Anlerhattungsblatt des vorwärts Nr. 108.' Donnerstag, den 7. Juni. 1900 Machdruck verboten.) 4?i Auferstehung. Roman von Leo T o l st o j. NechljndoM sagte, was er dachte. Anfangs wollte die Gräfin Jckatenna Jwanowna ihrem Neffen beistimmen; aber dann schwieg sie, wie alle übrigen, und Ncchljndow fühlte, daff er mit dieser Erzählung eine Art Ungeschicklichkeit be- gangen habe. Abends begann man sich bald nach dem Essen im großen Saal, wo wie bei einer Vorlesung eigens Reihen von Stühlen mit hohen geschnitzten Lehnen und vor dem Tisch ein Sessel und ein kleiner Tisch mit einer Karaffe Wasser für den Pre- diger aufgestellt waren, zu der Andacht zu versammeln, bei welcher der Fremde Kiesewetter predigen sollte. An der Auffahrt standen teure Eguipagen. In dem Saal mit teurer Einrichtung saßen Damen in Sammet, Seide und Spitzem ,nit Haartonrell und stark geschnürten, eingeengten Taillen. Zwischen den Damen saßen Herren, Militär- und Staatsperionen und fünf Leute niedriger Herknnst: zwei Hausknechte, ein Krämer, ein Lakai und ein Kutscher. Kieseivettcr. ein kräftiger, ergrauender Mann, sprach englisch, und ein junges, mageres Mädchen mit einem Pincenez übersetzte seine Worte gut und schnell. Er sprach darüber, daß unsre Sünden so groß feien. die Strafe für sie aber so schwer und unvermeidlich, daß man in Erwartung dieser Strafe nicht weiter leben könnte. „Denken wir mir, liebe Schwestern und Brüder, an uns, au unser Leben, an das, was wir thnn, wie wir leben, wie wir den lieben Gott erzürnen, welche Leiden wir Christus be- reiten, so begreisen wir, daß es keine Verzeihung, keinen Ausweg, keine Erlösung für uns gicbt! daß wir alle dem Verderben geweiht sind. Ein schreckliches Verderben, ewige Qualen warten unser," sagte er mit zitternder, weiner- lichcr Stimme.„Wie soll man Ncttnng finden? Brüder, wie soll man Rettung findeil vor diesem schrecklichen Fener? Es hat bereits das Hans ergriffen und einen Ausweg giebt es nicht mehr."- Er schwieg; wirkliche Thränen liefe» über seine Wangen. Schon seit acht Jahreil fühlte er jedesmal, wenn er bis zu dieser Stelle seiner Rede gekommen war, die ihm sehr gefiel, unfehlbar einen Krampf in der Kehle, etil Kitzeln in der Nase, und aus seiueir Augen flössen Thränen. Und diese Thränen rührten ihn noch mehr. Iii« Zinnncr ertönte Schluchzen. Die Gräfin Katerina Jwanowna saß am Mosaiktischchen, hatte den Kopf auf beide Hände gestützt und ihre dicken Schliltern zitterten. Der Kutscher sah erstaunt und erschreckt ans den Deutschen Kiescwettcr, als wäre der ihm an den Wageu gefahren. Die Mehrzahl der Anlvesenden saß in ebensolcher Pose, wie die Gräfin Katerina Jwanowna. Wolfs Tochter, die den« Vater glich, lag im modernen Kleide auf den Knien und bedeckte das Gesicht mit den Händen. Der Redner enthüllte plötzlich sein Geficht und rief ailf ihm ein Lächeln hervor, das einem wirklichen sehr ähnlich war und deinjenigen glich, durch welches Schauspieler Freude ausdrücken; daim begann er niit süßer, zärtlicher Stimme: „Aber es giebt eine Rettung. Und sie ist leicht und eitel Freude. Die Rettung ist das für uns vergossene Blut des einzigen Sohnes Gottes, der für nns gelitten hat. Seine Leiden, sein Blut erretten nns. Brüder imd Schwestern", begann er wieder mit Thränen in der Stinline:„Danken wir Gott, der seinen eingeborenen Sohn gab zur Erlösung des Menschengeschlechts. Sein heiliges Bült.. Nechljudow empfand ein so quälendes Gefühl, daß er leise aufstand, mit finsteren« Gesicht auf den Zehenspitzen hiiiausaillg und sich in sein Zinmier begab. Achtzehntes Kapitel. Ain nächsten Tage hatte Nechljudow sich kaum angekleidet und schickte sich an, nach unten zu gehen, als der Lakai ihm die Karte des Moskauer Advokaten brachte. Der Advokat war in eignen Angelegenheiten gekommen und wollte gleichzeitig bei der Untersuchung des Prozesses der Maslowa im Senat zugegen sein. weim der Prozeß bald verhandeltwürdc. Das Telegramm, welches Nechljudow ihm geschickt, hatte ihn verfehlt. Als er von Nechljudow hörte, lvann der Prozeß der Maslowa verhandelt würde und welches die Senatoren waren, lächelte er. „Sind gerade alle drei Senatoren, wie sie im Buche stehen." sagte er.„Wolf— der Petersburger Beamte, Skoworoduikow— der gelehrte Jurist, und B.— der praktische Jurist, der deswegen lebendiger als alle andern ist," sagte der Advokat.„Auf ihn hoffe ich an« allermeisten. Nim, wie steht's denn in der Kommission für Bittgesuche?" „Ich fahre heute zum Baron Worobjow; gestern konnte ich keine Audienz erlangen." „Wissen Sie, warum Worobjow Baron ist? sagte der Advokat als Antwort auf die ironische Betonung, mit der Nechljudow diesen ausländischen Titel vor einem so echt russischen Eigennamen ausgesprochen hatte.„Weil Kaiser Paul seinen Großvater— er wird wohl Hoflakai gewesen sein— durch Verleihung dieses Titels ausgezeichnet hat. Er war ihm irgendwie gefällig gewesen, da machte er eine» Baron aus ihm..Ich wünsche es und mir hat niemand zu ividersprechen So wurde er Baron und ist schrecklich stolz ans den Titel." »Gut, ich werde ihn besuchen," sagte Nechljudow. „Nun, das ist schön; dann fahren wir zusammen. Ich begleite Sie hin." Noch bevor Nechljudow abfuhr, begegnete ihm im Flur ein Lakai mit einein französischen Schreiben an ihn von Marietta: „Um Ihnen Spaß zu machen, habe ich gänzlich gegen meine Grundsätze gehandelt und bin bei nicinem Manne fiir ihre Schutzbefohlene eingetreten. Da ergiebt sich, daß diese Person möglichenfalls sofort in Freiheit gesetzt werden kann. Mein Gatte hat an den Kommandanten geschrieben. Kommen Sie also„uneigennützig". Ich erwarte Sie. M." „Einfach eine Grille!" sagte Nechljudow zu dem Advokaten.„Ist das nicht schrecklich? Clne Frau, die sieben Monate in Einzelhaft gehalten wird, erweist sich als voll- kommen unschuldig, und ein einziges Wort genügt, um sie in Freiheit zu setzen." .Das ist immer so. Nun haben Sie wenigstens das Gewünschte erreicht." .Ja, aber dieser Erfolg macht mir Kummer. Was mag man dort eigentlich treiben? Warum hat man sie dort fest- gehalten?" „Darüber grübelt nian am besten gar nicht nach." .Also ich werde Sie hinbegleiten," sagte der Advokat, als sie auf die Freitreppe hiuausgetreteu waren und ein schönes Mietsfuhrwerk, das der Anwalt genommen, an die Treppe heranfuhr. Der Advokat sagte dem Kutscher, wohin er fahren solle, nnd die schönen Pferde brachten Nechljudow schnell zu dem Hause, welches der Baron beivohnte. Der Baron«var zu Hause. In« er-sten Zimmer stand ein junger Beamter in Uniform mit übermäßig langem Hals und vorstehendem Adamsapfel; er hatte einen ungewöhnlich leichten Gang; außerdem waren zwei Damen im Zinuncr. „Ihr Name?" fragte der junge Beamte mit dem Adams- apfel, indem er ungewöhnlich leicht und graziös von den Damen zu Nechljudoiv herüberkam. Nechljudow«annte seinen Namen. „Herr Baron hat von Ihnen gesprochen. Sofort!" Eln Adjutant trat in die geschlossene Thür nnd geleitete eine verweinte Dame in Trauer hinaus. Die Dame ließ mit knöchernen Fingern ihren hochgeschobenen Schleier herunter, um ihre Thränen zu verbergen. „Bitte," tvaudte sich der junge Beamte au Nechljudow. trat mit leichten Schritten zur Thür des Kabinetts, öffnete sie und blieb in ihr stehen. Nach seinem Eintritt in das Kabinett befand sich Nech- ljudow einem mittelgroßen, stämmigen, knrzgeschorencn Mann im Ueberrock gegenüber, der im Lehnstuhl an einem großen Schreibtisch saß und fröhlich vor sich hinsah. Sein gutmütiges Gesicht siel besonders durch seine rote Farbe bei einem weißen Schnurr- und Backenbart auf; es verzog sich bei Nechljudows Anblick zu einem gutniütigen Lächeln. „Freut mich sehr. Sie zu sehen; ivir sind alte Be« kannte und Freunde, Ihre Frau Mutter und ich. Habe Sit vie in der zeichnerischen Komposition nicht ohne Geschick, ist auch diese Arbeit wieder völlig in Anlehnung an alte Vorbilder entstanden; der goldig und grün schinnnernde Grundton mag freilich eher erst von Schuster- Wolda»-?»näheren Werken übernommen sein. Von Gysis ist eine größere Zahl von zeichnerischen Studien, Akte in starker Bewegung und!>''!> köpfe, und meist nur flüchtigen Skizzen und Euttvürfeii vorhu Aurg die Düsseldorfer Künstler haben kollektiv ausgestellt, und ihre Säle, die letzten der großen Mittelsäle, machen diesmal einen frischeren Eindruck als sonst. Die alte» Bekannten, die Krön er, Peter sen-An gel» usw. sind freilich auch in diescin Jahr mit b-n Neuausgaben ihrer alten Bilder da; Engen K a in p f und Olof � e r» b e r g haben ihre kräftigen Landschaften gesandt, wobei die ■co letzteren freilich härter und weniger ausgeglichen erscheinen als sonst. Vor allem aber hat Julius Bergmann, der vor kurzem erst von Karlsruhe nach Düsseldorf übergesiedelt ist, ein prächtige« Bild,„Kühe im Walde", ausgestellt. Die Kühe stehen in einenr von dichtbelaubten Bäumen eingesaßten Waldtümpel in einenr schattigen Grunde, in den nur vereinzelte Sonnenstrahlen hineindringen; ihr vcrschtvimniendcs Bild kehrt in den, trüben Wasserspiegel wieder� Man fühlt, trotz des Schattens, wie sich die Luft Iveich und warm um die Tie. legt; irr köstlichen, leuchtenden Farben ist das Bild breit und sicher hingestrichen. Neben Bergmann zieht Otto H e i ch e r t mit seiner„Märkischen Vcteraiieu-Versanrinlinig" die Aufmerksainkeit auf sich. Eine Fülle ausgezeichnet gelungener Typeir, die Männer, die da an den lange» Tische» zusammensitzen und kann« noch bei der vorgerückten Stimmung auf den Redner in ihrer Mitte hören. Grell fällt das Sonnenlicht durch die Feilster auf die von Dunst und Rauch erfüllte Luft. Das ist kräftig, eher derb gegeben, mit dickem Farbenauftrag; wohl läuft auch manche Härte mit unter, aber das Ganze ist von einer bemerkenswerten Frische. Achnliches gilt von den See-Landschaften Andreas Dirks', der noch weniger sparsam mit der Farbe umgcht. Fritz v. Wille sucht in den Höhenzüge» der Eifel-Landschaft ähnliche Motive ivie der Karls- ruher Hans v. Volkmann; diesmal hat er„Ein Eifelnest" nüt einem starken Effekt, tief hangenden Gelvittertvolken, gesandt. Nur mit ganz wenigen und tvenig bedeutenden Bilder» sind Dresdener Künstler vertreten. Edmund Körners Bild „Erlöst", ein echtes Stück„Armeleut-Malerei", ist besonders zn er* wähnen. Kießlings beide Herrcnbildm'sse waren auch in Berlin schon recht oft zn sehen. Theodor Hagen in Weimar hat fünf seiner Landschaften gesandt, in denen sich ein uiiaugenehm kreidiger To» innner mehr bemerkbar macht. Eine neue Malergruppc fiTn-iut sich in Frankfurt a. M. und Cronberg im TaminS gebildet zu haben; vorläufig ist freilich nichts Erfreuliches von ihr zu berichten. Selbst wenn der Ort nicht auf Haus Thoma hinlviese, der jetzt erst von Frankfurt fortgegangen ist, könnte man erraten, daß sie zu ihm in Beziehungen steht. Was aber Wilhelm S u s in fernen Ball werfenden nackten Jungen geleistet hat, ist eine zn weit gehende sklavische Nachahmung nicht gerade des Besten in Thoma's Werkcrr: der braunen Haut; eine so häßliche Silhouette, wie sie in der Bewegung des dem Beschauer zugelvcndeten Jungen geboten wird, hat Sus bei Thoma jedoch schwerlich gefunden. Mit großer Freude begegnet man Bernhard Winter ivieder, der in Oldenburg ganz für sich lebt und schafft; ihn in einen Schnlzusarnmenhnng zu bringen würde schwer halten. Er hat die Belvillkonrmnnng der Gäste bei einer alten niederdeutschen Bauernhochzeit gemalt. Das Bild ist so naiv und unbekümmert um alle Schnlmeinungen heruutcrgepinselt, nrit all der Buntheit der Bauerntrachten und doch unleugbar z» einem weichen malerischen Ganzen gestimmt, von einer sicheren Charakteristik in den Bauerntypen und deii Situationen und nicht zuletzt in den spielenden Kindern, deren Bewegungen zlvar manchmal etwas verwegen gc- zeichnet, die aber immer' hcrzcrfrcuend drollig sind. Es ist selbstverständlich, daß die große Masse der Bilder in den weiten Ausstellungsräumen von Berliner Maler» beigesteuert worden ist; es ist aber ebenso selbstverständlich, daß von den aller- meisten nichts gesagt zu Iverden braucht. Die Bilder sind sich Jahr für Jahr zn gleich, als daß man jedesmal dasselbe wiederholen könnte. Das gilt schließlich auch für Hans H e r r n» a n n s hollän- dische Straßcnbilder, die in ihrer Umgebung gewiß angenehm auf- fallen, und für Max K o n e r s Porträis, bei dessen Männerbilduiffen ein kreidiger Fleischton innner mehr stereotyp wird, ivährend bei dein Frauenporträt, das eine lebhaftere Farbe und stärkere Bewcgimg anstrebt, der Hellrosa Grund mit den Tönen des Gesichts durchaus nicht zusannnengehn will. Karl Z i e g l e r. dessen erste Porträts viel ver- sprachen, Ivird stets flüchtiger und leerer, und härter in der anspruchs- vollen Farbenstimmung; seine Lieutenants-Bildcr sind geradezu.süß". Von vollendeter Technik und mit absoluter Sicherheit hingestrichcn sind wieder die Bildnisse Ernst Heilemanns, besonders das eines Knaben in Rot und Blau; ihre Psychologie greift freilich nicht tief. Nuter den jünger» Porträtmalern fällt noch Michael mit einem schlichte», aber doch lebendig wirkende» und eindringend charakterisierten Herren- bildniS auf. Nicht zu vergessen ist, daß die Marine-Vorlage nanrent- lich unter de» Berliner Malern ihre Opfer gefordert hat. man stößt jetzt allenthalben auf so ein gemaltes graues Pauzernugetüm; Hans Bohrdt, dem man auch einräumeu mnß, daß er schon länger dabei ist, kann wenigstens den Kasten selber immer noch am beste» male». Das Hauptinteresse der Berliner Malerei nehmen die Sonder- ausstcllunge» in Anspruch. Man kann allerdings nicht finde», daß Paul Vorgangs und Joseph R u m m e l s p a ch e r s Landschaften gewinnen, wenn man ihrer so viele bei einander ficht. Es ist bei beiden im Grunde dieselbe Art: der eine sucht die Alpen nach interessanten Ausblicken ad, Vorgang begnügt sich mit den be- scheidenere» Reizen der Mark, aber er ivählt doch auch besondre .Ansichten", ain liebsten einen mitten durch das Bild sich hinziehende» Bach, de» Ufergebüsch zn beiden Seiten umsäumen. Das ist nüchtern und glatt geschildert, imnicrhi» noch eine Erholung gegenüber de» rein panoramaartigeu Bildern Rummelspachers. Auch für Oswald Achenbachs italienische Landschaften und Szenen hat man heute kein Verständnis mehr. Es sind die richtigen„Oclbilder" schlimmen Angedenkens; die frühere» in ihrem einheitlicheren braunen Ton und mit ihrem uns heute so matt scheinenden Licht sind noch eher hinzu- nehmen als die grell bunten Leuchteffekte der späteren Zeit. Eugen Bracht hat in seiner Sonderausstellung über vierzig Landschaften und Studien vereinigt; sie zeigen seine Versuche, über die»aturalistische Anschauung biuans zn einem neuen heroischen Landschaftsstil zn koinme». Er Ivählt von voniherein solche Motive in der Natnr, die starke Lichtlvirkungcn mit Licht- und Schattenkoutrasten und kräftige Farben bieten; er malt mit Vor- liebe den Herbst mit seinem leuchtenden Gelbrot der Blätter oder die tiefblauen Töne der Nacht; �Gelbrot. Blau und da-Z Weiß von Birkcnslämmen oder ersten Schnee sind die Farben, die am häufigsten auf seinen Bildern iviederkehren. Ebenso sucht er in der Landschaft die mächtig abfallenden Linien von Höhenzügen und Hügeln oder er stellt große Baumsilhouetten gegen den Himmel. Die Wirkungen sind sehr ungleich; oft erscheinen die Bilder grell und übertrieben und trotzdem fehlt ihnen, wie etiva in dem„Erlen- brnch", das warme Sonnenlicht, dann wieder gelingen ihm nament- lich in den duiiller getönten ivie„Morgenstern und Spree", große und reine Wirkungen. Beachtmig. finden die Bemühungen Ludwig D e t t m a n n s und Hugo Vogels, einen monumentalen Stil zn entwickeln. Von einem wirklichen Arbeiten in diesem Sinne ist bei Dettmann eigentlich nur wenig zu merken. Es sind vier Wandbilder in Casei'nfarben, die für dasneueRathaus in Altona bestimmt sind, vonihm ausgestellt, die kaum etwas andres sind als vergrößerte Gemädc in seiner gewohnten Art. Bei jeden» einzelnen ist ein durch die Stimmung gebotener Ton stärker herausgearbeitet, unter einander aber haben die Gemälde, die doch densel.ben Raum zn schmücke» bestimmt sind, keine innere Beziehung. Eher läßt sich bei Vogel, der fünf Wandbilder für die Ausschmückung des Ständehauses in Merseburg gemalt hat, ein Streben nach einem monumentalen Stil bemerken. Die Gestalten in seinen figurenreichen Bildern sind in ihren Umrissen vereinfacht und flächig behandelt, nicht körperlich modelliert Ivie sonst bei ihm, und in dem lichten Gesamtton ist eine Beziehung zu der architektonischen Umrahmung gesucht, aber das Ganze wirkt schließlich steif und nüchtern und eiitbchrt der Größe. Wie unfrei der Künstler gegen- über dem Modell ist, zeigt ein Vergleich einiger Figuren mit' den dazn gehörigen Studien, die daneben hängen. Vogel ist eben, wie auch alle andren Gemälde von ihm zeigen, der technisch zwar tüchtige, aber temperamentlose und in seinem ganzen Schaffen auf das Vorbild andrer angewiesene Künstler.— bl. Kleines Feuillekon. ie. Elektrische Meteore. Wie in der Witteningskimde die Himmelsniederschläge als Hydrometeore bezeichnet werden, so kann man auch vo» elektrischen Meteoren sprechen, man muß sich dabei nur vergegenwärtigen, daß das Wort Meteor ursprünglich etwas weit Allgemeineres bedeutet als einen Meteorstein. Die elektrische» Meteore wurden dann in zwei Gruppen zerfallen: Blitze und Elms- fcuer. Da wir jetzt in die Jahreszeit der Gewitter eintrete», so mögen einige Worte über besonders merkwürdige Erscheinungen dieser Art am Platze sein. Weit geheimnisvoller als der gewöhnliche Blitz berührt das Elmsfeuer unser Auge. In seltener Schönheit wurde dieses elektrische Meteor vor Iveuigen Jahren an der meteorologischen Station bei Gnstcin beobachtet. Die Schorn- steine, die Wetterfahnen, das Kreuz der nahen Kirche, alles war strahlend erleuchtet, alle Bäume, besonders die Lärchen glänzten wie Eispyramiden oder als ob sie mit Kandiszucker bedeckt wären. Das Licht, das alle Gegenstände einhüllte, war von schneeiger Weihe, man sah nicht, wie gewöhnlich, einzelne Flämmchen, sondern alles schien von cincin unbestimmbare» Lichte wie von einem Schleier bedeckt. In einer Allee des hochgelegenen Gartens zeigte sich auf dem Erdboden«in gelbgrünlich leuchtender Streife»; wenn man mit einem Stock darüber strich, so hörte der phosphorescicrende Glanz auf, um bald darauf aufs neue zn erscheinen. Während dieser Elektricitätswnnder war die Luft von einem eigentümlichen Geruch erfüllt; sie hielten eine halbe Stunde laug au. worauf ihnen" ein heftiger Wolkenbruch ein Ende bereitete. Bei einem derartigen Elmsfeuer wird der Mensch, der des Glückes eines solchen Anblicks teilhaftig wird, einen reinen Genuß empfinden. Anders liegt die Sache niit einer zweite», wo- möglich noch rätselhafteren Erscheinnug. nämlich den Kugel- blitzen. In dem Organ der Französischen Meteorologischen Gesellschaft werden einige besonders auffallende Ereignisse dieser Art zusamnrcngcstellt. An einem Julitage lag in dem Hafen von Eouthnmpton eine große Jacht vor Anker, als sich gegen 2 Uhr ei» heftiges Gewitter von Westen her anftnachte und mit nrchrcren starken Blitzen über dem Hafen niederging. Bei den ersten Regentropfen wurde die Aufmerksamkeit des Besitzers jener Jacht durch ein helles Licht erregt, das von dem oberen Teil des Fockmastes auszngche» schien. Es war eine Feuerkugel von zart rosenroter Farbe in der Gestalt einer Birne, die sich etwa in der halben Höhe des MasteS zeigte und langsam gegen die Brücke hinab sank. Sie hatte eine Breite von 4 bis 5 und eine Länge von 6 bis 8 Zoll. Als sie die Brücke erreichte, ließ sich eine starke Detonation vernehmen, Funken sprühten auf und das Vorderkastell erschien in einem grellen Licht. Der Stewart, der sich in der Nähe des großen Mastes' befunden hatte, wurde zu Boden geworfen, erhob sich aber bald wieder. Die Entladung drang an der Vorderseite des Großmastes durch einen Ventilator in die Küche, schlug dem Koch eine Zinnplatte aus der Hand und warf alle Geräte in Stucke. Nach der Explosion verbreitete sich ei» starker Ozon- gernch, der einige Zeit anhielt, im übrigen aber waren keine Spuren von der Bahn des elektrischen Meteors erkennbar. Am stärksten wirken solche atmosphärischen Vorgänge auf hohen Bergen, und ein Beispiel dafür gicbt ein Erlebnis, das einige Vcrmessungsbeamte auf dem Elbcrt-Bcrge in Colorado durchmachten.' An einem Juli- tage stellte sich um 8 Uhr morgens in der Ebene ein leichter Nebel ein, der am Nachmittag fast bis zu dem Staudort der Beobachter in 14 400 Fuß Höhe emporgestiegen war und sich zu einer dicken Wolke verdichtet hatte. Nun begann die Elektricität ein tolles Wesen zn treiben. Alles schien mit dem Element geladen zu sein: sämt- liche vorstehende Spitzen, die Stangen des Zeltes, die scharfen Ecken der Felsen erstrahlten im Fuirkenglanz, und elektrische Feuerkugeln verbreiteten ein magisches Licht. Diese Kugeln waren von wechseln- der Größe, von der einer kleinen Flamme bis zu der einer Kugel von 4 Zoll Durchmesser. Aus den metallischen Gegenständen, a»S den Zeltwänden, aus den menfchiichen Körpern konnten lange elektrische Funken gezogen werden. Die Haare fträubteir sich wie eine kurzgeschorene Mähne um den Kopf, der von einer Glorie umgeben schien. Jeder spürte ein eigentümlich prickelndes Gefühl auf der Haut, oftmals durch einen' starten elektrischen Schlag unterbrochen. Der Zustand war zeitweise so unangenehm, daß die Leute sich allf den Boden legen mußten. Die Erscheinungen dauerten eine volle Stunde, dann änderten sie plötzlich ihre Eigenart und gingen zu zahlreichen Ent- ladungen über. Musik. — Auf dem Konzcrtschauplatz ist zwar der reguläre Winter- feldzug lange vorbei; iver aber auf wirklichen Frieden rechnet, wird bald unfairst aus seiner Ruhe aufgeschreckt durch den iininer ivicder aufflackernden Guerillakrieg, den ciuzelue Konzerlgeber und Theater- leiter gegen die fonnnerlicheu Gewalten führe». Mau wird gegen diese Stilblüte des lllefereuten hoffentlich sehr nachsichtig sein; ja selbst Schlimmeres würde man wohl verzeihen dürfen, seit riusr« iöuigliche Oper in ihrem Hinabstieg zu den unter- irdische» Kassaruächten bereits beim--..Mikado" angelangt ist. Am Sonntag soll denn dieses„Hohelied der Gchiruerlveichuug" in königliche Sceire gehen, unter Anwesenheit des jloiuponistcu mit bekanntem Pomp und mit einer Preistreiberei, wie wir sie bisher nur bei der groszen Melba erlebt. Für eine Satire auf unser Mnsikregierungsgebäude wird jetzt wohl der Stoff durch die Wirklichkeit überholt sein.' Eine zahlreiche und jedenfalls ü der de» Vercinskonzertbanden stehende Truppe von jeircr Gnerilln-Art hat»och kurz vor Pfingsten Herr Konzertfäuger Julius Z a r n e ck o>v mobilisiert, mit einer Programmbniilhcit, die hier immerhin lveuiger unerträglich lvirkte als im regulären Kouzcrtlampf: wir bekamen eine Reihe von Ge- faiigstimmeu zu hören, die mit ihren Vorzügen und berschicdeutlichcn Nnvollkommelchcitcn eine gute Gelegenheit zur Diskussion über Ge- sangstechuik darbieten konnten. Iii erster Linie ist wohl Fräulein Gerstrude Lucky zu nennen, auf dem hiesigen Kouzcrtbodcu nicht mehr unbekannt, sie hat einen ganz eigentlich dramatischen Sopran, mit einer vollen uictallischeu Siiiume, deren Ton jcdocki nicht iuuucr ganz fest und nicht gerade von der äugerstcu Milde ist, nnd noch etlvas ivcichcr angesetzt lvcrdeu kounte, ivährcud hinlvieder de» Kon- sonantcn noch mehr Schärse zu wünschen wäre. Auch Frau Marie C o r Ii a t i s zeigt bei ihren mehr lyrischen Vorträgen etwas Dramatisches in ihrer ebenfalls metallischen nnd recht acwaudten Stimme, obschon diese an Wohlklang nicht eben boranstcht. Als eigentlich lyrischer, spcciell Kolcratur-Sopran kam zwischen diesen beiden Frl. Catharina von Collas: sie kann viel, ivemigleich die tiefen Partien ihrer Stimme lauge nicht so ausgereist süid, wie die hohen, die Koleratnr auch nicht ga»z rein nnd der Ton etivas ciiigcklemint ist. Einen solchen Mangel des freien Heraus- ströme»? der Tonwellen finden wir freilich mir allzu ost; unter den damals auftretenden Knnstlcni zeigte auch der Vassist Herr Auto n D ä s e I e r einen Ton i dessen Strom in der Mundhöhle Sicht den richtigen Weg nach vorne vinimt. sondeni fälschlich erst am Gaumen anschlügt. Unter den vorgclrageucu Kompositionen ragte ei» Duett von EornelinZ.I» Stcrncnnacht" lFran Marie Cornatis und Frl. Vilma Encquist) durch seine schlichte Anmut hervor, wnh- rend ein Boercu-Natiouallicd von einer Voerin, K. F. v a n R e e s. zwar auf einem andern Boden als dem nnsrcr innsikalischen lieber» licferungcn wohl begeistern kann, hier aber den unzähligen Proben einer sozusagen genossenschaftlichen Musik gar zn ähnlich ist. In dem letzten der regelmäßig wiederkehrenden Konzerte Pro- fessor H. N e i m a n n S war ebenfalls manch interessanter Gesang zn hören. Mist DoryS M. Woodall besitzt einen sehr sonoren Mezzosopran, beinahe mitdcmEharaltcr eiucSAItcs', ihreStimme istgnt gebildet, insbesondere ausgeglichen, doch mehr wuchtig nnd energisch als mild. Frau Weigoldts Sopran stiunne ist gegen jene»u- gleicher und gezwnngeiicr. fast gröber; allein auch sie zeigte ein tüchtiges Können, zumal au der einem lyrische» Sopran nötigen Beweglichkeit, nnd hatte an einer Arie von Mozart eine viel ver- langende Aufgabe. Die Hanptlcistniig dieses Abends war das Bor- führen mehrerer bisher wenig gelaunter Jngendkviupvsitioncn Bachs und zwar an der Hand einiger den: Programm bcigegcbencr Er- läntcrnngen. Was sie uns hauptsächlich zeigten, war der Einflnst von Vorgängern, der sich in diesen frühen Werten verrät. Wir kennen Bach u. a. als den gclvalligen Künstler des Verciuigcns zweier Tendenzen: der einen nach schlichter, inniger, wohl- Acfälligcr Volkstümlichkeit, nnd der andren nach entwickelte», nberschiiörkelten Knuststücken. Diese Vcrcinignng ist uu» in jener Jugendzeit noch nicht zn solcher Einheitlichkeit ans- gereift Ivie später: noch stehen die beiden Eleniente selbständiger, sozusagen naiver neben einaiider. Daß aber selbst Über jene Reife des spätere» Bach hinans eine noch iniiigere Genieinschaft des künstlerischen Lebens zwischen den beiden Elcmeiitcn kommen konnte, ist sofort zn erkennen, sobald das Programm bon Bach z» Mozart führt. Die Darbietung einer Lnnst. die in jeder Weise das höchste an fachgerechtem Specialkönnen leistet mid doch nicht etwa Kniistler- kunst im beschränkten Sinne des Worts, sondeni auch Volkskniist in, besten Wortsiinic darstellt: das hat dem Mozart kauin einer nach- gemacht, am wenigsten einer von den Heutigen, die, wofern sie künstlerisch Hohes leisten, nichts weniger besitzen als die Fähigkeit. ihrem Volke so ins Herz zn greifen, wie es Bach und Mozart trotz und mit allen Trillern uud Stimingelvcbeii gekonnt und gethan habe».— sz. Archäologisches. fe. Die ä I t e st e n babylonischen Urkunden. Ans London wird berichtet: Im Britischen Museum ist soeben ei» neues Ziuuner, das de» Altertümern des babylonischen Reiches geividuiet ist, eröffnet. Die Sammlung ist von Dr. E. A. W. Budge geordnet worden und ist die reichhaltigste in ihrer Art, die man bisher zusammengebracht hat. Durch Expeditionen im Orient nnd '•>'■■ Leramwortlicher Revacieur: Paul Joh» w Berlin. durch Ankäufe von Jnschriftengriippen sind der Sammliwg litterarische Denkinäler von iiiischätzbarem Wert hiiizugefügt ivorden. Da ist eine vleihe von bcschriebeneli Täfelchen, wie die hundert und mehr Briefe des babylonischen Königs Khamnmrabi> 28lX) b. Chr., die in Tel Sifr, dem alten Laisa. entdeckt wurden. und die sind noch durch Hunderte von Privatbriefen ergänzt worden. Dies sind aber noch nicht die ältesten Dokniiiente in diesem Zimmer, denn ma» findet hier litterarische Urkunden von 4500 v. Chr. bis 04 v. Chr. Die Reihe von litterarischen Dolninente» lvird durch Gruppen von Cylindern in den Wandschräiiken gut illustriert, die den Ursprung und die Entwickluiig der Keilschrift erläutern, begonnen mit Ziegeln nnd beschriebenen Steincn, die von 4500 v. Chr. datiere». Die Serie endet mit der Behistnn- Inschrift von Darins Hystaspis, 520 v. Chr., die den Schlüssel zur Keilschrift gab. Dann finden sich hier Thonstclcn niit sehr archaistischen Doklunenten des Königs bon Sirpnrra E-anna-Dn und andre, die zn den ältesicii Dokmiiciiten gehören nnd sehr lvcrt- voll sind. Von grostcm Interesse sind besonders die Ivnndervollen Serien von Tempelberichten und Laiidvcrträgen ans Thontäsclchcii, die vollkomnien gut erhalten sind. Die Dolnmciite enthalten die Verzeichnisse der Zchntenbezahliiilgen an die Tempel von Süd- Chaldna während der Rcqiernngen Dnngis nnd andrer Könige von Ur mn 2500 v. Chr. Sie enthalten hunderte nnd tanscnde von Einträgen über Schafe, Ochsen nild Esel, die von Farmern gebracht mid gegen Geld wieder ausgelöst tvnrdcn, ferner Eintrage über die Zehnten'an Korn, Datteln, Wolle und änderst Produkte». Die Bilanz der einzelnen Beträge wird in regelmäßigen Zivischcnränmen und an, Ende alles sorgfältig abgeschlossen. Es sind die ä l t e st e n und geiKlueste» Beispiele der B II ch f Ü h r n II g. Noch überraschender sind die krciSföriiiigen Täfelche», die sich in einein der Schränke befinden. Es sind Katasterpläue von Gütern, die gemacht wurden, um die Eiimahmen abzuschätzen. Die Gröbeiiverhältuisie jedes Feldes sind angegeben, nnd der Wert ivird berechnet durch den Betrag an Koni, der erforderlich ist, um sie zn besäen. Diese wichtige Sanunlnng früherer Finaiiziirkllndcn stammt aus dem Tempel von Ningirsu in Tcllo. Andre Täfelchcn von 2300—2100 v. Chr. enthalte» HaiidelSkontraktc, GesetzeZnrkiinden und Pachtverträge. Sie geben ein Bild von dem Handelssystem des alten Babylon' und den HnndelSregelil im ganzen ivestlichen Asien. Es geht daraus die wichtige Thatsachc hervor, daß schon zn dieser frühen Zeit Banken oder Haiidclsgciellschaften in den meisten großen Städten, wie Ur, Larsa nnd Sippara existierten. Die Täfelchcn von Tel-el-Amorna zeigen, daß die 5tcilschrift von Chaldäa in Syrien n»d Palästina eingeführt wurde. In demselben Schrank sind die berühmten Liebe-Zbricfe des ägyptische» Königs Auienvphis III. von 1500 v. Chr.— HumoriftischeS. — Sicheres Zeichen.„Sie ivisfe» ganz genau, daß Ihr Ziimnerherr. der Schanspieler. demnächst Benefiz hat?" „Gciviß, er laßt ja bereits seinen silberneu Lorbeerkranz blank piitzen."— — Zu gefährlich. Herr:„Würden Sie nnserm Verein vielleicht gestatten, daß wir uns ein wenig aus dieser Wiese lagern?" Bauer(zögernd):„Ja... hosfenilich sind Sie doch kein vegetarischer Verein I"— — Der kleine Porzellan- Kenner. Karlchcn (Sohn eines Antiquars):„Wo bist D» denn geboren. Taute?" Tante:„Ich bin n»S Meißen, Garlchen." Kärtchen:„Aber hast Du denn auch zwei Schwerter ans der Riickscite?"—(„Meggend. hnm. 93!.") Notizen. — HartlebeuS neues Bühnenwerk„Nosenmoittag", daS in Berlin i», Deutsche» Theater aufgeführt werden soll, wird auch in Wien im Bnrgtheater mit Kainz in der Hauptrolle in Scene gehen.— — Das Schillertheater verspricht für das nächste Spieljahr„Richard III." und„Heinrich IV." von Shakespeare.„Man- sred" von Byron,„Faust" I. Teil(in zivei Abenden),„Die Braut von Messina", Hebbels„Nibelimgen",»Die Kronprätendenten" und die.Wildente" von Ibsen nsw.— — Max Halbes»Inge n d" ist»un endlich auch in Dresden zur öffentlichen Aufführlnig freigegeben worden. Das Drama tvird im August im Ncsidcnz-Theater in Scene gehen.— — Ein großes o ftp r e n ß i s ch e s M n s i k f e st soll im nächsten Jahr in Königsberg abgehalten Iverden.— — In der ö st r e i ch i s ch e n Abteilung der Garten- b a u- A u s st e l l u n g in Paris findet sich eine Pflanze, deren Alter man auf mehrere Jahrhimderte schätzt. Die Pflanze gehört zu der Fannlie der Asklepiadeen nnd ivurde bor 100 Jahren vom Kap der Guten Hoffnung nach Oestreich gebracht, ohne daß es bisher gelungen wäre, Ableger oder Samen von ihr zu erhalten.— — Nach den ,, Eckern förder Nachrichten" ist im Dainendorfer Moor eine gut erhaltene Leiche gesunden worden; das Alter derselben wird von Sachverständigeu auf 1500 Jahre ge- schätzt.—___' Druck und Vertag von Max Babing m Berlin.