16. Jahrg. Nr. 225. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illustrierter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- ZeitungsPreisliste für 1899 unter Dr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Naum 40 Pig., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in derExpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: tim i„ Socialdemokrat Berlin" stop timijad song Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. zu Die sächsischen Landtagswahlen. Man schreibt uns aus Sachsen: Dienstag, den 26. September 1899. heit diese Institution zu sehr verhunzen möchten, darüber sich aber nicht einig werden können. In Steuersachen wirtschaften sie nur mit Rücksicht auf ihren Beutel, brachten deshalb die geplante Steuerreform zu Falle, nach der eine Vermögenssteuer eingeführt und die Erbschaftssteuer ertragreicher gemacht werden sollte. millionen an den König, anläßlich seines 25jährigen Dagegen bewilligten sie ein Geschenk von drei Arbeiter. dimer, asdai Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. beteiligen sich hauptsächlich an dem verurteilenswerten Gebahren. Unter den christlichen Blättern macht allein die Kölnische Zeitung" eine wenig rühmliche Ausnahme. Sie marschiert Arm in Arm mit dem Troß der Berliner Denunziantenblätter, als welche wir die von ihrer eigenen Partei bei jeder Gelegenheit abgeschüttelte Nationalliberale Korrespondenz", die National- Beitung", die " Bossische Zeitung" und das Berliner Tageblatt" bezeichnen müssen." ini m f Alle diese und noch viel mehr böse Worte werden zu dem maßen zurechtgewiesen: Ein so unerfreuliches Bild hat wohl noch keine socialdemotratische Aktion in Sachsen ergeben, wie das Verhalten der Partei zu den diesjährigen Landtagswahlen. Die Spaltung in dieser Frage ist eine vollständige, obgleich die diesjährige Landesversammlung Jubiläums, wie sie stets bereit waren, die Prinzen Apanagen einzigen Zwede aufgewandt, um Freiherrn v. Zedlitz, den Hauptmit größerer Mehrheit als vor zwei Jahren die Beteiligung an den Wahlen beschloß. Die Disciplinlosigkeit hat aber weiter um sich zu erhöhen, überhaupt nach oben hin mit vollen Händen mitarbeiter der„ Post" neben dem Korbmacher Fischer, Schenderlein gegriffen, nachdem die Zwickauer Genossen, die früher noch die niederen Staatsbeamten und ihre hartherzige( Verweigerung lichen Artikel der„ Post" geschrieben hat. Die„ Voss. 3tg." ins. austeilten. Die Kehrseite zeigt ihre Knauferigkeit gegenüber den und Köster von dem Verdachte zu reinigen, daß er die kanalfeind Mehrheitsbeschlüsse der Landesversammlung anerkannten, in diesem ber so notwendigen Verbesserung der Lage der Staatsbahn- besondere, die sich nach dem Autor erkundigt hatte, wurde folgenderJahre die durch nichts zit durch nichts zu rechtfertigende Anomalie sich schulden kommen tommen ließen, in einer noch dazu sehr [ chwach besuchten Parteiversammlung Wie sie das Vereinsgefeß, dieses Juwel", trotz der Beüber die Beschlüsse der Landesversammlung selbständige Beschlüsse seitigung des längst überlebten Verbindungsverbotes für politische zu fassen, unt die ersteren umzustoßen; und das geschah Vereine noch verschlechterten und damit die arbeitenden Klassen noch mit mit einer Stimme Mehrheit. Genossen, die so die Beschlüsse der obersten rechtloser machten denn das Verbot für Minderjährige, an VerGenossen, die so die Beschlüsse der obersten sammlungen teilnehmen zu dürfen, ist gegen die Arbeiter resp. SocialPartei- Instanz des Landes mißachten, können sich der Tragweite bemokraten gerichtet das ist noch frisch im Gedächtnis und darf ihrer Handlungsweise nicht bewußt sein, haben darum vielleicht auch besonders bei den Wahlen nicht unberücksichtigt gelassen werden. Das heute noch keine Ahnung davon, welchen Schaden sie der Partei da- kann gerade die Minderjährigen zur agitatorischen Kleinarbeit bei den Diese Disciplinlosigkeit reizt andere Genossen, die in anderen Wahlen heranziehen. Kreisen mit ihrer Ansicht in der Minderheit blieben, zur gleichen Kurz, es giebt Stoff zur Agitation die schwere Menge. Und sind Auflehnung und die Unthätigkeit dieser Genossen bei den Land- jetzt noch keine Mandate unter dem Dreiklassenwahl- System zu ertagswahlen ist die Folge davon. ringen, so müßte es doch sonderbar zugehen, wenn bei Das nicht allein, auch die für Beteiligung an der Wahl agitierenden Genossen sind innerlich erbittert Mandate errungen werden könnten. Hierin halten wir es mit Beteiligung an der Wahl agitierenden Genossen sind innerlich erbittert unterbrochener systematischer Wahlarbeit nicht doch später wieder über diese in Sachsen noch nicht dagewesene Berreißung einheitlicher Frau Anna Böhmer, die in der Frauen Zeitung" des Aktion und es fällt ihnen ob dieser inneren Bedrückung doppelt schwer, Sächsischen Volksblattes" warm für die Wahlbeteiligung ihre Pflicht auszuüben. eintritt und sagt:" Freilich ist es für uns schwer, jahrelang umsonst Wahlsystem für alle Zeit von der Socialdemokratie verschanzt zu arbeiten und von den Gegnern( die sich hinter dem Dreiklassenglauben) verlacht zu werden, aber es muß doch durchgeführt werden. Bulegt tommt doch der Sieg." mit zufügten. " " un er Die dummdreiste Frage des liberalen Blattes würde an sich zu feiner Antwort veranlassen können. Im Hinblick aber auf die immer weiter um sich greifende Unfitte, hinter Artikeln der Presse vermutete Personen ohne weiteres als Autor anzunehmen und persönlich anzugreifen, statt sich fachlich mit dem Inhalt des Artikels abzufinden, im Hinblicke auf diese Unfitte glauben wir, endlich einmal gegen die Legendenbildung, welche an die" Post" knüpft, auftreten zu müssen. Der Unfug, unter gewissen Zeitungs artikeln Personen auszuwittern und diese ohne weiteres als Autor anzusehen, hat Engen Richter in seiner Freisinnigen Zeitung" zuerst eingeführt. Er schließt, ohne auch nur irgend einen Anhalt zu haben, aus einem Artikel einfach auf die Verfasserschaft einer der betreffenden Zeitung nahe stehenden Persönlichkeit... Dabei verrät er einen so großen Mangel an Empfänglichkeit für charakteristische Stileigenheiten, daß schon unzählige Male ganz gründlich in die Frre geraten ist Gewiß, Herr v. 8edlig gehörte zu unseren Mitarbeitern, aber bei weitem nicht alle Artikel, welche die„ Freisinnige Zeitung" ihm zuschreibt, rühren aus seiner Feder her. In der Regel trifft bei den Schlüssen des Richterschen Organs auf Autorfchaft des Herrn bon v. Zedliz faum zehn Fällen einer 8it, die übrigen neummal haut die Freisinnige Zeitung" gründlich daneben. Was speciell die Kanalvorlage be fo find uns unferen über diese, abgesehen von eigenen Ausführungen, Artikel von einer ganzen Anzahl gegenwärtiger und früherer Parlamentarier, sowie von sonstigen am öffentlichen Leben Anteil nehmenden Persönlichkeiten zugegangen. Hätte Herr v. Zedlipz daher jedesmal, wenn ihm fälsch licherweise ein Artikel zugeschrieben wurde, eine Ni Mung herbeiführen wollen, dann hätte er manchen Tag nichts weiter thun können als dementieren. Auf d Anfrage, welche die Vossische Zeimg" an ihn und Herrn richtet, wird das Blatt wohl selbst teine Antwort erivarten; das hieße ihm doch allzuviel Ehre anthun." Dazu kommit ferner, daß zum Gaudium unserer Gegner eine ziviefache Agitation betrieben wird, die sie zu ihren Gunsten auszu nüßen suchen, indem sie die Abstinenzler gegen die Wahlbeteiliger ausspielen. Was macht es z. B. für einen ungünstigen Eindrud, wenn die Leipziger Genossen eine große Flugblatt- Verteilung in trifft, Inumer größer wird die Zahl der socialdemokratischen Wähler Scene feßen und eine Voltsversammlung arrangieren zum Zwecke und der Zulauf kommt nicht nur aus Arbeiterkreisen. Wir hoffen, der Wahlenthaltung, während in anderen, fogar Nachbar- die Zeit ist nicht so fern, wo die Socialdemokratie Sachsens bei freisen die Genossen alle Lauen zum Protest das Dreiklaffen- Wahlsystem an die Wahlurne zu bringen sich Wahlen erhalten wird. Dann ist Aussicht auf Landtags- Wahlsiege gegen Reichstagswahlen 400 000 Stimmen statt der 300 000 bei den letzten bemühen! Ein schöneres Durcheinander, eine bessere Methode zur vorhanden. Unwirksammachung unserer Agitation können sich die Gegner nicht wünschen. gar He fel Wie man sieht, wagt die" Post" nicht zu leugnen, daß kanalDoch man mag über diese Aussicht denken, wie man will, die Und unsere Presse? Auch sie leidet darunter; mehr noch, auch die Masse der Arbeiter und Unbemittelten umfaßt, durch die Abgabe Hauptsache bleibt, daß die dritte Wählerklasse, welche in ihr ist die Vernachlässigung der Parteipflicht zu finden. Die der Stimmen ihren Protest gegen die schmähliche Wahlentrechtung jenigen Redacteure, die nicht für Beteiligung sind, lassen sich die und allgemein gegen die sächsische Reaktionspolitik zum Ausdruck Propaganda für die Wahlen nicht angelegen sein, obgleich Wahlfreise, in denen unsere Zeitungen verbreitet sind, sich an den Wahlen selassen gewählten Abgeordneten sich als Vertreter des Wahlkreises aus- nur zu umgehen. Falsch aber ist, wenn die" Post" behauptet, Herr Es werden, daß die durch die beiden oberen von Beblis herrühren, sie sucht die Frage beteiligen. Die Anregung, der Eifer, das Fener fehlt, das nicht geben fönnen; diefelben müssen vielmehr von vornherein als Erforene b. Bedlig habe dem Blatt als Mitarbeiter angehört. Herr v. Zedlitz gum wenigsten durch die Presse der Bewegung zuströmt. Der Rückstr der Wohlhabenden und Reichen, nicht aber des Boltes gekennzeichnet ist vielmehr trotz seiner amtlichen Eigenschaft einer der fleißigsten schlag kann nicht ausbleiben. Unzufriedenheit mit der Haltung werden. Je schwieriger es aber ist, die Wähler ohne Aussicht auf Mitarbeiter der„ Post", die ihren Ruhm darin sucht, die denkbar Kann es Wunder nehmen, wenn unter solchen Umständen die Grringung eines Mandats an die Wahlune zu führen, um so ich muzigsten Angriffe gegen die Socialdemokratie zu verüben. Herr v. Zedliz würde sich auch hüten, die Journalistik aufzuGenossen mehrerer Reichstags- Wahlkreise fordern, der Gesamt- lingen, wenn es richtig ist, daß unsere Agitation immer auf das geben, denn er verdient damit die" Post" bezahlt die parteitag solle hierin Wandel schaffen und die„ Disciplinlosen" zur 3 ählen der Stimmen und nicht den Mandatserfolg das Stellung des Mitarbeiters, nicht das Talent annähernd Raison bringen? so viel wie als Präsident der Seehandlung. Es bereitet uns einiges Trotz dieser Mißlichkeiten entwickeln die Genossen, die zur AusHauptgewicht legte. führung des Landesversammlungs Beschlusses schreiten, eine an uns trotz des Dreiflaffen- Wahlsystems an der Wahl beteiligen. Sie wie viel Herr v. Jedlitz für die" Post" schreibt, und zugleich zu Erbaut sind die Wahlrechtsräuber wahrlich nicht davon, daß wir Bergnügenden afteumäßigen Beweis führen zu können, freisen lebhaft für die Beteiligung. In 30 Wahlkreisen ist Wahl; Gefährlichste für sie wäre, wenn die Partei wieder geschlossen beinteresse Zeitungsschreiber ist, sondern daß er vielmehr zu den gut erfennenswerte Thätigkeit und agitieren in einer Reihe von Wahl- wissen, was bei unserer Agitation für sie auf dem Spiele steht. Das zeigen, daß er nicht nur aus Liebhaberei oder aus politischem in 12 Wahlkreisen wurden socialdemokratische Kandidaten aufgestellt, den Wahlen vorgehen würde. Die gemachten Erfahrungen drängen bezahlten Agitatoren gehört, die sich von den fauer verdienten unserer Presse hemmt auch die Agitation für diese. = in fünf Kreifen sind unsere Kandidaten noch nicht genannt. Für den östlichen Teil von Sachsen übt die Reichtags- Nachwahl im Birnaer Kreise eine günstige Wirkung für die LandtagswahlAgitation aus. D wirkungsvoller ist der Protest, wenn es gelingt. mit Macht darauf hin. Und es muß ge no in due " Politische Ueberlicht. Berlin, den 25. September. Kollege Zedlik. Arbeitergroschen der freiherrlichen, gräflichen usw. Besitzer ber Post" nähren. " Herr v. Bedlig hat für die" Post" geschrieben: Mai 1899 18 Leitartikel a 25,- M. 1899 28 Entrefilets a 12,50 Juni 1899 13 Leitartikel a 25, 1899 35 Entrefilets a 12,50 Juli 1899 4. Beitartikel a 25, 1899 9 Entrefilets a 12,50 August 1899 12 Leitartikel a 25,-» 1899 18 Entrefilets a 12,50 " " " A IF " " 474 257 9024 Im ganzen hat Herr 6. Zedlitz, der als Präsident der Seehandlung 15 000 m. und freie Dienstwohnung bezieht, von der " Post" an Honoraren erhalten: 1897... 10 590 m. 1898... 8 650 " $ 12,50 Außerdem bieten sich noch mancherlei Vorteile für unsere Agi= tation. Die Demoralisation der Reaktionäre zeigt sich unter dem Dreiflassen Wahlsystem in erschreckenderem Maße als früher. Jetzt, wo sie vor socialdemokratischen Siegern sicher zu sein glauben, macht Einer der unfähigsten Journalisten der deutschen Presse ist der sich die Kliquenwirtschaft in der ungeniertesten Weise breit. Streber Freiherr v. 3edliz- Neukirch, dem die" Post" den Ruf ihrer wagen sich aus allen Winkeln hervor, stecken sich hinter allerhand Minderwertigkeit vorzugsweise verdankt. Herr v. Zedlig ist nebenbei Klubs und kleine Vereine, in denen sie sich als politische Kapazitäten auch Abgeordneter und ganz nebenbei Präsident der Seehandlung, aufspielen was bei der Rückständigkeit der reaktionären Wähler- der bereits im vorigen Jahrhundert gegründeten preußischen parade gar keine Schwierigkeiten macht um sich dann von ihnen Staatsbank, in welcher Eigenschaft der vielseitige Mann 15 000 m. als Kandidat präsentieren zu lassen. Es ist die Sucht nach persön jährlich an Gehalt bezieht. lichen Vorteilen, kleinkrämerische Ehrsucht und Stellenjägerei, die Herr v. Gedlig mun, der auch die Miquelsche Finanzpolitik zu Doppelkandidaturenja in einem Kreise stehen sich sogar drei publizistisch vertritt, war der eifrigfte journalistische Bortämpfer konservative Kandidaten gegenüber im tonservativen Lager mehr- der Kanalfeinde, ohne daß ihn bisher das Schicksal betroffen hätte, fach geführt hat. gemaßregelt worden zu sein, obwohl er weit mehr gesündigt als die Und in den vier Monaten Mai- August 1899 hat er trotz der Das zeigt die Wahlrechtsräuber in ihrer ganzen Niedrigkeit. Landräte zusammengenommen; denn er hat nicht nur gegen den Ferienzeit 2300 Mark als Mitarbeiter der„ Post" bezogen. Herr Und das kann unsererseits außerordentlich vorteilhaft ausgenügt Sanal gestimmt das war feine berechtigte Parteipflicht sondern v. Bedlig wird ja leicht feststellen können, ob wir richtig gerechnet werden. Diese Streberwirtschaft muß jeden anständigen, ehrlichen er hat gegen ihn journalistisch agitiert und intriguiert, und dazu haben. Menschen anwidern. Zeigen wir den Wählern, wie um dieser war er nicht verpflichtet. Aber diese Zahlen sind nicht nur an sich interessant, weil sie Gesellschaft willen das Dreitlassen- Wahlrecht geschaffen worden Liberale Blätter hatten auf das Ausnahmeglück des Freiherrn zeigen, daß selbst talentloses Berufsverfehlen" bisweilen einist: wie unnötig bei den Gegnern die Intelligenz zur Ergatterung v. Beblitz aufmerksam gemacht und in seiner Sonnabendnummerträglich ist, sondern sie haben auch eine politische Bedeutung. Sie einer Kandidatur refp. eines Mandates ist; wie die Günstlings- hatte das auch geschäftlich zu den sonderbarsten Mitteln greifende beweisen, daß Herr v. Zedlik in der That der eigentliche politik immer mehr ins Kraut schießt schießt und wie frech Blatt einen entjeßlichen Schimpfartikel gebracht:„ Der geschäftliche Politikmacher der ,, Post" ist, und daß dieser Regierungsbeamte und grauenhaft mit den Interessen des Landes gespielt Standpunkt steht ja bei jenen Blättern, welche wir als virtuos im auch die Opposition gegen den Kanal organisiert hat. Dem Günst wird bei der Austeilung der Mandate für die Landes- Denuncieren tennen gelernt haben, in erster Linie." Und dann hieß ling Miquels ist eben mehr gestattet als einfachen Landräten. Wir haben natürlich nichts dagegen, wenn Herr v. Beblitz neben gefeßgebung, dann kann das kann das nicht ohne Wirkung auf die es weiter: einsichtigeren Wähler bleiben, die wir in unser Lager zu ziehen Stern und Inhalt der Artikel bleiben sich immer gleich, nur feiner amtlichen und parlamentarischen Thätigkeit so viel Zeit für suchen müssen. die Form wird etwas umgemodelt, auch wohl die Reihenfolge der die Journalisterei und so viel Opposition gegen die Regierung übrig denunzierten Persönlichkeiten gewechselt. Man sollte denten, hat. Und wir nehmen sogar so viel journalistischen Berufsstolz bei endlich müßte doch die Geduld der Leser nicht mir erschöpft ihm an, daß er, vor die Wahl gestellt, Zeitungsschreiber oder See= sein, sondern es müßte einmal ein träftiger Protest handlungspräsident zu bleiben, sich für die Feder entscheidet, zumal gegen diese verächtliche Angebesucht aus dem Leserkreise er sich ja damit ganz gut sein Brot verdienen kann. Heraus fonimen, ein deutliches ehrliches deutsches Wort Dann bleibt uns noch der Hinweis auf die fruchtlose Thätigkeit der Dreiflaffenmänner im Landtage. Seit Jahren schwebt die Frage über die Schaffung eines Verwaltungs- Gerichtshofes, aber die Kartellbrüder konnten sich über den vorgelegten Gesez entwurf noch nicht entscheiden, weil sie in ihrer reaktionären Blindgegen das frivole Preßtreiben jüdischer Organe, denn solche moth cut glas Der Zuchthaus- Liberalismus. Der Hann. Courier" behauptet, die national. iona Iiberale Fraktion des Reichstages bereite zu dem Gefeßentwurf, betreffend den Schutz der Arbeitswilligen, Anträge vor, die von einem Specialgesetz absehen und sich auf den Ausbau des§ 153 der GewerbeOrdnung beschränken. möge, niemals verändern. Das aber müssen wir doch sagen: 1 Ein Parteitag der Demokraten, hätte an gewiffen Stellen mehr Offenheit geherrscht, wäre der deutschen Volkspartei, hat am Sonnabend und Sonntag in alles, was möglich war, geschehen, um den Konservativen Mainz stattgefunden. volle Klarheit zu schaffen, so würden die Nationalliberalen jetzt Konrad Haußmann erstattete den Reichstagsbericht. Er nicht in der Lage sein, in ihrer Erwartung wenigstens den tertius rügte, daß die Herren Zorn und Stenzel zum Haager Kongres gaudens zu spielen. Darüber täuschen wir uns nicht, und wir delegiert worden seien und sprach dann über die Zuchthauswerden uns danach richten." vorlage: Verhelfen die Nationalliberalen der Zuchthausvorlage Die Kreuz- Zeitung" beklagt sich also darüber öffentlich mit verlieren, und die Politik der Nationalliberalen wird dann gezahlt zum Durchgang, so wird das Volk jedes Jnteresse am Parlament Der wahre Liberalismus müßte nicht auf den Ausbau, sondern auf den Abbruch des§ 153 bedacht sein, der schon großer Vorsicht", daß man mit den Konservativen falsches Spiel werden mit Hunderttausenden von socialdemokratischen Stimmen, jekt ein Ausnahmegesetz gegen die Arbeiter, eine Knebelung Bersönlichkeiten in der Regierung die Agrarier in dem Widerstand über die unverständliche Zunahme der Socialdemokratie! Die getrieben habe. Damit werden die Gerüchte bestätigt, daß gewisse b und der Nationalliberalismus kann dann wieder jammern der Koalitionsfreiheit bedeutet. Der§ 153 lautet: „ Wer andere durch Anwendung törperlichen Zwanges, durch gegen den Mittelland- Kanal bestärkt hatten, die also sich im Rücken Socialdemokratie hat die Arbeiter mit dem Schlagwort von der gedeckt glaubten. Drohungen, durch Ehrverlegung oder durch Verrufserklärung beeinen reaktionären bürgerlichen Masse erfüllt, und diese Einseitigkeit Der Kreuz- Zeitungs"-Artikel erscheint gerade an dem Lage, schadet ebenfalls dem Bürgertum, indem viele Bürger durch die stimmt oder zu bestimmen fucht, an solchen Verabredungen( näm da verkündet wird, daß Herr v. Miquel nach einer nicht umgefähr fanatische Politik der Socialdemokratie topffcheu ins reaktionäre Lager lich zur Erlangung günstigerer Lohn- und Arbeitsbedingungen) lichen Krankheit wiederhergestellt sei und die Amtsgeschäfte überteilzunehmen oder ihnen Folge zu leisten, oder andere durch nommen habe; er kann also aus dem gefährlichen Unmut der getrieben worden sind. Die Thatsache wird auch von den Führern gleiche Mittel hindert oder zu hindern versucht, von solchen Ber- Kreuz- Zeitung" einen Ansporn entnehmen, die Versöhnung mit den weist das. Aber sogar wenn die Führer wollen, sind die socialder Socialdemokratie anerkannt. Die Bernsteinfche Rundgebung beabrebungen zurückzutreten, wird mit Gefängnis bis zu drei Agrariern mit allen Witteln zu betreiben. Es ist nicht die unwirt demokratischen Arbeiter jetzt nur noch schwer zu einem unwirteist das. Aber jogar wenn die Führer wollen, find Monaten bestraft, sofern nach dem allgemeinen Strafgeset nicht famfte Waffe, die unserem Juntertum zur Verfügung steht, daß es hältnis zu den freiheitlichen Bürgern zu bewegen, weil sie unter efieren Vereine härtere Strafe eintritt." in alle Intimitäten unserer Politik eingeweiht ist und nur mit dem Bann der Phrase von der einheitlichen reaktionären BourgeoisNatürlich ist es leicht, diesen Paragraphen auszubauen", bem Reden zu drohen braucht, um jeden gewünschten Erfolg zu masse stehen. Die konzentration der parlamentaris indem man ihm die ganze Zuchthausvorlage einverleibt und erzielen. ichen inten, so zivedmäßig sie wäre, stößt demnach auf überdies in einem Seitenflügel noch die heiß ersehnte BeWiderstände. strafung des Kontraktbruchs hinzufügt. Unnötige Versicherung. Die Norddeutsche Allgemeine ZeiWir wissen, daß der Liberalismus mit diesem schmählichen tung" lehnt mit zorniger Geberde den Vorwurf ab, die Regierung Angebot in erster Linie parteipolitische Interessen verfolgt. habe die Absicht, gegen den Bund der Landwirte energisch vor Er will in einem Augenblick, wo er die konservative Macht- zugehen: stellung erschüttert wähnt, seine Regierungsfähigkeit darthun. Schon wiederholt find über die Beratungen des königlichen Er ist geneigt, eines der wertvollsten Kulturrechte preis- Staatsministeriums phantastevolle Berichte in der Presse erzugeben um eines Ministerfracks willen, der noch dazu schienen. So ist auch die den Münchener Neuesten Nachrichten" Lediglich eine Traumerscheinung ist. zugegangene Mitteilung über die in der letzten Sigung des Staatsministeriums angeblich gefaßten Beschlüsse, betreffend die Stellung der politischen Beamten zum Bunde der Landwirte, wie wir erfahren, völlig unzutreffend. Herrn Bassermann und seinen Anhängern bliebe, nach solcher Zuchthausbekehrung der nationalliberalen Fraktion, teine Möglichkeit mehr, weiterhin in dieser Partei der Selbstschändung zu bleiben. sjaid 19 Die Kabinettskrise in Oestreich. 190 " Aber natürlich! Das war doch gar nicht erst nötig, zu versichern. Wir haben schon in der vorigen Nummer die Nachricht als offenbare Falschmeldung bezeichnet, welche die„ Deutsche Tagesztg. nur deshalb aufgriff, um sie agitatorisch zu verwerten. HE Wenn auch die Pferde an die Regierungstarre nach allen WindAus Wien wird telegraphisch gemeldet: Eine Entrichtungen hin angeschirrt sind; pfeift der Junker, so ziehen sie alle scheidung in der Kabinettskrise ist bisher noch nicht auf gleicher Linie. gefallen, doch wird als feststehend angesehen, daß die 0 Bildung eines Beamtenministeriums versucht Bureaukraten- Wechsel. Nach der National- Zeitung" ist der werden soll. Als Chef des Kabinetts soll Graf Clary in Regierungspräfident in Bromberg, Herr v. Bethmann Holl Aussicht genommen worden sein. Es scheint, daß die Strife weg zum Oberpräsidenten von Brandenburg, der fich noch bis Ende der Woche hinziehen wird, da große Direttor im Minifterium des Junern, Dr. v. Bitter, zum OberSchwierigkeiten zu überwinden sind. Man glaubt, die Ein- präsidenten von Bosen bestimmt. berufung des Reichsrates werde unmittelbar nach Ernennung des neuen Kabinetts, wahrscheinlich am 12. Oktober geschehen. Neuesten Nachrichten" hatten am Sonnabend geschrieben: Von der kapitalistischen Schamlosigkeit. Die„ Berliner Diese Einnahmen der Socialdemokratie stammen von den Löhnen, die wie aus der obigen Thatsache zu entnehmen Unser Wiener Korrespondent schreibt uns zur Kabinetts- Arbeiter hinaus bezahlen; ein großer Teil der abgetrotten die deutschen Arbeitgeber weit über das Bedürfnis der Lohnerhöhungen ist nur für die Füllung der socialdemokratischen Kriegskassen bestimmt." trise vom 23. d. M.: Noch niemals hat der Rücktritt einer Regierung weniger überrascht als wie dieses unseligen Ministeriums, das von Verfassungsbruch zu Verfassungsbruch gewandelt ist, und nun geht, weil seine Existenzmöglichkeit vollständig erschöpft ist. Geht ist eigentlich nicht das richtige Wort; das Ministerium flieht ganz einfach. Es entweicht, weil es die Verantwortung für feine Thaten fürchtet, Es müßte Rede stehen für die unerhörten Berlegungen der Verfassung, die diese§ 14- Berordnungen darstellen, und dieser Verantwortlichkeit entzieht es sich durch die Flucht. Noch heute, gleichfam eine Stunde vor der Dentission, ist die Teste Ausgleichsverordnung erschienen: die über das Bollblindnis und die Bankalte; das heißt, der Staatsstreich mußte von diesen Ministern zu Ende geführt werden, weil sich andere Leute zu dieser Schandarbeit nicht hergegeben hätten! Das Ministerium Thun war nach seiner Zusammenfegung sicherlich nicht die schlechteste Regierung, die Oesterreich gehabt hat und die es noch haben wird. Aber es ist doch die Regierung, die an dem Staate am meisten verbrochen hat, sie hat ihm das schlimmste zugefügt, was einen Sta bon seiner Regierung bereitet werden kann: Die Strug hun hat das östreichische Parlament Daß Herr Haußmann die Schuld des Bürgertums auf die Socialdemokratie abzuwälzen sucht, beweist gerade wieder die Richtigkeit der socialdemokratischen Anschauung. Am Sonntag referierte Sonnemann über die Arbeitslofen- Versicherung. Es wurde folgende Resolution angenommen: 1. Gemäß dem Programm der Deutschen Volkspartei ist eine Versicherung gegen die wirtschaftlichen Folgen unverschuldeter Arbeitslosigkeit eine wichtige Aufgabe der deutschen Socialpolitik. 2. Insoweit nicht die Gewerkschaften und Gewerkbereine die Versicherung zu übernehmen in der Lage sind, ist eine Versicherung auf tommunaler Grundlage mit ortsstatutarisch einzuführendem Versicherungszwang zur Zeit der gang barste Weg, um diese Aufgabe zu lösen. 3. Der erste Schritt, diese Versicherung zu fördern, wie es das Parteiprogramm ver langt, wäre ein Reichsgesek, das den Gemeinden die heute fehlende Berechtigung gäbe, eine Versicherung auf solcher Grundlage bei sich einzuführen und das zugleich gewisse Normativbestimmungen aufstellte. 4. Die Gemeinden müßten volle Freiheit behalten, die Versicherung einzuführen oder nicht; diejenigen Gemeinden, welche davon nicht Gebrauch machen wollen, würden von dem Gesez ganz unberührt bleiben. 5. In dem von der Kommission ausgearbeiteten Gesezentwurf fieht der Parteitag eine geeignete Grundlage für ein solches Geſetz." Außerdem wurde eine Resolution gegen die Zuchthaus. vorlage angenommen, die befagt, daß der Parteitag vom deutschen Reichstag die entschiedene und unbedingte Ablehnung der Buchthausvorlage verlangt und die Abgeordneten auffordert, insbesondere auch mit aller Entschiedenheit jedem Versuche entgegen der Vorlage in ein Gesetz über Sicherung des Koalitionsrechtes einzutreten, der darauf abzielt, das Ausnahmerecht der Vorlage auf den Boden des„ gemeinen Rechtes zu verpflanzen oder Bestimmungen zuschmuggeln. " Ausland. Die Peft. Die Antwort, die wir dem Blatte zu teil werden ließen, scheint es nun darüber aufgeklärt zu haben, daß es mit jenem Saß nicht nur eine Schamlosigkeit, sondern auch eine in seiner Offenherzigkeit bildschöne Dummheit gesagt hatte. Es galt aljo, den Sag aus- ty zuradieren, und das geschicht mit folgender, Interpretation": Der Münchener Allgemeinen Beitung" wird aus Berlin be " Der Vorwärts" führt in Erwiderung unserer vorgestrigen richtet: Auch in London sind binnen Jahresfrist mehrere Notiz in seiner Weise aus, daß die Arbeiter den Arbeitgebern, Bestfälle vorgekommen; es gelang aber, fie au lokalisteren und den Kapitalisten"," noch bei weitem nicht Lohn genug abgetrost nach außen nichts darüber lautbar werden zu haben". Das socialdemokratische Blatt kommt zu dieser Schluß- Lajjen. folgerung nur durch eine Verdrehung des Sinnes unserer Oporto, 24. September. Gestern sind hier zwei neue Er Aeußerung. Der deutschen Industrie haben die Arbeiter freilich Frankungen an der Best vorgekommen. Im Laufe der ganzen Woche nichts abzutroben gehabt, da diese in Anbetracht der günstigen Konjunktur die Löhne im Laufe der letzten Jahrzehnte nach Möglichkeit aus eigener Initiative gesteigert hat. Auch würden Abtrotzversuche da vielleicht nicht fehr erfolgreich gewesen sein. Anders ist es mit dem Abtrogen im Handwerk, im Baugewerbe, furzum überall da bestellt, wo die Arbeitgeber die wirtschaftlich schwächeren und die Are beiter durch die socialdemokratische Organisation die wirtschaftlich Stärkeren sind, die Abtro Battion daher zugleich die Prole tarisierung des Arbeitgebers zum Ziele hatte. Hier hat co fich für die Organisatoren weit weniger um die Verbesserung des standard of life der Arbeiter als um die Machtfragen und Füllung der socialdemokratischen Kriegstassen gehandelt." ve gerichtet. Daß Graf Thun und seine Komplicen egt getroffen haben, die östreichische Frage zu lösen, dafür haben sie triftige Entschuldigungen, denn niemand kann gefcheidter fein als er ist, und wäre Graf Thun abgegangen, als ihm seine Aufgabe, das Parlament attionsfähig zu machen, mißglückt war, so wäre er eben der landläufige öftreichische Ministerpräsident geblieben. Aber die Herren Thun und Katzl wagten es, ohne und gegen das Parlament zu regieren; sie machten der östreichischen Den Berliner Neuesten Nachrichten" ist das Wunder geglückt, Boltsvertretung mit dem§ 14 den Garaus, und das ist ihr Ver- ihre erste Dummheit durch die zweite noch zu überbieten. Denn brechen, für die der bloße Rücktritt feine Sühne ist. Es ist freilich nach der„ Auslegung des Sayes haben nun die deutschen Arbeit her bitterste Sohn, daß die verfassungswidrige Durchführung des geber freiwillig die Arbeiter weit über das Bedürfnis hinaus Ausgleiches die Bedingung war, die bie Sirone an die Uebergabe bezahlt, freiwillig die socialdemokratischen Striegsfaffen gefüllt der Portefeuilles knüpfte, und daß die Minister, die so dienstbeslissen und sich damit der Begünstigung des Umsturzes fchuldig gemacht. bas thaten, was man von ihnen verlangte, jest mit Schimpf ent- Die Proletarisierung der Arbeitgeber scheint denn doch noch nicht so laffen werden, aber die Gründe, warum Minister freven, entlasten weit vorgeschritten zu sein, daß sie ihre Sache mit Intelligenz fie nicht ihrer Verantwortung. Das Ministerium Thun mag gute zu vertreten verstehen. Abfichten gehabt haben; seine Gewissenlosigkeit war aber sein Verderb. find 7 Personen erkrankt, von denen eine gestorben ist.Kairo, 24. September. In Alexandria ist die Best wieder auf getreten, gestern sind zwei Personen erkrankt, von denen eine bereits gestorben ist. Bombay, 25. September. Die Best breitet sich unter den Europäern in Poona immer mehr aus. Das Urteil im serbischen Hochverratsprozek. Aus Belgrad wird vom 25. September gemeldet: In dem Hochverratsprozeß wurde das Urteil gefällt. Knezewitsch und Ranko Tajfitsch wurden wegen Hochverrats zum Tode durch Erschießen verurteilt. Nitolitsch, Kowatowitsch, Dimitsch, rosewitsch, Stressowitsch, Gjuritsch, Milenkowitsch, Alawantitsch, Zivkowitsch, Novakowitsch, Pawitschewitsch und protitsch wurden an zwanzigjährigem schwerem Kerker mit schweren Ketten verurteilt. Ferner wurden als Mitschuldige, weil sie von dem Hochverrat gewußt denselben aber nicht zu Anzeige gebracht haben: Baschitsch, Angelina Jovanowitsch, Miloradowitsch, Todorowitsch, beide Stefanowitsch und Baikowitsch zu fünfjährigem Gefäng nis verurteilt. Wegen Majestätsbeleidigung wurde Tauschanowitsch zu neunjährigem Gefängnis verurteilt. FreiDas Ende der Helgoläuber Schnell- Trauung. Dem Bundesgesprochen wurden: Aza Stanojewitsch, Pantelitsch, Wer wird die traurige Erbschaft dieser Regie- rat ist der Entwurf einer taiserlichen Berordnung Jovanowitsch, Stoilowitsch, Marinkowitsch und Sawitsch. Sämtliche rung übernehmen? Die unfäglichsten Schwierigkeiten der zugegangen, betreffend Einführung des Gefeges über die Beur Situation spiegeln sich darin, daß man absolut nicht weiß, was fundung des Personenstandes und die Eheschließung vom Angeklagten haben gemeinfam die Gerichtstosten zu tragen. Die Tommen wird. Gegen ein Beamtenministerium wendet sich die Rechte, 6. Februar 1875 auf der Insel Helgoland. Durch das Bürger Sinrichtung Knezewitschs findet heute nachmittag um 4 Uhr statt. gegen ein Ministerium der Rechten wieder die Linke, und wenn sich liche Gesetzbuch ist das Eheschließungsrecht für das ganze Reichs- Der König bat Paschitsch begnadigt, welcher dem Könige sonst überall eine Regierung nur um eine Majorität zu fümmern land auf Grundlage jenes Reichsgesetzes geregelt. telegraphisch seinen tiefgefühlten Dank aussprach. to di hat, die östreichische muß fich fast in noch höherem Maße 10megoing sid Oestreich- Ungarn. um die Minorität sorgen. Zwischen dieser Scylla und Weimar, 24. September.( Eig. Ver.) Gegenüber dem VorCharybdis kommt aber fein Ministerium durch: Entweder gehen der weimarischen Regierung gegen die Socialdemokratie und Bum Bolnaer Mädchenmord wird aus Wien vom 24. Sepes hat keine Majorität, falls es nämlich der Linken gefallen gegen die Gewerkschaften hat der Landesausschuß der socialdemo soll; oder es droht ihm die Obstruktion, wenn es zu sehr für die fratischen Partei im Großherzogtum vorläufig in einem Aufrufe tember gemeldet: Rechte zugeschnitten ist. Jedenfalls wird die Kreise nur von furzer Stellung genommen. Es wird in demselben darauf hingewiesen, daß Nach an kompetenter Stelle eingelaufenen Informationen aus Dauer sein, da der Staiser auf eine Aenderung des politischen Wirr- die unter dem Einfluß der alten Adelsgeschlechter, des Juntertums, Prag kann zu den Meldungen der Blätter von dem Geständnisse des warrs drängt; und die Einberufung des Parlaments wird sehr rasch sich immer volksfeindlicher geberdende Reaktion verhindern wolle, im Suttenberger Mordprozesse verurteilten Hilsner authentisch be= erfolgen. Wir wissen natürlich nicht, wer in dem Ministerrennen den daß bei den nächstjährigen Landtagswahlen ein freierer Geist in den richtet werden, daß Hilsner sich dem Untersuchungsrichter vorführen Sieg davon trägt, aber das ist gewiß: ändern läßt sich an den Ver- weimarischen Landtag einziehe. Nächsten Sonnabend find in ließ und zwei Personen, nämlich Josua Erbmann aus Trebitsch hältnissen im Barlamente durch kein Ministerium mehr. Da zwanzig Städten des Großherzogtums öffentliche Boffs- und Salomon Wassermann aus Windig- Jenikau als Mörder müssen die hebel weit tiefer angefegt werden.- versammlungen geplant mit dem Thema:" Ist die Socialdemokratie ber ruza bezeichnete. Erfelbft leugnet an dem Morde Deutsches Reich. Durchs Ochsenange. im Großherzogtum Sachsen- Weimar politisch rechtlos?" beteiligt zu sein und giebi nur zu, am Orte der That den aufpasser gespielt zu haben. Erbmann und Wassermann werden steckbrieflich verfolgt. Wie diese Angelegenheit liegt, ist es unmöglich, an die Richtigfeit der einlaufenden Nachrichten sofort zu glauben. Es ist sehr woht anzunehmen, daß der Hilsner in Todesangst Angaben macht, durch die er fein Ende hinauszuzögern glaubt.Die konfiscierten Ansichts- Postkarten aus dem Verlage der Borwärts- Buchhandlung sind nunmehr von der Staatsanwaltschaft des Landgerichts Straßburg allen von der Beschlagnahme BeDie Kreuz- Beitung" läßt uns jetzt bisweilen durch bie fleine troffenen wieder zugestellt worden. Das Verfahren, welches der Oeffnung im Vorhang sehen, die man Ochsenange nemnt; mur ſehen Behörde dabei beliebte, ist allerdings ein sehr seltsames. Die Bue wir nicht aus den verdunkelten Coulissen in den hellen Zuschauerraum, sondern umgekehrt vom Licht in das Dunkel hinter der Bühne. stellung erfolgte nämlich in jedem einzelnen Falle ohne jedes Begleit Man ahnt darum mehr als man wirklich sieht. schreiben unter Couvert der Staatsanwaltschaft. Diese schweigt sich Budapest, 25. September. Mehrere tausend Arbeiter versuchten Neulich hatte die Kreuz- Zeitung" folgende zielsichere Brief- also über den Grund der von ihr verfügten Freigabe der konfiscierten nach einer Versammlung vor dem Parlament zu Gunsten des laftennotiz: Starten ebenso aus, wie der befchlagnahmende Kommissar die Frage allgemeinen Wahlrechts zu demonstrieren. Nur mit großer Mühe Herrn H. in M. bei J. Die Besorgnis, der Sie Aus- nach der Veranlassung zu seiner staatsrettenden Maßregel mit der für gelang es der Polizei, nach Bornahme zahlreicher Berhaftungen die bruck geben, hat sich vielen tonfervativen Männern die reichständischen Rechtszustände äußerst bezeichnenden Aeußerung Demonstranten zu zerstreuen. aufgedrängt. Allerdings wird man, so lange nicht ungweifelhafte beantwortete, er handle aus eigener Machtvollkommenheit". Auf Beweise vorliegen, den Gegenstand öffentlich mit großer Vorsicht die Bemerkung, welche die Redaktion des„ Borwärts" an die MitBelgien. behandeln müssen." Die heurige Jahresfeier der Revolution von 1880 Jezt finden wir am Schluffe ihrer letzten sonntäglichen Wochen. teilung der Konfistation knüpfte, sie sei begierig zu erfahren, welche Schau, bie im übrigen durchaus, ablenkend, der- Polengefahr ge- Gefegesverlegung die Straßburger Polizei in den tonfiscierten schreibt man uns ist dieses Jahr besonders imposant vers widmet ist, die nachstehende Anspielung: Bildern finde, bemerkt unser reichsländisches Partei Organ mit( vorgestern) die Feier der Socialisten, die einen imposanten - laufen. Am Sonnabend war die offizielle Feier; am Sonntag leber unsere Stellung zur Stegierung, die man sich aus bitterer Jronie: Diese Blätter in der Reichshauptstadt haben auch Bug durch die Stadt Brüssel ausführten und auf dem Platz der Leibeskräften bemüht mit in den Streit hineinzugerren, um ihm gar kein Verständnis für die Schönheiten eines Berwaltungssystems, martyrer" eine Riesenversammlung abhielten. Neben wurden geso den sonst fehlenden Rückhalt zu geben, brauchen wir uns hier bei welchem ein polizeiamtlicher Mund spricht und die übrigen halten vom Genossen Janssens, dessen Großvater eine hervors nicht wieder zu äußern. Wir haben es oft genug gethan und schweigen in Einfalt und Ehrfurcht, wie es dem Steuerzahler ragende Rolle gespielt hat, und von Desfuisseaug, dem Abe wiederholen deshalb nur: sie wird sich innerlich, was auch kommen ziemt. Sonst könnten sie mit so naseweisen Fragen nicht kommen." geordneten für Mons. " Frankreich. Paris, 25. September. Kriegsminister Galliffet verbot in einem Rundschreiben den nach Deutschland, Destreich- Ungarn und Italien reisenden Offizieren, ohne die Erlaubnis der Behörden den dortigen Manövern beizuwohnen oder das Gelände von Truppenübungen zu betreten. Andererseits darf kein Offizier der drei genannten Mächte den französischen Manövern ohne schriftliche Erlaubnis beiwohnen. statt. England. Ich streite nicht ab, daß ich ganz gern einmal nach Ostasien reisen möchte, reisen möchte, aber daß ich die Reise jezt mache, nachdem ich gründlich genug in die Spannung der politischen Lage hineingesehen habe, ist wohl niemandem ernstlich in den Sinn gekommen, Ich könnte vor Mitte Januar nächsten Jahres nicht zurücksein, und bis dahin kann vielleicht mancher Topf zerschlagen sein. Ich halte es lieber mit den Worten unseres alten Windihorst: Man muß auf der Lokomotive sein und die Hebel fassen tönnen, sonst wird man überfahren. Also ich bleibe borläufig lieber noch in Europa. : was, wie sie selbst rühmt, viel erörtert wurde, ist ihr völlig entschwunden! Die L. V." fährt fort: „ Der„ Borivärts" zeiht uns ferner des Verbrechens der Vollmarschen Agrarpolitik", obgleich die Leipz. Boltsztg." in der Zeit der Agrardebatten steis den von Bebel und Liebknecht vertretenen Standpunkt in dieser Frage eingenommen und gerade dem schärfsten und rücksichtslosesten Kritiker der ganzen Agrarforderungen, Parvus, in einer großen Reihe von Artikeln ausgiebige Gelegenheit zur Aussprache verschafft hat." N Der Herr Chamberlain scheint in Schwulitäten zu sein. Die Lieber, der unentbehrliche Roßtäuscher! Es ist begreiflich, daß Aber die Resolution, mit der auf dem Parteitag in Frankfurt wachsende Opposition gegen seine Transvaalpolitik wird ihm un- ein solcher Diplomat" nur Stredit hat, so lange er die Macht hat. am Main 1894 die Agrardebatten in der Partei eingeleitet wurden, bequem. Vorgestern am Sonntag fand auf dem klassischen Aber selbst im Centrum begegnet man ihm mit Mißtrauen. Der trägt als Unterschrift engzusammengebunden die beiden Namen: Trafalgar Square eine Protestversammlung gegen die Jingo- Politit marinistisch militaristische Abfall von der alten Centrumspolitik hat Schoenlant, Bollmar. In jener Resolution heißt es u. a.; Wie Telegramme uns melden, ist diese Versammlung von vielfach verstimmt. Darum verlangt Herr Lieber Ablaß für seine Bauernschutz soll den Bauer als Steuerzahler, als Schuldner, dem Janhagel, der in England stets sehr patriotisch" ist, gesprengt Sünden. Man sollte nicht immer fragen, was Windthorst thun als Landwirt vor Nachteilen bewahren und ihnen den rationellen worden. Das nächste Mal werden die organisierten Arbeiter fich würde, sondern wie würde er unter den gegenwärtigen Ber- und genossenschaftlichen Betrieb durch Staatshilfe erleichtern." jedenfalls besser vorsehen. Während der Kriege mit Frankreich amhältnissen gehandelt haben: Schoenlant verstand dabei unter Bauernschutz feineswegs nur den Ende des vorigen und am Anfang dieses Jahrhunderts operierten Schutz der Klein bauern. Er warf die Frage auf:" Wie spacken die Tories auch mit dem Mob. Herr Chamberlain arbeitet also wir nun die Groß bauern? Am Geldbeutel. Wir weisen sie hin nach alten Mustern. auf die Steuern und den Militarismus." Er meinte damals auch gar nicht altbewährt revolutionär"" Die Medizin des Afrika. Aus Kairo meldet der„ Daily Telegraph" vom Sonntag, daß Borbereitungen zu einer sofortigen Expedition gegen den Kalifen getroffen werden. Der Sirdar und eine Anzahl von Offizieren sind nach Omdurmann abgegangen, woselbst die Einzelheiten bezüg lich der Expedition geordnet werden sollen. Der Kalif hat sich in der Nähe von Dfchebel Gedir festgesezt und hat eine große Gefolg schaft um fich. Die Expedition wird voraussichtlich nur aus ein: geborenen Truppen bestehen. Lieber bei den Seinen. G it the Herr Lieber, der nicht mehr nach China reisen will, hat auf der Hessischen Katholikenversammlung in Mainz eine Rede über die politische Lage gehalten. Er sprach u. a. von dem Herkules der Staatsgewalt, des Liberalismus und des Socialismus eine Schmeichelei, die sowohl denen um Hohenlohe wie den liberalen Rüdenmärkern außerordentlich gefallen wird; auch ein Drittel Herkules ist für diese beiden Ohnmächtlinge ein wahrhaft chinesisch übertreibendes Kompliment. Zur Belebung der Stimmung benutte er sulturkampf Erinnerungen: " Je härter die Schläge tamen, um so fester wurde das Eisen unter dem Hammer. Und die Schläge thaten uns nichts, troßdem die Schläger eine wahre Wollust dabei empfanden, duns zu zu peinigen.( Pfuirufe.) Wir denken mit Entsetzen baran zurück, wie man unsere Bischöfe, unsere Ordensleute, unsere Priester behandelt hat. Weshalb ich daran erinnere? Nicht um etwa die Entrüstung zu wecken, die uns Alte beherrschte, als man unsere Seelenhirten und Stellvertreter der Apostel fortführte. Das sei ferne; ich erinnere daran, damit Sie es nie vergessen, Eie, die Jungen, was wir Alten nie vergessen können. innere daran, damit Sie eingedenk bleiben jenes Wortes: Was einmal war, tann wieder sein.( Stürmischer Beifall.)... Che der Todesengel ihn mit seinen Fittigen gestreift nhatte, ist der Mann, der uneingeschränkt das politische Leben in Deutschland beherrschte, vom Schauplaz abgetreten. Er ist es aber nicht, ohne vorher selbst die erste Hand zum Abbruch seines Gebäudes anzulegen, das er mit solchem Fanatismus- so müssen wir beinahe sagen aufgerichtet hat." Ich erMit der heutigen politischen Lage des Centrums ist Lieber nicht unzufrieden. Mit Hohenlohe Herkules ist er fogar sehr zufrieden: Seute stehen andere Männer an der Spitze der deutschen Neichsregierung, Männer ganz anderer Natur, Männer von ganz anderer Vergangenheit und der oberste unter ihnen ein Mann, der fein Bedenken getragen hat, bei der Uebernahme der Nachfolgerschaft des Nachfolgers unseres ersten Kangler im offenen Reichstage feiner kulturkämpferischen Vergangenheit Lebewohl zu sagen. Aber auch in anderer Richtung ist ein großer Wandel eingetreten. Das bis dahin politisch zur Ohnmacht verurteilte Centrum, dasselbe Centrum, das entweder nur im Startell wirksam sein, sonst aber schlechterdings nur die geborene Minderheit darstellen konnte, war dank der Ausdauer des katholischen Boltes zur ausschlaggebenden Partei in der ersten geset gebenden Versammlung des Deutschen Reiches geworden und diefer Wandlung der Dinge, die seitdem angehalten hat, und, wenn wir richtig berfahren, auch fernerhin anhalten wird ( Beifall), dieser Wandlung hat der alte und unscheinbare, aber boch flügere und zähere als vicle meinen Fürst Hohenlohe bei seinem Amtsantritt fich angepaßt und ihm die Regierung des Deutschen Reiches und mit ihm der Bundesrat. Und so ist haben wir auch sonst noch viele Beschwerden boch die Gesamttemperatur völlig verändert und um viele Grade Celsius wärmer geworden.( Heiterfeit.)" mit Lieber schildert den alten Hohenlohe also gewissermaßen als einen Canoffa Büßer, der seine fulturkämpferische liberale Vergangenheit abgeschworen und nun seinen Ehrgeiz darin bethätigt, bor dem Triumphwagen des Centrums zu trotten. Daß dieses gepriesene Ministerium Hohenlohe auch das Mini fterium ber 8uchthausvorlage ist, scheint den Bortänger des Centrums nicht zu genieren. Seine Stellung zur Suchthaus vorlage darf unter diesen Umständen nicht verwundern. Denn Herr Lieber hat die Richtigkeit des Berichtes vorausgefeßt- unter dem heuchlerischen Vorgeben, seinen früheren Erklärungen treu bleiben zu wollen, den Umfall unzweideutig angekündigt: Wir stehen heute auf demselben Standpunkte, den ich im Namen der Fraktion bei der ersten Lesung darzulegen die Ehre hatte. Wir werden dieselben Verhaltungsmaßregeln innehalten und sind bereits an der Arbeit, positive Borschläge zum Schuße der Arbeitswilligen geschlich zu finden, ohne die der Mißbrauch des Koalitionsrechtes nicht getroffen werden kann. Hier lündigt also Herr Lieber nicht die Ablehnung, sondern die Verbesserung" der Suchthausvorlage an. Das ist mit nichten der alte Standpunkt, sondern ein elender Rückzug. Denn bei der ersten Lesung hatte Lieber als Vorbedingung die völlige Koalitionsfreiheit gefordert. Damals erklärte Lieber wörtlich: " Wir fordern als unerläßlich, wenn unsere Zustimmung verlangt werden will: auf dem Boden des gemeinen Rechtes gemeine Koalitionsfreiheit für alle, die dem deutschen Reichsrechte unterstehen, gemeine Koalitionsfreiheit für alle Zwecke, zu denen sich deutsche Reichsbürger vereinigen wollen. Und wir verlangen diese Koalitionsfreiheit außerdem nicht mur für den Einzelnen, in Bezug auf sein Recht, sich zu foalieren mit anderen Individuen, sondern wir verlangen sie auch für die Roalitionen untereinander. In dieser Erklärung lag auch die Forderung des Koalitions. rechts für die Landarbeiter, und da die Regierung niemals diese Vorbedingung erfüllen wird, so lag darin die absolute Ber werfung der Buchthausvorlage. Jetzt spricht Herr Lieber nicht mehr von der erst zu erfüllenden und nicht erfüllbaren Borbedingung, sondern er kündigt wie ein Nationalliberaler oder Freikonservativer Bestimmungen gegen den Mißbrauch der noch gar nicht vorhandenen Koalitionsfreiheit an. Der große Thee- und Kuh händler hat die Flucht nach Acgypten nicht für nötig gehalten, um seine feierlich abgegebene Erklärung zu verraten. Und diesen Preis der politischen Ehre bezahlt der Mann, um dem Centrum die Rolle der regierenden Partei zu bewahren. O, Herr Lieber, der selbstgefällige Schmalzredner, hält sich für die ausschlaggebende Person im heiligen, immer noch römischen Reich deutscher Nation. Darum ist er nicht nach China gereist, ja es scheint fast, als habe er selbst die Ente auffliegen lassen, um seine Rivalen im Centrum( die Bachem u. a.) herauszulocken: : Das Interesse der Landeskultur richtig verstanden ist ein hohes Interesse der Menschheitskultur. Es ist zwar ein schweres Opfer für die Industrie Arbeiter, ihre Ideen nizuwälzen, aber es muß geschehen." Sollen wir zu einer Beit, wo alles in der Umwälzung begriffen ist, stehen bleiben? Es ist ja unmöglich für eine politische Bartei, vornehmlich für eine führende, maßgebende Partei, in jedem Augenblick den Freunden die Karten offen auf den Tisch zu legen. Das Spiel wäre ja verloren, weil auch der Gegner Socialismus muß der Landbevölkerung in homöopathischen dann die Karten fennt. Die Lage im allgemeinen wird so Dosen beigebracht werden, sonst bringt sie den Bauern um". Und scheint es bedrohlicher für uns. Ich kann nicht alles sagen, am 29. Oktober 1895 meinte Genosse Schoenlant( nach dem Bewas ich weiß, ich kann aber wohl sagen, daß es einen sehr richt der Leipz. Volksztg."): einflußreichen Herrn im preußischen Staatsministerium giebt, der nichts sehnlicher wünscht, als das Centrum aus seiner ausschlaggebenden Stellung zu verdrängen, und der nichts mehr erhofft, als in der bevorstehenden Tagung des nur vertagten Reichstages gelegentlich der Zuchthaus- Borlage, der Militär Vorlage und was sonst noch, an der maß gebendsten Stelle des Reiches den Eindruck zu erwecken: Zwar haben wir Konservativen mit unuachahmlicher Kühnheit Dir Deinen Kanal verdorben, aber doch sind wir, wenn es darauf ankommt, die einzig sicheren Stüßen von Thron und Altar! Ich denke, ich habe mich deutlich genug ausgedrückt; der Herr wird mich verstehen, von dem ich rede. Das spreizt sich wie ein Staatsmann von allgewaltigem Genie und ist doch nur ein armseliger Advokat der Schliche und Kniffe, der in feiner Eitelkeit seine großartigen Ränke vorher ankündigt! Wir glauben, daß Herr Miquel, gegen den Lieber in den obigen Säßen den Fürsten Hohenlohe ausspielt, dem Kleinen Centrumsdiplomaten schließlich doch noch überlegen ist. Inter allen Umständen hat Lieber mm offen erklärt, daß er für die Zuchthausvorlage und nenen Militärforderungen eintreten will, um ausschlaggebend" zu bleiben. Die erbitterten Feinde, die Liberalen und die Centrümler im Bettlauf um die regierende Gunstein widriges Bild politischer Verwahrlosung. Es gehört nur zum Ganzen, daß Herr Lieber wild auf die Socialdemokratie schimpfte. Er Wenn die Leipz. Boltsztg." fich darauf beruft, daß sie Artikel von Parvus über die Agrarfrage gebracht habe, so weiß sie aber auch, daß sie sich dessen nicht immer gerühmt hat, daß sie vielmehr wegen dieser Artikel die Beziehungen mit dem genannten Parteigenoffen abbrach und ihn bald darauf mit Lieblichkeiten traftierte, wie: schmiert, wie man Stiefel schmiert". Daß nur nicht die revolutionäre Verbindung mit Genossin Luxemburg bald einmal ein ähnliches Ende findet! In Personenfragen ist in Leipzig das Gedächtnis offenbar nicht länger als in sachlichen Fragen, Schließlich nennt es die Leipziger Boltszeitung" eine kühne Unterstellung", daß wir ihr glühende Begeisterungsartikel für bürgerliche Socialreformer" nachgesagt hatten. In der„ Leipziger Boltszeitung" vom 16. November 1895 findet sich an hervorragender Stelle die Besprechung einiger Artikel des Professor Herkner in der Zukunft"; da ist zu lesen: Jedenfalls ist die Herknersche Betrachtung der Agrardebatte wohl zu beachten. Die Annahme der Resolution Kautsky nemt er einen Pyrrhussieg, der die schließliche Niederlage des revolutionären Dottrinarismus nicht aufhalten fönne. Die wirklich großen Theoretiker und Autoritäten der Partei, Marg und Engels, find dahin. Eine neue Beit stellt neue Aufgaben, zu deren Bewältigung es einer fruchtbaren weiteren Entwicklung der von Marr und Engels gegebenen und sicherlich überaus wertvollen Anregungen bedarf." Der Kampf gegen die übrigen Parteien ist vollständig in den Sintergrund getreten durch den immer schärfer werdenden Kampf gegen den Todfeind des Centrums, die Socialdemokrate. Geben wir uns doch darüber keiner Täuschung hin, daß der letzte Also der bürgerliche Gelehrte Herkner als Wegweiser für bie Entscheidungskampf geschlagen werden muß zwischen uns Entwickelung der socialistischen Lehre über Marg und Engels hinaus! und ihnen. Dagegen werde man mit den Nationals Weben Herkner erfuhr Professor Sombart überschwängliches liberalen beffer stehen. Bei der bevorstehenden Landtagswahl Lob feitens der Leipziger Bolkszeitung". Es ist derfelbe Profeffor im benachbarten Kastel- Stoftheim haben die Socialdemokraten sich Sombart, den die" Leipz. Boltsztg." am 27. Mai 1899, als das nicht gescheut, während des Hochamtes Flugblätter in der Kirche proletarisch- revolutionäre Wesen in ihr stark geworden war, als zu verteilen. Er hoffe, daß kein Katholik aus der heutigen Ver-" Socialgigert" bespottete. Ganz anders klang es noch am 4. Defammlung gehe ohne den festen Borsay: Den Kerlen wollen wir gember 1896, wo Herr Sombart derselbe war, der er heut iſt. zeigen, wo Bartel den Most holt! Damals wurde feiner Schrift Socialismus und sociale Bewegung Herr Lieber wünscht eben an der maßgebendsten Stelle den üblen im 19. Jahrhundert" ein Reitartikel gewidmet, dem man nicht ans Eindruck vergeffen zu machen, den das Wahlbündnis des merft, daß es einem politischen Gegner, einem Socialgigerl, bayrischen Centrums mit den Todfeinden" und einem Manne galt, der etwa den National Sozialen zuzuerlen" hervorgerufen hat. " " Versumpfung. Die Leipziger Volkszeitung" hatte in ihrer Erklärung, die wir in Nr. 222 wiedergaben, ihre legte Vergangenheit vergessen. Auf unsere Frage, ob wir ihre Erinnerung auffrischen sollten, fagt fie nun: " Der Borwärts" hat auf unsere Abfertigung feiner Späßchen leine andere Antwort als die Berufung auf das Breslauer Parteitagscitat von der Revision der Begriffe", das doch wirklich nun schon beinahe zu Tode gehezt worden ist. Wir halten auch heute noch daran fest, daß in der That revolutionäre" Politik nicht in geschwollenen Kraftphrasen bestehen darf", rechnen ist. Damals war Her Sombart ein Gelehrter, ber mit tiefgründiger Sachkunde unbestehliche Objektivität verknüpft", feine Schrift zeigte vornehme Slarheit, Energie des Gedankens, tünstlerische Darstellung" und fo reiht fich spa tentang Lobspruch an Lobspruch. Zum Schluß des Artikels finden wir nichts davon, daß die Schrift Sombarts, obwohl sie die Ethisierung des Klaffenkampfes verlangte und das Nationale betont wiffen wollte usw., etwa geeignet fei, Berwirrung bei den socialdemokratischen Lesern hevorgur, fondern sie wird unseren Genossen als Lesebuch aufs beste e mpfohlen.' Bernstein führt in die Bersumpfung, aber Sombart unterrich gründlich und angenehm über den Socialismus und die soctaw wegung unseres Jahrhunderts." Noch eine fleine Meminiscenz. Die bayrischen Parteidaß wir genossen haben sich nach der Leipziger Volkszeitung" durch das uns nicht durch pseudoradikale Ginwürfe beirren lassen Wahlbündnis mit dem Centrum eines principiellen Verstoßes gegen dürfen", da die von uns vertretene alte bewährte proletarisch die offizielle Barteitaktik schuldig gemacht. Gegen sie den Baunfluch revolutionäre Tattit unserer Partei durch Thaten ihre Erfolge zu fehlendern, wäre nach Genossin Luxemburg in der Leipziger erreicht und nicht durch Nedensarten. Volkszeitung" eine Pflicht des Borwärts" gewesen, Aber wie dachte dieselbe Leipziger Volkszeitung" im November 1805 über die bayrischen Genofien: " Wenn es im übrigen dem Vorwärts" gar so leicht ist, die , absolute Richtigkeit" seiner Behauptungen aftenmäßig zu er weisen", so mag er nur aufs neue seine Fertigkeit im Citieren an den Tag legen," Die Leipziger Volkszeitung" fehrt also zur alt bewährten proletarisch- revolutionären Taktik zurück. Vorbei ist es mit der Mevision der Begriffe". Und welche große Zukunft schien doch vor wenigen Jahren aus diesen num beinahe zu Tode gehezten" Worten zu erblühen! 23ir blättern im Brotokoll des Breslauer Barteitags und lesen da( S. 152) in einer Rede des leitenden Redacteurs der Leipziger Boltszeitung": " " Die Revision unserer Vorstellungen geht unaufhaltsam weiter und der verbissene Fanatismus der Parteidogmatiker in der Partei fängt bereits an zu bröckeln Der Dogmenfanatismus ist viel schlimmer als der Eigentumsfanatismus der Parzellbanern. Jener Teil der Partei, der von Neuerungen nichts wiffen will, ist tonfervativ, der andere ist revolutionär. ( Sehr wahr! Gelächter.)..." " " Wit einem glänzenden Erfolge, den niemand bestreitet, haben unsere boyrischen Genossen, die die Eigenart der Berhältnisse von Grund aus kennen, die Sache der Socialdemokratie gefördert. Ihre Tattit hat sich be währt, die Partei in Bayern ist damit einverstanden... Die Bayern haben eine praktisch revolutionäre Politik getrieben, die einzig richtige und die einzig mögliche. Und auf einmal sollten fie Jrrwischpolitik treiben?" Warum wir die Erinnerung an all diese einstigen Aussprüche des jest unentivegt gegen die Versumpfung streitenden Leipziger Partei Organs erneuern? Wir geben die Citate nicht, um unser Leipziger Partei- Organ zu kränken oder jemanden zu ergößen. Unser Beweggrund ist nur der, handgreiflich zu zeigen, wohin die Bartei kommen würde, wenn sie den jezt in der„ Leipziger Boltszeitung" dem" Borwärts" gemachten Zumutungen in der Behandlung der Differenzen innerhalb unserer Partei folgen Wir müssen also die bedauerliche Thatsache hinnehmen, daß die würde. Dann hätte der„ Leipziger Volkszeitung" längst " Leipz. Volksztg." seit dem Jahre 1895 dem revolutionären Neuerungs- gefagt werden müssen: Wer so zahlreiche Verstöße gegen eifer entfagt und zur konservativen Barteigefimung zurückgekehrt ist. Programm und anerkannte Parteitaktit beging, wer so vielfach Da aber die Leipz. Volfsztg." von ihren neueren leberzeugungen so opportunistisch fündigte, was will der noch in unseren Reihen? Wer heftig ergriffen ward, daß sie von den früheren schon gar nichts so viel auf seinem Serbholz hat, dem steht es seltsam an, Lugem mehr im Gedächtnis behielt und uns, da wir sie leise an die Verburgische Schulmeistereien in die Partei zu senden. gangenheit mahnten, Unrichtigkeit und Unterstellung zumutete, so müssen wir wohl oder übel ein wenig in unsere VersumpfungsMappe greifen. Die Leipziger Boltszeitung" sagte: Der Vorwärts" behauptet, daß die Leipziger Volkszeitung" " Partei- Marhrichten. Bum internationalen Socialistenkongreß. die Berelendungstheorie verleugnet" habe. Unfer geehrtes Bruder- Der Berständigungsausschuß der französischen Socialisten, der blatt meint nämlich eine Stelle in dem viclerörterten Artikel: Ein die Vorarbeiten zu dem nächstes Jahr in Paris stattfindenden interholländisches Jodyll, der einfach das feststellte, was bei Marg schon nationalen Socialistentongreß auf sich genommen hat, hat soeben. längst zu lesen ist, daß es sich bei der Verelendungsfrage um an die Arbeiterorganisationen aller Länder die Einladungen zum etwas Relatives handelt, daß zwar die Lage der Arbeiter Kongreß versendet.( Wir ersehen dies aus der Petite République" dank ihrer Bewegung, dank dem Arbeiterschutz und der ganzen uns selbst ist die Einladung noch nicht zugegangen. Red. d.„ V.") Entwickelung, fich hebt, aber trotzdem der Unterschied zwischen der Selassenlage der Proletarier und der der Bourgeoisie immer größer wird." " Die provisorische Tagesordnung wurde dementsprechend wie folgt festgefeßt: 1. Ausführung der Beschlüsse des Kongresses. Untersuchung und Anwendung der zur internationalen Verständigung.Organisation und Jedoch in der Nummer der 2. V." vom 10. April 1897 finden Aktion der Arbeiter und Socialisten geeigneten Mittel. 2. Internationaler wir bei aufmerkſamſtem Lesen nichts vom relativen" Glend. Es Arbeiterschutz durch gesetzliche Beschränkung des Arbeitstages. Disheißt dort sehr flar und unzweideutig: fuffion über die Möglichkeit eines Minimallohnes in den verschiedenen Deutschland wäre nicht der mit England wetteifernde In Ländern. 3. Notwendige Bedingungen der Befreiung der Arbeit: dustriestaat auf hoher Stufenleiter, wenn die holländischen Zustände a) Aktion des als Klassenpartei organisierten Proletariats; b) polibei uns die Regel bildeten. Eine großgewerbliche Volkswirtschaft, tische und ökonomische Expropriation der Bourgeoisie; c) Bergesellschaf die fich so normal und fapitalistisch entwidelt wie gerade die deutsche, tung der Produktionsmittel. 4. Internationaler Friede, Militarismus, bedingt ein höheres Eristenzmindestmaß der arbeitenden Selasse. Abschaffung der stehenden Heere. 5. Kolonialpolitit. 6. Organisation Die lange durch unsere Partei gelaufene, auch im ersten der Seeleute. 7. Der Stampf für das allgemeine Wahlrecht und die Teile des Erfurter Programms noch aufbewahrte Auficht direkte Gesetzgebung durch das Bolt. 8. Kommunalsocialismus. 9. Die von der sich stetig verschärfenden Verelendung ist nicht Eroberung der politischen Macht und die Bündnisse mit bürgerlichen mehr zu halten." Parteien. 10. Der erste Mai. 11. Die Trusts. Die Allemanisten haben zu dieser Tagesordnung noch folgendes Amendement vorgeschlagen:" Macht die fortschreitende Konzentration des Kapitals die Fürwahr, das Gedächtnis unserer Leipziger Kollegin ift bedauer licher Schwäche verfallen. Was sie vor erst 2/2 Jahren schrieb und 11 um 3. Standinavische, event. internationale Organisation der Arbeit aus der Konkurrenz entstehende, durch politische Mittel nicht zu be- gefährlichen Bau brannten offene Facellampen. Am Unglückstage eine Rede, in der er er den schwedischen Arbeitgebern für seitigende ökonomische Anarchie und die daraus entspringende fort- sprang das Förderseil aus der Nute, fing Feuer und nach ihre Hilfe dankte und erklärte: Die Aussperrung habe währende Verschlechterung der Arbeiter nicht einen direkten Konflikt einer viertel Stunde Schacht eine Feuersäule. erwiesen, daß der internationale Zusammenhang der Arbeitgeber sich zwischen Kapital und Arbeit unvermeidlich, der die Form eines Bei dem Unglück kamen vierzig Bergleute fünf mit dem der Arbeiter nicht messen könne. Er empfahl zunächst einen Generalstreits annehmen wird?"( Der Generalstreit ist ge- Menschen büßten ihr Leben bei den Rettungsarbeiten. Nach dem engen Busammenschluß der skandinavischen Arbeitgeber. Im Sinne meint, den die Mehrheit der Delegierten in Brüssel nicht offiziell auf Unglück ordnete die Bergbehörde das Feuchthalten der Schacht- dieses Antrages ist die Einberufung eines nordischen In. die Tagesordnung sezen wollte.) Das Datum des Kongresses wird zimmerung an. In der Verhandlung kam die Rede auf Arbeiter dustrie- Kongresses nach Kopenhagen im Juli 1900 erst später festgesetzt werden. gruben- Controleure und bei dieser Gelegenheit meinte der Vorsitzende beschlossen worden. Für diesen lautet ein Programmpunkt:" Der Landgerichts- Direktor Rademacher, diese Einrichtung wäre gar nicht dänische Arbeitgeber: und Meisterverein sowie andere die gewerkAgitationsmittel. Als ein wichtiges Agitationsmittel auf dem nötig. Die Arbeiter könnten ja jetzt schon alle Mißstände, von denen schaftliche Organisation betreffende Fragen." Lande hat sich seit einigen Jahren in sehr vielen Gegenden Deutsch sie Kenntnis erlangen, den Beamten mitteilen. Als ihn Lebius Ferner hat der dänische Arbeitgeberverein eine Versammlung lands der Kalender herausgebildet, der teils unentgeltlich verteilt, darauf erwiderte, die Arbeiter könnten das wohl thun, aber sie würden des Hauptvorstandes und eine des Geschäftsausschusses abgehalten, teils für wenige Pfennige verkauft wird. Bei der Schaffung dieses gemaßregelt werden, waren die Richter sehr entrüstet. Als Zeugen wurden auf deren folgende Punkte behandelt sind: neuen Agitationsmittels ist man von der Ansicht ausgegangen, hierzu Bergrat Scharf und Betriebsführer Ufer von Zeche Zollern ver- 1. Errichtung von Arbeitgeber- Verbänden in den Provinzen, daß die gewöhnlichen Flugblätter, die meist mur politischer Tages nommen. Bergrat Scharf sagte, er tenne teinen Fall von Maß entsprechend den Gewerkschafts- Verbänden der Arbeiter. fragen wegen verteilt werden, nicht geeignet sind, die Land- regelung wegen Beschwerdeführung; die Frage, ob überhaupt Maß- 2. Bildung einer Central- Kriegstasse. bevölkerung mit den socialdemokratischen Ideen vertraut zu machen; regelungen üblich feien, wollte er nicht beantworten, weil er fich mit unseren Zeitungen dringen wir aus ganz natürlichen Ursachen über diese Dinge nicht informiert habe. Bestimmter lautete die Ant- geber. auch nicht in dem Maße aufs Land, wie es wünschenswert wäre, wort des Betriebsführers Ufer. Auf die Frage des Vorsitzenden: 4. Streit und Aussperrungstlauseln in allen Der Kalender ist geeignet, die Landbevölkerung in großen Zügen Glauben Sie, daß es im Ruhrrevier vorkommt, daß beschwerde- ontratten! Der Arbeitgeberverein muß ihre Aufnahme sowohl mit unserer Stellung zu den Tagesfragen, wie auch all- führende Arbeiter entlassen werden?" erwiderte er unter seinem obligatorisch machen für seine Mitglieder. mählich mit der allgemeinen Auffassung der Socialdemokratie von Gide mit fester Stimme: Nein, niemals! Der Staatsanwalt Es sind das offenbare Vorbereitungen und Rüstungen für einen der bestehenden Gesellschaftsordnung vertraut zu machen, sie all- hatte übrigens nur eine Geldstrafe in Höhe von 200 m. neuen Kampf. Der Arbeitgeber- Verein ist offenbar nicht gesonnen, mählich mit dem socialdemokratischen Gifte zu infizieren. beantragt. Der Gerichtshof hielt aber eine Freiheitsstrafe für an die Vernichtung der Arbeiterorganisationen aufzugeben, er will nur Der Kalender ist hierzu geeignet das heißt, wenn sein Inhalt da- gemessen. Man wird sich erinnern, daß dieselbe Straffammer unter besser gerüstet in den Kampf gehen, die Arbeiter werden also auch nach ist. Vor uns liegt der badische Voltskalender für das Jahr 1900, demselben Vorsigenden den Genossen Block vor kurzem zu vier nicht müßig sein dürfen. Preis 20 P., Verlag der badischen Socialdemokratie. Es ist ein Monaten Gefängnis verurteilte, während der Staatsanwalt drei ganz hübsch ausgestatteter Kalender und sein Inhalt ist nicht zu beantragt hatte. Er beginnt mit einem hübschen Gedicht zur Maifeter, gebius und Genossen wegen Beleidigung der Zuchthaus Der Internationale Frauenkongreß in Paris wird in fünf Die ebenfalls auf Sonnabend angesezte Verhandlung gegen bringt dann eine Uebersicht über im In- und Auslande, Erinnerungen an 1849, eine ganz direktion in Werden durch den Artikel über die Peitschung hübsche Erzählung von Wachenhusen und sonst noch einige Gräffs mußte vertagt werden, weil Gräff nach Brasilien allgemein belehrende Aufsätze. Der politische Inhalt ist gut demo- ausgewandert ist. Es waren 26 Beugen geladen, darunter kratisch aber social demokratisch ist er nicht. Er verleugnet fast alle Wärter des Zuchthauses in Werden, wohin heute zur Auszwar feineswegs die socialdemokratischen Anschauungen, sie werden hilfe Gendarmen abkommandiert werden mußten. vielmehr an mehreren Stellen berührt: aber was die Socialdemofraten wollen, das wird dem Leser darin nicht klar gemacht. Mit einem Worte: der Inhalt des Kalenders ist nicht geeignet, solche, die der Socialdemokratie aus Unwissenheit noch gleichgültig oder feindlich gegenüberstehen, über das Wesen der Socialdemokratie aufzuklären. Das scheint uns aber gerade die Hauptaufgabe dieses Agitationsmittels zu sein. Von diesem Gesichtspunkte sollte man bei Herstellung solcher Kalender immer ausgehen. tadeln. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Deutsches Reich. Der Aus der Frauenbewegung. " Sociales. opolsonis Sektionen verhandeln. Die erste Sektion behandelt die Philanthropie und Volkswirtschaft. Es wird darin der Anteil der Frau an den Arbeiten für Hilfeleistungen und Fürsorge behandelt, ferner die Mitarbeit der Frau im Kampfe gegen den Alkohol, ihr Anteil an der Arbeit in den Gefängnissen und Besserungsanstalten. Die zweite Sektion beschäftigt sich mit der Gesetzgebung und der Moral und der Verwaltung des Vermögens der Frau in der Ehe. Die gleichen Rechte des Vaters und der Mutter den Kindern gegenüber, die Vormundschaft, die Pflichten des Mannes gegen die uneheliche Mutter und ihr Kind, gleiche Achtung, Holzbildhauer! Wegen Nichtbewilligung der ge- Moral für Mann und Frau sind die weiteren Verhandlungsstellten Forderungen sind Kollegen folgender Werkstätten in den gegenstände. Die dritte Sektion wird die Erziehung beAusstand getreten: Thum, Grimmstr. 35; Arndt, Neue Königstr. 10 handeln. Ueber gemeinsame Erziehung beider Geschlechter, praktische ( arbeitet für Brunzlow); Vogel, Rirdorf, Stnesebeckstr. 115; Dittmann, Ausbildung der Frauen zu den verschiedenen Berufen, Stellung Büschingstr. 7; Bark, Friedrichsbergerstraße 10; Beyer, Brizerstr. 7; der Frau in der Lehrthätigkeit, der Jnspektion und Verwaltung der Der spanische Socialistenkongrek. Beth, Memelerstr. 31; Seifert u. Wolf( Bourgett), Fruchtstr. 36 Schulen werden sich die einzelnen Redner verbreiten. Die 4. Seftion Madrid, 21. September. Brunzlow, Neue Königstr. 15; Schulz, Biegelfir. 30; Jacquemin, ist der Arbeit" gewidmet. Freiheit der Arbeit der Frau, die Ver Unter dem Vorsitz des Ge- Alte Jakobstr. 88; Kirsner, Adalbertstr. 42; Grig, Palisadenstr. 57; schlechterung des Lohnes der Frau, die Mittel zur Besserung der noffen de Diegol fand vorgestern abend um 9 Uhr die 3. Sigung Kramer, Koppenstraße 60; Colony, Rigdorf, Walterstraße 26; Schoy, häuslichen Arbeit der Frau, Produktionsgesellschaften werden des spanischen Socialisten- Kongresses statt. Es sprachen die Genoffen Mariannenstraße; Brandenburg, Wilhelmstr. 124; Nester, Manteuffel- der Landwirtschaft wird besonders hervorgehoben und landdie einzelnen Stichwörter ſein. Die Arbeit der Frau in Iglesias, Merodio, Vigil, Cabello und andere. Be straße 57; Gröger, Kottbuser Damm 95. schlossen wurde, daß das Parteiorgan„ El Socialista", das jetzt wirtschaftliche und Gartenbauschulen für Frauen verlangt. Es rird ersucht, diese Werkstätten streng zu meiden. Meldungen, wöchentlich einmal erscheint, in Zukunft jeden Tag erscheinen soll; auch der Firmen, welche bewilligt haben, find umgehend an die Die 5. Sektion beschäftigt sich mit den Künsten und Wissendie Kosten sollen durch Aktien gedeckt werden. und Die Lage Gemeint sind natür- Lohukommission, Köpnickerstr. 62( Restaurant Spielberg, Telephonſchaften. die Fortschritte der Frau werden lich nicht Aktien im landläufigen Sinne des Wortes, sondern nur Amt VII Nr. 3932), in der Zeit von 9-1 und 3-7 Uhr zu richten. beleuchtet. Ihr Einfluß auf die Litteratur soll dargelegt werden, es fleine Anteilscheine von je 25 Pesatas( 20 M.), welche unverzinst bleiben. Ferner wurde beschlossen, daß die socialistischen Stadt- schäften arbeitenden Bildhauer auf die Forderungen aufmerksam zu Thätigkeit wird durch Vorträge anschaulich gemacht, und zuletzt foll Die organisierten Holzarbeiter werden ersucht, die in ihren Ge- wird die Zulassung der Frau als Bibliothekarin, Museumsdirektorin 2c. verlangt. Die Lage der Frauen bei wissenschaftlicher verordneten im Falle der Not aus der Parteikasse unterstützt werden machen. Die Lohnkommission. sollen. Die Sigung wurde um 12 Uhr nachts geschlossen. Gestern über die Mittel beraten werden, um die Frauen über die Hygiene um 3/2 Uhr nachmittags fand die vierte Achtung, Sattler! In der Militäreffetten Fabrit des Hauses und des Kindes zu belehren. und legte Sigung des Kongresses statt. Zur Distussion gestellt wurde zu wegen Lohndifferenzen niedergelegt. Es wird ersucht, die Werkstätte von Ludewig, Lindenstr. 93, haben sämtliche Kollegen die Arbeit nächst der Antrag, daß Genossen, die eine Religion unterſtüßen, welche nicht auf den Principien der Freiheit und höheren aufs strengste zu meiden. Sittlichkeit ruht, aus der Partei entfernt werden sollen. Es sprachen Achtung! Buchbinder, Kontobucharbeiter! Der Streit in Der Vorstand der Ortskrankenkasse für das Taufmännische über diesen Punkt der Tagesordnung eingehend die Genoffen der Buchbinderei von Moriz u. Kummer, Landsbergerstr. 72, Bersonal in München hat der dortigen Prinzipalität ein Cirkular Huetos, Merodio, Gasco Iglesias, Andrés, dauert unverändert fort. Zuzug ist streng fernzuhalten. zugehen lassen, in welchem er um Abstellung einer Reihe Mißstände Reoyo und Acevedo, und die Ausschließung der Genossen, die Vertrauensmann. irgend eine positive Religion unterstützen, wurde beschlossen. Dieser In der Buchdruckerei A. Klarbaum, S.W., och str. 73, Aerzten habe ergeben, daß viele Krankheiten der Angestellten auf Kochstr. ersucht. Es wird darin gesagt, eine Umfrage bei hervorragenden Beschluß ist eine Antwort auf den mittelalterlichen Belotismus der kam es am Montag, den 25. d. M., zu einem Konflikt. Das Schädlichkeiten des Berufs zurückzuführen seien. Die Arbeitsspanischen Klerikalen, die sich jüngst auf ihrem Parteitage in Burgos gesamte Personal, Drucker, Sezer, Buchbinderei und Hilfsarbeiter, eit sei ohne Zweifel eine zu lange, ferner sei das sogenannte als die gefährlichsten Feinde aller freiheitlichen Ideen und des legte wegen beleidigender Schimpfereien des einen Firmeninhabers, is verbot eine durchaus nicht zu rechtfertigende Härte. Die Kulturfortschritts erwiesen haben. Ferner beschloß man, die Ge- Herrn Ostar Schmidt, dem Maschinenmeister und den Segern gegen Mittagspause sei viel zu kurz, fie reiche kaum hin, den weiten nossen, die sich in Frankreich in der Dreyfusfrage über, die Arbeit nieder. dem Klerikalismus und Weg nach Hause und zurück zu machen und ein heißes oder abdem Militarismus gegenübergestellt gestandenes Essen rasch hinunter zu schlingen. Noch schlimmer ſei und für Pecht und Gerechtigkeit gekämpft haben, zu beglückAn die Teppichweber Deutschlands. Der Streit der Teppich die üble Gewohnheit, den Mädchen das Essen im Geschäfte zu ver wünsche die Verlängerung des ganz unnüßen Gesezes zur Unterweber von G. geibija, Berlin, dauert bereits die fünfte abreichen. Eine Regelung der Arbeitszeit in den kaufmännischen ung des Anarchismus zu verdammen und die von der Partei Woche unverändert fort und stehen die Streifenden noch fest ge- Betrieben ist im Interesse der Gesundheit der kaufmännischen Anmmene Stellung bezüglich der Revision des Montschlossen zusammen. Nur iſt zu bedauern, daß die Bernauer gestellten das zweifellos größte Bedürfnis. Die Beschränkung der ach Prozesses nicht aufzugeben. Zum Vorsitzenden des Nationalfomitees, dessen Siz Madrid ist, wurde Genosse Sollegen ihr gegebenes Versprechen, dafür zu sorgen, daß kein Streit Arbeitszeit auf 10 oder 9 Stunden mit zweistündiger Mittagspause Iglesias gewählt. Der nächste Kongreß soll in Gigon stattfinden. brecher von Bernau nach Berlin kommt, nicht besser gehalten haben, und Sonntagsche ist unerläßlich." denn zur Zeit sind bereits vier Arbeitswillige von Bernau in der Das sind alles allbekannte Wahrheiten und die Forderungen Um 8 Uhr wurde der fünfte Kongreß der socialistischen Arbeiter- Feibisch'ichen Teppichweberei als Lehrlinge thätig. Ebenso haben die sind vollauf berechtigt; trotzdem möchten wir bezweifeln, daß sich partei geschlossen. Der Vorsitzende Genosse Reo yo hielt eine kurze to wawejer Kollegen wenig Obacht gegeben, denn auch aus der Wunsch des Krankenkassen Vorstandes, die Darlegungen möchten Schlußrede, in welcher er große Hoffnungen auf die Zukunft des sich einer„ wohlwollenden Würdigung" seitens der Prinzipale erfreuen, spanischen Socialismus zum Ausdruck brachte; er schloß mit einem ihren Reihen ist ein Streifbrecher zu verzeichnen. Wir richten an die Teppichweber Deutschlands das Ersuchen, den erfüllen wird. Bitten hilft hier nicht. Hoch auf die Verbrüderung aller Arbeiter der Welt und auf die Im Vorstande des oberschlesischen Knappschaftsvereins sociale Republik, in welches die Anwesenden begeistert einstimmten. Zuzug nach Berlin zu meiden, und uns nicht in den Rücken zu fallen, ist eine Aenderung eingetreten, die hoffentlich gute Folgen für die Eine Stunde später fand unter ungeheurem Zudrang von Ar- denn nur dadurch konnen wir zum Siege gelangen. beitern aller Parteien ein großes Meeting statt. Den Vorsitz oberschlesischen Bergleute hat. An Stelle des vor zwei Monaten führte Genosse Iglesias, und außer ihm sprachen noch die Genossen Erwerbethätigkeit. Unter diesem Titel ist soeben eine von Käthe milde aus Babrze zum Knappschaftsdirektor gewählt worden. Die Ueber die Beteiligung des weiblichen Geschlechts an der verstorbenen Direktors Rotmann ist der bisherige Bergassessor Merodio, Morato, Acevedo, Vigil, Cabello und Reoyo als Vertreter Dunder- Leipzig verfaßte, von der Generalfommission der Gewerk- Berglente hoffen, daß Milde seinem Namen Ehre machen wird. Der der Socialisten von Bilbao, Madrid, Santander, Asturien, Valladolid schaften Deutschlands herausgegebene Broschüre erschienen. Die frühere Direktor, ein Selfmademan, war das Haupthindernis für und Barcelona. Alle Redner wiesen auf die stets wachsenden Fort- Broschüre stellt einen Sonderabdruck aus dem„ Correspondenzblatt" alle Reformen im Knappschaftswesen Oberschlesiens und wegen seiner schritte hin, die die spanische Socialistenpartei ohne Lärm und Re- dar und giebt ein Bild über den Umfang der Frauenarbeit in Rigorosität gegen die Snappschaftsmitglieder von diesen geradezu flame in Bezug auf Selbstzucht, Bildung, Organisation und Mitgliederzahl, und infolgedessen auch in Bezug auf Kraft und Stärke Deutschland nach den Resultaten der 1895er Berufs- und Bolts- gefürchtet. Privatärzte, die z. B. in der Beurteilung des Gesundzählung. Die darin enthaltenen Tabellen dürften für die Gewerk- heitszustandes von Berglenten anderer Meinung waren, als die gemacht hat, so daß sie sich die Achtung und die Aufmerksamkeit ihrer schaften, namentlich diejenigen, welche viel Frauenarbeit zu verzeichnen offiziellen Knappschaftsärzte, d. h. ein für die Bergleute günstigeres Gegner erzwungen habe und jetzt bereits als ein Faktor betrachtet haben, sehr schätzbares Material enthalten. werde, mit welchem man in politischen, wirtschaftlichen und socialen Urteil abgaben als diese, mußten wiederholt die Hilfe des Breslauer Fragen rechnen müsse. Die bürgerlichen Parteien alle ohne AusDer Bochumer Maurerstreik dauert trotz der gegenteiligen Oberbergamts gegen Rotmann in Anspruch nehmen. nahme seien nicht mehr fähig, die Regeneration des Landes her- Versicherungen der Unternehmer, die vergeblich versuchen, Arbeitsbeizuführen, da sie alle, von den Reaktionären bis zu den sogenannten willige von auswärts heranzuziehen, in vollem Umfange fort. Bon Fortschrittsparteien, an denselben Krankheiten litten. Der Delegierte 526 beim Ausbruch des Streits hier arbeitenden Gesellen find schon von Catalonien, Reoyo, erhob seine Stimme energisch gegen cata- 300 abgereift, kaum ein Viertel arbeitet noch. Da die Arbeit drängt, Paris, 25. September.( B. H.) Ein Unbekannter erschien heute Ionischen Separatismus und Regionalismus, indem er erklärte, daß werden die Herren jedenfalls flugthun, nachzugeben. Ein wegen die Arbeiter in Catalonien mit diesen separatistischen Bestrebungen Streitpostenstehens am Bahnhof verhafteter Maurer ist nach achtägiger mittag auf der Polizeipräfektur, wo er seine Starte mit dem Namen " Fleury" abgab und den Leiter des Nachrichtendienstes zu sprechen nichts zu thun haben wollen. Mit der Dialektik, die ihm eigen ist, Haft wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Der Unbekannte entfernte, rejümierte Genosse Iglesias die Reden und sagte am Schlusse seiner Die Aussperrung der Steinmetzen in Dresden, Pirna verlangte. Dieser war nicht zugegen. mit großem Beifall aufgenommenen Ansprache: Inzwischen aber und Umgegend zieht immer weitere Streise von anderen Arbeitern in sich, erschien aber nach einer Stunde wieder mit dem gleichen Erbedenket, daß das Wert des Arbeitersocialismus das Resultat der Mitleidenschaft. So müssen jetzt schon in Dresden allein 1300 fuchen. Als der Leiter des Nachrichtendienstes wiederum nicht anArbeit, der Festigkeit, des Ausharrens und der Klugheit ist. Folget Maurer feiern, weil die Steinmezarbeiten auf den Bauten fehlen. wesend war, stellte sich Fleury vor dem Gebäude auf. Gegen nicht den Leuten, die Euch zu Gewaltthätigkeiten verleiten möchten; Auf 13 Bauten ruht die Arbeit gänzlich und in allernächster Zeit zwei Uhr erschien der Erwartete; Fleury stürzte sich auf ihn wir wollen nicht die Anwendung von Gewalt, sondern Freiheit der wird dieser Fall auf weiteren 128 Bauten eintreten. Sonderbar, und schoß mit einem Revolver auf ihn. Die Kugel ging fehl. Der Bewegung, damit wir uns versammeln und lernen und unsere Or- daß jetzt die Herren Baumeister und Bauunternehmer ſehr ſtiff sind, Leiter des Nachrichtendienstes stürzte sich auf den Attentäter und ganisation vollenden können. Wir müssen dafür sorgen, daß das, während sie doch bei dem eben verflossenen Maurerstreit nicht genug was gestern nichts war und heute etwas ist, morgen viel sein möge, über den Terrorismus der Arbeiter zetern konnten. Im stillen packte ihn an der Gurgel. Beide fielen zu Boden. Herbeieilende bis wir zur vollen Entfaltung unserer Stärke und zur vollen Be- ballen freilich die Herren auch die Faust in der Tasche wegen des Wachmannschaften verhafteten das Individuum. Man hält ihn für friedigung unserer Ansprüche gelangen." Das Meeting schloß mit materiellen Schadens, den sie doch auch bei der ganzen Sache haben. geistestrant. einem Hoch auf die Vereinigung aller Arbeiter und auf die spanische Wegen Streifvergehen wurde vom Dresdner Landgericht der Socialistenpartei. Maurer Golissa zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Er soll arbeitsweilige polnische Maurer poluische Schweine, Lumpen, Polizeiliches, Gerichtliches usw. Wasserpolacken, Streifbrecher, denen man die Knochen zerschlagen Dret Presprozesse. In voriger Woche erhielt der Redacteur müßte, die Hiebe verdienen, geschimpft haben. Der Angeklagte gab Genosse Lebius von der Rhein- Westf. Arbeiterztg." 10 Mart das ihm zur Last gelegte im wesentlichen zu, entschuldigte sich damit, Geldstrafe, weil er die Schalter Polizeibehörde beleidigt haben daß er betrunken und über das Verhalten der Betreffenden erregt sollte. Denselben Artikel hatten in weit schärferer Form auch die und gereizt gewesen sei, was vom Gericht auch strafmildernd" an dortigen bürgerlichen Blätter gebracht, ebenso wie die Köln. 3tg.". erkannt wurde. Ernst waren die dummen Aeußerungen natürlich In der Verbandlung wurde diese Thatsache erwähnt und einer dieser nicht gemeint, es hat sich auch niemand dadurch von der Arbeit abArtikel vorgelesen. Die bürgerlichen Blätter sind aber natürlich nicht halten lassen. angeklagt worden. Am Sonnabend wurde Lebius zu drei Wochen Gefängnis verurteilt. Er soll den Vorstand der Gelsenkirchener Bergwerks- Aktiengesellschaft beteiligt haben. Als nämlich am 22. Mai d. J. ein Denkmal für die Opfer der Katastrophe Internationale Arbeitgeber- Vereinigung. In der letzten New York, 25. September.( Meldung des Reuterschen auf Zeche Zollern" in Kirchlinde enthüllt wurde, bemerkte die Rh. Woche fand in Malmö in Schweden eine Versammlung des Westf. Arb.- 8tg." hierzu, daß dies freilich billiger sei als die Schuß schwedischen Baumeister Verbandes statt, zu dem Bureaus".) Wie dem New York Herald" aus Buenos Aires gevorrichtungen unter Lage zu vervollkommnen. Hierin wurde die Delegierte aus allen schwedischen Städten und auch einige aus den meldet wird, ist in Catamarca ein gegen die Provinzialregierung Beleidigung gefunden. Es mag an die Ursache des Massemunglüds anderen skandinavischen Ländern anwesend waren. Dieser Berjamm gerichteter Aufstand ausgebrochen. Den Behörden gelang es jedoch erinnert sein. Die Schachtzimmerung war inochentroden und strich lung wohnte auch der Bautischlermeister Herr Rostrup als nach einem Gefecht, bei welchem 7 Personen getötet und 12 ver In diesem feuer- Vorstand des dänischen Arbeitgeber Verbandes bei. Er hielt wundet wurden, die Ordnung wieder herzustellen. weise vom herabtropfenden Del durchträuft. Verantwortlicher Redacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.[ Hierzu 2 Beilagen und Unterhaltungsblatt. Die Kommission. Unternehmer- Verbände. Lehte Nachrichten und Depelthen. Paris, 25. Sept.( B. S.) Heute nachmittag 2 Uhr fand die Ueberführung der Leiche des verstorbenen Senators ScheurerKestner statt. Zahlreiche hohe Persönlichkeiten, darunter der Präsident des Senats, mehrere Minister, der ehemalige Ministerpräsident Brisson u. a. wohnten der Zeichenfeier bei. Auf dem Ostbahnhofe angekommen, wurden mehrere Reden gehalten, und zwar im Namen des Senats, der republikanischen Vereinigung, der Gesellschaft der Chemiker, der Elfaß Lothringer, der republikanischen Jugend und der Freimauer. unter den zahlreichen Kranzspenden ist auch diejenige des Fürsten bon Monaco hervorzuheben mit der Inschrift:" Dem Ehrenmanne. Fürst von Monaco." A Belgrad, 25. September.( B. H.) Infolge des außerordentlich ftrengen Urteils, das heute im Attentateprozeß gefällt wurde, herrscht hier allenthalben große Erregung; die Truppen sind konfigniert. 39 # 3 and Nr. 225. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 26. September 1899. Generalversammlung des Vereins für Socialpolitik. " gebrochen werden. Wertstätten politit, nicht Handwerks, wünschen. Darum geben sich die Hausbefizer jetzt nicht mehr damit. Fabrits und Hausindustriepolitit sollte getrieben werden. zufrieden, daß vom Freifinn aufgeftelte Kandidaten, wenn sie in Für jede Werkstatt müßten Bestimmungen über Dauer der Arbeit, den Wählerversammlungen über ihre Stellung zu den Wünschen des Breslaut, den 25. September 1899. Beschäftigung von Kindern usw. getroffen werden. Ebenso follten Sausagrariertums egaminiert werden, die bündige Zusicherung abHeute vormittag wurde im Saale des Landeshauses der Proving Borschriften erlassen werden, die sich mit den Arbeitsverträgen begeben, die Jnteressen bes Grundbesizes nach Kräften vertreten zu Schlesien die Generalversammlung des Vereins für Socialpolitit schäftigen. Dann muß die Festsetzung von Mindestlöhnen unter geben, die Interessen des Grundbesitzes nach Kräften vertreten zu eröffnet. Die Beteiligung der interessierten Kreise ist eine sehr starke, Mitivirkung von Arbeitern und Unternehmern gefeßlich herbei wollen. Selbst das genügt ihnen nicht mehr, daß so ein Herr besonders sind die namhaftesten Lehrer der Volkswirtschaft der ver geführt werden. Die Frage, ob die beteiligten Industrien gelegentlich feinen Examinatoren erklärt, er sei ja selber Hausschiedensten deutschen, sowie außerdeutschen Universitäten vertreten, babei bestehen können, tommt erst in zweiter Reihe. was befizer, er werde sich schon nicht in sein eigenes Fleisch schneiden. u. a. Geheimrat Schmoller, Professor Lujo Brentano, Sombart, nügt ein Wettkampf einer Exportindustrie um die Lieferung Sie wollen birette Hausbesiger Kandidaten, die ihr Philippovich- Wien, Cohn- Göttingen 2c. Weitere Teilnehmer find billiger Uniformen für ägyptische Soldaten, wenn die einheinischen Mandat als mur von den Hausbefizern gegeben ansehen. Staatsminister a. D. b. Berlepsch- Berlin, die Abgg. Dr. Mar Hirsch, Arbeiter dieser Jndustrie dabei verhungern. Notwendig ist es, die Gothein- Breslau und Alexander Meyer- Berlin. Für die ver Heimarbeiter selbst mehr in die Bewegung zu ziehen; denn nur ihresgleichen auf unterfügung rechnen. Es giebt in Jm Grunde genommen dürften nun die Hausbefizer nur bei schiedenen Behörden find als Vertreter erschienen der Oberpräsident unter ihrer thätigen Beihilfe ist eine Hebung ihrer Lebenslage zu der That taum noch einen Stand", der sich in weitesten Kreisen von Schlesien, Fürst Hapfeldt, der Breslauer Oberbürgermeister erwirken. Dazu brauchen wir Agitation, die nicht Aufgabe unseres Bender und die Geheimräte Dr. Lehen und Thiel als Abgesandte Vereins sein kann, aber der man nicht entgegentreten sollte, auch der Bevölkerung so geringer Sympathien erfreut, wie die Berliner des Ministeriums für Handel und Gewerbe und des Landwirtschafts- wenn sie einmal etivas lebhaftere Formen annimmt.( Beifall.) Hansagrarier. Trozdem haben sie es versucht, sich für ihr gemeinministeriums. In der Diskussion nimmt zunächst Staatsminister a. D. Freischädliches Treiben eine Hilfstruppe zu schaffen. Seit einigen Auf der Tagesordnung stehen Vorträge über: 1. Die Hausherr von Berlepsch das Wort. So weit die Hausindustrie Jahren spielen sie den Stetter" bes sogenannten Mittelindustrie und ihre gefebliche Regelung; 2. die Lage des Hauster- bie Löhne herabdrücke und die Produktion minderwertiger standes, zu dem sie nebenbei bemerkt selber zu gehören gewerbes und 3. Entwicklungstendenzen im modernen Detailhandel. Waren fördere, sei fie gelviß nicht wünschenswert. Daraus folgt behaupten. Sie unterstützen die Handel und GewerbeIn einer gestern stattgehabten Ausschußsizung wurde beschlossen, aber noch nicht ein gesetzliches Verbot sämtlicher Heimarbeit. Ein treibenden in ihrem Kampfe sowohl gegen die großen und zunächst von Vereins wegen die Wohnungsfrage zu behandeln Teil der Hausindustrie habe sicher feine Eristenzberechtigung, so die Die heutige Plenarsigung wurde von Schmoller eröffnet und dieser im Eichsfeld, wo eine ganze Familie wöchentlich nicht mehr als sechs größten Händler, die in ihren stolzen Warenhaus Palästen zum Vorsitzenden, zu Beisigern Kommerzienrat Wobsty- Breslau und bis acht Mart verdiene oder die Weberindustrie im Eulengebirge, thronen, als auch gegen die kleinen und kleinsten Händler, die Professoren Gierte- Berlin und Brentano- München gewählt. In die dem Heinarbeiter nur einen Wochenverdienst von 4. die ihr ganzes bißchen Kram auf einem Karren mit sich führen und seiner einleitenden Rede erörterte Geheimrat Schmoller zunächst einbringt, wie er auf Grund einer Enquete noch zur Zeit auf der Straße an den Mann zu bringen suchen. Nieder mit die Bestrebungen und Ziele des Vereins für Socialpolitit. Der feiner Ministerthätigkeit festgestellt habe. Immerhin werde man sich den Warenhäusern!" und Fort mit dem StraßenVerein, im Grunde eine Publikationsgesellschaft, zähle sämtliche noch auf längere Zeit mit der Thatsache des Bestehens solcher Haus handel!" lautet der Kriegsruf der Hausagrarier, Nationalökonomen Deutschlands zu seinen Mitgliedern. Die Ver industrien abfinden müssen. Ob die Hausindustrie au oder ab Viele von den Handel- und Gewerbetreibenden, die es noch nicht öffentlichungen des Vereins stellen ein wertvolles Material dar und seien genommen hat, ist schwer zu sagen. Selbst die Statistit der Berufs- felber zu einem Warenhause gebracht haben und andererseits noch geeignet, die Gesetzgebung in socialpolitischer Beziehung erheblich zählung täusche da oft erheblich. Ein sehr bedeutender Prozentzu beeinflussen. Und darauf sei das Bestreben des Vereins in fatz der Bevölkerung ist aber jedenfalls in der Hausindustrie be- nicht bis auf den Warenkarren zurückgekommen sind, begrüßen die crfter Linie gerichtet. Lassalle habe einmal geschrieben: Der Stoff schäftigt und der größte Teil der Heimarbeiter befindet sich in vermeintliche Hilfe der Hausbefizer mit großer Freude. Sie sehen ohne Gedanken habe immer noch einen gewissen Wert, der Gedanke ohne schlechtester Lage. Was kann nun geschehen, um die oft trassen un- nicht, daß die Hausbefizer sie nur deshalb gegen die WarenStoff, d. h. ohne grundlegendes Material, sei nur Chimäre. Der menschlichen Zustände in der Hausindustrie zu bessern? Redner hält häuser wie gegen den Straßenhandel in Schutz nehmen, weil Verein habe sich je nach den Umständen einmal zu den Forderungen ein vorsichtiges und auf das das äußerste Maß beschränktes fie selber sich nicht ein bisher recht einträge der Arbeiter, dann wieder zu denen der Unternehmer in Gegensatz Eingreifen der Gesetzgebung selbst da für erforderlich, wo es fich um liches Ausbeutungs objett entreißen lassen Stellen milffen. Redner bezeichnet bezeichnet die Unternehmer als ein Eingreifen in das Familienleben handelt. Kinder unter zehn möchten. Wer ist es denn, der dem Handel und Gewerbe Offiziere der Volkswirtschaft, die aber im Tagestampfe Jahren dürften überhaupt nicht beschäftigt werden, bei älteren treibenden den Kampf um seine Existenz am meisten erschwert? für ihre Intereffen eintreten und oft bie objektive Kindern fei freilich eine mäßige gewerbliche Beschäftigung von geordert ihm nicht der Hauswirt von dem Ertrag Würdigung der Verhältnisse vergessen, so daß der Berein wissem pädagogischen Wert. Generelle gefeßliche Bestimmungen seien " " Der nicht mitgehen könne. Ganz ähnlich aber sei die Stellung nicht am Blaze, die Gesetzgebung müsie hier specialisieren. Ge- feiner Arbeit einen Tribut ab, der, sobald ein Geschäft des Vereins zu den Arbeitern und der Arbeiterbewegung. Wir besundheits- und Wohnungspolizei müßten natürlich zu scharfen einigermaßen zu gehen anfängt, fort und fort gesteigert kämpfen entschieden die Irrlehren der Socialdemokratie, fagte Redner, Waffen gegen die Mißstände in der Hausindustrie greifen. wird? Da liegt fo ein Hausbesiger ben lieben, langen Tag zum aber wir anerkennen gern, daß sich unter den Arbeitern und ihren Die Wohnungsfrage fei längst für ein gefegliches Ein- Fenster hinaus, sieht mit schmunzelndem Behagen zu, wie unter ihm Führern tichtige, fehr befähigte und ideal gerichtete Männer befinden, greifen reif. Sehr wichtig sei die Ausübung der Kontrolle. Hier die Kunden ein- und ausgehen und macht sich seinen Ueberschlag, und daß die von ihnen mitbewirkte geistige Hebung der Arbeiterklasse zu könnten vielleicht Hausbesizer und Lehrer zur Mithilfe herangezogen was das Geschäft wohl einbringen mag. Merkt er, daß die Zahl den schönsten Erscheinungen der neudeutschen Geschichte zählt. Wir be- werden. Aber vor allem müßten die Arbeiter zur Besserung ihrer der Kunden allmählich wächst, da fegt es fofort beim nächsten Abflagen wohl die in diesen Kämpfen offenbarte leidenschaftliche Erregung, Lage beitragen; hier biete besonders die preußische Gesetzgebung den lauf des Kontraktes eine gepfefferte Mietssteigerung. aber wir erklären sie uns auch. Jutereffen- Vertretungen zeigen Arbeitern und vor allem den Arbeiterinnen große Hindernisse. Frauen immer Leidenschaft und Bucht und große Bewegungen werden nie dürften politischen Vereinen nicht angehören, rein gewerkschaftliche Hausbesitzer hat zwar nicht das geringste dazu beigetragen, ohne ein gewiffes Maß Leidenschaft durchgeführt. Wir aber wollen Dinge würden für politisch erklärt. Bollste Koalitionsfreiheit den Ertrag des Geschäftes zu erhöhen, aber er fagt sich:" Der Sterl abseits als leidenschaftslose objektive Beurteiler stehen. Und weil sei also geboten. Das Koalitionsrecht der Arbeiter sei tamn zahlen, er verdient ja genug!" und der Geschäftsmann muß wir den Tagestämpfen fernstehen, spricht die Wahrscheinlichkeit dafür, das wichtigste und beste Mittel, die Lebenshaltung der Arbeiter zu zahlen, wenn er nicht den erst durch ihn bei dem Publikum in guten daß, von einzelnen Irrtümern abgesehen, wir doch befähigt find, heben. Es dürfe deshalb in feiner Weise beeinträchtigt werden. Ruf gebrachten Laden einem Konkurrenten eingeräumt sehen will, die Entwidlung richtig erkennen und beurteilen und praktische Gerade bei der Hausindustrie spiele ja die Hebung der Lebens- der, wo er selber mühevoll gesät hat, mühelos zu ernten Tommt. Matschläge erteilen zu können. In der Gegenwart weht für sociale haltung eine so große Rolle, deshalb müsse man für die Koalitions- und so steigert der Hauswirt bei jedem neuen Termin, und der Reformen allerdings fein guter Wind. Den Pessimisten unter uns freiheit fämtlicher Heimarbeiter mit allen Sträften eintreten.( Lang- Geschäftsmann, der Handwerker fügt sich jeder neuen Steigerung, ist es besonders schmerzlich, daß eben jest wieder das Koalitions- anhaltender, sich wiederholender Beifall.) recht der Arbeiter durch Angriffe bedroht ist. Doch darüber Fabrikbefizer Stauffmann- Tannhausen giebt im allgemeinen bis er ruiniert ist. Das nennt man denn Hausbestgerliche haben wir heute nicht zu verhandeln. Das aber will Redner sagen: die schlechte Lage der Hausweber zu, besser gehe es nur denen, die Mittelstandsrettung! Wir halten die Monarchie für einen Grundpfeiler unserer auch ein bißchen Ackerwirtschaft treiben. Er wendet sich gegen den Wehe den Handel und Gewerbetreibenden, Entwicklung und warnen vor der Revolution, wir betonen aber ent- Vorschlag, die Arbeiterschutz- Gesetzgebung auf die Heimarbeit aus- wenn es den Vorkämpfern des Hausagrariertums, den offenen und schieden, daß ohne ständige und durchgreifende sociale Reform die zudehnten und fordert freiere virtschaftliche Entwicklung für die In- den verkappten, gelänge, in der städtischen Verwaltung noch mehr Zukunft unseres Vaterlandes, ja der ganzen Kultur schwer bedroht dustrie. ericheint. Wir treten für solche Reformen ein und sehen deshalb erEinfluß zu bekommen, als sie bereits haben! Welche neue Lasten Nachdem noch eine Weile fortdiskutiert worden ist, werden die würden ihnen da aufgepackt, welche neue Entlasten den hobenen Angriffen und Verdächtigungen Gleichgiltigkeit entgegen. Verhandlungen geschlossen. Morgen kommt zunächst die Frage des Hausbesitzern bewilligt werden! Von einem Teil der großkapitalistischen Presse, die in solchen An- Haufiergewerbes zur Verhandlung. griffen Besonderes leistet, wird jede Arbeitervereinigung für socialdemokratisch und staatsgefährlich erklärt. Unter der Bezeichnung Kampf gegen den Umsturz sucht man jede noch so berechtigte Be strebung zu Gunsten der Arbeiter zu diskreditieren und zu unterbriden. Dem Redner persönlich ist jede Monarchie willkommen, die sein. Kommunales. = neben jegt, einer fleinen, Die Einführung einer Fahrschule, die besonders in Tierschuß Kreisen seit langem gewünscht wird, ist hauptsächlich wegen des Widerstandes des größten Teiles der FuhrZu den Stadtverordneten Wahlen. Bezüglich der im berren bisher nicht zu stande gekommen. Man möchte wirkliche Umsturzbestrebungen mit starker Hand niederhält. Aber die November stattfindenden Ergänzungs- und Neuwahlen zur Stadt- zwar meinen, daß gerade die Fuhrherren die Sache eifrig Drongjalierung von Millionen deutscher Arbeiter deshalb, weil sie verordneten- Versammlung herrscht infolge der Neu- Einteilung der unterſtügen müßten, weil sie doch wohl selber den Wunsch gewisse berechtigte Pläne zur Besserung ihrer Lebensverhältnisse ver- Wahlbezirke eine gewisse Unkenntnis darüber, in welchen Wahl- traute Leute zu bekommen. Das ist aber nicht der Fall. Die haben, möglichst tüchtige, mit ihrem Fach vollständig ver folgen, ist verwerflich. Solche Tendenzen find gefährlicher, als die bezirken Ergänzungs- und Neuwahlen vorzunehmen sind und welche Fuhrherren wehren sich geradezu dagegen, ein nur tüchtiges unausführbaren gutunftsträume der Socialdemokratie. Wir hoffen, Stadtbezirke zu den betreffenden Wahlbezirken gehören. Wir geben daher Personal zu bekommen. Und warum das? Darüber wurde in der daß unsere Regierungen jener extremen großkapitalistischen Richtung folgende Zusammenstellung. Es scheiden aus und find Ergänzungswahlen kein Gehör ſchenken werden, sonst würden Königtum und Beamten vorzunehmen in der III. Abteilung: Wahlbezirk II( Stadtbezirke 1-10) letzten Sigung des Deutschen Tierschutzvereins" vom Major a. D. schaft zu Mandatoren des Großkapitalismus werden müssen, der König Stadtverordnete Jordan, Wahlbezirk 3( Stadtbezirte 21-23, 25-30) Bagener eine recht interessante Mitteilung gemacht. Wenn eine würde nicht mehr roi des gueux, fondern ein König der Reichen Dr. Hermes, Wahlbezirk 6( Stadtbezirke 40-42, 50-53 und 56) Fahrschule geschaffen wird, dann fahren nicht mehr, wie Dann fäme eine geldaristokratische Regierungsform, die Stadtverordnete Försterling, Wahlbezirk 7( Stadtbezirke 54, 55, 57 auserlesenen Zahl tüchtiger schlechteste von allen. Aber an eine solche Gefahr glauben wir nicht, bis 68) Unſtein, Wahlbezirk 15( Stadtbezirke 109–118) olts Rutscher eine Menge von ungeeigneten Leuten, sondern nur die Socialpolitik der Jahre 1881-91 zerstreue diese Befürchtung. dorf. Wahlbezirk 16( Stadtbezirke 114-121) Herbig, Wahlbezirk 19 gut unterrichtete, brauchbare Kutscher, aber Der Verein für Socialpolitik bleibe auf dem Wege, den in jenen( Stadtbezirke 136-142) Rosenow, Wahlbezirk 20( Stadtbezirke 145 so sagt Herr Major Wagener dann Wagener die fahren Jahren die Reichsregierung wandelte.( Beifall.) bis 148, 150, 151, 201) Törmer, Wahlbezirk 21( Stadtbezirke 149, Das ist es, was die Fuhrherren fürchten! Sie brauchen auch mur mit guten Pferden und gegen guten 2ohn. Rach Bewillkommnungsreden des Oberpräsidenten Hapfelbt und 162-166): Wilte, Wahlbezirk 27( Stadtbezirke 184-188, 194, und verlangen ungeeignete Leute, weil die fich mit des Oberbürgermeisters von Breslau, Bender, tritt die General 195) Meißner, Wahlbezirt 30( Stadtbezirke 210-215, 255, 256) Sutter, niedrigen Löhnen begnügen und durch ihre Kons versammlung in ihre Tagesordnung ein. Wahlbezirk 33( Stadtbezirke 287-241, 248-244) Gießboit, turrenz auch den tüchtigen Kutschern die Durch Dr. Alfred Weber- Berlin referiert zunächst über die Haus- Wahlbezirk 38( Stadtbezirke 260-264, 277) Gleinert, Wahl- sezung von Lohnaufbesserungen erschweren. Ritt Wahl- urrenz industrie und be ihre gefegliche Regelung. Referent bezirk 46( Stadtbezirke 307, 308, 315-318) og therr, Wahl- meister a. D. von Plötz, der seit einer Reihe von Jahren für die erläutert einleitend den Begriff Hausindustrie und giebt dann einen bezirk 48( Stadtbezirke 319, 320, 322-324) für Jacobey Ersatz- Hebung der Fahrkunst agitiert, bestätigte die Mitteilungen des Majors Ueberblick über ihre Entwicklung. Nur in der Tegtilbranche ist die wahl. Neu zu wählen haben je einen Stadtverordneten: Hausinduſtrie zurückgegangen, ihre fortdauernde Lebensfähigkeit Wahlbezirk 26( Stadtbezirke 157, 160, 189-198), 28ahlbezirk 40 Wagener. Als die Kommission in Sachen der Fahrschule ihre Bes jei im übrigen ganz zweifellos. Ihre Daseinsbedingungen liegen( Stadtbezirke 278, 275, 276, 278, 805, 306), Wahlbezirk 43( Stadt- ratungen abhielt, habe ihm ein Fuhrherr gesagt:" Sie machen groenteils in lokalen Gruppierungen der Bevölkerung, jie gedeiht bezirke 200-292), Wahlbezirk 44( Stadtbezirke 298-298), 23ahl uns teure Leute!" Das ist für die Unternehmer allerdings dort wo Fabrikindustrie unmöglich ist, wie in Gebirgsgegenden, und bezirk 45( Stadtbezirke 299-301, 308, 804), Wahlbezirt 47( Stadt ein ausschlaggebender Grund; denn die wollen nur billige Leute. stellt die allerbilligsten Arbeitskräfte in ihren Dienst. Ein Kultur bezirke 309-314, 325, 326). staat hat kein Interesse an der Erhaltung der Hausindustrie, vielmehr da ein solches an ihrer Beseitigung, denn sie drückt die Lebensandid haltung der Arbeiter auf das tiefste herab. Der Beseitigung alapokales. der Hausindustrie stellen sich aber starke, wenn auch rudimentäre Interessen entgegen. Tropdem ist die Löfung des Problems nicht Achtung! Gesundbrunnen und Rosenthaler Vorstadt. Die ganz aussichtslos. Auch im Gebirge ist schon Fabritindustrie mögs Listen für die Stadtverordnetenwahlen liegen aus: Für den lich geworden. Eine energische Wohnungs- und Verkehrspolitik 38. Bezirk( Rosenthaler Vorstadt) umfassend die Stadtfommunaler Art. welche die ländliche hausindustriell beschäftigte Be- bezirke 260-264 und 277, bei Paul Haferlandt, Usedomvölferung in größere Nähe der großen Städte bringt, fann ebenfalls straße 9( Eingang Voltastraße im Laden), Restaurant. Für den Wandel schaffen. Redner schildert eingehender die bekannten, gefundheit 48. Bezirk Gesundbrunnen umfassend die Stadtbezirke 319-320 lichen Gefahren der Hausindustrie und verlangt entschiedeneres und 322-324, bei Wilhelm Gaßmann, Grünthalerstraße 65, gcjezgeberisches Eingreifen. Es fei Aufgabe der Gesetzgebung, dafür vorn parterre. 3 sorgen, daß nicht eine neue Generation in der geistigen und physischen Kellerluft der Hausindustrie aufwachse.( Beifall.) Der Kampf um das Note Hand Auf zum Kampf für Ordnung, Religion und Sitte! gu dem am 2. Oktober unter dem Vorsiz des Landgerichtsdirektors Denso beginnenden Prozeß gegen die Mitglieder des FalschspielerKlubs der armlosen sind einem hiesigen Blatte zufolge etwa 100 geugen geladen. Eine ganze Anzahl in Betracht kommender Personen find jedoch nicht aufzufinden. Dazu gehören nach dem erwähnten Blatte Herr v. Gersdorff, Lieutenant der Reserve im 11. Husaren- Regiment, dessen Mutter sogar den jezigen Aufenthalt des Zeugen nicht weiß, und Graf Schwerin, früher Lieutenant bei den 12. Dragonern. Graf Schwerin, der zur Kräftigung seiner angegriffenen Nerven lange Zeit in Monte- Carlo war, tauchte unlängst für kurze Zeit in Berlin auf und ist wieder verschwunden. Ein Baron Galy, ein Ungar, über dessen Adelsprädikat inzwischen gelinde Zweifel auf getaucht sind, behauptete seiner Zeit, an v. Sero cher und v. Kayser über 100 000 20. in barem Gelde verloren zu haben. Auch er ward Prof. Philippovich- Wien( Korreferent) will den vom Vor- wird auch von den Grundbesitzern diesmal mit besonderem nicht mehr gesehen! Graf Zech- Burtersroda, dessen rasende Ver redner etwas weit gefaßten Rahmen enger nehmen, um so prate Gifer geführt werden. Das Hausagrariertum hat zwar auch in luste in einem anderen Berliner Klub viel von sich reden machten, tischer zu wirken. Die Frage der Existenz- oder Nichteriſtenz früheren Jahren bei solchen Gelegenheiten niemals im letzten Treffen weilt in London und dürfte schwerlich der Verhandlung beiwohnen, berechtigung sei vorläufig kaum zu diskutieren, denn die Haus Dr. Kornblum, welcher bekanntlich der erste Denunziant im„ Berliner industrie würde noch recht lange bestehen. Hochentwickelte Industrien gestanden, aber die armen Berliner Hauspaschas, bie nach ihrer Tageblatt" war, ist ebenfalls verschwunden. Er soll in Brüssel gebedienen fich der Heimindustrie und unrichtig sei auch, daß die Versicherung so entsetzliche Not leiden müffen, haben in neuerer Zeit sehen worden sein. Auch die Adresse des Vicekonsuls Moos ist der Hausindustrie nur minderwertige Waren Herstelle. Vom Produktions- herausgefunden, daß ihre Interessen in der Stadtver- Behörde unbekannt. Befremden erregt auch, daß Gerichtsassessor fiandpunkt ist gegen die Hausindustrie nichts einzuwenden. Wir ordneten Versammlung immer noch nicht hins v. Mörs, welcher zuletzt am Amtsgericht in Charlottenburg be beschäftigen uns mit dieser Frage nur wegen der niedrigen Lebensreichend gewahrt werden. Sie wissen sehr wohl, daß schäftigt war, ebenfalls von der Vorladung nicht erreicht haltung der Heimarbeiter und der gesundheitlichen Gefahren die Stadtverordneten- Versammlung, bank der Haltung des größeren wurde. Es ist nicht anzunehmen, daß die Anklagebehörde der Hausindustrie. Gesetzgebung und Arbeiterorganisationen haben Teiles der Liberalen, schon so viel für sie gethan hat, daß auf diese Zeugen verzichten kann. Die hiesigen Garde Kavallerie für die Fabrikarbeiter gewirkt und dasselbe ist auch für die ihr zu thun fast nichts mehr übrig bleibt. Aber ein Berliner Regimenter dürften durch etwa 20 Offiziere vertreten fein; ein großes Heimarbeiter möglich. Damit könnten wir vorläufig schon zufrieden Der Hausbesiger bilbet, wenn regimenter. Auch„ Damen" werden ihr Zeugnis in dieser Sache Kontingent stellen auch die Dresdener und LeipzigerKavalleries sein. Den Begriff Hausindustrie zu definieren, ist nicht das wich Hausbesiger triegt nie genug. tigste, sondern Hilfe für die bedrückten Heimarbeiter, auch ohne wissen man den Worten diefer Leute glauben darf, ben Kern abzulegen haben, naturgemäß solche, welche zu den Angeklagten in schaftliche Definition des Begriffs. Da die Gesetzgebung die Heim- der Bürgerschaft, das Fundament des städtischen Gemeinwesens. näheren Beziehungen standen, und zwar Fräulein Lona Wectens, arbeit bisher als Nebenbeschäftigung behandelte, hat sich diese jeder Seine Wünsche müssen allen anderen Wünschen vorangehen, ja die Freundin Kröchers, welche eigentlich Huffinger heißt, Frau gefeglichen Stontrolle entzogen. Mit diesem Princip muß von Rechts wegen hat eigentlich überhaupt nur er etwas zu Frida Voigt, welche mit v. Kayser längere Zeit den Haushalt $ Antwort: : " " 0 Die französische Kunstausstellung im Akademiegebäude wird von Aus den Nachbarorten. Treptow- Baumschulenweg. Mittwoch ist bei Staffeldt, Baumschulenstraße 84/85, Generalversammlung des Vereins Vorwärts". Das Trümmerfeld der Explosion zu Rixdorf wurde am Sonntag von vielen Tausenden besucht. Die eigentliche Unfallstelle fonnte jedoch nicht besichtigt werden, weil Gendermen sie noch immer absperren. Um dem Einsturz vorzubeugen, hat man mehrere Mauern teilte, und Fräulein Marie Ulrich, die Geliebte v. Schacht| Müggelberge aufgegriffen wurde, noch in Haft. Bisher hat ihn widerspräche, müsse eine bessere Hautpflege treten. Profeffor. Dr. meyers und frühere frühere Angestellte einer hiesigen Bar. Der aber noch feiner der Beraubten als Mitthäter wiedererkannt. Voigt Bern gab ein Referat über die Statistik der Impffrage; er Oberkellner Montaldi, welcher öfter in dem Spielertreise als Die Nachforschungen nach den Mördern des Bildhauers Valen versuchte nachzuweisen, daß eine Impfung mit Kuhlymphe gegen Gelddarleiher figuriert und auch den Umzug der Gesellschaft aus tini find bisher vollständig erfolglos verlaufen. Seit Boden überhaupt keinen Schuß gewähre. Herr Sanitätsrat Dr. Billdem Central- Hotel ins Hotel Minerva mitmachte, verschwand an der Unthat ist nun schon eine volle Woche verstrichen, aber noch finger Hirschberg führte aus seiner Bragis eine große Anzahl Fälle scheinend mit großen Barmitteln gleich nach Schluß des Spiel- felten hat die Kriminalpolizei so wenig Anhaltspuntte auf, in denen angeblich durch die Impfung folgenschwere Krankheiten flubs. Er ist jetzt Maître d'hôtel im Grand Hotel Jotta in Genua. gehabt als diesmal. Nicht der geringste Anhalt ist dafür vorhanden, entstanden seien. Um 5 Uhr nachmittags wurde die Sigung, der Das Dienstmädchen Schachtmehers sowie der Kammerdiener Kröchers, in welchen Kreisen die Thäter zu suchen sind. auch zahlreiche Gegner, namentlich aber viele Aerate beiwohnten, auf deren Aussage viel ankommen dürfte, sind übrigens ebenfalls nicht zu ermitteln. Zu dem Morde in der Wilhelmstraße wird noch berichtet, daß geschlossen und auf Montagnachmittag vertagt. in Neuruppin zwei Männer, angeblich Italiener, als der Thäterschaft Orgelfonzert. Frau Marie Kornatis, Fräulein Wilma Enequist, der Die Sammelwut wird auch von Frau Fama zu den ab- verdächtig festgenommen worden sind und vorläufig in Haft ge- Cellist Herr Paul Treff und Herr Rob. Schwießelmann haben ihre Mitgeschmadtesten Sprüngen aufgestachelt. Kürzlich wurde in einem halten werden. Man ist noch dabei, über ihren Aufenthalt in wirtung beim Orgelvortrag des Herrn Musikdirettor Otto Dienel in der bestunterrichteten Lokalblatte mitgeteilt, daß der bekannte Klavier- Berlin alles zu erforschen, was sich nur ermitteln läßt. Bis jetzt Marienkirche am Mittwoch, den 27. September, mittags 12 Uhr, in Aussicht fabrikant Bech st ein einen bedürftigen Klavierstimmer, der 28 Jahre ist aber noch nichts gefunden, was zu ihrer Ueberführung dienen von Bach, Rheinberger und Dienel u. a. kommen zur Ausführung. Der geftellt. Duette, Psalmen, Arien mit Cellobegleitung, Orgelfompositionen lang in seiner Fabrik beschäftigt worden sei, unter der Bedingung fönnte. Wahrscheinlich ist es nicht, daß man in den beiden Männern Eintritt ist fret.schnigus Statet binadabl mit einem Klavier auf die Beine richten wollen, daß der alte Ar- die Thäter gefunden habe. beiter bis zum 1. April nächsten Jahres eine Million Zur Linderung der furchtbaren Schäden, die durch die Hochbenutter Straßenbahn Fahrscheine zusammenbringe. In der Valentinischen Mordsache teilt das Polizeipräsidium wasser- Katastrophe in Bayern entstanden sind, veranstaltet das Wie ein Mann, der viel Zeit haben muß, ausgerechnet hat, würde die folgendes mit: In der Valentinischen Mordsache hat ein Zeuge, Centralkomitee der Vereine vom„ Noten Kreuz" eine Sammlung, Mann, der viel Zeit haben muß, ausgerechnet hat, würde die Million Fahrscheine so viel wiegen, wie 27 Berliner Adreß der erst seit einigen Wochen in Berlin ist, folgendes befundet: über die das Nähere im Inseratenteil unseres Blattes mitgeteilt ist. Nicher, nämlich 370 Pfund. Es soll denn auch unter Menschen- In der Nacht vom 17. zum 18. b. Mts., nach 1 Uhr freunden mächtig gesammelt worden sein. Allmählich tauchten aber morgens, sei er von den Linden herkommend die Wilhelm Indem wir auf diese Bekanntmachung hinweisen, geben wir der straße hinab gegangen. Zweifel auf, ob es denn auch mit dem bedenklichen Fall von Bech- Männer aus einem Hause heraus auf sich zukommen sehen. sind, den menschenfreundlichen Zweck der Veranstaltung nach Kräften Hinter der Anhaltstraße habe er zwei Hoffnung Raum, daß auch unsere Leser, soweit sie dazu im stande steinscher Menschenliebe seine Richtigkeit habe. Ein Sammler wandte Er sei zwischen beiden hindurchgegangen. Hierbei habe er bemerkt, unterstützen werden. sich an den Fabrikanten um Auskunft und erhielt von ihm folgende daß der Größere mit Blut befleckt und besprigt gewesen sei und Auf Ihre heutige Aufrage teile Ihnen ergebenst mit, daß die zwar hätten sich die Flecken auf den Kragenpatten des Ueber- Donnerstag ab geöffnet sein. Für den öffentlichen Besuch von Angelegenheit mit der Million Pferdebahnbilleten" auf Erfindung ziehers, die Spriten auf dem weißen Hemde unterhalb einer blauen Donnerstag ab sind vorläufig die Stunden von 10 Uhr vormittags bis 9 Uhr beruht; es hat sich ein Wigbold einen schlechten Scherz erlaubt. Schleife befunden. Dies habe ihn veranlaßt, sich umzudrehen. Der abends in Aussicht genommen. Achtungsvoll C. Bechstein. Kleinere sei vorweggeeilt und sei er in dem Glauben, daß beide sich Feuerbericht. In der Nacht zum Sonntag wurde die FeuerDiese Antwort ist recht verständig und wird die Sammler im Tanzlokal geschlagen hätten und nun nochmals schlagen würden, wehr mehrfach in Anspruch genommen. Reinickendorfer hoffentlich veranlassen, den nicht besonders appetitlichen Sport ein- ihnen gefolgt. Vor der Anhaltstraße habe der Große etwas in die it raße 14 brannte eine Werkstätte, während Urbanftr. 65 ein zustellen. Wenn es richtig ist, daß der reiche Klavierfabrikant einem Brufttasche des Ueberziehers stecken wollen. Bei diesem Versuche sei Küchenbrand abzulöschen war. Zimmerbrände mußten Neue armen, ein Menschenalter hindurch von ihm ausgenugten Arbeiter ein Gegenstand flirrend zu Boden gefallen. Hoch str. 25, Naunynstr. 70, Georgenkirchstr. 53 und mit einem Inſtrument aufhelfen will, so wird er solches gewiß nicht Gegenstand aufgehoben und ein am Kopfe umgeschlagenes Brecheifen verursachte einen Alarm nach der Lothringerstraße. Bevor der Große sich noch gebückt, habe er, der Zeuge, den Bossenerstr. 53 beseitigt werden. Ein brennender Strohwagen thun, indem er die halbe Stadt rebellisch macht. Er wird sich in diesem Falle des bekannten Bibelwortes erinnern: Laß' Deine rechte in Händen gehabt. Der Verlierer habe sich ebenfalls gebückt und Hand nicht wissen, was Deine linke thut. aus seiner Hand das Eisen in Empfang genommen. Bei dieser Gelegenheit habe er ferner gesehen, daß der Mann auf der Ueber die Erfolge der Behandlung von Lungenkranken linken Backe einen frisch blutenden Riß oder einen aufin den beiden Heimstätten der Stadt Berlin bringt der in geschmierten, bon oben nach unten gehenden Blutstreifen Blankenfelde thätige Arzt Dr. Elfan einen interessanten Ueberblick in gehabt habe. Er habe dem Betreffenden das Eisen mit den Worten der Deutschen Medizinal- Beitung". Die Heimstätte in Malchow ist Sie find wohl Schlächter?" zurüdgegeben, eine Antwort aber nicht für Männer, die in Blankenfelde für Frauen bestimmt. Bei der erhalten. Aufnahme in die städtischen Heimstätten erfolgt danach keine so Die beiden Personen seien, der Kleinere immer voraus, die strenge Auswahl wie bei den sogenannten Boltsheilstätten. Der Wilhelmstraße in die Höhe, dann die Linden entlang, in stüßen müssen. 3wed ist vor allem, die Patienten wieder erwerbsfähig die Friedrichstraße hinein und nach dem Oranienburger Thor zu ge- Friedenau. Zu einem Konflikt in der Gemeindevertretung zu machen. Es finden sich daher viele, die wegen zu weit gangen. Beim Bassieren des Bahnhofs Friedrichstraße habe führte der Antrag der Bepflanzungskommission auf teilweise vorgeschrittener Erkrankung zur erfolgreichen Behandlung nicht die in der Bahnüberführung befindliche Uhr zwei oder drei Mi- Entfernung von Bäumen in verschiedenen Straßen". mehr geeignet sind, bei denen es von Anfang an ausnuten über 13/4 Uhr gezeigt. Am Oranienburger Thor sei der Kleinere von mehreren Seiten wurde betont, daß die Bäume auf den geschlossen war, die Erwerbsfähigkeit auch nur für furze Zeit auf die andere Straßenseite hinübergegangen und habe sich in die Straßen viel zu dicht ständen und ihren Bestimmungen nicht entwiederherzustellen. Die Zahl derselben beträgt 1347; es sind Einfahrtsnische eines Hauses in der Chauffeestraße gestellt. Hierhin sprächen. Im Sommer sei es dunkel und im Winter hell; man das 56,1 Proz. Ungeeignete. Dennoch kann man im Hinblic sei der Große ihm gefolgt. Er habe noch bis 21/4 Uhr bekomme nichts vont Himmelslicht zu sehen und wohne deshalb wie auf das so sehr ungünstige Material mit den Ergebnissen wohl zu an der Normaluhr beobachtend gewartet, dann angenommen, in einer Berliner Mietstaserne. Der Gemeindevorsteher erklärte, daß frieden sein; dann entlassen wurden: als sehr gebessert 42,8 Proz., daß beide in das Haus gegangen feien und sich durch die Elsasser er zu einer solchen Maßnahme nie seine Zustimmung geben würde. als gebessert 42, als nicht gebessert 14,6, und gestorben find nur straße nach seiner Wohnung begeben. Am nächsten Vormittage Diese Bäume gewährten Schutz gegen Sonne und Regen. Er jei leztens 0,6 Proz. Als sehr gebessert" gelten diejenigen, welche an den habe er in der Friedrichstraße durch ein Extrablatt an beim Gewitter ohne Schirm vom Amt trocken nach Hause gekommen; die Lungen nichts Krankhaftes mehr erkennen lassen und die in Privat- dem Wagen eines Händlers Kenntnis bon dem Morde Lauterstraße würde er bei Sonnenschein nicht passieren. Er als Ge Lungenheilanstalten als geheilt" bezeichnet zu werden pflegen. in der Wilhelmstraße erlangt, sich dorthin begeben und dann meindevorsteher müsse auch die Interessen der Mieter vertreten, und Gebessert" nennt man diejenigen, an denen der Krankheitsprozeß in festgestellt, daß die von ihm bezeichneten Personen aus dem Hause wolle nicht den Fluch der Nachwelt auf seine Schultern laden, denn den Lungen einen Stillstand erreicht hat, oder bei denen doch die Nr. 118, vor dem jetzt zwei Schutzleute Bosten gestanden hätten, ihm würde man später die Schuld geben. Alls nach mehrstündiger Erwerbsfähigkeit für längere Zeit wiederhergestellt ist. herausgekommen seien. Der Zeuge beschreibt diese Personen wie Debatte der Kommissionsantrag zur Annahme gelangte, wurde vom folgt: Gemeindevorsteher der Beschluß auf Grund des§ 88 der Land1. Der Kleinere mittelgroß mit dunklem Jackettanzug und gemeinde- Ordnung be an standet. Sollte bis zur nächsten Sizung schwarzem, weichen Hut. eine Verständigung nicht erzielt werden, so muß sich der Kreis2. Der Größere: Alter etwa 30 Jahre, auffallend groß( 1,80 bis ausschuß mit der Baumfrage" beschäftigen. 1,85 Meter) und kräftig, schniales blaffes Gesicht mit stechendem Blick, langer Nase, dunkelblondem ziemlich starkem Schnurbart, Eine folgenschwere Gasexplosion hat am Sonnabendabend Daß ein solcher Hungerlohn angeboten werden kann, beweist, die Enden aufwärts stehend. An der rechten Bade einen in Potsdam im Hause Nauener Kommunikation 33, Ede Bassinplay, wie schlimm es heute im Kaufmannsberuf aussieht und wie not frischen blutigen Riß oder einen blutigen von oben nach unten stattgefunden. Das Haus gehört dem Musiklehrer und Organisten wendig es für die Angestellten ist, gegen solche Zustände in der gehenden Streifen. Kleidung: Modefarbener Sommerüberzieher, Pietsch, welcher dasselbe erst fürzlich neu ausbauen und mit GasOrganisation anzufämpfen, aber in einer Organisation, die sich ihrer schwarzer, weicher Hut, blaue Kravatte in Schleifenform, weißes leitung versehen ließ. Bauarbeiter waren am Sonnabend noch dort Aufgabe yall bewußt ist und nicht ihre Kraft darin erblickt, als Vorhemde. thätig und diese haben vielleicht den Haupthahn der Gasleitung Radaut des Dreschgrafen sich hervorzuthun, wie es vor kurzem Schwere Brandwunden erlitt der Schuhmachermeister Her- konnte. nicht verschlossen, so daß das Gas auf die Korridore ausströmen gegenü bem Centralverband der Handelsangestellten in einer Ber- mann Bischoff, Moritstr. 11, bei einem Wohnungsbrande, der Montag ihrer Mutter gegen 7 Uhr den Flur betrat, erfolgten hintereinander Als nun Frl. Pietsch mit brennendem Licht in Begleitung uzu Tage trat. mittag dort zum Ausbruch kam. Während eine sogenannte Auspuz brei gewaltige Detonationen. Fräulein Pietsch nebst Mutter Der feinere Spielzirkel", über dessen skandalöses Treiben lampe auf dem Arbeitstische brannte, bestieg B. einen Schuster wurden zu Boden geschleudert und erhielten erhebliche Brandwunden in der Sonntagsnummer berichtet wurde, befand sich im Hause schemel, um von einem Regale einen Gegenstand herabzunehmen. Hindersinstraße 14 und war unterhalten von der Witwe des Der Stuhl geriet ins Wanten und B. griff nach dem Regal, um sich und Verletzungen durch Holz und Glassplitter an den Armen und im Gesicht. Durch den Luftdruck waren Hausthür- und Fensterim Hannoverschen Spielerprozeß welthistorisch gewordenen ollen zu halten. Hierbei wurde eine gefüllte Spiritusflasche herabgerissen, scheiben zersplittert und teilweise bis über den Straßendamm ge ehrlichen Seemanns. Wenn ein Blatt berichtet, daß der aus die an der Lampe explodierte, so daß sich der Spiritus auf B. ergoß. diesem Falle entstehende Prozeß für eine Anzahl vornehmer und Auf die Hilferufe tam Frau B. herbei, die ihrem Mann sofort Deden flogen, wo ein vorübergehender Arbeiter von ihnen derartig verlegt vornehmster Tagediebe recht peinlich werden dürfte, so ist eine solche überwarf und dadurch das Feuer erstickte. Ein zufällig am Hause wurde, daß er zur Entfernung der Splitter das städtische KrankenHaus aufsuchen mußte. Nachricht wohl nicht sehr ernst zu nehmen. In Kuppeleiprogeffen vorübergehender Feuerwehrmann eilte die Treppe empor und begann feineren Kalibers dringen die Namen der kompromittierten die Löschungsarbeiten, noch bevor die alarmierte Feuerwehr heran- Ueber einen noch ungefühnten Mord in Spandau machte Wollüstlinge niemals in die Oeffentlichkeit. rückte. Diese beseitigte dann den Wohnungsbrand schnell und sorgte der 50jährige Sattler Jablofta im Zustand der Trunkenheit in Von einer systematischen fortwährenden Hochschraubung für vorläufige Verbindung des start verbrannten B. Spandau so genaue Angaben und rühmte sich damit, daß er den der Arbeitslöhne spricht der Lurus- Möbelfabrikant Herr G., Brandstiftung wurde bei einem Kellerbrand konstatiert, der in Thäter kenne, so daß er verhaftet wurde. Es handelt sich um die Reichenbergerstr. 57, in einem Cirkular, in dem er seiner Kundschaft der Nacht zum Sonntag Prinzenallee 70 zum Ausbruch kam. Es Ermordung einer wohlhabenden Frau, der Witwe Vogeler. Jabloffa, anzeigt, daß er vom 1. Oktober d. J. ab den Preis seiner Fabrikate zeigte sich, daß sowohl die Thüren der Kellerverschläge, wie auch ist, hat sich, wie inzwischen ermittelt worden, auch zur Zeit des um 5 Prozent erhöhen muß. Er begründet seine Mehrforderung aufgeschichtetes Papier und Backmaterial mit Petroleum begossen Mordes in Spandau aufgehalten. Man ist gespannt darauf, zu wie folgt: Veranlassung hierzu ist die schon seit langem anhaltende war, während eine gefüllte Petroleumkanne, auf deren Explosion erfahren, in welchem Zusammenhang der Verhaftete mit jener noch Breissteigerung sämtlicher Rohmaterialien, sowie die systema- gerechnet war, in der Nähe stand. Glücklicherweise konnte das tische, fortwährende Hochschraubung der Arbeits- Feuer noch im Entstehen abgelöscht werden. Der Thäter ist bisher immer in tiefes Dunkel gehüllten Blutthat steht. Töhne." Schade, daß von diesem systematischen, fort- nicht ermittelt. In Köpenick ist eine Ersatzwahl zur Stadtverordneten- Verwährenden hochschrauben ihrer Löhne die betreffenden Fener in der Kirche alarmirte gestern vormittag einen großen sammlung erforderlich, da unser Parteigenosse Stadtv. Richter am Teil der Feuerwehr. Kurz nach 11 ühr sah der Kirchendiener der 1. Oktober nach Berlin zieht. m Steller hatte ein Holastoß Feuer gefangen. Es gelang der Kindern in gewerblichen Betrieben ist nun auch für den Umfang Philippus Apofteltirche Rauch aus dem Kellerraume herausdringen. Eine Polizeiverordnung über die Beschäftigung von Feuerwehr bald, des Feuers Herr zu werden. des Amtsbezirts Pankow unter Zustimmung der Gemeinde Verleitung zum Diebstahl. In der Vossischen 8tg." stand dieser Tage folgende Anzeige:„ Wir suchen für unser WeißwarenFabrikationsgeschäft energischen zweiten Expedienten. Anfangsgehalt 40-45 Mark Adressen unter W. K. 35 in der Expedition dieser Beitung." Ser Straßensperrung. Die Wallnertheaterstraße von der Blumenbis zur Ifflandstraße, einschließlich des halben Dammes vor dem Grundstück Wallnertheaterstraße 34, wird behufs Asphaltierung von heute ab bis auf weiteres für Fuhrwerte und Reiter gesperrt. Arbeiter so wenig erfahren haben. Schamhaftigkeit am Alexanderplatz. An den Säulen prangt jegt ein Blafat für die französische Kunstausstellung der Akademie der Künste. Dieses war anfänglich von der Polizei verboten worden, weil das darauf abgebildete junge Weib mit entblößtem Oberkörper Einen Fluchtversuch machte am Sonntagnachmittag der vertretung als des Amitsausschusses erlassen worden und wird soeben erschien. Eine persönliche Beschwerde wurde von einem Polizeirat Handelsmann Wilhelm Winkelmann, der unter dem Verdacht eines vom Amtsvorsteher veröffentlicht: Sie beſtimmt folgendes:§ 1. abgewiesen. So mußte der Künstler auff den trefflich gelungenen Pferdediebstahls verhaftet wurde und sich als Polizeigefangener in Kinder vor vollendetem 8. Lebensjahre dürfen mit gewerblichen Darstellung, verzichten und die schönen Formen seiner Frauen- der Charité befindet. Winkelmann wurde vom Pförtner festgehalten Arbeiten irgend welcher Art nicht beschäftigt werden.§ 2. Schulgestalt in ein Gewand einhüllen. Die Nacktheit ist bekleidet, die und zurückgeführt. pflichtige Kinder dürfen in der Zeit von 8 Uhr abends bis 6 11hr Sittlichkeit gerettet! Der verhaftete ehemalige Bankier Max Arendt ist von vormittags nicht zum Austragen von Backwaren, Milch, Zeitungen oder Ein verwegener Fluchtversuch, aus der Moabiter Straf- feiner Verlegung, die er sich mit dem Radiermesser beibrachte, so anderen Gegenständen, zum Segelaufsetzen oder zu sonstigen Verrich Als die Nachtpatrouille ihre Tour ging, hörte sie plöglich am Boden werden konnte, wenn er auch noch immer den„ wilden Mann" spielt. beschäftigt werden.§ 3. Schulpflichtige Kinder dürfen in Schankanstalt hat sich, wie nachträglich bekannt wird, kürzlich ereignet. weit wieder hergestellt, daß er aus der ärztlichen Pflege entlassen tungen in Schankwirtschaften verwandt, sowie von 10 Uhr abends bis eines Spazierhofes lautes Stöhnen und Wimmern. Beim Näher- Er ist daher gestern morgen von der Charité nach dem Untersuchungsstätten zur Bedienung der Gäste mit Speisen und Getränken nicht verwendet tommen fand die Patrouille dafelbft einen der Sträflinge vor, der gefängnis übergeführt worden. Ein Kriminalkommissar und ein einen Ausbruch aus der Anstalt versucht hatte, dabei aber ver- Kriminalschußmann legten ihm vorsichtshalber Fesseln an und werden.§ 4. Vorstehende Bestimmungen(§§ 1-3) finden keine Anwendung auf die Beschäftigung von Kindern im gewerblichen Betriebe unglückte. Wie die Ermittelungen ergaben, hatte der im zweiten brachten ihn so mit einer Droschte nach Moabit. der Eltern oder derjenigen Personen, in deren Haushalt die Kinder Stock interniert gewesene Gefangene mittels einer ihm als Holzleben, soweit die Kinder in dem Haushalt beschäftigt werden.§ 5. arbeiter zur Verfügung gestandenen Feile die Traillen an seinem Mit Geldstrafe bis zu 9 M. oder der entsprechenden Haft werden Bellenfenster beseitigt und einen Sprung in die Tiefe gewagt in der bestraft: 1. Personen, die den Vorschriften der§§ 1-3 zuwider ficheren Hoffnung, glücklich unten zu landen und dann das Freie Kinder für ihre gewerblichen Betriebe beschäftigen, 2. Eltern oder zu gewinnen. Der Verwegene hatte sich aber geirrt, denn bei dem Vormünder, Sie den Vorschriften der§§ 1-3 zuwider die Spring brach er sich die Beine, verstauchte sich einen Arm Der Weltkongreß der Impfgegner ist am Sonntagmittag Beschäftigung ihrer Kinder oder Pflegebefohlenen zulassen.§ 6. Durch und zog sich auch noch sonstige Verlegungen zu. Der schwer Ver- unter starker Beteiligung es waren 241 Delegierte, darunter diese Polizeiverordnung wird die den gleichen Gegenstand betreffende Tetzte wurde sofort in die Lazarettstation gebracht und dürfte feinen 38 Aerzte, erschienen eröffnet worden. Den Vorsiz führte Herr Verordnung vom 12. Auguſt 1896 außer Straft gesetzt. Die Leichtsinn durch ein mehrmonatiges Krantenlager und die auf Flucht- Professor Dr. Baul Förster, der bekannte Reichstags- Abgeordnete. Bankowver Verordnung unterscheidet sich von der im Auguſt in Rixversuch stehende Arreststrafe( mit Fesselung) büßen. Auf die Begrüßung desselben antworteten in furzen Ansprachen borf erlassenen hauptsächlich durch zwei Punkte. Das Alter, bis zu Professor Dr. Voigt- Bern und der östreichische Reichsrats- Abgeordnete bem gewerbliche Arbeit überhaupt verboten, ist für Rigdorf 10, für Von der reorganisierten Kriminalpolizei. Die Zeitungen Profeffor Dr. Schlesinger. Es gelangten zuvörderst die Ausführungen Bantow 8 Jahre, und der Zeitpunkt, vor dem des Morgens die Armelden: Die Nachforschungen nach den Räubern an der des am Erscheinen auf dem Kongreß verhinderten Präsidenten der beit nicht beginnen darf, ist für Nigdorf im Sommer 1/26, im Winter Oberspree haben noch feinen Erfolg gehabt. Die Berliner englischen Antivaccinations- League" Generals Pheelp zur Verlesung. 1/27 Uhr, für Pankow im Sommer und Winter 6 Uhr. Berlin ist Kriminalbeamten, die am Sonnabend unter der Führung des Kom Ebenso wurde ein Bericht des Armee- Arztes Dr. Boucher verlesen, bekanntlich, dant den manscheſterlichen Anschauungen in der Stadtmissars Damm in das in Betracht kommende Gelände entsandt der in seinen Studien über die Peſt den Grund für die Aus- verordneten- Mehrheit, für den Kinderschutz noch nicht reif. wurden, haben zunächst den Thatbestand der verschiedenen räuberi breitung der Seuche in der Impfung gefunden haben will. In schen Ueberfälle festgestellt und die Sachen, die hier und da von den einem längeren Vortrage verbreitete sich Herr Dr. med. Jezet- Brag Räubern am Thatorte zurückgelassen worden sind, besichtigt. Die über den Ursprung der Pocken, über die Lehre von der SchutzLeute, die bisher in Grünau und Rummelsburg festgenommen Impfung und über das Wesen der Bodentrantheit. Der Redner worden waren, mußten, nachdem sie den betreffenden Ueberfallenen wies darauf hin, daß bereits 1000 Jahre vor Christi Geburt in Polizei wider Militärbehörde. Gelegentlich einer Revision, gegenübergestellt waren, wieder entlassen werden. In Indien die Pocken in ähnlicher Weise wie heute bekämpft wurden. welche in den Geschäftsräumen des Droguenhändlers Tammenläufer vorStöpenick befindet sich ein Mensch, der am„ Teufelssee" am Fuße der An Stelle der Schußimpfung, die den Grundfäßen der Heilkunst genommen wurde, wurde festgestellt, daß derselbe seit einer Reihe von Gerichts- Beifung. -O Prima Kartoffelmehl 21,00 bis unutdoA Jahren an die Dispenfieranſtalt eines hiesigenGarde- Regiments Droguen stande und sind die Unternehmer nicht gewillt, den Arbeitern Produktenmarkt vom 25. September 1899. Jn Getreibe Herrschte zu Pferde- Medikamenten lieferte, welche im Kleinverkehr nur in entgegen zu kommen, so ist immer noch Zeit, in den Kampf, rege Nachfrage. Roggen 80g 11-2 M. an, Weizen circa 11 M. höher. Apotheken abgegeben werden dürfen. Tannenläufer hatte sich deshalb und zwar auf der ganzen Linic, einzutreten. Die Konjunktur Hafer gut beachtet; das Angebot hält sich zurück. Rüböl fast unverändert, ebenso Mais. bor der 139. Abteilung des Schöffengerichts wegen Gewerbe ist für die in Betracht kommenden Betriebe eine andauernd günstige, Am Spiritusmartte ließ die Stauflust heute wieder nach, so daß vergehens zu verantworten. Der Droguenrevisor Dr. Lebbin führte so daß auch in dieser Beziehung keine Befürchtungen plazgreifen die gehandelten 30 000 Liter 70 er Locoware zu 45 M., d. i. um 10 Pf. als Sachverständiger aus, daß nach der kaiserl. Verordnung vom brauchen. Hinzu kommt, daß die Gießerei- Arbeiter sehr gut orga- niedriger untergebracht wurden. Termine gaben etwa 30 Pf. nach. 18. Januar 1890 die fraglichen Droguen außerhalb der Apotheken nifiert und jederzeit bereit sind, für die aufgestellten Forderungen Eierbericht vom 25. September. Normale Eier je nach Qualität von nur im Engros oder an solche Staatsanstalten abgegeben werden einzutreten, wenn dieselben seitens der Unternehmer keine Berück 3,15-3,60 m. per Schock. Aussortierte Kleine Ware je nach Qualität - bis dürfen, welche nicht zugleich Heilanstalten seien. Die in Nede fichtigung finden. Nachdem noch von einem Redner mitgeteilt von 2,90 bis 2,95 M. per Schock. Kalfeier je nach Qualität von M. per Schock. Tendenz: ruhig. stehende Dispensieranstalt sei aber eine Heilanstalt für Pferde, des- worden war, daß auch der Verband der Metallindustriellen nach AnKartoffelfabritate. Feuchte Kartoffelstärke per 100 g. brutto halb durfte sie die fraglichen Droguen nur aus einer Apotheke be- gabe eines Mitgliedes derselben für die Einführung der neun- intl. Sad 11,20 Mr. Brima trođene startoffelstärke per 100 kg. brutto infl. ziehen. Der Angeklagte, der ja eine Apotheken- Konzession nicht fündigen Arbeitszeit sei, gelangte mit großer Majorität folgende Sad und Mehl 21,00-21,25 M. Supra trođene Startoffelstärke, M. befize, habe sonach ohne Erlaubnis das Apothekengewerbe betrieben. Resolution zur Annahme:" Die Versammlung beschließt: Am Montag Startoffelmehl per 100 kg. brutto Auf Grund dieses Gutachtens beantragte der Staatsanwalt die Be- den 25. September früh sind durch die Kollegen in allen Gießereien 21,25 M., prompt-- M. per 100 g. strafung des Angeklagten. Der Verteidiger, Rechtsanwalt Sonnen- die Forderungen zu unterbreiten, mit der Maßgabe, daß der Bescheid feld, wies darauf hin, daß die Dispensteranstalt unter der Leitung spätestens Freitag früh den Kollegen schriftlich übermittelt werden eines Ober- Roßarztes stehe und daß in derselben eine Reihe von muß, daß vom 1. Oktober d. J. ab der Neunstundentag in Kraft tritt. Apothekern und Chemikern angestellt seien. Es sei doch an sich schon Die weiteren Schritte hat eine am nächsten Freitag( im Luisensehr unwahrscheinlich, daß alle diese sachverständigen Personen seit städtischen Konzerthause) stattzufindende Versammlung zu regeln." Jahren den Angeklagten zur Gesezesübertretung angestiftet haben In denjenigen Betrieben, wo die Hilfsarbeiter organisiert sind sollten. Weder die Militärbehörde noch der Angeklagte hätten gefehlt, und Forderungen stellen, soll gemeinsam mit denselben vorgegangen sondern das Gutachten des Dr. Lebbin gründe sich auf einer völlig irrigen werden. In solchen Fällen, wo die Unternehmer erklären, die auf Auslegung des Gesetzes. Der Verteidiger suchte sodann den Nachweis zu gestellten Forderungen unter feinen Umständen zu bewilligen, kann liefern, daß die kaiserliche Verordnung nicht etwa den Großhandel mit dem die Arbeit niedergelegt werden, nachdem, wie auch in allen anderen Publikum freigeben und den Großhandel mit Staatsanstalten ver- Fällen, der Kommission das Ergebnis mitgeteilt und beraten bieten wolle; das wäre ja ganz unverständlich. Vielmehr werde in worden ist. der Verordnung der Großhandel schlechthin und außerdem auch der Kleinhandel mit Staatsanstalten freigegeben. Der Angeklagte durfte jenech Großhandel mit der Dispenſieranſtalt auch dann betreiben, wenn sich diese gleichzeitig als. Heilanstalt darstelt. Der Gerichtshof schloß sich diesen Ausführungen an und erkannte gent an unb etia auf Freisprechung. wurde in der Briefkasten der Redaktion. 2 Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Freitag abends von 6 bis 8 Uhr statt. S. S. Die focialdemokratische Fraktion des Reichstags stimmte stets für die Beseitigung des Jesuitengesezes. Czygon. Erscheint in Wien VIII, Sangestr. 15, und bei E. F. W. Fest in Leipzig. Oltje. Der Griff. A. G. 5. Landwehrlente und Ersabreservisten über 32 Jahre werden Die Tapezierer( Nord) hielten am 19. ihre Versammlung ab. wie folgt geregelt: Jeder wehrpflichtige Deutsche gehört 7 Jahre lang, in zu Uebungen nicht herangezogen. Die Wehrpflicht ist in Deutschland Nachdem des verstorbenen Kollegen Dröse durch Erheben von den der Regel vom vollendeten 20. bis zum bollendeten 27. Lebensjahre ben Sigen gedacht worden, wurde der Bericht über den Stand unserer stehenden Heere an, und zwar bei der Kavallerie und der reitenden Artillerie 2ohnbewegung gegeben. Es haben sich danach 13 Geschäfte mit die ersten brei, bei den übrigen Truppengattungen die ersten zwei Jahre bei 184 Kollegen daran beteiligt und ist alles, bis auf die Firma der Fahne, die folgenden fünf bezw. vier Jahre der Reserve an. Die folgenden fünf Lebensjahre gehört der Wehrpflichtige der Landwehr ersten Töpfe, Charlottenstraße, wo die Kollegen sich noch im Ausstand aufgebote und sodann bis zum 31. März desjenigen Kalenderjahres, in Eine unverbefferliche Stiefmutter stand gestern in der ver- befinden, bewilligt worden. Im weiteren wurde noch das Verhalten welchem das 39. Lebensjahr vollendet wird, der Landwehr zweiten Aufchelichten Frau Maurerpolier Boldt, Bertha Auguste geb. verschiedener Werfführer getadelt, indem dieselben jetzt schon ver- gebots an. Kavalleristen und reitende Artiüeristen dienen nur drei Jahre Sein aus Rigdorf, vor der vierten Straffammer am Land- suchen, die bewilligten Forderungen illusorisch zu machen. Ebenso in der Landwehr ersten Aufgebots. Landwehr zweiten Aufgebots wird zu gericht II, um sich wegen Mißhandlung ihres siebenjährigen Stief- wird das Verhalten der Kollegen von Kröning, Kochstraße, ge- Uebungen nicht herangezogen. Die Ersabreserve besteht aus bebingt johnes Walther zu verantworten. Die Angeklagte ist im Jahre 1895 mißbilligt, indem dieselben, als sie Sonntag arbeiteten, bei leber- Brauchbaren, wegen hoher Losnummer als überzahlig nicht Gingestellten schon einmal zu einem Monat Gefängnis berurteilt worden, weil sie raschung durch die Polizei feige vor derselben ausrückten, so daß die und auf Reklamation wegen ihrer bürgerlichen Verhältnisse Berücksichtigten. das damals erst 31/ 2jährige Kind unmenschlich behandelt hatte. Am Beamten niemand vorfanden. Die Ersaßreserve dient zur Ergänzung des Heeres bei Mobilmachungen 10. Januar und zur Bildung von Ersatztruppenteilen. Der Grsazreserve gehören die 1896 trat fie diese Strafe an, doch hat sie nur acht Tage verbüßt, denn am 18. Januar 1896 Charlottenburg. Am Donnerstag, den 21. September, tagte Betreffenden vom 1. Oktober des Militärpflichtjahres ab 12 Jahre an. Nach zur Feier des 25jährigen Bestehens des Deutschen Gambrinus- Brauerei" eine Mitglieder- Versammlung des Ablauf der 12 Jahre treten die Ersatzreservisten, welche geübt haben, zur Landwehr 2. Aufgebots, die anderen zum Landsturm 1. Aufgebots über. Reiches eine beschränkte Anmestie erlassen und Wahlvereins. Genosse Sabor referierte über die bevorstehenden Die Ersaßreservisten sind zu 3 Uebungen( von je 10, 6 und 4 Wochen) ver: den Begnadigten zu gehörte auch die Angeklagte. Vor kurzem ist sie aber vom Rigdorfer Stadtverordneten- Wahlen. In der sich entſpinnenden Debatte traten pflichtet. Der Landsturm besteht aus allen Wehrpflichtigen vom vollsämtliche Redner für eine r rege Beteiligung ein. Im weiteren endeten 17. bis zum vollendeten 45. Lebensjahre, welche nicht gedient Schöffengericht wieder zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden, wurde lebhafte Klage geführt, daß der„ Vorwärts" noch immer die haben. Der Landsturm besteht aus 2 Aufgeboten. Dem ersten Aufgebot weil sie ihren Stiefsohn neuerdings schwer mißhandelt hat. Dagegen Vororte speciell Charlottenburg so äußerst wenig berücksichtigt, es gehört man bis zum 31. März des Jahres an, in welchem bas 39. Romehrhat die Angeklagte Berufung eingelegt und gestern griff sie zu dem in gleichen Fällen oft angewandten Mittel, das mißhandelte Kind wird hierdurch auch unsere Agitation bedeutend erschwert, da den fahr vollendet ist, dem zweiten bis zum vollendeten 45. Jahre. Landwehrals einen Ausbund von Ungezogenheit und Verlogenhaftigkeit dar- Gegnern eine täglich erscheinende Presse zur vollen Verfügung steht, leute treten also in den Landsturm 2. Aufgebots über. es wäre daher zu wünschen, wenn auch der Vorwärts" den dem die Gerichtstoften fällig geworden sind, tritt Verjährung ein. M. H. 66. Mit Ablauf von 4 Jahren nach Ablauf des Jahres, in zustellen; die Nachbarn und der Lehrer des Knaben gaben demselben Charlottenburgern mehr Rechnung trüge, wie er doch auch ganz B. W. 7. 1. Sie sind zur Zahlung verpflichtet. 2. Wenn Sie int nur das Zeugnis eines stillen und fittsamen Kindes. Die Belastungszeugen bedeutenden Raum für die sogenannten Parteifragen übrig hat.*) befundeten, daß sie oft Viertelstundenlang die Schläge auf den Knaben Jahre 1895 Stühle gefauft, feit 1896 nichts mehr darauf gezahlt und die fallen hörten, während die Angeklagte dabei wilde Flüche ausstieß. Wenn Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche und Forderung auch seit dieser Zeit nicht anerkannt haben, so ist die Forderung M. K. 1. Leider dann der Knabe zerschunden und zerkratzt, mit Beulen am Kopfe Krawattenbranche. Heute, Dienstag: Versammlung. Vortrag des Ge- verjährt, falls Sie nicht etwa inzwischen verklagt waren. find Sie zur Räumung verpflichtet. 2. Ja. 3. Ja. R. W. Daraus und schwarz- blau berfärbten Augen wieder zum Vorschein kam, noffen Weber über„ Kranken- und Arbeitslosenunterſtüßung". fönnten schwere Berwicklungen entstehen: sprechen Sie gelegentlich in der dann mußte er sagen, andere Kinder hätten ihn so geschlagen Sprechstunde vor. E. G. 16. Der Wirt hat das Recht nicht, er hat und die Verfärbung der Augen fei auf Zugluft zurüdsich des Hausfriedensbruchs schuldig gemacht und ist auf Ihren Antrag zuführen. Dieselben Ausreden gebrauchte sie selbst. In der strafbar.- Emil Delsner. Jawohl. G. 2. 58. 1. Ja, die Klage ersten Verhandlung hatte das Gericht angenommen, daß eine Vom Wetter. Die Temperatur ist in ganz Nord- und Mittelhätte Aussicht auf Erfolg. 2. Nein. O. 1000. Das wissen wir nicht. 2. O. Mitglieder einer Junung, für welche ein Schiedsgericht errichtet das Leben gefährdende Behandlung vorliege, die Strafkammer schloß deutschland erheblich gesunken. In der Eifel hat es in der Nacht ist, sowie deren Arbeiter, sind als Gewerbegerichts- Beisitzer weder wählbar aber die das Leben gefährdende Behandlung aus und nahm nur ein zum Sonntag gefroren. In Landsberg a. W. ist die Tempe- noch wahlberechtigt, Ein Mitglied des Gewerbegerichts, hinsichtlich dessen fache Körperverlegung an, immerhin wurde die Strafe auf zwei tatur bis auf+60 Celfins geſunten, auch hat es dort am Sonntag Umstände eintreten, welche die Wählbarkeit zu dem von ihm bekleideten Wird denn nun nicht dafür gesorgt werden, daß das arme Kind schwach geschneit. Auch der Kamm des Riesengebirges hat ob ein Altgeselle einer Junung Gewerbegerichts- Beisitzer sein kann, it alſo Monate Gefängnis bemessen. aus den Krallen der rohen Person befreit werde? Julensin Dersammlungen. Vermischtes. sich mit frischem Schnee bedeckt. Amt nach dem Gesetz ausschließen, ist des Amits zu entheben. Die Frage, dahin zu beantworten: hat die Innung, der der Altgeselle angehört, ein Aus Hamburg wird berichtet: Infolge eines heftigen West- Schiedsgericht, so fann er nicht zum Gewerbegerichts- Beisiger gewählt werden; südwest Sturmes haben sich im Hafen und auf der Unter- Elbe errichtet die Jimung, der der Altgeselle und Gewerberichter angehört, ein verschiedene Schiffsunfälle ereignet. Schiedsgericht, so geht er seines Gewerbegerichtsamts verlustig; hat die Mehrere Fahrzeuge, Ewer, Innung fein Schiedsgericht, so kann ihr Altgeselle Gewerbegerichts- Beifizer Schuten u. dergl., sind zusammengerannt, beschädigt worden und werden und bleiben. Es ist das ein Zustand, der durch Beseitigung der teilweise gesunken. Durch einen herabstürzenden Mast wurde der Innungs- Schiedsgerichte beendet wird durch eine dahingehende Bestimmung, Schiffer eines Ewers auf der Unter- Elbe beim Einlaufen in die daß die einmal erworbene Richterstelle nicht durch nachherigen Schwinge erschlagen. Infolge Hochwassers find verschiedene Keller Eintritt in eine Innungs- Arbeitsstelle verloren gehen könne oder solle, so lange der Gewählte bei einer in den niedriger gelegenen Straßen der Hafengegend überschwemmt. daß sie nur ruhen Innung Arbeit hat, für deren Arbeiter ein Schiedsgerichtichtet ist. Schiffbrüchig. Das deutsche Bartschiff, e o Ivs" aus Ham A Die Former und Berufsgenossen hielten am Sonntag eine start besuchte Versammlung im Luisenstädtischen Konzerthaus ab, um über die weiteren Maßnahmen zu der geplanten Lohnbewegung zu beraten. Nach dem Bericht, den O. Nät her erstattete, sind die Forderungen, welche von den Formern aufgestellt worden sind, dem Obermeister der Innung und dem Vorsitzenden des Verbandes der Metallwaren- Fabrikanten unterbreitet worden. Der Einführung der burg, welches sich auf der Fahrt von Drammen nach Jẞehoe befand, neunstündigen Arbeitszeit wurde im allgemeinen zugestimmt, ist bei Klegod( Jütland) am Sonnabendabend gestrandet. Kapitän 23itterungsübersicht vom 25. September 1899. morgens 8 Uhr. mit dem Hinweis, daß ja in den meisten Betrieben der Neun- Krenzin und ein Matrose sind ertrunken, die übrige Befagung, acht stundentag und teilweise noch eine fürzere Arbeitszeit für die Mann, wurde gerettet. Das Schiff ist vollständig verloren. Metallarbeiter eingeführt ist und daß demzufolge dies auch für die Former angebracht sei. Die Forderungen sollten aber zunächst einer Versammlung der Gießereibefizer unterbreitet werden. Diese Versammlung, an der 22 Gießereibefizer teilgenommen haben, hat nun am 20. September stattgefunden und ist als Resultat der Versamimlung der Kommission folgendes Schreiben zugegangen: Stationen Wetter Stationen ftand mm Die durch das Hochwasser verursachten Verkehrsstörungen in Bayern sind jetzt so weit wieder gehoben, daß die Orient- Expreß- into? züge und auch die übrigen Expreßzüge wieder verkehren können und daß, laut amtlicher Mitteilung, der volle internationale Schnell Swinembe 754 WSW 3bedeckt 10 paparanda 753 und Expreßzugverkehr zwischen Bayern und Destreich wieder her- Hamburg Berlin gestellt ist. Wind richtung Windstärke Wetter 2wolfig Regen wolfig 2hlb. beb. 753 S 756 3 Wiesbaden 757 764 2 3 Regen 3 wolfig 6 Regen 5hlb. bed. 9 Paris Iwolfent 8 8 Petersburg 754 9 Cort 10 berdeen 75828 751 761 S 3 Regen Wien 764 S Die am 20. September, abends, versammelten Befizer von 22 Gießereien sind einstimmig geneigt, den neunstündigen Arbeitstag In einem Konzertsaal in Enschede( Holland) ereignete fich München zu bewilligen, wenn derselbe auch den Formern in allen übrigen Be- Sonnabendabend während des Konzerts eine Gasexplosion. trieben gewährt wird. Wir sind durchaus nicht gewillt, unsere Kundschaft 12 Personen wurden verlegt, unter ihnen mehrere schwer. den größeren Fabriken gegenüber konkurrenzunfähig zu machen, da bei Wie aus Athen gemeldet wird, ist während eines Feuerwerks, einer verkürzten Arbeitszeit ein Lohnaufschlag, welcher naturgemäß danach eintreten muß, den Guß entsprechend verteuert. Das Jahr 1896 welches anläßlich der Jahresfeier der Thronbesteigung des Sultans hat uns gelehrt, daß in den großen Fabriten derartige Forderungen vor der Wohnung des Kommandanten des zur Zeit im Piräus nicht ernsthaft zur Geltung gebracht wurden." liegenden türkischen Geschwaders, Hassan Rani Pascha, abgebrannt Das Resultat entspricht allerdings nicht den Erwartungen, weil wurde, eine Bombe explodiert. Eine Person wurde getötet, angenommen wurde, daß die Einführung der 9stündigen Arbeitszeit siebzehn schwer verletzt. Mehrere Armenier werden beschuldigt, die die bedingungslose Bustimmung finden würde. In einer ganzen Bombe gelegt zu haben, die Urheber der Explosion sind indessen Anzahl von Betrieben sind die Forderungen den Unternehmern be- Feuerwerker des türkischen Geschwaders gewesen. reits unterbreitet, und teilweise ohne weiteres bewilligt worden. In Unwetter in Spanien. Aus Granada, Sevilla und Cartha anderen Betrieben ist ein Aufschub verlangt worden, bis von den gena wird heftiger Sturm gemeldet. Mehrere Personen sind verUnternehmerorganisationen endgültige Beschlüsse gefaßt find, und in unglüdt.& einigen Fällen wurden die Forderungen abgelehnt. Wie Näther weiter berichtete, beſteht in 25 bon 78 Gießereien bereits Das gelbe Ficber. In Key west sind vierzig neue Erder Neunstundentag, in zwei ist die 81stündige, in einer die frankungen am gelben Fieber vorgekommen, von denen bisher drei 914ftündige, in zehn die 9/ 2ftindige und in 40 die 10stündige zum Tode geführt haben. Das Wetter begünstigt die Ausdehnung Arbeitszeit eingeführt. Die vorgenommene Umfrage hat ergeben, der Krankheit. Aus New Orleans wird berichtet: Todesfälle daß die Gießerei- Arbeiter in fast allen Betrieben sich für die Lohn- infolge gelben Fiebers find hier seit Freitag nicht mehr vorgekommen, bewegung erklärten; mehrere wünschten, daß sofort in Aftion ge- eine Person ist indessen neu erkrankt. treten werde, während in einigen Betrieben die Beschlußfassung noch in den nächsten Tagen erfolgen soll. Der Redner empfiehlt schließlich, nachdem er noch darauf hingewiesen hatte, daß alle Gießerei- Arbeiter einrütig eine Verbesserung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse für notwendig erachten, von der allgemeinen Arbeitsniederlegung vor Läufig noch abzusehen, da anzunehmen ist, daß die Unternehmer die Einführung der neunstündigen Arbeitszeit in ihrer nächsten Ver sammlung beschließen werden. Marktpreise von Berlin am 23. September 1899 nach Ermittelungen des fgl. Polizeipräsidiums. D.- Ctr. gering Richtstroh Hen 13,60 12,50 Sammelfleisch 13,50 13,- Karpfen Temp. n. G. 5° 6.= 4° R. 81394 11 13 14 Wetter Prognose für Dienstag, den 26. September 1899. Ein wenig wärmer, zeitweise heiter, vielfach woltig mit Regenfällen und frischen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Am 22. d. M. verschieb nach langem, unser Vater, der Oberdrucker schwerem Leiden mein lieber Mann, Richard Goeritz. Die Beerdigung findet am Dienstag, nachm. 5 Uhr, voit der Leichenhalle des Friedens- Kirchhofes in Nieder: Schönhausen( Nordend) aus statt. Frau Goeritz nebst Kindern. n Deutscher Holzarbeiter- Verband. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege, Tischler H. Haubold, Todes- Anzeige. Hierdurch die traurige Nach richt, daß meine liebe Frau, geb. Stibane, nach furzem Krantenlager verstorben ist. Die Beerdigung findet Mitt moch, den 27. d. Mts., nach: mittags 5 Uhr, von der Leichenhalle der Gethsemane- Gemeinde, Niederschönhausen aus statt. Der trauernde Gatte Ernst Schiessner, Buzer. Danksagung. Für die vielen Beweise der Teilnahme bei dem Ableben meines lieben Monnes, unseres guten Baters 1,60 1,10 am Sonnabend, ben 23. September, Julius Raumann 1,60 Roggen *) Weizen Futter- Gerste Hafer gut 15,40 14,60| Schweinefleisch 1 kg 15,30 13,80 Ralbfleisch " " 15,- 14,40 Butter mittel " " 14,30 13,60 Eter 60 Stid " 350 Wale 791 1 kg 2,60 1,60 1, 2,60 2, 4,50 2,80 2,20 1,20 2,80 1,20 0,90 2,20 1, 2,50 1,20 1,40 2, Erbsen +) Speisebohnen †) Linsen 6,90 4, 25, Zander Hechte Barsche 4, " " 40, 50, 25, " 70, 30, Schleie " " " 7,- 5,- Bleie 1,80 0,80 plötzlich verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mitt woch, den 27. September, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Kraufenhauses Am Urban aus nach dein Thomas- Kirchhof in Nixdorf statt. Um rege Beteiligung ersucht 122/4 Die Ortsverwaltung. Allen Kollegen, Freunden und Be 0,80 tannten die traurige Nachricht, daß unser Kollege In der hierauf folgenden Diskussion vertraten mehrere Redner den Standpunkt, daß ein weiterer Aufschub nicht thunlich sei, sondern daß überall dort sofort die Arbeit niedergelegt werden müsse, wo die Forderungen nicht bewilligt worden sind. Das Vorgehen der Unternehmer bezwecke nur eine Verschleppung der LohnBewegung, um zunächst erst die notwendigsten Arbeiten fertiggestellt Sartoffeln, nene zu bekommen. Wenn die Unternehmer wirklich geneigt wären, die Rindfleisch, Steule 1 kg 1,60 1,20 Strebse per Schod 12, Forderungen zu bewilligen, ohne daß die Arbeiter in den Ausstand do. Banch 1,20 1,-1 treten, so hätten sie hierzu genug Zeit und Gelegenheit gehabt.*) Ermittelt pro Tonne von der Centralstelle der Preuß. Landwirt Wie verschiedene Redner noch mitteilten, ist in mehreren Be- schaftskammern- Notterungsstelle- und umgerechnet vom Polizeipräsidium trieben bereits der Beschluß gefaßt, die Arbeit am Montag für den Doppel- Centner. ( gestern) niederzulegen, +) Kleinhandelspreise. In fast all diesen Betrieben werden auch alle übrigen Metallarbeiter, die Hilfsarbeiter mit einbegriffen, die Arbeit zur Durchführung der formulierten Forderungen ein*) Wir haben der Beschwerde unserer Charlottenburger stellen. Genossen gern Raum gegeben, obwohl wir sie nicht für berechtigt Außer Näther und Stobsad traten auch andere Redner halten; zeigt sie doch, wie vielseitig die an uns herantretenden dafür ein, daß die sofortige Arbeitseinstellung unterbleibt und daß Wünsche sind. Aber nicht mir vielseitig, sondern einander erst die weiteren Beschlüsse der Unternehmer abgewartet werden, die direkt entgegenstehende Anforderungen werden an uns gestellt( wird foch im Laufe diefer Woche erfolgen müssen. Damit soll bewiesen uns doch von anderer Seite vorgeworfen, daß wir nicht genug in werden, daß die Arbeiter stets zu einer Verständigung geneigt find sogenannten Parteifragen" machen); es ist darum wohl flar, daß und den Streik nur als letztes Mittel zur Durchführung ihrer wir nicht alle Wünsche vollauf befriedigen können. minimalen Forderungen betrachten. Kommt eine Einigung nicht zu Red. d. Voriv.". H. Haubold fowie für die zahlreiche Beteiligung, bie herrlichen Kranzspenden sagen wir den Gesangvereinen, dent Social: demokratischen Verein der Gast- und Schankwirte, sowie allen Genossinnen und Genossen, Freunden und Bekannten unseren herzlichsten Dank.[ 26052 Frau Louise Raumann und Kinder. Kranzbinderei u. Blumenhandlung von[ 24748* Robert Meyer, am Sonnabend, den 23. September, plöglich verstorben ist. Die Beerdigung No. 2. Mariannenstr. No. 2. findet am Mittwoch, den 27. cr., nachm. Widmungs- Kränze, Guirlanden, Ball4 Uhr, von der Leichenhalle d. Kranken: stränßchen, Bouquets 2c. werden sehr Kirchhof in Rixdorf statt. hauses am Urban nach dem Thomas: 28876 geschmackvoll und preiswert geliefert. Die Kollegen der Möbelfabrik C. Pohl, Oranienstr. 22. Creditgewährung Geschäftsleute und Beamte, toulantest. Blumenhandlung und Kranzbinderei von [ 23312 die 5000 mart an ehrenhafte, folibe Otto Knabe Hamburg Potsdamer Credit: 19 a Admiral- Strasse 19 a Berlin, empfiehlt Widmungstränge, Sträuße, 113/17 Rotillons, Topfgewächse aller Art berein. Repräsentation: Französischestr. 24 I. I sita dizis Socialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 26. September, abends 83 thr imon hindi dan dan soll Aufruf! Aufruf! 396 jiro 100g Die sowaffer Stataftrophe hat das bahrliche Land auf bas schwerste Sochwasser- statastrophe im Wedding- Kasino( nhaber: Franz Gleinert), Schulstraße 27: erfordert schleunige Hilfeleistung. Das Centralkomitee der Deutschen Sid Versammlung. heimgesicht und unermeßlichen Schaden angerichtet. Die Not ist groß und Vereine vom Roten Kreuz hat eine Sammlung von Gelbspenden 61,& anstaltet, beren Ergebnis dem Gentral Silis- Komitee in München su über nod sa baTages Ordning: 1. Die bevorstehenden Stadtverordneten Wahlen und die Thätigkeit der Socialdemokraten im Roten Hause. Referent Genosse Markwaldt. 2. Dis fuffion. 3. Vereinsangelegenheiten. 01248/ 3* Gäste haben Zutritt. 3500 2 1S- 00 610 00 Achtung! G11 G Der Vorstand. zu weisen ist. Die Berliner Bürgerschaft hat jederzeit bewiesen, daß fie ein warmes Herz besitzt und in reichem Wlaße zur Lindering unverschuldeter Not beizutragen gern bereit ist. Wir sind uns gewiß, daß wir auch heute nicht vergebens an den so oft bewährten Wohlthätigkeitsfinn der ReichsHauptstadt appellieren und bitten unsere Mitbürger herzlich, zur Linderung ber schweren Not nach Maßgabe ihrer Kräfte beizutragen. In tebens. wirbigfter Weise haben die nach benannten Firnten sich bereit erklärt, die für Achtung! ieſen Zwed beſtimmten Gaben in Empfang zu nehmen. Ueber ben Gin gang der Spenden wird in der Preſſe ein Rechenschaftsbericht erstattet Holzbildhauer Dienstag, den 26. September, abends 8 Uhr, in Stecherts Festfälen, Andreasfr. 21, Berlin, den 23. September 1899. Kurbad Meyershof Ackerstr. 132/133. Nen! Neu! Loh- Tannin-, DampfHeissluft- und andere medizinische Bäder. Bäder für sämtliche Krankenkassen täglich für Damen u. Herren bis abends 9 Uhr.[ 2563L* 1 51 Pid. Brot 50 Pig. 29H. Albrecht's Bäckerei Der Borstand des Bereins vom Roten Kreuz.t After bidarangelstr.9. Krantstr. 19. Zur Entgegenname van Geldspenben find bereit: Anhalt& Wagoner Nachfolger, Brüberstr. 5. Bank für Balckensteinstr. 28. Laustherstr. 2. gameplok ada poris on Bungilisjad über den Stand der Bewegung. 2. Regelung der Unterstützungsfrage. 3. Verschiedenes. Erscheinen jämt licher Kollegen erwünscht. Die Lohnkommission. Tods NB. Die Vereinsversammlung fällt zu Gunsten der öffentlichen Berfantmilung aus. 1hilds thin 21/3 Oeffentl. Derlammlung. Handel and industring plak 1/2 Berliner Bank 1981. Bericht ber Löhnkonses Ordnung: Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Dienstag, den 26. September, abends 8 1hr, im Lokal des Herrn Mercier, Steinmenstraße 55 the solar Bezirksversammlung für Rixdorf. 1910 #tagal Jägerstr. Berliner Handelsgesellschaft, Franzosischestr. 42. S. Bleichröder, Behrens, 63. Breslauer Disconto- Bank, Charlottenite. 59. Born& Basse, Behrenstr. 31. Direktion der Disconto- Gesellschaft, nter den Linden 35. Deutsche Dresdner Bank, Behrenstraße 38/39. Bank, Behrenstraße 8/13. Deutsche Genossenschaftsbank, Soergel, Parrisins& Co., Charlottenstr. 35 a. Herrmann Gerson, et Werderscher Wartt. Rudolph Hertzog, Breitete. 15. F. W. Krause& Co., Leipzigerstr. 45. V. Manheimer, Oberwallfir. 6/7. Mitteldeutsche Kreditbank, Behrenstr. 2. Nationalbank für Deutschland, Voßstraße 33/34 a. Jacob Ravonó Söhne, Wallstraße 5/8. A. Schaaffhausenscher Bankverein, Französischestraße+53. Bankgeschäft Gebr. Schickler, Gertraudtenstt. 16. Schultadindan heiss Branerol- Alt- Ges., Voßstr. 26 Außerdem ist jedes Mitglied bereit, Beiträge entgegenzunehmen. statuted aid Tages- Ordnung: Bortrag des Kollegen Scheffler.op Klempner. driut Sisuta dra Möbel nd sipollogne distad medauf 25563 Abzahlung so billig wie baar. Eigene Polsterwerkstatt. Freireligiöse Gemeinde. Gr. Frankfurterstr.1 of Zum Besten des Baufonds.) Mittwoch, den 27. September, abende 8½½ Uhr, im Lokal Sonnabend, den 30. September 6. J., abends, in Kellers 82 Lokalt großen Festsaal, Koppenstraße 29: oland des Herrn Cohn, Benthstraße Nr. 19/21: Vertrauensmänner- Konferenz Direktor F. S. Archenhold Bod de Jede Werkstatt muß vertreten fein. ( Treptow Sternwarte): Mittwoch, den 27. September, abends 8½ the, im Lokal„ Der Welten Entstehen und Vergehen". des Herrn Gofmann, Kreuzbergstraße 48: Bezirks- Versammlung 213 aris sid 4m für den Westen, Südwesten, Schöneberg und Tempelhof. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Augenarztes Herrn Dr. Warm über: Die Pflege der Augen bei den Metallarbeitern"( mit Demonstrationen und Abbildungen). 2. Neuwahl der Bezirksleitung. Die Ortsverwaltung. Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Leder- Galanteriewaren- Industrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Heute, Dienstag, den 26. September, abends 8½ 1hr, im Lokal des Herrn Herzberg, Alte Jakobstr. 75: Zahlstelle Berlin. Brandenversammlung der Kontobuch- Arbeiter und-Arbeiterinnen. Tages Ordnung: D Großer astronomischer Projektions- Vortrag 190 un mit zahlreichen Licht- und Drehbildern. Vor dem Vortrag, während der Pausen und nach dem Vortrag: Frankfurter Thor, Ecke Frieden- Strasse. J.Ostrowski jun. Zähne 2 M. Soeben erschienen: Arbeiternotizkalender 1900 Geb. 60 Pfs.- Porto: 10 Pfg. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Bun Bürgerlichen Gesehbuch ( Wertvertrag, Miethsvertrag, Rechtsstellung der Ghefrau und Cherecht, uneheliche Kinder, Erbrecht). Die Reichstagswahlen von 1898 mit Angabe der in jedem Wahltretfe auf jede Partei abgegebe nen Stimmen, unter Beifügung ber fozialdemokratischen Stimmen und Prozentfäge von 1898. Portraits und Biographien dodgoder sozialdemokratifchen Reichstags- Abgeordneten. Die sozialdemokratischen Landtagsabgeordneten in den einzelnen Bundesstaaten. Adressen und Amtsbezirke der Fabrikinspektoren, der deut schen Gewerkschafts- Organisationen und Arbeiter sekretariate, Gebührentarife für Telegramme, Portotaren, Einnahme und Ausgabetabellen 20. Wie die früheren Jahrgänge dürfte auch der für 1900 seine Freunde be friedigen. Der Verlag war insbeson bere bestrebt, auch den diesjährigen to Stalender zu einem praktischen Nachschlagebuch für Gewerkschaften zu gestalten. D Buchhandlung Vorwärts Berlin SW., Benthr. 2. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Tellzahl. wöchentl. 1 M. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Sprechst. 9-7. Inftrumental- u. Vokal- Konzert Unterrichten Sie sich! über das Mietsrecht nach dem neuen Bürgerlichen Gesetzbuch. Erschöpfende unter Mitwirkung des gemischten Chors der Freireligiösen Gemeinde. Auskunft hierüber giebt die Broschüre: Nachher: TANZ. [ 25102* Die Rechte und Pflichten des Mieters Anfang des Konzerts 8 Uhr, bes Projektions- Vortrages Uhr. Einlaßkarten a 25 Pf. find in den bekannten mit Plakaten ver fehenen Billetverkaufsstellen der Freireligiösen Gemeinde, sowie bei folgenden von Mich. Lipinski. Preis einschließlich Borto 23 Pfennige. Bu be weitgliedern der Bautommiſsion zu haben: A. Hoffmann, Blumenfir. 14; siehen durch alle Buchhandlungen und den Berlag von Rich. Lipinski, Mohs, . Am Oberbaum 2; 5. Baege, dilbersdorferstr. 48.[ 62/4 Leipzig, Reuduikerstraße 11. Die Mitglieder werden ersucht, fich baldigt B. Günzel, Lothringerstr. 52. Specialität: Porträts mit Eintritts- Karten zu versehen, da eine alle, Marr 2c. in Cigarrenpigen, Breifen, Nadeln, Brochen, Knöpfen, Büsten Tageskaffe nicht stattfindet.ndmed salt socialistischer Führer, Bildern u. dgl., sowie fede Drechslerivaare u. Repar.( Man verl. Preisfurant. Achtung! Puher. Achtung! Möbel auf Teilzahl. Oranienstr. 181. ,, Armin- Hallen", Kommandantenstraße 20: 1. Der Streik in der Kontobuch- Fabrik von Moritz Am Mittwoch, den 27. September, abends 7 1hr, im Lokal & Kummer. 2. Die Lage der Arbeiterinnen in den Kontobuch Fabriken, 3. Wertstubenangelegenheiten. 25/9 Das vollzählige Ericheinen aller Kollegen und Kolleginnen Dieser he ist dringend notwendig. Sämmtliche Kontobuch- Arbeiter und n Arbeit nen müssen in dieser Versammlung anwesend sein. retto Der Vertrauensmann. Vergolder. Mittwoch, den 27. September, abends 82 Uhr, im Lokale ,, Armin Hallen", Kommandanten- Straße Nr. 20: Gr. öffentliche Versammlung Vergolder- Gewerbe beſchäft. Arbeiter n. Arbeiterinnen. aller fin eer dalys Tages Ordnung: избало 1. Kaffenbericht des Vertrauensmannes. 2. Neuwahl des Vertrauens Baudeputierten- Sizung. E3 tst Pflicht der arbeitenden Kollegen, dafür Serge zu tragen, daß jeder Bau vertreten ist. duodindum m( onal) doppi 1191/13 bagaj spizdi sid toimeDie Lohnkommission. Conlante Beamten Ber. H.& M. Lewent. Beutel. Fernsprecher: Amt 1V. 447. Einsegnungs- Anzüge 12-27 M. Schulmeister, redenerite. A s 317172 Schneidermeister, Bitte genau auf die Firma zu achten. ams Kottb. Th. Möbel and Polster waren.ne Süd- Ost. Achtung! Süd- Ost. Möbel Donnerstag, den 28. September, abends 82 Uhr, im Lokal jades Herrn Brüder, Waldemarstraße 750 du Versammlung des Konsumverein„ Berlin- Rixdorf" Tages Ordnung: M Arbeit, äußerst billige A. Schulz, Preise, empfiehlt Reichenbergerstr. 5. Auch Theilzahlung!(* Für 36 Mark fertige feine Winter Paletots nach Maß, für 30 Mark Hochfeine An Süge nach Maß, für 8-12 Wart banada Riesen- Stofflager. feine Hosen nach Maß.2671 1. Bortrag des Stadtverordneten Conrad über: Unsere Be bildning 269/7 227/3 Nichtmitglieder haben als Gäste, Butritt. Der Vorstand, Strausenstr. 14, I, fein Laden. mannes. 3. Die Antwort, der Arbeitgeber der Rahmenbranche. 4. Ber: strebungen". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. schiedenes. Der Vertranensmann der Vergolder Berlins. Donnerstag, den 28. September cr., abends 82 Uhr, in den the spon Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Oeffentliche Bersammlung der Lithographen hart duisms von Berlin und Umgegend. Tages Ordnung: 28706 Berichte über den ersten Lithographen- Kongres in Leipzig am 17. und 18. September. Referenten: Die Delegierten Albrecht, Bader, Dübelt, Pestner, Tischendörfer. Darauf freie Aussprache und Verschiebenes. Alle Kollegen werden dringend um pünktliches Erscheinen gebeten. Schmiede! H Achtung! Böttcher. ma Jagd 19 auf Teilzahlung. J. Kellermann, H. Grupes Tanz- Institut, Annenstr. 16( früher Klubhaus). Sonntags- Kurfus per Monat 3 M., Dienstagabend- Rurfus p. Monat 4 Sälen und Vereinszimmer für Ver fammlungen u. Feftlich feiten.[ 26043 Hirtes Festfäle. Gupiebte den Bereinen meinen Empfehle renovierten Saal, und Nebenräume für Sonnabend und Sonntag zu Auch find Vereinse Festlich feiten, mer sowie 2 Kegelbahnen zu vers Achtung! Möbel J. mer a Mittwoch, den 27. September, abends 81/2 hr: Prinzenstr.97, geben. Oeffentl. Derlamutlung parterre, Gingang vom Ftur. bet Witte, Andreasstraße Nr. 26. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Bruno Poersch. 2. Diskussion. 3. Die ſtatiſtiſchen Fragebogen. 4. Gewerkschaftliches. 5. Berschiedenes. Das Erscheinen aller Böttcher Berlins ist notwendig. Auch die Lokal organisierten find hierzu eingeladen. Der Vertrauensmann. suis Ausstellung von Gasselbstund Fernzündern ist in den Räumen der Magdeburger Feuerversicherungs- Gesellschaft, Eingang Zimmerstraße Nr. 25 I. Etage, pour 26. September cr. ab, vor 5 2 öffentliche Versammlungen mittags 11 Uhr bis nachmittags 3 Uhr eröffnet. Die Besichtigung steht dem Dienstag, den 26. September, abends 8½ 1hr, in den Borussia- Festsälen, Ackerstr. 6-7. Referent: Genoffe. Knüpfer. Mittwoch, den 27. September, abends 8% Uhr, bei Möhring, Admiralstraße Nr. 18 c. Referent: Genosse Jahn. Tagesordnung in beiden Versammlungen: 1. Die Notwendigkeit der gewerkschaftlichen Organisation. 2. Dis tuffton. 3. Verschiedenes. 176/7 Zahlreichen Besuch, besonders der Innungsmeister- Gesellen, erwartet Der Vertrauensmann. Töpfer! E Mittwoch, den 27. September 1899, abends 6 Uhr, bei Buske, Grenadierstraße Nr. 33: Publitum gratis zur Verfügung und ist jedermann, besonders Besitzern von Schaufenstern zu empfehlen. Arbeiter- Berufskleidung für jedes Gewerk passend. 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Trinkt vom Fass!: 6 1015 Tages Ordnung: bringen? 2. Gewerkschaftliches 1. Welche Taftit haben wir bei unseren Streits in Anwendung zu Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung muß jeder Bau vertreten fein. Die Lohntommission. J. A.: H. David. 193/15 Cohns Festsäle, Beu Beuthstrasse 20 Amt I, 1722. 5 od sid Goldklares Weissbier NEU! utilaja on aus der Weißbier- Brauerei Friedrichstadt" to 24802 Julius Borsdorf, Neue Königstraße 31/32. Es ist das beste Weißbier und wird stets ohne Wasserzusah verkauft! 22862 Empfehle meine Festfäle mit Bühne, von 100-1000 Personen faffend, zu Versammlungen und Festlichkeiten. Sonnabende und Sonntage im September und Oktober noch zu haben. Gänsefedern 60 Pf. pr. Pfd.( grabere zum Reißen). Schlachtfedern, wie sie v, d. Gans fallen, mit allen Daunen m. 1.50, füllfertiger Gänferupf m. 2.00, beffere daunige Waare M. 2.50, 3.00, beste fchneeweiße M. 3.50, ruffische Daunen m, 3.50, weiße böhm. Daunen. 5.00, ge rissene Federn m. 1.50, 2.00, 3.50. 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Dieser Parteitag sei der erste, der als Gesamt- Parteitag nach nationalen Exekutiven geordnet zusammentrete. Während Oestreich durch nationale und chauvinistische Excesse zerrüttet werde, hat die Socialdemokratie diese Streitigkeiten mit Erfolg zurückgewiesen. Hier in Brünn haben czechische und deutsche Arbeiter ohne Unterschied der Nationalität im gewaltigen Textilarbeiterstreit gegen das internationale Kapital gekämpft.( Bravo!) Der Fortschritt der Partei tritt am deutlichsten in der steigenden des Voltes aufzurühren, bedurfte es der staatsmännischen Einsicht Auflage der Parteipresse hervor. Wenn alle Parteiblätter in des Finanzministers Kaizl, der offenbar aus alter demokratischer deutscher Sprache an einem Tage erscheinen würden, würden sie eine Ueberzeugung( Große Heiterkeit) der Wolfmasse an ihrem eigenen von 246 000 Er Auflagehöhe von 246 000 Exemplaren repräsentieren, während die Leibe zeigen wollte, was so ein Verfassungsbruch bedeutet. Er that czechischen Blätter unter gleichen Bedingungen eine Auflagehöhe von es durch den Erlaß der Zuckersteuer auf Grund des§ 14. Wenn die ganzen Verfassungswirren der breiten Masse des Volkes fremd bleiben, 144 000 Gremplaren erreichen würden.( Beifall.) die Zuckersteuer ist verstanden worden. Dafür sind wir dem Demotraten Kaizl dankbar.( Große Heiterkeit und Beifall.) Wir haben den Kampf mit aller uns zu Gebote stehenden Seiterteit Schärfe geführt. Es giebt manche unter uns, denen die Partei das eine Mal zu schläfrig, das andere Mal zu aufgeregt war. Heute existiert das Ministerium Thun nicht mehr. Ich glaube, daß das selbst jene befriedigen wird, denen die Partei zu lau vore Boltsblattes" hat. D gegangen ist. Den Kassenbericht erstattet Dr. Ellenbogen. Danach betrugen die Gesamteinnahmen bis 31. August 6086 fl. 74 kr., die Ausgaben 6324 fl. 50 kr., so daß eine Mehrausgabe von 237 fl. 76 fr. entstanden ist. Höger Wien fragt unter allseitiger Heiterkeit an, wie es denn mit der Jahreseinnahme von 156 Millionen Gulden stehe, die die Bartet nach den Berechnungen des christlich socialen Deutschen Ellenbogen erwidert, er sei, nach den Forschungen dieses Wie es eben heißt, soll jetzt eine Kombination Alfred Lichtenstein Blattes, bekanntlich auch Kompagnon Rothschilds und Besitzer eines oben auf sein; er soll ein klerikal- czechisches Ministerium bilden Auf Vorschlag Skarets werden als Präsidenten gewählt: Poppauses in der Ringstraße.( Große Heiterkeit.) Wären die Angaben wollen und die Jungczechen sollen sich mit der Aufhebung der Wien, Neme iz Prag, Englisch Krakau, Germ Triest, Hankiewicz- Lemberg( Ruthenen) und Kristan Laibach wahr, dann wäre die Zeit für das Deutsche Volksblatt" vorbei und Sprachenverordnungen einverstanden erklären. Unter allen Umständen soll die fommende Regierung eine fleritale Farbe haben. ( Slowene). Alle Nationalitäten Ostreichs( Deutsche, Czechen, Polen, es würde keine Leser mehr für seine Lügen finden. Die Nationen Oestreichs Den dritten Bericht erstattet Hut mögen schwer unter Italiener, Ruthenen Jund Slowenen) sind also in der Leitung des Abg. Rieger über die Thätigkeit des focial- zu bringen sein; unter den Jesuitenhut sind sie aber sicherlich nicht Parteitags vertreten. = hingeordnetenhause. Das Parlament war in dieser Zeit voll- an die Schwarzen ihre politische Seele verkaufen, die Arbeiter Popp Wien übernimmt den Vorsitz und weist darauf hin, demokratischen Verbandes im östreichischen Abzu bringen!( Bravo!) Mögen die Politiker jeder bürgerlichen Bartei daß dieser östreichische Parteitag der erste sei, der im eigenen Hause kommen arbeits- und aktionsunfähig, das geht schon aus der Zahl werden es nicht thun!( Bravo!) Wenn man glaubt, mit einem tagt.( Bravo!) Die Brünner Genossen haben hier für die Partei der Sigungen seit dem Herbste 1897 hervor. In diesem Zeitraumie flerifalen Minifterium Ordnung in Oestreich schaffen zu können, ein eigenes Heim geschaffen. haben nur 94 Sigungen stattgefunden, von denen 11 reine dann irrt man sich. Jedem Versuch, zu verschleiern, jedem Versuch, Hierauf wird eine achtgliedrige Mandats- Prüfungskommiſſion Obstruktionssigungen waren und 52 der Verhandlung von Minister- den Scheinparlamentarismus wieder in Gang zu ſehen, werden wir = = gewählt, in der alle Nationalitäten vertreten sind. Die Tagesordnung wird wie folgt festgesetzt: 1. Berichte: a) der Gesamtpartei; Referent: Staret. b) der nationalen Exekutiven. D 2. Politische Lage und Tattit. Referent: Dr. Adler. 3. Organisation der Gesamtpartei. Referent: Josef Krapfa. 4. Die internationale Socialdemokratie und der Nationalitätenstreit in Oestreich. Referent: Josef Seliger. 5. Wahl einer Kommission zur Revision des Parteiprogramms. Referent: Dr. Wilhelm Ellenbogen. 6. Arbeiterschutz. Referent: Josef Hannich. 7. Konsumvereine. Referenten: Dr. Adler und Schuh8. Frauenbewegung. Referentin Adelheid Popp. 9. Verschiedenes. meier. Die Geschäftsordnung wird debattelos genehmigt. Berhandelt foll täglich von 9-12 und von 2-6 Uhr werden. Begrüßungen. Bopp begrüßt mummehr die Gäste des Parteitages, Genosse Frohme, der die deutsche, und Genosse Baron, der die ungarländische Socialdemokratie vertritt. einen entgegentreten, nicht durch mechanische Obstruktion, sondern durch den Appell an alle lebendigen Kräfte im Volte. Das Ministerstürzen ist nicht unsere wichtigste Aufgabe. Auf einen Minister tommt ein anderer. ( Heiterkeit.) Eine Regierung aber, die das Kulturniveau zurüc schrauben will, muß von uns mit noch größerer Schärfe bekämpft werden, als jede andere. Auf die allgemeinen Andeutungen unserer Taktit muß ich mich in diesem Augenblick beschränken. Die Taktik, die wir bisher verfolgt haben, werden wir auch in Zukunft verfolgen. Die Socialdemokratie fennt keine anderen Interessen, als die Interessen der Arbeiterklasse. Die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Intereffen des Proletariats sind aber für alle Nationen dieselben, deshalb können wir in diesem zerrissenen Lande einheitliche, socialdemokratische Politik machen!( Langanhaltender Beifall.) anklagen, Motstandsanträgen usw. gewidmet waren. Wohl war die Stellung der Fraktion in dem zerklüfteten Parlament außerordentlich jchwierig, wir glauben aber unsere Schuldigkeit in vollem Umfange gethan zu haben.( Beifall.) Redner bespricht die parlamentarischen Vorgänge und den Anteil, den die socialdemokratische Fraktion daran genommen hat und erörtert zum Schluß die Frage, was mm tommen würde?" Es heißt, es solle jezt gegen die Czechen regiert werden. Was aber auch versucht wird, jedenfalls kann dies Parlament nur Es kann nur noch für sehr furze Zeit zusammengeleimt werden. noch zu einem Scheinleben erweckt werden. Es wird nichts anderes übrig bleiben, als an Stelle des verfaulten Privilegien- Parlaments zur ehrlichen Demokratie zu greifen. Zu ihr muß man tommen; wenn dieser Staat nicht elend zu Grunde gehen soll!( Bravo.) der italienischen Partei seinen Gruß. Cabrini, der zu drei Jahren Hierauf entbietet Abg. Cabrini dem Parteitage im Auftrage An das Referat fnüpfte sich eine lebhafte Debatte. Kerker und drei Jahren Zwangsdomizil verurteilt ist und sich in Dr. Morgenstern( Sternberg in Deutsch- Mähren) hätte der Schweiz aushält, erinnert an die italienische Reaktion. Der§ 14 eine viel schärfere Bekämpfung des Ministeriums Thun während der sei kein Privilegium für Oestreich. Auch in Italien herrscht die zwei Jahre ununterbrochenen Verfassungsbruches gewünscht. Die schärfte Reaktion. Der Parlamentarismus ift lahm gelegt und die Steuerverweigerung hätte proklamiert werden sollen durch Soldateska jezt sich mit grenzenloser Berachtung über Recht und die Abgeordneten, die dies Signal gefahrlos geben fonnten. Das Verfassung hinweg. Auch in Bezug auf die nationale Frage herrscht Flugblatt, das herausgegeben und in Millionen verbreitet worden manche Analogie zwischen Italien und Oestreich. Der Kampf gegen ei, habe in seiner fühlen Sachlichkeit nicht die Sprache des Volkes den von Rom ausgehenden Centralismus ist entbrannt, ein gesunder gesprochen und sei der Opfer, die es gekostet, nicht wert gewesen. Föderalismus ist auch das Ziel des italienischen Socialismus. Nur Auch Reichsrats- Abgeordneter Berner vertritt einen ähnlichen Er wolle es wagen, ein Sezer zu sein. Die Tattit die Arbeiterklasse kann die nationale Frage lösen. Auf dem Spiel- Standpunkt. berge hielt die östreichische Regierung einst die italienischen Revo- des Zuwartens, des„ Gewehr bei Fuß" müsse aufgegeben und der lutionäre wie Sylvio Pellico eingekerfert. Jetzt sperrt die italienische Stampf in Feindesland getragen werden. Die Protestbewegung gegen Reaktion die italienischen Freiheitskämpfer in italienische Gefängnisse die Erhöhung der indirekten Steuern fei viel zu spät begonnen ein. Trotz aller Unterdrückungen aber geht es vorwärts.( Stürmi- worden. Auch werde der nationale Streit viel zu sehr in den Vordergrund gedrängt, während doch der Arbeiterschaft die wirtschaftlichen scher Beifall.) Nunmehr erfolgen die Berichte der nationalen Erefutiven, die Fragen viel näher gingen. Die Partei müsse den demokratischen überall starte Fortschritte der proletarischen Bewegung melden. Betreut this er inte um Standpunkt in erster Linie hervorkehren und den Kampf um das Eine Diskussion findet nicht statt. Der Parteivertretung wird Wahlrecht wieder aufnehmen. einstimmig Decharge erteilt. Nunmehr schreitet der Parteitag zu Punkt 2 der Tagesordnung: Politische Lage und Taktik. eines Volkes über das Die Weiterberatung wird hierauf auf Montag vertagt. Versammlungen. Frohme: Im Namen der deutschen socialdemokratischen Partei habe ich Ihnen die herzlichsten Grüße zu überbringen. Ich bin hierhergeschickt, damit aufs neue der Beweis geliefert werde, daß die deutsche Socialdemokratie mit Ihnen einig ist im Geiste und im Streben. Wir kennen teine uns trennenden Unterschiede.( Bravo.) Wir wissen den schweren Kampf zu würdigen, den Sie feit geraumer Zeit für die Sache des östreichischen Volkes führen. Mit Stolz und Freude blickt die deutsche Socialdemokratie auf die östreichische Bruderpartei. Ohne topflose Schritte Abg. Das zhnsti: Wenn wir die Bedingungen für unsere zu thun, haben Sie doch mit stählerner Energie den Kampf gegen die Reaktion aufgenommen. Wer weiß, welche Ueberraschungen, Taktit und Agitation zu diftieren hätten, dann hätten wir die welch neue schweren Kämpfe Ihnen die nächste Zukunft bringen wird. Bourgeoisie längst ausgestrichen.( Heiterkeit und Beifall.) Diese Aber Sie fürchten den Kampf nicht, er ist Ihr Lebenselement und Bedingungen werden uns aber gegeben und wir müssen nach ihnen unter dem Banner des demokratischen Socialismus werden Sie Referent ist Dr. Victor Adler: Wir wären heute in einer unsere Taftit nüchtern und flug einrichten. Wir sind eine Kezersiegen!( Lebhafter Beifall.) schwierigen Lage, wenn unsere Haltung abhängig wäre von den partei, ein Kezer in der Socialdemokratie ist also gewissermaßen Baron- Budapest: Sämtliche bürgerliche Parteien Ungarns augenblicklichen Ereignissen des politischen Lebens. Wäre dies der ein potenzierter Socialdemokrat.( Heiterkeit.) Die Partei ist keinen wetteifern darin, den Haß der Ungarn gegen Oestreich zu Fall, so müßte dieser Punkt heute von der Tagesordnung abgesetzt Augenblick von ihren demokratischen Forderungen abgen. Die ge aufs schüren. Sie wollen dem Volke einreden, an seinem Elend und bis zum Ende der Woche verschoben werden. Wir sind in czechischen Genossen waren gezwungen, die nationale und seiner Unterdrückung sei Oestreich schuld. Wir suchen einem Moment zusammengetreten, wo die vollständige Ratlosigkeit Tapet zu bringen, um den Wolfsbetrug der Jungczechen 31 ent ( Bravo!) Die Wahlrechtskämpfe haben nicht aufgehve diesem Glauben ein Ende zu machen: wir wissen, daß das östreichische der offiziellen Kreise und der Bankrott jener Politik offen- larven.( Bravo!) Volt ebenso ausgebeutet ist, wie wir.- Der jebige Ministerpräsi- fundig geworden sind, unter der wir seit mehreren Jahren leiden. Freilich fehlt die Atmosphäre von 1893. Aber fünstlich läßt sich eine dent Koloman Szell ist ein Scheinliberaler. Die Devise, mit der er Wir treten in einem Moment zusammen, wo die unmittelbare poli- große Voltsbewegung nicht hervorrufen.( Bravo!) die Regierung antrat, Gesez, Recht und Gerechtigkeit an Stelle der tische Zukunft des Landes ein Fragezeichen ist. Die socialBanffyfchen Gewaltthat und Willkür zu sezen, war eine leere Phrase. demokratische Partei empfängt aber ihre Losungen nicht vom Tage. Wie früher herrschen Unrecht und Ungesetzlichkeit. Das muß vor Die in Oestreich herrschenden Parteien kämpfen mun darum, wie Europa gesagt werden. Ungarn fürchtet die Meinung Europas; es man Ostreich einheitlich regieren und Vorteile für die eigene Zur Lohnbewegung der Buzzer. Wie die Lohnkommission in will ein Kulturvolt sein, oder es wenigstens nach außen hin scheinen. Partei herausschlagen fann. Sie interessiert die Frage, ob die alte Darum möge die europäische Presse den ungarischen Arbeitern zu Majorität bestehen bleiben oder ob darin an Stelle des czechischen der gestrigen, start besuchten Versammlung, die in den„ ArminHilfe kommen.( Beifall.) das deutsche Element treten, oder ob ein Beamtenministerium hallen" tagte, berichten konnte, nimmt die Lohnbewegung einen recht Namens der deutschen und der czechischen Parteiorganisation von tommen soll. Die Idee, daß die deutsche und czechische Bourgeoisie günstigen Verlauf. Seit der letzten Versammlung find eine Anzahl Brünn heißen Dr. Czech und Habermann den Parteitag willkommen. zusammen das Land regieren sollen, wird gar nicht erörtert, Neubewilligungen zu verzeichnen. Insgesamt haben bisher 75 UnterSie danken hierbei in herzlichen Worten für die Unterstützung, die weil sich unser Bürgertum noch gar nicht von dem Gedanken nehmer, darunter 20 Mitglieder des Bundes der Bau-, Maurer- und die östreichische, deutsche und englische Arbeiterbewegung den 12 000 der Herrschaft andere emancipiert Bimmermeister, die Forderungen unterschriftlich anerkannt. Verschiedene streikenden Brünner Textilarbeitern und Arbeiterinnen gewährt hätte. hat. Die tiefe Spaltung, die seit den letzten Jahren zwischen den Unternehmer, die dem Bunde angehören, versuchen immer noch auf UmWenn ein so glänzender Sieg über das Kapital errungen worden bürgerlichen Parteien der Deutschen und Czechen besteht, macht es wegen, indem sie angeblich die Arbeit an den Polier oder andere Personen, ſei, ſo ſei es neben der vorzüglichen Organisation dieser Unter- unmöglich, daß wir zu einem geregelten parlamentarischen Leben welche die neuen Bedingungen bewilligen sollen, vergeben, die dringende stüßung zu danken. Die Brünner Arbeiter würden diese Unter- gelangen. Wenn die Völker Oestreichs heute noch einen gemein- Arbeit fertiggestellt zu bekommen. Die vorgenommene Baukontrolle hat stügung nie vergessen und ihre Dankbarkeit durch die That beweisen. Samen Gedanken haben, so ist es der, daß sie dies Oestreich nicht ergeben, daß außer den Bauten, auf welchen gegenwärtig etwa Abg. Hy besch, der Brünn im Reichsrat vertritt, schließt sich wollen. Die gegenwärtige Krise soll nicht zu einem faulen Frieden 650 Putzer zu den neuen Bedingungen arbeiten, 21 Bauten vora diesem Dante namens der organisierten Tegtilarbeiter an. führen; es darf nicht zusammengeleimt werden, was nicht zusammen- handen sind, auf welchen die Buzarbeit bereits in der vorigen Innerhalb 14 Tagen werden Hierauf wird in die Tagesordnung eingetreten. zuleimen ist. Was stürzt, muß fallen, und wir wollen stoßen, daß Woche begonnen werden mußte. 50 Bauten hinzukommen, ca. bei welchen die Buzarbeit es falle.( Lebhafter Beifall.) Daneben haben wir die, wenn man wenn die Unternehmer bes so will, konservative Aufgabe, die Kulturfähigkeit der Völler Oestreichs ihren Anfang nehmen muß, Staret Wien erstattet Bericht im Namen der Gesamtpartei. zu heben und sie nicht verkommen zu lassen. Hat man uns deshalb deutende Nachteile vermeiden wollen. Wohl oder übel werden sich die dazu bequemen müssen, trotzdem sie einen Das wichtigste Werk des Wiener Parteitags zu Pfingsten 1897 war boch- ein famoser Wiz der Geschichte- uns, die Umstürzler", taiserlich Unternehmer der Ausbau der Organisation. Die alte Form einer einzigen fönigliche Socialdemokraten genannt. Redner schildert nun die entgegengesetzten Beschluß gefaßt haben, die aufgestellten Forderungen Centralorganisation, in der die nationalen Seftionen nur Tattit der Socialdemokratie in den letzten zwei Jahren besonders zu bewilligen, besonders dann, wenn die Buzer so einheitlich wie andeutungsweise zur Geltung famen, wurde in dem Maße unmöglich, den Sprachenverordnungen gegenüber. Es heißt nun, daß die bisher vorgehen. Die Zahl der Arbeitswilligen" aus den Reihen als neben dem deutschen auch das czechische und polnische Sprachenverordnungen aufgehoben werden und daß man hierfür nach der Buyer ist auf 78 gesunten. Anderseits haben sich allerdings Proletariat zum Klassenbewußtsein und zur organisatorischen einer Form suche, unter der es auch die Jungezechen schlucken Maurer gefunden, die den Ausständigen in den Rücken gefallen find verrichten. Aber jezt Buzzarbeit auch diese Bahr Selbständigkeit herangewachsen war. Die neue Organisation fönnen. Unter dem Vorwand nationaler Errungenschaften, in Wirk- und hat ihre Feuerprobe bestanden. Mitten im Toben des lichkeit aus Ehrgeiz, Herrschsucht und Streberei haben die Jung ist so minimal, daß sie für die Bewegung ohne Einfluß Chauvinismus ist die östreichische Socialdemokratie aller Zungen czechen dem alten Oestreich alles geopfert. Fallen die Sprachen ist. Auf Grund des gesamten Resultats tann die Situation eine sehr gute bezeichnet werden und berechtigt zu einig und geschlossen geblieben; niemals war sie mit gleicher Schlag- verordnungen, dies Feigenblatt, das ihre Verrätereien an der Frei- als fraft ausgerüstet und ihrer tattischen Aufgaben so gewachsen, wie heit decken sollte, fort, dann stellt sich offenkundig heraus, daß sie sich der Erwartung, daß die Lohnbewegung mit einem vollen Siege der Buyer enden wird. Darüber scheint auch bei den Unternehmern jett, seitdem die neue Organisation dem Proletariat jeder einzelnen umsonst prostituiert haben.( Lebhafter Beifall.) Nation seine volle organisatorische Selbständigkeit verbürgt. Die in Heute handelt es sich nicht mehr um die Sprachenverordnungen, fein Zweifel mehr zu sein, denn verschiedene, die zwar noch nicht Wien, dem Sitze der Gesamtpartei Vertretung, anwesenden Mit- sondern um eine Machtfrage zwischen den Deutschen und den Czechen, bewilligt haben, wünschen jetzt, daß Verhandlungen angebahnt glieder der nationalen Exekutivausschüsse traten in der Regel jeden um die Frage, wer von beiden im Bunde mit den Kleritalen und werden, damit sie aus dieser Kalamität, in die sie durch die Beschlüsse des Unternehmerbundes geraten sind, wieder herausMonat einmal, im Bedarfsfalle auch öfter, zur Beratung gemein- Bolen in Oestreich herrschen soll. Nach einer längeren Diskussion, in der sich alle Redner samer Angelegenheiten zusammen. Die ständige Fühlung mit der In dieser Zeit des hochgehenden nationalen Kampfes hat die fommen. äußerten und der Meinung Ausdruck Fraktion wurde dadurch hergestellt, daß dazu delegierte östreichische Socialdemokratie ihre Feuerprobe bestanden; sie hat ge- in diesem Sinne Mitglieder der Erekutive den Sizungen des Verbandes regelmäßig zeigt, daß sie im stande war, den Gesamtinteressen aller Nationen gaben, daß in den nächsten Wochen die neuen Arbeitsbedingungen überall durchgeführt sein werden, wurde bekannt gegeben, daß am beiwohnten. Bei allen diesen Arbeiten der Gesamtegekutive war zu dienen und die Interessen jedes Einzelnen zu wahren. niemals auch nur eutfernt von der Majorisierung einer nationalen Redner wirft nun einen Blick auf das eben gestürzte Ministerium Mittwoch eine Baudelegierten- Sigung stattfindet, in der jeder Bau Gruppe die Rede; bisher wurden alle wichtigen Beschlüsse einstimmig Thun. Es war mit geschickten Leuten besetzt, aber es stand vor der vertreten sein muß. Am Donnerstag erfolgt wieder die Auszahlung gefaßt. Auch in der Durchführung der von der Gesamtpartei- unmöglichen Aufgabe, den Ausgleich mit Ungarn auf parlamentarische der Streitunterstüßung im Centralbureau Rosenthalerstr. 57. Außer vertretung gefaßten Beschlüsse durch die einzelnen nationalen legale Weise fertig zu stellen. Am Ausgleich sind gewiß auch die dem wurde zur strengen Ausübung der Baukontrolle aufgefordert Erefutivausschüsse störte bisher nicht die geringste Differenz die Ein- Arbeiter interessiert: unsere Industriearbeiter haben ebensowenig und darauf hingewiesen, daß jeder zu den neuen Bedingungen are heilichkeit der Aktion. wie die ungarischen Landarbeiter ein Interesse daran, daß zwischen beitende Puger verpflichtet ist, pro Tag eine Mark an den Streika Zum Gesamtparteifonds steuerten die einzelnen nationalen Oestreich und Ungarn Zollschranken errichtet werden. Aber daraus fonds abzuführen. Die Cementierer und Berufsgenossen hielten am Mittwoch, Exekutiven nach ihrer Stärke bei. Es versteht sich von selbst, daß folgt noch nicht, daß man Oestreich dem ungarischen Grundadel gedie alten und großen deutschen und czechischen Organis bunden ausliefern mußte, das ist jedoch durch den Ausgleich, wie er den 20. September, bei Buste, Grenadierstraße, eine öffentliche Vera sationen die Hauptlast tragen und daß insbesondere die gemacht wurde, geschehen zum Schaden Oestreichs und der östreichi- fammlung ab. Redacteur Pörsch sprach über Zweck und Nutzen Slovenen und Italiener, sowie die Organisationen ichen Arbeiterschaft. Es war ein Fehler der bürgerlichen Opposition, der gewerkschaftlichen Organisation. Die Anwesenden folgten dem Galiziens, die nicht nur das ärmste Proletariat umfassen, daß sie mit der Obstruktion in dem Momente wieder einsetzte, wo interessanten Vortrag mit dem größten Interesse und erntete Redner sondern auch unter furchtbaren Verfolgungen zu leiden haben( unter die Majorität entweder gegen den Ausgleich hatte stimmen oder in lebhaften Beifall. Bon einer Diskussion wurde Abstand genommen. Sem galizischen Ausnahmezustand 24 Jahre Kerter), soweit die be- demselben ihr Grab hätte finden müssen. Nun wurde der Ausgleich Zum Bertreiben des Grundstein" wurden Weber, Rheinsbergerstr. 53, Kümmel, Admiralstr. 6 und Marred, Dennewitzscheidenen Mittel reichten, unterstügt wurden. Ebenso wurden der mit dem§ 14 gemacht. ungarländischen und kroatischen Socialdemokratie Mittel Man hätte den ganzen Ausgleich octrohieren können, außer der straße 19, gewählt. Marred stellte den Antrag, zur nächsten Ber Socialdemokratie hätte sich wenig in Oestreich gerührt. Die Masse sammlung Wahlen von Bezirks- Bahlstellen vorzunehmen. bewilligt. 1. Berichterstattung. r Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, 26. September. Opernhaus. Der Ning der Nibe lungen. Die Walküre. Anfang 72 Uhr. Schauspielhaus. Ewige Biebe. An fang 7 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Geschlossen. Deutsches. Rosmersholm. Anfang 71/2 Uhr. Leffing. Antonio e Cleopatra. Anfang 72 Uhr. Berliner. Dolly. Anfang 7/2 Uhr. Schiller. Viel Lärmen um nichts. Anfang 8 Uhr. Neues. Kiwito. Anfang 72 Uhr. Westen. La Traviata. Anfang 72 Uhr. Thalia. Der Plazmajor. Anfang 72 Uhr. Residenz. Jagdfreuden. Vorher: Thalia- Theater. Central Theater Tel. AmtiVa 6440. Dresdenerstr. 72/73. Heute und folgende Tage: Der Plazmajor. Brachtvolle nene Ausstattung? Thomas, Thielscher, Helmerding, Junkermann. Jm 2. Att: Gr. Mutostop Terzett. Anfang 7 Uhr. Ende 10% Uhr. Vor der Vorstellung Konzert im Tunnel. Friedrich- Wilhelmst. 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