021 72 80[ 60 000] 85 97 132 36 6S 256 642 789 806 200057 223 366 601 64 716 921 201031 421 521 640 768 202101 299 314 81 536 645 979 203042 101 62 307 32 500 35 882 204157 303 473 718 995 205010 [ 200] 134 73 230 511 838 67 200017 56 277 446 77 743 207015 122 34 312 72 509 12 703 66 841 56 912 208025 525 32 64 722 92 924 4 209029 108 214 901 68 210031 82 133 34 487 537 70 657 211105 277 97 452 76 514 832 68 910 69 212047 80 81 440 598 613 731[ 200] 70 81 823 990 213064 115 293 97 320 436 83 85 94 519 609 741 91 806 55 80 934 96 214014 43 94 124 228[ 200] 48 60 359 401[ 200] 81[ 200] 86 626 705 90 954 215097 100 10 364 450 93 522 664 813( 1000] 216084 61 114 21 244 82[ 200] 333 499 554 636$ 27 96 917 217012 161 238 414 31 86 772[ 00] 977 218314 459 526 935 37 219107 334 61 432[ 200] 35 94 567 87 712 896 968 220002[ 300] 46 61 90 98 111 62 313 41 418 22 50S 21.608 760 935 221201 37 8302 405 523 58 715 35 39 80 85 834 921 29 58 87 222029 175 215 19 492 572 632 42 920 223118 60 66 99 303 53 61 504 64 80 739 988 221025 127 62 97.201 54 331 431 515 34 612 769 94 819 225194 210 75 330 90 425 27 512[ 300] Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zn 45 000 22., 1 zu 15 000 t., 1 zu 10000 it., 3 zu 5000 Wir., 2 3: 3000 Mt., 11 zu 1000 Mt., 21 zu 500 Wit. Verantwortlicher Redacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. ».sis, 4. Mißt 1(9 Jontärts" KM« SiMliilt Volks«» ivtfihttfkl ich e Nundfchou. Nene Untersuchungen über die Hausindustrie.*) Vor nicht langer Zeit stieß man in socialistischen Kreisen viel- fach auf die Meinung, daß die hausindustriellen Betriebe. in gleicher Weise unter den Konzentrationstendenzen der modernen Fabrik- uldustri« zu leiden haben wie das Handwerk. Vielfach unterordnete man Handwerl und Hausindustrie unter den irreführenden Kollektiv» begrift.Kleingewerbe", den man der Großindustrie entgegenstellte. Der_ wissenschaftliche SocialiSmus. der für die Hausindustrie in scharfer und klarer Weise die Definition das auswärtige DeParte- mcnt der Fabrik''j geprägt hatte, trägt an diesem Fehlschlüsse reine Schuld.� Die genauen Beobachtungen der gewerb- lichen Betriebsformen und ihrer Entwicklung haben gelehrt, daß nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen die hausindustriellen Be- triebe accunuiliert werden; dies scheint z. B. in der Schuhmacherei der Fall zu sein, wo nun nach einer außerordentlich starken Entwicklung der Hausindustrie(Sitzgesellenwesen) infolge der Anwendung arbeitssparender Maschinen, welche die Verwendung völlig ungelernter Personen gestattet, die Fabrik die hausindustriellen Betriebe wieder auszusaugen beginnt. Auch die Nürnberger Pappspielwaren- Hausindustrie, die Fröbelsches Kindergarten- Material. Würfel. Pappbaukasten und dergleichen herstellte, ist nun fast völlig verdrängt, die betreffenden Waren werden nur in Fabrik- betrieben hergestellt, bloß aus einzelnen hausindustriellen Betrieben lann man auf die frühere Art der Produktion einen Rückschluß machen. Freilich giebt eS auch Hausindustrien, die sich trotz der Verwendung der Maschinen ausbreiten, dies geschieht dann, wenn die Maschinen wenig Platz einnehmen, nicht zu viel kosten, ohne Ge- fahr des Verderbens und ohne polizeiliche Beschränkung in den Wohnungen des Hausindustriellen aufgestellt werden können, so z. B. Näh- und Strickmaschinen. Ein wesentliches Motiv für die steigende Vorliebe des Kapitalismus für diese Betriebsform liegt in dem fast völligen Fehlen des Arbeiterschutzes und die bloß ausnahms- wcise� Anwendung der Arbeiterversicherungs-Gesetze für die Hausindustriellen und die von ihnen beschäftigten Arbeiter. Eine weitsichtige Socialpolitik muß bei allen ihren Maßregeln die durch ihr Eingreifen in den Handwerks- und Fabrikbetrieb wahr- Icheinlich gewordenen Verschiebungen in der Anwendung der gewerb- lichen ÄetriebSformen im Auge haben. Die letzte Arbeiterschutz- Maßregel im Deutschen Reiche, die Bundesrats- Verordnung zum Schutze der in Pinselfabriken, Roßhaarspinnereien zc. verwendeten Personen, hat sofort eine stärkere Thätigkeit außerhalb der Fabrik für die Fabrik zur Folge gehabt, ebenso hat der Normalarbeitstag für die Arbeiterinnen dazu geführt, daß der Unfng, Arbeit mit nach Hause zu nehmen, dann später überhaupt nur noch zu Hause zu arbeiten, bedenkliche Dimensionen annahm. Leider läßt uns die deutsche Berufsstatistik im Stich, Ivenn wir UNS genau über die Entwicklung der Hausindustrie zu infornneren bemühen; wir haben unS hierüber schon in einer früheren Rundschau ausgesprochen und wollen bloß ergänzend bemerken, daß die vielen zehntausende Fälle, in denen am Tage in der Fabrik be- schäftigte Personen des Nachts als Hausindustrielle weiter arbeiten, bloS in ganz geringem Maße von unseren Berufszählnngen erfaßt zu fem scheinen. Die Bearbeiter der Berufsstatistik sind auch nicht optimistisch genug zu behaupten, daß ans dem letzten Zählwerke der Umfang der Hausindustrie genau zu erkennen sei. Esheixt da**'): Cor allem sind die Angaben über die mithelfenden Familienangehörigen nicht als vollständig zu erachten, sie leiden unter den Schwierigkeiten, die der Erfassung der Neben- und der Kinder- Erwerbsthätigkeit entgegenstehen und außerdem fehlen von den sonstigen Gehilfen dicienigen, welche nicht zur Haushaltung des selbständigen Haus- gewerbetreibenden gehören; denn letzterer hatte in der Haushallungs- liste nur die in seiner Haushaltung sich aufhaltenden Personen ein- getragen, und die außerhalb seiner Haushaltung wohnenden Gehilfen hatten ihrerseits weder nach der Form der Fragestellung Veranlassung, sich als Gehilfen eines Hausgewerbetreibenden J? bezeichnen, noch besitzen sie in der Regel Kenntnis davon, daß »hr Meister nicht auf eigene Rechnung arbeitet. Endlich mögen auch die Angaben der selbständigen Hausindustricllen, wenigstens derer, die im N e b e» beruf hausindustriell sich bethätigen, nicht erschöpfend sein. Hierbei ist an diejenigen zu denken, welche hauptberuflich Fabrik- oder Werkstattarbeiter sind und sich Arbeit mit nach Hause m nQ� bcr Fabrikarbeit eine andere hausindustrielle Beschäftigung aufnehmen. Namentlich aber wird die Nebenberufs- Angabe von denen unterlasse» worden fein, die nur eine bestimmte Zeit des JahreS sich hausindustriell bethätigen, in der Regel thun sie das weniger im Frühjahr al» im Spätherbst und im Sommer. Viele von ihnen dürften daher in die Haushaltungsliste nur ihre Be- schafligima am Stichtage der Zählung(14. Juni 1895), nicht auch die, welche sie zu einer anderen Jahreszeit ausüben, eingetragen haben." So treffend diese Bemerkungen sind, so erschöpfen sie doch nicht die Fehlerquelle; die hauptsächlichste liegt wohl darin, daß das Arbeilen zu Hause für fremde Rechnung— der Verniutnug. des Referenten nach— von de» meisten Befragten mit und ohne Absicht migverstanden wurde. Liefmann hatte sich die Aufgabe gestellt, zu einer zweckmäßigen Fasinng des Begriffes Hausindustrie für praktische Zwecke zu ge- langen. Leider enthält seine soeben erschienene Schrift keine Vor« lchläge hierüber. Ob er in derselben Klarheit über Wesen und Be- griff der Hausindustrie geschaffen, soll nach Vollendung der Sombart« schen Studien im.Archiv für sociale Gesetzgebung und Statistik" und der Publicierung der angekündigten Untersuchungen des Vereins für Socialpolitik erörtert werden. Das neue Jnnungsg-setz dürfte wenigstens den Vorteil haben, baß viele als selbständige.Meister" in den Berufszählungen und Adreßbiichcris- eingetragene Hansindnstrielle in dem Augenblick, wo sie zum Tragen der Lasten der Innungen aufgefordert werden. Ein- spruch erheben und künftig als Hausindustrielle erscheinen werden. Es wurden gezählt: *) Die berufliche und sociale Gliederung des deutschen Volkes. Nach der Berufszählung vom 14. Juni 1893. Bearbeitet im Kaiser- lichen Statistischen Amte lStatistik des Deutschen Reiches, neu« Folge Band III. SS. 217— 245 und SS. 54— 58. Stillich, Dr. Oskar, Die Spielwaren-Hausindustrie des mcininger Oberlandes. Jena 1899. G. Fischer. Vlll und 100 SS. 8°. Schwiedland, Dr. E.. Ziele und Wege der HeimarbcitS-Gcsctzgebung, Gutachten dem k. k. Handels- Ministerium erstattet. 197 SS. 8°. Wien. Manzsche Buchhandlung. Liefmann, Dr. Robert, über Weseir und Formen deS Verlags(der Hausindustrie). Ein Beitrag zur Kenntnis der volkswirtfchastlichen Organisationsformen.(Volkswirtschaftliche Abhandlung der badischen Hochschulen, herausgegeben von Fuchs. Schutze-Gävernitz, Weber, III. Band 1. Heft). VIII u. 132 SS. 8°. Freiburg. I. C. B. Mohr. **) Marx, Das Kapital. I. Band, 4. Auflage S. 427. ***> Statistik de? Deutschen Reiche? Neue Folge Band III(Die berufliche sociale Gliederung de» deutschen Volke» nach der Beruf»- zählung vom 14. Juni 1892) S. 218. In der Hausindustrie thätige Nach der Berufsstatistik im Haupt- beruf Selbständige, Mithelfende Familien- Angehörige.. Sonstig« Gehilfen..._ Zusammen' 387 448 11570 43 493 im Nebenberuf zusammen Nach der Gewerbe- statistik auf Grund der Angaben der'HauS- Jn« dustriellen selbst der Unter- nehmer 46 782 10001 3 669 334 330 21571 46162 395 76« 23153 139 063 342 SU 1 59 452 i 401968 b 467 194 490711 Die Abweichungen der drei Endzahlen charakterisieren schon die Ungenauigkeit der Zählung. Wenn auch die höchste, die von den Unternehmer» angegebene Zahl vielleicht eine Reduktion zu erfahren hat, Iveil eine, freilich kaum ins Gewicht fallende Zahl von Hausindustricllen am Zählungs- tage für mehrere Unternehmer gearbeitet haben können, so dürfte sie trotzdem noch immer zu niedrig sein, weil die Unternehmer über die Zahl der mitarbeitenden Familienmitglieder und sonstigen Gehilfen nicht informiert sein können, weil serner die in der Haus- industrie vielfach vorkommenden Zwischenpersonen. Fcrger, Zwischen- meister zc., die Feststellung erschweren und weil endlich im Interesse der so beliebten Steuerhinterziehung nicht gerade wenige Unter« nehmer die Arbeiter, deren Zahl nicht gut kontrolliert werden kann, so niedrig wie möglich angegeben haben dürften. Insgesamt erstreckt sich' die am 14. Juni 1895 ermittelte hausindustrielle Bevölkerung unter Zugrun delegung des Haupt- beruf» auf 732774 Personen(313573 männliche, 419 201 weib- liche), da« ist auf 1,42 pCt. der Reichsbevölkemng(1,23 Proz. der männlichen, und 1,59 der weiblichen). Nahezu Die Hälfte aller Hausindustriellen ini Hauptberuf. 161 232 oder 47,07 Proz. gehören zur Textilindustrie, etwa über ein Drittel, 122 257 oder 35,69 Proz., zur Bekleidungsindustrie. Von dem verbleibenden Reste, der sich auf 59 019 beziffert, trifft der Hauptteil auf die Gruppen: Holz- und Schnitzstoffe mit 22 399 oder 6,54 Proz., Metallverarbeitung mit 10 053 oder 3,11 Proz., sowie Nahrungs- und Genußmittel mit 10 072 oder 2,94 Proz. Wir müssen uns mit diesen wenigen Zahlen begnügen, obwohl wir nicht verkennen, daß nur ein Eingehen auf die einzelnen Berufe, und zivar noch mehr ins einzelne als die gedruckte Bearbeitung der Benifszählung gestattet, ein richtiges Bild über die Bedeutung und die Gefahren der hausindustricllen Betricbsivcise für die einzelnen Berussarten gestatten würde. Aber der beengte Raum einer Zeitung läßt eine Darstellung dieser Art nicht zu. Bei einem Vergleiche der Ergebnisse der Berufszählung von 1882 und 1895, die für die Hausindustrie nur mit Vorbehalt anzuerkennen sind, ergiebt sich eine starke Abnahme der Hausindustrie in den meisten Branchen der Textilindustrie, vor allem in der Weberei, dann sinkende Ziffern bei den Industrien der Steine und Erden und der Leuchtstoffe, doch sind hier die Unterschiede zwischen 1882 und 1895 nicht erheblich. In allen übrigen Berufsgruppen hat die Hausindustrie mehr oder minder zugenoncmtn, so in der Metall« Verarbeitung uni 33,45 Proz., in der Gruppe Maschinen, In- strumentezc. um 36,66 Proz.. in derchemischcn Industrie um 48.62 Proz., in den Papierindustrien um 61,26 Proz., in den Lederindustrien um 144,22 Proz., in der Nahrungs- und Genußmittel- Industrie um 51,86 Proz., in den polygraphischen Gewerben um 57,63 Proz., endlich in den künstlerischen Betrieben für gewerbliche Zwecke um 74,71 Proz. Diese Steigerung der Zahl der Hausindustriellen und das Ein- dringen dieser Betriebsform in eine Reihe sonst nur in geschlossenen Betrieben produzierenden Gewerbsarten ist eine bedenkliche Ge- fahrenqnclle für das Proletariat, erleichtert die Verelendung der Arbeiterklasse und vernnndert die Widerstandskraft der Arbeiter. Immer häufiger finden wir. daß in der gewerkschaftlichen Presse und in gewerkschaftlichen Versammlungen und Kongressen auf die Not- wendigkeit, die Hausindustrie zu bekämpfen, hingewiesen wird. Wir wollen als Beispiel aus den letzten Tagen auf Ausführungen in Nr. 35 der.Buchbinder-Zettung" vom 2. September d. I. venveisen. Es heißt da: .... ES ist einfach ganz unmöglich, daß unsere OrganisafionS- bestrebungen Erfolg haben, so lange diese Lohndrückere» fortbesteht. Unser Arbeitsnachweis ist direkt lächerlich, wenn immer wieder Kollegen vorhanden sind, die des Abends zu Hause noch 3 bis 4 Stunden für die kleinen Betriebe arbeite», denn die Inhaber dieser Geschäfte werden sich hüten, einen Gehilfen einzustellen und den Minimallohn zu bezahlen, so lange sie ihre Arbeiten für billige Accordpreise angefertigt bekomme», und dabei noch Werk- stubenmiete, Beleuchtung und soiisligc Spesen ersparen, wodurch sie in der Lage sind, den reellen Geschäften die größte Schmutz- konkurrcnz zu bereiten. Ebenso hat es unter diesen Umständen gar keinen Zweck, einen Lohnzuschlag für Ucberstunden zu fordern, den die Herren Meister wohl bewilligen, aber nachher ihre Arbeiten aus dem Hause geben werden, weil es billiger ist. Und weshalb sollen wir die Arbeitszeit auf neun Stunden reduzieren, wenn wir doch zu Hause noch vier Stunden weiterschuften wollen? Um recht viel zu verdienen natürlich! Daß aber der ganze Beruf darunter leidet und verdorben wird, das vergessen wir dabei. Ist es denn nicht ganz selbstverständlich, daß wir bei fortgesetzter 12- bis 14ftündiger Arbeitszeit täglich total zur Maschine werden und nicht mehr mit solcher Energie arbeiten können, als wenn wir nach neunstündigem Arbeitstag für unsere Fortbildung, Belehrung und Erholung gesorgt haben, um Anregung und neue Ideen für unseren Beruf zu sammeln...." Die Hausindustrie drückt nicht nur auf die Löhne der anderen Arbeiter.*) sie verschlechtert nicht bloß die Lage der zu ihr übergehenden Arbeiter, sie drückt auch die LebenShalwng der in ihr beschäftigten Arbeiter immer tiefer herab. Trotz der reichen Litteratur über die deutsche Hausindustrie war es nicht leicht, diese Behauptung durch Thatsachen zu belegen. Wohl besitzen wir eine große Anzahl von Darstellungen der Verhältnisse in deutschen hausindustriellen Bezirken, aber es sind die» fast nur AugenblickSbilder, die die Lage der be- treffenden Arbeitcrbevölkerung zu einer bestimmten Zeit feststellen, nicht aber ermöglichen festzustellen, ob und wie diese Verhältnisse sich mit der Zeit verändert haben. Deshalb ist eS al» ein sehr verdienst- ') So sagt Stillich, die Spielwaren-Hausindustrie zc. S. 15: .... Die Hausindustrie ist also nicht bloß das Ergänzungsgebiet in Bezug auf Waren, sondern auch auf Menschen. Gerade das Meininger Oberland bildet einen vorzüglichen RekrutiernngSbezirk für die Versorgung der Fabriken mit billigen Arbeitskräfte». Der Anprall der letztern erteilt daher den Fabriklöhnen einen Anstoß nach unten hin. Die bedürfnislosen Bewohner deS Walde» wirken, soweit sie nach den Fabriken abfließen, al» Lohndrücker auf dem städtischen ArbertSmarkr." sicher Gedanke zu bezeichnen, daß Dr. Oskar Stillich es unternommen hat. die Lage der hausindustriellen Bevölkerung zu studieren und zu be- schreiben, die vor nicht viel weniger als zwei Jahrzehnten in einer der besten Arbeiten der descriptiven(beschreibenden) Nationalökonomie eine mit Recht berühmt gewordene Darstellung gesunden hat. An- fang der 80er Jahre war es. al» Emanuel Sax, angeregt vor allem durch Engels' klassische Untersuchungen über die Lage der arbeitenden Klassen in England und durch Thuns Arbeit über die Industrie am Niederrhein, die Spielwaren-, Griffel-, Glasaugen-, Korbwaren- und andere Hausindustrien im Thüringer Walde studierte und in seinen: Werk«„Die Hausindustrie in Thüringen, wirffchaftsgeschichtliche Studien"(Drei Teile, Jena, G. Fischer 1883 und flg.), die Ergeb- nisse seiner Untersuchungen niederlegte. Mit besonderer Liebe und sich in» Detail verstefend, ohne jedoch die großen Gesichtspunkte zu verlieren, schilderte er die Spielwaren- Industrie Sonnehergs. Nun ist in sein« gllßstapsen Stillich getreten und hat eine in vielen Punlten neue und lesensiverte Studie geliefert. Unsere Leser werden die zwar nicht zahlreichen, aber doch beweiskräftigen Angaben inter- essiersn, die zeigen, wie sich seit Beginn der 80 er Jahre die Lage der hauSindustnellen Arbeiter in der Spielwareuindustrie geändert hat. Wir citieren deshalb aus seiner Arbeit die folgenden Stellen: Vor 15—20 Jahren war die Puppe, die jetzt 3 Mark kostet, ebenso groß wie jetzt eine Puppe im Preise von 2 Mark. Die erste ge- kleidete Schillingspuppe(Markpuppe), die von einer großen Sonne- berger Firma in den 70 er Jahren nach England exportiert wurde, Ivar 32 Censimeter lang. Im Laufe der Zeit ist diese Puppe ge- waltig aewachsen; heute hat die englische Schillingspuppe bereits die respektable Größe von 48 Centimeter erreicht. Dabei ist zu bedenken, daß der Hausindustrielle das Material selbst stellen muß und daß das Material zum Teil, so vor allem das Holz, im Preise gewaltig gestiegen ist. Eni Glasbläser in Steinheid erzählte, daß er am Ende der 80 er Jahre von seinem Verleger einen Auftrag erhielt, silberne Christ- baumkugeln von 6 Centimeter Durchmesser für 60 Pf. pro Dutzend zu liefeni. Er refüsierte damals die Ausführung, weil ihm der Preis zu niedrig erschien. Heute macht er dieselben Kugeln für 33 Pf. das Dutzend ohne ein Wort des Protestes. Für kleinere Kugeln werden sogar nur 20 Pf. gezahlt, und der Preis für kleine imitierte Trauben und Birnen, die man aus die Christbäume hängt, ist sogar auf 12 Pf. pro Dutzend herabgesunken. Wohl ist da» GlaS in der Vergleichsperiode um 35 Proz.. da» von den Hausindustriellen hergestellte Produkt aber um 45 Proz. im Preise zurückgegangen. Die Be- trachtung der Einkommensverhältnisse führt«tillich zu dem Schlüsse: Wenn wir die Zustände von heute mit denen ver- gleichen, wie sie vor etwa 20 Jahren Sax schilderte, so kommen wir zu dem Resultat, baß wir heute in ganz anderen Farben aliftragen müßten, als Sax damals. Der Durchschnitt der Personen mit einem Jahreseinkommen unter 600 M. bewegte sich in den Jahren 1891—1897 im gaiizen Herzogtuine auf 48—49 Proz. der veranlagten Personen. Dabei giebt es in den hausindustriellen Be- trieben kein Glied der Familie, das nicht in irgend einer Weise an der Arbeit partizipierte, vom alten Mütterchen an bis.herab zum kleinen Kinde. In welch' erschreckendem Maße die Hausindustrie die jugendliche Arbeitskraft anwendet, zeigen die folgenden amtlich erhobenen Zahlen aus den Hauptsitzen der Spielwaren-Hausindustrie. Zu gewerb- lichen Arbeiten wurden herangezogen in Proz. d. Schulkinder Rabenäussig........ 81,89 Schiertshöhn........ 80,84 Mengersgereuth....... 78,09 Rauenstem......... 78,21 Forschengereuth....... 72,11 Ncufcmg.......... 06,43 Effelder.......... 65,62 Hämmern......... 63.80 Neuenbau......... 62,50 Rückerswind........ 54,28 Bachfeld.......... 51,72 Jagdshos......... 51,13 2809 arbeitende» Schulkindern standen bloß 3037 arbeitslose Er- lvachsene gegeuilber, wobei noch zu berücksichtigen ist, daß auch noch nicht sch»Ipflichtige, ja knapp 3 Jahre alte Kinder beschäftigt werden. Die meisten Mnder arbeiten nachts bis 10 oder 12 Uhr! Nicht er- stannlich ist es. daß bei diesem Tiefstände des Einkommens bei gleichzeitig übermenschlich verlängerter Arbeitszeit die Prostitution der Arbeiterinnen erschreckliche Dimensionen angenommen hat. So sehr»ns diese»iefvetrübendeii Erscheinungen erklärlich erscheinen müssen, so unfaßbar ist es, daß der Ge- werbe- Aufsichtsbeamte des Bezirks in seinem amtlichen Bericht« konstatiert, daß von einem Notstände nirgends etwas zu bemerken ist. Dieser Beamte, Vollhardt ist sein Name, scheint nach dieser Leistung zu Höherem geboren zu sein, ein größerer Wirkungskreis muß sich diesem Manne eröffnen. Während Sax vor 17 Jahren keine anderen Heilmittel für die verelendeten HauSindlistriclleii kannte als Fachschulen, während ihm, der einer der fortgeschrittensten und kenntnisreichsten Oekonomcn ivar, der Gedanke einer Arbeitcrschutz- Gesetzgebung, angewandt auf die Hausindustrie, unfaßbar erschien, hat heute die Frage des Arbeiter- schütze» bei denjeuigen, die nicht reine Unternehmer- Interessen ver- treten, keine principiellen Gegner mehr. Stillich sagt ganz richtig: .... Da war es der große Konfektionsarbeiter-Strcik im Jahre 1896, der zum erstenmale mit einem ungeheuren Nachdrucke das Problem einer legislativen Behandlung der Hausindustrie in die breite Oeffentlich- keil warf. Seitdem ist dieses Problem nicht mehr aus den Dis- kussionen der gesetzgebenden Körperschaften, der Vereine, der Presse und der wlsse»ichaftlichen Litteratur verschwunden." Daneben wird immer dringender die Ausdehnung der Arbeiterversicherungs-Gesetze, vor allem der Krankenversicherung auf die Hausindustriellen, ge- fordert. Als infolge der anläßlich des Konfektionsarbeiter-Streils gefaßten Reichstags« Beschlüsse die ReichSkommission für Arbciterstatistik eine Enquete über die Verhältnisse der Näherinnen veranstaltete, tvnrde iin Reichsamt des Innern eine interessante Zusammenstellung der iinn schon angewandten Gesetze zum Schutze der Hausindustriellen publiziert. Luch in Oesweich, dessen arbeitsstatistisches Amt soeben die Verhältnisse der KonsettionSarbeiter erhebt, wird nun eifrig die Frage des Hausindustriellen- Schutzes diSlusiert. Im allgemeinen ist man dort weiter wie bei uns; fall» das östreichische Parlament arbeitsfähig werden sollte, werden wir wohl sowie im Arbeiterschutz überhaupt auch im Schutz der Hausindustnellen von Oestreich über- flügelt werden. Dr. E. Schwiedland in Wien, der schon vor 3 Jahren zwei um- fangreiche Arbeiten Über die gesetzliche Regelung der Heim- arbeit veröffentlicht hatte und für diese Frage in Zeit- schriften« Artikeln propagandistisch gewirkt hat, veröffent- licht soeben ein neues Buch:.Ziele und Wege einer Heim- arheiter- Gesetzgebung". Nach einer historischen Einleitung er- öttert er die verschiedenen bisher vorgeschlagenen Mittel zur Regelung der Verhältnisse der Hausindustrie, der Registrierung der Verlagsarbeiter, die Ausdehnung der Arbeiterversicherung auf die VerlagSarbeit. die sanitätSpolizeilichen Eingriffe, die Licenzierung der ArbeitSftellen die korporattve Organisation der Heimarbeiter, Arbeitsrschutz und Heimarbeit. Abschaffun der Heimarbeit, Kontrollmarten und Heimarbeit, Ausschließung| Hausindustrie veröffentlichen. Die sehr bemerkenswerten Studien verschloffen. Aber eine Seite der Frage ließe sich doch Hausindustrieller Produkte von Konsumvereinen, öffentliche von Werner Sombart über die gewerbliche Arbeit und ihre Organi- durch unsere gewerkschaftlichen Organisationen ziemlich genau Körperschaften als Besteller hausindustrieller Waren, gewerkschaftliche fation( H. Brauns Archiv, XIV. Band) streifen schon in den bisher feststellen: die Frage der Zugehörigkeit der Hausindustriellen Organisierung der Hausindustriellen, Minimallohn, Arbeitsnachweise, erschienenen Kapiteln die Frage der Stellung der Hausindustrie in aur Organisation. Ohne besondere Mühe und Kosten Centralwerkstätten, Einwanderungs- Beschränkungen. Wir tönnen unserem Industriesysteme in interessanter Weise. Mit ähnlichen fönnte man feststellen, wie viele gewerkschaftlich organisierte Schwiedlands Buch, das auch eine, wenn auch nicht vollständige Absichten ging Liefmann in einer soeben erschienenen Arbeit über Personen in Fabriken, wie viele in Handwerksbetrieben, wie viele in Wiedergabe der Gefeße zum Schuße der Hausindustriellen enthält, Wesen und Formen des Verlags( der Hausindustrie) an die Unter- hausindustriellen Werkstätten beschäftigt sind. allen empfehlen, die sich mit dieser brennenden und unseres fuchung des hausindustriellen Prekes. Andere Arbeiten sind in Immer gefährlicher wird die Ausbreitung der Hausindustrie, Erachtens wichtigsten socialpolitischen Frage unserer Tage beschäftigen, Aussicht gestellt. nicht zum mindesten in der Form der Nebenbeschäftigung nach der denn es enthält, wenn ihm auch der Stempel der Kompilation deut Unsere gewerkschaftlichen Organisationen können leider wenig den Tag ausfüllenden Fabritarbeit, für die industrielle Arbeiterschaft; lich aufgedrückt ist, ein reichhaltiges und leicht verwertbares Material zur Aufhellung des Problems thun, weil die Hausindustriellen die Gewerkschaften werden immer mehr gezwungen, sich mit dieser über alle einschlägigen Fragen. instinktiv fühlen, daß sie durch die Art ihrer Arbeit den Zielen der Frage zu befassen. Je weniger Aussicht heute vorhanden ist. daß Die Diskussion über die Hausindustrie tommt nicht mehr zur Gewerkschaftsbewegung, Hebung der Arbeiter des ganzen Berufs, die Staatsgewalt der Verelendung der Massen auf gesetzgeberischem Ruhe; in diesen Wochen wird der Verein für Socialpolitik, bald entgegenarbeiten, deshalb find sie auch, wir reden hier aus Er- Wege entgegenarbeite, desto eifriger, weitsichtiger und" energischer auch das Wiener arbeitsstatistische Amit Untersuchungen über die fahrung, gerade ihren organisierten Kameraden gegenüber sehr muß das Vorgehen der Gewerkschaften sein. Höchster Preis. Goldene Medaille PARIS 1899 REPUBLIQUE PARIS. nollain FRANÇAISE Anerkannt nur gute Arbeit, Carl Zobel, Berlin SO., Köpniekerstr. 121, Ecke Michaelkirch- Strasse. Herren- und Knaben- Garderoben aliss is) sidint in reicher Auswahl und in allen Größen. Die Preise sind streng fest und an jedem Gegenstand deutlich in Zahlen vermerkt. B. Höchster Preis. 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