Nr. 226. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: dive Bierteljährl. 8,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit tauftrierter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungs Preisliste für 1899 unter Mr. 7820 Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheink täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 fg., für politische und gewertschaftliche Vereinsund Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Kleine Anzeigen" jedes Wort 5 Pfg. ( nur das erste Wort fett). Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: nrt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: ,, Borialdemokrat Berlin" Centralorgan der socialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Mit dem 1. Oktober eröffnen wir ein neues Abonnement auf den „ Vorwärts" mit seinem wöchentlich fünfmal erscheinenden Unterhaltungsblatt und der Sonntags- Beilage Die Neue Welt". Hanna Mittwoch, den 27. September 1899. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. von der Krone und im Bunde mit ihr vom Juntertum in noch eines netten Einbruchsdiebstahls. Diesmal haben wir nicht einder gröblichsten Weise gebrochen worden; die preußische mal die Einbruchscigarren bekommen. Das Organ polemisiert einStaatsverfassung beruht durchaus auf revolutionärer, wenn fach nicht mehr mit uns. auch konterrevolutionärer Grundlage. hunda 190dbolder Von Peter Egge. Für Berlin nehmen sämtliche Beitungsspediteure sowie unsere Expedition, Benthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennig frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämtliche Postanstalten stellungen zum Preise von 3 Mark 30 Pfennig Aurwesentlich verstümmelt wurde, für die Monate Oktober, November, Dezember entgegen.( Eingetragen ist der„ Vorwärts" in der Post- Zeitungsliste Die Redaktion des Vorwärts". unter Nr. 7820.) innos " Preußisches Verfassungsrecht. festgestellt worden. " " Ein hoher Beamter schreibt als Vertrauensmann des kanalbegeisterten Finanzministers v. Miquel Artikel gegen den Kanal, die aber nicht Herr Miquel, sondern der wütende Kanalgegner Herr v. Stumm honoriert! " Wir verstehen diesen Stolz vollauf, der auch die zunächst interUeber die Einwände, die gegen diese Auffassung erhoben essierten Blätter befallen hat: die„ Kreuz- 8tg.", die gänzlich schweigt, worden sind, lohnt es sich kaum, ernsthaft zu sprechen. Es und die bündlerische Deutsche Tages- 3tg.", die mit einer köftlichen dist gesagt worden, wer den rechtlichen Bestand der preußischen Verlegenheitszeile zu entwischen sucht. Wir verstehen diese plötzlich Verfassungsurkunde leugne, der proklamiere damit den vor erwachte vornehme Schen, mit dem Vorwärts" zu polemisieren. Denn ad märzlichen Absolutismus. Das ist handgreiflich unwahr, denn es handelt sich nicht mehr nur darum, daß festgestellt worden ist, wie mit der Verleugnung der preußischen Verfassungsurkunde einer der höchsten Beamten als tonservativer Agitator fich bezahlen läßt, landet man nicht im vormärzlichen Staat, sondern bei den und wie er seine Arbeitskraft der journalistisch- parlamentarischen Aprilgesehen von 1848, bei der unbeschränkten Preß- und Thätigkeit statt dem Amte widmet. Eine bedeutsame politische Im Unterhaltungsblatt beginnen wir am 1. Oftober mit dem Vereinsfreiheit, bei dem allgemeinen Stimmrecht und so weiter. Intrigue ist durch unsere Mitteilung unividerleglich, urkundlich Abdruck eines ergreifenden, psychologischen Romans Durchschlagender ist es scheinbar, wenn eingewandt wird, die Boltsvertretung habe nachträglich das ursprüngliche Unrecht Octroyierungen sanktioniert. Allein auch dies Quidproquo ist sehr leicht in seiner absoluten Hinfälligkeit aufzudecken. Als die preußische Krone im Dezember 1848 die Verfassung octroyierte, erklärte sie selbst, sie werde die octroyierte Ver- Wunderbare Zustände, die an die Zeiten der Camarilla unter fassung einer auf Grund des Wahlgesetes vom 8. April 1848 Friedrich Wilhelm IV. stark erinnern! Miquel, Zedlitz, Stumm- das einzuberufenden Versammlung zur Revision und nachträge sind die Männer der Sammelpolitik gegen den Umsturz, während in der lichen Genehmigung vorlegen. Be- schon bei dieser Gelegenheit das Wahlgesetz nicht un- der die" Post" bezahlt, für Herrn v. Stumm gegen den Kanal schreibt. Abgesehen davon, daß Kanalfrage Herr Bedlig nachweislich nur für die Ansichten dessen, war damit allerdings Denn Herr v. Miquel, der sich souft von Zedlig journalistisch be der richtige Weg beschritten, um eine widerrechtliche Gewalt- dienen läßt, ist ja bekanntermaßen als Minister des Königs einer that zu fühnen, die möglicherweise aus Gründen höherer der eifrigsten Verteidiger des Mittelland- Kanals. Freiherr v. Zedlis, gewählte Kammer die octroyierte Verfassung nicht so revidierte, organisiert, er war es, der die Losung Honorar 25 M, Staatsraison nicht zu vermeiden war. Allein, als die neu- der Vertraute Miquels, hat den Widerstand gegen den Kanal ausgab, wie es der Krone genehm war, wurde sie abermals wider der Entwurf müsse mit so großer Mehrheit abgelehnt werden, rechtlich gesprengt und nunmehr die Dreiklassenwahl octroyiert. daß die Regierung feine Neigung verspürte, mit ihm noch Auch dies Wahlsystem konnte nachträglich legalisiert werden, einmal Zit fommen. Wir wollen hoffen, daß Herr aber selbstverständlich nur durch eine auf Grund des Wahl- v. Miquel durch unsere Feststellungen zu seiner Ueberraschung gesetzes vom 8. April 1848 einberufene Versammlung, und erfahren hat, daß sein Jutimus gegen ihn selbst agitiert hat, noch feineswegs, wie die Streuz- 3tg." behauptet, durch eine Stantmer, dazu in einer Weise, die den Finanzminister auch als Obersten des Die neuestens mehrfach erörterte Frage, was im preußischen die selbst ihr Dasein der Dreiklassenwahl verdankte. Man Einkommensteuerwesens außerordentlich interessieren muß. Staate denn eigentlich verfassungsmäßiges Recht sei, läßt sich braucht sich das Verhältnis nur aus dem Staatsrechtlichen ins Wir hoffen, wie gesagt, daß unsere Abrechnung" für Herrn ebenso erschöpfend wie schnell mit dem halben Dugend Worte Privatrechtliche zu übersehen, um sofort zu erkennen, daß die v. Miquel cine leberraschung gewesen; denn hätte er um beantworten: die Geseze vom 6. und 8. April 1848. Das verfassungsrechtlichen Schlußfolgerungen des Junkerblattes von diefe Thätigkeit in der Kanalfrage gewußt, so würde er vorsichtigereine dieser Geseke giebt jedem Preußen, der das 24. Lebenjahr einer wahren Verbrecherlogif zeugen. Nimmt man an, daß A weise den Freiherrn v. Zedlig nicht mehr als Agenten seiner allvollendet hat, das allgemeine gleiche Stimmrecht zur Wahl dem Beine Million raubt und sie dem schenkt, so fann gemeinen Bolitik verwendet haben, weil der Minister sich ja einer Voltsvertretung, die durch Vereinbarung mit der Krone dieser Raub wohl dadurch gefühnt werden, daß B nachträglich sonst dem Verdacht hätte aussetzen müssen, daß er wie in den die künftige Staatsverfassung ausarbeiten sollte, während das seine Genehmigung zu der ihm angethanen, widerrechtlichen anderen politischen Fragen auch in der Kanalangelegenheit der Aufandere die allgemeine Grundlage der neuen Verfassung fest- Gewalt erteilt, aber nun und nimmer dadurch, daß den traggeber seines Leibjournalisten gewesen sei- ein ungeheuerlicher stellt: die unbeschränkte Preßfreiheit, die unbeschränkte Vereins- ihm geschenkten Raub für sein rechtmäßiges Eigentum erklärt. Berdacht, der bloß aufzutauchen braucht, um Herrn v. Miquel und Versammlungsfreiheit, die Unabhängigkeit des Richter Eben dies aber behauptet die Streuz- Zeitung". cine- schwere Krankheit zu verschaffen. Freilich fomite Herr standes, die Untersuchung und Bestrafung aller Staats- Mögen sie also der Wahrheit die Ehre geben und rück- v. Miquel nicht ahnen, daß einst die journalistische Thätigkeit seines verbrecher durch die ordentlichen Gerichte, die Ausübung haltlos anerkennen, daß der„ Rechtsboden" der preußischen Spezi" in einer klaren Weise festgestellt werden würde, die das staatsbürgerlicher Rechte ohne Rücksicht auf das religiöse Verfassungszustände, so wie sie thatsächlich bestehen, eine Herz jedes Steuereinschätzungs- Kommissars höchlichst erfreuen muß. Glaubensbekenntnis, endlich das Steuerbewilligungsrecht der Reihe widerrechtlicher Gewaltthaten ist. Stellt sie sich dessen- Es scheint fast, als ob die agrarische Deutsche Tageszeitung" Volksvertretung und ihre Zustimmung zur Festsetzung des ungeachtet auf diesen Boden, so steht sie auf kontrerevolutio- und die Krenz- Zeitung" für ihren Miquel zu fürchten beginnen. Haushaltsetats und zu allen Gesetzen. nären Füßen und legitimiert die Revolution, was ja freilich Denn sie greifen ihn heute an, um ihn durch ihre zeitgemäß be Diese Geseze sind das verfassungsmäßige Recht des eine alte und liebe Beschäftigung des ostelbischen Junkertums willigte Feindschaft zu retten vor den Wirkungen der Zeblitzschen preußischen Staates, nicht jedoch in irgend einem revolutionären ist. Wer dagegen eine friedliche und gefeßliche Entwickelung Honorarrechnungen. Sinne. Gewiß giebt es auch revolutionäres Recht, das aus der preußischen Zustände will, der muß sich auf das gesetzlich den Mündungen der Kanonen geschöpft wird; wer das verbriefte Recht des Landes stüßen, und das ist in erster leugnen wollte, würde mit vermessener Hand an dem Reihe das allgemeine, gleiche, geheime, wenngleich indirekte deutschen Reichsrecht rütteln. Gab es je ein feierlich der Wahlrecht. Daran ist nichts zu drehen und zu deuteln. E3 Ein Klerifal- liberales Regierungsfartell brieftes und unantastbares Recht, so war es das Recht des war der schwerste Fehler des preußischen Liberalismus, als ungefähr was Herr Lieber, nach den Andeutungen seiner geftrigen Deutschen Bundes; dies Recht ist von der preußischen Krone mit er nach der Reaktionszeit der fünfziger Jahre das ganze Land Rede herbeizuführen strebt. Die Konservativen sollen mit Waffengewalt gesprengt worden, und wenn die deutsche Kaiser- hinter sich hatte und unter berechtigter Ablehnung aller ge- Hilfe der ihnen aus der Kanalangelegenheit erwachsenen Ungunſt krone in Versailles auch mit keinem Tropfen demokratischen Oels waltsamen Aufstandsversuche den friedlichen und gesetzlichen bei Seite gedrängt werden und ihre Stellen wollen die Todgejalbt sein mag, so ist sie doch in einer revolutionären Effe ge- Fortschritt" wollte, nicht auf die Aprilgefeße von 1848 zurück- feinde aus der Kulturkampfzeit innig verbrüdert einnehmen. schmiedet worden. Nicht aber hat das preußische Verfassungsrecht zugreifen, sondern sich auf den ,, Rechtsboden" zu stellen, den Dieser saubere Plan hat nun ein schweres Hindernis zu einen revolutionären Ursprung. Als die siegreichen Kämpfer eine Reihe widerrechtlicher Gewaltthaten geschaffen hatte. überwinden. Die Konservativen, hinter denen Herr v. Miquel des 18. März den vormärzlichen Staat gestürzt hatten, wie weit er damit gekommen ist, zeigt seine augenblickliche als Torpedo- Kommandeur schüßend steht, werden mit Umsturzesfamotierte ihnen die Bourgeoisie ihr revolutionäres Recht Jammergestalt. heze und militärisch- marinistischer Propaganda die allerhöchste und bestand darauf, daß die Kontinuität des Rechtszustandes", Die Arbeiterklasse konnte ähnlichen Halbheiten und Schwach Gunst wieder zu gewinnen trachten, während das Centrum der Rechtsboden", gewahrt werden sollte. Ob diese Politit heiten nicht verfallen. Sie schrieb das allgemeine Wahlrecht verdächtigt ist, mit den Socialdemokraten zu paftieren richtig oder unrichtig, ob sie loyal oder illoyal war, darauf auf ihre Fahne und hat es als ihre erfolgreichste Waffe zu und in Sachen der Rüstungspolitik die alten Traditionen kommt es in diesem Zusammenhange nicht weiter an; genug, gebrauchen gewußt. So auch hat sie die kläglichen Stünfte zu überwinden hat. Und die Liberalen haben ihrerseits daß an den Gesezen vom 6. und 8. April vom rechtlichen verschmäht, womit der Zickzackkurs und der Liberalismus das in der Zuchthausvorlage zuerst den Weisungen von Standpunkte aus gar nichts auszusehen ist, auch für den übermütige Junkertum augenblicklich zu bändigen versuchen, Oeynhausen widerstrebt. Darum müssen die neuen Kartellnicht, der überhaupt revolutionäres Recht leugnet. Sie und die Wiederherstellung des gesetzlich verbrieften Landes- brüder, um die konservativen Rivalen aus dem Felde zu wurden in voller Freiheit von der Krone eingebracht und rechts als den einzigen Ausweg aus der Sackgasse proklamiert. schlagen, den Beweis liefern, daß sie in reaktionärer Untervom Vereinigten Landtage genehmigt, kamen also durch fried Beschreitet das Ministerium Hohenlohe- Miquel diesen Weg drückungspolitik gegenüber der Arbeiterbewegung und in ihrer lichen und gesetzlichen Beschluß der damaligen gesetzgebenden nicht, nun so zeigt sich, um mit Lassalle zu sprechen, aber Liebe zum Militarismus und Marinismus es getrost mit den Körperschaften zu stande. und abermals, daß die Monarchie feiner nationalen That Ronservativen aufnehmen können. Um ihre RegierungsfähigAusgeführt worden sind sie freilich bis auf diese Stunde mehr fähig ist, und auch damit kann das Proletariat zu feit zu erweisen, tragen die klerikal- liberalen Verbündeten nicht, ebensowenig wie rechtlich aufgehoben. Sie wurden viel- frieden sein. kein Bedenken, selbst den konservativen Unrat in ihr Programm mehr widerrechtlich suspendiert durch eine Reihe von Gewaltaufzunehmen. theten, die von der Strone mit bewaffneter Hand durchgeführt Indessen, diese Schacherpolitik wird nicht auf die Kosten winden. Es genügt, die wichtigsten dieser Rechtsbrüche zu ihrer Strupellosigkeit kommen. Abgesehen davon, daß im nennen: die Sprengung der zur Vereinbarung der Verfassung Centrum selbst die anständigeren demokratischen Elemente mit der Krone durch das allgemeine Stimmrecht gewählten gegen solche Verräterei rebellieren würden, hat die JunkerVersammlung, die Oftronierung der gegenwärtigen preußischen Die„ Post", die sonst kein wichtigeres Geschäft kennt, als mit fchaft noch einige Mittel, um die Buhlschaft des neuen Kartells Verfassung und die Oftroyierung des Dreiklassen Wahlrechts. dem Vorwärts" zu polemisieren, ist durch unsere gestrige Ab- mit der Regierung zu hintertreiben. Bereits macht die ,, KreuzBei allen diesen Handlungen konnte von irgend welchem Rechte, rechnung" völlig zerschmettert. Sie stammelt folgende Antwort: Zeitung" Herrn Lieber darauf aufmerksam, daß ja gerade das weder in der Form, noch in der Sache, nicht gesprochen werden,„ Der„ Vorwärts" bringt einen Sensationsartikel, der in einer Centrum den Kanal zu Falle gebracht habe, und der bayrische sie beruhten auf der nackten Gewalt, die durch die Herrschaft Reihe von Punkten mit den thatsächlichen Verhältnissen nicht über Kuhhandel wird ein nicht minder zugkräftiges Mittel sein, des Säbels etabliert worden war. Freilich könnte man fagen, einstimmt. Man wird es uns nicht verdenken, wenn wir es ab- um das Mißtrauen gegen das Angebot dieses Kartells zu die Herrschaft des Säbels sei konterrevolutionäres Recht, und lehnen, uns in eine Polemik mit dem„ Vorwärts" einzulassen, berschärfen. wenn die„ Kreuz- Zeitung" so sprechen wollte, so würden wir und darauf verzichten, seine falschen Angaben richtig zu stellen." Für uns haben diese Coulissen- Intriguen fast nur ein ihr das Lob der Konsequenz gewiß nicht versagen. Aber es Sollte Stollege Zedlig auch dieses Entrefilet geschrieben haben, sittengeschichtliches Interesse; sie beweisen, wie tief die bürgerist pute Heuchelei, wenn irgend wer behaupten will, daß die so hat er für jede geile zwar etwa 1,80 m. verdient, das ist aber lichen Parteien unter einem halbabsolutistischen Regime sinken. thatsächlich im preußischen Staate bestehende Verfassung auf nicht zu viel für diese lustigste aller Berichtigungen". Als wir Die ganze Politik erhält Farbe und Form eines öden Lataienirgend einem Rechtsboden" im Sinne der bürgerlichen feiner Zeit uns dokumentarisch mit dem Besitzer der" Post", dem und Vorzimmerspiels um Gunst und Einfluß. Parteien beruht. Die Kontinuität des Rechtszustandes" ist Herrn v. Stumm, beschäftigten, würdigte uns die„ Post" wenigstens " " Politische Ueberlicht. Berlin, den 26. September. Kollege Zedlitz. Lieber- Träume. das ist es Die Freifinnige Zeitung" wittert in der Lieberschen Rede Sturmzeichen". Miquel und die Konservativen wollten nicht bloß in Bezug auf die Zuchthausvorlage und die Militärfragen, sondern auch durch neue Marineforderungen außerhalb des Flottengesetzes& onflitts st off schaffen. " Hinter dem Plan der Reichstags- Auflösung aber stedt offen bar nicht nur die Absicht, von einem neuen Reichstag den nötigen Schutz gegen den äußeren oder inneren Feind" zit erlangen, wie Herr b. Bedliß in der Post" sich ausdrückt, fondern unzweifelhaft auch das schon am 8. Februar 1897 auf einem parlamentarischen Diner im Kastanienwäldchen erörterte Brojekt auf Beseitigung des Reichswahlrechts und Zusammensehung des Reichstags aus Delegierten der Einzel- Landtage. Zuchthaussehnen. geblicher Beleidigung der Herner Gendarmerie abwarten können. Redacteur Wolf vom socialdemokratischen„ Bochumer Volksblatt" hat übrigens wegen desselben Artikels ebenfalls eine Klage erhalten. Zu den Landtagswahlen in Baden schreibt man uns: Die in München stattfindende Generalversammlung des Vereins dentier Eisengießereien nahm nach einem vom Generalsekretär Dr. W. Beumer gehaltenen Vortrage über den Schuß des gewerblichen Arbeitsverhältnisses" folgende Refolution an: „ Die Hauptversammlung des Vereins der deutschen EisenFür die bevorstehende Landtagswahl ist nun die offizielle Brogießereien erklärt strenge Bestimmungen bezüglich des Schutzes der flamation des Landesvorstandes der socialdemo Arbeitswilligen für notwendig, weil die terroristischen Elemente an die tratischen Partei erschienen. Es tandidieren in 6 Wahlkreisen Stelle der Koalitionsfreiheit den Koalitionszwang seßen, der mit der fieben socialistische Bewerber, von welchen die Genossen A. DreesWahrung der individuellen Freiheit und mit der Aufrechterhaltung ba ch und A. Geiß bisher Mandate des 45. Bezirks( Mannder öffentlichen Ordnung unverträglich ist. Unter voller heim Stadt) besaßen und, wie der Ausfall der GemeindeWahrung der Koalitionsfreiheit muß dieser Terrorismus durch wahlen lehrt, zweifellos wieder gegen die Nazzen" oder gesetzgeberische Maßnahmen im Jntereffe des deutschen Arbeiters, Kartellbrüder erkämpfen werden. m nördlichen 46. Kreiſe bes deutschen Arbeitgebers und der deutschen Arbeit bekämpft( Weinheim), tvo bisher die antisemitische Odenwälderei werden, und die Hauptversammlung spricht die zuversichtliche mit Hilfe des Centrums gegen die nationalliberale Partei Erwartung aus, daß der deutsche Reichstag in feiner die Oberhand erhielt, hat sich unsere Partei unter der Arbeiterschaft Herbsttagung zu derartigen geeigneten gesetzgeberischen einen träftigen Anhang zu verschaffen gewußt. Hier kandidiert unsererMaßnahmen feine Mitwirkung nicht versagen werde." seits der Genosse Sommer, Lithograph in Weinheim. Die beiden Wo immer die Großausbeuter sich versammeln, erschallt ihr Antisemiten der badischen Kammer verstanden es, durch ihr AufNuf für die Durchführung des Zuchthausgefezes. Ueberall dieselbe treten im Parlament stets eine so unbeabsichtigte Heiterfeit zu er feinen und Scheinheiligkeit, daß die Soalitionsfreiheit regen, Was vor dem Quartalswechsel der Freisimmigen Zeitung" wie fenfationelle Sturmzeichen erscheinen, wird sich nach ihm als ein Sumpf- Geträufel offenbaren. Man möchte wohl den Konflikt, aber man wagt ihn nicht. Die Konfliktsangst unseres Bürgertums ist also ebenso überflüssig, wie es ein nicht nur ekelhaftes, sondern auch völlig untangliches Mittel ist, einen drohenden Konflikt durch prosti tuierende Preisgabe aller leberzeugungen zu überwinden. B der kommenden Dinge, die gerade deshalb nicht kommen, weil die rismus und Koalitionszwang getroffen werden solle. Ueberall aber nüßen aß es dem Ansehen der badischen Boltsvertretung nur Die Ministerkrise in Oestreich. D -st- Wien, 25. September. auch die zuversichtliche Erwartung, daß die bürgerlichen Parteien dem drängenden Verlangen der Unternehmer, die sich Alleinherren dünken im Lande, gehorchen und die Vernichtung des winzigen einem socialdemokratischen Arbeiter einräumen müßte. Jm 44. Landtags Wahlbezirt Shwegingen Ladenburg fandidiert unsererseite August Feih in Ladenburg. Den Wahlkreis vertrat aber das Verständnis für Politit mangelt. Er kandidiert wieder, aber unter sehr erschwerten Verhältnissen. Koalitions rechts der deutſchen Arbeiter betreiben werden bisher, bet„ Demoltate in der Eder, dem zum Deputierten nicht das Geld, ( Demokraten und Ultramontane) sich gegen den Nationalliberalismus mobil machen lajien. Vor vier Jahren erhielt unser Kandidat Ged mobil machen lassen. Vor vier Jahren erhielt unser Kandidat Ged 500 Stimmen, der nationalliberale Sieger 700; allein von den 48 Wahlmännern fegten wir nicht einen einzigen durch. Der legte der offiziellen Wahltreife Str. 36( Landbezirk Karlsruhe) war die bisherige Domäne der aus einer Person b. Stockhorner verdankte seinen Die deutsche Arbeiterklasse beginge ein Verbrechen an sich selbst, Die Lösung östreichischer Ministerkrisen geht sonst sehr wenn sie Vertrauen in die Festigkeit der bürgerlichen Parteien gegenflott von statten; das Ministerium darf nämlich immer erft über jenen Ansprüchen segen wollte. Vielmehr zeigen mannigfache Jm 42. Kreise( Pforzheim Stadt) steht unsere Partei, demissionieren, wenn der neue Mann schon hinter der Scene Vorgänge, daß die politische Situation für die Zuchthaustreiber sich wie in der Stadt Durlach, vor einer aussichtsvollen Wahlschlacht. parat steht. Auch diesmal war der übliche providentielle" berbessert. Nur Kraftlose Gegenarbeit der Arbeiterklasse selbst, Bei der letzten Landtagswahl tam der Kandidat Ged dem Siege sehr nahe. Da wir in dem Genoffen Wilhelm Opificius einen an nahe. Da wir in dem Genossen Wilhelm Opificius einen anMann in Bereitschaft und man erwartete, das neue Stabinett schärfster Protest gegen das schändliche Attentat, eindringlichste Agi- fäffigen, sehr populären Kandidaten befizen, ist anzunehmen, daß hier der werde noch Sonnabend gebildet sein. Der unvermeidliche tation auf Weg und Steg kann das Verderbliche zurückweisen. Den Nationalliberalismus diesmal das Feld räumen muß. Siegen wir Fürst oder Graf ist diesmal der Fürst Alfred Liechten bürgerlichen Parteien muß unzweideutig gezeigt werden, daß die heuer, so fällt uns hier in zwei Jahren ein weiteres Mandat zu. stein, ein Schivager des„ regierenden" Fürsten und An- Arbeiter in dieser Lebensfrage teinen Spaß ver- Aehnliche. Chancen bieten sich, wie schon gesagt, im 37. Kreise wärter auf das ungeheure Erbe, das die Liechtensteinischen stehen! 196 gol dmtruspuffer( Durlach Stadt), wo Genosse Anton Fendrich tandidiert und Besitzungen darstellen. Fürst Liechtenstein ist nun bei seinen dnami bilopanditulojd bildes Erfolges sicher ist, sobald die bürgerlichen Oppositionsparteien unterschiedlichen Konferenzen auf die stärksten Hindernisse, Stumm lebt noch! Bom Freiherrn v. Stumm hat man und zwar rechts und links gestoßen. Die erste Bedingung für lange nichts gehört. Er hatte sich einen Arm oder ein Bein verjede Regierung ist heute die Aufhebung der Sprachen- rentt und blieb den ganzen Sommer über der Politit fern. Der verordnungen und jeder Ministerschafts Standidat müßte Stanalhandel scheint ihn nun nicht nur geographisch, sondern auch sich also vor allem der Zustimmung der Jungeze chen zu politisch von Berlin entfernt zu haben. Stummm ist ein Gegner des dieser sie ungemein demütigenden Maßregel versichern. Hier Kanals und darum ist die bisher sehr einflußreiche Persönlichkeit bestehenden konservativen Fraktionen orthodoxen Landgemeinden erhielt nun Fürst Liechtenstein die erste Absage. Aber auch offenbar in Ungnade gefallen. Isinonim od auf der Linten wurde dem neuen Manne der denkbar un- Zu Ehren des scheidenden Landrats von Saarbrüden, Bake, fand liebenswürdigste Empfang zu teil und die geplante Angliede- am letzten Sonnabend ein Festessen statt. Freiherr v. Stu m m rung der verfassungstreuen Großgrundbesitzer an die Majorität brachte den Toast auf den Kaiser aus, in dem er nach einem erwies sich als durchaus unmöglich. Deshalb hieß es gestern, Bericht der St. Johann- Saarbrückener Boltszeitung" den guten Fürst Liechtenstein habe auf die Stabinettsbildung verzichtet. Willen des Kaisers hervorhob ,,, wenn man sich auch nicht immer Trotzdem ist es nicht unmöglich, daß Oestreich das große mit seinem Thun einverstanden erklären könne." 119th Unglück eines ausgesprochen fleritalen Mini- Selbst Herr v. Stumm giebt also zu, daß man z. B. die Deyn steriums dennoch erleiden wird, denn Fürst Liechtenstein Haufener Rede nicht zu billigen braucht. Einst freilich zur Zeit des ist zur Stunde der einzige Cavalier", der miniftrabel ist. Feldzuges gegen die Pastoren berief sich Frhr. v. Stumm auf Sein in allen halbwegs intelligenten Streifen berüchtigter das Wort des Kaisers wie auf ein Evangelium. Es ist eben alles Name hat auf die Klerikalen und die mit ihnen verbündeten wandelbar. D but did this natinaint Antisemiten förmlich elektrifierend gewirkt und da die Liechtensteins mit den einflußreichsten Elementen des öftreichischen Miguel fammelt! Die Berl. Pol. Nachr." werben unentwegt Hochadels versippt sind, so werden hinter den Coulissen alle flir den Wittelland- Kanal. Sie künden großartige Kompenfationen Hebel angesetzt, um das erzreaktionäre Ministerium trog aller für den Often an. Die Staatsregierung sei nach Bewilligung des Mittelland- Kanals dem Bernehmen nach" bereit, in den Hindernisse zuwege zu bringen. nächsten Jahren den Interessenten und Provinzen mit erheb Sollte die Kombination Liechtenstein scheitern, so wird lichen guschäffen au Silfe zu kommen. Wir brauchen wohl ein farbloses, durchaus inoffensives Beamten hier nur an die Weichsel, die Oder, die Savel und Spree zu er ministerium auf den Plan treten. Eine solche Regie- innern und, was Schlesien betrifft, noch insbesondere an die fost spielige Bekämpfung des Hochwassers. " " 1 didas of thin idogo od voimin stidip der agrarischen Haardt( Rheinebene), während die um Karlsruhe gelegenen Ortschaften mit ihrer in der Industrie beschäftigten inimer fräftiger au Gunsten der Social Arbeiterschaft demokratie in Gewicht fallen. Unser Kandidat ist Genosse Theodor Luz in Baden Baden. In den Bezirken Konstanz, Lahr- Land, Rastatt und Bruchsal, woselbst Demokraten aussichtsvoll fandidieren, treten unsere Genossen direkt für die Wahlmänner dieser Kandidaturen ein. Im übrigen richtet man sich bei uns nach der Parole: Nieder mit den Nationalliberalen, gegen das Ministerium Eisenlohe und für die Freunde des allgemeinen gleichen und direkten Wahlrechts! berbleiben unsererseits die 3 3 Abgeordneten ( ap) In der Kammer Ged, Kramer und Schaier. 19 In der Stadt Durlach und in Orten des Landbezirtes Karls ruhe fanden schon gute Wählerversammlungen statt. Am Sonntag regt sich die Agitation auf der ganzen Linie. regt sich die Agitation auf der ganzen Linie. Das Ministerium Puttkamer auf dem Kriegspfade. Aus Straßburg i. E. wird uns geschrieben: Das Ministerium Butttamer hat es für rätlich gehalten, zum Schuße gegen die Kritif, welcher die von ihm im Lande der wiedergewonnenen Brüder" rung könnte nichts mehr sein, als ein Uebergang Der Junker pfeift auf solche Versprechungen. Er verlangt Bar- inaugurierte Knebelungsära seitens der Socialdemokratie in Bresse Sprachen- zahlung. anderes zu leisten haben, als die Aufhebung der Sprachen zahlung.in, od napouerspletnih ilicho punto berordnung durchzuführen und die Delegationswahlen in Das klerikale Zelotengegeifer gegen den„ ult" geht munter Sicherheit zu bringen. Aber ob es ein halb oder fort. Wenn die uit"-Leute weniger ängstlich wären, so würden sie ein ganzparlamentarisches oder ein durchaus unparlamen- für die verletzten Gemüter eine Blumenleſe der gemeinen Betarifches Ministerium sein wird, das uns die so schimpfungen zufammenstellen, die sich die Orthodoxie der verschiedenen furzsichtige Vorsehung beschert: die naturwidrigen Irrungen Ronfeffionen gegenseitig gewidmet hat. und Wirrungen werden dadurch nicht um ein Jota geringer werden. Der Stand der Ministerkrisis ist andauernd unverändert. Nachdem Gerüchte cirkulieren, daß der Kaiser neuerdings Chlu mezh mit der Bildung eines deutsch liberalen Kabinetts betraut habe, äußerten sich die Polen und Czechen, daß, falls ein solches Kabinett zu stande kommen würde, die Rechte dasselbe sofort durch schärfste Opposition zu stürzen suchen werde. " Invadil Inline m Deutsches Reich.anut jonmur Um das Wasser zu trüben, zuerkennen." Gerichte in Anspruch zu nehmen. Anlaß zu diesem lühnen Wagnis gab eine scharfe Censur, die der Vertrauensmann unserer Straßburger Parteigenossen, Böhle, in einer auf babifchem Boden abgehaltenen Versammlung der hiesigen Socialisten in berechtigter Entrüstung über die unserer Bartei gegenüber fortgefegt beliebten Mouts Placereien der reichsländischen Polizeigewalt dem derzeitigen Re Der 111 dunst wolfschip migierungssystem in Elsaß Lothringen ausgestellt hatte. Edle Ziele. Der Innungsausschuß in Nürnberg hatte Sprecher, dessen Worte den Anschauungen aller wahrhaft liberal dem Würzburger Handwerkertage folgende, allgemeinſter Kenntnis gesinnten Leute innerhalb und außerhalb der Grenzen Elsaß ant ber Hoheit ber Butttamerschen Regierungsweisheit in Bom Dienstag wird aus Wien vom„ Herold- Bureau" tele- nahme würdige Resolution, die nur wegen vorgerückter Zeit von der Lothringens Ausdruck verliehen, ward also wegen Verbrechens Tagesordnung abgesetzt wurde, unterbreitet: graphiert: Untersuchung gezogen und diese halbe Arbeit im Stampfe 1. Es fei an den hohen Wahrheit, Freiheit und Recht ift noch niemals die Bitte um Einführung berat und deutschen Reichstag des Arbeitsbuches für alle gegen Sache der reaktionären Gewalten gewesen! gleichzeitig auch auf den verantwortlichen Nedacteur unseres unferes reichsGesellen( Gehilfen) ohne Unterschied des Alters zu richten, 2. dieses Arbeitsbuch, welches jeder Gefelle führen muß, ſei so einzurichten, daß in demselben vom Meister, Fabrikanten oder ländischen Parteiorgans, Richard Schulze, ausgedehnt, der in einem aus ganzen drei Worten bestehenden Appendig zu dem Bericht Arbeitgeber der Ein- und Austritt aus dem Arbeitsverhältnis, über die erwähnte Versammlung nach Auffassung des Klägers dem also die Dauer der Beschäftigung eingetragen werden Urteil Böhles über die staatsmännischen Qualitäten des Systems muß, der Meister jedoch, wenn ein Geselle( Gehilfe) ordnungs: Buttkamer beigetreten und damit zum Mitschuldigen des Böhleschen oder gesezwidrig das Arbeitsverhältnis löst, nicht ver- Berbrechens geworden sein soll. Da man doch einmal in pflichtet ist, demselben sein Arbeitsbuch einzuhändigen, die mit Hilfe der Justiz vorzunehmende Reparatur des ramponierten 3. es sollen die Polizeibehörden gefeßlich angewiesen werden, dieses Arbeitsbuch allein als richtige Legiti Ansehens der reichsländischen Diktaturherrlichkeit eingetreten war, mation eines jeden reisenden oder feiernden Gesellen an- bolte man gegen Schulze zeitlich noch etwas weiter rüdwärts giebt die Kreuz- 8eitung" Gerüchte wieder von einem aus nach einem vor ungefähr 21/2 Monaten in unserm Straßburger scharfen Gegensatz zwischen Hohenlohe und Miquel. Nach der wir verstehen nicht, warum die Innungszopfmeister nicht die Parteiorgan erschienenen Artikel, der sich mit den bisherigen Erfolgen Westdeutschen Beitung", welche diese Krisengerüchte bere gange, lebenslängliche Leibeigenschaft der Gesellen verlangen. Weit falls eine Beleidigung des plöglich so empfindsam gewordenen Herrn der Buttkamerschen Germanisations Politit beschäftigte und der gleich breitet, soll die Ursache in der Auffassung über die Folgen der Abhöher wäre dies Biel nicht gestedt als jenes andere. Staatssekretärs enthalten foll. ] Tehnung der Kanalvorlage und über die dadurch verursachte Aendenblon, outdo Es iſt, rung des Verhältnisses der Staatsregierung zur fonfervativen Partei Herr Schmoller hat durch seine Rede im Berein für Social Berr von Buttkamer seinen politischen Gegnern Gelegenheit wir nicht irren, das erste Mal, daß liegen. Fürst Hohenlohe habe die Ablehnung der Kanalvorlage als politit die Herren der Großindustrie getränkt. Herr Schmoller hat bietet, bas in reaktionäre Regierungssystem eine ihm persönlich zugefügte Stränkung aufgefaßt und fei deshalb allerdings in der Beurteilung der heutigen Socialpolitik und der Elsaß Lothringen, dem er feinen Ramen geliehen, gefonnen, für diese Niederlage an den Agrariern Rache kapitalistischen Feinde der Socialreform ein freieres Wort gefunden hinsichtlich seiner Erfolge auf allen Gee zu nehmen; Herr Dr. Miquel hingegen stehe heute noch auf dem als jüngst in der drückenden Herrenhaus- Atmosphäre. Darum wird bieten des staatlichen Lebens an der hierfür werden könne, und habe deshalb den Wunsch, daß dem Regierungs- fordere heraus, daß Schmoller für die Mitglieder des Vereins für geeigneten Stätte, nämlich vor den Schranken des Ge feldzuge gegen die Stanaloppofition thunlichst bald ein Ende bereitet Socialpolitik größere Unparteilichkeit, höheren Wert und damit für örterung zu unterziehen. Sollte also das Landgericht richts, einer öffentlichen und eingehenden Eronsdiat ihr Wirten größeres moralisches Gewicht" beanspruche, während die Straßburg dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft Folge geben, Dazu bemerkt nun die Kreuz 8eitung": no id Unternehmer ihr persönliches Interesse mit dem Wohle des Baterlandes so würde sich in allernächster Zeit in der Hauptstadt des ReichsWir wissen nicht, ob man in der That von dem Vor gleichbedeutend halten."" Gegen die Zumutung einer solchen kleinlichen handensein einer Krisis sprechen kann. Aber von zuverlässiger und selbstsüchtigen Auffassung muß ganz entschieden protestiert werden", Landes ein politischer Prozeß abspielen, der ein besonderes politisches Seite haben wir die Ansicht äußern gehört, daß in der fagen die„ Berl. Neuest. Nachr.", dasselbe Blatt, das heftiger denn Interesse beanspruchen dürfte. That ein Meinungsunterschied zwischen dem Präsidenten sonst jemand für die völlige Rechtslosmachung der Arbeiterklasse tag- oppiloodid du und dem Vicepräsidenten des Staatsministeriums in Bezug auf täglich reichliche Dintenmengen versprigt. Weiter wirft das Blatt die Kanalvorlage bestanden hat und auch noch besteht. Nur sei es der vielfachen Millionäre Herrn Schmoller Uebertreibungen" vor Herr Dr. v. Miquel und nicht der Fürst Hohenlohe, der zur Bu- und mahnt ihn, daß er nicht„ den Frieden fördere", wenn er vor spigung des Gegensatzes zwischen den Konservativen und ber einer„ geldaristokratischen Regierungsform" warne. Der Friede wird Staatsregierung beigetragen habe. Insbesondere fei Herr v. Miquel nach dem Krupporgau nur gefördert, wenn der Unternehmer als an der Maßregelung der Beamten stark beteiligt; auch habe er den wohlthäter der Arbeiter gepriesen und jeder, der an dieses Wohl hi bor der als hierauf bezüglichen fönigl. Erlaß namens des Staatsministeriums thätertum nicht glaubt, in die tiefste Hölle verworfen wird. gegengezeichnet und trage somit für denselben in erster Linie die Verantwortung. werde. " wenn Ausland. Die Proportionalvertretung in der belgischen Kammer. Unser Brüsseler Korrespondent schreibt uns: In meinen früheren Briefen habe ich dargelegt, warum die socialistische Partei das Votum für die Proportionalvertretung verweigert, obgleich die selbe in unserem Programm ist. Der Kongreß von Löwen hat unsere beiden Forderungen: das S. U.( Suffrage universel- allgeHerne, 25. September.( Gig. Ber.) Bon verschiedenen Leuten meine Stimmrecht) und die R. P.( Représentation Proportionnelle Wenn diese Darstellung richtig ist, so sind weitere Ueber- wird bekanntlich die Auficht vertreten, daß an dem Ausbruch der Proportionalvertretung) mit einander verknüpft. Außerdem raschungen auf dem Gebiete der inneren Politit nicht aus Herner Steilausschreitungen die Polizet mitschuldig fet, weil sie hat das Land durch die Voltserhebungen des Juni gezeigt, daß es geschlossen. Denn es ist selbstverständlich, daß dann auch das per durch Versammlungsverbote die jugendlichen Bergarbeiter befragt sein will. fönliche Verhältnis des errn b. Miquel zur ton shiver reizte amb jeden Aufklärung unmöglich machte. Die Linke hat diese Befragung durch das Referendum oder durch fervativen Partei eine enderung erfahren und Die Regierung ist anscheinend anderer Meinung. Der die Auflösung gefordert, Die fleritale Mehrheit hat es aber abder Bicepräsident des Staatsministeriums dann kaum noch bei„ Märkische Sprecher" meldet, daß im Zusammenhang mit der Bei- gelehnt. Die socialistischen Abgeordneten, die treu au dem Manifeſt einer einzigen der maßgebenden politischen Parteien eine zuvere legung der Herner luruhen dem Landrat Spude Bochum der Linten vom 4. Juli festhalten, haben daraufhin die Borfrage lässige Stüße finden würde. der rote Adlerorden vierter Klasse, dem Bürgermeister Schäfer- gestellt. 7 liberale Deputierte von 12 haben die nämliche Taftit Wir haben schon an anderer Stelle darauf hingewiesen, daß Serne der Kronenorden dritter Klaffe, dem Polizeikommiffar befolgt; die fünf anderen ließen ihre Unterschrift verfallen. Das ist diese Angriffe der konservativen Partei auf Miquel dem Zwede Brockmeyer- Herne der Kronenorden vierter Klaffe und mehreren der Stand der Linken. i use bienen sollen, seine Stellung zu erhalten. Die Agrarier Gendarmen und Polizeibeamten das Allgemeine Ehrenzeichen vert Was die Rechte anbelangt, so zählt sie, bei 112 Abgeordneten, rücken scheinbar von ihm ab, um ihn durch ihre Freundschaft nicht liehen worden sei. Mit der Ordensverleihung hätte die Regierung mindestens 87 unbedingte Anhänger des Status quo ober des au fompromittieren.vorsichtigerweise noch etwas an sich halten und erst einmal den Aus Systems der Wahlzettel mit einem Ramen( uninominal), wie es in gang des Prozesses gegen die Rhein- Westf. Arbeiterata." wegen an Deutschland besteht. B Mcm v-rcinschlagt die Zahl der Deputierten, die für dnS Regie- niugS-Projclt find, cuif ungefiihr 78, und die der Gegner nuf 74. Die' Lage ist nlso sehr gespannt. Die Kanuner diskutiert das Gesetz der E. P. iProportionalvertretnug) seit 14 Tage». Der Minister des Innern, Herr de T r o o z, hat sich Niel Mühe gegeben, um zu bemeisen, daß der Status quo von aller Welt Der- urteilt und die E. P. von der Mehrheit des Landes verlangt wird: von der Mehrheit der katholischen wie der liberalen Partei, und sogar von den Socialistcn, welche die E. P. in ihrem Programm haben. Herr Brocquenville(Katholikl hat die Tugenden des Stimmzettels mit eine m Namen in den Himmel erhoben und prophezeit, daß das Land im allgemeinen und die katholische Partei im besonderen durch die E. P. in den Abgrund gestürzt würden. Herr Loslewer(Katholik) verteidigte die„E. P.*, wohingegen Herr N a ss e l eu w, glcichsalls Katholik, sie aufs erbittertste angriff und für den Stimmzettel mit zwei Namen eine Lanze brach. _ Tan» kam Herr Helleputte lKatholik), d er künftige Kabinetts- chef, wenn die jetzige Regienmg fällt; er entdeckte an der E. P. alle erdenkbaren Laster: sie zersplittert die Parteien, sie macht da« Regieren unmöglich, sie führt zur direkten Gesetzgebung, sie begünstigt den Unglauben. Ein gezähmter„christlicher" Demokrat", Herr b. G u ch t e naw e, antlvortete Herrn Hellepntte, dessen Sophismen sowie die des Herrn Brocquenville von dein Katholiken B e t h u n e wiederholt wurden. Der socialistische Standpunkt tvard von den Genossen Monsart und Bertrand cntivickclt. Und schliestlich verteidigte der Bericht- erstaiter Herr de Joes recht gut die E. P. Tie Hanptrede der Debatte war die des Herrn Woeste, der das Treiben der katholischen Partei unbarmherzig aufdeckte und ii. a. enthüllte, wie die jetzigen Freunde der E. P. in der Re- giening die E. P. heftig bekämpften, so lange sie nicht in der Re- gierung. Die Debatte, welche fortgesetzt wird, ist der Majorität lehr unangenehin. Die Herren Grasen und Barone der Majorität möchten gcm„schwänzen", unser Freund Smeets ist jedoch hart- herzig und lägt jeden Tag den Namensaufruf vornehmen. Tie Regiernngs- Rechte ist wütend, weil die Opposition bor.lbstnnmnngen den Saal verläßt, so daß eine beschlußfähige Zahl nicht anwesend ist. Man hat auch beschlossen, die Geschäfts- ordming zu ändern, was aber seine Schwierigkeiten hat. Der Namens- anfrns soll künstig nur auf Antrag von 10 Abgeordneten erfolgen rnid der Namensaufruf soll mit denen beginnen, welche den Antrag gestellt haben. Um der Obstruktion ein Ende zu machen— wie die Dinge letzt gehen, wird die Generaldebatte bis zum November dauern— bat man Morgeusitzungen einzuführen gesucht, allein es ist nichts ge- lungen. Kurz, der Karren steckt fest.— Milans Blutjnstiz. Das Standgericht hat gethan, was Milan verlangte, eS hat eine Anzahl politischer Gegner dem lebendigen Tode überliefert, auf 20 Jahre mit schweren Ketten beladen inS Gefängnis geworfen. Eine ungeheure Brutalität im Zeitalter der'„christlichen Civil!- sation", der Zeit der Friedensvcrkiindigungcn! Werden sich die „gesitteten Mächte" Europa? gegen diese entsetzliche Blutthat, die sich im Gelvande der Justiz versteckt. erheben? Oder wird das Wer- brechen an unschuldigen Männern nirgends Widerstand finden? lieber die Exekution des zum Tode verurteilten Knezewitsch wird gemeldet: Die Exekution deS Knezewitsch wurde um 4 Uhr vollzogen. Bor�dem offenen Grabe erklärte Knezewitsch dem Priester gegenüber mit lauter Stimme, daß alle Umstehenden es hören konnten, daß alle Verurteilten, ihn s e l b st ausgenommen,»ni- schuldig feie«. Unmittelbar nach dem Urteil, noch im Gerichts- saale, rief Nikolitsch dem Kuezelvitsch lvcinend zu:„Sieh ©lentier, was Du auS mir gemacht hast I" 5tiieze- witsch antwortete mit aller Ruhe:„Sie haben ja gesehen, Herr Oberst, daß ich in der Verhandlung alles gethan habe, um Sie zu entlasten. Man hat mir nicht geglaubt!" Im Gefängnis benahm sich Knezewitsch sehr gefaßt. Der ebenfalls zu 20 Jähren Kerker verurteilte Hauptdcnunziant K r e s s o w i t s ch geberdete sich wie wahnsinnig, schrie und jammerte. Da sagte ihm K n'e z e wit sch: „Wenn Dir das gar so schwer fällt, so kannst Du niit mir gchnl" Der Exekution, die auf der Hinrichtungsstättc in der Dünengegend, un° mittelbar- am Donaufluise stattfand, wohnte ein vieltansendköpfigeS Publiknin bei, das in weitem Kreise die umgebenden Hügclränder besetzt hatte. Die Leute waren lustig und guter Dinge, als ob es sich um ei» Volksfest handelte. Man hätte fast meinen können, sie hatten sich bei dem prachtvollen Wetter, das gerade herrschte, etwa zu einem Wettrennen versammelt. In einer Erb- scnkung war eine Grube � geschaufelt, woneben der Delinquent gestellt wurde. Knezewitsch war mit Stricken gebunden. Dann wurden ihm schnell die Augen verbunden und er selbst in die 2 Meter tiefe Grube gestellt. Vier Gendarmen gaben eine Salve aus ihren Mausergeivehren ab und— die Exekution war vollzogen. Vorschriftsmäßig schössen noch zwei Gendarmen ihre Gcivehre auf Knezeivitsch ab. Kaum waren die Gewehre abgesetzt, als Arbeiter mit Schaufeln herbeieilten und die Grube zuschütteten. Daniit war alles beendigt. Die Transbaalkrisis. Der Wortlaut der beide» Depesche» Chan,berlaiuS an den Gouverneur der Kapkolonie Milner vom 22. September, welche dieser der Regierung von Transvaal mitteilen sollte, ist nunmehr veröffentlicht wordeir. Die erste Depesche drückt das tiefe Bedauern der britischen Re- gierung aus über die Ablehnung der britischen, in gemäßigtem Sinne und in versöhnlichem Tone gehaltenen Vorschläge durch Transvaal und sagt, die britische Regierung habe wiederholte Bersichcrungen gegeben, daß� sie keinen Wunsch hege, die Unab- hangigkeit Transvaals anzutasten, falls die Bedingungen, auf denen die Unabhängigkeit beruhe, ehrlich dem Sinne und dem Buchstaben nach beobachtet würden. England habe sich im Sinne der all- gemeinen Beruhigung erboten, stollständig Garantien zu geben gegen zcden Angriff auf die Unabhängigkeit der Republik, sei es,' daß dieser von britischen Kolonien oder von einem fremden Staate erfolge. Englaiid habe keine andern Rechte, sich in die iiinern An- gclcgcuheiten der Republik einzumischen, als die, welche von den Konventionell herzuleiten seien oder welche jeder Nachbarregierung ziiin Schutze ihrer llnterthanen und ihrer angrenzenden Besitzungen ziistäiiden. Aber die Haltung Transvaals, welches das Recht beanspruche, ein souveräner Staat im inter- nationalen Sinne zu sein, habe die britische Re- giernng gezwungen, diesen Anspruch Transvaals durch- ans abzuleugnen und z u r ü ck z u>v e i s e n. Der Haupt- ziveck der Verhandlungen, welcher in einer Weise festgelegt ivar, die keine Mißdeutung zulasse, war, vor allem de»'llitlanders solche wesentliche und unmittelbare Vertretung zu gewähren, welche, wie Eugland hoffe, eine weitere Einmischung in deren Interesse unnötig machen würde, da die llitlanders so im stände wären, sich eine völlig gerechte Behandlung selbst zu si chenr, welche ihnen 1831 in aller Form versprochen war und welche die Königin ihnen sicherzustellen beabsichtigte, als sie das Privi- leginm der Selbstverwaltung gewährte. England sei der Ansicht, daß keinerlei Bedingungen, ivclche weniger gewährten, als das, waS in der Depesche vom 8. September als Bedingung gestellt war, diesem Ziveck entsprechen könnten. Die Weigerung Transvaals, sich mit dem entsprechenden Vorschlage Englands zu befassen, mache es zwecklos, die Diskussion»och weiter i» de» bisher eingehaltenen Grenze» fortzusetzen, und die britische Regierung sehe sich jetzt gezwungen, die Lage von einem neue« Gesichtspunkte aus zu betrachten und selbst Vorschläge zumachen zur Beseitigung der U e b e l st ä n d e, welche die viele Jahre hindurch von Transvaal befolgte Politik geschaffen habe. Das Ergebnis der Beratungen der britischen Negicruug werde der Republik in einer weiteren Depesche mitgeteilt werden. Das zweite Telegramm weist der Reihe nach die von Transvaal vorgebrachten Gründe für den England gemachten Borwurf des Vertrauensbruches bei den letzten Verhandlungen zurück und unter- stützt diese Ansicht der britischen Seite durch Hinweis auf die bisher gepflogene Korrespondenz. » Aus Pretoria wird gemeldet, daß im Volksraad beantragt sei, eine Erklärung an die britische Regierung zu entsenden, daß die iveitere Ansammlung von Truppen auf der britischen Seite der Grenze als feindselige Handlung betrachtet werden würde.— Oeftreich»Ungar«. Zum Polnaer Mädchenmord. Das Kreisgericht in Kutten- b e r g verfolgt die beiden von Hilsner beschuldigten Personen steck- brieflich. Nach den ausgegebenen Steckbriefen ist Erb mann im Jahre 18S2 in Trebitsch geboren, mittelgroß, hat ein rundes Gesicht, eine stumpfe Nase, schadhafte Zähne, roten Bollbart, ist tahlköpsig, hinkt auf dem rechten Fuß, stützt sich beim Gehen auf einen Stock, er ist der deutschen und der czechischen Sprache mächtig und treibt sich in der Welt von Bettelei lebend herum. Wassermann ist 28 Jahre alt, größer als mittelgroß, hat einen schwarzen Schnurrbart, dunkle Haare, schwarze große Augen, eine krumme Nase, einen schwerfälligen Gang, ist aus- geleniter Bäcker und treibt sich ebenfalls als Bettler in der Welt herum. Bemerkenswert ist, daß diese Persoveubeschreibungen, welche nach den Angaben HilsnerS erfolgten— von dem Hinken Erbmanns abgesehen— den Schilderungen widersprechen, welche die Zeugen im Prozcste von den Begleitern des Angeklagten entworfen haben. Einer Zuschrift aus Trebitsch entnimmt die„R. Fr. Pr.", daß die Gendarmerie seit einigen Tagen nach Josua Erbmann fahndet. Erbmann, der nach Trebitsch zuständig ist, sich jedoch in dieser Stadt selten aufhält, ist ein 43fähriger halb blind er Bettler, der sich auf Krücken fortbewegt und Ivegen Vagabondage wiederholt abgestraft wurde. Er befand sich am 24, März in Trebitsch und begab sich von dort nach Jamuitz zum Besuche seiner Eltern. «• « Aus Prag wird berichtet: Die„Narodui Listy" melden in ihrem Abendblatte, daß die beiden angeblichen Mitschuldigen HilSners, Erb- mann und Wassermann, bereits verhaftet seien. Vom„Narodni Listy" werden Zweifel an der Schuld der beiden angeblichen Mitschuldigen HilsnerS ausgesprochen, da Wassennann zur Zeit des Mordes im Spital in Deutschbrod und Erbmann da- mals nicht in Polna gewesen ist. Frankreich. DaS Fest in Albi ist glänzend verlaufen. ES war ein Rendezvous der frailzösischeu Socialdemokratie, dem auch ein inter- nationales Gepräge aufgedrückt war. Wir werden einen eigenen Bericht bringen ans der Feder unseres Pariser Korrespondenten, der dem Fest beiwohnte. Erwähnt sei jetzt nur, daß nach dem vorliegenden Bericht der „Petite Republique" die Stimmung in Albi und dem benachbarten Carmaux— dem alten Wahlkreise von Jaurös— eine hochbegeifterte und siegesgewisse ist. Das muß hervorgehoben werden, weil es dem T e r r o r i s m u s das von den Regierunasorganen unterstützten Ressöguicr gelungen war, einen Teil der Arbeiter ein- zuschüchtern, so daß Janrss bei der letzten Wahl unterlag. Der Verlauf des SomitagSfestes bürgt dafür, daß die Scharte der vor- jährigen Niederlage in der nächsten Wahlschlacht ausgewetzt und die Diktatur des Kapitalismus in diesem zu zwei Dritteln aus Arbeitern bestehenden Wahlkreise für immer gebrochen wird.— Bei der Leichenfeier zn Ehren Schcurer-Kcstners, die am Montag auf dem Ostbahnhos stattfand, wurden mehrere Reden ge- halten. Als Brisson das Wort nahm, wurde er mit lebhaften Beifallsrufen begrüßt. Brisson feierte Scheurer-Kestner als den Soldaten, der im Dienste der Gerechtigkeit stand und sein ganzes Leben das plebiscitäre Regime bekämpfte, welches Frankreich so viel Unheil gebracht habe. Nach Briston sprach Ranc und betonte, daß von Scheiirer- Kestner ein großer Justizirrttim wieder gut gemacht inid der gute Ruf Frankreichs gerettet ivordcn sei. Nachdem die Feier beendigt war, wurde Brision nochmals eine Ovation dargebracht. Die Anwesende» umringte» seinen Wagen unter den Rufen:„Es lebe die Republik." Brissoil, der von dieser Ehrung tief bewegt war, ermahnte seine Freunde, die Republik mich fernerhin zu verteidigen. Oberst. Picquart wurde ebenfalls mit zahlreichen Rufen„eö lebe Picquart, es lebe die Republik" begrüßt.— Schweden. Von den Wahlen.(Eig. Ber.) Die Wahl in Stockholm hat einen allgemeinen Sieg der Linken gezeitigt. In den S Kreisen wurden von 22 Abgeordneten: 20 Liberale, 1 Socialdemokrat und 1 Konservativer gewählt. Selbst in Oesternialm, im vierten Kreise, hat die Rechte zwei Sitze verloren, weil die Socialdcmokraten Zähl- kandidaten aufgestellt hatten. Nur im ersten Kreise ist ein Kouserva- tiver, Dalleuberg, gewählt, allerdings nur mit 730 Stinunen, die anderen drei Vertreter hatten Illgö, 1663, 1654 Stimmen. Für unsere Partei sind im übrigen folgende Stimmen abgegeben. Im fünfteil Kreise ist H j a I in a r B r a n t i n g als zwctter gewählt mit 1250 Stimmen(die andern haben 1538— 1015— 977). In den anderen Kreisen sind nur Zähtstimmen abgegeben:.im I. 295, im IV. 191. Auch bei der Wahl in D st a d hat die Soeialdemokratic eine bedeutende Minorität erzielt. Der gewählte Neuliberale hatte 349 Stiminc», unser Parteimann Thorsson 260 Stimmen. Im Vorjahre war das Stiinmenverhältnis Liberale 229, Konservative 145, Socialdcmokrateu 191, Stimmrechtsfreunde 73. Offenbar haben dies- nial Liberale und Konservative zusammengestimmt und doch 25 Stimmen verloren, die Socialdemolratie aber die 69 Stimmen der Stimmrechtsfreunde gewonnen. In M a l ni ö betrug 1896 die Zahl der Wahlberechtigten 3410, Davon stimmten nur 1574 und hiervon waren socialdemokratische Stiiiimcn: 349. Bei der diesmaligen Wahl siegte die Lift« der Liberalen und Moderaten mit 1642 und 1603 Stimmen, aber auch die Socialdemokratie hatte zwei Kandidaten aufgestellt und erzielte 707 und 667 Stimme». Die Zahl hat sich also verdoppelt. In H e l s i» g b o r g bekam der Kandidat der Rechten und Moderaten 841 Stimmen, der Kandidat der Radikalen: Social- demokrat Redacteur Sveusion 831 Stimmen.— Pavfti""Nttözrirhken. Der Parteitag des westlichen Westfalens fand am 24, d. M. in Schwel m statt. 89 Orte ivaren durch 58 Delegierte vertreten. Den Vorsitz führte Gewehr- Elberfeld. Angenommen wurde u. a. folgender Antrag: Das Agitatiouskomitee hat ein Flugblatt herauszugeben, welches das in der„Denkschrift" enthaltene, aus dem Kohlen- r e v i e r stammende Material zur Zuchthausvorlage verarbeitet und an der Hand der wirklichen Thatsachcn energisch kritisiert. Das Flugblatt hat auf die besonderen Verhältnisse des Ruhrreviers Bezug zu nehmeil. Ferner wird beschlossen, die polnische Agitation durch polnisch« Flugblätter und polnische Versammlungen mehr zu be- treiben. Zum Vorort für daS Agitationskomitee wurde abermals Bochum bestimmt. Nach dem Bericht des Rechnungsführers be« trugen die Einnahmen 1310 M., die Ausgaben 1112,05 M. Der nächst» Parteitag wirb in Hern« abgehalten werden. Zur Bemstein-Frage wurde folgender Antrag Rosenow einstimmig angenommen: Der Parteitag für das westliche Westfalen erklärt, daß er es be- dauert, wegen der Wichtigkeit der Behandlung organisatorischer und agitatorischer Fragen lokaler Art, nicht in eine eingehende Besprechung des Streites für und wider Bernstein eintreten zu können; er giebt jedoch unter Bezugnahme auf die Stellungnahme von Versamm- lungen der Genossen, die die Angriffe auf die Grundauschauungeu der' Partei entschieden verurteilt haben, der Ueberzeugung Ausdruck, daß der Gesamtparteitag in Hannover auch in diesem Streite jede VerWässerung der Principien der Partei und damit jede Hinüber- leitung der proletarisch-socialistischen Bewegung ins bürgerlich- reformatorische Lager verhindem wird. Polizriliches, Gerichtliches«Nv. Talglichter im Zeitalter der Elektriettät. Wenn es gilt, die Socialdemokratie zu bekämpfen, kommt auch da? Talglicht noch heutigen Tage? zur Geltung. In G o l l n o w in Pommern war Volksversammlung angesetzt, Genosse Herbert-Stettin sollte sprechen. Nachdem der Vorsitzende die Versammlung eröffnet hatte, erklärte der Oberwachtmeister des Kreises, welcher die Versaminlung Übermächte, daß er die Versammlung nur stattfinden lasse, wenn man sämtliche Lampen ausmache und Talglichter an- zündet Nachdem da? wohl oder übel geschehen. konnte Herbert seinen Vortrag halten,— Wir können nicht recht einsehen, warum der anscheinend für das Altertümliche schwärmende Oberwachtmeister bei dem Talglicht Halt macht; viel fimiiaer wäre es gewesen, bis auf den brennenden Kienspahn zurückzugehen- Ceneralm'slniiiiilMg des Vermis für Cocilllpelitik. Breslau, den 26. September 1399. Der heutigen Sitzung präsidiert Geheimer Kommerzienrat W e b s k y- Breslau, lieber den zweiten Punkt der Tagesordnung „Die Lage des Hansiergcwerbes" referiert Professor Dr. S t i n d a» Leipzig. Es handele sich hier um etwa 30 000 Personen,'die Untersuchung dieser blsherigen terra incoAmta lohne sich aber jed enfalls für den Socialpolitiker. Referent glaubt, daß die vom Verein für Socialpolitik veranstaltete Enquete iiber das Hausiergewerbe viel Neues enthalte. Das Hausier- gewerbe habe in der Zeit des Eisenbahnverkehrs den goldenen Boden verloren. Angesichts der großen Mühseligkeit dieses Gewerbes sei die Zahl der Hausierer eigentlich sehr groß zu nennen. Man dürfe drei Gruppen unterscheiden, einmal die Hausierer, welche selbsterzeugt« Waren verkaufe», dann solche, die Ware kaufen, um sie wieder zu verkaufen und drittens diejenigen, die das Hausieren nur als Deckung für Betteln und Bummeln benutzen. Wirtschaftlich muß natürlich bei diesen drei Gruppen scharf unterschieden� werden. Gar nichts ein- wenden kvime man gegen die erste Gruppe, die hausierenden Obst- züchter und Samenhändler, die in Deutschland niedergelassenen Gips- figurenhändler usw. Die zweite Gruppe enthalte sehr verschieden- artige Elemente, die von der Rot des Lebens zum Handel rm Umherziehen gezwungen werden. Neben ganz reellen Geschäftsleuten finden sich hier auch die Typen des verschmitzten Krämers und des Schwindlers. Jnr allgemeinen ließ die veranstaltete Enquete den Hausierer st and als durchaus ehren- wert erscheinen, die zu Tage tretenden Schwächen seien die Schwächen deS Handels llberhauvt. Da- gegen seien vielfache Schädigungen des Wirtschaftsleben durch den Hausierhandel bedingt. Solche seien die viel öftere Schädigung des kausenden Publikums und die dem seßhaften Handwerk er- wachsende illoyale Konkurrenz. Gegen das Monopol der Krämer an kleinen Orten bilde der Hausierer dagegen ein Gegengewicht. Selbst unter den heutigen hochentwickelten Ver« kehrsverhält nissen sei der Hausierer noch in vielen Fällen wirtschaftlich unentbehrlich. Auch einzelne Industrien stützen sich auf den Hausierhandel, so die optische Industrie und manche große Berlogsfirmen. Für die dritte Gruppe hat Referent kein verteidigendes Wort. Hier kommen die mit körper» lichen Gebrechen behafteten hausierenden Leute besonders in Betracht, die auf das Mitleid des Publikums spekulieren. Die Erteilung von Wandcrgewerbescheinen an solche Personen sei nicht wünschenswert. Die kostenlose Erteilung von Haufiergewerbescheinen an Bedürftige, wie es besonders Kommunen belieben, um auf diesem Wege ihre Annenlasien zu verringern, müsse jedenfalls aufhören. Außerhalb der vorgenannten drei Gruppen stehen die fahrenden Sänger, Schau« spieler und Akrobaten, lieber diese will Referent nicht sprechen, obwohl auch über deren Lebensverhältnisse sehr viel Interessantes zu sagen wäre. Nach den Ergebnissen der Enquete empfehle es sich nicht, dem Hausierhandel neue gesetzliche Beschränkungen aufzuerlegen, höchstens beim Viehhandel mögen solche angebracht sein. Die bedenkliche Lage, in der sich der seßhafte Kleinhandel und das Handiverk befinden, komme nicht vom Hausierhandel, sondern von ganz anderen Ursachen. Redner hofft, daß die Enquete Anerkennung bei der Versammlung finden wird.(Beifall.) Ueber dt« Lage deS Sstreichtschen Hausierhandels spricht dann Dr. Ascher- Wien. Unter dem Schlagwort„fort mit dem Hausierhandel" leide das Hansiemewerbe in Oeftreich schwer. Redner beklagt die gesetzlichen Beschränkungen des Hausiergewerbes und mehr noch die falschen und willkürlichen Amvendungen der- selben durch die unteren Organe des östreichischen Staates. Deutsch- laud sei im Vergleich mit Oeftreich noch ein Dorado für die Hausierer, hier werde die Frage noch viel ruhiger und sachlicher behandelt. Bergrat G o t h e i n- Breslau bekämpft den Vorschlag des Refereuten, de» Hausierhandel mit Vieh gesetzlichzu verbieten. Vielleicht ließe sich der Handel mit Milchvieh untersagen, die Auf- Hebung deS Pferde-Hausterhaudels aber fei für Landbesitzer in pferdearmen Gegenden bedenklich, daS gleiche sei mit dem Ferkel- und Günsehaiidel der Fall. Im allgemeinen seien die gesetzlichen Beschrän- kungen des Hausierhandels schon heute eher zu groß, als zu klein. Be- dauerlich sei das Verbot des Hausierens mit billigen Schmuck- fachen. Darunter habe auch die Fabrikation solcher Waren sehr gelitten. Auch die gegen die verkrüppelten Hausierer gerichteten Anßführungc» bekämpft Redner. Auch hier sind die be- stehenden gesetzlichen Bestimmungen ganz ausreichend. Ebenso müsse man sich gegen eine Extrabesteuerung der Hausierer zu Gunsten der seßhaften Gewerbetreibenden wenden. Der Verein für Socialpolitik dürfe eine solche abschüssige Bahn nicht betreten.(Beifall.) Dr. H a i n i s ch- Wien ergänzt die Ausführungen Dr. Aschers in einigen Punkten. > In seinein Schlußwort erörtert der Referent Dr. Stinda, daß Herr Gothein sich irre, er habe von einem allgemeinen Verbot des Hausierhandels mit Vieh nicht gesprochen, sondern nur von Milchvieh. Der Vorsitzende resümiert kurz die gepflogenen Erörterungen, worauf die Mittagspause eintritt. Geioeekfckzslftlitszes. Berlin und llmgegrnd. Zur Lohnbewegung der Berliner Steinarbeiter. Morgen werden die auSstänoigen Steinmetzen das Einigungsamt zur Eni- scheidung anrufen, wenn bis dahin seitens der Steiumetz-Jmiung keine zufriedenstellende Erklärung abgegeben ist, bezw. die von ihnen unterbreiteten Vorschläge abgelehnt' werden. Bekanntlich haben die Unternehmer außer den durch den Schiedsspruch schon festgesetzten Bedingungen nur eine fünfprozenttge Erhöhung der Accordpreise voin 1. März n. I. ab bewilligt, während die Arbeiter die Garantie für einen Verdienst von 30 resp. 33,60 M. auch bei Accordarbeit fordern. Auf die allgemeine Lohnerhöhung von 5 Proz. verzichten die Arbeiter aui sehr erklärlichen Gründen; sie schlagen hingegen vor. daß von den 72 Positionen, die der alte Tarif enthält, nur 13 und zwar um durchschnittlich 25 Proz. erhöht werden, gerner wird gefordert, daß 〃 Wer die Denkschrift nun aber nicht gelesen hat? Für diese wollen wir die den„ Berliner Neuesten Nachr." wünschbare Antwort geben: Natürlich verhauen hätten sie die Arbeitswilligen sollen; andere, als Gewaltmittel kann sich das Organ- für Besitz und Bildung auch im wirtschaftlichen Kampfe doch nicht vorstellen. Der Maurerstreik in Lüneburg ist beendet. Die Baumeister haben bewilligt, vom 1. Oftober an 42 Bf. Stundenlohn zu zahlen; im Anfang des nächsten Jahres sollen Verhandlungen über den für den kommenden Sommer geltenden Tarif gepflogen werden. Dagegen streiten die Bau- hilfsarbeiter noch weiter, da die Meister deren Forderungen schriftlich noch nicht anerkannt haben. vertreten ließ. " 0 bem Tarif erläuternde Stizzen, wie dies auch in anderen Städten| möchten wir dagegen doch einigen Widerspruch erheben und es von tagung der Beschlagnahme der Plakate. Die Angeklagten behaup üblich ist, beigegeben werden, damit die beständigen Streitigkeiten bei diesem Standpunkte aus fast ein wenig bedauern, daß in jener Versamm teten, daß ihnen auf eine Anfrage das Aushängen der Plakate von Der Gerichtshof hielt der Lohnbewegung beseitigt werden. lung der Versuch der Herren Antisemiten, derselben ein ähnliches Schicksal Polizeiwegen gestattet worden sei. Warum sich die Unternehmer so beharrlich weigern, diese völlig wie der freisinnigen zu bereiten, so schnell zu ihrem eigenen Abzug über lettere Behauptung eine Beweis aufnahme für notgerechtfertigte Forderung zu erfüllen, ist nicht recht verständlich. geführt hat; eine weitere fachliche Diskussion wäre vielleicht wert wendig und vertagte die Verhandlung, indem er dem Verteidiger Ebenio unbegreiflich ist es, daß die Unternehmer, die voll gewesen, damit die Herren zeigen konnten, daß sie, die maß- anheim gab, mitzuteilen, was die von ihm vorgeschlagenen Zeugen sonst mit der Mär hausteren gehen, daß die Steinmeßen gebende Vertretung" der Interessen der kaufmännischen Angestellten, befunden sollen. Für die nächste Verhandlung wurde ein ganzer pro Woche 60 und 70 m. verdienen, den geforderten Lohn von 30 außer Tagesschlagworten, Hez- und Lärmtaktit einer ernsten, fach Sigungstag anberaumt. Der Antrag auf Beschlagnahme der Plakate bezt. 33,60 m. nicht garantieren wollen. Dieser Lohn ist bei der lichen Erörterung fähig und willens sind. Daß sie mit ersteren wurde abgelehnt, weil die Möglichkeit nicht ausgeschlossen eranstrengenden und überaus gesundheitsschädlichen Arbeit eines Stein- allein einer geschulten und denkenden Arbeiterschaft wie der deutschen scheine, daß die Angeklagten in Wahrung berechtigter Interessen ges megen, der, wenn wir nicht irren, eine vierjährige Lehrzeit durch gegenüber auf große Erfolge taum je zu hoffen haben werden, handelt haben und damit eine Strafthat wegfällt. zumachen hat, doch wahrlich nicht zu hoch. dieses Bewußtsein werden sie wohl mit nach Hause oder sonstwärts Die Unternehmer trifft die Schuld allein, wenn keine Einigung genommen haben. Welfentum im Wald und auf der Heide. Der Freiherr erzielt wird und der Kampf, durch welchen immer weitere Kreiſe Deutsches Reich. bon der Kettenburg, einer der verbissensten Welfen, hatte in Mitleidenschaft gezogen werden, noch vielleicht auf lange Zeit Achtung! Posamentiere Deutschlands und Oestreichs. seine Söhne expatriieren lassen, damit sie nicht in Preußen beim fortdauert. Kollegen! Wie Ihr wißt, befinden sich die Posamentiere Berlins Militär zu dienen brauchten. Sie sind jetzt beim östreichischen Heere. Von anderer Seite wird uns noch berichtet:„ Die Unternehmer seit 14 Tagen im Kampf mit dem Unternehmertum. Leider müssen Der t. t. östreichische Oberlieutenant Euno v. d. Kettenburg beantragte beginnen bereits, die Beschlüsse ihrer Versammlung in Dresden wir fonstatieren, daß einzelne unserer Kollegen von auswärts nicht beim Landrat des jetzigen preußischen Kreises Fallingbostel die Ausbom 18. September durchzuführen. Gekündigt wurde den Stein- so viel Solidaritätsgefühl besessen haben, um Stellung nach Berlin stellung eines Jagdscheins für 15 Mart, indem er sich darauf berief, arbeitern Leipzigs, ca. 500, den 50 in Nebra beschäftigten, auszuschlagen. Wir bitten die Kollegen unbedingt, nach Berlin daß er, obwohl Ausländer, ein gesetzliches Recht auf diesen ferner den 30 Steinarbeitern der Firma Schräp in to stod, sowie augenblidlich feine Stellung anzunehmen, denn nur durch Fern- Vorzugspreis habe, da er im Kreise Fallingbostel ein 3/4 Morgen Der Landrat erkannte aber dies den bei der Firma Walther in Erfurt beschäftigten 45 Steinmegen. haltung des Zuzuges kann der Sieg errungen werden. Hoch die großes Grundstück befize. seinem Vater erKommt man wirklich am 8. Oktober zur Aussperrung oder sollen Solidarität. Nicht bewilligt haben folgende Firmen: Bünger Wwe., Heine Stück Land, das Herr Cuno von jezt schon kleinere Schreckschüsse abgegeben werden? Wendel u. Co., S. Plischte, E. Gustedt, Köstermann u. Zarinzansky, worben hat, nicht als einen Grundbesitz" im Sinne des Gesetzes an; Streifterrorismus. Unter dieser Spizmarke beschäftigt sich W. u. G. Keßler, A. Sinsel, Hoffmann Weiland u. Co., Th. Wagler, er wollte dem Antragsteller nur einen Schein für 40 m., d. h. zu das Organ des Kanonenkönigs Krupp mit unserer gestrigen Notiz Reis u. Burmeister, E. Hoppe, Eisner u. Haussig, Przygode, B. Vollmer, dem Preise für Ausländer ohne Grundbesig in Preußen, ausstellen. Der Oberlieutenant klagte darauf im Verwaltungs- Streitverfahren. über den Weberstreit bei G. Feibisch. In derselben wurde. Brehmer, H. Schmidt. bedauert, daß Bernauer und Nowaweser Weber als ArbeitsAlle arbeiterfreundlichen Blätter Deutschlands und Oestreichs Nachdem der Bezirksausschuß zu seinen Gunst en entschieden hatte, Die Lohntommission. fam die Angelegenheit vor das Ober Verwaltungsgericht. Der willige nach Berlin gekommen seien. Das genannte Blatt werden um Abdruck gebeten. fragt nun: and wirtschaftsminister legte so viel Wert auf ihre " Wie sollten die„ Bernauer Kollegen" dafür sorgen, daß die endgültige Entscheidung, daß er sich durch einen Kommiſſar Arbeitswilligen nicht nach Berlin kommen? Wie sollten die und Revisionsbeklagte das Gesetz umgehen wolle, und ging unter Nowaweser Kollegen" beffer Obacht geben? Warum erfolgt diese anderem auch auf die Expatriierungsgeschichte ein. Ein Besitz von öffentliche Bekanntgabe der Arbeitswilligen? Wer die Denkschrift 3/4 Morgen noch dazu ungenutzten Landes könnte unmöglich als zum Gesetz zum Schuße Arbeitswilliger gelesen hat, hat nach der Grundbesitz im Sinne des Jagdschein- Gesetzes angesehen werden. Antwort auf diese Frage nicht lange zu suchen!" Zum Krefelder Färberstreik wird uns von dort geschrieben: Dem Bruder des Klägers habe der alte Freiherr sogar für Die Situation hat sich in den letzten Tagen derart zu Gunsten der eine Mark ein Stück Land verkauft. Das Ober- Verwaltungsgericht Arbeiter verändert, daß man heute ruhig die Behauptung aufstellen gab aber dem Verlangen des Landrats und des Ministerialkommissars tann, eine Niederlage der Arbeiter ist vollständig ausgeschlossen, nach Aufhebung der Vorentscheidung nicht statt, sondern wies die wenn die erwartete Unterstützung nicht ausbleibt. Bekanntlich hat Berufung mit folgender Begründung zurück: Wenn das Gesetz fich die Bewegung auf alle Färbereien Krefelds ausgedehnt; säit ganz allgemein vom preußischen Grundbesitz der Ausländer spreche, Die von den streikenden Isolierern und Rohrumhüllern liche Arbeiter machten sich die Forderungen der Arbeiter von dann sei das wörtlich zu nehmen. Danach sei Ausländern der dem Gewerbegericht bezeichneten sechs Firmen haben es gestern Buschgen und Puller zu eigen und gingen demgemäß vor. In neun Borzugspreis von 15 M. pro Jahr und Jagdschein zu gewähren, ( Dienstag) abgelehnt, vor dem Einigungsamt mit den StreifenFärbereien wurden die Forderungen bewilligt und bleiben noch fünf wenn sie überhaupt Grundbesitz in Preußen hätten. Dies sei aber den zu verhandeln. Sie geben an, daß sie genügend Arbeitskräfte Firmen übrig, welche bisher alles abgelehnt haben. Damit ist schon bei dem öftreichischen Oberlieutenant der Fall. Das Gericht könne Der Streit der Tischler und Drechsler bei der Firma ein Erfolg zu verzeichnen und der Ausgang des Kampfes ist nun nicht eine bestimmte Größe des Besiges als Voraussetzung Der Streit der Tischler und Drechsler bei der Firma Görschner, Reichenbergerstr. 57, ist zu Gunsten der Arbeiter be- nicht mehr zweifelhaft, da die Färbereibefizer, welche die Zu- für den Vorzugspreis feststellen, denn das hieße das Gesez endigt; der Unternehmer hat die gegen die Ausständigen beim Ge- geständnisse gemacht haben, alles daran segen, um auch in den torrigieren wollen und müsse schon deshalb unterbleiben. werbegericht anhängig gemachten Klagen wegen Kontrattbruchs zurück- Der Ausstand erstreckt sich heute über 5 Färbereien mit circa übrigen Betrieben die Durchführung der Forderungen zu fördern. Die Wahl in Pirna. Achtung, Holzbildhauer! Wegen Nichtbewilligung der ge- nicht stattfinden wird. 1500 Arbeitern, und steht zu erwarten, daß eine weitere Ausdehnung Die Arbeitgeber wenden alle erdenklichen Pirna, 26. September.( Privatdepesche des Vorwärts".) Bei stellten Forderungen find Kollegen folgender Werkstätten in den Mittel an, um die Arbeiter uneinig zu machen; durch Vorspiegelung der heutigen Stichwahl erhielten Socialdemokrat 12512, Autisemit Ausstand getreten: Thum, Grimmstr. 35; Arndt, Neue Königstr. 10 falscher Thatsachen war es ihnen schon gelungen, eine Anzahl 12 900 Stimmen. Sieben fleinere Orte stehen noch aus, welche das ( arbeitet für Brunzlow); Vogel, Rirdorf, Knesebecstr. 115; Dittmann, Streifbrecher zu gewinnen, welche jedoch die Arbeit wieder einBüschingstr. 7; Bart, Friedrichsbergerstraße 10; Beyer, Brizerstr. 7: stellten, als ihnen der richtige Sachverhalt flar wurde. Heute stehen Resultat nicht beeinflußen. Antisemit gewählt. Etwa 81 Prozent Beth, Memelerſtr. 31; Seifert u. Wolf( Bourgett), Fruchtstr. 36 Die Arbeitgeber, welche von Ausstande betroffen sind, ohne Arbeits- Wahlbeteiligung. Freifinn stimmte geschlossen für den Antisemiten. Brunzlow, Neue Königstr. 15; Schulz, Biegelstr. 30; Jacquemin, träfte da und die Aufträge häufen sich von Tag zu Tag immer mehr Bei der Hauptwahl erhielten: Socialdemokrat 11 571, Antisemit Alte Jakobstr. 88; Kirschner, Adalbertstr. 42; Grix, Palliſadenstr. 57; an. Schon macht sich in den fraglichen Webereien ein Mangel an 10 662 und Freifinnige 1825 Stimmen. Kramer, Koppenstraße 60; Solong, Rigdorf, Walterstraße 26; Schoy. Seide zum Weben bemerkbau und ist man im allgemeinen der Mariannenstraße Brandenburg, Wilhelmstr. 124; Mester, Manteuffel- Ansicht, in Zeit das Ende ſtraße 57/58; Gröger, Kottbuser Damm 95; Neumann, Wanteuffel- entreten werde. Verhandlungen und vorläufig noch nicht im Gange, Lehte Nachrichten und Depeschen. sind da der Hochmut der Unternehmer dieses nicht zuläßt. Es wird ersucht, diese Werkstätten streng zu meiden. Meldungen, müssen nochmals dringend ersuchen, die Streifenden materiell zu auch der Firmen, welche bewilligt haben, sind umgehend an die unterſtüigen, damit das schon Errungene nicht wieder verloren geht. Lohnkommission, Köpniderstr. 62( testaurant Spielberg. Telephon Die Arbeiter Strefelds find nicht in der Lage, die Ausständigen allein Anit VII Nr. 3932), in der Zeit von 9-1 und 3-7 Uhr zu richten. über Wasser zu halten; möge deshalb jeder seine Pflicht thun, damit Die organisierten Holzarbeiter werden ersucht, die in ihren Ge- die Sache nicht aus Mangel an Interſtügung verloren geht. Geld schäften arbeitenden Bildhauer auf die Forderungen aufmerksam zu sendungen richte man an E. Winterberg, Krefeld, Kronprinzen straße 122. 8uschriften an R. Boullmanns, dortselbst. In eine Lohnbewegung werden in diesem Herbst die Nig dorfer Webergesellen eintreten. In einer Versammlung, Der Leipziger Formerstreit dauert noch immer fort. Die die am Montagabend im Lokal Mercier, Steinmetzstr. 55, stattfand, einzelnen Firmen scheinen arg in der Patsche zu stecken. Die Eisenward dieser Beschluß gefaßt, nachdem die Uebelstände in dieser gießerei von Frederking hat in den letzten Tagen folgenden Branche fargelegt waren. Allseitig wurde behauptet, daß bei den Brief an ihre ausständigen Former versandt: heutigen Lohnverhältnissen keine Arbeiter mehr auskommen können. Von einer Seite wurde der Vorschlag gemacht, mit den Meistern Hand in Hand zu gehen, da dieselben einen Zuschlag von 20 Pf. zugebilligt haben. Dieser Vorschlag wurde aber scharf bekämpft und betout, daß auf eine bloße Zusage der Meister nichts zu geben sei. Es wurde schließlich eine Kommission von sieben Personen gewählt. Dieser Kommission wurde aufgegeben, einen einheitlichen Tarif auszuarbeiten und mit den Meistern zu verhandeln. gezogen. straße 22; Neumann, Schönleinstr. 14. machen. Die Lohntommission. Streits Wir " Zur Ministerkrise in Oestreich. Wien, 20. September.( B. H.) Baron Chlumech wurde heute vormittag in befonderer Audienz vom Kaiser empfangen, um bemfelben über die Auffassung, welche auf der Linken herrscht, Bericht zu erstatten. Wien, 26. Septemper.( B. H.) Wie in maßgebenden Kreisen verlautet, wird Chlumecky oder Baron Gautsch mit der Bildung eines Beamtenministeriums betraut werden. Loubet über die Weltansstellung. Rambouillet, 26. September.( W. T. B.) Der Präfident Loubet Wir haben uns entschlossen, den Guß zu unseren Trans- empfing heute nachmittag die Generalräte von Rambouillet und er missionsteilen auf die Dauer von auswärts zu beziehen und widerte auf eine Adresse derselben, das große Werk der Ausstellung dahingehende Verträge abzuschließen, wenn unsere früher dabei könne sich nur verwirklichen dank dem inneren Frieden, dessen Wiederbeschäftigten Former nicht bis zum 1. Oktober erklären, daß sie herstellung die Regierung eifrig verfolge, die Spaltungen könnten spätestens am 3. Oktober die Arbeit wieder aufnehmen werden. nicht andauern. Wenn einige Wolfen noch vorhanden wären, so Wir geben Ihnen Kenntnis von diesem Entschluß mit dem würden sie sich zerstreuen dank der großen Anhänglichkeit der Bemerken, daß wir Ihren Platz in unserer Gießerei bis zum überaus großen Mehrheit der Bürger an den Institutionen des 1. Oktober offen halten. Bleiben wir ohne Ihre Mitteilung, daß Landes. „ Ich habe das Vertrauen," fuhr der Präsident Sie am 3. Oftober die Arbeit aufzunehmen sich verpflichten, so fort, daß die erwählten Körperschaften ihr moralisches Ansehen gereflektieren wir für später nicht mehr auf Ihren Wiedereintritt. brauchen werden, damit die heftigen Streitigkeiten und die beAchtungsvoll Frederking. Die Ausständigen halten dies natürlich nur für ein Lockmittel Die Ausständigen halten dies natürlich nur für ein Zodmitter lagenswerten Stämpfe aufhören. Der Patriotismus gebietet uns, zu sichern. beziehungsweise Drohung, durch die sie sich nicht beeinflussen lassen uns zu einigen, um die moralische und materielle Größe Frankreichs werden. Gerichts- Beitung. " Thann, 26. September.( W. T. B.) Unter großer Beteiligung namentlich der Industriellen der Reichslande fand heute nachmittag die Beerdigung Scheurer Kestners statt. Im Hause des Verblichenen hielt der ehemalige Deputierte Lalance die Gedächtsnisrede. Am Grabe wurden ebenfalls Ansprachen gehalten und eine überaus große Menge Kränze niedergelegt. Antisemiten und Handelsangestellte. Man schreibt uns: Die in legter Woche stattgefundene Versammlung der im Handelsgewerbe beschäftigten Personen bot nach mehreren Richtungen hin ein anschauliches Bild der sich auf diesem Gebiete geltend machenden Interessen und Bestrebungen. In über wiegender Mehrzahl waren es kaufmännische Angestellte, aus denen In Leipzig streifen die Rahm entröpfer, 8uschneider Berlin, 26. Septbr.( W. T. B.) Bei der heutigen Fernfahrt sich die starkbesuchte Versammlung zusammensetzte, doch waren auch beruflich nahestehende Angehörige der Arbeiterklasse, namentlich und ohnarbeiter, die in der Bilderrahmen- Branche von Motordreirädern der„ Internationalen Motorwagen- Ausstellung" Hausdiener und Bader, erschienen und konnten in der Diskussion ihre beschäftigt find. Die Forderungen der Ausständigen sind 10 Prozent Berlin- Rheinsberg und zurück starteten sieben Räder. Erster wurde Brauda auf einem Phöbusrad von Kraus u. Co. in Berlin( 5 St. Wünsche vorbringen, da in Uebereinstimmung mit der Regierungsnovelle, Lohuerhöhung und 54 stündige Arbeitszeit. die von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern des Handelsgewerbes spricht, Die Arbeiter der Schuhfabrik von Heymann in Pasing- 04 M. 50 Sek.). Zweiter Schaller auf einem Cudellrad( 5 St. 59 M.). auch die öffentliche Einladung ergangen war. Wenn hierdurch auch München haben abermals das dritte Mal in diesem Jahre Dritter Pitteltow auf einem Phöbusrad von Kraus u. Co. Frankfurt a. M., 26. September.( B. H.) Die Frankfurter manche, wesentlich in der heutigen Gesellschaftsordnung wurzelnde die Arbeit niederlegen müssen. Es handelt sich wieder um LohnDer Hoftheater= Intendant Gegensäße zum Ausdruck tamen, so war es doch erfreulich, wie eine differenzen; Herr Heymann versuchte wiederum Abstriche von den Zeitung" meldet aus Wiesbaden: vom Geiste der modernen Arbeiterbewegung geleitete Bersammlung schon sehr niedrigen Tariffäßen zu machen. Zuzug ist streng fern von Hülsen hat dem Rheinischen Courier" die Berichterstatter und sonstigen Freifarten für das Hoftheater entzogen. Veranlassung innerhalb dieses Klassenstaates einen gemeinsamen Boden zur Aus- zuhalten. dazu ist in einer Kritik des Opern- Referenten von dem genannten sprache schaffen und weiterhin ein gemeinsames Band der Interessen Blatte zu finden. erkennen lassen konnte. Es ist dies um so erfreulicher, als in ge= wissen von der Mittelstandsphrase lebenden Kreisen ein Klassendünkel sich geltend macht, der mit den im Kaufmannstande herrschen- Der Kampf der Sargtischler gegen den Küster der Ver: den Verhältnissen und zum Teil mit dem Bildungsniveau desselben föhnungskirche scheint sich zu einer fleinen Cause célèbre aus wenig im Einklang steht. bilden zu sollen. Wegen Beleidigung des Küsters Wohlfeil hatten Charakteristisch hierfür war das Auftreten der Antisemiten, die, sich gestern die Tischlermeister und Sargfabrikanten Otto Bredlow, nachdem sie zuvor in einer von den Freisinnigen veranstalteten Oscar Franz und Heinrich Beternieher vor dem hiesigen Schöffen London, 26. September.( W. T. B.) Das„ Neutersche Bureau" Dreyfusversammlung ihre Thaten vollführt und dieselbe zum vor- gericht zu verantworten. Küfter Wohlfeil hat, wie die Angeklagten zeitigen Ende gebracht hatten, zu später Stunde noch im Saale behaupten, wiederholt Leidtragende, wenn sie bei ihm Beerdigungen erfährt, daß bezüglich des Feldzuges gegen den Kalifen nichts erschienen, so wie ultende Studenten eine Bierreise zu unternehmen anmeldeten, Ratschläge in betreff der Beschaffung des Sarges und beschlossen worden ist. Es werde bis zur Rückkehr Lord Cromers pflegen, und, kaum anwesend, in dünkelhaft provozierender Weise, des Leichenfuhrwerts erteilt. Die Angeklagten, die dort in der Nähe nach Stairo keine Entscheidung getroffen. Auch hänge viel von der unter dem bekannten Pathos, nationaler" Schlagworte in die Erörterung Sargtischlereien betreiben, fühlten sich dadurch in ihrem Geschäfts- Besichtigungsreise Lord Kitcheners zum Weißen Nil ab, einzugreifen suchten. In der antisemitischen Staatsb.- 8tg." wird der intereffe benachteiligt und beschwerten sich bei dem Gemeinde- deren Beendigung zwischen Kitchener und Cromer eine Beratung Cromer reist morgen von England nach deutsch- nationale Handlungsgehilfen- Verband", dem die Betreffenden tir chenrat. Als die Beschwerde erfolglos blieb, hängten stattfinden dürfte. angehörten, als Kampfverein" bezeichnet; man hat indessen den sie in ihren Geschäftslokalen ein von der Straße aus sichtbares Aegypten ab. Belgrad, 26. Sept.( Meld. des Wiener t. t. Telegr.- Korresp.Eindruck, daß diefer Kampf weniger für die eigentlichen und höchsten Platat aus, in welchem das laufende Publikum vor den Interessen der Berufsklasse, als hauptsächlich für antisemitische Sonder- Machinationen" des Sisters gewarnt und darauf hingewiesen wird, Bureaus.) Tauschanowitsch wurde zur Abbüßung seiner neunjährigen zwecke geführt wird. Es heißt über den Verband in genanntem daß es besser kaufen und reeller bedient werde, wenn es seinen Be Gefängnisstrafe nach Boscharewaz abgeführt. Alle zu zwanzigjährigem Blatte weiter, daß er als maßgebende Vertretung des darf bei den ihnen zunächst liegenden alten bewährten Geschäften schweren Kerker verurteilten wurden in Sträflingstleidern und Ketten Der in die Belgrader Festung übergeführt. Paschitsch wird morgen Standes" stets" Seite an Seite mit der gutgesinnten felb direkt decke und nicht dem„ Zwischenhandel" Vorschub leiste. ständigen Kaufmannschaft" kämpft, ferner„ Das Standeswohl immer Küster Wohlfeil hat bisher vergeblich versucht die Beseitigung des in Nisch von beiden Stönigen empfangen werden. Riga, 26. September.( W. T. B.) Buf der Station Rodenpot dem Gemeinwohl unterordnet"." in begeisterter deutscher Ge- Plakats mit Hilfe des Civilgerichts zu erlangen. Die Angeklagten finnung, in unerschrockener Kampfesthätigkeit gegen die Socialdemo- behaupteten gestern, daß das Platat der Wahrheit entspräche und daß der Riga- Ustower Bahn stießen am 24. d. M. nachmittags zwei tratie, Freisinu und sonstige Juden" sein Ziel zu erreichen sie dasselbe schon einmal beseitigt gehabt hätten, weil der Baffagierzüge, aus Jurjew( Dorpat) bezw. aus Riga tommend, zu sucht usw. Süster bei ihnen erschienen sei, gebeten habe, ihn sanimen. Mehrere Wagen wurden zertrümmert. Der Zugführer des machen und versprochen habe, den Rigaer Zuges ist tot, der Heizer desselben Zuges schwer verwundet, Das sind einfach die antisemitischen Lehrsäge auf eine bes nicht unglücklich zu Erst als In allen hinter uns Wünschen der Angeklagten gerecht zu werden. er zahlreiche Bassagiere sind leicht verletzt. sondere Standesvereinigung übertragen. Moskau, 26. Septbr.( W. T. B.) Der Moskauer Kaufmann liegenden Jahrhunderten bis heute ist der Antisemitismus eine diesem Versprechen abermals zuwidergehandelt habe, haben sie das Nechtsanwalt Morris glaubte Sjawa Mamontow hat über 750 000 Rubel bei der Mostauliebedienerische, servile Mache im Dienste der herrschenden Klassen Plakat aufs neue ausgehängt. gewesen, heute des christlichen" Großtapitals. Da es aber in im Interesse der Angeklagten darauf bestehen zu müssen, daß nicht Archangelbahn unterschlagen. Er sowie der Vorstand der Kasse der unserer modernen, von der socialen Frage bewegten und auf nur die zum Termin geladenen 8, sondern sämtliche von ihm vor- genannten Bahn wurden verhaftet. etwa 32 vorgeladen würden, um zu be Para( Nordbrasilien), 26. September.( W. T. B.) Die Hams geklärteren Zeit doch nicht ohne Fühlung nach unten geht, so hat geschlagenen Zeugen man sich den Mittelstand" auserlesen, nachdem die Arbeiterschaft weisen, daß hier ein die Interessen der Angeklagten schädigender burg- Amerika- Linie hat der Regierung mitgeteilt, daß sie von Anfang aufgehört hat, dafür empfänglich zu sein, die Meßgergesellen von Zwischenhandel seitens des Küsters betrieben werde. Rechtsanwalt nächsten Jahres ab einen regelmäßigen Dampferdienst zwischent La Vilette allenfalls noch ausgenommen. Höld. hatte mehrere Zeugen vorgeladen, um zu beweisen, daß der Hamburg, Para, Ceara, Manaos und anderen Häfen am AmazonenWenn aber weiterhin die Bertreter dieser Bestrebungen an citierter Stüfter nur pflichtgemäß den Leuten mit seinem Rat beigestanden habe, die strom einrichten wird. Der rege Verkehr zwischen Deutschland und Stelle als politisch reife Männer" bezeichnet werden, so ihn darum angingen. Er beantragte außerdem für den Fall einer Ver- dieser Provinz lag bisher ganz in englischen Händen. Verantwortlicher Redacteur: Nobert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin.[ Hierzu 2 Beilagen und Unterhaltungsblatt. " " Br. 226. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 27. September 1899. Konventionelle Lügen. Rom, den 21. September. unbeweglichen, jahrhundert alten Schale wühlt auch der unvermeid- Wer nicht unter die Hülle der„ konventionellen Lügen" blicken liche Widerspruch der Dinge. diesen die unser sociales Die Verurteilung des Hauptmanns fann Leben bedeckt, sieht in mur einen Dreyfus war der Wille des mit dem Klerikalismus verbündeten Episoden der Heuchelei und des Widerspruchs Im Leben der Juselten bleibt, wie man weiß, während des Militarismus, und das Kriegsgericht nur die juristische Hülle für Grund zur Verzweiflung für diejenigen, welche in ihrem Ge Puppenzustandes die Hülle dieselbe, während im Innern sich eine die schreckliche unterirdische Arbeit gegen den revolutionären und wissen einen Altar für das Ideale errichtet haben. Allen denjenigen ununterbrochene Veränderung vollzieht, bis endlich das fertige Tier, modernen Geist, der die Verteidigung des Unschuldigen über- aber, welche die innere Thätigkeit der Umbildung erkennen, die sich hinter sich die alte Form leer und tot lassend, austriecht. nommen hatte. unter der Hülle der„ konventionellen Lügen" verbirgt und deren Etwas Aehnliches geschieht im Leben der Gesellschaften und Und so hat der Papst in Rom sich zu einer konventionellen einziger genügender Grund ist, können diese Anzeichen nur Hoffnung Klassen, welche abwechselnd ihre ökonomische und sociale Herrschaft Lüge" erniedrigen müssen, ebenso, wie man in Turin den hoch erwecken und Vertrauen auf die Wiedergeburt der Menschheit in vollem ausbeuten. Im Zustand der Puppe leben sie unter denselben herzigen König" feierte, der sich durch die„ Achtung der Verfassung" Einklang der Wahrheit mit dem Leben. Formen weiter, während die Hülle nicht mehr dem sich umbildenden die Herzen seines Volkes gewonnen hatte! Sind doch die„ konventionellen Lügen" stets die Merkmale der Inhalte entspricht. So kommt es, daß die Worte, trotzdem Man muß die italienischen Zeitungen mit ihrer Entrüstung über socialen 8ersehung und Umwälzung gewesen. Am Vorabend des fie dieselben bleiben, dann nicht mehr die ursprünglichen Jbeen oder die Verurteilung Dreyfus' und das Schweigen des Papstes lesen, Busammenbruches des römischen Reiches geißelte Jesus von Nazareth von ,, den übertünchten Dinge darstellen; wie auch die politischen, juridischen oder überhaupt dieselben Zeitungen, welche 1894 und 1896 freudig die Einsetzung diefelben Symptome, indem er focialen Einrichtungen nicht mehr die Dinge, Ideen und Interessen der Militärgerichte begrüßten im Widerspruche mit der Verfassung, Gräbern" sprach, die innen Fäulnis und Moder" sind. Enrico Ferri. ausdrücken, welchen sie anfangs entsprachen. die allen Unterthanen ihre natürlichen Richter" verbürgt, indem sie jedes Ausnahmegericht ausschließt und Beifall flatschten, als man bie Socialisten zu Hunderten und Tausenden verurteilte, aber... ohne mildernde Umstände, unter dem Vorwande, daß sie ihr Vaterland... verraten hätten! Allein im Leben der Wölfer giebt es seltene Momente, welche diesen Prozeß der Umwandlung wie unter eine Vergrößerungslinje Tegen, diesen Prozeß, den oberflächliche Beobachter die nicht den Kompaß der marristischen Sociologie des sogenannten historischen Materialismus besigen mit der„ Heuchelei" oder„ Schlechtigkeit" der Menschen, der„ Verderbtheit der Sitten" und anderen ebenso schwülstigen als nichtssagenden Schlagworten erklären. Drei Vorkommnisse aus dem jetzigen Leben in Italien, in ihren mehr oder weniger direkten Beziehungen zum internationalen Leben, liefern uns schlagende Beispiele hierfür. Vorige Woche hat man in Turin ein großes Denkmal Victor Emanuels enthüllt, der das Glück hatte, in der entscheidenden Periode der Revolution für die nationale Unabhängigkeit zu regieren, ein Zufall, der ihm von seiten der höfifchen Geschichtsschreiber den Namen„ Vater des Vaterlandes" eintrug. König Humbert, die Königin, die Prinzessinnen und Prinzen wohnten der Feierlichkeit bei, umgeben von der offiziellen Welt und einem Troß von Generälen, welche von den Manövern aus Piemont tament. Man muß sich daran erinnern, wie Crispi im Jahre 1894 eine Art Bordereau gegen die fizilischen Socialisten Barbato und De Felice im Parlament vorbrachte und erklärte, er befäße ein Exemplar von einem Vertrage... mit Rußland, um Sizilien von der nationalen Einheit loszureißen. Lokales. Ueber die Frage des Kinderschutzes, die durch die socialdemokratischen Anträge in der Stadtverordneten- Versammlung wieder aktuell geworden ist, leitartikeln jetzt auch die„ Berliner Neuesten Nachrichten". Nach gut staatserhaltender Auffassung ist die Socialdemokratie ja beiläufig an Kartoffelfäule, Unglück im Spiel, Oberbürgermeisterlosigkeit und an allen sonstigen Weltübeln schuld. So kann es denn auch nicht Wunder nehmen, daß das Blatt der Herrn Strupp und Kardorff ihr auch den modernen bethlehemitischen Kindermord in die Schuhe schiebt. " 1 Die Das ist, wenn man einmal die Socialdemokratie für alle Und in diesen Tagen trifft man in Palermo- denn die„ konventionellen Lügen" find zahllos, da sie eine natürliche Folge der socialen Umwälzung find die Vorbereitungen für Feste zu Ehren Crispis, der es verstanden hat, den Anteil, welchen er 1860 an der Be Die Socialdemokratie, so schreibt das Blatt, aber treibt erst wegung für die nationale Unabhängigkeit hatte, aufzubauschen, und recht" Heuchelei, wenn sie auch hier der„ Ausbeutung durch den dem man unter der Hülle seiner„ patriotischen Tugenden" selbst die Kapitalismus" die Schuld an den Mißbräuchen zuschiebt. Schmutzflecken, die ihm von dem Bankstandal ankleben, verzeiht, Itern der Kinder, welche übermäßig ausgenutzt werden, stehen weil er 1894 die Socialisten schonungslos verfolgte. Die herrschende Klasse und in Italien, wo die Industrie aller Wahrscheinlichkeit nach ganz vorwiegend im socialdemo= tratischen Lager. Auf diese Eltern, ihre Genossen", sollte faum noch entwickelt ist, vor allem in den südlichen Provinzen, Es gab natürlich viele Neden, Musik, eine Menge Gaffluftiger, handelt es sich vielmehr um eine Schmaroger- Oligarchie- lambie Socialdemokratie zunächst wirken, bevor sie nach dem Polizeistock ruft." cine blendende Ausstellung von militärischen Orden und fürstlichen eben, wie sie sich auch drehen mag, den Widersprüchen des in Gährung Toiletten..., aber die Schale der patriotischen Puppe blieb starr, begriffenen Lebens nicht entgehen. ohne einen Schauer der Begeisterung, wie selbst die Regierungs Die letzte Episode dieser konventionellen Lügen" lieferte uns kapitalistischen Sünden der Welt verantwortlich machen will, eigentlich preffe tiefbetrübt zugeben mußte. Und während dieser kalten offi- der Prozeß gegen die vier socialistischen Abgeord- noch recht fanft ausgedrückt. Aber doch auch recht unvorsichtig. ziellen Feste hielt man in demselben Turin den ersten Kon- neten, die unter der Anklage stehen,„ gewaltsam die Kammer ver- Was das Kruppsche Blatt nicht bedacht hat: Hinter der bieder greß der socialistischen Gemeinderäte von ganz Pie- hindert zu haben, ihre geseggeberischen Funktionen auszuüben", weil Pferdefuß! Denn der Appell an die Eltern ergeht ja Tag für männischen Ermahnung steckt ja der socialdemokratische fie zwei Urnen für die Stimmzettel in der letzten Obstruktions- Tag in der socialdemokratischen Preise, indem diese die Hier haben wir es wirklich mit einer organischen Arbeit der Sigung umgestoßen haben, um der gesezwidrigen Bergewaltigung Bflichtvergessenen aufrüttelt, sich bessere Zustände zu erinneren Umbildung zu thun unter der Oberfläche der offiziellen Hülle. durch den Präsidenten vorzubeugen, der nicht den von der äußersten kämpfen, Zustände, unter denen die Beihilfe der Kinder vollauf Jenes Fest ist ein sehr beredtes Beispiel für den socialen Zu- Linten geforderten namentlichen Aufruf vornehmen wollte entbehrlich ist. stand, den Max Nordau mit dem populär gewordenen Namen der wie man sie durch den ersten besten Saaldiener sofort ersetzen lassen konventionellen Lügen" brandmarkt. Denn man rühmte den„ hoch konnte. herzigen König", der nach der Niederlage von Novara 1849 und nach der Verbannung feines Vaters Karl Albert den reaktionären Einflüsterungen der Abgesandten des siegreichen Oestreichs widerstand und nicht die Verfassung verraten" wollte, die sein Vater unter dem Druck des aufständischen Wolfes geben mußte. Und diese offizielle VerHerrlichung des Freiheits- Königs" findet zu einer Zeit statt, wo alle Garantien der Verfassung( Vereins- und Bersammlungsrecht, Preß freiheit) durch einen königlichen Erlaß ohne Zustimmung des nationalen Barlamente zerstört sind. mont ab! Die„ konventionelle Lüge" eines dynastischen Festes, welches sich abquälte, als ein Nationalfest zu erscheinen, tomte sich nicht deutlicher und frostiger zeigen. Fanden sich doch, kaum zwanzig Jahre nach dem Tode Victor Emanuels, Gemeinden und selbst hervor ragende Städte wie Pavia und Cremona in der Lombardei, Alessandria in Piemont, die es offen ablehnten, ihre Vertreter zur Einweihung des Dentmals zu schicken. Das gleiche that der Allgemeine Arbeiterverband mit seinen 10 000 Mitgliedern in Turin, der Wiege der Dynastie. Die socialistische Fraktion aber hat an den Bürgermeister von Turin, der alle Abgeordneten zur Enthüllung des Dentmals eingeladen hatte, eine gemeinschaftliche Antwort geschickt. Darin haben wir erklärt, nicht einer Feierlichkeit beiwohnen zu können, die in Schroffstem Gegensatze zu den gegenwärtigen politischen und socialen Verhältnissen Italiens stünde; daß wir uns deshalb nicht zu den überschwänglichen Lobpreisungen einer Vergangenheit versteigen önnten, die den heimlichen Zweck hätten, eine Gegenwart zu beschönigen, die ein Spott auf die Versprechungen und Hoffnungen der Urheber unserer nationalen Unabhängigkeit ist. Von der socialistischen Fraktion konnte nur Genosse Turati die Antwort nicht unterzeichnen, denn man war würdelos und findisch genug, ihn nicht einzuladen, weil er unter polizeilicher Aufsicht steht Wenn aber auch die Unterschrift Turatis aus Mailand fehlte, so haben dafür zwei radikale Abgeordnete, Mussi und De Cristoforis einen Brief veröffentlicht, in dem sie sich weigern, an dem dynastischen Feste in Turin teilzunehmen. Und das sind zwei Männer, die als Radikale fich monarchisch nennen und es auch sind. Sicherlich ein interessantes Zeichen der Zeit. In demselben Geiste und mit derselben offiziellen Stälte, wie die Feste in Turin, ist auch der 20. September verlaufen, welcher Tag, in Erinnerung an den Sturz der weltlichen Macht des Papstes und der Eroberung Roms 1870, 1896 gefeßlich zum Nationalfest gestempelt worden ist. Urnen, Borige Woche hat sich der socialistische Abgeordnete Brampolini in hier in Rom als Gefangener gestellt, während Bissolati, Morgari und De Felice ins Ausland flüchteten, um der Untersuchungshaft zu entgehen, aber in der Absicht,.. bor dem Assisengericht zu erscheinen. Denn da die Regierung die Abgeordneten der äußersten Linten nicht an dem Obstruktions- Feldzug zur Verteidigung der Volksrechte hindern konnte, hat sie die Richter beauftragt, sich auf sie zu stürzen, indem man aus einem Geschäftsordnungsfall in einer parlamenta rischen Debatte ein Verbrechen zurechtstutzte, das nach Artikel 118 des Strafgesetzbuches mit Gefängnis nicht unter 12 Jahren bestraft werden darf! Man will also die Schutzbestimmungen, welche das Gefeß ganz offensichtlich gegen diejenigen gewährt, welche nicht der Kammer angehören und deren Funktionen gewaltsam zu verhindern suchen, gegen Mitglieder des Parlaments selbst kehren. Eine„ konventionelle Lüge", die vielleicht durch den Spruch der Geschworenen zu Schanden gemacht wird, wenn man auch alles von dem Drucke und den Drohungen zu befürchten hat, mit denen un zweifelhaft die Regierung während des Prozesses auf die Geschworenen einwirken wird. Eine konventionelle Lüge", die in der außerordent lichen Eile gipfelt, mit der man die socialistischen Abgeordneten vor das Schwurgericht bringt, so daß die Verhandlungen schon vor dem Zusammentritt der Kammer im nächsten Oktober beginnen werden. Das wird indessen die ministeriellen Blätter und die Thronrede bei der Eröffnung des Parlaments nicht hindern, in heiligen Born aus zubrechen wider die Obstruktionisten, denen man vorwirft, die parlamentarischen Einrichtungen entwürdigt zu haben, dadurch, daß sie sie zu einer kräftigen, wirksamen Verteidigung der Volksrechte benutten! Dafür aber, daß die Arbeiterschaft diesen einzig ver ständigen Rat mehr und mehr zu befolgen beginnt, will die Scharfmacherpresse sie wiederum mit dem Zuchthausgeset abgestraft Das ist tapitalistische Konsequenz! wissen. Allen Prozeßparteien, die auf dem Gewerbegericht zu thun haben, fann nicht genug empfohlen werden, sich dort zu bes nehmen, wie es gesitteten Menschen zukommt. Die Fälle, daß Personen wegen Ungebühr sofort ins Polizeigewahrjam abgeführt werden, mehren sich. Vorgestern glaubte ein Kläger feststellen zu müssen, daß der Gewerberichter Dr. Meier erst umgebaut" werden müßte. Die Strafe für diese bedenkliche Meinungsäußerung bestand in drei Tagen Haft! Da der Sünder sich weigerte, dem herbeigerufenen Schutzmann zu folgen, wurde er gefeifelt ab geführt. Gestern mußte auf Beschluß desselben Vorsitzenden- in beiden Fällen handelte es sich um Vergleichssigungen- schon wieder ein Kläger eine sofort vollstreckbare zweitägige antreten. Er Haftstrafe hatte sich über das abfällig Gewerbegericht ausgelassen. Der Mann machte einen Flucht: versuch, aufBreitestraße wieder gegriffen. Viele der auf dem Gewerbegericht verkehrenden Parteien sehen dies Gericht nicht für voll" an. Ju näher interessierten Kreisen wird deshalb jetzt wieder die Frage aufgeworfen, ob man nicht manchem unangenehmen Vorgang dadurch entgehen könne, daß man Talare für die Richter einführe. Das wird wenig nüßen. Viel mehr würde es zur Hebung des Ansehens der Gewerbegerichte beitragen, wenn die im Solde des Scharfmachertums stehenden Blätter nicht deshalb gegen diese Juftitutionen hezen wollten, weil Arbeiter in ihnen zu urteilen berufen sind. in wurde aber der Uebrigens hat dieses System der italienischen Regierung, daß Aus der Gegend des Friedrichshains wird uns geschrieben: sie den richterlichen Gewalten das Henkeramt anvertraut, ihr die Die Anwohner der Bartholomäustirche werden sich seit politischen Gegner vom Halse zu schaffen, schon ganz vor kurzem einiger Zeit gewundert haben, daß die Kirchenuhr von abends 9 Uhr eine neue Anwendung, am Tribunal in Rom, gegen den Abgeordneten ab nicht mehr schlug. Viele zerbrachen sich den Kopf über dies Genossen Nofri gefunden. Rätsel, und einem Bürger, dem die Sache um deswillen besonders Dieser hatte im April 1898 in der Kammer eine Interpellation unangenehm war, weil er zur Zeit nicht über eine Taschenuhr vereingebracht wegen Entlassungen socialistischer Eisenbahn- fügt, machte sich auf den Weg, um sich über die Ursachen des Da erfuhr er denn Angestellten, welche das Ministerium von den Eisenbahn- partiellen Streits der Thurmuhr zu orientieren. Gesellschaften aus rein politischen Motiven und für Wahlzwecke ver etwas ganz Merkwürdiges. Die Uhr an sich ist arbeitswillig, sie wird langte. Genosse Nofri hatte als Beweis Briefe der Minister des aber an freiwilliger Arbeit gehindert, weil ein Prediger nervenschwach Innern und der öffentlichen Arbeiten verlesen, welche diese ungesetz- sein soll und in der Nacht weit ruhiger schläft, wenn nicht lichen Machenschaften enthüllten. die Glocke schwer und bang ertönt. Die Interessenten des dent würdigen Falles sind in zwei Parteien gespalten. Einige meinen, daß die Hebung des geistlichen Gefundheitszustandes auch dem Seelenheil der Gemeinde zu gute tomme; auch finden sie, daß die absolute zeitliche Nachtruhe überdies recht finnig die ewige Ruhe fymbolisiere. Andere jagen hingegen, daß die zeitliche Nuhe der Nacht im absuten Zustande gewiß nicht zu verachten sei; doch liege in ihrem Falle die Sache so, daß der heilige Profit leide, wenn sie die Beit verschliefen und daß dann der Kapitalist sie mit der Hunger peitsche trattiere. Deswegen müßten sie die reguläre Funktion der Turmglode höher einschäßen als die ewige Ruhe und das Seelenheil der Gemeinde. Wer in diesem Meinungstampfe fiegen wird, läßt sich noch nicht sagen. Der Standal war groß und die Regierung schickte, um bei Nun gab es zwar am 20. September in den italienischen Städten Nofri, der in Turin wohnt, eine Haussuchung vornehmen zu können, offizielle Feiern; sonst aber fiel der Tag mur durch die allgemeine von Rom aus einen Polizisten nach Turin, der ihm dort auf Schritt Gleichgültigkeit der Bevölkerung auf; denn auch er ist im heutigen und Tritt in den Straßen folgte, bis es ihm endlich gelang, gegen Italien nichts weiter als eine konventionelle Lüge". Eigentlich Nofri einen Bericht wegen Beleidigung eines öffent fellte der 20. September den Triumph versinnbildlichen, den dia lichen Beamten zu erstatten. Damit war die Verhaftung Nofris, Freiheit des Gedankens und Gewissens über den tyrannischen der in flagranti ertappt war, und die Haussuchung möglich gemacht. Dogmatismus der katholischen Kirche erfochten hat. Und nachdem Bei dieser fielen der Polizei nur wertlose Dokumente in die Hände; die weltliche Macht der Päpste und die heilige Inquisition zertrümmert sind, erleben wir es tagtäglich, daß Gerichte den freien Gedanken und die Gewissensfreiheit der Socialisten und anderer politischer Steger" im Sterker ersticen zu können glauben. Deshalb ist der 20. September in vollkommener Ruhe dahin gegangen, einer Ruhe, die nur durch die Proteste der socialistischen und republikanischen Blätter gegen die„ konventionelle Lüge" unter brochen wurde, daß eine Regierung, die alle Voltsrechte mit Füßen tritt, diese Feier zu begehen wagt! In Perioden der socialen Umwälzung, wie eine solche den Aus gang des 19. Jahrhunderts kennzeichnet, ist eben der Widerspruch zwischen der offiziellen und hergebrachten Hülle der Dinge und den Dingen selbst einfach unvermeidlich. Und das ist so natürlich, daß nicht nur die Regierungs- Oligarchie unseres Landes diesem Wider spruch unterliegen und die Ohrfeigen einstecken muß, sondern daß er selbst bis zum päpstlichen Stuhl hinauf reicht, als internationale Erscheinung unseres Jahrhunderts. No fri wurde zu 15 Tagen Gefängnis vom Turiner Gericht verurteilt, darauf aber in der Berufungsinstanz freigesprochen in Anbetracht dessen, daß keine Beleidigung vorläge. " Inzwischen durchstöberte die Polizei die Redaktionsräume des Avanti" und fand dort einige Abschriften der Schriftstücke, welche Nofri in der Kammer vorgebracht hatte. Auf diese Weise gelang es ihr, den Beamten im Ministerium zu entdecken, der die Abschriften einem Angestellten bei der Eisenbahn, Frisciotti, geliefert hatte, der sie seinerseits an Nofri weiter gab. Der Bau einer Verbindungsstraße zwischen Tiefwerder und der Insel Bichelswerder ist von der Gemeindevertretung in Tiefe werder unter Zustimmung der übrigen Beteiligten beschlossen worden. Der Bau wird demnächst in Angriff genommen und soll möglichst beschleunigt werden. In dem Bericht der Untersuchungskommission heißt es, daß der Beamte, durch die Vorhaltungen und den Rat, feine Lage Vier Straßenbahnlinien sollen am Somabend die landes durch Anzeige seiner Mitschuldigen zu verbessern, polizeiliche Abnahme erfahren. Bei zweien handelt es sich nur um gedrängt, erklärt hätte, daß er die Dokumente unter der Anstiftung die Einführung des elettrischen Betriebes, und zwar bei den Linien Frisciottis und Nofris für 100 Frants topiert habe. Nollendorfplatz- Kurfürstendamm- Halensee- Hundekehle und Moriz Man machte daraufhin den Prozeß, nachdem man zuvor dem plat- Kottbuser Damm- Nigdorf- Hermannstraße- Briz. Ferner soll Denunzianten Zeit gelaffen hatte, nach Aegypten zu fliehen, und ver- bei der Linie Dönhoffplatz- Reichenbergerstraße, welche jetzt ihr Ende gangene Woche fällte das Tribunal in Rom über unsere Genossen in der Glogauerstraße findet, die Verlängerungsstrecke abgenommen In der That, man braucht bloß die Encyklika( das Rundschreiben) Frisciotti und Nofri das Urteil.( Jm„ Vorwärts" bereits mitgeteilt.) werden, die nach Rigdorf( Hermannstraße) hinein hergestellt wird. zu betrachten, welche der Papst dieser Tage für die französische Geist Da man die Anklage auf Beamtenbestechung nicht aufrecht erhalten Die vierte Linie ist die ganz neue wichtige Straßenbahn, die von lichkeit veröffentlicht hat, zu dem angekündigten Zweck der Betonnte, so verurteilte das Tribunal die beiden zu 11 Monaten Zucht der Linkstraße durch die Dennewiß-, Bülow- und Mansteinstraße über ruhigung der Gemüter". haus wegen„ Entwendung von Geheimpapieren" die aber gar Schöneberg( Bahn- und Hauptstraße) und Friedenau bis Steglig Nach dem Justizverbrechen in Rennes mit der Verurteilung nicht entiendet wurden, da man sie bloß abschrieb und an ihren führen und zugleich die Anfangsstrecke der bereits projektierten großen eines Unschuldigen einer Berurteilung, die selbst eine blutige alten Blaz surüdlegte, der sich übrigens in einem schlecht verschlossenen Straßenbahn Berlin- Potsdam bilden soll. ,, konventionelle Lüge" ist in ihrer Verquickung des militärischen Ver- Schrank befand. rats... mit mildernden Umständen" erwartete alle Welt vom Alle diese Treibereien geschehen unter der konventionellen Lüge" Ueber die Gehaltsaufbefferung der Berliner Kriminal. Bapste, der die höchste moralische Autorität der Erde zu sein be- der Strafjustiz, um einen socialistischen Deputierten zu treffen, der schuhleute berichtet ein hiesiges Blatt:" Freude war in Trojas resp. am Alexanderplat, als vor einigen Monaten den hauptet, ein Wort zur Verteidigung der Gerechtigkeit und des Un- nicht Staatsgeheimnisse verraten, sondern nur im Parlament das Hallen" schuldigen. gefezwidrige Verfahren dieses und jenes Ministers bloßgestellt hatte. Sriminalschußleuten eröffnet wurde, daß ihr Gehalt pro Mann um Der Papst giebt den französischen Priestern gute Ratschläge So ist es dahin gekommen, daß mit Turati, der, obgleich ge- 100 m. jährlich erhöht sei; doch das Unglück schreitet schnell über die Notwendigkeit der Disciplin, um den vereinigten Kräften wählt, noch immer unwählbar ist und der polizeilichen Aufsicht es wurden die bisher üblichen 30 m. jährliche Stiefelgelder und die der Gegner zu widerstehen, und über die„ Sittenberdecbnis" und das untersteht, und dem zu 11 Monaten Zuchthaus verurteilten Nofri 30 M. betragende Weihnachtsgratifitation in Abzug gebracht ind Verbot, die gottlosen" Zeitungen zu lesen-- über die cuchlos ver- und Prampolini, Bissolati und Morgari, die noch unter Anklage endlich rückten die Kriminalschuleute als durch die Munificenz des legte Gerechtigkeit und Unschuld jedoch kein Wort. stehen, und De Felice( der zwar nicht in die Fraktion einge- Staates wohlhabend gewordene Staatsbürger einige Steuerstufent Das heißt, auch die Kirche ist eine Buppe, welche die frei an schrieben ist, aber doch mit uns stimmt) die socialistische Parlaments- aufwärts. Das Resultat der Gehaltserhöhung bildet also ein Minns bon 6-7 M. oas Jdeale glaubende Menschheit abstreifea wird, und anter ihrer gruppe fast auf die Hälfte zusammengeschmolzen ist. denn meldet. der, 4 Die vormaligen Leiter Thym, Uhsadel und Graf Arnim Im Die und insbesondere des Das Polizeipräsidium teilt mit, daß wie alle gefährlichen| gestimmt:" Derselbe soll die Befähigung zum Richteramt haben Minuten; die Bemannung vermochte nur das nackte Leben zu retten. epidemischen Krankheiten, so auch das Auftreten der Beulenpest und in Armenstreit- und Gemeindesteuersachen durchaus bewandert Die Hebungsarbeiten sollen alsbald in Angriff genommen werden. in jedem Falle bei der Behörde angemeldet werden muß. Jede sein. Das Gehalt soll auf jährlich 4500 m. jährlich, steigend Der Sattler Jabloffa, welcher unter dem Verdachte stand, Erkrankung und jeder Todesfall an Pest( orientalischer Beulenpest), von 3 zu 3 Jahren un 300 m. bis zu 0000 m. festgesetzt mit der vor 23 Jahren erfolgten Ermordung der Witwe Vogeler im sowie jeder Fall, welcher den Verdacht dieser Krankheit erwedt, ist werden. Die Anstellung erfolgt auf Lebenszeit nach einjähriger Zusammenhange zu stehen, ist bereits wieder aus der Haft ent. dem föniglichen Polizeipräsidium, Sanitätskommission, Alexander Brobedienstleistung. Einen heißen Kampf verursachte der legte Punkt Lassen worden. Man sah sich zu der Annahme veranlaßt, daß J. plaz, unverzüglich anzuzeigen." Ausdrücklich wird von der Behörde der Tagesordnung: Anlegung einer altestele in die genaue Kenntnis der Umstände, die den Mord begleiteten, seiner darauf hingewiesen, daß diese Verordnung mir eine Sicherheitsmaß der Eisenacherstraße". Nach langen Verhandlungen mit Beit vom Hörensagen oder aus den Tagesblättern haben konnte und regel sei, und daß die gefährliche Krankheit sich keineswegs schon im der Straßenbahn hat der Magistrat es für ausgeschlossen gehalten, fegte ihn wieder auf freien Fuß. Deutschen Reiche gezeigt habe. din daß andere Bedingungen als die gestellten erreicht werden könnten. Der Bau der Volksbadeanstalt in der Dennewigstraße soll Vornehme Schwindler. Die Verhaftung des Grafen Im Intereſſe des Verkehrs und der wirtschaftlichen Sebung der noch in diesem Jahre begonnen werden. Zeit wird es auch. Stadt liege die Annahme der Vorlage. Vom Referenten Stadtv. b. Arnim- Schlagenthin, eines Sohnes des verstorbenen Wagner sowohl als vom Vorsteher Gustav Müller wird in Ein schwerer Radfahrer- Unfall, der ein blühendes Menschen früheren Botschafters Harry v. Arnim, wird aus Stettin ge längeren Ausführungen auf die Bedeutung des Vertrages hingewiesen und leben jäh vernichtet, ein anderes in große Gefahr gebracht hat, ers Der Verhaftete war früher Vorsitzender des Aufsichtsrates gleichfalls um Annahme der wichtigen Verkehrsvorlage ersucht. Als der eignete sich ani legten Sonntag auf der Chauſſee bei Trebbin. National hypotheken Kredit: Gesellschaft" Genosse Obst den Standpunkt dieser Herren bekämpfte und be- gwei in Sportfreisen betanute Radfahrer, Miesterfeld und in Stettin. Gleichzeitig erfolgte auf Requisition der Staatsanwaltschaft hauptete, daß die Stadt sich von der Pferdebahn vollständig„ ein- istig aus Behlendorf, befanden sich auf der Rückkehr von einer die Verhaftung des ehemaligen zweiten Direktors Uhfa del der gewickeln" ließe, entgegnete der Stadtv. v. Frankenberg dem Redner, Tour, die sie auf einem Tandem unternommen hatten. Als fie abends nannten Gesellschaft, nachdem bereits vor mehreren Monaten der ehemalige daß er ihn nicht begreifen könne, da er doch auch wiffen müßte, daß es bei völliger Dunkelheit die Chauffee entlang fausten, prallte die Maschine Direktor Thym verhaftet worden ist. Die National- Hypotheken Kredit- Gesellschaft" ist eine auf Gegenseitigkeit gegründete Baub. vom Kapital heiße: Wo Du nicht bist, Herr Organist, da schweigen plöglich mit furchtbarer Wucht gegen ein Hindernis, das sich un brief- Gesellschaft. Durch leichtsinniges Sereditgeben tam fie seiner Zeit alle Flöten. Nach mehreren persönlichen Bemerkungen erfolgte die bemerkt den Radfahrern quer über den Weg gelegt hatte. Es war derart in ihren Verhältnissen zurück, daß selbst die volle Bezahlung Annahme der so heiß erftrittenen Boſition unter nachfolgenden der heruntergelaffene Slagbaum eines Chauffeehauses. Der Bedingungen: Der Großen Berliner Straßenbahn Amprall war ein solcher, daß dem Führer Mieſterfeld die Halswirbel der Zinsen der ausstehenden sandbriefe nicht mehr erfolgen konnte. und der üblichen Vorortbahn wird die Zustimmung gebrochen und die Gurgel zerrissen wurde, und er unter den furchte zur Herstellung und zum Betriebe einer Straßenbahn in der barsten Schmerzen am Orte des Unfalles verstarb. Auch der zweite wurden aus ihren Acintern entfernt und durch neue Direktoren er isenacherstraße auf eine Strecke von 120 Meter von der Fahrer Riftig wurde mit aller Wucht herabgeschleudert und erlitt fett, unter deren Zeitung die Gesellschaft sich jest saniert hat, namentlich durch eine Reduktion der Pfandbrief- Zinsen. Gegen die Bauflucht der Hauptstraße ab gerechnet mit doppelseitigen mehrfache Berlegungen. Der tödlich verunglückte Radfahrer hatte Baschfußtunden alte Verwaltung stellten sich so erheblich belastende Thatsachen heraus, Anschlußkurven nach den Geleisen der Hauptstraße unter nachstehenden jegt gerade fein Jahr im Kaiser Franz- Garde- Grenadier- Regiment daß, wie bemerkt, schon vor längerer Zeit zur Verhaftung des ersten Bedingungen erteilt. Für die provisorische Pflasterung der Eisenacher abgedient und sollte in das Geschäft seines Vaters eintreten, der in Direktors Thym geschritten wurde. Weitere Erhebungen ergaben Straße ist ein Zuschuß von 8000 M. zu zahlen. Die Fertigstellung Berlin und Behlendorf eine Seifenfabrit und Berkaufsniederlage Weitere Erhebungen ergaben anch gegen die übrigen beiden Mitglieder der Verwaltung so schwere und Inbetriebsegung der Strecke muß bis spätestens zum 1. De befizt. Ristig ist als Kunstfahrer auch in Berliner Radsportkreisen Belastungen, daß die Staatsanwaltschaft jetzt ihre Festnahme ver- 3ember d. I. erfolgen. Der Endpunkt der südwestlichen Ring- bekannt. figte. Die Verhaftung des Direktors Uhfadel und des Grafen Arnim bahn wird von der Brunhildstraße nach der Eisenacherstraße 1 Toming verlegt. Ebenso wird die Bahn Lintstraße- Flottwellstraße- Colonnen- Gerichts- Beifung. ist wegen Fluchtverdachts erfolgt. touch in dupin traße bis zum 1. April 1900 bis zur General Bapeſtraße durch Schatten des Berliner Polizeibereiches. Wie die Firma Aschinger ihre Angestellten beherbergt. geführt. Die Linie der Großen Berliner Straßenbahn TreptowEin nächtlicher Ueberfall eigener Art beschäftigt die Kriminalpolizei. Großgöridenstraße ist unter Aufgabe der Endhaltestelle Sicherheitszustände im Norden Berlins In der ehemaligen Kaferne auf dem militärfiskalischen Grundstüd Großgörschenstraße bis zur Eisenacherstraße durchzu- Courbière- Blazes erfuhren eine grelle Beleuchtung durch die Alleganderstr. 3 hat die Firma Aschinger einen großen Raum ge führen. Die Linie der Großen Berliner Straßenbahn Bineta Verhandlung, welche gestern vor dem Schwurgericht des LandDer bereits vielfach vorbestrafte 20jährige miethet, in dem 18 ihrer Angestellten, Zapfer 2c. schlafen. pla- Mansteinstraße ist durch die Bahn- und Kolonnen gerichts I ftattfand. Wor einiger Zeit erhielt ein Zapfer, der neu eingestellt straße bis zum Militär Bahnhof durchzuführen, sobald die Arbeiter Karl Sönigsmann war des versuchten Raubes angeklagt. Der Ueberfallene war der Kassierer Koffer, welcher war, von einem Geschäftsführer die Weisung, ebenfalls dort Linie elektrisch betrieben wird. zu schlafen. Nun ist der Raum zwar groß genug, um noch Eine Aenderung dieser Linien ist nur mit Zustimmung der folgende Schilderung des der Anklage zu Grunde liegenden Borfalles mehr Personen aufzunehmen, da aber nur achtzehn Betten vor Stadtgemeinde zulässig. Auf Antrag der Gesellschaft soll die Linie gab. Am Nachmittage des 22. April d. J. fei er, wie täglich um handen sind, so weigerten sich die Leute, dem neunzehnten Manne Genthiner- Golz- Akazien-- Belzigerstraße durch die diese Zeit, über den Courbière- Platz gegangen. Auf einer der Bänke hatten mehrere junge Leute gesessen, die einen höchft frag die Aufnahme zu gewähren, da niemand mit dem Fremden sein Hauptstraße zur Eisenacherstraße geführt werden. 196 würdigen Eindruck machten. Einer derselben schien sich in einer Bett teilen wollte. An zwei Abenden war es darüber zu Reibereien Vor ihm gekommen. Am dritten Abend beschlossen nun einige Geschäftsführer führung des siebenstufigen Lehrplans erfolgen. Nachdem stand der Angeklagte, der ihm rechts und links Ohrfeigen verfezte, Schöneberg. In unseren Gemeindeschulen soll jetzt die Ein- Art Halbschlimmer zu befinden, oder sich so zu stellen. und andere Angestellte, statt den Streitfall dem Geschäftsinhaber die Schulbeputation fich für diese Erweiterung des Lehrplans erklärt ohne allerdings besonders hart zuzuschlagen. Der Gemißhandelte mitzuteilen, auf eigene Faust ihn mit Gewalt zu entscheiden. In hat, ist auch der Magistrat dem Beschlusse beigetreten und nunmehr ließ es sich auch ruhig gefallen. Der Zenge wollte vorüber der Nacht vom 21. zum 22. d. M. draugen zwei Geschäfts- wird die erforderliche Vorlage schon in nächster Zeit an die Stadt- gehen, ohne sich um die Gruppe zu kümmern, eine Frau habe ihm führer mit dem Zapfer und drei Kellnern in den Schlaf verordneten- Versammlung gelangen, damit die Aufsetzung der aber zugerufen: Sehen Sie blos, wie der den jungen raum ein, in dem sich erst acht Personen befanden, da die fiebenten Klassen zu Ostern nächsten Jahres erfolgen kann. Die Menschen schlägt!" Nun fei er er allerdings stehen geblieben. andern im Geschäfte noch nicht fertig waren. Die Eindringenden von der Großen Berliner Straßenbahn geplante Anlegung einer Sofort habe fich der Angeklagte gegen ihn gewandt und fielen mit Stöden, Gummischläuchen und Ochsen- Endhaltestelle im Mittelpunkte Schönebergs beschäftigt jegt ihm verschiedene Fauftschläge ins Gesicht und gegen ben ziemern über die Schlafenden her und richteten fie so abermals die Stadtverwaltung, nachdem die in Juni gepflogenen Stopf gegeben. Der Angeklagte müsse einen Schlagring oder sonstigen zu, daß zwei von ihnen sich noch heute in ärztlicher Behandlung Verhandlungen an den Bedingungen der Stadt gescheitert waren. harten Gegenstand in der Faust gehabt haben, denn sonst hätten befinden. Einer ist durch Schläge auf den Unterleib arg verlegt Es hat sich inzwischen bei den städtischen Körperschaften eine andere nicht tiefe blutende Wunden entstehen können. Der Zeuge fei halb worden, einem anderen hat man den rechten Arm derartig zer- Meinung Bahn gebrochen, indem man von dem Grundsay ausgeht, daß betäubt hintenüber gefallen, aber schnell wieder aufgesprungen. Nun schlagen, daß er ganz schwarz geworden ist. Die Verlegten machten es nicht im Interesse der Stadt liegt, der Straßenbahn bei Ge- habe der Angeklagte mit beiden Händen den Riemen gepadt, an eine Strafanzeige, und es ist der Kriminalpolizei auch gelungen, die nehmigung von Verkehrsanlagen zu hohe Gegenleistungen(?) aufzu dem der Zeuge seine Geldtasche über der Brust trug und ihn mit einem an dein leberfall und den Körperverletzungen Beteiligten sämtlich zu erlegen, weil hierdurch die geplante Erweiterung des Schöneberger fräftigen Ruck durchgerissen. Der Angeklagte habe sich dann der ermitteln und festzustellen. Straßenbahn- Verkehrs hintangehalten wird. Wan glaubt daher, daß Tasche bemächtigt, sie am Bügel festgehalten und ihn mit wird. Den e Mart in Gold und Silber bes In der Valentinischen Mordsache wird berichtet, daß der die Stadtverordneten den erneuten Anträgen der Großen Berliner" der durch ins Gesicht geschlagen. Ine neue, höchst wichtige Benge nach dem Ergebnis der Emittelungen die Zustimmung erteilen werden. schwerten Tasche wiederholt über seine Person als ein durchaus zuverlässiger Mann bezeichnet die Untersuchung gegen Bertha Schröter, die Mörderin zwischen waren Lente hinzugekommen, der Angeklagte warf die Auffallenderweise ergriffen auch werden nunß. Die Polizei hat ſich fiber ſein Worleben bereits genau aus Alt- Buchhorst, ist immer noch nicht zum Abschluß gelangt. Nach Tasche zu Boden mid lief het, to unterrichtet. Der Zeuge, der demnächst in den Militärdienst zurück- wie vor bleibt die jugendliche Verbrecherin bei ihrer ersten Aussage, die beiden jungen Burschen, welche sich während der geschilderten treten will, wird voraussichtlich noch heute vereidet werden. Seine Bersonalbeschreibung der mutmaßlichen Thäter stimmt mit der des nach welcher sie den Mord allein und ohne jegliche Beihilfe verübt Borgänge völlig unthätig gehalten hatten, die Flucht. Der Sie mußten bemerkt gemeinsam verabredeten Plan handelten. Hausdieners Schwandtke nicht überein. Demnach bleibt es wahr hat. Die Sch. bestreitet, je einen Geliebten gehabt zu haben. Auch Beuge ist zu der Ansicht gelangt, daß alle drei Personen nach einem scheinlich, daß beide dieselben Personen gesehen haben, Echwandte von dem gestohlenen Gelde konnte bisher trop aller Bemühungen haben, daß er täglich jene Stelle passierte. Um mit ihm anbinden allerdings viel weniger genou als der neue Zeuge. Möglich ist es zu töimen, hätten sie die Komödie gespielt, als werde der eine von dem freilich auch, daß es sich um verschiedene Leute handelt. Denn es Bom Kinderheim- Verein ,, Wohlfahrt erhalten wir folgenbe anderen gemißhandet. Schon sein Stehubleiben hätte der Angeklagte beist jetzt erwiesen, daß die Thür, die Schwandtke öffnete, nicht aus vom Sonnabend datierte Zuschrift: In der heutigen Nummer Thres must, um über ihn herzufallen. Jedenfalls hätten der Angeklagte und feine nahmslos immer verschlossen war, vielmehr hin und wieder auch geschätzten Blattes befindet sich eine Notiz, die sich auf die Auf- Begleiter darauf gerechnet, daß die Tasche sich beim Schlagen öffnen mal aufstand. lösung und teilweise Vorgeschichte des„ Vegetarischen Familienheims und das Geld herausfallen sollte, der erstere würde dann die Flucht Flüchtige Defraudanten. Von den durch ihre Vermutremungen zur Pflege und Erziehung armer Mädchen" in Schlachtenfee ergriffen und seine Genossen würden sich fleißig am Aufsammeln in letzter Zeit bekannt gewordenen Personen ist noch nicht eine bezieht. Ich bitte min höflichst um folgende Klarstellende beteiligt haben. Die Beweisaufnahme lich allerdings zu, daß die einzige ergriffen. Der Briefträger Schwarz soll neuerdings mit ge- Berichtigung: 1. Die Unterhandlungen mit der Gemeinde Behlen- Amahme des Zeugen richtig sei. Der Polizeilieutenant färbtem Haar und Bart in einem Café am Nollendorfplaß in Be- dorf wurden nicht deshalb abgebrochen, weil diese Gemeinde des 91. Reviers, zu dem der Tourbière- Plaz gehört, bekundete, daß sondern dieser Platz für lichtschentes und arbeitmeidendes Gesindel eine begleitung einer Halbweltdame gesehen worden sein. Er wird sich ge- die Böglinge nicht vegetarisch" ernähren wollte, hütet haben! Auch den Hausdiener Adolf Graf, welcher dem Kauf- in erster Linie deshalb, weil sie die von Herrn Securius gestellten fondere Anziehungskraft befize, was zum Teil wohl auf die Nähe des mann Bethge aus der Wallſtraße 1000 M. uiterſching, hat man an- Bedingungen, die fich auf die religiöse Erziehung der Kinder bezogen, Aiyls(?) zurückzuführen ſei. Werde mal eine Streife angeſtellt, ſo bürfe geblich gesehen. Der Bautechniker Giltner aus der Kantstraße, der nicht erfüllen wollte. 2. Die Stadt Berlin ist in ihren Unter- man annehmen, daß von 100 sistierten Personen gegen 50 bestraft seien. unter Mitnahme von 1100 m. flüchtig wurde, befindet sich anscheinend handlungen mit Herrn W. A. Securius nicht so weit geformen, es sei anzunehmen, daß auf dem Courbière- Plaz weit mehr als zur Kenntnis der in Gesellschaft einer übel beleumdeten Frauensperson auf der Flucht. einen ablehnenden Bescheid erteilen zu können, und hat der betr. Ueberfälle vortämen, Die Spur des Pärchens weist nach England, wo G. von früher her Berichterstatter jedenfalls das Baronsche Vermächtnis im Auge Polizei gelangten, denn auch die Ueberfallenen und Bes Verbindungen besitzt. gehabt. 8. Die von Herrn Securius bisher im Schlachtenfeeer raubten hätten zumeist Beranlassung, jede Berührung mit der Bolizei Familienheim erzogenen Kinder hat der Kinderheim Berein Wohl zu meiden. Der Wachtmeister desselben Reviers meinte, daß fich Seit einiger Zeit begeht eine Schwindlerin hier und in fahrt zu Berlin auf seine Kosten in Pflege und Erziehung ge- jeder Hüten müsse, sich auf eine Bank auf dem Courbière- Plaz zu den Vororten dadurch Betrügereien, daß sie bei Sargfabri nommen. Die vier Ninder befinden sich bis zur Errichtung eines iezen, denn wer dort einschlafe, werde auch gefleddert. Die in der fanten für ihren verstorbenen Schwager oder Verwandten einen eigenen Heims seit dem 20. in Oranienburg unter der Cbhut Nähe des Plages wohnenden Geschäftsleute pflegten des Sonn. zu schließen, Garg bestellt, unter dem Vorgeben, daß sie ihr Portemonnaie ver- einer erfahrenen Frau. Tugtungsvoll Ottilie Clauß, erite a bends ihre Geschäfte früher als sonst des Gesindels nicht erwehren gessen und noch einige Einkäufe zu besorgen habe, ein Darlehn zu Vorsitzende des Kinderheim Vereins Wohlfahrt", Berlin W., weil sie sich später erlangen sucht. In einigen Fällen hat die Frau damit Erfolg ger Mogstraße 10. tönnten. Der stellte Vorsitzende, Landgerichtsrat Kämpfe, habt; es wird ersucht, sie bei etwaiger Wiederholung dieses fest, daß der Angeklagte fürzlich wegen eines ähnlichen In Reinickendorf beschloß die Gemeindevertretung, die Regu Verbrechens mit 2 Jahren Gefängnis bestraft worden ist. Nachdem Schwindels festnehmen zu lassen. Sie ist etwa 30-35 Jahre alt, fchlant, über mittelgroß und geht anständig gekleidet. annajdalierung des Seegrabens bis zum nächsten Jahre zu vertagen. der Spruch der Geschworenen dahin verkündet war, daß der AngeDie Gemeindevertretung bewilligte die Erbauung eines Gewächs Der Postgehilfe Emil Nigdorf aus Karstadt, der nach Unterbauses zum Preise von 700 M., in der Pflanzen zum Nugen der lagte schuldig sei des versuchten Raubes unter Ausschluß von mildernden Umständen beantragte der Staatsanwalt eine 8uchtschlagung von Geldbriefen flüchtig wurde, ist hier ergriffen worden. Gemeinde gezogen werden sollen. Das in Aussicht genommene ha u sstrafe von drei Jahren und 5jährigen Ehre Es wurden bei ihm 6000 r. und verschiedene Schmucksachen, die er Sprißenhaus würde auf 9000 der Steigertum auf verlust unter Wegfall der zulegt gegen ihn erfanten Gefängnisvon dem unterschlagenen Gelde gekauft hatte, vorgefunden. 4500 zu stehen kommen. M. Schwer verunglückt ist gestern, Dienstagnachmittag, der elf beauftragt, die hierzu vorliegenden Projekte prüfen zu lassen. strafe von 2 Jahren. jährige May Harder aus der Ackerstr. 38, ein Schüler des Sophien In der Sigung teilte der Vorsitzende ferner mit, daß das StraßenGymnasiums Vor dem Hause Juvalidenstr. 2 fuhr sich, da hier bahn- Stomitee um Verlängerung der Genehmigung betr. Erbauung Arbeiten am Asphaltpflaster vorgenommen werden, ein Wagen fest. einer elektrischen Bahn über Dalldorf, Hermsdorf und Glinicke einIlm ihn wieder flott zu machen, spannte man das Pferd hinten an, gekommen sei. Die Gemeindevertretung beschloß, die Angelegenheit Sodann gab der Vorwährend zwei Arbeiter sich bemühten, ihn mit der Deichsel zu steuern. der Wegebaukommission zu überweisen. Infolge einer plöglichen heftigen Bewegung des Wagens flog die sigende bekannt, daß der Eisenbahnfistus das zwischen der Kremmener Deichfel feitwärts, sodaß die beiden Arbeiter weggeschleudert wurden, und Nordbahn am Schönholzer Weg belegene Terrain der Geund traf den Knaben, der auf dem Bürgersteige stand, mit voller meinde im Umfange von 3 Morgen zu erwerben beabsichtige. Wucht am Kopfe. Der Aermite erlitt einen Schädelbruch und liegt Die Gemeindevertretung beschloß dem Fiskus das Terrain zun im Krankenhause, wohin ein Schuhmann des 11. Reviers ihn brachte, Preise von 14B M. für die Quadratrute zu überlassen, sehr schwer danieder.J is der Kriminalpolizei nichts zur Stelle geschafft werden. dan 30 " Der Gemeindevorstand wurde etiva Das Urteil lautete dem Antrage des Staatsanwalts gemäß. Wäre es nach einem gengnis, das die Polizei sich selber aus weniger peinlich Versammlungen ehrenhafter Arbeiter ſtellt, nicht im öffentlichen Intereffe angebracht, daß etwas überwacht würden und daß man die dadurch freiwerdenden Beamten zum Schuge des Eigentums und der Sicherheit der Bürger verwendete? dermischtes. Die Räuberbande, welche in der vorigen Woche die Vororte Eisenbahnunglück. Nach einer Meldung der„ Elberfelder Ztg." Theater. Georg Engels wird in dem Bustspiel Ein glückliches Baar", an der Oberipree unsicher machte, scheint identisch zu sein mit einer hat sich Montagabend gegen 9 Uhr in den hinter der Station das am Sonntag feine Premiere im Deutschen Theater erhält, zum Bande von Geflügeldieben, die vor etwa vier Wochen in den süd- Barresbeck auf der Strede Hagen- Elberfeld- Düsseldorf gelegenen erstenmale feit seinem Wiedereintritt in diese Bühne eine neue fomische Rolle lichen Vororten hauste. Auch die Mitglieder dieser Bande waren Tunnel ein schwerer Eisenbahnunfall ereignet. Ein nach Vohwinkel freiren und die humoristische Hauptgestalt des Wertes, den Dr. Emil Wendelin, zum Teil mit Revolvern bewaffnet, von denen sie im Notfalle bestimmter Güterzug war infolge falscher Weichenstellung in das GeDarstellen. Im Schiller: Theater debuttert Frau Cyfordt in der morgigen Gebrauch machten. Ein Gastwirt, bei dem ein derartiger Diebstahl leise der obengenannten Bahnstrede geraten und wurde in dem Erstaufführung des Jbsenschen Schauspiels Nora". Die Dichter unb verübt wurde, überraschte den Thäter, einen schlanken, ziemlich großen Tunnel von einer von der Station Mettmann ihm entgegenTonbichter Abende des Schiller Theaters in Bürgerfaale des Rathauses Mann, dessen. Beschreibung mit derjenigen des Bandenführers von kommenden leeren Lokomotive angerannt. Der Materialschaden ist werden dieses Jahr mit einem Goethe- Abend eröffnet.) prodanoeder Oberfpree übereinstimmt. Der Einbrecher ergriff die Flucht und bedeutend, fünf Personen wurden verletzt, darunter die Heizer und isiping difonnte entkommen, da er durch Abgabe von Revolverschüssen auf der Zugführer. Am schwersten wurde der Heizer der Lokomotive - dodajni feine Verfolger diefe zurückhielt. Als die Polizeibehörden der Vor verwundet, welcher absprang und von den Trümmern an die Tunnelorte scharf gegen die Einbrechergesellschaft vorgingen, zog sich diese aus wand gedrückt wurde. Der Verkehr nach Düsseldorf wurde, da das zurück. jener Gegend zurite.sol mais ni Altuita Geleiſe zwiſchen Barresbed und Dornap bis Dienstag früh gesperrt Spandau. Der Untergang eines Lastschiffes ist auf der war, über Bohwinkel geleitet. Habel in Spandau erfolgt. Der mit 6000 Centnern oberschlesischer Unthat einer Geisteskranken. Wie aus Stuhm in Westpreußen Steinkohlen beladene Kahn des Schiffseigentümers Karl Brache aus gemeldet wird, hat die 24fähre Tochter des dortigen Gerichtsdieners Lychen a. O., der die Havel stromabwärts fuhr, wurde von starkem ihre drei jüngeren Geschwister im Alter von 3, 6 und 8 Jahren in Winde heftig gegen einen Pfeiler der Hamburger Eisenbahnbrücke den Brummen des Amtsgerichts geworfen. 8wei von den Kindern getrieben und erlitt ein Led, in welches das Waffer schnell eindrang. ertranten. Das dritte konnte, wenn auch schwer verlegt, gerettet Das Fahrzeug, welches im lepten Augenblick, damit die Fahrstraße werden. Die Thäterin, welche in einem Anfall von Geistesstörung frei wurde, gegen das Ufer geschleppt werden konnte, jant in wenigen gehandelt zu haben scheint, hat sich der Staatsanwaltschaft gestellt. glombipsminars sting sis two staginglasadi sim, dus din no Aus den Nachbarorten. Steglitz Friedenan. In den„ Kaiferhallen" spricht heute abend 8 Uhr Reichstags- Abgeordneter 3 ubeil über das Alters- und In validitätsversicherungs- Gesetz. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Schöneberg. Die Stadtverordneten beschäftigten sich in der Situng am 25. September zunächst mit der Wahl eines Mitgliedes in den Aufsichtsrat der Gesellschaft Elettri citätswert Südwest". Der Vorlage des Magistrats betr. Anstellung eines affeffors wurde nach Klarlegung feitens bes Referenten Stadtv. Seyne unter folgenden Bedingungen zu P Amtsgerichtsbezir! Dargun. verſchleppt. Goien Guoiener Gegen Wetter Prognose für Mittwoch, den 27. September 1899. Zunächst etwas wärmer, vorwiegend trübe mit Regenfällen und frischen südwestlichen Winden; nachher auftlarend und etwas fühler. Te dua Berliner Wetterbureau. Marktpreise von Berlin am 25. September 1899 nach Ermittelungen des tgl. Polizeipräsidiums. Die Ruhr in Mecklenburg. Aus Rostock wird der„ Boffischen| teilungen vor. Bei einer auf dem Berge" in Dortmund wohnenBeitung" berichtet: Der Streisphysikus in Dargun teilt mit, daß seit den Witwe hatte vor furzem aus Mitleid eine Frau Aufnahme ge Ende August im Medizinalbezirk Gnoien die ansteckende echte Ruhr funden, welche bisher mit dem von ihr des Raubmordes bezichtigten auftritt. Bon 63 ärztlich gemeldeten Krankheitsfällen sind bisher 6 Arbeiter ein intimes Verhältnis unterhielt, welches letzterer indessen vor tödlich verlaufen. Ein Fall wurde aus der Guoiener Gegend in den mehreren Wochen gelöst hatte. Diese Frau erzählte mun ihrer Wirtin, daß ihr Bräutigam, der fie böswillig verlassen, nach Amerita ausgewandert fei, weil er vor Jahren in Castrop meinen Raubmord ausgeführt Ein Südwest- Orkan hat in der Ostsee furchtbaren Schaden ver habe. Die Wirtin hatte nichts Giligeres zu thun, als das Gehörte ursacht. Der Segler Julie" brach im Sund in der Mitte durch weiter zu verbreiten, so daß schließlich Polizei und Staatsanwalt mit tnapper Not erreichte die Besazung das Land. Im Kattegatt schaft hiervon Kenntnis erhielten. Es wurde eine Untersuchung ein-" Bizert und in den benachbarten Gewässern sind zehn Fahrzeuge gesunken oder gestrandet; die Mannschaften wurden gerettet. Im Großen Belt geleitet, welche jetzt zu dem Resultat geführt hat, daß die Angeberin trieb ein von der Mannschaft verlassenes, unbekanntes Segelschiff, nur ein Märchen ersonnen hatte, um das Mitleid ihrer Mitmenschen welches mit Holz beladen war, an Land.' Allem Anscheine nach find zu erregen. Der bezichtigte Arbeiter, ihr früherer Bräutigam, ist die Leute von den Flutten verschlungen worden. In der Beſtlüfte har et nach Amerika ausgewambert, ſondern hat ſich biefer Lage ertranten, wie dem Berl. Egbl." aus Riel weiter geschrieben wird, der Behörde freiwillig gestellt, nachdem ihm der gegen ihn ge infolge Ueberschwemmung viele Schafe und Rinder. Der Sturm schleuderte furchtbare Verdacht zu Ohren gekommen war. knickte in der Nordsee die Masten des Seglers Rebella", welche den * Roggen Futter- Gerste Hafer gut 26 Personen bei einer Feuersbrune Feuersbrunst aus, Linsen tamen. Kapitän Jark so schwer trafen, daß er in furzer Zeit starb. Der brach in einer Droguenhandlung in Moskau eine Fischer Wittrook tenterte mit seinem Boot und ertrant. Im Großen die eine Explosion zur Folge hatte. 26 Personen, darunter 16 von Belt hätte sich fast ein Busammenstoß zwischen einem Panzerschiff der Feuerwehr, wurden schwer verwundet. Erdbeben in Indien. Wie aus Calcutta telegraphisch ge und der mit mehreren Personen besetzten Fähre ereignet. Die Fährschiffer bemerkten die Gefahr und änderten rechtzeitig die Fahrt- meldet wird. ereignete sich eine Reihe von Erderschütterungen, be richtung. gleitet von bedeutenden Erdrutschungen und außerordentlich starken Der angebliche Justizmord, über den auch wir fürlich be- Regengüffen, in verflossener Nacht bei Darbschiling. Den ersten richteten, hat sich als Erfindung herausgestellt. Aus Dortmund Meldungen zufolge find neun Europäer und mehr als zwanzig Einrichteten, hat sich als Erfindung herausgestellt. Aus Dortmund geborene umgekommen. Der Bahnverkehr ist unterbrochen; große schreibt man darüber der" Post": Ein Dortmunder Blatt( die„ TreTheeplantagen wurden zerstört. Nach weiteren Meldungen sind monia") brachte vor einigen Tagen die sensationelle Mitteilung, daß bei Dardschiling etwa hundert Personen umgekommen. In Bhul eine Frau ihren Ehemann eines im Jahre 1890 verübten Raubmordes wurde der Bazar überschwemmt, wobei zweihundert Personen um bezichtigt habe und daß angeblich ein anderer an ihres Mannes Statt verurteilt und hingerichtet worden sei. Die Angelegenheit wurde mit dem am 14. Juli 1890 an dem Bergmann Stefan Strczypczat| Witterungsübersicht vom 26. September 1899, morgens 8 Uhr. in Raugel bei Castrop verübten Raubmorde in Verbindung gebracht. Als Thäter wurde damals der Arbeiter August Michalsti aus Castrop ermittelt, der denn auch auf Grund mehrfacher Indizien- Stationen beweise vom Schwurgericht zum Tode verurteilt und später nach Ablehnung feines Gnadengefuches hingerichtet wurde. Der Ver urteilte soll allerdings sowohl vor Gericht, als auch noch kurz vor feinem letzten Gange dem Beichtvater gegenüber, der ihn absolviert habe, fortgesetzt seine Unschuld beteuert haben. lleber den wahren Sachverhalt dieser Aufsehen erregenden Angelegenheit liegen nun mehr, nachdem die Staatsanwaltschaft in die Prüfung der Sache eingetreten war, folgende aus zuverlässiger Quelle stammende Mit- Wien Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Ostend Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstraße 132. Letzte Woche! Publikum gegenüber keinerlei Um tausend Mark. Verantwortung. Theater. Mittwoch, 27. September. Opernhaus. Die Fledermaus. Anfang 8 Uhr. Schauspielhaus. Fauft.( 1. Tell.) Anfang 7 Uhr. Neues Opern Theater( Kroll). Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Anfang 712 Uhr. Teutsches. Kollege Crampton. Anfang 7 Uhr. Boltsstück mit Gefang von Buchholz und Felsch. Anfang 8 Uhr. Borzugsbillets haben Gültigkeit. Im Tunnel bor und nach der Borstellung Konzert. Sonntag 2 Uhr: Freie Volts: bühne: Faust. In Borbereitung: Der Welt: untergang. Ausstattungsstüd aus dem Englischen, übersetzt v. Karl Weiß und Jos. Dill. Donnerstag: Deutsche Voltsbühne: Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. G. જે Stationen Barometer Windrigtung winemide. 754 SSW wolkig 10 Saparanda 752 Sta 2 Regen 12 Petersburg Hamburg Berlin 750 S Wiesbaden 756 755 SS München 761 S 762 Still 3 Regen 10 Cort 4 bedeckt 14 Aberdeent 45lb. bed. 12 Paris woltig 11 Windstärke Wetter mittel 15, 14,40 Butter 14,30 13,60 Gier 13,50 13, Karpfen D. Ctr. 15,40 14,60 Schweinefleisch 15,30 13,80 Kalbfleisch 1kg 1,60 1,10 13,60 12,50 Sammelfleisch 1,60 1, 1,60 1, " 2,60 2, 60 Stüd 4,50 2,80 1 kg 2,20 1,20 2,80 1,20 2,60 1, " 2,- 1, " 1,80 0,80 2,50 1,20 1,40 0,80 Nichtstroh Heu †) Erbsen Speiſebohnen Kartoffeln, neue Rindfleisch, Keule 1 kg bo. Bauch " 350 ale 6,90 4, Bander 40, 25, 50, 25, Hechte V Barsche 70 30 Schleie 75- Bleie 1,60 1,20 Strebse 1,20 1, per Schod 12,-2*) Ermittelt pro Tonne von der Centralstelle der Preuß. Landwirt schaftskammern Notierungsstelle und umgerechnet vom Polizeipräsidiumi und um für den Doppel- Gentner, +) Kleinhandelspreise.noR Produttenmarkt vom 26. September 1899. Im Getreides verkehr blieb bie Tendenz fest. Die Zufuhren sind flein. Roggen wie Weizenmehl wird in großen Posten gekauft. Weizen zog um etwa eine halbe Mart, Roggen um dreiviertel bis eine Mart an. Für guten Hafer reger Begehr. Weizen und Roggenmehl steigend. Rüböl wenig im Berkehr. Am Spiritusmarkte läßt die Kaufluft weiter nach. Dazu kam noch, daß heute die Angebote auf Locowaren ziemlich beträchtlich waren, so daß die gehandelten 35 000 Liter 70er mit 44,20 m., das ist um 80 Pf. niedriger, untergebracht werden konnten. Termine ließen 0,90 bis 1 M. nach. 120173 Kartoffelfabrikate. Feuchte Kartoffelstärke per 100 g. brutto infl. 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Anfang Mufit von Albert Wicher. 72 Uhr. In Scene gesetzt vom Dir. Mar Samft. Residenz. Jagdfreuden. Vorher: 1. Bild: Auf zu Dreyfus. Familien- Souper. Anf. 72 Uhr. 2. Bild: Verbündete Mächte. Luisen. Romeo und Julia. Anfang 3. Bild: Attentat und Verrat. 8 Ubr. Central. 72 Uhr. Ostend. Um tausend Mark. Anfang 8 Uhr. Die Geisha. Aufang Victoria. Die weiße Henne. Anfang 72 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Reise nach der Teufelsinsel. Anfang 8 Uhr. Metropol. Berlin lacht. 7½ Uhr. Anfang Apollo. Frau Buna. Specialitäten Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Meichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. Passage Panoptikum. Specialt täten Vorstellung. Urania. Invalidenstr. 57/62. Täglich abends von 8-10 11gr: Sternwarte. Zaubenstr. 48/49. Jm Theater: Der Steg des Menschen über die Natur. Anfang 8 Uhr. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Mittwoch, abends 8 Uhr: Die Ehre. 4. Bild: Das belagerte Haus. 5. Bild: Die Gerichtsverhandlung. 6. Bild: Apotheose. 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Teilzahlung zit seinem heutigen Wiegenfeste ein bonnernbes Hoch! 66/4 Gesangverein Vorwärts I, Südost. Danksagung. Für die vielen Beweise der Teil nahme bet dem Begräbniß meines lieben. Mannes Otto Lehmann fowie für die herrlichen Kranzspenden sage ich meinen herzlichsten Dant, ins besondere dem Arbeiter Gesangverein Freiheit II für seine trostreichen Lieder, dem Socialdemokratischen Arbeiter Bildungsverein, dem Arbetter- Turn: Specialarzt für Genossen und Genoffinnen, Kollegen, Freunden, Bekannten und Verwandten. Frau Lehmann. Danksagung. Dr.med. Schaper, Spain Aberein von Ablershof, sowie allen Haut Harnleiden Frauen- Krankheiten. Königgrätzerstr. 27. Spr. 9-1. 4-7, Homöopath. Poliklinik: Montag, Mittwoch, Sonnabend, Ab. 7-8: Friedrichstrasse 114, I. Die als Reisemuster benusten DamenKostümröcke von 4,50-8., Jackenkostüme von 6-18 M., Golfcapes, m. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten, welche meiner lieben Frau, unferer guten Mutter Emilie Michaelis, geb. 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September, abends 82 Uhr, im Lokal ,, Englischer Garten", Alexanderstr. 27 c: Branchenverlammlung für alle in der Ladentischlerei beschäftigten Arbeiter. Tages Ordnung: 1. Die Lage der Ladentischler und wie verbessern wir dieselbe? 2. Dis tusfion. 3. Verschiedenes und Verbandsangelegenheiten. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. 122/5 Vom 1. Oktober ab befindet sich das Bureau des Central- Verbandes deutscher Maurer ( Zahlstellen Berlin II. und sämtlicher Vororte) Neu- Kölln am Wasser 1. Dasselbe ist geöffnet an den Wochentagen von früh 8-1 Uhr und nachmittags von 4-8 Uhr. Fernsprecher Amt VII. 4289. Die Verbandsleitung. J. A.: Karl Panser. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Freie Turnerschaft Verwaltungsstelle Berlin. Mittwoch, den 27. September, abends 8/2 Uhr, im Lokal des Herrn Cohn, Beuthstraße Nr. 19/21: Vertrauensmänner- Sigung d. Klempner. Jede Werkstatt muß vertreten sein. Mittwoch, den 27. September, abends 61/2 Uhr, im Lokal ,, Berliner Refsource", Kommandantenstraße 57: Versammlung sämtlicher Arbeiter der Firmen Bernh. Joseph, Akt.- Ges. Butzke, Kramme, Spinn& Sohn, Schäffer& Walker. Tages- Ordnung: Wie stellen sich die Kollegen zur Neunstunden: bewegung der Former? Freitag, den 29. September, abends 8 Uhr, im Lokale ,, Luisenstädtisches Konzerthaus", Alte Jakobstr. 75: Rixdorf- Britz( M. d. Arb.- Turnerb.) Sonnabend, 30. September, abends 9 Uhr, im Apollo- Theater, Hermannstrasse 48/50: zur Feier des 4. Stiftungsfeffes Künstler- Konzert. Mitwirkende: 269/8 Frau Klara Urban, Opernsängerin; Herr Maximilian Fischer( Flöte), Möbel auf 25562* Abzahlung so billig wie baar. Eigene Polsterwerkstatt. Gr. Frankfurterstr.1 Frankfurter Thor, Ecke Frieden- Strasse. J.Ostrowski jun. Paul Neumann( Cello) und Berliner Männer Quartett Harmonic". Sackpaletots, Billets a 50 Pf. inkl. Tanz sind bei den Herren Emil Meske, Bergstr. 7; Louis Hermann, Kirchhofstr. 1; Müller, Knesebeckstr. 43; Iul. Kasper, Briz, Chausseestr. 67, I und bei allen Mitgliedern zu haben. Bei jetzigen hohen Butterpreisen prüfe und vergleiche Versammlung der Former. Marke 114/8 Tages Ordnung: Beschlußfassung über unsere Lohnbewegung. Jeder Former und Berufsgenosse muß anwesend sein. Die Ortsverwaltung. Achtung, Fliesenleger! Freitag, den 29. September, abends 81/2 Uhr, im Engl. Garten, Alexanderstraße Nr. 27 c: Oeffentl, Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht über das beschlossene Gewerkschaftskartell und Wahl eines Delegierten zu demselben. 2. Gewerkschaftliches. 3. Diskussion. 56/9 Achtung! I Die Vertrauensleute. Achtung! Graveure und Giseleure! Donnerstag, 28. September, abends 1/29 ihr, in Feuersteins Festfälen, Alte Jakobstraße 75: Oeffentl. Derlammlung der Graveure und Ciseleure Berlins. Tages Ordnung: 1. Der gegenwärtige Stand unserer Bewegung zur Verfürzung der Arbeitszeit und welche weiteren Schritte gedenken wir zu unternehmen? Referent Kollege Brückner. 2. Diskussion. 74/19 Kollegen! Die Bewegung nimmt größere Dimensionen an. Selbst Graveure find schon in den Kampf mit hineingezogen. Es ist notwendig, daß zur Festsetzung der ferneren Taktik eine Aussprache stattfindet. Zu diesem Zweck wollen wir uns alle versammeln, aber alle müssen versammelt sein, nicht einer darf fehlen. Darum erfülle jeder seine Pflicht und erscheine in der öffentlichen Versammlung. Der Vertrauensmann. En gros. Roh- Tabak. En detail. 2511L* Große Auswahl zu billigsten Preisen.( Sehr preiswerte vor züglich brennende Sumatras.) Rud. Völcker& Sohn, Berlin, Köpnickerstr. 45. 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Poriraits and Biographien der sozialdemokratischen Reidstags Abgeordneten. fozialdemokratischen Landtagsabgeordneten in cen Die Bundesstaaten. einzelnen Damenjacketts und Kostüme spottbillig 29036 Kommandantenstr. 27, III. * 23992* go Hans Kayser Görlitzer Bahnhof, Platz 6. Billigste Bezugsquelle für Press- u. Steinkohlen. Bekanntmachung! Meiner werten Kundschaft zur gefälligen Anzeige, daß ich auf Ersuchen meiner Arbeiter die zehnstündige Arbeitszeit eingeführt habe und bitte ich höflichst Ihren werten Bedarf in der Zeit von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends zu decken. Kohlen en gros. Hans Kayser, Görlig. Bahnh. PI.6. Trinkt vom Fass!: Goldklares Weissbier aus der Weißbier- Brauerei Friedrichstadt" 24802* Julius Borsdorf, Neue Königstraße 31/32. Es ist das beste Weißbier und wird stets ohne Wasserzusatz verkauft! Coulante Zahlungsbedingungen! 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Gesamt- Parteitag ber Socialdemokratie Oestreichs. Die Debatte über die Brünn, 25. September 1899. Politische Lage und Tattit wird fortgesetzt. Schumeier- Wien polemisiert gegen die Behauptung des Dr. Morgenstern, es sei nicht mit gehörigem Nachdruck von der Partei gearbeitet worden. Die Berichte aus den einzelnen Ländern beweisen das Gegenteil. Dr. Morgenstern empfahl die Steuerberweigerung. Ja, welche Steuer sollten denn die Arbeiter verweigern? Die indirekte? Und wie sollten sie das anstellen? Dr. Morgenstern sei mit seinem Vorschlag an die falsche Stelle gegangen: er hätte sich damit an die Deutschnationalen wenden sollen, an die Bürger, die direkte Steuern zahlen. Was die zufünftige Tattit betrifft, so sei, wenn ein feudal- fleritales Ministerium tome, schärfster Widerstand geboten.( Beifall.) Abg. 8eller: Es braucht nicht erst versichert zu werden, daß wir jedes Ministerium bekämpfen.( Ruf: Mit Ausnahme eines Ministeriums Dr. Adler. Heiterkeit. Ruf: Wird auch bekämpft! Große Heiterkeit.) Redner glaubt, daß die Parteivertretung die Wiener Verhältnisse, den Kampf gegen Lueger, zu sehr berücksichtigt und auf die Provinz nicht ganz die nötige Rücksicht genommen habe. Der Gedanke, die Steuer zu verweigern, sei utopistisch. Spera Brimm( Czeche) schließt sich den Anschauungen Berners an und wünscht eine lebhaftere Agitation für das allgemeine Wahlrecht. Haunusch( Nordmähren): Das Flugblatt der Parteivertretung hat den Provinzlern nicht besonders gefallen. Wenn wir ein Flug blatt bekommen, wollen wir ein tonfis ciertes haben.( Heiterkeit.) Wir müssen uns vor Kompromissen mit den deutschnationalen Radikalen hüten; sie sind dieselben Voltsbetrüger wie die Jungczechen.( Zustimmung.) Abg. Resel- Graz: Ich halte es für keine genügende Antwort, wenn Dr. Adlers Referat mir die beiden Versicherungen brachte Wir werden eine socialdemokratische Taktik einhalten und uns nicht unter den Jesuitenhut bringen lassen. Bestimmtere Linien lassen sich denn doch für unsere Taktik ziehen. Wir müssen wissen, was mit der Thunschen Erbschaft werden soll, mit all den Verordnungen auf Grund des§ 14. Unbestreitbar hat es die Parteivertretung in den Beiten, wo eine energische Aktion notwendig gewesen wäre, daran fehlen laffen, M Kregei Pilsen verteidigt die czechische Partei gegen den Vorwurf, mit den Jungczechen zusammengearbeitet zu haben. Er beantragt, daß die Gesamtpartei ihre Tattit in der Frage der Zuckersteuer verschärft, die äußersten parlamentarischen Mittel gegen sie anwendet und am Tage der Wiedereröffnung des Parlaments in ganz Destreich große Kundgebungen veranstaltet. er dom man deutschnationalen Versammlung geladen und habe ein Absageschreiben der Aerzte, welche dafür sorgen, daß das Volk in dieser Hinsicht geschickt. Meine Reden sollen national ausgeflungen sein; in Graz nicht aufgeklärt werde.( Beifall.) Der Reichstag sei seiner Zeit nicht, folle man sich nicht mehr austennen, ob jemand ein Socialdemokrat wie Professor Förster sagte, durch ein objektiv falsches Gutachten zur oder ein Deutschnationaler ist. Das ist nicht richtig. Wir haben Annahme des Gutachtens gekommen, sondern das müsse frei und stets auf reinliche Scheidung zwischen Deutschnationalen und Social- offen ausgesprochen werden durch offenbaren Betrug.( Stürmischer bemokraten gehalten. Nationale Arbeiter giebt es in Graz nicht. Beifall.) Geheimrat Eulenburg habe den Reichstag und das deutsche Als die Jungezechen noch radikal waren und die omladinistische Bes Bolt betrogen und getäuscht.( Beifall.) Erst neuerdings habe der wegung hochging, suchten die czechischen Genossen viel eifriger an sie Direktor des Reichs- Gesundheitsamtes gesagt, daß es eine brauchbare Anschluß. Statistik über die Wirkung der Impfung nicht gebe. Trotzdem werde die Statistit immer noch als Grundlage für die Zwangsimpfung benußt. Die Statistit des Reichs- Gesundheitsamtes beweise gar nichts, denn sie erstrecke sich nur auf die Städte mit mehr als 15 000 Einwohnern, also auf die hygienisch am günstigsten gestellten Orte. Die Impffreunde seien zum Kongreß eingeladen und ihnen volle Redefreiheit zugesichert worden. Es sei aber nieNemez- Brag hält seine Ansicht aufrecht, daß die steirischen mand von ihnen erschienen. Das beweise, daß unsere Gegner nicht in Genossen durch zu enges Zusammengehen mit den Deutschnationalen der Lage seien, ihre Ansicht im Lichte der Oeffentlichkeit zu vere einen taktischen Fehler begangen hätten. treten.( Lebhafter Beifall.) Die Jmpffrage sei wissenschaftlich längst Damit schließt die Diskussion. erledigt. Sie sei eine reine Machtfrage. Es sei im höchsten Grade Das Schlußwort hat unmoralisch, durch Gesetz jemand zwingen, daß Dr. Victor Adler: Ich bin mit dem Verlaufe der Debatte etwas thue, was seiner Ueberzeugung widerspreche. Das ganz zufrieden. Es tann tein Borivurf gegen die Parteivertretung Impfgesetz müsse beseitigt werden. Bei den Reichstage sein, daß sie nicht gefcheidter gewesen ist, wie die Genossen in der wahlen sei Gelegenheit gegeben, dies Gesetz mit Provinz.( Seiterkeit.) Das Flugblatt gegen die Zuckersteuer follte grade Stimmzettel zu bekämpfen. Man möge fich nicht wieder täuschen durch seine Sachlichkeit wirken. Es durfte nicht schärfer abgefaßt werden, laffen, sondern mur Impfgegner in den Reichstag wählen.( Lebhafter weil durch seine Konfistation zuviel Zeit und Geld verloren gegangen Beifall.) Oberst a. D. Spohr- Gießen, ein praktischer Vertreter wäre. Ein Cirkular der Parteivertretung war nicht wie bei der der Naturheilkunde, führte eine Anzahl Fälle aus seiner Praxis an, Agitation gegen den Zeitungsstempel erforderlich, weil die Thatsache in denen Personen troß der Impfung und Revaccination an den des Verfassungsbruches jedem Parteigenossen flar vor Augen lag. Bocken erkrankt seien. Es gebe so zahlreiche Fälle, welche Eine detaillierte Angabe der Taktit läßt sich nicht geben. Im Reichs- die Nutzlosigkeit, ja Schädlichkeit der Bockenimpfung dara rate werden wir weiter vorgehen wie bisher und feine Unklarheit thun, daß es unmöglich sei, fie alle anzuführen. Wenn man zulassen. Unsere Abgeordneten werden auch in Zukunft den Aus- das Impfgesetz nicht abschaffen wolle, dann sollte gleich und die Indemnitätserklärung wegen der§ 14- Berordnungen den Befürwortern der Impfung die Pflicht auferlegen, die bekämpfen. Unser Kampf gegen Lueger war kein Fehler; er ist ein Lymphe am eigenen Körper zu erproben. Auf diese Weise würde Faktor im politischen Leben von ganz Oestreich. Und wenn wir seinen die Impfung bald von selber ein Ende nehmen. Die Impfung Einfluß eindämmen und seinen Nimbus bis zu sehr hohem Grade schädige die Wehrkraft und die Gesundheit des Voltes.( Beifall.) eingeschränkt haben, so war das eine politische Arbeit für das ganze Sierauf folgte eine Diskussion, in der mehrere Redner lebhaft gegen Reich. Gleichzeitig war unsere Beschäftigung mit Kommunalfragen den Impfzwang sprachen. Zum Schluß wurde folgende Resolution von großer Bedeutung. Unter der Nationalitätenfrage leiden die einstimmig angenommen:" Die von etwa 1000 Personen besuchte unmittelbaren ökonomischen Interessen des östreichischen Proletariats. Bersammlung fordert von den gefeßgebenden Körperschaften Gerade die jüngste Bergangenheit war die schwerste Beit für die des Deutschen Reiches, den gefeßlichen Impfzwang sofort und Tattit der Partei. Wenn die Parteivertretung nur nichts verdorben ohne jeden Vorbehalt abzuschaffen, den Streit um die Impfung und nichts geschadet hat, hat sie schon viel geleistet. aber, als einen wissenschaftlichen und persönlichen, den heilwissenschaft Bei Demonstrationen fönnen wir die Deutschnationalen nicht lichen Parteien und dem Bolte selbst zu überlassen, ferner aber durch Nemet Prag: Nejel hat die socialdemokratische Tattit durch immer fernhalten. Wir können unsere Leute nicht mit einem ein Notgejezz bis zur endgültigen Abschaffung des Impfzwanges sojo sein Bündnis mit den Deutsch- Nationalen am meisten geschädigt. besonderen Stempel versehen. Nicht daraus mache ich den Grazer fort die Staatsentschädigungspflicht für die Opfer der Impfung ein( Widerspruch des Abg. Rejel.) Der Gesamt- Parteitag muß ein wach- Genossen einen Borwurf, wohl aber, daß sie lokale Politik treiben, zuführen. fames Auge auf die Thätigkeit der nationalen Organisationen haben. die für das ganze Neich nicht möglich ist, weil sie unklug ist. Für Wie der Vorsitzende bemerkte, stellt diese Resolution den Extrakt Das ist wichtiger als Beschuldigungen gegen die Parteivertretung. die nächsten zwei Jahre etwa haben die Grazer festlegen wollen, der Verhandlungen des Kongresses dar. Dr. Morgenstern( Mährisch- Schönberg): Wir haben unter welchen Bedingungen eine Mitwirkung der Socialdemokratie 21/2 Jahre Verfassungsbruch und Absolutismus gehabt. Wer bürgt für die zukünftige östreichische Politit in Frage kommt. Die in der Beleuchtungs- Industrie, Bronze- und Alfenide=" Darauf uns dafür, daß dieses Regime sich nicht fortsetzt. Jedes tönnen wir uns nicht binden. Die Grazer hätten sich vorher in- waren- Fabrikation! beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Ministerium, das ins Amt tritt, ohne die Buderſteuer und formieren sollen, wenn sie nicht in die Verlegenheit kommen wollten,( Gürtler, Drüder, Klempner, Schleifer usw.) hielten am Montag eine die sonstigen Verordmmgen auf Grund des§ 14 aufzuheben, über allein zu bleiben. gut besuchte Versammlung in den Arminhallen" ab. Auf der Tagesnimmt die Verantwortung dafür und muß auf das entschiedenste Der Hauptvorivurf war, wir hätten von Wien aus nicht eine ordnung stand: Wie nützen wir die gegenwärtige Geschäftslage zur bekämpft werden. Gewaltsam fönnen unsere[ 15 Abgeordneten die große Bewegung für das allgemeine Wahlrecht in Scene gesezt. Verbesserung unserer Arbeitsverhältnisse aus? Delegationswahlen nicht verhindern, aber fie tönnen dafür sorgen, Es wird aber nicht dadurch erkämpft, daß man fortwährend schreit der Klempner- und Formerbewegung eingehend schilderte, aus Wie der Referent Otto Nather, der zunächst den Verlauf daß die Delegationswahlen nicht zuerst stattfinden, sondern zuerst Heraus mit dem allgemeinen Wahlrechte! heraus mit dem allgemeinen führte, ist die Geschäftstonjunktur in der Metallwaren- Induſtrie eine gründliche Abrechnung vorgenommen wird. Die Steuer- Wahlrechte! bis es einem zum Halse heraushängt.( Heiterkeit.) Für verweigerung wäre den Arbeitern sehr wohl möglich gewesen. Wer das allgemeine Wahlrecht ist viel gethan. Unsere Gegner haben zur Zeit eine außerordentlich günstige und noch weit besser über 10 Kilogramm Zucker hatte, mußte ihn nachversteuern. Hier gezeigt, daß man mit der heutigen Verfassung in Destreich nicht als im Vorjahre. In verschiedenen Branchen herrscht gegenwärtig hätte die Steier verweigert werden sollen.( Große Heiterkeit.) weiterfommt, daß eine gründliche Untkrempelung erforderlich ist. geradezu ein Mangel an Arbeitskräften und vielfach wird der müsien; sie hätten nicht zahlen sollen.( Große Heiterfeit.) Demon- Rettung Oestreichs liegt allein darin, daß das socialdemokratische sich in den einzelnen Betrieben einig feien, so dürfte es nicht schwer Auch unsere Konsumvereine haben den Zuder nachträglich versteuern Niemiand fann es mehr in der östreichischen Haut aushalten. Die Arbeitsnachweis der Metallarbeiter von solchen Firmen in Anspruch genommen, die denselben sonst immer meiden. Wenn die Arbeiter strationshalber hätter jeder 11 Kilogramm Zucker kaufen und dann Programm zunächst, so weit es demokratisch ist, erfüllt wird. Wenn fallen, unter den derzeitigen Verhältnissen eine Verbesserung ihrer die Steuer verweigern sollen.( Stürmisches Gelächter.) in Oestreich Ordnung gemacht werden soll, dann muß eine Prachensky- Junsbruck hält die Vorwürfe gegen die Partei- Konstituante cinberufen werden. Die Völker müssen gefragt werden ohn- und Arbeitsbedingungen herbeizuführen. In der hierauf vertretung für unberechtigt und beantragt folgende Resolution: und zu Worte kommen, wie sie diesen Staat neu aufbauen wollen. " Der Parteitag spricht der Gesamt- Parteivertretung und dem( Bravo!) Verbande sein volles Vertrauen aus und billigt die bisher eingeschlagene Taktik. Wir reißen jetzt nur jede Verhüllung herunter; das ist unsere Taktik. Aber ich fann Ihnen heute nicht sagen, welche Anträge wir fogar den lezten Schein des Parlamentarismus frivol durch den gationswahlen zulaffen werden oder nicht. Daß wir eine Oppositions Der energischste Kampf gegen das feudal- klerikale Regime, das bei Einberufung des Barlaments stellen werden, ob wir die Dele§ 14 erschlagen hatte, die Verteidigung der konstitutionellen partei bleiben werden, braucht nicht erst betont zu werden. Zwei freiheitlichen Volksrechte, die auf alles gefaßte Abwehr der widersprechende Interessen sind für uns vorhanden: 1. Haben wir ruchlosen Attentate der klerikalen Volksfeinde gegen die Volksschule ein Interesse daran, die östreichische Politit ad absurdum zu führen und die Entfaltung einer Massenvoltsbewegung zur Eroberung des und den Bankrott vollständig zu machen; 2. aber hat die Arbeiter allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechts im Staate, Land und schaft ein Interesse an geordneten parlamentarischen Buständen; sie bleibt auch für die Zukunft die vornehmste Aufgabe hat ein Interesse daran, daß Geseze gemacht werden tönnen, weil der Partei. sie bestimmte sociale Gefeße braucht. Die Der gegenwärtig in Oestreich geführte Verfassungskampf muß liegt darin zu entscheiden, ob man im Moment noch etwas bis an sein für das Volk siegreiches Ende geführt werden und die Brauchbares herauspressen fann, oder ob man sagen muß Partei hat kein Interesse, sich mit Scheinfrieden und mit faulen Hopfen und Malz ist verloren. Die Musikinstrumenten- Arbeiter lokaler Richtung hielten am Kompromissen zufrieden zu geben. Sie wird, ihrem principiellen Redner empfiehlt die Resolution Prachensky, hält aber die Reso- Montag eine nur schwach besuchte Versammlung ab. Arendt erCharakter getreut, in jedem Momente ihre Tattit nach den proletari- lution Krejci für überflüffig; sie könne höchstens dem Verbande und stattete den Bericht über die stattgehabten Berhandlungen zur„ Gründer Parteivertretung als Material überwiesen werden. dung des neuen Gewerkschaftskartells". Nachdem Redner die bea Redner schließt: Mögen die anderen pessimistisch in die Zukunft fannten Gründe, welche zur Trennung von der Berliner Gewerkschafts. blicken, mögen die deutschen Bürger verzweifeln wir haben feinen fommission geführt, erwähnt hatte, erläuterte er in seinen weiteren Grund zur Verzweiflung. Wir wissen, der alte Bau ist morsch und Ausführungen das neugeschaffene Regulativ für das Kartell, bas muß abgebrochen werden, aber wir haben das Vertrauen zum fich im wesentlichen nur wenig von dem der Gewerkschaftskommission östreichischen Proletariat, daß es die Kraft haben wird, an Stelle unterscheidet. Nur soll das Streitwvesen anders geregelt werden, so dieser Ruine einen neuen großen Bau zu setzen.( Lebhafter Beifall.) daß eine jede daran beteiligte Gewerkschaft durch Ausgabe von Die Resolution Prachensly wird einstimmig angenommen, die eigens dazu bestimmten Sammelmarken die Mittel selbst aufbringt. Resolution Krejci als Material überwiesen. Demgemäß haben, wenn keine Mittel vorhanden, aussichtslose Damit schließen die heutigen Beratungen. Streits einfach zu unterbleiben. Auch soll ein Auskunftsbureau er Der Nachmittag wird den Czechen zu einer besonderen Besprechung richtet und in der Zeit von abends 7 bis 8 Uhr Auskunft über freigehalten. socialpolitische und allgemeine Arbeiterfragen nur an organi sierte Arbeiter gegen Vorzeigung der Legitimation erteilt werden. Eine jede zum Kartell gehörige Gewerkschaft hat nur einen Dele gierten resp. Stellvertreter zu entsenden. Gemeinde schen Interessen des arbeitenden Volkes einrichten." 4 Versammlungen. folgenden Diskussion wurden die schlechten Zustände in Bezug auf Verdienst und Arbeitszeit einer Stritif unterzogen und festgestellt, daß trop der günstigen Konjunktur eine Besserung nicht eingetreten ist. Die wesentlichste Ursache dieser Zustände ist vorherrscht. Von einer Beschlußfassung über den Eintritt in eine der Judifferentismus und die Uneinigkeit, die bei einigen Branchen, welche besonders in verschiedenen Großbetrieben in Betracht kommen, Lohnbewegung wurde vorläufig Abstand genommen und soll in einer Laufe der Woche soll noch eine Werkstatt- Bertrauensmänner- Sigung anderen Versammlung hierüber noch weiter beraten werden. Im stattfinden und zum Mittwoch, den 27. b. M., abends 6 Uhr, ist eine stattfinden und zum Mittwoch, den 27. d. M., abends 6 Uhr, ist eine Bersammlung im Lokal„ Sanssouci", Rottbuserstr. 4, anberaumt, au der sämtliche bei den Firmen Buzke u. Co., Joseph, Spinn ". Sohn und Eramme beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen eingeladen sind. Abg. Schramme I- Aussig: Wir alle sind unzufrieden mit dem, was erreicht worden, aber nicht unzufrieden mit dem, was gethan worden ist. Die Abgeordneten haben lange bevor das Flug blatt versandt wurde, schon einen Abzug davon erhalten und konnten die Agitation dementsprechend einrichten. Wo sie es nicht gethan haben, sollen sie sich selbst anklagen und nicht die Parteivertretung. Dr. Morgenstern ist vom Parteitage ausgelacht worden, und er hat es redlich verdient. Dadurch wird jede Widerlegung überflüssig. Abg. Berner Mährisch- Ostrau verteidigt seinen Standpunkt in der Wahlrechtsbewegung. Die Erringung des allgemeinen gleichen Wahlrechts muß das ceterum censeo sein. Wir werden gewiß lange nach dem allgemeinen gleichen Wahlrecht schreien, aber nach dem Nationalitäten- Bundesstaate werden wir noch länger schreien müssen. Die Parteivertretung hat gewiß viel gethan, aber nicht im Kampfe gegen die Regierung, sondern im Stampfe gegen Jm Anschluß an den Kongreß der Impfgegner, der in Es entspann sich nunmehr eine recht lebhafte Besprechung, in Lueger. Im Stampf mit diesem sind die Sträfte verbraucht worden. diesen Tagen in Berlin abgehalten wurde, fand am Montagabend deren Verlauf sich Sleinlein und Niediger entschieden gegen rapta Wien bestreitet, daß die Parteivertretung sich nur um eine impfgegnerische Versammlung unter dem Vorsitz des Naturheil- diese neue Einrichtung erklärten, und von der Entfendung eines Niederöstreich bekümmert hätte; sie habe die Verhältnisse im Reiche kundigen Cani statt. Die Versammlung, die in Buggenhagens Delegierten abrieten, weil das, was man mit dem Kartell be ständig ins Auge gefaßt. Saal tagte, war start besucht. Eine Anzahl von Führern der impf zwecke, durch Bestehen der bisherigen Gewerkschaftskommission schon Müller Graz verlangt von der Parteivertretung rechtzeitige gegnerischen Bewegung, die am Stongreß teilgenommen hatten, traten vorhanden, und das neue Kartell mit seinen geplanten Einrichtungen Direktiven; hieran habe es mitunter gefehlt. Nesel habe kein Bündnis als Redner auf. Prof. Dr. Paul Förster Berlin sprach gegen den gar nicht lebensfähig sei. Nur die Unternehmer würden die größte mit den Deutsch- Nationalen geschlossen. gesetzlichen Impfzwang. Ueber die wissenschaftliche Seite der Impffrage Freude über diese Spaltung der Gewerkschaften haben. Abg. Daszynsti Krakau: Kunststückchen und Wundermittel fagte er mögen sich die Sachverständigen streiten, und wer von Böttcher, Seibt, Richter, Arendt u. a. bemühten habe Dr. Adler nicht nemmen fönnen; es ist sehr richtig gewesen, der Nüglichkeit der Impfung überzeugt sei, der möge fich impfen fich, alle die gemachten Einwendungen zu widerlegen unter An daß er sich nur auf allgemeine Angaben beschränkt habe. Reset laffen, der Staat aber sollte, ebensowenig wie er berechtigt fei, einen führung der bereits bekannten Ursachen, welche zur Gründung An und Berner wollten springend vorwärts kommen; das aber gelingt Gewiffenszwang in religiösen Angelegenheiten auf die Staatsbürger laß gaben. Diese Redner sind der Ueberzeugung, daß das Startell nicht. In der großen Frage des allgemeinen Wahlrechts find wir auszuüben, sich nicht anmaßen, jemand zu einer bestimmten auch lebensfähig und nüglich sein werde. Das Ergebnis der Ver alle einig, die Gemeindewahlrechts- Bewegung hat bewiesen, wie tief medizinischen Behandlung des Körpers au zwingen.( Beifall.) handlungen war, daß die Versammlung mit Stimmengleich dieser Gedanke ins Volk eingedrungen ist. Jedem Ministerium gegen Der Redner warf einen Rückblick auf die Geschichte der heit die Entsendung eines Delegierten a blehnte. über, einem Beamten-, liberalen" wie flerifalen Ministerium gegen Bodenimpfung und führte aus, der Reichstag habe im Der ebenfalls von Arendt erstattete Bericht über den General über bleiben wir Intransigenten und lassen uns auf keine Abmachung Jahre 1874 nur deshalb dem Impfgesetz zugestimmt, weil er streiffonds ergab eine durch Sammelmarken erzielte Einnahme ein. Auch die schönsten Deutsch- Nationalen werden schäbig, deshalb durch ein falsches Gutachten in den Glauben versetzt worden sei, von 399,10 M., wovon an die ausgesperrten Dänen 200 M., an ist den Genossen in Graz eine gewisse Mäßigung anzuraten. Als daß die Impfung ganz unschädlich sei. Der zweite Redner Reichs die Krefelder Weber 50 m. gespendet wurden, so daß nebst sonstigen die Jungczechen noch radikal waren, wimmelte es an fleinen zärt- rat Profeffor Dr. Schlesinger- Wien schilderte die Gewinnung Unkosten eine Ausgabe von 255 M. entstand. Der verbleibende lichen Verhältnissen zwischen ihnen und unseren Prager Genossen. des Impfstoffes und vertrat die Ansicht, daß die Impfung keinen Best and von 144,10 m. wird auf Beschluß der Versammlung dem Das ist nicht empfehlenswert. Wir marschieren besser allein. Schuß gegen Bodenerkrankung biete. Wenn der Geimpfte nicht an Streiffonds überwiesen. Das Regulativ für den Streit Seliger Teplis glaubt gleichfalls, daß sich für die fünftige den Blattern ertrante, so sei das nicht ein Beweis von der Schup- fonds, worin über Einnahme und Ausgabe bezw. Verwendung Taktik der Partei nur allgemeine Gesichtspunkte aufstellen lassen. Ob wirkung der Impfung, sondern von der gesunden Natur des Geimpften. der Gelder nähere Bestimmungen getroffen find, gelangte ebenfalls die Möglichkeit zu einer großen Wahlrechtsbewegung in der nächsten Der Naturheilkundige Reinhold Gerling- Berlin führte aus: Der Kon- zur Annahme. Eine sehr lebhafte und längere Auseinander Zukunft vorhanden sein wird, ist ungewiß. Daß bei Erlaß der Buder- greß der Impfgegner fei ein Voltsgericht gegen den Impfgwang gewesen. fegung entspann sich noch vor Schluß der Versammlung über die steuer die Schlagfertigkeit der Partei zu wünschen übrig ließ, muß während der Verhandlungen des Kongresses sei eine Säule nach der Einschränkung bezw. Beseitigung und Bezahlung der Ueberzugegeben werden. andern gefallen, mit denen die Impffreunde ihr System zu stüßen stunden. Infolge der vorgerückten Zeit aber wurde beschlossen, Abg. Resel- Graz wendet sich gegen die Angriffe Nemez. Es sich bemüht hatten. Ueber die Wirkung der Impfung und die Dauer die weitere Erörterung dieser Frage in einer späteren Versammlung ist nicht wahr, daß ich an eine deutschnationale Versammlung ein der Immunität, welche sie gewähren solle, seien die medizinischen fortzusetzen. D Begrüßungsschreiben gerichtet habe. Nemetz sollte solche Angaben Autoritäten sehr verschiedener Meinung. Aber davon erfahre das Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter hielt am nicht aus der jungezechischen Presse nehmen. Ich war zu einer Bolt nichts. In den Redaktionen der Zeitungen fißen die Vertreter Montag, den 18. 5. M., bei Graumann, Naunynstr. 27, jeine M 21 bio Vom Unternehmer- Terrorismus. Das Forster Tageblatt" enthält folgendes Inserat: b nismspil Anfrage. " egelmäßige Mitgliederversammlung ab. Vor Eintritt in die Tages- 1 gegenwärtigen Lohn- und Arbeitsverhältnisse in denselben zu er in Wittes Boltsgarten" Berlinerstr. 40 tagte, hielt Gen. Markwaldt ordnung machte der Vorsitzende zunächst auf das am 14. Oftober mitteln, 2. Verpflichten sich sämtliche Stollegen, dem Deutschen Holz einen beifällig aufgenommenen Vortrag über„ Die Judenfrage". bei Schnegelsberg stattfindende Stiftungsfest aufmerksam. arbeiter Verbande beizutreten, für denselben zu agitieren und in Die Genossen werden ersucht, sich reger an den Versammlungen zu Fräulein Baader das das Wort zu ihrem jeder Hinsicht zu wirken. Es tauchte noch von mehreren Seiten beteiligent. Die nächste Versammlung findet am 4. Oktober statt eines Streits durch und ist eine Generalversammlung. Vortrage, dessen sich die Rednerin zur vollen Zufriedenheit unter die Befürchtung auf, daß im Falle Verein der Buchdrucker und Schriftgieter für Nixdorf Brik. dem Beifall der Anwesenden entledigte. An der folgenden Dis- auswärtige Arbeiter, wie aus Neuruppin. Rathenow usw. in die Länge derselbe gezogen werden tussion beteiligten sich Kleinlein und Fräulein Baader. tönnte, jedoch Donnerstag, den 28. September, abends 9 Uhr: Vereinsversammlung im - Es wird um mög laaber bir bas von Herm Barowsti, widerlegt, indem er erklärte, Apollo- Theater, Hermannfixaße 48-50,( leiner Saal). Die Lohukommission der Posamentiere berichtete in einer am Sonnabend abgehaltenen Versammlung über die Situation des daß dies für Berlin nicht maßgebend sein könne. In Aubetracht lichste Abrechnung der entnommenn Stiftungsfestbillets ersucht. Freie Vereinigung der Badenser. Generalversammlung am Mittlist, Streifs. Bis jetzt haben 15 Firmen mit 66 Arbeitern die Forde- dessen kommt eine weitere Resolution zur Berlesung: Die Ver rungen bewilligt, während 93 Arbeiter von 17 Firmen sich im Aus- fammling beauftragt den Gauvorstand, in der Umgegend Berlins, woch, den 24. September, abends 8 Uhr, Dragonerftr. 15. ivo Bürstenmacher beschäftigt sind, Versammlungen einzuberufen, stande befinden. Weiter wurde mitgeteilt, daß die Arbeitgeber sich worin nach Besserstellung der Lebensbedingungen derselben gestrebt Unternehmer- Verbände. bemühen, Arbeitskräfte von außerhalb heranzuziehen, jedoch mit sehr wird." Diefelbe wurde ebenfalls einstimmig angenommen. Bur geringem Erfolg. Bon Wien seien fünf Streitbrecher eingetroffen, Ergänzung für die ausgeschiedenen Mitglieder der Werkstatt- Stontroll Vom Vorstand des Vereins selbständiger Bildhauer die aber bis jetzt nicht zu bewegen waren, sich mit ihren hiesigen tommiſſion werden Suhn, Glagow, Rehbach, Sher- Berlins geht uns nachstehendes Schreiben mit der Bitte um Ber Kollegen solidarisch zu erklären. Tapezierer Schmidt führte aus, lehmer und warschuß gewählt.rist öffentlichung zu: in den Tapezier Werkstätten mache sich bereits ein erheblicher Die Bahlstelle Berlin des Verbandes der Fabrik-, Land- In der Lohnbewegung der Holzbildhauer Mangel an Posamenten bemerkbar, Die von Streifbrechern au gefertigten Bosamenten, welche jetzt geliefert werden, feien so schlecht Silfearbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands hielt am Berlins wurde in einer öffentlichen Versammlung der Meister am gearbeitet, daß sie größtenteils nicht gebraucht werden tönnen. u 21. September im Kolberger Salon" feine Mitgliederversammlung 18. b. M. festgestellt, daß die Forderungen der Gehilfen: 1. 50 Stunden folgedessen müßten die Polstermöbel unvollendet stehen bleiben und ab. Die Referentin, Frau Mefch, behandelte das Thema:" Was Arbeitszeit in der Woche; 2. stritte Einführung der Lohnarbeit; es könne bald dahin kommen, daß verschiedene Tapezier- hat die Arbeiterin zu thun, um eine menfchenwürdige Erifteng zu 8. 10 Pro3. Lohnerhöhung; 4. 24 M. Mindestlohn für die Woche und werkstätten wegen Mangel an Bosamenten die Arbeit ein- erringen?" Rednerin beleuchtete in ihrem anderhalbstündigen Vor- 5, 25 Broz. Lohnaufschlag bei Ueberstunden in fast allen Bildhauerstellen müssen. Die Lage sei demnach für die Bosamentiere trage, an der Hand zahlreichen statistischen Materials die traurige Werkstätten und einigen Tischlereien durchgeführt waren. recht günstig und müsse ausgenugt werden. Verschiedene Lage der Industrie Arbeiterin, und forderte die anwesenden Frauen Infolgedeffen wurde in der Versammlung beschlossen, daß von Redner betonten, es sei dringend zu wünschen, daß sich auch auf, sich zu organisieren, damit sie von den Männern nicht als den Meistern nun auch ein Preisaufschlag von 10 Broz. von ihren die Arbeiterinnen der Pofamentenbranche, die sich dem Streit Feinde, sondern als gleichberechtigt mit ihnen angesehen werden. Kunden gefordert werde und der Verein der selbständigen Bildhauer bis jetzt nicht angeschlossen haben, mit ihren männlichen Kollegen Nach einem furzen Busaz seitens des Kollegen Funk und der Auf- Berlins damit beauftragt, diesen Beschluß allen Auftraggebern für solidarisch erklären. Namentlich werde das von den Arbeiterinnen forderung desselben, dem Fabritarbeiter- Verband beizutreten, sowie Holzbildhauer- Arbeiten, als Architekten, Baumeistern, Möbelfabri der Firma Eisner u. Hausig erwartet, weil diese Firma, bei der die dem Hinweis auf das am 21. Oktober stattfindende Stiftungsfest, fanten und Händlern, Tischlern, Zimmermeistern ac. durch Cirkular bekannt zu geben." fünf Wiener Streitbrecher thätig sind, eine führende Rolle im Streit ihloß die gut besuchte Versammlung. Spiele. Wenn man diese Firma erst zum Nachgeben gezwungen Die Tapezierer der Filiale Süd nahmen den Bericht über habe, werde sich der Streit wesentlich zu Gunsten der Ausständigen die Lohnbewegung entgegen und ist nach demselben nur noch eine wenden. Die anwesenden Arbeiterinnen erklärten zwar, Werkstelle im Streit, und zwar bei der Firma Töpte, welche die fie feien bereit, die Lohnbewegung in jeder Weise zu unterstügen, minimalen Forderungen ihrer Gehilfen nicht bewilligt, den Streifen Wäre es nicht angebracht, wenn diejenigen wenigen Firmen, aber über den Zeitpunkt, wann sie die Arbeit niederlegen würden, den aber ständig die Polizei auf den Hals schickt. Aber auch durch die ihren Beitritt zum„ Arveitgeber- Verbande der Textilindustrie tönnten sie noch keine bindende Erklärung abgeben, sie müßten sich dieses Mittel ließen sich die Kollegen nicht irre machen, ebenso wenig Forst i. 2." noch nicht angemeldet haben, öffentlich bekannt gemacht lvärden? Mehrere Mitg'ieber. erst am Montag darüber schlüssig werden. Es gelangte eine Re- wie durch das Verhalten der Berliner Tapezierer Jnnung, welch' solution zur Annahme, in der sich die Anwesenden verpflichten, so lettere glaubt, ihrem bedrängten Mitgliede dadurch entgegenzukommen, Um diese„ Anfrage" recht zu begreifen als das, was sie ist, lange im Streit auszuhalten, bis die gestellten Forderungen be- daß sie Herrn Töpte Kleinmeister als Arbeitswillige" zuschickte. nämlich eine verstette Drohung, muß man wissen, daß der genannte willigt sind. and doing si Ebenso wurde von einigen Mednern der betreffende Werkführer sehr Verband erst kürzlich gegründet ist zu dem Swed, den Forderungen der Die Rabinspanner besprachen am Sonntag in einer außerheftig angegriffen, weil sich derselbe nicht geniert, Ueberstunden in Arbeiter organisierten Widerstand entgegenzusetzen. Berschiedene ordentlichen Mitgliederversammlung den Stand ihrer Lohnbewegung. Hülle und Fülle zu machen. Nach Erledigung des Kaffenberichtes Fabrikanten haben die Absicht, den bescheidenen Forderungen ber wurde ein Antrag:„ Die Gründer der Kleber- Organisation in Berlin Arbeiter entgegenzukommen. Es wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, daß bei der Firma aus dem Vorstand auszuschließen", angenommen, indem sich letztere Die Erhöhung der Lederpreise, welche vor ca. 6 Wochen Boswauu. Knauer am Montag ebenfalls die Forderung zu stellen ist, bei Nichtbevilligung die Arbeit eingestellt wird. Bei allen gegen das Verbandsstatut vergangen haben.nl dimm von der Konvention der Norddeutschen Sohlleder- Gerber durchgefeßt anderen Firmen wird zu den neuen Bedingungen gearbeitet mit Die Graveure und Eifelenre tagten am 19. b. M. in einer wurde, um eine Besserung der traurigen Geschäftslage" herbeizu Ausnahme der Firmen: Wagenknecht, Schulz, Günther u. Sollwvedel Filialversammlung in Dresdener Garten. Der zum zweitenmal an- führen, hat jezt auch bei den Oberleder- Fabrikanten Nachahmung Schuh und und Stüwe. Neber diese bleibt die Sperre bestehen. So haben vor einigen Tagen, wie gesezte Vortrag über Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesez" gefunden. Hasina fonnte, ba der Meferent 8u beil wieder nicht erschienen war, nicht e ber" mitteilt, die beiden maßgebendsten Firmen auf dem WeltDeutscher Holzarbeiter- Verband. Eine gut besuchte Branchen- entgegengenommen werden. Aus dem Bericht des Bergnügungsmartt, Cornelius Sehl in Worms und die Mainzer Versammlung der Piano Mechanit Arbeiter und Aptomitees ergab sich ein Defizit von 12,50 M. Grill berichtete, daße der werte für ihre sämtlichen Fabrikate recht erhebliche Er beiterinnen tagte am Dienstag, den 19. September, im die Bewegung der Ciseleure in wenig veränderter Form vor sich geht. höhungen eintreten lassen. Diesem Vorgehen find sofort die größeren " Fürstenhof", Stöpnilerstr. 187/188. Beste sprach über unsere gegen Sämtliche Arbeiter der Firma Vollgold u. Sohn haben ebenfalls die Oberleder- Fabriken gefolgt, indem sie ebenfalls ihrer Kundschaft von wärtige Lage und wie verbessern wir dieselbe". Redner geißelte in seinem Forderung gestellt. In kleineren Wertstellen, z. B. Petersfeld, Harnisch, den Preisaufschlägen Mitteilung machten. Vortrage die Mißstände der Branche. Es werden meistens ungelernte Löffler ufw. soll seitens der Kommission die Neunstunden- Forderung Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigt, denn die Technik und die mit noch gestellt werden. Brüdner geißelt in scharfen Worten das derfelben Hand in Hand gehende Teilarbeit hat es so weit gebracht, Berhalten der bei Spinn u. Sohn beschäftigten, in Metallarbeiter daß die einzelnen Arbeiter mur noch Maschinen zu bedienen haben Verband organisierten Kollegen. Die Firma Schäffer u. Walter foll und schließlich zu lebenden Automaten werden. In teiner anderen ihren Arbeitern den Lohn aufgebessert haben und wolle die ArbeitsBranche der Mufilindustrie werden bei einer so übermäßig langen zeit aus eigenem Antriebe" verkürzen. Am 8. Oktober findet in Arbeitszeit, die in vielen Fabriken 60 Stunden pro Woche beträgt, der Sternwarte in Treptow ein Vortrag über Weltuntergangs- Brofolch' niedrige Löhne gezahlt. Und troz alledem ist der Indifferentismus phezeiung und Beobachtung mit dem Stiefenrefraftor statt. Billets in feiner anderen Branche so groß. Die Kolleginnen und Kollegen zu halben Preisen( 75. Pf.) sind in den Versammlungen zu haben. Der Bericht über den Kongres zur Bekämpfung der wollen immer noch nicht einsehen, daß Sie Ihre Lage mur verbessern können, wenn Sie ſich organisieren. In der Mechanikfabrik von Köhler Die Konditoren hielten am 21. September in der Nessource Tuberkuloje als Volkskrankheit, Berlin 1899," ist soeben den wollten die dort Beschäftigten ihre Lage etwas verbessern und stellten ihre dritte öffentliche Versammlung in der Stellenvermittelungs- Kongreßteilnehmern zugegangen. Derselbe stellt einen geschmackvoll Forderingen. Was sagte Herr Köhler der Kommiffion: Ich bewillige Angelegenheit ab. Bum ersten Punkt gab der Staffierer der Stom- gebundenen stattlichen Band dar, deffen Redaktion in den Händen eben nichts; wenn Sie streifen wollen, dann ftreifen Sie. Ich pfeife mission Weidler den Kaffenbericht. Nach diesem ist im ganzen auf bes Generalsekretärs Oberstabsarzt Dr. Bammig lag. Einem furzen auf Ihre Organisation. In meiner Fabrit find verschiedene ungelernte Liften und durch Tellersammlungen die Summe von 443 M. bis Berichte über Entstehung, Vorbereitung und Verlauf des Kongreffes Arbeiter beschäftigt, die das, was sie verdienen, beim Steineflopfen dato eingelaufen. Dieses an sich wenig erfreuliche Resultat vers folgt die ausführliche Wiedergabe der gehaltenen Referate, Vorträge und Diskussionsbemerkungen nach den eigenen Mitteilungen der und dergleichen nicht verdienen würden. Im weiteren sagte dann anlaßte die beiden, auf dem Boden der bürgerlichen Geſellſchaft Berfasser. Ein weiterer Abschnitt giebt auch die zur Distuffion an Herr Köhler: in meiner Fabrik herrscht keine Lustsklaverei, wie es stehenden Berufsvereinigungen, den Antrag zu stellen, die Einrichtung bei einer großen Firma Sitte ist, wo die Chefs ihre Autorität miß des fraglichen Bureaus bis zum Frühjahr zu vertagen. Da eine gemeldeten, aus Mangel an Zeit nicht gehaltenen Vorträge" wieder, brauchen, um an ihren Arbeiterinnen ihrer Wolluft zu fröhnen. abfolute Einmütigkeit in dieser Frage Grundbedingung ist, wurde zum Teil allerdings nur in Form der Thesen, die jeber Vortragende so, wie die Kollegen und Kolleginnen, ist es nicht eine Schande, daß uns Fa- mit großer Majorität dengemäß beschlossen. Ferner wurde be- fchon vor dem Kongreß dem Organisationskomitee einzureichen hatte, zum andern Teil aber auch ausgearbeitet, brikanten mit solchen Argumenten entgegen treten können? Also schlossen, fortdauernd Sammellisten auszugeben und intensives Weiter Vorträge auf dem Kongreß gehalten werden sollten. Bersonallisten hinein in die Organisation, solche Zustände sind nur auf dem Wege sammeln empfohlen. und dergleichen, sotvie ein ausführliches Namen- und Sachregister des Klassenkampfes zu beseitigen. no Die Freie Vereinigung der Händler und Händlerinnen schließen das Werk. Zum zweiten Punkt: Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes hatte ihre letzte Sigung Freitag bei Mörschel und ist damit auf Wir haben seiner Zeit durch möglichst eingehende Berichte unsere wurde den Anwesenden der Anschluß an den Deutschen Holzarbeiter gelöst. Da die Bibliothek wieder umsonst abgegeben wird, werden Leser über den Verlauf des Kongresses und den Inhalt der Ver Verband empfohlen, diefem kamen eine Anzahl Kollegen nach. Zumbie Kollegen aufgefordert, binnen acht Tagen die entliehenen Bücher handlungen unterrichtet. Wir behalten uns trotzdem vor, demnächst Schluß fand eine Resolution einstimmige Annahme, durch welche an E. Müller, Weinstraße 28, zurüdzuerstatten. od noch einmal ausführlich auf den Bericht" zurüdzukommen, ba die Anwesenden versprechen, energisch für die Organisation zu Groß- Lichterfelde. Der hiesige Agitationsverein hielt eine Ergänzung des selbstverständlich unvollkommenen Tagesberichts Nach auf Grund des nunmehr vorliegenden ausführlichen Protofolls er am Sonntag, den 24. d. M., seine Generalversammlung ab. Holzarbeiter Verband. In der am Montag, den 18. b. M., einent beifällig aufgenommenen Vortrag des Genossen Schmitt forderlich erscheint, angesichts der Bedeutung, welche die Tuberkulofe abgehaltenen Bezirksversammlung Süd- Süd- Ost referirte Ge- gab der Vorsitzende, Genosse Wenzel, den Vorstandsbericht. Ans für das Proletariat hat. noffe Dr. Steiner über: Die deutsche Litteratur in den letzten bemfelben ist zu entnehmen, daß die gegenwärtige Mitgliederzahl d zehn Jahren." Der sehr lehrreiche Vortrag wurde mit großem des Vereins 105 beträgt. Die stasie weift einen Bestand von 192. Eingegangene Druckschriften. Beifall aufgenommen, eine Diskussion fand nicht statt. In Ber auf, Die im Mai stattgefundene Gemeinde- Erjazwahl habe Bon der„ Neuen Zeit“( Stuttgart, Diet' Berlag) ist soeben bas bandsangelegenheiten wurde der Kollege Dreßler als Schrift für den socialdemokratischen Kandidaten 93 Stimmen ergeben. 53. Heft des 17. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir her Vorstandswahl hatte folgendes Resultat: Wenzel, Kollegen Buchholz und Engelbert gewählt. Alsdann wurde erster Borsigender; Sovf. zweiter Vorsigender; Geifen zwei Fronten. Eine Antwort an Kadi Lang und Sadi Gunter von Eduard bekannt gegeben, daß der Streit bei iegel in der Wasser Stersting and Schuchriftführer; thorstraße zu Gunsten der Kollegen beendet sei, aber Hauptkassierer; Friese, Engel, Senst, Radice, Wach der Streik in der Lurusmöbel- Farbit von Görschner, Reichenholz, Richter, Bezirksfassierer; F. Lehmann und bergerstr. 57, unverändert fort, bauert. Es find dort Löhne gezahlt Steinberg Revisoren, Nach Erledigung einiger Bereins. worden, die jeder Beschreibung spotten. Es ist sehr häufig vor angelegenheiten fam die Aeußerung des hiesigen Polizeikommissars gekommen, daß die Kollegen mit 8 und 10 M. die Woche haben Mohr über die Person des Vorsitzenden des Vereins zur Sprache. müssen zu Hause gehen. Alsdann wurde noch mitgeteilt, daß in Der Herr Kommissar bemerkte in einem Gespräch mit einem verschiedenen Tischlerwerkstätten die Forderungen bewilligt worden Dritten was wo will der Wenzel eigentlich, der will doch bloß von feien. Wenzel ziehen.'" ging mit Niemals habe er während Eine gutbesuchte Brauchenversammlung der Bürsten- und Herrn Mohr scharf ins Gericht. wirfent. hung anjoumelle ditiladials Redner des M. 5. Lehmann, dem M Genoffe Geifen Kersting unter der Beamten verdienten Kritik. So bequem haben es freilich die Arbeiter nicht. Wenn sie eine Berbesserung ihrer traurigen 2age herbeiführen wollen, tann müssen sie um jedes bißchen mit den Unternehmern ringen; b'e Fabrikanten machen ihrer stuntschaft nur" Mitteilung" von ben Preisausschlägen. vor: Kartelltendenzen. Lifferarisches. Nach Kolonialverbrechen. Von H. van Kol. Bernstein.( Schluß.) Bur Kritik der Kritit. Von Franz Mehring. II. Litterarische Rundschau: Dr. Paul Weisengrün, Das Ende des Notizen: Ortsübliche Marrismus. Heinrich Freese, Fabrikantenglück. Tagelöhne. Volksversicherung und unentgeltliche Beerdigung in der Schweiz. Feuilleton: Internationale Verſtändigungsmittel in Bergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Von Dr. M. Freudenberger, Nürnberg. Von der„ Gleichheit", Zeitschrift für die Intereſſen der Arbeiterinnen ( Stuttgart, Diet' Verlag) ist uns soeben die Nr. 20 des 9. Jahrgangs zu Die Ethik des Kampfes. Von Lily Braun, gegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Zum Parteitag in Hannover. Aus der Bewegung. Frauenarbeit in der Montanindustrie. I. Von H. Notizenteil von Lily Braun und Klara Zetkin: Frauenarbeit auf dem Gewerkschaft Dienstbotenfrage. Frauenstimmrecht. Socialistische Frauenbewegung im Auslande. A. W. 28. 5. Mai 1898. Frauenbewegung. Pinselmacher Berlins und Umgegend tagte am Sonntag, den seiner langjährigen politischen Thätigkeit irgend welche Be- Gebiete der Industrie, des Handels und Berkehrswesens. zahlung für dieselbe verlangt oder, erhalten. Es sei un liche Arbeiterinnen- Organisation. 17. September, im Lokale des Herrn Schiller. Dieselbe beschäftigte begreiflich, wie ein Beamter der Polizei, die doch sonst ein aussich mit dem Thema„ die Lohn- und Arbeitsverhältniffe in unserer geprägtes Chrgefühl befize und bei der geringsten Kleinigkeit die Die„ Gleichheit“ erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste Branche, und find die Kollegen gewillt, dieselben zu verbessern." Gerichte in Anspruch nehme, solche Aeußerung, über deren beleidigende für 1899 unter Nr. 3033) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Hierzu referierte Kollege Wiese in furzen 28orten, indem er zu- Natur sich derselbe doch flar sein mußte, machen könne. Wolle der Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. nächst über Entstehung der Organisationen ſpricht, und im Herr Kommissar den Beweis für seine Behauptung antreten, weitenren über die Arbeitsverhältnisse in unserer Branche dann sei er sofort bereit, ihm die Gelegen Briefkasten der Redaktion. näher eingeht. Er zieht hierbei den Lohntarif von 1895 in Betracht, der durch das verwerfliche Accordsystem soweit heruntergedrückt sei. heit hierzu zu verschaffen. zog das Verhalten Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Redner ist der Ansicht, daß nur durch Anschluß aller Kollegen ana binhn verlangt unbedingt Stellungnahme des Vereins zu dieser Freitag abends von 6 bis 8 Uhr statt. den Deutschen Holzarbeiter- Berband", und durch stetiges Zuſammen Angelegenheit und Erhebung der Beleidigungsklage. Solchen Unhalten es möglich wäre, für bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen gehörigkeiten müsse ein Riegel vorgeschoben werden. Jeder der. Th. 2. Wollen Sie Dispens von der zehnmonatlichen Wartezeit, einzutreten, und stellt es im weiteren der Versammlung anheim, sich Genossen wisse, daß die Behauptung des Kommissars unwahr sei. so wenden Sie sich unter Ueberreichung eines von einem Urat obero, hierüber auszusprechen. In der darauf folgenden Diskussion wirft zunächst Aber es sei ja eine bekannte Thatsache, daß die Gegner jeden Social- einer Hebamme ausgestellten Attestes darüber, daß Sie nicht schwanger find, Kollege Berner die Frage auf, ob es geboten wäre, bei der jetzigen Ston- demokraten, der ein Amt in der Partei bekleide und einen an- an das Amtsgericht mit dem Antrag, Sie von der Wartezeit zu entbinden. junktur in eine Lohnbewegung einzutreten, und kommt hierbei zuständigen od trage, als ein Subjekt hinstellten, das sich von den 8. I. 99. Ja.. 33. Die Armendirektion fann nur auf 8ahlung der Ansicht, daß es wohl möglich wäre, wenn ein jeder Kollege das Arbeitergroschen mäste. Die Angelegenheit wurde dem Vorstand lagen und dann pfänden. Kommen Sie bei der Armen- Direktion( nicht Klage. Kommission) schriftlich um Niederschlagung der Forderung ein. Bewußtsein in sich trage, feine Lage zu verbessern. Er tvinscht Besagt Ihr Vertrag nichts Gegenteiliges, fo hat der Wirt die Reparatur namentlich die Verkürzung der Arbeitszeit, Abschaffung der Accord- zur Erledigung überlassen. Denser als Eine öffentliche Versammlung der Zimmerer Nigdorfs herstellen zu lassen. Zehnt er das ab, so teilen Sie ihm mit, daß Sie nach frucht und Sonntagsarbeit, sowie der Hausindustrie. Drechsler bezeichnet die Lage der Bürstenmacher unter allen Berufen tagte am 24. September im Saale des Apollo- Theaters, in welcher losem Ablauf einer von Ihnen zu stellenden Frist die Reparatur auf seine Stoften der Holzarbeiterbranche als die schlechteste. Er ermahnt alle Genoffe Hahn einen lehrreichen und beifällig aufgenommenen vornehmen lassen würden und handeln Sie dann Ihrer Drohung entsprechend. Zu den bevor Noack. 1. Jawohl: teilen Sie dem Richter auch den Vorfall von Mitte Kollegen, sich aufzuraffen und für eine bessere Eristenz zu kämpfen. Vortrag über das Unfallversicherungs- Gejez hielt. zu zahlen. 3. und 4.: Ja. Prag 95. 1, 2, 3: Wenn hiesiges Recht An der weiteren Diskussion beteiligten sich noch die Kollegen 8idel, ſtehenden Gewerbegerichts- Wahlen beschloß die Versammlung, zwei Auguſt mit. 2. Der Unterliegende hat auch die Anwaltskosten des Gegners Eine erregte zur Anwendung fommt das richtet sich nach dem Wohnsitz des Mädchens Fritsch und Müller, die sich ebenfalls in demselben Sinne aus: Kandidaten zu Gewerbegerichts- Beifizern aufzustellen. so ist die Klage abzuweisen. sprachen. Einer der anwesenden Arbeitgeber, Herr Barowski, Debatte verursachte der Beschluß des Gewerkschaftskartells, daß die zur Zeit der Conception und der Geburt die Ver 4. Nein. 5. Ja. 6. Vertretung ist zulässig. 7. Das ist ohne mündliche unter Beibringung der Klage nicht zu ent erbat sich das Wort und erklärte sich mit den Verhandlungen der Bimmerer nur einen Kandidaten aufstellen sollten; Bersammlung voll und ganz einverstanden und wünschte er, wie ein sammlung erhob gegen diesen Beschluß ganz energisch Protest und Darlegung der Sachlage großer Teil seiner Kollegen, daß die Bürstenmacher Berlins in eine beauftragte seine Gewerkschaftsdelegierten, mit allen Mitteln danach scheiben. 5. 2. 20. 1. Es bleibt nur übrig, die Wiebergenesung abzuLohnbewegung eintreten jest liquidiert werden. 3. und 4. Das wäre zwedlos. 5. G8 fann der möchten. Nach einem Schlußwort hin zu streben, daß unsere zwei Kandidaten Beyer und Neumann warten. 2. Nur die im Beschwerdeverfahren entstandenen, falls diese schon von Wiefe Antrag auf Entnründigung usw. bei der Staatsanwaltschaft gestellt werden. gelangt folgende Resolution Annahme: gur mit den Wilmersdorf. In einer leider sehr schwach besuchten Ver- 6. Wenn die Vereinbarung schriftlich getroffen ist, ist fie gültig. Die Versammlung beauftragt die Kommission, Kollegen fämtlicher Werkstellen in Verbindung zu treten, um die jammlung des Socialdemokratischen Vereins", die am 20. ds. Mts., p. 2. 20. Das ist nicht zulässig.- 30. Rommen Sie in die Sprechstunde. Rerantwortlicher Redacteur: Robert Schmidt in Berlin. Für den Inseratenteil berantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Babing in Berlin 1. anerkannt werden. 1